LS telcom AGLichtenauKonzern-Halbjahresfinanzbericht zum 31.03.2020![]() Halbjahresfinanzbericht 2019/2020der LS telcom Aktiengesellschaftfür den Zeitraum vom 01.10.2019 bis 31.03.2020DIE LS TELCOM AG IM ÜBERBLICK Die LS telcom AG (ISIN: DE0005754402; WKN: 575440) mit Hauptsitz in Lichtenau (Baden)
und Tochtergesellschaften in Frankreich, Kanada, USA, Großbritannien, UAE, Südafrika
und Australien ist führender Anbieter von Beratungsdienstleistungen und Systemlösungen
für die möglichst effiziente Nutzung des Funkfrequenzspektrums in allen Funkdiensten.
Die LS telcom Firmengruppe verfügt über eine einzigartig umfassende Fachkompetenz,
die es ihr ermöglicht, das komplette Marktsegment drahtloser Kommunikation mit ihrem
Produkt-Portfolio zu bedienen. Hierzu gehören voll integrierte Frequenzmanagement-
und Funküberwachungslösungen sowie Sendersysteme in standardisierten Containerlösungen
ebenso wie technische Analyse- und Planungs-Software oder kompetente Beratung in Strategie-
und Umsetzungsfragen. LS telcom verfügt über langjährige internationale Erfahrung im Richt- und Mobilfunk,
dem Professionellen Mobilfunk, Rundfunk und Satellitenfunk. Die optimale Planung von
Funknetzen, ihre schnelle Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die
Minimierung von Funkstörungen sowie die Erschließung geeigneter Funkstandorte sind
typische Aufgabenfelder, in denen Produkte des Unternehmens eingesetzt werden. Die
starke Marktposition von LS telcom wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits Regulierungsbehörden
und Telekommunikationsministerien aus über 100 Ländern für Lösungen (Beratungsleistungen
und Systeminstallationen) von LS telcom entschieden haben. WESENTLICHE KENNZAHLEN DES LS TELCOM KONZERNS (NACH IFRS)scroll
ZWISCHENABSCHLUSS DER LS TELCOM AKTIENGESELLSCHAFT, LICHTENAU, ZUM 31.03.2020Konzern-Bilanz (IFRS)Aktivascroll
Passivascroll
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS)scroll
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)scroll
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)scroll
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ANHANG (VERKÜRZT)RECHNUNGSLEGUNGSGRUNDSÄTZE Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
vom 01.10.2019 bis zum 31.03.2020 erstellt und umfasst die Zahlenangaben zu Bilanz,
Gewinn- und-Verlust-Rechnung, Angaben zum Ergebnis je Aktie, eine Kapitalflussrechnung
sowie den Eigenkapitalspiegel, jeweils mit Vergleichsangaben für den relevanten Vorjahreszeitraum. Der Bericht basiert auf den Rechnungslegungsgrundsätzen nach International Financial
Reporting Standards (IFRS). Es wurden grundsätzlich dieselben Bewertungs- und Bilanzierungsmethoden
wie im letzten Konzern-Jahresabschluss verwendet mit Ausnahme der pflichtgemäß neu
anzuwendenden Standards, die im Folgenden genannt sind. Der vom IASB neu verabschiedete IFRS 16 (Leasingverhältnisse) ist erstmals für Geschäftsjahre
anzuwenden, die nach dem 01.01.2019 beginnen. IFRS 16 "Leasing" regelt die Bilanzierung von Leasingverhältnissen und ersetzt den
Vorgängerstandard IAS 17. Nach dem neuen Standard besteht nunmehr eine grundsätzliche
Bilanzierungspflicht von Rechten und Pflichten aus Leasingverhältnissen beim Leasingnehmer.
Demzufolge bilanzieren Leasingnehmer künftig das Nutzungsrecht aus einem Leasinggegenstand
(sog. right-of-use Vermögenswert) sowie eine korrespondierende Leasingverbindlichkeit.
Dabei sind die Regelungen des IFRS 16 auf jeden Vertrag einzeln anzuwenden. Leasinggeber
und Leasingnehmer haben allerdings unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit,
anstelle einer Einzelbetrachtung Portfolien anzuwenden, auf die dann die Regelungen
des IFRS 16 angewendet werden. Zudem bestehen einzelne Erleichterungswahlrechte für
Leasingnehmer in Hinblick auf kurzfristige Leasingverhältnisse sowie Vereinbarungen
über geringwertige Vermögenswerte. Für Leasinggeber besteht auch nach dem neuen Standard unverändert eine Unterscheidung
zwischen Finanzierungs- und Mietleasingverträgen. IFRS 16 sieht neben Änderungen in
der Bilanzierung auch eine Ausweitung der Angabepflichten sowohl für Leasinggeber
als auch für Leasingnehmer vor. Die LS telcom AG wendet IFRS 16 erstmalig für das Geschäftsjahr beginnend am 1. Oktober
2019 an. Das Management hat entschieden, die modifiziert retrospektive Übergangsmethode
anzuwenden. Aus den weiteren Änderungen der IFRS ergeben sich für das Geschäftsjahr keine wesentlichen
Änderungen. Die Vorgehensweise zur Ermittlung der Ertragsteuern entspricht der im vorangegangenen
Geschäftsjahresabschluss verwendeten Methode. Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde weder entsprechend § 317 HGB geprüft
noch einer prüferischen Durchsicht durch einen Abschlussprüfer unterzogen. VERGLEICHSANGABEN ÜBERNAHME IFRS 16 Die Erstanwendung von IFRS 16 erfolgte in Übereinstimmung mit den Übergangsvorschriften
des Standards modifiziert retrospektiv ohne Anpassung der Vorjahreszahlen. Sämtliche
sich aus der Erstanwendung ergebenden Reklassifizierungen und Anpassungen sind daher
in der Eröffnungsbilanz zum 1. Oktober 2019 erfasst. Mit Erstanwendung des IFRS 16 erfasste der Konzern-Leasingverbindlichkeiten für zuvor
unter IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse klassifizierte Leasingverhältnisse.
Diese Verbindlichkeiten werden zum Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen bewertet.
Dabei werden die Gebäudeleasingverhältnisse mit dem Grenzfremdkapitalzinssatz des
Leasingnehmers von 2 % zum 1. Oktober 2019 und die übrigen Sachanlagenleasingverhältnisse
mit dem dem Leasingverhältnis zugrundeliegenden Zinssatz abgezinst. Für zuvor als Finanzierungsleasingverhältnisse eingestufte Leasingverhältnisse werden
unmittelbar mit der Erstanwendung des IFRS 16 als erstmaliger Buchwert das Nutzungsrecht
und die Leasingverbindlichkeit angesetzt. Die Bewertungsprinzipien des IFRS 16 werden
angewendet. Es ergaben sich keine Anpassungen. Bei der Anwendung von IFRS 16 nimmt der Konzern folgende Erleichterungen in Anspruch:
In der folgenden Tabelle werden die neu eingestuften Buchwerte nach IFRS 16 dargestellt,
diese umfassen das frühere Operating-Leasing als auch die ehemaligen Finanzierungsleasingverhältnisse. scroll
scroll
KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEKonsolidierungskreis Gegenüber dem letzten Geschäftsbericht ergaben sich keine Veränderungen im Konsolidierungskreis
der LS telcom Gruppe. Konsolidierungsmethoden Die Konsolidierung erfolgt nach derselben Methodik, die auch im letzten Jahresabschluss
angewandt wurde. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ Da mit Ausnahme der eingangs erläuterten, erstmalig neu anzuwendenden IFRS 16 dieselben
Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese
qualitativ im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es werden hier lediglich
spezielle Erläuterungen zu den Positionen gegeben, die wesentliche Änderungen der
Beträge gegenüber dem letzten Jahresabschluss ausweisen. Langfristige Vermögenswerte Die langfristigen Vermögenswerte sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30.09.2019
um TEUR 101 auf TEUR 20.510 gesunken, im Wesentlichen aufgrund des Rückgangs der immateriellen
Vermögenswerte. Aufgrund der Corona-Pandemie lag nach IAS 36 ein "Triggering Event" vor, was zu einer
Überprüfung der Werthaltigkeit der Firmenwerte geführt hat. Ein durchgeführter Impairment
Test ergab keine Wertminderungen. Vorräte Gegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist diese Position um TEUR 283 gesunken. Der
Grund hierfür liegt an deutlich reduzierten unfertigen Leistungen. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Der Wert dieser Position (TEUR 6.447) ist gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr
(TEUR 8.424) gesunken. Liquide Mittel Die liquiden Mittel betragen zum 31.03.2020 TEUR 1.929 und liegen damit um TEUR 353
unter dem Wert zum 30.09.2019. Der Bestand des Finanzmittelfonds beträgt gemäß der
Kapitalflussrechnung TEUR 1.928, da hier die liquiden Mittel um die kurzfristigen
finanziellen Kontokorrent-Verbindlichkeiten gekürzt wurden. Die Entwicklung dieser
Bilanzposition wird im nachfolgenden Zwischenlagebericht im Kapitel "Ertrags-, Finanz-
und Vermögenslage" im Abschnitt "Entwicklung des Finanzmittelfonds" näher erläutert. Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige Vermögenswerte Dieser Bilanzposten (TEUR 1.753) ist um TEUR 695 gegenüber dem letzten Jahresabschluss
(TEUR 1.058) gewachsen. Der Anstieg resultiert aus kurzfristigen Steuerforderungen. Langfristige finanzielle Verbindlichkeiten Diese Position stellt die langfristigen Verbindlichkeiten aus Bankdarlehen und Leasingverträgen
dar. Der Anstieg um TEUR 455 liegt vor allem in der Neueinführung von IFRS 16, siehe
hierzu Erläuterungen zu den "Vergleichsangaben Übernahme IFRS 16". Mit Wirkung zum 01.01.2006 hatte die Gesellschaft einen Immobilien-Leasingvertrag
über Büro- und Verwaltungsgebäude in Lichtenau mit einer Gesamtlaufzeit von 25 abgeschlossen.
Nach zehn- bzw. 15 Jahren besteht eine Kaufoption zum Erwerb sämtlicher Anteile an
den Leasingobjektgesellschaften, in deren Eigentum sich die Immobilie befindet. Die
LS telcom AG hat den Beschluss zur Ausübung der Kaufoption zum 31.12.2020 gefasst,
die Auswirkungen dieser Entscheidung auf das aktuelle Geschäftsjahr, wie die Kürzung
der Rest-Leasingverbindlichkeiten, wurden bereits zum 31.03.2020 bilanziell umgesetzt. Kurzfristige Rückstellungen Die kurzfristigen Rückstellungen und Steuerrückstellungen (TEUR 363) sind gegenüber
dem letzten Jahresabschluss (TEUR 590) aufgrund der Auflösung kurzfristiger Rückstellungen
für ausstehende Provisionszahlungen sowie der Rückstellungen für Nachlaufkosten gesunken. Erhaltene Anzahlungen Die hier ausgewiesenen TEUR 347 sind um TEUR 133 höher als im letzten Geschäftsjahr
(TEUR 214 zum 30.09.2019). Vertragsverbindlichkeiten Diese Position zeigt nach IFRS 15 die Vertragsverbindlichkeiten. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind im Berichtszeitraum von
TEUR 1.088 auf TEUR 654 zurückgegangen. Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten enthalten sowohl den kurzfristigen Anteil
aus Leasingfinanzierungen als auch aus Bankdarlehen. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR 5.060) sind gegenüber dem letzten
Jahresabschluss um TEUR 324 gesunken. Dies ist vor allem durch die Abnahme sonstiger
diverser Verbindlichkeiten verursacht. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND-VERLUST-RECHNUNG Da mit Ausnahme des eingangs erläuterten, erstmalig neu anzuwendenden IFRS 16 dieselben
Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese
qualitativ im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es sind insofern keine
weiteren Erläuterungen notwendig. Bezüglich der Positionen, die wesentliche Änderungen der Beträge im Vorjahresvergleich
aufzeigen, verweisen wir auf die Ausführungen zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage
im nachfolgenden Zwischenlagebericht. ZWISCHENLAGEBERICHTGeschäft und RahmenbedingungenMarktumfeld und Absatzentwicklung Zu Beginn des Geschäftsjahres waren die Aussichten sowohl für die Weltwirtschaft
als auch für den LS telcom Konzern noch durchweg positiv. Die Corona-Pandemie hat
die Situation jedoch ab Ende Januar 2020 signifikant verändert und sukzessive weltweit
zu drastischen Einschnitten im gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben geführt.
Quarantänemaßnahmen, Reise- und Kontaktbeschränkungen zur Eindämmung der Pandemie,
die die Schließung von Flughäfen, Absagen von Messen und Veranstaltungen sowie Schließungen
von ganzen Behörden zur Folge hatten, legen seit März 2020 weltweit die Wirtschaft
und das gesellschaftliche Leben lahm. Von den Auswirkungen dieser Maßnahmen ist der Konzern mit seinem bisher überwiegend
exportorientierten Geschäft stark betroffen. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres erwirtschaftete die LS telcom Gruppe
Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 13.519 (i. V. TEUR 14.400). Der Umsatz lag damit um
6 % unter dem des entsprechenden Vorjahres-Vergleichszeitraums. Auf der Ebene der
einzelnen Unternehmenssegmente stellt sich die Umsatzverteilung wie folgt dar: scroll
Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im Berichtszeitraum bei etwa 86 %. Dieser
Exportanteil setzt sich zusammen aus 29 % der Umsatzerlöse aus dem europäischen Ausland
und 57 % aus den restlichen Regionen. Das Segment "Hardwarenahe Systeme" steuerte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
ca. 8 % zum Gesamtumsatz bei. Etwa 22 % des Halbjahresumsatzes wurden aus dem Segment
"Dienstleistungen" und 70 % aus dem Geschäftssegment "Softwaresysteme" erzielt. Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen,
typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In "Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung
und Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso mit ein wie auch beispielsweise
der Aufbau von Sender- oder Generatoranlagen, deren Installation und Inbetriebnahme. Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom
in Form von Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche
Kunden erbringt und die nicht Teil von Software- oder Hardwareprojekten sind. Als
Kunden werden hier unter anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum, Netzbetreiber
und Regulierungsbehörden bedient. Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine Softwaregeschäft, einschließlich
des Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und anderen Kunden), bei dem Produkte
aus unterschiedlichsten Bereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und Richtfunkplanungsmodule
sowie administrative Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS telcom in
umfassende Systemlösungen integriert werden. Dieses Berichtssegment umfasst daneben
auch das Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule)
und betrifft damit überwiegend das klassische, skalierbare Software-Lizenzgeschäft.
Der Verkauf von solchen Einzelmodulen enthält typischerweise weniger Anpassungsleistungen
als die vorgenannten, umfangreicheren und komplexeren Softwareprojekte. Mitarbeiter Zum 31.03.2020 beschäftigte der LS telcom Konzern weltweit 225 Mitarbeiter (i. V.
222). Im Vergleich zum letzten Geschäftsjahresende (30.09.2019) stieg die Mitarbeiterzahl
um 4 Personen. Ertrags-, Finanz- und VermögenslageEntwicklung von Umsatz und Gesamtleistung Die Erwartungen bezüglich der Geschäftsentwicklung wurden in der ersten Hälfte des
Geschäftsjahres nicht erfüllt. Hier schlugen die Effekte der Corona-Krise zu Buche,
da die weltweit starken Reisebeschränkungen auch erheblich unser Projektgeschäft und
unsere Vertriebsaktivitäten beeinträchtigten. Die ersten Auswirkungen waren vor allem
im Asien-Geschäft bereits ab Februar spürbar, u.a. aufgrund von Besuchsbeschränkungen
bzw. Shutdowns. Hieraus ergaben sich nicht nur Verschiebungen von geplanten Abnahmen
und Vertragsabschlüssen; auch Zuarbeiten aus unserer chinesischen Beteiligung konnten
nicht wie geplant erbracht werden. Der Konzern erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz von EUR 13,5 Mio. (i. V. EUR
14,4 Mio.). Die Gesamtleistung liegt mit EUR 14,7 Mio. um ca. 9 % unter der des Vorjahrsvergleichszeitraums
(EUR 16,2 Mio.). Entwicklung der Kosten Der Materialaufwand liegt mit TEUR 2.006 ca. 11 % unter dem Wert des Vorjahresvergleichszeitraums
(i. V. TEUR 2.249). Der Personalaufwand weist mit TEUR 8.989 gegenüber dem Vorjahr einen Zuwachs von
3 % aus. Die Abschreibungen sind aufgrund höherer Abschreibungen auf aktivierbare Eigenleistungen
sowie höherer Abschreibungen auf Leasing durch die Erstanwendung des IFRS 16 um 20
% auf TEUR 2.332 (i. V. TEUR 1.948) gestiegen. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.440) sind gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum
(i. V. TEUR 2.475) nahezu gleich geblieben. Die Ertragssteuern lagen mit TEUR 67 liegen deutlich über dem Niveau des Vorjahres
(i. V. TEUR -62). Periodenergebnis Auf Konzern-Ebene ergibt sich für die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres ein
negatives Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR -1.054 (i. V. TEUR 778). Das den Aktionären der LS telcom AG zuzurechnende Konzern-Periodenergebnis nach Minderheitenanteilen
beträgt TEUR -1.094 (i. V. TEUR 741), entsprechend einem Ergebnis je Aktie von EUR
-0,19 (i. V. EUR 0,13). Investitionen Im bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2019/2020 wurden Investitionen in Höhe
von TEUR 2.395 (i. V. TEUR 1.340) getätigt. Darin enthalten sind neben aktivierten
Eigenleistungen auch Erhaltungs- und Neuinvestitionen in Sachanlagen und Investitionen
in eigene Gebäude. Entwicklung des Finanzmittelfonds Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit beträgt TEUR 2.288 gegenüber einem Cashflow
von TEUR 1.115 im ersten Halbjahr des Vorjahres. Zum 31.03.2019 verfügt die LS telcom
AG über einen Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 1.928 (i. V. TEUR 1.334). Risiko- und PrognoseberichtRisiken der künftigen Entwicklung und Risikomanagement Hinsichtlich der für den LS telcom Konzern einschlägigen Risiken für die künftige
Entwicklung und des im Konzern umgesetzten Risikomanagements verweisen wir auf die
Ausführungen im letzten Geschäftsbericht 2018/2019. Darüber hinaus besteht aufgrund der derzeitigen Corona-Pandemie ein erhebliches Risiko
in Bezug auf den Geschäftsbetrieb und die weitere Entwicklung der Geschäftstätigkeit
des LS telcom Konzern. Zur Sicherstellung des weiteren Geschäftsbetriebs hat das Krisenmanagement des Konzerns
sehr frühzeitig reagiert und pro-aktiv umfassende Maßnahmen in Kraft gesetzt, die
teilweise über die gesetzlich vorgeschriebenen hinausgehen. Aufgrund dessen blieb
die Firmengruppe bis dato weitgehend von Covid-19-Fällen verschont und konnte ihren
Betrieb ohne größere Einschränkungen aufrechterhalten. Umfassende Reiserestriktionen, die Absage aller relevanter Messen und Konferenzen
und Besuchsbeschränkungen bei Kunden behindern nicht nur die Vertriebstätigkeit im
Konzern, sondern auch die Abwicklung bestehender Kundenprojekte. Abhängig von der
Fortdauer dieser Umstände in den Ländern der Kunden, wird dadurch die Generierung
von Umsätzen und die Akquisition neuer Aufträge behindert. Innerhalb Deutschlands
führen die Krise im Automobilsektor sowie die nun dazu gekommene generelle wirtschaftliche
Krise durch die Corona-Pandemie ebenfalls dazu, dass Digitalisierungsprojekte nicht
wie ursprünglich antizipiert umgesetzt werden können. Aus aktueller Sicht rechnet
der Vorstand insgesamt lediglich mit zeitlichen Verschiebungen und nicht mit gänzlich
entfallenden Geschäftsmöglichkeiten, zumal der Kommunikationstechnologie eine entscheidende
Rolle bei der Bekämpfung der Pandemie und in der Digitalisierung von Produktionsprozessen
der Industrie zukommt. Zur Abfederung der insbesondere durch die Corona-Pandemie verursachten negativen
Liquiditätsauswirkungen auf den LS telcom Konzern hat der Konzern nach dem Stichtag
dieses Berichts Finanzmittel aus staatlichen Unterstützungsprogrammen in Deutschland
und den USA in Höhe von ca. EUR 8 Mio. gesichert, was auf absehbare Zukunft auch unter
den derzeit erschwerten Bedingungen die Finanzierung und Handlungsfähigkeit des Konzerns
sicherstellen wird. Die Zusage und Valutierung dieser Finanzmittel fand nach dem 31.03.20
statt, so dass diese Zahlen nicht im aktuellen Halbjahresbericht enthalten sind. In der Summe bestehen nach Einschätzung des Vorstands derzeit keine Risiken, die
einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des LS telcom Konzerns
akut gefährden könnten. Chancen der künftigen Entwicklung - voraussichtliche Geschäftsentwicklung Trotz aller derzeitigen Einschränkungen bestehen sehr gute Chancen für die künftige
Entwicklung des Konzerns. Es treffen die im Vorjahr gemachten Aussagen grundsätzlich
weitestgehend unverändert zu, allerdings verschieben sich viele Projekte aufgrund
der Corona-Krise, was einen direkten Einfluss auf die Ertragslage hat. Mittel- und langfristig werden die Chancen zur künftigen Geschäftsentwicklung im
Wesentlichen von den Themen Umnutzung von Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung,
Netze für Behörden und Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Funklösungen für das
Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und komplexe Kommunikationsanwendungen
für die Industrie 4.0 mit all ihren Vertikalmärkten bestimmt. Diese dürften im aktuellen
Geschäftsjahr zwar nur sehr eingeschränkt für Neugeschäft, nach Bewältigung der aktuellen
Krise jedoch in den Folgejahren wieder für eine gute Nachfrage in unserem Marktsegment
sorgen. Der Vorstand ist von der Richtigkeit der strategischen Ausrichtung des Konzerns und
seiner Produkte auf diese Geschäftsfelder und Themen überzeugt. Die hohen Investitionen
und Vorleistungen, die in den vergangenen Jahren in entsprechende Produktentwicklungen
und Markterschließungsmaßnahmen geflossen sind und die Finanzzahlen der vorangegangenen
Geschäftsjahre teilweise stark belastet haben, werden sich langfristig für die gesamte
Firmengruppe auszahlen. Das Produktangebot des Konzerns passt hervorragend zu den
aktuellen und auch künftig absehbaren Forderungen des Marktes, so dass der Vorstand
den Konzern gut aufgestellt sieht und an dessen mittel- und längerfristigem Erfolg
nicht zweifelt. Nach wie vor stehen über diverse großvolumige und ertragsstarke Projekte noch Vergabeentscheidungen
an, wobei über den Zeitpunkt diesbezüglicher Zuschlagsentscheidungen und Beauftragungen,
insbesondere unter den derzeitigen Rahmenbedingungen, keine gesicherten Aussagen getroffen
werden können. Es wurde jedoch bereits bei einem Groß-Projekt der Zuschlag an LS telcom
erteilt, und die Vertragsverhandlungen befinden sich in der abschließenden Phase.
Auch bei zwei weiteren Großprojekten befindet sich der Konzern in finalen Vertragsverhandlungen,
weshalb der Vorstand noch im laufenden Geschäftsjahr 2019/2020 mit größeren Beauftragungen
rechnet, die die Geschäftsentwicklung maßgeblich positiv beeinflussen sollten. Das
Gesamtvolumen allein dieser drei Projekte liegt insgesamt bei ca. EUR 25 Mio. Durch die derzeitige Situation können allerdings auch nach Auftragserteilung oder
Vertragsschluss unvorhersehbare Verzögerungen vorkommen, die nicht unterschätzt werden
dürfen. Es sollte an dieser Stelle jedoch betont werden, dass die vorherrschende Unsicherheit
auf der Zeitschiene bezüglich Vergabeentscheidungen für neue Aufträge und auch der
möglicherweise verzögerten Abwicklung von Projekten aufgrund der pandemiegegebenen
Umstände nicht die mittel- und langfristigen positiven Perspektiven und Geschäftschancen
des Konzerns schmälert, sondern lediglich möglicherweise weiteres Wachstum und Geschäftserfolge
verzögern könnte. Um die Abhängigkeit von schwer planbaren Großprojekten zu entschärfen, hatte sich
LS telcom in den letzten Jahren vertrieblich neu auf Kunden aus unterschiedlichen
Industriebranchen, sogenannten Vertikalmärkten, im Umfeld der Digitalisierung ausgerichtet.
Bei diesen Kunden spielt das Funkspektrum eine zentrale Rolle in Produktionsprozessen
und rückt nun im Rahmen der Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie des Internets
der Dinge mit zunehmender Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation immer stärker in den
Fokus. Hier bietet LS telcom unter Einsatz der gesamten Produktpalette Lösungen für
das Spektrum-Management, teilweise auch als Outsourcing-Partner. Wir rechnen zwar
in diesen Vertikalmärkten nicht mit besonders hohen Einzelprojektvolumina, jedoch
bietet sich allein aufgrund der möglichen Kundenanzahl hier für uns ein ungleich viel
größerer Markt als im bisherigen Behördenumfeld. Der bevorstehende Ausbau der 5G-Netze, die neben schnellerem mobilem Internet auch
für das Internet of Things und die Industrie 4.0 wesentliche Vorteile bringen, erfordert
sichere Telekommunikationsverbindungen und störungsfreies Funkspektrum. Hier ist LS
telcom mit seinem Know-how eine perfekte Adresse für Industriekunden, die sich aktuell
um solche 5G-Funklizenzen bewerben und dann entsprechende Campus-Netze aufbauen und
betreiben werden. Wie bereits erwähnt, sind auch in diesem Markt Verzögerungen der
entsprechenden Projektvorhaben zu verzeichnen, wir erwarten jedoch auch hier lediglich
eine Verschiebung der jeweiligen Geschäftschancen, da sich mittel- bis langfristig
das 5G-Netz als Standard durchsetzen wird. Der derzeit im Konzern vertraglich insgesamt gesicherte Auftragsbestand beträgt EUR
29,8 Mio. (i. V. EUR 36,1 Mio.). Eine planmäßige Projektabwicklung angenommen, lassen
sich daraus in den verbleibenden zwei Quartalen des Geschäftsjahres noch Umsatzerlöse
von EUR 12,4 Mio. (i. V. EUR 17,1 Mio.) erwirtschaften. Aufgrund der weltweit nach wie vor bestehenden Beschränkungen durch die Bekämpfung
der Covid-19 Pandemie bleibt die Planung für das laufenden Geschäftsjahr mit einer
sehr hohen Ungewissheit behaftet. Der Vorstand sieht sich daher nicht in der Lage,
eine verlässliche Prognose für 2019/2020 abzugeben. Unter Berücksichtigung der obigen
Ausführungen zu Auftragsbestand und daraus erzielbarem Umsatz für den weiteren Verlauf
des aktuellen Geschäftsjahres können der Umsatz mit ca. EUR 26 Mio. und das Konzern-Betriebsergebnis
(EBIT) mit EUR -2,8 Mio. nach unten abgegrenzt werden. In den kommenden Monaten noch
eingehendes Neugeschäft und daraus resultierender Umsatz würde diese Beträge entsprechend
verbessern. Für das folgende Geschäftsjahr 2020/2021 gehen wir - unter der Annahme, dass die
Pandemie weltweit beherrschbarer wird und damit entsprechende Lockerungen der bisherigen
Restriktionen einhergehen - von einer deutlichen Erholung des Konzern-Geschäfts aus.
Der Vorstand hält unter diesen Maßgaben und in Anbetracht der aktuell in abschließenden
Verhandlungen befindlichen Geschäfte eine Umsatzsteigerung auf über EUR 33 Mio. mit
einem geplanten Konzern-EBIT von über EUR 2 Mio. für wahrscheinlich. Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden Personen Nahestehende Personen im Sinne des IAS 24 sind der Vorstand und Aufsichtsrat der
LS telcom AG sowie diesen nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der
Gruppe. Im ersten Halbjahr 2019/2020 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden
Personen und Unternehmen: scroll
Im ersten Halbjahr 2018/2019 erfolgten folgende Geschäfte mit nahestehenden Personen
und Unternehmen: scroll
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen sind nach marktüblichen
Bedingungen vertraglich vereinbart. Geschäftsführungs- und Aufsichtsorgane Bei Vorstand und Aufsichtsrat haben sich keine personellen Änderungen ergeben. Die Zahl der Aktien der LS telcom AG, die von Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen
gehalten werden, ist in der folgenden Tabelle ausgewiesen: scroll
Die Gesellschaft hat keine Aktienoptionen ausgegeben. VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden
Geschäftsjahr beschrieben sind.
Der Vorstand der LS telcom AG HINWEIS Dieser Finanzbericht enthält Aussagen und Informationen der LS telcom Gruppe, die
sich auf in der Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen
sind an Formulierungen wie "planen", "erwarten", "beabsichtigen", "anstreben", "werden",
"einschätzen", "davon ausgehen", "Ziel sein" oder ähnlichen Begriffen zu erkennen.
Derartige Aussagen wurden aufgrund der derzeitigen Sachlage und derzeitigen Erwartung
getroffen und können von der tatsächlichen Entwicklung sowohl positiv als auch negativ
mitunter erheblich abweichen. Unsicherheiten ergeben sich unter anderem aufgrund folgender
Faktoren: Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage sowohl national als auch international,
Änderungen der politischen Rahmenbedingungen, Einführung neuer Produkte oder Technologien
durch andere Unternehmen, Änderungen des Investitionsverhaltens in den für die LS
telcom Gruppe wichtigen Abnehmermärkten, Änderungen von Wechselkursraten und Zinssätzen,
Integration von akquirierten Unternehmen sowie weiteren Faktoren. LS telcom übernimmt
über bestehende gesetzliche Verpflichtungen hinaus keine Verpflichtung, zukunftsgerichtete
Aussagen zu korrigieren bzw. zu aktualisieren. FINANZKALENDERscroll
KONTAKT LS telcom Aktiengesellschaft Im Gewerbegebiet 31-33 77839 Lichtenau Ansprechpartnerin: Katrin Bleich Investor Relations Tel. +49 7227 9535-600 Fax +49 7227 9535-605 IR@LStelcom.com www.LStelcom.com Sitz der Gesellschaft: Lichtenau (Baden) Registergericht: Mannheim (HRB 211164) Wertpapierkennnummer ISIN: DE0005754402 |
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