LS telcom AGLichtenauKonzern-Halbjahresfinanzbericht zum 31.03.2021Die LS telcom AG im ÜberblickDie LS telcom AG (ISIN: DE0005754402; WKN: 575440) mit
Hauptsitz in Lichtenau (Baden) ist führender Anbieter
von Beratungsdienstleistungen und Systemlösungen
für die möglichst effiziente Nutzung des
Funkfrequenzspektrums in allen Funkdiensten. Die LS telcom
Firmengruppe verfügt über eine einzigartig
umfassende Fachkompetenz, die es ihr ermöglicht, das
komplette Marktsegment drahtloser Kommunikation mit ihrem
ProduktPortfolio zu bedienen. Hierzu gehören voll
integrierte Frequenzmanagement- und
Funküberwachungslösungen sowie Sendersysteme in
standardisierten Containerlösungen ebenso wie
technische Analyse- und PlanungsSoftware oder kompetente
Beratung in Strategie- und Umsetzungsfragen.
LS telcom verfügt über langjährige
internationale Erfahrung im Richt- und Mobilfunk, dem
Professionellen Mobilfunk, Rundfunk und Satellitenfunk. Die
optimale Planung von Funknetzen, ihre schnelle
Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die
Minimierung von Funkstörungen sowie die
Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische
Aufgabenfelder, in denen Produkte des Unternehmens
eingesetzt werden. Die starke Marktposition von LS telcom
wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits
Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien
aus über 100 Ländern für Lösungen
(Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS
telcom entschieden haben.
Zum LS telcom-Konzern gehören Tochtergesellschaften
und Beteiligungen in allen wesentlichen Märkten, u.a.
in Australien, Frankreich, Großbritannien, Indien,
Kanada, Südafrika, in den USA und den VAE.
Wesentliche Kennzahlen des LS telcom Konzerns (nach IFRS)scrollen
Zwischenabschluss der LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau, zum 31.03.2021Konzern-Bilanz (IFRS)Aktivascrollen
Passivascrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS)scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)scrollen
Halbjahresfinanzbericht der LS telcom AG per 31.03.2021
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)scrollen
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Anhang (verkürzt)RechnungslegungsgrundsätzeDieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde
gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" vom
01.10.2020 bis zum 31.03.2021 erstellt und umfasst die
Zahlenangaben zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung,
Angaben zum Ergebnis je Aktie, eine Kapitalflussrechnung
sowie den Eigenkapitalspiegel, jeweils mit
Vergleichsangaben für den relevanten
Vorjahreszeitraum.
Der Bericht basiert auf den
Rechnungslegungsgrundsätzen nach International
Financial Reporting Standards (IFRS). Es wurden
grundsätzlich dieselben Bewertungs- und
Bilanzierungsmethoden wie im letzten KonzernJahresabschluss
verwendet.
Aus den Änderungen der IFRS ergeben sich für
das Geschäftsjahr keine wesentlichen Änderungen.
Die Vorgehensweise zur Ermittlung der Ertragsteuern
entspricht der im vorangegangenen
Geschäftsjahresabschluss verwendeten Methode.
Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde weder
entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen.
KonsolidierungsgrundsätzeKonsolidierungskreisGegenüber dem letzten Geschäftsbericht ergab
sich eine Änderung im Konsolidierungskreis. Die LS
Spectrum Solutions PVT Ltd. mit Sitz in Mumbai, Indien
wurde zum 22.11.2020 neu gegründet und ist erstmalig
zum Halbjahr im Konsolidierungskreis vertreten.
KonsolidierungsmethodenDie Konsolidierung erfolgt nach derselben Methodik, die
auch im letzten Jahresabschluss angewandt wurde.
Erläuterungen zur BilanzDa dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten
Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese qualitativ
im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es
werden hier lediglich spezielle Erläuterungen zu den
Positionen gegeben, die wesentliche Änderungen der
Beträge gegenüber dem letzten Jahresabschluss
ausweisen.
Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte sind
gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30.09.2020
um TEUR 1.153 auf TEUR 21.362 gestiegen, im Wesentlichen
aufgrund des Zugangs der immateriellen Vermögenswerte,
wobei auch die Sach- und Finanzanlagen einen Wertzuwachs
erfahren haben, die Sachanlagen primär aufgrund der
Ausübung der Übernahmeoption für die
Geschäftsgebäude in Lichtenau zum 31.12.2020 aus
dem bisherigen Immobilienleasingvertrag.
VorräteGegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist diese
Position um TEUR 958 auf TEUR 1.445 gestiegen. Der Grund
hierfür liegt an deutlich höheren unfertigen
Leistungen.
Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Wert dieser Position (TEUR 4.634) ist gegenüber
dem vorangegangenen Geschäftsjahr (TEUR 5.163) um TEUR
529 zurückgegangen.
Liquide MittelDie liquiden Mittel betragen per 31.03.2021 TEUR 10.097
und liegen damit um TEUR 1.684 unter dem Wert per
30.09.2020. Der Bestand des Finanzmittelfonds beträgt
gemäß der Kapitalflussrechnung TEUR 10.095, da
hier die liquiden Mittel um die kurzfristigen finanziellen
Kontokorrent-Verbindlichkeiten gekürzt wurden. Die
Entwicklung dieser Bilanzposition wird im nachfolgenden
Zwischenlagebericht im Kapitel "Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage" im Abschnitt "Entwicklung des
Finanzmittelfonds" näher erläutert.
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige VermögenswerteDieser Bilanzposten (TEUR 1.955) ist um TEUR 978
gegenüber dem letzten Jahresabschluss (TEUR 977)
gewachsen. Der Anstieg resultiert aus kurzfristigen
Steuerforderungen.
Langfristige finanzielle VerbindlichkeitenDiese Position stellt die langfristigen
Verbindlichkeiten aus Bankdarlehen und
Leasingverträgen dar. Der Rückgang um 1.212 TEUR
auf TEUR 10.376 liegt vor allem im gesunkenen langfristigen
Anteil an den finanziellen Verbindlichkeiten in Bezug auf
das im letzten Geschäftsjahr erhaltene KfW-Darlehen.
Kurzfristige RückstellungenDie kurzfristigen Rückstellungen und
Steuerrückstellungen i. H. von insgesamt TEUR 272 sind
gegenüber dem letzten Jahresabschluss (TEUR 401)
aufgrund des Verbrauchs kurzfristiger Rückstellungen
für ausstehende Provisionszahlungen und Nachlaufkosten
gesunken.
Erhaltene AnzahlungenDie hier ausgewiesenen TEUR 467 sind um TEUR 381
höher als zum Ende des vergangenen
Geschäftsjahres (TEUR 86 zum 30.09.2020).
VertragsverbindlichkeitenDiese Position zeigt nach IFRS 15 die
Vertragsverbindlichkeiten, welche aufgrund
größerer erhaltener Vorauszahlungen für
Projekte um TEUR 2.201 auf TEUR 2.748 angewachsen sind.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind im Berichtszeitraum von TEUR 962 auf TEUR 1.245
gestiegen.
Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten i. H. TEUR
2.893 enthalten sowohl den kurzfristigen Anteil aus
Leasingfinanzierungen als auch aus Bankdarlehen. Hier ist
eine Zunahme um TEUR 962 gegenüber dem letzten
Bilanzstichtag zu verzeichnen.
Sonstige kurzfristige VerbindlichkeitenDie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR
4.863) sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss um
TEUR 737 gesunken. Dies ist vor allem durch geringere
Rechnungsabgrenzungen verursacht.
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-RechnungDa dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten
Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese qualitativ
im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es
sind insofern keine weiteren Erläuterungen notwendig.
Bezüglich der Positionen, die wesentliche
Änderungen der Beträge im Vorjahresvergleich
aufzeigen, wird auf die Ausführungen zur Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage im nachfolgenden
Zwischenlagebericht verwiesen.
ZwischenlageberichtGeschäft und RahmenbedingungenMarktumfeld und AbsatzentwicklungDie Corona-Pandemie hat die Situation seit dem letzten
Geschäftsjahr signifikant verändert und weltweit
zu drastischen Einschnitten im gesellschaftlichen und
wirtschaftlichen Leben geführt. Reise- und
Kontaktbeschränkungen sowie
Quarantänemaßnahmen, die u.a. die
Schließung von Flughäfen, Absagen von Messen und
Veranstaltungen zur Folge hatten, erschwerten die
Geschäftstätigkeit des Konzerns ebenso wie die
der Kunden.
Auch wenn sich die Auftragslage im Verlauf des
Geschäftsjahres mittlerweile sehr gut entwickelt hat
und der Konzern neue Höchststände im
Auftragsbestand ausweisen kann, war die Firmengruppe mit
ihrem überwiegend exportorientierten Geschäft im
ersten Halbjahr des Geschäftsjahres stark von den
Auswirkungen der Pandemie betroffen. Reiserestriktionen und
Quarantäneauflagen beeinträchtigten die
Abwicklung von Projekten und verzögerten die
Realisierung von Umsatzerlösen, obwohl per Fernzugriff
auf Kundensysteme und der Schulung von lokalen Partnern
versucht wurde, diese Hemmnisse soweit wie möglich
auszuräumen.
In den ersten sechs Monaten des aktuellen
Geschäftsjahres erwirtschaftete die LS telcom Gruppe
Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 11.732 (i. V. TEUR
13.519). Der Umsatz lag damit um 13 % unter dem des
entsprechenden Vorjahres-Vergleichszeitraums. Auf der Ebene
der einzelnen Unternehmenssegmente stellt sich die
Umsatzverteilung wie folgt dar:
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Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im
Berichtszeitraum bei etwa 84 %. Dieser Exportanteil setzt
sich zusammen aus 28 % der Umsatzerlöse aus dem
europäischen Ausland und 56 % aus den restlichen
Regionen.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" steuerte in den
ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres lediglich ca.
3 % zum Gesamtumsatz bei. Etwa 27 % des Halbjahresumsatzes
wurden aus dem Segment "Dienstleistungen" und 70 % aus dem
Geschäftssegment "Softwaresysteme" erzielt.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die
Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen,
typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In
"Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und
Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso
mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder
Generatoranlagen, deren Installation und Inbetriebnahme.
Bestehende Aufträge aus diesem Segment, die
regelmäßig erhöhte Vororttätigkeit
erfordern, waren aufgrund der pandemiegegebenen
Reisebeschränkungen nur erschwert umsetzbar. Zudem
gingen mehrere größere, dieses Segment
betreffende Aufträge erst ab Ende des ersten Quartals
ein und konnten sich nur geringfügig umsatzwirksam
erst spät im zweiten Quartal auswirken. Hier sollte
die zweite Geschäftsjahreshälfte aufgrund der
bestehenden Auftragslage und der anstehenden Lockerungen
von Reiserestriktionen signifikant höhere Umsatz- und
positive EBIT-Beiträge bringen.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche
Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von
Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und
Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden
erbringt und die nicht Teil von Software- oder
Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter
anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum,
Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine
Softwaregeschäft, einschließlich des
Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und
anderen Kunden), bei dem Produkte aus unterschiedlichsten
Bereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und
Richtfunkplanungsmodule sowie administrative
Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS
telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden.
Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das
Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten
Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit
überwiegend das klassische, skalierbare
Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen
Einzelmodulen enthält typischerweise weniger
Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren
und komplexeren Softwareprojekte.
MitarbeiterZum 31.03.2021 beschäftigte der LS telcom Konzern
weltweit 249 Mitarbeiter. Im Vergleich zum letzten
Geschäftsjahresende (30.09.2020) erhöhte sich die
Mitarbeiterzahl damit um 25 Personen, wobei allein knapp
die Hälfte dieses Zuwachses aus dem neuen indischen
Tochterunternehmen resultiert.
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageEntwicklung von Umsatz und GesamtleistungDie Erwartungen bezüglich der Umsatzentwicklung
wurden in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres
noch nicht erfüllt. Hier wirkten sich, wie bereits
erläutert, die Effekte der Corona-Krise negativ aus.
Die weltweit starken Reiserestriktionen erschwerten
einerseits einen Teil des Projektgeschäfts bei der
Umsetzung, zudem wurden durch die gegebenen
Einschränkungen auch Verhandlungen von
Neuverträgen stark verzögert.
Der Konzern erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz
von EUR 11,7 Mio. (i. V. EUR 13,5 Mio.). Die Gesamtleistung
liegt mit EUR 15,6 Mio. um ca. 6 % über der des
Vorjahrsvergleichszeitraums (EUR 14,7 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 557
enthalten gegenüber dem Vorjahr Zuschüsse, die
den Tochterunternehmen in Nordamerika zur Bewältigung
der Pandemieauswirkungen gewährt wurden.
Mit dem Ziel, zukünftig Projekte effizienter
abwickeln zu können und noch wettbewerbsfähiger
im Markt (einschließlich der neu adressierten
Vertikalmärkte) agieren zu können, wurde mit
deutlich gesteigerter Schlagkraft die Entwicklung der neuen
mySPECTRA System-Plattform zur webbasierten
Frequenzverwaltung vorangetrieben, was sich gegenüber
dem Vorjahr in signifikant höheren aktivierten
Entwicklungsleistungen von TEUR 2.372 niederschlägt.
Entwicklung der KostenDer Materialaufwand fällt mit TEUR 2.932 ca. 46 %
höher aus als im Vorjahresvergleichszeitraum (i. V.
TEUR 2.005). Dies liegt sowohl an deutlich höherem
Materialeinsatz als auch an verstärkter
Inanspruchnahme von Fremdleistungen. Zum Einsatz kamen
diese Dienstleister sowohl in bestehenden Kundenprojekten
als auch zur Unterstützung bei der Entwicklung neuer
Produkte. Ziel des Managements ist es, kostenseitig
mittelfristig durch die Inanspruchnahme günstigerer
Software-Entwicklungsressourcen in Indien zu profitieren
und den auf externe Software-Entwicklung entfallenden
Materialaufwand entsprechend wieder zu reduzieren.
Der Personalaufwand weist mit TEUR 9.545 gegenüber
dem Vorjahr einen Zuwachs von 6 % aus.
Die Abschreibungen sind aufgrund höherer
Abschreibungen auf aktivierbare Eigenleistungen um 6 % auf
TEUR 2.477 (i. V. TEUR 2.332) gestiegen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.134)
sind gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (i. V.
TEUR 2.440) um ca. 13 % gesunken. Einsparungen bei
Vertriebs- bzw. Reisekosten sind hierfür
maßgeblich.
Das Finanzergebnis weist einen Ertrag von TEUR 80 aus
(i. V. Verlust von TEUR 74). Während sich das Ergebnis
aus at equity bewerteten Beteiligungen um TEUR 222 auf TEUR
225 verbesserte, erhöhte sich der Zinsaufwand
gegenüber dem Vorjahr um TEUR 68 auf TEUR 145.
Die Ertragssteuern liegen mit TEUR 166 deutlich
über dem Niveau des Vorjahres (i. V. TEUR 67).
PeriodenergebnisAuf Konzernebene ergibt sich für die ersten sechs
Monate des Geschäftsjahres ein negatives
Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR -1.490 (i. V. TEUR
-1.054).
Das den Aktionären der LS telcom AG zuzurechnende
Konzern-Periodenergebnis nach Minderheitenanteilen
beträgt TEUR -1.615 (i. V. TEUR -1.094), entsprechend
einem Ergebnis je Aktie von EUR -0,28 (i. V. EUR -0,19).
InvestitionenIm bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2020/2021
wurden Investitionen in Höhe von TEUR 3.284 (i. V.
TEUR 2.395) getätigt. Darin enthalten sind neben
aktivierten Eigenleistungen auch Erhaltungs- und
Neuinvestitionen in Sachanlagen und Investitionen in eigene
Gebäude.
Entwicklung des FinanzmittelfondsDer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
beträgt TEUR 1.786 gegenüber einem Cashflow von
TEUR 2.288 im ersten Halbjahr des Vorjahres. Zum 31.03.2021
verfügt die LS telcom AG über einen
Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 10.095 (i. V. TEUR
1.928).
Risiko- und PrognoseberichtRisiken der künftigen Entwicklung und RisikomanagementHinsichtlich der für den LS telcom Konzern
einschlägigen Risiken für die künftige
Entwicklung und des im Konzern umgesetzten
Risikomanagements wird auf die Ausführungen im letzten
Geschäftsbericht 2019/2020 verwiesen.
Die Corona-Pandemie birgt weiterhin ein nicht
unerhebliches Risiko für die
Geschäftstätigkeit der LS telcom. Es besteht die
Gefahr, dass sich die weltweiten Impfkampagnen
mittelfristig als nicht ausreichend wirksam gegen
Virenmutationen und damit einhergehende weitere
Infektionswellen herausstellen sollten und es daher nicht
zu den Lockerungen bzgl. Reiserestriktionen und
Quarantäneverpflichtungen im erwarteten Umfang kommen
könnte. Nach bisherigem Kenntnisstand und auf Basis
der im Konzern bereits getroffenen Vorkehrungen, geht das
Management jedoch davon aus, im zweiten
Geschäftshalbjahr die bestehenden Aufträge
weitestgehend wie geplant umsetzen zu können.
In der Summe bestehen nach Einschätzung des
Vorstands derzeit keine Risiken, die einzeln oder in
Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des LS
telcom Konzerns akut gefährden könnten.
Chancen der künftigen Entwicklung - voraussichtliche GeschäftsentwicklungEs treffen die im Geschäftsbericht zu den Chancen
der künftigen Entwicklung gemachten Ausführungen
unverändert zu. Trotz aller Widrigkeiten und derzeit
immer noch vorherrschenden Einschränkungen aufgrund
der Pan
demie, bestehen sehr gute Chancen für die
künftige Entwicklung des Konzerns. Dies wird auch
durch den starken Auftragseingang der vergangenen Monate
und den hohen aktuellen Auftragsbestand untermauert.
Mittel- und langfristig werden die Chancen zur
künftigen Geschäftsentwicklung im Wesentlichen
von den Themen Umnutzung von Frequenzspektrum für die
Breitbandversorgung, Netze für Behörden und
Organisationen mit Sicherheitsaufgaben, Funklösungen
für das Internet der Dinge, Automotive-Anwendungen und
komplexe Kommunikationsanwendungen für die Industrie
4.0 mit all ihren Vertikalmärkten bestimmt.
Um die Abhängigkeit von schwer planbaren
Großprojekten zu entschärfen, hatte sich LS
telcom in den letzten Jahren vertrieblich neu auf Kunden
aus unterschiedlichen Industriebranchen, sogenannten
Vertikalmärkten, im Umfeld der Digitalisierung
ausgerichtet. Wenngleich der Ausbau der Geschäfte in
den sogenannten Vertikalmärkten aufgrund der aktuellen
Krise nicht in dem gewünschten Maß erfolgen
konnte, bestärken die LS telcom AG die selbst
während der Pandemie erzielten Erfolge darin,
vertrieblich weiterhin stärker auf die Industrie, also
die Privatwirtschaft, zu setzen. Bei diesen Kunden spielt
das Funkspektrum eine zentrale Rolle in
Produktionsprozessen und rückt nun im Rahmen der
Digitalisierung und Industrie 4.0 sowie des Internets der
Dinge mit zunehmender Maschinen-zu-Maschinen-Kommunikation
immer stärker in den Fokus.
Hier hat das Unternehmen in den letzten
Geschäftsjahren ein umfassendes Servicepaket,
bestehend aus Software, Messtechnik und Beratung,
entwickelt und einige sehr gute Referenzprojekte
durchgeführt. Die LS telcom AG bietet unter Einsatz
der gesamten Produktpalette Lösungen für das
Spektrum-Management, teilweise auch als
Outsourcing-Partner. Mit diesen weitgehend replizierbaren
Lösungen, aus denen sich nachhaltiges
Produktgeschäft anstatt schwer planbarem
Projektgeschäft ableiten lässt, spricht der
Konzern zudem eine Vielzahl von Kunden einer Branche an.
Pandemiebedingt konnte die Firmengruppe während der
vergangenen 18 Monate in den neuen Vertikalmärkten
zwar nicht wie geplant wachsen, jedoch das
Geschäftsvolumen zumindest gut halten, was immerhin
bereits eine Größenordnung von ca. 20 % des
Konzernumsatzes im laufenden Geschäftsjahr erreichen
dürfte. Nach Bewältigung der aktuellen Krise
rechnet die LS telcom AG mit deutlich anziehendem
Geschäft, zumal die Anzahl der Kunden in dem Bereich
weiter gestiegen ist und Projektvorhaben bereits
vorbereitet werden konnten. Auch vertrieblich hat sich der
Konzern mittlerweile stärker auf diese neuen
Märkte ausgerichtet.
Der bevorstehende Ausbau der 5G-Netze, die neben
schnellerem mobilem Internet auch für das Internet of
Things sowie die Digitalisierungs- und
Automatisierungsvorhaben der Industrie 4.0 wesentliche
Vorteile bringen, sollte LS telcom zusätzliches
dauerhaftes Geschäft vermitteln. Unternehmen
können in Deutschland basierend auf der 5G-Technologie
eigene Campusnetze betreiben. Dies erfordert sichere
Telekommunikationsverbindungen und störungsfreies
Funkspektrum. Hier ist LS telcom mit seinem Know-how eine
perfekte Adresse für Industriekunden.
Der derzeit im Konzern vertraglich insgesamt gesicherte
Auftragsbestand, aus dem sich ab dem Berichtsstichtag neuer
Umsatz generieren lässt, beträgt EUR 57,9 Mio.
(i. V. EUR 29,8 Mio.). Eine planmäßige
Projektabwicklung angenommen, lassen sich daraus in den
verbleibenden zwei Quartalen des Geschäftsjahres noch
Umsatzerlöse von EUR 22,0 Mio. (i. V. EUR 12,4 Mio.)
erwirtschaften.
Darüber hinaus stehen in den kommenden Monaten
über diverse großvolumige und ertragsstarke
Projekte zu Frequenzverwaltungs- und
Funküberwachungssystemen noch Vergabeentscheidungen
an, mit guten Chancen, die Vergabeverfahren auch
tatsächlich zu gewinnen. Allein kurzfristig erwartet
der Konzern weitere Projektabschlüsse im Gesamtwert
von über EUR 4 Mio.
Unter Berücksichtigung dieser Aussichten
bestätigt der Vorstand unverändert die Ziele
für das Geschäftsjahr 2020/2021,
Umsatzerlöse von EUR 33,4 Mio. und ein
Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) von EUR 2,1 Mio., und
hält diese für erreichbar.
Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden PersonenNahestehende Personen im Sinne des IAS 24 sind der
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen
nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der
Gruppe. Im ersten Halbjahr 2020/2021 erfolgten folgende
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
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Im ersten Halbjahr 2019/2020 erfolgten folgende
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
scrollen
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen sind nach marktüblichen Bedingungen
vertraglich vereinbart.
Geschäftsführungs- und AufsichtsorganeBei Vorstand und Aufsichtsrat haben sich keine
personellen Änderungen ergeben.
Die Zahl der Aktien der LS telcom AG, die von
Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen gehalten
werden, ist in der folgenden Tabelle ausgewiesen:
scrollen
Die Gesellschaft hat keine Aktienoptionen ausgegeben.
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Lichtenau, 26. Mai 2021
Der Vorstand der LS telcom AG
HinweisDieser Finanzbericht enthält Aussagen und
Informationen der LS telcom Gruppe, die sich auf in der
Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese
zukunftsgerichteten Aussagen sind an Formulierungen wie
"planen", "erwarten", "beabsichtigen", "anstreben",
"werden", "einschätzen", "davon ausgehen", "Ziel sein"
oder ähnlichen Begriffen zu erkennen. Derartige
Aussagen wurden aufgrund der derzeitigen Sachlage und
derzeitigen Erwartung getroffen und können von der
tatsächlichen Entwicklung sowohl positiv als auch
negativ mitunter erheblich abweichen. Unsicherheiten
ergeben sich unter anderem aufgrund folgender Faktoren:
Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage sowohl
national als auch international, Änderungen der
politischen Rahmenbedingungen, Einführung neuer
Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen,
Änderungen des Investitionsverhaltens in den für
die LS telcom Gruppe wichtigen Abnehmermärkten,
Änderungen von Wechselkursraten und Zinssätzen,
Integration von akquirierten Unternehmen sowie weiteren
Faktoren. LS telcom übernimmt über bestehende
gesetzliche Verpflichtungen hinaus keine Verpflichtung,
zukunftsgerichtete Aussagen zu korrigieren bzw. zu
aktualisieren.
Finanzkalenderscrollen
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