LS telcom AGLichtenauKonzern-Halbjahresfinanzbericht zum 31.03.2022Die LS telcom AG im ÜberblickDie LS telcom AG (ISIN: DE0005754402; WKN: 575440) mit
Hauptsitz in Lichtenau (Baden) ist führender Anbieter
von Beratungsdienstleistungen und Systemlösungen
für die möglichst effiziente Nutzung des
Funkfrequenzspektrums in allen Funkdiensten. Die LS telcom
Firmengruppe verfügt über eine einzigartig
umfassende Fachkompetenz, die es ihr ermöglicht, das
komplette Marktsegment drahtloser Kommunikation mit ihrem
Produkt-Portfolio zu bedienen. Hierzu gehören voll
integrierte Frequenzmanagement- und
Funküberwachungslösungen sowie Sendersysteme in
standardisierten Containerlösungen ebenso wie
technische Analyse- und Planungs-Software oder kompetente
Beratung in Strategie- und Umsetzungsfragen.
LS telcom verfügt über langjährige
internationale Erfahrung im Richt- und Mobilfunk, dem
Professionellen Mobilfunk, Rundfunk und Satellitenfunk. Die
optimale Planung von Funknetzen, ihre schnelle
Implementierung und die Optimierung bestehender Netze, die
Minimierung von Funkstörungen sowie die
Erschließung geeigneter Funkstandorte sind typische
Aufgabenfelder, in denen Produkte des Unternehmens
eingesetzt werden. Die starke Marktposition von LS telcom
wird dadurch unterstrichen, dass sich bereits
Regulierungsbehörden und Telekommunikationsministerien
aus über 100 Ländern für Lösungen
(Beratungsleistungen und Systeminstallationen) von LS
telcom entschieden haben.
Zum LS telcom Konzern gehören Tochtergesellschaften
und Beteiligungen in allen wesentlichen Märkten, u. a.
in Australien, Frankreich, Großbritannien, Indien,
Kanada, Südafrika, in den USA und im Mittleren Osten.
Wesentliche Kennzahlen des LS telcom Konzerns (nach IFRS)scrollen
Zwischenabschlussder LS telcom Aktiengesellschaft, Lichtenau,zum 31.03.2022Konzern-Bilanz (IFRS)Aktivascrollen
Passivascrollen
Konzern-Gesamtergebnisrechnung (IFRS)scrollen
Konzern-Kapitalflussrechnung (IFRS)scrollen
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung (IFRS)scrollen
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Anhang (verkürzt)RechnungslegungsgrundsätzeDieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde
gemäß IAS 34 "Zwischenberichterstattung" vom
01.10.2021 bis zum 31.03.2022 erstellt und umfasst die
Zahlenangaben zu Bilanz, Gewinn-und-Verlust-Rechnung,
Angaben zum Ergebnis je Aktie, eine Kapitalflussrechnung
sowie den Eigenkapitalspiegel, jeweils mit
Vergleichsangaben für den relevanten
Vorjahreszeitraum.
Der Bericht basiert auf den
Rechnungslegungsgrundsätzen nach International
Financial Reporting Standards (IFRS). Es wurden
grundsätzlich dieselben Bewertungs- und
Bilanzierungsmethoden wie im letzten
Konzern-Jahresabschluss verwendet.
Aus den Änderungen der IFRS ergeben sich für
das Geschäftsjahr keine wesentlichen Änderungen.
Die Vorgehensweise zur Ermittlung der Ertragsteuern
entspricht der im vorangegangenen
Geschäftsjahresabschluss verwendeten Methode.
Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht wurde weder
entsprechend § 317 HGB geprüft noch einer
prüferischen Durchsicht durch einen
Abschlussprüfer unterzogen.
KonsolidierungsgrundsätzeKonsolidierungskreisGegenüber dem letzten Geschäftsbericht ergab
sich eine Änderung im Konsolidierungskreis. Die Smart
Spectrum Solutions Providers s.a.l (Offshore) mit Sitz in
Beirut, Libanon wurde zum 01.10.2021 erworben und ist
erstmalig zum Halbjahr im Konsolidierungskreis vertreten.
Die LS telcom AG hält 90 % an der libanesischen
Tochter.
KonsolidierungsmethodenDie Konsolidierung erfolgt nach derselben Methodik, die
auch im letzten Jahresabschluss angewandt wurde.
Erläuterungen zur BilanzDa dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten
Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese qualitativ
im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es
werden hier lediglich spezielle Erläuterungen zu den
Positionen gegeben, die wesentliche Änderungen der
Beträge gegenüber dem letzten Jahresabschluss
ausweisen.
Langfristige VermögenswerteDie langfristigen Vermögenswerte sind
gegenüber dem letzten Jahresabschluss zum 30.09.2021
um TEUR 657 auf TEUR 21.566 gestiegen, dies beruht im
Wesentlichen auf dem Anstieg der aktivierbaren
Eigenleistungen als Zugang zu den immateriellen
Vermögenswerten.
VorräteGegenüber dem letzten Bilanzstichtag ist diese
Position um TEUR 680 auf TEUR 3.609 gestiegen. Der Grund
hierfür liegt in gestiegenen Vorräten für
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe.
Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Wert dieser Position (TEUR 6.087) ist gegenüber
dem vorangegangenen Geschäftsjahr (TEUR 7.261) um TEUR
1.174 zurückgegangen.
Liquide MittelDie liquiden Mittel betragen per 31.03.2022 TEUR 8.019
und liegen damit um TEUR 3.392 unter dem Wert per
30.09.2021. Der Bestand des Finanzmittelfonds beträgt
gemäß der Kapitalflussrechnung TEUR 8.018, da
hier die liquiden Mittel um die kurzfristigen finanziellen
Kontokorrent-Verbindlichkeiten gekürzt wurden. Die
Entwicklung dieser Bilanzposition wird im nachfolgenden
Zwischenlagebericht im Kapitel "Ertrags-, Finanz- und
Vermögenslage" im Abschnitt "Entwicklung des
Finanzmittelfonds" näher erläutert.
Rechnungsabgrenzungsposten und sonstige kurzfristige VermögenswerteDieser Bilanzposten (TEUR 3.070) ist um TEUR 1.970
gegenüber dem letzten Jahresabschluss (TEUR 1.100)
gestiegen. Der Anstieg resultiert hauptsächlich aus
kurzfristigen Steuerforderungen.
Langfristige finanzielle VerbindlichkeitenDiese Position stellt die langfristigen
Verbindlichkeiten aus Bankdarlehen und
Leasingverträgen dar. Der Rückgang um 1.601 TEUR
auf TEUR 6.384 liegt vor allem im gesunkenen langfristigen
Anteil an den finanziellen Verbindlichkeiten in Bezug auf
das im Geschäftsjahr 2019/2020 erhaltene KfW-Darlehen.
Kurzfristige RückstellungenDie kurzfristigen Rückstellungen und
Steuerrückstellungen i. H. v. insgesamt TEUR 317 sind
gegenüber dem letzten Jahresabschluss (TEUR 447)
aufgrund des Verbrauchs kurzfristiger Rückstellungen
für ausstehende Provisionszahlungen sowie des
Verbrauchs von Steuerrückstellungen gesunken.
Erhaltene AnzahlungenDie hier ausgewiesenen TEUR 1.077 sind um TEUR 162
höher als zum Ende des vergangenen
Geschäftsjahres (TEUR 915 zum 30.09.2021).
VertragsverbindlichkeitenDiese Position zeigt nach IFRS 15 die
Vertragsverbindlichkeiten, welche um TEUR 723 auf TEUR
2.903 gesunken sind.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenDie Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
sind im Berichtszeitraum von TEUR 2.150 auf TEUR 1.691
gesunken.
Kurzfristige FinanzverbindlichkeitenDie kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten i. H. v. TEUR
3.927 enthalten sowohl den kurzfristigen Anteil aus
Leasingfinanzierungen als auch aus Bankdarlehen. Hier ist
eine Zunahme um TEUR 27 gegenüber dem letzten
Bilanzstichtag zu verzeichnen.
Sonstige kurzfristige VerbindlichkeitenDie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (TEUR
6.589) sind gegenüber dem letzten Jahresabschluss um
TEUR 455 gestiegen. Dies ist auf höhere kurzfristige
Verbindlichkeiten aus Steuern zurückzuführen.
Erläuterungen zur Gewinn-und-Verlust-RechnungDa dieselben Bilanzierungsgrundsätze wie im letzten
Jahresabschluss angewandt wurden, gelten diese qualitativ
im Wesentlichen auch für diesen Zwischenabschluss. Es
sind insofern keine weiteren Erläuterungen notwendig.
Bezüglich der Positionen, die wesentliche
Änderungen der Beträge im Vorjahresvergleich
aufzeigen, wird auf die Ausführungen zur Ertrags-,
Finanz- und Vermögenslage im nachfolgenden
Zwischenlagebericht verwiesen.
ZwischenlageberichtGeschäft und RahmenbedingungenMarktumfeld und AbsatzentwicklungNachdem die LS telcom AG während der
Corona-Pandemie ein sehr schwieriges Marktumfeld zu
bewältigen hatte, konnten diese Schwierigkeiten durch
das Abmildern der bisher drastischen Einschnitte im
gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Leben in diesem
Halbjahr weitgehend überwunden werden. Die LS telcom
AG ist im ersten Halbjahr 2021/2022 erfolgreich gestartet
und konnte trotz der weiterhin herausfordernden
Rahmenbedingungen durch die Corona-Pandemie das erste
Halbjahr sehr positiv abschließen.
Die Auftragslage hatte sich zum Ende des letzten
Geschäftsjahres sehr gut entwickelt und ist weiterhin
auf hohem Niveau. Die Produkte werden gerade auch im
Bereich innere Sicherheit und Landesverteidigung vermehrt
nachgefragt, was sich aufgrund des aktuell stark an
Bedeutung gewonnenen Themas "Sicherheit" noch weiter
verstärken könnte.
In den ersten sechs Monaten des aktuellen
Geschäftsjahres erwirtschaftete die LS telcom Gruppe
Umsatzerlöse in Höhe von TEUR 20.868 (i. V. TEUR
11.732). Der Umsatz lag damit um 78 % über dem des
entsprechenden Vorjahres-Vergleichszeitraums. Auf der Ebene
der einzelnen Unternehmenssegmente stellt sich die
Umsatzverteilung wie folgt dar:
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Der Auslandsanteil der Umsatzerlöse liegt im
Berichtszeitraum bei etwa 84 %. Dieser Exportanteil setzt
sich zusammen aus 32 % der Umsatzerlöse aus dem
europäischen Ausland und 52 % aus den restlichen
Regionen.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" steuerte in den
ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres ca. 25 % zum
Gesamtumsatz bei. Etwa 17 % des Halbjahresumsatzes wurden
aus dem Segment "Dienstleistungen" und 58 % aus dem
Geschäftssegment "Softwaresysteme" erzielt.
Das Segment "Hardwarenahe Systeme" beschreibt die
Teilgeschäfte mit Hardware-Systemlösungen,
typischerweise mit höherem Materialeinsatz. In
"Hardwarenahe Systeme" gehen die Lieferung und
Implementierung von integrierten Funkmesssystemen ebenso
mit ein wie auch beispielsweise der Aufbau von Sender- oder
Generatoranlagen, deren Installation und Inbetriebnahme.
Während der Umsatz stark gewachsen ist, konnte das
Ergebnis nicht im gleichen Verhältnis gesteigert
werden, da der Umsatzanstieg teilweise mit einem
margenschwachen Projekt erzielt wurde.
Unter "Dienstleistungen" werden sämtliche
Tätigkeiten zusammengefasst, die LS telcom in Form von
Trainings-, Planungs-, Ingenieur- und
Beratungsdienstleistungen für unterschiedliche Kunden
erbringt und die nicht Teil von Software- oder
Hardwareprojekten sind. Als Kunden werden hier unter
anderem spezielle Nutzer von Funkfrequenzspektrum,
Netzbetreiber und Regulierungsbehörden bedient.
Das Segment "Softwaresysteme" beinhaltet das reine
Softwaregeschäft, einschließlich des
Projektgeschäfts (mit Regulierungsbehörden und
anderen Kunden), bei dem Produkte aus unterschiedlichsten
Bereichen (Rundfunk-, Mobilfunk- und
Richtfunkplanungsmodule sowie administrative
Datenbanklösungen) zum Einsatz kommen und von der LS
telcom in umfassende Systemlösungen integriert werden.
Dieses Berichtssegment umfasst daneben auch das
Geschäft mit einzelnen, softwarebasierten
Funknetzplanungsprodukten (Einzelmodule) und betrifft damit
überwiegend das klassische, skalierbare
Software-Lizenzgeschäft. Der Verkauf von solchen
Einzelmodulen enthält typischerweise weniger
Anpassungsleistungen als die vorgenannten, umfangreicheren
und komplexeren Softwareprojekte.
MitarbeiterZum 31.03.2022 beschäftigte der LS telcom Konzern
weltweit 266 Mitarbeiter. Im Vergleich zum letzten
Geschäftsjahresende (30.09.2021) erhöhte sich die
Mitarbeiterzahl damit um 13 Personen, was vor allem auf
Mitarbeiterzuwachs bei der LS telcom AG in Lichtenau sowie
bei der im Geschäftsjahr neu einbezogenen
libanesischen Tochter zurückzuführen ist.
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageEntwicklung von Umsatz und GesamtleistungDie Erwartungen bezüglich der Umsatzentwicklung
wurden in der ersten Hälfte des Geschäftsjahres
voll erfüllt.
Der Konzern erzielte im Berichtszeitraum einen Umsatz
von EUR 20,9 Mio. (i. V. EUR 11,7 Mio.). Die Gesamtleistung
liegt mit EUR 24,0 Mio. um ca. 54 % über der des
Vorjahrsvergleichszeitraums (EUR 15,6 Mio.).
Die sonstigen betrieblichen Erträge von TEUR 801
enthalten gegenüber dem Vorjahr deutlich höhere
Erträge aus realisierten Kursgewinnen.
Wie bereits im Vorjahr verfolgt der Konzern weiterhin
das Ziel, zukünftig Projekte effizienter abwickeln zu
können und noch wettbewerbsfähiger im Markt
(einschließlich der neu adressierten
Vertikalmärkte) agieren zu können, weshalb auch
in diesem Geschäftsjahr die Entwicklung der neuen
mySPECTRA-System-Plattform zur webbasierten
Frequenzverwaltung vorangetrieben wird. Somit bewegen sich
die aktivierten Entwicklungsleistungen mit TEUR 2.235
weiterhin auf ähnlich hohem Niveau wie im Vorjahr
(TEUR 2.372).
Entwicklung der KostenDer Materialaufwand fällt mit TEUR 6.637 ca. 126 %
höher aus als im Vorjahresvergleichszeitraum (i. V.
TEUR 2.932). Dies liegt hauptsächlich an deutlich
höherem Materialeinsatz sowie an verstärkter
Inanspruchnahme von Fremdleistungen. Zum Einsatz kamen
diese Dienstleister sowohl in bestehenden Kundenprojekten
als auch zur Unterstützung bei der Entwicklung neuer
Produkte. Ziel des Managements ist es, kostenseitig
mittelfristig durch die Inanspruchnahme günstigerer
Software-Entwicklungsressourcen in Indien zu profitieren
und den auf externe Software-Entwicklung entfallenden
Materialaufwand entsprechend wieder zu reduzieren.
Der Personalaufwand weist mit TEUR 10.595 gegenüber
dem Vorjahr eine Zunahme von 11 % aus.
Die Abschreibungen sind mit TEUR 2.572 nur leicht
höher als im Vorjahr (TEUR 2.477).
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (TEUR 2.676)
sind gegenüber dem Vorjahresvergleichszeitraum (i. V.
TEUR 2.134) um ca. 25 % gestiegen. Höhere Vertriebs-
bzw. Reisekosten sowie höhere Verwaltungskosten und
übrige betriebliche Aufwendungen sind hierfür
maßgeblich.
Das Finanzergebnis weist einen Verlust von TEUR 96 aus
(i. V. Ertrag von TEUR 80). Das Ergebnis aus at equity
bewerteten Beteiligungen verringerte sich um TEUR 192 auf
TEUR 33.
Die Ertragsteuern liegen mit TEUR 985 aufgrund von
erhöhten latenten Steuern deutlich über dem
Niveau des Vorjahres (i. V. TEUR 166).
PeriodenergebnisAuf Konzernebene ergibt sich für die ersten sechs
Monate des Geschäftsjahres ein positives
Betriebsergebnis (EBIT) von TEUR 1.477 (i. V. TEUR -1.490).
Das den Aktionären der LS telcom AG zuzurechnende
Konzern-Periodenergebnis nach Minderheitenanteilen
beträgt TEUR 525 (i. V. TEUR -1.615), entsprechend
einem Ergebnis je Aktie (verwässert und
unverwässert) von EUR 0,09 (i. V. EUR -0,28).
InvestitionenIm bisherigen Verlauf des Geschäftsjahres 2021/2022
wurden Investitionen in Höhe von TEUR 2.879 (i. V.
TEUR 3.284) getätigt. Darin enthalten sind neben
aktivierten Eigenleistungen auch Erhaltungs- und
Neuinvestitionen in Sachanlagen sowie Nutzungsrechte nach
IFRS 16.
Entwicklung des FinanzmittelfondsDer Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
beträgt TEUR 1.450 gegenüber einem Cashflow von
TEUR 1.786 im ersten Halbjahr des Vorjahres. Zum 31.03.2022
verfügt die LS telcom AG über einen
Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 8.018 (i. V. TEUR
10.095).
Risiko- und PrognoseberichtRisiken der künftigen Entwicklung und RisikomanagementHinsichtlich der für den LS telcom Konzern
einschlägigen Risiken für die künftige
Entwicklung und des im Konzern umgesetzten
Risikomanagements wird auf die Ausführungen im letzten
Geschäftsbericht 2020/2021 verwiesen.
Der aufgetretene Russland-Ukraine-Krieg bringt weitere
Unruhe in die Weltwirtschaft, wodurch sich das Risiko
für Lieferketten und Logistik weiter verschärft
hat. Preissteigerungen und Lieferengpässe sind die
Folge. Die zusätzlichen Auswirkungen sind in diesem
Geschäftsjahr bislang beherrschbar. Der Konzern ist
sich der unsicheren Lage bewusst. Potenzielle Risiken
planen wir wo möglich bereits ein.
Da Russland derzeit vielen Sanktionen unterliegt,
bestehen gegenwärtig keine Geschäftschancen mit
Unternehmen und Organisationen innerhalb des Landes. Die
bereits bestehenden Geschäftsbeziehungen mit
russischen Kunden wurden von uns ausgesetzt. Hierbei
handelt es sich um ein Gesamtvolumen von TEUR 400
jährlich.
In der Summe bestehen nach Einschätzung des
Vorstands derzeit keine Risiken, die einzeln oder in
Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand des LS
telcom Konzerns akut gefährden könnten.
Chancen der künftigen Entwicklung - voraussichtliche GeschäftsentwicklungDie im Geschäftsbericht zu den Chancen der
künftigen Entwicklung getroffenen Aussagen treffen
weiterhin uneingeschränkt zu.
Dies wird durch den starken Auftragseingang der
vergangenen Monate und den hohen aktuellen Auftragsbestand
untermauert. Der Auftragsbestand ist im Vergleich zum
Vorjahreswert zwar gesunken, die Nachhaltigkeit der
Auftragseingänge zeigt sich aber bereits darin, dass
wir seit dem Berichtsstichtag Auftragseingänge in
Höhe von EUR 13,4 Mio. sichern konnten. Die
Auftragslage ist weiterhin sehr positiv.
Die Chancen für künftiges Wachstum des
Konzerns werden einerseits von den Themen Umnutzung von
Frequenzspektrum für die Breitbandversorgung, Netze
für Behörden und Organisationen mit
Sicherheitsaufgaben, Funklösungen für das
Internet der Dinge und komplexe Kommunikationsanwendungen
für die Vertikalmärkte und Industrie bestimmt.
Daneben ergeben sich auch weiterhin große
Möglichkeiten durch den - teilweise coronabedingt
verschärften - Digitalisierungsdruck auf Behörden
und Dienstleister, wodurch eine Vielzahl an Innovations-
und Erneuerungsprojekten weltweit angestoßen wurden
oder gerade in Planung sind. Hier kann LS telcom punkten,
weil wir bereits vor Jahren eine immer noch anhaltende
Innovationsoffensive gestartet haben, die nun einige der
nachgefragten Produkte bereits vollständig beistellen
und andere in absehbarer Zeit im Rahmen von Projekten
zuliefern kann.
In der jüngeren Vergangenheit hatten wir uns
verstärkt auf sogenannte Vertikalmärkte
konzentriert. Das sind Märkte, die für eine
bestimmte Aufgabe unsere Produkte und Dienstleistungen
benötigen, aber nicht selbst der Kommunikationsbranche
zuzurechnen sind. Wenngleich die Vertikalmärkte zum
Teil sehr stark von der Corona-Krise betroffen waren - man
denke exemplarisch an Flughäfen, den öffentlichen
Nahverkehr und die Industrie - bestärken uns sowohl
die vor der Pandemie erzielten Erfolge als auch die
Tatsache, selbst unter widrigen Pandemiebedingungen die
Umsätze in diesen Marktbereichen gesteigert und
zahlreiche neue Kunden hinzugewonnen zu haben, in dieser
neuen Ausrichtung.
Wir sind sicher, dass aus diesen Vertikalmärkten
künftig erhebliches neues Wachstum für die LS
telcom generiert werden kann - ganz unabhängig von
Verzögerungen, die sich in einzelnen Branchen
während der Pandemie temporär ergeben haben. In
der dadurch sogar verstärkt zunehmenden
Digitalisierung von Industrie und Gesellschaft werden
hochwertige, sichere, zuverlässige und robuste
Netzverbindungen immer wichtiger, Funknetze gewinnen an
Bedeutung und Funkspektrum spielt eine zunehmend zentrale
Rolle.
Hier hat das Unternehmen bereits beginnend in den
letzten Geschäftsjahren ein umfassendes Produkt- und
Serviceportfolio, bestehend aus Software, Messtechnik,
Beratungs-, Planungs- und Ingenieurdienstleistungen,
entwickelt und einige sehr gute Referenzprojekte
durchgeführt. Die LS telcom kann hier unter Einsatz
des gesamten bestehenden Produkt- und
Dienstleistungsportfolios sowohl maßgeschneiderte
Lösungen als auch Standardprodukte zur Funkplanung und
für das Spektrum-Management, teilweise auch als
Outsourcing-Partner, anbieten. Mit diesen zunehmend
replizierbaren Lösungen, aus denen sich nachhaltiges
Produktgeschäft und Projektgeschäft ableiten
lässt, sprechen wir zudem eine Vielzahl von Kunden
einer Branche an.
Aufgrund der vom Russland-Ukraine-Krieg stimulierten
Prioritätenverschiebungen in den Budgets, speziell der
europäischen Länder, ist außerdem eine
verstärkte Nachfrage nach Lösungen im
Verteidigungsbereich zu verzeichnen. Gefragt ist hier neben
den Themen der optimierten Spektrumsnutzung auch der Schutz
von Fahrzeugen und Objekten vor Funkortung.
Der bevorstehende Ausbau der 5G-Netze, die neben
schnellerem mobilem Internet auch für das Internet of
Things sowie die Digitalisierungs- und
Automatisierungsvorhaben der Industrie 4.0 wesentliche
Vorteile bringen, sollte LS telcom zusätzliches
dauerhaftes Geschäft vermitteln. Unternehmen
können in Deutschland basierend auf der 5G-Technologie
eigene lokale private Campusnetze errichten und betreiben.
Dies erfordert sichere Telekommunikationsverbindungen und
störungsfreies Funkspektrum. Hier ist LS telcom mit
seinem Know-how eine perfekte Adresse für
Industriekunden.
Der derzeit im Konzern vertraglich insgesamt gesicherte
Auftragsbestand, aus dem sich ab dem Berichtsstichtag neuer
Umsatz generieren lässt, beträgt EUR 47,8 Mio.
(i. V. EUR 57,9 Mio.). Eine planmäßige
Projektabwicklung angenommen, lassen sich daraus in den
verbleibenden zwei Quartalen des Geschäftsjahres noch
Umsatzerlöse von EUR 22,8 Mio. (i. V. EUR 22,0 Mio.)
erwirtschaften.
Darüber hinaus konnte seit dem Berichtsstichtag u.
a. ein weiteres großvolumiges und ertragsstarkes
Projekt im Bereich militärische Frequenzverwaltung
gewonnen werden. Insgesamt konnten seit 31.03.2022 somit
weitere Aufträge in bedeutender Höhe von 13,4
Mio. EUR gesichert werden.
Unter Berücksichtigung dieser Aussichten
bestätigt der Vorstand unverändert die Ziele
für das Geschäftsjahr 2021/2022: Umsatz von EUR
41,0 Mio. bis EUR 44,0 Mio. und ein
Konzern-Betriebsergebnis (EBIT) von EUR 2,6 Mio. bis EUR
3,1 Mio.
Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden PersonenNahestehende Personen im Sinne des IAS 24 sind der
Vorstand und Aufsichtsrat der LS telcom AG sowie diesen
nahestehende Personen und die assoziierten Unternehmen der
Gruppe. Im ersten Halbjahr 2021/2022 erfolgten folgende
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
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Im ersten Halbjahr 2020/2021 erfolgten folgende
Geschäfte mit nahestehenden Personen und Unternehmen:
scrollen
Alle Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen sind nach marktüblichen Bedingungen
vertraglich vereinbart.
Geschäftsführungs- und AufsichtsorganeBei Vorstand und Aufsichtsrat haben sich personelle
Änderungen ergeben.
Dr. Manfred Lebherz ist seit dem 01.10.2021 aus dem
Vorstand ausgeschieden.
Herr Dipl.-Finw. Karl Hensinger schied mit Wirkung zum
10.03.2022 aus dem Aufsichtsrat der LS telcom AG aus. Als
Nachfolger wurde Prof. Dr. Hans-Peter Burghof am 10.03.2022
von der Hauptversammlung neu in den Aufsichtsrat
gewählt.
Die Zahl der Aktien der LS telcom AG, die von
Geschäftsführungs- und Aufsichtsorganen gehalten
werden, ist in der folgenden Tabelle ausgewiesen:
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Die Gesellschaft hat keine Aktienoptionen ausgegeben.
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Lichtenau, 27. Juni 2022
HinweisDieser Finanzbericht enthält Aussagen und
Informationen der LS telcom Gruppe, die sich auf in der
Zukunft liegende Zeiträume beziehen. Diese
zukunftsgerichteten Aussagen sind an Formulierungen wie
"planen", "erwarten", "beabsichtigen", "anstreben",
"werden", "einschätzen", "davon ausgehen", "Ziel sein"
oder ähnlichen Begriffen zu erkennen. Derartige
Aussagen wurden aufgrund der derzeitigen Sachlage und
derzeitigen Erwartung getroffen und können von der
tatsächlichen Entwicklung sowohl positiv als auch
negativ mitunter erheblich abweichen. Unsicherheiten
ergeben sich unter anderem aufgrund folgender Faktoren:
Änderungen der gesamtwirtschaftlichen Lage sowohl
national als auch international, Änderungen der
politischen Rahmenbedingungen, Einführung neuer
Produkte oder Technologien durch andere Unternehmen,
Änderungen des Investitionsverhaltens in den für
die LS telcom Gruppe wichtigen Abnehmermärkten,
Änderungen von Wechselkursraten und Zinssätzen,
Integration von akquirierten Unternehmen sowie weiteren
Faktoren. LS telcom übernimmt über bestehende
gesetzliche Verpflichtungen hinaus keine Verpflichtung,
zukunftsgerichtete Aussagen zu korrigieren bzw. zu
aktualisieren.
Finanzkalenderscrollen
KontaktLS telcom Aktiengesellschaft
Im Gewerbegebiet 31-33
77839 Lichtenau
Ansprechpartnerin:
Luisa Schlenker
Investor Relations
Tel. +49 7227 9535-600
Fax +49 7227 9535-605
IR@LStelcom.com
www.LStelcom.com
Sitz der Gesellschaft: Lichtenau (Baden)
Registergericht: Mannheim (HRB 211164)
Wertpapierkennnummer ISIN: DE0005754402
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