![]() Ludwig Beck am Rathauseck-Textilhaus Feldmeier AGMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.2010LUDWIG BECK am Rathauseck -
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Nun ist es offiziell: Die Stadt München verleiht LUDWIG BECK für sein "Kaufhaus der Sinne" den Fassadenpreis. |
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Das Trendmagazin "LUDWIG" erscheint in neuem Look und präsentiert wie gewohnt die Highlights der Frühling/Sommer-Kollektionen. |
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LUDWIG BECK engagiert sich zum 2. Mal beim BMW Welt Jazz Award als Kooperationspartner der Jazz-Matineen und bietet in der Musikabteilung jungen Jazz-Vokalisten die passende Bühne. |
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Die 2. Bauphase ist abgeschlossen, und die Designermodeabteilung präsentiert sich in komplett neuem Look und in einem Guss mit der Abendmodeabteilung direkt nebenan. |
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Die Wäscheabteilung wird mit dem Preis "Sterne der Wäsche 2010" der Fachzeitschrift SOUS ausgezeichnet. |
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Auf der Bilanzpressekonferenz legt LUDWIG BECK den Jahresabschluss 2009 vor. Mit einem Anstieg des Ergebnisses vor Steuern (EBT) um 43,5 % auf 6,4 Mio. € verzeichnet der Konzern das beste Ergebnis der Firmengeschichte. |
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Am neuen Laura Mercier Counter in der HAUTNAH Abteilung erfährt die Kundin alles über die Kunst des perfekten Teints. |
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Christian Greiner wird mit Wirkung ab 1. Januar 2011 zum Vorstandsmitglied für die Bereiche Einkauf, Verkauf und Marketing (Chief Operating Officer) bestellt. Er folgt Oliver Haller, der das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. Dezember 2010 verlassen wird. |
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Die ersten drei Monate 2010 schließt LUDWIG BECK mit einer Steigerung des Bruttoumsatzes um 4,4 % ab. Das EBIT kann mit einem Plus von 117,2 % mehr als verdoppelt werden und liegt bei 1,0 Mio. €. |
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Als "Händler des Jahres" wird die Musikabteilung mit dem ECHO Jazz-Award ausgezeichnet. |
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Ab April wandelt sich die 4. Etage in ein Eldorado für Trachtenmode. |
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Am 11. Mai findet die jährliche ordentliche Hauptversammlung statt. Diese stimmt dem Vorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats einstimmig zu, eine Dividende in Höhe von 0,35 € je Aktie auszuschütten. |
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Die deutsch-polnische Pianistin Joanna Michna stellt in der Musikabteilung Konzertwerke von Frédéric Chopin in völlig neuer Klangatmosphäre als Soloversionen am hauseigenen Flügel vor. |
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Im 1. Halbjahr schreibt LUDWIG BECK seine Erfolgsgeschichte weiter und verzeichnet eine Steigerung des Bruttoumsatzes um 3,2 %. Das EBIT steigt im gleichen Zeitraum um 79,6 % gegenüber dem Vorjahr. Auf Basis der guten Halbjahreszahlen hebt der Vorstand seine Ertragsprognose für das Geschäftsjahr 2010 an und erwartet nun ein Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) von über 7,0 Mio. € statt der bisher prognostizierten über 6,0 Mio. €. |
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Anlässlich der Opernfestspiele gibt Bariton-Star Thomas Hampson eine seiner seltenen Autogrammstunden, und Star-Tenor Jonas Kaufmann kommt zur Veröffentlichung seiner neu erscheinenden Biographie zu einer Signierstunde. |
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Zum 200-jährigen Oktoberfest-Jubiläum stellt LUDWIG BECK eine originalgetreue Reproduktion des Hochzeitsgewands von Kronprinz Ludwig von Bayern und Therese von Hildburghausen aus. |
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Das internationale Lifestylelabel THOMAS SABO lädt gemeinsam mit dem Modemagazin GLAMOUR zur exklusiven Preview der neuen Diamond Charms ins "Kaufhaus der Sinne" ein. |
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Der neue "LUDWIG" wirft einen Blick auf die Modetrends der Herbst/Winterkollektion 2010/2011. |
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Im neuen VOUGE Beauty-Special wird die Kosmetikabteilung HAUTNAH luxuriös und aufmerksamkeitsstark in Szene gesetzt. |
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Exklusiv in Deutschland gibt es bei LUDWIG BECK die SIR HENRY Luxury Pet-Care, die erste tierdermatologisch geprüfte Pflegeserie für Hunde auf natürlicher Basis. |
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Die ersten neun Monate schließt der LUDWIG BECK Konzern mit einer Steigerung des Bruttoumsatzes um 5,7 % ab. Auch das EBIT verbessert sich um 79,6 % sprunghaft gegenüber dem Vorjahr. Aufgrund des positiven Geschäftsverlaufs hebt das Management seine Prognose für das Geschäftsjahr 2010 ein weiteres Mal an und rechnet nun mit einem EBT von über 7,5 Mio. €. |
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Die Klaviervirtuosin Ragna Schirmer verzaubert bei ihrem Konzert in der Musikabteilung mit Werken von Brahms und Händel einmal mehr ihr Publikum und gibt im Anschluss eine Signierstunde. |
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Der Weihnachtsmarkt verwandelt die 4. Etage in einen verschneiten Märchenwald und lässt Wünsche in Erfüllung gehen. |
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Die schwedische Jazz-Sängerin Fredrika Stahl ist in der Musikabteilung zu Gast. Begleitet von Rémi Decoutenhove an der Gitarre spielt sie live und gibt eine Signierstunde. |
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Der Start in das Weihnachtsgeschäft 2010 ist außerordentlich gut geglückt. Das Management erwartet nun ein Ergebnis (EBT) von über 9,0 Mio. €. |
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LUDWIG BECK schließt das Geschäftsjahr 2010 mit einer filialbereinigten Bruttoumsatzsteigerung um 5,3 % auf 107,2 Mio. € ab. Das EBT wächst um 55,2 % auf 9,9 Mio. €. |
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2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 |
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(IFRS/1 AS) | (IFRS/IAS) | (IFRS/IAS) | (IFRS/IAS) | (IFRS/IAS) |
| Ergebnis |
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| Umsatz (brutto) | Mio. € | 107,2 | 103,7 | 102,6 | 103,5 | 101,3 |
| Mehrwertsteuer | Mio. € | 17,1 | 16,5 | 16,4 | 16,5 | 14,0 |
| Umsatz (netto) | Mio. € | 90,1 | 87,2 | 86,2 | 87,0 | 87,4 |
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% | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 | 100,0 |
| Nettorohertrag | Mio. € | 45,5 | 43,0 | 41,4 | 41,0 | 41,3 |
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% | 50,5 | 49,3 | 48,0 | 47,1 | 47,3 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | Mio. € | 16,9 | 13,3 | 12,2 | 11,0 | 10,2 |
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% | 18,7 | 15,3 | 14,2 | 12,6 | 11,7 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | Mio. € | 13,7 | 9,8 | 8,1 | 7,2 | 6,8 |
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% | 15,2 | 11,2 | 9,4 | 8,2 | 7,7 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | Mio. € | 9,9 | 6,4 | 4,4 | 3,1 | 2,5 |
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% | 11,0 | 7,3 | 5,2 | 3,6 | 2,9 |
| Konzerngesamtergebnis | Mio. € | 6,4 | 2,2 | 2,7 | 2,6 | 1,4 |
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% | 7,1 | 2,6 | 3,1 | 3,0 | 1,6 |
| Bilanz |
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| Eigenkapital | Mio. € | 47,6 | 42,8 | 41,8 | 40,2 | 33,8 |
| Eigenkapitalquote | % | 43,7 | 39,1 | 37,0 | 37,4 | 31,8 |
| Eigenkapitalrentabilität vor Steuern | % | 20,8 | 14,9 | 10,6 | 7,7 | 7,5 |
| Investitionen | Mio. € | 1,9 | 2,2 | 8,6 | 5,8 | 2,5 |
| Bilanzsumme | Mio. € | 108,8 | 109,3 | 112,9 | 107,4 | 106,5 |
| Mitarbeiter |
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| Mitarbeiter | Personen | 513 | 529 | 538 | 544 | 543 |
| Personalaufwand | Mio. € | 17,0 | 16,8 | 16,9 | 17,2 | 17,4 |
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% | 18,9 | 19,3 | 19,7 | 19,7 | 20,0 |
| Nettoumsatz pro Mitarbeiter (gewichtet, durchschnittlich) | T€ | 253,8 | 230,7 | 226,3 | 223,6 | 224,6 |
| pro Aktie |
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| Aktienanzahl | Mio. Stck. | 3,70 | 3,70 | 3,70 | 3,39 | 3,36 |
| Ergebnis je Aktie unverwässert und verwässert | € | 1,74 | 0,61 | 0,73 | 0,76 | 0,42 |
| Dividende | € | 0,35 | 0,35 | 0,30 | 0,30 | 0,20 |
| Sonstige (Stand 31. Dez.) |
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| Verkaufsfläche | qm | 13.785 | 16.669 | 16.669 | 16.428 | 17.709 |
| Bruttoumsatz pro Quadratmeter | €/qm | 7.777 | 6.224 | 6.154 | 6.299 | 5.723 |

Stand 31. Dezember 2010
Im Jahr 2004 entwickelte Christian Greiner das Young-Fashion Konzept U1 für die Rudolf
Wöhrl AG in Nürnberg, welches er als Geschäftsführer bis Ende 2007 führte. Seit 2008
ist Christian Greiner Geschäftsführer der Firma INTRO Retail & Media GmbH, ebenso
ist er Mitinhaber und Geschäftsführer der Kreativagentur nuts communication GmbH in
Nürnberg. Zum Jahreswechsel wechselte Christian Greiner aus dem Aufsichtsrat der LUDWIG
BECK AG in den Vorstand. Er zeichnet dort für Einkauf, Verkauf und Marketing verantwortlich.
Dieter Münch kam bereits während des Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der
Fachhochschule München mit unserem Haus in Kontakt -zunächst als Praktikant. Angesteckt
vom besonderen LUDWIG BECK-Flair startete der Diplom-Betriebswirt (FH) nach dem Abschluss
1980 seine Karriere im Controlling der LUDWIG BECK AG. Nach verschiedenen Stationen
im Unternehmen wurde er im April 1998 in den Vorstand berufen und ist dort verantwortlich
für Finanzen, Personal und IT.
Die Vorstände Dieter Münch und Christian Greiner über ein neues Rekordjahr, die "Wiederauferstehung"
der Kaufhäuser und spannende Aussichten.
Herr Münch, Herr Greiner, die deutsche Wirtschaft hat sich 2010 in guter Verfassung
gezeigt, und auch der deutsche Einzelhandel konnte von der guten Konsumlaune profitieren.
Wie hat sich der LUDWIG BECK Konzern in diesem Umfeld entwickelt?
Dieter Münch: Zunächst einmal möchte ich meinen Kollegen Herrn Greiner auch auf diesem
Wege herzlich willkommen heißen. Er hat zum 1. Januar 2011 die Nachfolge von Herrn
Haller angetreten und hätte für seinen Einstieg kaum einen günstigeren Zeitpunkt finden
können. Denn Sie haben recht, die aktuelle Lage der deutschen Wirtschaft ist überraschend
erfreulich, und auch die Verbraucher zeigen wieder eine verstärkte Lust am Konsum.
Unser Haus hat aber auch in der Krise seine Stärke bewiesen und verzeichnete ja bereits
im Geschäftsjahr 2009 sein historisch bestes Ergebnis, welches wir 2010 noch einmal
deutlich übertroffen haben! So konnten wir im abgelaufenen Geschäftsjahr ein filialbereinigtes
Umsatzplus von 5,3 % auf 107,2 Mio. € verzeichnen und sind im Ertrag (EBT) um 55,2
% auf 9,9 Mio. € gewachsen. Das sind Zahlen, die eine klare Sprache sprechen und auf
die wir, wie ich finde, sehr stolz sein können.
Christian Greiner: Vielen Dank, Herr Münch. Mit meiner Berufung in den LUDWIG BECK
Vorstand ist tatsächlich ein Herzenswunsch für mich in Erfüllung gegangen. Ich bin
dem Unternehmen LUDWIG BECK ja schon seit Jahren unter anderem auch durch meine Aufsichtsratstätigkeit
sehr eng verbunden. Umso mehr freue ich mich nun auf die vor mir liegenden Aufgaben
und die Chance, das erfolgreiche Geschäftskonzept aktiv weiter mit zu gestalten. Ein
besonderes Willkommensgeschenk sind natürlich die glänzenden Umsatz- und Ertragsergebnisse
des Jahres 2010, die die Messlatte wirklich hoch anlegen. Erfreulich ist auch, dass
sich das Konjunkturumfeld derzeit so positiv darstellt. Und wirklich wurde ja besonders
im letzten Jahr in den Medien geradezu eine "Renaissance der Warenhäuser" beobachtet.
Und dies, nachdem besonders die Warenhäuser jahrelang eine Abwärtsspirale beim Umsatz
verzeichneten. An dieser Stelle möchte ich mich aber auch bei meinem Vorgänger Herrn
Haller bedanken, der mir meine Aufgabengebiete in einem exzellenten Zustand übergeben
hat.
Was glauben Sie, könnten die Gründe für den Aufschwung der Warenhäuser sein?
Christian Greiner: Es sind ja nicht nur die Kaufhäuser, die einen Zuwachs im Umsatz
verbuchen. Der Einzelhandel insgesamt kann auf ein positives Geschäftsjahr zurück
blicken. Durch die positive Situation auf dem Arbeitsmarkt hat sich die Stimmung unter
den Verbrauchern enorm verbessert. Außerdem beobachten wir eine Trendwende, von der
die Branche ebenfalls profitiert. Die kaufkräftige Kundschaft zieht es wieder in die
Innenstädte -in das Herz ihrer Stadt.
Dieter Münch: Für unser Haus ist diese Entwicklung natürlich sehr willkommen, denn
wir befinden uns aus verschiedenen Gründen in einer einzigartigen Situation. Zunächst
einmal ist da unser exquisiter Standort im Herzen der Stadt München zu nennen. Zugleich
haben wir uns in unserer knapp 150-jährigen Geschichte fest im Bewusstsein der Menschen
dieser Stadt und ihrer Umgebung verankert. Wer etwas ganz Besonderes sucht, findet
es bei LUDWIG BECK am Rathauseck, das seit Generationen für Qualität und das Besondere
steht. An diesem Ort haben wir frühzeitig die Weichen richtig gestellt wie sich jetzt
wieder einmal bestätigt hat. Denn wir haben erkannt, dass unsere lokale Bekanntheit
ein Wert ist, auf den wir dauerhaft zählen können. Aber wir haben uns nicht auf unserem
Namen ausgeruht, sondern schon frühzeitig ein Konzept des Trading Up entwickelt um
unser Haus für unsere Kunden noch attraktiver zu gestalten.
Wofür steht der Begriff des Trading Up?
Dieter Münch: Unser erklärtes Ziel ist es, das "Kaufhaus der Sinne" am Marienplatz
architektonisch den modernen und gehobenen Ansprüchen unserer Kunden entsprechend
zu gestalten und auch das Warenangebot diesen Maßstäben gehorchend auszuwählen. Wir
haben da in den letzten Jahren schon einen großen Teil des Weges hinter uns gebracht
und sind besonders stolz auf unsere jüngst eröffnete Premium-Abteilung für Designermode
in der 3. Etage. Hier hatten wir ja bereits im Jahr zuvor schon einen Teil der Designermodeabteilung
sowie die Abendmodeabteilung umgebaut und erweitert. Seit Mitte Februar 2010 zeigt
sich nun die gesamte Etage in neuem Look und aus einem Guss.
Christian Greiner: Das Trading Up-Konzept umfasst allerdings nicht nur die Aufwertung
und Modernisierung der Innenräume, sondern bedeutet für uns auch, dass wir uns kontinuierlich
darum bemühen, unseren Kunden immer wieder die aktuellsten Trends internationaler
Mode- und Designerlabels der Spitzenklasse präsentieren zu können -teilweise sogar
exklusiv in München oder gar in ganz Deutschland. Besonders freuen wir uns in diesem
Zusammenhang über die Verleihung des Preises "Sterne der Wäsche 2010", mit dem im
vergangenen Jahr die Fachzeitschrift SOUS unsere Abteilung Lingerie & Dessous nach
2006 nun schon zum zweiten Mal geehrt hat. Ausgezeichnet wurden unsere besonderen
Serviceleistungen, die herausragende Beratungskompetenz und eine einzigartige Auswahl
an Topmarken. Dieser Award ist ein weiterer Beleg für uns, dass neben unserem kompetenten
Mitarbeiterteam unser exklusives Sortimentsangebot sicherlich eines unserer herausragendsten
Eigenschaften ist und wir hier auch in Zukunft ganz klar einen Schwerpunkt legen werden.
Was hat sich sonst im letzten Jahr ereignet?
Dieter Münch: Oh, da gab es eine ganze Reihe wichtiger Glanzpunkte! Auf unseren sieben
Etagen gibt es täglich Spannendes und Neues zu entdecken. Ob Beauty-Tipps vom Laura
Mercier-Profi in unserer Kosmetikabteilung HAUTNAH, ein Blick auf die originalgetreue
Reproduktion des Prinzen-Hochzeitsgewands aus dem Jahr 1810 in unserer Designermodeabteilung,
eine gemütliche Teestunde zur Adventszeit in unserer Papeterie-Abteilung oder einen
der vielen Liveacts mit Starmusikern in unserer ECHO-prämierten Musikabteilung -ein
Besuch im "Kaufhaus der Sinne" wird niemals langweilig.
Christian Greiner: Und damit sich unsere Kunden im Vorfeld schon einmal auf ihren
Besuch einstimmen können, werden auf unserer im November 2010 relaunchten Internetseite
unter www.ludwigbeck.de unsere Kernthemen Mode, Beauty, Lifestyle, Musik und Service
anspruchsvoll in Szene gesetzt und für unsere Kunden und Fans Zuhause erlebbar gemacht.
Viele neue Features wie Lookbooks, CD-Rezessionen und redaktionelle Inhalte zeigen
die vielfältigen Facetten unseres Hauses und laden zum Entdecken vor Ort ein. Mit
drei verschiedenen Newslettern zu den Themen "Kaufhaus der Sinne", Musik und Investor
Relations informieren wir regelmäßig die Abonnenten über ihr spezifisches Interessensgebiet.
Im "Kaufhaus der Sinne" hat sich also 2010 wieder einiges getan. Was gibt es darüber
hinaus zu berichten?
Christian Greiner: Das Stammhaus am Marienplatz ist eindeutig unser Flaggschiff. An
diesem Standort erwirtschaften wir rund 90 % unseres Umsatzes und konnten hier im
abgelaufenen Geschäftsjahr den Umsatz um 5,8 % steigern. Strategisch setzen wir weiterhin
auf Konzentration statt auf Expansion. Qualität statt Quantität so lautet auch hier
unser Credo.
Dieter Münch: Dass wir mit unserem Konzept auf dem richtigen Weg sind, spiegelt sich
in der Wachstumsdynamik unserer Umsatz- und Ertragszahlen wider und wird auch vom
Kapitalmarkt entsprechend honoriert. Unsere Aktie erlebte 2010 eine Kurssteigerung
um 46 %, und Researchhäuser sehen damit das Kurspotenzial noch nicht ausgeschöpft.
Wie sind die Aussichten für 2011?
Christian Greiner: Angesichts der guten Nachrichten von Seiten der deutschen Wirtschaft
kann man sich eigentlich nur noch die Augen reiben. Dass sich die deutsche Konjunktur
nach dieser weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise so rasch wieder erholen würde,
haben wohl die wenigsten zu hoffen gewagt. Für uns von besonderer Bedeutung ist natürlich,
dass der Aufschwung auch bei den Bürgern ankommt und die Binnennachfrage nachweislich
steigt. Für 2011 sind die Wirtschaftsexperten optimistisch, dass sich das Wirtschaftswachstum
-wenn auch leicht gebremst -fortsetzen wird. Wir sehen die guten konjunkturellen Rahmenbedingungen
in Verbindung mit dem für uns glänzend gelaufenen Weihnachtsgeschäft 2010 als eine
hervorragende Ausgangsposition für das Geschäftsjahr 2011.
Dieter Münch: Es liegen nun zwei Rekordjahre hinter uns und wir könnten mit der Geschäftsentwicklung
der LUDWIG BECK AG nicht zufriedener sein. Dennoch werden wir uns jetzt nicht bequem
zurück lehnen und das Erreichte genießen, sondern wir haben uns für die Zukunft viel
vorgenommen. Der Name LUDWIG BECK steht für Tradition, Qualität und Glaubwürdigkeit.
In den letzten Jahren ist es uns erfolgreich gelungen, die Marke behutsam neu zu positionieren
und dem Wandel der Zeit und den gewachsenen Kundenerwartungen anzupassen, ohne jedoch
unsere traditionellen Werte aus den Augen zu verlieren. Diese Gradwanderung ist eine
tägliche Herausforderung, der wir uns gerne stellen. Wir werden den eingeschlagenen
Weg weiter beschreiten und unsere Anstrengungen darauf richten, dass LUDWIG BECK am
Marienplatz ein Glanzstück unter den deutschen Kaufhäusern bleibt. Im Jahr 2011 feiern
wir auch unser 150-jähriges Firmenjubiläum. Dazu wollen wir uns dann auch wieder mit
einem neuen Rekordergebnis selbst beschenken.
Der Vorstand dankt allen Beschäftigten der LUDWIG BECK AG für ihre außergewöhnliche
Leistung und ihr herausragendes Engagement ohne die ein weiteres Rekordergebnis nicht
möglich geworden wäre. Wir sind überzeugt dass wir unser Unternehmen mit dem Können,
der Begeisterung und der Energie unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in eine
weiterhin erfolgreiche Zukunft führen können. Unser Dank gilt ebenso den Arbeitnehmervertretern
für die stets konstruktive Zusammenarbeit. Unser besonderer Dank gilt selbstverständlich
auch unseren Kunden und Geschäftspartnern für ihr Vertrauen in unser Unternehmen.
| Dieter Münch | Christian Greiner |
Auch im Geschäftsjahr 2010 hat sich der Aufsichtsrat regelmäßig und eingehend mit
der Lage und der Entwicklung des LUDWIG BECK Konzerns beschäftigt und hat die ihm
gemäß Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung obliegenden Kontroll- und Beratungsaufgaben
mit großer Sorgfalt wahrgenommen.
Dabei unterstützte der Aufsichtsrat den Vorstand bei der Geschäftsführung und stand
ihm bei Fragen zur Leitung des Unternehmens beratend zur Seite. In sämtliche Entscheidungen,
die für LUDWIG BECK von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar
eingebunden. Aktuelle strategische Überlegungen wurden in regelmäßigen Abständen gemeinsam
mit dem Vorstand erörtert.
Wesentliche Grundlage der Tätigkeit des Aufsichtsrats bildeten die mündlichen und
schriftlichen Berichte im Sinne des § 90 Aktiengesetz (AktG), die der Vorstand innerhalb
und außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erstattet hat.
Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher
und mündlicher Form über alle für den LUDWIG BECK Konzern relevanten Entwicklungen.
Die Berichterstattung umfasste insbesondere die beabsichtigte Geschäftspolitik und
andere grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung. Weitere Themen waren die Rentabilität
der Gesellschaft, die laufende Geschäftsentwicklung, das Risikomanagement, die internen
Kontrollsysteme, Compliance, Geschäfte von erheblicher Bedeutung für die Rentabilität
und Liquidität der LUDWIG BECK AG sowie maßgebliche Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen.
Der Vorstand hat dem Aufsichtsrat sämtliche entsprechend den Geschäftsordnungen des
Aufsichtsrats und des Vorstands zustimmungspflichtige Angelegenheiten vorgelegt. Der
Aufsichtsrat hat alle ihm unterbreiteten Berichte und Unterlagen in gebotenem Maß
erörtert und geprüft.
Weitere Einzelheiten werden nachstehend näher beschrieben. Beanstandungen der Vorstandstätigkeit
ergaben sich nicht.
An den fünf im Jahr 2010 anberaumten Sitzungen am 9. März, 24. März, 11. Mai, 21.
Juli und 23. November nahmen regelmäßig auch die Mitglieder des Vorstands teil.
Am 9. März 2010 fand die Bilanzsitzung im Sinne des § 171 Abs. 1 AktG statt, an der
auch der Abschlussprüfer der Gesellschaft teilnahm. In dieser Sitzung wurden insbesondere
der Jahresabschluss der Gesellschaft festgestellt, der Lagebericht und der Konzernabschluss
gebilligt, der Aufsichtsratsbericht verabschiedet, die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats
an die neuen gesetzlichen Bestimmungen angepasst und die Feinplanung 2010 sowie die
mittelfristige Planung 2011/2012 verabschiedet.
Am 24. März 2010 fand eine außerordentliche Sitzung im Rahmen einer Telefonkonferenz
statt, in der die Tagesordnung für die Hauptversammlung 2010 verabschiedet und über
die Erklärung zur Unternehmensführung Beschluss gefasst wurde.
In der Aufsichtsratssitzung am 11. Mai 2010 erörterte der Aufsichtsrat unter anderem
die Entwicklung im Geschäftsjahr 2010.
Die Sitzung des Aufsichtsrats am 21. Juli 2010 hatte die laufende Geschäftsentwicklung,
das Halbjahresergebnis, die aktuellen Änderungen des Deutschen Corporate Governance
Kodex sowie das 150-jährige Jubiläum der Gesellschaft im Jahr 2011 zum Gegenstand.
In der Sitzung am 23. November 2010 erörterte der Aufsichtsrat die Geschäftsentwicklung
im laufenden Geschäftsjahr und die Grobplanung für das Geschäftsjahr 2011. Zudem verabschiedete
der Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung.
Auch außerhalb dieser Sitzungen stand der Aufsichtsratsvorsitzende mit den Mitgliedern
des Vorstands in regelmäßigem Kontakt und wurde über die aktuellen Geschäftsentwicklungen
auf dem Laufenden gehalten.
Gegenstand intensiver Beratungen im vergangenen Jahr war zudem die Regelung der Nachfolge
für Herrn Oliver Haller, der -wie im letzten Geschäftsbericht bereits dargestellt
-auf eigenen Wunsch und im besten Einvernehmen mit der Gesellschaft die LUDWIG BECK
AG zum 31. Dezember 2010 verlassen und seinen Vertrag nicht über diesen Zeitpunkt
hinaus verlängert hat. An seine Stelle wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2011 Herr Christian
Greiner als Mitglied in den Vorstand berufen. Seitdem ist er als Chief Operating Officer
(COO) verantwortlich für die Bereiche Einkauf, Verkauf und Marketing. Der Aufsichtsrat
hat Herrn Haller für seine engagierte Arbeit gedankt und ihm für die Zukunft viel
Erfolg gewünscht.
Mit Ablauf des Geschäftsjahres 2010 erfolgte ein Wechsel im Aufsichtsrat. Das Aufsichtsratsmitglied
Gerhard Wöhrl legte am 22. März 2010 sein Aufsichtsratsmandat mit Wirkung zum Ablauf
des 31. Dezember 2010 nieder. Wir bedanken uns bei Herrn Gerhard Wöhrl für seine langjährige
und engagierte Tätigkeit und wünschen ihm für die Zukunft viel Erfolg. Für ihn wurde
auf der Hauptversammlung am 11. Mai 2010 mit Wirkung zum 1. Januar 2011 Herr Dr. Steffen
Stremme als Vertreter der Aktionäre in den Aufsichtsrat gewählt.
Durch den Wechsel von Herrn Christian Greiner vom Aufsichtsrat der Gesellschaft in
den Vorstand wurde dessen Aufsichtsratsposition vakant. Für ihn rückte das Ersatzmitglied
Herr Hans Rudolf Wöhrl in den Aufsichtsrat der Gesellschaft ein.
Die Aufgaben des Prüfungsausschusses umfassen vor allem Fragen der Rechnungslegung
und Abschlussprüfung sowie die Themen Risikomanagement und Compliance. Dem Prüfungsausschuss
gehörten im Geschäftsjahr 2010 Herr Christian Greiner (Vorsitzender), Herr Dr. Joachim
Hausser und Herr Dr. Lutz Helmig an. Der Ausschuss trat am 1. März 2010 telefonisch
zusammen, um den Konzernjahresabschluss und Konzernlagebericht sowie den Jahresabschluss
und Lagebericht der LUDWIG BECK AG für das Geschäftsjahr 2009 zu prüfen sowie die
Unabhängigkeitserklärung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu bestätigen. Darüber
hinaus fasste er den Beschluss, dem Aufsichtsrat zu empfehlen, der BTU Treuhand GmbH,
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, den Prüfungsauftrag für das folgende Geschäftsjahr
zu erteilen.
Der Personalausschuss befasst sich im Wesentlichen mit Personalangelegenheiten des
Vorstands. Dem Personal- und Geschäftsführungsausschuss gehörten im Geschäftsjahr
2010 Herr Dr. Joachim Hausser (Vorsitzender), Herr Dr. Lutz Helmig sowie Herr Gerhard
Wöhrl an. Der Ausschuss trat am 20. Januar 2010 zu einer Telefonkonferenz zusammen.
Die Arbeit des Personalausschusses war durch die Vorbereitung der Entscheidungen des
Aufsichtsrats über die Veränderungen im Vorstand geprägt. Darüber hinaus wurden die
Vergütung und das Vergütungssystem für die Mitglieder des Vorstands intensiv erörtert.
Der Aufsichtsrat befasste sich ausführlich mit den im Deutschen Corporate Governance
Kodex enthaltenen Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Entsprechend
den Empfehlungen des Kodex hat der Vorsitzende des Prüfungsausschusses des Aufsichtsrates
am 5. März 2010 eine Erklärung des Wirtschaftsprüfers eingeholt, welche besagt, dass
keine geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder sonstigen Beziehungen zwischen
dem Prüfer und dem Unternehmen bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen
könnten (Unabhängigkeitserklärung). Sie erstreckt sich auch auf den Umfang anderer
Beratungsleistungen, die für das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erbracht
wurden.
Speziell im Hinblick auf die Neufassung des Deutschen Corporate Governance Kodex vom
26. Mai 2010 und die darin enthaltenen Modifizierungen, die u.a. die stärkere Berücksichtigung
von Frauen bei der Besetzung des Aufsichtsrats und des Vorstands sowie bei der Besetzung
von Führungsfunktionen, die Aus- und Fortbildung von Aufsichtsräten und die Wahrnehmung
von Aufsichtsratsmandaten durch Personen, die dem Vorstand einer börsennotierten Gesellschaft
angehören betreffen, hat sich der Aufsichtsrat im Berichtsjahr ausführlich mit diesen
Themen befasst.
Die am 23. November 2010 gemäß § 161 AktG verabschiedete Entsprechenserklärung ist
im Corporate Governance Bericht dieses Geschäftsberichts auf S. 27 und auf der Webseite
des Unternehmens veröffentlicht.
Schließlich hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand im Februar 2011 die Erklärung
zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB abgegeben und auf der Webseite des Unternehmens
veröffentlicht.
Der Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 sowie der Lagebericht
und der Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der zum Abschlussprüfer
gewählten BTU Treuhand GmbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk
versehen worden. Sämtliche Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte haben allen Mitgliedern
des Aufsichtsrates rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 14. März
2011 vorgelegen und wurden von ihnen sorgfältig geprüft. Diese Unterlagen wurden im
Beisein des Abschlussprüfers vom Prüfungsausschuss sowie vom gesamten Aufsichtsrat
eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer konnte keine Schwächen des internen Kontroll-
und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess feststellen. Der
Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Bericht des Abschlussprüfers den
gesetzlichen Anforderungen entspricht. In der Sitzung hat der Wirtschaftsprüfer auch
detailliert Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung erläutert sowie über
seine Unbefangenheit und die Leistungen informiert die er zusätzlich zu den Abschlussprüferleistungen
erbracht hat. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfungen des Abschlussprüfers
in der Aufsichtsratssitzung am 14. März 2011 zugestimmt. Der Aufsichtsrat hat den
Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht
sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns -nach eingehendem
Studium dieser Vorlagen schon im Vorfeld der Sitzung -geprüft. Die Aussagen des Lageberichts
und des Konzernlageberichts stimmen mit den Einschätzungen des Aufsichtsrats überein.
Bei der Prüfung des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns bezog
der Aufsichtsrat die Finanz- und Investitionsplanung der Gesellschaft sowie deren
Liquidität ein. Unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschaft und der Aktionäre
stehen dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen
entgegen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung waren keine Einwendungen
gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht
sowie gegen den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu erheben.
Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der LUDWIG BECK
AG einstimmig festgestellt. Er hat den Konzernabschluss gebilligt und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag
des Vorstands angeschlossen.
Zudem hat der Aufsichtsrat den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über Beziehungen
zu verbundenen Unternehmen für das vergangene Geschäftsjahr ("Abhängigkeitsbericht")
geprüft. In seinem Bericht hat der Vorstand folgende Schlusserklärung abgegeben:
"Nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit
den verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse
dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem
Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene
oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden."
Die BTU Treuhand GmbH als Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010
hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und am 18. Februar 2011 folgenden Bestätigungsvermerk
erteilt:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass
1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,
2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft
nicht unangemessen war,
3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere
Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen."
Sowohl der Abhängigkeitsbericht des Vorstands als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers
lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat hat auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers
mit dem Abschlussprüfer erörtert. Dabei hat er sich davon überzeugt dass insbesondere
alle Rechtsgeschäfte und Maßnahmen vollständig erfasst wurden. Aus dem Bericht des
Abschlussprüfers ergeben sich keine Bedenken. All dies vorausgeschickt schließt sich
der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden
Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen die Schlusserklärung
des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen.
Der Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen
und Mitarbeitern der LUDWIG BECK AG für ihr großes persönliches Engagement und ihre
erfolgreiche Arbeit im Geschäftsjahr 2010 Dank und Anerkennung aus.
München, im März 2011
| Dr. Joachim Hausser |
| Vorsitzender des Aufsichtsrats |
Corporate Governance steht für eine verantwortungsbewusste und auf langfristige Wertschöpfung
ausgerichtete Führung und Kontrolle von Unternehmen. LUDWIG BECK orientiert sich am
Deutschen Corporate Governance Kodex, der 2002 erstmals von der Regierungskommission
vorgelegt wurde.
Er enthält national und international anerkannte Standards guter, transparenter und
verantwortungsvoller Unternehmensführung und empfiehlt börsennotierten Unternehmen,
diese Standards zu übernehmen. Mit dem deutschen Corporate Governance Kodex sollen
die in Deutschland geltenden Regeln für Unternehmensleitung und -Überwachung für nationale
wie internationale Investoren transparent gemacht werden, um so das Vertrauen in die
Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Der Kodex adressiert alle
wesentlichen -vor allem internationalen - Erwartungen an die deutsche Führungskultur,
nämlich
| ― |
Ausrichtung auf Aktionärsinteressen; |
| ― |
die duale Unternehmensverfassung mit Vorstand und Aufsichtsrat; |
| ― |
Transparenz deutscher Unternehmensführung; |
| ― |
Unabhängigkeit deutscher Aufsichtsräte sowie Wirtschaftsprüfer |
| ― |
Richtlinien zur Rechnungslegung |
Der Kodex unterteilt sich in sechs Kapitel und beinhaltet insgesamt 71 Empfehlungen
und Anregungen. Empfehlungen des Kodex sind mit einem "soll" gekennzeichnet. Die Gesellschaften
können hiervon abweichen, müssen dies jedoch jährlich offen legen. Anregungen sind
mit dem Begriff "kann" oder "sollte" versehen. Unternehmen können also frei entscheiden,
ob sie diese umsetzen wollen und sind nicht verpflichtet, eine Nichterfüllung offen
zu legen. Der Kodex wird in der Regel einmal jährlich vor dem Hintergrund nationaler
und internationaler Entwicklungen überprüft und bei Bedarf angepasst -letztmalig am
26. Mai 2010.
Vorstand und Aufsichtsrat berichten über die Corporate Governance bei LUDWIG BECK
gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex wie folgt:
Die LUDWIG BECK AG misst der Corporate Governance seit jeher einen hohen Stellenwert
bei. Sie stellt ein wichtiges Instrument zur kapitalmarktorientierten Weiterentwicklung
des Unternehmensführung und -kontrolle dar und bildet die Grundlage aller Entscheidungs-
und Kontrollprozesse. Vorstand und Aufsichtsrat der LUDWIG BECK AG folgen den Empfehlungen
des Kodex seit April 2003 weitestgehend. In der Entsprechenserklärung wird erläutert,
warum in einigen Fällen von den Empfehlungen abgewichen wird.
Den genauen Wortlaut des deutschen Corporate Governance Kodex sowie zahlreiche Detailinformationen
rund um das Thema Corporate Governance finden Sie auch auf der Unternehmenswebseite
www.ludwigbeck.de im Kapitel Investor Relations/Corporate Governance. Dort werden
die einzelnen Kapitel des deutschen Kodex vorgestellt und erklärt. Darüber hinaus
nimmt das Unternehmen ausführlich zu den einzelnen Empfehlungen und Anregungen Stellung.
Der Vergütungsbericht für das Jahr 2010 befindet sich im Konzernlagebericht ab S.
59.
Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktG
Die nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum vom 11. November 2009 bis
zum 2. Juli 2010 auf die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex")
in seiner Fassung vom 18. Juni 2009, die am 5. August 2009 im elektronischen Bundesanzeiger
veröffentlicht wurden.
Für den Zeitraum ab dem 3. Juli 2010 bezieht sich die Erklärung auf die Empfehlungen
des Kodex in seiner Fassung vom 26. Mai 2010, die am 2. Juli 2010 im elektronischen
Bundesanzeiger veröffentlicht wurden (Fassung 2010).
Vorstand und Aufsichtsrat der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier Aktiengesellschaft
erklären gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen
Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission
Deutscher Corporate Governance Kodex" mit nachfolgenden Ausnahmen entsprochen wurde
und auch künftig entsprochen wird:
1. Die D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat beinhaltete in der Vergangenheit keinen
Selbstbehalt im Sinne der Ziffer 3.8 des Kodex, da die Gesellschaft nicht der Auffassung
ist, dass das Engagement und die Verantwortung, mit der die Mitglieder des Aufsichtsrats
ihre Aufgaben wahrnehmen, durch die Vereinbarung eines Selbstbehalts verbessert werden.
Die für den Aufsichtsrat und Vorstand bestehende D&O-Versicherung wurde zum Ablauf
des Kalenderjahres 2009 beendet, womit dieser Empfehlung für die Gesellschaft künftig
keine Bedeutung mehr zukommt.
2. Der Vorstand der Gesellschaft hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher (Kodex Ziffer
4.2.1 Satz 1). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass dies der gleichberechtigten,
vertrauensvollen und engen Zusammenarbeit der beiden Vorstandsmitglieder am besten
gerecht wird.
3. Der Aufsichtsrat strebt bei der Zusammensetzung des Vorstands keine angemessene
Berücksichtigung von Frauen an (Kodex Fassung 2010 Ziffer 5.1.2 Absatz 1). Der Aufsichtsrat
ist der Auffassung, dass ausschließlich die fachliche Qualifikation und die Expertise
eines Kandidaten/einer Kandidatin für die Auswahl zum Mitglied des Vorstands der LUDWIG
BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier Aktiengesellschaft ausschlaggebend sein
sollen, nicht die Frage der Geschlechtszugehörigkeit.
4. Der Aufsichtsrat hat keinen Nominierungsausschuss gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3).
Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Erarbeitung von Wahlvorschlägen für
Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung in dem an Personen überschaubaren
sechsköpfigen Plenum erfolgen sollte.
5. Der Aufsichtsrat wird hinsichtlich der nach Ziff. 5.4.1 Abs. 2 Satz 1 (Kodexfassung
2010) zu benennenden Ziele für seine Zusammensetzung keine angemessene Beteiligung
von Frauen vorsehen (Ziff. 5.4.1 Abs. 2 Satz 2 Kodexfassung 2010). Für die Zusammensetzung
des Aufsichtsrats sollen nur die fachliche Qualifikation, die Expertise und ähnliche
Kriterien ausschlaggebend sein, nicht jedoch die Geschlechtszugehörigkeit.
6. Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte wurden vom Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss
vor der Veröffentlichung nicht mit dem Vorstand erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2 Satz
2). Aufsichtsrat und Vorstand sind auf der Grundlage der monatlichen Berichterstattung
ständig in engem Kontakt. Eine gesonderte Erörterung von Halbjahres- und Quartalsfinanzberichten
vor deren Veröffentlichung ist deshalb entbehrlich.
München, den 23. November 2010
| Der Vorstand: | Der Aufsichtsrat: |
| gez. Dieter Münch | gez. Dr. Joachim Hausser |
| gez. Oliver Haller | gez. Dr. Lutz Helmig |
|
|
gez. Gerhard Wöhrl |
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gez. Christian Greiner |
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|
gez. Gabriele Keitel |
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gez. Dorothee Neumüller |
Trotz der durch die Schuldenproblematik ausgelösten Turbulenzen in den Peripherieländern
Europas und der US-Rezessionsdebatte während der Sommermonate konnten die internationalen
Aktienmärkte ihren 2009 eingeschlagenen Erfolgskurs größtenteils fortsetzen.
So notierte der amerikanische Dow Jones Index 2010 mit einem Schlusskurs von 11.577
Punkten und legte damit im Vergleich zum Vorjahr um 11,0 % zu (Schlusskurs 2009: 10.428).
Auch die Handelsplätze der Schwellenländer haben die Erwartungen überwiegend erfüllt.
Der indische Aktienmarkt kletterte zum letzten Handelstag 2010 auf 20.509 Zähler und
damit um 17,4 % nach oben (Schlusskurs 2009: 17.464), der chinesische Hang Seng Index
in Hongkong notierte mit einem Schlusskurs von 23.035 und legte 5,3 % im Vergleich
zum Vorjahr zu (Schlusskurs 2009: 21.872).
Besonders hat sich jedoch der Deutsche Aktienindex DAX über den Erwartungen entwickelt.
Er verzeichnete mit einem Schlusskurs von 6.914 Punkten ein Plus von 16,1 % gegenüber
dem Vorjahr (Schlusskurs 2009: 5.957). Nach einem schwachen Jahresstart und einem
Sturz auf 5.433 Zähler am 5. Februar überwand der DAX im Dezember seit mehr als zweieinhalb
Jahren wieder einmal die psychologisch wichtige Marke von 7.000 Punkten. In der Spitze
stieg er am 21. Dezember auf fast 7.088 Zähler an. Vor allem Autowerte wie Volkswagen
und BMW waren gefragt während Versorgertitel wie E.on und REW mit einem klaren Minus
von mehr als 20 % zu Buche schlugen.
Noch besser als der DAX entwickelten sich die Nebenwerte. Der MDAX, der die Kursentwicklung
von Aktien mittelgroßer Unternehmen (Mid Caps) widerspiegelt stieg am letzten Handelstag
2010 auf 10.128 Punkte und wuchs auf Jahressicht um rund 35,0 % gegenüber dem Vorjahr
(Schlusskurs 2009: 7.507). Der deutsche Small Cap-Index SDAX ging bei 5.173 Zählern
aus dem Handel. Dies entspricht einem Zuwachs von 45,8 % gegenüber dem Vorjahr (Schlusskurs
2009: 3.549).
Der Prime Retail Index der Deutschen Börse, in dem die 22 größten Einzelhandelsunternehmen
Deutschlands und auch die wichtigsten Wettbewerber der LUDWIG BECK AG gelistet sind,
schloss das Jahr ebenfalls mit einem positiven Ergebnis ab. Der Index verzeichnete
einen Zuwachs um 28,2 % (Schlusskurs 2010: 367) gegenüber dem Vorjahr (Schlusskurs
2009: 286).
| ISIN | DE0005199905 |
| WKN | 519990 |
| Börsenkürzel | ECK |
| Branche | Einzelhandel |
| Zulassungssegment | Prime Standard |
| Anzahl der Aktien | 3.695.000 |
| Marktkapitalisierung zum Jahresende | 67,4 Mio. € |
| Handelsplätze | Frankfurt/M., Stuttgart, München, Düsseldorf, Berlin/Bremen, Hamburg, XETRA |
| Jahresendkurs | 18,24 € |
| Höchstkurs | 19,15 €(28. Dezember 2010) |
| Tiefstkurs | 11,80 €(14. Januar 2010) |
| Designated Sponsor | VISCARDI AG |

Das im Prime Standard gelistete Wertpapier verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr
einen klaren Wertzuwachs um 46,0 % im Vergleich zum Vorjahr und schloss 2010 im XETRA-Handel
mit einem Jahresendkurs von 18,24 € (Schlusskurs 2009: 12,50 €). Damit überflügelte
die LUDWIG BECK deutlich die Entwicklung von DAX und Prime Retail Index, die jeweils
um 16,1 % bzw. 28,2 % gegenüber dem Vorjahr zulegten.
Ihr Jahreshoch mit 19,15 € erreichte die LUDWIG BECK Aktie am 28. Dezember 2010, während
das Wertpapier am 14. Januar 2010 mit einem Kurs von 11,80 € auf seinen tiefsten Stand
fiel. Die Marktkapitalisierung der LUDWIG BECK AG betrug zum Ende Geschäftsjahres
2010 67,4 Mio. € (Vorjahr 46,2 Mio. €).
Das Ergebnis je Aktie wird mittels Division des LUDWIG BECK Konzernergebnisses durch
die durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr ausgegebenen Aktien ermittelt. Die
durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert und unverwässert) betrug im Jahr 2010 3,695
Mio. Stück (Vorjahr 3,695 Mio. Stück). Das Konzerngesamtergebnis belief sich im Geschäftsjahr
2010 auf 6,4 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €). Demnach beträgt das Ergebnis je Aktie 1,74
€ (Vorjahr 0,61 €). Daraus ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis zum Geschäftsjahresende
von 10,5 (Vorjahr 20,5).
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2010 | 2009 |
| Konzerngesamtergebnis | in Mio. € | 6,4 | 2,2 |
| Durchschnittliche Zahl der Aktien (verwässert und unverwässert) | in Mio. Stck. | 3,7 | 3,7 |
| Ergebnis je Aktie (verwässert und unverwässert) | in € | 1,74 | 0,61 |
Die LUDWIG BECK AG ist seit Jahren eine profitable Gesellschaft, die eine nachhaltige
Dividendenpolitik verfolgt. Vor dem Hintergrund der Ergebnisentwicklung im Jahre 2010
und einer gewollten Stärkung des Eigenkapitals haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen,
der Hauptversammlung am 12. Mai 2011 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,35
€ je Aktie vorzuschlagen. Der Restbetrag soll in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt
werden. Die Dividendenrendite für das Wertpapier beträgt somit 1,9 %.
| Dividenden-Ausschüttung |
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2010 | 2009 | 2008 |
| Dividende je Aktie | in € | 0,35 | 0,35 | 0,30 |
| Dividendenrendite | in % | 1,9 | 2,8 | 3,3 |
| Ausschüttungssumme | in Mio. € | 1,3 | 1,3 | 1,1 |
Die Aktionärsstruktur der LUDWIG BECK-Aktie wird jährlich analysiert. Eine Aktionärsstrukturuntersuchung
besteht grundsätzlich aus einer Depotbankenbefragung, in der anhand der Vorgaben des
Bundesverbandes Deutscher Banken die soziologische Schichtung der Aktionäre ermittelt
wird. Die Ergebnisse liefern ein in der Regel aktuelles Bild über die Zusammensetzung
der Aktionärsstruktur.
Die im Auftrag der LUDWIG BECK AG durchgeführte Studie wurde auf Basis von 3,6 Millionen
Rückmeldungen am 30. September 2010 durchgeführt. Dies entspricht einer Teilnahme
von rund 97,0 %.
Die Aktionärsstruktur setzt sich wie folgt zusammen:
Die INTRO Verwaltungs GmbH war zum Stichtag 30. September 2010 mit einem Anteil von
70,2 % größter Einzelaktionär. Die GVC Gesellschaft für Venture Capital Beteiligungen
mbH verfügte über 4,0 % der Anteile. Die Ost-West Beteiligungs- und Grundstücksverwaltungs
AG war mit 5,0 % und die Rheintex Verwaltungs AG mit 3,0 % an LUDWIG BECK beteiligt.
17,8 % der Aktien befanden sich im Streubesitz.
Am 23. Dezember 2010 meldete die INTRO Verwaltungs GmbH am 22. Dezember 2010 die Schwelle
von 50 % an der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AG unterschritten
zu haben und nun noch über insgesamt 1.817.605 Anteile oder 49,19 % an dem Unternehmen
zu halten. Gleichzeitig meldete die Hans Rudolf Wöhrl Verwaltungs GmbH die Meldeschwelle
von 20 % überschritten zu haben und nun insgesamt 775.000 Anteile an der LUDWIG BECK
AG zu halten (dies entspricht einem Anteil von 20,97 %).
Demnach ergibt sich zum 31. Dezember 2010 folgende Aktionärsstruktur:

Der intensive und offene Austausch mit Investoren, Analysten und Wirtschaftsmedien
ist für die LUDWIG BECK AG mehr als nur reine Pflichterfüllung eines im Prime Standard
gelisteten Unternehmens. Das Unternehmen hat sich den Prinzipien der "Fair Disclosure"
verpflichtet: Aktualität, Kontinuität, Glaubwürdigkeit und Gleichbehandlung. So verfolgt
die Investor Relations-Arbeit der LUDWIG BECK AG einen langfristigen Dialog mit den
Kapitalmarktteilnehmern, mit dem Ziel, den Marktteilnehmern eine faire Einschätzung
der Unternehmenssituation zu ermöglichen.
Die Hauptversammlung gehört in diesem Zusammenhang zu einer der wichtigsten Veranstaltungen
eines börsennotierten Unternehmens, da sie Gelegenheit bietet, mit den Aktionären
persönlich in Kontakt zu treten. Im Berichtsjahr hatte die LUDWIG BECK AG am 11. Mai
2010 zu ihrer jährlichen Hauptversammlung nach München eingeladen. Die hohe Teilnehmerzahl
von rund 500 Aktionäre und Aktionärsvertreter war erneut ein Beleg für die große Verbundenheit
der Aktionäre zu ihrem Investment. Vom Grundkapital waren ca. 87 % und damit über
3.200.000 Stimmen vertreten. Dem Vorschlag des Vorstands und des Aufsichtsrats, eine
Dividende in Höhe von 0,35 € je Aktie auszuschütten, haben die Aktionäre einstimmig
zugestimmt. Auch bei der Abstimmung der weiteren Tagesordnungspunkte folgten die Aktionäre
jeweils mit großer Mehrheit den Vorschlägen der Verwaltung.
Neben der Hauptversammlung nutzt die LUDWIG BECK AG Analysten- und Bilanzpressekonferenzen,
um in einen regen Austausch mit den jeweiligen Interessengruppen zu treten. Wie jedes
Jahr erläuterte der Vorstand der Gesellschaft auf der Bilanzpressekonferenz in München
und der Analystenkonferenz in Frankfurt die Ergebnisse des abgelaufenen Geschäftsjahres
und gab eine Einschätzung der zu erwartenden Entwicklung. In verschiedenen Einzelgesprächen
mit Anlegern, Analysten und Medienvertretern konnte der Vorstand der LUDWIG BECK AG
noch intensiver auf Detailfragen eingehen. Die überaus gute Geschäftsentwicklung des
Geschäftsjahres 2010 spiegelte sich auch im Interesse verschiedener renommierter Tageszeitungen
und Wochenzeitschriften wie beispielsweise Focus Money oder Süddeutsche Zeitung wider,
die über das Investment LUDWIG BECK berichteten.
Die Entwicklung der LUDWIG BECK Aktie wird auch von einer Reihe namhafter Researchhäuser
in Anlageempfehlungen kommentiert. Diese Berichte werden von LUDWIG BECK als zusätzlicher
Service per Online-Newsletter versandt und sind gleichzeitig auf der LUDWIG BECK Webseite
www.ludwigbeck.de unter Investor Relations/Finanzpublikationen/Research & Medienberichte
einsehbar.
Insgesamt gewinnt das Internet stetig an Bedeutung für die Kommunikation mit Investoren,
Aktionären und Interessierten. Um alle Aktionäre zeitgleich mit den wichtigsten Unternehmensmeldungen
versorgen zu können, bietet LUDWIG BECK auf seiner Unternehmenswebseite aktuelle Finanzberichte,
Unternehmenspräsentationen, Pressemitteilungen, den aktuellen Finanzkalender sowie
aktuelle Kursinformationen und Kennzahlen an. Die Seite bietet ebenfalls ausführliche
Informationen zur Corporate Governance und der Hauptversammlung. Im Rahmen des Relaunch
der Unternehmenswebseite, der besonders auf die Neugestaltung des "Kaufhaus der Sinne"-Bereichs
zielte, wurden auch im Bereich Investor Relations einige neue Funktionen installiert.
Dazu gehört beispielsweise ein Bestellservice für Finanzberichte sowie ein Erinnerungsservice,
um interessierten Aktionären die Informationsbeschaffung zu erleichtern. Neben der
deutschsprachigen Unternehmenswebseite stehen zusätzlich wie gewohnt alle Investor
Relations-Inhalte auch für ausländische Interessenten in englischer Sprache unter
www.ludwigbeck.com zur Verfügung.
Im Sinne einer zielgerichteten, kontinuierlichen und systematischen Kontaktpflege
mit der Financial Community werden die Investor Relations Aktivitäten bei LUDWIG BECK
auch in Zukunft einen hohen Stellenwert einnehmen.
Den Finanzkalender des Jahres 2011 finden Sie auf S. 116 dieses Geschäftsberichts
oder auf der LUDWIG BECK Webseite im Bereich Corporate Events/Finanzkalender.
LUDWIG BECK Investor Relations
esVedra Consulting GmbH
Tel. +49. 89. 28 80 81 33
Fax +49. 89. 28 80 81 49
info@esvedragroup.com
Jedes begehrte Designerlabel hat sein eigenes Geheimnis. Denn wo Sehnsüchte, ästhetisches
Gefühl, Prestigedenken und Markentreue geweckt werden, reichen konventionelle Erklärungen
des Verkaufserfolgs einfach nicht aus. Wie viel mehr Magie muss da aber in einem Ort
stecken, der die gefragtesten Labels der Welt unter einem Dach vereint und seit vielen
Jahrzehnten wie ein Magnet Kunden anzieht -in einer Marke, die weit über die Stadtgrenzen
Münchens hinaus einen so dauerhaften guten Ruf erworben hat wie LUDWIG BECK!
Sicher, man könnte in der Sprache des Marketings von unserem stabilen, klar positionierten
und sauber gepflegten Markenkern reden, von Einzigartigkeit und gewachsener Größe.
Aber so sachlich allein sehen wir unseren Erfolg nicht. Weil auch unsere Kunden nicht
so sachlich und streng rational zu uns kommen. Sie suchen bei LUDWIG BECK nämlich
etwas, wonach sich immer mehr Menschen sehnen: Sinnlichkeit, Träume, Phantasie, Leidenschaft,
Schönheit, das Individuelle, ganz Besondere. Und sie wissen, dass sie es in dieser
Vielfalt, diesem Facettenreichtum und in unserer fast sprichwörtlichen Verkaufskultur
so nur bei uns finden.
LUDWIG BECK verkauft Emotionen in edlen Materialien, Schnitten und Farben. Wer eines
unserer Produkte in die Hand nimmt, erfährt gleichzeitig einen einzigartigen Mehrwert
an Gefühl. Und wir freuen uns, wenn unsere Kunden - Saison für Saison - immer wieder
aufs Neue von der Beck-Magie angezogen werden.
| 1861 |
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Der Knopfmacher und Posamentenmeister LUDWIG BECK eröffnet im väterlichen Anwesen eine Werkstatt mit vier Gesellen und einem Lehrling sowie einen Laden mit zwei Verkäuferinnen und einem Lehrmädchen. |
| 1874 |
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Es geht rapide aufwärts. Gebäude in der Nachbarschaft werden gekauft und die Geschäftsräume vergrößert. |
| 1876 |
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Wenn der "Kini" ruft, dann gibt es für ein aufstrebendes Münchener Unternehmen kein Halten. LUDWIG BECK beliefert die Märchenschlösser Ludwigs II. mit Gold- und Silberposamenten und erhält dafür den Titel "Königlich Bayerischer Hofposamentier". |
| 1892 |
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Erweiterung der Angebotspalette: Zu Knöpfen, Kurzwaren, Posamenten, Bändern und Spitzen werden Seidenstoffe, Weißwaren und Modewaren aufgenommen. |
| 1921 |
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Zum 60-jährigen Jubiläum arbeiten bereits 61 Mitarbeiter für LUDWIG BECK - 44 Angestellte im kaufmännischen Bereich und 17 Werkleute im technischen Bereich. |
| 1938 |
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Die Posamentenwerkstatt "LUDWIG BECK Posamentier" wird an den Textilkaufmann Gustl Feldmeier verkauft. Der firmiert das Unternehmen in "LUDWIG BECK am Rathauseck" um. Mittlerweile beschäftigt das Unternehmen 138 Angestellte. |
| 1945 |
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Das Geschäftshaus wird im Krieg völlig zerstört. |
| 1948 |
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Ein neuer Anlauf mit Erfolg: Die Firmen "LUDWIG BECK am Rathauseck" und "Textilhaus Feldmeier und Sohn" fusionieren zur "LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier KG". Die Geschäftsräume werden zum Teil wieder aufgebaut. |
| 1953 |
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Das Unternehmen beschäftigt nun 409 Mitarbeiter, der Jahresumsatz beläuft sich auf 12,4 Mio. DM. |
| 1954 |
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Die Zeit des Wirtschaftswunders. Gustl Feldmeier erwirbt das heutige Stammhaus am Marienplatz und vollzieht für LUDWIG BECK den wichtigsten Schritt in der bisherigen Unternehmensgeschichte. Das Kaufhaus wird entscheidend vergrößert und zu einer echten Münchener Institution ausgebaut. |
| 1965 bis 1968 | |
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Das Stammhaus wird von Grund auf umgestaltet und modernisiert. Die Verkaufsflächen werden erweitert. |
| 1971 |
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Der Aufschwung findet manchmal ganz unten statt: LUDWIG BECK eröffnet das Tiefgeschoss am Marienplatz. Nun kann man direkt von S- oder U-Bahn kommend einkaufen. |
| 1972 |
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Es ist eine Boom-Zeit für den Einzelhandel. Die erste Filiale in einem Einkaufscenter wird eröffnet: pünktlich zu den Olympischen Spielen im Münchener Olympiaeinkaufszentrum. |
| 1974 |
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Unter Mitwirkung zahlreicher Kunsthandwerker und Künstler präsentiert LUDWIG BECK am Marienplatz das erste "Weihnachtshaus", das über 30 Jahre lang nicht vom Münchener Advent wegzudenken sein wird. |
| 1978 |
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LUDWIG BECK als Pionier: Für die mittlerweile 840 Voll- und Teilzeitbeschäftigten wird die individuelle Arbeitszeit (IAZ) eingeführt. |
| 1986 |
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125 Jahre Beck! Das Modeunternehmen erzielt einen Jahresumsatz von 132 Mio. DM und beschäftigt 860 Mitarbeiter. Das Jubiläumsjahr wird gebührend mit den Kunden gefeiert. |
| 1988 und 1989 | |
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Die bis heute erfolgreiche Abteilung für klassische Musik wird eröffnet und erreicht in kürzester Zeit über Münchens Stadtgrenzen hinaus große Bekanntheit. LUDWIG BECK erweitert mit "jazz is beck" seine Musikabteilung und wird zur Nr. 1 in München. |
| 1990 |
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Die Zeitschrift Petra stellt in ihrem Novemberheft "Die schönsten Kaufhäuser der Welt" vor. In einer Reihe mit Harrods, Galeries Lafayette, GUM und Bloomingdales gehört dazu als einziges deutsches Kaufhaus LUDWIG BECK am Rathauseck. |
| 1992 |
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Ein ganz besonderes Jahr: LUDWIG BECK wird Aktiengesellschaft, das Stammhaus am Marienplatz positioniert sich mit Hilfe eines Markenrelaunches neu als "Kaufhaus der Sinne". |
| 1998 |
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LUDWIG BECK geht an die Börse. Der Emissionspreis liegt mit 34,00 DM am oberen Ende der Bookbuildingspanne, die Aktien sind bei Zeichnungsschluss rund zehnfach überzeichnet. |
| 2001 |
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LUDWIG BECK gründet die LUDWIG BECK Beteiligungs GmbH und beteiligt sich mehrheitlich an der Immobilie am Marienplatz. |
| 2007 |
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LUDWIG BECK in neuem Glanz: Mit dem groß angelegten Umbau des Stammhauses gibt sich das Unternehmen ein frisches Gesicht und eine Fassadenneugestaltung, gewinnt noch mehr an Profil und packt eine Investitionsoffensive an. |
| 2008 |
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Mit dem Umbau der 5. Etage in eine neue, exklusive Musikwelt ist die großzügig konzipierte Renaissance des Stammhauses weiter vorangeschritten. Das Flaggschiff präsentiert sich in allen baulichen Details so hochwertig wie sein Angebot. Für die neue Musikabteilung erhält LUDWIG BECK den ECHO Klassik Sonderpreis. Ende Dezember gründet LUDWIG BECK die LUDWIG BECK Grundbesitz Haar GmbH als 100-%ige Tochtergesellschaft der LUDWIG BECK AG und erwirbt das Grundstück in Haar bei München, auf dem sich das Logistikzentrum befindet. |
| 2009 |
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LUDWIG BECK präsentiert die 3. Etage im Kaufhaus der Sinne mit neu gestalteter und erweiterter Fläche für Designermode und Abendmode. Die neue Musikabteilung belegt außerdem den 1. Platz beim "Retail Renovation Award" des renommierten US-Magazins VM/SD. Die Anteilsverhältnisse an der LUDWIG BECK AG verändern sich, und die INTRO-Verwaltungs GmbH ist neue Großaktionärin. |
| 2010 |
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Die komplett neu gestaltete Designermodeabteilung in der 3. Etage zeigt sich im gleichen hochwertigen architektonischen Raumkonzept wie die Abendmodeabteilung. Auch 2010 ist das Jahr der Auszeichnungen: LUDWIG BECK wird in diesem Jahr mit dem Fassadenpreis der Stadt München ausgezeichnet. Für die Musikabteilung erhält LUDWIG BECK im April den ECHO Jazz als Händler des Jahres. Zudem wird LUDWIG BECK mit dem Preis "Sterne der Wäsche" der Zeitschrift SOUS für die Abteilung Lingerie & Dessous geehrt. Die Ergebnisse des Rekordjahres 2009 können noch übertroffen werden. Der Konzern beendet das Jahr mit einem filialbereinigten Umsatzplus von 5,3 % und einer Steigerung des EBT um 55,2 % auf 9,9 Mio. €. |
Die LUDWIG BECK AG verfolgt eine klare Strategie: Seit nunmehr rund sieben Jahren
unterziehen wir unser Sortiment einer umfassenden und methodischen Aufwertung hin
zu einem exklusiven Angebot von hochwertigen Premiumprodukten. Durch dieses Trading
Up haben wir die Marke LUDWIG BECK in unserem Segment zu einem dauerhaften Erfolg
geführt. Wir werden diesen Weg deshalb mit all unserem Sachverstand und unserer großen
Erfahrung im modischen Einzelhandel kontinuierlich fortsetzen.
Trading Up bedarf der Pflege, der Voraussicht und Feinjustierung. Gerade im hochpreisigen
Umfeld wirken viele Faktoren auf die Käuferentscheidung für oder gegen ein Label.
Man kann unser Sortiment vielleicht mit einem Wertpapier-Portfolio vergleichen, das
Blue Chips enthält, aber auch gern mal auf noch unbekannte Namen setzt, die großes
Wachstumspotenzial versprechen. Neben bedeutenden Kernmarken, die weltweit akzeptiert
sind, versuchen wir immer wieder, unserem Sortiment neue Dynamik zu geben.
Unsere strategische Orientierung geht einher mit beeindruckenden Produktpräsentation
und einer qualitativ anspruchsvollen Verkaufsatmosphäre. Das behutsame Eingehen auf
die Wünsche einer kaufkräftigen, aber sensiblen Kundschaft und der einzigartige Standortvorteil
im Herzen Münchens bürgen für eine anhaltende Erfolgsserie im Zeichen des Trading
Up.
Das Stammhaus von LUDWIG BECK befindet sich am Rathauseck des Münchner Marienplatzes.
Eine Spitzenlage, wie sie wohl jeder Einzelhändler der Welt gerne hätte. Inmitten
einer malerischen Kulisse bedienen wir hier Kunden aus einem Einzugsgebiet mit 2,7
Millionen Menschen. Aber auch rund fünf Millionen Touristen kennen uns nicht nur von
der Postkarte, sondern als Besucher, die am Marienplatz vom einzigartigen historischen
Flair und der besonderen Atmosphäre begeistert sind.
Auf den sieben Etagen des Stammhauses mit seinen insgesamt ca. 11.500 qm Verkaufsfläche
erwirtschaften unsere rund 500 Mitarbeiter etwa 90 % des Konzernumsatzes. Ein weiteres
Ziel für exklusive Kundenwünsche im Bereich Schönheit und Kosmetik bieten wir wenige
Gehminuten entfernt mit unserer HAUTNAH Filiale in den FÜNF HÖFEN.
Im Umsatzranking der großen Einzelhandelskaufhäuser Europas belegt das Stammhaus von
LUDWIG BECK Jahr um Jahr einen der vorderen Plätze. Was für uns eine gute Tradition
hat, ist dennoch keine Selbstverständlichkeit. Solche ausgezeichneten Zahlen erreichen
wir über alle Wechselfälle der Weltwirtschaft, im Kaufverhalten und der lokalpolitischen
Großwetterlage nur mit hochwertigen Angeboten und einer Beratungsqualität, die seit
langer Zeit zu einer hohen Treue unter unseren Kunden geführt hat.
Wir bedienen eine attraktive Käuferschicht, die auch von unseren Wettbewerbern fleißig
umworben wird, jedoch bei LUDWIG BECK besonders gern ein und aus geht. Sie ist vorrangig
weiblich, zwischen 29 und 59 Jahren alt, lifestyleorientiert, konsumfreudig, markenbewusst
und kaufkräftig.
In unserem Sortiment ist vieles zu finden, nur nicht das Gewöhnliche. Wir bieten ein
immer wieder neu überprüftes und aufgefächertes Markenspektrum mit großen Modelabels,
aber auch aufstrebenden Marken junger Trend-Designer. Dies gilt auch für Kosmetik
- und Lifestyleprodukte sowie modische Accessoires - nicht zuletzt das immense Angebot
an Klassik- und Jazz-Musik in unserer Musikabteilung.
Unsere Verkäufer haben die Marke LUDWIG BECK so sehr selbst verwirklicht, dass sie
die Partner ihrer Kunden sind, ihre Stilberater und Markenspezialisten. Sie wissen,
dass sie sich die Zeit und das Vertrauen ihrer Kunden nur mit einer Leidenschaft verdienen,
die anderswo im sonst hektischen Einzelhandel sehr selten geworden ist.
Es beginnt bei unserer Schaufenstergestaltung: Kaum ein Münchner wird sich nicht an
die lustvoll-unverwechselbar inszenierten Markenwelten erinnern, wie sie typisch für
LUDWIG BECK sind. So kreativ und reich an visuellen Effekten präsentieren wir sie
auch auf jedem Quadratmeter des Stammhauses.
Damit einher gehen gut ineinander verzahnte Kommunikationsaktivitäten, mit der die
besonderen Leistungsfacetten von LUDWIG BECK einer breiten Öffentlichkeit präsentiert
werden. Neben aufmerksamkeitsstarken Werbekampagnen in Print- und Außenwerbung, werden
beispielsweise in dem zweimal jährlich erscheinenden Mode- und Lifestylemagazin "LUDWIG"
zu Beginn jeder Modesaison die aktuellen Trends und Impulse vorgestellt. Um den Kunden
auch virtuell einen umfassenden Streifzug durch das "Kaufhaus der Sinne" bieten zu
können, erfuhr die Unternehmenswebseite unter www.ludwigbeck.de einen kompletten Relaunch
und lädt dazu ein, die Markenvielfalt, den einzigartigen Sortimentsmix und die Serviceleistungen
von LUDWIG BECK zu entdecken. Als Münchner Institution ist LUDWIG BECK stets bestrebt,
in einem engen, partnerschaftlichen Kontakt zu den Medien zu stehen. Unsere Pressemitteilungen,
Hintergrundgespräche und ein offener Dialog sichern die Präsenz des Unternehmens in
den relevanten Publikationen.
Die Herrenmoden im Untergeschoss bieten auf beachtlichen 1.000 qm Fläche alles, was
man(n) braucht, um gut gekleidet durch Business, Freizeit und Kultur zu gehen. Versierte
Berater, die wissen, worauf es ankommt, führen den Kunden durch eine hochklassige
Markenwelt rund um Joop, René Lézard oder Cinque, kombiniert mit sportivem Chic von
Drykorn, Napapijri, Marc O'Polo oder Polo Ralph Lauren.
Ein modisches Universum an Handtaschen, Portemonnaies, Gürteln, Hüten, Schals und
Handschuhen öffnet sich in der Abteilung Lederwaren & Accessoires. Auf großzügigen
400 qm finden sich Labels wie Furla, Mulberry, Longchamp, DKNY, Liebeskind, David
& Scotti, und Accessoires von Etro, Kenzo, UGG, Missoni, Mühlbauer, Röckl u.v.m. -
welche Frau kann da ernsthaft nein sagen?
Drei große Marken sorgen für Aufsehen: Im Thomas Sabo Charm Shop und im Shop Thomas
Sabo Sterling Silver Collection glitzern Ketten, Anhängern und Accessoires aus Sterling
Silber - und die begehrten Charms. Designerbrillen von Prada, Calvin Klein, Tom Ford,
Dolce & Gabbana, Dior oder Miu Miu gibt es bei Freudenhaus Eyewear - und der Porsche
Design Shop präsentiert ausgewählte Designobjekte aus einer edlen Lifestylewelt.
Unsere HAUTHNAH Abteilung lockt auf 700 qm mit einschmeichelnden Duftessenzen, pflegenden
Lotions und Makes-ups aus den Trendmetropolen der Welt. Zum Wohlfühl-Arrangement gehören
exklusive Produkte von Intelligent Nutrients, 3Lab, Kiehl's, REN, Amala, Elemental
Herbology, Laura Mercier, Koh, Ellis Faas, Bois, Byredo, Kilian, Profvmvm Roma, Soud,
Jo Malone, Welton -viele von ihnen sind in Deutschland nur bei LUDWIG BECK zu bekommen.
Münchens bestsortiertes Strumpfhaus hat einfach alles: von Seide bis Wolle, von Leggings
über praktische Strumpfhosen bis zum lasziven Straps und von der Kindersocke bis zum
Trachtenstrumpf -aus den Häusern Falke, Burlington, Hudson, Fogal oder Wolford. Besser
kann es ein Kinder-, Herren- oder Damenbein nicht treffen!
Direkt neben der Strumpfabteilung locken die Köstlichkeiten aus Schokolade des Düsseldorfer
Traditionskonditors Heinemann.
Ein Hauch Nostalgie weht durch Geknöpft & zugenäht. Unser Kurzwarengeschäft wahrt
die Tradition unseres Hauses, das aus einer Posamenten- und Knopfmacherwerkstatt hervorging.
Hier gibt es auch heute noch alles an Knöpfen, Garnen, Bordüren, Bändern, Spitzen,
Kordeln und anderen Näh- und Strickutensilien, was man sich nur vorstellen kann. Denn
wer sagt, dass man gute Mode auch im 21. Jahrhundert nicht selber machen kann?
Die Boutique von AGENT PROVOCATEUR ist eine der größten weltweit. Paris Hilton, Amy
Winehouse oder Victoria Beckham schwören auf die englische Kultmarke, die mit frechen
Dessous, Corsagen und vielen neckischen Accessoires für Aufregung sorgt.
Unsere Abteilung Modern Woman steht für Trends und modische Innovationen, für etablierte
Marken und neue Labels, etwa von Paul & Joe Sister, Max Mara Weekend, Drykorn, Closed,
Day Birger et Mikkelsen, Bruuns Bazaar und Patrizia Pepe. Hier werden Trends aus der
Taufe gehoben, internationale Marken präsentiert und die Aktualität von Kollektionen
ständig neu definiert.
Die Abteilung Lingerie & Dessous wurde von der Zeitschrift SOUS nach 2006 im Jahr
2010 erneut mit dem "Stern der Wäsche" prämiert. Kein Wunder: Was hier an aufregenden
Dessous bereitgehalten wird, bedient wohl jeden Gusto hinsichtlich feiner Stoffe,
raffinierter Schnitte und eleganter Farben. Die Augenfreude stammt von so namhaften
Marken wie La Perla, Malizia, Myla, Eres, Elle MacPherson, Chanteile, Princesse Tarn
Tarn oder Spanx.
Kuschliges für kühle Zeiten und warme Herzen gibt es bei Strick & Shirts. Die ausgesuchten
Kreationen sind von hervorragender Baumwollqualität oder aus Cashmere. Sie schmiegen
sich als Polohemden, Cardigans und seidenweiche Pullover an die Haut und tragen Markennamen
wie Marc O'Polo, GC Fontana, Qui Moments, Lacoste, Mandala oder die unserer Eigenmarken
CLASSICS by LUDWIG BECK und BECK MUNICH Cashmere.
Taillen- oder Marlenehosen, Slimpants oder Jeans im Boyfriend-Style -die perfekte
Hose zu finden ist nicht immer einfach. Dank einer großen Auswahl, die von lässigen
Jeans von Closed, eleganten Businesshosen von Cambio bis hin zu sportiven Styles von
Brax oder Mac reicht, bietet unsere Hosenabteilung für jeden Anlass das passende Beinkleid.
Qualitätsfashion bekannter Marken schließt natürlich die Kindermode mit ein. Polo
Ralph Lauren, Marc O'Polo, Tommy Hilfiger oder Burberry haben sich eine Menge einfallen
lassen, um auch der kleinen Kundschaft Spannendes zum Anziehen und Rumtoben zu bieten.
Wenn dann die lieben Kleinen beim vielen Probieren doch mal ungeduldig werden, wartet
eine liebevoll ausgestattete Spieleecke auf sie.
Ein ganz besonderes Briefpapier? Der Kalender, den nicht jeder hat? Die handgefertigte
Schachtel? Dekopapier zum Basteln? Oder eines von 1.500 verfügbaren Postkartenmotiven?
In der Papeterie findet man all das und noch ein bisschen mehr -zum Beispiel den Shop
des Süddeutsche Zeitung Magazins mit vielen Accessoires aus dem Lifestylebereich.
Eine Auswahl der beliebtesten Papeterie-Marken: Semikolon, Moleskine, Filofax oder
Samova Tea.
Paris - Mailand - London - New York ... oder einfach die Designermode bei LUDWIG BECK.
Mit rund 40 internationalen Designerlabels, zu denen beispielsweise René Lézard, Sf.
Emile, Strenesse, Akris punto, Rene Lézard, Max Mara, Laurel oder Polo Ralph Lauren
gehören, verwandelt sich das "Kaufhaus der Sinne" in einen Laufsteg der weltweiten
Highfashion-Trends. Zeitgemäßer Edellook im entspannt-gehobenen Ambiente - und kein
noch so anspruchsvoller Wunsch bleibt offen.
Ob die nächste Cocktailparty ein Erfolg wird, kann eines der Premiumkleider aus unserer
Abendmode entscheiden. Und auch der Auftritt auf dem nächsten Galaempfang oder der
Opernbesuch wird zum Hingucker, wenn Top-Designer wie Anna von Griesheim, Barbara
Schwarzer, Vera Mont, Max Mara Pianoforte oder Talbot Runhof ihre Kreationen beisteuern.
Samoon, Marina Rinaldi, Sallie Sahne machen vor, dass verschwenderische weibliche
Formensprache und Trend-Fashion sehr wohl füreinander geschaffen sind -nämlich in
unserer Abteilung für Große Größen.
Sie heißen Blauer, Nudie Jeans, Superdry, Rieh & Royal, Elvis & Jesus oder Scotch
& Soda -die jungen experimentierfreudigen Labels unserer Abteilung für Young Fashion.
Hier werden gerne mal modische Konventionen gebrochen und klassische Stilelemene in
Rente geschickt. Gerade die junge Zielgruppe fühlt sich deshalb in der 4. Etage zu
Hause.
Jedes Jahr im Februar beginnt bei LUDWIG BECK die Bademoden-Saison. Die Bikinis, Badehosen,
luftigen Sommerhüte und Strand-Accessoires aus den neuen Kollektionen von DKNY, La
Perla, Fürstenberg, Maryan Mehlhorn, Rasurel, Roidal, Princesse Tarn Tarn, D&G und
Spanx können es gar nicht erwarten, die ersten heißen Open-air-Tage zu erleben.
Wärmendes von Max Mara, Rene Lezard, Allegri, Bogner, Cinque, Gil Bret oder Fuchs
& Schmitt findet man bei Jacken & Mäntel -als klassische Wollkreation, Steppjacke
oder als zeitlos-lässiger Parka. Das Sortiment wird jedes Jahr im Oktober, wenn es
draußen langsam kälter wird, stark erweitert.
Bereits Anfang März öffnet die Trachtenabteilung bei LUDWIG BECK: Hier finden Münchner
und Zugereiste das fesche Dirndl, die knackige Lederhose, Trachtenhemden und Tücher
für ihren Besuch auf dem Wald- und Wiesenfest, der trachtigen Hochzeiten oder dem
Höhepunkt aller Trachtenfeste, dem Oktoberfest.
Ab Oktober verwandelt der Weihnachtsmarkt die 4. Etage in einen verschneiten Märchenwald:
Liebhaber finden hier außergewöhnlichen Christbaumschmuck und Weihnachtsdekoration
in unterschiedlichsten Stilrichtungen von rustikal mit viel Holz über bunt im Candy-Stil
bis hin zu edlen Mund geblasenen und per Hand dekorierten Kugeln aus hochfeinem Glas.
Die Weihnachts-Papeterie nebenan inspiriert mit einer Auswahl an Karten und Geschenkverpackungen,
die es in München kein zweites Mal gibt.
Klassik, Jazz, Weltmusik auf rund 150.000 verfügbaren CDs -das gibt es in ganz Europa
so nur bei LUDWIG BECK. Und sogar die seltensten Aufnahmen oder Interpretationen werden
von den ausgewiesenen Musikkennern des Verkaufsteams im Nu dem staunenden Musikfreund
ausgehändigt -so er sich nicht selbst den Spaß machen möchte, in der Fülle des Angebots
nach Herzenslust zu stöbern und/oder an den komfortablen Audiostationen rein zuhören.
Unsere Musikabteilung ist auch berühmt für ihre Starauftritte und Signierstunden:
2010 erhielt die Violinistin Arabella Steinbacher auf unserer Musikbühne den ECHO
Klassik Preis. Bei LUDWIG BECK spielten oder signierten 2010 aber auch Olga Scheps,
Joanna Michna, Thomas Hampson, Jonas Kaufmann, Quadro Nuveo, Ragna Schirmer, Wolfgang
Haffner Trio, Fredrika Stahl, Simone Kermes u.v.m.
Im "Kaufhaus der Sinne" am Marienplatz findet das Kerngeschäft der LUDWIG BECK AG
statt. Entsprechend der Trading Up-Strategie bieten wir hier unseren Kunden ein hochwertiges
Sortiment, das uns traditionell die meisten Erträge sichert. Neben dem Stammhaus bedienen
wir anspruchsvolle Kundenwünsche auch in unserer HAUTNAH Dépendance in den FÜNF HÖFEN
-einem weiteren exklusiven Standort in München nur wenige Gehminuten vom Marienplatz
entfernt.
Im OEZ München unterhalten wir einen Monolabel-Store der international erfolgreichen
Marke ESPRIT. Er verhilft uns in einem Segment zu wichtigen Marktanteilen, das der
Konzern sonst nicht abdeckt -getragen von den Vorzügen eines vertikalen Vertriebs.
Das Jahr 2010 war das Jahr nach dem liefen Einbruch infolge der globalen Finanzkrise
und war geprägt von einer starken Expansion der Weltwirtschaft. Das Jahr lässt sich
am besten mit dem Buchstaben "V" beschreiben. Nach dem Absturz 2009 kannten die Diagramme
vielerorts nur eine Richtung -nach oben. Dem Rückgang im Jahr 2009 um 0,9 % folgte
ein kräftiger Anstieg des globalen Bruttoinlandsprodukts, der sich für das Gesamtjahr
nach Berechnungen des Instituts für Weltwirtschaft an der Universität Kiel (IfW) auf
4,8 % belaufen dürfte.
So wurde 2010 zum Jahr der Entwarnung und der Zuversicht, dass sich die Weltwirtschaft
von der Finanzkrise schneller erhole als erwartet. Dabei entwickelten sich die Volkswirtschaften
sehr unterschiedlich. Das IfW beobachtete, dass vor allem die Schwellenländer wieder
zu ihrem Vorkrisenwachstum zurück gefunden hatten, während die Produktion in den Industrieländern
nach wie vor unter ihrem Vorkrisenniveau liege. Als das größte Sorgenkind betrachtet
der Bundesverband deutscher Banken die USA.
Auch die Folgen der Krise dauerten weiter an: In Form von Staatsfinanzen, die unter
den enormen Kosten der Krise schwer zu leiden hatten. Griechenland und Irland - die
die Hilfe des Euro-Rettungsschirms in Anspruch nehmen mussten - machten deutlich,
dass Rückschläge jederzeit weiter möglich scheinen. Im Gegensatz zu 2008 konnte der
große Kollaps jedoch abgewendet werden.
Die Wirtschaftslage im Euroraum hat sich laut Herbstprognose der Europäischen Kommission
im Jahr 2010 ebenfalls spürbar erholt. Das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts (BIP)
habe eine erfreuliche und über den Erwartungen liegende Entwicklung genommen. Darüber
hinaus scheine die Erholung immer mehr Länder zu erfassen. Jedoch sei es nicht allen
EU-Ländern gleich gut oder schnell gelungen, sich von der Rezession zu erholen. Die
Ursachen hierfür werden in den unterschiedlichen Herausforderungen gesehen, die die
einzelnen Volkswirtschaften bewältigen mussten (etwa einen starken Fall der Häuserpreise,
Umstrukturierung mehrerer Branchen) und in der ständigen Verschiebung der Gewichte
innerhalb der EU und dem Euroraum. Insgesamt gehe die Kommission für 2010 von einem
Anstieg des realen BIP um 1,7 % aus.
Nachdem Deutschland im Vorjahr noch die stärkste Rezession der Nachkriegszeit erlebt
hatte und das preisbereinigte BIP um -4,7 % eingebrochen war, hat sich die deutsche
Wirtschaft 2010 von der Krise wieder kräftig erholt. Das Statistische Bundesamt hat
berechnet, dass das preisbereinigte BIP mit einem Plus von 3,6 % so stark stieg wie
seit der Wiedervereinigung nicht mehr.
Bemerkenswert im Jahr 2010 sei gewesen, dass die Wachstumsimpulse nicht nur vom Außenhandel,
sondern auch aus dem Inland kamen. Neben Ausrüstungen und Bauinvestitionen konnten
auch die Konsumausgaben gesteigert werden: Preisbereinigt seien die privaten Konsumausgaben
um 0,5 % gestiegen, die staatlichen sogar um 2,2 %, errechnete das Statistische Bundesamt.
Auch der Außenhandel sei wieder ein wichtiger Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft
gewesen. Nach negativen Wachstumsraten in den Jahren 2008 und 2009 habe er sich im
Jahr 2010 wieder als Stütze der wirtschaftlichen Entwicklung erwiesen. Die Exporte
seien preisbereinigt um 14,2 % gestiegen, die Importe etwas weniger stark um 13,0
%.
Der deutsche Arbeitsmarkt hat 2010 ebenfalls von der starken wirtschaftlichen Erholung
profitiert. Die Bundesagentur für Arbeit meldete, dass die Erwerbstätigenzahl mit
40,5 Mio. einen neuen Höchststand erreicht habe. Die jahresdurchschnittliche Arbeitslosenquote
habe bei 7,7 % gelegen und damit um 0,5 %-Punkte unter dem Vorjahr.
Der deutsche Einzelhandel schloss laut einer Erhebung des Testclubs der Textil-Wirtschaft,
dem teilnehmerstärkstes Panel im deutschen Textileinzelhandel, das abgelaufene Jahr
mit einem durchschnittlichen Plus von 3 % ab. So stark habe der deutsche Modehandel
seit 1992 nicht mehr zugelegt. Dabei kamen den Händlern zum einen die für ihr Geschäft
günstigen Wetterverhältnisse gelegen. So wurde es beispielsweise passend zum Start
der Frühling/Sommer-Saison bereits im März sehr warm, und auch im Winter wurde es
früh sehr kalt, was die Nachfrage nach Winterware steigen ließ. Darüber hinaus sei
der Absatz durch die gute Kauflaune der Konsumenten befördert worden. Die Gesellschaft
für Konsumforschung (GfK) hatte seit Jahresbeginn, abgesehen von einem kleineren Dämpfer
im Juni, eine Verbesserung der Konsumstimmung gemeldet. Die stabile gesamtwirtschaftliche
Lage und die positiven Signale vom Arbeitsmarkt trugen ebenfalls zur positiven Stimmung
bei. Auch hätten die Händler die Krise zur Überarbeitung ihrer Sortimente, Personal-
und Kosten-Strukturen genutzt und nun von diesen Maßnahmen profitiert.
Nachdem 2009 bereits mit dem besten Ergebnis der Firmengeschichte abgeschlossen werden
konnte, ist es LUDWIG BECK im Geschäftsjahr 2010 erneut gelungen, die Erfolgsgeschichte
fortzuschreiben und sowohl im Umsatz als auch im Ergebnis noch deutlich zuzulegen.
Neben den überaus zufriedenstellenden Umsatzergebnissen im gesamten Jahresverlauf
hat das Unternehmen auch vom Endspurt zum Jahresende profitiert. Das "Kaufhaus der
Sinne" am Münchner Marienplatz war auch 2010 die Umsatz- und Ertragsperle des Konzerns,
der hier auf die erfolgreiche Strategie der Sortimentsaufwertung setzt. Das Filialgeschäft
erfuhr auch 2010 eine laufende Flächen- und Kostenoptimierung und trug somit ebenfalls
zum Geschäftserfolg bei.
Das Unternehmen betreibt den stationären Einzelhandel unter der Marke LUDWIG BECK
sowie unter Fremdmarken (Franchise/Monolabel). Der Schwerpunkt der Tätigkeit liegt
im Stammhaus am Münchner Marienplatz. Das Sortiment besteht zum größeren Teil aus
Textilien. Daneben spielen die nichttextilen Elemente wie Kosmetikprodukte oder Tonträger
eine wichtige Rolle.
Der LUDWIG BECK Konzernabschluss beinhaltet neben der LUDWIG BECK AG die 100-%ige
Tochtergesellschaft LUDWIG BECK Beteiligungs GmbH.
In der LUDWIG BECK AG befindet sich das operative Geschäft mit dem Stammhaus am Marienplatz
und mit seiner Dependance HAUTNAH in den FÜNF HÖFEN, der LUDWIG BECK Multilabel-Filiale
in Augsburg und dem LUDWIG BECK Monolabel-Store im OEZ München.
Die LUDWIG BECK Beteiligungs GmbH ist mit 50,1 % an der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs
KG, mit 50,2 % an deren Komplementärin, der LUDWIG BECK Verwaltungs GmbH und mit 100
% an der LUDWIG BECK Grundbesitz Haar GmbH beteiligt. Die Feldmeier GmbH & Co. Betriebs
KG ist Eigentümerin der Immobilie des Stammhauses am Münchner Marienplatz. In der
LUDWIG BECK Grundbesitz Haar GmbH befindet sich ein im Geschäftsjahr 2008 erworbenes
betriebsnotwendiges Grundstück in Haar bei München. Auf diesem Grundstück steht die
Logistikzentrale der LUDWIG BECK AG.
Die Marke LUDWIG BECK steht seit Gründung des Stammhauses am Marienplatz im Jahr 1861
durch den Knopfmacher und Posamentenmeister Ludwig Beck für Qualität und Kreativität,
Tradition und Moderne, Kauferlebnis und Sinnlichkeit. Mit einem innovativen Marketingkonzept,
der einzigartigen Lage im Herzen Münchens und dank der ungebrochenen Treue der Kunden
ist es gelungen, sich einen der vordersten Plätze unter Deutschlands beliebtesten
Handelsunternehmen zu sichern. Im Zentrum des Konzerns steht das "Kaufhaus der Sinne"
am Marienplatz mit seiner Dependance HAUTNAH in den FÜNF HÖFEN. Hier werden rund 90
% des Gesamtumsatzes erwirtschaftet. Herausragendes Kennzeichen ist die perfekte Verbindung
von Fachgeschäft und Kaufhaus. Bei LUDWIG BECK erfahren die Kunden eine kompetente
und individuelle Beratung durch das ausgebildete Fachpersonal und genießen gleichzeitig
auf sieben Etagen die große Auswahl an exklusiven Marken aus den Bereichen Mode, Beauty
und Lifestyle.
LUDWIG BECK setzt als Steuerungssystem auf taggenaue warenwirtschaftliche Auswertungen,
die mit einem Kostenstellen- und Artikelnummernsystem bis hin zu Abteilungs- und Saisongrößen
gegliedert werden. So verfügt das Unternehmen über alle erforderlichen Informationen
zur effizienten Steuerung von Warenbeständen, Sortimenten und zugewiesenen Verkaufsflächen.
Exzellent ausgebildete und hoch motivierte Mitarbeiter sind das wertvollste Kapital
des Erfolgs eines Unternehmens, das sich in hohem Maß der Kundenorientierung verschrieben
hat. Erst durch ihre Motivation, Kreativität und Professionalität wird exzellenter
Service möglich. Die LUDWIG BECK AG kann sich dabei auf ihre qualifizierte und leistungsbereite
Belegschaft verlassen. Mit einer systematischen Personalentwicklung nimmt sich der
Konzern seiner Verantwortung gegenüber den Mitarbeitern an. Im Mittelpunkt stehen
dabei die individuellen Bedürfnisse und Potenziale. Um seine Wettbewerbsfähigkeit
langfristig zu sichern, arbeitet das Unternehmen mit vorausschauenden Personalkonzepten
und engagiert sich seit jeher stark für die Aus- und Weiterbildung seiner Beschäftigten.
Dahinter steht die Überzeugung, dass nur gut ausgebildete, motivierte und gesunde
Mitarbeiter auf die Kunden und ihre Bedürfnisse eingehen und damit zum Unternehmenserfolg
beitragen können.
Ihren Bedarf an qualifizierten Fach- und Führungskräften deckt LUDWIG BECK zu einem
Großteil über die eigene Ausbildung. Den Auszubildenden wird neben der Berufsschule
ein qualifiziertes Ausbildungsprogramm und eine intensive Betreuung im praktischen
Alltag durch eigens geschulte Paten geboten. Die Potenziale der Mitarbeiter werden
durch umfangreiche Schulungsmaßnahmen gefördert, um die Kenntnisse im professionellen
Umgang mit den Kaufhausbesuchern und die kundenorientierten Führungsqualitäten jedes
Einzelnen gezielt zu schulen. Eine offene Kommunikation auf allen Ebenen, kurze Entscheidungswege
und große Handlungsspielräume sind gelebte Werte.
Ein Zeichen für die Loyalität und Verbundenheit der Mitarbeiter zu LUDWIG BECK ist
die außergewöhnlich lange Betriebszugehörigkeit, die die Belegschaft auszeichnet.
Im Jahr 2010 feierte eine Mitarbeiterin ihr 45-jähriges Firmenjubiläum, sechs Mitarbeiter
ihr 40-jähriges Jubiläum und neun Mitarbeiter - darunter auch Vorstand Dieter Münch
- ihre 30-jährige Zugehörigkeit zum Unternehmen LUDWIG BECK. Die überwiegend lange
Betriebstreue sowie die herzliche und familiäre Stimmung in der Belegschaft wertet
das Management der LUDWIG BECK AG als Zeichen der Bestätigung der gelebten Personalpolitik,
die durch ein ständiges Fordern und Fördern gekennzeichnet ist.
Im Jahr 2010 beschäftigte LUDWIG BECK im Durchschnitt 513 Mitarbeiter. Im Vorjahr
waren es auf vergleichbarer Basis im Durchschnitt 529 Mitarbeiter. Mit 51 Auszubildenden
blieb die Zahl der Auszubildenden erneut auf einem hohen Niveau (Vorjahr 43). Im Berichtsjahr
betrug die Zahl der gewichteten Mitarbeiter 355 (Vorjahr 378).
Die Marketing- und Public Relations-Aktivitäten nehmen bei LUDWIG BECK einen hohen
Stellenwert ein. Sie dienen der Information der Öffentlichkeit über das Unternehmen
und seine vielfältigen aufmerksamkeitswirksamen Aktionen sowie der Stärkung und kontinuierlichen
Modernisierung des Markenimages.
Zu den erfolgreichen Kundenbindungsmaßnahmen gehört beispielsweise das beliebte Kundenmagazin
"LUDWIG", das seit 2007 zweimal im Jahr die Frühlings- und Herbsttrends aus den Bereichen
Mode, Accessoires und Unterhaltung präsentiert. Um die Kunden auch virtuell auf die
"Kaufhaus der Sinne"-Welt einzustimmen, präsentiert sich die Unternehmenswebseite
seit November 2010 in neuem Look. Unter www.ludwigbeck.de setzt das Unternehmen seine
Kernthemen Mode, Beauty, Lifestyle, Musik und Service mit journalistischer Kompetenz
in Szene und stellt sich darüber hinaus als Aktiengesellschaft und Arbeitgeber vor.
Auch soziale Netzwerke werden aktiv genutzt: Unter www.facebook.com/ludwigbeck.hautnah
präsentiert sich die hauseigene Kosmetikabteilung HAUTNAH und informiert die derzeit
rund 600 Fans über aktuelle Aktionen, Produkte und Tipps aus der Beauty-Welt. Seit
jeher stellt LUDWIG BECK aber auch eine ganz reale Bühne für Veranstaltungen wie den
BMW Jazz Award, Signier- und Musikabende mit namhaften Künstlern und Schriftstellern
oder exklusive Beauty-Events zur Verfügung.
Alle Summen der nachfolgenden Darstellungen werden exakt berechnet und anschließend
auf Mio. € gerundet. Die prozentualen Angaben wurden anhand der exakten (nicht gerundeten)
Werte ermittelt.
|
|
2010 | Vorjahr | Delta | |||
|
|
Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % |
| Bruttoumsatzerlöse | 107,2 | 119,0 % | 103,7 | 119,0 % | 3,5 | 3,3 % |
| Mehrwertsteuer | 17,1 | 19,0 % | 16,5 | 19,0 % | 0,6 | 3,4 % |
| Nettoumsatzerlöse | 90,1 | 100,0 % | 87,2 | 100,0 % | 2,9 | 3,3 % |
| andere aktivierte Eigenleistungen | 0,1 | 0,1 % | 0,1 | 0,1 % | 0,0 | -37,8 % |
| sonstige betriebliche Erträge | 3,5 | 3,9 % | 3,0 | 3,4 % | 0,5 | 15,7 % |
|
|
93,6 | 103,9 % | 90,3 | 103,5 % | 3,3 | 3,7 % |
| Materialaufwand | 44,6 | 49,5 % | 44,2 | 50,7 % | 0,5 | 1,0 % |
| Personalaufwand | 17,0 | 18,9 % | 16,8 | 19,3 % | 0,2 | 1,2 % |
| Abschreibungen | 3,1 | 3,5 % | 3,5 | 4,1 % | -0,4 | -11,2 % |
| Raumkosten | 7,4 | 8,2 % | 7,7 | 8,8 % | -0,3 | -3,5 % |
| Verwaltungskosten | 1,5 | 1,7 % | 1,6 | 1,8 % | -0,1 | -3,7 % |
| Vertriebskosten | 3,8 | 4,3 % | 3,8 | 4,4 % | 0,0 | 0,7 % |
| sonstige Personal kosten | 1,2 | 1,3 % | 1,2 | 1,4 % | 0,0 | -2,3 % |
| Versicherungen und Beiträge | 0,2 | 0,2 % | 0,2 | 0,2 % | 0,0 | 9,6 % |
| sonstige Aufwendungen | 0,9 | 1,0 % | 1,5 | 1,7 % | -0,6 | -39,3 % |
| Summe sonstiger betrieblicher Aufwand | 15,1 | 16,7 % | 15,9 | 18,3 % | -0,9 | -5,5 % |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 13,7 | 15,2 % | 9,8 | 11,2 % | 4,0 | 40,5 % |
| Finanzergebnis | -3,8 | -4,3 % | -3,4 | -3,9 % | -0,4 | 12,9 % |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBT) |
9,9 | 11,0% | 6,4 | 7,3 % | 3,5 | 55,2 % |
| Steuern | 3,5 | 3,8 % | 4,1 | 4,7 % | -0,7 | -16,4 % |
| Konzerngesamtergebnis | 6,4 | 7,1% | 2,2 | 2,6 % | 4,2 | 187,9 % |
| Nettorohertrag | 45,5 | 50,5 % | 43,0 | 49,3 % | 2,4 | 5,7 % |
| EBITDA | 16,9 | 18,7 % | 13,3 | 15,3 % | 3,6 | 26,8 % |
| Umsatzrendite (EBT/NUE) | 11,0% |
|
7,3 % |
|
|
|
| Kostenquote (betrieblicher Aufwand abzgl. korrespondierender Erträge/NUE) |
35,2 % |
|
38,1 % |
|
|
|
| betrieblicher Aufwand | 35,3 | 39,1 % | 36,3 | 41,7 % |
|
|
Im Jahr 2010 konnte LUDWIG BECK den filialbereinigten Bruttoumsatz um 5,4 Mio. € auf
107,2 Mio. € steigern. Der entsprechende Vorjahresumsatz lag bei 101,8 Mio. €. Dies
entspricht einem Zuwachs von insgesamt 5,3 %. Filialunbereinigt beliefen sich die
Umsätze ebenfalls auf 107,2 Mio. € (Vorjahr 103,7 Mio. €). Die Nettoumsatzerlöse betrugen
90,1 Mio. € (Vorjahr 87,2 Mio. €).
LUDWIG BECK konnte sich damit erneut positiv vom allgemeinen Trend der Textileinzelhandelsbranche
abkoppeln, die laut TextilWirtschaft das Geschäftsjahr 2010 mit einem Plus von 3,0
% abgeschlossen hat.
Neben den überaus zufriedenstellenden Umsatzergebnissen im gesamten Jahresverlauf
hat das Unternehmen auch vom Endspurt zum Jahresende profitiert. LUDWIG BECK verzeichnete
im Weihnachtsgeschäft trotz der extremen Wetterlage mit viel Schnee und Eis ein bereinigtes
Umsatzplus von 2,5 %. Die Branche verzeichnete laut TextilWirtschaft im gleichen Zeitraum
ein Plus von 1,0 %.
Der Nettorohertrag konnte im Vergleich zum Vorjahr (43,0 Mio. €) um 2,5 Mio. € auf
45,5 Mio. € gesteigert werden. Die Nettorohertragsmarge lag mit 50,5 % deutlich über
dem Vorjahr (49,3 %).
Dementsprechend verringerte sich die Wareneinsatzquote auf 49,5 % (Vorjahr 50,7 %).
Absolut betrug der Wareneinsatz 44,6 Mio. € (Vorjahr 44,2 Mio. €).
Die sonstigen betrieblichen Erträge, zusammengesetzt aus Mieterträgen, weiterberechneten
Raumkosten, Erträgen aus dem Verwaltungs-, Vertriebs- und Personalbereich sowie Erträgen
aus dem Kantinenbetrieb und den aktivierten Eigenleistungen, lagen zum Ablauf des
Geschäftsjahres 2010 mit 3,5 Mio. € über dem Vorjahr (3,1 Mio. €).
Der betriebliche Aufwand (sonstiger betrieblicher Aufwand, Abschreibungen und Personalkosten)
lag mit 35,3 Mio. € um 1,0 Mio. € unter dem Vorjahr (36,3 Mio. €). Dabei gelang es
LUDWIG BECK in fast allen einzelnen Aufwandsposten absolute Kostenreduktionen zu erreichen
oder gegenüber dem Vorjahr stabil zu halten. Lediglich die Personalkosten stiegen
leicht um 0,2 Mio. € auf 17,0 Mio. € (Vorjahr 16,8 Mio. €).
Die Kostenquote (Aufwendungen saldiert mit den korrespondierenden Erträgen) im Verhältnis
zum Nettoumsatz lag mit 35,2 % deutlich unter dem Vorjahresniveau (38,1 %).
Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) verbesserte sich auf
16,9 Mio. € (Vorjahr 13,3 Mio. €). Die EBITDA-Marge bezogen auf den Nettoumsatz betrug
im abgelaufenen Geschäftsjahr 18,7 % (Vorjahr 15,3 %).
Das operative Ergebnis (EBIT) stieg auf 13,7 Mio. € nach 9,8 Mio. € im Vorjahr. Dies
entspricht einem deutlichen Zuwachs von 40,5 %. Die EBIT-Marge bezogen auf den Nettoumsatz
betrug 15,2 % (Vorjahr 11,2 %).
Das Finanzergebnis betrug -3,8 Mio. € (Vorjahr -3,4 Mio. €). Dabei war der Zinsaufwand
durch die vorzeitige Tilgung eines großen Teils der Immobilienfinanzierung mit 0,7
Mio. € Vorfälligkeitsentschädigung einmalig belastet.
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug 9,9 Mio. € (Vorjahr 6,4 Mio. €) und stieg damit
um starke 55,2 %.
Das Konzerngesamtergebnis betrug 6,4 Mio. € (Vorjahr 2,2 Mio. €).
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2010 | Vorjahr | ||
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Mio. € | % | Mio. € | % |
| Langfristige Vermögenswerte |
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| Immaterielle Vermögenswerte | 3,0 | 2,8 | 3,0 | 2,8 |
| Sachanlagen | 90,7 | 83,4 | 92,0 | 84,2 |
| sonstige Vermögenswerte | 0,1 | 0,1 | 0,2 | 0,1 |
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93,9 | 86,3 | 95,2 | 87,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
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| Vorräte | 8,8 | 8,1 | 8,3 | 7,6 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 1,3 | 1,2 | 1,4 | 1,3 |
| Liquide Mittel | 4,8 | 4,4 | 4,4 | 4,0 |
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14,9 | 13,7 | 14,1 | 12,9 |
| Bilanzsumme | 108,8 | 100,0 | 109,3 | 100,0 |
Die Bilanzsumme des LUDWIG BECK Konzerns lag zum Stichtag 31. Dezember 2010 bei 108,8
Mio. € (Vorjahr 109,3 Mio. €).
Im Geschäftsjahr 2010 überstiegen die Abschreibungen (3,1 Mio. €) deutlich die Investitionen
in das Anlagevermögen in Höhe von 1,9 Mio. €, was zu einer absoluten Reduzierung des
Anlagevermögens auf 93,7 Mio. € (Vorjahr 95,0 Mio. €) führte.
Bei den Investitionen handelte es sich im Wesentlichen um die Erneuerung der Designer-Abteilung
im 3. Obergeschoss des Kaufhauses am Marienplatz.
Die Warenbestände betrugen zum Stichtag 8,8 Mio. € und lagen damit leicht über dem
Vorjahr (8,3 Mio. €).
LUDWIG BECK verfügte zum Bilanzstichtag über liquide Mittel in Höhe von 4,8 Mio. €
(Vorjahr 4,4 Mio. €).
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2010 | Vorjahr | ||
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Mio. € | % | Mio. € | % |
| Eigenkapital | 47,6 | 43,7 | 42,8 | 39,1 |
| Potenzieller Abfindungsanspruch der Minderheitsgesellschafter | 9,3 | 8,5 | 9,0 | 8,2 |
| Langfristige Verbindlichkeiten |
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| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 29,9 | 27,5 | 37,0 | 33,9 |
| Rückstellungen | 0,6 | 0,6 | 1,5 | 1,3 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3,4 | 3,2 | 3,7 | 3,4 |
| Latente Steuern | 3,5 | 3,2 | 3,4 | 3,1 |
|
|
37,5 | 34,4 | 45,6 | 41,7 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten |
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|
|
|
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 3,4 | 3,2 | 3,5 | 3,2 |
| sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 0,5 | 0,5 | 0,4 | 0,4 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1,6 | 1,5 | 1,3 | 1,2 |
| Steuerverbindlichkeiten | 3,8 | 3,5 | 2,1 | 1,9 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 5,2 | 4,7 | 4,7 | 4,3 |
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|
14,5 | 13,3 | 12,0 | 11,0 |
| Bilanzsumme | 108,8 | 100,0 | 109,3 | 100,0 |
Das Eigenkapital erhöhte sich aufgrund des laufenden Ergebnisses von 42,8 Mio. € auf
47,6 Mio. €. Dies führte zu einem Anstieg der Eigenkapitalquote von 39,1 % auf 43,7
%.
Die Umsetzung der geplanten Filialrestrukturierung führte im Geschäftsjahr 2010 zu
einem Abbau der Rückstellungen um 0,9 Mio. €.
Aufgrund hervorragender wirtschaftlicher Ergebnisse im Geschäftsjahr 2010 konnte LUDWIG
BECK die kurz- und langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten um insgesamt
7,1 Mio. € senken.
Zum Stichtag 31. Dezember 2010 sind die Linien im kurzfristigen Finanzierungsbereich
für 2011 gesichert. Die kurzfristige Linie in Höhe von 17,0 Mio. € war zum Stichtag
mit ca. 24 % durch Avale in Anspruch genommen. Die Verzinsung im kurzfristigen Bereich
für Kontokorrentverbindlichkeiten ist variabel.
Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgt zum
Rückzahlungsbetrag. Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten
entspricht dieser Betrag dem Marktwert der Verbindlichkeiten. Die Bezahlung der Lieferanten
erfolgt in der Regel innerhalb von 10 Tagen, um den Skontoabzug geltend machen zu
können, das Zahlungsziel beträgt aber in der Regel 60 Tage.
Die Finanzpolitik ist auf die Sicherstellung der Finanzierung des Unternehmens bei
gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet. Sich nicht aus der
Geschäftstätigkeit ergebende Risiken sind dabei weitestgehend auszuschließen.
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2010 | Vorjahr |
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T€ | T€ |
| Jahresüberschuss vor Steuern | 9.901 | 6.378 |
| Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 3.147 | 3.544 |
| Finanzerträge | -11 | -52 |
| Zinsaufwendungen | 3.224 | 2.795 |
| Ergebnisanteil Minderheiten | 624 | 654 |
| Verluste/Gewinne (+/-) aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | -49 | 107 |
| Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens | 16.836 | 13.426 |
| Zunahme/Abnahme (-/+) der Vermögenswerte | -335 | 4.852 |
| Zunahme/Abnahme (+/-) der Verbindlichkeiten | 772 | -3.627 |
| Zunahme/Abnahme (+/-) der Rückstellungen | -851 | 879 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit (vor Zins- und Steuerzahlungen) | 16.422 | 15.531 |
| gezahlte Zinsen | -3.023 | -2.612 |
| erhaltene Zinsen | 11 | 6 |
| Auszahlungen an Minderheiten | -676 | -613 |
| gezahlte Ertragsteuern | -1.512 | -682 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | 11.222 | 11.630 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Anlagevermögens | 53 | 2 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen | -1.904 | -2.090 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Planvermögen | -93 | -79 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.944 | -2.167 |
| Dividendenzahlungen | -1.293 | -1.109 |
| Aufnahme (+) von Bankdarlehen | 0 | 5.000 |
| Tilgung (-) von Bankdarlehen | -7.141 | -3.890 |
| Aufnahme und Tilgung (+/-) von Kontokorrentverbindlichkeiten | 0 | -5.194 |
| Tilgung (-) von Finanzierungsleasing | -455 | -428 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -8.889 | -5.621 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 389 | 3.842 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 4.407 | 565 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.796 | 4.407 |
Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit sank leicht im Geschäftsjahr auf 11,2
Mio. € (Vorjahr 11,6 Mio. €).
Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag im abgelaufenen Geschäftsjahr insgesamt
bei -1,9 Mio. € (-2,1 Mio. €). Im Wesentlichen betreffen die Auszahlungen für Investitionen
in das Sachanlagevermögen in Höhe von 1,8 Mio. € den Ausbau des Stammhauses am Münchner
Marienplatz.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden 1,3 Mio. € für die Ausschüttung der Dividende für 2009
verwendet. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit beläuft sich insgesamt auf -8,9
Mio. € (Vorjahr -5,6 Mio. €). Der starke Mittelabfluss des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit
ist auf die deutliche Abnahme der verzinslichen Verbindlichkeiten zurückzuführen.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) von LUDWIG BECK ist in 3.695.000 Stückaktien
(Stammaktien) eingeteilt. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber. Der rechnerische
Anteil der Aktien am Grundkapital beträgt 2,56 € pro Stückaktie. Direkte und indirekte
Beteiligungen am Kapital, die 10 von Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im
Folgenden dargestellt.
Die aufgeführten Gesellschaften und Personen halten zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung
direkt oder indirekt mehr als 10 von Hundert der Stimmrechte an LUDWIG BECK:
| ― |
INTRO-Verwaltungs GmbH (Reichenschwand) 49,19 % (direkt) |
| ― |
Hans Rudolf Wöhrl Verwaltungs GmbH (Reichenschwand) 20,97 % (direkt) |
| ― |
Hans Rudolf Wöhrl Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG (Reichenschwand) 20,97 % (indirekt) |
| ― |
Hans Rudolf Wöhrl Beteiligungs GmbH (Reichenschwand) 20,97 % (indirekt) |
| ― |
Herr Hans Rudolf Wöhrl (Reichenschwand) 70,16 % (indirekt) |
Laut Satzung und gesetzlicher Vorschriften werden die Mitglieder des Vorstands vom
Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Zahl der Mitglieder wird durch den Aufsichtsrat
festgesetzt. Der Vorstand besteht jedoch mindestens aus zwei Personen.
Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung (§ 179 Abs. 1
AktG). § 16 Abs. 3 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung
die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen und gegebenenfalls zusätzlich die einfache
Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht das Gesetz oder die Satzung
zwingend größere Mehrheiten oder weitere Erfordernisse vorschreibt. Dies ist insbesondere
bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstandes und bei
Kapitalmaßnahmen mit Bezugsrechtsausschluss der Fall. Der Aufsichtsrat ist nach §
12 Abs. 2 der Satzung zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, befugt.
Der Vorstand war gemäß § 5 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30. Mai 2010 durch Ausgabe neuer, auf den
Inhaber lautender Stückaktien (Stammaktien) gegen Sach- oder Bareinlagen einmalig
oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens 3.433.586,10 € zu erhöhen (genehmigtes
Kapital). Der Vorstand konnte mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der
Aktionäre bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlagen bis zu einem anteiligen Betrag des
Grundkapitals von insgesamt 2.556,10 € ausschließen, um die neuen Aktien zu einem
Ausgabebetrag auszugeben, der den Börsenpreis nicht wesentlich unterschreitet (§ 186
Abs. 3 Satz 4 AktG). Zudem konnte der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats das
Bezugsrecht der Aktionäre bis zu einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt
3.000.000,00 € zum Zwecke des Erwerbs von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen
ausschließen. Sofern der Vorstand von den vorgenannten Ermächtigungen zum Bezugsrechtsausschluss
keinen Gebrauch gemacht hätte, konnte das Bezugsrecht der Aktionäre nur für Spitzenbeträge
ausgeschlossen werden.
Gemäß § 5 Abs. 4 der Satzung ist das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu 4.290.000,00
€ (in Worten: Euro vier Millionen zweihundertneunzigtausend) durch Ausgabe von bis
zu 1.678.102 auf den Inhaber lautende Stückaktien (Stammaktien) bedingt erhöht. Das
bedingte Kapital dient der Gewährung von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen,
zu deren Ausgabe der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30. Mai 2005
ermächtigt wurde. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie
die Inhaber der ausgegebenen Wandelschuldverschreibungen von ihrem Umtauschrecht Gebrauch
machen. Die neuen Aktien nehmen jeweils vom Beginn des Geschäftsjahres an, in dem
sie durch Ausübung der Umtauschrechte entstehen, am Gewinn teil.
Zu den übrigen Sachverhalten nach § 315 Abs. 4 Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 8 und Nr.
9 HGB sind mangels Einschlägigkeit keine Angaben zu machen.
Da mit dem Großaktionär kein Beherrschungsvertrag besteht, war der Vorstand von LUDWIG
BECK zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen
gemäß § 312 Abs. 3 AktG verpflichtet. Der Abhängigkeitsbericht enthält folgende Schlusserklärung:
"Nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtgeschäfte mit
den verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse
dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem
Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene
oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden."
Die "Erklärung zur Unternehmensführung" ist auf der Internetseite von LUDWIG BECK
unter www.ludwigbeck.de im Bereich "Investor Relations"/"Corporate Governance" öffentlich
zugänglich gemacht worden.
Es haben keine wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag stattgefunden.
LUDWIG BECK ist im Rahmen ihrer Aktivitäten in den Absatzmärkten den verschiedensten
Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln verbunden sind. Diese können
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage betreffen.
Wir haben moderne Controllinginstrumente zur Risikoerkennung, -beobachtung und Risiko-Kommunikation
etabliert. Ihr Einsatz gewährleistet die regelmäßige und zeitnahe Information der
Entscheidungsträger hinsichtlich deren Entwicklung zur Einleitung geeigneter Gegenmaßnahmen
mit dem Ziel, den Wert des Unternehmens stetig und nachhaltig zu steigern. Innerhalb
der Organisation sind die jeweiligen Zuständigkeiten festgelegt.
Das Instrumentarium erfährt eine laufende Optimierung, um Strukturveränderungen ausreichend
Rechnung zu tragen.
Neben dem allgemeinen Geschäftsrisiko ist das Unternehmen zusätzlich folgenden Risiken
ausgesetzt:
Die Entwicklung im stationären Einzelhandel ist nach wie vor geprägt vom Vordringen
vertikaler Vertriebssysteme, einer steigenden Zunahme der Verkaufsflächen und dem
Rückgang des traditionellen Facheinzelhandels. Neben der Wettbewerbsintensivierung
besteht eine starke Abhängigkeit vom Konsumverhalten der Kunden.
Änderungen im Konsumverhalten oder die sich verändernden Wettbewerbsbedingungen im
Handel, hervorgerufen durch die allgemeine Konjunkturlage, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen
und Einkommensentwicklungen, erfordern die ständige Ausrichtung des Vertriebskonzeptes
an die Ansprüche der Kunden an Produktauswahl und Service.
Die Ausrichtung der Unternehmenspolitik erfolgt nicht zuletzt mittels gezielter Marktbeobachtung,
Einschätzung der Wettbewerbssituation, Trends im Verbraucherverhalten wie auch Verhaltensmuster
der relevanten Zielgruppen.
Mit klarer Positionierung und Strategie nutzen wir die Chancen, die sich aus der permanenten
Marktveränderung ergeben. Mit hoher Beratungsqualität und Sortimentstiefe können die
Nischen des Fachgeschäftes belegt werden.
Innerhalb seiner Citylage kann das Haupthaus am Marienplatz seine Position zur Profilierung
im Rahmen der Entstehung neuer hochwertiger Standorte nutzen.
Durch die Ausrichtung von LUDWIG BECK wird die eigene Marktposition im Haupthaus ausgebaut
und das bestehende Know-how zur Generierung zusätzlichen Umsatz- und Ergebnispotenzials
in neuen Vertriebsschienen genutzt.
Potenziellen Beschaffungsrisiken infolge finanzieller Schwierigkeiten bei den Lieferanten
wird durch die hohe Anzahl von Lieferanten und durch konsequente Sortimentsanalyse
und -planung sowie die Lieferantenauswahl vorgebeugt.
Für LUDWIG BECK als stationären Händler ist das Währungsrisiko auf der Umsatzseite
nicht existent. Gleiches gilt für den Beschaffungsmarkt, da der Einkauf nahezu ausschließlich
in EURO erfolgt.
LUDWIG BECK veröffentlicht seine Geschäftszahlen vierteljährlich. Sie weisen Schwankungen
auf, die saisonal bedingt sind. Im Besonderen erzielt die Gruppe regelmäßig einen
hohen Anteil von Umsatz und Ergebnis durch das Weihnachtsgeschäft im vierten Quartal.
Rund 33 % des Umsatzes werden in diesem Zeitraum erwirtschaftet.
Der den Umsatz- und Saisonspitzen zeitlich deutlich vorgelagerte Wareneinkauf bedingt
Liquiditätsbelastungen in Zeiten, die nicht zwingend mit hohen Umsatzerlösen/Zuflüssen
liquider Mittel einhergehen. Diese Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch
das Finanzmanagement gesteuert und überwacht. Dabei finden die Instrumentarien des
Cashmanagements ihren Einsatz.
LUDWIG BECK hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements zur Identifizierung,
Messung und Steuerung von Risiken. Zwischen den Konzerngesellschaften findet ein interner
Finanzmittelausgleich statt, so dass kurzfristige Liquiditätsüberschüsse einzelner
Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften
genutzt werden. Dieser interne Finanzmittelausgleich trägt zu einer Reduzierung des
Fremdfinanzierungsvolumens und einer Optimierung der Geldanlagen bei und hat somit
eine positive Auswirkung auf das Zinsergebnis der Einzelgesellschaft wie auch des
Gesamtkonzerns.
Die offene und zeitnahe Informationspolitik von LUDWIG BECK sowie die Gleichbehandlung
aller Kreditgeber ist die Grundlage für das Vertrauen der Kreditgeber und die damit
verbundene Bereitstellung der Kreditlinien. Zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken
ist das Kreditvolumen auf mehrere erstklassige Kreditgeber verteilt. Die solide Eigenmittelausstattung,
die laufenden Cashflows sowie die zur Verfügung stehenden Bankdarlehen sind Basis
für die langfristige Unternehmensfinanzierung. Zinsrisiken werden durch die Mischung
von Laufzeiten sowie von fest und variabel verzinslichen Positionen gesteuert. Zur
Sicherung des zukünftigen Kapitalbedarfs überprüft das Finanzmanagement regelmäßig
auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten.
Durch die Finanzkrise kann es in Zukunft für Industrie und Handel zu momentan nicht
absehbaren Schwierigkeiten und Restriktionen bei der Kreditvergabe durch Banken kommen.
Dies könnte bei einer nochmaligen Verschärfung der Finanzkrise zu Liquiditätsengpässen
bei den einzelnen Gesellschaften führen.
Einem Forderungsausfallrisiko ist LUDWIG BECK nur in sehr geringem Maße ausgesetzt,
da das Versandgeschäft im Vergleich zum stationären Handel eine untergeordnete Rolle
spielt. Die Risiken aus Kreditkartenzahlungen liegen im Wesentlichen bei den Kreditkartenanbietern.
Die Überwachung der Forderungen aus EC-Kartenumsätzen ist an einen externen Dienstleister
ausgelagert. Risiken im baren Zahlungsverkehr sind aufgrund implementierter Kontrollmechanismen
gering. Zudem wurden die Risiken bei der Bargeldentsorgung durch eine Streuung dieser
Dienstleistung auf mehrere Unternehmen und hinsichtlich der Möglichkeit eines betrügerischen
Handels oder Insolvenz des Vertragspartners minimiert.
Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage von
LUDWIG BECK haben könnten, sind nach Kenntnis der Gesellschaft weder anhängig noch
angedroht. Insofern ist keine Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung zu erwarten.
Grundsätzlich wird in rechtlichen Belangen auf externe Rechtsberater zurückgegriffen.
Für Schadensfälle und Haftungsrisiken besteht ausreichender Versicherungsschutz, dessen
Voraussetzungen und Bedingungen einer kontinuierlichen internen und externen Bewertung
unterliegen.
IT-Risiken bestehen primär in der Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit der
Kassen- und Rechnersysteme und des dahinter liegenden Netzwerkes sowie der Integrität
der Daten wie in potenziellen externen Angriffen auf die IT-Systeme.
Qualität und Sicherheit der Prozesse im Bereich der Datenverarbeitung werden über
eine Kombination von externen und internen Leistungen gewährleistet.
Ein effektives IT-Management sorgt dafür, dass die EDV Systeme jederzeit verfügbar
sind und Vorkehrungen zum Schutz vor externen Angriffen getroffen werden.
Mitarbeiter sind einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren.
Neben der Schaffung eines positiven Arbeitsumfeldes stehen die betriebliche Aus- und
Weiterbildung und die Förderung von Nachwuchsführungskräften im Mittelpunkt der Personalarbeit.
Die Förderung von Mitarbeitern in Kombination mit Führungsgrundsätzen reduziert das
Risiko der Personalfluktuation und sichert sowohl den hohen Qualifikationsstandard
als auch die Serviceorientierung der Mitarbeiter.
Die zentrale Lage des Haupthauses am Marienplatz bedingt größtenteils eine Erreichbarkeit
durch den öffentlichen Personennahverkehr. Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst
können somit das reibungslose Zubringen von Kunden in die Innenstadt behindern oder
sogar verhindern. Hierin besteht das Risiko eines Umsatzrückgangs, sofern dieser nicht
in den Folgetagen kompensiert werden kann.
Der weltweite Klimawandel gehört mittlerweile ganz klar zu den Risiken eines Unternehmens
im Einzelhandel. Der Sommer ist zu kalt und zu nass, der Winter zu warm oder zu kalt.
Es fällt zu viel oder zu wenig Schnee. Ein verregneter Sommer schadet beispielsweise
der Bademodenkollektion, ein warmer Winter bremst die Nachfrage nach Winterware wie
Mäntel, Handschuhe oder Mützen.
Des Weiteren korreliert die Zahl der Besucher im Allgemeinen sehr stark mit dem Wetter.
Bei extremen Witterungsbedingungen sind Erlebnis-Kaufhäuser wie LUDWIG BECK deutlich
weniger frequentiert und das Einkaufen beschränkt sich oftmals nur noch auf das Nötigste
wie Lebensmittel oder Haushaltswaren.
Die Immobilienkrise hat in den USA und auch in einigen europäischen Ländern zu einem
Verfall der Immobilienpreise geführt. Auswirkungen dieser Entwicklung auf den deutschen
Markt im Grundsätzlichen und auf den Markt in München im Besonderen sind bislang nicht
zu verzeichnen. Da die Immobilienpreise gerade in der Innenstadtlage Münchens derzeit
stabil sind, wird das Risiko einer Abwertung der Immobilie am Marienplatz als gering
eingestuft.
Auf das Geschäftsjahr 2011 bezogen liegen die wesentlichen Risiken in einer gravierenden
Fehleinschätzung der Umsatzentwicklung. Demgegenüber besteht die Chance durch das
Zusammentreffen mehrerer positiver Faktoren das Ergebnis- und Umsatzziel zu erreichen
oder sogar zu übertreffen.
Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden können, sind nicht erkennbar.
LUDWIG BECK bedient sich zur Sicherung einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden
Rechnungslegung interner Kontrollen.
Der Konzernrechnungslegungsprozess wird bei LUDWIG BECK durch einheitliche Leitungsmaßnahmen
und Vorschriften sowie klar definierte Prozessabläufe gesteuert. Es bestehen dazu
ein einheitlicher Kontenrahmen und Buchungsanweisungen für die zu differenzierenden
Geschäftsvorfälle. Zusätzlich erfolgt die Steuerung durch eine klare Zuordnung der
Funktionen der verschiedenen Rechnungslegungsprozesse. Großteile der zu erfassenden
Rechungslegungssachverhalte sind automatisiert, so bspw. der gesamte Umsatzprozess
bei LUDWIG BECK, welcher durch automatische Kassensysteme gesteuert wird. Für den
Konzernrechnungslegungsprozess kann auf alle Buchhaltungen von zu konsolidierenden
Unternehmen zugegriffen werden und es bestehen automatisierte Excel Konsolidierungshilfen
in denen automatische Kontrollen hinterlegt sind.
Zur Überwachung der Einhaltung der gegebenen Vorschriften stützt sich LUDWIG BECK
im Wesentlichen auf prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen. Diese werden bei LUDWIG
BECK unterschieden nach laufenden automatischen Kontrollen wie bspw. der Funktionstrennung
und der Zugriffsbeschränkung auf Buchungskreise für nicht autorisierte Mitarbeiter
sowie in die Arbeitsabläufe integrierte Kontrollen. Diese werden durch bspw. Automatikbuchungen
und fest hinterlegte Schlüssel gewährleistet, aber auch durch automatisierte Buchungsabläufe
und Übernahmen des gesamten Umsatzprozesses (Kassensysteme).
Eine interne Revision wird von LUDWIG BECK in der Weise durchgeführt, dass das interne
Berichtssystem sich unmittelbar aus der Datenbasis der Rechnungslegung bedient und
dadurch in die Controllingprozesse einbezogen ist. Wichtige Rechnungslegungsprozesse
finden zudem auf High-Level Basis statt und werden durch die Hinzuziehung von externen
Beratern redigiert.
Das konzernrechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem bei LUDWIG BECK ist in
der Weise geregelt, dass Risiken der Falschdarstellung vor allem aus neuen Geschäftsprozessen
oder aber aus gesetzlichen Änderungen entstehen können. Diese Risiken werden dadurch
begrenzt, dass Buchungssachverhalte aus ungewöhnlichen Geschäftsvorfällen grundsätzlich
auf Leitungsebene entschieden werden. Auf Leitungsebene erfolgt ein permanenter Fortbildungsprozess
in der Änderung von Rechnungslegungsvorschriften. Dazu werden externe Dienstleister
zur zeitnahen Übermittlung von Literaturgrundlagen sowie im Zweifelsfall externe Berater
zur Umsetzung von Änderungen und Integration in bestehende Prozesse herangezogen.
Die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus verschiedenen Vergütungsbestandteilen.
Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die Tantieme, Nebenleistungen und einer
Rentenzusage.
Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat auf Vorschlag
seines Personalausschusses beraten und regelmäßig überprüft. Die Vergütungsentscheidungen
werden vom Gesamtaufsichtsrat getroffen. Dies umfasst vor allem die Festsetzung der
Gesamtbezüge einschließlich aller Nebenleistungen, das Ruhegehalt, die Hinterbliebenenbezüge
und Leistungen verwandter Art.
Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des
jeweiligen Vorstandsmitglieds, die persönliche Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche
Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes.
Zu den unterschiedlichen Vergütungsbestandteilen: Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder
setzt sich aus erfolgsunabhängigen und einer erfolgsbezogenen Komponente zusammen.
Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie einer Rentenzusage,
während die erfolgsbezogene Komponente aus einer Tantieme besteht.
Das Fixum wird als leistungsunabhängige Grundvergütung monatlich als Gehalt ausgezahlt.
Zusätzlich erhalten die Vorstandsmitglieder Nebenleistungen in Form von Sachbezügen,
die aus der Dienstwagennutzung und Zuschüssen zur Kranken- und Pflegeversicherung
bestehen. Als Vergütungsbestandteil ist die Dienstwagennutzung vom einzelnen Vorstandsmitglied
zu versteuern. Kredite oder Vorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr
nicht gewährt.
Die erfolgsbezogene Komponente der Vergütung ist die Tantieme. Ihre Höhe ist abhängig
von der Entwicklung der Konzernumsatzrendite. Des Weiteren kann der Aufsichtsrat zusätzlich
nach seinem Ermessen zur Honorierung besonderer Leistungen eine Sondertantieme festsetzen.
Insgesamt betrug die Vergütung der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2010
T€ 1.094 (Vorjahr T€ 1.105).
Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:
|
|
Jahreseinkommen | |||||
|
|
Fixum | Wert der Nebenleistungen | Tantieme | |||
|
|
2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 |
| Dieter Münch | 260 | 260 | 16 | 14 | 223 | 223 |
| Oliver Haller | 240 | 360 | 16 | 14 | 350 | 223 |
|
|
Jahreseinkommen | Altersrente | ||
|
|
Insgesamt | Jahresbezug bei Eintritt des Rentenfalls (Stand jeweils 31.12.) |
||
|
|
2009 | 2010 | 2009 | 2010 |
| Dieter Münch | 499 | 497 | 66 | 70 |
| Oliver Haller | 606 | 597 | 0 | 0 |
In der obigen Tabelle sind ferner Altersrenten der Vorstandsmitglieder aufgeführt.
Versorgungsleistungen werden gezahlt, wenn entweder die Altersgrenze von 63 Jahren
erreicht ist oder eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eintritt. Die Altersrente von
Herrn Münch bestimmt sich nach der Zugehörigkeit zum Vorstand der LUDWIG BECK AG.
Die Altersrente erhöht sich vertraglich für jedes Jahr als Vorstandsmitglied um T€
4 bis zur Erreichung der Altersgrenze von 63 Jahren.
Laufende Renten werden jährlich gemäß dem Verbraucherpreisindex angepasst.
Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied
zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstands im abgelaufenen Geschäftsjahr
Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit
als Vorstandsmitglied erhalten.
Die Vergütung des Aufsichtsrats wurde durch die Hauptversammlung festgelegt und ist
in der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und an der Verantwortung
der Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg von LUDWIG BECK. Die
Aufsichtsratsvergütung setzt sich aus einem fixen und einem variablen Bestandteil
zusammen.
Neben der Erstattung der Auslagen erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine Vergütung,
die sich aus folgenden Elementen zusammensetzt: aus einem fixen Bestandteil von T€
10 und einer Tantieme von T€ 1 für jeden von der Hauptversammlung beschlossenen Dividendenanteil
in Höhe von € 0,10 je Stückaktie, der über einen Dividendenanteil von € 0,25 je Stückaktie
hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird. Die
für den Aufsichtsrat und Vorstand bestehende D&O-Versicherung wurde zum Ablauf des
Kalenderjahres 2009 beendet.
Die fixe Vergütung und die Tantieme betragen für den Vorsitzenden jeweils das Doppelte
und für seinen Stellvertreter das Eineinhalbfache der Beträge. Vorsitz und Mitgliedschaft
in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance
Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des
Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis anteilige
Vergütung.
Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle:
|
|
Fix | variabel | D&O | |||
|
|
2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 |
| Dr. Joachim Hausser | 23 | 23 | 0 | 2 | 3 | 0 |
| Gerhard Wöhrl | 16 | 16 | 0 | 1,5 | 3 | 0 |
| Dr. Lutz Helmig | 12 | 12 | 0 | 1 | 3 | 0 |
| Christian Greiner | 12 | 12 | 0 | 1 | 3 | 0 |
| Gabriele Keitel | 10 | 10 | 0 | 1 | 3 | 0 |
| Felicitas Uhl (2009 anteilig) | 6 | 0 | 0 | 0 | 2 | 0 |
| Dorothee Neumüller (2009 anteilig) | 4 | 10 | 0 | 1 | 1 | 0 |
|
|
Gesamt | |
|
|
2009 | 2010 |
| Dr. Joachim Hausser | 26 | 25 |
| Gerhard Wöhrl | 19 | 17,5 |
| Dr. Lutz Helmig | 15 | 13 |
| Christian Greiner | 15 | 13 |
| Gabriele Keitel | 13 | 11 |
| Felicitas Uhl (2009 anteilig) | 8 | 0 |
| Dorothee Neumüller (2009 anteilig) | 5 | 11 |
Frau Felicitas Uhl schied im Jahr 2009 als Arbeitnehmervertreterin aus dem Aufsichtsrat
aus. Ihre Vergütung berechnete sich daher im Jahr 2009 anteilig. Als Arbeitnehmervertreterin
folgte ihr im Geschäftsjahr 2009 Frau Dorothee Neumüller, deren Berechnung für das
Jahr 2009 ebenfalls anteilig erfolgte.
Von der Viscardi AG wurden für Designated Sponsoring T€ 35 abgerechnet. Die Viscardi
AG ist als nahestehende Person Herrn Dr. Joachim Hausser und Herrn Dieter Münch zuzurechnen.
Vor dem Hintergrund auslaufender staatlicher Konjunkturpakete und einer nicht gänzlich
überwundenen Finanzkrise erwartet die Weltbank für das laufende Jahr 2011 eine verlangsamte
Beschleunigung der Weltwirtschaft. Die Wirtschaftsleistung werde 2011 weltweit um
3,3 % zulegen.
Vor allem Industriestaaten müssten sich auf Rückschläge einstellen, als Wachstumsmotoren
sieht die Weltbank weiterhin die Schwellen- und Entwicklungsländer. Sie trügen demnach
die Hälfte des Wachstums und werden 2011 um 6,0 % zulegen. Im Jahr 2010 erreichten
diese Länder laut Schätzungen ein Plus von 7,0 %. Chinas Wirtschaftsleistung stehe
dabei an erster Stelle, werde aber nach einem Plus von 10,0 % im Jahr 2010 nun einen
Rückgang auf 8,7 % verzeichnen. Die anhaltenden Probleme im Finanzsektor in einigen
Industriestaaten seien dagegen eine Gefahr für das Wachstum und müssten dringend angegangen
werden. Daher prognostiziert die Weltbank ein deutlich schwächeres Wachstum in den
großen Industrieländern. Dort werde die Konjunktur 2011 nur um 2,4 % zulegen (Vorjahr
2,8 %). Für das Jahr 2012 rechnen die Experten der Weltbank wieder mit einem Anziehen
der Weltkonjunktur und erwarten ein Plus von durchschnittlich 3,6 %
Nach der schwungvollen Erholung des Jahres 2010 dürfte sich nach Einschätzung der
Bundesbank die Gangart der deutschen Volkswirtschaft vorübergehend verlangsamen. Zwar
zeigten die aus den Unternehmensbefragungen des ifo Instituts und des DIHK abgeleiteten
Stimmungsindikatoren für die mittelfristigen Perspektiven der deutschen Wirtschaft
ein hohes Maß an Zuversicht, und die Einstellung von zusätzlichen Arbeitskräften sowie
die lebhafte Investitionstätigkeit seien ebenfalls als Beleg aufwärtsgerichteter Zukunftserwartungen
anzusehen. Jedoch habe sich die Auftragslage für die Industrie zuletzt spürbar beruhigt,
und auch das Expansionstempo der industriellen Produktion habe in den vergangenen
Monaten deutlich nachgelassen.
In einer ähnlichen Einschätzung der Situation erwartet daher das Bundesministerium
für Wirtschaft und Technologie (BMWi) in seinem Jahreswirtschaftsbericht 2011 einen
Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von 2,3 % im Jahresdurchschnitt
2011. Die deutsche Wirtschaft habe 2010 mit 3,6 % den größten Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts
seit der Wiedervereinigung erzielt und das BMWi schätzt, dass sich der Aufschwung
auch in diesem Jahr fortsetzen werde. Die Experten der Bundesbank beobachten, dass
die wichtigste Stütze der wirtschaftlichen Erholung Deutschlands die lebhafte Nachfrage
nach Produkten der heimischen Industrie auf den Weltmärkten sei. Besonders helfe,
dass die Exporteure in letzter Zeit ihr Augenmerk verstärkt auf die süd- und ostasiatischen
Schwellenländer gerichtet hätten und nunmehr in hohem Maße von der sehr dynamischen
Aufwärtsentwicklung in dieser Region profitierten.
Darüber hinaus sei der außenwirtschaftliche Impuls inzwischen auf die Binnennachfrage
übergesprungen, die sich zunehmend zur treibenden Kraft entwickle. Die wirtschaftliche
Erholung sei insbesondere ein Beschäftigungsaufschwung, so das BMWi. Die Beschäftigung
habe 2010 mit 40,5 Mio. Personen den höchsten Stand seit der Wiedervereinigung erreicht.
Nach Einschätzung der Bundesbankexperten werde der durchschnittliche Beschäftigungszuwachs
im Jahr 2011 dennoch mit gut 0,5 % ähnlich hoch ausfallen wie im Jahr 2010.
Von der positiven Stimmung, die von der verbesserten Arbeitsmarktlage und der Aussicht
auf deutlich steigende Arbeitseinkommen bestimmt werde, profitiere auch künftig der
private Konsum. Die Bundesbank schätzt, dass sich beim privaten Verbrauch die Aufwärtstendenz
in den beiden kommenden Jahren mit Wachstumsraten von jeweils 1,5 % fortsetzen werde.
Die deutschen Einzelhändler schätzten laut ifo Institut für Wirtschaftsforschung ihre
aktuelle Geschäftslage und darüber hinaus ihre Perspektiven für das erste Halbjahr
2011 als sehr gut ein. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) wertet das nach
wie vor stabile Niveau des Konsumklima-Indikators, dass der private Konsum für die
gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland eine zunehmend wichtigere Rolle spielen
werde und sich neben dem Export zu einer zweiten wichtigen Säule entwickeln könne.
Damit werde der gegenwärtige Aufschwung auf eine breitere und sichere Basis gestellt
und böte somit gute Voraussetzungen für eine nachhaltig positive konjunkturelle Entwicklung
sowie ein noch besseres Konsumjahr 2011.
Den Prognosen der Wirtschaftsexperten schließt sich das LUDWIG BECK Management an
und erwartet nach der überraschend schnellen Erholung der deutschen Wirtschaft für
das laufende Geschäftsjahr eine positive Wirtschaftsentwicklung.
Der LUDWIG BECK Konzern entwickelte sich auch in wirtschaftlich schwierigen Zeiten
überdurchschnittlich gut und verzeichnete in den letzten zwei Jahren die besten Ergebnisse
seit Bestehen des Unternehmens. Neben den erfreulichen Signalen aus dem gesamtwirtschaftlichen
Umfeld sowie den positiven Prognosen für die Entwicklung des privaten Konsums stützt
sich das Management der LUDWIG BECK AG bei seinen Zukunftsaussichten besonders auf
das stabile Fundament der eigenen Firmenkonjunktur. Die LUDWIG BECK AG ist gut aufgestellt
und verfügt über eine solide Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Mit dem Flaggschiff der LUDWIG BECK AG am Münchner Marienplatz wurde ein für Deutschland
einzigartiger Identifikationspunkt für alle geschaffen, die Freude am erlebnisorientierten,
hochwertigen Einkaufen haben. An einem der heute meistfrequentierten und beliebtesten
Plätze Europas eröffnete Ludwig Beck vor 150 Jahren eine Knopfmacher- und Posamentier-Werkstätte,
die sich im Laufe der folgenden Jahre zu einer festen Institution im Herzen Münchens
entwickelt hat. Die Kunden suchen und finden hier Exklusivität, Markenvielfalt, internationale
Kultlabels und Spitzenqualität -immer in einer spannenden Inszenierung. Die erfolgreich
umgesetzte Strategie des Trading Up verfolgt das Ziel, das "Kaufhaus der Sinne" mit
noch besseren Sortimenten in individuellen Raumkonzepten zu einem Glanzstück unter
den deutschen Mode-Kaufhäusern zu machen.
Das Management wird sich auch weiterhin dafür einsetzen, das Stammhaus am Marienplatz
kontinuierlich zu modernisieren und den Kunden auf sieben Etagen spannende und einzigartige
Shopping-Welten rund um die Themen Fashion, Beauty und Lifestyle zu bieten. Die Position
von LUDWIG BECK im gehobenen Segment soll damit weiter verstärkt und ausgebaut werden.
Zum Unternehmenserfolg tragen auch zukünftig die engagierten Mitarbeiter der LUDWIG
BECK AG maßgeblich bei. Darüber hinaus stellen das bereinigte Filialnetz und die Realisierung
zusätzlicher Ertragspotenziale durch optimierte Prozesse und ein stringentes Kostenmanagement
wesentliche Erfolgsfaktoren zur weiterhin guten Entwicklung des Konzerns dar.
Auf Basis dieser Faktoren rechnet der LUDWIG BECK Vorstand für das Geschäftsjahr 2011
mit einem filialbereinigten Umsatzwachstum zwischen 3 % und 4 % sowie einem Ergebnis
vor Steuern (EBT) zwischen 9 Mio. € und 11 Mio. €.
München, im Februar 2011
Der Vorstand
|
|
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
|
Anhang | T€ | T€ |
| A. | Langfristige Vermögenswerte |
|
|
|
| I. | Immaterielle Vermögenswerte | (1) | 3.022 | 3.025 |
| II. | Sachanlagen | (2) | 90.733 | 91.977 |
| III. | Sonstige Vermögenswerte | (3) | 143 | 152 |
|
|
Summe langfristige Vermögenswerte |
|
93.898 | 95.153 |
| B. | Kurzfristige Vermögenswerte |
|
|
|
| I. | Vorräte | (4) | 8.773 | 8.348 |
| II. | Forderungen und sonstige Vermögenswerte | (5) | 1.300 | 1.382 |
| III. | Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | (6) | 4.796 | 4.407 |
|
|
Summe kurzfristige Vermögenswerte |
|
14.869 | 14.137 |
|
|
|
|
108.767 | 109.291 |
|
|
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
|
Anhang | T€ | T€ |
| A. | Eigenkapital |
|
|
|
| I. | Gezeichnetes Kapital | (7) | 9.446 | 9.446 |
| II. | Kapitalrücklagen | (7) | 3.459 | 3.459 |
| III. | angesammelter Gewinn | (7) | 19.556 | 14.408 |
| IV. | Ergänzungsposten aus Minderheitsanteilen | (7) | 15.094 | 15.439 |
|
|
Summe Eigenkapital |
|
47.555 | 42.752 |
| B. | Potenzieller Abfindungsanspruch der Minderheitsgesellschafter | (8) | 9.263 | 8.970 |
| C. | Langfristige Verbindlichkeiten |
|
|
|
| I. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (10) | 29.918 | 36.997 |
| II. | Rückstellungen | (9) | 603 | 1.454 |
| III. | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (10) | 3.436 | 3.730 |
| IV. | Latente Steuern | (11) | 3.511 | 3.372 |
|
|
Summe langfristige Verbindlichkeiten |
|
37.467 | 45.553 |
| D. | Kurzfristige Verbindlichkeiten |
|
|
|
| I. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | (10) | 3.431 | 3.492 |
| II. | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | (10) | 490 | 450 |
| III. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | (10) | 1.586 | 1.279 |
| IV. | Steuerverbindlichkeiten | (10) | 3.810 | 2.096 |
| V. | Sonstige Verbindlichkeiten | (10) | 5.164 | 4.700 |
|
|
Summe kurzfristige Verbindlichkeiten |
|
14.481 | 12.016 |
|
|
Summe Fremdkapital (B. - D.) |
|
61.212 | 66.539 |
|
|
|
|
108.767 | 109.291 |
|
|
|
|
01.01.2010 - 31.12.2010 | 01.01.2009 - 31.12.2009 | ||
|
|
|
Anhang | T€ | T€ | T€ | T€ |
| 1. | Umsatzerlöse | (12) |
|
|
|
|
|
|
- Umsatz (brutto) |
|
107.208 |
|
103.742 |
|
|
|
- abzgl. Mehrwertsteuer |
|
17.100 |
|
16.538 |
|
|
|
- Umsatz (netto) |
|
|
90.109 |
|
87.204 |
| 2. | andere aktivierte Eigenleistungen | (13) |
|
50 |
|
81 |
| 3. | sonstige betriebliche Erträge | (14) |
|
3.475 |
|
3.002 |
|
|
|
|
|
93.634 |
|
90.287 |
| 4. | Materialaufwand | (15) | 44.645 |
|
44.188 |
|
| 5. | Personalaufwand | (16) | 17.047 |
|
16.840 |
|
| 6. | Abschreibungen | (17) | 3.147 |
|
3.544 |
|
| 7. | sonstige betriebliche Aufwendungen | (18) | 15.057 | 79.896 | 15.939 | 80.512 |
| 8. | EBIT |
|
|
13.738 |
|
9.776 |
| 9. | Finanzergebnis | (19) |
|
-3.837 |
|
-3.397 |
|
|
- davon Finanzierungsaufwendungen: T€ 3.224 (Vj. T€ 2.795) |
|
|
|
|
|
|
|
- davon Anteil anderer Gesellschafter am Konzernergebnis: T€ 624 (Vj. T€ 654) |
|
|
|
|
|
| 10. | Ergebnis vor Ertragsteuern |
|
|
9.901 |
|
6.378 |
| 11. | Ertragsteuern | (20) |
|
3.462 |
|
4.142 |
| 12. | Konzernjahresüberschuss |
|
|
6.439 |
|
2.237 |
| 13. | Other Comprehensive Income |
|
|
|
|
|
|
|
Derivative Finanzinstrumente |
|
|
2 |
|
-26 |
| 14. | Konzerngesamtergebnis |
|
|
6.441 |
|
2.211 |
|
|
Verwässertes und unverwässertes Ergebnis je Aktie in Euro | (21) |
|
1,74 |
|
0,61 |
|
|
durchschnittlich in Umlauf befindliche Aktien in Tausend |
|
|
3.695 |
|
3.695 |
|
|
gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
angesammelter Gewinn |
Ergänzungsposten aus Minderheiten- anteilen |
Gesamt |
|
|
(7) | (7) | (7) | (7) |
|
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Stand 01.01.2010 | 9.446 | 3.459 | 14.408 | 15.439 | 42.752 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 6.439 | 0 | 6.439 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -1.293 | 0 | -1.293 |
| Veränderung Ergänzungsposten aus Minderheitsanteilen | 0 | 0 | 0 | -345 | -345 |
| Veränderung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen |
0 | 0 | 2 | 0 | 2 |
| Stand 31.12.2010 | 9.446 | 3.459 | 19.556 | 15.094 | 47.555 |
|
|
gezeichnetes Kapital |
Kapital- rücklage |
angesammelter Gewinn |
Ergänzungsposten aus Minder- heitenanteilen |
Gesamt |
|
|
(7) | (7) | (7) | (7) |
|
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Stand 01.01.2009 | 9.446 | 3.459 | 13.307 | 15.542 | 41.754 |
| Konzernjahresüberschuss | 0 | 0 | 2.237 | 0 | 2.237 |
| Dividendenzahlungen | 0 | 0 | -1.109 | 0 | -1.109 |
| Veränderung Ergänzungsposten aus Minderheitsanteilen | 0 | 0 | 0 | -103 | -103 |
| Veränderung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen |
0 | 0 | -26 | 0 | -26 |
| Stand 31.12.2009 | 9.446 | 3.459 | 14.408 | 15.439 | 42.752 |
|
|
01.01.2010 - 31.12.2010 | 01.01.2009 - 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 9.901 | 6.378 |
| Berichtigung für: |
|
|
| Abschreibungen | 3.147 | 3.544 |
| Zinserträge | -11 | -52 |
| Zinsaufwendungen | 3.224 | 2.795 |
| Ergebnisanteil Minderheiten | 624 | 654 |
| zahlungsunwirksame Verluste/Gewinne (+/-) aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten |
-49 | 107 |
| Betriebsergebnis vor Änderung des Nettoumlaufvermögens | 16.836 | 13.426 |
| Zunahme/Abnahme (-/+) der Vermögenswerte: |
|
|
| Vorräte | -425 | 722 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 83 | 164 |
| sonstige Vermögenswerte | 7 | 3.965 |
| Zunahme/Abnahme (+/-) der Verbindlichkeiten: |
|
|
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 307 | -3.926 |
| sonstige Verbindlichkeiten | 465 | 299 |
| Zunahme/Abnahme (+/-) der Rückstellungen: |
|
|
| sonstige Rückstellungen | -851 | 879 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit (vor Zins- und Steuerzahlungen) |
16.422 | 15.531 |
| gezahlte Zinsen | -3.023 | -2.612 |
| erhaltene Zinsen | 11 | 6 |
| Auszahlungen an Minderheiten | -676 | -613 |
| Ertragsteuerzahlungen | -1.512 | -682 |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 11.222 | 11.630 |
(fortgesetzt...)
|
|
01.01.2010 - 31.12.2010 | 01.01.2009 - 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit | 11.222 | 11.630 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen | 53 | 2 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen |
-1.904 | -2.090 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Planvermögen | -93 | -79 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -1.944 | -2.167 |
| Dividendenzahlungen | -1.293 | -1.109 |
| Aufnahme (+) von Bankverbindlichkeiten | 0 | 5.000 |
| Tilgung (-) von Bankverbindlichkeiten | -7.141 | -3.890 |
| Aufnahme/Tilgung (+/-) Kontokorrentverbindlichkeiten | 0 | -5.194 |
| Tilgung Finanzierungsleasing | -455 | -428 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -8.889 | -5.621 |
| zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 389 | 3.842 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 4.407 | 565 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 4.796 | 4.407 |
Die LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AG, München (im Folgenden auch
LUDWIG BECK AG genannt), Obergesellschaft des LUDWIG BECK Konzerns, wurde am 24. September
1992 durch Formwechsel der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier GmbH,
München, gegründet. Der Sitz der LUDWIG BECK AG befindet sich in 80331 München, Marienplatz
11.
Die LUDWIG BECK AG wird im Handelsregister des Amtsgerichts München, Deutschland,
unter HR B Nr. 100213 geführt.
Gegenstand der Geschäftstätigkeit des LUDWIG BECK Konzerns ist der Vertrieb von Waren
aller Art, insbesondere der Groß- und Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Hartwaren
und anderen Waren, auch im Versandwege, sowie Erwerb, Halten und Verwaltung von Anteilen
an Personen- und Kapitalgesellschaften, insbesondere solchen, die Immobilieneigentum
haben oder selbst an solchen Gesellschaften beteiligt sind.
Der Konzernabschluss der LUDWIG BECK AG zum 31.12.2010 ist nach den Vorschriften der
International Financial Reporting Standards (kurz: IFRS) / International Accounting
Standards (kurz: IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den Interpretationen
des International Financial Reporting Interpretations Committee (kurz: IFRIC) / Standing
Interpretations Committee (kurz: SIC) aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2010
verpflichtend anzuwendenden vorgenannten Standards und Interpretationen werden berücksichtigt.
Der Konzernabschluss wird in Verbindung mit § 315a HGB um bestimmte Angaben sowie
den Konzernlagebericht ergänzt.
Die Konzernbilanz der LUDWIG BECK AG wurde auf den Stichtag 31.12.2010 und 31.12.2009
aufgestellt. Die dazugehörige Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung,
die Konzernkapitalflussrechnung und der Konzernanhang umfassen die Zeiträume vom 01.01.2010
bis 31.12.2010 und vom 01.01.2009 bis 31.12.2009. Die Bilanzstichtage der einbezogenen
Unternehmen sind identisch.
Die Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen in T€ (Tausend Euro).
Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen
IFRS / IAS Standards ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der LUDWIG BECK AG.
Die Gliederung der Posten der Konzernbilanz, der Konzerngesamtergebnisrechnung (Gesamtkostenverfahren),
der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung erfolgte
in Übereinstimmung mit IAS 1.
Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die
Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen zum
Konzernbilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen
können. Die zukünftigen tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen.
Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche
Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht,
dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte
von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden
Erläuterung aufgeführt. Im LUDWIG BECK Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere
für die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen (vgl. Tz. 4 und
5), der Vorräte (vgl. Tz. 7), der Rückstellungen (vgl. Tz. 10) und der latenten Steuern
(vgl. Tz. 6) getroffen worden.
Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung vom 14.03.2011 zur Billigung
vorgelegt. Im Anschluss daran wird der Vorstand die Freigabe zur Veröffentlichung
erteilen.
In dem Konzernabschluss zum 31.12.2010 werden neben der Muttergesellschaft der LUDWIG
BECK AG, folgende Gesellschaffen einbezogen:
| Name | Sitzland | Beteiligungsquote (zugleich Stimmrechtsquote) |
| Unmittelbare Beteiligungen: |
|
|
| LUDWIG BECK Beteiligungs GmbH | Deutschland | 100,0 % |
| Mittelbare Beteiligungen: |
|
|
| LUDWIG BECK Verwaltungs GmbH | Deutschland | 50,2 % |
| Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG | Deutschland | 50,1 % |
| LUDWIG BECK Grundbesitz Haar GmbH | Deutschland | 100,0 % |
Die genannten Unternehmen werden aufgrund der vorliegenden Beherrschung durch die
Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert.
Die Kapitalkonsolidierung der voll konsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode
(Purchase-Methode). Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen
Eigenkapital des voll konsolidierten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet.
Im Zuge der Konsolidierung wurden die stillen Reserven bzw. Lasten auf die Vermögenswerte
und Schulden des erworbenen Unternehmens verteilt. Für die Konsolidierung wurde eine
vollständige Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden vorgenommen. Somit werden
auch die Anteile anderer Gesellschafter mit den den Minderheiten zuzuordnenden Zeitwerten
der angesetzten identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden bemessen.
Bei der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG erfolgte die Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt
und bei den restlichen Tochter- bzw. Enkelgesellschaften zum Zeitpunkt der Gründung
bzw. des Erwerbs der Unternehmen.
Im Rahmen der Folgekonsolidierung werden die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten
entsprechend der Behandlung der korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt.
Aus Anteilen anderer Gesellschafter (Minderheiten) an der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs
KG wurde zum einen ein potentieller Abfindungsanspruch für Minderheitsgesellschafter
und zum anderen ein Ergänzungsposten aus Minderheitsanteilen im Eigenkapital ausgewiesen.
Der Ausweis erfolgt gemäß IAS 32 und IAS 1.
Aus den übrigen Kapitalkonsolidierungen entstanden keine Unterschiedsbeträge.
Forderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen
der Forderungen- und Schuldenkonsolidierung eliminiert.
Die konzerninternen Umsätze, sonstigen betrieblichen Erträge, Materialaufwendungen
und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden miteinander verrechnet. Ebenfalls
wurden die Zinserträge und Zinsaufwendungen innerhalb des Konzerns miteinander verrechnet.
Eine Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen
war nicht vorzunehmen.
Bei der Konsolidierung der Tochterunternehmen waren keine Währungsumrechnungen vorzunehmen,
da es sich ausschließlich um deutsche Tochtergesellschaften handelt.
Die Berichtswährung ist Tausend Euro (T€).
Konzernbilanz und Konzerngesamtergebnisrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen
Unternehmen wurden im Wesentlichen nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt.
Vom IASB wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS
vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting
Interpretation Committee (IFRIC) veröffentlicht.
Von diesen Interpretationen und Standards waren für Unternehmen in dem am 1. Januar
2010 beginnenden Geschäftsjahr die folgenden erstmals zwingend anzuwenden:
| IFRS 1 | Umstrukturierung des Standards |
| IFRS 1 | Zusätzliche Erleichterungswahlrechte für erstmalige Anwender |
| IFRS 2 | Anteilsbasierte Vergütungstransaktionen mit Barausgleich im Konzern |
| IFRS 5 | Stufenweiser Anteilsverkauf |
| IAS 32 | Klassifizierung von Bezugsrechten |
| IAS 39 | Zulässige Grundgeschäfte im Rahmen von Sicherungsbeziehungen |
| IAS 39, IFRIC 9 | Eingebettete Derivate |
| IFRIC 15 | Vereinbarungen über die Errichtung von Immobilien |
| IFRIC 16 | Absicherung einer Nettoinvestition in einen ausländischen Geschäftsbetrieb |
| IFRIC 17 | Sachausschüttungen an Eigentümer |
| IFRIC 18 | Übertragungen von Vermögenswerten durch einen Kunden |
Folgende Interpretationen und Standards können von Unternehmen in dem am 1. Januar
2010 beginnenden Geschäftsjahr freiwillig vorzeitig angewendet werden:
| IAS 24 (überarbeitet) | Beziehungen zu nahestehenden Personen |
| IFRIC 19 | Ablösung von Finanzverbindlichkeiten durch Ausgabe von Eigenkapitalinstrumenten |
| IFRIC 14 | Vorzeitige Zahlung von Mindestdotierungsverpflichtungen |
| Änderungen zu IFRS 1 | Ausnahmen betreffend die in IFRS 7 geforderten Vergleichsangaben |
| Änderungen zu IFRS 7 | Angaben zur Übertragung von finanziellen Vermögenswerten |
Die LUDWIG BECK AG geht davon aus, dass eine Anwendung der genannten Änderungen keine
wesentliche Auswirkung auf die Darstellung des Konzernabschlusses hat.
Sicherungsgeschäfte für Fremdwährungen existieren nicht.
Fremdwährungsforderungen und -Verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich
mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls eingebucht.
Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit Stichtagskursen zum Konzernbilanzstichtag
bewertet.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme des Markennamens
"Beck" gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear (pro
rata temporis) über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben.
Außerplanmäßige Wertminderungen wurden nicht vorgenommen.
Es handelt sich dabei um Lizenzen und Erwerbe bzw. Anpassungen von Anwendersoftware,
die über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 bis 5 Jahren, bei grundlegenden
Softwareprogrammen auf 10 Jahre, abgeschrieben werden.
Der Ausweis des Markennamens "Beck" (T€ 2.039) erfolgt unter der Position "Immaterielle
Vermögenswerte", da es sich dabei um einen nach IAS 38 identifizierten Markennamen
handelt. Im Zuge der Anwendung dieser Vorschriften entfällt beginnend ab 01.01.2004
die planmäßige Abschreibung auf den Markennamen, da sich dieses Recht im Zeitablauf
nicht verbraucht (unbestimmte Nutzungsdauer). Bezüglich des durchgeführten Impairmenttests
wird auf Seite 85 verwiesen. Anhaltspunkte, die auf eine Wertminderung des Markennamens
schließen lassen, lagen bis zum 31.12.2010 nicht vor.
Die Bewertung der Sachanlagen erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten
unter Einbeziehung eventueller Nebenkosten.
Grund und Boden und Gebäude der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG wurden aufgrund eines
Unternehmenserwerbes durch Unternehmenszusammenschluss durch die LUDWIG BECK Beteiligungs
GmbH mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei der Zeitwertermittlung von Grund
und Boden zur Erstkonsolidierung 2001 wurden die Anschaffungskosten sowie die Fortentwicklung
der Bodenrichtwerte zwischen den Jahren 1998 und 2000 berücksichtigt. Das Gebäude
wird planmäßig abgeschrieben.
Sachanlagen, deren Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist, werden planmäßig linear (pro
rata temporis) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (Begrenzung über eventuell
kürzere Mief- / Leasingverträge) abgeschrieben.
Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt:
| Gebäude | 10 - 30 Jahre |
| Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 10 - 30 Jahre |
| andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-10 Jahre |
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 150,00 werden im
Jahr des Zugangs außerhalb des Anlagevermögens in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert über € 150,00 und unter
€ 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs aus Wesentlichkeitsgründen in einem Pool zusammengefasst
und linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben.
Die Gründe für die im Vorjahr aufgrund dauernder Wertminderung vollumfänglich wertgeminderten
Sachanlagen einer Filiale bestanden im Geschäftsjahr fort. Im Geschäftsjahr selbst
waren keine Wertminderungen vorzunehmen.
Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau werden in Höhe der geleisteten Zahlung aktiviert.
Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt.
In den Fällen, in denen Leasingverträge als Finanzierungsleasing im Sinne von IAS
17 zu qualifizieren sind, wird in der Bilanz der Leasinggegenstand aktiviert und die
Zahlungsverpflichtung bezüglich der zukünftigen Leasingraten unter den Finanzschulden
passiviert. Die Behandlung als Finanzierungsleasing führt in der Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung zu einem Abschreibungsaufwand in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer
des Leasinggegenstandes und zu einem Finanzierungsaufwand.
Latente Steuern werden auf der Grundlage der bilanzorientierten Liability-Methode
berechnet (IAS 12). Demnach werden Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche
temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach
IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur
berücksichtigt, soweit eine Realisierung wahrscheinlich ist.
Bei der Berechnung der latenten Steuern (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag,
Gewerbesteuer) wurde grundsätzlich der ab 2008 für die LUDWIG BECK AG geltende Unternehmenssteuersatz
von 32,975 % angesetzt. Dabei wurde ein Gewerbesteuerhebesatz von 490 % für München
berücksichtigt. Bei temporären Unterschieden, die aus der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs
KG stammen, wurde mit dem ab 2008 geltenden Steuersatz von 15,825 % (Körperschaftsteuer
und Solidaritätszuschlag) auf den Anteil, der auf den Mehrheitsgesellschafter (LUDWIG
BECK Beteiligungs GmbH) entfällt, gerechnet, da bei der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs
KG keine Gewerbesteuer anfällt und für die LUDWIG BECK Beteiligungs GmbH aufgrund
gewerbesteuerlicher Kürzungsvorschriften keine Gewerbesteuer auf den Gewinnanteil
aus der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG anfällt. Auf Minderheitenanteile fallen keine
Konzernsteuern an.
Es wurden latente Steuern gemäß IAS 12.74 saldiert.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich
mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit notwendig wurde als Verbrauchsfolgeverfahren
das FiFo-Verfahren herangezogen.
Auf Altbestände und auf Waren mit verminderter Verwertbarkeit (Marktgängigkeit) wurden
entsprechende Abschläge auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Daneben
wurden pauschalierte Abschläge für Skonto vorgenommen. Fremdkapitalkosten wurden nicht
aktiviert.
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten
angesetzt, die in der Regel vor Wertberichtigungen dem Nennwert entsprechen. Bei zweifelhaften
und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden angemessene Wertberichtigungen
vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben.
Die sonstigen Vermögenswerte sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert.
Erkennbare Risiken, welche eine Wertberichtigung notwendig machen, liegen nicht vor.
Der Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Bestandteil der sonstigen Vermögenswerte und
enthält ausschließlich im Voraus gezahlte betriebliche Aufwendungen.
Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte
entsprechen dem beizulegenden Zeitwert.
Die liquiden Mittel beinhalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten.
Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert.
Ausfallrisiken liegen nicht vor.
LUDWIG BECK betrachtet in seiner Kapitalflussrechnung Kontokorrentguthaben und -Verbindlichkeiten
saldiert. Die Kontokorrentlinien sind im Regelfall für eine Laufzeit von zwölf Monaten
bzw. bis auf weiteres zugesagt.
Rückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis
eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von
Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich
ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist.
Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe
dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich
ist.
Langfristige unverzinsliche Rückstellungen wurden auf ihren Barwert abgezinst.
Die versicherungsmathematische Bewertung von Pensionsrückstellungen beruht auf dem
in IAS 19 vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected unit credit method")
für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am
Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende
Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne
und Verluste werden nach der so genannten Korridormethode entsprechend IAS 19 berücksichtigt.
Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten
angesetzt. Angesichts geringer Laufzeiten bzw. eines seit der Aufnahme der Schulden
nicht wesentlich veränderten Marktzinsniveaus ergeben sich bis auf eine unverzinsliche
Verbindlichkeit keine wesentlichen Abweichungen des beizulegenden Zeitwertes von den
Buchwerten. Der beizulegende Zeitwert dieser Verbindlichkeit ist unter 10 d) dargestellt.
Langfristige unverzinsliche Verbindlichkeiten (Laufzeit über einem Jahr) wurden auf
ihren Barwert abgezinst. Die sich daraus ergebenden Ergebniseffekte werden im Finanzergebnis
erfasst. Zur Ermittlung der Finanzschulden aus Leasinggeschäften gemäß IAS 17 vgl.
Nr. 5 Sachanlagen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden
grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen
den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Sie sind ganz überwiegend innerhalb eines
Jahres fällig. Sie umfassen eine Vielzahl von Einzelposten. Wesentliche Abweichungen
zwischen den Bilanzwerten und den beizulegenden Zeitwerten ergeben sich nicht.
Die LUDWIG BECK AG verwendet als derivative Finanzinstrumente Zinsswaps um bestehende
Risiken aus Zinssatzerhöhungen zu vermeiden. Derivative Finanzinstrumente werden bei
Vertragsabschluss zu Anschaffungskosten bewertet und in der Folge mit dem Zeitwert
bewertet. Die bei LUDWIG BECK abgeschlossenen Zinsswaps dienen ausschließlich der
Sicherung bestehender variabel verzinster Darlehen und erfüllen die Voraussetzungen
des IAS 39 (Hedge Accounting). Demnach werden die Wertänderungen der Zinsswaps nicht
über die GuV sondern das Eigenkapital erfasst. Positive beizulegende Zeitwerte sind
in den Forderungen, negative in den sonstigen Verbindlichkeiten erfasst.
Die Vermögens- und Schuldposten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr wurden als
"kurzfristig" ausgewiesen. Solche mit einer Restlaufzeit über einem Jahr wurden "langfristig"
ausgewiesen.
Die Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen mit Auslieferung der
Ware. Dienstleistungsumsätze werden mit Erbringung der Leistung realisiert. Umsatzerlöse
werden abzüglich Erlösschmälerungen und Gutschriften unter offener Absetzung der Umsatzsteuer
ausgewiesen.
Mieterlöse fallen nur im Rahmen von Untermietverträgen an und werden zeitanteilig
für erfolgte Nutzungsüberlassung realisiert.
Finanzvermögen und -Verbindlichkeiten, die in der Konzernbilanz enthalten sind, beinhalten
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, sonstige Verbindlichkeiten, Verbindlichkeiten
gegenüber Kreditinstituten sowie potentielle Abfindungsansprüche von Minderheiten.
Die Bilanzierungsgrundsätze im Hinblick auf Ansatz und Bewertung dieser Posten sind
in den jeweiligen Erläuterungen in diesem Konzernanhang enthalten.
Finanzinstrumente werden in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt der vertraglichen
Bedingungen als Vermögenswert bzw. Schuld klassifiziert. Daher sind Zinsen, Gewinne
und Verluste aus diesen Finanzinstrumenten als Aufwendungen oder Erträge dargestellt.
Die Finanzinstrumente werden saldiert, wenn der Konzern ein gesetzlich durchsetzbares
Recht zur Saldierung besitzt und beabsichtigt, entweder nur den Saldo oder sowohl
die Forderung als auch die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen.
Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erfasst, sobald ein vertraglicher
Zahlungsanspruch bzw. eine vertragliche Zahlungsverpflichtung besteht. Eine Ausbuchung
erfolgt bei Zahlung, bei endgültigem Untergang des Zahlungsanspruches oder sobald
die LUDWIG BECK AG von der Verpflichtung frei wird.
Der LUDWIG BECK Konzern hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements
zur Identifizierung, Einschätzung und Steuerung von Risiken. Wesentliche Risiken lassen
sich zum Bilanzstichtag nicht erkennen. Wesentliche Risiken aus finanziellen Vermögenswerten
und Schulden lassen sich in Liquiditäts-, Kredit-, Währungs- und Zinsrisiken untergliedern.
Unter diesem Begriff wird allgemein das Risiko verstanden, dass der LUDWIG BECK Konzern
nicht in der Lage wäre, seinen Verpflichtungen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten
resultieren, nachzukommen.
Das Management überwacht und plant permanent den notwendigen Liquiditätsbedarf anhand
von aktuellen Cashflow Ziffern und Planungen. Zur Sicherstellung von ausreichenden
liquiden Mitteln ist die Gesellschaft auf Kontokorrentlinien und Darlehen angewiesen.
Zum Stichtag standen kurzfristige Kreditlinien in Höhe von 17,0 Mio. € bis auf weiteres
zur Verfügung, wovon zum Bilanzstichtag ca. 24 % durch Avale ausgenutzt wurden.
Nach den Planungen der Zahlungsströme für die Zukunft und den zur Verfügung stehenden
Kreditlinien sind derzeit keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Risiken können sich
im Wesentlichen nur bei einer Verschlechterung der Bonität ergeben bzw. wenn die aus
der Geschäftsplanung prognostizierten Zahlungsströme wesentlich unterschritten werden.
Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten sind unter den jeweiligen Bilanzpositionen
dargestellt.
Das Forderungsausfallrisiko beschreibt das Ausfallrisiko von finanziellen Vermögenswerten.
LUDWIG BECK erwirtschaftet die originären Umsätze im Wesentlichen gegen Barmittel,
Kreditkarten- oder EC-Kartenforderungen. Einem Forderungsausfallrisiko ist LUDWIG
BECK deshalb nur in sehr geringem Maße ausgesetzt. Das Versandgeschäft spielt im Vergleich
zum stationären Handel nur eine sehr untergeordnete Rolle. Die Risiken aus Kreditkartenzahlungen
liegen im Wesentlichen bei den Kreditkartenanbietern. Die Überwachung der Forderungen
aus EC-Kartenumsätzen ist an einen externen Dienstleister ausgelagert. Risiken im
baren Zahlungsverkehr sind aufgrund implementierter Kontrollmechanismen gering.
Am Bilanzstichtag waren folgende Zinssatzsicherungsgeschäfte (Zinsswaps) für Darlehen
mit einem variablen Zinssatz eingesetzt:
| Nominalwert | Art | Laufzeit | beizulegender Zeitwert |
| T€ 1.950 | cash flow hedge | 3 Jahre | T€ -36 |
Derivative Finanzinstrumente in Form von Zinsswaps werden ausschließlich zur Risikoreduzierung
aus variabel zu verzinsenden Darlehen mit fester Laufzeit abgeschlossen. Der Umfang
des zu sichernden Betrages verläuft dabei parallel zum Darlehensgeschäft, nimmt also
über die Laufzeit ab. Kontokorrentlinien sind nicht zinsgesichert. Die Zinssicherungsgeschäfte
werden als Cashflow Hedge bezeichnet.
Im Geschäftsjahr wurde aus Zinssicherungsgeschäften ein Bewertungsverlust von T€ 36
aus noch laufenden Cashflow Hedges unter Berücksichtigung von T€ 12 aktiver Steuerlatenzen
erfolgsneutral mit dem Eigenkapital verrechnet. Ineffektive Cashflow Hedges haben
nicht bestanden.
Aufgrund der Standorte ausschließlich in Deutschland, eines nur sehr geringen Umsatzes
aus dem Versand sowie der Fakturierung von Warenbezügen in Euro ergeben sich keine
erkennbaren Währungsrisiken.
Daneben nimmt der LUDWIG BECK Konzern variabel verzinsliche Kontokorrentkredite und
Darlehen in Anspruch. Der Konzern unterliegt aus diesen Positionen einem Zinsrisiko
aus Finanzschulden. Dieses Risiko wird durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente
reduziert, indem variable Zinssätze in fixe Zinssätze gedreht werden.
Der Konzern misst das Zinssatzrisiko mithilfe der Cashflow-Sensitivität bei einer
unterstellten Parallelverschiebung der Zinskurve um 100 Basispunkte. Unterstellt man
einen Anstieg der Zinssätze um 100 Basispunkte so hätte dies zum 31. Dezember 2010
ohne Berücksichtigung von Steuern eine Auswirkung von T€ -24 (Vj. T€ -50) auf das
Konzernergebnis. Bei einem Rückgang der Zinssätze um 100 Basispunkte, hätte dies zum
31. Dezember 2010 ohne Berücksichtigung von Steuern eine Auswirkung von T€ 24 (Vj.
T€ 50) auf das Konzernergebnis.
Die Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert.
Unter diesem Begriff werden folgende in der Konzernbilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:
| ― |
Immaterielle Vermögenswerte |
| ― |
Sachanlagen |
Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen und der Buchwerte
der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ist auf der folgenden Seite im Anlagespiegel
dargestellt.
|
|
|
Anschaffungs/ Herstellungskosten |
|
|
||
|
|
Stand 01.01.2010 |
Zugang | Abgang | Umbuchungen | Stand 31.12.2010 |
kumulierte Abschreibungen |
|
|
01.01.2009 |
|
|
|
31.12.2009 |
|
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
|
|
| 1. Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 1.779 | 143 | 0 | 0 | 1.923 | 940 |
| Vorjahr | 1.865 | 2 | 88 | 0 | 1.779 | 793 |
| 2. Markenname | 3.399 | 0 | 0 | 0 | 3.399 | 1.360 |
| Vorjahr | 3.399 | 0 | 0 | 0 | 3.399 | 1.360 |
|
|
5.178 | 143 | 0 | 0 | 5.321 | 2.300 |
| Vorjahr | 5.264 | 2 | 88 | 0 | 5.178 | 2.153 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
107.679 | 726 | 1.447 | 75 | 107.033 | 21.456 |
| Vorjahr | 107.092 | 824 | 381 | 145 | 107.679 | 21.337 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung | 17.129 | 748 | 2.383 | 182 | 15.676 | 10.835 |
| Vorjahr | 16.925 | 978 | 784 | 10 | 17.129 | 11.781 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 286 | 286 | 0 | -258 | 315 | 0 |
| Vorjahr | 155 | 286 | 0 | -155 | 286 | 0 |
|
|
125.095 | 1.761 | 3.831 | 0 | 123.025 | 32.291 |
| Vorjahr | 124.172 | 2.088 | 1.166 | 0 | 125.095 | 33.118 |
|
|
130.272 | 1.904 | 3.831 | 0 | 128.346 | 34.591 |
| Vorjahr | 129.436 | 2.090 | 1.254 | 0 | 130.272 | 35.271 |
|
|
|
|
Abschreibungen | |
|
|
Buchwert 31.12.2010 |
Buchwert 31.12.2009 |
gesamt 2010 |
davon IAS 36 2010 |
|
|
31.12.2009 | 31.12.2008 | 2009 | 2009 |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände |
|
|
|
|
| 1. Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 982 | 986 | 147 | 0 |
| Vorjahr | 986 | 1.185 | 202 | 0 |
| 2. Markenname | 2.039 | 2.039 | 0 | 0 |
| Vorjahr | 2.039 | 2.039 | 0 | 0 |
|
|
3.022 | 3.025 | 147 | 0 |
| Vorjahr | 3.025 | 3.224 | 202 | 0 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
| 1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken |
85.577 | 86.342 | 1.563 | 0 |
| Vorjahr | 86.342 | 87.104 | 1.692 | 65 |
| 2. andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung | 4.842 | 5.349 | 1.437 | 0 |
| Vorjahr | 5.349 | 6.082 | 1.650 | 54 |
| 3. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | 315 | 286 | 0 | 0 |
| Vorjahr | 286 | 155 | 0 | 0 |
|
|
90.733 | 91.977 | 3.001 | 0 |
| Vorjahr | 91.977 | 93.341 | 3.343 | 119 |
|
|
93.755 | 95.002 | 3.147 | 0 |
| Vorjahr | 95.002 | 96.565 | 3.544 | 119 |
Bei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich ausschließlich um entgeltlich
erworbene Vermögenswerte.
Die immateriellen Vermögenswerte (gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte) gliedern
sich wie folgt auf:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte | 982 | 986 |
| Markenname | 2.039 | 2.039 |
|
|
3.022 | 3.025 |
Die Nutzungsdauer der Anwendersoftware beträgt 3 - 5 Jahre, bei grundlegenden Softwareprogrammen
10 Jahre. Die Software wird linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Die Zugänge
des Geschäftsjahres in Höhe von T€ 143 betrafen ausschließlich Softwareprogramme.
Der immaterielle Vermögenswert, der aus dem Kauf des Markennamens "LUDWIG BECK" im
Jahre 1995 stammt, wurde bis zum 31.12.2003 linear (pro rata temporis) mit jährlich
T€ 170 abgeschrieben. im Zuge der Anwendung der IAS 36 und IAS 38 entfällt die jährliche
planmäßige Abschreibung auf diesen immateriellen Vermögenswert zum 01.01.2004.
Der Markenname betrifft lediglich die Zahlungsmittel generierende Einheit "Stammhaus
Marienplatz". Der Impairment Test wird jährlich durchgeführt. Der erzielbare Betrag
ist der Nutzungswert, da es für den Markennamen keinen aktiven Markt gibt. Der Nutzungswert
wurde abgeleitet aus den geplanten Zahlungsströmen des Stammhauses (vor Finanzierungstätigkeit
und Ertragsteuern), die mit einem Zinssatz nach Steuern von 9 % abgezinst wurden.
Der Zinssatz wurde aus dem Marktzinssatz zzgl. Risikozuschlägen ermittelt. Die Zahlungsströme
wurden aus den Vorjahren abgeleitet und innerhalb der Unternehmensplanung für fünf
Jahre fortentwickelt. Dabei wurde von einer Umsatzsteigerung von 1,5 % ausgegangen.
Es wurde mit einer Rohertragsmarge von 45 % und einer Kostenindexierung von 1,5 %
gerechnet.
Auf Grund des Impairmenttests war keine Wertminderung vorzunehmen.
Die Gebäudebestandteile werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über
10 - 30 Jahre linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Die Einbauten werden grundsätzlich
konzerneinheitlich über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 Jahren bzw. über
kürzere Mietvertragslaufzeiten linear (pro rata temporis) abgeschrieben.
Die Zugänge des Geschäftsjahres 2010 in Höhe von T€ 726 betreffen im Wesentlichen
das Gebäude am Marienplatz.
Die Bewertung von Grund und Boden erfolgte zum 01.09.2001 mit T€ 68.779. Das Gebäude
(01 .09.2001: T€ 3.527) wird ab dem Erwerbszeitpunkt im Rahmen der Erstkonsolidierung
auf 30 Jahre mit T€ 118 p.a. abgeschrieben (31.12.2010: T€ 2.429). Bei der Bewertung
des Grund und Boden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs
KG wurden stille Reserven in Höhe von T€ 66.661 aufgedeckt. Bei der Zeitwertermittlung
von Grund und Boden zur Erstkonsolidierung 2001 wurden die Anschaffungskosten sowie
die Fortentwicklung der Bodenrichtwerte zwischen den Jahren 1998 und 2000 berücksichtigt.
Die Immobilie Marienplatz ist mit Grundschulden in Höhe von T€ 30.709 (Vorjahr: T€
34.468) für bilanzierte verzinsliche Verbindlichkeiten belastet.
Der Konzern betreibt in Haar bei München ein Logistikzentrum. Das Grundstück, auf
dem dieses Logistikzentrum betrieben wird, wurde im Geschäftsjahr 2008 für T€ 3.610
zzgl. Nebenkosten erworben.
Bei der auf diesem Grundstück aufstehenden Immobilie aus dem Immobilienleasingvertrag
Haar handelt es sich um Finanzierungsleasing, da die Laufzeit des Leasingvertrages
annähernd der Nutzungsdauer des Gebäudes entspricht und im Wesentlichen alle mit dem
Objekt verbundenen Chancen und Risiken vom Leasinggeber auf die LUDWIG BECK AG übertragen
wurden. Das Gebäude wurde aktiviert und wird über eine Nutzungsdauer von 29 Jahren
abgeschrieben. Es handelt sich hierbei um eine Sale-and-leaseback-Transaktion welche
im Jahr 2014 ausläuft. Die LUDWIG BECK AG hat für 2014 eine Kaufoption auf das Gebäude.
Über die aufstehende Immobilie kann aufgrund fehlenden rechtlichen Eigentums bis dahin
nicht frei verfügt werden.
Der Buchwert der Immobilie Haar hat sich einschließlich angefallener Vorkosten im
Geschäftsjahr 2010 wie folgt entwickelt:
| Stand 01.01.2010 | T€ | 2.405 |
| Abschreibungen 2010 | T€ | 233 |
| Stand 31.12.2010 | T€ | 2.171 |
Die Vermögenswerte dieser Position werden grundsätzlich über die Nutzungsdauer von
3 bis 10 Jahren linear (pro rata temporis) abgeschrieben.
Die Zugänge im Geschäftsjahr 2010 in Höhe von insgesamt T€ 748 betreffen im Wesentlichen
Ladeneinbauten im Haupthaus am Marienplatz.
Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau haben sich gegenüber dem 31.12.2009
um T€ 29 auf T€ 315 erhöht.
Unter den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattungen befinden sich Leasingobjekte,
bei denen es sich um Finanzierungsleasing handelt, da die Laufzeit der Leasingverträge
annähernd der Nutzungsdauer der Leasingobjekte entspricht und im Wesentlichen alle
mit den Leasinggegenständen verbundenen Chancen und Risiken vom Leasinggeber auf die
LUDWIG BECK AG übertragen wurden. Diese Leasinggegenstände wurden aktiviert. Die Abschreibung
erfolgt über die Nutzungsdauer. Über die Leasinggegenstände kann nicht frei verfügt
werden.
Die Buchwerte der Leasinggegenstände haben sich in 2010 wie folgt entwickelt:
| Stand 01.01.2010 | T€ | 65 |
| Abschreibungen 2010 | T€ | 24 |
| Stand 31.12.2010 | T€ | 41 |
Die gebildeten Steuerabgrenzungen sind nachfolgenden Konzernbilanzpositionen bzw.
Sachverhalten zuzuordnen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|
|
aktivisch | passivisch | aktivisch | passivisch |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Gebäude | 7 |
|
10 |
|
| Mieterdarlehen | 177 |
|
167 |
|
| Leasing |
|
213 |
|
137 |
| Sonstige Rückstellungen |
|
7 |
|
47 |
| Markenname |
|
673 |
|
660 |
| Unverzinsliche Verbindlichkeiten |
|
30 |
|
35 |
| Grund und Boden |
|
2.747 |
|
2.747 |
| Sachanlagen |
|
27 | 64 |
|
| sonstiges | 2 |
|
13 |
|
| Summe | 186 | 3.697 | 254 | 3.626 |
| Saldierung latenter Steuern | -186 | -186 | -254 | -254 |
| Gesamt lt. Konzernbilanz | 0 | 3.511 | 0 | 3.372 |
Die latenten Steuern für die Bereiche Gebäude, sonstige Rückstellungen, Leasing, unverzinsliche
Verbindlichkeiten, Mieterdarlehen und Sachanlagen wurden ausschließlich aufgrund von
zu versteuernden temporären Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz
der jeweilig betroffenen Gesellschaft gebildet (IAS 12.15). Diese temporären Differenzen
und somit entsprechend die latenten Steuern lösen sich in einem entsprechenden Zeitraum
(bis zur Realisierung des Vermögenswertes oder der Schuld) wieder auf.
Für eine ,,quasi-permanente" Differenz zwischen dem Ansatz des Grund und Bodens in
der Steuerbilanz der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG und der IFRS-Bilanz wurden passive
latente Steuern gebildet. Ebenfalls für die "quasi-permanente" Differenz zwischen
dem Ansatz des Markennamens "LUDWIG BECK" in der IFRS-Bilanz und dem Ansatz in der
Steuerbilanz wurden passive latente Steuern gebildet.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Darlehen Belegschaftsangehörige | 0 | 9 |
| Mietvorauszahlung (prepaid expenses) | 143 | 143 |
|
|
143 | 152 |
Mietvorauszahlungen werden aus Wesentlichkeitsgründen unter den sonstigen Vermögenswerten
ausgewiesen.
Der Rechnungsabgrenzungsposten (prepaid expenses) für Mietvorauszahlungen (T€ 143)
ist zum 31.12.2039 aufzulösen. Die Mietvorauszahlungen werden mit den letzten Mietzahlungen
an den Vertragspartner bei Beendigung des Mietvertrages verrechnet.
Die Verzinsung der Darlehen erfolgt zu marktüblichen Konditionen. Der Zinssatz beträgt
zwischen 6 % und 7 %.
Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe (zu Anschaffungskosten) | 142 | 160 |
| Handelswaren (zu Anschaffungskosten) | 9.517 | 9.313 |
| abzüglich Abwertung auf Handelswaren | -886 | -1.125 |
|
|
8.773 | 8.348 |
Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen übliche Eigentumsvorbehalte. Es wird erwartet,
dass die überwiegenden Warenbestände innerhalb der nächsten 12 Monate veräußert werden.
Alle Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten abzüglich eventueller Abwertungen angesetzt.
Dabei werden auf Bestände und auf Waren mit verminderter Verwertbarkeit (Marktgängigkeit)
entsprechende Abschläge auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Daneben
wurden pauschale Abschläge für Skonto vorgenommen. Die Abwertung hat sich von T€ 1.125
im Geschäftsjahr 2010 reduziert auf T€ 886. Zuführung und Auflösung der Abwertung
werden saldiert betrachtet (IAS 2.36 ef).
Die Handelswaren sind um einen geschätzten Abschlag für Schwund in Höhe von 0,5 %
(Vj. 0,6 %) auf die Umsatzerlöse im Zeitraum zwischen Bestandsaufnahmen und 31.12.2010
berechnet. Der Abschlag ergibt eine Wertberichtigung in Höhe von T€ 351 (Vj. T€ 476).
In der Berichtsperiode sind Vorräte in Höhe von T€ 44.885 (Vorjahr: T€ 44.354) als
Aufwand erfasst worden (Wareneinsatz vor Veränderung der Wertberichtigung auf den
Nettoveräußerungswert).
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 656 | 740 |
| Sonstige Vermögenswerte | 477 | 512 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 167 | 130 |
|
|
1.300 | 1.382 |
Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den Marktwerten. Die Restlaufzeit beträgt
weniger als ein Jahr. Zum Stichtag bestehen keine Ausfallrisiken.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Gesamtforderungen | 657 | 741 |
| abzüglich Wertberichtigungen | 1 | 1 |
| Forderungsbestand | 656 | 740 |
Es handelt sich ausschließlich um pauschale Wertberichtigungen. Aufgrund des Verkaufs
von Forderungen aus Rücklastschriften an eine Inkassostelle sind keine weiteren Wertminderungen
vorzunehmen.
Es bestanden keine weiteren Ausfallrisiken bzw. Sicherungsgeschäfte.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
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T€ | T€ |
| debitorische Kreditoren | 79 | 110 |
| übrige | 398 | 402 |
|
|
477 | 512 |
Die übrigen Vermögenswerte betreffen im Wesentlichen Forderungen aus Mietverträgen
(T€ 225).
Der Rechnungsabgrenzungsposten betrifft diverse Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte
Zeit nach dem Konzernabschlussstichtag darstellen, in Höhe von T€ 167 (Vj. T€ 130).
Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben
bei Kreditinstituten. Die Position stellt gleichzeitig den für die Kapitalflussrechnung
relevanten Finanzmittelfonds im Sinne von IAS 7 dar, wobei dabei die Kontokorrentguthaben
mit Kontokorrentverbindlichkeiten grundsätzlich saldiert betrachtet werden.
Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Kassenbestände | 362 | 427 |
| Guthaben bei Kreditinstituten | 4.434 | 3.980 |
|
|
4.796 | 4.407 |
Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Stichtag zwischen 0,0 % und 0,5 % p.a.
verzinst. Die Kassenbestände sind unverzinslich. Es liegen keine Sicherungsgeschäfte
vor.
Hinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2010
verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung.
Die Gesellschaft verfügt über Eigenkapitalmanagementziele, die sich vorrangig wie
folgt darstellen:
| ― |
Sicherstellung der laufenden Finanzierung und Liquidität |
| ― |
eine adäquate Verzinsung des Eigenkapitals |
| ― |
die Sicherstellung eines angemessenen Bonitätsratings |
Zentrale Aufgabe des Kapitalmanagements ist die Steuerung der liquiden Mittel und
des Fremdkapitals, wobei die jederzeitige Sicherstellung ausreichender Liquidität
zur Finanzierung der geplanten Investitionen und des laufenden Geschäftsbetriebs im
Vordergrund steht.
Der Konzern überwacht dabei sein Eigenkapital mit Hilfe diverser Eigenkapitalkennziffern
wie der Eigenkapitalquote und der Eigenkapitalrendite. Zur Ermittlung der Eigenkapitalquote
wird das wirtschaftliche Eigenkapital in das Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Das
wirtschaftliche Eigenkapital entspricht im LUDWIG BECK Konzern dem bilanziellen Eigenkapital.
Weder die LUDWIG BECK AG noch eine in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft
unterliegt externen Mindestkapitalanforderungen.
Das gezeichnete Kapital (Grundkapital) der LUDWIG BECK AG ist zum 31.12.2010 in 3.695.000
Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt (31.12.2009: 3.695.000). Die Stückaktien lauten
auf den Inhaber und haben einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 2,56. Das
Grundkapital war in voller Höhe eingezahlt. Im Geschäftsjahr 2010 befanden sich durchschnittlich
3.695.000 Aktien im Umlauf. Alle Stammaktien nehmen an der von der Hauptversammlung
zu beschließenden Gewinnausschüttung teil. Im Geschäftsjahr 2010 wurden Dividenden
in Höhe von T€ 1.293 für 2009 ausgeschüttet.
Das gezeichnete Kapital betrug im Geschäftsjahr T€ 9.446 (VJ. T€ 9.446).
In der Hauptversammlung vom 30.05.2005 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um
bis zu € 4.290.000,00 durch Ausgabe von bis zu 1.678.102 auf den Inhaber lautende
Stückaktien (Stammaktien) bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung
von Umtauschrechten an die Inhaber von Wandelschuldverschreibungen, zu deren Ausgabe
der Vorstand mit Beschluss der Hauptversammlung vom 30.05.2005 bis zum 30.05.2010
mit Zustimmung des Aufsichtsrates ermächtigt wurde. Es wurden keine Wandelschuldverschreibungen
ausgegeben.
In der Hauptversammlung vom 30.05.2005 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung
des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 30.05.2010 durch Ausgabe
neuer, auf den Inhaber lautender Stückaktien (Stammaktien) gegen Sach- oder Bareinlagen
einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch um höchstens € 4.290.000,00 zu erhöhen (genehmigtes
Kapital). Der Vorstand hat in seiner Sitzung vom 23.11.2007 beschlossen, das genehmigte
Kapital durch eine Kapitalerhöhung um € 856.413,90 teilweise auszunutzen. Nach der
Kapitalerhöhung blieb ein genehmigtes Kapital von € 3.433.586,10. Im Geschäftsjahr
2010 gab es keine Änderungen.
Die Entwicklung der Kapitalrücklage und des angesammelten Gewinns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung
dargestellt.
Zweck der Kapitalrücklage und des angesammelten Gewinns ist es, die Finanzierung und
Liquidität der Gesellschaft zu sichern.
| Stand 01.01.2010 | T€ | 15.439 |
| Veränderung | T€ | -345 |
| Stand 31.12.2010 | T€ | 15.094 |
Der Ergänzungsposten aus Minderheitsanteilen ergibt sich aufgrund der Ausführungen
unter (8). Bei diesem Betrag handelt es sich um den Anteil einer Forderung der Feldmeier
GmbH & Co. Betriebs KG gegen die Minderheitsgesellschafter. Diese wurden im Rahmen
der Erstkonsolidierung der Immobilie erfolgsneutral zu Lasten des gesamten Eigenkapitals
ausgebucht.
Beim Ausscheiden der Minderheitsgesellschafter wird diese Forderung gegen Kaufpreisansprüche
verrechnet und wächst damit automatisch dem Eigenkapitalanteil der Aktionäre der LUDWIG
BECK AG zu. Die Höhe des Ausgleichspostens richtet sich nach dem Forderungsbetrag
zum Stichtag zum Einen sowie dem vertraglichen Abfindungsanspruch aus dem Gesellschaftsanteil
zum Anderen. Dieser Abfindungsanspruch wird wesentlich durch den auszugleichenden
Wert des Grundbesitzes Marienplatz geprägt.
Die Aktionärsstruktur der LUDWIG BECK AG setzt sich nach Erkenntnis der Gesellschaft
zum 31.12.2010 wie folgt zusammen:
| INTRO Verwaltungs GmbH, Reichenschwand | 49,2 % |
| Hans Rudolf Wöhrl Verwaltungs GmbH, Reichenschwand | 21,0 % |
| OST-WEST Beteiligungs- und Grundstückverwaltungs AG, Köln | 5,0 % |
| GVC Gesellschaft für Venture Capital Beteiligungen GmbH, München | 4,0 % |
| Rheintex Verwaltungs AG, Köln | 3,0 % |
| Streubesitz | 17,8 % |
Folgende Mitteilungen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG sind der LUDWIG BECK AG im Geschäftsjahr
2010 zugegangen:
Die INTRO-Verwaltungs GmbH (Reichenschwand) hat am 23.12.2010 mitgeteilt, dass sie
am 22.12.2010 die Schwelle von 50 % der Stimmrechtsanteile an der LUDWIG BECK AG unterschritten
hat und zu diesem Zeitpunkt 49,19 % hält. Dies entspricht 1.817.605 Stimmen.
Die Hans Rudolf Wöhrl Verwaltungs GmbH (Reichenschwand) hat am 23.12.2010 mitgefeilt,
dass sie am 22.12.2010 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 %, 15 % und 20 % der Stimmrechtsanteile
an der LUDWIG BECK AG Überschriften hat und zu diesem Zeitpunkt 20,97 % hält. Dies
entspricht 775.000 Stimmen.
IAS 32 regelt die Klassifizierung von Finanzinstrumenten. Danach ist zwischen Eigenkapitalinstrumenten
und finanziellen Verbindlichkeiten zu unterscheiden. Hiernach stellen Kapitalanteile
von Personengesellschaften nicht wie im HGB grundsätzlich Eigenkapital dar, sondern
zu klassifizierende Finanzinstrumente.
Gemäß IAS 32.18 stellt ein solches Finanzinstrument, das den Inhaber zur Rückgabe
an den Emittenten gegen flüssige Mittel oder andere finanzielle Vermögenswerte verpflichtet,
eine finanzielle Verbindlichkeit und kein Eigenkapitalinstrument dar. Demzufolge hat
auch der Ausweis nicht im Eigenkapital zu erfolgen.
Vor dem Hintergrund der Standortsicherung Marienplatz hat LUDWIG BECK im Geschäftsjahr
2001 50,1 % der Anteile der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG erworben. Im Zuge der
Vollkonsolidierung wurden 49,9 % Minderheitenanteile bilanziert. Aus dem zugrunde
liegenden Gesellschaftsvertrag ergäbe sich zum Stichtag ein potentieller Abfindungsanspruch
der Minderheitsgesellschafter in Höhe von T€ 9.263 (Vj. T€ 8.970). Dieser Abfindungsanspruch
stellt den Betrag -bewertet zum beizulegenden Zeitwert -dar, den sämtliche Minderheitsgesellschafter
bei einem Ausscheiden zum Stichtag beanspruchen könnten. In Höhe dieses potentiellen
Abfindungsanspruches liegt im Sinne des IAS 32 eine finanzielle Verbindlichkeit und
kein Eigenkapitalinstrument vor. Der Abfindungsanspruch der Minderheiten richtet sich
nach dem Wert der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG unter Zugrundelegung von vertraglich
festgelegten Werten für die Immobilie am Marienplatz.
Neben einem außerordentlichen Kündigungsrecht ist im Gesellschaftsvertrag ein ordentliches
Kündigungsrecht frühestens zum 31.12.2030 vorgesehen.
Zu den gebildeten Rückstellungen sind folgende Angaben nach IAS 37 zu machen:
|
|
Stand 01.01.2010 |
Verbrauch | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2010 |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Instandsetzungsverpflichtung | 588 | 0 | 0 | 15 | 603 |
| Filialrestrukturierungskosten | 866 | 711 | 155 | 0 | 0 |
| Gesamt | 1.454 | 711 | 155 | 15 | 603 |
| Vorjahr | 575 | 0 | 0 | 879 | 1.454 |
Die Rückstellung betrifft eine Instandsetzungsverpflichtung aus einem Mietvertrag
und wurde abgeleitet aus einem Gutachten gebildet. Es handelt es sich überwiegend
um Rückbauverpflichtungen bei Beendigung dieses Mietvertrages. Die Höhe der Verpflichtung
wurde zum voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkt 31.12.2039 geschätzt. Dabei wurde
der Gutachterwert mit einer durchschnittlichen Baukostenindexsteigerung von 3 % hochgerechnet
und anschließend mit einem marktüblichen Zinssatz von 5,5 % abgezinst. Soweit die
Schätzung in den Folgejahren nicht anzupassen ist, wird diese Rückstellung ratierlich
aufgezinst.
Rückstellungen für Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für
Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet wenn es sich
bei dem Pensionsplan um einen leistungsorientierten Plan nach IAS 19 handelt.
Die Pensionsrückstellungen für die Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) werden
gemäß IAS 19 nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren ("projected
unit credit method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der
Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet.
Die Gesellschaft erfasst so genannte versicherungsmathematische Verluste nach der
Korridormethode nach IAS 19.92. Weiterhin zahlt die Gesellschaft an eine externe Versicherungsgesellschaft
Beträge ein, aus denen im Versorgungsfall die Pensionsleistungen erbracht werden sollen.
Die Gesellschaft geht davon aus, dass in den nächsten 12 Monaten keine Pensionsverpflichtungen
fällig werden.
Es handelt sich dabei um eine qualifizierte Versicherungspolice i. S. des IAS 19.104
b. Diese Versicherungspolice ist als Planvermögen zu qualifizieren.
Die Pensionsrückstellung stellt den Differenzbetrag aus dem Barwert der Pensionsverpflichtung,
dem Korridorbetrag und dem Planvermögen dar und gliedert sich wie folgt:
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Barwert der Pensionsverpflichtung zum 01 .01. | 1.188 | 1.000 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 31 | 27 |
| Zinsaufwendungen | 62 | 57 |
| Versicherungsmathematische Gewinne (-)/Verluste (+) | 21 | 104 |
| Barwert der Pensionsverpflichtung zum 31.12. | 1.302 | 1.188 |
| Nicht in der Bilanz erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+)/Verluste (-) | -21 | -104 |
| Bilanzwert der Pensionsverpflichtung vor Saldierung | 1.281 | 1.083 |
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Barwert des Planvermögens zum 01 .01. | -1.224 | -1.109 |
| Einzahlungen in das Planvermögen | -93 | -84 |
| Erträge aus dem Planvermögen | -35 | -31 |
| Barwert des Planvermögens zum 31.12. | -1.352 | -1.224 |
| Verbleibender Unterschiedsbetrag zum 31.12. | -50 | -35 |
Zum 31.12.2010 war keine Rückstellung für Pensionsverpflichtungen zu bilden, da die
Summe des Planvermögens den Bilanzwert der Pensionsverpflichtung übersteigt.
Die Barwerte der Pensionsverpflichtung betrugen zum 31.12.2008 T€ 1.000 und zum 31.12.2007
T€ 1.026. Das Planvermögen belief sich zum 31.12.2008 auf T€ 1.109 und zum 31.12.2007
auf T€ 999.
Zum 31.12.2010 übersteigt das positive Planvermögen den Barwert der Pensionsverpflichtung.
Nach IAS 19.58 b) ii) ist solch ein übersteigender Betrag nur mit dem Barwert des
zukünftigen Nutzens für die Gesellschaft anzusetzen. Dieser Nutzen kann sich in zukünftigen
Beitragsminderungen oder Beitragsrückgewährungen oder anderen Nutzen ergeben. Die
Gesellschaft rechnet aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung des Planvermögens nicht
mit Nutzenvorteilen aus dem übersteigenden Planvermögen zum Stichtag. Eine Aktivierung
des übersteigenden Aktivvermögens oder eines anderen Nutzenswertes findet deshalb
nicht statt.
Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlage zur Bestimmung
des Bilanzwertes der Verbindlichkeiten:
|
|
2010 | 2009 |
| Abzinsungsfaktor | 5,15 % | 5,25 % |
| Rententrend | 1,875 % | 1,875 % |
Da die Versorgungsansprüche vertraglich festgelegten Steigerungsraten unterliegen,
ist ein sonst üblicher, pauschaler Gehaltstrend nicht zu berücksichtigen.
Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen
und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z. B. Einkommens- oder Zinssatzveränderungen)
gegenüber den ursprünglichen Berechnungsparametern.
Die Gesellschaft geht von einem Dienstzeitaufwand von T€ 33 und einem Zinsaufwand
in Höhe von T€ 67 sowie einem erwarteten Ertrag für das Planvermögen in Höhe von T€
40 für das Geschäftsjahr 2011 aus. Die Einzahlungen in das Planvermögen bleiben aller
Erwartung nach unverändert.
|
|
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|
davon mit einer Restlaufzeit | ||
|
|
|
Gesamtbetrag | bis zu einem Jahr |
zwischen 1 bis 5 Jahren |
über 5 Jahre |
|
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| 1. | Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 33.349 | 3.431 | 16.961 | 12.957 |
|
|
Vorjahr | 40.489 | 3.492 | 8.577 | 28.420 |
| 2. | Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 3.926 | 490 | 3.436 | 0 |
|
|
Vorjahr | 4.180 | 450 | 3.730 | 0 |
| 3. | Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 1.586 | 1.586 | 0 | 0 |
|
|
Vorjahr | 1.279 | 1.279 | 0 | 0 |
| 4. | Steuerverbindlichkeiten | 3.810 | 3.810 | 0 | 0 |
|
|
Vorjahr | 2.096 | 2.096 | 0 | 0 |
| 5. | sonstige Verbindlichkeiten | 5.164 | 5.164 | 0 | 0 |
|
|
Vorjahr | 4.700 | 4.700 | 0 | 0 |
|
|
- davon aus Steuern: T€ 1.620 (Vj. T€ 1.728) |
|
|
|
|
|
|
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: T€ 3 (Vj. T€ 1) |
|
|
|
|
| 31.12.2010 | 47.835 | 14.481 | 20.397 | 12.957 | |
| Vorjahr | 52.743 | 12.016 | 12.307 | 28.420 | |
Die verzinslichen Verbindlichkeiten (T€ 27.309) bezüglich der Immobilie "Marienplatz"
sind wie folgt besichert:
| Grundschulden Hypothekenbank Hannover | T€ | 27.309 |
Die übrigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von T€ 6.040 sind
zum 31.12.2010 nicht besichert.
Die Zinsfestschreibung für die Immobilienfinanzierung (derzeit kurz- und langfristig:
T€ 27.309) erfolgte zu einem Zinssatz von 6,0 % p.a. Die Darlehen wurden ursprünglich
mit einer Zinsfestschreibung für 20 Jahre ausgereicht.
Ein Darlehen für die Immobilienfinanzierung zu 4,05 % wurde nach planmäßiger Tilgung
mit einem Stand von T€ 3.289 zum 30.12.2010 vollständig getilgt.
Bei den Darlehen ist kein Derivat (strukturiertes Produkt) abzuspalten oder gesondert
zu bewerten.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten
bilanziert. Die Zinssätze betragen zwischen 1,3 % und 6,1 %.
Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten werden zum Rückzahlungsbetrag
bilanziert und setzen sich wie folgt zusammen:
|
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31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
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T€ | T€ |
| Darlehen | 3.391 | 3.419 |
| Kontokorrentkredite und sonstige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 40 | 73 |
|
|
3.431 | 3.492 |
Es bestanden von Banken eingeräumte Kontokorrentkreditlinien zum 31.12.2010 von insgesamt
T€ 17.000, die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen waren.
Die Zinssätze betrugen bei den Darlehen zwischen 1,3 % und 6,1 % und bei den Kontokorrentkrediten
durchschnittlich 1,8 %.
Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen T€ 1.586 (Vj.
T€ 1.279) erfolgt zum Rückzahlungsbetrag. Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser
Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten.
Die Bezahlung der Lieferanten erfolgt in der Regel innerhalb von 10 Tagen, um den
Skontoabzug geltend machen zu können, das Zahlungsziel beträgt aber in der Regel 60
Tage.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Leasing | 1.068 | 1.563 |
| Darlehen Buchanan Capital Partners II "Marienplatz" GbR | 2.368 | 2.167 |
|
|
3.436 | 3.730 |
Das Darlehen von der Buchanan Capital Partners II "Marienplatz" GbR hat eine Laufzeit
bis 31.12.2014 und wurde im Geschäftsjahr 2010 T€ 201 (Vj. T€ 183) aufgezinst. Der
beizulegende Zeitwert einer neu bis zum Fälligkeitszeitpunkt eingegangenen Verbindlichkeit
würde aufgrund vom Marktzinsniveau abweichender Zinssätze T€ 2.854 (Vj. T€ 2.396)
betragen.
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Lohn- und Umsatzsteuern | 1.620 | 1.728 |
| Einkaufsgutscheine | 1.081 | 960 |
| Personal kosten | 1.037 | 1.138 |
| Filialrestrukturierung | 386 | 0 |
| Jahresabschluss- und Steuererklärungskosten | 189 | 168 |
| andere abgegrenzte Schulden | 851 | 706 |
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5.164 | 4.700 |
|
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|
|
davon mit einer Restlaufzeit | ||
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Gesamtbetrag | bis zu einem Jahr | zwischen 1 bis 5 Jahren | über 5 Jahre |
|
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T€ | T€ | T€ | T€ |
| 1. | Mindestleasingzahlungen | 1.644 | 537 | 1.107 | 0 |
|
|
Vorjahr | 2.222 | 537 | 1.684 | 0 |
| 2. | Zinsen | 86 | 47 | 39 | 0 |
|
|
Vorjahr | 209 | 88 | 121 | 0 |
| 3. | Tilgung (Barwert der Leasingverbindlichkeiten) | 1.558 | 490 | 1.068 | 0 |
|
|
Vorjahr | 2.013 | 450 | 1.563 | 0 |
Die gesamten Verbindlichkeiten aus dem Finanzierungsleasing haben sich im Geschäftsjahr
2010 wie folgt entwickelt:
| Barwert 01 .01.2010 | T€ | 2.013 |
| Leasingraten 2010 | T€ | -537 |
| Zinsaufwand 2010 | T€ | 82 |
| Barwert 31.12.2010 | T€ | 1.558 |
Alle Leasingverträge der Gesellschaft, die nach deutschem Rechtals Leasingvertrag
zu klassifizieren waren, sind als Finanzierungsleasingverträge nach IAS 17 einzustufen.
Operating-Leasingverhältnisse bestehen im Wesentlichen im Rahmen von Mietverträgen
für Filialen des Konzerns die unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellt
sind. Im Bereich der Operating-Leasingverhältnisse bestehen keine Kaufoptionen.
Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern betragen zum 31.12.2010 T€ 3.810 (Vj. T€ 2.096).
Die sonstigen finanziellen Verbindlichkeiten (kurzfristig) betreffen ausschließlich
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing in Höhe von T€ 490 (Vj. T€ 450).
Die Darstellung erfolgte bei den aktiven latenten Steuern (2).
Die Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt.
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Umsatzerlöse | 90.109 | 87.204 |
Die Segmentberichterstattung gibt nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen. Die Umsatzerlöse
des LUDWIG BECK Konzerns wurden bis auf T€ 9 (Vj. T€ 8) im Inland erwirtschaftet.
Die anderen aktivierten Eigenleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2010 T€ 50 (Vj.
T€ 81). Dabei handelt es sich um Personalkosten im Zuge von Umbauarbeiten im Stammhaus
München.
Die sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt:
|
|
2010 | 2009 |
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T€ | T€ |
| Mieterträge und weiterberechnete Raumkosten | 1.464 | 1.594 |
| Erträge aus dem Vertriebsbereich | 572 | 533 |
| Personalerträge | 306 | 325 |
| Kantinenerträge | 367 | 370 |
| Übrige Erträge | 766 | 180 |
|
|
3.475 | 3.002 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten aperiodische Erträge in Höhe von T€
51 (Vj. T€ 42).
|
|
2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ |
| Aufwendungen für bezogene Waren | 44.645 | 44.188 |
Der ausgewiesene Aufwand dieser Position beinhaltet die Warenzugänge zu Anschaffungskosten
abzüglich der erhaltenen Skonti sowie der Lagerbestandsveränderungen und der Gängigkeitsabschläge.
|
|
2010 | 2009 |
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T€ | T€ |
| Löhne und Gehälter | 14.341 | 14.097 |
| soziale Abgaben | 2.490 | 2.527 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 216 | 216 |
|
|
17.047 | 16.840 |
Die Gesellschaft hat so genannte beitragsorientierte und leistungsorientierte Altersversorgungspläne
(IAS 19) für Mitarbeiter des LUDWIG BECK Konzerns eingerichtet.
Diese gliedern sich in zwei Gruppen:
Seit dem 01 .01.2001 besteht für die Mitarbeiter die Möglichkeit auf Antrag in das
tarifliche Altersvorsorgemodell nach einer 6-monatigen Betriebszugehörigkeitsfrist
aufgenommen zu werden.
Bei Mitarbeitern, deren Eintritt vor dem 31.03.2000 lag, handelt es sich um eine Direktversicherung,
die mit einem unabhängigen Dritten (mit einer vollumfänglichen Rückversicherung) abgeschlossen
wurde. Für Mitarbeiter, die nach dem 31.03.2000 in das Unternehmen eingetreten sind,
werden die Beiträge in eine Pensionskasse eingezahlt.
Die Finanzierung erfolgt durch Arbeitgeberbeiträge, die über die Konzern-Gewinn- und
Verlustrechnung erfasst werden.
Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2000 in das Unternehmen eingetreten und älter als
25 Jahre sind sowie eine Betriebszugehörigkeit von mindestens 5 Jahren vorweisen können,
erhalten von LUDWIG BECK eine freiwillige Zusage zur Altersvorsorge, wobei die tariflichen
Ansprüche gegen gerechnet werden.
Es handelt sich um einen beitragsorientierten Plan i. S. von IAS 19.
Die Aufwendungen für diese Vorsorgeverpflichtungen betrugen in 2010 T€ 161 (Vj. T€
170).
An den Altersvorsorgemodellen nehmen insgesamt 352 Mitarbeiter teil.
Aktive und ehemalige Vorstandsmitglieder haben von der Gesellschaft eine Zusage zur
Altersvorsorge erhalten. Es handelt sich bei der Zusage um einen leistungsorientierten
Plan i.S.d. IAS 19.
Die Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung sind in Tz. 9 dargestellt.
Zur Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen
verweisen wir auf die Angaben im Anlagespiegel.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt:
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2010 | 2009 |
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T€ | T€ |
| Mietaufwendungen | 5.311 | 5.491 |
| sonstige Raumkosten | 2.108 | 2.211 |
| Verwaltungskosten | 1.499 | 1.556 |
| Vertriebskosten | 3.840 | 3.768 |
| sonstige Personalkosten | 1.206 | 1.235 |
| Versicherungen/Beiträge | 201 | 182 |
| sonstige Steuern | 121 | 111 |
| übrige | 771 | 1.385 |
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15.057 | 15.939 |
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr waren keine aperiodischen Aufwendungen zu verzeichnen.
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2010 | 2009 |
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T€ | T€ |
| sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 11 | 52 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 3.224 | 2.795 |
| Anteil anderer Gesellschafter am Ergebnis | 624 | 654 |
| Finanzergebnis | -3.837 | -3.397 |
Die sonstigen Zinsen und ähnlichen Erträge betreffen Zinsen aus Bankguthaben. Der
unter den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil für Finanzierungs-Leasingverträge
beträgt T€ 82 (Vj. T€ 109), aus Pensionsverpflichtungen T€ 62 (Vj. T€ 57) und aus
abgewickelten Zinsswap-Geschäften T€ 36 (Vj. T€ 0).
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2010 | 2009 |
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T€ | T€ |
| Ertragsteuern | 3.325 | 2.374 |
| latenter Steueraufwand aus der Auflösung aktivierter latenter Steuern auf Verlustvorträge | 0 | 1.727 |
| sonstiger latenter Steueraufwand | 137 | 41 |
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3.462 | 4.142 |
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2010 | 2009 |
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T€ | T€ |
| aus der Veränderung der Verlustvorträge | 0 | 1.745 |
| aus der Aktivierung von Vermögenswerten des Finanzierungsleasing | 76 | -13 |
| aus temporären Unterschieden bei der Bilanzierung eines Mieterdarlehens | -9 | -9 |
| aus temporären Unterschieden bei der Abschreibung des Markennamens | 13 | 13 |
| aus temporären Unterschieden unverzinslicher Verbindlichkeiten | -4 | -4 |
| aus temporären Unterschieden sonstiger Rückstellungen | -40 | -15 |
| aus temporären Unterschieden aus der Abschreibung von immateriellen Vermögenswerten und Sachanlagen | 164 | 67 |
| sonstige | -63 | -16 |
| Latenter Steueraufwand gesamt | 137 | 1.768 |
Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand bzw. -ertrag,
der sich rechnerisch bei einer Anwendung des Konzernsteuersatzes von 32,975 % (Körperschaftsteuer,
Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem Steueraufwand bzw. -ertrag im
Konzernabschluss nach IFRS dar:
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2010 | 2009 |
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T€ | T€ |
| Ergebnis vor Ertragsteuern | 9.901 | 6.378 |
| Nominaler Konzernsteuersatz in % | 33 | 33 |
| rechnerischer Steueraufwand | 3.267 | 2.103 |
| Veränderungen des rechnerischen Steueraufwands: |
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| - Differenzen aufgrund abweichender Steuersätze | 0 | 0 |
| -abweichende Steuerbemessungsgrundlage | 195 | 294 |
| - Differenz auf der Auflösung aktiver latenter Steuern aus Verlustvorträgen | 0 | 1.745 |
| tatsächlicher Steueraufwand | 3.462 | 4.142 |
Das Ergebnis je Aktie (earnings per share) wird nach IAS 33 mittels Division des Konzerngesamtergebnisses
durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode ausgegebenen
Aktien errechnet.
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2010 | 2009 |
| Konzernjahresüberschuss in T€ | 6.439 | 2.237 |
| Gewichtete Anzahl der Aktien in Tausend | 3.695 | 3.695 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert und verwässert) | 1,74 | 0,61 |
Das unverwässerte Ergebnis entspricht dem verwässerten Ergebnis.
Vorstand und Aufsichtsrat haben bezüglich der Gewinnverwendung vorgeschlagen, eine
Dividende je Aktie von € 0,35 an die Aktionäre auszuschütten. Dies entspricht einer
Dividende in Höhe von T€ 1.293.
Die nachfolgende Segmentberichterstattung entspricht IFRS 8 "Operating Segments",
der die Anforderungen an die Berichterstattung über die Finanzergebnisse der Geschäftssegmente
einer Gesellschaft definiert. Er folgt dem sogenannten "Management Approach", der
verlangt, die Segmentinformationen auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen,
wie sie vom sogenannten "Chief Operating Decision Maker" regelmäßig zur Entscheidung
über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance
herangezogen werden.
Die einzelnen Segmente der ersten Berichterstattungsstufe sind in den einzelnen Verkaufsabteilungen
des Haupthauses am Marienplatz und den Filialbetrieben definiert. Im Haupthaus am
Marienplatz ist jedes einzelne Segment kleiner 10 % und deshalb unter den Schwellenwerten
des IFRS 8.13.a).
Nach IFRS 8.14. werden diese Segmente zusammengefasst auf die 2. Berichtsstufe. Die
Voraussetzungen zur Zusammenfassung nach IFRS 8.12. sind kumulativ erfüllt.
Die 2. Berichtsstufe umfasst zum einen das Stammhaus am Marienplatz inkl. der LUDWIG
BECK Hautnah-Dependance in den 5 Höfen und zum anderen die Filialbetriebe. Die Zusammenfassung
erfolgt nach dem management approach, da die einzelnen Filialbetriebe immer gesonderte
Segmente darstellen.
Die Hauptentscheidungsträger überprüfen auf Segmentebene regelmäßig nur die in der
genannten Berichterstattung angegebenen Kostenelemente. Alle anderen Kostenelemente
werden regelmäßig nur auf Gesamtkonzernebene betrachtet.
Das Segmentergebnis unterscheidet sich im Wesentlichen dadurch vom Konzernergebnis,
dass nicht alle Kostenbestandteile auf Segmentebene einbezogen werden. Die übrigen
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden stimmen mit denen des Konzernabschlusses überein.
Die sonstige Personalaufwendungen und sonstigen Kosten betreffen solche, die keinem
einzelnen Segment zuordenbar sind.
Die zu segmentierenden Konzernzahlen 2010 verteilen sich wie folgt auf die einzelnen
Segmente:
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|
Marienplatz | Filialen | Konzern |
|
|
T€ | T€ | T€ |
| Umsatzerlöse (brutto) | 96.402 | 10.806 | 107.208 |
| Mehrwertsteuer | -15.374 | -1.725 | -17.100 |
| Umsatzerlöse (netto) | 81.028 | 9.081 | 90.109 |
| Wareneinsatz | 39.659 | 4.986 | 44.645 |
| Nettorohertrag | 41.369 | 4.095 | 45.464 |
| Personalkosten | 7.205 | 1.305 | 8.510 |
| Raum-, Verwaltungs- und Vertriebskosten | 11.910 | 1.801 | 13.711 |
| Zinsen | 908 | 76 | 984 |
| Segmentergebnis | 21.346 | 913 | 22.259 |
| Sonstige betriebliche Erträge |
|
|
3.525 |
| Sonstige Personalaufwendungen |
|
|
8.537 |
| Abschreibungen |
|
|
3.147 |
| Sonstige Kosten |
|
|
1.346 |
| Sonstiges Finanzergebnis |
|
|
-2.853 |
| Ertragsteuern |
|
|
3.462 |
| Konzernjahresüberschuss |
|
|
6.439 |
| Segmentvermögen |
|
|
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| Immaterielle Vermögenswerte | 3.022 | 0 | 3.022 |
| Sachanlagen | 90.636 | 97 | 90.733 |
| Vorräte | 7.860 | 771 | 8.631 |
| Segmentvermögen gesamt | 101.518 | 868 | 102.386 |
Innerhalb des LUDWIG BECK Konzerns bestehen die Produktbereiche Textil und Nontextil.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden Nettoumsätze in Höhe von T€ 61.405 aus dem Produktbereich
Textil und T€ 28.704 aus dem Produktbereich Nontextil generiert.
Die zu segmentierenden Konzernzahlen 2009 verteilen sich wie folgt auf die einzelnen
Segmente:
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|
Marienplatz | Filialen | Konzern |
|
|
T€ | T€ | T€ |
| Umsatzerlöse (brutto) | 91.132 | 12.610 | 103.742 |
| Mehrwertsteuer | -14.525 | -2.013 | -16.538 |
| Umsatzerlöse (netto) | 76.607 | 10.597 | 87.204 |
| Wareneinsatz | 38.555 | 5.633 | 44.188 |
| Nettorohertrag | 38.052 | 4.964 | 43.016 |
| Personalkosten | 7.130 | 1.547 | 8.677 |
| Raum-, Verwaltungs- und Vertriebskosten | 12.170 | 2.137 | 14.307 |
| Zinsen | 952 | 110 | 1.062 |
| Segmentergebnis | 17.800 | 1.170 | 18.970 |
| Sonstige betriebliche Erträge |
|
|
3.083 |
| Sonstige Personalaufwendungen |
|
|
8.163 |
| Abschreibungen |
|
|
3.544 |
| Sonstige Kosten |
|
|
1.632 |
| Sonstiges Finanzergebnis |
|
|
-2.335 |
| Ertragsteuern |
|
|
4.142 |
| Konzernjahresüberschuss |
|
|
2.237 |
| Segmentvermögen |
|
|
|
| Immaterielle Vermögenswerte | 3.025 | 0 | 3.025 |
| Sachanlagen | 91.737 | 240 | 91.977 |
| Vorräte | 7.331 | 1.017 | 8.348 |
| Segmentvermögen gesamt | 102.093 | 1.257 | 103.350 |
Innerhalb des LUDWIG BECK Konzerns bestehen die Produktbereiche Textil und Nontextil.
Im Geschäftsjahr 2009 wurden Nettoumsätze in Höhe von T€ 59.716 aus dem Produktbereich
Textil und T€ 27.488 aus dem Produktbereich Nontextil generiert.
Auf das Segmentvermögen der Filialen wurden im Geschäftsjahr 2009 Wertminderungen
nach IAS 36 in Höhe von T€ 119 vorgenommen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des
Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit
IAS 7 (Cash Flow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver
und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene
Liquidität umfasst Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
Der Finanzmittelfonds setzt sich nach IAS 7.6. ff. aus der Summe der Kassenbestände
und der kurzfristigen Bankguthaben zusammen. Kurzfristige Kontokorrentguthaben werden
jedoch nur in der Höhe dem Finanzmittelfonds zugeordnet, wie zum Stichtag keine Kontokorrentverbindlichkeiten
bestehen, ansonsten werden diese Positionen saldiert.
Die Saldierung erfolgt nicht, weil die Gesellschaft Kontokorrentkredite als täglich
fällig zurückzahlbar ansieht. Vielmehr betrachtet LUDWIG BECK in seiner Zahlungsmitteldisposition
Kontokorrentguthaben und -Verbindlichkeiten grundsätzlich saldiert.
IAS 7.45 verlangt die Überleitung der betroffenen Bilanzpositionen zum Finanzmittelfonds:
| liquide Mittel | T€ | 4.796 |
| abzüglich Kontokorrentschulden | T€ | 0 |
| = Finanzmittelfonds nach IAS 7 | T€ | 4.796 |
Die LUDWIG BECK AG verfügt über Kontokorrentlinien von T€ 17.000, welche auch in 2011
weiterhin zur Verfügung stehen. Diese Kontokorrentlinien waren zum Stichtag lediglich
durch Avale in Anspruch genommen.
Die Eigenkapitalveränderungsrechnung zeigt, wie sich die Posten des Eigenkapitals
des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres verändert haben. Der Ausweis erfolgt in Übereinstimmung
mit IAS 1.
Über die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen
keine wahrscheinlich eintretenden Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen Ereignissen
abhängt.
Nach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht.
Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar:
|
|
Jahresverpflichtung | Gesamtverpflichtung | ||
|
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Verpflichtungen aus Mietverträgen inkl. Erbbauzins | 4.776 | 6.025 | 101.303 | 91.084 |
| Verpflichtungen aus Werbekostenbeiträgen | 99 | 170 | 421 | 727 |
Die Laufzeit der Gesamtverpflichtung stellt sich wie folgt dar:
|
|
bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | gesamt |
|
|
T€ | T€ | T€ | T€ |
| Verpflichtungen aus Mietverträgen inkl. Erbbauzins | 4.776 | 17.561 | 78.966 | 101.303 |
| Verpflichtungen aus Werbekostenbeiträgen | 99 | 209 | 113 | 421 |
Am 23. November 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat der LUDWIG BECK AG die Entsprechenserklärung
gemäß § 161 AktG abgegeben. Den Anforderungen des Corporate Governance Kodex in der
Fassung vom 18. Juni 2009 bis 02. Juli 2010 und ab dem 03. Juli 2010 in der Fassung
vom 26. Mai 2010 wurde seit Abgabe der letzten Entsprechenserklärung vom 10. November
2009 mit nachfolgenden Ausnahmen entsprochen:
1. Die D&O Versicherung für den Aufsichtsrat beinhaltete in der Vergangenheit keinen
Selbstbehalt (Kodex Ziffer 3.8). Die für den Aufsichtsrat und Vorstand bestehende
D&O Versicherung wurde mit Ablauf des Kalenderjahres 2009 beendet.
2. Der Vorstand der Gesellschaft hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher (Kodex Ziffer
4.2.1 Satz 1).
3. Der Aufsichtsrat strebt bei der Zusammensetzung des Vorstands keine angemessene
Berücksichtigung von Frauen an (Kodex Ziffer 5.1.2 Absatz 1).
4. Der Aufsichtsrat hat keinen Nominierungsausschuss gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3).
5. Der Aufsichtsrat wird hinsichtlich der nach Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 1 zu benennende
Ziele für seine Zusammensetzung keine angemessene Beteiligung von Frauen vorsehen
(Kodex Ziffer 5.4.1 Absatz 2 Satz 2).
6. Die Halbjahres- und Quartalsfinanzberichte wurden vom Aufsichtsrat oder seinem
Prüfungsausschuss vor der Veröffentlichung nicht mit dem Vorstand erörtert (Kodex
Ziffer 7.1.2 Satz 2).
Die Entsprechenserklärung ist den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens
(www.ludwigbeck.de) dauerhaft zugänglich gemacht.
Im Folgenden werden die dem Konzern nahe stehenden Unternehmen und Personen im Sinne
von IAS 24 benannt.
Die Vorstände sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Die Vorstände sind befugt
die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines
Dritten uneingeschränkt zu vertreten.
| Vorstand: | Dieter Münch, Kaufmann Oliver Haller, Kaufmann (bis 31.12.2010) Christian Greiner, Kaufmann (ab 01.01.2011) |
Die Gesamtbezüge des Vorstandes der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier
Aktiengesellschaft betrugen im Geschäftsjahr 2010 T€ 1.094 (Vj. T€ 1.105).
Die Mitglieder des Vorstandes hielten am 31.12.2010 6.500 Stückaktien (Vorjahr: 5.000;
Kauf: 1.500; Verkauf: 0).
Eine individualisierte Angabe der Bezüge der Vorstände erfolgt im Vergütungsbericht
des Lageberichts.
Herr Christian Greiner wurde in der Aufsichtsratssitzung vom 09.03.2010 zum Vorstand
der LUDWIG BECK AG ab dem 01.01.2011 bestellt.
| Aufsichtsrat: | Dr. Joachim Hausser, Kaufmann, München, Vorsitzender Gerhard Wöhrl, Kaufmann, Nürnberg, stellvertretender Vorsitzender (bis 31.12.2010) Christian Greiner, Kaufmann, Nürnberg (bis 31.12.2010) Dr. Lutz Helmig, Kaufmann, Fulda Gabriele Keitel, kaufmännische Angestellte, München*) Dorothee Neumüller, Einkäuferin, Holzkirchen*) Dr. Steffen Stremme, Kaufmann, Erlangen (ab 01.01.2011) Hans Rudolf Wöhrl, Kaufmann, Reichenschwand (ab 01.01.2011) |
In der Hauptversammlung vom lt. Mai 2010 wurde Herr Dr. Steffen Stremme als Nachfolger
für den am 31.12.2010 ausscheidenden Aufsichtsrat Herrn Gerhard Wöhrl gewählt. Herr
Hans Rudolf Wöhrl, bis 31.12.2010 Aufsichtsratsersatzmitglied, rückt am 01.01.2011
für den in den Vorstand wechselnden Herrn Christian Greiner in den Aufsichtsrat.
Für das Geschäftsjahr 2010 wird den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von
insgesamt T€ 90 (Vj. T€ 83) gewährt. Zudem wurde im Vorjahr für jedes Mitglied im
Aufsichtsrat eine D&O Versicherung in Höhe von jeweils T€ 3 abgeschlossen. Diese Versicherung
wurde zum 31.12.2009 gekündigt.
Von der Viscardi AG wurden für Designated Sponsoring T€ 35 (Vj. T€ 35) abgerechnet.
Die Viscardi AG ist als nahestehende Person Herrn Dr. Joachim Hausser und Herrn Dieter
Münch zuzurechnen.
Daneben sind die maßgeblich beteiligten Aktionäre die INTRO Verwaltungs GmbH (49,2
%) und die Hans Rudolf Wöhrl Verwaltungs GmbH (21,0 %) sowie mittelbar als Gesellschafter
dieser beiden Unternehmen Herr Hans Rudolf Wöhrl einschließlich aller mit diesen drei
Parteien verbundenen Unternehmen als nahestehende Personen zu nennen. Es wurde im
Geschäftsjahr zwischen den Unternehmen des LUDWIG BECK Konzerns und dem genannten
Personenkreis keine Geschäfte getätigt.
Folgende Mitglieder des Vorstandes und des Aufsichtsrates sind im Aufsichtsrat bzw.
in ähnlichen Organen weiterer Unternehmen vertreten:
| Herr Dr. Joachim Hausser: |
|
| Beirat: | GETRAG Getriebe- und Zahnradfabrik Hermann Hagenmeyer GmbH & Cie KG, Untergruppenbach |
| Verwaltungsrat: | Kühne & Nagel Intern. AG, Schindellegi |
| Herr Gerhard Wöhrl (bis 31.12.2010): |
|
| Aufsichtsrat: | Tom Tailor AG, Hamburg |
| Beiratsvorsitzender: | TETRIS Grundbesitz GmbH & Co. KG, Reichenschwand TETRIS Grundbesitz Beteiligungs GmbH, Reichenschwand |
| Beirat: | Sparkasse Nürnberg, Nürnberg |
| Herr Christian Greiner (bis 31.12.2010): |
|
| Aufsichtsrat: | Rudolf Wöhrl AG, Nürnberg |
| Beirat: | TETRIS Grundbesitz GmbH & Co. KG, Reichenschwand Bültel International Fashion Group, Salzbergen |
| Herr Dr. Lutz Helmig: |
|
| Aufsichtsratsvorsitzender: | EDAG GmbH & Co KGaA, Fulda HAEMA AG, Leipzig |
| Herr Dr. Steffen Stremme (ab 01.01.2011): |
|
| Aufsichtsrat: | BU-Holding AG, Nürnberg |
| Beirat: | Dresdner/Commerzbank AG, Nürnberg |
| Herr Hans Rudolf Wöhrl (ab 01.01.2011): |
|
| Aufsichtsrat: | UFB/UMU AG, Nürnberg |
| Beirat: | Deutsche Bank AG, Nürnberg |
Herrn Hans Rudolf Wöhrl sind mittelbar 70,2 % (2.592.605 Aktien) der Anteile an der
LUDWIG BECK AG zuzurechnen.
Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrates hielten am 31.12.2010 206 Stückaktien (Vj.
247).
Das Honorar des Abschlussprüfers für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 beläuft sich
auf T€ 161 (Vj. T€ 138).
Als Honorar für die Prüfung des Konzernabschlusses und der Jahresabschlüsse sind T€
130 (Vj. T€ 130) angefallen. Für Steuerberatung T€ 9 (Vj. T€ 8) und für sonstige Leistungen
T€ 22 (Vj. T€ 0) angefallen.
Im Jahresdurchschnitt waren im Konzern der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus
Feldmeier AG durchschnittlich 513 (Vj. 529) Mitarbeiter beschäftigt, davon 210 (Vj.
219) als Vollzeitkräfte,175 (Vj. 183) als Teilzeitkräfte und 128 (Vj. 127) als Aushilfen.
Auszubildende wurden bei der Berechnung nicht berücksichtigt.
Der Vorstand hat die gesetzlich geforderte Erklärung nach § 297 Abs. 2 HGB abgegeben.
München, 14.02.2011
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind."
München, im Februar 2011
| Dieter Münch | Christian Greiner |
Wir haben den von der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AG, München,
aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2010 bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es,
auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss
und den Konzernlagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AG, München,
den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1
HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser
Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit
dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des
Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend
dar.
München, den 18. Februar 2011
BTU Treuhand GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Ulrich Scheider | p.p.a. Florian Bendel |
| Wirtschaftsprüfer | Wirtschaftsprüfer |
Marienplatz 11 I 80331 München I Tel.+49.89.23691-0 I Fax +49. 89. 23691-600 I info@ludwigbeck.de
Montag - Samstag 10.00 - 20.00 Uhr
Burgstraße 7 I 80331 München I Tel.+49.89.23691-402 I Fax +49. 89. 23691-436 I info@ludwigbeck.de
Montag - Samstag 9.30 - 19.00 Uhr
Theatinerstraße 14 I 80333 München I Tel. +49. 89. 20604-280 I hautnah5hoefe@ludwigbeck.de
Montag - Freitag 10.00 - 19.00 Uhr
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Umsatzzahlen 2010
Jahresabschluss 2010
Bilanzpressekonferenz 2011
Analystenkonferenz 2011
Dreimonatsbericht 2011
Hauptversammlung 2011
Halbjahresbericht 2011
Neunmonatsbericht 2011
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