Ludwig Beck am Rathauseck-Textilhaus Feldmeier AGMünchenKonzernzwischenbericht für das 3. Quartal und die ersten neun Monate 2015LUDWIG BECK am Rathauseck Konzernzwischenbericht für das 3. Quartal und die ersten neun Monate des Geschäftsjahres 2015 für den Zeitraum vom 01. Januar bis 30. September 2015+ ISIN DE0005199905 + LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AG + Marienplatz
11 + 80331 München + KONZERNKENNZAHLENscroll
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In den Zahlen des Geschäftsjahres 2014 ist WORMLAND nicht enthalten. EINFÜHRUNGDie LUDWIG BECK-Finanzberichterstattung basiert auf den International Financial Reporting
Standards (IFRS) und entspricht dem § 37w WpHG. Generell wird der Zwischenbericht
als eine Aktualisierung des Geschäftsberichts erstellt. Sein Fokus liegt auf dem aktuellen
Berichtszeitraum. Der zusätzliche Konzernabschluss nach IFRS dient als Ausgangspunkt
für die LUDWIG BECK-Finanzberichterstattung nach IFRS als führendes Rechnungslegungssystem.
Der Zwischenbericht sollte deshalb zusammen mit dem für das Geschäftsjahr 2014 veröffentlichten
IFRS-Konzernabschluss und dem Geschäftsbericht sowie dem Halbjahresbericht 2015 gelesen
werden. Mit der Übernahme von 100% der Anteile der WORMLAND Unternehmensverwaltung GmbH, München,
durch LUDWIG BECK am 12. Mai 2015, sind deren Tochtergesellschaften WORMLAND Holding
GmbH, Hannover, THEO WORMLAND GmbH & Co. KG, Hannover, sowie THEO WORMLAND GmbH, Hannover,
Teil des Konzerns geworden. Die Einbeziehung von WORMLAND wirkt sich daher auf die
Vergleichbarkeit der Kennzahlen auf Konzernebene aus. Diese ist gegenüber dem Vorjahreszeitraum
nur sehr eingeschränkt gegeben. Unter anderem ist aus dem Unternehmenserwerb der WORMLAND-Gruppe
in den sonstigen betrieblichen Erträgen ein vorläufiger Erstkonsolidierungsertrag
in Höhe von 9,8 Mio. € enthalten, der sich bis zum Jahresende 2015 noch geringfügig
ändern kann. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENGesamtwirtschaftliche EntwicklungIm dritten Quartal 2015 setzte die deutsche Wirtschaft ihren moderaten Aufschwung
fort. Nach Angaben des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW Berlin) ist
das Bruttoinlandsprodukt gegenüber dem Vorquartal um 0,5% gestiegen. Die Wirtschaftsforscher
des DIW Berlin verweisen auf kräftige Impulse von den konsumnahen Dienstleistungen,
während im verarbeitenden Gewerbe eine Stagnation auszumachen sei. Die weiter anhaltende
Schaffung neuer Arbeitsplätze fördere den privaten Konsum, der erneut wichtigste Triebkraft
für die deutsche Konjunktur war. Begünstigt wurde dieser durch die gesunkenen Energiepreise. Auch die deutschen Exporte
entwickelten sich weiterhin positiv. Diesen erfreulichen Tendenzen stand noch immer
eine aus der Eurokrise rührende Unsicherheit gegenüber, die angesichts einer möglichen
Abschwächung der Dynamik in China und anderen Schwellenländern eher noch zugenommen
hat. So war auch im dritten Quartal eine Zurückhaltung bei der Investitionsneigung
deutscher Unternehmen zu beobachten. Entwicklung im EinzelhandelWie das Konsumbarometer der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) feststellte, ging
die Kauflaune der Deutschen leicht zurück. Die GfK-Experten sehen die Ursachen in
der zunehmenden Besorgnis der Verbraucher über die Situation in Griechenland, die
Ukraine-Krise, die Lage im Nahen Osten, die schwächelnde chinesische Wirtschaft und
die unvermittelt einsetzende Flüchtlingskrise. Diese Faktoren führten laut GfK dazu,
dass die Deutschen in ihren Erwartungen in die wirtschaftliche Entwicklung des Landes
skeptischer geworden sind. Lag die Konjunkturerwartung noch im Juni mit 46,2 Punkten
auf dem höchsten Niveau seit drei Jahren, ist sie mit gegenwärtig nur noch 4,4 Punkten
rasant eingebrochen. Der stationäre Modehandel wuchs nach einem besonders enttäuschenden August (-16%)
im September um insgesamt 8% - und damit so stark wie zuletzt im März 2014. Im ungewöhnlich
heißen August zeigten die Verbraucher kein Interesse für die bereits in den Regalen
liegende Winterware. Der Jahresumsatz hat sich nach Angaben des TW-Testclubs durch
das Umsatzhoch im September im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um einen Prozentpunkt
verbessern können, verzeichnete jedoch insgesamt ein Minus von 2%. Der deutsche Textileinzelhandel
blickte somit auf ein sorgenvolles Jahr. Die Branche schloss nur drei Monate mit einem
Plus, einen weiteren mit einem Pari. Wie der TW-Testclub weiterhin mitteilte, wuchsen
die Umsätze zuletzt besonders stark bei den Modehäusern und den Anbietern von Herrenmode
in den Großstädten. Entwicklung bei LUDWIG BECKDer Erwerb der Anteile an WORMLAND am 12. Mai 2015 und die damit verbundene Vollkonsolidierung
hat auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des LUDWIG BECK Konzerns künftig einen
sehr großen Einfluss. Die Vergleichbarkeit zum Vorjahreszeitraum ist daher nicht ohne
Weiteres gegeben. In der Segmentberichterstattung von LUDWIG BECK wird deshalb zukünftig über die Segmente
LUDWIG BECK und WORMLAND berichtet. Eine Aufteilung in Textil und "Nontextil entfällt,
da WORMLAND überwiegend im textilen Bereich tätig ist und somit das Segment "Nontextil
anteilsmäßig unwesentlich geworden ist. KONZERNERTRAGSLAGEUmsatzentwicklungDer LUDWIG BECK Konzern erzielte in den ersten neun Monaten 2015 einen Bruttoumsatz
von 100,9 Mio. € (Vorjahr: 69,2 Mio. €). Zu diesem Anstieg trug das neue Segment WORMLAND
mit einem Umsatz von 30,3 Mio. € bei. Auf vergleichbarer Fläche erwirtschaftete LUDWIG
BECK in den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 mit 70,6 Mio. € ein Umsatzplus
in Höhe von 1,9% gegenüber dem Vorjahr mit 69,2 Mio. € und konnte sich damit erneut
von der Negativentwicklung der Textilbranche deutlich absetzen, die im gleichen Zeitraum
ein Minus von 2% erzielte. Trotz des problematischen Spätsommers verlief das stationäre
Geschäft des Konzerns überwiegend positiv. Der Onlineshop www.ludwigbeck.de erfüllte
seine Rolle als Wachstumsgarant weiterhin sehr zufriedenstellend. ErgebnissituationIn den ersten neun Monaten des Geschäftsjahres 2015 konnte der LUDWIG BECK Konzern
einen Nettorohertrag in Höhe von 39,0 Mio. € (Vorjahr: 28,6 Mio. €) erzielen. Der
Anteil von WORMLAND betrug dabei 10,5 Mio. €. Die Nettorohertragsmarge erreichte 46,0%
(Vorjahr: 49,1%) und wurde durch einen forcierten Abverkauf von Altware im Zusammenhang
mit der Übernahme von WORMLAND signifikant beeinflusst. Die Kosten saldiert mit den entsprechenden Erträgen betrugen 29,0 Mio. € (Vorjahr:
23,9 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern und Zinsen (EBIT) erreichte nach den ersten neun Monaten
2015 9,9 Mio. € (Vorjahr: 4,7 Mio. €). Das Ergebnis vor Steuern (EBT) kletterte auf 9,1 Mio. € (Vorjahr: 3,8 Mio. €). Der
Anstieg betrug somit 5,3 Mio. €. Dabei wurde das negative operative Ergebnis von WORMLAND
durch den positiven Einmaleffekt aus der Konsolidierung überkompensiert. Da es sich bei dem Ertrag aus der Erstkonsolidierung um einen reinen Konzernertrag
handelt, fallen für diesen Sondereffekt keine Steuern an. Für das bereinigte EBT führen
latente Steuereffekte dazu, dass lediglich Steuern in Höhe von 0,5 Mio. € (Vorjahr:
1,0 Mio. €) in der Ergebnisrechnung des Konzerns ausgewiesen werden. Das Ergebnis nach Steuern betrug 8,6 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €). VERMÖGENSLAGEBilanzstrukturDie nachfolgende Aufstellung zeigt die ermittelten Zeltwerte des Nettovermögens zum
Erwerbszeltpunkt sowie den Ertrag aus dem Unternehmenserwerb WORMLAND: Zeitwerte des Nettovermögens zum Erwerbszeitpunkt:scroll
Die Bilanzsumme des LUDWIG BECK Konzerns lag zum 30. September 2015 bei 148,3 Mio.
€ und somit deutlich über dem Wert des Vorjahres zum 31. Dezember 2014 in Höhe von
111,1 Mio. €. Das langfristige Vermögen stieg auf 104,8 Mio. € (31. Dezember 2014: 95,7 Mio. €).
Dieses war wie gewohnt geprägt von der Immobilie am Münchner Marienplatz, die mit
einem Wert von über 70 Mio. € bilanziert ist. Im langfristigen Vermögen sind zudem
Sachanlagen in Höhe von 8,1 Mio. € von WORMLAND enthalten. Die immateriellen Vermögenswerte nahmen um 2,0 Mio. € auf 4,8 Mio. € zu (31. Dezember
2014: 2,8 Mio. €). Hauptsächlich trug der von WORMLAND übernommene Markenname, der
mit 1,9 Mio. € zu bilanzieren war, zu diesem Anstieg bei. Dieser Wertansatz wird nunmehr
über zehn Jahre planmäßig abgeschrieben. Im Bereich der kurzfristigen Vermögenswerte kam es bei den Vorräten zu einem signifikanten
Anstieg, so dass diese zum Stichtag 30. September 2015 bei insgesamt 24,7 Mio. € lagen
(31. Dezember 2014: 11,5 Mio. €). Die durch WORMLAND bedingte Zunahme der Vorräte
lag bei 10,7 Mio. €, während LUDWIG BECK einen Anstieg in Höhe von 2,5 Mio. € zu verzeichnen
hatte. Hierbei handelte es sich um einen saisonalen Effekt. Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte betrugen zum 30. September 2015 15,2
Mio. € (31. Dezember 2014: 3,1 Mio.). Hauptgründe dieses Anstiegs sind zum einen eine
Forderung gegenüber der Verkäuferin von WORMLAND in Höhe von 9,1 Mio. €, die diese
im Oktober 2015 an LUDWIG BECK zurückführen wird, sowie Forderungen gegenüber dem
Finanzamt. Die liquiden Mittel im LUDWIG BECK Konzern lagen zum Stichtag 30. September 2015 bei
insgesamt 3,6 Mio. € (31. Dezember 2014: 0,8 Mio. €). FINANZLAGEBilanzstrukturDer LUDWIG BECK Konzern verfügte zum Stichtag 30. September 2015 über ein Eigenkapital
in Höhe von 72,8 Mio. € (31. Dezember 2014: 67,2 Mio. €). Dies entspricht einer Eigenkapitalquote
von 49,1% (31. Dezember 2014: 60,5%). Das positive Ergebnis nach Steuern wirkte sich
mit 8,6 Mio. eigenkapitalerhöhend aus. Eigenkapitalmindernd in Höhe von 2,8 Mio. €
wirkte sich die in der Hauptversammlung vom 13. Mal 2015 beschlossene Dividendenzahlung
(0,75 € pro Stückaktie) aus. Die gesamten Verbindlichkeiten des Konzerns lagen zum Stichtag 30. September 2015
bei 75,5 Mio. € (31. Dezember 2014: 43,9 Mio. €). Dies entspricht einem Anstieg von
31,6 Mio. € und begründet sich im Wesentlichen durch den Erwerb von WORMLAND im ersten
Halbjahr 2015. Auch der saisonale Anstieg der Vorräte trug zu diesem Anstieg bei.
Mit der Rückzahlung des an die Verkäuferin von WORMLAND ausgereichten Darlehens in
Höhe von 9,1 Mio. €, die im Oktober 2015 erfolgen wird, reduzieren sich die Verbindlichkeiten
im Konzern signifikant. Die finanziellen Verbindlichkeiten stiegen insgesamt von 34,4 Mio. € zum 31. Dezember
2014 auf 60,6 Mio. € zum 30. September 2015. Neben dem bereits erwähnten Darlehen
nahmen die finanziellen Verbindlichkeiten auch durch Investitionen in das Anlage-
und Vorratsvermögen zu. LUDWIG BECK hat im Zuge des Anteilserwerbs seine Finanzierungsstruktur
mit der Aufnahme von zwei zinsgünstigen Hypothekendarlehen in Höhe von insgesamt 15
Mio. € langfristig verbessert. Die Darlehen haben eine Laufzeit von zehn Jahren und
einen Zinssatz von 1,15%. Im Berichtsjahr wurden im Rahmen von Sondertilgungen höherverzinsliche
Hypothekendarlehen in Höhe von 3,0 Mio. € abgebaut. Die Rückstellungen im Konzern stiegen gegenüber dem 31. Dezember 2014 von 2,7 Mio.
€ auf 3,3 Mio. €. Grund hierfür sind die neu im Konzern bilanzierten Rückbauverpflichtungen
von WORMLAND. Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen nahmen im Wesentlichen durch
Saisoneffekte von 1,3 Mio. € auf 3,6 Mio. € zu. Die sonstigen Verbindlichkeiten lagen
bei 7,2 Mio. € (31. Dezember 2014: 4,4 Mio. €). Insgesamt lag der Anteil von WORMLAND
an den gesamten Verbindlichkeiten zum 30. September 2015 bei 8,6 Mio. €. CashflowDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit lag in den ersten neun Monaten 2015
bei -18,3 Mio. € (Vorjahr: -2,1 Mio. €). Neben der Ausreichung eines kurzfristigen
Darlehens an die Verkäuferin von WORMLAND in Höhe von 9,1 Mio. € waren saisonale Effekte,
wie der Anstieg des Vorratsvermögens ausschlaggebend für den Mittelabfluss. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag zum 30. September 2015 bei -1,3 Mio. €
(Vorjahr: -5,3 Mio. €). Neben Investitionen in das Haupthaus am Münchner Marlenplatz
fanden auch Investitionen in ein neues Warenwirtschaftssystem bei LUDWIG BECK statt.
Im Vorjahr waren hauptsächlich die Investitionen in die neue Herrenabtellung im Tiefgeschoss
des Stammhauses am Münchner Marlenplatz enthalten. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag bei 22,1 Mio. € (Vorjahr: 7,4 Mio. €).
Neben der saisonabhängigen Finanzierung des laufenden Geschäfts, war die Finanzierung
des WORMLAND-Erwerbs die wesentliche Einflussgröße im Bereich des Cashflows aus Finanzierungstätigkeit. MITARBEITERIn den ersten neun Monaten 2015 betrug die Anzahl der Mitarbeiter (ohne Auszubildende)
gemäß § 267 Abs. 5 HGB 920 (Vorjahr: 466). Gewichtet nach Vollzeitmitarbeitern ist
die Anzahl auf Konzernebene mit 612 (Vorjahr: 329) deutlich gestiegen. Zum Stichtag
30. September 2015 waren im LUDWIG BECK Konzern 57 Auszubildende (Vorjahr: 55) beschäftigt. PROGNOSEBERICHTWirtschaftliche RahmenbedingungenDer verhaltene Wirtschaftsaufschwung Deutschlands soll trotz der globalen Unwägbarkeiten
weiterhin andauern. Für das Gesamtjahr 2015 darf mit einem Zuwachs des Bruttoinlandsprodukts
von 1,8% gerechnet werden. Darüber sind sich die führenden Wirtschaftsforscher des
DIW Berlin und des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) einig. Das IfW prognostiziert
sogar den Weg in eine Hochkonjunktur, der wohl erst nach Ablauf von fünf Jahren durch
überlastete Kapazitäten gefährdet sei. Die Kieler Experten gehen trotz eines derzeit
problematischen Internationalen Umfeldes von einer kräftigen Expansion der deutschen
Exporte aus. Die Weltwirtschaft dürfte sich im kommenden Jahr wieder etwas erholen
und wirke dann auch auf Deutschland belebend. Allerdings könnte ein weiterer Einbruch
der chinesischen Wirtschaft auch der deutschen Konjunktur gefährlich werden. Diese
dürfe sich weiterhin auf einen wachsenden privaten Konsum verlassen. Der Beschäftigungsanstieg,
anziehende Sozialleistungen und der aus den niedrigen Energiepreisen resultierende
Kaufkraftgewinn seien die Hauptgründe, weshalb die Verbraucher ihre Konsumfreude auch
in Zukunft nicht verlieren dürften. Auch der Investitionsaufschwung sollte durch zunehmend
angespannte Produktionskapazitäten und erleichterte Bauvorhaben wieder in Fahrt kommen.
Die Wirtschaftsforscher merken zudem an, dass der starke Zuzug von Flüchtlingen für
die Entwicklung Deutschlands "erhebliche Chancen'' biete. Da hierzu aktuell verlässliche
Zahlen und Fakten fehlen, ist von Seiten der Wirtschaftsforschung diesbezüglich noch
keine klare Prognose zu erwarten. Entwicklung im EinzelhandelDer Handelsverband Deutschland (HDE) prognostiziert aufgrund der anhaltend guten gesamtwirtschaftlichen
Rahmenbedingungen ein Umsatzwachstum für den deutschen Einzelhandel in Höhe von 2%.
Dies bedeutet eine Anhebung der letzten Prognose um einen halben Prozentpunkt. Um
die vorhandenen Potenziale zu nutzen, müsse der europäische Binnenmarkt jedoch weiter
gestärkt werden. Vor allem der Onlinehandel sollte nach Einschätzung des HDE weiter
zulegen. Besonders optimistisch gestimmt seien demzufolge die Multichannel-Händler,
die ihre Produkte sowohl stationär als auch im Internet anbieten. Geschätzte 469 Mrd.
€ werden 2015 im deutschen Einzelhandel umgesetzt -davon 41,7 Mrd. € im Onlinegeschäft.
Dies entspricht einem Plus in diesem Bereich von beachtlichen 12%. Der unter Druck stehende deutsche Textileinzelhandel richtet seine Hoffnungen auf
die Wintersaison. Hier fallen laut TW-Testclub die Bons höher aus, da der Kauf von
Winterkleidung naturgemäß höhere Preise fordert als der von Sommerkleidung. Weitere
Indizien, die zu positiven Erwartungen Anlass geben, sind hier aber derzeit nicht
erkennbar. LUDWIG BECK 2015Das Management von LUDWIG BECK teilt die optimistischen Prognosen der Wirtschaftsforscher,
ist sich aber bewusst dass vor allem mit der in Deutschland erlebten Flüchtlingskrise
ein Faktor in die Gesellschaft hinzugekommen ist, dessen mittel- und langfristige
Auswirkungen nicht absehbar sind. Aktuell schließt sich der Vorstand jedoch den Stimmen
aus Wirtschaft und Politik an, die vor allem die Chancen dieser Entwicklung für Deutschland
betonen. Konkrete verkaufshindernde Einflüsse wie die zunehmend unkalkulierbare Wetterlage
oder das krisenbedingte Ausbleiben vieler Shoppingtouristen aus Osteuropa hat der
Konzern in der Vergangenheit immer wieder kompensieren können. Das Unternehmen vertraut
auf seine klassischen Stärken: die konsequent umgesetzte Trading Up-Strategie im Stammhaus,
dessen einzigartige Lage im Herzen Münchens sowie die hochwertigen Sortimente und
deren Inszenierung in einer außergewöhnlichen Verkaufsatmosphäre. Die von den Schwankungen
im deutschen Textileinzelhandel unberührte Stabilität im stationären Geschäft wird
durch den forcierten Ausbau des Onlinehandels auf www.ludwigbeck.de ergänzt. Die für
den Konzern wertvolle Zielgruppe der kaufkräftigen, modeaffinen Individualisten kann
damit im gesamten deutschen Sprachraum bedient werden. Als Premium-Modekaufhaus und Multichannel-Händler agiert LUDWIG BECK in einem Segment,
das aus der gegenwärtigen Entwicklung der Branche Vorteile ziehen kann. Die Integration
der Marke WORMLAND eröffnet neue wachstumsträchtige Zugänge zur begehrten Zielgruppe
modebewusster Männer - ein Bereich, in dem der Konzern zuvor noch unterrepräsentiert
war. Auch das vierte Quartal, das traditionell das umsatzstärkste bei LUDWIG BECK ist,
soll mit einem starken Weihnachtsgeschäft zu einer positiven Entwicklung beitragen. Davon ausgehend bestätigt das Management von LUDWIG BECK seine Halbjahresprognose
und erwartet für 2015 einen Umsatz von 158-163 Mio. €. Das EBIT soll aufgrund einmaliger
Konsolidierungseffekte aus dem Unternehmenserwerb WORMLAND voraussichtlich auf 17-19
Mio. € zum Geschäftsjahresende steigen. München, im Oktober 2015 ANHANGRechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)Der vorliegende Quartalsabschluss des Konzerns der LUDWIG BECK AG zum 30. September
2015 ist nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS)
sowie den Interpretationen durch das International Financial Reporting Interpretationscommittee
(IFRIC) erstellt. DarstellungsmethodeDie Erstellung des Quartalsabschlusses erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung). Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Quartalsabschluss werden die gleichen Bilanzierungs-und Bewertungsmethoden angewandt
wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2014. Eine umfassende Beschreibung dieser
Methoden ist im Anhang des IFRS Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2014 veröffentlicht. Grundsätzliche Darstellung der Zahlen im ZwischenberichtSämtliche Summen und Zahlen im Text sowie in den Tabellen werden exakt berechnet und
anschließend auf Mio. € gerundet. Die prozentualen Angaben im Text und in den Tabellen
wurden anhand der exakten (nicht der gerundeten) Werte ermittelt. KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGKONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK-TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, VOM 01. JANUAR -30. SEPTEMBER 2015, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBscroll
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KONZERNBILANZKONZERNBILANZ DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, ZUM 30. SEPTEMBER 2015, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBAktivascroll
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KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGKONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK -TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, FÜR DIE PERIODE VOM 01. JANUAR -30. SEPTEMBER 2015, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBscroll
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGKONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, FÜR DIE PERIODE VOM 01. JANUAR -30. SEPTEMBER 2015, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBscroll
KONZERNSEGMENTBERICHTERSTATTUNGKONZERNSEGMENTBERICHTERSTATTUNG DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, FÜR DIE PERIODE VOM 01. JANUAR -30. SEPTEMBER 2015, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBscroll
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KONZERNSEGMENTBERICHTERSTATTUNGKONZERNSEGMENTBERICHTERSTATTUNG DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, FÜR DIE PERIODE VOM 01. JULI -30. SEPTEMBER 2015, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBscroll
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