![]() Ludwig Beck am Rathauseck -Textilhaus Feldmeier AktiengesellschaftMünchenKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017LUDWIG BECKGeschäftsbericht 2017LUDWIG BECK am Rathauseck, Textilhaus Feldmeier AG, Marienplatz 11, 80331 Münchenkaufhaus.ludwigbeck.de 1 AN UNSERE AKTIONÄREES GIBT KAUFHÄUSER, MODEHÄUSER, KONSUMTEMPEL, UND ES GIBT LUDWIG BECK. WIR SETZEN UNS MIT GANZER LEIDENSCHAFT DAFÜR EIN, BEI UNSEREN KUNDEN, MITARBEITERN, INVESTOREN UND GESCHÄFTSPARTNERN ALS GENAUSO GLAUBWÜRDIG, EINZIGARTIG UND BEGEHRENSWERT WAHRGENOMMEN ZU WERDEN WIE DIE EXKLUSIVEN MARKEN IN UNSEREM SORTIMENT. STIL HAT EIN ZUHAUSE. LUDWIG BECK. KONZERNKENNZAHLENscroll
UNTERNEHMENSSTRUKTUR Die LUDWIG BECK Gruppe![]() Stand 31. Dezember 2017LUDWIG BECK VORSTANDDIETER MÜNCHMITGLIED DES VORSTANDS DER LUDWIG BECK AGDieter Münch lernte LUDWIG BECK als Praktikant während seines Studiums der Betriebswirtschaftslehre an der Fachhochschule München kennen. Einmal vom LUDWIG BECK Flair angesteckt, startete der Diplom-Betriebswirt (FH) nach dem Abschluss 1980 seine Karriere im Controlling der LUDWIG BECK AG. Nach verschiedenen Stationen im Unternehmen wurde er im April 1998 in den Vorstand berufen und trägt dort die Verantwortung für die Bereiche Finanzen, Personal und IT. CHRISTIAN GREINERMITGLIED DES VORSTANDS DER LUDWIG BECK AG2004 entwickelte Christian Greiner das Young-Fashion-Konzept U1 für die Rudolf Wöhrl AG in Nürnberg, das er als Geschäftsführer bis Ende 2007 führte. Seit 2008 ist Christian Greiner Geschäftsführer der Firma INTRO Retail & Media GmbH, zudem ist er Mitinhaber und Geschäftsführer der Kreativagentur nuts communication GmbH in Nürnberg. 2010 wechselte Christian Greiner aus dem Aufsichtsrat der LUDWIG BECK AG in den Vorstand, wo er für Einkauf, Verkauf und Marketing verantwortlich zeichnet. IM DIALOGDIETER MÜNCH UND CHRISTIAN GREINER IM GESPRÄCHDie LUDWIG BECK Vorstände Dieter Münch und Christian Greiner blicken auf das zurückliegende Geschäftsjahr, sprechen über die aktuelle Entwicklung und verraten, wie der Konzern seine besondere Rolle im stationären Modehandel ausbauen wird. Herr Münch, Herr Greiner, welche Themen haben 2017 besonders geprägt?Christian Greiner: Mit einem Wort: Ereignisse. Ob es um die Neueröffnung attraktiver Verkaufsflächen, um Kooperationen mit namhaften Labels und Künstlern oder um gut besuchte Events ging -immer trat die Marke LUDWIG BECK als Ereignis vor die Öffentlichkeit. 2017 hat besonders eindrucksvoll gezeigt, dass all unsere Aktivitäten einer lebendigen Unternehmenskultur entspringen, die Kunden, Mitarbeiter, aber auch Partner und Aktionäre an einem Erlebnis teilnehmen lassen, das einfach mehr zu bieten hat als gewöhnliches Shopping. Dieter Münch: Überhaupt haben wir einmal mehr den Schulterschluss mit den Stars der Kunstszene gesucht. So war LUDWIG BECK Partner der großen Peter-Lindbergh-Ausstellung in der Kunsthalle München -eine Kooperation, in deren Folge der weltbekannte Fotokünstler und übrigens gelernte Schaufensterdekorateur das Hauptschaufenster im "Kaufhaus der Sinne" gestaltete. Unsere Botschaft: LUDWIG BECK arbeitet eng mit weltweit bekannten Persönlichkeiten zusammen, die für eine ganz bestimmte Lebensperspektive stehen ... Christian Greiner: ... und bietet hochwertige Mode, Accessoires und Beauty-Produkte für Kunden, die sich mit dieser Sicht identifizieren -ein geistiger Transfer, der über das reine Produkt hinausgeht. Wir emotionalisieren mit unseren Sortimenten, mit Marken und mit einer nicht alltäglichen Warenpräsentation. 2017 haben wir nun einen verstärkten Fokus auf die Inszenierung als Ereignis gelegt und knüpfen damit an eine schöne Tradition an. LUDWIG BECK und die Kultur -das ist eine Symbiose, die schon seit Jahrzehnten einzigartig ist. Erstreckt sich diese besondere Fokussierung auch auf WORMLAND?Dieter Münch: Selbstverständlich. Alle Segmente des Konzerns haben ja, wenn man das so sagen kann, die gleichen Gene, auch wenn es im Äußeren wichtige strategische Differenzierungen gibt. LUDWIG BECK UND DIE KULTUR: EINE EINZIGARTIGE SYMBIOSEDieter Münch: Beginnen wir mit dem "Kaufhaus der Sinne". Dort war das sicher wichtigste Ereignis 2017 die Wiedereröffnung des neu gestalteten Erdgeschosses Anfang August. Das visuelle Konzept setzt auf eine deutlich feminine Ausstrahlung, bringt hochwertige Materialien, markante Farben und Designelemente zum Einsatz. Multilabel- und Shop-in-Shop-Bereiche einzelner Marken sind klar voneinander getrennt. Auf insgesamt 1.700 qm umfängt Kunden hinter der Eingangstür vom ersten Schritt an die Magie von LUDWIG BECK: Sie fühlen sich noch mehr als früher sofort in einer anderen Welt angekommen. Christian Greiner: Über das Jahr wechselten sich aufmerksamkeitsstarke Events ab. Mehrmals haben wir zum Shopping-Erlebnis "Ein Tag 100 Highlights" ins Stammhaus am Münchner Marienplatz geladen. Statt dem einen oder anderen Extra, wie es Kunden von herkömmlichen Verkaufsaktionen gewohnt sind, haben wir einen sinnlichen Kosmos aus Markenvielfalt, Kulinarik und Überraschungsangeboten entfesselt, der für Aufsehen sorgte. LUDWIG BECK hat eigens für diese beiden Tage eine ganze Reihe von Produkten produzieren oder mit dem Signet bekannter Künstler veredeln lassen. WORMLAND macht gerade eine gute Entwicklung durch. Einer der Meilensteine in diesem Jahr war zweifellos der im Februar an den Nürnberger WORMLAND Store verliehene HDE-Sonderpreis "Store of the Year 2017", der an kreativ und innovativ herausragende Textil-Einzelhandelsgeschäfte vergeben wird. Beworben hatten sich immerhin 50 Stores aus ganz Deutschland! Dies zeigt, dass wir mit WORMLAND auf dem richtigen Weg sind und Trends setzen, die ihre Signalwirkung im gesamten deutschen Modemarkt entfalten. Christian Greiner: Und dass der stationäre Einzelhandel weiterhin begeistern und verführen kann. Bei WORMLAND in München und Hannover fanden aufsehenerregende Pop-Up Store-Openings im Rahmen der Deutschlandkonzerte von Guns N' Roses statt, auf denen nicht nur den Fans der Kultband exklusive Styles vorgestellt wurden. WORMLAND ging 2017 auch Kooperationen mit starken Marken wie Talbot Runhoff ein oder arbeitete mit dem Nürnberger Street-Art-Künstler Julian Vogel zusammen. All diese Maßnahmen tragen dazu bei, das ohnehin bei der Zielgruppe bestens bekannte Gesicht von WORMLAND weiter auszuprägen und noch markanter zu machen. Das klingt nach einer aufwendigen Vermarktungsoffensive.Christian Greiner: Und ob! Die Außendarstellung war ein Kernthema des zurückliegenden Geschäftsjahres. Unser Marketing nutzte alle infrage kommenden Medien aus: von der Zeitungsbeilage über Anzeigen mit fotografisch brillant in Szene gesetzten Motiven bis hin zu Citylights und Megalights. Nehmen wir die Kooperation mit Woolmark: Hier war das komplette Stammhaus eingebunden. Design, Fotoshootings der Kollektion, unsere große Fensterinstallation und die Werbebeileger in der Süddeutschen Zeitung trugen die Handschrift von LUDWIG BECK. Eine solche Wechselbeziehung tut viel für die Marke - und erst recht für uns, die wir eine exzellente Plattform bieten, wie sie nur wenige Wettbewerber und sicherlich kein Online-Shoppingportal aufzuweisen haben. Dieter Münch: Im Rahmen dieser Maßnahmen möchte ich ganz besonders auch die Neugestaltung unserer Unternehmens-Website ansprechen. Sie ging im 4. Quartal online und ist hinsichtlich Optik, Funktionalität und Modernität ein virtueller Schritt nach vorne. Wir haben sie im Responsive-Layout angelegt, die gleiche innovative Darstellung also, für die wir mit ludwigbeck.de Preise gewonnen haben. Ist dies die Antwort von LUDWIG BECK auf den Druck, den das E-Commerce auf den stationären Modehandel ausübt?Dieter Münch: Wir haben nicht nur eine Antwort. Unsere Kooperationen sind aber in der Tat ein Schlüsselelement, mit dem wir unsere Produktkompetenz schärfen und für Kunden am Markt noch interessanter werden. Unsere Marke und die des Kooperationspartners laden sich gegenseitig auf. Dieser Effekt geschieht vor Ort. Wer vor allem digital auf Shoppingtour geht, wird diese Inszenierung am Point of Sale nicht kennen - und daher über kurz oder lang vermissen. Mit unserer vereinheitlichten Markenpolitik haben wir darüber hinaus viel für die Wiedererkennbarkeit des Modehauses an sich getan. Christian Greiner: Weiterhin hatten wir für das letzte Jahr eine Serviceoffensive angekündigt. Und da LUDWIG BECK ohnehin bekannt für sein hohes Serviceniveau ist, konnten wir auch hier erneut punkten. Dieter Münch: Ein weiterer entscheidender Punkt ist, dass LUDWIG BECK mit ludwigbeck.de selbst Teil des E-Commerce ist und diesen gut besuchten Webshop als alternativen Vertriebsweg zum stationären Angebot nutzt. Auch ludwigbeck.de setzt als konzerntypische Entwicklung auf Stil, Emotionen und starke visuelle Produktinszenierungen. Christian Greiner: Mit unserem Online-Business besetzt LUDWIG BECK nicht nur eine Marktnische und schöpft wertvolle Potenziale Münchens ab - es ist zugleich ein strategisches Instrument, mit dem Anteile aufgefangen werden können, die der gesamte stationäre Modehandel ans Internet abgeben musste. Übergreifend wird die Markenpräsenz von LUDWIG BECK gestärkt. Und wenn auch online kein adäquater Ersatz für die typische Verkaufsatmosphäre vor Ort angeboten werden kann, so haben Kunden überregional die Möglichkeit, exklusive Produkte zum guten Preis ausfindig zu machen. Unsere klassischen Werte werden wir natürlich auch weiterhin ausspielen: Die herausragende Verkaufskultur, die das Stammhaus und die WORMLAND Filialen auszeichnet, der inszenatorische Reiz, die von vielen Kunden empfundene Magie - das sind Kennzeichen, die konträr zu den zweifellos vorhandenen Vorzügen des Online-Business für den stationären Handel sprechen. Dieter Münch: In diesem Zusammenhang sollten auch unsere Bestrebungen genannt werden, im ganzen Spektrum unseres Konzerns nach nachhaltigen Prinzipien zu wirtschaften. Denn jede unserer Entscheidungen hat Konsequenzen, für die wir die Verantwortung tragen. Jeder Einzelne von uns kann dabei Impulse setzen. Wir sind uns dieser Verantwortung ganz klar bewusst. Nachhaltigkeit ist für uns nicht einfach ein Trendthema. Eine zukunftsorientierte Unternehmensführung, die sich nicht durch Lippenbekenntnisse, sondern durch Taten auszeichnet, ist unser Ziel. Wie das in der Praxis aussieht, erfährt die Öffentlichkeit aus unserem aktuellen Nachhaltigkeitsbericht. Glauben Sie, dass sich der Modehandel eines Tages nur noch am Smartphone-Display abspielt?Christian Greiner: Keineswegs, denn warum sollte er das? Das Online-Shopping vermag mit seinen tollen Funktionalitäten, ständig verbesserter Bildqualität oder verwirrend vielen Auswahlmöglichkeiten seine Zielgruppen in den Bann zu ziehen. Aber LUDWIG BECK betreibt schließlich auch ein gut frequentiertes Web-Portal. Allerdings ist ludwigbeck.de eng an die anderen Aktivitäten des Konzerns gekoppelt und steht im Einklang mit unseren typischen Merkmalen. Und die bedeuten nun mal: Der Mensch steht im Mittelpunkt. Statt einer raffinierten technischen Umgebung, in der man sich als Kunde schnell mal verliert, erzeugen wir Emotionen, echte Bindung, Vertrauen und Identifikation. Dieter Münch: Die Modewelt wandelt sich ständig. Die technischen Möglichkeiten führen uns auf immer neue Stufen des Machbaren, zugleich haben viele Menschen in Deutschland das Gefühl, dass die Welt aus den Fugen zu geraten scheint. Das klassische Einkaufsverhalten hat sich in vielen Bereichen verändert. Für uns sind das eigentlich gute Nachrichten, denn LUDWIG BECK hat es schon immer vermocht, nicht nur traditionelle Bedürfnisse abzudecken, sondern auch innovative Wege einzuschlagen. Weil wir durch unsere besondere Stellung dem Kunden gegenüber nämlich sehr dicht am Puls der Zeit handeln. Christian Greiner: Und da sind wir wieder beim Thema Erlebniseinkaufen. Es wird uns 2018 weiter begleiten und Ansporn zu neuen Ideen liefern. Wenn wir nur mal sehen, wie Freizeit, Mobilität, Berufsleben gerade im urbanen Umfeld immer mehr an Erlebnischarakter gewinnen, weil Leistung plus Geschwindigkeit allein auch nicht glücklich machen, dann betrifft diese Erkenntnis erst recht das neue Verhältnis der Menschen zum Einkaufen. Früher wurde zumeist ein konkreter Bedarf gedeckt - heute macht man sich beim Einkauf selbst ein Geschenk, belohnt sich mit einem Shoppingerlebnis. Das ist und war schon immer die Philosophie von LUDWIG BECK. Wie hat sich diese Positionierung in der wirtschaftlichen Entwicklung gespiegelt?Dieter Münch: Der gesamte deutsche Modehandel hatte 2017 wieder ein Minus zu verzeichnen. Der LUDWIG BECK Konzern schnitt aber im Rahmen unser Erwartungen ab, was in der gegenwärtigen Ära der Neuformierung einer ganzen Branche in jedem Fall als positiv zu bewerten ist. Das Jahr verlief für uns dennoch sehr wechselhaft und brachte einen Bruttoumsatz von 173,2 Mio. € (Vorjahr: 177,1 Mio. €). Neben den sich häufenden antizyklischen Wetterkapriolen, die sich nicht vorherplanen lassen, verlief nach einer ganzen Reihe von positiven Jahren auch das Weihnachtsgeschäft mal wieder nicht besonders gut. Insgesamt können wir jedoch zufrieden sein, in schwierigem Fahrwasser unseren stabilen Kurs gehalten zu haben. Dies beweist, dass die von uns getroffenen Maßnahmen Wirkung zeigen - und natürlich die Menschen, die all das beherzt in die Tat umsetzen. Es heißt immer wieder anerkennend, bei LUDWIG BECK würden die Mitarbeiter den Unterschied machen.Christian Greiner: Niemand steht so fundamental für unsere Verkaufskultur wie unsere Mitarbeiter. Ihr modisches Fachwissen, ihre Erfahrung, ihre Beratungskompetenz machen sie zum wichtigsten Bindeglied zum Kunden. Dazu gehört auch ihre rein menschliche Kompetenz. Mit ihren Ideen, ihrem Engagement und der Freude, Tag für Tag Großes zu leisten, sind sie unübertroffen. Das muss an dieser Stelle unbedingt einmal gesagt werden. Dieter Münch: Es gibt eine scharfe Trennlinie zwischen persönlicher Ansprache und digitalem Menü, zwischen Individualität und Massenkonsum. Kunden wünschen sich Flexibilität, Zeitersparnis und Produktvielfalt. Ohne persönlichen Kontakt, ohne den Faktor Mensch ist das alles nicht viel wert. Unsere Mitarbeiter sind nicht einfach nur Imageträger von LUDWIG BECK, sie sind LUDWIG BECK! Deshalb setzen wir alles daran, in Schulungen, bei den Arbeitsbedingungen oder wenn es um individuelle Fragen geht, Wege zu finden, damit sich unsere Mitarbeiter weiterhin wohlfühlen und mit Freude zur Arbeit kommen. Was lässt sich zum Ausblick auf 2018 sagen?Christian Greiner: Auch 2018 wird die Neuorientierung unserer Branche weitergehen. Wir nehmen an diesem Prozess zuversichtlich teil, weil wir wichtige Weichenstellungen bereits vorgenommen haben und kontinuierlich unsere Potenziale optimieren und abrufen. Dieter Münch: Unser Optimismus beruht auf den drei starken Seiten von LUDWIG BECK: Servicestärke, Sortimentsqualität und Erlebniswert. Letzterer wird eine zunehmende Schlüsselrolle im Modehandel spielen. Denn wer wie LUDWIG BECK Kunden nachhaltig inspiriert und tief in ihrem Bewusstsein zu berühren versteht, muss sich keine Sorgen um die Zukunft machen! PERSÖNLICHER DANKAn dieser Stelle bedankt sich der Vorstand bei allen Beschäftigten des LUDWIG BECK Konzerns für ihr großes Engagement im Jahr 2017. Wir danken auch all unseren Kunden und Geschäftspartnern für das in unsere Gruppe gesetzte Vertrauen.
Dieter Münch Christian Greiner BERICHT DES AUFSICHTSRATSDer Aufsichtsrat von LUDWIG BECK hat sich im Berichtsjahr 2017 mit der Entwicklung und den strategischen Zielen der Gesellschaft und des Konzerns intensiv auseinandergesetzt. Seine beratende, kontrollierende und überwachende Funktion gegenüber dem Vorstand übte er gewissenhaft und mit Sorgfalt aus. Die Unternehmensplanung, die Geschäftspolitik, die Risikolage und das Risikomanagement hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in vier Sitzungen erörtert. Eine wesentliche Grundlage der Aufsichtsratstätigkeit bildeten die mündlichen und schriftlichen Berichte im Sinne des § 90 Aktiengesetz (AktG), welche der Vorstand innerhalb und außerhalb von Sitzungen des Aufsichtsrats und seiner Ausschüsse erstattete. Mit diesen Berichten wurde der Aufsichtsrat vom Vorstand regelmäßig über sämtliche Entwicklungen der Gesellschaft und des Konzerns sowohl mündlich als auch schriftlich informiert. Der Vorstand kam damit seinen Informationspflichten jederzeit vollständig nach, wobei Zusatz- oder Ergänzungsberichte nicht erforderlich waren. Die Berichterstattung hatte hauptsächlich die Geschäftspolitik sowie grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung zum Inhalt. Im Mittelpunkt der Themen standen die Rentabilität der Gesellschaft, die laufende Geschäftsentwicklung, die internen Kontrollsysteme, Compliance, Geschäfte von erheblicher Bedeutung für die Rentabilität und Liquidität der LUDWIG BECK AG und des Konzerns sowie Investitions- und Desinvestitionsentscheidungen. Der Aufsichtsrat ist in alle bedeutenden strategischen Unternehmensentscheidungen einbezogen worden. Er diskutierte, prüfte und genehmigte sie, falls dies erforderlich war. In Ausübung seiner Überwachungsfunktion hat sich der Aufsichtsrat von der Rechtmäßigkeit und der Ordnungsmäßigkeit der Unternehmensführung durch den Vorstand überzeugen können, ebenso von der Leistungsfähigkeit der Gesellschaft und des Konzerns, dessen Organisation er mit dem Vorstand diskutierte. Über die Bewertung von Chancen und Risiken des Unternehmens haben sich Aufsichtsrat und Vorstand laufend ausgetauscht. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat über mögliche oder eingetretene Risikoszenarien, für die in den gemeinsamen Beratungen effiziente Lösungen erarbeitet wurden. Zudem wurde die Nutzung von Chancen geprüft, die zur Förderung der Ziele des Unternehmens am besten geeignet sind. Es ergaben sich keine Beanstandungen der Vorstandstätigkeit. Nachfolgend werden weitere Details der Tätigkeit des Aufsichtsrats beschrieben. VIER SITZUNGEN IM JAHR 2017An den im Berichtsjahr stattgefundenen vier Sitzungen des Aufsichtsrats am 28. März, 23. Mai, 11. September und 13. Dezember 2017 nahmen stets alle amtierenden Aufsichtsratsmitglieder sowie die Mitglieder des Vorstands teil. Themen dieser gemeinsamen Beratungen waren die laufende Geschäftsentwicklung, die Unternehmensstrategie sowie Maßnahmen zu ihrer Umsetzung in der Gesellschaft und den Tochtergesellschaften. An der Bilanzsitzung nach § 171 Abs. 1 AktG am 28. März 2017 nahm auch ein Vertreter des Abschlussprüfers der Gesellschaft teil. In dieser Sitzung wurden der Jahresabschluss der Gesellschaft festgestellt, der Konzernabschluss gebilligt, der Lagebericht und der Konzernlagebericht geprüft, der Aufsichtsratsbericht verabschiedet und die Feinplanung 2017 sowie die mittelfristige Planung 2018/2019 genehmigt. Außerdem wurden die Beschlussvorschläge zu den Tagesordnungsgegenständen der Hauptversammlung 2017 verabschiedet. Im Anschluss an die Hauptversammlung der Gesellschaft am 23. Mai 2017 fand die zweite Aufsichtsratssitzung statt. Sie war ganz auf die Entwicklungen im Geschäftsjahr 2017 und den zukünftigen Geschäftsaufbau fokussiert. Die Sitzung am 11. September 2017 hatte die aktuelle Geschäftsentwicklung sowie das Halbjahresergebnis der Gesellschaft zum Inhalt. Die Entwicklungen im 4. Quartal des ablaufenden Geschäftsjahres wurden in der letzten Sitzung am 13. Dezember 2017 analysiert. Aus diesem Anlass befasste sich der Aufsichtsrat auch mit der Grobplanung des Vorstands für das Geschäftsjahr 2018 und verabschiedete die Entsprechungserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex. Mögliche auftretende Interessenkonflikte werden von den Aufsichtsratsmitgliedern gegenüber dem Aufsichtsrat offengelegt. Im Geschäftsjahr 2017 kam es zu keinen Interessenkonflikten. Auch außerhalb der angeführten Sitzungen stand der Aufsichtsrat, insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende, im laufenden Austausch mit den Vorstandsmitgliedern und wurde von diesen über die aktuelle Geschäftsentwicklung informiert. Seit der Hauptversammlung am 13. Mai 2015 setzt sich der Aufsichtsrat unverändert wie folgt zusammen: Dr. Steffen Stremme (Vorsitzender), Hans Rudolf Wöhrl (stellvertretender Vorsitzender), Clarissa Käfer und Edda Kraft als weitere Anteilseignervertreter sowie Philip Hassler und Michael Neumaier als Arbeitnehmervertreter. Auch im Vorstand der LUDWIG BECK AG gab es im Geschäftsjahr 2017 keine personellen Veränderungen. PRÜFUNGSAUSSCHUSSDer Aufsichtsrat hat zwei Ausschüsse gebildet: den Prüfungsausschuss sowie den Geschäftsführungs- und Personalausschuss. Der Prüfungsausschuss tagte im Geschäftsjahr 2017 in einer Sitzung am 28. März, an der alle amtierenden Ausschussmitglieder teilnahmen. Er beschäftigte sich in der Hauptsache mit der Rechnungslegung und Abschlussprüfung der Gesellschaft sowie den Bereichen Risikomanagement und Compliance. Weiterhin beschloss der Ausschuss, dem Aufsichtsrat vorzuschlagen, den Jahresabschluss und den Konzernjahresabschluss für das Geschäftsjahr 2016 zu billigen, den Konzernlagebericht und den Lagebericht der LUDWIG BECK AG für das Geschäftsjahr 2016 zu prüfen und die Unabhängigkeitserklärung der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft zu bestätigen. Überdies wurde dem Aufsichtsrat mit einem weiteren Beschluss empfohlen, der Hauptversammlung als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2017 die BTU Treuhand GmbH, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, vorzuschlagen. Der Prüfungsausschuss setzt sich aus den Mitgliedern Clarissa Käfer (Vorsitzende), Dr. Steffen Stremme sowie Edda Kraft zusammen. GESCHÄFTSFÜHRUNGS- UND PERSONALAUSSCHUSSDie Mitglieder des Geschäftsführungs- und Personalausschusses, Herr Dr. Steffen Stremme (Vorsitzender), Herr Hans-Rudolf Wöhrl und Frau Clarissa Käfer, haben sich im Berichtsjahr außerhalb von Präsenzsitzungen eng abgestimmt. Vom Vorsitzenden des Geschäftsführungs- und Personalausschusses initiierte bilaterale Gespräche haben regelmäßig zu den dem Geschäftsführungs- und Personalausschuss zugewiesenen Aufgaben stattgefunden. Dies gilt insbesondere auch hinsichtlich der Empfehlung des Ausschusses an den Aufsichtsrat zur Verlängerung der Amtszeit und des Anstellungsvertrags von Herrn Dieter Münch, über die der Aufsichtsrat dann auf Vorschlag des Geschäftsführungs- und Personalausschusses in der Sitzung am 23. Mai 2017 Beschluss gefasst hat. Die Umsetzung dieses Beschlusses erfolgte durch den Vorsitzenden des Geschäftsführungs- und Personalausschusses. DEUTSCHER CORPORATE GOVERNANCE KODEX UND ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNGDer Aufsichtsrat tritt für die im Deutschen Corporate Governance Kodex aufgeführten Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung ein. So hat der Prüfungsausschuss durch seinen Vorsitzenden eine Erklärung des Abschlussprüfers eingeholt, wonach keine geschäftlichen, finanziellen, persönlichen oder anderweitigen Beziehungen zwischen dem Prüfer und dem Unternehmen bestehen, die Zweifel an seiner Unabhängigkeit begründen könnten. Diese Unabhängigkeitserklärung hat der Abschlussprüfer mit Schreiben vom 16. März 2018 gegenüber dem Vorsitzenden des Prüfungsausschusses abgegeben. Sie erstreckt sich auch auf Beratungsleistungen, die vom Abschlussprüfer für das Unternehmen im abgelaufenen Geschäftsjahr erbracht oder für das laufende Geschäftsjahr vereinbart wurden. Die zum 24. November 2017 verabschiedete Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG ist im Abschnitt Corporate-Governance-Bericht des Geschäftsberichts und auf der Website der Gesellschaft unter dem Menüpunkt Investor Relations im Bereich Corporate Governance veröffentlicht. Am 20. März 2018 hat der Aufsichtsrat gemeinsam mit dem Vorstand die Erklärung zur Unternehmensführung abgegeben und auf der Website des Unternehmens veröffentlicht. KONZERNABSCHLUSS UND JAHRESABSCHLUSSDer Jahresabschluss und der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 sowie der Lagebericht und der Konzernlagebericht sind unter Einbeziehung der Buchführung von der zum Abschlussprüfer gewählten BTU Treuhand GmbH geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Sämtliche Abschlussunterlagen und Prüfungsberichte haben allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 20. März 2018 vorgelegen und sind von diesen sorgfältig geprüft worden. Diese Unterlagen wurden im Beisein des Abschlussprüfers vom Prüfungsausschuss sowie vom gesamten Aufsichtsrat eingehend erörtert. Der Abschlussprüfer konnte keine Schwächen des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems bezogen auf den Rechnungslegungsprozess feststellen. Der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Bericht des Abschlussprüfers den gesetzlichen Anforderungen entspricht. In der Sitzung hat der Abschlussprüfer auch Umfang, Schwerpunkte und Kosten der Abschlussprüfung erläutert sowie über seine Unbefangenheit und die Leistungen informiert, die er zusätzlich zu den Abschlussprüferleistungen erbracht hat. Der Aufsichtsrat stimmte dem Ergebnis der Prüfungen des Abschlussprüfers in der Aufsichtsratssitzung zu. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht sowie den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns - nach eingehendem Studium dieser Vorlagen schon im Vorfeld der Sitzung - geprüft. Die Aussagen des Lageberichts und des Konzernlageberichts stimmen mit den Einschätzungen des Aufsichtsrats überein. Bei der Prüfung des Vorschlags des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns bezog der Aufsichtsrat die Finanz- und Investitionsplanung der Gesellschaft sowie deren Liquidität ein. Unter Berücksichtigung der Interessen der Gesellschaft und der Aktionäre stehen dem Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns keine Einwendungen entgegen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung waren keine Einwendungen gegen den Jahresabschluss, den Konzernabschluss, den Lagebericht und den Konzernlagebericht sowie gegen den Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns zu erheben. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der LUDWIG BECK AG einstimmig gebilligt; er ist damit festgestellt. Weiterhin hat er den Konzernabschluss gebilligt und sich dem Gewinnverwendungsvorschlag des Vorstands angeschlossen. Der Aufsichtsrat hat auch den vom Vorstand erstellten gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht für die LUDWIG BECK Gruppe geprüft und in der Bilanzsitzung vom 20. März 2018 umfassend diskutiert. Der Vorstand erläuterte den Bericht und beantwortete die Fragen der Aufsichtsratsmitglieder hierzu. Nach Abschluss der Prüfung ist der Aufsichtsrat zu dem Ergebnis gekommen, dass keine Einwendungen gegen den gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht zu erheben sind. Der Aufsichtsrat ist mit dem gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht für die LUDWIG BECK Gruppe einverstanden. Der Aufsichtsrat hat zudem den Bericht des Vorstands gemäß § 312 AktG über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen für das vergangene Geschäftsjahr ("Abhängigkeitsbericht") geprüft. In seinem Bericht hat der Vorstand folgende Schlusserklärung abgegeben: "Nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit den verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden." Die BTU Treuhand GmbH als Abschlussprüfer der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2017 hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und am 2. März 2018 folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass: 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen war oder Nachteile ausgeglichen worden sind, 3. bei den im Bericht aufgeführten Maßnahmen keine Umstände für eine wesentlich andere Beurteilung als die durch den Vorstand sprechen." Sowohl der Abhängigkeitsbericht des Vorstands als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat vor. Der Aufsichtsrat hat auch den Prüfungsbericht des Abschlussprüfers mit dem Abschlussprüfer erörtert. Dabei hat er sich davon überzeugt, dass insbesondere alle Rechtsgeschäfte und Maßnahmen vollständig erfasst wurden. Aus dem Bericht des Abschlussprüfers ergeben sich keine Bedenken. All dies vorausgeschickt, schließt sich der Aufsichtsrat dem Ergebnis der Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen die Erklärung des Vorstands am Schluss des Berichts über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen keine Einwendungen. PERSÖNLICHER DANKDer Aufsichtsrat spricht dem Vorstand, dem Betriebsrat sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der LUDWIG BECK AG und ihrer Tochtergesellschaften seinen Dank für die im Jahr 2017 gezeigte große Einsatzbereitschaft, Leistungsstärke und Freude am engagierten Arbeiten aus.
München, im März 2018 Dr. Steffen Stremme, Vorsitzender des Aufsichtsrats CORPORATE-GOVERNANCE-BERICHTDer Begriff Corporate Governance steht für eine auf Verantwortung und langfristige Wertschöpfung ausgerichtete Unternehmensführung und -kontrolle. LUDWIG BECK orientiert sich am erstmals 2002 beschlossenen Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser enthält nationale wie internationale Standards als Empfehlung für börsenorientierte Unternehmen, ihre Unternehmensführung positiv, transparent und verantwortlich zu gestalten. LUDWIG BECK fühlt sich diesen Werten verpflichtet und erfüllt die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex seit April 2003 ohne wesentliche Einschränkungen. Kernpunkte sind neben der effizienten und zielgerichteten Zusammenarbeit zwischen Vorstand und Aufsichtsrat insbesondere die Achtung der Interessen von Aktionären und Mitarbeitern. Der Corporate-Governance-Bericht, die Erklärung zur Unternehmensführung sowie alle weiteren Corporate-Governance-relevanten Dokumente sind auf der Internetseite der Gesellschaft im Bereich Investor Relations unter dem Menüpunkt Corporate Governance zu finden. Die Erklärung zur Unternehmensführung selbst findet man unter dem direkten Link http://kaufhaus.ludwigbeck.de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/. Der Aufsichtsrat hat gemäß der Empfehlung in Ziffer 5.4.1 Abs. 2 des Deutschen Corporate Governance Kodex konkrete Ziele für seine Zusammensetzung beschlossen und ein Kompetenzprofil für das Gesamtgremium erarbeitet. Die Ziele und das Kompetenzprofil sind unter folgendem Link abrufbar: https://kaufhaus.ludwigbeck.de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/weitere-informationen. Die vom Aufsichtsrat festgelegten Ziele für seine Zusammensetzung und die Vorgaben des Kompetenzprofils sind gegenwärtig erfüllt. Nach Einschätzung des Aufsichtsrats sollten dem Aufsichtsrat mindestens ein bis zwei unabhängige Aufsichtsratsmitglieder der Anteilseigner angehören. Derzeit gehören dem Aufsichtsrat mit Frau Clarissa Käfer und Frau Edda Kraft zumindest zwei unabhängige Anteilseignervertreter an. Erklärung zum Corporate Governance Kodex nach § 161 AktGDie nachfolgende Erklärung bezieht sich für den Zeitraum von der Abgabe der Entsprechenserklärung 2016 am 25. November 2016 bis zum Ablauf des 23. April 2017 auf die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex ("Kodex") in seiner Fassung vom 5. Mai 2015, die am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Für den Zeitraum ab dem Beginn des 24. April 2017 bezieht sich die Erklärung auf die Empfehlungen des Kodex in seiner Fassung vom 7. Februar 2017, die am 24. April 2017 im Bundesanzeiger veröffentlicht wurde. Vorstand und Aufsichtsrat der LUDWIG BECK am Rathauseck -Textilhaus Feldmeier Aktiengesellschaft erklären gemäß § 161 AktG, dass den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex" mit nachfolgenden Ausnahmen entsprochen wurde und auch künftig entsprochen wird: 1. Der seit 24. April 2017 geltenden Empfehlung in Ziffer 4.1.3 Satz 3 des Kodex, wonach Beschäftigten auf geeignete Weise die Möglichkeit eingeräumt werden soll, geschützte Hinweise auf Rechtsverstöße im Unternehmen zu geben (Einrichtung einer Whistleblower-Hotline), wird nicht entsprochen. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass die Gesellschaft auch ohne die Einrichtung einer Whistleblower-Hotline über ein funktionierendes Compliance-Management-System verfügt. Obendrein ist nicht auszuschließen, dass durch die Einrichtung einer Whistleblower-Hotline das hervorragende Betriebsklima belastet und dem Denunziantentum Vorschub geleistet würde. 2. Der Vorstand der Gesellschaft hat keinen Vorsitzenden oder Sprecher (Kodex Ziffer 4.2.1 Satz 1). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass dies der gleichberechtigten, vertrauensvollen und engen Zusammenarbeit der beiden Vorstandsmitglieder am besten gerecht wird. 3. Die seit Jahren praktizierte mehrjährige Bemessungsgrundlage, anhand derer die den Vorstandsmitgliedern zu gewährenden variablen Vergütungsbestandteile zu ermitteln sind, ist abweichend von der seit 24. April 2017 geltenden Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 2 Satz 3 des Kodex nicht im Wesentlichen zukunftsbezogen. Nach Auffassung des Aufsichtsrats hat sich das seit Jahren bestehende Vergütungssystem bewährt. Darüber hinaus soll in bestehende Verträge aus Gründen des Bestandsschutzes nicht eingegriffen und der Gleichlauf der Anstellungsverträge beider Vorstandsmitglieder erhalten bleiben. 4. Der Aufsichtsrat hat keinen Nominierungsausschuss gebildet (Kodex Ziffer 5.3.3). Der Aufsichtsrat ist der Auffassung, dass die Erarbeitung von Wahlvorschlägen für Aufsichtsratsmitglieder an die Hauptversammlung in dem an Personen überschaubaren sechsköpfigen Plenum erfolgen sollte. 5. "Unterjährige Finanzinformationen" werden vom Vorstand vor der Veröffentlichung nicht mit dem Aufsichtsrat oder seinem Prüfungsausschuss erörtert (Kodex Ziffer 7.1.2 Satz 2). Aufsichtsrat und Vorstand sind auf Grundlage der monatlichen Berichterstattung ständig in engem Kontakt. Eine gesonderte Erörterung von Halbjahresfinanzberichten oder sonstigen unterjährigen Finanzinformationen vor deren Veröffentlichung ist deshalb entbehrlich. AKTIEDAS BÖRSENJAHR 2017Rekorde an den Börsen weltweitRund 15 Prozent Jahresgewinn verzeichnete der DAX nach einem Börsenjahr der Superlative. Der deutsche Leitindex hatte bei 13.525,60 Punkten sein Allzeithoch. Der amerikanische S&P-500 legte sogar um rund 20 Prozent zu. Das robuste Wachstum der Weltwirtschaft und die miteinander harmonierenden Volkswirtschaften in den USA, Europa und Japan sowie dortige Unternehmensgewinne haben 2017 für ein Kursfeuerwerk gesorgt, das von geringen Inflationsraten, niedrigen Zinsen und einer weiterhin expansiven Geldpolitik angefacht wurde. Analysten verwiesen auf das sogenannte Goldilocks-Szenario, das von einem kontinuierlichen und moderaten Wirtschaftswachstum weltweit gekennzeichnet ist. DIE LUDWIG BECK AKTIEscroll
LUDWIG BECK Aktie mit neutraler EntwicklungDie Aktie der LUDWIG BECK AG schloss das Jahr 2017 mit einem Kurs von 27,43 €. Ihr Eröffnungskurs lag bei 27,85 €, das Jahreshoch am 20. Januar bei 32,20 € und der Tiefkurs am 25. November bei 27,09 €. Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie wird mittels Division des LUDWIG BECK Konzernergebnisses durch die durchschnittliche Anzahl der im Berichtsjahr ausgegebenen Aktien ermittelt. Die durchschnittliche Aktienanzahl (verwässert und unverwässert) betrug im Jahr 2017 3.695.000 Aktien. Der Konzernjahresüberschuss belief sich im Geschäftsjahr 2017 auf 3,3 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €). Demnach beträgt das Ergebnis je Aktie 0,88 € (Vorjahr: 0,78 €). Daraus ergibt sich ein Kurs-Gewinn-Verhältnis zum Geschäftsjahresende von 31,2 (Vorjahr: 36,5). DividendeDie Aktie der LUDWIG BECK AG genießt den Ruf eines zuverlässigen Dividendentitels und erhebt den Anspruch, Aktionäre über eine kontinuierlich betriebene Dividendenentwicklung angemessen am Geschäftserfolg teilhaben zu lassen. Der Vorschlag zur Höhe der Dividende orientiert sich an den finanzwirtschaftlichen Zielen der Aktiengesellschaft, von denen die Absicherung einer stabilen Finanzbasis für die geplanten strategischen Vorhaben des Konzerns die höchste Priorität hat. Dieses Fundament soll auch künftig hauptsächlich aus eigenem Kapital bestehen. Die dadurch angestrebte starke Bilanz schafft für die Gesellschaft wie für ihre Aktionäre einen attraktiven Mehrwert. Entsprechend der Geschäftsentwicklung im Berichtsjahr werden Vorstand und Aufsichtsrat der LUDWIG BECK AG auf der Hauptversammlung der Gesellschaft am 15. Mai 2018 die Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,65 € je Aktie vorschlagen. Auf dieser Grundlage beträgt die Ausschüttungssumme insgesamt 2,4 Mio. € (Vorjahr: 2,4 Mio. €). Die Dividendenrendite liegt bezogen auf den Schlusskurs des letzten Handelstages 2017 bei 2,4%. AktionärsstrukturDie Aktionärsstruktur der LUDWIG BECK AG setzt sich wie folgt zusammen: Größter Einzelaktionär im Berichtsjahr 2017 war mit einem Anteil von 49,2% die INTRO-Verwaltungs GmbH. 25,7% der Anteile hielt die Hans Rudolf Wöhrl Verwaltungs GmbH. Mit Anteilen von 5,0% bzw. 3,0% waren die OST-WEST Beteiligungs- und Grundstücksverwaltungs-AG und die Rheintex Verwaltungs AG an der LUDWIG BECK AG beteiligt. Da Stimmrechte erst beim Erreichen der Schwellenwerte gemeldet werden, kann der Freefloat der Gesellschaft lediglich als Schätzwert angegeben werden. Dieser liegt demnach unter 17,1%. ![]() INVESTOR RELATIONSLUDWIG BECK ist im Prime Standard gelistet und damit den Regeln des "Fair Disclosure" verpflichtet. Diese betreffen die Aktualität, Kontinuität und Gleichbehandlung in der Informationspolitik. Das Unternehmen führt daher einen regelmäßigen Dialog mit Anlegern, Analysten und der Presse und unterhält einen stetigen Informationsfluss über seine Aktivitäten und Vorhaben. Eine wichtige kommunikative Plattform ist die jährliche Hauptversammlung im Mai. Sie wird intensiv für die Kontaktaufnahme und -pflege zwischen Gesellschaft und Aktionären genutzt. So stimmte auf der Hauptversammlung am 23. Mai 2017 eine große Mehrheit der Aktionäre der vorgeschlagenen Zahlung einer Dividende in Höhe von 0,65 € je Stückaktie zu - ein nahezu einstimmiges Ergebnis, in dem das Vertrauen der Anleger in die sichere Wertsteigerung ihres Investments zum Ausdruck kam. Die Berichterstattung von LUDWIG BECK erfolgt zweisprachig und orientiert sich an festen Terminen wie der Umsatzmeldung zum Jahresauftakt, der Bilanzpressekonferenz in München sowie der Analystenkonferenz in Frankfurt, auf denen das Management von LUDWIG BECK den Geschäftsbericht über das zurückliegende Geschäftsjahr präsentiert. Rund drei Wochen nach Ende eines Quartals veröffentlicht die LUDWIG BECK AG für den Kapitalmarkt eine Quartalsmitteilung für die Quartale 1 und 3, sowie einen Konzernzwischenbericht für das 2. Quartal und die ersten sechs Monate zusammen mit einer Corporate News. Die im Rahmen dieser Veranstaltungen gezeigten Präsentationen können im Internet im Investor-Relations-Bereich unter http://kaufhaus.ludwigbeck.de frei eingesehen werden. Ohnehin bietet die Webpräsenz von LUDWIG BECK umfassende Informationen zur Geschäftsstrategie des Konzerns und veröffentlicht fortlaufend Berichte, Corporate News, Analystenempfehlungen sowie die ab dem Jahr 2013 archivierten Geschäftsberichte. Ereignisse und Stellungnahmen der Gesellschaft erscheinen regelmäßig im Aktionärs-Newsletter. Zudem besteht jederzeit die Möglichkeit, mit dem Investor-Relations-Team in direkten Kontakt zu treten. Den Finanzkalender der Gesellschaft für 2018 finden Sie auf Seite 87 dieses Geschäftsberichts sowie im Internet im Bereich Investor Relations/Corporate Events/Finanzkalender. KONTAKT LUDWIG BECK Investor Relations esVedra consulting GmbH Tel. +49. 89. 206021-210 Fax +49. 89. 206021-610 ludwig.beck@esvedragroup.com 2 KONZERNLAGEBERICHTI. GRUNDLAGEN DES KONZERNS1. GESCHÄFTSMODELLGeschäftstätigkeitUnter der Marke LUDWIG BECK betreibt der Münchner Modekonzern Textileinzelhandel im mittel- bis hochpreisigen Segment. Zum Sortiment gehören überwiegend Textilien, daneben aber auch nichttextile Produkte wie Kosmetika, Tonträger oder Papeterieartikel. Herzstück des stationären Geschäfts ist das Stammhaus "Kaufhaus der Sinne" am Münchner Marienplatz. Zudem werden exklusive Beauty-Produkte in einer Dependance in den FÜNF HÖFEN in München angeboten. Parallel betreibt der Konzern das Online-Portal ludwigbeck.de, das im gesamten deutschsprachigen Raum eine umfangreiche Auswahl an Premium-Kosmetikartikeln anbietet. Seit 2015 ist auch das deutschlandweite Filialnetz von WORMLAND Teil des Konzerns. Als zweite Säule der stationären Geschäftstätigkeit steht die Marke für stylische Männermode. 2. STRATEGIE UND ZIELELUDWIG BECK strebt einen dauerhaft festen Platz unter den führenden europäischen Textileinzelhandelsunternehmen an. Um diese Marktposition langfristig zu sichern, bieten die unter dem Konzerndach operierenden Gesellschaften in erstklassigen City-Lagen innerhalb einer gehobenen Verkaufskultur ein exklusives Sortiment, das von kreativer Produktpräsentation mit einzigartigem Erlebniswert gekennzeichnet ist. Sowohl die Angebote als auch ihre Inszenierung und die Verkaufsflächen unterliegen ständiger Prüfung und gegebenenfalls Optimierung im Hinblick auf klare Fokussierung. Weiterhin setzt LUDWIG BECK auf eine permanente Verbesserung der von jeher überdurchschnittlich hohen Servicequalität. Mit dem weiteren Ausbau und der Festigung der Marke LUDWIG BECK in München geht die forcierte Revitalisierung der Marke WORMLAND als Vorreiter für Men's Fashion in ganz Deutschland einher. Wichtiges Augenmerk legt der Konzern auf die Eigenschaft, für alle Mitarbeiter ein begehrter Arbeitgeber zu sein, der großzügige Entfaltungsmöglichkeiten bietet und als berufliches Zuhause geschätzt wird. Die Mitarbeiterzufriedenheit bildet nicht zuletzt die Basis, auf der ein überdurchschnittliches Serviceniveau erreicht und erhalten werden soll. LUDWIG BECK steht zu der Verantwortung, Aktionären ein sicheres Investment zu bieten und damit eine auf Nachhaltigkeit beruhende Teilhabe am Geschäftserfolg. Dieser ruht auf den Werten Verlässlichkeit, Stabilität und Wachstumsorientierung. 3. INTERNES STEUERUNGSSYSTEMEin Warenwirtschaftssystem liefert LUDWIG BECK alle nötigen Informationen zur effizienten Steuerung von Warenbeständen, Sortimenten und zugewiesenen Verkaufsflächen. Es ermöglicht taggenaue warenwirtschaftliche Auswertungen, die nach einem Artikelnummern- und Warengruppensystem bis hin zu Abteilungsgrößen aufgegliedert sind. Der finanzielle Handlungsspielraum des Konzerns wird anhand dieser Kennzahlen laufend einer Soll-Ist-Betrachtung unterzogen, um im Fall signifikanter Abweichungen umgehend eingreifen zu können. Neben den finanziellen Leistungsindikatoren des beschriebenen Steuerungssystems werden noch eine Reihe weiterer Kenngrößen zur Messung der wirtschaftlichen Leistungsfähigkeit genutzt. Hierzu gehören insbesondere Umsatz- und Ergebnisentwicklungen, das Working Capital sowie die Investitionen im Hinblick auf das gebundene Kapital. Der Vorstand verfolgt die Entwicklung der Kenngrößen anhand von Plan-/Ist-Analysen über das monatliche Berichtswesen. Damit stellt er sicher, dass er auf aktuelle Geschäftsentwicklungen, die vom Plan abweichen, unverzüglich reagieren kann. Parallel dazu wird durch eine fundierte Ursachenanalyse dafür Sorge getragen, dass Risiken minimiert und Chancen genutzt werden. II. WIRTSCHAFTSBERICHT1. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENWeltwirtschaft überraschend dynamischDer Pessimismus vieler Ökonomen zu Jahresbeginn hat sich nicht bestätigt: Trotz "Trump-Schock" und zahlreicher geopolitischer Unsicherheiten ist die Weltwirtschaft 2017 zu einem beachtlichen Höhenflug gestartet, an dessen Ende nach ersten Angaben ein Wachstum von 3,6% stehen dürfte - ein Anstieg wie seit sechs Jahren nicht mehr. Das befürchtete Beben aus den USA blieb aus, auch der Handelskrieg zwischen den USA und China oder die negativen Auswirkungen der Brexit-Verhandlungen waren kein Thema. Dafür war der Ölpreis weiterhin sehr niedrig und beflügelte die Nachfrage in Importländern. Zudem floss durch die extrem lockere Geldpolitik der Notenbanken den globalen Märkten billiges Geld zu, was das weltweite Wirtschaftswachstum zumindest 2017 auf eine robuste Grundlage stellte. Deutsche Konjunktur auf HochtourenNach vorläufigen Angaben des Statistischen Bundesamts wuchs das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) 2017 um 2,2%. Dies wäre die stärkste Konjunkturbelebung seit 2011 (2016: 1,9%). Wichtigste Stützen des Aufschwungs waren einmal mehr die Kauflust der Verbraucher, die gestiegene Auslandsnachfrage nach deutschen Produkten und eine Zunahme an Investitionen in Ausrüstung und Maschinen bei vielen Unternehmen. In den Augen der Wirtschaftsforscher des Kieler Instituts für Weltwirtschaft (IfW) hat Deutschland 2017 seinen nachhaltigen Wachstumspfad verlassen und steuerte rasant auf die Hochkonjunktur zu. Dabei sei der Aufschwung breit aufgestellt - auch die Binnenwirtschaft leistete ihren konjunkturellen Beitrag. Wegen der guten Beschäftigungs- und Einkommensperspektiven haben die privaten Haushalte allein im ersten Halbjahr 2017 so viel konsumiert wie seit 15 Jahren nicht mehr. Wie die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) mitteilt, befanden sich die Verbraucher bis Jahresende in Hochstimmung. Die Einzelhandelsumsätze stiegen nach Berechnungen des Statistischen Bundesamts von Januar bis Dezember um 2,3%. Die deutsche Exportwirtschaft vermeldete das vierte Rekordjahr in Serie. Der deutsche Staat verzeichnete 2017 ebenfalls im vierten Jahr in Folge einen Einnahmenüberschuss. Sondereffekte durch höhere Staatsausgaben, wie sie wegen der Flüchtlingskrise im letzten Jahr eintraten, hatten 2017 eine deutlich geringere Auswirkung auf die Konjunktur. Textilbranche mit negativer BilanzDer stationäre Textileinzelhandel konnte auch 2017 nicht von der erfreulichen Konsumstimmung der Deutschen profitieren und schloss das Jahr zum zweiten Mal in Folge mit einem Umsatzminus von 2%. Branchenbeobachter erkennen eine fortgesetzte Verlagerung des Umsatzes zum Online-Handel, was eine weitere Zunahme des Drucks auf klassische Modehäuser und Boutiquen zur Folge hatte. Das Branchenfachblatt Textilwirtschaft zog am Jahresende das Resümee: "Die Kunden sind satt, die Kleiderschränke voll, der Markt ist überbesetzt". Indes hat sich im Verdrängungswettbewerb herausgestellt, dass vor allem "Platzhirsche" in den Innenstädten sehr wohl ihre Chancen wahren konnten - unter anderem auch mit Serviceangeboten, die online nicht verfügbar sind. 2. GESCHÄFTSVERLAUF BEI LUDWIG BECKAuf stabilem Kurs in problematischen ZeitenDas Geschäftsjahr 2017 stand in den Segmenten LUDWIG BECK und WORMLAND ganz im Zeichen einer Sortiments- und Serviceoptimierung sowie der Inszenierung groß angelegter Shopping-Events. Im Stammhaus am Marienplatz wurde im August das neu gestaltete Erdgeschoss fertiggestellt. Auf 1.700 qm erwartet eintretende Besucher nun eine ästhetisch anspruchsvolle Umgebung, die die Magie der Marke LUDWIG BECK repräsentiert und durch klare Differenzierung der verschiedenen Verkaufsbereiche die Aufmerksamkeit zielgerichtet leitet. Mehrmals lud das "Kaufhaus der Sinne" unter dem Motto "Ein Tag 100 Highlights" zum Erlebnisshopping -ein Event, der wie im Jahr zuvor schon für Begeisterung und großen Kundenandrang sorgte. Ebenso beachtet und gut besucht waren auch die von WORMLAND ausgerichteten Events, u.a. die Pop-Up Stores mit Guns N' Roses-Textilien, die zeitgleich mit den beiden Konzerten der Band in München und Hannover verkauft wurden. Um hauseigene Potenziale noch fokussierter als Wettbewerbsvorteil auszuspielen, wurden die Programme zur Mitarbeiterqualifizierung intensiviert. E-Commerce und ein Wandel im Kaufverhalten erfordern vom stationären Modehandel neue Servicequalitäten, bei deren konsequenter Umsetzung der Konzern in der ersten Reihe stehen will. Das Online-Portal ludwigbeck.de entwickelte sich im Rahmen der Erwartungen, die das Management an diesen alternativen Vertriebsweg stellt. Die Plattform ist das vom Konzern geschaffene Instrument, im Wettbewerb um wertvolle Marktanteile attraktive Internetangebote auszubauen und als klassischer Retailer die Dynamik der neuen Medien auch selbst zu nutzen. Zugleich musste sich LUDWIG BECK mit dem Druck auseinandersetzen, den der Umbruch im Modehandel derzeit auf die Märkte in ganz Europa ausübt. Auch klimatische Unwägbarkeiten nahmen auf das Geschäft des Konzerns 2017 immer wieder negativ Einfluss. Davon war 2017 auch das Weihnachtsgeschäft im Stammhaus betroffen. Dennoch zeigte sich, dass LUDWIG BECK auch ein so schwieriges Jahr wie das zurückliegende innerhalb der Erwartungen des Managements meistern konnte. Die emotionale Produktinszenierung in erstklassiger Innenstadtlage gepaart mit herausragendem Service und einer weiter verbesserten Kundenorientierung haben sich als wirksame Mittel im aktuellen Verdrängungswettbewerb mit der Online-Konkurrenz erneut bewährt. Damit hat der Konzern 2017 erneut bewiesen, dass auch unter zum Teil kritischen Rahmenbedingungen ein stabiles, auf nachhaltiges Wachstum orientiertes Wirtschaften möglich ist. Alle Summen der nachfolgenden Darstellungen wurden exakt berechnet und anschließend auf Mio. € mit einer Nachkommastelle gerundet. Die prozentualen Angaben wurden anhand der exakten (nicht der gerundeten) Werte ermittelt. 3. KONZERNERTRAGSLAGEscroll
Konzernsegmentberichterstattungscroll
In der Segmentberichterstattung von LUDWIG BECK wird über die Segmente "LUDWIG BECK" und "WORMLAND" berichtet. UmsatzentwicklungDer LUDWIG BECK Konzern erzielte im Geschäftsjahr 2017 einen Bruttoumsatz von 173,2 Mio. € (Vorjahr: 177,1 Mio. €). Dabei behauptete sich das Segment LUDWIG BECK unter äußerst schwierigen Bedingungen gut und erzielte zusammen mit seinem Beauty-Online-Handel einen Umsatz von 99,0 Mio. € (Vorjahr: 101,1 Mio. €). Der Anteil des Segments WORMLAND betrug 74,2 Mio. € (Vorjahr: 76,0 Mio. €). Der Gesamtumsatz lag damit im Rahmen der Erwartungen des Managements, das für 2017 einen Bruttoumsatz zwischen 170 und 180 Mio. € prognostizierte. In einem für den gesamten Textileinzelhandel nicht einfachen Jahr konnte sich auch LUDWIG BECK dem negativen Einfluss klimatischer und wirtschaftspolitischer Unwägbarkeiten nicht entziehen. Allein die positive Entwicklung im 3. Quartal reichte nicht aus, um die insgesamt rückläufige Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2017 aufzuhalten. Auch das Weihnachtsgeschäft bei LUDWIG BECK lag unter dem des Vorjahres. Der Online-Handel unter www.ludwigbeck.de entwickelte sich weiterhin positiv und erfüllte die Erwartungen des Managements. ErgebnissituationDer Nettorohertrag lag bei 69,6 Mio. € (Vorjahr: 71,3 Mio. €). Das Segment LUDWIG BECK steuerte dabei einen Anteil von 40,0 Mio. € (Vorjahr: 41,0 Mio. €) bei. WORMLAND trug mit einem Anteil von 29,7 Mio. € (Vorjahr: 30,3 Mio. €) zum Nettorohertrag bei. Die Nettorohertragsmarge lag mit 47,8% auf Vorjahresniveau (47,9%). Die nach den ersten neun Monaten erzielte Spannenverbesserung von 0,7%-Punkten konnte nach der abfallenden Umsatzentwicklung im 4. Quartal nicht gehalten werden, da die nachlassende Umsatzdynamik im 4. Quartal erhöhte Preisnachlässe erfordert. Die sonstigen Erträge, zusammengesetzt aus Mieterträgen, Erträgen aus dem Verwaltungs-, Vertriebs- und Personalbereich sowie Erträgen aus dem Kantinenbereich und den aktivierten Eigenleistungen, lagen bei 4,9 Mio. € (Vorjahr: 4,4 Mio. €). Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) betrug 10,9 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio. €). Das Segment LUDWIG BECK erzielte dabei ein EBITDA von 11,7 Mio. € (Vorjahr: 11,5 Mio. €). Die Verluste im Nettorohertrag konnten über Kosteneinsparungen überkompensiert werden. Im Segment WORMLAND wurde ein EBITDA in Höhe von -0,7 Mio. € (Vorjahr: -1,2 Mio. €) erzielt. Auch hier wurde der Rückgang im Nettorohertrag über Kosteneinsparungen mehr als nur ausgeglichen. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) betrug auf Konzernebene 6,5 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €). Damit lag das EBIT trotz einer rückläufigen Umsatzentwicklung aufgrund einer stringenten Kostenpolitik über der vom Management prognostizierten Bandbreite von 4 bis 6 Mio. €. Das Finanzergebnis konnte auf -0,9 Mio. € (Vorjahr: -1,1 Mio. €) verbessert werden. Über die positive Entwicklung im Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit und niedrigere Investitionsausgaben konnten planmäßig mittelfristige Darlehen und Kontokorrentlinien zurückgeführt werden. Dies führte zu einer Verbesserung der Finanzierungsstruktur und damit zu einer Verbesserung im Finanzergebnis. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) betrug dementsprechend 5,6 Mio. € (Vorjahr: 5,2 Mio. €). Dabei lag die EBT-Marge bei 3,8% gegenüber 3,5% im Vorjahr. Wie schon im Vorjahr fielen für das Geschäftsjahr 2017 Ertragsteuern in Höhe von 2,3 Mio. € an. Das Ergebnis nach Steuern betrug 3,3 Mio. € (Vorjahr: 2,9 Mio. €). Dabei lag das Ergebnis des Segments LUDWIG BECK bei 5,8 Mio. € (Vorjahr: 5,2 Mio. €). Das Ergebnis des Segments WORMLAND betrug -2,5 Mio. € (Vorjahr: -2,3 Mio. €). Das Ergebnis von WORMLAND war im Geschäftsjahr 2017 mit einer Impairment-Abschreibung für die WORMLAND-Filiale in Nürnberg in Höhe von 0,4 Mio. € belastet. Im Zuge des Unternehmenserwerbs WORMLAND flossen LUDWIG BECK insgesamt 10,3 Mio. € zum Ausgleich zukünftiger Verluste zu, die in den Jahren 2015 (9,8 Mio. €) und 2016 (0,5 Mio. €) als sonstiger betrieblicher Ertrag auszuweisen waren. 4. KONZERNVERMÖGENSLAGEAktiva scroll
Die Bilanzsumme des LUDWIG BECK Konzerns lag zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 bei 130,5 Mio. € (Vorjahr: 134,0 Mio. €). Wie in den Jahren zuvor ist das Sachanlagevermögen mit 99,3 Mio. € die größte Position unter den langfristigen Vermögenswerten (31. Dezember 2016: 101,2 Mio. €). Unter dieser Position ist die Immobilie am Münchner Marienplatz mit über 70 Mio. € bilanziert. Die Anteile an der Immobiliengesellschaft wurden im Geschäftsjahr 2001 erworben. Der Wertansatz der Immobilie wurde seitdem bis zum 31. Dezember 2017 unverändert beibehalten. Insgesamt lagen im Geschäftsjahr 2017 die Abschreibungen deutlich über den Investitionen, da die Investitionstätigkeit im Vergleich zu den letzten Jahren im LUDWIG BECK Konzern zurückgefahren wurde. Die immateriellen Vermögenswerte lagen mit 5,1 Mio. € nahezu auf Vorjahresniveau (31. Dezember 2016: 5,2 Mio. €). Die Abschreibungen wurden durch die Investitionen in Software sowie weitere Investitionen in das bestehende Warenwirtschaftssystem weitestgehend kompensiert. Die kurzfristigen Vermögenswerte nahmen um 1,6 Mio. € auf 25,9 Mio. € ab (31. Dezember 2016: 27,5 Mio. €). Der Abbau der Forderungen und sonstigen Vermögenswerte war geprägt durch eine Rückzahlung von zu hohen Steuervorauszahlungen durch das Finanzamt in Höhe von insgesamt 0,8 Mio. €. Die liquiden Mittel lagen zum Stichtag 31. Dezember 2017 bei insgesamt 1,6 Mio. € (31. Dezember 2016: 1,5 Mio. €). Hierbei handelt es sich bis auf 0,4 Mio. € aus den Tochtergesellschaften um Kassenbestände der operativen Gesellschaften. Zur Optimierung der Finanzierungsstruktur im LUDWIG BECK Konzern werden permanent nahezu sämtliche Bankbestände der operativen Gesellschaften zur Verringerung der Auslastung bestehender Kontokorrentlinien herangezogen. 5. KONZERNFINANZLAGEscroll
Zum 31. Dezember 2017 verfügte der LUDWIG BECK Konzern über ein Eigenkapital in Höhe von 79,4 Mio. € (31. Dezember 2016: 79,0 Mio. €). Das positive Konzerngesamtergebnis wirkte sich mit 3,3 Mio. € eigenkapitalerhöhend aus. Neben der Auszahlung an konzernfremde Dritte wirkte sich in Höhe von 2,4 Mio. € die in der Hauptversammlung vom 23. Mai 2017 beschlossene Dividendenzahlung (0,65 € pro Stückaktie) eigenkapitalmindernd aus. Im LUDWIG BECK Konzern konnte die Eigenkapitalquote um 1,9%-Punkte gesteigert werden und betrug zum 31. Dezember 2017 60,8% (31. Dezember 2016: 58,9%). Die gesamten Verbindlichkeiten des Konzerns konnten zum 31. Dezember 2017 aufgrund des positiven Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit sowie der geringeren Investitionsausgaben im Geschäftsjahr 2017 um 4,0 Mio. € auf 51,1 Mio. € reduziert werden (31. Dezember 2016: 55,1 Mio. €). Dabei wurden die finanziellen Verbindlichkeiten um 3,9 Mio. € auf insgesamt 35,4 Mio. € getilgt (31. Dezember 2016: 39,3 Mio. €). Die Entwicklung im Bereich der finanziellen Verbindlichkeiten spiegelte sich in der positiven Entwicklung des Finanzergebnisses wider. Bei den Rückstellungen, den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie den sonstigen Verbindlichkeiten gab es keine wesentlichen Veränderungen zum Vorjahr zu verzeichnen. Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen erfolgte wie schon in den Vorjahren zum Erfüllungsbetrag. Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem Marktwert der Verbindlichkeiten. Die Bezahlung der Lieferanten erfolgte in der Regel innerhalb von 10 Tagen, um den Skontoabzug geltend machen zu können, das Zahlungsziel betrug jedoch in der Regel 60 Tage. Die Finanzpolitik des Konzerns ist auf die Sicherstellung der Liquidität des Konzerns bei gleichzeitiger Optimierung der Finanzierungskosten ausgerichtet. Sich nicht aus der Geschäftstätigkeit ergebende Risiken sind dabei weitestgehend auszuschließen. CashflowDer Cashflow aus betrieblicher Geschäftstätigkeit betrug im Geschäftsjahr 2017 8,7 Mio. € (Vorjahr: 6,0 Mio. €). Neben den höheren Zuflüssen aus dem Ergebnisbereich waren auch die Veränderungen im Working Capital bei den Vorräten und sonstigen Vermögenswerten ausschlaggebend für diese Entwicklung. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit lag zum 31. Dezember 2017 bei -2,5 Mio. € (Vorjahr: -5,4 Mio. €). Neben Investitionen in das Haupthaus am Münchner Marienplatz standen auch Investitionen im IT-Bereich im Fokus. Im Vorjahr wurde zusätzlich zu den Investitionen in das Haupthaus am Münchner Marienplatz auch Investitionen in ein neues Warenwirtschaftssystem bei LUDWIG BECK sowie in eine WORMLAND Filiale in Nürnberg vorgenommen. Im Geschäftsjahr 2017 wurde für das Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von 2,4 Mio. € ausgeschüttet. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug insgesamt -6,1 Mio. € (Vorjahr: -1,1 Mio. €). Neben der Finanzierung des laufenden Geschäfts standen die Tilgung von kurz- und mittelfristigen finanziellen Verbindlichkeiten sowie die Investitionen in das Anlagevermögen. In der Konzernkapitalflussrechnung sind weitere Details zu den einzelnen Cashflow-Positionen dargestellt. 6. GESAMTAUSSAGE ZUM GESCHÄFTSVERLAUFDas Management von LUDWIG BECK bewertet die wirtschaftliche Situation des Konzerns als positiv. Das zurückliegende Geschäftsjahr konnte trotz sehr schwieriger Rahmenbedingungen über den Erwartungen abgeschlossen werden. Das Fundament, auf dem auch künftiger Geschäftserfolg möglich sein wird, ist stabil und beinhaltet alle Voraussetzungen für ein gesundes Wachstum. 7. NICHTFINANZIELLE LEISTUNGSINDIKATORENMitarbeiterDer Geschäftserfolg von LUDWIG BECK basiert entscheidend auf der Qualifikation, Beratungskompetenz und Motivation der Mitarbeiter. Sie sind das ausschlaggebende Bindeglied zwischen Kunde und Produkt und als solches durch nichts zu ersetzen. Während jede Saison neue Produkte vorzuweisen hat, die von neuen in der nächsten Saison abgelöst werden, sind die Menschen, die den Konzern tragen, ein dauerhafter Wert an sich. Diesen hauseigenen Wert stets zu schätzen, zu bewahren und zu fördern verschafft dem Konzern einen Wettbewerbsvorteil, wie er nur auf lange Sicht erreicht werden kann. Dabei sind die individuelle Klasse und Leistungsbereitschaft jedes Mitarbeiters von LUDWIG BECK qualitativ deckungsgleich mit den gehobenen Ansprüchen der Kunden und der Güte des Sortiments. Um das Potenzial seiner Beschäftigten weiter auszubauen, unternimmt LUDWIG BECK große Anstrengungen in der Mitarbeiterentwicklung und Qualifizierung. Dazu fanden 2017 konzernweit zahlreiche Schulungen statt, die unter anderem das Ziel hatten, das Serviceniveau in den verschiedensten Bereichen noch einmal anzuheben. Dies wurde als eines der wirksamsten Mittel erkannt, um sich im verschärften Wettbewerb der Branche im stationären Geschäft abzusetzen. Daneben wendet LUDWIG BECK die Prinzipien des "Gesund Führens" an. Dazu gehört die Umsetzung von ganzheitlichen Konzepten, die Workshops, Fitnesstrainings bei Kooperationspartnern oder ausgewogenes Kantinenessen beinhalten. Als Bestandteil eines modernen "Betrieblichen Gesundheitsmanagements" leisten solche Maßnahmen einen wichtigen Beitrag zur Senkung von Fehlzeiten, für ein gesteigertes Wohlbefinden am Arbeitsplatz und die Motivationsstärkung. Sie dienen nicht zuletzt einer intensiveren Mitarbeiterbindung und der rückhaltlosen Identifikation mit den Zielen des Unternehmens. 2017 beschäftigte der LUDWIG BECK Konzern durchschnittlich 874 Mitarbeiter (Vorjahr: 892). Die Zahl der Auszubildenden lag bei 40 (Vorjahr: 52). Gewichtet betrug die Zahl der Mitarbeiter 575 (Vorjahr: 588). Corporate ResponsibilityLUDWIG BECK folgte 2017 den Richtlinien zur Umsetzung eines verantwortungsbewussten unternehmerischen Handelns, wie sie im gesonderten nichtfinanziellen Konzernbericht nach den Corporate-Responsibility-Richtlinien aufgeführt sind. Diese können auf der Website der Gesellschaft unter https://kaufhaus.ludwigbeck.de/sites/default/files/annual-reports/2018-03/180320_ludwigbeck_GesonderterNichtfinanzieller Konzernbericht_dt_2.pdf nachgelesen werden. MarketingAls Modekonzern stützt sich der Geschäftserfolg von LUDWIG BECK in hohem Maße auf Zielgruppenmarketing und Public Relations. Öffentlichkeitswirksame Aktionen und Schaufenstergestaltungen von künstlerischem Wert sorgen das ganze Jahr über für einen hohen Wahrnehmungsgrad innerhalb der Stammkundschaft, aber auch generell bei den Besuchern der Münchner Innenstadt sowie bei zahlreichen Touristen. Seit Hinzunahme des Segments WORMLAND verläuft die Zielgruppenansprache zweigleisig. Werbemaßnahmen für das Stammhaus haben einen sinnlichen und fantasievollen Charakter, die für den Männermode-Spezialisten sind betont maskulin und direkt. Identisch sind beide in der unverkennbaren Emotionalität ihrer Markenbotschaft. III. VERGÜTUNGSBERICHT1. VORSTANDSVERGÜTUNGDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus verschiedenen Vergütungsbestandteilen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie einer Rentenzusage, während die erfolgsbezogene Komponente aus einer Tantieme besteht. Ihre Höhe ist abhängig von der Höhe der durchschnittlichen Konzernumsatzrendite der letzten drei Jahre. Des Weiteren kann der Aufsichtsrat zusätzlich nach seinem Ermessen zur Honorierung besonderer Leistungen eine Sondertantieme festsetzen. Sachbezüge werden nach den lohnsteuerlichen Vorschriften bewertet. Die Struktur des Vergütungssystems für den Vorstand wird vom Aufsichtsrat auf Vorschlag seines Personalausschusses beraten und regelmäßig überprüft. Die Vergütungsentscheidungen werden vom Gesamtaufsichtsrat getroffen. Kriterien für die Angemessenheit der Vergütung bilden insbesondere die Aufgaben des jeweiligen Vorstandsmitglieds, die persönliche Leistung des Vorstands sowie die wirtschaftliche Lage, der Erfolg und die Zukunftsaussichten des Unternehmens im Rahmen seines Vergleichsumfeldes. Insgesamt betrug die Gesamtvergütung der Mitglieder des Vorstands im Geschäftsjahr 2017 T€ 1.207 (Vorjahr: T€ 1.212). Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form aus den nachfolgenden Tabellen: Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr 2017:scroll
Zufluss im bzw. für das Berichtsjahr 2017:scroll
In den vorherigen Tabellen sind ferner die Zuführungen zu den Versorgungsleistungen eines Vorstandsmitglieds aufgeführt. Versorgungsleistungen werden ausgezahlt, wenn entweder die Altersgrenze von 63 Jahren erreicht ist oder eine dauerhafte Arbeitsunfähigkeit eintritt. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstands im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. 2. AUFSICHTSRATSVERGÜTUNGDie Vergütung des Aufsichtsrats wurde durch die Hauptversammlung festgelegt und ist in der Satzung geregelt. Sie orientiert sich an den Aufgaben und an der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Vorsitz und Mitgliedschaft in den Aufsichtsratsausschüssen werden entsprechend dem Deutschen Corporate Governance Kodex gesondert vergütet. Aufsichtsratsmitglieder, die nur während eines Teils des Geschäftsjahres dem Aufsichtsrat angehören, erhalten eine im Verhältnis anteilige Vergütung. Die Festvergütung pro Aufsichtsratsmitglied beträgt T€ 25 pro Geschäftsjahr. Die Festvergütung des Vorsitzenden beläuft sich auf T€ 50, die des Stellvertreters auf T€ 37,5. Die Vergütung für die Mitgliedschaft in einem Ausschuss beträgt T€ 2,5 pro Geschäftsjahr, wobei der Vorsitzende eines Ausschusses eine Vergütung von T€ 5,0 erhält. Einzelheiten ergeben sich in individualisierter Form aus der nachfolgenden Tabelle: scroll
IV. RISIKO- UND CHANCENBERICHTRISIKOBERICHTEvaluierung als KernaufgabeLangfristiger Unternehmenserfolg in einem dynamischen Markt lässt sich nur erreichen, wenn Chancen frühzeitig erkannt und genutzt werden. Diese Notwendigkeit gehört zu den fundamentalen unternehmerischen Pflichten. Die Unternehmen des LUDWIG BECK Konzerns sind externen und internen Einflussfaktoren unterworfen, die das Geschäft mittel- oder unmittelbar beeinflussen können. LUDWIG BECK klassifiziert diese Potenziale nach quantitativen und qualitativen Indikatoren. Die so identifizierten Risiken und Chancen werden vom Management permanent geprüft. Hierbei wird auch berücksichtigt, dass nahezu ein Drittel der Kunden des Konzerns Touristen sind. Risiken, die lokal keine Rolle spielen, gewinnen aus überregionaler und globaler Sicht immer mehr an Bedeutung. Gleiches trifft auch auf die Chancenlage zu. Für Zwecke der Risikoüberwachung und -bewertung haben LUDWIG BECK und WORMLAND die Risiken in folgende Risikoklassen eingeteilt: Klasse A - wesentliche Risiken: Hierunter fallen Risiken, die im Falle ihres Eintritts möglicherweise den Bestand des Unternehmens gefährden und deren Verringerung oder Überwälzung durch entsprechende Steuerung nur begrenzt - oder gar nicht - möglich ist. Klasse B - akzeptable, aber dennoch relevante Risiken: In diese Kategorie fallen Risiken, die entweder ein hohes Schadenspotenzial bei geringer Eintrittswahrscheinlichkeit haben oder bei hoher Eintrittswahrscheinlichkeit ein geringes Schadenspotenzial. Klasse C - nicht relevante Risiken: Risiken, die aufgrund ihres Schadensausmaßes sowie ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit als gering einzustufen sind. Durch eine permanente Evaluierung besteht frühzeitig die Möglichkeit, Problemen vorzubeugen, sie abzuwenden oder brachliegende Potenziale zur Wertschöpfung zu nutzen. DAX-Unternehmen verfügen allein aufgrund ihrer Größe über die personellen wie technischen Möglichkeiten, Chancen und Risiken täglich neu zu bemessen und zu bewerten. LUDWIG BECK setzt dagegen auf Strukturen der Kommunikation. Um den Analyseprozess so effizient wie möglich zu gestalten, stehen die Mitarbeiter des Konzerns im ständigen Austausch mit dem Vorstand, der eine "Open Door Policy" verfolgt. Auf einer weiteren Ebene kommunizieren Vorstand und Aufsichtsrat über die möglichen Risiken und Chancen, erörtern Lösungen und legen Maßnahmenpakete fest. 1. UMFELDRISIKENGesamtwirtschaftliche Risiken (Klasse B)Die Kombination von umfangreichen Konjunkturprogrammen, Rettungspaketen für Finanzinstitute und Staaten sowie sinkenden Steuereinnahmen führte in den westlichen Industrieländern zu historisch gesehen außerordentlich hohen Haushaltsdefiziten und einem Rekordniveau der Staatsverschuldung. Die Entwicklungen in Griechenland und anderen europäischen Ländern haben vor Augen geführt, wie rasch Bedenken der Anleger in Bezug auf die Lage der öffentlichen Finanzen eines Landes auf andere Länder übergreifen können. Zudem kann eine hohe Staatsverschuldung das langfristige Wirtschaftswachstum bremsen und letztlich die Währungsstabilität gefährden. In einer Teil- oder Gesamtauswirkung muss man berücksichtigen, dass die weiter hohe Konsumstimmung der Verbraucher deutlich nachlassen kann, wenn andere Themen an Priorität gewinnen. Gesellschafts- und sozialpolitische Risiken (Klasse B)Da der Konzern zu einem Teil auf die Nachfrage durch internationale Kunden ausgerichtet ist, sind globale gesellschaftspolitische Risiken zu berücksichtigen. Politische Krisen, Währungsverfall, Bürgerkriege, Revolutionen und andere gesellschaftliche Umbrüche in den Herkunftsländern sowie Boykottaufrufe können dazu führen, dass wichtige Zielgruppen an den großen Standorten wie Hamburg, München, Frankfurt und Berlin fernbleiben. Mit dem womöglich nur vorübergehend unterbrochenen Flüchtlingszustrom nach Europa und vor allem nach Deutschland wächst die Gefahr gesellschaftlicher Verwerfungen. Beispiele dafür sind ein zunehmend rauer gewordener Ton im öffentlichen Diskurs, Terroranschläge durch als Flüchtlinge eingereiste Täter, die Abkehr großer Teile der Bevölkerung von den klassischen Medien und der Regierung, Silvesterfeiern in Großstädten, die nur im Schutz von Polizeiaufmärschen sicher sind und eine noch nie so vehement ausgetragene Diskussion über die öffentliche Sicherheit. Die Sorgen und Befürchtungen vieler deutscher Bürger, eine verfehlte Informationspolitik, von der Politik vermisste klare Signale und das Aufleben radikaler Strömungen könnten die deutsche Gesellschaft zunehmend spalten und in einem Nebeneffekt auch die wirtschaftliche Situation und das Konsumklima beeinflussen. Auf der anderen Seite ist derzeit nicht einzuschätzen, ob die seit 2015 in Deutschland eingetroffenen Migranten so in das gesellschaftliche Leben und die Arbeitsmärkte integriert werden können, dass sich positive Effekte für alle ergeben. Sollte dies auf Dauer nicht gelingen, könnte langfristig mit einem Anwachsen des geschilderten Risikopotenzials zu rechnen sein. Terrorrisiko (Klasse B)Nach den islamistischen Terroranschlägen in Brüssel, Nizza, Berlin sowie weiteren Städten Europas, aber auch weltweit bleibt dieses Risiko auf absehbare Zeit ein Faktum. Die Folgen einer solchen Bedrohung für die deutsche Gesellschaft sind für die wirtschaftliche Gesamtlage schwer abzusehen. Neben der realen Bedrohung kann auch eine gefühlte Gefahr dazu führen, dass Konsumenten stark frequentierten Plätzen wie den Innenstadtlagen fernbleiben. Das Stammhaus am Marienplatz könnte bei einer konkreten Terrorwarnung oder unmittelbar nach stattgefundenen Anschlägen an anderen Orten zumindest zeitweilig unter dem Fernbleiben sowohl von Stammkunden als auch Touristen leiden. Gleiches gilt für mögliche Anschläge in Städten, in denen sich WORMLAND Filialen befinden. Allein schon die Tatsache dieses Risikos lässt eine verunsicherte Bevölkerung zu einem bedeutsamen Einflussfaktor werden. Wetterrisiko (Klasse B)Der weltweite Klimawandel gehört zu den fundamentalen Risiken eines Unternehmens im Textileinzelhandel. Sommer sind zu kalt und nass, Winter sind zu warm oder fallen in Kälteextreme. Die Temperaturen sind antizyklisch, die Großwetterlage nicht voraussehbar. Diese Unsicherheit durchkreuzt die Anschaffungsneigung der Verbraucher. Das gewohnte Muster saisonaler Kaufwünsche wird durchbrochen. So schadet ein verregneter Sommer beispielsweise der Bademodenkollektion, ein warmer Winter bremst die Nachfrage nach Winterware wie Mänteln, Handschuhen oder Mützen. Die beiden zurückliegenden Geschäftsjahre sind Beispiele für die Abfolge unkalkulierbarer Wettersituationen, die der gesamten deutschen Modebranche geschadet haben. Nukleare Risiken (Klasse B)In jedem Atomkraftwerk kann es aufgrund von technischen Mängeln, menschlichen Fehlern, terroristischen Angriffen oder Naturkatastrophen zu einem schweren Unfall kommen, bei dem große Mengen Radioaktivität in die Umwelt freigesetzt werden. Nach der offiziellen "Deutschen Risikostudie Kernkraftwerke Phase B", die im Auftrag des Bundesministers für Forschung und Technologie erstellt wurde, kommt es in einem deutschen Atomkraftwerk bei einer Betriebszeit von rund 40 Jahren mit einer Wahrscheinlichkeit von 0,1% zum Super-GAU. In der Europäischen Union sind mehr als 131 Reaktoren in Betrieb. Die Wahrscheinlichkeit für einen Super-GAU in Europa liegt bei 16%. Weltweit sind etwa 440 Atomkraftwerke in Betrieb. Die Wahrscheinlichkeit, dass es weltweit in 40 Jahren zu einem Super-GAU kommt, liegt bei 40%. Die möglichen Schäden aus nuklearen Katastrophen in einem hochindustrialisierten Land sind demgegenüber kaum abschätzbar, da es für diesen Fall keine historischen Erfahrungswerte gibt. Ein Super-GAU in einem hochindustrialisierten Gebiet wird jedoch mit Sicherheit hohe Langzeitschäden mit signifikanten Auswirkungen auf die wirtschaftliche Entwicklung der Region verursachen. Erreichbarkeitsrisiko (Klasse B)Die zentrale Lage des Stammhauses am Marienplatz sowie vieler WORMLAND Filialen mit Innenstadtlage erfordert größtenteils eine Erreichbarkeit durch den öffentlichen Personennahverkehr. Arbeitsniederlegungen im öffentlichen Dienst oder ein Ausfall des öffentlichen Nahverkehrs können somit das reibungslose Zubringen von Kunden in die Innenstadt behindern oder sogar verhindern. Hieraus resultiert das Risiko eines Umsatzrückgangs, sofern dieser nicht in den Folgetagen kompensiert werden kann. Zum Erreichbarkeitsrisiko zählen auch Behinderungen durch Umbaumaßnahmen der öffentlichen Hand in unmittelbarer Nähe, wie sie am Marienplatz ab 2017 durch den Baubeginn der zweiten S-Bahn-Röhre stattfinden können. 2. BRANCHENRISIKENOnline-Wettbewerbsrisiken (Klasse B)Mit der möglichen Zunahme branchengleicher Anbieter im Internet-Handel kann sich das Risiko eines verschärften Wettbewerbs in den Segmenten, in denen LUDWIG BECK bzw. WORMLAND tätig sind, ergeben. Die Erweiterung der Anbieterpalette im Online-Handel könnte stationäre Kunden bei identischen und verwandten Produkten in Anbetracht der steigenden Attraktivität, höheren Servicequalität und nicht zuletzt verlockenden Preisgestaltung von Web-Portalen in eine Wahlsituation bringen. Der Konzern erkennt dieses Risiko, steht diesem jedoch relativ entspannt gegenüber, da der Kundschaft zum einen mit einer unvergleichbaren Sortimentsdarstellung an einem der besten Standorte Europas ein einzigartiges Shopping-Erlebnis geboten wird. Zum anderen verfügt der Konzern mit ludwigbeck.de über einen erfolgreichen und preisgekrönten Onlineshop, der das stationäre Geschäft auch in Zukunft maßgeblich ergänzen und sogar beflügeln soll. Konsumverhaltensrisiken (Klasse C)Änderungen im Konsumverhalten sowie sich verändernde Wettbewerbsbedingungen im Handel, hervorgerufen durch die allgemeine Konjunkturlage, wirtschaftspolitische Rahmenbedingungen und Einkommensentwicklungen, erfordern die ständige Ausrichtung des Vertriebskonzeptes an den Ansprüchen der Kunden hinsichtlich Produktauswahl und Service. Die Ausrichtung der Unternehmenspolitik erfolgt nicht zuletzt mittels gezielter Marktbeobachtung und einer Einschätzung der Wettbewerbssituation, Trends im Verbraucherverhalten wie auch Verhaltensmuster der relevanten Zielgruppen. Als Anbieter eines exklusiven Produktportfolios fungieren LUDWIG BECK und WORMLAND als Trendsetter und Vorreiter, die das Konsumverhalten der Zielgruppen zu ihren eigenen Gunsten beeinflussen können. Mit einer klaren Positionierung und Strategie nutzen LUDWIG BECK und WORMLAND alle Chancen, die sich aus der permanenten Marktveränderung ergeben. Mit hoher Beratungsqualität und Sortimentstiefe können die Nischen des Fachgeschäfts belegt werden. Indem der Konzern neben dem stationären auch das Online-Geschäft betreibt, können auf diesem Wege mögliche Abwanderungstrends aufgefangen werden. Saisonalitätsrisiken (Klasse C)Der den Umsatz- und Saisonspitzen zeitlich deutlich vorgelagerte Wareneinkauf bedingt Liquiditätsbelastungen in Zeiten, die nicht zwingend mit hohen Umsatzerlösen/Zuflüssen liquider Mittel einhergehen. Diese Risiken aus Zahlungsstromschwankungen werden durch das Finanzmanagement gesteuert und überwacht. Dabei finden die Instrumentarien des Cash-Managements ihren Einsatz. 3. LEISTUNGSWIRTSCHAFTLICHE RISIKENLieferantenrisiken (Klasse C)Als Unternehmen im Textileinzelhandel sind LUDWIG BECK und WORMLAND auf verlässliche externe Dienstleister angewiesen. Daraus ergeben sich verschiedene Risikofaktoren, wie Störungen beim Warenbezug, Verletzungen von Qualitäts-, Sicherheits- und Sozialstandards, ethische Fragwürdigkeit oder Ausbeutung der Umwelt. Um die vom Kunden gewünschten Produkte qualitativ hochwertig und in ausreichender Menge anbieten zu können, treffen LUDWIG BECK und WORMLAND eine sorgfältige Auswahl ihrer Lieferanten. Diese wird kontinuierlich auf den Prüfstand gestellt. Wegen der Vielzahl an gepflegten Kooperationen besteht zudem keine Abhängigkeit von einem einzelnen Kooperationspartner. Logistikrisiken (Klasse C)Ist die Wertschöpfungskette bei Warenlieferungen gestört, wirkt sich das unmittelbar auf die Verfügbarkeit der von LUDWIG BECK und WORMLAND angebotenen Produkte aus. Wegen des breiten Sortimentsspektrums können sich Risiken ergeben, die den Warenbestand als Ganzes gefährden. Dies gilt sowohl für das stationäre als auch für das Online-Geschäft. Aus diesem Grund beobachten LUDWIG BECK und WORMLAND aufmerksam bestehende Lieferstrukturen und greifen bei Bedarf regulierend ein. 4. FINANZRISIKENFinanzwirtschaftliche Risiken (Klasse B)Durch die europäische Staatsschuldenkrise, deren Ende weiterhin nicht abzusehen ist, kann es in Zukunft auch für Industrie und Handel zu momentan nicht absehbaren Schwierigkeiten und Restriktionen bei der Kreditvergabe durch Banken kommen. Dies könnte bei einer weiteren Verschärfung und bei einem unter Druck stehenden Bankensektor zu Liquiditätsengpässen führen. Im LUDWIG BECK Konzern gibt es einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements zur Identifizierung, Messung und Steuerung von Risiken. Zwischen den Konzerngesellschaften findet ein interner Finanzmittelausgleich statt, sodass kurzfristige Liquiditätsüberschüsse einzelner Konzerngesellschaften zur Finanzierung des Geldbedarfs anderer Konzerngesellschaften genutzt werden. Dieser interne Finanzmittelausgleich trägt zu einer Reduzierung des Fremdfinanzierungsvolumens und einer Optimierung der Geldanlagen bei und hat somit eine positive Auswirkung auf das Zinsergebnis der Einzelgesellschaft wie auch des Gesamtkonzerns. Die offene und zeitnahe Informationspolitik von LUDWIG BECK sowie die Gleichbehandlung aller Kreditgeber ist die Grundlage für das Vertrauen der Kreditgeber und die damit verbundene Bereitstellung der Kreditlinien. Zur Vermeidung von Konzentrationsrisiken ist das Kreditvolumen auf mehrere Kreditgeber verteilt. Die solide Eigenmittelausstattung, die laufenden Cashflows sowie die zur Verfügung stehenden Bankdarlehen sind Basis für die langfristige Unternehmensfinanzierung. Zinsrisiken werden durch die Mischung von Laufzeiten sowie von fest und variabel verzinslichen Positionen gesteuert. Zur Sicherung des zukünftigen Kapitalbedarfs überprüft das Finanzmanagement regelmäßig auch alternative Finanzierungsmöglichkeiten. Forderungsausfallrisiko (Klasse C)Einem Forderungsausfallrisiko ist der Konzern derzeit nur in verhältnismäßig geringem Maße ausgesetzt. Die Risiken aus Kreditkartenzahlungen liegen im Wesentlichen bei den Kreditkartenanbietern. Die Überwachung der Forderungen aus EC-Karten-Umsätzen ist an einen externen Dienstleister ausgelagert. Risiken im baren Zahlungsverkehr sind aufgrund implementierter Kontrollmechanismen gering. Liquiditätsrisiko (Klasse C)Ein Liquiditätsrisiko resultiert aus unzureichend verfügbaren Mitteln, um finanzielle Verpflichtungen fristgerecht zu erfüllen. Bei LUDWIG BECK bestehen solche Verpflichtungen insbesondere in der Ablösung fälliger Finanzverbindlichkeiten. Die Liquidität des LUDWIG BECK Konzerns wird fortlaufend überwacht und geplant. Die Konzerngesellschaften verfügen regelmäßig über die flüssigen Mittel, um ihren laufenden Zahlungsverpflichtungen nachkommen zu können. Des Weiteren können kurzfristig Kreditlinien sowie Kontokorrentkredite in Anspruch genommen werden. Die Basis hierfür ist eine solide Finanzierung. Der Konzern verfügt über einen starken operativen Cashflow, erhebliche liquide Mittel und ungenutzte Kreditlinien. Durch vorausschauende Liquiditätsplanung wird sichergestellt, dass LUDWIG BECK jederzeit zahlungsfähig ist. 5. SONSTIGE RISIKENIT-Risiken (Klasse C)IT-Risiken bestehen primär in der Notwendigkeit der permanenten Verfügbarkeit der Kassen- und Rechnersysteme und des dahinterliegenden Netzwerks sowie der Integrität der Daten, zudem in potenziellen externen Angriffen auf die IT-Systeme. Qualität und Sicherheit der Prozesse im Bereich der Datenverarbeitung werden über eine Kombination externer und interner Maßnahmen gewährleistet. Ein effektives IT-Management sorgt dafür, dass die EDV-Systeme jederzeit verfügbar sind und Vorkehrungen zum Schutz vor externen Angriffen getroffen werden. Personalrisiken (Klasse C)Mitarbeiter sind einer der entscheidenden Erfolgsfaktoren. Neben der Schaffung eines positiven Arbeitsumfeldes stehen die betriebliche Aus- und Weiterbildung und die Förderung von Nachwuchsführungskräften im Mittelpunkt der Personalarbeit. Die Förderung von Mitarbeitern in Kombination mit Führungsgrundsätzen reduziert das Risiko der Personalfluktuation und sichert sowohl den hohen Qualifikationsstandard als auch die Serviceorientierung der Mitarbeiter. Rechtliche und steuerliche Risiken (Klasse C)Rechtliche und steuerliche Risiken bestehen für LUDWIG BECK und WORMLAND durch mögliche Verstöße gegen gesetzliche Bestimmungen. Die Beachtung der aktuellen Gesetzeslage sowie bevorstehender Gesetzesänderungen steht dabei im Fokus der Unternehmen. Die Einbindung externer Berater hilft, dieses Risiko zu minimieren und regelmäßig notwendige Anpassungen an die sich permanent ändernde Gesetzeslage vorzunehmen. Gerichts- oder Schiedsverfahren, die einen Einfluss auf die wirtschaftliche Lage von LUDWIG BECK oder WORMLAND haben könnten, sind nach Kenntnis der Gesellschaften weder anhängig noch angedroht. Insofern ist keine Beeinträchtigung der Geschäftsentwicklung zu erwarten. Für Schadensfälle und Haftungsrisiken besteht ausreichender Versicherungsschutz, dessen Voraussetzungen und Bedingungen einer kontinuierlichen internen und externen Bewertung unterliegen. Mietvertragsrisiken (Klasse C)Mit der Übernahme von WORMLAND hat die Gesellschaft ihre Aktivitäten im stationären Geschäft auf ganz Deutschland ausgedehnt. Daraus ergibt sich das Risiko, dass bisherige Standorte durch Nichtverlängerung von Mietverträgen in Frage gestellt oder für geplante neue Standorte keine optimalen Mietobjekte gefunden werden könnten. Im äußersten Fall würde dies zu Standortschließungen oder der Zurückstellung von Expansionsplänen führen. Compliance-Risiken (Klasse C)Die Einhaltung einer Vielzahl von Rechtsordnungen und -verfügungen erfordert von einem international aktiven Unternehmen ein hohes Maß an Aufmerksamkeit und Integrität auf jeder Mitarbeiterposition. Compliance-Risiken können beispielsweise aus Korruption im Umgang mit Behörden, aus Zuwiderhandlungen im Datenschutz oder bei der Nichteinhaltung des Arbeitsrechts erwachsen. Damit Verstöße praktisch ausgeschlossen sind, schulen LUDWIG BECK und WORMLAND ihre Mitarbeiter gründlich und sorgen für ein waches Compliance-Bewusstsein. 6. GESAMTBEWERTUNG DER RISIKOSITUATIONDie überwiegende Zahl der oben angeführten Risiken hält das Management von LUDWIG BECK derzeit für beherrschbar oder wegen der geringen Wahrscheinlichkeit ihres Eintreffens für vernachlässigbar. Risiken, die den Fortbestand der Unternehmen gefährden könnten, sind derzeit nicht erkennbar. Ebenso wird für die nahe Zukunft keine signifikante Veränderung der Risiko- und Chancensituation erwartet. Die sich aktuell bietende Chancenvielfalt will der Vorstand als wachstumsfördernde Faktoren auf Basis der bestehenden soliden Ertragskraft des Konzerns nutzen. Dazu zählt nicht zuletzt die sich im Besitz der Gesellschaft befindliche Immobilie am Münchner Marienplatz, der zu den besten Verkaufslagen Europas gehört. Unternehmerische Risiken, die auf Kernprozesse und unterstützende Prozesse des Konzerns einwirken, werden von LUDWIG BECK und WORMLAND selbst getragen. Dies gilt allerdings nur dann, wenn deren Beherrschbarkeit gegeben ist und die damit verbundenen Maßnahmen insgesamt zur Wertsteigerung des Konzerns beitragen. Darunter fallen etwa strategische Modelle, Entscheidungen über neue Geschäftsfelder oder der Ein- und Verkauf von Produkten. Darüber hinaus geht der LUDWIG BECK Konzern prinzipiell keine Risiken ein. CHANCENBERICHTDie Wirtschaftsprognosen eröffnen 2018 Raum für eine optimistische Einschätzung der Geschäftsentwicklung der Gesellschaften des LUDWIG BECK Konzerns. Allgemein bietet die anhaltende deutsche Konjunktur zahlreiche Chancen, Wachstumspotenziale auszuschöpfen und auf die potenzielle Kaufbereitschaft der Deutschen zu zählen. Neben diesen gesellschaftlichen Voraussetzungen für ein erfolgreiches Geschäftsjahr bestehen mehrere Faktoren im Konzern, die als Chancen wahrgenommen und genutzt werden: Mit der exzellenten Innenstadtlage in München und weiteren Citylagen in ganz Deutschland verfügen die Segmente LUDWIG BECK und WORMLAND über aussichtsreiche Positionen, im aktuellen Verdrängungswettbewerb zu bestehen. Denn wie sich herausgestellt hat, sind Spitzenlagen im stationären Textilhandel entscheidender denn je. Ebenso einzigartig ist das erlesene Produktsortiment, das in vielen Bereichen nahezu konkurrenzlos ist und vom Käufer so nur unter dem Dach von LUDWIG BECK gefunden werden kann. Die gleichsam magische Verkaufsatmosphäre schafft einen vom Kunden geschätzten Erlebniswert, den die meisten stationären Wettbewerber vermissen lassen und den der Online-Handel ohnehin nicht bieten kann. Hier bestehen Chancen für eine Intensivierung der Kundenbindung, von denen LUDWIG BECK auch 2018 profitieren wird. In der weiteren Anhebung der Servicequalität und einer Fokussierung bei Sortimenten, Marken und Kooperationen sieht der Konzern zusätzliche Potenziale, deren Entwicklung eine führende Rolle im neuen Geschäftsjahr spielen wird. Der Online-Handel auf www.ludwigbeck.de bildet parallel zum stationären Handel einen alternativen Vertriebsweg, der überdurchschnittliche Wachstumschancen bietet und den Trend zum Internet-Shopping strategisch aufgreift - und damit die Beauty-Produkte von LUDWIG BECK deutschlandweit verfügbar macht. In ihrer Gesamtheit veranlassen diese Potenziale das Management zu einer positiven Grundstimmung der zukünftigen Entwicklung. V. INTERNES KONTROLL- UND RISIKOMANAGEMENTSYSTEMDer LUDWIG BECK Konzern bedient sich zur Sicherung einer den gesetzlichen Anforderungen entsprechenden Rechnungslegung interner Kontrollen. Der Konzernrechnungslegungsprozess wird bei LUDWIG BECK durch einheitliche Leitungsmaßnahmen und Vorschriften sowie klar definierte Prozessabläufe gesteuert. Es bestehen dazu ein einheitlicher Kontenrahmen und Buchungsanweisungen für die zu differenzierenden Geschäftsvorfälle. Zusätzlich erfolgt die Steuerung durch eine klare Zuordnung der Funktionen der verschiedenen Rechnungslegungsprozesse. Großteile der zu erfassenden Rechnungslegungssachverhalte sind automatisiert. Für den Konzernrechnungslegungsprozess kann auf alle Buchhaltungen von zu konsolidierenden Unternehmen zugegriffen werden. Zur Überwachung der Einhaltung der gegebenen Vorschriften stützt sich LUDWIG BECK im Wesentlichen auf prozessintegrierte Überwachungsmaßnahmen. Diese werden bei LUDWIG BECK unterschieden nach laufenden automatischen Kontrollen, wie z.B. der Funktionstrennung und der Zugriffsbeschränkung auf Buchungskreise für nicht autorisierte Mitarbeiter, sowie in die Arbeitsabläufe integrierte Kontrollen. Diese werden durch z.B. Automatikbuchungen und fest hinterlegte Schlüssel gewährleistet, aber auch durch automatisierte Buchungsabläufe und Übernahmen des gesamten Umsatzprozesses (Kassensysteme). Das konzernrechnungslegungsbezogene Risikomanagementsystem bei LUDWIG BECK ist in der Weise geregelt, dass Risiken der Falschdarstellung, die vor allem aus neuen Geschäftsprozessen oder aber aus gesetzlichen Änderungen entstehen können, laufend überwacht werden. Diese Risiken werden dadurch begrenzt, dass Buchungssachverhalte aus ungewöhnlichen Geschäftsvorfällen grundsätzlich auf Leitungsebene entschieden werden. Auf Leitungsebene erfolgt ein permanenter Fortbildungsprozess in Bezug auf Änderungen von Rechnungslegungsvorschriften. Dazu werden externe Dienstleister zur zeitnahen Übermittlung von Literaturgrundlagen sowie im Zweifelsfall externe Berater zur Umsetzung von Änderungen und Integration in bestehende Prozesse herangezogen. VI. NACHTRAGSBERICHTNach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 haben keine nennenswerten Ereignisse stattgefunden, die eine Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. VII. PROGNOSEBERICHTRASANTES GLOBALES WACHSTUMZu Jahresbeginn konstatierte die Weltbank der globalen Wirtschaft eine Wachstumserholung auf breiter Basis und prognostizierte einen Zuwachs um 3,1% im laufenden Jahr. Die Industriestaatenorganisation OECD schätzt diesen sogar auf 3,6%. Dennoch stehe der Weltwirtschaft keine Zeit zum Zurücklehnen bevor. Besonders die Finanzmärkte seien nach Ansicht der Weltbank-Experten weiterhin anfällig, falls die Zentralbanken konjunkturbedingt die Zinsen erhöhen und einer Inflation Vorschub leisten müssten. Trotz des starken Wachstums, mahnt auch der Internationale Währungsfonds, seien in den Industriestaaten einschließlich China Reformen nötig, um schlechteren Zeiten vorzubauen. DEUTSCHE WIRTSCHAFT WEITER IM AUFWINDIn seiner Winterprognose hat das Institut für Weltwirtschaft (IfW) seine Schätzung für die Zuwachsrate des deutschen Bruttoinlandsprodukts (BIP) auf 2,3% angehoben. Die Wirtschaftsforscher kommen zu dem Schluss, dass die Verzögerung bei der Bildung der Bundesregierung kein ernsthaftes Risiko für die Konjunktur darstellt, die hohen Überschüsse in den öffentlichen Kassen indes sehr wohl. Aufgrund der Hochkonjunktur nimmt ferner die Überlastung der Produktionskapazitäten weiter zu - und damit die Gefahr eines Konjunkturumschwungs durch eine Anpassungsrezession. Mit dem weiteren Rückgang der Arbeitslosigkeit spannt sich die Lage am Arbeitsmarkt an. Gleichwohl erhöhen die Unternehmen angesichts guter Absatzaussichten ihre Investitionen. Die Baubranche boomt. Und auch bei den Exporten sei nach IfW-Berechnungen mit weiteren Zuwächsen zu rechnen. Das hohe Beschäftigungsniveau, eine ansehnliche Steigerung der Effektivlöhne und die gute konjunkturelle Lage dürften auf Verbraucherseite zu Konsumzuwächsen um 1,75% führen. Die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) sieht anhand verschiedener Indikatoren das Konsumklima auch 2018 als ungetrübt und überaus optimistisch an. VERDRÄNGUNGSWETTBEWERB IM MODEHANDEL SETZT SICH FORTÜbereinstimmend bescheinigen Branchenkenner dem deutschen Modehandel einen forcierten Umbruch. Weitere Filialschließungen, große Markenhersteller, die dem stationären Handel Konkurrenz machen, und eine fortgesetzte Verlagerung der Umsätze in den Online-Bereich werden auch 2018 zur Bewährungsprobe für stationäre Händler. Dieses global wahrnehmbare Phänomen bietet aus Sicht von Marktbeobachtern indes die Chance, als klassischer Anbieter Kunden mit Serviceleistungen anzusprechen, die vom Internet nicht kopiert werden könnten - ein Weg, den auch LUDWIG BECK beschreitet. Wirtschaftsforscher machen aber noch einen weiteren Trend aus, der die Textilbranche in den nächsten Jahren zu konstruktiven Antworten zwingen wird: die Alterung der Gesellschaft und die damit einhergehende Schrumpfung des Marktes und seiner kaufkräftigen Schichten. LUDWIG BECK SIEHT SICH FÜR 2018 GUT GERÜSTETDas Management von LUDWIG BECK teilt die guten Konjunkturprognosen der Wirtschaftsforscher. Der Vorstand ist sich dabei der anhaltenden Herausforderung durch den Online-Modehandel bewusst, der den stationären Markt auch 2018 unter Druck setzen wird. Trotz der sich daraus ergebenden Problemstellungen sieht sich der Konzern jedoch gut für das neue Geschäftsjahr gerüstet. Dazu geben vor allem drei hauseigene Stärken Anlass:Das in der deutschen Modelandschaft einzigartige Produktsortiment. Es spricht alle modeaffinen Käuferschichten an und markiert hinsichtlich Auswahl und Hochwertigkeit einen Qualitätsvorsprung im Wettbewerb. Die außergewöhnliche Servicestärke. Sie resultiert aus einer starken emotionalen Bindung zwischen Mitarbeiter und Kunde und ist nicht zuletzt durch die individuelle Beratung jedem Web-Portal überlegen. Der hohe Erlebniswert beim Einkaufen. Das Stammhaus am Münchner Marienplatz und jede Filiale von WORMLAND bieten Kunden einen attraktiven Gegenentwurf zum Alltag - einen eigenen Kosmos, in dem Shopping zum gern wiederholten Ereignis wird und damit grundlegende Bedürfnisse erfüllt wie sonst nirgendwo. Bei der Neuformierung des deutschen Modehandels wird der Konzern seine Kernwerte im Blick behalten, entsprechend seines Stabilitätsgebotes operieren und ein gesundes Wachstum anstreben. Darauf vertrauend erwartet das Management des LUDWIG BECK Konzerns für 2018 einen Bruttoumsatz zwischen 170 und 180 Mio. € sowie eine EBIT-Marge zwischen 3,5% und 5% vom Nettoumsatz. VIII. ERGÄNZENDE ANGABEN1. ANGABEN NACH § 315 ABS. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) von LUDWIG BECK ist in 3.695.000 Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt. Die Stückaktien lauten auf den Inhaber. Der rechnerische Anteil der Aktien am Grundkapital beträgt 2,56 € pro Stückaktie. Direkte und indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 von Hundert der Stimmrechte überschreiten, sind im Folgenden dargestellt. Direkte und indirekte BeteiligungenDie aufgeführten Gesellschaften und Personen halten nach Kenntnis der Gesellschaft zum Zeitpunkt der Abschlusserstellung direkt oder indirekt mehr als 10 von Hundert der Stimmrechte an LUDWIG BECK:
Befugnisse des Vorstands, insbesondere hinsichtlich der Möglichkeit, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDurch Beschluss der Hauptversammlung vom 8. Mai 2013 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum Ablauf des 7. Mai 2018 eigene Aktien, auf die insgesamt ein anteiliger Betrag des Grundkapitals von bis zu 10% des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals entfällt, zu erwerben. Die Ermächtigung darf von der Gesellschaft nicht zum Zweck des Handels in eigenen Aktien genutzt werden; im Übrigen liegt die Bestimmung des Erwerbszwecks im Ermessen des Vorstands. Der Erwerb der LUDWIG BECK Aktien aufgrund dieser Ermächtigung erfolgt nach Wahl des Vorstands als Kauf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots. Der Vorstand wurde ermächtigt, die so erworbenen Aktien oder die aufgrund einer früher erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien auch unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre zu verwenden, und zwar nach Maßgabe der Bestimmungen des am 27. März 2013 im Bundesanzeiger veröffentlichten Tagesordnungspunktes 7 der Einladung zur Hauptversammlung. Die aufgrund des Ermächtigungsbeschlusses vom 8. Mai 2013 oder einer früher erteilten Ermächtigung nach § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG erworbenen eigenen Aktien können auch eingezogen werden. Der vollständige Wortlaut des Hauptversammlungsbeschlusses vom 8. Mai 2013 ist unter https://kaufhaus.ludwigbeck.de/sites/default/files/basic-pages/ 2018-02/130327_LB_HVDokumente_TOP_7.pdf auf der Internetseite der Gesellschaft nachzulesen. Bisher wurde von der Ermächtigung noch kein Gebrauch gemacht. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der SatzungLaut Satzung und gesetzlichen Vorschriften werden die Mitglieder des Vorstands vom Aufsichtsrat bestellt und abberufen. Die Zahl der Mitglieder wird durch den Aufsichtsrat festgesetzt. Der Vorstand besteht mindestens aus zwei Personen. Jede Satzungsänderung bedarf eines Beschlusses der Hauptversammlung (§ 179 Abs. 1 AktG). § 16 Abs. 3 der Satzung sieht vor, dass zur Beschlussfassung in der Hauptversammlung die einfache Mehrheit der abgegebenen Stimmen und gegebenenfalls zusätzlich die einfache Mehrheit des vertretenen Grundkapitals genügt, sofern nicht das Gesetz oder die Satzung zwingend größere Mehrheiten oder weitere Erfordernisse vorschreibt. Dies ist insbesondere bei Beschlussfassungen betreffend eine Änderung des Unternehmensgegenstandes und bei Kapitalmaßnahmen mit Bezugsrechtsausschluss der Fall. Der Aufsichtsrat ist nach § 12 Abs. 2 der Satzung zu Änderungen der Satzung, die nur die Fassung betreffen, befugt. Weitere Sachverhalte nach § 315 Abs. 4 HGBZu den übrigen Sachverhalten nach § 315 Abs. 4 Nr. 2, Nr. 4, Nr. 5, Nr. 8 und Nr. 9 HGB sind mangels Einschlägigkeit keine Angaben zu machen. 2. ANGABEN GEMÄSS § 312 AKTG (ABHÄNGIGKEITSBERICHT)Da mit dem Großaktionär kein Beherrschungsvertrag besteht, war der Vorstand von LUDWIG BECK zur Aufstellung eines Berichts über die Beziehung zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 Abs. 3 AktG verpflichtet. Der Abhängigkeitsbericht enthält folgende Schlusserklärung: "Nach den Umständen, die uns im Zeitpunkt bekannt waren, in dem Rechtsgeschäfte mit den verbundenen Unternehmen vorgenommen und Maßnahmen auf Veranlassung oder im Interesse dieser Unternehmen getroffen oder unterlassen wurden, hat die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten und ist auch durch getroffene oder unterlassene Maßnahmen nicht benachteiligt worden." 3. ERKLÄRUNG ZUR UNTERNEHMENSFÜHRUNG NACH § 289A HGBDie Erklärung zur Unternehmensführung ist auf der Internetseite der Gesellschaft unter http://kaufhaus.ludwigbeck.de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/erklaerung-zur-unternehmensfuehrung/ öffentlich zugänglich gemacht worden.
München, 15. Februar 2018 Der Vorstand Dieter Münch Christian Greiner 3 KONZERNABSCHLUSS & KONZERNANHANGKonzernbilanzDER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, ZUM 31. DEZEMBER 2017, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBAktiva scroll
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGKONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2017 - 31. DEZEMBER 2017, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBDER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHENscroll
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGKONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2017 - 31. DEZEMBER 2017DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK -TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHENscroll
KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2016 - 31. DEZEMBER 2016DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK -TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHENscroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGKONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR 2017 - 31. DEZEMBER 2017, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBDER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHENscroll
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Konzernanhang ZUM IFRS-KONZERNABSCHLUSS FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK -TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHENA. ALLGEMEINE ANGABENDie LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AG, München (im Folgenden auch LUDWIG BECK AG genannt), Obergesellschaft des LUDWIG BECK Konzerns, wurde am 13. August 1992 durch Formwechsel der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier GmbH, München, gegründet. Der Sitz der LUDWIG BECK AG befindet sich in 80331 München, Marienplatz 11. Die LUDWIG BECK AG wird im Handelsregister des Amtsgerichts München, Deutschland, unter HR B Nr. 100213 geführt. Gegenstand der Geschäftstätigkeit des LUDWIG BECK Konzerns ist der Vertrieb von Waren aller Art, insbesondere der Groß- und Einzelhandel mit Textilien, Bekleidung, Hartwaren und anderen Waren, auch im Versandwege bzw. Online-Handel, sowie Erwerb, Halten und Verwaltung von Anteilen an Personen- und Kapitalgesellschaften, insbesondere solchen, die Immobilieneigentum haben oder selbst an solchen Gesellschaften beteiligt sind. Der Konzernabschluss der LUDWIG BECK AG zum 31. Dezember 2017 ist nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (kurz: IFRS)/International Accounting Standards (kurz: IAS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (kurz: IFRIC)/Standing Interpretations Committee (kurz: SIC) aufgestellt. Alle für das Geschäftsjahr 2017 verpflichtend anzuwendenden vorgenannten Standards und Interpretationen werden berücksichtigt. Der Konzernabschluss wird in Verbindung mit § 315a HGB um bestimmte Angaben sowie den Konzernlagebericht ergänzt. Die Konzernbilanz der LUDWIG BECK AG wurde auf die Stichtage 31. Dezember 2017 und 31. Dezember 2016 aufgestellt. Die dazugehörige Konzerngesamtergebnisrechnung, die Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung, die Konzernkapitalflussrechnung und der Konzernanhang umfassen die Zeiträume vom 1. Januar 2017 bis 31. Dezember 2017 und vom 1. Januar 2016 bis 31. Dezember 2016. Die Bilanzstichtage der einbezogenen Unternehmen sind identisch. Die Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen in T€ (Tausend Euro). Der Konzernabschluss wurde zunächst auf Basis der exakten (nicht gerundeten) Zahlen erstellt und anschließend auf T€ gerundet. Hieraus können sich in den Aufsummierungen Rundungsdifferenzen ergeben. Der vorliegende Konzernabschluss vermittelt durch die vollständige Anwendung der maßgeblichen IFRS/IAS-Standards ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der LUDWIG BECK AG. Die Gliederung der Posten der Konzernbilanz, der Konzerngesamtergebnisrechnung (Gesamtkostenverfahren), der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung erfolgte in Übereinstimmung mit IAS 1. Die Aufstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten und finanziellen Verpflichtungen zum Konzernbilanzstichtag sowie der Erträge und Aufwendungen des Geschäftsjahres beeinflussen können. Die zukünftigen tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen abweichen. Die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten, aufgrund derer ein beträchtliches Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahres eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird, werden in der entsprechenden Erläuterung aufgeführt. Im LUDWIG BECK Konzern sind Schätzungen und Annahmen insbesondere für die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen (vgl. Tz. 4 und 5), der Vorräte (vgl. Tz. 6), der Rückstellungen (vgl. Tz. 9) und der latenten Steuern (vgl. Tz. 11) getroffen worden. Der Konzernabschluss wird dem Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 20. März 2018 zur Billigung vorgelegt. Im Anschluss daran wird der Vorstand die Freigabe zur Veröffentlichung erteilen. Die Hauptversammlung kann den vom Aufsichtsrat gebilligten Konzernabschluss nicht mehr ändern. B. BILANZIERUNGS- UND KONSOLIDIERUNGSGRUNDSÄTZEI. KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 werden neben der Muttergesellschaft, der LUDWIG BECK AG, folgende Gesellschaften, die alle ihren Sitz in Deutschland haben, einbezogen: scroll
Die genannten Unternehmen werden aufgrund der vorliegenden Beherrschung durch die Mehrheit der Stimmrechte jeweils voll konsolidiert. WORMLAND vertreibt deutschlandweit in derzeit 15 Filialen Herrenbekleidung überwiegend im gehobenen Preissegment mit zwei unterschiedlichen Store-Konzepten: WORMLAND Men's Fashion und THEO. Das Risikoprofil von WORMLAND unterscheidet sich nur unwesentlich von den operativen Risiken von LUDWIG BECK. Das Risiko der ludwigbeck.de GmbH als Online-Händler unterscheidet sich ebenfalls nur unwesentlich von den operativen Risiken von LUDWIG BECK. Daneben umfasst der Konsolidierungskreis drei Immobiliengesellschaften, die ausschließlich die vom Konzern genutzten Immobilien halten und damit lediglich Risiken aus der Marktwertentwicklung der Immobilien unterliegen. Die THEO WORMLAND GmbH, München, wurde zum 1. Januar 2017 auf die THEO WORMLAND GmbH & Co. KG, Hannover, verschmolzen. Die Verschmelzung wurde am 7. August 2017 ins Handelsregister des Amtsgerichts Hannover im Handelsregister B unter der Nummer HRB 5628 eingetragen. Für die ludwigbeck.de GmbH, München, wurde von den Befreiungsvorschriften des § 264 Abs. 3 HGB teilweise Gebrauch gemacht. II. KONSOLIDIERUNGSMETHODEN1. KapitalkonsolidierungDie Kapitalkonsolidierung der voll konsolidierten Unternehmen erfolgt nach der Erwerbsmethode (Purchase-Methode). Dabei werden die Anschaffungskosten der Beteiligung mit dem anteiligen Eigenkapital des voll konsolidierten Unternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. Im Zuge der Konsolidierung wurden die stillen Reserven bzw. Lasten auf die Vermögenswerte und Schulden des erworbenen Unternehmens verteilt. Für die Konsolidierung wurde eine vollständige Neubewertung der Vermögenswerte und Schulden vorgenommen. Aus dem Unternehmenserwerb von WORMLAND war nach den Vorschriften des IFRS 3 in den Jahren 2015 und 2016 ein Ertrag in Höhe von 10,3 Mio. € zu verbuchen, der in den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen wurde. Bei der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG erfolgte die Kapitalkonsolidierung zum Erwerbszeitpunkt und bei den restlichen Tochter- bzw. Enkelgesellschaften zum Zeitpunkt der Gründung bzw. des Erwerbs der Unternehmen. Im Rahmen der Folgekonsolidierung werden die aufgedeckten stillen Reserven und Lasten entsprechend der Behandlung der damit korrespondierenden Vermögenswerte und Schulden fortgeführt. Im Konzernabschluss erfolgt der Kapitalausweis für andere Gesellschafter (Kommanditisten) an der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG gemäß IAS 32 und IAS 1. Aus den Kapitalkonsolidierungen entstanden keine Unterschiedsbeträge. 2. Forderungen- und SchuldenkonsolidierungForderungen und Verbindlichkeiten zwischen einbezogenen Gesellschaften wurden im Rahmen der Forderungen- und Schuldenkonsolidierung eliminiert. 3. Aufwands- und ErtragskonsolidierungDie konzerninternen Umsätze, sonstigen betrieblichen Erträge, Materialaufwendungen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen wurden miteinander verrechnet. Ebenfalls wurden die Zinserträge und Zinsaufwendungen innerhalb des Konzerns miteinander verrechnet. 4. ZwischenerfolgseliminierungEine Eliminierung von Zwischengewinnen aus konzerninternen Lieferungs- und Leistungsbeziehungen war nicht vorzunehmen. III. GRUNDLAGEN DER WÄHRUNGSUMRECHNUNGBei der Konsolidierung der Tochterunternehmen waren keine Währungsumrechnungen vorzunehmen, da es sich ausschließlich um deutsche Tochtergesellschaften handelt. Die Berichtswährung ist Tausend Euro (T€). IV. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN1. AllgemeinKonzernbilanz und Konzerngesamtergebnisrechnung der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen wurden im Wesentlichen nach den im Folgenden dargestellten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden des Mutterunternehmens aufgestellt. 2. Erstmalige Anwendung von IFRS/IASVom IASB wurden in den vergangenen Jahren verschiedene Änderungen an bestehenden IFRS vorgenommen sowie neue IFRS und Interpretationen des International Financial Reporting Interpretation Committee (IFRIC) veröffentlicht. Von diesen Interpretationen und Standards waren für Unternehmen in dem am 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahr die folgenden erstmals zwingend anzuwenden:
Aus der Anwendung dieser Standards haben sich keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2017 ergeben. Folgende Standards und Interpretationen können von Unternehmen in dem am 1. Januar 2017 beginnenden Geschäftsjahr freiwillig vorzeitig angewendet werden:
Der neue Standard beinhaltet neue Vorgaben zu Klassifizierung, Ansatz und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sowie zur Bilanzierung von Sicherungsbeziehungen und ist verpflichtend erstmalig für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. LUDWIG BECK hat die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung von IFRS 9 auf den Konzernabschluss geprüft und geht derzeit davon aus, dass alle wesentlichen bestehenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten auch unter IFRS 9 weiterhin zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert werden und die erstmalige Anwendung des Standards somit keine signifikanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss haben wird.
Der Standard legt einheitliche Grundsätze fest, nach denen ein Unternehmen dem Abschlussadressaten Informationen über Art, Zeitpunkt, Höhe und Unsicherheit betreffend Erlöse und Zahlungsströme aus Verträgen mit Kunden zur Verfügung stellt. Der Standard ist verpflichtend erstmalig für das am 1. Januar 2018 beginnende Geschäftsjahr anzuwenden. Aufgrund des Geschäftsmodells des Konzerns ergeben sich aus der erstmaligen Anwendung von IFRS 15 keine signifikanten Auswirkungen auf den Konzernabschluss.
Im Januar 2016 hat das IASB den neuen Standard IFRS 16 "Leases" veröffentlicht, der den bisherigen Leasing-Standard IAS 17 ersetzen soll. Der neue Standard ist verpflichtend anzuwenden auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2019 beginnen. Eine frühere Anwendung ist zulässig, sofern IFRS 15 ebenfalls angewendet wird. Der Konzern wird IFRS 16 erstmalig im Geschäftsjahr beginnend am 1. Januar 2019 anwenden. Für den Leasingnehmer sieht der neue Standard ein einheitliches Bilanzierungsmodell vor: Leasingverträge sind als Nutzungsrecht und korrespondierende Verbindlichkeit bilanziell zu erfassen. Ausgenommen sind, sofern die entsprechenden Wahlrechte ausgeübt werden, geringwertige Vermögenswerte und Leasingverträge mit einer Laufzeit von weniger als 12 Monaten. IFRS 16 unterscheidet sich bei der Leasinggeberbilanzierung nicht wesentlich von IAS 17. Für Leasinggeber ist weiterhin zwischen Finance Lease und Operating Lease zu unterscheiden. LUDWIG BECK schließt Leasingverträge im Wesentlichen als Operating-Leasingnehmer ab. Mit der Anwendung von IFRS 16 ergeben sich die folgenden Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns: Hinsichtlich der unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ausgewiesenen Mindestleasingzahlungen aus Operating Lease wird die Erstanwendung des Standards zu einem Anstieg der langfristigen Vermögenswerte durch die Bilanzierung von Nutzungsrechten führen. Entsprechend werden sich die Finanzschulden durch den Ausweis der korrespondierenden Verbindlichkeiten erhöhen. Zudem wird sich die Art der Aufwendungen aus diesen Leasingverhältnissen ändern, da IFRS 16 die bisherigen linearen Aufwendungen für Operating Lease durch die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die Zinsaufwendungen für die Verbindlichkeiten ersetzt. Darüber hinaus ist nach IFRS 16 der Tilgungsanteil der Leasingzahlungen als Bestandteil des Cashflow aus Finanzierungstätigkeit zu zeigen, so dass sich der Operating Cashflow verbessern wird. Der Konzern hat ein konzernübergreifendes Projekt zur Implementierung des neuen Standards aufgesetzt. Die quantitativen Auswirkungen auf den Konzernabschluss lassen sich noch nicht verlässlich benennen. Das derzeitige Operating-Lease-Volumen ist unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen ersichtlich. 3. Währungsumrechnung in den einbezogenen GesellschaftenSicherungsgeschäfte für Fremdwährungen existieren nicht. Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten werden gemäß IAS 21 grundsätzlich mit dem Kurs am Tag des Geschäftsvorfalls eingebucht. Forderungen bzw. Verbindlichkeiten in Fremdwährung sind mit Stichtagskursen zum Konzernbilanzstichtag bewertet. 4. Immaterielle VermögenswerteEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme der Marke "LUDWIG BECK" gemäß IAS 38 mit den Anschaffungskosten aktiviert und planmäßig linear (pro rata temporis) über die voraussichtliche Nutzungsdauer abgeschrieben. Außerplanmäßige Wertminderungen wurden nicht vorgenommen. Software, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche RechteHierbei handelt es sich um Lizenzen und Erwerbe bzw. Anpassungen von Anwendersoftware, die über die voraussichtliche Nutzungsdauer von 3 Jahren, bei grundlegenden Softwareprogrammen auf 8 Jahre, abgeschrieben werden. Im Zuge des Erwerbs der Anteile von WORMLAND war gemäß IFRS 3 das Markenrecht "WORMLAND" zu bilanzieren. Es wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren planmäßig abgeschrieben. Markenname "LUDWIG BECK"Der Ausweis des Markennamens "LUDWIG BECK" (T€ 2.039) erfolgt unter der Position "Immaterielle Vermögenswerte", da es sich dabei um einen nach IAS 38 identifizierten Markennamen handelt. Im Zuge der Anwendung dieser Vorschriften entfiel beginnend ab 1. Januar 2004 die planmäßige Abschreibung auf den Markennamen, da sich dieses Recht im Zeitablauf nicht verbraucht (unbestimmte Nutzungsdauer). Bezüglich des durchgeführten Impairment-Tests wird auf Abschnitt C.I.(1) verwiesen. Danach war eine Wertminderung des Markennamens zum 31. Dezember 2017 nicht vorzunehmen. 5. SachanlagenDie Bewertung der Sachanlagen erfolgt gemäß IAS 16 zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Einbeziehung eventueller Nebenkosten. Wesentliche Position ist hier die Immobilie der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG am Marienplatz in München, die 2001 aufgrund des Unternehmenserwerbs durch die LUDWIG BECK Beteiligungs GmbH in Form eines Unternehmenszusammenschlusses mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt wurde. Bei der Zeitwertermittlung für Grund und Boden zur Erstkonsolidierung 2001 wurden die Anschaffungskosten sowie die Fortentwicklung der Bodenrichtwerte zwischen den Jahren 1998 und 2000 für Grund und Boden berücksichtigt. Der Wertansatz von 2001 wurde bis zum 31. Dezember 2017 unverändert beibehalten. Das Gebäude wird planmäßig abgeschrieben. Sachanlagen, deren Nutzungsdauer zeitlich begrenzt ist, werden planmäßig linear (pro rata temporis) über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer (Begrenzung über eventuell kürzere Miet-/Leasingverträge) abgeschrieben. Je nach Vermögenswert werden folgende Nutzungsdauern zugrunde gelegt: scroll
Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens bis zu einem Wert von € 150,00 werden im Jahr des Zugangs außerhalb des Anlagevermögens in voller Höhe aufwandswirksam erfasst. Bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens mit einem Wert über € 150,00 und unter € 1.000,00 werden im Jahr des Zugangs aus Wesentlichkeitsgründen in einem Pool zusammengefasst und linear über eine Nutzungsdauer von 5 Jahren abgeschrieben. Geleistete Anzahlungen auf Anlagen im Bau werden in Höhe der geleisteten Zahlung aktiviert. Instandhaltungsaufwendungen werden als Periodenaufwand behandelt. LeasingIn den Fällen, in denen Leasingverträge als Finanzierungsleasing im Sinne von IAS 17 zu qualifizieren sind, wird in der Bilanz der Leasinggegenstand aktiviert und die Zahlungsverpflichtung bezüglich der zukünftigen Leasingraten unter den Finanzschulden passiviert. Die Behandlung als Finanzierungsleasing führt in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu einem Abschreibungsaufwand in Abhängigkeit von der Nutzungsdauer des Leasinggegenstands und zu einem Finanzierungsaufwand. 6. VorräteRoh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sowie Handelswaren werden gemäß IAS 2 grundsätzlich mit den Anschaffungskosten bewertet. Soweit notwendig, wurde als Verbrauchsfolgeverfahren das FIFO-Verfahren herangezogen. Auf Altbestände und auf Waren mit verminderter Verwertbarkeit (Marktgängigkeit) wurden entsprechende Abschläge auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Daneben wurden pauschalierte Abschläge für Skonto vorgenommen. Fremdkapitalkosten wurden nicht aktiviert. 7. Forderungen und sonstige VermögenswerteForderungen aus Lieferungen und Leistungen werden mit fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die in der Regel vor Wertberichtigungen dem Nennwert entsprechen. Bei zweifelhaften und mit erkennbaren Risiken behafteten Forderungen werden angemessene Wertberichtigungen vorgenommen, uneinbringliche Forderungen werden abgeschrieben. Die sonstigen Vermögenswerte sind mit den fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Erkennbare Risiken, die eine Wertberichtigung notwendig machen, liegen nicht vor. Der Rechnungsabgrenzungsposten ist ein Bestandteil der sonstigen Vermögenswerte und enthält ausschließlich im Voraus gezahlte betriebliche Aufwendungen. Die Buchwerte der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Vermögenswerte entsprechen dem beizulegenden Zeitwert. 8. Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie liquiden Mittel beinhalten Kassenbestände und kurzfristige Guthaben bei Kreditinstituten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Buchwert. Ausfallrisiken liegen nicht vor. 9. RückstellungenRückstellungen werden gemäß IAS 37 angesetzt, wenn aus einem vergangenen Ereignis eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung besteht, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Der als Rückstellung angesetzte Betrag stellt die bestmögliche Schätzung der Ausgabe dar, die zur Erfüllung der gegenwärtigen Verpflichtung zum Abschlussstichtag erforderlich ist. Langfristige unverzinsliche Rückstellungen wurden auf ihren Barwert abgezinst. PensionsverpflichtungenDie Bilanzierung der Pensionsverpflichtungen erfolgte nach den Regelungen von IAS 19R "Leistungen an Arbeitnehmer". Die versicherungsmathematische Bewertung von Pensionsverpflichtungen beruht auf dem in IAS 19R vorgeschriebenen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") für Leistungszusagen auf Altersversorgung. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste werden direkt im Eigenkapital berücksichtigt. 10. VerbindlichkeitenFinanzverbindlichkeitenFinanzverbindlichkeiten sind gemäß IFRS 13 grundsätzlich mit ihren Zeitwerten anzusetzen. Die Bestimmung der Zeitwerte erfolgt unter Berücksichtigung der Veränderungen im Marktzinsniveau für Finanzschulden mit vergleichbaren Konditionen (Laufzeit, Tilgungskonditionen, Sicherheiten). Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige VerbindlichkeitenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Verbindlichkeiten werden grundsätzlich mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt, die im Wesentlichen den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Sie sind ganz überwiegend innerhalb eines Jahres fällig. Sie umfassen eine Vielzahl von Einzelposten. Derivative FinanzinstrumenteIm LUDWIG BECK Konzern werden keine derivativen Finanzinstrumente verwendet. 11. Latente SteuernLatente Steuern werden auf der Grundlage der bilanzorientierten Liability-Methode berechnet (IAS 12). Demnach werden Steuerabgrenzungsposten grundsätzlich für sämtliche temporäre Bilanzierungs- und Bewertungsunterschiede zwischen den Wertansätzen nach IFRS und den steuerlichen Wertansätzen gebildet. Aktive latente Steuern werden nur berücksichtigt, soweit eine Realisierung wahrscheinlich ist. Bei der Berechnung der latenten Steuern (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) wurde grundsätzlich der für die LUDWIG BECK AG geltende Unternehmensteuersatz von 32,975% angesetzt. Dabei wurde bei einem Gewerbesteuerhebesatz von 490% für München ein Gewerbesteuersatz von 17,15% berechnet. Bei temporären Unterschieden, die aus der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG stammen, wurde mit dem Steuersatz von 15,825% (Körperschaftsteuer und Solidaritätszuschlag) auf die Anteile, die auf die LUDWIG BECK Beteiligungs GmbH und die Feldmeier GmbH entfallen, gerechnet. Gewerbesteuer wurde aufgrund gewerbesteuerlicher Kürzungsvorschriften in der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG bei diesen temporären Differenzen nicht berücksichtigt. In Bezug auf temporäre Differenzen bei den WORMLAND Gesellschaften ergab sich ein Überhang aktiver latenter Steuern, die nach IAS 12.24 nicht angesetzt wurden. Latente Steuern wurden gemäß IAS 12.74 saldiert. 12. FälligkeitenDie Vermögens- und Schuldposten mit einer Restlaufzeit von bis zu einem Jahr wurden als "kurzfristig" ausgewiesen. Solche mit einer Restlaufzeit von über einem Jahr wurden als "langfristig" ausgewiesen. 13. UmsatzrealisierungDie Umsatzrealisierung erfolgt beim Abschluss von Kaufverträgen. Umsatzerlöse werden abzüglich Erlösschmälerungen und Gutschriften unter offener Absetzung der Umsatzsteuer ausgewiesen. 14. FinanzinstrumenteFinanzvermögen und -verbindlichkeiten, die in der Konzernbilanz enthalten sind, beinhalten Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente, Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen, sonstige Verbindlichkeiten sowie Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Die Bilanzierungsgrundsätze im Hinblick auf Ansatz und Bewertung dieser Posten sind in den jeweiligen Erläuterungen in diesem Konzernanhang enthalten. Finanzinstrumente werden in Übereinstimmung mit dem wirtschaftlichen Gehalt der vertraglichen Bedingungen als Vermögenswert bzw. Schuld klassifiziert. Daher sind Zinsen, Gewinne und Verluste aus diesen Finanzinstrumenten als Aufwendungen oder Erträge dargestellt. Finanzinstrumente werden saldiert, wenn der Konzern ein gesetzlich durchsetzbares Recht zur Saldierung besitzt und beabsichtigt, entweder nur den Saldo oder sowohl die Forderung als auch die Verbindlichkeit gleichzeitig zu begleichen. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten werden erfasst, sobald ein vertraglicher Zahlungsanspruch bzw. eine vertragliche Zahlungsverpflichtung besteht. Eine Ausbuchung erfolgt bei Zahlung, bei endgültigem Untergang des Zahlungsanspruchs oder sobald LUDWIG BECK von der Verpflichtung frei wird. In Übereinstimmung mit IAS 32.18 (b) werden die Anteile des anderen Gesellschafters an der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG als Fremdkapital eingestuft. Management der finanzwirtschaftlichen RisikenDer LUDWIG BECK Konzern hat einen zentralen Ansatz des finanziellen Risikomanagements zur Identifizierung, Einschätzung und Steuerung von Risiken. Wesentliche Risiken lassen sich zum Bilanzstichtag nicht erkennen. Risikofelder lassen sich aus finanziellen Vermögenswerten und Schulden ableiten und in Liquiditäts-, Kredit- und Zinsrisiken untergliedern. LiquiditätsrisikoUnter diesem Begriff wird allgemein das Risiko verstanden, dass der LUDWIG BECK Konzern nicht in der Lage wäre, seinen Verpflichtungen, die aus finanziellen Verbindlichkeiten resultieren, nachzukommen. Das Management überwacht und plant permanent den notwendigen Liquiditätsbedarf anhand von aktuellen Cashflow-Kennziffern und Planungen. Zur Sicherstellung ausreichender liquider Mittel ist die Gesellschaft auf Rahmenkreditlinien und Darlehen angewiesen. Zum Stichtag standen kurzfristige Kreditlinien in Höhe von T€ 42.000 bis auf Weiteres zur Verfügung, wovon zum Bilanzstichtag ca. 31% (inkl. Inanspruchnahme durch Avale) ausgenutzt wurden. Nach den Planungen der Zahlungsströme für die Zukunft und den zur Verfügung stehenden Kreditlinien sind keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Risiken können sich im Wesentlichen nur bei einer Verschlechterung der Bonität ergeben bzw. wenn die aus der Geschäftsplanung prognostizierten Zahlungsströme wesentlich unterschritten werden. Die Fälligkeitsstruktur der Verbindlichkeiten wird unter den jeweiligen Bilanzpositionen dargestellt. ForderungsausfallrisikoDas Forderungsausfallrisiko beschreibt das Ausfallrisiko finanzieller Vermögenswerte. LUDWIG BECK erwirtschaftet die originären Umsätze im Wesentlichen gegen Barmittel, Kreditkarten- oder EC-Karten-Forderungen. Einem Forderungsausfallrisiko ist LUDWIG BECK deshalb nur in sehr geringem Maße ausgesetzt. Der Online-Handel spielt im Vergleich zum stationären Handel noch eine sehr untergeordnete Rolle. Die Risiken aus Kreditkartenzahlungen liegen im Wesentlichen bei den Kreditkartenanbietern. Die Überwachung der Forderungen aus EC-Karten-Umsätzen ist an einen externen Dienstleister ausgelagert. Die Risiken im baren Zahlungsverkehr sind aufgrund implementierter Kontrollmechanismen gering. Derivative FinanzinstrumenteAm Bilanzstichtag waren keine derivativen Finanzinstrumente zu verzeichnen. ZinsrisikoDer LUDWIG BECK Konzern nimmt variabel verzinsliche Kontokorrentkredite in Anspruch. Der Konzern unterliegt aus diesen Positionen einem Zinsrisiko aus Finanzschulden, das nach aktueller Marktsituation als unwesentlich eingeschätzt werden kann. 15. Bilanzierungs- und BewertungsänderungenDie Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze blieben gegenüber dem Vorjahr unverändert. C. ERLÄUTERUNGEN EINZELNER POSTEN DER KONZERNBILANZ UND DER KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGI. KONZERNBILANZ(1) Immaterielle Vermögenswerte und SachanlagenUnter diesem Begriff werden folgende in der Konzernbilanz ausgewiesene Posten zusammengefasst:
Die Entwicklung der Anschaffungskosten, der kumulierten Abschreibungen und der Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen ist in dem nachstehenden Anlagenspiegel dargestellt. Immaterielle VermögenswerteBei den immateriellen Vermögenswerten handelt es sich ausschließlich um entgeltlich erworbene Vermögenswerte. Die immateriellen Vermögenswerte (gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte) gliedern sich wie folgt auf: scroll
Entwicklung des Konzernanlagevermögens vom 1. Januar 2017 - 31. Dezember 2017 der LUDWIG BECK am Rathauseck -Textilhaus Feldmeier AG, München scroll
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Die Nutzungsdauer von Software beträgt zwischen 3 und 8 Jahren. Die Software wird linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Die im Geschäftsjahr 2016 angeschaffte Warenwirtschaftssoftware wird über eine Nutzungsdauer von 8 Jahren abgeschrieben. Der Markenname "WORMLAND" wurde im Rahmen der Kaufpreisallokation zum 12. Mai 2015 mit T€ 1.825 angesetzt und wird über eine Nutzungsdauer von 10 Jahren linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Der immaterielle Vermögenswert, der aus dem Kauf des Markennamens "LUDWIG BECK" im Jahre 1995 stammt, wurde bis zum 31. Dezember 2003 linear (pro rata temporis) mit jährlich T€ 170 abgeschrieben. Im Zuge der Anwendung der IAS 36 und IAS 38 ist die jährliche planmäßige Abschreibung auf diesen immateriellen Vermögenswert zum 1. Januar 2004 entfallen. Der Markenname "LUDWIG BECK" betrifft lediglich die Zahlungsmittel generierende Einheit "Stammhaus Marienplatz". Der Impairment-Test wird jährlich durchgeführt. Der erzielbare Betrag ist der Nutzungswert, da es für den Markennamen keinen aktiven Markt gibt. Der Nutzungswert wurde abgeleitet aus den geplanten Zahlungsströmen des Stammhauses (vor Finanzierungstätigkeit und Ertragsteuern), die mit einem Zinssatz nach Steuern von 2,6% abgezinst wurden. Der Zinssatz wurde aus den durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten ermittelt. Die Zahlungsströme wurden aus den Vorjahren abgeleitet und innerhalb der Unternehmensplanung für 3 Jahre fortentwickelt. Dabei wurde von einer Umsatzsteigerung von 1,5% ausgegangen. Es wurde mit einer Nettorohertragsmarge von ca. 50% und einer Kostenindexierung von 1,5% gerechnet. Aufgrund des Impairment-Tests war keine Wertminderung vorzunehmen. LUDWIG BECK erachtet den Diskontierungszins und die Annahmen zur Umsatz-/Kostensteigerung als die wesentlichen Rechnungsannahmen für die Durchführung des Impairment-Tests. Alternativszenarien wurden mit einer Abweichung des Diskontierungszinses um +1% sowie einer Veränderung der Umsatz-/Kostensteigerungen von +1% gerechnet. Sämtliche Szenarien ergaben, dass keine Wertminderungen zu berücksichtigen waren. Geleistete Anzahlungen waren im Geschäftsjahr 2017 wie schon im Vorjahr nicht auszuweisen. SachanlagenGrundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden GrundstückenDie Gebäude werden entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer über 25 - 40 Jahre linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Die Einbauten werden konzerneinheitlich über die betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von 10 - 20 Jahren bzw. über kürzere Mietvertragslaufzeiten linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Grundbesitz MarienplatzDie Bewertung von Grund und Boden erfolgte zum 1. September 2001 mit T€ 68.779. Das Gebäude (1. September 2001: T€ 3.527) wird ab dem Erwerbszeitpunkt im Rahmen der Erstkonsolidierung auf 30 Jahre mit T€ 118 p.a. abgeschrieben (31. Dezember 2017: T€ 1.600). Bei der Bewertung von Grund und Boden im Rahmen der Erstkonsolidierung der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG wurden stille Reserven in Höhe von T€ 66.661 aufgedeckt. Bei der Zeitwertermittlung von Grund und Boden zur Erstkonsolidierung 2001 wurden die Anschaffungskosten sowie die Fortentwicklung der Bodenrichtwerte zwischen den Jahren 1998 und 2000 für Grund und Boden berücksichtigt. Der Wertansatz von 2001 wurde bis zum 31. Dezember 2017 unverändert beibehalten. Die Immobilie Marienplatz ist mit Grundschulden in Höhe von T€ 26.553 (Vorjahr: T€ 27.429) für bilanzierte verzinsliche Verbindlichkeiten belastet. Übriger GrundbesitzDaneben besitzt der LUDWIG BECK Konzern eine Logistik- und Funktionszentrale in Haar bei München sowie zwei Immobilien in Hannover, die für die dortige Blue House-Filiale sowie die Zentralverwaltung genutzt werden. Andere Anlagen, Betriebs- und GeschäftsausstattungDie Vermögenswerte dieser Position werden grundsätzlich über die Nutzungsdauer von 3 - 10 Jahren linear (pro rata temporis) abgeschrieben. Unter den anderen Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung sind im Rahmen von Finance Lease Buchwerte in Höhe von T€ 80 (Vorjahr: T€ 145) enthalten. Die geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau betrugen zum 31. Dezember 2017 T€ 247 (Vorjahr: T€ 138). Für den nach IAS 36 vorgeschriebenen jährlichen Impairment-Test werden als CGUs die einzelnen Filialen betrachtet. Der Nutzungswert wurde abgeleitet aus den geplanten Zahlungsströmen der Filialen (vor Finanzierungstätigkeit und Ertragsteuern), die mit einem laufzeitäquivalenten Zinssatz nach Steuern zwischen 5% und 6% abgezinst wurden. Der Zinssatz wurde aus den durchschnittlich gewichteten Kapitalkosten ermittelt. Die Zahlungsströme wurden aus den Vorjahren abgeleitet und innerhalb der Unternehmensplanung fortentwickelt. Dabei wurde von einer Umsatzsteigerung von 1,5% ausgegangen. Es wurde mit einer Nettorohertragsmarge von ca. 50% und einer Kostenindexierung von 1,5% gerechnet. Da die WORMLAND-Filiale Nürnberg erst Ende Oktober 2016 eröffnet wurde, fehlen für eine Langzeitprognose des Umsatzes die entsprechenden Vergleichswerte. Aus diesem Grund wurde die Umsatzentwicklung für Nürnberg anhand von erwarteten Quadratmeterumsätzen auf Basis einer Vergleichsfiliale für den Impairment-Test prognostiziert. Aufgrund des Impairment-Tests war für die Filiale in Nürnberg eine Wertminderung in Höhe von T€ 393 vorzunehmen. Für alle anderen Filialen waren keine Wertminderungen vorzunehmen. (2) Sonstige Vermögenswerte (langfristig)Bei den sonstigen langfristigen Vermögenswerten handelt es sich hauptsächlich um Mietvorauszahlungen, die aus Wesentlichkeitsgründen unter dieser Position ausgewiesen werden. Dieser Rechnungsabgrenzungsposten (Prepaid Expenses) in Höhe von T€ 143 ist im Geschäftsjahr 2042 aufzulösen. Die Mietvorauszahlungen werden mit den letzten Mietzahlungen an den Vertragspartner bei Beendigung des Mietvertrags verrechnet. Insgesamt betragen die sonstigen langfristigen Vermögenswerte T€ 143 (Vorjahr: T€ 150). (3) VorräteDie Vorräte gliedern sich wie folgt auf: scroll
Für die ausgewiesenen Vorräte bestehen bis zur Bezahlung der Ware übliche Eigentumsvorbehalte. Es wird erwartet, dass die überwiegenden Warenbestände innerhalb der nächsten 12 Monate veräußert werden. Bis zum Zeitpunkt der Bestandsaufnahme wurden Ist-Inventurdifferenzen in der Bestandsermittlung der Waren berücksichtigt. Für den Zeitraum zwischen Bestandsaufnahme und dem 31. Dezember 2017 wurden die Warenvorräte pro Abteilung um den entsprechenden Abschlag für Schwund, der sich aus dem Durchschnitt der letzten 3 Jahre ergibt, reduziert. Der Abschlag ergibt eine Wertberichtigung in Höhe von T€ 377 (Vorjahr: T€ 363). Alle Handelswaren wurden zu Anschaffungskosten abzüglich Abschlägen angesetzt. Dabei werden auf die Warenbestände mit verminderter Verwertbarkeit (Marktgängigkeit) entsprechende Abschläge auf den niedrigeren Nettoveräußerungswert vorgenommen. Daneben wurden pauschale Abschläge für Skonto vorgenommen. Die Abwertung betrug im Geschäftsjahr T€ 1.832 (Vorjahr: T€ 2.044). Zuführung und Auflösung der Abwertung werden saldiert betrachtet (IAS 2.36 e, f). In der Berichtsperiode sind Waren in Höhe von T€ 75.921 (Vorjahr: T€ 78.165) als Aufwand erfasst worden (Wareneinsatz vor Veränderung der Wertberichtigung auf den Nettoveräußerungswert). (4) Forderungen und sonstige Vermögenswerte (kurzfristig)Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen den Marktwerten. Die Restlaufzeit beträgt weniger als ein Jahr. Zum Stichtag bestehen keine weiteren Ausfallrisiken. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig)Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Bei den Wertberichtigungen handelt es sich um Einzel- und Pauschalwertberichtigungen. Es bestanden keine Sicherungsgeschäfte. Sonstige Vermögenswerte (kurzfristig)Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
RechnungsabgrenzungspostenDer Rechnungsabgrenzungsposten betrifft diverse Ausgaben, die Aufwand für eine bestimmte Zeit nach dem Konzernabschlussstichtag darstellen. (5) Zahlungsmittel und ZahlungsmitteläquivalenteDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten. Die liquiden Mittel setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Guthaben bei Kreditinstituten wurden zum Stichtag nicht verzinst. Die Kassenbestände sind unverzinslich. Es liegen keine Sicherungsgeschäfte vor. (6) EigenkapitalHinsichtlich der Darstellung der Veränderung des Eigenkapitals im Geschäftsjahr 2017 verweisen wir auf die Eigenkapitalveränderungsrechnung. Die Gesellschaft verfügt über Eigenkapitalmanagementziele, die sich vorrangig wie folgt darstellen:
Zentrale Aufgabe des Kapitalmanagements ist die Steuerung der liquiden Mittel und des Fremdkapitals, wobei die jederzeitige Sicherstellung ausreichender Liquidität zur Finanzierung der geplanten Investitionen und des laufenden Geschäftsbetriebs im Vordergrund steht. Der Konzern überwacht dabei sein Eigenkapital mit Hilfe diverser Eigenkapitalkennziffern wie der Eigenkapitalquote und der Eigenkapitalrendite. Zur Ermittlung der Eigenkapitalquote wird das wirtschaftliche Eigenkapital ins Verhältnis zur Bilanzsumme gesetzt. Das wirtschaftliche Eigenkapital entspricht im LUDWIG BECK Konzern dem bilanziellen Eigenkapital. Weder die LUDWIG BECK AG noch eine in den Konzernabschluss einbezogene Tochtergesellschaft unterliegt externen Mindestkapitalanforderungen. Gezeichnetes KapitalDas gezeichnete Kapital (Grundkapital) der LUDWIG BECK AG ist zum 31. Dezember 2017 in 3.695.000 Stückaktien (Stammaktien) eingeteilt (31. Dezember 2016: 3.695.000). Die Stückaktien lauten auf den Inhaber und haben einen rechnerischen Anteil am Grundkapital von 2,56 €. Das Grundkapital war in voller Höhe eingezahlt. Im Geschäftsjahr 2017 befanden sich durchschnittlich 3.695.000 Aktien im Umlauf. Alle Stammaktien nehmen an der von der Hauptversammlung zu beschließenden Gewinnausschüttung teil. Im Geschäftsjahr 2017 wurden Dividenden in Höhe von T€ 2.402 (0,65 € je Aktie) für 2016 ausgeschüttet. Das gezeichnete Kapital betrug im Geschäftsjahr T€ 9.446 (Vorjahr: T€ 9.446). AktionärsstrukturDie Aktionärsstruktur der LUDWIG BECK AG setzt sich nach Kenntnis der Gesellschaft zum 31. Dezember 2017 wie folgt zusammen: scroll
Mitteilungen nach §§ 21 bzw. 33 Abs. 1 WertpapierhandelsgesetzMittelbare und unmittelbare BeteiligungDie OST-WEST Beteiligungs- und Grundstücksverwaltungs-AG, Köln, hat am 18. Juni 2009 mitgeteilt, dass sie am 18. Juni 2009 die Schwelle von 5% der Stimmrechtsanteile an der LUDWIG BECK AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 5,007% hält. Dies entspricht 185.000 Stimmen. Davon sind 4,87% (180.000 Stimmen) Tochtergesellschaften zuzurechnen. Unmittelbare BeteiligungDie Rheintex Verwaltungs AG, Köln, hat am 22. Juni 2009 mitgeteilt, dass sie am 18. Juni 2009 die Schwelle von 3% der Stimmrechtsanteile an der LUDWIG BECK AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 3,019% hält. Dies entspricht 111.550 Stimmen. Unmittelbare BeteiligungDie INTRO-Verwaltungs GmbH, Reichenschwand, hat am 23. Dezember 2010 mitgeteilt, dass sie am 22. Dezember 2010 die Schwelle von 50% der Stimmrechtsanteile an der LUDWIG BECK AG unterschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 49,19% hält. Dies entspricht 1.817.605 Stimmen. Unmittelbare BeteiligungDie Hans Rudolf Wöhrl Verwaltungs GmbH, Reichenschwand, hat am 25. März 2011 mitgeteilt, dass sie am 24. März 2011 die Schwelle von 25% der Stimmrechtsanteile an der LUDWIG BECK AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 25,35% hält. Dies entspricht 936.545 Stimmen. Mittelbare BeteiligungDie Hans Rudolf Wöhrl Vermögensverwaltungs GmbH & Co. KG, Reichenschwand, hat am 25. März 2011 mitgeteilt, dass sie am 24. März 2011 die Schwelle von 25% der Stimmrechtsanteile an der LUDWIG BECK AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 25,35% hält. Dies entspricht 936.545 Stimmen. Mittelbare BeteiligungDie Hans Rudolf Wöhrl Beteiligungs GmbH, Reichenschwand, hat am 25. März 2011 mitgeteilt, dass sie am 24. März 2011 die Schwelle von 25% der Stimmrechtsanteile an der LUDWIG BECK AG überschritten hat und zu diesem Zeitpunkt 25,35% hält. Dies entspricht 936.545 Stimmen. Im Geschäftsjahr 2017 sind der LUDWIG BECK AG keine Mitteilungen gemäß §§ 21 bzw. 33 Abs. 1 WpHG zugegangen. KapitalrücklageDie Entwicklung der Kapitalrücklage ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Zweck der Kapitalrücklage ist es, der langfristigen Finanzierung der Gesellschaft zu dienen. Angesammelter GewinnDie Entwicklung des angesammelten Gewinns ist in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Zweck des angesammelten Gewinns ist es, der kurz- und langfristigen Finanzierung der Gesellschaft zu dienen. Die Abfindungsansprüche aus Kommanditanteilen anderer Gesellschafter sind gemäß IAS 32.18 (b) grundsätzlich als Fremdkapital einzustufen (vgl. nachfolgende Erläuterungen zu Punkt (7)). (7) Abfindungsanspruch für andere GesellschafterDer Abfindungsanspruch für andere Gesellschafter an der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG richtet sich nach den Regelungen des Gesellschaftsvertrages. Die Höhe des Abfindungsanspruchs bemisst sich dabei nach dem Verkehrswert der Anteile, wobei im Gesellschaftsvertrag ein Wertansatz für den Verkehrswert der Immobilie Marienplatz festgesetzt ist. Darüber hinaus sieht der Gesellschaftsvertrag vor, dass die Gesellschaft jederzeit berechtigt ist, Zahlungsansprüche gegen einen ausscheidenden Gesellschafter mit einem eventuellen Abfindungsguthaben aufzurechnen. Im Geschäftsjahr stellt sich die Berechnung wie folgt dar: scroll
Da die Forderung gegen den anderen Gesellschafter seinen Anteil am Verkehrswert der Gesellschaft übersteigt, ergibt sich keine zu bilanzierende Abfindungsverpflichtung. Gemäß den Regelungen des Gesellschaftsvertrages besteht für den anderen Gesellschafter - mit Ausnahme der oben erläuterten Aufrechnungsmöglichkeit - grundsätzlich keine Verpflichtung, die oben dargestellte Forderung auszugleichen, sodass sich aus dem Überhang auch keine Forderung von LUDWIG BECK gegen den anderen Gesellschafter ergibt. (8) RückstellungenZu den gebildeten Rückstellungen sind folgende Angaben nach IAS 37 zu machen: scroll
RückbauverpflichtungenDie Rückstellungen betreffen Rückbauverpflichtungen aus Mietverträgen und wurden aus Gutachten abgeleitet. Dabei handelt es sich um Rückbauverpflichtungen bei Beendigung von Mietverträgen. Die Höhe der Verpflichtungen wurde zu den voraussichtlichen Erfüllungszeitpunkten geschätzt. Dabei wurden Gutachterwerte mit einer durchschnittlichen Baukostenindexsteigerung hochgerechnet und anschließend mit einem marktüblichen Zinssatz abgezinst. Soweit die Schätzung in den Folgejahren nicht anzupassen ist, werden diese Rückstellungen ratierlich aufgezinst. Eine Inanspruchnahme erfolgt mit Beendigung der zugrunde liegenden Mietverträge (Restlaufzeiten zwischen 2 und 25 Jahren). PensionsverpflichtungenDie Pensionsverpflichtungen werden aufgrund von Versorgungsplänen für Zusagen auf Alters-, Invaliden- und Hinterbliebenenleistungen gebildet, wenn es sich bei dem Pensionsplan um einen leistungsorientierten Plan nach IAS 19R handelt. Die Pensionsverpflichtungen für die Leistungszusagen (Defined Benefit Plans) werden gemäß IAS 19R nach dem international üblichen Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") ermittelt. Dabei werden die zukünftigen Verpflichtungen auf der Grundlage der zum Bilanzstichtag anteilig erworbenen Leistungsansprüche bewertet. Im vorliegenden Konzernabschluss erfasst die Gesellschaft die Pensionsverpflichtungen nach den Regelungen von IAS 19R. Danach werden sogenannte versicherungsmathematische Gewinne und Verluste gemäß IAS 19R direkt im Eigenkapital erfasst. Weiterhin zahlt die Gesellschaft in eine externe Versorgungskasse Beträge ein, aus denen im Versorgungsfall die Pensionsleistungen erbracht werden. Diese Versicherungspolice ist als Planvermögen zu qualifizieren. LUDWIG BECK geht aktuell aufgrund der Übertragung der Versorgungsverpflichtungen an die Versorgungskasse davon aus, dass der Konzern im Versorgungsfall keine Zahlungen zu leisten hat. Der Barwert der Pensionsverpflichtung und der Zeitwert des Planvermögens haben sich im Geschäftsjahr wie folgt entwickelt: scroll
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Die Barwerte der Pensionsverpflichtung betrugen zum 31. Dezember 2015 T€ 2.611 und zum 31. Dezember 2014 T€ 2.585, die des Planvermögens T€ 2.192 bzw. T€ 1.987. Nachfolgende versicherungsmathematische Annahmen dienten als Grundlage zur Bestimmung des Bilanzwerts der Verbindlichkeiten: scroll
Da die Versorgungsansprüche vertraglich festgelegten Steigerungsraten unterliegen, ist ein sonst üblicher pauschaler Gehaltstrend nicht zu berücksichtigen. Für die biometrischen Rechnungsgrundlagen wurden die "Richttafeln 2005 G" von Klaus Heubeck zugrunde gelegt. Versicherungsmathematische Gewinne oder Verluste ergeben sich aus Bestandsänderungen und Abweichungen der tatsächlichen Trends (z.B. Zinssatzveränderungen) gegenüber den ursprünglichen Berechnungsparametern. Eine Veränderung des Rechnungszinses um +0,5%-Punkte hätte eine Reduzierung des Barwerts der Leistungsverpflichtung auf T€ 2.839, eine Veränderung um -0,5%-Punkte einen Anstieg des Barwerts der Leistungsverpflichtung auf T€ 3.294 zur Folge. Eine Veränderung des Rententrends auf 7,5% alle 15 Jahre hätte eine Reduzierung des Barwerts der Leistungsverpflichtung auf T€ 2.832, eine Veränderung auf 7,5% alle 5 Jahre einen Anstieg des Barwerts der Leistungsverpflichtung auf T€ 3.240 zur Folge. Die Gesellschaft geht von einem Dienstzeitaufwand von T€ 60 und einem Zinsaufwand in Höhe von T€ 54 sowie einem erwarteten Ertrag für das Planvermögen in Höhe von T€ 80 für das Geschäftsjahr 2018 aus. Da seit dem 1. Dezember 2017 für ein aktives Vorstandsmitglied die vertraglich geregelten Versorgungsleistungen in monatlichen Raten erbracht werden, erfolgen seit diesem Zeitpunkt keine Zahlungen mehr in das Planvermögen. Für ein bereits ausgeschiedenes Vorstandsmitglied werden bereits seit dessen Ausscheiden keine Zahlungen mehr in das Planvermögen erbracht. Verpflichtung aus VermächtnisannahmeMit der Annahme des Vermächtnisses eines verstorbenen Gesellschafters entstanden LUDWIG BECK vertraglich geregelte Verpflichtungen gegenüber den Hinterbliebenen des ehemaligen Gesellschafters. Sie betragen zum 31. Dezember 2017 T€ 721 (Vorjahr: T€ 899). Im Gegenzug erhielt der LUDWIG BECK Konzern die Anteile dieses Gesellschafters an der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG. Für den übernommenen Gesellschaftsanteil wird LUDWIG BECK eine Erbschaftsteuerzahlung in Höhe von ca. T€ 222 entstehen. Von dem Gesamtbetrag von T€ 943 wird innerhalb von zwölf Monaten eine Inanspruchnahme von T€ 424 (inkl. Erbschaftsteuerzahlung in Höhe von T€ 222) erwartet. Darüber hinaus wird mit einer ratierlichen Inanspruchnahme bis 2023 gerechnet. (9) VerbindlichkeitenDie Verbindlichkeiten setzten sich zum Bilanzstichtag wie folgt zusammen: scroll
Im Zusammenhang mit den oben dargestellten finanziellen Verbindlichkeiten sind in den nächsten Jahren folgende vertraglich vereinbarte Zinszahlungen zu leisten: scroll
Unter den gesamten finanziellen Verbindlichkeiten in Höhe von T€ 35.460 betreffen T€ 26.553 die Finanzierung der Immobilie "Marienplatz". Diese Verbindlichkeiten sind wie folgt besichert: scroll
Die übrigen finanziellen Verbindlichkeiten sind zum 31. Dezember 2017 nicht besichert. 9 a) Finanzielle Verbindlichkeiten (langfristig)Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Bei den Darlehen ist kein Derivat (strukturiertes Produkt) abzuspalten oder gesondert zu bewerten. Die langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Zinssätze betrugen im Berichtsjahr zwischen 1,15% und 4,17%. Die sonstigen Darlehen haben eine Laufzeit von bis zu 5 Jahren und einen Zinssatz zwischen 2,00% und 3,50%. Der Zeitwert der langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten beträgt zum Bilanzstichtag T€ 28.317 (Vorjahr: T€ 30.581). 9 b) Finanzielle Verbindlichkeiten (kurzfristig)Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Es bestanden von Banken eingeräumte Kreditlinien zum 31. Dezember 2017 von insgesamt T€ 42.000, die bei Inanspruchnahme marktüblich zu verzinsen waren. Die kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten werden zum Rückzahlungsbetrag bilanziert. Die Zinssätze bei den kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten betrugen im Berichtsjahr zwischen 0,85% und 4,17%. Zusammenfassende Darstellung der langfristigen und kurzfristigen Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingscroll
Dabei handelt es sich um Leasingverträge für Ladeneinrichtungen, die nach deutschem Recht als Operating-Leasingverträge zu klassifizieren waren und nach IAS 17 als Finanzierungsleasing einzustufen sind. Operating-Leasingverhältnisse bestehen im Wesentlichen im Rahmen von Mietverträgen des Konzerns, die unter den sonstigen finanziellen Verpflichtungen dargestellt sind. Im Bereich der Operating-Leasingverhältnisse bestehen keine Kaufoptionen. 9 c) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (kurzfristig)Die Bilanzierung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 2.913 (Vorjahr: T€ 2.554) erfolgt zum Rückzahlungsbetrag. Wegen der kurzfristigen Zahlungsziele dieser Verbindlichkeiten entspricht dieser Betrag dem beizulegenden Zeitwert der Verbindlichkeiten. Die Bezahlung der Lieferanten erfolgt in der Regel innerhalb von 10 Tagen, um den Skontoabzug geltend machen zu können, das Zahlungsziel beträgt aber in der Regel 60 Tage. 9 d) Sonstige Verbindlichkeiten (kurzfristig)scroll
9 e) Steuerverbindlichkeiten (kurzfristig)Die Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern betrugen zum 31. Dezember 2017 T€ 119 (Vorjahr: T€ 166). (10) Latente Steuern (aktiv und passiv)Die gebildeten Steuerabgrenzungen sind nachfolgenden Konzernbilanzpositionen bzw. Sachverhalten zuzuordnen: scroll
Mit Ausnahme der Bereiche Markenname "LUDWIG BECK" und Grund und Boden wurden die latenten Steuern ausschließlich aufgrund von zu versteuernden temporären Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz der jeweilig betroffenen Gesellschaft gebildet (IAS 12.15). Diese temporären Differenzen und somit entsprechend die latenten Steuern lösen sich in einem entsprechenden Zeitraum (bis zur Realisierung des Vermögenswertes oder der Schuld) wieder auf. Für eine "quasi-permanente" Differenz zwischen dem Ansatz von Grund und Boden in der Steuerbilanz der Feldmeier GmbH & Co. Betriebs KG und der IFRS-Bilanz wurden passive latente Steuern gebildet. Als die wahrscheinlichste Verwertungsprämisse wurde die Veräußerung der Immobiliengesellschaft angenommen. Für die "quasi-permanente" Differenz zwischen dem Ansatz des Markennamens "LUDWIG BECK" in der IFRS-Bilanz und dem Ansatz in der Steuerbilanz wurden ebenfalls passive latente Steuern gebildet. Die auf die Rückstellungen gebildeten sowie die auf die beiden "quasi-permanenten" Differenzen entfallenden Latenzen haben eine Restlaufzeit von mehr als 12 Monaten. Im Bilanzansatz der latenten Steuern im Bereich der Rückstellungen sind aktive latente Steuern in Höhe von T€ 180 (Vorjahr: T€ 202) enthalten, die auf direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und Erträge entfallen. Zum Abschlussstichtag waren aktive latente Steuern in Höhe von ca. T€ 1.208 (Vorjahr: T€ 1.477) vorhanden, die im Konzern nicht erfasst wurden. II. KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGDie Gesamtergebnisrechnung wurde nach dem Gesamtkostenverfahren erstellt. (11) Umsatzerlösescroll
Die Segmentberichterstattung gibt nähere Erläuterungen zu den Umsatzerlösen. Die Umsatzerlöse des LUDWIG BECK Konzerns wurden bis auf T€ 344 (Vorjahr: T€ 315) im Inland erwirtschaftet. (12) Andere aktivierte EigenleistungenDie anderen aktivierten Eigenleistungen betrugen im Geschäftsjahr 2017 T€ 43 (Vorjahr: T€ 155). Dabei handelt es sich um Personalkosten im Zusammenhang mit Umbauarbeiten im Kaufhaus Marienplatz sowie im Vorjahr zusätzlich der Einführung eines neuen Warenwirtschaftssystems. (13) Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge gliedern sich wie folgt: scroll
Aus dem Unternehmenserwerb WORMLAND am 12. Mai 2015 (Erstkonsolidierungszeitpunkt) ist im Geschäftsjahr 2016 letztmalig ein sonstiger Ertrag in Höhe von T€ 475 entstanden. Für die vorzeitige Aufhebung eines Mietvertrags wurden im laufenden Jahr sonstige Erträge in Höhe von T€ 300 vereinnahmt. (14) Materialaufwandscroll
Der ausgewiesene Aufwand dieser Position beinhaltet die Warenzugänge zu Anschaffungskosten abzüglich der erhaltenen Skonti sowie der Lagerbestandsveränderungen und der Veränderung bei den Gängigkeitsabschlägen. (15) Personalaufwandscroll
AltersvorsorgeIm LUDWIG BECK Konzern gibt es sogenannte beitragsorientierte und leistungsorientierte Altersversorgungspläne (IAS 19R) für Mitarbeiter. Diese gliedern sich in zwei Gruppen: a) Altersvorsorge für alle Mitarbeiter von LUDWIG BECKSeit dem 1. Januar 2001 besteht für die Mitarbeiter die Möglichkeit, nach einer 6-monatigen Betriebszugehörigkeitsfrist auf Antrag in das tarifliche Altersvorsorgemodell aufgenommen zu werden. Bei Mitarbeitern, deren Eintritt bis zum 31. März 2000 lag, handelt es sich um eine Direktversicherung, die mit einem unabhängigen Dritten (mit einer vollumfänglichen Rückversicherung) abgeschlossen wurde. Für Mitarbeiter, die nach dem 31. März 2000 in das Unternehmen eingetreten sind, werden die Beiträge in eine Pensionskasse eingezahlt. Die Finanzierung erfolgt durch Arbeitgeberbeiträge, die über die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst werden. Mitarbeiter, die bis zum 31. März 2000 in das Unternehmen eingetreten und älter als 25 Jahre waren sowie eine Betriebszugehörigkeit von mindestens 5 Jahren vorweisen konnten, erhalten von LUDWIG BECK eine freiwillige Zusage zur Altersvorsorge, wobei die tariflichen Ansprüche gegengerechnet werden. Es handelt sich um einen beitragsorientierten Plan i.S.v. IAS 19R. Die Aufwendungen für diese Vorsorgeverpflichtungen betrugen 2017 T€ 123 (Vorjahr: T€ 133). An den Altersvorsorgemodellen nehmen insgesamt 309 (Vorjahr: 301) Mitarbeiter teil. b) Altersvorsorge für VorstandsmitgliederEin aktives und ein ehemaliges Vorstandsmitglied haben von LUDWIG BECK eine Zusage zur Altersvorsorge erhalten. Es handelt sich bei der Zusage um einen leistungsorientierten Plan i.S.v. IAS 19R. Die Aufwendungen aus Pensionsverpflichtungen sind unter (8) dargestellt. c) Altersvorsorge für alle Mitarbeiter von WORMLANDSeit dem 1. Januar 2002 haben die tarifgebundenen Mitarbeiter nach einer 6-monatigen Betriebszugehörigkeit die Möglichkeit, einen Antrag auf Aufnahme in das betriebliche Altersvorsorgemodell zu stellen. Mitarbeiter, die tarifgebunden waren, erhalten die Altersvorsorgeleistungen auch nach Umstellung der Verträge ohne Tarifbezug weiterhin nach den Tarifbestimmungen. Die Beiträge werden vom Arbeitgeber in eine Pensionskasse eingezahlt und über die Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Für einen Teil der leitenden Mitarbeiter wurden Direktversicherungen mit einem unabhängigen Dritten abgeschlossen. Die Aufwendungen für die Vorsorgeverpflichtungen betrugen 2017 T€ 19 (Vorjahr: T€ 23). Es nehmen 55 (Vorjahr: 74) Mitarbeiter an den Altersvorsorgemodellen teil. (16) AbschreibungenZur Zusammensetzung der Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen verweisen wir auf die Angaben im Anlagenspiegel. (17) Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen gliedern sich wie folgt: scroll
Im Geschäftsjahr und im Vorjahr waren keine aperiodischen Aufwendungen zu verzeichnen. Die Mietaufwendungen entfallen im Wesentlichen auf langfristige Mietverträge für die nicht im Konzerneigentum stehenden Gebäudeteile des Gebäudekomplexes am Marienplatz, auf den Mietvertrag für die HAUTNAH-Dependance in den FÜNF HÖFEN sowie auf die Mietverträge für die 14 Filialen von WORMLAND. Die Mietverträge haben langfristige Laufzeiten bis in das Jahr 2042. Die Mietaufwendungen unterliegen an den Verbraucherpreisindex gekoppelten Steigerungsraten. (18) Finanzergebnisscroll
Die Zinserträge betrafen Zinserträge aus dem Planvermögen in Höhe von T€ 77 (Vorjahr: T€ 71) sowie sonstige Zinserträge in Höhe von T€ 9 (Vorjahr: T€ 7). Der in den Zinsaufwendungen enthaltene Zinsanteil aus Pensionsverpflichtungen betrug T€ 54 (Vorjahr: T€ 61). (19) Ertragsteuernscroll
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Die folgende Übersicht stellt eine Überleitung zwischen dem Steueraufwand bzw. Steuerertrag, der sich rechnerisch bei einer Anwendung des Konzernsteuersatzes von 32,975% (Körperschaftsteuer, Solidaritätszuschlag, Gewerbesteuer) ergibt, und dem Steueraufwand bzw. -ertrag im Konzernabschluss nach IFRS dar: scroll
(20) Direkt im Eigenkapital erfasste Aufwendungen und ErträgeDie direkt im Eigenkapital erfassten Aufwendungen und Erträge sind jeweils mit folgenden latenten Steueraufwendungen bzw. Steuererträgen behaftet: scroll
(21) Erläuterungen zum Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie (Earnings per Share) wird nach IAS 33 mittels Division des Konzernjahresüberschusses durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der während der Periode ausgegebenen Aktien errechnet. Ergebnis je Aktiescroll
Das unverwässerte Ergebnis entspricht dem verwässerten Ergebnis. DividendenvorschlagDer Vorstand schlägt bezüglich der Gewinnverwendung vor, eine Dividende je Aktie in Höhe von 0,65 € an die Aktionäre auszuschütten. Dies entspricht einer Dividende in Höhe von insgesamt T€ 2.402. D. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie nachfolgende Segmentberichterstattung entspricht IFRS 8 "Operating Segments", der die Anforderungen an die Berichterstattung über die Finanzergebnisse der Geschäftssegmente einer Gesellschaft definiert. Er folgt dem sogenannten "Management Approach", der verlangt, die Segmentinformationen auf Basis der internen Berichterstattung so darzustellen, wie sie vom sogenannten "Chief Operating Decision Maker" regelmäßig zur Entscheidung über die Zuteilung von Ressourcen zu den Segmenten und zur Beurteilung ihrer Performance herangezogen werden. Die Berichtsstufe wird unterteilt in "LUDWIG BECK" und "WORMLAND" Die zu segmentierenden Konzernzahlen verteilen sich im Geschäftsjahr 2016 wie folgt auf die einzelnen Segmente: scroll
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E. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 (Cashflow Statements) wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher, investiver und Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die in der Kapitalflussrechnung ausgewiesene Liquidität umfasst Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten. Der Finanzmittelfonds setzt sich nach IAS 7.6 ff. aus der Summe der Kassenbestände und der kurzfristigen Bankguthaben zusammen. Der LUDWIG BECK Konzern verfügt zum 31. Dezember 2017 über Rahmenkreditlinien von T€ 42.000. Diese Linien waren zum Stichtag mit ca. 31% durch Avale und kurzfristige Bankkredite in Anspruch genommen. F. ERLÄUTERUNGEN ZUR KONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNGDie Eigenkapitalveränderungsrechnung zeigt, wie sich die Posten des Eigenkapitals des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres verändert haben. Der Ausweis erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 1. G. SONSTIGE ANGABENI. EVENTUALSCHULDEN, EVENTUALFORDERUNGEN1. EventualschuldenÜber die durch Rückstellungen abgedeckten faktischen Verpflichtungen hinaus bestehen keine wahrscheinlich eintretenden Verpflichtungen, deren Existenz von künftigen Ereignissen abhängt. 2. EventualforderungenNach IAS 37 zu vermerkende Eventualforderungen bestehen nicht. II. SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen des Konzerns stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Laufzeit der Gesamtverpflichtung stellt sich wie folgt dar: scroll
Darüber hinaus besteht ein Bestellobligo für Waren in Höhe von T€ 9.189 (Vorjahr: T€ 5.158). III. ENTSPRECHENSERKLÄRUNG NACH § 161 AKTG (CORPORATE GOVERNANCE)Am 24. November 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat der LUDWIG BECK AG die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung ist den Aktionären auf der Internetseite des Unternehmens (http://kaufhaus.ludwigbeck.de/unternehmen/investor-relations/corporate-governance/entsprechenserklaerungen/) dauerhaft zugänglich gemacht. IV. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENIm Folgenden werden die dem Konzern nahestehenden Unternehmen und Personen im Sinne von IAS 24 benannt. Die Vorstände sind jeweils einzelvertretungsberechtigt. Die Vorstände sind befugt, die Gesellschaft bei der Vornahme von Rechtsgeschäften mit sich als Vertreter eines Dritten uneingeschränkt zu vertreten. scroll
Für das Geschäftsjahr 2017 wurde den Mitgliedern des Aufsichtsrats eine Vergütung von insgesamt T€ 208 (Vorjahr: T€ 208) gewährt. Von Unternehmen, die den Herren Christian Greiner und Hans Rudolf Wöhrl als nahestehende Person zuzurechnen sind, wurden Leistungen in Höhe von T€ 96 (Vorjahr: T€ 81) erbracht. An ein Unternehmen, das den Herren Christian Greiner und Hans Rudolf Wöhrl als nahestehende Person zuzuordnen ist, wurden Mietaufwendungen in Höhe von T€ 809 (Vorjahr: T€ 74) getätigt. Im Gegenzug wurde im Vorjahr von diesem Unternehmen ein Baukostenzuschuss in Höhe von T€ 800 gewährt. Von weiteren Unternehmen, die Herrn Hans Rudolf Wöhrl als nahestehende Person zuzurechnen sind, wurden Leistungen in Höhe von T€ 61 (Vorjahr: T€ 0) erbracht. LUDWIG BECK hat an diese Unternehmen Vermietungsleistungen in Höhe von T€ 17 (Vorjahr: T€ 0) erbracht. Von einem Unternehmen, das Frau Clarissa Käfer als nahestehende Person zuzurechnen ist, wurden Leistungen in Höhe von T€ 31 (Vorjahr: T€ 41) erbracht. LUDWIG BECK hat an dieses Unternehmen Vermietungsleistungen in Höhe von T€ 36 (Vorjahr: T€ 36) erbracht. Sämtliche Geschäfte mit nahestehenden Personen erfolgten zu marktüblichen Konditionen. Folgende Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind im Aufsichtsrat bzw. in ähnlichen Organen weiterer Unternehmen vertreten: scroll
Herrn Hans Rudolf Wöhrl sind mittelbar 74,9% (2.767.004 Aktien) der Anteile an der LUDWIG BECK AG zuzurechnen. Die übrigen Mitglieder des Aufsichtsrats hielten am 31. Dezember 2017 wie schon im Vorjahr keine Aktien. V. NACHTRAGSBERICHTEs haben keine nennenswerten Ereignisse nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2017 stattgefunden, die eine Auswirkung auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der Gesellschaft haben. VI. HONORAR DES ABSCHLUSSPRÜFERSDas Honorar des Abschlussprüfers im abgelaufenen Geschäftsjahr 2017 beläuft sich auf T€ 211 (Vorjahr: T€ 203). Als Honorar für die Prüfung des Konzernabschlusses, des Jahresabschlusses der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AG, des Jahresabschlusses der THEO WORMLAND GmbH & Co. KG sowie der prüferischen Durchsicht für Tochtergesellschaften sind T€ 185 (Vorjahr: T€ 190) angefallen. Für Steuerberatung sind T€ 17 (Vorjahr: T€ 8) und für sonstige Leistungen T€ 9 (Vorjahr: T€ 5) angefallen. VII. ARBEITNEHMERscroll
Auszubildende waren in dieser Berechnung nicht zu berücksichtigen. VIII. ANGABEN NACH § 297 ABS. 2 HGBDer Vorstand hat die gesetzlich geforderte Erklärung nach § 297 Abs. 2 HGB abgegeben.
München, 15. Februar 2018 Der Vorstand 4 WEITERE INFORMATIONENBILANZEID"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
München, 15. Februar 2018 Dieter Münch Christian Greiner Bestätigungsvermerk DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AktiengesellschaftVERMERK ÜBER DIE PRÜFUNG DES KONZERNABSCHLUSSES UND DES KONZERNLAGEBERICHTSPrüfungsurteileWir haben den Konzernabschluss der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier Aktiengesellschaft und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2017, der Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier Aktiengesellschaft für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2017 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse
Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat. Grundlage für die PrüfungsurteileWir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung (Nr. 537/2014; im Folgenden "EU-APrVO") unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den europarechtlichen sowie den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Darüber hinaus erklären wir gemäß Artikel 10 Abs. 2 Buchst. f) EU-APrVO, dass wir keine verbotenen Nichtprüfungsleistungen nach Artikel 5 Abs. 1 EU-APrVO erbracht haben. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen. Besonders wichtige Prüfungssachverhalte in der Prüfung des KonzernabschlussesBesonders wichtige Prüfungssachverhalte sind solche Sachverhalte, die nach unserem pflichtgemäßen Ermessen am bedeutsamsten in unserer Prüfung des Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2017 waren. Diese Sachverhalte wurden im Zusammenhang mit unserer Prüfung des Konzernabschlusses als Ganzem und bei der Bildung unseres Prüfungsurteiles hierzu berücksichtigt; wir geben kein gesondertes Prüfungsurteil zu diesen Sachverhalten ab. Impairment-Test für die WORMLAND-Gruppe nach IAS 36Gründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die im Mai 2015 erworbenen, im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen der WORMLAND-Gruppe befanden sich bereits im Erwerbszeitpunkt in einer nachhaltigen Verlustsituation. Vor diesem Hintergrund wurde bereits im Rahmen der Kaufpreisallokation in 2015 eine Anpassung der Buchwerte der einzelnen Cash Generating Units (die einzelnen Filialen der WORMLAND-Gruppe) an ihren jeweiligen beizulegenden Wert vorgenommen. LUDWIG BECK führt in Übereinstimmung mit IAS 36.9 eine jährliche Überprüfung der für die WORMLAND-Gruppe im Konzernabschluss ausgewiesenen Vermögenswerte erzielbaren Beträge durch. Die dieser Überprüfung zugrunde liegenden Planungsrechnungen erfordern von den gesetzlichen Vertretern von LUDWIG BECK Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen hinsichtlich der in den Folgejahren erzielbaren Erträge, so dass die Durchführung des Impairment-Tests aufgrund der hohen Schätzunsicherheit aus unserer Sicht einen besonders wichtigen Prüfungssachverhalt darstellt. Prüferisches Vorgehen: Die von LUDWIG BECK erstellte Unternehmensplanung für die WORMLAND-Gruppe und die darauf aufbauende Ermittlung der erzielbaren Beträge für die einzelnen Cash Generating Units (die WORMLAND-Filialen) haben wir hinsichtlich der Planannahmen sowie rechnerisch nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir durch Abgleich mit historischen Plandaten die Planungstreue überprüft. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Beurteilung der erzielbaren Beträge und der sich daraus ergebenden Wertansätze für die in den WORMLAND-Filialen gehaltenen Vermögenswerte ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Zu dem durchgeführten Impairment-Test und dem sich daraus ergebenden Wertminderungsaufwand enthält der Konzernanhang Erläuterungen in Kapitel C. I. (1) "Erläuterungen einzelner Posten der Konzernbilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung -Konzernbilanz - Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen". Bewertung der HandelswarenGründe für die Bestimmung als besonders wichtiger Prüfungssachverhalt: Die Bilanzierung der Handelswaren erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um Abschläge für Alter und Schwergängigkeit (modisches Risiko). Dieser Bewertungsansatz ist aus unserer Sicht ein besonders wichtiger Prüfungssachverhalt, da die Bemessung dieser Abschläge Ermessensentscheidungen, Schätzungen und Annahmen hinsichtlich der im Folgejahr auf die Warenbestände tatsächlich zu gewährenden Preisnachlässe sowie der bis zum Verkauf der Waren voraussichtlich noch entstehenden Veräußerungskosten erfordert. Prüferisches Vorgehen: Im Rahmen unserer Prüfung haben wir die Ausgestaltung der rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollen im Bereich der Warenwirtschaft beurteilt und deren Wirksamkeit in Stichproben geprüft. Darauf aufbauend haben wir die vorgenommenen Abschläge auf Basis risikoorientiert ausgewählter Stichproben anhand einer retrograden Bewertung nachvollzogen. Darüber hinaus haben wir die Abschläge auf Grundlage der in der Zeit nach dem Abschlussstichtag gewährten Preisnachlässe plausibilisiert. Aus unseren Prüfungshandlungen haben sich keine Einwendungen hinsichtlich der Bilanzierung der Handelswaren ergeben. Verweis auf zugehörige Angaben: Die von LUDWIG BECK bei der Bilanzierung der Handelswaren angewandten Bilanzierungsgrundsätze sind im Konzernanhang in den Kapiteln B. IV. 6. "Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - Vorräte" sowie C. I. (3) "Erläuterungen einzelner Posten der Konzernbilanz und der Konzerngesamtergebnisrechnung - Konzernbilanz - Vorräte" dargestellt. Sonstige InformationenDie gesetzlichen Vertreter sind für folgende sonstige Informationen verantwortlich, die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt werden:
Der Aufsichtsrat ist für folgende sonstige Informationen verantwortlich, die uns voraussichtlich nach dem Datum dieses Bestätigungsvermerks zur Verfügung gestellt werden:
Unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht erstrecken sich nicht auf die sonstigen Informationen, und dementsprechend geben wir weder ein Prüfungsurteil noch irgendeine andere Form von Prüfungsschlussfolgerungen hierzu ab. Im Zusammenhang mit unserer Prüfung haben wir die Verantwortung, die sonstigen Informationen zu lesen und dabei zu würdigen, ob die sonstigen Informationen
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den KonzernlageberichtDie gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist. Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht, den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und die Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende und geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des KonzernlageberichtsUnsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen - beabsichtigten oder unbeabsichtigten - falschen Darstellungen ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-APrVO unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus
Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen. Wir geben gegenüber den für die Überwachung Verantwortlichen eine Erklärung ab, dass wir die relevanten Unabhängigkeitsanforderungen eingehalten haben, und erörtern mit ihnen alle Beziehungen und sonstigen Sachverhalte, von denen vernünftigerweise angenommen werden kann, dass sie sich auf unsere Unabhängigkeit auswirken, und die hierzu getroffenen Schutzmaßnahmen. Wir bestimmen von den Sachverhalten, die wir mit den für die Überwachung Verantwortlichen erörtert haben, diejenigen Sachverhalte, die in der Prüfung des Konzernabschlusses für den aktuellen Berichtszeitraum am bedeutsamsten waren und daher die besonders wichtigen Prüfungssachverhalte sind. Wir beschreiben diese Sachverhalte im Bestätigungsvermerk, es sei denn, Gesetze oder andere Rechtsvorschriften schließen die öffentliche Angabe des Sachverhalts aus. SONSTIGE GESETZLICHE UND ANDERE RECHTLICHE ANFORDERUNGENÜbrige Angaben gemäß Artikel 10 EU-APrVOWir wurden von der Hauptversammlung am 23. Mai 2017 als Konzernabschlussprüfer gewählt. Wir wurden am 13. September 2017 vom Aufsichtsrat beauftragt. Wir sind ununterbrochen seit dem Geschäftsjahr 2009 als Konzernabschlussprüfer der LUDWIG BECK am Rathauseck -Textilhaus Feldmeier Aktiengesellschaft tätig. Wir erklären, dass die in diesem Bestätigungsvermerk enthaltenen Prüfungsurteile mit dem zusätzlichen Bericht an den Prüfungausschuss nach Artikel 11 EU-APrVO (Prüfungsbericht) im Einklang stehen. VERANTWORTLICHER WIRTSCHAFTSPRÜFER Der für die Prüfung verantwortliche Wirtschaftsprüfer ist Frau Claudia Weinhold.
München, 2. März 2018 BTU Treuhand GmbH Hagen Müller, Wirtschaftsprüfer Claudia Weinhold, Wirtschaftsprüfer FINANZKALENDER 2018scroll
IMPRESSUM & KONTAKTHerausgeber: LUDWIG BECK am Rathauseck - Textilhaus Feldmeier AG I Marienplatz 11 I 80331 München Tel. +49. 89. 23691-0 I Fax +49. 89. 23691-600 I info@ludwigbeck.de I kaufhaus.ludwigbeck.de Konzept, Redaktion, Text, Gestaltung: esVedra consulting, München Mehr Informationen zu LUDWIG BECK finden Sie unter kaufhaus.ludwigbeck.de Tragen Sie sich dort auch in unseren Finanznewsletter ein, damit Sie immer zeitnah und umfassend auf dem Laufenden sind! |
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