![]() Ludwig Beck am Rathauseck-Textilhaus Feldmeier AGMünchenKonzernzwischenbericht 2019 für das 2. Quartal und die ersten sechs Monate 2019Konzernzwischenbericht 2019für das 2. Quartal und die ersten sechs Monate des Geschäftsjahres 2019 für den Zeitraum vom 1. Januar - 30. Juni 2019EinführungDie LUDWIG BECK Finanzberichterstattung basiert auf den International Financial Reporting
Standards (IFRS). Generell wird der Zwischenbericht als eine Aktualisierung des Geschäftsberichts
erstellt. Sein Fokus liegt auf dem aktuellen Berichtszeitraum. Der Konzernabschluss
nach IFRS dient als Ausgangspunkt für die LUDWIG BECK Finanzberichterstattung nach
IFRS als führendes Rechnungslegungssystem. Der Zwischenbericht sollte deshalb zusammen
mit dem für das Geschäftsjahr 2018 veröffentlichten IFRS-Konzernabschluss gelesen
werden. Mit der Ad hoc-Meldung vom 15. April 2019 hat LUDWIG BECK mitgeteilt, dass der am
31. Januar 2019 eingeleitete Verkaufsprozess zur Veräußerung der von der LUDWIG BECK
Unternehmensverwaltungs GmbH gehaltenen Anteile an der Theo Wormland GmbH & Co. KG
("WORMLAND") zum Abschluss eines entsprechenden Vertrags geführt hat. Dieser Vertrag
über den Verkauf und die Abtretung von Geschäftsanteilen an der LUDWIG BECK Unternehmensverwaltungs
GmbH wurde zum 30. April 2019 vollzogen. IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche"
war somit zum 30. Juni 2019 entsprechend anzuwenden. Demnach werden sämtliche Erlöse,
Erträge und Aufwendungen aus den einzelnen Positionen der Konzerngesamtergebnisrechnung
eliminiert und als Saldo in der gesonderten Zeile "Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen
Geschäftsbereichen" ausgewiesen (IFRS 5.33). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend
angepasst (IFRS 5.34). Klarstellend und zum besseren Verständnis mit der bisherigen
Berichterstattung wurden die Einzelsegmente in einer Tabelle als "Fortgeführte Geschäftsbereiche
LUDWIG BECK" und "Aufgegebene Geschäftsbereiche WORMLAND" nochmals pro Position bis
zum Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) dargestellt. GESAMTWIRTSCHAFTLICHE UND BRANCHENSPEZIFISCHE RAHMENBEDINGUNGENGesamtwirtschaftliche EntwicklungDie deutsche Konjunktur schwächelt, ist aber noch lebendig. Im ersten Quartal stieg
das Bruttoinlandsprodukt (BIP) preisbereinigt um immerhin 0,4%. Wegen der späten Osterferien
dürfte nach Einschätzung der Wirtschaftsforscher der Zuwachs im zweiten Quartal jedoch
geringer ausgefallen sein. Das Institut für Weltwirtschaft (IfW) spricht explizit
von einem "Sinkflug". Die verhalten laufende Konjunktur bezog ihre Dynamik aus einer
weiterhin starken Binnennachfrage. Das gute Konsumklima speiste sich aus einer noch
immer steigenden Zahl der Erwerbstätigen und deutlichen Lohnzuwächsen. Das Bundeswirtschaftsministerium
stellte insbesondere im April eine kräftig gesunkene Industrieproduktion fest. Hierfür
dürfte unter anderem die seit Januar zurückgegangene Nachfrage aus China mitverantwortlich
gewesen sein. Anders als die gewohnt zuverlässige deutsche Binnenkonjunktur hat die
Exportwirtschaft einen spürbaren Dämpfer erlitten. In der Gesamtschau ist die Auslandsnachfrage
jedoch trotz zunehmender Unwägbarkeiten einigermaßen stabil geblieben. Sorgen bereiteten
der sich ausweitende Handelskrieg zwischen den USA und China, die Möglichkeit eines
ungeregelten Brexits und von US-Strafzöllen auf importierte deutsche Fahrzeuge sowie
neuerdings die Gefahr eines militärischen Konflikts in der Ölregion Persischer Golf. Entwicklung im EinzelhandelEnde Juni meldete die Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) zum zweiten Mal in Folge
einen Rückgang des Konsumklimas, sieht aber dennoch in der Binnennachfrage eine wichtige
Konjunkturstütze. Erstmals seit langer Zeit konnten die Konsumforscher eine wachsende
Angst vor einem Verlust des Arbeitsplatzes in wichtigen Schlüsselbranchen wie z. B.
der Automobilindustrie wahrnehmen. Der stationäre Modehandel schloss das erste Halbjahr nach einer Befragung des TW Testclubs
mit einem Minus von durchschnittlich 1% ab. 60% der teilnehmenden Geschäfte blieben
hinter den Vorjahreszahlen zurück, 13% verzeichneten Umsatzeinbrüche von 20% und mehr.
Damit setzt sich eine 2015 begonnene Negativserie fort, in der seitdem Halbjahres-Umsatzverluste
von 1 bis 3% registriert werden. Die befragten Modehändler klagten zumeist über geringere
Kundenfrequenz, ungünstiges Wetter und allgemein nachlassende Kauflaune. Anders als
noch im ersten Halbjahr 2018 wurde der Wettbewerbsdruck durch den Online-Handel als
weniger ursächlich für die schlechten Zahlen angesehen. Zumindest war es in diesem
Jahr zahlreichen Händlern gelungen, die Halbjahreserträge zu festigen oder zu steigern.
Auch eine Umfrage der Offerista Group ergab, dass die Kundenfrequenz im stationären
Modehandel stark im Fallen ist: So hätte sich zwischen 2011 bis 2018 der Anteil von
Händlern mit signifikanten Kundenverlusten verdoppelt (von 38% auf 74%). Kunden suchen
bestimmte Produkte im Internet, gelangen aber nicht zum Angebot stationärer Händler,
sondern in konkurrierende Webshops. Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels
(BTE) hat daher empfohlen, stationär angebotene Sortimente verstärkt im Internet wahrnehmbar
zu machen. GRUNDSÄTZLICHE DARSTELLUNG DER ZAHLEN IN DER ZWISCHENMITTEILUNGSämtliche Summen und Zahlen im Text sowie in den Tabellen wurden exakt berechnet und
anschließend auf Mio. € gerundet. Die prozentualen Angaben im Text und in den Tabellen
wurden anhand der exakten (nicht der gerundeten) Werte ermittelt. Auswirkungen des Standards IFRS 16 "Leases" auf die Ertrags-, Vermögens- und FinanzlageLUDWIG BECK wendet seit dem 01. Januar 2019 erstmalig den Standard IFRS 16 "Leases"
an. Hierbei hat sich LUDWIG BECK für die Anwendung des modifizierten retrospektiven
Ansatzes entschieden. Demzufolge war keine Anpassung der Vergleichsinformationen vorzunehmen.
Bei der Erstanwendung von IFRS 16 wurden die Nutzungsrechte betragsgleich mit den
Leasingverbindlichkeiten angesetzt. LUDWIG BECK schließt Leasingverträge im Wesentlichen
als Operating-Lease ab. Durch die Anwendung des IFRS 16 ändert sich die Art der Aufwendungen
aus diesen Leasingverhältnissen, da die bisherigen linearen Aufwendungen für Operating
Lease durch die Abschreibungen der Nutzungsrechte und die nichtlinearen Zinsaufwendungen
für die Verbindlichkeiten ersetzt werden. Die Auswirkungen der Anwendung des IFRS 16 auf die Ertrags-Kennzahlen sowie auf die
Bilanzstruktur für die fortgeführten Geschäftsbereiche LUDWIG BECK sind in der folgenden
Tabelle dargestellt: scroll
KONZERNERTRAGSLAGEUmsatzentwicklung der fortgeführten GeschäftsbereicheDer LUDWIG BECK Konzern erwirtschaftete mit seinen fortgeführten Geschäftsbereichen
einen Bruttoumsatz von 41,0 Mio. € (Vorjahr: 41,3 Mio. €). Mit einem Minus von 0,7%
lag der Konzern im Rahmen der von der Textil-Wirtschaft (TW) herausgegebenen Zahlen
für den textilen Einzelhandel, der das erste Halbjahr 2019 mit einem Minus von 1%
abschloss. Ergebnissituation der fortgeführten GeschäftsbereicheEs wurde ein Nettorohertrag von 16,4 Mio. € (Vorjahr: 16,6 Mio. €) erzielt. Die Nettorohertragsmarge
belief sich auf 47,6% (Vorjahr mit 47,9%). Der Wareneinsatz betrug dementsprechend
18,0 Mio. € (Vorjahr: 18,1 Mio. €). Die sonstigen betrieblichen Erträge lagen bei 1,6 Mio. € (Vorjahr: 1,6 Mio. €). Die Personalkosten gingen gegenüber dem Vorjahr von 8,8 Mio. € auf 8,6 Mio. € leicht
zurück. Als Auswirkung der bereits erläuterten Anwendung von IFRS 16 stiegen die Abschreibungen
im Wesentlichen aufgrund der Abschreibungen auf die bilanzierten Nutzungsrechte im
ersten Halbjahr deutlich von 1,4 Mio. € auf 3,1 Mio. € an. Die sonstigen betrieblichen
Aufwendungen gingen hingegen stark von 7,2 Mio. € auf 5,7 Mio. € zurück. Ursächlich
waren die mit dieser Bilanzierung entfallenen Mietaufwendungen in Höhe von 2,0 Mio.
€. Gegenläufig wirkte sich der einmalige Beratungsaufwand im Zusammenhang mit der
Veräußerung der WORMLAND-Anteile mit 0,5 Mio. € aus. Demzufolge lag das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) bei 0,7 Mio. € (Vorjahr:
0,8 Mio. €). Das Finanzergebnis lag mit -1,2 Mio. € deutlich unter dem Niveau des Vorjahres mit
-0,3 Mio. €. Auch das Finanzergebnis war deutlich durch die Auswirkungen des IFRS
16 beeinflusst. Die Bilanzierung der Mietrechte zum Barwert hat mit einem Zinsaufwand
von -0,8 Mio. € zu Buche geschlagen. Das EBT wurde durch den IFRS 16 Effekt mit insgesamt 0,4 Mio. € sowie mit einem Einmaleffekt
für Beratungsleistungen aus der Veräußerung des Geschäftsbereichs WORMLAND in Höhe
von 0,5 Mio. € belastet. Damit betrug das Ergebnis vor Steuern (EBT) -0,5 Mio. € (Vorjahr:
0,4 Mio. €). Das Ergebnis nach Steuern aus fortgeführten Geschäftsbereichen betrug im ersten Halbjahr
2019 -0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,5 Mio. €). Ergebnissituation aus aufgegebenen GeschäftsbereichenDas Ergebnis nach Steuern aus aufgegebenen Geschäftsbereichen (WORMLAND) betrug -17,0
Mio. € (Vorjahr: -3,0 Mio. €). Das Ergebnis setzt sich aus der Verkäuferzuzahlung
in Höhe von insgesamt 11,5 Mio. € (4,0 Mio. Ausgleich der in Anspruch genommenen Kontokorrentkreditlinien
und 7,5 Mio. € Zuzahlung) sowie dem abgegangenen Eigenkapital des WORMLAND Teilkonzerns
in Höhe von 5,5 Mio. € (Stand: 31.Dezember 2018) zusammen. Das Ergebnis nach Steuern betrug insgesamt -17,2 Mio. € (Vorjahr: -2,6 Mio. €). VERMÖGENSLAGEBilanzstrukturEin direkter Vergleich der Werte vom 30. Juni 2019 mit denen zum 31. Dezember 2018
ist nicht möglich, da sich vor allem durch die verpflichtende Anwendung von IFRS 16
die Bilanzstruktur komplett verändert hat. Die Entkonsolidierung des WORMLAND Teilkonzerns
schlägt sich darüber hinaus auch noch zusätzlich nieder. So lag die Bilanzsumme des
LUDWIG BECK Konzerns zum 30. Juni 2019 bei 183,2 Mio. € und somit deutlich über dem
Wert des Vorjahres mit 126,5 Mio. € (31. Dezember 2018). Das Sachanlagevermögen stieg dabei deutlich von 96,2 Mio. € auf 159,1 Mio. €. Die
wesentliche Veränderung ist dabei die Position der nach IFRS 16 zu bilanzierenden
Nutzungsrechte mit 66,4 Mio. €. Die immateriellen Vermögenswerte lagen mit 3,9 Mio. € geringfügig unter dem Niveau
des Vorjahres (31. Dezember 2018: 4,3 Mio. €). Die langfristigen Vermögenswerte beliefen sich somit insgesamt auf 163,2 Mio. € (31.
Dezember 2018: 100,7 Mio. €). Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen insgesamt 20,0 Mio. € (31. Dezember 2018:
25,8 Mio. €). Der Abgang der Vorräte des WORMLAND Teilkonzerns in Höhe von 8.4 Mio.
€ (Stand: 31. Dezember 2018) wurde durch den saisonal bedingten höheren Warenbestand
bei LUDWIG BECK teilweise kompensiert. FINANZLAGEBilanzstrukturAuch hier gibt es zum 30. Juni 2019 im Vergleich zum 31. Dezember 2018 deutliche Verwerfungen
durch die Anwendung von IFRS 16 und die Entkonsolidierung des aufgegebenen Geschäftsbereichs
WORMLAND. Der LUDWIG BECK Konzern verfügte zum Stichtag 30. Juni 2019 über ein Eigenkapital
in Höhe von 58.4 Mio. € (31. Dezember 2018: 75,8 Mio. €). Aufgrund der deutlich verlängerten
Bilanz durch die Anwendung des IFRS 16 entspricht das einer Eigenkapitalquote von
31,9% (31. Dezember 2018: 59,9%). Die langfristigen Verbindlichkeiten stiegen von 33,2 Mio. € (31. Dezember 2018) auf
96,9 Mio. €. Die kurzfristigen Verbindlichkeiten stiegen ebenfalls von 17,5 Mio. €
auf 27,8 Mio. €. Insgesamt lagen die Verbindlichkeiten des Konzerns zum Stichtag 30. Juni 2019 bei
124,8 Mio. € (31. Dezember 2018: 50,7 Mio. €). Die Bilanzierung der Leasingverbindlichkeiten
nach IFRS 16 in Höhe von 66,8 Mio. € war die Hauptursache dieses Anstiegs. Gegenläufig
wirkte sich der Abgang der Verbindlichkeiten des WORMLAND Teilkonzerns in Höhe von
7,7 Mio. € aus. Die Verkäuferzuzahlung in Höhe von 11,5 Mio. € sowie saisonale Effekte
in Höhe von 3,5 Mio. € schlugen ebenfalls zu Buche. CashflowDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit betrug nach den ersten sechs Monaten
2019 2,0 Mio. € (30. Juni 2018: -5,0 Mio. €). Der Cashflow aus Investitionstätigkeit
lag im Berichtszeitraum bei -12,1 Mio. € (30. Juni 2018: -0,9 Mio. €). Wesentlicher
Einflussfaktor war die Verkäuferzuzahlung im Zuge der Veräußerung des Geschäftsbereichs
WORMLAND. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit lag dementsprechend bei 12,7 Mio.
€ (30. Juni 2018: 5,5 Mio. €). MITARBEITERIn dem ersten Halbjahr 2019 betrug die Zahl der Mitarbeiter ohne Auszubildende für
die fortgeführten Geschäftsbereiche durchschnittlich 417 (30. Juni 2018: 458). Gewichtet
nach Vollzeitmitarbeitern ist die Anzahl auf Konzernebene von 307 im Vorjahr auf 283
gesunken. Die Zahl der Auszubildenden im LUDWIG BECK Konzern betrug 42 (30. Juni 2018:
38). CHANCEN- UND RISIKOBERICHTDer LUDWIG BECK Konzern ist im Rahmen seiner Aktivitäten in den Absatzmärkten den
verschiedensten Chancen und Risiken ausgesetzt, die mit unternehmerischem Handeln
verbunden sind. Diese werden ausführlich im aktuellen Geschäftsbericht der Gesellschaft
für das Jahr 2018 ab Seite 61 geschildert. Sie finden diesen auf der Unternehmenswebseite www.ludwigbeck.de/kaufhaus im Bereich
"Investor Relations" unter "Finanzpublikationen". PROGNOSEBERICHTWirtschaftliche RahmenbedingungenIm Frühjahr prognostizierte das Institut für Weltwirtschaft (IfW) für 2019 Zuwachsraten
von 1%. Unter dem Eindruck des ersten Halbjahres sind die Kieler Forscher davon abgewichen
und schätzen eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts von nur noch 0,6%. Auch die sonst
für ihre positiven Bewertungen bekannte Bundesregierung korrigierte ihre Konjunkturprognose
wie auch zahlreiche andere Institutionen von 1% auf 0,5%. Das IfW nimmt für die zweite
Jahreshälfte ein moderates Wachstumstempo an, eine Zunahme des privaten Konsums nach
durchwachsenen Monaten und eine Exportwirtschaft, die im Jahresverlauf wieder Tritt
fassen wird. Unternehmen, die Arbeitskräfte freisetzen, werden sich den Markt mit
solchen teilen, die unter Mühen Fachpersonal suchen. Während die Ausgaben steigen,
zehrt die gedämpfte Konjunktur die Überschüsse der öffentlichen Haushalte spürbar
auf. Das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) rechnet im zweiten Halbjahr
mit einer Neubelebung der Auslandsnachfrage und formuliert die Kernaussage: "Deutsche
Wirtschaft trotzt Unsicherheiten". Die Risiken eines ungeordneten Brexits und eskalierender
Handelskonflikte bestehen natürlich weiterhin. Entwicklung im EinzelhandelDie Sorge der Verbraucher vor einem konjunkturellen Abschwung hat die Gesellschaft
für Konsumforschung (GfK) in ihrer letzten Konsumklimaprognose nachgewiesen. Von den
sich verschlechternden globalen Rahmenbedingungen schließen viele Deutsche auf ein
Ende des Beschäftigungsbooms mit möglicherweise persönlichen Konsequenzen. Dennoch
verzeichnete die Anschaffungsneigung im Juni Zugewinne, weshalb die GfK davon spricht,
dass sich die Konsumneigung gegenüber den Einkommensaussichten durchsetzen könne.
Die für dieses Jahr ausgegebene GfK-Konsumprognose von 1,5 % sei nur zu halten, wenn
die angesprochenen Handelskonflikte in den Augen der deutschen Beschäftigten ihre
Brisanz verlieren. Inzwischen könnte der deutsche Modehandel einen langen, heißen
Sommer vor sich haben. Der Bundesverband des Deutschen Textileinzelhandels (BTE) warnt die Modehändler, wie
im letzten Jahr wetterbedingt vorzeitig ihre Preise zu reduzieren. Damals war Sommerware
nach BTA-Angaben regelrecht zu Beginn des Sommers "verramscht" worden und hatte später
in den Regalen gefehlt. Im harten Verdrängungswettbewerb mit dem Online-Modehandel
sei hingegen eine ausreichend lange Phase wünschenswert, um Erträge mit regulären
Preisen zu erzielen. Einen möglichen Ausweg aus der Krise des stationären Modehandels,
die bei weitem kein deutsches Phänomen ist, formulierte die US-Chefin des Modemagazins
Vogue, Anna Wintour: Klassische Retailer müssten noch näher am Kunden und seinen Wünschen
sein sowie schneller, effizienter und kostengünstiger in der Logistik. Es käme darauf
an, bestehende Geschäftsmodelle radikal zu hinterfragen und wo nötig zu verändern.
Eine Berufung auf das Markenimage allein sei nicht hinreichend existenzsichernd. Vielmehr
sollten alle Chancen genutzt werden, die die Digitalisierung bietet. LUDWIG BECK 2019Durch den Verkauf des WORMLAND Geschäftsbereichs im April 2019 hat LUDWIG BECK die
Weichen für eine straffe Fokussierung auf das angestammte Kerngeschäft eingeleitet.
Mit der Konzentrierung auf das Kaufhaus der Sinne am Münchner Marienplatz hat das
Unternehmen entscheidend an Schlagkraft gewonnen. Flankierend soll das Online-Geschäft
die Geschäftsentwicklung absichern. Dieter Münch, Mitglied des Vorstands: "Die in 2019 umgesetzten Entscheidungen bilden
jetzt die Basis, um in Zukunft wieder profitabel wirtschaften zu können. Das Fundament
dazu bildet nicht zuletzt die im Eigenbesitz befindliche Immobilie am Münchner Marienplatz."
Erklärtes Ziel des Managements ist es, LUDWIG BECK als eines der führenden europäischen
Modekaufhäuser in Europa dauerhaft im Markt zu verankern. Der Vorstand bestätigt seine im Quartalsbericht I/19 angepasste Prognose. Aufgrund
der Ausweisvorgaben des IFRS 5 und der damit verbundenen Anpassung der Konzerngesamtergebnisrechnung
geht er für die fortgeführten Geschäftsbereiche von einem Konzernumsatz zwischen 94
und 98 Mio. € sowie einem Ergebnis vor Steuern (EBT) zwischen 4 und 5 Mio. € aus.
Das Ergebnis aus den aufgegebenen Geschäftsbereichen wird -17 Mio. € betragen. ANHANGRechnungslegung nach International Financial Reporting Standards (IFRS)Der vorliegende Quartalsabschluss des Konzerns der LUDWIG BECK AG zum 30. Juni 2019
ist nach den Vorschriften der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie
den Interpretationen durch das International Financial Reporting Interpretationscommittee
(IFRIC) erstellt. DarstellungsmethodeDie Erstellung des Quartalsabschlusses erfolgt in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung). Bilanzierungs- und BewertungsmethodenIm Quartalsabschluss werden die gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt
wie im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2018. Eine umfassende Beschreibung dieser
Methoden ist im Anhang des IFRS Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2018 veröffentlicht. Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind." KonzerngesamtergebnisrechnungKONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNG DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR - 30. JUNI 2019, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBscroll
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KonzernbilanzKONZERNBILANZ DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, ZUM 30. JUNI 2019, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBAktivascroll
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Aufstellung der EinzelsegmenteFÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR - 30. JUNI 2019scroll
Aufstellung der EinzelsegmenteFÜR DIE ZEIT VOM 1. APRIL - 30. JUNI 2019scroll
KonzernkapitalflussrechnungKONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR - 30. JUNI 2019, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBscroll
KonzerneigenkapitalveränderungsrechnungKONZERNEIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG DER LUDWIG BECK AM RATHAUSECK - TEXTILHAUS FELDMEIER AG, MÜNCHEN, FÜR DIE ZEIT VOM 1. JANUAR - 30. JUNI 2019, NACH DEN VORSCHRIFTEN DES IASBscroll
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