Mainova AktiengesellschaftFrankfurt am MainHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023ZWISCHENBERICHT 2023
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Bereinigtes Halbjahresergebnis bei 71,1 Mio. Euro |
| ― |
Über 2 Mrd. Euro Investitionen in wirksamen Klimaschutz und Versorgungssicherheit in den nächsten 5 Jahren |
| ― |
Mainova wird bis spätestens 2040 klimaneutral |
IN MIO. KWH (VORJAHRESWERT)
3.516
(3.681)
IN MIO. KWH (VORJAHRESWERT)
4.982
(6.247)
IN MIO. KWH (VORJAHRESWERT)
978
(1.061)
IN MIO. M
3 (VORJAHRESWERT)
24,1
(21,8)
IN MIO. KWH (VORJAHRESWERT)
5.522
(4.894)
IN MIO. KWH (VORJAHRESWERT)
4.332
(4.756)
IN MIO. € (VORJAHRESWERT)
2.911,0
(2.104,2)
IN MIO. € (VORJAHRESWERT)
71,1
(86,1)
IN MIO. € (VORJAHRESWERT)
1.659,2
(1.593,3)
4.304,1
(4.013,0)
IN MIO. € (VORJAHRESWERT)
199,7
(126,1)
3.113
(3.078)
1 Bereinigt um Effekte aus der
stichtagsbezogenen Marktbewertung von derivativen
Finanzinstrumenten
2 Der Vorjahreswert bezieht sich auf den
31.12.2022.
Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,
Mainova ist ein gesundes, kraftvolles Unternehmen, das
kontinuierlich eine stabile Ertragslage aufweist. Für
unseren Erfolg setzen wir auf breit diversifizierte
Geschäftsfelder und auf unsere kompetenten,
motivierten Mitarbeitenden. Damit halten wir auch
zukünftig die Lebensadern der Region
FrankfurtRheinMain zuverlässig am Laufen.
Für uns als regionalen Energieversorger bleiben die
Zeiten jedoch herausfordernd. Die Konjunktur ist ins
Stocken geraten, Arbeitskräftemangel und
Lieferengpässe belasten die wirtschaftliche
Entwicklung. Zudem unterliegt die Energiewirtschaft einer
grundlegenden Transformation. Das hat auch Einfluss auf
unser Ergebnis. Unser bereinigtes Konzernergebnis (EBT) lag
im ersten Halbjahr 2023 mit 71,1 Mio. Euro leicht unter dem
des Vorjahres (86,1 Mio. Euro). Dennoch erwarten wir
für das gesamte Geschäftsjahr weiterhin ein
bereinigtes EBT in etwa auf Vorjahresniveau.
Die Energiewirtschaft wandelt sich tiefgreifend. Diesen
Wandel gestalten wir aktiv mit, indem wir den Markt
aufmerksam beobachten, unternehmerisch handeln und
ambitioniert investieren.
Im ersten Halbjahr haben wir rund 200 Mio. Euro in
unterschiedliche Projekte investiert und wollen bis
Jahresende weitere 400 Mio. Euro in die Hand nehmen.
Konkret bauen wir unser Stromnetz massiv aus und
erhöhen in den kommenden Jahren gemeinsam mit den
vorgelagerten Netzbetreibern die Kapazitäten in
unserem Netzgebiet um rund 50 %. Ein darüber
hinausgehender Ausbau ist geplant, um den stetig steigenden
Bedarf in Stadt und Region zu decken und so die Versorgung
von Millionen Menschen und zahlreichen Unternehmen mit
Energie zu sichern. Außerdem bauen wir unser
Heizkraftwerk West zu einem wasserstofffähigen
Vorbild-Kraftwerk um, das in Deutschland und Europa
Maßstäbe setzen wird. Wir vollziehen dabei nicht
nur den Kohleausstieg frühzeitig, schon bis zum Jahr
2026, wir bauen das Kraftwerk bereits Wasserstoff-ready.
Daneben investieren wir in das wachsende Geschäftsfeld
der Rechenzentren. Eines ist im Bau, ein weiteres ist
geplant - und bei beiden haben wir bereits vertraglich eine
Vollauslastung erreicht.
Blicken wir etwas weiter in die Zukunft: Über 2
Mrd. Euro wollen wir insgesamt in den kommenden fünf
Jahren in Klimaschutz und Infrastruktur investieren. Um die
immensen anstehenden Investitionen realisieren zu
können, stärken wir unser Eigenkapital.
Dafür wollen wir neue Aktien ausgeben, wie Sie, liebe
Aktionärinnen, liebe Aktionäre, es auf unserer
Hauptversammlung genehmigt haben. Dies ist ein wichtiger
Schritt, um die Transformation der Energieversorgung in der
Region zu vollziehen und der zunehmenden Digitalisierung
gerecht zu werden.
Einen wesentlichen Fokus legen wir auf die
Dekarbonisierung. Wir wollen bis spätestens 2040
klimaneutral werden. Schon seit vielen Jahren arbeiten wir
an Projekten, die unsere Emissionen sukzessive senken und
das Klima schützen. Diesen Weg gehen wir konsequent
weiter, und zwar mit einem Plan mit definierten
Maßnahmen und festgelegten Meilensteinen.
Konkret dekarbonisieren wir weiter umfassend unsere
eigene Erzeugung und setzen unter anderem auf Wasserstoff
als Energieträger der Zukunft. Mit großen und
kleinen Projekten entlang der gesamten
Mainova-Wert-schöpfungskette von Erzeugung, Netzen und
Handel bis zum Vertrieb treiben wir den Klimaschutz voran.
Zahlreiche Vorhaben sind bereits angestoßen. Daneben
unterstützt Mainova ihre Kundinnen und Kunden bei der
CO
2-Reduktion durch nachhaltige
Energielösungen.
Nach 18 Jahren bei Mainova wende ich mich heute zum
letzten Mal in dieser Form an Sie. Ich verlasse das
Unternehmen zum Ende dieses Jahres. Gemeinsam haben wir
vieles erreicht. So waren wir der erste regionale
Energieversorger, der Erdgas in einem anderen Bundesland
verkauft hat. Damit haben wir uns früh dem Wettbewerb
geöffnet. Wir haben unser Eigenkapital auf 1,7 Mrd.
Euro verdoppelt und das Ergebnis um 40 % gesteigert. Wir
haben verschiedene neue Geschäftsfelder aufgebaut und
das Unternehmen durch den Erwerb und die Neugründung
von mehr als 30 Gesellschaften noch robuster aufgestellt.
Die Herausforderungen, die auch in den kommenden Jahren
auf die gesamte Branche zukommen, sind groß. Mainova
wird sie erfolgreich bewältigen, davon bin ich
überzeugt. Denn wer, wenn nicht wir, kann die Chancen
ergreifen, die sich durch die Energiewende bieten?
Auch mit Ihrer Unterstützung, liebe
Aktionärinnen und Aktionäre, sehen wir daher mit
Zuversicht in die Zukunft. Ich danke Ihnen für Ihr
Vertrauen.
| Dr. Constantin H. Alsheimer |
| Vorsitzender des Vorstands der Mainova AG |
» Mainova ist ein gesundes, kraftvolles
Unternehmen, das kontinuierlich eine stabile Ertragslage
aufweist. Wir halten die Lebensadern der Region
FrankfurtRheinMain zuverlässig am Laufen. «
DR. CONSTANTIN H. ALSHEIMER
VORSITZENDER DES VORSTANDS DER MAINOVA AG
Der Mainova-Konzern (Mainova) ist in der Versorgung mit
leitungsgebundenen Energieträgern und Wasser sowie in
artverwandten Dienstleistungen tätig. Wir versorgen
rund eine Million Menschen überwiegend in Hessen sowie
in den angrenzenden Bundesländern mit Strom und Gas.
In Frankfurt am Main bieten wir unseren Kundinnen und
Kunden zusätzlich Wärme und Wasser an. Zudem
beliefern wir bundesweit Geschäftskundschaft mit Strom
und Gas. Auch energienahe Dienstleistungen und erneuerbare
Energien gewinnen zunehmend an Bedeutung. Als Betreiber von
Versorgungsnetzen stellen wir Dritten den Netzzugang und
-anschluss zur Verfügung und gewährleisten den
sachgerechten Transport von Energie und Wasser.
Unser operatives Kerngeschäft nehmen im
Wesentlichen die Mainova AG und die nachfolgend genannten
Tochterunternehmen wahr. Die NRM Netzdienste Rhein-Main
GmbH (NRM) pachtet und betreibt das Strom- und Gasnetz der
Mainova AG. Für die Wasserversorgungsnetze
übernimmt die NRM die Betriebsführung. Die
Aufgaben der Mainova ServiceDienste Gesellschaft mbH
erstrecken sich auf das Messwesen, die Abrechnung der
Lieferungen und Leistungen sowie das Forderungsmanagement.
Die SRM StraßenBeleuchtung Rhein-Main GmbH betreut
überwiegend das Straßenbeleuchtungsnetz in
Frankfurt am Main. In der ENERENT GmbH (Enerent), die als
Holding für die Hot-mobil Deutschland GmbH (Hotmobil)
und die mobiheat GmbH (mobiheat) fungiert, werden unter
anderem die Tätigkeiten im Bereich der mobilen
Heizzentralen gebündelt. Unsere Aktivitäten im
Bereich der erneuerbaren Energien steuern wir in Tochter-
und Beteiligungsunternehmen. Dabei handelt es sich
vorrangig um Onshore-Windparks und Photovoltaikanlagen.
Über die Mainova WebHouse GmbH & Co. KG
betätigen wir uns im Bereich des Baus und Betriebs von
Rechenzentren.
Nachfolgend sind die Segmentstruktur und die
dazugehörigen Wertschöpfungsstufen dargestellt:
In der Strom-, Gas- und Wasserversorgung wird jeweils
die Wertschöpfungskette vom Handel über den
Vertrieb bis hin zur Verteilung dieser Produkte abgebildet.
Im Segment Erzeugung und Fernwärme werden
sämtliche Aktivitäten im Zusammenhang mit der
Fernwärme einschließlich der Stromproduktion in
Frankfurt am Main gebündelt. Ferner sind Beteiligungen
an konventionellen Erzeugungsgesellschaften in diesem
Segment enthalten.
Dem Segment Erneuerbare Energien /
Energiedienstleistungen sind unsere Biomasse-, Windenergie-
und Photovoltaikanlagen, das Contracting- und
Energiedienstleistungsgeschäft sowie unsere
Tätigkeiten im Bereich der mobilen Heizzentralen
zugeordnet.
Im Segment Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung
sind unter anderem das
Straßenbeleuchtungsgeschäft und sonstige
Dienstleistungen enthalten, die nicht im Zusammenhang mit
einem Kernsegment stehen. Hierbei handelt es sich um
Nebengeschäfte, die eine untergeordnete
Steuerungsrelevanz haben. Zudem werden in diesem Segment
Konsolidierungseffekte abgebildet.
Zahlreiche externe Einflussfaktoren wirken sich auf
unseren Geschäftsverlauf aus. Bedeutsam für
unsere Unternehmensentwicklung sind dabei insbesondere die
Änderungen der politischen und regulatorischen
Rahmenbedingungen sowie die Entwicklung der Konjunktur und
der Energiepreise.
Auf europäischer und nationaler Ebene haben sich im
bisherigen Verlauf des Jahres 2023 folgende
energiepolitische Neuerungen ergeben:
Die bereits am 15. Dezember 2021 dargelegten
Vorschläge der Europäischen Kommission für
eine Richtlinie beziehungsweise Verordnung über den
Binnenmarkt für erneuerbare Gase und Wasserstoff sehen
unter anderem eine eigentumsrechtliche Entflechtung
für Wasserstoffnetze vor. Zudem wird bei
Wasserstoffnetzen nicht zwischen Fernleitungs- und
Verteilnetzebene unterschieden. Das Europäische
Parlament sprach sich am 9. Februar 2023 gegen eine
eigentumsrechtliche Trennung des Wasserstoff- und Gasnetzes
auf Verteilnetzebene und für eine regulatorische
Unterscheidung zwischen Fernleitungs- und
Verteilnetzbetreibern aus. Der EU-Ministerrat forderte am
28. März zwar keine eigentumsrechtliche Entflechtung,
aber dennoch eine deutliche Verschärfung der aktuellen
Entflechtungsregeln für Verteilnetzbetreiber.
Außerdem sieht der Rat für Verteilnetzbetreiber
dieselben Bedingungen für den Netzzugang vor wie
für Ferngasnetzbetreiber.
In den Verhandlungen zwischen EU-Kommission, -Parlament
und -Ministerrat (Trilogverhandlungen) muss nun eine
Einigung erzielt werden. Sollte sich der
Kommissionsvorschlag dabei durchsetzen, wäre der
Aufbau eines Wasserstoffnetzes für Mainova
unmöglich. Auch nach dem Ratsvorschlag müssten
wir unser Geschäftsmodell für den Netzbetrieb
sehr stark anpassen. Dadurch könnte auch die
erforderliche Transformation vom Erdgas- zum
Wasserstoffnetz beeinträchtigt werden.
Die Trilogverhandlungen zur Überarbeitung der
Energieeffizienzrichtlinie wurden am 10. März
abgeschlossen. Die Vorgaben müssen in deutsches Recht
umgesetzt werden. Dabei wurde das Ziel zur Senkung des
Energieverbrauchs auf EU-Ebene um 11,7 % bis zum Jahr 2030
festgelegt und die jährliche
Energieeinsparverpflichtung für die Mitgliedstaaten
fast verdoppelt. Darüber hinaus werden alle
Unternehmen mit einem jährlichen Energieverbrauch von
mehr als 85 Terajoule (TJ) zur Einrichtung von
Energiemanagementsystemen verpflichtet. Dies betrifft auch
Mainova. Darunter gilt ab einem jährlichen Verbrauch
von 10 TJ die Pflicht zur Durchführung von
Energieaudits. Bei der neuen Definition für effiziente
Fernwärme konnten gegenüber dem
Kommissionsvorschlag einige wichtige Verbesserungen
erreicht werden. Unter anderem wird hocheffiziente
Kraft-Wärme-Kopplung bis Ende 2044 anerkannt. Jedoch
sind nach dem Jahr 2030 keine neuen Erdgasanlagen mehr
zulässig, die beispielsweise bei steigendem
Fernwärmeabsatz zur Spitzenlastabdeckung erforderlich
werden könnten. Für neue und modernisierte
hocheffiziente KWK-Anlagen, wie beispielsweise das HKW
West, gilt zudem ein Höchstwert von 270 g CO2 pro kWh
(Energieertrag). Bestehende KWK-Anlagen, wie beispielsweise
das HKW Niederrad, dürfen davon bei Vorlage eines
Emissionsreduktionsplans bis Ende 2033 abweichen.
Zur Reform des Strommarktdesigns stellte die
Europäische Kommission am 14. März zwei
Verordnungen zur Verbesserung der Gestaltung der
Elektrizitätsmärkte in der EU beziehungsweise
für einen besseren Schutz der Union vor
Marktmanipulation auf dem Energiegroßhandelsmarkt
vor. Die Vorschläge dienen insbesondere der
Beschleunigung des Ausbaus erneuerbarer Energien und dem
Schutz der Haushalte vor Preisschwankungen für fossile
Brennstoffe, Preisspitzen und Marktmanipulation. Zur
Integration erneuerbarer Energien sind verbesserte
Marktbedingungen für Power Purchase Agreements (PPA)
vorgesehen. Zudem sollen zweiseitige Differenzverträge
(Contracts for Difference - CfD) als einzige Direkthilfe
erlaubt sein. Weiterhin sollen die Flexibilität im
Kurzfristhandel erhöht und der Zugang zu
Kurzfristmärkten verbessert werden. Bei Netzentgelten
ist zum einen vorgesehen, dass sie flexibel gestaltet
werden, um Anreize zur Nutzung und Beschaffung von
Flexibilitätsleistungen und zur Laststeuerung zu
bieten. Zum anderen wird klargestellt, dass alle Kosten
einschließlich der Kosten der Netzbetreiber für
einen vorausschauenden Netzausbau in die
Erlösobergrenze einbezogen werden sollen. Nach der
Positionierung von Parlament und Ministerrat ist mit einer
Einigung in den Trilogverhandlungen bis zum Jahresende zu
rechnen.
Am 28. März einigte sich der Rat der
Europäischen Union darauf, die Geltungsdauer des
freiwilligen Ziels zur Senkung der Gasnachfrage um ein Jahr
zu verlängern. Ziel ist, dass die Mitgliedstaaten
ihren Erdgasverbrauch zwischen dem 1. April 2023 und dem
31. März 2024 um 15 % gegenüber ihrem
Durchschnittsverbrauch im Zeitraum vom 1. April 2017 bis
zum 31. März 2022 senken. Beibehalten wird die
Möglichkeit, dass der Rat einen "Unionsalarm" zur
Versorgungssicherheit auslösen kann, der zu einer
verpflichtenden Senkung der Gasnachfrage führen
würde.
Am 28. März wurde das Gesetz zur Änderung des
Raumordnungsgesetzes und anderer Vorschriften
verkündet, das überwiegend am 28. September in
Kraft getreten ist. Das Gesetz dient zur Umsetzung der zum
Jahreswechsel in Kraft getretenen EU-Notfallverordnung zur
Festlegung eines Rahmens für einen beschleunigten
Ausbau der Nutzung erneuerbarer Energien. Planungs- und
Genehmigungsverfahren sollen unter anderem durch eine
Digitalisierung der Beteiligungsverfahren zeitlich
gestrafft sowie Raumordnungs- und
Planfeststellungsverfahren besser miteinander verzahnt
werden. Insbesondere sollen die Genehmigungsverfahren bei
Windenergieanlagen an Land und auf See, für
Photovoltaik-Freiflächenanlagen und Stromnetze
vereinfacht werden. Unter bestimmten Voraussetzungen
können Umweltverträglichkeitsprüfungen sowie
artenschutzrechtliche Prüfungen bei
Genehmigungsverfahren von Erneuerbare-Energien-Anlagen und
Stromnetzen entfallen, wenn solche Prüfungen zuvor
bereits für die betroffenen Gebiete stattgefunden
haben. Die Pflicht zu Schutzmaßnahmen oder ein
finanzieller Ausgleich zugunsten von Artenhilfsprogrammen
bleiben erhalten.
Am 30. März wurden die Trilogverhandlungen zur
Überarbeitung der Erneuerbare-Energien-Richtlinie
abgeschlossen. Die Umsetzung in deutsches Recht steht noch
aus. Kernelement ist die deutliche Anhebung des
verbindlichen EU-Ziels für den Anteil erneuerbarer
Energien am Endenergieverbrauch bis zum Jahr 2030 auf 42,5
%. Über ein zusätzliches indikatives Ziel von 2,5
% soll ein Erneuerbaren-Anteil von bis zu 45 % erreicht
werden. Neben der Beschleunigung von Planungs- und
Genehmigungsverfahren für den Ausbau von erneuerbaren
Energien und Netzen wird für den Gebäudesektor
ein indikatives Erneuerbaren-Ziel von 49 % bis zum Jahr
2030 festgelegt. Im Wärme- und Kältesektor gilt
eine verbindliche Erhöhung des Erneuerbaren-Anteils um
jährlich 0,8 % bis zum Jahr 2025 und um 1,1 % zwischen
den Jahren 2026 und 2030. Für die Fernwärme und
-kälte wurde das indikative Ziel zur jährlichen
Erhöhung des Erneuerbaren-Anteils auf 2,1 % angehoben,
wobei die Anrechnung von Strom aus erneuerbaren Energien
möglich ist. Zudem gibt es keinen verpflichtenden
Zugang von Drittanbietern zu Wärmenetzen. Die
Nachhaltigkeitskriterien für die Nutzung von Biomasse
wurden verschärft.
Am 27. April trat das Gesetz zur Änderung des
Strompreisbremsegesetzes sowie zur Änderung des
Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetzes in Kraft. Unter
anderem dürfen nun rückwirkend seit dem 15.
Februar 2023 Preissicherungsmeldungen im Kontext der
Überschusserlösabschöpfung auch für
solche Geschäfte erfolgen, die nicht an der
Energiebörse European Energy Exchange (EEX) in Leipzig
gehandelt werden, aber in ihrer Absicherungsfunktion
vergleichbar sind. Damit werden Absicherungsgeschäfte
im OTC-Handel mit den Geschäften an der
Energiebörse gleichgestellt.
Am 27. Mai trat das Gesetz zum Neustart der
Digitalisierung der Energiewende in Kraft. Das Gesetz dient
der Beschleunigung des Smart-Meter-Rollouts, der
Entbürokratisierung der dazugehörigen Verfahren
und der Stärkung der Rechtssicherheit. Wesentliche
Änderungen sind die Anpassung des gesetzlichen
Rollout-Fahrplans mit verbindlichen Zielen bis zum Jahr
2030, die Ermöglichung eines agilen Rollouts mit der
nachträglichen Bereitstellung beziehungsweise
Freischaltung von Funktionen, die Kostendeckelung für
die Nutzung intelligenter Messsysteme auf 20 Euro pro Jahr
für den Anschlussnutzer, die Zahlung eines
Großteils der Preisobergrenze durch den
Anschlussnetzbetreiber, die beschleunigte Einführung
dynamischer Stromtarife, die Möglichkeit, mehrere
intelligente Zähler an einem Smart-Meter-Gateway zu
bündeln und eine stärkere Standardisierung.
Am 14. Juni verabschiedete das Bundeskabinett eine
Verordnung zur Änderung der
Differenzbetragsanpassungsverordnung. Diese Verordnung
regelt die Höhe des maximalen Differenzbetrags
für Unternehmen, die eine Entlastungssumme von
über zwei Mio. Euro durch die Energiepreisbremsen und
weitere Beihilfen nach dem befristeten Krisenrahmen der
Europäischen Kommission erhalten. Seit dem 1.
September wird der Differenzbetrag für Kunden, deren
Entlastungssumme zwei Mio. Euro überschreitet, damit
weiter begrenzt. Die Höhe des maximalen
Differenzbetrags beträgt dann bei Erdgas 6 Cent pro
kWh und bei Strom 18 Cent pro kWh. Der bisherige
Differenzbetrag für Wärme und Dampf in Höhe
von 8 Cent pro kWh bleibt bestehen.
Am 23. Juni beschloss der Bundestag das Gesetz zur
Änderung des Erdgas-Wärme-Preisbremsengesetzes
sowie zur Änderung des Strompreisbremsegesetzes.
Ersteres beinhaltet unter anderem Sonderregelungen für
Heizstromkunden und die Anpassung der
Entlastungskontingente für neue Wärmepumpen und
Elektromobile. Im Strompreisbremsegesetz wurde eine
Regelung zur nachträglichen Anpassung der
Jahresverbrauchsprognose durch den Netzbetreiber bei Einbau
von Wärmepumpen und Ladeeinrichtungen eingeführt.
Zudem gilt für Wärmepumpen und Stromheizungen in
Hoch- und Niedertarifmodellen seit dem 1. August für
die Niedertarifzeit ein neuer Referenzpreis von 28 Cent pro
kWh, der mit dem Referenzpreis von 40 Cent pro kWh für
die Hochtarifzeit zeitlich gewichtet werden muss.
Am 10. Juli traten zwei delegierte Rechtsakte in Kraft,
in denen Kriterien zur Anerkennung unter anderem von
erneuerbarem Wasserstoff festgelegt werden. Der erste
delegierte Rechtsakt legt fest, wann Wasserstoff,
wasserstoffbasierte Kraftstoffe oder andere
Energieträger als erneuerbarer Brenn- beziehungsweise
Kraftstoff nicht-biogenen Ursprungs (RFNBO) angesehen
werden können. Damit soll sichergestellt werden, dass
diese Brenn- beziehungsweise Kraftstoffe nur aus
zusätzlichem Strom aus erneuerbaren Quellen erzeugt
werden können, der zeitgleich und im selben Gebiet
produziert wird. Der zweite delegierte Rechtsakt legt die
Methode zur Berechnung der Treibhausgaseinsparungen durch
RFNBO und wiederverwertete kohlenstoffhaltige Brenn-
beziehungsweise Kraftstoffe fest.
Am 7. Juli war im Bundestag die Verabschiedung des
Gesetzes zur Änderung des Gebäudeenergiegesetzes,
zur Änderung der Heizkostenverordnung und zur
Änderung der Kehr- und Überprüfungsordnung
vorgesehen, die jedoch am 5. Juli vom
Bundesverfassungsgericht per einstweiliger Anordnung
untersagt wurde. Die Verabschiedung wurde daher am 8.
September nachgeholt.
Das Gesetz sieht vor, dass ab dem Jahr 2024
Heizungsanlagen in einem Gebäude nur eingebaut werden
dürfen, wenn sie mindestens 65 % der bereitgestellten
Wärme mit erneuerbaren Energien oder unvermeidbarer
Abwärme erzeugen. Dazu sind verschiedene Heizungsarten
zulässig. Diese Anforderung gilt zunächst nur
für Neubauten und wird bei Bestandsgebäuden an
die Einführung einer deutschlandweiten kommunalen
Wärme-Planung gekoppelt. Liegt diese - je nach
Gemeindegröße bis spätestens Mitte 2028 -
noch nicht vor, dürfen übergangsweise weiterhin
Öl- und Gasheizungen eingebaut werden. Diese
müssen jedoch ab dem Jahr 2029 mindestens 15 %, ab dem
Jahr 2035 mindestens 30 % und ab dem Jahr 2040 mindestens
60 % der Wärme aus Biomasse oder grünem oder
blauem Wasserstoff erzeugen. Auf Wasserstoff
umrüstbare Gasheizungen können in Neubauten und
in Bestandsgebäuden eingebaut werden, wenn das
Gebäude in einem Wasserstoffnetzausbaugebiet liegt,
das spätestens bis Ende 2044 vollständig mit
Wasserstoff versorgt wird, und bis zum 30. Juni 2028 ein
verbindlicher Fahrplan für die Umstellung der
Netzinfrastruktur vorliegt. Die Anforderungen an
Wärmenetzanschlüsse werden im Entwurf für
das Wärmeplanungsgesetz geregelt.
Das preis-, kalender- und saisonbereinigte
Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist im ersten Halbjahr nahezu
unverändert im Vergleich zum Jahresende 2022. Die
Konsumausgaben der privaten Haushalte haben sich nach dem
schwachen Winterhalbjahr im zweiten Quartal 2023 gefestigt.
Hierzu beigetragen haben ein stabiler Arbeitsmarkt mit
höheren Löhnen bei einer nicht weiter gestiegenen
Inflation. Die Industrie und das Baugewerbe konnten ihre
Produktion trotz nachlassender Lieferengpässe und
einem hohen Auftragspolster nicht ausweiten. Ferner wurde
die Industrie durch eine wenig dynamische Weltwirtschaft
gebremst. Zudem dämpften die gestiegenen
Finanzierungskosten die Investitionen im Inland.
Die Preise an den Großhandelsmärkten
entwickelten sich im ersten Halbjahr 2023
rückläufig. Nach einem Winter ohne kritische
Versorgungsengpässe kam es überwiegend zur
Entspannung bei den Preisen.
Der Preis für Rohöl der Sorte Brent sank seit
Jahresbeginn um 7,1 % auf 73,41 US-Dollar pro Barrel Ende
Juni. Im Durchschnitt entspricht dies einem Rückgang
um 15,0 % auf 75,48 US-Dollar pro Barrel im Vergleich zur
Vorperiode.
Der durchschnittliche Kohlepreis in der ARA (Amsterdam,
Rotterdam, Antwerpen)-Region (API2) reduzierte sich im
ersten Halbjahr um 28,3 % auf 133,59 US-Dollar pro Tonne im
Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres. Im Vergleich
zum Jahresbeginn sank der Preis um 29,9 % auf 122,90
US-Dollar pro Tonne.
Der Preis für Erdgas im Marktgebiet THE (Trading
Hub Europe) für das folgende Lieferjahr nahm im
Vergleich zum Jahresbeginn um 30,8 % ab und belief sich auf
53,97 Euro pro Megawattstunde (MWh). Für den
Durchschnittspreis im Vergleich zur Vorperiode bedeutet das
einen Rückgang um 24,7 % auf 57,25 Euro pro MWh.
Die Preise für Emissionsrechte (EU-Allowances -EUA)
legten im Vergleich zum Vorjahr zu. Der Preis für den
Frontjahreskontrakt gewann im Mittel 9,4 % an Wert und
belief sich im Durchschnitt auf 93,50 Euro pro Tonne. Seit
Jahresbeginn verteuerten sich die Preise um 3,7 % auf 93,67
Euro pro Tonne.
Angelehnt an den Verlauf der Brennstoff- und
Emissionshandelspreise zeigte sich der Preis für
Grundlaststrom. Im Vergleich zum Vorjahr verlor der
Frontjahreskontrakt 18,3 % an Wert auf durchschnittlich
151,04 Euro pro MWh. Ende Juni stand der Preis bei 143,71
Euro pro MWh, was einem Rückgang um 32,9 % seit
Jahresbeginn entspricht.
Der Absatz hat sich wie folgt entwickelt:
| Einheit | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Veränderung in % | |
| Stromverkauf | Mio. kWh | 3.516 | 3.681 | - 4,5 |
| Gasverkauf | Mio. kWh | 4.982 | 6.247 | - 20,2 |
| Wärme- / Kälteverkauf | Mio. kWh | 978 | 1.061 | - 7,8 |
| Wasserverkauf | Mio. m 3 | 24,1 | 21,8 | 10,6 |
| Stromhandel | Mio. kWh | 5.522 | 4.894 | 12,8 |
| Gashandel | Mio. kWh | 4.332 | 4.756 | - 8,9 |
Der Rückgang des Stromverkaufs ist auf eine leicht
rückläufige Kundenzahl im Standard- und
Energiepartnergeschäft zurückzuführen. Im
Gas- und Wärmeverkauf wirkten sich Mengeneinsparungen
bei Kundinnen und Kunden absatzmindernd aus. Darüber
hinaus waren im Gasverkauf geringere Kundenzahlen im
Standardkundenbereich zu verzeichnen. Der Wasserabsatz
erhöhte sich durch höhere Verbräuche bei
Haushalts- und Gewerbekunden sowie Vorperiodeneffekte. Der
Zuwachs im Stromhandel resultierte im Wesentlichen aus der
Vermarktung der Eigenerzeugung sowie den Mengen aus dem
Gemeinschaftskraftwerk Irsching. Der Gashandel reduzierte
sich durch rückläufige Mengen aus der
Portfoliostrukturierung.
In unseren Anlagen wurden im ersten Halbjahr folgende
Mengen erzeugt:
| Mio. kWh | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Veränderung in % |
| Mainova | |||
| Strom | 490 | 501 | - 2,2 |
| Wärme / Kälte | 843 | 840 | 0,4 |
| Beteiligungen | |||
| Strom | 211 | 374 | - 43,6 |
| Wärme / Kälte | 271 | 289 | - 6,2 |
Bei den Kraftwerken der Mainova reduzierten sich die
Stromerzeugungsmengen insbesondere durch den
schadensbedingten Stillstand des HKW West. Die
Wärmeerzeugungsmengen lagen auf dem Niveau des
Vorjahres.
Der deutliche Rückgang der Stromerzeugungsmengen
bei den Beteiligungen ist auf den Produktionsausfall des
Gemeinschaftskraftwerks in Bremen zurückzuführen.
Der Rückgang der Wärmeerzeugungsmengen aus
Beteiligungen resultierte aus Kundeneinsparungen.
Die im Geschäftsverlauf dargestellten Zahlen sind
maßgeblich durch die aktuelle Marktpreisentwicklung
geprägt. Die Bilanzierungsvorschriften für die
stichtagsbezogene Marktbewertung von derivativen
Finanzinstrumenten nach IFRS 9 führten in diesem
Zusammenhang zu signifikanten Auswirkungen auf einzelne
Positionen. Aus Steuerungszwecken und zur Verbesserung der
betriebswirtschaftlichen Aussagekraft werden diese Effekte
wie bereits in der Vergangenheit bereinigt. Ohne
Bereinigungen belief sich das EBT auf 273,3 Mio. Euro
(Vorjahr 108,8 Mio. Euro).
Das bereinigte EBT lag bei 71,1 Mio. Euro (Vorjahr 86,1
Mio. Euro) und hat sich in den einzelnen Segmenten wie
folgt entwickelt:
| Mio. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Veränderung |
| Stromversorgung | 13,1 | 25,2 | - 12,1 |
| Gasversorgung | 17,0 | - 9,6 | 26,6 |
| Erzeugung und Fernwärme | 23,0 | 39,0 | - 16,0 |
| Erneuerbare Energien / Energiedienstleistungen | 6,2 | 18,5 | - 12,3 |
| Wasserversorgung | - 0,2 | 4,0 | - 4,2 |
| Beteiligungen | 38,9 | 26,3 | 12,6 |
| Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung | - 26,9 | - 17,3 | - 9,6 |
| 71,1 | 86,1 | - 15,0 |
In der Stromversorgung waren Ergebnisrückgänge
im Individualkundengeschäft zu verzeichnen, die durch
die Marktpreisentwicklung verursacht waren. Dem stehen
positive Beiträge aus der Portfoliobewirtschaftung
gegenüber.
Das Ergebnis in der Gasversorgung hat sich deutlich
erhöht. Dies war einerseits auf im Vorjahr enthaltene
Belastungen aus hohen Marktpreisen in Verbindung mit
temperaturbedingten Mengenschwankungen
zurückzuführen. Zudem haben sich im aktuellen
Jahr Portfolioeffekte im Handel positiv ausgewirkt.
Gegenläufig wirkte sich ein kostenbedingter Anstieg
der Rückstellung für Umweltrisiken aus.
Der Rückgang im Segment Erzeugung und
Fernwärme ist bei einem in etwa konstanten Ergebnis im
operativen Fernwärmegeschäft auf im Vorjahr
enthaltene positive Effekte aus Preisvolatilitäten
zurückzuführen.
Das Energiedienstleistungsgeschäft war durch hohe
Brennstoffkosten belastet. Bei den erneuerbaren Energien
reduzierten sich die Ergebnisse aus dem Biomassekraftwerk
sowie den Wind- und Solarparks, die im Vorjahr durch den
hohen Strompreis positiv beeinflusst waren.
Das Ergebnis im Segment Wasserversorgung hat sich
aufgrund gestiegener Bezugskosten vermindert.
Der Anstieg des Ergebnisses im Segment Beteiligungen
resultierte im Wesentlichen aus höheren laufenden
Ergebnissen von Beteiligungen sowie Vorperiodeneffekten.
Gestiegene Finanzierungs- und Beratungskosten wirkten
sich ergebnismindernd im Segment Sonstige Aktivitäten
/ Konsolidierung aus.
Nachfolgend wird die Entwicklung der Gewinn- und
Verlustrechnung dargestellt:
| Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Veränderung | |||
| Mio. € | unbereinigt | bereinigt | unbereinigt | bereinigt | bereinigt |
| Umsatzerlöse | 2.433,9 | 2.911,0 | 2.999,1 | 2.104,2 | 806,8 |
| Bestandsveränderungen | 2,1 | 2,1 | 2,3 | 2,3 | - 0,2 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 11,9 | 11,9 | 9,6 | 9,6 | 2,3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.241,8 | 12,1 | 4.593,8 | 11,4 | 0,7 |
| Materialaufwand | 2.147,9 | 2.595,5 | 2.990,6 | 1.794,6 | 800,9 |
| Personalaufwand | 146,0 | 146,0 | 140,2 | 140,2 | 5,8 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 58,8 | 58,8 | 57,7 | 57,7 | 1,1 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 2.084,0 | 104,6 | 4.356,9 | 88,3 | 16,3 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 26,5 | 45,1 | 41,2 | 31,2 | 13,9 |
| Finanzerträge | 10,0 | 10,0 | 16,1 | 16,1 | - 6,1 |
| Finanzaufwendungen | 16,2 | 16,2 | 7,9 | 7,9 | 8,3 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 273,3 | 71,1 | 108,8 | 86,1 | - 15,0 |
Die bereinigten Umsatzerlöse stellten sich wie
folgt dar:
| Mio. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Veränderung |
| Stromverkauf | 929,8 | 680,6 | 249,2 |
| Gasverkauf | 589,1 | 336,3 | 252,8 |
| Wärme- / Kälteverkauf | 192,1 | 110,8 | 81,3 |
| Wasserverkauf | 46,2 | 42,2 | 4,0 |
| Handel | 940,7 | 734,7 | 206,0 |
| Netzentgelte | 94,9 | 86,1 | 8,8 |
| Sonstige | 118,2 | 113,5 | 4,7 |
| 2.911,0 | 2.104,2 | 806,8 |
Ursächlich für die Erlössteigerungen im
Strom-, Gas- und Wärmeverkauf waren marktbedingte
Preisanstiege über alle Kundengruppen, die die
Verbrauchsrückgänge im Gas- und
Wärmegeschäft überkompensierten. Der Anstieg
der Erlöse aus dem Wasserverkauf ist sowohl auf
Mengen- als auch auf Preiseffekte zurückzuführen.
Der Anstieg der Handelserlöse entfiel auf das
Stromgeschäft und war durch Preissteigerungen sowie
höhere Mengen aus der Kraftwerksvermarktung
verursacht.
Die bereinigten sonstigen betrieblichen Erträge
lagen nahezu unverändert auf dem Vorjahresniveau.
Der bereinigte Materialaufwand betraf überwiegend
den Strom-, Gas-, Wärme- und Wasserbezug, die Kosten
für den Einsatz von Primärenergie in den eigenen
Kraftwerken sowie Netzentgelte. Die Erhöhung um 800,9
Mio. Euro resultierte vor allem aus gestiegenen Strom- und
Gasbezugskosten, die überwiegend mit den
Umsatzerlösen korrespondierten. Hinzu kam ein
gestiegener Kohleverbrauch, der bei rückläufigen
Mengen auf einen deutlichen Preisanstieg
zurückzuführen war. Der Rückgang des
Aufwands für Emissionsrechte resultierte insbesondere
aus dem geringeren Kohleeinsatz.
Für die Erhöhung des Personalaufwands um 5,8
Mio. Euro waren im Wesentlichen Tariferhöhungen sowie
der Personalaufbau verantwortlich.
Ursächlich für den Anstieg der bereinigten
sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 16,3 Mio. Euro
waren höhere Aufwendungen für Fremdleistungen,
Beratung und Softwaremieten. Darüber hinaus war eine
inflationsbedingte Zuführung zur Rückstellung
für Umweltrisiken erforderlich.
Der Anstieg des bereinigten Ergebnisses aus nach der
Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen um 13,9 Mio. Euro
resultierte im Wesentlichen aus höheren laufenden
Ergebnissen von Beteiligungen sowie Vorperiodeneffekten.
Die Finanzerträge sind um 6,1 Mio. Euro gesunken.
Dies war auf Zinseffekte aus Rückstellungen
zurückzuführen, die aus einer Änderung des
Zinsniveaus resultierten.
Die Finanzaufwendungen erhöhten sich durch Zinsen
aus der Aufnahme von Fremdkapital um 8,3 Mio. Euro.
Der Anstieg der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag um
28,7 Mio. Euro auf 71,7 Mio. Euro entfiel vor allem auf den
latenten Steueraufwand, der im Wesentlichen aus
Bewertungsunterschieden zwischen IFRS und Steuerbilanz
aufgrund der Marktbewertung von derivativen
Finanzinstrumenten resultierte.
Die Bilanz wurde zur Verbesserung der Aussagekraft und
für Steuerungszwecke um die Marktwerte aus derivativen
Finanzinstrumenten (IFRS 9) bereinigt.
Die bereinigte Vermögenslage stellte sich wie folgt
dar:
| 30.06.2023 | 31.12.2022 | Veränderung | |||
| Mio. € | unbereinigt | bereinigt | unbereinigt | bereinigt | bereinigt |
| Vermögenswerte | |||||
| Langfristige Vermögenswerte | 3.813,5 | 3.174,4 | 5.817,9 | 3.064,3 | 110,1 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 2.114,2 | 1.129,7 | 1.263,5 | 948,7 | 181,0 |
| 5.927,7 | 4.304,1 | 7.081,4 | 4.013,0 | 291,1 | |
| Eigenkapital und Schulden | |||||
| Eigenkapital | 1.738,1 | 1.659,2 | 1.558,2 | 1.593,3 | 65,9 |
| Langfristige Schulden | 2.090,9 | 1.395,3 | 4.086,7 | 1.384,3 | 11,0 |
| Kurzfristige Schulden | 2.098,7 | 1.249,6 | 1.436,5 | 1.035,4 | 214,2 |
| 5.927,7 | 4.304,1 | 7.081,4 | 4.013,0 | 291,1 | |
Der Anstieg der bereinigten langfristigen
Vermögenswerte entfiel im Wesentlichen auf deutlich
höhere Investitionen in das Sachanlagenvermögen.
Gegenläufig reduzierten sich die latenten Steuern. Bei
den bereinigten kurzfristigen Vermögenswerten stiegen
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie aus
Dividendenansprüchen. Dem stand ein geringerer Bestand
an Emissionszertifikaten gegenüber.
Das bereinigte Eigenkapital erhöhte sich
überwiegend durch das Halbjahresergebnis nach
Ertragsteuern, das noch nicht an die Stadtwerke Frankfurt
am Main Holding GmbH (SWFH) abgeführt wurde.
Gegenläufig wirkten sich negative erfolgsneutrale
Effekte im sonstigen Ergebnis aus. Die bereinigte
Eigenkapitalquote belief sich auf 38,5 % (39,7 % zum 31.
Dezember 2022).
Die bereinigten Schulden erhöhten sich im
Wesentlichen durch die Aufnahme langfristiger
Finanzschulden. Daneben wirkte sich bei den bereinigten
kurzfristigen Schulden der Anstieg der Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen aus. Dem standen geringere
Abgabeverpflichtungen für Emissionszertifikate
gegenüber.
Die Investitionen gliederten sich wie folgt:
| Mio. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Stromversorgung | 35,7 | 20,6 |
| Gasversorgung | 5,8 | 8,5 |
| Erzeugung und Fernwärme | 89,9 | 14,0 |
| Erneuerbare Energien / Energiedienstleistungen | 6,8 | 43,7 |
| Wasserversorgung | 6,5 | 8,6 |
| Beteiligungen / Sonstiges | 55,0 | 30,7 |
| Summe Investitionen | 199,7 | 126,1 |
Die Investitionen im Segment Stromversorgung entfielen
insbesondere auf das Stromnetz. Zudem sind in den Segmenten
Strom- und Gasversorgung Investitionen in
Hausanschlüsse enthalten. Im Segment Erzeugung und
Fernwärme wurde insbesondere in die Erneuerung eines
Heizkraftwerks investiert. Im Segment Erneuerbare Energien
/Energiedienstleistungen war im Vorjahr der Erwerb der
mobiheat GmbH enthalten. In der Wasserversorgung waren
geringere Investitionen in das Netz zu verzeichnen. Die
höheren Investitionen im Segment Beteiligungen /
Sonstiges waren hauptsächlich auf Investitionen im
Zusammenhang mit dem Bau eines Rechenzentrums
zurückzuführen.
Die nachfolgende Kapitalflussrechnung zeigt die
finanzielle Entwicklung:
| Mio. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 33,3 | 99,9 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 192,6 | 12,7 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 229,8 | - 99,0 |
| Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds | 3,9 | 13,6 |
Der Rückgang des Cashflows aus der laufenden
Geschäftstätigkeit war insbesondere auf den
Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
zurückzuführen. Der Cashflow aus der
Investitionstätigkeit war durch höhere
Investitionen in Sachanlagevermögen gekennzeichnet. Im
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit machten sich
die Aufnahme von Fremdkapital zur Finanzierung der
gestiegenen Investitionen sowie die noch nicht erfolgte
Gewinnabführung an die SWFH positiv bemerkbar. Der
Finanzmittelfonds in Höhe von 13,3 Mio. Euro (9,4 Mio.
Euro zum 31. Dezember 2022) bestand aus
Kassenbeständen und Bankguthaben.
Die nichtfinanziellen Leistungsindikatoren Kunden- und
Mitarbeiterzufriedenheit lagen nahezu unverändert auf
dem Niveau zum Jahresende 2022.
Der Aufsichtsrat der Mainova AG hat Dr. Michael Maxelon
für fünf Jahre in den Vorstand bestellt. Er wird
zukünftig die Bereiche Controlling, Rechnungswesen,
Finanzen und Risikomanagement, Unternehmensstrategie,
Prozesse, M&A und Beteiligungsmanagement, Recht und
Compliance-Management, Konzernkommunikation und Public
Affairs, Vorstandsangelegenheiten und
Unternehmensorganisation, Interne Revision, Asset Netze und
Regulierung sowie Asset Management Immobilien und Bau
verantworten. Darüber hinaus wird er neuer
Vorsitzender des Vorstands. Herr Dr. Maxelon folgt damit
dem derzeitigen Vorstandsvorsitzenden Dr. Constantin H.
Alsheimer, der den Vorsitz bei der Thüga
Aktiengesellschaft übernehmen wird.
Der Aufsichtsrat von Mainova hat die Bestellung von
Diana Rauhut als Mitglied des Vorstands für weitere
fünf Jahre bis zum 31. Oktober 2028 verlängert.
Sie wird damit auch zukünftig die
Geschäftsbereiche Vertrieb, Energiedienstleistungen,
Smart City, Kundenservice sowie IT & Digitalisierung
verantworten.
Zum 30. Juni 2023 beschäftigte Mainova 3.113
Mitarbeiter und Mitarbeiterinnen (Vorjahr 3.078).
Unsere Erwartungen bezüglich der zukünftigen
Entwicklung der Konjunktur und der Energiepreise, unserer
Ergebnissituation sowie der Investitionen für das
Geschäftsjahr 2023 sind im nachfolgenden
Prognosebericht dargestellt.
Der Ausblick für die kommenden Monate bleibt
angesichts des schwachen Welthandels, hoher Energiepreise
und straffer Geldpolitik zurückhaltend. Nach wie vor
belasten der Arbeitskräftemangel und die
Lieferengpässe die Konjunktur. Die Energiepreise und
mit ihnen die Inflationsrate gehen im Jahresverlauf
zurück. Die Baukonjunktur wird sich durch hohe Preise
und Zinsen abkühlen. Für das Gesamtjahr 2023 wird
von einem Rückgang des BIP um 0,3 % ausgegangen.
Die geopolitische Situation ist mit dem Krieg in der
Ukraine und weiteren Krisenherden nach wie vor angespannt.
Die moderaten Erfahrungen aus dem vergangenen Winter
stimmen zuversichtlich, dass eine neuerliche Trendumkehr
der Preise an den Energiemärkten unwahrscheinlich ist.
Wir rechnen bis zum Jahresende mit seitwärts oder
sogar moderat fallenden Energiepreisen.
Wir erwarten für das Geschäftsjahr weiterhin
ein bereinigtes EBT in etwa auf Vorjahresniveau. Damit
bestätigen wir insgesamt die im Konzernlagebericht zum
31. Dezember 2022 abgegebene Prognose. Während im
Segment Stromversorgung aufgrund von Portfolioeffekten im
Handel nur noch von einem leicht unter dem Vorjahr
liegenden Ergebnis ausgegangen wird, führen im Segment
Gasversorgung rückläufige Verbräuche sowie
Rückstellungszuführungen aufgrund von
Baukostensteigerungen zu einem nunmehr deutlich unter dem
Vorjahr liegenden Ergebnis. Im Segment Beteiligungen
erwarten wir höhere Ergebnisbeiträge als geplant,
sodass wir in diesem Segment inzwischen von einem deutlich
über dem Vorjahr liegenden Ergebnis ausgehen.
Die für das Geschäftsjahr 2023 vorgesehenen
Investitionen in Höhe von 604,6 Mio. Euro werden
voraussichtlich erwartungsgemäß
durchgeführt. Die Schwerpunkte liegen dabei auf den
Investitionen ins Stromnetz, dem Ersatz der
Kohleblöcke durch Gas im Rahmen des vorgezogenen
Kohleausstiegs bis zum Jahr 2026 sowie auf dem Neubau eines
Rechenzentrums.
Als integraler Bestandteil unserer Unternehmenssteuerung
dient das Management von Chancen und Risiken der
nachhaltigen Sicherung der strategischen Unternehmensziele.
Durch einen standardisierten Risikomanagementprozess
gewährleisten wir die frühzeitige Identifikation
potenzieller Chancen und Risiken, ihre adäquate
Bewertung im Hinblick auf finanzielle Auswirkungen sowie
die Steuerung durch geeignete Maßnahmen. Die
Wirksamkeit des Risikomanagementsystems wird
regelmäßig überprüft.
Im Geschäftsbericht 2022 auf den Seiten 46 ff.
wurde eine Unterteilung in markt- und unternehmensbezogene
Chancen und Risiken sowie Liquiditätsrisiken
vorgenommen. Zum Abschluss des ersten Halbjahres 2023 liegt
das Risikoniveau unter dem des Jahresabschlusses 2022. Die
vorliegende Risikoeinschätzung steht mehrheitlich im
Kontext der seit Jahresbeginn gesunkenen Energie- und
Rohstoffpreise.
Dennoch bleibt die Situation an den
Beschaffungsmärkten angespannt, da weiterhin
Einschränkungen im Rahmen der Brennstoff- und
Energiebeschaffung zu verzeichnen sind.
Das gesunkene Preisniveau beeinflusst die vertriebliche
Wettbewerbssituation im Geschäftsjahr 2023.
Marktteilnehmer mit günstigen Kundenangeboten durch
kurzfristig beschaffte Energiemengen bestimmen zunehmend
den Wettbewerb. Dieser Margendruck steigert das Risiko von
Kundenabwanderungen insbesondere außerhalb des
Rhein-Main-Gebiets. Entsprechende Kundenbewegungen und
schwankende -verbräuche erhöhen zudem die Risiken
aus Spot- und Ausgleichsenergie.
Daneben sorgen die übrigen allgemeinen
Rahmenbedingungen im gesamtwirtschaftlichen Umfeld für
ein stetiges Potenzial an Insolvenz- und
Forderungsausfallrisiken, das sich über alle
Kundengruppen hinweg auswirken kann.
Das größte operative Risiko stellen
grundsätzlich Einschränkungen im Betrieb unserer
Kraftwerke dar. Daher verfolgen wir eine vorausschauende
und bedarfsgerechte Wartungs-, Instandhaltungs- und
Modernisierungsstrategie, um Produktionsausfällen oder
Lieferunterbrechungen durch ungeplante
Anlagenstillstände vorzubeugen und um die Effizienz
und Flexibilität unseres Anlagenparks zu stärken.
Nicht zuletzt führen im Wesentlichen der wachsende
Investitionsbedarf in die Energiewende und die
Versorgungssicherheit sowie ein zunehmendes Potenzial an
Sicherheitsanforderungen unserer Handelspartner bei der
Strom- und Brennstoffbeschaffung zu einem
außergewöhnlich hohen Liquiditätsbedarf,
der über das bisher geplante Niveau hinausgehen
könnte. Um dem zu begegnen, sind bereits
vielschichtige Vorkehrungen initiiert und getroffen worden.
Vor diesem Hintergrund sind seit Jahresbeginn 2023
folgende Entwicklungen zu verzeichnen:
| ― |
Die zentrale Kennzahl zur Steuerung von Marktrisiken ist die Auslastung des Risikokapitals. Bei der Berechnung werden Handels- und Vertriebsaktivitäten für das aktuelle Geschäftsjahr und nachfolgende Geschäftsjahre berücksichtigt. Inklusive des Value at Risk, der zudem mögliche Ergebnisschwankungen aus den noch offenen Positionen des Energiehandelsportfolios der jeweiligen Bewirtschaftungszeiträume aufzeigt, belief sich die Auslastung des Risikokapitals zum Abschluss des ersten Halbjahres 2023 auf rund 71 Mio. Euro (- 28 Mio. Euro). Der Rückgang gegenüber dem Stand zum 31. Dezember 2022 resultiert dabei aus den gesunkenen Stichtagsbewertungen für Adressausfallrisiken, die das seit Jahresbeginn rückläufige Marktpreisniveau, basierend auf einer guten Versorgungslage insbesondere am Gasmarkt, widerspiegeln. |
| ― |
Für den Bereich der Unternehmensrisiken dient der Value at Risk als zentrale Kenngröße für das gesamthafte potenzielle Schadensausmaß. Unter Berücksichtigung von Gegenmaßnahmen und Korrelationen wurde zum 30. Juni 2023 ein Wert von rund 258 Mio. Euro (- 50 Mio. Euro) ermittelt, der mit einer Wahrscheinlichkeit von 99 % im Schadensfall nicht überschritten wird. Der im Vergleich zum Jahresabschlussbericht 2022 reduzierte Schadensumfang resultiert zu einem Großteil aus dem durch die Marktpreisentwicklung beeinflussten, gesunkenen Schadenspotenzial bei technisch bedingten Ausfällen unserer, insbesondere erdgasgeführten, Kraftwerke. |
| ― |
Die Liquiditätsrisiken werden maßgeblich durch den hohen Finanzierungsbedarf unseres langfristigen Investitionsprogramms getrieben, das wir als nachhaltigen Beitrag zum Gelingen der Energiewende verstehen. Die hierfür notwendige Stärkung unserer Eigenkapitalbasis soll über die Ausgabe neuer Aktien erfolgen. Die entsprechenden Voraussetzungen wurden in der Hauptversammlung am 30. August 2023 geschaffen. Diesbezüglich verweisen wir auf die Ereignisse nach Ablauf des Berichtszeitraums im Anhang. |
Das gesamthafte Risikodeckungspotenzial ist durch Markt-
und Unternehmensrisiken zum 30. Juni 2023 zu 41 %
(Jahresabschluss 2022: 51 %) ausgelastet.
Gegenüber dem Jahresende 2022 bewerten wir die
Risikolage etwas entspannter, jedoch ist aufgrund der
allgemeinen Gesamtsituation keine gänzliche Entwarnung
in Sicht. Insgesamt wurden keine Risiken identifiziert, die
die Fortführung der Geschäftstätigkeit von
Mainova gefährden können.
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Umsatzerlöse 1 | 2.433.945 | 2.999.147 |
| Bestandsveränderungen | 1.995 | 2.285 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 11.942 | 9.637 |
| Sonstige betriebliche Erträge 1 | 2.241.760 | 4.593.809 |
| Materialaufwand 1 | 2.147.858 | 2.990.562 |
| Personalaufwand | 146.038 | 140.192 |
| Abschreibungen und Wertminderungen | 58.776 | 57.736 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen 1 | 2.083.965 | 4.356.949 |
| davon Wertminderungsaufwendungen aus finanziellen Vermögenswerten | 1.458 | 4.108 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen 1 | 26.521 | 41.173 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | 279.526 | 100.612 |
| Finanzerträge | 9.966 | 16.058 |
| Finanzaufwendungen | 16.212 | 7.871 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT) | 273.280 | 108.799 |
| Ertragsteuern | 71.701 | 42.997 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 201.579 | 65.802 |
| Gesellschaftern der Mainova AG zurechenbares Jahresergebnis | 201.185 | 64.870 |
| Nicht beherrschenden Anteilen zurechenbares Jahresergebnis | 394 | 932 |
| Ergebnis je Stückaktie der Stadtwerke Frankfurt am Main Holding GmbH als Organträger in Euro | ||
| Unverwässert | 48,11 | 15,51 |
| Verwässert | 48,11 | 15,51 |
| Bereinigtes EBT (nachrichtlich) | 71.147 | 86.137 |
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Ergebnis nach Ertragsteuern | 201.579 | 65.802 |
| Versicherungsmathematische Gewinne / Verluste aus leistungsorientierten Pensionszusagen und Deputaten | - 1.553 | 22.455 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 543 | 4.393 |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge ohne zukünftige Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung | - 1.010 | 26.848 |
| Cashflow Hedges | 4.539 | 111.961 |
| Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente | - 9.808 | - 71 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 2.600 | 3.456 |
| Erfolgsneutrale Aufwendungen und Erträge mit zukünftiger Umgliederung in die Gewinn- und Verlustrechnung | - 2.669 | 115.346 |
| Sonstiges Ergebnis | - 3.679 | 142.194 |
| Gesamtergebnis | 197.900 | 207.996 |
| davon den Gesellschaftern der Mainova AG zurechenbares Gesamtergebnis | 197.506 | 207.064 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter am Gesamtergebnis | 394 | 932 |
| Tsd. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Langfristige Vermögenswerte | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 96.374 | 101.682 |
| Sachanlagen | 2.065.097 | 1.921.107 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | 854.148 | 874.249 |
| Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 790.628 | 2.883.337 |
| Latente Steueransprüche | 7.295 | 37.558 |
| 3.813.542 | 5.817.933 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||
| Vorräte | 234.577 | 301.190 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 749.486 | 551.416 |
| Forderungen aus Ertragsteuern | 23.931 | 6.499 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | 1.046.008 | 345.340 |
| Übrige kurzfristige nichtfinanzielle Vermögenswerte | 46.831 | 49.561 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13.326 | 9.429 |
| 2.114.159 | 1.263.435 | |
| 5.927.701 | 7.081.368 |
| Tsd. € | 30.06.2023 | 31.12.2022 |
| Eigenkapital | ||
| Anteil der Gesellschafter der Mainova AG | ||
| Gezeichnetes Kapital | 142.336 | 142.336 |
| Kapitalrücklage | 207.082 | 207.082 |
| Gewinnrücklagen | 1.381.268 | 1.201.269 |
| 1.730.686 | 1.550.687 | |
| Nicht beherrschende Anteile | 7.390 | 7.483 |
| 1.738.076 | 1.558.170 | |
| Bereinigtes Eigenkapital (nachrichtlich) 1 | 1.659.195 | 1.593.335 |
| Langfristige Schulden | ||
| Erhaltene Zuschüsse 2 | 309.724 | 318.660 |
| Langfristige Finanzschulden | 623.684 | 587.105 |
| Pensionsrückstellungen | 76.615 | 73.995 |
| Sonstige langfristige Rückstellungen | 173.518 | 169.953 |
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 684.999 | 2.743.224 |
| Latente Steuerschulden | 222.377 | 193.759 |
| 2.090.917 | 4.086.696 | |
| Kurzfristige Schulden | ||
| Kurzfristige Finanzschulden | 395.596 | 186.135 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 465.720 | 426.213 |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen | 83.404 | 103.338 |
| Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern | 2.253 | 4.868 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | 979.606 | 524.726 |
| Übrige kurzfristige nichtfinanzielle Verbindlichkeiten | 172.129 | 191.222 |
| 2.098.708 | 1.436.502 | |
| 5.927.701 | 7.081.368 |
| Gewinnrücklagen | ||||||
| Tsd. € | Gezeichnetes Kapital | Kapitalrücklage | Pensions- / Deputatebewertung | Cashflow Hedges | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Eigenkapitalinstrumente) | Nach der Equity-Methode bewertete Unternehmen |
| Stand 01.01.2022 | 142.336 | 207.082 | - 48.042 | - 56.302 | 34.891 | 8.862 |
| Periodenergebnis | - | - | - | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste erfolgsneutrale Wertänderungen | - | - | 22.455 | 111.961 | - 71 | 7.849 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | 22.455 | 111.961 | - 71 | 7.849 |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - | - 27.099 | - | 377 |
| Stand 30.06.2022 | 142.336 | 207.082 | - 25.587 | 28.560 | 34.820 | 17.088 |
| Stand 01.01.2023 | 142.336 | 207.082 | - 26.538 | - 621 | 51.081 | 30.647 |
| Periodenergebnis | - | - | - | - | - | - |
| Im Eigenkapital erfasste erfolgsneutrale Wertänderungen | - | - | - 1.553 | 4.539 | - 9.808 | 3.143 |
| Gesamtergebnis der Periode | - | - | - 1.553 | 4.539 | - 9.808 | 3.143 |
| Ergebnisabführung Mainova | - | - | - | - | - | - |
| Gewinnausschüttungen nicht beherrschende Anteile | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige Veränderungen | - | - | - | - 17.463 | - | - 44 |
| Stand 30.06.2023 | 142.336 | 207.082 | - 28.091 | - 13.545 | 41.273 | 33.746 |
| Gewinnrücklagen | |||||
| Tsd. € | Sonstige Gewinnrücklagen | Gesamt | Gesellschaftern der Mainova zurechenbares Eigenkapital | Nicht beherrschende Anteile am Eigenkapital | Eigenkapital gesamt |
| Stand 01.01.2022 | 1.376.181 | 1.315.590 | 1.665.008 | 1.567 | 1.666.575 |
| Periodenergebnis | 64.870 | 64.870 | 64.870 | 932 | 65.802 |
| Im Eigenkapital erfasste erfolgsneutrale Wertänderungen | - | 142.194 | 142.194 | - | 142.194 |
| Gesamtergebnis der Periode | 64.870 | 207.064 | 207.064 | 932 | 207.996 |
| Sonstige Veränderungen | - 899 | - 27.621 | - 27.621 | 2.673 | - 24.948 |
| Stand 30.06.2022 | 1.440.152 | 1.522.654 | 1.844.451 | 5.172 | 1.849.623 |
| Stand 01.01.2023 | 1.146.700 | 1.201.269 | 1.550.687 | 7.483 | 1.558.170 |
| Periodenergebnis | 201.185 | 201.185 | 201.185 | 394 | 201.579 |
| Im Eigenkapital erfasste erfolgsneutrale Wertänderungen | - | - 3.679 | - 3.679 | - | - 3.679 |
| Gesamtergebnis der Periode | 201.185 | 197.506 | 197.506 | 394 | 197.900 |
| Ergebnisabführung Mainova | - | - | - | - | - |
| Gewinnausschüttungen nicht beherrschende Anteile | - | - | - | - 487 | - 487 |
| Sonstige Veränderungen | - | - 17.507 | - 17.507 | - | - 17.507 |
| Stand 30.06.2023 | 1.347.885 | 1.381.268 | 1.730.686 | 7.390 | 1.738.076 |
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern 1 | 273.280 | 108.799 |
| Abschreibungen und Wertminderungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 58.776 | 57.736 |
| Zinsergebnis | 12.231 | 5.492 |
| Veränderung der Rückstellungen | - 13.691 | - 51.303 |
| Veränderung der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Vermögenswerte | - 119.337 | 40.821 |
| Veränderung der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Schulden | 26.915 | - 18.788 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen und Erträge 2 | - 257.960 | - 32.635 |
| Einzahlungen aus Baukostenzuschüssen | 3.832 | 8.087 |
| Erhaltene Dividenden | 5.242 | 5.046 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 22.562 | - 23.327 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 33.274 | 99.928 |
| Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | ||
| Auszahlungen für Investitionen | - 198.477 | - 82.147 |
| Einzahlungen aus Abgängen | 659 | 704 |
| Cash Pooling Stadtwerke-Konzern | - | 130.796 |
| Vollkonsolidierte Unternehmen | ||
| Auszahlungen für Investitionen | - | - 32.073 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | ||
| Auszahlungen für Investitionen | - 1.102 | - 8.031 |
| Kapitalrückzahlungen | 2.075 | 2.078 |
| Sonstige Beteiligungen | ||
| Auszahlungen für Investitionen | - 940 | - 2.681 |
| Erhaltene Zinsen | 2.273 | 1.873 |
| Sonstige Einzahlungen aus der Investitionstätigkeit | 2.930 | 2.533 |
| Sonstige Auszahlungen aus der Investitionstätigkeit | - | - 395 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 192.582 | 12.657 |
| Ergebnisabführung an das Mutterunternehmen | - | - 60.768 |
| An nicht beherrschende Anteile gezahlte Dividenden | - 487 | - |
| Aufnahme von Finanzschulden | 254.560 | - |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | - 8.299 | - 30.168 |
| Tilgungs- und Leasinganteil Leasingverbindlichkeit | - 4.137 | - 4.684 |
| Gezahlte Zinsen | - 11.470 | - 3.346 |
| Sonstige Auszahlungen aus der Finanzierungstätigkeit | - 414 | - |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 229.753 | - 98.966 |
| Veränderung des Finanzmittelfonds | 3.897 | 13.619 |
| Finanzmittelfonds zum Anfang der Berichtsperiode | 9.429 | 12.150 |
| Finanzmittelfonds zum Ende der Berichtsperiode | 13.326 | 25.769 |
2 Enthält die zahlungsunwirksamen Effekte
aus der Bewertung nach der Equity-Methode
Der Zwischenabschluss des Mainova-Konzerns (Mainova) zum
30. Juni 2023 wurde nach den International Financial
Reporting Standards (IFRS), wie sie in der
Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, aufgestellt.
Mainova macht von dem Wahlrecht eines verkürzten
Berichtsumfangs zum Zwischenabschluss gemäß IAS
34 Gebrauch.
Der Zwischenbericht wurde nicht gemäß §
317 HGB geprüft und keiner prüferischen
Durchsicht durch den Abschlussprüfer unterzogen.
Die für den Konzernabschluss angewandten
Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen denen zum
31. Dezember 2022. Folgende Änderungen sind für
ab dem 1. Januar 2023 beginnende Geschäftsjahre
anzuwenden. Aus der erstmaligen Anwendung ergaben sich
keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss der Mainova:
Es wird klargestellt, dass Angaben nur noch zu
wesentlichen und nicht mehr zu maßgeblichen
Rechnungslegungsmethoden zu machen sind. Was dabei als
"wesentlich" gilt, richtet sich nach der
Entscheidungsnützlichkeit der Informationen für
die Bilanzadressaten.
Die Änderung enthält eine Klarstellung, wie
Unternehmen Änderungen von Rechnungslegungsmethoden
besser von Schätzungsänderungen abgrenzen
können. Rechnungslegungsbezogene Schätzungen sind
monetäre Beträge im Abschluss, die mit
Bewertungsunsicherheiten behaftet sind. Eine Änderung
einer rechnungslegungsbezogenen Schätzung aufgrund
geänderter Gegebenheiten, neuer Informationen,
Entwicklungen oder Erfahrungen bezieht sich niemals auf
abgelaufene Perioden und stellt somit keine Fehlerkorrektur
dar.
Der Änderungsentwurf bringt Klarstellungen zur
sogenannten "initial recognition exemption", die in der
Bilanzierungspraxis in bestimmten Konstellationen
unterschiedlich gehandhabt wird. Der Standard wurde
dahingehend geändert, dass Unternehmen verpflichtet
sind, latente Steuern für Transaktionen anzusetzen,
aus denen bei erstmaligem Ansatz betragsgleiche zu
versteuernde und abzugsfähige temporäre
Differenzen entstehen. Dies betrifft bei Mainova
Leasingverhältnisse, bei denen sich jedoch hierdurch
keine Änderungen zur bisherigen Vorgehensweise ergeben
haben.
Zum einen ersetzt IFRS 17 den bisher gültigen
Übergangsstandard IFRS 4, zum anderen betrifft eine
weitere Änderung Unternehmen, die IFRS 17 und IFRS 9
gleichzeitig erstmals anwenden und regelt die Darstellung
in der Vergleichsperiode.
Folgende Änderungen sollen für ab dem 1.
Januar 2024 beginnende Geschäftsjahre anzuwenden sein,
sind jedoch noch nicht von der EU übernommen:
Die verabschiedeten Änderungen betreffen eine
begrenzte Anpassung der Beurteilungskriterien für die
Klassifizierung von Schulden als kurzfristig oder
langfristig. Hat das Unternehmen zum Abschlussstichtag das
Recht, die Erfüllung der Schuld um mindestens
zwölf Monate nach Ende des Berichtszeitraums zu
verschieben, sind diese Schulden als langfristig zu
klassifizieren. Das Recht muss substanziell sein. Sofern
das Unternehmen für die Ausübung dieses Rechts
bestimmte Bedingungen zu erfüllen hat, müssen
diese am Abschlussstichtag erfüllt werden, ansonsten
erfolgt eine Klassifizierung als kurzfristig. Bei der
Klassifizierung ist es unerheblich, ob das Management
beabsichtigt oder erwartet, dass die Schuld
tatsächlich innerhalb von zwölf Monaten nach dem
Bilanzstichtag erfüllt wird. Zudem müssen im
Anhang Informationen offengelegt werden, die das Risiko
darstellen, dass langfristige Schulden mit Nebenbedingungen
innerhalb von zwölf Monaten rückzahlbar werden
könnten.
Die Änderung beinhaltet Vorgaben für die
Folgebewertung bei Leasingverhältnissen im Rahmen
eines Sale-and-Lease-Back für
Verkäufer-Leasingnehmer.
Der Kreis der in den Konzernabschluss einbezogenen
Tochterunternehmen entwickelte sich wie folgt:
| 2023 | 2022 | |
| 01.01 | 35 | 32 |
| Zugänge | 1 | 3 |
| 30.06. (Vorjahr 31.12.) | 36 | 35 |
Im Jahr 2023 wurde die MWH01 GmbH & Co. KG
gegründet. Sie ist ein Tochterunternehmen der Mainova
WebHouse GmbH & Co. KG.
Im Vorjahr wurden folgende Unternehmenserwerbe
getätigt:
Das bereits im Jahr 2021 von der Mainova AG erworbene
Tochterunternehmen Enerent (Frankfurt am Main, vormals
Zweite Mainova Beteiligungsgesellschaft mbH) soll
künftig als Holding die Aktivitäten im Bereich
der mobilen Heizzentralen bündeln. Im Rahmen der
Umsetzung im Jahr 2022 wurden durch die Enerent mit Wirkung
zum 1. Januar 2022 100 % der Anteile an der mobiheat GmbH
und deren Tochterunternehmen mobiheat Österreich GmbH
(Sankt Lorenz) und mobiheat Schweiz GmbH (Dietlikon)
erworben.
Gegenstand der mobiheat und deren Tochterunternehmen
sind der Verkauf und die Vermietung von mobilen
Energiezentralen, der Handel mit Sanitär- und
Heizprodukten sowie Brennstoffen. Der Vertrieb erfolgt
sowohl über das Direktgeschäft als auch über
den Großhandel.
Darüber hinaus hat die Mainova AG 100 % ihrer
bereits vorhandenen Anteile an der Hotmobil (Gottmadingen),
die ebenfalls in diesem Geschäftssegment tätig
ist, in die Enerent eingelegt.
Nach Umsetzung der Transaktion hält die Mainova AG
93,7245 % der Anteile an der Enerent, die zu 100 % an den
mobiheat-Gesellschaften und der Hotmobil beteiligt ist.
Die folgende Tabelle fasst die angesetzten
Vermögenswerte und Schulden der mobiheat
einschließlich der Tochterunternehmen zum
Erwerbszeitpunkt zusammen:
| Tsd. € | Bei Erstkonsolidierung angesetzt |
| Sachanlagen | 19.847 |
| Vorräte, Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 3.721 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 1.996 |
| Sonstige Rückstellungen | 481 |
| Langfristige Finanzschulden | 2.419 |
| Verbindlichkeiten und sonstige Schulden | 14.475 |
| Passive latente Steuern | 1.038 |
| Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens | 7.151 |
| Erworbener Anteil an der Gesellschaft in % | 93,7 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 25.667 |
Die Kapitalkonsolidierung erfolgte unter Zugrundelegung
der additiven Methode, also aus Sicht des unmittelbaren
Mutterunternehmens (Enerent).
Der Kaufpreis belief sich auf 32,8 Mio. Euro und wurde
bar beglichen.
Der Geschäfts- und Firmenwert ist durch die sich
ergänzenden Kundenportfolios von mobiheat und Hotmobil
begründet, die eine gute Basis für den Ausbau des
werthaltigen Energiedienstleistungsgeschäfts bilden.
Darüber hinaus können weitere, zum
überwiegenden Teil dauerhafte Synergien aus der
Zusammenführung von mobiheat und Hotmobil generiert
werden. Darunter fallen der Einkauf, die Produktion,
Niederlassungen und der Verwaltungsbereich.
Die Umsatzerlöse der mobiheat Deutschland,
Österreich und Schweiz beliefen sich im ersten Jahr
2022 auf 33,6 Mio. Euro, 1,8 Mio. Euro und 1,3 Mio. Euro.
Es wurden Jahresüberschüsse von 3,3 Mio. Euro,
0,3 Mio. Euro beziehungsweise ein Jahresfehlbetrag von - 51
Tsd. Euro erzielt.
Die folgende Tabelle stellt die Buchwerte und
beizulegenden Zeitwerte der in den einzelnen Bilanzposten
enthaltenen Finanzinstrumente dar:
| Buchwert | ||||||
| Tsd. € | Buchwert 30.06.2023 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Cashflow Hedges) | Fortgeführte Anschaffungskosten | Option erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Eigenkapital-instrumente) | Sonstige finanzielle Schulden (zu fortgeführten Anschaffungskosten) |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente Commodities | 1.638.213 | 1.636.490 | 1.723 | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente Zinsen | 3.955 | - | 3.955 | - | - | - |
| Sonstige Beteiligungen | 79.286 | - | - | - | 79.286 | - |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Ausleihungen | 17.204 | - | - | 17.204 | - | - |
| Leasingforderungen | 38.655 | - | - | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 749.486 | - | - | 749.486 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 59.324 | - | - | 59.324 | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13.326 | - | - | 13.326 | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente Commodities | 1.503.231 | 1.484.209 | 19.022 | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente Zinsen | 5.711 | - | 5.711 | - | - | - |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||
| Finanzschulden | 605.633 | - | - | - | - | 605.633 |
| Leasingverbindlichkeiten | 41.289 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 465.720 | - | - | - | - | 465.720 |
| Verbindlichkeiten aus Cash Pooling gegenüber SWFH | 372.358 | - | - | - | - | 372.358 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 155.664 | - | - | - | - | 155.664 |
| Beizulegender Zeitwert | ||||
| Tsd. € | Beizulegender Zeitwert 30.06.2023 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivative Finanzinstrumente Commodities | 1.638.213 | - | 1.638.213 | - |
| Derivative Finanzinstrumente Zinsen | 3.955 | - | 3.955 | - |
| Sonstige Beteiligungen | 79.286 | 57.868 | - | 21.418 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Ausleihungen | 17.204 | - | - | - |
| Leasingforderungen | - | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 749.486 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 59.324 | - | - | 23.126 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 13.326 | - | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||
| Derivative Finanzinstrumente Commodities | 1.503.231 | - | 1.494.310 | 8.921 |
| Derivative Finanzinstrumente Zinsen | 5.711 | - | 5.711 | - |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||
| Finanzschulden | 626.242 | - | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 465.720 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Cash Pooling gegenüber SWFH | 372.358 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 155.664 | - | - | - |
| Buchwert | ||||||
| Tsd. € | Buchwert 31.12.2022 | Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert | Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Cashflow Hedges) | Fortgeführte Anschaffungskosten | Option erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert (Eigenkapital-instrumente) | Sonstige finanzielle Schulden (zu fortgeführten Anschaffungskosten) |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente Commodities | 3.045.814 | 3.028.599 | 17.215 | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente Zinsen | 4.018 | - | 4.018 | - | - | - |
| Sonstige Beteiligungen | 93.499 | - | - | - | 93.499 | - |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||||
| Ausleihungen | 16.558 | - | - | 16.558 | - | - |
| Leasingforderungen | 40.508 | - | - | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 551.416 | - | - | 551.416 | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 28.281 | - | - | 28.281 | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 9.429 | - | - | 9.429 | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||
| Derivative Finanzinstrumente Commodities | 3.113.876 | 3.097.088 | 16.788 | - | - | - |
| Derivative Finanzinstrumente Zinsen | 4.952 | - | 4.952 | - | - | - |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||||
| Finanzschulden | 560.973 | - | - | - | - | 560.973 |
| Leasingverbindlichkeiten | 44.469 | - | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 426.213 | - | - | - | - | 426.213 |
| Verbindlichkeiten aus Cash Pooling gegenüber SWFH | 167.799 | - | - | - | - | 167.799 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 149.122 | - | - | - | - | 149.122 |
| Beizulegender Zeitwert | ||||
| Tsd. € | Beizulegender Zeitwert 31.12.2022 | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Derivative Finanzinstrumente Commodities | 3.045.814 | - | 3.045.814 | - |
| Derivative Finanzinstrumente Zinsen | 4.018 | - | 4.018 | - |
| Sonstige Beteiligungen | 93.499 | 72.044 | - | 21.455 |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Ausleihungen | 16.558 | - | - | - |
| Leasingforderungen | - | - | - | - |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 551.416 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 28.281 | - | - | - |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 9.429 | - | - | - |
| Zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||
| Derivative Finanzinstrumente Commodities | 3.113.876 | - | 3.113.876 | - |
| Derivative Finanzinstrumente Zinsen | 4.952 | - | 4.952 | - |
| Nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Schulden | ||||
| Finanzschulden | - | - | - | - |
| Leasingverbindlichkeiten | - | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 426.213 | - | - | - |
| Verbindlichkeiten aus Cash Pooling gegenüber SWFH | 167.799 | - | - | - |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 149.122 | - | - | - |
Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 13 wie
folgt definiert:
| ― |
In Stufe 1 sind die Vermögenswerte und Schulden eingruppiert, deren Notierungen an aktiven und zugänglichen Märkten für identische Vermögenswerte und Schulden verfügbar sind. |
| ― |
In Stufe 2 erfolgt die Bewertung anhand von Inputfaktoren, bei denen es sich nicht um die in Stufe 1 berücksichtigten notierten Preise handelt, die sich aber für den Vermögenswert oder die Schuld entweder mittelbar oder unmittelbar beobachten lassen. |
| ― |
In Stufe 3 wird die Bewertung der Vermögenswerte und Schulden auf der Basis von Modellen mit nicht am Markt beobachtbaren Inputparametern vorgenommen. |
Der Buchwert der erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten sonstigen Beteiligungen entfällt
mit 57,9 Mio. Euro auf die ABO Wind AG, die der Stufe 1
zugeordnet ist. Die übrigen sonstigen Beteiligungen
sind der Stufe 3 zugeordnet. Darüber hinaus
entfällt ein Energiebezugsvertrag, der ein derivatives
Finanzinstrument darstellt, ebenfalls auf die Stufe 3.
Zur Bewertung der sonstigen Beteiligungen der Stufe 3
wird jeweils die zuletzt verabschiedete Mehrjahresplanung
herangezogen, die jedoch in der langfristigen Planung
gewisse Unsicherheiten bezüglich der zukünftigen
Entwicklung enthält. Dabei wurde ein
laufzeitspezifischer risikofreier Zinssatz von 2,25 %
zuzüglich einer Marktrisikoprämie von 8,00 %
unter der Nutzung eines verschuldeten Betafaktors von 0,70
verwendet. Der Eigenkapitalkostensatz beläuft sich auf
7,85 %. Eine Erhöhung oder Verminderung des Zinssatzes
um 0,25 Prozentpunkte ergäbe eine Reduzierung
beziehungsweise einen Anstieg des erfolgsneutralen
sonstigen Ergebnisses um 0,1 Mio. Euro.
Zur Bewertung des Energiebezugsvertrags wird der
jährliche EEX-Settlementpreis für Strom
herangezogen, der um weitere dem Bezugsvertrag
inhärente Risikofaktoren adjustiert wird. Bei den
Risikofaktoren handelt es sich um das Wetterrisiko, das
Vermarktungsrisiko und das Base Parity Ratio. Nach
Berücksichtigung der Risikokomponenten werden die
jährlich erwarteten Bezugsmengen mit der Differenz aus
adjustierten Settlementpreisen und dem Kontraktpreis
multipliziert. Die jährlichen Ergebnisse werden
anschließend mit einem laufzeitgerechten Zinssatz
diskontiert.
Eine Erhöhung oder Verminderung des
Settlementpreises um 5,0 % ergäbe einen positiven
beziehungsweise negativen Ergebniseffekt von 11,7 Mio.
Euro. Eine Erhöhung oder Verminderung der nicht am
Markt ablesbaren Parameter Wetterrisiko, Vermarktungsrisiko
und Base Parity Ratio um 5,0 % würde zu einem
positiven beziehungsweise negativen Ergebniseffekt von 11,1
Mio. Euro führen.
Der Buchwert der erfolgsneutral zum beizulegenden
Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente der Stufe 3 hat sich
wie folgt entwickelt:
| Sonstige Beteiligungen | Derivative Finanzinstrumente | |||
| Tsd. € | 2023 | 2022 | 2023 | 2022 |
| Anfangsbestand 01.01. | 21.455 | 14.747 | 35.898 | - |
| Zugänge | 939 | 2.681 | - | - |
| Im sonstigen Ergebnis erfasste Gewinne und Verluste | 24 | 1.062 | - | 66.709 |
| In der Gewinn- und Verlustrechnung erfasste Gewinne und Verluste | ||||
| in den sonstigen betrieblichen Erträgen erfasst 1 | - | - | - | - |
| in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst 1 | - | - | - 21.693 | - 5.439 |
| im Materialaufwand erfasst | - | - | - | - |
| Kapitalrückzahlung | - 1.000 | - 1.000 | - | - |
| Endbestand 30.06. | 21.418 | 17.490 | 14.205 | 61.270 |
Der Gesamtbetrag der erfolgswirksam erfassten
unrealisierten Gewinne oder Verluste, die auf Salden zum
Ende der Berichtsperiode entfallen, belief sich auf - 21,7
Mio. Euro.
Die unrealisierten Gewinne und Verluste der zum
beizulegenden Zeitwert bewerteten Finanzinstrumente der
Stufe 3 verteilen sich auf die folgenden Bilanzpositionen:
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Vermögenswerte | ||
| Übrige langfristige finanzielle Vermögenswerte | 15.874 | 76.166 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | - | - |
| Schulden | ||
| Übrige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten | - 8.921 | - 5.439 |
| Übrige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten | - | - |
| 6.953 | 70.727 |
Aufgrund der kurzen Laufzeiten der Zahlungsmittel und
Zahlungsmitteläquivalente, der Forderungen und
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der
übrigen kurzfristigen Forderungen und
Verbindlichkeiten wird angenommen, dass die beizulegenden
Zeitwerte den Buchwerten entsprechen.
Die beizulegenden Zeitwerte der Finanzschulden werden
als Barwerte der zukünftig erwarteten Cashflows
ermittelt. Zur Diskontierung werden marktübliche
Zinssätze, bezogen auf die entsprechenden
Fristigkeiten, verwendet. Zudem wird das eigene
Ausfallrisiko berücksichtigt.
| Stromversorgung | Gasversorgung | Erzeugung und Fernwärme | ||||
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Stromverkauf | 643.229 | 837.551 | - | - | - | - |
| Gasverkauf | - | - | 557.433 | 430.333 | - | - |
| Wärme- / Kälteverkauf | - | - | - | - | 161.032 | 89.870 |
| Wasserverkauf | - | - | - | - | - | - |
| Handel | 1.116.093 | 1.135.791 | 450.788 | 563.955 | 837.737 | 627.036 |
| Netzentgelte | 60.231 | 54.410 | 40.384 | 35.347 | 108 | - |
| Sonstige | 51.229 | 45.487 | 23.645 | 22.211 | 22.089 | 29.571 |
| Erlöse nach IFRS 15 | 1.870.782 | 2.073.239 | 1.072.250 | 1.051.846 | 1.020.966 | 746.477 |
| Sonstige Erlöse | - | - | - | - | 236 | 649 |
| Außenumsatz | 1.283.766 | 1.740.011 | 770.830 | 881.859 | - | 233.495 |
| Innenumsatz | 587.015 | 333.228 | 301.420 | 169.987 | - | 513.631 |
| Gesamtumsatz | 1.870.781 | 2.073.239 | 1.072.250 | 1.051.846 | - | 747.126 |
| Bereinigtes EBT | 13.138 | 25.216 | 16.971 | - 9.570 | 22.968 | 39.009 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | - | - | - | - | 295 | - 222 |
| Erneuerbare Energien/ Energiedienstleistungen | Wasserversorgung | Beteiligungen | ||||
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Stromverkauf | 21.756 | 28.446 | - | - | - | - |
| Gasverkauf | - | - | - | - | - | - |
| Wärme- / Kälteverkauf | 33.471 | 20.030 | - | - | - | - |
| Wasserverkauf | - | - | 46.382 | 42.497 | - | - |
| Handel | 43 | 47 | - | - | - | - |
| Netzentgelte | - | - | - | - | - | - |
| Sonstige | 39.424 | 36.626 | 8.723 | 8.763 | 1.154 | 1.871 |
| Erlöse nach IFRS 15 | 94.694 | 85.149 | 55.105 | 51.260 | 1.154 | 1.871 |
| Sonstige Erlöse | 2.465 | 2.191 | - | - | - | - |
| Außenumsatz | - | 84.312 | 51.663 | 47.811 | 68 | 788 |
| Innenumsatz | - | 3.028 | 3.442 | 3.449 | 1.086 | 1.083 |
| Gesamtumsatz | - | 87.340 | 55.105 | 51.260 | 1.154 | 1.871 |
| Bereinigtes EBT | 6.221 | 18.473 | - 175 | 3.969 | 38.968 | 26.337 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 281 | 46 | - | - | 23.184 | 41.349 |
| Summe Segmente | Sonstige Aktivitäten / Konsolidierung | Konzern | ||||
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Stromverkauf | 664.985 | 865.997 | - 4.275 | - 4.306 | 660.710 | 861.691 |
| Gasverkauf | 557.433 | 430.333 | - 1.083.160 | - 13.332 | - 525.727 | 417.001 |
| Wärme- / Kälteverkauf | 194.503 | 109.900 | - 386.651 | - 1.309 | - 192.148 | 108.591 |
| Wasserverkauf | 46.382 | 42.497 | - 92.612 | - 255 | - 46.230 | 42.242 |
| Handel | 2.404.661 | 2.326.829 | - 1.608.515 | - 959.012 | 796.146 | 1.367.817 |
| Netzentgelte | 100.723 | 89.757 | - 5.822 | - 3.785 | 94.901 | 85.972 |
| Sonstige | 146.264 | 144.529 | - 28.181 | - 31.536 | 118.083 | 112.993 |
| Erlöse nach IFRS 15 | 4.114.951 | 4.009.842 | - 3.209.216 | - 1.013.535 | 905.735 | 2.996.307 |
| Sonstige Erlöse | 2.701 | 2.840 | - | - | 2.701 | 2.840 |
| Außenumsatz | 2.106.327 | 2.988.276 | 327.618 | 10.871 | 2.433.945 | 2.999.147 |
| Innenumsatz | 892.963 | 1.024.406 | - 892.963 | - 1.024.406 | - | - |
| Gesamtumsatz | 2.999.290 | 4.012.682 | - 565.345 | - 1.013.535 | 2.433.945 | 2.999.147 |
| Bereinigtes EBT | 98.091 | 103.434 | - 26.944 | - 17.297 | 71.147 | 86.137 |
| Ergebnis aus nach der Equity-Methode bilanzierten Finanzanlagen | 23.760 | 41.173 | 2.761 | - | 26.521 | 41.173 |
Die Überleitung auf das bereinigte EBT ergibt sich
wie folgt:
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| EBT laut Gewinn- und Verlustrechnung | 273.280 | 108.799 |
| Bereinigung der Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von derivativen Finanzinstrumenten nach IFRS 9 | - 202.133 | - 22.662 |
| Bereinigtes EBT | 71.147 | 86.137 |
Die Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und
Personen sind zu marktüblichen Konditionen
getätigt worden.
| SWFH sowie deren Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen | Stadt Frankfurt am Main sowie deren Tochter-, Gemeinschafts- und assoziierte Unternehmen | Thüga Aktiengesellschaft und deren Tochter- und Gemeinschaftsunternehmen | ||||
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Energie- und Wasserlieferungen | ||||||
| Umsatzerlöse | 76.626 | 49.972 | 83.237 | 54.982 | 148.695 | 146.002 |
| Materialaufwand | 6.903 | 6.872 | 938 | 1.120 | 237.221 | 357.707 |
| Forderungen | 26.630 | 15.769 | 23.934 | 31.067 | 629 | 2.303 |
| Verbindlichkeiten | 109 | 49 | 19 | 157 | 2.784 | 11.564 |
| Sonstiges | ||||||
| Erträge | 9.749 | 14.877 | 16.194 | 14.320 | 10 | - |
| Aufwendungen | 11.881 | 13.637 | 29.115 | 29.458 | 323 | 356 |
| Forderungen | 23.780 | 84.048 | 5.291 | 499 | - | - |
| Verbindlichkeiten | 740.379 | 344.141 | 15.301 | 31.078 | 301 | 301 |
| Gemeinschaftsunternehmen | Assoziierte Unternehmen 1 | |||
| Tsd. € | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 | Januar bis Juni 2023 | Januar bis Juni 2022 |
| Energie- und Wasserlieferungen | ||||
| Umsatzerlöse | 6.840 | 3.148 | 30.514 | 20.826 |
| Materialaufwand | 14.309 | 10.646 | 59.717 | 97.771 |
| Forderungen | 248 | 57 | 4.875 | 1.838 |
| Verbindlichkeiten | 3.904 | 1.243 | 9.390 | 11.796 |
| Sonstiges | ||||
| Erträge | 41.822 | 55.793 | 18.684 | 16.509 |
| Aufwendungen | 288 | 116 | 12.050 | 9.620 |
| Forderungen | 63.280 | 67.362 | 9.207 | 7.968 |
| Verbindlichkeiten | 15 | 9 | 8.946 | 8.902 |
1 Einschließlich der Thüga Holding
GmbH & Co. KGaA
Aufgrund des Ergebnisabführungsvertrags wurden 43,4
Mio. Euro für das Geschäftsjahr 2022 an die SWFH
ausgeschüttet. Die außenstehenden
Aktionärinnen und Aktionäre erhalten von der SWFH
eine Ausgleichszahlung in Höhe von 10,84 Euro je
Stückaktie.
Am 30. August 2023 wurde Oberbürgermeister Mike
Josef zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats von Mainova
gewählt. Er tritt damit die Nachfolge von Stephanie
Wüst an.
Auf der Hauptversammlung am 30. August 2023 wurde
für eine Laufzeit von fünf Jahren die Schaffung
eines genehmigten Kapitals beschlossen. Dieses erlaubt dem
Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats, das Grundkapital
während der Laufzeit je nach Investitions- und
Finanzierungsbedarf flexibel zu erhöhen. Die
Erhöhung kann einmalig oder mehrmals, insgesamt jedoch
höchstens um 71,2 Mio. Euro durch Ausgabe von bis zu
2.780.000 neuen Stückaktien in Form von Namens-
und/oder Inhaberaktien gegen Bareinlagen erfolgen. Den
Aktionären und Aktionärinnen wird
grundsätzlich ein Bezugsrecht gewährt.
Am 31. August 2023 haben wir zur Erweiterung unseres
Geschäftsfelds im Bereich der erneuerbaren Energien
74,9 % der Anteile an der Solea AG erworben. Die Solea AG
betreut Solarstromprojekte von der Planung und Entwicklung
bis hin zur Wartung. Mit einer aktuellen Projektleistung
von über 350 Megawatt installierten
Photovoltaikprojekten ist das Unternehmen einer der
führenden Komplettanlagenanbieter der
Photovoltaikbranche in Deutschland. Die Transaktion steht
unter dem Vorbehalt der kartellrechtlichen Genehmigung.
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
Frankfurt am Main, den 29. September 2023
| Dr. Alsheimer | Arnold | Giehl | Rauhut |
Mainova AG
Solmsstraße 38
60486 Frankfurt am Main
Telefon 069 213-02
Telefax 069 213-81122
www.mainova.de
Ferdinand Huhle (verantwortlich, Bereichsleitung
Konzernkommunikation und Public Affairs)
Daniela Halder-Ballasch (Projektleitung)
Christian Rübig (Vorstandsangelegenheiten und
Unternehmensdokumentation)
investor-relations@mainova.de
Stilmanöver GmbH & Co. KG, Mainz
www.stilmanoever.de
STORCH - Agentur für Fotografie
Mainova AG
Solmsstraße 38
60486 Frankfurt am Main
www.mainova.de