Manz Automation AGReutlingenKonzernabschluss (IFRS) zum 31. Dezember 2009Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009Manz Automation AG, Reutlingen
Überleitung zum Gesamtergebnis der Periode für die Zeit vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009Manz Automation AG, Reutlingen
Konzernbilanz zum 31. Dezember 2009Manz Automation AG, ReutlingenAKTIVA
Konzernkapitalflussrechnung für die Zeit vom 1. Januar 2009 bis zum 31. Dezember 2009Manz Automation AG, Reutlingen
Die Kapitalflussrechnung wird in Anhangangabe 13 erläutert. Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung für das Geschäftsjahr 2009 *)Manz Automation AG, Reutlingen
*)
Sonstige Angaben zur Eigenkapitalveränderungsrechnung
können Anmerkung 23 entnommen werden. Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2009Manz Automation AG, ReutlingenI. ALLGEMEINE ERLÄUTERUNGENDie Manz Automation AG ("Manz AG") hat ihren Firmensitz in der Steigäckerstraße 5 in 72768 Reutlingen, Deutschland. Die Geschäftsaktivitäten der Manz Automation AG und ihrer Tochtergesellschaften ("Manz-Gruppe" oder "Manz") bestehen in der Entwicklung und Herstellung von Systemen und Komponenten für die Automatisierung und Qualitätssicherung. Die Systeme werden vor allem bei der Herstellung von Solarzellen und LCD-Flachbildschirmen eingesetzt. Die Aktien der Manz Automation AG werden im regulierten Markt (Prime Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Der Konzernabschluss der Manz Automation AG zum 31. Dezember 2009 wurde in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Alle verpflichtend anzuwendenden Standards und Auslegungen wurden berücksichtigt. Noch nicht verpflichtend in Kraft getretene IFRS werden nicht angewendet. Der Konzernabschluss wurde am 24. März 2010 durch Beschluss des Vorstands zur Vorlage an den Aufsichtsrat freigegeben. Im Interesse einer besseren Übersichtlichkeit sind in der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Das Geschäftsjahr der Manz-Gruppe umfasst den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 31. Dezember eines Jahres. Der Konzernabschluss ist in Euro aufgestellt. Die Angaben im Anhang erfolgen, sofern nicht anders vermerkt, in Tausend Euro (TEUR). Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. II. GRUNDLAGEN DER RECHNUNGSLEGUNGKonsolidierungskreis In den Konzernabschluss der Manz AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die Manz AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik zu bestimmen ("Control"-Verhältnis). Neben der Manz Automation AG gehören zum Kreis der konsolidierten Unternehmen folgende in- und ausländische Tochterunternehmen:
1)
über Manz Automation Hungary Kft. Die Liste des Anteilsbesitzes ist im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2009Aufstockung Anteile Manz Intech Machines Co. Ltd, Chungli/Taiwan Im Dezember 2009 wurden die Anteile an der Manz Intech Machines Co. Ltd, Chungli/Taiwan um 19,9 % von 75,6 % auf jetzt 95,5 % aufgestockt. Der Kaufpreis belief sich auf TEUR 4.895. Die Bilanzierung des Hinzuerwerbs erfolgt nach dem sog. entity-Konzept. Hierbei wird der Hinzuerwerb nur innerhalb des Eigenkapitals als Verschiebung zwischen den Mehrheits- und Minderheitsgesellschaftern dargestellt. Die Bilanzansätze der Vermögenswerte und Schulden bleiben unberührt. Neugründung Manz Dünnschichttechnologie GmbH, Reutlingen/Deutschland Im Dezember 2009 wurde die 100 %-ige Tochtergesellschaft Manz Dünnschichttechnologie GmbH mit Sitz in Reutlingen gegründet. Das Stammkapital beträgt TEUR 25 und wurde durch Bareinlage erbracht. Die Gesellschaft hat primär den Zweck den Bereich Dünnschichttechnologie im Segment systems.solar weiter zu entwickeln. Verschmelzung Manz Immo Hungary Kft mit MVG Hungary Kft Im Geschäftsjahr 2009 erfolgte die Verschmelzung der Manz Immo Hungary Kft. mit der Schwestergesellschaft MVG Hungary Kft., beide Ungarn. Einziger Geschäftszweck der Manz Immo Hungary war das Halten und Verwalten des Firmengebäudes in Ungarn. Schließung Qinhuangdao Intech Machines Ltd. Im vierten Quartal 2009 wurde die chinesische Tochtergesellschaft Qinhuangdao Intech Machines Ltd. planmäßig geschlossen und deren Tätigkeiten auf die anderen Tochtergesellschaften der Manz Intech Machines verlagert. Veränderungen des Konsolidierungskreises im Geschäftsjahr 2008Erwerb Christian Majer GmbH & Co. KG, Tübingen/Deutschland (jetzt: Manz Automation Tübingen GmbH) Zum 1. Januar 2008 wurden 100% der Anteile an der Christian Majer GmbH & Co. KG in Tübingen, Deutschland, erworben. Die Gesellschaft fokussierte sich auf den Maschinenbau für die Verarbeitung von Papier, Folien und Verpackungen. Seit dem Geschäftsjahr 2009 ist bei der Manz Automation Tübingen auch der Geschäftsbereich systems.aico eingegliedert. Erwerb Böhm Electronic Systems Slowakei s.r.o., nove Mesto nad Vahom/Slowakei (jetzt: Manz Automation Slovakia s.r.o.) Mit Wirkung zum 1. Februar 2008 wurden 90% der Anteile an der Böhm Electronic Systems Slowakei s.r.o. erworben. Das ehemalige Produktionswerk der Steag Hamatech AG verfügt über Montage- und Lagerflächen von 11.400 qm, davon rund 1.300 qm für Reinraummontage. Erwerb Intech Machines Co. Ltd., Chungli/Taiwan (jetzt: Manz Intech Machines Co. Ltd.) Im April 2008 hat die Tochtergesellschaft Manz Automation Asia Ltd. ein Übernahmeangebot für die in Taiwan börsennotierte Intech Machines Co., Ltd. mit dem Erwerb von 70,92 % der Anteile erfolgreich abgeschlossen. Kerngeschäft der Intech Machines ist der Bau nasschemischer Prozessanlagen für die LCD- und die Leiterplatten-Industrie. Mit der Übernahme der Intech Machines wurde der Zugriff auf die Technologie und Kapazitäten zur Herstellung von nasschemischen Prozessanlagen gesichert, die sowohl in der LCD-Industrie als auch im Bereich der Herstellung von Dünnschicht Solar einen wesentlichen Produktionsschritt abdecken. Seit dem Geschäftsjahr 2009 ist bei der Manz Intech Machines der Geschäftsbereich systems.lcd gebündelt. Die Abschlüsse der Tochterunternehmen werden auf den Stichtag des Konzernabschlusses, der dem Stichtag der Manz AG entspricht, aufgestellt. Konsolidierungsgrundsätze Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Die erworbenen Vermögenswerte und Schulden werden dabei zum Erwerbszeitpunkt mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Anschließend werden die Anschaffungskosten der erworbenen Anteile mit dem anteiligen neu bewerteten Eigenkapital des Tochterunternehmens verrechnet. Ein verbleibender positiver Unterschiedsbetrag aus der Aufrechnung des Kaufpreises mit den identifizierten Vermögenswerten und Schulden wird unter den immateriellen Vermögenswerten als Geschäfts- oder Firmenwert ausgewiesen. Aufwendungen und Erträge sowie Forderungen, Verbindlichkeiten und Rückstellungen zwischen konsolidierten Unternehmen werden aufgerechnet und Zwischenergebnisse eliminiert. Auf die Konsolidierungsvorgänge werden die erforderlichen Steuerabgrenzungen vorgenommen. Minderheitsanteile stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Minderheitsanteile werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzernbilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzernbilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt von dem auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Währungsumrechnung Die in Fremdwährung aufgestellten Abschlüsse der in den Konzern einbezogenen Tochterunternehmen werden gemäß IAS 21 in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der einbezogenen Gesellschaften entspricht fast immer der jeweiligen Landeswährung, da diese Tochterunternehmen ihre Geschäftsaktivitäten in finanzieller, wirtschaftlicher und organisatorischer Hinsicht selbständig führen. Für ein Tochterunternehmen ist die funktionale Währung abweichend zur Landeswährung Euro. Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten werden mit dem Mittelkurs am Bilanzstichtag, das Eigenkapital mit historischen Kursen umgerechnet. Die Umrechnung der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt zum Jahresdurchschnittskurs. Aus der Umrechnung des Abschlusses resultierende Umrechnungsdifferenzen werden bis zum Abgang des Tochterunternehmens ergebnisneutral als gesonderter Posten im Eigenkapital erfasst. In den Jahresabschlüssen der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden Fremdwährungsposten bei ihrem Zugang mit dem Anschaffungskurs bewertet. Monetäre Posten werden zum Stichtag mit dem Mittelkurs bewertet. Kursgewinne und -verluste zum Bilanzstichtag werden ergebniswirksam erfasst. Wechselkurse der wichtigsten Währungen in EUR
Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Vermögenswerte und Schulden der Manz AG und der im Wege der Vollkonsolidierung einbezogenen Tochterunternehmen werden einheitlich nach den in der Manz-Gruppe geltenden Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 31. Dezember 2009 angesetzt und bewertet. Die Vergleichsinformationen für das Geschäftsjahr 2008 basieren auf den gleichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die auch für das Geschäftsjahr 2009 angewendet werden. Anlagevermögen Immaterielle Vermögenswerte, die nicht im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworben werden, werden bei der erstmaligen Erfassung zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt Die Anschaffungskosten von im Rahmen eines Unternehmenszusammenschlusses erworbenen immateriellen Vermögenswerten entsprechen ihrem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt. Die immateriellen Vermögenswerte werden in den Folgeperioden mit ihren Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten abzüglich kumulierter Abschreibungen und kumulierter Wertminderungsaufwendungen angesetzt. Kosten für selbst geschaffene immaterielle Vermögenswerte werden mit Ausnahme von aktivierungsfähigen Entwicklungskosten nicht aktiviert und erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie anfallen. Es wird zwischen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter und solchen mit unbestimmbarer Nutzungsdauer differenziert Immaterielle Vermögenswerte mit begrenzter Nutzungsdauer werden über die wirtschaftliche Nutzungsdauer abgeschrieben und auf eine mögliche Wertminderung überprüft, sofern Anhaltspunkte dafür vorliegen, dass der immaterielle Vermögenswert wertgemindert sein könnte. Die Abschreibungsdauer und die Abschreibungsmethode werden bei immateriellen Vermögenswerten mit einer begrenzten Nutzungsdauer mindestens zum Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft. Die aufgrund von Änderungen der erwarteten Nutzungsdauer oder des erwarteten Verbrauchs des zukünftigen wirtschaftlichen Nutzens des Vermögenswerts erforderlichen Änderungen der Abschreibungsmethode oder der Abschreibungsdauer werden als Änderungen von Schätzungen behandelt. Bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird mindestens einmal jährlich für den einzelnen Vermögenswert oder auf der Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit (ZGE) ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Diese immateriellen Vermögenswerte werden nicht planmäßig abgeschrieben. Die Nutzungsdauer eines immateriellen Vermögenswerts mit unbestimmter Nutzungsdauer wird einmal jährlich dahingehend überprüft, ob die Einschätzung einer unbestimmten Nutzungsdauer weiterhin gerechtfertigt ist. Ist dies nicht der Fall, wird die Änderung der Einschätzung von unbestimmter zur begrenzten Nutzungsdauer prospektiv vorgenommen. Die Entwicklungskosten für Anlagen und Anlagenkomponenten werden aktiviert, sofern die Voraussetzungen der IAS 38 erfüllt sind. Die Anschaffungs- und Herstellungskosten umfassen dabei alle dem Entwicklungsprozess direkt zurechenbaren Kosten sowie angemessene Teile der entwicklungsbezogenen Gemeinkosten. Aktivierte Entwicklungskosten werden ab Produktionsstart planmäßig linear über den erwarteten Produktlebenszyklus von in der Regel 3 bis 7 Jahren abgeschrieben. Die Forschungs- und nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten werden bei Entstehung als Aufwand erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden gemäß IAS 36 und IFRS 3 im Rahmen jährlicher Impairmenttests auf ihre Werthaltigkeit überprüft. Im Geschäftsjahr 2009 ergaben sich keine Wertminderungen. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertet, vermindert um planmäßige Abschreibungen entsprechend der betriebsgewöhnlichen Nutzungsdauer sowie außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund von Wertminderungen. Kosten für Reparaturen und Instandhaltung werden als laufender Aufwand erfasst Die linearen Abschreibungen werden entsprechend dem erwarteten Verlauf des Verbrauchs des künftigen wirtschaftlichen Nutzens vorgenommen. Den planmäßigen Abschreibungen liegen überwiegend folgende Nutzungsdauern zugrunde:
Die Restwerte, Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden der Vermögenswerte werden am Ende eines jeden Geschäftsjahres überprüft und bei Bedarf prospektiv angepasst. Im Rahmen von Finanzierungsleasingverträgen wird dem Leasingnehmer das wirtschaftliche Eigentum in den Fällen zugerechnet, in denen er im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum verbunden sind, trägt (IAS 17). Sofern das wirtschaftliche Eigentum der Manz-Gruppe zuzurechnen ist, erfolgt die Aktivierung zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses zum beizulegenden Zeitwert oder zum niedrigeren Barwert der Mindestleasingzahlungen. Die Abschreibungen erfolgen nach der linearen Abschreibungsmethode auf der Grundlage der wirtschaftlichen Nutzungsdauer bzw. der kürzeren Vertragslaufzeit. Die aus den künftigen Leasingraten resultierenden Zahlungsverpflichtungen werden unter den Finanzverbindlichkeiten aus Leasing passiviert. Die nach der Equity-Methode bilanzierten Beteiligungen werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgejahren unter Fortschreibung um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen sowie der beim Erwerb aufgedeckten stillen Reserven und Lasten bilanziert. Ein bilanzierter Goodwill wird im Beteiligungsansatz ausgewiesen, auf ihn werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Sofern sich Indikatoren für eine Wertminderung der Beteiligung ergeben, wird ein Werthaltigkeitstest durchgeführt. Notwendige Abwertungen werden zunächst auf den bilanzierten Goodwill vorgenommen. Werthaltigkeitstest Ein Werthaltigkeitstest wird bei Geschäfts- oder Firmenwerten sowie bei immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer mindestens einmal jährlich, bei aktivierten Entwicklungskosten und anderen immateriellen Vermögenswerten mit begrenzter Nutzungsdauer sowie bei Sachanlagen und Finanzanlagen nur bei Vorliegen konkreter Anhaltspunkte durchgeführt. Eine Wertminderung wird ergebniswirksam erfasst, soweit der erzielbare Betrag des Vermögenswerts den Buchwert unterschreitet Der erzielbare Betrag wird für jeden Vermögenswert grundsätzlich einzeln geschätzt. Sofern dies nicht möglich ist, erfolgt die Ermittlung auf Basis einer Gruppe von Vermögenswerten, die eine Zahlungsmittel generierende Einheit (ZGE) darstellt. Der erzielbare Betrag ist der höhere Betrag aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten und Nutzungswert. Der beizulegende Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten entspricht dem aus einem Verkauf eines Vermögenswerts zu marktüblichen Bedingungen erzielbaren Betrag abzüglich Veräußerungskosten. Der Nutzungswert wird auf Basis der geschätzten künftigen Cashflows aus der Nutzung und dem Abgang eines Vermögenswerts mit Hilfe des Discounted-Cashflow-Verfahrens ermittelt. Als Diskontierungssatz wird ein den Marktbedingungen entsprechender Zinssatz vor Steuern verwendet. Zur Ermittlung der Werthaltigkeit von Geschäfts- oder Firmenwerten und immateriellen Vermögenswerten mit unbestimmter Nutzungsdauer wird grundsätzlich der Nutzungswert der betreffenden Zahlungsmittel generierenden Einheit herangezogen. Basis hierfür ist die vom Management erstellte aktuelle Planung. Die detaillierte Planungsperiode erstreckt sich über einen Zeitraum von drei Jahren. Für die Folgejahre werden plausible Annahmen über die künftige Entwicklung getroffen. Die Planungsprämissen werden jeweils an den aktuellen Erkenntnisstand angepasst. Dabei werden angemessene Annahmen zu makroökonomischen Trends sowie historische Entwicklungen berücksichtigt. Sollten die Gründe für eine in Vorjahren vorgenommene außerplanmäßige Abschreibung entfallen, werden - mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten - Zuschreibungen auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der Betrag darf nicht den Buchwert übersteigen, der sich unter Berücksichtigung planmäßiger Abschreibungen ergeben würde, wenn in der Vergangenheit kein Impairment für den Vermögenswert erfasst worden wäre. Vorräte Vorräte werden gemäß IAS 2 (Vorräte) zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bzw. zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Herstellungskosten enthalten neben den Einzelkosten angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie fertigungsbedingte Abschreibungen und anteilige Verwaltungsgemeinkosten, die direkt dem Herstellungsprozess zugeordnet werden können. Sofern erforderlich, wird als Bewertungsvereinfachungsverfahren die Durchschnittsmethode angewandt. Fertigungsaufträge Manz erwirtschaftet seine Umsatzerlöse überwiegend aus Fertigungsaufträgen, die nach der Percentage-of-Completion-Methode (PoC-Methode) gemäß IAS 11 bilanziert werden. Dabei werden die Umsatzerlöse und die geplante Marge entsprechend des Fertigstellungsgrades eines Auftrags bilanziert. Grundlage sind die mit dem Kunden vereinbarten Auftragserlöse und die erwarteten Auftragskosten. Der für die Höhe einer Teilgewinnrealisierung maßgebliche Fertigstellungsgrad je Auftrag wird dabei durch das Verhältnis der am Abschlussstichtag aufgelaufenen Auftragskosten zu den kalkulierten Gesamtkosten (Cost-to-Cost-Methode) bestimmt. Durch diese Bilanzierungsmethode werden sowohl Umsatzerlöse als auch die zugehörigen Kosten periodengerecht realisiert. Soweit die Summe aus angefallenen Auftragskosten und ausgewiesenen Gewinnen die Anzahlungen übersteigt, erfolgt der Ausweis der Fertigungsaufträge aktivisch unter den künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen als Bestandteil der Position Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Ein negativer Saldo wird unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Im Berichtsjahr und im Vorjahr sind keine negativen Salden auszuweisen. Erwartete Verluste aus kundenspezifischen Fertigungsaufträgen werden sofort in voller Höhe als Aufwand bilanziert, indem aktivierte Vermögenswerte wertberichtigt und darüber hinaus auch Rückstellungen gebildet werden. Die übrigen Umsatzerlöse werden in Übereinstimmung mit IAS 18 "Erträge" erfasst, wenn die maßgeblichen Chancen und Risiken übertragen wurden. Dies ist üblicherweise der Zeitpunkt, an dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert beziehungsweise die Leistungen erbracht wurden. Finanzinstrumente Finanzinstrumente sind nach IAS 39 Verträge, die bei einem Unternehmen zu einem finanziellen Vermögenswert und bei einem anderen zu einer finanziellen Verbindlichkeit oder einem Eigenkapitalinstrument führen. Sofern bei finanziellen Vermögenswerten Handels- und Erfüllungstag zeitlich auseinander fallen können, ist für die erstmalige Bilanzierung der Erfüllungstag maßgeblich. Die erstmalige Bewertung eines Finanzinstruments erfolgt zum beizulegenden Zeitwert. Transaktionskosten werden einbezogen. im Rahmen der Folgebewertung werden Finanzinstrumente entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Für die Bewertung unterscheidet IAS 39 finanzielle Vermögenswerte in die Kategorien:
Finanzielle Verbindlichkeiten sind folgenden beiden Kategorien zuzuordnen:
Je nach Kategorisierung der Finanzinstrumente erfolgt die Bewertung entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten. Der beizulegende Zeitwert entspricht dem Markt- oder Börsenpreis, sofern die zu bewertenden Finanzinstrumente an einem aktiven Markt gehandelt werden. Sofern kein aktiver Markt für ein Finanzinstrument besteht, wird der beizulegende Zeitwert mittels geeigneter finanzmathematischer Methoden, wie zum Beispiel anerkannten Optionspreismodellen oder der Diskontierung zukünftiger Zahlungszuflüsse mit dem Marktzinssatz ermittelt und durch Bestätigungen der Banken, die die Geschäfte abwickeln, überprüft. Die fortgeführten Anschaffungskosten entsprechen den Anschaffungskosten abzüglich Tilgungen, Wertminderungen und der Amortisation einer Differenz zwischen den Anschaffungskosten und dem bei Endfälligkeit rückzahlbaren Betrag, welche entsprechend der Effektivzinsmethode berücksichtigt wird. Finanzinstrumente werden erfasst, sobald Manz Vertragspartei des Finanzinstruments wird. Eine Ausbuchung erfolgt grundsätzlich dann, wenn das vertragliche Recht auf Cashflows ausläuft oder dieses Recht auf einen Dritten übertragen wird. Originäre Finanzinstrumente Zu den originären Finanzinstrumenten gehören insbesondere Forderungen gegen Kunden, Wertpapiere und Flüssige Mittel sowie Finanzschulden und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Bei erstmaliger Erfassung werden die originären Finanzinstrumente mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei der Erstbewertung entspricht der beizulegende Zeitwert grundsätzlich dem Transaktionspreis, d.h. der hingegebenen oder der empfangenen Gegenleistung. Nach dem erstmaligen Ansatz werden die originären Finanzinstrumente je nach der Kategorie, zu der sie gehören, entweder mit ihrem beizulegenden Zeitwert oder mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Kredite und Forderungen, die nicht zu Handelszwecken gehalten werden, werden grundsätzlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich der Wertminderungen, bilanziert. Wertminderungen werden vorgenommen, wenn objektive Hinweise für eine solche vorliegen. Hinweise auf eine Wertminderung können dann gegeben sein, wenn Anzeichen dafür vorliegen, dass der Schuldner oder eine Gruppe von Schuldnern erhebliche finanzielle Schwierigkeiten hat, bei Ausfall oder Verzug von Zins- oder Tilgungszahlungen, der Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz und wenn beobachtbare Daten auf eine messbare Verringerung der erwarteten künftigen Cashflows hinweisen, wie Änderung der Rückstände oder wirtschaftlichen Bedingungen, die mit Ausfällen korrelieren. Diese Kategorie umfasst in der Manz-Gruppe vor allem Forderungen gegen Kunden und sonstige Forderungen. Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. In diese Kategorie fallen in der Manz Gruppe vor allem Wertpapiere. Der Unterschied zwischen den Anschaffungskosten und dem beizulegenden Zeitwert wird ergebnisneutral behandelt und unter Berücksichtigung latenter Steuern im Eigenkapital unter Gewinnrücklagen aus der Marktbewertung von Wertpapieren ausgewiesen. Liegt der beizulegende Zeitwert dauerhaft oder wesentlich unter dem Buchwert, so wird die Wertminderung ergebniswirksam erfasst. Bei Wertpapieren ist der beizulegende Zeitwert in der Regel ein Börsenkurs. Zu Handelszwecken gehaltene Vermögenswerte werden mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. In der Manz-Gruppe kommen diese originären Finanzinstrumente nicht vor. Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente werden mit ihren fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Gewinne und Verluste aus der Folgebewertung werden erfolgswirksam erfasst. Sie kommen in der Manz-Gruppe nicht vor. Finanzielle Verbindlichkeiten werden in der Folgebewertung mit Ausnahme der derivativen Finanzinstrumente zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode bewertet. Derivative Finanzinstrumente Die Manz AG setzt derivative Finanzinstrumente nur zur Absicherung der aus operativen Tätigkeiten resultierenden Währungsrisiken ein. Die derivativen Finanzinstrumente werden nach IAS 39 bei ihrer erstmaligen Erfassung sowie in der Folgebewertung mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Die Zeitwerte von gehandelten derivativen Finanzinstrumenten entsprechen den Marktpreisen. Nicht gehandelte derivative Finanzinstrumente werden unter Anwendung anerkannter Bewertungsmodelle basierend auf Discounted-Cashflow-Analysen und unter Rückgriff auf aktuelle Marktparameter berechnet. Für die Erfassung der Veränderung der beizulegenden Zeitwerte - erfolgswirksame Erfassung in der Gewinn- und Verlustrechnung oder erfolgsneutrale Erfassung im Eigenkapital - ist entscheidend, ob das derivative Finanzinstrument in eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39 eingebunden ist oder nicht. Liegt kein Hedge Accounting vor, werden die Veränderungen der beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente sofort erfolgswirksam erfasst. Besteht hingegen eine wirksame Sicherungsbeziehung gemäß IAS 39, wird der Besicherungszusammenhang als solcher bilanziert. Bei Manz werden die Vorschriften des Hedge Accounting gemäß IAS 39 zur Sicherung von zukünftigen Zahlungsströmen (Cashflow Hedges) angewandt. Hierbei wird zu Beginn der Sicherungsbeziehung die Beziehung zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft dokumentiert, einschließlich der Risikomanagementziele. Des Weiteren wird bei Eingehen der Sicherungsbeziehung als auch in deren Verlauf regelmäßig dokumentiert, ob das in die Sicherungsbeziehung designierte Sicherungsinstrument hinsichtlich der Kompensation der Änderung der Cashflows der Grundgeschäfte im hohen Maße effektiv ist. Der effektive Teil der Änderung des beizulegenden Zeitwerts eines Derivates oder eines originären Finanzinstruments, das als Sicherungsinstrument designiert worden ist, wird nach Abzug latenter Steuern im Eigenkapital unter Gewinnrücklagen aus Cashflow Hedges erfasst. Der auf den ineffektiven Teil entfallende Gewinn oder Verlust wird sofort erfolgswirksam in den "sonstigen betrieblichen Erträgen" oder "sonstigen betrieblichen Aufwendungen" ausgewiesen. Im Eigenkapital erfasste Beträge werden in der Periode in die Gewinn- und Verlustrechnung überführt, in der auch das Grundgeschäft ergebniswirksam wird. Falls der Eintritt des ursprünglich abgesicherten Grundgeschäfts nicht mehr erwartet wird, werden die bis dahin innerhalb des Eigenkapitals ausgewiesenen kumulierten, nicht realisierten Gewinne und Verluste ebenfalls ergebniswirksam erfasst. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 bestehen keine Derivativen Finanzinstrumente, weil keine wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen bestehen bzw. keine Transaktionen in Fremdwährung geplant sind. Wertpapiere Unter den als kurzfristig ausgewiesenen Wertpapieren sind im Wesentlichen börsennotierte, überwiegend kurzfristig angelegte Investmentfondsanteile, Aktien und festverzinsliche Wertpapiere, die bei Erwerb eine Restlaufzeit von mehr als drei Monaten und weniger als einem Jahr aufweisen. Die Wertpapiere gehören ausnahmslos der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" an und werden mit dem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Bei der Erstbewertung werden Transaktionskosten berücksichtigt, die direkt dem Erwerb des finanziellen Vermögenswertes zuzurechnen sind; die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Unrealisierte Gewinne und Verluste werden unter Berücksichtigung latenter Steuern bei den Gewinnrücklagen erfasst. Bei Veräußerung wird der Gewinn oder Verlust erfolgswirksam. Liegen wesentliche objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswertes vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben. Flüssige Mittel Die flüssigen Mittel umfassen Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Form von Geldkonten und kurzfristigen Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Aktienbasierte Vergütungen Als Entlohnung für die geleistete Arbeit erhalten Mitarbeiter des Konzerns (einschließlich der Führungskräfte) eine aktienbasierte Vergütung in Form von Eigenkapitalinstrumenten. Dieser sog. Performance Share Plan wurde im Geschäftsjahr 2008 erstmalig eingeführt. Die Kosten aus der Gewährung der Aktienzusagen werden zum beilzulegenden Zeitwert dieser Eigenkapitalinstrumente zum Zeitpunkt ihrer Gewährung bemessen. Der beizulegende Zeitwert wird unter Anwendung eines geeigneten Bewertungsmodells ermittelt (zu Einzelheiten siehe Angabe 9). Die Erfassung der aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente resultierenden Aufwendungen und die korrespondierende Erhöhung des Eigenkapitals erfolgt über den Zeitraum, in dem die Ausübungs- bzw. Leistungsbedingungen erfüllt werden müssen (sog. Erdienungszeitraum). Dieser Zeitraum endet am Tag der ersten Ausübungsmöglichkeit, d.h. dem Zeitpunkt, an dem der betroffene Mitarbeiter unwiderruflich bezugsberechtigt wird. Die an jedem Bilanzstichtag bis zum Zeitpunkt der ersten Ausübungsmöglichkeit ausgewiesenen kumulierten Aufwendungen aus der Gewährung der Eigenkapitalinstrumente reflektieren den bereits abgelaufenen Teil des Erdienungszeitraums sowie die Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die nach bestmöglicher Schätzung des Konzerns mit Ablauf des Erdienungszeitraums tatsächlich ausübbar werden. Der im Periodenergebnis erfasste Ertrag oder Aufwand entspricht der Entwicklung der zu Beginn und am Ende des Berichtszeitraums erfassten kumulierten Aufwendungen. Für Vergütungsrechte, die nicht ausübbar werden, wird kein Aufwand erfasst. Hiervon ausgenommen sind Vergütungsrechte, für deren Ausübbarkeit bestimmte Marktbedingungen erfüllt sein müssen. Diese werden unabhängig davon, ob die Marktbedingungen erfüllt sind, als ausübbar betrachtet, vorausgesetzt, dass alle sonstigen Leistungsbedingungen erfüllt sind. Werden die Bedingungen einer Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente geändert, so werden Aufwendungen mindestens in der Höhe erfasst, in der sie angefallen wären, wenn die Vertragsbedingungen nicht geändert worden wären. Die Gesellschaft erfasst außerdem die Auswirkungen von Änderungen, die den gesamten beizulegenden Zeitwert der aktienbasierten Vergütungsvereinbarung erhöhen oder mit einem anderen Nutzen für den Arbeitnehmer verbunden sind, bewertet zum Zeitpunkt der Änderung. Wird eine Vergütungsvereinbarung mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente annulliert, wird diese so behandelt, als ob sie am Tag der Annullierung ausgeübt worden wäre. Der bislang noch nicht erfasste Aufwand wird sofort erfasst. Dies findet auf alle Vergütungsvereinbarungen Anwendung, wenn Nicht-Ausübungsbedingungen, auf die entweder das Unternehmen oder die Gegenpartei Einfluss haben, nicht erfüllt werden. Wird die annullierte Vergütungsvereinbarung jedoch durch eine neue Vergütungsvereinbarung ersetzt und die neue Vergütungsvereinbarung am Tag ihrer Gewährung als Ersatz für die annullierte Vergütungsvereinbarung deklariert, werden die annullierte und die neue Vergütungsvereinbarung wie eine Änderung der ursprünglichen Vergütungsvereinbarung bilanziert (vgl. hierzu den obigen Abschnitt). Der verwässernde Effekt der ausstehenden Aktienzusagen wird bei der Berechnung des Ergebnisses je Aktie (verwässert) als zusätzliche Verwässerung berücksichtigt (zu Einzelheiten siehe Angabe 12). Eigene Aktien Erwirbt der Konzern eigene Aktien, so werden diese zu Anschaffungskosten erfasst und vom Eigenkapital abgezogen. Der Kauf, der Verkauf, die Ausgabe oder die Einziehung von eigenen Aktien wird nicht erfolgswirksam erfasst. Abgegrenzte Investitionszuwendungen Die vereinnahmten Investitionszuwendungen werden in Anwendung von IAS 20 (Accounting for Government Grants and Disclosure of Government Assistance) abgegrenzt und über die Nutzungsdauer der betreffenden Anlagegegenstände ertragswirksam aufgelöst. Somit wird dieser Posten über die Perioden der Nutzungsdauer der bezuschussten Sachanlagen verteilt, die die Ergebnisse zukünftiger Geschäftsjahre sukzessive erhöhen. Dieser Ergebniserhöhung stehen Abschreibungsaufwendungen in entsprechender Höhe gegenüber, die somit im Saldo neutralisiert werden. Latente Steuern Latente Steuern werden auf alle temporären Differenzen zwischen den Wertansätzen der Steuerbilanz und der Konzernbilanz gebildet Latente Steuern auf Verlustvorträge werden aktiviert, sofern damit gerechnet wird, dass diese genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern gelten oder erwartet werden. Latente Steuern, die sich auf direkt im Eigenkapital erfasste Posten beziehen, werden im Eigenkapital ausgewiesen. Aktive und passive latente Steuern werden miteinander verrechnet, wenn der Konzern einen einklagbaren Anspruch auf Aufrechnung der tatsächlichen Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden hätte und diese sich auf Ertragsteuern des gleichen Steuersubjekts beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden. Pensionsrückstellungen Die Rückstellungen für Pensionen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit Method") gemäß IAS 19 ermittelt. Bei diesem Verfahren werden neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und erworbenen Anwartschaften auch künftig zu erwartende Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Sofern Pensionsverpflichtungen durch Planvermögen rückgedeckt wurden, werden diese saldiert ausgewiesen. Die Berechnung beruht auf versicherungsmathematischen Gutachten unter Berücksichtigung biometrischer Rechnungsgrundlagen. Die erfolgswirksame Erfassung versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste erfolgt erst dann, wenn die zu Beginn des Geschäftsjahres nicht erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste zehn Prozent des höheren Wertes von Anwartschaftsbarwert und Planvermögen (Korridormethode) übersteigen. Der Dienstzeitaufwand wird im Personalaufwand ausgewiesen, der Zinsanteil der Rückstellungszuführung im Finanzergebnis. Der Zinssatz, der zur Abzinsung der Rückstellungen verwendet wird, wird ausgehend von der Rendite langfristiger erstrangiger Industrieanleihen am Bilanzstichtag bestimmt. Sonstige Rückstellungen Sonstige Rückstellungen werden gebildet, wenn eine gegenwärtige rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten besteht, die künftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führt und dieser verlässlich geschätzt werden kann. Rückstellungen für Gewährleistungen werden unter Berücksichtigung des bisherigen bzw. des geschätzten zukünftigen Schadenverlaufs gebildet. Erträge und Aufwendungen Die Erfassung von Umsatzerlösen erfolgt grundsätzlich erst zu dem Zeitpunkt, zu dem die Erzeugnisse oder Waren geliefert bzw. die Leistungen erbracht sind und der Gefahrenübergang an den Kunden stattgefunden hat. Skonti, Kundenboni und Rabatte vermindern die Umsatzerlöse. Bei Fertigungsaufträgen werden Umsätze nach dem Leistungsfortschritt erfasst. Die produktionsbezogenen Aufwendungen werden mit der Lieferung bzw. der Inanspruchnahme der Leistung, alle sonstigen Aufwendungen werden im Zeitpunkt ihres Anfalls als Aufwand erfasst. Dies gilt auch für nicht aktivierungsfähige Entwicklungskosten. Rückstellungen für Gewährleistung werden im Zeitpunkt des Verkaufs der Produkte gebildet Zinsen und sonstige Fremdkapitalkosten werden als Aufwand der Periode gebucht. Aufwendungen bei Kapitalerhöhungen Die Aufwendungen im Rahmen von Kapitalerhöhungen werden, gemindert um alle damit verbundenen Ertragsteuervorteile, nach IAS 32 erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Eventualschulden Die Eventualschulden stellen mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten dar, die aus vergangenen Ereignissen resultieren und deren Existenz durch das Eintreten oder Nichteintreten eines oder mehrerer unsicherer künftiger Ereignisse, die nicht vollständig unter der Kontrolle der Manz-Gruppe stehen, erst noch bestätigt werden müssen. Des Weiteren entstehen Eventualschulden aus einer gegenwärtigen Verpflichtung, die auf vergangenen Ereignissen beruht, die jedoch nicht bilanziert werden, weil der Abfluss von Ressourcen nicht wahrscheinlich ist bzw. die Höhe der Verpflichtung nicht ausreichend verlässlich geschätzt werden kann. Vorjahresinformationen Einzelne Vorjahresdaten sind aus Gründen der besseren Vergleichbarkeit an die aktuelle Darstellung angepasst worden. Dies betrifft Umgliederungen bei den kurzfristigen Rückstellungen. Hier werden seit dem Berichtsjahr personalbezogene Rückstellungen wie Resturlaub, Überstunden, Erfolgsbeteiligung und Tantiemen bei den übrigen Verbindlichkeiten ausgewiesen sowie ausstehende Rechnungen und Aufsichtsratsvergütungen bei den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Siehe hierzu auch Ziffer 31. Schätzungen und Beurteilungen des Managements Zur Erstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen und Schätzungen notwendig, die sich auf Ansatz, Bewertung und Ausweis der Vermögenswerte, Schulden, Erträge und Aufwendungen sowie Eventualforderungen und -schulden auswirken. Die wesentlichen Sachverhalte, die von solchen Ermessensentscheidungen und Schätzung betroffen sind, beziehen sich auf die Realisierbarkeit von Forderungen, die Ermittlung des Fertigstellungsgrads bei langfristiger Auftragsfertigung, die Annahmen über zukünftige Cashflows von Zahlungsmittel generierenden Einheiten (ZGE) und Entwicklungsprojekten sowie die Bilanzierung und Bewertung von Rückstellungen. Die tatsächlich eintretenden Werte können im Einzelfall von den Schätzungen abweichen. Die Buchwerte der durch Schätzungen betroffenen Vermögenswerte und Schulden können den Aufgliederungen der einzelnen Bilanzposten entnommen werden. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf dem jeweils aktuell verfügbaren Kenntnisstand beruhen. Insbesondere werden bezüglich der erwarteten künftigen Geschäftsentwicklung die zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernabschlusses vorliegenden Umstände ebenso wie die als realistisch unterstellte zukünftige Entwicklung des globalen und branchenbezogenen Umfelds zugrunde gelegt. Aufgrund der aktuellen Krise auf den Finanz- und Absatzmärkten sind die Annahmen und Schätzungen derzeit hohen Unsicherheiten ausgesetzt. Durch von den Annahmen abweichende und außerhalb des Einflussbereichs des Managements liegende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich einstellenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzwerten abweichen. Wenn die tatsächliche Entwicklung von der erwarteten abweicht, werden die Prämissen und, falls erforderlich, die Buchwerte der betreffenden Vermögenswerte und Schulden entsprechend angepasst. Den Schätzungen und Beurteilungen des Managements lagen Annahmen zugrunde, die im Prognosebericht erläutert sind. Änderung von Rechnungslegungsvorschriftena) Erstmals angewandte Vorschriften IAS 1 “Darstellung des Abschlusses" Im September 2007 veröffentlichte das IASB den Standard IAS 1 "Darstellung des Abschlusses". Der überarbeitete Standard verlangt eine separate Darstellung für Eigenkapitalveränderungen, die aus Transaktionen mit den Anteilseignern in ihrer Eigenschaft als Anteilseigner entstehen, und anderen Eigenkapitalveränderungen. Die Eigenkapitalveränderungsrechnung umfasst folglich Details zu Geschäftsvorfällen mit Anteilseignern, während andere Eigenkapitalveränderungen in Summe in Form einer Überleitung für einzelne Eigenkapitalbestandteile gezeigt werden. Zudem führt der Standard eine Gesamtergebnisrechnung ein, in der sämtliche nicht in der Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Ertrags- und Aufwandsposten sowie alle erfolgsneutral im Eigenkapital erfassten Ergebnisbestandteile entweder in einer einzigen Aufstellung oder in zwei miteinander verbundenen Aufstellungen dargestellt werden. Der Konzern hat entschieden, zwei getrennte Aufstellungen vorzulegen. IFRS 8 "Geschäftssegmente" Im November 2006 hat das IASB den Standard IFRS 8 "Geschäftssegmente" herausgegeben, der den bisherigen IAS 14 "Segmentberichterstattung" ersetzt. Manz wendet IFRS 8 mit Beginn des Geschäftsjahres 2009 an. IFRS 8 verlangt von Unternehmen die Berichterstattung von finanziellen und beschreibenden Informationen bezüglich berichtspflichtiger Segmente. Im Allgemeinen müssen Finanzinformationen auf Basis der internen Steuerung berichtet werden, durch die der Geschäftserfolg der operativen Segmente beurteilt wird und entschieden wird, wie die Ressourcen auf die operativen Segmente verteilt wird. Nach unserer Feststellung entsprechen die gemäß IFRS 8 identifizierten Segmente den zuvor gemäß IAS 14 identifizierten Segmenten. IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" Im März 2009 veröffentlichte das IASB Änderungen an IFRS 7. Der geänderte Standard sieht zusätzliche Angaben über die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte und das Liquiditätsrisiko vor. Die Änderung verlangt eine quantitative Analyse der Ermittlung von beizulegenden Zeitwerten auf Grundlage einer dreistufigen Hierarchie für jede Klasse von Finanzinstrumenten, die zum beizulegenden Zeitwert erfasst werden. Zusätzlich ist nun bei Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert der Stufe 3 eine Überleitung zwischen Anfangs- und Endsaldo vorgeschrieben sowie Angabe wesentlicher Umgliederungen zwischen den Stufen 1 und 2 der Ermittlungshierarchie. Mit der Änderung werden ferner die Anforderungen für Angaben von Liquiditätsrisiken in Bezug auf Geschäftsvorfälle, die sich auf Derivate beziehen, und von für Zwecke des Liquiditätsmanagements eingesetzten Vermögenswerten klargestellt. Manz wendet die Änderungen mit Beginn des Geschäftsjahres 2009 an. Sie haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von Manz. Das IASB hat weitere Verlautbarungen veröffentlicht, die für Manz erstmals im Geschäftsjahr 2009 anzuwenden waren. Diese umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von Manz. b) Neu herausgegebene und von der EU übernommene Vorschriften, die nicht vorzeitig angewandt werden Die nachfolgenden Rechnungslegungsverlautbarungen sind vom IASB veröffentlicht worden und für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen, verpflichtend anzuwenden. IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse (IFRS 3 (2008))" In IFRS 3 (2008) wird die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von Minderheitsanteilen, die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten Kaufpreisanteilen und Anschaffungsnebenkosten. Nach der Neuregelung kann die Bewertung von Minderheitsanteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode) oder zum beizulegenden Zeitwert des anteiligen identifizierbaren Nettovermögens erfolgen. Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorgesehen. Eine Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit ausgewiesen werden, ist zukünftig erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst. Manz wendet IFRS 3 (2008) ab dem Geschäftsjahr 2010 an. IAS 27 "Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (IAS 27 (2008))" Wesentliche Änderungen des IAS 27 (2008) betreffen die Bilanzierung von Transaktionen, bei denen ein Unternehmen weiterhin die Beherrschung behält, sowie Transaktionen, bei denen die Beherrschung untergeht. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust führen, sind erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. Verbleibende Anteile sind zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts zum beizulegenden Zeitwert zu bewerten. Bei Minderheitsanteilen ist der Ausweis von Negativsalden zulässig, d.h. Verluste werden zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional zugerechnet. Manz wendet IAS 27 (2008) ab dem Geschäftsjahr 2010 an. c) Veröffentlichte, von der EU noch nicht übernommene und noch nicht angewendete Vorschriften IFRS 9 "Financial Instruments" Der IASB hat im November 2009 im Rahmen eines Projektes zur Überarbeitung der Rechnungslegung für Finanzinstrumente IFRS 9 "Financial Instruments" veröffentlicht. Der neue Standard regelt die Bilanzierung von finanziellen Vermögenswerten im Hinblick auf die Klassifizierung und Bewertung. Die Bestimmungen treten grundsätzlich retrospektiv für Geschäftsjahre in Kraft, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Eine vorzeitige Anwendung ist zulässig. Der Konzern wird IFRS 9 für das Geschäftsjahr 2010 nicht vorzeitig anwenden. Manz wird die Auswirkungen auf den Konzernabschluss untersuchen. Das IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht. Der Konzern bewertet noch die möglichen Auswirkungen dieser Verlautbarungen auf den Konzernabschluss. Es ist jedoch nicht zu erwarten, dass diese Vorschriften wesentliche Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sowie die Cashflows des Konzerns haben werden. III. ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG(1) Umsatzerlöse Die sachliche und regionale Aufteilung der Umsatzerlöse ist in der Segmentberichterstattung (Anlage 6a) wiedergegeben. Wir verweisen auch auf unsere Erläuterungen zur Segmentberichterstattung im Abschnitt IV. In den Umsatzerlösen sind Umsätze aus Fertigungsaufträgen in Höhe von TEUR 74.367 (Vj. TEUR 214.409) enthalten. (2) Aktivierte Eigenleistungen Im Geschäftsjahr 2009 wurden insbesondere für folgende Projekte Entwicklungskosten aktiviert: systems.solar
systems.lcd
systems.aico.
(3) Sonstige betriebliche Erträge
(4) Materialaufwand
(5) Personalaufwand
(6) Sonstige betriebliche Aufwendungen
(7) Finanzerträge
(8) Finanzaufwendungen
(9) Aktienbasierte Vergütungen Performance Share Plan Der Konzern hat im Geschäftsjahr 2008 für Mitglieder des Vorstands und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter einen Performance Share Plan eingeführt. Hierbei werden Aktienzusagen mit einer Wartezeit (Vesting Period) von 3 Jahren und einer maximalen Gesamtlaufzeit von 6 Jahren gewährt Nach Ablauf der Wartezeit erhält der Empfänger eine Manz Aktie zum Preis von EUR 1,00. Die Aktienzusagen verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis gekündigt oder ein Aufhebungsvertrag geschlossen wird. Die Aktienzusagen sind während der Wartezeit nicht dividendenberechtigt. Die Manz AG kann die Aktienzusagen durch neue ausgegebene Aktien, durch eigene Aktien oder durch Geldzahlung abgelten. Die Art der Abgeltung legen Vorstand und Aufsichtsrat fest. Die Aktienzusagen (Bezugsrechte) werden nach freiem Ermessen des Vorstandes mit Zustimmung des Aufsichtsrates - soweit es sich um Vorstandsmitglieder handelt, nach freiem Ermessen des Aufsichtsrates- in jährlichen Tranchen, binnen eines Zeitraums von drei Monaten nach der ordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft, ausgegeben. Die Anzahl der insgesamt auszugebenden Aktien richtet sich nach der Anzahl der Bezugsberechtigten je Tranche, nach dem Grad der Erreichung der Erfolgsziele (Erfolgsfaktor) und nach der Haltedauer der Bezugsrechte (Treuefaktor). Der Erfolgsfaktor bezieht sich für die einzelnen Tranchen auf die jeweilige EBIT-Marge des Konzernabschlusses. Der Treuefaktor wird bestimmt durch die Haltedauer der Bezugsrechte und kann sich bis zu einem Maximal-Faktor von 2,00 erhöhen, wenn die Bezugsrechte erst innerhalb des sechsten Kalenderjahres nach Ausgabe der Bezugsrechte ausgeübt werden. Im Geschäftsjahr 2009 räumte die Gesellschaft 14 (Vj. 16) Mitarbeitern und Mitgliedern des Vorstands 6.665 (Vj. 2.388) Aktienzusagen/Bezugsrechte ein. Hiervon entfallen 3.320 (Vj. 1.092) auf den Vorstand. Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung der Aktienzusagen/Bezugsrechte mit den entsprechenden gewichteten durchschnittlichen beizulegenden Zeitwerten je zugesagter Aktie zum Zeitpunkt ihrer Gewährung:
Die Bilanzierung der Aktienzusagen erfolgt gemäß IFRS 2 mit dem beizulegenden Zeitwert der Zusagen zum Zeitpunkt der Gewährung und wird im Personalaufwand sowie einer korrespondierenden Erhöhung des Eigenkapitals (Kapitalrücklage) erfasst. Die Ermittlung der Zeitwerte erfolgt im Geschäftsjahr 2009 unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Im Geschäftsjahr 2008 erfolgte die Bewertung als Differenz zwischen dem Marktpreis der Manz-Aktie und dem Barwert der innerhalb der Wartezeit bzw. Treueperiode erwarteten Dividende. Die Anwendung des Black-Scholes-Modells im Geschäftsjahr 2008 hätte zu keinem wesentlich anderen beizulegenden Wert geführt. Folgende Parameter liegen der Berechnung 2009 zugrunde:
Der beizulegende Zeitwert der im Berichtsjahr gewährten Aktienzusagen beläuft sich auf damit TEUR 598 (Vj. TEUR 508). Im Berichtsjahr wurde aus dem Performance-Share-Plan insgesamt ein Aufwand von TEUR 104 (Vj. TEUR 63) erfasst, der unter den Personalaufwendungen ausgewiesen wird. (10) Steuern vom Einkommen und Ertrag Die Steuern vorn Einkommen und Ertrag umfassen sowohl tatsächliche als auch latente Ertragsteuern aus temporären Differenzen sowie aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:
Die Berechnung des laufenden Ertragsteueraufwands erfolgt unter Anwendung der zum Bilanzstichtag geltenden Steuersätze. Für die Berechnung der latenten Steuern wurde der inländische Steuersatz von 28,08 % berücksichtigt. Der Ertragsteuerertrag im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 3.276 (Vorjahr: Aufwand TEUR 7.315) leitet sich wie folgt von einem "erwarteten" Ertragsteueraufwand ab, der sich bei Anwendung des gesetzlichen Ertragsteuersatzes des Mutterunternehmens auf das Ergebnis vor Ertragsteuern ergeben hätte:
Die aktiven und passiven latenten Steuern auf Ebene der einzelnen Bilanzposten werden in der folgenden Übersicht dargestellt:
Die latenten Steuern aus derivativen Finanzinstrumenten (Cashflow Hedges) und der Martkbewertung von Wertpapieren in Höhe von insgesamt TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 742) wurden im Eigenkapital mit den Gewinnrücklagen verrechnet. Im Geschäftsjahr 2008 wurde der Ertragsteueranteil aus den Aufwendungen für die Kapitalerhöhung in Höhe von TEUR 1.140 im Eigenkapital mit der Kapitalrücklage verrechnet. Für steuerliche Verlustvorträge werden latente Steuern nur angesetzt, wenn ihre Realisierung mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Diese Voraussetzung wird von dem Vorstand als durchgehend gegeben angesehen, weil sich aus den laufend aktualisierten Businessplänen und der zugrunde liegenden strategischen Ausrichtung des Konzerns die Erwartung ausreichender zukünftiger positiver Ergebnisse begründet. Wertberichtigungen der aktiven latenten Steuern wurden daher nicht vorgenommen. Die steuerlichen Verlustvorträge belaufen sich zum Bilanzstichtag auf insgesamt TEUR 1.547 (Vj. TEUR 167) und sind unbegrenzt vortragsfähig. Davon entfallen auf Deutschland TEUR 1.289 (Vj. TEUR 0) und Ungarn TEUR 249 (Vj. TEUR 27). Daneben sind TEUR 9 Verlustvorträge in sonstigen Ländern vorhanden. (11) Ergebnisanteil Minderheitsanteile Der Ergebnisanteil der Minderheitsaktionäre setzt sich zusammen aus den den Minderheiten zugewiesenen Ergebnissen in Höhe von TEUR -67 (Vj. TEUR 794). Hierbei handelt es sich Minderheitsanteile bei der Manz Intech Machines, der Manz Slovakia und Manz India. (12) Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie errechnet sich aus der Division des Ergebnisanteils der Aktionäre der Manz Automation AG und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der während des Geschäftsjahres in Umlauf befindlichen Aktien. Eine Verwässerung des Ergebnisses je Aktie resultiert aus sogenannten potenziellen Aktien. Hierzu zählen Options- und Bezugsrechte, wenn diese Rechte die Ausgabe von Aktien zu einem Wert unter dem durchschnittlichen Börsenkurs der Aktie zur Folge haben. Es ergab sich ein Verwässerungseffekt aus den Aktienzusagen im Rahmen des Performance Plans (siehe Angabe 9)
IV. ERLÄUTERUNGEN ZUR SEGMENTBERICHTERSTATTUNGDie Einführung von IFRS 8 führte zu keiner Strukturveränderung für Zwecke der Segmentberichterstattung. Der Manz Konzern ist unverändert in den vier Geschäftsbereichen systems.solar, systems.lcd, systems.aico und sonstige tätig. Die Aktivitäten im Bereich systems.solar erstrecken sich auf Automatisierungslösungen für die Solarzellenfertigung sowie Systemlösungen zur Qualitätsprüfung und Sortierung von Solarzellen. Im Segment systems.lcd werden Komplettanlagen für die Handhabung empfindlicher Produkte unter Reinraumbedingungen realisiert. Die Schwerpunkte liegen hierbei im Bereich des Substrat Handlings bei der Herstellung von LCD Flachbildschirmen. Das Segment systems.aico befasst sich mit der Handhabung von kleinen Teilen bei der Herstellung von Hartmetallteilen und mit dem Vertrieb von Roboter- und Steuerungssystemen. Im Geschäftsjahr 2009 ist darin auch das neue Geschäftsfeld Lithium-Ionen-Batterien enthalten. Der Bereich "sonstige" wurde im Geschäftsjahr 2008 aufgrund der getätigten Akquisitionen eingeführt. Dieser umfasst vor allem das Geschäftsfeld der nasschemischen Prozessanlagen für die Leiterplatten-Industrie der Manz Intech Machines Co. Ltd sowie das Geschäftsfeld der Herstellung von Maschinen für die Verarbeitung von Papier-, Folien und Verpackungen der erworbenen Christian Majer GmbH & Co. KG (jetzt: Manz Automation Tübingen GmbH). Zentrale Größe für die Beurteilung und Steuerung der Ertragslage eines Segments ist das operative Ergebnis (EBIT). In der Segmentberichterstattung sind Erlöse, Ergebnisse sowie Vermögen und Schulden der einzelnen Segmente des Konzerns dargestellt. Mit Ausnahme des Bereichs der Zentralfunktionen/Übriges bestehen zwischen den einzelnen Segmenten nur in geringem Umfang Liefer- und Leistungsbeziehungen. Die Liefer- und Leistungsbeziehungen innerhalb von Segmenten sind konsolidiert ausgewiesen. Der Leistungsaustausch zwischen den Segmenten wird zu Preisen angesetzt, wie sie auch mit Konzernfremden vereinbart würden. Von den Umsatzerlösen des Geschäftsjahres 2009 entfallen auf einen Kunden TEUR 21.631, die dem Segment systems.solar zuzuordnen sind. Die Segmentberichterstattung ist der Anlage 6a zu entnehmen. V. ERLÄUTERUNGEN ZUR KAPITALFLUSSRECHNUNG(13) Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel der Manz-Gruppe im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und Mittelabflüsse verändert haben. Entsprechend IAS 7 (Kapitalflussrechnung) werden Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitionstätigkeit sowie Finanzierungstätigkeit unterschieden. Auswirkungen aus Veränderungen des Konsolidierungskreises und der Wechselkurse sind in den jeweiligen Positionen eliminiert. Die auf Änderungen der Wechselkurse beruhende Veränderung der flüssigen Mittel ist gesondert ausgewiesen. Die Zahlungsmittel der Kapitalflussrechnung umfassen alle in der Bilanz ausgewiesenen flüssigen Mittel, die sich aus Kassenbeständen, Guthaben bei Kreditinstituten und kurzfristig liquidierbaren Wertpapieren mit einer Laufzeit von bis zu drei Monaten und nur unwesentlichen Wertschwankung en zusammensetzen. Die Zahlungsmittelzuflüsse und -abflüsse aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden nach der direkten Methode dargestellt. Die Mittelzu- und Mittelabflüsse aus der Investitionstätigkeit des laufenden Geschäfts umfassen neben Zugängen im Sachanlagevermögen auch Zugänge bei den immateriellen Vermögenswerten sowie Veränderungen der Geldanlagen in Wertpapieren. Die Auszahlungen für den Erwerb von Tochterunternehmen sind um die übernommenen flüssigen Mittel vermindert. In der Finanzierungstätigkeit sind neben Zahlungsmittelzuflüssen aus Eigenkapitalerhöhungen und der Begebung von sonstigen Finanzverbindlichkeiten auch Zahlungsmittelabflüsse aus der Tilgung von Krediten ausgewiesen. Demgegenüber wird ausgehend vom Ergebnis nach Steuern der Mittelzufluss und -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Dazu wird das Ergebnis nach Steuern um die nicht zahlungswirksamen Aufwendungen und Erträge, das sind im Wesentlichen Abschreibungen und die Veränderungen der langfristigen Rückstellungen, korrigiert und um die Veränderung der betrieblichen Aktiva und Passiva ergänzt. Im Mittelzufluss und -abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit sind enthalten:
Investitions- und Finanzierungsvorgänge, welche nicht zu einer Veränderung von Zahlungsmitteln geführt haben, sind nicht Bestandteil der Kapitalflussrechnung. VI. ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ(14) Immaterielle Vermögenswerte
Geschäfts- oder Firmenwerte Die Geschäfts- oder Firmenwerten sowie die immateriellen Vermögenswerte mit unbestimmter Nutzungsdauer (Markenrechte) entfallen wie folgt auf die einzelnen Segmente:
Die Werthaltigkeit des Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens einmal jährlich getestet, in dem die Buchwerte der dem jeweiligen Geschäfts- oder Firmenwert zugrunde liegenden Einheiten mit dem Nutzungswert verglichen werden. Der Nutzungswert wird nach der Discounted-Cashflow-Methode ermittelt. Ausgangspunkt ist die aktuelle Dreijahresplanung für den jeweiligen Geschäftsbereich. Zu den wesentlichen Planungsprämissen gehören vor allem die erwartete Marktentwicklung in Relation zur Entwicklung der Manz Gruppe, die Entwicklung wesentlicher Fertigungs- und sonstiger Kosten sowie der Abzinsungsfaktor. Bei der Festlegung der Annahmen werden sowohl allgemeine Marktprognosen, aktuelle Entwicklungen wie auch historische Erfahrungen berücksichtigt. Die Cashflows werden für jeden Geschäftsbereich, dem ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist, individuell auf Basis der Umsatz- und Kostenplanung prognostiziert. Die Wachstumsraten wurden mit Werten von 1,0 % bis 2,0 % angesetzt. Der für die Abzinsung verwendete Diskontierungssatz vor Steuern (gewichtete durchschnittliche Kapitalkosten (WACC)) beträgt 17,6 % (Vj. 11,3 %). Dabei wurden die Eigenkapitalkosten im Berichtsjahr auf Basis einer Vergleichsgruppe (Peer Group) ermittelt. Die Fremdkapitalkosten wurden aus den Refinanzierungskosten der Manz AG abgeleitet. Die Gewichtung der so ermittelten Eigen- und Fremdkapitalkostensätze erfolgte auf Basis der durchschnittlichen Kapitalstruktur der Peer Group. Als Steuersatz wurde mit 30 % der erwartete durchschnittliche Steuersatz der Peer Group gewählt. Eine Wertminderung eines Geschäfts- oder Firmenwertes liegt vor, wenn der Nutzungswert kleiner ist als der Buchwert des Geschäftsbereichs. Für die Geschäftsjahre 2009 und 2008 wurde kein Wertberichtigungsbedarf der bilanzierten Geschäfts- oder Firmenwerte sowie der immateriellen Vermögenswerte ohne bestimmte Nutzungsdauer ermittelt. Ein um 1 % höherer WACC und eine Berechnung ohne unterstelltes Wachstum in der ewigen Rente beeinflusst die Werthaltigkeit der Firmenwerte nicht. Eine dann noch zusätzliche Reduzierung der EBIT-Marge über die gesamt Planungsdauer von 10 %, hätte zu einer Wertminderung des Geschäfts- und Firmenwertes im Segment Sonstige in Höhe von 1,0 Mio. EUR geführt. Von den im Jahr 2009 insgesamt angefallenen Forschungs- und Entwicklungskosten erfüllen TEUR 6.204 (Vorjahr: TEUR 3.871) die Aktivierungskriterien nach IFRS. Folgende Beträge wurden erfolgswirksam verrechnet:
(15) Sachanlagen
Grundstücke und Gebäude der Manz Intech Machines Taiwan mit einem Buchwert von TEUR 6.874 (Vj. TEUR 7.023) dienen als Sicherheit für Bankdarlehen. (16) Finanzanlagen, at equity bilanziert Die Manz Automation AG hält 24,0 % der Anteile an der Axystems Ltd., Israel. Die Geschäftstätigkeit der Gesellschaft umfasst die Entwicklung und Herstellung von Steuerungssystemen. Die Axystems wurde gemäß IAS 28 im Konzernabschluss nach der Equity-Methode als assoziiertes Unternehmen bilanziert, da ein maßgeblicher Einfluss ausgeübt werden kann. Der auf die Manz AG entfallende Verlustanteil des Berichtsjahres betrug TEUR 12 (Vj. Gewinnanteil TEUR 24). Die folgende Tabelle enthält zusammengefasste Finanzinformationen zu den at equity bilanzierten Finanzanlagen:
(17) Vorräte
Bei den Vorräten wurden Wertminderungen aufgrund von Markt- und Gängigkeitsrisiken in Höhe von TEUR 4.369 (Vj. TEUR 3.319) vorgenommen. Die Zuführung zu den Wertberichtigungen im Berichtsjahr in Höhe von TEUR 1.050 (Vj. TEUR 1.678) wurde erfolgswirksam im Materialaufwand erfasst. (18) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
Die nach dem Grad der Fertigstellung bilanzierten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen ermitteln sich wie folgt:
Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt:
Im Geschäftsjahr 2009 wurden Forderungen in Höhe von TEUR 65 (Vj. TEUR 0) ausgebucht, wovon TEUR 65 (Vj. TEUR 0) bereits im Vorjahr wertberichtigt waren. Für die künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen sind keine Wertberichtigungen erforderlich. Die Wertberichtigungen werden von den Forderungen direkt abgesetzt. (19) Derivative Finanzinstrumente Am Bilanzstichtag waren folgende Devisentermin-, Devisenoptions- und Devisenswapgeschäfte im Rahmen von Hedge Accounting zur Kurssicherung von während des folgenden Geschäftsjahrs erwarteten USD-Einnahmen eingesetzt:
Das Nominalvolumen ist die Summe aller Kauf- und Verkaufsbeträge derivativer Finanzgeschäfte. Die Marktwerte ergeben sich aus der Bewertung der ausstehenden Positionen zu Marktpreisen ohne Berücksichtigung gegenläufiger Wertentwicklungen aus den Grundgeschäften. Im Geschäftsjahr wurden keine Bewertungserfolge in die Gewinnrücklagen eingestellt. Im Vorjahr wurden TEUR 2.497, unter Abzug von latenten Steuern in Höhe von TEUR 696, aus noch laufenden Cashflow Hedges erfolgsneutral in die Gewinnrücklagen eingestellt. Im Geschäftsjahr 2009 wurden aus dem Eigenkapital netto Gewinne in Höhe von TEUR 1.801 (2008: TEUR 323) in die Umsatzerlöse umgegliedert. Als Folge von terminlichen Verschiebungen bzw. Auftragsstornierungen bei den Grundgeschäften kam es bei den Cashflow Hedges zu Gewinnen (+) / Verlusten (-) aus Ineffektivitäten im Geschäftsjahr 2009 in Höhe von TEUR 2.586 (Vj. TEUR -7.498). Der Ausweis der Kursgewinne erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. der Kursverluste in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. (20) Sonstige kurzfristige Forderungen
Die sonstigen kurzfristigen Forderungen sind weder überfällig noch wertgemindert. (21) Wertpapiere Bei den Wertpapieren handelt es sich um börsennotierte, überwiegend kurzfristig angelegte Investmentfondsanteile und festverzinsliche Wertpapiere, die der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" zugeordnet sind. (22) Flüssige Mittel Bei den flüssigen Mitteln handelt es sich um Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in Form von Geldkonten und kurzfristigen Geldanlagen bei Kreditinstituten, die beim Zugang eine Restlaufzeit von bis zu drei Monaten haben. Sie werden mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. (23) Eigenkapital Die Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" (Anlage 5) dargestellt. Gezeichnetes Kapital Als gezeichnetes Kapital wird das Grundkapital des Mutterunternehmens Manz Automation AG ausgewiesen. Das gezeichnete Kapital beläuft sich unverändert zum Vorjahr auf EUR 4.480.054,00 und ist eingeteilt in unverändert 4.480.054 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Der Nennbetrag einer Stückaktie entspricht damit EUR 1,00. Genehmigtes Kapital Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 15. Juni 2014 um bis zu insgesamt EUR 2.240.027,00 durch Ausgabe von insgesamt bis zu 2.240.027 neuen, auf den Inhaber lautenden Aktien (Stückaktien) zu erhöhen. Das genehmigte Kapital soll für Bar- oder Sachkapitalerhöhungen zur Verfügung stehen und das bisherige genehmigte Kapital ersetzen, das der Vorstand in den Geschäftsjahren 2007 und 2008 zum Großteil ausgeübt hatte. Bedingtes Kapital I In der Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 wurde die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 1.433.160,00 durch Ausgabe von bis zu 1.433.160 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von auf den Inhaber lautenden Stückaktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechten und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente). Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Juni 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen (bzw. Kombination dieser Instrumente) mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu EUR 300 Mio. zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigem dieser Instrumente auf den Inhaber lautende Stückaktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu EUR 1.433.160,00 nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Bedingtes Kapital II In der Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 wurde die bedingte Erhöhung des Grundkapitals um bis zu EUR 72.000,00 durch Ausgabe von bis zu 72.000 neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien beschlossen (bedingtes Kapital II, Manz Performance Share Plan 2008). Die bedingte Kapitalerhöhung dient ausschließlich der Gewährung von Bezugsrechten (Aktienoptionen) an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft, an Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen der Gesellschaft sowie an Führungskräfte der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräfte verbundener Unternehmen unterhalb der Geschäftsführung, jeweils im In- und Ausland. Der Vorstand wird ermächtigt, bis zum 31. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt 50.400 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft an die Mitglieder der Geschäftsführung verbundener Unternehmen der Gesellschaft sowie an Führungskräfte der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräfte verbundener Unternehmen, jeweils im In- und Ausland, zu gewähren. Der Aufsichtsrat wird ermächtigt, bis zum 31. Mai 2013 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 21.600 auf den Inhaber lautenden Stückaktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu gewähren. Insgesamt dürfen bis zu 24.000 Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Zahl der zum Bilanzstichtag ausgegebenen Bezugsrechte beläuft sich auf 9.053 (siehe Anmerkung 9). Kapitalrücklage Die Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen von Aktionären nach § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB abzüglich der Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern. Desweiteren ist der Wert der als Gehaltsbestandteil an Führungskräfte (einschließlich Vorstand) in Form von Eigenkapitalinstrumenten gewährten anteilsbasierten Vergütung erfasst. Eigene Aktien Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 wurde die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 15. Dezember 2010 eigene Aktien bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals, das am Tag der Hauptversammlung vorlag, zu erwerben. Der Erwerb kann auch durch von der Gesellschaft abhängige Konzernunternehmen oder für ihre oder deren Rechnung durch Dritte durchgeführt werden. Der Erwerb kann über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots bzw. einer öffentlichen Aufforderung zur Abgabe von Kaufangeboten erfolgen. Der Vorstand wird ermächtigt, Aktien der Gesellschaft, die aufgrund dieser oder einer früheren Ermächtigung erworben wurden, zu allen gesetzlich zugelassenen Zwecken zu verwenden. Die Ermächtigungen zum Erwerb eigener Aktien, zu ihrer Einziehung und ihrer Wiederveräußerung oder Verwertung auf andere Weise können einmal oder mehrmals, einzeln oder gemeinsam, jeweils auch in Teilen ausgeübt werden. Das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre auf die eigenen Aktien wird insoweit ausgeschlossen, wie diese Aktien gemäß den definierten Ermächtigungen verwendet werden. Im Geschäftsjahr 2009 erwarb die Gesellschaft 2.348 Stück (Vj. 2.500 Stück) eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis von 35,57 EUR (Vj. 81,03 EUR) pro Aktie (Kurswert TEUR 84). Die eigenen Aktien wurden zur Bedienung der Mitarbeitererfolgsbeteiligung 2008 verwendet. Zum 31. Dezember 2009 sind keine eigenen Aktien im Bestand. Gewinnrücklagen Bei den Gewinnrücklagen handelt es sich um Rücklagen für angesammelte Gewinne, Rücklagen für die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren und Rücklagen für Cashflow Hedges. Die angesammelten Gewinne enthalten die laufenden und die in Vorjahren von der Manz AG und den einbezogenen Tochterunternehmen erwirtschafteten, noch nicht ausgeschütteten Gewinne. Im Berichtsjahr erfolgte eine Erhöhung der Anteilsquote bei der Manz Intech Machines. Die Bilanzierung erfolgte erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion zwischen den Mehrheits- und Minderheitsgesellschaftern. Hierbei entstand ein positiver Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 2.555 der in den Rücklagen für angesammelte Gewinne ausgewiesen wird. In der Rücklage für die Marktbewertung von zur Veräußerung verfügbaren Wertpapieren werden Änderungen des beizulegenden Zeitwerts dieser Wertpapiere erfasst. In der Rücklage für die Absicherung von Cashflows wird der Teil des Gewinns oder Verlusts aus einem Sicherungsinstrument zur Absicherung von Cashflows erfasst, der als effektive Absicherung ermittelt wurde. Währungsumrechnung Die Rücklage für Währungsumrechnung dient der Erfassung von Differenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse der ausländischen Tochtergesellschaften. Minderheitsanteile Die Minderheitsanteile betreffen die Manz Automation Slovakia s.r.o., an der die Manz Automation AG 90 % der Anteile hält sowie die Manz Intech Machines Co. Ltd. bei der die Manz Automation Asia Ltd. einen Anteil von 95,5 % hält. Darüberhinaus bestehen bei der im Geschäftsjahr 2008 neu gegründeten Manz Automation India Private Limited Minderheitsanteile in Höhe von 25 %. Der den Minderheitsgesellschaftern zuzurechnende Anteil am Eigenkapital und Jahresergebnis wird in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung jeweils gesondert ausgewiesen. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist insbesondere auf die Erhöhung der Anteilsquote bei der Manz Intech Machines von 75,6 % auf 95,5 % zurückzuführen. Vorschlag zur GewinnverwendungDie Dividendenausschüttung der Manz Automation AG richtet sich gemäß § 58 Abs. 2 AktG nach dem im handelsrechtlichen Jahresabschluss (Einzelabschluss) zum 31. Dezember 2009 der Manz Automation AG ausgewiesenen Bilanzgewinn. Der Hauptversammlung wird vorgeschlagen, den Bilanzgewinn der Manz Automation AG zum 31. Dezember 2009 in Höhe von EUR 4.384.630,22 auf neue Rechnung vorzutragen. Zusätzliche Angaben zum Kapitalmanagement Vorrangiges Ziel des Kapitalmanagements im Manz Konzern ist eine kontinuierliche und langfristige Steigerung des Unternehmenswertes und die Sicherung der Liquidität. Ein hohes Bonitätsrating und eine gute Eigenkapitalquote sind hierzu wichtige Bausteine. Der Konzern steuert seine Kapitalstruktur und nimmt Anpassungen vor unter Berücksichtigung des Wandels der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Der Manz Konzern überwacht sein Kapital regelmäßig auf der Basis verschiedener Kennzahlen. Das Verhältnis von Netto-Finanzverbindlichkeiten zum bilanziellen Eigenkapital vor Minderheitsanteilen (Gearing) und die Eigenkapitalquote sind hierbei wichtige Kennzahlen. Die Netto-Finanzverbindlichkeiten werden dabei ermittelt als Summe der Finanzverbindlichkeiten und Leasingverbindlichkeiten abzüglich der flüssigen Mittel und Wertpapiere. Aufsichtsrat und Vorstand haben als Ziel eine Mindesteigenkapitalquote von 40 % und ein Gearing von weniger als 50 % definiert.
Trotz des Konzernjahresfehlbetrags haben sich die Kennzahlen Eigenkapital und Gearing weiter verbessert. Die Eigenkapitalquote ist aufgrund der gesunkenen Mittelbindung auf der Aktivseite auf 78,2 % (Vorjahr 68,7 %) gestiegen. Das Gearing hat sich aufgrund der deutlichen Erhöhung der flüssigen Mittel und Wertpapiere und der gesunkenen Finanzverbindlichkeiten auf -44,3 % (Vorjahr: -26,4 %) verbessert. Von den Finanzverbindlichkeiten unterliegen TEUR 1.500 einer sog. Covenants-Regelung die unter anderem eine Eigenmittelquote von 25 % für den Einzelabschluss der Manz Automation AG vorsehen. Die Finanzauflagen sind erfüllt. (24) Langfristige Finanzschulden
Das Schuldscheindarlehen mit einer endfälligen Tilgungsregelung zum 15. Juni 2010 wird mit 5,4 % p.a. verzinst. Es unterliegt sog. Covenants- Regelungen. Der Ausweis im Berichtsjahr erfolgt bei den kurzfristigen Finanzschulden. Die langfristigen Verbindlichkeiten bei Kreditinstituten betreffen die Manz Intech Machines Taiwan. Im Berichtsjahr erfolgten hier Sondertilgungen. Das verbleibende Darlehen wird mit 1,0 % p.a. verzinst. Das Darlehen ist durch Grundschulden auf bebaute Grundstücke in Taiwan gesichert. (25) Abgegrenzte Investitionszuwendungen Der Posten beinhaltet abgegrenzte Investitionszuschüsse, auch soweit sie bereits im Folgejahr aufzulösen sein werden, da sie ausschließlich im Zusammenhang mit dem Sachanlagevermögen stehen. Sie betreffen ausnahmslos die Manz Automation Hungary in Ungarn. Die Investitionszuschüsse sind mit einer Reihe von Auflagen verbunden. Nach dem derzeitigen Kenntnisstand werden diese Auflagen vollständig erfüllt, so dass mit keinen Rückzahlungen zu rechnen ist. (26) Finanzverbindlichkeiten aus Leasing Die Leasingverbindlichkeiten resultieren aus den gemäß IAS 17 aktivierungspflichtigen Vermögenswerten. Es handelt sich um Finanzierungsleasingverträge über PKW's, die in dem Posten Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung mit einem Buchwert von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 73) ausgewiesen sind. Die in der Zukunft fälligen Leasingzahlungen mit ihren Barwerten ergeben sich aus der folgenden Tabelle:
(27) Pensionsrückstellungen In den folgenden Tabellen werden die Bestandteile der in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfassten Aufwendungen für Versorgungsleistungen sowie die in der Konzernbilanz angesetzten Beträge dargestellt. Das Planvermögen besteht bei den inländischen Versorgungszusagen ausschließlich aus Rückdeckungsversicherungen. Beim Planvermögen der Manz Intech Machines handelt es sich um gesetzlich vorgeschriebene Dotierungen durch den Arbeitgeber in ein zentrales externes Treuhandvermögen (Central Trust). Dem Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung am Jahresende wird das Planvermögen zum beizulegenden Zeitwert gegenübergestellt (Finanzierungsstatus). Nach Abzug der noch nicht berücksichtigten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste ergeben sich die Pensionsrückstellungen.
Die Pensionsverpflichtungen der Manz Automation Tübingen GmbH bestehen aus einer betrieblichen Versorgungsordnung, welche für Neuzugänge ab dem 15. Juli 1997 geschlossen wurde. Bei der Manz Intech Machines besteht sowohl ein leistungsorientierter als auch beitragsorientierter Pensionsplan für die Mitarbeiter. Für Mitarbeiter seit dem 1. Juli 2005 besteht nur noch die Möglichkeit dem beitragsorientierten Pensionsplan beizutreten. Die Mitarbeiter die schon vor dem 1. Juli 2005 beschäftigt waren, haben die Wahl zwischen beiden Pensionsplänen. Die Pensionsverpflichtungen der Manz Automation AG Reutlingen bestehen gegenüber den beiden Vorstandsmitgliedern Dieter Manz und Otto Angerhofer (seit 1. August 2009 Pensionär). Folgende Beträge wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst:
Der Dienstzeitaufwand wird unter den Personalaufwendungen, der Zinsaufwand und der erwartete Ertrag aus dem Planvermögen dagegen unter den Finanzaufwendungen ausgewiesen. Die erwarteten Erträge aus dem Planvermögen werden auf der Grundlage der zu diesem Zeitpunkt gängigen Marktpreise für den Zeitraum, über den die Verpflichtung erfüllt wird, berechnet. Die tatsächlichen Erträge aus Planvermögen betrugen im Berichtsjahr TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 54). Im nächsten Geschäftsjahr werden sich die Arbeitgeberbeiträge zum Fondsvermögen voraussichtlich auf TEUR 63 belaufen. Das Fondsvermögen setzt sich zu 25 % aus Rückdeckungsversicherungen (Deutschland) und zu 75 % aus einem Treuhandvermögen (Taiwan) zusammen. Für beitragsorientierte Pensionspläne sind Zahlungen in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 226) erfolgt. Darüberhinaus wurden bei den inländischen Gesellschaften, aufgrund gesetzlicher Bestimmungen, Beiträge an die staatliche Rentenversicherungsanstalt in Höhe von TEUR 2.116 (Vj. TEUR 1.993) abgeführt. Der Berechnung der Pensionsrückstellungen wurden die folgenden Annahmen zugrunde gelegt:
In den zurückliegenden fünf Jahren hat sich der Finanzierungsstatus, bestehend aus dem Barwert aller Versorgungszusagen und dem Zeitwert des Planvermögens, wie folgt geändert:
Die erfahrungsbedingten Anpassungen stellen die Abweichung dar, zwischen der gemäß den versicherungsmathematischen Annahmen erwarteten und der tatsächlichen Entwicklung der Verpflichtungen und Vermögenswerte. (28) Sonstige langfristige Rückstellungen Die sonstigen langfristigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Gewährleistungen und langfristige Personalverpflichtungen aus Altersteilzeit. Sie haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:
Die Rückstellung für Gewährleistungsverpflichtungen wird auf Basis von Erfahrungswerten der Vergangenheit gebildet. Es ist zu erwarten, dass die Kosten innerhalb der nächsten beiden Geschäftsjahre anfallen werden. (29) Kurzfristige Finanzschulden Die kurzfristigen Finanzschulden betreffen verschiedene kurzfristige Kreditlinien und Kontokorrentkredite zur Finanzierung der laufenden Geschäftstätigkeit Darüberhinaus wird ein im Geschäftsjahr 2010 endfälliges Schuldscheindarlehen über 1,5 Mio. EUR ausgewiesen. Für die kurzfristigen Kredite sind marktübliche Zinssätze vereinbart. (30) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Ihre Bilanzwerte entsprechen im Wesentlichen den Marktwerten; sie sind innerhalb eines Jahres fällig. (31) Sonstige kurzfristige Rückstellungen Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt:
Im Vorjahresabschluss wurden bei den kurzfristigen Rückstellungen Verpflichtungen aus dem Personalbereich (Urlaubsansprüche, Überstunden, Tantiemen und Mitarbeitererfolgsbeteiligungen) in Höhe von TEUR 3.312 ausgewiesen. Im Berichtsjahr erfolgt der Ausweis unter den übrigen Verbindlichkeiten. Desweiteren wurden im Vorjahr im Bereich Übrige Rückstellungen für ausstehende Rechnungen und Aufsichtsratsvergütungen TEUR 530 ausgewiesen. Hier erfolgt seit dem Berichtsjahr der Ausweis unter den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Für Vergleichszwecke wurde der Vorjahresausweis entsprechend angepasst. Im Bereich Übrige sind insbesondere Rückstellungen für Drohverluste aus Kundenaufträgen, Provisionen und Jahresabschlusskosten ausgewiesen. Die Rückstellungen führen in der Regel im Folgejahr zu Auszahlungen. (32) Übrige Verbindlichkeiten Die übrigen Verbindlichkeiten setzen sich zum Stichtag wie folgt zusammen:
Die Steuerverbindlichkeiten (keine Einkommens- und Ertragsteuern) setzen sich v.a. aus Umsatzsteuerverbindlichkeiten und Verbindlichkeiten aus Lohn- und Kirchensteuer zusammen. VII. BERICHTERSTATTUNG ZU FINANZINSTRUMENTENDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen, flüssige Mittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der wesentliche Teil der übrigen Schulden aus dem Anwendungsbereich des IFRS 7 haben überwiegend kurze Restlaufzeiten. Es wird daher unterstellt, dass die Buchwerte dieser Finanzinstrumente näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. Die Wertpapiere werden zum beizulegenden Zeitwert bilanziert, so dass sich hieraus keine Unterschiede zwischen Buchwert und Zeitwert ergeben. Die Zeitwerte basieren hierbei auf dem an einem aktiven Markt notierten Marktpreis. Die Buchwerte der derivativen Finanzinstrumente betreffen ausschließlich Geschäfte, die in ein Hedge Accounting einbezogen sind und stellen damit keine Bewertungskategorie von IAS 39 dar.
Bewertungsklasssen nach IFRS 7.27 Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren: Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische Vermögenswerte und Verbindlichkeiten Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis) oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten Preis nach Stufe 1 darstellen Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare Inputdaten). Zum 31. Dezember 2009 fallen die Wertpapiere in Höhe von TEUR 31.945 in den Anwendungsbereich von IFRS 7.27 mit der Stufe 1 in der Fair-Value-Hierarchie. Nettoergebnisse nach Bewertungskategorien des IAS 39
Die Nettogewinne bzw. -verluste aus Krediten und Forderungen beinhalten im Wesentlichen Gewinne und Verluste aus der Währungsumrechnung und Veränderungen von Wertberichtigungen auf Forderungen. Die Nettogewinne bzw. -verluste aus der zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte beinhalten im Wesentlichen Gewinne und Verluste aus dem Abgang von Wertpapieren. Im Geschäftsjahr 2009 wurde aus der Rücklage für Marktbewertung von Wertpapieren TEUR -2.605 (Vorjahr: TEUR 103) in die Finanzerträge umgebucht und mit dem Gewinn aus dem Abgang von Wertpapieren verrechnet. Das Zinsergebnis für die Finanzinstrumente der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" betrifft die Zinserträge der Wertpapiere. Die Zinserträge für die Finanzinstrumente der Kategorie "Kredite und Forderungen" stammen aus der Anlage der flüssigen Mittel. Das Zinsergebnis bei der Kategorie "Zu Anschaffungskosten bewertete finanzielle Verbindlichkeiten" betrifft im Wesentlichen Zinsaufwendungen aus den langfristigen Finanzschulden sowie aus den Finanzverbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Finanzielles Risikomanagement und Finanzderivate Die Manz-Gruppe ist als international tätiges Unternehmen bei seiner gewöhnlichen Geschäftstätigkeit Kredit-, Liquiditäts- und Marktrisiken ausgesetzt. Marktrisiken resultieren insbesondere aus Änderungen von Währungskursen und Zinssätzen. Aufgabe des finanziellen Risikomanagements ist es, diese Marktrisiken durch die laufenden operativen und finanziellen Aktivitäten zu steuern und zu begrenzen. Je nach Risikoeinschätzung werden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt, wobei grundsätzlich nur Cashflow-Risiken gesichert werden. Derivative Finanzinstrumente kommen ausschließlich zu Sicherungszwecken zum Einsatz und werden somit nicht als Handels- oder Spekulationsposition gehalten. Zur Reduzierung des Ausfallrisikos werden Sicherungsgeschäfte ausschließlich mit führenden Finanzinstituten mit einwandfreier Bonität abgeschlossen. Die Grundzüge der Finanzpolitik werden regelmäßig im Vorstand abgestimmt und vom Aufsichtsrat überwacht. Die Sensitivitätsanalysen in den folgenden Abschnitten beziehen sich jeweils auf den Stand zum 31. Dezember 2009 bzw. 2008. Die Sensitivitätsanalysen wurden auf der Grundlage der am 31. Dezember 2009 bestehenden Sicherungsbeziehungen und unter der Prämisse erstellt, dass die Nettoverschuldung, das Verhältnis von fester und variabler Verzinsung von Schulden und Derivaten und der Anteil von Finanzinstrumenten in Fremdwährung konstant bleiben. Die Sensitivitätsanalysen wurden unter folgenden Annahmen aufgestellt:
Kreditrisiken Kreditrisiko ist das Risiko, dass Geschäftspartner ihrer vertraglichen Verpflichtung nicht nachkommen können und der Manz-Gruppe somit ein finanzieller Verlust entsteht. Der Konzern ist im Rahmen seiner operativen Geschäftstätigkeit Ausfallrisiken insbesondere bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Risiken im Rahmen der Finanzierungstätigkeit, einschließlich Geldanlagen bei Banken und derivativen Finanzinstrumenten, ausgesetzt. Das Kreditrisiko aus Forderungen gegen Kunden wird auf Gesellschaftsebene (lokal) gesteuert und fortlaufend überwacht. Im Projektgeschäft wird das Ausfallrisiko durch Anzahlungen minimiert. Soweit bei finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Das Ausfallrisiko bezüglich der Geldanlagen und derivativen Finanzinstrumenten wird durch die Streuung der Anlagen bei verschiedenen Banken reduziert. Das maximale Kreditrisiko zum Bilanzstichtag entspricht dem Buchwert der finanziellen Vermögenswerte. Die Altersstruktur der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergibt sich aus folgender Tabelle:
Für die nicht wertgeminderten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Die Werthaltigkeit der weder überfälligen noch wertgeminderten Forderungen wird als sehr hoch angesehen. Diese Einschätzung wird dabei vor allem auf die langjährige Geschäftsbeziehung zu den meisten Abnehmern und der Bonität der Kunden zurückgeführt Die historischen Ausfallraten im Konzern sind sehr gering. Durch den Erwerb der taiwanesischen Manz Intech Machines ist der Konzern einer erhöhten Risikokonzentration ausgesetzt, da ein Großteil der Umsätze mit einigen wenigen Großkunden erzielt wird. Auch kam es aufgrund der Finanzkrise zu Zahlungsverzögerungen bei einem Kunden. Im Hinblick auf die Finanzmarktkrise und deren Auswirkungen auf die Realwirtschaft wurden durch die Manz Gruppe frühzeitig Maßnahmen eingeleitet, um die Risiken aus möglichen Kreditausfällen so gering wie möglich zu halten. Hierzu wurde das Forderungsmanagement weiter intensiviert, und es werden die Maßnahmen zur Kreditrisikostreuung fortlaufend an die sich ändernden Marktbedingungen angepasst. Liquiditätsrisiken Die Liquiditätsrisiken, d.h. das Risiko, dass Manz seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann, werden durch Schaffung der notwendigen finanziellen Flexibilität als auch durch ein effektives Cash-Management begrenzt. Zur Steuerung der zukünftigen Liquiditätssituation setzen wir entsprechende Finanzplanungsinstrumente ein. Nach unserer derzeitigen Planung sind keine Liquiditätsengpässe erkennbar. Zum Bilanzstichtag bestehen nicht ausgenutzte Kontokorrent-/Avalkreditlinien bei Banken in Höhe von TEUR 36.350 (Vorjahr: TEUR 39.432); wahlweise ausnutzbar als Kontokorrentkredit und/oder Avalkredit (Inanspruchnahme Avale zum 31.12.2009: TEUR 5.822 (Vorjahr: TEUR 8.618)). Ferner bestehen nicht ausgenutzte Avalkreditlinien bei Kreditversicherungen in Höhe von TEUR 10.624 (Vorjahr: TEUR 11.326); deren Inanspruchnahme beläuft sich auf TEUR 4.376 (Vorjahr: TEUR 3.674). Die nachfolgenden Aufstellungen zeigen die vertraglich vereinbarten undiskontierten Zins- und Tilgungszahlungen für die unter IFRS 7 fallenden originären finanziellen Verbindlichkeiten. Ist der Fälligkeitstermin nicht fixiert, wird die Verbindlichkeit auf den frühesten Fälligkeitstermin bezogen. Zinszahlungen mit variabler Verzinsung werden entsprechend den Konditionen zum Stichtag berücksichtigt. Im Wesentlichen wird davon ausgegangen, dass die Zahlungsmittelabflüsse nicht früher als dargestellt eintreten werden.
Für die zum Bilanzstichtag in Anspruch genommenen Kredite sowie Avalkredite der Manz-Gruppe gegenüber Kreditinstituten bestehen Sicherheiten in Form von Grundschulden auf das Fabrikgebäude der Manz Intech Machines in Taiwan. Ansonsten bestehen keine Sicherheiten. Das endfällige Schuldscheindarlehen unterliegt Covenants-Regelungen. Währungsrisiken Währungsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Wechselkurse schwanken. Die Manz-Gruppe ist vor allem aus seiner Geschäftstätigkeit (wenn Umsatzerlöse und/oder Aufwendungen auf eine von der funktionalen Währung der jeweiligen Manz-Gesellschaft abweichende Währung lauten) dessen ausgesetzt. Um die Auswirkungen von Wechselkursschwankungen zu reduzieren, quantifiziert die Manz AG fortlaufend das Wechselkursrisiko und sichert alle wesentlichen Risiken, sofern wirtschaftlich sinnvoll mit Devisentermingeschäften und Devisenoptionen ab. Bei der Absicherung von Wertschwankungen künftiger Cashflows aus erwarteten Transaktionen handelt es sich um geplante Umsätze in Fremdwährung. Wechselkursbedingte Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen in die Konzernwährung bleiben unberücksichtigt. Zum Bilanzstichtag bestanden keine Fremdwährungsabsicherungen, da keine wesentlichen Fremdwährungspositionen bestanden haben und auch keine geplanten Transaktionen in Fremdwährung vorliegen. Zur Darstellung von Marktrisiken verlangt IFRS 7 Sensitivitätsanalysen, welche mögliche Auswirkungen aus Veränderungen relevanter Risikovariablen (z.B. Wechselkurse, Zinssätze) auf Ergebnis und Eigenkapital zeigen. Um die periodischen Auswirkungen zu ermitteln, wird eine mögliche Änderung der Risikovariablen auf den Bestand an Finanzinstrumenten zum Abschlussstichtag vorgenommen. Dabei wird unterstellt, dass der Bestand zum Jahresultimo repräsentativ für das Geschäftsjahr ist. Devisenderivate sind stets originären Grundgeschäften zugeordnet, so dass aus diesen Instrumenten keine Währungsrisiken entstehen. Für den US-Dollar als wesentliche Fremdwährung für die Manz-Gruppe ergibt sich folgendes Währungsszenario: Wenn der EUR gegenüber dem US-Dollar zum 31. Dezember 2009 (2008) um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 312 (TEUR 601) niedriger ausgefallen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2009 (2008) um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 382 (TEUR 735) höher ausgefallen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2009 (2008) um 10 % aufgewertet gewesen wäre, wäre die Rücklage für Cashflow Hedges um TEUR 0 (4.277) höher ausgefallen. Wenn der EUR gegenüber dem USD zum 31. Dezember 2008 (2007) um 10 % abgewertet gewesen wäre, wäre die Rücklage für Cashflow Hedges um TEUR 0 (TEUR 5.032) niedriger ausgefallen. Zinsrisiken Zinsrisiko ist das Risiko, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen der Marktzinssätze schwanken. Das Risiko von Schwankungen der Marktzinssätze, dem der Konzern ausgesetzt ist, resultiert überwiegend aus den variabel verzinslichen Darlehen. Der Konzern steuert sein Zinsrisiko bei den Finanzschulden durch ein ausgeglichenes Portfolio von fest und variabel verzinslichen Darlehen. Derivative Finanzinstrumente werden nicht eingesetzt. Zinsrisiken im Sinne von IFRS 7 werden mittels Sensitiviätsanalyse ermittelt. Hierbei werden Effekte der risikovariablen Marktzinssätze auf das Finanzergebnis dargestellt. Wenn das Marktzinsniveau zum 31. Dezember 2009 (2008) um 100 Basispunkte höher (niedriger) gewesen wäre, wäre das Konzernergebnis um TEUR 26 (Vj. TEUR 123) niedriger (höher) gewesen. VIII. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENHaftungsverhältnisse bzw. Eventualverbindlichkeiten bestehen am Bilanzstichtag nicht. Die Manz-Gruppe hat verschiedene Mietverträge über Gebäude sowie Leasingverträge über Betriebs- und Geschäftsausstattung und PKW abgeschlossen. Die Fälligkeiten der Mindestleasingzahlungen aus unkündbaren Operating-Leasingverhältnissen und Mietverträgen stellen sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2009 wurden Miet- und Leasingzahlungen in Höhe von TEUR 3.836 (Vorjahr: TEUR 2.514) in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen erfasst. IX. EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAGAm 6. März 2010 verstarb plötzlich und unerwartet der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jan Wittig. Die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden wird vorerst durch den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Heiko Aurenz ausgeübt. Nach dem Stichtag 31. Dezember 2009 sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gehabt hätten. X. BEZIEHUNGEN ZU NAHE STEHENDEN UNTERNEHMEN UND NAHE STEHENDEN PERSONENGemäß IAS 24 sind Personen oder Unternehmen, die vom berichtenden Unternehmen beeinflusst werden bzw. die auf das Unternehmen Einfluss nehmen können, soweit sie nicht bereits als konsolidierte Unternehmen in den Konzernabschluss einbezogen wurden, anzugeben. Als nahe stehende Personen im Manz Konzern kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats einschließlich deren Familienangehörige sowie Unternehmen, auf die die Manz AG, die Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder und deren nahe Familienangehörige einen maßgeblichen Einfluss ausüben können. Mit dem at equity bilanzierten Unternehmen Axystems Ltd, Israel, bestehen Liefer- und Leistungsbeziehungen der Manz Automation AG. Im Geschäftsjahr 2009 hat die Manz Automation AG Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 705 (Vj. TEUR 1.392) erhalten. Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2009 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber der Axystems Ltd. in Höhe von TEUR 23 (Vj. TEUR 95). Vergütung des Vorstands 2009
Vergütung des Vorstands 2008
Der Vorstandsvorsitzende Dieter Manz hielt am Bilanzstichtag 44,49 % (Vj. 42,90 %) der Anteile an der Manz Automation AG. Für die beiden Vorstandsmitglieder Dieter Manz und Otto Angerhofer (Pensionär seit 1. August 2009) bestehen Pensionszusagen mit einem Barwert der Versorgungsverpflichtung zum Bilanzstichtag in Höhe von TEUR 277 (Vj. TEUR 249). Der Aufwand aus der Dotierung der Rückstellung betrug TEUR 12, davon entfallen TEUR -4 (Vj. TEUR 11) für den Dienstzeitanteil und TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 13) für den Zinsanteil. Für beide Pensionszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Für das Vorstandsmitglied Martin Hipp besteht seit dem Geschäftsjahr 2009 eine beitragsorientierte Leistungszusage. Hierfür wurden im Berichtsjahr insgesamt TEUR 6 in eine externe rückgedeckte Unterstützungskasse eingezahlt. Aufsichtsrat
Der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jan Wittig ist am 6. März 2010 plötzlich verstorben. Die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden wird seither durch den stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden Prof. Dr. Heiko Aurenz ausgeübt. Die gerichtliche Bestellung des dritten Aufsichtsratsmitgliedes wurde bereits veranlasst, um die Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrats weiterhin sicherzustellen, bevor von der Hauptversammlung am 22. Juni 2010 ein neues Aufsichtsratmitglied gewählt werden kann. Hierfür wurde bereits ein Antrag beim Amtsgericht Stuttgart eingereicht. Das Interimsmandat soll von Dr. Guido Quass, Rechtsanwalt und Diplom-Betriebswirt (BA), ausgeübt werden. Dr. Wittig war auch Mitglied des Aufsichtsrats bzw. Beirats der Euwax AG, Börse Stuttgart AG, Börse Stuttgart Holding GmbH, Otto Ficker GmbH, Diakonie Steffen e.V., Zieglersche Anstalten e.V und Anna-Haag-Haus Stuttgart e.V. Das Aufsichtsratsmitglied Prof. Dr. Heiko Aurenz ist auch Mitglied des Aufsichtsrats der IBS AG, Know-How AG, Anna-Haag-Haus Stuttgart e.V., ASB Grünland GmbH und der Monument Vermögensverwaltung GmbH. Im Geschäftsjahr 2009 wurden für das Management-Informationssystem Support-Leistungen von Ebner Stolz Mönning Bachem Unternehmensberatung GmbH in Höhe von TEUR 4 (Vj. TEUR 5) in Rechnung gestellt. Zum 31. Dezember 2009 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber Ebner Stolz Mönning Bachem Unternehmensberatung GmbH in Höhe von TEUR 12 aus Aufsichtsratsvergütungen. Das Aufsichtsratsmitglied Prof. Rolf D. Schraft ist auch Mitglied des Executive Boards der International Federatin of Robotics (IFR) sowie Beiratsmitglied des Forschungskuratoriums der Alfred Kärcher GmbH und der Hock Holding GmbH & Co. KG. Vergütung des Aufsichtsrats
Honorar des Abschlussprüfers Die Honorare des Abschlussprüfers alltax gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft für Dienstleistungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die sonstigen Bestätigungsleistungen im Geschäftsjahr 2008 entfallen im Wesentlichen auf Leistungen im Rahmen der Kapitalerhöhung und des Segmentwechsels an der Börse. Corporate Governance Kodex Der Vorstand und Aufsichtsrat der Manz Automation AG haben eine Erklärung gemäß § 181 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Internetseite der Manz Automation AG www.manz-automation.com dauerhaft zugänglich gemacht. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 Aktiengesetz Folgende Meldungen nach WpHG wurden im Geschäftsjahr 2009 mitgeteilt: 22. Januar 2009
31. März 2009
13. Juli 2009
13. Juli 2009
13. Juli 2009
23. November 2009
25. November 2009
25. November 2009
VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Reutlingen, den 12. März 2010
Der Vorstand der Manz Automation AG Dieter Manz, Vorstandsvorsitzender Martin Hipp Volker Renz Segmentberichterstattung für das Geschäftsjahr 2009Manz Automation AG, Reutlingen
WIRTSCHAFTSBERICHTUNTERNEHMENSSITUATIONKonzernstruktur und Beteiligungen // Die Manz Automation AG mit Sitz in Reutlingen ist einer der weltweit führenden Technologieanbieter von Systemen in den Bereichen Automatisierung, Qualitätssicherung und Laserprozesstechnik für die Photovoltaikindustrie. Daneben werden Systemlösungen in den Bereichen Automatisierung und Nasschemie für die LCD- und Leiterplattenindustrie angeboten. Die technologische Marktführerschaft wird durch kontinuierliche Forschungs- und Entwicklungstätigkeit sowie durch die Bündelung des Know-hows der Manz-Gruppe gesichert und ausgebaut. Untergliedert ist das Unternehmen in die Geschäftsbereiche Photovoltaik [systems.solar], LCD [systems.lcd], Komponenten und OEM-Systeme [systems.aico] für die Automation in diversen industriellen Branchen sowie in den Geschäftsbereich Sonstige, entstanden im Zuge der getätigten Übernahmen. Ab dem Geschäftsjahr 2010 wird es eine neue Segmentaufteilung geben. Das Engagement im Bereich Li-Ion-Batterien wird mit dem Bereich systems.aico zum neuen Segment New Business gebündelt. Forschung und Entwicklung setzen Meilensteine für die Gesellschaft Dabei konzentriert sich die Reutlinger Muttergesellschaft Manz Automation AG insbesondere auf die Endmontage von Systemen, deren technologische Weiterentwicklung, Marketing & Vertrieb sowie die administrative Steuerung der gesamten Gruppe. Besonders hervorzuheben ist die Stärke der Manz-Gruppe im Bereich Forschung und Entwicklung. In den vergangenen Jahren gelang es, mit technologischen Entwicklungen, Meilensteine für die Gesellschaft zu setzen. Am Heimatstandort Reutlingen ist das Zentrum der Produktentwicklung angesiedelt, da dieser Bereich eine wesentliche Rolle für die Geschäftsentwicklung spielt. Als Muttergesellschaft des Konzerns hielt die Manz Automation AG am Stichtag jeweils Beteiligungen an sechs ausländischen und drei inländischen Tochtergesellschaften sowie Enkelgesellschaften in Taiwan, China und Indien. Zwei Töchter haben ihren Sitz in Ungarn und jeweils eine Gesellschaft besteht in den USA, Spanien und Hongkong. Sämtliche Tochtergesellschaften werden in den Konzernabschluss der Manz Automation AG einbezogen und entsprechend voll konsolidiert. Darüber hinaus hält die Gesellschaft 90% an einer slowakischen Tochtergesellschaft mit Sitz in Nove Mesto nad Vahom. ![]() ![]() 1 Deutschland // Manz Automation AG Manz Automation Tübingen GmbH 2 Ungarn // Manz Automation Hungary Kft. 3 Slowakei // Manz Automation Slovakia s.r.o. 4 Spanien // Manz Automation Spain s.l. 5 USA // Manz Automation, Inc. 6 Taiwan // Manz Intech Machines Co. Ltd. Manz Automation Taiwan Ltd. 7 Süd-Korea // Manz Automation Asia Korea 8 China // Manz Automation (Shanghai) Co., Ltd. Intech Machines (Suzhou) Co., Ltd. 9 Indien // Manz Automation India Private Ltd. Produkte und Wertschöpfungsstufen // Die Manz Automation AG ist weltweit einer der führenden Technologieanbieter von Systemlösungen in den Bereichen Automatisierung, Qualitätssicherung, Laserprozesstechnik sowie Nasschemie für die Photovoltaik- und die LCD-Industrie. Die Kernkompetenzen der Manz-Gruppe liegen in den Bereichen Steuerungs- und Antriebstechnik, Bildverarbeitung, Lasertechnik sowie Nasschemie. Viele der Systeme nehmen bereits heute eine weltweit führende Marktposition ein – sowohl im Hinblick auf den technologischen Standard als auch auf die Leistungsfähigkeit und Qualität. Als Ergebnis der in den letzten Jahren konsequent umgesetzten Strategie zur Internationalisierung des Unternehmens verfügt Manz verglichen mit dem Wettbewerb über das mit Abstand umfangreichste Netz eigener, weltweiter Vertriebs-, Service- und Produktionsstandorte. Produkte im Geschäftsbereich systems.solar Photovoltaik weiter auf dem Vormarsch Segment kristalline Solarzellen (c-Si) _ Zukünftig wird die Photovoltaik einen wesentlichen Anteil am globalen Energiemix zur Sicherstellung der Energieversorgung einnehmen. Zudem unterstützt die Solartechnologie im alternativen Einsatz zu fossilen Energieträgern die Reduzierung des schädlichen Treibhausgases Kohlenstoffdioxid. Durch die direkte Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie kann der Energiebedarf durch einen zunehmenden Anteil regenerativer Energiequellen gedeckt werden. Die Umwandlung von Sonnenlicht in elektrische Energie erfolgt in Solarzellen, dem Herzstück von Photovoltaikanlagen. Entscheidende Faktoren für die Wirtschaftlichkeit von Solaranlagen, im Vergleich zu herkömmlichen Energiequellen, sind insbesondere niedrige Kosten bei gleichzeitig hoher Leistungsfähigkeit der Solarzellen. Mit den Systemen der Manz Automation können die Kunden – weltweit führende Hersteller von Solarzellen – genau diese beiden Anforderungen erfüllen. Die Produktion von kristallinen Solarzellen (c-Si) erfolgt in einem mehrstufigen Prozess. Klassischerweise wird dabei die Wertschöpfungskette in fünf Stufen unterteilt: ![]() ![]() Manz konzentriert sich in diesem Wertschöpfungsprozess mit ihren Systemlösungen insbesondere auf die dritte und entscheidende Stufe, der Herstellung von kristallinen Solarzellen. Dieser Herstellungsprozess untergliedert sich wiederum in zehn wesentliche Produktionsschritte, von der Eingangsprüfung der Silizium-Wafer (dem Rohmaterial für Solarzellen) bis hin zur Prüfung der fertigen Solarzellen und der Verpackung. Die Systemlösungen von Manz dienen der effizienten Verkettung der einzelnen Prozessschritte, z.B. dem Be- und Entladen nachgelagerter Produktionsmaschinen. Dabei handelt es sich um eine langjährige Kernkompetenz der Gesellschaft – eine leistungsstarke, weltweit führende Automations-Technologie. Zudem bietet Manz Lösungen für wichtige Produktionsschritte, wie z. B. die Metallisierung, Laserkantenisolation oder die Qualitätsprüfung. Insgesamt müssen Solarzellenhersteller für den Aufbau einer vollautomatisierten und damit kosteneffizienten Produktionslinie mit einer jährlichen Produktionsleistung von 60 MW circa 12 - 15 Mio. EUR investieren. Von diesem Auftragsvolumen kann die Manz Automation derzeit einen Anteil von rund 60% abdecken und ein breites Leistungsspektrum bedienen. Mittelfristig wird die Manz Automation diesen Wertschöpfungsanteil durch die Integration weiterer Prozessschritte (u. a. Texturierung) auf 70% steigern. Dadurch etabliert sich Manz als unverzichtbarer Partner für Anbieter schlüsselfertiger Anlagen. Seit dem Geschäftsjahr 2009 bietet die Manz Automation durch eigene Produktentwicklungen den zweiten Teil dieser gesamten Produktionslinie für kristalline Solarzellen – das sog. Backend – vollständig aus einer Hand an. Segment Dünnschicht-Solarmodule _ Kennzeichnend für die Dünnschicht-Technologie ist ein besonders günstiges Kosten-Nutzen-Verhältnis. Denn Dünnschicht-Solarmodule werden durch Aufbringen von wenigen Mikrometer dünnen Schichten aus leitendem und halbleitendem Material auf Glassubstraten hergestellt. Durch diese Technik können die Hersteller die Rohmaterialkosten deutlich reduzieren, da Wafer aus kristallinem Silizium nicht erforderlich sind. Zwar weist die Dünnschicht-Technologie einen deutlich geringeren Wirkungsgrad auf und benötigt bei der Installation der Solaranlagen deutlich mehr Platz – jedoch ist diese Technik mit den geringeren Kosten pro Watt deutlich preiswerter in der Herstellung und damit attraktiv für die Betreiber von Solaranlagen. Der Produktionsprozess für Dünnschicht-Solarmodule besteht im Wesentlichen aus einem mehrstufigen Beschichtungsprozess der Glassubstrate sowie einer jeweils anschließenden Laser- bzw. mechanischen Strukturierung. Derzeit fokussiert sich die Manz Automation neben der Verkettung der Produktionsschritte auch auf die Entwicklung und Produktion von Systemen für die Laserstrukturierung, mechanische Strukturierung und Laserrandentschichtung. Im Bereich der Laserstrukturierung ist die Manz Automation nach eigenen Schätzungen sogar Weltmarktführer. ![]() Insgesamt kann die Manz Automation AG derzeit einen Anteil von ca. 25% am Gesamtvolumen einer vollautomatisierten Produktionslinie für Dünnschicht-Solarmodule bereitstellen. Zwar ist der prozentuale Wertschöpfungsanteil für Manz im Vergleich zum Produktionsprozess kristalliner Solarzellen niedriger, jedoch ist mit der Installation solcher Verfahren ein ungleich höheres Investitionsvolumen für die Hersteller verbunden: Derzeit kostet eine komplette Produktionslinie für Dünnschicht-Solarmodule bei einer jährlichen Produktionsleistung von 40 MW zwischen 50 - 80 Mio. EUR. Der absolute Anteil bezogen auf die installierte Leistung ist für Manz daher im Dünnschicht-Bereich bereits heute höher als im kristallinen Bereich und wird durch die neu entwickelten Produkte im Bereich der Nasschemie noch weiter ansteigen. Entscheidend dabei ist, dass das Manz-Equipment in Verbindung mit allen verfügbaren Technologien (CIS,CIGS, CdTe) angewendet werden kann. Produkte im Geschäftsbereich systems.lcd Die Manz Automation liefert bereits seit mehr als 15 Jahren innovative Automatisierungssysteme für die Handhabung von Glassubstraten. Diese Produkte werden für die Herstellung von LCD-Flachbildschirmen benötigt. Dabei erfolgt die Fertigung von LCD-Displays unter extremen Reinraumbedingungen, die auch für die bereitgestellten Automatisierungssysteme gelten. Die Mehrheit der installierten Manz-Systeme dient dem Be- und Entladen von Inline Sputteranlagen (Vakuumbeschichtungsanlagen für Glassubstrate). Das automatische Handling ist unabdingbar, da sich die Größe der Glassubstrate auf mittlerweile knapp 6m2 erhöht hat (2.200mm x 2.600mm) bei einer Dicke von nur noch 0,7mm. Dabei werden höchste Anforderungen an die Bruchsicherheit beim Handling gestellt, da zerstörte Glassubstrate den Reinraum aufgrund der damit entstehenden Schwebeteilchen für längere Zeit verunreinigen würden und zwangsläufig zu Produktionsstillständen führen. Neben niedrigen Bruchraten ist auch eine hohe Durchsatzgeschwindigkeit für die LCD-Hersteller entscheidend, um die Produktionskosten möglichst niedrig zu halten. Für die Fertigung von LCD-Flachbildschirmen sind die beschriebenen, sehr hohen Reinheitsbedingungen notwendig. Die Reinraumtauglichkeit des Manz Robotersystems für das Handling von Glassubstraten wurde vom Fraunhofer IPA Institut zertifiziert. Ein weiterer Schlüssel für das schonende und sichere Handling ist die innovative „air-cushion”-Technologie. Damit ist ein nahezu berührungsfreier Transport der Substrate möglich, wodurch Verunreinigungen und Beschädigungen vermieden werden können. Neben Automatisierungssystemen für das Substrathandling gehören auch Automatisierungssysteme für Laserschneidanlagen und Systeme zum Transport und Handling bei Inline-Inspektionssystemen zum Produktportfolio. Produktportfolio durch Manz Intech Machines Co. Ltd. weiter ausgebaut Durch die Manz Intech Machines Co. Ltd. in Taiwan hat die Manz-Gruppe das Produktportfolio unter anderem um nasschemische Prozessanlagen für die LCD-Industrie erweitert. Hierbei geht es um Prozesse wie Etching, Stripping und Cleaning für die Herstellung von Displays. Aber weiter ausgebaut auch das Rework-Processing, d. h. das Recycling fehlerhafter Glassubstrate, gehört ebenfalls zum vorhandenen Know-how. Zudem stellt Manz Intech an einem weiteren Produktionsstandort in China Systeme für die PCB-Industrie (Printed Circuit Board – Leiterplattenindustrie) her. Neben den bereits aufgeführten Prozessen werden Produkte für Deburring und Electroless Deposition angeboten. Diese Maschinen dienen zur Produktion von Leiterplatten für elektronische Geräte. Kunden // Kunden im Geschäftsbereich systems.solar Im Geschäftsbereich systems.solar werden Produkte an Hersteller von kristallinen Silizium-Solarzellen (systems.solar/cSi) sowie von Dünnschicht-Solarmodulen (systems. solar/tfs) geliefert. Außerhalb Japans zählen weltweit nahezu alle großen Hersteller von Silizium-Solarzellen zu den Kunden der Manz Automation AG. Im kristallinen Bereich gehören dazu Unternehmen wie Q-Cells, Schott Solar, Yingli oder Motech, aber auch der Kooperationspartner Roth & Rau, zu den Großkunden. Die Top Kunden des Geschäftsbereichs systems.solar/tfs sind unter anderem Applied Materials, Q-Cells, Würth Solar, Moser Baer, Masdar PV und als neuer Kunde Schüco. Damit hat sich die Gesellschaft mit ihren High-Tech-Maschinen als bevorzugter Equipmentlieferant weltweit führender Anbieter im Photovoltaikmarkt etabliert. Kunden im Geschäftsbereich systems.lcd LCD-Kunden gehören zu den fünf größten Herstellern Durch die weltweit herausragende Marktstellung der LCD-Hersteller aus Fernost liefert die Manz Automation AG sämtliche Produkte aus dem Geschäftsbereich systems.lcd in ostasiatische Länder. Hauptabsatzmärkte sind dort insbesondere Taiwan, China und Südkorea. Aktuell zählen drei der weltweit fünf größten Hersteller von LCD-Flachbildschirmen zu den Kunden der Manz Automation AG, darunter Chi Mei Optoelectronics, Innolux und AU Optronics. Der Gesellschaft ist dabei immer der direkte Kontakt mit dem Kunden vor Ort wichtig, um Servicedienstleistungen zu erbringen und neue Produkte vertreiben zu können. Dies unterstreicht nochmals die Bedeutung der Präsenz von Manz in Asien. Kunden im Geschäftsbereich systems.aico/Sonstige Im Geschäftsjahr 2009 konnte die Gesellschaft im Geschäftsbereich systems.aico vor allem durch Drittgeschäft, resultierend aus der Akquisition der Manz Slovakia, wesentliche Umsätze in Form der Auftragsfertigung für die Halbleiterindustrie erzielen. Daneben dient das dritte Segment der diversifizierten Aufstellung der Manz-Gruppe und der Nutzung von Synergien. Zu den Bestandskunden gehören vor allem Hersteller von Pulverpressen und Schleifmaschinen für die Produktion von Hartmetallwerkzeugen und Sinterwerkstoffen. So zählen nahezu alle führenden Anbieter von Hartmetallwerkzeugen zum Kundenstamm. Hierfür konnten die freien Kapazitäten der Manz Automation Slovakia genutzt werden. Letztlich erwirtschaftete der neue Bereich Li-Ion-Batterien erste Umsätze und bedient die Partner der Forschungsallianz mit innovativen Lösungen. Marketing & Vertrieb // Eröffnung des neuen Kunden- und Konferenzzentrums (MCC) in Reutlingen Mit Hilfe intensiver Marketing- und Vertriebsmaßnahmen, gerade im Krisenjahr 2009, sollten die Bekanntheit sowohl der Marke „Manz” als auch deren Produkte erhöht werden. Neben dem im Mai 2008 eröffneten Technologie- und Trainingszentrum (TTC) gibt es seit Anfang 2009 das neue Kunden- und Konferenzzentrum (MCC) zur optimalen Betreuung der Kunden am Stammsitz der Manz Automation in Reutlingen. Mit einer Fläche von 1015 m2 sowie mit 38 Büros und Konferenzräumen bietet das MCC ausreichend Möglichkeiten, um auch zukünftig den Anforderungen an einen leistungsfähigen Vertrieb zu entsprechen. Zusammen mit dem TTC verfügt Manz somit über optimale organisatorische Voraussetzungen, um die Unternehmensziele zu erreichen. Daneben gibt es umfangreiche Marketingmaßnahmen, wie die Teilnahme an Fachmessen sowie eine regelmäßig erscheinenden Kundenzeitschrift. Zudem wurden kontinuierlich Anzeigen in Online- und Printmedien geschaltet. Durch Messeteilnahmen im In- und Ausland, wie z. B. der 24th European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition (EU PVSEC) in Hamburg, der 3rd International Photovoltaic Power Generation Conference and Exhibition (SENEC) in Shanghai, China, und der Solar Power International in Anaheim, USA, stand Manz in engem Austausch mit bestehenden und potenziellen Kunden. Als Ergebnis wurden im Jahresverlauf Neuaufträge im zweistelligen Millionenvolumen akquiriert. Vertrieb weiter ausgebaut Zur Sicherung und künftigen Ausweitung des Marktanteils wurde der Vertrieb durch weitere erfahrene Mitarbeiter in allen Ländern verstärkt. Insgesamt verfügt die Gesellschaft nun über ein Vertriebsteam von über 20 hochqualifizierten und engagierten Spezialisten, deren Fokus insbesondere auf dem Vertrieb der Produkte des Geschäftsbereichs systems.solar liegt. Von besonderer Bedeutung für den Vertrieb sind die Nähe zum Kunden, die umfangreichen Serviceleistungen und die schnellen Reaktionszeiten. Deshalb erfolgt die Auslieferung von Anlagen außerhalb Europas nur in Märkte, in denen auch Service-Stützpunkte bestehen. Zu den Dienstleistungen vor Ort zählen unter anderem die Wartung der Maschinen, die Versorgung mit Ersatzteilen und insbesondere die kurzen Reaktionszeiten von maximal zwei Stunden im Falle von Störungen. Die Serviceleistungen sind ein Grundpfeiler des Vertriebs, die den fortwährenden Kundenkontakt sicherstellen und damit Wettbewerbsvorteile für die Gesellschaft ermöglichen. Daneben erfolgt der Vertrieb auch indirekt über die langjährigen Partnerschaften mit Applied Materials und Roth & Rau. Diese sollen künftig weiter gepflegt und intensiviert werden. Forschung und Entwicklung // Das Geschäftsjahr 2009 stand ganz im Zeichen von Forschung und Entwicklung. Auch 2010 wird die Manz Automation den eingeschlagenen Kurs fortsetzen, um die Positionierung als Innovationsmotor der Branche zu festigen. Ziel war und ist es, die Gesellschaft auf die bevorstehende Investitionswelle der Solarzellenhersteller vorzubereiten. Dafür werden hocheffiziente und hochintegrierte Maschinen entwickelt, die in der Branche neue Maßstäbe setzen. Ein Teil der neuen Entwicklungen wurde bereits auf der „24th European Photovoltaic Solar Energy Conference and Exhibition” (EU PVSEC) im September 2009 in Hamburg vorgestellt. Mit neuen Anlagen und Systemlösungen als Ergebnis intensiver Forschungs- und Entwicklungsarbeit konnte die Gesellschaft ihren Innovationsvorsprung im Wettbewerbsvergleich untermauern. Im Mittelpunkt der Messe standen dabei Neuerungen, die gleichzeitig den Wirkungsgrad von Solarzellen steigern und Betriebskosten für die Solarzellen-Hersteller reduzieren können. Mit der hochmodernen Anlage zum PSG-Ätzen (Oxidätzen) für kristalline Solarzellen (cSi), bei der die Prozesstechnik in Zusammenarbeit mit dem Fraunhofer ISE entwickelt wurde, werden die Bruchraten der Wafer in der Anlage nochmals deutlich reduziert. Zudem wurde die Anlage so konzipiert, dass im Vergleich zum Wettbewerb deutlich weniger chemische Betriebsmittel erforderlich sind. Dadurch sinken die laufenden Kosten für den Betrieb der Anlage. Mit Hilfe dieser Technologie kann eine Schicht entfernt werden, die sich während der Phosphor-Diffusion auf der Oberfläche des Wafers bildet und einen Isolator darstellen würde. Die neue Maschine ermöglicht bereits Durchsatzraten von über 3.000 Wafer/Stunde. Zeitgleich präsentierte Manz die dazugehörige verbesserte Automation auf der Messe, eine langjährige Kernkompetenz der Gesellschaft. Laser-Multi-Tool ist Highlight auf EU PVSEC Ein besonderes Highlight stellte die Manz Automation mit dem Laser Multi Tool (cSi) vor, das ebenfalls im kristallinen Bereich Anwendung findet. Dieses macht es möglich, verschiedene Laseranwendungen für Hocheffizienzzellen schnell und zuverlässig zu evaluieren und dadurch die Entwicklung neuer Zellprozesse zu beschleunigen. Unter anderem können durch einen Laserdiffusionsprozess selektive Emitter erzeugt werden. Daraus resultiert eine Verbesserung des Wirkungsgrads von Solarzellen um 0,5 Prozentpunkte. Von Kundenseite besteht ein großes Interesse an dieser Anlage, die auch nachträglich in bestehende Produktionslinien integriert werden kann. Somit kann die Rentabilität von älteren Linien gesteigert werden. „Upgrades” für Produktionsanlagen stark von Kunden nachgefragt Das „Aufrüsten” bestehender Anlagen wird insgesamt von Kunden stark nachgefragt, um die Kosten von bestehenden Produktionslinien zu reduzieren und damit im derzeitigen Marktumfeld wettbewerbsfähig produzieren zu können. Manz stellt sich auf diese Marktanforderungen ein und bietet Kunden die Möglichkeit, einzelne Maschinen innerhalb einer Produktionslinie auszutauschen bzw. zu erweitern. Dadurch können die Produktionskosten gesenkt und die Effizienz der produzierten Solarzellen und -module gesteigert werden. Diese „Upgrades“ liegen in einem Kostenrahmen von 1,5 bis 3,0 Mio. EUR und verschaffen den Solar-Herstellern für eine Übergangsphase zusätzliche Flexibilität. Im Bereich der Dünnschicht-Technologie (tfs) gibt es vor allem Neuerungen für Laserstrukturierungsprozesse. Mit einem innovativen Regelungssystem wird eine deutlich höhere Präzision im Prozess ermöglicht, womit eine Steigerung der Effizienz der Solarmodule erreicht wird. Manz ist in diesem Bereich der weltweit führende Anbieter und daher zuversichtlich, in Zukunft die führende Marktstellung bei Laserstrukturierungsanlagen weiter ausbauen zu können. Auch bei den Systemlösungen zum Laserschneiden von Glassubstraten konnten wesentliche Fortschritte erzielt werden. Neben höchster Genauigkeit, Steigerung der Prozessgeschwindigkeit und geringsten Bruchraten sind die lasergeschnittenen Substrate deutlich stabiler als ihre nach mechanischen Verfahren gefertigten Pendants. Grund hierfür ist die Vermeidung von Mikrorissen an den Schnittkanten. Die erhöhte Stabilität trägt wesentlich dazu bei, die Ausfallraten durch Bruch bei der Produktion und den installierten Solarmodulen zu verringern. Eine weitere Innovation stellt die neue Anlage für die TCO-Texturierung (tfs) dar. Dabei werden Glassubstrate mittels Ätzung aufgeraut und so die Oberfläche des späteren Solarmoduls vergrößert. Im Ergebnis steigt der Wirkungsgrad. Bei der Entwicklung dieser Anlage profitierte Manz erneut vom Know-how und von den Synergien aus dem LCD-Bereich. Mit diesen technischen Meilensteinen unterstreicht die Gesellschaft ihre Technologieführerschaft bei Produktionsanlagen für Dünnschicht-Solarmodule. Die Manz Automation erschließt sich durch die Expertise im Dünnschicht-Bereich nun auch die Möglichkeit, die Anforderungen der Hersteller im neuen Wachstumsmarkt für gebäudeintegrierte Photovoltaik (BIPV) zu erfüllen. Li-Ion-Batterien stellen neuen Wachstumsmarkt dar Ein weiteres neues Forschungsfeld stellt das Engagement im Bereich Li-Ion-Batterien dar. Hierfür wird Manz in einer Innovationsallianz Maschinen zur industriellen Fertigung von Batterien entwickeln. Ziel des Forschungsprojekts ist es, neue Fertigungstechnologien zu erforschen und auf die Anforderungen einer Großserienfertigung zu übertragen. Manz Automation wird dabei Know-how für eine Reihe zu entwickelnder Produktionsschritte einbringen und gleichzeitig für Automationslösungen in der Produktion verantwortlich sein. Insgesamt weist die Manz Automation AG im Geschäftsjahr 2009 eine Forschungskostenquote von 14,1% auf (Vorjahr: 4,4%). Betrachtet man nur die aktivierten Entwicklungskosten, beläuft sich die Forschungskostenquote auf 7,2%. Mitarbeiter // Mitarbeiterstruktur Zum 31. Dezember 2009 waren insgesamt 1.377 Mitarbeiter (Vorjahr: 1.513) für das Unternehmen im In- und Ausland tätig, davon 372 am Unternehmenssitz in Reutlingen. Dabei hat sich die Finanzkrise auch auf die Belegschaft der Gesellschaft ausgewirkt. Vor allem im Ausland musste im Zuge der wirtschaftlichen Entwicklung die Belegschaft reduziert werden. An den deutschen Standorten, an denen vor allem Forschung und Entwicklung betrieben wird, wurden aus strategischen Gründen keine Anpassungen am Personalbestand vorgenommen. Allerdings wurde im Inland von Mai bis Dezember 2009 auf Kurzarbeit umgestellt. Gemessen an der Zahl der Mitarbeiter ist die größte Tochtergesellschaft im Konzern die Intech Machines Co., Ltd. mit 534 Beschäftigten, gefolgt von der Manz Automation Slovakia s.r.o. mit 202 Werktätigen und der Manz Automation Tübingen GmbH mit 122 Arbeitnehmern. ![]() Manz Academy Manz Academy als Schulungszentrum für Mitarbeiter etabliert In der Manz Academy sind alle Schulungs- und Weiterbildungsmaßnahmen der Gesellschaft gebündelt. Dabei richtet sich das Angebot sowohl an Mitarbeiter als auch an Kunden der Manz Automation. Im abgelaufenen Geschäftsjahr gab es 288 Seminare, die von rund 520 Mitarbeitern besucht wurden. Insbesondere während der Kurzarbeit, im Zeitraum Mai bis Dezember 2009, konnte durch intensive Schulungsmaßnahmen das Know-how der Mitarbeiter weiter gestärkt werden. Dies wiederum dient als gute Basis für das Erreichen der Unternehmensziele. Neben Angeboten zur Optimierung interner Prozesse, der Selbstorganisation, gibt es Seminare zum Erwerb von Zusatzqualifikationen. Dabei werden nicht nur Inhouse-Workshops durchgeführt, sondern auch externe Kurse, wie beispielsweise an der Laserakademie, koordiniert. Gleichzeitig wurden einzelne Mitarbeiter zu Manz Academy Coaches (MACs) ausgebildet, um zukünftig ein noch umfangreicheres Bildungsprogramm auf einem qualitativ hohen Niveau anbieten zu können. Folgende Schulungsinhalte werden in der Manz Academy angeboten:
Kindertagesstättenprogramm Mit einem besonderen Angebot für berufstätige Eltern kommt die Manz Automation der Verantwortung ihren Mitarbeitern gegenüber nach. Damit der freien Ideenentfaltung der Angestellten des Unternehmens keine Sorgen über den Nachwuchs entgegenstehen, hat Manz das Kindertagesstättenprogramm ins Leben gerufen. In zwei verschiedenen Einrichtungen können Kinder im Alter zwischen ein und drei Jahren zur Betreuung während der Arbeitszeit in gut ausgebildete und fürsorgliche Hände gegeben werden. Die Gesellschaft beteiligt sich dabei auch monetär an der Unterstützung junger Familien. RAHMENBEDINGUNGENMarkt- und Wettbewerbsumfeld // Konjunkturelles Umfeld Das Geschäftsjahr 2009 war von der schwersten globalen Wirtschaftskrise seit 1929 gekennzeichnet, die auch den Geschäftsverlauf der Manz Automation maßgeblich mitbestimmt hat. Für Deutschland bezifferte das Statistische Bundesamt den Rückgang des Bruttoinlandsprodukts für 2009 mit 5,0%. Als stark exportorientierte Volkswirtschaft waren die Auswirkungen der Krise für die Bundesrepublik besonders schwerwiegend: Die Bruttoinvestitionen sanken im Vergleich zum Vorjahr um 12,5%, die Exporte um 14,7%. Insgesamt sind vor allem Industriestaaten hart von der Rezession betroffen, da sie sich mit einem starken konjunkturellen Einbruch konfrontiert sehen. Dieser ergibt sich vornehmlich durch Verwerfungen auf den internationalen Finanzmärkten, die nach Angaben des Internationalen Währungsfonds (IWF) zu einer Schrumpfung der weltweiten Wirtschaftsleistung von –0,8% im Jahr 2009 geführt haben.2 // 2 Internationaler Währungsfonds, 2010 Auf die sich weltweit verschlechternde wirtschaftliche Lage reagierten viele Regierungen und Notenbanken mit einer expansiven Geld- und Fiskalpolitik. Eine Reihe von Industrienationen schnürten Konjunkturpakete, um den Auswirkungen der Krise entgegenzuwirken. Gleichzeitig senkte die Europäische Zentralbank (EZB) den Leitzins auf das Rekordtief von 1,0%.3 Zudem erklärt die EZB, derzeit kein erhöhtes Inflationsrisiko zu sehen, so dass zunächst von einer Fortsetzung der momentanen Geldpolitik ausgegangen werden kann. // 3 Europäische Zentralbank, 2010 Die staatlichen Programme zielen dabei auch auf einen starken Ausbau der Förderung von erneuerbaren Energien ab. So wurde beispielsweise in den USA Anfang 2009 ein Gesetzespaket verabschiedet, das Investitionen für den Ausbau regenerativer Energien in Höhe von 32,8 Mrd. USD vorsieht.4 // 4 Environmental America, 2009 Experten erwarten wirtschaftliche Erholung in 2010 Trotz der immer noch unsicheren und mit Risiken behafteten wirtschaftlichen Entwicklung gehen Experten für das Jahr 2010 von einer wirtschaftlichen Erholung aus. In Deutschland erwartet der Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung für 2010 einen Zuwachs des BIP von circa 1,6%.5 Für das weltweite Wachstum sagt der IWF einen Zuwachs der Wirtschaftsleistung von rund 3,9% voraus. Bereits 2011 soll sich dieser Wert auf rund 4,3% belaufen. // 5 Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung, 2009 Nach Angaben des Verbands Deutscher Maschinen- und Anlagenbau e. V. (VDMA) verzeichnete der deutsche Maschinenbau im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Rückgang der Produktion von knapp 25% und damit das schlechteste Jahr seit Beginn der Statistik. Im Jahr 2009 schrumpfte der Branchenumsatz damit auf 160 Mrd. EUR, nach 208 Mrd. EUR im Vorjahr. Resultierend aus den Folgen der Finanzkrise, wurde der stark vom Export abhängige Maschinenbau besonders hart getroffen. Demnach sanken die Ausfuhren um 24% auf 110 Mrd. EUR. Gleichzeitig kommt aufgrund des hohen Vorjahresniveaus ein Basiseffekt zum Tragen, so dass die Auftragseingänge mit einem Minus von 38% besonders hoch ausfielen. Für das laufende Geschäftsjahr zeichnen sich allerdings leicht positive Tendenzen ab. Der Verband rechnet damit, dass die Talsohle beim Auftragseingang bereits im Sommer 2009 erreicht wurde. Steigende Auftragszahlen von 8% im Dezember 2009 stimmen die Industrie zuversichtlich. Insbesondere Zukunftsmärkte werden vom kommenden Aufschwung profitieren, allen voran Industrien mit dem Fokus auf Energie- und Ressourceneffizienz. Die Manz Automation erwartet mit dem gesamtwirtschaftlichen Aufschwung nachhaltig positive Wachstumsaussichten aufgrund des innovativen Produktportfolios und dem damit einhergehenden Wettbewerbsvorsprung. Sobald sich die Märkte wieder erholen und die notwendigen Finanzierungen bei Kunden gelingen, werden auch Investitionsgüter voraussichtlich wieder stärker nachgefragt. Geschäftsbereich systems.solar Wirtschaftskrise intensiv für Forschung und Entwicklung genutzt Teilbereich kristalline Solarzellen _ Infolge der weltweiten Wirtschaftskrise erlebte auch die Photovoltaik-Industrie im Jahr 2009 ein deutlich gedämpftes Wachstum im Vergleich zu den Vorjahren.6 Vor allem die fehlende Finanzierungsbereitschaft der Banken führte zu einem globalen Investitionsrückgang. Kennzeichnend für die Branche war daher die bestehende Kreditklemme bei den Solarzellen-Herstellern und den Betreibern von Solarparks: Im Ergebnis war der PV-Markt von einem Überangebot an Solarzellen sowie einem intensivierten Wettbewerb geprägt. Dadurch nahm der wachsende Kostendruck auf Seite der Produzenten nochmals zu. Manz Automation hat das abgelaufene Geschäftsjahr genutzt, damit Hersteller diesem Kostendruck mit neuestem Equipment begegnen können. Durch intensive F&E-Aktivitäten hat die Gesellschaft innovative Technologien hervorgebracht. Mit den hocheffizienten und hochintegrierten Maschinen von Manz können die Produktionskosten gesenkt und die Effizienz der produzierten Solarzellen und -module gesteigert werden. Damit befähigt der Maschinenbau als Innovationsmotor der Branche die PV-Technologie, innerhalb der nächsten vier Jahre auch in Mitteleuropa gegenüber der herkömmlichen Stromerzeugung wettbewerbsfähig zu werden.7 // 6 Bank Sarasin – Studie: „Solarwirtschaft – grüne Erholung in Sicht”, 2009 // 7 Angaben des BSW-Solar ![]() Auf internationaler Ebene dürfte Grid-Parity ebenfalls deutlich eher erreicht werden als bisher angenommen. Denn aufgrund der enormen Überkapazitäten ist das Preisniveau für Photovoltaik-Anlagen stark gesunken. So erwarten die Analysten von HWM Research die Netzparität bereits für 2012 in vielen Ländern. Infolgedessen rechnen sie mittel- bis langfristig mit einem regelrechten Nachfrageschub, zunächst vor allem in Ländern mit vielen Sonnenstunden und hohen Strompreisen. Erheblicher Investitionsbedarf für die Hersteller durch neues EGG Aus Sicht der Experten der Schweizer Bank Sarasin wird es 2010 bereits eine deutliche Belebung des weltweiten PV-Markts geben. Daran sollte die deutsche PV-Industrie partizipieren können, denn die deutschen Solarunternehmen waren auch in der Vergangenheit Triebfeder für die dynamische Entwicklung der Branche. Sogar für das Krisenjahr 2009 geht Photon von Neuinstallationen in Deutschland zwischen 3 und 4 GW aus. Zurückzuführen ist dies vor allem auf die attraktiven Renditechancen, den rasanten Preisverfall der Solarmodule und das aktuell attraktive Zinsniveau. Aufgrund des ungebremsten Wachstums wird von der deutschen Politik eine Anpassung des Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) diskutiert. Demnach soll die Einspeisevergütung noch deutlich vor der geplanten Novelle des EEG im Jahr 2012 reduziert werden. Nach derzeitigem Stand werden verschiedene Änderungsvorschläge debattiert, jedoch wurde noch keine abschließende Entscheidung getroffen. Begründet ist die politische Forderung im technologischen Fortschritt und den dadurch drastisch gesenkten Produktionskosten. Zeitgleich sind in den letzten Monaten die Preise für Solarmodule so stark gesunken, dass trotz der reduzierten Förderung im Rahmen des novellierten EEG, die möglichen Renditen für Investoren deutlich gestiegen sind.8Für die Hersteller zieht dies einen erheblichen Investitionsbedarf nach sich, um die Produktionskosten an das gesunkene Preisniveau anzupassen. Insgesamt sind die für die Manz Automation als führenden Equipment-Lieferanten positive Vorzeichen für weiteres Wachstum. // 8 Handelsblatt – Boom bei der Sonnenenergie treibt die Strompreise hoch – 8. Oktober 2009 // Der Spiegel – Regierung will Solarförderung schon ab April drastisch kürzen – 14. Januar 2010 Trotz der im Markt vorhandenen Unsicherheit durch die weitere Entwicklung der Subventionspolitik im größten Markt Deutschland erwartet die Bank Sarasin für 2010 ein Wachstum des weltweiten PV-Markts von 45%. Damit wird sich die neuinstallierte Leistung auf rund 8,5 GW am Ende des Jahres belaufen. Zuwächse in dieser Größenordnung sind nach aktueller Einschätzung auch in den nächsten zwei Jahren möglich. In diesem Zeitraum sollen mindestens zehn neue PV-Märkte mit einem jährlichen Volumen von über 500 MW entstehen. Allein in Deutschland liegt das erwartete Wachstum zwischen 15 und 20%. Diesen ambitionierten Prognosen liegt auch die Annahme zugrunde, dass sich die Maschinenbauer weiterhin stark für einen rasanten technologischen Fortschritt einsetzen und Produktionskosten senken, Wirkungsgrade der Solarzellen steigern und Hersteller in neue Wachstumsmärkte vorstoßen. Auf globaler Ebene sind das vor allem China, USA und Indien. Indien bietet optimale Bedingungen für photovoltaische Anlagen Indien _ Das erhebliche Wachstumspotenzial in Indien wird anhand folgender Fakten deutlich. Insgesamt 20 Mrd. USD sollen bis 2050 in die staatliche Förderung der Photovoltaik investiert werden. Im Ergebnis soll dadurch eine landesweite Kapazität von rund 200 GW entstehen. Bis zum Jahr 2020 wird zunächst eine Kapazität von 20 GW angestrebt. Im Vergleich dazu wird derzeit von einer global installierten PV-Leistung von rund 15 GWp ausgegangen. Aktuell produziert das Land einen zu vernachlässigenden Anteil an Solarstrom. Der Subkontinent bietet über 300 Sonnentage im Jahr und ausreichend Raum mit ausgezeichneten Bedingungen wie im Bundesstaat Gujarat, in dem allein bis 2014 Projekte mit einer Gesamtleistung von 500 MW gefördert werden. Derzeit haben acht Bundesstaaten in Indien Förderprogramme in Form von Einspeisevergütungen für photovoltaische und solarthermische Anlagen eingeführt. Als Vorbild dient der indischen Regierung hierbei das deutsche EEG. Gesteuert werden die Vorhaben vom Ministerium für Neue und Erneuerbare Energien. Die lokalen Organisationen werden dabei von Deutschland aus durch die Gesellschaft für Technische Zusammenarbeit (GTZ) unterstützt.9Aufgrund der Förderung, die zunehmend auch umgesetzt wird, ist in den nächsten Jahren ein enormer Wachstumsschub zu erwarten. Die Finanzierung der Subventionen soll über eine höhere Besteuerung von Benzin und Diesel erfolgen. Aktuell werden diese Kraftstoffe noch stark bezuschusst. // 9 Solarmedia – Indiens Milliarden-Programm – 10. September 2009 Indien forciert die Unabhängigkeit von fossilen Energieträgern Indien verfolgt mit seinem Solarengagement das Ziel, die Abhängigkeit von fossilen Energieträgern zu reduzieren. Hinzu kommt, dass mehr als die Hälfte der Bevölkerung, also über 450 Millionen Inder, bislang keinen Zugang zu Elektrizität hat. Vor allem die Chance zur dezentralen Energieversorgung, die eine Solaranlage ermöglicht, ist für den Subkontinent daher von besonderem Interesse. Denn in etwa 80.000 Dörfern gibt es keinen Anschluss an das öffentliche Stromnetz. Nach aktuellem Stand werden inzwischen knapp 55.000 Straßenbeleuchtungssysteme, 450.000 Privathäuser, 700.000 Laternen und 7.000 Wasserpumpen mit Sonnenenergie versorgt. Genau in diesem Bereich liegt noch enormes Potenzial für weiteres ![]() Solarwachstum. Denn 21 Mio. Wasserpumpen werden noch immer von rund 9 Mio. Dieselgeneratoren betrieben. Diese sollen in den nächsten Jahren durch solarbetriebene Anlagen ersetzt werden. Daneben findet sich ein weiteres Einsatzgebiet im Bereich des Mobilfunks. Im Jahr 2009 wurden rund 90.000 zusätzliche Mobilfunkmasten errichtet. Zum Betrieb dieser Funktürme werden ebenfalls Dieselgeneratoren genutzt, zukünftig sollen diese ihre Elektrizität zusätzlich von Solaranlagen als Back-up-System beziehen. In Indien ist der Trend zum Mobiltelefon ungebrochen, so werden monatlich über 11 Mio. Geräte verkauft, einhergehend mit einem steigenden Bedarf zum Ausbau der lokalen Mobilfunknetze.10 // 10 GTAI – Aufbruchsstimmung in der indischen Solarbranche – 24. Juli 2009 Moderne und leistungsstarke Anlagen werden in Indien benötigt Von diesen Entwicklungen kann auch die Manz Automation profitieren. Für den Aufbau einer einheimischen Solarindustrie sind zunächst moderne und leistungsstarke Anlagen notwendig, wie sie die Gesellschaft anbietet. In Indien engagieren sich jüngst Zulieferer und Hersteller entlang der gesamten Wertschöpfungskette. Manz ist daher seit Oktober 2008 mit einem Tochterunternehmen in Indien vertreten. Die Gesellschaft gehört zu 75% der Manz-Gruppe und der wesentlich beteiligten indischen Technicom Chemie Ltd. Daraus resultiert ein direkter Zugang zu den Kunden vor Ort, was einen wesentlichen Vorteil im internationalen Wettbewerb darstellt. Mit der Amity University in Indien wurde gemeinsam ein Studiengang für Solar Equipment Engineering ins Leben gerufen. Dieser wird durch die Manz Automation inhaltlich und personell unterstützt, um genügend qualifizierten Nachwuchs für den Betrieb der Produktionsanlagen im Land auszubilden. ![]() Experten sehen in den USA den Wachstumsmarkt der Zukunft USA _ Nach einer Studie von Greentech Media (GTM)11 könnten sich die USA bis 2012 zum zweitgrößten und gleichzeitig weltweit schnellsten Wachstumsmarkt entwickeln. Das optimistische Szenario geht dabei von einer Nachfrage von bis zu 2,0 GW aus. In diesem Zeitraum werden voraussichtlich mehr als 6 Mrd. USD investiert. Bereits im Jahr 2009 ist die Nachfrage nach PV-Anlagen auf Gebäuden und als Kraftwerke erheblich gestiegen. Das zukünftige Wachstum wird vor allem von Großprojekten getragen, die allein ein Investitionsvolumen von rund 1,5 Mrd. USD haben werden. Der entscheidende Punkt auf den sich die positiven Aussichten gründen, ist das Erreichen von Grid Parity in den Staaten Kalifornien, Arizona, New Mexico oder auch New Jersey. Die Experten gehen davon aus, dass dies bis 2012 in elf Bundesstaaten der Fall sein wird. Dadurch sind die ambitionierten Ziele von Gouverneur Schwarzenegger, bis 2020 den Anteil an erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Kalifornien auf 33% auszubauen, durchaus realistisch. Denn die Preise für die photovoltaische Stromerzeugung werden weiter sinken und den Abstand zur konventionellen Stromerzeugung ausbauen. // 11 Greentech Media (GTM) – „The United States PV Market Through 2013: Project Economics, Policy, Demand and Strategy” Mittelfristig soll der Anteil an erneuerbaren Energien in den gesamten USA von aktuell 9% auf 25% ausgeweitet werden. Zur Umsetzung dieses Ziels sollen in den kommenden insgesamt zehn Jahren 150 Mrd. USD für neue Technologien mit höherer Energieeffizienz investiert werden. So muss in den USA vor allem das Stromnetz saniert und ausgebaut werden. Von den geplanten Investitionen in die Infrastruktur kann auch die Solarwirtschaft profitieren. Bereits im Oktober ging in Florida eine Multi-Megawatt-Photovoltaikanlage mit einer Nennleistung von 25 MW ans Netz. Mehr als 90.000 PV-Module produzieren so Strom für über 3.000 Haushalte. Für 2010 ist in der Umgebung von Las Vegas beispielsweise ein 48 MW-Solarkraftwerk geplant, das Größte seiner Art in Nordamerika. ![]() China strebt eine eigenständige und selbsttragende Solarindustrie an China _ Ziel in China ist es, eine eigenständige und selbsttragende Solarindustrie aufzubauen. Dabei soll die gesamte Wertschöpfungskette in der Produktion abgedeckt, aber auch Solarkraftwerke zur Deckung des eigenen Energiebedarfs betrieben werden. Mit dem China Renewable Energy Scale-up Programme (CRESP), das eine Laufzeit von zehn bis zwölf Jahren hat und zusammen mit der Weltbank aufgelegt wurde, will das Land eine immer gewichtigere Rolle im Bereich der erneuerbaren Energien spielen. So werden Solaranlagen mit einer Kapazität von mehr als 50 KW mit 2,93 USD/Watt gefördert. Hiervon wird allerdings hauptsächlich die chinesische Solarindustrie profitieren. Manz Automation kann an dieser Förderung indirekt partizipieren, da mit Suntech und Yingli Green Energy wichtige chinesische Solar-Hersteller zum Kundenkreis zählen. Letzterer bearbeitet große Projekte für verschiedene chinesische Provinzen, z. B. in Hainan. Allerdings werden nach der Meinung von Analysten Verzögerungen bei den Projektzulassungen und die fehlende Erfahrung der Projektentwickler dafür sorgen, dass das Regierungsziel von 1 GW installierter Leistung bis 2011 wohl verfehlt wird. Eine Steigerung auf die Hälfte wäre, dem Marktforschungsinstitut GTM Research zufolge eher zu erwarten. Ferner hat sich die chinesische Regierung das Ziel gesetzt, die Dächer von Schulen, Krankenhäusern und Regierungsgebäuden mit Solaranlagen zu bestücken. Zudem planen die Behörden eine Ausweitung des Anteils der regenerativen Energien auf 23% bis zum Jahr 2020. Dies entspräche einer durchschnittlichen jährlichen Steigerung von 6% bis 7%. Die Manz Automation ist mit eigenen Produktions- und Vetriebsstätten in China und Taiwan hervorragend für den asiatischen Markt aufgestellt und kann daher von dieser Entwicklung mittelfristig deutlich profitieren. Solarbranche wird zunehmend unabhängiger Langfristige Betrachtung _ In der langfristigen Betrachtung ist davon auszugehen, dass zunächst verschiedene Einzelmärkte 2010 und 2011 die Größe von über 500 MW neuinstallierter PV-Leistung erreichen werden. Damit wird die Branche zunehmend unabhängiger von der Entwicklung einzelner Schlüsselmärkte, wie es derzeit noch für Deutschland der Fall ist. Deshalb blicken die Experten der Bank Sarasin optimistisch in die Zukunft und erwarten für den Zeitraum von 2012 bis 2020 ein jährliches Wachstum von rund 30%. Daraus resultierend wird eine neuinstallierte PV-Leistung von ca. 155 GW im Jahr 2020 prognostiziert. Vor allem die außereuropäischen Märkte werden demnach eine deutlich höhere Wachstumsdynamik aufweisen. Teilbereich Dünnschicht-Solarmodule _ Bisher gaben Analysten einen Marktanteil von bis zu 23% für das Jahr 2012 für die Dünnschicht-Technologie an. Von der weltweiten Wirtschaftkrise wurde insbesondere dieser Bereich getroffen, da diese Produktionsanlagen deutlich höhere Anfangsinvestitionen erfordern. Gleichzeitig sind die Spotpreise für Silizium so stark gefallen, dass die Kostenvorteile pro Watt, verglichen mit den kristallinen Pendants, stark geschrumpft bis nahezu verschwunden sind. Unabhängig davon ist die Attraktivität der Dünnschicht-Solarmodule aus technischer Sicht nach wie vor gegeben. Aufgrund niedrigerer Temperaturkoeffizienten ist diese Technologie gerade in Regionen mit heißen Umgebungstemperaturen überlegen. Auch bei diffusen Lichtverhältnissen ist der Energieertrag mit Dünnschicht-Technologie höher als mit kristalliner Technik. Letztlich entscheidet auch die zur Verfügung stehende Fläche über den Einsatz der jeweils geeigneten Technologie. Für 2009 erwarten die Experten eine Produktionsmenge von rund 2 GW, was einem Marktanteil bis zu 20% entspricht. Neue Prognose für 2010 sind verhaltener als die bisherigen und erwarten eine Produktion von rund 3,1 GW und für 2011 von 4,1 GW. Dabei liegen die durchschnittlichen Wachstumsraten (CAGR) von 2008 bis 2012 mit 50% noch immer über denen des gesamten Solarmarkts. Demnach wird sich der Ausbau der Produktionskapazitäten vornehmlich ins Jahr 2011 verschieben. 12 // 12 Bank Sarasin – Studie: „Solarwirtschaft – grüne Erholung in Sicht”, 2009 Durch die erfolgreiche Verbindung von langjähriger Erfahrung bei Systemlösungen in der Nasschemie, im Bereich der LCD-Produktion sowie bei Anwendungen in der Produktion von Dünnschicht-Solarmodulen hat die Manz-Gruppe ihre Position als weltweit anerkannter Equipment-Lieferant ausgebaut. Außerhalb Asiens ist die Gesellschaft der einzige Anbieter mit langjähriger Erfahrung in der sicheren Handhabung von großen Glassubstraten unter Reinraumbedingungen. Geschäftsbereich systems.lcd Zentrales Thema im LCD-Bereich: Genug von Skaleneffekten Die Entwicklung auf dem LCD-Markt wird vor allem durch den Absatz von modernen LCD-Flachbildschirmen bestimmt. Sinkende Preise fördern dabei den Verkauf der Produkte.13 Gleichzeitig wurde der alte Standard-Röhrenfernseher weitgehend verdrängt, da sich die neue Technologie mit einem signifikant besseren Preis-Leistungsverhältnis durchgesetzt hat. Auch setzt sich die LCD-Technik zunehmend im gewerblichen Bereich bei Panelgrößen von mehr als 26 Zoll gegenüber der Plasma-Technologie durch. Schon in diesem Jahr wird bei großformatigen LCD-TVs mit mehr als 40 Zoll ein Wachstum von 25% im Vergleich zum Vorjahr erwartet .14 Dabei wächst der Markt trotz weltweiter Rezession, ist aber gleichzeitig nicht unabhängig von der konjunkturellen Entwicklung .15 Zukünftig werden die Abmessungen der LCD-Panels nicht mehr so stark zunehmen wie bisher. Dennoch erfreuen sich Maschinen, die möglichst große Glassubstrate bewegen können, einer hohen Nachfrage, da mit diesen wichtige Skaleneffekte realisiert werden können. // 13 DisplaySearch - TV Demand Outlook Improves; Revenues to Resume Growth in 2010 - 29.12.2009 // 14 Twice.com - DisplaySearch Hikes LCD TV Unit Forecasts – 29.09.2010 // 15 Channel Partner - LCD-TVs trotzen der Krise – 16.05.2009 Signifikanter Anstieg der Technologie erwartet – Verkaufsvolumen 2010 von bis zu 180 Mio. Einheiten Gerade bei großflächigen LCD-Geräten gehen Analysten von weiter wachsenden Verkaufszahlen aus. So wurde die erst kürzlich angepasste Prognose von 124 Mio. Einheiten auf 140,5 Mio. Einheiten nochmals deutlich angehoben.16Für 2010 erwarten Experten bereits ein Verkaufsvolumen von 170 bis 180 Mio. Einheiten bei LCD-Monitoren. Im Jahr 2009 erwies sich China als stärkster Wachstumsmotor der Branche.17Die Volksrepublik subventioniert seit Anfang 2009 den Kauf von LCD-Fernsehern.18 So wird allein für den chinesischen Markt ein Anstieg von mehr als 77% auf 22,6 Mio. verkaufte TV-Geräte prognostiziert.19Aber auch in Nordamerika und Westeuropa haben die Verkäufe 2009 zugelegt. Während in Europa die Digitalisierung mittels HDTV den Umsatz beflügelt, führen in den USA höhere Preisnachlässe zu einer zunehmenden Nachfrage nach modernen Endgeräten .20 // 16 DisplaySearch - TV Demand Outlook Improves; Revenues to Resume Growth in 2010 – 29.12.2009 // 17 IT Times - LCD-Monitorabsatz soll im nächsten Jahr auf 180 Mio. Einheiten klettern – 30.12.2009 // 18 Channel Partner - China denkt an noch größeren „Rettungsanker“ für die LCD-TV-Industrie – 21.10.2009 // 19 Channel Partner - LCD-Panel-Hersteller drängen nach China – 04.09.2009 // 20 ZDnet.de - LCD-Fernseher werden die Krise 2010 überwinden – 31.12.2009 Die zukünftigen Markttreiber sind vor allem sparsamere LCD-TVs (Green Technology), Touchpanel für mobile Endgeräte und vor allem der Einsatz von innovativer LED-Hintergrundbeleuchtung. So rechnen Analysten damit, dass sich die Stückzahlen von LED-LCDs von 2,5 Mio. im Jahr 2009 auf 18,8 Mio. im Jahr 2010 nahezu verachtfachen werden.21 Neben dem geringeren Verbrauch und der flacheren Bauweise liegen die Vorteile der „Backlit-Technologie” in der höheren Bildfrequenz, kontrastreicheren Farben und verbesserten Schwarzwerten .22 Investitionen in Produktionsanlagen der neuesten Generation sind daher unerlässlich für weiteres Marktwachstum sowie effiziente und kostengünstige Herstellungsverfahren. Die Manz Automation profitiert daher von der Entwicklung im LCD-Markt als weltweit führender Anbieter von Handlingsystemen für Glassubstrate und nasschemischen Reinigungsanlagen. // 21 Isuppli - LED-Backlit LCD-TV Shipments to Rise by Factor of Eight in 2010 – 28.12.2009 // 22 allesdigital.at - LED-LCD TV‘s im Vormarsch – 10.05.2009 ![]() ![]() Geschäftsbereich systems.aico/Sonstige Im Geschäftsbereich systems.aico stehen die Ausnutzung von Synergien und Skaleneffekten im Vordergrund. Geschäftszweck ist der Vertrieb von Komponenten und Systemen, die ursprünglich für die Geschäftsbereiche LCD und Photovoltaik entwickelt bzw. auch als Komponenten zugekauft werden. Durch höhere Beschaffungsvolumina erzielt die Gesellschaft Einkaufsvorteile und kann gleichzeitig die Rendite auf Eigenentwicklungen erhöhen. Bedient werden zudem verschiedene Teilmärkte, wie die Verpackungsindustrie oder die Werkzeugherstellung. Seit Jahren gewachsene Kundenbeziehungen zeichnen sich durch stabile und kontinuierliche Umsatzbeiträge aus. ![]() Li-Ion-Technologie als Antrieb für die Zukunft Zudem übernimmt der Geschäftsbereich systems.aico die Funktion einer „Keimzelle” für neue Technologien, die auch in die Erschließung neuer Geschäftsbereiche münden kann. Aus diesem Grund war das neue Forschungsfeld der Li-Ion-Batterien für Elektromobilität zunächst diesem Segment zugeordnet. Seit Juli 2009 beteiligt sich Manz an der Innovationsallianz „Produktionsforschung für Hochleistungs-Li-Ion-Batterien für Elektromobilität”. Ziel des Forschungsprojekts ist es, neue Fertigungstechnologien zu erforschen und auf die Anforderungen einer Großserienfertigung von Li-Ion-Batteriesystemen zu übertragen. Engpass für die Elektromobilitätsmärkte ist die industrielle Produktion von großserienfähigen Li-Ion-Zellen, Batterien sowie Batteriebaugruppen in gleichbleibend hoher Qualität und die Schaffung einer nachhaltigen Versorgungssicherheit. Im Rahmen des Projekts werden sowohl neue, industrielle Produktionstechnologien als auch Automationslösungen vorangetrieben sowie Lösungen zur Systemintegration und Produktionsablaufplanung bei den Batteriezellenherstellern erarbeitet. Eine Studie der HSBC prognostiziert dabei im Bereich Elektromobilität bis zum Jahr 2020 einen Marktanteil von 87% an Autos, die mit Li-Ion-Technologie angetrieben werden.23 Durch die Beteiligung an dieser Industriepartnerschaft verschafft sich die Manz Automation eine hervorragende Ausgangsposition, um sich auch in diesem dynamischen Wachstumsmarkt als langfristig führender Systemlieferant zu etablieren. Daher hat die Gesellschaft entschieden, dem Engagement in dieser Technologie einen noch höheren Stellenwert beizumessen, und zusammen mit systems.aico im neuen Geschäftsbereich New Business anzusiedeln. // 23 HSBC - Hybrids and Electric Vehicles - November 2009 Deutschland soll Leitmarkt für Elektromobilität werden Die Bundesregierung strebt an, dass mit Hilfe des „Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität” bis spätestens 2020 mindestens eine Million am Stromnetz aufladbare Elektrofahrzeuge und Plugin-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Alleine für den Zeitraum von 2009 bis 2011 stellt der Bund im Rahmen des Konjunkturpakets II insgesamt 500 Mio. Euro für verschiedene Projekte zur Verfügung. Die vom Bundesministerium für Wirtschaft und Technologie und dem Bundesverkehrsministerium gemeinsam gegründete Geschäftsstelle Elektromobilität soll sicherstellen, das Ziel zu erreichen, Deutschland als Leitmarkt für die Elektromobilität zu etablieren.24 Zudem hat die Bundesregierung im Januar 2010 ihre vorläufige Haushaltsplanung für das Jahr 2010 bekannt gegeben. Dabei hat der Haushalt des Bundesministeriums für Verkehr, Bau und Stadtentwicklung (BMVBS) mit 26,3 Milliarden Euro den größten Investitionsetat aller Ministerien der Bundesrepublik. Einer der Investitionsschwerpunkte des Ministeriums wird dabei die Förderung der Elektromobilität sein.25 // 24 Bundesregierung - Mit neuen Technologien in die Zukunft - 21. Januar 2010 // 25 Bundesregierung - Mehr Mobilität und bessere Infrastruktur in Deutschland – 22. Januar 2010 ENTWICKLUNG DER MARKTDURCHDRINGUNG AUF DEM US-MARKT (2015 UND 2020)Inzwischen gibt es bereits zahlreiche einzelstaatliche Regelungen und Subventionen für den Erwerb von Elektrofahrzeugen. So fördert Spanien den Kauf eines E-Mobils mit bis zu 6.000 Euro. Daneben gibt es weitere europäische Staaten, die umweltbewusste Käufer über die Kfz-Steuer oder direkte Zuschüsse zum Kauf ermuntern. Beispielsweise gewährt Großbritannien Steuernachlässe bis 5.825 Euro und Portugal bis 4.500 Euro. In Deutschland ist aktuell eine Unterstützung von 5.000 EUR in der Diskussion, die aber noch nicht abgeschlossen ist.26 Die deutsche Akademie für Technikwissenschaften Acatech schlug hingegen im Januar 2010 vor, statt den Absatz von Elektroautos zu subventionieren, die Investitionen in Bereiche wie Batterie- und Antriebstechnologien zu bündeln. Als Ergebnis soll Deutschland so zum Leitmarkt für „großserienfähige Elektromobilität” etabliert werden.27// 26 Focus - Verkehrsminister gegen Zuschüsse - 21. Januar 2010 // 27 acatech – Leitanbieter Elektromobilität – Januar 2010 Studien prognostizieren insbesondere für den Markt der Hybridfahrzeuge starkes Wachstum Studien der Deutschen Bank und HSBC prognostizieren bereits 2020 einen Absatz von über vier Millionen reinen Elektroautos weltweit. Zeitgleich wird der Markt für Hybridfahrzeuge, als Einstieg der Automobilhersteller in die elektrische Zukunft, deutlich schneller wachsen und Prognosen zufolge bereits im Jahr 2020 bis zu 13 Mio. Einheiten groß sein. Zukünftig wird es somit neben dem Verbrennungsmotor verschiedene weitere Antriebstechnologien, wie Mild- und Full-Hybrid, Plug-In-Lösungen (für die Steckdose zum Aufladen) aber auch batteriebetriebene Fahrzeuge mit Range Extender28 geben. Nach den Plänen der Automobilhersteller werden ab 2050 nur noch Hybridmodelle, vollständig batteriebetriebene Elektroautos und Elektroautos mit Wasserstoffbrennzelle gebaut. // 28 Range Extender: Ein kleiner Verbrennungsmotor zum Laden der Batterie im Fahrzeug. Dieser läuft im optimalen Drehzahlband und ist dadurch deutlich effizienter gegenüber der herkömmlichen Nutzung. Elektrotechnik beim Wirkungsgrad den Verbrennungsmotoren deutlich überlegen In reinen Elektrofahrzeugen (Betrieb nur mit Elektromotor) werden nach aktuellem Stand der Technik rund 100 Batteriezellen eingesetzt. Diese sind in ihrer Form sehr klein und flach, wodurch sich verschiedene Möglichkeiten zum Einbau in ein Fahrzeug ergeben. Mit einem Wirkungsgrad der Antriebstechnik von bis zu 90% sind Elektromotoren ihren Pendants mit Benzin (30%) und Diesel (40%) weit überlegen. Zudem wird die Umwelt entlastet, wenn der Strom aus erneuerbaren Energien wie Solar, Wind oder Wasserkraft erzeugt wird. Damit zeigt sich die enorme Bedeutung des Zusammenspiels alternativer Antriebe mit erneuerbaren Energien. Der Ausbau dieser beiden Bereiche ist dabei auch ein wesentlicher Schritt, um die im Januar 2010 beschlossenen Klimaziele der Europäischen Union für eine Kohlendioxid-Ausstoß-Senkung von 20 bis 30% bis 2020 zu erreichen. Nach Einschätzungen der Deutschen Bank wird die Elektromobilität auch die wirtschaftlich bessere Lösung gegenüber Verbrennungsmotoren sein. Kosten für Batteriesysteme und Fahrzeugkomponenten werden sich mittelfristig stark reduzieren – bis das soweit ist, werden die Regierungen die innovative Technologie subventionieren.29 So beschreibt eine Studie von Oliver Wyman von Juli 2009 die Mehrkosten (basierend auf einem Gesamtkostenmodell) eines Elektroautos über die gesamte Nutzungsdauer, ausgehend vom Jahr 2010, noch deutlich höher als die eines vergleichbaren Fahrzeugs mit Verbrennungsmotor. 2025 soll diese Differenz bereits überwunden sein – Elektroautos werden, so die Einschätzung von Oliver Wyman, dann auf Gesamtkostenbasis mehrere tausend Euro günstiger sein.30 // 29 Deutsche Bank, Electric Vehicles: Plugged In 2 - November 2009 // 30 Oliver Wyman, E-Mobility 2025 – The New Power Play to Win (or Lose) – Juli 2009 Die Elektromobilität wird sich also nicht nur aus Umwelt- und Klimaschutz-Überlegungen durchsetzen, sondern auch aus wirtschaftlichen Gründen. Für die Manz Automation resultiert daraus ein erhebliches Marktpotenzial. Aus heutiger Sicht beträgt das Marktvolumen im Equipmentbereich in den nächsten fünf Jahren mehrere hundert Millionen Euro. In diesem Markt will die Manz Automation einen deutlich zweistelligen Marktanteil erreichen. Darüber hinaus bieten sich Einsatzmöglichkeiten für Hochleistungsbatterien als Speichermedium nicht nur in der Automobilindustrie. In Zukunft werden diese Energiespeicher auch Anwendung in Bereichen wie Schifffahrt, Luft- und Raumfahrt, Nutzfahrzeuge sowie industriellen und privaten Anwendungen finden. Beispielsweise ergeben sich Einsatzmöglichkeiten in Sportbooten, Flugzeug-Board-Elektronik, Satelliten, der Landwirtschaft oder in dezentralen Photovoltaikanlagen, vor allem in Ländern ohne flächendeckendes Stromnetz. Zusammenfassend sieht die Gesellschaft somit im Segment der Li-Ion-Batterien ein hochattraktives Wachstumsfeld, an dem die Manz Automation durch das umfangreiche Entwicklungs-Know-how nachhaltig partizipieren kann. Gesamtaussage zu den Rahmenbedingungen // Für die Manz Automation war das Geschäftsjahr 2009 insgesamt ein durchaus bewegtes Jahr. Den Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise konnte sich die Gesellschaft nicht entziehen. Dies spiegelt sich in der Umsatz- und Ertragslage deutlich wieder. Gleichzeitig leitete das Management frühzeitig Maßnahmen zur Kostensenkung ein, die sich aufgrund der kurzen Reaktionszeiten positiv auf den Geschäftsverlauf auswirkten. Die Auftragseingänge sind insbesondere im ersten Halbjahr deutlich zurückgegangen und auch bestehende Aufträge wurden verschoben. Ab Herbst 2009 waren mit der Photovoltaikmesse in Hamburg wieder erste positive Impulse zu verzeichnen. Diese führten bereits gegen Jahresende zur Trendwende und damit zur Wiederbelebung des Solar- und LCD-Marktes. Die Gesellschaft rechnet, wie auch die Branchenexperten, mit einem Aufschwung des Solarmarktes im Jahr 2010. Gleichzeitig eröffnet sich für die Manz Automation ein enormes Potenzial durch ihr Engagement in Wachstumsindustrien – z. B. Li-Ion-Batterien für Elektromobilität. Unternehmensziele und Strategie // Ausbau der führenden Marktstellung in Zukunftsbranchen Die Manz Automation AG verfolgt das strategische Ziel, ihre weltweit führende Stellung als Anbieter für Systemlösungen im Bereich der Automatisierung, Nasschemie, Qualitätssicherung und Laserprozesstechnik zu festigen und weiter auszubauen. Damit will sich die Gesellschaft als unverzichtbarer Partner bei der Herstellung von Solarzellen und -modulen etablieren. Mit der Fokussierung auf Zukunftsbranchen kann die Manz Automation AG am dynamischen internationalen Wachstum der Kunden und des Marktes partizipieren. Infolgedessen ergeben sich erhebliche Umsatz- und Ertragspotenziale für die Gesellschaft. Über alle Branchen hinweg ist es die Zielsetzung der Manz Automation AG, die Vertriebs- und Serviceleistungen kontinuierlich zu optimieren, um Marktanteile zu sichern bzw. zu erhöhen. Fortschritt durch Eigenengagement Sowohl durch eigene Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten als auch im Verbund mit Kooperationspartnern sollen innovative Technologien konsequent vorangetrieben werden. Entsprechend den Anforderungen des Marktes sollen zudem neue Lösungen mit verbesserter Effizienz und damit geringeren Produktionskosten für die Hersteller angeboten werden. Positionierung als Innovationsmotor der Branche Ziel ist es, eine starke Position der Manz Automation als „Preferred Supplier” im Photovoltaikmarkt zu etablieren. Dabei spielen vor allem Produktinnovationen und die stete Weiterentwicklung des bestehenden Produktportfolios eine große Rolle. Manz will als Innovationsmotor die Branche voranbringen und wegweisende Technologien entwickeln. Investitionen in Technologien Neben der Akquisition neuer Technologien zur Erweiterung des Produktportfolios soll die Entwicklung von neuen High-Tech-Produkten in allen Geschäftsbereichen zur Erhöhung der Wertschöpfungsanteile bei Produktionslinien führen. Damit will die Gesellschaft ihre weltweit marktführende Stellung ausbauen. Stärkung der technologischen Marktführerschaft Zur Absicherung und Erweiterung der bisherigen Wettbewerbsvorteile und damit der Marktführerschaft soll der technologische Vorsprung weiter ausgebaut werden. Mit dem Zukauf von Technologien und gezielten Akquisitionen wird insbesondere Fach-Know-how erworben. Damit kann die Gesellschaft auf ein noch breiteres Fundament gestellt und die Wettbewerbsposition gefestigt werden. Ausbau ausländischer Standorte Ein wesentlicher Vorteil der Manz Automation sind die ausländischen Standorte, vor allem in Asien. Dieser Wettbewerbsvorsprung soll künftig noch stärker genutzt werden, um weitere Kostenvorteile zu realisieren. ERLÄUTERUNGEN DES GESCHÄFTSERGEBNISSES UND ANALYSE DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEErtragslage // Die Gewinn- und Verlustrechnung der Manz Automation gliedert sich nach dem Gesamtkostenverfahren. Im Geschäftsjahr 2009 verringerten sich die Umsatzerlöse auf 85,9 Mio. EUR nach 236,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Der deutliche Umsatzrückgang im Berichtszeitraum begründet sich vor allem durch zahlreiche Auftragsverschiebungen und die Zurückhaltung der Kunden bei der Erteilung von Neuaufträgen. Aufgrund des rezessiven Gesamtmarkts 2009 spürten die Hersteller von Solarzellen und -modulen eine verhaltenere Nachfrage nach den Endprodukten. Zugleich reduzierte sich aufgrund des Marktumfelds und der Finanzkrise die Finanzierungsbereitschaft der Banken für neue Solarprojekte erheblich, so dass die Hersteller kaum Neuinvestitionen tätigten. Somit entstanden im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Überkapazitäten auf Seiten der Hersteller, die jedoch aufgrund des rasanten technologischen Fortschritts und der bereits einsetzenden Wiederbelebung des Marktes rasch abgebaut werden dürften. Bereits im vierten Quartal 2009 konnten wieder verstärkt Auftragseingänge und eine wachsende Anzahl von Kundenanfragen verzeichnet werden. Der größte Umsatzanteil entfällt mit 54,6% oder 46,9 Mio. EUR auf den Geschäftsbereich systems.solar (Vorjahr: 141,5 Mio. EUR). Wesentliche Umsätze erzielte auch der aus den Übernahmen resultierende, neue Geschäftsbereich Sonstige mit 16,6 Mio. EUR oder rund 19,3% des Gesamtumsatzes gegenüber 35,5 Mio. EUR im Vergleichszeitraum. Hierzu trugen vor allem Produkte der Intech Machines Co. Ltd. in Taiwan bei, darunter nasschemische Prozessanlagen für die Leiterplatten-Industrie. Auf einem ähnlichen Umsatzniveau bewegt sich das Segment systems.lcd mit 14,9 Mio. EUR nach 46,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Hingegen zeichnet sich der Bereich systems.aico mit Umsatzerlösen vom 7,5 Mio. EUR bzw. einem Anteil von 8,8% durch eine vergleichsweise stabile Entwicklung aus (Vorjahr: 12,9 Mio. EUR). Die Auswirkungen der weltweiten Wirtschafts- und Finanzkrise spiegeln sich in allen Regionen wider. Die Umsatzerlöse beliefen sich im Heimatmarkt auf 25,1 Mio. EUR nach 57,1 Mio. EUR im Vorjahr. Der Anteil am Gesamtumsatz stieg dabei von 24,1% auf 29,2%. Im übrigen Europa erzielte die Gesellschaft Umsätze von 12,0 Mio. EUR oder 13,9% der gesamten Umsätze (Vorjahr: 20,4 Mio. EUR). In Asien konnte Manz Umsatzerlöse von 44,0 Mio. EUR oder einem Anteil von 51,2% erwirtschaften (Vorjahr: 144,3 Mio. EUR). In den USA wurden Umsätze in Höhe von rund 4,7 Mio. EUR verzeichnet (Vorjahr: 12,3 Mio. EUR). In den sonstigen Regionen erzielte die Manz Automation Umsätze von 0,2 Mio. EUR nach 2,3 Mio. EUR im Vorjahr. Unter Berücksichtigung der Bestandsveränderungen fertiger Erzeugnisse in Höhe von 9,0 Mio. EUR sowie den aktivierten Eigenleistungen resultierend aus verstärkten F&E-Investitionen erhöhte sich die Gesamtleistung der Manz Automation AG auf 101,1 Mio. EUR. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (234,8 Mio. EUR) entspricht dies einem Rückgang von 56,9%. Die Materialaufwendungen reduzierten sich in Folge des Umsatzrückgangs auf 60,4 Mio. EUR nach 130,4 Mio. EUR im Vorjahr. Gleichzeitig erhöhte sich die Materialaufwandsquote geringfügig auf 59,7% (Vorjahr: 55,5%). Das Rohergebnis verminderte sich im Berichtszeitraum somit von 109,2 Mio. EUR auf 50,2 Mio. EUR. Darin sind auch sonstige betriebliche Erträge in Höhe von 9,5 Mio. EUR (Vorjahr: 4,8 Mio. EUR) enthalten, die vor allem aus Kursgewinnen bei der Verlängerung von Kurssicherungsgeschäften auf den US-Dollar sowie der Verminderung von Wertberichtigungen auf Forderungen und Veränderungen bzw. Auflösungen von sonstigen Rückstellungen resultieren. Zum Ende des Berichtszeitraums (31. Dezember 2009) belief sich die Mitarbeiterzahl auf 1.377 Beschäftigte. Im Zuge der Entlastung der Kostenstrukturen wurden die Kapazitäten im Ausland bereits angepasst (31. Dezember 2008: 1.513 Mitarbeiter). So gelang es, die Personalaufwendungen von 41,7 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum auf 37,3 Mio. EUR zu reduzieren. Dazu haben vor allem die Effekte aus der Kurzarbeit beigetragen, die im Mai 2009 an den deutschen Standorten eingeführt und bis Ende des Geschäftsjahres 2009 beibehalten wurde. Die Strategie der Gesellschaft sieht vor, an den derzeitigen personellen Ressourcen festzuhalten, um den sich abzeichnenden Nachfrageanstieg auch künftig vollumfänglich bedienen zu können. Im Ergebnis stieg die Personalaufwandsquote in Verbindung mit den rückläufigen Umsatzerlösen von 17,8% im Vorjahresvergleich auf 36,9%. Die Abschreibungen im Geschäftsjahr 2009 erhöhten sich planmäßig auf 6,9 Mio. EUR (Vorjahr: 5,5 Mio. EUR) und wurden vor allem auf Sachanlagen inkl. Maschinen sowie auf aktivierte Eigenleistungen (Entwicklungskosten) vorgenommen. Erste Einspareffekte zeigten sich bei den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Diese beinhalten u. a. Marketing- und Vertriebskosten, Logistikkosten, Kosten für die Administration sowie Beratungskosten. Infolgedessen beliefen sich die sonstigen betrieblichen Aufwendungen auf insgesamt 21,9 Mio. EUR nach 33,4 Mio. EUR im Vorjahr. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) war aufgrund der bestehenden Kostenstrukturen sowie derzeitigen Überkapazitäten im abgelaufenen Geschäftsjahr mit –15,9 Mio. EUR negativ (Vorjahr: 28,6 Mio. EUR). Dabei erreichte die Gesellschaft bereits im vierten Quartal 2009 wieder ein positives operatives Ergebnis nach einem EBIT von –16,1 Mio. EUR in den ersten neun Monaten 2009. Daran wird sichtbar, dass die Manz Automation im abgelaufenen Geschäftsjahr deutliche Kostensenkungseffekte durch die ergriffenen Maßnahmen erzielen konnte. ![]() ![]() Bei Betrachtung der einzelnen Segmente ging das EBIT des Geschäftsbereichs systems.solar von 24,2 Mio. EUR auf –12,2 Mio. EUR zurück. Der Geschäftsbereich systems.lcd verzeichnete ein EBIT von –1,3 Mio. EUR nach 3,6 Mio. EUR. Das operative Ergebnis im Geschäftsbereich systems.aico belief sich nach 0,7 Mio. EUR im Vorjahr auf –1,1 Mio. EUR. Im neuen Bereich Sonstige lag das Segment-EBIT bei –1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 157 TEUR). Bei den Tochtergesellschaften bestehen zum Teil langfristige, zinstragende Finanzverbindlichkeiten. Diesen Zinsaufwendungen stehen jedoch Zinserträge und kurzfristig angelegte Gelder gegenüber. Insgesamt resultierte im Berichtszeitraum ein Finanzergebnis in Höhe von 2,9 Mio. EUR. Dieses positive Ergebnis geht auf die erzielten Kursgewinne beim Verkauf von Wertpapieren des Umlaufvermögens zurück. Das Vorsteuerergebnis (EBT) reduzierte sich aufgrund des negativen operativen Ergebnisses somit auf –13,0 Mio. EUR nach 28,5 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Nach Steuern und vor Minderheitsanteilen verblieb ein Konzernergebnis von –9,7 Mio. EUR (Vorjahr: 21,2 Mio. EUR). Dies entspricht bei einer durchschnittlichen Anzahl von 4.480.054 ausstehenden Aktien einem Ergebnis je Aktie von –2,15 EUR (Vorjahr: 5,04 EUR). Vermögenslage // Zum Ende des Berichtszeitraums verringerte sich die Bilanzsumme von 266,5 Mio. EUR auf 226,7 Mio. EUR. Dabei reduzierte sich das bilanzielle Eigenkapital im Wesentlichen durch den Periodenfehlbetrag von 191,2 Mio. EUR auf 179,0 Mio. EUR. Daraus ergibt sich eine Eigenkapitalquote von 79,0% nach 71,8% zum 31. Dezember 2008. Die langfristigen Schulden verminderten sich von 18,3 Mio. EUR auf 11,8 Mio. EUR. Neben gesunkenen latenten Steuern sind dafür die ebenfalls reduzierten langfristigen Finanzschulden der Tochtergesellschaften Manz Automation Slovakia s.r.o. und Intech Machines Co., Ltd. maßgeblich verantwortlich. Diese beliefen sich nach 4,8 Mio. EUR zum 31. Dezember 2008 auf nun 0,7 Mio. EUR. Darüber hinaus haben sich die Pensionsrückstellungen für Mitarbeiter der Manz Automation Tübingen GmbH aufgrund einer Neubewertung leicht erhöht. Langfristig sollten sich diese jedoch jährlich planmäßig verringern. Die sonstigen langfristigen Rückstellungen in Höhe von 2,5 Mio. EUR zum Stichtag umfassen mehrheitlich Gewährleistungsrückstellungen. Deutlich reduziert zeigten sich auch die kurzfristigen Schulden, die zum Bilanzstichtag von 57,0 Mio. EUR auf 35,9 Mio. EUR sanken. Darin enthalten sind zinstragende, kurzfristige Finanzschulden in Höhe von 8,7 Mio. EUR nach 13,0 Mio. EUR im Vorjahr. Diese kurzfristigen Banklnien wurden deutlich reduziert und bestehen allesamt in den Tochterunternehmen. Durch den deutlichen Umsatzrückgang gingen auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen auf 14,2 Mio. EUR (Vorjahresstichtag: 24,6 Mio. EUR) zurück. Die erhaltenen Anzahlungen beliefen sich zum Jahresende auf 1,0 Mio. EUR. Damit geht ein Rückgang zum Vorjahr (3,3 Mio EUR) einher. Zudem werden aufgrund der PoC-Methode für die Verbuchung der Umsätze die Anzahlungen verrechnet, so dass der Wert zum Bilanzstichtag trotz neuer Auftragseingänge nicht noch höher ausfällt. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen reduzierten sich auf 3,1 Mio. EUR nach 2,5 Mio. EUR im Vorjahr. Die übrigen Verbindlichkeiten in Höhe von 8,4 Mio. EUR enthalten Steuern (Lohn- und Kirchensteuer sowie Umsatzsteuer) und Sozialversicherungsbeiträge. Bei den Aktiva haben sich die langfristigen Vermögensgegenstände von 60,6 Mio. EUR auf 66,7 Mio. EUR leicht erhöht. Dabei stiegen insbesondere die immateriellen Vermögensgegenstände von 42,9 Mio. EUR auf 47,0 Mio. EUR. Im Rahmen des zum Jahresende durchgeführten Impairment Tests haben sich die immateriellen Vermögensgegenstände als werthaltig erwiesen, so dass keine Abschreibungen durchgeführt wurden. Das Umlaufvermögen sank aufgrund des reduzierten operativen Geschäfts auf 160,0 Mio. EUR nach 205,9 Mio. EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2008. Dabei haben sich die Vorräte durch den Aufbau von Halbfabrikaten und Standardbaugruppen von 33,0 Mio. EUR im Vorjahr auf 29,8 Mio. EUR reduziert. Der vergleichsweise hohe Lagerbestand soll eine schnelle Lieferfähigkeit bei einer Besserung des konjunkturellen Umfelds ermöglichen. Aufgrund des rückläufigen operativen Geschäfts im Geschäftsjahr 2009 gingen auch die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen von 101,4 Mio. EUR auf 39,6 Mio. EUR zurück. Durch eine erste Marktbelebung im vierten Quartal sowie den Abbau des Forderungsbestandes stiegen die liquiden Mittel von 33,9 Mio. EUR auf 59,3 Mio. EUR. Gleichzeitig verfügt die Gesellschaft trotz der teilweisen Veräußerung von Wertpapieren weiterhin über einen hohen Bestand in Höhe von 28,8 Mio. EUR nach 32,0 Mio. EUR im Vorjahr. Darin enthalten sind vorrangig Geldanlagen mit einer Haltedauer von mehr als drei Monaten (darunter im Wesentlichen sichere Investitionen in Geldmarktfonds) und können deshalb zur freien Liquidität gezählt werden. Somit summiert sich diese auf insgesamt 88,2 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung des hohen Bestands an kurzfristigen Wertpapieren betrug die Nettoverschuldung des Konzerns zum Stichtag 31. Dezember 2009 rund –78,8 Mio. EUR. Damit ist die Manz Automation effektiv nicht verschuldet und verfügt über einen hervorragenden Kapitalpuffer, um die geplanten zukünftigen Investitionen durchzuführen. Liquiditätslage // Als Cash Flow im engeren Sinne (Jahresüberschuss zzgl. Abschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens sowie Zunahme/Abnahme langfristiger Pensionsrückstellungen) resultierte im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Betrag von insgesamt –2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 28,3 Mio. EUR), im Wesentlichen begründet durch den Jahresfehlbetrag. Der operative Cash Flow erhöhte sich signifikant gegenüber dem Vorjahr von –16,8 Mio. EUR auf 39,8 Mio. EUR. Dies beruht vor allem auf dem Abbau des hohen Forderungsbestands und des noch geringen Neugeschäfts bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2009. Im Berichtszeitraum belief sich der Cash Flow aus Investitionstätigkeit auf –5,8 Mio. EUR nach –73,7 Mio. EUR im Vorjahr. Diese deutliche Veränderung resultiert aus dem Kaufpreis für die 70%-ige Mehrheitsbeteiligung an der Intech Machines Co. Ltd. in Taiwan im Volumen von 34,5 Mio. EUR, der im vorangegangen Berichtszeitraum entrichtet wurde. Gleichzeitig wurden im abgelaufenen Berichtsjahr nahezu alle verbleibenden Anteile an dieser Gesellschaft für 4,9 Mio. EUR erworben. Die verstärkten Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten im Geschäftsjahr 2009 kommen in den Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen zum Ausdruck: Diese beliefen sich auf 11,3 Mio. EUR nach 12,1 Mio. EUR im Vorjahr. Im Vergleichszeitraum hatten bei diesem Wert die Investitionen in Sachanlagen einen deutlich höheren Anteil. Der Cash Flow aus Finanzierungstätigkeit reduzierte sich zum Ende des Berichtzeitraumes auf –8,6 Mio. EUR nach 105,4 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum. Dabei erfolgten hauptsächlich Sondertilgungen bei langfristigen Krediten in Höhe von 5,5 Mio. EUR und die Rückführung von Kontokorrentkrediten in Höhe von 2,9 Mio. EUR. Im Ergebnis weist der Finanzmittelbestand am Stichtag 31. Dezember 2009 eine Höhe von 59,3 Mio. EUR (Vorjahr: 33,9 Mio. EUR) auf. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage des Unternehmens // Das Geschäftsjahr 2009 stellte die Manz Automation vor eine besondere Herausforderung. Es galt vor dem Hintergrund des Marktumfelds, die Kostenstruktur deutlich zu verbessern ohne gleichzeitig die mittelfristige Chance auf weiteres Wachstum zu beschränken. Dazu wurde ab Mai Kurzarbeit in den deutschen Gesellschaften eingeführt, um die Mitarbeiter auch während der Krise überwiegend weiter zu beschäftigen. Dies sicherte zugleich die Kapazitäten, um für eine anziehende Nachfrage gewappnet zu sein. Gleichzeitig wurde das abgelaufene Geschäftsjahr genutzt, um die Mitarbeiter weiterzubilden. Aufgrund des stark veränderten Marktumfelds erwirtschaftete die Gesellschaft im Berichtszeitraum einen Konzernverlust von rund 10 Mio. EUR. Das Unternehmen ist jedoch mit freien Mitteln von nahezu 90 Mio. EUR und einer soliden Eigenkapitalquote von 79% sehr gut aufgestellt sowie langfristig finanziert. Damit sind ausreichend Kapital und eine hervorragende Unternehmenssubstanz vorhanden, um wieder ein sehr dynamisches Wachstum bei einem anziehenden Solar- und LCD-Markt zu realisieren. Aus diesen Märkten verzeichnete Manz bereits im vierten Quartal des abgelaufenen Geschäftsjahrs wachsendes Interesse und erste Neuaufträge. Darüber hinaus kann das Engagement im neuen Geschäftsbereich New Business zusätzlich zu einer positiven Geschäftsentwicklung beitragen. Weitere Einzelheiten zur künftigen Entwicklung sind im Ausblick auf den Seiten 85 bis 87 ausgeführt. Vergütungsbericht // Vergütungsstruktur Vorstand Die Vergütung der Vorstandsmitglieder ist im Konzernanhang des Konzernabschlusses entsprechend den gesetzlichen Vorgaben, aufgeteilt nach erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten sowie Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung, individualisiert ausgewiesen. Das Vergütungssystem für den Vorstand hat zum Ziel, die Vorstandsmitglieder entsprechend ihres Tätigkeits- und Verantwortungsbereichs angemessen zu vergüten und dabei nicht nur die persönliche Leistung des jeweiligen Vorstandsmitglieds, sondern auch den Unternehmenserfolg zu berücksichtigen. Die Vergütung für die Mitglieder des Vorstands setzt sich aus fixen und variablen Bestandteilen zusammen. Die fixen Bestandteile bestehen aus einem monatlichen Fixgehalt und Sachbezügen. Die variablen, erfolgsabhängigen Bestandteile enthalten jährliche wiederkehrende, an den geschäftlichen Erfolg gebundene Komponenten und auch Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung und Risikocharakter. Das Fixgehalt wird in zwölf monatlich gleichbleibenden Teilbeträgen entrichtet. Die Sachbezüge der Vorstandsmitglieder bestehen im Wesentlichen aus der Nutzung von Dienstwagen. Der variable Bestandteil wird in Abhängigkeit von der Entwicklung des Konzernergebnisses vor Steuern [EBT] gewährt. Bei dem Vorstandsvorsitzenden Dieter Manz beträgt die variable, erfolgsabhängige Tantieme 2,5% des Konzern-EBT, höchstens jedoch 25% der sich nach der Berechnung der Tantieme ergebenden jährlichen Gesamtvergütung. Im Falle von Herrn Martin Hipp und Herrn Volker Renz beträgt die Tantieme 1,5% des Konzern-EBT, höchstens jedoch 15% zuzüglich eines variablen Anteils von maximal 5% der sich nach Berechnung der Tantieme ergebenden jeweiligen jährlichen Gesamtvergütung. Dieser variable Anteil steht im Ermessen des Aufsichtsrats. Außerdem hat die Gesellschaft für die Vorstandsmitglieder auf Kosten der Gesellschaft eine sogenannte D&O-Versicherung abgeschlossen. Für den Fall der Beendigung der Tätigkeit als Vorstandsmitglied besteht für die Herren Dieter Manz und Otto Angerhofer (Pensionär seit 1. August 2009) eine Pensionszusage für ein lebenslanges Ruhegeld nach dem vollendeten 65. Lebensjahr oder infolge Berufsunfähigkeit. Für die beiden Pensionszusagen sind jeweils Rückdeckungsversicherungen abgeschlossen. Gegenüber dem Vorstandsmitglied Martin Hipp besteht seit dem Geschäftsjahr 2009 eine beitragsorientierte Leistungszusage in Form einer rückgedeckten Unterstützungskasse mit jährlichen Zahlungen in Höhe von TEUR 6. Die Manz Automation AG hat im Geschäftsjahr 2008 für Mitglieder des Vorstands und andere teilnahmeberechtigte Mitarbeiter den Manz-Performance-Share-Plan 2008 eingeführt. Hierbei werden Aktienzusagen mit einer Wartezeit von drei Jahren und einer maximalen Gesamtlaufzeit von 6 Jahren gewährt. Nach Ablauf der Wartezeit erhält der Empfänger eine Manz-Aktie zum Preis von 1,00 EUR. Die Aktienzusagen verfallen, wenn das Beschäftigungsverhältnis gekündigt oder ein Aufhebungsvertrag geschlossen wird. Die Anzahl der insgesamt auszugebenden Aktien richtet sich nach der Anzahl der Bezugsberechtigten je Tranche, nach dem Grad der Erreichung der Erfolgsziele [Erfolgsfaktor] und nach der Haltedauer der Bezugsrechte [Treuefaktor]. Der Erfolgsfaktor bezieht sich für die einzelnen Tranchen auf die jeweilige EBIT-Marge des Konzernabschlusses. Der Treuefaktor wird bestimmt durch die Haltedauer der Bezugsrechte und kann sich bis zu einem Maximal-Faktor von 2,00 erhöhen, wenn die Bezugsrechte erst innerhalb des sechsten Kalenderjahres nach Ausgabe der Bezugsrechte ausgeübt werden. Die Gesamtzahl der Bezugsrechte beläuft sich auf 24.000 Stück. Der Aufsichtsrat hat aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung den Mitgliedern des Vorstands 3.320 [Vorjahr 1.092] Bezugsrechte gewährt. Der beizulegende Zeitwert dieser Aktienzusagen zum Zeitpunkt der Zusage beträgt insgesamt TEUR 540 [Vorjahr TEUR 221] Vergütungsstruktur Aufsichtsrat Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 12 der Satzung festgelegt. Die Vergütung trägt der Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang der Aufsichtsratsmitglieder sowie der wirtschaftlichen Lage und dem Erfolg des Unternehmens Rechnung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung, die sich an der Entwicklung des Konzernergebnisses je Aktie orientiert. Der Vorsitz und der stellvertretende Vorsitz im Aufsichtsrat werden bei der Aufsichtsratsvergütung berücksichtigt. Jedes Mitglied des Aufsichtsrats erhält eine feste, nach Ablauf des Geschäftsjahres zahlbare Vergütung in Höhe von 8.000,00 EUR und eine nach Billigung des IFRS-Konzernabschlusses der Gesellschaft zahlbare Tantieme in Höhe von 25,00 EUR je 0,01 EUR Konzernergebnis je Aktie [unverwässert], das über ein Konzernergebnis je Aktie [unverwässert] von 0,04 EUR hinausreicht, höchstens jedoch in Höhe von 8.000,00 EUR. Die Vergütung beträgt für den Vorsitzenden des Aufsichtsrats das Doppelte, für den stellvertretenden Vorsitzenden das 1,5 fache. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhalten außerdem Ersatz für die ihnen bei Wahrnehmung ihres Amtes erwachsenen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2009 betrug die Gesamtvergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats TEUR 36 [Vorjahr TEUR 72]. Die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder ist im Anhang des Konzernabschlusses entsprechend den gesetzlichen Vorgaben aufgeteilt nach Bestandteilen individualisiert ausgewiesen. Außerdem hat die Gesellschaft für die Aufsichtsratsmitglieder auf Kosten der Gesellschaft eine sogenannte D&O-Versicherung abgeschlossen. Angaben gemäß § 315 Absatz 4 HGB und Erläuterungen Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals: _ Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft beträgt zum 31. Dezember 2009 unverändert 4.480.054,00 EUR. Es ist eingeteilt in 4.480.054 auf den Inhaber lautende Stückaktien. Mit allen Aktien sind die gleichen Rechte und Pflichten verbunden. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen: _ Soweit die Manz Automation AG im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligung anstelle der Auszahlung der freiwilligen jährlichen Gewinnbeteiligung Manz-Aktien an ihre Mitarbeiter oder Mitarbeiter von Konzernunternehmen ausgibt, sind diese verpflichtet, die erhaltenen Aktien für einen Zeitraum von sechs Monaten nicht zu veräußern. Im Geschäftsjahr 2009 waren hiervon insgesamt 4.775 (Vorjahr 1.143) Aktien erfasst. Zum 31. Dezember 2009 bestanden keine derartigen Veräußerungsverbote. Vereinbarungen über Beschränkungen, die die Ausübung von Stimmrechten oder die Übertragung von Aktien betreffen, sind dem Vorstand der Manz Automation AG im Übrigen nicht bekannt.
Beteiligungen am Kapital, die 10% der Stimmrechte überschreiten: _ Am Kapital der Gesellschaft bestehen nach Maßgabe der der Gesellschaft bis zum Abschluss der Erstellung des Lageberichts zugegangenen Mitteilungen gemäß § 21 WpHG sowie gemäß § 15a WpHG folgende direkte oder indirekte Beteiligungen, die 10% der Stimmrechte überschreiten: siehe Tabelle oben. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen: _ Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen bei der Gesellschaft nicht. Art der Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital beteiligt sind und ihre Kontrollrechte nicht unmittelbar ausüben: _ Soweit die Manz Automation AG im Rahmen der Mitarbeiterbeteiligung anstelle der Auszahlung der freiwilligen jährlichen Gewinnbeteiligung Manz-Aktien an ihre Mitarbeiter oder Mitarbeiter von Konzernunternehmen ausgibt, können die Mitarbeiter die ihnen aus diesen Aktien zustehenden Kontrollrechte unmittelbar nach den Bestimmungen der Satzung und des Gesetzes ausüben. Soweit die Manz Automation AG im Rahmen des von der Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 beschlossenen Manz-Performance-Share-Plan 2008 Aktien an Mitglieder der Geschäftsführungen verbundener Unternehmen sowie an Führungskräfte der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräfte verbundener Unternehmen ausgeben wird, werden die Aktien den bezugsberechtigten Personen unmittelbar übertragen. Diese können die ihnen aus den übertragenen Aktien zustehenden Kontrollrechte unmittelbar nach den Bestimmungen der Satzung und des Gesetzes ausüben. Gesetzliche Vorschriften und Bestimmungen der Satzung über die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands und über die Änderung der Satzung: _ Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands sind gesetzlich in §§ 84, 85 AktG geregelt. Nach § 5 der Satzung der Gesellschaft kann der Vorstand aus einer oder mehreren Personen bestehen. Der Aufsichtsrat bestellt die Vorstandsmitglieder nach den Bestimmungen des Aktiengesetzes und bestimmt ihre Zahl. Die Satzung der Gesellschaft kann gemäß § 119 AktG grundsätzlich nur durch Beschluss der Hauptversammlung geändert werden. Der Aufsichtsrat ist jedoch gemäß § 7 Abs. 2 der Satzung befugt, Änderungen der Satzung zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Weitere gesetzliche Regelungen über die Änderung der Satzung, insbesondere zu den erforderlichen Mehrheiten, sind in §§ 133, 179 AktG enthalten. Gemäß § 16 Abs. 1 der Satzung der Gesellschaft werden die Beschlüsse der Hauptversammlung, soweit nicht zwingende Vorschriften des Aktiengesetzes etwas Abweichendes bestimmen, mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst. Soweit das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenden Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit dies gesetzlich zulässig ist, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals. Befugnisse des Vorstands, insbesondere Aktien auszugeben oder zurückzukaufen: _ Der Vorstand hat nach § 76 Abs. 1 AktG unter eigener Verantwortung die Gesellschaft zu leiten. Er leitet die Gesellschaft nach Maßgabe der Gesetze, der Bestimmungen der Satzung und der Geschäftsordnung für den Vorstand sowie unter Berücksichtigung der Beschlüsse der Hauptversammlung und des Aufsichtsrats. Der Vorstand kann neue Aktien nur auf Grundlage von Beschlüssen der Hauptversammlung über eine Erhöhung des Grundkapitals oder über genehmigte und bedingte Kapitalien ausgeben. Der Erwerb eigener Aktien ist in §§ 71 ff. AktG geregelt und ist in bestimmten Fällen kraft Gesetzes oder aufgrund einer Ermächtigung der Hauptversammlung zulässig. Genehmigtes Kapital: _ Der Vorstand der Gesellschaft ist gemäß § 3 Abs. 3 der Satzung ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 15. Juni 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder in Teilbeträgen um insgesamt bis zu 2.240.027,00 EUR durch Ausgabe neuer Aktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen [genehmigtes Kapital]. Dabei ist den Aktionären ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand ist jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Bedingtes Kapital I: _ Die Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 9. Juni 2013 einmalig oder mehrmals auf den Inhaber oder auf den Namen lautende Wandel- und/oder Optionsschuldverschreibungen, Genussrechte und/oder Gewinnschuldverschreibungen [bzw. Kombinationen dieser Instrumente] [zusammen „Schuldverschreibungen“] mit oder ohne Laufzeitbegrenzung im Gesamtnennbetrag von bis zu 300 Mio. EUR zu begeben und den Inhabern bzw. Gläubigern von Schuldverschreibungen Wandlungs- bzw. Optionsrechte auf Aktien der Gesellschaft mit einem anteiligen Betrag des Grundkapitals von insgesamt bis zu 1.433.160,00 EUR nach näherer Maßgabe der Anleihebedingungen der Schuldverschreibungen zu gewähren. Den Aktionären steht grundsätzlich ein Bezugsrecht auf die Schuldverschreibungen zu. Der Vorstand wurde jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen auszuschließen. Das Grundkapital ist gemäß § 3 Abs. 4 der Satzung der Gesellschaft um bis zu 1.433.160,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 1.433.160 neuen Aktien bedingt erhöht [bedingtes Kapital I]. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Gewährung von Aktien an die Inhaber bzw. Gläubiger von Schuldverschreibungen, die aufgrund der vorgenannten Ermächtigung begeben werden und ein Wandlungs- bzw. Optionsrecht auf Aktien der Gesellschaft gewähren bzw. eine Wandlungspf licht bestimmen. Bedingtes Kapital II: _ Die Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 hat den Vorstand ermächtigt, bis zum 31. Mai 2013 mit Zustimmung des Aufsichtsrats einmalig oder mehrmals Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 50.400 Aktien der Gesellschaft an die Mitglieder der Geschäftsführungen verbundener Unternehmen der Gesellschaft sowie an Führungskräfte der Gesellschaft unterhalb des Vorstands und Führungskräfte verbundener Unternehmen, jeweils im In- und Ausland, zu gewähren. Der Aufsichtsrat wurde ermächtigt, bis zum 31. Mai 2013 einmalig oder mehrmals Bezugsrechte zum Bezug von insgesamt bis zu 21.600 Aktien der Gesellschaft an Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft zu gewähren. Insgesamt dürfen bis zu 24.000 Bezugsrechte ausgegeben werden. Die Gewährung, Ausgestaltung und Ausübung der Bezugsrechte erfolgt nach Maßgabe der in dem Beschluss der Hauptversammlung vom 10. Juni 2008 festgelegten Bestimmungen. Das Grundkapital ist gemäß § 3 Abs. 5 der Satzung der Gesellschaft um bis zu 72.000,00 EUR durch Ausgabe von bis zu 72.000 neuen Aktien bedingt erhöht [bedingtes Kapital II]. Die bedingte Kapitalerhöhung dient der Absicherung der Rechte der Inhaber von Bezugsrechten, die aufgrund der vorgenannten Ermächtigung gewährt wurden. Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien: _ Die Hauptversammlung vom 16. Juni 2009 hat den Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Ziffer 8 AktG ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats in dem Zeitraum bis zum 15. Dezember 2010 eigene Aktien mit einem rechnerischen Anteil am derzeitigen Grundkapital von bis zu 10% zu erwerben. Der Erwerb darf über die Börse oder mittels eines an alle Aktionäre gerichteten öffentlichen Kaufangebots erfolgen. Der Vorstand wurde ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats eine Veräußerung erworbener eigener Aktien in bestimmten Fällen unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre vorzunehmen. Wesentliche Vereinbarungen der Gesellschaft, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots stehen: _ Die im Februar 2010 neu abgeschlossenen Dienstverträge der beiden Vorstandsmitglieder Martin Hipp und Volker Renz sehen vor, dass im Falle eines Kontrollwechsels die beiden Vorstandsmitglieder berechtigt sind, innerhalb von sechs Monaten nach Rechtswirksamkeit des Kontrollwechsels ihre Vorstandsmandate unter Einhaltung einer sechsmonatigen Frist zum Monatsletzten niederzulegen. Die beiden Vorstandsmitglieder sind auch befugt, zum Tag der Wirksamkeit der Amtsniederlegung aus dem Dienstverhältnis auszuscheiden. Zum Ausscheidenszeitpunkt werden jeweils die Bezüge erstattet, die die Vorstandsmitglieder erhalten würden, wenn sie ihre Dienstverträge bis zum vereinbarten Ende erfüllt hätten; mindestens ein Jahresgehalt. Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft, die für den Fall eines Übernahmeangebots mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern getroffen sind: _ Es bestehen keine Vereinbarungen der Gesellschaft mit den Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern, die für den Fall eines Übernahmeangebots Entschädigungen vorsehen. NACHHALTIGKEITSBERICHTUMWELT Als Unternehmen, das einen wesentlichen Beitrag zur Entwicklung von Technologien zur Nutzung erneuerbarer Energien und deren Wirtschaftlichkeit leistet, ist es für die Manz Automation nahezu eine Verpflichtung, auch photovoltaisch erzeugten Strom zu nutzen. Denn der nachhaltige Umgang mit den Ressourcen der Erde ist für Manz nicht nur Teil des Geschäftsmodells, sondern soll auch tagtäglich im Unternehmen gelebt werden. So hat Manz bereits seit November 2004 eine Photovoltaik-Anlage (100 KW) auf den Dächern der Montagehallen in Reutlingen installiert. Mit der Erweiterung dieser Anlage im Dezember 2009 (237 KW) gelang es, unter anderem durch in die Fassade integrierte Solarmodule, einen Teil der Stromversorgung auf erneuerbare Energien umzustellen. Mit insgesamt zwei großen Anlagen werden über 340.000 kWh Strom pro Jahr erzeugt und ein großer Teil des Energieverbrauchs des Unternehmens gedeckt. Auf diese Weise können pro Jahr rund 230 Tonnen des Treibhausgases Kohlenstoffdioxid eingespart werden. Der restliche Bedarf wird von einem Anbieter von CO2 neutral erzeugtem Ökostrom bezogen. Eigentümer dieser Solaranlagen ist dabei allerdings nicht die Manz Automation, sondern die Mitarbeiter der Gesellschaft. Diese haben sich zusammengeschlossen und die Finanzierung der Anlage ermöglicht, um damit ihre Verbundenheit mit dem Unternehmen sowie ihre Überzeugung zur Wirksamkeit der Photovoltaik zu demonstrieren. Im Ergebnis profitieren die Mitarbeiter von der Einspeisung ins Stromnetz und der daraus resultierenden Vergütung. Die zwei kleineren Fassadenanlagen mit 8 KW bzw. 16 KW befinden sich im Besitz des Unternehmens. SOZIALES ENGAGEMENT Für die Manz Automation ist es eine Selbstverständlichkeit, ihren Erfolg auch weiterzugeben und sich nachhaltig im sozialen Bereich zu engagieren. Neben der Unterstützung von lokalen Vereinen, der Universität Tübingen und öffentlichen Einrichtungen der Gemeinde Kirchentellinsfurt, spendet Manz regelmäßig Geld für soziale Zwecke. Zudem arbeitet die Manz Automation im Rahmen eines Hauptsponsorings mit dem Evangelischen Jugendwerk im CVJM Stuttgart zusammen. Gleichzeitig versteht sich die Manz als Ausbildungsbetrieb und nimmt diese Verpflichtung überaus ernst. Aktuell beschäftigt das Unternehmen über 20 Auszubildende, die nach Abschluss ihrer Ausbildung eine Festanstellung angeboten bekommen. Manz gibt Hilfe zur Selbsthilfe mit „Metallwerkstatt” in Äthiopien Schon im Jahr 2008 hat sich die Manz Automation AG zusammen mit dem Evangelischen Jugendwerk und dem YMCA Äthiopien beim Projekt „Metallwerkstatt” in Äthiopien engagiert. Auch 2009 stand dies unter dem Motto „Zukunft schenken”. Dabei wird 15 engagierten und motivierten Jugendlichen im Alter von 15 bis 19 Jahren aus benachteiligten ethnischen Gruppen eine Grundausbildung zum „General Metal Worker” ermöglicht. Dafür hat die Gesellschaft eine eigene Metall-Lehrwerkstatt in Addis Abeba, Äthiopien, gegründet. Ziel ist es, in einem der ärmsten Länder der Welt Hilfe zur Selbsthilfe zu geben. Die Aufnahme des Lehrbetriebs erfolgte im März 2009. Bereits im November 2009 hat die erste Klasse erfolgreich ihren Abschluss gemacht. Die Jugendlichen haben nun die notwendige Grundlage, um sich ins Arbeitsleben zu integrieren. In Zukunft sollen die Auszubildenden durch die Metallwerkstatt in die Lage versetzt werden, ihr Leben aufgrund der Ausbildung selbständig zu finanzieren und ihren Mitmenschen zu helfen. Dieses Projekt wird auch zukünftig weiter von Manz vorangetrieben werden. Neben der Gewinnung neuer Auszubildender, ist das Hauptaugenmerk auf die Qualifikation der Ausbilder und die weitere Verbesserung der Lehre gerichtet. Schon jetzt gilt die Metallwerkstatt von Manz als Modellprojekt für ganz Äthiopien. NACHTRAGSBERICHTAm 06. März 2010 verstarb plötzlich und unerwartet der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Jan Wittig. Daher wird die Funktion des Aufsichtsratsvorsitzenden vorerst durch den Stellvertreter, Prof. Dr. Heiko Aurenz, wahrgenommen. Zudem wird als Interimsmandat kurzfristig ein drittes Aufsichtsratsmitglied gerichtlich bestellt, um die Beschlussfähigkeit des Aufsichtsrats weiterhin sicherzustellen, bevor von der Hauptversammlung am 22. Juni 2010 ein neues Aufsichtsratmitglied gewählt werden kann. Hierfür wurde bereits ein Antrag beim Amtsgericht Stuttgart eingereicht. Das Interimsmandat soll von Dr. Guido Quass, Rechtsanwalt und Diplom-Betriebswirt (BA), ausgeübt werden. Nach dem Stichtag 31. Dezember 2009 sind keine weiteren Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage gehabt hätten. RISIKO- UND PROGNOSEBERICHTRISIKOMANAGEMENT- UND INTERNES KONTROLLSYSTEM Die Manz Automation AG geht bewusst unternehmerische Risiken ein, um von den Marktchancen entsprechend profitieren zu können. Durch Etablierung eines umfassenden Risikomanagementsystems kann die Gesellschaft Risiken frühzeitig erkennen, steuern und minimieren. Dies ist in einem Risikomanagement-Handbuch ausführlich dokumentiert und wird fortlaufend optimiert. Darin wird jedes Risiko einer verantwortlichen Person zugeordnet, die das Risiko mindestens einmal jährlich bewertet, überwacht und potenzielle Gegenmaßnahmen zur Risikominimierung benennt. Diese Maßnahmen werden im gleichen Turnus auf ihre Umsetzung hin überprüft und im Führungskreis gemeinsam beschlossen. In dieser Risikobewertung werden zusätzlich neue potenzielle Risiken analysiert und in den Risikokatalog zur weiteren Steuerung und Überwachung aufgenommen. Insgesamt gibt es derzeit keine Risiken, die den Bestand des Unternehmens gefährden könnten. Risikomanagementsystem für den Rechnungslegungsprozess (§ 289 Abs. 5 und § 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB) // Das Ziel des Risikomanagementsystems der Manz Automation AG im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess ist die Identifizierung und Bewertung von Risiken, die der Regelkonformität des Konzernabschlusses entgegenstehen könnten. Zur Erfüllung dieser Aufgabe hat die Manz Automation AG Konzernrichtlinien für die folgenden Themen aufgestellt:
Weitere wesentliche Elemente der Risikokontrolle im Rechnungslegungsprozess sind die Funktionstrennung zwischen Eingabe, Prüfung und Freigabe sowie eine klare Zuordnung von Verantwortlichkeiten in den betroffenen Bereichen. Die Verwendung von SAP als IT-Finanzsystem leistet einen weiteren wichtigen Beitrag für die konsequente Fehlervermeidung. Des Weiteren wird auf allen Prozessebenen das Vier-Augenprinzip angewandt. Bei speziellen fachlichen und komplexen Fragestellungen werden außerdem externe Sachverständige mit einbezogen. Neben der unternehmensinternen Kontrolle der rechnungslegungsrelevanten Prozesse und Strukturen nimmt schließlich auch der Abschlussprüfer eine Beurteilung im Rahmen seiner Prüfungstätigkeit vor. Der Vorstand erachtet die eingerichteten Systeme, die regelmäßig hinsichtlich ihrer Optimierungs- und Weiterentwicklungsfähigkeit überprüft werden, als angemessen und funktionsfähig. Identifizierte Verbesserungspotenziale setzt der Vorstand in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern der Manz Automation AG um. Erklärung zur Unternehmensführung // Corporate Governance Kodex (§ 289a Abs. 2 Nr. 1) Vorstand und Aufsichtsrat der Manz Automation AG orientieren sich bei ihren Aktivitäten an den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Dieser umfasst wesentliche gesetzliche Vorschriften sowie international und national anerkannte Standards zur Unternehmensführung, die von der entsprechenden Regierungskommission erarbeitet und weiterentwickelt wurden. Damit soll eine gute Unternehmensführung und -kontrolle sichergestellt werden. Das Ziel ist dabei auch, dem stetig steigenden Informationsanspruch der unterschiedlichen Interessengruppen gerecht zu werden, in dem Transparenz geschaffen und das Vertrauen in die Unternehmensführung gestärkt wird. Entsprechenserklärung März 2010 des Vorstands und des Aufsichtsrats der Manz Automation AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex” gemäß § 161 Aktiengesetz _ Vorstand und Aufsichtsrat der Manz Automation AG erklären gemäß § 161 Aktiengesetz, dass die Manz Automation AG den vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ in der Fassung vom 6. Juni 2008 und seit dem 5. August 2009 auch in der Fassung vom 18. Juni 2009 mit folgenden Ausnahmen entsprochen hat sowie dass die Manz Automation AG den Empfehlungen des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009 ebenfalls mit folgenden Ausnahmen künftig entsprechen wird: Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex _ Die Gesellschaft hat für die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats eine Vermögensschaden-Haftpflichtversicherung von Unternehmensleitern (sogenannte Directors- und Officers-Versicherung) abgeschlossen. Die Gesellschaft entsprach nicht der Empfehlung in Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008, nach der ein angemessener Selbstbehalt vereinbart werden soll, wenn die Gesellschaft für Vorstand und Aufsichtsrat eine D&O-Versicherung abschließt. Denn soweit der geltende Versicherungsschutz der Directors- und Officers-Versicherung der Gesellschaft durch Selbstbehalte beschränkt ist, liegen die Selbstbehalte unter den Größenordnungen, die gemeinhin als „angemessen” im Sinne von Ziffer 3.8 Abs. 2 des Kodex in der Fassung vom 6. Juni 2008 angesehen werden. Der Vorstand und der Aufsichtsrat sind der Auffassung, dass ein Selbstbehalt nicht dazu geeignet ist, die Qualität der Unternehmensführung und -überwachung zu erhöhen und insoweit eine positive verhaltenssteuernde Wirkung zu entfalten. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats werden ihre Aufgaben auch ohne die empfohlenen Selbstbehalte verantwortungsbewusst wahrnehmen. Die Gesellschaft entsprach aus den oben genannten Gründen bislang auch nicht der Empfehlung in Ziffer 3.8 Abs. 2 Satz 2 des Kodex in der Fassung vom 18. Juni 2009, nach der in einer D&O-Versicherung für den Aufsichtsrat ein entsprechender Selbstbehalt vereinbart werden soll, wie er gesetzlich für den Vorstand vorgesehen ist. Schließt die Gesellschaft für den Vorstand eine D&O-Versicherung ab, so ist nach den gesetzlichen Bestimmungen ein Selbstbehalt von mindestens 10% des Schadens bis mindestens zur Höhe des Eineinhalbfachen der festen jährlichen Vergütung des Vorstandsmitglieds vorzusehen. Die Gesellschaft hat in der Directors- und Officers-Versicherung für den Vorstand und den Aufsichtsrat mit Wirkung vom März 2010 einen Selbstbehalt nach Maßgabe der vorgenannten gesetzlichen Bestimmungen vereinbart. Ziffer 4.2.3 Abs. 4 und 5 des Kodex _ Die Gesellschaft entsprach und entspricht nicht der Empfehlung in Ziffer 4.2.3 Abs. 4 und 5 des Kodex, nach der bei Abschluss von Vorstandsverträgen darauf geachtet werden soll, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit ohne wichtigen Grund einschließlich Nebenleistungen den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Anstellungsvertrags vergüten soll. Hierbei soll eine Zusage für Leistungen aus Anlass der vorzeitigen Beendigung der Vorstandstätigkeit infolge eines Kontrollwechsels (Change of Control) 150% des Abfindungs-Caps nicht übersteigen. Die neu abgeschlossenen Dienstverträge von zwei Vorstandsmitgliedern der Gesellschaft sehen keinen Abfindungs-Cap vor und enthalten Klauseln, nach denen im Fall eines Kontrollwechsels und einer daraufhin erfolgten Amtsniederlegung eine Abfindung an das Vorstandsmitglied zu zahlen ist, die mindestens ein Jahresgehalt beträgt. Ein Abfindungs-Cap war im Rahmen der Verhandlungen der Vorstandsverträge nicht durchsetzbar. Ferner sind der Vorstand und der Aufsichtsrat der Auffassung, dass eine Abfindung in Höhe von mindestens einem Jahresgehalt den im Fall eines Kontrollwechsels bestehenden Sicherungsbedürfnissen der Vorstandsmitglieder auch im Interesse der Gesellschaft angemessen Rechnung trägt. Angaben zu Unternehmensführungspraktiken (§ 289a Abs. 2 Nr. 2) Anspruch der Manz Automation AG ist es, alle Geschäfte in ethisch und rechtlich einwandfreier Weise zu tätigen. Zu diesem Zweck hat der Vorstand ein Unternehmensleitbild entwickelt, das den Mitarbeitern von Manz helfen soll, verantwortungsbewusst zu handeln und in der täglichen Arbeit die richtigen Entscheidungen zu treffen. Das Leitbild beschreibt unsere Grundsätze nachhaltigen und gesellschaftlich verantwortlichen Wirtschaftens. Vorstand und Aufsichtsrat (§ 289a Abs. 2 Nr. 3) Gemäß deutschem Aktienrecht hat die Manz Automation AG eine duale Struktur mit Vorstand und Aufsichtsrat. Beide Organe arbeiten zum Wohle des Unternehmens eng zusammen und sind bestrebt, den Wert des Unternehmens für die Aktionäre nachhaltig zu steigern. Der Vorstand, aktuell aus drei Mitgliedern bestehend, nimmt eigenverantwortlich die geschäftsleitenden und operativen Aufgaben wahr. Im Plenum behandelt der Vorstand alle wesentlichen Entscheidungen und Maßnahmen; die dem Gesamtvorstand vorbehaltenen Entscheidungen und Maßnahmen ergeben sich aus den Festlegungen in der Geschäftsordnung des Vorstands. Sitzungen des Gesamtvorstands finden regulär einmal pro Woche statt. Der Vorstand berichtet an den Aufsichtsrat und bindet ihn bei Entscheidungen von grundlegender Bedeutung unmittelbar mit ein. Der Aufsichtsrat hat gegenüber dem Vorstand überwachende und beratende Funktionen. Bei wesentlichen Geschäftsvorgängen ist die Zustimmung des Aufsichtsrats erforderlich. Da der Aufsichtsrat nur über 3 Mitglieder verfügt, hat er keine Ausschüsse gebildet. Es gibt jeweils eine Geschäftsordnung für Vorstand und Aufsichtsrat sowie einen Geschäftsverteilungsplan für den Vorstand. Risiken des Unternehmens // Risiken durch zunehmenden Wettbewerb Ungeachtet der unsicheren Wachstumsprognosen für den Photovoltaikmarkt und den Markt für LCD-Flachbildschirme kann sich in Zukunft der Wettbewerb für Systeme zur Automatisierung und Qualitätssicherung intensivieren. Zudem könnten bestehende Wettbewerber ihre Produktionskapazitäten ausbauen oder eine aggressive Preispolitik betreiben und dadurch Kunden günstigere Bedingungen bieten als die Gesellschaft. Ein Risiko besteht insbesondere durch die Herstellung von Plagiaten im asiatischen Raum. Dies könnte einen direkten Einfluss auf die Margen der Manz Automation und auch auf die Marktanteile der Gesellschaft haben. Um diese Risiken zu minimieren, investiert die Manz Automation fortlaufend in Forschungs- und Entwicklungsprojekte, um die technologisch führende Marktstellung zu behaupten und auszubauen. Risiken aufgrund einer Konsolidierung in der Solarbranche Mit einer Konsolidierung der Solarbranche können wichtige Kunden wegfallen. Aber auch der zunehmende Kostendruck und die damit einhergehenden Margenbelastungen könnten Auswirkungen auf die Ertragssituation der Manz Automation AG haben. Weiterhin würden sich eine mögliche Verschiebung von Ersatzinvestitionen sowie eine längere Konsolidierungsphase negativ auf die Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Risiken durch raschen technologischen Wandel und bei der Markteinführung neuer Produkte Für das Produktportfolio der Gesellschaft ist die weitere Forschung und Entwicklung von entscheidender Bedeutung. Grund dafür ist ein kontinuierlich stattfindender technologischer Wandel, insbesondere in den beiden Branchen Photovoltaik und LCD. In diesem Prozess ist nicht gesichert, dass die Gesellschaft stets die Technologien anbieten kann, die vom Markt langfristig gefordert werden. Zudem besteht das Risiko, dass Neuentwicklungen mit höheren Kosten verbunden sind als ursprünglich budgetiert, so dass durch einzelne Entwicklungsprojekte Verluste entstehen können. Auch ist der spätere Markterfolg für die Einführung neuer Produkte nicht garantiert, wodurch weitere Risiken für die Umsatz- und Ertragslage resultieren können. Um diese Risiken zu kontrollieren, pflegt die Manz Automation enge Kontakte mit ihren Kunden, und kann so neue Trends frühzeitig erkennen. Zudem prüft die Gesellschaft im Vorfeld sorgfältig die möglichen Marktpotenziale, um die Renditen von Entwicklungsprojekten abschätzen und damit die Ressourcen optimal einsetzen zu können. Währungs- und Zinsänderungsrisiken Die Währungsrisiken der Manz AG ergeben sich aus operativen Tätigkeiten. Soweit sie die Cashflows der Gesellschaft beeinflussen, werden Risiken aus Fremdwährungen gesichert. Im Geschäftsjahr 2008 und 2009 war die Manz AG Fremdwährungsrisiken ausgesetzt im Zusammenhang mit bereits fixierten und geplanten Transaktionen in Fremdwährung. Diese betrafen ausschließlich Transaktionen in US-Dollar im Zusammenhang mit dem Verkauf von Produkten. Die Risiken hieraus wurden mit Hilfe von derivativen Finanzinstrumenten (im wesentlichen Devisentermingeschäfte und in geringerem Umfang Devisenoptions- und Devisenswapgeschäfte) abgesichert. Für die geplanten Transaktionen lagen die Voraussetzungen für ein Hedge-Accounting (Cashflow Hedge) vor. Das Risiko besteht allerdings, dass sich die Liefertermine verschieben, wodurch Verluste bzw. Gewinne aus der Verlängerung der derivativen Finanzinstrumente entstehen können. Zum Bilanzstichtag bestehen keine wesentlichen offenen Fremdwährungspositionen und auch keine geplanten Fremdwährungsgeschäfte. Es bestehen daher auch keine offenen derivativen Finanzinstrumente zum Jahresende. Abhängigkeit von qualifiziertem Personal in Schlüsselpositionen Börsennotierung bietet Vorteile bei Personal und als Arbeitgeber Der Erfolg der Gesellschaft hängt von qualifizierten Führungskräften und Mitarbeitern ab, insbesondere den Mitgliedern des Vorstands und der zweiten Führungsebene. Der Verlust von Führungskräften oder Mitarbeitern in Schlüsselpositionen könnte sich negativ auf die geschäftliche Entwicklung der Gesellschaft auswirken und dadurch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinträchtigen. Gleichzeitig ist nicht gesichert, dass neue geeignete Führungskräfte oder zusätzliche Mitarbeiter in ausreichender Anzahl gewonnen werden können. Jedoch steht die Manz Automation als börsennotiertes Unternehmen nun stärker im Blickfeld von Arbeitnehmern und kann dadurch die Attraktivität als Arbeitgeber steigern. Zudem bestehen durch die Börsennotierung mittelfristig auch Möglichkeiten, die Mitarbeiter durch die Ausgabe von Aktien und eine entsprechende Erfolgsbeteiligung enger an das Unternehmen zu binden. Risiken aus Vertragsstrafen Risiken können bei der Manz Automation auch durch Vertragsstrafen, sogenannte Pönale, resultieren. So wird bei Auftragsvergabe ein festes Lieferdatum vereinbart, das beide Parteien als verbindlich erachten. Sollte Manz z. B. aufgrund von Lieferengpässen oder knappen Ressourcen nicht in der Lage sein, die vereinbarte Menge fristgerecht auszuliefern, so kann dies die Projekterträge mindern. Dies hätte eine direkte Auswirkung auf die Ertragslage des Konzerns. Zur Steuerung des Risikos werden jedoch frühzeitig vorhandene Ressourcen überwacht und ggf. an das jeweilige Auftragsvolumen angepasst. Damit ist die Gesellschaft in der Lage, das Ertragsrisiko auf max. 1% des Umsatzvolumens zu begrenzen. Risiken durch Produktinnovationen Mit der Einführung zahlreicher neuer Produkte mit innovativen Eigenschaften können Risiken entstehen. Aufgrund von technischen Schwierigkeiten kann es zu längeren Entwicklungszeiten und verzögerten Auslieferungen kommen. Zudem sind spätere Komplikationen oder Kompatibilitätsprobleme nicht auszuschließen. Risiken aufgrund der Finanzmarktkrise Durch die Finanzmarktkrise ergeben sich negative Folgen auf die Realwirtschaft und damit auch auf die Solarbranche. So könnten Investitionen in die Solartechnologie aufgrund von Finanzierungsengpässen verschoben und damit weniger Solarmodule verkauft werden. Zudem könnte sich künftig für börsennotierte Unternehmen die Refinanzierung über den Kapitalmarkt deutlich schwieriger gestalten. Vor allem besteht für Solarunternehmen das Risiko, dass notwendiges Kapital für Investitionen in neue Anlagen nicht zur Verfügung steht. Dies würde die Entwicklung des Solarmarktes spürbar bremsen. In einem solchen Fall wäre die Gesellschaft möglicherweise nicht in der Lage, ihre Wachstumsziele wie geplant zu realisieren. Risiken durch Zahlungsunfähigkeit von Kunden Durch die Finanzmarktkrise ergeben sich negative Folgen für die Realwirtschaft. Aufgrund von Finanzierungsengpässen bei Kunden der Gesellschaft und die für börsennotierte Unternehmen derzeit fehlenden Refinanzierungsmöglichkeiten über den Kapitalmarkt steigt das Risiko von Unternehmensinsolvenzen an. In einem solchen Fall wäre die Gesellschaft möglicherweise mit Forderungsausfällen konfrontiert, die sich negativ auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken könnten. Darüber hinaus geht mit der Insolvenz eines Kunden auch der Verlust von möglichen Folgeaufträgen einher. Risiken durch Stornierung von Aufträgen Durch die Verunsicherung der Marktteilnehmer kann es zur Verschiebung oder Absage von geplanten Projekten auf Kundenseite kommen. Ebenfalls sind Finanzierungsengpässe bei Kunden der Gesellschaft möglich. Beides kann letztlich die Stornierung von Aufträgen zur Folge haben, da Investitionen in neue Anlagen nicht getätigt würden. Dies würde sich negativ auf den Auftragsbestand und die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Risiken aus Lieferantenverträgen Langfristige Verträge mit Lieferanten und Subunternehmen führen zur Verpflichtung, bereits bestellte Komponenten auch in einer schwierigen Marktlage abzunehmen. Dies kann zu einem Anstieg der Vorräte der Gesellschaft und damit zu einer erhöhten Kapitalbindung führen. Im Ergebnis kann sich dies auf die Umsatz-, Ertrags- und Liquiditätslage der Gesellschaft auswirken. Chancen der künftigen Entwicklung // Signifikantes Marktwachstum der Photovoltaik-Branche Die Photovoltaik-Branche hat sich in den vergangenen Jahren dynamisch entwickelt. Deutschland wird seine Stellung als Europas größter Nachfragemarkt vorerst behalten. Die größten Zuwächse erwarten Experten in den USA, die mittelfristig zum zweitgrößten Markt werden können. Zusätzlich rücken nun andere Märkte außerhalb Europas wie Indien, China oder der Mittlere Osten und Afrika (MENA-Region) stärker ins Blickfeld. Analysten sehen vor allem in den stark gefallenen Preisen für die PV-Technologie die Grundlage für künftiges Wachstum. Gleichzeitig wird im Jahr 2010 die Netzparität in den ersten Ländern erreicht werden. Infolgedessen gehen Marktexperten von einem enormen Nachfrageanstieg nach PV-Anlagen aus. Experten sagen Photovoltaik-Branche starkes Wachstum voraus Marktforscher der Bank Sarasin erwarten für 2010 ein Wachstum des weltweiten PV-Markts von 45%. Damit wird sich die neuinstallierte Leistung auf rund 8,5 GW am Ende des Jahres belaufen. Zuwächse in dieser Größenordnung sind nach aktueller Einschätzung auch in den nächsten zwei Jahren möglich. In diesem Zeitraum sollen mindestens zehn neue PV-Märkte mit einem jährlichen Volumen von über 500 MW entstehen. Allein in Deutschland liegt das erwartete Wachstum zwischen 15 und 20%. Diesen ambitionierten Prognosen liegt auch die Annahme zugrunde, dass sich die Maschinenbauer weiterhin stark für einen rasanten technologischen Fortschritt einsetzen und Produktionskosten senken, Wirkungsgrade der Solarzellen steigern und Hersteller in neue Wachstumsmärkte vorstoßen. Synergieeffekte in den Geschäftsbereichen systems.solar und systems.lcd eröffnen Wettbewerbsvorteile Besondere Synergieeffekte bestehen zwischen den Geschäftsbereichen systems.solar und systems.lcd, die verstärkt zum Wachstum der Gesellschaft und gleichzeitig zur Steigerung der Profitabilität beitragen. Synergien entstehen insbesondere durch die technologisch vergleichbaren Anforderungen bei der Automatisierung von LCD-Produktionsanlagen sowie für Produktionslinien für Dünnschicht-Solarmodule. Dies betrifft insbesondere das Handling großflächiger Glassubstrate, in der die Manz Automation seit Jahren hohe Kompetenzen aufgebaut hat und damit im Wachstumsmarkt Dünnschicht-Technologie über klare Wettbewerbsvorteile verfügt. Dadurch ist es möglich, Technologien in neuen Wachstumsbranchen (Dünnschicht-Solarmodule) einzusetzen, die bereits vollständig entwickelt wurden. So beträgt die Taktung von LCD-Maschinen im bereits etablierten Einsatzgebiet nur 35 Sekunden, die Automation von Dünnschicht-Solarmodulen hingegen rund 3 Minuten. Dies ist ein Beispiel für die noch realisierbaren Synergieeffekte. Durch die Übernahme der Intech Machines Co. Ltd. erhält die Manz Automation Zugriff auf die Technologie für die nasschemische Reinigung von Glassubstraten. Diese Technologie stellt sowohl bei der Herstellung von LCD-Displays als auch von Dünnsicht-Solarmodulen einen wichtigen Produktionsschritt dar. Dadurch kann die Gesellschaft ihre Wettbewerbsposition in beiden Geschäftsbereichen festigen und zusätzliches Umsatz- und Ertragspotenzial erschließen. Ausbau der Wertschöpfungstiefe durch Forschungs- und Entwicklungsprojekte Entscheidend für Marktposition wird der Forschungs- und Entwicklungserfolg Zum aktuellen Zeitpunkt kann die Manz Automation AG bei der Installation von Produktionslinien zur Herstellung kristalliner Solarzellen rund 60% des Auftragsvolumens bereitstellen (dieser Anteil soll mittelfristig auf bis zu 70% ausgeweitet werden). Bei Produktionslinien für Dünnschicht-Solarmodule beträgt der Anteil rund 25%. Um die Wertschöpfungstiefe weiter zu optimieren, arbeitet die Gesellschaft an verschiedenen F&E-Projekten, um zukünftig Maschinen für weitere, erforderliche Produktionsschritte anbieten zu können. Aber auch die Geschwindigkeit der Maschinen, deren Sicherheit sowie geringe Bruchraten sind wichtige Attribute, die in der Weiterentwicklung der Anlagen Berücksichtigung finden. Künftig steht vor allem die Erhöhung des Wirkungsgrades von Solarzellen im Mittelpunkt der Forschung. Durch den Ausbau der Wertschöpfungstiefe wird die Gesellschaft ihre Marktposition weiter verbessern können und auch die Position in Zusammenarbeit mit den Kooperationspartnern stärken. Beides kann sich positiv auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Signifikante Wachstumschancen durch Ausbau der Internationalisierung Gerade im Geschäftsbereich systems.solar besteht mittelfristig die Möglichkeit zur Expansion in Wachstumsmärkte. Dabei sind neben dem asiatischen Markt vor allem die USA zu nennen, als einer der wahrscheinlich größten zukünftigen Wachstumsmärkte. Die US-Regierung forciert, den Anteil an erneuerbaren Energien von 9% auf 25% zu erhöhen. Im Zuge dessen sollen 150 Mrd. USD in den kommenden zehn Jahren für neue Energietechnologien eingesetzt werden, um die Energieeffizienz zu steigern. Daneben befindet sich auch der Mittlere Osten in einer Umorientierung, um den steigenden Energiebedarf auch nach dem Ende der Ära fossiler Brennstoffe decken zu können. Die erfolgreiche Erschließung dieser Märkte kann sich daher positiv auf die Umsatz- und Ertragslage der Gesellschaft auswirken. Marktchancen durch Übernahmen Durch gezielte Übernahmen kann die Gesellschaft zusätzliche Wettbewerbsvorteile erlangen und sich bietende Marktchancen noch konsequenter nutzen. Insbesondere wird der Zugriff auf neue Technologien, Know-how sowie qualifiziertes Personal (und damit auf sowohl knappe als auch im Wettbewerb ausschlaggebende Faktoren) ermöglicht. Ferner plant die Gesellschaft, durch attraktive Zukäufe neue Kunden- und Produktgruppen zu erschließen und die Produktpalette weiter zu diversifizieren. Das Unternehmen wird somit auf eine breitere Basis gestellt, mit stabilisierenden Auswirkungen auf die Umsatz- und Ertragslage. Marktchancen durch Erreichen der Grid-Parity Experten der Solarbranche sehen die Netzparität des Solarstroms schneller näherkommen als bisher prognostiziert. Grid-Parity könnte in sehr sonnenreichen Ländern mit hohen Strompreisen sowie erheblichem Strombedarf (u. a. durch Klimaanlagen), wie dies z.B. in den USA der Fall ist, bereits 2010 erreicht werden. Durch neue Technologien können fortlaufende Effizienzsprünge erzielt werden. Daraus resultiert ein Innovationsdruck, dem die Solarunternehmen nur durch Investitionen in neue Anlagen gerecht werden können. Manz Automation kann als Anbieter von hocheffizienten Systemlösungen für die Solarindustrie von diesem Investitionsverhalten profitieren. Marktchancen durch Erschließung neuer Märkte Durch den Eintritt in einen weiteren hochattraktiven „Clean Tech”-Markt erschließt sich die Manz Automation weiteres Wachstumspotenzial. Derzeit wird das Produktportfolio um Maschinen für die industrielle Fertigung von Li-Ion-Batterien erweitert. Haupteinsatzgebiet für diese Batterien sind vor allem Elektro- und Hybridfahrzeuge, denen in den kommenden Jahren aufgrund erhöhter Energiepreise und politisch geforderter Klimaziele deutlich steigende Wachstumsraten vorhergesagt werden. Potenzielle Kunden sind große Automobilzulieferer, die bereits mit der Serienfertigung dieser neuen, leistungsstarken Antriebstechnik begonnen haben. Die Bundesregierung strebt an, dass mit Hilfe des „Nationalen Entwicklungsplans Elektromobilität” bis spätestens 2020 mindestens eine Million am Stromnetz aufladbare Elektrofahrzeuge und Plugin-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Alleine für den Zeitraum von 2009 bis 2011 stellt der Bund im Rahmen des Konjunkturpakets II insgesamt 500 Mio. Euro für verschiedene Projekte zur Verfügung. Von diesen Investitionen kann Manz als Ausrüster erheblich profitieren. Ausblick // Auch knapp zwei Jahre nach Ausbruch der Finanzmarktkrise spüren alle Branchen deren Folgen, so auch die Solar- und LCD-Industrie. Es gibt jedoch Anlass, wieder positiv in die Zukunft zu blicken. Bereits im Januar und Februar erhielten wir wieder Neuaufträge im Volumen von 25 Mio. EUR sowohl aus dem LCD- als auch aus dem Solarbereich. Weltweit aufgelegte Konjunkturpakete entfalten zunehmend ihre Wirkung, von denen auch Manz profitieren kann. Gleichzeitig führt der erhöhte Kostendruck in der Solarindustrie zu einer höheren Nachfrage nach modernsten Produktionslinien, da mit den bestehenden Betriebsmitteln eine effiziente Fertigung nicht mehr realisierbar ist. Verstärkt wird diese Situation durch die geplante Reduktion der Einspeisevergütung in Deutschland, dem bislang weltweit größten Einzelmarkt. Daher sind die Hersteller mehr denn je gefordert, die Produktionskosten weiter zu senken. Manz liefert die hierfür notwendigen innovativen Lösungen, um in einem wettbewerbsintensiven Umfeld erfolgreich agieren zu können. Wir erwarten daher eine weiter steigende Nachfrage nach unseren hochintegrierten und hocheffizienten Produkten. Zentrales Thema im Jahr 2010 ist das Erreichen von Grid-Parity Ein zentrales Thema im Jahr 2010 ist das Erreichen von Grid-Parity. In Kalifornien, Arizona, New Mexico oder New Jersey wird es bereits dieses Jahr soweit sein. Auch auf internationaler Ebene sollte der Durchbruch der Photovoltaik früher erreicht werden als bisher angenommen. Experten rechnen aufgrund der enormen Überkapazitäten und dem dadurch gefallenen Preisniveau schon 2012 mit der Netzparität. Infolgedessen kann mittel- bis langfristig ein regelrechter Nachfrageschub nach Solarmodulen und damit auch nach Produktionsanlagen resultieren. Verstärkt interessieren sich auch die großen Stromversorger für PV-Kraftwerke, u. a. in den USA, weshalb Analysten enormes Wachstum insbesondere durch Großprojekte sehen. Vor allem in Ländern mit vielen Sonnenstunden und hohen Strompreisen wird die PV-Industrie in naher Zukunft einen erneuten Aufschwung erleben. Entstehung neuer Wachstumsmärkte durch gefallene Preise bei der PV-Technologie Im Zuge der stark gefallenen Preise für die PV-Technologie sind einige neue Wachstumsmärkte entstanden. Neben den USA spielen auch Indien oder China eine immer größere Rolle. Diese Regionen werden Haupttriebfeder für das künftige dynamische Wachstum der Solarindustrie sein. Neben zahlreichen Förderprogrammen zum Ausbau der Infrastrukturen sowie zur Sicherung der Elektrizitätsversorgung geht es darum, in entlegenen Gebieten die Versorgung mit elektrischem Strom überhaupt herzustellen. Dafür wird die Photovoltaik in den Emerging Markets eine Schlüsselrolle spielen. In vielen dieser Regionen, wie auch im Mittleren Osten oder dem südlichen Afrika, gibt es kein geschlossenes Stromnetz. Stattdessen werden lokale Kraftwerke, wie Solaranlagen, dort künftig die Stromversorgung gewährleisten. Die verstärkte Nachfrage nach Solarmodulen bietet der Manz Automation erhebliche Chancen für das weitere internationale Wachstum. Auch unser neues Betätigungsfeld der Li-Ion-Batterien diversifiziert das Geschäftsmodell der Manz Automation erheblich, wodurch wir deutlich breiter und branchenunabhängiger aufgestellt sind. Gleichzeitig entstehen Synergieeffekte zwischen den einzelnen Geschäftsbereichen. So stellt Elektromobilität im Zusammenspiel mit regenerativen Energien den Antrieb der Zukunft dar. Bereits 2020 sollen mindestens eine Million am Stromnetz aufladbare Elektrofahrzeuge und Plugin-Hybrid-Fahrzeuge auf deutschen Straßen fahren. Schon seit Anfang 2009 engagieren wir uns intensiv auf diesem Gebiet und werden diese Bestrebungen weiter ausbauen, so dass Manz auch für den Wachstumsmarkt Li-Ion-Batterien führende Technologien im Produktportfolio anbieten kann. Eine weitere Anwendung der Hochleistungsbatterien stellt die Speicherung photovoltaisch erzeugten Stroms dar. Dies ist vor allem in Entwicklungsländern zur dezentralen Stromversorgung eine denkbare Alternative mit Wachstumspotenzial. Insgesamt betrachtet ringen derzeit noch viele Unternehmen der Solarbranche mit den Folgen der Finanzmarktkrise. Dies wird unweigerlich zu einer Marktbereinigung führen. Mittel- bis langfristig werden sich nur finanzstarke und technologisch führende Marktteilnehmer durchsetzen können. Aus diesem Grund hält auch Manz Ausschau, um durch selektive Übernahmen das eigene Produkt- und Technologieportfolio zu optimieren. Gerade vor dem Hintergrund von deutlich gefallenen Unternehmenswerten bieten sich hier attraktive Investitionsmöglichkeiten. Wir sind daher optimistisch, uns aktiv auch an der Marktkonsolidierung beteiligen zu können. Manz ist Innovationstreiber der PV-Branche Die Manz Automation verfügt zum 28. Februar 2010 über einen soliden Auftragsbestand in Höhe von 70 Mio. EUR. Seit Dezember können wir wieder verstärkt Auftragseingänge verzeichnen, worauf sich auch unsere optimistische Einstellung für 2010 und die Folgejahre stützt. Dennoch wird die Entwicklung im laufenden Geschäftsjahr auch davon abhängig sein, wie schnell sich der Dünnschicht-Markt erholt und damit wieder Umsatz- und Ergebnisbeiträge beisteuern wird. Aufbauend auf unseren intensiven Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten sehen wir unsere Gesellschaft als technologisch führend aufgestellt, die die Herausforderungen der PV-Industrie lösen kann. Damit positionieren wir uns nicht nur als Problemlöser, sondern sogar als Innovationstreiber der Branche. Durch die von uns angebotenen Lösungen eröffnen wir unseren Kunden die Möglichkeit, sich bei der anziehenden Solarkonjunktur schneller zu erholen und im Wettbewerb durchzusetzen. Aufgrund der beschriebenen mittel- bis langfristigen hervorragenden Perspektiven und unserer starken Marktposition sind wir zuversichtlich, wieder an die Wachstumsraten der Vergangenheit anknüpfen zu können. Für das laufende Geschäftsjahr erwarten wir ein hohes zweistelliges prozentuales Umsatzwachstum, bei einem positiven EBIT. Eine genauere Festlegung oder gar Quantifizierung des operativen Ergebnisses ist angesichts der skizzierten Einflussfaktoren zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht möglich. Eine mittelfristige Prognose ist im aktuellen Umfeld ebenfalls mit Risiken behaftet. Bei der skizzierten weltwirtschaftlichen Erholung erwarten wir für das Jahr 2011 ein weiteres Umsatzwachstum verbunden mit einer weiteren Verbesserung beim EBIT. Wir danken Ihnen gerade in diesen wirtschaftlich schwierigen Zeiten für Ihr entgegengebrachtes Vertrauen!
Reutlingen, den 12. März 2010
Der Vorstand BestätigungsvermerkWir haben den von der Manz Automation AG, Reutlingen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Bilanz, Konzernkapitalflussrechnung, Entwicklung des Konzerneigenkapitals sowie Konzernanhang - und den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2009 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und über den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Reutlingen, den 19. März 2010 alltax gmbh Klaiber, Wirtschaftsprüfer Aigner, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsManz Automation AG, ReutlingenSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, plötzlich und für uns alle unerwartet verstarb am 6. März 2010 unser Vorsitzender des Aufsichtsrats Herr Dr. Jan Wittig, der dem Aufsichtsrat seit dem Jahr 2001 angehörte. Die Arbeit von Herrn Dr. Wittig war geprägt von großem Fachwissen und langjähriger Erfahrung. Herr Dr. Wittig hat viel für unsere Gesellschaft geleistet. Wir werden ihm ein ehrendes Andenken bewahren. Die Manz Automation AG blickt auf ein Jahr voller unternehmerischer Herausforderungen zurück. Der Geschäftsverlauf war in einem schwierigen Marktumfeld von rückläufigen Auftragseingängen und Auftragsverschiebungen geprägt. Die Gesellschaft hat darauf mit Kosteneinsparungen, insbesondere durch die Einführung von Kurzarbeit, reagiert. Gleichzeitig wurde das Jahr intensiv für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten genutzt, damit die Gesellschaft mit einem weiter verbesserten Produktportfolio gestärkt aus dem Krisenjahr hervorgeht. Ferner hat das Unternehmen eine wichtige Industriepartnerschaft für die Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien im Bereich Elektromobilität geknüpft und die vollständige Übernahme der Manz Intech Machines Co. Ltd. eingeleitet. Diese strategischen Entscheidungen waren unter anderem Inhalt eines vertrauensvollen Austauschs zwischen Vorstand und Aufsichtsrat. Durch die regelmäßige, zeitnahe und umfassende Berichterstattung des Vorstands konnten wir uns intensiv mit der Lage und Entwicklung des Unternehmens befassen. Bei der Unterrichtung über den Geschäftsverlauf und die Unternehmenspolitik ging der Vorstand auf alle relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage und des Risikomanagements ein. In Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Aufgrund der Vorstandsberichte und gemeinsamer Sitzungen mit dem Vorstand hat der Aufsichtsrat der Manz Automation AG auch im vergangenen Geschäftsjahr die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahrgenommen und die Arbeit des Vorstands kontinuierlich überwacht und beratend begleitet. In insgesamt vier Sitzungen des Aufsichtsrats im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde der Aufsichtsrat über die wirtschaftliche und finanzielle Entwicklung der Gesellschaft und ihres Umfeldes umfassend informiert. Auch unabhängig von den Sitzungen berichtete der Vorstand über wichtige Geschäftsereignisse. So erhielt der Aufsichtsrat regelmäßig Berichte über die Geschäftsentwicklung des Gesamtunternehmens sowie die Entwicklungen in den einzelnen Bereichen. Alle Geschäfte und Maßnahmen, die nach Gesetz oder Satzung der Genehmigung durch den Aufsichtsrat bedurften, wurden mit dem Vorstand eingehend diskutiert und die notwendigen Beschlüsse durch den Aufsichtsrat gefasst. Ausschüsse wurden aufgrund des dreiköpfigen Aufsichtsrats nicht gebildet und somit alle Themen gemeinschaftlich diskutiert und verabschiedet. Schwerpunkte unserer Beratungen ergaben sich aus dem durch die weltweite Rezession hervorgerufenen schwierigen Marktumfeld. Das Geschäftsjahr 2009 war von einem signifikanten Rückgang des operativen Geschäfts gekennzeichnet, weshalb sich der Aufsichtsrat regelmäßig mit den Folgen und potenziellen Risiken dieser Entwicklung beschäftigte. Weitere Schwerpunkte waren die geplante Erschließung neuer Geschäftsfelder, insbesondere im Bereich der Fertigungstechnologien für hochleistungsfähige Lithium-Ionen-Batterien sowie das Vorhaben der vollständigen Übernahme der Manz Intech Machines Co. Ltd. Auch die Verlängerung der Vorstandsverträge von Herrn Martin Hipp und Herrn Volker Renz uni weitere drei Jahre waren Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen. Unser Dank gilt an dieser Stelle dem langjährigen Vorstandsmitglied Otto Angerhofer, der zum 31. Juli 2009 in den Ruhestand trat. Herr Otto Angerhofer hat einen erheblichen Beitrag zur Entwicklung der Gesellschaft geleistet. Durch Beschluss des Amtsgerichts Stuttgart vom 17. März 2010 wurde Herr Dr. Guido Quass zum Mitglied des Aufsichtsrats bestellt. In der Aufsichtsratssitzung vom 24. März 2010 wählte das Gremium Herrn Prof. Dr. Heiko Aurenz zu seinem Vorsitzenden und Herrn Dr. Guido Quass zu seinem stellvertretenden Vorsitzenden. Der vom Vorstand aufgestellte Jahresabschluss und Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009 wurde durch die alltax gmbh Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, Reutlingen, geprüft und jeweils mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehen. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss und den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2009, die Lageberichte für die Manz Automation AG und den Konzern für das Geschäftsjahr 2009 sowie den Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns des Geschäftsjahrs 2009 unter Einbeziehung der Prüfungsberichte des Abschlussprüfers geprüft. In der Aufsichtsratssitzung am 24. März 2010 hat der Aufsichtsrat den Jahresabschluss und Konzernabschluss einschließlich der Lageberichte gemeinsam mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörtert und keine Einwände erhoben. Ebenso wurden die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis der Prüfung des Aufsichtsrats sind Einwendungen nicht zu erheben. Mit Beschlussfassung des Aufsichtsrats vom 24. März 2010 wurden der Jahresabschluss und der Konzernabschluss gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss der Manz Automation AG festgestellt, Der Aufsichtsrat schließt sich ferner dem Vorschlag des Vorstands für die Verwendung des Bilanzgewinns an. Wir danken dem Vorstand für die stets offene und konstruktive Zusammenarbeit. Dank gilt ebenfalls allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, die einen entscheidenden Beitrag zur Bewältigung der Herausforderungen im zurückliegenden Geschäftsjahr geleistet haben.
Reutlingen, den 26. März 2010
Professor Dr. Heiko Aurenz, Vorsitzender des Aufsichtsrates Entsprechenserklärung März 2010des Vorstands und des Aufsichtsrats der Manz Automation AG
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