![]() Manz AGReutlingenHalbjahresbericht 2016GRUNDLAGEN DES KONZERNSGESCHÄFTSMODELL INKLUSIVE ZIELE UND STRATEGIEDie 1987 gegründete Manz AG ist ein international agierender Hightech-Maschinenbauer
mit weltweiter Präsenz. Das Unternehmen bietet seinen Kunden aus Wachstums- und Zukunftsbranchen
hocheffiziente Produktionsanlagen und hat sich in den vergangenen Jahren erfolgreich
als gefragter Entwicklungspartner der Industrie etabliert. Mit innovativen Lösungen
für höchst zuverlässige Produktionsprozesse ist die Manz AG Wegbereiter für die Weiterentwicklung
und den Durchbruch von Schlüsseltechnologien unserer Zeit. Mit umfassender Expertise
in den sieben Technologiefeldern Automation, Laserbearbeitung, Vakuumbeschichtung,
Messtechnik, Nasschemie, im Drucken und Beschichten sowie in Rolle-zu-Rolle-Prozessen
fokussiert sich die Manz AG auf die drei strategischen Geschäftsbereiche "Electronics",
"Solar" und "Energy Storage". Zur Sicherung des mittel- und langfristigen Unternehmenserfolgs
treibt die Manz AG auch künftig den branchenübergreifenden Technologietransfer, die
Diversifizierung des Geschäftsmodells sowie die Internationalisierung des Unternehmens
konsequent voran. KONZERNSTRUKTUR UND BETEILIGUNGENInsgesamt werden zum 30. Juni 2016 im Konzernabschluss der Manz AG 18 Unternehmen
einbezogen und entsprechend voll konsolidiert. Als Muttergesellschaft des Konzerns
hielt das Unternehmen am Stichtag jeweils 100%-Beteiligungen an sechs ausländischen
sowie an einer inländischen Tochtergesellschaft in Schwäbisch Hall. Zwei der ausländischen
Tochtergesellschaften haben ihren Sitz in Ungarn; jeweils eine Gesellschaft besteht
in Italien, den USA, der Slowakei und Hongkong. Daneben bestehen 100%-Beteiligungen
an vier Enkelgesellschaften in China sowie einer in Taiwan. Eine 75%ige Enkelgesellschaft
besteht in Indien. Ebenfalls mit jeweils 100%iger Beteiligung besteht eine Urenkelgesellschaft
in Taiwan mit zwei Ur-Urenkelgesellschaften auf den British Virgin Islands sowie einer
80,5%-Beteiligung in Taiwan. STANDORTE UND MITARBEITERQualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Basis für den langfristigen Unternehmenserfolg
der Manz AG. Zum 30. Juni 2016 waren insgesamt 1.831 Mitarbeiter (Vorjahr: 2.016)
für das Unternehmen im In- und Ausland tätig, davon 602 an den deutschen Standorten.
Gemessen an der Zahl der Mitarbeiter ist die größte Tochtergesellschaft im Konzern
die Manz China Suzhou Ltd. in China mit 467 Beschäftigten, gefolgt von der Manz Taiwan
Ltd. in Taiwan mit 260 Werktätigen und der Manz Slovakia s.r.o. mit 223 Arbeitnehmern. Der kontinuierliche Ausbau des Technologie- und Produktportfolios mit über 450 qualifizierten
Ingenieuren, Technikern und Naturwissenschaftlern sowie eine starke lokale Präsenz
in der Hauptabsatzregion Asien bleiben zentrale Bestandteile der strategischen Ausrichtung
der Gesellschaft und spiegeln sich in der Mitarbeiterstruktur wider. STEUERUNGSSYSTEM UND LEISTUNGSINDIKATORENAuf Konzernebene ist die Manz AG zum Zwecke der Unternehmenssteuerung nach Produkten
und Dienstleistungen organisiert und verfügt über die drei Geschäftsbereiche "Electronics",
"Solar" und "Energy Storage" sowie die Berichtssegmente "Contract Manufacturing" und
"Others". Um über die Verteilung der Ressourcen zu entscheiden und die Ertragskraft
der Bereiche und Segmente zu steuern, werden diese vom Management getrennt überwacht.
Über den Geschäftsverlauf im Einzelnen wird der Vorstand mittels detaillierter Berichte
regelmäßig informiert. Dadurch kann der Vorstand nicht zufriedenstellenden Entwicklungen
zeitnah entgegenwirken. Das Finanzmanagement der Manz AG ist zentral organisiert. Zur Minimierung von Risiken
und Nutzung konzernübergreifender Optimierungspotenziale bündelt die Gesellschaft
Entscheidungen über Finanzierungen, Geldanlagen sowie Wechselkurssicherungen von Tochtergesellschaften
innerhalb des Konzerns. Dabei werden wertorientierte Finanzierungsgrundsätze verfolgt,
um sowohl die Liquidität zu jedem Zeitpunkt sicherzustellen als auch die finanzwirtschaftlichen
Risiken zu begrenzen und die Kapitalkosten zu optimieren. Darüber hinaus wird ein ausgewogenes Fälligkeitsprofil angestrebt. Als zentrale Steuerungsgrößen
des Finanzmanagements dienen dem Vorstand der Manz AG die Kennzahlen Umsatz, Gewinn
vor Zinsen und Steuern (EBIT), Gewinn vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA),
Eigenkapitalquote sowie die Liquidität. Die Entwicklung der Steuerungsgrößen im Hinblick
auf definierte Zielwerte wird auf jährlicher Basis berichtet. Nähere Informationen
hierzu sind im Abschnitt "Steuerungssystem und Leistungsindikatoren" des Geschäftsberichts
2015 der Manz AG zu finden. Dieser kann auf der Webseite der Manz AG im Menü "Investor
Relations" eingesehen werden (www.manz.com). FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGEin zentraler Baustein für den erfolgreichen Ausbau des branchenübergreifenden Technologie-
und Produktportfolios der Manz AG ist der Bereich Forschung und Entwicklung. Um die
Positionierung als Innovationstreiber von Wachstumsbranchen weiter zu festigen, spielt
der Bereich Forschung und Entwicklung auch im Geschäftsjahr 2016 für die Gesellschaft
eine wichtige Rolle. Mit ihren über 450 Ingenieuren, Technikern und Naturwissenschaftlern
an ihren Entwicklungsstandorten in Deutschland, Italien, der Slowakei, Taiwan und
China konzentriert sich die Manz AG auf die wesentlichen Technologien in ihren Geschäftsbereichen
Electronics, Solar und Energy Storage. Dabei betreibt sie mit Nachdruck die branchenübergreifende
Verzahnung dieser Kernkompetenzen, um Synergie- und Skaleneffekte zu forcieren. Insgesamt weist die Manz AG für den Berichtszeitraum eine Forschungskostenquote von
8,9 % aus (Vorjahr: 11,9 %). Betrachtet man nur die aktivierten Entwicklungskosten,
beläuft sich die Forschungskostenquote auf 3,2 % (Vorjahr: 6,4 %). Um die ausgezeichnete
technologische Positionierung in den relevanten Zielmärkten und die Innovationskraft
nachhaltig und langfristig zu festigen, strebt die Manz AG eine jährliche Forschungskostenquote
von durchschnittlich 6,5 % an. WIRTSCHAFTSBERICHTGESAMTWIRTSCHAFTLICHES UMFELD UND BRANCHENBEZOGENE RAHMENBEDINGUNGENKonjunkturelles MarktumfeldIn seinen "Grundlinien der Wirtschaftsentwicklung im Sommer 2016" erwartet das Deutsche
Institut für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW) ein weiterhin nur gedämpftes Wachstum
der Weltwirtschaft. Wie bereits in den vergangenen Quartalen tragen zur Verlangsamung
vor allem die Schwellenländer bei, in denen das Wachstum hinter dem der Vorjahre zurückbleibt.
Für den weiteren Jahresverlauf rechnet das DIW weltweit zwar mit einer leichten Konjunkturbelebung,
doch die überraschend schwache Entwicklung im ersten Quartal wird voraussichtlich
nicht vollständig ausgeglichen. Vor diesem Hintergrund sollte das globale Wachstum
im laufenden Jahr bei lediglich 3,2 % liegen. Im kommenden Jahr zieht die Konjunktur
laut DIW-Erwartung leicht an, das Wachstum dürfte dann 3,6 % betragen. Im Euroraum gewann das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im ersten Quartal 2016 an Dynamik
und legte um 0,6 % zu. Im zweiten Quartal dürfte jedoch eine leichte Gegenbewegung
erfolgt sein, denn nach einer sehr starken Ausweitung der Industrieproduktion im Januar
war diese in den folgenden beiden Monaten wieder rückläufig. Insgesamt sieht das DIW
für den Euroraum in diesem Jahr ein BIP-Wachstum von 1,6 % und im kommenden Jahr von
1,7 %. Für Deutschland erwartete das DIW vor dem Referendum der Briten zugunsten eines
EU-Austritts (Brexit) ein Wachstum von 1,7 %, getragen von einer dynamischen Binnenkonjunktur.
Für 2017 sah das Institut bei nachlassendem Konsum sowie schwächeren Bauinvestitionen
noch ein Plus beim BIP von 1,4 %. Doch im nach dem Brexit-Entscheid veröffentlichten
"DIW Konjunkturbarometer Juni 2016" heißt es, bereits in der zweiten Jahreshälfte
könnte die Konjunktur deutlich an Schwung verlieren, vor allem weil die Exporte nach
Großbritannien merklich zurückgehen könnten. Ohne Berücksichtigung indirekter Effekte
würde dies das Wachstum der deutschen Wirtschaft um einen halben Prozentpunkt drücken. Für die Volksrepublik China, einem der wichtigsten Absatzmärkte der Manz AG, sieht
das DIW nach einem Wachstum von 6,9 % im vergangenen Jahr nur noch ein Plus von 6,1
% im laufenden und von 6,0 % im kommenden Jahr -unter anderem, weil von der Weltkonjunktur
nur wenige Impulse für die Exporte ausgehen. In den nächsten drei Jahren will China
umgerechnet rund 630 Milliarden Euro in den Ausbau seiner Infrastruktur stecken, um
das Wachstum zu stützen. Auch in der größten Volkswirtschaft, den Vereinigten Staaten,
sind die Aussichten laut DIW zunächst eher verhalten: Für 2016 erwarten die Berliner
Ökonomen ein BIP-Wachstum von 1,8 %. Doch schon 2017 soll es sich wieder auf 2,3 %
beschleunigen. Geschäftsbereich ElectronicsDie Manz AG bietet in ihrem Geschäftsbereich Electronics hocheffiziente Produktionssysteme
zur Herstellung von Displays für LCD- und OLED-Flachbildschirme sowie von Touchsensoren
an. Daneben umfasst das Portfolio auch Produktionsanlagen für Leiterplatten und Chip
Carrier sowie für Smartphones, Tablet-Computer, Notebooks und weitere Unterhaltungselektronik. Die Marktentwicklung von Smartphones und Tablet-Computern sehen Branchenexperten für
die kommenden Jahre optimistisch. Zwar endete das Jahr 2015 bei einem Plus des Smartphone-Marktes
von 9,8 % und damit laut der International Data Corporation (IDC) erstmals mit einem
einstelligen Wachstum. Doch auch bis 2019 soll sich der Markt mit durchschnittlich
7,4 % pro Jahr weiter deutlich ausweiten. Lagen die Verkäufe 2015 noch bei 1,43 Milliarden
Stück, sollen sie 2019 bereits bei 1,86 Milliarden Stück liegen. Und während der Markt
für traditionelle Desktop- und Laptop-PCs weiter schrumpfen dürfte, wird sich der
Verkauf von Premium-Laptops von weltweit 45 Millionen Stück im Jahr 2015 auf 92 Millionen
Stück im Jahr 2019 mehr als verdoppeln, erwartet die Gartner Group. Die Tablet-Verkäufe
liegen laut Gartner in diesem Zeitraum relativ stabil bei jährlich 195 bis 198 Millionen
Stück. Weiterhin dynamisch zeigen sich der Markt und die technische Entwicklung von Flat
Panel Displays. Der gesamte Markt soll gemäß einer Trendstudie des Marktforschungshauses
Markets and Markets mit einer durchschnittlichen Rate von jährlich 6% auf ein Volumen
von 155,54 Mrd. USD im Jahr 2020 wachsen. Zwei vielversprechende Treiber dieser Entwicklung
sind laut Marktforschungsinstitut IHS die noch relativ jungen AMOLED-Displays sowie
die Weiterentwicklung flexibler Displays. AMOLED-Displays sind verglichen mit der
LCD-Technologie einfacher aufgebaut, dünner, leichter, bieten eine bessere Farbsättigung
sowie bessere Kontraste, reagieren schneller und sind deshalb leichter in Touchscreen-Funktionen
zu integrieren. Sie erlauben zudem die Weiterentwicklung flexibler, biegsamer und
sogar faltbarer Displays, was vollkommen neue Design-Optionen eröffnet. In dem Maße,
in dem die Nachfrage nach tragbaren Geräten steigt, wird auch die Nachfrage nach innovativen
flexiblen Displays wachsen: Dazu gehören nicht nur Smartphones oder Tablets, sondern
in zunehmendem Maße auch Smartwatches, Datenbrillen, VR-Geräte (Virtual Reality) und
Displays für Automobil-Cockpits. Verbesserungen in der Produktion und Kostensenkungen,
die nicht zuletzt durch die Entwicklungsarbeit bei Innovationstreibern wie der Manz
AG ermöglicht werden, erlauben es immer mehr Anbietern von Unterhaltungselektronik,
AMOLED-Displays einzusetzen. Der Umsatz mit dieser Technologie soll laut IHS allein
2016 im Vergleich zum Vorjahr um 25 % auf 15 Mrd. USD wachsen. Zu den Stützen dieses
Wachstums gehören unter anderem auch Tablets und Notebooks - 2016 dürften 8,6 Millionen
mit AMOLED ausgestattete Geräte ausgeliefert werden, 63 % mehr als im Jahr zuvor.
Die Technologie für flexible Displays hingegen steht noch sehr am Anfang: Ihr Umsatz
wird nach Erwartung von IHS von 3,7 Mrd. USD im Jahr 2016 auf 15,5 Mrd. USD im Jahr
2022 wachsen. Mit den etablierten Produktionsstandorten in Taiwan und China ist die Manz AG in den
Hotspots der Zielindustrien aktiv und hat sich als Anbieter nasschemischer Prozessanlagen
eine marktführende Position innerhalb Asiens erarbeitet. Mit der Übernahme der Kleo
Halbleitertechnik GmbH Anfang Juni 2015 erweiterte die Manz AG ihr Technologieportfolio
um die Laserdirektbelichtung (LDI = Laser Direct Imaging) von Leiterplatten. Die LDI-Plattform
Manz SpeedLight 2D wurde erfolgreich in die vorhandenen Lösungen zur Leiterplattenfertigung
integriert. Sie ermöglicht im Vergleich zum konventionellen Photolithografie-Verfahren
eine Steigerung der Effizienz sowie eine höhere Flexibilität im Produktionsprozess.
Damit eröffnet Manz ein signifikantes Potenzial für Kostensenkungen von bis zu 75
%. Mit dem branchenübergreifenden Technologietransfer und zielgerichteten Forschungs-
und Entwicklungsaktivitäten sieht sich die Manz AG gut positioniert, um die starke
Marktposition des Unternehmens weiter auszubauen und an künftigen Chancen partizipieren
zu können. Geschäftsbereich SolarAls Hightech-Maschinenbauer bietet die Manz AG der Industrie innovative Produktionslösungen
für kristalline Solarzellen und Dünnschicht-Solarmodule. In seinem "Global Market Outlook 2016 bis 2020" sieht der Branchenverband Solar Power
Europe den weltweiten Ausbau der Solarenergie deutlich positiver als in früheren Prognosen.
Die Marktbeobachter halten ein Wachstum der globalen Photovoltaik (PV)-Kapazität auf
600 Gigawatt (GW) bis 2020 für realistisch - 2015 waren weltweit 229 GW installiert,
2010 noch weniger als 41 GW. Der Markt für Solarenergie gewinnt an Momentum, allein
2015 kamen 50,6 GW hinzu. Am stärksten wächst die Solarenergie in Asien und in den
USA - China und Japan allein trugen zu mehr als der Hälfte des weltweiten Solarausbaus
bei. China hat dabei Deutschland als führendes Land mit der größten installierten
Solarkapazität abgelöst und erreichte 43 GW, während Europa die 100-GW-Marke überschritt. Laut Marktforschungsinstitut IHS liegt die Kapazität der aktuell projektierten neuen
Anlagen bei 110 GW -rund die Hälfte dieser Pipeline umfasst Projekte in den USA, China
und Brasilien. Ende 2016 werden die installierten Anlagen 310 GW übersteigen. Deutschland
verliert dabei seine führende Rolle und fällt nach China, den USA und Japan auf Rang
vier der installierten Solar-Kapazität zurück. Zusammen mit Italien vereinen diese
Länder 70 Prozent der weltweit installierten Solarkapazität. Der anhaltende Ausbau der Solarenergie stabilisiert die am Markt erzielbaren Preise
für Solarmodule. IHS erwartet, dass die Preise 2016 zunächst nur um etwa 5 % sinken
werden, sich dann der Preisdruck jedoch ab der zweiten Jahreshälfte wieder verstärkt
und 2017 die Preise um 8 % auf durchschnittlich 0,51 USD pro Watt sinken werden. Dennoch
lag die durchschnittliche Bruttomarge der Branche bei 22 %. Nicht nur auf der Verbraucherseite,
auch auf der Produzentenseite diversifiziert sich der Markt international wieder stärker:
Während in China die Produktionskapazität 2016 um 12,9 % zulegen dürfte, sollen es
in Südostasien 65 % Zuwachs sein und in Indien sogar 80 %. Mit ihren Produktionsanlagen bietet die Manz AG der Industrie sowohl Effizienzsteigerung
als auch wesentliche Kosteneinsparungen. Dabei konzentriert sich die Manz AG mit dem
einmaligen Know-how ihres weltweit größten Expertenteams auf die CIGS-Dünnschichttechnologie.
Mit der branchenweit einzigartigen Innovationslinie am Standort Schwäbisch Hall und
einer exklusiven Kooperation mit dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung
Baden-Württemberg (ZSW) treibt die Manz AG die Forschung und Entwicklung im Bereich
CIGS intensiv voran. Ziel ist es, durch den exklusiven Zugang zu den Forschungsergebnissen
des Entwicklungspartners ZSW, die Technologie aus dem Labor in die Massenfertigung
zu übertragen: Im Juni 2016 erzielte das ZSW mit einem Wirkungsgrad von 22,6 % den
Wirkungsgrad-Weltrekord über alle Dünnschicht-Solartechnologien. Mit der Manz CIGSfab bietet das Unternehmen seinen Kunden eine schlüsselfertige, voll
integrierte Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen. Bereits
heute liegen die Produktionskosten der CIGS-Dünnschichttechnologie in einer Manz CIGSfab,
je nach Standort und Größe der Fabrik, deutlich unter den Kosten der vorherrschenden
kristallinen Silizium-Solartechnologie. Mit der CIGSfab bietet Manz somit die derzeit
profitabelste und effizienteste Solartechnologie. Ein Rekord-Wirkungsgrad von 16 %
auf Modulgröße und eine verlässliche Technologie-Roadmap für künftige Wirkungsgradsteigerungen
stehen für höchste Investitionssicherheit. Entsprechend sieht sich die Manz AG ausgezeichnet
positioniert, um am kommenden Investitionszyklus in der Solarbranche partizipieren
zu können. Geschäftsbereich Energy StorageIm Geschäftsbereich Energy Storage fokussiert sich die Manz AG auf Produktionsanlagen
für Lithium-Ionen-Batteriezellen und -Batteriesysteme sowie für Kondensatoren, die
ihren Einsatz in den Bereichen Consumer Electronics, Elektromobilität und stationäre
Stromspeicherung finden. Die Experten des Marktforschungsinstituts Frost & Sullivan erwarten eine Vervierfachung
des weltweiten Gesamtmarkts für Lithium-Ionen-Batterien von 17,6 Mrd. USD im Jahr
2013 auf rund 70 Mrd. USD in 2020. Hauptwachstumstreiber für die kommenden drei bis
vier Jahre sind demnach die Bereiche "Mobile Communication" und "Computing Devices".
Weitere Wachstumsimpulse für den Markt für Lithium-Ionen-Batterien durch Elektromobilität
sowie stationäre Stromspeicherung erwartet Frost & Sullivan auf mittel- bis langfristiger
Sicht. Sowohl in der Automobilbranche als auch dem Sektor für Energienetze und der
Speicherung erneuerbarer Energien werden sich demnach gesetzliche Anreize auf die
Absatzzahlen für Lithium-Ionen-Akkus auswirken. Im Jahr 2015 wurden laut Avicenne
Energy weltweit rund 2,7 Mio. Autos mit Elektromotoren (Elektroautos, Hybridfahrzeuge
und Plug-in-Hybridfahrzeuge) produziert. Für das Jahr 2020 erwartet das Marktforschungsinstitut
einen Anstieg der jährlichen Produktion auf 4,6 Mio. Stück, die sich bis zum Jahr
2025 weiter auf mehr als 7 Mio. Fahrzeuge pro Jahr erhöhen soll. Abhängig von staatlichen
Förderungen der Elektromobilität in China soll darüber hinaus ein zusätzliches Potenzial
bestehen, das zu einer jährlichen Produktion von 6 Mio. Stück im Jahr 2020 und mehr
als 9 Mio. Stück im Jahr 2025 führen kann. Dabei spielen innovative Hightech-Maschinenbauer wie die Manz AG mit der Entwicklung
hocheffizienter Produktionsanlagen eine wesentliche Rolle: Das Fraunhofer-Institut
für System- und Innovationsforschung (ISI) in Karlsruhe nennt in seiner "Gesamt-Roadmap
Energiespeicher für die Elektromobilität 2030" einen Batteriepreis von unter 130 USD/kWh
als Schlüssel dafür, dass Elektroautos gegenüber herkömmlich angetriebenen Fahrzeugen
wettbewerbsfähig werden. Dieses Niveau streben Automobilhersteller mit dem Bau eigener
Produktionsanlagen für Batterien an. Schon heute liegen die Kosten kleinformatiger
Lithium-Ionen-Zellen unter 200 EUR/kWh. In den kommenden fünf bis zehn Jahren soll
eine weitere Kostenreduktion bis unter 100 EUR/kWh erreicht werden. Auch großformatige
Lithium-Ionen-Zellen, deren Produktionskosten zwischen 200 EUR/kWh und 250 EUR/kWh
liegen, werden bereits heute zum Teil von Zellherstellern für Preise unter 200 EUR/kWh
von OEMs bezogen. Bis 2030 sind laut ISI die Verdoppelung der Energiedichte auf bis
zu 300 Wh/kg sowie eine Kostenreduktion auf unter 100 EUR/kWh möglich. Damit folgt
die Preisentwicklung bei großformatigen Zellen den Entwicklungen der Kosten kleinformatiger
Zellen mit zehn bis 15 Jahren Abstand. Treiber dieser Entwicklung sind Materialinnovationen
und Skaleneffekte durch eine industrialisierte Fertigung bei steigenden Stückzahlen.
Diese Effekte wollen auch die großen asiatischen Anbieter von Unterhaltungselektronik
nutzen. Sie investieren trotz derzeitiger Überkapazitäten in den weiteren Ausbau ihrer
Batteriefertigung, beobachtet das ISI. Die Manz AG verfügt im Geschäftsbereich Energy Storage über ausgewiesenes Know-how
in der Wickel-, Stapel- und Laminiertechnologie -den wichtigsten Technologien bei
der Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren für Consumer Electronics,
die Elektromobilität sowie die stationäre Energiespeicherung. Manz ist insbesondere
mit seinen internationalen Standorten optimal in den relevanten Produktionsmärkten
aufgestellt. Dies bildet eine hervorragende Basis, um das Umsatz- und Ertragspotenzial
dieser Branchen heute und in Zukunft konsequent nutzen zu können. GesamtaussageDie Manz AG hat sich als Hightech-Maschinenbauer ein herausragendes Know-how in den
sieben Schlüsseltechnologien Automation, Laserbearbeitung, Vakuumbeschichtung, Drucken
und Beschichten, Messtechnik, Nasschemie und Rolle-zu-Rolle aufgebaut. Um die Abhängigkeit
von der Entwicklung einzelner Zielbranchen und Wachstumsmärkte zu verringern, verfolgt
das Unternehmen eine konsequente Diversifizierung des Geschäftsmodells in Kunden,
Regionen und Branchen und treibt gleichzeitig den Technologietransfer zwischen den
Geschäftsbereichen weiter voran. Für ihren Geschäftsbereich Electronics wertet die Manz AG ihre mittelfristige Perspektive
positiv. Diese Einschätzung stützt sich auf die stetige Entwicklung und zunehmende
Marktdurchdringung neuer Technologien wie zum Beispiel AMOLED- und biegsame Displays
sowie auf die stetig steigende Nachfrage nach LCD- und OLED-Flachbildschirmen, Smartphones
und hochwertigen tragbaren Computern, nach Touchsensoren, hochauflösenden Leiterplatten
und Chip Carriern. Zudem tragen neue Produktgruppen wie Smartwatches, Virtual Reality
oder Automotive-Anwendungen zum weiteren Potenzial in diesem Bereich bei. In der Solarbranche zeichnet sich ein weiterhin starker Ausbau der weltweit installierten
Anlagen ab. Dabei verteilen sich sowohl die Nachfrage nach Solarmodulen als auch die
Produktionskapazität auf immer mehr Länder. Die Manz AG sieht sich mit innovativen
Produktionslösungen, insbesondere im Bereich der hocheffizienten und wirtschaftlichen
CIGS-Dünnschichttechnologie, grundsätzlich gut positioniert, um von künftigen Investitionen
profitieren zu können. Insbesondere vor dem Hintergrund der geplanten Zusammenarbeit
mit Shanghai Electric sieht der Vorstand sehr gute Chancen bei der erfolgreichen Vermarktung
und Weiterentwicklung der CIGS-Technologie. Aufgrund der dynamischen Entwicklung des Marktes für Lithium-Ionen-Batterien und dem
weltweit einzigartigen Technologieportfolio zur Herstellung aller aktuellen Batterie-Zellkonzepte
für Consumer Electronics, Elektromobilität und stationäre Stromspeicherung sieht die
Manz AG zudem deutliche Wachstumschancen im Geschäftsbereich Energy Storage. ANALYSE DER VERMÖGENS-, FINANZ- UND ERTRAGSLAGEErtragslageIn den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2016 lagen die Umsatzerlöse der Manz
AG mit 124,0 Mio. EUR zwar leicht über dem ersten Halbjahr 2015 (121,9 Mio. EUR).
Sie blieben jedoch wegen eines Sondereffekts leicht hinter den Erwartungen zurück,
nachdem ein vorläufiger Auftragsstopp seitens eines Großkunden im Geschäftsbereich
Energy Storage im Juni zu Umsatzausfällen im mittleren einstelligen Millionenbereich
geführt hatte. Ein wesentlicher Umsatzanteil von 40,2 % entfiel im Berichtszeitraum mit 49,8 Mio.
EUR auf den Geschäftsbereich Electronics (30. Juni 2015: 42,3 Mio. EUR bzw. 34,7 %).
Der Solar-Bereich erwirtschaftete rund 17,5 Mio. EUR bzw. 14,1 % des Gesamtumsatzes
der Manz AG (30. Juni 2015: 10,6 Mio. EUR bzw. 8,6 %). Ein weiterer bedeutender Umsatzanteil
entfiel mit 34,9 Mio. EUR bzw. 28,1 % auf den Geschäftsbereich Energy Storage mit
Anlagen zur Produktion von Lithium-Ionen-Batterien und Kondensatoren (30. Juni 2015:
49,7 Mio. EUR bzw. 41,0 %). Für einen Umsatzbeitrag in Höhe von 15,0 Mio. EUR bzw.
12,1 % zeichnete das Berichtssegment Contract Manufacturing verantwortlich (30. Juni
2015: 14,2 Mio. EUR bzw. 11,6 %). Der Umsatz im Berichtssegment Others summierte sich
auf 6,9 Mio. EUR nach 5,2 Mio. EUR im ersten Halbjahr 2015; dies entspricht einem
Umsatzanteil von 5,5 % nach 4,1 % im Vergleichszeitraum des Vorjahres. Nach Regionen verteilten sich die Umsatzerlöse der Manz AG in den ersten sechs Monaten
des Geschäftsjahres 2016 wie folgt: Mit 82,2 Mio. EUR bzw. 66,3 % entfiel der größte
Umsatzanteil der Manz AG auf Taiwan und China (30. Juni 2015: 76,1 Mio. EUR bzw. 62,4
%). Die Geschäfte im übrigen Asien trugen 5,1 Mio. EUR bzw. 4,1 % zum Gesamtumsatz
bei (30. Juni 2015: 4,6 Mio. EUR bzw. 3,8 %). In Deutschland erzielte die Gesellschaft
10,9 Mio. EUR oder 8,9 % des Gesamtumsatzes (30. Juni 2015: 21,2 Mio. EUR bzw. 17,3
%). Rund 17,6 Mio. EUR bzw. 14,2 % der Umsatzerlöse erwirtschaftete die Manz AG im
Berichtszeitraum im übrigen Europa, nach 16,7 Mio. EUR bzw. 13,7 % im ersten Halbjahr
2015. In den USA konnten Umsatzerlöse in Höhe von 8,1 Mio. EUR realisiert werden;
dies entspricht einem Anteil am Gesamtumsatz von 6,5 % (30. Juni 2015: 2,5 Mio. EUR
bzw. 2,0 %). Die Umsätze in den übrigen Regionen weltweit beliefen sich auf 39 TEUR
(30. Juni 2015: 0,9 Mio. EUR bzw. 0,8 %). Die Bestandsveränderung fertiger und unfertiger Erzeugnisse lag bei -1,4 Mio. EUR
(Vorjahr: 0,5 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist überwiegend auf den Abbau von Lagerbeständen
im Berichtszeitraum zurückzuführen. Auch die aktivierten Eigenleistungen lagen mit
4,0 Mio. EUR deutlich unter Vorjahresniveau (7,8 Mio. EUR). Dieser Rückgang ist auf
weniger aktivierungsfähige Pilotprojekte zurückzuführen. Insgesamt resultiert daraus
eine unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes liegende Gesamtleistung von 126,6 Mio.
EUR (Vorjahr: 130,2 Mio. EUR). Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr (3,1 Mio. EUR) mit
3,2 Mio. EUR nahezu unverändert geblieben. Der Materialaufwand belief sich mit 70,3
Mio. EUR deutlich unter dem Vorjahreszeitraum (77,2 Mio. EUR). Die Materialaufwandsquote
lag mit 55,5 % unter dem Niveau des Vorjahres von 59,3 %. Wie schon bei den aktivierten
Eigenleistungen macht sich hier bemerkbar, dass weniger materialintensive Pilotprojekte
realisiert wurden. Das Rohergebnis betrug 59,5 Mio. EUR und lag damit über dem Niveau des Vorjahres (56,2
Mio. EUR). Der Personalaufwand lag aufgrund der Ressourcenanpassung zu Jahresbeginn
im ersten Halbjahr 2016 mit 40,5 Mio. EUR unter dem Vergleichszeitraum 2015 (41,3
Mio. EUR). Gleichzeitig stieg die Personalaufwandsquote aufgrund der in Summe geringeren
Gesamtleistung im Vergleich zu 31,7 % im Vorjahr leicht auf 32,0 % an. Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich vor allem aufgrund gestiegener Ausgangsfrachten
von 21,6 Mio. EUR auf 23,5 Mio. EUR. Das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) zeigte sich zwar verbessert,
lag infolge des schwächer als erwartet ausgefallenen Umsatzniveaus und der daraus
resultierenden geringeren Gesamtleistung mit -4,5 Mio. EUR im negativen Bereich (Vorjahr:
-6,7 Mio. EUR). Die Abschreibungen lagen im ersten Halbjahr 2016 mit 7,3 Mio. EUR
über dem Niveau des Vorjahres (6,2 Mio. EUR). Hierin enthalten sind außerplanmäßige
Abschreibungen in Höhe von TEUR 766 für die Schließung der Standorte Karlstein und
Tettnang. Insgesamt ergibt sich hieraus ein operatives Ergebnis (EBIT) von -11,7 Mio.
EUR (Vorjahr: -12,9 Mio. EUR). Bei Betrachtung der einzelnen Geschäftsbereiche betrug das EBIT im Geschäftsbereich
Electronics -4,0 Mio. EUR (Vorjahr: -8,1 Mio. EUR). Der Bereich Solar verzeichnete
ein EBIT von -4,9 Mio. EUR nach -7,0 Mio. EUR im Vorjahr. Das operative Ergebnis im
Geschäftsbereich Energy Storage belief sich auf -2,9 Mio. EUR nach 1,7 Mio. EUR im
Vergleichszeitraum des Vorjahres. Das Berichtssegment Contract Manufacturing verzeichnete
ein operatives Ergebnis von 63 TEUR (Vorjahr: 1,1 Mio. EUR). Im Bereich Others belief
sich das EBIT auf 64 TEUR nach -0,6 Mio. EUR im Vorjahr. Die Finanzaufwendungen erhöhten sich im Berichtszeitraum 2016 auf 2,4 Mio. EUR nach
1,2 Mio. EUR im Vorjahr, unter anderem weil ein Darlehen bei der Europäischen Investitionsbank
(EIB) in Höhe von 20 Mio. EUR voll abgerufen wurde sowie Gebühren im Zusammenhang
mit der Rückführung von Bankdarlehen anfielen. Insgesamt resultiert hieraus ein Finanzergebnis
von -2,3 Mio. EUR (Vorjahr: -1,2 Mio. EUR). Nach Abzug der Steuern vom Einkommen und
Ertrag beläuft sich das Konzernergebnis der Manz AG im ersten Halbjahr 2016 auf -17,0
Mio. EUR (Vorjahr: -15,0 Mio. EUR). Das ergibt bei einem gewichteten Durchschnitt
von 5.950.043 Aktien ein Ergebnis je Aktie von -2,84 EUR (Vorjahr: -2,94 EUR bei 5.097.803
Aktien). VermögenslageDie Bilanzsumme zum 30. Juni 2016 erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag 2015
auf 330,5 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 292,5 Mio. EUR). Auf der Passivseite betrug
das Eigenkapital der Gesellschaft 187,7 Mio. EUR. Die Zunahme gegenüber dem 31. Dezember
2015 (125,3 Mio. EUR) resultiert aus der Ende Mai 2016 abgeschlossenen Kapitalerhöhung.
Das gezeichnete Kapital stieg in diesem Zusammenhang um 2,3 Mio. EUR von 5,4 Mio.
EUR auf 7,7 Mio. EUR. Die Kapitalrücklagen stiegen von 99,3 Mio. EUR zum 31. Dezember
2015 auf 173,7 Mio. EUR. Aufgrund des Verlusts im ersten Halbjahr 2016 sanken die
Gewinnrücklagen von -2,3 Mio. EUR zum Jahresende 2015 auf -17,3 Mio. EUR. Der Betrag
aus der Währungsumrechnung bei den ausländischen Tochtergesellschaften erhöhte sich
auf 18,9 Mio. EUR (31. Dezember 2015: 18,5 Mio. EUR). Dies ist vor allem der Stärke
des chinesischen Renminbi bzw. des Taiwanesischen Dollars gegenüber dem Euro geschuldet.
Zum Stichtag des Berichtszeitraums beträgt die Eigenkapitalquote 56,8 % nach 42,8
% zum 31. Dezember 2015. Die langfristigen Schulden erhöhten sich im Vergleich zum Jahresende 2015 leicht auf
15,8 Mio. EUR (Vorjahr: 14,4 Mio. EUR). Die Pensionsrückstellungen lagen mit 7,8 Mio.
EUR auf demselben Niveau wie zum Bilanzstichtag 2015. In die sonstigen langfristigen
Rückstellungen fließen unter anderem mögliche Garantieleistungen gegenüber Kunden.
Sie betrugen 2,9 Mio. EUR und lagen damit über dem Stand vom 31. Dezember 2015 (2,5
Mio. EUR). Die übrigen langfristigen Verbindlichkeiten in Höhe von 0,9 Mio. EUR betreffen
unverändert den langfristigen Teil der Earn-Out-Komponente aus dem Erwerb der KLEO
Halbleitertechnik GmbH zum 1. Juni 2015. Daneben sanken die kurzfristigen Schulden im Zuge der planmäßigen Rückführung von
Krediten bei Kreditinstituten gegenüber dem Ende des Geschäftsjahrs 2015 (152,9 Mio.
EUR) deutlich auf 127,1 Mio. EUR. So wurden die kurzfristigen Finanzschulden im Zuge
der Kapitalerhöhung zurückgeführt und betrugen 65,2 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 (31.
Dezember 2015: 81,0 Mio. EUR). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
lagen mit 38,7 Mio. EUR leicht unter dem Niveau zum Jahresende 2015 (40,8 Mio. EUR),
während die erhaltenen Anzahlungen mit 3,5 Mio. EUR deutlich hinter dem Bilanzstichtag
2015 (10,5 Mio. EUR) zurückblieben. Die deutliche Veränderung ergibt sich aus der
Stichtagsbetrachtung und den zu diesem Zeitpunkt erfassten Auftragsarten und Projektständen.
Die Ertragsteuerschulden erhöhten sich auf 0,9 Mio. EUR nach 0,2 Mio. EUR am Bilanzstichtag
2015. Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen summierten sich auf 6,4 Mio. EUR
und lagen damit leicht über den zum Bilanzstichtag 2015 angesetzten 6,3 Mio. EUR.
Der Wert der derivativen Finanzinstrumente sank zum 30. Juni 2016 deutlich auf 0,4
Mio. EUR nach 3,1 Mio. EUR zum Jahresende 2015 aufgrund des Rückgangs der Aufträge
in USD. Die übrigen Verbindlichkeiten von 12,1 Mio. EUR (Jahresende 2015: 11,0 Mio.
EUR) enthalten Verbindlichkeiten aus dem Personalbereich, die Earn-Out-Verbindlichkeiten
gegenüber Würth Solar mit 3,0 Mio. EUR sowie den kurzfristigen Teil der Earn-Out-Komponente
aus dem Erwerb der KLEO Halbleitertechnik GmbH zum 1. Juni 2015 in Höhe von 0,1 Mio.
EUR. Auf der Aktivseite ist der Rückgang der langfristigen Vermögenswerte von 130,1 Mio.
EUR zum Ende des Geschäftsjahres 2015 auf 126,1 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 im Wesentlichen
auf eine Abnahme der immateriellen Vermögenswerte und der Sachanlagen zurückzuführen.
So wurden weniger Eigenleistungen aktiviert, während Vermögenswerte gleichzeitig planmäßig
und außerplanmäßig abgeschrieben wurden. Die Sachanlagen gingen aufgrund geringerer
Investitionen und planmäßiger Abschreibungen von 42,8 Mio. EUR zum Bilanzstichtag
2015 auf 40,0 Mio. EUR zum 30. Juni 2016 zurück. Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte
verzeichneten im Berichtszeitraum einen Anstieg auf 1,9 Mio. EUR gegenüber 1,6 Mio.
EUR zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015. Das Umlaufvermögen zeigte sich zum 30. Juni 2016 mit 204,5 Mio. EUR über dem Wert
zum Bilanzstichtag 2015 (162,4 Mio. EUR). Die Vorräte betrugen 34,2 Mio. EUR nach
36,6 Mio. EUR am 31. Dezember 2015. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf Lagerabbau
und Bestandsveränderungen bei den Erzeugnissen zurückzuführen. Gleichzeitig lagen
die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit 95,0 Mio. EUR deutlich über dem
Niveau zum Jahresende 2015 (83,8 Mio. EUR). Darin enthalten sind künftige Forderungen
aus Fertigungsaufträgen (POC-Forderungen), die im Zusammenhang mit dem Anfang Juni
erfolgten Auftragsstopp stehen und zum Zeitpunkt der Veröffentlichung des Berichts
noch Gegenstand der Verhandlungen mit dem Großkunden waren. Die Ertragsteuerforderungen
blieben zum 30. Juni 2016 weitgehend unverändert bei 0,2 Mio. EUR. Der Bestand an
derivativen Finanzinstrumenten stieg zum Stichtag 2016 bei einem insgesamt niedrigen
Niveau von 28 TEUR auf 89 TEUR an. Die sonstigen kurzfristigen Forderungen in Höhe
von 9,1 Mio. EUR setzen sich maßgeblich aus Umsatzsteuerforderungen zusammen (31.
Dezember 2015: 7,4 Mio. EUR). Die liquiden Mittel betrugen zum Ende des Berichtszeitraums
65,9 Mio. EUR und sind aufgrund des Emissionserlöses aus der Ende Mai abgeschlossenen
Kapitalerhöhung kräftig angestiegen (31. Dezember 2015: 34,4 Mio. EUR). LiquiditätslageAls Cashflow im engeren Sinne (operatives Ergebnis zzgl. Abschreibungen auf Gegenstände
des Anlagevermögens sowie Zunahme/Abnahme sonstiger langfristiger Rückstellungen und
Pensionsrückstellungen) resultierte im ersten Halbjahr 2016 ein negativer Cashflow
von insgesamt -4,0 Mio. EUR (Vorjahr: -6,2 Mio. EUR). Bei einem negativen operativen
Ergebnis (EBIT) von -11,7 Mio. EUR ergibt sich dieser Mittelabfluss im Wesentlichen
durch die Hinzurechnung der Abschreibungen des Anlagevermögens in Höhe von 7,3 Mio.
EUR (Vorjahr: 6,2 Mio. EUR). Der operative Cashflow für den Berichtszeitraum 2016
belief sich auf -23,3 Mio. EUR (Vorjahr: -41,0 Mio. EUR). Diese Entwicklung ist maßgeblich
in einer deutlich geringeren Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen sowie anderer Aktiva und einem entsprechenden Mittelabfluss in Höhe
von -8,9 Mio. EUR (Vorjahr: -35,6 Mio. EUR) begründet, während gleichzeitig die Verbindlichkeiten
aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva mit -8,0 Mio. EUR entgegen der
Entwicklung des Vorjahres abnahmen (Vorjahr: 4,1 Mio. EUR). Nach einem Cashflow aus Investitionstätigkeit von -16,0 Mio. EUR im Vorjahreszeitraum2015
ergab sich für den Berichtszeitraum 2016 ein Mittelabfluss in Höhe von 4,6 Mio. EUR.
Dieser resultiert aus Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen,
davon hauptsächlich in Entwicklungsleistungen. Nach Segmenten verteilen sich die Investitionen
auf den Bereich Solar mit 2,2 Mio. EUR (Vorjahr: 4,3 Mio. EUR), den Bereich Electronics
mit 0,2 Mio. EUR (Vorjahr: 3,2 Mio. EUR) sowie auf den Bereich Energy Storage mit
0,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,9 Mio. EUR). In den übrigen Segmenten wurden im Berichtszeitraum
2016 1,4 Mio. EUR (Vorjahr: 0,6 Mio. EUR) investiert. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit im Berichtszeitraum 2016 betrug 59,6 Mio.
EUR, nachdem im Vorjahr 2015 ein Mittelzufluss von 80,9 Mio. EUR zu Buche stand. Grund
hierfür sind die Einzahlungen aus Eigenkapitalzuführungen im Zuge der Kapitalerhöhung
in Höhe von 80,7 Mio. EUR, bei einer gleichzeitigen Reduzierung der kurzfristigen
Finanzschulden in Höhe von 15,9 Mio. EUR sowie Kosten der Kapitalbeschaffung (vor
Steuern) in Höhe von 5,8 Mio. EUR. Unter Berücksichtigung der Wechselkursveränderungen verfügte die Manz AG somit zum
30. Juni 2016 über flüssige Mittel in Höhe von 65,9 Mio. EUR (30.6.2015: 49,2 Mio.
EUR). Die nicht ausgenutzten Kreditlinien bei Banken belaufen sich zum Bilanzstichtag 30.
Juni 2016 auf 13,7 Mio. EUR (Vorjahr: 92,4 Mio. EUR). Die mit den deutschen Hausbanken und einem deutschen Kreditversicherer bestehenden
Kreditlinien wurden nach der Kapitalerhöhung zurückgeführt und das bestehende KfW-Darlehen
wurde aus dem Emissionserlös vorzeitig abgelöst. Das Projektdarlehen der European
Investment Bank (EIB) in Höhe von 20 Mio. EUR zur Finanzierung der Aufwendungen der
Manz-Gruppe für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere im Bereich Solartechnologie
besteht unverändert. Es besteht jedoch von Seiten der EIB ein Kündigungsrecht. Die
Gesellschaft geht aufgrund der laufenden positiven Verlängerungsverhandlungen davon
aus, dass die EIB auf ihr außerordentliches Kündigungsrecht verzichtet; anderenfalls
würde die vorzeitige Rückzahlung durch die vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von
65,9 Mio. EUR erfolgen. GesamtaussageDer Konzernumsatz belief sich im Halbjahr 2016 auf 124,0 Mio. EUR und lag damit leicht
über dem ersten Halbjahr 2015 (121,9 Mio. EUR). Aufgrund der Umsatzausfälle im mittleren
einstelligen Millionenbereich, bedingt durch den Auftragsstopp eines Großkunden im
Geschäftsbereich Energy Storage, bleibt der Gesamtumsatz jedoch hinter unseren Erwartungen
zurück. Die resultierende im Jahresvergleich schwächere Gesamtleistung ist auch ausschlaggebend
für die negative Entwicklung der Ertragslage gegenüber dem ersten Quartal 2016. Infolge
lag das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) mit -4,5 Mio. EUR
im negativen Bereich, wenngleich es sich gegenüber dem Vergleichszeitraum verbessert
darstellte. Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) belief sich auf rund -11,7
Mio. EUR (Vorjahr: -12,9 Mio. EUR). Die liquiden Mittel betrugen 65,9 Mio. EUR bei einer Nettoverschuldung von 1,5 Mio.
EUR (31. Dezember 2015: 48,6 Mio. EUR), die Eigenkapitalquote betrug 56,8 % zum 30.
Juni 2016 (31. Dezember 2015: 42,8 %). Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Juli
2016 auf 69,8 Mio. EUR (Vorjahr: 104,1 Mio. EUR). Aufgrund der im Laufe des zweiten
Halbjahres anlaufenden strategischen Zusammenarbeit mit Shanghai Electric, erwartet
der Vorstand ein vergleichsweise operativ starkes zweites Halbjahr und sieht sich
mit den in den ersten sechs Monaten erzielten Resultaten gut gerüstet, um auch auf
Jahresfrist die gesteckten Ziele erreichen zu können. NACHTRAGSBERICHTNach Ende des Berichtszeitraums sind keine Ereignisse eingetreten, die substanzielle
Auswirkungen auf die Ertrags-, Vermögens- oder Finanzlage gehabt hätten. CHANCEN- UND RISIKOBERICHTAlle im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Chancen und Risiken haben, mit Ausnahme
der im Zusammenhang mit der im Mai 2016 erfolgreich durchgeführten Kapitalerhöhung
stehenden Risiken, weiterhin Bestand. Darüber hinaus hat sich die nachfolgende Veränderung
ergeben. Durch den im Juni 2016 erfolgten Auftragsstopp eines Großkunden im Geschäftsbereich
Energy Storage besteht das Risiko einer wesentlichen nachteiligen Beeinträchtigung
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Vorstand befindet sich aktuell
noch in Verhandlungen mit dem Kunden. Die Gesellschaft geht davon aus, dass die bestehenden
vertraglichen Ansprüche für den Fall eines Auftragsabbruchs mindestens in Höhe der
ausgewiesenen POC-Forderungen realisiert werden können. Darüber hinaus haben sich gegenüber den im Geschäftsbericht 2015 dargestellten Chancen
und Risiken keine wesentlichen Veränderungen ergeben. PROGNOSEBERICHTAUSBLICKIn unserem Prognosebericht gehen wir, soweit möglich, auf die erwartete künftige Entwicklung
der Manz AG und des Umfelds des Unternehmens im laufenden Geschäftsjahr 2016 ein. Neben den insgesamt positiven gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind für die
Manz AG die Entwicklungen der Teilmärkte Electronics, Solar sowie Lithium-Ionen-Batterien
von entscheidender Bedeutung für die weitere operative Entwicklung. Für das laufende Jahr 2016 erwarten wir im Geschäftsbereich Electronics eine signifikante
Verbesserung des operativen Geschäfts. Grund zu dieser Annahme gibt uns die anhaltend
hohe Nachfrage nach Endgeräten mit Touchpanel-Displays wie beispielsweise Smartphones
oder Tablet-Computern. Die erhöhte Nachfrage sowie die zusätzlichen Anwendungsbereiche
führen nach unserer Einschätzung zu Neu- und Ersatzinvestitionen in Produktionsanlagen,
von denen die Manz AG profitieren kann. Zudem erwarten wir, dass sich der klassische
Displaymarkt in Asien im aktuellen Jahr wieder erholen wird und wir auch aus diesem
Geschäftsfeld wieder Impulse erwarten können. Auch der anhaltende Automatisierungstrend
in der Produktion in asiatischen Ländern sollte sich positiv auf die Nachfrage nach
unseren Anlagen zur Montageautomatisierung auswirken. Insgesamt erwarten wir für 2016
im Geschäftsbereich Electronics Umsatzerlöse deutlich über Vorjahresniveau bei einer
signifikant verbesserten EBIT-Marge. Der Auftragsbestand im Geschäftsbereich Electronics
betrug 49 Mio. EUR per 31. Juli 2016 (Vorjahr: 24 Mio. EUR). Für unseren Geschäftsbereich Solar sind wir angesichts einer stetig wachsenden Endkundennachfrage
nach Solarmodulen sowie der geplanten Zusammenarbeit mit Shanghai Electric in der
CIGS-Technologie positiv gestimmt. Die kontinuierlich zunehmende Nachfrage macht Neuinvestitionen
in modernes Equipment unumgänglich, um angesichts der in den letzten Jahren dramatisch
gefallenen Preise für Solarmodule eine profitable Herstellung zu realisieren. Im Bereich
der Dünnschicht-Solartechnologie sind wir nach wie vor von der technologischen Überlegenheit
der Manz CIGSfab, unserer schlüsselfertigen Produktionslinie zur Herstellung von CIGS-Dünnschicht-Solarmodulen,
überzeugt. Die von Manz sowie von unserem exklusiven Forschungspartner ZSW, dem Zentrum
für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg, erzielten Wirkungsgradrekorde
auf Modul- bzw. Zellformat belegen eindrucksvoll, dass CIGS-Dünnschicht-Solarmodule
nicht nur leistungsstärker als multikristalline Solarzellen, sondern auch deutlich
günstiger zu produzieren sind. Der Verkauf voll integrierter, schlüsselfertiger Produktionslinien
für CIGS-Dünnschicht-Solarmodule ist daher unverändert unser zentrales Ziel. Die Geschäftstätigkeiten
im Bereich der kristallinen Photovoltaik haben wir mit Ausnahme unserer Automatisierungslösungen
zum Jahresende 2015 eingestellt. Diese werden an unserem chinesischen Standort in
Suzhou fortgeführt. Insgesamt rechnen wir damit, dass wir bei einer Auftragserteilung
für eine CIGSfab, den Umsatz im Geschäftsbereich Solar gegenüber dem Vorjahr deutlich
steigern werden. Auch hinsichtlich der EBIT-Marge rechnen wir mit einer deutlichen
Verbesserung. Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Juli 2016 auf 4 Mio. EUR (Vorjahr:
7 Mio. EUR). In unserem Geschäftsbereich Energy Storage haben wir uns mit unseren Produktionsanlagen
zur Herstellung von Lithium-Ionen-Batterien für die Elektromobilität, die stationäre
Stromspeicherung sowie den Bereich Consumer Electronics weitere Zielmärkte erschlossen,
die uns deutliches Umsatz- und Ertragspotenzial bieten. Gerade von Kunden aus der
Consumer Electronics-Branche verzeichnen wir eine stark steigende Nachfrage; aber
auch die Investitionen in Produktionskapazitäten für die Elektromobilität zeigen eine
dynamische Entwicklung. Für das Gesamtjahr 2016 rechnen wir nur noch mit einem Umsatz
und Ertrag auf dem Niveau des Vorjahres. Eine endgültige Aussage, ob und in welchem
Umfang Umsatz und Ertrag im laufenden Geschäftsjahr aufgrund des vorläufigen Auftragsstopps
belastet sein werden, kann erst nach finalem Abschluss der Gespräche mit dem Kunden
getroffen werden. Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Juli 2016 auf 12 Mio. EUR
(Vorjahr: 63Mio. EUR). Das Berichtssegment Contract Manufacturing wird sich im laufenden Jahr 2016 voraussichtlich
positiv entwickeln. Für das Jahr 2016 rechnen wir aufgrund der zusätzlichen Umsätze
mit Talus Manufacturing mit einer signifikanten Umsatzerhöhung und einer deutlichen
Ertragssteigerung. Der Auftragsbestand beläuft sich zum 31. Juli 2016 auf 3 Mio. EUR
(Vorjahr: 4 Mio. EUR). Auch den Umsatz und Ertrag im Bereich Others erwarten wir für
das Jahr 2016 auf Vorjahresniveau. Der Auftragsbestand belief sich zum 31. Juli 2016
auf 2 Mio. EUR (Vorjahr: 3 Mio. EUR). Neben der konsequenten Fortsetzung unserer Diversifizierungsstrategie, dem branchenübergreifenden
Technologietransfer sowie eigenen Produktions- und Servicestandorten auf den lokalen
Märkten unserer Kunden, bilden insbesondere Investitionen in F&E-Aktivitäten die Basis
für nachhaltiges Wachstum. Dabei wollen wir durch die Weiterentwicklung des umfassenden
Technologieportfolios unsere gute Marktposition in unseren Geschäftsbereichen stärken
und ausbauen. Insgesamt planen wir deshalb im laufenden Geschäftsjahr Investitionen
im Bereich F&E in Höhe von rund 20 Mio. EUR, leicht unterhalb des Wertes von 27 Mio.
EUR in 2015. Den herausragenden Stellenwert von Forschung in unserem Unternehmen unterstreicht
die F&E-Quote von 12,2 % im Geschäftsjahr 2015. GESAMTAUSSAGE ZUR KÜNFTIGEN ENTWICKLUNGFür das laufende Geschäftsjahr gehen wir aufgrund der positiven Aussichten in unseren
strategischen Geschäftsbereichen sowie einem Auftragsbestand von rund 70 Mio. EUR
per 31. Juli 2016 von einer positiven Geschäftsentwicklung aus. Für das Gesamtjahr rechnen wir weiterhin mit einer signifikanten Steigerung des Umsatzes
bei einem signifikant verbesserten Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT). Wir verfolgen
dabei das Ziel eines mindestens ausgeglichenen operativen Ergebnisses vor Abschreibungen,
Zinsen und Steuern (EBITDA), wenngleich sich dies aufgrund der bestehenden Planungsunsicherheit
sowie der Umsatz- und Ertragsausfälle im zweiten Quartal im Zusammenhang mit dem Auftragsstopp
im Bereich Energy Storage als zunehmend herausfordernd darstellt. ZUKUNFTSGERICHTETE AUSSAGENDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf den gegenwärtigen
Annahmen und Prognosen der Unternehmensleitung der Manz AG beruhen. Solche Aussagen
sind Risiken und Ungewissheiten unterworfen. Diese und andere Faktoren können dazu
führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, die Finanzlage, die Entwicklungen oder
die Leistungsfähigkeit der Gesellschaft wesentlich von den hier abgegebenen Einschätzungen
abweichen. Die Gesellschaft übernimmt keinerlei Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten
Aussagen fortzuschreiben und an künftige Ereignisse oder Entwicklungen anzupassen. KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG2. Quartal (in TEUR)scroll
KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Halbjahr (in TEUR)scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG2. Quartal (in TEUR)scroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNG1. Halbjahr (in TEUR)scroll
KONZERNBILANZAKTIVA (in TEUR)scroll
PASSIVA (in TEUR)scroll
KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNG(in TEUR)scroll
KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG(in TEUR)scroll
scroll
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG GESCHÄFTSBEREICHEzum 30.6.2016scroll
scroll
SEGMENTBERICHTERSTATTUNG REGIONENzum 30.6.2016scroll
GRUNDLAGENDer Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 ist gemäß § 37w Abs. 3 WpHG und in
Übereinstimmung mit den Vorschriften des IAS 34 in verkürzter Form nach den Vorschriften
der am Bilanzstichtag gültigen und von der europäischen Union anerkannten International
Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board,
London, sowie den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee erstellt worden.
Noch nicht in Kraft getretene Standards und Interpretationen werden nicht angewendet.
Er wurde einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die für den Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2016 angewandten Bilanzierungs-
und Bewertungsmethoden sowie die Ermittlungsmethoden und Input-Parameter zur Bemessung
des beizulegenden Zeitwerts entsprechen mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen
Neuregelungen denen des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2015. Eine detaillierte
Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang des Geschäftsberichtes 2015 im Einzelnen
veröffentlicht. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung werden eine Gesamtergebnisrechnung, eine Bilanz,
eine Kapitalflussrechnung sowie eine Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. Alle wesentlichen konzerninternen Salden bzw. Transaktionen wurden eliminiert. Der
Zwischenabschluss enthält nach Einschätzung der Unternehmensleitung alle Anpassungen,
die für eine angemessene Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
notwendig sind. Die in den unterjährigen Perioden dargestellten Ergebnisse lassen
nicht notwendigerweise Vorhersagen über die Entwicklung des weiteren Geschäftsverlaufs
zu. Der Konzern-Zwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Soweit nicht anders vermerkt,
werden alle Beträge in Tausend Euro (TEUR) angegeben. WECHSELKURSE DER WICHTIGSTEN WAHRUNGENscroll
KONSOLIDIERUNGSKREISIn den Konzernabschluss der Manz AG sind alle Unternehmen einbezogen, bei denen die
Manz AG mittelbar oder unmittelbar die Möglichkeit hat, die Finanz- und Geschäftspolitik
zu bestimmen ("Control"-Verhältnis). Neben der Manz AG gehören zum Kreis der konsolidierten
Unternehmen folgende Tochterunternehmen: Vollkonsolidierte Unternehmenscroll
1)
über Manz Asia Ltd. ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGSONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGEscroll
MATERIALAUFWANDscroll
SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGENscroll
STEUERN VOM EINKOMMEN UND ERTRAGDie Steuern vom Einkommen und Ertrag umfassen sowohl tatsächliche als auch latente
Ertragsteuern aus temporären Differenzen sowie aus bestehenden steuerlichen Verlustvorträgen. Die Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen: scroll
ERLÄUTERUNGEN ZU EINZELNEN POSTEN DER BILANZIMMATERIELLE VERMÖGENSGEGENSTÄNDEscroll
SACHANLAGENscroll
Aufgrund der Schließung der Standorte Karlstein und Tettnang erfolgten außerplanmäßige
Abschreibungen auf Sachanlagen in Höhe von 766 TEUR. VORRÄTEscroll
FORDERUNGEN AUS LIEFERUNGEN UND LEISTUNGENscroll
Die nach dem Grad der Fertigstellung bilanzierten künftigen Forderungen aus Fertigungsaufträgen
ermitteln sich wie folgt: scroll
SONSTIGE KURZFRISTIGE FORDERUNGENscroll
EIGENKAPITALDie Veränderungen der einzelnen Posten des Eigenkapitals im Konzern sind gesondert
in der "Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung" dargestellt. GEZEICHNETES KAPITALDas gezeichnete Kapital der Manz AG hat sich aufgrund der vom Vorstand der Gesellschaft
mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossenen Barkapitalerhöhung vom 29. April 2016
unter teilweiser Ausübung der Ermächtigung der ordentlichen Hauptversammlung vom 9.
Juli 2014 gemäß § 3 Abs. 3 der Satzung (genehmigtes Kapital 2014) um 2.323.224,00
EUR auf 7.744.088,00 EUR erhöht (Vj. 5.421 TEUR) und ist eingeteilt in 7.744.088 auf
den Inhaber lautende Stückaktien, welche voll eingezahlt sind. Der Nennbetrag einer
Stückaktie entspricht damit 1,00 EUR. KAPITALRÜCKLAGEDie Kapitalrücklage enthält im Wesentlichen die Einzahlungen von Aktionären nach §
272 Abs. 2 Nr. 1 HGB abzüglich der Kosten der Kapitalbeschaffung nach Steuern. Des
Weiteren ist der Wert der als Gehaltsbestandteil an Führungskräfte (einschließlich
Vorstand) in Form von Eigenkapitalinstrumenten gewährten anteilsbasierten Vergütung
(Performance Share Plan) erfasst. Die Erhöhung im ersten Halbjahr 2016 in Höhe von 74.373 TEUR betrifft mit 74.253 TEUR
das Agio aus der am 20. Mai 2016 durchgeführten Kapitalerhöhung und mit 120 TEUR die
Zuweisung aus den aktienbasierten Vergütungen (Manz Performance Share Plan). EIGENE AKTIENIm ersten Halbjahr 2016 erwarb die Manz-Gruppe 126 eigene Aktien zu einem Durchschnittspreis
von 37,06 EUR pro Aktie (Kurswert 4,67 TEUR), welche an Mitarbeiter im Rahmen von
Jubiläumsleistungen übertragen wurden. Zum 30. Juni 2016 sind keine eigenen Aktien mehr im Bestand. ZUSÄTZLICHE INFORMATIONEN ÜBER FINANZINSTRUMENTEDie nachfolgende Tabelle zeigt die Überleitung der Bilanzposten zu den Klassen von
Finanzinstrumenten, aufgeteilt nach den Buchwerten und Fair Values der Finanzinstrumente. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige kurzfristige Forderungen, flüssige
Mittel, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der wesentliche Teil
der übrigen Schulden aus dem Anwendungsbereich des IFRS 7 haben überwiegend kurze
Restlaufzeiten. Es wird daher unterstellt, dass die Buchwerte dieser Finanzinstrumente
näherungsweise den beizulegenden Zeitwerten entsprechen. scroll
scroll
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Die mit den deutschen Hausbanken und einem deutschen Kreditversicherer bestehenden
Kreditlinien wurden nach der Kapitalerhöhung zurückgeführt und das bestehende KfW-Darlehen
wurde aus dem Emmissionserlös vorzeitig abgelöst. Das Projektdarlehen der European
Investment Bank (EIB) in Höhe von 20 Mio. EUR zur Finanzierung der Aufwendungen der
Manz-Gruppe für Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten insbesondere im Bereich Solartechnologie
besteht unverändert. Aufgrund bestehender Kündigungsmöglichkeiten von Seiten EIB wird
das Darlehen unverändert zum Vorjahr unter den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen.
Die Gesellschaft geht aufgrund der laufenden positiven Verlängerungsverhandlungen
davon aus, dass die EIB auf ihr außerordentliches Kündigungsrecht verzichtet; anderenfalls
würde die vorzeitige Rückzahlung durch die vorhandenen liquiden Mittel in Höhe von
65,9 Mio. EUR erfolgen. Bei der Manz Slovakia unterliegen Finanzschulden in Höhe von 10.880 TEUR einer Covenants-Regelung
mit unterschiedlichen finanziellen Bezugsgrößen. Die Überprüfung der Covenants durch
die Banken erfolgt nur einmal jährlich anhand des Jahresabschlusses. Zum 30. Juni
2016 wären bei Finanzschulden in Höhe von 3.880 TEUR zwei von drei Covenants nicht
erfüllt. Basierend auf der Planung für die Monate Juli-Dezember 2016 geht die Gesellschaft
davon aus, dass zum Jahresende die Covenants erfüllt werden. BEWERTUNGSKLASSEN NACH IFRS 7.27Der Konzern verwendet folgende Hierarchie zur Bestimmung und zum Ausweis beizulegender
Zeitwerte von Finanzinstrumenten je Bewertungsverfahren: Stufe 1: auf aktiven Märkten notierte (unverändert übernommene) Preise für identische
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten. Stufe 2: für den Vermögenswert oder die Verbindlichkeit entweder direkt (als Preis)
oder indirekt (in Ableitung von Preisen) beobachtbare Inputdaten, die keinen notierten
Preis nach Stufe 1 darstellen. Stufe 3: herangezogene Inputdaten, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten für die
Bewertung des Vermögenswerts und der Verbindlichkeit basieren (nicht beobachtbare
Inputdaten). Zum 30. Juni 2016 fallen die derivativen Finanzinstrumente im Bereich der kurzfristigen
Vermögenswerte in Höhe von 89 TEUR (Vj. 28 TEUR) und im Bereich der kurzfristigen
Schulden in Höhe von 374 TEUR (Vj. 3.140 TEUR) in den Anwendungsbereich von IFRS 7.27
mit der Stufe 2 in der Fair-Value-Hierarchie. HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGENDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen und Haftungsverhältnisse haben sich gegenüber
dem 31.12.2015 im Wesentlichen nicht verändert. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONENIm Vergleich zum 31. Dezember 2015 ist der Kreis der nahestehenden Unternehmen und
Personen unverändert. Guoxing Yang, stellvertretender Direktor der Abteilung Business
Development bei der Shanghai Electric Group Co., Ltd. wurde mit der Hauptversammlung
vom 12. Juli 2016 zum Aufsichtsrat gewählt. Bei der TRUMPF-Gruppe, bei der das Aufsichtsratsmitglied Dr. Peter Leibinger geschäftsführender
Gesellschafter ist, wurden im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2016 Lasersysteme im
Wert von 5.990 TEUR von der Manz AG gekauft. Zum 30. Juni 2016 bestehen Verbindlichkeiten
gegenüber der TRUMPF-Gruppe in Höhe von 5.236 TEUR. Von der TRUMPF Hüttinger Elektronik GmbH & Co. KG, bei der Peter Leibinger Mitglied
des Beirats ist, wurden Waren im Wert von 2 TEUR von der Manz AG eingekauft. Zum 30.
Juni 2016 bestehen keine Verbindlichkeiten gegenüber der TRUMPF Hüttinger Elektronik
GmbH & Co. KG. Im Zeitraum 1. Januar bis 30. Juni 2016 wurden vom Zentrum für Sonnenenergie- und
Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW), bei dem Herr Prof. Powalla Mitglied
des Vorstands ist, für Dienstleistungen und Lizenzgebühren TEUR 783 von der Manz AG
bezahlt. Zum 30. Juni 2016 bestehen Verbindlichkeiten gegenüber dem ZSW von 504 TEUR. WESENTLICHE EREIGNISSE VON BESONDERER BEDEUTUNG NACH ENDE DER BERICHTSPERIODENach dem Bilanzstichtag ergaben sich keine wesentlichen Sachverhalte, die Auswirkungen
auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben können. WEITERE ANGABENMITARBEITERDie Manz-Gruppe beschäftigte zum 30. Juni 2016 durchschnittlich 1.820 Mitarbeiter
(30. Juni 2015: 1.962 Mitarbeiter). VORSTANDDieter Manz, Dipl.-Ing. (FH), Vorstandsvorsitzender AUFSICHTSRATProf. Dr. Heiko Aurenz, Dipl. oec., Partner bei Ebner Stolz Management Consultants
GmbH, Stuttgart, Vorsitzender Dr.-Ing. E.h. Dipl.-Ing. Peter Leibinger, geschäftsführender Gesellschafter der TRUMPF
GmbH & Co. KG, Ditzingen, stellvertretender Vorsitzender (bis 12. Juli 2016) Prof. Dr.-Ing. Michael Powalla, Leiter des Geschäftsbereichs Photovoltaik und Mitglied
des Vorstands des Zentrums für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg
(ZSW) sowie Professor für Dünnschichtphotovoltaik am Karlsruher Institut für Technologie
(KIT), Lichttechnisches Institut, Fakultät Elektrotechnik und Informationstechnik Guoxing Yang, stellvertretender Direktor der Abteilung Business Development bei der
Shanghai Electric Group Co., Ltd. (seit 12. Juli 2016) VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETERWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und
Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Reutlingen, 11. August 2016 Der Vorstand der Manz AG scroll
BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHTAn den Aufsichtsrat der Manz AG, Reutlingen: Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss -bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung,
Gesamtergebnisrechnung, Bilanz, Kapitalflussrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung
sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben - und den Konzernzwischenlagebericht
der Manz AG, Reutlingen, für den Zeitraum vom 1. Januar 2016 bis 30. Juni 2016, die
Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 37w WpHG sind, einer prüferischen
Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach
den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und des
Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften
des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere
Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und
dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben. Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und
des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer
(IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen
vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen,
dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können,
dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung
mit den IFRS für Zwischenberichterstattung, wie sie in der EU anzuwenden sind, und
der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit
den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt
worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen
von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb
nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß
keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht
erteilen. Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt
geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss
in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den IFRS für Zwischenberichterstattung,
wie sie in der EU anzuwenden sind, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen
Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren
Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist. Reutlingen, 11. August 2016 BEST AUDIT GmbH scroll
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