Maschinenfabrik Berthold Hermle Aktiengesellschaft

Gosheim

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025

Der Zwischenbericht zum 30.06.2025

AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN HERMLE-KONZERN IN MIO. EURO (IFRS)

Mio. Euro 30.06.2024 30.06.2025 Veränderung
Umsatz 241,8 221,6 -8,4 %
Auftragseingang 250,9 235,9 -6,0 %
Auftragsbestand 139,6 113,1 -19,0 %
Investitionen 19,4 9,2 -52,6 %
(Sachanlagen/immaterielle Vermögenswerte)
Abschreibungen 6,7 7,7 14,9 %
(Sachanlagen/immaterielle Vermögenswerte)
Betriebsergebnis (EBIT) 38,5 15,3 -60,3 %
Beschäftigte (Anzahl) 1.555 1.607 3,3 %

KONZERNZWISCHENLAGEBERICHT

GESCHÄFTSMODELL UND ORGANISATIONSSTRUKTUR

Die Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG ist einer der weltweit führenden Anbieter von hochwertigen Fräsmaschinen und Bearbeitungszentren sowie von kompletten Automationslösungen aus einer Hand. Unsere 5-Achs-Bearbeitungszentren und unser hoher Qualitätsanspruch setzen Maßstäbe in der Branche.

Der HERMLE-Kundenkreis umfasst in- und ausländische Unternehmen aus Hightech-Branchen wie dem Maschinen- und Anlagenbau - mit Anwendungen beispielsweise für die Verpackungstechnik, den Bergbau oder das Segment Spezialfahrzeuge - der Luft- und Raumfahrt, Medizintechnik, Elektronik- und Chipindustrie, optischen Industrie, Energietechnik, dem Werkzeug- und Formenbau und der Automobilindustrie sowie deren Zulieferindustrien.

Das HERMLE-Angebotsspektrum ist modular aufgebaut und wird - orientiert an den Anforderungen der verschiedenen Marktsegmente - kontinuierlich weiterentwickelt. Die Grundlage bilden zwei Maschinenreihen: hochwertige Einstiegsmodelle der Performance-Line und extrem dynamische, präzise und leistungsstarke Bearbeitungszentren der High-Performance-Line. Hinzu kommt eine wachsende Zahl digitaler Bausteine und Automationskomponenten. Darauf aufbauend konzipieren wir für unsere Kunden zunehmend individuelle Lösungen für integrierte Automation und digital vernetzte Produktion. Ergänzend bieten wir Dienstleistungen für die additive Fertigung.

Der HERMLE-Konzern setzt sich aus der Muttergesellschaft Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG sowie verschiedenen in- und ausländischen Tochterunternehmen, Stützpunkten und Repräsentanzen zusammen. Im Berichtszeitraum hat sich der Konsolidierungskreis nicht verändert. Ausführliche Informationen dazu sowie zu Strategie und Steuerungssystem, die ebenfalls gleichgeblieben sind, enthält der Lagebericht der Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG und Konzernlagebericht 2024. Dieser ist Teil des Geschäftsberichts 2024, der auf unserer Website www.hermle.de abgerufen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden kann.

GLOBALE KONJUNKTUR VON UNSICHERHEITEN GEPRÄGT

HERMLE bewegte sich im ersten Halbjahr 2025 in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld. Weltweit war die Konjunktur von großen Unsicherheiten geprägt, insbesondere wegen der internationalen Zoll- und Handelskonflikte sowie der unvorhersehbaren politischen Entscheidungen der USA. Allerdings entwickelte sich die Weltwirtschaft laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) in den ersten Monaten des Jahres 2025 etwas besser als zunächst angenommen. Ursächlich dafür waren unter anderem Vorzieheffekte aufgrund befürchteter Zollerhöhungen sowie noch vorläufige Vereinbarungen mit den USA, die etwas gemäßigter ausfielen als ursprünglich angekündigt. In der Folge wuchs die Wirtschaft in den ersten drei Monaten 2025 dem IWF zufolge in der Eurozone um 2,5 % und in China um 6 %, während sie in den USA um 0,5 % schrumpfte.

Das deutsche Bruttoinlandsprodukt stagnierte nach Destatis-Angaben im ersten Quartal 2025 gemessen am vergleichbaren 2024er Zeitraum preisbereinigt und verringert sich im zweiten Vierteljahr um 0,2 %. Auch hier machte sich die erratische Zollpolitik der USA bemerkbar: Zu Jahresbeginn fielen die Exporte begünstigt durch Vorzieheffekte generell besser aus als erwartet. Im zweiten Quartal dagegen belasteten hohe Zölle auf Einfuhren in die USA insbesondere die ohnehin von der Strukturkrise geschwächte Automobilindustrie. Die Ausrüstungsinvestitionen nahmen wegen der großen Unsicherheiten in beiden Quartalen ab.

Im deutschen Werkzeugmaschinenbau verringerte sich der Auftragseingang von Anfang Januar bis Ende Juni 2025 laut Angaben des VDW (Verein Deutscher Werkzeugmaschinenfabriken) insgesamt um 5 % und im für HERMLE relevanten spanenden Bereich um 9 %. Der Verlauf war regional höchst unterschiedlich: Während sich die neuen Bestellungen im Inland um mehr als 20 % drastisch reduzierten, vermeldete der VDW für das Ausland einen leichten Zuwachs, der auf zweistellige Steigerungsraten aus dem europäischen Ausland zurückgeht.

GESCHÄFTSVERLAUF IM ÜBERBLICK UND GESAMTAUSSAGE ZUR WIRTSCHAFTLICHEN ENTWICKLUNG

Bei der Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG entwickelte sich die Nachfrage im ersten Halbjahr 2025 etwa parallel zum gesamten deutschen Werkzeugmaschinenbau und etwas positiver als im Bereich der spanenden Bearbeitungszentren: Unser Auftragseingang nahm von Januar bis Juni konzernweit um 6,0 % ab. Dabei wurden kräftige Einbußen im Inland durch ein leicht wachsendes Auslandsgeschäft teilweise kompensiert. Da sich die internationalen Handels- und Zollkonflikte in Deutschland aufgrund der hohen Exportorientierung vieler Branchen überdurchschnittlich stark bemerkbar machten, war die Investitionsbereitschaft hier besonders gering. Zudem wurde die Entwicklung im Inland von multiplen Krisen wie der Energiewende und der Umstellung der Automobilindustrie auf alternative Antriebstechniken gebremst. Der positive Verlauf im Ausland war größtenteils auf Vorzieheffekte bei Kunden in den USA wegen bevorstehender Zollerhöhungen zurückzuführen.

Unser Konzernumsatz verringerte sich in der Berichtsperiode um 8,4 %. Das Betriebsergebnis nahm hierzu wie erwartet deutlich überproportional um rund 60 % ab. Ursächlich dafür war vor allem die niedrigere Kapazitätsauslastung. Höhere Zölle auf unsere eigenen Exporte und negative Wechselkurseffekte wirkten sich ebenfalls aus, allerdings in deutlich geringerem Umfang. Damit bestätigten sich unsere Erwartungen, dass HERMLE von den Folgen der US-Wirtschaftspolitik eher indirekt als direkt betroffen ist.

Unter dem Strich war der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr 2025 durch die Vorzieheffekte etwas besser als erwartet. Die extrem hohe Unsicherheit macht eine konkrete Vorhersage für die kommenden Monate und damit für das Gesamtjahr 2025 weiterhin sehr schwierig. Da wir uns inzwischen aber bereits in der zweiten Jahreshälfte befinden, scheint es absehbar, dass sich Umsatz und Ergebnis tendenziell im mittleren Bereich der Prognosespannen bewegen und wir die ungünstigsten Szenarien ausschließen können.

AUFTRAGSEINGANG LIEGT MIT 235,9 MIO. EURO UM 6 % UNTER VORJAHR

Im ersten Halbjahr 2025 hat sich der Auftragseingang des HERMLE-Konzerns verglichen mit dem entsprechenden Vorjahreszeitraum insgesamt um 6,0 % auf 235,9 Mio. Euro verringert (Vj. 250,9 Mio. Euro). Dabei ergaben sich große Unterschiede zwischen In- und Ausland: In Deutschland gingen die neuen Bestellungen um 22,9 % auf 68,4 Mio. Euro zurück (Vj. 88,7 Mio. Euro). Die niedrige Investitionsbereitschaft der Unternehmen resultierte neben der verbreitet geringen Kapazitätsauslastung hauptsächlich aus der hohen Unsicherheit wegen der multiplen Krisen und der zunehmenden Zoll- und Handelskonflikte. Aus dem Ausland kamen mit 167,5 Mio. Euro dagegen 3,3 % mehr neue Aufträge herein als im Vergleichszeitraum (Vj. 162,2 Mio. Euro), was vor allem auf Vorzieheffekte unserer Kunden in den USA zurückzuführen war. Unser Auftragsbestand lag am 30. Juni 2025 konzernweit bei 113,1 Mio. Euro und damit über dem Wert zum Jahresende 2024 von 98,7 Mio. Euro, aber unter dem Niveau am Vorjahresstichtag von 139,6 Mio. Euro.

UMSATZ NIMMT UM GUT 8 % AUF 221,6 MIO. EURO AB

Der HERMLE-Konzernumsatz ging in den ersten sechs Monaten 2025 um 8,4 % auf 221,6 Mio. Euro zurück (Vj. 241,8 Mio. Euro). Die gegenläufige Entwicklung im In- und Ausland war hier noch stärker als bei den Bestellungen: Während das Inlandsvolumen um 34,0 % auf 59,2 Mio. Euro abnahm (Vj. 89,7 Mio. Euro), stieg der Auslandsumsatz um 6,8 % auf 162,4 Mio. Euro an (Vj. 152,1 Mio. Euro). Damit erhöhte sich die Exportquote von 62,9 % auf 73,3 %. Neben dem Auslandsgeschäft wirkte sich auch der vergrößerte Serviceumsatz stabilisierend auf das Konzernvolumen aus. Ausschlaggebend für dessen leichten Anstieg war die grundsätzlich wachsende Anzahl von bei Kunden installierten HERMLE-Anlagen und der zunehmende Anteil komplexer Automationslösungen.

Unterteilt nach Segmenten entfielen in den ersten sechs Monaten 120,2 Mio. Euro des Umsatzes auf die Inlandsgesellschaften (Vj. 132,9 Mio. Euro), wozu die HERMLE AG, die HPV HERMLE Vertriebs GmbH, die auf individuelle Automationslösungen spezialisierte HLS HERMLE Systemtechnik GmbH und die Entwicklungsgesellschaft HERMLE Maschinenbau GmbH zählen. Das Segment Auslandsvertrieb, das die HERMLE-Tochtergesellschaften in China, Frankreich, Italien, Mexiko, den Niederlanden, Rumänien, der Schweiz, Thailand und den USA sowie Vertriebs- und Serviceniederlassungen in Dänemark, Österreich, Polen und Tschechien umfasst, trug 101,4 Mio. Euro zum Konzernumsatz bei (Vj. 108,9 Mio. Euro).

ERGEBNIS WIE ERWARTET DEUTLICH UNTER VORJAHR

Die wegen der anhaltenden Nachfrageschwäche niedrigere Kapazitätsauslastung führte in der Berichtsperiode wie erwartet zu einem deutlichen Ergebnisrückgang. Um gegenzusteuern, haben wir den Abbau von Gleitzeitkonten und den Einsatz von Kurzarbeit in verschiedenen Unternehmensbereichen fortgesetzt, konnten damit aber nur einen Teil der Belastungen ausgleichen. Außerdem war das Ergebnis von den sprunghaft erhöhten Zöllen auf Exporte in die USA sowie dem deutlich abfallenden US-Dollarkurs beeinträchtigt. Hinzu kamen der unproduktive Mehraufwand durch die ausufernde Bürokratie, ein intensiveres Wettbewerbsgeschehen, das sich ungünstig auf die Materialaufwandsquote und auf unsere Margen auswirkte, sowie steigende Provisionen wegen des wachsenden Auslandsanteils am Umsatz.

Insgesamt verringerte sich das Betriebsergebnis (Ergebnis vor Zinsen und Steuern, EBIT) des Konzerns in den ersten sechs Monaten 2025 um 60,3 % von 38,5 Mio. Euro auf 15,3 Mio. Euro. Davon entfielen auf das Segment Inlandsgesellschaften 13,7 Mio. Euro (Vj. 35,6 Mio. Euro) und auf den Auslandsvertrieb 2,4 Mio. Euro (Vj. 3,5 Mio. Euro). Das Finanzergebnis ging von 2,1 Mio. Euro auf 1,4 Mio. Euro zurück. Neben dem niedrigeren Marktzinsniveau machten sich hier die durch unser Investitionsprogramm und die hohe Ausschüttung im Vorjahr reduzierten Anlagebeträge bemerkbar. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit belief sich auf 16,7 Mio. Euro (Vj. 40,6 Mio. Euro), was einer Bruttoumsatzmarge von 7,5 % entsprach (Vj. 16,8 %). Nach Steuern wurde ein Periodenüberschuss von 11,8 Mio. Euro ausgewiesen (Vj. 29,8 Mio. Euro). Daraus errechnet sich ein Ergebnis von 2,36 Euro je Stamm- (Vj. 5,96 Euro) und 2,38 Euro je Vorzugsaktie (Vj. 5,99 Euro).

FINANZLAGE WEITERHIN SEHR SOLIDE

Infolge des Ergebnisrückgangs im HERMLE-Konzern nahm der operative Cashflow vor Veränderung des Working Capital im ersten Halbjahr 2025 um 46,0 % auf 19,8 Mio. Euro ab (Vj. 36,7 Mio. Euro). Aus dem Working Capital wurden zudem deutlich weniger Mittel freigesetzt als im Vorjahr, sodass sich der Mittelzufluss aus Geschäftstätigkeit im Berichtszeitraum auf 22,8 Mio. Euro verringerte (Vj. 57,7 Mio. Euro).

Im investiven Bereich standen sich im Wesentlichen geringere Investitionsausgaben für Sachanlagen von 8,8 Mio. Euro (Vj. 19,2 Mio. Euro) und ein Mittelzufluss von per saldo 20,0 Mio. Euro (Vj. -15,0 Mio. Euro) durch die Neuanlage und den Rückfluss von Termingeldanlagen mit mehr als drei Monaten Laufzeit gegenüber. In Summe ergab sich damit ein Cashflow aus Investitionstätigkeit von 11,6 Mio. Euro (Vj. -31,4 Mio. Euro).

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich auf -0,3 Mio. Euro (Vj. 0,1 Mio. Euro). Die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2024 erfolgte wie üblich erst Anfang des zweiten Halbjahres 2025. Sie lag wie von der Hauptversammlung am 2. Juli 2025 beschlossen bei 11,05 Euro je Vorzugs- (Vj. 15,05 Euro) und 11,00 Euro je Stammaktie (Vj. 15,00 Euro).

Unter dem Strich erhöhten sich die liquiden Mittel im ersten Halbjahr 2025 konzernweit um 32,2 Mio. Euro (Vj. 26,9 Mio. Euro).

INVESTITIONEN IN ZUKUNFTSPROJEKTE

Die Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte beliefen sich von Januar bis Juni 2025 konzernweit auf 9,2 Mio. Euro (Vj. 19,4 Mio. Euro) und betrafen hauptsächlich unsere Projekte zur Zukunftssicherung an den Standorten Gosheim und Zimmern ob Rottweil. In Zimmern wurde der Aufbau einer zusätzlichen Großteilefertigung vorangetrieben, der im dritten Quartal 2025 abgeschlossen werden soll. Am Firmensitz haben wir mit dem Bau eines neuen Technologie- und Schulungszentrums mit angeschlossener Mitarbeiterkantine begonnen. Bis Mitte des Jahres waren der Tiefbau und das Erdgeschoss fertiggestellt, sodass in unseren Betriebsferien im August die erste Zwischengeschossdecke eingezogen werden konnte.

VERMÖGENSLAGE: UNVERÄNDERT STARKE EIGENKAPITALBASIS

Zum Stichtag 30. Juni 2025 verlängerte sich die HERMLE-Konzernbilanz verglichen mit dem 31. Dezember 2024 um 5,4 % auf 510,8 Mio. Euro (31.12.2024: 484,6 Mio. Euro). Dabei vergrößerten sich unter den Aktiva vor allem die kurzfristigen Vermögenswerte von 331,1 Mio. Euro auf 356,5 Mio. Euro. Ursächlich dafür waren zum einen der Aufbau unfertiger Erzeugnisse sowie die Vorfertigung von Maschinen, die überwiegend bis Ende des Betriebsurlaubs im August ausgeliefert wurden. Zum anderen nahmen durch den wachsenden Auslandsanteil am Umsatz die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen zu. Mit dem geplanten Rückfluss von Termingeldanlagen zum Fälligkeitszeitpunkt wurde die Finanzierung der Dividendenausschüttung im Juli vorbereitet, sodass sich die liquiden Mittel im Stichtagsvergleich temporär von 107,4 Mio. Euro auf 139,6 Mio. Euro erhöhten.

Die langfristigen Vermögenswerte lagen mit 154,3 Mio. Euro nur unwesentlich über dem Wert zum Jahreswechsel von 153,5 Mio. Euro.

Größte Passivposition blieb unverändert das Eigenkapital, dass sich per 30. Juni 2025 um 2,8 % auf 368,8 Mio. Euro vermehrte (31.12.2024: 358,9 Mio. Euro). Daraus errechnet sich eine weiterhin hohe Eigenkapitalquote von 72,2 % (31.12.2024: 74,1%).

Die kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen in Summe von 121,6 Mio. Euro auf 137,4 Mio. Euro zu. Ausschlaggebend dafür waren insbesondere erhöhte Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen durch Rechnungen für Bauleistungen an unseren Standorten, die kurz vor dem Stichtag eingingen und erst danach bezahlt wurden. Außerdem führten im Vergleich zum Jahresende gestiegene Anzahlungen auf Bestellungen und Personalverbindlichkeiten für Urlaubstage zu einem Zuwachs bei den sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten. Die langfristigen Verbindlichkeiten lagen ähnlich wie zum Jahreswechsel bei 4,6 Mio. Euro (Vj. 4,1 Mio. Euro).

F & E: WEITERE GEN2-MODELLE PRÄSENTIERT

Unsere Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten (F & E) haben insbesondere die kontinuierliche technologische Optimierung unserer Maschinenreihen und den Ausbau unserer Automationskompetenz zum Ziel. Im Berichtszeitraum stand weiterhin das Projekt GEN2 im Fokus. Damit stellen wir unser Maschinenprogramm sukzessive auf eine neue Generation um. Die Schwerpunkte liegen auf der elektrischen Architektur, Soft- und Hardwarekomponenten sowie den Schnittstellen, um unser Angebot zukunftssicher, technologieoffen, servicefreundlich und flexibel zu halten. Aufbau, Kinematik und Mechanik der Bearbeitungszentren bleiben weitgehend unverändert. Die Umstellung erfolgt schrittweise über einen Zeitraum von gut zwei Jahren. Erste GEN2-Varianten wurden 2024 auf den Markt gebracht. Die nächsten Maschinenmodelle wurden auf der HERMLE-Hausausstellung 2025 vorgestellt. Dort konnten wir auch verschiedene neue Automationskomponenten präsentieren: zum Beispiel das Robotersystem RS 2 in GEN2-Ausführung und das Handlingsystem HS flex hybrid.

KONZERNWEIT RUND 1.600 BESCHÄFTIGTE

Ende Juni beschäftigte HERMLE konzernweit 1.607 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter nach 1.603 am 31. Dezember 2024 und 1.555 am Vorjahresstichtag. In den ersten sechs Monaten 2025 hat sich unsere Belegschaft damit kaum verändert. Aufgrund der schwachen Konjunktur haben wir uns bei Neueinstellungen zurückgehalten und frei werdende Stellen nur wenn unbedingt nötig neu besetzt. Die Zahl der Auszubildenden und dual Studierenden lag mit 111 jungen Menschen stichtagsbedingt unter dem Wert per Ende 2024 (31.12.2024: 126), aber deutlich über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 96 Personen. Um auch in Zukunft über ausreichend hoch qualifizierte Fachkräfte zu verfügen und der Verantwortung für unsere Region gerecht zu werden, haben wir Auszubildende mit erfolgreichem Abschluss trotz des schwachen wirtschaftlichen Umfelds in den vergangenen zwölf Monaten wieder übernommen und die frei gewordenen Lehrstellen neu besetzt.

RISIKOBERICHT

Die wesentlichen Chancen und Risiken für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens sowie das Risikomanagement-System sind ausführlich im Lagebericht der Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG und Konzernlagebericht sowie im Konzernanhang 2024 beschrieben. Im ersten Halbjahr 2025 hat sich die Risikosituation gegenüber dieser Darstellung nicht wesentlich verändert. Bestandsgefährdende Risiken liegen weiterhin nicht vor.

NACHTRAGSBERICHT

Nach Abschluss des Berichtszeitraums bis zur Unterzeichnung dieses Berichts gab es keine Vorgänge von besonderer Bedeutung mit wesentlichen Auswirkungen auf die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des HERMLE-Konzerns.

AUSBLICK

Die globale Konjunktur wird im Gesamtjahr 2025 nach Schätzungen des IWF vom Juli 2025 um 3,0 % wachsen. Damit liegt die aktualisierte IWF-Prognose leicht über der bisherigen Annahme - im April war das Institut noch von einem Plus um nur 2,8 % ausgegangen. Als wesentlichen Grund für die etwas verbesserten Aussichten nannte der IWF die weltweit insgesamt unter den Erwartungen liegenden Auswirkungen des Zollschocks durch die US-Politik.

In den Industrienationen ist im laufenden Jahr laut IWF mit einem BIP-Plus von 1,5 % zu rechnen. Hierzu tragen die USA voraussichtlich 1,9 % und die Eurozone 1,0 % bei. Die Entwicklungs- und Schwellenländer dürften um 4,1 % zulegen, was vor allem auf deutliche Zuwächse in China und Indien zurückzuführen ist. Deutschland trauen die IWF-Ökonomen nun ein minimales Wachstum von 0,1 % zu, nachdem im April noch ein leichter Rückgang erwartet wurde. Neben den Vorzieheffekten im Zusammenhang mit erwarteten Zollerhöhungen spielt dafür auch das angekündigte Konjunkturpaket der Bundesregierung eine Rolle.

Für den Maschinen- und Anlagenbau rechnet der Fachverband VDMA (Verband Deutscher Maschinen- und Anlagenbau) 2025 weltweit mit einem leichten Umsatzanstieg um 1 %. Aus heutiger Sicht stehen einer positiven Entwicklung in Ländern wie China und Indien eine Stagnation in den USA und Rückgänge in den Euro-Staaten gegenüber. Beim exportorientierten deutschen Maschinenbau geht der VDMA im laufenden Jahr angesichts des zunehmenden internationalen Protektionismus von einem Produktionsrückgang um 2 % aus.

Im inländischen Werkzeugmaschinenbau ist im Gesamtjahr 2025 laut der jüngsten VDW-Prognose vom August 2025 ein Rückgang der Produktion um gut 10 % zu erwarten.

Für die Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG ist der Geschäftsverlauf in den kommenden Monaten aufgrund der weiterhin extrem unsicheren Rahmenbedingungen mit rationalen Erwägungen kaum prognostizierbar. Insbesondere lässt sich nicht abschätzen, ob und wie lange die Ende Juli erzielte Einigung im Zollstreit zwischen den USA und Europa anhält. Auch die Auswirkungen des von der Bundesregierung angekündigten Konjunkturpakets sind noch unklar. Derzeit sehen wir insbesondere im Inland noch keine Anzeichen für eine Trendwende bei der Investitionszurückhaltung und können mit keinen weiteren positiven Vorzieheffekten aus den USA rechnen. Nachdem die erste Jahreshälfte etwas besser verlief als erwartet, gehen wir aktuell davon aus, dass Umsatz und Ergebnis im Gesamtjahr 2025 tendenziell im mittleren Bereich der Prognosespannen liegen werden und wir die ungünstigsten Szenarien ausschließen können. Beim Konzernumsatz erwarten wir demnach einen Rückgang, der sich zwischen dem oberen einstelligen Prozentbereich und gut 15 % bewegt. Bislang hatten wir auch Einbußen von bis zu 25 % nicht ausgeschlossen. Das Betriebsergebnis wird sich voraussichtlich um 40 % bis 80 % verringern. Bisher schien auch ein Minus von 90 % möglich. Die Ertragslage dürfte in den kommenden Monaten weiterhin hauptsächlich durch die geringere Kapazitätsauslastung beeinträchtigt werden. Hinzu kommen ein steigender Wettbewerbsdruck, bürokratischer Mehraufwand sowie konjunkturelle Belastungen aus höheren Zöllen und der Abwertung des US-Dollar.

Mittelfristig rechnen wir unverändert mit einem weltweit großen Bedarf an Werkzeugmaschinen und Automationslösungen. Hoch präzise, leistungsstarke und automatisierte Bearbeitungszentren, wie HERMLE sie bietet, sind nicht nur die Basis für technologischen Fortschritt. Sie ermöglichen Unternehmen außerdem Effizienz- und damit Wettbewerbsvorteile und geben ihnen ein Instrument, um dem Fachkräftemangel aktiv zu begegnen. Daher sind wir ungeachtet der aktuell schwierigen Rahmenbedingungen zuversichtlich für die künftige Entwicklung unseres Unternehmens.

Gosheim, im August 2025

Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG

Der Vorstand

KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

KONZERNBILANZ

AKTIVA

Mio. Euro 30.06.2025 31.12.2024
Langfristige Vermögenswerte 154,3 153,5
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 216,9 223,7
Zahlungsmittel 139,6 107,4
Kurzfristige Vermögenswerte 356,5 331,1
SUMME AKTIVA 510,8 484,6

PASSIVA

Mio. Euro 30.06.2025 31.12.2024
Eigenkapital der Aktionäre der HERMLE AG 368,8 358,9
Anteile anderer Gesellschafter 0,0 0,0
Eigenkapital 368,8 358,9
Langfristige Verbindlichkeiten 4,6 4,1
Kurzfristige Verbindlichkeiten 137,4 121,6
SUMME PASSIVA 510,8 484,6

KONZERN-GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

Mio. Euro 01-06 / 2025 01-06 / 2024
Umsatzerlöse 221,6 241,8
Betriebsergebnis 15,3 38,5
Finanzergebnis 1,4 2,1
Ergebnis vor Steuern 16,7 40,6
Steuern vom Einkommen und Ertrag 4,9 10,8
Periodenüberschuss 11,8 29,8
Gewinnanteile anderer Gesellschafter 0,0 0,0
Gewinnanteil der Aktionäre der HERMLE AG 11,8 29,8
Ergebnis je Aktie in Euro
je Stammaktie 2,36 5,96
je Vorzugsaktie inkl. Dividendenvorzug 2,38 5,99

KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNG

Mio. Euro 01-06 / 2025 01-06 / 2024
Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit 22,8 57,7
Mittelzufluss / Vj. Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit 11,6 -31,5
Mittelabfluss / Vj. Mittelzufluss aus Finanzierungstätigkeit -0,3 0,1
Wechselkursbedingte Wertänderungen* -2,6 0,7
Veränderung aus direkten erfolgsneutralen Verrechnungen* 0,7 -0,1
Veränderung der finanziellen Mittel 32,2 26,9
Finanzielle Mittel zum 01.01. 107,4 111,0
Finanzielle Mittel zum 30.06. 139,6 137,9

* vgl. Eigenkapitalveränderungsrechnung

KONZERN-SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Mio. Euro Inlandsgesellschaften Auslandsvertrieb Konsolidierungseffekte
01-06 / 2025 01-06 / 2024 01-06 / 2025 01-06 / 2024 01-06 / 2025 01-06 / 2024
Umsatz mit Dritten 120,2 132,9 101,4 108,9 0 0
Betriebsergebnis 13,7 35,6 2,4 3,5 -0,8 -0,6
Investitionen* 7,9 18,1 1,3 1,3 0 0
Beschäftigte Jahresdurchschnitt 1.387 1.327 219 211 0 0
Mio. Euro Konzernabschluss IFRS
01-06 / 2025 01-06 / 2024
Umsatz mit Dritten 221,6 241,8
Betriebsergebnis 15,3 38,5
Investitionen* 9,2 19,4
Beschäftigte Jahresdurchschnitt 1.606 1.538

* in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte

KONZERN-EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

Für den Zeitraum 01.01.2024 bis 30.06.2024

Mio. Euro Gezeichnetes Kapital Kapital-rücklage Gewinn-rücklagen Kummuliertes übriges Eigenkapital Eigenkapital der Aktionäre der HERMLE AG Anteil anderer Gesellschafter
Stand am 31.12.2023 15,0 3,3 344,4 4,2 366,9 0,0
Periodenüberschuss 2024 29,8 29,8
Währungsveränderungen 0,7 0,7
Cashflow Hedges und sonstige Finanzinstrumente -0,1 -0,1
Stand am 30.06.2024 15,0 3,3 374,2 4,8 397,3 0,0
Mio. Euro Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2023 366,9
Periodenüberschuss 2024 29,8
Währungsveränderungen 0,7
Cashflow Hedges und sonstige Finanzinstrumente -0,1
Stand am 30.06.2024 397,3

Für den Zeitraum 01.01.2025 bis 30.06.2025

Mio. Euro Gezeichnetes Kapital Kapital-rücklage Gewinn-rücklagen Kummuliertes übriges Eigenkapital Eigenkapital der Aktionäre der HERMLE AG Anteil anderer Gesellschafter
Stand am 31.12.2024 15,0 3,3 335,2 5,4 358,9 0,0
Periodenüberschuss 2025 11,8 11,8
Währungsveränderungen -2,6 -2,6
Cashflow Hedges und sonstige Finanzinstrumente 0,7 0,7
STAND AM 30.06.2025 15,0 3,3 347,0 3,5 368,8 0,0
Mio. Euro Konzerneigenkapital
Stand am 31.12.2024 358,9
Periodenüberschuss 2025 11,8
Währungsveränderungen -2,6
Cashflow Hedges und sonstige Finanzinstrumente 0,7
STAND AM 30.06.2025 368,8

KONZERN-GESAMTEINKOMMENSRECHNUNG

Mio. Euro 01-06 / 2025 01-06 / 2024
Periodenüberschuss gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 11,8 29,8
Währungsveränderungen -2,6 0,7
Veränderungen aus derivativen Finanzinstrumenten 1,0 -0,2
Ertragssteuer auf sonstiges Gesamteinkommen: - Veränderung derivativer Finanzinstrumente -0,3 0,1
Sonstiges Gesamteinkommen nach Steuern -1,9 0,6
Gesamteinkommen 9,9 30,4
Anteile anderer Gesellschafter am Gesamteinkommen 0,0 0,0
Anteile der Aktionäre der HERMLE AG am Gesamteinkommen 9,9 30,4

KONZERNANHANG

(1) ALLGEMEINE GRUNDSÄTZE

Der Konzernzwischenabschluss der Maschinenfabrik Berthold HERMLE AG zum 30. Juni 2025 ist, wie der Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2024, in Übereinstimmung mit den gültigen International Financial Reporting Standards (IFRS) und deren Interpretationen aufgestellt worden; insbesondere die Regelungen des IAS 34 zur Zwischenberichterstattung wurden angewendet.

Die Aufstellung des Zwischenabschlusses und die Ermittlung der Vergleichszahlen für das Vorjahr erfolgten mit Ausnahme der zum 1. Januar 2025 erstmals verpflichtend anzuwendenden Vorschriften auf Basis der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze sowie Konsolidierungsmethoden, die auch bereits dem Konzernjahresabschluss zum 31. Dezember 2024 zugrunde lagen. Wir verweisen hierzu auf den Konzernanhang des Jahresabschlusses 2024, in dem die angewandten Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden sowie die Ausübung von innerhalb der IFRS möglichen Wahlrechten im Detail dargestellt wurden.

Alle zum 1. Januar 2025 erstmals verpflichtend anzuwendenden neuen IFRS Rechnungslegungsstandards und Neuerungen wurden berücksichtigt.

Die übrigen Bilanzierungs-, Bewertungs- und Konsolidierungsmethoden mit Ausnahme der verpflichtend neu anzuwendenden Vorschriften sowie die Wahlrechte wurden im Vergleich zum Geschäftsjahr 2024 unverändert beibehalten.

Durch die Erstellung des Zwischenberichts in auf eine Nachkommastelle gerundete Million Euro Beträge kann es bei der Addition und der Angabe von Prozentzahlen zu Rundungsdifferenzen kommen, da die Berechnung der Einzelposten auf Zahlen in Euro basiert.

(2) AUSWIRKUNGEN NEUER ODER GEÄNDERTER STANDARDS UND INTERPRETATIONEN

Alle neuen IFRS Rechnungslegungsstandards und Interpretationen haben keine wesentlichen Auswirkungen auf die Berichterstattung.

(3) KONSOLIDIERUNGSKREIS

Im Vergleich zum 31. Dezember 2024 hat sich der Konsolidierungskreis nicht verändert.

Die Zusammensetzung des Konsolidierungskreises, die Art der Konsolidierung sowie Beteiligungsprozentsätze wurden im Anhang des Konzernjahresabschlusses 2024 unter (3) Konsolidierungskreis aufgeführt.

(4) UMSATZERLÖSE

Die Umsatzerlöse gliedern sich innerhalb der Segmente und im Konzern wie folgt nach Absatzgebieten sowie Produkt- und Dienstleistungsbereichen auf:

Inlandsgesellschaften Auslandsvertrieb Konzern
Mio. Euro 01-06/2025 01-06/2024 01-06/2025 01-06/2024 01-06/2025 01-06/2024
Absatzgebiete
Bundesrepublik Deutschland 59,2 89,7 0,0 0,0 59,2 89,7
Andere Länder 61,0 43,2 101,4 108,9 162,4 152,1
Summe 120,2 132,9 101,4 108,9 221,6 241,8
Produkt- und Dienstleistungsbereiche
Verkauf von Werkzeugmaschinen, Zubehör und Ersatzteilen 112,4 125,5 93,8 102,9 206,2 228,4
Service und Schulungsdienstleistungen 7,8 7,4 7,6 6,0 15,4 13,4
Summe 120,2 132,9 101,4 108,9 221,6 241,8
Erlöse aus Verträgen mit Kunden 120,2 132,9 101,4 108,9 221,6 241,8
Umsatz mit Dritten 120,2 132,9 101,4 108,9 221,6 241,8

(5) ERMITTLUNG DER ERTRAGSTEUERN

Der Ertragsteueraufwand wird auf Basis des Steuersatzes abgegrenzt, der auf das gesamte Jahresergebnis angewendet würde. Soweit gesichert abschätzbar, werden je Steuerrechtskreis gesonderte Steuersätze auf individuelle Kategorien des Vorsteuerergebnisses z.B. im Finanzergebnis oder für nicht abzugsfähige Aufwendungen angewendet.

(6) ERGEBNIS JE AKTIE

Das Ergebnis je Aktie ist aus dem Konzernergebnis nach Steuern bereinigt um Anteile Konzernfremder und unter Berücksichtigung von Vorzugsdividenden ermittelt. Dabei werden die auf die Aktiengattungen entfallenden Ergebnisanteile unter Berücksichtigung der Vorzugsdividende durch die Zahl der im Umlauf befindlichen Aktien je Gattung dividiert.

T-Euro 01-06 / 2025 01-06 / 2024
Halbjahresüberschuss:
Lt. Gewinn- und Verlustrechnung 11.807 37.104
Minderheitenanteile am Ergebnis -0 -0
Ergebnis nach Minderheitenanteilen 11.807 37.104
Aufgelaufene Vorzugsdividenden -25 -25
Ergebnis nach Minderheitenanteilen und Vorzugsdividenden 11.782 37.079
Gewichteter Durchschnitt in Stück:
Ausstehende Stammaktien 4.000.000 4.000.000
Ausstehende Vorzugsaktien 1.000.000 1.000.000
Summe aller Aktiengattungen 5.000.000 5.000.000
Ergebnis je Aktie in Euro:
Je Stammaktie 2,36 7,42
Je Vorzugsaktie inkl. Dividendenvorzug 2,38 7,44

Es werden keine eigenen Anteile gehalten. Das gesamte Aktienkapital ist ausstehend.

(7) EIGENKAPITALVERÄNDERUNG

Der Konzern-Eigenkapitalspiegel zeigt die Entwicklung des Eigenkapitals der Gesellschaft im ersten Halbjahr 2025. Entsprechend IFRS 10 werden die Minderheitenanteile an voll konsolidierten Gesellschaften, an denen die HERMLE AG zu weniger als 100 % beteiligt ist, innerhalb des Eigenkapitals getrennt von dem auf die Aktionäre der HERMLE AG entfallenden Eigenkapitalanteil ausgewiesen. Maßgeblich für den Anstieg des Eigenkapitals der Gesellschaft war der Konzernüberschuss des ersten Halbjahres 2025. Daneben ergab sich per saldo eine spürbare Verminderung durch Effekte aus der Fremdwährungsumrechnung von Auslandsgesellschaften trotz einer Erhöhung aus Wertänderungen von direkt ins Eigenkapital verrechneten Finanzinstrumenten.

(8) KAPITALFLUSSRECHNUNG

Die Kapitalflussrechnung zeigt entsprechend IAS 7 den Zahlungsmittelfluss im HERMLE-Konzern. Der Zahlungsmittelbestand setzt sich aus den Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbeständen zusammen.

(9) SEGMENTBERICHTERSTATTUNG

Im Vergleich zum ersten Halbjahr des Vorjahres erfolgte keine Veränderung der Zusammensetzung der Teilsegmente, keine Veränderung der Segmentabgrenzungen bzw. der Ermittlung der Segmentergebnisse. Weitere Erläuterungen sind im Lagebericht enthalten.

(10) BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN UNTERNEHMEN UND PERSONEN

Neben den in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen sowie nicht in den Konzernabschluss einbezogenen Beteiligungen kommen grundsätzlich Mitglieder des Vorstands oder Aufsichtsrats im Sinne von IAS 24 "Related Party Disclosures" in Betracht. Die Beziehungen zu diesem Kreis an nahestehenden Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Die vom Konzern an sonstige nahestehende Unternehmen erbrachten Lieferungen und Leistungen betrugen T-Euro 32 (Vj. T-Euro 62), die vom Konzern bezogenen Lieferungen und Leistungen von sonstigen nahestehenden Unternehmen betrugen T-Euro 0 (Vj. T-Euro 0). Zum Bilanzstichtag betrugen die Forderungen im Konzern gegen sonstige nahestehende Unternehmen T-Euro 3 (31.12.2024 T-Euro 0), die Verbindlichkeiten im Konzern gegen sonstige nahestehende Unternehmen T-Euro 0 (31.12.2024 T-Euro 0).

(11) HAFTUNGSVERHÄLTNISSE UND SONSTIGE FINANZIELLE VERPFLICHTUNGEN

Gegenüber dem 31. Dezember 2024 haben sich die Haftungsverhältnisse und sonstigen finanziellen Verpflichtungen nicht wesentlich geändert.

(12) EREIGNISSE NACH DEM BILANZSTICHTAG

In den Rubriken Nachtragsbericht und Ausblick des Konzernzwischenlageberichts sind die wesentlichen Ereignisse nach dem Bilanzstichtag dargestellt. Darüber hinaus sind keine wesentlichen Ereignisse nach dem Stichtag des Zwischenabschlusses eingetreten.

(13) ZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN UND SCHÄTZUNGEN

Dieser Zwischenabschluss enthält zukunftsbezogene Aussagen sowie Schätzungen, welche auf aktuellen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung der HERMLE AG über zukünftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen und Schätzungen unterliegen Risiken und Unsicherheiten, die außerhalb der Kontrolle und exakten Prognostizierbarkeit von HERMLE liegen. Denn sie sind vielfältigen Faktoren, wie beispielsweise dem zukünftigen Marktumfeld oder wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, dem Verhalten der übrigen Marktteilnehmer, Maßnahmen staatlicher Stellen, Wechselkursen, Zinssätzen, etc. unterworfen. Sollten einige oder mehrere solcher Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten eintreten oder die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, sich als unrichtig erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen von den in diesem Zwischenlagebericht und Zwischenabschluss geäußerten expliziten oder impliziten Aussagen und Schätzungen wesentlich abweichen. HERMLE übernimmt keine Garantie oder Zusicherungen zu den hier beschriebenen Entwicklungen und Ergebnissen. Es ist von HERMLE weder beabsichtigt, noch übernimmt HERMLE eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie an die Ereignisse oder Entwicklungen nach Ende des Berichtszeitraums anzupassen.

(14) PRÜFERISCHE DURCHSICHT

Der Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2025 wurde keiner prüferischen Durchsicht unterzogen.

(15) VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Gosheim, im August 2025

Maschinenfabrik

Berthold HERMLE AG

Günther Beck Franz-Xaver Bernhard Benedikt Hermle

Maschinenfabrik
Berthold HERMLE AG
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D-78559 Gosheim

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