Corporate | 12 August 2016 07:45
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DGAP-News: Maternus-Kliniken AG / Schlagwort(e): Halbjahresergebnis
– Konzernumsatz mit 61,5 Mio. EUR leicht über Vorjahr – Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 30 Prozent auf 2,1 Mio. EUR – Zinsaufwand nach Umfinanzierung Ursache für Konzernverlust (EAT) von 0,7 Mio. EUR
– Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2016 bestätigt
Berlin, 12. August 2016 – Der Maternus-Kliniken AG ist es im ersten Halbjahr 2016 gelungen, im Konzern ein leichtes Umsatzwachstum um 0,4 Mio. EUR auf 61,5 Mio. EUR sowie eine Verbesserung des operativen Ergebnisses (EBIT) um 0,5 Mio. EUR auf 2,1 Mio. EUR zu erreichen. Die Auslastung im Konzern lag per 30. Juni 2016 mit im Durchschnitt 79,5 Prozent nahezu unverändert auf dem Niveau des Vorjahres. Aufgrund einer weiteren Erhöhung des bestehenden Pflege-Mindestlohnes zum 01.01.2016 sind die Personalaufwendungen im Konzern leicht angestiegen. Allerdings gingen im Vergleichszeitraum auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen aufgrund der im Vorjahr angefallen erhöhten Rechts- und Beratungskosten im Zusammenhang mit der Umfinanzierung der Unternehmensgruppe im ersten Halbjahr 2016 deutlich zurück. Desweiteren reduzierten sich die Aufwendungen für Gebäudemieten, da der Mietvertrag für die Bayerwald-Klinik in Cham Ende 2015 erfolgreich mit dem Vermieter zu verbesserten Konditionen neu ausgehandelt werden konnte. Die Neustrukturierung der Unternehmensfinanzierung spiegelte sich allerdings auch in einem erhöhten Zinsaufwand wider, welcher das Ergebnis vor Steuern (EBT) im Berichtszeitraum zusätzlich in Höhe von 0,7 Mio. EUR belastete. Aufgrund des leichten Umsatzanstiegs konnten die Ertragskennzahlen vor Steuern und Zinsen im ersten Halbjahr 2016 entsprechend verbessert werden. Das EBITDA und das EBIT legten jeweils um 0,5 Mio. EUR auf 4,9 Mio. EUR (Vorjahr: 4,4 Mio. EUR), bzw. auf 2,1 Mio. EUR (Vorjahr: 1,6 Mio. EUR) zu. Die im Vorjahr erfolgreich erwirkte Neuordnung der Unternehmensfinanzierung, welche der Gesellschaft bis 2020 Finanzierungssicherheit bietet, führte zu einem auf 2,8 Mio. EUR (Vorjahr: 2,1 Mio. EUR) erhöhten Zinsaufwand. Dieser belastete das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) und den Konzernjahresüberschuss. Für beide Kennziffern ist daher per 30. Juni 2016 ein Verlust entstanden, der sich auf 0,7 Mio. EUR nach einem Verlust von 0,6 Mio. EUR im Vorjahr beläuft. Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen konnten deutlich um 1,2 Mio. EUR auf 45,7 Mio. EUR gestiegene Umsatzerlöse erwirtschaftet werden. Die Auslastung verbesserte sich geringfügig auf 83,2 Prozent. Dem gestiegenen Personalaufwand in Folge der Anhebung des Pflege-Mindestlohns zum 01.01.2016 stand im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen eine leichte Reduzierung des Materialaufwands und der sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüber. Die Ergebniskennziffern haben sich in diesem Segment zum Teil deutlich verbessert. So nahm das EBITDA von 5,6 Mio. EUR auf 6,2 Mio. EUR zu, das EBIT erhöhte sich sichtlich von 3,9 Mio. EUR auf 4,6 Mio. EUR und auch das EBT wuchs von 3,1 Mio. EUR auf 3,5 Mio. EUR. Demgegenüber blieb die Entwicklung im Segment Rehabilitation hinter den Erwartungen zurück. Zum einen ist hierfür die noch immer geringe Belegung der Intensivmedizinischen Rehabilitation (IMR) verantwortlich, zum anderen die rückläufigen Fallzahlen ausländischer Patienten. Dies führte zu einem Rückgang des Segmentumsatzes um 0,8 Mio. EUR auf 15,8 Mio. EUR. Die Auslastung der Rehabilitations-kliniken lag mit 67,5 Prozent auf dem Niveau des Vorjahres. Im Segment Rehabilitation war der Personalaufwand rückläufig, während der Materialaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sich insgesamt stabil entwickelten. Die Kostenreduzierung reichte aber nicht aus, um die gesunkenen Umsatzerlöse auszugleichen, weswegen das EBITDA in diesem Segment von 0,7 Mio. EUR auf 0,2 Mio. EUR zurückgegangen ist. Das EBIT war nach einem zuvor ausgeglichenem Ergebnis mit -0,5 Mio. EUR negativ, das EBT verschlechterte sich von -0,5 Mio. EUR auf -0,9 Mio. EUR. Mit Blick auf das gesamte Geschäftsjahr 2016 wird im Segment Rehabilitation aufgrund der aktuellen Auslastungsentwicklung gegenüber Vorjahr keine Umsatz- verbesserung mehr erwartet, sondern lediglich ein Segmentumsatz auf Vorjahresniveau von rund 32 Mio. EUR. Für das Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen wird eine geringe Verbesserung der Auslastung sowie eine Erhöhung des Segmentumsatzes auf mindestens 92,0 Mio. EUR prognostiziert. Trotz der schwierigen Situation im Segment Rehabilitation bestätigt der Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 seine Ergebnisprognose, wonach der Maternus-Konzern ein bereinigtes operatives Ergebnis (EBIT) in einer Bandbreite von 3,5 bis 4,0 Mio. EUR erwirtschaften wird. Der Halbjahresbericht 2016 der Maternus-Kliniken AG steht auf der Internetseite der Gesellschaft unter www.maternus.de in der Rubrik “Investor Relations” zum Download zur Verfügung.
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