![]() Maternus-Kliniken AGBerlinHalbjahresfinanzbericht 20192019Konzern-Finanzbericht zum 30. Juni 2019 der Maternus-Kliniken AGZahlen und DatenKonzernergebnisse im Vorjahres-VergleichErgebnis
Umsatz je Vollzeitkraft (VK)![]() Entwicklung Umsatz/EBITDAR![]() Entwicklung Umsatz/EBITDAR im Segment Pflege![]() Entwicklung Umsatz/EBITDAR im Segment Rehabilitation![]() Auslastungsentwicklung nach Segmenten/Anzahl Betten![]() Personalaufwand je Vollzeitkraft (VK)![]() Vollzeitkräfte![]() Aktie der Maternus-Kliniken AGAktionärsstrukturDie Cura Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH (Cura), Hamburg, hält über
die von ihr kontrollierte Cura 12. Seniorencentrum GmbH, Hamburg, mittelbar 79,45
Prozent sowie unmittelbar 2,25 Prozent des Grundkapitals der Stimmrechte an der Maternus-Kliniken
AG. Gemäß § 17 AktG besteht damit zum 30. Juni 2018 ein Abhängigkeitsverhältnis zur
Cura Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH. Kurs- und UmsatzentwicklungDie internationalen Börsen haben sich im ersten Halbjahr 2019 besser entwickelt als
erwartet. So blieben die befürchteten Zinsanhebungen der Notenbanken aus, stattdessen
kündigte EZB-Präsident Mario Draghi frühestens für den späteren Jahresverlauf 2020
höhere Zinsen an. Tatsächlich hat die US-Notenbank Fed Ende Juli 2019 erstmals seit
10 Jahren den Leitzins um 0,25 Prozentpunkte gesenkt. Der deutsche Leitindex DAX hat
eine der erfolgreichsten ersten Jahreshälften verbucht: Von Januar bis Juni 2019 legte
er um etwas mehr als 17 Prozent zu. Der für die Maternus-Aktie relevante Vergleichsindex
S-DAX konnte sogar ein Plus von fast 20 Prozent verzeichnen. Nachdem er mit 9.510,00
Zählern in das Jahr 2019 gestartet war, stieg er im Rahmen eines sichtlichen Aufwärtstrends
bis Ende April auf sein Halbjahreshoch von 11.753,15 Zählern. Hierauf folgte bis Anfang
Juni ein kräftiger Kursverlust um rund 9 Prozent, von welchem sich der SDAX bis zum
Ende des Betrachtungszeitraums wieder etwas erholen konnte. Den Juli 2019 schloss
er mit 11.136,80 Zählern, entsprechend eines Kursgewinns von 23,6 Prozent gegenüber
Jahresbeginn. Die im Regulierten Markt (General Standard) der Frankfurter Wertpapierbörse
notierte Aktie der Maternus-Kliniken AG startete mit einem Kurs von 1,87 € (XETRA)
in das Geschäftsjahr 2019 und verharrte zunächst stabil auf diesem Niveau. Nach einem
zwischenzeitlichen Kursrückgang auf bis zu 1,62 € bis Mitte März 2019 erholte sich
die Maternus-Aktie wieder und erreichte am 2. April 2019 mit 2,12 € ihren Höchstkurs
des Betrachtungszeitraums. Hiernach konnte die Maternus-Aktie das Kursniveau nicht
halten. Von Mitte Mai bis Anfang Juni war die Kursentwicklung von einem Auf und Ab
bis zur Marke von 2,00 € geprägt, diese wurde jedoch in Folge nicht wieder überschritten.
Bis Anfang Juli 2019 folgte ein abwärts gerichteter Trend, seitdem notierte die Maternus-Aktie
stabil bei rund 1,68 € und schloss auch am 31. Juli 2019 mit diesem Kurs. Gegenüber dem Vorjahreszeitraum nahm das in der Maternus-Aktie gehandelte Volumen
ab. So wurden von Januar bis Juli 2019 auf der elektronischen Handelsplattform XETRA
rund 165.600 Aktien (Vorjahr: rund 572.500 Aktien) gehandelt. Zum 31. Juli 2019 belief
sich die Marktkapitalisierung der Maternus-Kliniken AG auf 35,2 Mio. € (Vorjahr: 47,4
Mio. €). Aktienchart der Maternus-Kliniken AG (1. Januar bis 31. Juli 2019)
![]() Konzernlagebericht zum 30. Juni 2019GeschäftsentwicklungMarkt- und Wettbewerbsumfelda) Allgemeine wirtschaftliche Lage -konjunkturelles UmfeldDas Kieler Institut für Weltwirtschaft (IfW) hat Mitte Juni 2019 seine Prognose für
die deutsche Konjunkturentwicklung deutlich herabgesetzt. Statt zuvor +1,0 Prozent
geht das IfW für 2019 nur noch von einem Wirtschaftswachstum von +0,6 Prozent aus.
Auch für 2020 wurde der Ausblick von zuvor +1,8 Prozent auf +1,6 Prozent nach unten
korrigiert. Grund hierfür sind die globalen politischen Unsicherheiten, wie die Handelskonflikte
und der Brexit. Die deutsche Wirtschaft hatte zwar im ersten Quartal kräftig um +0,4
Prozent zugelegt. Dieses Plus war jedoch maßgeblich von Sonderfaktoren geprägt, so
insbesondere von Aufholeffekten der Automobilindustrie nach Problemen mit dem neuen
Prüfverfahren WLTP. Für das zweite Quartal 2019 rechnet das IfW mit einem leichten
Rückgang des deutschen Bruttoinlandproduktes (BIP). Zwar wird für das Sommerhalbjahr
wieder mit einem Erstarken der gesamtwirtschaftlichen Produktion gerechnet, dies allerdings
nur im moderaten Maße. Die deutschen Gesundheitsausgaben haben in 2017 erstmals die Marke von 1 Mrd. € pro
Tag überschritten. Insgesamt erhöhten sie sich gegenüber 2016 um 4,7 Prozent auf 375,6
Mrd. €, bzw. 4.544 € je Einwohner. Für 2018 erwartet das Statistische Bundesamt (Destatis)
einen Anstieg um 3,1 Prozent auf 387,2 Mrd. €. Die erhebliche ökonomische Relevanz
des Gesundheitswesens für Deutschland wird auch mit einem Blick auf weitere Kennzahlen
deutlich: Etwa jeder sechste Arbeitsplatz ist in der Branche angesiedelt, insgesamt
sind es 7,6 Millionen Erwerbstätige, mit weiter steigender Tendenz. Auch der Anteil
an den deutschen Exporten hat sich seit 2007 sichtlich von 6,6 Prozent auf zuletzt
8,4 Prozent in 2018 erhöht. Insgesamt erzielte die Branche in 2018 etwa 131,1 Mrd.
€ (Vorjahr: 128,0 Mrd. €) Exporterlöse. b) PflegemarktBis zum Jahr 2030, prognostizieren Marktexperten, soll sich das Umsatzvolumen auf
dem deutschen Pflegemarkt von jährlich rund 50 Mrd. € auf bis zu 85 Mrd. € steigern.
Aktuell stellt der Pflegemarkt nach den Krankenhäusern und der ambulanten ärztlichen
Versorgung das drittgrößte Segment des deutschen Gesundheitswesens dar. Getrieben wird das Umsatzwachstum insbesondere durch den demografischen Wandel und
der damit verbundenen Zunahme der Pflegebedürftigen. Zuletzt hat sich die Zahl der
pflegebedürftigen Menschen in 2017 gegenüber der letzten Erhebung aus 2015 deutlich
um 0,55 Millionen, bzw. rund 19 Prozent erhöht. Dies ist zum Großteil aber auf die
Einführung des neuen Pflegebedürftigkeitsbegriffes ab dem 1. Januar 2017 zurückzuführen.
Es wird davon ausgegangen, dass die Zahl der Pflegebedürftigen bis zum Jahr 2035 auf
3,8 Millionen steigt. Zur Bedarfsdeckung müssten bis zum Jahr 2035 rund 230.000 zusätzliche Pflegeplätze
entstehen. Zukünftig werden so nicht nur neue Pflegeheime, sondern auch neue Immobilien-
und Betreiberkonzepte benötigt. Einer aktuellen Umfrage der Evangelischen Bank zu
Folge ("Situation der Pflegewirtschaft in Deutschland: eine Bestandsaufnahme") gab
knapp die Hälfte der 300 befragten Geschäftsführer bzw. Leiter von deutschen Pflegeheimen
an, in den kommenden beiden Jahren in Sanierungen, Modernisierungen sowie Um-, Aus-
oder Neubauten konkret investieren zu wollen. Weitere elf Prozent erwägen solche Maßnahmen.
Etwas mehr als ein Fünftel plant eine Erweiterung der Bettenkapazität. Ferner wird
das Geschäftsmodell zunehmend um betreutes Wohnen, ambulante Pflege oder teilstationäre
Plätze und Tagesbetreuung erweitert. Fast alle Studienteilnehmer erwarten, dass sich
künftig häusliche Pflege- und Wohnkonzepte durchsetzen werden. Auch die Bedeutung
von Spezialangeboten wie Intensivpflege oder die Pflege von Suchtkranken wird wachsen. Um die zusätzlichen Pflegeplätze bedienen zu können, müssten der Studie "Pflegeheim
Rating Report 2017" zu Folge bis zum Jahr 2030 in der stationären Pflege bis zu 307.000
und in der ambulanten Pflege bis zu 172.000 weitere Pflegefachkräfte und Beschäftigte
(Vollkräfte) beschäftigt werden. Aktuelle EntwicklungenAnfang Juni 2019 hat die deutsche Bundesregierung ein Maßnahmenpaket zur Verbesserungen
der Arbeitsbedingungen in der Pflege vorgestellt, welches im Rahmen der "Konzertierte
Aktion Pflege" erarbeitet wurde. Fünf Arbeitsgruppen aus dem Gesundheits-, Familien-
und Arbeitsministerium haben seit fast einem Jahr gemeinsam mit Arbeitgebern, Gewerkschaften,
Kirchen, Wohlfahrtsverbänden, Krankenkassen und Betroffenenvertretern Lösungen zur
Bekämpfung des Pflegepersonalmangels sowie zur Attraktivitätssteigerung des Berufs
Pflege gesucht. Hierzu zählen die folgenden Eckpunkte:
Am 1. Januar 2019 ist das Pflegepersonal-Stärkungsgesetz in Kraft getreten, welches
den Alltag der Pflegekräfte und die Arbeitsbedingungen in der Kranken- und Altenpflege
über eine bessere Personalausstattung verbessern soll. Zu den wesentlichen Neuerungen
zählt vor allem die Schaffung 13.000 neuer Pflegestellen in Krankenhäusern und vollstationären
Pflegeeinrichtungen, gestaffelt nach der Anzahl der Bewohner in den Einrichtungen
(für weitere Details s. Maternus-Kliniken AG Geschäftsbericht 2018, S. 30 f.). Auf
der Grundlage des Pflegepersonal-Stärkungsgesetzes haben die Ersatzkassen (TK, BARMER,
DAK-Gesundheit, KKH, hkk, HEK) das Konzept "MEHRWERT:PFLEGE" zur betrieblichen Gesundheitsförderung
in den Pflegeberufen entwickelt. So können sich Krankenhäuser und stationäre Pflegeeinrichtungen
in Deutschland beim Aufbau bzw. der Weiterentwicklung eines betrieblichen Gesundheitsmanagements
für ihre Beschäftigten kostenlos beraten und begleiten lassen. Damit reagieren die
Ersatzkassen auf den überdurchschnittlich hohen Krankenstand in den Pflegeberufen
und die Unzufriedenheit mit den Arbeitsbedingungen. Seit dem 1. August 2018 verpflichtet in Nordrhein-Westfalen (NRW) das Wohn- und Teilhabegesetz
bestehende Alten- und Pflegeheimen dazu, 80 Prozent der Zimmer als Einzelzimmer anzubieten.
Bei Nichteinhaltung der Einzelzimmerquoten werden Wiederbelegungssperren durch die
Behörden angeordnet, bis die Vorgaben erreicht sind. Am 10. April 2019 hat der NRW-Landtag
neue Regelungen (Gesetz zur Änderung des Wohn- und Teilhabegesetzes) beschlossen.
So dürfen neue Pflegeheime die Obergrenze an Pflegeplätzen überschreiten, wenn sie
sich zur zusätzlichen Einrichtung von Kurzzeitpflegeplätzen verpflichten. Ferner werden
Qualitätskontrollen künftig nur noch vom Medizinischen Dienst der Krankenversicherung
(MDK) durchgeführt. Die Heimaufsichten überprüfen lediglich strukturelle Kriterien
wie Personalschlüssel oder Raumgrößen. Weitere Neuerungen betreffen die verpflichtende
Bereitstellung von Internetzugängen in allen Pflegeeinrichtungen sowie die Entwicklung
einer App, welche eine Übersicht über freie Pflegeplätze in allen Regionen des Landes
bieten soll. In Baden-Württemberg wird am 1. September 2019 die Landesheimgesetz-BauVerordnung
in Kraft treten, wonach bestehende Alten- und Pflegeheime 100 Prozent der Zimmer als
Einzelzimmer anbieten müssen (auf Wunsch der Bewohner sind Wohneinheiten von zwei
Personen zulässig). In Folge dessen werden auf Bundeslandebene gemäß einer Befragung
der Pflegeverbände künftig rund 3.000 Heimplätze weniger zur Verfügung stehen. c) RehabilitationsmarktZum Stichtag 31. Dezember 2017 hat sich der seit 2009 anhaltende Trend abnehmender
Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland fortgesetzt. Insgesamt gab
es 1.142 (Vorjahr: 1.149) Einrichtungen mit 164.266 (Vorjahr: 165.223) Betten. Etwas
mehr als die Hälfte der Einrichtungen (53,3 Prozent; Vorjahr: 53,2 Prozent) entfiel
dabei auf die privaten Träger mit 107.700 (Vorjahr: 108.368) Betten. Fast 27 Prozent
der Einrichtungen wurden durch freigemeinnützige Träger mit 25.866 Betten (Vorjahr:
26.500) betrieben, der Rest entfiel auf die öffentlichen Träger. Die Fallzahl hat
sich leicht rückläufig entwickelt. So nahm die Zahl der Patienten in 2017 um 0,5 Prozent
auf 1,97 Millionen ab. Auch die Anzahl der Pflegetage reduzierte sich von 50,2 Millionen
auf 50,1 Millionen. Die Auslastung der aufgestellten Betten hat sich von 83,0 auf
83,6 Prozent ausgeweitet. Zuletzt haben die Gesundheitsausgaben in den deutschen Vorsorge-
und Rehabilitationseinrichtungen in 2017 um 2,9 Prozent auf 9,7 Mrd. € zugelegt. Die Rehabilitationseinrichtungen haben in den vergangenen 10 Jahren im Vergleich zu
den anderen Teilbereichen der stationären Versorgung (dazu zählen noch Krankenhäuser
und die stationäre/teilstationäre Pflege) ein lediglich moderates Wachstum aufgezeigt.
Daher ist ihr Anteil an der Wertschöpfung der gesamten stationären Versorgung im Betrachtungszeitraum
von 8,7 Prozent in 2007 auf 7,9 Prozent in 2018 gesunken. ![]() Betrachtungszeitraum: 2007 - 2018 (*Prognose); Werte in jeweiligen Preisen. Quelle: Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi); Gesundheitswirtschaftliche
Gesamtrechnung (GGR), Ausgabe 2018; Berechnungen: WifOR. Nach einem kräftigen Anstieg der Erwerbstätigen in 2017 um 5 Prozent auf 127.000 setzte
sich das Beschäftigtenwachstum in 2018 fort, jedoch mit halbierter Dynamik. Es wurden
rund 130.000 Erwerbstätige registriert. KapazitätsauslastungDer Maternus-Konzern verfügt derzeit mit 23 Einrichtungen über eine Gesamtkapazität
von insgesamt 3.757 Betten (Vorjahr: 3.882 Betten). Auf das Segment Pflege entfallen
davon 21 Einrichtungen mit 2.967 Betten. Das Segment Rehabilitation verfügt über eine
Kapazität von 790 Betten, verteilt auf zwei Kliniken. Zum 1. August 2018 wurde in der Einrichtung in Mülheim die laut Wohn- und Teilhabegesetz
in NRW geforderte Einzelzimmerquote von 80 Prozent umgesetzt, was zu einer Verringerung
der Kapazität von ursprünglich 283 Betten auf 168 Betten geführt hat. Darüber hinaus
wurde zum 1. Januar 2019 in der Einrichtung Leipzig Dresdner Hof die Platzzahl im
Versorgungsvertrag der aktuellen Raum- und Bettenstruktur angeglichen und von 214
Betten auf 204 Betten verringert. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2019 erreichte die Kapazitätsauslastung
im Maternus-Konzern im Durchschnitt 82,1 Prozent nach 81,3 Prozent im Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Bezogen auf die Kapazität des Vorjahres beträgt die Auslastung 79,4
Prozent. Die Auslastung der Senioren- und Pflegeeinrichtungen hat sich im ersten Halbjahr 2019
um 76 Betten auf durchschnittlich 2.460 Betten bzw. 82,9 Prozent reduziert, nachdem
im Vorjahr durchschnittlich 2.536 Betten (82,0 Prozent) belegt werden konnten. Bezogen
auf die Kapazität des Vorjahres beträgt die Auslastung 79,6 Prozent. Der Belegungsrückgang
im Vergleich zum Vorjahr ist im Wesentlichen auf eine geringere Belegung an den Standorten
Stadtoldendorf, Bad Dürkheim, Leipzig Dresdner Hof und Löhne zurückzuführen. Die Rehabilitationskliniken erreichten im ersten Halbjahr 2019 eine durchschnittliche
Auslastung von 624 Betten bzw. 78,9 Prozent. Die Auslastung hat sich im Vergleichszeitraum
um 6 Betten leicht erhöht. ErtragslageMaternus-KonzernIm Konzern ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2019 um 0,5 Mio. € bzw. 0,9 Prozent auf
62,4 Mio. € (Vorjahr: 61,9 Mio. €) gestiegen. Die Erhöhung der Umsatzerlöse resultiert im Wesentlichen aus dem Segment Seniorenwohn-
und Pflegeeinrichtungen. Hier haben die Umsatzerlöse um 0,4 Mio. € auf 48,6 Mio. €
zugelegt. Die Umsätze im Segment Rehabilitation liegen mit einem leichten Anstieg
von 0,1 Mio. € auf 13,9 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleichszeitraum um 0,3 Mio. €
reduziert. Grund hierfür war eine Vergleichs- und Nachtragsvereinbarung mit dem Eigentümer
der Immobilien in Essen und Mülheim mit anteiligem Verzicht auf strittige Pachtforderungen
auf Indexierungen in den Jahren 2009, 2011 und 2013, welche im Vorjahr einen positiven
Effekt von 0,6 Mio. € hatte. Der Personalaufwand im Konzern ist im Vergleichszeitraum überproportional um 2,1 Mio.
€ auf 38,7 Mio. € (Vorjahr: 36,6 Mio. €) angestiegen. Der Materialaufwand hat sich
im Vergleichszeitraum um 1,1 Mio. € auf insgesamt 11,4 Mio. € (Vorjahr: 10,3 Mio.
€) erhöht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind um 5,0 Mio. € rückläufig (Vorjahr: 14,5
Mio. €). Dies liegt hauptsächlich an der erstmaligen Anwendung des IFRS16 im aktuellen
Geschäftsjahr, nachdem alle Leasingverhältnisse als Eigentum dargestellt werden. So
muss der Rückgang in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen zusammen mit den Veränderungen
der Abschreibungen sowie Zinsaufwendungen betrachtet werden. Hier ergibt sich bei
den Zinsaufwendungen ein Anstieg von 1,1 Mio. € auf 3,8 Mio. € und bei den Abschreibungen
von 3,8 Mio. € auf 5,7 Mio. €. Im Berichtszeitraum konnte der Maternus-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern,
Abschreibungen und Mietaufwendungen (EBITDAR) von 8,1 Mio. € nach 11,1 Mio. € im Vorjahr
erzielen. Dies entspricht einer EBITDAR-Marge von 13,0 Prozent (Vorjahr: 18,0 Prozent). Die Kennzahlen EBITDA (5,6 Mio. €, Vorjahr: 3,5 Mio. €) sowie EBIT (-0,1 Mio. €, Vorjahr:
1,6 Mio. €) sind aufgrund der Änderungen im Zusammenhang mit IFRS 16 nicht mit dem
Vorjahr vergleichbar. Das Ergebnis vor Steuern (EBT) hat sich im Vorjahresvergleich um 2,9 Mio. € reduziert,
so dass der Maternus-Konzern im 1. Halbjahr 2019 einen Verlust von 3,8 Mio. € (Vorjahresverlust:
0,9 Mio. €) erwirtschaftet hat. Segment Seniorenwohn- und PflegeeinrichtungenDie Auslastungsquote im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen hat sich im
Berichtszeitraum um 0,9 Prozentpunkte auf 82,9 Prozent (Vorjahr: 82,0 Prozent) erhöht.
Dies ist auf eine um 125 Betten geringere Kapazität im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.
Die Belegung von 2.460 Betten ist im Jahresvergleich um 76 Betten zurückgegangen (Vorjahr:
2.536 Betten). Der Segmentumsatz im ersten Halbjahr 2019 liegt mit 48,6 Mio. € (Vorjahr: 48,2 Mio.
€) trotz einer geringeren Belegung leicht über dem Niveau des Vorjahreszeitraumes.
Grund hierfür sind erfolgreich abgeschlossene Pflegesatzverhandlungen. Zur Stärkung
der Erlösseite werden weiterhin strategische Verhandlungen der Pflegesätze vorbereitet. Die sonstigen betrieblichen Erträge bewegen sich mit 2,4 Mio. € auf dem Niveau des
Vorjahres. Der Personalaufwand hat im Vergleichszeitraum um 1,8 Mio. € auf 28,9 Mio. € (Vorjahr:
27,1 Mio. €) zugelegt. Ursache hierfür waren eine weitere Erhöhung des Pflegemindestlohnes
zum 1. Januar 2019, individuelle Gehaltserhöhungen sowie höhere Personalvorgaben im
Rahmen der Neuverhandlungen der Pflegesätze. Die Personalintensität hat sich im Berichtszeitraum um 3,0 Prozentpunkte auf 59,4
Prozent (Vorjahr: 56,4 Prozent) verschlechtert. Der Materialaufwand hat sich im Vergleichszeitraum um 1,1 Mio. € auf insgesamt 7,8
Mio. € (Vorjahr: 6,7 Mio. €) erhöht. Ursächlich sind gestiegene Aufwendungen für Fremdpersonal.
Vor allem an den Standorten Altenahr, Baden-Baden, Leipzig Dresdner Hof, Wiesbaden
und Mülheim konnten die geforderten Personalquoten nicht ohne den Einsatz von Fremdpersonal
erfüllt werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. Miet-, Pacht- und Leasingaufwand)
haben sich deutlich um 3,7 Mio. € auf insgesamt 7,6 Mio. € reduziert (Vorjahr: 11,3
Mio. €). Grund sind die ab dem 1. Januar 2019 angewendeten Bilanzierungsvorschriften
des IFRS 16, wonach Pachtverträge als Finanzierungsleasing dargestellt werden müssen.
Infolge dessen reduzieren sich die Aufwendungen für Miete, Pacht und Leasing im Vergleich
zum Vorjahr um 4,2 Mio. € auf 2,4 Mio. € (Vorjahr: 6,6 Mio. €). Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen wurde im Zeitraum Januar bis Juni
2019 ein EBITDAR von 9,2 Mio. € (Vorjahr: 12,1 Mio. €) erzielt, welches einer EBITDAR-Marge
von 18,9 Prozent (Vorjahr: 25,1 Prozent) entspricht. Die Kennzahlen EBITDA (6,8 Mio.
€, Vorjahr: 5,4 Mio. €) sowie EBIT (2,3 Mio. €, Vorjahr: 4,4 Mio. €) sind aufgrund
der Änderungen im Zusammenhang mit IFRS 16 nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Das
EBT, vor Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen,
verringerte sich von 3,5 Mio. € im Vorjahr auf 0,1 Mio. € per 30. Juni 2019. Segment RehabilitationIm Segment Rehabilitation erreichte die Auslastung ein durchschnittliches Niveau von
78,9 Prozent (Vorjahr: 78,2 Prozent) inklusive Begleitpersonen. Die Anzahl der Patienten
liegt mit durchschnittlich 583 Betten ebenfalls leicht über dem Niveau des Vorjahres:
Die Belegung in der Maternus-Klinik Bad Oeynhausen hat sich im ersten Halbjahr 2019
um 7 Patienten auf durchschnittlich 430 Patienten erhöht. Die Belegung in der Bayerwald-Klinik
in Cham ist um 5 Patienten auf durchschnittlich 153 Patienten im Vorjahresvergleich
angestiegen. Im ersten Halbjahr 2019 hat sich der Segmentumsatz leicht um 0,1 Mio. € bzw. 0,5 Prozent
auf 13,9 Mio. € (Vorjahr: 13,8 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr erhöht. Der Zuwachs der Umsatzerlöse resultierte aus der Bayerwald-Klinik in Cham, deren Umsatz
sich um 0,3 Mio. € auf 3,5 Mio. € (Vorjahr: 3,2 Mio. €) im Berichtszeitraum erhöht
hat. Die Umsatzerlöse der Maternus-Klinik in Bad Oeynhausen verringerten sich trotz
leicht höherer Belegung um 0,2 Mio. € auf 10,4 Mio. € (Vorjahr: 10,6 Mio. €). Maßgeblich
war eine Verschiebung im Kundenmix, wonach im Vergleich zum Vorjahr Leistungen mit
geringeren Abrechnungssätzen erbracht wurden. Die sonstigen betrieblichen Erträge reduzierten sich um 0,4 Mio. € auf 0,2 Mio. €
(Vorjahr: 0,6 Mio. €), was auf den Wegfall der Erträge aus dem Mietpatronat der Maternus
AG gegenüber der Bayerwald-Klinik zurückzuführen ist. Der Personalaufwand im Segment Rehabilitation hat sich um 0,4 Mio. € auf 9,5 Mio.
€ (Vorjahr: 9,1 Mio. €) im Vergleichszeitraum ausgeweitet. Die Personalintensität
ist im Zeitraum Januar bis Juni 2019 auf 68,2 Prozent nach 66,0 Prozent im Vorjahr
angestiegen. Der Materialaufwand bewegt sich mit 3,5 Mio. € auf dem Niveau des Vorjahres. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. Miet-, Pacht- und Leasingaufwand)
haben sich deutlich um 1,1 Mio. € auf insgesamt 1,2 Mio. € reduziert (Vorjahr: 2,3
Mio. €). Grund sind die ab dem 1. Januar 2019 angewendeten Bilanzierungsvorschriften
des IFRS 16, wonach Pachtverträge als Finanzierungsleasing dargestellt werden müssen.
Infolge dessen nahmen die Aufwendungen für Miete, Pacht und Leasing im Vergleich zum
Vorjahr um 0,8 Mio. € auf 0,1 Mio. € (Vorjahr: 0,9 Mio. €) ab. Im Segment Rehabilitation wurde im Zeitraum Januar bis Juni 2019 ein ausgeglichenes
EBITDAR (Vorjahr: 0,4 Mio. €) erzielt. Die Kennzahlen EBITDA (-0,1 Mio. €, Vorjahr:
-0,5 Mio. €) sowie EBIT (-1,0 Mio. €, Vorjahr: -1,2 Mio. €) sind aufgrund der Änderungen
im Zusammenhang mit IFRS 16 nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Das EBT, vor Ergebnisanteilen
anderer Gesellschafter im Segment Rehabilitation, erhöhte sich von -1,6 Mio. € im
Vorjahr auf -1,4 Mio. € per 30. Juni 2019. Sowohl die Maternus-Klinik in Bad Oeynhausen als auch die Bayerwald-Klinik in Cham
konnten die Verluste zum 30.Juni 2019 im Vergleich zum Vorjahr zwar leicht um 0,1 Mio. € reduzieren, bleiben
damit jedoch hinter den Erwartungen zurück. VermögenslageDurch die Aktivierung einer Vielzahl von Leasingsachverhalten ist das Anlagevermögen
im Konzern gegenüber dem 31. Dezember 2018 von 114,8 Mio. € auf 156,3 Mio. € angestiegen.
Die Investitionen ohne Leasingaktivierungen betrugen 0,4 Mio. €. Die Anlagenintensität
lag zum 30. Juni 2019 bei 93,0 Prozent nach 89,4 Prozent zum Bilanzstichtag am 31.
Dezember 2018. Das Umlaufvermögen ist zum Bilanzstichtag auf 11,8 Mio. € nach 13,1 Mio. € zum 31.
Dezember 2018 im Konzern gesunken. Die Zahlungsmittel im Konzern haben um rund 0,1 Mio. € auf 2,0 Mio. € zum 30. Juni
2019 zugenommen. Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen haben
sich zum Bilanzstichtag um 2,0 Mio. € auf 0,9 Mio. € reduziert. Daneben sind die Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen um 0,4 Mio. € auf 5,9 Mio. € zum 30. Juni 2019 gestiegen. FinanzlageZum Bilanzstichtag sind die langfristigen Schulden korrespondierend zum Anlagevermögen
im Konzern im Vergleich zum 31. Dezember 2018 um 40,0 Mio. € auf 139,6 Mio. € angestiegen. Die kurzfristigen Schulden im Konzern haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2018
um 7,3 Mio. € auf 37,9 Mio. € zum 30. Juni 2019 erhöht. Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen konnten im Vergleich zum 31. Dezember
2018 um 0,9 Mio. € auf 3,8 Mio. € zum Bilanzstichtag im Konzern abgebaut werden. Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind im Vergleich zum 31. Dezember 2018
durch Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen um 2,5 Mio.
€ auf 17,5 Mio. € angestiegen. Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind um 0,2 Mio. € auf 4,7 Mio. € zum
Bilanzstichtag gesunken. Sonstige kurzfristige Rückstellungen sind gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2018
um 0,3 Mio. € auf 2,5 Mio. € angestiegen. Aufgrund der Einführung des neuen Leasingstandards ist der Cashflow aus laufender
Tätigkeit um 4,4 Mio. € auf 7,6 Mio. € gestiegen und der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
um 4,0 Mio. € auf -7,0 Mio. € gesunken. Bei dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit
gab es zudem eine positive Auswirkung aufgrund des Rückgangs der Forderungen gegen
verbundene Unternehmen. Der direkte Cashflow, welcher sich aus dem Konzernergebnis vor Steuern, vor Abschreibungen
sowie vor zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen herleitet, hat sich aufgrund
des Konzernfehlbetrages per 30. Juni 2019 auf einen Cashflow von -3,1 Mio. € (Vorjahr:
-0,1 Mio. €) verschlechtert. Die Investitionen in Höhe von 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,6 Mio. €) betreffen überwiegend
die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung. MitarbeiterIm ersten Halbjahr 2019 beschäftigte die Maternus-Kliniken AG durchschnittlich 4 Vollzeitkräfte.
Im gesamten Maternus-Konzern arbeiteten im Berichtszeitraum durchschnittlich 1.949
Vollzeitkräfte (Vorjahr: 1.937 Vollzeitkräfte). Anzahl der Aktien / GrundkapitalUnverändert beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 52.425.000 € und ist eingeteilt
in 20.970.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) mit einem
anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,50 € je Aktie. Die Hauptversammlung am 21. Juli 2016 hat beschlossen den Vorstand zu ermächtigen,
mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 20. Juli
2021 um insgesamt bis zu 26.212.500 € durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen
nennbetragslosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen und / oder
Sacheinlagen bzw. sonstigen Vermögensgegenständen zu erhöhen. Hierbei steht den Aktionären
das gesetzliche Bezugsrecht zu. NachtragsberichtEs sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die das im vorliegenden Zwischenabschluss
vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflussen
und somit aus heutiger Sicht wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des
Maternus-Konzerns haben könnten. Risiko- und PrognoseberichtGegenüber den im Geschäftsbericht 2018 dargestellten Chancen und Risiken haben sich
keine wesentlichen Veränderungen ergeben. AusblickAufgrund der demographischen Entwicklung ist der Pflegemarkt weitestgehend unabhängig
von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die alternde Gesellschaft in
Deutschland sorgt in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen für eine
langfristig steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen. Zum 1. September 2019 tritt die Umsetzung der Landesheimbauverordnung (LHeimBauVO)
Baden-Württemberg in Kraft. Ein wesentliches Element dieser Verordnung besteht in
der Vorgabe, die Bewohner zukünftig in Einzelzimmern zu versorgen. Die Frist zur Umsetzung
läuft bis zum 31. August 2019. Ohne Ausnahmegenehmigung, die in der Regel nur befristet
aus Sachgründen erteilt wird, haben alle Pflegeeinrichtungen in Baden-Württemberg
einen verbindlichen Anteil von Einzelzimmern von 100 Prozent vorzuhalten. Aus wirtschaftlichen Gründen wurde für die Einrichtung in Baden-Baden in Baden-Württemberg
bereits ein entsprechender Antrag auf Ausnahmegenehmigung gestellt. Derzeit geht der Vorstand nicht davon aus, dass im Rahmen der LHeimBauVO bauliche
Veränderungen an den Einrichtungen vorzunehmen sind. Des Weiteren wird davon ausgegangen,
dass es zu keinem Verlust von Bettenkapazitäten kommen wird. Der Vorstand geht aktuell für das Geschäftsjahr 2019 nicht mehr davon aus, dass die
im Geschäftsbericht 2018 abgegebene Prognose zu den Umsatzerlösen im Segment Seniorenwohn-
und Pflegeeinrichtungen von 99 Mio. € gehalten werden kann. Aufgrund des Fachkräftemangels
können teilweise ohne den Einsatz von Fremdpersonal nicht im erwarteten Maße neue
Bewohner aufgenommen werden. Der Vorstand geht daher für das Segment von Umsatzerlösen
im Jahr 2019 in Höhe von 95 bis 98 Mio. € aus. Im Segment Rehabilitation ging der Vorstand bisher davon aus, im Geschäftsjahr 2019
die Belegung um 5 Prozent zu erhöhen und einen Umsatz von 29 Mio. € zu erwirtschaften.
Aktuell geht der Vorstand im Segment Rehabilitation lediglich von einer Belegung auf
dem Niveau des Vorjahres und einen Umsatz von 25 bis 28 Mio. € im Geschäftsjahr 2019
aus. Ursprünglich prognostizierte der Vorstand, den Vorjahresverlust im Geschäftsjahr 2019
spürbar zu verringern. Insgesamt stellt der Vorstand fest, dass die Ziele für das
Geschäftsjahr 2019 nicht mehr erreicht werden können. Erwartung des Vorstandes ist
es, bei Konzernumsatzerlösen von 120 bis 126 Mio. € ein deutlich niedrigeres Konzernergebnis
(EBITDAR) als im Vorjahr zu erwirtschaften. Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft Mario Ruano-Wohlers Berlin, im August 2019 Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss der Maternus-Kliniken
AG für das Halbjahr 2019 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen
Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind. Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft Mario Ruano-Wohlers Berlin, im August 2019 Konzernabschluss und KonzernanhangKonzern-Bilanz zum 30. Juni 2019AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Segmentberichterstattung für das 1. Halbjahr 2019
Vorjahreswerte in Klammern Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
KonzernanhangGeschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß IAS 24Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen, die nahestehende
Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangsangabe
nicht erläutert. Nahstehende PersonenDie nahestehenden Personen der Maternus-Gruppe umfassen die Mitglieder des Vorstandes
und Aufsichtsrates der Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft sowie deren nahen Familienangehörige. Nahestehende UnternehmenCura 12. Seniorencentrum GmbHZum 30. Juni 2019 valutiert das Darlehen der Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft
unverändert mit 17,3 Mio. €. Daneben bestehen weitere Darlehensverbindlichkeiten in
Höhe von 4,4 Mio. €. Der Zinsaufwand betrug im Zwischenabschluss 2019 0,5 Mio. €. Cura Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbHZum 30. Juni 2019 weist die Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft gegenüber der Cura
Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management
in Höhe von 4.675 T€ aus. Cura Seniorenwohn- und Pflegeheime Dienstleistungs GmbHZum 30. Juni 2019 weist die Maternus-Gruppe gegenüber der Cura Seniorenwohn- und Pflegeheime
Dienstleistungs GmbH, eine Schwestergesellschaft der Maternus, Forderungen in Höhe
von 165 T€ sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 336 T€ aus. Im Berichtszeitraum wurden
der Cura Seniorenwohn- und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH 23 T€ in Rechnung gestellt
und in Höhe von 41 T€ wurde die Maternus-Gruppe durch die Cura Seniorenwohn- und Pflegeheime
Dienstleistungs GmbH belastet. Cura 22. Seniorencentrum GmbHDie Cura 22. Seniorencentrum GmbH vermietet das Grundstück und Gebäude der Einrichtung
Pflegezentrum Maximilianstift GmbH an die Pflegezentrum Maximilianstift GmbH. Im Berichtszeitraum
wurden aus dem Mietvertrag 155 T€ an Miete in Rechnung gestellt. ZVG Bayerwald-Klinik Liegenschafts GmbHDie ZVG Bayerwald-Klinik Liegenschafts GmbH vermietet das Grundstück und Gebäude der
Bayerwald Klinik GmbH & Co. KG, Cham. Im Berichtszeitraum wurden aus dem Pachtvertrag
300 T€ an Miete in Rechnung gestellt. Cura Energie GmbHDie Cura Energie GmbH übernimmt die Energieversorgung der Maternus-Gruppe. Im Berichtszeitraum
wurden aus Versorgungsverträgen 2.239 T€ in Rechnung gestellt. Zum 30. Juni 2019 weist
die Maternus-Gruppe gegenüber der Cura Energie GmbH Verbindlichkeiten in Höhe von
941 T€ aus. AnhangsangabenIm vorliegenden Halbjahresbericht werden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs-
und Berechnungsmethoden wie im Konzern-Abschluss der Maternus-Kliniken AG zum 31.
Dezember 2018 angewendet. Hierbei kommen alle bis zum 30. Juni 2019 verpflichtend
anzuwendenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards
Board (IASB) bzw. seiner Gremien zur Anwendung. Eine vorzeitige Anwendung noch nicht
in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht vorgenommen. KonsolidierungskreisIn der Berichtsperiode ergaben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises durch
den Erwerb oder die Veräußerung von Tochtergesellschaften. ImpressumHerausgeberMaternus-Kliniken AG Investor RelationsUBJ. GmbH Konzept, Redaktion, Layout & Satzwww.betriebsart.de Als digitale Version stehen der vorliegende Konzern-Finanzbericht zum 30. Juni 2019
sowie Geschäftsberichte und weitere Berichte der Maternus-Kliniken AG jeweils im Internet
unter www.maternus.de zur Verfügung. Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den
gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes sowie den ihm
derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als
Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von
Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen
auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu diesen Risikofaktoren
gehören insbesondere die im Risiko- und Prognosenbericht auf den Seiten 12 bis 13
genannten Faktoren. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten
zukunftsgerichteten Aussagen zu aktualisieren. Maternus-Kliniken AG |
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