![]() Maternus-Kliniken AGBerlinHalbjahresfinanzbericht 2020 2020
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| 30.06.2020 | 30.06.2019 | Veränderung zum Vorjahr in Prozent |
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| Umsatzerlöse | Mio. € | 55,2 | 62,4 | -11,5 |
| davon Segment Pflege | Mio. € | 40,8 | 48,6 | -12,3 |
| davon Segment Rehabilitation | Mio. € | 12,2 | 13,9 | -12,1 |
| Personalaufwand | Mio. € | 34,3 | 38,7 | -11,2 |
| Miete/ Leasing | Mio. € | 0,1 | 2,5 | -94,9 |
| EBITDA | Mio. € | 5,6 | 5,6 | -1,6 |
| EBITDA-Rendite | in Prozent vom Umsatz | 10,1 | 9,0 | 11,3 |
| Abschreibungen | Mio. € | 5,8 | 5,7 | 1,3 |
| EBIT | Mio. € | 0,0 | -0,1 | -99,8 |
| EBIT-Rendite | in Prozent vom Umsatz | 0,0 | -0,1 | -99,6 |
| Finanzergebnis | Mio. € | -3,5 | -3,8 | -7,0 |
| EBT (vor Ergebnisanteil Dritter) | Mio. € | -3,7 | -3,8 | -2,0 |
| Ergebnisanteil Dritte | Mio. € | 0,0 | 0,0 | 0,0 |
| EBT (nach Ergebnisanteil Dritter) | Mio. € | -3,7 | -3,8 | -2,0 |
| Jahresüberschuss/ -fehlbetrag | Mio. € | -3,9 | -4,0 | -2,1 |
| EPS | € pro Aktie | -0,19 | -0,19 | 0,0 |
| 30.06.2020 | 30.06.2019 | |||
| Anlagevermögen | Mio. € | 150,7 | 156,3 | -3,6 |
| Eigenkapital | Mio. € | -19,8 | -9,4 | 109,5 |
| Bilanzsumme | Mio. € | 174,8 | 168,1 | 4,0 |
| 30.06.2020 | 30.06.2019 | |||
| Investitionen | Mio. € | 0,3 | 0,4 | -33,1 |
| Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit | Mio. € | -1,8 | 7,6 | -123,9 |
| CPS | € pro Aktie | 0,59 | 0,09 | 534,2 |
| Vollzeitkräfte | Anzahl im Mittel | 1.726 | 1.949 | -11,5 |
| Anzahl Einrichtungen | Anzahl | 21 | 23 | - |
| Bettenkapazität | Anzahl im Mittel | 3.248 | 3.757 | -12,1 |
| Auslastung Pflege | in Prozent | 80,7 | 82,9 | -4,8 |
| Auslastung Rehabilitation | in Prozent | 57,2 | 78,9 | -27,5 |
| Umsatz je Vollzeitkraft Pflege | in Tsd. € | 31,8 | 31,7 | 0,6 |
| Umsatz je Vollzeitkraft Rehabilitation | in Tsd. € | 31,8 | 33,9 | -6,2 |







Die Cura Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH (Cura GmbH), Hamburg, hält
über die von ihr kontrollierte Cura 12. Seniorencentrum GmbH, Hamburg, mittelbar 79,45
Prozent sowie unmittelbar 2,25 Prozent des Grundkapitals der Stimmrechte an der Maternus-Kliniken
AG. Gemäß § 17 AktG besteht damit zum 30. Juni 2020 ein Abhängigkeitsverhältnis zur
Cura Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH.
Mehrheitsgesellschafterin der Cura GmbH ist Frau Sylvia Wohlers de Meie. Ihr sind
17.132.230 Aktien in voller Höhe zuzurechnen, daneben hält Frau Sylvia Wohlers de
Meie 30.634 Aktien direkt. Derzeit sind dem Vorstand keine weiteren Unternehmen oder
Einzelinvestoren bekannt, die auf sich mehr als 3 Prozent des Aktienkapitals vereinen
und somit der gesetzlichen Meldepflicht unterliegen.
Im ersten Halbjahr 2020 prägte die Corona-Pandemie die internationalen Börsen. Die
Sorgen um negative Auswirkungen auf die Weltwirtschaft hatten erhebliche Kursverluste
zur Folge. So fiel der deutsche Leitindex DAX, nachdem er im Februar 2020 zunächst
noch ein neues Allzeithoch von fast 13.800 Punkten erreich hatte, binnen weniger Tage
im März 2020 auf ein Tief von 8.255,65 Punkten. Hiernach erholte sich der DAX wieder
und beendete das erste Halbjahr am 30. Juni 2020 mit 12.310,93 Zählern. Auf Halbjahressicht
verbuchte der DAX damit noch ein Minus von 7,1 Prozent. Ähnlich entwickelte sich der
für die Maternus-Aktie relevante Vergleichsindex S-DAX. Nachdem der S-Dax am 17. Februar
2020 auf ein neues Allzeithoch von 13.088,65 Punkten geklettert war, notierte er einen
Monat später im Tief des Betrachtungszeitraumes bei unter 8.000 Zählern. Hiernach
erholte sich der S-DAX ebenfalls und schloss am 30. Juni 2020 mit 11.535,83 Punkten.
DAX und S-DAX konnten sich im Juli 2020 weiter erholen, schwächelten zum Monatsende
Juli 2020 aber wieder. Der DAX notierte am 31. Juli 2020 bei 12.313,36 Zählern, der
S-DAX bei 11.747,77 Zählern. Gegenüber dem Jahresbeginn 2020 belief sich der Kursverlust
beider Indizes auf 8,0 Prozent, bzw. 7,1 Prozent.
Die Maternus-Aktie hat sich im Betrachtungszeitraum in weiten Teilen analog zum Markt
entwickelt. Nach einem Jahresanfangskurs von 2,04 € pendelte die Maternus-Aktie bis
Ende Februar zunächst stabil um die Marke von 2 € herum. Wie auch der Gesamtmarkt
verlor sie bis Mitte März fast 30 Prozent an Wert und fiel auf ein Mehrjahrestief
von 1,05 €. Bereits der Folgetag brachte aber eine Kurserholung um 0,40 €. Auch die
Maternus-Aktie hat sich hiernach weiter erholt, seit Ende Juni sogar mit einer deutlich
stärkeren Dynamik als der Vergleichsindex S-DAX. Entgegen den Aktienindizes gelang
es der Maternus-Aktie sowohl zum Halbjahresende 2020 (Schlusskurs: 2,38 €), als auch
zum 31. Juli 2020 (Schlusskurs: 2,64 €) gegenüber dem Jahresbeginn ein Kursplus von
fast 17 Prozent, bzw. 29 Prozent auszuweisen. Zudem ist die Maternus-Aktie kurz vor
dem Halbjahresende am 24. Juli 2020 auf ein Mehrjahreshoch von 2,74 € geklettert.
Dieses Kursniveau hatte sie zuletzt im Jahr 2002 erreicht.
Die hohe Volatilität an den internationalen Finanzmärkten spiegelte sich auch bei
der Maternus-Aktie in einer starken Ausweitung des gehandelten Volumens von 165.600
Aktien auf 608.399 Aktien wider. Zugleich nahm die Marktkapitalisierung der Maternus-Kliniken
AG zum 31. Juli 2020 sichtlich von 35,2 Mio. € auf 55,4 Mio. € zu.

Die Corona-Pandemie und die Maßnahmen zu ihrer Eindämmung belasten die globale Konjunkturentwicklung
in 2020 erheblich und haben die deutsche Wirtschaft in die mit Abstand tiefste Rezession
der Nachkriegszeit gestürzt. Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten einen Rückgang
des deutschen Bruttoinlandproduktes (BIP) in 2020 in einer Bandbreite von 4,2 bis
zu 9,4 Prozent. Die jüngste Konjunkturprognose des ifo Instituts für Wirtschaftsforschung
an der Universität München (ifo Institut) von Anfang Juli 2020 geht für das laufende
Kalenderjahr von einem BIP-Einbruch in Höhe von 6,7 Prozent aus. Nach -2,0 Prozent
im ersten Quartal 2020 ist das deutsche BIP in den Monaten April bis Juni 2020 um
10,1 Prozent zurückgegangen. In Folge der sinkenden Neuansteckungszahlen wurden bundesweit
im Verlauf des zweiten Quartals 2020 Eindämmungsmaßnahmen gelockert, für manche Wirtschaftsbereiche
ganz aufgehoben, womit die Erholung der wirtschaftlichen Aktivität einsetzte. Jedoch
ist die Unsicherheit über das Tempo und die Dauer der Erholung hoch, die neben der
Nachfrage nach Waren und Dienstleistungen auch von der Einkommensentwicklung der Haushalte
und Unternehmen abhängig ist. Das ifo Institut rechnet für das dritte und vierte Quartal
2020 wieder mit einem Anstieg des deutschen BIP um 6,9 Prozent bzw. 3,8 Prozent. Für
2021 prognostiziert das ifo Institut eine Wachstumsrate von 6,4 Prozent.
Auch auf die Lage am deutschen Arbeitsmarkt wirkt sich die Corona-Pandemie negativ
aus. Für 2020 ist mit einem Rückgang der Anzahl an Erwerbstätigen um 450.000 auszugehen,
die Zahl der Arbeitslosen legt voraussichtlich um 430.000 auf 2,7 Millionen zu.
Die deutschen Gesundheitsausgaben stiegen in 2018 um 4,0 Prozent auf 390,6 Mrd. €,
womit auf jeden Einwohner 4.712 € entfielen. Auch der Anteil der Gesundheitsausgaben
am deutschen 2018er BIP hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 0,1 Prozent auf 11,7
Prozent vergrößert. Für 2019 rechnet Destatis mit einer Zunahme um 4,3 Prozent auf
407,4 Mrd. €.
Seit dem Jahr 2010 sind in der deutschen Gesundheitsbranche mehr als 1,2 Millionen
Stellen geschaffen worden. Insgesamt arbeiten rund 7,5 Millionen Menschen in der Gesundheitswirtschaft,
womit hier etwa jeder sechste Arbeitsplatz angesiedelt ist. Nachdem die Exporterlöse
ebenfalls in den Jahren 2010 bis 2018 kontinuierlich zugelegt hatten, gingen sie 2019
erstmals leicht um 1,2 Prozent auf 131,2 Mrd. € zurück.
Der deutsche Pflegemarkt ist, geprägt durch die Alterung der Bevölkerung, ein Wachstumsmarkt.
Bis zum Jahr 2030 rechnen Marktexperten mit einem Anstieg der Pflegebedürftigen auf
4,4 Millionen, bis 2040 soll sich ihre Anzahl weiter auf 5 Millionen ausweiten. Bis
zum Jahr 2040 würden zur Bedarfsdeckung 378.000 zusätzliche Pflegeplätze benötigt.
Die hierfür erforderlichen Neu- und Re-Investitionen würden sich auf 109 Mrd. € belaufen.
Zur Versorgung der steigenden Anzahl von Pflegebedürftigen wird mehr Personal benötigt
-in der stationären Pflege bis zum Jahr 2040 184.000 bis 396.000 zusätzliche Vollzeitkräfte
(davon sind 102.000 benötigte Pflegefachkräfte), in der ambulanten Pflege 107.000
bis 209.000 Vollzeitkräfte (davon sind 64.000 benötigte Pflegefachkräfte).
Damit ist der Pflegemarkt mit einem hohen Kapital- und Personalbedarf konfrontiert.
Neben einer Attraktivitätssteigerung des Pflegeberufs (Anhebung des Lohnniveaus, vergrößertes
Aufgabenfeld, aber auch Faktoren wie Aufstiegschancen und Vereinbarkeit von Beruf
und Familie) kann der Fachkräftemangel durch die Zuwanderung qualifizierter Pflegefachkräfte
gelindert werden. Zudem ist der Pflegemarkt durch die Ambulantisierung und Privatisierung
geprägt. Bei der mehrjährigen Betrachtung der Bruttowertschöpfung fällt auf, dass
sich der Anteil der ambulanten Pflege im Zeitraum 2010 bis 2019 mehr als verdoppelt
hat. So stieg die Bruttowertschöpfung in der ambulanten Pflege von 9,2 Mrd. € in 2010
auf 18,9 Mrd. € in 2019, das entspricht einer jährlichen Wachstumsrate von 8,3 Prozent.
Demgegenüber hat die Bruttowertschöpfung in der (teil)stationären Pflege im gleichen
Zeitraum um 8,5 Mrd. € zugelegt, entsprechend einer jährlichen Wachstumsrate von 4,0
Prozent. Auch die Zahl der Erwerbstätigen hat sich seit 2010 in der ambulanten Pflege
stärker ausgeweitet (+0,3 Millionen) als in der (teil)stationären Pflege (+0,1 Millionen).
49 Prozent der Pflegeeinrichtungen befinden sich in privater Hand, 48 Prozent werden
durch freigemeinnützige Träger betrieben. Nur 3 Prozent entfallen auf öffentliche
Träger. Auf langfristige Sicht ist daher zu erwarten, dass sich öffentliche Einrichtungen
aus dem Markt zurückziehen werden und sich der Marktanteil der privatwirtschaftlichen
Träger weiter erhöhen wird. Hier zeichnet sich ein Trend zu Pflegeheimketten, speziell
für hochpreisige Seniorenresidenzen, ab.
In der Altenpflege sind die Gehälter in den vergangenen 5 Jahren deutlich gestiegen.
Dem Entgeltatlas der Bundesagentur für Arbeit zu Folge nahm das monatliche Durchschnittsgehalt
in der Altenpflege von 2015 bis 2019 um fast 18,5 Prozent zu und damit wesentlich
stärker als bei Beschäftigten anderer Branchen (+10,2 Prozent). Im Durchschnitt verdienten
Altenpfleger bundesweit 2019 3.032 € monatlich, was einem Gehaltsplus von knapp 5,4
Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht (andere Branchen: +2,9 Prozent). Allerdings
fällt die Lohnhöhe regional immer noch sehr unterschiedlich aus. So erhielten Altenpfleger
2019 monatlich im Durchschnitt von 2.532 € (Sachsen-Anhalt) bis zu 3.326 € (Baden-Württemberg).
Das erste Halbjahr 2020 war in Deutschland von der Coronakrise geprägt. Um die Verbreitung
des Coronavirus einzudämmen und Risikogruppen zu schützen, wurden ab März 2020 zunehmend
bundesweit Besuchsverbote in Alten- und Pflegeheimen verordnet. Vor allem Pflegebedürftige
waren und sind von dem Coronavirus betroffen. Eine bundesweite Befragung in ambulanten
und stationären Pflegeeinrichtungen ergab, dass rund 60 Prozent aller durch Covid-19
Verstorbenen von Pflegeheimen oder Pflegediensten betreute Pflegebedürftige sind.
Ihr Anteil an den gesamten Infizierten beträgt aber nur 8,5 Prozent. Da nur knapp
1 Prozent der Bevölkerung in dieser Wohnform lebt, ergibt sich daraus eine fünfzig
Mal so hohe Sterblichkeit unter Pflegebedürftigen wie im Rest der Bevölkerung.
Um Beschäftigte in der stationären und ambulanten Langzeitpflege für die im Zuge
der Corona-Pandemie erhöhte Arbeitsbelastung zu belohnen, haben Bundestag und Bundesrat
Mitte Mai 2020 eine einmalige steuer- und sozialabgabenbefreite Sonderleistung, die
"Corona-Prämie", beschlossen (im Rahmen des "Zweiten Gesetzes zum Schutz der Bevölkerung
bei einer epidemischen Lage von nationaler Tragweite"). Die vom Tätigkeitsfeld und
-umfang abhängige Prämienhöhe beträgt zwischen 100 und 1.000 €, welche von den Bundesländern
aufgestockt werden kann. Mitte Mai 2020 wurde die Corona-Prämie auch auf Fachkräfte
in der Altenpflege ausgedehnt, nicht aber auf Pflegekräfte in den Krankenhäusern.
1.000 € übernehmen die Pflegekassen, 500 € sollen Länder oder Arbeitgeber beisteuern.
Erster Stichtag für die Auszahlung der Prämie war der 28. Juli 2020 für diejenigen
Arbeitnehmer, welche die Bedingungen zum 1. Juni 2020 erfüllt haben (Beschäftigte,
die zwischen dem 1. März 2020 und dem 31. Oktober 2020 mindestens 3 Monate in einer
zugelassenen Pflegeeinrichtung tätig sind).
Am 22. April 2020 hat das Bundeskabinett die Vierte Pflegearbeitsbedingungenverordnung
beschlossen, die am 1. Mai 2020 in Kraft getreten ist. Das Bundeskabinett ist damit
dem Vorschlag der Pflege-Mindestlohnkommission vom Januar 2020 zur Neufestsetzung
von Mindestlöhnen sowie Bestimmungen zum Mindesturlaub in der Pflegebranche gefolgt.
Erstmals erfolgt eine nach Art der Tätigkeit und Qualifikation differenzierte Vergütung
in der Pflege. Ab dem 1. Juli 2020 steigt der allgemeine Pflegemindestlohn von 10,85
€ auf 11,20 € im Osten sowie von 11,35 € auf 11,60 € im Westen. Nach insgesamt drei
weiteren Anhebungen wird der Mindestlohn bundeseinheitlich ab dem 1. April 2022 12,55
€ betragen. Qualifizierte Pflegehilfskräfte mit einer mindestens 1-jährigen Ausbildung
und einer entsprechenden Tätigkeit sollen ab dem 1. April 2021 12,50 € (Westen), bzw.
12,20 € (Osten) und ab dem 1. April 2022 bundeseinheitlich 13,20 € je Stunde erhalten.
Für Pflegefachkräfte wurde ein bundeseinheitlicher Mindestlohn von 15,00 € ab dem
1. Juli 2021 sowie 15,40 € ab dem 1. April 2022 beschlossen. Zudem umfasst die Vierte
Pflegearbeitsbedingungenverordnung neben dem gesetzlichen Urlaubsanspruch eine Anhebung
der Urlaubstage um 5 Tage für 2020 (bei einer 5-Tage-Woche) bzw. 6 Tage für 2021 und
2022.
Die Verschiebung planbarer Operationen zur Vorhaltung von Bettenkapazitäten für die
Versorgung schwerkranker Coronapatienten in Krankenhäusern belastet die Ertragssituation
von Akutkliniken sowie Vorsorge- und Rehabilitationskliniken erheblich. Je nach Länderentscheidung
müssen Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen zusätzlich als "Ersatzkrankenhäuser"
dienen, um die Krankenhäuser für die Behandlung von COVID-19-Patienten zu entlasten.
Viele Einrichtungen müssen daher zum Teil hohe Einnahmeausfälle verkraften. Das COVID-19-Entlastungsgesetz
sieht Ausgleichszahlungen vor, um Einnahmeausfälle zu kompensieren, allerdings nicht
für ambulante und rein private Rehaeinrichtungen. Für jedes nicht belegte Bett erhalten
die Einrichtungen einen Betrag in Höhe von 60 Prozent des durchschnittlichen Vergütungssatzes
von der gesetzlichen Krankenversicherung. Die gesetzliche Renten- und Unfallversicherung
zahlt 75 Prozent als Ausgleich.
Andererseits wird durch die Corona-Pandemie aber auch ein erhöhter Rehabilitationsbedarf
in Zukunft erwartet. Experten gehen von einer steigenden Rate an Herzinsuffizienzen
aus, verursacht durch aufgeschobene, nicht behandelte kardiologische Erkrankungen
sowie die psychische Belastung vieler Menschen.
Zuletzt hatten sich die Gesundheitsausgaben in den Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen
in Deutschland zum Stichtag 31. Dezember 2018 um 3,8 Prozent auf 10,10 Mrd. € erhöht.
Gemäß den zuletzt zum Stichtag 31. Dezember 2017 verfügbaren statistischen Daten
ging die Anzahl der Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen in Deutschland weiter
auf 1.142 (Vorjahr: 1.149) mit korrespondierend auf 164.266 verminderter Bettenzahl
(Vorjahr: 165.223) zurück. Der Großteil der Einrichtungen (53,3 Prozent; Vorjahr:
53,2 Prozent) wurde von privaten Trägern betrieben (107.700 Betten; Vorjahr: 108.368
Betten), weitere 27 Prozent der Einrichtungen entfielen auf freigemeinnützige Träger
(25.866 Betten; Vorjahr: 26.500 Betten). Die übrigen Einrichtungen oblagen der öffentlichen
Hand. Gegenüber 2016 nahm die Fallzahl in 2017 um 0,5 Prozent auf 1,97 Millionen ab.
Ebenfalls rückläufig hat sich mit 1.974.248 (Vorjahr: 1.984.020) die Zahl der Patienten
entwickelt. Auch die Anzahl der Pflegetage verringerte sich von 50,2 Millionen auf
50,1 Millionen, wohingegen sich die Auslastung der zur Verfügung stehenden Betten
von 83,0 auf 83,6 Prozent verbesserte.
Der Maternus-Konzern verfügt derzeit mit 21 Einrichtungen über eine Gesamtkapazität
von insgesamt 3.248 Betten (Vorjahr: 3.757 Betten bei 23 Einrichtungen). Auf das Segment
Pflege entfallen davon 19 Einrichtungen durchschnittlich mit 2.458 Betten (Stand 30.
Juni 2020: 2.443 Betten). Das Segment Rehabilitation verfügt über eine Kapazität von
790 Betten, verteilt auf zwei Kliniken.
Zum Jahresende 2019 wurden die beiden Einrichtungen in Mülheim (168 Betten) und Essen
(262 Betten) nach Ablauf des Betriebspachtvertrages an die Verpächterin zurückgegeben.
Darüber hinaus gab es zum 1. Januar 2020 in der Einrichtung Altenahr eine Nutzungsänderung
von 17 Doppelzimmern zu Einzelzimmern, wodurch die Kapazität von 122 auf 105 Betten
verringert wurde. In der Einrichtung Baden-Baden wurde die Kapazität mit Wirkung zum
1. Mai 2020 von 93 auf 71 Betten durch die Nutzungsänderung von Doppelzimmer auf Einzelzimmer
verringert. Die Kapazität in Bad Dürkheim wurde mit Wirkung zum 1. Januar 2020 um
55 Plätze reduziert.
Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2020 erreichte die Kapazitätsauslastung
im Maternus-Konzern im Durchschnitt 75,0 Prozent nach 82,1 Prozent im Vergleichszeitraum
des Vorjahres. Bereinigt um die beiden Einrichtungen Mülheim und Essen betrug die
Auslastung im Vorjahr 81,9 Prozent.
Die Auslastung der Senioren- und Pflegeeinrichtungen hat sich im ersten Halbjahr
2020 um 477 Betten auf durchschnittlich 1.983 Betten bzw. 80,7 Prozent reduziert,
nachdem im Vorjahr durchschnittlich 2.460 Betten (82,9 Prozent) belegt werden konnten.
Exklusive der beiden Einrichtungen Essen und Mülheim hat sich die Auslastung um durchschnittlich
119 Betten (82,9 Prozent) reduziert. Der Belegungsrückgang im Vergleich zum Vorjahr
ist im Wesentlichen auf die gesetzlich auferlegten Belegungsstopps aufgrund des Coronavirus
und die Quarantänevorschriften zurückzuführen.
Die Rehabilitationskliniken erreichten im ersten Halbjahr 2020 eine durchschnittliche
Auslastung von 452 Betten bzw. 57,2 Prozent. Die Auslastung hat sich im Vergleichszeitraum
um 172 Betten verringert. Durch die Corona-Pandemie ist die Belegung ab April stark
eingebrochen. Im Vergleich zwischen dem 1. Quartal 2020 und 2. Quartal 2020 ist die
Auslastung durchschnittlich um 221 Betten gesunken.
Im Konzern ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2020 um 7,2 Mio. € bzw. 11,5 Prozent
auf 55,2 Mio. € (Vorjahr: 62,4 Mio. €) zurückgegangen.
Ursächlich für den Rückgang der Umsatzerlöse ist die verringerte Belegung in den
Segmenten Rehabilitation (-27,5 Prozent) sowie Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen
(-19,4 Prozent) aufgrund der Corona-Pandemie sowie die Rückgabe der Einrichtungen
Essen und Mülheim. Im Segment Rehabilitation gingen die Umsatzerlöse um 1,6 Mio. €
auf 12,2 Mio. € zurück; im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen verringerten
sich die Umsatzerlöse um 7,8 Mio. € auf 40,8 Mio. €.
Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleichszeitraum um 0,7 Mio.
€ reduziert. Grund hierfür ist die Umgliederung von Erträgen in den Materialaufwand
sowie geringere Erlöse für Ausbildung und Zivildienst (Rückgabe Essen/Mülheim).
Der Personalaufwand im Konzern ist im Vergleichszeitraum deutlich um 4,3 Mio. € auf
34,3 Mio. € (Vorjahr: 38,7 Mio. €) zurückgegangen. Dieser Rückgang ist im Wesentlichen
auf die Rückgabe der Einrichtungen Essen und Mülheim an die Verpächterin zurückzuführen.
Der Materialaufwand hat sich im Vergleichszeitraum um 3,0 Mio. € auf insgesamt 8,4
Mio. € (Vorjahr: 11,4 Mio. €) reduziert. Hier sind neben der Rückgabe der Standorte
Essen und Mülheim besonders der Effekt geringerer Aufwendungen für bezogene Waren
aufgrund der geringeren Auslastung sowie reduzierte Fremdpersonalkosten zu erwähnen.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind nach einem starken Rückgang im Vorjahr
nun nur noch mit 0,6 Mio. € rückläufig und sinken auf 8,9 Mio. € (Vorjahr: 9,5 Mio.
€). Dies liegt hauptsächlich an geringeren Instandhaltungsaufwendungen, da Arbeiten
aufgrund von Corona-Beschränkungen nicht wie geplant durchgeführt werden konnten.
Die Rechts- und Beratungskosten konnten im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gesenkt
werden.
Im Berichtszeitraum konnte der Maternus-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) von 5,6 Mio. € analog zum Vorjahr erzielen. Dies entspricht
einer EBITDA-Marge von 10,1 Prozent (Vorjahr: 9,0 Prozent).
Das Ergebnis vor Steuern (EBT) ist im Vorjahresvergleich leicht um 0,1 Mio. € gestiegen,
so dass der Maternus-Konzern im 1. Halbjahr 2020 einen Verlust von 3,7 Mio. € (Vorjahresverlust:
3,8 Mio. €) erwirtschaftet hat.
Die Auslastungsquote im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen ist im Berichtszeitraum
um 2,2 Prozentpunkte auf 80,7 Prozent gesunken. Die Belegung von 1.983 Betten ist
im Jahresvergleich um 477 Betten (bereinigt: 119 Betten) zurückgegangen (Vorjahr:
2.460 Betten, bereinigt: 2.102 Betten). Dies ist auf eine um 509 Betten (bereinigt:
79 Betten) geringere Kapazität im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen.
Der Segmentumsatz im ersten Halbjahr 2020 liegt mit 40,8 Mio. € (Vorjahr: 48,6 Mio.
€) deutlich unter dem Niveau des Vorjahreszeitraumes, wobei der Rückgang im Wesentlichen
auf die Rückgabe der Einrichtungen in Essen und Mülheim mit einem Vorjahres-Umsatzbeitrag
von 7,5 Mio. € sowie der Corona-bedingten Minderauslastung zurückzuführen ist.
Auch bei den sonstigen betrieblichen Erträgen zeigen sich die Auswirkungen der Abgabe
der Einrichtungen in Essen und Mülheim (-0,5 Mio. €) im Rückgang auf 1,5 Mio. € (Vorjahr:
2,4 Mio. €).
Der Personalaufwand ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 3,4 Mio. € zurückgegangen
auf 25,5 Mio. € (Vorjahr: 28,9 Mio. €). Die beiden Einrichtungen Essen und Mülheim
hatten im ersten Halbjahr des Vorjahres einen Personalaufwand von 3,9 Mio. €. Daher
ist der Personalaufwand im Vergleichszeitraum bereinigt um 0,5 Mio. € gestiegen. Ursache
hierfür waren eine weitere Erhöhung des Pflegemindestlohnes 1. Januar 2020 sowie 1.
Juli 2020, individuelle Gehaltserhöhungen sowie höhere Personalvorgaben im Rahmen
der Neuverhandlungen der Pflegesätze.
Die Personalintensität hat sich im Berichtszeitraum um 0,4 Prozentpunkte auf 59,8
Prozent (Vorjahr: 59,4 Prozent) leicht verschlechtert.
Der Materialaufwand ist im Vergleichszeitraum um 2,3 Mio. € auf 5,5 Mio. € (Vorjahr:
7,8 Mio. €) gesunken. Ursächlich dafür sind die geringere Auslastung in den Einrichtungen
und der Corona-bedingte geringere Bedarf an Material. Daneben führten jedoch auch
geringere Fremdpersonalkosten zu einem geringeren Materialaufwand.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. Miet-, Pacht- und Leasingaufwand)
haben sich nur unwesentlich um 0,2 Mio. € auf insgesamt 7,4 Mio. € reduziert (Vorjahr:
7,6 Mio. €).
Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen wurde im Zeitraum Januar bis Juni
2020 ein EBITDA von 3,8 Mio. € (Vorjahr: 6,8 Mio. €) erzielt, welches einer EBITDA-Marge
von 9,4 Prozent (Vorjahr: 14,0 Prozent) entspricht. Das EBT, vor Ergebnisanteilen
anderer Gesellschafter im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen, verringerte
sich von -1,9 Mio. € im Vorjahr auf -2,5 Mio. € per 30. Juni 2020.
Im Segment Rehabilitation erreichte die Auslastung ein durchschnittliches Niveau
von 57,2 Prozent (Vorjahr: 78,9 Prozent) inklusive Begleitpersonen. Die Anzahl der
Patienten liegt mit durchschnittlich 425 ebenfalls unter dem Niveau des Vorjahres.
Die Belegung in der Maternus-Klinik Bad Oeynhausen hat sich im ersten Halbjahr 2020
um 113 Patienten auf durchschnittlich 317 Patienten reduziert.
Die Belegung in der Bayerwald-Klinik in Cham ist um 45 Patienten auf durchschnittlich
108 Patienten im Vorjahresvergleich gesunken.
Im ersten Halbjahr 2020 hat sich der Segmentumsatz um 1,7 Mio. € bzw. 13,7 Prozent
auf 12,2 Mio. € (Vorjahr: 13,9 Mio. €) gegenüber dem Vorjahr reduziert. Der Rückgang
resultiert im Wesentlichen aus den in der Bayerwald-Klinik in Cham verringerten Erlösen
um 1,2 Mio. € im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Die sonstigen betrieblichen Erträge stiegen um 0,1 Mio. € auf 0,4 Mio. € (Vorjahr:
0,3 Mio. €).
Der Personalaufwand im Segment Rehabilitation hat sich um 0,8 Mio. € auf 8,7 Mio.
€ (Vorjahr: 9,5 Mio. €) im Vergleichszeitraum auf Grund von Kurzarbeit reduziert.
Die Personalintensität ist im Zeitraum Januar bis Juni 2020 auf 70,9 Prozent nach
68,2 Prozent im Vorjahr angestiegen.
Der Materialaufwand ist vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen
geringeren Auslastung der Kliniken um 0,7 Mio. € auf 2,9 Mio. € gesunken.
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. Miet-, Pacht- und Leasingaufwand)
sind leicht um 0,1 Mio. € auf insgesamt 1,1 Mio. € gesunken (Vorjahr: 1,2 Mio. €).
Im Segment Rehabilitation wurde im Zeitraum Januar bis Juni 2020 - wie auch im Vorjahreszeitraum
- ein ausgeglichenes EBITDA erzielt. Das EBT, vor Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter,
hat sich im Segment Rehabilitation von -1,4 Mio. € im Vorjahr auf -1,3 Mio. € per
30. Juni 2020 verbessert.
Sowohl die Maternus-Klinik in Bad Oeynhausen als auch die Bayerwald-Klinik in Cham
konnten die Verluste zum 30. Juni 2020 im Vergleich zum Vorjahr leicht um 0,1 Mio.
€ reduzieren und liegen trotz der Beeinträchtigungen durch die Corona-Pandemie im
Rahmen der Erwartungen auf Vorjahresniveau.
Durch die Aktivierung einer Vielzahl von Leasingsachverhalten aufgrund IFRS 16 liegt
das Anlagevermögen weiterhin auf einem hohen Niveau von 150,7 Mio. €. Die Entwicklung
im aktuellen Geschäftsjahr resultiert im Wesentlichen aus der ratierlichen Abschreibung
der Nutzungsrechte. Die Investitionen ohne Leasingaktivierungen betrugen 0,3 Mio.
€. Die Anlagenintensität betrug zum 30. Juni 2020 85,0 Prozent nach 92,8 Prozent zum
Bilanzstichtag am 31. Dezember 2019.
Das Umlaufvermögen ist zum Bilanzstichtag auf 24,1 Mio. € nach 9,8 Mio. € zum 31.
Dezember 2019 im Konzern angestiegen. Die Zahlungsmittel im Konzern sind dabei von
0,7 Mio. € zum 31. Dezember 2019 auf 12,4 Mio. € angestiegen. Im Wesentlichen resultiert
dies aus der im 1. Quartal des Jahres 2020 erfolgreich durchgeführten vorzeitigen
Ablösung des Schuldscheindarlehens und der Auszahlung des neuen Darlehens am 18. März
2020. Die kurzfristigen Forderungen gegen verbundene Unternehmen sind zum Bilanzstichtag
um 2,3 Mio. € auf 2,4 Mio. € angestiegen. Daneben sind die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen leicht um 0,3 Mio. € auf 5,9 Mio. € zum 30. Juni 2020 gestiegen.
Zum 30. Juni 2020 sind die langfristigen Schulden um 51,7 Mio. € angestiegen. Hintergrund
ist, dass per 31. Dezember 2019 aufgrund der für das Geschäftsjahr 2020 und im 1.
Quartal 2020 durchgeführten Umfinanzierung Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
sowie anderen Darlehensgebern, ausgeschlossen Verbindlichkeiten aus Leasinggeschäften,
nicht mehr als langfristig, sondern als kurzfristig auszuweisen waren. Mit der Umfinanzierung
werden die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im aktuellen Geschäftsjahr
wieder in eine kurz- und eine langfristige Komponente unterteilt und entsprechend
ausgewiesen.
Im Vergleich zum 31. Dezember 2019 haben sich die kurzfristigen Schulden im Konzern
um 38,4 Mio. € auf 46,1 Mio. € deutlich reduziert. Dies ist im Wesentlichen auf die
bereits bezüglich der langfristigen Schulden erwähnte Ausweisänderung aufgrund der
Umfinanzierung zurück zu führen.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferung und Leistungen konnten im Vergleich zum 31. Dezember
2019 um 0,5 Mio. € auf 3,8 Mio. € zum Bilanzstichtag im Konzern abgebaut werden.
Die kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten sind um 6,7 Mio. € auf 26,8 Mio. € durch
Erhöhung der Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen im Vergleich zum
31. Dezember 2019 angestiegen.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum Bilanzstichtag
konstant bei 4,9 Mio. € geblieben.
Sonstige kurzfristige Rückstellungen sind gegenüber dem Stichtag 31. Dezember 2019
um 0,2 Mio. € auf 2,4 Mio. € zurückgegangen.
Wesentliche Auswirkung auf die Kapitalflussrechnung hatte die im 1. Quartal 2020
durchgeführte Umfinanzierung. Dies zeigt sich insbesondere im Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit,
der im Vergleich zum Vorjahr um 20,8 Mio. € angestiegen ist sowie am Finanzmittelfonds,
der sich um 10,5 Mio. € erhöht hat. Eine gegenläufige Entwicklung zeigte der Cashflow
aus der laufenden Geschäftstätigkeit auf. Dieser ging im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 9,4 Mio. € zurück. Im Wesentlichen resultiert dies aus der Einführung des neuen
Leasingstandards IFRS 16 im Vorjahr und der damit verbundenen Aktivierung von Nutzungsrechten
und Passivierung der damit verbundenen Leasingverpflichtungen.
Der direkte Cashflow, welcher sich aus dem Konzernergebnis vor Steuern, vor Abschreibungen
sowie vor zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen herleitet, hat sich per 30.
Juni 2020 auf einen Cashflow von -3,3 Mio. € (Vorjahr: -3,2 Mio. €) leicht verschlechtert.
Die Investitionen in Höhe von 0,3 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) betreffen überwiegend
die Anschaffung von Betriebs- und Geschäftsausstattung.
Im ersten Halbjahr 2020 beschäftigte die Maternus-Kliniken AG durchschnittlich 2
Vollzeitkräfte. Im gesamten Maternus-Konzern arbeiteten im Berichtszeitraum durchschnittlich
1.726 Vollzeitkräfte (Vorjahr: 1.949 Vollzeitkräfte, bereinigt um die Einrichtungen
Essen und Mülheim: 1.782 Vollzeitkräfte).
Unverändert beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 52.425.000 € und ist eingeteilt
in 20.970.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) mit einem
anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,50 € je Aktie.
Die Hauptversammlung am 25. Juni 2020 hat beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen,
mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 24. Juni
2025 um insgesamt bis zu 26.212.500 € durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen
nennbetragslosen auf den Inhaber lautenden Stückaktien gegen Bareinlagen und / oder
Sacheinlagen bzw. sonstigen Vermögensgegenständen zu erhöhen. Hierbei steht den Aktionären
das gesetzliche Bezugsrecht zu.
Es sind keine wesentlichen Ereignisse eingetreten, die das im vorliegenden Zwischenabschluss
vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns beeinflussen
,und somit aus heutiger Sicht wesentliche Auswirkungen auf den Geschäftsverlauf des
Maternus-Konzerns haben könnten.
Gegenüber den im Geschäftsbericht 2019 dargestellten Chancen und Risiken haben sich
keine wesentlichen Veränderungen ergeben.
Aufgrund der demographischen Entwicklung ist der Pflegemarkt weitestgehend unabhängig
von den allgemeinen konjunkturellen Rahmenbedingungen. Die alternde Gesellschaft in
Deutschland sorgt in den stationären und ambulanten Versorgungsbereichen für eine
langfristig steigende Nachfrage nach Pflegeleistungen.
Die Pflegegradverteilung und der Anteil der Sozialhilfeempfänger liegen auf ähnlichem
Niveau wie im Vorjahr. Lediglich die Auslastung der Kurzzeitpflege ist in 2020 aufgrund
der Corona-Pandemie um 45 Prozent gesunken.
Der Vorstand geht aktuell für das Geschäftsjahr 2020 weiterhin davon aus, dass die
im Geschäftsbericht 2019 abgegebene Prognose zu den Umsatzerlösen im Segment Seniorenwohn-
und Pflegeeinrichtungen mit einer Spanne zwischen 81,0 und 83,0 Mio. € eingehalten
werden kann.
Im Segment Rehabilitation geht der Vorstand auch weiterhin von einer niedrigeren
Belegung im Jahr 2020 im Vergleich zu dem Vorjahr aus. Der Umsatz im Segment Rehabilitation
wird weiterhin mit einer Spanne zwischen 20,0 und 22,0 Mio. € prognostiziert.
Der Vorstand ging in der ursprünglichen Prognose von einem Konzernumsatz zwischen
101,0 und 105,0 Mio. € für das Jahr 2020 aus. Dieses Ziel wird auch weiterhin für
das Geschäftsjahr 2020 bestätigt. Ergänzend hält der Vorstand weiterhin daran fest,
dass keine Steigerung der Ergebniskennzahl EBITDA im Vergleich zu dem Vorjahr möglich
sein wird.
Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Mario Ruano-Wohlers
Vorstand
Berlin, im August 2020
Nach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss der Maternus-Kliniken
AG für das Halbjahr 2020 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft
Der Vorstand
Mario Ruano-Wohlers Vorstand
Berlin, im August 2020
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| T€ | T€ | |
| Langfristige Vermögenswerte | 150.747 | 155.684 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 13.444 | 13.488 |
| Sachanlagen | 66.500 | 67.758 |
| Nutzungsrechte | 68.326 | 71.923 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 383 | 421 |
| Latente Steueransprüche | 2.094 | 2.094 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 24.064 | 9.757 |
| Vorratsvermögen | 447 | 449 |
| Vertragsvermögenswerte | 217 | 217 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 5.211 | 5.459 |
| Finanzielle Vermögenswerte | 2.429 | 79 |
| Steuerforderungen | 530 | 542 |
| Sonstige Vermögenswerte | 2.819 | 2.290 |
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 12.411 | 721 |
| Bilanzsumme | 174.811 | 165.441 |
| 30.06.2020 | 31.12.2019 | |
| T€ | T€ | |
| Eigenkapital | -19.762 | -15.838 |
| Gezeichnetes Kapital | 51.939 | 51.939 |
| Kapitalrücklagen | 3.766 | 3.766 |
| Gewinnrücklagen | -75.467 | -71.543 |
| Langfristige Schulden | 148.522 | 96.806 |
| Den anderen Anteilseignern zuzurechnende Nettovermögenswerte | 4.523 | 4.539 |
| Finanzverbindlichkeiten | 141.793 | 90.061 |
| Rückstellungen für Pensionen | 1.497 | 1.497 |
| Sonstige Rückstellungen | 709 | 709 |
| Kurzfristige Schulden | 46.051 | 84.473 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.826 | 4.361 |
| Finanzverbindlichkeiten | 26.811 | 20.085 |
| Kurzfristiger Teil von langfristigen Finanzverbindlichkeiten | 7.431 | 51.772 |
| Vertragverbindlichkeiten | 637 | 702 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 4.847 | 4.875 |
| Sonstige Rückstellungen | 2.426 | 2.593 |
| Steuerrückstellungen | 73 | 85 |
| Bilanzsumme | 174.811 | 165.441 |
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||
| 01.01.- 30.06.2020 |
01.01.- 30.06.2019 |
01.04.- 30.06.2020 |
01.04.- 30.06.2019 |
|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Umsatzerlöse | 55.234 | 62.443 | 27.170 | 31.538 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 1.930 | 2.673 | 1.043 | 1.619 |
| Gesamtleistung | 57.164 | 65.116 | 28.213 | 33.157 |
| Materialaufwand | -8.401 | -11.357 | -3.824 | -5.552 |
| Personalaufwand | -34.345 | -38.658 | -17.220 | -19.571 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -8.863 | -9.457 | -4.338 | -4.753 |
| Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) | 5.555 | 5.644 | 2.831 | 3.281 |
| Planmäßige Abschreibungen | -5.790 | -5.719 | -3.134 | -2.824 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) | -235 | -75 | -303 | 457 |
| Zinserträge | 9 | 15 | 8 | 0 |
| Zinsaufwendungen | -3.516 | -3.787 | -1.426 | -1.701 |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter | 16 | 45 | -18 | 3 |
| Ergebnis vor Steuern (EBT) | -3.726 | -3.802 | -1.739 | -1.241 |
| Ertragsteuern | -198 | -204 | -95 | -102 |
| Ergebnis nach Steuern | -3.924 | -4.006 | -1.834 | -1.343 |
| Konzernüberschuss / Fehlbetrag (-) | -3.924 | -4.006 | -1.834 | -1.343 |
| Anteil der Aktionäre der Maternus AG | -3.924 | -4.006 | -1.834 | -1.343 |
| Verlustvortrag | -76.674 | -66.417 | -76.674 | -68.998 |
| Erwerb vom Nettovermögen anderer Anteilseigner | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Bilanzverlust | -80.598 | -70.423 | -78.508 | -70.341 |
| Unverwässertes Ergebnis je Aktie (€/ Aktie) | -0,19 | -0,19 | -0,09 | -0,06 |
| 1. Halbjahr | 2. Quartal | |||
| 01.01.- 30.06.2020 |
01.01.- 30.06.2019 |
01.04.- 30.06.2020 |
01.04.- 30.06.2019 |
|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| Konzernüberschuss/ -fehlbetrag | -3.924 | -4.006 | -1.835 | -1.342 |
| Marktbewertung derivativer Finanzinstrumente (Cashflow Hedges) | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Steuern auf ergebnisneutral im Eigenkapital erfasste Aufwendungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | -3.924 | -4.006 | -1.835 | -1.342 |
| 01.01.-30.06.2020 | 01.01.-30.06.2019 | |
| T€ | T€ | |
| Konzernjahresergebnis vor Steuern | -3.727 | -3.803 |
| Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 5.790 | 5.718 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen/ Erträge | -5.395 | -5.051 |
| Cashflow | -3.332 | -3.135 |
| Zunahme/ Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
961 | -42.992 |
| Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 101 | 0 |
| Zunahme/ Abnahme der kurzfristigen Rückstellungen | -115 | 275 |
| Zunahme/ Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind |
981 | 53.608 |
| Gezahlte Steuern | -400 | -203 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | -1.803 | 7.552 |
| Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -303 | -381 |
| Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | 0 | -68 |
| Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 2 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -300 | -449 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 55.310 | 0 |
| Auszahlungen aus der Tilgung von Krediten | -33.948 | -930 |
| Gezahlte Zinsen und sonstige Finanzierungskosten | -3.517 | -3.647 |
| Erhaltene Zinsen | 0 | 15 |
| Auszahlung aus Finanzierungsleasing | -4.053 | -2.478 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 13.793 | -7.040 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds | 11.689 | 63 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 721 | 1.893 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 12.410 | 1.956 |
| davon verfügbarer Finanzmittelfonds | 12.409 | 1.956 |
| Zusammensetzung des Finanzmittelfonds am Ende des Geschäftsjahres | ||
| Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente | 12.410 | 1.956 |
| Jederzeit fällige Bankverbindlichkeiten | -1 | 0 |
| Finanzmittelfonds | 12.409 | 1.956 |
| Konzern-Segmentberichterstattung | Rehabilitation | Seniorenwohn- u. Pflegeeinrichtungen | Maternus AG | Überleitungen | Gesamt |
| 01.01.2020 bis 30.06.2020 | T€ | T€ | T€ | T€ | T€ |
| Umsatzerlöse von Fremden | 12.140 | 40.767 | 2.327 | 0 | 55.234 |
| Vorjahr | (13.815) | (48.628) | (0) | (0) | (62.443) |
| Umsatzerlöse mit anderen Segmenten | 78 | 0 | 81 | -159 | 0 |
| Vorjahr | (78) | (0) | (81) | (-159) | (0) |
| Umsatzerlöse gesamt | 12.218 | 40.767 | 2.409 | -159 | 55.234 |
| Vorjahr | (13.893) | (48.628) | (81) | (-159) | (62.443) |
| Personalaufwand | 8.665 | 25.520 | 160 | 0 | 34.345 |
| Vorjahr | (9.470) | (28.890) | (298) | (0) | (38.658) |
| Materialaufwand | 2.871 | 5.507 | 19 | 5 | 8.401 |
| Vorjahr | (3.541) | (7.783) | (33) | (0) | (11.357) |
| Miet- und Leasingaufwendungen | 35 | 91 | 0 | 0 | 126 |
| Vorjahr | (61) | (2.398) | (0) | (0) | (2.459) |
| EBITDA | -28 | 3.836 | 1.746 | 0 | 5.554 |
| Vorjahr | (-56) | (6.799) | (-1.100) | (0) | (5.643) |
| Segmentergebnis (EBIT) | -1.017 | -730 | 1.683 | -171 | -235 |
| Vorjahr | (-1.012) | (2.266) | (-1.157) | (-171) | (-75) |
| Segmentvermögen | 39.938 | 174.533 | 133.583 | -173.246 | 174.809 |
| Vorjahr | (36.457) | (159.562) | (110.728) | (-138.637) | (168.111) |
| Segmentschulden | 42.666 | 184.171 | 78.593 | -110.859 | 194.571 |
| Vorjahr | (34.340) | (163.140) | (56.654) | (-76.593) | (177.542) |
| Abschreibungen | 989 | 4.566 | 64 | 171 | 5.790 |
| Vorjahr | (956) | (4.533) | (58) | (171) | (5.718) |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 0 | 405 | 43 | -439 | 9 |
| Vorjahr | (5) | (404) | (82) | (-477) | (15) |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 252 | 2.225 | 1.479 | -439 | 3.517 |
| Vorjahr | (416) | (2.603) | (1.245) | (-477) | (3.787) |
| Ertragsteuern | 0 | 70 | 128 | 0 | 198 |
| Vorjahr | (0) | (75) | (128) | (0) | (203) |
| Anzahl Vollzeitkräfte (Ø) | 384 | 1.340 | 2 | n.a. | 1.726 |
| Vorjahr | (410) | (1.536) | (4) | n.a. | (1.949) |
| Auslastung(Ø) | 57,2% | 80,7% | n.a. | n.a. | 75,0% |
| Vorjahr | (78,9%) | (82,9%) | n.a. | n.a. | (82,1%) |
Vorjahreswerte in Klammern
| Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Gewinnrücklage | Konzern- Eigenkapital |
|
| T€ | T€ | T€ | T€ | |
| 31.12.2019/ 01.01.2020 |
51.939 | 3.766 | -71.543 | -15.838 |
| (Vorjahr) | (51.939) | (3.766) | (-61.130) | (-9.431) |
| Konzernjahresüberschuss/ -fehlbetrag (-) vor Ergebnisanteil anderer Gesellschafter |
0 | 0 | -3.940 | -3.940 |
| (Vorjahr) | (0) | (0) | (-4.210) | (-4.210) |
| Ergebnisanteil anderer Gesellschafter am Konzernjahresfehlbetrag |
0 | 0 | 16 | 16 |
| (Vorjahr) | (0) | (0) | (204) | (204) |
| Konzernjahresfehlbetrag nach Ergebnisanteil anderer Gesellschafter |
0 | 0 | -3.924 | -3.924 |
| (Vorjahr) | (0) | (0) | (-4.006) | (-4.006) |
| 30.06.2020 | 51.939 | 3.766 | -79.391 | -23.686 |
| (Vorjahr) | (51.939) | (3.766) | (-65.136) | (-9.431) |
Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen, die nahestehende
Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe
nicht erläutert.
Die nahestehenden Personen der Maternus-Gruppe umfassen die Mitglieder des Vorstandes
und Aufsichtsrates der Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft sowie deren nahen Familienangehörige.
Zum 30. Juni 2020 valutiert das Darlehen der Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft
unverändert mit 17,3 Mio. €. Daneben bestehen weitere Darlehensverbindlichkeiten in
Höhe von 4,4 Mio. €. Der Zinsaufwand betrug im Zwischenabschluss 2020 0,5 Mio. €.
Zum 30. Juni 2020 weist die Maternus-Kliniken Aktiengesellschaft gegenüber der Cura
Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH Verbindlichkeiten aus Lieferungen und
Leistungen sowie dem Cash-Management in Höhe von 14.027 T€ aus.
Zum 30. Juni 2020 weist die Maternus-Gruppe gegenüber der Cura Seniorenwohn- und
Pflegeheime Dienstleistungs GmbH, eine Schwestergesellschaft der Maternus, Forderungen
in Höhe von 2.289 T€ sowie Verbindlichkeiten in Höhe von 3.010 T€ aus. Im Berichtszeitraum
wurden der Cura Seniorenwohn- und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH 3,3 Mio. € in Rechnung
gestellt und in Höhe von 4,0 Mio. € wurde die Maternus-Gruppe durch die Cura Seniorenwohn-
und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH belastet.
Die Cura 22. Seniorencentrum GmbH vermietet das Grundstück und Gebäude der Einrichtung
Pflegezentrum Maximilianstift GmbH an die Pflegezentrum Maximilianstift GmbH. Im Berichtszeitraum
wurden aus dem Mietvertrag 180 T€ an Miete in Rechnung gestellt.
Die ZVG Bayerwald-Klinik Liegenschafts GmbH vermietet das Grundstück und Gebäude
der Bayerwald Klinik GmbH & Co. KG, Cham. Im Berichtszeitraum wurden aus dem Pachtvertrag
300 T€ an Miete in Rechnung gestellt.
Die Cura Energie GmbH übernimmt die Energieversorgung der Maternus-Gruppe. Im Berichtszeitraum
wurden aus Versorgungsverträgen 2.593 T€ in Rechnung gestellt. Zum 30. Juni 2020 weist
die Maternus-Gruppe Forderungen in Höhe von 62 T€ gegen sowie Verbindlichkeiten in
Höhe von 213 T€ gegenüber der Cura Energie GmbH aus.
Im vorliegenden Halbjahresbericht werden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs-
und Berechnungsmethoden wie im Konzern-Abschluss der Maternus-Kliniken AG zum 31.
Dezember 2019 angewendet. Hierbei kommen alle bis zum 30. Juni 2020 verpflichtend
anzuwendenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards
Board (IASB) bzw. seiner Gremien zur Anwendung. Eine vorzeitige Anwendung noch nicht
in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht vorgenommen.
In der Berichtsperiode ergaben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises durch
den Erwerb oder die Veräußerung von Tochtergesellschaften.
Maternus-Kliniken AG
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www.ubj.de
www.betriebsart.de
Als digitale Version stehen der vorliegende Konzern-Finanzbericht zum 30. Juni 2020
sowie Geschäftsberichte und weitere Berichte der Maternus-Kliniken AG jeweils im Internet
unter www.maternus.de zur Verfügung.
Dieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den
gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes sowie den ihm
derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als
Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von
Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen
auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu diesen Risikofaktoren
gehören insbesondere die im Risiko- und Prognosenbericht auf der Seite 12 genannten
Faktoren. Wir übernehmen keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten
Aussagen zu aktualisieren.
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10117 Berlin