MATERNUS-Kliniken-AktiengesellschaftBerlinHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.20252025 ...am liebsten bei uns! Zahlen und DatenKonzernergebnisse im Vorjahres-Vergleich
Zahlen und DatenUmsatz je Vollzeitkraft (VK)![]() Entwicklung Umsatz/EBITDA im Segment Pflege![]() Auslastungsentwicklung nach Segmenten (in Betten)![]() Vollzeitkräfte![]() Entwicklung Umsatz/EBITDA![]() Entwicklung Umsatz/EBITDA im Segment Rehabilitation![]() Personalaufwand je Vollzeitkraft (VK)![]() Wir bitten unsere Leserinnen und Leser um Verständnis, dass wir aus Gründen der Sprachvereinfachung
die maskuline grammatische Form verwenden. Aktie der MATERNUS-Kliniken AGAktionärsstrukturDie CURA Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH (CURA GmbH), Hamburg, hält
über die von ihr kontrollierte CURA 12. Seniorencentrum GmbH, Hamburg, mittelbar 79,45
Prozent sowie unmittelbar 2,25 Prozent des Grundkapitals der Stimmrechte an der MATERNUS-Kliniken
AG. Damit besteht zum 30. Juni 2025 gemäß § 17 AktG ein Abhängigkeitsverhältnis zur
CURA Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH. Weitere Unternehmen oder Einzelinvestoren, die auf sich mehr als 3 Prozent des Aktienkapitals
vereinen und somit der gesetzlichen Meldepflicht unterliegen, sind dem Vorstand nicht
bekannt. Derzeit befinden sich 18,3 Prozent der Aktien im Streubesitz. Kurs- und UmsatzentwicklungDie Aktienmärkte standen im ersten Halbjahr 2025 im Spannungsfeld der erratischen
US-Zollpolitik und geopolitischer Krisen. Der von US-Präsident Donald Trump am 2.
April 2025 ausgerufene "Liberation Day", an dem er die größten US-Zollerhöhungen seit
den Tagen der Weltwirtschaftskrise 1930 verkündete, sorgte weltweit für enorme Turbulenzen
an den Börsen. Die europäischen Börsen erholten sich von den starken Kurseinbrüchen
schneller als die US-Börsen.1 Der deutsche Leitindex DAX setzte nach seinem einwöchigen Absturz Anfang April 2025
auf knapp 19.671 Punkte seinen langfristigen Höhenflug in einer kräftigen Aufwärtsbewegung
fort. Im Mai 2025 durchbrach er erstmals die Marke von 24.000 Punkten und erreichte
im Juni weitere Rekordwerte. Für das erste Halbjahr insgesamt weist der DAX eine starke
Halbjahresbilanz mit einem Kursplus von 20,1 Prozent auf 23.909 Zählern vor.2 Der für die MATERNUS-Kliniken AG relevante Vergleichsindex SDAX folgte im ersten
Halbjahr der Kursrichtung des DAX. Auch der SDAX setzte seinen Aufwärtstrend nach
einem kurzen starken Einbruch Anfang April 2025 fort und konnte so im ersten Halbjahr
2025 um fast 28 Prozent zulegen.3 In den USA zogen dagegen verunsicherte Anleger Milliardenbeträge von den Märkten
ab und verlagerten sie nach Europa, wovon neben deutschen Börsen vor allem spanische
und italienische Börsen profitierten. Dem US Leitindex Dow Jones gelang nach einer
Erholung in den Monaten Mai und Juni 2025 noch ein Halbjahresplus von 3,6 Prozent
auf rund 44.095 Zähler.4 Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Leitzins (Zinssatz für die Einlagefazilität)
zuletzt im Juni 2025 um weitere 0,25 Basispunkte auf 2 Prozent5, während die US-Notenbank Fed den Leitzins unverändert beließ.6 Die Aktie der MATERNUS-Kliniken AG entwickelte sich im ersten Halbjahr 2025 sehr volatil.
Sie startete mit einem Kurs von 1,39 € (XETRA) in das Jahr 2025. Im Januar 2025 gelang
der MATERNUS Aktie inmitten positiv gestimmter Aktienmärkte ein Kursanstieg bis auf
1,80 € und damit ihren Höchstkurs im Betrachtungszeitraum. Ab Ende Januar 2025 setzte
ein ausgeprägter gegensätzlicher Kurstrend ein. Die MATERNUS-Aktie gab inmitten der
vom US-Zollstreit geprägten Märkte bis Ende April 2025 auf ihren Tiefstkurs des Betrachtungszeitraumes
von 1,20 € nach. Von den Kursverlusten der vorangegangenen Monate konnte sich die
MATERNUS-Aktie im Mai 2025 dynamisch in nur 1,5 Wochen zum Großteil erholen. Die MATERNUS-Aktie
legte bis auf 1,65 € zu, pendelte danach zunächst um einen Kurs von 1,56 €, den sie
jedoch im weiteren Juniverlauf nicht halten konnte. Trotz nachfolgender Kursabschläge
verblieb aus Halbjahressicht ein Kursplus von 3,6 Prozent auf 1,44 €. Das in der MATERNUS-Aktie gehandelte Volumen war auf dem Handelsplatz Tradegate erstmals
deutlich stärker als auf XETRA, legte an beiden Handelsplätzen gegenüber dem ersten
Halbjahr 2024 sichtlich zu. Auf Tradegate wurden im ersten Halbjahr 2025 146.473 MATERNUS
Aktien (erstes Halbjahr 2024: 21.752 Stück) gehandelt, auf XETRA waren es 62.124 Aktien
(erstes Halbjahr 2024: 43.418 Stück). Aufgrund des zum Bilanzstichtag niedrigeren
Aktienkurses nahm die Marktkapitalisierung der MATERNUS-Kliniken AG von 36,9 Mio.
€ per 30. Juni 2024 (Schlusskurs: 1,76 €) auf 30,2 Mio. € per 30. Juni 2025 ab (Schlusskurs:
1,44 €, bei unveränderter Aktienanzahl von 20.970.000 Stück). ![]() Konzernlagebericht zum 30. Juni 2025GeschäftsentwicklungMarkt- und Wettbewerbsumfelda) Allgemeine wirtschaftliche Lage - konjunkturelles UmfeldDeutschlands Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist dem Statistischen Bundesamt (Destatis)
zu Folge im ersten Quartal 2025 um 0,3 Prozent gewachsen, im Folgequartal jedoch um
0,3 Prozent gesunken.7 Vorzieheffekte im Hinblick auf die erwarteten US-Zölle hatten das Wachstum des ersten
Quartals maßgeblich getragen (vorverlagerte Lieferungen der Unternehmen, eine dynamischere
Industrieproduktion), welche im zweiten Quartal 2025 nicht mehr wirkten.8 Der Internationale Währungsfonds prognostiziert für Deutschland gemäß seiner letzten
Juli-Ausgabe des "World Economic Outlook" ein marginales Wirtschaftswachstum von 0,1
Prozent für das laufende Jahr statt der zuvor erwarteten Stagnation. Hierin nicht
berücksichtigt ist der Anfang Juli 2025 verhandelte Zoll-Deal zwischen den USA und
der EU. Wirtschaftsforschungsinstitute taxieren den Schaden aus diesem Zoll-Deal für
Deutschland auf 0,2 Prozent des BIP, womit Deutschland das dritte Jahr in Folge in
eine Rezession rutschen könnte.9 Das Statistische Bundesamt (Destatis) hat zuletzt im Mai 2025 für das Jahr 2023 vermeldet,
dass die deutschen Gesundheitsausgaben gegenüber dem Vorjahr um 0,1 Prozent auf 500,8
Mrd. € gesunken sind (das sind die zum Zeitpunkt der Berichterstellung aktuellen verfügbaren
Daten). Der Anteil der Gesundheitsausgaben am 2023er BIP lag bei 12 Prozent und damit
0,7 Prozentpunkte niedriger als 2022. Diese rückläufige Entwicklung basiert vordergründig
auf den auslaufenden Corona-Maßnahmen und damit deutlich verringerten Gesundheitsausgaben
der öffentlichen Haushalte. Mit Blick auf die Ausgabenträger fielen die meisten Ausgaben erneut auf die gesetzliche
Krankenversicherung (Anteil von 55,7 Prozent, bzw. 279,1 Mrd. €; +5,2 Prozent gegenüber
2022), gefolgt von den privaten Haushalten und privaten Haushalten und privaten Organisationen
ohne Erwerbszweck (Anteil von 12,0 Prozent, bzw. 60,3 Mrd. €; +5,8 Prozent gegenüber
2022) sowie der sozialen Pflegeversicherung (Anteil von 11,6 Prozent, bzw. 58,1 Mrd.
€; +0,7 Prozent gegenüber 2022). Dagegen nahm der Anteil der öffentlichen Haushalte
an den Gesundheitsausgaben deutlich auf 5,6 Prozent (2022: 10,3 Prozent) ab. Für das Jahr 2024 nimmt Destatis wieder einen deutlichen Zuwachs der deutschen Gesundheitsausgaben
um 7,5 Prozent auf 538,2 Mrd. € an.10 Die Gesundheitswirtschaft hat eine erhebliche ökonomische Bedeutung für den Standort
Deutschland. Im Jahr 2024 weitete sich die Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft
um 4,7 Prozent bzw. 22 Mrd. € gegenüber 2023 aus und damit stärker als die der gesamtwirtschaftlichen
Wertschöpfung (2,7 Prozent). Diese Zahlen zeigen, dass sich die deutsche Gesundheitswirtschaft
von den Schocks der Corona-Pandemie wieder deutlich erholt hat. Zugleich ist sie Beschäftigungsmotor:
2024 waren 7,7 Mio. Erwerbstätige in der Gesundheitswirtschaft tätig, was einen Anteil
von knapp 17 Prozent an der gesamten Anzahl von Erwerbstätigen in Deutschland ausmacht.11 b) PflegemarktDie MATERNUS-Gruppe ist auf dem Pflegemarkt durch die Alterung der Bevölkerung in
einem Wachstumsmarkt tätig. Die Gesundheitsausgaben in den ambulanten, stationären
und teilstationären Pflegeeinrichtungen haben sich im Zeitraum zwischen 2013 und 2023
nahezu auf 82,4 Mrd. € verdoppelt. Dabei legten zuletzt die Ausgaben in den stationären
und teilstationären Pflegeeinrichtungen in 2023 stärker zu (+6,7 Prozent auf 48,2
Milliarden Euro) als in den ambulanten Pflegeeinrichtungen (+5,8 Prozent auf 34,2
Mrd. €).12 Die Zahl der Menschen, welche Leistungen aus der gesetzlichen Pflegeversicherung
erhalten, hat sich in den Jahren 2014 bis 2024 auf 5,6 Mio. verdoppelt.13 Gemäß der Pflegevorausberechnung von Destatis wird die Zahl der Pflegebedürftigen
nur durch die zunehmende Alterung bis 2055 um 37 Prozent auf 6,8 Mio. wachsen. Unter
Berücksichtigung der auch sich ändernden Pflegequoten geht Destatis bis 2055 von einem
stärkeren Anstieg der Pflegebedürftigen um 53 Prozent auf 7,6 Mio. aus.14 Für Dezember 2023 hatte Destatis zuletzt 5,7 Mio. Pflegebedürftige gemeldet.15 Gleichzeitig steigt dementsprechend auch der Bedarf an Pflegekräften um etwa ein
Drittel auf 2,15 Millionen Personen im Jahr 2049. Destatis rechnet mit 280.000 Pflegekräften
und 690.000 Fachkräften, die dann fehlen würden.16 Erfolge gab es zuletzt im Bereich Ausbildung. Destatis hat für das Jahr 2024 rund
37.400 abgeschlossene Ausbildungen zur Pflegefachfrau/-mann gemeldet, das waren 11
Prozent mehr als im Vorjahr. Des Weiteren haben knapp 59.400 Personen eine solche
Ausbildung begonnen, womit die Zahl der Ausbildungserträge gegenüber 2023 um 9 Prozent
zulegte. Die Zahl der Studierenden im Pflegestudium nach dem Pflegeberufegesetz betrug
erstmals 1.200.17 Steigende Kosten, der Fachkräftemangel und eine zu geringe Belegung erschweren einen
profitablen Betrieb vieler Pflegeheime. Dem Arbeitgeberverband Pflege e.V. zu Folge
mussten in den Jahren 2023 und 2024 über 1.200 Pflegeeinrichtungen Insolvenz anmelden
oder schließen. Zur Bedarfsdeckung müssten jedoch eigentlich 200 zusätzliche Pflegeheime
pro Jahr entstehen.18 Finanziell belastend hinzu kommt oftmals die viel zu späte Auszahlung der durch Bewohner
beantragten Sozialhilfe oder Hilfe zur Pflege. Einer Umfrage des Verbands katholischer
Altenhilfe in Deutschland und des Deutschen Evangelischen Verbands für Altenarbeit
und Pflege zufolge benötigen 43 Prozent der Heimbewohner Sozialhilfe, von denen wiederum
fast ein Drittel zum Teil lange auf die Bearbeitung ihrer Anträge warten. Entsprechend
gehen die Pflegeheime in Vorleistung. Ein Drittel der befragten Einrichtungen sieht
ihre Liquiditätslage dadurch ernsthaft gefährdet, weil die Ausstände teilweise über
100.000 € betragen.19 Aktuelle EntwicklungenEine Bund-Länder-Arbeitsgruppe (bestehend aus dem Bundesgesundheitsministerium, dem
Deutsche Städtetag, dem Deutsche Landkreistag, der Deutsche Städte- und Gemeindebund
sowie den auf Länderebene zuständigen Ministern und Senatoren) soll in den kommenden
Monaten Ideen für eine dringend benötigte Pflegereform entwerfen. Das erste Treffen
der Arbeitsgruppe fand am 7. Juli 2025 statt. Zudem sollen Gesetzesentwürfe für eine
Vereinfachung des Berufseinstieges sowie für mehr Kompetenzen für die Pflegekräfte
zeitnah das Kabinett erreichen.20 Ende Juni 2025 hat das Bundeskabinett den Bundeshaushalt 2025, den Entwurf eines Haushaltsbegleitgesetzes,
die Eckwerte 2026 bis 2029 sowie den Entwurf eines Gesetzes zur Errichtung des Sondervermögens
Infrastruktur und Klimaneutralität beschlossen.21 Der Arbeitgeber Verband Pflege e.V. kritisierte den Haushaltsentwurf der Bundesregierung,
welcher bestenfalls kurzfristig die finanziellen Lücken in der Pflegeversicherung
schließen würde.22 Der Pflegemindestlohn ist zuletzt am 1. Juli 2025 weiter gestiegen. Seitdem erhalten
Pflegehilfskräfte mindestens 16,10 € brutto pro Stunde (zuvor: 15,50 €), qualifizierte
Pflegehilfskräfte (mit mindestens einjähriger Ausbildung und entsprechender Tätigkeit)
17,35 € (zuvor: 16,50 €) und Pflegefachkräfte 20,50 € (zuvor: 19,50 €).23 Die Digitalisierung der Pflege in Deutschland läuft nur schleppend voran. Seit dem
1. Juli 2025 gilt die gesetzliche Pflicht zur Anbindung aller ambulanten und stationären
Pflegeeinrichtungen an die Telematikinfrastruktur (TI) für den sicheren Austausch
für Gesundheitsdaten. Große Herausforderungen für die Pflegeeinrichtungen stellte
die Beantragung der erforderlichen Komponenten wie dem elektronischen Heilberufsausweis
(eHBA) oder der SMC-B-Karte dar. Problematisch sei zudem, dass viele "potenzielle
Kommunikationspartner im Gesundheitswesen entweder noch nicht angeschlossen sind oder
KIM trotz bestehender Anbindung bislang nicht aktiv nutzen", so Bertram Grabert-Naß,
stellvertretender Geschäftsführer des Deutschen Berufsverbands für Pflegeberufe (DBfK)
Nordwest. Dem Fachdienst Care vor9 zu Folge seien von den rund 32.000 Einrichtungen
erst 9.500 im Verzeichnisdienst der Gematik zu finden und können damit Daten über
die TI austauschen. Ursächlich seien insbesondere überlastete Softwarefirmen, lange
Wartezeiten auf den elektronischen Heilberufsausweis (eHBA), welcher für die Beantragung
der SMC-B Voraussetzung ist, sowie komplexe bürokratische Verfahren.24 c) RehabilitationsmarktAuch die deutsche Rehabilitationsbranche wartet auf politische Weichenstellungen.
Einheitlicher Konsens des Deutschen REHA-Rechtstages am 23. Mai 2025 in Berlin war:
Die Rehabilitationseinrichtungen benötigen aufgrund der steigenden Qualitätsanforderungen,
begrenzten Ressourcen und zunehmendem Reformdruck einen verlässlichen Rechtsrahmen,
um Planungssicherheit und Innovationen zu gewährleisten. Im Fokus stand u.a. das Berufsbildungsvalidierungs-
und Digitalisierungsgesetz. Dieses eröffne neue Perspektiven für die berufliche Teilhabe.
Vorgeschlagene modulare Bildungswege und Teilzeitmodelle könnten dazu beitragen, Qualifizierungsangebote
flexibler zu gestalten.25 Das Reha-Budget der Deutschen Rentenversicherung (DRV) wird derzeit noch von einer
Demografiekomponente aus dem Jahr 2013 begrenzt und muss zeitgemäß am tatsächlichen
Bedarf ausgerichtet werden.26 Zudem fordert die Deutsche Gesellschaft für Medizinische Rehabilitation (DEGEMED),
Vorsorge- und Rehabilitationseinrichtungen als gleichberechtigte Ausbildungsträger
in den Gesundheitsberufen anzuerkennen. Zur Begegnung des Fachkräftemangels im Gesundheitswesen
müsse eine deutliche Ausweitung der Ausbildungskapazitäten erfolgen.27 KapazitätsauslastungDer MATERNUS-Konzern verfügte zum Bilanzstichtag 30. Juni 2025 mit 17 Einrichtungen
über eine Gesamtkapazität von insgesamt 2.343 Betten (31. Dezember 2024: 2.318 Betten
bei 18 Einrichtungen). Auf das Segment Pflege entfallen davon 15 Einrichtungen mit
durchschnittlich 1.781 Betten (31. Dezember 2024: 1.756 Betten). Das Segment Rehabilitation
verfügt über eine Kapazität von 562 Betten (31. Dezember 2024: 562 Betten), verteilt
auf zwei Kliniken. Im ersten Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres 2025 konnte die Kapazitätsauslastung
im MATERNUS-Konzern von durchschnittlich 80,7 Prozent im Vergleichszeitraum des Vorjahres
auf 81,3 Prozent verbessert werden. Die Auslastung der Senioren- und Pflegeeinrichtungen hat sich im ersten Halbjahr 2025
um 82 Betten auf durchschnittlich 1.497 Betten (30. Juni 2024: 1.579 Betten) gesunken,
die Auslastung konnte aber stabil bei 84 Prozent stabil gehalten werden. Der leichte
Belegungsrückgang im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr ist im Wesentlichen auf die Schließung
der Einrichtung in Löhne zu Ende November 2024 zurückzuführen. Die Rehabilitationskliniken erreichten im ersten Halbjahr 2025 eine durchschnittliche
Auslastung von 409 Betten bzw. 72,8 Prozent (30. Juni 2024: 69,3 Prozent). Die durchschnittliche
Auslastung hat sich zum Vergleichszeitraum um 20 Betten verbessert. Durch Beschränkungen
wegen Brandschutzauflagen in der Bayerwald-Klinik in Cham standen Teile der Kapazität
nicht zur Verfügung, weshalb eine weitergehende Erhöhung der Belegung trotz vorhandener
Nachfrage nicht erreicht werden konnte. ErtragslageMATERNUS-KonzernIm Konzern ist der Umsatz im ersten Halbjahr 2025 um 2,2 Mio. € auf 59,3 Mio. € (Vorjahr:
57,1 Mio. €) gestiegen. Ursächlich sind neu verhandelte Pflegesätze sowie verbesserte
Entgelte für erbrachte Rehabilitationsleistungen in Verbindung mit der erhöhten Auslastung. Die sonstigen betrieblichen Erträge haben sich im Vergleichszeitraum um 1,1 Mio. €
auf 3,6 Mio. € erhöht. Hintergrund für den Anstieg sind periodenfremde Erträge aus
Ausbildungsvergütungen. Der Personalaufwand bewegte sich mit 38,1 Mio. € (Vorjahr: 37,8 Mio. €) auf einem
zum Vorjahr vergleichbarem Niveau. Durchschnittlich beschäftigte der MATERNUS-Konzern
1.591 Vollzeitkräfte (1. Halbjahr 2024: 1.452 Vollzeitkräfte). Der Materialaufwand lag mit 6,8 Mio. € auf dem Vorjahresniveau. Kosteneinsparungen
ergaben sich im Energiebereich aus einer zum Jahresende 2023 erhandelten Festpreisvereinbarung.
Zudem konnte der Einsatz von Fremdarbeit wie geplant auf dem zum Jahresende 2024 erreichten
Stand gehalten werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen stiegen um 3,3 Mio. € auf 11,4 Mio. € (Vorjahr:
8,0 Mio. €), im Wesentlichen zurückzuführen auf die höhere Verwaltungskostenumlage. Im Berichtszeitraum erzielte der MATERNUS-Konzern ein Ergebnis vor Zinsen, Steuern
und Abschreibungen (EBITDA) von 6,7 Mio. € (Vorjahr: 7,1 Mio. €). Dies entspricht
einer EBITDA-Marge von 11,3 Prozent (Vorjahr: 12,4 Prozent). Die planmäßigen Abschreibungen nahmen auf 4,3 Mio. € (Vorjahr: 4,9 Mio. €) ab. Das Finanzergebnis hat sich von -3,8 Mio. € auf -4,0 Mio. € verschlechtert, was an
den um 0,1 Mio. € erhöhten Zinsaufwendungen lag. Das Konzernergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) verbesserte sich leicht von 2,2
Mio. auf 2,4 Mio. €. Das Konzernergebnis vor Steuern (EBT) stieg im Vorjahresvergleich um 0,1 Mio. € auf
-1,6 Mio. €. Unter Berücksichtigung der Ertragsteuern hat sich das Halbjahresergebnis des MATERNUS-Konzerns
im 1. Halbjahr 2025 leicht auf -2,1 Mio. € verschlechtert (Vorjahr: -1,8 Mio. €). Segment Seniorenwohn- und PflegeeinrichtungenMATERNUS konnte die Auslastungsquote im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen
im Berichtszeitraum bei 84 Prozent stabil halten. Die Belegung belief sich auf 1.497
Betten und ist gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 82 Betten gesunken
(Vorjahr: 1.579 Betten). Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen hat sich der Umsatz um 1,8 Mio. €
auf 46,3 Mio. € erhöht. Dies ist begründet durch erfolgreich neu verhandelte Pflegesätze. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind um 0,6 Mio. € auf 3,1 Mio. € (Vorjahr: 2,5
Mio. €) gestiegen. Ursächlich dafür sind die erhöhten periodenfremden Erträge aus
Ausbildungsumlagen. Der Personalaufwand ging auf 28,7 Mio. € zurück (Vorjahr: 29,6 Mio. €). Die Personalintensität
hat sich im Berichtszeitraum in Verbindung mit dem ausgeweiteten Segmentumsatz um
4,5 Prozentpunkte auf 62,1 Prozent (Vorjahr: 66,6 Prozent) verringert. Auch der Materialaufwand liegt mit 4,3 Mio. € (Vorjahr: 4,5 Mio. €) leicht unter dem
Vorjahresniveau. Der Einsatz von Fremdarbeit konnte auf dem zum Jahresende 2024 erreichten
Niveau gehalten werden. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. Miet-, Pacht- und Leasingaufwand)
haben sich um 2,3 Mio. € auf insgesamt 8,8 Mio. € erhöht (Vorjahr: 6,5 Mio. €). Ursächlich
hierfür sind insbesondere die ausgeweiteten Verwaltungskostenumlagen. Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen wurde im Zeitraum Januar bis Juni
2025 ein deutlich auf 7,5 Mio. € (Vorjahr: 6,3 Mio. €) verbessertes EBITDA erzielt,
welches einer auf 16,2 Prozent (Vorjahr: 14,2 Prozent) gestiegenen EBITDA-Marge entspricht.
Das EBT vor Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen
nahm von 0,8 Mio. € im Vorjahr auf 2,6 Mio. € zu. Segment RehabilitationIm Segment Rehabilitation konnte MATERNUS die Auslastung auf ein durchschnittliches
Niveau von 72,8 Prozent (Vorjahr: 69,3 Prozent) inklusive Begleitpersonen verbessern.
Die Belegung hat sich entsprechend von 389 Betten im vergleichbaren Vorjahreszeitraum
auf 409 Betten verbessert. Im Segment Rehabilitation stiegen die Umsatzerlöse auf Basis der verbesserten Auslastung
und höherer Abrechnungssätze leicht um 0,1 Mio. € auf 12,0 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Erträge nahmen auf 0,4 Mio. € (Vorjahr: 0,1 Mio. €) zu. Der Personalaufwand ist um 1,2 Mio. € auf 9,3 Mio. € (Vorjahr: 8,0 Mio. €) im Vergleichszeitraum
gestiegen, zurückzuführen auf den gegenüber Vorjahr erhöhten Personalbestand. In Verbindung
mit dem erhöhten Segmentumsatz nahm die Personalintensität im 1. Halbjahr 2025 um
10 Prozentpunkte auf 77,6 Prozent zu (Vorjahr: 67,6 Prozent). Der Materialaufwand ist mit 2,5 Mio. € (Vorjahr: 2,5 Mio. €) konstant geblieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen (inkl. Miet-, Pacht- und Leasingaufwand)
sind um 0,5 Mio. € auf insgesamt 1,8 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 1,3 Mio. €), ebenfalls
aufgrund der Verwaltungskostenumlage. Im Segment Rehabilitation wurde im 1. Halbjahr 2025 ein auf -1,2 Mio. € (Vorjahr:
0,2 Mio. €) verringertes EBITDA erzielt. Das EBT vor Ergebnisanteilen anderer Gesellschafter
sank gegenüber dem Vorjahr um 1,3 Mio. auf -3,0 Mio. € (Vorjahr: -1,7 Mio. €). VermögenslageDie Konzernbilanzsumme hat sich zum Stichtag 30. Juni 2025 um 2,7 Mio. € auf 137,2
Mio. € verringert. Durch die Anwendung von IFRS 16 liegt das Anlagevermögen weiterhin auf einem hohen
Niveau von 119,6 Mio. € (31. Dezember 2024: 122,9 Mio. €). Der Rückgang des Anlagevermögens
im Vergleich zum Vorjahr resultiert aus der planmäßigen Abschreibung der Sachanlagen,
den immateriellen Vermögensgegenständen sowie den Nutzungsrechten nach IFRS 16. Die
Investitionen ohne Leasingaktivierungen betrugen 0,9 Mio. €. Das Umlaufvermögen ist zum Bilanzstichtag auf 17,6 Mio. € (31. Dezember 2024: 17,0
Mio. €) gestiegen. FinanzlageDer nicht durch Eigenkapital gedeckte Fehlbetrag hat sich um den ausgewiesenen Konzernhalbjahresfehlbetrag
auf -68,9 Mio. € (31. Dezember 2024: -66,8 Mio. €) erhöht. Zum 30. Juni 2025 haben sich die langfristigen Schulden erheblich um 51,7 Mio. € ausgeweitet,
zusammenhängend mit der Verlängerung des Darlehens mit der Raiffeisen Bank International
AG (s. nachfolgend unter Nachtragsbericht). Dies spiegelte sich entsprechend in einem
Zuwachs der langfristigen Finanzverbindlichkeiten auf 121,4 Mio. € (31. Dezember 2024:
69,7 Mio. €) wider. Im Vergleich zum 31. Dezember 2024 haben sich die kurzfristigen Schulden im Konzern
aufgrund des verlängerten Darlehens und der Umgliederung dagegen um 52,3 Mio. € auf
80,5 Mio. € reduziert. Dies machte sich vor allem bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten
bemerkbar, welche um 52,2 Mio. € auf 65,6 Mio. € sanken. Ebenfalls rückläufig entwickelten
sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (-1,0 Mio. € auf 2,7 Mio.
€). Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten nahmen im Vergleich zum Bilanzstichtag
31. Dezember 2024 auf 8,5 Mio. € zu (Vorjahr: 7,2 Mio. €). Die sonstigen kurzfristigen Rückstellungen fielen gegenüber dem Stichtag 31. Dezember
2024 mit 1 Mio. € nahezu konstant aus. Der Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit ist auf 7,4 Mio. € (Vorjahr: 12,6 Mio.
€) gesunken. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr mit -6,9
Mio. € (Vorjahr: -7,3 Mio. €) leicht gestiegen, bedingt dadurch, dass im Vergleich
zum Vorjahreszeitraum keine weiteren Kredite aufgenommen wurden und durch die geringere
Zinslast aus Leasing. Der direkte Cashflow, welcher sich aus dem Konzernergebnis vor Steuern, vor Abschreibungen
sowie vor zahlungsunwirksamen Aufwendungen und Erträgen herleitet, ist aufgrund des
verbesserten Konzernergebnisses vor Steuern per 30. Juni 2025 auf einen Wert von 2,8
Mio. € (Vorjahr: 3,4 Mio. €) gesunken. Die Investitionen in Höhe von 1,2 Mio. € (Vorjahr: 2,3 Mio. €) betreffen überwiegend
die Anschaffung von Anlagen im Bau, technischen Anlagen sowie medizinisch pflegerischere
Ausstattung. MitarbeiterIm ersten Halbjahr 2024 waren keine Mitarbeiter in der MATERNUS-Kliniken AG angestellt.
Im gesamten MATERNUS-Konzern arbeiteten im Berichtszeitraum durchschnittlich 1.591
Vollzeitkräfte (Geschäftsjahr 2024: 1.426, 1. Halbjahr 2024: 1.452 Vollzeitkräfte).
Hiervon gehörten 1.256 Vollzeitkräfte (Geschäftsjahr 2024: 1.123, 1. Halbjahr 2024:
1.146) dem Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen und 335 Vollzeitkräfte (Geschäftsjahr
2024: 303, 1. Halbjahr 2024: 306) dem Segment Rehabilitation an. Aufsichtsrat und VorstandIm ersten Halbjahr 2025 ergaben sich keine Veränderungen in der Besetzung von Vorstand
und Aufsichtsrat. Die MATERNUS-Kliniken AG wurde unverändert von ihrem Alleinvorstand Mario Ruano-Wohlers
geleitet. Der Aufsichtsrat setzte sich wie folgt zusammen: Frau Dr. Daniela Rossa-Heise (Vorsitzende),
Herr Sven Olschar (Stellvertreter), Herr Jörg Arnold, Frau Sabine Bader, Herr Karl
Ehlerding, Herr Dietmar Erdmeier, Frau Helene Günther, Herr Helmut Kraft, Frau Marion
Leonhardt, Dr. Michael Stödtler, Frau Andrea Traub und Frau Sylvia Wohlers de Meie. Anzahl der Aktien / GrundkapitalUnverändert beträgt das Grundkapital der Gesellschaft 52.425.000 € und ist eingeteilt
in 20.970.000 auf den Inhaber lautende Aktien ohne Nennwert (Stückaktien) mit einem
anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,50 € je Aktie. Die Hauptversammlung am 28. August 2024 hat beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen,
mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 27. August
2029 um insgesamt bis zu 26.212.500 € durch ein- oder mehrmalige Ausgabe von neuen,
nennbetragslosen, auf den Inhaber lautende Stückaktien gegen Bareinlagen und / oder
Sacheinlagen bzw. sonstige Vermögensgegenstände zu erhöhen. Hierbei steht den Aktionären
das gesetzliche Bezugsrecht zu. NachtragsberichtMit Datum vom 24. Juni 2025 wurde das Darlehen mit der Raiffeisen Bank International
AG über den 30. September 2025 hinaus bis zum 30. September 2030 prolongiert. Dieses
Darlehen ist ein gemeinsames Darlehen mit der CURA Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime
GmbH, für welches die MATERNUS-Kliniken AG aber nicht haftet. Nach dem Bilanzstichtag sind keine weiteren wesentlichen Ereignisse eingetreten, die
das im vorliegenden Zwischenabschluss vermittelte Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns beeinflussen und somit aus heutiger Sicht wesentliche Auswirkungen
auf den Geschäftsverlauf des MATERNUS-Konzerns haben könnten. Risiko- und PrognoseberichtGegenüber den im Geschäftsbericht 2024 auf den Seiten 41 bis 45 dargestellten Chancen
und Risiken sowie in der Prognose haben sich keine wesentlichen Veränderungen außer
den unten unter "Ausblick" genannten ergeben. AusblickDie im Geschäftsbericht 2024 auf Seite 45 abgegebene Prognose für das Geschäftsjahr
2025 hat unverändert Bestand. Der Vorstand erwartet für 2025 einen Konzernumsatz von mindestens 131,2 Mio. € (Vorjahr:
120,0 Mio. €) zu erzielen. Dieser verteilt sich zu mindestens 98,8 Mio. € (Vorjahr:
91,4 Mio. €) auf das Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen, zu mindestens
29,0 Mio. € (Vorjahr: 26,7 Mio. €) auf das Segment Rehabilitation und zu 3,4 Mio.
€ auf das Segment Holding. Für das Konzern EBITDA erwartet der Vorstand einen moderat über dem Vorjahresniveau
liegenden Wert (Vorjahr: 4,5 Mio. €) bei moderat verbesserter EBITDA Marge (Vorjahr:
4 Prozent). Im Segment Seniorenwohn- und Pflegeeinrichtungen soll der Einsatz von Fremdpersonal
zur Erfüllung der Personalvorgaben auf dem derzeit niedrigen Stand gesichert und die
Auslastung in den Einrichtungen wieder deutlich erhöht werden. Hierdurch soll auch
sichergestellt werden, dass die Fixkosten der Pflegeeinrichtungen wieder refinanziert
werden. Höhere Personalkosten beeinflussen durch die Refinanzierung der Kostenträger
auch die Segmenterlöse. In Bezug auf das Unternehmensergebnis geht der Vorstand insgesamt
aufgrund der Refinanzierungsmöglichkeit von einem neutralen Effekt aus. Im Segment Rehabilitation wird für beide Kliniken mit einer Erholung der Belegung
gerechnet. Im Bereich der Materialkosten wird sich das bereits in 2023 initiierte Kostensenkungsprogramm
weiter positiv auswirken. MATERNUS investiert in 2025 weiter in eine verstärkte Personal-
und Führungsstruktur und in die IT-Prozesse. Berlin, im September 2025 MATERNUS-Kliniken Aktiengesellschaft
Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichere ich, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss der MATERNUS-Kliniken
AG für das Halbjahr 2025 ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns
so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Berlin, im September 2025 MATERNUS-Kliniken Aktiengesellschaft
Konzernabschluss und KonzernanhangKonzern-Bilanz zum 30. Juni 2025AKTIVA
PASSIVA
Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung
Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Segmentberichterstattung für das 1. Halbjahr 2025
Vorjahreswerte in Klammern Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
KonzernanhangGeschäftsvorfälle mit nahestehenden Unternehmen und Personen gemäß IAS 24Geschäftsvorfälle zwischen dem Unternehmen und seinen Tochterunternehmen, die nahestehende
Personen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangangabe
nicht erläutert. Nahestehende PersonenDie nahestehenden Personen der MATERNUS-Gruppe umfassen die Mitglieder des Vorstandes
und Aufsichtsrates der MATERNUS-Kliniken Aktiengesellschaft sowie deren nahe Familienangehörige. Nahestehende UnternehmenCURA 12. Seniorencentrum GmbHZum 30. Juni 2025 valutiert das Darlehen der MATERNUS-Kliniken Aktiengesellschaft
unverändert mit 17,3 Mio. €. Daneben bestehen weitere Darlehensverbindlichkeiten in
Höhe von 4,4 Mio. €. Der Zinsaufwand betrug im Zwischenabschluss 2024 0,5 Mio. €. CURA Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbHZum 30. Juni 2025 weist die MATERNUS-Kliniken Aktiengesellschaft gegenüber der CURA
Kurkliniken Seniorenwohn- und Pflegeheime GmbH Verbindlichkeiten aus dem Cash-Management
in Höhe von 28,7 Mio. € aus. CURA Seniorenwohn- und Pflegeheime Dienstleistungs GmbHZum 30. Juni 2025 weist die MATERNUS-Gruppe gegenüber der CURA Seniorenwohn- und Pflegeheime
Dienstleistungs GmbH Forderungen in Höhe von 0,04 Mio. € aus. Im Berichtszeitraum
wurden der CURA Seniorenwohn- und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH 1,2 Mio. € in Rechnung
gestellt und in Höhe von 3,9 Mio. € wurde die MATERNUS-Gruppe durch die CURA Seniorenwohn-
und Pflegeheime Dienstleistungs GmbH belastet. Die Beziehungen resultieren aus den
zentralen Dienstleistungsverträgen. CURA 22. Seniorencentrum GmbHDie CURA 22. Seniorencentrum GmbH vermietet das Grundstück und Gebäude der Einrichtung
Pflegezentrum Maximilianstift GmbH an die Pflegezentrum Maximilianstift GmbH. Im Berichtszeitraum
wurden aus dem Mietvertrag 0,2 Mio. € an Miete in Rechnung gestellt. ZVG Bayerwald-Klinik Liegenschafts GmbHDie ZVG Bayerwald-Klinik Liegenschafts GmbH vermietet das Grundstück und Gebäude der
Bayerwald Klinik GmbH & Co. KG, Cham. Im Berichtszeitraum wurden aus dem Pachtvertrag
0,4 Mio. € an Miete in Rechnung gestellt. CURA Energie GmbHDie CURA Energie GmbH übernahm bis zum 31. Dezember 2022 die Energieversorgung der
MATERNUS Gruppe. Seit dem 1. Januar 2023 erfolgt die Energieversorgung über die Stadtwerke
Jena. Zum 30. Juni 2024 weist die MATERNUS-Gruppe Forderungen in Höhe von 0,05 Mio.
€ aus. AnhangangabenIm vorliegenden Halbjahresbericht werden die gleichen Bilanzierungs-, Bewertungs-
und Berechnungsmethoden wie im Konzern-Abschluss der MATERNUS-Kliniken AG zum 31.
Dezember 2024 angewendet. Hierbei kommen alle bis zum 30. Juni 2025 verpflichtend
anzuwendenden Standards und Interpretationen des International Accounting Standards
Board (IASB) bzw. seiner Gremien zur Anwendung. Eine vorzeitige Anwendung noch nicht
in Kraft getretener IFRS oder deren Interpretationen wurde nicht vorgenommen. KonsolidierungskreisIn der Berichtsperiode ergaben sich keine Änderungen des Konsolidierungskreises durch
den Erwerb oder die Veräußerung von Tochtergesellschaften. FußnotenAktie der MATERNUS-Kliniken AG
1
Vgl. https://www.tagesschau.de/wirtschaft/finanzen/kapitalflucht-usa-europa-dax-dow-jones-us-verschuldung-100.htm
l und https://www.smartbrokerplus.de/de-de/blog/erstes-boersenhalbjahr-2025/ Konzernlagebericht
7
Vgl. https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2025/07/PD25_278_811.html ImpressumHerausgeberMATERNUS-Kliniken AG Investor RelationsUBJ. GmbH Konzept, Redaktion, Layout & Satzwww.betriebsart.de Als digitale Version stehen der vorliegende Halbjahresbericht 2025 der MATERNUS-Kliniken
AG sowie die Geschäftsberichte jeweils im Internet unter www.maternus.de zur Verfügung. FotomaterialTitelseite: Bewohnerinnen und Bewohner der Einrichtungen (Quelle: Fotograf Darius
Ramazani, Bildrechte: CURA Seniorenwohn- und Dienstleistungs GmbH) Zukunftsgerichtete Aussagen und PrognosenDieser Bericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Diese Aussagen basieren auf den
gegenwärtigen Erfahrungen, Vermutungen und Prognosen des Vorstandes sowie den ihm
derzeit verfügbaren Informationen. Die zukunftsgerichteten Aussagen sind nicht als
Garantien der darin genannten zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse zu verstehen.
Die zukünftigen Entwicklungen und Ergebnisse sind vielmehr von einer Vielzahl von
Faktoren abhängig. Sie beinhalten verschiedene Risiken und Unwägbarkeiten und beruhen
auf Annahmen, die sich möglicherweise als nicht zutreffend erweisen. Zu diesen Risikofaktoren
gehören insbesondere die im Risikobericht auf Seite 12 genannten Faktoren. Wir übernehmen
keine Verpflichtung, die in diesem Bericht gemachten zukunftsgerichteten Aussagen
zu aktualisieren. MATERNUS-Kliniken AG |
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