MEDICLIN AktiengesellschaftOffenburgHalbjahresfinanzbericht nach WpHG zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 30.06.2023Zwischenberichtder MEDICLIN Aktiengesellschaftfür die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 30. Juni 2023MEDICLIN: Kennzahlen der Geschäftsentwicklungscrollen
1 Konzernergebnis der vorangegangenen 12 Monate
/ Eigenkapital
Aus rechnerischen Gründen können in den
Tabellen Rundungsdifferenzen in Höhe von + / - einer
Einheit (€, % etc.) auftreten; die Prozentsätze
sowie die Veränderungen in % sind auf Basis der nicht
gerundeten €-Werte ermittelt.
Konzernzwischenlageberichtder MEDICLIN Aktiengesellschaftfür die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 30. Juni 2023Wirtschaftsbericht für das 1. Halbjahr 2023Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und VermögenslageWeiterhin steigende Auslastung, insbesondere im Segment PostakutEine steigende Auslastung bei den medizinischen,
therapeutischen und pflegerischen Leistungen führte im
Konzern zu einem Umsatz- und Ergebnisanstieg. In den ersten
sechs Monaten des aktuellen Geschäftsjahres stieg die
Zahl der stationär behandelten Patienten um 3,4 % auf
53.424 Patienten und die Auslastung um 5,5 Prozentpunkte
auf 83,6 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Mehraufwendungen und Kostensteigerungen belasten das KonzernbetriebsergebnisIm 1. Halbjahr 2023 betrug der Konzernumsatz 364,8 Mio.
Euro, dies sind 9,5 Mio. Euro oder 2,7 % mehr als im 1.
Halbjahr 2022. Um Schutzschirmleistungen und Desinvestments
bereinigt erhöhte sich der Konzernumsatz um 24,8 Mio.
Euro bzw. 7,5 %.
Erzielt wurde im 1. Halbjahr 2023 ein
Konzernbetriebsergebnis von 11,3 Mio. Euro, das damit um
4,7 Mio. Euro über dem Vergleichswert des Vorjahres
lag. Die Schließung einer Rehabilitationseinrichtung
sowie der deutliche Anstieg der Material- und
Personalaufwendungen haben das Konzern-EBIT in Höhe
von insgesamt 18,9 Mio. Euro belastet.
Finanz- und VermögenslageIm 1. Halbjahr 2023 wurden brutto 16,7 Mio. Euro (6M
2022: 9,5 Mio. Euro) investiert. Zum 30. Juni 2023 betrugen
die liquiden Mittel 89,3 Mio. Euro (31.12.2022: 88,0 Mio.
Euro). Die liquiden Mittel beinhalten voraussichtlich im
Laufe des Jahres zu leistende Rückzahlungen
(Schutzschirmleistungen) von insgesamt 22,5 Mio. Euro.
Weiterhin sind 18,1 Mio. Euro Fördermittel für
einen geplanten Klinikneubau enthalten.
Zum 30. April 2023 wurden die Dr. Hoefer-Janker GmbH
& Co. Klinik KG und die MVZ MediClin Bonn GmbH im Wege
eines Share Deals veräußert. Die bilanziellen
und finanziellen Auswirkungen sind auf Seite 23
dargestellt. Ein Abschreibungsbedarf auf den beizulegenden
Zeitwert bestand nicht.
Der Vorstand beurteilt sowohl die Ertragslage als auch
die Finanz- und Vermögenslage des Konzerns als solide.
Ausblick - keine Änderung der Prognose für das Geschäftsjahr 2023Was die bisherige Prognose für das
Geschäftsjahr 2023 anbelangt, so gilt diese weiterhin,
auch wenn der Vorstand aktuell von steigenden Kosten im
Konzern bei vorgegebenem Umsatzwachstum ausgeht. Eine
Konkretisierung der Prognose ist aufgrund der
konjunkturellen Rahmenbedingungen und der anstehenden
Änderungen im Gesundheitswesen erst nach dem 3.
Quartal 2023 verbindlich möglich.
Die Prognose steht jedoch auch weiterhin unter dem
Vorbehalt, dass sich für die konjunkturelle und
wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland in den
nächsten Monaten keine massiven und anhaltenden
negativen Konsequenzen aus den aktuellen geopolitischen und
ökonomischen Rahmenbedingungen ergeben und die
Zuschüsse für die Energiekosten der Prognose
entsprechen.
Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene RahmenbedingungenDie Inflationsrate sinkt - die Konjunktur kommt nur langsam in SchwungDer Internationale Währungsfonds (IWF) zeigt sich
in seinem Weltwirtschaftsausblick (WEO) vom 27. Juli 2023
optimistisch - nur für Deutschland hat er in diesem
Jahr ein schrumpfendes Bruttoinlandsprodukt (BIP) in der
Größenordnung von -0,3% prophezeit. Im Jahr 2024
wird dann wieder ein Wachstum von 1,3% erwartet. Positiv
dürfte sich in den kommenden Monaten ein Rückgang
der Inflationsraten auswirken, wie das IFO-Institut in
seiner Prognose vom 21. Juni 2023 veröffentlicht hat.
Für das zweite Halbjahr 2023 gehen die Experten von
einer langsamen konjunkturellen Erholung aus, da das
Nachlassen der Lieferengpässe, der im historischen
Vergleich noch hohe Auftragsbestand und die gesunkenen
Energiepreise die Produktion in der Industrie trotz
nachlassenden Auftragseingängen expandieren lassen.
Auch der private Konsum dürfte zunehmend von
Lohnsteigerungen, dem weiterhin robusten Arbeitsmarkt und
dem erwarteten Rückgang der Inflation profitieren.
1 Trotzdem besteht über die weitere
konjunkturelle Entwicklung eine gewisse Unsicherheit.
Krankenhausreform: Bund und Länder haben Eckpunktepapier verabschiedetAm 10. Juli 2023 haben sich Bund und Länder auf
Eckpunkte zur Krankenhausreform geeinigt. Positiv ist, dass
die Bundesländer ein starkes Mitspracherecht bei der
konkreten Ausgestaltung und Umsetzung haben. Die Reform
muss zwingend am Versorgungsbedarf in den Regionen
ausgerichtet werden. Verschiedene Kernprobleme des
aktuellen Systems bleiben allerdings weiterhin
ungelöst. Es fehlen zum Beispiel konkrete
Lösungsansätze zur Entbürokratisierung und
damit zur Entlastung der Mitarbeiter. Die Reform betrifft
in erster Linie den Akut-Sektor. Aber auch die
Rehabilitation und deren Rolle in der Gesundheitsversorgung
muss in dieser Reform mitbedacht werden, denn
Veränderungen in der Akut-Landschaft wirken sich auf
die gesamte Versorgungskette aus. Ein Denkansatz, den
MEDICLIN bereits verfolgt, ist der Ausbau ambulanter
Strukturen und eine enge Verzahnung von Reha- und
Akutkliniken bzw. deren Leistungen. Die genaue
Ausgestaltung der Reform bleibt abzuwarten.
MEDICLIN will ihre Stärken ausbauenDie Stärken von MEDICLIN liegen in der
Rehabilitation und in der interdisziplinären
Zusammenarbeit zwischen Akutmedizin und Rehabilitation. Was
den Sektor Rehabilitation anbelangt, geht MEDICLIN aufgrund
der sich wandelnden Rahmenbedingungen von einer steigenden
Nachfrage nach präventiven Angeboten und
umfangreicheren therapeutischen Nachbehandlungen aus.
Diesen Trend wird MEDICLIN aktiv mitgestalten, und zwar mit
ambulanten und digitalen Angeboten. Ebenfalls einen Bedarf
sieht der Konzern in einem passenden stationären
Reha-Angebot in der Klinik, in der bereits die
Akutbehandlung erfolgt ist. Dieses Angebot unter einem Dach
ermöglicht einen ununterbrochenen Versorgungsprozess
und sichert die Qualität des Behandlungsergebnisses.
Neue Long-COVID-Initiative des BundesgesundheitsministeriumsKarl Lauterbach hat am 12. Juli 2023 eine
Long-COVID-Initiative des Bundesgesundheitsministeriums
vorgestellt. Neben einer Informations-Website soll es
Forschungsgelder und ab Herbst einen Runden Tisch mit
Betroffenen geben. Aktuell sind Fördergelder für
die Forschung in der Größenordnung von 40 Mio.
Euro bereitgestellt, um Therapiemöglichkeiten und
Medikamente für die Heilung der vielfältigen
Krankheitssymptome zu entwickeln. Mehrere Kliniken der
MEDICLIN behandeln inzwischen erfolgreich und
wissenschaftlich fundiert Post- und Long-COVID-Patienten.
1 Monatsbericht des Bundesministeriums für
Finanzen Juni 2023
Ertrags-, Finanz- und VermögenslageErtragslageDer Konzernumsatz lag im 1. Halbjahr 2023 um 9,4 Mio.
Euro oder 2,7 % über dem Vergleichswert des Vorjahres.
Umsatz- und Ergebnisentwicklung des Konzernsscrollen
Im Vergleich zum Vorjahreshalbjahr stieg der
Materialaufwand um 5,1 Mio. Euro (+7,8 %) auf 70,4 Mio.
Euro. Den größten Anstieg in Höhe von 4,1
Mio. Euro verzeichneten bei den bezogenen Leistungen die
Fremdpersonalkosten, die sich gegenüber dem
Vorjahreszeitraum nahezu verdreifacht haben. Die
Energiekosten lagen aufgrund der erhaltenen Zuschüsse
bei 9,3 Mio. Euro und damit nahezu auf dem hohen
Vorjahresniveau (6M 2022: 9,1 Mio. Euro). Der
Personalaufwand stieg um 13,4 Mio. Euro (+6,0 %) aufgrund
von Entgelterhöhungen und einer höheren Anzahl an
Mitarbeitern (+46 Vollzeitkräfte). Die sonstigen
betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich um 2,5 Mio.
Euro.
Die Abschreibungen verringerten sich um 10,3 Mio. Euro.
Im Wesentlichen (-9,9 Mio. Euro) reduzierten sie sich
aufgrund der geänderten Konditionen für die im
November 2022 neu verhandelten Mietverträge für
Klinikimmobilien.
Obiger Sachverhalt verbunden mit den Vorgaben nach IFRS
16 führen auch zu einem deutlich negativen
Finanzergebnis in Höhe von -10,3 Mio. Euro, das um 6,3
Mio. Euro unter dem Wert des Vorjahres lag. Von den
Zinsaufwendungen in Höhe von 11,8 Mio. Euro (6M 2022:
4,1 Mio. Euro) entfallen 9,6 Mio. Euro (6M 2022: 3,0 Mio.
Euro) auf Zinsen für Verbindlichkeiten aus
Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16.
Das Konzernbetriebsergebnis verbesserte sich um 4,7 Mio.
Euro auf 11,3 Mio. Euro.
Das den Aktionären der MEDICLIN Aktiengesellschaft
zuzurechnende Konzernergebnis liegt bei 4,8 Mio. Euro (6M
2022: 2,3 Mio. Euro). Das Ergebnis je Aktie beträgt
0,10 Euro (6M 2022: 0,05 Euro).
Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Segmente wird in
der Berichterstattung der Segmente ausführlich
dargestellt.
Finanz- und VermögenslageDer Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit
im 1. Halbjahr 2022 war noch deutlich belastet durch
Rückzahlungen aus erhaltenen Schutzschirmleistungen.
Ohne diese Rückzahlungen konnte der Cashflow aus
laufender Geschäftstätigkeit im 1. Halbjahr 2023
deutlich gesteigert werden.
Insgesamt verringerten sich die liquiden Mittel leicht
von 92,2 Mio. Euro auf 89,3 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2023.
Zukünftige Liquiditätsbelastungen ergeben sich
aus der voraussichtlich zu leistenden Rückzahlung
erhaltener Schutzschirmleistungen in Höhe von 22,5
Mio. Euro. Erhaltene Fördermittel in Höhe von
18,1 Mio. Euro für den Neubau der Hedon Klinik in
Lingen sind in den liquiden Mitteln enthalten.
Liquiditätscrollen
Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2023 haben sich weder auf
der Aktiv- noch auf der Passivseite der Bilanz wesentliche
Änderungen gegenüber dem 31. Dezember 2022
ergeben.
Bilanzstrukturscrollen
InvestitionenFast ein Drittel der Investitionen im 1. Halbjahr 2023
betreffen geförderte Neubaumaßnahmen an zwei
Klinikstandorten. Für Instandhaltungsmaßnahmen
wurden 5,7 Mio. Euro im 1. Halbjahr 2023 aufgewendet, im
Vorjahreszeitraum waren es 5,4 Mio. Euro.
Bruttozugänge zum Anlagevermögen (ohne Nutzungsrechte)scrollen
MitarbeiterDie durchschnittliche Zahl der Vollzeitkräfte hat
sich im Halbjahresvergleich um 46 Vollzeitkräfte
erhöht. Insgesamt waren in den ersten sechs Monaten
des aktuellen Geschäftsjahres konzernweit
durchschnittlich 9.995 Mitarbeiter (6M 2022: 10.101)
beschäftigt.
Konzernweit waren durchschnittlich 365 Auszubildende im
Berichtszeitraum beschäftigt (6M 2022: 377
Auszubildende).
Anzahl der Mitarbeiter im Konzern und in den Segmenten im Halbjahresdurchschnittscrollen
Entwicklung der KostenträgerstrukturNach IFRS (IFRS 8.34 "Informationen über wichtige
Kunden") hat ein Unternehmen Informationen über den
Grad seiner Abhängigkeit von seinen wichtigsten Kunden
vorzulegen. Die gesetzliche Rentenversicherung und die
gesetzliche Krankenversicherung sind die zwei
größten Leistungsträger für die
medizinische Rehabilitation. Im Akutbereich sind die
Leistungsträger überwiegend die gesetzlichen
Krankenkassen.
Die Überwachung und Steuerung der Umsätze mit
den Kostenträgern erfolgt monatlich. Danach fragten im
1. Halbjahr 2023 im Segment Postakut die
Rentenversicherungsträger 49,0 % (6M 2022: 48,2 %) und
die gesetzlichen Krankenversicherungen 43,6 % (6M 2022:
44,0 %) der Leistungen nach. Im Bereich Akut entfielen 90,5
% (6M 2022: 91,0 %) der nachgefragten Leistungen auf die
gesetzlichen Krankenkassen.
Berichterstattung der SegmenteIm Segment Postakut erhöhte sich der Umsatz um 4,1
Mio. Euro oder 1,9 %. Bereinigt um Einmal-/Sondereffekte
(Schutzschirmleistungen/Klinikschließung) stieg der
Segmentumsatz um 11,9 Mio. Euro oder 5,8 %.
Das Segment Akut weist einen Anstieg im Segmentumsatz um
3,9 Mio. Euro oder 3,1 % aus. Enthalten sind im
Segmentumsatz des Vorjahres noch Schutzschirmleistungen in
Höhe von 4,5 Mio. Euro. Bereinigt um diesen
Sondereffekt stieg der Umsatz im Halbjahresvergleich um 8,4
Mio. Euro oder 6,9 %.
Im Segment Sonstige Aktivitäten lag der Umsatz des
Geschäftsfelds Pflege in Höhe von 10,2 Mio. Euro
um 1,2 Mio. Euro über dem Vorjahreswert. Enthalten
waren hier im Vorjahreszeitraum noch Schutzschirmleistungen
in Höhe von 0,5 Mio. Euro.
Die Material- und Personalaufwendungen erhöhten
sich im Segment Akut deutlich stärker als im Segment
Postakut. Im Segment Postakut waren die Kostentreiber die
Aufwendungen für das Catering (+2,4 Mio. Euro), jedoch
nur zum Teil bedingt durch die höhere Auslastung. Im
Segment Akut stiegen die Kosten für Implantate und
medizinisches Material sowie für Fremdpersonal
deutlich.
Im Segment Postakut verbesserte sich das Ergebnis trotz
der höheren Belastungen. Positiv wirken sich hier die
geringeren Abschreibungen (IFRS 16) aus. Im Segment Akut
verschlechterte sich das Segmentergebnis um 0,9 Mio. Euro
auf -5,3 Mio. Euro.
Das Segment Sonstige Aktivitäten weist ein
gegenüber dem Vorjahr negatives Ergebnis in Höhe
von -1,4 Mio. Euro aus, das im Wesentlichen auf deutlich
höhere Personalaufwendungen zurückzuführen
ist.
Umsatzerlösescrollen
Materialaufwandscrollen
Personalaufwandscrollen
Segmentergebnisscrollen
Ergebnisse und Vermögenslage der Segmente im 1. Halbjahr 2023scrollen
Ergebnisse und Vermögenslage der Segmente im 1. Halbjahr 2022scrollen
Prognose-, Risiko- und ChancenberichtPrognoseberichtGegenüber den im Geschäftsbericht 2022 im
Prognosebericht veröffentlichten Angaben ergeben sich
keine wesentlichen Änderungen, da sich die
gesamtwirtschaftlichen und branchenbezogenen
Rahmenbedingungen für MEDICLIN, aktualisiert im
vorliegenden Zwischenbericht, nicht gravierend
geändert haben. Ebenso sind derzeit keine weiteren
bzw. zusätzlichen Gegebenheiten erkennbar, die den
zukünftigen Geschäftsverlauf der MEDICLIN massiv
positiv oder negativ beeinflussen würden.
Risiko- und ChancenberichtIm 1. Halbjahr 2023 haben sich keine zusätzlichen
Chancen und Risiken aus den konjunkturellen und
branchenspezifischen Rahmenbedingungen ergeben, auch keine
weiteren Risiken aus dem Kriegsgeschehen in der Ukraine,
die zu Änderungen im Chancen- und Risikomanagement
geführt hätten. Die bisherigen Angaben im
Geschäftsbericht 2022 gelten somit weiterhin. Es
ergeben sich aus heutiger Sicht für die
zukünftige Entwicklung der MEDICLIN keine
bestandsgefährdenden Risiken für das
Geschäftsjahr 2023.
Zukunftsgerichtete AussagenDieser Bericht enthält in die Zukunft gerichtete
Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen des
Managements beruhen. Wörter wie "antizipieren",
"annehmen", "glauben", "einschätzen", "erwarten",
"beabsichtigen", "können/könnten", "planen",
"projizieren", "sollten" und ähnliche Begriffe
kennzeichnen solche vorausschauenden Aussagen. Solche
Aussagen sind gewissen Risiken und Unsicherheiten
unterworfen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und
Prognosen der Unternehmensleitung der MEDICLIN AG beruhen.
Sollten einer dieser Unsicherheitsfaktoren oder andere
Unwägbarkeiten eintreten oder sollten sich die den
Aussagen zugrunde liegenden Annahmen als unrichtig
erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse
wesentlich von den in diesen Aussagen genannten oder
implizit zum Ausdruck gebrachten Ergebnissen abweichen. Es
ist von der MEDICLIN AG weder beabsichtigt noch
übernimmt die MEDICLIN AG eine gesonderte
Verpflichtung, solche zukunftsgerichteten Aussagen laufend
zu aktualisieren und fortzuschreiben, um sie an Ereignisse
oder Entwicklungen nach dem Erscheinen dieses
Zwischenberichts anzupassen.
Konzernzwischenabschlussder MEDICLIN Aktiengesellschaftfür die Zeit vom 1. Januar 2023 bis 30. Juni 2023Konzernzwischenbilanzzum 30. Juni 2023AKTIVAscrollen
PASSIVAscrollen
Konzernzwischengewinn- und -verlustrechnungscrollen
Konzernzwischengesamtergebnisrechnungscrollen
Konzernkapitalflussrechnungscrollen
Eigenkapitalveränderungsrechnungscrollen
scrollen
scrollen
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AnhangAllgemeine AngabenDer Bericht des ungeprüften
Konzernzwischenabschlusses der MEDICLIN für das 1.
Halbjahr des Geschäftsjahres 2023 entspricht dem
International Accounting Standard 34. Im Zwischenbericht
werden grundsätzlich dieselben Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden wie bei der Erstellung des
Konzernabschlusses für das Geschäftsjahr 2022
angewendet. Er ist deshalb im Zusammenhang mit dem von der
Gesellschaft veröffentlichten Geschäftsbericht
für das Jahr 2022 und dem Zwischenbericht zum 1.
Quartal 2023 zu lesen.
Der Zinssatz, der zur Diskontierung der
Pensionsrückstellungen nach IAS 19 angewendet wird,
betrug 3,6 % zum 30. Juni 2023 (31.03.2023: 3,5 %;
31.12.2022: 3,6 %).
Änderung des KonsolidierungskreisesIm Februar 2023 gründete die MEDICLIN
Aktiengesellschaft, Offenburg, als Alleingesellschafterin
die MediClin BAV GmbH, Offenburg. Gegenstand des
Unternehmens ist die einmalige oder laufende
Unterstützung von Betriebszugehörigen und
ehemaligen Betriebszugehörigen sowie deren
Angehörigen durch Übernahme und sodann
Durchführung und Erfüllung der bestehenden
Versorgungszusagen. Die Gesellschaft ist dem
Geschäftsfeld Service zugeordnet und ist in den
Konzernabschluss einbezogen.
Im Januar 2023 hat die MEDICLIN Aktiengesellschaft ihre
gesamten Kommanditanteile an der Dr. Hoefer-Janker GmbH
& Co. Klinik KG einschließlich deren Beteiligung
an der MVZ MediClin Bonn GmbH an die Mercurius Health
veräußert. Der Übergang der Gesellschaft
erfolgte, nach Erfüllung mehrerer Bedingungen, Ende
April 2023. Die Robert Janker Klinik ist eine Fachklinik
für die Behandlung von Tumorerkrankungen mit den
Fachbereichen Strahlentherapie und Radioonkologie,
interventionelle und diagnostische Radiologie und
Neuroradiologie, Palliativmedizin sowie ambulante
Versorgung im MVZ für Strahlentherapie und
Neurochirurgie. Mercurius Health ist der europäische
Marktführer für B2B-Dienstleistungen für
Krankenhäuser und Onkologie-Zentren mit
Spezialisierung auf Strahlentherapie, Nuklearmedizin und
Radiologie. Die bilanziellen und finanziellen Auswirkungen
aus der Entkonsolidierung stellen sich wie folgt dar:
Entkonsolidierungseffekt Dr. Hoefer-Janker GmbH & Co. Klinik KG / MVZ MediClin Bonn GmbHscrollen
Sonstige AngabenVom IASB im 1. Halbjahr 2023 veröffentlichte Änderungen an Standards und InterpretationenDie im Berichtszeitraum veröffentlichten
Änderungnen an Standards und Interpretationen sind
für MEDICLIN nicht relevant.
Bericht zu wesentlichen Geschäften mit nahestehenden PersonenDie Geschäftsbeziehungen mit nahestehenden
Unternehmen und Personen werden zu marktüblichen
Konditionen abgewickelt und stellen sich wie folgt dar:
scrollen
scrollen
1 Mitarbeiterunterstützungskasse der
vereinigten Klinikbetriebe (MAUK)
Die Rückstellungen für Vergütungen
für das Management sind bis auf 0,1 Mio. Euro
(31.12.2022: 0,1 Mio. Euro) innerhalb eines Jahres
fällig.
NachtragsberichtNach dem 30. Juni 2023 sind keine Vorgänge von
besonderer Bedeutung eingetreten, von denen sich MEDICLIN
einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns erwartet.
Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß
den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für
die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss
ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage des Konzerns vermittelt und im
Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die
Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild
vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken
der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im
verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.
MEDICLIN Aktiengesellschaft
Offenburg, 31. Juli 2023
Der Vorstand
Quartalsentwicklung im Konzernscrollen
1 Angepasste Nettofinanzverschuldung
Kennzahlen der MEDICLIN-AktieISIN: DE 000659 5101; WKN: 659 510; TICKER: MEDscrollen
1 Eigenkapital abzüglich Anteile nicht
beherrschender Gesellschafter
Quelle: Deutsche Börse AG; Xetra / Stand:
03.07.2023
Finanzkalender28. Februar 2023
Pressemitteilung zu den vorläufigen Zahlen des
Geschäftsjahres 2022
31. März 2023
Bilanzpresse- und Analystenkonferenz Geschäftsjahr
2022
4. Mai 2023
Veröffentlichung des Zwischenberichts 1. Januar
2023 bis 31. März 2023
15. Juni 2023
Hauptversammlung
31. Juli 2023
Veröffentlichung des Zwischenberichts 1. Januar
2023 bis 30. Juni 2023
3. November 2023
Veröffentlichung des Zwischenberichts 1. Januar
2023 bis 30. September 2023
ImpressumMEDICLIN Aktiengesellschaft
Okenstraße 27
77652 Offenburg
Telefon +49 (0) 7 81 / 4 88-0
Telefax +49 (0) 7 81 / 4 88-133
E-Mail info@mediclin.de
www.mediclin.de
Public RelationsDaniel Hansmann
Telefon +49 (0) 7 81 / 4 88-260
E-Mail daniel.hansmann@mediclin.de
Investor RelationsAlexandra Mühr
Telefon +49 (0) 7 81 / 4 88-326
E-Mail alexandra.muehr@mediclin.de
Dieser Zwischenbericht erscheint in Deutsch
(Originalversion) und Englisch (nicht bindende
Übersetzung).
www.mediclin.de
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