MEDION AGEssenEinzel- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.20102 Bericht des AufsichtsratesDer Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr 2010 die ihm nach Gesetz und Satzung
obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Er hat den Vorstand
bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung
der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen
von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und
frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und
mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten
Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den
Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage
sowie über das Risikomanagement. Die Zusammenarbeit mit dem Vorstand war
durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Abweichungen
des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem
Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des
Unternehmens wurde mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen
bedeutenden Geschäftsvorgänge sind anhand der Berichte des Vorstandes im
Aufsichtsrat ausführlich erörtert worden. Im Geschäftsjahr 2010 fanden fünf turnusmäßige Aufsichtsratssitzungen
statt. An sämtlichen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates
teilgenommen. Darüber hinaus gab es auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder
mehrere interne Vorgespräche und Nachbereitungen der Sitzungen. Über
Projekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung
oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen
ausführlich informiert. Darüber ist - sofern erforderlich - im schriftlichen
Verfahren beschlossen worden. Schwerpunkte der intensiven Beratungen waren neben der regelmäßigen
Erörterung der geschäftlichen Entwicklung in der Sitzung am 9. Februar 2010
die Diskussion der Planung für das laufende Geschäftsjahr sowie der Eckwerte
für das Folgejahr. Darüber hinaus wurden Möglichkeiten der
Geschäftserweiterung diskutiert. Daneben wurden die Revisionsthemen für das
Geschäftsjahr 2010 verabschiedet. Die Sitzung am 10. März 2010 diente in erster Linie der Behandlung des
Jahres- und des Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2009. Dabei wurde der
Rechnungslegungsstandard IFRS 8.34 intensiv erörtert. Der Aufsichtsrat hat
in dieser Sitzung auch die Tagesordnung für die Hauptversammlung der MEDION
AG am 26. Mai 201 0 mit den Beschlussvorschlägen verabschiedet. Die Sitzung am 26. Mai 2010 wurde genutzt, um die aktuelle Geschäftslage
mit den Planungsansätzen abzugleichen sowie die Prüfungsinhalte und
-zeiträume der Internen Revision festzulegen. In der Sitzung des Aufsichtsrates am 9. September 2010 waren neben den
Ausführungen des Vorstandes zur Geschäftslage der Bericht zu Risiken aus
Rechtsstreitigkeiten und die Organisationsanalyse im Bereich Allgemeiner
Einkauf Anlass zu intensiven Beratungen. Auf der Sitzung am 1. Dezember 2010 wurden die ersten Erkenntnisse zu der
Entwicklung des laufenden Geschäftsjahres und die Einschätzungen des
Vorstandes zur Weiterentwicklung des Geschäftsmodells erörtert. Des Weiteren
befasste sich der Aufsichtsrat mit der Vorstandsvergütung, über die im
folgenden Abschnitt "Corporate Governance" auf den Seiten 1 7 und 18
berichtet wird. Ebenso wurde der Aufsichtsrat umfassend über die
Corporate-Governance- und Compliance-Aktivitäten im MEDION-Konzern
informiert. Nach intensiver Diskussion der Änderungen vom Mai 2010 im
Deutschen Corporate Governance Kodex und seinen Auswirkungen auf die
Gesellschaft verabschiedete der Aufsichtsrat eine Aktualisierung der
Erklärung gemäß § 161 AktG. Darüber hinaus wurden die Ergebnisse der
Internen Revision erörtert. Ebenso wurde die IT-Investitionsplanung
vorgestellt. Auch außerhalb der Sitzungen stand insbesondere der
Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ
sich auf der Grundlage von Kennziffern über die aktuelle Entwicklung der
Geschäfte und über wesentliche Geschäftsvorfälle informieren. Ferner wurden
die zu veröffentlichenden Zwischenberichte (Quartalsberichte zum ersten und
dritten Quartal sowie der Halbjahresfinanzbericht) mit dem Aufsichtsrat
abgestimmt. Die Themen regelmäßiger Erörterungen im Aufsichtsrat waren die
wirtschaftliche Entwicklung auf den wesentlichen Beschaffungs- und
Absatzmärkten für MEDION und die Umsatz-, Ergebnis- und
Beschäftigungsentwicklung sowie die finanzielle Lage des
Konzerns. Gegenstand der Beratungen im abgelaufenen Geschäftsjahr war auch der
Deutsche Corporate Governance Kodex, insbesondere mit den Änderungen vom 26.
Mai 2010. Die in der Sitzung des Aufsichtsrates am 1. Dezember 2010
aktualisierte Entsprechenserklärung wurde den Aktionären auf der Website der
Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Der Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß
Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex kann dem nachfolgenden
Kapitel entnommen werden. Der Aufsichtsrat hat sich gemäß Ziffer 5.6 des Deutschen Corporate
Governance Kodex verpflichtet, regelmäßig die Effizienz seiner Tätigkeit zu
überprüfen. Dies erfolgte fortlaufend und insbesondere in der Sitzung am 1.
Dezember 2010 anhand der Auswertung eines jedem Mitglied des Aufsichtsrates
vorab zugeleiteten detaillierten Fragebogens. Schwerpunkte dieses Selbstevaluierungsprozesses waren:
Der Aufsichtsrat hatte die Ergebnisse seiner Effizienzprüfung erörtert.
Dabei haben sich keine wesentlichen Änderungserfordernisse in der Struktur
sowie bei den Inhalten der Aufsichtsratstätigkeit ergeben. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss
(Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember
2010 und der Lagebericht (gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasster
Konzernlagebericht und Lagebericht) der MEDION AG wurden von der Märkische
Revision GmbH Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, geprüft. Den
Prüfungsauftrag hat der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der
Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte
einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde gemäß § 315a HGB auf der
Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt.
Der Vorstand ist wie im Vorjahr der Überzeugung, dass die in IFRS 8.34
geforderte Angabe der Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit wichtigen externen
Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des
MEDION-Konzerns belaufen, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Der
Vorstand hat sich daher vor dem Hintergrund von § 131 Abs. 3 Satz 1 AktG und
der im Handelsrecht für eine Umsatzaufgliederung bestehenden Schutzklausel
des § 286 Abs. 2 HGB entschlossen, eine solche Aufgliederung der
Umsatzerlöse im Konzernabschluss nach IFRS zu unterlassen und die insoweit
zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers
wegen dieser fehlenden Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von
IFRS 8.34 hinzunehmen. Der Aufsichtsrat hat sich wie im Vorjahr nach
sorgfältiger Prüfung der Auffassung des Vorstandes angeschlossen. Die
Einschränkung des Bestätigungsvermerks bezieht sich ausdrücklich lediglich
auf diese unterlassene Angabe im Anhang gemäß IFRS 8.34. Der Abschlussprüfer
hat im Übrigen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des
Konzernlageberichtes festgestellt und bestätigt, dass der Konzernabschluss
und Konzernlagebericht unter Beachtung der übrigen geltenden Vorschriften
ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Das Auftragsverhältnis zwischen der MEDION AG und der
Prüfungsgesellschaft hat die Anforderungen des Deutschen Corporate
Governance Kodex erfüllt. Der Aufsichtsrat beauftragte den Abschlussprüfer
mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses sowie mit der
prüferischen Durchsicht des Halbjahresfinanzberichtes. Dem Aufsichtsrat
liegt eine Unabhängigkeitserklärung der Märkische Revision GmbH
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, vor. Darin wurde bestätigt, dass
keinerlei berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen zur MEDION AG
und zu ihren Organen bestehen, die Zweifel an der Unabhängigkeit der
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen könnten. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das bei der MEDION AG bestehende
Risikofrüherkennungssystem geprüft. Er bescheinigt der MEDION AG, dass der
Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und
das Risikofrühwamsystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der
Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Auch der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand
angemessene Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ergriffen und insbesondere ein
Überwachungssystem installiert hat. Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte gingen allen
Aufsichtsratsmitgliedern zu. Sie waren in der Bilanzsitzung des
Aufsichtsrates am 10. März 2011 Gegenstand ausführlicher Beratung. Der
Abschlussprüfer, der bereits im Vorfeld Fragen des Aufsichtsrates
beantwortet hatte, nahm an der Sitzung teil, berichtete über die
wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für
ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses der MEDION AG, des
Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes hat der
Aufsichtsrat die Berichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis
genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind vom
Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten
Jahresabschluss der MEDION AG sowie den Konzernabschluss hat der
Aufsichtsrat am 10. März 2011 gebilligt. Der Jahresabschluss der MEDION AG
ist damit festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstandes, den Bilanzgewinn der
AG von T€ 21.327 zur Zahlung einer Dividende von € 0,23 je
dividendenberechtigter Stückaktie zu verwenden und den verbleibenden Betrag
in Höhe von T€ 11.067 in die Gewinnrücklagen einzustellen, stimmt der
Aufsichtsrat nach seiner eigenen Prüfung zu. Die vorgeschlagene
Gewinnausschüttung ist nach seiner Einschätzung im Hinblick auf den
erwirtschafteten Gewinn einerseits und unter Berücksichtigung des nach wie
vor unsicheren wirtschaftlichen Umfeldes andererseits
angemessen. Gemäß § 312 AktG hat der Vorstand der MEDION AG einen Bericht über die
Beziehungen der Gesellschaft zu verbundenen Unternehmen für das
Geschäftsjahr 2010 erstellt und dem Aufsichtsrat ausgehändigt. Der
Abschlussprüfer hat auch diesen Bericht geprüft, das Ergebnis seiner Prüfung
schriftlich festgehalten und folgenden Bestätigungsvermerk gemäß § 313 Abs.
3 AktG erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir,
dass
Die Überprüfung dieses Berichtes durch den Aufsichtsrat hat zu keinen
Beanstandungen geführt. Der Aufsichtsrat schließt sich dem Ergebnis der
Prüfung durch den Abschlussprüfer an. Hiernach und nach dem abschließenden
Ergebnis seiner eigenen Prüfung erhebt der Aufsichtsrat gegen die Erklärung
des Vorstandes am Schluss des Berichtes über die Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen keine Einwendungen. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine Veränderungen im Aufsichtsrat und
Vorstand der MEDION AG. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern der MEDION AG im In- und Ausland sowie der
Arbeitnehmervertretung für ihr persönliches Engagement und die in einem
herausfordernden Umfeld geleistete Arbeit. Essen, im März 2011 Der Aufsichtsrat scroll
Zusammengefasster Konzernlagebericht u. Lagebericht MEDION AG5.1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen5.1.1 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie wirtschaftliche Entwicklung im Euroraum und in Deutschland war in
2010 von einer deutlichen Erholung nach den Rückgängen aufgrund der
Auswirkungen der weltweiten Finanz- und Wirtschaftskrise gekennzeichnet
Dabei konnte sich insbesondere die deutsche Wirtschaft gut entwickeln. Im
Gesamtjahr 2010 erhöhte sich das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland
preisbereinigt um 3,6 %. Dabei verbreiterte sich die Wachstumsbasis
deutlich. Neben dem Außenhandel, der mit 1,1 Prozentpunkten zum Wachstum
beitrug, kamen mehr als 2/3 der Wachstumsimpulse aus dem Inland. Auch die
Konsumnachfrage von Verbrauchern und Staat nahm um 0,5 % bzw. 2,2 % zu.
Niedrige Zinsen und die zunehmende Auslastung der Kapazitäten wirkten sich
positiv auf die Nachfrage nach Investitionen aus. Aufgrund der Zunahme der
Beschäftigung und Einkommen erhielten die privaten Konsumausgaben
Auftrieb. Die konjunkturelle Situation im Euroraum stabilisierte sich in 2010 und
zeigte in den wichtigsten europäischen Binnenmärkten eine Zunahme der
jeweiligen Bruttoinlandsprodukte. In den für MEDION wichtigen europäischen
Kernmärkten normalisierte sich die konjunkturelle Entwicklung ebenfalls, und
insbesondere auch das Konsumverhalten der privaten Haushalte stützte den
jeweiligen volkswirtschaftlichen Zuwachs. 5.1.2 Markt für Consumer ElectronicsDer Markt für Consumer Electronics in Deutschland ist in 2010 bei einem Gesamtumsatz von € 25,8 Mrd. (Vorjahr: € 24,33 Mrd.) um 6,2 % angestiegen.1 Er entwickelte sich damit deutlich besser als die Gesamtwirtschaft. Basis für die positive Marktentwicklung ist die Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die auch 2010 vorangetrieben wurde. Viele neue und innovative Produkte mit verbesserter Bild- und Tonwiedergabe, gesteigerter Energieeffizienz sowie einer Vielzahl neuer Nutzungs- und Vernetzungsmöglichkeiten bildeten die Grundlagen für die gute Marktentwicklung. Mobile Geräte für portable Navigation, digitale Audio- und Video-Player,
digitale Kameras und Notebooks verzeichneten Absatz- und vielfach auch
Umsatzsteigerungen, zum Teil im zweistelligen Bereich, oder haben das hohe
Absatzniveau behauptet. TV und AudioWie in den Vorjahren gehörten auch 2010 hochauflösende, flache
Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu
den besonders nachgefragten Geräten. Dabei haben der Markt für TV-Displays
um 8,8 % auf € 6,246 Mrd. sowie der Markt für Home-Audio um 8,1 % auf € 893
Mio. zugelegt. Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2010 in Deutschland
€ 5,5 Mrd. (8,2 Mio. Stück) auf LCD-TVs und € 653 Mio. (0,8 Mio. Stück) auf
Plasma-TVs. Insgesamt wurden 2010 in Deutschland 9,4 Mio. Fernsehgeräte
(+8,8 %) verkauft (inklusive Projektions-TVs, mobiler TV-Empfänger und
Röhrengeräte). NotebookDer Umsatzzuwachs im Consumer-Electronics-Markt wurde darüber hinaus
getragen von der weiterhin deutlich steigenden Nachfrage nach Notebooks.
Insgesamt hat der Bereich Informationstechnologie einen um 8,4 % gestiegenen
Umsatz von € 6,2 Mrd. erzielt. Wachstumstreiber im Bereich PC/Multimedia waren Notebooks, deren
mengenmäßiger Absatz um 12,3 % auf 7,1 Mio. Stück gestiegen ist und die bei
einem nur leicht um 1,6 % auf € 583 pro Stück reduzierten Durchschnittspreis
ein Umsatzwachstum von 10,5 % auf € 4,1 Mrd. verzeichneten. Auch hier zeigte
sich der gestiegene Wunsch nach Mobilität deutlich, besonders durch den
Markterfolg der Netbooks und der neu eingeführten Tablet-PCs. Des Weiteren wuchs der Markt für Desktop-PCs bei einem um 13,7 %
angestiegenen Umsatz von € 1,1 Mrd., aufgrund eines erstmals seit fünf
Jahren wieder zu verzeichnenden höheren Durchschnittspreises von € 663 in
2010 nach € 601 in 2009 bei den Stückzahlen um 3,2 % auf 1,6 Mio.
an. NavigationsgeräteErwartungsgemäß waren die Absatzmengen bei Navigationsgeräten mit einem
Rückgang von 15,2 % auf 3,5 Mio. Stück weiter rückläufig. Da sich der
Durchschnittspreis erneut um 7,3 % auf € 165 pro Stück reduzierte,
verringerte sich auch der Umsatz in diesem Marktsegment um 21,4 % auf € 574
Mio. Ein besonders starkes Wachstum verzeichneten die Smartphones. Hier mehr
als verdoppelte sich der Umsatz auf € 2,7 Mrd. und stieg die Anzahl der
verkauften Geräte aufgrund um 7,2 % rückläufiger Durchschnittspreise von 2,9
Mio. auf 7,7 Mio. Stück. MEDION hat in seinem Projektgeschäft besondere Kompetenz in den Bereichen
PC/Notebook und digitale Multimedia-Produkte. 5.2 Der MEDION-Konzern5.2.1 GeschäftsmodellDas seit über 25 Jahren national wie international bewährte
MEDION-Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dem Konsumenten zusammen mit
den Partnern aus dem Handel funktional hochwertige und innovative
Trendprodukte der Consumer Electronics in attraktivem Design auf dem
neuesten technologischen Stand in bester Qualität zu einem hervorragenden
Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und damit frühzeitig für breite
Käuferschichten verfügbar zu machen. Ergänzend zu dem klassischen Aktionsgeschäft mit
Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION
komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen
Telekommunikation/MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice, Software-Downloads und
Online-Dienste. MEDION übernimmt gegenüber seinen Kunden, den international aufgestellten
großen Handelsketten, nicht nur die Rolle des Lieferanten der Produkte,
sondern - weit darüber hinausgehend - die Funktion eines
Full-Service-Dienstleisters, der für seine Kunden die gesamte
Wertschöpfungskette - von der Entwicklung der Produktidee über die
Herstellung und Logistik bis hin zum After-SaIes-Service - managt und
kontrolliert. Zusammen mit den Kunden werden in der Regel hochvolumige
Vertriebsaktionen strukturiert und abgewickelt, die in vielen Fällen
gleichzeitig in mehreren Ländern oder teilweise sogar auf mehreren
Kontinenten stattfinden. Dabei reduziert MEDION durch seine Full-Service-Kompetenz den
Arbeitsaufwand für seine Handelskunden, so dass diese sich voll und ganz auf
den Vertrieb der Produkte konzentrieren können. MEDION erbringt nicht alle
Schritte der Wertschöpfungskette mit eigenen Kapazitäten, sondern bezieht in
einem weltweiten Beschaffungsprozess international leistungsfähige Partner
in die Projektstufen mit ein. Nach Entwicklung der Produktidee und des
Produktdesigns durch MEDION in Abstimmung mit dem Kunden werden die
Komponenten und Produkte bei weltweit tätigen namhaften Herstellern bezogen,
womit deren technologisches Know-how und Produktionskompetenz in den
Beschaffungsprozess integriert werden. MEDION strukturiert, managt und kontrolliert den Logistikprozess, der
durch leistungsfähige Spediteure erbracht wird. Wesentlicher Erfolgsfaktor
für MEDION wie für seine Kunden ist der umfassende und leistungsfähige
MEDION-After-Sales-Service, der über 365 Tage im Jahr sicherstellt, dass der
Endkunde die gewünschte Unterstützung bei der Inbetriebnahme und Bedienung
erhält sowie bei Bedarf auch eine schnelle Reparatur oder ein Austausch des
Gerätes erfolgt. Durch die Einbeziehung der leistungsfähigsten Partner,
insbesondere in den investitionsintensiven Bereichen der
Wertschöpfungskette, stellt MEDION sowohl hinsichtlich der anzubietenden
Produktpalette als auch hinsichtlich der Kostenstrukturen seine Flexibilität
sicher, um den Kunden topaktuelle Produktangebote zu einem äußerst günstigen
Preis-Leistungs-Verhältnis anbieten zu können. Die MEDION-Produktpalette umfasst das gesamte Sortiment der modernen
Konsumelektronik. Ob es sich um einen PC, ein Notebook, ein LCD- oder
LED-Fernsehgerät, einen DVD-Recorder, einen MP3-Player, ein
Navigationssystem oder einen eigenen Mobilfunktarif handelt: Bei MEDION
erhält der Partner im Handel das umfassendste Angebot an moderner
Konsumelektronik zum besten Preis-Leistungs-Verhältnis aus einer Hand. Dazu
gehören komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen
Telekommunikation/MEDIONmobile, Downloads und Online-Dienste wie z. B. der
Fotoservice. Die MEDION-Kernkompetenzen liegen außer bei den innovativen und
designorientierten Multimedia-Produkten und der Entwicklung von neuen
Angeboten für die Konsumenten auch in einer sehr effizienten eigenen
IT-Struktur, hoher Logistik-Kompetenz und einem spezialisierten
After-Sales-Service. Einsatz von IT (Informationstechnologien)Um einen reibungslosen Verlauf der Geschäftstätigkeiten zu ermöglichen,
setzt MEDION auf eine effiziente IT-Organisation. Robuste und stabile
Prozesse gleichermaßen wie eine hohe Flexibilität in der Ausgestaltung neuer
und optimierter Geschäftsabläufe erfordern eine starke Fokussierung auf
wesentliche Kernkompetenzen innerhalb der IT. Konzentration auf das
Management von Applikationen, Netzwerk und IT-Sicherheit sowie ein
gleichzeitiges Outsourcing von Infrastrukturservices tragen dazu bei, die
IT-Aktivitäten von MEDION effizient und flexibel auf die Zukunft
auszurichten. Konkrete Projekte der näheren Vergangenheit waren das Betriebsoutsourcing
der SAP-Backend-Systeme, das Upgrade der CRM-Systeme sowie der Aufbau einer
neuen Intranet-Umgebung. Zur Stärkung der Online-Aktivitäten wurde ein
Kompetenzcenter Webshop-Technologie geschaffen, welches durch fundiertes
technologisches Know-how im Online-Segment als Impulsgeber für den weiteren
Ausbau in diesem wichtigen Geschäftsbereich aufgestellt ist. Im Rahmen der
Aktivitäten im Geschäftsjahr 2010 wurde das Online-Serviceportal neu
gestaltet (neues FAQ-Portal, Produktdatenbank, erweiterte
Download-Möglichkeiten) und anschließend ebenso international ausgerollt.
Eine deutliche wie konkrete Verbreiterung der Angebotspalette insbesondere
im Online-Serviceportal ist für das Jahr 2011 bereits
projektiert. Neben dem Ausbau der Online-Aktivitäten legt MEDION bei seinen
IT-Aktivitäten einen weiteren Schwerpunkt auf die Verbesserung von
Kommunikation und Zusammenarbeit. Dazu werden bestehende IT-Systeme weiter
optimiert und über punktuelle Ergänzungen durch neue Software-Technologien
verbessert. Interne Ansätze zur Kollaboration sowie die verstärkte
technische Integration externer Partner spielen in diesem Zusammenhang eine
gleichermaßen wichtige Rolle. MEDION sieht sich gut gerüstet, auf Basis
einer nachhaltigen IT-Strategie und durch gezielten Auf- und Ausbau
relevanter IT-Kompetenzen die gesteckten Ziele für die Zukunft zu
erreichen. LogistikDie globalen Warenströme von MEDION werden aus der Zentrallogistik in der
Hauptverwaltung der MEDION AG in Essen heraus gesteuert. Die Herausforderung
für die Logistik liegt in der termingetreuen Abwicklung der Projekte,
ausgehend von der Produktion und Übernahme der Ware im Ursprungsland bis zur
pünktlichen Ablieferung der Ware bei den Kunden in Deutschland, Europa oder
weltweit. MEDION verfügt über ein globales Netzwerk leistungsstarker
Transportdienstleister, in der Regel wird mit den Marktführern der Branche
kooperiert. Die notwendige Transparenz für ein funktionierendes
Projektmanagement wird hierbei durch eine bilaterale EDV-Verlinkung mit den
Transportdienstleistern erreicht. Der so ermöglichte Abgleich von
Verschiffungsdaten und anderen definierten Milestones ermöglicht es, die
pünktliche Belieferung des Kunden zu überwachen und sicherzustellen. Um auch
auf kurzfristige Bestellzyklen reagieren zu können, wurde auf der
Beschaffungsseite ein laufzeitorientiertes Transportsystem implementiert, um
die jeweils kostenoptimale Transportart für ein Projekt abbilden zu
können. Der weitaus größte Anteil der Waren wird mittels Seefracht transportiert.
Luftfracht wird weitestgehend vermieden, hier kommt wenn möglich der
kombinierte Sea & Air Transport zum Tragen, der nicht nur weniger
kostenintensiv ist, sondern auch im Vergleich zur reinen Luftfracht dazu
beiträgt, die C02-Belastung deutlich zu reduzieren. Die
Multisourcing-Strategie bei der Dienstleisterauswahl garantiert die
notwendigen Transportkapazitäten, regelmäßige Ausschreibungen sorgen für die
Wettbewerbsfähigkeit der Transportraten. Die Produkte werden zur Distribution direkt in die Zielregion geroutet,
um eine schnelle und effiziente Verteilung zu ermöglichen. Je nach
Projektgröße und Anforderung greift die Logistik von MEDION hierbei auf
leistungsstarke Stückgutsysteme zurück oder beschafft flexibel die
benötigten Teil- und Komplettladungskapazitäten bei erfahrenen
Projektspediteuren. MEDION verfügt damit über eine sehr gut funktionierende
Logistikinfrastruktur, kompetente und motivierte Mitarbeiter und ein
Netzwerk an leistungsstarken Dienstleistern entlang der gesamten Supply
Chain, um das primäre Ziel zu erreichen: die effiziente und zufrieden
stellende Belieferung des Kunden. After-Sales-ServiceDie hochwertigen und komplexen Produkte der MEDION AG erfordern nach dem
Verkauf eine Begleitung in allen Ceschäftsprozessen durch einen umfassenden,
weltweiten After-Sales-Service. Im Mittelpunkt der Garantieleistungen steht immer der einzelne Kunde mit
seinem Beratungsbedarf. Alle Stufen in der Wertschöpfung eines qualitativ
hochwertigen, am Endkunden orientierten Service managen professionell die
Mitarbeiter der MEDION AG. Angefangen von der bedarfsgerechten
Materialplanung für den Reparaturverbrauch über eine hohe Verfügbarkeit an
qualifiziertem Personal im Dialogcenter bis hin zu höchst effizienten
Logistikprozessen und der Nutzung technisch ausgereifter
Reparaturwerkstätten steuern und kontrollieren die ca. 400 Mitarbeiter des
After-Sales-Service das operative Tagesgeschehen. Alle Geschäftsprozesse
werden durch ein zentrales Warenwirtschaftssystem erfasst, begleitet und
gesteuert. Die beteiligten Bereiche wie Dialogcenter, Logistik, Werkstätten
und Materialbeschaffung beziehen über diese integrierte IT-Plattform ihre
notwendigen Arbeitsgrundlagen wie zum Beispiel Versandlisten,
Kundenhistorien, Dispositions- und Bestelldaten oder Reparaturaufträge. Der
Verbraucher bekommt aus dieser IT-Umgebung die gewünschten Informationen im
Internet über das MEDION-Serviceportal dargestellt. Ein eigener Bereich in der Organisation ist für die Sicherstellung der
hohen Qualitätsansprüche an uns und für unsere Kunden zuständig, egal ob
durch Silent Monitoring, Mystery Call oder Mystery Repair oder durch
Auditierung der Prozesse. Dies führt zu einer ständigen Weiterbildung der
beteiligten Mitarbeiter sowie einer permanenten Optimierung von Abläufen.
Die Materialplanung kalkuliert, unterstützt durch ein Planungstool, anhand
von Verbräuchen, Wiederbeschaffungszeiten und End-of-Life-Meldungen die
benötigten Mengen an Ersatzteilen zur wirtschaftlich sinnvollen
Bevorratung. Die mehrsprachigen Dialogcenter sind für unsere Kunden an 365 Tagen im
Jahr zu landestypischen Öffnungszeiten erreichbar. Dabei wird eine
Verfügbarkeit auch in Spitzen bei hohen Belastungen mit mehr als 95 %
gewährleistet. Ziel ist es, dem Verbraucher Hilfe sowie eine prompte Lösung
durch geschultes Technikpersonal anzubieten. Die integrierten Logistikdienstleistungen werden unterstützt durch ein
zentrales Service- und Versandlager. Internationale Warenbewegungen
geschehen bedarfs- und kostenoptimiert durch Einzelversendungen oder über
Stückgut bis hin zu kompletten LKW- oder Containerverladungen. Im Falle
eines technischen Defektes reparieren unsere Fachwerkstätten die
individuellen Kundengeräte und sorgen für eine reibungslose, zeitgerechte
Durchführung. Full-Service-KompetenzDurch die Konzentration auf die jeweiligen Stärken aller Beteiligten wird
das MEDION-Geschäftsmodell für alle zum Gewinn:
Gemeinsam mit diesen Partnern bietet MEDION ein umfangreiches Paket, das
die gesamte Wertschöpfungskette von der Entwicklung bis zum
After-Sales-Service umfasst. Seit nunmehr über 25 Jahren gelten folgende
Grundsätze:
Dabei zeichnet sich MEDION aus durch:
MEDION ist hauptsächlich in Deutschland und Europa aktiv und entwickelt
das Geschäftsmodell mit neuen Produkten, dem Ausbau komplementärer
Dienstleistungen sowie zielgruppenorientierten Marketingaktivitäten zur
Stärkung der Marke kontinuierlich weiter. 5.2.2 UnternehmenssteuerungIm MEDION-Konzern werden die strategischen und operativen Ziele zu Beginn
des Geschäftsjahres vom Vorstand festgelegt Im operativen Bereich
verantworten Key-Account-Manager die wesentlichen Kunden und Produktmanager
die wesentlichen Produktgruppen, wie z. B. Notebook, PC, LCD-TV, mobile
Navigationsgeräte, sowie im Dienstleistungsbereich die relevanten Angebote
(MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice und Webshop). Einkauf, Design, Qualitätskontrolle, Logistik und Marketing sind als
Querschnittsfunktionen unternehmensübergreifend eingeführt. Administrative Bereiche, insbesondere kaufmännische Entscheidungs- und
Kontrollfunktionen sowie die EDV-Organisation, sind zum Zwecke erhöhter
Transparenz, besserer Entscheidungsmöglichkeiten und somit zur Steigerung
der Flexibilität und Effizienz konzernweit weitgehend
zentralisiert. Die Erreichungsgrade der operativen und strategischen Ziele werden in
einem Management-Informationssystem und einer Balanced Scorecard
dokumentiert und laufend auf nationaler wie internationaler Ebene
diskutiert. Alle Geschäfte im MEDION-Konzern werden einer renditeorientierten Vor-
und Nachprüfung unterzogen. Werttreiber der Renditeorientierung im
MEDION-Konzern ist die Anforderung, dass jedes abgewickelte Projekt eine
EBIT-Marge erwirtschaften muss, die auf oder über der Zielerwartung für das
Konzern-EBIT des laufenden Geschäftsjahres liegt. 5.2.3 Die Struktur des MEDION-KonzernsBei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich zumeist um
Unternehmen, die Vertriebs- und Servicedienstleistungen für die MEDION AG in
den jeweiligen Ländern erbringen. Die eigentliche Projektabwicklung und die Logistik werden grundsätzlich
zentral von der MEDION-Organisation in Deutschland gesteuert. Im Rahmen der
Deutschland-Organisation sind die Call-Center-Aktivitäten in der Allgemeine
Multimedia Service GmbH und die Reparatur- und Logistikdienstleistungen für
After-Sales- und E-Commerce-Geschäfte in der MEDION Service GmbH
gebündelt. TOCHTERGESELLSCHAFTENDER MEDION AGAllgemeine Multimedia Service GmbH, Essen MEDION Service GmbH, Essen MEDION FRANCE S.A.R.L., Villaines sous Malicorne, Frankreich MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich MEDION B.V., Panningen, Niederlande MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Wettingen, Schweiz MEDION USA Inc., Delaware, USA MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, China* LIFETEC International Ltd., Hongkong, China* MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, China* 5.3 Finanzbericht
5.3.1 Geschäftsentwicklung 2010 - Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Entwicklungscroll
Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief für MEDION sehr erfolgreich.
Insgesamt konnte ein Umsatzwachstum von 1 6,4 % (€ +231 Mio.) auf € 1.639
Mio. (Vorjahr: € 1.408 Mio.) realisiert werden. Zwar schwächte sich das Wachstum im zweiten Halbjahr etwas ab, dafür
konnte sich hier die Rohmarge deutlich erholen, obwohl sich auch 2010 der
strukturelle Preisverfall im Markt für Consumer-Electronics-Produkte,
insbesondere bei Notebooks, Desktop-PCs, mobilen Navigationsgeräten und
LCD-TVs, weiter fortsetzte. Aufgrund dieser Stabilisierung der Rohmarge und
des effizienten Kostenmanagements konnte daher die noch zum
Halbjahresbericht erwartete Steigerung des operativen Ergebnisses (EBIT) von
15-20 % mit einem Wachstum von 50 % deutlich übertroffen
werden. Insgesamt konnte MEDION somit im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ergebnis
(EBIT) von € 28,1 Mio. erwirtschaften. Zusammen mit einem positiven
Finanzergebnis in Höhe von € 0,9 Mio. wurde damit ein Ergebnis vor Steuern
von € 29,0 Mio. und ein Konzernergebnis von € 18,9 Mio. erzielt. Vorstand
und Aufsichtsrat schlagen der Hauptversammlung am 18. Mai 2011 vor, eine
Dividende von € 0,23 je gewinnberechtigter Stückaktie
auszuschütten. Zwar hat sich die Konsumneigung nach der Finanzkrise spürbar erholt,
aufgrund der gegenwärtigen Euro-Stabilitätskrise ist eine Prognose für das
laufende Geschäftsjahr und der damit zusammenhängenden Konsumaussichten für
Deutschland und den Euroraum jedoch mit einer hohen Unsicherheit
verbunden. Der Vorstand geht daher davon aus, dass nach dem Wachstum im Vorjahr in
2011 eher mit einer Seitwärtsbewegung des Konsums in neue, alternative
Produkte zu rechnen ist und die Nachfrage der Konsumenten nach
Consumer-Electronics-Produkten und Mobilfunkdienstleistungen insgesamt auf
etwa gleichem Niveau wie im abgelaufenen Geschäftsjahr bleiben
wird. Allerdings rechnet der Vorstand beim Ergebnis (EBIT) aufgrund der
erwarteten Änderung der Umsatzstruktur und der nachhaltig effizienten
Kostenstrukturen mit einer erneuten Steigerung in der Größenordnung von
15-20 %. 5.3.2 UmsatzentwicklungDie in der zweiten Jahreshälfte 2009 eingesetzte Erholung des
Konsumumfeldes setzte sich im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 fort.
Insbesondere im ersten Halbjahr gab es eine deutliche Wiederbelebung des
Orderverhaltens der Handelskunden. Vor allem das Auslandsgeschäft konnte
deutlich gestärkt werden und wuchs im ersten Halbjahr um 49 %. Da die Erholung von der Finanzkrise im zweiten Halbjahr 2009 begann,
schwächte sich das Wachstum im Vorjahresvergleich in der zweiten
Jahreshälfte 2010 naturgemäß ab. MEDION hielt jedoch durch innovative
Produkte mit einem bekannt interessanten Preis-Leistungs-Verhältnis das
Interesse der Endkunden auf hohem Niveau und konnte die zur Jahresmitte
bereits auf 10 % erhöhte Wachstumsprognose für das Geschäftsjahr mit einem
realisierten Wachstum von 16,4 % deutlich übertreffen. UMSÄTZE NACH REGIONENscroll
Wichtigster Markt bleibt weiterhin Deutschland, wo ein Umsatzwachstum von
€ 148,2 Mio. (+13,8 %) erzielt werden konnte. Aber auch die
Auslandsstrategien zur Wiedergewinnung von Handels- und Endkunden zeigen
Erfolge. Im europäischen Ausland konnte MEDION um € 63,2 Mio. (+21,4 %)
wachsen. Dabei konnten insbesondere die von der Finanzkrise stärker
betroffenen Regionen Beneluxländer, Österreich, Schweiz und der iberische
Markt mit zum Teil deutlich zweistelligen Wachstumsraten die Umsatzrückgänge
des Vorjahres in vielen Produktbereichen ausgleichen. SegmenteUMSÄTZE NACH SEGMENTENscroll
Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes hat sich erwartungsgemäß auch in
2010 weiter vermindert und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 70,8 % des
Gesamtumsatzes, nach 72,8 % im Vorjahr. Die Tatsache, dass trotz dieser
Verminderung seines Geschäftsanteiles das Projektgeschäft um € 135,2 Mio.
(+13,2 %) gewachsen ist, unterstreicht sowohl die Fähigkeit und hohe
Flexibilität von MEDION, Trends rechtzeitig zu adaptieren, als auch den
Erfolg der MEDION-Strategie zum Ausbau des Direktgeschäftes mit Endkunden im
Bereich Dienstleistungen und Online-Services. Der Geschäftsfeldstrategie folgend konnte das Direktgeschäft
überproportional um € 94,7 Mio. (+24,7 %) wachsen und seinen Geschäftsanteil
auf 29,2 % (Vorjahr: 27,2 %) erhöhen. Im Rahmen der Erweiterung des
Direktgeschäftes spielten in 2010 auch die Auslandsmärkte eine wichtige
Rolle, wo MEDION in diesem Segment ein Wachstum von 40 %
realisierte. 5.3.3 ErtragslageRohertragErwartungsgemäß war die Rohmarge in 2010 einem verstärkten Preisdruck
ausgesetzt. Zum einen setzte sich der wettbewerbsinduzierte Druck durch
kleinere, aber leistungsfähige Produkte fort. Zum anderen verstärkten
insbesondere im ersten Halbjahr die als Folge der Finanzkrise im Markt
befindlichen Übermengen sowie die Verteuerung des US-Dollars den
Preisdruck. Dank der konsequenten Strategie zu einer effizienten Produkt- und
Kundenportfoliosteuerung und der erfolgreichen Umsetzung der
Geschäftsfeldstrategien gelang es MEDION, die Rohmarge im Laufe des
Geschäftsjahres zu steigern. Während die Rohmarge zum Halbjahresbericht noch
bei 10,6 % lag, konnte sie allein im dritten Quartal auf Vorjahresniveau
(11,1 %) gesteigert werden und dieses im vierten Quartal mit 12,0 %
übertreffen, so dass insgesamt im abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer
Rohmarge von 11,2 % das Vorjahresniveau erreicht wurde. PersonalaufwandDer Personalaufwand lag in 2010 mit € 48,5 Mio. leicht über
Vorjahresniveau (€ 47,3 Mio., +2,5 %). Zum Bilanzstichtag waren 1.036
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im MEDION-Konzern beschäftigt (Vorjahr:
978). PERSONALAUFWANDscroll
Ein Rückgang der Mitarbeiterzahl war im Wesentlichen im Service- und
Verwaltungsbereich zu verzeichnen. Gegenläufig wirkte sich die Verstärkung
des Vertriebsbereiches zum Ausbau und zur Internationalisierung des
Direktgeschäftes aus. Vor diesem Hintergrund erklärt sich der Anstieg des
durchschnittlichen Personalaufwandes pro Mitarbeiter um 3,2 % auf €
48.131. Die nachfolgende Tabelle gibt einen Überblick über die Entwicklung der
durchschnittlichen Mitarbeiterzahl, getrennt nach Mitarbeitergruppen sowie
Inland und Ausland. VERÄNDERUNG DURCHSCHNITTLICHE MITARBEITERZAHL (VOLLZEITÄQUIVALENTE)scroll
AbschreibungenDie Abschreibungen haben sich im Berichtszeitraum leicht um 2,2 % auf €
4,4 Mio. reduziert (Vorjahr: € 4,5 Mio.). Dabei reduzierten sich ausschließlich die Abschreibungen auf Sachanlagen
auf € 2,6 Mio. (Vorjahr: € 2,7 Mio.), die Abschreibungen auf Software und
Lizenzen blieben mit€ 1,8 Mio. konstant. Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträgescroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge erhöhten sich in
2010 um € 15,2 Mio. auf € 101,8 Mio., blieben aber mit einem Anteil von 6,2
% vom Umsatz genau auf Vorjahresniveau. Der Anstieg ist allein auf die
Ausweitung des Geschäftsvolumens zurückzuführen und spiegelt sich
entsprechend vorrangig in den Vertriebsaufwendungen wider. 2010 erweiterte MEDION seine gezielten Investitionen in die Stärkung der
Markenattraktivität von MEDION im Rahmen der Wiedergewinnung von
Marktanteilen im Ausland, der Internationalisierung des Direktgeschäftes
sowie in den Aufbau neuer Vertriebskanäle. Hierzu erhöhten sich die
Aufwendungen für Marketing um € 7,4 Mio. auf € 39,3 Mio. (Vorjahr: € 31,9
Mio.). Die Aufwendungen für Kundenservice erhöhten sich um € 9,5 Mio. auf € 27,4
Mio. (Vorjahr: € 17,9 Mio.). Dieser Effekt resultiert jedoch im Wesentlichen
aus dem Umstand, dass im Vorjahr durch den Umsatzrückgang die
Inanspruchnahme der Rückstellungen für den Kundenservice über den
Zuführungen für neue Umsätze lag, während im abgelaufenen Geschäftsjahr 2010
im Umkehreffekt aufgrund des hohen Umsatzwachstums vermehrt der Rückstellung
zugeführt wurde. Dieser Nettoeffekt aus den Zuführungen betrug allein € 6,4
Mio. Darüber hinaus gab es durch den Anstieg des Geschäftsvolumens auch
schon im Geschäftsjahr höhere Kundenserviceaktivitäten. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um € 1,7 Mio. auf € 14,2 Mio.
betrifft in erster Linie EDV-Aufwendungen, die ebenfalls wesentlich durch
den Ausbau und die Internationalisierung des Direktgeschäftes begründet
sind. Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen
Schadenersatz, Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen,
Provisionserlöse sowie periodenfremde Erträge. 5.3.4 Operatives Ergebnis (EBIT)EBIT NACH SEGMENTENscroll
Die Analyse des operativen Ergebnisses nach Segmenten unterstreicht wie
schon im Vorjahr die Erfolge bei der eingeleiteten strategischen
Neuausrichtung der Geschäftsfeld- und Produktpolitik. Analog zur Umsatzentwicklung steigerte das klassische Projektgeschäft
sein operatives Ergebnis, jedoch ging sein Anteil am Gesamtergebnis zurück.
Dabei konnte trotz Preisdrucks das operative Ergebnis mit einem Anstieg von
€ 2,4 Mio. oder 17,5 % sogar stärker wachsen als der zugrunde liegende
Umsatz (+13,2 %) und sich das Ergebnis auf 1,4 % vom Umsatz (Vorjahr: 1,3 %)
verbessern. Das Direktgeschäft hat erwartungsgemäß sowohl sein absolutes operatives
Ergebnis als auch seinen Anteil am Gesamtergebnis steigern können. Die durch
die Erweiterung des Direktgeschäftes realisierten Skaleneffekte führten zu
einer Verbesserung des operativen Ergebnisses auf 2,6 % vom Umsatz nach 1,6
% im Vorjahr. Somit stieg das operative Ergebnis um € 6,2 Mio. auf € 12,5
Mio. und erhöhte seinen Anteil am Gesamtergebnis von 33,5 % auf 44,5
%. 5.3.5 Ertragsteuernscroll
Wegen der Regelungen zur Mindestbesteuerung in Deutschland fallen trotz
der noch bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG effektive
Ertragsteuerbelastungen der AG von € 3,3 Mio. für 2010 an (Vorjahr: € 2,6
Mio.). Aufgrund des Jahresüberschusses 2010 der MEDION AG wurden im Berichtsjahr
€ 4,7 Mio. der zum 31. Dezember 2009 aktivierten latenten Steuern auf
Verlustvorträge verbraucht (Verbrauch im Vorjahr: € 4,0 Mio.). Auf Basis der
an die veränderten konjunkturellen Rahmenbedingungen angepassten
mittelfristigen Unternehmensprognose geht MEDION davon aus, dass sämtliche
noch bestehenden steuerlichen Verlustvorträge in einem als hinreichend
sicher definierten Planungshorizont genutzt werden können. 5.3.6 Vermögens- und Finanzlagescroll
Die Bilanzsumme des Konzerns verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr um
€ 21,5 Mio. (3,0 %) auf € 694,8 Mio. (Vorjahr: € 71 6,3 Mio.). Das Eigenkapital erhöhte sich um € 10,6 Mio. (+2,9 %) auf € 378,4 Mio.
Dieses entspricht einer wiederholt erhöhten Eigenkapitalquote von 54,5 %
nach 51,3 % im Vorjahr. Erfolgsneutrale Inanspruchnahmen von Rückstellungen für ausstehende
Rechnungen, insbesondere im dritten und vierten Quartal, Investitionen in
mittelfristige Geldanlagen sowie die verstärkte Mittelbindung im Working
Capital im Rahmen des umsatzstarken vierten Quartals haben zu einer
Verminderung der liquiden Mittel um € 101,2 Mio. auf € 123,1 Mio. (Vorjahr:
€ 224,3 Mio.) geführt. Dem Anstieg der Kapitalbindung durch die Erhöhung der Vorräte um € 10,5
Mio. und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 43,5 Mio. steht
ein Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 5,6
Mio. gegenüber, womit sich das Working Capital im Berichtsjahr insgesamt um
€ 59,6 Mio. auf € 322,8 Mio. erhöht hat (Vorjahr: € 263,2 Mio.). Unter
Berücksichtigung des Mittelabflusses durch die Inanspruchnahme von
Rückstellungen (€ 30 Mio.) und die Investitionen in Geldanlagen (€ 30 Mio.,
die im Vorjahr im Posten Zahlungsmittel/-äquivalente ausgewiesen wurden)
korrespondiert dieses mit der Veränderung der liquiden Mittel. Die Erhöhung der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte resultiert aus
den genannten Investitionen in Geldanlagen. 5.3.7 Kapitalflussrechnungscroll
Korrespondierend zum Anstieg des operativen Ergebnisses hat sich auch der
Brutto Cashflow um 37,2 % (€ +8,9 Mio.) erhöht. Durch die zuvor beschriebene
erhöhte Mittelbindung im Working Capital im Rahmen des Anstiegs des
Geschäftsvolumens und durch die Inanspruchnahme von Rückstellungen für
ausstehende Rechnungen hat sich entsprechend der Cashflow aus laufender
Geschäftstätigkeit vermindert. Der Mittelabfluss aus Investitionstätigkeit lag mit € -4,4 Mio. um € -1,3
Mio. höher als im Vorjahr (€ -3,1 Mio.), der Mittelabfluss aus
Finanzierungstätigkeit lag mit € -7,9 Mio. auf Vorjahresniveau (€ -8,1
Mio.), wobei einer höheren Dividende ein verminderter Zufluss aus erneut
reduzierten Transaktionen im Rahmen der ABS-Finanzierung
gegenübersteht. Insgesamt ergibt sich im Berichtsjahr 2010 eine zahlungswirksame
Verminderung des Finanzmittelfonds von € 101,2 Mio. auf einen Jahresendstand
an freier Liquidität in Höhe von € 123,1 Mio. StichtagsliquiditätDem Finanzmittelfonds von € 123,1 Mio. (Vorjahr: € 224,3 Mio.) standen
zum 31. Dezember 2010 wie bereits im Vorjahr nur geringe
Netto-Verbindlichkeiten aus den Asset-Backed-Security-Finanzierungen
gegenüber (€ 1,9 Mio., Vorjahr: € 2,0 Mio.), so dass die Stichtagsliquidität
annähernd den Zahlungsmitteln bzw. -äquivalenten entspricht. Als "Net-Cash" ergibt sich folgender Betrag: scroll
Der MEDION-Konzern verfügte das ganze Jahr über eine deutlich positive
Netto-Cash-Position. Bankkredite mussten im Berichtsjahr nicht aufgenommen
werden, es konnte sogar in mittelfristige Geldanlagen investiert
werden. Insgesamt verfügt MEDION mit dem hohen Eigenkapital von € 378,4 Mio.,
einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 54,5 %, der Liquidität von zum
Stichtag € 121,2 Mio. und einem flexiblen und kostengünstigen
Finanzierungsinstrument in Form von vertraglich vereinbarten
Asset-Backed-Security-Finanzierungsmöglichkeiten sowie dem bestehenden
Projektfinanzierungsrahmen (Syndicated Loan) weiterhin über sehr gute
Finanzierungsrahmenbedingungen. 5.3.8 MEDION AG (ergänzende Erläuterungen auf Basis HGB)Der Lagebericht der MEDION AG und der Konzernlagebericht über das
Geschäftsjahr 2010 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3
HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der MEDION AG nach HGB und der
zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im elektronischen
Bundesanzeiger veröffentlicht. Die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) wurden
für die MEDION AG erstmals angewendet. Dabei wurde auf die Anpassung der
Vorjahreswerte in Anwendung einer Erleichterungsregelung des BilMoG
verzichtet. Durch die Erstanwendung wurde im Wesentlichen der Ausweis der
eigenen Anteile beeinflusst. Ertragslage MEDION AG nach HGBscroll
Im abgelaufenen Geschäftsjahr konnte die MEDION AG auf
Einzelabschlussbasis ein Umsatzwachstum von 16,4 % (€ +229,4 Mio.) auf €
1.632,0 Mio. (Vorjahr: € 1.402,6 Mio.) realisieren. Die MEDION AG konnte trotz erwartungsgemäß verstärkten Preisdrucks im
abgelaufenen Geschäftsjahr mit einer Rohmarge von 11,0 % das Vorjahresniveau
nahezu erreichen und im Zuge des Umsatzwachstums den Rohertrag um € 25,1
Mio. (+16,2 %) steigern. Der Personalaufwand der AG lag in 2010 mit€ 27,7 Mio. über
Vorjahresniveau (€ 27,0 Mio., +2,6 %). Zum Bilanzstichtag waren 473
Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) bei der MEDION AG beschäftigt (Vorjahr:
472). Personalaufwand MEDION AG nach HGBscroll
Ein Rückgang der Mitarbeiterzahl war im Wesentlichen im Service- und
Verwaltungsbereich zu verzeichnen. Gegenläufig wirkte sich die Verstärkung
des Vertriebsbereiches zum Ausbau und zur Internationalisierung des
Direktgeschäftes aus. Vor diesem Hintergrund erklärt sich der Anstieg des
durchschnittlichen Personalaufwandes pro Mitarbeiter um 3,7 % auf €
59.315. Die Abschreibungen haben sich im Berichtszeitraum leicht um 2,3 % auf €
4,2 Mio. reduziert (Vorjahr: € 4,3 Mio.). Dabei reduzierten sich
ausschließlich die Abschreibungen auf Sachanlagen auf € 2,4 Mio. (Vorjahr: €
2,5 Mio.), die Abschreibungen auf Software und Lizenzen blieben mit € 1,8
Mio. konstant. Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge der MEDION AG nach HGBscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträge erhöhten sich bei
der MEDION AG um € 21,4 Mio. auf € 124,0 Mio., blieben aber mit einem Anteil
von 7,6 % vom Umsatz fast auf dem Vorjahresniveau von 7,3 %. Demzufolge ist
der Anstieg allein auf die Ausweitung des Geschäftsvolumens zurückzuführen
und spiegelt sich entsprechend vorrangig in den Vertriebsaufwendungen durch
gezielte Investitionen in die Stärkung der Markenattraktivität von MEDION
wider. Hierzu erhöhten sich die Aufwendungen für Marketing um € 7,2 Mio. auf
€ 38,5 Mio. (Vorjahr: € 31,3 Mio.). Die Aufwendungen für Kundenservice erhöhten sich um € 10,6 Mio. auf €
48,2 Mio. (Vorjahr: € 37,6 Mio.), worin sich insbesondere die Erhöhung der
Gewährleistungsrückstellung (Vorjahr: Verbrauch) ausgewirkt
hat. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen um € 1,9 Mio. auf € 13,0 Mio.
(Vorjahr: € 11,1 Mio.) betrifft in erster Linie EDV-Aufwendungen, die
ebenfalls wesentlich durch den Ausbau und die Internationalisierung des
Direktgeschäftes begründet sind. Die MEDION AG weist auch 2010 ein positives Finanzergebnis in Höhe von €
1,4 Mio. (Vorjahr: € 7,1 Mio.) aus. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen
daraus, dass im Gegensatz zu diesem Jahr im Vorjahr Beteiligungserträge
realisiert wurden (€ 4,0 Mio.). Während die Zinserträge zudem aufgrund eines
verminderten Zinsniveaus um € 0,9 Mio. auf € 3,9 Mio. sanken, erhöhten sich
die Zinsaufwendungen um € 0,8 Mio. auf € 2,4 Mio. im Wesentlichen durch
erwartete Zinsen auf Steuernachzahlungen in Höhe von € 0,7 Mio. Wegen der Regelungen zur Mindestbesteuerung in Deutschland fallen trotz
der noch bestehenden steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG effektive
Ertragsteuerbelastungen der AG von € 4,3 Mio. im Jahr 201 0 an (Vorjahr: €
3,0 Mio.). Diese beinhalten in Höhe von € 1,1 Mio. Steuerbelastungen für
Vorjahre in Folge der steuerlichen Außenprüfung für die Jahre 2003 bis
2006. Insgesamt konnte die MEDION AG somit im abgelaufenen Geschäftsjahr ein
Ergebnis (EBIT) von € 24,4 Mio. sowie einen Jahresüberschuss von € 21,3 Mio.
erzielen. Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, eine Dividende von € 0,23
je gewinn berechtigter Stückaktie auszuschütten. Bilanzstruktur der MEDION AG nach HGBscroll
Die Bilanzsumme der MEDION AG verminderte sich im Vergleich zum Vorjahr
um € 47,0 Mio. (-6,5 %) auf € 676,0 Mio. (Vorjahr: € 723,0 Mio.). Die
Eigenkapitalquote erhöhte sich weiter auf 53,7 % nach 52,2 % im Vorjahr. Dem
Anstieg der Kapitalbindung durch die Erhöhung der Vorräte um € 10,4 Mio. und
der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 42,9 Mio. steht ein
Rückgang der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 5,5 Mio.
gegenüber. Inanspruchnahmen von Rückstellungen, Investitionen in
mittelfristige Geldanlagen (€ 30 Mio., die noch im Vorjahr im Posten
flüssige Mittel ausgewiesen wurden) sowie die verstärkte Mittelbindung im
Working Capital im Rahmen des umsatzstarken vierten Quartals haben
wesentlich zu einer Verminderung der zum Abschlussstichtag vorhandenen
flüssigen Mittel um € 74,7 Mio. auf € 91,7 Mio. (Vorjahr: € 166,4 Mio.)
geführt. Verkürzte Kapitalflussrechnung der MEDION AG nach HGBscroll
Durch die erhöhte Mittelbindung im Working Capital im Rahmen des Anstiegs
des Geschäftsvolumens sowie die geplanten Inanspruchnahmen von
Rückstellungen für ausstehende Rechnungen hat sich entsprechend der Cashflow
aus laufender Geschäftstätigkeit vermindert. Der Mittelabfluss aus
Finanzierungstätigkeit lag mit € -8,3 Mio. um € 0,6 Mio. unter dem Vorjahr
(€ -8,9 Mio.). Insgesamt ergibt sich somit für die MEDION AG eine zahlungswirksame
Verminderung des Finanzmittelfonds von € 94,7 Mio. auf einen Jahresendstand
an freier Liquidität in Höhe von € 126,7 Mio. 5.4 Personal5.4.1 EntwicklungDie Anzahl der im MEDION-Konzern in 2010 durchschnittlich beschäftigten
Mitarbeiter hat sich umgerechnet auf Vollzeitäquivalente von 1.015 im
Vorjahr um 0,8 % auf 1.007 verringert. Davon entfielen auf die MEDION AG und
ihre inländischen Tochtergesellschaften 875 (Vorjahr: 848) und auf die
ausländischen Gesellschaften 132 (Vorjahr: 167). Trotz der gesunkenen Personalzahlen ist im Berichtsjahr ein leichter
Anstieg der Personalkosten zu verzeichnen. Diese Entwicklung geht mit einem
höheren Grad der Spezialisierung und Professionalisierung einiger Funktionen
innerhalb des MEDION-Konzerns in 2010 einher. Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr mit € 48,5 Mio. im Vergleich
zum Vorjahr (€ 47,3 Mio.) um € 1,2 Mio. (2,5 %) erhöht. Im Geschäftsjahr wurde die im Vorjahr eingeleitete Konsolidierung der
internationalen Serviceprozesse erfolgreich fortgeführt. Durch die Schaffung
von einheitlichen Lager- und Reparaturprozessen europaweit sowie deren
Verlagerung auf externe Dienstleister konnten erhebliche Synergieeffekte
erzielt werden. Darüber hinaus wirkte sich 2010 bei den Personalkosten die Stärkung
unseres Direct-Sales-Geschäftes einschließlich E-Commerce im MEDION-Konzern
aus. Hierzu zählt auch der internationale Roll-out des
MEDION-Webshops. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung der Anzahl der
Mitarbeiter am Stichtag 31. Dezember 2010 gegenüber dem
Vorjahresstichtag. VERÄNDERUNG MITARBEITERZAHLEN (VOLLZEIT-ÄQUIVALENTE ZUM 31.12.)scroll
5.4.2 StrukturAufgrund des rasanten Unternehmenswachstums in den Jahren bis 2004 und
des damit verbundenen schnellen Personalaufbaus weisen die bei MEDION
beschäftigten Mitarbeiter ein relativ junges Durchschnittsalter und eine
relativ kurze Beschäftigungsdauer auf. Im Berichtsjahr waren bei der MEDION
AG und deren inländischen Tochtergesellschaften 38,9 % Frauen (Vorjahr: 40,0
%) und 61,1 % Männer (Vorjahr: 60,0 %) beschäftigt. Das Durchschnittsalter hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr
nur geringfügig verändert und lag in 2010 bei 37,0 Jahren (Vorjahr: 36,6).
Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die Altersstruktur
der Mitarbeiter, getrennt nach Frauen und Männern. ALTERSSTRUKTUR![]() Die Durchschnittsdauer der Beschäftigung bei der MEDION AG und deren
inländischen Tochtergesellschaften lag im Jahr 2010 bei ca. 6,1 Jahren
(Vorjahr: 5,9 Jahre). BETRIEBSZUGEHÖRIGKEIT![]() Die Krankenstatistik im Bereich der MEDION AG lag im Berichtsjahr bei 2,7
% (Vorjahr: 2,7 %) und damit unter dem Bundesdurchschnitt von 3,7 %
(Vorjahr: 3,3 %). 5.4.3 MotivationDie hohe Motivation und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter
sind ein wesentlicher Erfolgsfaktor unseres Unternehmens. Aufgrund einer
schlanken Organisationsform und schneller Entscheidungswege werden unsere
Mitarbeiter in wichtige Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen. Die Nähe zu
unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig, um die immer komplexer werdenden
Arbeitsabläufe in den unterschiedlichen Bereichen an die veränderten
Marktbedingungen und damit verbundenen steigenden Anforderungen
anzupassen. Notwendige personelle Maßnahmen im Rahmen von Strukturverbesserungen
werden vom Management verantwortungsbewusst und unter größtmöglicher
Berücksichtigung der Belange unserer Mitarbeiter umgesetzt. Bei der Besetzung von vakanten Positionen legen wir großen Wert darauf,
einerseits die Fähigkeiten und Potentiale von Mitarbeitern, andererseits
aber auch deren persönliche Karriereziele zu berücksichtigen. Dies
beinhaltet, dass Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg persönlich begleitet und
zielgerichtet für eine Funktion qualifiziert und entwickelt werden. Damit
werden eine zielgerichtete, interne Stellenbesetzung gefördert,
Einarbeitungszeiten reduziert und den Mitarbeitern somit interessante
Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. MEDION investiert in ein positives Arbeitsumfeld. Modern ausgestattete
Arbeitsplätze, interessante Jobinhalte sowie das umfangreiche Sportangebot
auf der eigenen Sportanlage auf unserem Firmengelände, der ehemaligen
Gustav-Heinemann-Kaserne, tragen zu einem produktiven Arbeitsklima
bei. Mitarbeiter haben im Rahmen von Einarbeitungsplänen die Möglichkeit, sich
schnell in die Unternehmensstrukturen und -prozesse einzufinden.
Praktikanten können "on the job" Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der
gesamten Supply Chain gewinnen. Bei der Zusammenstellung unserer Belegschaft legen wir Wert auf Vielfalt
- ungeachtet von Geschlecht, Nationalität, Religion oder ethnischer
Herkunft. 5.4.4 Wesentliche VereinbarungenMEDION legt großen Wert auf eine offene und freundliche
Unternehmenskultur sowie eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der
Mitarbeitervertretung und den einzelnen Mitarbeitern. Die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat
war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem konstruktiven Miteinander
geprägt. Die Personalveränderungen wurden unter Beachtung der
Sozialverträglichkeit umgesetzt. Die Entscheidungen der Unternehmensleitung
wurden vom Betriebsrat in verantwortungsbewusster Art und Weise
begleitet. Die Maßnahmen stießen bei den Beschäftigten trotz der damit verbundenen
Konsequenzen auf breiter Basis auf Verständnis und Einsicht in die
Notwendigkeit. Vorstand und Mitarbeitervertretung sind gemeinsam davon überzeugt, dass
sozialkompetente Verhaltensweisen das Betriebsklima nachhaltig positiv
beeinflussen, die Arbeitsprozesse verbessern, damit die Produktivität und
die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern und somit vielfältige positive
Auswirkungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter bringen. Daher wurde in
Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung ein Personalentwicklungskonzept
entwickelt, das den partnerschaftlichen Umgang aller im Unternehmen tätigen
Personen unterstützt und in einer Betriebsvereinbarung festgeschrieben
wurde. Darüber hinaus gibt es im MEDION-Konzern eine Reihe von wichtigen
Betriebsvereinbarungen, die zum einen der langfristigen Mitarbeiterbindung
und zum anderen einer den Markterfordernissen angepassten höheren
Flexibilisierung innerhalb des Unternehmens dienen. Eine wesentliche Betriebsvereinbarung regelt die Flexibilisierung der
Arbeitszeit im Call-Center. Wegen des branchentypisch wechselnden
Arbeitsanfalls war es erforderlich, die individuelle Arbeitszeit der
Mitarbeiter im Call-Center an die aufgrund des Aktionsgeschäftes stark
schwankende Auslastung anzupassen. Zielsetzung war es, eine flexiblere und
bedarfsgerechte Organisation der Arbeitszeiten im Call-Center zu erreichen,
um sich den durch die höhere Produktkomplexität gestiegenen
Kundenanforderungen anzupassen. Diese Maßnahmen sind von strategischer
Bedeutung, da die Effizienz des Call-Centers ein wesentlicher Baustein für
die Kundenzufriedenheit und damit für den nachhaltigen Erfolg der
MEDION-Produkte im Markt ist. Letztendlich dienen diese Maßnahmen dazu, die
Wettbewerbsfähigkeit zu erhalten und zu steigern. Gleichzeitig wurden damit auch die organisatorischen Voraussetzungen
geschaffen, um künftig verstärkt auch Dritten marktgerechte
Call-Center-Dienstleistungen anbieten zu können. Eine weitere wichtige Betriebsvereinbarung regelt die Einführung und
Umsetzung von Qualitätsmaßnahmen im Call-Center. Diese Maßnahmen dienen dem
Erhalt der Wettbewerbsfähigkeit und wesentlicher Kundenbeziehungen sowie der
Erhaltung/Schaffung zukunftssicherer Arbeitsplätze. Ein Instrument zur langfristigen Mitarbeiterbindung bei der MEDION AG und
ihren inländischen Tochtergesellschaften ist die betriebliche
Altersversorgung. Das Angebot der Inanspruchnahme einer Direktversicherung
und Pensionskasse wird seit Einführung im Jahr 2005 und seit der Erweiterung
des Angebotes der betrieblichen Altersversorgung um das Versorgungswerk
"Metallrente" im Jahr 2009 von insgesamt ca. 35 % (Vorjahr: 30 %) der bei
der MEDION AG beschäftigten Mitarbeiter genutzt. Die MEDION AG hat 2010 das 2007 aufgesetzte Konzept zur betrieblichen
Gesundheitsförderung erfolgreich fortgesetzt. Ein wesentlicher Bestandteil
ist die finanzielle Unterstützung aller interessierten Mitarbeiter bei der
Raucherentwöhnung durch anerkannte medizinische Verfahren. In diesem Jahr
wurden die im Rahmen des Gesundheits- und Arbeitsschutzes unternehmensseitig
angebotenen Gesundheitstage einschließlich allgemeiner Gesundheits-Checks
und Bildschirmarbeitsplatzuntersuchungen von einer Vielzahl von Mitarbeitern
genutzt. Weiter wurde mit Unterstützung der Fachkraft für Arbeitssicherheit
erstmals eine Mitarbeiterumfrage zum Thema "Büroarbeitsplatz und
Bildschirmarbeit" mit gutem Ergebnis durchgeführt. Die Vergütungssysteme wurden den sich wandelnden Erfordernissen
angepasst. Das im Jahr 2005 in einem Teilbereich des Unternehmens
eingeführte einheitliche Gehaltsmodell, in dem Mitarbeiter je nach Grad
ihrer Qualifikation in bestimmte Entgeltgruppen eingruppiert werden und
durch Qualifizierungsmaßnahmen in den Bereichen Kommunikation sowie
Führungskräfteentwicklung systematisch weitergebildet werden, hat sich im
Jahr 2010 im Hinblick auf die dadurch angestrebte qualitative Verbesserung
des Service als außerordentlich wirksam und erfolgreich
erwiesen. Bei den Führungskräften sind flächendeckend Vergütungssysteme eingeführt,
die sich aus einem Fixum und einem variablen Anteil auf der Basis von
individuellen Zielvereinbarungen zusammensetzen. Die individuellen
Zielvereinbarungen werden dabei anhand von unternehmensbezogenen und
persönlichen Zielen festgelegt. Im Rahmen der Personalentwicklung wurden Maßnahmen durchgeführt, die der
Qualitätssteigerung dienen. An einem zu diesem Zweck durchgeführten
Assessment-Center nahmen viele Mitarbeiter teil. Das Instrument
Assessment-Center wurde des Weiteren nicht ausschließlich zum Zwecke der
Personalentwicklung, sondern auch für die Rekrutierung neuer Mitarbeiter
eingesetzt. Darüber hinaus wurden den Mitarbeitern externe Weiterbildungsmaßnahmen
und IT-bezogene Schulungen angeboten, die im Bereich SAP R/3 durch ein
SAP-Inhouse-Competence-Center und im Bereich von Microsoft Office durch
einen externen Trainingsanbieter durchgeführt wurden. Des Weiteren wurde mit
großem Erfolg ein modular aufgebautes Qualifizierungsprogramm für den
Vertrieb und vertriebsnahe Funktionen im Rahmen der Förderung von Vertriebs-
und Führungsnachwuchskräften durchgeführt. Im Rahmen der im Unternehmen implementierten Compliance-Grundsätze zum
Umgang mit nicht öffentlich bekannten Informationen aus dem betrieblichen
Umfeld wurden wie im Vorjahr insgesamt 80 Mitarbeiter, die als so genannte
Insider gemäß dem Leitfaden der Bundesanstalt für
Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) im so genannten Insiderverzeichnis
geführt werden, in einer Schulungsmaßnahme über die neuesten gesetzlichen
Bestimmungen informiert. Darüber hinaus wurden solche Mitarbeiter, die in
der Ausübung ihrer Funktion Aufgaben des Einkaufs, der Produktentwicklung
und des Produktmanagements oder des Vertriebes übernehmen, sonstige Aufträge
an Dritte geben oder bestätigen sowie im weiteren Sinne mit Preis- und
Vertragsverhandlungen oder deren Umsetzung betraut sind, zur Einhaltung der
entsprechenden gesetzlichen Bestimmungen durch den Abschluss von
arbeitsvertraglichen Zusatzvereinbarungen verpflichtet. Damit wurde sichergestellt, dass mitarbeiter- und unternehmensseitig alle
erforderlichen Maßnahmen zur Bekämpfung bzw. Vermeidung von Korruption und
Vorteilsnahme getroffen sind. MEDION beteiligt sich aktiv an der betrieblichen Ausbildung junger
Menschen. Im Jahr 2010 waren insgesamt 49 (Vorjahr: 52) Auszubildende bei
der MEDION AG beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 5,2 %
(Vorjahr: 5,8 %). Die Auszubildenden teilen sich auf folgende
Ausbildungsgänge auf: 22 kaufmännische, 6 technische sowie 21 im
Dialogmarketing. Erstmals wurde der Ausbildungsgang "Kauffrau/~mann im
Einzelhandel" angeboten. Da MEDION ausschließlich für den eigenen Bedarf
ausbildet, können wir in der Regel allen Ausgebildeten ein
Arbeitsplatzangebot unterbreiten. 5.5 NachhaltigkeitBei MEDION ist man immer auf der Suche nach neuen Ideen. Und dies nicht
nur bei der Positionierung der Marke MEDION als Technologieführer und
Innovator, sondern auch wenn es darum geht, wie wir mit den uns anvertrauten
Ressourcen umgehen. Auf der Basis verantwortungsvollen Handelns ist Nachhaltigkeit schon
lange ein zentrales Thema im MEDION-Konzern. Im abgelaufenen Geschäftsjahr
wurden die bis dahin durchgeführten Aktivitäten in einem neuen Bereich
"Corporate Social Responsibility" zentral gebündelt. Die damit verbundene Zielsetzung ist es, sämtliche Prozesse innerhalb
unseres Unternehmens, aber auch im Zusammenspiel mit unseren externen
Partnern, systematisch und kontinuierlich zu verbessern. Dabei kommt der
Einhaltung der gesetzlichen Vorschriften sowie nationaler wie
internationaler Standards eine hohe Bedeutung zu. Dieser Anspruch betrifft
alle Funktionen und Prozesse entlang der gesamten Wertschöpfungskette
unseres Unternehmens - von den Rohstoffen über Produktion und Logistik bis
hin zur Anwendung und Entsorgung unserer Produkte. Geeignete Maßnahmen dafür
werden unter den Aspekten Ökonomie, Umwelt und Soziales daraus
abgeleitet. Im abgelaufenen Geschäftsjahr stand vor allem die Schonung der Wälder im
Fokus unserer Aufmerksamkeit. Unsere Priorität ist es, so wenig Papier wie
nötig zu verbrauchen. Zu diesem Zweck wurde analysiert, an welchen
Arbeitsplätzen eigene Drucker zur Verfügung gestellt werden müssen, und wo
möglich, durch Netzwerkdrucker, die von mehreren Mitarbeitern genutzt werden
können, ersetzt. Des Weiteren wurde der komplette Prozess des
Bewerbermanagements umgestellt. Interessierte Kandidaten haben die
Möglichkeit, sich auf dem Karriereportal von MEDION online zu bewerben -
ganz bequem und papierlos. Darüber hinaus haben wir ein umweltschonendes
modulares Verpackungskonzept entwickelt, das weg von vollflächig bedruckten
Kartonagen hin zu einfachen Umkartons mit Labeln führt. Die Mülltrennung auf
unserem Firmengelände, der ehemaligen Gustav-Heinemann-Kaserne, in Papier
und Restmüll ist ein weiterer wichtiger Schritt hin zu einem nachhaltigen
Umgang mit der Umwelt. Der Arbeits- und Gesundheitsschutz genießt einen hohen Stellenwert bei
MEDION. Wir legen großen Wert darauf, unsere Mitarbeiter gesund und
leistungsfähig zu erhalten. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden die
Angebote zu Gesundheits-Checks von vielen Mitarbeitern genutzt. In
Zusammenarbeit mit unseren Mitarbeitern wurden alle Arbeitsplätze von
Sicherheitsfachkräften überprüft. Die in diesem Zusammenhang durchgeführte
Mitarbeiterumfrage zum Thema "Büroarbeitsplatz und Bildschirmarbeit" hat ein
gutes Ergebnis erzielt. Dabei ist es unser Bestreben,
Verbesserungspotentiale zu identifizieren, Unfälle zu vermeiden und
arbeitsbedingte Gesundheitsrisiken zu minimieren. MEDION engagiert sich für eine Reihe von gesellschaftlichen Themen - in
guten wie in schlechten Zeiten. Hierzu zählt die Unterstützung von Menschen
in Not genauso wie die Förderung von Kultur und Sport. We schon Ende 2004, als MEDION im Rahmen einer unternehmensweiten
Spendenaktion gemeinsam mit seinen Mitarbeitern mehr als € 30.000 für die
Opfer der Tsunami-Katastrophe in Südostasien gesammelt hat, die über die
Einrichtung "Benefiz e.V. Hannover" in den Wiederaufbau und die
Wiederausrüstung von elf Schulen sowie die Entsendung von Ersatzlehrern
geflossen sind, hat die Unternehmensleitung gemeinsam mit den Mitarbeitern
im Januar 2010 für die Opfer des schweren Erdbebens im Karibikstaat Haiti in
einer weiteren Spendenaktion über € 10.000 gesammelt. Das Jahr 2010 stand ganz im Zeichen von RUHR.2010. Als alteingesessenes
Essener Unternehmen war es für MEDION daher ein besonderes Anliegen, Essen
als Kulturhauptstadt 2010 in besonderer Weise zu unterstützen. Aus diesem
Grund waren wir auf dem wohl spektakulärsten Event von RUHR.2010, der Aktion
Still-Leben Ruhrschnellweg, mit unserem Projekt "Wir können auch ohne Strom
- MEDION unplugged" vertreten. Mit all diesen Aktivitäten und Projekten legen wir uns die
Selbstverpflichtung auf, als Teil der Wrtschaft, der Gesellschaft und der
Umwelt unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung zum Wohl künftiger
Generationen zu leisten. 5.6 Forschung und EntwicklungForschung und EntwicklungMEDION arbeitet sehr eng mit den führenden Herstellern von Komponenten
und Produkten aus den Bereichen Multimedia und Unterhaltungselektronik sowie
Telekommunikation zusammen. Dadurch besteht seit Jahren auch ein ständiger
Zugang zu den neuesten Ergebnissen aus Forschungs- und
Entwicklungsprojekten. Entsprechend dem MEDION-Ceschäftsmodell erfolgt jedoch eine Konzentration
darauf, innovative Technologien schnell einem breiten Konsumentenkreis
zugänglich zu machen. MEDION verfügt daher über keine eigene Forschungs- und
Entwicklungsabteilung im Bereich so genannter
Basistechnologien. Allerdings arbeitet MEDION in zahlreichen Projekten zusammen mit anderen
Partnern daran, im Rahmen der Digitalisierung die Integration der
PC-Multimedia-Technologie mit den Geräten der klassischen
Unterhaltungselektronik voranzubringen. MEDION wird dabei von führenden
Technologiepartnern wegen seiner Fähigkeit als schneller
Technologieintegrator von neuen Anwendungen für den Massenmarkt geschätzt.
2010 wurde die Integration von digitalen Multimedia-Anwendungen und
hochauflösenden Grafikanwendungen in Notebooks und Desktop-PCs von
MEDION-Ingenieuren gemeinsam mit Partnern internationaler Konzerne
weiterentwickelt und in serienreife Produktangebote umgesetzt. Bei mobilen
Navigationsgeräten hat MEDION 2010 neue Software-Applikationen sowie
Produkte mit integrierter SIM-Karte gemeinsam mit den Anbietern von
Navigationssoftware und dem Telekommunikationspartner in den Markt
eingeführt. Gemeinsam mit einem erfolgreichen Partner wurde ein eBook Reader
entwickelt, zur Marktreife gebracht und ab Oktober 2010 in den Handel
gebracht. Die Buchhandelsgruppe Thalia hat dazu auf der IFA ihren gemeinsam
mit MEDION entwickelten eReader OYO vorgestellt. Der OYO verknüpft als
einziger eReader im deutschsprachigen Markt die Vorteile des Online-Kanals
mit der Kompetenz von rund 5.000 Buchhändlerinnen und Buchhändlern. Die 16
Graustufen und der hohe Kontrast des Electronic-Paper-Bildschirms des OYO
erzeugen ein gestochen scharfes Bild. Nicht zuletzt belegen die vielen guten Testergebnisse und zahlreichen
Testsiege im In- und Ausland, dass MEDION-Produkte technologisch und bei der
anwenderorientierten Bedienung führend sind. 5.7 Corporate Governance / Vergütungsbericht5.7.1 Corporate GovernanceMEDION verpflichtet sich zu den Grundsätzen einer transparenten,
verantwortlichen, auf Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des
Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Mitarbeiter der MEDION AG
identifizieren sich mit diesen Grundsätzen. MEDION erachtet die
Verpflichtung zur Corporate Governance als wichtige Maßnahme zur
Vertrauenssteigerung gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Aktionären,
Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit
auf nationalen und internationalen Märkten. Die von der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex"
am 18. Juni 2009 beschlossenen Änderungen des Kodex sind am 5. August 2009
durch das Bundesministerium der Justiz im elektronischen Bundesanzeiger
bekannt gemacht worden und damit verbindlich. Bedeutsam sind u. a. die
geänderten Empfehlungen hinsichtlich der Vorstands- und
Aufsichtsratsvergütung. Aufgrund der im August 2008 neu gefassten
Vorstandsverträge und der bestehenden Vergütungsregelung für den
Aufsichtsrat wurden diese Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance
Kodex bei MEDION nicht umgesetzt. Nach den Beratungen von Vorstand und
Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 10. Dezember 2009 sind diese
Punkte in der geänderten Entsprechenserklärung angemerkt. Diese
Entsprechenserklärung ist wirksam für die Zeit vom 10. Dezember 2009 bis zum
30. November 2010. Unverändert zu den Vorjahren gilt die Ausnahme, dass
aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden
können. Weiterhin hat die "Regierungskommission Deutscher Corporate
Governance Kodex" am 26. Mai 2010 neue Empfehlungen beschlossen, durch die
insbesondere der Anteil von Frauen in Gremien deutscher Unternehmen erhöht
und die Professionalität des Aufsichtsrates insgesamt erweitert werden soll.
Der in dieser Zusammensetzung in der Hauptversammlung vom 12. Mai 2006
gewählte Aufsichtsrat ist im besonderen Maße geeignet, bei der
unternehmensspezifischen Situation von MEDION Aufsichts- und
Kontrollfunktionen wahrzunehmen, da in der von schnellen Entwicklungen
geprägten internationalen Welt der Consumer-Electronics-Produkte und der
Ausrichtung von MEDION auf die internationalen Handelsketten gerade die
Kenntnisse der Prozesse international agierender Handelsunternehmen sowie
das damit verbundene Finanztransaktions-Know-how entscheidend
sind. MEDION erfüllt sämtliche Anregungen bis auf Kodex-Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S.
2, nach der die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der
Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließt. Aufgrund der besonderen
Eigentümerstruktur bei MEDION wurde eine entsprechende Beschlussfassung
bisher nicht vorgesehen. Darüber hinaus enthält die erfolgsorientierte
Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2)
bisher keine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen
Bestandteile, da bei dem Geschäftsmodell von MEDION die Ermittlung,
Objektivierung und Quantifizierung langfristiger Erfolgsparameter schwierig
ist. Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG haben die geänderte
Entsprechenserklärung am 1. Dezember 2010 gemäß § 161 AktG auf der Website
der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht. Der ausführliche Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat zur Corporate
Governance im MEDION-Konzern findet sich im Geschäftsbericht. Der Vorstand der MEDION AG hat für das abgelaufene Geschäftsjahr seinen
Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (§ 312 AktG) an den
Aufsichtsrat erstattet und folgende Schlusserklärung abgegeben: "Nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt, in dem
berichtspflichtige Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bekannt waren, hat
die Gesellschaft bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung
erhalten. Berichtspflichtige Maßnahmen wurden im Geschäftsjahr weder
getroffen noch unterlassen." 5.7.2 VorstandsvergütungenDie Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder besteht aus einer Reihe von
Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die
variable Vergütung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen. Maßgebend für die Festlegung der Gesamtvergütungsstruktur des Vorstandes
ist der Aufsichtsrat, der die Angemessenheit der Vergütungen
bestimmt. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus
erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die
erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum und Nebenleistungen sowie
Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen Komponenten in eine variable
Vergütung einfließen. Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die
Nebenleistungen umfassen Sachbezüge, die im Wesentlichen aus der
Zurverfügungstellung von Versicherungen sowie von Dienstwagen bestehen. Sie
stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu; die Höhe
variiert je nach der persönlichen Situation. Kredite oder Gehaltsvorschüsse
wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Die erfolgsabhängige Tantieme für Gerd Brachmann und Christian Eigen
bemisst sich nach dem Zielerreichungsgrad des am Anfang des Geschäftsjahres
schriftlich mit dem Aufsichtsrat vereinbarten Unternehmensziels, das sich am
EBIT orientiert. Der Vertrag sieht für bestimmte außerordentliche
Belastungen/Erträge Korrekturen des EBIT vor. Darüber hinaus besteht zusätzlich ein Anspruch auf eine aktienbasierte
Vergütung nach folgender Maßgabe: Die Anzahl der zuzuteilenden Aktien der
MEDION AG wird für die einzelnen Vorstandsmitglieder individuell für die
Laufzeit der Verträge definiert und ist ebenfalls abhängig vom
Zielerreichungsgrad der im Vorhinein schriftlich vereinbarten persönlichen
Ziele. Der Anspruch auf Zuteilung der Aktien wird jährlich einen Monat nach
Feststellung des Jahresabschlusses für das abgelaufene Geschäftsjahr fällig.
Die Anzahl der Aktien ist auf Basis des Schlusskurses am Tage der
Bilanzpressekonferenz zu ermitteln. Es sind zweijährige Sperrfristen sowie
weitere Bedingungen für die Zuteilung, den Verkauf bzw. die Übertragung der
Aktien bestimmt. Insgesamt betrug die Vergütung der Mitglieder des Vorstandes für die
Tätigkeit im Geschäftsjahr 2010 ohne die Zuführung zur Pensionsrückstellung
T€ 2.408. Der vergleichbare Vorjahresbetrag liegt bei T€ 2.617. Einzelheiten der Vergütungen für das Jahr 2010 ergeben sich in
individualisierter Form unter Angabe der Vorjahreszahlen aus der
nachfolgenden Tabelle: scroll
In der obigen Tabelle sind ferner Einzelheiten zu den Zuführungen zur
Pensionsrückstellung der Vorstandsmitglieder aufgeführt. Die Gesellschaft
verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden
Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer
unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn
es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder
Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der
Gesellschaft ausscheidet. Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei
Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen
Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab
dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 %
dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell
festgelegten maximalen Höhe. Im Berichtsjahr wurden die Pensionsrückstellungen für die
Vorstandsmitglieder um insgesamt T€ 338 erhöht. Dieser Betrag setzt sich aus
den so genannten Dienstzeitaufwendungen (Service Cost) und den
Zinsaufwendungen (Interest Cost) zusammen. Die Rückstellung zum 31. Dezember
2010 in Höhe von T€ 2.488 entfällt mit T€ 1.691 auf Herrn Gerd Brachmann und
mit T€ 797 auf Herrn Christian Eigen. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem
Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstandes im
abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem
Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied
erhalten. 5.7.3 AufsichtsratsvergütungenAufsichtsratsvergütungen sind in § 11 der Satzung geregelt. Sie
orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der
Aufsichtsratsmitglieder sowie am wirtschaftlichen Erfolg der
Gesellschaft. Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten je eine Vergütung, die sich
zusammensetzt aus einem festen Bestandteil von T€ 30 und einem variablen
Bestandteil in Höhe von 0,07 % des Bilanzgewinns der Gesellschaft, dieser
vermindert um einen Betrag von 4 % der auf das Grundkapital geleisteten
Einlagen. Der variable Bestandteil wird auf einen Betrag begrenzt, der sich
aus einem Bilanzgewinn der Gesellschaft von höchstens € 50,0 Mio. ergibt.
Die Vergütung beträgt für den Vorsitzenden das Doppelte und für seinen
Stellvertreter das Eineinhalbfache. Die Vergütung ist zahlbar nach
Feststellung des Jahresabschlusses. Aufsichtsratsmitglieder, die dem
Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben,
erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer
Aufsichtsratszugehörigkeit. Insgesamt beträgt die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates im
Geschäftsjahr 201 0 T€ 196. Der vergleichbare Vorjahresbetrag liegt bei T€
208. In individualisierter Form setzt sich die Vergütung für 2010 wie folgt
zusammen: scroll
Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine
weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen,
insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Kredite oder
Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht
gewährt. 5.8 Risikobericht5.8.1 RisikomanagementDas Risikomanagement ist integraler Bestandteil der
MEDION-Geschäftsstrategie. Es dient dazu, in einem strukturierten Prozess
die wesentlichen Risikofelder laufend zu beobachten, Geschäftsrisiken
frühzeitig zu erkennen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, möglichst
frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken ergreifen zu
können. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sind die verantwortlichen
Personen in den verschiedenen Geschäftsbereichen verpflichtet, die
spezifischen Risikofelder im eigenen Aufgabenbereich zu beobachten, die
Risikoausprägungen zu messen und das Eingehen unangemessener Risiken zu
vermeiden. Sie berichten die Risikoposition in regelmäßigen Abständen unter
Zuhilfenahme der unternehmensinternen Kontrollsysteme an das Controlling und
bei Bedarf unmittelbar und ad hoc an die Unternehmensleitung. 5.8.2 RisikomanagementsystemeKernelement des MEDION-Risikomanagementsystems ist ein integratives
Management-Informationssystem, welches als dynamisches Informations- und
Steuerungsinstrument dient. In diesem verankert ist ein umfassendes
Frühwarnsystem für alle Unternehmensbereiche. Durch Verzahnung verschiedener
Managementberichte werden operative Kennzahlen, die zur täglichen
Kurzfriststeuerung dienen, direkt unter dem Aspekt eines
Planerreichungsgrades im Sinne der konzernweiten operativen und
finanzwirtschaftlichen Ziele betrachtet. Hiermit zusammenhängend dient eine
Balanced Scorecard als Instrument des Risikomanagementsystems, um die
Umsetzung definierter Maßnahmen zur Steuerung risikorelevanter Positionen zu
messen. Wesentliche weitere Elemente des integrierten
MEDION-Risikomanagementsystems sind das interne Kontrollsystem und die
Interne Revision. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem (IKS) dient zur
Sicherung des Vermögens, der Verlässlichkeit und Genauigkeit des
Rechnungswesens, der betrieblichen Effizienz und der Einhaltung der
vorgeschriebenen Geschäftspolitik. Wichtige Prinzipien sind das Prinzip der
Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip. Konkrete Regelungen werden in
Organisationsanweisungen dokumentiert. Die Interne Revision führt bei MEDION im Auftrag des Vorstandes auf der
Basis konkret vereinbarter Projekte prozessunabhängige Kontrollen in allen
Unternehmensbereichen durch. Der Revisionsplan wird zwischen Vorstand und
Aufsichtsrat besprochen und abgestimmt. Bei der Feststellung des
Prüfungsplans werden die zum Zeitpunkt der Erstellung vorliegenden
Risikoeinschätzungen berücksichtigt. Unterjährig erfolgen Plananpassungen,
soweit dies aufgrund der Aktualität der Themen notwendig ist. Ausgewählte
Themen, die eine höhere aufgabenspezifischen Fachkompetenz benötigen, werden
an externe Dienstleister übertragen. Die Berichterstattung erfolgt
unmittelbar an den Vorstand, der dem Aufsichtsrat berichtet. 5.8.3 Absatzbezogene RisikopositionDas MEDION-Ceschäftsmodell ist auf den Absatz von
Consumer-Electronics-Produkten und komplementären Dienstleistungen mit einem
günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis in großen Stückzahlen für den
Konsumentenmarkt ausgerichtet. Der größte Umsatzanteil wird mit Kunden aus
dem Discount-Retailer-Segment abgewickelt, ein weiterer Schwerpunkt mit
deutlich geringerem Umsatzanteil liegt im Vertrieb über
Consumer-Electronics-Fachmärkte. Daneben wird über die Website des
MEDIONshops der Direktverkauf von Produkten angeboten. Branchentypisch für
den Bereich Consumer Electronics sind in der unterjährigen Verteilung das
erste und insbesondere das vierte Quartal umsatzstark, wohingegen das zweite
und dritte Quartal geringere Umsatzvolumina zeigen. MEDION ist wie jedes Unternehmen, das im Konsumgüterbereich tätig ist,
stark von der Kaufkraft und Kaufneigung der Verbraucher abhängig. Während
die Kaufkraft von gesamtwirtschaftlichen Parametern wie Wirtschaftswachstum,
Inflation, Zinsen und Arbeitslosigkeit beeinflusst wird, hängt die
Kaufneigung stark von weichen Faktoren wie etwa der wirtschaftlichen
Grundstimmung und dem Verbrauchervertrauen ab. Aufgrund des
Absatzschwerpunktes über große Handelsketten ist MEDION wesentlich von der
Kaufneigung der Verbraucher und den darauf gerichteten Absatzerwartungen
seiner großen Kunden in diesem Marktsegment abhängig. Sofern jedoch rezessive Tendenzen auf die Wirtschaft mit sinkenden
Aufträgen durchschlagen, kann sich auch die Konsumneigung der Verbraucher
verschlechtern und im Extremfall zu kurzfristigen Veränderungen im
Bestellverhalten der Kunden führen, mit durchaus hohen Auswirkungen auf die
Umsatz- und Ergebnisentwicklung von MEDION. Die MEDION-Kunden gehören zu den namhaften Adressen des internationalen
Retail-Marktes. Durch den Projektcharakter des Geschäftes werden mit
einzelnen Kunden in kurzen Zeiträumen hohe Umsatzvolumina realisiert. Im
Rahmen dieses seit langen Jahren erfolgreichen Geschäftsmodells ist die
Vertriebstätigkeit auf die wenigen sehr leistungsfähigen Partner im
Retail-Markt ausgerichtet. MEDION unterhält daher Geschäftsbeziehungen zu
wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich
sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu
signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen
Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können.
Andererseits können sich durch den Hinzugewinn einzelner Kunden oder
Projekte auch große Umsatzveränderungen zum Positiven ergeben. Dabei ist
MEDION aufgrund seiner führenden Wettbewerbsposition und des guten
Verhältnisses von Qualität, Attraktivität und Preis der Produkte national
wie international ein attraktiver Partner für seine Kunden und verfügt über
stabile Kundenbeziehungen. Es ist derzeit nicht ersichtlich, dass
wesentliche Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen
werden. Den im Bereich hochwertiger Produkte der Consumer Electronics aufgrund
der dynamischen technologischen Entwicklung typischerweise innewohnenden
Bestandsrisiken der technologischen Veralterung und den damit verbundenen
Abwertungsrisiken begegnet MEDION durch eine strikte Anwendung des
Build-to-Order-Prinzips. Bei den Vorratsbeständen handelt es sich daher im
Wesentlichen um bereits fest disponierte Ware im Projektgeschäft bzw. um
Serviceware für Reparatur und Austausch im
After-Sales-Service-Prozess. Die für den Direktverkauf bereitgestellte Ware beruht auf einer
rollierenden, den täglich ermittelten Abverkäufen angepassten Bedarfsplanung
mit kurzen Produktzyklen. Damit werden eine kurze Zeitspanne zwischen
Beschaffung und Absatz und eine an den aktuellen Absatzchancen orientierte
große Flexibilität im Produktmix erreicht und damit die Bestandsrisiken auf
ein Mindestmaß begrenzt. Die Bestandsdisposition und -bewertung wird durch
ein prozessunabhängiges Bestandscontrolling überwacht und
gesteuert. Bei den MEDION-Handelskunden besteht ein allgemeines Abverkaufsrisiko für
die georderten Waren. Durch gezielte Marktforschung, Testaktionen bei
Produktneueinführungen und dosierte Mengenplanungen wird dieses Risiko der
MEDION-Handelspartner in engen Grenzen gehalten. Aufgrund der in weiten
Teilen des Handels in einem zeitlich begrenzten Zeitraum üblichen
Geld-zurück-Garantie haben die Konsumenten das Recht, auch funktionell
einwandfreie Ware als Retourenware an den Handel zurückzugeben. Diese
Retourenwaren werden zumeist an den Hersteller weitergeleitet und von diesem
einer alternativen Vermarktung zugeführt. Solche Bestände unterliegen einem
besonderen Abverkaufsrisiko. MEDION hat in Zusammenarbeit und im
Einvernehmen mit den Handelskunden Verfahren entwickelt und vereinbart, um
Missbräuche im Retourenprozess zu verhindern und die Risiken aus der
Rückgabe einwandfreier Waren zu begrenzen. Im Hinblick auf die
Zweitvermarktung von Retourenwaren hat MEDION durch ein gezieltes
Retourenmanagement die Prozesssteuerung und die Abverkaufskanäle über Dritte
optimiert und ergänzend dazu durch den MEDION-Outlet-Store und den Abverkauf
über den MEDIONshop im Internet eigene Vertriebswege für eine
Folgevermarktung geschaffen. Durch dieses Bündel von Maßnahmen konnte die
Risikoposition verbessert werden. Forderungen gegenüber KundenMEDION reduziert das Bonitätsrisiko dadurch, dass sich die
Vertriebsaktivitäten im Wesentlichen auf international tätige
Handelskonzerne mit A-Bonitäten konzentrieren. Kunden, die nicht in diese
Kategorie fallen, haben für MEDION nur untergeordnete Bedeutung und werden
größtenteils rückversichert bzw. nur gegen Garantien oder auf Vorkasse
beliefert. 5.8.4 BetriebProduktideeKern des MEDION-Geschäftsmodells ist die Vermarktung von attraktiven und
zunehmend designorientierten Trendprodukten mit einem guten
Preis-Leistungs-Verhältnis an breite Käuferschichten. Neue Produkte schaffen
neue Absatzchancen, sind jedoch erst nach einer gewissen Zeit in
Abhängigkeit vom individuellen Produktlebenszyklus ausgereift und preislich
für den Massenmarkt tauglich. Ältere Produkte unterliegen bei dem schnellen
technologischen Wandel dem Risiko der technischen Veralterung, verlieren
damit schnell an Attraktivität und sind einem hohen Preisverfall ausgesetzt.
Die Herausforderung liegt darin, die richtige Produktidee zum richtigen
Zeitpunkt zu platzieren. MEDION verfügt über ein mehr als 20 Jahre gewachsenes Einkaufsnetzwerk.
Über diesen Kanal wird eine Vielzahl von Ideen generiert und an die Kunden
herangetragen. Daneben werden ständig die neuesten Erkenntnisse der
Marktforschung ausgewertet und durch eigene Präsenz auf wichtigen Messen und
im unmittelbaren Kontakt mit innovativen und potenten Herstellern aktiv neue
attraktive Produktideen gesucht. Im MEDION-Produktmanagement arbeiten
durchweg erfahrene Mitarbeiter, die über langjährige Markt- und
Branchenkenntnisse verfügen. Sie haben unmittelbaren Kontakt zu den im Markt
generierten Neuheiten und Trends und beurteilen diese Entwicklungen in
Kreativteams systematisch auf ihre Tauglichkeit für die Vermarktung im
Massenmarkt. Aus diesem systematischen Ansatz heraus hat sich MEDION im Markt sowohl
bei den Kunden als auch bei den Lieferanten einen guten Namen als schneller
und leistungsfähiger Technologieintegrator für den Massenmarkt gemacht.
Nicht zuletzt wurden darüber auch die Ideen zu den erfolgreich eingeführten
Dienstleistungen generiert und umgesetzt. BeschaffungMEDION greift bei wesentlichen Teilen der Wertschöpfungskette auf externe
Partner zurück. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von Produkten und
Komponenten, für die Abwicklung logistischer Prozesse und zunehmend auch für
Prozesse im After-Sales-Service. Insofern ist MEDION sowohl qualitativ als
auch preislich auf eine Vielzahl von Partnern angewiesen. Insbesondere die
Beschaffungsmärkte für PC-Komponenten und Logistikdienstleistungen sind
hinsichtlich Verfügbarkeiten und Preisen teilweise volatil. Strukturell ist
der Markt dabei von einer hohen Preisvolatilität bei wichtigen Bauteilen und
Komponenten (z. B. Speicherkomponenten und CPUs) geprägt, der teilweise
durch die Entwicklung der Fremdwährungsparitäten gegenüber dem Dollar und
dem Britischen Pfund noch verstärkt wird. Da die Preisentwicklungen auf dem
Beschaffungsmarkt unmittelbar auch auf die Absatzpreise durchschlagen, führt
diese Entwicklung zu tendenziell sinkenden Stückpreisen in vielen
wesentlichen MEDION-Produktbereichen und zu einem entsprechenden
preisbedingten Druck auf die Umsatzentwicklung. Potentielle Risiken für MEDION bestehen im Fall des Konkurses von
Lieferanten, was die Nichtrealisierung des Kundenprojektes zur Folge hätte
bzw. bei einem nachgelagerten Konkurs den Ausfall des After-Sales-Service.
MEDION begegnet diesem Risiko durch Konzentration auf große, international
bekannte Hersteller. Potentielle Risiken könnten sich durch Lieferengpässe bei
Hauptlieferanten ergeben und zu Preisrisiken und ggf. Umsatzeinbußen führen.
MEDION verfügt jedoch aufgrund des großen, über viele Jahre hinweg
gewachsenen Einkaufsnetzwerkes über sehr stabile Lieferantenbeziehungen und
wird bedingt durch die hohen Beschaffungsvolumina in der Regel als A-Kunde
eingestuft und bei Kapazitätsengpässen bevorzugt beliefert. Weitere potentielle Risiken können durch Qualitätsmängel bei den
Produkten erwachsen und insbesondere im Bereich der Service- und
After-Sales-Kosten zu höherem Aufwand führen und eine Imageschädigung nach
sich ziehen. MEDION bezieht seine Waren von international führenden
Herstellern mit hohen Qualitätsstandards, die grundsätzlich das
Qualitätsrisiko tragen. Um eine größtmögliche Sicherheit hinsichtlich der
Produktqualität zu gewährleisten und Probleme möglichst in einem frühen
Stadium des Projektes zu erkennen und ggf. frühzeitig gegensteuern zu
können, führt MEDION vor, während und nach der Produktion eigene
Qualitätskontrollen zumeist vor Ort beim Lieferanten durch. MEDION bezieht weite Teile seiner Produkte und Komponenten von
Lieferanten, deren Betriebsstätten in Asien liegen. Daraus können sich
diverse Länderrisiken, beispielsweise durch Veränderungen bei Abgaben,
Zöllen und Handelsbeschränkungen sowie durch Naturkatastrophen und
politische Instabilitäten, ergeben. Darüber hinaus können sich in manchen
Regionen Asiens Risiken aus dem unsicheren rechtlichen Umfeld ergeben, die
die Möglichkeit einschränken, Rechte geltend zu machen und durchzusetzen.
Diesen Risiken begegnet MEDION durch eine sehr sorgfältige
Beschaffungsmarktanalyse und Lieferantenauswahl. Dabei wird eine
Diversifizierung der Beschaffungsquellen sichergestellt, um bei geänderten
Rahmenbedingungen handlungsfähig zu bleiben. Darüber hinaus wird bei
leistungsfähigen und zuverlässigen Lieferanten Wert auf eine dauerhafte und
faire Zusammenarbeit gelegt. Neben der professionellen Projektabwicklung im Verkaufs- und
Beschaffungsprozess ist ein hocheffizienter und verlässlicher
After-Sales-Prozess der wesentliche Erfolgsfaktor für den nachhaltigen
Markterfolg. Bei Beeinträchtigung der Servicequalität kann es zu
Imagebeeinträchtigungen und negativen Folgen für die Kundenbeziehungen, das
Ansehen und die Akzeptanz der Marke MEDION kommen. Um im Bereich der
After-Sales-Prozesse ein hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten, werden nur
erfahrene Dienstleister eingesetzt. Die Auftragsabwicklung wird laufend
dokumentiert und die Arbeitsergebnisse und die Effektivität über ein
parallel laufendes Qualitätsmanagementsystem überwacht und
optimiert. Dadurch ist es über lange Jahre hinweg gelungen, bei den Partnern im
Handel und bei den Endkunden ein großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit
von MEDION-Produkten und in den MEDION-Service aufzubauen. DatenverarbeitungFür das Funktionieren des Projektgeschäftes und des After-Sales-Service
sind effiziente und sichere EDV-Lösungen unerlässlich. Im Falle nicht
funktionierender EDV-Prozesse könnte die zeitgerechte Projektabwicklung
gefährdet werden und es könnten ggf. weitere wesentliche Beeinträchtigungen
des Geschäftsablaufes eintreten. Im Zuge der zunehmenden
EDV-Prozessintegration kommt dabei auch der Einbeziehung der Systeme und
Schnittstellen zu Lieferanten, Service-Providern und Kunden besondere
Bedeutung zu. Die bei MEDION und den in die Wertschöpfungskette einbezogenen
Partnern eingesetzten Informationstechnologien werden von eigenen und
externen EDV-Fachleuten ständig überprüft und aktualisiert. Die Systeme zur
Informationssicherheit werden laufend weiterentwickelt. Darüber hinaus
werden Reviews für die EDV-Prozessqualität und -Sicherheit von externen
Prüforganisationen durchgeführt. Dadurch wird ein größtmögliches Maß an
Sicherheit für die Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen
gewährleistet. LogistikDa sich MEDION in wesentlichen Umsatzbereichen auf das Projektgeschäft
konzentriert, kommt der Fähigkeit, die Produkte innerhalb eines vertraglich
vereinbarten Zeitfensters an die Kunden auszuliefern, besondere Bedeutung
zu. Verzögerungen können zu Konventionalstrafen oder infolge der
Notwendigkeit von Änderungen des Transportmittels zu erhöhten Kosten führen.
MEDION arbeitet mit einer begrenzten Anzahl international tätiger
Speditionen zusammen, die für hohe Qualitätsstandards und Liefertreue
stehen. Die Logistikprozesse bei diesen Spediteuren sind in die eigene
IT-Prozesssteuerung von MEDION integriert. Dadurch wird ein hohes Maß an
Prozesssicherheit im Bereich Logistik erreicht. Außerhalb des Projektgeschäftes erfolgt die Distribution von Waren mit
national und international erfahrenen Logistikpartnern. Zu diesen Partnern
bestehen individuelle Vertragsbeziehungen, in denen unter anderem auch die
Standards für die Servicequalität und Sicherheit festgelegt
sind. Die Servicequalität und Sicherheit der Logistikprozesse und die
Einhaltung der vertraglich festgelegten Standards werden über das
Risikomanagementsystem laufend überwacht. 5.8.5 RechtDie Urheberrechtsreform zum 1. Januar 2008 hat, wie mehr und mehr
erkennbar, dazu geführt, dass Einigungen zwischen der Industrie und den
Verwertungsgesellschaften über die Geräteabgabe (Urheberrechtsabgabe) dem
Grunde als auch der Höhe nach schwieriger möglich sind. Kommt eine Einigung
nicht zustande, so werden in der Regel das Schiedsstellenverfahren betrieben
und nachfolgend die ordentlichen Gerichte bemüht. Oftmals enden diese
Verfahren vor dem Bundesgerichtshof, so dass von dem Zeitpunkt der
Geltendmachung der Urheberrechtsabgabe für ein bestimmtes Gerät bis zur
Feststellung, ob diese Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, Jahre
vergehen können. Dies führt dazu, dass für möglicherweise urheberrechtsabgabepflichtige
Geräte Verpflichtungen bestehen. Für diese Risiken sind im Jahresabschluss
angemessene Rückstellungen passiviert. Es bleibt weiterhin festzustellen, dass von verschiedenen Seiten
verstärkt Ansprüche wegen angeblicher Verletzung von gewerblichen
Schutzrechten, insbesondere von Patenten, geltend gemacht werden. Dies
erfolgt teilweise durch die Schutzrechtsinhaber selbst, teilweise werden die
Ansprüche auch kommerziell über Dritte, insbesondere so genannte
Patentverwertungsgesellschaften, außergerichtlich geltend gemacht. Dabei
werden verstärkt die Verletzungsansprüche gegen den Inhaber der jeweiligen
Marke, die auf den Geräten abgebildet ist, geltend gemacht und
konsequenterweise wird auch nur eine Lizenzierung durch den Markeninhaber
akzeptiert. Generell gilt, dass behauptete Schutzrechtsverletzungen und Ansprüche
oftmals als nicht gerechtfertigt beurteilt werden können. Für bestehende Risiken wurden im Jahresabschluss, soweit kalkulierbar,
angemessene Rückstellungen, auch für Schutzrechtsverletzungen,
passiviert. Um die Risiken für MEDION daraus weitestmöglich zu begrenzen, vereinbart
MEDION im Einkaufsbereich, wenn möglich, mit den Lieferanten, dass diese für
eine mögliche Verletzung von Schutzrechten Dritter für die gelieferte bzw.
hergestellte Ware allein verantwortlich sind und MEDION von allen
diesbezüglichen Ansprüchen freigestellt wird. Sollte sich im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten und
Vergleichsverhandlungen herausstellen, dass die möglicherweise nachträglich
zu zahlenden Urheberrechtsabgaben und Lizenzgebühren von den
zurückgestellten Beträgen abweichen, so würden sich daraus entsprechende
Auswirkungen auf das Konzernergebnis ergeben. Auf die betragsmäßige
Quantifizierung des Risikos wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92
verzichtet. Darüber hinaus sind derzeit keine Gerichts- oder Schiedsverfahren gegen
MEDION als Beklagte anhängig, die wesentliche Auswirkungen auf das
Konzernergebnis von MEDION haben könnten. 5.8.6 FinanzenDie MEDION-typische Ausrichtung auf das Projektgeschäft erfordert für
kurze Zeiträume die Verfügbarkeit von erheblichen Finanzmitteln zur
Vorfinanzierung großvolumiger Aufträge. Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten
könnten ansonsten die Unternehmensentwicklung bremsen. Im Rahmen des MEDION-Geschäftsmodells werden viele kapitalintensive Teile
des Wertschöpfungsprozesses wie Forschung und Entwicklung, Produktion,
Logistik oder Verkauf am Point of Sale von Partnerunternehmen wahrgenommen.
Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen und vor dem Hintergrund der
soliden Kapital- und Finanzstruktur stehen MEDION in erheblichem Maße
Lieferantenlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapital-
und Liquiditätsausstattung beschränkt sich der mögliche Finanzkreditbedarf
von MEDION ausschließlich auf die kurzfristige Abdeckung von
Finanzierungsspitzen bei großvolumigen Projekten im klassischen
Saisongeschäft. MEDION stehen mit der Finanzierung über forderungsbasierte
Asset-Backed-Security-Programme sowie durch zusätzliche
Fremdfinanzierungslinien bei Banken über einen so genannten Syndicated Loan
ausreichende, flexible und kostengünstige Finanzierungsinstrumente zur
Verfügung. Eine Abhängigkeit von einzelnen Kreditinstituten besteht dabei
nicht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr brauchte MEDION aufgrund effizienter
Managementsysteme die Asset-Backed-Security-Programme nur in geringem Umfang
und Fremdfinanzierungslinien nicht in Anspruch zu nehmen. Als international agierendes Unternehmen ist MEDION Risiken durch
Wechselkurseinflüsse ausgesetzt. Insbesondere auf der Beschaffungsseite
fallen Zahlungsströme in ausländischer Währung an, da die überwiegende Zahl
der Lieferanten in Asien beheimatet ist und die Transaktionen daher in
US-Dollar und teilweise in Britischen Pfund abgewickelt werden. MEDION
sichert sich gegen die Risiken aus Fremdwährungsschwankungen durch den
Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von marktüblichen
Devisentermingeschäften und teilweise ergänzenden Swap-Geschäften ab.
Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken
eingesetzt. 5.8.7 PersonalDer Wettbewerb um hochqualifizierte Führungskräfte und technisches
Personal ist in der Consumer-Electronics-Branche nach wie vor sehr groß.
Gerade im Projektgeschäft stellen erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter
die wichtigste Ressource dar. Daher muss auf die Bindung von
Know-how-Trägern an das Unternehmen durch geeignete Maßnahmen besonderes
Gewicht gelegt werden. Nur gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter können Risiken
beherrschen und vermeiden. Daher fördert MEDION gezielt die Aus- und
Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Um bei einem Personalwechsel die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu
erleichtern und Probleme durch Know-how-Verluste möglichst zu vermeiden,
sind im Rahmen des Workflow-Managements alle unternehmensinternen Prozesse
so dokumentiert, dass sie personenunabhängig ausgeführt werden
können. Insgesamt arbeitet bei MEDION ein motiviertes und hochprofessionelles
Team - eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern, die das
Unternehmen schon lange begleiten, jungen Kolleginnen und Kollegen, die ihre
berufliche Karriere bei MEDION beginnen, und Kollegen, die aus anderen
Unternehmen zu MEDION gekommen sind und mit ihren Erfahrungen zum
Unternehmenserfolg beitragen. 5.8.8 GesamtrisikosituationAuch in 2010 konnte MEDION durch Fortsetzung eingeleiteter Maßnahmen zur
Steigerung der Kosteneffizienz und Optimierung des Produktportfolios sowie
durch konsequente Umsetzung der Geschäftsfeldstrategien und
Internationalisierung wesentliche Ertrags- und Kostenpositionen weiter
verbessern. So konnte trotz des der Finanzkrise folgenden erhöhten Drucks
auf die Rohertragsmarge in allen für MEDION relevanten Bereichen die
Stabilität der Rohertragsmarge im abgelaufenen Geschäftsjahr wieder erhöht
und auf Vorjahresniveau (11,2 %) gehalten werden. Durch weitere Maßnahmen im Bereich des Kunden- und Lieferantenmanagements
sowie der Steuerung von Produktions- und Logistikprozessen konnte auch die
bereits in Vorjahren gesunde Struktur des Working Capital, insbesondere im
Vorratsvermögen, weiter optimiert und die Eigenkapitalbasis weiter gestärkt
werden. Als Ergebnis zeigt sich hier eine nochmals verbesserte
Eigenkapitalquote von 54,5 % (Vorjahr: 51,3 %). Zwar ist seit dem positiven Trend in 2010 eine positive Grundstimmung im
relevanten Verbraucherumfeld sichtbar, die Fortsetzung der im Zuge der
weltweiten Finanzkrise eingeleiteten Restrukturierung von Kapazitäten bei
Produzenten und Logistikdienstleistern, insbesondere im
Kernbeschaffungsmarkt Asien, kann jedoch zu einer verminderten Flexibilität
bei der Auftragssteuerung führen und den Wettbewerb somit weiter unter Druck
halten. Obwohl MEDION aus dem Jahr 2010 bezüglich finanzwirtschaftlicher
Risikopositionen insgesamt weiter gestärkt hervorgeht, werden daher die
Maßnahmen zur Optimierung von Kunden- und Produktportfolio,
Geschäftsfeldstrategie und Kosteneffizienz unvermindert fortgeführt und
durch ein stringentes Risikocontrolling begleitet. Denn der Trend zu
weiteren Konsolidierungen im Beschaffungsmarkt, kürzeren Reaktionszeiten im
Handel sowie der Verkürzung von Produktzyklen und der Kapitalbedarf zur
rechtzeitigen und effizienten Adaption von Trends und Umsetzung von
Innovationen werden weiter zunehmen. 5.9 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2010Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und
Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht
eingetreten. 5.10 Prognosebericht5.10.1 Konjunktureller RahmenDie deutsche Wirtschaft hat 2010 eine unerwartet starke Dynamik entfaltet
und mit 3,6 % den größten Zuwachs des Bruttoinlandsproduktes seit der
Wiedervereinigung erzielt. Der kräftige Aufschwung nach dem schockartigen
konjunkturellen Einbruch im Winterhalbjahr 2008/2009 war insbesondere der
weltwirtschaftlichen Erholung zu verdanken. Die deutschen Unternehmen
konnten aufgrund ihrer hohen Wettbewerbsfähigkeit an frühere Exporterfolge
anknüpfen. Der außenwirtschaftliche Impuls ist inzwischen auf die
Binnennachfrage übergegangen. Sie entwickelt sich zunehmend zur treibenden
Kraft der Wirtschaftsentwicklung. Die Bundesregierung erwartet in ihrer
Jahresprojektion 2011 eine Fortsetzung des Aufschwungs mit einer Zuwachsrate
des preisbereinigten Bruttoinlandsproduktes von 2,3 %. Die deutsche
Wirtschaft wächst damit spürbar stärker als der Durchschnitt der
Eurozone. AUSGEWÄHLTE ECKWERTE DER GESAMTWIRTSCHAFTLICHENENTWICKLUNG IN DER BUNDESREPUBLIK DEUTSCHLANDscroll
5.10.2 Marktentwicklung im Bereich der Consumer ElectronicsGesamtmarktDie Marktforscher von GfK, gfu und ZVEI sehen den Gesamtmarkt Consumer
Electronics in Deutschland für 2011 weiterhin optimistisch. Die Prognose für
2011 liegt bei einem leicht steigenden Umsatz in der Größenordnung von über
€ 25 Mrd. Dabei geht die Marktprognose im Auftrag des Branchenverbandes
BITKOM davon aus, dass sich der deutsche Markt für
Consumer-Electronics-Produkte im laufenden Jahr besser entwickeln wird als
der EU-Durchschnitt. Deutschland bleibt 2011 mit weitem Abstand der größte
europäische Markt für digitale Unterhaltungselektronik. € 12,5 Mrd. werden
in Deutschland voraussichtlich mit Flachbildfernsehern, Digitalkameras und
Spielkonsolen umgesetzt werden. Der EU-Markt könnte nach Einschätzung des
BITKOM aufgrund des Fehlens sportlicher Großereignisse insgesamt um rd. 7 %
auf etwas mehr als € 56 Mrd. zurückgehen. Insbesondere in Frankreich,
Spanien und Italien sollen dabei die Umsätze spürbar sinken. Geprägt ist diese Prognose von einem weiteren Rückgang der
Durchschnittspreise. ProduktinnovationenDer Markt für Consumer-Electronics-Produkte ist weiterhin geprägt von der
Digitalisierung der Inhalte und Übertragungswege sowie der Konvergenz.
Konvergenz bedeutet dabei das Verschmelzen der bislang unterschiedlichen
Märkte Unterhaltungselektronik, Medien, Informationstechnologie und
Telekommunikation. Basis hierfür ist die digitale Technik, die zum einen die
Vernetzung unterschiedlicher Produktgruppen ermöglicht und zum anderen die
Nutzung digitaler Komponenten in unterschiedlichen Produktbereichen (z. B.
Kamerafunktionen in Mobiltelefonen, mobile Navigationsgeräte mit
MP3-Abspielfunktion, Notebooks als HD-Fernseher, Smartphones zum
Telefonieren und Surfen im Internet) erlaubt. Neue, insbesondere auch
drahtlose Vernetzungslösungen eröffnen zusätzliche Möglichkeiten,
hochauflösende Inhalte zu nutzen. Die Verschmelzung von Internet und
Fernsehen sowie die Heimvernetzung stehen auch in 2011 im Mittelpunkt des
Interesses der Konsumenten. Impulse werden weiterhin im Bereich der flachen Fernsehgeräte und der
hochauflösenden Technik (HDTV) erwartet. Bei der technischen Entwicklung in
hochauflösenden DVD-Formaten ist die Blu-ray-Technik Branchenstandard und
die entsprechenden Endgeräte werden für zusätzliche Dynamik bei der
Nachfrage im HDTV-Sektor und bei den hochauflösenden Quellen wie digitalen
Kameras, Camcordern und Spielkonsolen führen. Insbesondere werden auch für
den Bereich mobiler Technik, von Kameras über portable Videoplayer und
Navigation bis hin zu Smartphones und Notebooks/Netbooks, weiter Zuwächse
erwartet. Dabei wird sich der Trend zu technologisch anspruchsvollen und
qualitativ hochwertigen Produkten mit direktem Zugang zum Internet weiter
fortsetzen. Die durch die digitale Technik eröffneten neuen Produktwelten werden mit
immer kürzeren Produktlebenszyklen auf den Markt gebracht, da der technische
Fortschritt leistungsfähigere Produkte und Systeme in immer kürzeren
Intervallen hervorbringt. Die Veränderungen in der Unterhaltungselektronik
durch das Internet beruhen nicht nur auf einer zunehmenden Digitalisierung
der Endgeräte, sondern auch auf den neuen Geschäftsideen und
Marketingplattformen (wie z. B. Suchmaschinen) der in den letzten Jahren neu
entstandenen Medienunternehmen. Besonders starke Veränderungsimpulse werden
neben HDTV und Heimvernetzung auch von der Personalisierung von
Content-Services, vom Trend zu mobilen Endgeräten, von umweltfreundlicher
Technologie sowie von der Reduktion der Bedienkomplexität
erwartet. Notebook und Desktop-PCNach BITKOM-Berechnung gehen 60 % aller verkauften PCs an
Privatverbraucher und 40 % an gewerbliche Nutzer in Unternehmen oder
Behörden. Danach wurden im Gesamtmarkt im Jahr 2010 rd. 13,7 Mio. PCs
verkauft, was einem Zuwachs von 13 % entspricht Allerdings ging der Verkauf
der kleineren Netbooks um 12 % auf 1,7 Mio. Stück zurück, denn die
handlichen Netbooks stehen im direkten Wettbewerb mit den neuen Tablet-PCs,
die über den Bildschirm gesteuert werden. Auch für das Jahr 2011 ist der
BITKOM optimistisch. Nach der im Januar 2011 veröffentlichten Prognose wird
der PC-Absatz im neuen Jahr erneut um 12,3 % auf 15,4 Mio. Stück zulegen.
Weiter geht der Industrieverband BITKOM in seiner Prognose davon aus, dass
im Jahr 2011 fast 10 Mio. mobile Computer (Notebooks, Netbooks, Tablet-PCs
im Business- und Endkundenbereich) in Deutschland verkauft werden. Dies wäre
eine Absatzsteigerung von etwa 11 %. Es ist erkennbar, dass es in den nächsten Jahren immer mehr klassische
Produkte der Unterhaltungselektronik geben wird, die Zugang zum Internet
haben. Dies stellt neue Anforderungen an die Hersteller von
Unterhaltungselektronik, leistungsstarke Prozessoren in ihre Geräte zu
integrieren. Mit dem Ausbau einer flächendeckenden Infrastruktur für das
drahtlose Breitbandinternet wird sich der Trend zu kompakten und
leistungsstarken Notebooks noch verstärken. Hochleistungsprozessoren für
Desktop-PCs sind gefragt, wenn es um die Darstellung von 1080p bei
Videoformaten in 7.1-Surround-Sound geht, bei hochauflösenden
3-D-Grafikelementen und vernetzten Online-Spielen, aber auch, um parallele
Anwendungen in der Audio- und Videoverarbeitung ermöglichen zu
können. Neben Notebooks, Netbooks und Smartphones etablieren sich Geräte, die
sich besonders für das Lesen von Texten eignen (eBook Reader), sowie die
Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der
Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über
eine Internetanbindung per WLAN oder UMTS. Der Markt für PCs und Notebooks
ist aufgrund der hohen Ausstattungsdichte der Haushalte von technologischen
Innovationen und dem Ersatzbedarf bestimmt. Wachstumsfelder der Consumer Electronics sind in dem für MEDION
relevanten Marktumfeld:
MobilfunkDer steigende Absatz von Smartphones und tragbaren Computern sorgt für
einen Boom der mobilen Internetnutzung. Davon geht der BITKOM auf Basis von
aktuellen Zahlen des European Information Technology Observatory (ElTO) aus.
Danach steigt der Umsatz in Deutschland mit mobilen Datendiensten im Jahr
2011 voraussichtlich um 1 2 % auf € 7 Mrd. Nach der BITKOM-Prognose steigt
der Smartphone-Absatz im Jahr 2011 in Deutschland um 36 % auf 10,1 Mio.
Stück. Der Umsatz mit den Geräten legt um 24 % auf € 2,1 Mrd.
zu. Im Mobilfunk fließen in den kommenden Jahren allein zwischen € 8 und 10
Mrd. in den Ausbau der neuen Übertragungstechnik LTE. Die
Nachfolgetechnologie von UMTS erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 100
Megabit pro Sekunde. Bis zum Jahresende 201 0 wurden bereits 1.500
Mobilfunkstandorte umgerüstet, die 200.000 Haushalte mit der neuen Technik
versorgen können. Bis zum Abschluss des ersten Quartals 2011 werden weitere
1.500 LTE-Standorte hinzukommen. Inhaltlich stehen dabei für Mobilfunkkunden das Bedürfnis nach sozialer
Vernetzung und der Wunsch nach End-to-End-Crossmedia-Angeboten sowie die
ständige Verfügbarkeit des Internets zu Flatrate-Tarifen im Vordergrund.
Derzeit existieren weltweit rund 520.000 mobile Applikationen (Apps) für die
unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme. Die Anwendungen reichen von
Spielen über Nachrichten- und Auskunftsdienste bis hin zu Navigationshilfen
und eBook Readern. Daneben sind Mobilfunkangebote längst nicht mehr an den eigenen Betrieb
eines Netzes gekoppelt, sondern stammen zunehmend von virtuellen
Mobilfunkbetreibern (MVNO). Wachstum bei den UMTS-Teilnehmerzahlen
generieren auch die neuen Generationen der Smartphones und Netbooks. Diese
Netbooks werden häufig mit integriertem Mobilfunkzugang oder USB-Stick für
das drahtlose Internet angeboten. Mit den neuen Geräten und attraktiven
Preisen nutzen vor allem auch Privatpersonen verstärkt mobile
Datendienste. 5.10.3 Unternehmensentwicklung und GeschäftsmodellBei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die
Diversifizierungen der Vertriebswege in den klassischen CE-Fachhandel, SB-
und Discountermärkte sowie den E-Commerce über das Internet auch weiterhin
fortsetzen. MEDION als eines der ganz wenigen Unternehmen mit einem umfassenden
Angebot von Produkten der klassischen Unterhaltungselektronik und der
Informationstechnologie kann damit die Herausforderungen des digitalen und
vernetzten Weltmarktes mit anwenderfreundlichen Produktangeboten im
Projektgeschäft umsetzen. Das MEDION-Geschäftsmodell bleibt darauf
ausgerichtet, hochwertige, innovative Trendprodukte mit attraktivem,
ausgezeichnetem Design zu günstigen Preisen im Bereich der Consumer
Electronics für breite Käuferschichten verfügbar zu machen. Ergänzend zu dem
klassischen europäischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten
entwickelt und vermarktet MEDION zunehmend komplementäre Dienstleistungen,
insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/MEDIONmobile, Downloads und
Online-Dienste. 5.10.4 AusblickWirtschaftliche Entwicklung von MEDION im Jahr 2011MEDION hat durch ein straffes Kostenmanagement und die konsequente
Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis
sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes im
abgelaufenen Geschäftsjahr 2010 seine Profitabilität zusammen mit einem
deutlichen Umsatzanstieg erhöht und die Bilanzstrukturen bei einer
Eigenkapitalquote von über 50 % nochmals verbessert. Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes hat sich erwartungsgemäß auch in
2010 weiter vermindert und lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei 70,8 % des
Gesamtumsatzes, nach 72,8 % im Vorjahr. Die Tatsache, dass das
Projektgeschäft trotz dieser Verminderung seines Geschäftsanteiles um € 135
Mio. (+13 %) gewachsen ist, unterstreicht sowohl die Fähigkeit und hohe
Flexibilität von MEDION, Trends rechtzeitig zu adaptieren, als auch den
Erfolg der MEDION-Strategie zum Ausbau des Direktgeschäftes mit Endkunden im
Bereich Dienstleistungen und Online-Services. Der Geschäftsfeldstrategie folgend wird in 2011 das Direktgeschäft weiter
überproportional wachsen und seinen Geschäftsanteil auf über 30 %
erhöhen. MEDION wird diesen erfolgreichen Weg in 2011 konsequent weiterverfolgen
und dabei auch seine Profitabilität weiter steigern. Wesentlicher Baustein auf dem Weg der Weiterentwicklung war und ist- auch
im Interesse der Kunden und Partner im Markt - die weitere Stärkung der
Marke MEDION als Markenzeichen für Produkte und Dienstleistungen von hoher
Qualität mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem exzellenten
Design. MEDION-Produkte und -Dienstleistungen überzeugen im Inland sowie im
Ausland durch beste Testergebnisse und die Marke MEDION hat an Bedeutung und
Wertschätzung gewonnen. MEDION verfügt neben Deutschland im gesamten
Euroraum einschließlich Skandinavien und Großbritannien über eine gute
Präsenz und in Verbindung mit den Handels- und Kooperationspartnern über gut
aufgestellte und professionell arbeitende Vertriebs- und Serviceeinheiten.
Dies sind die Voraussetzungen, das Geschäft im Inland wie auch im Ausland
weiterzuentwickeln und auszubauen. Mittelfristig verfolgt MEDION dabei das
Ziel, in den bereits erschlossenen europäischen Märkten weiter zu
wachsen. Die zukünftige Entwicklung von MEDION als einem führenden Anbieter von
Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Consumer Electronics für den
Massenmarkt hängt neben den effizienten und konsequent auf die Bedürfnisse
der Kunden und Verbraucher ausgerichteten Strukturen und Produkte des
Unternehmens in hohem Maße davon ab, wie sich der konjunkturelle Rahmen und
die Konsumneigung der Verbraucher in Deutschland und in den wichtigsten
europäischen Ländern entwickeln. Zu berücksichtigen sind auch die
Erwartungen der Handelspartner hinsichtlich der Absatzchancen von
Consumer-Electronics-Produkten mit dem daraus resultierenden
Bestellverhalten. UmsatzDie Ausweitung der Dienstleistungspalette im Direktgeschäft und der
erfolgreiche Start in das Jahr 2011 im Projektgeschäft haben zu einem guten
Orderverhalten der wesentlichen MEDION-Kunden für das erste und zweite
Quartal 2011 geführt. Zu berücksichtigen ist jedoch der Trend weiterhin
rückläufiger Durchschnittspreise und die höhere Anzahl kompakter, aber auch
preisgünstigerer Notebook-Angebote. Auch haben sich Projekte mit neuen,
leistungsstarken Prozessoren aufgrund von Lieferschwierigkeiten eines
Herstellers vom Frühjahr 2011 in den Sommer verschoben. Vor diesem Hintergrund geht der Vorstand der MEDION AG davon aus, dass im
ersten Halbjahr 2011 ein leichter Umsatzrückgang in der Größenordnung von 5
% wahrscheinlich ist. Die Entwicklung im zweiten Halbjahr 2011 ist noch
nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit prognostizierbar, so dass bei
einer anhaltenden wirtschaftlichen Erholung im Euroraum und insbesondere in
Deutschland insgesamt für das Geschäftsjahr 2011 bei einer angenommenen
stabilen Konsumnachfrage ein gegenüber dem Vorjahr unveränderter Umsatz in
der Größenordnung von € 1,64 Mrd. bei MEDION angenommen werden
kann. RohertragDie Rohertragsmargen werden aufgrund der unverändert hohen
Wettbewerbsintensität weiterhin unter Druck stehen. Jedoch fallen in 2011
besondere Belastungsfaktoren wie ein kurzfristig stark angestiegener
US-Dollar im ersten Halbjahr 2010 oder sich deutlich erhöhende
Komponentenpreise weg. Der MEDION-Vorstand geht daher davon aus, dass die
gute Marktposition von MEDION gehalten werden kann und aufgrund einer weiter
verbesserten Umsatzstruktur eine Rohertragsmarge auf einem Niveau von
10,5-11,5 % möglich ist. LiquiditätMEDION wird auch in 2011 voraussichtlich keine - oder nur für sehr kurze
Zeit sehr geringe - Fremdmittel zur Finanzierung großvolumiger Projekte
benötigen. ErgebnisDer MEDION-Konzern wird in 2011 das Ergebnis im Vergleich zu 2010
steigern können. Aufgrund der soliden Vermögens- und Finanzlage, bei einer
Eigenkapitalquote von über 50 %, kann das Geschäftsmodell erfolgreich
weiterentwickelt werden; dabei sollen insbesondere das Portfolio mit
designorientierten, technologisch innovativen Produkten sowie das
Direktgeschäft mit neuen Angeboten auch im Ausland ausgebaut
werden. Daher rechnet der Vorstand beim Ergebnis (EBIT) aufgrund der effizienten
Kostenstrukturen mit einer im Vergleich zum Umsatz überproportionalen
Steigerung in der Größenordnung von 15-20 %. Bei dieser Prognose geht der Vorstand davon aus, dass branchentypisch für
MEDION jeweils das vierte Quartal des Geschäftsjahres das umsatzstärkste ist
und bis zum Vorliegen fester Kundenaufträge für das vierte Quartal die
Umsatz- und Ergebnisprognose noch mit Unsicherheiten behaftet
bleibt. Die weitere Prognose für 2012 ist aufgrund des sich schnell verändernden
Consumer-Electronics-Marktumfelds und der Struktur des
MEDION-Geschäftsmodells nur schwer konkretisierbar. Sollte die gute
konjunkturelle Situation anhalten und das verfügbare Einkommen der
Verbraucher steigen, rechnet der Vorstand mit einer Steigerung der Umsätze
und des Ergebnisses. 5.11 Sonstige Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB
5.12 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBDie Unternehmensführung von MEDION -als börsennotierte deutsche
Aktiengesellschaft -wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben
durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner
jeweils aktuellen Fassung bestimmt Corporate Governance ist für MEDION ein
zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die
Weiterentwicklung von Corporate Governance und Compliance bei MEDION dient
dem Vertrauen, das Aktionäre, Geschäftspartner, die Mitarbeiter und die
Öffentlichkeit in eine gute Unternehmensführung setzen. Wir haben daher alle
notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, um nicht nur den
gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine
verantwortungsvolle, transparente und der nachhaltigen Wertentwicklung
verpflichtete Unternehmensführung zu gewährleisten. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unterliegt MEDION dem so
genannten dualen Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle
Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als
Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei
im Unternehmensinteresse eng zusammen. Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger
Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der
Gesamtverantwortung, d. h., die Mitglieder des Vorstands tragen gemeinsam
die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie entwickeln die
Unternehmensstrategie und sorgen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für
deren Umsetzung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstands von MEDION
sind in der Geschäftsordnung des Vorstands zusammengefasst. Diese regelt
insbesondere die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder,
die der Zustimmung des Aufsichtsrats vorbehaltenen Angelegenheiten, die
Beschlussfassung sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des
Vorstands. Der Vorstand von MEDION besteht aus zwei
Mitgliedern. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und
umfassend über alle für den MEDION-Konzern wesentlichen Aspekte der
Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle
Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements.
Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und
Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Außerdem berichtet der
Vorstand regelmäßig über das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur
Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien,
das gleichfalls im Verantwortungsbereich des Vorstands liegt. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und
überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des
Vorstands, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und
setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen
eingebunden, die für MEDION von grundlegender Bedeutung sind. Der
Aufsichtsrat von MEDION besteht aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrats von MEDION sind in
der Geschäftsordnung des Aufsichtsrats geregelt. Schließlich enthalten die Satzung der MEDION AG sowie die
Geschäftsordnung des Aufsichtsrats einen Katalog von Geschäften, für die der
Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrats bedarf. Berater- und sonstige
Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der
Gesellschaft bestanden im Berichtszeitraum nicht. Interessenkonflikte von
Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber
unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Kein Mitglied des
Aufsichtsrates von MEDION ist ehemaliges Vorstandsmitglied der
Gesellschaft. Die von der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex"
am 18. Juni 2009 und 26. Mai 2010 beschlossenen Änderungen des Kodex sind
durch das Bundesministerium der Justiz im elektronischen Bundesanzeiger
bekannt gemacht worden und damit verbindlich. Vorstand und Aufsichtsrat von
MEDION haben die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex zur
Vorstands- und Aufsichtsratsvergütung aufgrund der im August 2008 neu
gefassten Vorstandsverträge und der bestehenden Vergütungsregelung für den
Aufsichtsrat nicht vollständig umgesetzt. Nach den Beratungen von Vorstand
und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 1. Dezember 2010 sind diese
Punkte in der geänderten Entsprechenserklärung angemerkt. Unverändert zu den
Vorjahren gilt die Ausnahme, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates
keine Ausschüsse gebildet werden können. Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG haben die geänderte
Entsprechenserklärung am 1. Dezember 2010 gemäß § 161 AktG auf der Website
der Gesellschaft öffentlich zugänglich gemacht. Frühere, nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen von MEDION sind auf
der Website der Gesellschaft veröffentlicht. Weitere Einzelheiten der
Corporate-Governance-Praxis von MEDION können dem aktuellen
Corporate-Governance-Bericht entnommen werden, der gleichzeitig Bestandteil
dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist und im Geschäftsbericht
abgedruckt ist. Essen, 24. Februar 2011 scroll
Konzernabschluss der MEDION AG7.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
7.3 Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
7.4 Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
7.5 KonzernbilanzAktivascroll
Passivascroll
7.6 Konzernanlagenspiegelscroll
scroll
scroll
7.7 Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
scroll
scroll
scroll
7.8 Segmentberichtscroll
scroll
8.1 Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss8.1.1 AufstellungsgrundsätzeDie MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine
börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in
Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307
Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen
(HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wird im Börsensegment "Prime Standard" im
Geregelten Markt in Frankfurt geführt. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermittlung von
Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Multimedia
Hard- und Software, Unterhaltungs- und Konsumelektronik, Telekommunikations-
und Satellitentechnik sowie weiteren Non-Food-Artikeln aller Art und der
Handel mit Telekommunikationsdienstleistungen sowie der Handel mit digitalen
Inhalten. Der Konzernabschluss der MEDION AG und ihrer Tochtergesellschaften wurde
in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board
(IASB) erlassenen Rechnungslegungsgrundsätzen "International Financial
Reporting Standards (IFRS)" und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu
beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Zur Anwendung kamen
alle für das Geschäftsjahr 201 0 verpflichtend anzuwendende Standards und
Interpretationen des IASB, die von der EU übernommen wurden. Neue und geänderte Standards und InterpretationenDie angewandten Rechnungslegungsmethoden entsprechen den im Vorjahr
angewandten Methoden mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten neuen und
überarbeiteten Standards und Interpretationen mit Wirkung zum 1. Januar
2010:
Die Anwendung dieser Standards und Interpretationen wird nachfolgend
näher erläutert: IFRS 2 Anteilsbasierte VergütungDer IASB hat im Juni 2009 eine Änderung von IFRS 2 zum Anwendungsbereich
und zur Bilanzierung von anteilsbasierten Vergütungen mit Barausgleich im
Konzern veröffentlicht. Der Konzern hat festgestellt, dass diese Änderung
sich nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
auswirken wird, weil der Konzern keine derartigen Vergütungen
vornimmt. IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse (überarbeitet) und IAS 27 Konzern- und Einzelabschlüsse (überarbeitet)IFRS 3 (überarbeitet) führt wesentliche Änderungen bezüglich der
Bilanzierung von Unternehmenszusammenschlüssen ein. Es ergeben sich
Auswirkungen auf die Bewertung von Anteilen ohne beherrschenden Einfluss,
die Bilanzierung von Transaktionskosten, die erstmalige Erfassung und die
Folgebewertung einer bedingten Gegenleistung sowie sukzessive
Unternehmenserwerbe. IAS 27 (überarbeitet) schreibt vor, dass eine Veränderung der
Beteiligungshöhe an einem Tochterunternehmen, die nicht zum Verlust der
Beherrschung führt, als Transaktion mit Eigentümern in ihrer Eigenschaft als
Eigentümer bilanziert wird. Aus einer solchen Transaktion kann daher weder
ein Geschäfts- oder Firmenwert noch ein Gewinn oder Verlust resultieren.
Außerdem werden Vorschriften zur Verteilung von Verlusten auf die Eigentümer
des Mutterunternehmens und die Anteile ohne beherrschenden Einfluss und die
Bilanzierungsregeln für Transaktionen, die zu einem Beherrschungsverlust
führen, geändert. Die Neuregelungen aus IFRS 3 und IAS 27 haben keine Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns, da im Geschäftsjahr 2010
keine hierunter fallenden Transaktionen vorgenommen wurden. IAS 39 Finanzinstrumente: Ansatz und Bewertung- Geeignete GrundgeschäfteEs wird klargestellt, dass es zulässig ist, lediglich einen Teil der
Änderungen des beizulegenden Zeitwerts oder der Cashflow-Schwankungen eines
Finanzinstruments als Grundgeschäft zu designieren. Dies umfasst auch die
Designation von Inflationsrisiken als gesichertes Risiko bzw. Teile davon in
bestimmten Fällen. Der Konzern hat festgestellt, dass diese Änderung sich
nicht auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken
wird, weil der Konzern keine derartigen Geschäfte eingegangen
ist. IFRIC 17 Sachdividenden an EigentümerDiese Interpretation enthält Leitlinien zur Bilanzierung von
Vereinbarungen, bei denen ein Unternehmen Sachausschüttungen an Eigentümer
als Ausschüttung aus den Rücklagen oder als Dividenden vornimmt. Diese
Interpretation hat keine Auswirkungen auf die Darstellung der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Verbesserungen zu IFRS 2008 und 2009Der IASB veröffentlichte im Mai 2008 und April 2009 zwei Sammelstandards
zur Änderung verschiedener IFRS mit dem primären Ziel, Inkonsistenzen zu
beseitigen und Formulierungen klarzustellen. Die Sammelstandards sehen für
jeden geänderten IFRS eine eigene Übergangsregelung vor. Die Anwendung
folgender Neuregelungen führte zwar zu einer Änderung von
Rechnungslegungsmethoden, ergab jedoch keine Auswirkungen auf die
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns: Veröffentlicht im Mai 2008
Veröffentlicht im April 2009
Aus den anderen nachfolgend genannten Neuregelungen in Verbesserungen zu
IFRS ergaben sich keine Auswirkungen auf die Rechnungslegungsmethoden und
die Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des
Konzerns: Veröffentlicht im April 2009
Die folgenden Standards und Interpretationen, die durch das IASB bzw.
IFRIC veröffentlicht wurden, sind für den Konzernabschluss 2010 noch nicht
verpflichtend anzuwenden. Auf eine nach IAS grundsätzlich zulässige
vorzeitige Anwendung wurde verzichtet.
Derzeit werden keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung der
genannten Standards und Interpretationen für den konsolidierten Abschluss
der MEDION AG erwartet. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. Auf die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und
Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich für den Konzern
geltende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grundlage der IFRS
angewandt. Auf die Bewertungsunterschiede gegenüber der Steuerbilanz wurden
entsprechende latente Steuern berechnet. Der Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde in Euro aufgestellt.
Alle Beträge wurden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben. Für
die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren
Anwendung. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen
Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise
detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Als kurzfristig
werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines
Jahres fällig sind. 8.1.2 KorisolidierungskreisIn den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 wurden neben der
Muttergesellschaft MEDION AG, Essen, die nachfolgenden Tochterunternehmen im
Wege der Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode einbezogen. scroll
Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich im
Wesentlichen um Unternehmen, die Vertriebs- und Service-Dienstleistungen für
die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen. Die AMS erbringt Call-Center-Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit der
MSG umfasst Reparatur- sowie Logistikdienstleistungen für den
After-Sales-Service und für E-Commerce-Geschäfte. Grundlage für die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den
Konzernabschluss waren die nach Landesrecht aufgestellten und teilweise
geprüften Jahresabschlüsse der Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1.
Januar bis 31. Dezember 2010. Überleitungen nach IFRS wurden von den
jeweiligen Tochterunternehmen vorgelegt und von den beauftragten
Abschlussprüfern bestätigt. Die übrigen ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG wurden
aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht in den
Konzernabschluss einbezogen (vgl. unter "8.3.7 Nahe stehende Unternehmen und
Personen"). 8.1.3 KonsolidierungsmethodenDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen
werden nach konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden
aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode
auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Soweit zum
Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligungen den
Konzernanteil am Eigenkapital der jeweiligen Gesellschaft übersteigen,
entstehen zu aktivierende Geschäftswerte (Goodwill). Deren Werthaltigkeit
ist gemäß IAS 36 regelmäßig durch Impairment-Tests zu
verifizieren. Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und
Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Aufwands- und
Ertragskonsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam
verrechnet. Zwischengewinneliminierungen waren vor dem Hintergrund des
IFRS-Grundsatzes der Materiality nicht erforderlich. 8.1.4 Grundsätze der WährungsumrechnungDie ausländischen Tochtergesellschaften, deren landesrechtlicher
Abschluss nicht in Euro aufgestellt wird, sind nach den in IAS 21
vorgesehenen Abgrenzungskriterien als wirtschaftlich selbständige
ausländische Teileinheit ("Foreign Entity") anzusehen. Die jeweilige
Landeswährung stellt die funktionale Währung für die Geschäfte dieser
Tochtergesellschaften dar. Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht
der Euro ist, werden nach der so genannten modifizierten Stichtagsmethode
(IAS 21.39) umgerechnet. Dementsprechend sind sämtliche monetären und nicht
monetären Vermögenswerte und Schulden der Bilanz mit dem
Bilanzstichtagskurs, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs zum
Erwerbszeitpunkt bzw. zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung umgerechnet. Die
Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Konzernunternehmen werden
aus Vereinfachungsgründen entsprechend IAS 21.40 zu Durchschnittskursen des
Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen
werden erfolgsneutral in der Konzernbilanz unter der Position
"Währungsumrechnungsdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden
Tabelle: scroll
8.1.5 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel,
Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von
bis zu drei Monaten sowie finanzielle Vermögenswerte, die jederzeit in
Zahlungsmittel umgewandelt werden können und nur geringen Wertschwankungen
unterliegen. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten, im Falle von
Fremdwährungsposten zum Fair Value. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle
Vermögenswerte gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen
zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die
fortgeführten Anschaffungskosten berechnen sich aus dem Rechnungsbetrag
abzüglich Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen werden für wesentliche
Forderungen im Rahmen einer Einzelbetrachtung vorgenommen, wenn objektive
Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Darüber hinaus werden bestimmte
Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen gebildet wurden, anhand
gleichartiger Risikomerkmale zu Gruppen zusammengefasst und auf Basis der
Erfahrungen der Vergangenheit auf Portfoliobasis wertberichtigt. Die
Wertberichtigungen werden über Wertberichtigungskonten gebucht und unter den
sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung
ausgewiesen. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt deren
Ausbuchung und die Entlastung des Wertberichtigungskontos. Im Rahmen von Asset-Backed-Security-Transaktionen (ABS-Transaktionen)
werden finanzielle Vermögenswerte an eine Zweckgesellschaft verkauft. Die
Risiken werden in Form von Kaufpreisabschlägen berücksichtigt. Die Abschläge
betreffen Risiken für Verwässerung, Transaktionskosten und Bonität. Da die
Voraussetzungen gemäß IAS 39.1 7 ff. für einen Eigentumsübergang der
Forderungen an die Zweckgesellschaft nicht vorliegen, werden die in die
ABS-Transaktion einbezogenen finanziellen Vermögenswerte weiterhin bei der
Gesellschaft bilanziert. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte werden zu fortgeführten
Anschaffungskosten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger
Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung
tragen, bewertet. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte
(Finanzinstrumente) handelt, werden diese gemäß IAS 39.9 der Kategorie
Kredite und Forderungen zugeordnet. Die Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich
Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht
aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt dabei grundsätzlich
nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode. Der Bewertung der Vorräte zum
Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem
Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde. Das Sachanlagevermögen wird zu Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die
Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen
Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des
Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben.
Neubewertungen des Sachanlagevermögens wurden nicht
vorgenommen. Die Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle
direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten
Zustand zu versetzen. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur
Anwendung: scroll
Das wirtschaftliche Eigentum an Leasinggegenständen wird demjenigen
Vertragspartner in einem Leasingverhältnis zugerechnet, der alle
wesentlichen Chancen und Risiken trägt Trägt der Leasingnehmer die
wesentlichen Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum am Leasinggegenstand
verbunden sind (Finance Lease), so hat der Leasingnehmer den
Leasinggegenstand bilanziell anzusetzen. Der Leasinggegenstand wird im
Zugangszeitpunkt mit seinem beizulegenden Wert oder dem niedrigeren Barwert
der künftigen Mindestleasingzahlungen bewertet und über die geschätzte
Nutzungsdauer oder die kürzere Vertragslaufzeit abgeschrieben. Die
Abschreibung wird erfolgswirksam erfasst. Immaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die
Nutzungsdauer liegt zwischen einem Jahr und zehn Jahren. Forschungs- und Entwicklungskosten waren nicht zu
aktivieren. Der Geschäfts- und Firmenwert wird nicht planmäßig abgeschrieben, sondern
auf Basis des voraussichtlich erzielbaren Cashflows aus der Zahlungsmittel
generierenden Einheit, der der Goodwill zugeordnet ist, hinsichtlich einer
Wertminderung untersucht. Die Werthaltigkeit wird jährlich gemäß IFRS 3 und
IAS 36 anhand eines Impairment-Tests geprüft. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich
Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie Darlehen und
sonstige kurzfristige Schulden werden zu ihren Erfüllungsbeträgen -
Fremdwährungsposten zum Fair Value - ausgewiesen. Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche
oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf
zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und
wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen
wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen
erforderlichen Ausgaben ermittelt. Damit beruht die Beurteilung der
Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die
Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der
Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung
verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Verluste ggf. von den
ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen.
Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich
ggf. erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken. Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an
Vorstandsmitglieder. Sie werden nach versicherungsmathematischen Methoden
gemäß IAS 19 nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren berechnet. Hiernach
werden sowohl die zum Abschlussstichtag erworbenen Anwartschaften als auch
künftig erwartete Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Der
10-%-Korridor gemäß IAS 19.92 findet keine Anwendung. Stattdessen werden die
im Berichtsjahr auftretenden versicherungsmathematischen Gewinne gemäß IAS
19.95 sofort erfolgswirksam verrechnet. Im Rahmen der Berechnung wird auf
die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck
zurückgegriffen. Die MEDION AG verwendet derivative Finanzinstrumente, um Marktrisiken aus
Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in
US-Dollar und teils in Britischen Pfund abgewickelt werden, zu reduzieren.
Dazu schließt die Gesellschaft zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses des
Einkaufskontraktes Kurssicherungsgeschäfte in Form von
Devisentermingeschäften ab. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und
Betragshöhe im Wesentlichen den zugrunde liegenden Einkaufsgeschäften. Die
von MEDION eingesetzten Devisentermingeschäfte erfüllen die
Effektivitätsanforderungen nach IAS 39.88 für die Anwendung der
Hedge-Accounting-Grundsätze. Dementsprechend werden die
Devisentermingeschäfte gemäß IAS 39 mit dem Marktwert zum Abschlussstichtag
in der Bilanz angesetzt. Dabei werden die Marktwerte der
Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme
dienen (Cashflow-Hedges), erfolgsneutral über eine gesonderte Rücklage im
Eigenkapital abgegrenzt. Da die Finanzinstrumente ausschließlich zur
Kurssicherung der bei den Einkaufsgeschäften zugrunde gelegten
Kalkulationskurse dienen, werden die aus der Währungsumrechnung und der
Währungssicherung durch Devisentermingeschäfte entstehenden Erträge und
Aufwendungen im Materialaufwand erfasst. Eigene Aktien werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und gemäß IAS
32.33 im Eigenkapital als Abzugsposten ausgewiesen. Die eigenen Aktien
stellen nach IAS 32.11 keinen finanziellen Vermögenswert dar. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges
erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie
umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen
ausgewiesen. Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern. Latente
Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode
gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen
Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS-Konzernabschluss und
dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven
und passiven latenten Steuern. Latente Steuern auf Verlustvorträge werden
aktiviert, sofern damit gerechnet werden kann, dass diese in den zukünftigen
Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes
steuerliches Einkommen auch genutzt werden können. Für die Bewertung der
latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde
gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum
Bilanzstichtag gelten. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern
wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Der
Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und
Schätzungen der Gesellschaft zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse
von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive wie auch nachteilige
Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. 8.1.6 Verwendung von Annahmen und SchätzungenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und
Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der
bilanzierten Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge, Aufwendungen sowie
Eventualverbindlichkeiten ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen
beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung
wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die
Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die
Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte
können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen
abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis
erfolgswirksam berücksichtigt. 8.1.7 Änderungen von SchätzungenIm Rahmen der Bewertung der Pensionsrückstellungen zum 31. Dezember 2010
hat sich der Diskontierungssatz entsprechend der erwarteten langfristigen
Marktzinsentwicklung von 5,25 % im Vorjahr auf 5,15 % verringert. Der sich
daraus ergebende Effekt wurde in Höhe von T€ 86 als
versicherungsmathematischer Verlust aufwandswirksam verbucht. 8.2.1 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Die Umsatzerlöse setzen sich nach Regionen wie folgt
zusammen: scroll
(2) Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
(3) Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um die Aufwendungen für
die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen
Güter in den Bereichen PC/Multimedia und
Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen einschließlich der
Anschaffungsnebenkosten und der bezogenen Leistungen. (4) Die Personalaufwendungen setzen sich aus folgenden Posten
zusammen: scroll
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Jahr 2010 1.062,7
(Vorjahr: 1.066,4). Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche
Anzahl der Mitarbeiter wie folgt: scroll
(5) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
Der wesentliche Posten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen
sind die Vertriebsaufwendungen, die sich wie folgt aufgliedern: scroll
Unter den Verwaltungsaufwendungen werden Aufwendungen für Versicherungen,
Rechts- und Beratungskosten, Fremdleistungen, Nebenkosten des Geldverkehrs
und sonstige allgemeine Verwaltungskosten zusammengefasst. Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen erfassten Honorare für den
Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt: scroll
Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten,
Reparaturen und Betriebsbedarf. Die übrigen Aufwendungen enthalten vor allem periodenfremde Aufwendungen,
Wertberichtigungen auf Forderungen sowie Kursdifferenzen. (6) Das Zinsergebnis stellt sich wie folgt dar: scroll
Im Zusammenhang mit den Bewertungskategorien nach IAS 39 ergibt sich das
folgende Nettoergebnis: scroll
Im Berichtszeitraum wurden Zinserträge auf wertberichtigte finanzielle
Vermögenswerte in Höhe von T€ 3 (Vorjahr: T€ 9) vereinnahmt. Die Zinserträge und -aufwendungen sowie die Finanzierungskosten sind mit
Ausnahme von abgegrenzten Zinsen und Finanzierungskosten in Höhe von T€ 25
(Vorjahr: T€ 98) im Berichtsjahr zahlungswirksam geworden. (7) Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag (-/+ Aufwand/Ertrag) setzen
sich wie folgt zusammen: scroll
Die Aufwendungen aus laufenden Ertragsteuern der MEDION AG betreffen mit
€ 3,3 Mio. die Ertragsteuerbelastung für 2010. Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom theoretisch erwarteten
Steueraufwand zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand gemäß IAS 12.79
ff.: scroll
Der einheitlich theoretische Ertragsteuersatz für 2010 von 31,93 %
errechnet sich aus der Gewerbesteuerbelastung von 16,10 %, der
Körperschaftsteuer von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 %.
Dieser Steuersatz entspricht dem gesetzlichen Steuersatz der MEDION AG als
Mutterunternehmen. Die latenten Steuern (-/+ Aufwand/Ertrag) haben sich wie folgt
entwickelt: scroll
Zum Abschlussstichtag verfügt der MEDION-Konzern über inländische
körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 33.813 (Vorjahr: T€
48.545) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 33.104 (Vorjahr: T€
48.252) sowie ausländische Verlustvorträge von T€ 4.681 (MEDION USA;
Vorjahr: T€ 4.241) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen. Obwohl für die MEDION USA in Zukunft keine Verluste mehr erwartet werden,
wurde auf eine Aktivierung latenter Steuern wegen der untergeordneten
Geschäftstätigkeit der Tochter verzichtet. Die inländischen Verlustvorträge entfallen vollständig auf die MEDION AG
und sind nach den zurzeit geltenden gesetzlichen Regelungen unbegrenzt
vortragsfähig. Im Jahr 2010 wurde die Planungsrechnung der Gesellschaft aktualisiert.
Auf dieser Grundlage rechnet die MEDION AG auch weiterhin mit einer
Ertragsentwicklung, die die Ausnutzung des gesamten verbleibenden
Verlustvortrages in einem hinreichend sicheren Planungshorizont von fünf
Jahren ermöglicht. Die Einschätzung der Werthaltigkeit von aktiven latenten
Steuern kann sich durch das Erreichen bzw. Nichterreichen der Planungsziele
in der Zukunft ändern. Dementsprechend wird der Ansatz aktiver latenter
Steuern auch weiterhin jährlich überprüft werden. Im Berichtsjahr wurden latente Steueransprüche in Höhe von T€ 4.655
aufgrund des positiven Jahresergebnisses 2010 realisiert und als Verbrauch
verrechnet. Nach der 2007 verabschiedeten Unternehmenssteuerreform wird seit 2008 ein
Ertragsteuersatz von 31,6 % angesetzt. Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche
Bilanzposten: scroll
*
Wegen untergeordneter Bedeutung erfolgt Ausweis unter
Steuerrückstellungen Die latenten Steuern aus erfolgsneutralen Verrechnungen im Eigenkapital
(T€ 658; Vorjahr: T€ 705) resultieren aus den Cashflow-Hedges im Rahmen des
Hedge-Accounting gemäß IAS 39. 8.2.2 Angaben zur BilanzKurzfristige Vermögenswerte(8) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen
gegenüber international tätigen Handelskonzernen. Die MEDION AG hat zum 31.
Dezember 2010 Asset-Backed-Security-Transaktionen (ABS-Transaktionen) in
Höhe von T€ 2.158 (Vorjahr: T€ 2.200) bilanziert. Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Wertberichtigungen betreffen Einzelwertberichtigungen sowie
Wertberichtigungen auf Portfoliobasis. Von den nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von T€ 262.577 (Vorjahr: T€ 219.068) waren T€ 250.402 (Vorjahr: T€
198.225) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen)
Forderungen sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. Dezember
überfällig: scroll
Hinsichtlich der nicht wertberichtigten, aber überfälligen Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Abschlussstichtag keine
Anhaltspunkte vor, die darauf hindeuteten, dass die Schuldner ihren
Verpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus
Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 376 (Vorjahr: T€ 241).
Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen waren von untergeordneter
Bedeutung. Die Forderungsverluste sind innerhalb der sonstigen betrieblichen
Aufwendungen unter den übrigen Aufwendungen ausgewiesen. (9) Die Vorräte betreffen im Wesentlichen bei fremden Lagerhaltern und
Spediteuren gelagerte Handelswaren für größtenteils fest disponierte
Projektaufträge, schwimmende Waren sowie Service- und
Retourenwaren. Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf: scroll
Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen
enthalten: scroll
Die Vorräte betreffen mit T€ 157.113 (Vorjahr: T€ 145.301) PC/Multimedia
und mit T€ 42.248 (Vorjahr: T€ 43.584)
Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen. (10) Die sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie
folgt zusammen: scroll
Die ausstehenden Lieferantengutschriften betreffen noch erwartete
Preisgutschriften für gelieferte Produkte sowie Ansprüche aus der Abwicklung
von Defektmaterialien. In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im
Wesentlichen vorausbezahlte Aufwendungen für Finanzierungsgeschäfte sowie
Vorauszahlungen im Zusammenhang mit Sponsoring-Aktivitäten ausgewiesen.
Darüber hinaus beinhaltet dieser Posten abgegrenzte Lizenzgebühren,
Servicekosten sowie Wartungs- und Mietvorauszahlungen sowie übrige
Abgrenzungen. Die Einbehalte aus ABS-Transaktionen beziehen sich auf kalkulatorische
Kaufpreisabschläge für Verwässernng, Transaktions kosten sowie einen
Abschlag für das Bonitätsrisiko. Die Abrechnung erfolgt jeweils nach Ende
einer Transaktion. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte hat sich wie folgt
entwickelt: scroll
Die nicht wertberichtigten sonstigen finanziellen Vermögenswerte weisen
keine Überfälligkeiten auf. In den Ertragsteuererstattungsansprüchen wird auch das
Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG ausgewiesen, das in Höhe
von T€ 1.591 (Vorjahr: T€ 1.784) eine Restlaufzeit von über einem Jahr
hat. Langfristige Vermögenswerte(11) Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens
belief sich in 2010 auf T€ 3.256. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen die
Investitionen in Präsentationsmöbel einschließlich Sicherheitstechnik im
Rahmen der Entwicklung eines weiteren Vertriebskonzeptes. (12) Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von
insgesamt T€ 1.783 betreffen im Wesentlichen mit T€ 741 neue Lizenzen und
Updates sowie mit T€ 1.042 externe Entwicklungs- und Softwarekosten für
verschiedene Softwareentwicklungsprojekte u. a. im Bereich
Webshop. (13) Als Finanzanlagen werden unverändert zum Vorjahr die nicht
konsolidierten Unternehmen ausgewiesen. Kurzfristige Schulden(14) Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
(15) Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie
folgt: scroll
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen umfassen im Wesentlichen
Risiken aus Lizenzabgaben, Retouren und Bonusvereinbarungen für den Zeitraum
bis 2010, die in Folgejahren zu Mittelabflüssen führen. Darüber hinaus sind
mögliche Ansprüche für geltend gemachte Lizenzansprüche und für noch zu
leistende Urheberrechtsabgaben aufgrund geführter Vergleichsverhandlungen
enthalten. Einzelheiten sind im Abschnitt 5.8.5 "Risikobericht Recht" im
zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt. Auf
betragsmäßige Quantifizierungen wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92
verzichtet. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende
Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen
garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf
12 bis 36 Monate. Die Rückstellungen werden anhand einer pauschalen
Berechnungsmethode in Abhängigkeit zum jeweiligen garantiebehafteten Umsatz
eines Jahres ermittelt. Dabei werden Annahmen über die zukünftige
Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Berechnungsmethode sowie
die Schätzparameter wurden im Berichtsjahr unverändert fortgeführt. Die
Rückstellung wird entsprechend den Garantiezeiträumen zu Auszahlungen
führen. In den Personalrückstellungen sind ausstehende Belastungen aus
Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen und Sonderzahlungen an Vorstand und
Mitarbeiter sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die
Rückstellungen werden voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen
führen. Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für
Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufsichtsratsvergütungen,
die auch voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen
werden. Entsorgung von Elektro- und Elektronik-AltgerätenDer Konzern stellt elektronische Geräte her, die in den Anwendungsbereich
der EU-Richtlinie über Elektro- und Elektronik-Altgeräte fallen. Die
Richtlinie unterscheidet zwischen der Entsorgung von Geräten, die vor dem
Zeitpunkt der Umsetzung der Richtlinie in nationales Recht an private
Haushalte verkauft wurden (historische Altgeräte), und der Entsorgung von
Geräten, die nach dem Zeitpunkt der Umsetzung der Richtlinie an private
Haushalte verkauft wurden (neue Altgeräte). Eine Rückstellung für die Entsorgung neuer Altgeräte wird erfasst, wenn
Geräte im Sinne der EU-Richtlinie verkauft und der Entsorgungsaufwand
verlässlich bemessen werden kann. Die Rückstellung wird aufgelöst, wenn die
Entsorgungsverpflichtung erlischt, erfüllt oder übertragen wird. Der
Entsorgungsaufwand für neue Altgeräte ist unter den sonstigen betrieblichen
Aufwendungen ausgewiesen. Für Geräte, die nicht an private Haushalte verkauft werden, wird eine
Rückstellung dann erfasst, wenn der Konzern die Verpflichtung zur Entsorgung
dieser Geräte übernimmt. Der Entsorgungsaufwand wird dann in Abhängigkeit
des Einzelfalls unter sonstigen betrieblichen Aufwendungen
ausgewiesen. (16) Die sonstigen kurz- und langfristigen Schulden setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
Bei den Verbindlichkeiten aus ABS-Transaktionen handelt es sich um
kurzfristige Finanzverbindlichkeiten gegenüber der Zweckgesellschaft, die im
Rahmen des ABS-Vertrages revolvierend zurückgezahlt werden. (17) In den kurz- und langfristigen Schulden sind nachfolgende
finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Die Fälligkeitsstrukturen der
zukünftigen (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären
finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente stellen
sich wie folgt dar: scroll
Die Liquiditätssteuerung erfolgt über das Konzern-Treasury, das die
jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Hierfür stehen Kreditlinien im
Rahmen eines so genannten Syndicated Loan sowie Vereinbarungen über
Assed-Backed-Security-Transaktionen zur Verfügung. Der
Syndicated-Loan-Vertrag wurde im Juni 2010 mit einem fünf Banken umfassenden
Konsortium unter Führung der Deutsche Bank AG verlängert. Die
Vertragslaufzeit beträgt drei Jahre und endet im Juni 201 3. Im November
2006 wurde ein ABS-Vertrag mit einer Zweckgesellschaft geschlossen. Die
Laufzeit des Vertrages beträgt fünf Jahre und endet im Oktober
2011. (18) Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Pensionsrückstellungen
wie folgt entwickelt: scroll
Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen
(DBO = Defined Benefit Obligation) liegen folgende
versicherungsmathematische Annahmen zugrunde: Bei einem um 1 %-Punkt höheren (niedrigeren) Diskontierungssatz ergäbe
sich eine um T€ 463 niedrigere (T€ 603 höhere) Rückstellung. Zum Abschlussstichtag besteht keine Abweichung zwischen der
Pensionsrückstellung und dem Barwert der Pensionsverpflichtungen
(DBO). Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) hat sich wie
folgt entwickelt: scroll
(19) Kategorien der Finanzinstrumente nach IFRS 7Zum 31. Dezember 2010 werden folgende Buchwerte nach Bewertungskategorien
ausgewiesen: scroll
Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumentenscroll
scroll
scroll
(20) EigenkapitalDas gezeichnete Kapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert €
48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem
anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die
Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.612.442
Aktien (31. Dezember 2009: 44.560.003) im Umlauf. In der Hauptversammlung vom 12. Mai 2006 wurde beschlossen, den Vorstand
zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 10. Mai 2011 das
Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt €
24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008
erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum
12. November 201 0 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. §
71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt
ausgenutzt: scroll
Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis 21. Februar 2008
ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit
vom 23. September bis 1 3. November 2008 erworben. Das dritte
Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis 12. März 2009
durchgeführt. Die im Rahmen der drei Rückkaufprogramme erworbenen 3.873.472 eigenen
Anteile wurden bis zum 31. Dezember 2010 im Rahmen der aktienbasierten
Vergütung wie folgt verwendet: scroll
Aus der Verwendung eigener Anteile in Zusammenhang mit aktienbasierten
Vergütungen resultierte ein Erlös in Höhe von T€ 502. Um auch in Zukunft in der Lage zu sein, eigene Aktien zu erwerben, wurde
der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von der Hauptversammlung am 26.
Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015
eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der
vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen
Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter
Bestimmungen zu erwerben. Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des
Aufsichtsrates unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder
früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des
Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch
Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an
Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen
oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie
Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in
Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines
weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch
bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt
wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8
Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe
der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von
der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstandes der
Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der
Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit
Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitarbeiter auszugeben. In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten
Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu
erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden
darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere
Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Erwirtschaftetes EigenkapitalDie anderen Gewinnrücklagen/Bilanzgewinn beinhalten thesaurierte
Ergebnisse der Vorjahre sowie die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 2
in 2005 in Höhe von unverändert T€ -3.341. Im Geschäftsjahr wurde aus dem Eigenkapital eine Ausschüttung in Höhe von
T€ 8.922, basierend auf einer Dividende von € 0,20 je gewinn berechtigter
Aktie am Tag nach der Hauptversammlung, d. h. am 27. Mai 2010,
geleistet. Daneben haben T€ 769 Währungsumrechnungsdifferenzen das Eigenkapital
verringert (Vorjahr: T€ 1.016). Sie resultieren im Wesentlichen aus den
Tochtergesellschaften in den USA und Großbritannien. Für die Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Seite
146 dieses Berichtes. 8.3 Ergänzende Angaben8. 3.1 Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt gemäß IAS 7, wie sich Zahlungsmittel und
-äquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und
-abflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen
Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und
Finanzierungstätigkeit. Der Mittelzufluss aus der laufenden
Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die
in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel bzw. -äquivalente in Form von
Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten sowie jederzeit
liquidierbaren Wertpapieren. 8.3.2 SegmentberichterstattungNach IFRS 8 ist über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so
genannten Management-Approach zu berichten. Berichtspflichtig sind demnach
nur diejenigen operativen Segmente, die Komponenten eines Unternehmens
darstellen, für die getrennte Finanzinformationen verfügbar sind und die
regelmäßig aufgrund der internen Berichterstattung durch die
Hauptentscheidungsträger überprüft werden. Der MEDION Konzern berichtet daher gemäß der internen
Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projektgeschäft und Direktgeschäft.
Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen
Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten
aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik. Das
Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten
sowie den Online-Handel. Als "Überleitung Konzern" werden alle
Konsolidierungseffekte und sonstige Erträge und Aufwendungen ausgewiesen,
sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind. Die Segmentberichterstattung erfolgt nach folgenden
Grundsätzen:
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Segmentberichtes ist der
Darstellung auf Seite 147 zu entnehmen. Die Erlöse mit externen Kunden nach Regionen sind in den Erläuterungen zu
den Umsatzerlösen dargestellt. Gemäß IFRS 8.34 hat MEDION Informationen über den Grad seiner
Abhängigkeit von seinen wichtigen Kunden vorzulegen. MEDION unterhält Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die
Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall
einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und
entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere
Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Derzeit ist nicht
ersichtlich, dass wichtige Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen
werden. Da eine quantitative Aufgliederung der Umsätze für wichtige Kunden nach
vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen
erheblichen Nachteil zuzufügen, hat sich der Vorstand im Einvernehmen mit
dem Aufsichtsrat dazu entschlossen, eine solche Aufgliederung der
Umsatzerlöse zu unterlassen und die in der Folge insoweit zwangsläufige
Einschränkung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich der Angabe der Umsätze
mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen. 8.3.3 Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der
MEDION AG zurechenbaren Konzernergebnisses durch die Anzahl der
durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zurückgekaufte Aktien
während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich
im Umlauf befinden, berücksichtigt. Der gewichtete Aktiendurchschnitt erhöhte sich aufgrund der Zuteilung im
Rahmen aktienbasierter Vergütungen und beträgt für das Geschäftsjahr 2010
44.599.210 Stück. In der dargestellten Berichtsperiode gab es keine Verwässerungseffekte,
die sich aus potentiellen Stammaktien ergeben. scroll
8.3.4 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für
Geschäfts- bzw. Lagerräume und Operating-Leasingverhältnisse. Letztere
beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie
Wartungsverträge. Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar: scroll
8.3.5 Risikomanagement und Finanzderivate1. KreditrisikenUnter Kreditrisiko wird nach IFRS 7 das Risiko verstanden, dass eine
Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust
verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Bei der MEDION AG können Kreditrisiken insbesondere in Form von
Ausfallrisiken entstehen. Wesentliche Ausfallrisiken können bei den
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, wenn Kunden nicht in
der Lage sind, ihre Verpflichtungen fristgerecht zu begleichen. Das maximale
Ausfallrisiko wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von T€ 262.577 (Vorjahr: T€ 219.068) wiedergegeben. Die
Reduktion des Risikos erfolgt bei der MEDION AG grundsätzlich durch die
Konzentration auf Kunden mit A-Bonität. Kunden, die nicht in diese
Kategorien fallen, sind von untergeordneter Bedeutung und werden in der
Regel kreditversichert. Für Kundenforderungen, die im Rahmen von
ABS-Transaktionen veräußert werden, besteht ein maximales Ausfallrisiko von
3 %. Die Fälligkeiten und Überfälligkeiten werden kontinuierlich überwacht
und monatlich an den Vorstand gemeldet. Die Risikominderung erfolgt über
Einzelwertberichtigungen und Wertberichtigungen auf
Portfoliobasis. 2. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, Verpflichtungen aus
finanziellen Schulden nicht erfüllen zu können. Die Erläuterung des
Liquiditätsmanagements sowie eine Analyse der Fälligkeiten der finanziellen
Verbindlichkeiten sind unter Punkt (17) erfolgt. 3. Marktrisiken I WährungsrisikenWährungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente,
welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung
denominiert und monetärer Art sind. Die folgende Auflistung zeigt die
wesentlichen Fremdwährungsposten zum Abschlussstichtag: scroll
Die zum Abschlussstichtag zur Absicherung von Währungsrisiken
abgeschlossenen Devisentermingeschäfte haben ein Nominalvolumen von rd. USD
184,0 Mio. Aus der Kursentwicklung resultierten zum Abschlussstichtag sowohl
negative als auch positive Marktwerte. In Höhe von T€ -571 wurden die
negativen Marktwerte in den sonstigen Verbindlichkeiten und mit T€ 3.563
wurden die positiven Marktwerte in den sonstigen Vermögensgegenständen
ausgewiesen. Da die Devisentermingeschäfte der Absicherung der
USD-Zahlungsströme im ersten Quartal 2011 dienen und somit als
Cashflow-Hedge designiert wurden, erfolgte die Gegenbuchung der gesamten
Marktwertänderungen von T€ 2.082 erfolgsneutral im Eigenkapital als
Bewertungsrücklage. Auf die Bewertungsrücklage wurden passive latente
Steuern von T€ 658 gebildet. Der erfolgsneutralen Bewertungsrücklage stehen
entsprechende, zum Abschlussstichtag noch nicht bilanzwirksam gewordene
Währungsgewinne/-verluste aus den zugehörigen schwebenden Einkaufskontrakten
gegenüber. scroll
Der Marktwert wird aus dem Devisenmittelkurs vom Abschlussstichtag
abgeleitet. Daneben schließt die Gesellschaft auch Stop-Loss-Orders zur
Wechselkurssicherung ab. Dabei werden Kreditinstitute beauftragt,
entsprechende US-Dollar-Volumina für MEDION anzukaufen, wenn der Kurs des
Euro gegenüber dem US-Dollar unter den Kalkulationskurs bei
Vertragsabschluss des Einkaufskontraktes zu sinken droht. Aufgrund der Devisentermingeschäfte ergeben sich grundsätzlich bei
Währungskursänderungen keine Auswirkungen auf das Ergebnis.
Währungskursänderungen haben daher lediglich Auswirkungen auf die
Bewertungsrücklage im Eigenkapital. Wenn der US-Dollar gegenüber dem Euro
zum 31. Dezember 2010 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte
die Bewertungsrücklage einen um T€ 5.195 verminderten (um T€ 2.973 erhöhten)
Wert. Es werden aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten keine
nachteiligen Einflüsse auf die Finanzlage des Konzerns erwartet. Die
Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder
Spekulationszwecken ein. 4. Marktrisiken I ZinsrisikenMit Zinsrisiko wird das Risiko beschrieben, dass der beizulegende
Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von
Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Marktzinsänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester
Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum
beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit vorhandene liquide Mittel als
kurzfristige Festgeldanlagen mit fix verhandelten Zinssätzen gehalten
werden, unterliegen diese damit keinem Zinsrisiko. Darüber hinaus sind Geldanlagen auch zu Vereinbarungen angelegt, die
variable Zinskomponenten enthalten. Zinsänderungsrisiken, insbesondere
Zinsminderungsrisiken, sind hierbei jedoch von untergeordneter
Bedeutung. 5. Marktrisiken I Sonstige PreisrisikenAls sonstige Preisrisiken im Sinne von IFRS 7 kommen insbesondere Risiken
aus Marktpreisänderungen von Aktien sowie handelbaren Rohstoffen in
Frage. Zum 31. Dezember 2010 hat die MEDION AG keine Bestände an Aktien. Eigene
Anteile sind keine Finanzinstrumente in diesem Sinn, da IAS 32.11
ausdrücklich auf Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen
abstellt. 8.3.6 Ereignisse nach dem AbschlussstichtagBis zum 24. Februar 2011 (Freigabe des Abschlusses durch den Vorstand an
den Aufsichtsrat) ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse. 8.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personenscroll
*
Die Gesellschaft wurde im 3. Quartal 2010
liquidiert Die Geschäftsbeziehungen zwischen der MEDION AG und den
Tochtergesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind,
sind durch Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht weiter
erläutert. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und
Leistungsbeziehungen zu nicht zum Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns
gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche
Vereinbarungen. Das Entgelt wird zu Marktpreisen abgerechnet. Im Berichtsjahr sind folgende Geschäftsbeziehungen gemäß IAS 24
darzustellen: scroll
8.3.8 VorstandIm Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand
an: Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes) Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des
Vorstandes) Adinotec AG, Griesheim - Mitglied des Aufsichtsrates Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die im Berichtsjahr
erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Berichtsjahr ohne die
Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 338; Vorjahr: T€ 590) auf
insgesamt T€ 2.408 (Vorjahr: T€ 2.617). Die Angaben über die Grundzüge des
Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der
Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 5-8 HGB sind im
Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht
dargestellt, auf den verwiesen wird. Der Vorstand hielt zum 31. Dezember 2010 26.641.532 Aktien. Die Anzahl
verteilte sich dabei wie folgt: Gerd Brachmann 26.597.844 Stück, Christian
Eigen 43.688 Stück. Zum 31. Dezember 2009 betrug die Zahl der Aktien
26.599.093. Davon befanden sich 26.573.393 im Besitz von Gerd Brachmann und
25.700 Stück wurden von Christian Eigen gehalten. Der Vorstandsbesitz hat sich für Gerd Brachmann um Stück 24.451 Aktien im
März 2010 und für Christian Eigen um Stück 22.988 Aktien im März 2010
aufgrund der Zuteilung im Rahmen der erfolgsabhängigen Tantieme der
Vorstandsvergütung (Einzelheiten dazu im Vergütungsbericht im
zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht) erhöht. Für die
zugeteilten Aktien gelten zweijährige Sperrfristen sowie weitere Bedingungen
für den Verkauf bzw. die Übertragung. Am 9. April 2010 hat Herr Christian
Eigen 5.000 Stück MEDION-Aktien verkauft. Bei vorgenanntem Verkauf von
MEDION-Aktien handelte es sich um keine Stücke aus dem Aktienoptionsprogramm
für den Vorstand als Teil der variablen Vergütung. Herr Gerd Brachmann, Essen, ist mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne
des § 16 AktG beteiligt. 8.3.9 AufsichtsratIm Berichtsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der
Gesellschaft: Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender), Rechtsanwalt (Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt
am Main) Carl Spaeter GmbH, Duisburg - stellv. Vorsitzender des
Aufsichtsrates Dr. Hans-Georg Vater, Essen (stellv. Vorsitzender), Kaufmann (Ehem. Mitglied des Vorstandes der HOCHTIEF AG, Essen) Athens International Airport S.A., Spata, Griechenland - Mitglied des
Board of Directors HAPIMAG AG, Baar, Schweiz - Mitglied des Verwaltungsrates OWA Odenwald Faserplattenwerk GmbH, Amorbach - Mitglied des
Beirates Dematic Holding S.à.r.l., Luxemburg, Luxemburg - Mitglied des Board of
Directors Klöckner & Co SE, Duisburg - Mitglied des Aufsichtsrates Universitätsklinikum Essen, Essen - Mitglied des
Aufsichtsrates HOCHTIEF Concessions AG, Essen - Mitglied des Aufsichtsrates (bis 13.
April 2010) Helmut Julius, Bottrop-Kirchhellen, Kaufmann (Ehem. Mitglied des Vorstandes der Ferrostaal AG, Essen) Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für ihre Tätigkeit im
Berichtszeitraum eine fixe Vergütung in Höhe von T€ 135 (Vorjahr: T€ 1 35).
Hinzu kommt ein variabler Anteil in Höhe von T€ 61 (Vorjahr: T€ 73). Weder
im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen
gezahlt. Der Aufsichtsrat hielt zum 31. Dezember 2010 unverändert zum Vorjahr 3.1
60 Aktien. Die Anzahl verteilte sich dabei wie folgt: Dr. Rudolf Stützle 160
Stück, Dr. Hans-Georg Vater 1.000 Stück, Helmut Julius 2.000
Stück. Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die
Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge gemäß §
314 Absatz 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil
des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes ist,
dargestellt, auf den verwiesen wird. 8.3.10 Corporate Govemance - Angabe gemäß § 161 AktGDer Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen
Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter
Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller
Unternehmensführung in der Fassung vom 26. Mai 2010. Am 1. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte
Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der
Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 8.3.11 Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsVorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG schlagen für das Geschäftsjahr
201 0 folgende Verwendung des Bilanzgewinns der MEDION AG gemäß dem
Einzelabschluss vor: scroll
Essen, 24. Februar 2011 MEDION AG scroll
Erklärung nach §§ 297 Abs. 2 Satz 4 sowie 315 Abs. 1 Satz 6 HGB"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und
Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und
die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind." Essen, 24. Februar 2011 MEDION AG scroll
9 Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersBestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der MEDION AG, Essen, aufgestellten Konzernabschluss -
bestehend aus Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Bilanz,
Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie
den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht für das
Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung
von Konzernabschluss und zusammengefasstem Konzernlagebericht und
Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den
ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen
Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten
Konzernlagebericht und Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen
Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die
Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße,
die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den
zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht vermittelten Bildes der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden
die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und
rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler
berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des
rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die
Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht und
Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung
umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss
einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der
angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der
wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung
der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten
Konzernlageberichts und Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere
Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung
bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen
Einwendungen geführt: Die MEDION AG hat im Anhang lediglich qualitative
Angaben zu wichtigen Kunden gegeben, jedoch mit Hinweis auf die nach
Auffassung von Vorstand und Aufsichtsrat für das Unternehmen zu erwartenden
erheblichen Nachteile entgegen IFRS 8.34 die Gesamtbeträge der Umsatzerlöse
mit externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse
des Unternehmens belaufen, nicht angegeben. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss mit der genannten Einschränkung
den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a
Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den
ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser
Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste
Konzernlagebericht und Lagebericht steht in Einklang mit dem
Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage
des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung
zutreffend dar. Essen, 24. Februar 2011 MÄRKISCHE REVISION GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT scroll
Einzelabschluss der MEDION AG10.1 Gewinn- und Verlustrechnungscroll
10.2 BilanzAktivascroll
Passivascroll
MEDION AG,EssenAnhangfür das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010I. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS1. AufstellunqsgrundsätzeDie MEDION AG ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft nach deutschem
Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION
AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B
des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wird im
Börsensegment "Prime Standard" im Geregelten Markt in Frankfurt
geführt. Der Jahresabschluss der MEDION AG wurde nach den Vorschriften des
Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes
unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Für
die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren
gewählt. Soweit sich durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG)
Änderungen bei Ansatz und Bewertung von Bilanzposten ergeben haben, wurden
die Vorjahresbeträge nicht an die geänderten Ansatz- und Bewertungsmethoden
angepasst. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der BilMoG-Bestimmungen bzw.
der entsprechenden Übergangsregelungen wird ein außerordentlicher Aufwand in
Höhe von T€ 170 ausgewiesen. Der Jahresabschluss zum 31. Dezember 2010 wurde in Euro aufgestellt. Alle
Beträge wurden - soweit nicht anders dargestellt - in T€
angegeben. Das Geschäftsjahr entspricht dem Kalenderjahr. In der Bilanz sowie der
Gewinn- und Verlustrechnung werden die Vorjahreszahlen als Vergleichswert,
die dem geprüften Jahresabschluss 2009 entsprechen, angegeben. 2. Grundsätze der WährungsumrechnungForderungen und Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem
Umrechnungskurs zum Abschlussstichtag bewertet. Forderungen und
Verbindlichkeiten in US-Dollar sind mit dem Terminkurs der
Devisentermingeschäfte bewertet, der für die Wechselkurssicherung der
entsprechenden Einkaufsgeschäfte abgeschlossen wurde. Devisenbestände auf
Fremdwährungskonten bei Kreditinstituten wurden mit dem Terminkurs aus
Devisentermingeschäften für US-Dollar oder mit dem aktuellen Kurs zum
Abschlussstichtag (Mittelkurs) bewertet. Zum Abschlussstichtag ergaben sich folgende Umrechungskurse: scroll
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENImmaterielle Vermögensgegenstände (entgeltlich erworbene gewerbliche
Schutzrechte und Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um
planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern liegen
zwischen ein bis zehn Jahren. Die Aktivierung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten,
vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die
Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der
voraussichtlichen Nutzungsdauer mit steuerlich zulässigen Sätzen
vorgenommen. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des
Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis)
abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 sind
im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben bzw. als Aufwand erfasst worden; ihr
sofortiger Abgang wurde unterstellt. Für Anlagegüter mit einem
Netto-Einzelwert von mehr als € 150,00 bis € 1.000,00, die zwischen dem 1.
Januar 2008 und dem 31. Dezember 2009 angeschafft worden sind, wurde der
jährlich steuerlich zu bildende Sammelposten aus Vereinfachungsgründen in
die Handelsbilanz übernommen. Von den jährlichen Sammelposten, deren Höhe
insgesamt von untergeordneter Bedeutung ist, werden entsprechend den
steuerlichen Vorschritten pauschalierend jeweils 20 Prozent p.a. im Jahr,
für dessen Zugänge er gebildet wurde, und den vier darauf folgenden Jahren
abgeschrieben. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung: scroll
Die Anteile an verbundenen Unternehmen und Beteiligungen werden zu
Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Eine
detaillierte Aufstellung der verbundenen Unternehmen ist unter "IV. 4.
Angaben zum Anteilsbesitz" dargestellt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich
Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten
erfolgt nach der gewogenen Durchschnittsmethode. Darüber hinaus werden für
retournierte Waren Bewertungsabschläge vorgenommen. Der Bewertung der
Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem
Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde. Forderungen, sonstige Vermögensgegenstände und liquide Mittel werden zu
Nennwerten bzw. Barwerten bilanziert. Die Bewertung der Forderungen erfolgt unter Berücksichtigung
betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen in Form von Einzel-
und Pauschalwertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken
hinreichend Rechnung tragen. Im Rahmen von Asset-Backed-Security-(ABS)-Transaktionen werden
Forderungen an eine Zweckgesellschaft verkauft. Risiken werden in Form von
Kaufpreisabschlägen berücksichtigt. Die mit der Zweckgesellschaft
vertraglich fixierten Abschläge beinhalten Risiken für Verwässerung,
Transaktionskosten und Bonität. Da die Voraussetzungen für einen
Eigentumsübergang der Forderungen an die Zweckgesellschaft nicht vorliegen,
werden die in die ABS-Transaktionen einbezogenen Forderungen weiterhin bei
der Gesellschaft bilanziert. Die sonstigen Wertpapiere des Umlaufvermögens sind zu Anschaffungskosten
bzw. zum niedrigeren beizulegenden Wert unter Beachtung des strengen
Niederstwertprinzips gem. § 253 Abs. 4 HGB bewertet. Auf die Wertpapiere
werden außerplanmäßige Abschreibungen von T€ 74 vorgenommen, um diese
Kapitalanlagen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert anzusetzen, der sich
aus den Börsen- und Marktpreisen zum Abschlussstichtag ergibt. Latente Steuern werden auf die zeitlichen Differenzen zwischen den
handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen
und Schulden ermittelt. Die Ermittlung der latenten Steuern erfolgt auf
Basis des kombinierten Ertragsteuersatzes von 31,6 %. Der kombinierte
Ertragsteuersatz umfasst Körperschaftsteuer, Gewerbesteuer und
Solidaritätszuschlag. Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte
für erworbene eigene Anteile werden abweichend vom Vorjahr gemäß § 272 Abs.
1a HGB von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Dementsprechend
entfällt zum 31. Dezember 2010 der Ausweis einer Rücklage für eigene
Anteile. Die Kaufpreisanteile, die die Nennwerte der erworbenen eigenen
Anteile übersteigen, sind gemäß § 272 Abs. 1a HGB mit den anderen
Gewinnrücklagen verrechnet. Anschaffungsnebenkosten (Provisionen) sind nach
§ 272 Abs. 2 HGB als Aufwand des Geschäftsjahres zu
berücksichtigen. Die Rückstellungen für Pensionen bestehen für Versorgungszusagen an
Vorstandsmitglieder. Das Deckungskapital wird nach
versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgt
unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck
erstmalig nach dem Einmalprämienverfahren (Projected Unit Credit Method)
(Vorjahr: Teilwertverfahren). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden
bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird von
jährlichen Anpassungen von 1,5 % (Vorjahr: 0,0 %) ausgegangen. Es wurde ein
Diskontierungszinssatz von 5,15 % (Vorjahr: 6,00 %) verwendet. Es handelt
sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten
durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der
sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Durch die
erstmalige Anwendung des BilMoG hat sich durch die Bewertungsänderung zum 1.
Januar 2010 ein außerordentlicher Aufwand in Höhe von T€ 170
ergeben. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und
ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des
Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung
notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige
Preis- und Kostensteigerungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende
objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Rückstellungen mit einer
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit
entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre
abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen
ausgewiesen. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges
erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie
umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen
ausgewiesen. Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag als auch latente Steuern, die auf
zeitliche Differenzen zwischen den Wertansätzen in der Handelsbilanz und
denen der Steuerbilanz gebildet werden. III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Angaben zur BilanzDie Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von
insgesamt T€ 1.782 betreffen mit T€ 1.041 diverse EDV-Software sowie
Softwarelizenzen in Höhe von T€ 741. Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens beträgt
T€ 2.304. Die Zugänge betreffen im Wesentlichen Investitionen in
Präsentationsmöbel einschließlich Sicherheitstechnik im Rahmen der
Entwicklung eines weiteren Vertriebskonzeptes. Die Abgänge mit
Netto-Buchwerten von T€ 118 betreffen die Veräußerung von diversen
PKW. Das Finanzanlagevermögen hat sich im Berichtsjahr im Bereich "sonstige
Beteiligungen" durch die Liquidation der Gesellschaft Dr. Mobile Inc.,
Tortola, British Virgin Islands, um T€ 399 vermindert. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist darüber
hinaus dem Anlagenspiegel auf der Seite 6 zu entnehmen. MEDION AG,EssenEntwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010 (Anlagenspiegel)scroll
scroll
Die Vorräte betreffen bei fremden Lagerhaltern und Spediteuren gelagerte
Handelswaren für größtenteils fest disponierte Projektaufträge, schwimmende
Waren sowie Service-, Retouren- und Remarketingbestände. Die Vorräte gliedern sich auf die umsatzbezogenen Bedarfsbereiche wie
folgt auf: scroll
Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen
enthalten: scroll
Nach Bedarfsbereichen betreffen die Vorräte mit T€ 157.104 (Vorjahr: T€
145.288) PC/Multimedia und mit T€ 42.245
Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen (Vorjahr: T€ 43.580). In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 261.255
sind ABS-Transaktionen in Höhe von T€ 1.931 (Vorjahr: T€ 1.969)
enthalten. In den Forderungen werden erkennbare Ausfallrisiken und das allgemeine
Kreditrisiko in Höhe von T€ 1.063 (Vorjahr: T€ 2.381) durch
Wertberichtigungen im Rahmen von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen
berücksichtigt. Dem Ausfallrisiko wird proaktiv mit einem engagierten
Forderungsmanagement entgegen gewirkt. Sämtliche Forderungen haben eine
Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehensforderungen
gegenüber Mitarbeitern (T€ 725) und Dritten (T€ 549), von denen T€ 604 eine
Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Innerhalb der
Erstattungsansprüche Ertragsteuern betreffen T€ 1.591 den langfristigen,
abgezinsten Betrag des nach § 37 Abs. 5 KStG aktivierten
Körperschaftsteuerguthabens. Als Wertpapiere werden zum Abschlussstichtag Unternehmensanleihen (T€
30.095) und Geldmarktfondsanteile (T€ 4.815) bilanziert. Die im Vorjahr
ausgewiesenen eigenen Aktien werden nach BilMoG offen vom Posten
"Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausbezahlte
Aufwendungen für Folgejahre ausgewiesen. Der Posten beinhaltet abgegrenzte
Sponsoring-, Service-, Wartungs- und Werbekosten in Höhe von T€ 585 sowie
abgegrenzte Finanzierungskosten aus dem mittelfristigen Kreditvertrag
(Syndicated Loan) und den Verträgen über ABS-Transaktionen in Höhe von T€
533. Die bilanzierten latenten Steuern, sowohl aktiv als auch passiv,
resultieren aus folgenden Bilanzposten: scroll
Passive latente Steuern in Höhe von T€ 8 sind unter den aktiven latenten
Steuern saldiert ausgewiesen. Die Beträge aus der Aktivierung latenter Steuern unterliegen der
Ausschüttungssperre gemäß § 268 Abs. 8 HGB. EigenkapitalDie Entwicklung des Eigenkapitals ergibt sich aus der folgenden
Übersicht: scroll
Das Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert €
48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem
anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die
Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.612.442
Aktien (31. Dezember 2009: 44.560.003) im Umlauf. In der Hauptversammlung vom 12. Mai 2006 wurde beschlossen, den Vorstand
zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 10. Mai 2011 das
Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu insgesamt €
24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Die gesetzliche Rücklage wurde nicht dotiert, da die Kapitalrücklage in
Höhe von T€ 138.489 bereits der Bestimmung des § 150 Abs. 2 AktG genügt.
Satzungsmäßige Rücklagen sind nicht vorgesehen. Die Rücklage für eigene Anteile wurde aufgrund der Vorgaben des BilMoG im
Zusammenhang mit dem Nettoausweis der eigenen Anteile in die anderen
Gewinnrücklagen umgegliedert. Gemäß Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 wurde der
Bilanzgewinn 2009 wie folgt verwendet:
Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008
erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum
12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. §
71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt
ausgenutzt: scroll
Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis 21. Februar 2008
ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit
vom 23. September bis 13. November 2008 erworben. Das dritte
Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis 12. März 2009
durchgeführt. Die im Rahmen der drei Rückkaufprogramme erworbenen 3.873.472 eigenen
Anteile wurden bis zum 31. Dezember 2010 im Rahmen der aktienbasierten
Vergütung wie folgt verwendet: scroll
Aus der Verwendung eigener Anteile in Zusammenhang mit aktienbasierten
Vergütungen resultierte ein Erlös in Höhe von T€ 501. Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt,
mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu
10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung
bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der
gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu
erwerben. Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer
Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts
der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle
Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im
Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des
Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die
aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen
einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren
Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass
das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich
der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht.
Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien
in der Satzung anzupassen. Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von
der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft
als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde
ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des
Aufsichtsrats an Mitarbeiter auszugeben. In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten
Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu
erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden
darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere
Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Den Rückstellungen für Pensionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr T€
508 zugeführt, um diese mit ihrem Barwert auszuweisen. Die Zuführung
betrifft in Höhe von T€ 170 den Unterschiedsbetrag aufgrund der Neubewertung
unter Anwendung der durch das BilMoG zum 1. Januar 2010 geänderten
Bewertungsvorschriften (vgl. Außerordentliche Aufwendungen). Verbräuche
und/oder Auflösungen erfolgten nicht. Zum Abschlussstichtag wird ein Betrag
in Höhe von T€ 2.488 bilanziert. Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die sonstigen Rückstellungen stellen sieh wie folgt dar: scroll
Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffen
Verpflichtungen der Gesellschaft, die im Geschäftsjahr sowie in Vorjahren
entstanden und in Folgejahren zu leisten sind. Sie enthalten auch
Rückstellungen für geltend gemachte Lizenzansprüche und noch zu leistende
Urheberrechtsabgaben für verkaufte abgabepflichtige Artikel. Darüber hinaus
werden noch fehlende Leistungsabrechnungen sowie noch zu erteilende Boni-
und Retourengutschriften ausgewiesen. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende
Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen
garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf
12 bis 36 Monate. Die Rückstellung wird anhand einer pauschalen
Berechnungsmethode in Abhängigkeit zum jeweiligen garantiebehafteten Umsatz
eines Jahres ermittelt. Dabei werden Annahmen über die zukünftige
Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Personalrückstellungen umfassen ausstehende Belastungen aus
Urlaubsverpflichtungen, Mehrarbeitsvergütungen und noch zu zahlende
Gratifikationen an Mitarbeiter und Vorstand sowie Beiträge zur
Berufsgenossenschaft. Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Abschluss- und
Aufbewahrungskosten, Rechts- und Beratungskosten sowie
Aufsichtsratsvergütungen. Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten
ergibt sich aus nachfolgender Tabelle: scroll
1)
Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte aus
Liefergeschäften. Bei den ABS-Verbindlichkeiten gegenüber der Zweckgesellschaft handelt es
sich um kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, die im Rahmen des
ABS-Vertrages revolvierend zurückgezahlt werden. 2. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse sind auf den folgenden Märkten erzielt
worden: scroll
In Bezug auf die Bedarfsbereiche verteilt sich der Umsatz wie
folgt: scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus
Zuschreibungen aufgrund der Betriebsprüfung 2003 bis 2006 in Höhe von T€ 791
sowie Erträge aus Schadenersatz bzw. Versicherungserstattungen, aus
Provisionen, Auflösungen von Rückstellungen und Kursdifferenzen. Daneben
sind periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 20 (Vorjahr: T€ 281) sowie
Erträge aus Dienstleistungen an verbundene Unternehmen in Höhe von T€ 783
(Vorjahr: T€ 815) erzielt worden. Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für die
Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter
und Dienstleistungen einschließlich der entsprechenden
Anschaffungsnebenkosten. Die Personalaufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Personalaufwendungen betreffen in Höhe von T€ 178 Aufwendungen für
Altersversorgung (Vorjahr: T€ 218). Die Abschreibungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Zusammensetzung der sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist
nachfolgend dargestellt: scroll
In den Vertriebsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für
Werbung/Marketing sowie für Kundenservice, Ausgangsfrachten, Verpackungen,
Entsorgungsabgaben und sonstige Vertriebsnebenkosten enthalten. Darüber
hinaus sind auch die Aufwendungen aus Weiterbelastungen für Servicekosten
der Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen als Aufwand verbuchten Honorare
für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt: scroll
Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten,
Energien, Reparaturen und sonstigen Betriebsbedarf. Die übrigen Aufwendungen enthalten Zuführungen zur Rückstellung für
ausstehende Eingangsrechnungen, Verluste aus dem Abgang von Gegenständen des
Anlagevermögens sowie Aufwendungen für Wertberichtigungen auf Forderungen,
Kursdifferenzen sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 246
(Vorjahr: T€ 171). Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Zinsergebnis sind T€ 1 Zinserträge sowie T€ 17 Zinsaufwendungen von
bzw. an verbundene Unternehmen enthalten. Darüber hinaus enthalten die Zinserträge T€ 809 für die Abzinsung von
langfristigen Rückstellungen nach BilMoG (§ 253 Abs. 2 Satz 4
HGB). Die Zinsaufwendungen enthalten mit T€ 163 den Zinsaufwand für die
Anpassung von Rückstellungen nach BilMoG (§ 253 Abs. 2 Satz 4 HGB
n.F.). Die Abschreibungen auf Finanzanlagen und Wertpapiere des Umlaufvermögens
betreffen in Höhe von T€ 74 die außerplanmäßige Abschreibung auf den unter
den Wertpapieren des Umlaufvermögens ausgewiesenen Geldmarktfonds auf den
niedrigeren beizulegenden Wert. Der Außerordentliche Aufwand (T€ 170) enthält die aufgrund der
erstmaligen Anwendung des BilMoG entstandenen Aufwendungen zur Anpassung der
Pensionsrückstellungen auf den 1. Januar 2010. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt
zusammen: scroll
IV. ERGÄNZENDE ANGABEN1. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für
Geschäfts- und Lagerräume und Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW,
Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge. Die künftigen
Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar: scroll
2. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenDie originären Finanzinstrumente umfassen auf der Aktivseite im
Wesentlichen die Finanzanlagen, die Forderungen, die sonstigen Wertpapiere
und die flüssigen Mittel. Die finanziellen Vermögenswerte sind mit den
fortgeführten Anschaffungskosten angesetzt. Auf der Passivseite enthalten
die originären Finanzinstrumente im Wesentlichen die zum Erfüllungsbetrag
bewerteten Verbindlichkeiten. Der Bestand an originären Finanzinstrumenten
wird in der Bilanz ausgewiesen, die Höhe der finanziellen Vermögenswerte
gibt das maximale Ausfallrisiko an. Soweit bei den finanziellen
Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch
Wertberichtigungen erfasst. Die Gesellschaft verwendet Devisentermingeschäfte, um Marktrisiken aus
Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in
US-Dollar abgewickelt werden, zu reduzieren. Die Devisentermingeschäfte
dienen der Absicherung der US-Dollar-Zahlungsströme im ersten Quartal 2011.
Die Kurssicherungsgeschäfte werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses des
Einkaufskontraktes fixiert. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und
Betragshöhe im Wesentlichen den zugrunde liegenden
Einkaufsgeschäften. Daneben schließt die Gesellschaft auch Stop-Loss-Orders zur
Wechselkurssicherung ab. Dabei werden Kreditinstitute beauftragt,
entsprechende US-Dollar-Volumina für MEDION anzukaufen, wenn der Kurs des
Euro gegenüber dem US-Dollar unter den Kalkulationskurs bei
Vertragsabschluss des Einkaufskontraktes zu sinken droht. Zum Abschlussstichtag bestanden folgende Derivatgeschäfte: scroll
Die Marktbewertung der Derivate erfolgte für jedes Geschäft zu einem von
der Bank mitgeteilten Bewertungskurs für dieses Geschäft. Der Mittelwert des
Kurses aus diesen Geschäften betrug USD/€ 1,3357. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder
Spekulationszwecken ein. 3. BelegschaftIm Durchschnitt waren 484 Mitarbeiter beschäftigt (Vorjahr: 489
Mitarbeiter). In Vollzeitäquivalenten ausgedrückt entspricht das 466
Mitarbeitern (Vorjahr: 470). 4. Angaben zum Anteilsbesitzscroll
scroll
Die MEDION AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB und zur
Konzernrechnungslegung verpflichtet. Sie stellt gem. § 315 a Abs. 1 HGB
einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards
(IFRS) auf. 5. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und
Leistungsbeziehungen zu nicht zum 100-prozentigen Anteilsbesitz des
MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen
vertragliche Vereinbarungen. Das Entgelt wird zu Marktpreisen
abgerechnet. Gemäß § 285 Nr. 21 HGB sind folgende Geschäftsbeziehungen
darzustellen: scroll
6. VorstandIm Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand
an: Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des
Vorstandes), Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des
Vorstandes), Adinotec AG, Griesheim - Mitglied des Aufsichtsrates Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst
wurden, beliefen sich im Jahr 2010 ohne die Veränderung der
Pensionsrückstellungen (T€ 508; Vorjahr: T€ 218) auf insgesamt T€ 2.408
(Vorjahr: T€ 2.617). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems
sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge
gemäß § 285 S. 1 Nr. 9 a Satz 5 bis 9 HGB sind im Vergütungsbericht im
zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt, auf den
verwiesen wird. Der Vorstand hielt zum 31. Dezember 2010 26.641.532 Aktien. Die Anzahl
verteilte sich dabei wie folgt: Gerd Brachmann 26.597.844 Stück, Christian
Eigen 43.688 Stück. Zum 31. Dezember 2009 betrug die Zahl der Aktien
26.599.093. Davon befanden sich 26.573.393 im Besitz von Gerd Brachmann,
25.700 Stück wurden von Christian Eigen gehalten. 7. AufsichtsratIm Berichtsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der
Gesellschaft:
Die Mitglieder des Aufsichtsrates erhalten für ihre Tätigkeit im
Berichtszeitraum eine fixe Vergütung in Höhe von T€ 135 (Vorjahr: T€ 135).
Hinzu kommt ein variabler Anteil in Höhe von T€ 61 (Vorjahr: T€ 73). Weder
im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen
gezahlt. Der Aufsichtsrat hielt zum 31. Dezember 2010 unverändert zum Vorjahr
3.160 Aktien. Die Anzahl verteilte sich dabei wie folgt: Dr. Rudolf Stützle
160 Stück, Dr. Hans-Georg Vater 1.000 Stück, Helmut Julius 2.000
Stück. Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die
Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge analog §
285 S. 1 Nr. 9 a Satz 5 bis 9 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil
des Lageberichtes und zusammengefassten Konzernlageberichtes ist,
dargestellt, auf den verwiesen wird. 8. Angaben nach § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktGNachfolgende Aktionäre haben uns gemäß § 22 WpHG folgende Mitteilungen
gemäß § 21 Absatz 1 WpHG übersandt: Bekanntmachung gemäß § 26 Abs. 1 Satz 1 WpHG einer Mitteilung gemäß § 41 Abs. 4a WpHGNotification of voting rights according to sections 21, 41 of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")1. Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilung) according to section 41 para. 4a of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")In correction of our notification dated 13 March 2007 (published by
Medion AG on 28 March 2007), we, Pictet Overseas Trust Corporation Limited,
Bayside Executive Park, Building No. 1, West Bay Street and Blake Road, P.O.
Box N-4837, Nassau, Bahamas, and Pictet Trustee Company SA, Route des
Acacias 60, CH-1211 Geneva 73, Switzerland as co-Trustees of Orbis Holdings
Trust notify according to section 41 para. 4a sentence 1 of the WpHG that
our proportion of voting rights in your Company, Medion AG, Am Zehnthof 77,
45307 Essen, Germany, amounted to 15.14 % (7,332,696 voting rights) as at 20
January 2007. There of 14.94 % (7,233,164 voting rights) were allocated to us according
to section 22 para. 1 sentence 1 no. 1 and 6 and sentence 2 WpHG and further
0.21 % (99,532 voting rights) were allocated to us according to section 22
para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG only. Of the following companies, each directly holding 3 or more % of voting
rights in Medion AG, voting rights get allocated to us: Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund. The chain of controlled undertakings, from which we get allocated 3 % or
more % of voting rights in Medion AG, is as follows: Orbis World Limited; Orbis Holdings Limited; Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund. 2. Notification of voting rights ("Stimmrechtsmitteilung") according to section 21 para. 1 of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")We, Pictet Overseas Trust Corporation Limited, Bayside Executive Park,
Building No. 1, West Bay Street and Blake Road, P.O. Box N-4837, Nassau,
Bahamas, and Pictet Trustee Company SA, Route des Acacias 60, CH-1211 Geneva
73, Switzerland as co-Trustees of Orbis Holdings Trust notify according to
section 21 para. 1 of the WpHG that our proportion of voting rights in
Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany, has fallen below the 15 %
threshold as at 26 November 2007 and has amounted to 14.95 % (7,238,833
voting rights) as at such date. Thereof 14.80 % (7,164,046voting rights) were allocated to us according
to section 22 para. 1 sentence 1 no. 1 and 6 and sentence 2 WpHG and further
0.15 % (74,787 voting rights) were allocated to us according to section 22
para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG only. Of the following companies, each directly holding 3 or more % of voting
rights in Medion AG, voting rights get allocated to us: Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund. The chain of controlled undertakings, from which we get allocated 3 % or
more % of voting rights in Medion AG, is as follows: Orbis World Limited; Orbis Holdings Limited; Orbis Global Equity Fund Limited; 3. Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilung) according to section 41 para. 4a of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")In correction of our notification dated 13 March 2007 (published by
Medion AG on 28 March 2007), we, Orbis World Limited, Orbis House, 25 Front
Street, Hamilton HM 11, Bermuda, notify according to section 41 para. 4a
sentence 1 of the WpHG that our proportion of voting rights in your company,
Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany, amounted to 15.14 %
(7,332,696 voting rights) as at 20 January 2007. Thereof 14.94 % (7,233,164 voting rights) were allocated to us according
to section 22 para. 1 sentence 1 no. 1 and 6 and sentence 2 WpHG and further
0.21 % (99,532 voting rights) were allocated to us according to section 22
para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG only. Of the following companies, each directly holding 3 or more % of voting
rights in Medion AG, voting rights get allocated to us: Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund. The chain of controlled undertakings, from which we get allocated 3 % or
more % of voting rights in Medion AG, is as follows: Orbis Holdings Limited; Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund. 4. Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilung) according to section 21 para. 1 of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")We, Orbis World Limited, Orbis House, 25 Front Street, Hamilton HM 11,
Bermuda, notify according to section 21 para. 1 of the WpHG that our
proportion of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen,
Germany, has fallen below the 15 % threshold as at 26 November 2007 and has
amounted to 14.95 % (7,238,833 voting rights) as at such date. Thereof 14.80 % (7,164,046 voting rights) were allocated to us according
to section 22 para. 1 sentence 1 no. 1 and 6 and sentence 2 WpHG and further
0.15 % (74,787 voting rights) were allocated to us according to section 22
para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG only. Of the following companies, each directly holding 3 or more % of voting
rights in Medion AG, voting rights get allocated to us: Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund. The chain of controlled undertakings, from which we get allocated 3 % or
more % of voting rights in Medion AG, is as follows: Orbis Holdings Limited; Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund. 5. Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilung) according to section 41 para. 4a of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")In correction of our notification dated 13 March 2007 (published by
Medion AG on 28 March 2007), we, Orbis Holdings Limited, Orbis House, 25
Front Street, Hamilton HM 11, Bermuda, notify according to section 41 para.
4a sentence 1 of the WpHG that our proportion of voting rights in your
company, Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany, amounted to 15.14
% (7,332,696 votings rights) as at 20 January 2007. Thereof 14.94 % (7,233,164 voting rights) were allocated to us according
to section 22 para. 1 sentence 1 no. 1 and 6 and sentence 2 WpHG and further
0.21 % (99,532 voting rights) were allocated to us according to section 22
para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG only. Of the following companies, each directly holding 3 or more % of voting
rights in Medion AG and at the same time controlled by us, voting rights get
allocated to us: Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund 6. Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilung) according to section 21 para. 1 of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")We, Orbis Holdings Limited, Orbis House, 25 Front Street, Hamilton HM 11,
Bermuda, notify according to section 21 para. 1 of the WpHG that our
proportion of voting rights in Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen,
Germany, has fallen below the 15 % threshold as at 26 November 2007 and has
amounted to 14.95 % (7,238,833 voting rights) as at such date. Thereof 14.80 % (7,164,046 voting rights) were allocated to us according
to section 22 para. 1 sentence 1 no. 1 and 6 and sentence 2 WpHG and further
0.15 % (74,787 voting rights) were allocated to us according to section 22
para. 1 sentence 1 no. 1 and sentence 2 WpHG only. Of the following companies, each directly holding 3 or more % of voting
rights in Medion AG and at the same time controlled by us, voting rights get
allocated to us: Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund. 7. Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilung) according to section 41 para. 4a of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")In correction of our notification dated 13 March 2007 (published by
Medion AG on 28 March 2007), we, Orbis Investment Management Limited, Orbis
House, 25 Front Street, Hamilton HM 11, Bermuda, notify according to section
41 para. 4a sentence 1 of the WpHG that our proportion of voting rights in
your company, Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany, amounted to
14.94 % (7,233,164 voting rights) as at 20 January 2007. Thereof 14.80 % (7,164,046 voting rights) were allocated to us according
to section 22 para. 1 sentence 1 no. 6 WpHG. Of the following companies, each directly holding 3 or more % of voting
rights in Medion AG, voting rights get allocated to us: Orbis Global Equity Fund Limited; Orbis SICAV - Global Equity Fund 8. Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilung) according to section 41 para. 4a of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")In addition to the notifications made by Pictet Overseas Trust
Corporation Limited, Orbis World Limited, Orbis Holdings Limited, Orbis
Investment Management Limited, each dated 13 March 2007 (published by Medion
AG on 28 March 2007), we, Orbis Global Equity Fund Limited, Orbis House, 25
Front Street, Hamilton HM 11, Bermuda notify according to section 41 para.
4a sentence 1 of the WpHG on a voluntary basis that our proportion of voting
rights in your company, Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany,
amounted to 9.80 % (4,744,944 voting rights) as at 20 January
2007. 9. Notification of voting rights (Stimmrechtsmitteilung) according to section 41 para. 4a of the German Securities Trading Act (Wertpapierhandelsgesetz - "WpHG")In addition to our notification made by Pictet Overseas Trust Corporation
Limited, Orbis World Limited, Orbis Holdings Limited, Orbis Investment
Management Limited, each dated 13 March 2007 (published by Medion AG on 28
March 2007), we, Orbis SICAV -Global Equity Fund, 31, Z.A Bourmicht, L-8070
Bertange, Luxembourg notify according to section 41 para. 4a sentence 1 of
the WpHG on a voluntary basis that our proportion of voting rights in your
company, Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen, Germany, amounted to 3.42 %
(1,654,097 voting rights) as at 20 January 2007. Veroffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung nach § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG (Eigene Aktien)Die MEDION Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, hat am 10. Dezember
2007 die Schwelle von 3 % an ihren eigenen Aktien überschritten und hielt zu
diesem Tage einen Anteil von 3,001 % (das entspricht 1.452.883 Aktien). Des
Weiteren hat die Gesellschaft am 21. Februar 2008 die Schwelle von 5 % an
ihren eigenen Aktien erreicht und hielt zu diesem Tage einen Anteil von 5,00
% (das entspricht 2.420.920 Aktien). Veroffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung nach § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG (Eigene Aktien)Die MEDION Aktiengesellschaft, Essen, Deutschland, hat am 23. September
2008 die Schwelle von 5 % an ihren eigenen Aktien überschritten und hielt zu
diesem Tage einen Anteil von 5,08 % (das entspricht 2.460.920
Aktien). Veroffentlichung gemäß § 26 Abs. 1 WpHGVeröffentlichung einer Stimmrechtsmitteilung nach § 26 Abs. 1 WpHG (Mitteilung nach § 21 Abs. 1 WpHG)Die Sparinvest Fondsmæglerselskab A/S, Taastrup, Dänemark, hat der MEDION
AG am 18. November 2010 gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil
am 26. Mai 2010 den Schwellenwert von 3 % der Stimmrechte an unserer
Gesellschaft überschritten hat und an diesem Tag einen Stimmrechtsanteil von
3,92 % ausmacht (1.900.266 Stimmrechte). Dieser Stimmrechtsanteil von 3,92 %
der Stimmrechte an unserer Gesellschaft wird der Sparinvest
Fondsmæglerselskab A/S, Taastrup, Dänemark, gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6
WpHG zugerechnet 9. Corporate Governance - Erklärung nach § 161 AktGDer Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen
Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter
Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller
Unternehmensführung in der Fassung vom 26. Mai 2010. Am 1. Dezember 2010 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte
Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der
Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 10. Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsVorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG schlagen für das Geschäftsjahr
2010 folgende Verwendung des Bilanzgewinns vor: Zahlung einer Dividende von € 0,23 je gewinnberechtigter Aktie (Vorjahr:
€ 0,20). scroll
Essen, 24. Februar 2011 scroll
Erklärung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 sowie § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden
Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und
Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und
die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft
beschrieben sind." Essen, 24. Februar 2011 scroll
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und
Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den
zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der MEDION AG, Essen,
für das Geschäftsjahr vom I.Januar bis 31. Dezember 2010 geprüft. Die
Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem
Konzernlagebericht und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen
Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der
Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe
ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine
Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und
über den zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht
abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung
der vom Institut der Wirtschaftsprüfer in Deutschland (IDW) festgestellten
deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach
ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und
Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den
zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht vermittelten Bildes der
Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die
Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der
Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im
Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen
internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung,
Jahresabschluss und zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht
überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten
Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen
Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses
und des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes. Wir sind
der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für
unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen
Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften
und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung
der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
der Gesellschaft. Der zusammengefasste Konzernlagebericht und Lagebericht
steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein
zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Essen, 24. Februar 2011 MÄRKISCHE REVISION GMBH WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT scroll
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