![]() MEDION AGEssenJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.04.2014 bis zum 31.03.20152 Bericht des Aufsichtsrates Geschäftsjahr 2014/2015 (1. April 2014 - 31. März 2015)Sehr geehrte Aktionärin, sehr geehrter Aktionär,Die MEDION AG kann in einem sehr wettbewerbsintensiven Umfeld und bei unverändert schwierigen Bedingungen für die Nachfrage nach Consumer-Electronics-Produkten, insbesondere im Bereich Desktop-PCs und Notebooks, auf ein zufriedenstellendes Jahr 2014/2015 zurückblicken. Jedoch ist seit Beginn des Jahres 2015 erkennbar, dass die starken Schwankungen im Verhältnis Euro/Dollar sowie der sich immer mehr verstärkende Trend zum Kauf von Consumer-Electronics-Produkten im Internet das Geschäft bei MEDION sowohl beim Umsatz als auch beim Ergebnis erheblich beeinträchtigen. Seit Juli 2011 ist die internationale Lenovo-Gruppe, weltweit größter Hersteller von PCs, Hauptaktionär der MEDION AG. Lenovo ist seit mehr als vier Jahren der am schnellsten wachsende große PC-Hersteller der Welt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Lenovo das x86-Server-Geschäft von IBM und Motorola Mobility Services übernommen. Lenovo entwickelt damit eine breite Palette von Computertechnologien - von Desktop-PCs, Notebooks, Server Stations, Smartphones über Tablets bis zu digitalen Anwendungstechnologien, die weltweit vertrieben werden und MEDION ist Teil der Lenovo EMEA-Organisation (Europa, Mittlerer Osten und Afrika). Der Aufsichtsrat hat im Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Der Aufsichtsrat hat den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten und die Geschäftsführung der Gesellschaft überwacht. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, wurde der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Der Vorstand unterrichtete den Aufsichtsrat in schriftlichen und mündlichen Berichten regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und strategischen Weiterentwicklung, über den Gang der Geschäfte, die Lage des Konzerns einschließlich der Risikolage und Compliance sowie über das Risikomanagement. Die Zusammenarbeit mit dem unverändert amtierenden Vorstand war durch einen intensiven und offenen Austausch gekennzeichnet. Abweichungen des Geschäftsverlaufes von den aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens und die Zusammenarbeit mit Lenovo wurden mit dem Aufsichtsrat abgestimmt. Alle für das Unternehmen bedeutenden Geschäftsvorgänge sind anhand der Berichte des Vorstandes im Aufsichtsrat ausführlich erörtert worden. Im Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 fanden vier Aufsichtsratssitzungen statt. An diesen Sitzungen haben alle Mitglieder des Aufsichtsrates teilgenommen. Darüber hinaus gab es auf Seiten der Aufsichtsratsmitglieder interne Vorgespräche und Nachbereitungen der Sitzungen. Über Projekte und Vorhaben, die für die Gesellschaft von besonderer Bedeutung oder eilbedürftig waren, wurde der Aufsichtsrat auch zwischen den Sitzungen ausführlich informiert. In der Sitzung am 17. Juni 2014 wurde unter anderem der Jahres- und Konzernabschluss zum 31. März 2014 sowie der Vergütungsbericht behandelt. Der Aufsichtsrat hat in dieser Sitzung auch die Geschäftslage erörtert und die Planung für das Geschäftsjahr 2014/2015 ausführlich diskutiert und verabschiedet. Die Sitzung des Aufsichtsrates am 1. Oktober 2014 diente der Nachbereitung über den Verlauf der ordentlichen Hauptversammlung 2014, die unmittelbar vor der Sitzung stattgefunden hatte. Zusätzlich hat der Vorstand den Aufsichtsrat über die Entwicklung des operativen Geschäfts sowie die Prognose für das Geschäftsjahr 2014/2015 informiert. In diesem Rahmen wurde außerdem das BGH-Urteil vom 3. Juli 2014 über mögliche Zahlungen an Verwertungsgesellschaften aufgrund von zusätzlichen Urheberrechtsabgaben erörtert. Die Änderungen des Corporate Governance Kodex in der Fassung vom 24. Juni 2014 wurden in der Sitzung des Aufsichtsrates am 25. November 2014 diskutiert und die aktualisierte Version der Entsprechenserklärung vom Aufsichtsrat verabschiedet. Außerdem wurde über die aktuelle Geschäftslage berichtet. In der letzten Sitzung des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014/2015, die am 24. Februar 2015 stattgefunden hat, wurden die Effizienzprüfung des Aufsichtsrates sowie der Compliance-Bericht 2014/2015 thematisiert und zur Kenntnis genommen. Außerdem hat der Vorstand über die Geschäftslage zum 31. Dezember 2014 (3. Quartal) berichtet und einen Ausblick auf das Ende des Geschäftsjahres 2014/2015 am 31. März 2015 sowie auf die Planung von Umsatz, Ergebnissen und Investitionen im Geschäftsjahr 2015/2016 gegeben. Auch außerhalb dieser Sitzungen stand insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende in regelmäßigem Kontakt mit dem Vorstand und ließ sich auf der Grundlage von Kennziffern über die aktuelle Entwicklung der Geschäfte und über wesentliche Geschäftsvorfälle informieren. Der Corporate-Governance-Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat gemäß Ziffer 3.10 des Deutschen Corporate Governance Kodex kann dem nachfolgenden Kapitel entnommen werden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte handelsrechtliche Jahresabschluss (Einzelabschluss) für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 und der Lagebericht (gemäß § 315 Abs. 3 HGB zusammengefasster Konzernlagebericht und Lagebericht) der MEDION AG wurden von der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, geprüft. Den Prüfungsauftrag hat der Aufsichtsrat entsprechend dem Beschluss der ordentlichen Hauptversammlung vom 1. Oktober 2014 vergeben. Der Abschlussprüfer erteilte einen uneingeschränkten Bestätigungsvermerk. Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde gemäß § 315a HGB auf der Grundlage der internationalen Rechnungslegungsstandards IFRS aufgestellt. Der Vorstand ist wie in den Vorjahren der Überzeugung, dass die in IFRS 8.34 geforderte Angabe der Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit wichtigen externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des MEDION-Konzerns belaufen, nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen. Der Vorstand hat sich daher vor dem Hintergrund von § 131 Abs. 3 Satz 1 AktG und der im Handelsrecht für eine Umsatzaufgliederung bestehenden Schutzklausel des § 286 Abs. 2 HGB entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse im Konzernabschluss nach IFRS zu unterlassen und die insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks des Abschlussprüfers wegen dieser fehlenden Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen. Der Aufsichtsrat hat sich wie in den Vorjahren nach sorgfältiger Prüfung der Auffassung des Vorstandes angeschlossen. Die Einschränkung des Bestätigungsvermerks bezieht sich ausdrücklich lediglich auf diese unterlassene Angabe im Anhang gemäß IFRS 8.34. Der Abschlussprüfer hat im Übrigen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichtes festgestellt und bestätigt, dass der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht unter Beachtung der übrigen geltenden Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermitteln. Das Auftragsverhältnis zwischen der MEDION AG und der Prüfungsgesellschaft hat die Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erfüllt. Der Aufsichtsrat beauftragte den Abschlussprüfer mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses. Dem Aufsichtsrat liegt eine Unabhängigkeitserklärung der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Frankfurt am Main, Zweigniederlassung Essen, vor. Darin wurde bestätigt, dass keinerlei berufliche, finanzielle oder sonstige Beziehungen zur MEDION AG und zu ihren Organen bestehen, die Zweifel an der Unabhängigkeit der Wirtschaftsprüfungsgesellschaft begründen könnten. Darüber hinaus hat der Abschlussprüfer das bei der MEDION AG bestehende Risikofrüherkennungssystem geprüft. Er bescheinigt der MEDION AG, dass der Vorstand die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen getroffen hat und das Risikofrühwarnsystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden können, frühzeitig zu erkennen. Auch der Aufsichtsrat konnte sich davon überzeugen, dass der Vorstand angemessene Maßnahmen zur Risikofrüherkennung ergriffen und insbesondere ein Überwachungssystem installiert hat. Die Jahresabschlussunterlagen und Prüfungsberichte gingen allen Aufsichtsratsmitgliedern zu. Sie waren in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrates am 15. Juni 2015 Gegenstand ausführlicher Beratung. Der Abschlussprüfer, der bereits im Vorfeld Fragen des Aufsichtsrates beantwortet hatte, nahm an der Sitzung teil, berichtete über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfungen und stand dem Aufsichtsrat für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Nach seiner eigenen Prüfung des Jahresabschlusses der MEDION AG, des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichtes hat der Aufsichtsrat die Berichte des Abschlussprüfers zustimmend zur Kenntnis genommen. Nach dem abschließenden Ergebnis seiner Prüfung sind vom Aufsichtsrat keine Einwendungen zu erheben. Den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 2015 sowie den Konzernabschluss zum 31. März 2015 hat der Aufsichtsrat am 15. Juni 2015 gebilligt. Der Jahresabschluss der MEDION AG zum 31. März 2015 ist damit festgestellt. Aufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Gewinnabführungsvertrages weist die MEDION AG im Jahresabschluss 2014/2015 keinen Bilanzgewinn aus. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten für die Dauer des Vertrages eine jährliche Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Ausgleichszahlung beträgt brutto EUR 0,82 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital in Höhe von EUR 1,00 für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrags für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Es kommen 15 % Körperschaftsteuer zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag auf die Körperschaftsteuer zum Abzug. Daraus ergibt sich eine Ausgleichszahlung in Höhe von EUR 0,69 je Aktie für das abgelaufene Geschäftsjahr. Die Ausgleichszahlung ist fällig am nächsten Bankarbeitstag nach der Hauptversammlung 2015, die für den 1. Oktober 2015 geplant ist. Im Berichtszeitraum ergaben sich keine Veränderungen im Vorstand und Aufsichtsrat der MEDION AG. Interessenkonflikte einzelner Aufsichtsratsmitglieder hat es im Berichtsjahr nicht gegeben. Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand, den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MEDION AG im In- und Ausland sowie der Arbeitnehmervertretung für ihr persönliches Engagement und die in einem herausfordernden konjunkturellen Umfeld geleistete Arbeit.
Essen, am 15. Juni 2015 Der Aufsichtsrat Dr. Rudolf Stützle, Vorsitzender Zusammengefasster Konzernlagebericht u. LageberichtMEDION AG4.1 Grundlagen des Konzerns4.1.1 Geschäftsmodell und Zusammenarbeit mit LenovoMEDION ist seit Juli 2011 Teil der weltweiten Lenovo-Gruppe. MEDION wird dabei auf der Berichtsebene als Teil der EMEA-Organisation (Europa, Mittlerer Osten und Afrika) von Lenovo geführt. Lenovo ist ein Computertechnologie-Unternehmen und mit einem Umsatz von über USD 48 Mrd. einer der größten PC-Anbieter der Welt. Das Unternehmen beschäftigt ca. 60.000 Mitarbeiter in mehr als 60 Ländern und hat Kunden in mehr als 180 Ländern. Die in Hongkong und New York börsennotierte Lenovo gehört zu den "Fortune Global 500"-Unternehmen und hat seine Hauptniederlassungen in Peking (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Lenovo unterhält große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai, Shenzhen (China) und Morrisville (USA) sowie Fertigungsanlagen in aller Welt, von Greensboro, North Carolina (USA) über Monterrey (Mexiko) bis Indien, China und Brasilien. Lenovo ist seit mehr als vier Jahren der am schnellsten wachsende große PC-Hersteller der Welt. Lenovo ist jedoch weit mehr als nur ein Unternehmen, das PCs herstellt. Lenovo entwickelt eine breite Palette von Computertechnologien, neben den klassischen Desktop- PCs und Notebooks - insbesondere für den Business Bereich - auch Smartphones und Tablets bis zu Smart-TV-Geräten und Server-Technologien und hat seine Geschäftsbasis im abgelaufenen Geschäftsjahr durch den Erwerb der x86-Server-Sparte von IBM sowie den Kauf der Motorola Mobility Services nochmals verbreitert. MEDION-GeschäftsmodellDas seit über 25 Jahren national wie international bewährte MEDION-Geschäftsmodell ist darauf ausgerichtet, dem Konsumenten zusammen mit den Partnern aus dem Handel funktional hochwertige und innovative Trendprodukte der Consumer Electronics in attraktivem Design auf dem neuesten technologischen Stand in bester Qualität zu einem hervorragenden Preis-Leistungs-Verhältnis anzubieten und damit frühzeitig für breite Käuferschichten verfügbar zu machen. Ergänzend zu dem klassischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation (MEDIONmobile), Fotoservice, Software-Downloads und Online-Dienste und vertreibt ausgewählte Produkte im Online-Handel. MEDION übernimmt gegenüber seinen Kunden, den international aufgestellten großen Handelsketten, nicht nur die Rolle des Lieferanten der Produkte, sondern - weit darüber hinausgehend - die Funktion eines Full-Service-Dienstleisters, der für seine Kunden die gesamte Wertschöpfungskette - von der Entwicklung der Produktidee über die Herstellung und Logistik bis hin zum After-Sales-Service - managt und kontrolliert. Zusammen mit den Kunden werden in der Regel hochvolumige Vertriebsaktionen strukturiert und abgewickelt, die in vielen Fällen gleichzeitig in mehreren Ländern oder teilweise sogar auf mehreren Kontinenten stattfinden. Die MEDION-Produktpalette umfasst das gesamte Sortiment der modernen Consumer-Electronics-Produkte. Ob es sich um einen PC, ein Notebook, ein Smartphone, einen Tablet-PC, ein LED-Fernsehgerät oder einen eigenen Mobilfunktarif handelt: bei MEDION erhält der Partner im Handel das umfassendste Angebot an modernen Consumer-Electronics-Produkten zum bekannt attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis aus einer Hand. Dazu gehören komplementäre Dienstleistungen, insbesondere im Bereich der digitalen Angebote. Die MEDION-Kernkompetenzen liegen außer bei den innovativen und designorientierten Multimedia-Produkten und der Entwicklung von neuen Angeboten für die Konsumenten auch in einer sehr effizienten eigenen IT-Struktur, hoher Logistik-Kompetenz und einem spezialisierten After-Sales-Service. Entwicklung von LenovoLenovo hat neben den unternehmerischen Zielen auch eine Kernkompetenz für das Management von Übernahmen entwickelt, die es bei nachfolgenden Unternehmenszusammenschlüssen und Joint-Ventures angewendet hat. 2011 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit NEC und wurde so zur Nr. 1 unter den PC-Herstellern in Japan. Im gleichen Jahr übernahm Lenovo in Europa MEDION und ist jetzt die Nr. 1 in Deutschland. 2012 bildete Lenovo ein Joint-Venture mit EMC2 für Server und Unternehmenslösungen und übernahm Stoneware, eine cloudorientierte Softwarefirma. Lenovo hat in 2012 CCE übernommen, einen führenden Anbieter von Verbraucherelektronik in Brasilien. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat Lenovo das weltweite x86-Server-Geschäft von IBM erworben und auch wesentliche Teile des international operierenden Herstellers von Mobiltelefonen, Motorola. All diesen Schritten gemeinsam ist, dass sie Wachstum fördern und neue Synergien ermöglichen sowie neue Märkte und Produktkategorien schaffen, die den Geschäftserfolg von Lenovo als Ganzes steigern. Lenovo ist der Ansicht, dass ein wirklich globales Unternehmen in der Lage sein muss, von neuen Ideen und Chancen schnell zu profitieren, unabhängig davon, wo diese entstehen, und hat seinen weltweiten Betrieb dementsprechend organisiert. Dadurch, dass Lenovo auf einen herkömmlichen Hauptsitz verzichtet und stattdessen auf Kompetenzzentren in der ganzen Welt setzt, nutzt Lenovo seine Ressourcen optimal, um die besten Produkte auf die effizienteste und effektivste Weise zu entwickeln. Durch die geografisch aufgeteilte Struktur und die organisatorische Aufteilung nach Produktkategorien (PC-/Mobile-Produkte) ist Lenovo näher an seinen Kunden und kann schnell auf Innovationen und lokale Marktanforderungen reagieren. In diese strategische und regionale Ausrichtung ist auch MEDION eingebunden. Gesellschaftsrechtliche Verbindung von Lenovo und MEDIONLenovo hält zum 31. März 2015 einen Anteil von circa 79,82 % des Grundkapitals der MEDION AG, der sich durch die gemäß §§ 21, 22 Wertpapierhandelsgesetz zuzurechnenden Stimmrechte von 7,72 % der von MEDION gehaltenen eigenen Aktien auf 87,54 % erhöht. Die Aktionäre der MEDION AG haben auf einer außerordentlichen Hauptversammlung der Gesellschaft am 14. Dezember 2011 in Essen dem Abschluss eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH mit der erforderlichen Mehrheit zugestimmt. Darüber hinaus wurde das Geschäftsjahr der MEDION AG auf den Zeitraum vom 1. April eines Jahres bis zum 31. März des darauf folgenden Jahres geändert. Der Unternehmensvertrag bestimmt, dass die Lenovo Germany Holding GmbH verpflichtet ist, auf Verlangen eines außenstehenden Aktionärs der MEDION AG dessen Aktien gegen eine Barabfindung im Sinne des § 305 Abs. 2 Nr. 3 AktG von € 13,00 je Aktie mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von € 1,00 zu erwerben. Denjenigen Aktionären, die dieses Abfindungsangebot nicht annehmen, garantiert die Lenovo Germany Holding GmbH für die Dauer des Unternehmensvertrages eine jährliche Ausgleichszahlung. Der Betrag der Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Damit beträgt die jährliche Ausgleichszahlung, die jeder außenstehende Aktionär nach Abzug der geltenden Körperschaftsteuerbelastung und des darauf entfallenden Solidaritätszuschlags erhält, gegenwärtig, wie zum Zeitpunkt des Vertragsschlusses, € 0,69 je Aktie. Daneben haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH einen Steuerumlagevertrag abgeschlossen. 4.1.2 Wesentliche Märkte und WettbewerbspositionMit einem Umsatzanteil von circa 71 % am Gesamtumsatz ist Deutschland unverändert zu den Vorjahren der wichtigste Absatzmarkt für MEDION. Dies bezieht sich nicht nur auf die Produkte aus dem IT- und CE-Umfeld, wie PCs, Notebooks, Tablets und Fernseher, sondern auch auf Produkte aus dem Bereich der digitalen Dienstleistungen wie das Angebot von Mobilfunktarifen oder im Bereich Fotoservice. MEDION gehört in den wesentlichen Produktgruppen PC, Notebook und Tablet sowie mit den Mobilfunktarifen seit Jahren zu den führenden Anbietern in Deutschland. Im europäischen Ausland werden circa 20 % der Umsätze erwirtschaftet, die restlichen 9 % außerhalb Europas. 4.1.3 Ziele und StrategienLenovo kann in puncto Innovationen auf eine große Erfolgsgeschichte in der PC-Branche zurückblicken. Strategisch sieht Lenovo Innovationen als zentrale Komponente der Produkte und Technologien an. Mithilfe von Innovationen erreicht Lenovo eine Abgrenzung von Mitbewerbern und treibt neue Marktchancen wie das mobile Internet und Digital-Home und Cloud-Computing sowie Server-Technologien voran. Lenovo-Produkte werden regelmäßig ausgezeichnet und in der Fachpresse äußerst positiv bewertet. Das wichtigste Ziel der Forschungs- und Entwicklungsteams von Lenovo ist, die Benutzerfreundlichkeit insgesamt zu verbessern und zugleich die Betriebskosten zu senken. Lenovo unterhält 46 Labore, darunter große Forschungszentren in Yokohama (Japan), Peking, Shanghai und Shenzhen (China) und Morrisville, North Carolina (USA). Die Innovationsstrategie von Lenovo basiert auf einem zweigeteilten Ansatz bei der Lösung realer Kundenprobleme:
Lenovo kann auf hervorragende Mitarbeiter setzen und beschäftigt nach der Übernahme von x86 Server und Motorola Mobility mehr als 4.000 Techniker, Forscher und Wissenschaftler. Die Forschungs- und Entwicklungsteams von Lenovo haben viele Leistungsmerkmale vorgestellt, die absolute Branchenneuheiten sind und kontinuierlich innovative Lösungen entwickelt. In diesem Sinne arbeiten auch Lenovo und MEDION zusammen. Aufgrund immer globaler werdender Wettbewerbsstrukturen, schnellerer Produktlebenszyklen und zunehmender Konvergenzen von Consumer-Electronics-Produkten ist es für MEDION vorteilhaft, im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern Unterstützungen beim Ausbau der eigenen Kernkompetenzen und bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder bekommen zu können. Im Gesamtkonzern gilt es grundsätzlich, zwischen kurz- und mittelfristigen Ergebnispotentialen sowie langfristigen Geschäftszielen abzuwägen und entsprechende Strategien zu definieren. In diesem Sinne unterscheidet man die so genannten "Protect"- von den "Attack"-Strategien. Für MEDION bedeutet dieses auf der einen Seite, die erfolgreichen Geschäftsbeziehungen zu großen Handelsketten und die bekannte Kosteneffizienz weiter zu stabilisieren und auf deren Nachhaltigkeit zu setzen. Behilflich ist hier die organisatorische Effizienz, die es MEDION ermöglicht, in kurzen Zeiträumen neue Produktideen zu erfolgreichen Vertriebskonzepten weiterzuentwickeln. Bei den so genannten Multimode-Produkten, Notebooks, die zugleich als All-In-One, Desktop oder Tablet genutzt werden können, hat MEDION seine Kompetenz bereits bewiesen. Diese immer wieder neuen Produktideen dienen auch künftig dazu, etablierte Handelskanäle als zuverlässige Strategiebestandteile zu nutzen. Der Aufbau eines so genannten Private Label Business im Ausland im Berichtsjahr ist ebenfalls Konsequenz dieser strategischen Ausrichtung. Auf der anderen Seite ist es wichtig, den im Vorjahr gewonnen Schwung beim Ausbau des Tablet-PC- und Mobilfunkgeschäftes beizubehalten und den Eintritt in neue Märkte im Fokus zu behalten. Darüber stehen weitere Entwicklungen im Bereich digitaler Dienstleistungen, Vernetzungen aller Art und Online-Aktivitäten im Fokus. Diese neueren Geschäftsfelder sind im MEDION-Konzern im Direktgeschäft strategisch gebündelt und sollen ihren Umsatzanteil am Gesamtumsatz weiter erhöhen. Gemäß diesen Strategien werden auch grundsätzlich geeignete Investitionen diskutiert. Mit Investitionen in die After-Sales-Service Kapazitäten oder den Ausbau des Geschäftes mit Mobilfunkangeboten in Australien wurde die strategische Ausrichtung im Berichtsjahr unterstützt. Wesentlicher Erfolgsfaktor zur Erreichung der Gesamtstrategie bleibt das klassische und seit Jahren immer weiter diversifizierte und verfeinerte MEDION-Konzept zu einem One-Stop-Agency-Approach, der den Handelskunden von der Vermarktungsidee, Produkt- und Dienstleistungsinnovationen, über den Vertrieb bis hin zum After-Sales-Service ein attraktives Wertschöpfungspaket und gute Vermarktungschancen bietet. Dieses erfolgreiche End-to-End-Modell ist auch die Basis der wachsenden Dienstleistungen, die für den Lenovo-Konzern erbracht werden. 4.1.4 Steuerungssystem4.1.4.1 UnternehmenssteuerungDer seit mehr als 15 Jahren amtierende MEDION-Vorstand legt zu Beginn eines Geschäftsjahres die strategischen und operativen Ziele für das klassische MEDION-Geschäft fest. Seit der Mehrheitsübernahme durch Lenovo geschieht dieses in enger Abstimmung mit Verantwortlichen für das Lenovo-Consumergeschäft in Westeuropa beziehungsweise innerhalb der EMEA-Organisation. Dabei ist das in 2012 ursprünglich installierte Konzept zur Übernahme von eigenständigen Vertriebsaktivitäten für das Lenovo-Consumergeschäft durch MEDION im Rahmen einer regionalen Neuordnung von Zuständigkeitsbereichen innerhalb des Lenovo-Konzerns im Berichtsjahr 2013/2014 angepasst worden. Damit konzentriert sich MEDION seitdem wieder auf sein klassisches Projekt- und Direktgeschäft. Wie bisher verantworten im operativen Bereich Key-Account-Manager die wesentlichen Kunden und Vertriebskanäle. Unabhängig hiervon verantworten Produktmanager die wesentlichen Produktgruppen, wie zum Beispiel Notebook, PC, LED-TV, mobile Navigationsgeräte sowie die relevanten Angebote im Dienstleistungsbereich (MEDIONmobile, MEDION-Fotoservice und Webshop). Einkauf, Design, Qualitätskontrolle, Logistik und Marketing sind als Querschnittsfunktionen unternehmensübergreifend tätig. Insbesondere Einkauf und Marketing arbeiten hier in enger Abstimmung mit Lenovo. Administrative Bereiche, insbesondere kaufmännische Entscheidungs- und Kontrollfunktionen sowie die EDV-Organisation, sind zum Zweck erhöhter Transparenz, besserer Entscheidungsmöglichkeiten und somit zur Steigerung der Flexibilität und Effizienz im MEDION-Konzern weitestgehend zentralisiert. Die Erreichungsgrade der operativen und strategischen Ziele werden in einem Management-Informationssystem und einer Balanced Scorecard dokumentiert und laufend auf nationaler wie internationaler Ebene diskutiert. Alle Geschäfte im MEDION-Konzern werden einer renditeorientierten Vor- und Nachprüfung unterzogen. Zentraler Werttreiber der Renditeorientierung im MEDION-Konzern ist die Anforderung, dass jedes abgewickelte Projekt eine bestimmte EBIT-Marge erwirtschaften muss. Für das Projektgeschäft gilt zusätzlich, einen Rohertrag zu erwirtschaften, der unter Berücksichtigung der bekannten Struktur- und erwarteten Servicekosten die Ziel-EBIT-Marge sicherstellen kann. Zusammenhängend mit diesen beiden zentralen Werttreibern ist auch ein gewisser Mindestumsatz für einzelne Aufträge erforderlich, um bei bekannten Kostenrelationen und Aufwendungen die Erreichung von Ziel-Rohertrag und -EBIT zu gewährleisten. Bei der Kalkulation der Zielmargen im Direktgeschäft wird unterschieden zwischen dem Hardwaregeschäft und digitalen Dienstleistungen. Im Hardwaregeschäft wird einerseits betrachtet, welche übliche Marge eines weiteren Zwischenhändlers erzielt werden könnte, andererseits wird aber auch berücksichtigt, dass die Produkte des Direktgeschäftes einem verstärkten Preisverfall und einem erhöhten Retourenrisiko (Fernabsatzgesetz) unterliegen können. Für digitale Dienstleistungen ist es erforderlich, den permanenten Preisverfall ausreichend in den Produktkalkulationen zu antizipieren. 4.1.4.2 Die Struktur des MEDION-KonzernsBei den ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG handelt es sich zumeist um Unternehmen, die im Projektgeschäft Vertriebs- und Servicedienstleistungen für MEDION in den jeweiligen Ländern erbringen. Über diese Gesellschaften werden so gut wie keine Umsätze mit MEDION-Produkten im Projektgeschäft abgewickelt und daher leisten diese Gesellschaften auch keinen oder nur einen sehr geringen Beitrag zum Konzern-Ergebnis. Lediglich im Direktgeschäft werden durch die Tochtergesellschaften eigene Umsätze und Ergebnisbeiträge erwirtschaftet. Die eigentliche Projektabwicklung und die Logistik werden grundsätzlich zentral von der MEDION-Organisation in Deutschland gesteuert. Im Rahmen der Deutschland-Organisation sind die Call-Center-Aktivitäten in der Allgemeine Multimedia Service GmbH und die Reparatur- und Logistikdienstleistungen in der MEDION Service GmbH gebündelt. Tochtergesellschaften der MEDION AG sind: TOCHTERGESELLSCHAFTEN DER MEDION AGAllgemeine Multimedia Service GmbH, Essen MEDION Service GmbH, Essen MEDION Mobile GmbH, Essen* MEDION FRANCE S.A.R.L., Le Mans, Frankreich MEDION ELECTRONICS LIMITED, Swindon, Großbritannien MEDION NORDIC A/S, Glostrup, Dänemark MEDION AUSTRIA GmbH, Wels, Österreich MEDION B.V., Panningen, Niederlande MEDION IBERIA, S.L., Madrid, Spanien MEDION SCHWEIZ ELECTRONICS AG, Zürich, Schweiz MEDION USA Inc., Delaware, USA MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien MEDION Elektronika d.o.o., Ljubljana, Slowenien MEDION International (Far East) Ltd., Hongkong, Volksrepublik China* LIFETEC International Ltd., Hongkong, Volksrepublik China* MEDION Asia Pacific Ltd., Hongkong, Volksrepublik China* Durch den Abschluss des Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages unterstellt die MEDION AG seit Januar 2012 die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich, ab dem 1. April 2012 ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. 4.1.5 Forschung und EntwicklungMEDION arbeitet sehr eng mit Lenovo und weiteren führenden Herstellern von Komponenten und Produkten aus den Bereichen Multimedia und Unterhaltungselektronik sowie Telekommunikation zusammen. Dadurch besteht seit Jahren auch ein ständiger Zugang zu den neuesten Ergebnissen aus Forschungs- und Entwicklungsprojekten. Entsprechend dem MEDION-Geschäftsmodell erfolgt jedoch eine Konzentration darauf, innovative Technologien schnell einem breiten Konsumentenkreis zugänglich zu machen. MEDION verfügt daher über keine eigene Forschungs- und Entwicklungsabteilung im Bereich so genannter Basistechnologien. Die jeweiligen Projektentwicklungskosten werden nicht gesondert ausgewiesen, sondern in die Kalkulation des einzelnen Produkts beziehungsweise Projekts mit einbezogen. Würde man Projekt- und Produktentwicklungsausgaben gesondert ausweisen, würden diese einen niedrigen einstelligen Prozentsatz des Umsatzes von MEDION betragen. Allerdings arbeitet MEDION in zahlreichen Projekten zusammen mit anderen Partnern daran, im Rahmen der Digitalisierung die Integration der PC-/Multimedia-Technologie mit den Geräten der klassischen Unterhaltungselektronik voranzubringen. MEDION wird dabei von führenden Technologiepartnern wegen seiner Fähigkeit als schneller Technologieintegrator von neuen Anwendungen für den Massenmarkt geschätzt. Nach der Markteinführung des ersten MEDION-Tablet-PCs mit neuen Software-Applikationen, Zugang zum weltweiten Markt mit Apps und neuen, innovativen, integrierten Multimedia-Funktionalitäten wurde auch im abgelaufenen Geschäftsjahr an der nächsten Generation von Tablet-PCs gearbeitet. Die MEDION-Produkte erhielten für Benutzerfreundlichkeit und die schnelle Nutzbarkeit der verwendeten neuen Technologien für Tablet-PCs verschiedene Auszeichnungen und gute Testergebnisse. Darüber hinaus wurden Notebooks mit Touch-Funktionalitäten weiterentwickelt und so genannte Multimode-Geräte mit abnehmbarem Bildschirm auch für die unteren Preissegmente zur erfolgreichen Marktreife gebracht. Die MEDION-Smartphones wurden mit neuester Octacore Prozessor-Technologie ausgerüstet und erstmals auf der Internationalen Funkausstellung im September 2014 präsentiert. Seit Anfang 2012 arbeitet MEDION mit Lenovo zusammen, um anwenderorientierte technologische Lösungen auf den Gebieten Desktop-PC, Notebook, Tablet-PC und Smartphones und bei weiteren mobilen Produkten mit Zugang zum Internet gemeinsam zu entwickeln und anschließend zur Marktreife zu bringen. Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte hier eine enge Zusammenarbeit bei der Entwicklung von Plattformstrategien für Desktop-PCs und Notebooks sowie der Optimierung von Prozessor-Leistungsmerkmalen bei unterschiedlichen Betriebssystemen und der Verlängerung von Batterielaufzeiten durch eine Verbesserung der Energieeffizienz im Bereich der Bildschirmdarstellung. 4.2 Wirtschaftsbericht4.2.1 Rahmenbedingungen4.2.1.1 Gesamtwirtschaftliche EntwicklungIm Geschäftsjahr 2014/2015 war die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland, dem nach wie vor wichtigsten Markt für MEDION, vor allem von einer äußerst positiven Beschäftigungsentwicklung sowie unverändert günstigen Rahmenbedingungen gekennzeichnet. Das Bruttoinlandsprodukt ist im Kalenderjahr 2014 um 1,5 % gestiegen. Auf der Verwendungsseite des Bruttoinlandsprodukts war der Konsum wichtigster Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft: Die privaten Konsumausgaben stiegen preisbereinigt um 1,1 %. Aufgrund der gestiegenen Konsumausgaben der privaten Haushalte und der nach wie vor positiven Arbeitsmarktsituation, die sich in einer geringen Arbeitslosenquote und hohen verfügbaren Einkommen wiederspiegelt, hat sich diese Entwicklung im ersten Kalenderquartal 2015 (1. Januar 2015 - 31. März 2015) fortgesetzt. Jedoch waren im Berichtsjahr noch deutliche Unsicherheiten bedingt durch die Finanz- und Euroschuldenkrise - insbesondere in Griechenland - spürbar. Weiterhin ungelöst ist der Russland-Ukraine-Konflikt. Dazu kamen Währungsturbulenzen, die insbesondere gegen Jahresende 2014 zu einem sehr starken Anstieg des Dollar gegenüber dem Euro führten und damit die Wettbewerbssituation in der Consumer-Electronics-Industrie für europäische Anbieter erheblich beeinträchtigten. Während die Wirtschaft in vielen Ländern des Euroraums weiterhin stagniert oder nur verhalten wächst, leistet Deutschland unverändert als Wachstumsmotor einen wichtigen Beitrag zu einer positiven Entwicklung. Vor allem in den südeuropäischen Ländern erholt sich die Konjunktur noch nicht oder nur moderat von der schwachen Beschäftigungssituation und der anhaltenden Kaufzurückhaltung. 4.2.1.2 Entwicklung rechtlicher RahmenbedingungenDie rechtlichen Rahmenbedingungen für die MEDION-Geschäftstätigkeit in Deutschland und Europa und den weiteren Märkten, auf denen MEDION seine Produkte und Dienstleistungen anbietet, blieben im Geschäftsjahr 2014/2015 im Vergleich zu den vorangegangenen Jahren im Wesentlichen unverändert. Damit hatten unverändert die rechtlichen Rahmenbedingungen keinen maßgeblichen Einfluss auf die Geschäftsentwicklung und es fanden auch keine wesentlichen Ereignisse statt, die einen solchen Einfluss auf den Geschäftsverlauf hatten. 4.2.1.3 Markt für Consumer Electronics/MobilfunkdienstleistungenDer Markt für Consumer Electronics in Deutschland hat sich 2014 (1. Januar 2014 - 31. Dezember 2014) bei einem Gesamtumsatz von € 27,5 Mrd. (Vorjahr: € 26,9 Mrd.) mit einem Zuwachs um 2,1 % deutlich erholt.1 Er entwickelte sich damit besser als die Gesamtwirtschaft. Basis für die Marktentwicklung ist die weiter fortschreitende Digitalisierung von Produkten, Inhalten und Übertragungswegen, die sich auch bei Fernsehern und mobilen Endgeräten weiter fortsetzte. Viele neue und innovative Produkte mit verbesserter Bild- und Tonwiedergabe, größeren Bildschirmen oder gesteigerter Energieeffizienz sowie einer Vielzahl neuer Nutzungs- und Vernetzungsmöglichkeiten und die anhaltend hohe Nachfrage nach Tablets und Smartphones sowie der gute Absatz von Desktop-PCs und Notebooks bildeten die Grundlagen für diese Marktentwicklung. TV und AudioWie in den Vorjahren gehörten auch 2014 hochauflösende, flache Fernsehgeräte und alle Geräte, die eine mobile Mediennutzung erlauben, zu den besonders nachgefragten Geräten. Dabei hat sich der Markt für TV-Displays trotz erhöhter Stückzahlen aufgrund des weiter gesunkenen Durchschnittspreises um -4,7 % auf € 4.511 Mio. verringert, während der Markt für Home-Audio um 4,5 % auf € 1.013 Mio. (Vorjahr: € 969 Mio.) gewachsen ist. Beim Umsatz mit Fernsehgeräten entfielen 2014 in Deutschland € 4,4 Mrd. (8,0 Mio. Stück) auf LCD-TVs und € 63 Mio. (0,1 Mio. Stück) auf Plasma-TVs. Insgesamt wurden 2014 in Deutschland 8,1 Mio. Fernsehgeräte (+3,8 %) verkauft (inklusive CRT-TVs, portable TVs und OLED). Notebook und TabletDie Informationstechnologie bildet mit einem um 6,5 % gestiegenen Umsatz auf € 8,1 Mrd. (Vorjahr: € 7,6 Mrd.) den zweitgrößten Teilmarkt im deutschen Consumer-Electronics-Markt. Wachstumstreiber im Bereich PC/Multimedia waren vor allem Desktop-PCs und Notebooks. Während sich bei Notebooks der mengenmäßige Absatz um 8,4 % auf 5,4 Mio. Stück bei einem um 6,2 % gestiegenen Umsatz auf € 3,2 Mrd. erhöht hat, verzeichnete der Markt für Desktop-PCs trotz des um -4,0 % gesunkenen Durchschnittspreises sogar einen Wachstumssprung von 20,1 % auf € 1,0 Mrd. bei einem um 25,2 % gestiegenen Absatz von 1,6 Mio. Stück. Der Umsatz mit Tablet-PCs legte bei einem um 19,7 % gestiegenen Absatz auf 6,6 Mio. Stück um insgesamt 4,7 % auf € 1,9 Mrd. zu. Gerade hier zeigte sich der gestiegene Wunsch nach mobiler Internetnutzung und einfacher Bedienung besonders deutlich. NavigationsgeräteWie erwartet setzt sich die Entwicklung, die sich bereits in den vergangenen Jahren abgezeichnet hatte, weiter fort. So waren die Absatzmengen bei Navigationsgeräten mit einem Rückgang um -0,3 % auf 2,2 Mio. Stück weiter rückläufig. Da sich der Durchschnittspreis um 4,4 % auf € 163 pro Stück leicht erhöhte, konnte der Abwärtstrend beim Umsatz in diesem Marktsegment vollständig kompensiert werden und lag mit einem Zuwachs um 4,1 % bei € 364 Mio. SmartphonesEin deutliches Wachstum verzeichneten unverändert die Smartphones. Hier steigerte sich der Umsatz um 9,2 % auf € 8,8 Mrd. und stieg die Anzahl der verkauften Geräte um 7,8 % von 22,4 Mio. auf 24,1 Mio. Stück bei einem leicht um 1,3 % gestiegenen Durchschnittspreis von € 366. Im Direktgeschäft haben sich zurückgehende Terminierungsentgelte und die hohe Wettbewerbsintensität im Markt auf den Umsatz mit Mobilfunkdienstleistungen belastend ausgewirkt. Positiv ist die unverändert hohe Nachfrage nach mobiler Datennutzung. Die Nachfrage nach digitalen Dienstleistungen beispielsweise im Fotoservice oder bei Download- und Streaming-Angeboten wächst weiter; jedoch sind hier die Margen aufgrund der fehlenden Diversifizierungsmöglichkeiten und des Wettbewerbsumfelds erheblich unter Druck. 4.2.2 Geschäftsverlauf4.2.2.1 Geschäftsentwicklung 2014/2015Das abgelaufene Geschäftsjahr verlief für MEDION umsatzseitig leicht besser als zu Jahresbeginn erwartet. Gemäß dem Ausblick im Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurde für das abgelaufene Geschäftsjahr insgesamt ein Umsatz auf Vorjahresniveau oder leicht darüber erwartet. Dabei wurde im Projektgeschäft insgesamt ein Rückgang der Umsätze von bis zu -15 % nicht ausgeschlossen, weil die erwartete Steigerung im PC- und Tablet-PC-Bereich von bis zu +10 % einem Rückgang im übrigen Consumer-Electronics-Bereich aufgrund der Marktsättigung gegenüberstand. Bereinigt man die insgesamt auf Vorjahresniveau gebliebenen Umsätze aus dem Projektgeschäft um die für Lenovo erbrachten Dienstleistungen, ergibt sich ein Rückgang von -5 %. Das PC-Geschäft verlief genau den Erwartungen entsprechend. Wie im Ausblick des letztjährigen Geschäftsberichtes erwähnt, konnte eine Umsatzsteigerung bei PCs und Notebooks von 10 % realisiert werden. Absatzseitig lagen die Mengen über diesem Erwartungswert, jedoch musste aufgrund des Marktdrucks, im Wesentlichen durch Preiserhöhungen auf der Einkaufsseite und ausbleibende Innovationen begründet, die Preisgestaltung angepasst werden. Das Geschäft mit Tablet-PCs verblieb mengen- wie umsatzseitig auf Vorjahresniveau, so dass sich insgesamt für das Gesamtgeschäft mit PCs und Tablet-PCs eine Umsatzsteigerung von 8 % ergeben hat. Für das Direktgeschäft wurde weiteres Wachstum erwartet, welches den erwarteten Umsatzrückgang im Projektgeschäft von bis zu -15 % (bis zu € -100 Mio.) kompensiert. Das realisierte Wachstum im Direktgeschäft von € 607 Mio. im Vorjahr auf € 671 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr entspricht einem Wachstum von 11 % und liegt im Erwartungskorridor. In der nachfolgenden Tabelle haben wir die Erwartungsquote und realisierte Werte gegenüber gestellt. scroll
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Bereinigt um nicht operative Erträge aus Anlagenabgängen Wie bereits im Vorjahr verliefen auch im abgelaufenen Geschäftsjahr die Geschäftshalbjahre unterschiedlich. Das erste Geschäftshalbjahr lag mit einem Konzernumsatz in Höhe von € 589 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 585 Mio.) und entsprach somit genau den Erwartungen. Im zweiten Geschäftshalbjahr konnten die Umsätze gegenüber dem Vorjahrszeitraum um € 69 Mio. auf € 761 Mio. (Vorjahr: € 692 Mio.) gesteigert werden. Wesentliche Treiber waren PCs und Tablet-PCs. Neben Desktop-PCs, Notebooks und Tablet-PCs entwickelten sich die übrigen Hardware-Produktgruppen insgesamt erwartungsgemäß, jedoch gab es hier auch Verschiebungen zwischen den Produktgruppen. Insbesondere bei Smartphones und Navigationsgeräten blieben die Umsätze leicht unter den Erwartungen, während, entgegengesetzt zum Vorjahr, die Umsätze im Bereich TV, Foto und sonstige Consumer Electronics leicht über den Erwartungen lagen. Auch im Bereich des Direktgeschäftes der digitalen Dienstleistungen verlief das Geschäft für MEDION erwartungsgemäß. Die Dienstleistungen im Bereich der Telekommunikation konnten, insbesondere im Ausland, weiter ausgebaut und stabilisiert werden und trotz zunehmend intensivem Preiswettbewerb konnten beim Fotoservice durch die Einführung neuer Produkte neue Kunden gewonnen werden. Ähnliches gilt für den Bereich des Online-Handels. Durch einen interessanten Produktmix mit gewohnt attraktivem Preis-Leistungsverhältnis und langjährigen Erfahrungen in der Steuerung und Bewerbung von Online-Aktivitäten konnten die Erwartungen ergebnisseitig erfüllt werden, auch wenn umsatzseitig der zunehmende Preisdruck durch sich stetig erhöhende Transparenz im wachsenden Onlinemarkt spürbar war. Ergebnisseitig verliefen die beiden Geschäftshalbjahre entgegengesetzt. In den Monaten April bis September konnte ein EBIT in Höhe von € 9,9 Mio. erwirtschaftet werden, was eine Verbesserung gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum von 60 % bedeutet. Bereinigt um nicht operative Erträge ergibt sich zwar eine geringere Steigerung von 18 %, diese liegt aber immer noch deutlich über dem Erwartungskorridor von bis zu 5 %. Seit Spätsommer 2014 ist der Euro gegenüber dem US-Dollar jedoch stark unter Druck geraten. Dieses blieb nicht ohne Folgen für die Rentabilität. Während der Markt erwartet, eine positive Entwicklung der Euro-Dollar-Parität durch sinkende Verkaufspreise direkt weiterzugeben, ist eine Weitergabe von steigenden Einkaufspreisen durch eine Verteuerung des US-Dollars nur bedingt und auch nur schrittweise möglich. Im zweiten Geschäftshalbjahr konnte daher nur ein EBIT von € 24,4 Mio. erwirtschaftet werden, welches zwar um 5 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert, aber unter den Erwartungen für das üblicherweise umsatz- und ergebnisstärkere zweite Halbjahr lag. Insgesamt lag das EBIT des Geschäftsjahres mit einer Verbesserung um € 4,8 Mio. (16 %) auf € 34,3 Mio. (Vorjahr: € 29,5 Mio.) über den Erwartungen. Bereinigt um nicht operative Erträge in Höhe von € 2,7 Mio. betrug die Verbesserung des EBIT noch 7 % gegenüber dem Vorjahr und lag somit noch leicht über den Erwartungen. 4.2.2.2 BeteiligungenNach wie vor wird aus Kosten- und Effizienzgründen innerhalb des MEDION-Konzerns der Hauptteil des Umsatzes - auch im Ausland - aus der MEDION AG heraus realisiert. Im Rahmen der Internationalisierung des Direktgeschäftes werden Aktivitäten jedoch auch zunehmend im Ausland aufgebaut, weil es im direkten Geschäft mit Endverbrauchern vorteilhaft sein kann, lokale Besonderheiten besser zu erkennen und zu steuern. Neben der Internationalisierung des klassischen E-Commerce sind im abgelaufenen Geschäftsjahr insbesondere Aktivitäten im Bereich des Mobilfunkgeschäftes außerhalb Deutschlands ausgeweitet worden. 4.2.2.3 Aktie und DividendeDie MEDION-Aktie wird seit 2012 im Bereich "Geregelter Markt" der Frankfurter Wertpapierbörse gehandelt. Aufgrund der Mehrheitsübernahme durch Lenovo und des bestehenden Gewinnabführungs- und Beherrschungsvertrages wird die MEDION-Aktie in keinem Index mehr abgebildet, erhält keine Coverage mehr von Analysten und wird an den Börsen Frankfurt und Düsseldorf nur noch mit Tagesumsätzen von wenigen Stück gehandelt. Die Kursentwicklung hat mit der operativen Performance des Unternehmens nichts mehr zu tun und ist getragen von wenigen, meist zufälligen, Kauf- oder Verkaufsentscheidungen der Anleger. MEDION zahlt seit dem Geschäftsjahr 2012/2013 keine Dividende mehr. 4.2.3 Lage des Konzerns4.2.3.1 ErtragslageERTRAGLSLAGEscroll
UmsatzentwicklungDie Umsätze konnten von € 1.277,0 Mio. im Geschäftsjahr 2013/2014 um € 72,9 Mio. (5,7 %) auf € 1.349,9 Mio. gesteigert werden und liegen damit insgesamt am oberen Rand der Erwartungen. Im Ausblick des Vorjahresberichtes und in den Zwischenberichten des abgeschlossenen Geschäftsjahres wurde für den Umsatz eine Größenordnung des Vorjahres oder leicht darüber (bis zu 5 %) angenommen. Seit dem Geschäftsjahr 2013/2014 weist MEDION aufgrund einer regionalen Neuordnung von Vertriebsstrukturen und Verantwortlichkeiten innerhalb des Lenovo-Konzerns lediglich die von Lenovo erhaltenen Vergütungen für die mit Lenovo-Produkten erwirtschafteten Umsätze, nicht aber mehr das Geschäft mit den Produkten selbst, als Konzernumsatz aus. UMSÄTZE NACH REGIONENscroll
Deutschland bleibt wichtigster Markt für MEDION. Der Umsatzanteil liegt mit 71,0 % zwar leicht unter dem Niveau des Vorjahres (74,0 %), insgesamt haben sich die Umsätze in Deutschland jedoch leicht um € 12,9 Mio. auf € 958,4 Mio. (Vorjahr: € 945,5 Mio.) erhöht. Der dennoch niedrigere Anteil an den Gesamtumsätzen ist zurückzuführen auf die deutliche Steigerung der Umsätze außerhalb Europas. Diese erhöhten sich um € 64,3 Mio. (117,1 %) auf € 119,2 Mio. (Vorjahr: € 54,9 Mio.) aufgrund des Ausbaus der Telekommunikationsdienstleistungen in Australien und des Anstiegs der Servicedienstleistungen für Lenovo-Produkte. Neben diesen dem MEDION-Geschäftsmodell entsprechenden Regionen erfolgt die Vertriebssteuerung zusätzlich in Anlehnung an die Vertriebsorganisation und regionalen Verantwortungen im Lenovo-Konzern:
UMSÄTZE NACH REGIONENscroll
Da Deutschland wichtigster Markt für MEDION bleibt, entwickelte sich die Region Central entsprechend. Während die Umsätze in UKI auf Vorjahresniveau blieben, gab es eine Verschiebung der übrigen Umsätze in Europa von der Region North (€ -15,1 Mio.) zur Region South (€ +12,3 Mio.). Der Anstieg der Umsätze im Übrigen Ausland resultiert aus dem zuvor erwähnten Ausbau der Telekommunikationsdienstleistungen in Australien und aus dem Anstieg der Servicedienstleistungen für Lenovo-Produkte. RohertragObwohl im Hardwarebereich der Rohertrag aufgrund der Verteuerung des US-Dollars unter starkem Druck stand, konnte die Rohertragsquote insgesamt von 14,0 % im Vorjahr auf 15,1 % verbessert werden. Zurückzuführen ist dieses auf eine Ausweitung des Direktgeschäftes, insbesondere im Bereich der digitalen Dienstleistungen. PersonalaufwandIm Geschäftsjahr 2014/2015 waren durchschnittlich 988 Mitarbeiter (Vollzeitäquivalente) im MEDION-Konzern beschäftigt (Vorjahr: 1.007). Der Anstieg des Personalaufwandes um € 3,5 Mio. auf € 53,4 Mio. (Vorjahr: € 49,9 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus Anpassungen von Gehältern und Altersvorsorge. scroll
Sonstige betriebliche Aufwendungen/ErträgeSONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN/ERTRÄGEscroll
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um € 19,0 Mio. auf € 120,8 Mio. (Vorjahr: € 101,8 Mio.) ist hauptsächlich begründet durch den Anstieg der Aufwendungen für den Kundenservice um € 18,3 Mio. auf € 42,8 (Vorjahr: € 24,5 Mio.) und entspricht den gestiegenen Dienstleistungen im Rahmen der Erbringung von Serviceleistungen für Lenovo-Produkte. Die anderen Positionen der Vertriebsaufwendungen sowie die Verwaltungs-, Betriebs- und Übrigen Aufwendungen sind insgesamt auf dem Niveau des Vorjahres geblieben. Die Erhöhung der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus Buchgewinnen aus dem Verkauf von Anlagevermögen (€ 2,7 Mio.). Die verbleibenden sonstigen betrieblichen Erträge betreffen im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen, Erträge aus Sachbezügen sowie periodenfremde Erträge. AbschreibungenDie Abschreibungen lagen im Geschäftsjahr mit € 3,2 Mio. unter dem Niveau des vergleichbaren Vorjahreszeitraumes (€ 3,7 Mio.). Dabei haben sich die Abschreibungen auf Sachanlagen von € 1,6 Mio. im Vorjahr auf € 1,4 Mio. im abgelaufenen Geschäftsjahr und die Abschreibungen auf Software und Lizenzen von € 2,1 Mio. auf € 1,8 Mio. vermindert. Operatives Ergebnis (EBIT)Das erwirtschaftete operative Ergebnis (EBIT) in Höhe von € 34,3 Mio. liegt um € 4,8 Mio. (+16,3 %) über dem Vorjahr (€ 29,5 Mio.) und somit über den Erwartungen. Im Ausblick des Vorjahresberichtes und in den Zwischenberichten des abgeschlossenen Geschäftsjahres wurde eine Erhöhung des EBIT von 5 % für möglich gehalten. Bereinigt man das ausgewiesene EBIT um die realisierten Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen, entspricht die Verbesserung des EBIT des Geschäftsjahres 2014/2015 einer Steigerung von rund 7 % gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/2014 und liegt somit leicht über den Erwartungen. Das Finanzergebnis liegt mit € 0,6 Mio. leicht unter dem Vorjahresniveau (€ 0,7 Mio.). Dieser leichte Rückgang begründet sich im Wesentlichen durch Aufzinsungen von Rückstellungen. Ertragsteuernscroll
Die effektiv zahlungswirksamen Steuern betreffen im Wesentlichen die Tochtergesellschaften der MEDION AG. Vor dem Hintergrund des seit dem 1. April 2012 wirksamen Ergebnisabführungsvertrages der MEDION AG mit der Lenovo Germany Holding GmbH sind die steuerlichen Verlustvorträge der MEDION AG für die Dauer des Ergebnisabführungsvertrages nicht nutzbar. Bedingt durch einen Steuerumlagevertrag zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG werden bei MEDION € 5,8 Mio. als Umlagen vom Organträger ausgewiesen. 4.2.3.2 SegmenteDer MEDION-Konzern berichtet gemäß IFRS 8 entsprechend der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projekt- und Direktgeschäft. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Consumer Electronics mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik, für die Dienstleistungen entlang der gesamten Wertschöpfungskette durch MEDION erbracht werden. Dabei handelt es sich um Dienstleistungen im Rahmen der so genannten Primary-Sales-Prozesse (von der Produktidee bis zur Distribution), dem After-Sales-Support (vom Retourenhandling bis zum Gewährleistungsmanagement) und dem Zweitvermarktungsprozess. Das Angebot solcher umfangreichen Dienstleistungen bedarf naturgemäß einer hinreichenden Auftragssicherheit und Größenordnung. Beim Projektgeschäft handelt es sich daher grundsätzlich um so genanntes Volumengeschäft. Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel, wobei grundsätzlich nur einzelne Elemente entlang der Wertschöpfungskette zur Anwendung kommen. Während im Online-Geschäft in der Regel vorrangig Dienstleistungen aus den Bereichen Zweitvermarktung und After-Sales-Support erbracht werden, erfolgen im Bereich digitaler Dienstleistungen in der Regel nur Dienstleistungen im Sinne der Primary-Sales-Prozesse. Naturgemäß ist das Direktgeschäft nicht durch vorlaufende Auftragseingänge gekennzeichnet, sondern vielmehr durch Kundentreue. Im Hardwarebereich ist es MEDION bislang immer gelungen, durch gezielte Bewerbung ein hohes Kundenaufkommen zu generieren und somit einen verlässlichen Basisumsatz zu realisieren. Der Bereich der digitalen Dienstleistungen ist durch eine sehr hohe Kundenloyalität und somit wiederkehrende Umsätze gekennzeichnet, die man als verlässliches Grundbasisgeschäft bezeichnen kann. Als "Überleitung Konzern" werden Konsolidierungseffekte und sonstige Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind. UMSÄTZE NACH SEGMENTENscroll
Zwar hat sich der Gesamtumsatz des Projektgeschäftes leicht von € 670,5 Mio. im Vorjahr um € 8,7 Mio. auf € 679,2 Mio. erhöht, entsprechend den Erwartungen an den Erfolg der langfristigen Geschäftsstrategie hat sich der Umsatzanteil des Projektgeschäftes am Konzernumsatz jedoch von 52,5 % im Vorjahr auf 50,3 % im Geschäftsjahr 2014/2015 vermindert. Durch die Ausweitung digitaler Dienstleistungen, insbesondere im Ausland, konnte der Umsatz des Direktgeschäftes von € 606,5 Mio. im Vorjahr um € 64,2 Mio. auf € 670,7 Mio. gesteigert werden. Damit erhöhte sich der Umsatz des Direktgeschäftes überproportional zum Gesamtumsatz und der Umsatzanteil entsprechend von 47,5 % im Vorjahr auf 49,7 % im abgelaufenen Geschäftsjahr. Damit lag die Umsatzentwicklung des Direktgeschäftes im Erwartungskorridor. EBIT NACH SEGMENTENscroll
Da die Steuerung von Projekt- und Direktgeschäft unterschiedlich ist und die Umsätze entsprechend getrennt aufgezeichnet werden, können auch Großteile der Aufwendungen eindeutig zugeordnet werden. Indirekte Aufwendungen oder Aufwendungen für Maßnahmen, die alle Unternehmensbereiche betreffen, werden nach plausiblen Verteilungsschlüsseln zugeordnet. Das können beispielsweise Umsatzschlüssel oder Anzahl von Aktionen sein. Die Analyse des operativen Ergebnisses nach Segmenten zeigt die Erfolge der strategischen Ausrichtung der Geschäftsfeld- und Produktpolitik. Das operative Ergebnis im Direktgeschäft konnte entsprechend gesteigert werden und beträgt € 21,5 Mio. nach € 20,8 Mio. im Vorjahr. Die zum Umsatz leicht unterproportionale Steigerung des EBIT im Direktgeschäft resultiert aus einem intensiveren Wettbewerb im Online-Handel mit Consumer-Electronics-Produkten. Das operative Ergebnis des Projektgeschäftes konnte überproportional zum Umsatz von € 9,1 Mio. im Vorjahr auf € 10,2 Mio. verbessert werden. Der positive Ergebnisbeitrag aus der Überleitung Konzern in Höhe von € 2,6 Mio. betrifft Buchgewinne aus dem Verkauf von Anlagevermögen. 4.2.3.3 Vermögens- und Finanzlage Bilanzstruktur (IFRS)scroll
Die Bilanzsumme des Konzerns erhöhte sich zum 31. März 2015 im Vergleich zum 31. März 2014 um € 56,2 Mio. (8,1 %) auf € 748,9 Mio. (31. März 2014: € 692,7 Mio.). Der Anstieg des Vorratsvermögens um € 70,6 Mio. auf € 208,0 Mio. (Vorjahr: € 137,4 Mio.) lässt sich auf saisonale Abweichungen (Ostergeschäft) sowie auf den Anstieg der für Lenovo erbrachten Servicedienstleistungen zurückführen. Saisonale Abweichungen begründen auch den Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um € 32,2 Mio. auf € 210,6 Mio. (Vorjahr: € 178,4 Mio.) sowie der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um € 25,5 Mio. auf € 152,7 Mio. (Vorjahr: € 127,2 Mio.). Damit hat sich insgesamt das Working Capital um € 77,3 Mio. auf € 265,9 Mio. (Vorjahr: € 188,6 Mio.) erhöht. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen reduzierten sich um € 48,1 Mio. auf € 180,1 Mio. (Vorjahr: € 228,2 Mio.). Berücksichtigt man, dass sich die Bereitstellung liquider Mittel dabei um € 100,0 Mio. von € 200,0 Mio. auf € 100,0 Mio. vermindert hat, ergibt sich für die Forderungen gegen verbundene Unternehmen ein Anstieg von € 28,2 Mio. im Vorjahr um € 51,9 Mio. auf € 80,1 Mio. Die Verminderung der liquiden Mittel (inkl. der Bereitstellung von liquiden Mitteln innerhalb des Lenovo-Konzerns) von € 290,3 Mio. im Vorjahr um € -129,0 Mio. auf € 161,3 Mio. ist demnach im Wesentlichen begründet durch den Anstieg des Working Capital und der Forderungen gegen verbundene Unternehmen (ohne Bereitstellung liquider Mittel). Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von € 26,1 Mio. im Vorjahr um € 30,4 Mio. auf € 56,5 Mio. resultiert hauptsächlich aus höheren Lieferantengutschriften und Effekten aus Fremdwährungsbewertungen. Das Eigenkapital liegt mit € 372,5 Mio. leicht über dem Vorjahresniveau (€ 366,0 Mio.), aufgrund der höheren Bilanzsumme verringerte sich die Eigenkapitalquote jedoch auf 49,7 % (Vorjahr: 52,8 %). Durch die genannte saisonale Schwankung und die für die Erbringung von Servicedienstleistungen für Lenovo notwendige höhere Bevorratung von Servicematerialien ist die Eigenkapitalquote des MEDION-Konzerns temporär unter 50,0 % gefallen. Der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von € 153,2 Mio. im Vorjahr um € 20,5 Mio. auf € 173,7 Mio. betrifft im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende Rechnungen, ebenfalls aufgrund der saisonalen Abweichungen. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen in Höhe von € 22,9 Mio. zum 31. März 2015 betreffen, wie schon im Vorjahr (€ 24,5 Mio.), Verpflichtungen zur Gewinnabführung. Kapitalflussrechnung CASHFLOWscroll
Nach einem Mittelzufluss aus laufender Geschäftstätigkeit im Vorjahr in Höhe von € 109,6 Mio. lässt sich im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Mittelabfluss aus laufender Geschäftstätigkeit in Höhe von € -108,4 Mio. feststellen. Ursache ist im Wesentlichen die bei den Ausführungen zur Konzernbilanz erläuterte erhöhte Mittelbindung aufgrund der saisonalen Veränderungen zum Vorjahr. Aus Investitionstätigkeiten ergab sich durch den Verkauf von Anlagevermögen im Berichtsjahr netto ein Mittelzufluss in Höhe von € 2,4 Mio., nachdem noch im Vorjahr ein Mittelabfluss in Höhe von € -2,6 Mio. zu verzeichnen war. Der Mittelabfluss aus Finanzierungstätigkeit in Höhe von € -23,4 Mio. beinhaltet die Auszahlung für Ergebnisabführung aus dem Vorjahr in Höhe von € -24,1 Mio. Insgesamt ergibt sich im Geschäftsjahr 2014/2015 eine Verminderung des Finanzmittelfonds um € -129,0 Mio. auf einen Endstand an freier Liquidität zum 31. März 2015 in Höhe von € 161,3 Mio. (Vorjahr: € 290,3 Mio.). StichtagsliquiditätDurch die vereinbarten Finanzierungs-Rahmenbedingungen im Wege der Integration in den Lenovo-Konzern erfolgen die Anlagen liquider Mittel nicht mehr durch MEDION selbst, sondern durch den Lenovo-Konzern. Die sonst durch MEDION angelegte Liquidität wird temporär dem Konzern zur Verfügung gestellt und zu marktüblichen Bedingungen sowie unter Berücksichtigung rechtlicher Rahmenbedingungen verzinst. Diese Beträge werden unter den Forderungen gegen verbundene Unternehmen ausgewiesen und reduzieren daher den in der MEDION-Bilanz ausgewiesenen Liquiditätssaldo. Unter Berücksichtigung der im Konzern zur Verfügung gestellten Liquidität hat sich die dem MEDION-Konzern insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität von € 290,3 Mio. im Vorjahr um € -129,0 Mio. auf € 161,3 Mio. vermindert. scroll
Der MEDION-Konzern verfügt nach wie vor über eine deutlich positive "Net Cash"-Position. Ebenso verfügt MEDION mit dem hohen Eigenkapital von € 372,5 Mio., einer bilanziellen Eigenkapitalquote von 49,7 % und einer Liquidität inklusive der Geldanlagen im Konzern (€ 100,0 Mio.) von € 161,3 Mio. über sehr gute Finanzierungsrahmenbedingungen. 4.2.3.4 MEDION AG (ergänzende Erläuterungen auf Basis HGB)Der Lagebericht der MEDION AG und der Konzernlagebericht über das Geschäftsjahr 2014/2015 sind nach § 315 Abs. 3 HGB in Verbindung mit § 298 Abs. 3 HGB zusammengefasst. Der Jahresabschluss der MEDION AG nach HGB und der zusammengefasste Lagebericht werden zeitgleich im Bundesanzeiger veröffentlicht. Da das MEDION-Geschäft nahezu vollständig über die MEDION AG abgewickelt und aus Gründen der bekannten Kosteneffizienz entsprechend zentral gesteuert wird, entspricht die Ertrags- sowie die Vermögens- und Finanzlage im Wesentlichen den Informationen über die wirtschaftliche Lage des MEDION-Konzerns. Ertragslage MEDION AG nach HGBscroll
Die MEDION AG erwirtschaftete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen Umsatz in Höhe von € 1.310,1 Mio., was 97,0 % des Konzernumsatzes entspricht (Vorjahr: 96,6 %). Die durch die MEDION AG erwirtschaftete Rohertragsmarge liegt mit 14,6 % leicht unter dem Niveau der Konzern-Rohertragsmarge (15,1 %). Begründet ist dieses im Wesentlichen durch das Wachstum im Direktgeschäft im Ausland. Der Personalaufwand der MEDION AG lag im Geschäftsjahr 2014/2015 mit € 33,8 Mio. über dem Niveau des Vorjahres (€ 30,8 Mio.). Zurückzuführen ist dieses im Wesentlichen auf die Anpassungen von Gehältern und Altersvorsorge. Bezogen auf Vollzeitäquivalente blieb die durchschnittliche Mitarbeiterzahl der MEDION AG mit 496 auf Vorjahresniveau (495). Sonstige betriebliche Aufwendungen/Erträge der MEDION AG nach HGBscroll
Die höheren Aufwendungen für Kundenservice gegenüber den im Konzern ausgewiesenen Aufwendungen resultieren aus der internen Verrechnung von Personalaufwendungen von den Servicegesellschaften des MEDION-Konzerns an die MEDION AG. Der leichte Anstieg der Verwaltungsaufwendungen im Vergleich zum Vorjahr begründet sich hauptsächlich durch höhere Rechts- und Beratungskosten. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert aus höheren Auflösungen von Rückstellungen im Vorjahr. Insgesamt konnte die MEDION AG somit im abgelaufenen Geschäftsjahr trotz Umsatzsteigerung nur ein operatives Ergebnis (EBIT) in Höhe von € 25,8 Mio. erzielen (Vorjahr: € 29,9 Mio.). Ein wesentlicher Grund für den Rückgang der Profitabilität resultiert aus höheren Materialaufwendungen, insbesondere aus der Verschlechterung der Euro-US-Dollar-Parität. Im Finanzergebnis von € 3,6 Mio. sind € 3,0 Mio. Gewinnausschüttungen von Tochtergesellschaften der MEDION AG enthalten. Aufgrund eines Steuerumlagevertrages zwischen der Lenovo Germany Holding GmbH als Mehrheitsaktionärin von MEDION und der MEDION AG sind in den Ertragsteuern der MEDION AG in Höhe von € 6,6 Mio. Umlagen vom Organträger in Höhe von € 5,8 Mio. enthalten. Der im Geschäftsjahr 2014/2015 erwirtschaftete Jahresüberschuss der MEDION AG vor Ergebnisabführung liegt mit € 22,5 Mio. (1,8 % vom Umsatz) leicht unter dem Vorjahresniveau von € 24,5 Mio. (2,0 % vom Umsatz). Bilanzstruktur der MEDION AG nach HGBscroll
Die Bilanzsumme der MEDION AG hat sich zum 31. März 2015 im Vergleich zum 31. März 2014 um € 47,1 Mio. (7,0 %) auf € 722,9 Mio. erhöht (Vorjahr: € 675,8 Mio.). Auf der Aktivseite ist dieses hauptsächlich begründet durch einen saisonalen Anstieg der Vorräte (€ +70,5 Mio.) und Forderungen aus Lieferungen und Leistungen (€ +32,9 Mio.). Dagegen verringerten sich die Forderungen gegen verbundene Unternehmen von € 233,4 Mio. im Vorjahr auf € 186,7 Mio. Diese Verringerung resultiert aus einer von € 200,0 Mio. auf € 100,0 Mio. verringerten Bereitstellung liquider Mittel, denen höhere Forderungen aus der Erbringung von Dienstleistungen gegenüber stehen. Der Anstieg der übrigen Vermögenswerte von € 24,0 Mio. im Vorjahr um € 21,8 Mio. auf € 45,8 Mio. resultiert hauptsächlich aus höheren Lieferantengutschriften, der Anstieg der sonstigen Rückstellungen von € 150,6 Mio. im Vorjahr um € 19,4 Mio. auf € 170,0 Mio. hauptsächlich aus höheren ausstehenden Rechnungen aufgrund der saisonalen Abweichungen. In den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen sind € 22,9 Mio. aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung enthalten (Vorjahr: € 24,5 Mio.). Das Eigenkapital ist mit € 366,1 Mio. auf Vorjahresniveau, aufgrund der höheren Bilanzsumme ermäßigte sich die Eigenkapitalquote jedoch temporär auf 50,6 % (Vorjahr: 54,2 %). 4.2.3.5 Wesentliche Kennzahlen zur Unternehmenssteuerung - Finanzielle LeistungsindikatorenIm Rahmen der Unternehmenssteuerung und des Risikomanagements greift MEDION auf ein Kennzahlensystem zurück, um sowohl finanzielle als auch nicht finanzielle Leistungsindikatoren zu beobachten. Neben den wesentlichen GuV-Kennzahlen wie Umsatz, Rohertrag und EBIT oder Bilanzkennzahlen wie Eigenkapitalquote werden sowohl Planerreichungsgrade als auch prozessorientierte Kennzahlen und das Working Capital beobachtet, die Auswirkungen auf die operative Leistungsfähigkeit haben können. Eine Working-Capital-Quote in Prozent der Bilanzsumme gibt einen Hinweis darauf, wie viel Mittel für die Erwirtschaftung des Umsatzes gebunden sind. Aufgrund des Projektgeschäftes gilt für MEDION eine Quote unter 40 % als sehr gut. Zwar lag die Gesamt-Working-Capital-Quote im abgelaufenen Geschäftsjahr an den jeweiligen Quartalsstichtagen zwischen 29 % (30. Juni 2014) und 47 % (31. Dezember 2014) und somit über den Quoten des vorangegangenen Geschäftsjahres (28 % bis 35 %), jedoch ist hier zu beachten, dass durch die deutlich ausgeweiteten Servicedienstleistungen für Lenovo die Vergleichbarkeit eingeschränkt ist. Bereinigt man die Working-Capital-Quote um die Dienstleistungen für Lenovo und die hierzu benötigten Servicematerialien, ergeben sich zum Vorjahr vergleichbare Quoten zwischen 26 % (30. Juni 2014) und 37 % (31. Dezember 2014). Zur Steuerung des Vertriebs sind insbesondere die Kennzahlen Plan-Ist-Abweichung des Umsatzes und frei verfügbarer Warenbestand sowie Umschlagshäufigkeit der Vorräte im Fokus. Wie schon bei den Ausführungen zum Geschäftsverlauf dargestellt, hat sich das abgelaufene Geschäftsjahr erwartungsgemäß entwickelt. Umsatzseitig wurde im klassischen MEDION-Geschäft eine Planerreichung von 103,6 % realisiert, im Vorjahr betrug der Planerreichungsgrad 102,2 %. Dieses lässt einen Rückschluss auf eine sehr hohe Planungsqualität zu. Diese ist erforderlich, weil MEDION für großvolumige Aufträge im Projektgeschäft immer auch eine gewisse Vorlaufzeit benötigt. Darüber hinaus ist für das Direktgeschäft eine durchgängige Warenversorgung erforderlich, die ebenfalls geplant werden muss. Auf der anderen Seite ist jedoch auch darauf zu achten, dass die freie Warenverfügbarkeit gering und der Umschlag hoch ist, um Bestandsrisiken zu vermeiden. Im Idealfall beträgt eine Projektdauer rund sechs bis acht Wochen, wodurch sich ein Zielumschlag von 7 ergibt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr betrug die Umschlagshäufigkeit für das klassische MEDION-Geschäft 8,4 (Vorjahr 10,9). Die freie Warenverfügbarkeit war mit 7,6 % auf Vorjahresniveau (7,7 %) und somit weiterhin deutlich im positiven Bereich von unter 25 %. Dieses weist auf eine gute Produktpolitik und -auswahl hin. Im Rahmen des Kundenservice haben Kennzahlen verschiedener Service-Level eine hohe Relevanz, weil diese sowohl Rückschlüsse auf die Qualität der Serviceprozesse zulassen als auch Indikatoren für Kundenzufriedenheit sein können. Für Servicelevelkennzahlen gilt grundsätzlich eine Quote ab 90 % als sehr gut. Im Bereich der Reparaturdurchlaufzeiten konnten 90,3 % aller Reparaturfälle in den jeweils vorgegebenen Reparaturzielzeiten ausgeführt werden (Vorjahr: 91,9 %). Die Annahme eines Kundenanrufes erfolgt zu 93,0 % (Vorjahr: 94,9 %) innerhalb der vorgegebenen Zeit. Darüber hinaus gilt die durchschnittliche Servicedauer als Indikator für eine Kundenzufriedenheit mit dem Kundenservice. Mit durchschnittlich 6,6 Tagen konnte in 2014/2015 der Vorjahreswert (7,3 Tage) erneut verbessert werden. Im Bereich interner Prozesse ist die Mitarbeiterzufriedenheit relevant. Entsprechend wird ein Fluktuationswert von 0,5 % oder darunter angestrebt. Im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich die Fluktuationsrate beim Zielwert von 0,5 % (Vorjahr: bei 0,4 %) eingependelt. 4.3 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres 2014/2015 (1. April 2014 - 31. März 2015)Ereignisse nach dem Bilanzstichtag, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten. 4.4 Prognose-, Risiko- und Chancenbericht4.4.1 Prognosebericht4.4.1.1 Konjunktureller RahmenDie deutsche Wirtschaft befindet sich im Frühjahr 2015 weiterhin im Aufschwung. Das Bruttoinlandsprodukt hatte bereits im vierten Quartal des letzten Jahres kräftig um 0,7 % zugenommen. Spürbare Einkommenszuwächse und eine solide Entwicklung am Arbeitsmarkt stärken die Binnennachfrage. Sie bleibt in einem schwierigen außenwirtschaftlichen Umfeld die wichtigste Triebfeder der Konjunktur. Zudem dürften die aufgrund der Euroabwertung verbesserte preisliche Wettbewerbsfähigkeit und der anhaltend niedrige Ölpreis die wirtschaftliche Entwicklung zusätzlich stimulieren. Die Stimmung in den Unternehmen hat sich im letzten halben Jahr merklich verbessert. Die Anschaffungsneigung der privaten Verbraucher ist ungebrochen hoch. Insgesamt sprechen die Konjunkturindikatoren unverändert dafür, dass sich der Aufschwung in einem moderaten Tempo fortsetzen wird. Allerdings bleiben mit der Schuldenkrise in Griechenland, dem ungelösten Russland-Ukraine-Konflikt sowie der angespannten Situation im Nahen Osten und den Währungsturbulenzen zahlreiche - kaum kalkulierbare - Risiken für die deutsche Konjunktur bestehen. Die Bundesregierung erwartet insgesamt einen Anstieg des realen Bruttoinlandsprodukts in Deutschland von jeweils 1,8 % in den Jahren 2015 und 2016 (Pressemitteilung des BMWi vom 22. April 2015). Das Wachstumstempo der Weltwirtschaft soll leicht steigen, zeigt sich jedoch weiterhin wenig dynamisch. Vor allem das Wachstum der Schwellenländer bleibt weiterhin sehr verhalten. Russlands Konjunktur wird insbesondere durch den niedrigen Ölpreis und durch den Einfluss der Sanktionen deutlich gebremst. Die Prognosen für das russische Bruttoinlandsprodukt gehen mittlerweile von einer kräftigen Rezession im Jahr 2015 aus. In China deuten niedrigere Erwartungen für die Investitionstätigkeit auf ein unterdurchschnittliches Wachstum hin. Positive Impulse kommen aus den Vereinigten Staaten. Aber auch im Euroraum ist ein leichter Anstieg der wirtschaftlichen Aktivität zu verzeichnen. Der schwache Eurokurs und der niedrige Ölpreis dürften sich makroökonomisch positiv auf die konjunkturelle Entwicklung auswirken. Für das Jahr 2015 rechnet die EZB mit einem Wachstum von 1,5 % im Euroraum. Für die Weltwirtschaft wird ein BIP-Wachstum von real rund 3,5 % prognostiziert. 4.4.1.2 Marktentwicklung im Bereich der Consumer Electronics GesamtmarktFür das laufende Jahr 2015 prognostizieren die Marktforscher der Gesellschaft für Unterhaltungs- und Kommunikationselektronik (gfu) sowie der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK) gemeinsam eine anhaltend positive Marktentwicklung in Deutschland. Innovative Produkte, mobile Mediennutzung, die steigende Vernetzung von Unterhaltungselektronik, IT- und Telekommunikation einerseits sowie die darüber hinausgehende Vernetzung mit Hausgeräten, Systemen der Installationstechnik, Elektromedizin und Sicherheitstechnik andererseits und damit ein klar erkennbarer Mehrwert für die Konsumenten seien die Stärken der Branche. Für eine positive Branchenentwicklung werden immer wieder neue Anwendungs- und Vernetzungsmöglichkeiten sowie auch neue Produktsegmente geschaffen. Impulse werden trotz des Fehlens sportlicher Großereignisse von der IFA in Berlin, der weltweit bedeutendsten Messe für Consumer Electronics und Hausgeräte (4. bis 9. September 2015), mit einem Ordervolumen von mehr als € 4 Mrd. erwartet. Für 2015 erwarten die Marktforscher ein Plus um knapp 2 % und damit eine Umsatzsteigerung für den Gesamtmarkt Consumer Electronics auf über € 28 Mrd. Der Markt für TV-Geräte soll sich 2015 auf einem hohen Niveau von rund 8,2 Mio. Stück stabilisieren. Mit einem Anteil von mehr als 75 % des Umsatzes stellen dabei die vielseitigen Smart-TVs mit Internetanschluss das größte Segment. Zudem steigt der Anteil an TV-Modellen mit größerer Bilddiagonale: Rund 66 % aller verkauften Fernsehgeräte haben Bilddiagonalen von mehr als 37 Zoll (94 cm). Dieses Segment wird dabei rund 85 % des Umsatzes mit TV-Geräten generieren. Die mobile Mediennutzung sorgt für weiter steigende Absätze und Umsätze insbesondere bei Smartphones, Tablet-PCs und Notebooks. Mit einem Absatz von rund 7,8 Millionen Tablet-PCs (10,3 %), 5,6 Millionen Notebooks (3,4 %) und rund 25 Millionen Smartphones (4,8 %) erreichen diese Geräte trotz geringer Steigerungsraten neue Rekordabsätze, so die Einschätzung der gfu (Pressemitteilung vom 2. Januar 2015). Im EU-Raum werden in 2015 nur geringe Zuwächse erwartet, so dass dieser Markt für Consumer-Electronics-Produkte bedingt durch die in vielen Staaten nach wie vor unsichere Wirtschaftslage und hohe Arbeitslosigkeit, insbesondere in Südeuropa, nur moderat wachsen oder sogar nur stagnieren wird. Insgesamt wird aufgrund der Währungsentwicklung mit keinem weiteren Preisverfall bei Consumer-Electronics-Produkten gerechnet (gfu, Pressemitteilung vom 21. Februar 2015). ProduktinnovationenDer Markt für Consumer-Electronics-Produkte ist weiterhin geprägt von der Digitalisierung der Inhalte und Übertragungswege sowie der Konvergenz. Konvergenz bedeutet dabei das Verschmelzen der bislang unterschiedlichen Märkte Unterhaltungselektronik, Medien, Informationstechnologie und Telekommunikation. Basis hierfür ist die digitale Technik, die zum einen die Vernetzung unterschiedlicher Produktgruppen ermöglicht und zum anderen die Nutzung digitaler Komponenten in unterschiedlichen Produktbereichen erlaubt. Neue, insbesondere auch drahtlose Vernetzungslösungen, eröffnen zusätzliche Möglichkeiten, hochauflösende Inhalte zu nutzen. Die Vernetzung von CE-Geräten untereinander und ihre Verbindung mit Haushaltsgeräten, der Heizungsanlage oder der Beleuchtung ist ein weiterer Trend, der immer mehr an Bedeutung gewinnt. PCs, Notebooks oder Netzwerk-Festplatten speichern große Archive digitaler Medien - Bilder, Musik und Videos. Das Heimnetz stellt sie mobilen und stationären Endgeräten zur Verfügung, Smartphones und Tablet-PCs ebenso wie vernetzten Fernsehgeräten. Standards wie UPnP und DLNA erleichtern den Medienverkehr: die beteiligten Geräte erkennen einander automatisch und können so die digitalen Inhalte über das Heimnetz austauschen. Immer mehr Kameras und Camcorder übertragen ihre Aufnahmen direkt über WLAN ins Heimnetz. Entweder, um sie ins Internet zu stellen, oder, um sie an ein Fernsehgerät zu übertragen. Der Trend zur vernetzten Mediennutzung hat auch die HiFi-Welt nachhaltig verändert: die meisten Musikkomponenten und Surround-Anlagen lassen sich heute problemlos mit dem Heimnetz verbinden, um zentrale Mediensammlungen für die Wiedergabe abzurufen. "Streaming" ist das Stichwort für diese Technik. Audio-Geräte mit Verbindungen zum Heimnetz können zumeist auch Internet-Radio empfangen (alles Vorgenannte aus der gfu-Pressemitteilung vom 27. April 2015). Internet Adapter Sets stellen schnell und einfach eine Netzwerkverbindung zwischen Routern, Computern und anderen netzwerkfähigen Geräten über das hausinterne Stromnetz her. Dank Übertragungsraten von bis zu 200 Mbit/Sekunde sind diese perfekt geeignet für Anwendungen mit hohen Anforderungen an die Datenübertragung wie HD Video & Audio Streaming, Online-Spiele oder Voice-over-IP. Darüber hinaus wird sich der Siegeszug des Tablet-PCs und der Smartphones auch in 2015 und 2016 im deutschen und europäischen Markt fortsetzen. Bei Smartphones wird sogar mit zweistelligen Zuwachsraten gerechnet. Die durch die digitale Technik eröffneten neuen Produktwelten werden mit immer kürzeren Produktlebenszyklen auf den Markt gebracht, da der technische Fortschritt leistungsfähigere Produkte und Systeme in immer kürzeren Intervallen hervorbringt. Der umfassende Strukturwandel durch die zunehmende Digitalisierung erfasst inzwischen alle Bereiche der Wirtschaft und der Gesellschaft. Über 99 % aller Haushalte in Deutschland sind mittlerweile an Netze mit einer Übertragungsrate von 1 Mbit/Sekunde und mehr angeschlossen. Entscheidend ist unverändert jetzt, wie schnell es gelingt, Hochgeschwindigkeitsnetze zum Beispiel aus Glasfaser oder über die bestehenden Kabelnetze mit 100 Mbit/Sekunde und mehr zügig auszubauen. Im Bereich der Vertriebsformen hat das Internet als Einkaufsstätte kontinuierlich an Marktbedeutung gewonnen und sich als eigenständige Vertriebsform mit einem zweistelligen Marktanteil in Deutschland und im Euroraum etabliert. Neben dem Kauf von Waren ist das Internet vor allen Dingen als Quelle für Informationen über Produkte und damit für Kaufentscheidungen der Konsumenten eine aktuelle und transparente Plattform. In vielen Produktkategorien legen Multichannelkäufer mehr Wert auf Leistungs- und Qualitätsmerkmale als auf den reinen Preisvergleich. Im Bereich der Consumer-Electronics-Produkte und beim Angebot digitaler Dienstleistungen wie zum Beispiel dem Fotoservice wird der Online-Vertriebskanal noch weiter an Bedeutung gewinnen. Im Bereich hochwertiger Consumer-Electronics-Produkte in den Preissegmenten über € 300 spielt zunehmend auch eine Rolle, inwieweit den Konsumenten Ratenzahlungen mit sehr günstigen Finanzierungsmodellen angeboten werden können. Notebook und Desktop-PCEs ist erkennbar, dass es in 2015 und 2016 immer mehr klassische Produkte der Unterhaltungselektronik geben wird, die aufgrund der Digitalisierung Zugang zum Internet haben. Dies stellt neue Anforderungen an die Hersteller von Unterhaltungselektronik, leistungsstarke Prozessoren in ihre Geräte zu integrieren. Multikern-Prozessoren und leistungsstarke Grafik-Chips sorgen für schnellen Aufbau von Internet-Seiten, flüssige Bedienung und ruckfreie Videos aus dem Web. Mit dem Ausbau einer flächendeckenden Infrastruktur für das drahtlose Breitbandinternet wird sich der Trend zu kompakten und leistungsfähigen sowie leichteren Notebooks noch verstärken. Hochleistungsprozessoren für Desktop-PCs sind gefragt, wenn es um die Darstellung von 1080p bei Videoformaten in 7.1-Surround-Sound geht, bei hochauflösenden 3-D-Grafikelementen und vernetzten Online-Spielen, aber auch, um parallele Anwendungen in der Audio- und Videoverarbeitung zu ermöglichen. Neben sehr leistungsfähigen Notebooks mit neuer stromsparender Vierkern-Prozessor-Technologie und Smartphones mit mehr Arbeitsspeicher und leistungsfähigen Betriebssystemen etablieren sich Geräte, die sich besonders für das Lesen von Texten eignen (eBook Reader), sowie die Tablet-PCs mit berührungsempfindlichen Bildschirmen für die Steuerung der Software und das Navigieren im Netz. Die Geräte verfügen in der Regel über eine Internetanbindung per WLAN oder UMTS. Der Markt für PCs und Notebooks ist aufgrund der hohen Ausstattungsdichte der Haushalte vor allem von technologischen Innovationen und dem Ersatzbedarf bestimmt. Interessante Produktbereiche und Entwicklungen der Consumer Electronics sind in dem für MEDION relevanten Marktumfeld in 2015 und 2016:
Mobilfunk und digitale DienstleistungenDer weiterhin steigende Absatz von Smartphones und tragbaren Computern sowie Tablet-PCs sorgt für einen anhaltenden Zuwachs bei der mobilen Internetnutzung mit hohen Datenübertragungsraten. Im Mobilfunk wird daher unverändert in den Ausbau der neuen Übertragungstechnik LTE investiert. Die Nachfolgetechnologie von UMTS erreicht Geschwindigkeiten von bis zu 100 Mbit/Sekunde. Inhaltlich stehen dabei für Mobilfunkkunden das Bedürfnis nach sozialer Vernetzung und der Wunsch nach End-to-End-Crossmedia-Angeboten sowie die ständige Verfügbarkeit des Internets zu Flatrate-Tarifen im Vordergrund. Derzeit existieren weltweit über eine Million mobile Applikationen (Apps) für die unterschiedlichen Smartphone-Betriebssysteme. Die Anwendungen reichen von Spielen über Nachrichten- und Auskunftsdienste bis hin zu Navigationshilfen und eBook Readern. Daneben sind Mobilfunkangebote längst nicht mehr an den eigenen Betrieb eines Netzes gekoppelt, sondern stammen zunehmend von virtuellen Mobilfunkbetreibern (MVNO). Wachstum bei den UMTS-Teilnehmerzahlen generieren auch die neuen Generationen der Smartphones und vor allem Tablet-PCs. Mit den neuen Geräten und attraktiven Preisen nutzen nunmehr auch Privatpersonen die mobilen Datendienste im In- und Ausland. Aufgrund der europäischen Regulierungshoheit über die Tarifentgelte für die Handy-Nutzung und das mobile Internetsurfen im europäischen Ausland sollen nach dem Willen des Europaparlaments demnächst keine Extrakosten bei der Nutzung von Mobilfunkleistungen im Ausland mehr anfallen. Sollten die Regelungen jedoch wie geplant umgesetzt werden, ist durch den Wegfall der Roaming-Kosten ab 2016 mit stagnierenden oder geringeren Monatsumsätzen je Kunde zu rechnen. Im Bereich der weiteren digitalen Dienstleistungen wird für den Foto-Service ein noch differenzierteres Angebot neben Bildern und Fotobüchern beispielsweise bei großflächigen Leinwänden erwartet. Die Wettbewerbssituation der vielen Online-Anbieter und ein unverändert stabiler stationärer Handel werden Preiserhöhungen nicht ermöglichen, so dass der Margendruck auch in 2015 und 2016 erhalten bleibt. 4.4.1.3 Unternehmensentwicklung und GeschäftsmodellMEDION wird sich im mittlerweile etablierten Konzernverbund mit Lenovo als führender deutscher Anbieter von Consumer-Electronics-Produkten und digitalen Dienstleistungsangeboten weiterentwickeln. Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs- und Discountermärkte sowie den anhaltend zunehmenden Online-Handel/E-Commerce über das Internet auch in 2015 und 2016 fortsetzen. MEDION als eines der ganz wenigen Unternehmen mit einem umfassenden Angebot von Produkten der klassischen Unterhaltungselektronik und der Informationstechnologie kann damit die Herausforderungen des digitalen und vernetzten Weltmarktes mit anwenderfreundlichen Produktangeboten im Projektgeschäft umsetzen. Das MEDION-Geschäftsmodell bleibt darauf ausgerichtet, hochwertige, innovative Trendprodukte mit attraktivem, ausgezeichnetem Design zu günstigen Preisen im Bereich der Consumer Electronics für breite Käuferschichten verfügbar zu machen. Ergänzend zu dem klassischen europäischen Aktionsgeschäft mit Consumer-Electronics-Produkten entwickelt und vermarktet MEDION im Unternehmensbereich Direktgeschäft komplementäre Dienstleistungen, insbesondere in den Bereichen Telekommunikation/ MEDIONmobile, Fotoservice, Downloads und weitere Online-Dienste. Entsprechend der bei MEDION seit Jahren bestehenden und umgesetzten grundsätzlichen strategischen Ausrichtung soll der Zuwachs im Direktgeschäft den Rückgang im Projektgeschäft insbesondere aufgrund der Veränderung des Einkaufsverhaltens der Konsumenten teilweise kompensieren. 4.4.1.4 Entwicklung von MEDION in den Jahren 2015 und 2016Wirtschaftliche Entwicklung von MEDION in den Jahren 2015 und 2016MEDION hat durch ein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie die erfolgreiche Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes seine Profitabilität gehalten und die Bilanzstrukturen bei einer Eigenkapitalquote von knapp 50 % auf einem sehr guten Niveau gefestigt. Von einer nachhaltigen Eigenkapitalquote von 50 % oder leicht darüber wird auch weiterhin ausgegangen. Der Umsatzanteil des Projektgeschäftes wird sich mittelfristig auf einen Wert von unter 50 % einpendeln. Das Direktgeschäft wächst weiterhin, liefert einen überproportionalen Ergebnisbeitrag und profitiert neben dem Anstieg bei dem Angebot von Telekommunikationsdienstleistungen auch von dem Ausbau des internationalen E-Commerce-Geschäftes und der weiteren digitalen Dienstleistungsangebote. Wesentlicher Baustein auf dem Weg der Weiterentwicklung war und ist - auch im Interesse der Kunden und Partner im Markt - die weitere Stärkung der Marke MEDION als Markenzeichen für Produkte und Dienstleistungen von hoher Qualität mit bestem Preis-Leistungs-Verhältnis und einem exzellenten Design. MEDION-Produkte und -Dienstleistungen überzeugen im Inland sowie im Ausland durch beste Testergebnisse und die Marke MEDION hat an Bedeutung und Wertschätzung gewonnen. MEDION verfügt neben Deutschland im gesamten Euroraum einschließlich Skandinavien und Großbritannien über eine gute Präsenz und in Verbindung mit den Handels- und Kooperationspartnern über gut aufgestellte und professionell arbeitende Vertriebs- und Serviceeinheiten. Dies sind die Voraussetzungen, das Geschäft im Inland wie auch im Ausland gemeinsam mit Lenovo weiterzuentwickeln und auszubauen. Die zukünftige Entwicklung von MEDION als einem führenden Anbieter von Produkten und Dienstleistungen im Bereich der Consumer Electronics für den Massenmarkt hängt neben den effizienten und konsequent auf die Bedürfnisse der Kunden und Verbraucher ausgerichteten Strukturen und neuen innovativen Produkten des Unternehmens in hohem Maße davon ab, wie sich der konjunkturelle Rahmen, die Währungsrelationen und die Konsumneigung der Verbraucher beim Wettbewerb der Einkaufsstätten in Deutschland und in den wichtigsten europäischen Ländern entwickeln. Unverändert besteht der Trend der hohen Wettbewerbsintensität und der Verlagerung des Einkaufsverhaltens ins Internet. Zu berücksichtigen sind damit auch in besonderem Maße die Erwartungen der Handelspartner hinsichtlich der Absatzchancen von Consumer-Electronics-Produkten mit dem daraus resultierenden Bestellverhalten. StrukturänderungenAufgrund des abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH hat sich die MEDION AG verpflichtet, während der Vertragsdauer ihren ganzen, nach Maßgabe der handelsrechtlichen Vorschriften ermittelten Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. Damit ist auch das Recht der Aktionäre der MEDION AG entfallen, über die Verwendung eines Ergebnisses zu entscheiden. Als Kompensation für den Verlust des Dividendenanspruchs ist in dem Unternehmensvertrag festgestellt, dass Lenovo zur Zahlung eines jährlichen Ausgleichsbetrages an die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG verpflichtet ist. Diese Ausgleichszahlung ergibt sich aus einem Bruttogewinnanteil in Höhe von € 0,82 je MEDION-Aktie für jedes volle Geschäftsjahr, abzüglich eines Betrages für deutsche Körperschaftsteuer sowie Solidaritätszuschlag nach dem jeweils für diese Steuern für das betreffende Geschäftsjahr geltenden Steuersatz. Der Steuerabzug ist nur bei Gewinnen der MEDION AG vorzunehmen, die der deutschen Körperschaftsteuer unterliegen. Damit entspricht die Ausgleichszahlung bei der zurzeit gültigen Körperschaftsteuerbelastung einem Betrag von € 0,69 je MEDION-Aktie. RohertragDie Rohertragsmargen werden bei MEDION aufgrund der unverändert hohen Wettbewerbsintensität und der sich sehr volatil entwickelnden Währungsparitäten weiterhin unter Druck stehen. Der MEDION-Vorstand geht davon aus, dass aufgrund der guten Marktposition von MEDION und einer weiter verbesserten Umsatzstruktur eine Rohertragsmarge auf einem Niveau von knapp 12 % möglich bleibt. 4.4.1.5 AuftragslageMEDION unterscheidet im Rahmen der Unternehmenssteuerung zwischen dem Projektgeschäft und dem Direktgeschäft. Hintergrund dieser Unterscheidung ist neben den Eigenschaften von Produkten oder Vertriebskanälen insbesondere die Charakteristik der Ablauforganisationen. Während im Projektgeschäft eine mittelfristige Planung von der Produktidee bis zur Distribution erforderlich ist, zeichnet sich das Direktgeschäft durch kurzfristige Realisationsmöglichkeiten aufgrund sofort verfügbarer Produkte aus. Dieses hat natürlich zur Folge, dass das Projektgeschäft einen gewissen Vorlauf benötigt und daher auf Basis der Auftragslage oder deren Erwartungen eine Prognose erstellt werden kann. Grundsätzlich kann davon ausgegangen werden, dass das geplante Umsatzvolumen der nächsten drei bis vier Monate bereits mit fixierten Aufträgen und somit hinreichender Sicherheit hinterlegt ist. Für das Volumen der nächsten fünf bis acht Monate befinden sich die Projekte in finalen Phasen, womit man von einer mittleren Sicherheit der Auftragslage ausgehen kann. Das Direktgeschäft hat naturgemäß keinen Auftragsbestand, da es sich um direkte Beziehungen zu Endkunden handelt. Hier kann jedoch, insbesondere im Bereich der digitalen Dienstleistungen, erfahrungsgemäß von einem stabilen Basisgeschäft ausgegangen werden. 4.4.1.6 Umsatz und Ergebnis (EBIT) in den Geschäftsjahren 2015/2016 und 2016/2017Insgesamt gilt, dass die Geschäftssituation und somit der Ausblick auf das kommende Geschäftsjahr mit mittlerer Sicherheit auftragsseitig hinterlegt ist. Dennoch gilt grundsätzlich, dass die Entwicklung insbesondere im zweiten Geschäftshalbjahr 2015/2016 branchentypisch noch nicht mit hinreichender Wahrscheinlichkeit prognostizierbar ist. Prinzipiell bietet MEDION durch sein straffes Kostenmanagement und die konsequente Ausrichtung auf Produkte mit einem attraktiven Preis-Leistungs-Verhältnis sowie mit der erfolgreichen Weiterentwicklung seines Direktgeschäftes eine solide Grundlage für die weitere Unternehmensentwicklung. Gegenwärtig ist jedoch zu berücksichtigen, dass das konjunkturell unsichere Umfeld, der Trend weiterhin rückläufiger Durchschnittspreise und das gegenwärtige Fehlen bedeutender Produktinnovationen, zusätzlich geprägt ist von einer sehr starken Verteuerung des US-Dollars in den letzten sechs bis neun Monaten. Die zuvor erläuterten Chancen aus Trends zu neuen modernen Produkten und der durch die Exportmöglichkeiten makroökonomisch positive Ausblick müssen daher nicht kurzfristig im durch Sättigung und Preisdruck geprägten Multimedia- und Consumer-Electronics-Markt zu steigenden Umsätzen und Ergebnissen führen. Aufgrund ausbleibender Realisierungen von Innovationen ist es gegenwärtig vielmehr nur bedingt möglich, die gestiegenen Einkaufspreise durch die Verteuerung des US-Dollars an den Kunden weiterzugeben. Darüber hinaus haben viele klassische Handelskunden von MEDION nur geringe Online-Verkaufs-Aktivitäten und daher keinen breiten Zugang zu neueren Vertriebswegen. Ein Ausbau alternativer Private-Label-Produktserien ist zwar geeignet, kompensatorisches Geschäft zu generieren, bedarf naturgemäß jedoch einer längeren Marketing- und Implementierungsphase seitens der Handelskunden. Vor dem Hintergrund all dieser Rahmenbedingungen rechnet MEDION im Bereich von Personal-Computern und Tablet-PCs mit einem Mengen- und Umsatzrückgang von bis zu 10 % oder leicht darüber. Aufgrund der zunehmenden Sättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics, insbesondere bei TV- und Navigationsprodukten, wird insgesamt sogar ein Rückgang im Umsatz des Projektgeschäftes von 20 bis 30 % nicht ausgeschlossen. Im Berichtssegment des Direktgeschäftes wird im Bereich Mobilfunk mit einem weiteren Anstieg der Kundenzahlen, aber auch mit einem weiteren Rückgang von Tarifentgelten gerechnet. Aufgrund der erfolgreichen Erweiterung der digitalen Services und des klassischen E-Commerce in den vorangegangenen Geschäftsjahren wird erwartet, auch im kommenden Jahr 2015/2016 einen Ausbau des Direktgeschäftes realisieren zu können. Dazu gehören auch neue digitale Dienstleistungen. Das erwartete Wachstum im Direktgeschäft wird jedoch den aufgrund des schwierigen Markt- und Währungsumfeldes erwarteten Rückgang im Projektgeschäft nicht kompensieren können. Insgesamt rechnet MEDION daher mit einem Umsatzrückgang von bis zu 10 % oder leicht darüber. Bei einem längeren Anhalten der gegenwärtigen Euro-Dollar-Parität oder sogar einer weiteren Verschlechterung und daraus resultierenden weiteren Verteuerungen auf der Einkaufsseite kann auch ein Umsatzrückgang von insgesamt 20 bis 30 % nicht ausgeschlossen werden. Da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil der variablen Kosten gesenkt hat und nur noch in geringem Umfang hier Einsparungen vornehmen kann, wird der zunehmende Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft auch zu überproportionalem Ergebnisdruck führen. Im Direktgeschäft hingegen werden zwar Skalenvorteile wie in Vorjahren erwartet, die insgesamt durch die verschlechterte Euro-Dollar-Parität unter Druck geratene Rentabilität aber nicht kompensieren können. Somit kann für das kommende Geschäftsjahr 2015/2016 ein Ergebnisrückgang im EBIT von circa 20 bis 30 % nicht ausgeschlossen werden. In dem wettbewerbsintensiven Umfeld, von einem starken Anteil des Weihnachtsgeschäfts am Umsatz geprägten Markt und vor dem Hintergrund der gegenwärtig durch den US-Dollar unter Druck geratenen Rentabilität des Hardwaregeschäftes wäre eine in das Geschäftsjahr 2016/2017 hineinreichende detaillierte Prognose zu Umsatz und Ergebnis (EBIT) mit hohen Unsicherheiten behaftet und von nicht planbaren Prämissen begleitet. Insofern geht der Vorstand davon aus, dass es im Geschäftsjahr 2016/2017 noch nicht gelingen wird, Umsätze und Ergebnisse des Berichtsjahres wieder zu erreichen. 4.4.1.7 Liquidität und BilanzstrukturMEDION wird auch in den Jahren 2015 und 2016 voraussichtlich keine - oder nur für kurze Zeit - Fremdmittel zur Finanzierung großvolumiger Projekte benötigen. Die Bilanzrelationen werden sich daher im Rahmen des klassischen MEDION-Geschäftes kaum verändern. Eine Veränderung durch Erweiterungen der erbrachten Dienstleistungen für Lenovo, beispielsweise im Bereich des Working Capital, kann nicht abgeschätzt werden. MEDION geht jedoch davon aus, dass die Eigenkapitalquote in der Regel bei 50 % der Bilanzsumme verbleibt und nur temporär durch saisonale Verschiebungen etwas darunter liegen kann. 4.4.2 Risikobericht4.4.2.1 RisikomanagementDas Risikomanagement ist integraler Bestandteil der MEDION-Geschäftsstrategie. Es dient dazu, in einem strukturierten Prozess die wesentlichen Risikofelder laufend zu beobachten, Geschäftsrisiken frühzeitig zu erkennen und damit die Voraussetzungen zu schaffen, möglichst frühzeitig Maßnahmen zur Begrenzung der Risiken ergreifen zu können. Im Rahmen des Risikomanagementprozesses sind die verantwortlichen Personen in den verschiedenen Geschäftsbereichen verpflichtet, die spezifischen Risikofelder im eigenen Aufgabenbereich zu beobachten, die Risikoausprägungen zu messen und das Eingehen unangemessener Risiken zu vermeiden. Sie berichten die Risikoposition in regelmäßigen Abständen unter Zuhilfenahme der unternehmensinternen Kontrollsysteme an das Controlling und bei Bedarf unmittelbar und ad hoc an die Unternehmensleitung. Im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern sind die Berichtswege um Berichterstattungen an weitere Managementfunktionen erweitert worden. 4.4.2.2 Risikomanagementsysteme und internes KontrollsystemKernelement des MEDION-Risikomanagementsystems ist ein integratives Management-Informationssystem, welches als dynamisches Informations- und Steuerungsinstrument dient. In diesem verankert ist ein umfassendes Frühwarnsystem für alle Unternehmensbereiche. Durch Verzahnung verschiedener Managementberichte werden operative Kennzahlen, die zur täglichen Kurzfriststeuerung dienen, direkt unter dem Aspekt eines Planerreichungsgrades im Sinne der konzernweiten operativen und finanzwirtschaftlichen Ziele betrachtet. Hiermit zusammenhängend dient eine Balanced Scorecard als Instrument des Risikomanagementsystems, um die Umsetzung definierter Maßnahmen zur Steuerung risikorelevanter Positionen zu messen. Wesentliche weitere Elemente des integrierten MEDION-Risikomanagementsystems sind das interne Kontrollsystem (IKS) und die Interne Revision. Das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem dient der Sicherung des Vermögens, der Verlässlichkeit und Genauigkeit des Rechnungswesens, der betrieblichen Effizienz und der Einhaltung der vorgeschriebenen Geschäftspolitik. Wichtige Prinzipien sind das Prinzip der Funktionstrennung und das Vieraugenprinzip. Konkrete Regelungen werden in Organisationsanweisungen dokumentiert. Im Rahmen der Arbeiten einer Internen Revision entscheidet entweder der Aufsichtsrat über einen durch den Vorstand vorgelegten Revisionsplan mit Themen zu prozessunabhängigen Kontrollen in allen Unternehmensbereichen oder Themen werden durch die Lenovo-Konzernrevision angekündigt. Bei der Feststellung des Prüfungsplans durch den MEDION-Aufsichtsrat werden die zum Zeitpunkt der Erstellung vorliegenden Risikoeinschätzungen berücksichtigt. Die ausgewählten Themen werden vorzugsweise durch auf diese Themen spezialisierte externe Dienstleister bearbeitet. Die Berichterstattung erfolgt unmittelbar an den Vorstand, der dem Aufsichtsrat berichtet. Die Arbeiten der Internen Revision decken dabei nicht nur MEDION-spezifische Anforderungen ab, sondern sind auch auf Anforderungen durch etwaige veränderte Rechts- und Geschäftssituationen im Rahmen der Integration in den Lenovo-Konzern ausgelegt. Ergänzend zu etwaigen selbst ausgewählten Themen werden das Risikomanagement und die Geschäftsprozesse des MEDION-Konzerns in regelmäßigen Abständen durch die Lenovo-Konzernrevision einer Prüfung unterzogen. 4.4.2.3 Absatzbezogene RisikopositionDas MEDION-Geschäftsmodell ist auf den Absatz von Consumer-Electronics-Produkten und komplementären Dienstleistungen mit einem günstigen Preis-Leistungs-Verhältnis in großen Stückzahlen für den Konsumentenmarkt ausgerichtet. Der größte Umsatzanteil wird mit Kunden aus dem Discount-Retailer-Segment und Consumer-Electronics-Fachmärkten abgewickelt. Daneben wird über die Website des MEDIONshops der Direktverkauf von Produkten angeboten. Branchentypisch für den Bereich Consumer Electronics sind in der unterjährigen Verteilung das erste und insbesondere das vierte Kalenderquartal umsatzstark, wohingegen das zweite und dritte Kalenderquartal geringere Umsatzvolumina zeigen. MEDION ist wie jedes Unternehmen, das im Konsumgüterbereich tätig ist, stark von der Kaufkraft und Kaufneigung der Verbraucher abhängig. Während die Kaufkraft von gesamtwirtschaftlichen Parametern wie Wirtschaftswachstum, Inflation, Zinsen und Arbeitslosigkeit beeinflusst wird, hängt die Kaufneigung stark von weichen Faktoren wie etwa der wirtschaftlichen Grundstimmung und dem Verbrauchervertrauen ab. Aufgrund des Absatzschwerpunktes über große Handelsketten ist MEDION wesentlich von der Kaufneigung der Verbraucher und den darauf gerichteten Absatzerwartungen seiner großen Kunden in diesem Marktsegment abhängig. Sofern jedoch rezessive Tendenzen auf die Wirtschaft mit sinkenden Aufträgen durchschlagen, kann sich auch die Konsumneigung der Verbraucher verschlechtern und im Extremfall zu kurzfristigen Veränderungen im Bestellverhalten der Kunden führen mit durchaus deutlichen Auswirkungen auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von MEDION. Die MEDION-Kunden gehören zu den namhaften Adressen des internationalen Retail-Marktes. Durch den Charakter des Projektgeschäftes werden mit einzelnen Kunden in kurzen Zeiträumen hohe Umsatzvolumina realisiert. Im Rahmen dieses seit langen Jahren erfolgreichen Geschäftsmodells ist die Vertriebstätigkeit auf die wenigen sehr leistungsfähigen Partner im Retail-Markt ausgerichtet. MEDION unterhält daher Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Andererseits können sich durch den Hinzugewinn einzelner Kunden oder Projekte auch große Umsatzveränderungen zum Positiven ergeben. Dabei ist MEDION aufgrund seiner führenden Wettbewerbsposition im für den Handelskunden individualisierten Aktionsgeschäft und des guten Verhältnisses von Qualität, Design und Preis der Produkte national wie international ein attraktiver Partner für seine Kunden und verfügt über stabile Kundenbeziehungen. Es ist derzeit nicht ersichtlich, dass wesentliche Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden. Den im Bereich hochwertiger Produkte der Consumer Electronics aufgrund der dynamischen technologischen Entwicklung typischerweise innewohnenden Bestandsrisiken der technologischen Veralterung und den damit verbundenen Abwertungsrisiken begegnet MEDION bei seinen Produkten durch eine strikte Anwendung des Build-to-Order-Prinzips. Bei den Vorratsbeständen handelt es sich daher im Wesentlichen um bereits fest disponierte Ware im Projektgeschäft beziehungsweise um Serviceware für Reparatur und Austausch im After-Sales-Service-Prozess. Die für den Direktverkauf bereitgestellte Ware beruht auf einer rollierenden, den täglich ermittelten Abverkäufen angepassten Bedarfsplanung mit kurzen Produktzyklen. Damit werden eine kurze Zeitspanne zwischen Beschaffung und Absatz und eine an den aktuellen Absatzchancen orientierte große Flexibilität im Produktmix erreicht und damit die Bestandsrisiken auf ein Mindestmaß begrenzt. Die Bestandsdisposition und -bewertung wird durch ein prozessunabhängiges Bestandscontrolling überwacht und gesteuert. Bei den MEDION-Handelskunden besteht ein allgemeines Abverkaufsrisiko für die georderten Waren. Durch gezielte Marktforschung, Testaktionen bei Produktneueinführungen und dosierte Mengenplanungen wird dieses Risiko der MEDION-Handelspartner in engen Grenzen gehalten. Aufgrund der in weiten Teilen des Handels in einem zeitlich begrenzten Zeitraum üblichen Geld-zurück-Garantie haben die Konsumenten das Recht, auch funktionell einwandfreie Ware als Retourenware an den Handel zurückzugeben. Diese Retourenwaren werden zumeist an den Hersteller weitergeleitet und von diesem einer alternativen Vermarktung zugeführt. Solche Bestände unterliegen einem besonderen Abverkaufsrisiko. MEDION hat in Zusammenarbeit und im Einvernehmen mit den Handelskunden Verfahren entwickelt und vereinbart, um Missbräuche im Retourenprozess zu verhindern und die Risiken aus der Rückgabe einwandfreier Waren zu begrenzen. Im Hinblick auf die Zweitvermarktung von Retourenwaren hat MEDION durch ein gezieltes Retourenmanagement die Prozesssteuerung und die Abverkaufskanäle über Dritte optimiert und ergänzend dazu durch den MEDION-Outlet-Store und den Abverkauf über den MEDION-Fabrikverkauf und den Abverkauf über den MEDIONshop im Internet im In- und Ausland eigene Vertriebswege für eine Folgevermarktung geschaffen. Durch dieses Bündel von Maßnahmen konnte die Risikoposition verbessert werden. Die Zusammenarbeit mit Lenovo wird nach wie vor keine negativen Auswirkungen auf das Risikoprofil von MEDION haben, weil die Steuerungsgrundsätze im klassischen projektbezogenen MEDION-Geschäft unverändert bleiben und die Vereinbarungen über den Vertrieb von Lenovo-Produkten sowie die Erbringung von Servicedienstleistungen für Lenovo durch MEDION nach allgemein üblichen Grundsätzen für Fremdvergleiche getroffen werden. Forderungen gegen KundenMEDION reduziert das Bonitätsrisiko dadurch, dass sich die Vertriebsaktivitäten im Wesentlichen auf international tätige Handelskonzerne mit A-Bonitäten konzentrieren. Kunden, die nicht in diese Kategorie fallen, haben für MEDION im Projektgeschäft nur untergeordnete Bedeutung und werden größtenteils kreditversichert beziehungsweise nur gegen Garantien oder auf Vorkasse beliefert. An dieser Vorgehensweise wird auch in der Zusammenarbeit mit Lenovo festgehalten. Darüber hinaus wird durch punktuelle Nutzung externer Vertriebspartner ein potentielles Risiko vermieden. 4.4.2.4 BetriebProduktideeKern des MEDION-Geschäftsmodells ist die Vermarktung von attraktiven und designorientierten Trendprodukten mit einem guten Preis-Leistungs-Verhältnis an breite Käuferschichten. Neue Produkte schaffen neue Absatzchancen, sind jedoch erst nach einer gewissen Zeit in Abhängigkeit vom individuellen Produktlebenszyklus ausgereift und preislich für den Massenmarkt tauglich. Ältere Produkte unterliegen bei dem schnellen technologischen Wandel dem Risiko der technischen Veralterung, verlieren damit schnell an Attraktivität und sind einem hohen Preisverfall ausgesetzt. Die Herausforderung liegt darin, die richtige Produktidee zum richtigen Zeitpunkt zu platzieren. Über das seit vielen Jahren gewachsene MEDION-Einkaufsnetzwerk wird eine Vielzahl von Ideen generiert und an die Kunden herangetragen. Daneben werden ständig die neuesten Erkenntnisse der Marktforschung ausgewertet und durch eigene Präsenz auf wichtigen Messen und im unmittelbaren Kontakt mit innovativen und sehr leistungsfähigen Herstellern aktiv neue attraktive Produktideen gesucht. Im MEDION-Produktmanagement arbeiten durchweg erfahrene Mitarbeiter, die über langjährige Markt- und Branchenkenntnisse verfügen. Sie haben unmittelbaren Kontakt zu den im Markt generierten Neuheiten und Trends und beurteilen diese Entwicklungen in Kreativteams systematisch auf ihre Tauglichkeit für die Vermarktung im Massenmarkt. Aus diesem systematischen Ansatz heraus hat sich MEDION im Markt sowohl bei den Kunden als auch bei den Lieferanten einen guten Namen als schneller und leistungsfähiger Technologieintegrator für den Massenmarkt gemacht. Nicht zuletzt wurden darüber auch die Ideen zu den erfolgreich eingeführten Dienstleistungen generiert und umgesetzt. Durch den Zugriff auf Produktideen und Technologien von Gesellschaften des Lenovo-Konzerns ergeben sich weitere Vorteile für das MEDION-Geschäftsmodell bei der Entwicklung und Vermarktung von Produkten. Beschaffung und AbsatzMEDION greift bei wesentlichen Teilen der Wertschöpfungskette auf externe Partner zurück. Dies gilt insbesondere für die Herstellung von Produkten und Komponenten, für die Abwicklung logistischer Prozesse und zunehmend auch für Prozesse im After-Sales-Service. Insofern ist MEDION sowohl qualitativ als auch preislich auf eine Vielzahl von Partnern angewiesen. Insbesondere die Beschaffungsmärkte für PC-Komponenten und Logistikdienstleistungen sind dabei von einer hohen Verfügbarkeits- und Preisvolatilität bei Dienstleistungen, wichtigen Bauteilen und Komponenten (zum Beispiel Speicherkomponenten und CPUs) geprägt, die teilweise durch die Entwicklung der Fremdwährungsparitäten gegenüber dem US-Dollar und dem Britischen Pfund noch verstärkt wird. Während sinkende Einkaufspreise regelmäßig durch den Wettbewerbsdruck an Handels- und Endkunden weitergegeben werden müssen, können steigende Einkaufspreise nur sehr selten, und in der Regel nur verzögert, weitergegeben werden. Dieses kann in vielen wesentlichen MEDION-Produktbereichen zu einem entsprechenden Druck auf die Umsatz- und Rohertragsentwicklung führen. Potentielle Risiken für MEDION bestehen im Falle des Konkurses von Lieferanten, was die Nichtrealisierung des Kundenprojektes zur Folge hätte beziehungsweise bei einem nachgelagerten Konkurs den Ausfall des After-Sales-Service. MEDION begegnet diesem Risiko durch Konzentration auf große, international bekannte Hersteller. Potentielle Risiken durch Lieferengpässe bei Hauptlieferanten können zu Preisrisiken und gegebenenfalls Umsatzeinbußen führen. MEDION verfügt jedoch aufgrund des großen, über viele Jahre hinweg gewachsenen Einkaufsnetzwerkes über sehr stabile Lieferantenbeziehungen und wird bedingt durch die hohen Beschaffungsvolumina in der Regel als A-Kunde eingestuft und bei Kapazitätsengpässen bevorzugt beliefert. Darüber hinaus kann MEDION teilweise bei der Beschaffung von der Zugehörigkeit zum Lenovo-Konzern profitieren. Weitere potentielle Risiken können durch Qualitätsmängel bei den Produkten erwachsen und insbesondere im Bereich der Service- und After-Sales-Kosten zu höherem Aufwand führen und eine Imageschädigung nach sich ziehen. MEDION bezieht seine Waren von international führenden Herstellern mit hohen Qualitätsstandards, die grundsätzlich das Qualitätsrisiko tragen. Um eine größtmögliche Sicherheit hinsichtlich der Produktqualität zu gewährleisten und Probleme möglichst in einem frühen Stadium des Projektes zu erkennen und gegebenenfalls frühzeitig gegensteuern zu können, führt MEDION vor, während und nach der Produktion eigene Qualitätskontrollen zumeist vor Ort beim Lieferanten durch. Neben der professionellen Projektabwicklung im Verkaufs- und Beschaffungsprozess ist ein hocheffizienter und verlässlicher After-Sales-Prozess der wesentliche Erfolgsfaktor für den nachhaltigen Markterfolg. Bei Beeinträchtigung der Servicequalität kann es zu Imageschädigungen und negativen Folgen für die Kundenbeziehungen, das Ansehen und die Akzeptanz der Marke MEDION kommen. Um im Bereich der After-Sales-Prozesse ein hohes Qualitätsniveau zu gewährleisten, werden nur erfahrene Dienstleister eingesetzt. Die Auftragsabwicklung wird laufend dokumentiert und die Arbeitsergebnisse und die Effektivität über ein parallel laufendes Qualitätsmanagementsystem überwacht und optimiert. Dadurch ist es über lange Jahre hinweg gelungen, bei den Partnern im Handel und bei den Endkunden ein großes Vertrauen in die Leistungsfähigkeit von MEDION-Produkten und in den MEDION-Service aufzubauen. Durch die Zusammenarbeit mit Lenovo werden die Einkaufsmöglichkeiten laufend optimiert und durch den Zugriff auf ein großes Beschaffungsnetzwerk weiter flexibilisiert. DatenverarbeitungFür das Funktionieren des Projekt- und Direktgeschäftes und des After-Sales-Service sind effiziente und sichere EDV-Lösungen unerlässlich. Im Falle nicht funktionierender EDV-Prozesse könnte die zeitgerechte Projektabwicklung gefährdet werden und gegebenenfalls weitere wesentliche Beeinträchtigungen des Geschäftsablaufes eintreten. Im Zuge der zunehmenden EDV-Prozessintegration kommt dabei auch der Einbeziehung der Systeme und Schnittstellen zu Lieferanten, Service-Providern und Kunden besondere Bedeutung zu. Die bei MEDION und den in die Wertschöpfungskette einbezogenen Partnern eingesetzten Informationstechnologien werden von eigenen und externen EDV-Fachleuten ständig überprüft und aktualisiert. Die Systeme zur Informationssicherheit werden laufend weiterentwickelt. Darüber hinaus werden Reviews für die EDV-Prozessqualität und -Sicherheit von externen Prüforganisationen sowie von der Lenovo-Konzern-Revision durchgeführt. Dadurch wird ein größtmögliches Maß an Sicherheit für die Abwicklung von IT-gestützten Geschäftsprozessen gewährleistet. LogistikDa sich MEDION in wesentlichen Umsatzbereichen auf das Projektgeschäft konzentriert, kommt der Fähigkeit, die Produkte innerhalb eines vertraglich vereinbarten Zeitfensters an die Kunden auszuliefern, besondere Bedeutung zu. Verzögerungen können zu Konventionalstrafen oder infolge der Notwendigkeit von Änderungen des Transportmittels zu erhöhten Kosten führen. MEDION arbeitet mit einer begrenzten Anzahl international tätiger Speditionen zusammen, die für hohe Qualitätsstandards und Liefertreue stehen. Die Logistikprozesse bei diesen Spediteuren sind in die eigene IT-Prozesssteuerung von MEDION integriert. Dadurch wird ein hohes Maß an Prozesssicherheit im Bereich Logistik erreicht. Außerhalb des Projektgeschäftes erfolgt die Distribution von Waren mit national und international erfahrenen Logistikpartnern. Zu diesen Partnern bestehen individuelle Vertragsbeziehungen, in denen unter anderem auch die Standards für die Servicequalität und Sicherheit festgelegt sind. Die Servicequalität und Sicherheit der Logistikprozesse und die Einhaltung der vertraglich festgelegten Standards werden über das Risikomanagementsystem laufend überwacht. DirektgeschäftAbweichend vom Projektgeschäft unterliegt das Direktgeschäft bei der direkten Geschäftsbeziehung zum Endkunden naturgemäß einem größeren finanziellen Risiko. Insbesondere im Online-Handel kommen dem Verbraucher die hier anzuwendenden gesetzlichen Regelungen zugute. MEDION hat daher in seine Geschäftsprozesse mit externen Dienstleistern umfangreiche Kontrollregelungen eingebunden, um sowohl in der Logistik als auch im Zahlungsprozess Risiken zu vermeiden. Darüber hinaus erfolgt der Aufbau von für das Direktgeschäft verfügbaren Warenbeständen streng den Verläufen des Projektgeschäftes, um ein gemäß den Markttrends inhärentes Bestandsrisiko zu minimieren. Im Bereich der Vermarktung digitaler Dienstleistungen bestanden diese Risiken aufgrund der Vertriebsstruktur jedoch nicht. 4.4.2.5 RechtDie Urheberrechtsreform zum 1. Januar 2008 hat dazu geführt, dass Einigungen zwischen der Industrie und den Verwertungsgesellschaften über die Geräteabgabe (Urheberrechtsabgabe) dem Grunde als auch der Höhe nach schwieriger möglich sind. Kommt eine Einigung nicht zustande, so wird in der Regel das Schiedsstellenverfahren betrieben und nachfolgend die ordentlichen Gerichte bemüht. In der Regel enden diese Verfahren vor dem Bundesgerichtshof und werden oftmals im Instanzenzug noch zur Vorlage an den EuGH abgegeben, so dass von dem Zeitpunkt der Geltendmachung der Urheberrechtsabgabe für ein bestimmtes Gerät bis zur Feststellung, ob diese Forderung gerechtfertigt ist oder nicht, Jahre vergehen können. Dies führt dazu, dass für möglicherweise urheberrechtsabgabepflichtige Geräte Rückstellungen zu bilden sind, deren Höhe nicht konkret beziffert werden kann. Für diese Risiken werden dann im Abschluss angemessene Rückstellungen passiviert, soweit entsprechende höchstrichterliche rechtskräftige Entscheidungen dem Grunde und der Höhe nach ergangen sind oder in naher Zukunft diese zu erwarten sind. Es bleibt weiterhin festzustellen, dass von verschiedenen Seiten verstärkt Ansprüche wegen angeblicher Verletzung von gewerblichen Schutzrechten, insbesondere von Patenten, geltend gemacht werden. Dies erfolgt teilweise durch die Schutzrechtsinhaber selbst, teilweise werden die Ansprüche auch kommerziell über Dritte, insbesondere so genannte Patentverwertungsgesellschaften, zunächst außergerichtlich geltend gemacht. Dabei werden verstärkt die Verletzungsansprüche gegen den Inhaber der jeweiligen Marke, die auf den Geräten abgebildet ist, geltend gemacht und konsequenterweise auch nur eine Lizenzierung durch den Markeninhaber akzeptiert. Generell gilt, dass behauptete Schutzrechtsverletzungen und Ansprüche oftmals als nicht gerechtfertigt beurteilt werden können. Für bestehende Risiken wurden im Abschluss, soweit kalkulierbar, angemessene Rückstellungen, auch für Schutzrechtsverletzungen, passiviert. Um die Risiken für MEDION daraus weitestmöglich zu begrenzen, vereinbart MEDION im Einkaufsbereich, wenn möglich, mit den Lieferanten, dass diese für eine mögliche Verletzung von Schutzrechten Dritter für die gelieferte beziehungsweise hergestellte Ware allein verantwortlich sind und MEDION von allen diesbezüglichen Ansprüchen freigestellt wird. Sollte sich im Rahmen der Rechtsstreitigkeiten und Vergleichsverhandlungen herausstellen, dass die möglicherweise nachträglich zu zahlenden Urheberrechtsabgaben und Lizenzgebühren von den zurückgestellten Beträgen abweichen, so würden sich daraus entsprechende Auswirkungen auf das Ergebnis ergeben. 4.4.2.6 Finanzen und FinanzinstrumenteDie MEDION-typische Ausrichtung auf das Projektgeschäft erfordert für kurze Zeiträume die Verfügbarkeit von erheblichen Finanzmitteln zur Vorfinanzierung großvolumiger Aufträge. Fehlende Finanzierungsmöglichkeiten könnten ansonsten die Unternehmensentwicklung bremsen. Im Rahmen des MEDION-Geschäftsmodells werden viele kapitalintensive Teile des Wertschöpfungsprozesses wie Forschung und Entwicklung, Produktion, Logistik oder Verkauf am Point of Sale von Partnerunternehmen wahrgenommen. Aufgrund der langjährigen Geschäftsbeziehungen und vor dem Hintergrund der soliden Kapital- und Finanzstruktur stehen MEDION in erheblichem Maße Lieferantenlinien zur Verfügung. Vor dem Hintergrund der guten Eigenkapital- und Liquiditätsausstattung beschränkt sich ein möglicher Finanzkreditbedarf von MEDION ausschließlich auf die kurzfristige Abdeckung von Finanzierungsspitzen bei großvolumigen Projekten im klassischen Saisongeschäft. Als international agierendes Unternehmen ist MEDION Risiken durch Wechselkurseinflüsse ausgesetzt. Insbesondere auf der Beschaffungsseite fallen Zahlungsströme in ausländischer Währung an, da die überwiegende Zahl der Lieferanten in Asien beheimatet ist und die Transaktionen daher in US-Dollar und teilweise in Britischen Pfund abgewickelt werden. MEDION sichert sich gegen die Risiken aus Fremdwährungsschwankungen durch den Einsatz derivativer Finanzinstrumente in Form von marktüblichen Devisentermingeschäften und teilweise ergänzenden Swap-Geschäften ab. Dieses geschieht nach Konzern-Richtlinien innerhalb des Lenovo-Konzerns. Finanzinstrumente werden ausschließlich zu Sicherungszwecken eingesetzt. Der Einsatz von Währungssicherungsinstrumenten ist im Wesentlichen gekoppelt an die Auftragsstruktur des Projektgeschäftes. Auf die Darstellung der Finanzrisiken im Konzernanhang auf Seite 145-148 wird verwiesen. 4.4.2.7 PersonalDer Wettbewerb um hochqualifizierte Führungskräfte und technisches Personal ist in der Consumer-Electronics-Branche nach wie vor sehr groß. Gerade im Projektgeschäft stellen erfahrene, gut ausgebildete Mitarbeiter die wichtigste Ressource dar. Daher muss auf die Bindung von Know-how-Trägern an das Unternehmen durch geeignete Maßnahmen besonderes Gewicht gelegt werden. Nur gut geschulte und qualifizierte Mitarbeiter können Risiken beherrschen und vermeiden. Daher fördert MEDION gezielt die Aus- und Weiterbildung der eigenen Mitarbeiter. Um bei einem Personalwechsel die Einarbeitung neuer Mitarbeiter zu erleichtern und Probleme durch Know-how-Verluste möglichst zu vermeiden, sind im Rahmen des Workflow-Managements alle unternehmensinternen Prozesse so dokumentiert, dass sie personenunabhängig ausgeführt werden können. Insgesamt arbeitet bei MEDION ein motiviertes und hochprofessionelles Team - eine gesunde Mischung aus erfahrenen Mitarbeitern, die das Unternehmen schon lange begleiten, jungen Kolleginnen und Kollegen, die ihre berufliche Karriere bei MEDION beginnen und Kollegen, die aus anderen Unternehmen zu MEDION gekommen sind und mit ihren Erfahrungen zum Unternehmenserfolg beitragen. 4.4.2.8 RisikoszenarienInsgesamt sieht sich MEDION, trotz der zunehmenden Sättigung im Verbraucherumfeld und den dadurch begründeten stärkeren Wettbewerb, sicher aufgestellt, weil durch die langjährige Nähe zu Geschäftspartnern und neuen Möglichkeiten durch Lenovo kritische Tendenzen rechtzeitig erkannt und durch die Einleitung geeigneter Maßnahmen Risiken vermindert werden können. Die geringen Planabweichungen deuten bereits auf ein gut funktionierendes Risikomanagement einschließlich eines hohen Maßes an Anpassungsfähigkeit an sich ändernde Entwicklungen hin. Aufgrund guter Kundenbeziehungen und Marktkenntnisse sowie flexibler Produktmanagement-Prozesse können Risiken bereits in der Geschäftsplanung berücksichtigt werden. Für die zuvor beschriebenen Risikofelder werden dabei insbesondere die nachfolgend aufgeführten Risiken mit individuellen Eintrittswahrscheinlichkeiten und möglichen finanziellen Auswirkungen berücksichtigt. RISIKOSZENARIENscroll
RISIKOSZENARIENscroll
4.4.3 ChancenberichtNeben den allgemeinen Entwicklungen beobachtet MEDION auch spezifische Markttendenzen, die dem Geschäftsmodell entgegen kommen und Chancen nicht nur zum Wachstum, sondern insbesondere auch zur Differenzierung gegenüber dem Wettbewerb und somit zur Ertragsstabilisierung bieten. Diese Entwicklungen zeigen zu den Möglichkeiten, die bereits in der Prognose berücksichtigt sind, weitere operative, aber nicht mit ausreichender Sicherheit quantifizierbare Chancen. White LabelProdukte aus dem Consumer-Electronics-Umfeld vereinen immer mehr verschiedene Funktionen in einem Gerät. Der Wettbewerb um Marktanteile wird somit immer intensiver und die Produktlebenszyklen immer kürzer. Aus diesem Grund werden neue Produktideen wiederum immer schneller zu Commodities. Die mit dieser Entwicklung verbundene immer bessere Leistungsfähigkeit von Consumer-Electronics-Produkten bietet zwischen den Produkten selbst jedoch auch immer weniger Differenzierungsmerkmale, die zur Kundengewinnung entscheidend sein können. Zusätzlich wird der Preiswettbewerb durch intelligente Suchmaschinen immer intensiver und Preise können sich angleichen. Neben den Differenzierungsmerkmalen Preis und Design wird daher für den Verbraucher auch immer mehr das Vertrauen in den Anbieter entscheidend. Das Vertrauen in den Produzenten ist dabei nicht ganz genau abzugrenzen gegen das Vertrauen in den Händler. Dieses Vertrauen wird durch umfangreiche Kundenservices, die dem Verbraucher ein Gefühl von bekanntem, sicherem Einkauf geben, immer mehr gefördert. Hier bieten sich im Bereich von White Label Produktserien, wie sie im Lebensmittelbereich bereits alltäglich sind, neue Potentiale. Hochauflösendes Ultra HDTVDie bereits erhältliche Technologie für das hochauflösende Ultra-HD oder 4k-Fernsehen ist noch nicht im Massenmarkt angekommen, da es weiterhin an entsprechenden Inhalten fehlt. Ein größeres Film- und Fernseh-Angebot mit dieser Technologie ist absehbar, gegenwärtig jedoch noch nicht vollumfänglich verfügbar. Aufgrund der Flexibilität und der Fähigkeit von MEDION, in kurzer Zeit Produktideen zu großvolumigen Aktionsgeschäften zu entwickeln, ist MEDION auch für den Vertrieb von preislich attraktiven Ultra-HD-Geräten vorbereitet. Digitale DienstleistungenNicht zuletzt wegen des Erfolges von Smartphones und Tablet-PCs wird das Geschäft mit digitalen Medien und Inhalten bedeutender für den Consumer-Electronics-Markt. MEDION betreibt seit mehreren Jahren erfolgreich das Telekommunikationsgeschäft sowie einen Online-Fotoservice und hat daher mit den gegenwärtigen Vertriebserfolgen von attraktiven Tablet-PCs und Smartphones eine gute Ausgangssituation für den Ausbau digitaler Dienstleistungen. Weiterhin hat MEDION aufgrund seiner jahrelangen Kontakte in den Beschaffungs- und Vertriebskanälen vielversprechende Möglichkeiten, die durch zuvor genannte attraktive CE- und digitale Produkte gewonnen Kunden durch zusätzliche digitale Dienstleistungen zu binden. Neben den digitalen Dienstleistungen hat MEDION auch seit Jahren den klassischen Online-Handel erfolgreich auf- und durch ergänzende Vertriebsmodelle ausgebaut und plant hier zusätzliche nationale und internationale Erweiterungen. Internationaler KundenserviceDer im Rahmen der zuvor beschriebenen Produkt- und Marktentwicklungen begründete Preisdruck wirkt sich auch auf die Erbringung von Kundendienstleistungen im Rahmen gesetzlicher Gewährleistungen oder auch von Zusatzdiensten aus. MEDION hat schon vor langem diesen Trend erkannt und seine Servicestrukturen angepasst. Die seit 2012 geleistete Erbringung von Kundendienstleistungen für Lenovo zeigt, dass MEDION ideale Voraussetzungen für einen internationalen kosteneffizienten Kundendienst hat. 4.5 Ergänzende Berichterstattungselemente und nicht finanzielle Leistungsindikatoren4.5.1 Personal4.5.1.1 EntwicklungDie Anzahl der im MEDION-Konzern im abgelaufenen Geschäftsjahr zum 31. März 2015 beschäftigten Mitarbeiter hat sich umgerechnet auf Vollzeitäquivalente von 993 im Vorjahr nicht verändert und beträgt gleich bleibend 993. Davon entfielen auf die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften 864 (Vorjahr: 857) und auf die ausländischen Gesellschaften 129 (Vorjahr: 136). Der Personalaufwand hat sich im Berichtsjahr mit € 53,4 Mio. im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1. April 2013 - 31. März 2014) von € 49,9 Mio. um € 3,5 Mio. (7,0 %) erhöht. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus Anpassungen von Gehältern und Altersvorsorge. Die nachfolgende Übersicht zeigt die Veränderung der Mitarbeiterzahlen zum 31. März 2015 gegenüber dem Vorjahresstichtag. VERÄNDERUNG MITARBEITERZAHLEN (VOLLZEITÄQUIVALENTE)scroll
4.5.1.2 StrukturAufgrund des rasanten Unternehmenswachstums in den Jahren bis 2004 und des damit verbundenen schnellen Personalaufbaus weisen die bei MEDION beschäftigten Mitarbeiter ein relativ junges Durchschnittsalter und eine relativ kurze Beschäftigungsdauer auf. Im Berichtsjahr waren bei der MEDION AG und deren Tochtergesellschaften wie im Vorjahr 38 % Frauen und 62 % Männer beschäftigt. Das Durchschnittsalter hat sich im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr nur geringfügig verändert und lag in 2014/2015 bei 40,0 Jahren (Vorjahr: 38,7). Die nachfolgende Darstellung gibt einen Überblick über die Altersstruktur der Mitarbeiter, getrennt nach Frauen und Männern. Durch die Zugehörigkeit zum Lenovo-Konzern konnte MEDION sein Angebot an attraktiven, interessanten Aufgaben und Positionen stetig erweitern. Mittlerweile haben viele Mitarbeiter innerhalb des Lenovo-Konzerns neue Aufgaben übernommen. Diese Attraktivität ist ein Grund für die seit Jahren steigende durchschnittliche Betriebszugehörigkeit. Die Durchschnittsdauer der Beschäftigung bei der MEDION AG und deren inländischen Tochtergesellschaften lag im Geschäftsjahr 2014/2015 bei circa 8,8 Jahren (Vorjahr: 7,9 Jahre). Die Betriebszugehörigkeit nach Jahren und Geschlecht lässt sich wie folgt darstellen: Die Krankenstatistik im Bereich der MEDION AG lag im Berichtsjahr bei 3,2 % (Vorjahr: 2,8 %) und damit, wie schon in Vorjahren, weit unter dem Bundesdurchschnitt von 3,8 %. 4.5.1.3 MotivationDie hohe Motivation und die Leistungsbereitschaft unserer Mitarbeiter sind wesentliche Erfolgsfaktoren unseres Unternehmens. Aufgrund einer schlanken Organisationsform und schneller Entscheidungswege werden unsere Mitarbeiter in wichtige Entscheidungsprozesse aktiv einbezogen. Die Nähe zu unseren Mitarbeitern ist uns sehr wichtig, um die immer komplexer werdenden Arbeitsabläufe in den unterschiedlichen Bereichen an die veränderten Marktbedingungen und damit verbundenen steigenden Anforderungen anzupassen. Bei der Besetzung von vakanten Positionen legen wir großen Wert darauf, einerseits die Fähigkeiten und Potentiale von Mitarbeitern, andererseits aber auch deren persönliche Karriereziele zu berücksichtigen. Dies beinhaltet, dass Mitarbeiter auf ihrem Karriereweg persönlich begleitet und zielgerichtet für eine Funktion qualifiziert und entwickelt werden. Damit werden eine den Anforderungen entsprechende interne Stellenbesetzung gefördert, Einarbeitungszeiten reduziert und den Mitarbeitern somit interessante Entwicklungsmöglichkeiten aufgezeigt. MEDION investiert in ein positives Arbeitsumfeld. Modern ausgestattete Arbeitsplätze und interessante Jobinhalte tragen zu einem produktiven Arbeitsklima bei. Mitarbeiter haben im Rahmen von Einarbeitungsplänen die Möglichkeit, sich schnell in die Unternehmensstrukturen und -prozesse einzufinden. Praktikanten können "on the Job" Einblicke in die vielfältigen Aufgaben der gesamten Supply Chain gewinnen. Bei der Zusammenstellung unserer Belegschaft legen wir Wert auf Vielfalt - ungeachtet von Nationalität, Religion, Rasse oder Geschlecht. 4.5.1.4 Wesentliche VereinbarungenMEDION legt großen Wert auf eine offene und freundliche Unternehmenskultur und eine vertrauensvolle Zusammenarbeit mit der Mitarbeitervertretung und den einzelnen Mitarbeitern. Die Zusammenarbeit zwischen der Unternehmensleitung und dem Betriebsrat war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr von einem konstruktiven Miteinander geprägt. Vorstand und Mitarbeitervertretung sind gemeinsam davon überzeugt, dass sozialkompetente Verhaltensweisen das Betriebsklima nachhaltig positiv beeinflussen, die Arbeitsprozesse verbessern, damit die Produktivität und die Qualität der Arbeitsergebnisse steigern und somit vielfältige positive Auswirkungen für das Unternehmen und die Mitarbeiter bringen. Aus diesem Grunde gibt es im MEDION-Konzern eine Reihe von wichtigen Betriebsvereinbarungen, die zum einen der langfristigen Mitarbeiterbindung und zum anderen einer den Markterfordernissen angepassten höheren Flexibilisierung innerhalb des Unternehmens dienen. Zum Umgang mit IT gibt es vier Betriebsvereinbarungen. Die erste Betriebsvereinbarung widmet sich der Einführung und Nutzung einer neuen Software im MEDION-Call-Center zur Realisierung eines Workforcemanagement-Systems. Ziel des Einsatzes ist die Vereinfachung und Verbesserung der Personaleinsatzplanung einschließlich Zeitwirtschaft zur Erhöhung der Planbarkeit für das MEDION-Call-Center. Zugleich sollen die Eigenbestimmung und Gestaltungsmöglichkeiten der Mitarbeiter im Rahmen der Personaleinsatzplanung verstärkt werden. Die anderen drei Betriebsvereinbarungen beziehen sich auf Abläufe und Systeme der MEDION-EDV. Darüber hinaus existieren eine Reihe von weiteren Betriebsvereinbarungen im Unternehmen. Im Rahmen der Vereinbarung über das Betriebliche Eingliederungsmanagement verfolgen Vorstand und Mitarbeitervertretung gemeinsam das Ziel, arbeitsunfähige Mitarbeiter möglichst bald wieder in die Arbeitsorganisation zu integrieren. Darüber hinaus wollen sie klären, mit welchen Maßnahmen einer erneuten Arbeitsunfähigkeit vorgebeugt werden kann. Der Arbeitsplatz von Arbeitnehmern, die von Krankheit oder Behinderung betroffen sind, soll möglichst erhalten bleiben. Vor diesem Hintergrund werden betriebliche Organisationsstrukturen, Verfahrensabläufe und Verantwortlichkeiten im Zusammenhang mit einem Betrieblichen Eingliederungsmanagement (BEM) vereinbart. Neben einer Vereinbarung über Jubiläumszuwendungen in Form von Sonderurlaub bieten die MEDION AG und ihre inländischen Tochtergesellschaften allen Beschäftigten die Inanspruchnahme einer betrieblichen Altersversorgung in Form von Direktversicherung und Pensionskasse an. Bei den Führungskräften sind flächendeckend Vergütungssysteme eingeführt, die sich aus einem Fixum und einem variablen Anteil auf der Basis von individuellen Zielvereinbarungen zusammensetzen. Die individuellen Zielvereinbarungen werden dabei anhand von unternehmensbezogenen und persönlichen Zielen festgelegt. Darüber hinaus wurden den Mitarbeitern externe Weiterbildungsmaßnahmen und IT-bezogene Schulungen angeboten, die im Bereich SAP R/3 durch ein SAP-Inhouse-Competence-Center und im Bereich von Microsoft Office durch die MEDION Trainings Akademie intern durchgeführt wurden. Zusätzlich fand im Berichtsjahr in Kooperation zwischen Lenovo und MEDION eine umfangreiche interne Weiterbildungsmaßnahme für die Führungskräfte unter dem Titel "For those who manage" statt, in der insgesamt 120 Führungskräfte in ausgewählten Personalthemen umfassend geschult wurden. MEDION beteiligt sich aktiv an der betrieblichen Ausbildung junger Menschen. Im März 2015 sind insgesamt 47 Auszubildende (Vorjahr: 51) im MEDION-Konzern beschäftigt. Dies entspricht einer Ausbildungsquote von 5,2 % (Vorjahr: 5,7 %). Die Auszubildenden teilen sich auf folgende Ausbildungsgänge auf: 18 kaufmännische, 4 technische, 12 im Dialogmarketing sowie 3 Mediengestalter. Zusätzlich hat die MEDION AG 10 jungen Menschen einen dualen Studiengang im Fachbereich Wirtschaft/Wirtschaftsinformatik angeboten. Da MEDION ausschließlich für den eigenen Bedarf ausbildet, können wir in der Regel allen Ausgebildeten ein Arbeitsplatzangebot unterbreiten. Die zwischen MEDION und Joblinge gemeinnützige AG Ruhr im Vorjahr gestartete Kooperation zur Unterstützung der Initiative JOBLINGE war auch im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgreich. JOBLINGE ist als gemeinnütziges Angebot der Wirtschaft gegen Jugendarbeitslosigkeit und Nachwuchskräftemangel konzipiert. Das Ziel ist, Jugendlichen ohne Abschluss ("Joblinge") durch individuelle Betreuung, Weiterbildung und Qualifizierung die Chance zu geben, sich auf dem Arbeitsmarkt nachhaltig zu positionieren. MEDION beteiligt sich mit einer jährlichen Spende sowie durch die Bereitstellung von Praktikumsplätzen in Form von Qualifizierungs- und Bewerbungspraktika und hat über JOBLINGE zwei Auszubildende eingestellt sowie einem weiteren jungen Menschen aus dieser Initiative die Möglichkeit gegeben, eine Ausbildung bei MEDION zu absolvieren. Im Rahmen des Betrieblichen Arbeits- und Gesundheitsschutzes hat MEDION im abgelaufenen Berichtsjahr jeweils kostenlos für alle Mitarbeiter eine Untersuchung der Augen und des Sehvermögens sowie eine Grippeschutzimpfung angeboten. 209 Mitarbeiter haben das Angebot zur arbeitsmedizinischen Vorsorge der Augen und des Sehvermögens und 66 Mitarbeiter das Angebot einer kostenlosen Grippeschutzimpfung wahrgenommen. 4.5.2 NachhaltigkeitDas Leitbild einer nachhaltigen Unternehmensentwicklung der MEDION AG zielt nicht nur auf wirtschaftliche Erfolge ab, sondern umfasst auch die Übernahme sozialer und ökologischer Verantwortung. Alle Aktivitäten in diesem Zusammenhang werden im Bereich "Corporate Responsibility" zentral gebündelt. Als Mitglied der Business Social Compliance Initiative (BSCI), einer freiwilligen Unternehmensinitiative, sind wir bestrebt, unsere Produkte nach sozialen Gesichtspunkten fertigen zu lassen und zur Verbesserung der Arbeitsbedingungen in der globalen Lieferkette beizutragen. Innerhalb unseres Einflussbereichs wurde auch im Geschäftsjahr 2014/2015 bei unseren Lieferanten die Einhaltung sozialer Kriterien, basierend auf dem BSCI Verhaltenskodex durch externe Auditierungsgesellschaften überprüft. Der Verhaltenskodex stützt sich auf internationale Übereinkommen wie die Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, die Leitlinien Kinderrechte und Unternehmerisches Handeln, die Leitlinien der Vereinten Nationen "Wirtschaft und Menschenrechte", die OECD-Leitsätze sowie den UN Global Compact und die Übereinkommen und Empfehlungen der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO). Gemeinsam mit der BSCI legen wir dabei großen Wert auf einen entwicklungsorientieren Ansatz, der auf drei Säulen basiert: die unabhängige Auditierung von Produktionsstätten zur Überprüfung des Umsetzungsgrades des BSCI-Verhaltenskodex durch akkreditierte Prüfungsunternehmen; die Begleitung und Unterstützung unserer Produzenten durch Schulungen und Workshops zur Verbesserung des Verständnisses und der Umsetzung der sozialen Anforderungen; und einen konstruktiven Dialog mit relevanten Anspruchsgruppen in Europa und den Lieferländern. Ziel ist es, innerhalb unseres Einflussbereiches einen kontinuierlichen, nachhaltigen Verbesserungsprozess bei unseren direkten Lieferanten zu erreichen. Als Teil des weltweiten Lenovo-Nachhaltigkeitsprogramms hat sich MEDION in Bezug auf all seine Geschäftsbereiche - von den Betriebsabläufen und Produktdesign bis hin zum Recycling - dem Umweltschutz verschrieben. Die Unternehmensrichtlinie zum Umweltschutz wird vom globalen Umweltmanagementsystem des Lenovo-Konzerns unterstützt. Darin bekennt sich MEDION gemeinsam mit Lenovo zum Einsatz nachhaltiger Geschäftspraktiken und -prozesse. Wir verpflichten uns, Umweltbelastungen zu vermindern und die kontinuierliche Verbesserung der Umweltleistung voranzutreiben. Zur Sicherstellung der effektiven Umsetzung der Umweltschutzrichtlinie wurde am Hauptsitz in Essen ein Umweltmanagementsystem implementiert, welches im abgelaufenen Geschäftsjahr gemäß dem internationalen Standard DIN EN ISO 14001 zertifiziert wurde. Das Management-System ermöglicht uns die zielgerichtete Erfassung und Bewertung des Energie- und Ressourcenverbrauchs sowie des Abfallaufkommens. Auf dieser Basis können wir Handlungsfelder und Optimierungspotenziale identifizieren, die die Umweltauswirkungen unserer Aktivitäten Schritt für Schritt minimieren. Als wesentliche Ziele streben wir die Optimierung des Energieeinsatzes, die Verringerung der Abfallmenge sowie die Erhöhung der Recyclingquote an. Die Einhaltung umweltrelevanter Rechtsvorschriften, die Verwirklichung von Umweltzielen sowie die Eignung und Effektivität des implementierten Umweltmanagemtentsystems werden durch regelmäßige interne Umweltaudits und Managementreviews überprüft. Wesentliche UmweltkennzahlenWährend der Stromverbrauch in den letzten Jahren kontinuierlich gesenkt wurde, erhöhte sich der Heizenergieverbrauch im abgelaufenen Geschäftsjahr. Der Gesamtstromverbrauch von MEDION am Hauptsitz in Essen betrug im abgelaufenen Geschäftsjahr 2.494 MWh. Das entspricht einer Einsparung von mehr als 5 % im Vergleich zum Geschäftsjahr 2013/2014. Verbesserungen bei der Energieeffizienz wurden im Bereich der Beleuchtung realisiert. Defekte, weniger effiziente Leuchtstoffröhren wurden partiell gegen LED-Lampen getauscht. Durch den Einsatz erneuerter, wesentlich weniger Strom verbrauchender Anlagen im Bereich der Klimatechnik konnten zusätzliche Einsparungen beim Energieverbrauch erzielt werden. Im Erfassungszeitraum konnte der Recyclinganteil des Gesamtabfallaufkommens, das Papier, Restmüll, Holz sowie Bau- und Abbruchabfälle umfasst, im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 58,2 % erhöht werden. Für weitere, in der Übersicht nicht enthaltene Abfallfraktionen werden den Mitarbeitern am Standort diverse Müllsammelstellen für die getrennte Entsorgung von u.a. Batterien, Elektroaltgeräten, Tonern und Leuchtmitteln angeboten. Alle anfallenden Abfälle werden von zertifizierten Entsorgungsbetrieben abgeholt und umweltgerecht verwertet oder beseitigt. Seit Februar 2014 ist die Attraktion unseres MEDION-Fuhrparks der vollelektrische BMW i3 mit eDrive Technologie. Dieses Elektrofahrzeug ist ein konsequent nachhaltig gestaltetes Fahrzeug für den urbanen Bereich. Mit diesem Pilotprojekt möchten wir einen Beitrag zum nachhaltigen Transport leisten und durch den völlig emissionsfreien Elektromotor den CO2 -Ausstoß unseres Fuhrparks minimieren. Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr 2014/2015 hat der MEDIONshop Deutschland die Kampagne mit dem Partner Flip4new fortgesetzt. Unseren Online-Kunden wurde angeboten zum Beispiel ihren alten PC oder ihr altes Notebook kostenlos an Flip4new zu senden, um den Lebenszyklus der Geräte zu verlängern und damit den CO2 -Fußabdruck des Produktes zu senken. Mit unserem Partner möchten wir für den bewussten Umgang mit Ressourcen werben, im Gegenzug können die teilnehmenden Online-Kunden im MEDIONshop Deutschland ein neues Produkt vergünstigt erwerben. Mit dem Geschäftskonzept von Flip4new finden sich neue Besitzer für gebrauchte PCs, Notebooks, Smartphones usw. So werden seltene Ressourcen geschont, denn die Produkte werden entweder aufbereitet und weiterverkauft oder recycelt, was einen wichtigen Beitrag zum Umweltschutz darstellt. Im Juni 2014 haben wir uns erstmals an den "Deutschen Aktionstagen Nachhaltigkeit" beteiligt. Sowohl im Unternehmen als auch in unserem Fabrikverkauf wurden gebrauchte Mobiltelefone gesammelt, um diese einem fachgerechten Recycling zuzuführen und somit die Rückgewinnung werthaltiger Metalle zu ermöglichen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde die Zusammenarbeit mit der internationalen, gemeinnützigen Organisation Forest Stewardship Council® (FSC) weiter intensiviert. FSC® hat es sich zum Ziel gesetzt, mithilfe eines Siegels, ökologisch und sozial verantwortliche Waldbewirtschaftung global auf Produkten sichtbar zu machen. Als MEDION-Markenlizenzhalter gehen wir unserer Verpflichtung mit unserem zertifizierten Zulieferer nach, den illegalen Raubbau zu verhindern, verbieten gentechnisch veränderte Pflanzen, schützen seltene Arten, setzen ökologische und soziale Mindeststandards durch und beugen Menschenrechtsverletzungen vor. Dazu werden jährliche Kontrollen durch unabhängige Dritte, sowohl im Wald als auch in den nachgelagerten Industrien, durchgeführt. Wir stehen gemeinsam für das Versprechen einer verantwortungsvollen Waldwirtschaft vom Wald über den Handel bis zum Verbraucher. Mit all diesen Aktivitäten und Projekten legen wir uns die Selbstverpflichtung auf, als Teil der Wirtschaft, der Gesellschaft und der Umwelt unseren Beitrag für eine nachhaltige Entwicklung künftiger Generationen zu leisten. 4.5.3 Corporate Governance/Vergütungsbericht4.5.3.1 Corporate GovernanceMEDION verpflichtet sich zu den Grundsätzen einer transparenten, verantwortlichen, auf Wertschöpfung ausgerichteten Leitung und Kontrolle des Unternehmens. Vorstand, Aufsichtsrat und leitende Mitarbeiter der MEDION AG identifizieren sich mit diesen Grundsätzen. MEDION erachtet die Verpflichtung zur Corporate Governance als wichtige Maßnahme zur Vertrauenssteigerung gegenüber gegenwärtigen und zukünftigen Aktionären, Fremdkapitalgebern, Mitarbeitern, Geschäftspartnern und der Öffentlichkeit auf nationalen und internationalen Märkten. Die Änderungen im Corporate Governance Kodex im Jahr 2014 führten nicht dazu, dass die Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr verändert werden musste. Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. November 2014 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 25. November 2014 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können. Bei MEDION ist der Vorsitzende des Aufsichtsrates ausgewiesener Kenner des Handels und der Finanzmärkte, der über 30 Jahre Leitungsfunktionen in einer internationalen Bank wahrgenommen hat. Er ist im besonderen Maße geeignet, bei der unternehmensspezifischen Situation von MEDION Aufsichts- und Kontrollfunktionen wahrzunehmen, da in der von schnellen Entwicklungen geprägten internationalen Welt der Consumer-Electronics-Produkte und der Ausrichtung von MEDION auf die internationalen Handelsketten gerade die Kenntnisse der Prozesse international agierender Handelsunternehmen sowie das damit verbundene Finanztransaktions-Know-how entscheidend sind. Auf der außerordentlichen Hauptversammlung am 14. Dezember 2011 wurden zwei Vertreter von Lenovo, der Finanzvorstand (Executive Vice President) der internationalen Lenovo-Gruppe und der in Leitungsorganen von Lenovo für internationale Märkte verantwortliche Senior Vice President in den Aufsichtsrat gewählt. Im Dezember 2013 hat dieses Mitglied aufgrund seines Ausscheidens aus dem Lenovo-Konzern auch sein Mandat im Aufsichtsrat von MEDION niedergelegt. Anschließend erfolgte auf Antrag der Gesellschaft die gerichtliche Bestellung des für EMEA und den weltweiten PC-Bereich verantwortlichen Corporate President von Lenovo. MEDION erfüllt sämtliche Anregungen bis auf Kodex-Ziffer 2.2.1 Abs. 2 S. 2, nach der die Hauptversammlung über die Billigung des Systems der Vergütung der Vorstandsmitglieder beschließt. Aufgrund der besonderen Eigentümerstruktur bei MEDION wurde eine entsprechende Beschlussfassung bisher nicht vorgesehen. Darüber hinaus enthält die Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder (Kodex-Ziffer 5.4.6 Abs. 2 S. 2) keine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogenen Bestandteile, da bei dem Geschäftsmodell von MEDION die Ermittlung, Objektivierung und Quantifizierung langfristiger Erfolgsparameter schwierig ist. Der ausführliche Bericht von Vorstand und Aufsichtsrat zur Corporate Governance im MEDION-Konzern findet sich im Geschäftsbericht. 4.5.3.2 VorstandsvergütungenDurch Beschluss des Aufsichtsrates vom 13. Dezember 2011 und unter Berücksichtigung der besonderen Umstände des in 2011 erfolgten Erwerbs von MEDION durch Lenovo sind die Vorstandsmitglieder Gerd Brachmann und Christian Eigen mit Wirkung vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2016 für weitere fünf Jahre zu Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft bestellt worden. Gemäß den in diesem Zusammenhang mit den Vorstandsmitgliedern geschlossenen Anstellungsverträgen besteht die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder aus einer Reihe von Vergütungsbestandteilen. Im Einzelnen handelt es sich um das Fixum, die variable Vergütung, eine zusätzliche von Lenovo zu ermittelnde und zu leistende aktienbasierte Vergütung sowie Nebenleistungen und Pensionszusagen. Maßgebend für die Festlegung der Gesamtvergütungsstruktur des Vorstandes ist der Aufsichtsrat, der die Angemessenheit der Vergütungen bestimmt. Die Vergütung für die Vorstandsmitglieder setzt sich aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus Fixum, Nebenleistungen sowie Pensionszusagen, während die erfolgsbezogenen kurz- und langfristigen Komponenten in eine variable Vergütung einfließen. Die feste Grundvergütung wird monatlich als Gehalt ausgezahlt. Die Nebenleistungen umfassen im Wesentlichen Versicherungen sowie die Zurverfügungstellung von Dienstwagen, die als Vergütungsbestandteil vom einzelnen Vorstandsmitglied zu versteuern sind. Sie stehen allen Vorstandsmitgliedern prinzipiell in gleicher Weise zu, die Höhe variiert je nach der persönlichen Situation. Kredite oder Gehaltsvorschüsse wurden Vorstandsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. Die erfolgsabhängige Tantieme für Gerd Brachmann und Christian Eigen besteht aus einem kurzfristigen jährlichen Leistungsbonus und einem langfristigen Leistungsbonus und wird in Bezug auf die Leistung des jeweiligen Vorstandsmitgliedes und die Leistung der Gesellschaft gemäß der Methode des Lenovo-Leistungsbonusplans berechnet. Der kurzfristige jährliche Leistungsbonus hat ein Jahresziel und wird jährlich bezogen auf einen Geschäftsjahreszyklus gemäß der so genannten Lenovo-P3-Methode berechnet und ausgezahlt. Diese Methode enthält zwei variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator, die vom Aufsichtsrat festgelegt werden. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Geschäftsjahres und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Geschäftsjahres fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist. Der langfristige Leistungsbonus verwendet ein Jahresziel und wird während der Laufzeit des Anstellungsvertrages zweimal berechnet. Der erste langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 2 Jahre und 3 Monate (27 Monate vom 1. Januar 2012 bis zum 31. März 2014). Der zweite langfristige Bonuszeitraum erstreckt sich über 2 Jahre und 9 Monate (33 Monate vom 1. April 2014 bis zum 31. Dezember 2016). Die tatsächliche Bonuszahlung wird ebenfalls unter Verwendung der Lenovo-P3-Methode berechnet. Diese Methode enthält zwei vom Aufsichtsrat festgelegte variable Komponenten, nämlich Ziele und individueller Leistungsmodifikator. Der Aufsichtsrat legt die Ziele zu Beginn eines jeden Zeitraums und den individuellen Leistungsmodifikator am Ende eines jeden Zeitraums fest. Der tatsächlich gezahlte Bonus kann in Abhängigkeit von den variablen Komponenten erhöht oder gesenkt werden, wobei die maximale Erhöhung bei 300 % des Zielbetrages gedeckelt ist. Die Vorstandsmitglieder haben Anspruch auf jährliche Zuteilungen von Kapitalbeteiligungen im Rahmen des so genannten Lenovo Long Term Incentive Program (LTI). Aufgrund der Übernahme zusätzlicher Funktionen in den internationalen Gremien der Lenovo-Gruppe werden die Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung für den MEDION-Vorstand in Form von Aktien und Optionsrechten auf Aktien der börsennotierten Lenovo-Gruppe direkt von dieser geleistet. Demnach haben die Vorstandsmitglieder eine Option auf Zuteilung von Kapitalbeteiligungen in Form von "Share Appreciation Rights (SARs)" und "Restricted Share Units (RSUs)" bezogen auf Aktien der Lenovo Group Limited. Die tatsächliche Anzahl der Anteile hängt von einer Vielzahl von Faktoren ab, wie zum Beispiel der Allokation der Zuteilung nach SARs und RSUs, Aktienkursen und Wechselkursen. LTI-Zuteilungen erfolgen im Juni eines jeden Jahres. Die SARs und RSUs werden nach Maßgabe der Bedingungen des Lenovo-SAR-Plans und des Lenovo-RSU-Plans über einen Zeitraum von vier Jahren zu 25 % jährlich unverfallbar. Für die Ausübung oder den Verkauf von SARs und RSUs durch die Vorstandsmitglieder gelten bestimmte Sperrfristen, die in den jeweiligen Plänen näher dargelegt werden. Für die Zuteilung von Kapitalbeteiligungen gelten die Bedingungen des LTI, des SAR- und RSU-Plans sowie die Zuteilungsvereinbarungen mit den Vorstandsmitgliedern. Die Zuteilungsvereinbarungen enthalten Beschränkungen hinsichtlich des Wettbewerbs mit Lenovo und des Abwerbens von Lenovo-Mitarbeitern nach Beendigung der Anstellung. Die Zuteilungsvereinbarungen, die sich in Zukunft ändern können, sehen derzeit vor, dass leitende Angestellte im Fall der Zuwiderhandlung gegen diese Beschränkungen alle Barzahlungen oder Aktien zurückerstatten müssen, die sie in den 12 Monaten vor ihrem Ausscheiden im Rahmen des LTI erhalten haben. Da MEDION auf die Errechnung der Zuteilung der Lenovo Kapitalbeteiligungen keinen Einfluss hat und die entsprechenden Parameter allein von Lenovo aufgrund der Tätigkeit des MEDION-Vorstands für Lenovo und des dementsprechenden Erfolgs ermittelt werden, wurde im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat seit dem Berichtsjahr 2014/2015 kein entsprechender Aufwand mehr gebucht. Lenovo hat auch für die zurückliegenden Geschäftsjahre die entsprechenden Kapitalbeteiligungen direkt an den MEDION-Vorstand geleistet und erklärt, dies auch zukünftig tun zu wollen. Einzelheiten der Vergütungen für den Gesamtzeitraum des Berichtsjahres unter Berücksichtigung der erfolgten vertraglichen Änderungen ergeben sich in individualisierter Form aus den nachfolgenden Tabellen: Gerd Brachmann | Vorstandsvorsitzenderscroll
Christian Eigen | stellvertretender Vorstandsvorsitzenderscroll
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Die aktienbasierten Vergütungen betreffen
die Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf jährliche Zuteilungen im
Rahmen des Lenovo Long Term Incentive Program (LTI). scroll
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Die aktienbasierten Vergütungen betreffen
die Ansprüche der Vorstandsmitglieder auf jährliche Zuteilungen im
Rahmen des Lenovo Long Term Incentive Program (LTI) und werden von
Lenovo ermittelt und geleistet. In den obigen Tabellen sind ferner Einzelheiten zu den Zuführungen zur Pensionsrückstellung der Vorstandsmitglieder aufgeführt. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet. Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe. Weitere Leistungen für den Fall der Beendigung der Tätigkeit sind keinem Vorstandsmitglied zugesagt worden. Auch hat kein Mitglied des Vorstandes im abgelaufenen Geschäftsjahr Leistungen oder entsprechende Zusagen von einem Dritten im Hinblick auf seine Tätigkeit als Vorstandsmitglied erhalten. 4.5.3.3 AufsichtsratsvergütungenAufsichtsratsvergütungen sind in § 11 der Satzung geregelt. Sie orientieren sich an den Aufgaben und der Verantwortung der Aufsichtsratsmitglieder. Durch Beschlussfassung der außerordentlichen Hauptversammlung vom 14. Dezember 2011 wurde die Vergütung des Aufsichtsrates auf T€ 120 für den Vorsitzenden des Aufsichtsrates und auf T€ 50 für die weiteren Mitglieder des Aufsichtsrates neu festgesetzt. Die Vergütung ist zahlbar nach Feststellung des Jahresabschlusses. Aufsichtsratsmitglieder, die dem Aufsichtsrat nicht während eines vollen Geschäftsjahres angehört haben, erhalten die Vergütung entsprechend der Dauer ihrer Aufsichtsratszugehörigkeit. Insgesamt betrug die Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrates im Geschäftsjahr 2014/2015 T€ 120 (Vorjahr: T€ 218). Davon entfallen auf Herrn Dr. Stützle T€ 120, wobei die anderen Aufsichtsratsmitglieder aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo auf ihre Vergütung verzichtet haben. Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurde noch für Herrn Wai Ming Wong eine Vergütung in Höhe von T€ 50 und für Herrn Gianfranco Lanci eine Vergütung in Höhe von T€ 14 gebucht. Da auch diese Vergütung nicht ausgezahlt wurde und vom Verzicht erfasst wird, musste die dafür gebildete Rückstellung aufgelöst werden. scroll
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Darüber hinaus haben Aufsichtsratsmitglieder im Berichtsjahr keine weiteren Vergütungen bzw. Vorteile für persönlich erbrachte Leistungen, insbesondere Beratungs- und Vermittlungsleistungen, erhalten. Kredite oder Vorschüsse wurden den Aufsichtsratsmitgliedern im Berichtsjahr nicht gewährt. 4.5.4 Sonstige Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4 und 315 Abs. 4 HGB1. Das € 48.418.400,00 betragende Grundkapital der MEDION AG ist in die entsprechende Anzahl auf den Inhaber lautende Stückaktien eingeteilt. 2. Beschränkungen hinsichtlich der Stimmrechte oder der Übertragbarkeit der Aktien bestehen nach der Satzung der Gesellschaft nicht und sind darüber hinaus auch nicht bekannt. 3. Am Kapital der MEDION AG ist Lenovo seit 2011 mehrheitlich beteiligt. Darüber hinaus besteht eine zum 19. September 2012 mitgeteilte und im April 2014 aktualisierte Beteiligung der amerikanischen Fondsgesellschaft Elliott in Höhe von 10,26 %. 4. Sonderrechte, die Kontrollbefugnisse verleihen, sind Aktionären nicht eingeräumt. 5. Es gibt keine vom Gesetz abweichenden Regelungen zur Stimmrechtskontrolle, wenn Arbeitnehmer am Kapital der Gesellschaft beteiligt sind. 6. Die Satzung der MEDION AG legt in § 6 Ziff. 1 und 2 fest, dass der Vorstand der Gesellschaft aus mindestens zwei Personen zu bestehen hat und die Bestellung der ordentlichen Vorstandsmitglieder sowie eventueller stellvertretender Vorstandsmitglieder, der Abschluss der Anstellungsverträge sowie der Widerruf der Bestellung und die Ernennung eines Vorstandsvorsitzenden durch den Aufsichtsrat erfolgen. Darüber hinaus enthält die Satzung keine Regelungen zur Bestellung und zum Widerruf der Bestellung von Mitgliedern des Vorstandes sowie zum Abschluss und zur Beendigung von Anstellungsverträgen, so dass die Vorschriften der §§ 84, 85 AktG maßgeblich sind. Einschlägig für Satzungsänderungen der MEDION AG sind die Bestimmungen des § 10 Ziff. 7 und des § 15 Ziff. 4 und 5 der Satzung in Verbindung mit den §§ 179 ff. AktG. 7. Der Vorstand der MEDION AG ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 17. Mai 2016 um bis zu € 24,0 Mio. durch einmalige oder mehrmalige Ausgabe neuer, auf den Inhaber lautende Stammaktien gegen Bar- oder Sacheinlagen zu erhöhen. Die Einzelheiten ergeben sich aus § 3 Ziff. 7 der Satzung. Am 31. März 2015 hat die Gesellschaft 3.736.970 Stück eigene Aktien im Bestand. Durch Beschluss der Hauptversammlung vom 26. Mai 2010 wurde der Vorstand bis zum 25. Mai 2015 ermächtigt, weitere eigene Aktien der Gesellschaft bis zu insgesamt 10 % des Grundkapitals zu erwerben. Von dieser Ermächtigung wurde im Geschäftsjahr 2014/2015 kein Gebrauch gemacht. 8. Bei der MEDION AG gibt es keine Vereinbarungen, die unter der Bedingung eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebotes stehen. 9. Entschädigungsvereinbarungen für den Fall eines Übernahmeangebotes sind mit den Mitgliedern des Vorstandes oder den Arbeitnehmern ebenfalls nicht getroffen worden. 4.5.5 Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGBDie Unternehmensführung von MEDION - als börsennotierte deutsche Aktiengesellschaft -wird in erster Linie durch das Aktiengesetz und daneben durch die Vorgaben des Deutschen Corporate Governance Kodex in seiner jeweils aktuellen Fassung bestimmt. Corporate Governance ist für MEDION ein zentraler Anspruch, der sämtliche Bereiche des Unternehmens umfasst. Die Weiterentwicklung von Corporate Governance und Compliance bei MEDION dient dem Vertrauen, das Aktionäre, Geschäftspartner, die Mitarbeiter und die Öffentlichkeit in eine gute Unternehmensführung setzen. Wir haben daher alle notwendigen organisatorischen Maßnahmen getroffen, um nicht nur den gesetzlichen Anforderungen zu entsprechen, sondern darüber hinaus auch eine verantwortungsvolle, transparente und der nachhaltigen Wertentwicklung verpflichtete Unternehmensführung zu gewährleisten. Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften unterliegt MEDION dem so genannten dualen Führungssystem. Dieses ist durch eine strikte personelle Trennung zwischen dem Vorstand als Leitungsorgan und dem Aufsichtsrat als Überwachungsorgan gekennzeichnet. Vorstand und Aufsichtsrat arbeiten dabei im Unternehmensinteresse eng zusammen. Der Vorstand leitet das Unternehmen mit dem Ziel nachhaltiger Wertschöpfung in eigener Verantwortung. Dabei gilt der Grundsatz der Gesamtverantwortung, das heißt, die Mitglieder des Vorstandes tragen gemeinsam die Verantwortung für die gesamte Geschäftsführung. Sie entwickeln die Unternehmensstrategie und sorgen in Abstimmung mit dem Aufsichtsrat für deren Umsetzung. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Vorstandes von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Vorstandes zusammengefasst. Diese regelt insbesondere die Ressortzuständigkeiten der einzelnen Vorstandsmitglieder, die der Zustimmung des Aufsichtsrates vorbehaltenen Angelegenheiten, die Beschlussfassung sowie die Rechte und Pflichten des Vorsitzenden des Vorstandes. Der Vorstand von MEDION besteht seit Jahren unverändert aus zwei Mitgliedern. Den spezifischen Anforderungen des Geschäftsmodells der MEDION AG trägt die seit der Unternehmensgründung beziehungsweise dem Börsengang und insbesondere auch nach der Mehrheitsübernahme durch Lenovo in weiten Teilen unverändert gebliebene Vorstands- und Führungsstruktur des Unternehmens Rechnung. Beide Vorstandsmitglieder verantworten operative Bereiche, in denen die wesentlichen Geschäftsprozesse bei Einkauf, Logistik, Finanzplanung und Controlling sowie die direkte Führung von wesentlichen Unternehmensfunktionen wie Informationstechnik, Vertrieb, Personal und Strategie enthalten sind. Die so genannte erste Führungsebene im Unternehmen ist dem Vorstand über Zielvorgaben und Berichtspflichten direkt verantwortlich. Am 25. Oktober 2011 haben die MEDION AG und die Lenovo Germany Holding GmbH als herrschendes Unternehmen einen Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrag abgeschlossen. Durch den Vertrag unterstellt die MEDION AG die Leitung ihrer Gesellschaft der Lenovo Germany Holding GmbH und verpflichtet sich ab dem 1. April 2012, ihren ganzen Gewinn an die Lenovo Germany Holding GmbH abzuführen. Der Vorstand informiert den Aufsichtsrat regelmäßig, zeitnah und umfassend über alle für den MEDION-Konzern wesentlichen Aspekte der Geschäftsentwicklung, bedeutende Geschäftsvorfälle sowie die aktuelle Ertragssituation einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Planungen und Zielen werden ausführlich erläutert und begründet. Außerdem berichtet der Vorstand regelmäßig über das Thema Compliance, also die Maßnahmen zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen und unternehmensinterner Richtlinien, das gleichfalls im Verantwortungsbereich des Vorstandes liegt. Funktionsfähige Kontrollsysteme sind wesentlicher Bestandteil der Geschäftsprozesse bei MEDION. Dazu gehört ein konzernweites Risikomanagementsystem, das Funktionen, Prozesse, potentielle Ergebnisbelastungen und unternehmensspezifische Risiken erfasst. Der Aufsichtsrat berät den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens und überwacht seine Tätigkeit. Er bestellt und entlässt die Mitglieder des Vorstandes, beschließt das Vergütungssystem für die Vorstandsmitglieder und setzt deren jeweilige Gesamtvergütung fest. Er wird in alle Entscheidungen eingebunden, die für MEDION von grundlegender Bedeutung sind. Der Aufsichtsrat von MEDION besteht aus drei Mitgliedern. Die Grundsätze der Zusammenarbeit des Aufsichtsrates von MEDION sind in der Geschäftsordnung des Aufsichtsrates geregelt. Schließlich enthalten die Satzung der MEDION AG sowie die Geschäftsordnung des Aufsichtsrates einen Katalog von Geschäften, für die der Vorstand der Zustimmung des Aufsichtsrates bedarf. Berater- und sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtszeitraum nicht. Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Kein Mitglied des Aufsichtsrates von MEDION ist ehemaliges Vorstandsmitglied der Gesellschaft. Die Änderungen im Corporate Governance Kodex im Jahr 2014 führten nicht dazu, dass die Corporate Governance Erklärung der MEDION AG gegenüber dem Vorjahr verändert werden musste. Nach den Beratungen von Vorstand und Aufsichtsrat in ihrer gemeinsamen Sitzung am 25. November 2014 wurde eine aktualisierte Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG verabschiedet und am 25. November 2014 auf der Website der Gesellschaft bekannt gemacht. Unverändert gegenüber den Vorjahren gilt die Ausnahme vom Kodex, dass aufgrund der Größe des Aufsichtsrates keine Ausschüsse gebildet werden können. Frühere, nicht mehr aktuelle Entsprechenserklärungen von MEDION sind auf der Website der Gesellschaft veröffentlicht. Weitere Einzelheiten der Corporate-Governance-Praxis von MEDION können dem aktuellen Corporate-Governance-Bericht entnommen werden, der gleichzeitig Bestandteil dieser Erklärung zur Unternehmensführung ist und im Geschäftsbericht abgedruckt ist.
Essen, 29. Mai 2015 Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes Konzernabschlussder MEDION AG5.2 Konzern-Gewinn- und Verlustrechnungscroll
5.3 Konzern-Gesamtergebnisrechnungscroll
5.4 Konzern-Kapitalflussrechnungscroll
5.5 KonzernbilanzAktiva scroll
5.6 Konzernanlagenspiegel GJ 2014/2015scroll
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GJ 2013/2014scroll
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5.7 Entwicklung des Konzerneigenkapitalsscroll
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Konzernanhangder MEDION AG6.1 Allgemeine Angaben zum Konzernabschluss6.1.1 AufstellungsgrundsätzeDie MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wird im regulierten Markt (General Standard) geführt. Gegenstand des Unternehmens ist die Erbringung und Vermittlung von Dienstleistungen und der Vertrieb von Produkten aus den Bereichen Multimedia Hard- und Software, Unterhaltungs- und Konsumelektronik, Telekommunikations- und Satellitentechnik sowie weiteren Non-Food-Artikeln aller Art und der Handel mit Telekommunikationsdienstleistungen sowie der Handel mit digitalen Inhalten. Der Konzernabschluss der MEDION AG wurde in Übereinstimmung mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) erlassenen Rechnungslegungsgrundsätzen "International Financial Reporting Standards (IFRS)" und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB zu beachtenden handelsrechtlichen Vorschriften erstellt. Zur Anwendung kamen alle für das Geschäftsjahr 2014/2015 verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen des IASB, die von der EU übernommen wurden. Anwendung und Auswirkungen neuer bzw. überarbeiteter RechnungslegungsvorschriftenErstmalig im Geschäftsjahr angewandte neue bzw. überarbeitete RechnungslegungsvorschriftenIm Abschluss für das Geschäftsjahr 2014/2015 wurden erstmals folgende neue oder überarbeitete Rechnungslegungsvorschriften angewandt: scroll
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Mit dem erstmalig anzuwendenden IFRS 10 (Konzernabschlüsse), der die bis dahin in IAS 27 (Konzern- und Einzelabschlüsse) und SIC 12 (Konsolidierung Zweckgesellschaften) enthaltenen Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung ersetzt, hat sich die Definition der Beherrschung dahingehend geändert, dass zur Ermittlung eines Beherrschungsverhältnisses auf alle Unternehmen die gleichen Kriterien angewendet werden. Nach dem neuen Konzept ist Beherrschung gegeben, wenn das potenzielle Mutterunternehmen die Entscheidungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderer Rechte über das potenzielle Tochterunternehmen innehat, es an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse durch seine Entscheidungsgewalt beeinflussen kann. Für MEDION haben sich daraus keine Auswirkungen auf den Konsolidierungskreis und somit auch nicht auf den Konzernabschluss ergeben. Der erstmalig anzuwendende IFRS 12 (Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen) legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den Standards IFRS 10 (Konzernabschlüsse), IFRS 11 (gemeinschaftliche Vereinbarungen) und IAS 28 (Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen) bilanzieren. Die quantitativen und qualitativen Angaben gemäß IFRS 12 müssen es dem Abschlussadressaten ermöglichen, Art, Risiken und finanzielle Auswirkungen, die mit dem Engagement verbunden sind, zu beurteilen. Mit der erstmaligen Anwendung von IFRS 11 (Gemeinschaftliche Vereinbarungen) ist die Quotenkonsolidierung weggefallen, gleichzeitig wurden zwei Arten von gemeinschaftlichen Vereinbarungen definiert: gemeinschaftliche Tätigkeiten und Gemeinschaftsunternehmen. Da es bei MEDION weder gemeinschaftliche Tätigkeiten noch Gemeinschaftsunternehmen gibt, hatte die Änderung keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Die Änderungen von Standards hatten keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage, so dass auf eine detaillierte Beschreibung verzichtet wird. Veröffentlichte, aber im Geschäftsjahr 2014/2015 noch nicht angewandte neue bzw. überarbeitete RechnungslegungsvorschriftenDie nachfolgend aufgeführten neuen Standards und Interpretationen sowie Änderungen an bestehenden Standards wurden vom IASB herausgegeben, waren jedoch im Geschäftsjahr 2014/2015, sofern bereits in europäisches Recht übernommen, noch nicht verpflichtend anzuwenden. Ein eventuelles Wahlrecht zur freiwilligen vorzeitigen Anwendung wurde für diese Rechnungslegungsvorschriften nicht in Anspruch genommen. scroll
Die diversen Änderungen im Rahmen der Verbesserung der IFRS enthalten in der Regel nur kleinere Klarstellungen oder redaktionelle Anpassungen, so dass aus der erstmaligen Anwendung dieser Änderungen keine wesentlichen Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet werden. Aus der erstmaligen Anwendung der nachfolgenden neuen Standards oder Standardänderungen werden keine Auswirkungen auf die Abbildung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage erwartet:
Entsprechend wird auf eine detaillierte Darstellung dieser neuen Standards und Standardänderungen verzichtet. Aus der erstmaligen Anwendung der übrigen Standards und Interpretationen sowie der Änderungen an Standards werden die nachfolgend dargestellten Auswirkungen erwartet.
Aus den genannten Standards und Interpretationen werden derzeit keine wesentlichen Auswirkungen aus der Anwendung für den konsolidierten Abschluss der MEDION AG erwartet. Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres. Auf die in den Konzernabschluss übernommenen Vermögensgegenstände und Schulden der einbezogenen Unternehmen wurden einheitlich für den Konzern geltende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden auf Grundlage der IFRS angewandt. Auf die Bewertungsunterschiede gegenüber der Steuerbilanz wurden entsprechende latente Steuern berechnet. Der Konzernabschluss zum 31. März 2015 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge wurden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben. Für die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung findet das Gesamtkostenverfahren Anwendung. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Anhang teilweise detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Als kurzfristig werden Vermögenswerte und Schulden angesehen, wenn sie innerhalb eines Jahres fällig sind. 6.1.2 KonsolidierungskreisIn den Konzernabschluss zum 31. März 2015 wurden neben der Muttergesellschaft MEDION AG, Essen, die nachfolgenden Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung nach der Erwerbsmethode einbezogen. scroll
Bei den ausländischen Tochtergesellschaften handelt es sich im Wesentlichen um Unternehmen, die Vertriebs- und Service-Dienstleistungen für die MEDION AG in den jeweiligen Ländern erbringen. Die AMS erbringt Call-Center-Dienstleistungen. Die Geschäftstätigkeit der MSG umfasst Reparatur- sowie Logistikdienstleistungen für den After-Sales-Service und für E-Commerce-Geschäfte. Grundlage für die Einbeziehung der Tochterunternehmen in den Konzernabschluss waren die nach Landesrecht aufgestellten und an IFRS sowie Konzernbilanzierungsregeln angepassten Jahresabschlüsse der Gesellschaften für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis zum 31. März 2015. Die übrigen ausländischen Tochtergesellschaften der MEDION AG sowie ein inländisches Tochterunternehmen (vgl. unter "6.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personen") wurden aufgrund ihrer insgesamt untergeordneten Bedeutung nicht in den Konzernabschluss einbezogen. 6.1.3 KonsolidierungsmethodenDie Abschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen werden nach konzerneinheitlichen Ansatz- und Bewertungsmethoden aufgestellt. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt gemäß IFRS 3 nach der Erwerbsmethode auf den jeweiligen Anschaffungszeitpunkt der Beteiligung. Soweit zum Zeitpunkt des Erwerbs die Anschaffungskosten der Beteiligungen den Konzernanteil am beizulegenden Zeitwert der Vermögenswerte und Schulden der jeweiligen Gesellschaft übersteigen, entstehen zu aktivierende Geschäftswerte (Goodwill). Deren Werthaltigkeit ist gemäß IAS 36 mindestens einmal jährlich durch Impairment-Tests zu verifizieren. Darüber hinaus wurden eine Schuldenkonsolidierung und eine Aufwands- und Ertragskonsolidierung durchgeführt. Die aus der Aufwands- und Ertragskonsolidierung entstandenen Differenzen wurden ergebniswirksam verrechnet. Zwischengewinneliminierungen waren nicht erforderlich. 6.1.4 Grundsätze der WährungsumrechnungFremdwährungstransaktionen in den Gesellschaften werden mit den Wechselkursen zum Transaktionszeitpunkt in die funktionale Währung umgerechnet. Gewinne und Verluste, die aus der Erfüllung solcher Transaktionen sowie aus der Umrechnung zum Stichtagskurs von in Fremdwährung geführten monetären Vermögenswerten und Schulden resultieren, werden in der Gewinn- und Verlustrechnung in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen oder im Materialaufwand erfasst. Soweit sie auf Finanzposten entfallen, werden sie im Finanzergebnis erfasst. Die ausländischen Tochtergesellschaften, deren landesrechtlicher Abschluss nicht in Euro aufgestellt wird, sind nach den in IAS 21 vorgesehenen Abgrenzungskriterien als wirtschaftlich selbstständige ausländische Teileinheit ("Foreign Entity") anzusehen. Die jeweilige Landeswährung stellt die funktionale Währung für die Geschäfte dieser Tochtergesellschaften dar. Die Abschlüsse von Konzernunternehmen, deren funktionale Währung nicht der Euro ist, werden nach der so genannten modifizierten Stichtagskursmethode (IAS 21.39) umgerechnet. Dementsprechend sind sämtliche monetären und nicht monetären Vermögenswerte und Schulden der Bilanz mit dem Bilanzstichtagskurs, das Eigenkapital mit dem historischen Kurs zum Erwerbszeitpunkt beziehungsweise zum Zeitpunkt der Kapitalerhöhung umgerechnet. Die Gewinn- und Verlustrechnungen dieser ausländischen Konzernunternehmen werden aus Vereinfachungsgründen entsprechend IAS 21.40 zu Durchschnittskursen des Geschäftsjahres umgerechnet. Alle sich ergebenden Umrechnungsdifferenzen werden erfolgsneutral in der Konzernbilanz unter der Position "Währungsumrechnungsdifferenzen" im Eigenkapital ausgewiesen. Die für die Umrechnung verwendeten Kurse ergeben sich aus der folgenden Tabelle: scroll
6.1.5 Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDie Sachanlagen werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Abschreibungsdauer richtet sich nach der voraussichtlichen wirtschaftlichen Nutzungsdauer. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Neubewertungen des Sachanlagevermögens wurden nicht vorgenommen. Die Anschaffungskosten der Sachanlagen umfassen den Kaufpreis sowie alle direkt zurechenbaren Kosten, um den Vermögenswert in einen betriebsbereiten Zustand zu versetzen. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung: scroll
Immaterielle Vermögenswerte (entgeltlich erworbene gewerbliche Schutzrechte und andere Rechte sowie Software) werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen und Wertminderungen, bewertet. Die Nutzungsdauer liegt zwischen einem Jahr und zehn Jahren. Die Beteiligungen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. In der Folgebewertung werden die Finanzanlagen auf ihre Werthaltigkeit geprüft und gegebenenfalls wertberichtigt. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden als finanzielle Vermögenswerte gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet und zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die fortgeführten Anschaffungskosten berechnen sich aus dem Rechnungsbetrag abzüglich Wertberichtigungen. Die Wertberichtigungen werden für wesentliche Forderungen im Rahmen einer Einzelbetrachtung vorgenommen, wenn objektive Hinweise für eine Wertminderung vorliegen. Darüber hinaus werden bestimmte Forderungen, für die keine Einzelwertberichtigungen gebildet wurden, anhand gleichartiger Risikomerkmale zu Gruppen zusammengefasst und auf Basis der Erfahrungen der Vergangenheit auf Portfoliobasis wertberichtigt. Die Wertberichtigungen werden über Wertberichtigungskonten gebucht und unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen. Sobald eine Forderung uneinbringlich wird, erfolgt deren Ausbuchung und die Entlastung des Wertberichtigungskontos. Die Vorräte werden im Zugangszeitpunkt zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten angesetzt. Fremdkapitalkosten werden nicht aktiviert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt dabei grundsätzlich nach der gewogenen Durchschnittskostenmethode. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert zugrunde. Sonstige Vermögenswerte werden zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen, bewertet. Soweit es sich um finanzielle Vermögenswerte (Finanzinstrumente) handelt, werden diese gemäß IAS 39.9 der Kategorie Kredite und Forderungen zugeordnet. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten Barmittel, Schecks und Guthaben bei Kreditinstituten mit originären Restlaufzeiten von bis zu drei Monaten. Die Bewertung erfolgt zu Nominalwerten, im Falle von Fremdwährungsposten zum Fair Value. Fremdkapitalkosten werden mangels Anschaffung qualifizierter Vermögenswerte und der Eigenkapitalausstattung der Gesellschaft nicht aktiviert. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten werden zu ihren Erfüllungsbeträgen - Fremdwährungsposten werden mit dem Stichtagskurs umgerechnet - ausgewiesen. Die Pensionsrückstellungen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Die Gesellschaft verpflichtet sich zur Zahlung von Ruhegeld nach Maßgabe der nachfolgenden Bestimmungen. Das jeweilige Vorstandsmitglied hat aufgrund einer unverfallbaren Anwartschaft Anspruch auf eine lebenslängliche Pension, wenn es nach Vollendung des 60. Lebensjahres oder infolge dauernder Dienstunfähigkeit und wegen Beendigung des Anstellungsverhältnisses bei der Gesellschaft ausscheidet. Das monatliche Ruhegeld beträgt 30 % des im Durchschnitt der letzten drei Jahre des Anstellungsvertrages vor Beginn des Ruhestandes bezogenen festen Monatsgehaltes und erhöht sich für jedes vollendete Dienstjahr, gerechnet ab dem 17. September 1998, als Vorstandsmitglied der Gesellschaft um 20/27 % dieses Monatsgehaltes bis zu einer für die Vorstandsmitglieder individuell festgelegten maximalen Höhe. Pensionsrückstellungen werden nach versicherungsmathematischen Methoden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschafts-Barwertverfahren berechnet. Hiernach werden sowohl die zum Abschlussstichtag erworbenen Anwartschaften als auch künftig erwartete Steigerungen von Gehältern und Renten berücksichtigt. Die im Berichtsjahr auftretenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden gemäß IAS 19.120C erfolgsneutral im Eigenkapital verrechnet. Im Rahmen der Berechnung wird auf die "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck zurückgegriffen. Sonstige Rückstellungen werden gemäß IAS 37 gebildet, soweit rechtliche oder faktische Verpflichtungen gegenüber Dritten bestehen, die auf zurückliegenden Geschäftsvorfällen oder Ereignissen beruhen und wahrscheinlich zu Vermögensabflüssen führen. Die Höhe der Rückstellungen wird durch bestmögliche Schätzung der zur Erfüllung der Verpflichtungen erforderlichen Ausgaben ermittelt. Damit beruht die Beurteilung der Wahrscheinlichkeit, dass ein anhängiges Verfahren Erfolg hat oder die Quantifizierung der möglichen Höhe der Zahlungsverpflichtung auf der Einschätzung der jeweiligen Situation. Wegen der mit dieser Beurteilung verbundenen Unsicherheit können die tatsächlichen Verluste gegebenenfalls von den ursprünglichen Schätzungen und damit von dem Rückstellungsbetrag abweichen. Zudem können sich Schätzungen aufgrund neuer Informationen ändern und sich gegebenenfalls erheblich auf die künftige Ertragslage auswirken. Finanzielle Vermögenswerte und Verbindlichkeiten (Finanzinstrumente), die zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, sind in eine der drei folgenden Hierarchiestufen einzuordnen:
Die MEDION AG verwendet derivative Finanzinstrumente, um Marktrisiken aus Wechselkursschwankungen bei den Einkaufsgeschäften, die im Wesentlichen in US-Dollar und teils in Britischen Pfund abgewickelt werden, zu reduzieren. Dazu schließt die Gesellschaft zum Zeitpunkt des Abschlusses des Einkaufskontraktes Kurssicherungsgeschäfte in Form von Devisentermingeschäften ab. Diese entsprechen bezüglich Laufzeit und Betragshöhe im Wesentlichen den zugrunde liegenden Einkaufsgeschäften. Darüber hinaus wurden in der Vergangenheit Verkaufskontrakte in Australischen Dollar abgesichert. Die von MEDION eingesetzten Devisentermingeschäfte erfüllen die Effektivitätsanforderungen nach IAS 39.88 für die Anwendung der Hedge-Accounting-Grundsätze. Dementsprechend werden die Devisentermingeschäfte gemäß IAS 39 mit dem beizulegenden Zeitwert zum Abschlussstichtag in der Bilanz angesetzt (Stufe 2). Dabei werden die Marktwerte der Devisentermingeschäfte, die der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen (Cashflow-Hedges), erfolgsneutral über eine gesonderte Rücklage im Eigenkapital abgegrenzt. Da die Finanzinstrumente ausschließlich zur Kurssicherung der bei den Einkaufsgeschäften zugrunde gelegten Kalkulationskurse dienen, werden die aus der Währungsumrechnung und der Währungssicherung durch Devisentermingeschäfte entstehenden Erträge und Aufwendungen im Materialaufwand erfasst. Weiterhin werden Devisenswaps mit einer kurzen Laufzeit eingesetzt, um Abweichungen zwischen den geplanten und tatsächlichen Fremdwährungszahlungsströmen Rechnung zu tragen. Diese Derivate werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz angesetzt (Stufe 2). Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- und Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Ansatz und Ausbuchung von finanziellen Vermögenswerten erfolgen zum Erfüllungszeitpunkt. Eigene Aktien werden mit ihren Anschaffungskosten bewertet und gemäß IAS 32.33 im Eigenkapital als Abzugsposten ausgewiesen. Die eigenen Aktien stellen nach IAS 32.11 keinen finanziellen Vermögenswert dar. Die Umsatzerlöse werden zum Zeitpunkt des Gefahrenüberganges erfolgswirksam erfasst. Die Umsätze werden abzüglich Retouren, Skonti sowie umsatzabhängiger Boni und anderer Erlösschmälerungen ausgewiesen. Die Ertragsteuern enthalten sowohl die unmittelbar zu entrichtenden Steuern vom Einkommen und vom Ertrag, Steuerumlagen aufgrund des Steuerumlagevertrages der MEDION AG mit der Organträgerin Lenovo Germany Holding GmbH als auch latente Steuern. Latente Steuern werden gemäß der bilanzorientierten Verbindlichkeitsmethode gebildet. Soweit hiernach temporäre Differenzen aus der unterschiedlichen Behandlung bestimmter Bilanzposten zwischen dem IFRS Konzernabschluss und dem steuerlichen Abschluss vorliegen, führen diese zum Ansatz von aktiven und/oder passiven latenten Steuern. Aktive latente Steuern (auch auf Verlustvorträge) werden aktiviert, sofern damit gerechnet werden kann, dass diese in den zukünftigen Perioden voraussichtlich durch ein ausreichend zur Verfügung stehendes steuerliches Einkommen auch genutzt werden können. Für die Bewertung der latenten Steuern werden die Steuersätze zum Realisationszeitpunkt zugrunde gelegt, die auf Basis der aktuellen Rechtslage in den einzelnen Ländern zum Bilanzstichtag gelten. Aktive latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge der MEDION AG werden aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages nicht mehr gebildet. Eine Abzinsung aktiver und passiver latenter Steuern wird entsprechend den Regelungen des IAS 12 nicht vorgenommen. Der Berechnung von tatsächlichen und latenten Steuern liegen Beurteilungen und Schätzungen der Gesellschaft zugrunde. Weichen die tatsächlichen Ereignisse von diesen Schätzungen ab, könnte dies sowohl positive wie auch nachteilige Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben. 6.1.6 Verwendung von Annahmen und SchätzungenBei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind Annahmen getroffen und Schätzungen verwandt worden, die sich auf den Ausweis und die Höhe der bilanzierten Vermögensgegenstände, Schulden, Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. Diese Annahmen und Schätzungen beziehen sich im Wesentlichen auf die konzerneinheitliche Festlegung wirtschaftlicher Nutzungsdauern, die Bewertung von Rückstellungen, die Realisierbarkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie die Realisierbarkeit zukünftiger Steuerentlastungen. Die tatsächlichen Werte können in Einzelfällen von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Änderungen werden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam berücksichtigt. Aus Gründen der Klarheit wurden gegenüber dem Vorjahr folgende Ausweisänderungen vorgenommen:
Die Vorjahreswerte wurden mit Ausnahme der passiven latenten Steuern nicht angepasst. 6.1.7 KapitalmanagementZiele der Kapitalmanagementstrategie von MEDION sind die Sicherung des Geschäftsbetriebs, die Steigerung des Unternehmenswerts und die Schaffung einer soliden Kapitalbasis zur Finanzierung des zukünftigen Wachstums. Dazu arbeitet MEDION auch mit dem Bereich Kapitalmanagement bei Lenovo zusammen. Die seit Jahren bestehende Bilanzstruktur mit einer um 50 % liegenden Eigenkapitalquote, keinen langfristigen Bankverbindlichkeiten und zeitlich begrenztem Fremdkapitaleinsatz für das Projektgeschäft zur Finanzierung des Weihnachtsgeschäfts soll dabei erhalten bleiben. Im Segment Direktgeschäft wird aufgrund der Struktur des Geschäfts unverändert zu den Vorjahren kein Fremdkapital eingesetzt. MEDION hat keine Anleihen oder sonstige Fremdkapitalinstrumente begeben und plant auch nicht, solche zu begeben. Die überschüssigen Barmittel werden befristet unter Beachtung einer strengen Risikoallokation angelegt. 6.1.8 Gründung einer TochtergesellschaftIm ersten Geschäftshalbjahr 2014/2015 hat die MEDION AG die 100%ige Tochtergesellschaft MEDION Mobile GmbH mit einem Stammkapital von € 25.000 gegründet. Die Gesellschaft ist nicht aktiv. 6.2 Erläuterungen zu den Posten der Gewinn- und Verlustrechnung und der Bilanz6.2.1 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung(1) Die Umsatzerlöse setzen sich nach Regionen wie folgt zusammen: scroll
(2) Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(3) Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um die Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter in den Bereichen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen einschließlich der Anschaffungsnebenkosten und der bezogenen Leistungen. (4) Die Personalaufwendungen setzen sich aus folgenden Posten zusammen: scroll
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug im Geschäftsjahr 2014/2015 1.030,9 (Vorjahr: 1.057,4). Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter wie folgt: scroll
(5) Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Der wesentliche Posten unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind die Vertriebsaufwendungen, die sich wie folgt aufgliedern: scroll
Unter den Verwaltungsaufwendungen werden Aufwendungen für Versicherungen, Rechts- und Beratungskosten, Fremdleistungen, Nebenkosten des Geldverkehrs und sonstige allgemeine Verwaltungskosten zusammengefasst. Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen erfassten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt: scroll
Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten und Leasing (T€ 1.144; Vorjahr: T€ 1.108), Reparaturen und Betriebsbedarf. Die übrigen Aufwendungen enthalten vor allem Wertberichtigungen auf Forderungen, Kursdifferenzen (T€ 209; Vorjahr: T€ 50) sowie sonstige Steuern (T€ 356; Vorjahr T€ 0). (6) Das Finanzergebnis stellt sich wie folgt dar: scroll
Im Zusammenhang mit den Bewertungskategorien nach IAS 39 ergibt sich das folgende Nettofinanzergebnis: scroll
Das Nettoergebnis gem. IFRS 7 umfasst im Wesentlichen Zinsen, Dividenden und Ergebnisse aus der Bewertung von Finanzinstrumenten zum beizulegenden Zeitwert. Die Zinserträge und -aufwendungen sowie die Finanzierungskosten sind mit Ausnahme von abgegrenzten Zinserträgen in Höhe von T€ 110 sowie des Zinseffektes aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 200 (Zinsaufwand), der fast ausschließlich aus der Bewertung der Pensionsrückstellung in Höhe von T€ 185 resultiert, (Vorjahr: Zinsertrag: T€ 74; Zinsaufwand: T€ 162) im Berichtsjahr zahlungswirksam geworden. Der Gesamtzinsertrag und -aufwand für nicht erfolgwirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete Finanzinstrumente entspricht im Wesentlichen dem genannten Zinsaufwand und Zinsertrag. (7) Die Ertragsteuern (-/+ Aufwand/Ertrag) setzen sich wie folgt zusammen:scroll
Die folgende Tabelle zeigt die Überleitung vom theoretisch erwarteten Steueraufwand zum tatsächlichen Ertragsteueraufwand gemäß IAS 12.79 ff.: scroll
Der Konzernsteuersatz von 32,28 % errechnet sich aus der Gewerbesteuerbelastung von 16,45 %, der Körperschaftsteuer von 15,0 % und einem Solidaritätszuschlag von 5,5 %. Die latenten Steuern (-/+ Aufwand/Ertrag) haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Zum Abschlussstichtag verfügt der MEDION-Konzern über inländische körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von T€ 14.508 und gewerbesteuerliche Verlustvorträge von T€ 13.657 sowie ausländische Verlustvorträge von T€ 6.374 (MEDION USA: T€ 5.156; Vorjahr: T€ 5.092 und MEDION Australien: T€ 1.218; Vorjahr: T€ 5.805) zur Verrechnung mit zukünftigen Gewinnen. Latente Steuern auf die Verlustvorträge der MEDION AG wurden nicht gebildet, da diese während der Laufzeit des Ergebnisabführungsvertrages nicht nutzbar sind. Für steuerpflichtige Differenzen zwischen dem Nettovermögen und dem steuerlichen Buchwert von Tochterunternehmen in Höhe von T€ 107 (Vorjahr: T€ 21) wurden keine latenten Steuerverbindlichkeiten angesetzt, da die MEDION AG in der Lage ist, den zeitlichen Verlauf der Auflösung der temporären Differenzen zu steuern und mit einer Umkehr der temporären Differenzen in naher Zukunft nicht zu rechnen ist. Die latenten Steuern entfallen auf folgende wesentliche Bilanzposten: scroll
6.2.2 Angaben zur BilanzLangfristige Vermögenswerte(8) Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens belief sich in 2014/2015 auf T€ 430, wobei ein Großteil in Hardware, Gebäude und Bauten und Büroausstattung investiert wurde. (9) Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände von insgesamt T€ 919 betreffen im Wesentlichen mit T€ 533 externe Entwicklungs- und Softwarekosten für verschiedene Softwareentwicklungsprojekte, mit T€ 276 Anzahlungen auf Softwareentwicklungen und Lizenzen für den Bereich Content/Digital Downloads, sowie mit T€ 110 neue Lizenzen und Updates. (10) Als Beteiligungen werden die nicht konsolidierten Unternehmen ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wurde eine 100%ige Tochtergesellschaft gegründet. Die Gesellschaft ist nicht aktiv und wird unter den Beteiligungen im Anlagenspiegel ausgewiesen. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Konzernanlagevermögens ist dem Konzernanlagenspiegel auf den Seiten 100-101 zu entnehmen. Kurzfristige Vermögenswerte(11) Die Vorräte betreffen im Wesentlichen bei fremden Lagerhaltern und Spediteuren gelagerte Handelswaren für größtenteils fest disponierte Projektaufträge, schwimmende Waren sowie Service- und Retourenwaren. Die Vorräte gliedern sich wie folgt auf: scroll
Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten: scroll
Die Vorräte betreffen mit T€ 162.496 (Vorjahr: T€ 99.910) PC/Multimedia und mit T€ 45.548 (Vorjahr: T€ 37.440) Unterhaltungselektronik/Dienstleistungen. (12) Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen bestehen im Wesentlichen gegen international tätige Handelskonzerne. Die Wertberichtigungen haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Die Wertberichtigungen betreffen Einzelwertberichtigungen sowie Wertberichtigungen auf Portfoliobasis. Von den nicht wertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 210.613 (Vorjahr: T€ 178.424) waren T€ 168.813 (Vorjahr: T€ 153.732) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Forderungen sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig: scroll
Hinsichtlich der nicht wertberichtigten, aber überfälligen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Abschlussstichtag keine Anhaltspunkte vor, die darauf hindeuteten, dass die Schuldner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen werden. Die Aufwendungen für die vollständige Ausbuchung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 299 (Vorjahr: T€ 157). Erträge aus bereits ausgebuchten Forderungen waren von untergeordneter Bedeutung. Die Forderungsverluste sind innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen unter den übrigen Aufwendungen ausgewiesen. (13) Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegen die Lenovo PC Hong Kong Ltd., Hong Kong und resultieren überwiegend aus der Bereitstellung von liquiden Mitteln. (14) Die sonstigen kurz- und langfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die ausstehenden Lieferantengutschriften betreffen noch erwartete Preisgutschriften für gelieferte Produkte sowie Ansprüche aus der Abwicklung von Defektmaterialien. In den Rechnungsabgrenzungsposten werden im Wesentlichen Lizenzgebühren, Servicekosten sowie Wartungs- und Mietvorauszahlungen ausgewiesen. Der Buchwert der finanziellen Vermögenswerte hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Die nicht wertberichtigten sonstigen finanziellen Vermögenswerte weisen keine Überfälligkeiten auf. In den Ertragsteuererstattungsansprüchen wird auch das Körperschaftsteuerguthaben gemäß § 37 Abs. 5 KStG ausgewiesen, das in Höhe von T€ 588 (Vorjahr: T€ 795) eine Restlaufzeit von über einem Jahr hat. (15) EigenkapitalDas Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert € 48.418.400,00. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. März 2014: 44.681.430) im Umlauf. Die Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 hat den Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen. Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt: scroll
Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis zum 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis zum 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis zum 12. März 2009 durchgeführt. Im Rahmen aktienbasierter Vergütung wurden insgesamt 136.502 Aktien in früheren Geschäftsjahren (zuletzt im Geschäftsjahr 2011) verwendet. Infolgedessen beträgt der Bestand eigener Aktien per 31. März 2015 unverändert zum Vorjahresstichtag 3.736.970 Aktien (7,72 % vom Grundkapital). Um auch in Zukunft in der Lage zu sein, eigene Aktien zu erwerben, wurde der Vorstand gemäß § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben. Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstandes der Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrates an Mitarbeiter auszugeben. In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Direkt im Eigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen und RücklagenDie Kapitalrücklage in Höhe von T€ 142.068 beinhaltet vor allem das Agio aus Kapitalerhöhungen seit Gründung der MEDION AG. Die Gewinnrücklagen beinhalten thesaurierte Ergebnisse der Vorjahre sowie die Effekte aus der Erstanwendung von IFRS 2 in 2005 in Höhe von unverändert T€ -3.341, sowie die aus der Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen erfassten Beträge. Im Geschäftsjahr 2014/2015 erfolgte keine Ausschüttung aus dem Eigenkapital. Es erfolgte eine Ergebnisabführung in Höhe von € 22,5 Mio. an die Lenovo Germany Holding GmbH aufgrund des bestehenden Ergebnisabführungsvertrages. Daneben haben T€ 381 Währungsumrechnungsdifferenzen das Eigenkapital erhöht (Vorjahr: T€ -71). Sie resultieren im Wesentlichen aus den Tochtergesellschaften in den USA, Schweiz, Großbritannien und Australien. Für die Entwicklung des Konzerneigenkapitals verweisen wir auf die Seite 102 dieses Berichtes. Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2015 eine Gesamtzahl von 38.647.508 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Aktien (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt. Langfristige Verbindlichkeiten(16) Im abgelaufenen Geschäftsjahr haben sich die Pensionsrückstellungen wie folgt entwickelt: scroll
Die versicherungsmathematischen Verluste aus Neubewertungen des Geschäftsjahres 2014/2015 ergeben sich aus den Auswirkungen aus der Veränderung des Rechnungszinssatzes (1,55 % p.a.) gegenüber dem Vorjahr (3,50 % p.a.) i.H.v. T€ 2.950, dem gegenüber stehen erfahrungsbedingte Gewinne i.H.v. T€ 120. Der Rechnungszinssatz basiert auf dem vom Gutachterbüro Mercer entwickelten Ersatzzinssatzverfahren. Er entspricht dem zum 31.03.2015 veröffentlichten Rechnungszins von Mercer unter Berücksichtigung der Struktur der Pensionsberechtigten bei der MEDION AG. Der Berechnung des Barwerts der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO = Defined Benefit Obligation) liegen folgende versicherungsmathematische Annahmen zugrunde: scroll
Bei einem um 0,5 Prozentpunkte höheren (niedrigeren) Diskontierungssatz ergäbe sich bei ansonsten unveränderten Parametern eine um T€ 914 niedrigere (T€ 1.057 höhere) Rückstellung. Bei einem um 0,5 Prozentpunkte niedrigeren (höheren) Rententrend ergäbe sich bei ansonsten unveränderten Parametern eine um T€ 660 niedrigere (T€ 738 höhere) Rückstellung. Die Rückstellung berücksichtigt die Ansprüche von zwei aktiven Versorgungsberechtigten, so dass derzeit keine Rentenzahlungen erwartet werden. Die Duration der Verpflichtung beträgt 22,8 Jahre (Vorjahr: 21 Jahre). Zum Abschlussstichtag besteht keine Abweichung zwischen der Pensionsrückstellung und dem Barwert der Pensionsverpflichtungen (DBO). Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen (DBO) hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Zusätzliche Belastungen können sich ergeben durch eine höhere Lebenserwartung sowie eine höhere Inflationsrate. Darüber hinaus ergeben sich keine planspezifischen Risiken. Die Zusagen unterliegen dem deutschen Betriebsrentengesetz. Eine Anpassungsprüfung hat grundsätzlich alle 3 Jahre zu erfolgen. Kurzfristige Schulden(17) Von den Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 152.692 (Vorjahr: T€ 127.135) waren T€ 109.565 (Vorjahr: T€ 104.268) zum Abschlussstichtag nicht fällig. Die übrigen (fälligen) Verbindlichkeiten sind innerhalb folgender Zeitbänder per 31. März überfällig: scroll
Die Erträge für die Ausbuchung von Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich auf T€ 0 (Vorjahr: T€ 730). (18) Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen bestehen im Wesentlichen gegenüber der Lenovo Germany Holding GmbH aus der Verpflichtung zur Gewinnabführung. (19) Die Steuerrückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(20) Die sonstigen Rückstellungen entwickelten sich wie folgt: scroll
Die Rückstellungen für ausstehende Rechnungen umfassen im Wesentlichen Risiken aus Lizenzabgaben, Retouren und Bonusvereinbarungen für den Zeitraum bis März 2015, die in Folgejahren zu Mittelabflüssen führen. Darüber hinaus sind mögliche Ansprüche für geltend gemachte Lizenzansprüche und für noch zu leistende Urheberrechtsabgaben aufgrund geführter Vergleichsverhandlungen enthalten. Einzelheiten sind im Abschnitt 4.4.2.5 Risikobericht "Recht" im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt. Auf betragsmäßige Quantifizierungen wird in Übereinstimmung mit IAS 37.92 verzichtet. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Bei der Berechnung werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Rückstellungen werden in den Garantiezeiträumen zu Auszahlungen führen. Die Gewährleistungsrückstellung wird auf Basis von Stückkosten pro Servicefall, den in den Verkehr gebrachten Mengen und den statistisch erfassten Gewährleistungsverläufen verschiedener Produktgruppen individuell ermittelt. In den Personalrückstellungen sind ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Tantiemen und Sonderzahlungen an Vorstand und Mitarbeiter sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft enthalten. Die Rückstellungen werden voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen. Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Aufwendungen für Abschlusskosten, Rechts- und Beratungskosten und Aufsichtsratsvergütungen, die auch voraussichtlich im folgenden Jahr zu Auszahlungen führen werden. (21) Die sonstigen kurz- und langfristigen Schulden setzen sich wie folgt zusammen: scroll
(22) In den kurz- und langfristigen Schulden sind nachfolgende finanzielle Verbindlichkeiten enthalten. Die Fälligkeitsstrukturen der zukünftigen (undiskontierten) Zins- und Tilgungszahlungen der originären finanziellen Verbindlichkeiten und der derivativen Finanzinstrumente stellen sich wie folgt dar: scroll
Die finanziellen Verbindlichkeiten sind ausschließlich kurzfristiger Natur, so dass die Tilgung der entsprechenden Beträge innerhalb eines Jahres zu erfolgen hat. Die Liquiditätssteuerung erfolgt über das Konzern-Treasury, das die jederzeitige Zahlungsfähigkeit sicherstellt. Die Versorgung mit Liquidität erfolgt über die Konzernmutter Lenovo. Für die Abwicklung von Akkreditiven und Avalen unterhält die MEDION AG bilaterale Linien mit der Commerzbank und der Deutsche Bank. (23) Kategorien der Finanzinstrumente nach IFRS 7 Zum 31. März 2015 werden folgende Buchwerte nach Bewertungskategorien ausgewiesen: scroll
Zusätzliche Angaben zu Finanzinstrumentenscroll
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Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten im Anwendungsbereich von IFRS 7 stimmen grundsätzlich mit ihren beizulegenden Werten überein. Die Finanzinstrumente in Höhe von insgesamt T€ 683.503 (Vermögenswerte und Verbindlichkeiten) beinhalten langfristige Beträge in Höhe von T€ 420 und sind somit fast ausschließlich kurzfristig. Die Voraussetzungen für eine Saldierung nach IAS 32 Absatz 42 von Finanzinstrumenten sind im Jahresabschluss nicht gegeben. Weiterhin bestanden keine durchsetzbaren Netting-Rahmenvereinbarungen. 6.3 Ergänzende Angaben6.3.1 Angaben zur KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung gemäß IAS 7 zeigt, wie sich Zahlungsmittel und -äquivalente im Konzern im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse/Mittelabflüsse verändert haben. Die Kapitalflussrechnung unterscheidet zwischen Mittelveränderungen aus laufender Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit. Der Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist nach der indirekten Methode ermittelt. Der in der Kapitalflussrechnung betrachtete Finanzmittelfonds umfasst die in der Bilanz ausgewiesenen Zahlungsmittel beziehungsweise -äquivalente in Form von Schecks, Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten, Bereitstellung aus liquiden Mitteln an verbundene Unternehmen sowie jederzeit liquidierbaren Wertpapieren. 6.3.2 SegmentberichterstattungNach IFRS 8 ist über die wirtschaftliche Lage der Segmente nach dem so genannten Management-Approach zu berichten. Berichtspflichtig sind diejenigen operativen Segmente, die Komponenten eines Unternehmens darstellen, für die getrennte Finanzinformationen verfügbar sind und die regelmäßig aufgrund der internen Berichterstattung durch die Hauptentscheidungsträger überprüft werden. Der MEDION-Konzern berichtet daher gemäß der internen Unternehmenssteuerung nach den Segmenten Projektgeschäft und Direktgeschäft. Das Segment Projektgeschäft bündelt alle Geschäfte der modernen Konsumelektronik mit den international aufgestellten großen Handelsketten aus den Produktgruppen PC/Multimedia und Unterhaltungselektronik. Das Direktgeschäft beschreibt das Dienstleistungsgeschäft mit Endkonsumenten sowie den Online-Handel. Als "Überleitung Konzern" werden alle Konsolidierungseffekte und sonstigen Erträge und Aufwendungen ausgewiesen, sofern sie den Segmenten nicht direkt zuordenbar sind. Die Segmentberichterstattung erfolgt nach folgenden Grundsätzen:
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Die Erlöse mit externen Kunden nach Regionen sind in den Erläuterungen zu den Umsatzerlösen dargestellt. Gemäß IFRS 8.34 hat MEDION Informationen über den Grad seiner Abhängigkeit von seinen wichtigen Kunden vorzulegen. MEDION unterhält Geschäftsbeziehungen zu wichtigen Kunden, die für die Geschäftsentwicklung von MEDION wesentlich sind und die bei Wegfall einzelner solcher Kundenbeziehungen zu signifikanten Umsatzveränderungen und entsprechenden nachteiligen Auswirkungen für die weitere Geschäftsentwicklung von MEDION führen können. Derzeit ist nicht ersichtlich, dass wichtige Kunden ihre Geschäftsverbindung zu MEDION lösen werden. Da eine quantitative Aufgliederung der Umsätze für wichtige Kunden nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung geeignet ist, dem Unternehmen einen erheblichen Nachteil zuzufügen, hat sich der Vorstand im Einvernehmen mit dem Aufsichtsrat dazu entschlossen, eine solche Aufgliederung der Umsatzerlöse zu unterlassen und die in der Folge insoweit zwangsläufige Einschränkung des Bestätigungsvermerks hinsichtlich der Angabe der Umsätze mit wichtigen Kunden im Sinne von IFRS 8.34 hinzunehmen. 6.3.3 Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie ergibt sich aus der Division des den Aktionären der MEDION AG zurechenbaren Konzernergebnisses durch die Anzahl der durchschnittlich im Umlauf befindlichen Aktien. Zurückgekaufte Aktien während einer Periode werden zeitanteilig für den Zeitraum, in dem sie sich im Umlauf befinden, berücksichtigt. Die durchschnittliche Anzahl an Aktien beträgt für das Geschäftsjahr 2014/2015 44.681.430. In der dargestellten Berichtsperiode gab es keine Verwässerungseffekte, die sich aus potentiellen Stammaktien ergeben. scroll
6.3.4 Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und sonstige Operating-Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge. Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar: scroll
6.3.5 Risikomanagement und Finanzderivate1. KreditrisikenUnter Kreditrisiko wird nach IFRS 7 das Risiko verstanden, dass eine Partei eines Finanzinstruments der anderen Partei einen finanziellen Verlust verursacht, indem sie einer Verpflichtung nicht nachkommt. Bei der MEDION AG können Kreditrisiken insbesondere in Form von Ausfallrisiken entstehen. Wesentliche Ausfallrisiken können bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entstehen, wenn Kunden nicht in der Lage sind, ihre Verpflichtungen fristgerecht zu begleichen. Das maximale Ausfallrisiko wird durch den Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von T€ 210.613 (Vorjahr: T€ 178.424) wiedergegeben. Die Reduktion des Risikos erfolgt bei der MEDION AG grundsätzlich durch die Konzentration auf Kunden mit A-Bonität. Kunden, die nicht in diese Kategorien fallen, sind von untergeordneter Bedeutung und werden in der Regel kreditversichert. Die MEDION AG erachtet das Ausfallrisiko von Zahlungsmitteläquivalenten, Forderungen gegen verbundene Unternehmen und den Derivaten mit positivem Marktwert als sehr gering, da die zugrunde liegenden Geschäfte entweder mit dem Mutterkonzern Lenovo oder mit bonitätsmäßig einwandfreien Banken abgeschlossen wurden. Das maximale Ausfallrisiko bei den Zahlungsmitteln und den Forderungen gegen verbundene Unternehmen wird durch den Buchwert (T€ 241.385), bei den Derivaten mit positivem Marktwert wiedergegeben (T€ 10.040). 2. LiquiditätsrisikenDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, Verpflichtungen aus finanziellen Schulden nicht erfüllen zu können. Die Erläuterung des Liquiditätsmanagements sowie eine Analyse der Fälligkeiten der finanziellen Verbindlichkeiten sind unter Punkt (22) erfolgt. 3. Marktrisiken | WährungsrisikenWährungsrisiken im Sinne von IFRS 7 entstehen durch Finanzinstrumente, welche in einer von der funktionalen Währung abweichenden Währung denominiert und monetärer Art sind. Die folgende Auflistung zeigt die wesentlichen Fremdwährungsposten zum Abschlussstichtag: scroll
Die zum Abschlussstichtag zur Absicherung von Währungsrisiken abgeschlossenen Devisentermingeschäfte haben ein Nominalvolumen von USD 199,0 Mio. Aus der Kursentwicklung resultierten zum Abschlussstichtag positive Marktwerte in Höhe von T€ 9.992, die in den sonstigen finanziellen Vermögenswerten ausgewiesen wurden sowie negative Marktwerte in Höhe von T€ 219, die in den sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen wurden. Für die Devisentermingeschäfte, die der Absicherung der einkaufsseitigen USD-Zahlungsströme im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2015/2016 dienen und somit als Cashflow-Hedge designiert wurden, erfolgte die Gegenbuchung der Marktwertänderungen von T€ 9.773 erfolgsneutral im Eigenkapital als Bewertungsrücklage. Auf diesen Teil der Bewertungsrücklage entfallen passive latente Steuern von T€ 3.155. Der erfolgsneutralen Bewertungsrücklage aus den Devisentermingeschäften stehen die Wechselkursanpassungen aus den gesicherten USD- Fremdwährungsverbindlichkeiten der Einkaufsverträge sowie entsprechende, zum Abschlussstichtag noch nicht bilanzwirksam gewordene Währungsgewinne/-verluste aus den zugehörigen schwebenden Einkaufskontrakten gegenüber. Für den gesicherten Teil der Fremdwährungsverbindlichkeiten wurden T€ -5.421 im Eigenkapital erfasst. Auf diesen Teil der Bewertungsrücklage entfallen aktive latente Steuern von T€ 1.750. Für den nicht gesicherten Teil der Fremdwährungsforderungen und -verbindlichkeiten wurden insgesamt T€ 3.572 ergebniswirksam erfasst. scroll
Der Marktwert wird aus dem Devisenmittelkurs vom Abschlussstichtag abgeleitet. Für die systematische Darstellung der Marktpreisrisiken, denen das Unternehmen am Bilanzstichtag ausgesetzt ist, ist eine Sensitivitätsanalyse zu erstellen. Die Sensitivitätsanalyse dient der Ermittlung der Auswirkungen von hypothetischen Änderungen relevanter Risikovariablen auf das Ergebnis und Eigenkapital. Zur Bestimmung der Auswirkungen dieser Risikovariablen auf die Finanzinstrumente sind zum Bilanzstichtag die Effekte hypothetischer Änderungen der Risikovariablen auf den Marktwert und die Zahlungsströme zu ermitteln. Die MEDION AG ist vor allem Währungsrisiken ausgesetzt. Bei den Währungsrisiken wird eine Schwankung um 10 % gegenüber dem Euro angenommen. Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro zum 31. März 2015 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte die Bewertungsrücklage die folgenden verminderten (-) oder erhöhten (+) Werte gehabt: scroll
Wenn die Fremdwährung gegenüber dem Euro zum 31. März 2015 um 10 % abgewertet (aufgewertet) gewesen wäre, hätte das Ergebnis die folgenden verminderten (-) oder erhöhten (+) Werte gehabt: scroll
Aus der Verwendung von derivativen Finanzinstrumenten werden keine nachteiligen Einflüsse auf die Finanzlage des Konzerns erwartet. Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein. 4. Marktrisiken | ZinsrisikenMit Zinsrisiko wird das Risiko beschrieben, dass der beizulegende Zeitwert oder künftige Cashflows eines Finanzinstruments aufgrund von Änderungen des Marktzinssatzes schwanken. Marktzinsänderungen von originären Finanzinstrumenten mit fester Verzinsung wirken sich nur dann auf das Ergebnis aus, wenn diese zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden. Soweit vorhandene liquide Mittel als kurzfristige Festgeldanlagen mit fix verhandelten Zinssätzen gehalten werden, unterliegen diese damit keinem Zinsrisiko. Darüber hinaus sind Geldanlagen auch zu Vereinbarungen angelegt, die variable Zinskomponenten enthalten. Zinsänderungsrisiken, insbesondere Zinsminderungsrisiken, sind hierbei jedoch von untergeordneter Bedeutung. 5. Marktrisiken | Sonstige PreisrisikenAls sonstige Preisrisiken im Sinne von IFRS 7 kommen insbesondere Risiken aus Marktpreisänderungen von Aktien sowie handelbaren Rohstoffen in Frage. Zum 31. März 2015 hat die MEDION AG keine Bestände an Aktien. Eigene Anteile sind keine Finanzinstrumente in diesem Sinn, da IAS 32.11 ausdrücklich auf Eigenkapitalinstrumente anderer Unternehmen abstellt. 6.3.6 Ereignisse nach dem AbschlussstichtagBis zum 29. Mai 2015 (Freigabe des Abschlusses durch den Vorstand an den Aufsichtsrat) ergaben sich keine nennenswerten Ereignisse. 6.3.7 Nahe stehende Unternehmen und Personenscroll
Neben den genannten Gesellschaften sowie Mitgliedern des Vorstandes und Aufsichtsrates gelten darüber hinaus auch sämtliche Gesellschaften der Lenovo-Gruppe als nahe stehende Unternehmen. Mutterunternehmen der MEDION AG ist die Lenovo Germany Holding GmbH mit Sitz in Essen. Oberstes beherrschendes Unternehmen ist die Lenovo Group Limited mit Sitz in Hongkong. Die Geschäftsbeziehungen zwischen der MEDION AG und den Tochtergesellschaften, die als nahe stehende Unternehmen anzusehen sind, sind durch Konsolidierung eliminiert und werden daher nicht weiter erläutert. Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit bestehen auch Liefer- und Leistungsbeziehungen zu nicht zum Anteilsbesitz des MEDION-Konzerns gehörenden nahe stehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen. Im Berichtsjahr sind folgende Geschäftsbeziehungen gemäß IAS 24 zum Mutterunternehmen und zu sonstigen nahe stehende Unternehmen darzustellen. Alle Liefer- und Leistungsbeziehungen werden zu Marktpreisen abgewickelt. Die Beziehungen zu Vorstand und Aufsichtsrat betreffen die Vergütung und sind in den folgenden Abschnitten dargestellt. scroll
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6.3.8 VorstandIm Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an: Kaufmann Gerd Brachmann, Essen (Vorsitzender des Vorstandes) Diplom-Ökonom Christian Eigen, Essen (stellv. Vorsitzender des Vorstandes) Mitglied in anderen Aufsichtsräten: Adinotec AG, Griesheim Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/2015 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 948; Vorjahr: T€ 756) auf insgesamt T€ 2.035,2 (Vorjahr: T€ 2.405,8). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a S. 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird. Der Vorstand hielt zum 31. März 2015 keine Aktien der Gesellschaft. 6.3.9 AufsichtsratIm Berichtsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft: Dr. Rudolf Stützle, Essen (Vorsitzender), Rechtsanwalt (Ehem. Managing Director der Deutsche Bank AG, Global Banking, Frankfurt am Main) Mitglied in anderen Aufsichtsräten: Carl Spaeter GmbH, Duisburg - stellv. Vorsitzender des Aufsichtsrates Wai Ming Wong (stellv. Vorsitzender), wohnhaft in Discovery Bay, Lantau, Hongkong, Volksrepublik China (Executive Vice President und Chief Financial Officer Lenovo) Wai Ming Wong ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten. Wai Ming Wong übt jedoch bei folgenden ausländischen Wirtschaftsunternehmen vergleichbare Mandate aus: China Unicom (Hong Kong) Limited, Hongkong, Volksrepublik China und Linmark Group Limited, Bermuda (bis 23. Februar 2015). Gianfranco Lanci (Mitglied), wohnhaft in Lugano, Schweiz (Corporate President und Chief Operating Officer Lenovo) Gianfranco Lanci ist nicht in den gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten inländischer Gesellschaften vertreten oder übt vergleichbare Mandate bei ausländischen Wirtschaftsunternehmen aus. Herr Dr. Rudolf Stützle erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 eine Vergütung in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Herr Wai Ming Wong erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 50). Herr Gianfranco Lanci erhält für seine Tätigkeit aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 14). Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates beläuft sich somit im Geschäftsjahr 2014/2015 auf T€ 120 (Vorjahr: T€ 218). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt. scroll
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Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2015 unverändert keine Aktien. Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge gemäß § 314 Abs. 1 Nr. 6a Satz 5-8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des zusammengefassten Konzernlageberichtes und Lageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird. 6.3.10 Corporate Governance - Angabe gemäß § 161 AktGDer Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 24. Juni 2014. Am 25. November 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. 6.3.11 Vorschlag für die Verwendung des BilanzgewinnsAufgrund des mit der Lenovo Germany Holding GmbH abgeschlossenen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrages steht bei der MEDION AG kein verteilungsfähiger Bilanzgewinn zur Verfügung. Die außenstehenden Aktionäre der MEDION AG erhalten am nächsten Bankarbeitstag nach dem Tag der Hauptversammlung 2015, die über das Geschäftsjahr 2014/2015 beschließt, die vertraglich festgesetzte Ausgleichszahlung von der Lenovo Germany Holding GmbH. Die Hauptversammlung der MEDION AG findet voraussichtlich am 1. Oktober 2015 statt.
Essen, 29. Mai 2015 Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes Erklärung nach §§ 297 Abs. 2 Satz 4 sowie 315 Abs. 1 Satz 6 HGB"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Essen, 29. Mai 2015 Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der MEDION AG, Essen, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat mit Ausnahme der folgenden Einschränkung zu keinen Einwendungen geführt: Entgegen IFRS 8.34 werden im Konzernanhang die Gesamtbeträge der Umsatzerlöse mit externen Kunden, die sich jeweils auf mindestens 10 % der Umsatzerlöse des Unternehmens belaufen, nicht angegeben, sondern lediglich qualitative Angaben zu wichtigen Kunden gemacht. Mit dieser Einschränkung entspricht der Konzernabschluss nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit der genannten Einschränkung steht der zusammengefasste Lagebericht in Einklang mit einem den gesetzlichen Vorschriften entsprechenden Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 29. Mai 2015 PricewaterhouseCoopers Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer Einzelabschlussder MEDION AG8.1 Gewinn- und Verlustrechnungscroll
8.2 BilanzAktiva scroll
Anhang für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015MEDION AG, EssenI. ALLGEMEINE ANGABEN ZUM JAHRESABSCHLUSS1. AufstellungsgrundsätzeDie MEDION AG ist eine kapitalmarktorientierte Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Anschrift lautet: MEDION AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen. Die Gesellschaft ist im Handelsregister B des Amtsgerichtes Essen (HRB 13274) eingetragen. Die Aktie wurde bis zum 19. Juni 2012 im Börsensegment "Prime Standard" im Geregelten Markt in Frankfurt geführt. Mit Ablauf des 19. Juni 2012 schied die Aktie aus dem Prime Standard aus und wird seit dem 20. Juni 2012 im regulierten Markt (General Standard) geführt. Der Jahresabschluss der MEDION AG wurde nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches für große Kapitalgesellschaften sowie des Aktiengesetzes unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung aufgestellt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Der Jahresabschluss zum 31. März 2015 wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden - soweit nicht anders dargestellt - in T€ angegeben. Das Geschäftsjahr beginnt jeweils am 1. April eines Kalenderjahres und endet am 31. März des unmittelbar darauf folgenden Kalenderjahres. Im Interesse einer besseren Klarheit und Übersichtlichkeit wurden die nach den gesetzlichen Vorschriften bei den Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung anzubringenden Vermerke ebenso wie die Vermerke, die wahlweise in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung anzubringen sind, grundsätzlich im Anhang aufgeführt. 2. Grundsätze der WährungsumrechnungKurzfristige Verbindlichkeiten in ausländischer Währung sind mit dem Umrechnungskurs zum Abschlussstichtag bewertet. Bestimmte Forderungen und Verbindlichkeiten in US-Dollar sind mit dem Terminkurs der Devisentermingeschäfte bewertet, der für die Wechselkurssicherung der entsprechenden Einkaufsgeschäfte abgeschlossen wurde. Devisenbestände auf Fremdwährungskonten bei Kreditinstituten wurden mit dem aktuellen Wechselkurs zum Abschlussstichtag (Mittelkurs) bewertet. Die durch Termingeschäfte US-Dollar gesicherten Verbindlichkeiten wurden mit einem Sicherungskurs von 1,1526 umgerechnet. Zum Abschlussstichtag ergaben sich folgende Umrechungskurse: scroll
II. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENImmaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen bewertet. Die Nutzungsdauern liegen zwischen 1 und 10 Jahren. Die Aktivierung des Sachanlagevermögens erfolgt zu Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige, nutzungsbedingte Abschreibungen. Die Abschreibungen werden nach der linearen Methode entsprechend der voraussichtlichen Nutzungsdauer vorgenommen. Im Zugangsjahr werden die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens zeitanteilig (pro rata temporis) abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu einem Netto-Einzelwert von € 410,00 sind im Jahr des Zugangs voll abgeschrieben und als Aufwand erfasst worden. Es kommen folgende Nutzungsdauern zur Anwendung: scroll
Die Anteile an verbundenen Unternehmen werden zu Anschaffungskosten zuzüglich der Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Niedrigere Werte werden angesetzt, wenn voraussichtlich dauernde Wertminderungen vorliegen. Eine detaillierte Aufstellung der verbundenen Unternehmen ist unter "IV. Ergänzende Angaben, Punkt 5. Angaben zum Anteilsbesitz" dargestellt. Die Vorräte werden zu Anschaffungskosten zuzüglich Anschaffungsnebenkosten bilanziert. Die Ermittlung der Anschaffungskosten erfolgt nach der gewogenen Durchschnittsmethode. Darüber hinaus werden bei Rücklieferungen Bewertungsabschläge vorgenommen. Der Bewertung der Vorräte zum Abschlussstichtag liegt der niedrigere Betrag aus gewogenem Durchschnittswert und Nettoveräußerungswert unter Berücksichtigung von Wertberichtigungen zugrunde. Die Bewertung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und der sonstigen Vermögensgegenstände erfolgt grundsätzlich zu Nennwerten unter Berücksichtigung betriebswirtschaftlich notwendiger Wertberichtigungen in Form von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen, die den erwarteten Ausfallrisiken hinreichend Rechnung tragen. Körperschaftssteuerguthaben werden zum Barwert angesetzt. Forderungen gegen verbundene Unternehmen und liquide Mittel werden grundsätzlich zu Nennwerten bilanziert. Als Rechnungsabgrenzungsposten sind auf der Aktivseite Vorauszahlungen für künftige Zeiträume und auf der Passivseite Einzahlungen für künftige Zeiträume abgegrenzt. Aufgrund der bestehenden steuerlichen Organschaft mit der Lenovo Germany Holding GmbH, Essen, (Organträgerin) werden latente Steuern bei der Organträgerin berücksichtigt. Die Posten des Eigenkapitals sind zu Nennwerten angesetzt. Die Nennwerte für erworbene eigene Anteile werden gemäß § 272 Abs. 1a HGB von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Die Kaufpreisanteile, die die Nennwerte der erworbenen eigenen Anteile übersteigen, sind gemäß § 272 Abs. 1a HGB mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet. Die Kapitalrücklage besteht aus Agiobeträgen, die aus Gründungsvorgängen und Kapitalerhöhungen stammen. Die Rückstellungen für Pensionen bestehen für Versorgungszusagen an Vorstandsmitglieder. Das Deckungskapital wird nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Die Berechnung erfolgt unter Zugrundelegung der "Richttafeln 2005 G" von Prof. Dr. Klaus Heubeck nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren (Projected Unit Credit Method). Zukünftig erwartete Rentensteigerungen werden bei der Ermittlung der Verpflichtung berücksichtigt. Dabei wird von jährlichen Anpassungen von 2,0 % ausgegangen. Es wurde ein Diskontierungszinssatz von 4,37 % (Vorjahr 4,83 %) verwendet. Es handelt sich um den von der Deutschen Bundesbank ermittelten und veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Geschäftsjahre, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Die Steuerrückstellungen und die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle erkennbaren Risiken und ungewissen Verpflichtungen. Die Bewertung erfolgt jeweils in Höhe des Erfüllungsbetrages, der nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig ist, um zukünftige Zahlungsverpflichtungen abzudecken. Zukünftige Preis- und Kostensteigerungen bei den sonstigen Rückstellungen werden berücksichtigt, sofern ausreichende objektive Hinweise für deren Eintritt vorliegen. Sonstige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem ihrer Restlaufzeit entsprechenden durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind zu ihren Erfüllungsbeträgen ausgewiesen. Die Ertragsteuern enthalten für das aktuelle Geschäftsjahr die zwischen der MEDION AG und der Organträgerin vereinbarten Steuerumlagen, Steuern vom Einkommen und Ertrag auf die Ausgleichszahlungen an außenstehende Aktionäre sowie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag für Vorjahre. III. ERLÄUTERUNGEN ZU DEN POSTEN DER BILANZ UND DER GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. Angaben zur BilanzDie Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögensgegenstände betreffen diverse EDV-Software sowie Software-Lizenzen und Rechte. Das Gesamtinvestitionsvolumen im Bereich des Sachanlagevermögens betrifft im Wesentlichen Investitionen in Büroausstattung und IT-Equipment. Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist dem Anlagenspiegel auf der Seite 13 zu entnehmen. AnlagenspiegelMEDION AG, Essen Entwicklung des Anlagevermögens in der Zeit vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 (Anlagenspiegel)scroll
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Die Vorräte gliedern sich auf die umsatzbezogenen Bedarfsbereiche wie folgt auf: scroll
Zum Abschlussstichtag sind in den Vorräten die folgenden Abwertungen enthalten: scroll
Nach Bedarfsbereichen betreffen die Vorräte mit T€ 162.496 (Vorjahr: T€ 96.548) PC/Multimedia und mit T€ 45.328 (Vorjahr: T€ 37.366) Unterhaltungselektronik / Servicewaren. In den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen werden erkennbare Ausfallrisiken und das allgemeine Kreditrisiko in Höhe von T€ 960 (Vorjahr: T€ 977) durch Wertberichtigungen im Rahmen von Einzel- und Pauschalwertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen beinhalten mit T€ 66.242 (Vorjahr: T€ 16.982) Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 100.000 (Vorjahr: T€ 200.000) Forderungen aus kurzfristiger Kapitalüberlassung gegen die Lenovo PC HK Limited, Hongkong. Sämtliche Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und gegen verbundene Unternehmen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die sonstigen Vermögensgegenstände setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die sonstigen Vermögensgegenstände enthalten Darlehensforderungen, von denen T€ 409 (Vorjahr T€ 422) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr aufweisen. Innerhalb der Erstattungsansprüche Ertragsteuern betreffen T€ 885 (Vorjahr T€ 1.121) den abgezinsten Betrag des nach § 37 Abs. 5 KStG aktivierten Körperschaftsteuerguthabens. Davon haben T€ 588 (Vorjahr T€ 830) eine Restlaufzeit von mehr als einem Jahr. In den aktiven Rechnungsabgrenzungsposten werden vorausbezahlte Aufwendungen für Folgejahre ausgewiesen. Der Posten beinhaltet im Wesentlichen abgegrenzte Sponsoring-, Service-, Wartungs- und Werbekosten. EigenkapitalDas Grundkapital beträgt zum Abschlussstichtag unverändert T€ 48.418. Es ist in 48.418.400 nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am gezeichneten Kapital von je € 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind voll eingezahlt. Zum Abschlussstichtag befanden sich 44.681.430 Aktien (31. März 2014: 44.681.430 Aktien) im Umlauf. Der rechnerische Wert der eigenen Anteile in Höhe von T€ 3.737 wurde vom gezeichneten Kapital abgesetzt. In der Hauptversammlung vom 18. Mai 2011 wurde beschlossen, den Vorstand zu ermächtigen, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 17. Mai 2016 das Grundkapital einmalig oder mehrmals um bis zu insgesamt € 24.000.000,00 im Rahmen eines genehmigten Kapitals zu erhöhen. Dabei ist den Aktionären grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen. Der Vorstand wird jedoch ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates das Bezugsrecht für bestimmte Zwecke auszuschließen. Die gesetzliche Rücklage wurde nicht dotiert, da die Kapitalrücklage in Höhe von T€ 138.726 bereits der Bestimmung des § 150 Abs. 2 AktG genügt. Satzungsmäßige Rücklagen sind nicht vorgesehen. Die durch die Hauptversammlungen vom 11. Mai 2007 und vom 14. Mai 2008 erteilten und zuletzt durch die Hauptversammlung vom 15. Mai 2009 bis zum 12. November 2010 befristete Ermächtigung zum Erwerb eigener Aktien gem. § 71 Abs. 1 Nr. 8 AktG bis zu 10 % des Grundkapitals ist teilweise wie folgt ausgenutzt: scroll
Das erste Rückkaufprogramm wurde vom 5. Juli 2007 bis 21. Februar 2008 ausgeübt. Im Rahmen des zweiten Rückkaufprogramms wurden Anteile in der Zeit vom 23. September bis 13. November 2008 erworben. Das dritte Rückkaufprogramm wurde in der Zeit vom 4. Dezember 2008 bis 12. März 2009 durchgeführt. Im Rahmen aktienbasierter Vergütung wurden insgesamt 136.502 Aktien in früheren Geschäftsjahren (zuletzt im Geschäftsjahr 2011) verwendet. Infolgedessen beträgt der Bestand eigener Aktien per 31. März 2015 unverändert zum Vorjahresstichtag 3.736.970 Aktien (7,72 % vom Grundkapital). Der Vorstand wurde von der Hauptversammlung am 26. Mai 2010 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrates bis zum 25. Mai 2015 eigene Aktien bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der jeweiligen Ausübung der vorliegenden Ermächtigung bestehenden Grundkapitals zu jedem zulässigen Zweck im Rahmen der gesetzlichen Beschränkungen nach Maßgabe festgelegter Bestimmungen zu erwerben. Der Vorstand wurde weiterhin ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats unter festgelegten Bestimmungen die aufgrund dieser oder früherer Ermächtigungen erworbenen eigenen Aktien unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre in anderer Weise als über die Börse oder durch Angebot an alle Aktionäre wieder zu veräußern oder auch als Gegenleistung an Dritte im Rahmen des Erwerbs von oder des Zusammenschlusses mit Unternehmen oder des Erwerbs von Beteiligungen an Unternehmen zu übertragen sowie Aktien, die aufgrund dieser Ermächtigung erworben werden, ganz oder in Teilen einzuziehen, ohne dass die Einziehung oder ihre Durchführung eines weiteren Hauptversammlungsbeschlusses bedarf. Der Vorstand kann auch bestimmen, dass das Grundkapital durch die Einziehung nicht herabgesetzt wird, sondern sich der Anteil der übrigen Aktien am Grundkapital gemäß § 8 Abs. 3 AktG erhöht. Der Vorstand ist in diesem Fall ermächtigt, die Angabe der Zahl der Aktien in der Satzung anzupassen. Der Aufsichtsrat wurde unter festgelegten Voraussetzungen ermächtigt, von der Gesellschaft erworbene Aktien Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft als Vergütung in Form einer Aktientantieme zu übertragen. Der Vorstand wurde ferner ermächtigt, die erworbenen eigenen Aktien mit Zustimmung des Aufsichtsrats an Mitarbeiter auszugeben. In Ergänzung wurde die Gesellschaft ermächtigt, unter festgelegten Bedingungen eigene Aktien auch unter Einsatz von Eigenkapitalderivaten zu erwerben. Dadurch soll das Volumen an Aktien, das insgesamt erworben werden darf, nicht erhöht werden; es wird lediglich eine weitere Handlungsalternative zum Erwerb eigener Aktien eröffnet. Den Rückstellungen für Pensionen wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr T€ 948 (Vorjahr T€ 756) ergebniswirksam zugeführt. Die Steuerrückstellungen setzen wie folgt zusammen: scroll
Die sonstigen Rückstellungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Die Rückstellungen für ausstehende Eingangsrechnungen betreffen im Wesentlichen Rückstellungen für geltend gemachte Lizenzansprüche, noch zu leistende Urheberrechtsabgaben für verkaufte abgabepflichtige Artikel, noch fehlende Leistungsabrechnungen sowie noch zu erteilende Boni- und Retourengutschriften. Die Rückstellungen für Gewährleistungen werden für zu erwartende Nachbesserungsarbeiten und Gutschriften für die im Markt befindlichen garantiebehafteten Artikel gebildet. Die Garantiezeiträume belaufen sich auf 12 bis 36 Monate. Dabei werden Annahmen über die zukünftige Entwicklung der Servicekosten berücksichtigt. Die Personalrückstellungen umfassen ausstehende Belastungen aus Urlaubsverpflichtungen, Mehrarbeitsvergütungen und noch zu zahlende Gratifikationen an Mitarbeiter und Vorstand sowie Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Abschluss- und Aufbewahrungskosten, Rechts- und Beratungskosten, Aufsichtsratsvergütungen sowie Archivierungskosten. Die Zusammensetzung, Fristigkeit und Besicherung der Verbindlichkeiten ergibt sich aus nachfolgender Tabelle: scroll
1)
Es bestehen die üblichen Eigentumsvorbehalte
aus Liefergeschäften. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen beinhalten mit T€ 4.194 (Vorjahr: T€ 2.974.) Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und mit T€ 22.545 (Vorjahr: T€ 24.506) Verbindlichkeiten aus der Ergebnisabführung an die Lenovo Germany Holding GmbH, Essen. 2. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungDie Umsatzerlöse sind auf den folgenden Märkten erzielt worden: scroll
In Bezug auf die Bedarfsbereiche verteilt sich der Umsatz wie folgt: scroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten Auflösungen von Rückstellungen in Höhe von T€ 1.075 (Vorjahr: T€ 12.200) und periodenfremde Erträge in Höhe von T€ 790 (Vorjahr: T€ 1.678). Aus der Währungsumrechnung ergeben sich sonstige betriebliche Erträge in Höhe von T€ 169 (Vorjahr T€ 24). Bei den Materialaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für die Beschaffung und Lohnfertigung der im Rahmen der Projekte vertriebenen Güter und Dienstleistungen einschließlich der entsprechenden Anschaffungsnebenkosten. Die Personalaufwendungen betreffen in Höhe von T€ 752 Aufwendungen für Altersversorgung (Vorjahr: T€ 589). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen: scroll
In den Vertriebsaufwendungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Werbung/Marketing sowie für Kundenservice, Ausgangsfrachten, Verpackungen, Entsorgungsabgaben und sonstige Vertriebsnebenkosten enthalten. Darüber hinaus sind auch die Aufwendungen aus Weiterbelastungen von Servicekosten der Tochtergesellschaften ausgewiesen. Die innerhalb der Verwaltungsaufwendungen als Aufwand verbuchten Honorare für den Abschlussprüfer gliedern sich wie folgt: scroll
Bei den Betriebsaufwendungen handelt es sich um Aufwendungen für Mieten, Energien, Reparaturen und sonstigen Betriebsbedarf. In den übrigen Aufwendungen sind periodenfremde Aufwendungen in Höhe von T€ 58 (Vorjahr: T€ 82) sowie Aufwendungen aus Fremdwährungsumrechung in Höhe von T€ 76 (Vorjahr: T€ 200) enthalten. Das Finanzergebnis setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im Zinsergebnis sind gegenüber verbundenen Unternehmen Zinserträge in Höhe von T€ 728 (Vorjahr: T€ 841) sowie Zinsaufwendungen mit T€ 0 (Vorjahr: T€ 0) enthalten. Der Zinsaufwand entfällt mit T€ 197 (Vorjahr: T€ 166) auf die Aufzinsung der Pensionsrückstellungen. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Auf der Grundlage des ab dem 1. April 2012 gültigen Ergebnisabführungsvertrages wird das Jahresergebnis für das zum 31. März 2015 endende Geschäftsjahr in voller Höhe (T€ 22.545) an die Lenovo Germany Holding GmbH, Essen, abgeführt. IV. ERGÄNZENDE ANGABEN1. Haftungsverhältnis / GewährleistungsvertragEs besteht eine Patronatserklärung zwischen der MEDION AG, Essen und der MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney. Als Muttergesellschaft hat die Medion AG der MEDION AUSTRALIA PTY LTD., Sydney, Australien (verbundenes Unternehmen) eine Zusage erteilt, sie für den Zeitraum von mindestens 12 Monaten ab dem 31.03.2015 finanziell so zu unterstützen, dass sie jederzeit in der Lage ist ihren Zahlungsverpflichtungen nachzukommen. Aufgrund der verbesserten Geschäftsentwicklung und Liquiditätslage des Tochterunternehmens gehen wir zurzeit nicht von einer Inanspruchnahme aus. 2. Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie sonstigen finanziellen Verpflichtungen beinhalten Mietverträge für Geschäfts- und Lagerräume und sonstige Leasingverhältnisse. Letztere beinhalten PKW, Betriebs- und Geschäftsausstattung sowie Wartungsverträge. Die künftigen Zahlungsströme stellen sich wie folgt dar: scroll
3. Berichterstattung zu FinanzinstrumentenDie Gesellschaft sichert das Risiko aus Fremdwährungsgeschäften teilweise durch den Einsatz von Devisentermingeschäften ab. Soweit die Voraussetzungen erfüllt sind, werden diese mit den entsprechenden Grundgeschäften zu Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefasst. In die Bewertungseinheit sind zum Abschlussstichtag die in der nachgelagerten Tabelle dargestellten Positionen einbezogen. Bei den angegebenen schwebenden Geschäften handelt es sich um Wareneinkaufsverträge in Fremdwährung, bei denen die Warenlieferung in der Zukunft liegt. scroll
Die gegenläufigen Wertänderungen der Grund- und Sicherungsgeschäfte gleichen sich aus, da sie demselben Risiko ausgesetzt sind. Es besteht Währungsidentität, da den (zukünftigen) Forderungen und Verbindlichkeiten in USD zum Fälligkeitszeitpunkt entsprechend ausgleichende Devisentermingeschäfte gegenüberstehen. Die Wertänderungen gleichen sich (voraussichtlich) im Zeitraum bis Oktober 2015 weitestgehend aus. Sobald absehbar wird, dass es zu zeitlichen Verschiebungen beim Zahlungsausgleich der Kundenforderungen oder der Abwicklung der Auftragseingänge kommt, werden die Laufzeiten der entsprechenden Devisenterminkontrakte angepasst. Das Nominalvolumen der zur Absicherung von Fremdwährungstransaktionen abgeschlossenen Devisenterminkontrakte beläuft sich zum 31. März 2015 auf T€ 175.331 bei beizulegenden Zeitwerten von T€ 9.773 (davon positive Marktwerte in Höhe von T€ 9.992 sowie negative Marktwerte in Höhe von T€ 219). Die Wirksamkeit (Effektivität) der Bewertungseinheit wird auf Grundlage eines angemessenen Risikomanagementsystems beurteilt. Die Wirksamkeit wird prospektiv festgestellt. Verlustspitzen werden imparitätisch im Aufwand erfasst. Die beizulegenden Zeitwerte der derivativen Finanzinstrumente werden mit marktüblichen Bewertungsmethoden (Discounted-Cash-Flow-Methode) unter Berücksichtigung der am Bewertungsstichtag vorliegenden Marktdaten (Marktwerte) vom Konzerntreasury ermittelt. Devisenkontrakte werden einzeln auf Basis des Austauschbetrages mit den aktuellen Marktterminkursen am Abschlussstichtag im Vergleich zu den vereinbarten Termin- bzw. Kontraktkursen bewertet. Die Marktterminkurse richten sich nach den Kassakursen unter Berücksichtigung von Terminauf- und -abschlägen. Die Höhe des abgesicherten Risikos beträgt zum Stichtag T€ 9.992. In dieser Höhe wurden negative Wert- und Zahlungsstromänderungen vermieden. Die Verbuchung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der so genannten Einfrierungsmethode. Sofern die Voraussetzungen für die Bildung von Bewertungseinheiten nicht erfüllt sind, werden derivative Finanzinstrumente imparitätisch bewertet. Zum Bilanzstichtag bestanden folgende Geschäfte, die nicht Bestandteil einer Bewertungseinheit waren: scroll
Die Gesellschaft setzt keine Finanzinstrumente zu Handels- oder Spekulationszwecken ein. 4. BelegschaftIm Durchschnitt waren 515 Mitarbeiter beschäftigt (VJ: 517 Mitarbeiter). Bezogen auf Vollzeitäquivalente entwickelte sich die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter wie folgt: scroll
5. Angaben zum Anteilsbesitzscroll
Die MEDION AG ist Mutterunternehmen im Sinne von § 290 HGB und zur Konzernrechnungslegung verpflichtet. Sie stellt gem. § 315 a Abs. 1 HGB einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) auf. 6. Geschäfte mit nahe stehenden Unternehmen und PersonenIm Rahmen der Geschäftstätigkeit bestehen insbesondere Liefer- und Leistungsbeziehungen zu Unternehmen des Lenovo-Konzerns, bei denen unmittelbar oder mittelbar kein 100-prozentiger Anteilsbesitz besteht, und zu anderen nahestehenden Unternehmen. Es bestehen vertragliche Vereinbarungen. Gemäß § 285 Nr. 21 HGB sind folgende Geschäftsbeziehungen darzustellen: scroll
7. Angaben zum KonzernabschlussDie MEDION AG wird seit dem 1. August 2011 in den Konzernabschluss der Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China, einbezogen. Das Mutterunternehmen, das den Konzernabschluss für den größten Kreis von Unternehmen aufstellt, ist die Lenovo Group Ltd., Hongkong, Volksrepublik China. Dieser ist am Sitz der Gesellschaft bzw. über www.Lenovo.com erhältlich. Die Lenovo Germany Holding GmbH hält zum 31. März 2015 eine Gesamtzahl von 38.647.508 Aktien (79,82 %) zuzüglich 3.736.970 Stück (7,72 %) der von der MEDION AG gehaltenen eigenen Aktien, die Lenovo gemäß §§ 21, 22 WpHG zuzurechnen sind. Somit ist die Lenovo Germany Holding GmbH mehrheitlich an der MEDION AG im Sinne des § 16 AktG beteiligt. 8. VorstandIm Berichtszeitraum gehörten folgende Herren dem Vorstand an:
Die Gesamtbezüge der Vorstandsmitglieder, die erfolgswirksam erfasst wurden, beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/2015 ohne die Veränderung der Pensionsrückstellungen (T€ 948; Vorjahr: T€ 756) auf insgesamt T€ 2.035 (Vorjahr: T€ 2.406). Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Vorstandsbezüge gemäß § 285 S. 1 Nr. 9a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht im zusammengefassten Lagebericht dargestellt, auf den verwiesen wird. Der Vorstand hielt zum 31. März 2015 keine Aktien der Gesellschaft. 9. AufsichtsratIm Geschäftsjahr waren folgende Herren Mitglieder des Aufsichtsrates der Gesellschaft:
Herr Dr. Stützle erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 eine Vergütung in Höhe von T€ 120 (Vorjahr: T€ 120). Herr Wai Ming Wong erhält für seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2014/2015 aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 50). Das Aufsichtsratsmitglied Herr Gianfranco Lanci erhält für seine Tätigkeit aufgrund einer Vereinbarung zwischen MEDION und Lenovo keine Vergütung (Vorjahr: T€ 14). Für das Geschäftsjahr 2013/2014 wurde noch für Herrn Wai Ming Wong eine Vergütung in Höhe von T€ 50 und für Herrn Gianfraneo Lanci eine Vergütung in Höhe von T€ 14 gebucht. Da auch diese Vergütung nicht ausgezahlt wurde und vom Verzieht erfasst wird, musste die dafür gebildete Rückstellung aufgelöst werden. Die Gesamtvergütung des Aufsichtsrates beläuft sich somit im Geschäftsjahr 2014/2015 auf T€ 120 (Vorjahreszeitraum: T€ 218). Weder im Berichtsjahr noch im Vorjahr wurden Aufwandsentschädigungen gezahlt. scroll
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Die Aufsichtsratsmitglieder hielten zum 31. März 2015 unverändert keine Aktien. Die Angaben über die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Darstellung der individualisierten Angaben der Aufsichtsratsbezüge nach § 285 S. 1 Nr. 9 a Satz 5 bis 8 HGB sind im Vergütungsbericht, der Bestandteil des Lageberichtes und zusammengefassten Konzernlageberichtes ist, dargestellt, auf den verwiesen wird. 10. Angaben nach § 160 Absatz 1 Nr. 8 AktGZum Bilanzstichtag 31. März 2015 bestehen Beteiligungen an der Gesellschaft, die nach §§ 21, 22 und 25 Abs. 1 WpHG mitgeteilt und nach § 26 Abs. 1 WpHG veröffentlicht worden sind: Die MEDION AG erhielt am 16. April 2014 folgende Mitteilungen: Paul E. Singer, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.26% (this corresponds to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Paul E. Singer, by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Paul E. Singer, by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Paul E. Singer controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg. Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A., Braxton Associates, Inc., U.S.A. and Elliott Asset Management LLC, U.S.A. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Elliott Asset Management LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.26% (this corresponds to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott Asset Management LLC by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott Asset Management LLC by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Elliott Asset Management LLC controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, and Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Braxton Associates, Inc., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.26% (this corresponds to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Braxton Associates, Inc. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Braxton Associates, Inc. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Braxton Associates, Inc. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, Hambledon, Inc., Cayman Islands, and Elliott Capital Advisors, L.P., U.S.A. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Elliott Capital Advisors, L.P., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.26% (this corresponds to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott Capital Advisors, L.P. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott Capital Advisors, L.P. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Elliott Capital Advisors, L.P. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., Elliott International, L.P., Cayman Islands, and Hambledon, Inc., Cayman Islands. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Hambledon, Inc., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Hambledon, Inc. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Hambledon, Inc. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Hambledon, Inc. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., and Elliott International, L.P., Cayman Islands. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Elliott International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott International, L.P. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott International, L.P. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Elliott International, L.P. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Maidenhead LLC, U.S.A. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Elliott International Limited, Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott International Limited by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Elliott International Limited by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Elliott International Limited controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Maidenhead LLC, U.S.A. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Maidenhead LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Maidenhead LLC by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Maidenhead LLC by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Maidenhead LLC controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany, Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,865,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,865,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany andCornwall Verwaltungs GmbH, Germany. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,864,490 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany, and Cornwall Verwaltungs GmbH, Germany. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Cornwall Verwaltungs GmbH, Berlin, Germany, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, all voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Cornwall Verwaltungs GmbH by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held indirectly. Out of the aggregated voting interest, there are no voting rights to be allotted to Cornwall Verwaltungs GmbH by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. Cornwall Verwaltungs GmbH controls the following undertakings over which financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG are held: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Cornwall GmbH & Co. KG, Berlin, Germany, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 10, 2014 and amounts, as of such date, to 10.05% (this corresponds to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights). Out of the aggregated voting interest, all voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are allotted to Cornwall GmbH & Co. KG by financial or other instruments in terms of Sec. 25 WpHG. All of these financial instruments are held directly. Out of the aggregated voting interest, there are no voting rights to be allotted to Cornwall GmbH & Co. KG by voting rights in terms of Secs. 21, 22 WpHG. The notification refers to the following financial instrument pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG: Share purchase agreement, expiration date: April 17, 2014 Cornwall Verwaltungs GmbH, Berlin, Germany, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3% on April 11, 2014 and amounts, as of such date, to 4.74% (this corresponds to 2,293,644 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of the aforementioned voting rights (this corresponds to 2,293,644 out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Cornwall Verwaltungs GmbH pursuant to Sec. 22 para 1 sentence 1 No. 1 WpHG from the following undertaking which is controlled by Cornwall Verwaltungs GmbH and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany. Cornwall GmbH & Co. KG, Berlin, Germany, informed Medion AG on April 16, 2014 pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 3% on April 11, 2014 and amounts, as of such date, to 4.74% (this corresponds to 2,293,644 out of a total of 48,418,400 voting rights). Die MEDION AG erhielt am 17. April 2014 folgende Mitteilungen: Elliott International Capital Advisors Inc., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of the aforementioned voting rights are attributed to Elliott International Capital Advisors Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 6 WpHG, whereby 10.02% of the voting rights (corresponding to 4,850,418 voting rights out of a total of 48,418,400 voting rights) are to be attributed to Elliott International Capital Advisors Inc. from Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg. Hambledon, Inc., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of the aforementioned voting rights are attributed to Hambledon, Inc. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertakings which are controlled by Hambledon, Inc. and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Maidenhead LLC, U.S.A., and Elliott International, L.P., Cayman Islands. Elliott International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of the aforementioned voting rights are attributed to Elliott International, L.P. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertakings which are controlled by Elliott International, L.P. and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Maidenhead LLC, U.S.A. Elliott International Limited, Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of the aforementioned voting rights are attributed to Elliott International Limited pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertakings which are controlled by Elliott International Limited and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Maidenhead LLC, U.S.A. Maidenhead LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,852,418 out of a total of 48,418,400 voting rights). 10.02% of the voting rights (this corresponds to 4,851,418 out of a total of 48,418,400 voting rights) are attributed to Maidenhead LLC pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertakings which are controlled by Maidenhead LLC and whose holdings of voting rights amount to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, and Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg. Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,851,418 out of a total of 48,418,400 voting rights). 10.02% of the aforementioned voting rights (this corresponds to 4,850,418 out of a total of 48,418,400 voting rights) are attributed to Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. pursuant to Sec. 22 para. 1 sentence 1 no. 1 WpHG from the following undertaking which is controlled by Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. and whose holding of voting rights amounts to 3% or more in Medion AG: Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg. Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 17, 2014 at 9.10 pm CEST pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the threshold of 10% on May 28, 2013 and, as of such date, amounted to 10.02% (this corresponds to 4,850,418 out of a total of 48,418,400 voting rights). Die MEDION AG erhielt am 23. April 2014 folgende Mitteilungen: Cornwall GmbH & Co. KG, Schönefeld, Germany, informed Medion AG on April 23, 2014 pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 10.05% (this corresponds to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights). Cornwall Verwaltungs GmbH, Schönefeld, seat in Berlin, Germany, informed Medion AG on April 23, 2014 pursuant to Sec. 21 para 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) exceeded the thresholds of 5% and 10% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 10.05% (this corresponds to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights). All of the aforementioned voting rights are attributed to Cornwall Verwaltungs GmbH pursuant to Sec. 22 para 1 sentence 1 No. 1 WpHG from the following undertaking which is controlled by Cornwall Verwaltungs GmbH and whose holding of voting rights amounts to 3% or more in Medion AG: Cornwall GmbH & Co. KG, Germany. Die MEDION AG erhielt am 24. April 2014 folgende Mitteilungen: Paul E. Singer, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that his share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Paul E. Singer - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Paul E. Singer pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Elliott Asset Management LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Elliott Asset Management LLC - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Elliott Asset Management LLC pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Braxton Associates, Inc., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Braxton Associates, Inc. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Braxton Associates, Inc. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Elliott Capital Advisors, L.P., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Elliott Capital Advisors, L.P. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.26% of the voting rights (corresponding to 4,966,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Elliott Capital Advisors, L.P. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Hambledon, Inc., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Hambledon, Inc. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Hambledon, Inc. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Elliott International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Elliott International, L.P. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Elliott International, L.P. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Elliott International Limited, Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Elliott International Limited - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Elliott International Limited pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Maidenhead LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Maidenhead LLC - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,866,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Maidenhead LLC pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,865,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,490 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Cornwall Verwaltungs GmbH, Schönefeld, seat in Berlin, Germany, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Cornwall Verwaltungs GmbH - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Cornwall Verwaltungs GmbH pursuant to Secs. 21, 22 WpHG. Cornwall GmbH & Co. KG, Schönefeld, Germany, informed Medion AG on April 24, 2014 pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG that its share in the voting rights of Medion AG, Am Zehnthof 77, 45307 Essen (ISIN DE0006605009) fell below the thresholds of 10% and 5% on April 16, 2014 and, as of such date, amounted to 0% (this corresponds to 0 voting rights). There are no voting rights held by Cornwall GmbH & Co. KG - directly or indirectly - by financial or other instruments pursuant to Sec. 25 para. 1 WpHG. 10.05% of the voting rights (corresponding to 4,864,390 out of a total of 48,418,400 voting rights) are held by Cornwall GmbH & Co. KG pursuant to Sec. 21 WpHG. Die MEDION AG erhielt am 8. Mai 2014 folgende Mitteilungen: Cornwall Verwaltungs GmbH, Schönefeld, Germany, informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on April 16, 2014 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Cornwall Verwaltungs GmbH plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Cornwall Verwaltungs GmbH intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Cornwall Verwaltungs GmbH intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Cornwall Verwaltungs GmbH notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). Cornwall GmbH & Co. KG, Schönefeld, Germany, informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on April 16, 2014 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Cornwall GmbH & Co. KG plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Cornwall GmbH & Co. KG intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Cornwall GmbH & Co. KG intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Cornwall GmbH & Co. KG notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). Elliott International Capital Advisors Inc., Wilmington, U.S.A., informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 28, 2013 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Elliott International Capital Advisors Inc. plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Elliott International Capital Advisors Inc. intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Elliott International Capital Advisors Inc. intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Elliott International Capital Advisors Inc. notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). Hambledon, Inc., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 28, 2013 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Hambledon, Inc. plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Hambledon, Inc. intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Hambledon, Inc. intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Hambledon, Inc. notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). Elliott International, L.P., Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 28, 2013 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Elliott International, L.P. plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Elliott International, L.P. intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Elliott International, L.P. intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Elliott International, L.P. notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). Elliott International Limited, Grand Cayman, Cayman Islands, informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 28, 2013 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Elliott International Limited plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Elliott International Limited intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Elliott International Limited intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Elliott International Limited notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). Maidenhead LLC, Wilmington, U.S.A., informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 28, 2013 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Maidenhead LLC plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Maidenhead LLC intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Maidenhead LLC intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Maidenhead LLC notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). Wolverton (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 28, 2013 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Wolverton (Luxembourg) S.à r.l. notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). Cornwall (Luxembourg) S.à r.l., Luxembourg, Luxembourg, informed Medion AG (the "Company") on May 8, 2014 pursuant to Sec. 27a para. 1 sentences 1 and 3 WpHG following the crossing of the 10% threshold on May 28, 2013 in respect of the objectives pursued with the acquisition of the voting rights, that: 1. the prevalent aim of the investment is implementing strategic objectives where the sale of the shares shall not be excluded; 2. Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. plans to acquire further voting rights of the Company within the next twelve months by means of a purchase or by other means; 3. Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. intends to exert influence on the appointment or removal of members of the Company's administrative, managing and supervisory bodies; and 4. Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. intends to achieve a material change in the Company's capital structure, in particular as regards the ratio between its own funds and external funds and the dividend policy. In respect of the origin of the funds used to acquire the voting rights Cornwall (Luxembourg) S.à r.l. notifies pursuant to Sec. 27a para. 1 sentence 4 WpHG that the acquisition of the voting rights was financed by 100% of own funds (Eigenmittel). 11. Corporate Governance - Erklärung nach § 161 AktGDer Deutsche Corporate Governance Kodex (DCGK) stellt die wesentlichen Empfehlungen zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften dar und enthält Standards verantwortungsvoller Unternehmensführung in der Fassung vom 24. Juni 2014. Am 25. November 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat die aktualisierte Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und den Aktionären auf der Website der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht.
Essen, 29. Mai 2015 Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes Erklärung nach § 264 Abs. 2 Satz 3 sowie § 289 Abs. 1 Satz 5 HGB"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im zusammengefassten Konzernlagebericht und Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind."
Essen, 29. Mai 2015 Gerd Brachmann, Vorsitzender des Vorstandes Christian Eigen, Stellv. Vorsitzender des Vorstandes Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der MEDION AG, Essen, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. April 2014 bis 31. März 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 29. Mai 2015 PricewaterhouseCoopers Stefan Wienands, Wirtschaftsprüfer ppa. Joachim Möglich, Wirtschaftsprüfer |
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