![]() MEDION AGEssenHalbjahresfinanzbericht 2016/2017 (1. April 2016 - 30. September 2016)MEDION AG KonzernHalbjahresfinanzbericht 2016/2017 | 1. April 2016 - 30. September 20161 Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft ist unverändert von einem soliden Wachstum geprägt. In der
Zeit vom 1. April 2016 bis 30. September 2016 (im Folgenden: Berichtszeitraum) setzten
die für das Konsumverhalten der Verbraucher wesentlichen Arbeitsmarktdaten weiterhin
positive Impulse. Hingegen entwickelte sich die Weltwirtschaft nur verhalten und die
außenwirtschaftliche Entwicklung bleibt schwierig. Im Euroraum sorgt das Brexit-Votum
für Ungewissheit über den Verlauf des Austrittsprozesses und die Ausgestaltung der
wirtschaftlichen Beziehungen zur EU (Pressemitteilung Bundesministerium für Wirtschaft
und Energie vom 12. Oktober 2016). Im ersten Kalenderhalbjahr 2016 hat die Consumer-Electronics-Branche in Deutschland
einen Umsatzrückgang von 2,3 % erwirtschaftet. Der Umsatz betrug knapp € 12,2 Mrd.
Dabei zeigten die drei wesentlichen Produktbereiche unterschiedliche Entwicklungen.
Die klassische Unterhaltungselektronik verzeichnete ein Umsatzminus von 3 % gegenüber
dem ersten Halbjahr 2015 auf knapp € 4,2 Mrd. Jedoch verzeichnete in den Monaten Januar
bis Juni 2016 der Produktbereich TV einen deutlichen Anstieg. Auslöser für ein Plus
von 4,1 % auf € 1,9 Mrd. und 3,3 Millionen Stück war die Fußball-Europameisterschaft
mit wesentlichen Kaufimpulsen. Dabei stieg auch der Durchschnittspreis der TV-Geräte
um 3,2 % auf € 578. Positiv entwickelten sich die Segmente Home Audio (+3,9 %) und
Audio/Video-Zubehör (+3,4 %). Dennoch waren die Zuwächse nicht ausreichend, um die
Rückgänge in den restlichen Produktbereichen für ein insgesamt positives Ergebnis
zu kompensieren. Mit privat genutzten Telekommunikations-Produkten wurde ein Umsatzvolumen
von € 4,7 Mrd. erreicht, ein Wachstum um 1,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum.
Der Umsatz mit Smartphones war mit € 4,3 Mrd. um ein Prozent geringer als im Vorjahreszeitraum.
Dabei wurden 10,7 Mio. Stück (-5,5 %) verkauft. Bei den privat genutzten IT-Produkten
gab es einen Rückgang des Umsatzes um 7 % auf € 3,3 Mrd. Desktop PCs (- 20,3 %), Tablet-PCs
(-11,3 %) und Notebooks (-5,7 %) zeigten unverändert deutliche Umsatzrückgänge. Die Internationale Funkausstellung Anfang September 2016 in Berlin konnte neue Impulse
setzen und sollte dadurch Wachstum im Weihnachtsgeschäft generieren. Für den Markt
der Consumer- und Home-Electronics im Jahr 2016 rechnet die gfu in Deutschland unverändert
mit einem Wachstum von mehr als 1 % auf rund € 39,3 Mrd. Aufgeteilt nach Produktgruppen
ergibt dies ein Volumen von € 27,5 Mrd. für den Bereich Consumer Electronics, € 8
Mrd. (+3,6 %) für das Segment Elektro-Großgeräte und € 3,7 Mrd. (+4 %) für Elektro-Kleingeräte
(Pressemitteilungen gfu vom 22. August und 5. September 2016). Im Bereich der PC-Produkte (Desktop, Notebook und Tablet) ist noch keine nachhaltige
Umkehr des bisher negativen Trends erkennbar. Die Entwicklung des Marktes beim Angebot digitaler Dienstleistungen im MEDION-Berichtssegment
Direktgeschäft ist unverändert positiv. Der weiterhin steigenden Nachfrage nach Datenvolumen
im Mobilfunk stehen jedoch der Preisrückgang bei den Terminierungsentgelten durch
die europaweite Deregulierung und der unveränderte Wettbewerbsdruck entgegen. 2 FinanzberichtERTRAGSLAGE
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Im Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 wurde im Ausblick auf
das laufende Geschäftsjahr 2016/2017 erläutert, dass mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau
bzw. mit einem leichten Umsatzwachstum von unter 5 % gerechnet wird, aufgrund des
gegenwärtig schwierigen Marktumfeldes jedoch auch ein leichter Umsatzrückgang nicht
ausgeschlossen werden kann. Weiterhin wurde aufgrund der zunehmenden Sättigung im
Multimedia- und Consumer-Electronics-Bereich insgesamt ein Rückgang im Umsatz des
Projektgeschäftes von bis zu -10 % erwartet, der jedoch durch ein Wachstum im Direktgeschäft
trotz des schwierigen Marktumfeldes kompensiert werden kann. Für das EBIT wurde analog
zum Umsatz für 2016/2017 ein leichter Rückgang nicht ausgeschlossen, jedoch eher ein
EBIT auf Vorjahresniveau erwartet. Im günstigsten Fall wurde auch eine leichte Verbesserung
von bis zu 5 % für möglich gehalten, wenn die anhaltende Verteuerung des US-Dollars
schrittweise an den Markt weitergegeben werden kann. Entsprechend verlief das erste Geschäftshalbjahr, wie schon das erste Geschäftsjahresquartal,
umsatzseitig gemäß den Erwartungen. Der Konzernumsatz liegt mit € 646,2 Mio. leicht
(+1,2 %) über Vorjahresniveau (€ 638,7 Mio.). Dieser Anstieg beinhaltet jedoch einen
Umsatzanstieg im Rahmen der für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen von
€ 44,3 Mio. im Vorjahr um € 7,9 Mio. auf € 52,2 Mio. in den Monaten April bis September
2016. Bereinigt um diesen Anstieg ist der Umsatz des MEDION-Kerngeschäftes mit € 594,0
Mio. nahezu unverändert (Vorjahr: € 594,4 Mio.). Seit dem Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/2016 weist MEDION
die für den Lenovo-Konzern erbrachten Konzerndienstleistungen gesondert vom Projektgeschäft
aus, in dem sie bislang ausgewiesen wurden. Hintergrund ist, dass die Größenordnungen
der Dienstleistungen und die zu bedienenden Regionen im Bereich Kundenservice die
Servicevolumina für die eigenen MEDION-Produkte übersteigen. Daher erfolgt seit dem
Geschäftsbericht zum 31. März 2016 ein gesonderter Ausweis dieser Dienstleistungen.
Diese umfassen neben den erbrachten Dienstleistungen im Rahmen des Kundenservice auch
weitere Dienstleistungen im Rahmen von Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen. Die
Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. UMSÄTZE NACH SEGMENTENscroll
In den Zahlen des ersten Geschäftshalbjahres zeichnet sich der erwartete Rückgang
im Umsatz und Ergebnis des klassischen Projektgeschäftes bereits ab. Aufgrund der
Übersättigung des Multimedia-Marktes, insbesondere im Notebook- wie im Desktop-PC-Bereich,
und der anhaltenden für den Euroraum ungünstigen Euro-US-Dollar-Parität steht das
klassische Projektgeschäft weiterhin unter starkem Wettbewerbsdruck. Insgesamt hat
sich der Umsatz im Projektgeschäft um € 32,7 Mio. von € 236,7 Mio. im Vorjahreshalbjahr
auf € 204,0 Mio. vermindert, was einem Rückgang von rund -14 % entspricht (Erwartungswert:
bis zu -10 %). Demgegenüber konnte der Umsatz im Direktgeschäft erwartungsgemäß gesteigert werden
und den Rückgang des Projektgeschäftes vollständig kompensieren. In diesem Segment
konnte ein Umsatzanstieg von € 357,7 Mio. im Vorjahr um € 32,3 Mio. auf € 390,0 Mio.
im abgelaufenen Geschäftshalbjahr realisiert werden. Die Erlöse aus dem Bereich der für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen
stiegen leicht von € 44,3 Mio. im Vorjahr auf € 52,2 Mio. Diese Erhöhung um € 7,9
Mio. begründet somit insgesamt auch den leichten Anstieg des Konzernumsatzes in Höhe
von € +7,5 Mio. auf € 646,2 Mio. Deutschland bleibt mit rund 72 % Umsatzanteil (Vorjahreszeitraum: rund 71 %) nach
wie vor wichtigster Markt. Im übrigen Europa ist der Umsatzanteil aufgrund der gegenwärtigen
Wettbewerbssituation im Multimediabereich von rund 18 % auf rund 15 % zurückgegangen.
Außerhalb Europas erhöhte sich der Umsatzanteil hingegen auf rund 13 % im abgelaufenen
ersten Halbjahr 2016/2017 nach rund 11 % im vergleichbaren Vorjahreszeitraum. Dieser
Anstieg resultiert im Wesentlichen aus den ausgeweiteten Dienstleistungen für den
Lenovo-Konzern. Der erwirtschaftete Rohertrag konnte von € 91,2 Mio. im Vorjahr um € 19,0 Mio. auf
€ 110,2 Mio. gesteigert werden. Die Rohertragsquote verbesserte sich demzufolge auf
17,1 % (Vorjahr: 14,3 %), begründet durch die höheren Umsatzanteile der mit anderen
Rohertragsstrukturen gekennzeichneten Segmente Direktgeschäft und Konzerndienstleistungen.
Der Personalaufwand bleibt mit € 27,2 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 26,8 Mio.). Erstmalig
seit langer Zeit gestiegen sind hingegen die Abschreibungen (€ 1,9 Mio.; Vorjahr:
€ 1,4 Mio.). Begründet ist dieses durch verstärkte Investitionen in das Direktgeschäft,
insbesondere in Software. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen liegt mit einem Gesamtaufwand
von € 71,0 Mio. um € 15,9 Mio. (+29 %) über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum (€
55,1 Mio.). Anders als in vorangegangenen Berichtszeiträumen resultiert dieser Anstieg
nicht mehr im Wesentlichen allein aus den erweiterten Dienstleistungen im Rahmen des
Kundenservice für Lenovo, sondern gleichermaßen aus der Stärkung des Direktgeschäftes. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGEscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 74,2 Mio. um € 15,5 Mio. über
dem Vorjahreswert (€ 58,7 Mio.). Von diesem Gesamtanstieg entfallen € 12,4 Mio. auf
die Vertriebsaufwendungen. Hier erhöhten sich durch den Ausbau und die Stärkung des
Direktgeschäftes die Aufwendungen für Marketing von € 13,1 Mio. im Vorjahr auf € 16,4
Mio. im Berichtszeitraum. Darüber hinaus stiegen die Aufwendungen für den Kundenservice
um € 7,9 Mio. von € 23,7 Mio. im Vorjahr auf € 31,6 Mio. (+33 %), hauptsächlich im
Rahmen der Ausweitung der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern. Die sonstigen Vertriebsaufwendungen
erhöhten sich von € 9,0 Mio. auf € 10,2 Mio., im Wesentlichen durch gestiegene Frachtkosten. Der Anstieg der Verwaltungsaufwendungen von € 10,7 Mio. im Vorjahr um € 2,8 Mio. (+26
%) auf € 13,5 Mio. resultiert aus gestiegenen Aufwendungen für IT- und sonstige Beratungsleistungen,
ebenfalls begründet durch die Stärkung des Direktgeschäftes. Das insgesamt erwirtschaftete EBIT in Höhe von € 10,1 Mio. liegt somit um € 2,2 Mio.
über dem vergleichbaren Vorjahreswert von € 7,9 Mio. Dieser Anstieg liegt mit rund
+28 % zwar deutlich über den Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr, allerdings
wird für das anstehende umsatzstärkste vierte Kalenderquartal bzw. dritte Geschäftsquartal
ein entsprechend geringerer Anstieg, für das vierte Geschäftsquartal sogar ein Rückgang
erwartet. EBIT NACH SEGMENTENscroll
Beim EBIT des Projektgeschäftes ist der marktseitige Druck deutlich sichtbar. Während
die Umsätze hier um rund -14 % zurückgingen, verminderte sich das erwirtschaftete
EBIT überproportional um -20 % von € 0,5 Mio. im Vorjahr auf € 0,4 Mio. in den Monaten
April bis September 2016. Im Direktgeschäft hingegen konnte das erwirtschaftete EBIT trotz gestiegener Aufwendungen,
insbesondere für Marketing, IT und Beratung von € 6,5 Mio. auf € 8,6 Mio. verbessert
werden. Das durch die Konzerndienstleistungen erwirtschaftete EBIT stieg leicht auf € 1,1
Mio. (Vorjahr: € 0,9 Mio.) im Rahmen der gestiegenen Leistungserbringung. Das Finanzergebnis ist aufgrund des allgemeinen Zinsniveaus und der Wiederaufnahme
des ABS-Programms im November 2015 mit € -0,2 Mio. seit langer Zeit wieder negativ
(Vorjahr: € +0,1 Mio.). Der Steueraufwand erhöhte sich von € 0,8 Mio. im vergleichbaren Vorjahreszeitraum
auf € 1,6 Mio. im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr, hauptsächlich aufgrund höherer
latenter Steueraufwendungen (Vorjahr: latente Steuererträge). Insgesamt konnte MEDION somit im ersten Geschäftshalbjahr 2016/2017 trotz des gleichbleibenden
Umsatzniveaus das Konzernergebnis von € 7,2 Mio. im Vorjahreszeitraum auf € 8,3 Mio.
(+15 %) steigern. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEscroll
Die Bilanzsumme des MEDION-Konzerns hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.
März 2016 leicht um € -23,6 Mio. von € 763,4 Mio. auf € 739,8 Mio. vermindert. Sowohl
auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite gab es dabei Verschiebungen im Rahmen
saisonaler Entwicklungen. Auf der Aktivseite stiegen die Vorräte aufgrund des bevorstehenden umsatzstarken Weihnachtsquartals
von € 244,2 Mio. zum 31. März 2016 um € 25,9 Mio. auf € 270,1 Mio. zum 30. September
2016. Dem steht ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund
des bezüglich des Projektgeschäftes umsatzschwächeren Sommerquartals und des Ostergeschäftes
zum 31. März 2016 von € 200,1 Mio. um € -29,6 Mio. auf € 170,5 Mio. gegenüber. Zusammenhängend
mit dem Anstieg der Vorräte erhöhten sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen von € 114,1 Mio. um € 18,2 Mio. auf € 132,3 Mio. Ohne Berücksichtigung
der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ergibt sich somit eine Verminderung des
Working Capital von € 330,2 Mio. um € -21,9 Mio. auf € 308,3 Mio. Der leichte Anstieg der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von € 46,3 Mio. auf
€ 52,6 Mio. (€ +6,3 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus höheren Lieferantengutschriften. Aufgrund des anstehenden Weihnachtsquartals verminderte sich, unter Berücksichtigung
der innerhalb des Lenovo-Konzerns bereitgestellten Liquidität, auch die insgesamt
zur Verfügung stehende Liquidität von € 206,3 Mio. zum 31. März 2016 auf € 166,6 Mio. Das Eigenkapital ist zum 30. September 2016 (€ 381,8 Mio.) gegenüber dem Stand zum
31. März 2016 (€ 371,3 Mio.) leicht erhöht (€ +10,5 Mio., +2,8 %). Die Eigenkapitalquote
ist daher und aufgrund der geringeren Bilanzsumme wieder auf über 50 % gestiegen und
beträgt zum 30. September 2016 51,6 % nach 48,6 % zum Jahresabschluss 31. März 2016. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen gab es zum 30. September 2016
keine mehr, da die Vertriebsdienstleistungen im Rahmen des Vertriebs von Lenovo-Produkten
eingestellt wurden. Die zum Bilanzstichtag 31. März 2016 ausgewiesenen Verbindlichkeiten
in Höhe von € 20,5 Mio. betrafen ausschließlich Verpflichtungen zur Gewinnabführung. Der Rückgang der übrigen Rückstellungen von € 157,6 Mio. um € 30,5 Mio. auf € 127,1
Mio. resultiert im Wesentlichen aus geringeren Rückstellungen für Lizenzen und Schutzrechte. 3 Chancen- und RisikoberichtNach Einschätzung des MEDION-Vorstandes haben sich Chancen und Risiken des MEDION-Konzerns
im Berichtszeitraum 1. April 2016 bis 30. September 2016 gegenüber der Darstellung
im Geschäftsbericht 2015/2016 auf den Seiten 69-81 nicht verändert. Im Geschäftsbericht
findet sich auch eine Erläuterung hinsichtlich der Maßnahmen, die zur Risikobewältigung
eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden. Daher sind nach Einschätzung des
Vorstandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für die absehbare Zukunft keine Risiken
erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. 4 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Schluss des 1. Halbjahres 2016/2017 (1. April 2016 - 30. September 2016)Ereignisse nach dem 30. September 2016, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten. 5 AusblickMEDION wird sich im Konzernverbund mit Lenovo als führender deutscher Anbieter von
Consumer-Electronics-Produkten und digitalen Dienstleistungsangeboten weiterentwickeln.
Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen
der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs-
und Discountermärkte sowie den E-Commerce über das Internet auch weiterhin fortsetzen. Auch wenn das erste Geschäftshalbjahr umsatz- und ergebnisseitig leicht über den Erwartungen
lag, bleibt der Prognosebericht für das laufende Geschäftsjahr gegenüber den Angaben
im Geschäftsbericht 2015/2016 auf den Seiten 58-69 unverändert. Vor dem Hintergrund,
dass das bevorstehende dritte Geschäfts- bzw. vierte Kalenderquartal aufgrund des
Weihnachtsgeschäftes für MEDION das stärkste Quartal ist, insbesondere im klassischen
Projektgeschäft, wird mit deutlicheren Auswirkungen des gegenwärtigen Markt- und Preisdrucks
als noch im ersten Geschäftshalbjahr und mit einem deutlich unter dem ersten Geschäftshalbjahr
liegendem Wachstum gerechnet. Insgesamt rechnet MEDION daher weiterhin mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau bzw.
mit einem leichten Umsatzwachstum von unter 5 %, aufgrund des gegenwärtig schwierigen
Marktumfeldes kann jedoch auch ein leichter Umsatzrückgang nicht ausgeschlossen werden.
Es wird damit gerechnet, dass das geplante Wachstum im Direktgeschäft trotz des schwierigen
Marktumfeldes einen erwarteten Rückgang im Projektgeschäft kompensieren kann. Da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil
der variablen Kosten gesenkt hat und nur noch in geringem Umfang hier Einsparungen
vornehmen kann, wird der zunehmende Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft
auch zu überproportionalem Ergebnisdruck führen. Im Direktgeschäft werden zwar Skalenvorteile
wie in den Vorjahren erwartet, aber auch hier wird ein steigender Preisdruck, insbesondere
im Telekommunikationsgeschäft, nicht zu einer höheren Rentabilität insgesamt führen
können. Insgesamt kann daher analog zum Umsatz für 2016/2017 ein leichter Rückgang
des EBIT nicht ausgeschlossen werden, jedoch wird eher mit einem EBIT auf Vorjahresniveau
gerechnet, eine leichte Verbesserung von bis zu 5 % aber auch für möglich gehalten,
wenn die anhaltende Verteuerung des US-Dollars schrittweise an den Markt weitergegeben
werden kann. DisclaimerDieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. September 2016 enthält zukunftsgerichtete
Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichtes zum 30.
September 2016. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen
Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen
abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt,
die nicht dem Einfluss von MEDION unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt
werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen,
das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Kosteneffekte sowie
gesetzliche und politische Entscheidungen. MEDION sieht sich auch nicht dazu verpflichtet,
Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse
oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien
eingetreten sind. VERKÜRZTE KONZERN-GEWINN-UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
Aufgrund von Zuordnungsdifferenzen in der Gesamtergebnisrechnung wurden die Vorjahreszahlen
für das zweite Geschäftsquartal angepasst. Für das erste Geschäftshalbjahr des Vorjahres
ergeben sich ebenfalls entsprechende Ausweisänderungen, aber keine Ergebnisauswirkungen. VERKÜRZTE KONZERN-KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE KONZERNBILANZAktivascroll
Passivascroll
VERKÜRZTER SEGMENTBERICHTscroll
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VERKÜRZTE ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALSscroll
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Erläuternde AngabenInformation zum UnternehmenDie MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft
nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft
werden öffentlich gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen
("Konzern") sowie die Grundlagen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages
zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH werden unter Punkt 4.1.1
ab Seite 24 im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2015/2016 beschrieben. Grundlage der Aufstellung des Abschlusses und Änderung von RechnungslegungsmethodenDer verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für das zum 30. September 2016 endende Halbjahr
wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss
zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in
Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2016 zu lesen. Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die
Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. März 2016 angewandten Rechnungslegungsmethoden
unverändert übernommen. Im Berichtszeitraum wurden keine neuen oder geänderten veröffentlichten, aber noch
nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, vom Konzern vorzeitig
angewandt. KonsolidierungskreisSeit dem 1. April 2016 wird die 100 %ige Tochtergesellschaft MEDION Asia Pacific Ltd.
mit Sitz in Hongkong in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Gesellschaft war
bis zum 31. März 2016 nicht operativ und hat zum 1. April 2016 die Geschäftstätigkeit
aufgenommen. Zweck der Gesellschaft ist es, den MEDION-Konzern bei der Entwicklung
und Beschaffung von Consumer- und Haushalts-Elektronik-Produkten in direkter Nähe
zu den Beschaffungsmärkten zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurden Mitarbeiter von
einem vorher mit diesen Aufgaben betrauten Geschäftspartner zum Geschäftsbeginn eingestellt
und das Stammkapital der Gesellschaft von HKD 1.000.000 auf HKD 10.000.000 erhöht.
Die MEDION Asia Pacific erbringt ausschließlich interne Dienstleistungen für den MEDION-Konzern. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenAlle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich
vereinbart und werden zu Preisen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart
würden. Darüber hinaus haben sich keine Veränderungen bei den im Bericht der MEDION
AG über das Geschäftsjahr 2015/2016 (1. April 2015 - 31. März 2016) auf den Seiten
160-161 aufgeführten nahe stehenden Unternehmen ergeben. Die vertraglichen Beziehungen
mit nahe stehenden Unternehmen bestehen annähernd unverändert fort, sind aber nach
ihrer Ergebnisauswirkung für den Konzern unwesentlich. Sonstige AngabenDer Aufsichtsrat hielt zum 30. September 2016 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien. Der Vorstand hielt zum 30. September 2016 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien. Prüferische DurchsichtEine prüferische Durchsicht dieses Halbjahresfinanzberichtes zum 30. September 2016
ist nicht erfolgt (§ 37w Absatz 1 Satz 6 WpHG). Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Essen, 11. November 2016 scroll
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