![]() MEDION AGEssenZwischenmitteilung 3. Quartal 2016/2017 (1. April 2016 - 31. Dezember 2016)1 Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft ist im Jahr 2016 trotz eines unruhigen außenwirtschaftlichen
Umfeldes um 1,9 % solide gewachsen. Getragen wurde diese Entwicklung vor allem von
den staatlichen und privaten Konsumausgaben, den weiterhin positiven Arbeitsmarktdaten
und der starken Binnennachfrage. Zum Jahresende 2016 hat sich die Konjunktur in Deutschland
spürbar belebt und die verhaltene Entwicklung im dritten Kalenderquartal wurde somit
überwunden. Auch die Aussichten für die Weltwirtschaft haben sich tendenziell verbessert:
Die weltweite Industrieproduktion nimmt weiter zu und auch die Wirtschaft der USA
hat im zweiten Halbjahr 2016 mehr Fahrt aufgenommen. Die Wirtschaftsleistung der Europäischen
Union nimmt gemäßigt, aber stetig zu. Insgesamt wird das globale Wachstum im Jahr
2016, aufgrund des schwachen ersten Halbjahrs, geringer ausfallen als im Vorjahr (Pressemitteilung
Bundesministerium für Wirtschaft und Energie vom 12. Januar 2017). Der Absatz von Consumer PCs in Deutschland und Europa war im Gesamtjahr 2016, aber
auch im separaten Weihnachtsquartal 2016, gegenüber dem Vorjahr rückläufig. Dies betraf
sowohl Notebooks als auch Desktop-PCs (IDC, Pressemitteilung vom 25. Januar 2017).
Unverändert sind die Marktsättigung, die starke Nachfrage nach leistungsfähigen Smartphones
und fehlende technische Innovationen dafür die wesentlichen Ursachen. Die Entwicklung des Marktes beim Angebot digitaler Dienstleistungen im MEDION-Berichtssegment
Direktgeschäft ist unverändert positiv. Der weiterhin steigenden Nachfrage nach Datenvolumen
im Mobilfunk und dem sich ausweitenden Angebot im Bereich digitaler Download-Möglichkeiten
(Musik, Filme, Bücher) stehen jedoch der Preisrückgang bei den Terminierungsentgelten
im Mobilfunk durch die europaweite Deregulierung und der unveränderte Wettbewerbsdruck
in Deutschland und Europa entgegen. 2 FinanzberichtERTRAGSLAGEscroll
Im Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2015/2016 wurde im Ausblick auf
das laufende Geschäftsjahr 2016/2017 erläutert, dass mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau
bzw. mit einem leichten Umsatzwachstum von unter 5 % gerechnet wird, aufgrund des
gegenwärtig schwierigen Marktumfeldes jedoch auch ein leichter Umsatzrückgang nicht
ausgeschlossen werden kann. Weiterhin wurde aufgrund der zunehmenden Sättigung im
Multimedia- und Consumer-Electronics-Bereich insgesamt ein Rückgang im Umsatz des
Projektgeschäftes von bis zu -10 % erwartet, der jedoch durch ein Wachstum im Direktgeschäft
trotz des schwierigen Marktumfeldes kompensiert werden kann. Für das EBIT wurde analog
zum Umsatz für 2016/2017 ein leichter Rückgang nicht ausgeschlossen, jedoch eher ein
EBIT auf Vorjahresniveau erwartet. Im günstigsten Fall wurde auch eine leichte Verbesserung
von bis zu 5 % für möglich gehalten, wenn die anhaltende Verteuerung des US-Dollars
schrittweise an den Markt weitergegeben werden kann. Während das erste Geschäftshalbjahr noch den Erwartungen entsprach, blieb das dritte
Geschäftsquartal jedoch leicht unter den Erwartungen. Zwar liegt der Konzernumsatz
insgesamt mit € 1.074,2 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 1.071,1 Mio.). Dieser Anstieg
beinhaltet jedoch einen Umsatzanstieg im Rahmen der für den Lenovo-Konzern erbrachten
Dienstleistungen von € 66,6 Mio. im Vorjahr um € 23,8 Mio. auf € 90,4 Mio. in den
Monaten April bis Dezember 2016. Bereinigt um diesen Anstieg liegt der Umsatz des
MEDION-Kerngeschäftes mit € 983,8 Mio. um -2,1 % unter dem Vorjahreszeitraum (Vorjahr:
€ 1.004,5 Mio.). Seit dem Geschäftsbericht für das abgelaufene Geschäftsjahr 2015/2016 weist MEDION
die für den Lenovo-Konzern erbrachten Konzerndienstleistungen gesondert vom Projektgeschäft
aus, in dem sie bislang ausgewiesen wurden. Hintergrund ist, dass die Größenordnungen
der Dienstleistungen und die zu bedienenden Regionen im Bereich Kundenservice die
Servicevolumina für die eigenen MEDION-Produkte übersteigen. Daher erfolgt seit dem
Geschäftsbericht zum 31. März 2016 ein gesonderter Ausweis dieser Dienstleistungen.
Diese umfassen neben den erbrachten Dienstleistungen im Rahmen des Kundenservice auch
weitere Dienstleistungen im Rahmen von Verwaltungs- und Vertriebsaufwendungen. Die
Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. UMSÄTZE NACH SEGMENTENscroll
In den Zahlen des ersten Geschäftshalbjahres zeichnete sich der erwartete Rückgang
im Umsatz und Ergebnis des klassischen Projektgeschäftes bereits ab. Aufgrund der
Übersättigung des Multimedia-Marktes, insbesondere im Notebook- wie im Desktop-PC-Bereich,
und der anhaltenden für den Euroraum ungünstigen Euro-US-Dollar-Parität steht das
klassische Projektgeschäft weiterhin unter starkem Wettbewerbsdruck. Im Neunmonatszeitraum
hat sich dieser Trend fortgesetzt und sich der Umsatz im Projektgeschäft um € 51,9
Mio. von € 442,5 Mio. im Vorjahr auf € 390,6 Mio. vermindert. Das klassische Projektgeschäft
liegt somit mit einem Rückgang von rund -12 % nach neun Monaten im Geschäftsjahr 2016/2017
leicht unter den Erwartungen (Erwartungswert: bis zu -10 %). Demgegenüber konnte der Umsatz im Direktgeschäft erwartungsgemäß gesteigert werden,
den Rückgang des Projektgeschäftes jedoch nicht mehr vollständig kompensieren wie
noch im ersten Geschäftshalbjahr. In diesem Segment konnte ein Umsatzanstieg um €
31,2 Mio. von € 562,0 Mio. im Vorjahr auf € 593,2 Mio. in den abgelaufenen neun Monaten
realisiert werden. Die Erlöse aus dem Bereich der für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen
stiegen von € 66,6 Mio. im Vorjahr auf € 90,4 Mio. Diese Erhöhung um € 23,8 Mio. kompensiert
zwar den Umsatzrückgang des MEDION-eigenen Geschäftes, ist jedoch maßgeblich auf einmalige
Erlöse aus dem Rückverkauf von Ersatzteilen an den Lenovo-Konzern begründet. Deutschland bleibt mit rund 71 % Umsatzanteil (Vorjahreszeitraum ebenfalls rund 71
%) nach wie vor wichtigster Markt. Im übrigen Europa ist der Umsatzanteil leicht von
rund 19 % auf rund 17 % zurückgegangen. Außerhalb Europas erhöhte sich entsprechend
der Umsatzanteil leicht von rund 10 % auf rund 12 % in den abgelaufenen neun Monaten. Der erwirtschaftete Rohertrag konnte von € 157,5 Mio. im Vorjahr um € 22,4 Mio. auf
€ 179,9 Mio. gesteigert werden. Die Rohertragsquote verbesserte sich demzufolge auf
16,7 % (Vorjahr: 14,7 %), begründet durch die höheren Umsatzanteile der mit anderen
Rohertragsstrukturen gekennzeichneten Segmente Direktgeschäft und Konzerndienstleistungen. Der mit dem weiteren Ausbau des Direktgeschäftes zusammenhängende Personalaufbau führte
zu einem Anstieg des Personalaufwandes von € 40,6 Mio. im Vorjahr auf € 43,0 Mio.
(€ +2,4 Mio.). Erstmalig seit langer Zeit gestiegen sind die Abschreibungen (€ 3,2 Mio.; Vorjahr:
€ 2,2 Mio.). Begründet ist dieses durch verstärkte Investitionen in das Direktgeschäft,
insbesondere in Software. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen liegt mit einem Gesamtaufwand
von € 107,0 Mio. um € 15,7 Mio. (+17 %) über dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum
(€ 91,3 Mio.). Anders als in vorangegangenen Berichtszeiträumen resultiert dieser
Anstieg nicht mehr im Wesentlichen allein aus den erweiterten Konzerndienstleistungen
im Rahmen des Kundenservice für Lenovo, sondern gleichermaßen aus der Stärkung des
Direktgeschäftes. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGEscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit € 111,7 Mio. um € 15,9 Mio. über
dem Vorjahreswert (€ 95,8 Mio.). Von diesem Gesamtanstieg entfallen € 11,9 Mio. auf
die Vertriebsaufwendungen. Hier erhöhten sich durch den Ausbau und die Stärkung des
Direktgeschäftes die Aufwendungen für Marketing von € 24,2 Mio. im Vorjahr auf € 26,8
Mio. im Berichtszeitraum. Darüber hinaus stiegen die Aufwendungen für den Kundenservice
um € 7,6 Mio. von € 37,1 Mio. im Vorjahr auf € 44,7 Mio. (+20,5 %), hauptsächlich
durch mehr erbrachte Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern. Die sonstigen Vertriebsaufwendungen
erhöhten sich von € 14,4 Mio. auf € 16,1 Mio., im Wesentlichen durch gestiegene Frachtkosten. Im Zusammenhang mit dem Ausbau des Direktgeschäftes stehende höhere Aufwendungen für
IT- und sonstige Beratungsleistungen führten zu einem Anstieg der Verwaltungsaufwendungen
von € 17,0 Mio. im Vorjahr um € 2,9 Mio. (+17,1 %) auf € 19,9 Mio. Das insgesamt erwirtschaftete EBIT in Höhe von € 26,7 Mio. liegt somit um € 3,3 Mio.
über dem vergleichbaren Vorjahreswert von € 23,4 Mio. Dieser Anstieg liegt mit rund
+14 % zwar über den Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr, allerdings wird für
das letzte Geschäftsquartal ein entsprechender Rückgang im Vorjahresvergleich erwartet. EBIT NACH SEGMENTENscroll
Beim EBIT des Projektgeschäftes ist der marktseitige Druck deutlich sichtbar. Zwar
zeigt sich im Neunmonatszeitraum nicht mehr wie noch im ersten Geschäftshalbjahr ein
zum Umsatzrückgang überproportionaler Rückgang des EBIT, sondern mit rund -8 % ein
unterproportionaler (Umsatzrückgang rund -12 %). Jedoch liegt dieses eher an Skaleneffekten
des nach wie vor umsatzstarken Weihnachtsquartals. Insgesamt bleibt das im Projektgeschäft
erwirtschaftete EBIT mit einer Rentabilität in Höhe von 0,9 % vom Umsatz (Vorjahr
ebenfalls 0,9 %) auf sehr niedrigem Niveau. Im Direktgeschäft hingegen konnte das erwirtschaftete EBIT trotz gestiegener Aufwendungen,
insbesondere für Marketing, IT und Beratung von € 18,2 Mio. auf € 21,5 Mio. (+18,1
%) überproportional zum Umsatzanstieg (+5,6 %) gesteigert werden. Das durch die Konzerndienstleistungen erwirtschaftete EBIT stieg zwar leicht auf €
1,7 Mio. (Vorjahr: € 1,4 Mio.). Dass trotz Umsatzanstieg von rund +36 % der Anstieg
des EBIT nur bei rund +21 % liegt, resultiert aus dem zuvor erwähnten Rückverkauf
von Ersatzteilen an den Lenovo-Konzern. Das Finanzergebnis ist aufgrund des allgemeinen Zinsniveaus und der Wiederaufnahme
des ABS-Programms im November 2015 mit € -0,5 Mio. seit langer Zeit wieder negativ
(Vorjahr: € 0,0 Mio.). Der Steueraufwand erhöhte sich von € 4,5 Mio. im vergleichbaren Vorjahreszeitraum
auf € 6,1 Mio. im abgelaufenen Neunmonatszeitraum, im Wesentlichen begründet durch
um € 0,7 Mio. höhere Ertragssteuern und um € 0,9 Mio. höhere latente Steuern. Insgesamt konnte MEDION somit im Neunmonatszeitraum 2016/2017, trotz des leicht rückläufigen
Umsatzes im MEDION-eigenen Kerngeschäft, das Konzernergebnis von € 18,9 Mio. im Vorjahreszeitraum
auf € 20,1 Mio. (+6,3 %) steigern. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEscroll
Die Bilanzsumme des MEDION-Konzerns hat sich gegenüber dem Konzernabschluss zum 31.
März 2016 leicht um € +24,2 Mio. von € 763,4 Mio. auf € 787,6 Mio. erhöht. Sowohl
auf der Aktiv- als auch auf der Passivseite gab es dabei Verschiebungen im Rahmen
saisonaler Entwicklungen. Auf der Aktivseite stiegen die Vorräte aufgrund des umsatzstarken vierten Kalenderquartals
von € 244,2 Mio. zum 31. März 2016 leicht um € 7,8 Mio. auf € 252,0 Mio. zum 31. Dezember
2016, die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen stiegen leicht von € 200,1 Mio.
um € 9,5 Mio. auf € 209,6 Mio. Zusammenhängend mit dem Anstieg der Vorräte und Forderungen
erhöhten sich auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 114,1
Mio. um € 36,2 Mio. auf € 150,3 Mio. Ohne Berücksichtigung der Beziehungen zu verbundenen
Unternehmen ergibt sich somit eine Verminderung des Working Capital von € 330,2 Mio.
um € -18,9 Mio. auf € 311,3 Mio. Der Anstieg der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von € 46,3 Mio. auf € 62,5
Mio. (€ +16,2 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus höheren Lieferantengutschriften. Unter Berücksichtigung der innerhalb des Lenovo-Konzerns bereitgestellten Liquidität
verminderte sich die insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität von € 206,3 Mio.
zum 31. März 2016 um € -40,7 Mio. auf € 165,6 Mio. Dieses korrespondiert zu den gestiegenen
Forderungen gegen verbundene Unternehmen aus den erbrachten Dienstleistungen. Das Eigenkapital ist zum 31. Dezember 2016 (€ 394,1 Mio.) gegenüber dem Stand zum
31. März 2016 (€ 371,3 Mio.) leicht erhöht (€ +22,8 Mio., +6,1 %). Die Eigenkapitalquote
ist nach 48,6 % zum Jahresabschluss 31. März 2016 wieder auf 50,0 % gestiegen. Die zum Bilanzstichtag 31. März 2016 ausgewiesenen Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen
Unternehmen in Höhe von € 20,5 Mio. betrafen ausschließlich Verpflichtungen zur Gewinnabführung.
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen zum 31. Dezember 2016 in Höhe
von € 6,4 Mio. resultieren aus Warenlieferungen für die Erbringung von Service-Dienstleistungen. Der Rückgang der übrigen Rückstellungen von € 157,6 Mio. um € 24,0 Mio. auf € 133,6
Mio. resultiert im Wesentlichen aus geringeren Rückstellungen für Lizenzen und Schutzrechte. 3 Chancen- und RisikoberichtNach Einschätzung des MEDION-Vorstandes haben sich Chancen und Risiken des MEDION-Konzerns
im Berichtszeitraum 1. April 2016 bis 31. Dezember 2016 gegenüber der Darstellung
im Geschäftsbericht 2015/2016 auf den Seiten 69-81 nicht verändert. Im Geschäftsbericht
findet sich auch eine Erläuterung hinsichtlich der Maßnahmen, die zur Risikobewältigung
eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden. Daher sind nach Einschätzung des
Vorstandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für die absehbare Zukunft keine Risiken
erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. 4 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Ende des Berichtszeitraums (1. April 2016 - 31. Dezember 2016)Ereignisse nach dem 31. Dezember 2016, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten. 5 AusblickMEDION wird sich im Konzernverbund mit Lenovo als führender deutscher Anbieter von
Consumer-Electronics-Produkten und digitalen Dienstleistungsangeboten weiterentwickeln.
Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen
der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs-
und Discountermärkte sowie den E-Commerce über das Internet auch weiterhin fortsetzen. Während das erste Geschäftshalbjahr umsatzseitig noch leicht über dem vergleichbaren
Vorjahreszeitraum lag (+1,2 %), haben sich die Umsatzerlöse nach neun Monaten angeglichen
und liegen im laufenden Geschäftsjahr auf Vorjahresniveau (+0,3 %). Vor dem Hintergrund,
dass im abgelaufenen dritten Geschäfts- bzw. vierten Kalenderquartal demzufolge deutlichere
Auswirkungen des gegenwärtigen Markt- und Preisdrucks als noch im ersten Geschäftshalbjahr
spürbar waren, wird auch für das vierte Quartal kein Wachstum erwartet. Insgesamt rechnet MEDION daher weiterhin mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau. Vom
bislang für möglich gehaltenen leichten Umsatzwachstum von unter 5 % wird jedoch aufgrund
des Verlaufes des abgelaufenen dritten Geschäftsquartales Abstand genommen, sondern
es wird eher ein bisher nicht ausgeschlossener leichter Umsatzrückgang für möglich
gehalten. Nach dem stärkeren Rückgang des Projektgeschäftes im Weihnachtsquartal wird nicht
mehr ausgeschlossen, dass das geplante Wachstum im Direktgeschäft aufgrund des schwierigen
Marktumfeldes einen erwarteten Rückgang im Projektgeschäft nicht mehr kompensieren
kann. Da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil
der variablen Kosten gesenkt hat und nur noch in geringem Umfang hier Einsparungen
vornehmen kann, wird der anhaltende Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft
auch weiterhin das Ergebnis überproportional belasten. Im Direktgeschäft werden zwar
weitere Skalenvorteile erwartet, aber auch hier wird ein steigender Preisdruck, insbesondere
im Telekommunikationsgeschäft, insgesamt nicht zu einer höheren Rentabilität führen
können. Dennoch wird zum gegenwärtigen Zeitpunkt davon ausgegangen, dass trotz eines
für möglich gehaltenen leichten Umsatzrückgangs ein EBIT auf Vorjahresniveau realisiert
werden kann. Auch eine leichte Verbesserung von bis zu 5 % wird weiterhin für möglich
gehalten. Erläuternde AngabenInformation zum UnternehmenDie MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft
nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft
werden öffentlich gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen
("Konzern") sowie die Grundlagen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages
zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH werden unter Punkt 4.1.1
ab Seite 24 im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2015/2016 beschrieben. Grundlage der Aufstellung des Abschlusses und Änderung von RechnungslegungsmethodenDer verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für den zum 31. Dezember 2016 endenden Zeitraum
wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss
zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in
Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2016 zu lesen. Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die
Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. März 2016 angewandten Rechnungslegungsmethoden
unverändert übernommen. Im Berichtszeitraum wurden keine neuen oder geänderten veröffentlichten, aber noch
nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, vom Konzern vorzeitig
angewandt. KonsolidierungskreisSeit dem 1. April 2016 wird die 100 %ige Tochtergesellschaft MEDION Asia Pacific Ltd.
mit Sitz in Hongkong in den Konsolidierungskreis einbezogen. Die Gesellschaft war
bis zum 31. März 2016 nicht operativ und hat zum 1. April 2016 die Geschäftstätigkeit
aufgenommen. Zweck der Gesellschaft ist es, den MEDION-Konzern bei der Entwicklung
und Beschaffung von Consumer- und Haushalts-Elektronik-Produkten in direkter Nähe
zu den Beschaffungsmärkten zu unterstützen. Zu diesem Zweck wurden Mitarbeiter von
einem vorher mit diesen Aufgaben betrauten Geschäftspartner zum Geschäftsbeginn eingestellt
und das Stammkapital der Gesellschaft von HKD 1.000.000 auf HKD 10.000.000 erhöht.
Die MEDION Asia Pacific erbringt ausschließlich interne Dienstleistungen für den MEDION-Konzern. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenAlle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich
vereinbart und werden zu Preisen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart
würden. Darüber hinaus haben sich keine Veränderungen bei den im Bericht der MEDION
AG über das Geschäftsjahr 2015/2016 (1. April 2015 - 31. März 2016) auf Seite 160-161
aufgeführten nahe stehenden Unternehmen ergeben. Die vertraglichen Beziehungen mit
nahe stehenden Unternehmen bestehen annähernd unverändert fort, sind aber nach ihrer
Ergebnisauswirkung für den Konzern unwesentlich. Sonstige AngabenDer Aufsichtsrat hielt zum 31. Dezember 2016 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien. Der Vorstand hielt zum 31. Dezember 2016 unverändert zum Vorjahresstichtag
keine Aktien. Prüferische DurchsichtEine prüferische Durchsicht dieser Zwischenmitteilung zum 31. Dezember 2016 ist nicht
erfolgt (§ 37w Absatz 1 Satz 6 WpHG). Essen, 13. Februar 2017 DisclaimerDiese Konzern-Zwischenmitteilung zum 31. Dezember 2016 enthält zukunftsgerichtete
Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Konzern-Zwischenmitteilung zum 31. Dezember
2016. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen
Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen
abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt,
die nicht dem Einfluss von MEDION unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt
werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen,
das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Kosteneffekte sowie
gesetzliche und politische Entscheidungen. MEDION sieht sich auch nicht dazu verpflichtet,
Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse
oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien
eingetreten sind. |
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