![]() MEDION AGEssenHalbjahresfinanzbericht 2017/2018MEDION AG KonzernHalbjahresfinanzbericht 2017/2018 | 1. April 2017 - 30. September 20171 Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft ist im dritten Kalenderquartal 2017 von einem stetigen Aufschwung
geprägt und auch die Konjunktur hat an Dynamik gewonnen. Wesentliche Impulse sind
auf den deutlich positiven Trend bei der Beschäftigungsentwicklung, den Anstieg der
privaten Konsumausgaben und die stabile Zunahme der Bruttoanlageinvestitionen zurückzuführen.
Somit wird erwartet, dass sich der Aufschwung der deutschen Wirtschaft in den kommenden
Jahren bei unverändert günstigen Bedingungen fortsetzen kann. Im Euroraum haben sich
die Wachstumserwartungen verbessert und auch die Weltwirtschaft gewinnt - trotz eines
leichten Rückgangs der Industrieproduktion - an Fahrt (Pressemitteilung Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie vom 13. Oktober 2017). Mit einem Umsatzzuwachs von 2,4 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum auf knapp € 12,5
Mrd. entwickelte sich der Bereich Consumer Electronics im ersten Kalenderhalbjahr
2017 positiv. Die Segmente Unterhaltungselektronik (+9,1 %) und privat genutzte Telekommunikation
(+4,6 %) legten im Umsatz zu, während bei den privat genutzten IT-Produkten ein Rückgang
um -9,4 % zu verzeichnen war. Dies betraf insbesondere die Bereiche Desktop-PC, Notebook
und Tablet (Pressemitteilung gfu vom 18. August 2017). Im Bereich der PC-Produkte (Desktop, Notebook und Tablet) ist aktuell noch keine nachhaltige
Umkehr des bisher negativen Markttrends erkennbar. Die Entwicklung des Marktes beim Angebot digitaler Dienstleistungen im MEDION-Berichtssegment
Direktgeschäft ist unverändert positiv. Der weiterhin steigenden Nachfrage nach Datenvolumen
im Mobilfunk steht jedoch der Preisrückgang bei den Terminierungsentgelten durch die
europaweite Deregulierung entgegen. Auch sind die Auswirkungen der seit dem 1. Juli
2017 gesetzlich vorgeschriebenen Ausweispflicht bei der Erstregistrierung von Prepaid
Mobilfunkanschlüssen noch nicht vollständig absehbar. Dies bezieht sich bei allen
Marktteilnehmern sowohl auf die Kosten der Erstregistrierung als auch auf die Anzahl
der Anmeldungen. Der weitere Ausbau des Angebots im Marktsegment digitaler Services
und die unverändert zunehmende Nachfrage nach Online-Handelsaktivitäten stärkt insgesamt
die Entwicklung im Direktgeschäft. 2 FinanzberichtERTRAGSLAGEscroll
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Im Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017 wurde im Ausblick auf
das laufende Geschäftsjahr 2017/2018 erläutert, dass im reinen MEDION-Geschäft mit
einem Umsatzrückgang von bis zu -5 % gerechnet wird, unter Berücksichtigung der Veränderungen
im Rahmen der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern insgesamt ein Umsatzrückgang
zwischen -10 % und -15 % nicht auszuschließen ist. Insbesondere im Projektgeschäft
wurde ein Umsatzrückgang von bis zu -15 % erwartet, der durch das erwartete Umsatzwachstum
im Direktgeschäft von bis zu 5 % nicht kompensiert werden kann. Für das EBIT wurde
zwar ein Niveau des Vorjahres 2016/2017 für möglich gehalten, aufgrund der Unsicherheiten
bei der Umsatzentwicklung als Folge fehlender Innovationen im Multimedia-Bereich und
vor allem der Auswirkungen des zum 1. Juli 2017 in Kraft getretenen Anti-Terror-Gesetzes
im Mobilfunkbereich konnte aber auch ein EBIT-Rückgang von bis zu -20 % nicht ausgeschlossen
werden. Das erste Geschäftshalbjahr verlief demnach umsatzseitig im Rahmen der Erwartungen,
ergebnisseitig hingegen besser als erwartet, was jedoch maßgeblich auf einmalige,
teilweise periodenfremde Erträge zurückzuführen ist. Der Konzernumsatz sank von €
646,2 Mio. im Vorjahr um € -48,9 Mio. (-7,6 %) auf € 597,3 Mio. und damit weniger
deutlich als für das Gesamtjahr erwartet (bis zu -15 %). Grund für den niedriger als
erwartet ausgefallenen Umsatzrückgang sind die Umsätze aus Konzerndienstleistungen
für den Lenovo-Konzern, die im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr nur um -33,1
% (Erwartung bis zu -90 %) zurückgingen. Ohne die Umsätze aus diesen Konzerndienstleistungen
verminderte sich der Umsatz im klassischen MEDION-Geschäft von € 594,0 Mio. auf €
562,4 Mio. (€ -31,6 Mio., -5,3 %). Somit entspricht der Rückgang im klassischen MEDION-Geschäft
den Erwartungen (bis zu -5 %). Deutschland bleibt mit einem Umsatzanteil von 74 % (Vorjahreszeitraum: 72 %) nach
wie vor wichtigster Markt, sank jedoch von € 464 Mio. im Vorjahr auf € 438 Mio. Der
Umsatz im übrigen Europa sank ebenfalls und verminderte sich von € 98 Mio. auf € 90
Mio., blieb mit 15 % Umsatzanteil jedoch stabil. Der Umsatz außerhalb Europas sank,
maßgeblich durch den Rückgang der Konzerndienstleistungen, auf € 69 Mio. nach € 84
Mio. im Vorjahreszeitraum. UMSÄTZE NACH SEGMENTENscroll
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Der Rückgang des Konzernumsatzes in Höhe von € -48,9 Mio. ist überwiegend durch einen
erneuten Umsatzrückgang im Projektgeschäft begründet, welches sich um € -25,0 Mio.
von € 204,0 Mio. im Vorjahr auf € 179,0 Mio. verringerte. Dieser Rückgang wiederum
ist überwiegend auf einen Rückgang der unter überdurchschnittlichem Preisdruck stehenden
Produktbereiche PC und TV zurückzuführen, leicht positiv entwickelte sich das Geschäft
mit Smartphones. Entgegen den Erwartungen, dass das Direktgeschäft den Umsatzrückgang im Projektgeschäft
teilweise kompensieren kann, sind im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr auch die
Umsätze des Direktgeschäftes gesunken. Der Rückgang von € 390,0 Mio. im Vorjahreszeitraum
um € -6,6 Mio. (-1,7 %) auf € 383,4 Mio. resultiert im Wesentlichen aus Rückgängen
im B2B-Bereich, der wie das Projektgeschäft vom Preisdruck im Produktbereich PC gekennzeichnet
ist. Die Konzerndienstleistungen gingen entgegen den Erwartungen von bis zu -90 % nur um
-33,1 % (€ -17,3 Mio.) von € 52,2 Mio. auf € 34,9 Mio. zurück. Hierin sind jedoch
mit € 5,9 Mio. Erlöse aus dem Rückverkauf von Servicematerialien und Lagerbereinigungen
im Rahmen der Änderungen in den Abrechnungsprozessen von Dienstleistungen im Bereich
des Kundenservice für Lenovo enthalten. Ohne diese beträgt der Rückgang der operativen
Dienstleistungsumsätze € -23,2 Mio. (-44 %). Grund für den geringeren Rückgang sind
zeitliche Verschiebungen im Rahmen der geplanten Änderungen in den Abrechnungsprozessen. Der erwirtschaftete Rohertrag verminderte sich von € 110,2 Mio. im Vorjahr auf € 99,8
Mio., die Rohertragsquote ermäßigte sich von 17,1 % im Vorjahr auf 16,7 %. Dieses
resultiert aus dem Rückgang der Konzerndienstleistungen mit überdurchschnittlichen
Roherträgen. Durch den gestiegenen Umsatzanteil des Direktgeschäftes am Gesamtumsatz
konnte der Rohertrag im klassischen MEDION-Geschäft dagegen von 14,3 % im Vorjahr
auf 15,9 % gesteigert werden. Der Personalaufwand erhöhte sich von € 27,2 Mio. im Vorjahr auf € 29,1 Mio. als Folge
des Ausbaus des Direktgeschäftes. Ebenfalls begründet durch den Ausbau des Direktgeschäftes und den damit zusammenhängenden
Investitionen stiegen die Abschreibungen von € 1,9 Mio. im Vorjahr auf € 2,3 Mio. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen liegt mit € 56,2 Mio.
um € 14,8 Mio. unter dem Vorjahreswert (€ 71,0 Mio.). SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGEscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen reduzierten sich von € 74,2 Mio. im Vorjahreszeitraum
um € -16,6 Mio. auf € 57,6 Mio. Von diesem Gesamtrückgang entfallen € 16,9 Mio. auf
die Vertriebsaufwendungen. Hier minderten sich die Aufwendungen für den Kundenservice
um € -15,0 Mio. von € 31,6 Mio. im Vorjahr auf € 16,6 Mio. (-47,5 %), hauptsächlich
im Rahmen der Reduzierung der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern. Darüber hinaus
konnten die Aufwendungen für Marketing leicht von € 16,4 Mio. im Vorjahr auf € 14,4
Mio. im Berichtszeitraum vermindert werden. Die verbleibenden Verwaltungs-, Betriebs- und übrigen Aufwendungen blieben mit insgesamt
€ 16,3 Mio. auf Vorjahresniveau (€ 16,0 Mio.). Dabei stehen niedrigeren Instandhaltungsaufwendungen
innerhalb der Betriebsaufwendungen leicht höhere Aufwendungen für IT in den Verwaltungsaufwendungen
gegenüber. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von € 3,2 Mio. um € -1,8 Mio. auf
€ 1,4 Mio. resultiert überwiegend aus geringeren Auflösungen von Rückstellungen. EBIT NACH SEGMENTENscroll
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Im Projektgeschäft entwickelte sich das EBIT plangemäß. Aufgrund des erwarteten Umsatzrückgangs
konnten die erwirtschafteten Roherträge die nachlaufenden Aufwendungen nicht mehr
vollständig decken. Insbesondere im Multimedia-Bereich bedürfen die klassischen Projektgeschäftsstrukturen
gewisser Skalenvorteile, die sich mit Umsatzerlösen in der Größenordnung des abgelaufenen
ersten Geschäftshalbjahres nicht realisieren lassen. Die Auswirkungen des marktseitigen
Preisdrucks in diesem Segment, verbunden mit der Tatsache, dass im ersten Kalenderhalbjahr
grundsätzlich höhere Retouren aus dem vorhergehenden, für das Projektgeschäft stärkeren
Winterhalbjahr vereinnahmt werden, haben zu einem negativen EBIT im Projektgeschäft
von € -1,0 Mio. geführt. Durch den stetigen Ausbau und die Optimierung des Direktgeschäftes erhöhte sich das
EBIT in diesem Segment trotz leichten Umsatzrückgangs (-1,7 %) erneut und stieg von
€ 8,6 Mio. auf € 12,7 Mio. Das mit den für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen erwirtschaftete EBIT
verminderte sich von € 1,1 Mio. um € -0,6 Mio. auf € 0,5 Mio. Dieses resultiert sowohl
aus den verminderten operativen Dienstleistungsumsätzen als auch aus zeitlichen Verschiebungen
von Aufwendungen und Erträgen im Rahmen der Prozessänderungen. Das insgesamt erwirtschaftete EBIT in Höhe von € 12,2 Mio. liegt um € 2,1 Mio. über
dem vergleichbaren Vorjahreswert von € 10,1 Mio. Dieser Anstieg liegt mit rund +21
% zwar deutlich über den Erwartungen für das gesamte Geschäftsjahr, allerdings sind
hier einmalige, teilweise periodenfremde Erträge in Höhe von € 1,7 Mio. enthalten,
die überwiegend dem Projektgeschäft zuzuordnen sind. Das Finanzergebnis ist nach wie vor aufgrund des allgemeinen Zinsniveaus und der Wiederaufnahme
des ABS-Programms im Geschäftsjahr 2015/2016 leicht negativ und liegt mit € -0,1 Mio.
auf Vorjahresniveau (€ -0,2 Mio.). Der Steueraufwand erhöhte sich als Folge des gestiegenen Ergebnisses im ersten Geschäftshalbjahr
von € 1,6 Mio. im vergleichbaren Vorjahreszeitraum auf € 2,6 Mio. im abgelaufenen
ersten Geschäftshalbjahr. Insgesamt konnte MEDION somit im ersten Geschäftshalbjahr 2017/2018 trotz rückläufigen
Umsatzvolumens das Konzernergebnis von € 8,3 Mio. im Vorjahreszeitraum auf € 9,5 Mio.
(+14,5 %) steigern. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEscroll
Die Bilanzsumme des MEDION-Konzerns liegt mit € 740,7 Mio. auf Niveau des Konzernabschlusses
zum 31. März 2017 (€ 745,5 Mio.). Auf der Aktivseite gab es dabei leichte Verschiebungen
im Rahmen saisonaler Entwicklungen. Die Vorräte stiegen aufgrund des bevorstehenden umsatzstarken Weihnachtsquartals von
€ 172,5 Mio. zum 31. März 2017 um € 42,8 Mio. auf € 215,3 Mio. zum 30. September 2017.
Dem steht ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des
bezüglich des Projektgeschäftes umsatzschwächeren Sommerquartals und des Ostergeschäftes
zum 31. März 2017 von € 171,4 Mio. um € -17,2 Mio. auf € 154,2 Mio. gegenüber. Zusammenhängend
mit dem Anstieg der Vorräte erhöhten sich auch geringfügig die Verbindlichkeiten aus
Lieferungen und Leistungen von € 122,4 Mio. um € 6,4 Mio. auf € 128,8 Mio. Ohne Berücksichtigung
der Beziehungen zu verbundenen Unternehmen ergibt sich somit eine Erhöhung des Working
Capital von € 221,5 Mio. zum 31. März 2017 um € 19,2 Mio. auf € 240,7 Mio. Der Rückgang der sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte von € 54,7 Mio. auf € 41,9
Mio. (€ -12,8 Mio.) resultiert im Wesentlichen aus Lieferantengutschriften. Trotz des anstehenden Weihnachtsquartals und damit beginnender Bevorratung verminderte
sich, unter Berücksichtigung der innerhalb des Lenovo-Konzerns bereitgestellten Liquidität,
die insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität nur leicht von € 241,3 Mio. zum 31.
März 2017 auf € 232,3 Mio. Das Eigenkapital zum 30. September 2017 liegt mit € 383,9 Mio. auf Vorjahresniveau
(€ 381,8 Mio.) und hat sich gegenüber dem Stand zum 31. März 2017 (€ 375,9 Mio.) um
€ 8,0 Mio. erhöht. Die Eigenkapitalquote stieg entsprechend gegenüber dem 31. März
2017 (50,4 %) um +1,4 %-Punkte und liegt mit 51,8 % weiterhin über 50 %. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich zum 30. September
2017 (31. März 2017: € 23,9 Mio.) um € -22,7 Mio. aufgrund der Gewinnabführung (€
-20,1 Mio.) auf € 1,2 Mio. vermindert. Die sonstigen Rückstellungen sind mit € 126,3 Mio. gegenüber dem Jahresabschluss zum
31. März 2017 (€ 125,0 Mio.) nahezu unverändert. Die wesentlichen Posten betreffen
Rückstellungen für Lizenzen und Schutzrechte (€ 52,1 Mio.; 31. März 2017: € 50,4 Mio.)
und Gewährleistungsverpflichtungen (€ 38,0 Mio.; 31. März 2017: € 36,5 Mio.). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten (€ 87,8 Mio.; 31. März 2017: € 84,9 Mio.)
betreffen fast ausschließlich Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm. 3 Chancen- und RisikoberichtNach Einschätzung des MEDION-Vorstandes haben sich Chancen und Risiken des MEDION-Konzerns
im Berichtszeitraum 1. April 2017 bis 30. September 2017 gegenüber der Darstellung
im Geschäftsbericht 2016/2017 auf den Seiten 68-80 nicht verändert. Im Geschäftsbericht
findet sich auch eine Erläuterung hinsichtlich der Maßnahmen, die zur Risikobewältigung
eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden. Daher sind nach Einschätzung des
Vorstandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für die absehbare Zukunft keine Risiken
erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. 4 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Halbjahresende (1. April 2017 - 30. September
2017) Ereignisse nach dem 30. September 2017, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten. 5 AusblickMEDION wird sich im Konzernverbund mit Lenovo als führender deutscher Anbieter von
Consumer-Electronics-Produkten und digitalen Dienstleistungsangeboten weiterentwickeln.
Bei der Vermarktung von Consumer-Electronics-Produkten werden sich die Diversifizierungen
der Vertriebswege in den klassischen Consumer-Electronics-Fachhandel, Selbstbedienungs-
und Discountermärkte sowie den E-Commerce über das Internet auch weiterhin fortsetzen.
Der Prognosebericht für das laufende Geschäftsjahr ist gegenüber den Angaben im Geschäftsbericht
2016/2017 auf den Seiten 57-68 im Wesentlichen unverändert, in Teilbereichen lassen
sich jedoch genauere Prognosen ableiten. Aufgrund der erwarteten Umsatzrückgänge im Bereich der Konzerndienstleistungen und
im Projektgeschäft, die voraussichtlich nicht vollständig durch das Direktgeschäft
kompensiert werden können, rechnet MEDION weiterhin insgesamt mit einem Umsatzrückgang
von bis zu -10 %. Aufgrund der anhaltend schwierigen Marktsituation im Multimedia-Bereich
und der Unsicherheit bezüglich der Auswirkungen des Anti-Terror-Gesetzes auf das Mobilfunkgeschäft
kann jedoch auch ein höherer Umsatzrückgang von bis zu -15 % nach wie vor nicht ausgeschlossen
werden. Bezogen auf das reine MEDION-Geschäft ohne Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern
bedeutet dieses einen Umsatzrückgang von bis zu -5 %. Bei anhaltend steigender Wettbewerbsintensität
im Onlinehandel und daraus erwachsenden notwendigen Maßnahmen kann im MEDION-eigenen
Kerngeschäft auch ein leicht höherer Umsatzrückgang als -5 % nicht ausgeschlossen
werden. Da MEDION durch sein straffes Kostenmanagement der letzten Jahre bereits den Anteil
der variablen Kosten gesenkt hat und hier nur noch in geringem Umfang Einsparungen
vornehmen kann, wird der zunehmende Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft
nach wie vor einen überproportionalen Ergebnisdruck begründen. Insbesondere im PC-
und Tablet-PC-Geschäft wird im anstehenden Weihnachstquartal mit weiter steigendem
Preisdruck gerechnet. Insofern wird im Projektgeschäft aufgrund der zuvor erläuterten
Umsatzrisiken auch im zweiten, für das Projektgeschäft üblicherweise stärkeren Geschäftshalbjahr,
ein negatives EBIT nicht ausgeschlossen. Aufgrund des geringen Anteils variabler Kosten
können weitere Kostensenkungsmaßnahmen einen möglichen EBIT-Rückgang im Projektgeschäft
nicht kurzfristig kompensieren. Im Direktgeschäft werden zwar Skalenvorteile wie in Vorjahren erwartet, aber auch
hier wird ein steigender Preisdruck, insbesondere im Telekommunikationsgeschäft, möglicherweise
nicht zu einer höheren Rentabilität insgesamt führen können. Hinzu kommen nach wie
vor noch nicht in Gänze abschätzbare Auswirkungen der Verschärfung des Anti-Terror-Gesetzes
zum 1. Juli 2017 im Bereich der Telekommunikationsdienstleistungen. Für neue digitale
Dienstleistungen und Vertriebskanäle wird darüber hinaus weiterhin geplant, mögliche
erwirtschaftete Überschüsse direkt in den weiteren Auf- und Ausbau reinvestieren zu
müssen, was, wie bereits im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016/2017, zu höheren Aufwendungen
für Marketing, IT und Beratungsdienstleistungen führen kann. Aufgrund der positiven EBIT-Entwicklung im ersten Geschäftshalbjahr wird ein möglicher
Rückgang des operativen Ergebnisses von bis zu -20 %, wie noch im Ausblick des Geschäftsberichtes
zum 31. März 2017 beschrieben, trotz des erwarteten Umsatzrückganges insgesamt jedoch
nicht mehr erwartet, wenn auch noch nicht gänzlich ausgeschlossen. Vielmehr wird ein
EBIT-Rückgang von nur noch bis zu -10 % für möglich gehalten. DisclaimerDieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. September 2017 enthält zukunftsgerichtete
Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichtes zum 30.
September 2017. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen
Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen
abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt,
die nicht dem Einfluss von MEDION unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt
werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen,
das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Kosteneffekte sowie
gesetzliche und politische Entscheidungen. MEDION sieht sich auch nicht dazu verpflichtet,
Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse
oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien
eingetreten sind. VERKÜRZTE KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERNGESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE KONZERNBILANZAktivascroll
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6 Erläuternde AngabenInformation zum UnternehmenDie MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft
nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft
werden öffentlich gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen
("Konzern") sowie die Grundlagen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages
zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH werden unter Punkt 4.1.1
ab Seite 25 im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2016/2017 beschrieben. Grundlage der Aufstellung des Abschlusses und Änderung von RechnungslegungsmethodenDer verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für das zum 30. September 2017 endende Halbjahr
wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss
zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in
Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2017 zu lesen. Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die
Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. März 2017 angewandten Rechnungslegungsmethoden
unverändert übernommen. Im Berichtszeitraum wurden keine neuen oder geänderten veröffentlichten, aber noch
nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen, vom Konzern vorzeitig
angewandt. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenAlle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich
vereinbart und werden zu Preisen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart
würden. Darüber hinaus haben sich keine Veränderungen bei den im Bericht der MEDION
AG über das Geschäftsjahr 2016/2017 (1. April 2016 - 31. März 2017) auf den Seiten
154-156 aufgeführten nahe stehenden Unternehmen ergeben. Die vertraglichen Beziehungen
mit nahe stehenden Unternehmen bestehen annähernd unverändert fort, sind aber nach
ihrer Ergebnisauswirkung für den Konzern unwesentlich. Sonstige AngabenDer Aufsichtsrat hielt zum 30. September 2017 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien. Der Vorstand hielt zum 30. September 2017 unverändert zum Vorjahresstichtag
keine Aktien. Prüferische DurchsichtEine prüferische Durchsicht dieses Halbjahresfinanzberichtes zum 30. September 2017
ist nicht erfolgt (§ 37w Absatz 1 Satz 6 WpHG). Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Essen, 10. November 2017 |
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