![]() MEDION AGEssenMEDION Halbjahresfinanzbericht 2018/2019Halbjahresfinanzbericht 2018/2019 | 1. April 2018 - 30. September 2018AUSGEWÄHLTE KENNZAHLENscroll
Aktienbezogene Datenscroll
1 Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie deutsche Wirtschaft befindet sich weiter im Aufschwung. Die Bundesregierung erwartet
gemäß ihrer Herbstprojektion (Pressemitteilung, Bundesministerium für Wirtschaft und
Energie vom 15. Oktober 2018) eine Expansion der gesamtwirtschaftlichen Leistung im
laufenden und im kommenden Jahr von preisbereinigt jeweils 1,8 %. Dabei wird die solide
konjunkturelle Grunddynamik angesichts des schwierigeren außenwirtschaftlichen Umfelds
vor allem durch die solide Binnenwirtschaft gestützt. Aus dem weltwirtschaftlichen
Umfeld kommen gegenwärtig geringere Impulse. Hierauf weisen Indikatoren für den globalen
Handel und die globale Industrieproduktion hin. Bei unterschiedlicher Entwicklung
in den Schwellenländern kommt die etwas verlangsamte Dynamik der industriellen Erzeugung
vor allem aus den entwickelten Volkswirtschaften. Die gute Entwicklung des Arbeitsmarkts
und kräftige Lohnzuwächse sorgen in Deutschland dafür, dass der private Konsum eine
wichtige Stütze der deutschen Konjunktur bleibt. Die Bundesregierung erwartet in ihrer
Herbstprojektion eine Ausweitung der privaten Konsumausgaben um 1,6 % im laufenden
und um weitere 2,0 % im kommenden Jahr. Am aktuellen Rand deuten die Umsätze im Einzelhandel
auf eine etwas langsamere Gangart hin, nach einem schwachen Start ins dritte Quartal
sanken sie im August 2018 erneut geringfügig um -0,1 %. Der Umsatz im Bereich der
Consumer Electronics in Deutschland verblieb bei einem leichten Plus von 0,3 Prozent
mit rund 12,6 Milliarden Euro im ersten Halbjahr 2018 auf Vorjahres-Niveau. Das Segment
der privat genutzten Telekommunikation verzeichnete ein Umsatzwachstum von 11,2 Prozent
auf rund 5,5 Milliarden Euro. Die Segmente Unterhaltungselektronik (- 8,9 %; 4,2 Mrd.
Euro) und privat genutzte IT-Produkte (- 3,5 %; 2,9 Mrd. Euro) mussten deutliche Umsatzrückgänge
hinnehmen (Pressemitteilung gfu vom 20. August 2018). Die Entwicklung des Marktes beim Angebot digitaler Dienstleistungen im MEDION-Berichtssegment
Direktgeschäft ist unverändert positiv. Der weiterhin steigenden Nachfrage nach Datenvolumen
im Mobilfunk steht jedoch der Preisrückgang bei den Terminierungsentgelten durch die
europaweite Deregulierung entgegen. Auch sind die Auswirkungen der seit dem 1. Juli
2017 gesetzlich vorgeschriebenen Ausweispflicht bei der Erstregistrierung von Prepaid
Mobilfunkanschlüssen noch nicht vollständig kompensiert. Das Marktsegment Prepaid
konnte daher nur durch Preissenkungen wieder an Attraktivität gewinnen. Dabei ist
die Anzahl der Prepaid Simkarten auf dem deutschen Markt insgesamt im ersten Halbjahr
2018 gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen. Die Entwicklung im Mobilfunkmarkt ist auch
von der ab Frühjahr 2019 erwarteten Entscheidung über die Teilnehmer des neuen Frequenzstandards
5G geprägt. Für zukunftsfähige digitale Infrastrukturen sind den Marktteilnehmern
geeignete Frequenzen frühzeitig und bedarfsgerecht bereitzustellen. Daher ist entscheidend,
dass ein schneller, flexibler und bedarfsgerechter 5G-Rollout in Deutschland ermöglicht
wird. Bei MEDION prägten darüberhinaus im Berichtszeitraum der weitere Ausbau des
Angebots im Marktsegment digitaler Services und die unverändert zunehmende Nachfrage
nach Online-Handelsaktivitäten insgesamt die Entwicklung im Direktgeschäft. 2 FinanzberichtERTRAGSLAGEscroll
Im Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2017/2018 wurde im Ausblick auf
das laufende Geschäftsjahr 2018/2019 erläutert, dass zwar mit einem Umsatz auf Vorjahresniveau
geplant wurde, aber auch ein leichter Umsatzrückgang von bis zu -5 % nicht auszuschließen
ist. Insbesondere im Projektgeschäft wurde ein Umsatzrückgang von bis zu -15 % erwartet,
der durch das erwartete Umsatzwachstum im Direktgeschäft von bis zu 5 % nicht kompensiert
werden kann. Für das EBIT wurde mit einem Wert von rd. € 33 Mio. geplant, welches
dem Planwert des Geschäftsjahres 2017/2018 und dem erwirtschafteten EBIT des diesem
vorangegangenen Geschäftsjahres entspricht. Hintergrund des erwarteten Rückganges
sind die im vorherigen Geschäftsjahr 2017/2018 einmaligen, teilweise periodenfremden
Erträge. Das erste Geschäftshalbjahr verlief demnach umsatzseitig im Rahmen der Erwartungen,
ergebnisseitig leicht besser als erwartet. Der Konzernumsatz sank von € 597,3 Mio.
im Vorjahr um € -55,8 Mio. (-9,3 %) auf € 541,5 Mio. Dieser Rückgang fällt zwar höher
aus als für das Gesamtjahr erwartet (bis zu -5 %), entspricht jedoch dem Erwartungswert
für das erste Geschäftshalbjahr. Während die Umätze im Projekt- und Direktgeschäft
nahezu exakt auf Planniveu liegen, haben sich lediglich die Umsätze aus Konzerndienstleistungen
für den Lenovo-Konzern etwas stärker vermindert als geplant. Deutschland bleibt mit einem leicht gestiegenen Umsatzanteil von 78 % (Vorjahreszeitraum:
74 %) nach wie vor wichtigster Markt, sank jedoch von € 438 Mio. im Vorjahr auf €
422 Mio. Der Umsatz im übrigen Europa sank deutlich und verminderte sich von € 90
Mio. auf nur noch € 64 Mio., der Umsatzanteil ermäßigte sich entsprechend von 15 %
auf 12 %. Dieser starke Umsatzrückgang ist teilweise darauf zurückzuführen, dass das
digitale Neugeschäft im Segment Direktgeschäft überwiegend als Agentengeschäft ausgebaut
wird. Der Umsatz außerhalb Europas sank, maßgeblich durch den Rückgang der Konzerndienstleistungen,
der durch den weiteren Ausbau des Direktgeschäftes nicht kompensiert werden konnte,
auf € 56 Mio. nach € 69 Mio. im Vorjahreszeitraum. Der Umsatzanteil veränderte sich
dadurch leicht von 12 % auf 10%. UMSÄTZE NACH SEGMENTENscroll
Der Rückgang des Konzernumsatzes in Höhe von € -55,8 Mio. ist erwartungsgemäß überwiegend
durch einen erneuten Umsatzrückgang im Projektgeschäft begründet, welches sich um
€ -38,5 Mio. von € 179,0 Mio. im Vorjahr auf € 140,5 Mio. verringerte. Dieser Rückgang
wiederum ist überwiegend auf einen Rückgang der unter überdurchschnittlichem Preisdruck
stehenden Produktbereiche PC und Tablet-PCs sowie TV und Smartphones zurückzuführen. Zwar konnte das Direktgeschäft den Umsatzrückgang im Projektgeschäft erwartungsgemäß
nicht vollständig kompensieren, stieg jedoch leicht von € 383,4 Mio. um € +7,8 Mio.
auf € 391,2 Mio. an. Die im Vergleich zu Vorperioden ermäßigte Wachstumsrate resultiert
unter anderem daraus, dass beim Ausbau digitaler Geschäftsmodelle vorrangig das Agentengeschäft
betrieben wird. Der Rückgang der Konzerndienstleistungen um € -25,1 Mio. auf € 9,8 Mio. (Vorjahr:
€ 34,9 Mio.) fiel zwar mit rd. -72 % höher aus als erwartet (rd. -60 %), bleibt aufgrund
des geringen Ergebnisbeitrages jedoch insgesamt unbedeutend. Dementsprechend wird
dieses Segment voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2019/2020 nicht mehr gesondert
ausgewiesen. Aufgrund des leichten Anstieges des Direktgeschäftes und dem damit zusammenhängenden
höheren Umsatzanteil am Gesamtumsatz konnte der erwirtschaftete Rohertrag von € 99,8
Mio. im Vorjahr auf € 102,0 Mio. im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr verbessert
werden. Die Rohertragsquote erhöhte sich entsprechend von 16,7 % im Vorjahr auf 18,8
%. Der Personalaufwand blieb mit € 28,4 Mio. leicht unter Vorjahresniveau (€ 29,1 Mio.)
und korrespondiert zur Veränderung der im Berichtszeitraum durchschnittlichen Mitarbeiter
(Vollzeit-Äquivalente) von 1.048 im Vorjahr auf 1.018. Ebenfalls leicht unter dem Vorjahreswert blieben die Abschreibungen mit € 2,0 Mio.
(Vorjahr: € 2,3 Mio.), nachdem die verstärkten Investitionen in den Ausbau des digitalen
Direktgeschäftes in den Vorjahren reduziert werden konnten. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen liegt mit € 58,8 Mio.
zwar nur leicht über Vorjahresniveau (€ 56,2 Mio.), jedoch gab es deutliche Veränderungen
innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen: SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGEscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich von € 57,6 Mio. im Vorjahreszeitraum
um € +3,9 Mio. (+6,8 %) auf € 61,5 Mio. Dabei gab es deutliche Veränderungen in mehreren
Kostenarten. Die Marketingaufwendungen erhöhten sich von € 14,4 Mio. im Vorjahr auf
€ 18,2 Mio., hauptsächlich begründet durch Werbung für das Direktgeschäft und Maßnahmen
zur Markenbildung. Der Rückgang der Aufwendungen für Kundenservice von € 16,6 Mio.
auf € 9,1 Mio. ist, wie in den Vorjahren, hauptsächlich durch die Reduzierung der
Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern begründet. Im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr
haben sich aber auch die Serviceaufwendungen für MEDION-Produkte vermindert, als Folge
des kontinuierlichen Rückganges von Hardwaregeschäft in den letzten beiden Geschäftsjahren.
Der deutliche Anstieg der sonstigen Vertriebsaufwendungen resultiert ausschließlich
aus höheren Aufwendungen für Identifikationsverfahren im Mobilfunkbereich im Zuge
des Anti-Terror-Gesetzes (seit Juli 2017) sowie Vertriebsprovisionen für den Vertrieb
digitaler Produkte. Die Verwaltungsaufwendungen konnten um € 2,5 Mio. auf € 11,4 Mio. vermindert werden
(Vorjahr: € 13,9 Mio.). Hier konnten Beratungsleistungen sowie Gebühren für Zahlungsdienstleistungen
und Versicherungen verringert werden. Während die Betriebsaufwendungen mit € 1,7 Mio.
unverändert blieben, erhöhten sich die übrigen Aufwendungen deutlich von € 0,7 Mio.
im Vorjahr auf € 3,8 Mio. Hintergrund sind einmalige, periodenfremde nachlaufende
Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Aufbau neuer digitaler Vertriebskanäle und -Produkte
in Vorjahren sowie erstmalige Aufwendungen für Wertberichtigungen im Rahmen der neu
anzuwendenden Vorschriften des IFRS 9 (Expected Loss). Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von € 1,4 Mio. um € +1,3 Mio. auf
€ 2,7 Mio. resultiert überwiegend aus höheren Auflösungen von Rückstellungen und Versicherungsleistungen. EBIT NACH SEGMENTENscroll
Im Projektgeschäft entwickelte sich das EBIT plangemäß. Aufgrund des erwarteten Umsatzrückgangs
konnten die erwirtschafteten Roherträge die nachlaufenden Aufwendungen nicht mehr
vollständig decken. Insbesondere im Multimedia-Bereich bedürfen die klassischen Projektgeschäftsstrukturen
gewisser Skalenvorteile, die sich mit Umsatzerlösen in der Größenordnung des abgelaufenen
ersten Geschäftshalbjahres nicht realisieren lassen. Die Auswirkungen des marktseitigen
Preisdrucks in diesem Segment haben zu einem negativen EBIT im Projektgeschäft von
€ -0,7 Mio. geführt. Das im Vorjahresvergleich trotz Umsatzrückgang leicht verbesserte
EBIT ist begründet durch den geringeren Umsatz im unter überdurchschnittlichem Preisdruck
stehenden PC-Bereich. Die leichte Erhöhung des EBIT im Direktgeschäft um +3,9 % (€ 0,5 Mio.) auf € 13,2
Mio. (Vorjahr: € 12,7 Mio.) korrespondiert zur Umsatzveränderung. Das mit den für den Lenovo-Konzern erbrachten Dienstleistungen erwirtschaftete EBIT
verminderte sich im Wege des Umsatzrückganges von € 0,5 Mio. auf € 0,3 Mio. Der im
Vergleich zum Umsatz unterproportional rückläufige Ergebnisbeitrag resultiert aus
der Tatsache, dass im Vorjahr noch erfolgsneutrale Rückübertragungen von Servicematerialien
getätigt wurden. Das insgesamt erwirtschaftete EBIT in Höhe von € 12,8 Mio. liegt leicht (+4,9 %) über
dem vergleichbaren Vorjahreswert € 12,2 Mio. und entspricht den Erwartungen. Das Finanzergebnis liegt mit einem Ertrag von € 1,0 Mio. deutlich über dem Vorjahr
(€ -0,1 Mio.) und den Erwartungen. Maßgeblich begründet ist dieses durch Änderungen
im Wege der Erstanwendung von IFRS 9 (Hedge-Accounting). Darüber hinaus sind in der
zweiten Geschäftsjahreshälfte des Vorjahres die Vereinbarungen mit Lenovo bezüglich
der Abrechnung von Kosten des ABS-Programmes und Verzinsungen der im Lenovo-Konzern
bereitgestellten liquiden Mittel angepasst worden. Aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses liegt auch das Ergebnis vor Steuern mit
€ 13,8 Mio. um +14 % (€ +1,7 Mio.) über dem Vorjahreswert und somit über den Erwartungen. Der Steueraufwand erhöhte sich um € 0,7 Mio. auf € 3,3 Mio. (Vorjahr: € 2,6 Mio.),
im Wesentlichen aufgrund höherer Ergebnisbeiträge im Ausland. Insgesamt konnte MEDION somit im ersten Geschäftshalbjahr 2018/2019 trotz rückläufigen
Umsatzvolumens das Konzernergebnis von € 9,5 Mio. im Vorjahreszeitraum auf € 10,5
Mio. (+10,5 %) steigern. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEscroll
Die Bilanzsumme des MEDION-Konzerns liegt mit € 747,4 Mio. leicht über dem Niveau
des Konzernabschlusses zum 31. März 2018 (€ 720,8 Mio.). Auf der Aktivseite gab es dabei leichte Verschiebungen im Rahmen saisonaler Entwicklungen.
Die Vorräte stiegen aufgrund des bevorstehenden umsatzstärkeren Weihnachtsquartals
von € 143,7 Mio. zum 31. März 2018 auf € 153,0 Mio. zum 30. September 2018. Dem steht
ein Rückgang der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen aufgrund des bezüglich
des Projektgeschäftes umsatzschwächeren Sommerquartals und des Ostergeschäftes zum
31. März 2018 von € 182,0 Mio. um € -15,1 Mio. auf € 166,9 Mio. gegenüber. Die Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen erhöhten sich zwar von € 225,8 Mio.
um € +23,9 Mio. auf € 249,7 Mio. Dieser Anstieg resultiert jedoch im Wesentlichen
aus einer um € +20,0 Mio. höheren Bereitstellung liquider Mittel von € 220,0 Mio.
(31. März 2018: 200,0 Mio.). Trotz des anstehenden Weihnachtsquartals und damit beginnender Bevorratung erhöhte
sich, unter Berücksichtigung der innerhalb des Lenovo-Konzerns bereitgestellten Liquidität,
die insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität leicht von € 290,7 Mio. zum 31. März
2018 um € +29,1 Mio. auf € 319,8 Mio. Das Eigenkapital zum 30. September 2018 hat sich gegenüber dem Stand zum 31. März
2018 (€ 389,0 Mio.) um € 9,6 Mio. auf € 398,6 Mio. erhöht. Aufgrund der höheren Bilanzsumme
hat sich die Eigenkapitalquote zwar leicht auf 53,3 % ermäßigt (31. März 2018: 54,0
%), liegt jedoch weiterhin stabil bei über 50 %. Einen deutlichen Anstieg verzeichneten die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
von € 88,3 Mio. um € +48,4 Mio. auf € 136,7 Mio. Hintergrund ist u.a. das Wachstum
im digitalen Direktgeschäft. Ein abrechnungsbedingter Anstieg spiegelt sich auch im
deutlichen Anstieg der zur Verfügung stehenden Liquidität wider. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen haben sich von € 17,3 Mio.
zum Geschäftsjahresende zum 31. März 2018 um € -15,9 Mio. auf € 1,4 Mio. reduziert,
maßgeblich aufgrund der Gewinnabführung (€ -16,3 Mio.). Die sonstigen Rückstellungen liegen mit € 104,1 Mio. um € -10,5 Mio. niederiger als
zum 31. März 2018 (€ 114,6 Mio.). Die wesentlichen Posten betreffen Rückstellungen
für Lizenzen und Schutzrechte (€ 54,8 Mio.; 31. März 2018: € 53,5 Mio.) sowie Gewährleistungsverpflichtungen
(€ 35,0 Mio.; 31. März 2018: € 35,5 Mio.). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen mit € 94,2 Mio. leicht unter dem
Wert zum 31. März 2018 (€ 99,2 Mio.) und betreffen nach wie vor fast ausschließlich
Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm. 3 Chancen- und RisikoberichtNach Einschätzung des MEDION-Vorstandes haben sich Chancen und Risiken des MEDION-Konzerns
im Berichtszeitraum 1. April 2018 bis 30. September 2018 gegenüber der Darstellung
im Geschäftsbericht 2017/2018 auf den Seiten 92-104 nicht verändert. Im Geschäftsbericht
findet sich auch eine Erläuterung hinsichtlich der Maßnahmen, die zur Risikobewältigung
eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden. Daher sind nach Einschätzung des
Vorstandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für die absehbare Zukunft keine Risiken
erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. 4 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Halbjahresende (1. April 2018 - 30. September
2018) Ereignisse nach dem 30. September 2018, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten. Vorsorglich weist der Vorstand der MEDION AG darauf hin, dass die Deutsche Prüfstelle
für Rechnungslegung (DPR) in einem laufenden Verfahren gemäß § 342b HGB die Bilanzierung
der Umsatzerlöse im Berichtssegment Direktgeschäft im Geschäftsjahr 2016/2017 anlassbezogen
überprüft. In einem gemeinsamen Termin von DPR und MEDION am 04. Oktober 2018 konnte
keine übereinstimmende Feststellung zu den aufgeworfenen Fragen der Bilanzierung erzielt
werden. Die DPR hat daraufhin am 02.11.2018 eine Fehlerfeststellung übermittelt. Zum
Zeitpunkt der Freigabe dieses Berichtes durch den Vorstand lag noch keine Entscheidung
vor, ob der Fehlerfeststellung zugestimmt wird. In jedem Fall hat der beanstandete
Fehler keinerlei Auswirkungen auf die Höhe der Erträge und das Ergebnis des Medion
Konzerns. 5 AusblickGegenüber dem Prognosebericht für das laufende Geschäftsjahr und den entsprechenden
Angaben im Geschäftsbericht 2017/2018 auf den Seiten 80-92 hat sich der Ausblick für
das laufende Geschäftsjahr umsatzseitig leicht ermäßigt, jedoch führt dies zu keinen
negativen Auswirkungen auf die Prognose für das operative Ergebnis. Vor dem Hintergrund der schwierigen Rahmenbedingungen im Multimedia-Bereich bei Personal
Computern wurde zu Geschäftsjahresbeginn mit einem rückläufigen Absatz- und Umsatzvolumen
von bis zu -10 %, bei weiterhin gesättigtem Markt von bis zu -15 % gerechnet. Aufgrund
der aktuellen Marktsituation kann gegenwärtig jedoch auch ein Rückgang von bis zu
-20 % beim Umsatz nicht ausgeschlossen werden. Aufgrund der ebenfalls zunehmenden
Sättigung in den übrigen Bereichen der Consumer Electronics und Haushalts-Elektronik
wird nicht davon ausgegangen, dass das geplante Wachstum in diesen Bereichen den höheren
Rückgang des Multimedia-Geschäftes kompensieren kann. Somit wird nun auch im Umsatz
für das Berichtssegment Projektgeschäft ein Rückgang von bis zu -20 % nicht ausgeschlossen. Im Berichtssegment Direktgeschäft zeigen die im Bereich Mobilfunk seit dem 1. Juli
2017 neu geltenden gesetzlichen Rahmenbedingungen (Anti-Terror-Gesetz) nach wie vor
ihre Wirkung und werden den Druck auf Preise und Margen hochhalten. Für andere digitale
Dienstleistungen werden nach wie vor steigende Umsätze erwartet und auch für den klassischen
E-Commerce ist ein Umsatzwachstum von bis zu 15 % möglich, sodass insgesamt für das
Direktgeschäft weiterhin ein Umsatzwachstum von bis zu 5 % erwartet wird, der den
Umsatzrückgang im Projektgeschäft aber nicht kompensieren wird. Aufgrund des erwarteten Umsatzrückganges im Berichtssegment Konzerndienstleistungen
(mehr als -50 %) und dem nun erwarteten höheren Rückgang im Projektgeschäft wird nach
der Gesamterwartung zu Geschäftsjahresbeginn von bis zu -5 % nun auch ein Umsatzrückgang
von bis zu -10 % nicht mehr ausgeschlossen. Der anhaltende Preisverfall im Projektgeschäft wird nach wie vor einen überproportionalen
Ergebnisdruck begründen. Im Direktgeschäft werden zwar weiter steigende Skalenvorteile
erwartet, aber auch hier kann zunehmender Preisdruck durch steigende Produkttransparenz
und Anbieterzahl eine zur erwarteten Umsatzsteigerung korrespondierende Erhöhung der
Rentabilität insgesamt verzögern. Für neue digitale Dienstleistungen und Vertriebskanäle
wird auch weiterhin erwartet, mögliche erwirtschaftete Überschüsse direkt in den weiteren
Auf- und Ausbau reinvestieren zu müssen. Ferner ist zu beachten, dass das erfolgreich verlaufene Geschäftsjahr 2017/2018 durch
einmalige, teilweise periodenfremde Erträge geprägt war. Da der nun erwartete höhere
Umsatzrückgang hauptsächlich auf den unter starkem Preisdruck stehenden Multimedia-Bereich
bei Personal Computern zurückgeht, wird trotz Geschäftsrückgang weiterhin mit einem
EBIT auf Planniveau für das Geschäftsjahr 2017/2018, welches dem EBIT des diesem vorangegangen
Geschäftsjahres 2016/2017 entspricht, von rund € 33 Mio. gerechnet. DisclaimerDieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. September 2018 enthält zukunftsgerichtete
Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichtes zum 30.
September 2018. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen
Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen
abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt,
die nicht dem Einfluss von MEDION unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt
werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen,
das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Kosteneffekte sowie
gesetzliche und politische Entscheidungen. MEDION sieht sich auch nicht dazu verpflichtet,
Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse
oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien
eingetreten sind. VERKÜRZTE KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERNGESAMT ERGEBNISRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE KONZERNBILANZAktivascroll
Passivascroll
VERKÜRZTER SEGMENTBERICHTscroll
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VERKÜRZTE ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALSscroll
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6 Erläuternde AngabenInformation zum UnternehmenDie MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft
nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft
werden öffentlich gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen
("Konzern") sowie die Grundlagen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages
zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH werden unter Punkt 6.1.1
ab Seite 50 im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2017/2018 beschrieben. Grundlage der Aufstellung des Abschlusses und Änderung von RechnungslegungsmethodenDer verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für das zum 30. September 2018 endende Halbjahr
wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss
zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in
Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2018 zu lesen. Für die Aufstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die
Aufstellung des Konzernabschlusses zum 31. März 2018 angewandten Rechnungslegungsmethoden
mit Ausnahme der unten dargestellten neu anzuwendenen Standards unverändert übernommen. Die Rechnungslegungsstandards IFRS 9 - "Finanzinstrumente" und IFRS 15 "Erlöse aus
Verträgen mit Kunden" sind verpflichtend, für Geschäftsjahre die am oder nach dem
1. Januar 2018 beginnen, anzuwenden. Medion wendet diese neuen Standards seit dem
1. April 2018 an. Eine Notwendigkeit zur Anpassung der Vorjahresvergleichswerte besteht
nicht. Aus den neuen Klassifizierungs- und Bewertungsvorschriften zu finanziellen Vermögenswerten
ergaben sich für Medion keine Änderungen. Die Klassifizierung von finanziellen Vermögenswerten
richtet sich nach dem Geschäftsmodell zur Steuerung und den Eigenschaften der Zahlungsströme
der finanziellen Vermögenswerte. Sämtliche finanzielle Vermögenswerte von Medion werden
nach dem Geschäftsmodell "Halten" gesteuert und die zugrundeliegenden Zahlungsströme
führen ausschließlich zu Tilgungs- sowie Zinszahlungen, so dass die Bilanzierung dieser
finanziellen Vermögenswerte unverändert zu fortgeführten Anschaffungskosten erfolgt. Die Neu-Regelungen zum Hedge Accounting, die u.a. ein Wahlrecht zur Designation von
Komponenten vorsehen, werden durch Medion prospektiv auf alle neu im Geschäftsjahr
2018/2019 abgeschlossenen Sicherungsbeziehungen angewendet. Im Rahmen der Abbildung
der neuen Sicherungsbeziehungen wird ausschließlich die Kassaveränderung designiert
und bis zur Lieferung des Grundgeschäfts erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis ausgewiesen.
Die Terminkomponente und der Währungsbasis-Spread sind von der Sicherungsbeziehung
ausgeschlossen und werden direkt ergebniswirksam im Zinsergebnis erfasst. Aufgrund der geänderten Wertminderungsvorschriften des IFRS 9, wonach eine Wertminderung
für erwartete Kreditverluste zu erfassen ist, hat sich für Medion zum 1. April 2018
ein Umstellungseffekt von € 2,1 Mio. (nach latenten Steuern) ergeben, der in den Gewinnrücklagen
ausgewiesen wird. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenAlle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich
vereinbart und werden zu Preisen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart
würden. Darüber hinaus haben sich keine Veränderungen bei den im Bericht der MEDION
AG über das Geschäftsjahr 2017/2018 (1. April 2017 - 31. März 2018) unter Punkt 9.3.7
auf den Seiten 171-173 aufgeführten nahe stehenden Unternehmen ergeben. Die vertraglichen
Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen bestehen annähernd unverändert fort, sind
aber nach ihrer Ergebnisauswirkung für den Konzern unwesentlich. Sonstige AngabenDer Aufsichtsrat hielt zum 30. September 2018 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien. Der Vorstand hielt zum 30. September 2018 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien. Prüferische DurchsichtEine prüferische Durchsicht dieses Halbjahresfinanzberichtes zum 30. September 2018
ist nicht erfolgt (§ 37w Absatz 1 Satz 6 WpHG). Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Essen, 12. November 2018 MEDION AG Tel.: +49 (0)201-83 83 6500 © 2018 MEDION AG Essen |
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