MEDION AGEssenMEDION AG KONZERNHALBJAHRESFINANZBERICHT 2019-2020 (01.04.19 - 30.09.19)Halbjahresfinanzbericht2019/2020 | 1. April 2019 - 30. September 2019AUSGEWÄHLTE KENNZAHLENscroll
Aktienbezogene Datenscroll
1 Wirtschaftliche RahmenbedingungenDie konjunkturelle Flaute der deutschen Wirtschaft hält an. Ihre wirtschaftliche Aktivität
verharrt gegenwärtig in etwa auf dem erreichten Niveau. Die einschlägigen Konjunkturindikatoren
deuten noch nicht auf eine grundlegende Veränderung der konjunkturellen Situation
hin. Ein stärkerer Abschwung oder gar eine ausgeprägte Rezession sind gegenwärtig
aber nicht zu erwarten. Die Weltkonjunktur bleibt gedämpft. Vor dem Hintergrund protektionistischer
Maßnahmen und der ungelösten Brexit-Frage nahm der Welthandel im Juli im Vergleich
zum Vorjahresmonat erneut ab. Angesichts der schwelenden Handelskonflikte und dem
schwierigen geopolitischen Umfeld gehen die internationalen Organisationen von einer
zwar weniger dynamischen, aber weiterhin aufwärtsgerichteten Entwicklung der Weltwirtschaft
aus. Die privaten Konsumausgaben bleiben eine wichtige Stütze der binnenwirtschaftlichen
Entwicklung. Im August nahmen die Umsätze im Einzelhandel ohne Kfz im Vormonatsvergleich
um 0,5 % zu. Im Zweimonatsvergleich Juni/Juli lagen sie kalenderbereinigt 2,8 % über
dem Vorjahreszeitraum. Das Geschäftsklima im Einzelhandel ist per saldo weiter positiv
und besser als der langjährige Durchschnitt, auch wenn es im September leicht nachgab
(zitiert aus "Die wirtschaftliche Lage in Deutschland im Oktober 2019, PM Bundesministerium
für Wirtschaft und Energie, 14.10.2019). Mit einem Umsatz von rund 12,3 Mrd. EUR weist der Markt für Consumer Electronics Produkte
im ersten Halbjahr 2019 (01.01. bis 30.06.2019) in Deutschland ein Minus von 4,1 Prozent
im Vergleich zum Vorjahrszeitraum auf. Die Unterhaltungselektronik (-7,1 %, rund 3,9
Mrd. EUR) und privat genutzte Telekommunikation (-4,1 %, knapp 5,4 Mrd. EUR) verzeichneten
jeweils ein Umsatzminus. Lediglich die privat genutzten IT-Produkte (+0,3 %, rund
3 Mrd. EUR) konnten den Umsatzrückgang aus dem ersten Quartal 2019 stoppen. Im Bereich der Unterhaltungselektronik wurde im ersten Halbjahr 2019 mit Fernsehgeräten
ein Umsatz von knapp 1,7 Mrd. EUR (-10,1 %) erzielt. Die verkaufte Stückzahl sank
um 1,5 % auf 3 Mio. TV-Geräte, der Durchschnittspreis aller verkauften TV-Geräte sank
gleichzeitig um 8,7 % auf 564 EUR. Bei den Produkten der privat genutzten Telekommunikation
generierten die Core Wearables mit 401 Mio. EUR erneut einen deutlichen Umsatzzuwachs
um 42,8 % im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Dabei stiegen die verkaufte Stückzahl
(über 2,3 Mio. Geräte, + 37 %) und der Durchschnittspreis (171 EUR, +4,3 %) ebenfalls
an. Trotz eines auf 487 EUR (+0,7 %) gestiegenen Durchschnittspreises, musste die
Sparte der Smartphones dagegen ein Umsatzminus von 6,6 Prozent (4,8 Mrd. EUR) hinnehmen,
da die verkaufte Stückzahl auf rund 9,9 Mio. Geräte (-7,2 %) zurückging. Dank zum Teil deutlicher Umsatzzuwächse bei Tablet-PCs (+7,5 %), Monitoren (+12 %)
und Druckern (+3,4 %) konnte die Produktsparte der privat genutzten IT-Produkte den
Umsatzrückgang stoppen. Die Stückzahlen für PCs waren mit 446.000 leicht steigend,
bei den Notebooks mit - 4 % auf 1.721 Mio. Geräte jedoch deutlich rückläufig (alle
vorgenannten Zahlen aus der gfu Studie, Home Electronics Markt Index Deutschland vom
28.08.2019). 2 FinanzberichtERTRAGSLAGEscroll
Im Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 wurde im Ausblick auf
das laufende Geschäftsjahr 2019/2020 erläutert, dass unter Berücksichtigung der Veränderungen
im Rahmen der Dienstleistungen für den Lenovo-Konzern insgesamt ein Umsatzwachstum
zwischen +5 % und + 10 % erwartet wird. Dabei wurde für das Projektgeschäft ein stabiler
Umsatz angenommen, für das Direktgeschäft insgesamt ein Umsatzwachstum von +15 % oder
leicht darüber für möglich gehalten. Für das EBIT wurde für 2019/2020 mit einem EBIT
auf Niveau des Geschäftsjahres 2018/2019 gerechnet. Das erste Geschäftshalbjahr verlief demnach umsatzseitig und ergebnisseitig besser
als erwartet. Der Konzernumsatz stieg von € 320,5 Mio. im Vorjahr um € +37,2 Mio.
(+11,6 %) auf € 357,7 Mio. Während die Umätze im Direktgeschäft im Erwartungskorridor
liegen, stellt sich das Projektgeschäft nach dem ersten Geschäftshalbjahr deutlich
besser dar als erwartet. Dabei sei in Anlehnung an den Geschäftsbericht für das abgelaufene
Geschäftsjahr 2018/2019 nochmals erwähnt, dass MEDION zum 31. März 2019 die Rechnungslegungsvorschriften
des IFRS 15 dahingehend voll retrospektiv angewendet hat, dass weitere wesentliche
Teile der digitalen Dienstleistungen im Bereich des Direktgeschäftes als Agentengeschäft
bilanziert und hier nur die Nettoerlöse als Umsatz ausgewiesen werden. Deutschland bleibt mit einem Umsatzanteil von 61 % (Vorjahreszeitraum: 63 %) nach
wie vor wichtigster Markt, der Umsatz stieg von € 200 Mio. im Vorjahr auf € 219 Mio.
(+10 %). Das trotz Umsatzanstieg im Inland der Umsatzanteil leicht zurückging, unterstützt
die Strategie des Ausbaus des Direktgeschäftes im Ausland. Der Umsatz im übrigen Europa
stieg deutlich von € 64 Mio. auf € 78 Mio. (+22 %), der Umsatzanteil erhöhte sich
somit von 20 % auf 22 %. Der Umsatz außerhalb Europas erhöhte sich von € 56 Mio. auf
€ 61 Mio. (+9 %), der Umsatzanteil blieb hier mit 17 % unverändert. UMSÄTZE NACH SEGMENTENscroll
Der Anstieg des Konzernumsatzes in Höhe von € +37,2 Mio. verteilt sich gleichmäßig
auf die Geschäftssegmente Projektgeschäft und Direktgeschäft. Mit einem Wachstum von € 170,2 Mio. um € +20,4 Mio. (+12,0 %) auf € 190,6 Mio. liegt
das Direktgeschäft im Erwartungskorridor zwischen +10 % und +15 %. Dieses Wachstum
ist ausschließlich durch Wachstum und Ausbau der digitalen Dienstleistungen begründet. Das Projektgeschäft liegt mit einem Wachstum von € 140,5 Mio. um € +19,1 Mio. (+13,6
%) auf € 159,6 Mio. sogar deutlich über dem Erwartungswert (Vorjahresniveau). Grund
hierfür ist eine Stabilisierung des Multimedia-Geschäftes nach Rückgängen in den Vorjahren
und das angestrebte Wachstum im Bereich der Haushalts-Elektronik. Hinzu kommen zeitliche
Verschiebungen von Aufträgen für das umsatzstarke Weihnachtsquartal. Seit dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2018/2019 weist MEDION die Konzerndienstleistungen
aus Gründen der Unwesentlichkeit nicht mehr als eigenständiges Segment aus, sondern
zeigt diese unter den Sonstigen Umsätzen. Im abgelaufenen ersten Geschäftshalbjahr
wie im vergleichbaren Vorjahreszeitraum betreffen die Sonstigen Umsätze inhaltlich
jedoch ausschießlich Konzerndienstleistungen, welche sich im Rahmen der Erwartungen
(rd. -20 %) verringerten. Mit dem Umsatzanstieg konnte auch der Rohertrag leicht um € +2,4 Mio. auf € 104,4
Mio. (Vorjahr: € 102,0 Mio.) gesteigert werden. Da der Umsatzanstieg entgegen den
Erwartungen jedoch auch auf ein Wachstum des margenschwächeren Projektgeschäftes zurückzuführen
ist, stieg der Rohertrag im Verhältnis zum Umsatz nur unterproportional und die Rohertragsquote
verringerte sich von 31,8 % auf 29,2 %. Die im ersten Geschäftshalbjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeit-Äquivalente)
gingen von 1.018 im Vorjahr auf 1.003 zurück. Der Personalaufwand liegt mit € 30,7
Mio. um € +2,3 Mio. hingegen über dem Vorjahresniveau (€ 28,4 Mio.). Zurückzuführen
ist dieser Anstieg auf den Ausbau des digitalen Direktgeschäftes und höhere Sonderzahlungen. Unter dem Vorjahreswert blieben die Abschreibungen mit € 1,6 Mio. (Vorjahr: € 2,0
Mio.), nachdem die verstärkten Investitionen in den Ausbau des digitalen Direktgeschäftes
in den Vorjahren reduziert werden konnten. Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen liegt mit € 58,7 Mio.
zwar auf Vorjahresniveau (€ 58,8 Mio.), jedoch gab es deutliche Veränderungen innerhalb
der sonstigen betrieblichen Aufwendungen: SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN UND ERTRÄGEscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen verringerten sich leicht von € 61,5 Mio.
im Vorjahreszeitraum um € -1,5 Mio. (-2,4 %) auf € 60,0 Mio. Dabei erhöhten sich die
Vertriebsaufwendungen von € 44,6 Mio. im Vorjahr um € +2,3 Mio (+5,2 %) auf € 46,9
Mio. Hier stiegen die Marketingaufwendungen von € 18,2 Mio. im Vorjahr auf € 19,1
Mio., hauptsächlich begründet durch Werbung für das Direktgeschäft und Maßnahmen zur
Markenbildung. Der Rückgang der Aufwendungen für Kundenservice von € 9,1 Mio. auf
€ 7,9 Mio. ist durch den erwarteten Rückgang der Konzerndienstleistungen sowie durch
den kontinuierlichen Rückgang des serviceintensiven Hardwaregeschäftes im Multimedia-Bereich
in den letzten Jahren begründet. Der Anstieg der geleisteten Provisionen und Gebühren
von € 8,5 Mio. auf € 10,0 Mio. korrespondiert zum stetigen Ausbau digitaler Dienstleistungen.
Der Anstieg der sonstigen Vertriebsaufwendungen erklärt sich überwiegend durch gestiegene
Frachtkosten. Die Verwaltungsaufwendungen konnten leicht um € -0,5 Mio. auf € 10,9 Mio. vermindert
werden (Vorjahr: € 11,4 Mio.), nahezu ausschließlich durch den Rückgang von Aufwendungen
für IT. Während die Betriebsaufwendungen mit € 1,7 Mio. unverändert blieben, verringerten
sich die übrigen Aufwendungen deutlich von € 3,8 Mio. im Vorjahr auf € 0,5 Mio. Hintergrund
sind einmalige, periodenfremde nachlaufende Aufwendungen im Zusammenhang mit dem Aufbau
neuer digitaler Vertriebskanäle und -Produkte im Vorjahreszeitraum. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge von € 2,7 Mio. um € -1,4 Mio. auf
€ 1,3 Mio. resultiert überwiegend aus niedrigeren Auflösungen von Rückstellungen und
Versicherungsleistungen sowie periodenfremden Erträgen. EBIT NACH SEGMENTENscroll
Im Vergleich zum Umsatzwachstum fällt das Wachstum des EBIT im Direktgeschäft um +4,5
% (€ +0,6 Mio.) auf € 13,8 Mio. (Vorjahr: € 13,2 Mio.) nur unterproportional aus.
Begründet ist dieses durch die direkte Reinvestitionen zur Stabilsierung der digitalen
Vertriebswege sowie weiterhin sehr hoher Preisdruck im Online-Handel. Im Projektgeschäft entwickelte sich das EBIT besser als erwartet. Zwar ist es immer
noch leicht negativ, weil die aufgrund der insgesamt niedrigen Umsatzbasis erwirtschafteten
Roherträge die nachlaufenden Aufwendungen mangels Skaleneffekten nicht mehr vollständig
decken. Aufgrund des Wachstums und der Rohertrags-Stabilsierung im Multimedia-Bereich
konnte das Vorjahres-EBIT jedoch geringfügig um € +0,1 Mio. auf € -0,6 Mio. (Vorjahr:
€ -0,7 Mio.) verbessert werden. Das insgesamt erwirtschaftete EBIT in Höhe von € 13,4 Mio. liegt leicht (+4,7 %) über
dem vergleichbaren Vorjahreswert € 12,8 Mio. und somit leicht über den Erwartungen. Der hohe Rückgang des Finanzergebnisses von € 1,0 Mio. im Vorjahr auf ein ausgeglichenes
Finanzergebnis erklärt sich dadurch, dass der Vorjahresertrag nahezu vollständig auf
die erstmalige Anwendung des IFRS 9 (Fair Value) zurückzuführen war. Die im abgelaufenen
Geschäftshalbjahr erwirtschafteten Zinserträge (Geldanlagen) wurden hingegen größtenteils
durch Fair Value-Bewertungen nach IFRS 9 aufgezehrt. Das Ergebnis vor Steuern liegt demnach mit € 13,4 Mio. leicht unter dem Vorjahreswert
(€ 13,8 Mio.) und somit noch im Rahmen der Erwartungen. Der Steueraufwand blieb mit € -3,2 Mio. nahezu unverändert. Insgesamt konnte MEDION
somit im ersten Geschäftshalbjahr 2019/2020 ein Konzernergebnis von € 10,2 Mio. erwirtschaften,
welches leicht unter dem Vorjahreszeitraum (€ 10,5 Mio.) liegt. VERMÖGENS- UND FINANZLAGEscroll
Die Bilanzsumme des MEDION-Konzerns liegt mit € 790,4 Mio. deutlich um € +45,8 Mio.
(+6 %) über dem Niveau des Konzernabschlusses zum 31. März 2019 (€ 744,6 Mio.). Auf der Aktivseite hat sich dabei aufgrund des bevorstehenden umsatzstärkeren Weihnachtsquartals
das Vorratsvermögen von € 131,1 Mio. zum 31. März 2019 um € +30,8 Mio. (+24 %) auf
€ 161,9 Mio. erhöht. Dieser Anstieg betrifft überwiegend Multimedia-Produkte, sowohl
für das Projekt- als auch für das Onlinegeschäft. Der moderate Anstieg der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen korrespondiert zum gestiegenen Geschäftsvolumen. Weiter positiv entwickelt sich die zur Verfügung stehende Liquidität. Im Vergleich
zum 31. März 2019 haben sich die Zahlungsmittel und -aquivalente von € 115,0 Mio.
um € +11,0 Mio. auf € 126,0 Mio. erhöht. Unter Berücksichtigung der im Konzern bereitgestellten
liquiden Mittel ist die MEDION insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität von € 335,0
Mio. (zum 31. März 2019) auf € 346,0 Mio. gestiegen. Im Vergleich zum Vorjahresstichtag
bedeutet das einen Anstieg von +3,3 %. Das Eigenkapital zum 30. September 2019 hat sich gegenüber dem Stand zum 31. März
2019 (€ 400,1 Mio.) um € +9,9 Mio. auf € 410,0 Mio. erhöht. Aufgrund der höheren Bilanzsumme
hat sich die Eigenkapitalquote zwar leicht auf 51,9 % ermäßigt (31. März 2019: 53,7
%), liegt jedoch weiterhin stabil bei über 50 %. Entsprechend dem Anstieg des Vorratsvermögens und des Geschäftsvolumens haben sich
auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 120,5 Mio. zum 31.
März 2019 (Vorjahresstichtag: € 136,7 Mio.) auf € 154,1 Mio. erhöht. Das Working Capital
bleibt somit im Vergleich zum 31. März 2019 mit € 186,2 Mio. unverändert. Die sonstigen Rückstellungen sind mit € 96,6 Mio. um € -4,7 Mio. niederiger als zum
31. März 2019 (€ 101,3 Mio.). Die wesentlichen Posten betreffen Rückstellungen für
Lizenzen und Schutzrechte (€ 52,1 Mio.; 31. März 2019: € 52,6 Mio.) sowie Gewährleistungsverpflichtungen
(€ 30,0 Mio.; 31. März 2019: € 31,8 Mio.). Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen mit € 95,6 Mio. um € +7,1 Mio.
über dem Wert zum 31. März 2019 (€ 88,5 Mio.) und betreffen nach wie vor fast ausschließlich
Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm. 3 Chancen- und RisikoberichtNach Einschätzung des MEDION-Vorstandes haben sich Chancen und Risiken des MEDION-Konzerns
im Berichtszeitraum 1. April 2019 bis 30. September 2019 gegenüber der Darstellung
im Geschäftsbericht 2018/2019 auf den Seiten 92-105 nicht verändert. Im Geschäftsbericht
findet sich auch eine Erläuterung hinsichtlich der Maßnahmen, die zur Risikobewältigung
eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden. Daher sind nach Einschätzung des
Vorstandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für die absehbare Zukunft keine Risiken
erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können. 4 NachtragsberichtVorgänge von besonderer Bedeutung nach Halbjahresende (1. April 2019 - 30. September
2019). Ereignisse nach dem 30. September 2019, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten. 5 AusblickDer Prognosebericht für das laufende Geschäftsjahr bleibt gegenüber den Angaben im
Geschäftsbericht 2018/2019 auf den Seiten 84-92 zum gegenwärtigen Zeitpunkt unverändert. Im Multimedia-Bereich bei Personal Computern rechnet MEDION damit, dass sich eine
Stabilisierung des Absatzvolumens zeigt und sogar ein Umsatzwachstum von +5 % bis
zu +10 % möglich ist. Aufgrund der zunehmenden Sättigung in den übrigen Bereichen
der Consumer Electronics und der erst begonnenen Neuausrichtung der Produktkategorien
im Bereich Haushaltselektronik wird insgesamt ein gleichbleibender Umsatz des Projektgeschäftes
erwartet. Im Berichtssegment des Direktgeschäftes wird sich im Bereich Mobilfunk bei erschwerten
regulatorischen Rahmenbedingungen der Druck auf Preise und Margen bei der Kundengewinnung
und -bindung weiter erhöhen. Für die anderen digitalen Dienstleistungen werden steigende
Umsätze und Ergebnisbeiträge erwartet, sodass für die digitalen Dienste insgesamt
ein Umsatzanstieg von bis zu 15 % oder sogar leicht darüber für möglich gehalten wird,
was insgesamt für das Direktgeschäft ein Umsatzwachstum von 15 % bis zu 20 % bedeuten
kann. Auch wenn das erste Halbjahr bezogen auf das Umsatzwachstum mit mehr als +10 % besser
verlaufen ist als für das Gesamtjahr erwartet, liegt der in den ersten sechs Monaten
erwirtschaftete Umsatz gemessen an der unterjährigen Planung knapp unter den Zielwerten.
Daher wird für den Gesamtumsatz des Geschäftsjahres nach wie vor von einem Wachstum
von +5 bis +10 % ausgegangen. Der zunehmende Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft wird nach wie
vor einen überproportionalen Ergebnisdruck begründen. Insofern kann im Projektgeschäft
aufgrund der zuvor erläuterten Umsatzrisiken ein weiterer Rückgang des EBIT nicht
ausgeschlossen werden, auch wenn das erste Geschäftshalbjahr ein stabilisiertes, fast
ausgeglichenes EBIT im Projektgschäft ausweist. Im Direktgeschäft werden zwar nach
wie vor steigende Skalenvorteile erwartet, aber auch hier kann ein steigender Preisdruck,
insbesondere im Telekommunikationsgeschäft sowie durch steigende Produkttransparenz
und Anbieterzahlen, eine zur geplanten Geschäftsentwicklung korrespondierende Erhöhung
der Rentabilität insgesamt verzögern, was sich im ersten Geschäftshalbjahr bei einer
im Vergleich zum Umsatzwachstum unterproportionalen EBIT-Entwicklung bereits zeigt. Auch wenn das erste Geschäftshalbjahr ergebnisseitig leicht über den Erwartungen lag,
wird insgesamt daher weiterhin ein EBIT auf Niveau des abgelaufenen Geschäftsjahres
2018/2019 erwartet, ein dem ersten Halbjahr entsprechend darüber liegendes EBIT jedoch
nun aber auch für möglich gehalten. DisclaimerDieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. September 2019 enthält zukunftsgerichtete
Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichtes zum 30.
September 2019. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen
Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen
abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt,
die nicht dem Einfluss von MEDION unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt
werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen,
das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Kosteneffekte sowie
gesetzliche und politische Entscheidungen. MEDION sieht sich auch nicht dazu verpflichtet,
Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse
oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien
eingetreten sind. VERKÜRZTE KONZERNGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
KONZERN-GESAMTERGEBNISRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE KONZERNKAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
VERKÜRZTE KONZERNBILANZAktivascroll
Passivascroll
VERKÜRZTER SEGMENTBERICHTscroll
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VERKÜRZTE ENTWICKLUNG DES KONZERNEIGENKAPITALSscroll
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6 Erläuternde AngabenInformation zum UnternehmenDie MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte Aktiengesellschaft
nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland. Die Aktien der Gesellschaft
werden öffentlich gehandelt. Die Hauptaktivitäten der Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen
("Konzern") sowie die Grundlagen des bestehenden Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages
zwischen der MEDION AG und der Lenovo Germany Holding GmbH werden unter Punkt 6.1.1
ab Seite 54 im Bericht der MEDION AG über das Geschäftsjahr 2018/2019 beschrieben. Grundlage der Aufstellung des Abschlusses und Änderung von RechnungslegungsmethodenDer verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für das zum 30. September 2019 endende Halbjahr
wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss
zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in
Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2019 zu lesen. Für die Aufstellung
des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses
zum 31. März 2019 angewandten Rechnungslegungsmethoden unverändert übernommen. Angaben über Beziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und PersonenAlle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich
vereinbart und werden zu Preisen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart
würden. Darüber hinaus haben sich keine Veränderungen bei den im Bericht der MEDION
AG über das Geschäftsjahr 2018/2019 (1. April 2018 - 31. März 2019) unter Punkt 9.3.7
auf den Seiten 177-179 aufgeführten nahe stehenden Unternehmen ergeben. Die vertraglichen
Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen bestehen annähernd unverändert fort, sind
aber nach ihrer Ergebnisauswirkung für den Konzern unwesentlich. Sonstige AngabenDer Aufsichtsrat hielt zum 30. September 2019 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien. Der Vorstand hielt zum 30. September 2019 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien. Prüferische DurchsichtEine prüferische Durchsicht oder eine Prüfung entsprechend § 317 HGB dieses Halbjahresfinanzberichtes
(verkürzter Abschluss und Zwischenlagebericht) zum 30. September 2019 ist nicht erfolgt
(Angabe gemäß § 115 Absatz 5 WpHG). Versicherung der gesetzlichen VertreterNach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind. Essen, 12. November 2019 MEDION AGInvestor Relations Am Zehnthof 77 45307 Essen Tel.: +49 (0)201-83 83 6500 Fax: +49 (0)201-83 83 6510 Internet www.medion.de / www.medion.com © 2019 MEDION AG Essen |
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