![]() MEDION AGEssenHalbjahresfinanzbericht 2020-2021 (01. April 2020 - 30. September 2020)AUSGEWÄHLTE KENNZAHLEN
1 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen Die deutsche Wirtschaft leidet unverändert unter den wirtschaftlichen Folgen der
weltweiten Corona-Pandemie. Nach einer Belebung im Mai und Juni als Reaktion auf das
Ende des harten Lockdowns kommt der weitere Erholungsprozess allerdings mühsamer voran.
Denn die Corona-Pandemie hat weiterhin Verhaltensänderungen bei Konsumenten und Investoren
zur Folge. Wirtschaftsbereiche, für die soziale Kontakte eine große Rolle spielen,
sind davon besonders betroffen. Trotz des beunruhigenden Infektionsgeschehens signalisieren
einige Konjunkturindikatoren jedoch eine kommende Erholung der Wirtschaft, unterstützt
durch die umfangreichen konjunkturstützenden Maßnahmen der Bundesregierung. Für das
vierte Quartal 2020 signalisieren die Indikatoren, wenn auch verlangsamt, die Fortsetzung
des Erholungsprozesses. Die Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrer aktuellen
Prognose nunmehr von einem Rückgang des Bruttoinlandsprodukts im laufenden Jahr um
5,4 Prozent aus. Die Bundesregierung hatte in ihrer Interimsprojektion von Anfang
September noch einen Rückgang um 5,8 Prozent projiziert (zitiert aus PM Oktober 2020,
Bundesministerium für Wirtschaft, 14.10.2020). Der Markt für Home Electronics-Produkte (HE), dargestellt im HEMIX, Home Electronics
Market Index, liegt im ersten Halbjahr 2020 verglichen mit dem Vorjahres-Zeitraum
mit 5,3 Prozent im Plus. So wurde in den Monaten Januar bis Juni 2020 ein Gesamt-Umsatzvolumen
von knapp 20,3 Milliarden Euro erreicht. Diese positiven Zahlen haben ihren Ursprung
in der starken Nachfrage nach in Corona-Zeiten besonders beliebten Produkten für entertainment@home,
work@home und eat@home. So zeigen sich zweistellige Umsatzzugewinne bei AV-Zubehör,
Videogames-Konsolen, IT-Produkten und Elektro-Kleingeräten. Auch Fernsehgeräte und
Elektro-Großgeräte konnten Umsatzzuwächse verzeichnen (Quelle: gfu.de/markt-zahlen/hemix-2020). Home Electronics Markt Index Deutschland (HEMIX)
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| Konsumentenmarkt (private Nachfrage) | Absatz in 1000 Stück | Durchschnittspreis in EURO (Konsumentenpreise incl. MwSt.) | ||||
| Q1-Q2 2019 | Q1-Q2 2020 | +/-% | Q1-Q2 2019 | Q1-Q2 2020 | +/-% | |
| Personal Audio Total | 1.713 | 1.482 | -13,5% | 64 | 64 | -0,5% |
| Audio/Video Zubehör | ||||||
| - Kopfhörer + Stereo Mobilfunkheadsets | 6.494 | 6.278 | -3,3% | 55 | 77 | 38,8% |
| - Docking Lautsprecher | 2.189 | 1.655 | -24,4% | 90 | 99 | 10,8% |
| Auto-Multimedia (ohne Erstausrüstung) | 827 | 497 | -39,8% | 138 | 128 | -7,3% |
| Videogames Konsolen | 536 | 622 | 15,9% | 268 | 287 | 6,9% |
| Unterhaltungselektronik Total | ||||||
| Telekommunikation Total 7) | ||||||
| - Mobiltelefone | 609 | 500 | -17,9% | 46 | 52 | 12,3% |
| - Smartphones | 9.907 | 9.748 | -1,6% | 487 | 510 | 4,8% |
| - Telefone 16) | 2.136 | 2.077 | -2,8% | 62 | 62 | -0,1% |
| - Core Wearables 10) | 2.345 | 2.595 | 10,6% | 170 | 165 | -3,5% |
| Konsumentenmarkt (private Nachfrage) | Umsatz in Mio. EURO | ||
| Q1-Q2 2019 | Q1-Q2 2020 | +/-% | |
| Personal Audio Total | 110 | 94 | -14,0% |
| Audio/Video Zubehör | 555 | 645 | |
| - Kopfhörer + Stereo Mobilfunkheadsets | 359 | 481 | 34,1% |
| - Docking Lautsprecher | 196 | 164 | -16,3% |
| Auto-Multimedia (ohne Erstausrüstung) | 114 | 64 | -44,2% |
| Videogames Konsolen | 144 | 178 | 23,9% |
| Unterhaltungselektronik Total | 3.910 | 3775 | -3,5% |
| Telekommunikation Total 7) | 5.384 | 5.555 | 3,2% |
| - Mobiltelefone | 28 | 26 | -7,8% |
| - Smartphones | 4 822 | 4972 | 3,1% |
| - Telefone 16) | 133 | 130 | -2,8% |
| - Core Wearables 10) | 400 | 427 | 6,8% |
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
| 01.04.2020 - 30.09.2020 | 01.04.2019 - 30.09.2019 | +/- | ||||
| Umsatz | 415,0 | 100,0 | 357,7 | 100,0 | 57,3 | 16,0 |
| Materialeinsatz | -312,1 | -75,2 | -261,7 | -73,2 | -50,4 | -19,3 |
| Rohertrag | 102,9 | 24,8 | 96,0 | 26,8 | 6,9 | 7,2 |
| Personalaufwand | -29,2 | -7,0 | -30,7 | -8,6 | 1,5 | 4,9 |
| Sonstige Aufwendungen und Erträge | -57,6 | -14,0 | -50,3 | -14,1 | -7,3 | -14,5 |
| Abschreibungen | -1,8 | -0,4 | -1,6 | -0,4 | -0,2 | -12,5 |
| EBIT | 14,3 | 3,4 | 13,4 | 3,8 | 0,9 | 6,7 |
| Finanzergebnis | -0,1 | 0,0 | 0,0 | 0,0 | -0,1 | < -100,0 |
| EBT | 14,2 | 3,4 | 13,4 | 3,8 | 0,8 | 6,0 |
| Steuern | -3,4 | -0,8 | -3,2 | -0,9 | -0,2 | -6,2 |
| Konzernergebnis | 10,8 | 2,6 | 10,2 | 2,9 | 0,6 | 5,9 |
Im Geschäftsbericht zum abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020 wurde im Ausblick auf
das laufende Geschäftsjahr 2020/2021 erläutert, dass bei einem geplanten Umsatzrückgang
im Projektgeschäft von bis zu -5 % und einem leichten Umsatzwachstum im Direktgeschäft
von bis zu +5 % insgesamt mit einem im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Umsatzvolumen
gerechnet wird, aufgrund der nicht abschätzbaren Auswirkungen der Maßnahmen zur Eindämmung
der Corona-Pandemie jedoch auch ein Umsatzrückgang von -5 % bis zu -10 % nicht ausgeschlossen
werden kann. Zum EBIT 2020/2021 wurde ausgeführt, dass die positiven Ergebnisbeiträge
des besser als erwartet verlaufenden zweiten Geschäftshalbjahres 2019/2020 noch nicht
als nachhaltig betrachtet werden können und daher insgesamt mit einem Rückgang des
EBIT von bis zu -10 % gerechnet wird. Für das erste Geschäftshalbjahr wurde ein leicht
höheres Umsatzniveau (bis zu +10 %) und ein unverändertes EBIT erwartet.
Das erste Geschäftshalbjahr verlief demnach umsatz- und ergebnisseitig besser als
erwartet. Der Konzernumsatz stieg von € 357,7 Mio. im Vorjahr um € +57,3 Mio. (+16
%) auf € 415,0 Mio. Während die Umsätze im Direktgeschäft leicht über dem Erwartungskorridor
liegen, stellt sich das Projektgeschäft nach dem ersten Geschäftshalbjahr deutlich
besser dar als erwartet.
Während im ersten Geschäftsquartal die durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie
zu Geschäftsjahresbeginn positiven Impulse bei Produkten, die ihre Verwendung teilweise
im Umfeld von Home Office oder Home Schooling finden, noch teilweise durch Kaufzurückhaltungen
in anderen Produktkategorien oder Dienstleistungen aufgrund derselben Maßnahmen aufgezehrt
wurden, konnten sich letztere im zweiten Geschäftsquartal schrittweise wieder auf
ein geplantes Normalmaß einpendeln und die im Frühjahr notwendig angemeldete Kurzarbeit,
insbesondere bei den Einzelhandelsaktivitäten (Factory Outlet) sowie im Kundenservice
ebenso schrittweise reduziert, jedoch noch nicht gänzlich aufgehoben werden.
Deutschland bleibt mit einem Umsatzanteil von 62 % (Vorjahreszeitraum: 61 %) nach
wie vor wichtigster Markt, der Umsatz stieg dabei von € 219 Mio. im Vorjahr auf €
256 Mio. (€ +37 Mio.) und begründet somit den Großteil des Anstieges des Konzernumsatzes
(€ +57 Mio.). Der Umsatz im übrigen Europa blieb mit € 78 Mio. exakt auf Vorjahresniveau,
der Umsatzanteil verringerte sich jedoch von 22 % auf 19 %. Ein deutlicher Umsatzanstieg
von € 48 Mio. auf € 61 Mio. konnte in Australien realisiert werden, der Umsatzanteil
stieg von 14 % auf 15 %. Auch im übrigen Ausland erhöhte sich der Umsatz und wuchs
von € 13 Mio. (4 %) auf € 18 Mio. (4 %).
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
| 01.04.2020 - 30.09.2020 | 01.04.2019 - 30.09.2019 | + / - | ||||
| Direktgeschäft | 212,4 | 51,2 | 190,6 | 53,3 | 21,8 | 11,4 |
| Projektgeschäft | 195,4 | 47,1 | 159,6 | 44,6 | 35,8 | 22,4 |
| Sonstige | 7,2 | 1,7 | 7,5 | 2,1 | -0,3 | -4,0 |
| Umsatz | 415,0 | 100,0 | 357,7 | 100,0 | 57,3 | 16,0 |
Der Anstieg des Konzernumsatzes in Höhe von € 57,3 Mio. resultiert aus den beiden
Geschäftssegmenten Projekt- und Direktgeschäft. Entgegen den Befürchtungen haben sich
die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie nicht nachhaltig negativ auf die
Geschäftssituation ausgewirkt. Die positiven Impulse bei Multimedia-Produkten und
im Online-Handel zu Beginn des deutschlandweiten Lockdowns haben sich auch im zweiten
Geschäftsquartal fortgesetzt.
Mit einem Wachstum von € 190,6 Mio. um € +21,8 Mio. (+11,4 %) auf € 212,4 Mio. liegt
das Direktgeschäft über den Erwartungen von bis zu +5 %. Neben den weiterhin wachsenden
digitalen Dienstleistungen hat sich auch der Onlinehandel nach Rückgängen in den Vorjahren
stabilisiert, konnte in Teilbereichen sogar wieder wachsen.
Das Projektgeschäft liegt mit einem Wachstum von € 159,6 Mio. um € 35,8 Mio. (+22,4
%) auf € 195,4 Mio. sogar deutlich über dem Erwartungswert (Rückgang bis zu -5 %).
Die positiven Impulse entfielen hauptsächlich auf das PC-Geschäft.
Resultierend aus dem Umsatzanstieg konnte auch der Rohertrag um € +6,9 Mio. auf €
102,9 Mio. (Vorjahr: € 96,0 Mio.) gesteigert werden. Da der Umsatzanstieg entgegen
den Erwartungen jedoch auch auf ein Wachstum des margenschwächeren Projektgeschäftes
zurückzuführen ist, stieg der Rohertrag im Verhältnis zum Umsatz nur unterproportional
und die Rohertragsquote verringerte sich von 26,8 % auf 24,8 %. Hierzu sei angemerkt,
dass MEDION seit dem Geschäftsjahresende 2019/2020 Teile erhaltener zweckgebundener
Werbekostenzuschüsse aufgrund veränderter Rahmenbedingungen nicht mehr als Pricing-Bestandteil
im Rohertrag erfasst, sondern mit den korrespondierenden Marketingaufwendungen verrechnet.
Zum Zwecke der besseren Vergleichbarkeit wurde der Vorjahresausweis im Zwischenbericht
angepasst.
Die im ersten Geschäftshalbjahr durchschnittlich beschäftigten Mitarbeiter (Vollzeit-Äquivalente)
blieben mit 1.007 auf Vorjahresniveau (1.003). Der Personalaufwand liegt mit € 29,2
Mio. hingegen leicht unter dem Vorjahr (€ 30,7 Mio.). Der leicht höhere Vorjahreswert
erklärt sich durch Sonderzahlungen im Wege des Um- und Ausbaus des digitalen Direktgeschäftes.
Im Berichtszeitraum sind Unterstützungsleistungen für Kurzarbeit im Rahmen der Geschäftsbeschränkungen
durch die Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie im niedrigen sechsstelligen
Bereich vereinnahmt worden.
Die Abschreibungen erhöhten sich leicht von € 1,6 Mio. im Vorjahreszeitraum auf €
1,8 Mio. Der Anstieg entfällt nahezu ausschließlich auf Software.
Der Saldo aus sonstigen betrieblichen Aufwendungen und Erträgen liegt mit € 57,6
Mio. um € +7,3 Mio. (+14,5 %) über dem Vorjahr (€ 50,3 Mio.):
| Mio. € | Mio. € | Mio. € | % | |
| 01.04.2020 - 30.09.2020 | 01.04.2019 - 30.09.2019 | + / - | ||
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | ||||
| Vertriebsaufwendungen | -46,2 | -38,5 | -7,7 | -20,0 |
| davon Marketing | -9,6 | -10,7 | 1,1 | 10,3 |
| davon Kundenservice | -7,7 | -7,9 | 0,2 | 2,5 |
| davon Provisionen & Gebühren | -18,0 | -10,0 | -8,0 | -80,0 |
| davon Sonstiges | -10,9 | -9,9 | -1,0 | -10,1 |
| Verwaltungsaufwendungen | -10,3 | -10,9 | 0,6 | 5,5 |
| Betriebsaufwendungen | -1,7 | -1,7 | 0,0 | 0,0 |
| Übrige | -1,5 | -0,5 | -1,0 | < -100,0 |
| -59,7 | -51,6 | -8,1 | -15,7 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2,1 | 1,3 | 0,8 | 61,5 |
| Saldo | -57,6 | -50,3 | -7,3 | -14,5 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen erhöhten sich sogar von € 51,6 Mio. im Vorjahreszeitraum
um € +8,1 Mio. (+15,7 %) auf € 59,7 Mio. Dieser Anstieg resultiert überwiegend aus
den Vertriebsaufwendungen, die sich von € 38,5 Mio. im Vorjahr um € +7,7 Mio (+20,0
%) auf € 46,2 Mio. erhöhten. Ursache ist der stetige Anstieg der geleisteten Provisionen
und Gebühren im Rahmen des Anstieges des Vermittlungsgeschäftes für digitale Dienstleistungen,
die sich im Berichtszeitraum von € 10,0 Mio. im Vorjahr auf € 18,0 Mio. erhöhten.
Marketingaufwendungen reduzierten sich leicht um € -1,1 Mio. auf € 9,6 Mio. (Vorjahr:
€ 10,7 Mio.; wir verweisen auf die zuvor erläuterte Verrechnung zweckgebundener Werbekostenzuschüsse).
Der Anstieg der sonstigen Vertriebsaufwendungen resultiert im Wesentlichen aus einem
zum Anstieg des Projektgeschäftes korrespondierenden Anstieg der Frachtkosten.
Die Verwaltungsaufwendungen konnten leicht um € -0,6 Mio. auf € 10,3 Mio. vermindert
werden (Vorjahr: € 10,9 Mio.), nahezu ausschließlich durch den Rückgang von Aufwendungen
für IT. Der Anstieg der übrigen Aufwendungen von € 0,5 Mio. im Vorjahr auf € 1,5 Mio.
resultiert überwiegend aus Währungseffekten und vorsorglichen Wertberichtigungen.
Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Erträge von € 1,3 Mio. um € +0,8 Mio. auf
€ 2,1 Mio. resultiert überwiegend aus temporären Anpassungen von Bewertungen im Rahmen
der Anwendung des IFRS 9 (Expected Loss).
| Mio. € | % | Mio. € | % | Mio. € | % | |
| 01.04.2020 - 30.09.2020 | 01.04.2019 - 30.09.2019 | + / - | ||||
| Direktgeschäft | 13,9 | 97,2 | 13,8 | 103,0 | 0,1 | 0,7 |
| Projektgeschäft | 0,2 | 1,4 | -0,6 | -4,5 | 0,8 | > 100,0 |
| Sonstige | 0,2 | 1,4 | 0,2 | 1,5 | 0,0 | 0,0 |
| EBIT | 14,3 | 100,0 | 13,4 | 100,0 | 0,9 | 6,7 |
Trotz Umsatzwachstum ist das EBIT im Direktgeschäft mit € 13,9 Mio. auf Vorjahresniveau
(€ 13,8 Mio.) verblieben. Hintergrund ist zum einen, dass nach wie vor erwirtschaftete
Überschüsse in den wachsenden digitalen Dienstleistungen in die Weiterentwicklung
der technischen Rahmenbedingungen reinvestiert werden. Zum anderen konnte sich zwar
das Onlinegeschäft mit Hardware stabilisieren, steht aber immer noch unter hohem Margendruck.
Im Projektgeschäft entwickelte sich das EBIT besser als erwartet und konnte von einem
negativen Wert im Vorjahr (€ -0,6 Mio.) auf ein leicht positives EBIT von € 0,2 Mio.
verbessert werden. Der deutliche Umsatzanstieg in diesem Geschäftssegment (+36 %)
führte wieder zu leichten Skaleneffekten, die es ermöglichten, in zunehmendem Maße
die nachlaufenden Aufwendungen zu decken.
Das insgesamt erwirtschaftete EBIT liegt mit € 14,3 Mio. zwar über dem vergleichbaren
Vorjahreswert von € 13,4 Mio. und somit auch deutlich über den Erwartungen (möglicher
Rückgang von bis zu -10 %), jedoch beinhaltet das positive EBIT auch die zuvor genannten
einmaligen sonstigen betrieblichen Erträge.
Da das Finanzergebnis mit € -0,1 Mio. in etwa wie im Vorjahr auf ausgeglichenem Niveau
liegt, wirkt sich das höhere EBIT auch auf das Ergebnis vor Steuern aus. Dieses liegt
demnach mit € 14,2 Mio. um € +0,8 Mio. über dem Vorjahreswert (€ 13,4 Mio.)
Der Steueraufwand liegt mit € 3,4 Mio. leicht höher als im Vorjahr (€ 3,2 Mio.).
Insgesamt konnte MEDION somit im ersten Geschäftshalbjahr 2020/2021 ein Konzernergebnis
von € 10,8 Mio. erwirtschaften (Vorjahr: € 10,2 Mio.).
| Mio.€ | % | Mio.€ | % | Mio.€ | % | |
| 30.09.2020 | 31.03.2020 | +/- | ||||
| Sachanlagen | 26,9 | 3,3 | 25,3 | 3,3 | 1,6 | 6,3 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4,0 | 0,5 | 4,1 | 0,5 | -0,1 | -2,4 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 0,6 | 0,1 | 0,6 | 0,1 | 0,0 | 0,0 |
| Aktive latente Steuern | 14,5 | 1,8 | 14,6 | 1,9 | -0,1 | -0,7 |
| Langfristige Vermögenswerte | 46,0 | 5,7 | 44,6 | 5,8 | 1,4 | 3,1 |
| Vorräte | 186,3 | 23,1 | 162,4 | 21,0 | 23,9 | 14,7 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 197,9 | 24,5 | 188,5 | 24,4 | 9,4 | 5,0 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 177,9 | 22,1 | 211,8 | 27,4 | -33,9 | -16,0 |
| davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln | 150,0 | 18,6 | 190,0 | 24,6 | -40,0 | -21,1 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 38,2 | 4,7 | 43,8 | 5,7 | -5,6 | -12,8 |
| Zahlungsmittel / -äquivalente | 160,3 | 19,9 | 121,3 | 15,7 | 39,0 | 32,2 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 760,6 | 94,3 | 727,8 | 94,2 | 32,8 | 4,5 |
| Summe Aktiva | 806,6 | 100,0 | 772,4 | 100,0 | 34,2 | 4,4 |
| Eigenkapital | 467,9 | 58,0 | 455,7 | 59,0 | 12,2 | 2,7 |
| abzgl. erworbener eigener Aktien | -46,4 | -5,7 | -46,4 | -5,9 | 0,0 | 0,0 |
| Bilanzielles Eigenkapital (IFRS) | 421,5 | 52,3 | 409,3 | 53,0 | 12,2 | 3,0 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 11,6 | 1,4 | 11,8 | 1,5 | -0,2 | -1,7 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 166,0 | 20,6 | 149,8 | 19,4 | 16,2 | 10,8 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 24,9 | 3,1 | 20,7 | 2,7 | 4,2 | 20,3 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung | 18,2 | 2,3 | 18,2 | 2,4 | 0,0 | 0,0 |
| Steuerrückstellungen | 1,0 | 0,1 | 1,1 | 0,1 | -0,1 | -9,1 |
| Sonstige Rückstellungen | 88,4 | 11,0 | 88,9 | 11,5 | -0,5 | -0,6 |
| Übrige kurzfristige Verbindlichkeiten | 93,2 | 11,6 | 90,8 | 11,8 | 2,4 | 2,6 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 373,5 | 46,3 | 351,3 | 45,5 | 22,2 | 6,3 |
| Summe Passiva | 806,6 | 100,0 | 772,4 | 100,0 | 34,2 | 4,4 |
Die Bilanzsumme des MEDION-Konzerns stieg im Vergleich zum 31. März 2020 von € 772,4
Mio. um € +34,2 Mio. auf € 806,6 Mio.
Auf der Aktivseite hat sich dabei aufgrund des bevorstehenden umsatzstärkeren Weihnachtsquartals
das Vorratsvermögen von € 162,4 Mio. um € +23,9 Mio. (+15 %) auf € 186,3 Mio. erhöht.
Dieser Anstieg betrifft Produkte sowohl für das Projekt- als auch für das Onlinegeschäft.
Der Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen korrespondiert zum gestiegenen
Geschäftsvolumen.
Ebenfalls positiv entwickelte sich die zur Verfügung stehende Liquidität. Im Vergleich
zum Geschäftsjahresbeginn haben sich die Zahlungsmittel und -äquivalente von € 121,3
Mio. um € +39,0 Mio. auf € 160,3 Mio. erhöht. Unter Berücksichtigung der im Konzern
bereitgestellten liquiden Mittel ist die MEDION insgesamt zur Verfügung stehende Liquidität
mit € 310,3 Mio. nahezu unverändert (31. März 2020: € 311,3 Mio.).
Das Eigenkapital zum 30. September 2020 hat sich gegenüber dem Stand zum 31. März
2020 (€ 409,3 Mio.) um € +12,2 Mio. auf € 421,5 Mio. erhöht. Aufgrund der höheren
Bilanzsumme hat sich die Eigenkapitalquote zwar leicht auf 52,3 % ermäßigt (31. März
2020: 53,0 %), liegt jedoch nach wie vor stabil bei über 50 %.
Entsprechend dem Anstieg des Vorratsvermögens und des Geschäftsvolumens haben sich
auch die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen von € 149,8 Mio. zum 31.
März 2020 auf € 166,0 Mio. erhöht (Vorjahresstichtag: € 154,1 Mio.). Das Working Capital
erhöhte sich somit im Vergleich zum 31. März 2020 von € 201,1 Mio. auf € 218,2 Mio.
Die sonstigen Rückstellungen liegen mit € 88,4 Mio. auf Höhe zum Bilanzstichtag 31.
März 2020 (€ 88,9 Mio.). Die wesentlichen Posten betreffen Rückstellungen für Lizenzen
und Schutzrechte (€ 38,5 Mio.; 31. März 2020: € 38,0 Mio.) sowie Gewährleistungsverpflichtungen
(€ 33,1 Mio.; 31. März 2020: € 32,0 Mio.).
Die übrigen kurzfristigen Verbindlichkeiten liegen mit € 93,2 Mio. nur leicht über
dem Wert zum 31. März 2020 (€ 90,8 Mio.) und betreffen nach wie vor fast ausschließlich
Verbindlichkeiten aus dem ABS-Programm.
Nach Einschätzung des MEDION-Vorstandes haben sich Chancen und Risiken des MEDION-Konzerns
im Berichtszeitraum 1. April 2020 bis 30. September 2020 gegenüber der Darstellung
im Geschäftsbericht 2019/2020 (Kapitel 5.3.2) nicht verändert. Im Geschäftsbericht
findet sich auch eine Erläuterung hinsichtlich der Maßnahmen, die zur Risikobewältigung
eingesetzt wurden und weiterhin eingesetzt werden. Daher sind nach Einschätzung des
Vorstandes zum gegenwärtigen Zeitpunkt und für die absehbare Zukunft keine Risiken
erkennbar, die den Bestand des Unternehmens gefährden können.
Vorgänge von besonderer Bedeutung nach Halbjahresende (1. April 2020 - 30. September
2020)
Ereignisse nach dem 30. September 2020, die auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
wesentliche Auswirkungen haben, sind nicht eingetreten.
Der Prognosebericht für das laufende Geschäftsjahr hat sich gegenüber den Angaben
im Geschäftsbericht 2019/2020 (Kapitel 5.3.1) bezüglich Umsatz- und EBIT-Erwartungen
verändert.
Es ist schwierig abzuschätzen, inwieweit die zu Beginn des Kalenderjahres 2020 eingeleiteten
Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie mittel- und langfristig wirken. Zwar
konnte im ersten Geschäftshalbjahr 2020 eine temporäre Belebung des PC-Marktes durch
den Trend zu mobilem Arbeiten verzeichnet werden, ein lediglicher Vorholeffekt aufgrund
des erhöhten Bedarfs von Geräten für das Home-Office ist jedoch nicht auszuschließen.
Insgesamt wird aber trotz dieser ungewissen Rahmenbedingungen im Multimedia-Bereich
bei Personal Computern weiterhin damit gerechnet, dass Absatzvolumen und Umsatz um
bis zu +10 % steigen können und die positiven Impulse des ersten Geschäftshalbjahres
nicht aufgezehrt werden. Auch für die übrigen Produktbereiche, insbesondere Haushalts-Elektronik,
wird von einem stabilen positiven Trend ausgegangen. Vor dem Hintergrund des positiven
Verlaufes des ersten Geschäftshalbjahres und des Auftragsvolumens für das Winterhalbjahr
wird für das Gesamtjahr nicht mehr von einem Umsatzrückgang von -5 % bis zu -10 %
ausgegangen, sondern ein Wachstum im Projektgeschäft von +5 % oder leicht darüber
für möglich gehalten.
Im Berichtssegment Direktgeschäft wird trotz leicht schwächerem ersten Halbjahr als
erwartet für die digitalen Dienstleistungen weiterhin ein leichtes Umsatzwachstum
von bis zu +5 % für möglich gehalten, aufgrund der Ungewissheit der Folgen der Corona-Pandemie,
insbesondere vor dem Hintergrund der seit Herbstbeginn wieder steigenden Infektionszahlen
und daraus möglichen abgeleiteten weitreichenderen Maßnahmen, jedoch auch ein lediglich
gleichbleibender Umsatz nicht ausgeschlossen. Dieses gilt auch für das Direktgeschäft
insgesamt.
Vor dem Hintergrund des insgesamt positiven Geschäftsverlaufes im ersten Geschäftshalbjahr
wird ein pandemiebedingter Umsatzrückgang von -5 % bis -10 % nicht mehr erwartet.
Gegenwärtig wird ein leichtes Umsatzwachstum von bis zu +5 % für möglich gehalten,
ein im Vergleich zum Vorjahr lediglich unveränderter Umsatz aufgrund von nicht abschätzbaren
Auswirkungen neuerer Maßnahmen zur Eindämmung der Corona-Pandemie jedoch nicht ausgeschlossen.
Trotz steigendem Geschäftsvolumen ist ein Preisverfall auf der Verkaufsseite im Projektgeschäft
mit überproportionalem Ergebnisdruck spürbar und es besteht nach wie vor das Risiko,
dass etwaige Skaleneffekte zu großen Teilen durch Corona-bedingte Verknappungen von
Beschaffungs- und Transportmöglichkeiten aufgezehrt werden. Aufgrund des bisherigen
Geschäftsjahresverlaufes wird jedoch nicht mehr von einem Rückgang des EBIT im Projektgeschäft
von bis zu -20 % oder leicht darüber ausgegangen, sondern eher ein leicht positives
EBIT auf Vorjahresniveau für möglich gehalten.
Im Direktgeschäft wird erwartet, dass sich die unterschiedlichen Tendenzen und Risiken
im Hardware- und Digitalbereich neutralisieren. Zwar wird nicht mit weiteren negativen
Auswirkungen durch Corona-Maßnahmen im Bereich digitaler Dienstleistungen gerechnet,
trotz für möglich gehaltenem leichten Umsatzwachstum werden Skalenvorteile jedoch
kaum zu realisieren sein. Daher wird weiter von einem EBIT-Rückgang im Direktgeschäft
von -5% bis zu -10 % ausgegangen.
Für den Gesamt-Konzern bleibt es daher bei der EBIT-Erwartung von rd. -10 % unter
dem abgelaufenen Geschäftsjahr 2019/2020. Ein darüber hinaus gehender Rückgang als
Folge der Corona-Pandemie wird jedoch nicht mehr erwartet.
Dieser Konzern-Halbjahresfinanzbericht zum 30. September 2020 enthält zukunftsgerichtete
Aussagen. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen
zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieses Konzern-Halbjahresfinanzberichtes zum 30.
September 2020. Sie sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und die tatsächlichen
Ergebnisse können erheblich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen beschriebenen
abweichen. Eine Vielzahl dieser Risiken und Ungewissheiten wird von Faktoren bestimmt,
die nicht dem Einfluss von MEDION unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt
werden können. Dazu zählen zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen,
das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Kosteneffekte sowie
gesetzliche und politische Entscheidungen. MEDION sieht sich auch nicht dazu verpflichtet,
Berichtigungen dieser zukunftsgerichteten Aussagen zu veröffentlichen, um Ereignisse
oder Umstände widerzuspiegeln, die nach dem Veröffentlichungsdatum dieser Materialien
eingetreten sind.
| 2020/2021 | 2019/2020 | 2020/2021 | 2019/2020 | ||
| Werte in T€ | 01.04. - 30.09. | 01.07. - 30.09. | |||
| 1. | Umsatzerlöse | 415.004 | 357.677 | 209.493 | 192.747 |
| 2. | Sonstige betriebliche Erträge | 2.074 | 1.306 | 1.504 | 769 |
| davon Anpassungen aufgrund von IFRS 9 | 780 | 46 | 780 | 46 | |
| 3. | Materialaufwand | -312.068 | -261.693 | -156.623 | -142.677 |
| 4. | Personalaufwand | -29.247 | -30.745 | -13.884 | -15.236 |
| 5. | Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | -1.849 | -1.570 | -849 | -810 |
| 6. | Sonstige betriebliche Aufwendungen | -59.641 | -51.590 | -31.523 | -27.027 |
| davon Anpassungen aufgrund von IFRS 9 | -92 | -66 | 0 | 0 | |
| 7. | Betriebsergebnis (EBIT) | 14.273 | 13.385 | 8.118 | 7.766 |
| 8. | Finanzierungserträge | 289 | 438 | 155 | 208 |
| 9. | Finanzierungsaufwendungen | -360 | -408 | -180 | -320 |
| 10. | Ergebnis vor Steuern (EBT) | 14.202 | 13.415 | 8.093 | 7.654 |
| 11. | Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -3.371 | -3.234 | -2.054 | -1.945 |
| 12. | Konzernergebnis | 10.831 | 10.181 | 6.039 | 5.709 |
| Ergebnis je Aktie in € (unverwässert) | 0,24 | 0,23 | 0,14 | 0,13 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (unverwässert) | 44.681.430 | 44.681.430 | 44.681.430 | 44.681.430 | |
| Ergebnis je Aktie in € (verwässert) | 0,24 | 0,23 | 0,14 | 0,13 | |
| Durchschnittlich im Umlauf befindliche Aktien (verwässert) | 44.681.430 | 44.681.430 | 44.681.430 | 44.681.430 | |
| 2020/2021 | 2019/2020 | 2020/2021 | 2019/2020 | ||
| Werte in T€ | 01.04. - 30.09. | 01.07. - 30.09. | |||
| 1. | Konzernergebnis | 10.831 | 10.181 | 6.039 | 5.709 |
| 2. | Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||
| +/- Währungsumrechnungsdifferenzen | 2.413 | -377 | -324 | 244 | |
| +/- Überschuss / Fehlbetrag aus Cashflow-Hedges | -1.593 | 177 | -386 | 1.579 | |
| +/- Latente Steuern aus Cashflow-Hedges | 520 | -57 | 126 | -510 | |
| 3. | = sonstiges Ergebnis, nach Steuern | 1.340 | -257 | -584 | 1.313 |
| 4. | Gesamtergebnis, nach Steuern | 12.171 | 9.924 | 5.455 | 7.022 |
| 2020/2021 | 2019/2020 | |||
| Werte in T€ | 01.04. - 30.09. | |||
| 1. | Betriebsergebnis (EBIT) | 14.273 | 13.385 | |
| 2. | +/- | Abschreibungen / Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen | 1.849 | 1.570 |
| 3. | +/- | Zunahme / Abnahme der Pensionsrückstellungen | 360 | 360 |
| Brutto Cashflow | 16.482 | 15.315 | ||
| 4. | -/+ | Abnahme / Zunahme der übrigen Rückstellungen | -482 | -4.708 |
| 5. | -/+ | Zunahme / Abnahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | -34.375 | -35.737 |
| 6. | -/+ | Abnahme / Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind | 22.275 | 34.196 |
| 7. | +/- | Ein- / Auszahlungen für Ertragsteuern (Saldo) | -3.275 | -2.648 |
| 8. | = | Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Summe aus 1 bis 7) | 625 | 6.418 |
| 9. | + | Einzahlungen aus Abgängen von Vermögenswerten | - | 22 |
| 10. | - | Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen sowie Finanzanlagen | -3.401 | -927 |
| 11. | + | Einzahlungen aus der Darlehensvergabe an Lenovo | 50.000 | 5.000 |
| 12. | - | Auszahlungen aus der Darlehensvergabe an Lenovo | -10.000 | -5.000 |
| 13. | + | Einzahlungen aus Zinsen | 705 | 356 |
| 14. | = | Cashflow aus der Investitionstätigkeit (Summe aus 9 bis 13) | 37.304 | -549 |
| 15. | +/- | Saldo aus ABS-Transaktionen | -1.612 | 6.012 |
| 16. | - | Auszahlungen für Zinsen | 240 | -478 |
| 17. | = | Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit (Summe aus 15 bis 16) | -1.372 | 5.534 |
| 18. | Zahlungswirksame Änderungen des Finanzmittelfonds (Summe aus 8, 14, 17) | 36.557 | 11.403 | |
| 19. | +/- | Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 2.407 | -380 |
| 20. | + | Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 121.338 | 115.008 |
| 21. | = | Finanzmittelfonds am Ende der Periode (Summe aus 18 bis 20) | 160.302 | 126.031 |
| Werte in T€ | 30.09.2020 | 31.03.2020 | 30.09.2019 |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Sachanlagen | 26.927 | 25.282 | 21.875 |
| Immaterielle Vermögenswerte | 4.045 | 4.132 | 4.209 |
| Beteiligungen | 28 | 28 | 28 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 563 | 587 | 670 |
| Aktive latente Steuern | 14.475 | 14.556 | 15.360 |
| Langfristige Vermögenswerte, gesamt | 46.038 | 44.585 | 42.142 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 197.862 | 188.485 | 178.400 |
| Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 177.890 | 211.751 | 232.576 |
| davon: Bereitstellung aus liquiden Mitteln | 150.026 | 190.032 | 220.038 |
| Vorräte | 186.304 | 162.435 | 161.877 |
| Ertragsteuererstattungsansprüche | 137 | 145 | 303 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | 38.054 | 43.628 | 49.096 |
| Zahlungsmittel und -äquivalente | 160.302 | 121.338 | 126.031 |
| Kurzfristige Vermögenswerte, gesamt | 760.549 | 727.782 | 748.283 |
| Aktiva, gesamt | 806.587 | 772.367 | 790.425 |
| Werte in T€ | 30.09.2020 | 31.03.2020 | 30.09.2019 |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 48.418 | 48.418 | 48.418 |
| - davon auf Stammaktien entfallend: T€ 48.418 | |||
| Kapitalrücklage | 167.316 | 167.316 | 142.068 |
| Eigene Aktien | -46.358 | -46.358 | -46.358 |
| Gewinnrücklagen | 254.999 | 244.168 | 266.992 |
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals | -2.877 | -4.217 | -1.118 |
| Eigenkapital, gesamt | 421.498 | 409.327 | 410.002 |
| Langfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Sonstige langfristige Verbindlichkeiten | 289 | 503 | 700 |
| Passive latente Steuern | 15 | 366 | 372 |
| Pensionsrückstellungen | 11.308 | 10.948 | 11.396 |
| Langfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 11.612 | 11.817 | 12.468 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen | |||
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 166.027 | 149.834 | 154.095 |
| Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 24.937 | 20.667 | 20.804 |
| davon: Verbindlichkeiten aus Gewinnabführung | 18.201 | 18.201 | 17.033 |
| Steuerrückstellungen | 962 | 1.126 | 843 |
| Sonstige Rückstellungen | 88.410 | 88.892 | 96.622 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | 93.141 | 90.704 | 95.591 |
| Kurzfristige Verbindlichkeiten, gesamt | 373.477 | 351.223 | 367.955 |
| Passiva, gesamt | 806.587 | 772.367 | 790.425 |
| 01.04. - 30.09 | Direktgeschäft | Projektgeschäft | Sonstiges | |||
| Werte in T€ | 01.04.2020 - 30.09.2020 | 01.04.2019 - 30.09.2019 | 01.04.2020 - 30.09.2020 | 01.04.2019 - 30.09.2019 | 01.04.2020 - 30.09.2020 | 01.04.2019 - 30.09.2019 |
| Gesamtumsätze | 212.399 | 190.526 | 195.386 | 159.619 | 7.219 | 7.532 |
| EBIT | 13.865 | 13.744 | 174 | -583 | 234 | 224 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 1.550 | 1.327 | 299 | 243 | - | - |
| Finanzergebnis | -68 | 30 | -2 | - | -1 | - |
| Steuern | -3.275 | -3.182 | -41 | - | -55 | -52 |
| Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 258 | 257 | 102 | 103 | - | - |
| Brutto Cashflow | 15.672 | 15.328 | 576 | -237 | 234 | 224 |
| Investitionen | 2.649 | 741 | 752 | 186 | - | - |
| 01.04. - 30.09 | Konzern | |
| Werte in T€ | 01.04.2020 - 30.09.2020 | 01.04.2019 - 30.09.2019 |
| Gesamtumsätze | 415.004 | 357.677 |
| EBIT | 14.273 | 13.385 |
| Abschreibungen auf Anlagevermögen | 1.849 | 1.570 |
| Finanzergebnis | -71 | 30 |
| Steuern | -3.371 | -3.234 |
| Sonstige zahlungswirksame Aufwendungen und Erträge | 360 | 360 |
| Brutto Cashflow | 16.482 | 15.315 |
| Investitionen | 3.401 | 927 |
| Gesamtergebnis | ||||||
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||||||
| Werte in T€ | Aktien im Umlauf (Anzahl) | Gezeichnetes-Kapital | Kapitalrücklage | Eigene Aktien | Andere Gewinnrücklagen / Bilanzgewinn | Marktbewertung von Finanzinstrumenten |
| Stand 1. April 2019 | 44.681.430 | 48.418 | 142.068 | -46.358 | 256.811 | 487 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - | - | 120 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | 10.181 | - |
| Stand 30. September 2019 | 44.681.430 | 48.418 | 142.068 | -46.358 | 266.992 | 607 |
| Stand 1. April 2020 | 44.681.430 | 48.418 | 167.316 | -46.358 | 244.168 | 507 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | - | - | - | - | - | -1.073 |
| Konzernergebnis | - | - | - | - | 10.831 | - |
| Stand 30. September 2020 | 44.681.430 | 48.418 | 167.316 | -46.358 | 254.999 | -566 |
| Gesamtergebnis | ||
| Sonstige Bestandteile des Eigenkapitals Posten, die anschließend möglicherweise in den Gewinn oder Verlust umgegliedert werden | ||
| Werte in T€ | Währungsumrechnungsdifferenzen | Gesamt |
| Stand 1. April 2019 | -1.348 | 400.078 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | -377 | -257 |
| Konzernergebnis | - | 10.181 |
| Stand 30. September 2019 | -1.725 | 410.002 |
| Stand 1. April 2020 | -4.724 | 409.327 |
| Sonstiges Ergebnis nach Steuern | 2.413 | 1.340 |
| Konzernergebnis | - | 10.831 |
| Stand 30. September 2020 | -2.311 | 421.498 |
Die MEDION AG als Muttergesellschaft des MEDION-Konzerns ist eine börsennotierte
Aktiengesellschaft nach deutschem Recht und hat ihren Sitz in Essen, Deutschland.
Die Aktien der Gesellschaft werden öffentlich gehandelt. Die Hauptaktivitäten der
Gesellschaft und ihrer Tochterunternehmen ("Konzern") sowie die Grundlagen des bestehenden
Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages zwischen der MEDION AG und der Lenovo
Germany Holding GmbH werden unter Punkt 5.1.1 ab Seite 43 im Bericht der MEDION AG
über das Geschäftsjahr 2019/2020 beschrieben.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für das zum 30. September 2020 endende Halbjahr
wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" aufgestellt.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht alle für einen Konzernabschluss
zum Geschäftsjahresende erforderlichen Informationen und Angaben und ist daher in
Verbindung mit dem Konzernabschluss zum 31. März 2020 zu lesen. Für die Aufstellung
des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses wurden die für die Aufstellung des Konzernabschlusses
zum 31. März 2020 angewandten Rechnungslegungsmethoden unverändert übernommen.
Alle Geschäftsbeziehungen zu nahe stehenden Unternehmen und Personen sind vertraglich
vereinbart und werden zu Preisen erbracht, wie sie auch mit fremden Dritten vereinbart
würden. Darüber hinaus haben sich keine Veränderungen bei den im Bericht der MEDION
AG über das Geschäftsjahr 2019/2020 (1. April 2019 - 31. März 2020) unter Punkt 8.3.7
auf den Seiten 160-164 aufgeführten nahe stehenden Unternehmen ergeben. Die vertraglichen
Beziehungen mit nahe stehenden Unternehmen bestehen annähernd unverändert fort, sind
aber nach ihrer Ergebnisauswirkung für den Konzern unwesentlich.
Der Aufsichtsrat hielt zum 30. September 2020 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien.
Der Vorstand hielt zum 30. September 2020 unverändert zum Vorjahresstichtag keine
Aktien.
Eine prüferische Durchsicht oder eine Prüfung entsprechend § 317 HGB dieses Halbjahresfinanzberichtes
(verkürzter Abschluss und Zwischenlagebericht) zum 30. September 2020 ist nicht erfolgt
(Angabe gemäß § 115 Absatz 5 WpHG).
Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des
Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen
und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind.
Essen, 12. November 2020
| Gerd Brachmann | Christian Eigen |
| Vorsitzender des Vorstandes | Stellv. Vorsitzender des Vorstandes |
MEDION AG
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Am Zehnthof 77
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