Medios AG

Berlin

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2024 bis zum 30.06.2024

Halbjahresfinanzbericht
zum 30. Juni 2024

Kennzahlen (IFRS)

H1 2024 H1 2023 ▵ in %
Umsatzerlöse Tsd. € 907.261 853.517 6,3
Arzneimittelversorgung Tsd. € 787.930 734.146 7,3
Patientenindividuelle Therapien Tsd. € 107.517 118.948 -9,6
International Tsd. € 11.584 n/a n/a
Services Tsd. € 230 423 -45,6
EBITDA Tsd. € 24.562 25.908 -5,2
Marge (in % der Umsatzerlöse) % 2,7 3,0 -10,0
EBITDA, bereinigt um Sondereffekte1 Tsd. € 31.133 29.007 7,3
Marge (in % der Umsatzerlöse) % 3,4 3,4 0,0
Arzneimittelversorgung Tsd. € 22.859 19.885 15,0
Patientenindividuelle Therapien Tsd. € 10.880 12.520 -13,1
International Tsd. € 2.687 n/a n/a
Services Tsd. € -5.293 -3.398 55,8
EBIT Tsd. € 12.621 15.363 -17,8
Marge (in % der Umsatzerlöse) % 1,4 1,8 -22,2
Konzernergebnis nach Ertragsteuern Tsd. € 6.407 9.266 -30,9
Ergebnis je Aktie
Unverwässert 0,27 0,39 -30,8
Verwässert 0,27 0,39 -30,8
Investitionen (CapEx) Tsd. € 1.784 547 >100
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Tsd. € 34.041 -75.170 n/a
Free Cashflow (vor M&A)2 Tsd. € 32.257 -75.716 n/a
Cashflow aus Investitionstätigkeit Tsd. € -219.855 -16.350 >100
Mitarbeiter zum 30. Juni Anzahl 1.011 514 96,7
Mitarbeiter3 (Durchschnitt) Anzahl 698 513 36,1
30. Juni 2024 31. Dez. 2023
Bilanzsumme Tsd. € 932.292 594.753 56,8
Eigenkapital Tsd. € 502.914 468.807 7,3
Eigenkapitalquote % 53,9 78,8 -31,6
H1 2024 H1 2023
1 Sondereffekte Tsd. € 6.572 3.099 >100
Aufwendungen aus Aktienoptionen Tsd. € 554 734 -24,5
Sonstiger Aufwand M&A Tsd. € 2.135 129 >100
Performanceabhängige Aufwendungen zur Übernahme von Herstellvolumina Tsd. € 3.335 2.237 49,1
ERP-Einführungskosten Tsd. € 548 n/a n/a

2 Berechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Investitionen (CapEx)
3 Mitarbeiter ohne Vorstand, Geschäftsführer und Auszubildende

Highlights

ERFOLGREICHES ERSTES HALBJAHR: KONTINUIERLICHES WACHSTUM

Umsatzanstieg um 6,3 % auf ca. 907,3 Mio. €; EBITDA pre überproportional um 7,3 % auf 31,1 Mio.€

Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit erhöht sich deutlich auf 34,0 Mio. €

Übernahme von Ceban im Juni 2024 erfolgreich abgeschlossen

Prognose 2024 bestätigt

ERFOLGREICHE WACHSTUMSSTRATEGIE

Erfolgreiche Übernahme des niederländischen Marktführers für pharmazeutische Compounding-Dienstleistungen Ceban Pharmaceuticals B.V.

Constantijn van Rietschoten zum Vorstand für Internationale Märkte bestellt

Neuer strategischer Ankeraktionär: Erfolgreiche Umplatzierung der Aktien von Firmengründer Manfred Schneider an Luxempart S.A.

NACHHALTIGE CORPORATE GOVERNANCE

ESG-Reporting: Veröffentlichung der Nichtfinanziellen Konzernerklärung 2023 mit CSRD- und EU-Taxonomie-relevanten Elementen

Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2024

WESENTLICHE EREIGNISSE IM ERSTEN HALBJAHR

Akquisition des niederländischen Marktführers für pharmazeutische Compounding-Dienstleistungen Ceban Pharmaceuticals B.V.

Medios hat am 18. März 2024 die Übernahme von Ceban Pharmaceuticals B.V. ("Ceban") bekanntgegeben, die am 6. Juni 2024 erfolgreich abgeschlossen wurde. Ceban ist eine schnell wachsende, führende pharmazeutische Compounding-Plattform mit Tätigkeiten in den Niederlanden, Belgien und Spanien. Im Jahr 2023 hat Ceban ein Umsatz von 165 Mio. € und ein bereinigtes EBITDA von ca. 29 Mio. € erzielt, was einer bereinigten EBITDA-Marge von 17,6 % entspricht. Die Akquisition war ein wichtiger Schritt in der Wachstumsstrategie von Medios, die darauf abzielt, die führende europäische Specialty-Pharma-Plattform aufzubauen. Durch die Übernahme ist Medios gut positioniert, um von dem starken Wachstum in der häuslichen Pflege sowie in Kliniken und Krankenhäusern in den Niederlanden und Belgien zu profitieren

In den Niederlanden ist Ceban Marktführer im Bereich Pharmazeutisches Compounding, in Belgien befindet es sich unter den Top 3 und in Spanien unter den Top 5 der Marktteilnehmer. Das Unternehmen beliefert rund 3.300 Apotheken sowie mehr als 200 Krankenhäuser und besitzt eine eigene Apothekenkette mit 23 eigenen Apotheken in den Niederlanden.

Ceban deckt die gesamte Wertschöpfungskette ab - von der Beschaffung von APIs ("Active Pharmaceutical Ingredients"; aktive pharmazeutische Wirkstoffe) über die sterile und unsterile Herstellung von Arzneimitteln und die Belieferung von öffentlichen sowie Krankenhausapotheken bis hin zum Homecare-Service mit der Betreuung von Patienten zu Hause. Das Unternehmen verfügt über langjährige Beziehungen zu Akteuren der gesamten Wertschöpfungskette und ist gut positioniert, um von der stark wachsenden Nachfrage nach pharmazeutischen Herstellungen durch Kliniken, Apotheken und Krankenhäuser zu profitieren.

Der für die Transaktion gezahlte Kaufpreis umfasste eine Barkomponente in Höhe von 235,3 Mio. € sowie 1,7 Mio. neue Medios-Aktien. Die neu ausgegebenen Aktien unterliegen einer strikten Sperrfrist ("Hard Lock-up") von 24 Monaten.

Der Kaufpreis wurde von Medios aus vorhandenen Barmitteln und einer Kreditlinie finanziert. Die 1,7 Mio. neuen Aktien wurden aus dem Genehmigten Kapital gegen Sacheinlage ausgegeben.

Verträge mit Mitgliedern des Vorstands

Der Aufsichtsrat der Medios AG hat am 1. Februar 2024 beschlossen, die bestehenden Vorstandsverträge von Mi-Young Miehler (Chief Operating Officer / COO) und Christoph Prußeit (Chief Innovation Officer / CINO) vorzeitig bis zum 31. Januar 2026 bzw. bis zum 31. Juli 2027 zu verlängern. Mi-Young Miehler ist seit dem 1. Juli 2017 Mitglied des Vorstands und für das Geschäftssegment Arzneimittelversorgung sowie für die Ressorts Marketing & Corporate Communications, Human Resources und Post Merger Integration verantwortlich. Christoph Prußeit ist seit dem 1. Januar 2019 Mitglied des Vorstands und verantwortlich für das Geschäftssegment Patientenindividuelle Therapien. Zudem verantwortet er die Ressorts IT, IT Security und Projektmanagement sowie Digital Innovation, Public Affairs und Privacy.

Der Aufsichtsrat der Medios AG hat Constantijn van Rietschoten mit Wirkung zum 1. Mai 2024 als weiteres Mitglied in den Vorstand der Gesellschaft berufen. In seiner neuen Funktion als Chief International Markets wird van Rietschoten, der seit April 2023 als Head of International Business Development bei Medios tätig war, die Verantwortung für das gesamte internationale Geschäft und dessen Weiterentwicklung übernehmen. Er ist bis zum 30. April 2027 als Vorstandsmitglied bestellt.

Ebenso wurde der Vertrag von CEO Matthias Gärtner vorzeitig bis zum 31. Januar 2027 verlängert.

Erfolgreiche Umplatzierung der Aktien von Firmengründer Manfred Schneider an Luxempart

Medios wurde am 20. Juni 2024 darüber informiert, dass Manfred Schneider Aktien, die einem Anteil von insgesamt 14,9 % des Grundkapitals von Medios entsprachen, im Rahmen einer Privatplatzierung an die in Luxemburg ansässige und börsennotierte Investmentgesellschaft Luxempart S.A. ("Luxempart") veräußert hat. Schneider hatte einen Teil der verkauften Aktien über seine Gesellschaften Tangaroa Management GmbH und Tangaroa GmbH & Co. KG gehalten. Als Gründer und ehemaliger Vorstandsvorsitzender (CEO) hat Schneider Medios stark geprägt.

Luxempart kann als neuer Ankeraktionär die gerade begonnene Internationalisierung und die damit verbundene nächste Wachstumsphase des Medios-Konzerns sehr gut unterstützen.

Wiederaufnahme in den SDAX

Die Medios AG wurde mit Wirkung zum 15. Juli 2024 wieder in den Auswahlindex der Deutschen Börse SDAX aufgenommen. Die Wiederaufnahme erfolgte im Rahmen eines außerplanmäßigen Wechsels in den Indizes, den die Deutsche Börse am 10. Juli 2024 bekannt gegeben hatte.

WIRTSCHAFTSBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Situation

Nachdem die Weltproduktion im Jahr 2023 einen Zuwachs von 3,2 % erreicht hatte, dürfte sie 2024 nach Angaben des Instituts für Weltwirtschaft (IfW) wiederum um 3,2 % zulegen. Das entspricht einer Verbesserung von 0,4 Prozentpunkten im Vergleich zur Prognose aus dem März 2024, die lediglich ein Wachstum von 2,8 % vorausgesagt hatte. Das IfW stuft das Tempo der Expansion im bisherigen Verlauf des Jahres als "moderat" ein. So haben sich die zuvor ausgeprägten Unterschiede in der konjunkturellen Dynamik in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften verringert. Die starke Konjunktur in den Vereinigten Staaten verlor an Schwung, während sich die Wirtschaft in Europa nach einer Phase der Stagnation spürbar erholte. Gleichzeitig stieg auch die Produktion in China merklich an, obwohl viele Indikatoren darauf hinweisen, dass die private Inlandsnachfrage weiterhin schwach bleibt. Der Welthandel legte dabei leicht zu. Für das Jahr 2024 erwarten die Experten des IfW eine Fortsetzung der moderaten weltwirtschaftlichen Expansion, wobei vor allem in Europa ein anziehender privater Konsum, bedingt durch wieder steigende Reallöhne, Impulse geben dürfte.

Nachdem der weltweite Warenhandel 2023 um 1,9 % geschrumpft war, geht das IfW für 2024 von einem leichten Anstieg von 1,0 % aus. So dürfte das Handelsvolumen insgesamt wieder stärker mit dem Wachstum der weltwirtschaftlichen Aktivität übereinstimmen, da sich die wirtschaftliche Dynamik zunehmend vom Dienstleistungssektor auf das verarbeitende Gewerbe verlagern wird. Auch die regionalen Unterschiede in der Konjunkturentwicklung dürften sich im Laufe des Jahres weiter verringern: Während die Wirtschaft in den Vereinigten Staaten an Schwung verliert, wird die Produktion in Europa und Japan im Prognosezeitraum voraussichtlich schneller zulegen.

Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in Deutschland

Die deutsche Wirtschaft erholt sich allmählich von der Rezession. Laut IfW deuten Frühindikatoren darauf hin, dass das Bruttoinlandsprodukt nach einem Anstieg im ersten Quartal 2024 weiterhin wachsen wird. So würden im Jahresverlauf steigende real verfügbare Einkommen und ein anziehendes Auslandsgeschäft die wirtschaftliche Aktivität beleben. Darüber hinaus geht das IfW davon aus, dass der dämpfende Effekt der strafferen Geldpolitik auf die Expansionskräfte allmählich nachlassen wird. Auch die Nachwehen der Energiekrise würden im Jahresverlauf weiter abflauen. Eine hohe konjunkturelle Dynamik zeichne sich jedoch nicht ab. Sowohl das Geschäfts- als auch das Konsumklima befänden sich trotz eines leichten Aufwärtstrends weiterhin auf niedrigem Niveau. Der Expansionsspielraum wird zudem zunehmend durch strukturelle Hemmnisse wie den demografischen Wandel begrenzt. Für das Gesamtjahr 2024 erwarten die Experten des IfW einen Anstieg des BIP von 0,2 %. Damit korrigierte das IfW seine Frühjahrsprognose, in der es lediglich von einem Wachstum von 0,1 % ausgegangen war, nach oben.

Die Experten des IfW gehen zudem davon aus, dass sich die Inflation im Jahresverlauf verringern wird, nachdem sie zum Jahreswechsel auf 3,0 % gesunken war und seitdem weiter zurückging. Das Preisniveau steige mit den sinkenden Inflationsraten langsamer, liege aber nach hohen Inflationsraten in den vergangenen Jahren um rund 10 % über dem Niveau, das sich bei konstanten Inflationsraten von 2 % seit Anfang 2020 ergeben hätte. Der Arbeitsmarkt ist nach wie vor durch ein sinkendes Arbeitskräfteangebot belastet, das sich aus der aktuellen demographischen Bevölkerungsstruktur ableitet. Die Experten des IfW gehen für das Gesamtjahr von einer Arbeitslosenquote von 5,9 % aus. Im Vorjahr hatte sie 5,7 % betragen.

Das Finanzierungsdefizit der öffentlichen Hand dürfte laut IfW sinken, insbesondere infolge des Wegfalls der Energiepreisbremse. Gleichzeitig dürften die staatlichen Einnahmen im Gesamtjahr steigen. So seien insbesondere bei den Beitragseinnahmen deutliche Zuwächse zu erwarten, die auf steigende Bruttolöhne und -gehälter sowie das Auslaufen der Inflationsausgleichsprämien zurückgehen.

Entwicklung des Gesundheitsmarktes

Der Apothekenmarkt in Deutschland ist, gemessen am Umsatz, im ersten Quartal 2024 erneut gewachsen. Laut IQVIA stieg der Umsatz im Zeitraum von Anfang Januar bis Ende März im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um knapp 10 % auf 12,7 Mrd. €.

Dabei entfiel der größte Anteil mit rund 87 % auf verschreibungspflichtige Arzneimittel; OTC-Produkten machten rund 13 % aus. Mit verschreibungspflichtigen Arzneimitteln wurde ein Umsatzplus von 11,2 % erzielt, während die Erlöse aus dem Verkauf rezeptfreier Arzneimittel auf dem Niveau des Vorjahrs verblieben (+0,6 %).

In Bezug auf den Absatz verzeichnete der Apothekenmarkt im ersten Quartal 2024 einen leichten Rückgang. So reduzierte sich die Zahl der Packungen im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 1,1 % auf 435,1 Mio. Einheiten. Während die verschreibungspflichtigen Arzneimittel ein Absatzplus von 1,3 % verbuchten, sanken die Verkaufszahlen der rezeptfreien Arzneimittel um 3,0 %.

In den Industrieländern hat sich der Trend zu Specialty-Pharma-Arzneimitteln weiter fortgesetzt. Im Jahr 2023 erreichten sie nach Schätzungen von IQVIA einen Anteil von 50 % an den Gesamtausgaben für Medikamente. Das entspricht nahezu einer Verdopplung innerhalb der vergangenen zehn Jahre (2013: 29 %). In Europa erreichten die Ausgaben für Arzneimittel im Jahr 2023 laut IQVIA einen Wert von rund 208,2 Mrd. €. Damit sind sie innerhalb der letzten sechs Jahre um rund 49 % (2017: 139,4 Mrd. €) gestiegen. Wachstumstreiber waren insbesondere neue und existierende Marken sowie Generika inklusive Biosimilars.

LAGE DES MEDIOS-KONZERNS

Ertragslage des Medios-Konzerns (IFRS)

Der Umsatz des Medios-Konzerns konnte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2024 um 53,7 Mio. € bzw. 6,3 % auf 907,3 Mio. € gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres gesteigert werden. 11,6 Mio. € dieses Anstieges lassen sich auf die Ceban-Gruppe zurückführen, die seit dem 1. Juni 2024 in den Konzernabschluss der Medios AG miteinbezogen wird und das eigenständige Segment "International" bildet.

Das Segment Arzneimittelversorgung erzielte im ersten Halbjahr einen externen Umsatz i. H. v. 787,9 Mio. € (Vorjahr: 734,1 Mio. €), was einer Steigerung um 53,8 Mio. € bzw. 7,3 % gegenüber der Vergleichsperiode entspricht. Der externe Umsatz des Segments Patientenindividuelle Therapien verringerte sich im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,4 Mio. € bzw. 9,6 % auf 107,5 Mio. € (Vorjahr: 118,9 Mio. €), wobei ca. 6,0 Mio. € dieses Rückganges auf die im Juni 2023 erfolgte Veräußerung der Kölsche Blister GmbH zurückzuführen sind. Zudem haben sich in Deutschland regulatorische Preisanpassungen in den Bereichen Gastroenterologie und Onkologie sowie höhere performanceabhängige Aufwendungen für die Übernahme von Herstellvolumina negativ auf den Umsatz des ersten Halbjahres ausgewirkt. Im Segment Services wurden externe Umsätze in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,4 Mio. €) erzielt.

Der Rohertrag des Konzerns belief sich in der Berichtsperiode auf 60,4 Mio. € - nach 54,4 Mio. € in der Vergleichsperiode des Vorjahres, was einem Anstieg von 6,0 Mio. € bzw. 11,0 % und einer Rohertragsmarge von 6,7 % (Vorjahr: 6,4 %) entspricht.

Im Segment Arzneimittelversorgung stieg der Rohertrag um 3,6 Mio. € auf 30,8 Mio. € (Vorjahr: 27,2 Mio. €), was einem deutlichen Anstieg von 13,2 % entspricht. Die Rohertragsmarge lag mit 3,6 % über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: 3,4 %). Im Segment Patientenindividuelle Therapien sank der Rohertrag umsatzgetrieben um 4,0 Mio. € bzw. 14,8 % auf 23,0 Mio. € (Vorjahr: 27,0 Mio. €), wobei 1,1 Mio. € dieses Rückgangs auf den Verkauf und die daraus resultierende Entkonsolidierung der Kölsche Blister GmbH im Geschäftsjahr 2023 entfallen. Weitere 1,1 Mio. € sind auf den Anstieg der performanceabhängigen Aufwendungen für die Übernahme von Herstellvolumina zurückzuführen. Die Rohertragsmarge konnte im Vorjahresvergleich von 19,2 % um 0,7 Prozentpunkte auf 19,9 % gesteigert werden, was im Wesentlichen auf höhere sonstige betriebliche Erträge (+0,6 Mio. €) zurückzuführen ist. Die Ceban-Gruppe bzw. das Segment International erzielte einen Rohertrag von 6,1 Mio. €, was einer Marge von 52,9 % entspricht.

Die Personalkosten des Konzerns sind im Vorjahresvergleich insgesamt um 2,6 Mio. € bzw. 14,9 % auf insgesamt 20,4 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 17,8 Mio. €), was im Wesentlichen auf einen Anstieg der Personalkosten um 2,2 Mio. € aufgrund der Erweiterung des Konsolidierungskreises um die Gesellschaften und Mitarbeiter der Ceban-Gruppe sowie auf Tantiemen Rückstellungen für den erfolgreichen Abschluss der Ceban-Akquisition zurückzuführen ist.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Medios-Konzerns beliefen sich im ersten Halbjahr 2024 auf 15,4 Mio. € und sind um 4,7 Mio. € bzw. 43,7 % im Vergleich zum Vorjahr gestiegen (Vorjahr: 10,7 Mio. €), wobei 3,3 Mio. € dieses Anstiegs auf die Medios-Altgesellschaften zurückführen sind und 1,3 Mio. € auf die Ceban-Gruppe entfallen. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen in den Medios-Altgesellschaften resultiert vor allem aus gestiegenen Rechts- und Beratungskosten in Höhe von 3,6 Mio. € (Vorjahr: 1,1 Mio. €), im Rahmen der Ceban-Akquisition (+2,5 Mio. €), Kosten der Warenabgabe (0,2 Mio.€), Vertriebs- und Marketingaktivitäten (+0,2 Mio. €) sowie aus gestiegenen IT-Kosten (+0,6 Mio. €), u. a. für die Einführung eines ERP-Systems.

Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns ist im Vergleich zum Vorjahr um 1,3 Mio. € bzw.5,2 % gesunken und wird wie folgt auf das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA pre) übergeleitet:

in Tsd.€ H1 2024 H1 2023
EBITDA 24.562 25.908
Aufwendungen aus Aktienoptionsprogrammen 554 734
Sonstiger Aufwand M&A 2.135 129
Performanceabhängige Zahlungen zur Übernahme von Herstellvolumina 3.335 2.237
ERP-Einführungskosten 548 n/a
EBITDA pre1 31.133 29.007

1 bereinigt um Sondereffekte

Das EBITDA pre des Medios-Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 2,1 Mio. € bzw. 7,3 %, wobei 2,7 Mio. € dieses Anstiegs auf die Ceban-Gruppe entfallen.

Das operative Geschäftsfeld Arzneimittelversorgung trug mit einem EBITDA pre von 22,9 Mio. € zum Konzern-EBITDA-pre bei und erzielte gegenüber dem Vorjahr eine Ergebnissteigerung von 3,0 Mio. € bzw. 15,0 % (Vorjahr: 19,9 Mio. €). Das um Sondereffekte bereinigte EBITDA pre des operativen Segments Patientenindividuelle Therapien sank hingegen im Vergleich zum Vorjahr um 1,6 Mio. € bzw. 13,1 % auf 10,9 Mio. € (Vorjahr: 12,5 Mio. €), was im Wesentlichen auf regulatorische Preisanpassungen in Deutschland zurückzuführen ist. Das EBITDA pre des Geschäftsbereichs Services belief sich infolge gestiegener Personal- und sonstiger betrieblicher Kosten auf -5,3 Mio. € gegenüber -3,4 Mio. € im Vorjahr. Dieser Anstieg ist im Wesentlichen durch gestiegene Tantiemen Rückstellungen aufgrund des erfolgreichen Abschlusses der Ceban-Transaktion, durch die Erweiterung des Vorstands sowie durch gestiegene Aufwendungen in verschiedensten Kostenbereichen - vor allem IT, Marketing und Vertrieb - verursacht.

Die Abschreibungen im ersten Halbjahr 2024 haben sich um 1,4 Mio. € auf 11,9 Mio. € erhöht, wobei 1,4 Mio. € dieses Anstiegs auf die Ceban-Gruppe zurückführen ist.

Das Finanzergebnis des Medios-Konzerns verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres um 1,5 Mio. € auf -2,5 Mio. € (Vorjahr: -1,0 Mio. €). Diese Veränderung ist vor allem durch die aufgelaufenen Zinsen und Kosten für die in Anspruch genommene Akquisitionsfinanzierung im Rahmen des Erwerbs der Ceban-Gruppe verursacht.

Finanzlage des Medios-Konzerns (IFRS)

Die liquiden Mittel beliefen sich per 30. Juni 2024 auf 81,7 Mio. € (31. Dezember 2023: 71,0 Mio. €) und bestanden im Wesentlichen aus frei verfügbaren Bankguthaben. Der Anstieg der liquiden Mittel in Höhe von 10,7 Mio. € im Vergleich zum Jahresende 2023 lässt sich auf die folgenden wesentlichen Kapitalflüsse zurückführen:

Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2024 auf 34,0 Mio. € (Vj.: -75,2 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus einem EBITDA in Höhe von 24,6 Mio. € und einem positiven Working Capital Effekt in Höhe von 12,9 Mio. €. Gegenläufig wirkten sich geleistete Ertragsteuerzahlungen in Höhe von 3,7 Mio. € aus. Die Veränderung des operativen Cashflows im Vergleich zum Vorjahreszeitraum resultiert im Wesentlichen aus einer signifikanten Verbesserung des Workingcapitals.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich zum Halbjahr 2024 auf -219,9 Mio. € (Vj.: -16,4 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus geleisteten Zahlungen für den Erwerb der Anteile der Ceban-Gruppe sowie die Ablösung der bestehenden Kreditverbindlichkeiten in Höhe von insgesamt 225,1 Mio. € abzüglich der im Rahmen dieser Akquisition übernommenen liquiden Mittel in Höhe von 6,2 Mio. €.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug im ersten Halbjahr 2024 196,3 Mio. € (Vj.: 42,6 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus der in Anspruch genommenen Brückenfinanzierung in Höhe von 200,0 Mio. € für den Erwerb der Ceban-Gruppe. Gegenläufig wirkten sich vor allem geleistete Zinszahlungen in Höhe von 1,3 Mio. € sowie geleistete Zahlungen im Rahmen von Mietverhältnissen in Höhe von 1,6 Mio. € aus.

Vermögenslage des Medios-Konzerns (IFRS)

Die Bilanzsumme des Konzerns zum 30. Juni 2024 hat sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um 337,5 Mio. € auf 932,3 Mio. € (31. Dezember 2023: 594,8 Mio. €) erhöht, was im Wesentlichen auf den Erwerb der Ceban-Gruppe zum 1. Juni 2024 zurückzuführen ist.

Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zum 30. Juni 2024 gegenüber dem 31. Dezember 2023 um insgesamt 233,0 Mio. € gestiegen. Der aus dem Erwerb der Ceban-Gruppe resultierende Goodwill in Höhe von 156,1 Mio. € sowie die erworbenen Kundenstämme in Höhe 81,1 Mio. € sind maßgeblich für diesen Anstieg verantwortlich. Gegenläufig wirkten sich die planmäßigen Abschreibungen von Kundenstämmen und übrigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von insgesamt 6,8 Mio. € aus.

Die Sachanlagen und bilanzierten Nutzungsrechte aus Mietverhältnissen sind gegenüber dem 31. Dezember 2023 um 37,0 Mio. € gestiegen, was ebenfalls im Wesentlichen auf die Akquisition der Ceban-Gruppe zurückzuführen ist. Die erworbenen Sachanlagen belaufen sich zum Bilanzstichtag auf 21,0 Mio. € und die übernommenen Nutzungsrechte aus Mietverhältnissen auf 16,9 Mio. €.

Die kurzfristigen Vermögensgegenstände sind zum Bilanzstichtag um 66,6 Mio. € auf 335,8 Mio. € (31. Dezember 2023: 269,2 Mio. €) gestiegen. Diese Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus einem signifikanten Anstieg der Vorräte um 36,1 Mio. € auf 95,4 Mio. € (wobei 19,2 Mio. € auf die Ceban-Gruppe entfallen), einem Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 11,2 Mio. € auf 135,9 Mio. € (wobei 16,4 Mio. € auf die Ceban-Gruppe entfallen) und einem Anstieg der Zahlungsmittel um 10,7 Mio. € auf 81,7 Mio. € (wobei 8,1 Mio. € auf die Ceban-Gruppe entfallen).

Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2024 auf 502,9 Mio. €, was einer Zunahme von 34,1 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2023 entspricht (31. Dezember 2023: 468,8 Mio. €). Dieser Anstieg resultiert im Wesentlichen aus dem laufenden Ergebnis und der Sachkapitalerhöhung als Teil des Kaufpreises zum Erwerb der Ceban-Gruppe. Im Rahmen der Sachkapitalerhöhung wurde das gezeichnete Kapital um 1,7 Mio. € erhöht und das festgestellte Agio in Höhe von 25,5 Mio. € in die Kapitalrücklage eingestellt. Die Eigenkapitalquote sank zum Stichtag 30. Juni 2024 auf 53,9 % (31. Dezember 2023: 78,8 %). Der Rückgang zum Bilanzstichtag 30. Juni begründet sich durch die starke Zunahme der kurzfristigen Schulden um 265,0 Mio. € auf 348,2 Mio. € und der langfristigen Schulden um 38,4 Mio. €.

Der Anstieg der kurzfristigen Schulden resultiert zum einen aus der Aufnahme einer kurzfristigen Brückenfinanzierung in Höhe von 200 Mio. € zur Finanzierung des Kaufpreises für den Erwerb der Ceban-Gruppe. Zum anderen haben sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen stichtagsbedingt um 50,1 Mio. € (wobei 15,1 Mio. € auf die Ceban-Gruppe entfallen) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten und Ertragsteuerverbindlichkeiten um 6,3 Mio. € auf 19,6 Mio. € bzw. um 6,5 Mio. € auf 19,6 Mio. € erhöht.

Die langfristigen Schulden sind insbesondere aufgrund erhöhter passiver latenter Steuern in Höhe von 44,8 Mio. € (31. Dezember 2023: 24,2 Mio. €) und finanzieller Verbindlichkeiten in Höhe von 32,3 Mio. € (31. Dezember 2023: 14,7 Mio. €) gestiegen.

RISIKO- UND CHANCENBERICHT

Der Gesellschaft liegen keine Erkenntnisse vor, die eine Änderung der im Konzernlagebericht zum 31. Dezember 2023 abgegebenen Aussagen über die Entwicklung des Konzerns für das Geschäftsjahr 2024 zur Folge haben. Die im Geschäftsbericht 2023 getätigten Aussagen zu Chancen und Risiken des Geschäftsmodells bleiben damit unverändert bestehen.

Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Medios AG gefährden könnten. Zusätzliche Risiken und Chancen, die uns nicht bekannt sind oder die wir derzeit als unwesentlich erachten, könnten die Geschäftstätigkeit des Medios-Konzerns beeinträchtigen.

Positiver Ausblick für das Geschäftsjahr 2024

Der Vorstand bestätigt die am 18. März 2024 erstmals bekanntgegebene Prognose für das Geschäftsjahr 2024. Demnach erwartet das Unternehmen Umsatzerlöse in Höhe von 1,9 Mrd. € bis 2,1 Mrd. € und ein EBITDA pre1 in Höhe von 82 Mio. € bis 91 Mio. €. Die EBITDA pre Prognose ist aufgrund des um einen Monat später als ursprünglich geplanten Ceban-Kontrollübergangs zum 1. Juni 2024 und regulatorischer Preisanpassungen in Deutschland belastet. Die Prognose basiert auf einer Vielzahl von Zukunftsannahmen. Sollten wesentliche Annahmen nicht zutreffen, ist eine Anpassung der Prognose nicht ausgeschlossen. Zu dem bei der EBITDA-pre-Prognose für 2024 adjustierten Sonderaufwand zählen Aufwendungen für Aktienoptionen und für M&A, Aufwendungen zur Einführung eines ERP-Systems sowie einmalige performanceabhängige Zahlungen zur Übernahme von Herstellungsvolumina im Jahr 2024 in Höhe von 5,7 Mio. €.

Konzern-Gesamtergebnisrechnung

in Tsd.€ H1 2024 H1 2023 ▵ in %
Umsatzerlöse 907.261 853.517 6,3
Veränderung des Bestands an fertigen/unfertigen Erzeugnissen -543 25 n/a
Sonstige Erträge 1.558 657 >100
Materialaufwand 847.891 799.807 6,0
Personalaufwand 20.406 17.757 14,9
Sonstige Aufwendungen 15.416 10.728 43,7
Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) 24.562 25.908 -5,2
Abschreibungen 11.940 10.545 13,2
Betriebsergebnis (EBIT) 12.621 15.363 -17,8
Finanzaufwendungen 3.019 1.025 >100
Finanzerträge 532 53 >100
Finanzergebnis -2.487 -972 >100
Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 10.134 14.391 -29,6
Ertragsteuern 3.727 5.125 -27,3
Konzernergebnis nach Ertragsteuern 6.407 9.266 -30,9
Konzerngesamtergebnis 6.407 9.266 -30,9
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,27 0,39 -30,8
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,27 0,39 -30,8

Konzern-Bilanz

Aktiva

in Tsd.€ 30.06.2024 31.12.2023 ▵ in %
Langfristige Vermögenswerte 596.469 325.560 83,2
Immaterielle Vermögenswerte 520.749 287.800 80,9
Sachanlagen 41.980 21.686 93,6
Nutzungsrechte als Leasingnehmer 32.110 15.427 >100
Finanzielle Vermögenswerte 1.629 647 >100
Kurzfristige Vermögenswerte 335.823 269.193 24,8
Vorräte 95.403 59.325 60,8
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 135.937 124.759 9,0
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 249 0 n/a
Sonstige Vermögenswerte 17.378 11.604 49,8
Ertragsteuerforderungen 4.810 2.465 95,1
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 81.692 71.040 15,0
Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte und Vermögenswerte einer als zur Veräußerung eingestuften Veräußerungsgruppe 355 0 n/a
Bilanzsumme 932.292 594.753 56,8

Passiva

in Tsd.€ 30.06.2024 31.12.2023 ▵ in %
Eigenkapital
Gezeichnetes Kapital 25.506 23.806 7,1
Kapitalrücklage 405.146 379.146 6,9
Kumuliertes Konzernergebnis 72.262 65.855 9,7
Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend 502.914 468.807 7,3
Schulden
Langfristige Schulden 81.136 42.715 90,0
Finanzielle Verbindlichkeiten 32.255 14.655 >100,0
Sonstige Rückstellungen 4.037 3.848 4,9
Latente Steuerverbindlichkeiten 44.844 24.212 85,2
Kurzfristige Schulden 348.242 83.230 >100,0
Sonstige Rückstellungen 1.010 965 4,6
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 102.939 52.839 94,8
Finanzielle Verbindlichkeiten 206.210 2.794 >100,0
Ertragssteuerverbindlichkeiten 19.630 13.367 46,9
Sonstige Verbindlichkeiten 18.133 11.615 56,1
Erhaltene Anzahlungen 320 1.649 -80,6
Summe Schulden 429.378 125.946 >100,0
Bilanzsumme 932.292 594.753 56,8

Konzern-Kapitalflussrechnung

in Tsd. € H1 2024 H1 2023 ▵ in %
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Konzernergebnis nach Ertragsteuern 6.407 9.266 -30,9
Abschreibungen 11.940 10.545 13,2
Abnahme/Zunahme der Rückstellungen -393 -489 -19,8
Sonstige zahlungsunwirksame Aufwendungen 553 734 -24,6
Abnahme/Zunahme der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investirions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -14.893 -92.124 -83,8
Abnahme/Zunahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investirions- oder der Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 27.753 -1.751 n/a
Finanzergebnis 2.488 972 >100,0
Erträge/Verluste aus dem Abgang von Vermögenswerten 170 -30 n/a
Ertragsteueraufwand 3.727 5.125 -27,3
Ertragsteuerzahlungen -3.710 -7.417 -50,0
Nettozahlungsmittelzufluss/-abfluss aus betrieblicher Tätigkeit 34.041 -75.170 n/a
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte -488 -45 >100,0
Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen -1.295 -502 >100,0
Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens 92 3 >100,0
Einzahlungen aus Abgängen von langfristigen finanziellen Vermögenswerten 454 30 >100,0
Auszahlungen für Zugänge in den Konsolidierungskreis -218.900 -16.776 >100,0
Einzahlungen aus Abgängen aus dem Konsolidierungskreis 0 887 -100,0
Erhaltene Zinsen 282 53 >100,0
Nettozahlungsabfluss an Zahlungsmitteln aus Investitionstätigkeit -219.855 -16.350 >100,0
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Auszahlungen für Emissionskosten der Kapitalerhöhung -127 0 n/a
Einzahlungen aus der Aufnahme finanzieller Verbindlichkeiten 228.000 55.000 >100,0
Auszahlungen aus der Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten -28.643 -10.300 >100,0
Gezahlte Zinsen -1.307 -909 43,8
Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten -1.607 -1.189 35,1
Nettozahlungsmittelzufluss/-abfluss aus Finanzierungstätigkeit 196.316 42.602 >100,0
Nettoveränderung von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten 10.502 -48.917 n/a
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zu Beginn der Periode1 71.040 79.213 -10,3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente am Ende der Periode1 81.542 30.296 >100,0

1 Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten jederzeit fällige Kontokorrentkredite, die integraler Bestandteil des Cash-Managements sind.

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung

in Tsd. € Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Kumuliertes Konzernergebnis Auf Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallend Eigenkapital
Stand zum 01.01.2023 23.806 377.194 47.045 448.045 448.045
Konzerngesamtergebnis 2023 0 0 9.266 9.266 9.266
Anteilsbasierte Leistungen 0 733 0 733 733
Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0
Transaktionskosten aus Kapitalerhöhung 0 0 0 0 0
Stand zum 30.06.2023 23.806 377.927 56.311 458.044 458.044
Stand zum 01.01.2024 23.806 379.146 65.855 468.807 468.807
Konzerngesamtergebnis 2024 0 0 6.407 6.407 6.407
Anteilsbasierte Leistungen 0 554 0 554 554
Kapitalerhöhung 1.700 25.534 0 27.234 27.234
Transaktionskosten aus Kapitalerhöhung 0 -89 0 -89 -89
Stand zum 30.06.2024 25.506 405.146 72.262 502.914 502.914

Verkürzter Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024

1. ALLGEMEINES

Die Medios AG (im Folgenden auch "Gesellschaft", "Medios" bzw. in Zusammenhang mit ihren Tochterunternehmen "Medios-Konzern" genannt) ist eine Aktiengesellschaft nach deutschem Recht. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Regulierten Markt an der Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard). Darüber hinaus ist die Aktie für den Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf und Stuttgart zugelassen.

Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Berlin (HRB 246626, Amtsgericht Berlin Charlottenburg). Die Geschäftsadresse lautet Heidestraße 9, 10557 Berlin, Deutschland.

2. RECHNUNGSLEGUNG NACH IFRS ACCOUNTING STANDARDS

Die Medios AG hat Ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2023 nach den durch die Europäische Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den International Financial Reporting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde auch dieser Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2024 in Übereinstimmung mit IAS 34 (Zwischenberichterstattung) erstellt und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss verkürzten Berichtsumfang.

Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro (€), der funktionalen Währung des Berichtsunternehmens, dargestellt. Sofern nicht anders angegeben, erfolgt der Ausweis in Tausend Euro (Tsd. €). Medios weist darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auch innerhalb einzelner tabellarischer Darstellungen auftreten können. Dies betrifft auch die dargestellten Summen und Zwischensummen des Konzern-Zwischenabschlusses.

Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Das Geschäftshalbjahr der Medios AG und ihrer in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderhalbjahr; ein Konzernverhältnis besteht seit dem 31. August 2016.

3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN

Der Konzernzwischenabschluss sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 gelesen werden. Die zur Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 angewandten Methoden. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden, die sich nach dem Stichtag des letzten Abschlusses ergeben haben und angewandt wurden, werden wie folgt ergänzend angegeben:

Put-Verbindlichkeiten

Sofern nach einem Unternehmenszusammenschluss nicht beherrschende Anteile am erworbenen Unternehmen verbleiben und der Konzern aufgrund geschriebener Put-Optionen / Forwards zu deren Erwerb in der Zukunft verpflichtet ist, prüft der Konzern, ob die mit dem Eigentum an diesen Anteilen verbundenen wesentlichen Chancen und Risiken bereits im Erwerbszeitpunkt auf den Konzern übergegangen sind. Für den Fall, dass die wesentlichen Chancen und Risiken bei den nicht beherrschenden Gesellschaftern verbleiben, wird ein voraussichtlicher Kauf dieser Anteile bei einem Übergang von Chancen und Risiken aus dem Eigentum an den betreffenden Anteilen antizipiert ("anticipated acquision method"). Daher werden keine beherrschenden Anteile ausgewiesen. Stattdessen wird der bedingte Kaufpreis für diese Anteile als finanzielle Verbindlichkeit ausgewiesen. In Folge erfolgt die Bilanzierung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Wertänderungen werden ergebniswirksam erfasst.

4. GESCHÄFTSTÄTIGKEIT

Die Medios AG ist einer der führenden Anbieter von Specialty Pharma Solutions in Deutschland. Als Kompetenzpartner und Experte deckt Medios alle relevanten Aspekte der Versorgungskette in diesem Bereich ab: von der Arzneimittelversorgung über die Herstellung patientenindividueller Therapien bis hin zur Verblisterung, d. h. die Abgabe von individuell dosierten Tabletten. Im Mittelpunkt steht die optimale Versorgung der Patienten über spezialisierte Apotheken. Dabei folgt Medios als GMP-zertifizierter Hersteller (GMP: Good Manufacturing Practice) hohen internationalen Qualitätsstandards. Das Unternehmen fokussiert sich aktuell auf die sechs Indikationsgebiete Onkologie, Neurologie, Autoimmunologie, Ophthalmologie, Infektiologie und Hämophilie.

Bei Specialty-Pharma-Arzneimitteln handelt es sich in der Regel um hochpreisige Arzneimittel für seltene und/oder chronische Erkrankungen. Viele der neu entwickelten Therapien für solche Krankheitsbilder sind individualisiert. Dazu zählen z. B. Infusionen, die jeweils auf Basis von individuellen Krankheitsbildern und Parametern wie Körpergewicht und Körperoberfläche zusammengestellt und produziert werden. Die Nachfrage nach diesen Therapien nimmt stetig zu. Die patientenindividuelle Behandlung bedarf einer großen Expertise. Specialty Pharma wird die Zukunft des Gesundheitssystems weiterhin in hohem Maße verändern.

Mit Erwerb der Ceban-Gruppe zum 6. Juni 2024 wurden die bestehenden operativen Geschäftsbereiche ("Operative Segmente") Arzneimittelversorgung und Patientenindividuelle Therapien um das neue operative Segment "International" erweitert. Die Ceban-Gruppe ist eine führende pharmazeutische Compounding-Plattform mit Tätigkeiten in den Niederlanden, Belgien und Spanien. Durch die Übernahme ist Medios gut positioniert, um vom Wachstum in der häuslichen Pflege sowie in Kliniken und Krankenhäusern in den Niederlanden und Belgien zu profitieren. Das sonstige Segment "Services" umfasst die Zentralfunktionen sowie den Bereich Digitalisierung einschließlich der digitalen Plattform mediosconnect.

Durch seinen Fokus auf Specialty-Pharma-Arzneimittel und die konsequente Weiterentwicklung in sechs Indikationsbereichen ist Medios im Bereich Arzneimittelversorgung der größte Versorger im Bereich Specialty Pharma in Deutschland.

Der Bereich Patientenindividuelle Therapien umfasst die Herstellung von Medikationen im Auftrag von Apotheken. Bei patientenindividuellen Therapien handelt es sich zum Beispiel um Infusionen, die jeweils auf Basis von individuellen Krankheitsbildern und individuellen Parametern, wie Körpergewicht und Körperoberfläche, zusammengestellt und produziert werden.

Der Bereich International umfasst alle Tätigkeiten im internationalen Umfeld von der Beschaffung von APIs, über die sterile und unsterile Herstellung von Arzneimitteln und die Belieferung von öffentlichen sowie Krankenhausapotheken, bis hin zum Homecare-Service mit der Betreuung von Patienten zu Hause.

5. KONZERNKREIS

Neben der Medios AG, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen Tochterunternehmen einbezogen, die die Medios AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist der Fall, wenn die Medios AG unmittelbar oder mittelbar Verfügungsgewalt aufgrund von Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt, an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potenziellen Tochterunternehmen partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann.

Der Konzernkreis hat sich durch den Erwerb der Ceban-Gruppe signifikant im Vergleich zum Jahresende erweitert. Zum 30. Juni 2024 wurden im Medios Konzern insgesamt 79 Gesellschaften vollkonsolidiert (31. Dezember 2023: 16 Gesellschaften).

6. WESENTLICHE EREIGNISSE IM ERSTEN HALBJAHR 2024

Unternehmenszusammenschluss - Akquisition der Ceban-Gruppe

Mit dem Kaufvertrag vom 18. März 2024 erwarb die Medios AG 100 % der Anteile und Stimmrechtsanteile an Ceban Pharmaceuticals B.V. ("Ceban") und erlangte dadurch die Beherrschung über Ceban-Gruppe (Closing: 6. Juni 2024).

In den zum Erwerbszeitpunkt erworbenen identifizierbaren Vermögenswerten und Schulden sind Inputs (eine Hauptverwaltung, mehrere Fabriken, patentierte Technologie, Vorräte und Kundenbeziehungen), Produktionsprozesse und eine organisierte Belegschaft enthalten. Der Konzern folgert daher, dass die erworbenen Inputs und Prozesse zusammen wesentlich zur Fähigkeit beitragen, Erträge zu erwirtschaften. Der Konzern ist zu dem Schluss gekommen, dass die erworbene Gruppe ein Geschäftsbetrieb ist.

Die Ceban-Gruppe ist eine führende pharmazeutische Compounding-Plattform mit Tätigkeiten in den Niederlanden, Belgien und Spanien. Hätte der Erwerb am 1. Januar 2024 stattgefunden, hätten die Konzernumsatzerlöse schätzungsweis bei 968,3 Mio. € und das EBITDA pre für das erste Halbjahr bei 40,0 Mio. € gelegen. Bei der Ermittlung dieser Beträge wurde angenommen, dass die vorläufig ermittelten Anpassungen der beizulegenden Zeitwerte, die zum Erwerbszeitpunkt vorgenommen wurden, auch im Falle eines Erwerbs am 1. Januar 2024 gültig gewesen wären.

Übertragene Gegenleistung

Nachstehend sind die zum Erwerbszeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte jeder Hauptgruppe von Gegenleistungen zusammengefasst.

in Tsd. € 06.06.2024
Ursprünglicher Kaufpreis 125.756
Geschätzter Barkaufpreis 74.043
Rückzahlung von Schulden an die Aktionäre insgesamt 15.442
Minderheitsbeteiligungen 9.036
Aktien der Medios AG auf Basis des Xetra-Schlusskurses (06.06.) 27.234
Put-Call Option 1.997
CCS Minderheiten 1.401
Apotheek Gennep Minderheiten 596
Gesamte übertragene Gegenleisting 127.753

Ausgegebene Eigenkapitalinstrumente

Es wurden 1,7 Mio. neue Medios-Aktien im Wert von ca. 27,2 Mio. € ausgegeben. Diese neu ausgegebenen Aktien unterliegen einer strikten Sperrfrist ("Hard Lock-up") von 24 Monaten. Der beizulegende Zeitwert der ausgegebenen Stammaktien basierte auf dem Schlussbörsenkurs des Unternehmens vom 6. Juni 2024 in Höhe von 1 6,020 Euro je Aktie.

Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten

Die mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundenen Kosten für Rechtsberatung und Due Diligence betragen insgesamt 2.423 Tsd. €, wobei 2.037 Tsd. € im laufenden Geschäftsjahr 2024 und 386 Tsd. € bereits im Geschäftsjahr 2023 angefallen sind. Diese Kosten sind in den Rechts- und Beratungskosten erfasst.

Identifizierbare erworbene Vermögenswerte und übernommene Schulden

Nachstehend sind die erfassten Beträge der erworbenen Vermögenswerte und der übernommenen Schulden zum Erwerbszeitpunkt zusammengefasst. Die Vermögenswerte umfassen immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen im Wert von 134.440 Tsd. €, Vorräte im Wert von 1 6.102 Tsd. €, Forderungen und sonstige Vermögenswerte von 28.630 Tsd. € sowie Zahlungsmittel in Höhe von 6.312 Tsd. €, was eine Gesamtsumme der Vermögenswerte von 185.483 Tsd. € ergibt. Auf der Passivseite sind latente passive Steuerverbindlichkeiten von 10.447 Tsd. €, Rückstellungen von 15.760 Tsd. € und Verbindlichkeiten von 161.960 Tsd. € verzeichnet, was zu einer Gesamtsumme der Schulden von 188.1 68 Tsd. € führt.

Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte

Die verwendeten Bewertungstechniken zur Bestimmung der beizulegenden Zeitwerte der erworbenen wesentlichen Vermögenswerte waren folgende:

Erworbene Vermögenswerte Bewertungstechnik
Sachanlagen Marktvergleichsverfahren und Kostenverfahren: Das Bewertungsmodell berücksichtigt Marktpreise für ähnliche Gegenstände, wenn diese verfügbar sind, und gegebenenfalls fortgeführte Wiederbeschaffungskosten. Fortgeführte Wiederbeschaffungskosten spiegeln Anpassungen für eine physische Verschlechterung sowie funktionale Überholung und wirtschaftliche Veralterung wider.
Immaterielle Vermögenswerte Lizenzpreisanalogiemethode und Residualwertmethode: Die Lizenzpreisanalogiemethode berücksichtigt die abgezinsten geschätzten Zahlungen von Nutzungsentgelten, die voraussichtlich dadurch eingespart werden, dass sich die Patente im eigenen Besitz befinden. Die Residualwertmethode berücksichtigt den Barwert der erwarteten Netto-Cashflows, die die Kundenbeziehungen erzeugen, mit Ausnahme aller Cashflows, die mit unterstützenden Vermögenswerten verbunden sind.
Vorräte Marktvergleichsverfahren: Der beizulegende Zeitwert wird auf Grundlage des geschätzten Verkaufspreises im normalen Geschäftsgang ermittelt, abzüglich der geschätzten Fertigstellungs- und Verkaufskosten sowie angemessener Gewinnmargen, die auf den erforderlichen Bemühungen zur Fertigstellung und Veräußerung der Vorräte basieren.

Vorläufig bewertete beizulegende Zeitwerte

Wenn innerhalb eines Jahres ab dem Erwerbszeitpunkt neue Informationen über Tatsachen und Umstände bekannt werden, die zum Erwerbszeitpunkt bestanden haben und zu Berichtigungen der vorstehenden Beträge oder zu zusätzlichen Rückstellungen geführt hätten, wird die Bilanzierung des Unternehmenserwerbs angepasst. Da eine detaillierte Analyse der Vermögenswerte und Schulden noch nicht abgeschlossen und die vorläufige Bestimmung des Barkaufpreises noch ausstehend ist, ist die Kaufpreisallokation vorläufig.

Geschäfts- oder Firmenwert

Der Geschäfts- oder Firmenwert wurde infolge des Erwerbs wie folgt erfasst:

in Tsd. € Buchwert Neubewertung Vermögenswerte und Schulden Buchwert bei Erstkonsolidierung
Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen 134.440 86.791 221.231
Vorräte 16.102 2.058 18.159
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 28.847 28.847
Zahlungsmittel 6.312 6.312
Summe Vermögenswerte 185.701 88.849 274.550
Latente passive Steuerverbindlichkeiten 10.447 22.876 33.323
Rückstellungen 15.760 15.760
Verbindlichkeiten 161.608 161.608
Summe Schulden 187.815 22.876 210.961
Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens -2.115 63.859
Abzüglich: Buchwert des erworbenen Firmenwerts -97.847 -97.847
Zuzüglich: Buchwert der DTL im Zusammenhang mit der erworbenen IA 5.640 5.640
Buchwert des bereinigten Nettovermögens ohne NCI -94.322 65.973 -28.348
Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens nach latenten Steuern -28.348
Übertragene Gegenleistung nach IFRS 3 127.753
Geschäfts- oder Firmenwert 156.101

Der Geschäfts- oder Firmenwert resultiert hauptsächlich aus den Fähigkeiten und der fachlichen Qualifikation der Belegschaft von Ceban sowie den erwarteten Synergien aus der Eingliederung des Unternehmens in den bestehenden Medios-Konzern. Der erfasste Geschäfts- oder Firmenwert ist voraussichtlich nicht steuerlich abzugsfähig.

7. AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSS

Umsatz und Ergebnisentwicklung je Segment

Arzneimittelversorgung Patientenindividuelle Therapien International
in Tsd. € H1 2024 H1 2023 H1 2024 H1 2023 H1 2024 H1 2023
Umsatzerlöse - extern 787.930 734.146 107.517 118.948 11.584 0
Umsatzerlöse - intern 70.543 66.600 7.872 21.507 0 0
Umsatzerlöse - gesamt 858.473 800.746 115.389 140.456 11.584 0
Materialaufwand 827.861 773.600 93.434 113.981 4.946 0
Materialaufwand (in % der Umsatzerlöse) 96,4 96,6 81,0 81,2 42,7 0,0
EBITDA 22.774 19.679 7.376 10.198 2.622 0
Marge (in % der Umsatzerlöse) 2,7 2,5 6,4 7,3 22,6 0,0
EBITDA vor Sondereffekten 22.859 19.885 10.880 12.520 2.687 0
Marge (in % der Umsatzerlöse) 2,7 2,5 9,4 8,9 23,2 0,0
Abschreibungen 4.815 4.784 4.330 4.518 1.470 0
Finanzaufwendungen -754 -895 -641 -466 -1.133 0
Finanzerträge 426 97 425 52 13 0
EBT 17.631 14.096 2.830 5.266 32 0
Marge (in % der Umsatzerlöse) 2,7 1,8 2,5 3,7 0,3 0,0
Ertragsteueraufwand (-)/-ertrag (+) 580 841 -416 -830 -29 0
Ergebnis nach Steuern 18.211 14.938 2.414 4.436 4 0
Services Eliminierung Konzern
in Tsd. € H1 2024 H1 2023 H1 2024 H1 2023 H1 2024 H1 2023
Umsatzerlöse - extern 230 423 0 0 907.261 853.517
Umsatzerlöse - intern 5.388 4.131 -83.803 -92.239 0 0
Umsatzerlöse - gesamt 5.618 4.554 -83.803 -92.239 907.261 853.517
Materialaufwand 0 0 -78.349 -87.774 847.891 799.807
Materialaufwand (in % der Umsatzerlöse) 0,0 0,0 93,5 95,2 93,5 93,7
EBITDA -8.211 -3.969 0 0 24.562 25.908
Marge (in % der Umsatzerlöse) -746,2 -87,2 0,0 0,0 2,7 3,0
EBITDA vor Sondereffekten -5.293 -3.397 0 0 31.133 29.007
Marge (in % der Umsatzerlöse) -94,2 -74,6 0,0 0,0 3,4 3,4
Abschreibungen 1.325 1.243 0 0 11.940 10.545
Finanzaufwendungen -3.324 -763 2.833 1.099 -3.019 -1.025
Finanzerträge 2.500 1.004 -2.833 -1.099 532 53
EBT -10.360 -4.971 0 0 10.134 14.391
Marge (in % der Umsatzerlöse) -184,4 -709,2 0,0 0,0 7,7 7,7
Ertragsteueraufwand (-)/-ertrag (+) -3.861 -5.137 0 0 -3.727 -5.125
Ergebnis nach Steuern -14.221 -10.108 0 0 6.407 9.266

Im Segment International werden alle Erlöse und Aufwendungen der Ceban-Gruppe dargestellt, die dem Medios-Konzern seit Erwerb bzw. Kontrollübergang zum 6. Juni 2024 wirtschaftlich zuzuordnen sind. Die wichtigsten Kennzahlen zur Strategie- und Entscheidungsfindung sowie zur Messung des operativen Geschäftserfolgs stellen unverändert der Umsatz sowie das Betriebsergebnis vor Abschreibungen und Sondereffekten (EBITDA pre) dar. Das EBITDA pre wird ausgehend vom EBITDA wie folgt übergeleitet:

in Tsd. € H1 2024 H1 2023
EBITDA 24.562 25.908
Aufwendungen aus Aktienoptionsprogrammen 554 734
Sonstiger Aufwand M&A 2.135 129
Performanceabhängige Zahlungen zur Übernahme von Herstellvolumina 3.335 2.237
ERP-Einführungskosten 548 n/a
EBITDA pre1 31.133 29.007

1 bereinigt um Sondereffekte

Ergebnis je Aktie

Das Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem auf die Aktionäre der Medios AG entfallenden Konzerngesamtergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der sich im Berichtsjahr im Umlauf befindlichen Stammaktien ermittelt.

BERECHNUNG ERGEBNIS JE AKTIE

in Tsd. € 30.06.2024 30.06.2023
Den Anteilseignern des Mutterunternehmens zurechenbarer Anteil am Konzernergebnis (in Tsd. €) 6.407 9.266
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (in Tausend Stück) 24.038 23.806
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,27 0,39
in Tsd. € 30.06.2024 30.06.2023
Gewichtete durchschnittliche Anzahl an Stammaktien (in Tausend Stück) 24.038 23.806
Gewichteter Durchschnitt der für die Ermittlung des verwässerten Ergebnisses je Aktie als Nenner verwendeten Stammaktien (in Tausend Stück) 24.038 23.806
Verwässertes Ergebnis je Aktie (in €) 0,27 0,39

Langfristige Vermögenswerte

ENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER LANGFRISTGIER VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2024

in Tsd. € Nettobuchwert 01.01.2024 Zugänge Zugänge zum Konsolidierungskreis Abgänge/Übrige Bewegungen Abschreibungen Nettobuchwert 30.06.2024
Immaterielle Vermögenwerte 287.800 487 241.027 -184 -8.381 520.749
Sachanlagen 21.686 1.295 21.065 -87 -1.979 41.980
Nutzungsrechte als Leasingnehmer 15.427 265 17.130 868 -1.580 32.110

Zum Bilanzstichtag lagen keine neuen Erkenntnisse vor, die einen Wertminderungsbedarf begründen.

Vorräte

in Tsd. € 30.06.2024 31.12.2023
Fertige Erzeugnisse und Waren 80.728 45.746
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 11.546 11.650
Unfertige Erzeugnisse 1.104 0
Geleistete Anzahlungen 2.025 1.929
Summe Vorräte 95.403 59.325

Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen Wertminderungen und Zuschreibungen auf Vorräte vorzunehmen.

Kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte

in Tsd. € 30.06.2024 31.12.2023
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 135.937 124.759
Übrige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte 22.437 14.069
Summe 158.374 138.828

Das operative Konzernergebnis wurde im Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 2024 mit einem Betrag von 48 Tsd. € aus Wertminderungen auf lang- und kurzfristige finanzielle Vermögenswerte belastet.

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

in Tsd. € 30.06.2024 31.12.2023
Bankguthaben bei Kreditinstituten 81.688 71.037
Kassenbestand 4 3
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente in der Bilanz 81.692 71.040
Kontokorrentkredite, die für das Cash-Management genutzt werden (150) 0
In der Kapitalflussrechnung dargestellte Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 81.542 71.040

Finanzelle Verbindlichkeiten

in Tsd. € 30.06.2024 31.12.2023
Kreditverbindlichkeiten 201.100 0
Leasingverbindlichkeiten 33.951 17.140
Zinsverbindlichkeiten 871 8
Kontokorrentkredite 150 0
Earn-Out-Verbindlichkeiten 0 300
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 2.393 0
Summe 238.465 17.449

Die Kreditverbindlichkeiten beinhalten im Wesentlichen eine kurzfristige Fremdkapitalbrückenfinanzierung in Höhe von 200.000 Tsd. € die am 4. Juni 2024 zur Finanzierung der zu zahlenden Barkomponente für den Erwerb der Ceban-Gruppe in Anspruch genommen wurde. Das Darlehen ist monatlich kündbar und wird variabel verzinst. Weiterhin verfügt die Medios AG zum Bilanzstichtag über eine ungenutzte syndizierte Kreditlinie in Höhe von 75.000 Tsd. €, die jederzeit abrufbar ist.

Die Leasingverbindlichkeiten haben sich im Vergleich zum 31. Dezember 2023 um insgesamt 16.811 Tsd. € erhöht, was hauptsächlich auf die neu übernommenen Mietverpflichtungen infolge des Erwerbs der Ceban-Gruppe zurückzuführen ist.

Finanzinstrumente

Im Berichtszeitraum haben sich keine Änderungen hinsichtlich der Klassifizierung, Bewertungsmethode und Bewertungshierarchie der Finanzinstrumente innerhalb des Konzerns gegenüber dem 31. Dezember 2023 ergeben. Mit Ausnahme der finanziellen langfristigen Vermögenswerte und der finanziellen langfristigen Verbindlichkeiten weisen alle Finanzinstrumente zum 30. Juni 2024 wie auch zum 31. Dezember 2023 kurze Restlaufzeiten auf oder liegen als Zahlungsmittel vor. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Abschlussstichtag zumindest näherungsweise den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten.

Zum Stichtag bestanden keine für den Verkauf an das Factoring-Institut vorgesehenen und noch im Bestand befindlichen Forderungen, die auch als Finanzinstrumente der Kategorie "FVtPL" ("fair value through profit or loss") klassifiziert werden (Vj. 9.919 Tsd. €). Alle verbleibenden Finanzinstrumente sind der Kategorie "AC" ("amortized cost") zuzuordnen.

Erläuterungen zur Konzernkapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzu- und -abflüsse verändert haben. Hierbei wird zwischen Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit unterschieden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten zum 30. Juni 2024 jederzeit fällige Kontokorrentkredite in Höhe von 150 Tsd. € (Vj. 0), die integraler Bestandteil des Cash-Managements sind. Darüber hinaus umfasst der Zahlungsmittelfonds der Kapitalflussrechnung ausschließlich frei verfügbare Zahlungsmittel.

8. SONSTIGE ANGABEN

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Als nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen und Unternehmen, die die Medios AG beeinflussen können, die einen maßgeblichen Einfluss auf die Medios AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden Partei der Medios AG stehen. Ausführliche Informationen zu den nahestehenden Unternehmen sowie nahestehenden Personen in Schlüsselpositionen sind im Konzernanhang zum Geschäftsbericht 2023 aufgeführt. Ergänzend werden nachfolgend die Änderungen aufgeführt, die sich im laufenden Geschäftsjahr 2024 ergeben haben:

NAHESTEHENDE PERSONEN IN SCHLÜSSELPOSITIONEN

Der Aufsichtsrat der Medios AG hat Constantijn van Rietschoten mit Wirkung zum 1. Mai 2024 als weiteres Mitglied in den Vorstand der Gesellschaft berufen. In seiner neuen Funktion als Chief International Markets wird van Rietschoten die Verantwortung für das gesamte internationale Geschäft und dessen Weiterentwicklung übernehmen. Er ist bis zum 30. April 2027 als Vorstandsmitglied bestellt.

Eventualverbindlichkeiten

Seit dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 haben sich keine wesentlichen Änderungen in den Eventualverbindlichkeiten ergeben. Es gelten daher weiterhin die im Geschäftsbericht 2023 enthaltenen Ausführungen.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Am 02.08.024 haben sich der Aufsichtsrat der Medios AG und der Vorstandsvorsitzende (CEO) Matthias Gärtner darauf geeinigt, die Laufzeit des bestehenden Vorstandsvertrags vorzeitig bis zum 31. Januar 2027 und damit ein weiteres Mal zu verlängern. Matthias Gärtner ist seit September 2015 Mitglied des Vorstands und seit Januar 2021 Vorstandsvorsitzender

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschlusses unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind

Berlin, den 13. August 2024

Matthias Gärtner
Vorstandsvorsitzender (CEO)
Falk Neukirch
Finanzvorstand (CFO)
Mi-Young Miehler
Vorstand (COO)
Christoph Prußeit
Vorstand (CINO)
Constantijn van Rietschoten
Vorstand (CIM)

Impressum

Herausgeber

Medios AG

Heidestraße 9
10557 Berlin

Telefon: +49 30 232 566 8-00
www.medios.ag

Investor Relations

Die Finanzberichte des Medios-Konzerns sind auf der Website des Unternehmens auf Deutsch und Englisch zum Download verfügbar.

Kontakt

Claudia Nickolaus
Head of Investor & Public Relations
ESG Communications
E-Mail: ir@medios.ag

Hinweise und zukunftsgerichtete Aussagen

Der Halbjahresfinanzbericht sollte zusammen mit dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2024 gelesen werden, der eine umfassende Darstellung unserer Geschäftsaktivitäten sowie Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen beinhaltet.

Der Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen und Einschätzungen der Unternehmensleitung der Medios AG beruhen. Mit der Verwendung von Worten wie erwarten, beabsichtigen, planen, vorhersehen, davon ausgehen, glauben, schätzen und ähnlichen Formulierungen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet. Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen auch als richtig erweisen. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der Medios AG erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Medios AG und können nicht präzise vorausgeschätzt werden, wie z. B. das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt Medios hierzu eine gesonderte Verpflichtung. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen in dem Finanzbericht nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen.

Der Finanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen hat die deutsche Fassung des Dokuments Vorrang vor der englischen Übersetzung.

Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den im Finanzbericht enthaltenen und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen oder Dokumenten kommen.

Der Finanzbericht enthält - in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte - ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Medios AG sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können diese anders berechnen. Im Falle von Widersprüchen zwischen dem deutschen und dem englischen Wortlaut ist der deutsche Wortlaut maßgebend.

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