![]() Medios AGBerlinHalbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.01.2025 bis zum 30.06.2025Halbjahresfinanzbericht zum 30. Juni 2025Kennzahlen (IFRS)
3
Berechnet sich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit abzüglich Investitionen
(CapEx) HighlightsWACHSTUMSTEMPO IM ERSTEN HALBJAHR 2025 BESCHLEUNIGT
ÜBERPROPORTIONALE ERGEBNISSTEIGERUNG
ÖFFENTLICHES AKTIENRÜCKKAUFANGEBOT ERFOLGREICH ABGESCHLOSSEN
Konzernzwischenlagebericht zum 30. Juni 2025WESENTLICHE EREIGNISSE IM ERSTEN HALBJAHRFortsetzung der positiven GeschäftsentwicklungAufgrund des dynamischen Wachstums im zweiten Quartal 2025 stiegen die Umsatzerlöse
von Medios im ersten Halbjahr um 9,3 % auf 991,7 Mio. €. Alle Geschäftsbereiche trugen
zum Wachstum bei. Das EBITDA pre erhöhte sich erneut überproportional um 48,8 % auf
46,3 Mio. € (Vorjahr: 31,1 Mio. €). Dabei stieg das organische EBITDA pre um 12,3
%. Die EBITDA-pre-Marge verbesserte sich infolgedessen ebenfalls deutlich um 1,3 Prozentpunkte
auf 4,7 % (Vorjahr: 3,4 %). Das Konzernergebnis nach Ertragssteuern verdoppelte sich
auf 12,7 Mio. € (Vorjahr: 6,4 Mio. €). Entsprechend erreichte das Ergebnis je Aktie
(EPS) 0,50 € - ein Plus von 85,2 % (Vorjahr: 0,27 €). Hauptversammlung 2025 der Medios AG: Zustimmung der Aktionäre zu sämtlichen BeschlussvorschlägenDie Aktionäre von Medios haben auf der ordentlichen Hauptversammlung am 27. Mai 2025
allen Beschlussvorschlägen von Vorstand und Aufsichtsrat mit großer Mehrheit zugestimmt.
Insgesamt waren rund 56 % des stimmberechtigten Grundkapitals vertreten. Die Hauptversammlung
fand in diesem Jahr wieder in virtueller Form statt. In seiner Rede ging der Vorstand insbesondere auf die Fortschritte bei der Umsetzung
der Wachstumsstrategie ein. Im Mittelpunkt standen dabei das organische Wachstum in
den Segmenten Arzneimittelversorgung und Patientenindividuelle Therapien, die erfolgreiche
Integration der Ceban-Gruppe sowie die dadurch erhöhte Profitabilität der Medios-Gruppe. Die Medios-Aktionäre stimmten unter anderem der Weiterentwicklung des Vorstandsvergütungssystems
zu. Künftig ersetzt beispielsweise der "Operative Cash Flow" die bisherige Zielgröße
"anorganisches Wachstum (M&A)" bei der Short-Term-Incentive-Komponente. Außerdem verabschiedeten
sie die Einführung eines neuen Aktienoptionsplans 2025. Ziel ist es, qualifizierte
Mitarbeitende und Führungskräfte langfristig an die Medios-Gruppe zu binden und am
Unternehmenserfolg zu beteiligen. Die Gesamtobergrenze für Aktienoptionsprogramme
bleibt weiterhin auf maximal 10 % des Grundkapitals beschränkt. Die Aktionäre stimmten
zudem einer neuen Ermächtigung zur Ausgabe von Wandel- und Optionsschuldverschreibungen
zu. Erfolgreiche Durchführung eines öffentlichen AktienrückkaufangebotsAm 18. Juni 2025 hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, den
Aktionären der Medios AG ein öffentliches Rückkaufangebot für bis zu 1.000.000 auf
den Inhaber lautende Stückaktien des Unternehmens mit einem rechnerischen Anteil am
Grundkapital von jeweils 1,00 € zu unterbreiten. Der Angebotspreis je zum Rückkauf
angebotener Medios-Aktie betrug 12,50 € und entsprach einem Aufschlag von ca. 9,30
% bezogen auf den Mittelwert der Börsenpreise (Schlussauktionspreis der Medios-Aktie
im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse XETRA) der letzten fünf
Handelstage. Zum Ablauf der Annahmefrist am 8. Juli 2025 sind insgesamt 1.077.813 Aktien angedient
worden. Da die Gesamtzahl der Aktien, für die das Angebot angenommen wurde, die Maximalzahl
überschritt, wurden die Annahmeerklärungen verhältnismäßig berücksichtigt. Die Zuteilungsquote
betrug rund 92,78 %. Medios hat somit Aktien im Umfang von ca. 3,92 % des aktuellen
Grundkapitals der Medios AG zurückgekauft. Medios machte damit erstmals von der durch die ordentliche Hauptversammlung vom 21.
Juni 2023 erteilten Ermächtigung Gebrauch, wonach bis zum 20. Juni 2028 eigene Aktien
im Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals
zurückgekauft werden können. Veränderungen im VorstandMatthias Gärtner, CEO hat am 12. Mai 2025 den Aufsichtsrat darüber informiert, nicht
für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Er wird bis zur Übergabe an einen
Nachfolger, längstens bis zum 31. Dezember 2025, im Amt bleiben. Ebenso hat Mi-Young
Miehler, COO, den Aufsichtsrat informiert, dass sie ihren Vertrag nicht verlängern
wird. Sie hat das Unternehmen zum 30. Juni 2025 verlassen. Für die Nachfolge von Matthias
Gärtner hat der Aufsichtsrat im Mai 2025 einen professionellen Suchprozess gestartet. WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtwirtschaftliche SituationNach einem Anstieg der Weltproduktion um 3,3 % im Jahr 2024 erwartet das Institut
für Weltwirtschaft (IfW) für 2025 nur noch ein Wachstum von 2,9 %. Damit wurde die
Prognose gegenüber März 2025 um 0,2 Prozentpunkte nach unten korrigiert (zuvor: 3,1
%). Die weltwirtschaftliche Entwicklung bleibt weiterhin durch geopolitische Spannungen
und eine zunehmend protektionistische Handelspolitik, insbesondere der USA, belastet.
Temporäre Impulse durch vorgezogene Exporte verlieren im weiteren Jahresverlauf an
Bedeutung, sodass die dämpfenden Effekte der eingeführten Zölle stärker zum Tragen
kommen dürften. Während sich die Geldpolitik in den Vereinigten Staaten weniger expansiv
zeigt als bisher angenommen, wird sie im Euroraum moderat gelockert. Die globale Fiskalpolitik
ist in der Tendenz neutral ausgerichtet, in den USA jedoch weiterhin expansiv. In
den USA verliert das Wachstum deutlich an Dynamik. In China bleibt die wirtschaftliche
Erholung trotz politischer Stimuli aufgrund schwacher Exportperspektiven hinter den
Erwartungen zurück. In Europa hingegen wird mit einer leichten konjunkturellen Belebung
gerechnet. Nachdem der weltweite Warenhandel 2024 um 2,5% gestiegen war, geht das IfW für 2025
von einem moderaten Zuwachs von 2,7 % aus. Die Prognose beruht auf der Annahme, dass
sich die im Vorjahr vorgezogenen Bestellungen -ausgelöst durch die erwarteten US-Zollerhöhungen
- nur temporär positiv ausgewirkt haben. Der weltweite Handel hatte sich zum Jahresbeginn
2025 infolgedessen kurzfristig belebt, insbesondere getragen durch einen starken Anstieg
der US-Importe. Diese Sonderentwicklung verliert nun jedoch an Bedeutung. Trotz der
nachlassenden Dynamik dürfte sich das Handelsvolumen im weiteren Jahresverlauf in
etwa im Einklang mit der weltwirtschaftlichen Aktivität entwickeln. Gesamtwirtschaftliche Entwicklung in DeutschlandLaut IfW sendet die deutsche Wirtschaft erste Erholungssignale. Nach einem kräftigen
Anstieg der Wirtschaftsleistung zu Jahresbeginn hellt sich auch die Stimmung in den
Unternehmen wieder leicht auf. Kurzfristig dürfte die konjunkturelle Dynamik jedoch
noch verhalten bleiben, da unter anderem die US-Handelspolitik belastend wirkt. Neben
den negativen Effekten höherer US-Zölle dämpfen auch die vorgezogenen Lieferungen
in die Vereinigten Staaten, die maßgeblich zum guten Jahresauftakt beigetragen haben,
vorübergehend die Produktion. Im kommenden Jahr ist mit einer spürbaren Beschleunigung
des Expansionstempos zu rechnen. Ausschlaggebend hierfür sind die zunehmenden Impulse
aus den deutlich erweiterten finanzpolitischen Spielräumen der neuen Bundesregierung.
Für das Gesamtjahr 2025 erwarten die Experten des IfW einen Anstieg des BIP von 0,3
%. Damit korrigiert das IfW seine Frühjahrsprognose, in der noch ein Nullwachstum
erwartet worden war. Für das Jahr 2025 prognostizieren die Experten des IfW eine Inflationsrate von 2,2
%, was dem Niveau des Vorjahres entspricht. Vor dem Hintergrund steigender Einkommen
dürfte der private Konsum sowohl in diesem als auch im kommenden Jahr deutlich zulegen.
Zusätzlich wird die Kaufkraft der privaten Haushalte durch gesunkene Energiepreise
gestärkt. Nach drei Jahren rückläufiger Entwicklung werden die Bruttoanlageinvestitionen
voraussichtlich ihren Tiefpunkt überwinden. Ausschlaggebend dafür sind die verbesserten
Finanzierungsbedingungen sowie die expansive Finanzpolitik, die im kommenden Jahr
unterstützend wirken dürfte. Mit der wirtschaftlichen Erholung wird der Arbeitsmarkt
seine derzeitige Schwächephase im Verlauf des nächsten Jahres überwinden. In der Folge
dürfte die Arbeitslosigkeit wieder sinken. Für das Gesamtjahr erwarten die IfW-Experten
eine Arbeitslosenquote von 6,3 %, nach 6,0 % im Vorjahr. Das Finanzierungsdefizit des Staates dürfte laut IfW im laufenden Jahr auf 2,1 % in
Relation zum Bruttoinlandsprodukt sinken. Die derzeit gesamtwirtschaftlich niedrige
Auslastung der Produktionskapazitäten in Deutschland lässt grundsätzlich größere realwirtschaftliche
Effekte durch geplante öffentliche Ausgabesteigerungen erwarten. Entwicklung des GesundheitsmarktesDer Apothekenmarkt in Deutschland verzeichnete im ersten Quartal 2025 erneut ein Umsatzwachstum.
So stieg der Umsatz laut IQVIA im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 6,4 % auf 12,7
Mrd. €. Der überwiegende Teil des Marktvolumens entfiel mit rund 87 % auf verschreibungspflichtige
Arzneimittel; der Anteil der OTC-Produkte lag bei etwa 13 %. Verschreibungspflichtige
Medikamente erzielten ein Umsatzplus von 6,6 %, der Umsatz mit rezeptfreien Arzneimitteln
legte um 5,2 % zu. Auch mengenmäßig war ein leichter Zuwachs zu verzeichnen: Der Absatz stieg im Vergleich
zum Vorjahresquartal um 1,9 % auf 443,9 Mio. Packungseinheiten. Die Zahl der verschreibungspflichtigen
Arzneimittel erhöhte sich dabei um 0,7 %, rezeptfreie Präparate verzeichneten ein
Plus von 2,9 %. In den führenden Industrieländern ist die Nachfrage nach Specialty-Pharma-Arzneimitteln
weiter gestiegen. Nach Angaben von IQVIA entfielen dort im Jahr 2024 bereits 51 %
der gesamten Arzneimittelausgaben auf diese Wirkstoffklasse - ein deutlicher Anstieg
gegenüber dem Jahr 2014, als ihr Anteil noch bei 33 % lag. In Europa beliefen sich die Ausgaben für Arzneimittel im Jahr 2024 laut IQVIA auf
rund 242,0 Mrd. € und lagen damit etwa 16 % über dem Vorjahresniveau (2023: rund 208,2
Mrd. €). Wachstumstreiber waren insbesondere neue Arzneimittelmarken, Generika und
Biosimilars. Insgesamt spiegeln die Entwicklungen den anhaltend hohen Innovationsgrad
und die zunehmende Bedeutung von Specialty Pharma im europäischen Markt wider. LAGE DES MEDIOS-KONZERNSErtragslage des Medios-Konzerns (IFRS)Der Umsatz des Medios-Konzerns konnte in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2025 um 84,5 Mio. € bzw. 9,3 % auf 991,7 Mio. € gegenüber dem Vergleichszeitraum des
Vorjahres gesteigert werden. Das Segment Arzneimittelversorgung erzielte im ersten Halbjahr einen externen Umsatz
i. H. v. 800,1 Mio. € (Vorjahr: 787,9 Mio. €), was einer Steigerung um 12,1 Mio. €
bzw. 1,5 % gegenüber der Vergleichsperiode entspricht. Der externe Umsatz des Segments
Patientenindividuelle Therapien erhöhte sich ebenfalls im Vergleich zum Vorjahreszeitraum
um 2,7 Mio. € bzw. 2,5 % auf 110,2 Mio. € (Vorjahr: 107,5 Mio. €). Das Segment International
Business, das seit dem 1. Juni 2024 in den Konzernabschluss der Medios AG einbezogen
wird, trug mit 81,1 Mio. € zum Konzernumsatz bei (Vorjahr: 11,6 Mio. €). Im Segment
Services wurden unverändert externe Umsätze in Höhe von 0,2 Mio. € (Vorjahr: 0,2 Mio.
€) erzielt. Der Rohertrag des Konzerns belief sich in der Berichtsperiode auf 101,1 Mio. € und
lag damit 40,7 Mio. € bzw. 67,4 % über dem Wert des Vorjahreszeitraums (60,4 Mio.
€). Die Rohertragsmarge verbesserte sich ebenfalls deutlich um 3,5 Prozentpunkte auf
10,2 % (Vorjahr: 6,7 %). Im Segment Arzneimittelversorgung stieg der Rohertrag um 4,0 Mio. € auf 34,8 Mio.
€ (Vorjahr: 30,8 Mio. €), was einem deutlichen Anstieg von 13,0 % entspricht. Diese
Entwicklung resultiert im Wesentlichen aus einer Fokussierung auf margenstärkere Umsätze
und spiegelt sich auch in einer erhöhten Rohertragsmarge von 4,0 % (Vorjahr: 3,6 %)
wider. Im Segment Patientenindividuelle Therapien stieg der Rohertrag um 4,9 Mio. € bzw.
21,4 % auf 27,9 Mio. € (Vorjahr: 23,0 Mio. €). Diese Verbesserung ist zum einen auf
den Wegfall der performanceabhängigen Aufwendungen zur Abnahme von Herstellvolumina
in Höhe von 3,4 Mio. € zurückzuführen. Der übrige Anstieg ist auf organisches Ergebniswachstum
zurückzuführen, mit positiven Effekten auch auf die Entwicklung der Rohertragsmarge,
die von 19,9 % bzw., bereinigt um den Vorjahressondereffekt, von 21,3 % auf 23,6 %
verbessert werden konnte. Das Segment International Business erzielte einen Rohertrag von 37,9 Mio. € gegenüber
6,1 Mio. € im Vorjahreszeitraum und trug damit anorganisch wesentlich zum Anstieg
des Konzernrohertrags bei. Die Rohertragsmarge lag mit 46.6 % unter der Rohertragsmarge
des Vorjahres (Vorjahr: 52,9 %). Die Personalkosten des Konzerns sind im Vergleich zum Vorjahr um insgesamt 15,5 Mio.
€ bzw. 75,8 % auf 35,9 Mio. € gestiegen (Vorjahr: 20,4 Mio. €). Der wesentliche Anstieg
in Höhe von 13,5 Mio. € resultiert aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises
durch die Einbeziehung der Ceban-Gruppe. Der verbleibende Zuwachs ist auf moderate
Personalkostenerhöhungen in den Segmenten Arzneimittelversorgung (+0,3 Mio. €) und
Patientenindividuelle Therapien (+0,2 Mio. €) sowie auf einen Anstieg um 1,5 Mio.
€ im Geschäftsbereich Services zurückzuführen. Letzterer lässt sich im Wesentlichen
auf einmalige Sonderaufwendungen im Rahmen des Vorstandswechsel zurückführen. Die
in den Personalkosten enthaltenen nicht liquiditätswirksamen Aufwendungen aus Aktienoptionsprogrammen
(AOP) beliefen sich im Berichtszeitraum auf 0,4 Mio. € und lagen damit geringfügig
unter dem Vorjahreswert von 0,5 Mio. €. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen des Konzerns beliefen sich im ersten Halbjahr
2025 auf 23,0 Mio. € und sind damit um 7,6 Mio. € bzw. 49,4 % im Vergleich zum Vorjahr
gestiegen (Vorjahr: 15,4 Mio. €). Auch hier resultiert der Anstieg in Höhe von 7,2
Mio. € im Wesentlichen aus der Akquisition der Ceban-Gruppe. Das Betriebsergebnis vor Abschreibungen (EBITDA) des Konzerns ist im Vergleich zum
Vorjahreszeitraum 2024 um 17.6 Mio. € bzw. 71,8 % gestiegen, wobei ein Anstieg in
Höhe von 11,1 Mio. € aus der Erweiterung des Konsolidierungskreises durch die Ceban-Gruppe
resultiert. Das EBITDA wird wie folgt auf das um Sondereffekte bereinigte Konzernergebnis
vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA pre) übergeleitet:
Das operative Geschäftsfeld Arzneimittelversorgung trug mit einem EBITDA pre von 26,4
Mio. € zum Konzernergebnis bei. Im Vergleich zum Vorjahreswert von 22,9 Mio. € entspricht
dies einer Steigerung um 3,5 Mio. € bzw. 15,4 %. Diese positive Entwicklung ist im
Wesentlichen auf ein organisches Ergebniswachstum zurückzuführen, das durch eine gezielte
Fokussierung auf margenstärkere Umsätze begünstigt wurde. Das um Sondereffekte bereinigte
EBITDA pre des operativen Segments Patientenindividuelle Therapien stieg ebenfalls
organisch bedingt durch eine leichte Steigerung der Umsatzerlöse sowie die Steigerung
der Rohertragsmarge um 1,2 Mio. € bzw. 10,8 % auf 12,1 Mio. € (Vorjahr: 10,9 Mio.
€). Das Segment International Business trug anorganisch mit 13,8 Mio. € (Vorjahr:
2,7 Mio. €) zum Anstieg des EBITDA pre bei. Der Geschäftsbereich Services wies ein
EBITDA pre von -5,9 Mio. € aus (Vorjahr: -5,3 Mio. €). Die Verschlechterung um 0,6
Mio. € resultiert im Wesentlichen aus gestiegenen Personalkosten und sonstigen betrieblichen
Aufwendungen. Maßgeblich hierfür waren höhere Marketing- und Beratungskosten sowie
ein Anstieg der Personalkosten um 0,3 Mio. €, insbesondere infolge der Erweiterung
des Vorstands und des organisatorischen Aufbaus im Bereich Advanced Therapies. Die Abschreibungen erhöhten sich im Berichtszeitraum deutlich auf 18,8 Mio. € (Vorjahr:
11,9 Mio. €). Wesentliche Bestandteile bildeten dabei akquisitionsbezogene Abschreibungen
auf im Rahmen der Kaufpreisallokation aktivierte Kundenstämme in Höhe von 12,1 Mio.
€ (Vorjahr: 7,8 Mio. €). Weitere Abschreibungen entfielen auf Sachanlagen, Gebäude
und sonstige immaterielle Vermögenswerte in Höhe von insgesamt 4,0 Mio. € (2,6 Mio.
€) sowie auf Right-of-Use Assets gemäß IFRS 16 in Höhe von 2,6 Mio. € (Vorjahr: 1,6
Mio. €). Der Anstieg der Abschreibungen um 6,9 Mio. € gegenüber dem Vorjahr ist im
Wesentlichen auf die Erstkonsolidierung der Ceban-Gruppe zurückzuführen, insbesondere
auf den Erwerb werthaltiger Kundenbeziehungen und die planmäßige Abschreibung. Das Finanzergebnis des Konzerns verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres um 2,8 Mio. € auf -5,3 Mio. € (Vorjahr: -2,5 Mio. €) und beinhaltet
im Wesentlichen die Zinsaufwendungen für die in Anspruch genommenen Tranchen aus den
Fazilitäten des bestehenden Konsortialdarlehens. Der Steueraufwand ist ergebnisbedingt auf 5,4 Mio. € (Vorjahr: 3,7 Mio. €) gestiegen.
Die Steuerquote beträgt im Berichtszeitraum 29,7 % (Vorjahr: 36,8 %). Das Nettoergebnis konnte durch die Erweiterung des Konsolidierungskreises und die
Reduzierung von Sonderaufwendungen trotz erhöhter Abschreibungen und Finanzierungskosten
im Vergleich zum Vorjahreszeitraum auf 12,7 Mio. € (Vorjahr: 6,4 Mio. €) gesteigert
werden. Das Ergebnis je Aktie lag damit im ersten Halbjahr 2025 bei 0,50 €/Aktie (Vorjahr:
0,27 €/Aktie), was einem Anstieg von 85,2 % entspricht. Das Ergebnis je Aktie adjustiert
belief sich auf 0,96 €/Aktie (Vorjahr: 0,72 €) und basiert auf dem laufenden Periodenergebnis,
bereinigt um Sondereffekte, akquisitionsbezogene PPA-Abschreibungen sowie daraus resultierendem
bereinigtem Steueraufwand. Finanzlage des Medios-Konzerns (IFRS)Zum 30. Juni 2025 belief sich der Zahlungsmittelfonds auf 87,8 Mio. € und lag damit
18,4 Mio. € unter dem Wert vom 31. Dezember 2024 (106,2 Mio. €). Der Zahlungsmittelfonds
bestand im Wesentlichen aus frei verfügbaren Bankguthaben sowie jederzeit fälligen
Kontokorrentkrediten in Höhe von 45 Tsd. € (31. Dezember 2024: 34 Tsd. €), die integraler
Bestandteil des konzernweiten Cash-Managements sind. Darüber hinaus umfasste der ausgewiesene
Finanzmittelfonds zum Stichtag liquide Mittel in Höhe von 0,1 Mio. € (31. Dezember
2024: 0,3 Mio. €), die einer Vermögensgruppe zugeordnet sind, welche zum Bilanzstichtag
als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wurde. Der Rückgang des Zahlungsmittelfonds
gegenüber dem Jahresende 2024 um 18,4 Mio. € ist im Wesentlichen auf die folgenden
Kapitalflüsse zurückzuführen: Der Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf 23,4
Mio. € (Vorjahr: 34,0 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus dem zahlungswirksamen
operativen Ergebnis (EBITDA) in Höhe von 42,2, das durch einen gegenläufigen stichtagsbedingten
Anstieg des Net Working Capitals in Höhe von 17,3 Mio. € gemindert wird. Ursächlich
für diese Entwicklung ist im Wesentlichen ein stichtagsbedingter Anstieg der Forderungen
aus Lieferungen und Leistungen in den Segmenten Arzneimittelversorgung und International
Business. Der Cashflow aus Investitionstätigkeit belief sich zum Halbjahr 2025 auf -0,9 Mio.
€ (Vorjahr: -219,9 Mio. €) und resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen in Höhe
von 1,5 Mio. € für bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Erwerb der Ceban-Gruppe
sowie Auszahlungen für Investitionen in das Anlagevermögen in Höhe von 2,4 Mio. Gegenläufig
erhielt der Konzern Einzahlungen aus der Veräußerung der Beteiligung an der Groot
Driene V.O.F. in Höhe von 2,4 Mio. €. Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit belief sich im ersten Halbjahr 2025 auf -40,9
Mio. € (Vorjahr: 196,3 Mio. €). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf planmäßige Tilgungsleistungen
sowie auf Zinszahlungen im Zusammenhang mit bestehenden Darlehensverbindlichkeiten
zurückzuführen. Zur kurzfristigen Finanzierung hat der Medios-Konzern im laufenden
Geschäftsjahr Einzahlungen in Höhe von 20 Mio. € aus der revolvierenden Kreditlinie
vereinnahmt. Bis zum Stichtag wurden insgesamt 40 Mio. € an diese Fazilität zurückgeführt.
Zusätzlich wurde die Term-Loan-Fazilität planmäßig mit 12,5 Mio. € getilgt. Aus diesen
beiden Darlehenskomponenten ergibt sich ein Nettozahlungsmittelabfluss von 32,5 Mio.
€ für Tilgungen. Die im Zusammenhang mit den Darlehensverbindlichkeiten angefallenen
Zinszahlungen beliefen sich auf 5,7 Mio. €. Darüber hinaus wurden im Berichtszeitraum
Tilgungen aus Leasingverhältnissen gemäß IFRS 16 in Höhe von 2,5 Mio. € geleistet. Vermögenslage des Medios-Konzerns (IFRS)Die Bilanzsumme des Konzerns zum 30. Juni 2025 hat sich im Vergleich zum 31. Dezember
2024 um 16,3 Mio. € auf 918,1 Mio. € (31. Dezember 2024: 934,4 Mio. €) reduziert,
was im Wesentlichen aus einem Rückgang des langfristigen Vermögens resultiert. Die immateriellen Vermögensgegenstände sind zum 30. Juni 2025 gegenüber dem 31. Dezember
2024 um insgesamt 13,1 Mio. € vor allem durch planmäßige Abschreibungen von Kundenstämmen
und übrigen immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 12,9 Mio. € gesunken. Die Sachanlagen und aktivierten Nutzungsrechte aus Mietverhältnissen sind gegenüber
dem 31. Dezember 2024 im Wesentlichen aufgrund planmäßiger Abschreibungen gesunken. Die kurzfristigen Vermögensgegenstände sind zum Bilanzstichtag leicht um 0,5 Mio.
€ auf 346,3 Mio. € (31. Dezember 2024: 345,8 Mio. €) gestiegen. Zum Stichtag lag der Bestand an Vorräten mit 90,8 Mio. € in etwa auf dem Niveau des
Jahresendes 2024 (31. Dezember 2024: 92,4 Mio. €). Die Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen erhöhten sich stichtagsbedingt deutlich um 29,9 Mio. €. Gegenläufig
entwickelten sich insbesondere die Zahlungsmittelbestände, die sich um 18,4 Mio. €
auf 87,8 Mio. € verringerten (31. Dezember 2024: 106,0 Mio. €). Zudem reduzierten
sich die sonstigen Vermögenswerte insbesondere aufgrund gesunkener Forderungen aus
Rabattabgrenzungen um 4,3 Mio. € auf 10,2 Mio. € (31. Dezember 2024: 14,5 Mio. €).
Die Forderungen gegenüber den Finanzbehörden gingen im Vergleich zum Jahresende 2024
um 3,5 Mio. € auf 6,3 Mio. € zurück (31. Dezember 2024: 9,8 Mio. €). Das Eigenkapital belief sich zum 30. Juni 2025 auf 523,3 Mio. €, was einer Zunahme
von 13,1 Mio. € gegenüber dem Jahresende 2024 entspricht (31. Dezember 2024: 510,2
Mio. €) und im Wesentlichen aus dem laufenden Ergebnis resultiert. Die Eigenkapitalquote
erhöhte sich zum Stichtag leicht um 2,4 Prozentpunkte auf 57,0 % (31. Dezember 2024:
54,6 %) Die langfristigen Verbindlichkeiten sind im Wesentlichen durch Tilgungen des Konsortialkredits
in Höhe von 32,5 Mio. €, davon planmäßig für den Term-Loan 12,5 Mio. € und für die
Netto-Rückführung der revolvierenden Kreditlinie in Höhe von ca. 20 Mio. €, sowie
durch planmäßige Tilgungen von Leasingverbindlichkeiten um insgesamt 38,5 Mio. € auf
214,6 Mio. € gesunken € (31. Dezember 2024: 253,1 Mio. €). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten sind um 9,1 Mio. € auf 180,1 Mio. € im Vergleich
zum Jahresende 2024 (31. Dezember 2024: 171,1 Mio. €) gestiegen, was im Wesentlichen
aus einem stichtagsbedingten Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
in Höhe von 7,2 Mio. € resultiert. RISIKO- UND CHANCENBERICHTDer Gesellschaft liegen keine Erkenntnisse vor, die eine Änderung der im Konzernlagebericht
zum 31. Dezember 2024 abgegebenen Aussagen über die Entwicklung des Konzerns für das
Geschäftsjahr 2025 zur Folge haben. Die im Geschäftsbericht 2024 getätigten Aussagen
zu Chancen und Risiken des Geschäftsmodells bleiben damit unverändert bestehen. Bis zum gegenwärtigen Zeitpunkt wurden keine Risiken identifiziert, die einzeln oder
in Kombination mit anderen Risiken den Fortbestand der Medios AG gefährden könnten.
Zusätzliche Risiken und Chancen, die uns nicht bekannt sind oder die wir derzeit als
unwesentlich erachten, könnten die Geschäftstätigkeit des Medios-Konzerns beeinträchtigen. Positiver Ausblick für das Geschäftsjahr 2025Für das Geschäftsjahr 2025 erwartet der Vorstand einen Anstieg der Umsatzerlöse auf
ca. 2 Mrd. €. Das EBITDA pre wird voraussichtlich erneut überproportional auf rund
96 Mio. € steigen. Dies entspricht einer weiteren Erhöhung der EBITDA-pre-Marge auf
rund 4,8 %. Der Erwartung liegt die Annahme eines organischen Wachstums im mittleren
einstelligen Prozentbereich zugrunde und berücksichtigt die Konsolidierung der Ceban-Gruppe
für zwölf Monate. Die Prognose basiert weiterhin auf einer Vielzahl von Zukunftsannahmen.
Sollten wesentliche Annahmen nicht zutreffen, ist eine Anpassung der Prognose nicht
ausgeschlossen. Zu dem bei der EBITDA-pre-Prognose für 2025 adjustierten Sonderaufwand
zählen Aufwendungen für Aktienoptionen und für M&A, Aufwendungen zur Einführung eines
ERP-Systems sowie einmalige Sonderkosten im Rahmen des Vorstandswechsels. Konzern-Gesamtergebnisrechnung
Konzern-BilanzAktiva
Passiva
Konzern-Kapitalflussrechnung
Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung
Verkürzter Anhang zum Konzern-Zwischenabschluss nach IFRS für den Zeitraum vom 1. Januar bis zum 30. Juni 20251. ALLGEMEINESDie Medios AG (im Folgenden auch "Gesellschaft", "Medios" bzw. in Zusammenhang mit
ihren Tochterunternehmen "Medios-Konzern" genannt) ist eine Aktiengesellschaft nach
deutschem Recht. Die Aktien der Gesellschaft notieren im Regulierten Markt an der
Frankfurter Wertpapierbörse (Prime Standard). Darüber hinaus ist die Aktie für den
Freiverkehr an den Börsen in Düsseldorf und Stuttgart zugelassen. Der Sitz der Gesellschaft befindet sich in Berlin (HRB 246626, Amtsgericht Berlin
Charlottenburg). Die Geschäftsadresse lautet Heidestraße 9, 10557 Berlin, Deutschland. 2. RECHNUNGSLEGUNG NACH IFRS ACCOUNTING STANDARDSDie Medios AG hat Ihren Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2024 nach den durch
die Europäische Union übernommenen internationalen Rechnungslegungsstandards, den
International Financial Reporting Standards (IFRS), erstellt. Dementsprechend wurde
auch dieser Konzernzwischenabschluss zum 30. Juni 2025 in Übereinstimmung mit IAS
34 (Zwischenberichterstattung) erstellt und enthält einen gegenüber dem Konzernabschluss
verkürzten Berichtsumfang. Der Konzern-Zwischenabschluss ist in Euro (€), der funktionalen Währung des Berichtsunternehmens,
dargestellt. Sofern nicht anders angegeben, erfolgt der Ausweis in Tausend Euro (Tsd.
€). Medios weist darauf hin, dass bei der Verwendung von gerundeten Beträgen und Prozentangaben
aufgrund kaufmännischer Rundung Differenzen auch innerhalb einzelner tabellarischer
Darstellungen auftreten können. Dies betrifft auch die dargestellten Summen und Zwischensummen
des Konzern-Zwischenabschlusses. Die Konzern-Gesamtergebnisrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Das Geschäftshalbjahr der Medios AG und ihrer in den Konzern-Zwischenabschluss einbezogenen
Tochterunternehmen entspricht dem Kalenderhalbjahr; ein Konzernverhältnis besteht
seit dem 31. August 2016. 3. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODENDer Konzernzwischenabschluss sollte in Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 31.
Dezember 2024 gelesen werden. Die zur Erstellung des verkürzten Konzern-Zwischenabschlusses
angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den im letzten Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2024 angewandten Methoden. 4. GESCHÄFTSTÄTIGKEITDie Medios AG ist einer der führenden Anbieter von Specialty Pharma Solutions in Europa.
Als Kompetenzpartner und Experte deckt Medios alle relevanten Aspekte der Versorgungskette
in diesem Bereich ab: von der Arzneimittelversorgung über die Herstellung patientenindividueller
Therapien bis hin zur Verblisterung, d. h. die Abgabe von individuell dosierten Tabletten.
Im Mittelpunkt steht die optimale Versorgung der Patienten über spezialisierte Apotheken.
Dabei folgt Medios als GMP-zertifizierter Hersteller (GMP: Good Manufacturing Practice)
hohen internationalen Qualitätsstandards. Das Unternehmen fokussiert sich aktuell
auf die sechs Indikationsgebiete Onkologie, Neurologie, Autoimmunologie, Ophthalmologie,
Infektiologie und Hämophilie. Bei Specialty-Pharma-Arzneimitteln handelt es sich in
der Regel um hochpreisige Arzneimittel für seltene und/oder chronische Erkrankungen.
Viele der neu entwickelten Therapien für solche Krankheitsbilder sind individualisiert.
Dazu zählen z. B. Infusionen, die jeweils auf Basis von individuellen Krankheitsbildern
und Parametern wie Körpergewicht und Körperoberfläche zusammengestellt und produziert
werden. Die Nachfrage nach diesen Therapien nimmt stetig zu. Die patientenindividuelle
Behandlung bedarf einer großen Expertise. Specialty Pharma wird die Zukunft des Gesundheitssystems
weiterhin in hohem Maße verändern. Mit Erwerb der Ceban-Gruppe zum 6. Juni 2024 wurden die bestehenden operativen Geschäftsbereiche
("Operative Segmente") Arzneimittelversorgung und Patientenindividuelle Therapien
um das neue operative Segment "International Business" erweitert. Die Ceban-Gruppe
ist eine führende pharmazeutische Compounding-Plattform mit Tätigkeiten in den Niederlanden,
Belgien und Spanien. Das sonstige Segment "Services" umfasst die Zentralfunktionen sowie den Bereich Digitalisierung
einschließlich der digitalen Plattform mediosconnect. Der Bereich Patientenindividuelle Therapien umfasst die Herstellung von Medikationen
im Auftrag von Apotheken. Bei patientenindividuellen Therapien handelt es sich zum
Beispiel um Infusionen, die jeweils auf Basis von individuellen Krankheitsbildern
und individuellen Parametern, wie Körpergewicht und Körperoberfläche, zusammengestellt
und produziert werden. Der Bereich International Business umfasst alle Tätigkeiten im internationalen Umfeld
von der Beschaffung von Active Pharmaceutical Ingredients (APIs) über die sterile
und unsterile Herstellung von Arzneimitteln und die Belieferung von öffentlichen sowie
Krankenhausapotheken bis hin zum Homecare-Service mit der Betreuung von Patienten
zu Hause. 5. KONZERNKREISNeben der Medios AG, werden in den Konzernabschluss alle wesentlichen Tochterunternehmen
einbezogen, die die Medios AG unmittelbar oder mittelbar beherrscht. Dies ist der
Fall, wenn die Medios AG unmittelbar oder mittelbar Verfügungsgewalt aufgrund von
Stimmrechten oder anderen Rechten über das potenzielle Tochterunternehmen besitzt,
an positiven oder negativen variablen Rückflüssen aus dem potenziellen Tochterunternehmen
partizipiert und diese Rückflüsse beeinflussen kann. Die folgende Tabelle stellt die Anzahl der konsolidierten Gesellschaften und die Entwicklung
des Konsolidierungskreises der Medios AG im laufenden Geschäftsjahr dar:
IFRS 5 - Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteIM LAUFENDEN GESCHÄFTSJAHR ABGEWICKELTE TRANSAKTIONENMit Vertrag vom 28. Februar 2025 hat die Grootdrine B.V., eine zum Segment International
Business gehörende Gesellschaft, ihre 51%ige Beteiligung an der Grootdrine V.O.F.
verkauft. Der Gesamtkaufpreis betrug insgesamt 2.617 Tsd. €. Diese Transaktion führte
zu einem Veräußerungsgewinn in Höhe von 1.409 Tsd. €., die in der Position sonstige
betriebliche Erträge enthalten ist.
Die Auswirkungen dieser Veräußerung auf die Vermögens- und Finanzlage des Konzerns
ist in folgender Tabelle dargestellt:
6. AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNZWISCHENABSCHLUSSUmsatzerlöseDer Medios-Konzern erzielte im Geschäftsjahr Umsätze aus Verträgen mit Kunden in den
folgenden Ländern:
Umsatz und Ergebnisentwicklung je Segment
Im Segment International Business werden alle Erlöse und Aufwendungen dargestellt,
die dem Medios-Konzern seit Erwerb bzw. Kontrollübergang der Ceban-Gruppe zum 6. Juni
2024 wirtschaftlich zuzuordnen sind. Die wichtigsten Kennzahlen zur Strategie- und Entscheidungsfindung sowie zur Messung
des operativen Geschäftserfolgs stellen unverändert der Umsatz sowie das Betriebsergebnis
vor Abschreibungen und Sondereffekten (EBITDA pre) dar. Das EBITDA pre wird ausgehend
vom EBITDA wie folgt übergeleitet:
Ergebnis je AktieDas Ergebnis je Aktie wird als Quotient aus dem auf die Aktionäre der Medios AG entfallenden
Konzerngesamtergebnis und der gewichteten durchschnittlichen Anzahl der sich im Berichtsjahr
im Umlauf befindlichen Stammaktien ermittelt. BERECHNUNG ERGEBNIS JE AKTIE
Langfristige VermögenswerteENTWICKLUNG AUSGEWÄHLTER LANGFRISTGIER VERMÖGENSWERTE VOM 1. JANUAR BIS ZUM 30. JUNI 2025
Zum Bilanzstichtag lagen keine neuen Erkenntnisse vor, die einen Wertminderungsbedarf
begründen. Vorräte
Im Berichtszeitraum waren keine wesentlichen Wertminderungen und Zuschreibungen auf
Vorräte vorzunehmen. Kurzfristige sonstige Forderungen und finanzielle Vermögenswerte
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind zum Stichtag um 888 Tsd. € aufgrund
von Wertberichtigungen im Wert gemindert (31. Dezember 2024: 972 Tsd. €). Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente
Finanzelle Verbindlichkeiten
Die Kreditverbindlichkeiten des Konzerns setzen sich aus zwei gezogenen Tranchen des
im November 2024 abgeschlossenen Konsortialkreditvertrags zusammen:
Die Leasingverbindlichkeiten enthalten Verbindlichkeiten aus Mietverhältnissen, die
sich zum Stichtag um planmäßige Zins- und Tilgungszahlungen gegenüber dem Jahresende
2024 reduziert haben. Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten enthalten im Wesentlichen
ausstehende bedingte Kaufpreisverbindlichkeiten aus dem Unternehmenszusammenschluss
mit der Ceban-Gruppe, die sich zum Stichtag um bereits geleistete Zahlungen gegenüber
dem Jahresende verringert haben. FinanzinstrumenteIm Berichtszeitraum haben sich keine Änderungen hinsichtlich der Klassifizierung,
Bewertungsmethode und Bewertungshierarchie der Finanzinstrumente innerhalb des Konzerns
gegenüber dem 31. Dezember 2024 ergeben. Mit Ausnahme der langfristigen finanziellen
Vermögenswerte und langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten weisen alle Finanzinstrumente
zum 30. Juni 2025 wie auch zum 31. Dezember 2024 kurze Restlaufzeiten auf oder liegen
als Zahlungsmittel vor. Daher entsprechen ihre Buchwerte zum Abschlussstichtag zumindest
näherungsweise den jeweiligen beizulegenden Zeitwerten. Die bestehende bedingte Kaufpreisverbindlichkeit in Höhe von 870 Tsd. € (31. Dezember
2024: 1.931 Tsd. €) aus dem Unternehmenszusammenschluss mit der Ceban wird weiterhin
als finanzielle Verbindlichkeit eingestuft und zum beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Aufgrund der kurzfristigen Fälligkeit entspricht der beizulegende Zeitwert dem Erfüllungsbetrag. Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten betreffen in Höhe in von
141.821 Tsd. € (31. Dezember 2024: 174.129 Tsd. €) aufgenommene Darlehensverbindlichkeiten
und in Höhe von 2.245 Tsd. (31. Dezember 2024: 2.158 Tsd. €) Verbindlichkeiten aus
Put-Optionen/Forwards. Die beizulegenden Zeitwerte der Verbindlichkeiten aus Put-Optionen/Forwards
betragen näherungsweise dem jeweiligen Buchwert. Die Darlehen werden mit den marktüblichen
variablen Zinssätzen verzinst und entsprechen näherungsweise den jeweiligen Buchwerten. Alle verbleibenden Finanzinstrumente sind weiterhin der Kategorie AC (amortized cost)
zuzuordnen. Die langfristigen finanziellen Vermögenswerte mit einem Buchwert von 158
Tsd. € (Vorjahr: 179 Tsd. €) betreffen ausgereichte Darlehen. Die übrigen finanziellen
langfristigen Vermögenswerte betreffen mit 421 Tsd. € (31. Dezember 2024: 525 Tsd.
€) Forderungen aus Finanzierungsleasingverhältnissen. Die beizulegenden Zeitwerte
der Darlehen und Finanzierungsleasingforderungen betragen näherungsweise den jeweiligen
Buchwert. Erläuterungen zur KonzernkapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des Konzerns im Laufe
des Berichtsjahres durch Mittelzu-und -abflüsse verändert haben. Hierbei wird zwischen
Zahlungsströmen aus laufender Geschäftstätigkeit, aus Investitions- und aus Finanzierungstätigkeit
unterschieden. Die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente beinhalten zum 30.
Juni 2025 jederzeit fällige Kontokorrentkredite in Höhe von 45 Tsd. € (Vj. 150 Tsd.
€), die integraler Bestandteil des Cash-Managements sind. Weiterhin enthält der ausgewiesene
Finanzmittelfonds liquide Mittel in Höhe von 98 Tsd. €, die einer Vermögensgruppe
zugeordnet sind, die zum Stichtag als zur Veräußerung gehalten klassifiziert wurde.
Darüber hinaus umfasst der Zahlungsmittelfonds der Kapitalflussrechnung ausschließlich
frei verfügbare Zahlungsmittel. 7. SONSTIGE ANGABENTransaktionen mit nahestehenden Unternehmen und PersonenAls nahestehende Personen oder Unternehmen im Sinne des IAS 24 gelten natürliche Personen
und Unternehmen, die die Medios AG beeinflussen können, die einen maßgeblichen Einfluss
auf die Medios AG ausüben können oder die unter dem Einfluss einer anderen nahestehenden
Partei der Medios AG stehen. Ausführliche Informationen zu den nahestehenden Unternehmen
sowie nahestehenden Personen in Schlüsselpositionen sind im Konzernanhang zum Geschäftsbericht
2024 aufgeführt. Ergänzend werden nachfolgend die Änderungen aufgeführt, die sich
im laufenden Geschäftsjahr 2025 ergeben haben: NAHESTEHENDE PERSONEN IN SCHLÜSSELPOSITIONENMatthias Gärtner, CEO hat am 12. Mai 2025 den Aufsichtsrat darüber informiert, nicht
für eine weitere Amtszeit zur Verfügung zu stehen. Er wird bis zur Übergabe an einen
Nachfolger, längstens bis zum 31. Dezember 2025, im Amt bleiben. Ebenso hat Mi-Young
Miehler, COO, den Aufsichtsrat informiert, dass sie ihren Vertrag nicht verlängern
wird. Sie hat das Unternehmen zum 30. Juni 2025 verlassen. Im Rahmen dieser Vorstandsveränderung
wurden vertragsgemäß einmalige Sonderaufwendungen in Höhe von 1.190 Tsd. € aufwandsseitig
zum Stichtag berücksichtigt. EventualverbindlichkeitenSeit dem letzten Konzernabschluss zum 31. Dezember 2024 haben sich keine wesentlichen
Änderungen in den Eventualverbindlichkeiten ergeben. Es gelten daher weiterhin die
im Geschäftsbericht 2024 enthaltenen Ausführungen. Ereignisse nach dem BilanzstichtagAKTIENRÜCKKAUFDer Vorstand von Medios hat am 18. Juni 2025 mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen,
den Aktionären der Medios AG ein öffentliches Rückkaufangebot für bis zu 1.000.000
auf den Inhaber lautende nennwertlose Stückaktien des Unternehmens mit einem rechnerischen
Anteil am Grundkapital von jeweils 1,00 € zu unterbreiten. Der Angebotspreis je zum
Rückkauf angebotener Medios-Aktie betrug 12,50 € und entsprach einem Aufschlag von
ca. 9,30 % bezogen auf den Mittelwert der Börsenpreise (Schlussauktionspreis der Medios-Aktie
im elektronischen Handel an der Frankfurter Wertpapierbörse XETRA) der letzten fünf
Handelstage. Zum Ablauf der Annahmefrist am 8. Juli 2025 sind insgesamt 1.077.813 Aktien angedient
worden. Da die Gesamtzahl der Aktien, für die das Angebot angenommen wurde, die Maximalzahl
überschritt, wurden die Annahmeerklärungen verhältnismäßig berücksichtigt. Die Zuteilungsquote
betrug rund 92,78 %. Medios hat somit am 17. Juli 2025 Aktien im Umfang von ca. 3,92
% des aktuellen Grundkapitals der Medios AG zurückgekauft. VERÄUßERUNG CLINDIA BENELUX B.V.Der Medios-Konzern hat am 1. Juli 2025 sämtliche Anteile an der Clindia Benelux B.V.
veräußert. Die Clindia Benelux B.V. ist dem Segment International Business zugeordnet
und zum Bilanzstichtag gemäß IFRS 5 als "zur Veräußerung gehalten" klassifiziert.
Es ergaben sich aus diesem Vorgang keine Anzeichen für einen Wertminderungsbedarf. Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der verkürzte Konzern-Zwischenabschlusses unter
Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt
und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses
und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben
sind Berlin, den 13. August 2025
ImpressumHerausgeberMedios AGHeidestraße 9 10557 Berlin Telefon: +49 30 232 566 8-00 www.medios.ag Investor RelationsDie Finanzberichte des Medios-Konzerns sind auf der Website des Unternehmens auf Deutsch
und Englisch zum Download verfügbar. KontaktClaudia Nickolaus Head of Investor & Public Relations, ESG Communications E-Mail: ir@medios.ag Hinweise und zukunftsgerichtete AussagenDer Halbjahresfinanzbericht sollte zusammen mit dem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr
2024 gelesen werden, der eine umfassende Darstellung unserer Geschäftsaktivitäten
sowie Erläuterungen zu verwendeten Finanzkennzahlen beinhaltet. Der Finanzbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf den gegenwärtigen Annahmen
und Einschätzungen der Unternehmensleitung der Medios AG beruhen. Mit der Verwendung
von Worten wie erwarten, beabsichtigen, planen, vorhersehen, davon ausgehen, glauben,
schätzen und ähnlichen Formulierungen werden zukunftsgerichtete Aussagen gekennzeichnet.
Diese Aussagen sind nicht als Garantien dafür zu verstehen, dass sich diese Erwartungen
auch als richtig erweisen. Die zukünftige Entwicklung sowie die von der Medios AG
erreichten Ergebnisse sind abhängig von einer Reihe von Risiken und Unsicherheiten
und können daher wesentlich von den zukunftsbezogenen Aussagen abweichen. Verschiedene
dieser Faktoren liegen außerhalb des Einflussbereichs der Medios AG und können nicht
präzise vorausgeschätzt werden, wie z. B. das künftige wirtschaftliche Umfeld sowie
das Verhalten von Wettbewerbern und anderen Marktteilnehmern. Eine Aktualisierung
der zukunftsbezogenen Aussagen ist weder geplant noch übernimmt Medios hierzu eine
gesonderte Verpflichtung. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne
Zahlen in dem Finanzbericht nicht genau zur angegebenen Summe addieren und dass dargestellte
Prozentangaben nicht genau die absoluten Werte widerspiegeln, auf die sie sich beziehen. Der Finanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen
hat die deutsche Fassung des Dokuments Vorrang vor der englischen Übersetzung. Aus technischen Gründen kann es zu Abweichungen zwischen den im Finanzbericht enthaltenen
und den aufgrund gesetzlicher Vorgaben veröffentlichten Rechnungslegungsunterlagen
oder Dokumenten kommen. Der Finanzbericht enthält - in einschlägigen Rechnungslegungsrahmen nicht genau bestimmte
- ergänzende Finanzkennzahlen, die sogenannte alternative Leistungskennzahlen sind
oder sein können. Für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der
Medios AG sollten diese ergänzenden Finanzkennzahlen nicht isoliert oder als Alternative
zu den im Konzernabschluss dargestellten und im Einklang mit einschlägigen Rechnungslegungsrahmen
ermittelten Finanzkennzahlen herangezogen werden. Andere Unternehmen, die alternative
Leistungskennzahlen mit einer ähnlichen Bezeichnung darstellen oder berichten, können
diese anders berechnen. Im Falle von Widersprüchen zwischen dem deutschen und dem
englischen Wortlaut ist der deutsche Wortlaut maßgebend. www.medios.ag |
|||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||||