METRO AG

Düsseldorf

Halbjahresfinanzbericht nach WpHG für den Zeitraum vom 01.10.2022 bis zum 31.03.2023

Inhalt

3 Zusammenfassung

4 Überblick

5 Konzernzwischenlagebericht

5 Wirtschaftliche Rahmenbedingungen

6 Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage des Konzerns

9 METRO Segmente

13 Chancen und Risiken

14 Ausblick

15 Verkürzter Konzernzwischenabschluss

15 Gewinn- und Verlustrechnung

16 Überleitung vom Perioden- zum Gesamtergebnis

17 Bilanz

19 Kapitalflussrechnung

20 Verkürzte Eigenkapitalentwicklung

21 Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

21 Segmentberichterstattung

23 Grundlagen und Methoden des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

24 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

26 Angaben zur Bilanz

28 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

29 Sonstige Angaben

31 Versicherung der gesetzlichen Vertreter

32 Bescheinigung nach prüferischer Durchsicht

33 Finanzkalender, Impressum und Disclaimer

METRO mit 10 % Umsatzwachstum im Q2 Strategieumsetzung zeigt Erfolg

H1:

Gesamtumsatz in lokaler Währung stieg um 7,7 %. Der berichtete Umsatz stieg um 8,3 % auf 15,0 Mrd. €

Wachstum Vertriebskanäle: Umsatz im stationären Geschäft wuchs auf 11,7 Mrd. € (+5,5 %), der Belieferungsumsatz auf 3,3 Mrd. € (+19,5 %) und der Umsatz von METRO MARKETS auf 45 Mio. € (+46,6 %)

EBITDA bereinigt lag bei 577 Mio. € (H1 2021/22: 678 Mio. €), Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen lagen bei 207 Mio. € (H1 2021/22: 13 Mio. €). Transformationskosten in Höhe von -3 Mio. € (H1 2021/22: -6 Mio. €). Das EBITDA stieg auf 787 Mio. € (H1 2021/22: 697 Mio. €)

Cyberangriff in Q1: geschätzter Umsatzverlust im niedrigen 3-stelligen Millionen-Euro-Bereich und geschätzter negativer Effekt im EBITDA im mittleren bis hohen 2-stelligen Millionen-Euro-Bereich

Das Ergebnis je Aktie betrug 1,14 € (H1 2021/22: -0,25 €). Der Anstieg ist signifikant geprägt von einem Immobilien-Entwicklungsprojekt, das den Verkauf eines Teils des METRO Campus umfasst. Außerdem fielen nicht zahlungswirksame Währungseffekte im Finanzergebnis in Höhe von etwas mehr als 0,50 € an, während das Vorjahresergebnis kriegsbedingt noch mit mehr als -200 Mio. € bzw. mehr als -0,60 € im Ergebnis je Aktie belastet war (Wertminderungen und währungsbedingte negative Effekte im Finanzergebnis)

In der Prognosesicht (währungs- und portfoliobereinigt) stieg der Umsatz um 10,6 % und das EBITDA bereinigt lag 120 Mio. € unter dem Vorjahr

Ausblick für Umsatz und EBITDA bereinigt für das Geschäftsjahr 2022/23 (Umsatzwachstum 5-10 %, EBITDA bereinigt Rückgang um 75-225 Mio. €) sowie die mittelfristigen Ambitionen (Umsatzwachstum
5-10 %, EBITDA Wachstum 5-7 %) bestätigt

Q2:

Gesamtumsatz in lokaler Währung stieg um 10,5 %. Der berichtete Umsatz stieg um 10,4 % auf 6,9 Mrd. €

Wachstum Vertriebskanäle: Umsatz im stationären Geschäft wuchs auf 5,2 Mrd. € (+7,4 %), der Belieferungsumsatz auf 1,6 Mrd. € (+21,0 %) und der Umsatz von METRO MARKETS auf 24 Mio. € (+46,9 %)

EBITDA bereinigt lag bei 111 Mio. € (Q2 2021/22: 157 Mio. €), Transformationskosten in Höhe von
-2 Mio. € (Q2 2021/22: -2 Mio. €). Das EBITDA lag bei 114 Mio. € (Q2 2021/22: 169 Mio. €)

Das Ergebnis je Aktie betrug -0,29 € (Q2 2021/22: -0,78 €)

Überblick

H1 2022/23

METRO IN ZAHLEN

Finanzkennzahlen (Mio. €)

H1 2021/22

H1 2022/23

Veränderung

Veränderung in %

Umsatz (netto)

13.849

15.004

1.155

8,3%

EBITDA bereinigt

678

577

-101

-14,9%

EBIT

182

369

187

-

Ergebnis je Aktie in €
(unverwässert = verwässert)

-0,25

1,14

1,39

-

MULTICHANNEL-ENTWICKLUNG

Umsatzentwicklung (Mio. €)

H1 2021/22

H1 2022/23

Veränderung

Ambition GJ 2030

Stationäres und sonstiges Geschäft

11.086

11.692

607

~1,2 x vs. 2020/21

FSD

2.733

3.266

534

> 3 x vs. 2020/21

METRO MARKETS Umsatz

31

45

14

METRO MARKETS Marktplatzumsatz1

63

73

10

> 3 Mrd. €

1Gesamtvolumen der METRO MARKETS Plattform (und der Plattformen von Drittanbietern) ohne Mehrwertsteuer und nach Stornierungen, aber vor jeglichen Abzügen; beinhaltet Verkäuferumsätze in vollem Umfang.

NETZWERK

30.09.2022

31.03.2023 1

Veränderung

Veränderung in %

Märkte & Belieferung (Anzahl Länder)

31

30

-1

-3%

Marktplatz (Anzahl Länder)

3

5

2

-

DISH POS2 (Anzahl Länder)

0

2

2

-

Märkte (Anzahl Standorte)

661

628

-33

-5%

davon Belieferung OOS3 (Anzahl Standorte)

(567)

(535)

(-32)

(-6%)

FSD-Depots (Anzahl Standorte)

64

65

1

2%

1Aufgrund des Verkaufs des indischen Geschäfts (Vollzug im ersten Halbjahr des Kalenderjahres 2023 erwartet) ist METRO Indien nicht mehr im Länderportfolio und die 31 indischen METRO Märkte nicht mehr im Standortnetz enthalten.

2DISH POS ist ein All-in-One Cloud-basiertes POS-System mit Lösungen für die Gastronomie. Das Produkt wurde von dem POS-Anbieter Eijsink entwickelt. Nach der Akquisition durch METRO Hospitality Digital im März 2022 wird das Produkt seitdem weiterentwickelt und in das Angebot digitaler Dish Tools integriert.

3OOS bezieht sich auf das bestehende METRO Standortportfolio und umfasst einerseits METRO Märkte, die aus dem Markt beliefern, und andererseits Märkte, die ein eigenes Depot im Markt betreiben.

Konzernzwischen-lagebericht

Wirtschaftliche Rahmenbedingungen1

Vor dem Hintergrund der geopolitischen Spannungslage hat sich das Wachstum der Weltwirtschaft im 1. Halbjahr des laufenden Geschäftsjahres weiter abgeschwächt. Ebenso fiel das Wachstum in allen berichteten Regionen gegenüber der gleichen Periode im Vorjahr niedriger aus. Die russische Wirtschaft sollte sich auf Basis aktueller Vorhersagen weiterhin negativ entwickelt haben. Da eine größere Energiekrise auch dank des warmen Winters nicht eingetreten ist, fiel die wirtschaftliche Entwicklung im 1. Halbjahr aktuellen Prognosen zur Folge insgesamt besser aus als noch zum Ende des letzten Kalenderjahres erwartet.

Die Inflation ist unverändert hoch, sollte aber nach Einschätzung von Experten in zahlreichen unserer Länder ihren Höhepunkt erreicht oder überschritten haben. Insbesondere die Kosten für Energie entwickelten sich im Vorjahresvergleich zuletzt vielfach wieder rückläufig. Hierzu haben häufig wirtschaftspolitische Maßnahmen, wie zum Beispiel die Energiepreisbremse in Deutschland, beigetragen. Steigende Preise für Lebensmittel haben zwischenzeitlich die Energiepreise als Treiber der Inflation in vielen Ländern abgelöst. Infolge der Inflation ist der private Konsum als wirtschaftlicher Wachstumstreiber oftmals schwächer ausgefallen.

Ausgehend von einem historisch niedrigen Niveau hat sich das Konsumentenvertrauen in den Ländern der Europäischen Union über das letzte halbe Jahr deutlich erholt. Das Verbrauchervertrauen liegt aber weiterhin deutlich unterhalb des langjährigen Durchschnitts. Dennoch spiegelt die Entwicklung dieses Indikators eine zunehmende Zuversicht der Konsumenten in der Europäischen Union und der Eurozone wider.

Ebenfalls positiv verlief auf Basis verfügbarer Daten der Start des Gastgewerbes in das laufende Geschäftsjahr. Wegen einer deutlich verzögerten Berichterstattung zur Branchenentwicklung seitens der Statistikämter liegen Daten – wenn überhaupt – nur für das erste Tertial oder das erste Quartal des laufenden Geschäftsjahres vor. Für den verfügbaren Zeitraum wurde ein unverändert hohes Umsatzwachstum für das Gastgewerbe berichtet.

Die nachfolgende Tabelle zeigt die Entwicklung des Bruttoinlandsprodukts nach METRO Regionen.

ENTWICKLUNG DES BRUTTOINLANDSPRODUKTS NACH REGIONEN 1, 2

Veränderungen zum Vorjahr in %

H1 2021/22

H2 2021/22

H1 2022/23

Welt

4,7

3,0

1,8

Deutschland

2,3

1,5

0,5

West

6,2

3,9

1,7

Russland

4,4

-3,9

-3,5

Ost

6,6

3,9

1,2

1Reales BIP-Wachstum auf USD-Basis und, außer für „Welt“, um Kaufkraft korrigiert. Die Werte sind auf Basis des Geschäftsjahres berechnet. Quelle: Oxford Economics.

2Regionen berücksichtigen nur fortgeführte Portfolioländer.

1 Die verwendeten Daten wurden zum Stichtag 04. April 2023 erhoben. Die Statistiken beruhen insbesondere für das 2. Quartal auf Annahmen und sind entsprechend vorläufig. Statistiken zu Russland und der Ukraine sind wegen des Krieges nur eingeschränkt verlässlich.

Umsatz, Ergebnis und Finanzlage

Umsatz

Im H1 2022/23 stieg der Umsatz in lokaler Währung um 7,7 % trotz der während des Cyberangriffs im Q1 2022/23 entgangenen Umsatzerlöse (niedriger 3-stelliger Millionen-Euro-Betrag). Zu dem Wachstum trugen insbesondere die Segmente Ost, West und Deutschland bei. Der Umsatz in Russland entwickelte sich kriegsbedingt rückläufig, da das Vorjahr durch Vorratskäufe im Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine gestützt war. Der Gesamtumsatz erhöhte sich um 8,3 % auf 15,0 Mrd. €. Alle Vertriebskanäle trugen deutlich zum Wachstum bei: Umsatz im stationären Geschäft wuchs auf 11,7 Mrd. € (+5,5 %), der Belieferungsumsatz auf 3,3 Mrd. € (+19,5 %) und der Umsatz von METRO MARKETS auf 45 Mio. € (+46,6 %).

Im Q2 2022/23 stieg der Umsatz in lokaler Währung um 10,5 %. Zu dem Wachstum trugen insbesondere die Segmente Ost, West und Deutschland bei. Der Gesamtumsatz stieg um 10,4 % auf 6,9 Mrd. €. Alle Vertriebskanäle trugen deutlich zum Wachstum bei: Umsatz im stationären Geschäft wuchs auf 5,2 Mrd. € (+7,4 %), der Belieferungsumsatz auf 1,6 Mrd. € (+21,0 %) und der Umsatz von METRO MARKETS auf 24 Mio. € (+46,9 %).

Ergebnis

Im H1 2022/23 ging das EBITDA bereinigt auf 577 Mio. € (H1 2021/22: 678 Mio. €) zurück. Der Rückgang ist auf den Cyberangriff (mittlerer bis hoher 2-stelliger Millionen-Euro-Bereich) im Q1 2022/23, das Auslaufen von Posttransaktionseffekten (Real) und die erwartete und eingetretene Kosteninflation zurückzuführen. Adjustiert um Wechselkurse ging das EBITDA bereinigt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um -115 Mio. € zurück. Negative Wechselkurseffekte fielen insbesondere in der Türkei und in der Ukraine an, die durch positive Wechselkurseffekte insbesondere in Russland überkompensiert wurden. Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 207 Mio. € (H1 2021/22: 13 Mio. €) und resultierten im Wesentlichen aus einem Immobilien-Entwicklungsprojekt, das den Verkauf eines Teils des METRO Campus umfasst. Es fielen Transformationskosten in Höhe von -3 Mio. € (H1 2021/22: -6 Mio. €) an. Insgesamt erreichte das EBITDA 787 Mio. € (H1 2021/22: 697 Mio. €).

Im Q2 2022/23 ging das EBITDA bereinigt auf 111 Mio. € (Q2 2021/22: 157 Mio. €) zurück. Der Rückgang ist auf das Auslaufen von Posttransaktionseffekten (Real) zurückzuführen. Während das EBITDA bereinigt in den Segmenten West und Ost wuchs, ging es kriegsbedingt in Russland zurück. Adjustiert um Wechselkurse ging das EBITDA bereinigt gegenüber dem Vorjahreszeitraum um -51 Mio. € zurück. Es fielen Transformationskosten in Höhe von -2 Mio. € (Q2 2021/22: -2 Mio. €) an. Insgesamt erreichte das EBITDA 114 Mio. € (Q2 2021/22: 169 Mio. €).

Die Abschreibungen in H1 2022/23 beliefen sich auf 418 Mio. € und liegen somit 97 Mio. € unter dem Vorjahreswert von 515 Mio. €. Der Rückgang resultiert überwiegend aus den kriegsbedingten Wertminderungen in Russland und der Ukraine im Vorjahr.

Das Finanzergebnis betrug in H1 2022/23 137 Mio. € (H1 2021/22: -180 Mio. €). Die positive Entwicklung ist im Wesentlichen durch die Rubel Wechselkursentwicklung begründet, die im H1 2022/23 zu nicht cash-wirksamen positiven Bewertungseffekten aus konzerninternen Positionen geführt hat. Hintergrund sind weiterhin durch die Sanktionen und Gegensanktionen bedingten Funktionsstörungen des RUB Devisenmarktes, die im Vorjahr zu negativen Effekten geführt haben.

Das Ergebnis vor Steuern erreichte im H1 2022/23 507 Mio. € (H1 2021/22: 2 Mio. €). Der Steueraufwand von 91 Mio. € (H1 2021/22: 89 Mio. €) für H1 2022/23 ist unter Berücksichtigung des erwarteten Konzernsteueraufwands zum Geschäftsjahresende ermittelt worden. Die vergleichsweise niedrige Steuerquote für H1 2022/23 von rund 18 % (Steueraufwand 91 Mio. € / EBT 507 Mio. €) (H1 2021/22: rund 4.593 % - Steueraufwand 89 Mio. € / EBT 2 Mio. €) ist im Wesentlichen auf die steuerunwirksamen Erträge im übrigen Finanzergebnis sowie den Verkauf von Teilflächen des METRO Campus zurückzuführen. Da das EBT des Vorjahres durch kriegsbedingte Aufwendungen ohne entsprechende Steuerentlastung sowie hohe Wechselkurseffekte beeinflusst war, ist die rechnerische Steuerquote des Vorjahres nicht aussagefähig.

Das Periodenergebnis entfallend auf METRO Anteilseigner beträgt im H1 2022/23 415 Mio. € (H1 2021/22: -89 Mio. €).

Das Periodenergebnis entfallend auf METRO Anteilseigner erreichte im Q2 2022/23 -107 Mio. € (Q2 2021/22: -284 Mio. €).

Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich im H1 2022/23 auf 1,14 € (H1 2021/22: -0,25 €).

Das Ergebnis je Aktie erhöhte sich im Q2 2022/23 auf -0,29 € (Q2 2021/22: -0,78 €).

Investitionen

Die Segmentinvestitionen beliefen sich im H1 2022/23 auf 415 Mio. € (H1 2021/22: 328 Mio. €). Der Anstieg resultiert im Wesentlichen aus Mietvertragsverlängerungen und Mietindexierungen, welchem geringere Investitionen in Unternehmensakquisitionen (Erwerb von Eijsink im Q2 2021/22 und bisher keine Zukäufe in 2022/23) gegenüberstehen.

Die zahlungsrelevanten Investitionen gemäß Free Cash Flow (ohne Unternehmensakquisitionen und Geldanlagen) betrugen im H1 2022/23 262 Mio. € (H1 2021/22:180 Mio. € ). Der Zugang ist u. a. auf die Übernahme von Standorten zurückzuführen, die zuvor bereits im Rahmen von Leasingverhältnissen bilanziert wurden.

Finanzierung und Nettoverschuldung

Die Deckung des mittel- bis langfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt über ein Anleiheemissionsprogramm, welches über ein maximales Volumen von 5 Mrd. € verfügt. Das Anleiheemissionsprogramm wurde zum 31. März 2023 mit insgesamt 701 Mio. € (31.3.2022: 1.276 Mio. €) in Anspruch genommen. Die reduzierte Inanspruchnahme ist durch die Rückzahlung einer Anleihe über 500 Mio. € begründet.

Die Deckung des kurzfristigen Finanzierungsbedarfs erfolgt über das Euro Commercial Paper Programme mit einem maximalen Volumen von 2 Mrd. €. Im Durchschnitt wurde das Programm im Berichtszeitraum mit 221 Mio. € in Anspruch genommen. Zum 31. März 2023 betrug die Inanspruchnahme 603 Mio. € (31.3.2022: 350 Mio. €).

Zum 31. März 2023 wurden bilaterale Kreditlinien in Höhe von insgesamt 253 Mio. € genutzt (31.3.2022: 218 Mio. €). Als Liquiditätsreserve wurden eine syndizierte Kreditlinie in Höhe von insgesamt 1,0 Mrd. € sowie zusätzlich mehrjährige bilaterale Kreditlinien in Höhe von 200 Mio. € vereinbart. Die bilanzielle Nettoverschuldung nach Saldierung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sowie der Geldanlagen mit den Finanzschulden (inklusive Verbindlichkeiten aus Leasingverhältnissen in Höhe von 2,7 Mrd. € (31.03.2022: 2,8 Mrd. €)) betrug zum 31. März 2023 insgesamt 3,8 Mrd. € (31.3.2022: 3,9 Mrd. €).

Bilanz

Die Bilanzsumme verminderte sich gegenüber dem Geschäftsjahresende am 30. September 2022 von 12,9 Mrd. € um 0,5 Mrd. € auf 12,4 Mrd. €.

Die langfristigen Vermögenswerte verringerten sich um 0,6 Mrd. € auf 7,1 Mrd. €. Überwiegend resultiert dieser Effekt aus der Wechselkursentwicklung, hier insbesondere des russischen Rubels. Auf Grund des Marktaustritts in Indien vorgenommene Umgliederungen in die zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerte tragen ebenfalls zu dieser Entwicklung bei.

Die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 0,1 Mrd. € auf 5,3 Mrd. €. Während die Vorräte um 0,2 Mrd. € auf 2,6 Mrd. € angestiegen sind, reduzierten sich die Zahlungsmittel um 0,4 Mrd. € auf 0,4 Mrd. €.

Im Jahresvergleich zum 31. März 2022 verminderte sich die Bilanzsumme um 0,2 Mrd. €.

Die Konzernbilanz von METRO weist zum 31. März 2023 ein Eigenkapital von 2,2 Mrd. € aus. Die Eigenkapitalquote ist gegenüber dem 30. September 2022 von 18,4 % auf 17,7 % gesunken. Im Jahresvergleich zum 31. März 2022 erhöhte sich die Eigenkapitalquote von 13,4 % auf 17,7 %.

Cashflow

Aus der betrieblichen Tätigkeit resultierte im H1 2022/23 ein Mittelabfluss in Höhe von -440 Mio. € (H1 2021/22: Mittelzufluss von 30 Mio. €). Die Veränderung ist im Wesentlichen auf die Verringerung des Cashflows aus Nettobetriebsvermögen gegenüber dem Vorjahr zurückzuführen. Darüber hinaus wirkte sich der Rückgang des EBITDA bereinigt aus.

Der Cashflow aus Investitionstätigkeit betrug 27 Mio. € (H1 2021/22: -209 Mio. €) und enthält Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte sowie Desinvestitionen. Die Einzahlungen aus Desinvestitionen betreffen vor allem ein Immobilien-Entwicklungsprojekt, das den Verkauf eines Teils des METRO Campus umfasst. Der Cashflow aus Unternehmensveräußerung resultiert aus der Abgabe eines operativen Standortes im Rahmen der Erfüllung der kartellrechtlichen Auflagen aus der Akquisition der AGM Großmärkte.

Der Cashflow aus Finanzierungstätigkeit betrug 57 Mio. € (H1 2021/22: -491 Mio. €). Neben den Leasingauszahlungen in Höhe von -300 Mio. € wirken sich gegenläufig Aufnahmen von Finanzschulden aus. Im Vorjahr erfolgte eine Rückzahlung im Zusammenhang mit den langfristigen Finanzierungsprogrammen.

Aus der Kapitalflussrechnung leitet sich gemäß nachfolgender Übersicht der Free Cash Flow ab. METRO hat den Free Cash Flow als Kennzahl eingeführt, die die in einer Periode erwirtschafteten Mittel darstellt, die vor allem zur Tilgung von Schulden, zur Zahlung von Dividenden und für Unternehmenstransaktionen zur Verfügung stehen.

FREE CASH FLOW

Mio. €

H1 2021/22

H1 2022/23

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit

30

-440

Investitionen (ohne Geldanlagen)

-180

-262

Desinvestitionen

33

283

Leasingauszahlungen

-278

-300

Gezahlte und erhaltene Zinsen

-21

-3

Sonstige Finanzierungstätigkeit

-60

1

Free Cash Flow

-476

-721

METRO Segmente

METRO Umsatzkennzahlen

Umsatz (Mio. €)

Abweichung (€)

Wechselkurseffekte

H1 2021/22

H1 2022/23

H1 2021/22

H1 2022/23

H1 2021/22

H1 2022/23

Gesamt

13.849

15.004

21,6%

8,3%

-0,8%

0,6%

Deutschland

2.288

2.421

1,5%

5,8%

0,0%

0,0%

West

5.574

5.931

41,1%

6,4%

0,0%

0,0%

Russland

1.373

1.459

13,5%

6,2%

2,2%

20,5%

Ost

4.573

5.095

15,7%

11,4%

-3,1%

-6,4%

Sonstige

41

98

-

-

-

-

↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓

Abweichung
(lokale Währung)

H1 2021/22

H1 2022/23

Gesamt

22,5%

7,7%

Deutschland

1,5%

5,8%

West

41,1%

6,4%

Russland

11,2%

-14,3%

Ost

18,7%

17,8%

Sonstige

-

-

Umsatz (Mio. €)

Abweichung (€)

Wechselkurseffekte

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Gesamt

6.245

6.897

23,7%

10,4%

-2,6%

0,0%

Deutschland

992

1.078

2,6%

8,7%

0,0%

0,0%

West

2.531

2.769

47,6%

9,4%

0,0%

0,0%

Russland

575

571

7,9%

-0,7%

-7,9%

13,7%

Ost

2.126

2.432

16,7%

14,4%

-5,0%

-6,6%

Sonstige

22

47

-

-

-

-

↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓

Abweichung
(lokale Währung)

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Gesamt

26,3%

10,5%

Deutschland

2,6%

8,7%

West

47,6%

9,4%

Russland

15,8%

-14,4%

Ost

21,6%

21,0%

Sonstige

-

-

In Deutschland stieg der Umsatz im H1 2022/23 um 5,8 %. Die Umsetzung der sCore-Strategie und die damit verbundene Einführung einer volumenabhängigen Preispolitik („Buy more, pay less“) machte gute Fortschritte. Dies zeigt sich auch in der Umsatzentwicklung mit den HoReCa-Kunden. Der berichtete Umsatz erreichte 2,4 Mrd. €.

Im Q2 2022/23 stieg der Umsatz in lokaler Währung und berichtet um 8,7 %. Das HoReCa-Geschäft entwickelte sich gut und gewonnene Marktanteile konnten verteidigt werden.

Im Segment West stieg der Umsatz im H1 2022/23 um 6,4 %. Hierzu trugen insbesondere die Länder Frankreich, Italien und Spanien bei. Darüber hinaus erreichten die Belieferungsspezialisten Pro à Pro Frankreich, Pro a Pro Spanien und Aviludo 2-stellige Wachstumsraten. Die fehlenden Umsätze des belgischen Geschäfts konnten durch die Erstkonsolidierung der AGM-Märkte in Österreich seit Mai 2022 zum Teil kompensiert werden. Der berichtete Umsatz erreichte 5,9 Mrd. €.

Im Q2 2022/23 stieg der Umsatz in lokaler Währung und berichtet deutlich um 9,4 %. Hierzu trugen nahezu alle Länder mit einem 2-stelligen Wachstum bei. Insbesondere die Umsatzentwicklung mit den HoReCa-Kunden zeigte eine deutlich positive Entwicklung. Das HoReCa-Geschäft in Frankreich, Spanien und Italien entwickelte sich gut und gewonnene Marktanteile konnten verteidigt werden.

In Russland ging der Umsatz in lokaler Währung im H1 2022/23 deutlich um -14,3 % zurück. Der russische Krieg in der Ukraine und die damit verbundene Kaufzurückhaltung wirkten sich negativ aus. Des Weiteren war das Geschäft von dem Cyberangriff signifikant beeinträchtigt. Das Vorjahr war zudem durch Vorratskäufe im Zusammenhang mit dem russischen Krieg in der Ukraine gestützt. Der berichtete Umsatz stieg durch positive Wechselkurseffekte um 6,2 % auf 1,5 Mrd. €.

Im Q2 2022/23 ging der Umsatz in lokaler Währung deutlich um -14,4 % zurück. Der berichtete Umsatz ging um -0,7 % zurück und erreichte 0,6 Mrd. €.

Im Segment Ost entwickelte sich der Umsatz in lokaler Währung im H1 2022/23 mit 17,8 % deutlich positiv. Nahezu alle Länder trugen zu der positiven Entwicklung bei, vor allem getrieben durch die deutlich positive Entwicklung des HoReCa-Geschäfts. Den größten Umsatzzuwachs verzeichnete stark inflationsgestützt die Türkei. In der Ukraine entwickelte sich der Umsatz trotz des Krieges weiterhin resilient und ging nur um 12,3 % zurück. Der berichtete Umsatz des Segments Ost stieg um 11,4 %. Hier wirkten sich negative Wechselkurseffekte, insbesondere in der Türkei und der Ukraine, aus.

Im Q2 2022/23 stieg der Umsatz in lokaler Währung um 21,0 %. In der Ukraine entwickelte sich der Umsatz erstmals seit Beginn des Krieges mit +3,0 % wieder positiv. Bedingt durch negative Wechselkurseffekte, insbesondere in der Türkei, stieg der berichtete Umsatz nur um 14,4 %.

Im Segment Sonstige stieg der Umsatz im H1 2022/23 um 57 Mio. € auf 98 Mio. € (H1 2021/22: 41 Mio. €) und beinhaltet insbesondere den METRO MARKETS Umsatz von 45 Mio. € (H1 2021/22: 31 Mio. €). Der Anstieg ist auf das Wachstum im Digitalgeschäft zurückzuführen: starkes Wachstum des Marktplatzes in Deutschland, Spanien, Italien und Portugal. Die Umsätze des POS-Anbieters Eijsink (Erstkonsolidierung zum 31. März 2022) sowie der Günther-Gruppe (Erstkonsolidierung zum 1. August 2022) trugen ebenfalls zum Anstieg bei.

Im Q2 2022/23 stieg der Umsatz um 26 Mio. € auf 47 Mio. € (Q2 2021/22: 22 Mio. €) und beinhaltet insbesondere den METRO MARKETS Umsatz von 24 Mio. € (Q2 2021/22: 16 Mio. €).

Im H1 2022/23 stieg der Belieferungsumsatz signifikant um 20 % auf 3,3 Mrd. € (H1 2021/22: 2,7 Mrd. €) und erreichte einen Umsatzanteil von 22 % (H1 2021/22: 20 %). Die starke Performance ist neben dem anhaltenden Momentum des HoReCa-Geschäfts insbesondere durch die Forcierung des FSD-Geschäfts im Zuge der sCore-Strategie getrieben.

Im Q2 2022/23 stieg der Belieferungsumsatz um 21 % auf 1,6 Mrd. € (Q2 2021/22: 1,4 Mrd. €) und erreichte mit einem Umsatzanteil von 24 % (Q2 2021/22: 22 %) Rekordniveau.

Zum 31. März 2023 umfasste das Standortnetz 628 Standorte, davon 535 Out-of-Store (OOS) und 65 Depots. Aufgrund des Verkaufs des indischen Geschäfts2sind die 31 indischen METRO Märkte nicht mehr im Standortnetz enthalten. Des Weiteren wurden zwei der AGM Standorte, Klagenfurt und Bludenz, aufgrund kartellrechtlicher Auflagen abgegeben. Im Q2 wurden 8 neue Standorte eröffnet: 4 OOS and 4 Depots. Dem entgegen laufen Schließungen im Zusammenhang mit Länderaustritten und der Optimierung des Belieferungsgeschäfts.


2 Vollzug im ersten Halbjahr des Kalenderjahres 2023 erwartet.

METRO Kennzahlen

EBITDA bereinigt

Transformationskosten

Ergebnisbeiträge
aus Immobilien-
transaktionen

Mio. €

H1 2021/22

H1 2022/23

Abweichung (€)

H1 2021/22

H1 2022/23

H1 2021/22

Gesamt

678

577

-101

-6

-3

13

Deutschland

79

75

-5

0

0

0

West

254

232

-22

0

-3

1

Russland

115

80

-35

0

0

1

Ost

184

196

12

-5

2

8

Sonstige

47

-12

-59

-1

-3

4

Konsolidierung

-2

6

7

0

0

0

↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓

Ergebnisbeiträge
aus Immobilien-
transaktionen

EBITDA

Mio. €

H1 2022/23

H1 2021/22

H1 2022/23

Gesamt

207

697

787

Deutschland

0

79

75

West

4

255

238

Russland

0

116

80

Ost

0

197

194

Sonstige

203

51

194

Konsolidierung

0

-2

6

EBITDA bereinigt

Transformations-kosten

Ergebnisbeiträge
aus Immobilien-
transaktionen

Mio. €

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Abweichung
(€)

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Q2 2021/22

Gesamt

157

111

-46

-2

-2

10

Deutschland

-4

-10

-6

0

0

0

West

52

59

8

0

-1

1

Russland

34

20

-14

0

0

1

Ost

44

50

6

-1

2

8

Sonstige

31

-10

-42

-1

-3

0

Konsolidierung

-1

2

3

0

0

0

↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓

Ergebnisbeiträge
aus Immobilien-
transaktionen

EBITDA

Mio. €

Q2 2022/23

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Gesamt

0

169

114

Deutschland

0

-4

-10

West

0

53

61

Russland

0

35

20

Ost

0

53

48

Sonstige

0

32

-7

Konsolidierung

0

-1

2

In Deutschland ging das EBITDA bereinigt im H1 2022/23 leicht auf 75 Mio. € (H1 2021/22: 79 Mio. €) zurück. Es wirkte sich bereits die erwartete und eingetretene Kosteninflation aus.

Im Q2 2022/23 ging das EBITDA bereinigt auf -10 Mio. € (Q2 2021/22: -4 Mio. €) zurück. Der Rückgang ist auf die erwartete und eingetretene Kosteninflation zurückzuführen.

Im Segment West ging das EBITDA bereinigt im H1 2022/23 auf 232 Mio. € (H1 2021/22: 254 Mio. €) zurück. Der positive Umsatztrend konnte die negativen Effekte des Cyberangriffs nicht kompensieren. Betroffen waren insbesondere Frankreich und Spanien. Des Weiteren wirkte sich in einzelnen Ländern bereits die erwartete und eingetretene Kosteninflation aus. Im Zuge des Verkaufs des belgischen Geschäfts fielen Transformationskosten in Höhe von -3 Mio. € (H1 2021/22: 0 Mio. €) an. Das EBITDA sank auf 238 Mio. € (H1 2021/22: 255 Mio. €).

Im Q2 2022/23 stieg das EBITDA bereinigt auf 59 Mio. € (Q2 2021/22: 52 Mio. €). Dieser Anstieg ist insbesondere auf die gute Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr zurückzuführen. Es fielen Transformationskosten in Höhe von -1 Mio. € (Q2 2021/22: 0 Mio. €) an. Das EBITDA stieg auf 61 Mio. € (Q2 2021/22: 53 Mio. €).

Das EBITDA bereinigt in Russland ging im H1 2022/23 auf 80 Mio. € (H1 2021/22: 115 Mio. €) zurück. Angepasst um Wechselkurseffekte ging das EBITDA bereinigt um -63 Mio. € zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das schwierige makroökonomische Umfeld und einem damit verbundenen Margenrückgang zurückzuführen.

Im Q2 2022/23 ging das EBITDA bereinigt auf 20 Mio. € (Q2 2021/22: 34 Mio. €) zurück. Angepasst um Wechselkurseffekte ging das EBITDA bereinigt um -22 Mio. € zurück. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf das schwierige makroökonomische Umfeld und einem damit verbundenen Margenrückgang zurückzuführen.

Im H1 2022/23 folgte das EBITDA bereinigt im Segment Ost grundsätzlich der Umsatzentwicklung und stieg auf 196 Mio. € (H1 2021/22: 184 Mio. €). Angepasst um Wechselkurseffekte stieg das EBITDA bereinigt um 25 Mio. €. Transformationskosten beliefen sich auf 2 Mio. € (H1 2021/22: -5 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf des indischen Geschäfts. Das EBITDA ging auf 194 Mio. € (H1 2021/22: 197 Mio. €) zurück.

Im Q2 2022/23 stieg das EBITDA bereinigt auf 50 Mio. € (Q2 2021/22: 44 Mio. €). Angepasst um Wechselkurseffekte stieg das EBITDA bereinigt um 8 Mio. €. Transformationskosten beliefen sich auf 2 Mio. € (Q2 2021/22: -1 Mio. €) und betreffen im Wesentlichen Kosten im Zusammenhang mit dem Verkauf des indischen Geschäfts. Das EBITDA ging auf 48 Mio. € (H1 2021/22: 53 Mio. €) zurück.

Das EBITDA bereinigt im Segment Sonstige lag im H1 2022/23 bei -12 Mio. € (H1 2021/22: 47 Mio. €). In zum Vorjahr unveränderter Höhe profitierte das EBITDA bereinigt auch von den noch bis April 2023 anfallenden Lizenzerlösen aus der Partnerschaft mit Wumei. Der Rückgang ist auf das Auslaufen von Posttransaktionseffekten (Real) zurückzuführen. Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beliefen sich auf 203 Mio. € (H1 2021/22: 4 Mio. €). Es fielen Transformationskosten in Höhe von -3 Mio. € (H1 2021/22: 
-1 Mio. €) an. Das EBITDA stieg auf 194 Mio. € (H1 2021/22: 51 Mio. €).

Im Q2 2022/23 lag das EBITDA bereinigt bei -10 Mio. € (Q2 2021/22: 31 Mio. €). Der Rückgang ist auf das Auslaufen von Posttransaktionseffekten (Real) und weitere Investitionen in Digitalisierung zurückzuführen. Es fielen Transformationskosten in Höhe von -3 Mio. € (Q2 2021/22: -1 Mio. €) an. Das EBITDA ging auf -7 Mio. € (Q2 2021/22: 32 Mio. €) zurück.

Chancen und Risiken

Im Vergleich zu den Darstellungen im Geschäftsbericht 2021/22 ergeben sich folgende Veränderungen der Risiken in Bezug auf die Netto-Betrachtung:

Risiko #3 „Unterbrechung der Geschäftstätigkeit“ ist hinsichtlich des Schadensausmaßes von moderat (> 50-100 Mio. €) auf bedeutend (> 100-300 Mio. €) gestiegen. Die Anpassung ergibt sich aufgrund der Schwere des Cyberangriffs im Oktober und November 2022 und den Erkenntnissen aus den Wiederherstellungsmaßnahmen.
Im Anschluss an den stattgefundenen Cyberangriff wurden zusätzliche Maßnahmen und Initiativen zur zukünftigen Absicherung forciert. Dadurch wird die Eintrittswahrscheinlichkeit zu diesem Risiko nun als möglich (> 25-50 %) anstatt als wahrscheinlich (> 50 %) eingeschätzt.

Das Risiko #6 „Immobilienrisiken“ ist hinsichtlich der Eintrittswahrscheinlichkeit von wahrscheinlich (> 50 %) auf möglich (> 25-50 %) gesunken. Die Anpassung ergibt sich aufgrund der partiellen Stabilisierung der Energiepreise und der besseren Verfügbarkeit von Gas.

Risiko #2 „Makroökonomische und politische Risiken“ verbleibt bei der bisherigen Einschätzung mit einem Schadensausmaß von wesentlich (> 300 Mio. €) und einer Eintrittswahrscheinlichkeit von möglich (> 25-50 %). Der Krieg in der Ukraine beeinträchtigt nach wie vor die Sicherheit von Mitarbeitern und Kunden sowie die Integrität der Geschäfte und Lieferketten. Im Hinblick auf das Geschäft in Russland ergeben sich Risiken durch Sanktionen, Gegensanktionen und staatliche Eingriffe in den Geschäftsbetrieb bis hin zu einer potenziellen Enteignung infolge der Kriegsentwicklung. Die kontinuierliche Überwachung der wirtschaftlichen und politischen Entwicklung sowie die Überprüfung unserer strategischen Ziele ermöglichen es uns, rechtzeitig und angemessen zu reagieren.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen nicht und sind gegenwärtig auch für die Zukunft nicht erkennbar.

Ausblick

Prognose von METRO

Die Prognose erfolgt unter der Annahme stabiler Wechselkurse und ohne weitere Portfolioanpassungen. Im Geschäftsjahr 2021/22 wurden einige Portfolioanpassungen vorgenommen: AGM (Erstkonsolidierung zum 2. Mai 2022) und Eijsink (Erstkonsolidierung zum 31. März 2022) sind in den Zahlen der Geschäftsjahre 2021/22 und 2022/23 enthalten. Aufgrund des Verkaufs des belgischen Geschäfts (Entkonsolidierung zum 15. Juni 2022) sind diese Zahlen in den Geschäftsjahren 2021/22 und 2022/23 nicht berücksichtigt. Die wesentlichen Chancen und Risiken, die unsere Prognose beeinflussen können, sind im Chancen- und Risikobericht (siehe METRO Geschäftsbericht 2021/22) erläutert. Die Erwartungen für die weitere gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind im Kapitel Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen erläutert (siehe METRO Geschäftsbericht 2021/22).

Umsatz

Der Vorstand erwartet für das Geschäftsjahr 2022/23 ein Wachstum des Gesamtumsatzes von 5 % bis 10 % (2021/22: 21,4 %³). Wir erwarten einen nennenswerten Rückgang der Inflation im Vergleich zum Vorjahr. Die strategischen Kunden sowie alle Kanäle tragen zum Wachstum bei. Für die Segmente Deutschland, West und Ost wird ein Wachstum innerhalb der Prognosespanne erwartet, während der Umsatz in Russland im Vergleich zum Vorjahr zurückgehen wird. Der Umsatz im Segment Sonstige wird deutlich über der Prognosespanne wachsen, da METRO MARKETS und Anwendungen von Hospitality Digital weiter ausgerollt werden.

Ergebnis

Der Vorstand erwartet weiterhin, dass das EBITDA bereinigt im Vergleich zum Geschäftsjahr 2021/22 um
75–225 Mio. € zurückgeht (2021/22: +204 Mio. € auf 1.3943 Mio. €). Das Umsatzwachstum durch sCore führt im Allgemeinen zu einem EBITDA-Wachstum. Gegenläufig wirken sich im Geschäftsjahr 2022/23 die Kosteninflation und die Beeinträchtigungen aus der Cyberattacke aus, was zu dem erwarteten Rückgang auf Gruppenebene führt. Im Segment West wird das EBITDA bereinigt moderat wachsen. Die Segmente Deutschland und Ost werden ungefähr auf dem Vorjahresniveau erwartet, während Russland stark zurückgehen wird. Das Segment Sonstige wird ebenfalls stark zurückgehen aufgrund des Auslaufens von Posttransaktionseffekten (hauptsächlich China und Real) und weiterer Investitionen in Digitalisierung.

3 Wechselkursbereinigt, ohne Japan und Myanmar, mit Aviludo und Pro a Pro Spanien. Belgien bis einschließlich Mai 2022. Portfolioangepasstes Umsatzwachstum ohne Belgien für das Geschäftsjahr 2021/22 als Grundlage für die Prognose liegt bei 22,6 % (absoluter Umsatz 2022: 29,3 Mrd. €), EBITDA bereinigt: 1.391 Mio. €.

verkürzter konzern-zwischenabschluss

Gewinn- und Verlustrechnung

Mio. €

H1 2021/22

H1 2022/23

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Umsatzerlöse

13.849

15.004

6.245

6.897

Umsatzkosten

-11.474

-12.610

-5.236

-5.877

Bruttoergebnis vom Umsatz

2.375

2.395

1.009

1.020

Sonstige betriebliche Erträge

509

564

247

178

Vertriebskosten

-2.087

-2.136

-1.080

-1.076

Allgemeine Verwaltungskosten

-433

-395

-214

-195

Sonstige betriebliche Aufwendungen

-187

-64

-114

-30

Ergebnis aus Wertminderungen auf finanzielle Vermögenswerte

-6

-1

-4

5

Ergebnisanteil aus operativen nach der Equity-Methode einbezogenen Unternehmen

10

6

6

2

Betriebliches Ergebnis (EBIT)

182

369

-151

-95

Sonstiges Beteiligungsergebnis

9

-2

3

-2

Zinsertrag

15

24

9

6

Zinsaufwand

-100

-92

-48

-46

Übriges Finanzergebnis

-104

207

-98

28

Finanzergebnis

-180

137

-134

-14

Ergebnis vor Steuern EBT

2

507

-285

-109

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

-89

-91

0

0

Periodenergebnis

-87

416

-285

-109

Den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnendes Periodenergebnis

3

1

-1

-2

Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Periodenergebnis

-89

415

-284

-107

Ergebnis je Aktie in € (unverwässert = verwässert)

-0,25

1,14

-0,78

-0,29

Überleitung vom perioden- zum Gesamtergebnis

Mio. €

H1 2021/22

H1 2022/23

Q2 2021/22

Q2 2022/23

Periodenergebnis

-87

416

-285

-109

Sonstiges Ergebnis

Komponenten des sonstigen Ergebnisses,
die künftig nicht aufwands- oder ertragswirksam werden

41

-3

41

-4

Neubewertung von leistungsorientierten Pensionsplänen

58

-6

57

-6

Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Eigenkapitalinstrumenten

0

2

0

1

Auf die Komponenten des sonstigen Ergebnisses, die künftig nicht aufwands- oder ertragswirksam werden, entfallende Ertragsteuern

-17

1

-17

1

Komponenten des sonstigen Ergebnisses, die künftig aufwands- oder
ertragswirksam werden könnten

-169

-592

-127

-90

Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung der Abschlüsse
ausländischer Geschäftsbereiche

-168

-585

-126

-89

Effektiver Teil der Gewinne/Verluste aus Cashflow-Hedges

0

-8

-1

-2

Effekte aus der Fair-Value-Bewertung von Fremdkapitalinstrumenten

0

0

0

0

Anteil von assoziierten Unternehmen/Gemeinschaftsunternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, am sonstigen Ergebnis

0

0

0

0

Auf die Komponenten des sonstigen Ergebnisses, die künftig aufwands- oder ertragswirksam werden könnten, entfallende Ertragsteuern

0

1

0

0

Sonstiges Ergebnis

-128

-595

-86

-94

Gesamtergebnis

-214

-179

-371

-203

Den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zuzurechnendes Gesamtergebnis

2

1

-1

-2

Den Anteilseignern der METRO AG zuzurechnendes Gesamtergebnis

-217

-179

-371

-201

Bilanz

AKTIVA

Mio. €

31.3.2022

30.9.2022

31.3.2023

Langfristige Vermögenswerte

7.210

7.722

7.090

Geschäfts- oder Firmenwerte

632

647

652

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

577

572

548

Sachanlagen

5.189

5.735

5.190

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

139

172

152

Finanzanlagen

101

84

74

Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen

103

108

100

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

122

100

88

Sonstige andere Vermögenswerte

19

17

15

Latente Steueransprüche

328

287

272

Kurzfristige Vermögenswerte

4.949

5.132

5.264

Vorräte

2.344

2.455

2.645

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

493

601

627

Finanzanlagen

2

3

1

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

484

588

629

Sonstige andere Vermögenswerte

339

339

428

Ertragsteuererstattungsansprüche

87

102

76

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

791

825

401

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte

408

219

457

12.159

12.855

12.354

PASSIVA

Mio. €

31.3.2022

30.9.2022

31.3.2023

Eigenkapital

1.629

2.365

2.186

Gezeichnetes Kapital

363

363

363

Kapitalrücklage

5.048

4.754

4.754

Gewinnrücklagen

-3.802

-2.774

-2.951

Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter

1.609

2.344

2.166

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

19

21

19

Langfristige Schulden

3.890

3.813

3.600

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

469

360

353

Sonstige Rückstellungen

128

163

149

Finanzschulden

3.146

3.065

2.921

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

19

39

37

Sonstige andere Verbindlichkeiten

34

33

40

Latente Steuerschulden

95

153

99

Kurzfristige Schulden

6.640

6.677

6.568

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

3.496

3.855

3.591

Rückstellungen

273

316

269

Finanzschulden

1.530

1.059

1.291

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

654

896

655

Sonstige andere Verbindlichkeiten

353

283

255

Ertragsteuerschulden

305

267

274

Schulden i. Z. m. zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten

30

0

233

12.159

12.855

12.354

Kapitalflussrechnung

Mio. €

H1 2021/22

H1 2022/23

EBIT

182

369

Zu-/Abschreibungen auf Anlagevermögen ohne Finanzanlagen

515

418

Veränderung von Pensions- und sonstigen Rückstellungen

-33

-67

Veränderung des Nettobetriebsvermögens

-341

-592

Gezahlte (-)/Erhaltene Ertragsteuern

-46

-78

Umgliederung Gewinne (-)/Verluste (+) aus dem Abgang von Anlagevermögen

-15

-208

Leasingeinzahlungen

31

31

Sonstiges

-263

-312

Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit

30

-440

Unternehmensakquisitionen

-62

0

Investitionen in Sachanlagen und in als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien (ohne Nutzungsrechte aus Leasingverhältnissen)

-119

-196

Sonstige Investitionen

-61

-66

Investitionen in Geldanlagen

-2

-3

Unternehmensveräußerungen

0

10

Desinvestitionen

33

283

Veräußerung von Geldanlagen

2

0

Cashflow aus Investitionstätigkeit

-209

27

Gewinnausschüttungen

an METRO AG Gesellschafter

0

0

an andere Gesellschafter

-7

0

Aufnahme von Finanzschulden

516

1.428

Tilgung von Finanzschulden

-642

-1.068

Leasingauszahlungen

-278

-300

Gezahlte Zinsen

-29

-27

Erhaltene Zinsen

8

24

Sonstige Finanzierungstätigkeit

-60

1

Cashflow aus Finanzierungstätigkeit

-491

57

Summe der Cashflows

-671

-355

Wechselkurseffekte auf die Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

-12

-51

Gesamtveränderung der Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

-683

-406

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 1. Oktober

1.474

825

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. März gesamt

791

419

abzüglich in den Vermögenswerten gemäß IFRS 5 ausgewiesener Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

0

-18

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente zum 31. März

791

402

Verkürzte Eigenkapitalentwicklung

Mio. €

Gezeichnetes
Kapital

Kapital-
rücklage

Gewinn-
rücklagen

Eigenkapital vor Anteilen nicht beherrschen-
der Gesell-
schafter gesamt

Anteile nicht beherrschen-
der Gesell-
schafter

Eigenkapital gesamt

01.10.2021

363

5.048

-3.585

1.826

21

1.847

Ergebnis nach Steuern

0

0

-89

-89

3

-87

Sonstiges Ergebnis

0

0

-127

-127

0

-128

Gesamtergebnis

0

0

-217

-217

2

-214

Kapitalerhöhungen

0

0

0

0

3

3

Ausschüttungen

0

0

0

0

-7

-7

Kapitaltransaktionen
mit Veränderung
der Beteiligungsquote

0

0

-1

-1

0

0

Sonstige Veränderungen

0

0

0

0

0

0

31.3.2022

363

5.048

-3.802

1.609

19

1.629

1.10.2022

363

4.754

-2.774

2.344

21

2.365

Ergebnis nach Steuern

0

0

415

415

1

416

Sonstiges Ergebnis

0

0

-595

-595

0

-595

Gesamtergebnis

0

0

-179

-179

1

-179

Kapitalerhöhungen

0

0

0

0

0

0

Ausschüttungen

0

0

0

0

0

0

Kapitaltransaktionen
mit Veränderung
der Beteiligungsquote

0

0

2

2

-2

0

Sonstige Veränderungen

0

0

0

0

0

0

31.3.2023

363

4.754

-2.951

2.166

19

2.186

Anhang zum verkürzten Konzernzwischenabschluss

Segmentberichterstattung H1 2022/23

GESCHÄFTSSEGMENTE

Deutschland


West

Russland

Mio. €

H1
2021/22

H1
2022/23

H1
2021/22

H1
2022/23

H1
2021/22

H1
2022/23

Außenumsätze (netto)

2.288

2.421

5.574

5.931

1.373

1.459

Innenumsätze (netto)

8

10

3

3

15

16

Umsatzerlöse (netto)

2.297

2.431

5.578

5.934

1.388

1.475

EBITDA bereinigt

79

75

254

232

115

80

Transformationskosten

0

0

0

-3

0

0

Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen

0

0

1

4

1

0

EBITDA

79

75

255

238

116

80

Abschreibungen

57

59

136

138

74

32

Zuschreibungen

0

0

0

0

0

0

EBIT

23

16

119

101

42

48

Investitionen

29

40

91

187

9

27

Langfristiges Segmentvermögen

846

831

2.533

2.553

655

724

↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓

GESCHÄFTSSEGMENTE

Ost

Mio. €

H1
2021/22

H1
2022/23

Außenumsätze (netto)

4.573

5.095

Innenumsätze (netto)

0

0

Umsatzerlöse (netto)

4.573

5.095

EBITDA bereinigt

184

196

Transformationskosten

-5

2

Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen

8

0

EBITDA

197

194

Abschreibungen

147

82

Zuschreibungen

0

0

EBIT

49

112

Investitionen

58

79

Langfristiges Segmentvermögen

1.604

1.516

GESCHÄFTSSEGMENTE

Sonstige

Konsolidierung

METRO Gesamt

Mio. €

H1
2021/22

H1
2022/23

H1
2021/22

H1
2022/23

H1
2021/22

H1
2022/23

Außenumsätze (netto)

41

98

0

0

13.849

15.004

Innenumsätze (netto)

502

591

-529

-620

0

0

Umsatzerlöse (netto)

543

688

-529

-620

13.849

15.004

EBITDA bereinigt

47

-12

-2

6

678

577

Transformationskosten

-1

-3

0

0

-6

-3

Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen

4

203

0

0

13

207

EBITDA

51

194

-2

6

697

787

Abschreibungen

101

107

0

0

515

418

Zuschreibungen

0

0

0

0

0

0

EBIT

-49

86

-2

6

182

369

Investitionen

141

83

0

0

328

415

Langfristiges Segmentvermögen

1.037

1.023

1

-2

6.677

6.644

Segmentberichterstattung Q2 2022/23

GESCHÄFTSSEGMENTE

Deutschland

West

Russland

Mio. €

Q2
2021/22

Q2
2022/23

Q2
2021/22

Q2
2022/23

Q2
2021/22

Q2
2022/23

Außenumsätze (netto)

992

1.078

2.531

2.769

575

571

Innenumsätze (netto)

4

5

1

1

7

6

Umsatzerlöse (netto)

996

1.083

2.532

2.770

582

577

EBITDA bereinigt

-4

-10

52

59

34

20

Transformationskosten

0

0

0

-1

0

0

Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen

0

0

1

0

1

0

EBITDA

-4

-10

53

61

35

20

Abschreibungen

29

29

69

70

62

15

Zuschreibungen

0

0

0

0

0

0

EBIT

-33

-39

-16

-9

-27

6

Investitionen

17

30

50

99

6

21

↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓ ↓↓↓

GESCHÄFTSSEGMENTE

Ost

Mio. €

Q2
2021/22

Q2
2022/23

Außenumsätze (netto)

2.126

2.432

Innenumsätze (netto)

0

0

Umsatzerlöse (netto)

2.126

2.432

EBITDA bereinigt

44

50

Transformationskosten

-1

2

Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen

8

0

EBITDA

53

48

Abschreibungen

108

41

Zuschreibungen

0

0

EBIT

-56

7

Investitionen

43

46

GESCHÄFTSSEGMENTE

Sonstige

Konsolidierung

METRO Gesamt

Mio. €

Q2
2021/22

Q2
2022/23

Q2
2021/22

Q2
2022/23

Q2
2021/22

Q2
2022/23

Außenumsätze (netto)

22

47

0

0

6.245

6.897

Innenumsätze (netto)

237

293

-248

-305

0

0

Umsatzerlöse (netto)

258

340

-248

-305

6.245

6.897

EBITDA bereinigt

31

-10

-1

2

157

111

Transformationskosten

-1

-3

0

0

-2

-2

Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen

0

0

0

0

10

0

EBITDA

32

-7

-1

2

169

114

Abschreibungen

51

54

0

0

319

209

Zuschreibungen

0

0

0

0

0

0

EBIT

-19

-61

-1

2

-151

-95

Investitionen

109

45

0

0

225

243

Grundlagen und Methoden des verkürzten Konzernzwischenabschlusses

Dieser verkürzte Konzernzwischenabschluss zum 31. März 2023 wurde in Übereinstimmung mit IAS 34 („Zwischenberichterstattung“) erstellt, welcher Zwischenabschlüsse nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) regelt. Da es sich um einen verkürzten Zwischenabschluss handelt, sind nicht alle Informationen enthalten, die nach den IFRS für einen vollständigen Konzernabschluss zum Ende eines Geschäftsjahres erforderlich sind.

Dieser Konzernzwischenabschluss ist ungeprüft, allerdings wurde er einer prüferischen Durchsicht gemäß § 115 Abs. 5 WpHG unterzogen.

Der verkürzte Konzernzwischenabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge sind in Millionen Euro (Mio. €) angegeben, sofern nicht auf Abweichungen besonders hingewiesen wird. Beträge unter 0,5 Mio. € werden abgerundet und 0 Mio. € berichtet. Aufgrund von Rundungen ist es möglich, dass sich einzelne Zahlen nicht genau zur angegebenen Summe addieren.

Unterjährig werden umsatzabhängige und zyklische Sachverhalte, soweit wesentlich, abgegrenzt.

In diesem Konzernzwischenabschluss wurden alle vom International Accounting Standards Board (IASB) verabschiedeten und gültigen Standards und Interpretationen angewendet, soweit sie von der Europäischen Union genehmigt sind. Es werden grundsätzlich dieselben Rechnungslegungsmethoden wie im Konzernabschluss zum 30. September 2022 angewendet. Nähere Angaben zu den Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden finden sich im Anhang des Konzernabschlusses zum 30. September 2022, auch bezüglich erstmals im Geschäftsjahr 2022/23 angewendeter geänderter IFRS, die keine wesentliche Auswirkung auf den verkürzten Konzernzwischenabschluss haben.

Die Ermittlung des ausgewiesenen Steueraufwands erfolgt nach den Vorschriften zur Zwischenberichterstattung unter Anwendung des sogenannten integralen Ansatzes. Die Grundlage für die Berechnung bildet die aktuelle Unternehmensplanung zum Geschäftsjahresende.

Neu in Europäisches Recht übernommene Rechnungslegungsvorschriften

Die im Konzernabschluss zum 30. September 2022 gemachten Angaben zu erstmals anzuwendenden neuen Standards oder Standardänderungen sind an dieser Stelle nicht zu ergänzen, da zwischenzeitlich von der Europäischen Union keine Änderungen an IFRS genehmigt wurden.

Schätzungen und Annahmen, Ermessensentscheidungen

Folgewirkung der Covid-19 Pandemie und Krieg in der Ukraine

Das H1 2022/23 war weiterhin durch Folgewirkungen der Covid-19 Pandemie und Russlands Krieg in der Ukraine geprägt, insbesondere durch Energiekrise und Inflation aber auch Fachkräftemangel in der Gastronomie, wobei die einzelnen Segmente der METRO jeweils in unterschiedlichem Maße betroffen waren. METRO ist sowohl in der Ukraine als auch in Russland vertreten.

Bezüglich der Informationen zu Schätzungen, Annahmen und bedeutenden Ermessensentscheidungen, die die im vorliegenden Zwischenabschluss erfassten Beträge am wesentlichsten beeinflussen, wird auf die entsprechenden Ausführungen im Geschäftsbericht 2021/22 verwiesen. Für den Halbjahresabschluss wurden die verwendeten Schätzungen und Annahmen überprüft und weiterhin als angemessen eingeschätzt.

Die Zahlungsmittel unserer russischen Konzerngesellschaften belaufen sich zum 31. März 2023 auf 50 Mio. €. Diese werden laufend im Hinblick auf relevante Restriktionen beobachtet.

Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Umsatzerlöse werden gem. IFRS 15 (Erlöse aus Verträgen mit Kunden) bilanziert.

Die Umsatzerlöse sind den folgenden Kategorien zuzuordnen:

Mio. €

H1 2021/22

H1 2022/23

Stationäres und sonstiges Geschäft

11.086

11.692

Deutschland

1.998

2.037

West

4.336

4.453

Russland

1.169

1.222

Ost

3.577

3.934

Sonstige

6

46

Belieferungsgeschäft

2.733

3.266

Deutschland

291

384

West

1.238

1.478

Russland

204

237

Ost

996

1.161

Sonstige

4

6

METRO MARKETS Umsatz

31

45

Umsatz gesamt

13.849

15.004

Deutschland

2.288

2.421

West

5.574

5.931

Russland

1.373

1.459

Ost

4.573

5.095

Sonstige

41

98

Abschreibungen

Die Abschreibungen betragen 418 Mio. € (H1 2021/22: 515 Mio. €) und beinhalten Wertminderungen in Höhe von 2 Mio. € (H1 2021/22: 120 Mio. €).

H1 2021/22

Mio. €

Geschäfts- oder Firmenwerte

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Eigene
Sachanlagen


Nutzungsrechte

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Summe

Abschreibungen

51

75

224

150

14

515

davon planmäßige Abschreibungen

(0)

(75)

(157)

(148)

(14)

(395)

davon Wertminderungen

(51)

(0)

(67)

(2)

(0)

(120)

H1 2022/23

Mio. €

Geschäfts- oder Firmenwerte

Sonstige immaterielle Vermögenswerte

Eigene
Sachanlagen


Nutzungsrechte

Als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Summe

Abschreibungen

0

78

159

165

16

418

davon planmäßige Abschreibungen

(0)

(78)

(159)

(164)

(16)

(416)

davon Wertminderungen

(0)

(0)

(0)

(1)

(1)

(2)

Wertminderungen auf Finanzanlagen sind weder im aktuellen Jahr noch im Vorjahr angefallen.

Angaben zur Bilanz

Auswirkungen aus der Neubewertung leistungsorientierter Pensionspläne

Aufgrund der zum letzten Jahresabschluss unveränderten Zinssätze und Rententrends wurden in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres 2022/23 keine versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste erfasst.

Im Rahmen einer Gesetzesänderung in der Türkei wurden 6 Mio. € eigenkapitalmindernd im sonstigen Ergebnis erfasst. Gegenläufig wirkte sich im Eigenkapital in diesem Zusammenhang ein Effekt aus latenten Steuern in Höhe von 1 Mio. € aus.

Buchwerte und Fair Values nach Bewertungskategorien

Grundsätzlich entsprechen die Fair Values finanzieller Vermögenswerte und finanzieller Schulden, mit Ausnahme der nachfolgend aufgeführten Posten, im Wesentlichen den angesetzten Buchwerten:

31.3.2022

Mio. €

Buchwert

Fair Value

Finanzschulden ohne Leasingverhältnisse
(inkl. Grundgeschäfte aus Sicherungszusammenhängen gem. IAS 39)

1.848

1.831

31.3.2023

Mio. €

Buchwert

Fair Value

Finanzschulden ohne Leasingverhältnisse
(inkl. Grundgeschäfte aus Sicherungszusammenhängen gem. IAS 39)

1.557

1.533

Zum Fair Value angesetzte Aktiva belaufen sich auf 179 Mio. € (31.3.2022: 107 Mio. €), davon Beteiligungen 54 Mio. € (31.3.2022: 72 Mio. €), Passiva wurden in Höhe von 11 Mio. € (31.3.2022: 7 Mio. €) zum Fair Value angesetzt. Wesentliche Veränderungen der Bewertungsmethodik oder der Input-Parameter waren nicht zu verzeichnen.

Die Bewertung der zum Fair Value angesetzten Beteiligungen in Höhe von 54 Mio. € (31.3.2022: 72 Mio. €) wird für Beteiligungen in Höhe von 50 Mio. € (31.3.2022: 69 Mio. €) erfolgswirksam und für Beteiligungen in Höhe von 4 Mio. € (31.3.2022: 3 Mio. €) erfolgsneutral erfasst.

Während der Berichtsperiode wurden keine Transfers zwischen den Leveln 1 und 2 vorgenommen.

METRO verfügt über eine ausgeübte, noch nicht abgewickelte Put-Option in Höhe von 114 Mio. € für die Anteile an der WM Holding (HK) Limited, die als zur Veräußerung gehaltener Vermögenswert bilanziert werden. Die Bewertungssystematik dieses Level 3 – Instruments und die Kompensationswirkung zur Anteilsbewertung stellen sich unverändert zum Konzernabschluss 30.9.22 dar. Aus der Folgebewertung ergaben sich in H1 2022/23 keine Effekte.

Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte und Schulden

Veräußerung von METRO Indien

METRO hat am 22. Dezember 2022 eine Vereinbarung zur Veräußerung von METRO Indien an Reliance Retail Ventures Limited ("RRVL") unterzeichnet. Aufgrund der zunehmenden Marktkonsolidierung, der beschleunigten Digitalisierung und des intensiven Wettbewerbs passt das Geschäft von METRO Indien nicht mehr zur sCore-Wachstumsstrategie von METRO. Die Transaktion umfasst das operative Geschäft aller 31 indischen METRO Märkte sowie das Immobilienportfolio (6 Märkte). METRO erwartet den Abschluss der Transaktion vor Ende Juni 2023. Bis zum Abschluss der Transaktion verbleibt das indische Großhandelsgeschäft Bestandteil der METRO und trägt zum Konzernergebnis bei.

Alle von dieser Transaktion betroffenen Vermögenswerte und Schulden (Veräußerungsgruppe) werden nach den vorgenommenen Konsolidierungsmaßnahmen in der Konzernbilanz unter der Position „Zur Veräußerung vorgesehene Vermögenswerte“ bzw. „Schulden im Zusammenhang mit zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten“ ausgewiesen.

Die Zusammensetzung dieser Vermögenswerte und Schulden stellt sich zum 31. März 2023 wie folgt dar:

VERMÖGENSWERTE UND SCHULDEN

Mio. €

31.3.2023

Vermögenswerte

296

Sachanlagen

169

Finanzanlagen

9

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (langfristig)

5

Vorräte

59

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

4

Sonstige finanzielle und andere Vermögenswerte (kurzfristig)

29

Ertragsteuererstattungsansprüche

2

Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente

18

Schulden

233

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

3

Finanzschulden (langfristig)

102

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

40

Finanzschulden (kurzfristig)

72

Sonstige finanzielle und andere Verbindlichkeiten (kurzfristig)

15

Im Zusammenhang mit dem Veräußerungsprozess sind bis zum 31. März 2023 EBITDA-wirksame Aufwendungen in Höhe von 3 Mio. € angefallen, die unter den Allgemeinen Verwaltungskosten ausgewiesen sind. Die Aufwendungen entfallen vollständig auf das Segment Ost und sind als Portfoliomaßnahme den Transformationskosten zugeordnet.

Im Zusammenhang mit der Bewertung der Veräußerungsgruppe zum Fair Value abzüglich Veräußerungskosten sind keine Aufwendungen angefallen.

Die zum 31. März 2023 erfolgsneutral innerhalb des Eigenkapitals von METRO Indien bilanzierten Währungsumrechnungsdifferenzen betragen -44 Mio. €.

METRO WM Holding (HK) Limited, China

In Bezug auf die vormals at-equity bilanzierte Beteiligung von 20 % an der WM Holding (HK) Limited wurde am 24. Februar 2023 ein Veräußerungsvertrag mit dem Hauptanteilseigner geschlossen. Der Vollzug dieser Vereinbarung wird im Laufe dieses Geschäftsjahrs erwartet.

Einzelimmobilie Polen

In Polen steht eine Einzelimmobilie zur Veräußerung. Bis Ende des aktuellen Geschäftsjahres soll die Veräußerung abgeschlossen sein.

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

JOHBECO AB

METRO hat mit Datum vom 3. Mai 2023 einen Kaufvertrag über den Erwerb von 100% der Anteile an den folgenden Gesellschaften geschlossen (JHB):

JOHBECO AB, Schweden

Johan I Hallen & Bergfalk AB, Schweden

Johan I Hallen & Bergfalk Oy, Finnland

Der Kaufpreis beträgt ca. 100 Mio. €. Im Zusammenhang mit der Transaktion sind Beratungsaufwendungen in Höhe von 1 Mio. € angefallen. JHB ist der führende Spezialanbieter von Fleisch, Fisch und Meeresfrüchten und hat im zurückliegenden Geschäftsjahr (Januar 2022 bis Dezember 2022) einen Umsatz von etwa 180 Mio. € und ein Periodenergebnis von 3 Mio. € erzielt. Mehr als 50% des Umsatzes werden aus der eigenen Verarbeitung von Fleisch und Fisch erwirtschaftet. Mit dem Fachwissen von mehr als 350 Mitarbeitern werden mehr als 4.000 Kunden, überwiegend im HoReCa-Sektor, in Schweden und Finnland beliefert. JHB ist eine Ergänzung des bestehenden FSD-Portfolios von METRO und gewährt Zugang zu einem der größten Foodservice-Märkte in Europa. Die Akquisition wird den Lieferumsatz von METRO weiter steigern und dazu beitragen die sCore-Ziele für 2030 zu erreichen.

Weitere Detailangaben gemäß IFRS 3.B66 zu übernommenen Vermögenswerten und Schulden werden angesichts des begrenzten Zeitraums seit Vollzug der Transaktion erst in der Quartalsmitteilung zum 30. Juni 2023 dargestellt.

Sonstige Angaben

Segmentberichterstattung

Die Segmentierung folgt der internen Steuerung und Berichterstattung des Konzerns. Durch Aggregationen von operativen Berichtseinheiten richten sich die Berichtssegmente nach der Einteilung des Geschäfts in einzelne Regionen.

Nachfolgend werden die wesentlichen Bestandteile der Segmentberichterstattung beschrieben:

Der Außenumsatz repräsentiert den Umsatz der Geschäftssegmente mit Konzernexternen.

Der Innenumsatz zeigt die Umsätze mit anderen Geschäftssegmenten. Sie werden zu marktüblichen Konditionen abgewickelt.

Das Segment-EBITDA umfasst das EBIT vor Abschreibungen und Zuschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte, sonstige immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien.

Das EBITDA bereinigt beinhaltet das EBITDA ohne Transformationskosten und ohne Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen.

Der Begriff der Transformationskosten bezieht sich auf nicht regelmäßig wiederkehrende Effekte aus strategischen Portfoliobereinigungen, sofern sie nicht als aufgegebener Geschäftsbereich ausgewiesen wurden. Im H1 2022/23 beinhaltet dies im Wesentlichen die Länderaustritte in Belgien und Indien.

Die Ergebnisbeiträge aus Immobilientransaktionen beinhalten das EBITDA-wirksame Ergebnis aus dem Abgang von Grundstücken bzw. Landnutzungsrechten und/oder von Gebäuden im Rahmen einer Veräußerungstransaktion. Ergebnisse aus der Veräußerung von reinen Immobiliengesellschaften oder dem Verkauf von „at Equity“ bilanzierten Anteilen an solchen Gesellschaften gehören aufgrund ihres wirtschaftlichen Gehalts ebenfalls zu den Ergebnisbeiträgen aus Immobilientransaktionen. Ergebnismindernd wirken Kostenbestandteile, die im Zusammenhang mit Immobilientransaktionen angefallen sind.

Die Segmentsteuerungsgröße EBIT beschreibt das betriebliche Ergebnis der Periode vor Finanzergebnis und Ertragsteuern. Konzerninterne Mietverträge werden in den Segmenten als Operating-Leasingverhältnisse dargestellt. Die Vermietung findet dabei zu marktüblichen Konditionen statt. Werthaltigkeitsrisiken von langfristigen Vermögenswerten werden in den Segmenten grundsätzlich nur dann abgebildet, wenn es sich um Konzernrisiken handelt. Dies gilt analog für aktive und passive Abgrenzungen, die auf Segmentebene nur dann abgebildet werden, wenn dies auch in der Konzernbilanz erforderlich wäre.

Die Segmentinvestitionen beinhalten die Zugänge (einschließlich der Zugänge zum Konsolidierungskreis sowie der Effekte aus der Hochinflationsbilanzierung) zu den Geschäfts- oder Firmenwerten, sonstigen immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen sowie zu den als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien. Ausgenommen hiervon sind Zugänge aufgrund der Reklassifizierung von zur Veräußerung vorgesehenen Vermögenswerten als langfristige Vermögenswerte.

Das langfristige Segmentvermögen enthält das langfristige Vermögen. Ausgenommen sind hauptsächlich Finanzanlagen, nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen und Steuerpositionen.

Transfers zwischen den Segmenten finden grundsätzlich auf Basis der aus Konzernsicht entstehenden Kosten statt.

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen

Transaktionen mit nahestehenden Unternehmen und Personen haben keinen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.

Eventualverbindlichkeiten

Mio. €

31.3.2022

31.3.2023

Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen

35

35

Eventualverbindlichkeiten aus Bestellung von Sicherheiten für fremde
Verbindlichkeiten

8

11

43

46

Bei den Eventualverbindlichkeiten aus Gewährleistungsverträgen handelt es sich im Wesentlichen um Mietgarantien mit Laufzeiten von bis zu 10 Jahren, soweit eine Inanspruchnahme nicht als gänzlich unwahrscheinlich eingeschätzt werden konnte.

Sonstige Rechtsangelegenheiten

Gesellschaften des METRO Konzerns sind Partei bzw. Beteiligte in (schieds-) gerichtlichen Klageverfahren sowie Kartell- und anderen regulatorischen Verfahren in verschiedenen Ländern. Für diese Verfahren wurde, sofern die Verpflichtung hinreichend konkretisiert ist, eine angemessene Risikovorsorge gebildet. Die METRO AG bzw. ihre Konzerngesellschaften haben zudem Klagen auf Schadenersatz gegen Unternehmen erhoben, die wegen verbotener Wettbewerbsabsprachen verurteilt wurden (u.a. Lkw- und Zucker-Kartell).

Düsseldorf, 10. Mai 2023

Der Vorstand

VerSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

Nach bestem Wissen versichern wir, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzernzwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernzwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns im verbleibenden Geschäftsjahr beschrieben sind.

Düsseldorf, 10. Mai 2023

Der Vorstand

BESCHEINIGUNG NACH PRÜFERISCHER DURCHSICHT

An die METRO AG, Düsseldorf

Wir haben den verkürzten Konzernzwischenabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Überleitung vom Perioden- zum Gesamtergebnis, verkürzter Eigenkapitalentwicklung, Kapitalflussrechnung sowie ausgewählten erläuternden Anhangangaben – und den Konzernzwischenlagebericht der METRO AG, Düsseldorf, für den Zeitraum vom 1. Oktober 2022 bis 31. März 2023, die Bestandteile des Halbjahresfinanzberichts nach § 115 WpHG sind, einer prüferischen Durchsicht unterzogen. Die Aufstellung des verkürzten Konzernzwischenabschlusses nach dem International Accounting Standard IAS 34 „Zwischenberichterstattung“, wie er in der EU anzuwenden ist, und des Konzernzwischenlageberichts nach den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, eine Bescheinigung zu dem verkürzten Konzernzwischenabschluss und dem Konzernzwischenlagebericht auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht abzugeben.

Wir haben die prüferische Durchsicht des verkürzten Konzernzwischenabschlusses und des Konzernzwischenlageberichts unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze für die prüferische Durchsicht von Abschlüssen vorgenommen. Danach ist die prüferische Durchsicht so zu planen und durchzuführen, dass wir bei kritischer Würdigung mit einer gewissen Sicherheit ausschließen können, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 „Zwischenberichterstattung“, wie er in der EU anzuwenden ist, und der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden sind. Eine prüferische Durchsicht beschränkt sich in erster Linie auf Befragungen von Mitarbeitern der Gesellschaft und auf analytische Beurteilungen und bietet deshalb nicht die durch eine Abschlussprüfung erreichbare Sicherheit. Da wir auftragsgemäß keine Abschlussprüfung vorgenommen haben, können wir einen Bestätigungsvermerk nicht erteilen.

Auf der Grundlage unserer prüferischen Durchsicht sind uns keine Sachverhalte bekannt geworden, die uns zu der Annahme veranlassen, dass der verkürzte Konzernzwischenabschluss in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit IAS 34 „Zwischenberichterstattung“, wie er in der EU anzuwenden ist, oder dass der Konzernzwischenlagebericht in wesentlichen Belangen nicht in Übereinstimmung mit den für Konzernzwischenlageberichte anwendbaren Vorschriften des WpHG aufgestellt worden ist.

Düsseldorf, 10. Mai 2023

KPMG AG

Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Jessen Mehdi Zadegan

Wirtschaftsprüfer Wirtschaftsprüferin

Finanzkalender

Quartalsmitteilung 9M/Q3 2022/23

Donnerstag

10. August 2023

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Umsatzmeldung Geschäftsjahr 2022/23

Donnerstag

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Geschäftsbericht 2022/23

Mittwoch

13. Dezember 2023

18.30 Uhr

Zeitangaben nach deutscher Zeit

Impressum

METRO AG

Metro-Straße 1

40235 Düsseldorf

Postfach 230361

40089 Düsseldorf

http://www.metroag.de

Erscheinungsdatum

11. Mai 2023, 18.30 Uhr

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Disclaimer

Dieser Halbjahresfinanzbericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen. Sie beruhen auf bestimmten Annahmen und Erwartungen zum Zeitpunkt der Veröffentlichung dieser Mitteilung. Zukunftsgerichtete Aussagen sind daher mit Risiken und Ungewissheiten verbunden und können erheblich von den tatsächlichen Ergebnissen abweichen. Insbesondere im Hinblick auf zukunftsgerichtete Aussagen wird eine Vielzahl der Risiken und Ungewissheiten von Faktoren bestimmt, die nicht dem Einfluss der METRO unterliegen und heute auch nicht sicher abgeschätzt werden können. Dazu zählen u. a. zukünftige Marktbedingungen und wirtschaftliche Entwicklungen, das Verhalten anderer Marktteilnehmer, das Erreichen erwarteter Synergieeffekte sowie gesetzliche und politische Entscheidungen.

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