![]() MeVis Medical Solutions AGBremenHalbjahresfinanzbericht zum 31.3.2022ZwischenberichtVORWORT DES VORSTANDS Liebe Leserinnen und Leser, im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/2022 betrugen die Umsatzerlöse der Gesellschaft
T€ 8.546 (i. Vj. T€ 8.080). Die Umsatzerlöse entfielen zu 26 % (i. Vj. 30 %) auf die
Veräußerung von Lizenzen, zu 30 % (i. Vj. 35 %) auf Wartungsumsätze und zu 44 % (i.
Vj. 35 %) auf sonstige Umsätze, worin u.a. die Dienstleistungen für und Weiterbelastungen
an verbundene Unternehmen und das Mutterunternehmen enthalten sind. Das Ergebnis vor
Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Wesentlichen aufgrund im Vergleich zum Vorjahr
gestiegener Umsatzerlöse und gesunkener sonstiger betrieblicher Aufwendungen von T€
2.378 auf T€ 3.378, was einer attraktiven EBIT-Marge von 40 % entspricht. Der Wandel in unserer MeVis Geschäftsstruktur setzt sich weiterhin fort. Die Lizenzumsätze
sind leicht rückläufig im Vergleich zum Vorjahr, genauso wie die Wartungsumsätze.
Der leichte Rückgang im Lizenzgeschäft liegt darin begründet, dass im Bereich Lungendiagnostik
Projekte zeitlich verschoben wurden und dass die Lizenzverkäufe unserer Entwicklungsplattform
MeVisLab etwas rückläufig sind. Der leichte Rückgang der Wartungsumsätze liegt im
Bereich Digitale Mammographie begründet. Dagegen haben die sonstigen Umsätze im Vergleich
zu den zurückliegenden Jahren stark an Bedeutung für MeVis gewonnen. Insbesondere
die Entwicklungsdienstleistungen haben sich in den letzten 6 Monaten besser als erwartet
entwickelt, hauptsächlich in Projekten mit Varian Medical Systems und auch Hologic. Das Neugeschäft mit unseren Produkten für das Lungenkrebsscreening blieb, wie auch
im letzten Jahr, leider hinter unseren Erwartungen zurück. Die positive Nachfrage
nach den Produkten hat sich dabei nicht geändert, leider sind aber Installationen
der Software teilweise verschoben worden, was auch unter anderem darin begründet liegt,
dass Computer Hardware aufgrund der globalen Liefersituation für Computerkomponenten
nicht verfügbar waren. Der allgemeine positive Trend in Europa zur Annahme des Lungen-CT-Screenings
ist immer noch deutlich erkennbar, allerdings bedingt durch die Corona-Pandemie, in
Verzug geraten. Wir hoffen, dass der Trend wiederauflebt und sich auch zukünftig positiv
auf die Vermarktung unserer Produkte für das Lungenkrebsscreening auswirken wird. In der Mitte des ersten Halbjahres haben wir mit der aktiven Vermarktung einer neuen
Softwareapplikation im Bereich Leberdiagnostik, -chirurgie in Europa begonnen. Erste
Verkäufe und das Feedback auf Kongressen und Messen stimmen uns sehr positiv auf den
zukünftigen Erfolg der Applikation. Weiterhin sind wir von der Corona-Pandemie bzw. deren Nachwehen betroffen. Die Weltwirtschaft
hat sich zwischenzeitlich zwar etwas von der Krise erholt, ihre Auswirkungen prägen
jedoch weiterhin die wirtschaftliche Entwicklung. Aktuell wirken sich immer noch Lieferengpässe
und geringe Transportkapazitäten negativ auf den positiven Trend aus. Wir schließen
daher auch weiterhin nicht aus, dass es im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres zu
einer negativen Beeinträchtigung unserer Umsatzentwicklung kommen kann, z.B. infolge
eines Nachfragerückgangs seitens der Industriekunden, Krankenhäuser und Kliniken aufgrund
einer Prioritätenverschiebung bei Neuinvestitionen. Des Weiteren könnten Zahlungsschwierigkeiten
von Kunden zu Liquiditätsengpässen führen. Auch wenn viele Corona-Maßnahmen langsam entfallen und es sich schrittweise in Richtung
Normalität entwickelt, hat das bereits im Jahr 2020 eingerichtete Krisenteam unter
der Leitung des Vorstands auch im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/2022 die
Lage kontinuierlich und umsichtig beobachtet und Maßnahmen gesteuert, um den Geschäftsbetrieb
sicher zu stellen, wie z.B. erhöhte Hygiene- und Sicherheitsstandards. Unsere ordentliche
Hauptversammlung haben wir zwar auch in diesem Jahr noch einmal als virtuelle Hauptversammlung,
ohne physische Präsenz der Aktionäre und ihrer Bevollmächtigten, abhalten müssen,
aber Messen und Veranstaltungen finden vermehrt wieder statt und Kundenbesuche als
auch Reisetätigkeiten haben seit Beginn des neuen Geschäftsjahres stark zugenommen.
Die weiterhin von Teilen der Belegschaft genutzte Arbeit von zu Hause (Homeoffice)
funktioniert weitestgehend reibungslos, auch aufgrund der Nutzung von Videokonferenzen
und weitgehend digitalisierter Geschäftsprozesse. Wir haben bis jetzt keine wesentlichen
Auswirkungen der Covid-19-Pandemie auf unseren Geschäftsbetrieb festgestellt. Seit Ende Februar 2022 beschäftigt uns außerdem der Ukraine-Russland-Konflikt, bzw.
der widerrechtliche Übertritt der Grenzen des ukrainischen Staatsgebiets durch das
russische Militär und die danach eingeleiteten umfangreichen Sanktionen der westlichen
Wertegemeinschaft gegen den Aggressor Russland und teilweise gegen Weißrussland. Aus
heutiger Sicht lassen sich die Auswirkungen des russischen Angriffs auf die Ukraine
und der Sanktionen für die Weltwirtschaft und die Entwicklung von vielen Unternehmen
kaum abschätzen. Vor allem die erhöhten Energiepreise infolge der Abhängigkeit von
russischen Rohstoffen und die damit verbundenen Mehrkosten, eventuelle fehlende Gaslieferungen,
aber auch ausfallende Lieferanten bereiten große Sorgen. Der Vorstand der MeVis Medical
Solutions AG unterstützt die eingeleiteten restriktiven Maßnahmen gegen Russland und
überprüft regelmäßig die Einhaltung aller Sanktionen. Der Bereich Medizintechnik wird
derzeit nicht sanktioniert und wir gehen zu diesem Zeitpunkt nur von höheren Energiepreisen
für das Unternehmen aus und rechnen mit Preissteigerungen und Verzögerungen im Einkauf/
Beschaffung und der Logistik ähnlich den Auswirkungen der Corona-Pandemie. Zu diesem Zeitpunkt halten wir daher an unserer Prognose fest: Für das Geschäftsjahr
2021/2022 wird nun mit einem zum Vorjahr stabilen Umsatz von € 16,0 Mio. bis € 16,5
Mio. gerechnet. Neben dem leichten Umsatzrückgang mit dem Kunden Hologic werden leicht
steigende Umsatzerlöse im Bereich der Entwicklungsdienstleistungen erwartet. Für das
Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) erwarten wir ebenfalls Stabilität im Bereich
von € 4,0 Mio. bis € 4,5 Mio. Die prognostizierte Umsatzstabilität ist, bei einem
voraussichtlich ausgeglichenen Ergebnis aus Währungskursdifferenzen, der wesentliche
Treiber für die gleichbleibenden Aussichten des EBIT. Wie auch in der abgelaufenen Berichtsperiode wird der Vorstand seine Erwartungen
im Verlauf des Geschäftsjahres 2021/2022 auf der Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung
regelmäßig überprüfen.
DIE MEVIS AKTIESTAND 31.03.2022
KURSVERLAUF Die Aktie der MeVis Medical Solutions AG entwickelte sich vom 1. Oktober 2021 bis
zum 31. März 2022 stabil um ein durchschnittliches Kursniveau von € 32,00. Zum Auftakt
des Geschäftsjahres notierte die Aktie bei € 32,60 und schloss Ende März im Xetra-Handel
bei € 33,40. Im Verlauf der ersten Hälfte des Geschäftsjahres 2021/2022 lagen im Xetra-Handel
der Höchstkurs der Aktie bei € 36,00 und der Tiefstkurs bei € 30,00. Im Vergleich
zu € 32,40 zum Ende 31. März 2021 ist der Wert der MeVis-Aktie in zwölf Monaten um
3 % gestiegen. Zum Stichtag 31. März 2022 betrug die Marktkapitalisierung somit unter
Berücksichtigung von 1.820.000 im Umlauf befindlichen Aktien ca. € 61 Mio. AKTIONÄRSSTRUKTUR PER 31. MÄRZ 2022 Zum Bilanzstichtag wurden 73,66 % des gesamten Grundkapitals der MeVis Medical Solutions
AG von der Varex Imaging Deutschland AG, einer mittelbaren Tochtergesellschaft der
Varex Imaging Corporation, Salt Lake City, Utah, USA, gehalten. Weiterer institutioneller
Aktionär ist, gemäß den uns zugegangenen Aktionärsmitteilungen, die HANSAINVEST Hanseatische
Investment-GmbH mit ca. 12,57 % des gesamten Grundkapitals der MeVis Medical Solutions
AG. Somit befinden sich rund 13,78 % der Aktien im Streubesitz. AUSGLEICHSZAHLUNG Der zwischen der Varex Imaging Deutschland AG und der MMS AG bestehende Beherrschungs-
und Gewinnabführungsvertrag verpflichtet die Varex Imaging Deutschland AG, für die
Dauer dieses Vertrages den außenstehenden Aktionären für jedes volle Geschäftsjahr
eine wiederkehrende Geldleistung ("Ausgleichszahlung") zu zahlen. Diese beträgt für
jedes volle Geschäftsjahr € 1,13 (brutto) bzw. € 0,95 (netto) je Aktie. ZWISCHENLAGEBERICHT H1 2021/2022VORBEMERKUNG Der vorliegende Bericht umfasst das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/2022,
also den Berichtszeitraum 1. Oktober 2021 bis zum 31. März 2022. Die nachfolgend angegebenen
Vorjahresbeträge beziehen sich auf das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2020/2021
vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021. Die MeVis Medical Solutions AG hat ihren
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020/2021 nach den für Kapitalgesellschaften
geltenden Vorschriften des HGB sowie unter Beachtung des Aktiengesetzes aufgestellt.
Auf dieser Grundlage wurde auch dieser Zwischenabschluss erstellt. GRUNDLAGEN DER GESELLSCHAFTSTRUKTUR Die MeVis Medical Solutions AG (im Folgenden auch "MMS AG", "MeVis" oder "Gesellschaft")
wurde 1997 gegründet und nahm ihren Geschäftsbetrieb in 1998 auf. 73,66 % des Grundkapitals
der MMS AG werden derzeit von der Varex Imaging Deutschland AG, Willich, gehalten.
Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen der Varex Imaging
Deutschland AG, als herrschendem Unternehmen, und der MeVis Medical Solutions AG,
als beherrschtem Unternehmen. Die MMS AG gehört somit über die Varex Imaging Deutschland
AG zum Varex-Konzern unter Führung der Varex Imaging Corporation, Salt Lake City,
Utah, USA. Die Varex Imaging Corporation stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten
Kreis von Unternehmen auf und die MMS AG wird in diesen einbezogen. Der Konzernabschluss
wird bei der U.S. Securities and Exchange Commission (SEC) eingereicht und ist am
Sitz des Konzernmutterunternehmens erhältlich. Die MMS AG hält im Rahmen eines Joint Ventures mit der Siemens Healthcare GmbH, München,
(im Folgenden "Siemens"), 51 % an der MeVis BreastCare GmbH & Co. KG, Bremen, (im
Folgenden auch "MBC" oder "MBC KG"). KURZÜBERBLICK ÜBER DIE GESCHÄFTSTÄTIGKEIT Die MMS AG entwickelt innovative Software zur Analyse und Bewertung von Bilddaten
und vermarktet diese an Hersteller von Medizinprodukten, Anbietern von medizinischen
IT-Plattformen und zum Teil auch an klinische Endkunden. Die klinischen Schwerpunkte sind dabei die bildbasierte Früherkennung und Diagnostik
epidemiologisch bedeutsamer Erkrankungen, wie z.B. Brust-, Lungen-, Leber- und neurologische
Erkrankungen. Die Software-Lösungen unterstützen dabei viele zur Anwendung kommende
bildgebende Verfahren. Dazu zählen nicht nur die auf Röntgenstrahlen basierenden Verfahren
wie Computertomographie, die digitale Mammographie oder die digitale Tomosynthese,
sondern auch die Magnetresonanztomographie (Kernspintomographie), die digitale Sonographie
und die simultane Nutzung mehrerer Verfahren (Multimodalität). MeVis liefert für Weltmarkführer
in der Medizinbranche Technologien und Softwareapplikationen, welche die Ansprüche
dieser Unternehmen an Technologieführerschaft erfüllen und helfen deren Position auszubauen. Neben dem Verkauf von Softwarelizenzen und zugehörigen Wartungsverträgen bietet MeVis
Dienstleistungen im Bereich der Softwareprogrammierung für Medizintechnikunternehmen
(Entwicklungsdienstleistungen) an. Diese umfassen die Zurverfügungstellung von Softwareentwicklungsteams,
also Softwareentwickler, Produkt- und Projektmanager, Anwendungsspezialisten sowie
Testingenieure. Die Teams unterstützen externe Kunden bei der Entwicklung von Softwaremodulen
oder -applikationen und bei der Integration neuer Funktionen und neuer Technologien,
wie z.B. Algorithmen basierend auf künstlicher Intelligenz. Ebenso werden Dienstleistungen
an klinische Endkunden erbracht. Dazu gehören u.a. dreidimensionale technische Visualisierungen
("MeVis Distant Services"), interaktive Online-Trainings zur Verbesserung der Diagnosefähigkeiten
der Kliniker sowie internetbasierte Spezialanwendungen in der Teleradiologie ("MeVis
Online Services"). Wo in den Anfangsjahren von MeVis die bildbasierte Früherkennung und die Diagnostik
von Brustkrebs im Vordergrund stand, nutzt MeVis heute die klinische Expertise, das
Know-how aus dem Bereich Brustkrebs, die innovativen Technologien sowie das Partnernetzwerk
zur sukzessiven Weiterentwicklung der Software-Lösungen zur Anwendung bei anderen
onkologischen Erkrankungen. WIRTSCHAFTSBERICHTGESCHÄFTSVERLAUF Das operative Geschäft der Gesellschaft setzt sich zusammen aus der Entwicklung und
dem Verkauf von Softwarelizenzen, dem damit verbundenen Wartungsgeschäft, der Softwareprogrammierung
für Medizintechnikunternehmen (Entwicklungsdienstleistungen) und der Erbringung von
Dienstleistungen für technische Visualisierungen (Distant Services) sowie im Rahmen
von Online Trainings. Mit rd. 89 % (i. Vj. 90 %) des Gesamtumsatzes trug das Softwaregeschäft, das u. a.
Produkte für die Medizintechnikunternehmen Hologic, Vital Images und Invivo beinhaltet,
auch in dieser Berichtsperiode den Großteil zum Gesamtumsatz der Gesellschaft bei. Das erste Halbjahr des Geschäftsjahres 2021/2022 war mit Blick auf die Finanzkennzahlen
erneut erfolgreich für MeVis. Die Gesellschaft konnte weiterhin an der sehr guten
Marktposition von Hologic für Brustkrebsscreening partizipieren. ERTRAGSLAGE Im ersten Halbjahr betrugen die Umsatzerlöse der Gesellschaft T€ 8.546 (i. Vj. T€
8.080). Die Umsatzerlöse entfallen zu 26 % (i. Vj. 30 %) auf die Veräußerung von Lizenzen,
zu 30 % (i. Vj. 35 %) auf Wartungsumsätze und zu 44 % (i. Vj. 35 %) auf sonstige Umsätze,
worin u.a. die Dienstleistungen für und Weiterbelastungen an verbundene Unternehmen
und das Mutterunternehmen enthalten sind. Die Umsatzverschlechterung gegenüber dem
Vorjahr bei den Lizenzerlösen ist im Wesentlichen auf eine Verringerung verkaufter
Lizenzen an den Kunden Invivo zurückzuführen. Die leichte Umsatzverschlechterung bei
den Wartungserlösen ist überwiegend auf die Verminderung der Wartungserlöse mit dem
Kunden Hologic aufgrund des Rückgangs von neu abgeschlossenen Wartungsverträgen zurückzuführen.
Die Umsatzverbesserung bei den sonstigen Umsätzen gegenüber dem Vorjahr ergibt sich
durch einen Umsatzanstieg im Bereich der Entwicklungsdienstleistungen. Die sonstigen betrieblichen Erträge betrugen im ersten Halbjahr T€ 1.031 (i. Vj.
T€ 781). Sie setzen sich im Wesentlichen aus Erträgen aus Kursdifferenzen in Höhe
von T€ 955 (i. Vj. T€ 660) zusammen. Der Materialaufwand hat sich auf T€ 194 erhöht (i. Vj. T€ 98), da im Gegensatz zum
Vorjahr Fremdleistungen in Höhe von T€ 74 im Produktbereich Lunge in Anspruch genommen
worden sind. Der Personalaufwand der Gesellschaft betrug im ersten Halbjahr T€ 4.369
(i. Vj. T€ 4.351). Im Berichtsjahr ist die durchschnittliche Anzahl der fest angestellten
Mitarbeiter der Gesellschaft mit 104 unverändert geblieben. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum T€ 1.586 (i.
Vj. T€ 1.970). Sie setzen sich zusammen aus Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe
von T€ 629 (i. Vj. T€ 724), Mietaufwendungen von T€ 238 (i. Vj. T€ 267), Aufwendungen
für Rechts-, Beratungs- und Prüfungsleistungen von T€ 216 (i. Vj. T€ 443), Vertriebsaufwendungen
von T€ 63 (i. Vj. T€ 21), Betriebsaufwendungen von T€ 56 (i. Vj. T€ 54) sowie anderen
betrieblichen Aufwendungen von T€ 384 (i. Vj. T€ 460). Das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (EBIT) stieg im Wesentlichen aufgrund im Vergleich
zum Vorjahr gestiegener Umsatzerlöse und gesunkener sonstiger betrieblicher Aufwendungen
von T€ 2.378 auf T€ 3.378. Die Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens betragen T€ 85 (i. Vj. T€
80) und entfallen auf Zinserträge aus dem an die Varex Imaging Deutschland AG gewährten
Darlehen. Somit ergibt sich ein Ergebnis vor Steuern (EBT) von T€ 3.463 (i. Vj. T€
2.458). Im abgelaufenen Halbjahr sind Ertragsteuern in Höhe von T€ 42 (i. Vj. T€ 42) angefallen,
daher ergibt sich unter Berücksichtigung des Aufwands aus dem abzuführenden Ergebnis
an die Varex Imaging Deutschland AG in Höhe von T€ 3.421 (i. Vj. T€ 2.416) ein Jahresüberschuss
in Höhe von T€ 0 (i. Vj. T€ 0). Zu beachten ist, dass der Aufwand aus der Ergebnisabführung
erst mit Ablauf des Geschäftsjahres rechtlich entsteht. VERMÖGENS- UND FINANZLAGE Die Bilanzsumme hat sich auf T€ 25.513 verringert (30.09.2021: T€ 27.534). Bei den
Aktiva erhöhte sich das das Umlaufvermögen um T€ 1.293 und die liquiden Mittel verringerten
sich um T€ 3.312. Das Eigenkapital blieb konstant. Die Rückstellungen verringerten
sich um T€ 560 und die Verbindlichkeiten verringerten sich um T€ 1.296. Der passive
Rechnungsabgrenzungsposten verringerte sich um T€ 1.306. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme und dem konstanten
Eigenkapital auf 70 % (30.09.2021: 65 %) erhöht, der Verschuldungsgrad ist entsprechend
auf 30 % (30.09.2021: 35 %) gesunken. Das Umlaufvermögen erhöhte sich zum Bilanzstichtag um T€ 1.293 auf T€ 4.446 (30.09.2021:
T€ 3.153). Dies ist im Wesentlichen auf die gestiegenen Forderungen aus Lieferungen
und Leistungen, die sich um T€ T€ 1.115 erhöht haben, zurückzuführen. Das Eigenkapital der Gesellschaft blieb konstant auf T€ 17.826 (30.09.2021: T€ 17.826)
und setzt sich neben dem gezeichneten Kapital in Höhe von T€ 1.820 (30.09.2021: T€
1.820) aus der Kapitalrücklage in Höhe von T€ 11.461 (30.09.2021: T€ 11.461) sowie
den gesetzlichen Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 5 (30.09.2021: T€ 5) und den anderen
Gewinnrücklagen in Höhe von T€ 4.540 (30.09.2021: T€ 4.540) zusammen. Die Rückstellungen haben sich im Vergleich zum Vorjahr um T€ 560 auf T€ 2.454 verringert
(30.09.2021: T€ 3.014). Den Pensionsrückstellungen wurden T€ 10 zugeführt. Die sonstigen
Rückstellungen haben sich u.a. aufgrund gesunkener Personalrückstellungen auf T€ 1.691
verringert. Die Verbindlichkeiten haben sich im Wesentlichen aufgrund der Verringerung
der Verbindlichkeiten gegenüber Gesellschaftern zum Bilanzstichtag um T€ 1.296 auf
T€ 3.666 (30.09.2021: T€ 4.962) verringert. Der passive Rechnungsabgrenzungsposten
ist aufgrund im Vergleich zum Vorjahr erhöhten Kundenvorauszahlungen für in Zukunft
zu erbringende Leistungen der Gesellschaft um T€ 165 auf T€ 1.567 gesunken. Die liquiden Mittel der Gesellschaft (Kassenbestand, Bankguthaben) haben sich im
ersten Halbjahr von T€ 7.621 auf T€ 4.309 verringert. Insgesamt hat sich die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage sehr zufriedenstellend
entwickelt. CHANCEN- UND RISIKOBERICHT Seit Beginn des Geschäftsjahres haben sich keine wesentlichen Änderungen in Bezug
auf die Risikolage der Gesellschaft ergeben. Es gelten daher weiterhin die im Chancen-
und Risikobericht des Abschlusses zum Ende des Geschäftsjahres zum 30. September 2021
gemachten Angaben. PROGNOSEBERICHT Zu diesem Zeitpunkt halten wir an unserer Prognose fest: Für das Geschäftsjahr 2021/2022
wird nun mit einem zum Vorjahr stabilen Umsatz von € 16,0 Mio. bis € 16,5 Mio. gerechnet.
Neben dem leichten Umsatzrückgang mit dem Kunden Hologic werden leicht steigende Umsatzerlöse
im Bereich der Entwicklungsdienstleistungen erwartet. Für das Ergebnis vor Zinsen
und Steuern (EBIT) erwarten wir ebenfalls Stabilität im Bereich von € 4,0 Mio. bis
€ 4,5 Mio. Die prognostizierte Umsatzstabilität ist, bei einem voraussichtlich ausgeglichenen
Ergebnis aus Währungskursdifferenzen, der wesentliche Treiber für die gleichbleibenden
Aussichten des EBIT. Mögliche Auswirkungen der aktuellen Corona Pandemie haben bei
der Budgeterstellung eine Rolle gespielt. Es ist sehr schwierig mögliche Auswirkungen
zu bewerten. Auf der einen Seite wissen wir, dass Leistungserbringer (z.B. Krankenhäuser)
auf Grund aktuell anderer Prioritäten weniger Ressourcen für Investitionen zur Verfügung
stellen, auf der anderen Seite haben wir in den letzten 12 Monaten aber auch keinen
durch die Corona Pandemie bedingten signifikanten Rückgang unseres Geschäfts feststellen
können und insoweit auch keine spezifischen Corona Abschläge auf unser Budget vorgenommen. Wie auch in der abgelaufenen Berichtsperiode wird der Vorstand seine Erwartungen
im weiteren Verlauf des Geschäftsjahres 2021/2022 auf der Basis der aktuellen Geschäftsentwicklung
regelmäßig überprüfen. Bremen, den 30. Mai 2022
BILANZ der MeVis Medical Solutions AG, Bremen, zum 31. März 2022AKTIVA (ANGABEN IN €)
PASSIVA (ANGABEN IN €)
GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG der MeVis Medical Solutions AG, Bremen, für die Zeit vom 1. Oktober 2021 bis 31. März 2022
ANHANG des Halbjahresfinanzberichts der MeVis Medical Solutions AG, Bremen, zum 31. März 2022GRUNDSÄTZLICHE INFORMATIONENALLGEMEINE ANGABEN Der eingetragene Sitz der Gesellschaft ist in Bremen/Deutschland. Die Unternehmensanschrift
ist: Caroline-Herschel-Str. 1, 28359 Bremen. Die MMS AG ist eingetragen in das Handelsregister
beim Amtsgericht Bremen (HRB 23791 HB). 73,66 % des Grundkapitals der MMS AG werden derzeit von Varex Imaging Deutschland
AG, Willich, gehalten. Es besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag zwischen
der Varex Imaging Deutschland AG, als herrschendem Unternehmen, und der MeVis Medical
Solutions AG, als beherrschtem Unternehmen. Die MMS AG gehört somit über die Varex
Imaging Deutschland AG zum Varex-Konzern unter Führung der Varex Imaging Corporation,
Salt Lake City, Utah, USA. Die MeVis Medical Solutions AG hat ihren Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2020/2021
nach den für Kapitalgesellschaften geltenden Vorschriften des HGB sowie unter Beachtung
des Aktiengesetzes aufgestellt. Auf dieser Grundlage wurde auch dieser Zwischenabschluss
erstellt. Der vorliegende Zwischenabschluss wurde weder einer prüferischen Durchsicht
noch einer Prüfung entsprechend § 317 HGB unterzogen. BILANZIERUNGS- UND BEWERTUNGSMETHODEN Bei der Aufstellung des Zwischenabschlusses und der Ermittlung der Vergleichszahlen
für das Vorjahr wurden dieselben Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden wie im Jahresabschluss
2020/2021 angewandt. Eine detaillierte Beschreibung dieser Methoden ist im Anhang
des Jahresabschlusses 2020/2021 veröffentlicht. AUSGEWÄHLTE ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ UND ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG1. FORDERUNGEN UND SONSTIGE VERMÖGENSGEGENSTÄNDE Sämtliche Forderungen haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen zum Bilanzstichtag T€ 3.387
(30.09.2021: T€ 2.272) und betreffen im Wesentlichen Forderungen an die Kunden Hologic,
Vital Images und Invivo. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen in Höhe von T€ 113 (30.09.2021:
T€ 64) den Liefer- und Leistungsverkehr mit der MBC KG sowie in Höhe von T€ 584 (30.09.2021:
T€ 463) den Liefer- und Leistungsverkehr mit der Varex Imaging Deutschland AG und
der Varex Imaging Corporation. Zudem enthalten die Forderungen gegen verbundene Unternehmen
kurzfristige Zinsforderungen in Höhe von T€ 85 (30.09.2021: T€ 0) aus einem an die
Varex Imaging Deutschland AG gewährten Darlehen. Die sonstigen Vermögensgegenstände belaufen sich zum Bilanzstichtag auf T€ 277 (30.09.2021:
T€ 354). Diese betreffen im Wesentlichen eine Mietkaution in Höhe von T€ 250 sowie
Forderungen aus einem Förderprojekt. 2. RÜCKSTELLUNGEN Die sonstigen Rückstellungen belaufen sich auf T€ 1.691 (30.09.2021: T€ 2.276). Von
diesen entfallen im Wesentlichen T€ 452 (i. Vj. T€ 459) für die Abwehr einer Patentrechtsklage,
T€ 287 (30.09.2021: T€ 265) auf Urlaubs- und Überstundenrückstellungen, T€ 286 (30.09.2021:
T€ 355) auf ausstehende Rechnungen, T€ 255 (30.09.2021: T€ 574) auf Bonusrückstellungen,
T€ 175 (30.09.2021: T€ 385) auf Rückstellungen für das 13. Gehalt sowie T€ 151 (30.09.2021:
T€ 151) auf Garantierückstellungen. 3. VERBINDLICHKEITEN Im Berichtszeitraum verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen
um T€ 17 und belaufen sich zum Stichtag auf T€ 10. Die Verbindlichkeiten gegenüber
verbundenen Unternehmen von T€ 3.421 (30.09.2021: T€ 4.546) betreffen die Gewinnabführung
aufgrund des bestehenden Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags mit der Varex
Imaging Deutschland AG. Die Verbindlichkeit entsteht rechtlich erst mit Ablauf des
Geschäftsjahres 2021/2022. 4. PASSIVE RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN In diesem Posten sind bereits bezahlte, aber nicht realisierte Erlöskomponenten aus
Mehrkomponentenverträgen abgegrenzt. Darüber hinaus werden vereinnahmte Zahlungen
aus Wartungsverträgen abgegrenzt, soweit die entsprechende Wartungsleistung noch nicht
erbracht wurde. 5. UMSATZERLÖSE Die Umsatzerlöse gliedern sich in die folgenden Erlösarten:
6. SONSTIGE BETRIEBLICHE ERTRÄGE Die sonstigen betrieblichen Erträge belaufen sich im ersten Halbjahr auf T€ 1.031
(i. Vj. T€ 718). Im Wesentlichen entfallen hiervon T€ 955 (i. Vj. T€ 660) auf Kursdifferenzen.
Die Kursdifferenzen sind darauf zurückzuführen, dass der überwiegende Anteil der Leistungen
in US-Dollar abgerechnet wird und auch Liquidität in US-Dollar gehalten wird. Aufgrund
der Zugehörigkeit zum Varex Imaging Konzern und dessen Unternehmenspolitik folgend
werden keine Kurssicherungsgeschäfte abgeschlossen. 7. PERSONALAUFWAND Im Durchschnitt wurden 104 Mitarbeiter (Vorjahreszeitraum: 104) beschäftigt. Dies
entspricht im Durchschnitt 95 Vollzeitäquivalenten (Vorjahreszeitraum: 95). 8. SONSTIGE BETRIEBLICHE AUFWENDUNGEN Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen betrugen im Berichtszeitraum T€ 1.586 (i.
Vj. T€ 1.970). Sie setzen sich zusammen aus Aufwendungen aus Kursdifferenzen in Höhe
von T€ 629 (i. Vj. T€ 724), Mietaufwendungen von T€ 238 (i. Vj. T€ 267), Aufwendungen
für Rechts-, Beratungs- und Prüfungsleistungen von T€ 216 (i. Vj. T€ 443), Vertriebsaufwendungen
von T€ 63 (i. Vj. T€ 21), Betriebsaufwendungen von T€ 56 (i. Vj. T€ 54) sowie anderen
betrieblichen Aufwendungen von T€ 384 (i. Vj. T€ 460). 9. BEZIEHUNGEN ZU NAHESTEHENDEN PERSONEN Die Gesellschaft führt mit nahestehenden Personen Transaktionen durch, die im Folgenden
erläutert werden. Diese sind Teil der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit und werden wie
unter fremden Dritten gehandhabt. Zu den nahestehenden Personen und Unternehmen gehören die gemeinschaftlich geführten
Unternehmen MBC KG und MBC GmbH, die Varex Imaging Deutschland AG und über diese die
verbundenen Unternehmen des Varex-Konzerns sowie der Vorstand und der Aufsichtsrat
und deren nahen Angehörige. Folgende Forderungen, Schulden, Aufwendungen und Erträge der Gesellschaft betreffen
nahestehende Personen und Unternehmen:
NACHTRAGSBERICHT Es haben sich nach dem Bilanzstichtag keine Geschäftsvorfälle von besonderer Bedeutung
für die Gesellschaft ergeben. VERSICHERUNG DES GESETZLICHEN VERTRETERS "Ich versichere nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Halbjahresfinanzberichterstattung der Zwischenabschluss der MeVis Medical
Solutions AG ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage der MeVis Medical Solutions AG vermittelt und im Zwischenlagebericht
der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der MeVis
Medical Solutions AG so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der
voraussichtlichen Entwicklung der MeVis Medical Solutions AG im verbleibenden Geschäftsjahr
beschrieben sind." Bremen, den 30. Mai 2022 MeVis Medical Solutions AG
DISCLAIMERZUKUNFTSBEZOGENE AUSSAGEN Dieser Bericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, die auf aktuellen Einschätzungen
des Managements über künftige Entwicklungen beruhen. Solche Aussagen unterliegen Risiken
und Unsicherheiten, die außerhalb der Möglichkeiten der MeVis Medical Solutions AG
bezüglich einer Kontrolle oder präzisen Einschätzung liegen, wie beispielsweise das
zukünftige Marktumfeld und die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen, das Verhalten der
übrigen Marktteilnehmer, die erfolgreiche Integration von Neuerwerben sowie Maßnahmen
staatlicher Stellen. Sollte einer dieser oder andere Unsicherheitsfaktoren und Unwägbarkeiten
eintreten oder sollten sich die Annahmen, auf denen diese Aussagen basieren, als unrichtig
erweisen, könnten die tatsächlichen Ergebnisse wesentlich von den in diesen Aussagen
explizit genannten oder implizit enthaltenen Ergebnissen abweichen. Es ist von der
MeVis Medical Solutions AG weder beabsichtigt, noch übernimmt die MeVis Medical Solutions
AG eine gesonderte Verpflichtung, zukunftsbezogene Aussagen zu aktualisieren, um sie
an Ereignisse oder Entwicklungen nach dem Datum dieses Berichtes anzupassen. ABWEICHUNGEN AUS TECHNISCHEN GRÜNDEN Aus technischen Gründen (z.B. Umwandlung von elektronischen Formaten) kann es zu
Abweichungen zwischen den in diesem Finanzbericht enthaltenen und den beim Bundesanzeiger
eingereichten Rechnungslegungsunterlagen kommen. In diesem Fall gilt die beim Bundesanzeiger
eingereichte Fassung als die verbindliche Fassung. Der Finanzbericht liegt ebenfalls in englischer Übersetzung vor; bei Abweichungen
geht die deutsche Fassung der englischen Übersetzung vor. Der Finanzbericht steht zum Download im Internet bereits unter: http://www.mevis.de/de/investor-relations/finanzberichte/ MeVis Medical Solutions AG Caroline-Herschel-Str. 1 Tel. +49 421 22495 0 www.mevis.de |
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