Ad-hoc | 24 February 1999 14:07
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Allianz AG
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Bericht zum 4. Quartal 1998
Allianz Gruppe:
Deutlich zweistellige Zuwächse bei Umsatz und Ergebnis
Vorläufige Eckdaten zum Geschäftsjahr 1998
Erstmalig berichtet die Allianz Gruppe über ihren konsolidierten
Abschluss auf der Basis internationaler Rechnungslegungsstandards.
Das Zahlenwerk für das Geschäftsjahr 1997 wurde entsprechend umgestellt.
Der Jahresüberschuß nach Steuern, Goodwill-Abschreibungen und
Minderheitenanteilen wird voraussichtlich um knapp 30 Prozent auf 3,5
Milliarden DM steigen, der Gruppenumsatz um etwa 19 Prozent auf
knapp 91 Milliarden DM zunehmen. Die AGF-Gruppe ist in den
Abschluß 1998 mit drei Quartalen einbezogen.
Die weltweiten Beitragseinnahmen der Allianz Gruppe erhöhten sich
um 14,7 Milliarden DM bzw. gut 19 Prozent auf ca. 90,6 Milliarden DM
(Vorjahr 75,9 Milliarden DM). Hiervon stammen 13,6 Milliarden DM
aus der anteiligen Konsolidierung der AGF-Gruppe. Auf der Basis
konstanter Wechselkurse und bereinigt um Konsolidierungseffekte betrug
das Wachstum 3,3 Prozent.
In der Schaden- und Unfallversicherung ergab sich weltweit ein
Zuwachs der Beitragseinnahmen um 23 Prozent von 48,1 auf 59,3
Milliarden DM (+3,5 Prozent ohne AGF und auf Basis konstanter
Wechselkurse). Die Allianz Gesellscften in Deutschland und Österreich
verzeichneten marktbedingt leichte Umsatzrückgänge,während in allen
anderen Märkten sich der Umsatz deutlich erhöhte.
In der Lebens- und Krankenversicherung wuchsen die Beitragseinnahmen
in der Allianz Gruppe um 12,6 Prozent von 27,8 auf
31,3 Milliarden DM (+2,5 Prozent ohne AGF und mit konstanten
Wechselkursen). In allen wichtigen Ländern nahm der Umsatz deutlich zu.
In der Schaden- und Unfallversicherung stieg die Schaden – Kostenquote
weltweit leicht an. Im Privatkundengeschäft verschlechterte sich
der relativ günstige Schadenverlauf der letzten Jahre nur geringfügig.
Die Schadenbelastung aus Naturkatastrophen und Großschäden aus der
Industrieversicherung erhöhte sich 1998 jedoch kräftig.
Dabei wirkten sich der Eissturm in Kanada und der Hurrikan “George”
in Puerto Rico besonders aus.
Das Ergebnis aus den Kapitalanlagen konnte deutlich gesteigert werden.
Ende 1998 hatten die Assets under Management der Allianz Gruppe
einen Marktwert von rund 660 Milliarden DM. Die laufenden Erträge wuchsen
wegen der weltweit rückläufigen Zinsen nur aufgrund des gestiegenden
Anlagebestandes. Die günstige Verfassung der Kapitalmärkte in der ersten
Jahreshälfte wurde zu Gewinnrealisierungen genutzt.
Das Ergebnis vor Steuern und Goodwill-Abschreibung wird sich 1998
voraussichtlich um 1,7 Milliarden DM bzw. 25 Prozent auf rund
8,3 Milliarden DM (Vorjahr 6,6 Milliarden DM) erhöhen. Aufgrund von
Portfolioumschichtungen (BHF, ERGO) fielen die Veräusserungsgewinne
deutlich höher aus als geplant. Bereinigt um diesen Effekt betrug
die Ergebnissteigerung rund 12 Prozent. Die AGF-Gruppe trug mit über
300 Millionen DM zum Ergebnis bei.
Nach der jetzigen Rechnungslegung sind die Abschreibungen auf den
Goodwill in der Gewinn- und Verlustrechnung zu erfassen. Für 1998
wird dies ein Betrag von etwa 0,5 Milliarden DM (0,3 Milliarden DM
in 1997) sein. Nach Abzug der Steuern und der Minderheitenanteile
rechnen wir mit einem Jahresüberschuss von 3,5 Milliarden DM
(Vorjahr 2,7 Milliarden DM). Das Ergebnis pro Aktie beträgt
hiernach 14,50 DM (Vorjahr 11,75 DM), dies ist gegenüber dem Vorjahr
eine Steigerung um gut 20 Prozent.
Zum Jahresende 1998 waren in der Allianz Gruppe 105.700
Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter beschäftigt.Der Anstieg um 28.700
im Vergleich zu 1997 (77.000) stammt fast ausschliealich aus der
Einbeziehung der AGF-Gruppe.
Der Vorstand der Allianz AG wird dem Aufsichtsrat vorschlagen, die
Dividende pro Aktie für das Geschäftsjahr 1998 von DM 1,90 auf
DM 2,20 zu erhöhen.
Prognose für das laufende Geschäftsjahr 1999
Auch für 1999 rechnet die Allianz mit einem weiteren Ergebnisanstieg.
Unter der Annahme, dass sich keine größeren Belastungen aus
Naturkatastrophen und Großschäden ergeben, wird eine Erhöhung des
Jahresüberschusses um gut 10 Prozent erwartet.
Für den Konzernumsatz rechnet die Allianz Gruppe auf Basis der
Wechselkurse per Ende 1998 mit einem Zuwachs von etwa 8,8 Prozent
auf gut 98 Milliarden DM.
Die Einflüsse der Steuerpläne der Bundesregierung auf die
Geschäftstätigkeit der Allianz sind bei dieser Prognose noch nicht
berücksichtigt. Die Allianz behält sich vor, Massnahmen einzuleiten,
um negative Auswirkungen auf die Gruppe zu vermeiden.
München, den 24. Februar 1999
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