Allianz Deutschland AGMünchenJahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2011 bis zum 31. Dezember 2011Geschäftsbericht 2011Im Sinne einer besseren Lesbarkeit verwenden wir im Geschäftsbericht durchgängig die Begriffe „Mitarbeiter“ und „Vertreter“. Damit meinen wir selbstverständlich auch unsere Mitarbeiterinnen und Vertreterinnen. Inhalt Mitglieder des Vorstands Mitglieder des VorstandsDr. Markus Rieß Dr. Wolfgang Brezina Bernd Heinemann Dr. Manfred Knof Andree Moschner Severin Moser Rainer Schwarz Dr. Alexander Vollert Dr. Frank Walthes Dr. Maximilian Zimmerer LageberichtDie Allianz Deutschland AG erzielte im Geschäftsjahr 2011 ein Ergebnis vor Steuern von 906 (1.076) Millionen Euro. Dieses wurde im Wesentlichen aus den Erträgen aus Gewinnabführungen und Dividenden der operativen Versicherungsgesellschaften – der Allianz Versicherungs-AG, der Allianz Lebensversicherungs-AG und der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG – sowie der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB) erwirtschaftet. Den Gewinn nach Steuern in Höhe von 936 (1.103) Millionen Euro führte die Allianz Deutschland AG aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Allianz SE ab. Die Rolle der Allianz Deutschland AG als Dachgesellschaft Die Allianz Deutschland AG ist die Dachgesellschaft der drei Erstversicherungsunternehmen Allianz Versicherungs-AG, Allianz Lebensversicherungs-AG und Allianz Private Krankenversicherungs-AG sowie der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG und der Oldenburgischen Landesbank AG (OLB). Geschäftsmodell Die Allianz Deutschland AG ist der führende Versicherer in Deutschland. Mit den Geschäftsfeldern Sachversicherung, Lebensversicherung, Krankenversicherung und Bank bieten wir ein umfassendes Spektrum an Produkten und Dienstleistungen zu Versicherung, Vorsorge und Vermögen für Privat- und Firmenkunden. Unser Anspruch ist, unsere Kunden mit unseren Leistungen nicht nur zufriedenzustellen, sondern zu begeistern. Begeisterte Kunden sind die Voraussetzung, um weiter zu wachsen und unsere Marktposition zu festigen und auszubauen. Die Bedürfnisse der Kunden sind unser Maßstab für Produktentwicklung, Beratung und Service. Wir befragen unsere Kunden daher regelmäßig nach unseren Leistungen, um zu erfahren, wo und wie wir uns verbessern können. Die Ergebnisse veröffentlichten wir erstmals in unserem Bericht „Ergebnis für den Kunden“. Im Jahr 2011 haben wir in der Schaden- und Unfallversicherung ein modulares Produktkonzept eingeführt. Im Mai kam die völlig neu gestaltete Kfz-Versicherung Allianz „MeinAuto“ auf den Markt, die es Kunden ermöglicht, ihren Versicherungsschutz individuell zusammenzustellen und nur für das zu bezahlen, was sie wirklich benötigen. Modulare Lösungen in der privaten Haftpflicht- und Hausratversicherung bieten wir ab 2012 an, weitere Produkte nach dem Bausteinprinzip werden folgen. Mit unseren rund 10.000 Agenturen bieten wir unseren Kunden eine ganzheitliche Betreuung bei allen Fragen rund um Versicherung, Vorsorge und Vermögen. Unsere Vertreter begleiten ihre Kunden über verschiedene Lebensphasen hinweg. Für eine erstklassige, bedarfsgerechte Beratung legen wir großen Wert auf die Ausbildung unserer Vertreter. Darüber hinaus stärken wir das Maklergeschäft, bauen den Internetvertrieb aus und heben Potenziale im Vertrieb über Banken sowie bei unseren Partnern der Automobilwirtschaft. Zugleich hat die Allianz Deutschland AG die Kosten im Blick. Unter anderem sollen Qualitätsverbesserungen im Schadenmanagement und eine strikte Kostendisziplin in der Verwaltung und im Vertrieb unsere Wettbewerbsfähigkeit weiter erhöhen. Nur mit gut ausgebildeten und motivierten Mitarbeitern können wir unserem Anspruch als Marktführer gerecht werden. Wir fördern unsere Mitarbeiter deshalb entsprechend ihren Stärken, bieten Entwicklungsmöglichkeiten und wollen sie langfristig an unser Unternehmen binden. Erstklassige Vertriebe, starke Produkte, niedrige Kosten und unsere exzellenten Mitarbeiter sind die Schlüsselfaktoren, um unsere Kunden für uns zu begeistern – und damit den nachhaltigen Unternehmenserfolg zu sichern. Querschnittsfunktionen Die Allianz Deutschland AG nimmt spartenübergreifende Querschnittsfunktionen wahr. Diese sind insbesondere Betriebsorganisation, Controlling, Datenschutz, Interne Dienste, IT, Marktmanagement, Personal, Rechnungswesen, Recht, Revision, Risikocontrolling und Unternehmenskommunikation. Weiterhin sind der spartenübergreifende Versicherungsbetrieb und die Schaden- und Leistungsbearbeitung in den Betriebsgebieten bei der Allianz Deutschland AG angesiedelt. Die Allianz Deutschland AG stellt die in den genannten Bereichen erbrachten Leistungen allen ihren Tochtergesellschaften zur Verfügung und berücksichtigt sie im Rahmen der innerbetrieblichen Leistungsverrechnung verursachungsgerecht und nach dem Vollkostenprinzip den Tochtergesellschaften gegenüber. Kosten, die originär der Allianz Deutschland AG als Einzelgesellschaft zuzuordnen sind, verbleiben dort. Allgemeine Rahmenbedingungen Gesamtwirtschaftliche Entwicklung Wirtschaftliche Dynamik lässt nach Die Weltkonjunktur konnte das hohe Expansionstempo des Jahres 2010 nicht halten und hat 2011 an Schwung verloren. Dies geht auf mehrere Faktoren zurück. Dazu zählen vor allem die beginnende Haushaltskonsolidierung in den Industrieländern und die graduelle Normalisierung der Geldpolitik in den Schwellenländern. Hinzu kamen allgemeine Kaufkraftverluste infolge des Rohstoffpreisanstiegs sowie Produktionsunterbrechungen infolge der Naturkatastrophe und des Reaktorunfalls in Japan. Spätestens seit Jahresmitte 2011 überlagerte zudem die anhaltende Unruhe an den Finanzmärkten alle anderen Konjunktursorgen. Die Skepsis der Marktteilnehmer, inwieweit wichtige Industrieländer, vor allem einige EWU-Staaten, ihre öffentlichen Finanzen wieder konsolidieren können, führte zu hoher Nervosität an den Märkten. Besonders groß wurde das Misstrauen gegenüber und unter den Banken. Die Kombination aus erhöhter Unsicherheit und ungünstigeren Finanzierungskosten belasteten die wirtschaftliche Entwicklung. Der Abschwächung des weltwirtschaftlichen Wachstums konnte sich Deutschland nicht entziehen. Insbesondere im 2. Halbjahr wuchs die deutsche Wirtschaft deutlich moderater. Zur Konjunkturstütze wurde die weiterhin günstige Entwicklung am Arbeitsmarkt. Der kontinuierliche Arbeitsplatzaufbau stärkte die Einkommen und die Konsumbereitschaft. Insgesamt legte das deutsche Bruttoinlandsprodukt 2011 noch um 3,0 Prozent zu. Damit verlief die deutsche Konjunktur wie bereits 2010 deutlich dynamischer als im übrigen Euroraum (+ 1,5 Prozent). Versicherungswirtschaft Vor dem Hintergrund einer nachlassenden Konjunkturdynamik verzeichnete die deutsche Versicherungswirtschaft eine zufriedenstellende Entwicklung des Beitragsaufkommens. Nach vorläufigen Angaben des GDV nahmen die laufenden Beiträge in der deutschen Erstversicherung 2011 insgesamt um 2,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zu. Allein die Einmalbeiträge in der Lebensversicherung verminderten sich nach den Rekordjahren 2009 und 2010 deutlich und ließen die Beiträge über alle Versicherungssparten hinweg um 0,4 Prozent gegenüber dem Vorjahr zurückgehen. Die Schaden- und Unfallversicherung erzielte 2011 mit einem Beitragsanstieg von voraussichtlich 2,7 Prozent das stärkste Wachstum seit 2003. Die Beiträge in der privaten Krankenversicherung wuchsen um 4,9 Prozent. In der Lebensversicherung stabilisierten sich die laufenden Beiträge nach den Minusraten der beiden Vorjahre, während das Geschäft gegen Einmalbeiträge wie erwartet zurückging. Insgesamt gaben die Beitragseinnahmen der deutschen Lebensversicherung inklusive Pensionskassen und -fonds um 4,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr nach. Bankenumfeld Die deutschen Kreditinstitute sahen sich 2011 einem zunehmend schwieriger werdenden Umfeld gegenüber. Begleitet vom fortgesetzten konjunkturellen Aufschwung aus dem Vorjahr, startete die Branche gut in das neue Jahr. Dann aber verflachte der Aufwärtstrend zusehends infolge der Staatsschuldenkrise im Euroraum. Obwohl der Prozess der Bilanzbereinigung weitere Fortschritte gemacht hat und die Risikotragfähigkeit der Branche weiter gefestigt werden konnte, stellte der Stresstest der europäischen Bankenaufsicht EBA bei systemisch relevanten deutschen Großbanken weiteren Kapitalbedarf fest. Banken mit einem kundenbezogenen und regional ausgerichteten Geschäftsmodell sind von den verschärften Kapitalvorgaben der EBA nicht betroffen. Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen Rechtliche Rahmenbedingungen Unisextarife Mit Wirkung zum 21. Dezember 2012 wird die europarechtliche Befugnis der Mitgliedstaaten unwirksam, bei der Kalkulation von Versicherungstarifen Differenzierungen nach dem Geschlecht zuzulassen, auch wenn dies statistisch gerechtfertigt ist. Dies hat der Europäische Gerichtshof (EuGH) am 1. März 2011 entschieden. Diese Entscheidung wirkt sich nicht nur in der Lebens- und in der Krankenversicherung, sondern auch in der Schaden- und Unfallversicherung auf die Produktgestaltung und Tarifierung aus. Auf bereits bestehende Verträge hat das Urteil keine Auswirkungen. Die neue Rechtslage gilt nur für Verträge, die ab dem 21. Dezember 2012 abgeschlossen werden. Geschäftsverlauf Die wesentliche Ergebnisquelle für die Allianz Deutschland AG ist das Finanzergebnis. Dieses wird von den Gewinnabführungen und Dividenden der operativen Gesellschaften bestimmt. Das Finanzergebnis verringerte sich gegenüber dem Vorjahr um 123 Millionen Euro auf 958 (1.081) Millionen Euro. Der Rückgang ist unter anderem auf Abschreibungen auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 87 (0) Millionen Euro zurückzuführen. Daneben reduzierten sich die Gewinnabführungen der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG um 33 Millionen Euro auf 6 (39) Millionen Euro und der Allianz Versicherungs-AG um 15 Millionen Euro auf 537 (552) Millionen Euro. Für die AllSecur AG wurde ein Verlust in Höhe von 16 Millionen Euro ausgeglichen. Die Gewinnabführung der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG erhöhte sich dagegen um 16 Millionen Euro auf 100 (84) Millionen Euro. Das Ergebnis der Jota-Vermögensverwaltungsgesellschaft mbH blieb mit 433 (433) Millionen Euro unverändert und wurde wie im Vorjahr von Dividendenzahlungen der Allianz Lebensversicherungs-AG bestimmt. Der Beteiligungsertrag aus der mittelbaren und unmittelbaren Beteiligung an der OLB verbesserte sich auf 20 (12) Millionen Euro. Die Allianz Deutschland AG hat sich gegenüber der OLB verpflichtet, die operativen Verluste aus dem Aufbau der Zweigniederlassung Allianz Bank längstens bis zum Jahr 2014 auszugleichen. Im Berichtsjahr beliefen sich diese auf 68 (71) Millionen Euro. Die übrigen Beteiligungserträge nahmen um 10 Millionen Euro auf 19 (9) Millionen Euro zu. Der positive Saldo aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen betrug 8 (2) Millionen Euro. Das Zinsergebnis wird im Wesentlichen von den Zinserträgen aus der Anlage liquider Mittel in Form von konzerninternen Darlehen bestimmt. Neben dem Finanzergebnis erwirtschaftete die Allianz Deutschland AG Erträge aus Dienstleistungen in Höhe von 1.873 (1.868) Millionen Euro. Den Erträgen standen entsprechende Aufwendungen gegenüber. Die Allianz Deutschland AG hat eine Rückstellung für drohende Verluste aus dem Ankauf von Anteilen am Immobilienfonds DEGI International in Höhe von 46 Millionen Euro gebildet. Der Anteilsankauf wurde Allianz Kunden Ende Oktober 2011 angeboten, als die endgültige Schließung des Immobilienfonds durch die Fondsverwaltungsgesellschaft bekannt gegeben wurde. Das außerordentliche Ergebnis verzeichnete im abgelaufenen Geschäftsjahr einen positiven Saldo in Höhe von 9 (4) Millionen Euro und beinhaltet in Höhe von 13 Millionen Euro einen Ertrag aus der Abspaltung und Übernahme der Beteiligung an der AllSecur AG von der Allianz Versicherungs-AG. Unter Berücksichtigung nicht verrechenbarer Gesellschaftskosten belief sich der Gewinn vor Steuern auf 906 (1.076) Millionen Euro. Der Steuerertrag in Höhe von 30 (27) Millionen Euro ergab sich aus Konzernumlagen im Rahmen der bestehenden steuerlichen Organschaften. Den Gewinn nach Steuern in Höhe von 936 (1.103) Millionen Euro führt die Gesellschaft aufgrund des Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrags an die Allianz SE ab. Vermögenslage Die Allianz SE brachte im Rahmen einer Ausgliederung die bislang noch direkt gehaltenen Anteile von jeweils circa 5 Prozent an der Allianz Versicherungs-AG und an der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG in die Allianz Deutschland AG ein. In diesem Zusammenhang wurde durch die Ausgabe von 500 neuen Aktien das Grundkapital um 500 Euro erhöht, in die Kapitalrücklage wurden 191 Millionen Euro eingestellt. Die Bilanzsumme der Allianz Deutschland AG beträgt zum Bilanzstichtag 10.110 (10.091) Millionen Euro. Dabei wird die Aktivseite im Wesentlichen durch die Anteile an verbundenen Unternehmen bestimmt, die im Berichtszeitraum auf 8.325 (7.799) Millionen Euro angestiegen sind. Die Position Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände beträgt im Geschäftsjahr 2011 1.169 (1.235) Millionen Euro. Auf der Passivseite führt das Eigenkapital mit 8.494 (8.303) Millionen Euro zu einer Eigenkapitalquote von 84 (82) Prozent. Die Verbindlichkeiten gegenüber verbunden Unternehmen gehen mit einem Betrag von 1.269 (1.472) Millionen Euro in die Bilanzsumme ein. Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Bei der Umsetzung unseres Ziels, die Marktführerschaft auszubauen, setzen wir auf motivierte und exzellente Mitarbeiter. Wir gewinnen und halten engagierte Mitarbeiter durch ein attraktives Arbeitsumfeld und durch die interne Besetzung neuer Stellen. Wir binden unsere Mitarbeiter an das Unternehmen, indem wir sie fördern und ihren jeweiligen Stärken entsprechend einsetzen, und erhalten damit wertvolles Know-how. Die Herausforderung durch den demografischen Wandel und die Förderung von Frauen waren 2011 die herausragenden Personalthemen. Die Allianz Deutschland und ihre Tochtergesellschaften wollen im Rahmen einer freiwilligen Selbstverpflichtung den Anteil von Frauen in Führungspositionen bis 2015 auf 30 Prozent erhöhen. Um dieses Ziel zu erreichen, wurden bereits zahlreiche Maßnahmen aufgesetzt: Die Eröffnung zweier Kinderkrippen in München, das erweiterte Angebot von flexiblen Arbeitszeitmodellen, die effektive Unterstützung von Eltern nach der Geburt eines Kindes sowie ein Mentoring-Programm für Mitarbeiterinnen in Vorbereitung auf eine Führungsposition im höheren Management. Überdies wurde die Personalplanung auf zehn Jahre ausgeweitet. Die Gesellschaft hat durch das Angebot, Mitarbeiteraktien der Allianz SE zu vergünstigten Konditionen zu erwerben, sowie im Rahmen einer variablen Vergütungskomponente ihre Mitarbeiter auch 2011 am Unternehmenserfolg beteiligt. Außerdem hat die Allianz auch in diesem Jahr wieder eine weltweite Befragung zur Mitarbeiterzufriedenheit durchgeführt, an der sich auch die Allianz Deutschland AG mit ihren Tochtergesellschaften beteiligte. Zahlen und Fakten
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Stichtag 31.12.; einschließlich ruhender Arbeitsverhältnisse Die Aufwendungen für Löhne und Gehälter betrugen im Berichtsjahr 804,5 (790,6) Millionen Euro. Die Summe aus sozialen Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung belief sich auf 192,9 (194,4) Millionen Euro. Darin sind neben der betrieblichen Altersversorgung auch die Beiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung enthalten. Dank an Beschäftigte und Arbeitnehmervertreter Der Vorstand dankt den Mitarbeitern für ihren großen Einsatz, ihre hohe Leistungsbereitschaft und Kompetenz. Auch den Arbeitnehmervertretern in den Betriebsratsgremien gilt der Dank für die gute Zusammenarbeit. Risikobericht Die Geschäftsmodelle der Gesellschaften innerhalb der Allianz Deutschland AG sind auf die Übernahme und das Management von Risiken ausgelegt. Ein ausgeprägtes Risikobewusstsein und das Abwägen von Chancen und Risiken sind daher integrale Bestandteile der Geschäftssteuerung. Risikoorganisation In der Allianz Deutschland AG ist der Grundsatz der unabhängigen Risikoüberwachung fest verankert. Die aktive Übernahme von Risiken und deren Management durch die Geschäftseinheiten sind organisatorisch strikt getrennt von der Risikoüberwachung durch einen unabhängigen Bereich (Risikocontrolling). Diese Kontrollinstanz umfasst nicht nur die unabhängige Identifizierung, Bewertung, Berichterstattung und Überwachung von Risiken, sondern prüft auch Handlungsalternativen und spricht Empfehlungen an die Geschäftseinheiten beziehungsweise den Vorstand aus. Der Vorstand der jeweiligen Geschäftseinheit trägt die übergreifende Verantwortung für das gesamte Risikomanagement und die Kontrolle der jeweiligen Risiken. Das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG und ihrer Tochtergesellschaften wird von einer organisatorischen Einheit innerhalb der Allianz Deutschland AG unter Leitung des Chief Risk Officer (CRO) im Auftrag aller Gesellschaften wahrgenommen. Dadurch wird Know-how gebündelt, und Ressourcen können effizient genutzt werden. Das Risikocontrolling überwacht die Risiken systematisch mit qualitativen und quantitativen Risikoanalysen und -bewertungen. Der CRO der Allianz Deutschland AG nimmt gleichzeitig die CRO-Funktion bei den Versicherungsgesellschaften wahr. Die Oldenburgische Landesbank (OLB) unterhält ein Risikomanagement- und Risikocontrollingsystem, das in die Risikosteuerung der Allianz Deutschland AG integriert ist, insbesondere hinsichtlich des internen Risikokapitalmodells, des Risk Committees und der einheitlichen Standards. Das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG ist in die Risikosteuerung der Allianz SE eingebunden. Als verbindliche Leitlinien dienen dabei die Risikostrategie und die Risk Policy der Allianz Deutschland AG sowie die von der Allianz SE vorgegebene Group Risk Policy, Minimum Standards und Modellierungsvorgaben. Die für das Risikocontrolling der Allianz SE zuständige Einheit Group Risk ist Kontrollinstanz für das Risikocontrolling der Allianz Deutschland AG. Als weitere interne und externe Instanzen zur Überprüfung der Risikoorganisation wirken in jeweils vorgeschriebenem Umfang Aufsichtsrat, Treuhänder des Sicherungsvermögens, Verantwortlicher Aktuar, Sicherheits-, Datenschutz-, Geldwäsche- und Compliance-Beauftragte sowie die Interne Revision. Aufsichtsbehörden und Wirtschaftsprüfer sind zusätzliche externe Instanzen der Risikoüberwachung. Die systematische Identifikation und Steuerung aller relevanten Risiken und die Angemessenheit der Prozesse im Risikomanagement werden durch Local Risk Committees der einzelnen Sparten unter Leitung des CRO sichergestellt. Ein Mitglied des Spartenvorstands ist jeweils Mitglied im Local Risk Committee und stellt so eine enge Verzahnung mit dem Spartenvorstand sicher. Die Arbeit der Local Risk Committees wird durch mehrere Sub Risk Committees ergänzt. Für übergreifende operative Themen hat die Allianz Deutschland AG ein eigenes Risk Committee eingerichtet, in dem neben Vorständen aus den Geschäftssegmenten alle relevanten operativen Einheiten vertreten sind. Relevante Risiken Alle relevanten Risiken werden durch geeignete Kontrollprozesse erfasst. Die quantifizierbaren Risiken sind im internen Risikokapitalmodell berücksichtigt. Dies erfüllt unserer Auffassung nach die erwarteten künftigen Anforderungen aus Solvency II und umfasst die nachfolgend genannten Risiken. Marktrisiken Wertverluste bei Aktien, festverzinslichen Anlagen, Immobilien, nicht börsennotierten Beteiligungen und Fremdwährungsanlagen. Kreditrisiken Wertverluste aufgrund von Schuldnerinsolvenzen oder Ausfall unserer Rückversicherungspartner beziehungsweise Emittenten von Derivaten sowie Wertverluste aufgrund von Verschlechterung der Kreditwürdigkeit der Schuldner, der Rückversicherungspartner oder der Emittenten. Versicherungstechnische Risiken Risiken, die aufgrund der Abweichung der tatsächlichen Versicherungsereignisse von den erwarteten Versicherungsereignissen entstehen. Dies sind insbesondere Prämienrisiken durch Schwankungen in Schadenanzahl und Schadenhöhe sowie durch Großschäden und Naturereignisse, Reserverisiken durch nicht ausreichende Reserven und Änderungsrisiken durch Veränderungen der Rechnungsgrundlagen. Geschäftsrisiken Kosten- und Stornorisiken sowie operationelle Risiken, also unerwartete wirtschaftliche Verluste, die im Zusammenhang mit externen Ereignissen stehen oder von internen Prozessen, Verfahren und Systemen herrühren, die unzureichend sind oder versagen Die Risiken der Allianz Deutschland AG liegen überwiegend im operativen Bereich, da sie als Holding keine direkten Markt-, Kredit- oder versicherungstechnischen Risiken eingeht. Das Risiko der Änderung der Beteiligungswerte der Allianz Deutschland AG bei den Tochtergesellschaften deckt deren Risikosteuerung direkt ab. Qualitative Risiken werden in einem strukturierten Identifikations- und Bewertungsprozess erfasst. Diese sind:
Konzentrationsrisiken werden bei der Aggregation der anderen Risikokategorien behandelt, somit stimmt diese Gruppierung der Risiken mit den von der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) gestellten Mindestanforderungen an das Risikomanagement (MaRisk) für die Versicherungswirtschaft überein. Ein umfassendes Sicherungssystem und interne Kontrollen minimieren Risiken aus fehlerhaften Abläufen. Geeignete technische und organisatorische Sicherheitsmaßnahmen dienen dazu, das jeweils vorhandene Risiko zu kontrollieren. Hierzu zählen unter anderem die IT-Sicherheit (zum Beispiel Back-up-Systeme und Firewalls), die Zugangssicherheit (zum Beispiel ein striktes Berechtigungssystem) sowie interne Kontrollsysteme (zum Beispiel Vier-Augen-Prinzip). Die strikte Trennung von Handel, Abwicklung und Controlling sowie abgestufte Limitsysteme und ein zeitnahes, umfassendes Berichtswesen minimieren organisatorisch die operationellen Risiken aus der Kapitalanlagetätigkeit. Die unabhängige Interne Revision prüft regelmäßig themenbezogen die internen Prozesse. Zusätzlich werden im Rahmen der Umsetzung des Allianz Standards ICOFR (Internal Control over Financial Reporting) alle internen Prozesse, die sich auf die Finanzberichterstattung auswirken können, eingehend untersucht und dokumentiert. Mögliche Risiken werden identifiziert und durch regelmäßige Kontrollen auf ein Minimum reduziert. ICOFR leitet sich aus den Regularien des Sarbanes-Oxley Act (SOX) ab. Damit wird das bereits etablierte Kontrollumfeld auch nach dem 2009 erfolgten Delisting der Allianz SE von der New Yorker Börse in seiner Funktionsweise fortgeführt. ICOFR trägt maßgeblich zu einer qualitativ hochwertigen Finanzberichterstattung bei. Die Risikokontrollprozesse stellen sicher, dass mögliche Risiken aus dem operativen Geschäftsbetrieb frühzeitig identifiziert und adäquate Maßnahmen zur Risikominimierung ergriffen werden. Zusätzlich steht mit der Verlustdatenbank zur Erfassung von Verlusten aus operationellen Risiken ein weiteres Analyseinstrument zur Risikoverminderung bereit. Risikosituation Alle aktuellen aufsichtsrechtlichen Anforderungen werden erfüllt, insbesondere auch von den Tochtergesellschaften. Durch die aktive Beteiligung am europäischen Solvency II-Projekt ist die Allianz Deutschland AG außerdem gut auf die künftigen regulatorischen Anforderungen vorbereitet. Alle derzeit bestehenden Risiken liegen innerhalb der Risikotragfähigkeit des Unternehmens. Nachtragsbericht Vorgänge, die für die Beurteilung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Deutschland AG von besonderer Bedeutung gewesen wären, sind nach Schluss des Geschäftsjahrs bis zur Vorstandssitzung, in welcher der Jahresabschluss aufgestellt wurde, nicht eingetreten. Prognose- und Chancenbericht Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen Die wirtschaftlichen Perspektiven für die Jahre 2012 und 2013 sind in hohem Maß unsicher. Die Auswirkungen der Eurokrise auf die Realwirtschaft waren 2011 noch begrenzt. Dies lag nicht zuletzt an der unkonventionellen Geldpolitik der Europäischen Zentralbank, die mit ihren Nothilfen die Bankenliquidität sicherstellte. Je länger die Schuldenkrise und damit die allgemeine Verunsicherung jedoch anhält, desto stärker werden die Auswirkungen dieser Krise auch in der Realwirtschaft zu spüren sein. Angesichts der forcierten politischen Bemühungen um eine dauerhafte Stabilisierung des Euroraums überwiegen nach Einschätzung von Allianz Economic Research aber die Chancen einer Festigung der Konjunktur im Verlauf des Jahrs 2012 gegenüber dem Risiko eines Abgleitens in eine Rezession. Privater Verbrauch, Bau- und Ausrüstungsinvestitionen werden voraussichtlich moderate Wachstumsbeiträge liefern. Die Ausfuhr dürfte nach einer Schwäche im Winterhalbjahr 2011/2012 im weiteren Verlauf von 2012 im Einklang mit dem Welthandel wieder etwas an Schwung gewinnen. Ein verhältnismäßig niedriger Außenwert des Euros sollte dabei die preisliche Wettbewerbsfähigkeit der deutschen Exporteure unterstützen. Im Zuge der Belebung der Ausfuhr wird sich das Wachstum des Bruttoinlandsprodukts wieder beschleunigen. Im Jahresdurchschnitt 2012 dürfte die deutsche Wirtschaft allerdings nur um rund 1,0 Prozent wachsen, bevor das Wachstum 2013 wieder auf rund 2,0 Prozent klettern dürfte. Prognose für die deutsche Versicherungswirtschaft Trotz der schwierigen Rahmenbedingungen ist bei aller Unsicherheit davon auszugehen, dass sich die Beitragseinnahmen in der Versicherungswirtschaft weiter erhöhen. Der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) rechnet für 2012 über alle Versicherungssparten hinweg mit einem Anstieg des Beitragsaufkommens um 1,0 Prozent. Prognose für das deutsche Bankgeschäft Das deutsche Finanzsystem befindet sich im europäischen Vergleich weiterhin in einer guten Ausgangslage. Dazu trägt auch die solide Basis der deutschen Wirtschaft bei. Diese wirkt dämpfend auf einen möglichen Anstieg der Kreditrisiken angesichts eingetrübter konjunktureller Perspektiven. Maßnahmen der Banken, ihre Eigenkapitalbasis zu stärken, könnten im kommenden Jahr eine Verringerung der Kreditvergabe nach sich ziehen. Langfristig dürfte sich dies aber positiv in den Refinanzierungskosten der Banken niederschlagen. Veränderte Markt- und Wettbewerbsbedingungen Rechtliche Rahmenbedingungen Unisextarife Mit der Einführung von Unisextarifen entfällt für die Versicherer ab Dezember 2012 mit dem bisherigen Risikomerkmal Geschlecht eine statistisch breit gesicherte Kalkulationsgrundlage. Individuelle Merkmale des Kunden, auf die gegebenenfalls bei der Kalkulation zurückgegriffen werden könnte, sind statistisch deutlich schwächer belastbar. Zudem ist es schwer zu prognostizieren, in welchem Verhältnis Männer und Frauen künftig einzelne Versicherungsprodukte nachfragen werden. Versicherungsunternehmen müssen ihre Tarife daher entsprechend vorsichtiger kalkulieren. Somit muss derzeit davon ausgegangen werden, dass einige Produkte für die Versichertengemeinschaft als Ganzes gesehen teurer werden. Weiterhin steigt für Versicherer künftig der administrative Aufwand bei der Kalkulation der Tarife und der Überarbeitung der Produktunterlagen. Eine abschließende, fundierte Aussage zu den einzelnen Auswirkungen ist jedoch erst auf Grundlage der noch ausstehenden neu formulierten gesetzlichen Rahmenbedingungen möglich. Solvency II Der Gesetzgeber plant eine umfangreiche Novellierung des Versicherungsaufsichtsgesetzes, durch die insbesondere die europäische sogenannte Solvency II-Richtlinie in deutsches Recht umgesetzt wird. Ob das Gesetz wie ursprünglich geplant im Laufe des Jahres 2012 in Kraft treten wird, ist noch offen, da die Europäische Union die Umsetzungsfrist der Solvency II-Richtlinie bis 2014 verlängert hat. Mit Umsetzung der Richtlinie werden neue, europaweit einheitliche Regelungen zur Kapitalausstattung von Versicherungsunternehmen eingeführt. Ziel ist es, die Kapitalausstattung an den übernommenen Risiken auszurichten. Da sich die Risiken aus den Vermögenswerten und Verbindlichkeiten nicht ausgleichen, kommt es bei deren marktgerechte Bewertung zu einer erhöhten Volatilität bei den Kapitalanforderungen. Dies und weitere Anforderungen aus der Gesetzesnovelle machen unter anderem auch Anpassungen von Produkten, insbesondere im Lebensversicherungsgeschäft, notwendig. Auf die kommenden gesetzlichen Anforderungen bereitet sich die Allianz Gruppe und mit ihr auch die Allianz Deutschland AG umfassend vor. Geldwäschegesetz Seit dem 29. Dezember 2011 gilt das Gesetz zur Optimierung der Geldwäscheprävention. Die dort geregelten Pflichten von Versicherungsunternehmen, die wirtschaftlich Berechtigten und Bezugsberechtigten zu überprüfen, wurden ausgeweitet. Dies wird sich erheblich auf die Administration insbesondere in der Lebensversicherung und der Unfallversicherung mit garantierter Beitragsrückzahlung auswirken. Auch der Umfang der vereinfachten Sorgfaltspflichten wurde verändert. Anders als zuvor ist der Vertragspartner immer zu identifizieren. Prognose für die Geschäftsentwicklung der Allianz Deutschland AG Für das Jahr 2012 rechnen wir mit leicht nachgebenden Beitragseinnahmen, für 2013 gehen wir von steigenden Beitragseinnahmen der Versicherungstöchter aus. Unsere geplanten Investitionen in die Produktentwicklung sollen dies unterstützen. Das Ergebnis der Versicherungsgesellschaften und der OLB dürfte in den kommenden beiden Jahren leicht unter dem des Berichtsjahrs liegen. Diese Einschätzung steht unter dem Vorbehalt, dass die Entwicklung sowohl an den Kapitalmärkten als auch bei Naturkatastrophen und Großschäden das Ergebnis nur moderat belasten wird. Wir gehen davon aus, dass sich die Gewinnabführungen der Allianz Deutschland AG an die Allianz SE für die Jahre 2012 und 2013 bei ungefähr 900 Millionen Euro bewegen werden. Dabei sind Schwankungen von plus/minus 100 Millionen Euro denkbar. Dies berücksichtigt bereits die weiterhin bestehende Erklärung der Allianz Deutschland AG gegenüber der OLB, für etwaige operative Verluste aus deren Zweigniederlassung Allianz Bank aufzukommen. In der Schaden- und Unfallversicherung begegnen wir den Herausforderungen des Marktes mit unserem „Zukunftsprogramm Sach“. Dieses Strategieprogramm sieht ein profitables Wachstum bei niedrigeren Kosten und einer weiteren Qualitätsverbesserung im Schadenmanagement vor. Für die Jahre 2012 und 2013 rechnen wir mit einem Anstieg der Beitragseinnahmen. Gründe dafür sind der Ausbau unseres innovativen, modularen Produktkonzepts sowie unsere vertrieblichen Initiativen in den einzelnen Absatzkanälen, beispielsweise bei den Kooperationen mit der Automobilwirtschaft und im Direktgeschäft der AllSecur. Zusätzlich unterstützen schadenbedingte Beitragsanpassungen. Unter der Annahme, dass die Aufwendungen für Groß- und Elementarschäden den langjährigen Durchschnitt nicht übersteigen, erwarten wir für die kommenden beiden Jahre eine niedrigere Schadenquote. Hierzu wird eine effektivere Schadenorganisation beitragen. Trotz neuer Initiativen zum Geschäftsausbau sowie planmäßiger Abschreibungen auf in der Vergangenheit vorgenommene Investitionen in unsere Infrastruktur rechnen wir insgesamt für die nächsten zwei Jahre mit einer verbesserten Schaden-Kosten-Quote. In den beiden Folgejahren erwarten wir geringere Veräußerungsgewinne aus Kapitalanlagen bei nahezu konstanten laufenden Erträgen. Unter Einbeziehung der erwarteten niedrigeren Erträge aus Kapitalanlagen und der höheren Zuführung zur Schwankungsrückstellung wird die Ergebnisabführung in den kommenden beiden Jahren nach derzeitiger Einschätzung niedriger ausfallen. Für die Allianz Lebensversicherungs-AG rechnen wir beim Neugeschäft gegen laufende Beiträge sowohl im Privatkunden- als auch im Firmenkundengeschäft mit einem Wachstum. Besonders gute Chancen sehen wir in der privaten und staatlich geförderten Altersvorsorge, in der Berufsunfähigkeitsversicherung sowie in der betrieblichen Altersvorsorge. Dabei werden wir weiterhin von der Vertriebskooperation mit der Commerzbank profitieren. Bei den Einmalbeiträgen erscheint unsicher, ob das Niveau des vergangenen Geschäftsjahres auch 2012 gehalten werden kann. Stärker zurückgehende Einmalbeiträge werden wir durch den Anstieg bei den laufenden Beiträgen voraussichtlich nicht ausgleichen können. Für 2013 prognostizieren wir ein stabiles Einmalbeitragsgeschäft im Vergleich zu 2012, sodass bei steigenden laufenden Beiträgen die Beitragseinnahmen insgesamt wachsen werden. Unter der Annahme eines steigenden Ergebnisses aus Kapitalanlagen erwarten wir für die Jahre 2012 und 2013 einen leicht steigenden Jahresüberschuss. Für die Allianz Private Krankenversicherungs-AG rechnen wir mit wachsenden Beitragseinnahmen in den Jahren 2012 und 2013. Dazu beitragen werden unsere Maßnahmen zur Kundengewinnung und Kundenbindung sowie Beitragsanpassungen aufgrund steigender Kosten im Gesundheitswesen. Die steigenden Kosten im Gesundheitswesen werden auch 2012 und 2013 voraussichtlich höhere Aufwendungen für Versicherungsfälle nach sich ziehen. Sofern keine negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten das Ergebnis beeinflussen, erwarten wir für die beiden kommenden Jahre aufgrund von Gewinnthesaurierungen eine gegenüber 2011 leicht rückläufige Ergebnisabführung. Für die OLB mit ihrer Zweigniederlassung Allianz Bank erwarten wir in den nächsten beiden Jahren ein moderates Wachstum des Geschäftsvolumens. Wir rechnen damit, dass das Bankgeschäft sowohl im Kredit- als auch im Einlagengeschäft weiter zulegen kann. Im Wertpapiergeschäft gehen wir davon aus, dass sich die Lage am Kapitalmarkt dämpfend auf das Wachstum auswirken wird. Insgesamt sollten jedoch steigende Erträge bei annähernd konstanten Aufwendungen und einer normalisierten Risikovorsorge zu einem verbesserten Jahresüberschuss in den Jahren 2012 und 2013 führen.
München, 28. Februar 2012 Allianz Deutschland AG Der Vorstand Dr. Rieß Dr. Brezina Heinemann Dr. Knof Moschner Moser Schwarz Dr. Vollert Dr. Zimmerer Vorbehalt bei Zukunftsaussagen Soweit wir in diesem Geschäftsbericht Prognosen oder Erwartungen äußern oder die Zukunft betreffende Aussagen machen, können diese Aussagen mit bekannten und unbekannten Risiken und Ungewissheiten verbunden sein. Die tatsächlichen Ergebnisse und Entwicklungen können daher wesentlich von den geäußerten Erwartungen und Annahmen abweichen. Neben weiteren hier nicht aufgeführten Gründen können sich Abweichungen aus Veränderungen der allgemeinen wirtschaftlichen Lage und der Wettbewerbssituation, vor allem in Allianz Kerngeschäftsfeldern und -märkten, aus Akquisitionen sowie der anschließenden Integration von Unternehmen und aus Restrukturierungsmaßnahmen ergeben. Abweichungen können außerdem aus dem Ausmaß oder der Häufigkeit von Versicherungsfällen (zum Beispiel durch Naturkatastrophen), der Entwicklung von Schadenskosten, Stornoraten, Sterblichkeits- und Krankheitsraten beziehungsweise -tendenzen und, insbesondere im Bank- und Kapitalanlagebereich, aus dem Ausfall von Kreditnehmern und sonstigen Schuldnern resultieren. Auch die Entwicklungen der Finanzmärkte (zum Beispiel Marktschwankungen oder Kreditausfälle) und der Wechselkurse sowie nationale und internationale Gesetzesänderungen, insbesondere hinsichtlich steuerlicher Regelungen, können entsprechenden Einfluss haben. Terroranschläge und deren Folgen können die Wahrscheinlichkeit und das Ausmaß von Abweichungen erhöhen. Die Gesellschaft übernimmt keine Verpflichtung, Zukunftsaussagen zu aktualisieren. JahresabschlussBilanz zum 31. Dezember 2011Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011
AnhangMaßgebliche Rechtsvorschriften Die Allianz Deutschland AG erstellt den Jahresabschluss und den Lagebericht nach Maßgabe der Bestimmungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG). Zur Verbesserung der Klarheit der Darstellung werden in der Bilanz und in der Gewinn- und Verlustrechnung einzelne Posten zusammengefasst. Sie sind im Anhang gesondert ausgewiesen und erläutert. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Dabei wurde die Gliederung angepasst. Es wird mit dem Finanzergebnis begonnen. Die Umsatzerlöse werden als Erträge aus Dienstleistungen ausgewiesen. Der Jahresabschluss wurde in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden in Tausend Euro (Tsd €) angegeben, soweit nichts anderes vermerkt ist. Bilanzierungs-, Bewertungs- und Ermittlungsmethoden Immaterielle Vermögensgegenstände Die immateriellen Vermögensgegenstände werden mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen, angesetzt. Kapitalanlagen in verbundenen Unternehmen Sie sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um Abschreibungen gemäß § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB, bewertet. Sofern der langfristig beizulegende Wert oder der Marktwert am Bilanzstichtag über der Bewertung des Vorjahrs liegt, werden Zuschreibungen höchstens bis auf die historischen Anschaffungskosten vorgenommen. Sonstige Finanzanlagen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Die Ausleihungen werden, soweit keine Wertabschläge erforderlich sind, zum Nennwert abzüglich Tilgungen angesetzt. Wertpapiere des Anlagevermögens Die Bewertung erfolgt grundsätzlich gemäß § 253 Absatz 1, 4 und 5 HGB mit den Anschaffungskosten beziehungsweise dem niedrigeren Börsen- oder Marktwert am Bilanzstichtag. Sofern die Wertpapiere dazu bestimmt sind, dauernd dem Geschäftsbetrieb zu dienen, erfolgt die Bewertung gemäß § 253 Absatz 3 und 5 HGB zu den Anschaffungskosten beziehungsweise bei dauernder Wertminderung mit dem niedrigeren Wert. Wertpapiere zur Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen Die Wertpapiere werden gemäß § 253 Absatz 1 HGB mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet und in Verbindung mit § 246 Absatz 2 HGB mit den Schulden verrechnet. Sachanlagen, Vorräte und sonstige Vermögensgegenstände Die Sachanlagen sind mit den Anschaffungskosten, vermindert um planmäßige lineare Abschreibungen oder in Ausnahmefällen durch außerplanmäßige Abschreibungen, angesetzt. Geringwertige Wirtschaftsgüter im Wert bis zu 150 Euro werden sofort abgeschrieben. Für Wirtschaftsgüter ab 150 Euro bis zu 1.000 Euro wurde ein steuerlicher Sammelposten gemäß § 6 Absatz 2a EStG gebildet, der im Jahr der Bildung und den folgenden vier Jahren pauschal um jeweils ein Fünftel gewinnmindernd aufgelöst wird. Die Vorräte und sonstigen Vermögensgegenstände werden zu den Anschaffungs- und Herstellungskosten bilanziert. Mögliche Risiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt, sofern die Vermögensgegenstände nicht in eine Bewertungseinheit mit einbezogen werden. Forderungen, Guthaben bei Kreditinstituten, Schecks und Kassenbestand Diese Posten werden zu fortgeführten Anschaffungskosten beziehungsweise mit dem Nominalbetrag bilanziert. Mögliche Ausfallrisiken werden durch Wertberichtigungen berücksichtigt. Aktive Rechnungsabgrenzungsposten Es werden Ausgaben des Geschäftsjahrs, die Aufwand nach dem Bilanzstichtag darstellen, erfasst. Latente Steuern Analog dem Wahlrecht des § 274 Absatz 1 Satz 2 HGB wird der über den Saldierungsbereich hinausgehende Überhang aktiver Steuerlatenzen nicht bilanziert. Die umfangreichsten Abweichungen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen ergeben sich bei den Bilanzpositionen Pensionsrückstellungen und sonstige Rückstellungen, die jeweils zu aktiven latenten Steuern führen. Die Bewertung der inländischen Steuerlatenzen erfolgt mit einem Steuersatz in Höhe von 31 Prozent. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen und Sonstige Rückstellungen Die Pensionsrückstellungen sind nach versicherungsmathematischen Grundsätzen berechnet. Der aus der Erstanwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes im Jahr 2010 resultierende Umstellungsaufwand wird auf bis zu 15 Jahre verteilt. Im Geschäftsjahr 2011 wird im Wesentlichen ein Fünfzehntel dieses Betrags als außerordentlicher Aufwand erfasst. Dieser resultiert aus Pensionszusagen, die zentral bei der Allianz SE bilanziert werden. Die Rückstellungen für Mitarbeiterjubiläen, Altersteilzeit und Vorruhestandsleistungen werden ebenfalls nach versicherungsmathematischen Grundsätzen ermittelt und in voller Höhe passiviert. Beim Diskontierungszinssatz wird die Vereinfachungsregelung in § 253 Absatz 2 Satz 2 HGB (Restlaufzeit von 15 Jahren) in Anspruch genommen. Der Effekt aus einer Änderung des Diskontierungszinssatzes wird unter der Position Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen ausgewiesen. Weitere Erläuterungen zur Bilanzierung der Pensionen und ähnlicher Verpflichtungen finden Sie im Anhang unter „Angaben zu den Passiva“ und unter „Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen“. Die übrigen Rückstellungen werden mit dem notwendigen Erfüllungsbetrag angesetzt. Bei einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wird mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz der Deutschen Bundesbank abgezinst. Verbindlichkeiten Die Verbindlichkeiten werden mit dem Erfüllungsbetrag angesetzt. Passive Rechnungsabgrenzungsposten Dieser Posten enthält Einnahmen des Geschäftsjahrs, die Erträge nach dem Bilanzstichtag darstellen. Währungsumrechnung Grundsätzlich werden alle Geschäftsvorgänge in der Originalwährung erfasst und zum jeweiligen Tageskurs (Devisenkassamittelkurs) in Euro umgerechnet. Am Abschlussstichtag werden die auf fremde Währung lautenden Forderungen und Verbindlichkeiten mit dem Devisenkassamittelkurs umgerechnet und nach den handelsrechtlichen Regeln zur Währungsumrechnung bewertet. Bei Restlaufzeiten von einem Jahr oder weniger werden die Gewinne und Verluste aus der Umrechnung gemäß § 256a HGB erfolgswirksam erfasst. Rückstellungen in fremder Währung werden zum Abschlussstichtag ermittelt sowie neu bewertet und zum Devisenkassamittelkurs umgerechnet. Angaben zu den Aktiva 1 Entwicklung der Aktivposten A.I bis A.III im Geschäftsjahr 2011
Aufstellung des Anteilsbesitzes gemäß § 285 Nr. 11 HGB in Verbindung mit § 286 Absatz 3 Nr. 1 HGB
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Berechnung berücksichtigt die von abhängigen Unternehmen gehaltenen
Anteile vollständig, auch wenn der Anteil an diesem abhängigen Unternehmen
unter 100 % liegt. 2 Wertpapiere des Anlagevermögens (Aktiva A.III.3)
3 Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen (Aktiva B.I.1) Unfertige Erzeugnisse und unfertige Leistungen enthalten zur Veräußerung bestimmte Softwareentwicklungen in Höhe von 138.566 (189.758) Tausend Euro. 4 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände (Aktiva B.II)
Bewertungseinheiten Die zur Absicherung der aktienbasierten Vergütungspläne (Group-Equity-Incentive-Pläne) erworbenen Optionsrechte sowie Equity Swaps werden mit den entsprechenden Grundgeschäften als Bewertungseinheit zusammengefasst, soweit ein unmittelbarer Sicherungszusammenhang besteht. Der Ausweis der Grundgeschäfte erfolgt unter den sonstigen Rückstellungen und der Ausweis der Sicherungsgeschäfte unter den sonstigen Vermögensgegenständen. Für die gebildeten Bewertungseinheiten kommt ein Mikro-Hedge zum Ansatz, um Preisänderungsrisiken aufgrund von Marktpreisschwankungen vollständig auszuschließen. Die Wirksamkeit der Bewertungseinheiten über die spätestens im Jahr 2016 auslaufenden aktienbasierten Vergütungspläne wird prospektiv und retrospektiv durch die Übereinstimmung der Bedingungen, Parameter und Risiken (= Critical-Term-Match-Methode) nachgewiesen. Zum Bilanzstichtag umfassen die einbezogenen Grundgeschäfte, bestehend aus voraussichtlich zukünftig auszugleichenden Leistungen, ein Volumen in Höhe von 23.819 (21.016) Tausend Euro. Mit den Bewertungseinheiten werden Risiken in Form von Wertänderungen in Höhe von 1.859 (4.399) Tausend Euro abgesichert. Die Bilanzierung der Bewertungseinheiten erfolgt nach der Einfrierungsmethode. Angaben zu nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten derivativen Finanzinstrumenten
Angaben zu den Passiva 5 Gezeichnetes Kapital (Passiva A.I)
Das gezeichnete Kapital der Allianz Deutschland AG in Höhe von ursprünglich 200.500.000 Euro wurde durch Beschluss der Hauptversammlung am 9. Dezember 2010 im Wege der Kapitalerhöhung gegen Sacheinlage um 500 Euro erhöht. Die Kapitalerhöhung wurde durch Eintragung im Handelsregister am 25. Januar 2011 wirksam. Eine weitere Kapitalerhöhung in Höhe von 500 Euro erfolgte im Rahmen der Ausgliederung von Beteiligungen der Allianz SE auf die Allianz Deutschland AG, die am 21. Juni 2011 wirksam wurde. Zum 31. Dezember 2011 betrug das gezeichnete Kapital damit 200.501.000 Euro. Es ist eingeteilt in 200.501.000 auf den Namen lautende Stückaktien. Die Aktien können nur mit Zustimmung der Gesellschaft übertragen werden. Die Allianz SE, München, ist alleinige Aktionärin der Allianz Deutschland AG. Entsprechend hat sie uns nach § 20 AktG mitgeteilt, dass sie an der Allianz Deutschland AG unmittelbar eine Mehrheitsbeteiligung hält. 6 Einlagen zur Durchführung der beschlossenen Kapitalerhöhung (Passiva A.II)
Die Eintragung der am 9. Dezember 2010 beschlossenen Kapitalerhöhung in das Handelsregister des Amtsgerichts München erfolgte am 25. Januar 2011. 7 Kapitalrücklage (Passiva A.III)
Rückwirkend zum 1. Januar 2011 hat die Allianz SE im Wege der Ausgliederung Aktien an der Allianz Versicherungs-AG, München, und der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG, München, in die Allianz Deutschland AG eingebracht. Soweit der Einbringungswert den Betrag der beschlossenen Erhöhung des Grundkapitals überstieg, wurde der überschießende Betrag in die Kapitalrücklage der Allianz Deutschland AG eingestellt. Angabe gemäß § 285 Nr. 28 HGB Aus der Zeitwertbewertung des Deckungsvermögens zu Personalrückstellungen sind im Geschäftsjahr unrealisierte Gewinne in Höhe von 10.704 (9.195) Tausend Euro entstanden. Dieser Betrag ist gemäß § 268 Absatz 8 HGB abführungsgesperrt. Der abführungsgesperrte Betrag ist in vollem Umfang durch frei zur Verfügung stehende Eigenkapitalanteile gedeckt. 8 Gewinnrücklagen (Passiva A.IV)
In die gesetzliche Rücklage wurden aus dem Jahresüberschuss 100 EUR gemäß §§ 150 und 300 AktG eingestellt. 9 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (Passiva B.I) Die Allianz Deutschland AG hat Pensionszusagen erteilt, für die Pensionsrückstellungen gebildet werden. Ein Teil der Pensionszusagen ist im Rahmen eines „Contractual Trust Arrangements“ (Methusalem Trust e. V.) abgesichert. Dieses Treuhandvermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird. Der Erfüllungsbetrag wird auf Basis der Projected-Unit-Credit-Methode ermittelt beziehungsweise als Barwert der erworbenen Anwartschaft ausgewiesen.
Abweichend hiervon wird bei einem Teil der Pensionszusagen der Garantiezins der Pensionszusage von 2,75 Prozent pro Jahr und die garantierte Rentendynamik von 1 Prozent pro Jahr zugrunde gelegt. Als biometrische Rechnungsgrundlagen werden die aktuellen Heubeck-Richttafeln RT2005G verwendet, die bezüglich der Sterblichkeit, Invalidisierung und Fluktuation an die unternehmensspezifischen Verhältnisse angepasst wurden. Als Pensionierungsalter wird die vertraglich vorgesehene beziehungsweise die sich nach dem RV-Altersgrenzenanpassungsgesetz 2007 ergebende Altersgrenze angesetzt.
10 Sonstige Rückstellungen (Passiva B.II)
Die Allianz Deutschland AG hat Verpflichtungen aus einem Wertkontenmodell und aus Vorruhestandsverträgen, die unter „Sonstige“ ausgewiesen werden. Das im Methusalem Trust e. V. für das Altersteilzeit-Sicherungsguthaben und das Wertkontenmodell reservierte Vermögen stellt saldierungsfähiges Deckungsvermögen dar, wobei als beizulegender Zeitwert der Aktivwert beziehungsweise der Marktwert zugrunde gelegt wird.
Die Bewertung dieser Verpflichtungen erfolgt im Wesentlichen analog zu den Pensionszusagen und auf Basis der gleichen Rechnungsannahmen. 11 Verbindlichkeiten (Passiva C)
Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung 12 Zinsen und ähnliche Aufwendungen (GuV 6) In der Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen sind für die Altersversorgung 4 172 (5 529) Tausend Euro und für die Aufzinsung von langfristigen Rückstellungen 365 (0) Tausend Euro enthalten. Aus der Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden nach § 246 Absatz 2 HGB ergab sich in dieser Position eine Saldierung folgender Aufwendungen und Erträge:
13 Abschreibungen auf Finanzanlagen und auf Wertpapiere des Umlaufvermögens (GuV 7) Im abgelaufenen Geschäftsjahr erfolgte eine außerplanmäßige Abschreibung nach § 253 Absatz 3 Satz 3 HGB auf Anteile an verbundenen Unternehmen in Höhe von 87.036 (0) Tausend Euro. 14 Erträge aus Dienstleistungen (GuV 9)
15 Sonstige betriebliche Erträge (GuV 10) Die Position beinhaltet aus der Währungsumrechnung Erträge in Höhe von 3 (8) Tausend Euro. 16 Personalaufwand (GuV 13)
17 Abschreibungen (GuV 14)
18 Sonstige betriebliche Aufwendungen (GuV 15) Die Position beinhaltet aus der Währungsumrechnung Aufwendungen in Höhe von 5 (10) Tausend Euro. 19 Außerordentliches Ergebnis (GuV 19) Im Jahr 2011 erfolgte die Abspaltung und Übertragung der Beteiligung an der AllSecur Deutschland AG (AllSecur) von der Allianz Versicherungs-AG zur Allianz Deutschland AG. Die Übernahme der Beteiligung an der AllSecur erfolgte bei der Allianz Deutschland AG nach der Buchwertfortführungsmethode. Der Unterschiedsbetrag zwischen dem fortgeführten Buchwert der übernommenen Beteiligung an der AllSecur und dem im Verhältnis der Verkehrswerte geminderten Beteiligungsbuchwert an der spaltenden Gesellschaft Allianz Versicherungs AG wird in Höhe von 13.434 Tausend Euro als außerordentlicher Ertrag gezeigt. Aus der Anwendung des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ergeben sich zudem folgende außerordentliche Aufwendungen:
Es handelt sich um Effekte aus den zentral bei der Allianz SE bilanzierten Pensionsrückstellungen, die an die Allianz Deutschland AG abgelastet werden. Sonstige Angaben Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen Die Allianz Deutschland AG hat sich für den Fall einer durch die Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG verursachten Beendigung der Vertriebstätigkeit der Allianz Beratungs- und Vertriebs-AG der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG gegenüber verpflichtet, den Zugang der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG zu einem wirtschaftlich vergleichbaren Vertriebsweg zu gewährleisten. Weitere Haftungsverhältnisse bestehen im Fall der Beendigung von Funktionen, die im Rahmen der Neuordnung auf die Allianz Deutschland AG übertragen wurden. Gesamtschuldnerische Verpflichtungen ergeben sich als Rechtsfolge der im Jahr 2011 erfolgten Abspaltung der Beteiligung an der AllSecur Deutschland AG von der Allianz Versicherungs-AG auf die Allianz Deutschland AG für alle Verbindlichkeiten der Allianz Versicherungs-AG, die vor Abspaltung der AllSecur Deutschland AG begründet worden sind. Außerdem ergeben sich gesamtschuldnerische Verpflichtungen als Rechtsnachfolge der im Jahr 2011 erfolgten Ausgliederung von Minderheitsbeteiligungen an der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG von der Allianz SE auf die Allianz Deutschland AG für alle Verbindlichkeiten der Allianz SE, die vor Wirksamkeit der Ausgliederung begründet worden sind. Die gesamtschuldnerische Mithaftung ist für die Verpflichtungen, die nicht im Wege der Abspaltung beziehungsweise Ausgliederung auf die Allianz Deutschland AG übergegangen sind, jeweils auf einen Zeitraum von fünf Jahren, für Versorgungspflichten aufgrund des Betriebsrentengesetzes jeweils auf einen Zeitraum von zehn Jahren ab Eintragung der Abspaltung beziehungsweise Ausgliederung begrenzt. Haftungsverhältnisse bestehen im Rahmen der betrieblichen Altersversorgung. Grundlage der betrieblichen Altersversorgung für die Mitarbeiter der deutschen Tochtergesellschaften ist in der Regel die Mitgliedschaft in der Allianz Versorgungskasse VVaG (AVK), die als rechtlich selbstständige und regulierte Pensionskasse der Aufsicht der Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht unterliegt. Die Leistungen der AVK werden nach dem Einmalbeitragssystem über Zuwendungen der Trägergesellschaften an die Kasse durch Gehaltsumwandlung finanziert. Zu den Trägerunternehmen gehört neben der Allianz SE, der Allianz Versicherungs-AG und der Allianz Lebensversicherungs-AG unter anderem auch die Allianz Deutschland AG. Die Allianz Deutschland AG ist verpflichtet, bei Bedarf Arbeitgeberzuwendungen zu leisten und anteilige Verwaltungskosten der AVK zu tragen. Die Zahlungen werden über die Allianz SE abgewickelt. Außerdem leisten die Trägergesellschaften Zuwendungen an den Allianz Pensionsverein e. V. (APV), eine kongruent rückgedeckte Konzern-Unterstützungskasse. Die Allianz SE hat darüber hinaus die gesamtschuldnerische Haftung für einen Großteil der Pensionszusagen der Allianz Deutschland AG übernommen. Diese erstattet die Kosten. Die Allianz SE hat die Erfüllung übernommen. Daher werden diese Pensionsverpflichtungen bei der Allianz SE bilanziert. Die gesamtschuldnerische Haftung der Allianz Deutschland AG aus diesen Pensionszusagen sowie die diesen Haftungsverbindlichkeiten gegenüberstehenden Rückgriffsforderungen an die Allianz SE betragen:
Aus der Umstellung des Finanzierungsverfahrens des Pensions-Sicherungs-Vereins VVaG im Jahr 2006 besteht eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 261 (284) Tausend Euro, die nicht in der Bilanz der Allianz Deutschland AG ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht. Gleiches gilt für die in den Jahren 2012 und 2013 zu zahlenden Beiträge an den Pensions-Sicherungs-Verein VVaG aus dem Geschäftsjahr 2009. Hieraus resultiert ebenfalls eine gesamtschuldnerische Haftung in Höhe von 2.110 (3.164) Tausend Euro, die nicht in der Bilanz der Allianz Deutschland AG ausgewiesen wird, da dieser Haftungsverbindlichkeit eine gleichwertige Rückgriffsforderung an die Allianz SE gegenübersteht. Für die Mitarbeiter, die im Rahmen der Neuordnung von den Spartengesellschaften zur Allianz Deutschland AG wechselten, haben die Spartengesellschaften die Allianz Deutschland AG von aus der Neuordnung entstehenden Sozialplanverpflichtungen freigestellt. Gesetzliche Pflichten zur Übernahme etwaiger Verluste ergeben sich aufgrund von Beherrschungs- und Gewinnabführungsverträgen. Die Allianz Deutschland AG hat sich zudem gegenüber der Oldenburgischen Landesbank AG verpflichtet, die operativen Verluste aus dem Aufbau der Zweigniederlassung Allianz Bank längstens bis zum Jahr 2014 auszugleichen. Gemäß § 5 Absatz 10 des Gesellschaftsvertrags des Einlagensicherungsfonds hat sich die Allianz Deutschland AG verpflichtet, den Bundesverband deutscher Banken e. V. von etwaigen Verlusten freizustellen, die durch Maßnahmen zugunsten der Oldenburgischen Landesbank AG, der Münsterländischen Bank Thie & Co. KG und des Bankhauses W. Fortmann & Söhne KG entstehen. Die Allianz Deutschland AG hat im Zusammenhang mit der endgültigen Schließung des Immobilienfonds DEGI International („DEGI“) Investoren, die DEGI-Fondsanteile über Allianz Vertreter erworben haben und in Depots der Allianz Bank oder der Allianz Global Investors KAG halten, eingeladen, diese Anteile zu dem am Tag der Bekanntgabe der Auflösungsentscheidung durch Aberdeen ermittelten Rückkaufswert der Allianz Deutschland AG anzubieten. Im Gegenzug müssen diese Investoren auf sämtliche Rechte aus dem Erwerb der Anteile gegen die Gesellschaften des Allianz Konzerns, ihre Vertreter und Mitarbeiter und die ehemalige Dresdner Bank (jetzt Commerzbank AG) verzichten. Das erwartete Ankaufsvolumen beläuft sich auf circa 0,7 Milliarden Euro. Es bestanden am Bilanzstichtag Resteinzahlungsverpflichtungen auf nicht voll eingezahlte Aktien in Höhe von 230.000 (218.270) Tausend Euro. Sie bestehen vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen. Aus der Bestellung von Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen Haftungsverhältnisse in Höhe von 669.385 (527.249) Tausend Euro. Sie bestehen vollständig gegenüber verbundenen Unternehmen. Die Zahlungsverpflichtungen aus langfristigen Mietverhältnissen belaufen sich auf 1.275.931 (1.270.100) Tausend Euro, davon 100.080 (70.738) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen. Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen belaufen sich auf 295.305 (206.462) Tausend Euro, davon 168.868 (110.791) Tausend Euro gegenüber verbundenen Unternehmen. Bezüge des Vorstands und des Aufsichtsrats Die Gesamtbezüge des Vorstands (einschließlich im Geschäftsjahr gewährter aktienbasierter Vergütungen) betrugen im Berichtsjahr 7.794 (6.380) Tausend Euro. Dabei wurden im Rahmen des neu eingeführten Vergütungssystems für die aktienbasierte Vergütung ausschließlich 19.206 Restricted Stock Units an die Vorstände ausgegeben. Der beizulegende Zeitwert zum Zeitpunkt der Gewährung betrug 1.585 Tausend Euro. Die Gesamtbezüge des ehemaligen Vorstands und deren Hinterbliebene (einschließlich der Pensionszahlungen) betrugen im Berichtsjahr 508 (538) Tausend Euro. Deren Pensionsverpflichtungen stellen sich wie folgt dar:
Als beizulegender Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände wird der Aktivwert der Rückdeckungsversicherungen zugrunde gelegt. Die Aufwendungen für den Aufsichtsrat betrugen für das Geschäftsjahr 703 (700) Tausend Euro. Die Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats sind auf den Seiten 2 beziehungsweise 36 genannt. Anzahl der Mitarbeiter [*] im Jahresdurchschnitt
Konzernzugehörigkeit Die Allianz Deutschland AG gehört zum Allianz Konzern unter Führung der Allianz SE, München. Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE werden im März in ihrem Geschäftsbericht veröffentlicht und sodann beim Betreiber des elektronischen Bundesanzeigers eingereicht und dort veröffentlicht. Sie können im Unternehmensregister eingesehen oder bei unserer Gesellschaft angefordert werden. Außerdem werden sie auf der Internetseite der Allianz SE verfügbar gemacht. In Konzernabschluss und -lagebericht der Allianz SE wird die Allianz Deutschland AG einbezogen. Konzernabschluss und -lagebericht haben für unsere Gesellschaft befreiende Wirkung. Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag Zwischen Allianz Deutschland AG und Allianz SE besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
München, 8. Februar 2012 Allianz Deutschland AG Der Vorstand Dr. Rieß Dr. Brezina Heinemann Dr. Knof Moschner Moser Schwarz Dr. Vollert Dr. Zimmerer Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Allianz Deutschland AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis 31. Dezember 2011 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Allianz Deutschland AG. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
München, den 12. März 2012 KPMG AG Dr. Frank Pfaffenzeller, Wirtschaftsprüfer Dr. Thomas Kagermeier, Wirtschaftsprüfer Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens entsprechend den uns nach Gesetz und Satzung zugewiesenen Aufgaben beraten und die Geschäftsführung laufend überwacht. Wir ließen uns in zwei Sitzungen im April und im Dezember sowie durch regelmäßige Berichte schriftlich und mündlich vom Vorstand über die Geschäftsentwicklung und die wirtschaftliche Lage, die beabsichtigte Geschäftspolitik und grundsätzliche Fragen der Unternehmensplanung der Gesellschaft unterrichten. Dabei wurden uns auch die Gründe für Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen dargelegt und von uns nachvollzogen. Sondersitzungen, in denen ausschließlich Personalia behandelt wurden, fanden im Oktober sowie im Januar des neuen Geschäftsjahrs statt. Gegenstände der Beratung Ausführlich behandelten wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der Spartengesellschaften Allianz Versicherungs-AG, Allianz Lebensversicherungs-AG und Allianz Private Krankenversicherungs-AG sowie der Oldenburgischen Landesbank AG. Einen besonderen Schwerpunkt bildeten dabei die Entwicklung des Sachversicherungsgeschäfts und die verschiedenen Maßnahmen, die in diesem Bereich zur Ertragssteigerung ergriffen wurden. Hier stand insbesondere das „Zukunftsprogramm Sachversicherung“ im Fokus, das zum Jahresende auf den Weg gebracht wurde. Auch die Themen Kundenorientierung und -zufriedenheit als systemische Bestandteile der Unternehmensstrategie wurden intensiv erörtert. Der Vorstand hat uns weiter den Vorschlag zum Anteilskauf erläutert, den die Allianz Deutschland AG bestimmten von der Schließung des Immobilienfonds „DEGI International“ betroffenen Kunden gemacht hat. Regelmäßiger Gegenstand der Beratungen waren ferner die Kapitalanlagepolitik und das Kapitalanlageergebnis der Allianz Deutschland AG. Breiten Raum nahmen auch wieder die Vergütungsthemen ein. Im Zuge dessen haben wir unter anderem das Vergütungssystem für den Vorstand überprüft und festgestellt, dass es den rechtlichen Vorgaben vollständig Rechnung trägt. Im Ständigen Ausschuss wurde, auch unter dem Blickwinkel der aktuellen Lage der Finanzmärkte, die Risikostrategie und Risikosituation eingehend erörtert. Der Ausschuss ließ sich außerdem über das System und die Tätigkeitsschwerpunkte der Internen Revision und von Compliance unterrichten. Jahresabschlussprüfung Die zum Abschlussprüfer bestellte KPMG AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, München, hat den Jahresabschluss (Einzelabschluss) der Allianz Deutschland AG zum 31. Dezember 2011 sowie den Lagebericht geprüft und mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Jahresabschluss, der Lagebericht und der Prüfungsbericht der KPMG für das Geschäftsjahr 2011 wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet. Die Unterlagen wurden in der Bilanzsitzung des Aufsichtsrats am 23. März 2012 in Gegenwart des Abschlussprüfers umfassend behandelt. Der Abschlussprüfer legte die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung dar und stand für Fragen und ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Aufgrund unserer eigenen Prüfung der vom Vorstand und Abschlussprüfer vorgelegten Unterlagen erheben wir keine Einwendungen und schließen uns dem Ergebnis der Abschlussprüfung durch die KPMG an. Der Aufsichtsrat hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss gebilligt. Er ist damit festgestellt. Ergänzend zum Einzelabschluss der Allianz Deutschland AG nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches wurde für das Geschäftsjahr 2011 ein Finanzbericht erstellt, der die Wirtschafts- und Ertragslage der Allianz Deutschland AG und ihrer Tochterunternehmen auf konsolidierter Basis darstellt. Er basiert auf spezifischen Rechnungslegungs- und Bewertungsgrundsätzen, die grundsätzlich mit den von der Allianz SE für die Erstellung des Konzernabschlusses angewandten International Financial Reporting Standards übereinstimmen. Abweichungen hiervon sind in den erläuternden Angaben zum Finanzbericht beschrieben. Die KPMG hat die Übereinstimmung des konsolidierten Abschlusses mit den genannten Aufstellungsgrundsätzen bescheinigt. Der Aufsichtsrat hat diesen Finanzbericht zusammen mit den Jahresabschlussunterlagen zum Einzelabschluss erhalten und zustimmend zur Kenntnis genommen. Personelle Veränderungen im Aufsichtsrat und im Vorstand Mit Wirkung zum 8. April 2011 legte Herr Frank Lehmhagen sein Aufsichtsratsmandat nieder. Für ihn rückte Herr Jörg Reinbrecht, Gewerkschaftssekretär von ver.di, als gewähltes Ersatzmitglied in den Aufsichtsrat nach. Wir haben Herrn Lehmhagen für seine wertvolle Mitarbeit in dem Gremium gedankt. Auch die personelle Zusammensetzung des Vorstands hat sich geändert. Zum 12. Oktober 2011 wurde das Vorstandsmandat von Herrn Dr. Frank Walthes auf dessen Wunsch hin beendet. An seiner Stelle übernahm Herr Dr. Manfred Knof, zuvor Vorstandsvorsitzender der Allianz Suisse, mit Wirkung ab 1. Januar 2012 das Betriebsressort. Der Aufsichtsrat hat sich außerdem mit der Nachfolge von Herrn Dr. Maximilian Zimmerer befasst, der zum 1. Juni 2012 in den Vorstand der Allianz SE wechselt. Die Verantwortung für das Ressort Krankenversicherung im Vorstand wird zum 1. Juni 2012 Frau Dr. Birgit König, gleichzeitig Vorstandsvorsitzende der Allianz Privaten Krankenversicherungs-AG, übernehmen. Das Vorstandsressort Lebensversicherung wird zum gleichen Zeitpunkt Herrn Dr. Markus Faulhaber übertragen, der ebenfalls in Doppelfunktion zugleich als Vorstandsvorsitzender der Allianz Lebensversicherungs-AG tätig sein wird. Wir haben den ausgeschiedenen Vorstandsmitgliedern für ihre erfolgreiche Arbeit für das Unternehmen unseren Dank ausgesprochen. Die besonderen Verdienste, die sich Herr Dr. Zimmerer um das Lebensversicherungsgeschäft der Allianz in Deutschland erworben hat, haben wir gewürdigt. Eine weitere Änderung im Vorstand wird erst zum Jahreswechsel 2012/2013 wirksam: Herr Rainer Schwarz wird zum Jahresende 2012 in Ruhestand gehen. Als sein Nachfolger wurde Herr Burkhard Keese in den Vorstand berufen, der ab 1. Januar 2013 die Verantwortung für das Finanzressort übernehmen wird. Der Aufsichtsrat dankt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern sowie den Arbeitnehmervertretungen für die im Berichtsjahr geleistete Arbeit.
München, 23. März 2012 Allianz Deutschland AG Dr. Werner Zedelius, Vorsitzender Mitglieder des AufsichtsratsDr. Werner Zedelius Gabriele Burkhardt-Berg * Wilhelm Brosch * Werner Cyron * Michael Diekmann Dr. Friedrich Eichiner Herbert Hainer Franz Heiß * Wolfgang Ischinger Joe Kaeser Ralf Kirmeyer * Frank Lehmhagen * Dr. Max Link * Dr. Helmut Perlet Wolfgang Peuker * Jörg Reinbrecht * Dr. Bernhard Schareck Dr. Werner Schnappauf Rose-Maria Sommer * Uwe Spitzbarth * Manfred Wennemer |
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