MS Industrie AG

München

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2023 bis zum 31.12.2023

Bericht des Aufsichtsrats

Der Aufsichtsrat informiert in diesem Bericht über seine Tätigkeit im Geschäftsjahr 2023. Im Mittelpunkt der Erläuterungen
stehen die Themen seines kontinuierlichen Dialogs mit dem Vorstand sowie die Jahresabschluss- und Konzernabschlussprüfung

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

wir blicken auf das Jahr 2023 zurück, ein erneut außergewöhnlich herausforderndes Jahr, das zwar einerseits, wie im Vorjahr, immer noch im Zeichen des Russland-/​Ukraine-Kriegs und ab dem vierten Quartal zusätzlich des wieder mit aller Härte aufgeflammten Nahost-Konflikts, sowie massiver Inflation und Kostensteigerungen bei Energie und Rohstoffen, stand; jedoch für die MS Industrie-Gruppe trotzdem von deutlicher wirtschaftlicher Erholung geprägt war. Das Jahr ist damit für uns - allen Widrigkeiten zum Trotz - ähnlich positiv verlaufen, als wir es zu Jahresbeginn erwartet hatten. Damit hat die MS Industrie AG auch unter diesen erschwerten Bedingungen ihre Ziele konsequent verfolgt und ihre Zukunftsprojekte vorangetrieben.

Der Aufsichtsrat der MS Industrie AG nahm während des gesamten Berichtsjahres die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben wahr. Hierzu gehört der regelmäßige Informationsaustausch mit dem Vorstand und die Überwachung der Geschäftsführung der Gesellschaft. In alle Entscheidungen, die für das Unternehmen von grundlegender Bedeutung waren, war der Aufsichtsrat unmittelbar eingebunden. Der Vorstand hat uns laufend, sowohl schriftlich als auch mündlich, zeitnah und umfassend über alle relevanten Fragen der Unternehmensplanung und der strategischen Weiterentwicklung, über die Lage und Geschäftsentwicklung des Unternehmens und der Gruppe sowie die Entwicklung der Ertragslage und der Liquidität einschließlich der Risikolage und des Risikomanagements sowie der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung ("follow-up-Berichterstattung"). Grundsätzliche Fragen der Geschäftspolitik haben wir in gemeinsamen Sitzungen eingehend erörtert. Dabei haben wir uns von der Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugt und konnten uns dabei ebenfalls stets von deren Rechtmäßigkeit und Zweckmäßigkeit überzeugen. Abweichungen des Geschäftsverlaufs der einzelnen Tochtergesellschaften von den Jahresplanungen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert und mit dem Vorstand diskutiert. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war.

Die Mitglieder des Aufsichtsrats und insbesondere der Vorsitzende standen auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen mit dem Vorstand in regelmäßigem Kontakt und haben sich über die Entwicklung der Geschäftslage und die wesentlichen Geschäftsvorfälle informiert. Die schriftlichen Berichte und Beschlussvorlagen des Vorstands hat der Aufsichtsrat gründlich und im Detail überprüft, darüber beraten und dazu, soweit dies nach den gesetzlichen und satzungsmäßigen Bestimmungen erforderlich war, sein eindeutiges Votum abgegeben. Entscheidungsnotwendige Unterlagen wurden den Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig vor der Sitzung zugeleitet. Akquisitions- und Desinvestitionsvorhaben wurden vom Aufsichtsrat anlassbezogen mit dem Vorstand erörtert.

Der Aufsichtsrat der MS Industrie AG ist mit nur drei Mitgliedern unverändert bewusst klein gehalten, um ein effizientes Arbeiten und intensive Diskussionen sowohl in strategischen, als auch in Detailfragen zu ermöglichen. Daher war die Bildung von Aufsichtsratsausschüssen nach Meinung des Aufsichtsrats weiterhin nicht sinnvoll und zweckmäßig. Fragen der Rechnungslegung, der Überwachung des Rechnungslegungsprozesses, der Wirksamkeit des internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems, sowie der Qualität der Abschlussprüfung und der Compliance sollen weiterhin dem Gesamtorgan vorbehalten bleiben. Um ihrer Verantwortung für diese wesentlichen Aufgaben gerecht zu werden, beabsichtigen die Mitglieder des Aufsichtsrats auch künftig hieran unmittelbar mitzuwirken. Neben der jährlich stattfindenden Bilanzsitzung von Vorstand und Aufsichtsrat in Gegenwart der Wirtschaftsprüfer, auf der die Abschlüsse des Konzerns und der Aktiengesellschaft eingehend erörtert werden, besteht für alle Aufsichtsratsmitglieder die Möglichkeit, sich zuvor intensiv über Prüfungsinhalte und -ergebnisse zu informieren und sowohl Fragen zu stellen als auch Anregungen zu geben. Es wird aber darauf geachtet, dass mindestens ein Aufsichtsratsmitglied über besondere Kenntnisse und Erfahrungen im Prüfungswesen, in der Nachhaltigkeitsberichterstattung und deren Prüfung, sowie in der Anwendung von Rechnungslegungsgrundsätzen, internen Kontrollverfahren und Compliance verfügt. Die Überwachung und Beratung (des Vorstands) umfasst insbesondere auch Nachhaltigkeitsfragen.

Der Aufsichtsrat hat auch wieder, wie schon in den Vorjahren, die Effizienz seiner eigenen Tätigkeit im Laufe des Jahres überprüft und sichergestellt. Der Aufsichtsrat überprüft regelmäßig intern, wie wirksam er (der Aufsichtsrat) seine Aufgaben erfüllt. Im Ergebnis bestätigte sich eine professionelle, konstruktive und von einem hohen Maß an Vertrauen und Offenheit geprägte Zusammenarbeit innerhalb des Aufsichtsrats und mit dem Vorstand. Die Zusammensetzung und Struktur des Aufsichtsrats werden als wirksam und effizient eingestuft. Zudem bestätigen die Ergebnisse eine effiziente Sitzungsorganisation und -durchführung und eine angemessene Informationsversorgung. Grundsätzlicher Veränderungsbedarf ist daher nicht angezeigt.

Im Geschäftsjahr 2023 haben, wie in den zurückliegenden Jahren, erneut fünf Aufsichtsratssitzungen stattgefunden, davon fünf ordentliche. Alle Sitzungen waren Präsenzsitzungen. In den Sitzungen ließ sich der Aufsichtsrat über den aktuellen Verlauf des Geschäftsjahres ausführlich informieren. Sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats haben an allen Sitzungen teilgenommen, in einzelnen Ausnahmefällen mittels telefonischer oder videotechnischer Zuschaltung. Der Vorstand hat ebenfalls an allen Aufsichtsratssitzungen teilgenommen. Die Einbindung des Vorstands in die Aufsichtsratssitzungen hat sich unseres Erachtens bewährt. Fragen des Aufsichtsrates können so direkt und effizient geklärt werden. Zudem bestimmt die Geschäftsordnung des Aufsichtsrats, dass die Mitglieder des Vorstands an den Sitzungen teilnehmen, soweit der Vorsitzende des Aufsichtsrats nichts anderes bestimmt. Im Geschäftsjahr 2023 standen, neben den Vorjahresthemen, die Herausforderungen des starken organischen Wachstums, Investitionen in Maschinen und Gebäude, Neuproduktentwicklungen, die Führungsstruktur der Gruppe, Compliance und Risiko-Management sowie das Thema aktuelle und künftige Finanzierungsinstrumente mit und ohne Kredit-Covenants erneut im Mittelpunkt der Beratungen und der Kontrolltätigkeit des Aufsichtsrats.

Schwerpunkte der Sitzung am 02. Februar 2023 waren neben der Diskussion der Geschäfts- und Auftragslage der "MS XTEC"-Group (vormals: "MS Powertrain Technology"-Group) und der "MS Ultrasonic Technology"-Group die aktuelle Entwicklung der Konditionen der Konsortialfinanzierung mit den Hausbanken. Ein weiteres Thema war die jährliche Aktualisierung der Risikolage der MS Industrie-Gruppe im Dezember 2022 im Rahmen der jährlich stattfindenden Risikomanagement-Workshops und die dabei festgestellte erhöhte Risikolage im Vergleich zum Vorjahr vor dem Hintergrund des Russland-/​Ukraine-Kriegs, der Kostensteigerungen und Lieferkettenprobleme. Die Budget- und Investitionsfreigabe 2023 für die Gruppe auf konsolidierter Basis war durch den Aufsichtsrat bereits in der Dezember-Sitzung des Vorjahres auf Basis der Planungsentwürfe erfolgt. Der Aufsichtsrat befürwortete die erneute Prüfung bzw. Sondierung eines Wechsels in das Segment "m:access" der Börse München.

Schwerpunkte der Sitzung am 24. April 2023 waren der mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene Jahresabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht und der ebenfalls mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehene IFRS-Konzernabschluss nebst zusammengefasstem Lagebericht der MS Industrie AG für das Geschäftsjahr 2022 sowie der Kurzbericht von Ebner Stolz GmbH & Co. KG WPG gem. IDW-PS 470 n.F.: "Berichterstattung des Abschlussprüfers an den Aufsichtsrat der MS Industrie AG zur Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses zum 31. Dezember 2022" vom 24. April 2023. Fragen des Aufsichtsrats zum Einzel- und zum Konzernabschluss sowie zum aktuellen "ESEF"-Veröffentlichungsprozedere wurden vom Vorstand und vom Abschlussprüfer beantwortet. Im Nachgang zur Sitzung wurden der Aufsichtsratsbericht 2022 verabschiedet sowie der Jahresabschluss und der Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2022 am 28. April 2023 gemäß Aktiengesetz vom Aufsichtsrat gebilligt und der Jahresabschluss damit nach § 172 AktG festgestellt.

Weitere Themen der Sitzung vom 24. April 2023 waren der aktuelle Geschäftsverlauf der Gruppe inklusive Neugeschäft im 1. Quartal sowie die Diskussion der Tagesordnungspunkte der ordentlichen Hauptversammlung 2023. Vor dem Hintergrund des Auslaufens der Covid 19-Pandemie und dem damit verbundenen Wegfall von Beschränkungen für Großveranstaltungen haben wir zugestimmt, dass die Hauptversammlung 2023 wieder in Form einer nicht-virtuellen Veranstaltung mit voller physischer Präsenz der Aktionäre abgehalten wird. Der Aufsichtsrat begrüßte ausdrücklich die Vertragsverlängerung der "MS XTEC"-Group mit einem langjährigen Hauptkunden bis zum 31. Dezember 2031 zuzüglich einer 4-jährigen, beidseitigen Verlängerungsoption zur langfristigen Absicherung der Auftragslage am Standort Trossingen.

Schwerpunkte der Sitzung am 04. Juli 2023 waren neben der Nachbesprechung der regulären, physisch abgehaltenen Hauptversammlung 2023 die operative Ergebnisentwicklung bis Mai 2023, sowie geplante Investitionen und Automatisierungsmaßnahmen im Segment "MS XTEC", insbesondere an dem deutschen Standort Trossingen. Daneben nahm der Aufsichtsrat die Inbetriebnahme der erweiterten Photovoltaikanlagen in Trossingen zur Kenntnis, sowie die Angebots-Pipeline im Bereich "Nonwovens" im Nachgang zur Messe "INDEX" in Genf. Der Vorstand gab ein Update zu dem Bereich der IT-Security in der MS Industrie-Gruppe. Im Vergleich zum Vorjahr sind in einigen Kategorien wieder Verbesserungen erzielt worden. Vorstand und Aufsichtsrat beurteilen die getroffenen Maßnahmen im mittelständischen Vergleich als sehr gut.

Schwerpunkte der Sitzung am 28. September 2023 waren die Durchsprache und Freigabe der jährlich (seit dem Segmentwechsel 2023: auf freiwilliger Basis) veröffentlichten "Entsprechenserklärung 2023 zum Deutschen Corporate Governance-Kodex (DCGK)". Weitere Themen waren der Stand der Investitionen, insbesondere für das wesentliche Projekt der flexiblen Fertigungsautomatisierung am Standort Trossingen, die aktuelle Entwicklung in Sachen "Lieferkettenproblematik", insbesondere am Standort Spaichingen, sowie die aktuelle Geschäftslage der beiden industriellen Segmente "Antriebstechnik" und "Ultrasonic".

Schwerpunkte der Sitzung am 11. Dezember 2023 waren die unterschiedliche Geschäftsentwicklung der einzelnen Segmente anhand von Umsatz, Auftragsbestand, Investitionen und Personalentwicklung nebst einem Ausblick ("Forecast") auf das gesamte Geschäftsjahr 2023. Daneben waren die Budgets und Mehrjahresplanungen für das Geschäftsjahr 2024 ff auf Segmentebene, die Ergebnisse der Betriebsprüfungen 2016-2016 und 2017-2020, ein Update zum Thema IT-Security sowie die Freigabe der anstehenden Verlängerung der Konsortialfinanzierung Themen in der Sitzung. Weiteres Thema war der sog. "Statusbericht" des telefonisch zugeschalteten Abschlussprüfers.

Das Thema "Corporate Governance" besitzt für den Aufsichtsrat unverändert einen hohen Stellenwert. Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben die Entwicklung der "Corporate Governance"-Standards in den letzten Jahren fortlaufend beobachtet. Über Fragen der "Corporate Governance" und ihrer aktuellen Entwicklung unter Einschluss der Prüfung ihrer Effizienz hat der Aufsichtsrat mit dem Vorstand im Rahmen der September-Sitzung diskutiert. Vorstand und Aufsichtsrat haben die nach dem Segmentwechsel nicht mehr jährlich nach § 161 AktG vorgeschriebene Erklärung zum deutschen "Corporate Governance-Kodex" dennoch am 20. Oktober 2023 freiwillig abgegeben. Den Aktionären wurde sie durch Veröffentlichung auf der Internet-Homepage der Gesellschaft dauerhaft zugänglich gemacht. Die MS Industrie AG entspricht nach der Veröffentlichung den Empfehlungen der "Regierungskommission Deutscher Corporate Governance-Kodex" in der zum Veröffentlichungszeitraum gültigen Fassung des Kodex vom 28. April 2022 (veröffentlicht im amtlichen Teil des Bundesanzeigers am 27. Juni 2022), mit Ausnahme der in der "Entsprechenserklärung 2023" aufgeführten und entsprechend begründeten Abweichungen. Den Wortlaut der "Entsprechenserklärung 2023" können Sie auf unserer Internet-Homepage der MS Industrie AG unter https:/​/​www.ms-industrie.de/​investor-relations/​corporate-governance/​ nachlesen.

Entsprechend den gesetzlichen Vorschriften wurde der von der Hauptversammlung am 04. Juli 2023 gewählte Abschlussprüfer, die RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft Steuerberatungsgesellschaft, München, vom Aufsichtsrat am 07. November 2023 mit der Prüfung des Jahresabschlusses (freiwillige Prüfung) und des Konzernabschlusses (Pflichtprüfung) beauftragt. Der Abschlussprüfer RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG WPG StBG hat uns im Vorfeld der Beauftragung in seinem Schreiben vom 04. Juli 2023 seine Unabhängigkeit bestätigt.

Der Aufsichtsrat überwachte pflichtgemäß die Auswahl, Unabhängigkeit, Qualifikation, Rotation und Effizienz des Abschlussprüfers sowie die Qualität der Abschlussprüfung.

Der vom Vorstand vorgelegte Jahresabschluss sowie der Konzernabschluss der MS Industrie AG für das Geschäftsjahr zum 31. Dezember 2023 sowie der Konzernlagebericht der MS Industrie AG sind unter Einbeziehung der Buchführung zum fünften Mal in Folge vom Abschlussprüfer RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG WPG geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden, für das fünfte Geschäftsjahr in Folge unterzeichnet durch den Wirtschaftsprüfer Herrn Josef Eberl und für das vierte Geschäftsjahr in Folge durch den für die Auftragsdurchführung verantwortlichen Wirtschaftsprüfer Herrn Thorsten Sommerfeld. Im Rahmen der gesetzlichen Anforderungen waren auch das Risikofrüherkennungssystem und die Angemessenheit und Wirksamkeit des internen Kontrollsystems der MS Industrie-Gruppe Gegenstand der Abschlussprüfung. Wesentliche Schwächen des internen Kontrollsystems und des Risikofrüherkennungssystems wurden von den Abschlussprüfern nicht berichtet.

Der Jahresabschluss der MS Industrie AG und der Konzernlagebericht für die MS Industrie AG wurden nach den deutschen gesetzlichen Vorschriften aufgestellt. Der Konzernabschluss wurde nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellt, wie sie vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlicht wurden und in der Europäischen Union (EU) anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315 e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB) anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften. Der Abschlussprüfer hat die Prüfung in Übereinstimmung mit § 317 HGB und der EU-Abschlussprüferverordnung durchgeführt unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung und unter ergänzender Beachtung der International Standards on Auditing (ISA).

Vor Vergabe des Auftrags zur Prüfung des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses diskutierte der Vorsitzende des Aufsichtsrats mit dem Abschlussprüfer detailliert Prüfungsschwerpunkte, Prüfungsinhalte und Prüfungskosten. Der Abschlussprüfer unterrichtete den Aufsichtsratsvorsitzenden über die Vorprüfungsergebnisse. Er hat auch während der laufenden Abschlussprüfung darauf geachtet, den Aufsichtsrat unverzüglich über alle für dessen Arbeit wesentlichen Feststellungen zu informieren, die ihm bei der Durchführung der Abschlussprüfung zur Kenntnis kamen.

Über die dem Abschlussprüfer vom Aufsichtsrat vorgegebenen Prüfungsschwerpunkte für den Konzernabschluss sowie für den Einzelabschluss wurde vom Abschlussprüfer mündlich im Rahmen der Aufsichtsratssitzung am 22. April 2024 ausführlich berichtet. Der Abschlussprüfer berichtete über den Umfang, die Schwerpunkte sowie die wesentlichen Ergebnisse seiner Prüfung und ging dabei insbesondere auf besonders wichtige Prüfungssachverhalte und die vorgenommenen Prüfungshandlungen ein. In dieser Sitzung hat der Vorstand die Abschlüsse der AG und des Konzerns erläutert.

Die Prüfungsberichte und die Abschlussunterlagen wurden allen Aufsichtsratsmitgliedern rechtzeitig vor der Bilanzsitzung zugesandt. Sie waren in der Sitzung des Aufsichtsrats am 22. April 2024 Gegenstand intensiver Beratungen des Aufsichtsrats gemeinsam mit den Abschlussprüfern. Dabei berichteten die Abschlussprüfer über die wesentlichen Ergebnisse der Prüfung und standen dem Aufsichtsrat für Fragen sowie ergänzende Auskünfte und Erläuterungen zur Verfügung. Alle Fragen des Aufsichtsrats wurden von den Abschlussprüfern umfassend beantwortet.

Das Ergebnis der Prüfung und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers haben wir nach eigener Prüfung zustimmend zur Kenntnis genommen und erheben nach unseren eigenen Prüfungen des Jahresabschlusses und des Konzernabschlusses sowie des Konzernlageberichtes keine Einwendungen. Wir billigen den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss und den Konzernabschluss. Damit ist der Jahresabschluss 2023 nach § 172 AktG festgestellt.

Im Geschäftsjahr 2023 ist ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.774.408,54 entstanden. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 4.445.222,87 ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 7.219.631,41. Im Jahresabschluss der MS Industrie AG schlägt der Vorstand der Hauptversammlung vor, den handelsrechtlichen Bilanzgewinn in Höhe von EUR 7.219.631,41 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Dem Aufsichtsrat der MS Industrie AG gehörten im Geschäftsjahr 2023 folgende Damen und Herren an:

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Karl-Heinz Dommes (Vorsitzender), Unternehmensberater, Hausen am Tann,

 

Reto A. Garzetti (stellvertretender Vorsitzender), Betriebswirt, Zürich, Schweiz,

 

Silke Bader, Rechtsanwältin, München.

Jedes Aufsichtsratsmitglied achtet darauf, dass ihm für die Wahrnehmung seiner Mandate genügend Zeit zur Verfügung steht. Die Mitglieder des Aufsichtsrats nehmen die für ihre Aufgaben erforderlichen Aus- und Fortbildungsmaßnahmen eigenverantwortlich wahr. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erfüllten und erfüllen die Unabhängigkeitskriterien im Sinne des "Deutschen Corporate Governance-Kodex" ("DCGK"). Interessenkonflikte wurden vermieden.

Wir danken dem Vorstand und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern der MS Industrie-Gruppe für die erbrachte Leistung und die große Einsatzbereitschaft im abgelaufenen Geschäftsjahr und wünschen ihnen für die Herausforderungen des Jahres 2024 weiterhin viel Erfolg.

 

München, im April 2024

MS Industrie AG

Karl-Heinz Dommes, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2023

Inhaltsverzeichnis

1. Grundlagen des Unternehmens und des Konzerns

1. a. Geschäftsmodell der MS Industrie AG und des MS Industrie-Konzerns

1. b. Steuerungssystem und finanzielle Leistungsindikatoren

1. c. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

1. d. Berichterstattung über die Forschung und Entwicklung im MS Industrie-Konzern

2. Wirtschaftsbericht

2. a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

2. b. Geschäftsverlauf Konzern

2. c. Lage des Konzerns

Ertragslage

Finanzlage

Vermögenslage

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung und zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

3. Chancen- und Risikobericht

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

5. Prognosebericht

1. Grundlagen des Unternehmens und des Konzerns

1. a. Geschäftsmodell der MS Industrie AG und des MS Industrie-Konzerns

Die MS Industrie AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 133497 eingetragen und hat ihren Sitz in der Brienner Straße 7, 80333 München, Deutschland.

Die MS Industrie AG ist eine Holdinggesellschaft, die Managementberatung für ihre Kernbeteiligungen erbringt. Die Geschäftstätigkeit der Kernbeteiligungen ist nachfolgend dargestellt.

Der MS Industrie-Konzern operiert vor allem im Industrie- sowie im Dienstleistungssektor mit den folgenden Geschäftstätigkeiten:

a) Industrie

MS XTEC GmbH (bis 28. Juni 2023: MS Powertrain Technologie GmbH) und Tochtergesellschaften ("MS XTEC"): TIER-1-Lieferant von Systemen und Komponenten für schwere Verbrennungsmotoren (Ventiltriebe, Kipphebel, Getriebegehäuse, etc.) insbesondere für Nutzfahrzeuge, Teile für Hybrid- und Elektro-Motoren (Segment Antriebstechnik - "MS XTEC") sowie MS Ultraschall Technologie GmbH und Tochtergesellschaften ("MS UTG"): Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von industrieller Ultraschall-Schweißtechnologie, Sondermaschinen und Serienmaschinen, Systeme für Verpackungsmaterialien sowie Komponenten (Segment Ultraschalltechnik - "MS Ultrasonic").

b) Dienstleistungen

c) Langfristiges Vermögen der GCI BridgeCapital GmbH: Erwerb, Verwaltung und Verpachtung von Gewerbegrundstücken, MS Land & Buildings LLC., USA und langfristiges Vermögen der MS Powertec GmbH: Erwerb, Verwaltung und Vermietung von Gewerbeimmobilien, Maschinen und Anlagen, sowie MS Industrie AG, MS Industrie Verwaltungs GmbH: Managementberatung.

1. b. Steuerungssystem und finanzielle Leistungsindikatoren

Das Beteiligungscontrolling der MS Industrie AG verantwortet in seiner zentralen Funktion das konzerninterne Steuerungssystem, das auch die MS Industrie AG als Gesellschaft umfasst. Das Beteiligungscontrolling überwacht und steuert Soll-Ist-Abweichungen vorrangig auf Basis der Entwicklungen der Kennzahlen der MS Industrie AG und deren Tochterunternehmen. Zudem verfolgt es die Fortschritte operativer Maßnahmen und bereitet die relevanten Kennzahlen für den Vorstand auf. Das Steuerungssystem wird dabei an Veränderungen innerhalb und außerhalb der Gesellschaft bzw. des Konzerns angepasst.

Der Konzern wird intern vor allem anhand der folgenden finanziellen Kennzahlen gesteuert:

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Ergebniskennzahlen: Umsatzerlöse, Rohertragsmarge, EBITDA, EBIT, EBT, EBIT-Marge sowie Ergebnis je Aktie.

Cash-Flow-Kennzahlen: Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit, Cashflow aus der Investitionstätigkeit.

Bilanzkennzahlen: Eigenkapital, Eigenkapitalquote und Netto-Verschuldungsgrad (Nettobankverbindlichkeiten/​ Eigenkapital).

Im nachfolgenden Wirtschaftsbericht ist die Analyse des Geschäftsverlaufs und der Lage des Konzerns deshalb vor allem anhand dieser finanziellen Leistungsindikatoren dargestellt.

1. c. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Neben den zur Konzernsteuerung verwendeten finanziellen Kennzahlen, sind auch die nachfolgend dargestellten nichtfinanziellen Leistungsindikatoren für den Konzern von Bedeutung.

Nachhaltigkeit /​ Umweltschutz

Der MS Industrie-Konzern erfüllt die Voraussetzungen der Normvorschrift DIN ISO 14001 (Umweltmanagementsysteme) und DIN ISO 50001 (Energiemanagementsysteme) an allen deutschen Produktionsstandorten der Firmengruppe. Zudem sind die Standorte des Segments "MS XTEC" nach IATF 16949 zertifiziert. Alle Produktionsstandorte der Firmengruppe sind zudem nach DIN ISO 9001 (Qualitätsmanagementsystem) zertifiziert. Besondere Umweltrisiken oder Energierisiken sind nicht bekannt.

Wir wollen durch nachhaltiges und verantwortungsvolles Wirtschaften für alle am Unternehmen interessierten Anspruchsgruppen wie Kunden, Mitarbeiter und die Gesellschaft, ein verlässlicher und verantwortungsbewusster Partner sein und sind uns der sozialen, ökologischen und ökonomischen Aspekte unseres Handelns bewusst. Nachhaltigkeit hat im MS Industrie-Konzern daher einen hohen Stellenwert.

Die "MS Ultrasonic Technology Group" hat sich daher einer Bewertung ihrer Nachhaltigkeitsinitiativen durch "EcoVadis" gestellt. Bei diesem Verfahren wird die Leistung des Unternehmens in den Bereichen Umwelt, Arbeits- und Menschenrechte, Ethik und nachhaltige Beschaffung bewertet. Das Nachhaltigkeitsrating durch "EcoVadis" für 2023 wurde zusätzlich mit einer Silbermedaille ausgezeichnet und zählt somit zu den besten 20 % in der Branche.

Des Weiteren hat die "MS Ultrasonic Technology Group" ihre Nachhaltigkeitsleistung durch "Sustainability Assessment Questionnaire" ("SAQ5.0") bewerten lassen. "SAQ5.0" ist ein Lieferanten-Selbstauskunftsfragebogen in der Automobilindustrie, der die folgenden Bereiche abdeckt: Geschäftsführung, Menschenrechte und Arbeitsbedingungen, Arbeitsschutz (Gesundheit und Sicherheit), Unternehmensethik, Umwelt, verantwortungsvolles Management der Lieferkette und verantwortungsbewusste Beschaffung von Rohstoffen. Dieses Nachhaltigkeitsrating durch "SupplierAssurance" ("SAQ5.0") wurde für 2023 mit einer überdurchschnittlichen positiven Bewertung von 82 % abgeschlossen. Der Branchendurchschnitt der Branche Maschinenbau liegt bei 57 % für 1.440 Standorte.

Die "MS XTEC"-Group hat sich im Jahr 2022 der sogenannten "WIN-Charta" des Landes Baden-Württemberg angeschlossen. Bei der "WIN-Charta" handelt es sich um ein Managementsystem für die nachhaltige Wirtschaftsleistung eines Unternehmens. Mit der Unterzeichnung der "WIN-Charta" gibt die "MS XTEC"-Group ein klares Bekenntnis zur ökonomischen, ökologischen und sozialen Verantwortung ab und bekennt sich dazu, die zwölf finanziellen und nichtfinanziellen Leitsätze der "WIN-Charta" einzuhalten. Das Konzept umfasst unter anderem eine Nachhaltigkeitsrichtlinie, einen Verhaltenskodex und eine "Whistleblowing"-Richtlinie. Im Juli 2022 wurde die "MS XTEC"-Group dafür mit der Urkunde "Nachhaltiges Wirtschaften" des Landes Baden-Württemberg ausgezeichnet. Mit der Schwerpunktsetzung "Energie & Emission" trägt die "MS XTEC"-Group zur Verbesserung der allgemeinen Klimabilanz bei. Zur Erreichung der Ziele wird auf die verstärkte Nutzung und den Ausbau erneuerbarer Energien gesetzt - vorwiegend Solarenergie. Mit insgesamt drei Photovoltaik-Anlagen werden rund 3,76 Gwh Strom pro Jahr erzeugt. Einen weiteren Schwerpunkt bildet der Bereich "Produktverantwortung" mit der Sicherstellung einer nachhaltigen Wertschöpfungskette. Die Berücksichtigung ökologischer und sozialer Kriterien sowie die Schonung von Ressourcen entlang der gesamten Wertschöpfungskette bilden einen festen Bestandteil sowohl für die "MS XTEC"-Group als auch für die Lieferanten.

Ab 2024 wird die "WIN-Charta" zur "KLIMAWIN" werden. Die "KLIMAWIN" ist in ihren Schwerpunkten an die geplante "Corporate Sustainability Reporting Directive (CSRD)" der EU angelehnt und bietet ein umfangreiches Rahmenwerk für die Berichterstattung über Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen, auch wenn sie die Anforderungen der "CSRD" nicht vollumfänglich abdeckt. Unternehmen reichen hierbei jährlich Berichte über ihre Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsmaßnahmen, basierend auf den zwölf Leitsätzen der "KLIMAWIN", ein. Zusätzlich unterstützt jedes Unternehmen ein lokales, gemeinnütziges Projekt. Die "KLIMAWIN" basiert auf Selbstverpflichtung, Eigeninitiative und Außenkommunikation. Unternehmen profitieren hierbei von einem umfangreichen Rahmenwerk für die interne und externe Kommunikation von Klimaschutz- und Nachhaltigkeitsbemühungen.

Im Zuge der Errichtung der neuen Produktionsanlage der "MS XTEC"-Group in Trossingen, die im Geschäftsjahr 2015 fertiggestellt wurde, hat die Gesellschaft aus energetischen und umwelttechnischen Gesichtspunkten ein modernes Gebäudeareal errichtet, welches in Bezug auf Energiehaushalt, Nachhaltigkeit und Unabhängigkeit weitreichende Akzente setzt. Im Zuge dieses Projektes wurde auch die Vision umgesetzt, einen Teil der notwendigen Energie über ein eigenes Blockheizkraftwerk zu produzieren und über intelligente Abwärme-Systeme sowohl Kühl- wie auch Wärmequellen für den Eigengebrauch zu verwenden. Dies gilt auch für die in 2022 erfolgte Erweiterung der Produktionsfläche.

Personal- und Sozialbereich

Per Ende des Geschäftsjahres beschäftigte der MS Industrie-Konzern 813 festangestellte Mitarbeiter, im Vergleich zu 809 festangestellten Mitarbeitern per Ende 2022. Der leichte Anstieg ist vor allem auf den plangemäßen Personalaufbau -vor allem im Segment "MS XTEC" - zurückzuführen.

Der Konzern beschäftigt zum Ausgleich konjunktureller Schwankungen stets eine angemessene Anzahl an Leiharbeitskräften. Die personalpolitische Ausrichtung des Konzerns zielt darauf ab, die eigenen Ausbildungskapazitäten wie in den Vorjahren stetig auszubauen, um einem Facharbeitermangel entgegenzuwirken und zukünftige Führungskräfte gezielt auf anspruchsvolle Aufgaben vorzubereiten. Die individuelle Fort- und Weiterbildung hat einen hohen Stellenwert im Konzern. Dies dokumentiert sich unter anderem in der hohen Ausbildungsquote.

Innovationskraft

Die Innovationskraft des MS Industrie-Konzerns manifestiert sich zum Beispiel darin, dass die 100%ige Tochtergesellschaft MS Ultraschall Technologie GmbH mehrere Patente hält, z. B. eine "Torsional-Sonotrode" mit vielen technologischen Vorteilen gegenüber konventionellen "Sonotroden". Um einen langfristigen Unternehmenserfolg zu sichern, setzen die Standorte im MS Industrie-Konzern auf Produktionsprozesse nach neuesten, hochtechnologischen Standards. Durch den Einsatz hochtechnologischer Maschinen können langfristig die Produktions- und Lohnkosten gesenkt werden. Zeitgleich können hochwertige Arbeitsplätze angeboten werden. Die eigenen Ausbildungsstätten der Standorte bilden zudem neue Facharbeiter aus. Die Symbiose von neu entstehenden Facharbeitsplätzen und Ausbildung sichert sowohl den Unternehmenserfolg als auch die Arbeitsplätze und stärkt die Region.

Kundenzufriedenheit/​-treue

Die Kundenzufriedenheit und Kundentreue dokumentiert sich darin, dass die MS XTEC GmbH ("MS XTEC") immer wieder neue Mehrjahresverträge (teilweise als sog. "Single Source-Supplier") bekommt.

Bei dem weltweit führenden Automobilzulieferer "Faurecia" hat die MS Ultraschall Technologie GmbH den Status eines "Preferred Suppliers".

Lieferfähigkeit

Im Industriebereich war die zeitnahe Lieferfähigkeit - mit Ausnahme von lieferkettenbedingten Verzögerungen bei Zukaufteilen im Maschinenbau - im Geschäftsjahr fortlaufend gegeben.

Qualitätsmanagement

Der MS Industrie-Konzern erfüllt die Voraussetzungen der Normvorschrift DIN ISO 9001 ("Qualitätsmanagementsystem") an den Standorten der Segmente "Ultrasonic Technology" und "MS XTEC". Zudem sind die Standorte des Segments "MS XTEC" nach IATF 16949 ("Quality Management System") zertifiziert. Des Weiteren sind die Standorte im MS Industrie-Konzern TiSAX zertifiziert. TiSAX definiert die Pflichtanforderungen an ein Informationssicherheits-Managementsystem sowie die datenschutzrechtlichen Mindestanforderungen in der Automobilindustrie.

1. d. Berichterstattung über die Forschung und Entwicklung im MS Industrie-Konzern

Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten finden ausschließlich auf Ebene der operativen Tochtergesellschaften /​ Teilkonzerne statt. Bei der MS Industrie-Gruppe ("MS") ist die Entwicklungstätigkeit unverändert hoch und auf alle Unternehmensbereiche ausgerichtet, schwerpunktmäßig aber auf das Segment Ultraschall-Technologie ("Ultrasonic Technology") mit den fünf Bereichen Sondermaschinen ("MS sonxMAC"), Serienmaschinen ("MS sonxTOP"), Komponenten ("MS sonxCOM"), Verpackung ("MS sonxSYS SEAL") und Nonwovens ("MS sonxSYS COMBINE"). Der Bereich Nonwovens unterstützt die Ausweitung auf Zielmärkte mit neuen Kundengruppen. Hier stehen die Branchen Hygiene und Medizin im Vordergrund, welche die durch Ultraschall bearbeiteten Vliesstoffe ("Nonwovens") weiterverarbeiten. Unter anderem besteht für dieses Teilsegment ein "MS Competence-Center" in Ettlingen (Baden-Württemberg), welches mit einem modernen Entwicklungslabor ausgestattet ist. Im wachsenden Geschäftsfeld der Serienmaschinen ist der Konzern kontinuierlich bestrebt, Weiterentwicklungen voranzutreiben. Mit der Neuentwicklung "MS sonxTOP MEMBRANE" wird eine ausgereifte Lösung zum gleichzeitigen Stanzen und Siegeln von Druckausgleichsmembranen ("DAE") geschaffen, die man vorwiegend in der Automotive- und Medizinbranche findet. Beim Prozess des gleichzeitigen Stanzens und Siegelns kommt die vom Unternehmen patentierte "Torsional-Sonotrode" zum Einsatz und bietet hierfür große technologische Vorteile. Auch der ausgereifte "Servo-Elektrische-Antrieb" wird weiter im Markt etabliert und aufgrund des schon in anderen Branchen erlebten Richtungswechsels, durch den hohen Kundennutzen weiteres Wachstumspotential generieren. Hier steht der immer wichtiger werdende ökonomische und ökologische Nutzen im Vordergrund und hebt den Produktbereich von den Wettbewerbern ab. Im Bereich des kontinuierlichen Schweißens ist die MS Ultraschall Technologie GmbH Vorreiter mit dem "Servo-Elektrischen-Antrieb". Die bestehenden Kundenvorteile im Bereich der "MS sonxWARE", wie beispielsweise die Möglichkeit, durch eine intuitive, standardisierte Steuerungstechnik, ohne Programmierkenntnisse eigene Maschinenfunktionssequenzen zu erstellen, heben die Innovationskraft verstärkt hervor. Im Geschäftsbereich "MS sonxMAC" wurde die Produktlinie um Maschinenkonzepte für die Errichtung vollautomatisierter Fertigungslinien "MS sonxMAC LINE" erweitert. Das Prinzip ist ein Baukastensystem, das auf Modulen aufbaut und den Einsatz verschiedener Prozessschritte ermöglicht. Diese haben mit der Bestückung zu tun oder auch der Bearbeitung von Bauteilen durch Ultraschallschweißen, -Nieten oder -Stanzen. Vor- oder nachgelagerte Arbeitsprozesse wie Klipsen, Kleben, Schrauben, Montieren etc. werden auf der Produktionsanlage effizient vereint. Damit gelingt es dem Unternehmen in den unterschiedlichsten Branchen wie Automotive, Verpackungsindustrie/​Food, Textilindustrie, Medizintechnik, Konsumgüter und Elektrische Komponenten noch präsenter zu sein. Als weltweit anerkannte Technologie ist die Ultraschallfügetechnik in den Bereichen Schweißen, Schneiden, Siegeln, Trennschweißen, Stanzen und Nieten von thermoplastischen Kunststoffen, Textilien und Vliesstoffen ("Nonwovens") sowie dem Schneiden von Lebensmitteln zukunftsweisend. Durch fortwährende technologische und innovative Weiterentwicklungen werden neue Märkte erschlossen. Seit 2021 ist die MS Ultraschall Technologie GmbH im "Rödl&Partner Weltmarktführerindex Deutschland" gelistet - hier werden weltweit aktive und erfolgreiche Unternehmen mit führender Technologie und familiärer Führung aufgenommen. Des Weiteren wird die MS Ultraschall Technologie GmbH unter den TOP 500 der deutschsprachigen Weltmarktführer laut "WirtschaftsWoche" im Bereich Maschinenbau geführt.

"High Precision Machining" in Verbindung mit komplexen Veredelungsprozessen bilden die Kernkompetenzen des Segments "MS XTEC" (vormals: "Powertrain Technology"). Hierbei treffen hoch automatisierte, aber zugleich flexible Technologien aus den Bereichen komplexe Fräszerspanung und Montage auf kleine bis mittelgroße Losgrößen. Dieser interessante Mix aus wirtschaftlichen Prozessen in Verbindung mit einem tiefen Spektrum an komplexen Bearbeitungsvarianten ermöglicht ein erfolgreiches Wachstum in spannenden und zukunftsträchtigen Branchen. Parallel zu einer sehr hohen Auslastung im Jahr 2023 konnten neuerworbene und lukrative Aufträge aus den Bereichen E-Mobilität, Industrie und der stationären Energieversorgung anlaufen. Auch im Bereich der Nachhaltigkeit wurden große Meilensteine erreicht. Maßgeblich ist die Inbetriebnahme der kompletten Photovoltaik-Anlage, wodurch eine Peak-Kapazität von 3.800 kWp erreicht wird. Die "MS XTEC"-Gruppe nutzt an den deutschen Standorten über 90 % des via Photovoltaik erzeugten Stroms selbst und wird nach erfolgter Erweiterung ca. 20 % des jährlichen Bedarfs abdecken. Dies entspricht einer Versorgung von ca. 1.100 Haushalten pro Jahr. Die CO 2 -Einsparung beträgt jährlich rund 2.000 Tonnen. Ergänzend sind Blockheizkraftwerke im Einsatz und steigern die Energie-Autarkie bereits heute auf über 30 %. Im Bereich der Fertigung sind weitere flexible und automatisierte Anlagen in Betrieb genommen worden. Der speziell für die "MS XTEC" programmierte Leitrechner läuft seit 2023 erfolgreich und wird durch die vollautomatische Messzelle ergänzt. Durch die Erweiterung der Produktionsfläche um ca. 3.500 qm können weitere automatisierte Anlagen in Betrieb genommen werden, sodass die Produktion und Produktivität weiter gesteigert werden können. Übergeordnetes Ziel bleibt es, dem Kunden maßgeschneiderte Lösungen rund um das Thema komplexe Zerspanung und Montage zu bieten und als kompetenter Partner über den kompletten Produktentstehungsprozess hinweg - vom ersten Konzept bis hin zum abschließenden Test und der industriellen Serienproduktion - zur Seite zu stehen. Dabei geht es stets um höchste Produktqualität und Kundenzufriedenheit durch die kontinuierliche Verbesserung von Prozessen, gesteigerte Automation und die damit einhergehende präventive Fehlervermeidung. Die neu geschaffene, interne Automationsabteilung setzt erfolgreich die Projekte in Eigenregie um und unterstützt somit den kontinuierlichen Fortschritt und Wandel der Fertigung.

Die Aufwendungen für Forschung und Entwicklung insgesamt reduzierten sich im Konzern im Geschäftsjahr leicht von Mio. EUR 5,1 auf Mio. EUR 4,7, davon wurden Mio. EUR 0,9 (Vorjahr: Mio. EUR 1,0) Entwicklungskosten als immaterielle Vermögenswerte aktiviert. Die planmäßigen Abschreibungen auf aktivierte Entwicklungskosten betrugen im Geschäftsjahr Mio. EUR 0,5 (Vorjahr: Mio. EUR 0,4).

2. Wirtschaftsbericht

2. a. Gesamtwirtschaftliche und branchenbezogene Rahmenbedingungen

Die deutsche Wirtschaft hat sich im Gesamtjahr 2023 gemäß vorläufiger Auswertung des "Statistischen Bundesamts, Wiesbaden" ("Destatis") vom Januar 2024 mit einem preis- und kalenderbereinigten Rückgang des Bruttoinlandsprodukts ("BIP") von -0,1 % (gegenüber Vorjahresanstieg in 2022 in Höhe von +1,9 %), nicht mehr so gut behauptet, wie noch im Vorjahr. Im Vergleich zum Jahr 2019, dem letzten, zurückliegenden Jahr vor Beginn der Covid 19-Pandemie, lag das Bruttoinlandsprodukt in 2023 jedoch immer noch um +0,7 % höher.

Die Energiekrise und geopolitische Spannungen verunsicherten Produzenten, Investoren sowie Konsumentinnen und Konsumenten. Der Welthandel verlor an Dynamik, mit negativen Folgen für die deutsche Exportwirtschaft. Die Energiepreise, die 2022 infolge des russischen Angriffs auf die Ukraine extrem gestiegen waren, stabilisierten sich auf hohem Niveau und belasteten insbesondere die Industrieproduktion. Steigende Zinsen verschlechterten die jahrelang günstigen Finanzierungsbedingungen, was besonders die Bauwirtschaft bremste. Insgesamt dämpften die trotz der jüngsten Rückgänge nach wie vor hohen Preise auf allen Wirtschaftsstufen die Konjunktur. Im Zuge dessen rutschte die deutsche Wirtschaft im Jahr 2023 ins Minus.

Die meisten Dienstleistungsbereiche konnten ihre wirtschaftlichen Aktivitäten im Vorjahresvergleich erneut ausweiten und stützten die Wirtschaft im Jahr 2023. Der Anstieg fiel aber insgesamt schwächer aus als in den beiden vorangegangenen Jahren. Den größten, preisbereinigten Zuwachs verzeichnete der Bereich Information und Kommunikation mit +2,6 % und knüpfte damit an seine langjährige, nur im ersten Corona-Jahr 2020 gebremste Wachstumsgeschichte an. Der Bereich Öffentliche Dienstleister, Erziehung, Gesundheit (+1,0 %) und die Unternehmensdienstleister (+0,3 %) konnten ebenfalls leicht zulegen. Dagegen ging die preisbereinigte Bruttowertschöpfung im zusammengefassten Wirtschaftsbereich Handel, Verkehr und Gastgewerbe um -1,0 % zurück. Das lag vor allem am Groß- und am Einzelhandel, die deutlich nachgaben, während der Kraftfahrzeughandel und der Verkehrsbereich zulegten. Im Baugewerbe machten sich neben den weiterhin hohen Baukosten und dem Fachkräftemangel insbesondere die zunehmend schlechteren Finanzierungsbedingungen bemerkbar. Hiervon war vor allem der Hochbau betroffen. Dagegen konnte die Produktion im Tiefbau und im Ausbaugewerbe gesteigert werden. Insgesamt erreichte das Baugewerbe 2023 preisbereinigt ein kleines Plus von +0,2 %. Die Wirtschaftsleistung im Produzierenden Gewerbe (ohne Baugewerbe) ging insgesamt deutlich um --2,0 % zurück. Entscheidend dafür war eine sehr viel niedrigere Produktion im Bereich Energieversorgung. Neben der Abschaltung der drei letzten deutschen Atomkraftwerke zum 15. April 2023 sank auch die Energieproduktion aus Braun- und Steinkohle. Dagegen wuchs die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien deutlich. Zudem wurde vermehrt Strom im Ausland eingekauft. Die bisher vorliegenden Außenhandelsdaten zeigen einen Anstieg der preisbereinigten Stromimporte im zweistelligen Prozentbereich bei gleichzeitig niedrigeren Stromexporten. Das Verarbeitende Gewerbe, das fast 85 % des Produzierenden Gewerbes (ohne Bau) ausmacht, war im Jahr 2023 preisbereinigt ebenfalls, wenn gleich deutlich weniger, im Minus (-0,4 %). Positive Impulse kamen hier vorrangig aus der Automobilindustrie und dem sonstigen Fahrzeugbau. Dagegen sanken Produktion und Wertschöpfung in den energieintensiven Industriezweigen wie der Chemie- und Metallindustrie erneut, nachdem die Wirtschaftsleistung in diesen Branchen bereits 2022 besonders stark auf die steigenden Energiepreise reagiert hatte.

Nach ihrem Höchststand im Sommer 2022 sanken die Energiepreise auf Erzeugerebene von Januar bis November 2023 um durchschnittlich -11,5 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dadurch wurde allerdings nur ein Bruchteil des Anstiegs der Jahre 2021 und 2022 kompensiert. In der zweiten Jahreshälfte 2023 stabilisierten sich die Energiepreise auf einem sehr hohen Niveau und belasteten weiterhin die Produktion der energieintensiven Wirtschaftszweige, die von Januar bis November 2023 um -10,6 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum abnahm. Dies bremste wiederum die gesamte Industrieproduktion. Neben den hohen Energiepreisen war auch die Materialknappheit weiter ein Problem für die Unternehmen im Verarbeitenden Gewerbe. Zwar nahm laut Umfragen des ifo Instituts im Laufe des Jahres 2023 die Materialknappheit ab, allerdings berichteten im Jahresdurchschnitt noch knapp ein Drittel der Unternehmen von Engpässen. Zudem erhöhten sich infolge der Tarifabschlüsse die Lohnkosten. Daher legten die Erzeugerpreise gewerblicher Produkte ohne Energie, die 2022 bereits durchschnittlich um +14,0 % gestiegen waren, von Januar bis November 2023 nochmals um +3,9 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu. Dabei stiegen vor allem die Preise für Konsum- und Investitionsgüter. Da sich die Preissteigerungen auf der Erzeugerebene auch in den Verbraucherpreisen niederschlugen, kam zum verstärkten Kostendruck für die Unternehmen erschwerend eine spürbare Konsumzurückhaltung hinzu.

Die Konsumausgaben der privaten Haushalte im Inland sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um -1,1 % gegenüber dem Vorjahr und lagen damit weiter unter dem Vorkrisenniveau des Jahres 2019 (-2,1 %). Dies dürfte vor allem auf die hohen Verbraucherpreise zurückzuführen sein. Die Inflationsrate - gemessen als Veränderung des Verbraucherpreisindex ("VPI") zum Vorjahr - lag im Jahresdurchschnitt 2023 voraussichtlich bei 5,9 % und damit unter dem historischen Höchststand des Jahres 2022 (+6,9 %). Dabei stiegen vor allem die Preise für Nahrungsmittel. Auch die Energiepreise waren - im Unterschied zur Entwicklung auf der Erzeugerebene - noch höher als im Vorjahr. Die etwas niedrigere Inflationsrate und die Lohnerhöhungen für viele Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer konnten den Rückgang der privaten Konsumausgaben jedoch nicht verhindern. Von Rückgängen waren vor allem die Bereiche betroffen, in denen die Preise im Jahresverlauf entweder auf dem hohen Niveau des Vorjahres verharrten oder sogar noch weiter anstiegen. Das gilt insbesondere für Nahrungsmittel, Getränke und Tabakwaren, für die im Jahr 2023 preisbereinigt deutlich weniger ausgegeben wurde als im Vorjahr (-4,5 %). Für langlebige Güter wie Einrichtungsgegenstände und Haushaltsgeräte, deren Preise 2023 weiterhin hoch waren, sanken die preisbereinigten Ausgaben sogar noch stärker (-6,2 %). Zudem kauften die privaten Haushalte auch weniger kurzlebige Güter wie Bekleidung und Schuhe (-0,8 %). Demgegenüber nahmen die Konsumausgaben der privaten Haushalte für Verkehr im Jahr 2023 preisbereinigt um +2,4 % zu. Darin enthalten sind beispielsweise Autokäufe und Ausgaben für Verkehrsdienstleistungen. Auch für Freizeit, Unterhaltung und Kultur (+1,3 %) gaben die privaten Haushalte mehr aus als im Vorjahr, was sich zum Beispiel in höheren Ausgaben für Pauschalreisen zeigte.

Auch der Staat reduzierte im Jahr 2023 erstmals seit fast 20 Jahren seine preisbereinigten Konsumausgaben (-1,7 %). Das lag vor allem am Wegfall staatlich finanzierter Corona-Maßnahmen wie Impfungen und Ausgleichszahlungen für freie Bettenkapazitäten in Krankenhäusern. Durch solche Maßnahmen hatte der Staatskonsum in den Jahren ab 2020 die Wirtschaftsleistung gestützt. Die Bauinvestitionen sanken im Jahr 2023 preisbereinigt um -2,1 %. Neben den hohen Baupreisen wirkten sich die spürbar gestiegenen Bauzinsen aus, die insbesondere den Wohnungsbau bremsten. Sowohl die Auftragseingänge im Wohnungsbau als auch die Zahl der zum Bau genehmigten Wohnungen sanken preisbereinigt in den ersten drei Quartalen 2023 deutlich gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Positive Signale kamen vom Ausbaugewerbe, was unter anderem an den stark nachgefragten energetischen Sanierungen gelegen haben dürfte. In Ausrüstungen - das sind vor allem Investitionen in Maschinen, Geräte und Fahrzeuge - wurde dagegen preisbereinigt deutlich mehr investiert als im Jahr 2022 (+3,0 %). Dazu trug vor allem der Anstieg der gewerblichen Pkw-Neuzulassungen bei, der durch den bis August 2023 geltenden Umweltbonus für Elektroautos im Firmenwagenbereich verstärkt wurde.

Die verhaltene weltwirtschaftliche Dynamik und die schwache inländische Nachfrage im Jahr 2023 machten sich auch beim Handel mit dem Ausland bemerkbar, der trotz sinkender Preise zurückging. Dabei sanken die Importe (preisbereinigt -3,0 %) kräftiger als die Exporte (preisbereinigt -1,8 %). Damit kam es im Saldo zu einem positiven Außenbeitrag, der das BIP stützte. 1

Das Bruttoinlandsprodukt ("BIP") ist im 4. Quartal 2023 gegenüber dem 3. Quartal 2023 - preis-, saison- und kalenderbereinigt - um -0,3 % gesunken. Nachdem die deutsche Wirtschaft in den ersten drei Quartalen in etwa stagnierte, nahm die Wirtschaftsleistung im 4. Quartal 2023 ab. Besonders die preis-, saison- und kalenderbereinigten Investitionen in Bauten und in Ausrüstungen waren deutlich niedriger als im Vorquartal. Im Vorjahresvergleich war das "BIP" im 4. Quartal 2023 preisbereinigt um -0,4 % niedriger als im 4. Quartal 2022. Preis- und kalenderbereinigt war der Rückgang geringer (-0,2 %), da ein Arbeitstag weniger zur Verfügung stand als im Vorjahreszeitraum. 2

Die Importpreise waren im Dezember 2023 um -8,5 % niedriger als im Dezember 2022. Wie das Statistische Bundesamt (Destatis) mitteilt, hatte die Veränderungsrate gegenüber dem Vorjahresmonat im November 2023 bei -9,0 % und im Oktober 2023 bei -13,0 % gelegen. Ausschlaggebend für die starken Rückgänge ist weiterhin vor allem ein Basiseffekt durch die hohen Preissteigerungen im Jahr 2022. Gegenüber November 2023 fielen die Importpreise im Dezember 2023 um -1,1 %. Im Jahresdurchschnitt 2023 waren die Importpreise -8,3 % niedriger als im Vorjahr. Das war der stärkste Preisrückgang im Vorjahresvergleich seit 2009 (-8,6 % gegenüber 2008). 3

Nachdem die deutsche Volkswirtschaft im abgelaufenen Jahr um -0,3 % geschrumpft ist, sind auch für 2024 angesichts geopolitischer Unsicherheiten sowie einer sich abkühlenden Weltwirtschaft gemäß der Beratungsgesellschaft "Roland Berger" keine nennenswerten Wachstumsimpulse zu erwarten. Das Urteil des Bundesverfassungsgerichts zu Sondervermögen und Bundeshaushalt sorgt für zusätzliche innenpolitische Unsicherheit und dürfte sich negativ auf die Investitionsneigung der Unternehmen auswirken. Angesichts weiterhin hoher Energiepreise schwächte sich die Industrieproduktion im Jahr 2023 weiter ab. Insbesondere die energieintensive Produktion steckt in einer Krise. Gestiegene Materialkosten und Zinsen, hohe Auflagen sowie der Fachkräftemangel setzen die Bauwirtschaft unter Druck. Angesichts eines deutlichen Rückgangs bei Baufinanzierungen und -genehmigungen droht dem Sektor ein weiteres schwieriges Jahr. Auch der lange robuste Arbeitsmarkt zeigt erste Anzeichen einer Abkühlung. So ist die Zahl der offenen Stellen bereits deutlich zurückgegangen, während sich die Zahl der Arbeitslosen erhöhte. Dennoch bleibt der Arbeitskräftemangel eines der drängendsten Probleme. Ein Lichtblick ist die rückläufige Inflation sowohl bei Erzeugern als auch Verbrauchern. Diese dürfte sich 2024 weiter normalisieren und der Notenbank den nötigen Spielraum für erste Zinssenkungen im Jahresverlauf geben. Angesichts dieser Gemengelage bleibt der Ausblick für die deutsche Volkswirtschaft trüb. Im internationalen Vergleich fällt Deutschland damit weiter hinter die anderen Industrienationen zurück. 4

In den USA und Kanada - mit insgesamt rund 15,9 % (Vorjahr: 16,4 %) Anteil am Konzernumsatz in 2023 unverändert der wichtigste Absatzmarkt der MS Industrie AG außerhalb der EU - lag die Wirtschaftsentwicklung in 2023 mit einem realen "BIP"-Zuwachs von rund +2,5 % erneut deutlich über dem Niveau von Deutschland 5.

In diesem weltwirtschaftlichen Umfeld pendelte der Kurs des US-Dollar zum Euro im Jahresverlauf 2023 zwischen Werten von 1,11 US-Dollar bis 1,07 US-Dollar. Zum Jahresende lag der Eurokurs mit 1,11 US-Dollar leicht niedriger als zu Jahresbeginn mit 1,07 US-Dollar.

Die Nachfrageaktivität im Segment Antriebstechnik ("MS XTEC") hat sich im Jahresverlauf 2023 in Europa mit +19,5 % insgesamt sehr positiv entwickelt, davon in Deutschland überproportional positiv mit +25,2 %. (95,7 % Diesel-Anteil). Für Q.4 /​ 2023 bedeutete dies allerdings im Jahresvergleich einen leichten Rückgang von -2,2 % auf 78.220 Einheiten. 6

Die wichtigen Lkw-Absatzmärkte entwickelten sich sehr positiv. In Nordamerika wuchs der Markt für schwere Lkw (Klasse 8) um +7 % auf 331 Tsd. Einheiten. Sehr dynamisch zeigte sich ebenfalls der Absatz von schweren Lkw in der Region EU30 (Europäische Union, Vereinigtes Königreich, Schweiz und Norwegen). Das Marktvolumen stieg im Berichtsjahr um +15 % auf 342 Tsd. Einheiten. Der brasilianische Markt für schwere Lkw hat sich mit einem Rückgang von -17 % im Vergleich zum Vorjahr deutlich abgeschwächt. In Japan stieg das Marktvolumen von schweren Lkw um +24 %, während in China der Markt um +36 % zulegte. 7

Der Orderrückgang des Maschinen- und Anlagenbaus hat sich im Dezember 2023 ein wenig abgeschwächt - unter dem Strich resultiert für das gesamte Jahr aber dennoch ein zweistelliges Minus bei den Bestellungen. Insgesamt blieben die Aufträge im Gesamtjahr 2023 real -12 % unter ihrem Vorjahreswert, und weiterhin ist eine Trendwende nicht erkennbar. In den großen Absatzmärkten Europa, den USA und China fehlt es an Vertrauen in einen dauerhaften, globalen Konjunkturaufschwung, den gerade die Investitionsgüterindustrie dringend benötigen würde. Im Inland verbuchten die Unternehmen 2023 ein Orderminus von -11 %, aus dem Ausland kamen -13 % weniger Bestellungen. Dabei betrug das Auftragsminus aus den Euro-Ländern -16 %, die Nicht-Euro-Länder schlugen mit einem Rückgang von -11 % zu Buche. Immerhin brachte der Dezember 2023 für sich genommen weniger schlechte Werte, zum Jahresschluss lagen die Auftragseingänge mit real minus -6 %, nur einstellig unter dem Vorjahr. Dafür sorgten die Kunden aus den Nicht-Euroländern, deren Bestellungen sogar geringfügig um +1 % stiegen. Dadurch fiel der Rückgang aus dem gesamten Ausland mit -3 % zum Vorjahr vergleichsweise moderat aus. Im Inland (-13 %,) sowie aus den Euro-Ländern (-11 %) wurden allerdings auch im Dezember zweistellige Rückgänge verbucht. Im weniger schwankungsanfälligen Zeitraum Oktober bis Dezember 2023 verbuchten die Firmen ein Minus im Auftragseingang von real -9 % zum Vorjahr. Das Inlandsgeschäft verzeichnete mit -15 % deutlich kräftigere Rückgänge als das Ausland mit -6 %. Die Euro-Länder bestellten in diesem Zeitraum -4 % weniger Maschinen und Anlagen, die Nicht-Euro-Länder verringerten ihre Bestellungen um -7 %. Beim Blick auf den Kurvenverlauf deutet sich eine Bodenbildung der Auslandsorders an. Die Inlandsbestellungen sind dagegen weiter auf Abwärtskurs. 8

1 Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 019/​24, vom 15. Januar 2024.

2 Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 038/​24, vom 30. Januar 2024.

3 Quelle: Statistisches Bundesamt (Destatis), Pressemitteilung 039/​24, vom 31. Januar 2024.

4 Quelle: Roland Berger, "Die deutsche Konjunktur in 2024", 31. Jan. 2024.

5 Quelle: "BEA" (Bureau of Economic Analyses), as of 25. Jan. 2024.

6 Quelle: "ACEA", Heavy commercial vehicle registrations, 26. Januar 2024.

7 Quelle: "Daimler Truck AG", Geschäftsbericht 2023, Zusammengefasster Lagebericht, S. 40.

8 Quelle: "VDMA", Pressemitteilung: Moderatere Ordereinbußen zum Jahresschluss, 2. Februar 2024.

2. b. Geschäftsverlauf Konzern

Das Geschäftsjahr 2023 war für die MS Industrie-Gruppe noch weitaus deutlicher von wirtschaftlicher Erholung geprägt als bereits das Vorjahr, das noch von inflationären Kostensteigerungen bei Energie und Rohstoffen sowie von Lieferkettenproblemen gekennzeichnet war.

In den beiden operativen Hauptsegmenten "Antriebstechnik", auch kurz: "MS XTEC" (bis 28. Juni 2023: "MS Powertrain"), sowie "Ultraschalltechnik", auch kurz: "Ultrasonic", verlief die Umsatzentwicklung im Geschäftsjahr 2023 sehr positiv. Per Ende des Geschäftsjahres 2023 liegen die externen Umsätze des Segments "MS XTEC" mit rund +14 % deutlich über den Umsätzen des Vorjahres. Die externen Umsätze des Segments "Ultrasonic" liegen mit rund + 36 % ebenfalls deutlich über den Vorjahresumsätzen. Im Geschäftsjahr trugen die Umsätze des Segments "MS XTEC" mit einem Anteil von rund 69 % (Vorjahr: 73 %) und die Umsätze des Segments "Ultrasonic" mit einem Anteil von rund 31 % (Vorjahr: 27 %) zum konsolidierten Gruppen-Umsatz bei. Die Umsatzentwicklung liegt im Segment "MS XTEC" und im Segment "Ultrasonic", sowie insgesamt gesehen über alle Segmente leicht über Plan. Im April 2019 war es gelungen, den Zuschlag für die Serienfertigung von Ventiltriebs-Komponenten einer neuen Motorenplattform für schwere LKW der "Traton"-Gruppe zu erhalten. Die organisatorischen und maschinellen Vorbereitungen für den Serienanlauf, der nun - zeitlich leicht verschoben - im Jahr 2023 erfolgt ist, sind plangemäß erfolgt. Mit dem Erreichen der vollen Stückzahlen über den schrittweisen Einsatz in allen Marken des Kunden bis zum Jahr 2026 erwartet die MS Industrie-Gruppe ein zusätzliches Ziel-Umsatzvolumen in der Spanne von rund Mio. EUR 25 p.a. bis Mio. EUR 30 p.a.

Die Gesamtzahl der Mitarbeiter im Segment "MS XTEC" ist von 414 Mitarbeitern (ohne Leiharbeitnehmer und Auszubildende) per Ende Dezember 2022 leicht auf 419 Mitarbeiter per Ende Dezember 2023 gestiegen.

Das Segment "Ultrasonic" ist grundsätzlich sehr differenziert zu betrachten und unterteilt sich in die Bereiche "Sondermaschinen" sowie die beiden Technologiebereiche "Serienmaschinen" sowie "Systeme und Komponenten". Letztere beinhalten vorwiegend Anwendungen für die Verpackungsindustrie und industrielles Schneiden und das im Jahr 2021 neu aufgesetzte Geschäftsfeld "Nonwovens" (rotatives, kontinuierliches Schweißen von Vliesstoffen aller Art, insbesondere Hygieneartikel weltweit) sowie weitere "F+E"-Felder wie "Ultraschallreinigen" (insbes. Bauteilanregung, etc.).

Der Bereich (Ultraschall-)Sondermaschinen - mit dem nach wie vor größten und tragenden Anteil innerhalb des Segments - hat Lieferketten- und inflationsbedingt ein noch eher schwieriges Geschäftsjahr 2023 hinter sich. Kernproblematik der letzten vier Jahre war der Umbau und damit einhergehend die deutliche Reduzierung der Modellpaletten bei fast allen OEM ́s im Hinblick auf neue Antriebe (Elektro und Hybrid). Die Neuentwicklung von "Verbrenner"-Modellen wurde zunehmend eingestellt, Face-Lifts wurden gestoppt oder verschoben, für neue (Elektro-)Modelle kamen zunächst nur Basis-Versionen, aber noch keine Derivate. Die Automobilindustrie, die immer noch mehr als 20 % der deutschen Maschinenbauproduktion abnimmt, steckt in einem massiven Strukturwandel, der nicht nur in den Auftragsbüchern des deutschen Maschinenbaus deutliche Spuren hinterlässt. Dieser Strukturwandel ist mittlerweile deutlich vorangeschritten. Marktnachfrage und Auftragseingang haben sich im Geschäftsjahr 2023 weiter deutlich erholt. Dabei ist zu betonen, dass der Bedarf an "(Ultraschall-)Sondermaschinen" unabhängig von der Antriebsform sowie den produzierten Stückzahlen ist und nur an der Vielfalt neuer Modelle hängt.

Die anderen Geschäftsfelder im Ultraschalltechnologiesegment entwickeln sich durchweg positiv. Sehr positiv macht sich bemerkbar, dass diese Produkte vor allem in den Branchen außerhalb der Automobilindustrie (Medizin, weiße Ware, Spielzeuge, Konsumartikel, etc.) große Wachstumsraten verzeichnen und sich die Abhängigkeit von der Automobilindustrie somit weiter reduziert.

Das Geschäft mit (Ultraschall-)Serienmaschinen auf Industrie 4.0-Basis der Marke "MS sonxTOP" entwickelte sich mit einer erneuten Steigerung des Geschäftsvolumens sehr erfreulich. Die Zahl der weltweit bei Kunden installierten Maschinen steigt stetig und führt zu Folgeanfragen sowie zunehmendem Bedarf an Service und Werkzeugen. Nach Überwindung der Covid 19-Pandemie fanden wieder verschiedenste Messen in Europa und Nordamerika statt, u.a. die bekannte "Fakuma"-Messe im Oktober 2023 in Friedrichshafen. Auf Grund der technologischen Marktführerschaft mit vielen Alleinstellungsmerkmalen bei diesem Produktbereich erwarten wir die Fortsetzung des Wachstums, zunehmend auch im Bereich Service/​Ersatzteile aufgrund der stetig steigenden Basis an installierten Maschinen. Die Produktpalette aus voll recyclingfähigen Kunststoffen, die mit unseren Maschinen produziert wird, reicht von Spritzen, Kanülen, Dialysefilter über Babyschnuller, Wassertanks, Windeln bis hin zu elektrischen Komponenten wie Batterie Packs. Nach unserem Kenntnisstand bieten wir die effizientesten Maschinen mit dem geringsten Energieverbrauch. Auch in der Verpackungsindustrie sind unsere Maschinen zu finden. Wir fügen und schweißen thermoplastische, recyclebare Folien. Die findet man unter anderem bei Zahnbürstenblister oder Folien für Lebensmittel.

Das für das Geschäftsfeld (Ultraschall-)Systeme & Komponenten am Standort Ettlingen im Landkreis Karlsruhe angemietete Kompetenzzentrum mit einer Fläche von rund 1.800 qm entwickelt kundenspezifische Lösungen für das kontinuierliche Fügen, Prägen und Perforieren von Vliesstoffen ("Nonwovens") sowie das Siegeln von Verpackungen. Im Jahr 2023 konnte die Technologie wesentlich weiterentwickelt und weitere Aufträge erfolgreich akquiriert werden. "MS UTG" wird sich hier als Technologiepartner für Maschinenbauer etablieren, die weltweit Hersteller von medizinischen Produkten, Hygieneartikeln, Wundauflagen etc. bedienen. Bedingt durch die seit 2021 geltende neue Verpackungsgesetzgebung und daraus resultierend der Notwendigkeit für neue Entwicklungen von Ultraschallsystemen zum Schweißen recyclebarer Produkte ist auch hier von einem weiteren Wachstum auszugehen. Der Vorstand hatte bereits in 2021 entschieden, den Ultraschalltechnologiebereich um das Geschäftsfeld "Nonwovens" zu erweitern. Dies bedeutete massive Investitionen in Personal (Anwendungstechnik, Vertrieb, Service), in Entwicklung (Aufbau und Entwicklung eines Laborkalanders samt Ultraschallschweißeinheiten und Steuerung), in Produktion (komplexe Walzenfertigung) sowie in eine angemessene Einrichtung (Ausstattung des "Kompetenz-Centers" in Ettlingen/​Karlsruhe mit hochwertigen Arbeitsplätzen und Laboren). In 2024 erwarten wir nun erste materielle Aufträge aus diesem zukunftsträchtigen Bereich.

In allen Produktbereichen wurden zusätzlich zu den laufenden Vertriebsaktivitäten Marketing-Maßnahmen in Richtung Bestandskunden sowie in Richtung Neukunden intensiviert und potentielle Neukunden evaluiert. Außerdem wird der Ausbau von Systempartnerschaften angestrebt.

Die Auftragsbestände lagen per Ende Dezember 2023 mit insgesamt rund Mio. EUR 124 (Vorjahr Mio. EUR 144) um rund -14 % unter den Auftragsbeständen des Vorjahres; (dabei im Segment "Ultrasonic" um rund -30 % und im Segment "MS XTEC" um rund -2 %).

Die operative Ertragslage des Konzerns hat sich im Geschäftsjahr 2023 in Bezug auf die wesentlichen Ergebniskennzahlen, insbesondere das Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen - EBITDA -, das operative Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern - EBIT -, das Ergebnis vor Steuern - EBT -, das Ergebnis nach Steuern - EAT - sowie das Ergebnis pro Aktie - "EpS" ("Earnings per Share"), unbereinigt und bereinigt um Einmaleffekte, im Vorjahresvergleich insgesamt sehr positiv entwickelt.

Die Umsätze des Konzerns haben sich im Geschäftsjahr 2023 ebenfalls sehr positiv entwickelt. Der Gesamtumsatz belief sich im Geschäftsjahr 2023 konsolidiert auf rund Mio. EUR 246,7 (Vorjahr: Mio. EUR 206,2) und liegt damit im Geschäftsjahr leicht über dem im Frühjahr 2023 prognostizierten Umsatz von rund Mio. EUR 235, sowie deutlich über dem Vorjahresumsatz, zudem haben sich die Ergebniskennzahlen EBITDA (+44,3 %), EBIT (+243,4 %), EBT (+536,2 %), Ergebnis je Aktie (0,15 EUR/​Aktie; Vorjahr: 0,04 EUR/​Aktie) sowie EBIT-Marge (+2,5 %-Punkte) wie prognostiziert deutlich positiver entwickelt als im Vorjahr, jedoch nicht so positiv wie im Frühjahr ursprünglich erwartet. Die Rohertragsmarge (50,0 %) ist dagegen, anders als im Frühjahr 2023 prognostiziert, um -0,5 %-Punkte gesunken. Dies ist - neben den oben genannten Gründen - vor allem auf Lieferengpässe, wie z. B. die Mikrochip-Knappheit, hohe Auslastungsschwankungen und zukunftsorientierte Entwicklungsinvestitionen im "Ultrasonic"-Segment zurückzuführen.

An den beiden deutschen "MS"-Standorten Trossingen und Spaichingen hat sich im Laufe des Jahres 2023 die Ausrüstung an Maschinen weiter deutlich erhöht. Ein wesentliches Projekt im Jahr 2023 war auch die Hallenerweiterung am Standort Trossingen um rund 3.500 qm Produktionsfläche mit Fertigstellung im April 2023. Diese mittelfristig positiven Entwicklungen spiegeln sich in den Kennzahlen des vergangenen Geschäftsjahres jedoch nur teilweise bereits durch ein entsprechendes Volumenwachstum wider.

Der Cashflow aus der betrieblichen Tätigkeit lag im Geschäftsjahr 2023 - wie prognostiziert - deutlich über dem Niveau des Vorjahres und auch der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit lag innerhalb der Prognosen. Die liquiden Mittel in der Unternehmensgruppe verminderten sich im Berichtszeitraum leicht von Mio. EUR 2,3 zu Beginn des Geschäftsjahres auf Mio. EUR 2,1 zum 31. Dezember 2023. Der leichte Rückgang um Mio. EUR -0,2 im Geschäftsjahr 2023 ist in erster Linie auf den negativen Cash Flow aus der Finanzierungstätigkeit zurückzuführen.

Bilanziell liegt die Veränderung des Konzerneigenkapitals (+4,5 %) entsprechend der Ergebnisentwicklung innerhalb der Prognosen. Demgegenüber hat sich die Eigenkapitalquote bei einer von Mio. EUR 210,5 auf Mio. EUR 202,4 leicht gesunkenen Bilanzsumme entsprechend der Prognose von 34,1 % auf 37,0 % erhöht. Der Netto-Verschuldungsgrad (Vorjahr: 69,9 %) hat sich mit 58,5 % deutlich reduziert.

Hinsichtlich der Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren wurde im Vorjahresbericht prognostiziert, dass der MS Industrie-Konzern alles unternehmen wird, um weiterhin alle relevanten Umweltnormen zu erfüllen und weiterhin, wie in der Vergangenheit mit Erfolg gehandhabt, versuchen wird, über Personalbindungskonzepte die Fluktuation so gering wie möglich zu halten. Aufgrund der ursprünglich geplanten Umsatzentwicklung war 2023 ein weiterer Personalaufbau, insbesondere auch im Fach- und Führungskräftebereich, geplant, jedoch in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung der Automatisierung, die geringere Beschäftigung einer entsprechenden Anzahl von Leiharbeitnehmern. Aufgrund des, in der Jahresplanung 2023 unterstellten, nachhaltigen Volumens-Anstiegs wurde im Geschäftsjahr 2023 entsprechend ein leichter Personalaufbau umgesetzt, auch, um auf die zukünftig zumindest kurzfristig weiter erwarteten Volumen-Schwankungen besser und zeitnäher reagieren zu können. Diese Maßnahmen erfolgen jedoch stets vor dem Hintergrund, einem Facharbeitermangel entgegenzuwirken und zukünftige Führungskräfte gezielt auf anspruchsvolle Aufgaben vorzubereiten.

Die laufende, individuelle Fort- und Weiterbildung hat ebenfalls unverändert einen hohen Stellenwert im Konzern. Ebenfalls war geplant, alles dafür zu tun, um die Kundenzufriedenheit mindestens auf dem bestehenden hohen Niveau zu halten und die ohnehin sehr hohe Innovationskraft des Konzerns weiter zu steigern sowie die fortlaufende Lieferfähigkeit in allen Geschäftsfeldern und Produktsparten weiterhin sicherzustellen. Dies alles ist wie geplant umgesetzt worden, die Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen verminderten sich im Konzern im Geschäftsjahr leicht von Mio. EUR 5,1 auf Mio. EUR 4,7 und liegen damit unverändert auf einem sehr hohen Niveau. Die Lieferfähigkeit war im Berichtsjahr - mit Ausnahme von lieferkettenbedingten Verzögerungen bei Zukaufteilen im Maschinenbau - immer gegeben und die Kundenzufriedenheit ist unverändert sehr hoch.

2. c. Lage des Konzerns

Sämtliche Zahlen sind nach den Vorschriften der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, ermittelt.

Ertragslage

Hierunter werden die wesentlichen Kennzahlen der Ertragslage unseres Konzerns gegenüber dem Vorjahr dargestellt und erläutert.

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1.1. bis 31.12.2023 1.1. bis 31.12.2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Umsatzerlöse 246.702 100,0 206.157 100,0 40.545 19,7
Sonstige Erträge 5.026 2,0 6.871 3,3 -1.845 -26,9
Materialaufwand (inkl. Bestandsveränderungen) 128.336 52,0 109.007 52,9 19.329 17,7
Rohertrag 123.392 50,0 104.021 50,5 19.371 18,6
Personalaufwand 62.404 25,3 57.738 28,0 4.666 8,1
Sonstiger Aufwand und Wertminderungsergebnis nach IFRS 9 39.236 15,9 31.204 15,1 8.032 25,7
Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) 21.752 8,8 15.079 7,3 6.673 44,3
Abschreibungen 12.391 5,0 12.353 6,0 38 0,3
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (EBIT) 9.361 3,8 2.726 1,3 6.635 243,4
Finanzergebnis -3.327 -1,3 -2.059 -1,0 -1.268 -61,6
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 201 0,1 313 0,2 -112 -35,8
Konzernergebnis vor Ertragsteuern (EBT) 6.235 2,5 980 0,5 5.255 536,2
Ertragsteuern (Aufwand +, Ertrag -) 1.787 0,7 -198 -0,1 1.985 1.002,4
Konzernergebnis nach Ertragsteuern (EAT) 4.448 1,8 1.178 0,6 3.270 277,6

Im Geschäftsjahr 2023 lagen die externen Umsätze des Segments "Antriebstechnik" um rund +13,5 % über den Umsätzen des Vorjahres. Die Umsätze des Segments "Ultrasonic" lagen um rund +35,9 % über den Umsätzen des Vorjahres, wobei es in diesem Segment im Geschäftsjahr 2022 - in erster Linie aufgrund von Lieferkettenproblemen - in großem Stil zur verzögerten Auslieferung von Maschinen im Folgejahr kam.

Die externen Umsatzerlöse sind damit - nach einem deutlichen Anstieg um rund +25,2 % im Vorjahr - im Berichtszeitraum wieder deutlich um rund +19,7 % auf rund Mio. EUR 246,7 angestiegen. Damit hat sich die Vorjahresprognose eines deutlichen Umsatzanstiegs um rund +14 % auf rund Mio. EUR 235,0 erfüllt. Dieser starke Umsatzanstieg ist sowohl auf das Segment "Antriebstechnik" und hier im Wesentlichen auf den Anstieg der Kundenabrufe und den Serienstart von Neuprodukten ("Scania", "Liebherr" etc.) als auch auf das Segment "Ultrasonic" zurückzuführen.

Geographisch zeigten sich bei der Umsatzentwicklung wieder deutliche Unterschiede: Während auf dem nach wie vor umsatzstärksten Markt, dem Inlandsmarkt, ein deutlicher Anstieg des industriellen Umsatzes in Höhe von rund +12,3 % zu verzeichnen war und der Export in die EU, dem umsatzmäßig zweitstärksten Auslandsmarkt, im Berichtsjahr sogar einen deutlichen Anstieg um rund +54,7 % verzeichnete, betrug der ebenfalls deutliche Umsatzanstieg in der Region Nordamerika/​Kanada, dem mit 15,9 % konsolidiertem Umsatzanteil stärksten Auslandsmarkt, rund +16,0 %.

Die Umsätze enthalten vor allem die externen Umsatzerlöse der MS XTEC-Gruppe in Höhe von TEUR 169.843 (Vorjahr: TEUR 149.603) sowie der MS Ultrasonic-Gruppe in Höhe von TEUR 76.480 (Vorjahr: TEUR 56.136).

Mit der Umsatzentwicklung der MS-Gruppe gesamt, wie auch auf Regionen bezogen, sind wir deshalb sehr zufrieden. Die operative Entwicklung der verschiedenen Ergebnis-Ebenen liegt segmentübergreifend teilweise noch unter unseren Vorstellungen.

Die sonstigen Erträge enthalten insbesondere Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und anderen abgegrenzten Verbindlichkeiten sowie andere periodenfremde Erträge in Höhe von insgesamt TEUR 2.417 (Vorjahr: TEUR 2.381). Darüber hinaus sind Wechselkursgewinne in Höhe von TEUR 1.030 (Vorjahr: TEUR 2.849) enthalten.

Die Rohertragsmarge (Umsatzerlöse inklusive Bestandsveränderungen und sonstige Erträge abzüglich Materialaufwand), bezogen auf den Umsatzerlös, beträgt im Geschäftsjahr 50,0 % (Vorjahr: 50,5 %). Der leichte Rückgang liegt vor allem in den geringeren sonstigen Erträgen bei einer andererseits mit 52,0 % leicht gesunkenen Materialaufwandsquote (Vorjahr: 52,9 %) begründet. Letztere ist Ausfluss des überproportionalen Anstiegs der Umsatzerlöse im Segment "Ultrasonic".

Der Personalaufwand erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr leicht um rund +8,1 %, jedoch weitgehend proportional im Vergleich zu der ebenfalls leicht gestiegenen Mitarbeiteranzahl, bei einem durchschnittlichen Personalstand nach Köpfen von 826 festangestellten Mitarbeitern, ohne Leiharbeitskräfte und Auszubildende, (Vorjahreszeitraum: 787 Mitarbeiter). Hauptgrund hierfür ist der leichte Personalaufbau im Segment "MS XTEC".

Im Geschäftsjahr errechnet sich daher, nach deutlich gestiegenen, sonstigen Aufwendungen, die um insgesamt Mio. EUR 8,0 auf Mio. EUR 39,2 gestiegen sind, ein deutlich verbessertes Ergebnis vor Finanzergebnis, Steuern und Abschreibungen sowie Wertberichtigungen (EBITDA) in Höhe von Mio. EUR 21,8 (Vorjahr: Mio. EUR 15,1).

Die planmäßigen Abschreibungen sind im Geschäftsjahr aufgrund der gleichbleibend hohen Investitionsrate von TEUR 12.353 auf TEUR 12.391 um TEUR +38 erwartungsgemäß nahezu unverändert geblieben.

Nach leicht gestiegenen Personalaufwendungen und nahezu unveränderten planmäßigen Abschreibungen sowie überproportional zum Umsatz gestiegenen sonstigen Aufwendungen ergibt sich im Geschäftsjahr ein deutlich verbessertes, positives Ergebnis vor Finanzergebnis und Steuern (EBIT) in Höhe von Mio. EUR +9,4 (Vorjahr: Mio. EUR +2,7).

Die EBIT-Marge, bezogen auf den Umsatzerlös, beträgt im Geschäftsjahr rund +3,8 % (Vorjahr: +1,3%). Die leicht verbesserte EBIT-Marge liegt, wie oben bereits beschrieben, vor allem in den gestiegenen Umsatzerlösen und den mittelfristigen Auswirkungen der in den Vorjahren eingeleiteten und bereits umgesetzten Restrukturierungsmaßnahmen in der MS XTEC-Group begründet.

Das Finanzergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr per Saldo um rund -61,6 % verschlechtert. Der Hauptgrund hierfür ist die veränderte Zinslandschaft, die zu deutlich höheren Zinsaufwendungen vor allem im Hinblick auf die kurzfristigen, variabel verzinslichen Kredite des Konzerns geführt hat. Im Finanzergebnis sind Finanzerträge in Höhe von TEUR 929 (Vorjahr: TEUR 921) und Finanzaufwendungen in Höhe von TEUR 4.256 (Vorjahr: TEUR 2.980) enthalten.

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen resultiert im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR -50) aus der "at-equity"-Bewertung der Shanghai MS soniTEC Co., Ltd., China, sowie in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 363) aus der "at-equity"-Bewertung der WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Contagem City, Brasilien.

Das Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern (EBT) ist mit Mio. EUR +6,2 deutlich positiv und hat sich im Vergleich zum Vorjahr massiv verbessert. Im Vorjahr erzielte der Konzern noch ein positives Vorsteuerergebnis in Höhe von Mio. EUR +1,0.

Das Konzernjahresergebnis nach Ertragsteuern (EAT) ist erheblich besser als im Vorjahr und beträgt Mio. EUR +4,4 (Vorjahr: Mio. EUR +1,2).

Das Konzernjahresergebnis je Aktie hat sich im Vorjahresvergleich von EUR +0,04 je Aktie im Vorjahr auf EUR +0,15 je Aktie im Geschäftsjahr deutlich verbessert.

Finanzlage

Grundsätze und Ziele des Finanzmanagements

Die finanzielle Flexibilität zu sichern hat höchste Priorität in der Finanzierungsstrategie des Konzerns. Diese Flexibilität wird erreicht durch eine breite Auswahl von Finanzierungsinstrumenten und durch eine hohe Diversifikation der Investoren bzw. Finanzinstitute. Das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten des Konzerns weist eine breite Streuung der Fälligkeiten auf. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Marktkapazität, Investorendiversifikation, Flexibilität, Kreditauflagen und das bestehende Fälligkeitsprofil berücksichtigt.

Darstellung und Analyse der Finanzlage

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2023
TEUR
2022
TEUR
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 21.061 1.872
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.864 -3.762
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.281 -7.148
Zahlungswirksame Veränderung des Finanzmittelfonds 916 -9.038
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -27.796 -18.758
Finanzmittelfonds am Ende der Periode -26.880 -27.796

Der Anstieg des Finanzmittelfonds (liquide Mittel abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten) ist in erster Linie auf den positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit zurückzuführen.

In dem verbesserten und deutlich positiven Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit spiegelt sich vor allem das positive Jahresergebnis bei einem im Vorjahresvergleich leichten Working Capital Abbau wider. Im negativen Cashflow aus der Investitionstätigkeit spiegeln sich insbesondere die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte im Geschäftsjahr 2023 wider. Ein Teil der Investitionen des Geschäftsjahres erfolgte wieder durch zum Investitionszeitpunkt nicht zahlungswirksames Finanzierungsleasing (Mio. EUR 8,6; Vorjahr: Mio. EUR 14,5).

Zum 31. Dezember 2023 beträgt der Bestand an liquiden Mitteln Mio. EUR 2,1 (Vorjahr: Mio. EUR 2,3). Zudem stehen freie Kontokorrentkreditlinien in Höhe von Mio. EUR 3,5 (Vorjahr: Mio. EUR 2,9) zur Verfügung und die kurzfristigen Vermögenswerte (Mio. EUR 87,8) übersteigen die kurzfristigen Schulden (Mio. EUR 78,5) zum Bilanzstichtag um Mio. EUR 9,3.

Von den zum Abschlussstichtag bestehenden Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von Mio. EUR 46,0 sind Mio. EUR 39,0 und von den offenen Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 3,5 sind Mio. EUR 3,1 mit sog. "Financial Covenants" versehen. Diesbezüglich verweisen wir auf den Abschnitt "Finanzierungsrisiken" in Kapitel 3. Chancen- und Risikobericht.

Der Konsortialkreditvertrag wurde am 15. Dezember 2023 mit Closing am 18. Januar 2024 in Höhe von Mio. EUR 35,0 (zuvor: Mio. EUR 30,0) neu abgeschlossen und hat eine Laufzeit bis zum 15. Dezember 2026 mit zwei einjährigen Verlängerungsoptionen.

Vermögenslage

Aus der folgenden Darstellung sind die wesentlichen Veränderungen der Vermögenslage des Konzerns ersichtlich:

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AKTIVA 31.12.2023 31.12.2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Latente Steueransprüche 4.177 2,1 5.326 2,5 -1.149 -21,6
Übrige langfristige Vermögenswerte 110.476 54,5 106.165 50,5 4.311 4,1
Kurzfristige Vermögenswerte 87.764 43,4 99.052 47,0 -11.288 -11,4
Gesamte Aktiva 202.417 100,0 210.543 100,0 -8.126 -3,9

PASSIVA

31.12.2023 31.12.2022 Veränderungen
TEUR % TEUR % TEUR %
Eigenkapital 74.898 37,0 71.703 34,1 3.195 4,5
Übriges Fremdkapital 127.519 63,0 138.840 65,9 -11.321 -8,2
Gesamte Passiva 202.417 100,0 210.543 100,0 -8.126 -3,9

Die übrigen langfristigen Vermögenswerte unseres Konzerns sind im Geschäftsjahr um rund +4,1 % leicht gestiegen und haben sich im Verhältnis zur Bilanzsumme mit rund 54,5 % Anteil (Vorjahr: rund 50,5 %) nicht wesentlich verändert. Hauptgrund für den Anstieg der langfristigen Vermögenswerte im Geschäftsjahr sind im Wesentlichen die Zugänge an Sachanlagen, immateriellen Vermögenswerten und Nutzungsrechten in Höhe von insgesamt TEUR 17.973.

Dem entgegen stehen die planmäßigen Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, technische Anlagen und Maschinen sowie Nutzungsrechte nach IFRS 16.

Die deutliche Abnahme der kurzfristigen Vermögenswerte um rund -11,4 % beruht bei leicht gesunkenen liquiden Mitteln vor allem auf deutlich niedrigeren Vertragsvermögenswerten. Im Verhältnis zum Gesamtvermögen ist der prozentuale Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte mit rund 43,4 % Anteil (Vorjahr: rund 47,0 %) zum Ende des Geschäftsjahres leicht zurückgegangen.

Das "Net Working Capital" (Vorräte, Vertragsvermögenswerte und Kundenforderungen abzüglich Lieferantenverbindlichkeiten und Vertragsverbindlichkeiten) beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf Mio. EUR 57,3 (Vorjahr: Mio. EUR 62,9) und ist damit im Vorjahresvergleich um rund -8,9 % leicht zurückgegangen.

Die Zunahme des in absoluter Höhe gegenüber dem 31. Dezember 2022 um Mio. EUR +3,2 leicht gestiegenen Eigenkapitals in Höhe von Mio. EUR 74,9 (Vorjahr: Mio. EUR 71,7) resultiert im Wesentlichen aus dem positiven Konzerngesamtergebnis in Höhe von Mio. EUR +3,1 (Vorjahr: Mio. EUR +3,6). Die Eigenkapitalquote im Konzern ist im Vergleich zum 31. Dezember 2022 leicht gestiegen und beträgt bei einer um rund -3,9 % leicht gesunkenen Bilanzsumme zum Bilanzstichtag rund 37,0 % (31. Dezember 2022: 34,1 %).

Das übrige Fremdkapital ist im Konzern um rund -8,2 % auf Mio. EUR 127,5 leicht gesunken. Ebenso hat sich die Vorjahresprognose einer Reduzierung des Verschuldungsgrades im Geschäftsjahr bei einer um rund -3,9 % leicht gesunkenen Bilanzsumme bestätigt.

Der Nettoverschuldungsgrad (definiert als Nettoverschuldung/​Eigenkapital) des Konzerns hat sich von 69,9 % zum Jahresende 2022 auf nunmehr 58,5 % zum Ende des Geschäftsjahres deutlich verbessert. Hierbei ermittelt sich der Nettoverschuldungsgrad indem man die Schulden, definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten (ausgenommen Derivate und Finanzgarantien) abzüglich Zahlungsmittel und Guthaben bei Kreditinstituten, zum Eigenkapital (Gezeichnetes Kapital und Rücklagen des Konzerns) in Beziehung setzt.

Gesamtaussage zur Geschäftsentwicklung und zur wirtschaftlichen Lage des Konzerns

Das Geschäftsjahr 2023 war unverändert geprägt durch die Konzentration auf die beiden Geschäftssegmente Antriebs- und Ultraschalltechnik ("MS XTEC" und "Ultrasonic") und die weiteren Maßnahmen für den Abverkauf der strategisch nicht mehr relevanten Beteiligungen.

Unter Berücksichtigung des verbindlich erst im Januar 2024 neu abgeschlossenen Konsortialkreditvertrages kann die Finanzlage Ende des Jahres 2023 und aktuell - bei ausreichend hohen frei verfügbaren Banklinien - unverändert als geordnet bezeichnet werden. Sämtliche Tochterunternehmen können ihren Zahlungsverpflichtungen aus dem laufenden Geschäftsbetrieb weiterhin gut nachkommen.

Die Fortsetzung des starken organischen Wachstums erfordert eine längerfristige Ausrichtung der Finanzierung der MS Industrie-Gruppe. Daher wird der Vorstand in den kommenden Monaten die Platzierung der im Oktober 2022 begebenen "6,25% MS Industrie Anleihe 2022/​27" (ISIN: DE000A30VS72, WKN: A30VS7) fortsetzen. Die Anleihe hat ein Gesamtvolumen von bis zu Mio. EUR 20. Zum Bilanzstichtag war die Anleihe in Höhe von nominal Mio. EUR 4,6 gezeichnet, zum Zeitpunkt der Bilanzerstellung waren nominal Mio. EUR 5,3 gezeichnet und Mio. EUR 14,7 frei verfügbar.

Da im Geschäftsjahr wieder ein positives Konzerngesamtergebnis erzielt werden konnte, ist das Eigenkapital in absoluter Höhe gestiegen. Die Vermögenslage ist weiterhin bei einer leicht gestiegenen Eigenkapitalquote von 37,0 % (Vorjahr: 34,1 %) als geordnet zu bezeichnen.

Der operative Geschäftsverlauf des 1. Quartals 2024 entwickelte sich bei allen operativen Tochtergesellschaften trotz der fortdauernden, indirekten Auswirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes gut. Ab April 2024 werden sich die geringeren Abrufe zweier Hauptkunden im Segment MS XTEC dämpfend bemerkbar machen. Zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts 2023 war die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage geordnet. Zu den revidierten Abrufprognosen der beiden MS XTEC-Kunden sowie zu den Auswirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes verweisen wir auf die Ausführungen im Prognosebericht.

3. Chancen- und Risikobericht

Die MS Industrie AG als Holding ist über Ergebnisabführungsverträge mit ihren wesentlichen Tochterunternehmen verbunden, sodass deren Chancen und Risiken mittelbar auch für MS Industrie AG gelten. Die Hauptbestandteile des Risikomanagementprozesses des MS Industrie-Konzerns lassen sich allgemein zusammengefasst wie folgt darstellen:

Alternativ können die Gliederung und Zusammenhänge der Hauptbestandteile des Risikomanagementprozesses des Konzerns in ihrer Ablaufreihenfolge auch wie folgt zusammengefasst werden:

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Risikoanalyse und -beurteilung

Risikoidentifikation

Risikosteuerung

Risikoüberwachung

Die Verantwortung für das konzernweite Risikomanagementsystem liegt direkt beim Sprecher des Vorstands. Der Vorstand bewertet die Gesamtrisikolage und berichtet hierzu regelmäßig und umfassend an den Aufsichtsrat.

Wesentlicher Teil des Risikomanagements der MS Industrie AG als Holding ist das zentrale Beteiligungscontrolling. Hierzu ist ein monatliches, finanzwirtschaftliches Berichtswesen der Tochterunternehmen eingerichtet, das bei Bedarf um kurzfristige Berichte ergänzt wird. Über Beiratstätigkeiten und einen regelmäßigen Austausch mit den Geschäftsführern der Tochterunternehmen wird der Vorstand zudem über aktuelle und geplante, operative und strategische Entwicklungen unterrichtet. Ein zentrales Cash-Management des Konzerns besteht nicht.

Durch die unterjährige Pflicht aller Konzerngesellschaften, monatlich ihre nach betriebswirtschaftlichen Gesichtspunkten gegliederten Geschäftszahlen auf HGB-Basis in einem standardisierten Reporting-Format an die Konzernholding zu berichten, werden unterjährige Plan-/​Ist-Abweichungen zeitnah erkannt, und es wird die Möglichkeit eröffnet, zeitnah zu reagieren.

Die Risikosteuerung der Mehrheitsbeteiligungen erfolgt durch eine individuelle und intensive Betreuung der Beteiligungen, die eine zeitnahe Beurteilung aller wesentlichen betriebswirtschaftlichen Daten des Beteiligungsunternehmens beinhaltet. Die Beurteilung umfasst die Kriterien bilanzielle Verhältnisse, Umsatz-, Ergebnis- und Auftragsentwicklung im laufenden Geschäftsjahr, Liquidität und Qualität der laufenden Berichterstattung. In die Beurteilung der einzelnen Kriterien fließen neben einer Auswertung der jeweiligen bilanziellen Situation der Unternehmen auch die Informationen aus der laufenden Berichterstattung bezüglich der Engagements ein. Dabei werden zur Kontrolle und Überwachung der Entwicklung der Beteiligungsunternehmen Geschäftsführungs- bzw. Beiratsmandate übernommen. Zusätzlich erfolgt eine laufende Beurteilung der Beteiligungen auf der Basis monatlicher Management-Reports und von Zwischenabschlüssen auf Quartalsbasis. Die Risikosteuerung der verbleibenden Minderheitsbeteiligungen erfolgt in der Regel über die Auswertung der externen Finanzberichterstattung bzw. die Analyse der Marktentwicklung.

Das Risikomanagement der Tochterunternehmen erfolgt weitestgehend eigenverantwortlich. Bei der Identifikation der Risiken und der Erarbeitung von Gegenmaßnahmen arbeiten der Vorstand, die Geschäftsführung der jeweiligen Tochtergesellschaft und Zentralfunktionen wie das Konzerncontrolling jedoch eng zusammen.

Der MS Industrie-Konzern hat im Geschäftsjahr 2009 zur regelmäßigen Überwachung und Einschätzung möglicher Risiken eine sogenannte "Risk Map" eingeführt und aktualisiert diese seither regelmäßig im Rahmen von jährlichen internen Workshops (zuletzt im Zeitraum Dezember 2023) unter der Leitung des Vorstands und der lokalen Geschäftsführung. Im Geschäftsjahr 2017 wurde nach der in 2016 erfolgten Firmenaufspaltung der vormaligen MS Spaichingen GmbH die "Risk Map" erstmals separat für die beiden Tochtergesellschaften /​ Segmente MS XTEC GmbH und MS Ultraschall Technologie GmbH erstellt.

Ziel des Risikomanagementsystems der MS Industrie AG ist es, alle für den Konzern wesentlichen Risiken zu erfassen, zu kategorisieren und zu überwachen und damit zu einer besseren Steuerung und Kontrolle der Unternehmensrisiken, durch Risikovermeidung, Risikominderung, Risikotransfer oder Risikoakzeptanz, beizutragen.

Das Risikomanagementsystem selbst wird hinsichtlich seiner Effizienz und Angemessenheit laufend an sich ergebende neue Anforderungen angepasst und optimiert. Zuletzt galt dies insbesondere für die Aggregationsebenen, die hinsichtlich ihrer finanziellen Auswirkungen auf das Unternehmen und auf den Konzern an die in den letzten Jahren gestiegene Unternehmensgröße angepasst wurden. Die Risikogrößenklassen und die Klassen der "Eintrittswahrscheinlichkeiten" hingegen blieben unverändert.

Der Konzern ist ständig bestrebt, die potenzielle Eintrittswahrscheinlichkeit der einzeln erfassten Risiken beziehungsweise deren potenzielle Auswirkungen (soweit möglich und sinnvoll) zu minimieren und gegebenenfalls durch Absicherungsgeschäfte oder durch einen geeigneten Versicherungsschutz abzudecken.

Die einzelnen Risiken werden, wie nachfolgend graphisch dargestellt, einzeln identifiziert und gemäß Ihrer Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren potenziellen Auswirkungen auf die MS Industrie AG und den MS Industrie-Konzern neu bewertet. Um zu ermitteln, welche Risiken am ehesten bestandsgefährdenden Charakter für die MS Industrie AG aufweisen, werden die Risiken gemäß ihrer geschätzten Eintrittswahrscheinlichkeit und ihren Auswirkungen bezogen auf die Geschäftsziele, das Ansehen, die Finanz- und Ertragslage und die Cashflows des Konzerns als "sehr hoch", "hoch", "mittel" oder "gering" eingestuft. Die Skalen zur Messung dieser beiden Indikatoren sind in der nachfolgenden Tabelle dargestellt. Gemäß dieser Einteilung definieren wir ein Risiko mit einer geringen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das im Durchschnitt maximal alle fünf Jahre auftritt und ein Risiko mit einer großen Eintrittswahrscheinlichkeit als eines, das mit hoher Wahrscheinlichkeit innerhalb eines Jahres auftritt. Die Kategorien "Auswirkungen auf das Unternehmen" bedeuten im Detail hinsichtlich der Auswirkung wie folgt: "Gering" entspricht einer Schadenshöhe bis zu maximal TEUR 500, "Mittel" entspricht einer Schadenshöhe zwischen TEUR 500 und TEUR 2.500, "Groß" entspricht einer Schadenshöhe zwischen TEUR 2.500 und TEUR 5.000, "Sehr groß" entspricht einer Schadenshöhe über TEUR 5.000.

In der folgenden Grafik wird Unternehmen synonym mit Konzern verwendet:

Die jeweils identifizierten Risiken werden dabei in den nachstehenden drei Kategorien eingeordnet und im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Auswirkungen auf den MS Industrie-Konzern neu bewertet.

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Allgemeine externe Risiken

Allgemeine interne Risiken

Finanzwirtschaftliche Risiken

Leistungswirtschaftliche Risiken werden wie im Vorjahr nur auf Ebene der Tochtergesellschaften betrachtet.

Auf Ebene der MS XTEC GmbH und MS Ultraschall Technologie GmbH einschließlich ihrer Tochtergesellschaften in Deutschland und in den USA sowie in Brasilien und China werden die identifizierten Risiken in den nachstehenden drei Kategorien eingeordnet und im Hinblick auf ihre Eintrittswahrscheinlichkeiten und potenziellen Auswirkungen auf die MS XTEC GmbH und die MS Ultraschall Technologie GmbH und damit auf den MS Industrie-Konzern neu bewertet.

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Unternehmensbezogene Risiken

Branchenbezogene Risiken

Rechtliche Risiken

Risiken, deren potenzielle Auswirkungen auf die MS Industrie AG und den MS Industrie-Konzern als groß bis sehr groß und deren Eintrittswahrscheinlichkeit gleichzeitig als mittel bis groß beurteilt wurden, unterliegen dabei einer besonderen Aufmerksamkeit des Vorstands.

Gleichzeitig wird für jedes Risiko auf jeder Beurteilungsebene der aktuelle Risikotrend in drei Stufen ermittelt, nämlich: "Wie wird die zeitliche Entwicklung des identifizierten Risikos eingeschätzt". "Steigend" bedeutet hierbei: Das identifizierte Risiko wird in Zukunft eine größere Rolle spielen, ggf. muss die Bewertung überarbeitet werden. "Konstant" bedeutet: Das identifizierte Risiko wird im Zeitablauf als unverändert eingeschätzt. "Fallend" bedeutet: Das identifizierte Risiko wird in Zukunft eine weniger wichtige Rolle spielen, ggf. muss die Bewertung überarbeitet werden. Dieser rein qualitative Faktor hat keinen Einfluss auf die Berechnung der (Gesamt-)Risikostruktur des Konzerns.

Die Risiken werden in der nachstehenden Gliederung stärker aggregiert, als sie zur operativen und strategischen Unternehmenssteuerung verwendet werden. Wenn nicht anders beschrieben, betreffen alle beschriebenen Risiken in unterschiedlichem Ausmaß sämtliche Unternehmenssegmente (Industriebeteiligungen und Dienstleistungen). Der MS Industrie-Konzern unterliegt - direkt oder indirekt - den folgenden Risiken:

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Risiken im Rahmen der eigenen Wertschöpfung

Risiken aus Beteiligungen

Risiken aus Lieferanten- und Kundenbeziehungen

Personalrisiken

Finanzierungsrisiken

Externe Risiken

Risiken aus Forschung und Entwicklung

EDV-Risiken

Risiken aus der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftslage, inklusive direkte und indirekte Auswirkungen aktueller Krisen

Marktrisiken

Rechtliche Risiken /​ Compliance Risiken

Risiken aus Patenten und Vertragsmanagement

Die Gesamtrisikostruktur war im Berichtsjahr tendenziell unverändert.

In Bezug auf die Gesamtzahl aller identifizierten Risiken lagen für den MS Industrie-Konzern zusammen die Risiken des Bereichs "Sehr hohes Risiko" zum Jahresende bei 0 % (Vorjahr: 0 %), die Risiken des Bereichs "Hohes Risiko" bei 23,2 % (Vorjahr: 24,2 %) und die Risiken im Bereich "Mittleres Risiko" bei 27,4 % (Vorjahr: 23,2 %). Die Risiken des Bereichs "Geringes Risiko" lagen bei 49,4 % (Vorjahr: 52,6 %).

Die seit Anfang 2020 weltweit grassierende und mittlerweile überstandene Covid 19-Pandemie ist in der "Risk Map" nicht als eigenes Risiko identifiziert worden, da unverändert unterstellt wird, dass sie ein vorübergehendes Phänomen war. Gleiches gilt für den Russland-/​Ukraine-Krieg und den Nahost-Konflikt. Zu den derzeitigen und den prognostizierten Auswirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes verweisen wir auf den Prognosebericht.

Bestandsgefährdende Risiken bestehen derzeit nicht.

Obwohl der Konzern in seiner derzeitigen Ausgestaltung in der Vergangenheit überwiegend erfolgreich am Markt agieren konnte, kann nicht ausgeschlossen werden, dass die Profitabilität zukünftig nicht unerheblichen Schwankungen unterliegt. Die Erträge des Konzerns können aufgrund folgender, nicht abschließend aufgezählter Faktoren schwanken: verringerte Möglichkeit des Unternehmens, qualifiziertes Personal einzustellen, Zunahme des Wettbewerbs, Änderungen der Strategie des Konzerns, finanzielle Leistungsfähigkeit der Kunden, Änderungen in der Gesetzgebung, die sich auf die Wettbewerbsbedingungen des Konzerns auswirken können, Wechselkursschwankungen, allgemeine wirtschaftliche Faktoren, sowie direkte und indirekte Auswirkungen des eskalierten Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes.

Die Umsatzerlöse unseres Konzerns können nur schwer prognostiziert werden, da der Auftragseingang für neue Projekte hinsichtlich des Umfangs, des Ertragsvolumens und des Zeitpunktes nur sehr schwer geplant werden kann. Unser Konzern könnte deshalb möglicherweise, trotz teilweise variabler Personalkostenstrukturen, nicht in der Lage sein, seine Kostenstruktur insgesamt zeitnah genug anzupassen, um einen unerwarteten Umsatzrückgang ausgleichen zu können. Ein etwaiger wesentlicher Mindererlös aufgrund der oben genannten, aber auch anderer Einflussfaktoren könnte sich daher nachteilig auf die Finanz- und Ertragslage des Konzerns auswirken.

Im Folgenden wird auf die Einschätzung der in der obigen Übersicht genannten Risiken im Detail eingegangen:

Risiken im Rahmen der eigenen Wertschöpfung

Der Vorstand subsumiert hierunter im Wesentlichen: a) Risiken, die aus der Komplexität der Wertschöpfungsstruktur resultieren, b) Risiken aus Produktionsausfällen aufgrund von möglichen Unglücksfällen (Brand etc.) bzw. aufgrund von Umzug. Weiter werden hier c) Risiken aus mangelnder Rohstoff- und Fertigteilequalität subsumiert.

Ausmaß und Wahrscheinlichkeit von Risiko a) Komplexität der Wertschöpfungsstruktur werden trotz des in den letzten Jahren tendenziell kontinuierlich gestiegenen Produktionsvolumens und der Produktion neuer Serienteile mit unterschiedlichsten Anforderungen mit damit einhergehender verstärkter Automatisierung vor allem im Segment "MS XTEC", aber auch im Segment "Ultrasonic" bei steigender Bedeutung überwiegend als gering eingeschätzt. Die Komplexität ist auch nach der Schließung des deutschen Produktionsstandorts "Zittau" und der Erweiterung um neue Geschäftsfelder ("Nonwovens", Ultraschallreinigen) im Segment "Ultrasonic" weitgehend unverändert und auf branchenüblichem Niveau.

Das Risiko b) Produktionsausfälle aufgrund von möglichen Unglücksfällen wird von der Auswirkung und von der Eintrittswahrscheinlichkeit her konstant ebenfalls überwiegend als gering eingestuft. Dem Eintreten von Arbeitsunfällen versucht der Konzern so weit wie möglich vorzubeugen, nicht zuletzt durch regelmäßige Schulungen. Sofern sich dennoch Unfälle ereignen, werden Ursache und Hergang genauestens untersucht und die bestehenden Standards entsprechend angepasst, um ein gleichbleibend hohes Absicherungsniveau zu gewährleisten. Der Brand von Betriebsstätten stellt ein zwar vergleichsweise geringes, aber grundsätzlich nicht auszuschließendes Risiko dar. Ein brandbedingt längerfristiger Ausfall eines Werks birgt neben dem Risiko von Personenschäden die Gefahr beträchtlicher Sachschäden und hoher Kosten für die Wiederbeschaffung von Anlagen. Lieferunterbrechungen an die Kunden können allerdings weitgehend ausgeschlossen werden, da der Konzern über seinen internationalen Produktionsverbund in der Lage ist, entfallende Kapazitäten durch Fertigung an anderen Standorten des Konzerns auszugleichen bzw. vorübergehend zu verlagern. Den möglichen finanziellen Auswirkungen durch Brandschäden beugt der Konzern bereits im Vorfeld durch den Abschluss entsprechender Brandschutz und Produktionsausfallversicherungen vor.

Das permanente Risiko c) aus mangelnder Rohstoff- und Fertigteilequalität wird im Segment "Ultrasonic" von der Auswirkung und von der Eintrittswahrscheinlichkeit her - unberührt durch die nach wie vor aktuelle Lieferkettenproblematik - konstant im geringen bis mittleren Bereich eingestuft. Gründe hierfür sind die genormte Rohstoffqualität und Qualitätssicherungsverträge. Im Segment "MS XTEC" wurde das Risiko - trotz der wieder verbesserten Erfahrungen mit bestimmten Lieferanten und trotz der hohen Zahl an "Single Source"-Verträgen - von der Eintrittswahrscheinlichkeit her unverändert zum Vorjahr als groß eingestuft.

Risiken aus Beteiligungen und assoziierten Unternehmen

Im Rahmen von Werthaltigkeitstests könnte es erforderlich werden, Abschreibungen auf Beteiligungen und assoziierte Unternehmen vorzunehmen, die das Konzernjahresergebnis belasten. Das Risiko aus der Wertminderung einer Beteiligung oder eines assoziierten Unternehmens wird zwar mit geringer Eintrittswahrscheinlichkeit, jedoch fallend bis konstant mit potentiell großer Auswirkung auf den Konzern beurteilt. Der Konzern führt im Vorfeld von Akquisitionen generell umfangreiche Due-Diligence-Audits durch und prüft die Projekte zusätzlich mit Hilfe von internen und/​oder externen Expertenteams. Finanzielle Planungen und technische Angaben werden eingehend auf ihre Plausibilität geprüft, im Detail analysiert und bewertet. Der Standort Brasilien entwickelt sich stabil und der Standort China konstant.

Risiken aus Lieferanten- und Kundenbeziehungen

Der Vorstand subsumiert hierunter im Wesentlichen: a) Risiken, die aus der Abhängigkeit von Lieferanten oder Kunden resultieren, b) Risiken aus Lieferantenauswahl, sowie c) Risiken aus der Nichteinhaltung von Lieferterminen und d) Forderungsausfallrisiken.

Im Rahmen der Risikobewertung verfolgt der Konzern neben der Entwicklung der Materialpreise auch die Materialverfügbarkeit. Um Risiken in Bezug auf Engpässe oder Lieferausfälle so weit wie möglich einzugrenzen, setzt der Konzern auf langfristige und partnerschaftliche Kooperationen mit seinen Lieferanten. Um dem Risiko von produktionsbedingten Unterbrechungen oder Ausfällen infolge von Störungen in der Lieferantenkette entgegenzuwirken, verfolgt der Konzern soweit möglich eine "Mehrlieferantenstrategie": Für wesentliche Materialien und Zukaufteile sind stets mindestens zwei Lieferanten qualifiziert und freigegeben. Mittlere und kleinere Lieferanten werden hinsichtlich Lieferqualität, Finanzstärke, Liquidität und Versicherungsschutz besonders intensiv überprüft, sofern nicht ohnehin als sogenannte "Setzlieferanten" vom Kunden vorgegeben. Die Abhängigkeit von Lieferanten wird dennoch unverändert vom Vorstand als bedeutendes, operatives Risiko mit mittlerer Eintrittswahrscheinlichkeit und im Schnitt potentiell großer Auswirkung bei konstanter Tendenz gesehen. Das Risiko von Insolvenzen, insbesondere von kleineren, nicht international aufgestellten Unternehmen der Zulieferbranche, ist im Rahmen der weiterhin voranschreitenden Konsolidierung auch zukünftig nicht auszuschließen. Beschaffungs- und Lieferkettenprobleme haben sich seit Mitte 2023 deutlich entspannt; weiterhin besteht im Segment "Ultrasonic" eine geringe Materialquote >30 %. Der Schwerpunkt 2024 liegt weiter auf der Stärkung des proaktiven Lieferantenmanagements.

Im Geschäftsjahr 2023 entfielen noch ca. 36,1 % der konsolidierten Umsatzerlöse des MS Industrie-Konzerns auf einen Hauptkunden. Im Vorjahr entfielen ca. 39,0 % der konsolidierten Umsatzerlöse des MS Industrie-Konzerns auf einen Hauptkunden. Diese Tatsache wird von der MS Industrie AG mit mittelfristig konstanter bis fallender Tendenz als mittleres Risiko eingestuft. Der MS Industrie-Konzern ist bei den Hauptabsatzträgern im Segment Antriebstechnik ("MS XTEC") zudem nach wie vor mit längerfristigen Lieferverträgen ausgestattet. Bei diesen Kunden liegen längerfristige (bis 2031) laufende Lieferverträge mit "Single-Source"-Vorbehalt und Verlängerungsoption vor. Das addierte Volumen aller Langfristverträge im Segment "MS XTEC" beläuft sich nach heutiger Marktlage für die kommenden Vertragsjahre auf insgesamt über Mio. EUR 1.300 bis einschließlich 2031. Durch die schlanke und flexible Unternehmensstruktur ist der Konzern zudem in der Lage, Auslastungsschwankungen weitgehend abzufedern. Dies wird ermöglicht durch einen sinnvollen Bestand an temporären Mitarbeitern sowie eine hochflexible Fertigungsstruktur, die in der Lage ist, die gegebene Volatilität der Märkte sinnvoll auszugleichen. Zur weiteren Minimierung des Risikos der Abhängigkeit von Kunden ist der Konzern unverändert bestrebt, den Absatz-Bereich weiter zu diversifizieren und langfristig um automobilfremde Absatzmärkte zu erweitern. Die MS Industrie-Gruppe bleibt zudem sowohl im Segment "MS XTEC", als auch im Segment "Ultrasonic" weiterhin in den USA präsent und baut die Geschäftsaktivitäten vor Ort - gerade auch im Zusammenhang mit der Vermarktung der Ultraschall-Schweißmaschinen im gesamten nordamerikanischen Markt systematisch weiter aus. Im Segment "MS XTEC" greift seit 2021 eine neue Vertriebsstrategie, seit 2022 der Anlauf des "Scania-Auftrags" und es werden vermehrt Teile für neue Antriebsformen gefertigt (Hybrid, Elektro). Aber auch im Segment "Ultrasonic" ist eine Zunahme der Kundenvielfalt bei Serienmaschinen und Systemen/​Komponenten zu beobachten.

Obwohl den Risiken aus der Nichteinhaltung von Lieferterminen weiterhin mit zunehmendem internationalem Einkauf begegnet wird, wird dieses Risiko vor allem aufgrund seiner großen Auswirkungen und großer Eintrittswahrscheinlichkeit mit fallender Tendenz unverändert als hoch eingestuft. Ein "Supply-Chain-Management" befindet sich im Aufbau. Dies gilt ebenfalls für das Forderungsausfallrisiko, das zwar aufgrund der Kundenstruktur konstant als gering wahrscheinlich, aber mit potentiell großer Auswirkung eingestuft wird. Dem wird mit laufender Überwachung der Kundenbonität und der teilweisen Teilnahme an Reverse-Factoring-Programmen der Kunden begegnet. Im Segment "Ultrasonic" ist das Forderungsausfallrisiko im Vergleich zum Segment "MS XTEC" von der Wahrscheinlichkeit her tendenziell als höher einzustufen, jedoch aufgrund der hohen Kundenanzahl auch deutlich diversifizierter. Historisch gesehen sind die Ausfallraten extrem niedrig. Allerdings bestehen teilweise sehr lange Zahlungsziele im Sondermaschinenbau.

Auswirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes sind derzeit nach wie vor nicht abschätzbar. Direkt ist der MS Industrie-Konzern nur in geringem Umfang betroffen, da keine eigenen Tochtergesellschaften, Niederlassungen oder Produktionsstätten in der Ukraine oder in Russland bestehen, sowie nur in einem sehr geringen Umfang Kundenbeziehungen mit diesen beiden Ländern. Beschaffungsseitig wird in nennenswertem Umfang nur im Segment "MS Ultrasonic Technology" Titan aus Russland bezogen, dieses ist aber für die Produktion mindestens des nächsten Jahres bevorratet. Die indirekten Risiken bestehen vor allem aus Kostensteigerungen, insbesondere bei Energie und in der weltweiten Logistik, wenn diese nicht an die Kunden weitergegeben werden können bzw. vom Staat ausgeglichen werden, sowie aus Lieferkettenproblemen bei den Kunden. Letztere sind deutlich höher und individuell unterschiedlich ausgeprägt. Diese indirekten Effekte können weder kurz- noch mittelfristig ausgeschlossen werden. Zu den derzeitigen und den prognostizierten Auswirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes verweisen wir auf den Prognosebericht.

Personalrisiken

Hierunter werden im Wesentlichen subsumiert: a) Risiken, die aus begrenzten Personalkapazitäten resultieren, b) Risiken aus der Abhängigkeit von Schlüsselpersonen, sowie c) Risiken aus fehlendem qualifiziertem Nachwuchs.

Als integrierter Technologiekonzern ist die MS Industrie-Gruppe in besonderer Weise auf das Engagement und die Erfahrung ihrer Mitarbeiter angewiesen. Da sie wichtige Know-how-Träger für das Unternehmen darstellen, ist der MS Industrie-Konzern stets darum bemüht, das Risiko von Wissensverlust durch Personalabwanderung bei der Stammbelegschaft möglichst gering zu halten. Aus diesem Grund werden die wesentlichen Personen über Zielvereinbarungen an den Ergebnissen der von ihnen verantworteten Geschäftseinheiten beteiligt bzw. langfristig an das Unternehmen gebunden. Spezielle Kenntnisse und Fähigkeiten werden außerdem nicht bei einzelnen Mitarbeitern vereint, sondern es wird der Versuch unternommen, sie breit innerhalb der jeweiligen Teams zu streuen. Durch die Schaffung eines sozial ausgewogenen und motivierenden Arbeitsumfeldes soll die Fluktuationsquote auf einem Niveau im mittleren einstelligen Prozentbereich gehalten werden. Des Weiteren konnten in den Vorjahren vor allem in der "MS XTEC"-Gruppe diverse Schlüsselstellen neu besetzt werden, so dass das Personalrisiko in beiden Segmenten als niedrig bis mittel und die Risikotendenz überwiegend als konstant bis steigend beurteilt werden kann.

Die Altersstruktur innerhalb der Belegschaft weist noch ein relativ ausgewogenes Verhältnis auf - rund 53 % (Vorjahr: 51 %) der Mitarbeiter sind zwischen 30 und 50 Jahre alt, rund 20 % (Vorjahr: 21 %) sind jünger als 30 Jahre. Das Überalterungsrisiko ist daher nur in begrenztem Maße vorhanden. Trotz der nicht mehr generell geltenden Vollbeschäftigung (dies gilt insbesondere auch für den US-amerikanischen Standort), des sich damit einhergehend abschwächenden Personalwettbewerbs wird es aufgrund des allgemeinen demografischen Wandels für den Konzern tendenziell schwieriger, qualifiziertes Fachpersonal zu gewinnen. Um dieser steigenden Risikoentwicklung proaktiv zu begegnen, präsentiert sich die MS Industrie-Gruppe normalerweise auf Hochschul-Karrieremessen als attraktiver Arbeitgeber für Absolventen und spricht Hoch- und Fachhochschüler durch Vergabe von Praktika sowie Abschlussarbeiten an. Außerdem bildet der Konzern zur Sicherung des Nachwuchses eine hohe Anzahl junger Menschen in technischen und kaufmännischen Berufen aus. Um qualifizierte Fach und Führungskräfte langfristig an die Konzernunternehmen zu binden, bietet die MS Industrie-Gruppe duale Studienplätze, Schulungsmaßnahmen und Programme zur individuellen Weiterentwicklung an. Risiken, die aus begrenzten Personalkapazitäten resultieren, werden derzeit von Ausmaß und Wahrscheinlichkeit her als überwiegend gering, im Segment "MS Ultrasonic Technology" mit steigender Tendenz, eingeschätzt.

Finanzierungsrisiken

Hierunter werden subsumiert: a) das strategische Finanzierungsrisiko, b) Risiken aus der Abhängigkeit von Banken, sowie c) Zinsänderungsrisiken aus Anschlussfinanzierungen.

Die Kreditvergabepraxis der Banken gestaltet sich angesichts der seit der Finanzkrise verschärften Eigenkapitalrichtlinien restriktiver. Gleichzeitig erfordern das geplante organische Unternehmenswachstum und die Entwicklung neuer Technologien hohe Investitionen, sodass der Finanzierungsbedarf des Konzerns generell kontinuierlich steigt. Sollten die Ratingagenturen das Risikoprofil der Automobilindustrie allgemein schlechter einstufen, würde sich dies tendenziell negativ auf die Kreditkonditionen für die Branche und letztlich auch für den MS Industrie-Konzern auswirken. Angesichts dieser Rahmenbedingungen ist das strategische Finanzierungsrisiko latent vorhanden. Hinzu kommt die seit längerem laufende Ratingverschlechterung der Automotive-Branche insgesamt, bedingt durch erwartete Umbrüche in den Antriebsformen. Im Segment "Ultraschall" wird mittelfristig eine eigene Ratingfähigkeit angestrebt. Unverändert bestehen hier sowohl ein hoher Working-Capital-Bedarf, als auch eine hohe Automotive-Lastigkeit. Das Zinsänderungsrisiko aus Anschlussfinanzierungen wird mittelfristig als eher hoch mit steigender Tendenz eingestuft.

Der MS Industrie-Konzern hat sich im Rahmen von Kreditverträgen über insgesamt Mio. EUR 39,0 mit folgenden Fristigkeiten am 31. Dezember 2023:

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Kreditlinie zum 31.12.2023
Mio. EUR
davon in Anspruch genommen
Mio. EUR
davon verfügbar
Mio. EUR
Langfristig (> 1 Jahr)
- Kreditverträge Deutschland 3,3 3,3 0,0
- Kreditverträge USA 3,3 3,3 0,0
Kurzfristig (< 1 Jahr)
- Konsortialkreditvertrag 30,0 27,1 2,9
- Übrige Kreditverträge Deutschland 1,4 1,4 0,0
- Übrige Kreditverträge USA 1,0 0,8 0,2
39,0 35,9 3,1

gegenüber verschiedenen Banken zur Einhaltung von verschiedenen Bilanz- und GuV-Kennzahlen, teilweise unterjährig und zu den jeweiligen Bilanzstichtagen, verpflichtet (sog. "Financial Covenants"). Beim Konsortialkreditvertrag handelt es sich um vier verschiedene Kennzahlen (Liquidität, EBITDA, Eigenkapitalquote sowie Schuldnerdeckung), die 2023 trotz der Auswirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges auf den Geschäftsverlauf des Konzerns eingehalten wurden. Der Konsortialkreditvertrag wurde am 15. Dezember 2023 mit Closing am 18. Januar 2024 in Höhe von Mio. EUR 35,0 neu abgeschlossen und hat nun zum Bilanzerstellungszeitpunkt eine Laufzeit bis zum 15. Dezember 2026 mit zwei einjährigen Verlängerungsoptionen. Bei den übrigen (langfristigen und kurzfristigen) Kreditverträgen handelt es sich in Deutschland um Tilgungsdarlehen mit Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2026 und in den USA um ein Hypothekendarlehen und eine zum Bilanzstichtag teilweise in Anspruch genommene Kontokorrentlinie; die Verträge sehen eine auf der Ebene der amerikanischen Tochtergesellschaften einzuhaltende Kennzahl (Schuldendienstdeckungsgrad) vor. Die Banken sind grundsätzlich berechtigt, die Kredite fristlos zu kündigen, sofern die Einhaltung der Finanzkennzahlen nicht nachgewiesen wird; wobei der Vorstand davon ausgeht, im Geschäftsjahr 2024 die neu vereinbarten Finanzkennzahlen einzuhalten und dass es selbst bei einer möglichen Nichteinhaltung der Kennzahlen zu keinen fristlosen Kündigungen kommen würde.

Vorbehaltlich derzeit nicht absehbarer extremer Auswirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes stellt sich für den MS Industrie Konzern die Refinanzierungsfähigkeit auf Basis der vorliegenden Langfristplanung und untermauert durch die hohen Auftragsbestände in beiden Geschäftsbereichen bei einer leicht gestiegenen Eigenkapitalquote von 37,0 % (Vorjahr: 34,1%), der vorhandenen Liquidität und den bisher unbelasteten Vermögenswerten (insbesondere das Grundstück in Leipzig-Wiederitzsch, Vorräte und Beteiligungen) unverändert als unkritisch dar. Zudem stehen dem Konzern zum Bilanzstichtag noch freie Kreditlinien in Höhe von Mio. EUR 3,5 (Vorjahr: Mio. EUR 2,9) zur Verfügung. Unmittelbare Risiken, die die Finanzierung von geplanten Projekten gefährden oder dazu führen könnten, dass Fälligkeiten nicht bedient werden können, sind nicht erkennbar. Bestandsgefährdende Finanzierungsrisiken sind nach heutigem Stand auszuschließen. Die Fortsetzung des organischen Wachstums erfordert aufgrund der strukturell hohen Working-Capital-Bindung und der Automotive-Lastigkeit, speziell im Segment "MS XTEC", eine längerfristige Ausrichtung der Finanzierung der MS Industrie-Gruppe. Daher wird der Vorstand künftig die Platzierung der im Oktober 2022 begebenen "6,25% MS Industrie Anleihe 2022/​27" (ISIN: DE000A30VS72, WKN: A30VS7) fortsetzen. Das strategische Finanzierungsrisiko und die Risiken aus der Abhängigkeit von Banken wurden in der Risk-Map im Dezember 2023 mit konstanter bis fallender Tendenz aufgrund der sehr großen Auswirkungen als hoch beurteilt, auch wenn der Zeithorizont bezüglich dieser beiden Risiken eher mittelfristig ist und damit im Dezember 2023 im mittleren Risikobereich lag.

Externe Risiken

Hierunter werden im Wesentlichen subsumiert: a) das Rohstoffpreisrisiko, b) Energiepreisrisiken, c) das bilanzielle und liquiditätswirksame Wechselkursrisiko sowie d) das Standortrisiko USA, Brasilien und China.

Die Materialkosten stellen den größten Aufwandsposten für den Konzern dar. Ihrer Entwicklung kommt daher eine maßgebliche Rolle zu. Das Rohstoffpreisrisiko besteht mit einer konstanten Tendenz überwiegend im Segment "Ultrasonic" mit eher mittlerer Wahrscheinlichkeit und mittlerer Auswirkung, sowie im Segment "MS XTEC", mit ebenfalls eher mittlerer Wahrscheinlichkeit und mittlerer Auswirkung, da durch die Kunden überwiegend entsprechende Kompensationen über Preisgleitklauseln und Materialteuerungszuschläge erfolgen. Die im MS Industrie-Konzern vorwiegend eingesetzten Rohstoffe umfassen legierte Edelstähle, Aluminium und Kupfer. Generell ist der Konzern darum bemüht, möglichst langfristige Abschlüsse mit seinen Rohstofflieferanten auszuhandeln. Zusätzliche Bezugsmengen werden zu den jeweils gültigen Marktpreisen beschafft. Um potenziellen Materialpreissteigerungen entgegenzusteuern, arbeitet MS Industrie fortlaufend an optimierten Produktdesigns, Verbesserungen der Fertigungsprozesse sowie an der Qualifikation neuer Lieferanten. Teilweise vereinbart der Konzern mit den Kunden Preisgleitklauseln. Ist dies nicht der Fall, müssen Preissteigerungen, die den Kalkulationspreis überschreiten, an die Kunden weitergegeben werden. Hier besteht das Risiko, dass die höheren Kosten nicht vollständig oder erst mit zeitlichem Verzug weitergereicht werden können. Die Weitergabe der bekannten Preissteigerungen ab 2023 im Segment "MS XTEC" ist unter anderem über Materialteuerungszuschläge bereits erfolgt. Generell gilt, dass nach dem starken Inflationsschub der Jahre 2021/​2022 die Preissteigerungsraten wieder rückläufig sind; allgemein besteht jedoch ein gewisser Trend zu mehr Volatilität bei den Beschaffungspreisen.

Das Energiepreisrisiko wird mit konstanter bis steigender Tendenz aktuell als eher mittel bis groß eingeschätzt. Hauptgründe sind die rollierende, quartalsweise Preisabsicherung über die Strombörse und das bestehende Blockheizkraftwerk sowie die im Geschäftsjahr 2021 installierte und im Geschäftsjahr 2022 erweiterte Dach-Photovoltaik-Anlage am deutschen Standort Trossingen (deckt 20 % des Eigenbedarfs). Eine weitere Freiflächenanlage befindet sich in Planung. Der Energiebedarf ist im Segment "Ultrasonic" bis 2024 eingedeckt und die Einkaufspreise sind im Segment "MS XTEC" bis 2025 zumindest teilweise abgesichert.

Die Geldpolitik der großen Notenbanken sowie die Divergenz der konjunkturellen Entwicklung einzelner Regionen haben im langfristigen Vergleich zu deutlich erhöhten Schwankungen der Wechselkurse geführt. Dies gilt für die Euro-Wechselkursrelation zum US-Dollar (USD) genauso wie zu den meisten Währungen der Schwellenmärkte. Für den MS Industrie-Konzern sind die Währungsrisiken aus Transaktionen im Branchenvergleich begrenzt. Kosten und Umsatzerlöse fallen in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung an ("Natural-Hedging"). Währungsrisiken ergeben sich zudem bei der Umrechnung der Umsätze, Erträge und Aufwendungen vor allem der US-amerikanischen Tochtergesellschaften in die Konzernwährung EURO. Die Veränderungen der durchschnittlichen Wechselkurse können sich daher entsprechend erhöhend bzw. senkend auf Umsatz und Ergebnis des Konzerns auswirken. Wechselkursveränderungen, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der Konzerngesellschaften durch die Muttergesellschaft sowie aus der Bewertung von ausstehenden Forderungen und Verbindlichkeiten resultieren, schlagen sich auch im Finanzergebnis und im sonstigen Ergebnis nieder. Das bilanzielle Wechselkursrisiko wird aufgrund von rein lokaler, externer Finanzierung bei den US-Gesellschaften mit konstanter Tendenz als mittel eingeschätzt. Das liquiditätswirksame Wechselkursrisiko wird im Hinblick auf den zukünftigen Ausgleich von Wechselkursrisiken vor allem aufgrund der wachsenden Wertschöpfung im Segment "Ultrasonic" in den USA mit konstanter Tendenz als gering und im Segment "MS XTEC" in den USA mit fallender Tendenz unverändert als hoch eingeschätzt.

Das aggregierte Standortrisiko an den Auslandsstandorten USA, Brasilien und China wird mit überwiegend konstanter bis steigender Tendenz, aufgrund seiner potentiellen Auswirkung jedoch überwiegend als mittel bis gering eingeschätzt. Die mittel- bis langfristigen Auswirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes in den USA werden unverändert ebenfalls als gering eingeschätzt, zumal sich das US-Geschäft mittlerweile weiter stabilisiert hat. Das Risiko aus den nach dem "at-equity"-Ansatz bewerteten Beteiligungen in Brasilien und China wird dabei aus Konzernsicht als derzeit noch nicht materiell betrachtet, wobei sich das Geschäft in Brasilien im abgelaufenen Geschäftsjahr grundsätzlich weiter positiv entwickelt hat.

Risiken aus Forschung und Entwicklung

Ein nachhaltiges Ausbleiben von Produktinnovationen wäre für den Konzern langfristig ein existenzbedrohendes Risiko. Kurz- bis mittelfristig wird dieses Risiko aufgrund der fortlaufend hohen Anzahl an Innovationen bei konstanter bis fallender Tendenz als gering erachtet. Für die meisten Geschäftsbereiche des Konzerns bestehen gute Voraussetzungen, um das vorhandene Material- und Verfahrens-Know-how gezielt zur Ergänzung bzw. Erweiterung des Leistungsspektrums einzusetzen. Da dies bereits ausführlich im "Forschungs- und Entwicklungsbericht" (siehe Punkt 1.d. oben) beschrieben ist, soll hier als Beispiel die in 2016 im Segment "Ultrasonic" vorgestellte neue Serienmaschine und die Vielzahl von neuen Innovationsprojekten in den Bereichen Metallschweißen, Ultraschallreinigen, Generatoren, "Nonwovens" etc. sowie im Segment "MS XTEC" die Weiterentwicklung von Know-how hinsichtlich innovativer, flexibler Automatisierung, wie z.B. hinsichtlich flexibel automatisierter "5-Achs-Bearbeitung", genügen. Dies sollte der "MS XTEC" den Zugang zu neuen Branchen ermöglichen. Sämtliche Geschäftsbereiche des Konzerns arbeiten weiterhin proaktiv daran, über die Erweiterung ihres Produktportfolios organisches Wachstum zu generieren.

EDV-Risiken

Hierunter werden subsumiert: a) das EDV-Ausfallrisiko ohne externe kriminelle Einwirkung, b) "Cyber-Crime"-Risiken. Das EDV-Ausfallrisiko wird derzeit in der Gesamteinschätzung überwiegend konstant als mittelschweres Risiko erachtet. "Cyber-Crime"-Risiken jedoch werden seit dem Geschäftsjahr 2021 mit konstanter Tendenz als hohes Risiko erachtet. Die Hauptgründe für diese Einschätzung sind: Die Risiken sind über Versicherungspolicen entsprechend abgedeckt und es sind entsprechende Sicherheitsvorkehrungen vorhanden, um die Eintrittswahrscheinlichkeit eines solchen Ereignisses zu minimieren. Die Deckungssumme der Vertrauensschadenversicherung wurde im Geschäftsjahr 2021 aufgestockt. Im digitalen Zeitalter sieht sich die IT-Infrastruktur eines Unternehmens jedoch ständig potentiellen, externen Gefahren wie Cyber-Kriminalität und Hacker-Angriffen ausgesetzt. Die Vertraulichkeit, Integrität und Verfügbarkeit von Daten sind ein sehr kostbares Gut, dessen Schutz eine zunehmende Anzahl an präventiven und korrektiven Maßnahmen erfordert. Der Ausfall von IT-Systemen und Softwarelösungen kann zu spürbaren Prozessverzögerungen führen - angefangen bei der Auftragsabwicklung über die laufende Produktion bis hin zur Lieferkette -. Dies hätte massive negative Effekte zur Folge, die sich sowohl auf den Umsatz als auch auf die Kosten auswirken können. Der Konzern trägt seit jeher Sorge dafür, dass diese Risiken auf ein Minimum reduziert bleiben. Besonders sensible Daten, die in erster Linie für die produktiven Abläufe von Relevanz sind, werden stets doppelt gespeichert bzw. es werden redundante Systeme genutzt. Durch die Schaffung von zusätzlichen Backup-Systemen oder Überbrückungslösungen werden potenzielle Risiken bei konkreten Projekten oder Prozessen so weit wie möglich ausgeschlossen. Der Zugriff von Mitarbeitern auf vertrauliche Daten erfolgt mittels skalierbarer Zugangsrechte. Aktuelle Sicherheitssoftware-Lösungen tragen dazu bei, unberechtigte Zugriffe zu verhindern. Im Geschäftsjahr wurden wieder diverse Projekte zur Verbesserung der IT und der IT-Security umgesetzt. Es erfolgt ein laufendes, enges Monitoring und eine regelmäßige Verbesserung der IT-Security-Maßnahmen.

Risiken aus der allgemeinen Finanz- und Wirtschaftslage

Das Risiko aus allgemeinen Finanz- und Wirtschaftskrisen wurde in der Risk Map auf Basis der internen Workshops im Dezember 2023 mit konstanter Tendenz, vor allem aufgrund seiner möglichen Auswirkungen als hoch eingeschätzt. Risiken hinsichtlich der konjunkturellen Entwicklung bestehen nach der damaligen und derzeitigen Einschätzung vor allem aufgrund der nur schwer einzuschätzenden weiteren Auswirkungen des aktuellen Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes. Der britische wie auch der russische Fahrzeugmarkt sind für den MS Industrie-Konzern in Summe unwesentlich. Insgesamt wurde eine massiv negative Entwicklung der Weltkonjunktur auch unter Berücksichtigung der nachlassenden Dynamik in China, der Rezession in weiten Teilen Lateinamerikas sowie der latenten Schwäche in Japan derzeit jedoch als eher unwahrscheinlich eingestuft. Der Internationale Währungsfonds (IWF) ist im Januar 2024 für das Jahr 2024 von einem Wachstum der Weltwirtschaft um +3,1 % ausgegangen 9 , allerdings mit Deutschland +0,5 %, Frankreich, Italien und Großbritannien als Schlusslichtern der Weltwirtschaft. Deutschland dürfte damit den Prognosen zufolge erneut das niedrigste Wachstum der G7-Staaten verzeichnen. Ein tiefgreifender Einbruch der Fahrzeugproduktion - ähnlich der Krise in den Jahren 2008/​09 - ist aus heutiger Sicht nicht sehr wahrscheinlich. Die Entwicklung ist jedoch unter anderem abhängig von Faktoren wie der zunehmenden Regulatorik in der Automobilindustrie, der Lieferkettenproblematik und der Frachtkostenentwicklung weltweit.

Der MS Industrie-Konzern berücksichtigt konjunkturelle Risiken bereits bei der Planung in angemessenem Umfang. Bei der Budgeterstellung wird das jeweilige makroökonomische Szenario prinzipiell vorsichtig ausgelegt. (Kurzfristige) politische Entscheidungen der nationalen bzw. europäischen Gesetzgeber, z.B. hinsichtlich stärkerer Regulatorik von Emissionsgrenzwerten, Umwelttechnologien, etc. haben jedoch zusätzlich das Potenzial, sich auf zukünftige Geschäftsentwicklungen, beispielsweise in Bezug auf Technologietrends oder Absatzgebiete des Konzerns auszuwirken.

Die Folgewirkungen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes stellen im Vergleich zu der "Vorkriegs-Zeit" ein gesamtwirtschaftliches Risiko dar, welches die operativen Geschäftsprozesse im Unternehmen wesentlich beeinflusst und möglicherweise zu erheblichen Umsatzrückgängen im Jahresverlauf und damit auch zu einer stärkeren Ergebnisbelastung im Jahr 2024 führen könnte. Die möglicherweise wieder sinkenden Umsätze könnten zu einem erhöhten Liquiditätsrisiko führen, dem aber durch geeignete Maßnahmen begegnet wird. Aufgrund der Unsicherheiten hinsichtlich der weiteren Entwicklung insbesondere des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes ist eine abschließende Risikoeinschätzung derzeit jedoch nicht möglich.

Zum Zeitpunkt der Bilanzaufstellung ist die Lage jedoch überwiegend stabil und es ist sogar europaweit eine Erholung des LKW-Konjunkturzyklus mit positiver Tendenz zu verzeichnen. Das Geschäftsmodell des "Ultraschall"-Segments hat sich mit positivem Ausblick wieder stabilisiert. Die Auftragslage der Tochtergesellschaft MS Ultraschall Technologie GmbH (MS UTG) ist mit einem Auftragsbestand einschließlich bereits angearbeiteter Leistungen von über Mio. EUR 45 auf gutem Niveau und deckt annähernd die Auslastung des gesamten Geschäftsjahres 2024 ab. Die rückgekehrte Vielfalt an unterschiedlichen PKW-Modellen steigert das weltweite Geschäft mit Sondermaschinen. Parallel dazu wächst die Verbreitung der MS Serienmaschinen stabil und stetig.

Zu weiteren Ausführungen wird auf den Prognosebericht verwiesen.

9 Quelle Zeit Online: IWF senkt Schätzung für deutsches Wirtschaftswachstum 2024, 30. Januar 2024

Marktrisiken

Hierunter werden subsumiert: a) Risiken aus Branchenzyklen und Ertragsschwankungen, b) Risiken aus Verdrängungswettbewerb. Risiko a) wird hierbei überwiegend als mittelgroß erachtet mit konstanter Tendenz, Risiko b) wird überwiegend aufgrund seiner Auswirkungen als hoch erachtet, mit fallender ("MS XTEC") bis konstanter ("Ultrasonic") Tendenz.

Ad a) Die globalen Fahrzeugmärkte entwickeln sich in der Regel analog zum allgemeinen konjunkturellen Verlauf. Dies gilt noch stärker für das LKW- als für das PKW-Segment. Kühlt sich die gesamtwirtschaftliche Entwicklung stark ab, stellt dies ein Risiko für die LKW- und PKW-Nachfrage und letztlich die gesamte Fahrzeugproduktion dar. In der Folge könnte dies auch eine geringere Nachfrage nach MS Industrie-Komponenten nach sich ziehen. Mit Blick auf die Automobilbranche sollte die auf Jahressicht weiter zu erwartende solide Käufernachfrage in Nordamerika, Westeuropa und den asiatischen Märkten der globalen LKW- und PKW-Produktion grundsätzlich zu einem weiterhin stabilen Geschäftsverlauf verhelfen. Direkte und indirekte Auswirkungen des akuten Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes können zu einer Änderung dieser Einschätzung führen, sind aktuell aber nicht vollständig verlässlich abschätzbar. Mittelfristig dürfte sich das Wachstum zusätzlich von den "Triade"-Märkten weiter auf die Schwellen- und Entwicklungsländer verlagern. Aufgrund seiner globalen Präsenz mit Fertigungs- und Vertriebsstandorten in den künftigen, auf lange Sicht nachhaltigen, Wachstumsregionen China und Brasilien hat sich der Konzern schon vor einigen Jahren auf eine mögliche Stagnation oder eine nachlassende Nachfrage in den traditionellen Fahrzeugmärkten eingestellt. Seit Mitte 2021 ist zudem erneut ein deutlicher Nachfrageüberhang spürbar, unter anderem zurückzuführen auf weltweit steigende Bedarfe durch die Zunahme des weltweiten "e-Commerce".

Der MS Industrie-Konzern ist von seiner Kundenstruktur her, zumindest im Segment "MS XTEC", trotz der zunehmenden Globalisierung der Endkunden, nach wie vor vom europäischen Markt, sowie mittlerweile nur noch in eingeschränktem Ausmaß vom US-Markt und von einer überschaubaren Anzahl an Großkunden abhängig. Ein konjunktureller Einbruch in einer dieser Regionen kann dadurch unter Umständen gar nicht bzw. nur teilweise aufgefangen werden. Dank seiner flexiblen Kostenstrukturen wäre der Konzern bei größeren, konjunkturellen Verwerfungen jedoch in der Lage, zeitnah auf die Marktgegebenheiten zu reagieren und hat dies in 2020 im Rahmen des "Lockdowns" infolge der Covid 19-Pandemie auch bewiesen. Als Instrumente stehen Gleitzeitkonten und flexible Schichtmodelle, sowie die Option, Kurzarbeit zu beantragen, zur Verfügung. Zudem kann durch eine Anpassung der Personalstärke an die Nachfragesituation, unter anderem über Zeit- und Leiharbeitsmodelle, sowie durch die Zusammenlegung von Produktionsmengen einzelner Werke auf veränderte Marktlagen reagiert werden. In enger Zusammenarbeit von Einkauf und Lieferanten werden laufend die Beschaffungsmengen überprüft und angepasst. Im Segment "Ultrasonic" ist die Kundenstruktur geographisch breiter aufgestellt. Auch die Abhängigkeit von wenigen Endkunden ist nicht in diesem Umfang gegeben wie im Segment "MS XTEC".

Ad b) Als Sondermaschinenbauer und Automobilzulieferer sieht sich der MS Industrie-Konzern generell einem wettbewerbsintensiven Umfeld gegenüber. Der Preisdruck stellt, neben den gegenwärtig stattfindenden und bereits weit vorangeschrittenen Umbrüchen im Hinblick auf die "Elektro/​Verbrenner"-Diskussion und den damit kurz- bis mittelfristig verbundenen Entwicklungen grundlegend neuer Technologien eines der größten Einzelrisiken für den Konzern dar. Aufgrund seiner technologischen Innovationskraft und der starken Marktstellung sieht sich der MS Industrie-Konzern zwar vergleichsweise gut aufgestellt, kann sich den branchenüblichen Forderungen nach permanenten Preisnachlässen aber auch nicht gänzlich entziehen. Um dem anhaltenden Preisdruck entgegenzuwirken, ist der Konzern auf die Entwicklung von Produkten mit technologischen Alleinstellungsmerkmalen und die Besetzung von Nischenmärkten fokussiert. Der verbleibende Preisdruck muss weitestgehend durch Effizienzsteigerungen im Produktionsprozess aufgefangen werden. Der Wettbewerb im Bereich der Maschinenbau- und Automobilzuliefererbranche bewegt sich unverändert auf hohem Niveau.

Neu in den Markt eintretende Wettbewerber sehen sich allerdings wesentlichen Eintrittshürden gegenüber, da das Geschäftsmodell bzw. das Produktportfolio des MS Industrie-Konzerns unter anderem spezielle Kenntnisse und Kompetenzen in den Bereichen der Materialbearbeitung, des Werkzeugbaus und der Prozesssteuerung erfordert. Hohe Investitionen in den Aufbau der entsprechenden Anlagentechnologie wären zudem notwendig, um als Wettbewerber neu in den Markt einzutreten. Die Anlagen sind in der Regel gemäß spezifischen MS Industrie-Vorgaben konzipiert und nicht als Standard am Markt erhältlich. Für die wirtschaftliche Fertigung sind große Stückzahlen zwingend erforderlich. Neue Zulieferer erhalten im Falle einer Erstbeauftragung erfahrungsgemäß nur kleinere Lieferumfänge, die jedoch nicht kostendeckend sind. Der MS Industrie-Konzern verfügt zudem im Segment "MS XTEC" bei seinen Hauptprodukten über "Single-Source"-Verträge mit einer aktuellen Laufzeit bis Ende 2031. Im Maschinenbau entsteht jedoch aktuell zunehmend mehr Wettbewerb durch sogenannte "Automatisierer" (bei PKW-Modellen mit geringeren Volumina).

Rechtliche Risiken /​ "Compliance"-Risiken

Hierunter werden im Wesentlichen subsumiert: a) Garantie- und Gewährleistungs- sowie Schadensersatz- und Produkthaftungsrisiken, b) Reputationsrisiken, c) Risiken aus (nicht ausreichendem) Versicherungsschutz, d) Risiken aus der Nichteinhaltung von Gesetzen und Vorschriften e) Risiken aus Zertifizierungen.

Der MS Industrie-Konzern als produzierendes Unternehmen und Zulieferer unter anderem der Automobilindustrie ist a) branchentypischen Risiken in Bezug auf Garantien und Gewährleistung sowie die Haftung ausgesetzt. Im Falle von fehlerhaft gelieferten Teilen, die unter Umständen zu Austausch- und Rückrufaktionen der "OEM ́s" ("Original Equipment Manufacturer") führen können, könnten erhebliche Kosten und Schadenersatzforderungen für den MS Industrie-Konzern die Folge sein. Weiterhin könnte b) die Reputation des Unternehmens dadurch nachhaltig beschädigt werden. Das Reputationsrisiko wird aufgrund der hohen internen und externen Qualitätsstandards der Gruppe derzeit konstant als niedrig eingeschätzt. Zusätzliches Risikopotenzial für den Konzern birgt in diesem Zusammenhang die Entwicklung neuer Produkte - beispielsweise für Anwendungen außerhalb der Automobilindustrie oder im Bereich der Ultraschalltechnologie. Mit Hilfe von entsprechenden Qualitätssicherungssystemen sorgt der MS Industrie-Konzern für die Vermeidung und Verringerung der beschriebenen Risiken. Als ein Element des konzernweiten Risikomanagementsystems sind Qualitäts- und Gewährleistungsrisiken durch Versicherungen, zum Beispiel Produkthaftpflicht- und Rückrufkostenversicherungen, weitestgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird mindestens einmal pro Jahr überprüft und bei Bedarf angepasst. Außerdem werden nach Möglichkeit Haftungsbegrenzungen zwischen dem MS Industrie-Konzern und dem jeweiligen Vertragspartner vereinbart. Fazit: Risikoeinstufung gering bis mittel bei konstanter bis hin zu steigender Tendenz.

Über die unter a) Garantie- und Gewährleistungs- sowie Schadensersatz- und Produkthaftungsrisiken bereits erläuterten Risiken hinaus unterliegt der MS Industrie-Konzern weiteren, dem Geschäftsmodell und der Konzerngröße entsprechenden rechtlichen Risiken. Diese Risiken sind als ein Element des Risikomanagementsystems durch c) Versicherungen ebenfalls weitgehend abgedeckt. Der Versicherungsschutz wird jährlich betragsmäßig angepasst. Darüber hinaus wird den rechtlichen Risiken, denen der MS Industrie-Konzern ausgesetzt ist, durch Rückstellungen im Jahres- und Konzernabschluss ausreichend Rechnung getragen. Im Vergleich zum Vorjahr ergaben sich keine größeren Risiken. Auch sonstige Prozessrisiken in einem wesentlichen Umfang bestehen derzeit nicht.

Risiken können sich sowohl beim Mutterunternehmen als auch bei den Tochtergesellschaften aus d) ungesetzlichen Handlungen ergeben. In Anbetracht der eingerichteten Instrumente des "Compliance"-Systems und der gelebten MS Industrie-Firmenkultur kann die Eintrittswahrscheinlichkeit wesentlicher Verstöße zwar als niedrig eingestuft werden, ist allerdings nicht vollständig auszuschließen. Die Auswirkungen finanzieller Art auf das Konzernergebnis können nur schwer bewertet werden und fallbedingt unter Umständen einen nicht unwesentlichen Umfang annehmen. Nach derzeitiger Einschätzung geht der MS Industrie-Konzern jedoch von einem eher moderaten Risiko bei konstanter Tendenz aus. Das im Segment "Ultraschalltechnik" in Spaichingen angemietete Produktions- und Verwaltungsgebäude entspricht nicht mehr den brandschutztechnischen Anforderungen und wird derzeit auf Grundlage einer bis zum 31. Dezember 2024 befristeten Interims-Genehmigung genutzt. Am 21. März 2024 hat der Grundstückseigentümer auf Basis eines objektbezogenen Brandschutzgutachtens einen Antrag auf Baugenehmigung eingereicht. Nach dem Gutachten bestehen bei Beachtung der dort aufgeführten Anforderungen aus Sicht des vorbeugenden Brandschutzes keine Bedenken gegen eine Ausführung und die künftige Weiternutzung des Gebäudes. e) Risiken aus Zertifizierungen werden von ihrer Auswirkung und Wahrscheinlichkeit her überwiegend als gering bei konstanter Tendenz eingestuft, auch wenn zukünftige weitere kontinuierliche Verschärfungen der Abgasnormen und Umweltvorschriften weltweit wahrscheinlich sind.

Risiken aus Patenten und Vertragsmanagement

Hierunter werden im Wesentlichen subsumiert: a) Risiken aus der Verletzung von Patenten Dritter, b) Risiken aus Verletzung eigener Patente/​Schutzrechte durch Dritte, c) Risiken aus mangelhaftem Vertragsmanagement. Sämtliche Risiken werden vom Konzern derzeit, mit Ausnahme der Vertragsmanagementrisiken, ganz überwiegend mit konstanter bis steigender Tendenz als niedrig bis mittel eingestuft.

Wesentliche Technologien und Verfahren sichert der MS Industrie-Konzern durch Schutzrechte und Patente ab, um Schäden durch Nachahmerprodukte und Imitate so weit wie möglich zu vermeiden. Durch ein konsistentes Vertragsmanagement wird versucht, Risiken aus der Verletzung von Patenten Dritter bzw. Vertragsstrafen, Säumniszuschläge etc. zu vermeiden. Dies ist in der Vergangenheit gut gelungen, so dass auch für die Zukunft davon ausgegangen wird, dass aus diesem Themengebiet nur geringe Risiken existieren.

Chancen

Chancen bestehen insbesondere durch Marktpotenziale in den Auslandsmärkten sowie in der Generierung weiterer Synergieeffekte im Konzern bzw. speziell durch die deutschlandweit, wie auch weltweit anstehende Verjüngung der LKW-Flotten und die Produktinnovationen im Segment Ultraschalltechnik/​Verpackungsindustrie.

Im Rahmen ihrer Internationalisierungsstrategie konzentriert sich die MS Industrie-Gruppe, neben den wichtigen europäischen und US-amerikanischen Märkten, zunehmend auf die Absatzgebiete Südamerika und Asien. Beide Regionen bieten, insbesondere im Automobil- und Maschinenbausektor, umfangreiche Absatzpotentiale. In enger Zusammenarbeit mit kompetenten, lokalen Partnerunternehmen möchte die MS Industrie-Gruppe dort den nachhaltigen Markteintritt realisieren und gleichzeitig mögliche finanzielle Risiken minimieren. Für die beiden wichtigsten Unternehmensbereiche bieten sich hervorragende Entwicklungsmöglichkeiten, da sämtliche namhafte Automobil- und Nutzfahrzeughersteller mittlerweile in diesen Absatzmärkten vertreten sind. Durch den konsequenten Ausbau der weltweiten eigenen Vertriebsaktivitäten ist die MS Industrie-Gruppe auch in der Lage, weitere globale Großkunden, auch im zerspanenden Marktumfeld, zu akquirieren und zu betreuen.

Ein wichtiger Meilenstein für die Internationalisierung der MS XTEC GmbH wurde mit der Neuansiedlung in Nordamerikageschaffen. Das neue Headquarter in den USA und die neue Produktionsstätte der MS XTEC ist in Charlotte, North Carolina/​USA angesiedelt. Der Mietvertrag für ein geeignetes Gebäude mit rund 1.600 qm Nutzfläche wurde im November 2023 unterzeichnet. Erste Aufträge im Nutzfahrzeug- und Industriebereich werden bereits im Laufe des Jahres 2024 vom Standort Trossingen nach Charlotte verlagert. Weiteres Wachstumspotential wird im Bereich der komplexen und automatisierten 5-Achs Zerspanung für kleine bis mittlere Losgrößen gesehen. Die MS XTEC-Gruppe wird sich am neuen Standort in der Produktion breiter aufstellen. Künftige Zielmärkte sollen in den Bereichen Medizin, Luftfahrt, Ersatzteilwesen, Defense und Industrie liegen. Dadurch wird der amerikanische Markt künftig eines der Haupt-Wachstumsfelder der MS XTEC-Gruppe und die Abhängigkeit vom Automotive-Sektor weiter reduzieren. Mit perspektivisch rund Mio. USD 30,0 Umsatz wird der neue Standort in den USA neben dem Hauptsitz in Deutschland eine zentrale Rolle einnehmen. Die Attraktivität der Niederlassung in den USA begründet sich gerade auch durch ein hohes Maß an Wirtschaftsfreundlichkeit gegenüber der Industrie. Dies zeigt sich durch erleichterte Markteintritte, deutlich attraktivere Energiepreise und die Bereitstellung von Fördermitteln sowie einer gemeinsamen, effizienten und zielorientierten Kooperation aller involvierten Parteien am Standort Charlotte, North Carolina/​USA.

Trotz der weiterhin unsicheren Finanzmarktsituation sind die MS Industrie AG und ihre Tochtergesellschaften in der Lage, die bestehenden, stabilen Geschäftsmodelle weiter fortzuführen und auszubauen. Auch die Eigenkapitaldecke sollte bei der MS Industrie AG und ihren Tochtergesellschaften ausreichen, um mögliche konjunkturelle Dellen zu überwinden und gegebenenfalls ausgleichen zu können. Der Vorstand ist deshalb der Ansicht, dass der MS Industrie-Konzern für die zukünftigen internationalen Marktherausforderungen sehr gut aufgestellt ist.

Im Übrigen sind derzeit keine branchenunüblichen Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Risiken aus Zahlungsstromschwankungen, die einer besonderen Absicherung bedürfen, erkennbar. Zur Berichterstattung über Finanzinstrumente verweisen wir auf Abschnitt 4.

4. Risikoberichterstattung in Bezug auf die Verwendung von Finanzinstrumenten (§ 289 Abs. 2 Nr. 1 HGB und § 315 Abs. 2 Nr. 1 HGB)

Die Gesamtverantwortung für das Risikomanagement in Bezug auf Finanzinstrumente obliegt dem Vorstand des Mutterunternehmens. Dagegen liegt die operative Verantwortung, also die Früherkennung, Bewertung, Steuerung und Dokumentation der Risiken, die Festlegung und Durchführung geeigneter Gegenmaßnahmen sowie die diesbezügliche Kommunikation, in erster Linie im Verantwortungsbereich der Geschäftsführungen der Tochterunternehmen. Wesentliche Änderungen der Risikosituation sind umgehend an den Vorstand bzw. das "Group Controlling" zu melden. Insgesamt wird ein risikominimierender Ansatz gewählt.

Im Rahmen des Risikomanagements werden neben den Risiken aus Grundgeschäften auch die Risiken aus den zugehörigen Absicherungsgeschäften in die Betrachtungen mit einbezogen. Einer Risikokonzentration beim Abschluss von Finanzinstrumenten - insbesondere in Form von Bonitätsrisiken - wird dabei mit einer bewussten Streuung der Vertragspartner begegnet. Das Ausfallrisiko bei den Forderungen ist zudem durch die gute Bonität der Großkunden begrenzt; für Neukunden wird grundsätzlich eine Bonitätseinschätzung vorgenommen. Zum Abschlussstichtag wird dem Ausfallrisiko bilanziell durch angemessene Wertberichtigungen Rechnung getragen. Risiken aus Zahlungsstromschwankungen erkennen wir frühzeitig im Rahmen unseres Liquiditätsplanungssystems und können auf ausreichende Kreditlinien zurückgreifen.

Als relevante Risiken, denen mit Absicherungsgeschäften wirtschaftlich sinnvoll begegnet werden kann, sind Risiken aus Veränderungen des EUR/​USD-Wechselkurses sowie Risiken aus einer Veränderung der Marktzinsen identifiziert. Zur Absicherung der Risiken aus einer Veränderung der Marktzinsen wurden in der Vergangenheit verschiedene Derivate, wenn auch nicht sicherungsgebunden, abgeschlossen.

In Bezug auf die vorhandenen finanziellen Verbindlichkeiten ist insbesondere bei den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten ein Zinsänderungsrisiko gegeben. So sind diverse Bankverbindlichkeiten im MS Industrie-Konzern mit einer variablen Verzinsung ausgestattet. Insofern ist der Konzern einem Zinsänderungsrisiko ausgesetzt. Durch die Nutzung von Zinssatzswaps wurde dieses Risiko in der Vergangenheit teilweise neutralisiert.

Die MS Industrie-Gruppe verfügt zum 31. Dezember 2023 über Bankdarlehen in Höhe von Mio. EUR 37,1, bei denen die Verzinsung variabel, fast ausschließlich auf Basis eines EURIBOR-Zinssatzes zuzüglich Marge, erfolgt.

Neben dem Zinsänderungsrisiko besteht in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten insbesondere auch das Risiko, die finanziellen Verpflichtungen aufgrund von Liquiditätsengpässen nicht bedienen zu können. Da der Kapitaldienst hauptsächlich aus den Umsatzerlösen geleistet wird, könnten zukünftige Verzögerungen bei Auftragseingängen negative Folgen haben. Bei dem aktuell hohen Auftragsbestand ist ein Eintreten dieses Risikos kurzfristig jedoch nicht zu erwarten.

Zur Absicherung von Liquiditätsrisiken in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen im MS Industrie-Konzern wurden durch die betroffenen Tochtergesellschaften teilweise Rückdeckungsversicherungen sowie ein "Contractual Trust Arrangement" ("CTA") abgeschlossen. Der beizulegende Zeitwert der Ansprüche aus diesen Versicherungen sowie dem "Contractual Trust Arrangement" wird als Planvermögen vom Barwert der Verpflichtung abgezogen.

In Bezug auf die Beteiligungen und die zu Veräußerungszwecken gehaltenen Anteile ist insbesondere ein Marktrisiko durch schwankende Aktienkurse und mangelnde Fungibilität im Falle von nicht börsennotierten Beteiligungen gegeben. Dabei kann es in Phasen stark schwankender Aktienmärkte in Einzelfällen schwierig sein, den Verkauf von Beteiligungsunternehmen zu ermöglichen und damit den Beteiligungsbesitz insgesamt fungibler zu machen. Durch die langjährige Erfahrung der MS Industrie AG mit den verschiedensten Exit-Kanälen sollte es aber trotzdem weiterhin möglich sein, alternative Wege für einen eventuellen Beteiligungsverkauf zu finden.

5. Prognosebericht

Der nachfolgende Ausblick bezieht sich entsprechend der konzerninternen Steuerung auf den Prognosezeitraum von einem Jahr. Er berücksichtigt alle zum Zeitpunkt der Aufstellung vorliegenden Erkenntnisse, die einen Einfluss auf den Geschäftsverlauf haben könnten. Die Grundlagen und wesentlichen Annahmen der Planung sind nachfolgend dargestellt.

Die derzeit weiterhin anhaltende Ungewissheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung und der weiteren Folgen des Russland-/​Ukraine-Krieges und des Nahost-Konfliktes erschwert eine genaue Prognose der Geschäftsentwicklung für das Jahr 2024. In der Gesamtsicht 2024 geht der Vorstand jedoch - analog zu 2022 bis 2023 - nicht davon aus, dass in den wesentlichen Märkten eine nachhaltig negative Absatzwirkung aufgrund des Russland-/​Ukraine-Krieg und des Nahost-Konfliktes zu beobachten sein wird. Dabei ist auf Basis der jüngsten Entwicklungen unterstellt, dass die Lieferketten- und die Absatzsituation in allen Märkten jeweils im Verlaufe des Jahres weiter auf einem normalen Niveau bleiben werden und der Russland-/​Ukraine-Krieg sowie und der Nahost-Konflikt in 2024 keinen wesentlichen Effekt auf die für uns relevanten Märkte haben wird. Mögliche weitere längerfristige Auswirkungen auf den Absatz als Folge einer Ausweitung der Kriegsgeschehen oder der verhängten Sanktionen sind derzeit unverändert nicht abschätzbar und im Ausblick daher nicht enthalten.

Konjunkturaussichten

Die führenden Wirtschaftsforschungsinstitute haben am 27. März 2024 für 2024 einen Anstieg des deutschen Bruttoinlandsprodukts um +0,1 % und damit aus strukturellen und konjunkturellen Gründen nur noch eine leichte wirtschaftliche Erholung prognostiziert. Im Herbst hatten sie noch mit einem Anstieg um +1,3 % gerechnet. Die Inflation wird ihrer Schätzung nach bei nur noch 2,3 % in 2024 liegen. "Der private Konsum zog später und weniger dynamisch an als bislang von der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose erwartet. Die deutschen Ausfuhren gingen trotz steigender weltwirtschaftlicher Aktivität zurück, vor allem, weil die Nachfrage nach den für Deutschland bedeutsamen Investitions- und Vorleistungsgütern schwach war und die preisliche Wettbewerbsfähigkeit bei energieintensiven Gütern litt", erklärten die Wirtschaftsforschungsinstitute. Für 2025 prognostizierten sie einen Anstieg des Bruttoinlandsprodukts um +1,4 %. 10

Wir erwarten, dass sich der EUR-USD-Wechselkurs im Jahr 2024 überwiegend in einer Spanne zwischen EUR 1,06 und EUR 1,10 bewegen wird. 11

10 Quelle: Frühjahrsgutachten der führenden Wirtschaftsforschungsinstitute, 27. März 2024.

11 Quelle: LBBW Research, 9 Januar 2024, Unternehmensinterne Einschätzung.

Entwicklungen im LKW- und PKW-Markt

Im Allgemeinen unterliegt der LKW-Absatz als Investitionsgut größeren Schwankungen als der PKW-Absatz. Als langfristiger Treiber des Geschäfts bleibt der weltweite Transport auf der Straße mit durchschnittlichen Steigerungsraten von rund +2 % bis +3 % pro Jahr.

Bereits seit Mitte 2019 - also schon vor der Covid 19-Pandemie - sind die LKW-Verkaufszahlen (nach über sieben "guten" Jahren) zurückgegangen. Nun kam es durch die niedrigeren Zulassungszahlen der Jahre 2020 und 2021 zu einer deutlichen Erhöhung des Durchschnittsalters der LKW-Flotten, zumal die Fahrleistungen sich relativ rasch nach der ersten Pandemiewelle wieder normalisiert hatten. Im Ergebnis verspürten sämtliche LKW-Hersteller in 2022 gleichzeitig die Kombination aus Nachholbedarf und wachsender Nachfrage, die sich Ende 2023 wieder weitgehend normalisiert hat.

Auch wenn das Geschäftsfeld "MS XTEC" seine Abhängigkeit vom Automotive-Sektor weiter reduzieren wird, so lässt sich im Zusammenhang mit der Diskussion über Verbrennungsmotoren in Deutschland und damit auch europaweit festhalten: Schwere Verbrennungsmotoren sind für den Warentransport über lange Strecken auf der Straße kaum zu ersetzen. Für die nächsten 10 Jahre wird der Verbrennungsmotor in schweren LKW in Europa nach Überzeugung von MS die über 90%ige Antriebsform bleiben. Zunächst muss zwischen den - von MS belieferten - schweren LKW einerseits und den leichten und mittelgroßen Nutzfahrzeugen andererseits unterschieden werden. Bei Letzteren wird sich nach Einschätzung von MS der Elektrifizierungstrend fortsetzen, z.B. im innerstädtischen Verteilerverkehr. Bei den schweren LKW wird es nach Einschätzung von MS einen sehr kleinen Elektro-Anteil für gewisse Nischenanwendungen geben, der durch das Marktwachstum wieder kompensiert wird. Darüber hinaus beobachten wir beim schweren LKW aus technischer Sicht die Tendenz hin zu einer "Warmverbrennung" von Wasserstoff mit Hilfe der klassischen Verbrennungsmotoren, da die Stromerzeugung mittels "Kaltverbrennung" über eine Brennstoffzelle Schwierigkeiten mit Spitzenlasten hat. Zusätzlich ist die Lebensdauer einer Brennstoffzelle deutlich geringer. Zusammengefasst und weltweit betrachtet erwarten wir noch sehr viele Jahre des Einsatzes bestehender und neu angelaufener Serienteile (Stichwort Scania/​Traton-Motor). Dem LKW-Transformationsprozess ist die MS XTEC-Sparte dahingehend voraus, dass wir bereits heute einen Umsatzanteil von 30 % mit "Off-road"-Teilen erzielen. Dieser Trend wird sich strategiekonform in den nächsten Jahren fortsetzen.

Wir beschäftigen uns dennoch jetzt schon mit Aufträgen für die Bearbeitung von Alu-Batteriegehäusen und Alu-Stack-Gehäusen für Brennstoffzellen, sowie mit der Produktion von Ventiltrieben, die bereits heute für einen nachhaltigen und klimaneutralen Betrieb, beispielsweise mit Wasserstoff oder sog. "E-Fuels" geeignet bzw. vorgerüstet sind, um stets an der vordersten Front der Entwicklung zu bleiben. Bereits heute sind wir mit mehr als 85 % unseres Lieferspektrums "H2-/​E-Fuel-ready" und damit nicht von der klassischen Diesel-Verbrennung abhängig - Tendenz steigend. Darüber hinaus beliefern wir auch den Markt für neue Elektro- und Hybrid-Fahrzeuge, sowie in kleinem Umfang noch Getriebegehäuse für klassische Verbrenner. Die MS Industrie AG ist damit auf nachhaltige Antriebe ausgerichtet. 12

Während Brasilien und Südamerika sowie Indien langsam aus der Krise kommen, bietet China nach unserer Einschätzung mittelfristig nach wie vor großes Potenzial. Allerdings haben die "Trucks made in China" mit westlichen Pendants wenig gemein. Abgasvorschriften, Sicherheits- und Effizienzanforderungen liegen bei LKW noch hinter westlichen Standards zurück. Zwar sind alle großen westlichen Hersteller in China über Joint Ventures mit lokalen Herstellern vertreten, aber der Markt gilt nach allgemeiner Brancheneinschätzung als noch sehr klein für das Geschäft im Premium-Truck-Segment.

Für das Geschäftsjahr 2024 rechneten wir ursprünglich im Segment "MS XTEC" aufgrund der weiterhin schwierigen konjunkturellen Rahmenbedingungen und des Ausbleibens von Nachholeffekten ursprünglich auch knapp mit einer Fortsetzung des internen einstelligen Wachstumstempos, das annähernd gleichermaßen auf Volumen- und Preiseffekten beruhte. Dies korrespondierte jedoch nicht damit, dass sowohl unsere Großkunden "Daimler Truck" 13 ("Avisiertes Marktvolumen in Region "EU30" in Höhe von 260 bis 300 Tausend Einheiten (-25 % bis -14 % Rückgang "yoy" im Vergleich zu 2023); abschwächendes makroökonomisches Umfeld in Nordamerika mit nur noch 280 bis 320 Tausend Einheiten (-15 % bis -3% Rückgang "yoy" im Vergleich zu 2023)) als auch "TRATON" ("Prognostizierter Absatzrückgang weltweit zwischen 5-10 % "yoy" im Vergleich zu 2023") inzwischen von einer starken Normalisierung der Marktentwicklung bei schweren Nutzfahrzeugen ausgehen.

Die LKW-Kundenbasis verbreitert sich in den nächsten Jahren durch den Ventiltrieb für alle Traton-Marken - Scania, MAN, Navistar und Volkswagen Nutzfahrzeuge Südamerika - deutlich. Gleichzeitig konzentriert sich die Neuakquisition von Serienaufträgen seit einigen Jahren auf Kunden im "Off-road"-Bereich, z.B. auf Baumaschinenhersteller, sowie auf Teile für Hydraulik-, Hybrid- und Elektro-Anwendungen. Aber auch Strukturteile, welche unabhängig von der Antriebsform sind, gewinnen an Relevanz. Die Vertriebserfolge seit dem Jahr 2020 bestätigen die eingeschlagene Strategie. Durch das flexible Automatisierungskonzept unserer Fertigung können unsere Anlagen relativ schnell und einfach auf Teile unterschiedlichster Kunden und Industrien umgestellt werden.

Im Ultraschall-Segment verspüren wir Rückenwind seitens der Industrie, die wieder verstärkt in die Vielfalt der PKW-Modellflotten investiert. Hier stellt der aktuelle Auftragsbestand einschließlich bereits angearbeiteter Leistungen in Höhe von über Mio. Euro 45 bereits den Großteil der Auslastung für das Gesamtjahr 2024 sicher. Dazu bei trägt auch, dass sich die Marktdurchdringung der Serienmaschinen stetig erhöht und sich die installierte Basis inzwischen auf mehr als 500 Maschinen belaufen dürfte. Die wieder uneingeschränkt stattfindenden Messen und die nicht mehr eingeschränkten Reisemöglichkeiten für unsere Vertriebsmitarbeiter haben sich ebenfalls positiv ausgewirkt.

Für die Mittelfristplanung gilt ab 2025 unverändert: Die Gesamtleistung sollte aufgrund der positiven Entwicklung in den Non-Automotive Bereichen Textil & Hygiene, Medizintechnik und Verpackungen weiter wachsen. Das Bestandsgeschäft im Bereich Sondermaschinen bleibt grundsätzlich auf konstantem Niveau mit leichtem Wachstum in den USA.

Im Untersegment "Systeme & Komponenten" konnte nach einer Reihe von technischen Weiterentwicklungen im Bereich "Nonwovens" ein erster Großauftrag für das Verschweißen von Vlies-Pflegehandschuhen akquiriert werden. Die Kunden- und Testfrequenz am neuen Kompetenzzentrum in Ettlingen nimmt spürbar zu. Zudem sollten für den MS Industrie-Konzern die Effekte aus den - lieferkettenbedingt - verzögerten Auslieferungen im Geschäftsjahr 2022 und 2023 im Segment "Ultrasonic" sowie den unterjährigen Preisanhebungen aus 2022 und 2023 nun im Geschäftsjahr 2024 voll zum Tragen kommen.

Ergebnisseitig sollten Skalierungs-, Effizienzsteigerungs- und Produktmixeffekte (höherer Anteil margenträchtiger Ultraschallmaschinen) die EBIT-Marge im Geschäftsjahr 2024 weiter positiv beeinflussen.

12 Quelle: Unternehmensinterne Einschätzung.

13 Quelle: Daimler Truck: Record results in 2023 and robust outlook for 2024.

Auswirkungen auf den MS Industrie Konzern

Wir gehen in unserer im Dezember 2023 verabschiedeten und im April 2024 aktualisierten Konzernplanung vor diesem Hintergrund davon aus, dass sich das Geschäft des MS Industrie-Konzerns hinsichtlich Umsatz und Ertrag im Geschäftsjahr 2024 wie folgt darstellen wird.

Ursprünglich wurde für das Geschäftsjahr 2024 - im Vergleich zu den Vorjahreskennzahlen und ohne derzeit konkret nicht absehbaren Effekten aus dem Russland-/​Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt - ein industrieller Konzern-Umsatz auf dem Niveau von 2023 erwartet. Aktuell wird vor dem Hintergrund der revidierten Absatzprognosen zweier Hauptkunden im Segment MS XTEC für das Geschäftsjahr 2024 - im Vergleich zu den Vorjahreskennzahlen und ohne derzeit konkret nicht absehbaren Effekten aus dem Russland-/​Ukraine-Krieg und dem Nahost-Konflikt - ein in etwa um 10 % niedrigerer, industrieller Konzern-Umsatz in Höhe von rund Mio. EUR 225 erwartet, bei einem weiter leicht steigenden operativen EBITDA sowie EBIT, wobei wir schließlich ein positives, operatives EBT sowie Konzernjahresergebnis auf dem Niveau des Vorjahres erwarten. Nach den Konzernhochrechnungen sollte sich die Rohertragsmarge (Materialaufwand in % zu den Umsatzerlösen) neutral und die EBIT-Marge aus dem laufenden Geschäft leicht positiv entwickeln bei einem in etwa gleich bleibenden, positiven, operativen Ergebnis je Aktie. Auf Basis des erwarteten positiven Jahresergebnisses wird für 2024 ein leichter Anstieg des Konzerneigenkapitals erwartet.

Trotz der revidierten Umsatz-Prognose gehen wir davon aus, dass im laufenden Jahr das in 2023 bereits deutlich verbesserte Ergebnisniveau weiter verteidigt werden kann. So sollten u.a. die Kosteneinspareffekte aus den Automatisierungsmaßnahmen in Trossingen zu einem positiven Effekt führen und die angesichts des reduzierten Volumens fehlenden Deckungsbeiträge teilweise kompensieren können.

Es wird erwartet, dass sich der Cash-Flow aus der betrieblichen Tätigkeit im Vergleich zum Vorjahr in etwa ähnlich entwickeln wird. Hinsichtlich des Cash-Flows aus der Finanzierungstätigkeit erwarten wir im Vergleich zu 2023 leicht positive Veränderungen. Aufgrund der erwarteten Entwicklungen sollte der Verschuldungsgrad weiter stabil bleiben und die Eigenkapitalquote leicht steigen.

Hinsichtlich der Entwicklung der nichtfinanziellen Leistungsindikatoren lässt sich prognostizieren, dass der MS Industrie-Konzern alles unternehmen wird, um weiterhin alle relevanten Umweltnormen zu erfüllen, und versuchen wird, über Personalbindungskonzepte die Fluktuation weiterhin so gering wie möglich zu halten. Auf Basis der geplanten Umsatzentwicklung ist ein weiterer Personalaufbau, insbesondere auch im Fach- und Führungskräftebereich, derzeit nicht geplant, jedoch in Abhängigkeit von der weiteren Entwicklung perspektivisch die weitere Beschäftigung einer entsprechenden Anzahl von Leiharbeitnehmern. Diese Maßnahmen dienen dem Zweck, einem Facharbeitermangel entgegenzuwirken und zukünftige Führungskräfte gezielt auf anspruchsvolle Aufgaben vorzubereiten. Die individuelle Fort- und Weiterbildung hat ebenfalls unverändert einen hohen Stellenwert im Konzern. Ebenfalls wird weiterhin alles dafür getan, um die Kundenzufriedenheit mindestens auf dem bestehenden, hohen Niveau zu halten und die ohnehin sehr hohe Innovationskraft des Konzerns weiter zu steigern sowie die fortlaufende Lieferfähigkeit in allen Geschäftsfeldern und Produktsparten weiterhin sicherzustellen.

Aufgrund des ungeklärten Ausgangs der kriegerischen Auseinandersetzung zwischen Russland und der Ukraine und des Nahost-Konflikts, sowie der damit zusammenhängenden Auswirkungen auf die Wirtschaft ist das wirtschaftliche Umfeld sehr volatil und eine gesicherte Abschätzung über den Verlauf unserer Geschäftsentwicklung für das Geschäftsjahr 2024 derzeit leider nicht möglich. Der vorstehende Prognosebericht spiegelt die aktuelle Einschätzung wider; die Prognose für das Geschäftsjahr 2024 ist aufgrund der Rahmenbedingungen und der hohen Unsicherheit aber nur eingeschränkt valide. Die MS Industrie AG reagiert jedoch unverändert mit passenden Maßnahmen auf die Krise.

Dieser Konzernlagebericht enthält zukunftsgerichtete Aussagen und Informationen - also Aussagen über Vorgänge, die in der Zukunft, nicht in der Vergangenheit liegen. Diese zukunftsgerichteten Aussagen sind erkennbar durch Formulierungen wie "erwarten", "ausgehen", "bestrebt sein" oder ähnliche Begriffe. Solche vorausschauenden Aussagen beruhen auf unseren heutigen Erwartungen und bestimmten Annahmen. Sie bergen daher eine Reihe von Risiken und Ungewissheiten. Eine Vielzahl von Faktoren, von denen zahlreiche außerhalb des Einflussbereichs der MS Industrie AG liegen, beeinflusst die Geschäftsaktivitäten, den Erfolg, die Geschäftsstrategie und die Ergebnisse der MS Industrie AG. Diese Faktoren können dazu führen, dass die tatsächlichen Ergebnisse, Erfolge und Leistungen der MS Industrie AG wesentlich von den in den zukunftsgerichteten Aussagen ausdrücklich oder implizit enthaltenen Angaben zu Ergebnissen, Erfolgen oder Leistungen abweichen.

 

München, den 19. April 2024

MS Industrie AG

Der Vorstand

Dr. Andreas Aufschnaiter, Sprecher des Vorstands

Armin Distel

Konzern-Gewinn-und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2023

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Notes 2023
TEUR
2022
TEUR
Umsatzerlöse 1. 246.702 206.157
Veränderung des Bestandes an fertigen und unfertigen Erzeugnissen -2.439 3.239
Sonstige Erträge 2. 5.026 6.871
249.289 216.267
Materialaufwand
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 3.1. 117.919 105.679
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3.1. 7.978 6.567
125.897 112.246
Personalaufwand 3.2. 62.404 57.738
Abschreibungen auf Sachanlagen und immaterielle Vermögenswerte 4. 12.391 12.353
Wertminderungsaufwendungen(-) /​ertrag (+) IFRS 9 35 -7
Sonstige Aufwendungen 5. 39.271 31.197
239.928 213.541
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9.361 2.726
Finanzerträge 6. 929 921
Finanzaufwendungen 6. 4.256 2.980
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 6., 14. 201 313
Konzernjahresergebnis vor Ertragsteuern 6.235 980
Ertragsteuern 7. 1.787 -198
Konzernjahresergebnis nach Ertragsteuern 4.448 1.178
Konzernjahresergebnis je Aktie in EUR,
unverwässert nach Minderheitsanteilen 8. 0,15 0,04
verwässert nach Minderheitsanteilen 8. 0,15 0,04
Bereinigte, durchschnittliche Zahl der Aktien
unverwässert 8. 29.964.452 29.934.934
verwässert 8. 29.964.452 29.934.934

Konzern-Gesamtergebnisrechnung für das Geschäftsjahr 2023

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Notes 2023
TEUR
2022
TEUR
Konzernjahresergebnis nach Ertragsteuern 4.448 1.178
Posten, die unter bestimmten Bedingungen zukünftig in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Erfolgsneutral erfasste Unterschiede aus Fremdwährungsumrechnung 25. -325 564
-325 564
Posten, die zukünftig nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden
Zeitwertbewertung Finanzinstrumente und Beteiligungen nach IFRS 9 ("FVOCI") 14. -788 1.494
Wertänderung Planvermögen und Pensionsrückstellung 20. -131 -92
Versicherungsmathematische Gewinne /​ Verluste 20. -140 635
Im sonstigen Ergebnis erfasste latente Steuern 7. 76 -152
-983 1.885
Im Konzerneigenkapital erfasste Erträge und Aufwendungen nach Ertragsteuern -1.308 2.449
Konzerngesamtergebnis nach Ertragsteuern 3.140 3.627

Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023

AKTIVA

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Notes 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte 15.1. 3.404 2.658
Sachanlagevermögen 15.2. 30.708 27.615
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 15.3. 21.510 21.857
Nutzungsrechte nach IFRS 16 15.2. 40.439 39.258
Beteiligungen 14. 2.598 3.386
Anteile an assoziierten Unternehmen 14. 1.579 1.305
Latente Steueransprüche 7. 4.177 5.326
Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte 15.4. 10.000 9.828
Sonstige langfristige Vermögenswerte 15.5. 238 258
Langfristige Vermögenswerte 114.653 111.491
Vorräte 12. 41.176 40.233
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 13.3. 31.304 30.701
Liquide Mittel 11. 2.123 2.347
Ertragsteuerforderungen 13.1. 178 178
Vertragsvermögenswerte 13.4. 8.523 18.847
Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte 13.2. 1.903 4.031
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte 13.1. 2.557 2.715
Kurzfristige Vermögenswerte 87.764 99.052
AKTIVA GESAMT 202.417 210.543

PASSIVA

Gezeichnetes Kapital (30,00 Mio. Stückaktien abzüglich 30.789 Stück eigene Aktien im Bestand) 21.1., 24. 29.969 29.936
Kapitalrücklage 22. 7.585 7.592
Gesetzliche Rücklage 23. 439 439
Andere Gewinnrücklagen 23. 4.014 3.985
Sonstige Rücklagen 23. 4.217 5.525
Übrige Konzernrücklagen 27. 28.674 24.226
Eigenkapital 74.898 71.703
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17. 11.750 8.882
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20. 382 535
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 19.4. 30.162 30.253
Langfristige Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 19.3. 5.601 5.973
Sonstige langfristige Verbindlichkeiten 19.3. 1.159 1.469
Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 49.054 47.112
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 17. 34.225 43.567
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 16. 22.794 25.742
Verbindlichkeiten aus Ertragsteuern 19.1. 85 0
Kurzfristige Rückstellungen 18. 1.215 990
Vertragsverbindlichkeiten 19.5. 927 1.171
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 19.2. 10.563 9.500
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten 19.1. 8.656 10.758
Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten 78.465 91.728
PASSIVA GESAMT 202.417 210.543

Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung 2023 in TEUR

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Entwicklung des Konzerneigenkapitals auf die Gesellschafter der Muttergesellschaft entfallend
Gezeichnetes Kapital Kapitalrücklage Gesetzliche Rücklage Andere Gewinnrücklagen Sonstige Rücklagen Übrige Konzernrücklagen
Stand 31. Dezember 2021 29.904 7.596 439 3.958 3.076 23.048
Abgang eigener Anteile 32 -4 27
Konzerngesamtergebnis 2.449 1.178
Stand 31. Dezember 2022 29.936 7.592 439 3.985 5.525 24.226
Abgang eigener Anteile 33 -7 29
Konzerngesamtergebnis -1.308 4.448
Stand 31. Dezember 2023 29.969 7.585 439 4.014 4.217 28.674
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Total
Stand 31. Dezember 2021 68.021
Abgang eigener Anteile 55
Konzerngesamtergebnis 3.627
Stand 31. Dezember 2022 71.703
Abgang eigener Anteile 55
Konzerngesamtergebnis 3.140
Stand 31. Dezember 2023 74.898

Konzern-Kapitalflussrechnung 2023 in TEUR

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Notes 2023
TEUR
2022
TEUR
10.
Konzernjahresergebnis nach Steuern 4.448 1.178
Erfolgswirksam erfasster Ertragsteueraufwand 7. 1.787 -198
Erfolgswirksam erfasste Finanzerträge 6. -929 -921
Erfolgswirksam erfasste Finanzaufwendungen 6. 4.256 2.980
Abschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte nach IFRS 16 4. 12.391 12.353
Zuschreibungen auf Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte nach IFRS 16 2. -183 0
Wesentliche nicht zahlungswirksame sonstige Aufwendungen (+) und Erträge (-):
Verluste/​Gewinne (-) aus der Neubewertung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 15.3 -72 -468
Verluste/​Gewinne (-) aus dem Abgang von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 15.3 0 -101
Verluste/​Gewinne (-) aus at-equity konsolidierten Beteiligungen -201 -313
Verluste/​Gewinne (-) aus dem Abgang von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 331 -8
Verluste/​Gewinne (-) aus dem Abgang von Beteiligungen und assoziierten Unternehmen 2. 0 -18
Verluste/​Gewinne (-) aus dem Abgang von zu Veräußerungszwecken gehaltenen Beteiligungen 2. 0 -5
Abnahme/​Zunahme (-) der Vorräte, der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Aktiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind 8.201 -24.089
Zunahme/​Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie anderer Passiva, die nicht der Investitions- oder Finanzierungstätigkeit zuzuordnen sind -4.980 13.511
Erhaltene Zinsen 119 154
Bezahlte Zinsen -3.539 -2.143
Erhaltene Steuern 3 15
Bezahlte Steuern -571 -55
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit 21.061 1.872
Einzahlungen aus Abgängen von Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten 264 669
Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen, immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte -9.391 -9.229
Einzahlungen aus dem Abgang von vollkonsolidierten Tochterunternehmen abzüglich mit dem Verkauf abgegebene Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente 0 4.294
Einzahlungen aus Abgängen von Beteiligungen und assoziierten Unternehmen 0 182
Einzahlungen aus Abgängen von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 0 225
Einzahlungen aus Abgängen von zu Veräußerungszwecken gehaltenen Beteiligungen 0 158
Auszahlungen für Investitionen in Beteiligungen und assoziierte Unternehmen 0 -205
Einzahlungen aus der Rückzahlung von Darlehen an Beteiligungen 2.145 19
Einzahlungen aus erhaltenen Ausschüttungen 6. 118 125
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -6.864 -3.762
Einzahlungen aus der Ausgabe von Anleihen mit Fremdkapitalcharakter 1.465 2.773
Einzahlungen aus der Aufnahme von Darlehen und sonstigen Finanzkrediten 0 1.934
Auszahlungen aus der Tilgung von Darlehen und sonstigen Finanzkrediten -5.334 -5.918
Einzahlungen aus Finanzierungsleasing-Transaktionen 0 2.508
Auszahlungen aus Finanzierungsleasing-Transaktionen -9.412 -8.445
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit -13.281 -7.148
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelfonds 916 -9.038
Wechselkurs- und konsolidierungskreisbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds 0 0
Finanzmittelfonds am Anfang der Periode -27.796 -18.758
Finanzmittelfonds am Ende der Periode 10. -26.880 -27.796

Konzernanhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeine Hinweise

Die MS Industrie AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 133497 eingetragen und hat ihren Sitz in der Brienner Straße 7, 80333 München, Deutschland.

Die MS Industrie AG und ihre Kernbeteiligungen haben folgende Geschäftstätigkeiten:

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a)

Industrie

MS XTEC GmbH (bis 28. Juni 2023: MS Powertrain Technologie GmbH) und Tochtergesellschaften ("MS XTEC"): TIER-1-Lieferant von Systemen und Komponenten für schwere Verbrennungsmotoren (Ventiltriebe, Kipphebel, Getriebegehäuse, etc.) insbesondere für Nutzfahrzeuge, Teile für Hybrid-und Elektro-Motoren (Segment Antriebstechnik - "MS XTEC") sowie

MS Ultraschall Technologie GmbH und Tochtergesellschaften ("MS UTG"): Entwicklung, Herstellung und Vertrieb von industrieller Ultraschall-Schweißtechnologie, Sondermaschinen und Serienmaschinen, Systeme für Verpackungsmaterialien sowie Komponenten und "Nonwovens" (Segment Ultraschalltechnik - "MS Ultrasonic").

b)

Dienstleistungen

Langfristiges Vermögen der GCI BridgeCapital GmbH: Erwerb, Verwaltung und Verpachtung von Gewerbegrundstücken, MS Land & Buildings LLC und langfristiges Vermögen der MS Powertec GmbH: Erwerb, Verwaltung und Vermietung von Gewerbeimmobilien, Maschinen und Anlagen, sowie

MS Industrie AG, MS Industrie Verwaltungs GmbH: Managementberatung.

Der Konzernabschluss der MS Industrie AG, München, und ihrer Tochtergesellschaften ("der Konzern") zum 31. Dezember 2023 ist im Einklang mit den vom International Accounting Standards Board (IASB) veröffentlichten International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, aufgestellt worden. Die Bezeichnung "IFRS" umfasst auch die noch gültigen International Accounting Standards (IAS). Alle nach den Vorgaben der EU für das Geschäftsjahr 2023 verbindlichen Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRIC) und des Standing Interpretations Committee (SIC) wurden ebenfalls angewendet.

Der Konzernabschluss entspricht in der vorliegenden Fassung der Vorschrift des § 315e Abs. 1 Handelsgesetzbuch (HGB). Diese bildet unter anderem die Grundlage für die Konzernrechnungslegung nach internationalen Standards in Deutschland zusammen mit der Verordnung (EG) Nr. 1606/​2002 des europäischen Parlaments und des Rates vom 19. Juli 2002 betreffend die Anwendung internationaler Rechnungslegungsstandards und gilt für die Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2005 beginnen.

Der Konzernabschluss der MS Industrie AG wird in Euro aufgestellt. Die Beträge sind auf tausend Euro (TEUR) bzw. Millionen Euro (Mio. EUR) gerundet angegeben.

Das Geschäftsjahr aller in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen entspricht dem Kalenderjahr.

Überarbeitete und neue Rechnungslegungsvorschriften

Die im Konzernabschluss angewendeten Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden entsprechen den zum 31. Dezember 2023 in der EU verpflichtend anzuwendenden IFRS sowie den gültigen IFRIC- bzw. SIC-Interpretationen. Aus den vom IASB verabschiedeten Änderungen bei bestehenden Standards sowie neuen Standards, die erst nach dem 31. Dezember 2023 anzuwenden sind, erwartet der Vorstand keine wesentlichen Auswirkungen auf künftige Konzernabschlüsse.

Folgende neue Standards und Interpretationen sowie Änderungen bestehender Standards und Interpretationen wurden erstmalig im Geschäftsjahr 2023 angewendet. Aus der erstmaligen Anwendung der folgenden geänderten Standards bzw. Interpretationen haben sich keine wesentlichen Auswirkungen für den Konzernabschluss ergeben:

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Änderungen an IAS 1: Abschlussdarstellung (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen).

Änderungen an IAS 8: Änderungen und Definition von Schätzungen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen).

Änderungen an IAS 12: Aktive und passive latente Steuern aus einzelnen Transaktionen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen).

Änderungen an IAS 12: Zeitweise Ausnahme für den Ansatz von latenten Steuern für Jurisdiktionen, in welchen die globalen "Pillar II" Regeln umgesetzt werden (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen).

IFRS 17: Versicherungsverträge (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen).

Änderungen an IFRS 17: Versicherungsverträge und IFRS 9: Vergleichsinformationen (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2023 beginnen).

Auf die freiwillige, vorzeitige Anwendung von folgenden, zum Bilanzstichtag bereits veröffentlichten, aber noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards und Interpretationen wurde vollständig verzichtet. Der Vorstand erwartet keine wesentlichen Auswirkungen auf den Konzernabschluss.

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Änderungen an IAS 1: Klassifizierung von Schulden als lang- und kurzfristig (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen; noch nicht zur Anwendung freigegeben durch die EU).

Änderungen an IAS 1: Langfristige Schulden mit Covenants (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen; noch nicht zur Anwendung freigegeben durch die EU).

Änderungen an IFRS 16: Leasingverbindlichkeit in einer "Sale- and Leaseback"-Transaktion (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen; noch nicht zur Anwendung freigegeben durch die EU).

Änderungen an IAS 7 und IFRS 7: Verbesserung der Angaben zu "Reverse-Factoring" (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2024 beginnen; noch nicht zur Anwendung freigegeben durch die EU).

Änderungen an IAS 21: Der Effekt von Wechselkursänderungen: Mangel an Umtauschbarkeit (anzuwenden für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2025 beginnen; noch nicht zur Anwendung freigegeben durch die EU).

Wesentliche Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Konsolidierungskreis und Stichtag

In den Konzernabschluss sind neben der MS Industrie AG alle in- und ausländischen Konzernunternehmen einbezogen.

Im Einzelnen sind neben dem Mutterunternehmen folgende Unternehmen im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 voll konsolidiert worden:

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Stimmrechts- und Kapitalanteil
Name des Tochterunternehmens Sitz 31.12.2023 31.12.2022
MS Technologie Group AG München 100,00 % 100,00 %
MS PowerTec GmbH Zittau 100,00 % 100,00 %
MS XTEC GmbH (bis 28. Juni 2023: MS Powertrain Technologie GmbH) Trossingen 100,00 % 100,00 %
MS Ultraschall Technologie GmbH Spaichingen 100,00 % 100,00 %
MS Industrie Verwaltungs GmbH Spaichingen 100,00 % 100,00 %
MS Ultrasonic Technology, LLC. Howell, Michigan/​USA 100,00 % 100,00 %
MS Technology, Inc. Howell, Michigan/​USA 100,00 % 100,00 %
MS Land & Buildings, LLC. Howell, Michigan/​USA 100,00 % 100,00 %
MS TEC Holding, Inc. Charlotte, NC/​USA 100,00 % -
MS XTEC, LLC. Charlotte, NC/​USA 100,00 % -
MS Assets, LLC. Charlotte, NC/​USA 100,00 % -
MS Enterprise Holding Ltda. Salto, Bundesstaat Sao Paulo /​ Brasilien 100,00 % 100,00 %
GCI BridgeCapital GmbH München 100,00 % 100,00 %

Bilanzstichtag bei allen in den Konzernabschluss einbezogenen Tochterunternehmen ist der 31. Dezember.

Unternehmenserwerbe

Im Geschäftsjahr fanden keine Unternehmenserwerbe statt. Die Tochterunternehmen MS TEC Holding, Inc., Charlotte, NC/​USA, MS XTEC, LLC Charlotte, NC/​USA und MS Assets, LLC Charlotte, NC/​USA, wurden im Berichtsjahr gegründet.

Konsolidierungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss einbezogenen Jahresabschlüsse bzw. Teilkonzernabschlüsse aller Konzernunternehmen sind auf Basis einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden aufgestellt.

Die Kapitalkonsolidierung erfolgte nach der Erwerbsmethode. Die bei einem Unternehmenszusammenschluss erhaltene Gegenleistung wird zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Transaktionskosten werden bei Anfall erfolgswirksam erfasst. Die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden werden mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Hierzu bestehen folgende Ausnahmen:

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Latente Steueransprüche und latente Steuerschulden und Vermögenswerte oder Verbindlichkeiten in Verbindungen mit Vereinbarungen für Leistungen an Arbeitnehmer werden gemäß IAS 12 "Ertragsteuern" bzw. IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" erfasst bzw. bewertet.

Schulden oder Eigenkapitalinstrumente, welche sich auf anteilsbasierte Vergütungen oder auf den Ersatz anteilsbasierter Vergütungen durch den Konzern beziehen, werden zum Erwerbszeitpunkt gemäß IFRS 2 "Anteilsbasierte Vergütung" bewertet und

Vermögenswerte (oder Veräußerungsgruppen), die gemäß IFRS 5 "Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und aufgegebene Geschäftsbereiche" als zur Veräußerung gehalten eingestuft sind, werden gemäß IFRS 5 bewertet.

Der Geschäfts- oder Firmenwert ergibt sich als Überschuss der Summe aus übertragener Gegenleistung, dem Betrag aller nicht beherrschenden Anteile an dem erworbenen Unternehmen und dem beizulegenden Zeitwert des zuvor vom Erwerber gehaltenen Eigenkapitalanteils an dem erworbenen Unternehmen (sofern gegeben) über den Saldo der zum Erwerbszeitpunkt ermittelten beizulegenden Zeitwerte der erworbenen, identifizierbaren Vermögenswerte und übernommenen Schulden. Für den Fall, dass sich - auch nach nochmaliger Beurteilung - ein negativer Unterschiedsbetrag ergibt, wird dieser unmittelbar als Ertrag erfolgswirksam erfasst.

Ein Unternehmen wird ab dem Zeitpunkt, zu dem die Gesellschaft oder ein anderes Konzernunternehmen die Beherrschung über das Unternehmen erlangt hat, bis zu dem Zeitpunkt, an dem die Beherrschung durch die Gesellschaft oder das Konzernunternehmen endet, in den Konzernabschluss einbezogen. Der Konzern erlangt Beherrschung, wenn er:

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Verfügungsmacht über Beteiligungsunternehmen ausüben kann,

schwankenden Renditen aus der Beteiligung ausgesetzt ist, und

die Renditen aufgrund seiner Verfügungsmacht der Höhe nach beeinflussen kann.

Wenn der Konzern keine Stimmrechtsmehrheit besitzt, so beherrscht er das Beteiligungsunternehmen dennoch, wenn er durch seine Stimmrechte oder anderweitig über die praktische Möglichkeit verfügt, die maßgeblichen Tätigkeiten des Beteiligungsunternehmens einseitig zu bestimmen.

Das Auf- und Abstocken von Mehrheitsbeteiligungen ohne Kontrollverlust wird erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion dargestellt.

Forderungen, Rückstellungen, Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten zwischen den in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften wurden gegeneinander aufgerechnet.

Gewinne und Verluste aus den konzerninternen Leistungsbeziehungen wurden eliminiert. Konzerninterne Umsatzerlöse wie auch andere konzerninterne Erträge wurden mit den auf sie entfallenden Aufwendungen verrechnet.

Auf ergebniswirksame Konsolidierungsvorgänge wurden Steuerabgrenzungen nach IAS 12 insoweit vorgenommen, als sich der abweichende Steueraufwand in späteren Geschäftsjahren voraussichtlich wieder ausgleicht.

Fremdwährungen

Bei der Aufstellung der Abschlüsse jedes einzelnen Konzernunternehmens werden Geschäftsvorfälle, die auf andere Währungen als die funktionale Währung des Konzernunternehmens (Fremdwährungen) lauten, mit den am Tag der Transaktion gültigen Kursen umgerechnet. Die funktionale Währung des Konzerns ist der Euro. An jedem Abschlussstichtag sind monetäre Posten in Fremdwährung mit dem gültigen Stichtagskurs umzurechnen. Zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten bewertete nicht-monetäre Posten werden mit dem Wechselkurs zum Zeitpunkt der erstmaligen bilanziellen Erfassung umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus monetären Posten werden grundsätzlich erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie auftreten.

Zur Aufstellung eines Konzernabschlusses sind die Vermögenswerte und Schulden der ausländischen Geschäftsbetriebe des Konzerns in Euro umzurechnen, wobei die am Abschlussstichtag gültigen Wechselkurse herangezogen werden. Erträge und Aufwendungen werden zum Durchschnittskurs der Periode umgerechnet. Umrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe in Konzernwährung werden im sonstigen Ergebnis erfasst und im Eigenkapital angesammelt.

Es wurden folgende Kurse verwendet:

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Stichtagskurs Durchschnittskurs
31.12.2023 31.12.2022 2023 2022
US Dollar (USD) USD/​EUR 1,1050 1,0666 1,0816 1,0539
Brasilianischer Real (BRL) BRL/​EUR 5,3555 5,6386 5,3653 5,4399
Chinesischer Renminbi (CNY) CNY/​EUR 7,8145 7,3582 7,6187 7,0788

Schätzungen, Annahmen und Ermessensentscheidungen

Die Erstellung des Konzernabschlusses erfordert Schätzungen und Annahmen, die die Beträge der Vermögenswerte, Verbindlichkeiten, Rückstellungen und finanziellen Verpflichtungen zum Bilanzstichtag sowie die Erträge und Aufwendungen des Berichtsjahres beeinflussen können. Den Annahmen und Schätzungen liegen Prämissen zugrunde, die auf den jeweils aktuell verfügbaren Kenntnissen basieren. Durch von den Annahmen abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können die sich ergebenden Beträge von den ursprünglich erwarteten Schätzungen abweichen.

Schätzungen mit einer wesentlichen Auswirkung auf den Konzernabschluss ergeben sich insbesondere bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen (siehe Punkt 20.), der Dotierung von anderen Rückstellungen im Sinne des IAS 37 (siehe Punkt 18.), der Bestimmung des Fertigstellungsgrades nach der "cost-to-cost"-Methode im Rahmen der zeitraumbezogenen Erlösrealisierung sowie bei der Berechnung von Zeitwerten. Dabei werden im Konzern zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts von verschiedenen Finanzinstrumenten auch Bewertungsverfahren benutzt, deren Inputs nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (siehe Punkt 32.).

Darüber hinaus werden im Rahmen der Überprüfung der Werthaltigkeit der immateriellen Vermögenswerte des Anlagevermögens, der Sachanlagen und der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien zukunftsbezogene Annahmen und Schätzungen vorgenommen. Wir verweisen diesbezüglich auf Punkt 15. Zudem überprüft der Konzern regelmäßig die geschätzten Nutzungsdauern dieser Vermögenswerte.

Liquide Mittel

Unter den liquiden Mitteln werden Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten ausgewiesen. Die Bewertung erfolgt jeweils zum Nennwert.

Immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagevermögen und als Finanzinvestition gehaltene Immobilien

Immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen sind zu Anschaffungskosten und vermindert um planmäßige Abschreibungen angesetzt. Abschreibungen werden nach der linearen Methode über die erwartete Nutzungsdauer des Vermögenswertes (Gebäude über 15 bis 50 Jahre und übrige in der Regel drei bis zehn Jahre) vorgenommen. Übersteigt der Buchwert eines Vermögenswertes seinen erzielbaren Betrag, werden Wertminderungen erfasst.

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten aktivierte Entwicklungsaufwendungen sowie sonstige immaterielle Vermögenswerte. Kosten für Forschungsaktivitäten werden in der Periode, in der sie anfallen, als Aufwand erfasst. Ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert, der sich aus der Entwicklungstätigkeit ergibt, wird dann, und nur dann erfasst, wenn die folgenden Nachweise sämtlich erbracht wurden:

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technische Realisierbarkeit der Fertigstellung und Verfügbarkeit adäquater technischer, finanzieller und sonstiger Ressourcen

Absicht und Fähigkeit zur Fertigstellung sowie beabsichtigte Nutzung oder Verkauf

Zufluss wirtschaftlichen Nutzens an den Konzern

Fähigkeit zur verlässlichen Bestimmung der zurechenbaren Aufwendungen

Der Betrag, mit dem ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert erstmalig aktiviert wird, ist die Summe der entstandenen Aufwendungen von dem Tag an, an dem der immaterielle Vermögenswert die oben genannten Bedingungen erstmals kumulativ erfüllt. Wenn ein selbsterstellter immaterieller Vermögenswert nicht aktiviert werden kann bzw. noch kein immaterieller Vermögenswert vorliegt, werden die Entwicklungskosten erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie entstehen.

Im Rahmen von Finanzierungsleasing gehaltene, bilanzierte Vermögenswerte werden über ihre voraussichtliche Nutzungsdauer auf derselben Grundlage wie eigene Vermögenswerte abgeschrieben.

Als "als Finanzinvestition gehaltene Immobilien" bezeichnet man Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen und/​oder zum Zwecke der Wertsteigerung gehalten werden (einschließlich Immobilien, die sich in der Herstellung befinden und solchen Zwecken dienen sollen). Diese werden bei Zugang mit ihren Anschaffungs- oder Herstellungskosten, einschließlich Transaktionskosten, angesetzt. In der Folgebewertung werden als Finanzinvestition gehaltene Immobilien mit ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Gewinne und Verluste, die aus Änderungen des beizulegenden Zeitwertes resultieren, werden erfolgswirksam in der Periode erfasst, in der sie entstehen.

Für die zum 31. Dezember 2023 als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien im Bestand werden die jeweiligen Marktwerte gemäß IAS 40 in Verbindung mit IFRS 13 ermittelt. Veränderungen relevanter Marktbedingungen, wie aktuelle Mietzinsniveaus, Leerstands-Raten, sowie Diskontierungs- und Kapitalisierungszinssätze können die Bewertung von als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien beeinflussen.

Bei den "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" handelt es sich um ein unbebautes Grundstück in Großsteinberg mit einer auf insgesamt 99 Jahre befristeten Grunddienstbarkeit an einem in Leipzig/​Wiederitzsch gelegenen, seit April 2014 an die Beteiligung MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg, den Betreiber einer Photovoltaikanlage, verpachtetes Grundstück. Als Bewertungsmodell wurde das Neubewertungsmodell gewählt. Darüber hinaus handelt es sich um ein im Geschäftsjahr 2021 aus den Sachanlagen umgegliedertes, bebautes Grundstück in Webberville, Michigan/​USA, das seit April 2019 überwiegend an die GNUTTI Carlo USA, Inc.-Gruppe/​USA, verpachtet ist. Bis September 2021 war das Grundstück noch teilweise in nicht untergeordnetem Umfang an die 100 %ige Tochtergesellschaft MS Ultrasonic Technology LLC., Howell, Michigan/​USA, untervermietet. Als Bewertungsmodell wurde ebenfalls das Neubewertungsmodell gewählt. Darüber hinaus handelt es sich um ein im Geschäftsjahr 2021 aus den Sachanlagen umgegliedertes, bebautes Grundstück in Zittau, das seit Juli 2021 teilweise verpachtet ist. Bis Juni 2021 war das Grundstück von der MS Powertec GmbH, Zittau, eigengenutzt. Als Bewertungsmodell wurde ebenfalls das Neubewertungsmodell gewählt.

Eine "als Finanzinvestition gehaltene Immobilie" wird bei Abgang oder dann, wenn sie dauerhaft nicht mehr genutzt werden soll und ein zukünftiger wirtschaftlicher Nutzen aus dem Abgang nicht mehr erwartet wird, ausgebucht. Der sich aus dem Abgang ergebende Gewinn oder Verlust bestimmt sich als Differenz zwischen dem Nettoveräußerungserlös und dem Buchwert des Vermögenswertes und wird in der Periode des Abgangs erfolgswirksam erfasst.

Assoziierte Unternehmen und Beteiligungen

Anteile an assoziierten Unternehmen

Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf das die MS Industrie AG oder ein anderes Konzernunternehmen einen maßgeblichen Einfluss hat. Maßgeblicher Einfluss ist die Möglichkeit, an den finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungen des Unternehmens mitzuwirken. Dabei liegt weder Beherrschung noch gemeinschaftliche Führung der Entscheidungsprozesse vor.

Die Beteiligungen des Konzerns an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bilanziert.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden zu Anschaffungskosten, erhöht bzw. vermindert um den Anteil des Konzerns am Gewinn oder Verlust und am sonstigen Ergebnis des assoziierten Unternehmens, bewertet. Jeglicher Überschuss der Anschaffungskosten des Anteilserwerbs über dem beizulegenden Zeitwert des Nettovermögens des assoziierten Unternehmens wird als Geschäfts- oder Firmenwert erfasst. Der Geschäfts- oder Firmenwert ist Bestandteil des Buchwertes der Beteiligung und wird nicht separat auf das Vorliegen einer Wertminderung geprüft. Die Ermittlung von Indikatoren für eine eventuelle Wertminderung wird nach den Vorschriften des IAS 36 vorgenommen. Sofern ein Wertminderungstest vorzunehmen ist, wird der Beteiligungsbuchwert (einschließlich Geschäfts- oder Firmenwert) nach den Vorschriften des IAS 36 mit dem erzielbaren Betrag, d. h. mit dem höheren Betrag aus Nutzungswert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten verglichen. Der ermittelte Wertminderungsaufwand wird mit dem Beteiligungsbuchwert verrechnet. Sofern der erzielbare Betrag in den Folgejahren wieder ansteigt, wird eine Wertaufholung nach den Vorschriften des IAS 36 vorgenommen.

Übrige Beteiligungen

Bei den ausgewiesenen Beteiligungen handelt es sich um Beteiligungen, bei denen kein Beherrschungsverhältnis im Sinne von IFRS 10 oder maßgeblicher Einfluss im Sinne von IAS 28 vorliegt, sodass eine Einbeziehung der Beteiligung im Rahmen der Vollkonsolidierung oder die Bewertung als assoziiertes Unternehmen ausscheidet.

Für Aktien und GmbH-Anteile kann die Option zur Bewertung zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis (FVOCI-Option) in IFRS 9 ausgeübt werden, was dazu führt, dass die in der Neubewertungsrücklage für Finanzinvestitionen angesammelten Änderungen des beizulegenden Zeitwerts nachfolgend nicht mehr in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Dies hat Auswirkungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung sowie das sonstige Ergebnis des Konzerns, nicht jedoch auf das Gesamtergebnis. Sofern diese Option nicht ausgeübt wird, erfolgt eine Zuordnung in die Kategorie "bewertet zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust (FVTPL-Kategorie)" mit der Konsequenz, dass alle Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Anteile erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung des Konzerns erfasst werden. Der Vorstand hat beschlossen, dieses Wahlrecht für die wesentlichen Beteiligungen, mit Ausnahme der Beteiligungen an Personenhandelsgesellschaften, auszuüben.

Zur Zusammensetzung der Finanzanlagen (Beteiligungen und assoziierte Unternehmen) verweisen wir auf Punkt 14 der Erläuterungen unten.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte

Als zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte werden Vermögenswerte dann klassifiziert, wenn ein Vorstandsbeschluss über den Verkauf vorliegt und der Verkauf innerhalb des Folgejahres (2024) höchstwahrscheinlich ist. Die Bewertungsvorschrift in IFRS 5 sieht vor, dass für die betroffenen Vermögenswerte die planmäßigen Abschreibungen auszusetzen und lediglich außerplanmäßige Abschreibungen aufgrund niedrigerer beizulegender Zeitwerte abzüglich Veräußerungskosten vorzunehmen sind. Finanzielle Vermögenswerte, die in den Anwendungsbereich von IFRS 9 fallen, werden nach den Vorschriften dieses Standards bewertet.

Kredite und Forderungen

Kredite und Forderungen sind nicht-derivative finanzielle Vermögenswerte mit festen oder bestimmbaren Zahlungen, die nicht in einem aktiven Markt notiert sind. Sie werden nach der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich etwaiger Wertminderungen bewertet.

Dabei gilt:

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Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertete finanzielle Vermögenswerte, sowie von Kunden fällige Beträge aus Fertigungsaufträgen (siehe Punkt 13.4.) fallen unter die Wertminderungsvorschriften des IFRS 9.

Der Konzern wendet für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und von Kunden fällige Beträge aus Fertigungsaufträgen (siehe Punkt 13.4.) das vereinfachte Wertminderungsmodell des IFRS 9 an, nach dem für alle Finanzinstrumente unabhängig von ihrer Kreditqualität eine Risikovorsorge in Höhe der erwarteten Verluste über die Restlaufzeit zu erfassen ist. Bei den Krediten an nahestehende Unternehmen oder Personen ergab sich keine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos zwischen erstmaliger Erfassung des Instruments und dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung von IFRS 9.

Zu Forderungen aus Fertigungsaufträgen verweisen wir auf den Punkt "Grundsätze der Ertragsrealisierung" unten.

Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte

Nach IFRS 9 werden alle nicht-derivativen finanziellen Vermögenswerte, die als zur Veräußerung verfügbar bestimmt wurden oder weder als (a) Kredite und Forderungen, (b) bis zur Endfälligkeit zu haltende Investitionen oder (c) finanzielle Vermögenswerte, die erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet werden, eingestuft sind, entweder zu fortgeführten Anschaffungskosten oder zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Schuldtitel, die im Rahmen eines Geschäftsmodells gehalten werden, dessen Zielsetzung es ist, die vertraglichen Zahlungsströme zu vereinnahmen, und dessen vertragliche Zahlungsströme ausschließlich Zins- und Tilgungszahlungen auf den ausstehenden Kapitalbetrag darstellen, sind in den Folgeperioden zu fortgeführten Anschaffungskosten zu bilanzieren. Alle anderen Instrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Ferner besteht nach IFRS 9 ein später nicht mehr änderbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines Eigenkapitalinstruments (welches nicht zu Handelszwecken gehalten wird) im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen. Der Vorstand hat beschlossen, dieses Wahlrecht für die wesentlichen Eigenkapitalinstrumente auszuüben.

Wertminderung von finanziellen Vermögenswerten

Das Wertminderungsmodell in IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).

Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte

Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf die Zahlungsströme aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Wenn der Konzern weder im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen überträgt noch behält und weiterhin die Verfügungsmacht über den übertragenen Vermögenswert hat, erfasst der Konzern seinen verbleibenden Anteil am Vermögen und eine entsprechende Verbindlichkeit in Höhe der möglicherweise zu zahlenden Beträge. Für den Fall, dass der Konzern im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Risiken und Chancen eines übertragenen finanziellen Vermögenswerts zurückbehält, hat der Konzern weiterhin den finanziellen Vermögenswert sowie ein besichertes Darlehen für die erhaltene Gegenleistung zu erfassen.

Vorräte

Unter den Vorräten werden neben Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen unfertige und fertige Erzeugnisse sowie Waren ausgewiesen, die mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet werden. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Einzel- und Gemeinkosten. Der Nettoveräußerungswert stellt den geschätzten Verkaufspreis der Vorräte abzüglich aller geschätzten Aufwendungen dar, die für die Fertigstellung und die Veräußerung noch notwendig sind.

Im Geschäftsjahr sowie im Vorjahr wurden keine qualifizierten Vermögenswerte im Sinne des IAS 23 erworben bzw. hergestellt und demzufolge keine Fremdkapitalkosten aktiviert.

Rückstellungen

Rückstellungen werden dann gebildet, wenn der Konzern aus einem Ereignis der Vergangenheit eine gegenwärtige, rechtliche oder tatsächliche Verpflichtung hat, der Abfluss von Ressourcen mit wirtschaftlichem Nutzen zur Erfüllung dieser Verpflichtung wahrscheinlich ist und eine zuverlässige Schätzung der Höhe der Verpflichtung möglich ist. Rückstellungen werden mit dem Betrag angesetzt, der sich aufgrund der bestmöglichen Schätzung der finanziellen Ausgaben zur Erfüllung der zum Bilanzstichtag gegenwärtigen Verpflichtung ergibt.

Gegenwärtige Verpflichtungen, die im Zusammenhang mit belastenden Verträgen entstehen, sind als Rückstellung zu erfassen und zu bewerten. Das Bestehen eines belastenden Vertrages wird angenommen, wenn der Konzern Vertragspartner eines Vertrags ist, von dem erwartet wird, dass die unvermeidbaren Aufwendungen zur Erfüllung des Vertrages den aus diesem Vertrag erwachsenden wirtschaftlichen Nutzen übersteigen werden.

Rückstellungen für die erwarteten Aufwendungen aus Gewährleistungsverpflichtungen gemäß nationalem Kaufvertragsrecht werden zum Verkaufszeitpunkt der betreffenden Produkte nach der besten Einschätzung des Vorstands hinsichtlich der zur Erfüllung der Verpflichtung des Konzerns notwendigen Ausgaben angesetzt.

Altersversorgungsverpflichtungen

Zahlungen für beitragsorientierte Versorgungspläne werden dann als Aufwand erfasst, wenn die Arbeitnehmer die Arbeitsleistung erbracht haben, die sie zu den Versorgungsansprüchen berechtigt.

Bei leistungsorientierten Versorgungsplänen werden die Kosten für die Leistungserbringung mittels des Verfahrens der laufenden Einmalprämien ermittelt, wobei zu jedem Abschlussstichtag eine versicherungsmathematische Bewertung durchgeführt wird.

Neubewertungen, bestehend aus versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten, Veränderungen, die sich aus der Anwendung der Vermögenswertobergrenze ergeben, und der Ertrag aus dem Planvermögen (ohne Zinsen auf die Nettoschuld), werden unmittelbar im sonstigen Ergebnis erfasst und sind damit direkt in der Konzernbilanz enthalten. Die im sonstigen Ergebnis erfassten Neubewertungen sind Teil der sonstigen Rücklagen und werden nicht mehr in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert. Nach zu verrechnender Dienstzeitaufwand wird als Aufwand bzw. Ertrag erfasst, wenn die Planänderung eintritt.

Die Nettozinsen ergeben sich aus der Multiplikation des Abzinsungssatzes mit der Nettoschuld (Pensionsverpflichtung abzüglich Planvermögen) oder dem Nettovermögenswert, der sich ergibt, sofern das Planvermögen die Pensionsverpflichtung übersteigt, zu Beginn des Geschäftsjahres. Die leistungsorientierten Kosten beinhalten die folgenden Bestandteile:

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Dienstzeitaufwand

Nettozinsaufwand oder -ertrag auf die Nettoschuld oder den Nettovermögenswert

Neubewertung der Nettoschuld oder des Nettovermögenswertes

Der Konzern weist die ersten beiden Bestandteile in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand (Dienstzeitaufwand) bzw. Finanzergebnis (Nettozinsaufwand bzw. -ertrag) aus.

Die Bewertung im Konzernabschluss erfolgt anhand der so genannten "Projected-Unit-Credit-Methode" (Anwartschaftsbarwertverfahren) auf Basis der Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck unter Zugrundelegung versicherungsmathematischer Grundsätze. Die Abzinsung der Anwartschaften und laufenden Rentenzahlungen erfolgt mit Abzinsungssätzen von 3,40 % (Vorjahr: 3,90 %). Bei der Bewertung der Pensionsrückstellungen wurde für künftige Gehaltssteigerungen entsprechend der vertraglichen Regelungen ein Wert von 0,0 % (Vorjahr: 0,0 %) angesetzt. Für künftige Pensionssteigerungen wurde ein Wert von 2,0 % (Vorjahr: 2,0 %) angesetzt. Für die Fluktuation wurde aufgrund der geringen Anzahl an aktiven Mitarbeitern sowie auf Basis von Erfahrungen der Vergangenheit ein Wert von 0,0 % (Vorjahr: 0,0 %) angesetzt. Zudem wurde eine durchschnittliche Restlebenserwartung von 12,4 Jahren (Vorjahr: 13,7 Jahre) angenommen.

Die betriebliche Altersversorgung erfolgt überwiegend leistungsorientiert ("defined benefit plan"). Die Leistungen basieren dabei auf Beschäftigungsdauer und Entgelt der jeweiligen Mitarbeiter. Die Verpflichtungen umfassen sowohl solche aus bereits laufenden Pensionen als auch aus Anwartschaften auf künftig zu zahlende Pensionen.

Im Zusammenhang mit den leistungsorientierten Pensionsplänen ist die Gesellschaft verschiedenen Risiken ausgesetzt: Neben allgemeinen versicherungsmathematischen Risiken, wie dem Langlebigkeitsrisiko und dem Zinssatzänderungsrisiko, ist die Gesellschaft dem Kapitalmarkt- beziehungsweise Anlagerisiko ausgesetzt:

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Kapitalmarkt- beziehungsweise Anlagerisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird unter Verwendung eines Abzinsungssatzes ermittelt, der auf Grundlage der Renditen erstrangiger festverzinslicher Unternehmensanleihen bestimmt wird. Sofern Erträge aus dem Planvermögen unter diesem Zinssatz liegen, kann dies zu einer Unterdeckung des Plans führen.

Zinssatzänderungsrisiko: ein Rückgang des Anleihezinssatzes führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit, jedoch wird dies teilweise durch einen gestiegenen Ertrag aus der Anlage des Planvermögens kompensiert.

Langlebigkeitsrisiko: Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung aus dem Plan wird auf Basis der bestmöglichen Schätzung der Sterbewahrscheinlichkeit der begünstigten Arbeitsnehmer sowohl während des Arbeitsverhältnisses als auch nach dessen Beendigung ermittelt. Eine Zunahme der Lebenserwartung bei begünstigten Arbeitnehmern führt zu einer Erhöhung der Planverbindlichkeit.

Für die Pensionszusagen wurden Rückdeckungsversicherungen sowie ein "Contractal Trust Arrangement" ("CTA") abgeschlossen. Die Ansprüche aus den Versicherungen sowie dem "Contractual Trust Arrangement" werden mit den beizulegenden Zeitwerten angesetzt und als Planvermögen vom Barwert der Verpflichtung abgezogen.

Finanzielle Verbindlichkeiten

Die Bewertung der finanziellen Verbindlichkeiten erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden zum jeweiligen Kurs am Bilanzstichtag bewertet.

Im Hinblick auf die Bewertung finanzieller Verbindlichkeiten (die als erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet designiert wurden) verlangt IFRS 9, dass die Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts, die sich aus Veränderungen des Ausfallrisikos des bilanzierenden Unternehmens ergeben, im sonstigen Ergebnis auszuweisen sind. Dies gilt jedoch nicht, wenn die Erfassung dieser Änderungen im sonstigen Ergebnis zur Entstehung oder Vergrößerung einer Rechnungslegungsanomalie im Rahmen der bzw. im Vergleich zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung führen würde. Die aufgrund der Veränderung des eigenen Ausfallrisikos im sonstigen Ergebnis erfassten Veränderungen des beizulegenden Zeitwerts dürfen später nicht in die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung umgebucht werden.

Derivative Finanzinstrumente

Die derivativen Finanzinstrumente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und als Vermögenswerte angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert positiv ist, bzw. als Schulden angesetzt, wenn ihr beizulegender Zeitwert negativ ist. Der Konzern verwendete im Geschäftsjahr und im Vorjahr keine Zinsswaps oder andere derivative Finanzinstrumente.

Gewinne und Verluste aus Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von derivativen Finanzinstrumenten, die nicht als Sicherungsinstrument designiert sind, werden sofort erfolgswirksam erfasst. Sicherungsbeziehungen im Sinne von IAS 39 bestehen nicht.

Beizulegender Zeitwert der Finanzinstrumente

Nach IFRS 9 werden alle als "available for sale" eingestuften Beteiligungen, zum beizulegenden Zeitwert folgebewertet. Ferner besteht nach IFRS 9 ein später nicht mehr änderbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts der Beteiligungen (welche nicht zu Handelszwecken gehalten werden) im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen. Der Vorstand hat beschlossen, dieses Wahlrecht auszuüben.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte der Beteiligungen erfolgt auf Stufe 2 der Bewertungshierarchie auf der Basis von indikativen Angeboten bzw. auf Stufe 3 der Bewertungshierarchie nach dem "Discounted-Cashflow"-Verfahren bzw. auf der Basis von IAS 40 nach dem "wirtschaftlichen Eigenkapital".

Auf Basis der durch die Unternehmen bereitgestellten Vorschau- und Planungsrechnungen für die Jahre 2024 bis 2026 wurde ein nachhaltiges Jahresergebnis für die Jahre ab 2027 angenommen und verschiedene Ertragswerte auf Basis von Abzinsungsfaktoren zwischen 11,0 % und 19,0 % berechnet. Aufgrund der geringen einzelnen Ertragswerte ergeben sich aus den berechneten Sensitivitäten keine wesentlichen Änderungen der auf Stufe 3 ermittelten beizulegenden Zeitwerte.

Grundsätze der Ertragsrealisierung

IFRS 15 legt einen umfassenden Rahmen zur Bestimmung fest, ob, in welcher Höhe und zu welchem Zeitpunkt Umsatzerlöse erfasst werden. Er gilt grundsätzlich für fast alle Verträge mit Kunden - die wesentlichen Ausnahmen sind Leasingverhältnisse, Finanzinstrumente und Versicherungsverträge.

Der Standard sieht ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell vor, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. Gemäß diesem fünfstufigen Modell ist zunächst der Vertrag mit dem Kunden zu bestimmen (Schritt 1). In Schritt 2 sind die eigenständigen Leistungsverpflichtungen im Vertrag zu identifizieren. Anschließend (Schritt 3) ist der Transaktionspreis zu bestimmen, wobei explizite Vorschriften zur Behandlung von variablen Gegenleistungen, Finanzierungskomponenten, Zahlungen an den Kunden und Tauschgeschäften vorgesehen sind. Nach der Bestimmung des Transaktionspreises ist in Schritt 4 die Verteilung des Transaktionspreises auf die einzelnen Leistungsverpflichtungen vorzunehmen. Basis hierfür sind die Einzelveräußerungspreise der einzelnen Leistungsverpflichtungen. Abschließend (Schritt 5) kann der Erlös erfasst werden, sofern die Leistungsverpflichtung durch das Unternehmen erfüllt wurde. Voraussetzung hierfür ist die Übertragung der Verfügungsmacht an der Ware bzw. der Dienstleistung auf den Kunden.

Bei Vertragsabschluss ist nach IFRS 15 festzustellen, ob die aus dem Vertrag resultierenden Erlöse zu einem bestimmten Zeitpunkt oder über einen Zeitraum hinweg zu erfassen sind. Dabei ist zunächst anhand bestimmter Kriterien zu klären, ob die Verfügungsmacht an der Leistungsverpflichtung über einen Zeitraum übertragen wird. Ist dies nicht der Fall, ist der Erlös zu dem Zeitpunkt zu erfassen, an dem die Verfügungsmacht auf den Kunden übergeht. Indikatoren hierfür sind beispielsweise rechtlicher Eigentumsübergang, die Übertragung der wesentlichen Chancen und Risiken oder eine formelle Abnahme. Wird die Verfügungsmacht hingegen über einen Zeitraum übertragen, darf eine Erlösrealisierung über den Zeitraum nur dann erfolgen, sofern der Leistungsfortschritt mithilfe von Input- oder Output-orientierten Methoden verlässlich ermittelbar ist. Neben den allgemeinen Erlöserfassungsgrundsätzen enthält der Standard detaillierte Umsetzungsleitlinien zu Themen wie Veräußerungen mit Rückgaberecht, Kundenoptionen auf zusätzliche Güter oder Dienstleistungen, Prinzipal-Agenten-Beziehungen sowie "Bill- and Hold"-Vereinbarungen. Der Konzern erzielt Umsatzerlöse in den folgenden Bereichen:

Industrie: Fertigung von mechanischen Baugruppen und Komponenten für die Automobilindustrie, insbesondere im Nutzfahrzeugbereich, sowie Fertigung von Sondermaschinen, Serienmaschinen und Ultraschall-Schweißsystemen unter anderem für die Automobilindustrie, die Verpackungsindustrie oder im Hygienebereich (Nonwovens), teilweise mit enthaltenen Service- und/​oder Garantieleistungen aufgrund lokaler Gesetzgebung.

Dienstleistungen: Managementberatung, Verwaltung und Vermietung von Gewerbeimmobilien

Die Gesellschaft ist im Sinne von IFRS 15 nicht als Agent tätig.

Umsätze und Erträge werden abzüglich gewährter Skonti, Boni und Rabatte ausgewiesen.

Die Auftragsfertigung von Sondermaschinen findet in Spaichingen und Howell/​Michigan, USA, statt. Nach der Analyse des Konzerns sind die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung aufgrund vertraglicher Vereinbarungen und gesetzlicher Gegebenheiten bei den Verträgen der beiden Produktionsstandorte gegeben. Bei der Auftragsfertigung von Sondermaschinen für die Automobilindustrie im Segment "Ultrasonic" besteht keine alternative Nutzungsmöglichkeit für den Konzern und ein Rechtsanspruch auf Bezahlung entsprechend dem Leistungsfortschritt. Jedes Projekt wird nach Erhalt einer individuell bemessenen Vorauszahlung begonnen. Als Grundregel gilt: 30 % Anzahlung werden durch den Kunden bei Auftragsabschluss geleistet, 60 % bei Inbetriebnahme/​Lieferung, 10 % bei Schlussrechnung. Zwischen dem ersten Zahlungseingang und dem Auftragsabschluss können bis zu 12 Monate liegen. Die Projektdauer hängt von der Komplexität des Designs ab. Die Projekte erstrecken sich in der Regel über rund sechs bis zehn Monate, die Projektlaufzeit kann aber in Ausnahmefällen auch länger sein. Falls ein Vertrag vom Kunden vorzeitig gekündigt wird, hat der Konzern Anspruch auf Erstattung der bisher entstandenen Kosten, einschließlich einer angemessenen Marge. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen gestellt und sind in der Regel innerhalb von 30 Tagen zahlbar.

Die Auftragsfertigung von Serienmaschinen findet fast ausschließlich in Spaichingen statt. In zunehmendem Maße besteht bei der Auftragsfertigung von Serienmaschinen im Segment "Ultrasonic" in Spaichingen aufgrund der individuellen Anforderungen der Kunden keine alternative Nutzungsmöglichkeit für den Konzern mehr, sodass die Voraussetzungen für eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung aufgrund vertraglicher Vereinbarungen und gesetzlicher Gegebenheiten in diesen Fällen gegeben sind. Die Projekte erstrecken sich in der Regel über rund vier bis zwölf Wochen, die Projektlaufzeit kann aber in Ausnahmefällen auch länger sein. Falls ein Vertrag vom Kunden vorzeitig gekündigt wird, hat der Konzern Anspruch auf Erstattung der bisher entstandenen Kosten, einschließlich einer angemessenen Marge. Rechnungen werden gemäß den vertraglichen Vereinbarungen gestellt und sind in der Regel innerhalb von 30 Tagen zahlbar.

Wird eine Serien- oder Sondermaschine an einen Kunden verkauft, so wird diese Maschine nur nach Inbetriebnahme beim Kunden vollständig funktionsfähig. Die Lieferung ohne Inbetriebnahme oder gar die Inbetriebnahme ohne Lieferung ist unmöglich. Die Inbetriebnahme ist eine Leistung, die immer im Zusammenhang mit der Maschinenlieferung erbracht werden muss. Die Inbetriebnahme kann nicht durch einen anderen Dienstleister erfolgen. Aus diesem Grund stellt die Lieferung zusammen mit der Inbetriebnahme eine Leistungsverpflichtung nach IFRS 15 dar.

Bei der Ermittlung für die zeitraumbezogene Umsatzrealisierung wird die "cost-to-cost"-Methode angewendet. Bei dieser Methode wird das Verhältnis der bis zum Stichtag angefallenen Kosten zu den geplanten Gesamtkosten des Projektes ermittelt. Dieser Faktor wird als Fertigstellungsgrad bezeichnet. Für die Ermittlung des zu realisierenden Umsatzes wird der Fertigstellungsgrad mit dem Kundenauftragswert bzw. der definierten Leistungsverpflichtung multipliziert. Für die MS Industrie AG stellt diese inputbasierte Methode ein angemessenes Maß für den Fertigstellungsgrad der Leistungsverpflichtungen gemäß IFRS 15 dar.

Sind für diese Aufträge bereits Anzahlungen geflossen, werden die erhaltenen Anzahlungen für die Ermittlung der zu aktivierenden Vermögensvertragswerte von den realisierten Umsatzerlösen subtrahiert. Der positive Saldo wird als Vertragsvermögenswert ausgewiesen, ein negativer Saldo als Verbindlichkeit aus Vertragsverpflichtungen.

Auch bereits gelieferte und fakturierte Maschinen werden für die zeitraumbezogene Umsatzermittlung berücksichtigt, da es aufgrund der Leistungsverpflichtung (Maschine und Inbetriebnahme) einen zeitlichen Versatz zwischen der Lieferung der Maschine und der tatsächlichen Inbetriebnahme geben kann.

Die After-Sales-Services können unabhängig und zusätzlich erworben werden und stellen somit eine separate Leistungsverpflichtung dar; eine Preisimplikation auf den Maschinenkauf besteht nicht. Die Erbringung der After-Sales-Services erfolgt grundsätzlich zeitraumbezogen, da die Bedingung des IFRS 15.35(a) erfüllt ist. Die Umsatzrealisierung bei Ersatzteillieferungen außerhalb von gesonderten Projekten erfolgt zeitpunktbezogen. Ebenso erfolgt die Erlösrealisierung im Komponentengeschäft zeitpunktbezogen.

Die umsatzbezogenen Garantieleistungen können nicht separat erworben werden und stellen eine Zusicherung dar, dass die verkauften Produkte den jeweils vereinbarten Spezifikationen entsprechen. Dementsprechend werden die Garantieleistungen weiterhin in Übereinstimmung mit IAS 37 erfasst.

Das Wertminderungsmodell von IFRS 9 ist auch auf die nach IFRS 15 zu bildenden aktiven Vertragsposten anzuwenden. Hierauf wurde - aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten - verzichtet.

Erhaltene Vorauszahlungen werden in den "Vertragsverbindlichkeiten" ausgewiesen. Nicht in Rechnung gestellte, aber bereits im Umsatz gebuchte, Beträge werden als "Vertragsvermögenswerte" ausgewiesen.

Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Ansprüche des Konzerns auf Gegenleistung für erbrachte, aber zum Stichtag noch nicht abgerechnete Leistungen aus Auftragsfertigungen von Serien- und Sondermaschinen. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen umgegliedert, wenn die Rechte vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt. Die erbrachten Leistungen werden erst nach Rechnungsstellung im Rahmen üblicher Zahlungsfristen zur Zahlung fällig.

Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen für den Bau von Sonder- und Serienmaschinen, für die über einen bestimmten Zeitraum Umsatzerlöse realisiert werden. Die Änderungen der Vertragsvermögenswerte im Laufe der Berichtsperiode sind im Wesentlichen auf Änderungen im Leistungsfortschritt zurückzuführen.

Wie nach IFRS 15 zulässig, werden keine Angaben zu den verbleibenden Leistungsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 gemacht, die eine erwartete ursprüngliche Laufzeit von einem Jahr oder weniger haben.

Erlöse aus dem Bereich Dienstleistungen:

Nach IFRS 15 wird das gesamte Entgelt bei den Dienstleistungsverträgen auf alle Dienstleistungen, basierend auf ihren Einzelverkaufspreisen, aufgeteilt. Die Einzelverkaufspreise werden auf Grundlage der Listenpreise, zu denen der Konzern die Dienstleistungen in separaten Transaktionen anbietet, festgelegt. Es erfolgt eine zeitraumbezogene Umsatzrealisierung, da der Kunde die Leistung nutzt, während sie erbracht wird (IFRS 15.35(a)). Der Leistungsfortschritt wird nach der Input-basierten Methode ermittelt.

In Bezug auf die Verwaltung von Gewerbeimmobilien und die Erbringung von Managementberatungsleistungen hat der Vorstand insbesondere die Leitlinien in IFRS 15 zur Zusammenfassung von Verträgen, zu Vertragsänderungen aufgrund von Auftragsänderungen, zur variablen Gegenleistung und zur Beurteilung, ob eine bedeutende Finanzierungskomponente in den Verträgen enthalten ist, berücksichtigt. Der Vorstand kommt daher zu der Einschätzung, dass Umsatzerlöse aus diesen Verträgen zeitraumbezogen zu erfassen sind. Des Weiteren ist die inputbasierte Methode zur Messung des Leistungsfortschritts unter IFRS 15 angemessen.

Schwerpunkt im Beratungsgeschäft der MS Industrie AG ist weiterhin die betriebswirtschaftliche Beratung von Unternehmen im In- und Ausland, insbesondere von solchen, bei denen der Schwerpunkt des Beratungsbedarfs auf der Implementierung der während der Analyse entwickelten strategischen und operativen Maßnahmen liegt. Dazu vereinbart der Konzern mit dem Auftraggeber Projekte, die in aller Regel eine Laufzeit von mehreren Monaten umfassen können. Die Projektverantwortung sowie das Risiko des konzeptionellen Erfolgs liegen dabei primär bei dem jeweiligen Auftraggeber, sodass durchweg eine Zeitvergütung vorliegt (Abrechnung erfolgt auf Basis eines festen Betrags je geleisteter Stunde). Der MS Industrie-Konzern stellt deshalb am Ende eines jeden Monats oder Quartals Rechnungen, in denen er die im vergangenen Monat oder im vergangenen Quartal erbrachten Leistungen abrechnet und die Umsatzerlöse realisiert.

Dividenden und Zinserträge

Dividendenerträge aus Anteilen werden erfasst, wenn der Rechtsanspruch des Anteilseigners auf Zahlung entstanden ist.

Zinserträge sind zu erfassen, wenn es wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen dem Konzern zufließen wird und die Höhe der Erträge verlässlich bestimmt werden kann. Zinserträge sind nach Maßgabe des ausstehenden Nominalbetrages mittels des maßgeblichen Effektivzinssatzes zeitlich abzugrenzen. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes exakt auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes bei erstmaliger Erfassung abgezinst werden.

Ertragsteuern

Der Ertragsteuer-Aufwand bzw. Ertrag stellt die Summe des laufenden Steueraufwandes und der latenten Steuern dar.

Laufende Steuern

Der laufende Steueraufwand bzw. -ertrag wird auf Basis des zu versteuernden Einkommens für das Jahr ermittelt. Das zu versteuernde Einkommen unterscheidet sich vom Jahresergebnis aus der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung aufgrund von Aufwendungen und Erträgen, die in späteren Jahren oder niemals steuerbar bzw. steuerlich abzugsfähig sind. Die laufenden Steuern werden auf Grundlage der geltenden bzw. aus Sicht des Abschlussstichtages in Kürze geltenden Steuersätze berechnet.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für temporäre Differenzen zwischen den Wertansätzen in den Handelsbilanzen und den Steuerbilanzen der Gesellschaft und der Tochtergesellschaften sowie aufgrund von Konsolidierungsvorgängen gebildet.

Für alle zu versteuernden temporären Differenzen wird eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, die latente Steuerschuld erwächst aus

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dem erstmaligen Ansatz eines Geschäfts- oder Firmenwertes oder

dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis (den steuerlichen Verlust) beeinflusst.

Bei zu versteuernden temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch eine latente Steuerschuld bilanziert, es sei denn, der zeitliche Verlauf der Auflösung der temporären Differenz kann von der Gesellschaft gesteuert werden, und es ist wahrscheinlich, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit nicht auflösen wird.

Für alle abzugsfähigen temporären Differenzen wird ein latenter Steueranspruch in dem Maße bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis verfügbar sein wird, gegen das die abzugsfähige Differenz verwendet werden kann, es sei denn, der latente Steueranspruch erwächst aus

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dem erstmaligen Ansatz des Geschäfts- oder Firmenwertes oder

dem erstmaligen Ansatz eines Vermögenswertes oder einer Schuld bei einem Geschäftsvorfall, der kein Unternehmenszusammenschluss ist und zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalles weder das handelsrechtliche Periodenergebnis noch das zu versteuernde Ergebnis (den steuerlichen Verlust) beeinflusst.

Bei steuerlich abzugsfähigen temporären Differenzen in Verbindung mit Anteilen an Tochterunternehmen wird jedoch ein latenter Steueranspruch nur insoweit bilanziert, wie es wahrscheinlich ist, dass sich die temporäre Differenz in absehbarer Zeit auflösen wird und dass das zu versteuernde Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die temporäre Differenz verwendet werden kann.

Aktive latente Steuern für noch nicht genutzte steuerliche Verluste werden in dem Umfang aktiviert, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zukünftiges zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die noch nicht genutzten steuerlichen Verluste verwendet werden können.

Der Buchwert der latenten Steueransprüche wird zu jedem Bilanzstichtag überprüft und insoweit reduziert, als es nicht länger wahrscheinlich ist, dass ausreichende zu versteuernde Ergebnisse zur Nutzung dieser Ansprüche zur Verfügung stehen werden.

Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze in den einzelnen Ländern ermittelt, deren Gültigkeit für die Periode, in der ein Vermögenswert realisiert wird oder eine Schuld erfüllt wird, erwartet wird. Dabei werden die Steuersätze verwendet, die zum Abschlussstichtag gültig oder angekündigt sind.

Eine Verrechnung latenter Steueransprüche und latenter Steuerschulden wird nur vorgenommen, wenn

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ein einklagbares Recht zur Aufrechnung tatsächlicher Steuererstattungsansprüche gegen tatsächliche Steuerschulden besteht und

die latenten Steueransprüche und latenten Steuerschulden sich auf Ertragsteuern beziehen, die von der gleichen Steuerbehörde für dasselbe Steuersubjekt erhoben werden oder für unterschiedliche Steuersubjekte, die beabsichtigen, in jeder zukünftigen Periode, in der die Ablösung oder Realisierung erheblicher Beträge an latenten Steuerschulden bzw. Steueransprüchen zu erwarten ist, entweder den Ausgleich auf Nettobasis herbeizuführen oder gleichzeitig mit der Realisierung des betreffenden Vermögenswertes die dazugehörige Verbindlichkeit abzulösen.

Unternehmenserwerbe und -veräußerungen

Unternehmenserwerbe bzw. Unternehmenszusammenschlüsse sind gem. IFRS 3.A definiert als eine Transaktion oder ein anderes Ereignis, durch die /​ das ein Erwerber die Beherrschung über einen Geschäftsbetrieb erlangt. Beherrschung bedeutet in diesem Zusammenhang, dass der Erwerber die Verfügungsgewalt über das Beteiligungsunternehmen hat, einer Risikobelastung durch schwankende Renditen ausgesetzt ist und seine Verfügungsgewalt einsetzen kann, um die Höhe der schwankenden Renditen des Beteiligungsunternehmens zu beeinflussen.

Nach dem 1. Januar 2010 haben seitens des Konzerns keine Unternehmenszusammenschlüsse im Sinne des IFRS 3 stattgefunden.

Für die vor dem 1. Januar 2010 stattgefundenen Unternehmenszusammenschlüsse galt Folgendes:

Die Anschaffungskosten bestimmten sich aus der Summe der zum Tauschzeitpunkt gültigen beizulegenden Zeitwerte der übertragenen Vermögenswerte, der eingegangenen oder übernommenen Schulden und der vom Konzern emittierten Eigenkapitalinstrumente im Austausch gegen die Beherrschung des erworbenen Unternehmens. Mit dem Unternehmenszusammenschluss verbundene Kosten wurden ebenfalls als Anschaffungskosten behandelt, sofern sie direkt zurechenbar waren. Die identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten wurden grundsätzlich mit dem beizulegenden Zeitwert zum Erwerbszeitpunkt erfasst, wenn die entsprechenden Ansatzvoraussetzungen erfüllt waren.

Der aus dem Erwerb resultierende Geschäfts- oder Firmenwert wurde als Vermögenswert erfasst und mit seinen Anschaffungskosten bewertet, welche sich als Überschuss der Anschaffungskosten für den Anteilserwerb über die bilanzierten Beträge der identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten bestimmen. Falls nach erfolgter nochmaliger Beurteilung der dem Konzern zuzurechnende Anteil am beizulegenden Zeitwert der erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte, Schulden und Eventualverbindlichkeiten die Anschaffungskosten für den Anteilserwerb überstieg, wurde der übersteigende Betrag unmittelbar als Gewinn erfasst. Bedingte Gegenleistungen wurden ausschließlich dann erfasst, wenn sie wahrscheinlich waren und verlässlich bewertet werden konnten. Spätere Anpassungen der bedingten Gegenleistungen wurden gegen die Anschaffungskosten erfasst.

Bilanzierung von Leasingverhältnissen

IFRS 16 führte ein einheitliches Rechnungslegungsmodell ein, wonach Leasingverhältnisse in der Bilanz des Leasingnehmers zu erfassen sind. Ein Leasingnehmer erfasst ein Nutzungsrecht ("right-of-use-asset"), das sein Recht auf die Nutzung des zugrunde liegenden Vermögenswertes darstellt, sowie eine Schuld aus dem Leasingverhältnis, die seine Verpflichtung zu Leasingzahlungen darstellt. Es gibt Vereinfachungsregelungen für kurzfristige Leasingverhältnisse und Leasingverhältnisse von geringem Wert. Für Leasingnehmer entfällt die Unterscheidung in Finanzierungs- und Operating-Leasing. Stattdessen erfolgt eine Bilanzierung nach dem sogenannten "Nutzungsrecht"-Konzept. Hierbei sind in der Bilanz Vermögenswerte aus Nutzungsrechten an Leasinggegenständen und Verbindlichkeiten für die eingegangenen Zahlungsverpflichtungen anzusetzen. Bei kurzfristigen Leasingverhältnissen und Leasing sogenannter geringwertiger Vermögenswerte kann davon abgesehen werden.

Der Konzern als Leasinggeber

Mieteinnahmen aus Operating-Leasingverhältnissen werden linear über die Laufzeit des entsprechenden Leasingverhältnisses erfolgswirksam verteilt. Anfängliche direkte Kosten, die direkt den Verhandlungen und dem Abschluss eines Leasingverhältnisses zugerechnet werden können, werden dem Buchwert des vermieteten Vermögenswertes zugerechnet und linear über die Laufzeit verteilt.

Der Konzern vermietet seine als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien, dies schließt sowohl Eigentum als auch Nutzungsrechte ein. Der Konzern hat diese Leasingverhältnisse als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft. Der Konzern hat in 2023 kein Unterleasingverhältnis abgeschlossen, das als Finanzierungsleasingverhältnis eingestuft wurde. Der Konzern hat IFRS 15 "Erlöse aus Verträgen mit Kunden" angewendet, um das vertraglich vereinbarte Entgelt auf die einzelnen Leasing- und Nichtleasingkomponenten aufzuteilen.

Zu weiteren Ausführungen wird auf Punkt 15.3. verwiesen.

Der Konzern als Leasingnehmer

Als Leasingnehmer least der Konzern viele Vermögenswerte, einschließlich Immobilien, Produktionsanlagen und IT-Ausstattung. Gemäß IFRS 16 bilanziert der Konzern für die meisten dieser Leasingverträge Nutzungsrechte und Leasingverbindlichkeiten, das heißt, diese Leasingverträge sind in der Konzernbilanz ausgewiesen.

Am Bereitstellungsdatum oder bei Änderung eines Vertrags, der eine Leasingkomponente enthält, teilt der Konzern das vertraglich vereinbarte Entgelt auf Basis der relativen Einzelpreise auf.

Für Immobilien-Leasingverträge hat der Konzern jedoch beschlossen, von einer Trennung der Nichtleasingkomponenten abzusehen und stattdessen Leasing- und damit verbundene Nichtleasingkomponenten als eine einzige Leasingkomponente zu bilanzieren.

Konzern-Immobilien-Leasingverhältnisse werden mit dem Barwert der verbleibenden Leasingzahlungen bewertet, abgezinst mit dem, dem Leasingverhältnis zugrunde liegenden Zinssatz bzw. dem Grenzfremdkapitalzinssatz des Konzerns zum 1. Januar 2023. Nutzungsrechte werden in Höhe der Leasingverbindlichkeit, angepasst um den Betrag der im Voraus geleisteten oder abgegrenzten Leasingzahlungen, bewertet.

Die Immobilien-Finanzierungs-Leasingverhältnisse betreffen im Wesentlichen den mit Wirkung zum 15. Dezember 2015 in Kraft getretenen Leasingvertrag - inklusive der in 2023 fertiggestellten Hallenerweiterung - hinsichtlich der Immobilie der MS XTEC GmbH (bis 28. Juni 2023: MS Powertrain Technologie GmbH) in Trossingen, der zum 31. Dezember 2023 die folgenden, wesentlichen Parameter umfasst:

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Restlaufzeit: 6 Jahre bis 30. Dezember 2029

Restwert: Mio. EUR 5,6

Gesamtgebäudefläche: 22.596 qm

Summe ausstehende Leasingzahlungen zum 31. Dezember 2023: Mio. EUR 13,2, davon kurzfristig Mio. EUR 2,3, mittelfristig Mio. EUR 8,8 und langfristig Mio. EUR 2,1.

Die Immobilien-Finanzierungs-Leasingverhältnisse betreffen darüber hinaus im Wesentlichen den mit Wirkung zum 1. November 2017 in Kraft getretenen Mietvertrag hinsichtlich der Immobilie der MS Ultraschall Technologie GmbH in Spaichingen, der zum 31. Dezember 2023 die folgenden, wesentlichen Parameter umfasst:

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Restlaufzeit: 2,3 Jahre bis 30. April 2026

Vier Mietverlängerungsoptionen durch Mieter bis 30. April 2029, 30. April 2032, 30. April 2035 und 30. April 2038.

Gesamtgebäudefläche: 27.340 qm

Summe ausstehende Leasingzahlungen ohne Verlängerungsoption zum 31. Dezember 2023: Mio. EUR 2,8; davon kurzfristig Mio. EUR 1,2 und mittelfristig Mio. EUR 1,6.

Die Immobilien-Finanzierungs-Leasingverhältnisse betreffen darüber hinaus den mit Wirkung zum 01. Dezember 2023 in Kraft getretenen Leasingvertrag hinsichtlich der Immobilie der MS XTEC, LLC. in Charlotte, NC/​USA, der zum 31. Dezember 2023 die folgenden, wesentlichen Parameter umfasst:

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Restlaufzeit: 5,0 Jahre bis 31. Dezember 2028

Restwert: Mio. USD 7,8

Gesamtgebäudefläche: 1.533 qm

Zwei Mietverlängerungsoptionen durch Mieter bis 31. 12 2031 und 31. 12 2034.

Summe ausstehende Leasingzahlungen ohne Verlängerungsoption zum 31. Dezember 2023: Mio. USD 0,7, davon kurzfristig Mio. USD 0,1, mittelfristig Mio. USD 0,3 und langfristig Mio. USD 0,3.

Der Konzern hat seine Nutzungsrechte zum Zeitpunkt des Übergangs auf Wertminderung geprüft und ist zu dem Schluss gekommen, dass keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung der Nutzungsrechte vorliegen.

Der Konzern hat eine Reihe von Erleichterungsvorschriften bei der Anwendung des IFRS 16 auf Leasingverhältnisse genutzt, die nach IAS 17 als Operating-Leasingverhältnisse eingestuft wurden. Im Einzelnen hat der Konzern:

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bei Leasingverhältnissen, deren Laufzeit innerhalb von 12 Monaten nach dem Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung endet, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt,

bei Leasingverhältnissen, bei denen der zugrunde liegende Vermögenswert von geringem Wert ist, weder Nutzungsrechte noch Leasingverbindlichkeiten angesetzt (zum Beispiel IT-Ausstattung),

bei der Bewertung des Nutzungsrechtes zum Zeitpunkt der erstmaligen Anwendung die anfänglichen direkten Kosten unberücksichtigt gelassen, und

rückwirkend die Laufzeit von Leasingverhältnissen bestimmt.

Die MS Industrie-Gruppe hat bereits in Vorjahren diverse Produktionsmaschinen im Rahmen von Finanzierungsleasingvereinbarungen mit konzernfremden Unternehmen beschafft. Zusätzlich hat der MS Industrie-Konzern im Geschäftsjahr 2023 Leasingvereinbarungen über insgesamt TEUR 8.582 neu abgeschlossen.

Die Gesamtlaufzeiten betragen in der MS Industrie-Gruppe zwischen 1 Monaten und 72 Monaten (Vorjahr: zwischen 3 Monaten und 84 Monaten). Die Zinssätze und Raten sind bei Vertragsabschluss fest vereinbart worden.

Die Leasingvereinbarungen sehen teilweise den Übergang des zivilrechtlichen Eigentums auf den MS Industrie-Konzern nach Ablauf der Vertragslaufzeit vor. Teilweise besteht die Verpflichtung, das Leasingobjekt auf Andienung des Vertragspartners zu erwerben. Es bestehen teilweise wesentliche Verlängerungsoptionen.

Die Nominalwerte und Barwerte der Mindestleasingzahlungen stellen sich wie folgt dar:

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Mindestleasingzahlungen Barwert der Mindestleasingzahlungen
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr 10.596 9.636 9.255 8.566
Mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr und bis zu fünf Jahren 25.043 24.705 23.304 23.163
Mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren 2.620 4.380 2.484 4.132
38.259 38.721 35.043 35.861
Abzüglich:
Zukünftige Finanzierungskosten -3.216 -2.860 - -
Barwert der Mindestleasingzahlungen 35.043 35.861 35.043 35.861
Im Konzernabschluss ausgewiesen als:
Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten 9.255 8.566
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten 25.788 27.295
35.043 35.861

Die Buchwerte der Leasinggegenstände belaufen sich zum 31. Dezember 2023 auf TEUR 40.439 (Vorjahr: TEUR 39.258). Diesbezüglich verweisen wir auf unsere Erläuterungen unter Punkt 15.2 Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte nach IFRS 16.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind aus Leasingverhältnissen folgende Beträge erfasst:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Abschreibungen auf Nutzungsrechte 7.401 8.417
Zinsaufwand aus Leasingverhältnissen 1.048 774
Aufwand aus kurzfristigen Leasingverhältnissen 836 757
Aufwand aus Leasingverhältnissen über geringwertige Vermögenswerte 4 4

Die gesamten Zahlungsmittelabflüsse aus Leasingverhältnissen betragen in 2023 TEUR 5.334 (Vorjahr: TEUR 5.937).

Bilanzierung von Zuwendungen der öffentlichen Hand

Zuwendungen der öffentlichen Hand werden so lange nicht erfasst, bis eine angemessene Sicherheit darüber besteht, dass der Konzern die dazugehörigen Bedingungen, die mit den Zuwendungen in Verbindung stehen, erfüllen wird und die Zuwendungen auch gewährt werden. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden planmäßig im Gewinn oder Verlust erfasst, und zwar im Verlauf der Perioden, in denen der Konzern die entsprechenden Aufwendungen, die durch die Zuwendungen der öffentlichen Hand kompensiert werden sollen, als Aufwendungen ansetzt. Zuwendungen der öffentlichen Hand, deren wichtigste Bedingung der Kauf, der Bau oder die sonstige Anschaffung langfristiger Vermögenswerte ist, werden als Abgrenzungsposten in der Konzernbilanz erfasst und auf einer systematischen Grundlage erfolgswirksam über die Laufzeit des entsprechenden Vermögenswertes realisiert. Zuwendungen der öffentlichen Hand, die als Ausgleich für bereits angefallene Aufwendungen oder Verluste oder zur sofortigen finanziellen Unterstützung ohne künftig damit verbundenen Aufwand gezahlt werden, werden im Gewinn oder Verlust in der jeweiligen Periode erfasst, in der der entsprechende Anspruch entsteht.

Zuwendungen der öffentlichen Hand betreffen ausschließlich erhaltene Zuwendungen für die Anschaffung langfristiger Vermögenswerte (Sachanlagen). Die Entwicklung des Abgrenzungspostens in der Konzernbilanz stellt sich wie folgt dar:

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davon
Investitionszuschüsse
TEUR
Investitionszulagen
TEUR
gesamt
TEUR
kurzfristig
TEUR
langfristig
TEUR
1.1.2022 357 162 519 32 487
31.12.2022/​1.1.2023 18 0 18 2 16
31.12.2023 16 0 16 2 14

Die Zuwendungen der öffentlichen Hand werden in der Konzernbilanz unter den sonstigen langfristigen und sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Es bestehen keine potentiellen Rückzahlungsverpflichtungen.

Geschäftsbereichs-Segmentierung

Gemäß IFRS 8 wird eine Segmentberichterstattung nach Geschäftssegmenten gefordert. Diese definiert als Geschäftssegmente einzelne Unternehmensbestandteile,

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(1)

die Geschäftstätigkeiten betreiben,

(2)

mit denen Umsatzerlöse erzielt werden,

(3)

bei denen Aufwendungen anfallen können,

(4)

deren Betriebsergebnisse regelmäßig überprüft werden und

(5)

für die separate Finanzinformationen vorliegen.

Die Abgrenzung der einzelnen Segmente erfolgt auf Basis der dem "Hauptentscheidungsträger" im Konzern, dem so genannten "Chief operating decision maker" (Konzernvorstand), gemäß der internen Berichtsstruktur zur Verfügung stehenden konzerninternen Entscheidungsparameter.

Gemäß IFRS 8.12 wurde eine Zusammenfassung von Geschäftssegmenten aufgrund vergleichbarer wirtschaftlicher Merkmale der Geschäftssegmente vorgenommen, wenn vergleichbare wirtschaftliche Merkmale, wie die Art der Produkte und Dienstleistungen, der Produktionsprozesse, der Kundenstruktur, der Vertriebsmethoden oder der Dienstleistungserbringung gegeben sind.

Die Segmentierung gemäß IFRS 8 entspricht einer sektoralen Gliederung nach Umsätzen aus dem "Antriebstechnik"-Geschäft ("MS XTEC") einerseits und Umsätzen aus dem "Ultraschalltechnik"-Geschäft ("Ultrasonic") andererseits sowie nach Umsätzen aus dem Dienstleistungsgeschäft.

In die erste Kategorie fallen alle Umsätze aus dem Segment der Fertigung von mechanischen Baugruppen und Komponenten für die Automobilindustrie, insbesondere im Nutzfahrzeugbereich (Segment Antriebstechnik - ("MS XTEC")), also die Umsätze der MS XTEC GmbH (bis 28. Juni 2023: MS Powertrain Technologie GmbH) und ihrer Tochtergesellschaften im Bereich Automotive- (Truck-) Supply sowie die Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an derartigen Unternehmensbeteiligungen.

In die zweite Kategorie fallen alle Umsätze aus dem Segment der Fertigung von Sondermaschinen für die Automobilindustrie und von Ultraschall-Schweißsystemen und Serienmaschinen (Segment Ultraschalltechnik - ("MS Ultrasonic")), also die Umsätze der MS Ultraschall Technologie GmbH und ihrer Tochtergesellschaften im Bereich Industrie(sonder)-maschinen und Ultraschall-Schweißsysteme und Komponenten sowie "Nonwovens" sowie die Erträge aus der Veräußerung von Anteilen an derartigen Unternehmensbeteiligungen.

In die dritte Kategorie fallen alle Umsätze aus dem Bereich Unternehmensberatung, insbesondere der MS Industrie AG, der MS Technologie Group AG, der MS Industrie Verwaltungs GmbH, einschließlich der Erträge aus Beratung gegenüber Beteiligungen sowie alle Umsätze aus dem Immobilienbeteiligungsgeschäft, also die Umsätze der GCI BridgeCapital GmbH aus der Grunddienstbarkeit an dem Grundstück Leipzig/​Wiederitzsch sowie die Vermietungs-Umsätze der MS Land & Buildings LLC., USA, und die Vermietungs-Umsätze der MS Powertec GmbH.

Im Rahmen der Segmentberichterstattung werden ebenso die Aufwendungen auf die drei Segmente Antriebstechnik ("MS XTEC"), Ultraschalltechnik ("Ultrasonic") und Dienstleistungsgeschäft aufgeteilt. Zudem ist die Aufteilung des gebundenen Vermögens, der im laufenden Jahr ausgeführten Investitionen in das Anlagevermögen, der Abschreibungen des Anlagevermögens, der Wertberichtigungen auf Forderungen und der Forderungsverluste sowie der Verbindlichkeiten nach Antriebstechnik ("MS XTEC"), Ultraschalltechnik ("Ultrasonic - Technology") und Dienstleistungsgeschäft getrennt ausgewiesen. Wesentliche Abweichungen zwischen den Finanzinformationen der Einzelgesellschaften beziehungsweise Teilkonzerne und den Finanzinformationen des Gesamtkonzerns resultieren aus den Konsolidierungsmaßnahmen. Die Transaktionen zwischen den Segmenten, die vor allem die Beratung gegenüber Beteiligungen und die Vermietung von Immobilien an Beteiligungen betreffen, werden zu Marktpreisen abgewickelt. Die Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden der berichtspflichtigen Segmente sind die gleichen, wie sie für den Konzern gelten.

Die Segmentergebnisse setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR Antriebstechnik Ultraschalltechnik Dienstleistungen
12_​2023 12_​2022 12_​2023 12_​2022 12_​2023 12_​2022
Umsatzerlöse *) 169.847 149.762 78.342 57.414 4.844 5.179
Bestandsveränderung -333 81 -2.106 3.158 0 0
Sonstige Erträge 2.679 3.341 1.932 3.104 303 520
Materialaufwand 104.031 93.464 22.596 19.058 374 199
Personalaufwand 27.473 24.617 32.449 30.720 2.482 2.401
Sonstige Aufwendungen 26.203 21.266 14.184 12.846 2.488 2.476
Segmentabschreibungen 7.347 7.364 4.983 4.888 76 119
Wertminderungsaufwendungen(-) /​ertrag (+) IFRS 9 35 -7 0 0 0 0
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 7.174 6.466 3.956 -3.836 -273 504
Finanzerträge 913 1.097 99 365 487 243
Finanzaufwendungen 2.099 1.423 2.369 1.920 569 419
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0 201 313 0 0
Ergebnis vor Steuern 5.988 6.140 1.887 -5.078 -355 328
Ertragsteuern 0 0 0 0 0 0
Konzernergebnis 5.988 6.140 1.887 -5.078 -355 328
*) Davon: Externe Umsatzerlöse: 169.843 149.603 76.480 56.136 379 418
scrollen
In TEUR Konsolidierung /​ - Überleitung Total
12_​2023 12_​2022 12_​2023 12_​2022
Umsatzerlöse *) -6.331 -6.198 246.702 206.157
Bestandsveränderung 0 0 -2.439 3.239
Sonstige Erträge 112 -94 5.026 6.871
Materialaufwand -1.104 -475 125.897 112.246
Personalaufwand 0 0 62.404 57.738
Sonstige Aufwendungen -3.604 -5.391 39.271 31.197
Segmentabschreibungen -15 -18 12.391 12.353
Wertminderungsaufwendungen(-) /​ertrag (+) IFRS 9 0 0 35 -7
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit -1.496 -408 9.361 2.726
Finanzerträge -570 -784 929 921
Finanzaufwendungen -781 -782 4.256 2.980
Ergebnis aus assoziierten Unternehmen 0 0 201 313
Ergebnis vor Steuern -1.285 -410 6.235 980
Ertragsteuern 1.787 -198 1.787 -198
Konzernergebnis -3.072 -212 4.448 1.178
*) Davon: Externe Umsatzerlöse: 0 0 246.702 206.157

Im Segment Antriebstechnik entfielen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 89.115 der Umsatzerlöse auf einen Hauptkunden. Dies entspricht ca. 36,1 % der konsolidierten Umsatzerlöse des MS Industrie AG-Konzerns. Im Geschäftsjahr 2022 entfielen im Segment Antriebstechnik TEUR 80.298 der Umsatzerlöse auf einen Hauptkunden. Dies entsprach ca. 39,0 % der Vorjahresumsatzerlöse des Konzerns.

In den Segmentergebnissen sind die folgenden Ergebnisse aus der Veräußerung von Anteilen an Unternehmen enthalten:

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In TEUR Antriebstechnik /​ Ultraschalltechnik Dienstleistungen
2023 2022 2023 2022
Sonstige Erträge 0 0 0 0
Finanzergebnis 0 0 0 0
0 0 0 0
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In TEUR Konsolidierung/​ Überleitung Total
2023 2022 2023 2022
Sonstige Erträge 0 23 0 23
Finanzergebnis 0 0 0 0
0 23 0 23

Die Segmentvermögenswerte und -schulden sowie die übrigen Segmentinformationen setzen sich wie folgt zusammen:

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In TEUR Antriebstechnik Ultraschalltechnik Dienstleistungen
12_​2023 12_​2022 12_​2023 12_​2022 12_​2023 12_​2022
Gesamtvermögen 99.862 98.240 81.910 93.774 26.617 25.987
Gesamtrückstellungen und -verbindlichkeiten 77.399 77.327 49.648 70.253 13.120 11.826
Investitionen in Sachanlagevermögen, in Nutzungsrechte und in Immaterielle Vermögenswerte 15.356 12.925 2.228 8.186 52 105
Veränderung Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste (nicht zahlungswirksam) -35 7 0 0 0 0
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In TEUR Konsolidierung /​ - Überleitung Total
12_​2023 12_​2022 12_​2023 12_​2022
Gesamtvermögen -5.972 -7.458 202.417 210.543
Gesamtrückstellungen und -verbindlichkeiten -12.648 -20.566 127.519 138.840
Investitionen in Sachanlagevermögen, in Nutzungsrechte und in Immaterielle Vermögenswerte 337 0 17.973 21.216
Veränderung Wertberichtigungen auf Forderungen und Forderungsverluste (nicht zahlungswirksam) 0 0 -35 7

Nachfolgend werden die Umsatzerlöse im Sitz-Land Deutschland sowie im Ausland, d. h. in Europa (ohne Deutschland), Nordamerika (USA, Kanada), übriges Amerika, Asien/​Pazifik und Sonstige (Afrika, Mittlerer Osten u. a.), dargestellt. Ebenso wird die Aufteilung der langfristigen Vermögenswerte sowie der im laufenden Jahr ausgeführten Investitionen in das Anlagevermögen im Sitz-Land sowie im Ausland dargestellt:

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Regionale Gliederung: Umsatzerlöse mit externen Kunden Langfristige *) Vermögenswerte Investitionen in Anlagevermögen nach Standort
In TEUR: 2023 2022 2023 2022 2023 2022
Deutschland 154.620 137.682 80.052 75.001 17.857 20.023
Europa (ohne Deutschland) 37.774 24.415 0 0 0 0
Nordamerika (USA, Kanada) 39.262 33.835 16.009 16.387 116 1.193
Übriges Amerika 10.381 7.264 0 0 0 0
Asien /​ Pazifik 1.924 2.682 0 0 0 0
Sonstige (Afrika, Mittlerer Osten, GUS) 2.741 279 0 0 0 0
246.702 206.157 96.061 91.388 17.973 21.216

*) ohne zu Veräußerungszwecken gehaltene langfristige Vermögenswerte, latente Steueransprüche, Beteiligungen und Ausleihungen, langfristige finanzielle Vermögenswerte sowie sonstige langfristige Vermögenswerte.

Die Abgrenzung der geographischen Regionen erfolgte nach dem Sitz des Leistungsempfängers.

Erläuterungen zum Konzernabschluss

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse verteilen sich folgendermaßen:

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MS Industrie AG /​ GCI BridgeCapital GmbH
TEUR
"MS XTEC"- Gruppe
TEUR
"MS Ultrasonic"- Gruppe
TEUR
Summe
TEUR
Vorjahr
TEUR
Umsatzerlöse aus dem Verkauf von Gütern
- Antriebstechnik 0 169.843 0 169.843 149.603
- Ultraschalltechnik 0 0 76.480 76.480 56.136
Umsatzerlöse aus der Erbringung von Dienstleistungen
- Immobilienwirtschaft 6 0 373 379 418
6 169.843 76.853 246.702 206.157
Vorjahr 6 149.603 56.548 206.157

Im Geschäftsjahr wurden TEUR 62.586 (Vorjahr: TEUR 45.562) zeitraumbezogene Umsatzerlöse und TEUR 184.116 (Vorjahr: TEUR 160.595) zeitpunktbezogene Umsatzerlöse realisiert.

2. Sonstige Erträge

Die sonstigen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen und abgegrenzten Verbindlichkeiten 912 1.664
Erträge aus der Ausbuchung von Verbindlichkeiten 442 0
Erträge aus Rechtsstreitigkeiten 460 383
Erträge aus Vermietung 400 454
Erträge aus Wechselkursveränderungen 1.030 2.849
Erlöse aus der Veräußerung von Tochterunternehmen und Beteiligungen 0 23
Erträge aus der Veräußerung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 0 101
Erträge aus der Folgebewertung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 72 468
Zuwendungen der öffentlichen Hand einschließlich steuerlicher Förderung von Forschung und Entwicklung (Forschungszulage) 292 508
Übrige Erträge 1.418 421
5.026 6.871

Die sonstigen Erträge enthalten im Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 183 Zuschreibungen auf Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens.

Die sonstigen Erträge enthalten im Vorjahr mit TEUR 5 das Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf von 0,68 % der Anteile an der Beno Holding AG, München. Zum 31. Dezember 2022 hielt die MS Industrie AG keine Anteile an der Beno Holding AG mehr. Darüber hinaus enthielten die sonstigen Erträge im Vorjahr mit TEUR 18 das Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf von 6,00 % der Anteile an der SK Immobilien GmbH, München. Zum 31. Dezember 2022 hielt die MS Industrie AG keine Anteile an der SK Immobilien GmbH mehr.

Die gesamten Netto-Erträge /​-Aufwendungen aus der Folgebewertung von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien resultieren aus den folgenden Objekten:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Gewerbeimmobilie in Wiederitzsch -75 -75
Gewerbeimmobilie in Zittau -130 74
Gewerbeimmobilie in Webberville, Michigan/​USA 277 469
72 468

3. Material- und Personalaufwand

3.1 Materialaufwand

Der Materialaufwand setzt sich wie folgt zusammen:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 117.919 105.679
Aufwendungen für bezogene Leistungen 7.978 6.567
125.897 112.246

3.2 Personalaufwand

Die Personalaufwendungen entfallen mit TEUR 52.607 (Vorjahr: TEUR 48.924) auf Löhne und Gehälter und mit TEUR 9.797 (Vorjahr: TEUR 8.814) auf soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung. Zu Letzteren wird auf Punkt 20. verwiesen.

4. Abschreibungen und Wertminderungsaufwand

Abschreibungen auf Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte

Die Abschreibungen auf Sachanlagen, Immaterielle Vermögenswerte und Nutzungsrechte teilen sich im Einzelnen wie folgt auf:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Abschreibungen auf Sachanlagen und Nutzungsrechte nach IFRS 16 11.617 11.649
Abschreibungen auf Immaterielle Vermögenswerte 774 704
12.391 12.353

5. Sonstige Aufwendungen

Die sonstigen Aufwendungen setzen sich wie folgt zusammen:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Energiekosten- und Kosten für Verbrauchsstoffe 8.123 5.901
Leiharbeiter und personalbezogene Aufwendungen 8.126 5.609
Instandhaltungskosten 5.547 5.564
Aufwendungen für Forschung und Entwicklung 3.871 4.166
Kosten des Zahlungsverkehrs 1.907 478
Rechts- und Beratungskosten 1.479 1.356
Reisekosten 1.252 1.226
Ausgangsfracht- und Transportkosten 2.788 2.367
Miet- und Leasingkosten 932 835
Aufwendungen aus Wechselkursveränderungen 1.084 1.344
Versicherungskosten 775 679
Übrige Aufwendungen 3.387 1.672
39.271 31.197

6. Finanzergebnis und Ergebnis aus assoziierten Unternehmen

Im Finanzergebnis sind Finanzerträge in Höhe von Mio. EUR 0,9 (Vorjahr: Mio. EUR 0,9) und Finanzaufwendungen in Höhe von Mio. EUR 4,3 (Vorjahr: Mio. EUR 3,0) enthalten.

Die Finanzerträge enthalten in Höhe von Mio. EUR 0,1 (Vorjahr: Mio. EUR 0,0) Zinserträge auf Abgrenzungen für Steuernachzahlungen aus erfolgter steuerlicher Betriebsprüfung nach § 233 a Abgabenordnung.

Die Finanzaufwendungen enthalten im Vorjahr in Höhe von Mio. EUR 0,1 Zinsaufwendungen auf Abgrenzungen für Steuernachzahlungen aus erfolgter steuerlicher Betriebsprüfung nach § 233 a Abgabenordnung.

Aus den gehaltenen Beteiligungen erhielt der Konzern in 2023 Dividenden in Höhe von insgesamt TEUR 118 (Vorjahr: TEUR 125), davon aus der GCI Management GmbH, Wien/​Österreich TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 9), sowie aus der WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Contagem City/​Brasilien, TEUR 114 (Vorjahr: TEUR 116).

Das Ergebnis aus assoziierten Unternehmen enthält Mio. EUR 0,0 Ertrag aus der "at-equity"-Bewertung der Shanghai MS soniTEC Co., Ltd., Shanghai/​China (Vorjahr: Mio. EUR -0,1 Aufwand), sowie Mio. EUR 0,2 Ertrag aus der "at-equity"-Bewertung der WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Contagem City/​Brasilien (Vorjahr: Mio. EUR 0,4 Ertrag).

Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten betragen im Geschäftsjahr:

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TEUR Zinserträge Zinsaufwand aus der Folgebewertung Nettoergebnis
zum Fair Value Wertminderung/​ -aufholungen 2023
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 530 0 0 0 530
Kredite und Forderungen 253 0 0 35 288
Liquide Mittel 43 0 0 0 43
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 4 0 -788 0 -784
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 99 -4.256 0 0 -4.157
Summe Nettoergebnis 929 -4.256 -788 35 -4.080
davon erfasst:
- erfolgswirksam 929 -4.256 0 35 -3.292
- direkt im Eigenkapital 0 0 -788 0 -788

Die Nettoergebnisse aus den Finanzinstrumenten betrugen im Vorjahr:

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TEUR Zinserträge Zinsaufwand aus der Folgebewertung Nettoergebnis
zum Fair Value Wertminderung 2022
Finanzielle Vermögenswerte
Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 520 0 0 0 520
Kredite und Forderungen 391 0 0 -7 384
Liquide Mittel 1 -17 0 0 -16
Erfolgsneutral zum beizulegenden Zeitwert bewertete finanzielle Vermögenswerte 9 0 1.494 0 1.503
Finanzielle Verbindlichkeiten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierte Verbindlichkeiten 0 -2.963 0 0 -2.963
Summe Nettoergebnis 921 -2.980 1.494 -7 -572
davon erfasst:
- erfolgswirksam 921 -2.980 0 -7 -2.066
- direkt im Eigenkapital 0 0 1.494 0 1.494

7. Ertragsteuern

Die Erträge (-) /​ Aufwendungen (+) aus Ertragsteuern setzen sich wie folgt zusammen:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Laufende Ertragsteuern
Inland -164 0
Ausland 682 79
Latente Steuern
Inland 1.712 115
Ausland -443 -392
Saldo (Steueraufwand; Vj. Steuerertrag) 1.787 -198

Im sonstigen Ergebnis wurden latente Steuern auf versicherungsmathematische Gewinne und Verluste in Höhe von TEUR 39 (Vorjahr: TEUR -178) und auf Wertänderungen des Planvermögens und der Pensionsrückstellung in Höhe von TEUR 37 (Vorjahr: TEUR 26) erfasst. Sämtliche übrigen Steueraufwendungen und -erträge wurden erfolgswirksam in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Gesetzlicher, tatsächlicher Steuersatz und tatsächliche Steuerbelastung

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2023
%
2022
%
Gesetzlicher Steuersatz 28,0 28,0
Tatsächliche Steuerbelastung 28,7 -20,2

Der durchschnittliche erwartete Gesamtsteuersatz beträgt unverändert 28 %. Der gesetzliche Steuersatz beinhaltet pauschaliert die Gewerbesteuer (12 %) und Körperschaftsteuer inklusive Solidaritätszuschlag (16 %).

Überleitungsrechnung nach IAS 12.81

In der Überleitungsrechnung wird der Steueraufwand (Steuerertrag) mit dem Steueraufwand (Steuerertrag) verglichen, der sich bei Verwendung des anzuwendenden Steuersatzes auf das ausgewiesene Gesamtergebnis vor Steuern fiktiv ergeben hätte.

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2023
TEUR
2022
TEUR
Ergebnis vor Ertragsteuern 6.235 980
Gesetzlicher Steuersatz für das Mutterunternehmen 28,0 % 28,0 %
Steueraufwand bei Zugrundelegung des für das Mutterunternehmen geltenden Steuersatzes 1.746 274
Auswirkungen steuerfreier Erträge 0 -33
Auswirkungen abweichender Steuersätze 65 -23
Auswirkungen periodenfremder Steuererträge -522 -205
Auswirkungen bisher nicht angesetzter latenter Steueransprüche auf steuerliche Verluste, die zum Bilanzstichtag erstmals angesetzt werden 555 0
Auswirkungen aus dem erstmaligen Ansatz von latenten Steuern auf noch nicht genutzte Steuergutschriften 0 -84
Sonstiges -57 -127
Saldo (Steueraufwand; Vj. Steuerertrag) 1.787 -198
Tatsächliche Steuerbelastung des Konzerns 28,7 % -20,2 %

Die Differenz zwischen dem Steuersatz des Mutterunternehmens und dem tatsächlichen Steuersatz des Konzerns resultiert im aktuellen Geschäftsjahr im Wesentlichen aus periodenfremde Steuererträgen in Deutschland sowie periodenfremden Steueraufwendungen der in den USA ansässigen Tochtergesellschaften. Im Vorjahr resultierte die Differenz im Wesentlichen aus periodenfremden Steuererträgen der in den USA ansässigen Tochtergesellschaften.

Temporäre Differenzen aus Beteiligungen an Tochterunternehmen, auf die keine latenten Steuern angesetzt wurden, bestehen in Höhe von TEUR 25.276 (Vorjahr: TEUR 17.718). Die daraus resultierenden passiven latenten Steuern würden TEUR 354 (Vorjahr: TEUR 248) betragen.

Latente Steuern

Die latenten Steuern zum 31. Dezember 2023 beziehen sich auf folgende Sachverhalte:

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31.12.2022
TEUR
Ergebniswirksam erfasst
TEUR
Im sonstigen Ergebnis erfasst
TEUR
Fremdwährungsumrechnung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften
- MS Industrie AG 6.409 -1.527 0 0 4.882
- Teilkonzern MS Technology Inc. 395 -302 0 0 93
- Teilkonzern MS Powertec GmbH 415 -331 0 0 84
7.219 -2.160 0 0 5.059
Temporäre Differenzen
- Entwicklungskosten 423 560 0 0 983
- Bewertung des Sachanlagevermögens 248 -234 0 0 14
- Umqualifizierung des Leasingvermögens -4.948 690 0 0 -4.258
- Bewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien -1.307 -164 0 44 -1.427
- Bewertung der Pensionsrückstellungen 172 -44 76 0 204
- Bewertung der sonstigen Rückstellungen 218 -34 0 0 184
- Umqualifizierung der Leasingverbindlichkeiten 4.784 -583 0 0 4.201
- Übrige Differenzen -1.483 700 0 0 -783
-1.893 891 76 44 -882
5.326 -1.269 76 44 4.177
Überleitung zur Bilanz (saldiert)
- Latente Steueransprüche 5.326 -1.225 76 0 4.177
- Latente Steuerschulden 0 -44 0 44 0
5.326 -1.269 76 44 4.177

Im Vorjahr resultierten die latenten Steuern aus den folgenden Sachverhalten:

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31.12.2021
TEUR
Ergebniswirksam erfasst
TEUR
Im sonstigen Ergebnis erfasst
TEUR
Fremdwährungsumrechnung
TEUR
31.12.2022
TEUR
Steuerliche Verlustvorträge und nicht genutzte Steuergutschriften
- MS Industrie AG 5.444 965 0 0 6.409
- Teilkonzern MS Technology Inc. 482 -87 0 0 395
- MS Powertec GmbH 676 -261 0 0 415
6.602 617 0 0 7.219
Temporäre Differenzen
- Entwicklungskosten -423 846 0 0 423
- Bewertung des Sachanlagevermögens 237 11 0 0 248
- Umqualifizierung des Leasingvermögens -5.252 304 0 0 -4.948
- Bewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien -1.042 -217 0 -48 -1.307
- Bewertung der Pensionsrückstellungen 370 -46 -152 0 172
- Bewertung der sonstigen Rückstellungen 296 -78 0 0 218
- Umqualifizierung der Leasingverbindlichkeiten 5.055 -271 0 0 4.784
Abgrenzung Anleihekosten und Zinsen 0 -1.282 0 0 -1.282
- Übrige Differenzen -594 393 0 0 -201
-1.353 -340 -152 -48 -1.893
5.249 277 -152 -48 5.326
Überleitung zur Konzernbilanz (saldiert)
- Latente Steueransprüche 5.522 -44 -152 0 5.326
- Latente Steuerschulden -273 321 20 -48 0
5.249 277 -152 -48 5.326

Die dargestellten Bilanzansätze enthalten immer dann einen Kürzungsbetrag, wenn es nicht hinreichend sicher erscheint, dass die darin enthaltenen Steuervorteile tatsächlich genutzt werden können. Zur Beurteilung werden die geplanten, zu versteuernden Einkünfte der nächsten maximal fünf Jahre herangezogen.

Sämtliche steuerlichen Verlustvorträge und noch nicht genutzten Steuergutschriften des Konzerns sind grundsätzlich unbegrenzt nutzbar.

Zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 sind auf körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 3.167 (Vorjahr: TEUR 3.167) und gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von TEUR 2.202 (Vorjahr: TEUR 2.202) keine latenten Steuern angesetzt worden, da diese in den kommenden Jahren voraussichtlich nicht in Anspruch genommen werden können.

8. Berechnung von Aktienstückzahlen und Ergebnissen je Aktie

Für die Berechnung der Aktienanzahl wurde gemäß IAS 33 der gewichtete Durchschnitt unter Berücksichtigung der eigenen Anteile ermittelt. Die Verwässerung berücksichtigt, falls anwendbar, neben den zum Grundkapital gehörenden Aktien auch die zum Stichtag bereits ausübbaren, aber noch nicht ausgeübten Wandlungsrechte aus an Mitarbeiter ausgegebenen Optionen.

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Geschäftsjahr 2023 2022
Konzernjahresüberschuss (TEUR) 4.448 1.178
Gewichtete Aktienanzahl 29.964.452 29.934.934
Unverwässertes Ergebnis je Aktie (EUR) 0,15 0,04

Zum Bilanzstichtag bestanden keine ausübbaren Optionen. Das verwässerte Ergebnis je Aktie entspricht daher dem unverwässerten Ergebnis je Aktie.

9. Anteil anderer Gesellschafter am Konzernjahresergebnis

Anteile anderer Gesellschafter am Konzernjahresergebnis lagen im Geschäftsjahr und im Vorjahr nicht vor.

10. Angaben zur Konzern-Kapitalflussrechnung

Der Finanzmittelfonds setzt sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Liquide Mittel 2.123 2.347
Kontokorrentverbindlichkeiten -29.003 -30.143
-26.880 -27.796

11. Liquide Mittel

Die liquiden Mittel umfassen Kassenbestände und Guthaben bei Kreditinstituten.

12. Vorräte

Der Bilanzposten verteilt sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt auf die einzelnen Unterkategorien:

12.1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe gesamt 25.247 23.586

12.2. Unfertige Erzeugnisse

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Unfertige Erzeugnisse gesamt 11.844 11.069

12.3. Fertige Erzeugnisse und Waren

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Fertige Erzeugnisse und Waren gesamt 4.085 5.578

Im Geschäftsjahr 2023 ist für die Wertminderung von Vorräten ein Betrag in Höhe von TEUR 80 (Vorjahr: TEUR 116) in den Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe erfasst worden.

13. Kurzfristige Vermögenswerte

Aufgrund ihrer Kurzfristigkeit wird unterstellt, dass der "Fair Value" der "kurzfristigen Vermögenswerte" nach IFRS 9 den "fortgeführten Anschaffungskosten ("amortised cost")" entspricht.

13.1. Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen

Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte und Ertragsteuerforderungen setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Umsatzsteuererstattungsansprüche 553 778
Geleistete Vorauszahlungen 909 1.085
Debitorische Kreditoren 207 185
Übrige 888 667
2.557 2.715
Ertragsteuern 178 178
2.735 2.893

13.2. Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderung gegen die Shanghai MS soniTEC Co., Ltd., Shanghai/​China 440 509
Forderung gegen die WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Contagem City/​Brasilien 123 331
Anleihe Beno Holding AG, München 375 460
Forderungen gegen die MS Real Estate GmbH & Co. KG, Spaichingen 147 2.274
Übrige 818 457
1.903 4.031

Die Gesellschaft hält im Gesamtnennbetrag von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500) Anteile an einer im Geschäftsjahr 2022 begebenen Inhaberschuldverschreibung der Beno Holding AG, München (vormals: Starnberg), mit einer Laufzeit bis zum 29. November 2027. Die Anleihe ist börsennotiert und wird mit einem Nominalzins von 5,3 % p.a. verzinst. Die Anleihe wurde mit dem Zeitwert in Höhe von TEUR 375 (Vorjahr: TEUR 460) bewertet.

Hinsichtlich weiterer Angaben zu den finanziellen Vermögenswerten wird auf Punkt 32 "Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7" verwiesen.

13.3. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Zum 31. Dezember 2023 bestehen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen vor allem in der "MS Ultrasonic"-Gruppe in Höhe von TEUR 19.407 (Vorjahr: TEUR 19.748) und der MS XTEC GmbH in Höhe von TEUR 11.745 (Vorjahr: TEUR 10.951). Risiken des Forderungsausfalls ist durch Wertberichtigungen Rechnung getragen. Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als niedrig ein. Das maximale Ausfallrisiko ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt. Der ganz überwiegende Teil der bilanzierten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurde bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bezahlt.

13.4. Vertragsvermögenswerte

Die Vertragsvermögenswerte betreffen im Wesentlichen die Ansprüche des Konzerns auf Gegenleistung für erbrachte, aber zum Stichtag noch nicht abgerechnete Leistungen aus Auftragsfertigungen von Sonder- und Serienmaschinen. Die Vertragsvermögenswerte werden in die Forderungen umgegliedert, wenn die Rechte vorbehaltlos werden. Dies geschieht in der Regel, wenn der Konzern eine Rechnung an den Kunden ausstellt. In den Vertragsvermögenswerten zum 31. Dezember 2023 sind von Kunden erhaltene Anzahlungen in Höhe von TEUR 5.587 (Vorjahr: TEUR 2.607) verrechnet.

14. Finanzanlagen (Beteiligungen und assoziierte Unternehmen)

Bei den Finanzanlagen handelt es sich zum Bilanzstichtag und im Vorjahr ausschließlich um Eigenkapital-Anlagen.

Anteile an assoziierten Unternehmen

Folgende Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der Equity-Methode bewertet:

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Stimmrechts- und Kapitalanteil
Firma des assoziierten Unternehmens Sitz 31.12.2023 31.12.2022
Shanghai MS soniTEC Co., Ltd. Shanghai/​China 50,00 % 50,00 %
WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda. Contagem City/​Brasilien 42,50 % 45,00 %

Die Anteile an der Shanghai MS soniTEC Co., Ltd., Shanghai/​China, und die Anteile an der WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Contagem City/​Brasilien, sind jeweils einzeln für die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung. Der Anteil des Konzerns am Gewinn/​Gesamtergebnis dieser Unternehmen beträgt insgesamt TEUR 201 (Vorjahr: TEUR 313) und resultiert vollständig aus fortgeführten Geschäftsbereichen. Die Summe der Buchwerte der Anteile an diesen Unternehmen beträgt TEUR 1.579 (Vorjahr: TEUR 1.305).

Übrige Beteiligungen

Zum 31. Dezember 2023 und 31. Dezember 2022 war der Konzern an folgenden anderen Unternehmen beteiligt (sämtliche genannten Beteiligungen eingestuft als: "Bewertet zum "Fair Value" ("FVTPL" oder "FVOCI")" gemäß IFRS 9): IFRS 9 enthält drei wichtige Einstufungskategorien für finanzielle Vermögenswerte: "Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im Gewinn oder Verlust bewertet (FVTPL) sowie zum beizulegenden Zeitwert mit Wertänderungen im sonstigen Ergebnis bewertet (FVOCI)". Ferner besteht nach IFRS 9 ein später nicht mehr änderbares Wahlrecht, nachträgliche Änderungen des beizulegenden Zeitwerts eines Eigenkapitalinstruments (welches nicht zu Handelszwecken gehalten wird) im sonstigen Ergebnis darzustellen und ausschließlich die Dividendenerträge in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zu zeigen. Der Vorstand hat beschlossen, dieses Wahlrecht für die wesentlichen Eigenkapitalinstrumente, mit Ausnahme der Beteiligungen an Personenhandelsgesellschaften, auszuüben. Der Hauptgrund für diese Entscheidung ist die Überzeugung des Vorstands, dass Fair-Value-Bewertungseffekte aus der Anwendung von IFRS 9 das Konzernergebnis nicht beeinflussen sollten.

31. Dezember 2023

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Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Bewertungskategorie Anschaffungskosten
TEUR
Erfasste Wertänderung
TEUR
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg 9,9 FVTPL 70 101
MS Real Estate GmbH & Co. KG, Spaichingen 6,0 FVTPL 464 264
GCI Management Consulting GmbH, München 23,4 FVOCI 21 5
GCI Management GmbH, Wien, Österreich 17,0 FVOCI 7 41
Grondola Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Trossingen KG, Grünwald 100,0 FVTPL 10 0
Deutsche Elektromotoren Holding GmbH, Dettingen unter Teck 14,9 FVOCI 2.389 -774
2.961 -363
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Gesellschaft Buchwert
TEUR
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg 171
MS Real Estate GmbH & Co. KG, Spaichingen 728
GCI Management Consulting GmbH, München 26
GCI Management GmbH, Wien, Österreich 48
Grondola Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Trossingen KG, Grünwald 10
Deutsche Elektromotoren Holding GmbH, Dettingen unter Teck 1.615
2.598

Keines der oben aufgeführten Unternehmen ist börsennotiert und wurde oder wird mit seinen Anteilen am Kapitalmarkt gehandelt. Der beizulegende Zeitwert der Anteile an der Deutsche Elektromotoren Holding GmbH, Dettingen unter Teck, konnte im Vorjahr aus der im Geschäftsjahr 2022 erfolgten Transaktion mit Dritten abgeleitet und im Geschäftsjahr mit Hilfe des "DCF"- ("Discounted Cash Flow"-) Verfahrens validiert werden. Für die übrigen Beteiligungen lag kein Marktpreis vor. Daher wurde der beizulegende Zeitwert mittels anderer Bewertungsverfahren (vorrangig mit Hilfe des "DCF"- ("Discounted Cash Flow"-) Verfahrens ermittelt. Eine Veräußerungsabsicht bestand für diese Beteiligungen zum Bilanzstichtag nicht. Wenn der beizulegende Zeitwert mittels des "DCF"- ("Discounted Cash Flow"-) Verfahrens nicht ermittelt werden konnte, wurden andere geeignete Bewertungsverfahren zur Fair Value Ermittlung herangezogen.

31. Dezember 2022

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Gesellschaft Anteil am Kapital
%
Bewertungskategorie Anschaffungskosten
TEUR
Erfasste Wertänderung
TEUR
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg 9,9 FVTPL 70 95
MS Real Estate GmbH & Co. KG, Spaichingen 6,0 FVTPL 464 269
GCI Management Consulting GmbH, München 23,4 FVOCI 21 5
GCI Management GmbH, Wien, Österreich 17,0 FVOCI 7 56
Grondola Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Trossingen KG, Grünwald 100,0 FVTPL 10 0
Deutsche Elektromotoren Holding GmbH, Dettingen unter Teck 14,9 FVOCI 2.389 0
2.961 425
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Gesellschaft Buchwert
TEUR
Bewertung zum beizulegenden Zeitwert
MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg 165
MS Real Estate GmbH & Co. KG, Spaichingen 733
GCI Management Consulting GmbH, München 26
GCI Management GmbH, Wien, Österreich 63
Grondola Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Trossingen KG, Grünwald 10
Deutsche Elektromotoren Holding GmbH, Dettingen unter Teck 2.389
3.386

Bei den beiden ausschließlich von den Consulting-Partnern geführten Gesellschaften GCI Management Consulting GmbH, München, und GCI Management GmbH, Wien, verfügt die MS Industrie AG über keinen maßgeblichen Einfluss, sodass kein assoziiertes Unternehmen vorliegt. Auch die Ergebnisverteilung erfolgt nur unter den aktiven Consulting-Partnern.

An der Grondola Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Trossingen KG, Grünwald, ist die MS XTEC GmbH mit 100 % der Kommanditeinlagen als Kommanditist beteiligt. Die MS XTEC GmbH verfügt aufgrund der Konstruktion der Kommanditgesellschaft mit einem konzernfremden Komplementär und einem atypisch stillen Gesellschafter weder über einen beherrschenden noch über einen maßgeblichen Einfluss, sodass die Einstufung der Gesellschaft als Finanzinvestition erfolgt.

Das Eigenkapital und Jahresergebnis der unter den Beteiligungen und Anteilen an assoziierten Unternehmen ausgewiesenen Anteile an anderen Unternehmen stellt sich wie folgt dar:

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Anteil am Kapital
%
Eigenkapital
TEUR
Ergebnis
TEUR
GCI Management Consulting GmbH, München 23,4 525 60
(2021) 1) (2021) 1)
WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda.,Contagem City (Bundesstaat: Minas Gerais), Brasilien 42,5 3.458 938
(2023) (2023)
Shanghai MS soniTEC Co., Ltd., Shanghai/​China 50,0 193 2
(2023) (2023)
MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg 9,9 1.449 29
(2023) 1) (2023) 1)
MS Real Estate GmbH & Co. KG, Spaichingen 6,0 642 875
(2023) 1) (2023) 1)
GCI Management GmbH, Wien, Österreich 17,0 463 184
(2022) (2022)
Grondola Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Trossingen KG, Grünwald 100,0 20 411
(2023) 1) (2023) 1)
Deutsche Elektromotoren Holding GmbH, Dettingen unter Teck 14,9 6.948 -92
(2022) 1) (2022) 1)

1) gemäß HGB

15. Langfristige Vermögenswerte

Die Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der Nutzungsrechte in den Geschäftsjahren 2022 und 2023 ist im Anlagegitter (Anlage zum Konzernanhang) dargestellt. Die Abschreibungen werden wie bisher planmäßig nach der linearen Methode unter Berücksichtigung der festgelegten Nutzungsdauer vorgenommen.

15.1. Immaterielle Vermögenswerte

Die Zugänge im Bereich der immateriellen Vermögenswerte enthalten im Geschäftsjahr aktivierte Entwicklungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 848 (Vorjahr: TEUR 958). Zudem wurden in Höhe von TEUR 3.871 (Vorjahr: TEUR 4.166) Forschungs- und Entwicklungskosten im sonstigen betrieblichen Aufwand erfasst, da die Kriterien des IAS 38.57 zur Aktivierung von Entwicklungskosten insofern nicht erfüllt waren.

Die immateriellen Vermögenswerte setzen sich zum 31. Dezember wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Aktivierte Entwicklungskosten 2.902 2.069
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 502 589
3.404 2.658

Die aktivierten Entwicklungskosten in Höhe von TEUR 2.902 (Vorjahr: TEUR 2.069) betreffen das Segment "Ultraschalltechnik". Der Vorstand ist überzeugt, dass für alle aktivierten Entwicklungskosten der Buchwert der Vermögenswerte in voller Höhe realisiert werden wird.

Bei den sonstigen immateriellen Vermögenswerten handelt es sich im Wesentlichen um Software.

Die immateriellen Vermögenswerte haben folgende durchschnittliche Restnutzungsdauern:

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31.12.2023 Monate 31.12.2022 Monate
Aktivierte Entwicklungskosten 59 59
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 47 59

15.2. Sachanlagevermögen und Nutzungsrechte nach IFRS 16

Im Sachanlagevermögen sind zum Bilanzstichtag in Höhe von insgesamt TEUR 1.189 (Vorjahr: TEUR 2.737) geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau enthalten.

Im Geschäftsjahr neu hinzugekommen sind vor allem Maschinen und technische Anlagen sowie Betriebs- und Geschäftsausstattung und Nutzungsrechte aus der Anwendung von IFRS 16.

Im Anlagevermögen befinden sich Nutzungsrechte nach IFRS 16 in Höhe von TEUR 40.439 (Vorjahr: TEUR 39.258) in Zusammenhang mit Leasingobjekten, die nicht die Definition einer "als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie" erfüllen. Nutzungsrechte, die die Definition von "Als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien" erfüllen, werden als solche ausgewiesen.

Die Aktivierten Nutzungsrechte haben sich im Berichtsjahr wie folgt entwickelt:

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Grundstücke und Bauten
TEUR
Technische Anlagen/​ Geschäftsausstattung
TEUR
Summe
TEUR
Anschaffungskosten
Stand 1. Januar 2023 26.875 73.192 100.067
Zugänge 606 7.976 8.582
Abgänge 0 -514 -514
Stand 31. Dez. 2023 27.481 80.654 108.135
Kumulierte Abschreibungen
Stand 1. Januar 2023 10.615 50.194 60.809
Zugänge 3.049 4.352 7.401
Abgänge 0 -514 -514
Stand 31. Dez. 2023 13.664 54.032 67.696
Buchwerte
Stand 31. Dez. 2023 13.817 26.622 40.439

Zum 31. Dezember 2023 bestanden Verpflichtungen zum Erwerb von Maschinen in Höhe von TEUR 7.733 (Vorjahr: TEUR 11.050).

15.3. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Beizulegender Zeitwert der fertiggestellten, als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien 21.510 21.857
Stand zum Beginn des Jahres 21.857 20.847
Abgänge (Verkauf) 0 -124
Nettowechselkursdifferenzen -419 666
Nettogewinn/​-verlust aus Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes 72 468
Stand zum Ende des Jahres 21.510 21.857

Änderungen der beizulegenden Zeitwerte werden im Gewinn oder Verlust erfasst und sind in den sonstigen Erträgen/​Aufwendungen enthalten. Wenn sich die Nutzung einer Immobilie von einer selbstgenutzten Immobilie zu einer als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie ändert, wird die Immobilie zum beizulegenden Zeitwert neu bewertet und entsprechend neu klassifiziert. Jeder aus dieser Neubewertung resultierende Gewinn wird erfolgswirksam erfasst, sofern ein früherer Wertminderungsaufwand für das betreffende Objekt aufgeholt wird. Der verbleibende Gewinn wird im sonstigen Ergebnis erfasst und in der Neubewertungsrücklage ausgewiesen. Ein Verlust wird erfolgswirksam erfasst. Soweit ein Betrag in der Neubewertungsrücklage dieser Immobilie enthalten ist, wird der Verlust jedoch im sonstigen Ergebnis erfasst und verringert die Neubewertungsrücklage im Eigenkapital.

Beim Konzern bestehen keine Beschränkungen hinsichtlich der Veräußerbarkeit von als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien und keine vertraglichen Verpflichtungen, als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien zu kaufen, zu erstellen oder zu entwickeln.

Bei den "Als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien" handelt es sich unter anderem um ein, im Geschäftsjahr 2021 aus den Sachanlagen umgegliedertes, mit einem Verwaltungsgebäude, mit Werk- und Lagerhallen und Parkplatzreihenanlagen bebautes Grundstück in Webberville, Michigan/​USA, im Eigentum der MS Land & Buildings LLC., Howell, Michigan/​USA, einer 100%igen Tochtergesellschaft der 100%igen Tochtergesellschaft MS Technology Inc., Howell, Michigan/​USA, das seit April 2019 extern an die GNUTTI Carlo USA, Inc./​USA, verpachtet ist. Bis September 2021 war das Grundstück noch teilweise in nicht untergeordnetem Umfang an die 100%ige Tochtergesellschaft MS Ultrasonic Technology LLC., Howell, Michigan/​USA, untervermietet. Auf der Grundlage des IAS 40 wurde das Neubewertungsmodell gewählt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes durch den Konzern erfolgte auf Hierarchiestufe 3.

Der Buchwert hat sich wie folgt entwickelt:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Beizulegender Zeitwert der fertiggestellten, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 11.765 11.907
Stand zum Beginn des Jahres 11.907 10.772
Nettowechselkursdifferenzen -419 666
Nettogewinn/​-verlust aus Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes 277 469
Ergebnisneutrale Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes gemäß IAS 40.62 0 0
Stand zum Ende des Jahres 11.765 11.907

Der auf Hierarchiestufe 3 ermittelte beizulegende Zeitwert der Immobilie in Webberville zum 31. Dezember 2023 (TEUR 11.765) basiert auf der auf den jeweiligen Bilanzstichtag bezogenen Bewertung von "COLLIERS INTERNATIONAL VALUATION & ADVISORY SERVICES", einem unabhängigen, auf die Bewertung von Gewerbeimmobilien spezialisierten, Immobiliengutachterbüro aus Southfield, Michigan/​USA, das nicht in Verbindung mit dem Konzern steht.

Die Bewertungen des Immobiliengutachters basieren auf dem Ertragswertverfahren. Danach ist der Verkehrswert (Marktwert) von Immobilien nach dem Preis zu bestimmen, der am Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach dem Zustande des Grundstücks und des Gebäudes unter Berücksichtigung aller Beurteilungsmerkmale sowie der Lage auf dem Immobilienmarkt sowie ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre. Dieses Vorgehen entspricht auch den IFRS. Es wurde ein Bewertungsmodell in Übereinstimmung mit dem vom International Valuation Standards Committee empfohlenen Modell verwendet.

Der Pachtvertrag wurde bis zum Jahr 2029 fest abgeschlossen. Zudem wurden dem Pächter zwei Verlängerungsoptionen zu je 3 Jahren eingeräumt. Die Miete wurde bis zum 1. Quartal 2026 fest vereinbart. Bis zum 1. Quartal 2026 ist eine Miete vereinbart, die unter der marktüblichen Miete liegt, da die Differenz im Kaufpreis mit abgegolten war. Für die abgezinste Differenz aus marktüblicher Miete und Marktmiete wurde zum Zeitpunkt des Abschlusses des Mietvertrags eine bilanzielle Abgrenzung gebildet. Ab dem 2. Quartal 2026 bis zum Ende des Mietvertrags 2029 soll eine marktübliche Miete vereinbart werden.

Die künftigen Mindestleasingzahlungen - ohne die Abgrenzungen - betragen:

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2023
TUSD
Fällig in 2024 400
Fällig in 2025 400
Fällig in Q.1-2026 100
Fällig in Q.2-Q.4-2026 675
Fällig in 2027 900
Fällig in 2028 900
Fällig in mehr als fünf Jahren 900
4.275

Das Mietverhältnis ist vom Leasingnehmer zu jeder Zeit mit einer Frist von einem Jahr kündbar. Der Mieter trägt zusätzlich zur Miete die Kosten für Versicherung, Wartung und Instandsetzung der Immobilie.

Die Mieterträge für die Immobilie betrugen im Geschäftsjahr TEUR 370 (Vorjahr: TEUR 380). Die betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) betrugen im Geschäftsjahr TEUR 158 (Vorjahr: TEUR 3).

Darüber hinaus handelt es sich um ein im Geschäftsjahr 2021 aus den Sachanlagen umgegliedertes, mit zwei Verwaltungsgebäuden, sowie mit Werk- und Lagerhallen und Parkplatzreihenanlagen bebautes, Grundstück in Zittau, im Eigentum der MS Powertec GmbH, Zittau, einer 100%igen Tochtergesellschaft der 100%igen Tochtergesellschaft MS XTEC GmbH, Trossingen, das von Juli 2021 bis März 2023 teilweise extern verpachtet war und derzeit zur Vermietung oder zum Verkauf angeboten wird. Bis Juni 2021 war das Grundstück von der MS Powertec GmbH, Zittau, eigengenutzt. Als Bewertungsmodell wurde - auf der Grundlage des IAS 40 - ebenfalls das Neubewertungsmodell gewählt. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwertes durch den Konzern erfolgte auf Hierarchiestufe 3.

Der Buchwert hat sich wie folgt entwickelt:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Beizulegender Zeitwert der fertiggestellten, als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien 2.280 2.410
Stand zum Beginn des Jahres 2.410 2.460
Zugänge (Umbuchungen aus dem Sachanlagevermögen) 0 0
Abgänge (Verkauf) 0 -124
Nettogewinn/​-verlust aus Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes -130 74
Ergebnisneutrale Anpassungen des beizulegenden Zeitwertes gemäß IAS 40.62 0 0
Stand zum Ende des Jahres 2.280 2.410

Der auf Hierarchiestufe 3 ermittelte, beizulegende Zeitwert zum 31. Dezember 2023 (TEUR 2.280; Vorjahr: TEUR 2.410) basiert auf der auf den jeweiligen Bilanzstichtag bezogenen Bewertung von Herrn Diplom-Betriebswirt Dietmar Spiess, Dortmund, der unabhängiger und von der Industrie- und Handelskammer zu Dortmund öffentlich bestellter und vereidigter Sachverständiger für die Bewertung von bebauten und unbebauten Grundstücken ist und der nicht in Verbindung mit dem Konzern steht. Herr Dietmar Spiess ist seit 1988 Mitglied des Gutachterausschusses für Grundstückswerte in der Stadt Dortmund und seit dem Jahre 2000 Mitglied des Gutachterausschusses für Grundstückswerte im Kreis Recklinghausen, in der Stadt Castrop-Rauxel und in der Stadt Herten und verfügt über eine angemessene Qualifikation sowie aktuelle Erfahrungen in der Bewertung von Immobilien in den relevanten Lagen.

Gemäß § 194 Baugesetzbuch ("BauGB") ist der Verkehrswert (Marktwert) von Immobilien in Deutschland nach dem Preis zu bestimmen, der am Wertermittlungsstichtag im gewöhnlichen Geschäftsverkehr nach dem Zustande des Grundstücks und des Gebäudes unter Berücksichtigung aller Beurteilungsmerkmale sowie der Lage auf dem Immobilienmarkt, sowie ohne Rücksicht auf ungewöhnliche oder persönliche Verhältnisse zu erzielen wäre. Unter dem gewöhnlichen Geschäftsverkehr ist hierbei der Handel zu verstehen, der sich nach marktwirtschaftlichen Grundsätzen von Angebot und Nachfrage vollzieht, wobei weder Käufer noch Verkäufer unter Zeitdruck, Zwang oder Not stehen und allein objektive Maßstäbe preisbestimmend sind. Für die Feststellung des Verkehrswertes (Marktwertes) von Immobilien kann nach § 6 der "Verordnung über die Grundsätze für die Ermittlung der Verkehrswerte von Immobilien und der für die Wertermittlung erforderlichen Daten" ("Immobilienwertermittlungsverordnung - ImmoWertV") in der Fassung vom 14. Juli 2021 in Deutschland der Ertragswert herangezogen werden. Die Bewertungen des Immobiliengutachters basieren deshalb auf dem Ertragswertverfahren. Dieses Vorgehen entspricht auch den IFRS.

Im ersten Schritt wurden sämtliche Bodenwerte ermittelt, die sich jeweils aus den an die Marktentwicklung angepassten Bodenrichtwerten und den jeweils dazugehörigen Grundstücksflächen ergeben. Im zweiten Schritt wurden die Gebäudeertragswerte ermittelt. Hier wurden zum 31. Dezember 2023 folgende Annahmen getroffen: Die Mieten orientieren sich an den Mieten, die nachhaltig realisiert werden können. Dabei wurden die individuellen Mieterstrukturen beachtet.

Die als nachhaltig angesetzten Mieten betragen in Zittau für die Verwaltungsgebäude EUR/​m 2 4,50 (Vorjahr: EUR/​m 2 4,50) und für die Werk- und Lagerhallen zwischen EUR/​m 2 2,00 und EUR/​m 2 3,00 (Vorjahr: zwischen EUR/​m 2 2,00 und EUR/​m 2 3,00). Hinsichtlich der Bewirtschaftungskosten wurden Abschläge in Höhe von 20,67 % (Vorjahr: 20,67 %) geltend gemacht. Der Gutachter hat mit einem Liegenschaftszinssatz von 6,0 % (Vorjahr: 6,0 %) und mit unterschiedlichen Vervielfältigern gearbeitet, die unmittelbar mit der Restnutzungsdauer der jeweiligen Gebäude von durchschnittlich 32 Jahren an dem Standort korrespondieren.

Die Summe aus Boden- und Gebäudeertragswert ergibt den jeweiligen Ertragswert der vorhandenen Renditeliegenschaft. Eine Erhöhung oder Verminderung des Liegenschaftszinses und der Marktmiete um 10 % bzw. der Bodenrichtwerte um 5 % würde sich wie folgt auf den beizulegenden Zeitwert auswirken:

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Liegenschaftszins: TEUR -146 /​ TEUR +160

Marktmieten: TEUR +252 /​ TEUR -254

Bodenrichtwerte: TEUR +6 /​ TEUR -8

Die Mieterträge für die Immobilie betrugen im Geschäftsjahr TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 46). Die betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) betrugen im Geschäftsjahr TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 3).

Bei den "Als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien" handelt es sich außerdem um ein Grundstück in Großsteinberg ohne Bauten mit einer auf insgesamt 99 Jahre befristeten Grunddienstbarkeit an einem in Leipzig/​Wiederitzsch gelegenen und seit April 2014 an die Beteiligung MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg, den Betreiber einer Photovoltaikanlage, verpachteten Grundstück. Der Pachtvertrag wurde bis zum Jahr 2034 fest abgeschlossen. Zudem wurden dem Pächter zwei Verlängerungsoptionen zu je fünf Jahren eingeräumt.

Die künftigen Leasingzahlungen betragen:

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2023
TEUR
Fällig in 2024 6
Fällig in 2025 6
Fällig in 2026 6
Fällig in 2027 6
Fällig in 2028 6
Fällig in mehr als fünf Jahren 306
336

Als Bewertungsmodell wurde das Neubewertungsmodell gewählt. Der Buchwert hat sich wie folgt entwickelt:

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2023
TEUR
1.1. 7.540
Änderung des Fair Values -75
Zeitwert 7.465

Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilie beträgt TEUR 7.465 (Vorjahr: TEUR 7.540) und weicht damit unwesentlich vom Vorjahresbuchwert ab. Die Ermittlung dieses beizulegenden Zeitwertes durch den Konzern erfolgte auf Hierarchiestufe 3 und auf der Basis der in 2014 abgeschlossenen und in Kraft getretenen langfristigen Pachtverträge mit dem Betreiber einer Photovoltaikanlage, der MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg, sowie einer anschließenden Weiterentwicklung zu einem gemischt genutzten Grundstück mit Wohn- und Gewerbeflächen. Die Bewertungen basieren auf einem DCF-Modell. Dies berücksichtigt die bis zum Jahr 2044 erwarteten Überschüsse aus der Verpachtung von durchschnittlich TEUR 40 p.a. sowie den anschließend erzielbaren Veräußerungswert auf Basis aktueller Bodenrichtwerte für vergleichbare Grundstücke (durchschnittlich 136 EUR/​m 2 ; Vorjahr: 141 EUR/​m 2 ) abzüglich noch anfallender Umwidmungs- und Veräußerungskosten (TEUR 9.839). Die Diskontierung erfolgte mit einem Zinssatz von 3,90 % p.a. (Vorjahr: 4,10 % p.a.).

Zwischen den Inputfaktoren und der Bewertung zum beizulegenden Zeitwert besteht folgender Zusammenhang: Der geschätzte Marktwert der Immobilie würde steigen /​ sinken, wenn

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der Diskontierungszinssatz niedriger /​ höher wäre

der Bodenrichtwert höher /​niedriger wäre

die Möglichkeit zur Weiterentwicklung zu einem gemischt genutzten Grundstück mit Wohn- und Gewerbeflächen besteht /​ nicht besteht bzw. früher /​ später besteht.

Die Mieterträge für die Immobilie betrugen im Geschäftsjahr TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 6). Die betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) betrugen im Geschäftsjahr TEUR 21 (Vorjahr: TEUR 17).

Der Konzern hat das Eigentum an sämtlichen als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien. Die Mieterträge für die als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien betrugen insgesamt im Geschäftsjahr TEUR 387 (Vorjahr: TEUR 432). Die betrieblichen Aufwendungen (einschließlich Reparaturen und Instandhaltung) betrugen im Geschäftsjahr TEUR 188 (Vorjahr: TEUR 23).

15.4. Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderung aus Verständigungsverfahren 5.740 5.700
Darlehensforderung gegen die WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Contagem City/​Brasilien 0 19
Übrige 4.260 4.109
10.000 9.828

Die sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte beinhalten in Höhe von TEUR 5.740 (Vorjahr: TEUR 5.700) Steuererstattungen aus einem grenzüberschreitenden Verständigungsverfahren, die auf der Basis vertraglicher Vereinbarungen vom Käufer eines ehemaligen amerikanischen Tochterunternehmens an den Konzern weiterzuleiten sind. Zu den hierzu korrespondierenden langfristigen Steuerverbindlichkeiten verweisen wir auf Punkt 19.3.

Sämtliche "sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte" werden gemäß IFRS 9 mit den fortgeführten Anschaffungskosten ("at amortised cost") bewertet.

15.5. Sonstige langfristige Vermögenswerte

Die sonstigen langfristigen Vermögenswerte (TEUR 238; Vorjahr: TEUR 258) beinhalten in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 258) geleistete Vorauszahlungen.

16. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen des Konzerns resultieren in Höhe von TEUR 18.513 (Vorjahr: TEUR 20.340) aus der MS XTEC GmbH und in Höhe von TEUR 3.918 (Vorjahr: TEUR 5.195) aus der "MS Ultraschall Technologie"-Gruppe.

17. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten (kurz- und langfristig)

Von den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten betreffen TEUR 29.093 (Vorjahr: TEUR 30.627) die "MS Ultraschall Technologie"-Gruppe und TEUR 16.672 (Vorjahr: TEUR 21.822) die "MS XTEC"-Gruppe.

Die langfristigen Bankverbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als fünf Jahren betragen TEUR 2.370 (Vorjahr: TEUR 108). Die kurzfristigen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten enthalten in Höhe von TEUR 29.003 (Vorjahr: TEUR 30.143) jederzeit fällige Kontokorrentverbindlichkeiten

18. Sonstige Rückstellungen (kurz- und langfristig)

Die sonstigen Rückstellungen betreffen Rückstellungen für Garantieverpflichtungen (TEUR 1.065; Vorjahr: TEUR 840) sowie für Haftungsrisiken (TEUR 150; Vorjahr: TEUR 150).

Die Entwicklung der Rückstellungen ist im nachfolgenden Rückstellungsspiegel dargestellt.

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01.01.2023
TEUR
Verbrauch/​ Umbuchung
TEUR
Auflösung
TEUR
Zuführung
TEUR
31.12.2023
TEUR
Garantieverpflichtungen 840 -297 -111 633 1.065
Haftungsrisiken 150 0 0 0 150
Rückstellungen 1) 990 -297 -111 633 1.215

1) darin langfristige Rückstellungen: TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Rückstellung für Garantieverpflichtungen basiert in Höhe von TEUR 1.065 auf der besten Schätzung der Geschäftsführung hinsichtlich des Barwerts des zukünftigen Abflusses wirtschaftlichen Nutzens zur Erfüllung der Verpflichtungen aus Garantien des Konzerns, die auf der örtlichen Gesetzgebung zum Verkauf von Erzeugnissen und Waren beruhen. Die Einschätzung wurde auf Basis historischer Erfahrungswerte für Garantieleistungen getroffen und kann aufgrund von neuen Materialien, geänderten Produktionsprozessen oder sonstigen die Produktqualität beeinflussenden Faktoren schwanken.

Die Rückstellung für Haftungsrisiken betrifft die gesamtschuldnerische Haftung der MS Industrie AG in Höhe von TEUR 150 für eine operative Kontokorrentkreditlinie der b&p manufacturing mobility GmbH & Co. KG, Scheßlitz, an der die Gesellschaft bis zum 5. Juli 2021 mit 19,9 % der Anteile indirekt beteiligt war. Da zum Bilanzerstellungszeitpunkt eine Inanspruchnahme nicht auszuschließen ist und gleichzeitig noch kein Rückfluss aus der gegenüber der b&p manufacturing mobility GmbH & Co. KG entstehenden Forderung zu erwarten ist, bleibt der maximale Haftungsbetrag in Höhe von TEUR 150 für die Kontokorrentkreditlinie zurückgestellt. Wir verweisen hierzu auch auf Punkt 31. Haftungsverhältnisse, Eventualschulden und Eventualforderungen.

19. Sonstige Verbindlichkeiten

19.1. Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und Ertragsteuerverbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Aufwandsabgrenzungen 5.866 6.022
Kreditorische Debitoren 594 1.125
Inflationsausgleichsprämie 410 0
Lohnsteuerverbindlichkeiten 587 601
Ertragsteuerverbindlichkeiten 85 0
Erhaltene Anzahlungen (auf Vorräte) 0 1.510
Übrige 1.199 1.498
8.741 10.758

Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten und Ertragsteuerverbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 5.866 (Vorjahr: TEUR 6.022) kurzfristige Aufwandsabgrenzungen, vor allem für Personalkosten und ausstehende Lieferantenrechnungen.

19.2. Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen kurzfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Leasingverbindlichkeiten 9.255 8.566
Übrige 1.308 934
10.563 9.500

Hinsichtlich weiterer Angaben zu den finanziellen Verbindlichkeiten wird auf Punkt 32. "Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7" verwiesen.

19.3. Langfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten und sonstige langfristige Verbindlichkeiten

Die langfristigen Ertragsteuerverbindlichkeiten und sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten beinhalten in Höhe von TEUR 5.601 (Vorjahr: TEUR 5.973) vor allem langfristige Abgrenzungen für Ertragsteuernachzahlungen und in Höhe von TEUR 661 (Vorjahr: TEUR 760) Abgrenzungen für Zinsverbindlichkeiten nach § 233 a Abgabenordnung aufgrund von Verrechnungspreisanpassungen für Lizenzen im Rahmen einer Betriebsprüfung für die Geschäftsjahre 2013 bis 2020. Die bereits festgesetzten Steuernachzahlungen sind von der Vollziehung ausgesetzt, da zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung durch Verrechnungspreisanpassungen ein grenzüberschreitendes Verständigungsverfahren beantragt wurde. Die Abgrenzungen müssen daher in Zusammenhang mit den - in Höhe von TEUR 5.740 (Vorjahr: TEUR 5.700) als sonstige langfristige Vermögensgegenstände bilanzierten - nachlaufenden, vertraglich vereinbarten Forderungen aus korrespondierenden Steuererstattungen an den Käufer eines ehemaligen amerikanischen Tochterunternehmens gesehen werden. Mit einem kurzfristigen Ergebnis des Verständigungsverfahrens ist nicht zu rechnen. Eine Verständigung auf einen - gegenüber der Feststellung der Betriebsprüfung - geringeren Verrechnungspreis würde zu einer entsprechenden Reduzierung der Verbindlichkeiten und Forderungen führen. Wir verweisen hierzu auch auf Punkt 15.4.

Darüber hinaus sind in Höhe von TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 16) abgegrenzte Erträge aus Investitionszuschüssen und Investitionszulagen der MS Industrie-Gruppe sowie in Höhe von TEUR 180 (Vorjahr: TEUR 174) langfristige Abgrenzungen für Personalkosten enthalten.

19.4. Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten

Die sonstigen langfristigen finanziellen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Leasingverbindlichkeiten 25.788 27.295
Unternehmensanleihe der MS Industrie AG 4.329 2.773
Übrige 45 185
30.162 30.253

Die Anleihen bestehen aus einer im Jahr 2022 ausgegebenen, im "Open Market" (Segment: "Quotation Board") der Deutsche Börse AG in Frankfurt gehandelten, nicht besicherten, Inhaber-Schuldverschreibung der MS Industrie AG (ISIN: DE000A30VS72/​WKN: A30VS7), die in einer Globalurkunde über TEUR 20.000 verbrieft ist. Die Verzinsung der Anleihe beträgt 6,25 % p.a.; sie ist am 17. Oktober 2027 zur Rückzahlung fällig. Der nominale Nettobestand der ausgegebenen Stücke (Globalurkunde über TEUR 20.000 abzüglich der nicht gezeichneten Stücke in Höhe von TEUR 15.450) beträgt zum Bilanzstichtag nominal TEUR 4.550 (im Vorjahr: TEUR 3.050).

Hinsichtlich weiterer Angaben zu den finanziellen Verbindlichkeiten wird auf Punkt 32. "Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7" verwiesen.

19.5. Vertragsverbindlichkeiten

Die Vertragsverbindlichkeiten betreffen im Wesentlichen die von Kunden erhaltenen Anzahlungen für den Bau von Sonder- und Serienmaschinen, für die über einen bestimmten Zeitraum Umsatzerlöse realisiert werden.

Der zu Beginn der Periode in den Vertragsverbindlichkeiten ausgewiesene Betrag von TEUR 1.171 wurde im Geschäftsjahr 2023 als Umsatzerlös erfasst.

20. Rückstellungen für Pensionen und Planvermögen

Die damalige MS Technologie-Gruppe hatte ihren bis zum 31. Dezember 1985 eingestellten Arbeitnehmern Pensionszusagen gewährt. Nach diesen leistungsorientierten Plänen haben die betreffenden Arbeitnehmer bzw. deren Hinterbliebene Anspruch auf monatliche Rentenzahlungen in Höhe von bis zu EUR 5,11 je angefangenem Dienstjahr des Arbeitnehmers. Die Rentenzahlungen beginnen mit dem Ausscheiden aus den Diensten der Firma nach Erreichen der Altersgrenze von 65 Jahren bzw. bei Dienstunfähigkeit. Für Hinterbliebene beträgt der Rentenanspruch bei Witwenrente 50 % der Altersrente und bei Waisenrente 1/​6 der Altersrente pro Kind, insgesamt aber nicht mehr als die Hälfte der Altersrente. Daneben bestehen bis zum 31. Dezember 1985 erteilte Versorgungszusagen für ehemalige Gesellschafter/​Geschäftsführer der ehemaligen MS Technologie-Gruppe, die laufende Rentenzahlungen erhalten.

Die Rückstellungen für Pensionen entfallen in der MS Industrie-Gruppe in Summe auf 118 (Vorjahr: 123) Personen, davon auf 12 (Vorjahr: 12) aktive Anwärter, 6 (Vorjahr: 6) ausgeschiedene Anwärter und 100 (Vorjahr: 105) Rentenbezieher.

Aufgrund eines im Jahr 2012 abgeschlossenen "Contractual Trust Arrangements" werden die Pensionsverpflichtungen mit dem daraus resultierenden Planvermögen saldiert ausgewiesen.

Der in der Konzernbilanz ausgewiesene Betrag aufgrund der Verpflichtung des Konzerns aus leistungsorientierten Plänen ergibt sich wie folgt:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 2.605 2.594
Planvermögen aus "Contractual Trust Arrangement 2012" -1.941 -1.765
Planvermögen aus Lebensversicherungen -282 -294
Nettoverbindlichkeit aus der leistungsorientierten Verpflichtung 382 535

Die Veränderungen im Barwert der Verpflichtungen aus leistungsorientierten Altersversorgungsplänen stellen sich wie folgt dar:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 1. Januar 2.594 3.411
Laufender Dienstzeitaufwand 4 8
Zinsaufwand 96 38
Gezahlte Versorgungsleistungen -229 -227
Versicherungsmathematische Gewinne (-) /​ Verluste (+) aus der Änderung der finanziellen Annahmen 140 -636
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 31. Dezember 2.605 2.594

Der Barwert der leistungsorientierten Pensionsverpflichtung verteilt sich wie folgt auf die einzelnen Gruppen von Versorgungsberechtigten:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Aktive Anwärter 293 265
Ausgeschiedene Anwärter 53 50
Pensionäre 2.259 2.279
Barwert der leistungsorientierten Verpflichtung 2.605 2.594

Sämtliche Pensionszusagen sind unverfallbar.

Die gewichtete durchschnittliche Laufzeit der leistungsorientierten Verpflichtung beläuft sich zum 31. Dezember 2023 auf 13,8 Jahre (Vorjahr: 13,7 Jahre).

Das Planvermögen enthält überwiegend Vermögen aus dem im Geschäftsjahr 2012 abgeschlossenen "Contractual Trust Arrangement". Der Anspruch wurde mit dem Fair Value des Planvermögens bewertet.

Das Planvermögen enthält darüber hinaus die von der Versicherungsgesellschaft mitgeteilten beizulegenden Zeitwerte von Lebensversicherungen, die bereits in Vorjahren zur Rückdeckung von Pensionszusagen in der MS Technologie-Gruppe abgeschlossen wurden.

Die Veränderungen des beizulegenden Zeitwertes des Planvermögens im laufenden Geschäftsjahr und im Vorjahr stellen sich wie folgt dar:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Anfangsbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens 2.059 1.985
Abgang von Planvermögen im Geschäftsjahr -17 -13
Zugang von Planvermögen im Geschäftsjahr 180 117
Zeitwertänderung Planvermögen -33 -53
Laufender Ertrag aus Planvermögen 34 23
Gezahlte Leistungen 0 0
Endbestand des zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Planvermögens 2.223 2.059

Die beizulegenden Zeitwerte der wesentlichen Anlagekategorien des Planvermögens stellen sich zum Bilanzstichtag für jede Kategorie wie folgt dar:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Liquide Mittel 484 275
Mischfonds 174 171
Rentenfonds 98 95
Immobilienfonds 369 368
Schuldinstrumente 816 856
Lebensversicherungen 282 294
2.223 2.059

Die beizulegenden Zeitwerte der Mischfonds, Immobilienfonds und Rentenfonds wurden zum 31. Dezember 2023 und im Vorjahr auf der Grundlage von an aktiven Märkten notierten Preisen bestimmt. Die beizulegenden Zeitwerte der Schuldinstrumente und Lebensversicherungen wurden zum 31. Dezember 2023 und im Vorjahr durch Bewertungsmodelle ermittelt und basieren nicht auf Preisen, die an einem aktiven Markt notiert sind.

Der tatsächliche Ertrag aus dem Planvermögen betrug TEUR 62 (Vorjahr: TEUR 23).

In die leistungsorientierten Pläne werden zukünftig keine Beiträge mehr geleistet.

In der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Nettozins nach IAS 19 21 6
(2011)
Laufender Dienstzeitaufwand 4 8
25 14

Der laufende Dienstzeitaufwand wurde ergebniswirksam in den Personalaufwendungen, der Nettozins ergebniswirksam in den Zinserträgen erfasst.

Im sonstigen Ergebnis sind hinsichtlich der leistungsorientierten Pläne folgende Beträge erfasst:

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Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) 2023
TEUR
2022
TEUR
1. Januar -597 -1.232
Versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) -140 635
31. Dezember -737 -597
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Wertänderungen Planvermögen und Pensionsrückstellungen 2023
TEUR
2022
TEUR
1. Januar -317 -225
Gewinne (+) und Verluste (-) aus der Neubewertung -131 -92
31. Dezember -448 -317

Für das Geschäftsjahr 2024 werden Pensionszahlungen in Höhe von TEUR 229 erwartet.

Ein Anstieg beziehungsweise Rückgang der wesentlichen versicherungsmathematischen Annahmen hätte auf den Barwert der Pensionsverpflichtungen zum 31. Dezember 2023 folgende Auswirkungen:

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Entwicklung der Pensionsverpflichtungen: Anstieg
TEUR
Rückgang
TEUR
Diskontierungszinssatz (+/​-1 %) -212 249
Rentenanpassungsfaktor (+/​-0,5 %) 113 -59

Den Sensitivitätsanalysen liegt die durchschnittliche Laufzeit der zum 31. Dezember 2023 ermittelten Versorgungsverpflichtungen zugrunde. Die Berechnungen werden für die als wesentlich eingestuften Versicherungsparameter isoliert vorgenommen, um die Auswirkungen auf den zum 31. Dezember 2023 ermittelten Barwert der Pensionsverpflichtungen separat aufzuzeigen. Da den Sensitivitätsanalysen die durchschnittliche Duration der erwarteten Versorgungsverpflichtungen zugrunde liegt und folglich die erwarteten Auszahlungszeitpunkte unberücksichtigt bleiben, führen sie nur zu näherungsweisen Informationen bzw. Tendenzaussagen.

Die deutschen Arbeitnehmer des Konzerns gehören darüber hinaus einem staatlichen Versorgungsplan an, der durch die staatlichen Behörden verwaltet wird. Zur Dotierung der Leistungen muss ein bestimmter Prozentsatz des betreffenden Personalaufwands in den Versorgungsplan eingezahlt werden. Die einzige Verpflichtung des Konzerns hinsichtlich dieses Altersversorgungsplans besteht in der Zahlung dieser festgelegten Beiträge.

Die in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung im Personalaufwand erfassten Aufwendungen von insgesamt TEUR 3.921 (Vorjahr: TEUR 3.723) stellen die fälligen Beiträge des Konzerns zu diesen Versorgungsplänen gemäß den dort geregelten Beitragssätzen dar.

21. Eigenkapital

21.1. Gezeichnetes Kapital

Das gezeichnete Kapital der MS Industrie AG setzt sich per 31. Dezember 2023 aus 30.000.000 (Vorjahr: 30.000.000) voll eingezahlten Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von je EUR 1,00 zusammen. Die Aktien sind Inhaber-Stammaktien. Sie sind ohne Zustimmung der Gesellschaft frei übertragbar.

Die Gesellschaft war seit dem 29. Mai 2001 börsennotiert; ihre Aktien wurden bis zum 22. August 2023 im "General Standard" gehandelt. Seit dem 01. Juni 2023 sind die Aktien der MS Industrie AG zum Handel im Marktsegment "m:access" der Börse München einbezogen.

Die MS Industrie AG (WKN 585518; ISIN DE0005855183) hat im 1. Halbjahr 2023 die Aufnahme des Handels ihrer Aktie im Segment "m:access" der Börse München (https:/​/​www.boerse-muenchen.de/​maccess) beantragt. Dieses mittelstandsorientierte Spezialsegment bietet nach Ansicht des Vorstands den geeigneten Rahmen für die weitere Entwicklung der Aktie sowie für die Verbreiterung der Aktionärsbasis am Stammsitz der Industrieholding. In diesem Zusammenhang weist der Vorstand darauf hin, dass für den Vollzug dieses Segmentwechsels vom "Regulierten Markt" in den "Freiverkehr" nach Maßgabe des Börsengesetzes ("BörsG") und des Wertpapiererwerbs- und Übernahmegesetzes ("WpÜG") ein Angebot zum Erwerb aller Aktien der MS Industrie AG nach den Vorschriften des WpÜG ("Delisting-Übernahmeangebot") zwingend erforderlich war, das die MS ProActive Verwaltungs GmbH, Spaichingen, abgegeben hat und das von den anderen Aktionären teilweise in Anspruch genommen wurde. Dem Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der MS Industrie AG zum Handel im "Regulierten Markt" ("General Standard") an der Frankfurter Wertpapierbörse gemäß § 39 BörsG wurde mit Bescheid vom 17. August 2023 und mit Wirkung zum 22. August 2023 stattgegeben wurde. Damit wurde der Segmentwechsel vom regulierten Markt in den Freiverkehr erfolgreich vollzogen.

Aufgrund des Bestandes von 30.789 Stück eigener Aktien wurde deren rechnerischer Wert in Höhe von EUR 30.789,00 vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der positive Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten in Höhe von EUR 26.165 wurde mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Zu der Übertragung von eigenen Aktien an die Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft im Geschäftsjahr 2023 verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt 24. Eigene Aktien.

Die Anzahl der im Umlauf befindlichen Aktien hat sich in den Geschäftsjahren 2023 und 2022 wie folgt entwickelt:

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2023 2022
Stand zum 1.1. 29.935.811 29.903.811
Abgang eigener Aktien 33.400 32.000
Stand zum 31.12. 29.969.211 29.935.811

21.2. Genehmigtes Kapital

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 1. Juli 2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2026 gegen Bar- und/​oder Sacheinlage einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um bis zu insgesamt EUR 6.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 6.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlage zu erhöhen, wobei das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2021/​I). Von dieser Ermächtigung wurde bisher noch kein Gebrauch gemacht. Das Genehmigte Kapital 2021/​I der MS Industrie AG beträgt damit zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses EUR 6.000.000 (31. Dezember 2022: Genehmigtes Kapital 2021/​I: EUR 6.000.000).

22. Kapitalrücklage

Die Kapitalrücklage entspricht der Kapitalrücklage im Jahresabschluss der MS Industrie AG und enthält gemäß § 272 Abs. 2 Nr. 1 HGB die Aufgelder, die bei Kapitalerhöhungen der Gesellschaft über den rechnerischen Wert hinaus erzielt wurden, abzüglich in Vorjahren vorgenommener Entnahmen zum Ausgleich von Verlustvorträgen.

23. Gewinnrücklagen

Die Gewinnrücklagen beinhalten in Höhe von TEUR 439 (Vorjahr: TEUR 439) die gesetzliche Rücklage nach § 150 AktG sowie in Höhe von TEUR 4.014 (Vorjahr: TEUR 3.985) die anderen Gewinnrücklagen gemäß § 272 Abs. 3 HGB aus dem Jahresabschluss der MS Industrie AG. Die Veränderung der anderen Gewinnrücklagen ist auf den Abgang eigener Aktien zurückzuführen.

Die sonstigen Rücklagen umfassen ausschließlich die Bestandteile des sonstigen Ergebnisses ("OCI") und gliedern sich zum Bilanzstichtag wie folgt:

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1.1.2023
TEUR
Veränderungen
TEUR
31.12.2023
TEUR
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste (IAS 19) -597 -140 -737
Erfolgsneutral erfasste Unterschiede aus Währungsumrechnung (IAS 21) 1.328 -325 1.003
Wertänderungen Planvermögen und Pensionsrückstellungen -316 -131 -447
Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente und Beteiligungen (IFRS 9, IAS 39.55 b) 2.228 -788 1.440
Zeitwertbewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (IAS 40) 3.472 0 3.472
Im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern -590 76 -514
5.525 -1.308 4.217

Im Vorjahr entwickelten sich die sonstigen Rücklagen wie folgt:

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1.1.2022
TEUR
Veränderungen
TEUR
31.12.2022
TEUR
Versicherungsmathematische Gewinne/​Verluste (IAS 19) -1.232 635 -597
Erfolgsneutral erfasste Unterschiede aus Währungsumrechnung (IAS 21) 764 564 1.328
Wertänderungen Planvermögen und Pensionsrückstellungen -224 -92 -316
Zeitwertbewertung der Finanzinstrumente und Beteiligungen (IFRS 9, IAS 39.55 b) 734 1.494 2.228
Zeitwertbewertung der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien (IAS 40) 3.472 0 3.472
Im sonstigen Ergebnis erfasste Steuern -438 -152 -590
3.076 2.449 5.525

Zur Entwicklung der Rücklagen aus versicherungsmathematischen Gewinnen/​Verlusten (IAS 19) sowie aus Neubewertung von Planvermögen und Pensionsrückstellungen verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt 20. Zur Entwicklung der Rücklagen aus der Zeitwertbewertung der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien (IAS 40) verweisen wir auf unsere Ausführungen unter Punkt 15.3.

Die erfolgsneutral erfassten Unterschiede aus Währungsumrechnung (IAS 21) haben sich wie folgt entwickelt:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Stand 1. Januar 1.328 764
Umrechnung ausländischer Geschäftsbetriebe -325 564
Stand 31. Dezember 1.003 1.328

Die Rücklage aus der Zeitwertbewertung der Beteiligungen nach IFRS 9 ("FVOCI") hat sich wie folgt entwickelt:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Stand 1. Januar 2.228 734
Wertänderung der Beteiligungen nach IFRS 9 ("FVOCI") -788 1.494
Stand 31. Dezember 1.440 2.228

Die übrigen Konzernrücklagen haben sich um das Konzernjahresergebnis in Höhe von TEUR 4.448 (Vorjahr: TEUR 1.178) erhöht. Des Weiteren enthalten die übrigen Konzernrücklagen die Kosten für die Kapitalerhöhungen der Jahre 2005, 2007, 2009, 2010, 2011 und 2013 mit unverändert insgesamt TEUR 1.089.

Die Rücklage aus im sonstigen Ergebnis erfassten Steuern hat sich wie folgt entwickelt:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Stand 1. Januar -590 -438
Latente Steuern aus Wertänderungen Pensionsrückstellungen 39 -178
Latente Steuern aus Wertänderungen Planvermögen 37 26
Stand 31. Dezember -514 -590

24. Eigene Aktien

Zum 31. Dezember 2022 hielt die Gesellschaft 64.189 Stück eigener Aktien im Gesamtbuchwert von TEUR 119 im Bestand. Der Bestand zum 31. Dezember 2022 entsprach rund 0,21 % des damaligen Grundkapitals der Gesellschaft. Von dem Bestand zum 31. Dezember 2022 wurden 19.189 Stück im Geschäftsjahr 2019 und 45.000 Stück im Geschäftsjahr 2020 erworben.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juli 2022 ermächtigt, bis zum 05. Juli 2024 eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Diese Ermächtigung ersetzte die zuvor geltende Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Juni 2017. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Durch den Aktienrückkauf soll unter anderem die Möglichkeit eröffnet werden, die erworbenen Aktien ganz oder teilweise für Aktienoptionsprogramme für Vorstände, Organe und Mitarbeiter der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen, den Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen, sowie für die Vermeidung von Bezugsrechtsspitzen einzusetzen. Insgesamt können daher mit Stand der Aufstellung dieses Jahresabschlusses bis zu 3.000.000 Stück Aktien von der Gesellschaft zurückgekauft werden. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag vom Vorstand der MS Industrie AG in Höhe von 0 Stück eigener Aktien Gebrauch gemacht.

Der Vorstand der MS Industrie AG hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 33.400 Stück in Vorjahren erworbene eigene Aktien mit einem Gesamtbuchwert von TEUR 62 an die Geschäftsführer von Tochterunternehmen veräußert bzw. übertragen. Der beizulegende Zeitwert zum Veräußerungszeitpunkt betrug TEUR 55.

Die Entwicklung der eigenen Anteile stellt sich im Berichtsjahr im Einzelnen wie folgt dar:

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Zahl der Aktien Betrag/​Anteil am Grundkapital Preis je Aktie
TEUR % EUR
1. Januar 2023 64.189 64 0,21 1,85
Abgänge -33.400 -33 -0,11 1,66
31. Dezember 2023 30.789 31 0,10 1,85

Die Übertragung der eigenen Aktien (Abgänge) war im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 0 liquiditätswirksam und hat ansonsten zu Personalaufwand (TEUR 55) geführt.

Gemäß IAS 32.33 in Verbindung mit IAS 1.79 wurden die Anschaffungskosten der eigenen Anteile auf die entsprechenden Eigenkapitalposten aufgeteilt und von diesen abgezogen. Ferner wurden die Gewinne und Verluste aus der Veräußerung von eigenen Anteilen direkt im Eigenkapital berücksichtigt. Siehe hierzu auch die entsprechende Überleitung in der Konzern-Eigenkapitalveränderungsrechnung.

25. Unterschiede aus der Währungsumrechnung

Unterschiede aus der Währungsumrechnung enthalten Differenzen aus der Umrechnung von Abschlüssen ausländischer Tochterunternehmen, Währungsdifferenzen aus den bei den ausländischen Tochterunternehmen in die Rücklagen eingestellten Beträgen sowie Währungsdifferenzen auf das anteilige gezeichnete Kapital. Im Geschäftsjahr 2023 wurden Währungsdifferenzen in Höhe von TEUR -54 (Vorjahr: TEUR 1.505) ergebniswirksam als Währungsgewinne (+) /​ Währungsverluste (-) in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in Höhe von TEUR -325 (Vorjahr: TEUR 564) direkt ergebnisneutral im Eigenkapital erfasst.

26. Nettofinanzverschuldung

Aktiva

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In TEUR Finanzverbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit
Die Nettofinanzverschuldung stellt sich wie folgt dar: Liquide Mittel Finanzierungsleasingverb. kurzfristig Finanzierungsleasingverb. langfristig Anleihen mit Fremdkapitalcharakter
Nettofinanzverschuldung 31. Dezember 2022 2.347 -8.566 -27.295 -2.773
Zahlungswirksame Veränderungen -224 9.412 0 -1.500
Erwerb (Leasing) 0 -1.719 -5.831 0
Umgliederungen (Fristigkeit) 0 -8.382 8.382 0
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen 0 0 -1.044 -56
Nettofinanzverschuldung 31. Dez. 2023 2.123 -9.255 -25.788 -4.329
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In TEUR Finanzverbindlichkeiten aus der Finanzierungstätigkeit
Die Nettofinanzverschuldung stellt sich wie folgt dar: Kurzfristige Bankkverb. Langfristige Bankverb. Total
Nettofinanzverschuldung 31. Dezember 2022 -43.567 -8.882 -88.736
Zahlungswirksame Veränderungen 6.474 0 14.162
Erwerb (Leasing) 0 0 -7.550
Umgliederungen (Fristigkeit) 2.868 -2.868 0
Sonstige nicht zahlungswirksame Veränderungen 0 0 -1.100
Nettofinanzverschuldung 31. Dez. 2023 -34.225 -11.750 -83.224
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Nettofinanzverschuldung 31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.975 52.449
Anleihen mit Fremdkapitalcharakter 4.329 2.773
Finanzierungsleasing ("on-balance") 35.043 35.861
./​. Liquide Mittel -2.123 -2.347
= Nettofinanzverschuldung 83.224 88.736

27. Übrige Konzernrücklagen

Die übrigen Konzernrücklagen leiten sich wie folgt her:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Stand 1. Januar 24.226 23.048
Konzernjahresergebnis 4.448 1.178
Stand 31. Dezember 28.674 24.226

Für Ausschüttungen an die Aktionäre der MS Industrie AG ist gemäß § 57 Abs. 3 AktG der im handelsrechtlichen Jahresabschluss der MS Industrie AG ausgewiesene Bilanzgewinn maßgeblich.

Der handelsrechtliche Bilanzgewinn der MS Industrie AG zum 31. Dezember 2023 beträgt EUR 7.219.631,41. Der Vorstand der MS Industrie AG schlägt der Hauptversammlung vor, den handelsrechtlichen Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 von EUR 7.219.631,41 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

28. Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital

Im Geschäftsjahr und im Vorjahr bestehen keine Anteile anderer Gesellschafter am Eigenkapital (TEUR 0; Vorjahr: TEUR 0).

29. Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die sonstigen finanziellen Verpflichtungen aus Miet- und Operating-Leasingverträgen des Konzerns in Höhe von insgesamt TEUR 1.090 (Vorjahr: TEUR 840) gliedern sich wie folgt:

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bis 1 Jahr: TEUR 336 (Vorjahr: TEUR 328),

2 bis 5 Jahre: TEUR 542 (Vorjahr: TEUR 512),

über 5 Jahre: TEUR 212 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Aufwendungen aus den oben genannten Miet- und Leasingverträgen (Operating Lease) des aktuellen Geschäftsjahres betrugen TEUR 932 (Vorjahr: TEUR 835).

Die Operating-Lease-Verhältnisse bestehen im Wesentlichen aus Firmen-KFZ und mittels Operating-Lease geleaster Firmen-EDV, die unter die Ausnahmeregeln von IFRS 16 fallen.

30. Sicherheitsleistungen und Verpfändungen

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind wie folgt besichert:

In der MS XTEC-Gruppe und der MS Ultraschall Technologie-Gruppe sind zum Bilanzstichtag diverse Bankkredite in Höhe von insgesamt TEUR 973 (31.12.2022: TEUR 1.942) durch die Sicherungsübereignung von Maschinen der MS XTEC-Gruppe und der MS Ultraschall Technologie-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 2.168 (31.12.2022: TEUR 2.959) besichert. Zudem sind in der MS XTEC-Gruppe und der MS Ultraschall Technologie-Gruppe zum Bilanzstichtag diverse Bankkredite in Höhe von insgesamt TEUR 4.176 (31.12.2022: TEUR 4.742) durch Grundschulden der MS XTEC-Gruppe und der MS Ultraschall Technologie-Gruppe in Höhe von insgesamt TEUR 3.627 (31.12.2022: TEUR 3.627) besichert. In der MS XTEC-Gruppe und der MS Ultraschall Technologie-Gruppe sind zum Bilanzstichtag zudem diverse Bankkredite in Höhe von insgesamt TEUR 27.073 (31.12.2022: TEUR 28.644) durch die Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von insgesamt TEUR 16.584 (31.12.2022: TEUR 16.403) im Wege einer Zession besichert.

Die Verpflichtungen des Konzerns aus Finanzierungsleasingverhältnissen (TEUR 35.043; Vorjahr: TEUR 35.861) sind durch die Eigentumsrechte oder Eigentumsvorbehalte der jeweiligen Leasinggeber an den geleasten Vermögenswerten besichert.

In der Übersicht stellen sich die Sicherheitsleistungen und Verpfändungen im Zusammenhang mit Bankdarlehen wie folgt dar:

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Besichert durch: Buchwert Bankdarlehen
TEUR
Buchwert Sicherheiten
TEUR
Sicherungsübereignung Maschinen 973 2.168
Grundschulden 4.176 3.627
Abtretung von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 27.073 16.584
32.222 22.379

31. Haftungsverhältnisse, Eventualschulden und Eventualforderungen

Die MS Industrie AG haftet bis auf Weiteres in Höhe von TEUR 150 für eine operative Kontokorrentkreditlinie der b&p manufacturing mobility GmbH & Co. KG, Scheßlitz, an der die Gesellschaft bis zum 5. Juli 2021 mit 19,9 % der Anteile indirekt beteiligt war. Aus der Tilgung eines Darlehens für die Gesellschaft hat die MS Industrie AG einen aufschiebend bedingten, zukünftigen Rückforderungsanspruch gegenüber der b&p engineering mobility GmbH, Ludwag, in Höhe von maximal 50 % der durch die MS Industrie AG bezahlten Tilgungsleistung. Der Anspruch ist nicht besichert und die Eventualforderung zum Bilanzstichtag nicht bilanziert. Zum 31. Dezember 2023 beträgt die Eventualforderung TEUR 200. Da zum Bilanzerstellungszeitpunkt eine Inanspruchnahme nicht auszuschließen ist und gleichzeitig noch kein Rückfluss aus der gegenüber der b&p manufacturing mobility GmbH & Co. KG entstehenden Forderung zu erwarten ist, bleibt auch der maximale Haftungsbetrag in Höhe von TEUR 150 für die Kontokorrentkreditlinie zurückgestellt.

Die MS Industrie AG haftet bis auf Weiteres in Höhe von bis zu TEUR 1.500 für eine operative Kontokorrentkreditlinie, von der am 31. Dezember 2024 TEUR 917 in Anspruch genommen sind und in Höhe von TEUR 432 für zwei Ratentilgungsdarlehen der Elektromotorenwerk Grünhain GmbH, Grünhain-Beierfeld, an der die Gesellschaft mit 14,9 % der Anteile indirekt beteiligt ist.

32. Angaben zu Finanzinstrumenten nach IFRS 7

Die Finanzinstrumente innerhalb der MS Industrie AG werden in die nachfolgend dargestellten Kategorien gegliedert.

Aus den gehaltenen Beteiligungen erhielt der Konzern in 2023 Dividenden in Höhe von insgesamt TEUR 118, davon aus der WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Brasilien, TEUR 114 und aus der GCI Management GmbH, Wien/​Österreich, TEUR 4.

Finanzielle Vermögenswerte

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Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
kurzfristig langfristig
31. Dezember 2023,
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte Liquide Mittel Beteiligungen und Ausleihungen Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten ("amortised cost") bewertet:
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 31.304 - - - - 31.304
- Übrige finanzielle Vermögenswerte - 10.426 - - 10.000 20.426
- Liquide Mittel - - 2.123 - - 2.123
Beteiligungen
- Bewertet "at equity" - - - 1.579 - 1.579
- Bewertet zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) - - - 909 - 909
- Bewertet zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) - - - 1.689 - 1.689
31.304 10.426 2.123 4.177 10.000 58.030

Finanzielle Vermögenswerte

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Buchwerte Beizulegende Zeitwerte
kurzfristig langfristig
31. Dezember 2022,
in TEUR
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte und Vertragsvermögenswerte Liquide Mittel Beteiligungen und Ausleihungen Sonstige langfristige finanzielle Vermögenswerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten ("amortised cost") bewertet:
- Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 30.701 - - - - 30.701
- Übrige finanzielle Vermögenswerte - 22.878 - - 9.828 32.706
- Liquide Mittel - - 2.347 - - 2.347
Beteiligungen
- Bewertet "at equity" - - - 1.305 - 1.305
- Bewertet zum beizulegenden Zeitwert (FVTPL) - - - 908 - 908
- Bewertet zum beizulegenden Zeitwert (FVOCI) - - - 2.478 - 2.478
30.701 22.878 2.347 4.691 9.828 70.445

Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten Krediten und Forderungen bestehen nach Einschätzung des Vorstands keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buchwerten und Zeitwerten. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit dieser Instrumente.

Finanzielle Verbindlichkeiten

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Buchwerte
kurzfristig langfristig
31. Dezember 2023,
in TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Vertragsverbindlichkeiten Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 34.225 - - 11.750
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 22.794 - -
- Übrige finanzielle Verbindlichkeiten - - 11.490 -
- Nicht sicherungsdesignierte Derivate - - - -
34.225 22.794 11.490 11.750
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Buchwerte
langfristig
31. Dezember 2023,
in TEUR
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten Beizulegende Zeitwerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 44.396
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 22.794
- Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 30.162 41.652
- Nicht sicherungsdesignierte Derivate - -
30.162 108.842

Finanzielle Verbindlichkeiten

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Buchwerte
kurzfristig langfristig
31. Dezember 2022,
in TEUR
Kurzfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen Sonstige kurzfristige finanzielle Verbindlichkeiten und Vertragsverbindlichkeiten Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 43.567 - - 8.882
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 25.742 - -
- Übrige finanzielle Verbindlichkeiten - - 10.671 -
- Nicht sicherungsdesignierte Derivate - - - -
43.567 25.742 10.671 8.882
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Buchwerte
langfristig
31. Dezember 2022,
in TEUR
Sonstige langfristige finanzielle Verbindlichkeiten Beizulegende Zeitwerte
Zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet
- Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten - 52.038
- Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen - 25.742
- Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 30.253 40.924
- Nicht sicherungsdesignierte Derivate - -
30.253 118.704

Bei allen zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanzierten, kurzfristigen Verbindlichkeiten bestehen nach Einschätzung des Vorstands keine wesentlichen Unterschiede zwischen Buchwerten und Zeitwerten. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit dieser Instrumente.

Bewertung der in der Konzernbilanz zum beizulegenden Zeitwert angesetzten Finanzinstrumente

Die nachstehende Tabelle stellt die Finanzinstrumente dar, deren Folgebewertung zum beizulegenden Zeitwert vorgenommen wird. Diese sind unterteilt in Stufe 1 bis Stufe 3, je nachdem, inwieweit der beizulegende Zeitwert beobachtbar ist:

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Stufe 1-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die sich aus notierten Preisen (unangepasst) auf aktiven Märkten für identische finanzielle Vermögenswerte oder Schulden ergeben.

Stufe 2-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die auf Parametern beruhen, die nicht notierten Preisen für Vermögenswerte und Schulden wie in Stufe 1 entsprechen (Daten), entweder direkt abgeleitet (d.h. als Preise) oder indirekt abgeleitet (d.h. abgeleitet aus Preisen).

Stufe 3-Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert sind solche, die sich aus Modellen ergeben, welche Parameter für die Bewertung von Vermögenswerten oder Schulden verwenden, die nicht auf beobachtbaren Marktdaten basieren (nicht beobachtbare Parameter, Annahmen).

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31. Dezember 2023 Stufe 1
TEUR
Stufe 2
TEUR
Stufe 3
TEUR
Gesamt
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Beteiligungen
- Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI) 0 0 1.689 1.689
- Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) 0 0 909 909
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31. Dezember 2022 Stufe 1
TEUR
Stufe 2
TEUR
Stufe 3
TEUR
Gesamt
TEUR
Finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bewertet"
Beteiligungen
- Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVOCI) 2.389 0 89 2.478
- Zum beizulegenden Zeitwert bewertet (FVTPL) 0 0 908 908

Risikomanagementpolitik und Sicherungsmaßnahmen

a) Marktrisiko

In Bezug auf die bilanzierten, finanziellen Vermögenswerte ist bei den Finanzanlagen und Beteiligungen insbesondere ein Marktrisiko durch schwankende Aktienkurse und mangelnde Fungibilität im Falle von nicht börsennotierten Beteiligungen gegeben. Dabei kann es in Phasen stark schwankender Aktienmärkte in Einzelfällen schwierig sein, den Verkauf von Beteiligungsunternehmen zu ermöglichen und damit den Beteiligungsbesitz insgesamt fungibler zu machen. Durch die langjährige Erfahrung der MS Industrie AG mit den verschiedensten Exit-Kanälen sollte es aber trotzdem weiterhin möglich sein, alternative Wege für den Beteiligungsverkauf zu finden.

b) Zinsänderungsrisiko

Eine Erhöhung der Verzinsung der variabel verzinslichen Darlehen des MS Industrie-Konzerns in Höhe von insgesamt TEUR 37.092 (Vorjahr: TEUR 33.758) um 1 %-Punkt führt zu einer Verminderung des Periodenergebnisses und des Eigenkapitals um TEUR 371 (Vorjahr: TEUR 338). Eine Verminderung der Verzinsung der variabel verzinslichen Darlehen des MS Industrie-Konzerns um 1 %-Punkt führt zu einem Anstieg des Periodenergebnisses und des Eigenkapitals um TEUR 371 (Vorjahr: TEUR 338).

c) Wechselkursrisiko

Der Konzern ist hauptsächlich dem Wechselkursrisiko des US-Dollar und daneben auch in untergeordnetem Ausmaß dem Wechselkursrisiko des Brasilianischen Real und des Chinesischen Renminbi (Yuan) ausgesetzt. Das Risiko ist begrenzt, da Kosten und Umsatzerlöse in nahezu allen Absatzregionen zum Großteil in der gleichen Währung anfallen ("Natural-Hedging").

Die Buchwerte der auf US-Dollar lautenden finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten betragen im Saldo TEUR 5.828 (Vorjahr: TEUR 5.572). Eine Aufwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar in Höhe von 10 % würde zu einer Verminderung des Periodenergebnisses und des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 530 (Vorjahr: TEUR 507) führen. Eine Abwertung des Euro gegenüber dem US-Dollar in Höhe von 10 % würde zu einem Anstieg des Periodenergebnisses und des Eigenkapitals in Höhe von TEUR 648 (Vorjahr: TEUR 619) führen.

d) Bonitäts- und Kreditrisiken

Das Kredit- oder Ausfallrisiko ist das Risiko, dass ein Vertragspartner des Konzerns seinen vertraglichen Verpflichtungen nicht nachkommt. Hieraus resultiert zum einen die Gefahr von bonitätsbedingten Wertminderungen bei Finanzinstrumenten und zum anderen die Gefahr des teilweisen oder vollständigen Ausfalls vertraglich vereinbarter Zahlungen.

Die Konzernrichtlinien sehen vor, dass Geschäftsverbindungen lediglich mit kreditwürdigen Vertragsparteien und, falls angemessen, unter Gestellung von Sicherheiten eingegangen werden, um die Risiken eines Verlustes aus der Nichterfüllung von Verpflichtungen zu mindern. Zur Beurteilung der Kreditwürdigkeit der Kunden verwendet der Konzern unter anderem Kreditratings von unabhängigen Ratingagenturen sowie andere verfügbare Finanzinformationen und eigene Handelsaufzeichnungen.

Auf Grundlage seiner Beurteilung ist der Vorstand nicht der Meinung, dass die Einstufungsanforderungen des IFRS 9 wesentliche Auswirkungen auf die Bilanzierung seiner Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und auf seine Kredite haben. IFRS 9 wendet das zukunftsorientierte Modell der "Erwarteten Kreditausfälle" an. Dies erfordert erhebliche Ermessensentscheidungen bezüglich der Frage, inwieweit die erwarteten Kreditausfälle durch Veränderungen bei den wirtschaftlichen Faktoren beeinflusst werden. Diese Einschätzung wird auf Grundlage gewichteter Wahrscheinlichkeiten bestimmt. Das Wertminderungsmodell in IFRS 9 sieht drei Stufen vor, welche die Höhe der zu erfassenden Verluste und die Zinsvereinnahmung bestimmen. Danach sind bereits bei Zugang erwartete Verluste in Höhe des Barwerts eines erwarteten 12-Monats-Verlusts zu erfassen (Stufe 1). Liegt eine signifikante Erhöhung des Ausfallrisikos vor, ist die Risikovorsorge bis zur Höhe der erwarteten Verluste der gesamten Restlaufzeit aufzustocken (Stufe 2). Mit Eintritt eines objektiven Hinweises auf Wertminderung hat die Zinsvereinnahmung auf Grundlage des Nettobuchwerts (Buchwert abzüglich Risikovorsorge) zu erfolgen (Stufe 3).

Wertberichtigungen werden für erwartete Verluste aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, Vertragsvermögenswerte und sonstige finanzielle Vermögenswerte erfasst. Die Höhe der erwarteten Verluste wird zu jedem Bilanzstichtag aktualisiert, um den Veränderungen des Ausfallrisikos seit der erstmaligen Erfassung des jeweiligen Finanzinstruments Rechnung zu tragen. Auf Basis von Bonitätsauskünften eines externen Dienstleisters wird mindestens einmal jährlich beurteilt, ob Verschiebungen zwischen Stufe 1 bis 3 eingetreten sind.

Für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie Vertragsvermögenswerte werden erwartete Verluste stets über die erwartete Restlaufzeit erfasst. Diese werden unter Bezugnahme auf den bisherigen Ausfall des Schuldners, aktuellen Bonitätsauskünften eines externen Dienstleisters sowie der aktuellen als auch der prognostizierten Entwicklung der Verhältnisse am Bilanzstichtag, gegebenenfalls unter Berücksichtigung des Zeitwerts des Geldes, geschätzt.

Zur Beurteilung, ob sich das Ausfallrisiko seit der erstmaligen Erfassung signifikant erhöht hat, wird das Ausfallrisiko am Bilanzstichtag mit dem Ausfallrisiko im Zeitpunkt der erstmaligen Erfassung verglichen. Dabei werden qualitative und quantitative Faktoren berücksichtigt. Unter anderem werden Änderungen in internen und externen Bonitätsratings und Änderungen in der Finanz, Vermögens, und Ertragslage des Schuldners berücksichtigt.

Der Konzern geht davon aus, dass ein finanzieller Vermögenswert ein geringes Ausfallrisiko hat, wenn der Vermögenswert ein Bonitätsrating von weniger als "DRA 4" ("Debtor Risk Assessment-Definition" gemäß Ratingagentur "Coface") aufweist.

Als Ausfallereignis wird das Vorliegen von intern ermittelten oder aus externen Quellen bezogenen Informationen definiert, die darauf hindeuten, dass es unwahrscheinlich ist, dass der Schuldner seine Gläubiger, einschließlich den Konzern, vollständig bezahlen wird (ohne Berücksichtigung gehaltener Sicherheiten). Ungeachtet der vorstehenden Analyse wird davon ausgegangen, dass ein Ausfall eingetreten ist, wenn ein finanzieller Vermögenswert mehr als 360 Tage überfällig ist, es sei denn, es liegen verlässliche Informationen zu dessen Werthaltigkeit vor. Ein objektiver Hinweis auf Wertminderung liegt vor, wenn Ereignisse mit negativen Auswirkungen auf den künftigen Cashflow des Schuldners eingetreten sind, wie beispielsweise erhebliche finanzielle Schwierigkeiten, längere Zahlungsausfälle oder deutliche Verschlechterung der von einem externen Dienstleister zur Verfügung gestellten Bonitätsauskunft. Ist dies der Fall, wird eine Abschreibung vorgenommen. Die erwarteten Kreditausfälle wurden im Berichtsjahr auf Basis der einzelnen Schuldner ermittelt.

Risikokonzentrationen in Bezug auf Kredit- oder Ausfallrisiken können sich bei den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ergeben, da im Geschäftsjahr 2023 insgesamt rund 36,1 % (Vorjahr: 38,9 %) der Umsatzerlöse des MS Industrie-Konzerns auf einen Hauptkunden entfielen. Die Forderungen gegen diesen Kunden betragen zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2023 TEUR 1.111 (Vorjahr: TEUR 3.971). Zum Aufstellungszeitpunkt der Konzernbilanz sind die Forderungen ganz überwiegend bezahlt. Die Konzentrationsrisiken bei den Vertragsvermögenswerten und sonstigen finanziellen Vermögenwerten sind aufgrund der diversifizierten Struktur der Schuldner vernachlässigbar.

Analysen zum Ende der Geschäftsjahre 2022 und 2023 haben ergeben, dass die Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste der Stufen 1 und 2 bei Vertragsvermögenswerten und sonstigen finanziellen Vermögenswerten von untergeordneter Bedeutung ist. Daher wurde bei den Vermögenswerten, die in den Anwendungsbereich des allgemeinen Modells fallen, aus Wesentlichkeitsgesichtspunkten auf eine Bilanzierung einer Risikovorsorge für erwartete Kreditverluste der Stufen 1 und 2 verzichtet.

Von den sonstigen finanziellen Vermögenswerten zum 31. Dezember 2023 sind insbesondere Forderungen gegen die Pfaff Industrie Maschinen AG i. I., Kaiserslautern, in Höhe von TEUR 1.747 (Vorjahr: TEUR 1.747) vollständig nach der Stufe 3 wertgemindert. Im Geschäftsjahr wurden keine sonstigen langfristigen finanziellen Vermögenswerte nach Stufe 3 wertberichtigt. Weitere Wertberichtigungen der Vertragsvermögenswerte und sonstigen finanziellen Vermögenswerte wurden nicht notwendig.

Insgesamt hat sich die Risikovorsorge hinsichtlich der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wie folgt entwickelt:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Stand Wertminderungen zu Beginn des Jahres inklusive "Expected Credit Loss" ("ECL")" aus Anwendung IFRS 9 zum 01.01.2023 2.157 2.150
Ergebniswirksame Zugänge/​Abgänge zu Wertminderung von Forderungen nach IFRS 9 ("Expected Credit Loss") -35 7
Stand zum Ende des Jahres 2.122 2.157

Von den nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten sind zum Bilanzstichtag TEUR 8.382 (Vorjahr: TEUR 8.580) überfällig:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
bis 180 Tage 7.667 7.595
180 bis 360 Tage 540 578
über 360 Tage 175 407
8.382 8.580

Der Konzern schätzt das Ausfallrisiko dieser nicht wertgeminderten finanziellen Vermögenswerte als niedrig ein. Es bestehen keine Sicherheiten für diese Vermögenswerte. Die sogenannte "90-Tage-Default-Vermutung" des IFRS 9 konnte durch ein "Debtor Risk Assessment" ("DRA") der größten Debitoren, die insgesamt über 80 % des Debitoren-Bestandes zum Bilanzstichtag umfassen, widerlegt werden. Das maximale Ausfallrisiko sämtlicher finanzieller Vermögenswerte ist durch die Höhe der Buchwerte begrenzt. Mehr als die Hälfte dieser finanziellen Vermögenswerte wurden bis zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses bezahlt.

e) Liquiditätsrisiken

Neben dem Zinsänderungsrisiko besteht in Bezug auf finanzielle Verbindlichkeiten insbesondere auch das Risiko, die finanziellen Verpflichtungen aufgrund von Liquiditätsengpässen nicht bedienen zu können. Dies gilt grundsätzlich für alle operativen Konzernunternehmen der MS Industrie AG. Da der Kapitaldienst dort hauptsächlich aus dem Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit geleistet wird, können zukünftige Verzögerungen bei Auftragseingängen oder Auftragsabwicklungen negative Folgen haben.

Der Konzern steuert Liquiditätsrisiken durch Zahlungsmittelbestände in angemessener Höhe und Kreditlinien bei Banken sowie durch ständiges Überwachen der prognostizierten und tatsächlichen Zahlungsströme und der Abstimmung der Fälligkeitsprofile von finanziellen Vermögenswerten und Verbindlichkeiten. Zum 31. Dezember 2023 verfügt der Konzern über freie Kreditlinien in Höhe von TEUR 3.520 (Vorjahr: TEUR 2.947).

Zur Absicherung von Liquiditätsrisiken in Bezug auf die Pensionsverpflichtungen im MS Industrie AG-Konzern wurden durch die betroffenen Konzernunternehmen Lebensversicherungen sowie ein sogenanntes "Contractual Trust Arrangement" abgeschlossen, die für die Deckung der Pensionsansprüche zur Verfügung stehen.

Aus den folgenden Tabellen sind die - nach Fristigkeiten gegliederten - vertraglich vereinbarten, undiskontierten, Zins- und Tilgungszahlungen der finanziellen Verbindlichkeiten des MS Industrie-Konzerns ersichtlich:

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Buchwert 31.12.2023
TEUR
Cashflow bis 1 Jahr
TEUR
Cashflow > 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
Cashflow > 5 Jahre
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 45.975 34.816 10.336 2.734
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 22.794 22.794 0 0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten + Vertragsverbindlichkeiten 41.652 12.186 30.270 2.620
110.421 69.796 40.606 5.354
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Buchwert 31.12.2022
TEUR
Cashflow bis 1 Jahr
TEUR
Cashflow > 1 Jahr bis 5 Jahre
TEUR
Cashflow > 5 Jahre
TEUR
Originäre finanzielle Verbindlichkeiten
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 52.449 44.324 9.660 614
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 25.742 25.742 0 0
Vertragsverbindlichkeiten 1.171 1.171 0 0
Übrige finanzielle Verbindlichkeiten 39.753 10.761 28.387 4.380
119.115 81.998 38.047 4.994

Die dargestellten Beträge der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten hängen von Veränderungen der variablen Zinssätze ab, die sich von den diesbezüglichen Schätzungen zum Ende der Berichtsperiode unterscheiden können.

f) Risiken aus Financial Covenants

Der MS Industrie-Konzern hat sich im Rahmen von Kreditverträgen über insgesamt Mio. EUR 39,0 mit folgenden Fristigkeiten am 31. Dezember 2023:

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Kreditlinie zum 31.12.2023
Mio. EUR
davon in Anspruch genommen
Mio. EUR
davon verfügbar
Mio. EUR
Langfristig (> 1 Jahr)
- Kreditverträge Deutschland 3,3 3,3 0,0
- Kreditverträge USA 3,3 3,3 0,0
Kurzfristig (< 1 Jahr)
- Konsortialkreditvertrag 30,0 27,1 2,9
- Übrige Kreditverträge Deutschland 1,4 1,4 0,0
- Übrige Kreditverträge USA 1,0 0,8 0,2
39,0 35,9 3,1

gegenüber verschiedenen Banken zur Einhaltung von verschiedenen Bilanz- und GuV-Kennzahlen, teilweise unterjährig und zu den jeweiligen Bilanzstichtagen, verpflichtet (sog. "Financial Covenants"). Beim Konsortialkreditvertrag handelt es sich um vier verschiedene Kennzahlen (Liquidität, EBITDA, Eigenkapitalquote sowie Schuldnerdeckung), die 2023 eingehalten wurden. Der Konsortialkreditvertrag wurde am 15. Dezember 2023 mit Closing am 18. Januar 2024 in Höhe von Mio. EUR 35,0 neu abgeschlossen und hat nun zum Bilanzerstellungszeitpunkt eine Laufzeit bis zum 15. Dezember 2026 mit zwei einjährigen Verlängerungsoptionen. Bei den übrigen (langfristigen und kurzfristigen) Kreditverträgen handelt es sich in Deutschland um Tilgungsdarlehen mit Laufzeiten bis zum 31. Dezember 2026 und in den USA um ein Hypothekendarlehen und eine zum Bilanzstichtag teilweise in Anspruch genommene Kontokorrentlinie; die Verträge sehen eine auf der Ebene der amerikanischen Tochtergesellschaften einzuhaltende Kennzahl (Schuldendienstdeckungsgrad) vor. Die Banken sind grundsätzlich berechtigt, die Kredite fristlos zu kündigen, sofern die Einhaltung der Finanzkennzahlen nicht nachgewiesen wird; wobei der Vorstand davon ausgeht, im Geschäftsjahr 2024 und in den Folgejahren die neu vereinbarten Finanzkennzahlen einzuhalten und dass es selbst bei einer möglichen Nichteinhaltung der Kennzahlen zu keinen fristlosen Kündigungen kommen würde.

33. Zusätzliche Informationen zum Kapitalrisikomanagement

Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, sicherzustellen, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können, und zugleich die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Die Gesamtstrategie des Konzerns ist gegenüber dem Vorjahr unverändert.

Die MS Industrie AG verfügt über ein solides Finanzprofil. Das Kapitalmanagement schließt sowohl Eigenkapital als auch Finanzverbindlichkeiten ein. Ein wesentliches Ziel des Kapitalmanagements der MS Industrie AG ist es, die gewichteten durchschnittlichen Kapitalkosten zu optimieren. Ferner wird ein ausgewogener Mix aus Eigen- und Fremdkapital angestrebt. Zur langfristigen Sicherung des Wachstums wird in Ausnahmefällen, etwa zur Finanzierung von Akquisitionen, auch der Einsatz einer Kapitalerhöhung in Erwägung gezogen.

Das Eigenkapital beträgt zum jeweiligen Abschlussstichtag:

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Eigenkapital 74.898 71.703
Konzernbilanzsumme 202.417 210.543
Eigenkapitalquote 37,0 % 34,1 %

Die MS Industrie AG unterliegt keinen satzungsmäßigen oder anderen extern auferlegten Kapitalerfordernissen. Die MS Industrie AG hat keine Verpflichtungen zur Ausgabe von Aktien aus dem bedingten Kapital im Zusammenhang mit Ausübungen von Aktienoptionen und Wandelschuldverschreibungen auf Basis bestehender Aktienoptionspläne.

Die finanzielle Flexibilität zu sichern, hat höchste Priorität in der Finanzierungsstrategie des Konzerns. Diese Flexibilität wird erreicht durch eine breite Auswahl von Finanzierungsinstrumenten und durch eine hohe Diversifikation der Investoren. Das Fälligkeitsprofil der Verbindlichkeiten des Konzerns weist eine breite Streuung der Fälligkeiten auf. Bei der Auswahl der Finanzierungsinstrumente werden Marktkapazität, Investorendiversifikation, Flexibilität, Kreditauflagen und das bestehende Fälligkeitsprofil berücksichtigt.

Der Vorstand überprüft die Kapitalstruktur quartalsweise. Im Rahmen dieser Überprüfung berücksichtigt der Vorstand die Kapitalkosten und das mit jeder Kapitalklasse verbundene Risiko. Der Konzern hat eine kurzfristige Zieleigenkapitalquote von 30 % bis 35 %, die sich aus dem Verhältnis des Eigenkapitals zur Konzernbilanzsumme bestimmt. Die Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2023 liegt mit 37,0 % (siehe oben) leicht über der Zielbandbreite. Ein Hauptgrund für den leichten Anstieg der Eigenkapitalquote im Jahr 2023 im Vorjahresvergleich - neben einem deutlich gestiegenen, positiven Konzerngesamtergebnis im Geschäftsjahr 2023 - ist der leichte Rückgang der Konzernbilanzsumme.

Sonstige Angaben

Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen

Im Laufe des Jahres gingen Unternehmen des Konzerns Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen ein. Salden und Geschäftsvorfälle zwischen der Gesellschaft und ihren Tochterunternehmen, die nahe stehende Unternehmen sind, wurden im Zuge der Konsolidierung eliminiert und werden in dieser Anhangs-Angabe nicht erläutert. Die Transaktionen in Verbindung mit anderen nahestehenden Unternehmen und Personen stellen sich wie folgt dar:

a) Geschäftsbeziehungen zu Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen

Bezüglich der Angaben der Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat der Gesellschaft verweisen wir auf den separaten Abschnitt "Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat" sowie "Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Organmitgliedern" unten.

b) Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen und übrigen nahestehenden Personen

Zwischen dem Konzern und der WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Brasilien, wurden im Geschäftsjahr folgende Transaktionen getätigt:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Erbringung von Warenlieferungen und Dienstleistungen 302 357

Es bestehen zum Bilanzstichtag gegenüber der WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda., Brasilien, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 123 (Vorjahr: TEUR 331). Die Forderungen sind unbesichert.

Zwischen dem Konzern und der Shanghai MS soniTEC Co., Ltd., Shanghai/​China, wurden im Geschäftsjahr folgende Transaktionen getätigt:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Erbringung von Warenlieferungen und Dienstleistungen 1.187 586

Es bestehen zum Bilanzstichtag gegenüber der Shanghai MS soniTEC Co., Ltd., Shanghai/​China, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 440 (Vorjahr: TEUR 509). Die Forderungen sind unbesichert.

Mitarbeiter

Die durchschnittliche Mitarbeiterzahl im Konzern betrug im Geschäftsjahr 826 (Vorjahr: 787) Mitarbeiter.

Vorstand

Dem Vorstand der MS Industrie AG, München, gehörten im Berichtszeitraum folgende Herren an:

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Dr. Andreas Aufschnaiter, München (Sprecher des Vorstands); Schwerpunkte: Finanzen, Investor Relations und Strukturen,

Armin Distel, Villingen-Schwenningen; Schwerpunkte: Vertrieb und Technik.

Die Vorstände sind von den Beschränkungen des § 181 BGB befreit.

Aufsichtsratsmandate des Vorstands im Berichtszeitraum:

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Dr. Andreas Aufschnaiter: Wolftank Adisa Holding AG, Innsbruck, Österreich, (stv. Vorsitzender), Beno Holding AG, München, (stv. Vorsitzender), Your Family Entertainment AG, München, (stv. Vorsitzender), Vorsitzender des Aufsichtsrats der MS Technologie Group AG, München.

Armin Distel: Beirat der MS Schramberg GmbH & Co. KG, Schramberg-Sulgen, Beirat der Roemheld GmbH, Laubach.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der MS Industrie AG, München, gehörten im Geschäftsjahr folgende Damen und Herren an:

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Karl-Heinz Dommes (Vorsitzender), Unternehmensberater, Hausen am Tann

Reto A. Garzetti (stellvertretender Vorsitzender), Betriebswirt, Zürich, Schweiz

Silke Bader, Rechtsanwältin, München

Weitere Aufsichtsratsmandate der Aufsichtsratsmitglieder:

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Karl-Heinz Dommes: Im Geschäftsjahr keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

Reto A. Garzetti: Peach Property AG, Zürich, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrates (bis 1. November 2023), AGI AG für Isolierungen und Brandschutz, Dällikon/​Zürich, Schweiz, Präsident des Verwaltungsrates, Mininavident AG, Liestal, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates, Südpack Verpackungen GmbH & Co. KG, Ochsenhausen, Mitglied des Aufsichtsrates, Südpack Medica AG, Baar, Kanton Zug, Schweiz, Mitglied des Verwaltungsrates.

Silke Bader: Im Geschäftsjahr keine weiteren Aufsichtsratsmandate.

Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Geschäftsjahr 2023

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 958. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 449 und auf Herrn Armin Distel TEUR 509.

Die gesamten erfolgsunabhängigen Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 688. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 314 und auf Herrn Armin Distel TEUR 374. In den erfolgsunabhängigen Bezügen sind geldwerte Vorteile für Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter in Höhe von TEUR 12 und für Herrn Armin Distel in Höhe von TEUR 21, Zuschüsse zur Rentenversicherung für Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter in Höhe von TEUR 8 und für Herrn Armin Distel in Höhe von TEUR 8 sowie für Herrn Armin Distel Einzahlungen in eine betriebliche Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 51 enthalten.

Die gesamten erfolgsabhängigen Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 270. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 135 und auf Herrn Armin Distel TEUR 135.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen in 2023 TEUR 79. Diese entfielen mit TEUR 32 auf Herrn Karl-Heinz Dommes, mit TEUR 24 auf Herrn Reto A. Garzetti und mit TEUR 23 auf Frau Silke Bader. In den aufgeführten Bezügen sind für die genannten Damen und Herren insgesamt variable Bezüge in Höhe von TEUR 7, bezogen auf das Vorjahr, sowie sonstige Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 2 enthalten.

Geschäftsjahr 2022

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 740. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 341 und auf Herrn Armin Distel TEUR 399.

Die gesamten erfolgsunabhängigen Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 638. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 290 und auf Herrn Armin Distel TEUR 348. In den erfolgsunabhängigen Bezügen sind geldwerte Vorteile für Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter in Höhe von TEUR 12 und für Herrn Armin Distel in Höhe von TEUR 21, Zuschüsse zur Rentenversicherung für Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter in Höhe von TEUR 8 und für Herrn Armin Distel in Höhe von TEUR 8 sowie für Herrn Armin Distel Einzahlungen in eine betriebliche Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 49 enthalten.

Die gesamten erfolgsabhängigen Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 102. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 51 und auf Herrn Armin Distel TEUR 51.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen in 2022 TEUR 55. Diese entfielen mit TEUR 23 auf Herrn Karl-Heinz Dommes, mit TEUR 16 auf Herrn Reto A. Garzetti und mit TEUR 16 auf Frau Silke Bader. In den aufgeführten Bezügen sind für die genannten Damen und Herren insgesamt variable Bezüge in Höhe von TEUR 0, bezogen auf das Vorjahr, sowie sonstige Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 2 enthalten.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Organmitgliedern

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 37).

Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Auswirkungen und des Nahost-Konfliktes sind ebenso wie die weiterhin bestehenden Auswirkungen aus dem Russland-/​Ukraine-Krieg derzeit nicht abschätzbar, aber aufgrund nicht bzw. nur gering vorhandener Beziehungen zu Kunden, Lieferanten und Produktionsstätten in den Regionen zumindest nicht direkt ableitbar. Wie im Abschnitt 5. "Chancen- und Risikobericht" des Konzernlageberichts erläutert, können indirekte Effekte, z.B. durch Beschaffungsprobleme von Kunden für andere Vormaterialien und Bauteile, hingegen weder kurz- noch mittelfristig ausgeschlossen werden.

Dem Vorstand sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage hätten.

Honorare des Konzernabschlussprüfers nach § 314 Abs. 1 Nr. 9 HGB

Das von der RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung München, berechnete Gesamthonorar setzt sich wie folgt zusammen:

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2023
TEUR
2022
TEUR
Abschlussprüfungsleistungen 297 286
- davon für Vorjahr (55) (0)
Andere Bestätigungsleistungen 4 8
- davon für Vorjahr (0) (0)
Summe 301 294
- davon für Vorjahr (55) (0)

Befreiung von Personenhandelsgesellschaften und Kapitalgesellschaften von der Pflicht zur Aufstellung, Prüfung und Offenlegung eines Jahresabschlusses nach den §§ 264 ff. HGB

Die folgenden Gesellschaften sind von der Aufstellung, Prüfung und Offenlegung des Jahresabschlusses nach den Vorschriften der §§ 264 ff. HGB aufgrund der Einbeziehung im Wege der Vollkonsolidierung in diesen Konzernabschluss gemäß § 264 Abs. 3 HGB befreit:

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MS XTEC GmbH, Trossingen

MS Ultraschall Technologie GmbH, Spaichingen

MS Industrie Verwaltungs GmbH, Spaichingen

MS PowerTec GmbH, Zittau

Angaben gemäß IAS 10.17

Der vorliegende Konzernabschluss berücksichtigt alle dem Vorstand bekannten Ereignisse bis zum 19. April 2024.

 

München, den 19. April 2024

MS Industrie AG

Der Vorstand

Dr. Andreas Aufschnaiter, Sprecher des Vorstands

Armin Distel

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen 2023

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2023
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umgliederungen
TEUR
31.12.2023
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Aktivierte Entwicklungskosten 7.464 0 848 0 532 8.844
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.452 ./​. 3 142 0 0 6.591
13.916 ./​. 3 990 0 532 15.435
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 9.464 ./​. 217 55 93 ./​. 982 8.227
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inklusive Anzahlungen und Anlagen im Bau) 65.573 ./​. 39 8.346 702 450 73.628
75.037 ./​. 256 8.401 795 ./​. 532 81.855
Nutzungsrechte
Nutzungsrechte nach IFRS 16 100.067 0 8.582 514 0 108.135
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Kumulierte Abschreibungen/​Wertminderungen
01.01.2023
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Planmäßige Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umgliederungen
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Aktivierte Entwicklungskosten 5.395 0 547 0 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.863 ./​. 1 227 0 0
11.258 ./​. 1 774 0 0
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 3.463 ./​. 93 98 91 ./​. 129
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inklusive Anzahlungen und Anlagen im Bau) 43.959 ./​. 15 4.118 109 129
47.422 ./​. 108 4.216 200 0
Nutzungsrechte
Nutzungsrechte nach IFRS 16 60.809 0 7.401 514 0
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Kumulierte Abschreibungen/​Wertminderungen Buchwerte
Zuschreibungen
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Aktivierte Entwicklungskosten 0 5.942 2.902 2.069
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 6.089 502 589
0 12.031 3.404 2.658
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0 3.248 4.979 6.001
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inklusive Anzahlungen und Anlagen im Bau) ./​. 183 47.899 25.729 21.614
./​. 183 51.147 30.708 27.615
Nutzungsrechte
Nutzungsrechte nach IFRS 16 0 67.696 40.439 39.258

MS Industrie AG, München

Entwicklung der immateriellen Vermögenswerte und Sachanlagen 2022

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Anschaffungs- und Herstellungskosten
01.01.2022
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umgliederungen
TEUR
31.12.2022
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Aktivierte Entwicklungskosten 6.506 0 958 0 0 7.464
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 6.226 3 303 80 0 6.452
12.732 3 1.261 80 0 13.916
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 5.719 355 974 300 2.716 9.464
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inklusive Anzahlungen und Anlagen im Bau) 66.327 200 4.486 2.724 ./​. 2.716 65.573
72.046 555 5.460 3.024 0 75.037
Nutzungsrechte
Nutzungsrechte nach IFRS 16 86.091 0 14.495 519 0 100.067
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Kumulierte Abschreibungen/​Wertminderungen
01.01.2022
TEUR
Währungsdifferenzen
TEUR
Planmäßige Zugänge
TEUR
Abgänge
TEUR
Umgliederungen
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Aktivierte Entwicklungskosten 4.993 0 402 0 0
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 5.576 2 302 17 0
10.569 2 704 17 0
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 3.270 111 98 51 35
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inklusive Anzahlungen und Anlagen im Bau) 43.210 25 3.134 2.375 ./​. 35
46.480 136 3.232 2.426 0
Nutzungsrechte
Nutzungsrechte nach IFRS 16 52.911 0 8.417 519 0
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Kumulierte Abschreibungen/​Wertminderungen Buchwerte
Zuschreibungen
TEUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2022
TEUR
31.12.2021
TEUR
Immaterielle Vermögenswerte
Aktivierte Entwicklungskosten 0 5.395 2.069 1.513
Sonstige immaterielle Vermögenswerte 0 5.863 589 650
0 11.258 2.658 2.163
Sachanlagen
Grundstücke und Bauten 0 3.463 6.001 2.449
Technische Anlagen und Maschinen sowie andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung (inklusive Anzahlungen und Anlagen im Bau) 0 43.959 21.614 23.117
0 47.422 27.615 25.566
Nutzungsrechte
Nutzungsrechte nach IFRS 16 0 60.809 39.258 33.180

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MS Industrie AG, München

Prüfungsurteile

Wir haben den Konzernabschluss der MS Industrie AG, München, und ihrer Tochtergesellschaften (der Konzern) - bestehend aus der Konzernbilanz zum 31. Dezember 2023, der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung sowie Konzerngesamtergebnisrechnung, der Konzerneigenkapitalveränderungsrechnung und der Konzernkapitalflussrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Konzernanhang, einschließlich einer Zusammenfassung bedeutsamer Rechnungslegungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Konzernlagebericht der MS Industrie AG, München, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

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entspricht der beigefügte Konzernabschluss in allen wesentlichen Belangen den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage des Konzerns zum 31. Dezember 2023 sowie seiner Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 und

vermittelt der beigefügte Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Konzernlagebericht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von den Konzernunternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Konzernabschlusses, der den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Konzernabschluss unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Konzernabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen in der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Konzernabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, es sei denn, es besteht die Absicht den Konzern zu liquidieren oder der Einstellung des Geschäftsbetriebs oder es besteht keine realistische Alternative dazu.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Konzernlageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Konzernlageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Konzernlagebericht erbringen zu können.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses des Konzerns zur Aufstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Konzernabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Konzernlagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Konzernabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Konzernabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Konzernlageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit des Konzerns zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Konzernabschluss und im Konzernlagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass der Konzern seine Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Konzernabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Konzernabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Konzernabschluss unter Beachtung der IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und der ergänzend nach § 315e Abs. 1 HGB anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt.

holen wir ausreichende geeignete Prüfungsnachweise für die Rechnungslegungsinformationen der Unternehmen oder Geschäftstätigkeiten innerhalb des Konzerns ein, um Prüfungsurteile zum Konzernabschluss und zum Konzernlagebericht abzugeben. Wir sind verantwortlich für die Anleitung, Beaufsichtigung und Durchführung der Konzernabschlussprüfung. Wir tragen die alleinige Verantwortung für unsere Prüfungsurteile.

beurteilen wir den Einklang des Konzernlageberichts mit dem Konzernabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage des Konzerns.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Konzernlagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 19. April 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer

Bilanz zum 31. Dezember 2023

der MS Industrie AG, München

Aktiva

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Stand am 31.12.2023
TEUR
Stand am 31.12.2022
TEUR
A. Anlagevermögen
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5,00 5,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.454,22 382,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.694.415,08 47.639.138,08
2. Beteiligungen 693.008,17 693.008,17
48.387.423,25 48.332.146,25
B. Umlaufvermögen
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände
1. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.091.717,65 7.332.940,05
2. Sonstige Vermögensgegenstände 221.727,35 200.837,92
13.313.445,00 7.533.777,97
II. Wertpapiere
Sonstige Wertpapiere 375.000,00 460.000,00
III. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten 283.255,40 823.171,89
C. Rechnungsabgrenzungsposten 74.929,36 2.734,20
62.435.512,23 57.152.217,53

Passiva

Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
A. Eigenkapital
I. Gezeichnetes Kapital 30.000.000,00 30.000.000,00
./​. Rechnerischer Wert eigener Anteile -30.789,00 -64.189,00
Ausgegebenes Kapital 29.969.211,00 29.935.811,00
II. Kapitalrücklage 7.584.821,90 7.591.329,02
III. Gewinnrücklagen
1. Gesetzliche Rücklage 439.328,00 439.328,00
2. Andere Gewinnrücklagen 4.013.833,97 3.985.449,85
4.453.161,97 4.424.777,85
IV. Bilanzgewinn 7.219.631,41 4.445.222,87
49.226.826,28 46.397.140,74
B. Rückstellungen
1. Steuerrückstellungen 5.714.802,77 6.060.075,79
2. Sonstige Rückstellungen 974.398,23 1.116.190,00
6.689.201,00 7.176.265,79
C. Verbindlichkeiten
1. Anleihen 4.550.000,00 3.050.000,00
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 266.600,59 47.340,69
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.340.048,98 0,00
4. Sonstige Verbindlichkeiten 362.835,38 481.470,31
davon aus Steuern: EUR 74.058,15 (i. V. EUR 70.911,73)
6.519.484,95 3.578.811,00
62.435.512,23 57.152.217,53

Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023

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2023
EUR
2022
EUR
1. Umsatzerlöse 712.082,43 679.347,41
2. Sonstige betriebliche Erträge 53.360,60 278.422,78
765.443,03 957.770,19
3. Materialaufwand
Aufwendungen für bezogene Leistungen 373.834,46 199.075,07
4. Personalaufwand
a) Löhne und Gehälter 1.026.798,34 799.229,04
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung 81.339,79 74.845,75
davon für Altersversorgung EUR 51.443,15 (i. V. EUR 48.543,74)
1.108.138,13 874.074,79
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 650,59 1.744,00
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 1.421.710,65 1.006.158,20
-2.138.890,80 -1.123.281,87
7. Erträge aus Beteiligungen 4.080,00 9.350,00
8. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 5.992.832,34 5.229.912,42
9. Erträge aus anderen Wertpapieren 26.816,32 26.600,00
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 318.614,06 182.721,69
davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 217.126,13 (i. V. EUR 179.810,04)
11. Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens 85.000,00 0,00
12. Aufwendungen aus Verlustübernahme 1.412.734,74 7.277.879,11
13. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 254.062,30 212.170,80
davon an verbundene Unternehmen: EUR 0,00 (i. V. EUR 34.219,922)
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag -324.147,59 -601,46
4.914.693,27 -2.040.864,34
15. Ergebnis nach Steuern 2.775.802,47 -3.164.146,21
16. Sonstige Steuern 1.393,93 1.404,00
17. Jahresüberschuss (i. V. Jahresfehlbetrag) 2.774.408,54 -3.165.550,21
18. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 4.445.222,87 7.610.773,08
19. Bilanzgewinn 7.219.631,41 4.445.222,87

Anhang für das Geschäftsjahr 2023

Allgemeines

Die MS Industrie AG ist eine Aktiengesellschaft nach dem Recht der Bundesrepublik Deutschland. Die Gesellschaft ist im Handelsregister des Amtsgerichts München unter HRB 133497 eingetragen und hat ihren Sitz in der Brienner Straße 7, 80333 München, Deutschland.

Der vorliegende Jahresabschluss wurde auf der Grundlage des Handelsgesetzbuches sowie nach den einschlägigen Vorschriften des AktG aufgestellt. Die MS Industrie AG war seit dem 29. Mai 2001 börsennotiert; ihre Aktien wurden bis zum 22. August 2023 im "General Standard" gehandelt. Die MS Industrie AG hat im 1. Halbjahr 2023 die Aufnahme des Handels ihrer Aktie im Segment "m:access" der Börse München (https:/​/​www.boerse-muenchen.de/​maccess) beantragt. Damit verbunden war ein Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der MS Industrie AG zum Handel im "Regulierten Markt" ("General Standard") an der Frankfurter Wertpapierbörse gemäß § 39 BörsG, dem mit Bescheid vom 17. August 2023 und mit Wirkung zum 22. August 2023 stattgegeben wurde. Seit dem 01. Juni 2023 sind die Aktien der MS Industrie AG damit zum Handel im Marktsegment "m:access" der Börse München zugelassen.

Gemäß § 267 Abs. 1 HGB gelten die Vorschriften für kleine Kapitalgesellschaften. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Um die Klarheit der Darstellung zu verbessern, wurden die Angaben zur Mitzugehörigkeit zu anderen Posten der Bilanz im Anhang gemacht und im Einzelfall auch andere "davon"-Angaben in den Anhang verlagert.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind zu Anschaffungskosten bilanziert und werden, sofern sie der Abnutzung unterliegen, entsprechend ihrer Nutzungsdauer von drei Jahren linear abgeschrieben.

Das Sachanlagevermögen ist zu Anschaffungskosten angesetzt und wird um planmäßige und ggf. außerplanmäßige Abschreibungen vermindert.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer (3 bis 13 Jahre) um planmäßige Abschreibungen vermindert. Die Anlagegüter werden linear abgeschrieben. Geringwertige Anlagegüter bis zu EUR 800 werden im Jahr der Anschaffung in voller Höhe aufwandswirksam erfasst.

Bei den Finanzanlagen werden die Anteilsrechte zu Anschaffungskosten beziehungsweise bei dauerhafter Wertminderung gemäß § 253 Abs. 3 HGB mit den niedrigeren beizulegenden Werten angesetzt. Bei voraussichtlicher nicht dauernder Wertminderung werden keine außerplanmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Zuschreibungen erfolgen, wenn die Gründe für den niedrigeren Wertansatz nicht mehr bestehen (§ 253 Abs. 5 HGB), bis maximal zur Höhe der historischen Anschaffungskosten.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zum Nennwert bzw. langfristige, unverzinsliche Forderungen fristenadäquat abgezinst mit dem Barwert angesetzt. Allen risikobehafteten Posten ist durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Der Ansatz der liquiden Mittel erfolgt zum Nennwert.

Bei Erwerb eigener Aktien wird deren rechnerischer Anteil am Grundkapital offen von dem Posten "Gezeichnetes Kapital" abgesetzt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag zu den Anschaffungskosten der eigenen Anteile wird mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Die Rückstellungen berücksichtigen alle ungewissen Verbindlichkeiten und drohenden Verluste aus schwebenden Geschäften und sind mit den Erfüllungsbeträgen angesetzt, die nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendig sind. Rückstellungen mit Laufzeiten von mehr als einem Jahr werden mit fristenadäquaten Zinssätzen abgezinst.

Verbindlichkeiten sind zum Erfüllungsbetrag angesetzt.

Abbildung des Beteiligungs- und Beratungsgeschäfts

Gewinne aus Beteiligungsverkäufen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. ggf. entstehende Verluste unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen ausgewiesen. Eventuelle Zuschreibungen werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen und Abschreibungen im Posten Abschreibungen auf Finanzanlagen ausgewiesen und im Anhang erläutert.

Erläuterungen zur Bilanz

Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens ist unter Angabe der Abschreibungen des Geschäftsjahres im Anlagengitter (siehe Anlage zum Anhang) dargestellt.

Finanzanlagen

Angaben zum Anteilsbesitz an verbundenen Unternehmen

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes an verbundenen Unternehmen ist der folgenden Übersicht zu entnehmen.

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Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2023
TEUR
Ergebnis 2023
TEUR
Unmittelbar verbundene Unternehmen:
MS Technologie Group AG, München 100,0 25.621 0 1)
MS XTEC GmbH (bis 28. Juni 2023: 100,0 16.996 0 1)
MS Powertrain Technologie GmbH), Trossingen
GCI BridgeCapital GmbH, München 100,0 7.277 0 1)
Mittelbar verbundene Unternehmen:
Grondola Vermietungsgesellschaft mbH & Co. Objekt Trossingen KG, Grünwald 100,0 20 411
MS Ultraschall Technologie GmbH, Spaichingen 100,0 29.135 0 1)
MS Industrie Verwaltungs GmbH, Spaichingen 100,0 107 0 1)
MS Technology, Inc., Howell, Michigan/​USA 2) 100,0 3.319 47
MS Land & Buildings, LLC., Howell, Michigan/​USA 2) 100,0 1.579 332
MS Ultrasonic Technology, LLC., Howell, Michigan/​USA 2) 100,0 4.329 3.176
MS TEC Holding, Inc., Charlotte, NC/​USA 2 100,0 452 0
MS XTEC, LLC, Charlotte, NC/​USA 2 100,0 271 0
MS Assets, LLC, Charlotte, NC/​USA 2 100,0 90 0
MS PowerTec GmbH, Zittau 100,0 6.605 1.273
MS Enterprise Holding Ltda., Salto, Bundesstaat Sao Paulo /​ Brasilien 3) 100,0 193 1

1) Ergebnisabführungsvertrag

2) Wechselkurs 31.12.2023: 1:1,1050 USD

3) Wechselkurs 31.12.2023: 1:5,3555 BRL

Angaben zum Anteilsbesitz an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht

Die Zusammensetzung des Anteilsbesitzes an Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, ist der folgenden Übersicht zu entnehmen:

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Anteil am Kapital
%
Eigenkapital 31.12.2023
TEUR
Ergebnis
TEUR
GCI Management Consulting GmbH, München 23,4 525 60
(2021) (2021)
WTP Ultrasonic lndustria e Comercio de Maquinas Ltda.,Contagem City (Bundesstaat: Minas Gerais), Brasilien 1) 42,5 3.458 938
Shanghai MS soniTEC Co., Ltd., Shanghai/​China 2) 50,0 193 2
MR3W Solarpark Leipzig GmbH & Co. KG, Augsburg 9,9 1.449 29
MS Real Estate GmbH & Co. KG, Spaichingen 6,0 642 875
GCI Management GmbH, Wien/​Österreich 17,0 463 184
(2022) (2022)
Deutsche Elektromotoren Holding GmbH, Dettingen unter Teck 14,9 6.948 -92
(2022) (2022)

1) Wechselkurs 31.12.2023: 1: 5,3555 BRL

2) Wechselkurs 31.12.2023: 1: 7,8145 CNY

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Forderungen gegen verbundene Unternehmen 13.092 7.333
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 0 0
Sonstige Vermögensgegenstände 222 201
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 74 86
13.314 7.534
davon Restlaufzeit von mehr als einem Jahr 74 86

Forderungen gegen verbundene Unternehmen

Zum Stichtag besteht ein Forderungssaldo aus einem Verrechnungskonto in Höhe von insgesamt TEUR 13.092 (Vorjahr: TEUR 6.901) gegen die 100 %ige Tochtergesellschaft MS XTEC GmbH (bis 28. Juni 2023: MS Powertrain Technologie GmbH), Trossingen, nach der Übernahme des Jahresüberschusses 2023 (TEUR 5.993; Vorjahr: TEUR 5.230).

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen betreffen darüber hinaus in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 375) ein Verrechnungskonto mit der 100 %igen Tochtergesellschaft GCI BridgeCapital GmbH, München, nach dem Ausgleich des Jahresfehlbetrages 2023 (TEUR -97; Vorjahr: TEUR -112).

Sonstige Vermögensgegenstände

Die sonstigen Vermögensgegenstände entfallen in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 85) auf Ertragsteuerforderungen.

Sonstige Wertpapiere des Umlaufvermögens

Die Gesellschaft hält als kurzfristige Kapitalanlage im Gesamtnennbetrag von TEUR 500 (Vorjahr: TEUR 500) Anteile an einer im Geschäftsjahr 2020 begebenen Inhaberschuldverschreibung der Beno Holding AG, München, mit einer Laufzeit bis zum 29. November 2027. Die Anleihe ist börsennotiert und wird mit einem Nominalzins von 5,3 % p.a. verzinst. Die gehaltenen Anteile wurden in den Vorjahren in Höhe von TEUR 40 außerplanmäßig auf den niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 460 abgeschrieben. Im Geschäftsjahr erfolgte in Höhe von TEUR 85 eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert in Höhe von TEUR 375.

Eigenkapital

Das Gezeichnete Kapital ist zum Bilanzstichtag in 30.000.000 Stückaktien mit einem rechnerischen Anteil am Grundkapital von je EUR 1,00 eingeteilt. Die Aktien sind Inhaber-Stammaktien. Sie sind ohne Zustimmung der Gesellschaft frei übertragbar.

Die MS Industrie AG war seit dem 29. Mai 2001 börsennotiert; ihre Aktien wurden bis zum 22. August 2023 im "General Standard" gehandelt. Seit dem 01. Juni 2023 sind die Aktien der MS Industrie AG zum Handel im Marktsegment "m:access" der Börse München (https:/​/​www.boerse-muenchen.de/​maccess) zugelassen. Damit verbunden war ein Antrag auf Widerruf der Zulassung der Aktien der MS Industrie AG zum Handel im "Regulierten Markt" ("General Standard") an der Frankfurter Wertpapierbörse gemäß § 39 BörsG, dem mit Bescheid vom 17. August 2023 und mit Wirkung zum 22. August 2023 stattgegeben wurde.

Aufgrund des Bestandes von 30.789 Stück (Vorjahr: 64.189 Stück) eigener Aktien wurde gemäß § 272 Abs. 1a HGB deren rechnerischer Wert am Grundkapital in Höhe von EUR 30.789,00 (Vorjahr: EUR 64.189,00) offen vom gezeichneten Kapital abgesetzt. Der verbleibende Unterschiedsbetrag zwischen dem rechnerischen Wert und den Anschaffungskosten in Höhe von EUR 26.165,23 (Vorjahr: EUR 54.549,35) ist gemäß § 272 Abs. 1a HGB mit den anderen Gewinnrücklagen verrechnet.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 01. Juli 2021 ermächtigt, das Grundkapital mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 30. Juni 2026 gegen Bar- und/​oder Sacheinlage einmalig oder in Teilbeträgen mehrmals um bis zu insgesamt EUR 6.000.000,00 durch Ausgabe von bis zu 6.000.000 Stück neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/​oder Sacheinlage zu erhöhen, wobei das gesetzliche Bezugsrecht der Aktionäre mit Zustimmung des Aufsichtsrats ausgeschlossen werden kann (Genehmigtes Kapital 2021/​I). Von dieser Ermächtigung wurde bisher noch kein Gebrauch gemacht. Das Genehmigte Kapital 2021/​I der MS Industrie AG beträgt damit zum Zeitpunkt der Aufstellung dieses Jahresabschlusses EUR 6.000.000 (31. Dezember 2021: Genehmigtes Kapital 2021/​I: EUR 6.000.000).

Die Kapitalrücklage wurde im Berichtsjahr um EUR 6.507,12 gemindert, da der Veräußerungserlös der eigenen Anteile unter der nach § 272 Abs. 1b Satz 1 HGB erfolgten Aufstockung der ursprünglich geminderten Gewinnrücklagen lag. Die Kapitalrücklage beträgt damit zum 31. Dezember 2023 EUR 7.584.821,90 (Vorjahr: EUR 7.591.329,02).

Die anderen Gewinnrücklagen haben sich wie folgt entwickelt:

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2023
TEUR
2022
TEUR
1. Januar 3.985.449,85 3.958.255,49
Abgang eigene Aktien 28.384,12 27.194,36
31. Dezember 4.013.833,97 3.985.449,85

Eigene Aktien

Zum 31. Dezember 2023 hält die Gesellschaft 30.789 Stück eigener Aktien im Bestand. Der rechnerische Anteil am Grundkapital beträgt EUR 30.789,00, dies entspricht rund 0,1 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Erworben wurden davon 30.789 Aktien im Jahr 2020.

Der Vorstand der MS Industrie AG hat im Geschäftsjahr 2023 insgesamt 33.400 Stück in Vorjahren erworbene eigene Aktien mit einem Gesamtbuchwert von TEUR 62 an die Geschäftsführer von Tochterunternehmen veräußert bzw. übertragen. Der beizulegende Zeitwert zum Veräußerungszeitpunkt betrug TEUR 55.

Die Entwicklung der eigenen Anteile stellt sich im Berichtsjahr im Einzelnen wie folgt dar:

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Zahl der Aktien Betrag/​Anteil am Grundkapital Preis je Aktie
TEUR % EUR
1. Januar 2023 64.189 64 0,21 1,85
Abgänge -33.400 -33 -0,11 1,66
31. Dezember 2023 30.789 31 0,10 1,85

Die Übertragung der eigenen Aktien (Abgänge) war im Geschäftsjahr 2023 in Höhe von TEUR 0 liquiditätswirksam und hat ansonsten zu nachträglichen Anschaffungskosten auf Anteile an verbundenen Unternehmen (TEUR 55) geführt.

Der Vorstand wurde durch Beschluss der Hauptversammlung vom 06. Juli 2022 ermächtigt, bis zum 05. Juli 2024 eigene Aktien bis zu einem Anteil von 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung oder - falls dieser Wert geringer ist - des zum Zeitpunkt der Ausübung der Ermächtigung vorhandenen Grundkapitals der Gesellschaft zu erwerben. Diese Ermächtigung ersetzt die zuvor geltende Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. Juni 2017. Dabei dürfen auf die aufgrund dieser Ermächtigung erworbenen Aktien zusammen mit anderen Aktien der Gesellschaft, die die Gesellschaft bereits erworben hat und noch besitzt oder die ihr gemäß den §§ 71d und 71e AktG zuzurechnen sind, zu keinem Zeitpunkt mehr als 10 % des jeweiligen Grundkapitals entfallen. Durch den Aktienrückkauf soll unter anderem die Möglichkeit eröffnet werden, die erworbenen Aktien ganz oder teilweise für Aktienoptionsprogramme für Vorstände, Organe und Mitarbeiter der Gesellschaft oder mit ihr verbundener Unternehmen, den Erwerb von Unternehmen oder Unternehmensbeteiligungen, sowie für die Vermeidung von Bezugsrechtsspitzen einzusetzen. Insgesamt können daher mit Stand der Aufstellung dieses Jahresabschlusses bis zu 3.000.000 Stück Aktien von der Gesellschaft zurückgekauft werden. Von dieser Ermächtigung wurde bis zum Bilanzstichtag vom Vorstand der MS Industrie AG kein Gebrauch gemacht.

Steuerrückstellungen

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Körperschaftsteuer 2023 29 0
Körperschaftsteuer für Vorjahre 2.740 2.541
Gewerbesteuer 2023 85 0
Gewerbesteuer für Vorjahre 2.861 3.519
5.715 6.060

In 2021 erfolgte eine Zuführung in Höhe von insgesamt TEUR 5.973 für Risiken aus Steuernachforderungen aufgrund von Verrechnungspreisanpassungen für Lizenzen im Rahmen einer Betriebsprüfung der Tochtergesellschaft MS XTEC GmbH für die Geschäftsjahre 2013 bis 2016, extrapoliert auf die Geschäftsjahre 2013 bis 2019. Im Rahmen einer Betriebsprüfung der Tochtergesellschaft MS XTEC GmbH für die Geschäftsjahre 2017 bis 2020 konnten TEUR 459 davon aufgelöst werden. Die bereits festgesetzten Steuernachzahlungen sind von der Vollziehung ausgesetzt, da zur Vermeidung einer Doppelbesteuerung durch Verrechnungspreisanpassungen ein grenzüberschreitendes Verständigungsverfahren beantragt wurde. Die Rückstellungen müssen daher in Zusammenhang mit den - in Höhe von TEUR 5.740 (Vorjahr: TEUR 5.700) bei der 100 %igen Tochtergesellschaft MS XTEC GmbH als sonstige Vermögensgegenstände bilanzierten - nachlaufenden, vertraglich vereinbarten Forderungen aus korrespondierenden Steuererstattungen an den Käufer eines ehemaligen amerikanischen Tochterunternehmens gesehen werden, die in 2021 in dieser Höhe die Erträge aus Gewinnabführungsverträgen erhöht haben. Mit einem kurzfristigen Ergebnis des Verständigungsverfahrens ist nicht zu rechnen. Eine Verständigung auf einen gegenüber der Feststellung der Betriebsprüfung geringeren Verrechnungspreis würde zu einer entsprechenden Reduzierung der Rückstellungen und Forderungen führen.

Sonstige Rückstellungen

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31.12.2023
TEUR
31.12.2022
TEUR
Verbindlichkeitsrückstellung Mithaftung b&p manufacturing mobility GmbH 150 150
Zinsaufwand nach § 233 a Abgabenordnung 661 760
Prüfung und Beratung 84 128
Übrige 79 78
974 1.116

Die Rückstellung für Haftungsrisiken betrifft die gesamtschuldnerische Haftung der MS Industrie AG in Höhe von TEUR 150 für eine operative Kontokorrentkreditlinie der b&p manufacturing mobility GmbH & Co. KG, Scheßlitz, an der die Gesellschaft bis zum 5. Juli 2021 mit 19,9 % der Anteile indirekt beteiligt war. Da zum Bilanzerstellungszeitpunkt eine Inanspruchnahme nicht auszuschließen ist und gleichzeitig noch kein Rückfluss aus der gegenüber der b&p manufacturing mobility GmbH & Co. KG entstehenden Forderung zu erwarten ist, bleibt auch der maximale Haftungsbetrag in Höhe von TEUR 150 für die Kontokorrentkreditlinie zurückgestellt.

Die Rückstellung für Zinsaufwendungen resultiert in Höhe von TEUR 661 (Vorjahr: TEUR 760) aus Zinsen gemäß § 233 a Abgabenordnung auf die zurückgestellten Steuernachforderungen aus Verrechnungspreisanpassungen.

Verbindlichkeiten

Die Verbindlichkeiten weisen zum 31. Dezember 2023 folgende Restlaufzeiten auf (Vorjahresangaben in Klammern):

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Gesamt
TEUR
bis 1 Jahr
TEUR
1 bis 5 Jahre
TEUR
mehr als 5 Jahre
TEUR
Anleihen 4.550 0 4.550 0
(3.050) (0) (3.050) (0)
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 267 267 0 0
(47) (47) (0) (0)
Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1.340 1.340 0 0
(0) (0) (0) (0)
Sonstige Verbindlichkeiten 363 318 45 0
(482) (297) (185) (0)
6.520 1.925 4.595 0
(3.579) (344) (3.235) (0)

Anleihen

Die Anleihen bestehen aus einer im Jahr 2022 ausgegebenen, im Open Market (Segment: "Quotation Board") der Deutsche Börse AG in Frankfurt gehandelten, nicht besicherten Inhaber-Schuldverschreibung der MS Industrie AG (ISIN: DE000A30VS72/​WKN: A30VS7), die in einer Globalurkunde über TEUR 20.000 verbrieft ist. Die Verzinsung der Anleihe beträgt 6,25 % p.a.; sie ist am 17. Oktober 2027 zur Rückzahlung fällig. Der Nettobestand der ausgegebenen Stücke (Globalurkunde über TEUR 20.000 abzüglich der nicht gezeichneten Stücke in Höhe von TEUR 15.450) beträgt nominal TEUR 4.550 (im Vorjahr: TEUR 3.050).

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen enthalten Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, in Höhe von TEUR 23 (Vorjahr: TEUR 17).

Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen in Höhe von insgesamt TEUR 96 (Vorjahr: TEUR 0) ein Verrechnungskonto mit der 100 %igen Tochtergesellschaft GCI BridgeCapital GmbH, München, nach dem Ausgleich des Jahresfehlbetrages 2023 (TEUR -97; Vorjahr: TEUR -112) sowie in Höhe von insgesamt TEUR 1.244 (Vorjahr: TEUR 0) ein Verrechnungskonto gegenüber der 100%igen Tochtergesellschaft MS Technologie Group AG, München, nach dem Ausgleich des Jahresfehlbetrages 2023 (TEUR -1.315; Vorjahr: TEUR -7.166).

Sonstige Verbindlichkeiten

Die sonstigen Verbindlichkeiten enthalten in Höhe von TEUR 195 (Vorjahr: TEUR 335) Verpflichtungen zur Tilgung eines Ratentilgungsdarlehens der b&p manufacturing mobility GmbH & Co. KG, Scheßlitz, an der die Gesellschaft bis zum 5. Juli 2021 mit 19,9 % der Anteile indirekt beteiligt war. Die Verbindlichkeiten sind unverzinslich und in Höhe von TEUR 150 kurzfristig sowie in Höhe von TEUR 45 langfristig fällig.

Die sonstigen Verbindlichkeiten resultieren darüber hinaus in Höhe von TEUR 74 (Vorjahr: TEUR 71) aus Lohn- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten sowie in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 37) aus Aufsichtsratsvergütungen und in Höhe von TEUR 52 (Vorjahr: TEUR 36) aus Stückzinsen für die Anleihe; sie sind zur Gänze in 2024 und damit kurzfristig fällig.

Fremdwährungen

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Transaktionen in fremden Währungen bestehen nicht.

Haftungsverhältnisse

Die MS Industrie AG haftet bis auf Weiteres in Höhe von bis zu TEUR 1.500 für eine operative Kontokorrentkreditlinie, von der am 31. Dezember 2024 TEUR 917 in Anspruch genommen sind und in Höhe von TEUR 432 für zwei Ratentilgungsdarlehen der ehemaligen 100%igen Tochtergesellschaft Elektromotorenwerk Grünhain GmbH, Grünhain-Beierfeld, an der die Gesellschaft noch mit 14,9 % der Anteile indirekt beteiligt ist.

Im Zuge eines von Tochtergesellschaften in Anspruch genommenen Konsortialkreditvertrages hat die MS Industrie AG eine Höchstbetrags-Ausfallbürgschaft in Höhe von insgesamt TEUR 10.000 für Bankverbindlichkeiten von verbundenen Unternehmen gegeben.

Die MS Industrie AG geht auf Basis der Unternehmensplanungen der Beteiligung und der Tochterunternehmen mit überwiegender Wahrscheinlichkeit nicht von einer Inanspruchnahme durch die oben beschriebenen Haftungsverhältnisse aus.

Sonstige finanzielle Verpflichtungen und nicht in der Bilanz enthaltene Geschäfte

Sonstige finanzielle Verpflichtungen bestehen in Höhe von TEUR 200 (Vorjahr: TEUR 120). Sie betreffen im Wesentlichen Zahlungsverpflichtungen aus Miet- und Leasingverträgen. Durch die Miet- und Leasingverträge wird die Kapitalbindung reduziert. Risiken können sich durch zukünftige Belastungen der Innenfinanzierung durch fortlaufende Mietzahlungen ergeben. Zum Stichtag betragen die sonstigen finanziellen Verpflichtungen:

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TEUR
2024 86
2025-2026 114
Nach 2026 0
200

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse (TEUR 712; Vorjahr: TEUR 679) resultieren aus betriebswirtschaftlicher Beratung und Transaktionsberatung von Unternehmen, insbesondere von verbundenen Unternehmen und Beteiligungen.

Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 46 (Vorjahr: TEUR 63).

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten im Vorjahr darüber hinaus in Höhe von TEUR 108 den Gewinn aus der Veräußerung von 0,7 % der Anteile an der Beno Holding AG, München, nach angefallenen Transaktionskosten. Darüber hinaus enthalten die sonstigen betrieblichen Erträge im Vorjahr mit TEUR 107 das Veräußerungsergebnis aus dem Verkauf von 6,0 % der Anteile an der SK Immobilien GmbH, München.

Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind im Wesentlichen Rechts-, Beratungs- und Abschlussprüfungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 265), externe Verlängerungsprovisionen für verlängerte Bankkredite in Höhe von insgesamt TEUR 389 (Vorjahr: TEUR 0), externe Emissionskosten für die im Geschäftsjahr 2022 von der Gesellschaft begebene Anleihe in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 277), externe Aufwendungen für Investor Relations in Höhe von TEUR 208 (Vorjahr: TEUR 159), Fahrt- und Reisekosten sowie Werbe- und Repräsentationskosten in Höhe von insgesamt TEUR 18 (Vorjahr: TEUR 15), Raumkosten in Höhe von TEUR 51 (Vorjahr: TEUR 49), Fahrzeugkosten in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 46), Versicherungen, Beiträge und Abgaben in Höhe von TEUR 70 (Vorjahr: TEUR 53), Internet-, Telefon- und EDV-Kosten in Höhe von insgesamt TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 10), Buchführungskosten in Höhe von insgesamt TEUR 14 (Vorjahr: TEUR 14), Nebenkosten des Geldverkehrs und Depotgebühren in Höhe von TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 5) sowie Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 79 (Vorjahr: TEUR 55) enthalten. Daneben enthält der Posten periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 45).

Erträge aus Gewinnabführungsverträgen/​Aufwendungen aus Verlustübernahme

Die Erträge/​Aufwendungen aus Gewinnabführungsverträgen/​Verlustübernahmen entfallen in Höhe von TEUR 1.315 (Vorjahr: TEUR -7.166) auf den Ausgleich des Jahresfehlbetrages der MS Technologie Group AG München, in Höhe von TEUR -97 (Vorjahr: TEUR -112) auf den Ausgleich des Jahresfehlbetrages 2023 der GCI BridgeCapital GmbH, München, sowie in Höhe von TEUR 5.993 (Vorjahr: TEUR 5.230) auf die Übernahme des Jahresüberschusses 2023 der MS XTEC GmbH, Trossingen.

Erträge aus anderen Wertpapieren

Die Erträge aus anderen Wertpapieren resultieren im Wesentlichen in Höhe von TEUR 27 (Vorjahr: TEUR 27) aus der Verzinsung der gezeichneten Anleihe der Beno Holding AG, München (vormals: Starnberg), im Bestand.

Abschreibungen auf Wertpapiere des Umlaufvermögens

Der Posten enthält in Höhe von TEUR 85 (Vorjahr: TEUR 0) eine außerplanmäßige Abschreibung auf den niedrigeren, am Abschlussstichtag beizulegenden Wert der von der Gesellschaft gehaltenen Anteile an der Anleihe der Beno Holding AG, München.

Zinserträge und Zinsaufwendungen

Die Zinserträge resultieren größtenteils in Höhe von TEUR 217 (Vorjahr: TEUR 180) aus den Zinserträgen aus kurzfristigen Darlehen an verbundene Unternehmen, davon TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 27) aus der GCI BridgeCapital GmbH, München, TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0) aus der MS Technologie Group AG, München, und TEUR 207 (Vorjahr: TEUR 153) aus der MS XTEC GmbH, Trossingen. Die Zinserträge resultieren darüber hinaus in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Auflösung von zurückgestellten Zinsen gemäß § 233 a Abgabenordnung.

Die Zinsaufwendungen resultieren größtenteils in Höhe von TEUR 238 (Vorjahr: TEUR 20) aus der Verzinsung der im Jahr 2022 ausgegebenen Anleihe.

Die Zinsaufwendungen resultieren im Vorjahr darüber hinaus in Höhe von TEUR 108 aus zurückgestellten Zinsen gemäß § 233 a Abgabenordnung sowie in Höhe von TEUR 34 aus kurzfristigen Darlehen von verbundenen Unternehmen, und in Höhe von TEUR 17 aus Zinsaufwendungen für Bankdarlehen und Verwahrentgelten der Banken ("Negativzinsen").

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die laufenden Ertragsteuern in Höhe von insgesamt TEUR -324 (Vorjahr: TEUR 0) betreffen Steuern für das Geschäftsjahr in Höhe von TEUR 135 (Vorjahr: TEUR 0).

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag resultieren darüber hinaus in Höhe von TEUR -658 (Vorjahr: TEUR 0) aus Auflösungen von Rückstellungen für Risiken aus Steuernachforderungen aufgrund von Verrechnungspreisanpassungen für Lizenzen im Rahmen einer Betriebsprüfung der Tochtergesellschaft MS XTEC GmbH für die Geschäftsjahre 2013 bis 2020 sowie in Höhe von TEUR 199 aus Zuführungen zu Rückstellungen für Risiken aus Steuernachforderungen aufgrund von Verrechnungspreisanpassungen für Lizenzen im Rahmen einer Betriebsprüfung der Tochtergesellschaft MS XTEC GmbH für die Geschäftsjahre 2013 bis 2020 (Vorjahr: TEUR 0).

Sonstige Angaben

Vorstand

Dem Vorstand der MS Industrie AG, München, gehören folgende Herren an:

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Dr. Andreas Aufschnaiter, München (Sprecher des Vorstands); Schwerpunkte: Finanzen, Investor Relations und Strukturen

Armin Distel, Villingen-Schwenningen; Schwerpunkte: Vertrieb und Technik

Die Vorstände sind von den Beschränkungen des § 181 BGB teilweise befreit.

Aufsichtsrat

Dem Aufsichtsrat der MS Industrie AG, München, gehörten im Geschäftsjahr folgende Damen und Herren an:

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Karl-Heinz Dommes (Vorsitzender), Unternehmensberater, Hausen am Tann

Reto A. Garzetti (stellvertretender Vorsitzender), Betriebswirt, Zürich, Schweiz

Silke Bader, Rechtsanwältin, München

Bezüge von Vorstand und Aufsichtsrat

Geschäftsjahr 2023

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 958. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 449 und auf Herrn Armin Distel TEUR 509.

Die gesamten erfolgsunabhängigen Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 688. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 314 und auf Herrn Armin Distel TEUR 374. In den erfolgsunabhängigen Bezügen sind geldwerte Vorteile für Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter in Höhe von TEUR 12 und für Herrn Armin Distel in Höhe von TEUR 21, Zuschüsse zur Rentenversicherung für Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter in Höhe von TEUR 8 und für Herrn Armin Distel in Höhe von TEUR 8 sowie für Herrn Armin Distel Einzahlungen in eine betriebliche Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 51 enthalten.

Die gesamten erfolgsabhängigen Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2023 TEUR 270. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 135 und auf Herrn Armin Distel TEUR 135.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen in 2023 TEUR 79. Diese entfielen mit TEUR 32 auf Herrn Karl-Heinz Dommes, mit TEUR 24 auf Herrn Reto A. Garzetti und mit TEUR 23 auf Frau Silke Bader. In den aufgeführten Bezügen sind für die genannten Damen und Herren insgesamt variable Bezüge in Höhe von TEUR 7, bezogen auf das Vorjahr, sowie sonstige Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 2 enthalten.

Geschäftsjahr 2022

Die Gesamtbezüge des Vorstands betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 740. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 341 und auf Herrn Armin Distel TEUR 399.

Die gesamten erfolgsunabhängigen Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 638. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 290 und auf Herrn Armin Distel TEUR 348. In den erfolgsunabhängigen Bezügen sind geldwerte Vorteile für Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter in Höhe von TEUR 12 und für Herrn Armin Distel in Höhe von TEUR 21, Zuschüsse zur Rentenversicherung für Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter in Höhe von TEUR 8 und für Herrn Armin Distel in Höhe von TEUR 8 sowie für Herrn Armin Distel Einzahlungen in eine betriebliche Unterstützungskasse in Höhe von TEUR 49 enthalten.

Die gesamten erfolgsabhängigen Vorstandsbezüge betrugen im Geschäftsjahr 2022 TEUR 102. Hiervon entfielen auf Herrn Dr. Andreas Aufschnaiter TEUR 51 und auf Herrn Armin Distel TEUR 51.

Die Gesamtbezüge des Aufsichtsrats betrugen in 2022 TEUR 55. Diese entfielen mit TEUR 23 auf Herrn Karl-Heinz Dommes, mit TEUR 16 auf Herrn Reto A. Garzetti und mit TEUR 16 auf Frau Silke Bader. In den aufgeführten Bezügen sind für die genannten Damen und Herren insgesamt variable Bezüge in Höhe von TEUR 0, bezogen auf das Vorjahr, sowie sonstige Bezüge in Höhe von insgesamt TEUR 2 enthalten.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber Organmitgliedern

Es bestehen Verbindlichkeiten aus Aufsichtsratsvergütungen in Höhe von TEUR 41 (Vorjahr: TEUR 37).

Mitteilungen nach § 33 Abs. 1 WpHG (§ 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG)

Aufgeführt sind im Folgenden die vorliegenden Mitteilungen über meldepflichtige Beteiligungen, die der Gesellschaft nach § 33 Abs. 1 WpHG (vormals: § 21 Abs. 1 WpHG) mitgeteilt worden sind.

Die Gesellschaft hat am 4. Juni 2012 die nachstehende Mitteilung erhalten:

Herr Dr. Andreas Aufschnaiter hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Juni 2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der MS Industrie AG am 29. Mai 2012 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 6,26 % (das entspricht 1.846.692 Stimmrechten) betragen hat.

Die Gesellschaft hat am 8. Oktober 2018 die nachstehenden Mitteilungen erhalten:

Der Landkreis Biberach, Biberach an der Riss, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 8. Oktober 2018 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil am 04. Oktober 2018 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,09 % (das entspricht 1.526.323 Stimmrechten) betragen hat. 5,09 % der Stimmrechte (das entspricht 1.526.323 Stimmrechten) sind dem Landkreis gemäß § 34 WpHG von der Kreissparkasse Biberach, Biberach an der Riss zuzurechnen.

Die Gesellschaft hat am 18. Februar 2020 die nachstehende Mitteilung erhalten:

Die LRI Invest S.A., Munsbach, Luxemburg, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 18. Februar 2020 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 14. Februar 2020 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,05 % (das entspricht 916.415 Stimmrechten) betragen hat.

Die Gesellschaft hat am 6. Oktober 2020 die nachstehende Mitteilung erhalten:

Die Universal-Investment-GmbH, Frankfurt am Main, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2020 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 1. Oktober 2020 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,05 % (das entspricht 1.214.073 Stimmrechten) betragen hat. 4,05 % der Stimmrechte (das entspricht 1.214.073 Stimmrechten) sind der Universal-Investment-GmbH, Frankfurt am Main gemäß § 34 WpHG zuzurechnen.

Die Gesellschaft hat am 2. Juni 2021 die nachstehende Mitteilung erhalten:

Herr Sebastian Mayer, Konstanz, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 22. Juni 2021 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 24. November 2017 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 2,87 % (das entspricht 861.000 Stimmrechten) betragen hat.

Die Gesellschaft hat am 30. März 2022 die nachstehenden Mitteilungen erhalten:

Herr Reto Garzetti hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 30. März 2022 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 25. März 2022 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 4,50 % (das entspricht 1.350.000 Stimmrechten) betragen hat.

Die MS ProActive Verwaltungs GmbH, Spaichingen, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 30. März 2022 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 25. März 2022 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 15,63 % (das entspricht 4.689.500 Stimmrechten) betragen hat. 15,02 % der Stimmrechte (das entspricht 4.504.500 Stimmrechten) sind der MS ProActive Verwaltungs GmbH, Spaichingen, gemäß § 34 WpHG zuzurechnen.

Die Gesellschaft hat am 4. April 2022 die nachstehende Mitteilung erhalten:

Herr Marco Garzetti hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 4. April 2022 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil am 4. April 2022 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 6,67 % (das entspricht 2.000.000 Stimmrechten) betragen hat.

Die Gesellschaft hat am 1. Juni 2023 die nachstehenden Mitteilungen erhalten:

Ameriprise Financial Inc., Wilmington, Delaware USA, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 1. Juni 2023 mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil am 25. Mai 2023 5,54 % (das entspricht 1.662.603 Stimmrechten) betragen hat. 5,54 % der Stimmrechte (das entspricht 1.662.603 Stimmrechten) sind der Ameriprise Financial Inc., Wilmington, Delaware USA gemäß § 34 WpHG von der Kreissparkasse Biberach, Biberach an der Riss, zuzurechnen.

Die Gesellschaft hat am 14. August 2023 die nachstehenden Mitteilungen erhalten:

Die MS ProActive Verwaltungs GmbH, Spaichingen, hat uns gemäß § 33 Abs. 1 WpHG am 14. August 2023 mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil am 10. August 2023 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,90 % (das entspricht 7.770.487 Stimmrechten) betragen hat. 14,38 % der Stimmrechte (das entspricht 4.312.681 Stimmrechten) sind der MS ProActive Verwaltungs GmbH, Spaichingen, gemäß § 34 WpHG zuzurechnen.

Mitarbeiter

Die Gesellschaft beschäftigte neben den beiden Vorständen durchschnittlich 2 Mitarbeiter (Vorjahr: 1 Mitarbeiter).

Vorschlag zur Verwendung des Bilanzgewinns

Die Hauptversammlung der MS Industrie AG hat am 4. Juli 2023 mit der erforderlichen Mehrheit der abgegebenen Stimmen beschlossen, den handelsrechtlichen Bilanzgewinn der MS Industrie AG zum 31. Dezember 2022 in Höhe von EUR 4.445.222,87 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Im Geschäftsjahr 2023 ist ein Jahresüberschuss in Höhe von EUR 2.774.408,54 entstanden. Unter Berücksichtigung des Gewinnvortrags in Höhe von EUR 4.445.222,87 ergibt sich ein Bilanzgewinn zum 31. Dezember 2023 in Höhe von EUR 7.219.631,41.

Der Vorstand der MS Industrie AG schlägt der Hauptversammlung vor, den Bilanzgewinn von EUR 7.219.631,41 in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Honorar des Abschlussprüfers (§ 285 Nr. 17 HGB)

Das von der RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Steuerberatungsgesellschaft, Stuttgart, Zweigniederlassung München, berechnete Gesamthonorar beträgt in Summe TEUR 91 (davon für Vorjahr: TEUR 7). Es entfällt auf Abschlussprüfungsleistungen (TEUR 87; davon für Vorjahr: TEUR 7) und auf andere Bestätigungsleistungen (TEUR 4; davon für Vorjahr: TEUR 0).

Konzernabschluss

Die MS Industrie AG erstellt als Mutterunternehmen für den größten und zugleich kleinsten Kreis von Unternehmen einen Konzernabschluss nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, der im Unternehmensregister veröffentlicht wird.

Vorgänge von besonderer Bedeutung nach dem Abschlussstichtag (Nachtragsbericht)

Dem Vorstand sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung, die nach dem Schluss des Geschäftsjahres eingetreten sind, bekannt, die einen wesentlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- oder Ertragslage hätten.

 

München, den 19. April 2024

MS Industrie AG

Der Vorstand

Dr. Andreas Aufschnaiter, Sprecher des Vorstands

Armin Distel

Entwicklung des Anlagevermögens im Geschäftsjahr 2023

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Anschaffungs-/​Herstellungskosten
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.933,31 0,00 0,00 1.933,31
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.852,00 1.722,59 0,00 72.574,59
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 72.799.171,68 55.277,00 0,00 72.854.448,68
2. Beteiligungen 1.104.938,18 0,00 0,00 1.104.938,18
73.904.109,86 55.277,00 0,00 73.959.386,86
73.976.895,17 56.999,59 0,00 74.033.894,76
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Kumulierte Abschreibungen
Stand am 1.1.2023
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand am 31.12.2023
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 1.928,31 0,00 0,00 1.928,31
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 70.469,78 650,59 0,00 71.120,37
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 25.160.033,60 0,00 0,00 25.160.033,60
2. Beteiligungen 411.930,01 0,00 0,00 411.930,01
25.571.963,61 0,00 0,00 25.571.963,61
25.644.361,70 650,59 0,00 25.645.012,29
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Buchwerte
Stand am 31.12.2023
EUR
Stand am 31.12.2022
EUR
I. Immaterielle Vermögensgegenstände
Entgeltlich erworbene Software 5,00 5,00
II. Sachanlagen
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.454,22 382,22
III. Finanzanlagen
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 47.694.415,08 47.639.138,08
2. Beteiligungen 693.008,17 693.008,17
48.387.423,25 48.332.146,25
48.388.882,47 48.332.533,47

Bestätigungsvermerk des unabhängigen Abschlussprüfers

An die MS Industrie AG, München

Prüfungsurteil

Wir haben den Jahresabschluss der MS Industrie AG, München, - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2023 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2023 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar bis zum 31. Dezember 2023.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses geführt hat.

Grundlage für das Prüfungsurteil

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt "Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses" unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unser Prüfungsurteil zum Jahresabschluss zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d. h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

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identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass aus dolosen Handlungen resultierende falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist höher als das Risiko, dass aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

München, 19. April 2024

RSM Ebner Stolz GmbH & Co. KG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Steuerberatungsgesellschaft

Josef Eberl, Wirtschaftsprüfer

Thorsten Sommerfeld, Wirtschaftsprüfer