MVV Energie AGMannheimKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011Konzernabschluss und Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2010 bis zum 30.09.2011Erläuterungen zum zusammengefassten LageberichtIm vorliegenden zusammengefassten Lagebericht wurden der nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) erstellte Konzernlagebericht der MVV Energie Gruppe für das Geschäftsjahr 2010/11 und der Lagebericht des nach dem deutschen Handelsrecht (HGB) erstellten Einzelabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2010/11 erstmals gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst. Die Rahmenbedingungen und die Unternehmensstrategie gelten gleichermaßen für die MVV Energie Gruppe und die Muttergesellschaft MVV Energie AG. Auch der Geschäftsverlauf einschließlich Geschäftsergebnis und die Lage der MVV Energie Gruppe und der MVV Energie AG stimmen weitgehend überein. Im Falle von erheblichen Abweichungen wird im Rahmen des Kapitels Geschäftsentwicklung darauf hingewiesen. Über die konkreten Ergebnisse und die Lage der MVV Energie AG berichten wir im gesonderten Kapitel Erläuterungen zum Jahresabschluss der MVV Energie AG (HGB). Der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Konzernabschluss der MVV Energie Gruppe und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/11 werden im elektronischen Bundesanzeiger gemeinsam veröffentlicht. Der Bericht über das Geschäftsjahr 2010/11 steht auch im Internet unter www.mvv-investor.de als Download zur Verfügung. Zusammengefasster LageberichtUnternehmensstrategie Der Zukunftsversorger Bedeutung des zentralen Energiehandels Zukunftsorientierte Vertriebsstrategie Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit Rahmenbedingungen Veränderungen in der Energiepolitik Markt und Wettbewerbsumfeld Witterungseinflüsse im Berichtsjahr Geschäftsentwicklung Ertragslage der MVV Energie Gruppe Vermögenslage Finanzlage Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen Lage Erläuterungen zum Jahresabschluss der MVV Energie AG (HGB) Erläuternder Bericht des Vorstands nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB Internes Kontrollsystem zum Rechnungslegungsprozess nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und Aufsichtsrat Nachhaltigkeit Unsere wirtschaftliche Basis Unsere ökologische Verantwortung Forschung und Entwicklung Unsere soziale Verantwortung
Nachtragsbericht Chancen- und Risikobericht Prognosebericht Unternehmensstrategie Der ZukunftsversorgerEnergiewirtschaft verändert sich grundlegendMit der Energiewende, die von Bundestag und Bundesrat beschlossen wurde, ist der Weg klar vorgezeichnet: In Deutschland liegt die Zukunft des Energiemarkts in einer umweltfreundlichen, stärker dezentralen Energieerzeugung. Um den Ausstieg aus der Atomenergie umzusetzen, muss zum einen die Nutzung erneuerbarer Energiequellen ausgebaut und die Energieeffizienz erhöht werden und zum anderen werden flexible konventionelle Erzeugungskapazitäten benötigt. Den energiepolitischen Entscheidungsprozess zur Energiewende und die Gesetzesnovellen, die damit einhergingen, haben wir intensiv begleitet. Einige der von uns befürworteten Forderungen sind in die Gestaltung der zukünftigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen eingeflossen. Ausführliche Erläuterungen zum Energiewendepaket finden Sie im Kapitel Veränderungen in der Energiepolitik. Die Energiewende bedeutet einen fundamentalen Systemwechsel für die Energiebranche in technologischer, wirtschaftlicher und regulatorischer Hinsicht. In der Stromversorgung wird der Primärenergieverbrauch deutlich sinken: Die Nutzung erneuerbarer Energien wird die konventionelle Erzeugung zunehmend substituieren, daher werden weniger fossile Brennstoffe eingesetzt werden und die Umwandlungsverluste im Gesamtsystem werden sich verringern. In der Wärmeversorgung wird vor allem der Endenergieverbrauch stark zurückgehen, weil zunehmend Niedertemperaturwärme genutzt werden wird und Gebäude durch Bestandssanierung und Neubauten wesentlich energieeffizienter werden. Eine zentrale Rolle in der Erzeugung von Wärme wird auch weiterhin der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung einnehmen. MVV Energie ist als börsennotierte und kommunal verankerte Unternehmensgruppe gut positioniert, um die Chancen und Möglichkeiten aus der gesellschaftlich und politisch gewünschten Energiewende zu nutzen. Unser Anspruch: Der ZukunftsversorgerWir sind ein innovatives und marktorientiertes Unternehmen und möchten die zukünftige Energieversorgung in Deutschland mitgestalten. Mit unserem Anspruch als „Der Zukunftsversorger“ setzen wir unter der Maxime “langfristig denken und handeln“ in unserer Strategie auf Regionalität, Effizienz und Nachhaltigkeit. Auch zukünftig wollen wir eine zuverlässige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energieversorgung für unsere heute rund 1,1 Millionen Kunden aus Industrie, Gewerbe und Privathaushalten gewährleisten. Darüber hinaus wollen wir unseren Anteilseignern gute Perspektiven und den rund 5 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern unserer Unternehmensgruppe auch in Zukunft sichere und attraktive Arbeitsplätze bieten. Energiewende bestärkt unseren KursUnsere Unternehmensstrategie war bereits vor der Atomkatastrophe in Fukushima im März 2011 auf eine klimafreundliche, umweltschonende und kernenergiefreie Zukunft ausgerichtet. Mit unserem Projekt MVV 2020, das von uns im Jahr 2009 gestartet wurde, haben wir mit klaren strategischen Schwerpunkten die richtigen Weichen gestellt; so haben wir frühzeitig mit dem Ausbau der Nutzung von erneuerbaren Energienquellen und der Erhöhung der Energieeffizienz begonnen. Unsere strategischen Schwerpunkte sind:
Die Energiewende hat unseren strategischen Kurs bestätigt: Wir haben die richtigen Schwerpunkte gesetzt und sehen für uns infolge der Energiewende hohe Marktchancen. In den nächsten Jahren wird der Wettbewerb um attraktive Standorte und verfügbare Ressourcen stark sein. Wir wollen Chancen, die durch die Neustrukturierung des deutschen Erzeugungsparks entstehen, nutzen, und wir werden Investitionen mit langfristigem Wachstumspotenzial vornehmen und unser Portfolio ergänzen. Parallel dazu werden wir weitere innovative und energieeffiziente Produkte entwickeln und für die Kunden einen attraktiven Service rund um unsere Energiedienstleistungen bieten. Beim Ausbau der Windenergie an Land setzen wir gezielt regionale Schwerpunkte. Daher begrüßen wir die Ankündigung vieler Landesregierungen, mehr Fläche für diese erprobte und wirtschaftliche Technologie bereit zu stellen. Neben der Windenergie an Land setzen wir einen besonderen Schwerpunkt bei den erneuerbaren Energien auf die Nutzung von Biomasse. Wir werden insbesondere die Marktpotenziale aktiv nutzen, welche die lokale Strom- und Wärmegewinnung aus Biogas eröffnet und unser Know-how in diesem Bereich einbringen. Zudem birgt die Einspeisung von Biomethan in das Erdgasnetz erhebliches Entwicklungspotenzial. Investitionen in die Zukunft umgesetztWir haben ambitionierte Investitionsziele: Bis zum Jahr 2020 wollen wir rund 1,5 Mrd Euro in die Modernisierung und Sicherung unserer Anlagen und Netze investieren sowie weitere 1,5 Mrd Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien und in die umweltfreundliche Kraft-Wärme-Kopplung – also in strategische Wachstumsfelder unseres Unternehmens. Wir befinden uns bereits auf gutem Weg, unsere Wachstumsziele zu erreichen. Das gilt insbesondere für den Ausbau unseres Windenergieportfolios: Mit den Windenergieanlagen Plauerhagen in Mecklenburg-Vorpommern und Massenhausen in Nordhessen ist unsere Unternehmensgruppe erfolgreich in den Windenergiemarkt eingestiegen. Zurzeit investieren wir über unsere Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach in ein großes Windenergieprojekt mit 23 Windenergieanlagen am Standort Kirchberg in Rheinland-Pfalz. Mithilfe dieser Windenergieanlagen, die im 1. Quartal 2011/12 ans Netz gehen werden, steigt die installierte Windenergiekapazität unserer Gruppe auf 73 MW und die aus Windenergie erzeugte Jahresmenge auf rund 160 GWh. Auch bei der Nutzung von Biomasse haben wir Fortschritte erzielt: Die Energieversorgung Offenbach hat im Mai 2011 ihr neues Holzpelletwerk in Betrieb genommen, das zu den größten Produktionsanlagen für Pellets in Deutschland gehört. Momentan werden dort pro Jahr 65 000 Tonnen Pellets hergestellt. Im Berichtsjahr ist uns darüber hinaus der Einstieg in die Produktion von Bioerdgas gelungen – ein neues Geschäftsfeld, das wir gemeinsam mit Partnern ausbauen werden. Wir beteiligen uns an einer Biomethananlage, die sich bereits im Bau befindet. Voraussichtlich wird die Anlage in Klein Wanzleben (Sachsen-Anhalt) bereits ab Sommer 2012 Biomethan erzeugen und in das Erdgasnetz einspeisen – aus etwa 60 000 Tonnen Maissilage und Zuckerrübenschnitzel werden jährlich rund 6,3 Mio Kubikmeter Biomethan entstehen. Fernwärme und Kraft-Wärme-Kopplung sind und bleiben zentrale Bestandteile unserer langfristig ausgerichteten Wachstumsstrategie: Derzeit erzeugen wir 28 % unseres Stroms in Kraft-Wärme-Kopplung. Damit haben wir das bundesweite Ausbauziel von 25 % bis zum Jahr 2020 bereits übertroffen! Im Wärme-Bereich erzeugen wir sogar rund 90 % aus der Kraft-Wärme-Kopplung. Mit dem Bau von Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) schaffen wir die Grundlagen dafür, die Versorgungssicherheit, den Ausbau und die weitere Verdichtung der Fernwärme in der Metropolregion Rhein-Neckar langfristig gewährleisten zu können. Block 9 zählt in Deutschland zu den modernsten Steinkohleblöcken – dank der effizienten Kraft-Wärme-Kopplung wird er eine Brennstoffausnutzung von bis zu 70 Prozent erreichen. Wir bauen die Fern- und Nahwärmeerzeugung in Kraft-Wärme-Kopplung und die Fernwärmenetze an den Standorten Mannheim, Kiel, Offenbach und Ingolstadt weiter aus. Im Juli 2011 wurde der neue Abwärme- und Fernwärmeverbund in Ingolstadt in Betrieb genommen; im Juni fand der erste Spatenstich für den Fernwärmeausbau nach Brühl statt. Auch in unserem tschechischen Teilkonzern investieren wir in technische Erweiterungen an bestehenden Wärmeerzeugungsanlagen und in den Bau von gasgestützten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen in Ceska Lipa. Im Juli 2011 konnte die MVV Energie CZ a.s. ein Heizkraftwerk mit Abfallverwertungsanlage in der Stadt Liberec übernehmen und so ihre Position im tschechischen Wärmemarkt weiter stärken. In unserem Umweltgeschäft ist uns der Markteintritt in Großbritannien gelungen: Wir haben den Zuschlag für den Bau und den langfristigen Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth erhalten; mit unserem umfassenden Know-how in der ökologischen Verwertung von Abfällen können wir uns nun im britischen Markt positionieren. Ab 2014 sollen in der neuen Anlage jährlich rund 245 000 Tonnen Abfälle aus Haushalten, Gewerbe und Industrie zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Im Energiedienstleistungsgeschäft konzentrieren wir uns vor allem auf Projekte und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Energieoptimierung für Industrie, Gewerbe, Immobilienwirtschaft und Gesundheitswesen sowie auf den Betrieb von Industrieparks. Konkrete Bau- und Investitionsprojekte stellen wir im Kapitel Nachhaltigkeit vor. In der Metropolregion Rhein-Neckar haben wir uns mit 25,1 % an der Stadtwerke Walldorf GmbH, die einen Jahresumsatz von rund 18 Mio Euro erzielt, beteiligt. Die neue, ab Januar 2012 wirksame strategische Partnerschaft ist für uns ein wichtiger Schritt, um unser Engagement in dieser Kernregion zu stärken und auszubauen. Kernpunkt unserer Wachstumsstrategie ist es ebenfalls, unseren überregionalen Strom- und Gasvertrieb mit Industrie- und Firmenkunden weiter auszudehnen. Mit unserem erfolgreichen Produkt Energiefonds Strom/Gas ermöglichen wir auch kleineren und mittelständischen Industrie- und Gewerbekunden den einfachen und kostengünstigen Zugang zu einer strukturierten Beschaffung. Weitere Erläuterungen hierzu finden Sie im nachfolgenden Kapitel Zukunftsorientierte Vertriebsstrategie. Solide Finanzbasis für InvestitionenDie MVV Energie Gruppe verfügt über eine starke Eigenkapitalbasis: Zum 30. September 2011 lag die bereinigte Eigenkapitalquote bei 39,5 %. Auf dieser soliden Grundlage können wir zukünftige Investitionen durch die Neuaufnahme von zusätzlichem Fremdkapital nachhaltig finanzieren. Weitere Informationen hierzu finden Sie im Prognosebericht. Bestandsgeschäft konsequent optimierenWir wollen durch effizientere Strukturen und Prozesse besser und schneller werden und nachhaltig Kosten einsparen. Damit schaffen wir die Voraussetzungen, um sämtliche Schritte für unser geplantes strategisches Wachstum finanzieren und realisieren zu können. Im Rahmen des Konzernprogramms „Einmal gemeinsam“ hatten wir zahlreiche Maßnahmen dafür erarbeitet, die wir im Berichtsjahr zielstrebig umgesetzt haben. Die Maßnahmen zur Optimierung der internen Prozesse und Abläufe in unserem Bestandsgeschäft konzentrieren sich auf die Gesellschaften in Mannheim, Kiel und Offenbach sowie auf die Teilkonzerne MVV Energiedienstleistungen und MVV Umwelt. In diesem Zusammenhang wurden im 1. Quartal 2010/11 Restrukturierungsaufwendungen von rund 31 Mio Euro erfasst. WELCHE STRUKTURELLEN ÄNDERUNGEN WURDEN UMGESETZT?Bei einigen Organisationseinheiten der MVV Energie AG am Standort Mannheim haben wir Organisationsstrukturen verändert und Aufgaben anders zugeschnitten. Im neu geschaffenen Bereich Erzeugung bündelten wir das Management der bestehenden Kraftwerke und den Aufbau zusätzlicher Erzeugungskapazitäten, die vorrangig auf erneuerbaren Energien basieren. Mit einer neuen Organisationsstruktur haben wir die Prozesse in den Bereichen Infrastrukturservice und Vertrieb optimiert, die Effizienz gesteigert und die Wettbewerbsfähigkeit dieser Bereiche gestärkt. Unseren Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen haben wir strategisch, organisatorisch und personell neu ausgerichtet – mit wirtschaftlicher Wirkung zu Beginn des Berichtsjahrs. Wir haben die legalen Einheiten verringert und so Stellen abgebaut; in Verbindung mit schlankeren Strukturen und standardisierten Prozessen wird dies die Kostenstruktur nachhaltig verbessern. Eine Voraussetzung, um in den nächsten Jahren ein positives Umfeld im Energiedienstleistungsmarkt nutzen zu können. Weitere Effizienzsteigerungen werden wir erreichen, indem unsere Shared Services Gesellschaften 24/7 United Billing GmbH, 24/7 Metering GmbH und 24/7 IT-Services GmbH enger zusammenarbeiten und einheitlich gesteuert werden. Zu Jahresbeginn 2011 wurden sie in der neu gegründeten Shared Services Center GmbH (SSC) gebündelt. Konkurrenzfähige Kosten und eine hohe Qualität der operativen Leistungen unserer Shared Services sind ein unverzichtbarer Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit der MVV Energie Gruppe. Sie sind zudem ein zentraler Bestandteil unseres Anspruchs, die gesamte Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft innerhalb unserer Unternehmensgruppe zu erhalten – denn so können wir schneller auf neue Anforderungen reagieren. Im letzten Quartal des Berichtsjahrs haben wir die Vorstandszuständigkeit für den Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen in das Vertriebsressort verlegt. Gleichzeitig hat der Vorstandsbereich Technik die Zuständigkeit für alle strategischen Beteiligungen übernommen. WELCHE KOSTENEINSPARUNGEN HABEN WIR BEREITS ERREICHT?Die jährlichen Kosteneinsparungen aus dem Konzernprogramm „Einmal gemeinsam“ werden in den kommenden Berichtsperioden ansteigen. Gegenüber den vergleichbaren Planwerten aus dem Geschäftsjahr 2009/10 wollen wir bis zum Geschäftsjahr 2012/13 pro Jahr ein Einsparvolumen zwischen 20 und 30 Mio Euro erzielen. Da wir uns auf der Personalseite auf einen sozialverträglichen Stellenabbau verständigt haben – der im Wesentlichen auf Altersteilzeitregelungen beruht –, verteilen sich die Kosteneinsparungen beim Personal planmäßig über einen längeren Zeitraum. Bis zum Jahr 2020 werden wir innerhalb unserer Unternehmensgruppe netto 450 Stellen sozialverträglich einsparen – knapp 300 Stellen davon bereits bis zum Jahr 2012: Wir werden nicht mehr benötigte Stellen abbauen, unbesetzte Stellen streichen und weitere Maßnahmen durchführen. Zu den aktuellen Mitarbeiterzahlen verweisen wir auf das Kapitel Unsere soziale Verantwortung. WELCHE WEITEREN MASSNAHMEN HABEN WIR ANGESTOSSEN?Unser Anspruch, Zukunftsversorger zu sein, schließt den Anspruch nach kontinuierlichen Verbesserungen mit ein. Im Rahmen des Konzernprogramms „Professionell optimieren (Pro!)“, das an den Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach integriert wird, wollen wir die dokumentierten internen Prozesse und Abläufe in unserem Bestandsgeschäft kontinuierlich verbessern. Der Einkauf leistet einen wesentlichen Beitrag zur Wertsteigerung innerhalb unserer Unternehmensgruppe: Wir haben unser Risikomanagement genutzt, um unser Lieferantennetzwerk in Zeiten steigender Rohstoffpreise konsequent weiterzuentwickeln. Gleichzeitig haben wir die Einkaufsschnittstellen in unserem Unternehmen optimiert und die standortübergreifende Zusammenarbeit verbessert. Wir verlangen von unseren Lieferanten, dass sie die für uns relevanten Nachhaltigkeitskriterien einfordern. Change-Programm „Kurs Zukunft“ gestartetNachdem wir das Konzernprogramm „Einmal gemeinsam“ erfolgreich abgeschlossen haben, ist unser nächster Schritt, die Zusammenarbeit in der MVV Energie Gruppe nachhaltig zu vertiefen. Dazu haben wir im Berichtsjahr das Change-Programm „Kurs Zukunft“ aufgelegt. Jedes Energieversorgungsunternehmen und jedes Stadtwerk in unserer Unternehmensgruppe ist als eigenständiges kommunales Unternehmen auch Impulsgeber in seiner Region. Diese lokale und regionale Verankerung und Identität sowie die regionalen Marken und Partnerschaften wollen wir in enger und vertrauensvoller Abstimmung mit unseren kommunalen Partnern vor Ort bewahren und weiter ausbauen. Wir stellen die Steigerung der Effizienz unserer Gruppe in den Mittelpunkt unseres unternehmerischen Handels. Das Know-how in unseren Unternehmen wollen wir gegenseitig zum Wohle aller nutzen und voneinander lernen. Deshalb arbeiten wir sachorientiert an gemeinsamen Lösungen und an unserer operativen Exzellenz. Wir setzen uns ambitionierte Ziele und arbeiten konsequent daran, sie zu erreichen. Dies ist eine solide Basis, um mit unseren gemeinsamen Stärken die Chancen der Zukunft zu nutzen. Wir wollen die standortübergreifend beste Lösung finden. Damit stärken wir die Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit jedes einzelnen Unternehmens – und unserer Gruppe insgesamt. Unser Handeln als Zukunftsversorger ist neben Regionalität und Effizienz auf Nachhaltigkeit ausgerichtet. Wir wollen den Wert unserer Unternehmen kontinuierlich steigern und unser Geschäftsmodell so weiterentwickeln, dass langfristig ein wirtschaftlicher Erfolg erreicht wird. Dabei verfolgen wir gleichermaßen ökonomische, ökologische und soziale Ziele. Nachhaltigkeit bedeutet darüber hinaus für uns, eine stimmige Balance zu finden aus Bewährtem und Neuem, aus kurzfristigen Notwendigkeiten und langfristigen Perspektiven, aus Optimierung und Wachstum sowie aus Sicherheit und Innovation. Neuer Planungs- und Steuerungsansatz umgesetztParallel zu unserer strategischen Neuausrichtung haben wir einen neuen unternehmensinternen Planungs- und Steuerungsansatz entwickelt. Ab dem Berichtsjahr plant und steuert die MVV Energie Gruppe entlang sämtlicher Wertschöpfungsstufen – von der Erzeugung und den Netzen über den Handel bis hin zu Vertrieb und Energiedienstleistungen. Damit können wir die geschäftsbezogenen Chancen und Risiken klar bewerten, die Erfolgsfaktoren und Hebel zur Effizienzsteigerung in den einzelnen Wertschöpfungsstufen nutzen und den Konzern insgesamt besser lenken. Seit Beginn des Berichtsjahrs erläutern wir die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der MVV Energie Gruppe anhand der neuen Berichtssegmente, die an die Stelle der bisherigen produktorientierten Segmente Strom, Wärme, Gas, Wasser, Energiedienstleistungen und Umwelt treten. ![]()
Bedeutung des zentralen EnergiehandelsDie starken strukturellen Veränderungen der Energiemärkte sowie die politischen Klimaschutzvorgaben mit ihren Auswirkungen auf den Handel mit Emissionszertifikaten prägen auch das wirtschaftliche Umfeld im Energiehandelsgeschäft. Unsere Unternehmensgruppe ist in den sich dynamisch verändernden Märkten mit der MVV Trading GmbH bestens positioniert. Die Gesellschaft, die bis zum 30. September 2011 unter 24/7 Trading GmbH firmierte, hat sich zu einem bedeutenden Teil der zentralen Wertschöpfungskette der MVV Energie Gruppe entwickelt. Sie hat innerhalb des Geschäftsfelds Handel und Portfoliomanagement eine wesentlich aktivere Rolle als bisher: MVV Trading GmbH bündelt die Energiebeschaffung und den Handel mit Energieprodukten für die gesamte Unternehmensgruppe und übernimmt das dazugehörige Portfoliomanagement. Dabei werden alle für unsere Unternehmensgruppe relevanten Commodities abgebildet: Strom, Erdgas oder Emissionszertifikate mit den dazugehörigen physischen und finanziellen Produkten sowie Preisabsicherungsgeschäfte für Kohle und Öl. Mit dem neuen Namen kann die MVV Trading GmbH stärker von der guten Marktposition ihrer Muttergesellschaft MVV Energie auf den Energiemärkten profitieren. Die Researchteams der MVV Trading GmbH beobachten permanent die globale, nationale und regionale Marktentwicklung. Ihre Erkenntnisse sind wichtige Grundlagen für unsere strategische Positionierung und damit für unser operatives Handeln. Wind- und Temperaturanalysen unterstützen die kurzfristige Portfoliosteuerung und -optimierung und werden auch für die Produktneuentwicklung auf der Vertriebsseite genutzt. So können wir als Zukunftsversorger erfolgreich in Energiemärkten agieren, deren Komplexität und Wettbewerbsintensität ständig steigen. Aus der Analyse der Energiemärkte entwickelt die MVV Trading GmbH Strategien zur wertmäßigen Optimierung unseres Energieportfolios; sie arbeitet dabei eng mit den übrigen Einheiten der MVV Energie Gruppe zusammen. Wir leiten daraus Maßnahmen ab und setzen sie im Rahmen unserer Energiehandelsgeschäfte um – sowohl im außerbörslichen bilateralen OTC-Markt als auch an den Energiebörsen. Die MVV Trading GmbH ist Bindeglied zwischen dem Großhandelsmarkt und den einzelnen Gesellschaften der MVV Energie Gruppe, und sie steuert und minimiert zudem die sogenannten Commodity-Risiken. Das etablierte Risikomanagement der MVV Trading GmbH zur ständigen Überwachung unserer Commodity-Positionen hat sich bewährt – auch während der Turbulenzen an den Energiegroßhandelsmärkten nach der Reaktorkatastrophe in Fukushima und dem nachfolgenden Atom-Moratorium. Auf der Basis vorgegebener Risikogrenzen wurden umfangreiche Limitstrukturen entwickelt, um den Risikogehalt der Geschäftsaktivitäten der Gesellschaft operativ steuern zu können. Um unsere Erzeugungsmarge abzusichern, verfolgt unsere Energiehandelsgesellschaft eine integrierte Betrachtung aller Erlös- und Kostentreiber im Sinne eines Managements des sogenannten Clean Dark Spread – hierunter verstehen wir die Differenz zwischen dem Strompreis und dem Preis für Brennstoff (Kohle) sowie für CO2-Emissionsrechte. Im Rahmen eines konzernweit gültigen Regelwerks beginnen wir mehrere Jahre vor Lieferung mit dem Absichern, sodass zu Beginn der Lieferperiode bereits ein Großteil der Stromproduktion auf Termin vermarktet ist. Damit verringern wir die Ergebnisabhängigkeit von kurzfristigen Veränderungen des Clean Dark Spread. Positionen von Großkunden werden nach Geschäftsabschluss (Back-to-Back) eingedeckt. Für diese Positionen ist die weitere Preisentwicklung somit nicht ausschlaggebend. Im Segment der Tarifkunden erfolgt die Beschaffung in Tranchen für mehrere Jahre im Voraus. Proaktives Handeln auch im GasmarktIm deutschen Gasmarkt haben sich die Rahmenbedingungen im Berichtsjahr weiter verändert. Nicht zuletzt durch den Flüssigerdgashandel wachsen die globalen Märkte zusammen. Die Anzahl der deutschen Marktgebiete wurde weiter reduziert, an der Energiebörse EEX wird der Handel im Spotmarkt rund um die Uhr an sieben Tagen in der Woche angeboten. Bei der Preisgestaltung für Endkunden wurde die Ölpreisbindung weitgehend durch Festpreise und Gasmarktindizierungen abgelöst. Unsere Unternehmensgruppe nutzt über die MVV Trading GmbH die Chancen dieser Umbruchphase durch proaktives Portfoliomanagement: Wir strukturieren und optimieren das Beschaffungsportfolio auf Basis des Absatzportfolios. Unser Vertrieb bietet den Kunden die strukturierte Beschaffung, beispielsweise über unseren Energiefonds Strom-/Gas an. Unternehmensspezifische Synergie- und Bündelungseffekte unserer Beteiligungsgesellschaften werden am Markt konsequent umgesetzt. Die Beschaffung setzt sich zusammen aus Terminmarktprodukten und flexiblen Lieferverträgen. Zum Ausgleich von Mengenschwankungen sowie zur Kurzfristoptimierung wird dies ergänzt durch die Nutzung von Speichern sowie des Spotmarkts. Zukunftsorientierte VertriebsstrategieAuch im Vertriebsgeschäft haben wir frühzeitig – und lange vor den Beschlüssen von Bundestag und Bundesrat zur Energiewende – die Weichen für die Energieversorgung der Zukunft gestellt: Mit unseren Ökostromprodukten bieten wir umweltfreundlich erzeugten Strom an – sowohl für Privatkunden als auch für Industrie- und Gewerbekunden. Unser bundesweiter Strom- und Gasvertrieb für Industrie und Gewerbe über den Energiefonds ist ein wichtiger Pfeiler unserer Wachstumsstrategie geworden. Unseren Marktanteil in diesem Bereich wollen wir kontinuierlich und ergebnisorientiert ausbauen. Ökostrom stark nachgefragtKundenzufriedenheit als Basis für eine nachhaltige Kundenbindung ist uns ein besonderes Anliegen, gerade, weil wir uns als Zukunftsversorger sehen. Unser Vertrieb pflegt den direkten Kontakt zu unseren Kunden; durch diese Nähe zu den Kunden und durch sorgfältige Marktbeobachtung erfahren wir viel über ihre individuellen Bedürfnisse. Erkenntnisse, die wir gezielt nutzen, um intelligente und zielgruppengerechte Produkte zu entwickeln. Wir bieten unseren Kunden bereits seit mehreren Jahren verschiedene Produkte zur Versorgung mit umweltfreundlicher „grüner Energie“ an. Das Interesse von Privat- und Geschäftskunden an ökologisch erzeugtem Strom ist konstant hoch. Vor allem der Unfall im Atommeiler von Fukushima hat der Nachfrage nach Ökostrom insbesondere von privaten Haushalten kurzfristig einen erheblichen Schub verliehen. Viele Privatkunden haben dauerhaft die garantiert grünen, dafür aber etwas teureren Produkten gewählt. Der Ökostrom von MVV Energie wird vorwiegend aus Wasserkraftanlagen in Skandinavien oder der Alpenregion bezogen. Bei Großkunden steigt die Nachfrage nach Ökostrom aus wirtschaftlichen und gesellschaftlichen Gründen kontinuierlich an. Die MVV Grünenergie, eine 100 %-ige Tochter von MVV Energie, beliefert Industrie und Gewerbekunden mit derzeit rund 943 Mio kWh Ökostrom, der zu mehr als 50 % aus deutschen EEG-Anlagen bezogen wird. Mit Energiefonds Strom/Gas auf WachstumskursUnser Energiefonds Strom/Gas ist weiterhin auf Erfolgskurs. Bundesweit beliefern wir derzeit mehr als 1 000 Kunden. Warum schätzt eine zunehmende Zahl mittelgroßer Industrie- und Gewerbekunden unseren Ansatz? Er ist kundenorientiert, und er unterstützt eine intelligente und risikominimierende Einkaufsstrategie durch ein hohes Maß an Transparenz und eine kompetente, persönliche Betreuung. Der Wettbewerb im bundesweiten Gasvertrieb wird härter. Service- und Innovationsführerschaft bekommen auch hier eine immer größere Bedeutung. Neben Marktvorteilen durch unsere bundesweite Außendienststruktur sehen wir unseren Cross-Selling-Ansatz in den Kundensegmenten Großkunden, Filialisten und Immobilienwirtschaft sowie Industrie und Gewerbe als große Chance. Wir konnten uns bei unseren bisherigen bundesweiten Kunden des Energiefonds Strom auch als Dienstleister für die Gaslieferung platzieren und haben so die Grenze von 2 Mrd kWh Gas für das Lieferjahr 2012 überschritten. Diese Stellung wollen wir gezielt ausbauen. Zu unserer zukunftsorientierten Vertriebsstrategie gehört es zudem, innovative und kundennahe Mehrwertdienstleistungen anzubieten – vorrangig im Bereich der Direktvermarktung für Eigenerzeuger und im Immobilienmanagement. MVV Energie ist Mitglied in zwei großen Dachverbänden der Immobilienwirtschaft. Mit einem wachsenden Kundenstamm sind wir inzwischen fest in der Branche verwurzelt. Wir können an allen Standorten eines Immobilienverwalters Strom und Gas liefern, die Abrechnung stark vereinfachen und ihn dort beispielsweise auch beim Management von Leerständen unterstützen. Wir helfen damit unseren Kunden, Aufwand zu reduzieren und Geld zu sparen. Beschaffung mit MVV Energiemonitor optimierenWettbewerbsfähige Energiebeschaffung und Energieeffizienz sind gerade für energieintensive Unternehmen von großer Bedeutung. Aufgrund der Preisschwankungen auf den Energiemärkten kann der Zeitpunkt für den Einkauf von Strom und Gas über Gewinn oder Verlust hoher Summen entscheiden. Mit dem MVV Energiemonitor haben wir unseren Service für Großkunden weiterentwickelt: Der MVV Energiemonitor stellt Einkäufern von Unternehmen, die ihren Energiebedarf ganz oder teilweise an der Börse decken, zeitnah und auf einen Blick alle relevanten Informationen über die aktuellen Energiemärkte zur Verfügung; dazu gehören Prognosen und Analysen sowie Informationen über das eigene Beschaffungsportfolio. Beteiligungsstruktur und Geschäftstätigkeit Ausgewählte direkte und indirekte Beteiligungen der MVV Energie AGscroll
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Mehrheit der Stimmrechte Rahmenbedingungen Veränderungen in der EnergiepolitikIm Berichtsjahr haben sich die energiepolitischen und energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen drastisch verändert. In diesem Kapitel erläutern wir ausführlich die wesentlichen Veränderungen: die Gesetzesnovellen im Zusammenhang mit dem Energiewendepaket und die neuen Entwicklungen im Emissionshandel sowie im Strom- und Gasmarkt. Für die wirtschaftliche Entwicklung der MVV Energie Gruppe sind der Ausstieg der Bundesregierung aus der Kernenergie sowie die folgenden Parameter aus dem Energiewendepaket von zentraler Bedeutung:
Insgesamt erwarten wir, dass das Energiewendepaket positive Impulse auf unser Unternehmenswachstum haben wird. Transformation der Energiewirtschaft beschleunigtDie Katastrophe im japanischen Kernkraftwerk Fukushima löste eine klare Zäsur in der Bewertung der Kernenergie aus: Die Sicherheit kerntechnischer Anlagen wurde auf den Prüfstand gestellt und die Rolle der Kernenergie in der zukünftigen Energieerzeugung überdacht. Die deutsche Bundesregierung reagierte mit einem Moratorium zur Kernenergie und einem Energiewendepaket und beschleunigte so den Transformationsprozess der Energiewirtschaft in Deutschland und Europa. Während die Politik vor der großen Aufgabe steht, den gesetzlichen Rahmen für eine gleichermaßen nachhaltige wie wirtschaftliche Energieversorgung abzustecken, sind Unternehmen wie MVV Energie gefordert, die neuen Regelungen umzusetzen. Wir setzen uns für ein Marktumfeld ein, das allen Marktteilnehmern gleiche Chancen eröffnet: Den Transformationsprozess der Energiewirtschaft gestalten wir mit und beteiligen uns aktiv am energiepolitischen Meinungsbildungsprozess; unter anderem in Debatten mit Politikern, Verbänden und Behörden wie der Bundesnetzagentur (BNetzA). In den folgenden Abschnitten gehen wir darauf ein, wofür wir uns konkret einsetzen. Positive Impulse aus Energiewendepaket erwartetDer deutsche Bundestag verabschiedete am 30. Juni 2011 das Energiewendepaket, das eine Reihe energiewirtschaftlich relevanter Gesetze novelliert oder neu geschaffen hat. Zentraler Bestandteil des Pakets ist der BESCHLEUNIGTE AUSSTIEG AUS DER KERNENERGIE, der breite politische Zustimmung fand und den gesellschaftlichen Konsens widerspiegelt. Nach dem Beschluss werden die acht Kernkraftwerke, die bereits im März 2011 vorübergehend oder revisionsbedingt abgeschaltet waren, dauerhaft stillgelegt. Die übrigen Anlagen werden zu festgelegten Terminen sukzessiv bis 2022 abgeschaltet. Die anderen Zielsetzungen der Bundesregierung aus dem Energiekonzept von Ende 2010 bleiben unverändert bestehen – unter anderem die Reduktion von Treibhausgasen, der Ausbau erneuerbarer Energien und die Erhöhung der Energieeffizienz. Im Vergleich zum Energiekonzept 2010 wurden die hocheffiziente Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und die Fernwärme im Energiewendepaket 2011 stärker gewürdigt: Eine NOVELLE DES KRAFT-WÄRME-KOPPLUNGSGESETZES (KWKG) sieht vor, dass die – ursprünglich bis ins Jahr 2016 befristete – Förderung neuer Anlagen bis ins Jahr 2020 verlängert wird. Auch wird die Beschränkung der Förderung auf maximal vier beziehungsweise sechs Jahre aufgehoben. Darüber hinaus soll mit Wirkung im Jahr 2012 eine „große“ KWKG-Novelle verabschiedet werden. Wir werden uns vor allem dafür einsetzen, dass Ausbau und Verdichtung von Fernwärmenetzen sowie Modernisierung und Umrüstung bestehender Anlagen gezielter und effektiver gefördert werden. Die NEUFASSUNG DES ERNEUERBARE-ENERGIEN-GESETZES (EEG) sieht stärkere Anreize vor, um EEG-Anlagen in die regulären Strommärkte zu integrieren: Mit dem Marktprämienmodell, das wir befürworten, können Anlagenbetreiber ihren Strom ab dem Jahr 2012 selbst vermarkten und haben so eine Alternative zur fixen EEG-Vergütung; zusätzlich zum Vermarktungserlös erhalten sie eine Prämie, die sich an der angewandten Technologie und dem aktuellen Marktpreisniveau orientiert. Für große Biogasanlagen ist das Marktprämienmodell ab 2014 verpflichtend. Dagegen belegte die Bundesregierung die Nutzung des sogenannten Grünstromprivilegs mit hohen Restriktionen. Es bleibt abzuwarten, ob dieses bis dato einzige funktionierende Instrument zur Marktintegration in Zukunft noch wirtschaftlich nutzbar sein wird. Wir hatten uns dafür eingesetzt, das Grünstromprivileg weiterzuentwickeln, um insbesondere die Integration fluktuierender EEG-Stromerzeugung (Windkraft und Photovoltaik) zu fördern. Mittelfristig wird die FÖRDERUNG DER WINDENERGIE eingeschränkt werden: Die jährliche Degression der Vergütungssätze wird zunehmen und der Systemdienstleistungsbonus ab dem Jahr 2015 wegfallen. Wir engagieren uns insbesondere für eine stärkere Förderung der weniger windstarken Standorte in Süddeutschland und hatten dazu ein „qualifiziertes Stauchungsmodell“ vorgeschlagen – das Modell lehnt sich an die Regelungen für die Nutzung der Windenergie im Offshore-Bereich an. Unser Vorschlag fand bei vielen energiepolitischen Entscheidungsträgern großen Anklang; der Bundesrat hatte inhaltlich ähnliche Forderungen gestellt, dennoch wurde der Vorschlag vom Bundestag nicht aufgenommen. Mit der EEG-Novelle wurde auch ein neu strukturierter FÖRDERRAHMEN FÜR BIOMASSEANLAGEN verabschiedet.Positiv bewertet wird dabei insbesondere, dass die Vielzahl der Boni reduziert und die Option zur gleichzeitigen Nutzung verschiedener Brennstoffe eingeführt wurde. Die Mindestwärmenutzungspflicht könnte sich so, wie sie in der EEG-Novelle verankert ist, jedoch für viele Projekte als Investitionshemmnis erweisen. Wesentliche Teile des dritten Energiebinnenmarktpakets hat der deutsche Gesetzgeber mit der NOVELLE DES ENERGIEWIRTSCHAFTSGESETZES (EnWG) umgesetzt. Von den wichtigsten Vorgaben, wie den neuen Entflechtungsregelungen für Übertragungs- beziehungsweise Fernleitungsnetzbetreiber, sind wir nur indirekt betroffen. Zahlreiche neue Anforderungen führen gleichwohl auf allen Wertschöpfungsstufen zu Umsetzungsaufwand. Wir begrüßen es, dass die Bundesnetzagentur durch die EnWG-Novelle nun einheitliche Regelzonen festlegen kann; so kann die Effizienz des Stromversorgungssystems erhöht werden. Die stärkere Nutzung industrieller Lasten zur Netzregelung durch die Übertragungsnetzbetreiber beurteilen wir zwar positiv, hätten aber eine Integration zu- und abschaltbarer Lasten in den wettbewerblich organisierten Regelenergiemarkt für sachgerechter gehalten. Kritisch sehen wir, dass Verteilnetzbetreiber jetzt verpflichtet sind, Privat- und Gewerbekunden auf Antrag und gegen reduzierte Netzentgelte zu steuern und gegebenenfalls abzuschalten. Wir sind der Meinung, dass die Beurteilung, ob und welche Verbraucher durch Regelung oder Abschaltung sinnvoll zur Netzentlastung beitragen können, den Verteilnetzbetreibern überlassen bleiben sollte. Aufgrund des beschleunigten Ausstiegs aus der Kernenergie muss gewährleistet werden, dass der erforderliche AUSBAU DER ERZEUGUNGSKAPAZITÄTEN AUS ERNEUERBAREN ENERGIEQUELLEN zügig erfolgt. Gleichzeitig ist der Neubau flexiblerkonventioneller Anlagen erforderlich, um die schwankende Einspeisung aus Windenergie und Photovoltaikanlagen ausgleichen zu können. Um dies zu gewährleisten, sind eine Reihe von Optionen im Gespräch, unter anderem ein Kraftwerksmodernisierungsprogramm im Rahmen des Energie- und Klimafonds. Der Gesetzgeber hat in der EnWG-Novelle auch eindeutige Regelungen zum EINSPEISEMANAGEMENT festgelegt. EEG- und KWK-Anlagen genießen grundsätzlich einen Einspeisevorrang vor Anlagen zur konventionellen Erzeugung und dürfen nur im Falle von technischen Netzengpässen zwangsweise abgeregelt werden. Treibhausgasemissionshandelsgesetz (TEHG) novelliertDie Eckpunkte des Emissionshandels in der Handelsperiode 2013 bis 2020 werden in der TEHG-Novelle geregelt; damit werden die europäischen Vorgaben umgesetzt. Zu diesen Eckpunkten zählt auch die Definition emissionshandelspflichtiger Anlagen. Wir hatten uns dafür eingesetzt, dass weder die thermische Abfallverwertung noch die fossile Zünd- und Stützfeuerung bei Biomasseanlagen emissionshandelspflichtig werden. Inzwischen wurde diese Stützfeuerung im Gesetz von der Verpflichtung befreit; es gilt als wahrscheinlich, dass auch thermische Abfallverwertungsanlagen befreit werden, die Entscheidung stand zum Zeitpunkt der Erstellung des zusammengefassten Lageberichts noch aus. EU-Energieeffizienz-Richtlinie vorgelegtEinen Vorschlag, wie Energieversorger weitreichende Effizienzmaßnahmen durchführen können, hat die Europäische Kommission vorgelegt: Beispielsweise sollen Energieversorger verpflichtet werden, den Energieabsatz beim Endkunden jährlich um 1,5 % zu reduzieren; zudem sollen handelbare Einsparzertifikate eingeführt werden und eine KWK-Pflicht für neue Kraftwerke. Darüber hinaus sollen nationale Energieeffizienzziele in Strom-, Gas und Fernwärmenetzen systematisch geplant werden. Wir befürworten, dass zusätzliche Anreize zur Steigerung der Energieeffizienz eingeführt werden sollen und erwarten hiervon positive Impulse für unser Wachstumsfeld Energiedienstleistungen. Bei der Ausgestaltung der energiepolitischen Rahmenbedingungen sollten nach unserer Meinung aber marktgerechte Ansätze zur Geltung kommen, die Effizienzsteigerungen durch wirtschaftliche Anreize erreichen. Weiterentwicklung des GasmarktdesignsDie Bundesnetzagentur hat sich zum Ziel gesetzt, den Wettbewerb im Gasmarkt voranzutreiben, indem das Regelungsumfeld weiterentwickelt wird. So schreibt die Festlegung zum Kapazitätsmanagement Gas (KARLA) seit dem 1. Oktober 2011 unter anderem eine Auktionsplattform für Gastransportkapazitäten vor. Zu den Ausgleichsleistungen und Bilanzierungsregelungen Gas (GABi) hat die Bundesnetzagentur einen Prozess zur Evaluierung und Konsultation gestartet. Im Rahmen der qualitätsübergreifenden Fusion von Marktgebieten hat die Bundesnetzagentur am 24. Februar 2011 eine Vorabfestlegung für die Konvertierung von H-Gas mit hohem Brennwert zu L-Gas mit niedrigem Brennwert und umgekehrt getroffen. Die Kooperationsvereinbarung Gas, die die Zusammenarbeit der Gasnetzbetreiber untereinander regelt, trat in der vierten Fassung am 1. Oktober 2011 in Kraft. Wir versprechen uns von der Weiterentwicklung des Gasmarkts verbesserte Absatzchancen für unser Gas, das wir bundesweit vertreiben. Regulierung der NetzeSeit dem 1. Januar 2009 bestimmt die Anreizregulierung die zulässigen Netzentgelte von Strom- und Gasnetzbetreibern. Die Bundesnetzagentur hat für jeden Netzbetreiber eine individuelle Erlösobergrenze bestimmt. Diese gilt bis zum Jahr 2012 für Gasnetzentgelte sowie bis zum Jahr 2013 für Strom. Anschließend beginnt jeweils die zweite Regulierungsperiode mit einer fünfjährigen Dauer. Zurzeit werden die Ausgangsniveaus für die Netzentgelte der zweiten Regulierungsperiode im Bereich Gas festgelegt. Zudem laufen die Vorbereitungen für das entsprechende Verfahren im Bereich Strom im Geschäftsjahr 2011/12. Unsere Netzgesellschaften in Mannheim und Kiel haben das Angebot der Bundesnetzagentur angenommen und werden die Rechtsprechung des Bundesgerichtshofs zu den Erlösobergrenzen entsprechend umsetzen. Diese werden infolge dessen in den nächsten Jahren gegenüber den Planwerten steigen. Im Bereich Strom wird die Qualitätsregulierung zum 1. Januar 2012 eingeführt. Wir gehen davon aus, dass der Druck auf die Netzbetreiber tendenziell zunehmen wird, jedoch nicht deutlich über das ohnehin erwartete Maß hinaus. Wir setzen uns dafür ein, dass in der Weiterentwicklung der Netzregulierung angemessene wirtschaftliche Voraussetzungen für den Netzausbau und -umbau bestehen werden. Markt und WettbewerbsumfeldMarktpositionen der MVV Energie Gruppe Die STROMERZEUGUNG AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN hat im Berichtsjahr einen Anteil von 20 % an der gesamten Stromerzeugung der MVV Energie Gruppe. Im Bundesdurchschnitt lag der EE-Anteil an der Brutto-Stromerzeugung im Jahr 2010 bei 17 %. Bei der ENERGETISCHEN NUTZUNG VON BIOMASSE zählt unsere Unternehmensgruppe in Deutschland zu den Marktführern. Unsere Geschäftsfelder Umwelt und Energiedienstleistungen betreiben insgesamt 16 Biomasse- und Biogasanlagen, in denen im Berichtsjahr 433 Mio kWh Strom und 84 Mio kWh Wärme erzeugt wurden. KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK), also die gleichzeitige Strom- und Wärmeerzeugung, gewinnt im Zuge der Energiewende an Bedeutung. Unsere Unternehmensgruppe hat im Berichtsjahr 28 % der Stromerzeugung mit KWK produziert im Vergleich zu 14 % im Bundesdurchschnitt. Bei Wärme erzeugen wir rund 90 % in KWK. Die MVV Energie Gruppe ist mit einem FERNWÄRMEABSATZ im Berichtsjahr von 6,3 Mrd kWh einer der größten Fernwärmeanbieter in Deutschland. Darüber hinaus zählt unsere Unternehmensgruppe zu den größten Betreibern von THERMISCHEN ABFALLVERWERTUNGS- UNDBIOMASSEANLAGEN. Im Berichtsjahr wurden 1,8 Mio Tonnen Abfall,Ersatzbrennstoffe und Holz zur thermischen Verwertung an unsere Standorte angeliefert. Auf dem WÄRMEMARKT IN TSCHECHIEN ist unser Teilkonzern MVV Energie CZ a.s. inzwischen in 17 Städten operativ tätig. Mit Investitionen in KWK-Anlagen und der Übernahme eines abfallbefeuerten Heizkraftwerks in Liberec (Verbrennungskapazität rund 0,1 Mio Tonnen pro Jahr) bauen wir unsere stabile Position in Tschechien weiter aus. Deutsche Wirtschaft wächst in 2011 kräftigNach den Berechnungen des Statistischen Bundesamts stieg das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland im 1. Quartal 2011 (Januar bis März 2011) um 4,6 % und im 2. Quartal 2011 (April bis Juni 2011) um 2,8 % gegenüber dem Vorjahr. Obwohl die Wachstumsdynamik im 2. Quartal nachließ, erlebte Deutschland im Gegensatz zu vielen anderen Industrieländern im bisherigen Jahresverlauf 2011 einen kräftigen Wirtschaftsaufschwung – trotz der Währungs- und Staatsschuldenkrise einiger Mitgliedsländer der Eurozone und der USA sowie der Börsenturbulenzen im August 2011. Nach dem Herbstgutachten der führenden deutschen Forschungsinstitute, das am 13. Oktober 2011 veröffentlicht wurde, wird für das Gesamtjahr 2011 erwartet, dass das reale Bruttoinlandsprodukt der Bundesrepublik (BIP) gegenüber dem Jahr 2010 um 2,9 % wachsen wird. Im Folgejahr 2012 wird mit einem deutlich schwächeren Wirtschaftswachstum gerechnet (siehe Prognosebericht). ![]() ![]() Deutsche Energiebilanz verändert sichIn der Energiebilanz Deutschlands spiegelt sich der Wandel der Energiebranche bereits deutlich wider: Trotz kräftiger Konjunktur ist der Primärenergieverbrauch im 1. Halbjahr 2011 nach Angaben der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen um 3,2 % gegenüber dem gleichen Zeitraum des Vorjahrs gesunken. Dies hat zwei Hauptursachen: Zum einen verringerte sich der Erdgasverbrauch aufgrund der milden Witterung um 8,6 %. Zum anderen ging der Beitrag der Kernenergie um 14,9 % zurück, weil im Rahmen des Atom-Moratoriums sieben deutsche Kernkraftwerke abgeschaltet wurden und ein weiteres revisionsbedingt stillgelegt war. Erstmals war der Anteil der Kernenergie im 1. Halbjahr 2010/11 mit 9,3 % kleiner als der Anteil der erneuerbaren Energien – diese trugen 10,2 % zum Gesamtenergieverbrauch bei. Der Vorstand von MVV Energie geht davon aus, dass sich die Struktur der deutschen Energiebilanz im Zuge der Energiewende weiter nachhaltig verändern wird. Energiepreise im AufwindWährend der Energieverbrauch im Berichtsjahr aufgrund des kurzen Winters abnahm, stiegen die Preise auf den Energiemärkten – analog zur positiven gesamtwirtschaftlichen Entwicklung – an: Die Notierungen für die Nordseeölsorte Brent zur Lieferung im Folgemonat bewegten sich zwischen 81 und 127 US-Dollar/Barrel. Der durchschnittliche Preis lag im Berichtsjahr mit 105 US-Dollar/Barrel um 28 US-Dollar/Barrel über dem Vorjahresniveau. Die Steigerung resultierte zum einen aus den politischen Unruhen in Nordafrika und dem Nahen Osten und zum anderen aus der starken Entwicklung des Euros gegenüber dem US-Dollar im 1. Kalenderhalbjahr 2011. Die Erdgaspreise für Produkte im Marktgebiet Net-Connect Germany (NCG) mit Lieferung im Folgejahr notierten im Berichtsjahr im Mittel bei 25 Euro/MWh und damit um 7 Euro/ MWh höher als im Vorjahr. Dies ist vor allem auf das Energiemarktumfeld, besonders auf den Ölmarkt, zurückzuführen. Darüber hinaus wurde nach den Katastrophen in Japan erwartet, dass für Europa bestimmte Flüssigerdgas-Tanker nach Japan umgeleitet werden würden, um die dort fehlenden Kernkraftwerkskapazitäten in der Erzeugung auszugleichen. Entsprechend der Entwicklung der Primärenergiepreise stieg der Preis für Grundlaststrom mit Lieferung im Folgejahr an. Der durchschnittliche Preis lag im Berichtsjahr bei 55 Euro/ MWh. Dies entspricht einem Preisanstieg von 6 Euro/MWh gegenüber dem Vorjahr. Auf dem Kohlemarkt zeigte sich im Berichtsjahr ebenfalls ein starker Aufwärtstrend: Die Frontjahrpreise für Steinkohle im ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) stiegen im Vergleich zum Vorjahr um 29 US-Dollar/Tonne auf 121 US-Dollar/Tonne. Ursachen hierfür waren zum einen Produktions- und Transportschwierigkeiten in den größten Exportländern der Welt und zum anderen die Wechselkursentwicklungen im 1. Kalenderhalbjahr 2011. Ein weiterer Preistreiber war die erhöhte Nachfrage in Folge des angekündigten Atom-Moratoriums. Die Preise für Emissionsberechtigungen für die Lieferung im jeweils kommenden Jahr erreichten im Geschäftsjahr 2010/11 im Vergleich zum Vorjahr einen um 0,5 Euro/Tonne CO2 höheren Durchschnittswert von 15 Euro/Tonne CO2. Aufgrund der Kernenergiedebatte in Deutschland erhöhte sich die Nachfrage nach Zertifikaten insbesondere bei den konventionellen Kraftwerken. Der starke Preisverfall Ende Juni 2011 resultierte im Wesentlichen aus den Vorschlägen der Europäischen Kommission zur Steigerung der Energieeffizienz. Der sogenannte Clean Dark Spread, die Erzeugungsmarge bei Strom, hat sich seit dem Atom-Moratorium im 2. Halbjahr des Berichtsjahrs erholt, wie die vorstehende Grafik zeigt. Witterungseinflüsse im BerichtsjahrUnser Absatz von Fernwärme und Erdgas wird während der Heizperiode in starkem Maße von den Witterungsverhältnissen beeinflusst. In den Sommermonaten hingegen wird der Erdgasabsatz unserer Unternehmensgruppe stärker von konjunkturellen Einflüssen aus der Industrie geprägt. Anhaltend hohe Temperaturen in den Sommermonaten begünstigen unseren Wasserabsatz – der für unser Unternehmensergebnis allerdings von deutlich geringerer Bedeutung ist als das Fernwärme- und das Gasgeschäft. Als temperaturabhängigen Indikator für den Einsatz von Heizenergie bei unseren Kunden verwenden wir die Kennzahl Gradtagszahlen – eine Definition finden Sie im Glossar. Niedrige Außentemperaturen führen bei der Berechnung der Kennzahl zu hohen Werten – diese wiederum gehen mit einem intensiven Einsatz von Heizsystemen einher. Die Gradtagszahlen unserer Unternehmensgruppe lagen im Berichtsjahr mit einem kumulierten Wert von 24 918 um 7 % unter dem Vorjahreswert von 26 751. An unseren Standorten gab es unterschiedliche Witterungsverläufe. Im Berichtsjahr war es aber insgesamt milder als im Vorjahr. Dem sehr kalten Winterwetter im 1. Quartal 2010/11 (Oktober bis Dezember 2010) folgte eine recht milde Witterung im 2. und 3. Quartal 2010/11. Besonders im April und Mai war es deutlich wärmer als im Vorjahr. Dies wirkte sich spürbar auf unseren Wärme- und Gasabsatz und damit auf unser operatives Ergebnis aus. Der Juli 2011 war vergleichsweise kühl und regenreich; einzig die Witterung im September 2011 war relativ mild. Die nachstehenden Grafiken zeigen die monatliche Entwicklung der Gradtagszahlen für den Standort Mannheim in Abhängigkeit von den tagesmittleren Außentemperaturen: ![]() Geschäftsentwicklung Ertragslage der MVV Energie GruppeZusammenfassung: Der Konzernabschluss der MVV Energie AG (MVV Energie Gruppe) wird nach den International Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften. Neue Berichtsstruktur: Wir planen und steuern das Geschäft unserer Unternehmensgruppe ab dem Geschäftsjahr 2010/11 nach einheitlich strukturierten Geschäftsfeldern über die einzelnen Teilkonzerne. Die neuen, nach Wertschöpfungsstufen gegliederten Berichtssegmente sind auch die Grundlage unserer Segmentberichterstattung. Durch die geänderte Berichtsstruktur sind der segmentspezifische Umsatz und das segmentspezifische Adjusted EBIT nicht mehr direkt mit dem Vorjahr vergleichbar. Um dennoch weiterhin eine gute Vergleichbarkeit zu gewährleisten, haben wir die Vorjahreszahlen entsprechend der neuen Struktur hergeleitet. Diese sind als Proforma-Werte ausgewiesen; in den Erläuterungen zum Konzernabschluss gehen wir näher hierauf ein. Gesamtaussage des Vorstands: MVV Energie hat sich im Berichtsjahr in einem schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfeld – in dem viele Energieunternehmen mit Umsatz- und Ergebnisrückgängen zu kämpfen hatten – sehr gut behauptet. Gegen diesen Trend konnten wir unseren Außenumsatz gegenüber dem Vorjahr erneut steigern. Damit haben wir unsere zu Jahresbeginn veröffentlichte und in den Finanzberichten 2010/11 bestätigte Umsatzprognose für das Geschäftsjahr 2010/11 klar übertroffen. Unser operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) lag im Geschäftsjahr 2010/11 mit 242 Mio Euro – wie im Jahresverlauf prognostiziert – auf Vorjahresniveau. Der Vorstand wertet dieses Ergebnis, das wir unter schwierigen Rahmen- und Wettbewerbsbedingungen erzielten konnten, als Erfolg. MVV Energie weist eine stabile Ertragssituation auf. Umsatzentwicklung: Unser Außenumsatz (ohne Strom- und Erdgassteuer) stieg trotz des wettbewerbsintensiven Marktumfelds im Berichtsjahr (Oktober 2010 bis September 2011) im Vergleich zum Vorjahr um 231 auf 3 590 Mio Euro (+ 7 %). Der Gesamtumsatz 2010/11 stammt zu 97 % aus dem Inlandsgeschäft und zu 3 % aus dem tschechischen Teilkonzern. Im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur konnten wir durch die neuen Windenergieanlagen Plauerhagen und Massenhausen Mehrerlöse erzielen, auch im Umweltgeschäft stieg der Umsatz infolge der Kapazitätsausweitung im Heizkraftwerk Mannheim. Der neue Kessel 6 war erstmals ganzjährig in Betrieb. Diese positiven Entwicklungen wurden durch eine marktpreisbedingte geringere Absatzmenge und Rückgänge im Netzgeschäft überkompensiert. Das stärkste Umsatzwachstum konnten wir im Handel und Portfoliomanagement verzeichnen, wo wir Mengen- und Preiseffekte nutzen konnten. In diesem Berichtssegment werden der Einsatz der Kraftwerke gesteuert, die Energiemengen für die Gruppe beschafft und unser gesamtes Portfolio optimiert. Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen, das 58% des Gesamtumsatzes ausmacht, stieg der Umsatz im Jahresvergleich um 6 %. Dieses Wachstum stammt in erster Linie aus mengen- und preisbedingt höheren Umsätzen im überregionalen Strom- und Gasvertrieb mit Firmenkunden sowie leichten Zunahmen im Energiedienstleistungsgeschäft. Dadurch konnten wir Einbußen mehr als ausgleichen, die wir durch eine insgesamt mildere Witterung im Fernwärme- und Gasgeschäft mit Privatkunden zu verzeichnen hatten. Erfreulich ist auch der höhere Umsatz im Segment Strategische Beteiligungen; er beruht vor allem auf Steigerungen bei den Stadtwerken Ingolstadt sowie im tschechischen Teilkonzern. scroll
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Vorjahreszahlen sind errechnete Proforma-Werte ![]() ![]() AbsatzentwicklungDie Absatzmengen haben wir im Berichtsjahr nach den neuen Berichtssegmenten ermittelt; die Vorjahresmengen wurden entsprechend rechnerisch zugeordnet. scroll
Der höhere Stromabsatz (+ 9 %) ist in erster Linie auf eine aktivere Bewirtschaftung des Stromportfolios zurückzuführen. Im Vertriebsgeschäft konnten wir trotz des intensiven Wettbewerbs den Stromabsatz in der Gruppe der Industrie- und Gewerbekunden/ Weiterverteiler um 2 % steigern. Grund hierfür war eine Mengensteigerung im überregionalen Stromvertrieb. Bei den Privat- und Geschäftskunden standen dem höheren Stromabsatz im bundesweiten Vertrieb wettbewerbsbedingte Einbußen in den eigenen Netzgebieten gegenüber, die den Zuwachs im bundesweiten Vertrieb überkompensiert haben. Der deutliche Zuwachs im Berichtssegment Strategische Beteiligungen beruht im Wesentlichen auf Mengensteigerungen der Stadtwerke Ingolstadt, die im überregionalen Stromgeschäft erstmals vier Standorte eines Großkunden beliefern. Die Entwicklung des Stromabsatzes im Segment Erzeugung und Infrastruktur ist vor allem auf strukturelle Veränderungen zurückzuführen: Die Stromerzeugungsmengen aus den Biomassekraftwerken Mannheim und Königs Wusterhausen werden seit Januar 2011 über den Vertrieb der MVV Energie AG direkt an Dritte vermarktet. Dieser Effekt hat die höhere Netzeinspeisung überkompensiert, die durch den Ausbau der Stromerzeugung aus Windenergie von 5 auf 36 Mio kWh (Windenergieanlagen Plauerhagen und Massenhausen) erreicht wurde. scroll
Insgesamt ging der der Wärmeabsatz um 4 % zurück. Hauptgrund hierfür ist die Entwicklung im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur: Ein Kunde der MVV Umwelt bezog bedingt durch einen Produktionsausfall weniger Dampf. In den Berichtsegmenten Vertrieb und Dienstleistungen sowie Strategische Beteiligungen wird die Entwicklung im Wesentlichen vom Fernwärmeabsatz bestimmt. Bei den Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteilern konnten wir einen Mengenzuwachs verzeichnen; hierzu trugen die erstmaligen Lieferungen an die Stadtwerke Speyer (von 48 Mio kWh) bei, nachdem die neue Transportleitung in Betrieb genommen wurde. Der Rückgang bei den Privat- und Geschäftskunden resultiert vor allem aus einem witterungsbedingt geringeren Fernwärmeabsatz im Berichtsjahr. Der höhere Wärmeabsatz bei den Dienstleistungskunden ist vor allem auf die positive Geschäftsentwicklung im Bereich Wohnungscontracting zurückzuführen. scroll
Der Gasabsatz verringerte sich insgesamt um 8 %; zu diesem Rückgang trugen insbesondere die Berichtsegmente Handel und Portfoliomanagement sowie Strategische Beteiligungen bei. Im Segment Handel und Portfoliomanagement wurde die Entwicklung vor allem durch einen Mengenrückgang bei einem Weiterverteiler bei den Stadtwerken Kiel hervorgerufen. Im Berichtssegment Strategische Beteiligungen stammt der stark rückläufige Gasabsatz in erster Linie aus Mengeneinbußen bei den Stadtwerken Ingolstadt, insbesondere durch den Verlust von zwei industriellen Großkunden. Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen konnten wir einen deutlichen Mengenzuwachs in der Gruppe der Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteiler verzeichnen: Dieser resultiert insbesondere aus dem überregionalen Gasvertrieb an Industrie- und Gewerbekunden. Dem stand ein verringerter Gasabsatz bei Privat- und Geschäftskunden gegenüber, der zum einen auf die mildere Witterung und zum anderen auf wettbewerbsbedingten Einbußen zurückzuführen ist. Der höhere Gasabsatz im Energiedienstleistungsgeschäft stammt aus dem Industrieparkgeschäft. scroll
Auch im Berichtsjahr setzte sich der seit Jahren leicht sinkende Wasserabsatz fort: Sparsameres Verbrauchsverhalten und der Einsatz von wassersparenden Geräten schlagen sich hier nieder. Unser Wassergeschäft wird vom Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen geprägt, das 87 % zum gesamten Wasserabsatz beiträgt; Hauptabnehmer in diesem Bereich sind Privat- und Geschäftskunden. Die trockene Witterung im April und Mai 2011 hat bei diesen Kunden zu einer leicht gestiegenen Wasserabgabe dieser Gruppe geführt. Der Mengenrückgang im Berichtssegment Strategische Beteiligungen betrifft die Stadtwerke Solingen und den tschechischen Teilkonzern. scroll
Das Plus von 4 % bei den angelieferten brennbaren Abfällen spiegelt wider, dass unsere Unternehmensgruppe die thermische Abfallverwertung erfolgreich ausgebaut hat. Vom gesamten Liefervolumen entfallen 88 % auf das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur. In diesem Berichtssegment sind die höheren Abfallmengen für den neuen Kessel 6 in Mannheim enthalten, die über unsere Tochtergesellschaft MVV Umwelt Ressourcen GmbH angeliefert werden. Der deutliche Anstieg im Segment Strategische Beteiligungen stammt hauptsächlich von dem tschechischen Teilkonzern. Entwicklung weiterer wesentlicher Positionen in der Gewinn- und VerlustrechnungDer MATERIALAUFWAND stieg im Geschäftsjahresvergleich um 240 Mio Euro (+ 9 %) auf 2 821 Mio Euro. Die Zunahme entspricht weitgehend dem Umsatzanstieg auf der Verkaufsseite. Im Zuge des neuen Steuerungsansatzes weisen wir ab dem Berichtsjahr die Konzessionsabgabe im Materialaufwand aus und nicht mehr unter der Position Sonstige betriebliche Aufwendungen; die Vorjahreswerte haben wir entsprechend angepasst. Der PERSONALAUFWAND lag im Geschäftsjahr 2010/11 mit 328 Mio Euro um 2 % über dem Vorjahreswert. Personalkosteneinsparungen aufgrund einer im Jahresvergleich niedrigeren Beschäftigtenzahl wurden im Wesentlichen überkompensiert durch tarifvertragliche Lohn- und Gehaltsanhebungen zum 1. Januar 2011. Im Geschäftsjahresvergleich verringerten sich die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGE ohne Berücksichtigung der IAS 39Effekte von 116 auf 111 Mio Euro. Der Hauptgrund für den Rückgang waren geringere Erträge aus Emissionsrechten, denen entsprechende Aufwendungen in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen gegenüberstehen. Die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN nahmen im Vergleich zum Vorjahr ohne Berücksichtigung der Effekte aus IAS 39 von 190 auf 205 Mio Euro zu. Höhere Zuführungen zu Wertberichtigungen, höhere betriebliche Steuern sowie Buchverluste, die durch Anlagenverkäufe entstanden sind, trugen hierzu wesentlich bei und haben die gesunkenen Beratungsaufwendungen überkompensiert. Im Saldo aus den Bewertungseffekten nach IAS 39 in den sonstigen betrieblichen Erträgen und sonstigen betrieblichen Aufwendungen errechnet sich für das Geschäftsjahr 2010/11 ein positiver IAS 39 Effekt von 46 Mio Euro (Vorjahr 69 Mio Euro). Die Entwicklung der IAS 39 Effekte spiegelt die Marktpreisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Die tagesaktuelle Stichtagsbewertung der Energiehandelsderivate nach IAS 39 führte für MVV Energie als Netto-Käufer im Berichtsjahr zu positiveren Marktwerten. Zum Bilanzstichtag lagen die aktuellen Marktpreise höher als beim Abschluss der Sicherungsgeschäfte. Die Bewertung nach IAS 39 ist weder zahlungswirksam, noch beeinflusst sie unser operatives Geschäft; zudem hat sie keinen Einfluss auf die Dividende. Das ERGEBNIS AUS ASSOZIIERTEN UNTERNEHMEN erhöhte sich im Geschäftsjahresvergleich von 11 auf 15 Mio Euro. Im Berichtsjahr wirkte sich der Zugang von Gesellschaften aus, die erstmals At-Equity konsolidiert wurden. Mit 152 Mio Euro lagen die ABSCHREIBUNGEN um 7 Mio Euro niedriger als im Vorjahreszeitraum. Ein wesentlicher Grund für die Abnahme sind geringere außerplanmäßige Abschreibungen im Sachanlagevermögen (Rückgang von 18 auf 5 Mio Euro). Sie betrafen im Vorjahr im Wesentlichen den Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen und im Berichtsjahr den tschechischen Teilkonzern MVV Energie CZ. Dem standen investitionsbedingt höhere planmäßige Abschreibungen im Berichtsjahr gegenüber. Der RESTRUKTURIERUNGSAUFWAND in Höhe von 31 Mio Euro, den wir im Konzernabschluss zum Geschäftsjahr 2010/11 gesondert ausweisen, beruht auf einer Restrukturierungsrückstellung im 1. Quartal 2010/11 im Zusammenhang mit den Maßnahmen des Konzernprogramms „Einmal gemeinsam“. Im Berichtsjahr erzielte die MVV Energie Gruppe ein ADJUSTED EBITDA von 394 Mio Euro im Vergleich zu 406 Mio Euro im Vorjahr (- 3 %). Nach Abschreibungen erreichte unsere Unternehmensgruppe im Berichtsjahr ein ADJUSTED EBIT von 242 Mio Euro, das damit auf dem Vorjahresniveau liegt. Überleitungsrechnung zum Adjusted EBITFür unsere interne Steuerung verwenden wir das ADJUSTED EBIT, also das operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern.Bei dieser Ergebnisgröße werden – wie in den unterjährigen Quartals-Finanzberichten 2010/11 – die Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Commodity-Derivaten nach IAS 39 eliminiert sowie der Restrukturierungsaufwand und – seit dem Berichtsjahr – die Zinserträge aus Finanzierungsleasing hinzuaddiert. Die Zinserträge aus Finanzierungsleasing, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem EBIT ausgewiesen werden, stammen aus Contractingprojekten und zählen zu unserem operativen Geschäft. In der nachstehenden Tabelle zeigen wir, wie wir das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene EBIT auf das aussagefähigere Adjusted EBIT überleiten. scroll
Die nachstehende Tabelle zeigt die Ergebnisbeiträge der einzelnen Berichtssegmente: scroll
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Vorjahreszahlen sind errechnete Proforma-Werte In einem insgesamt schwierigen Marktumfeld haben wir im Geschäftsjahr 2010/11 ein ADJUSTED EBIT auf Vorjahresniveau erzielt. Im Berichtsegment Erzeugung und Infrastruktur, unserem ergebnisstärksten Segment, konnten wir insbesondere im Umweltgeschäft ein verbessertes Ergebnis erzielen. Hierzu beigetragen hat vor allem, dass der Kessels 6 in der Abfallverwertungsanlage Mannheim zum ersten Mal ganzjährig in Betrieb war und dass die Windenergieanlagen Plauerhagen und Massenhausen erstmals Ergebnisbeiträge leisten konnten. Diese Faktoren haben den Ergebnisrückgang aus dem Netzgeschäft überkompensiert. Das Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement umfasst das Energiebeschaffungs- und Erzeugungsportfolio unserer Unternehmensgruppe, das von der MVV Trading GmbH strukturiert und unter Berücksichtigung der Entwicklung auf den internationalen Energiemärkten optimiert wird. Ausschlaggebend für den Ergebnisrückgang in diesem Segment sind die gesunkene Erzeugungsmarge (Clean Dark Spread) und gestiegene Leistungspreise. Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen verbesserte sich das Ergebnis des Energiedienstleistungsgeschäfts; der leichte Ergebnisrückgang im Vertriebsgeschäft konnte so mehr als ausgeglichen werden. Bei der Ergebnisentwicklung im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen ist zu berücksichtigen, dass das Vorjahresergebnis durch außerplanmäßge Wertberichtigungen belastet war. Im Berichtssegment Strategische Beteiligungen standen dem leicht gestiegenen Ergebnisbeitrag aus dem tschechischen Teilkonzern leicht rückläufige Ergebnisbeiträge der Teilkonzerne Solingen und Ingolstadt gegenüber. Zum Ergebnis im Segment Sonstiges haben die Querschnittsfunktionen und Shared Services beigetragen. Die FINANZAUFWENDUNGEN gingen von 83 auf 68 Mio Euro zurück. Hierbei ist ein Rückgang von 10 Mio Euro auf den geänderten Ausweis der anteiligen Dividendenzahlung an die Stadt Kiel infolge des Auslaufens der Put-Option zurückzuführen. Diese wurde im Geschäftsjahr 2010/11 erstmals unter den Dividendenausschüttungen im Eigenkapital bei den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen. Die Put-Option der Stadt Kiel über den Verkauf der restlichen Anteile von 49% der Stadtwerke Kiel AG an die MVV Energie AG wurde bis zum 6. November 2010 nicht ausgeübt und ist zu diesem Zeitpunkt verfallen. Zum anderen erklärt sich der Rückgang der Finanzaufwendungen aus geringeren Darlehenszinsen. Im Saldo mit den geringfügig verringerten Finanzerträgen hat sich das Finanzergebnis im Geschäftsjahresvergleich um 15 Mio Euro verbessert. Dadurch lag das ADJUSTED EBT im Geschäftsjahr 2010/11 mit 179 Mio Euro über dem vergleichbaren Vorjahreswert von 165 Mio Euro. Die auf das Adjusted EBT des Geschäftsjahrs 2010/11 bezogene Steuerquote beträgt 30,1 % (Vorjahr 36,4%). Der Rückgang der Steuerquote beruht im Wesentlichen auf höheren, nicht abzugsfähigen Betriebsausgaben im Vorjahr. Des Weiteren wirkte sich der Wegfall der Put-Option Kiel sowie die Nutzung steuerlicher Verlustvorträge aus. Nach Abzug der bereinigten Ertragsteuern von 54 Mio Euro (Vorjahr 60 Mio Euro) errechnet sich für das Geschäftsjahr 2010/11 ein BEREINIGTER JAHRESÜBERSCHUSS von 125 Mio Euro im Vergleich zu 105 Mio Euro im Vorjahreszeitraum. Die bereinigten Ergebnisanteile anderer Gesellschafter haben sich im Geschäftsjahresvergleich von 10 auf 17 Mio Euro erhöht. Die Zunahme beruht im Wesentlichen auf höheren Minderheitsanteilen infolge der nicht ausgeübten Put-Option durch die Stadt Kiel. Nach Berücksichtigung der Ergebnisanteile anderer Gesellschafter weist die MVV Energie Gruppe im Geschäftsjahr 2010/11 einen BEREINIGTEN JAHRESÜBERSCHUSS NACH FREMDANTEILEN von 108 Mio Euro aus (Vorjahr 95 Mio Euro). Auf dieser Grundlage errechnet sich für das Geschäftsjahr 2010/11 ein BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE von 1,63 Euro. Im vergleichbaren Vorjahreszeitraum lag dieses bei 1,44 Euro je Aktie. Die Aktienanzahl im gewichteten Jahresdurchschnitt 2010/11 lag wie im Vorjahreszeitraum bei 65,9 Millionen Stück. Entwicklung in den QuartalenIm 4. Quartal 2010/11 (Juli bis September 2011) stieg unser Umsatz verglichen mit dem Vorjahr um 13 % auf 911 Mio Euro. Diese Zunahme ist insbesondere auf Mengensteigerungen im Stromgeschäft zurückzuführen. ![]() Im 4. Quartal ist unser Adjusted EBIT traditionell schwächer, da in den Sommermonaten die Ergebnisbeiträge aus dem Heizenergiegeschäft fehlen. Außerdem führen wir in diesem Zeitraum bevorzugt Instandhaltungs- und Revisionsmaßnahmen durch. Im 4. Quartal 2010/11 wies das Adjusted EBIT einen Verlust von 6 Mio Euro auf. Der höhere Quartalsverlust im Vorjahr von 10 Mio Euro resultiert vor allem aus außerplanmäßigen Abschreibungen und Wertberichtigungen im Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen GmbH. ![]() Wertorientierte Unternehmensführung 2010/11Die MVV Energie Gruppe richtet ihre Strategie und Unternehmensziele nach wertorientierten Grundsätzen aus. Die zentrale Steuerungsgröße unserer wertorientierten Unternehmensführung und der damit verbundenen Kapitalsteuerung ist der Value Spread. Diese Kennzahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der periodischen Erfolgsgröße ROCE (Return on Capital Employed), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital, und dem gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz WACC (Weighted Average Cost of Capital). Der ROCE setzt das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Adjusted EBIT) in Relation zu dem dafür eingesetzten Kapital (Capitel Employed). Im Vorjahr hatten wir den ROCE noch auf Basis des Adjusted EBITA ermittelt. Durch diese Umstellung verändert sich der ROCE von 8,9%, den wir im Vorjahr ausgewiesen hatten, auf 9,1%. Im Berichtsjahr errechnet sich nach Bereinigung der negativen Bewertungseffekte nach IAS 39, den Restrukturierungsaufwendungen und zuzüglich der Zinserträge aus Finanzierungsleasing ein Adjusted ROCE von 9,2 %. Die Kennzahl WACC, der zweite Bestandteil unserer Kenngröße Value Spread, dient uns als langfristige ökonomische Untergrenze für die Rendite, die wir operativ erwirtschaften müssen. Die Gewichtung erfolgt auf Basis des Eigen- und Fremdkapitalanteils am zu verzinsenden Kapital (Capital Employed). Für die Berechnung dieser Kapitalanteile sind nicht die bilanziellen Buchwerte maßgebend, sondern die Marktwerte, an denen potenzielle Investoren ihre Anlagealternativen messen. Wir haben die Grundanforderungen an die Kapitalsteuerung im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Im Berichtsjahr lagen die gewogenen Kapitalkosten vor Steuern – wie im Vorjahr – bei 8,5%. scroll
Als Differenz aus dem Adjusted ROCE von 9,2 % (Vorjahr 9,1 %) und dem WACC von 8,5 % (Vorjahr 8,5 %) ergibt sich für das Geschäftsjahr 2010/11 ein positiver Adjusted Value Spread in Höhe von 0,7 % (Vorjahr 0,6 %). Im Berichtsjahr haben wir den Konzern-WACC neu ermittelt und werden ab dem nächsten Geschäftsjahr 2011/12 einen gewogenen Kapitalkostensatz vor Steuern von 8,6% zugrunde legen. ![]() VermögenslageGesamtaussage des Vorstands: Die MVV Energie Gruppeweist zum 30. September 2011 bei gestiegener Bilanzsumme eine solide bereinigte Eigenkapitalquote von 39,5 % (Vorjahr 35,7 %) aus. Das längerfristig gebundene Vermögen ist dabei vollständig durch Eigenkapital und langfristig zur Verfügung stehende Fremdkapitalmittel gedeckt. Damit zeichnet sich die MVV Energie Gruppe durch eine stabile Finanzierungsstruktur aus. ![]() Die BILANZSUMME der MVV Energie Gruppe lag zum Stichtag 30. September 2011 mit 3,70 Mrd Euro um 68 Mio Euro (+ 2 %) über der Bilanzsumme zum Stichtag des Vorjahrs (3,64 Mrd Euro). Ein Anteil von 75 % der Aktiva stammt von den LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTEN. Gegenüber dem Vorjahresstichtag erhöhten sich diese um 111 Mio Euro auf 2,80 Mrd Euro (+ 4 %); die Zunahme beruhte hauptsächlich auf höheren Sachanlagen, die mehr als die Hälfte der Bilanzsumme ausmachen. Die Zunahme bei den Sachanlagen um 79 Mio Euro entspricht dem Saldo aus Investitionen und Veränderungen des Konsolidierungskreises auf der einen Seite sowie aus Abgängen, planmäßigen und außerplanmäßigen Abschreibungen auf der anderen Seite. Der hohe Anteil der Sachanlagen zeigt die Anlagenintensität unserer Unternehmensgruppe. Der höhere Bilanzwert bei den assoziierten Unternehmen resultiert vor allem aus der positiven At-Equity-Bewertung sowie dem Zugang von Gesellschaften, die erstmalig im Wege der Equity-Methode einbezogen werden. Die übrigen Finanzanlagen enthalten sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, sonstige Beteiligungen, Ausleihungen und Wertpapiere. Einzelheiten zu den Veränderungen des Konsolidierungskreises stellen wir in den Erläuterungen zum Konzernabschluss dar. Bei den langfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerten , die gegenüber dem letztjährigen Bilanzstichtag um 13 Mio Euro zunahmen, schlug vor allem die gestiegene Marktbewertung der gemäß IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte zu Buche. Dem steht ein geringerer Rückgang bei den Energiehandelsderivaten mit einem Lieferzeitpunkt im Kalenderjahr 2011 gegenüber, die aus dem langfristigen in den kurzfristigen Bereich umgegliedert wurden. Die KURZFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE sanken gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs um 43 Mio Euro auf 910 Mio Euro (- 5 %); Hauptgrund hierfür ist ein Rückgang der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 77 Mio Euro, weil vor allem die kurzfristigen Ausleihungen und die Forderungen aus Sicherheitshinterlegungen geringer waren als zum Bilanzstichtag des Vorjahrs. Die Sicherheitshinterlegungen (sogenannte Margins), die im Rahmen von Energiehandelsgeschäften ausgetauscht werden, um das Kontrahentenrisiko mit externen Handelspartnern zu verringern, sanken von 69 Mio Euro am Vorjahresstichtag auf 40 Mio Euro zum 30. September 2011. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem 30. September 2010 (432 Mio Euro) um 16 Mio Euro erhöht. Hier kam vor allem das Umsatzwachstum zum Tragen, insbesondere die Geschäftsausweitung im überregionalen Strom- und Gasvertrieb. Im Vergleich zum Vorquartal (Stichtag 30. Juni 2011: 527 Mio Euro) hat sich der Forderungsbestand zum 30. September 2011 um 79 Mio Euro verringert. Die flüssigen Mittel hatten zum Bilanzstichtag einen Wert von 169 Mio Euro und lagen damit um 21 Mio Euro über dem Stand zum 30. September 2010: Hinsichtlich der Veränderung verweisen wir auf unsere folgenden Ausführungen zur Finanzlage. Auf der Passivseite ist das EIGENKAPITAL der MVV Energie Gruppe gegenüber dem 30. September 2010 um 159 Mio Euro auf 1,35 Mrd Euro (+ 13 %) gestiegen. Die Zunahme beruht neben dem Gesamtjahresergebnis (117 Mio Euro) abzüglich der für das Vorjahr ausgeschütteten Dividenden (83 Mio Euro einschließlich Minderheiten) in erster Linie auf höheren Anteilen anderer Gesellschafter am Eigenkapital. Mit Ablauf des 6. November 2010 endete der vertraglich vereinbarte Zeitraum, in dem die Stadt Kiel der MVV Energie AG ihren Anteil an der Stadtwerke Kiel AG von 49 % zum Kauf anbieten konnte (Put-Option). Als Folge der verfallenen Put-Option wurde der Marktwert der Option von 121 Mio Euro, der bisher bei den kurzfristigen Finanzschulden passiviert war, in die Anteile anderer Gesellschafter umgegliedert; unsere Beteiligung an der Stadtwerke Kiel AG wird demnach zu 51 % im Eigenkapital und zu 49 % im Minderheitenkapital ausgewiesen. Für die Steuerung unserer Gruppe bereinigen wir auch unsere Bilanz um die kumulierten Bewertungseffekte nach IAS 39: Wir reduzieren die Vermögensseite um die positiven Marktwerte der Finanzderivate und die darauf entfallenden latenten Steuern, die zum 30. September 2011 insgesamt einen Wert von 218 Mio Euro erreichten (30. September 2010: 180 Mio Euro). Auf der Passivseite bereinigen wir die Schulden um die negativen Marktwerte von 250 Mio Euro zum 30. September 2011 (30. September 2010: 226 Mio Euro) und beim Eigenkapital den hier wirksamen Saldo von 32 Mio Euro (30. September 2010: 46 Mio Euro). Auf dieser Basis errechnet sich eine bereinigte Eigenkapitalquote zum 30. September 2011 von 39,5 %; zum 30. September 2010 lag sie bei 35,7 %. Die LANGFRISTIGEN SCHULDEN gingen von 1,50 Mrd Euro zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 115 Mio Euro auf 1,39 Mrd Euro zum Bilanzstichtag des Berichtsjahrs zurück. Hierzu trugen im Wesentlichen durch planmäßige Tilgungen reduzierte langfristige Finanzschulden und die nach IAS 39 zu bilanzierenden Finanzderivate mit einem Lieferzeitpunkt im Kalenderjahr 2011 bei, die von den langfristigen in die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten umgegliedert wurden. Dem standen insbesondere erhöhte langfristige Rückstellungen für Restrukturierung sowie höhere passive latente Steuern aus Bewertungseffekten der Energiehandelsgeschäfte gegenüber. Die KURZFRISTIGEN SCHULDEN erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2010 (950 Mio Euro) um 24 Mio Euro auf 974 Mio Euro. Dieser Anstieg beruht zum einen auf einer Zunahme der kurzfristigen Finanzschulden und der kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten. Bei den kurzfristigen Finanzschulden haben die Neuaufnahmen und die Umgliederungen aus dem langfristigen Bereich den Rückgang überkompensiert, der – mit dem Auslaufen der Put-Option Kiel – durch die Umgliederung des Marktwerts der Option in die Anteile anderer Gesellschafter entstanden ist (siehe Eigenkapital). Durch das Auslaufen der Put-Option ist die tägliche fällige Kaufpreisverpflichtung entfallen. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Erläuterungen zur Bilanz im Konzernabschluss. Die Zunahme der kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten resultiert im Wesentlichen aus der Umgliederung von Finanzderivaten, die wir vorstehend bereits erläutert haben. Die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten enthielten zum 30. September 2011 Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos von 3 Mio Euro; zum 30. September 2010 hatte der Wert 12 Mio Euro betragen. Investitionen in WachstumDas Investitionsvolumen der MVV Energie Gruppe betrug im Berichtsjahr insgesamt 247 Mio Euro (Vorjahr 240 Mio Euro). Hiervon entfallen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 212 Mio Euro (Vorjahr 202 Mio Euro) und auf den Erwerb von voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen und Investitionen in übrige Finanzanlagen 35 Mio Euro (Vorjahr 38 Mio Euro). Unsere Investitionsschwerpunkte bei den immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien lagen im Segment Erzeugung und Infrastruktur. Sie betrafen in erster Linie den Bau von zwei Gasturbinen im Teilkonzern Kiel, das Energieeffizienzprojekt Optima in der Abfallverwertungsanlage Mannheim, den Erwerb von Windenergieanlagen, die Fertigstellung der Holzpelletproduktion bei der Energieversorgung Offenbach sowie den Ausbau der Fernwärmenetze in Mannheim und Offenbach. Das Fernwärmeverbundprojekt in Ingolstadt sowie die Erweiterungs- und Baumaßnahmen von Wärmeerzeugungs- beziehungsweise Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen im tschechischen Teilkonzern sind im Segment Strategische Beteiligungen enthalten. ![]() scroll
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Vorjahreszahlen sind errechnete Proforma-Werte FinanzlageGesamtaussage des Vorstands: Wir konnten unsere Investitionen in vollem Umfang aus dem Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit decken. Mit einer soliden BEREINIGTEN EIGENKAPITALQUOTE von 39,5 % (Vorjahr 35,7 %) verfügen wir über eine gute Basis, um unsere auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Investitionen weiterhin ausgewogen finanzieren zu können. KapitalflussrechnungDer CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT stieg im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 20 Mio Euro auf 376 Mio Euro. Der positive Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist das Ergebnis gegenläufiger Entwicklungen: Der rückläufige Cashflow vor Working Capital und Steuern wurde durch die Veränderungen beim Working Capital und bei den kurzfristigen Rückstellungen überkompensiert. Bei den Working Capital Positionen wirkten sich vor allem die Veränderungen der sonstigen Aktiv- und Passivposten aus, die im Wesentlichen durch die veränderten Sicherheitshinterlegungen (sogenannte Margeningzahlungen) und sonstige Ausleihungen geprägt wurden. Durch den höheren Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit haben wir trotz höherer Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien von 212 Mio Euro (Vorjahr 202 Mio Euro) im Berichtsjahr einen verbesserten positiven Free Cashflow von 163 Mio Euro (Vorjahr 154 Mio Euro) erzielt. Unsere Investitionen sind also mit den erwirtschafteten Mitteln aus der laufenden Geschäftstätigkeit gedeckt. Es bleiben ausreichend Zuflüsse übrig, um die Dividenden zu bezahlen. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit – 144 Mio Euro weiterhin negativ, liegt aber deutlich unter dem negativen Vorjahreswert (– 329 Mio Euro). Das Berichtsjahr war insbesondere durch eine geringere Netto-Kreditrückführung im Vergleich zum Vorjahr gekennzeichnet. Die Erhöhung der Dividendenzahlungen an Minderheiten resultiert im Wesentlichen aus der ausgelaufenen Put-Option Kiel. Die entsprechenden Zahlungsmittelabflüsse des Vorjahrs waren bei den Zinszahlungen enthalten. Die langfristigen und kurzfristigen Finanzschulden sanken gegenüber dem Bilanzstichtag zum 30. September 2010 um 93 Mio Euro auf 1,26 Mrd Euro, vor allem, weil die verfallene Put-Option Kiel umgegliedert wurde, wie wir unter „Eigenkapital“ erläuterten. Die Nettofinanzschulden (Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) verringerten sich im Vergleich zum 30. September 2010 um 115 Mio Euro auf 1,09 Mrd Euro. Gemeinsames FinanzmanagementUnsere Finanzierungsstrategie ist auf Flexibilität und die Nutzung von kurz- und langfristigen Finanzquellen ausgerichtet. Die Muttergesellschaft MVV Energie AG führt für sich und 14 weitere Gesellschaften unserer Unternehmensgruppe einen so genannten Cash Pool. In dieser Funktion beschafft und sichert sie sowohl ihre eigene Liquidität als auch die Finanzmittel der Beteiligungsgesellschaften, die dem Cash Pool angeschlossen sind. Kapital, das für Investitionen benötigt wird, wird über Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt. MVV Energie AG und die anderen Gesellschaften unserer Gruppe verfügen über bilaterale Kreditlinien. Nach wie vor unverändert befinden sich die Marktzinsen in allen Laufzeitenklassen auf einem im langjährigen Vergleich niedrigen Niveau. Da die Kreditmargen gegenüber dem Vorjahr zurückgegangen sind, sehen wir aktuell eine Verbesserung der Gesamtkonditionen. RatingDen regelmäßigen Ratinggesprächen, die wir mit unseren Kernbanken führen, haben wir entnommen, dass die MVV Energie Gruppe weiterhin im stabilen Investment-Grade-Bereich eingeordnet ist. Ein Rating der MVV Energie Gruppe durch eine Ratingagentur findet nicht statt. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen LageDer Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage der MVV Energie Gruppe und der MVV Energie AG als stabil – unter Berücksichtigung der Erkenntnisse aus dem Konzernabschluss und aus dem Einzelabschluss 2010/11 einschließlich des laufenden Geschäfts bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts 2010/11. Den Umsatz der MVV Energie Gruppe konnten wir gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahres nochmals steigern. Beim nachhaltigen operativen Ergebnis (Adjusted EBIT) konnten wir trotz des wirtschaftlich schwierigen Umfelds nahezu den Vorjahreswert wieder erreichen und so unsere unterjährig kommunizierte Prognose erfüllen. Die Beschlüsse zur Energiewende bestätigen uns, dass wir die strategischen Weichen richtig gestellt haben. Als kommunal verankerte Unternehmensgruppe sehen wir uns damit gut positioniert. Wir wollen die Möglichkeiten und Chancen aus der gesellschaftlich und politisch gewünschten Energiewende nutzen und den Wandel der Energiewirtschaft aktiv mitgestalten. Mit effizienten Strukturen und Prozessen sowie mit unseren zukunftsorientierten Wachstumsinvestitionen schaffen wir die Grundlagen für nachhaltiges profitables Unternehmenswachstum. Erläuterungen zum Jahresabschluss der MVV Energie AG (HGB)Die MVV Energie AG, Mannheim, die börsennotierte Muttergesellschaft der MVV Energie Gruppe, stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs auf sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes. Für das Berichtsjahr, das am 30. September 2011 endete, wurden erstmals die rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angewendet. Die wesentlichen Effekte aufgrund der geänderten Vorschriften sind im Jahresabschluss 2010/11 der Muttergesellschaft MVV Energie AG bei den Erläuterungen der jeweiligen Bilanzposten dargestellt. Im Konzernabschluss der MVV Energie AG, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellt wird, sind die Erträge und Aufwendungen der konsolidierten Tochtergesellschaften – im Unterschied zum Einzelabschluss nach HGB – in den einzelnen Ertrags- und Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Weitere Abweichungen zwischen dem Einzel- und Konzernabschluss von MVV Energie AG ergeben sich insbesondere aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen den handelsrechtlichen und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS. Der Jahresabschluss 2010/11 der MVV Energie AG sowie der – mit dem Konzern zusammengefasste – Lagebericht der MVV Energie AG werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Auf unserer Internetseite unter www.mvv-investor.de steht der vollständige Jahresabschluss 2010/11 der MVV Energie AG als Download zur Verfügung, und er kann auch bei uns angefordert werden. Ertragslage der MVV Energie AGIm Geschäftsjahr 2010/11 erzielte die Muttergesellschaft MVV Energie AG ausschließlich in Deutschland einen UMSATZ von 1731 Mio Euro (Vorjahr 1 569 Mio Euro). Beide Werte schließen die Strom- und Energiesteuer, die weitergegeben wurde, nicht mit ein. Der Zuwachs von 162 Mio Euro oder 10 % im Vergleich zum Vorjahr resultiert in erster Linie aus dem Stromgeschäft, das 74 % des Gesamtumsatzes ausmacht. Auch im Gasgeschäft konnten wir den Umsatz steigern. Dieses Wachstum stammt in erster Linie aus mengen- und preisbedingt höheren Umsätzen im überregionalen Strom- und Gasvertrieb. Der Materialaufwand stieg weitgehend proportional zur Umsatzentwicklung um 11% im Vergleich zum Vorjahr. Die anderen operativen Ertrags- und Aufwandspositionen haben sich so verändert, dass sie sich insgesamt mit 20,2 Mio Euro negativ auf das Jahresergebnis auswirkten. Die Hauptgründe hierfür waren geringere sonstige betriebliche Erträge, höhere Personalaufwendungen sowie Abschreibungen. Der Rückgang der sonstigen betrieblichen Erträge resultiert im Wesentlichen aus geringeren Rückstellungsauflösungen. Die höheren Personalaufwendungen sind neben tariflichen Lohn- und Gehaltsanhebungen auf die Zuführungen zur Restrukturierungsrückstellung zurückzuführen. Die gestiegenen Abschreibungen resultieren nahezu vollständig aus dem geänderten Ausweis hinsichtlich der Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen. Seit dem Berichtsjahr werden diese Erträge in den Umsatzerlösen ausgewiesen, während sie im Vorjahr bei den Abschreibungen gekürzt wurden. scroll
Die negativen Faktoren im operativen Bereich wurden teilweise durch das verbesserte Finanzergebnis kompensiert. Zum verbesserten Finanzergebnis um 17,5 Mio Euro trugen vor allem geringere Aufwendungen aus der Übernahme der Verluste von Tochtergesellschaften, insbesondere der MVV Energiedienstleistungen GmbH, bei. Das Finanzergebnis enthält auch das Zinsergebnis, das sich im Vergleich zum Vorjahr insbesondere verbessert hat, weil Finanzverbindlichkeiten planmäßig zurückgeführt wurden. Das ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT erreichte mit 117,9 Mio Euro knapp das Vorjahresergebnis. Die im Berichtsjahr ausgewiesenen außerordentlichen Aufwendungen resultieren aus der Umstellung auf die neuen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes und betreffen fast ausschließlich Pensionsrückstellungen. Nach Abzug der Ertragsteuern erzielte die MVV Energie im Berichtsjahr einen JAHRESÜBERSCHUSS von 92,3 Mio Euro, der damit leicht unter dem Vorjahresniveau lag. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahrs wurden gemäß § 58 Abs. 2 AktG 33,0 Mio Euro (Vorjahr 37,4 Mio Euro) in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Einschließlich Gewinnvortrag aus dem Vorjahr weist die MVV Energie AG wie im Vorjahr einen BILANZGEWINN von 99,3 Mio Euro aus. Die Hauptversammlung findet am 16. März 2012 statt. Sie wird über den Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats entscheiden, der am 8. Dezember 2011 beschlossen wird. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2009/10 betrug 0,90 Euro je Aktie. Vermögens- und Finanzlage der MVV Energie AGIm Berichtsjahr hat sich die Darstellung der Vermögenslage geändert, weil wir erstmals die Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes (BilMoG) angewendet haben. Daher sind die Werte einzelner Bilanzposten nicht mit denen des Vorjahrs vergleichbar – gemäß Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB haben wir auf eine Anpassung der Vorjahreszahlen verzichtet. Im Anhang des Einzelabschlusses der MVV Energie AG erläutern wir Einzelheiten zu den Änderungen. Im Vergleich zum Vorjahr ging die Bilanzsumme um knapp 0,7 % zurück. Die Vermögenslage der MVV Energie AG wird wesentlich durch das Finanzanlagevermögen geprägt: Zum 30. September 2011 erreichte es einen Wert von 1 328,4 Mio Euro (Vorjahr 1311,6 Mio Euro) und stellte so 66 % (Vorjahr 65 %) der Bilanzsumme dar. Die Zunahme beruht im Wesentlichen auf höheren Anteilen und Ausleihungen an verbundene Unternehmen. Neben Darlehen an Tochtergesellschaften wurden finanzielle Mittel in Form von Kapitalerhöhungen gewährt, um den Bau der Abfallverwertungsanlage in Plymouth zu finanzieren. Die Zunahme des Sachanlagevermögens resultiert aus den Investitionen im Berichtsjahr in Höhe von 27,3 Mio Euro und mit 34,2 Mio Euro aus der Umgliederung der empfangenen Ertragszuschüsse auf die Passivseite. scroll
Das Umlaufvermögen sank im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 68 Mio Euro auf 372 Mio Euro. Der Rückgang entfällt im Wesentlichen auf die geringeren sonstigen Vermögensgegenstände, die im Vorjahr noch kurzfristige Geldanlagen in Höhe von 65 Mio Euro enthielten, und auf geringere flüssige Mittel. Das um 33 Mio Euro gestiegene Eigenkapital spiegelt das erwirtschaftete Jahresergebnis in Höhe von 92,3 Mio Euro abzüglich der für das Vorjahr ausgeschütteten Dividende in Höhe von 59,3 Mio Euro wider. Die Veränderung der Rückstellungen ist auf gegenläufige Effekte zurückzuführen. Während sich die Steuerrückstellungen aufgrund der im Berichtsjahr abgeschlossenen Betriebsprüfung verringerten, erhöhten sich die sonstigen Rückstellungen vor allem im Zusammenhang mit der im Berichtsjahr gebildeten Restrukturierungsrückstellung. Gegenläufig dazu wirkte sich der Verbrauch einer im Vorjahr gebildeten Rückstellung im Zusammenhang mit dem EEG-Ausgleichsmechanismus aus. Die Verbindlichkeiten gingen um 75 Mio Euro zurück. Die Ursache hierfür war zum einen, dass Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten planmäßig rückgeführt wurden. Darüber hinaus verringerten sich Verbindlichkeiten aus Verlustübernahmen gegenüber verbundenen Unternehmen. Die höhere Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 46 % (Vorjahr 44 %) spiegelt die solide Eigenkapitalausstattung der MVV Energie AG wider. Die Finanzlage der MVV Energie AG wird in starkem Maße davon geprägt, dass sie die Finanzierungsfunktion für verbundene Unternehmen der MVV Energie Gruppe wahrnimmt. Im Rahmen dieser Funktion sichert die MVV Energie AG die operative Liquidität verschiedener Gesellschaften und versorgt diese über Gesellschafterdarlehen mit langfristigem Kapital, das für Investitionen notwendig ist. Zu diesen Gesellschaften gehören unter anderem: MVV RHE GmbH, MVV Energiedienstleistungen GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Trading GmbH, 24/7 Netze GmbH und SECURA Energie GmbH. Zur Sicherung der Liquidität stehen zugesagte Kreditlinien in ausreichendem Umfang zur Verfügung, die wir noch nicht in Anspruch genommen haben. Tätigkeitsabschlüsse 2010/11Am 30. Juni 2011 verabschiedete der Deutsche Bundestag die Novelle des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz – EnWG), die am 3. August 2011 im Bundesgesetzblatt veröffentlicht wurde. Um Diskriminierung zu vermeiden, haben vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen. Zu den Tätigkeitsbereichen zählen zum einen die Elektrizitätsübertragung, Elektrizitätsverteilung, Gasfernleitung, Gasverteilung, Gasspeicherung oder der Betrieb von Flüssiggas-Anlagen (LNG-Anlagen); zum anderen gehört zu den Tätigkeiten darüber hinaus jede wirtschaftliche Nutzung eines Eigentumsrechts an Strom- und Gasnetzen, Gasspeichern oder LNG-Anlagen. Die Tätigkeitsabschlüsse sind mit dem geprüften Jahresabschluss beim elektronischen Bundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen. Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2010/11 erfüllt die MVV Energie AG die Berichtspflicht nach § 6b der EnWG-Novelle 2011: In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung, für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Für Elektrizitäts- und Gasverteilung erstellen wir darüber hinaus eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung. Gemessen am Gesamtumsatz des Elektrizitätssektors von 1,3 Mrd Euro, weist der Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung im Berichtsjahr einen vergleichsweise geringen Umsatz von 1,8 Mio Euro auf. Auch der Tätigkeitsbereich Gasverteilung ist mit einem Umsatz im Berichtsjahr von rund 1 Mio Euro gemessen am Gesamtumsatz des Gassektors von 217 Mio Euro von geringer Bedeutung. Die Ergebnisse der Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung der MVV Energie AG werden von Erträgen aus der Verpachtung ihrer Strom- und Gasnetze an die 24/7 Netze GmbH bestimmt. Die 24/7 Netze GmbH verwaltet und betreibt die Verteilungsanlagen und -netze der MVV Energie AG und hält sie instand. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe an die 24/7 Netze GmbH stehen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Die Elektrizitätsverteilung weist für das Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 0,5 Mio Euro (Vorjahr 12 Mio Euro) auf. Der Tätigkeitsbereich Gasverteilung erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 0,7 Mio Euro (Vorjahr 3 Mio Euro). Zum Bilanzstichtag 30. September 2011 betrug die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung 119 Mio Euro (Vorjahr 98 Mio Euro); sie macht rund 39% (Vorjahr 31 %) der Bilanzsumme des Elektrizitätssektors der MVV Energie AG aus. Das Sachanlagevermögen erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 20 auf 95 Mio Euro: In erster Linie beruht dieser Zuwachs auf dem geänderten Ausweis der Ertragszuschüsse, die im Vorjahr noch von den Anschaffungs- und Herstellungskosten gekürzt waren und im Berichtsjahr als Passivposten ausgewiesen wurden. Die Investitionen in der Elektrizitätsverteilung (12 Mio Euro) betreffen im Wesentlichen die Netzinfrastruktur. Auf der Passivseite erhöhten sich die Verbindlichkeiten, die 46 % der Bilanzsumme ausmachen, von 47 auf 55 Mio Euro. Die Bilanzsumme der Tätigkeit Gasverteilung steuert mit 80 Mio Euro (Vorjahr 78 Mio Euro) einen Anteil von 60% (Vorjahr 57%) zur Bilanzsumme des Gassektors der MVV Energie AG bei. Auf das Sachanlagevermögen (63 Mio Euro) entfallen 79% der Bilanzsumme. Die Investitionen betrugen im Berichtsjahr 2,7 Mio Euro. Auf der Passivseite verringerten sich die Verbindlichkeiten von 33 auf 28 Mio Euro. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)Börsennotierte Unternehmen sind gemäß § 289a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben: In dieser Erklärung berichten sie über die letzte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und über Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden. Zudem berichten sie über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Die Erklärung zur Unternehmensführung haben wir am 11. Oktober 2011 im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht; zusätzlich wird sie in diesem Geschäftsbericht im Kapitel Corporate Governance wiedergegeben. Die Grundzüge des Vergütungssystems der Gesellschaft für Organmitglieder werden im Vergütungsbericht dargestellt. Dieser ist Teil des Corporate Governance Berichts und Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Erklärung gemäß § 312 AktiengesetzDer Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2010/11 gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und erklärt: „MVV Energie AG hat bei den im Bericht über die Beziehungen zur Stadt Mannheim und den verbundenen Unternehmen aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die dem Vorstand in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten.“ Erläuternder Bericht des Vorstands nach §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGBZusammensetzung des gezeichneten Kapitals und Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffenDas Grundkapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30. September 2011 insgesamt 168,72 Mio Euro; diese waren eingeteilt in 65,9 Millionen auf den Namen lautende Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,56 Euro je Stückaktie. Jede Aktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der MVV Energie AG. Die Stadt Mannheim hielt zum Bilanzstichtag mittelbar 50,1% der Anteile der MVV Energie AG; die RheinEnergie AG, Köln, hielt unmittelbar 16,3% und die EnBW AG, Karlsruhe, unmittelbar 15,1% der Aktien. Die übrigen 18,5% der Aktien befanden sich zum Bilanzstichtag in Streubesitz. Beschränkungen, die Stimmrechte oder die Übertragung von Aktien betreffen oder Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, bestehen nicht. Eine Stimmrechtskontrolle im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 5 und 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB findet nicht statt. Vorschriften zur Ernennung und Abberufung des Vorstands und zur SatzungsänderungDer Vorstand der MVV Energie AG besteht nach der Satzung der Gesellschaft aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Bestimmung der Anzahl der Mitglieder, ihre Bestellung und Abberufung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung erfolgt auf längstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Die Änderung der Satzung erfolgt nach § 133 und § 179 Aktiengesetz. Gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung reicht für eine Satzungsänderung auch die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen stimmberechtigten Grundkapitals aus, sofern nach zwingenden gesetzlichen Gründen keine größere Mehrheit erforderlich ist. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von AktienDie Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 10. März 2006 ermächtigt, das Grundkapital der Gesellschaft mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Rahmen eines Belegschaftsaktienprogramms aus dem Genehmigten Kapital II bis zum 9. März 2011 zu erhöhen – unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durch Ausgabe neuer Aktien einmalig oder mehrmals um bis zu 3,4 Mio Euro (Genehmigtes Kapital II). Dies entsprach zum Zeitpunkt der Beschlussfassung 2,4% des bestehenden Grundkapitals. Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand am 20. September 2006 durch Ausgabe von 63 290 neuen Aktien in Höhe von 162 Tsd Euro (0,11% des Grundkapitals) Gebrauch. Seither wurde von dieser Berechtigung kein Gebrauch mehr gemacht. Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien zu erwerben, und zwar bis zu einem Umfang von 16,87 Mio Euro, das waren zum Zeitpunkt der Beschlussfassung 10% des bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht. Entschädigungsvereinbarungen und Change-of-Control-KlauselnRegelungen in wesentlichen Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots bestehen bei der MVV Energie AG nicht (Change-of-Control-Klauseln). Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen ebenfalls nicht. Internes Kontrollsystem zum Rechnungslegungsprozess nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGBIm Rahmen der Finanzberichterstellung besteht das Risiko, dass ein unentdeckter Fehler in einem rechnungslegungsrelevanten Prozess zu einer Falschaussage im Abschluss der MVV Energie Gruppe führen kann. Um diesem Risiko entgegenzuwirken, haben wir innerhalb der MVV Energie Gruppe ein internes Kontrollsystem (IKS) eingerichtet, das der Sicherstellung der Ordnungsmäßigkeit und Verlässlichkeit der internen und externen Rechnungslegung – einschließlich der Anhangerstellung und der Lageberichterstattung – dienen soll. Darüber hinaus haben wir ein konzerneinheitliches Risikomanagementsystem (RMS) zur Risikoidentifikation, -analyse, -bewertung und -berichterstattung implementiert. Ziele und Geltungsbereich des KontrollsystemsDas rechnungslegungsbezogene IKS erstreckt sich auf die Finanzberichterstattung im gesamten MVV Energie Konzern und beinhaltet Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen zur Sicherstellung einer vollständigen, richtigen und zeitnahen Erfassung von Geschäftsvorfällen unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben. Zudem wird die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben durch einen Compliance-Management-Bericht jährlich bestätigt. Vorstände und Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaften sowie ausgewählte Bereichs- und Konzernabteilungsleiter der MVV Energie Gruppe leisten jährlich einen internen Bilanzeid. Grundlagen der RechnungslegungDas rechnungslegungsbezogene IKS ist integraler Bestandteil der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse der MVV Energie Gruppe. Zu den Grundlagen des IKS innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation gehören das Vier-Augen-Prinzip und die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen sowie Richtlinien, Verfahrensanweisungen und Genehmigungsprozesse, die durch ein internes Informations- und Kommunikationssystem unterstützt werden. Maßnahmen zum Verhindern und Aufdecken von Fehlern sind in Form von systemunterstützten und manuellen Kontrollen in den Prozessen integriert oder als Überwachungskontrollen im Verantwortungsbereich von Gruppenleitern, Abteilungsleitern, Bereichsleitern und Vorstand eingerichtet. Aufbauorganisation: konzernweit einheitliche StandardsDer kaufmännische Bereich der MVV Energie AG ist verantwortlich für die Erstellung des Einzelabschlusses der MVV Energie AG, des Konzernabschlusses der MVV Energie Gruppe sowie für das rechnungslegungsbezogene interne Kontrollsystem. Die MVV Energie Gruppe verfolgt das Ziel, die internen Kontrollsysteme auf einen konzernweit einheitlichen Standard zu bringen. Um der Forderung eines dokumentierten und jederzeit nachvollziehbaren IKS nachzukommen, wurde bei der MVV Energie AG bereits im Geschäftsjahr 2009/10 erfolgreich eine standardisierte Vorgehensweise zur Prozess- und Kontrolldokumentation implementiert. Die MVV Energie AG steuert zentral die Projektorganisation für die Einführung eines konzerneinheitlichen IKS in der MVV Energie Gruppe; im Berichtsjahr hat sie die Teilkonzerne Stadtwerke Kiel AG und Energieversorgung Offenbach AG bei der Einführung und Umsetzung des IKS unterstützt. So konnten das Know-how und die gewonnenen Erfahrungen der Mitarbeiter, die bei der MVV Energie AG mit dem IKS betraut sind, bei den Tochtergesellschaften in Kiel und Offenbach sinnvoll und kostensparend genutzt werden. In beiden Teilkonzernen konnte das interne Kontrollsystem bis zum 30. September 2011 umgesetzt und die Dokumentation der Kontrollhandlungen nach diesem standardisierten Verfahren abgeschlossen werden. Die Ablauforganisation ist in den abschlussrelevanten Bereichen der MVV Energie AG durch eine spezielle Software dargestellt und im Intranet veröffentlicht. Einzelfallbezogene Regelungen, die den Prozessablauf detaillierter beschreiben, sind als zusätzliche Informationen im Prozessablauf hinterlegt. Der Abschluss wird unter Einhaltung eines Terminplans erstellt; dieser berücksichtigt alle Bereiche, die Daten für die Erstellung des Finanzberichts zur Verfügung stellen müssen. Permanent wird die rechtzeitige Anlieferung von Informationen zu den jeweiligen Terminen überwacht, die angelieferten Daten werden dokumentiert; beides erfolgt standardisiert und ist jederzeit nachvollziehbar. Unterstützt wird das Rechnungswesen durch ein integriertes Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System). Durch im ERP-System hinterlegte Validierungen, die Daten auf ihre Gültigkeit prüfen, sollen systemseitig Fehler im Vorhinein vermieden werden. Mit einem im ERP-System hinterlegten Benutzerberechtigungskonzept soll gleichzeitig ein unberechtigter Zugriff auf Daten und Systeme ausgeschlossen werden - sowie auf Systemeinstellungs-, Buchungs- und Berichtsfunktionen. Konzernabschluss nach IFRSDer Konzernabschluss der MVV Energie AG, also der MVV Energie Gruppe, wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzenden handelsrechtlichen Bestimmungen nach § 315a Abs. 1 HGB aufgestellt. Der Feststellung und der nachfolgenden Veröffentlichung geht die Prüfung durch den Bilanzprüfungsausschuss und den Aufsichtsrat voraus. Der Konzernabschluss der MVV Energie Gruppe wird zentral in Mannheim durch den kaufmännischen Bereich erstellt. Wesentliche Bilanzierungsfragen werden im Konzern vom Bereich Rechnungswesen und Steuern bearbeitet. Dieser Bereich steht auch als Ansprechpartner für die Tochtergesellschaften zur Verfügung, die ihre Abschlüsse lokal erstellen. Der Geschäftsbericht der MVV Energie Gruppe wird vom Bereich Finanzen und Investor Relations erstellt. Beteiligungscontrolling und ReportingDie Überwachung, ob Ziele und Planung eingehalten werden, und die Steuerung der konsolidierten Teilkonzerne und Tochtergesellschaften erfolgen durch ein monatliches und quartalsweises Reporting an die MVV Energie AG. Internes Kontroll- und RisikomanagementsystemDie Verantwortlichkeit für die Implementierung, Aufrechterhaltung und Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems liegt bei den Vorständen und Geschäftsführern der konsolidierten Tochtergesellschaften; dabei können sie unter anderem auf die Konzernrevision zurückgreifen. Die Konzernrevision prüft im Rahmen einer risikoorientierten Prüfungsplanung das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem der MVV Energie Gruppe, identifiziert Schwachstellen und überwacht die Durchführung der Verbesserungsmaßnahmen, die eingeleitet werden, um die Schwachstellen zu beheben. Der Aufsichtsrat beziehungsweise der Bilanzprüfungsausschuss der MVV Energie AG und die Aufsichtsräte der konsolidierten Beteiligungen überwachen als übergeordnete Instanzen ebenfalls das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem. Das Risikomanagementsystem wird im Kapitel Bericht zu Chancen und Risiken separat beschrieben. Grundzüge des Vergütungssystems von Vorstand und AufsichtsratDie Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2010/11 haben wir im Vergütungsbericht dargestellt. Er berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex'. Für seine Tätigkeit erhält der Vorstand eine Gesamtvergütung, die in fixe und variable Komponenten eingeteilt ist. Das Vergütungssystem des Vorstands wurde im Berichtsjahr an die neue Gesetzesvorgabe angepasst, nach der die variable Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist und auf mehrjährigen Zielen basieren soll. Der Vergütungsbericht ist Teil des Corporate Governance Berichts und Bestandteil des zusammengefassten Lageberichts. Auf eine zusätzliche Darstellung an dieser Stelle wird daher verzichtet. NachhaltigkeitUnternehmen sind aus unserer Sicht nur dann zukunftsfähig, wenn es ihnen in ihrem Tagesgeschäft gelingt, ökonomische, ökologische und soziale Langfristziele in einer ausgewogenen Balance zu halten. Dabei wird Nachhaltigkeit zunehmend zu einem entscheidenden Faktor für erfolgreiches Wirtschaften. Der Vorstand von MVV Energie bekennt sich zu verantwortlichem Handeln und nachhaltigem Wirtschaften, um die natürlichen Ressourcen und Gestaltungsmöglichkeiten für nachfolgende Generationen zu erhalten. Nachhaltiges Wirtschaften bedeutet für uns:
Unsere wirtschaftliche BasisDie MVV Energie Gruppe ist eines der führenden kommunalen Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Unsere Strategie ist auf nachhaltiges, profitables Wachstum ausgerichtet. Unsere wirtschaftliche Stärke und das Potenzial unserer Unternehmensgruppe sind unter anderem an den Kennzahlen abzulesen, die wir im Berichtsjahr erreicht haben: Mit einem Umsatz von 3,6 Mrd Euro, einem Adjusted EBIT von 242 Mio Euro, einer Bilanzsumme von 3,7 Mrd Euro, einer Investitionssumme von 247 Mio Euro und einer Beschäftigtenzahl von rund 5 900 Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern verfügt unsere Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2010/11 über eine solide Wirtschaftskraft. Dies unterstreicht auch unsere nachstehende Wertschöpfungsrechnung. Unsere Unternehmen sind bedeutende Wirtschaftsfaktoren an ihren jeweiligen Standorten und erbringen wichtige gesellschaftliche und ökologische Beiträge für die dort lebenden Menschen. Unsere Ertragstärke und unser profitables Wachstum sind somit wichtige Grundlagen, um unserer sozialen und ökologischen Verantwortung gerecht werden zu können. Wertschöpfung weiter gewachsenDie Wertschöpfungsrechnung zeigt den Beitrag, den die MVV Energie Gruppe durch ihr wirtschaftliches Handeln für die Gesellschaft erbringt. Darüber hinaus wird an dieser Darstellung sichtbar, welchen Gruppen und Akteuren der erwirtschaftete Mehrwert zugute kommt. Dabei ermittelt sich die Wertschöpfung aus der Unternehmensleistung nach Abzug der Vorleistungen wie Materialaufwand, sonstigen Aufwendungen und sonstigen Steuern sowie abzüglich der Abschreibungen. Im Berichtsjahr stieg die bereinigte Wertschöpfung der MVV Energie Gruppe im Vergleich zum Vorjahr (825 Mio Euro) um 4 % auf 859 Mio Euro. Dieser Anstieg ist hauptsächlich auf die höhere Unternehmensleistung zurückzuführen, die das Wachstum der Vorleistungen überkompensiert hat. Die höhere Unternehmensleistung resultiert vor allem aus den Umsatzerlösen. Mit 38 % (Vorjahr 39 %) kam der größte Teil unserer Wertschöpfung unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern zugute. Von der Wertschöpfung an Gebietskörperschaften entfallen, insbesondere für Energiesteuern, auf den Bund 229 Mio Euro (Vorjahr 197 Mio Euro); dies entspricht einem Anteil von 27 % (Vorjahr 24 %). Die restlichen 113 Mio Euro (Vorjahr 116 Mio Euro) entfallen auf Kommunen (Steuern und Konzessionsabgaben), deren Anteil 13 % (Vorjahr 14 %) beträgt. Auf Kreditgeber entfallen mit 7 % (Vorjahr 8 %) der Wertschöpfung. Im Vergleich zum Vorjahr erhielten unsere Aktionäre unverändert einen Anteil von 7 %. Die restlichen 8 % verbleiben ebenfalls unverändert zum Vorjahr in der MVV Energie Gruppe, um das weitere Unternehmenswachstum zu finanzieren. scroll
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Korrektur im Vorjahr Unsere ökologische VerantwortungDie von der Bundesregierung beschlossene Energiewende hat die Rolle von erneuerbaren Energien bei der Energieerzeugung wesentlich aufgewertet. Ebenso haben Maßnahmen, die Treibhausgasemissionen zu reduzieren, nochmals an Bedeutung gewonnen. Der Energiewirtschaft kommt als traditionell emissionsintensivem Sektor eine besondere Verantwortung zu, um glaubwürdige Antworten auf eine Vielzahl von Fragen aus dem Energiewendepaket zu finden: Klimawandel, endliche Ressourcen, politische Abhängigkeiten und steigende Preise für fossile Energieträger erfordern einen grundlegenden Wandel im Umgang mit Energie – von der Erzeugung über die Versorgung bis zum Verbrauch. Fest steht: Wir wollen die CO2-Emissionen verringern und neue Lösungen finden, wie wir Haushalte, Industrie, Gewerbe, Handel, Krankenhäuser und Schulen auch in Zukunft sicher, effizient, wirtschaftlich und umweltfreundlich mit Energie versorgen können. Zu den wichtigen Themen für die Zukunft gehört zudem die ausreichende Versorgung mit sauberem Trinkwasser. Als Zukunftsversorger investieren wir vorausschauend in eine ressourcen- und umweltschonende Energieversorgung. Mit unseren Forschungs- und Entwicklungsmaßnahmen sowie innovativen, zukunftsfähigen Produkten und Dienstleistungen bereiten wir die Energieversorgung von morgen vor. Bundestag und Bundesrat haben – getragen vom Wunsch der breiten Masse der Bevölkerung – den schnellen Ausstieg aus der Kernenergie beschlossen. Ziel der Politik ist es, in Deutschland bis zum Jahr 2050 eine klimaneutrale Energieversorgung auf der Grundlage von erneuerbaren Energien aufzubauen. Der Anteil der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch soll gegenüber dem Stand im Jahr 2010 von 16,8 % auf 35 % im Jahr 2020 gesteigert werden; im Jahr 2030 soll er 50 % und 80 % bis zum Jahr 2050 betragen. Dieser Transformationsprozess ist mit enormen ökonomischen, sozialen und technologischen Aufgaben verbunden. Details zum Energiewendepaket finden Sie im Kapitel Veränderungen in der Energiepolitik. Die Herausforderungen der Energiewende nutzenDie Stadtwerke und Energieunternehmen der MVV Energie Gruppe leisten wichtige Beiträge, um die Klimaschutzvorgaben der Energiewende zu erreichen. Wir haben uns dafür konkrete Ziele gesetzt:
Ausbau von erneuerbaren Energien, klimaschonender Erzeugung und EnergiedienstleistungenUm die ambitionierten Ziele aus den Klimaschutzvorgaben der Energiewende zu erreichen, haben wir konkrete Maßnahmen in Angriff genommen, die wir im Folgenden erläutern. Unsere Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und in Kraft-Wärme-Kopplung steigtMVV Energie setzt bei der Strom- und Wärmeerzeugung verstärkt auf erneuerbare Energiequellen und die Kraft-Wärme-Kopplung, durch die die eingesetzten Brennstoffe effizient genutzt werden. Insgesamt erzeugte die MVV Energie Gruppe im Berichtsjahr eine Strommenge von 3 896 GWh (Vorjahr: 3 848 GWh). Hiervon entfielen 3 765 GWh auf Deutschland (Vorjahr 3745 GWh) und 131 GWh (Vorjahr 103 GWh) auf unseren tschechischen Teilkonzern, der damit im Berichtsjahr mit einem Anteil von 3,4 % (Vorjahr 2,7 %) zur gesamten Stromerzeugung der MVV Energie Gruppe beigetragen hat. Die Energieerzeugungsmengen unserer Beteiligungsgesellschaften wurden entsprechend dem Beteiligungsanteil berücksichtigt. Wir haben die Stromerzeugungsdaten aus dem Teilkonzern Tschechien – wie im Vorjahr - nicht in unsere nachfolgenden Tabellen einbezogen, um die Stromerzeugung der MVV Energie Gruppe mit den Durchschnittswerten von Deutschland vergleichen zu können. Die Stromerzeugung unserer Unternehmensgruppe aus erneuerbaren Energiequellen hat in Deutschland im Vergleich zum Vorjahr um 10% auf 768 GWh zugenommen. Damit hat sich der Anteil der erneuerbaren Energien an der insgesamt leicht gestiegenen Stromerzeugung im Vergleich zum Vorjahr von 19 auf 20% erhöht. Zugenommen haben insbesondere die selbst erzeugten Mengen in unseren thermischen Abfallverwertungs- und Ersatzbrennstoffanlagen (biogener Anteil) und Windenergieanlagen. Der höhere biogene Mengenanteil aus Abfall- und EBS-Kraftwerken resultiert im Wesentlichen aus dem erstmals ganzjährigen Betrieb des neuen Kessels 6 und der neuen Turbine am Standort Mannheim. Die höhere Windenergiemenge stammt vor allem aus der erstmals ganzjährigen Erzeugung der Windenergieanlage Plauerhagen. Die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen kommt insbesondere aus den Anlagen der Beteiligungen Offenbach, Solingen und Ingolstadt. Im Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) wurden im Berichtsjahr 1 045 GWh Strom erzeugt; das waren 6% mehr als im Vorjahr. Der KWK-Anteil an unserer gesamten Stromerzeugung in Deutschland stieg im Jahresvergleich von 26 auf 28%. scroll
Wenn wir die erneuerbaren Energien und KWK zusammenrechnen, haben wir im Berichtsjahr insgesamt 48% umweltschonend und effizient aus erneuerbaren Energien und KWK produziert im Vergleich zu 45% im Vorjahr. Der Bundesdurchschnitt in der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien und Kraft-Wärme-Kopplung lag im Kalenderjahr 2010 demgegenüber bei 14%, nach 27% im Kalenderjahr 2009. Der Anteil unserer sonstigen Stromerzeugung an der gesamten Stromerzeugung ging im Vergleich zum Vorjahr von 55% auf 52% zurück. Hierin ist vor allem der Strom enthalten, der im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) auf Steinkohlebasis in Turbinen erzeugt wird. In beiden Kraftwerken optimieren wir die Stromproduktion unter Berücksichtigung der Preisentwicklung auf den Brennstoff- und Strommärkten. Die nachstehende Tabelle zeigt die installierte Leistung der Erzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energien, die im Jahresvergleich insgesamt zurückgegangen sind. Die Hauptursache hierfür war, dass im Berichtsjahr zwei ältere Turbinen in der Abfallverwertungsanlage Mannheim nach Inbetriebnahme des Kessels 6 und einer neuen effizienteren Turbine außer Betrieb genommen wurden. Hinzu kam, dass wir die Biomassekraftwerke Altenstadt und Gengenbach verkauft haben. ![]() ![]() Bei Wind und Photovoltaik sind die installierten Leistungen aus den oben beschriebenen Gründen angestiegen. scroll
CO2 -Emissionen unter VorjahresniveauIm Kalenderjahr 2010 haben die thermischen und elektrischen Erzeugungsanlagen von MVV Energie in Deutschland, die dem Emissionshandel unterliegen, zirka 3,3 Mio Tonnen CO2 (Vorjahr 3,4 Mio Tonnen) emittiert. Die Berechnung dieses Werts beruht teilweise auf Schätzungen. Die geringeren CO2-Emissionen im Vergleich zum Vorjahr resultieren im Wesentlichen aus einer verringerten Stromerzeugung im Grosskraftwerk Mannheim und im Gemeinschaftskraftwerk Kiel, in denen Steinkohle eingesetzt wird. Gemäß den Meldepflichten im EU-Emissionshandel werden alle Angaben für Kalenderjahre gemacht; auch die untenstehende Tabelle bezieht sich aus diesem Grund auf Kalenderjahre. scroll
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Von MVV Trading GmbH für die MVV Energie
Gruppe Windenergiegeschäft ausgebautIm Berichtsjahr haben wir mit 36 GWh (Vorjahr 5 GWh) deutlich mehr Strom aus Windenergie erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist: Die installierte Leistung der Windenergieanlagen betrug zum 30. September 2011 insgesamt 20 MW (Vorjahr 16 MW). Die Windenergieanlage Plauerhagen war erstmals ganzjährig in Betrieb (installierte Leistung 16 MW); im Februar 2011 wurde zudem die Windenergieanlage Massenhausen in Betrieb genommen (installierte Leistung 4 MW). Erzeugungsmengen und Kapazitäten unserer Windenergieanlagen werden im Geschäftsjahr 2011/12 deutlich zunehmen. Im Juli 2009 gründete die Energieversorgung Offenbach zusammen mit der juwi-Unternehmensgruppe, Wörrstadt, die Tochtergesellschaft Cerventus Naturenergie GmbH mit Sitz in Offenbach. Insgesamt will die Gesellschaft in den nächsten Jahren Windenergieprojekte in Hessen und den angrenzenden Bundesländern mit einer Nennleistung von 100 MW realisieren. Ein wichtiger Meilenstein sind die momentan im Bau befindlichen 23 Windenergieanlagen, die in Rheinland-Pfalz am Standort Kirchberg auf fünf Ortsgemeinden verteilt sind. Die Anlagen haben eine installierte Gesamtkapazität von 53 MW und werden voraussichtlich bis Dezember 2011 in Betrieb gehen. Mit einer jährlichen Stromerzeugungsmenge von 125 GWh können sie den Bedarf von rund 35 000 Haushalten decken. Mit den Anlagen können pro Jahr rund 100 000 Tonnen CO2 vermieden werden. Die Stromerzeugung der MVV Energie Gruppe aus Windenergie wird so auf eine installierte Kapazität von 73 MW und auf eine Erzeugungsmenge von insgesamt jährlich160 GWh steigen. Dies entspricht einem jährlichen Strombedarf von rund 45 000 Haushalten. Weitere Windenergieprojekte befinden sich in der Planungsphase. Erzeugung aus Biomasse wächstMit 56% steuern Biomassekraftwerke, Bioheizkraftwerke und Biogasanlagen im Berichtsjahr den größten Anteil der Stromerzeugungsmenge aus erneuerbaren Energien bei. Unsere Unternehmensgruppe zählt bei der energetischen Nutzung von Biomasse zu den Marktführern in Deutschland. Wir betreiben Biomassekraftwerke (BMKW) an verschiedenen Standorten: Zu unserem Umweltgeschäft gehören die Biomassekraftwerke in Mannheim und Königs Wusterhausen bei Berlin; zudem sind wir Mitbetreiber und Betriebsführer im BMKW Flörsheim-Wicker bei Wiesbaden. In den BMKW setzen wir Altholz als Brennstoff ein. Insgesamt betreiben wir in unserer Unternehmensgruppe in unseren Geschäftsfeldern Umwelt und Energiedienstleistungen 12 Biomasseanlagen. In diesen Anlagen wurden im Geschäftsjahr 2010/11 rund 0,4 Mio Tonnen feste Biomasse zur Energieerzeugung eingesetzt und daraus eine Strommenge von rund 417 Mio kWh CO2-neutral erzeugt. Verglichen mit einer Stromerzeugung aus fossilen Einsatzstoffen schonen wir mit diesen effizienten Kraftwerken die fossilen Rohstoffe und verringern den Kohlendioxidausstoß. Unser Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen setzt in ihren Biomasseheiz- und Biomasseheizkraftwerken vor allem Frischholz, Holzhackschnitzel und Holzpellets ein. Unsere Wertschöpfungskette schließt die Herstellung von Brennstoffen mit ein: Wir sichern eine dauerhaft ausreichende Brennstoffversorgung, indem wir langfristige Verträge mit Holzlieferanten abschließen. Aufbereitete Gewerbeabfälle nutzen wir in den Heizkraftwerken in Gersthofen und Korbach. Im Biomasseheizkraftwerk in Mertingen werden aus heimischem Holz Dampf für das Werk der Molkerei Zott sowie Strom für 2 500 Haushalte produziert. Gemeinsam mit den Stadtwerken Ludwigsburg-Kornwestheim versorgt unser Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen GmbH die ARENA Ludwigsburg mit Wärme aus Biomasse. In Breuberg betreiben wir das Biomasseheizwerk der AHG Klinik Hardberg; darüber hinaus haben wir für insgesamt 15 Jahre die Wartung der neuen Heizzentrale, des Nahwärmenetzes sowie der Hausstationen übernommen. Die MVV Energiedienstleistungen GmbH wird das Universitätsklinikum Tübingen (UKT) mit umweltfreundlich erzeugter Wärme versorgen. Es ist geplant, dass bis Ende des Jahres 2012 das 40 Jahre alte Heizkraftwerk des UKT auf den Betrieb mit Holzhackschnitzeln umgerüstet wird, bislang wird es mit Öl und Gas befeuert. Durch Erhöhung der Energieeffizienz und den Einsatz von Holz verringern wir die CO2-Emissionen um bis zu 20 000 Tonnen pro Jahr oder um bis zu 98 %. Die Energiekosten für unseren Kunden werden sich durch dieses zukunftsweisende Konzept um zirka 20 % verringern. Auch die Energieversorgung Offenbach (EVO) setzt bei den erneuerbaren Energien verstärkt auf den regional wachsenden Rohstoff Holz und den Ausbau der dezentralen Energieversorgung mit Biomasse: Im neuen Holzpelletwerk, das im Mai 2011 offiziell in Betrieb genommen wurde, werden Sägespäne und Resthölzer zu 65 000 Tonnen Presslingen pro Jahr verarbeitet – bei Bedarf kann die Kapazität verdoppelt werden. Das benachbarte Biomasseheizkraftwerk liefert die Wärme für die Trocknung der Hölzer. Bis zu 50 000 Tonnen Steinkohle können in der Heizperiode 2011/12 durch die erzeugten Industriepellets ersetzt werden; im Heizkraftwerk der EVO werden dadurch bis zu 80 000 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart. Einen einzigartigen regionalen Wirtschaftskreislauf will die EVO mit der Gemeinde Hainburg auf den Weg bringen: Resthölzer aus der Landschaftspflege der Gemeinde sollen - zu Pellets gepresst - zukünftig als Brennmaterial in den Heizungen von etwa 100 Einfamilienhäusern eingesetzt werden. Die Energieversorgung Offenbach betreibt mittlerweile insgesamt 40 Nahwärmenetze im Rhein-Main-Gebiet. In 22 Netzen wird die Wärme mit Erdgas und in 18 Nahwärmenetzen auf Basis von Holzpellets erzeugt. Im hessischen Raunheim hat die Energieversorgung Offenbach eine der größten Pelletheizungen in Deutschland mit einer thermischen Leistung von 4,4 MW in Betrieb genommen; genug Wärme, um über ein Nahwärmenetz rund 2 600 Wohnungen zu versorgen. Investitionsschwerpunkt Biogas und BiomethanBereits seit dem Geschäftsjahr 2007/08 investieren wir verstärkt in das Biogasgeschäft, und zwar in Anlagen mit einer Leistung zwischen 500 und 1 000 kW. Unsere Tochtergesellschaft MVV Energiedienstleistungen GmbH betreibt inzwischen vier Biogasanlagen: in Oehna/Brandenburg, in Mechau/ Sachsen-Anhalt, in Karow/Mecklenburg-Vorpommern und in Voßhöhlen/Schleswig-Holstein. Diese haben im Berichtsjahr wie im Vorjahr insgesamt rund 16 GWh Strom erzeugt und in das jeweilige öffentliche Netz eingespeist. Wir nutzen zudem die Abwärme, die bei der Stromerzeugung entsteht, zur kostengünstigen Prozess- und Heizwärmeversorgung von nahegelegenen Industrie- und Gewerbebetrieben. Seit dem Berichtsjahr investieren wir zudem gezielt in Biomethanprojekte. Die Deutsche Energie-Agentur (dena), ein von der Bundesrepublik Deutschland sowie privaten Investoren getragenes Kompetenzzentrum für Energieeffizienz, erneuerbare Energie und intelligente Energiesysteme, bewertet Biomethan als eine der effizientesten Bioenergieformen mit hohem Klimaschutzpotenzial. Das aufbereitete und eingespeiste Bioerdgas kann deutschlandweit verteilt und in Bioheizkraftwerken dezentral zur Wärme-/Dampfversorgung oder im Verkehrssektor als Treibstoff in Erdgasfahrzeugen eingesetzt werden. Dies erschließt uns viele Optionen für ein nachhaltiges Produktangebot. Im Juli 2011 haben wir uns an einer ersten Biomethan-Einspeiseanlage in Klein Wanzleben in Sachsen-Anhalt beteiligt. Sie wird ab Sommer 2012 jährlich 63 Mio kWh Biogas erzeugen und in das Erdgasnetz einspeisen. Unsere Partner sind der Projektentwickler RES Projects sowie die börsennotierten Unternehmen KWS SAAT AG und Nordzucker AG. Wir wollen das Geschäftsfeld auf Basis dieses Kooperationsprojekts ausbauen. Um Synergien ausschöpfen zu können, planen wir den Aufbau eines regionalen Clusters aus mehreren Anlagen. Energieeffiziente Erzeugung und Abfallverwertung mit KWKIn Deutschland setzen wir das Verfahren der thermischen Abfallverwertung an den Standorten Mannheim, Offenbach und Leuna ein. Die Auslastung unserer Abfallverwertungs- und Biomasseanlagen sichern wir durch ein effizientes Stoffstrommanagement, das in der MVV Umwelt Ressourcen GmbH gebündelt ist. Wir nutzen das energetische Potenzial der Haushalts- und Gewerbeabfälle; mit der freigesetzten Energie erzeugen wir über die Kraft-Wärme-Kopplung effizient und umweltschonend Industriedampf, Strom und Fernwärme. Unsere Unternehmen verwerten in Deutschland wie im Vorjahr den Restabfall von 21 kommunalen Gebietskörperschaften, in deren Einzugsgebieten rund 4,9 Millionen Einwohner leben; außerdem nutzen wir Industrie- und Gewerbeabfälle in unseren thermischen Verwertungsanlagen. Unsere größte Abfallverwertungsanlage betreiben wir am Standort Mannheim. Seit der neue Kessel 6 im Dezember 2009 in Betrieb genommen wurde, können wir in Mannheim jährlich 650 000 Tonnen Abfälle verwerten. Im Vergleich zu früher bewirken der energetisch effizientere Kessel 6 und die neue Turbine eine höhere Stromausbeute. Mit unserem Investitionsprojekt Optima, das wir bis Mitte 2012 schrittweise umsetzen werden, steigern wir die Energieeffizienz weiter. Nach getrennten, europaweiten Ausschreibungen haben die Städte Mannheim und Heidelberg sowie der Rhein-Neckar-Kreis die Aufträge für die thermische Verwertung ihrer Abfälle an unsere Tochter MVV Umwelt Ressourcen GmbH vergeben. Die bisherigen Verträge enden im Dezember 2012; zum Januar 2013 werden die neuen Verträge wirksam werden, die eine Laufzeit von mindestens sechs Jahren haben. Sie sichern uns die Verwertung von rund 200 000 Jahrestonnen Restabfällen zu. Wir werden weiterhin eine wirtschaftliche und ökologisch hochwertige Abfallentsorgung für die gesamte Region gewährleisten; durch die räumliche Nähe der Verwertungsanlage werden Ferntransporte, die die Umwelt belasten, vermieden. Unsere langjährige Erfahrung im Umwelt- und Entsorgungsgeschäft hat auch international Beachtung gefunden, uns ist der Einstieg in den britischen Abfallmarkt gelungen: Wir haben den Zuschlag für Planung, Bau und Betrieb eines abfallbefeuerten Heizkraftwerks mit Kraft-Wärme-Kopplung in der südenglischen Küstenstadt Plymouth erhalten. Ab dem Jahr 2014 sollen in der modernen Abfallverwertungsanlage jährlich rund 245 000 Tonnen Abfälle aus Haushalten, Gewerbe und Industrie zur Strom und Wärmeerzeugung genutzt werden. Das Kraftwerk wird über eine elektrische Nettoleistung von 22 MWel und eine Wärmeleistung von rund 23 MWth verfügen. Unser tschechischer Teilkonzern MVV Energie CZ a.s. hat im Juli 2011 in der nordböhmischen Stadt Liberec ein abfallbefeuertes Heizkraftwerk übernommen; die Stadt hat etwa 100000 Einwohner. Im Vorjahr wurden in der Anlage Termizo in Liberec rund 98 000 Tonnen kommunaler Abfälle thermisch genutzt – pro Jahr werden dort 8,2 Mio kWh Strom und rund 194 Mio kWh Wärme erzeugt. Die Wärme wird in Liberec von dem Fernwärmeunternehmen Teplarna Liberec, einer 70%-igen Tochter der MVV Energie CZ, verteilt. Ausbau des Fernwärmenetzes kommt voranAm Standort Mannheim verdichten wir in Stadtteilen das Fernwärmenetz und bauen es weiter aus. Über eine neue, 21 Kilometer lange Transportleitung von Mannheim nach Speyer versorgen wir seit der Heizperiode 2010/11 die Stadtwerke Speyer mit der umweltfreundlichen Fernwärme, die im Grosskraftwerk Mannheim in hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wird. Seit Oktober 2011 beliefern wir auch Kunden der Gemeinde Brühl über die neue Fernwärmeleitung. Bei der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) liegt ein Schwerpunkt des Fernwärmenetzausbaus in der Stadt Heusenstamm. Nachdem das Schwimmbad und das Gewerbegebiet Campus Heusenstamm an das Netz angeschlossen worden waren, kamen im Berichtsjahr zwei Schulen sowie mehrere Ein- und Mehrfamilienhäuser über eine 1 200 Meter lange Trasse hinzu. In Ingolstadt wurde das größte Abwärme- und Fernwärmeprojekt Bayerns realisiert – rund 23 Mio Euro hat die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH in den Ausbau des Fernwärmenetzes sowie in den Umbau und die Erweiterung der bestehenden Anlagen investiert. Dabei wird die Abwärme der Raffinerie der Petroplus Ingolstadt GmbH sowie der Abfallverwertungsanlage der Stadt Ingolstadt genutzt, um zahlreiche Großkunden, unter anderem die Audi AG, mit Fernwärme zu beliefern. Künftig werden auch private Kunden von dieser ressourcen- und umweltschonend erzeugten Fernwärme profitieren. Dank des ausgebauten Fernwärmenetzes, das im Juni 2011 fertig gestellt wurde, steigt die jährliche Einspeisung ins Fernwärmenetz um 130 auf bis zu 300 Mio kWh. Auch die Stadtwerke Kiel modernisieren mit einem Investitionsvolumen von 11 Mio Euro die örtliche Fernwärmeversorgung: In den kommenden Jahren wird das Fernwärmenetz von Heizdampf auf die modernere Heizwassertechnologie umgestellt. Im innerstädtischen Bereich sollen weitere Kunden für die Fernwärme gewonnen werden. Effiziente EnergiedienstleistungenEin zentraler Schlüssel, um Ressourcen zu schonen und CO2-Emissionen einzusparen, ist die Energieeffizienz. Veraltete Anlagen und Gebäude bergen großes Einsparpotenzial. Der Wille zur Modernisierung von Anlagen und Gebäuden ist umso größer, wenn sie mit wirtschaftlichen Vorteilen verbunden ist. Industrie- und Gewerbeunternehmen sowie Kommunen und Städte können das Energieeinsparpotenzial heben, indem sie die Modernisierungsmaßnahmen mit eingesparten Energiekosten finanzieren. Im Rahmen unseres Contractinggeschäfts sind wir spezialisiert auf Effizienzsteigerungs- und Energieoptimierungsmaßnahmen, die sich auch für unsere Kunden rechnen. Beispielhaft seien an dieser Stelle einige aktuelle Projekte unseres Teilkonzerns Energiedienstleistungen aus der Metropolregion Rhein-Neckar genannt: Für die SAP ARENA in Mannheim haben wir die Nutzenergielieferung und das Energiemanagement übernommen. Ein Energieliefercontracting besteht auch für die Wirsol Rhein-Neckar-Arena in Sinsheim. Das Freizeitbad Miramar in Weinheim versorgen wir mit ökologischer Geothermiewärme. Acht Schulen im Neckar-Odenwald-Kreis beliefern wir im Rahmen eines Einsparcontractingvertrags. Gelebter Umwelt- und KlimaschutzNeben der Fokussierung der Wachstumsinvestitionen auf erneuerbare Energien sowie Technologien zur Erhöhung der Energieefffizienz hat für uns der aktive Umwelt- und Klimaschutz im Bestandsgeschäft eine hohe Bedeutung. Hierbei werden nicht nur fortlaufende Maßnahmen für die Verbesserung des Umwelt- und Klimaschutzes innerhalb des Unternehmens angestoßen; darüber hinaus unterstützen wir auch intensiv Nachhaltigkeitsprojekte in unseren Kernregionen. Nachhaltige Wasserversorgung sichernTrinkwasser ist das am häufigsten kontrollierte Lebensmittel. In Mannheim, Kiel, Offenbach und Solingen sind unsere Gesellschaften in der ortsnahen Wasserversorgung tätig. Um durchgängig eine gute Qualität des Trinkwassers sicherzustellen, werden das gesamte Wasserversorgungssystem und die Wasserqualität systematisch kontrolliert und von unseren Laboren untersucht - von den Brunnen über die Netze bis zu den Hausanschlussleitungen unserer Kunden. In den Wasserwerken und Wassernetzen führen wir Investitionsmaßnahmen und turnusmäßige Wartungen durch, um die Infrastruktur langfristig zu erhalten. Das Trinkwasser, das unsere Gesellschaften liefern, unterschreitet die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte um ein Vielfaches. Mit einem umfassenden Grundwasser- und Gewässerschutz tragen wir dazu bei, sauberes Trinkwasser auch für kommende Generationen zu sichern. Die Einzugsgebiete unserer Trinkwassergewinnungsanlagen sind daher als Trinkwasserschutzgebiete ausgewiesen. Innerhalb dieser Schutzzonen gilt ein vorbeugender Grundwasserschutz: Schadstoffe sollen nicht ins Wasser gelangen. Falls Schäden auftreten, sollen diese so früh wie möglich behoben werden. Dies entspricht auch dem Vorsorgeprinzip, das in der EU-Wasserrahmenrichtlinie und der damit verbundenen Grundwasserrichtlinie verankert ist. Unsere Gesellschaften überwachen die Einhaltung dieser strengen Vorschriften. Investitionen und Aufwendungen für UmweltschutzIn unserem Umweltgeschäft haben wir gemäß der Investitionserhebung des Statistischen Bundesamts an den Standorten Mannheim, Leuna und Königs Wusterhausen im Berichtsjahr 5,1 Mio Euro in Umweltschutz investiert. Mit rund 67 % betraf der Hauptanteil Optimierungsmaßnahmen bei der Abfallverwertung. Maßnahmen zur Reinhaltung der Luft machten einen Anteil von rund 33 % aus, und auf den Gewässer- und Lärmschutz entfielen weniger als 1 %. Die laufenden Aufwendungen für Umweltschutzmaßnahmen im Umweltgeschäft beliefen sich auf 89 Mio Euro. Auf Abfallbeseitigung entfielen wie im Vorjahr rund 60 %, auf Luftreinhaltung rund 40 % und auf Gewässerschutz und Lärmschutz unter 1 %. Wir unterstützen Initiativen zur NachhaltigkeitAls Zukunftsversorger wollen wir den Umbau des Energiesystems aktiv mitgestalten. Unter anderem beteiligen wir uns an der Entwicklung von konkreten Lösungen für die zukünftige Energieversorgung und die effiziente Nutzung von Energie im Rahmen der Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit (WIN) Baden-Württemberg, in der zahlreiche Unternehmen sowie baden-württembergische Verbände und Ministerien zusammenarbeiten. Die Folgen des demografischen Wandels für die Unternehmen der Region und dessen Auswirkungen auf die zukünftigen Arbeitsplätze bilden einen weiteren Schwerpunkt der Wirtschaftsinitiative. Darüber hinaus wirken wir beim Klimaschutzprogramm der Stadt Mannheim mit; dazu gehören der Ausbau der Fernwärme und die energetische Verbesserung öffentlicher Liegenschaften. Unser Klimaschutzfonds ist Teil dieses Programms: Gemeinsam mit der Stadt Mannheim und der Klimaschutzagentur fördern wir ausgewählte Projekte über zehn Jahre hinweg mit insgesamt rund 10 Mio Euro; dazu gehört beispielsweise der Einbau von sogenannten Mikro-KWK-Anlagen bei Kunden in Gasvorzugsgebieten. Die Klimaschutzagentur berät zudem kleine und mittelständische Unternehmen, Schulen, Vereine sowie Bürgerinnen und Bürger in punkto Energieeinsparung, Verbesserung der Energieeffizienz und der Nutzung erneuerbarer Energien. Die Energieversorgung Offenbach unterstützt das Klimaschutzkonzept der Stadt Offenbach. Hierbei wird mit dem verstärkten Einsatz erneuerbarer Energien und dem Ausbau der Fernwärme im effizienten Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung der Ausstoß von CO2 gesenkt. Dieser soll von 1,2 Mio Tonnen im Jahr 2005 bis unter 800 000 Tonnen im Jahr 2020 sinken. Nachfrage nach ökologischen ProduktenEs gehört zu unserem Anspruch als Zukunftsversorger, dass wir unseren Kunden an allen Standorten Ökostromprodukte anbieten. Bis zum 30. September 2011 haben rund 96 000 Privatkunden in Mannheim, Offenbach, Kiel, Ingolstadt, Solingen und Köthen dieses Angebot wahrgenommen. Damit liegt der Anteil der Haushaltskunden mit Ökostromtarif innerhalb der MVV Energie Gruppe bei 15 %. Auch den Kunden aus Handel, Gewerbe und Industrie ermöglichen wir die Umstellung auf umweltfreundlichen Ökostrom als Option zu allen Basisstromprodukten. Zur ökologischen Produktpalette von MVV Energie gehört auch das umweltfreundliche NATURA Biogas, mit dem unsere Kunden in Mannheim und der Region ihre Häuser und ihre Wohnungen beheizen können. Sie erfüllen damit die ab 2011 geltenden Anforderungen des Gesetzes zur Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie in Baden-Württemberg (EWärmeG), ohne ihre Heizungsanlagen umstellen zu müssen. Bundesweit bietet die SECURA Energie GmbH, eine mehrheitliche Beteiligung der MVV Energie Gruppe, neben SECURA Ökostrom mit SECURA Naturgas auch ein CO2-neutrales Erdgasprodukt an. Forschung und EntwicklungDurch die politisch und gesellschaftlich gewünschte Energiewende hat die intelligente Nutzung der Energie an Bedeutung gewonnen. Im Mittelpunkt der Diskussionen steht die Frage, wie Energieerzeugung und Energieverbrauch intelligent ausbalanciert werden können. Durch die zunehmende Einspeisung regenerativer Energien in die Mittelspannungs- oder Niederspannungsnetze kommen neue Anforderungen auf die Netzbetreiber zu. Es wird eine wesentlich stärkere Automatisierung der Netze in diesen Spannungsebenen notwendig werden. MVV Energie hat diese Entwicklung früh erkannt. Mit verschiedenen Projekten in ihrem Bereich Forschung und Entwicklung (F&E), wie „Smart Grid“ und „Modellstadt Mannheim“, die wir im Folgenden beschreiben, haben wir aktiv auf diese Entwicklungen Einfluss genommen. Denn als Zukunftsversorger ist es unser Ziel, diese notwendigen Veränderungen mitzugestalten. Bedeutende F&E-Projekte MODELLSTADT MANNHEIM (Laufzeit von 2008 bis 2012):Mannheimer Lösungsmodell mit Praxistests für intelligente Energienetze und regionale Energiemärkte mit erneuerbaren Erzeugungsanlagen und hoher Energieeffizienz CALLUX (Laufzeit von 2008 bis 2015): Vom Bund geförderter Praxistest mit Brennstoffzellenheizgeräten für Eigenheime im Verbund mit weiteren Energieversorgern und Herstellern dieser Heizgeräte FUTURE FLEET (Laufzeit von 2009 bis 2011): Aufbau von Ladeinfrastruktur für Firmenflotten im Zukunftsfeld Elektromobilität SMART METERING (Laufzeit von 2007 bis 2011):Spartenübergreifen-der Einsatz von intelligenten Zählern zur Steigerung der Effizienz und Transparenz des Energieverbrauchs MIKRO-KWK (Laufzeit von 2006 bis 2012): Feldtesterprobung verschiedener kleiner Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen für den Privathaushalt, technisch-wirtschaftliche Bewertung SMART HOUSES/ SMART GRID (EU-Projekt, Laufzeit von 2008 bis2011): Entwicklung eines Energiesystems, das „intelligente Häuser“ aktiv einbindet, um Effizienz und Nachhaltigkeit der Versorgung deutlich zu steigern FERNWÄRMETRANSPORT (Laufzeit von 2010 bis 2013): Ermittlung von Kosteneinsparungsmöglichkeiten beim Fernwärmetransport für den effektiven Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung Modellstadt Mannheim und Smart GridIn dem E-Energy-Projekt Modellstadt Mannheim, das von den Bundesministerien für Wirtschaft und Technologie und für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit gefördert wird, wird untersucht, wie die Netzintegration der erneuerbaren Energien und die Energieeffizienz mit Hilfe der Informations- und Kommunikationstechnik verbessert werden kann. Unser innovativer Ansatz der Modellstadt Mannheim fand eine sehr positive Resonanz in den Medien. Dies haben wir genutzt, um weitere Privatkunden für den dritten Feldversuch im Herbst 2011 zu gewinnen. Dort sollen bis zu 1 000 Mannheimer Kunden mit einem Energiemanagementsystem ausgestattet werden, um den Effekt von moderner Informations- und Kommunikationstechnik auf die Verbesserung der Energieeffizienz und Lastenverschiebungsmöglichkeiten zu untersuchen. Praxistest mit intelligenten Zählern abgeschlossenIn einem dreijährigen Projekt, das vom Bundeswirtschaftministerium gefördert wurde, hat MVV Energie gemeinsam mit Herstellern und Forschungspartnern den Aufbau einer modernen Zählerinfrastruktur im Praxistest erprobt. Unsere mehr als 500 Feldversuchskunden haben überwiegend positive Erfahrungen mit intelligenten Zählern gemacht. Um die detaillierten Informationen im Alltag optimal umsetzen zu können, wünschen sich viele Kunden jedoch klare Handlungsempfehlungen für den effizienten Einsatz von Energie. Diese Anforderung wird auch von der wissenschaftlichen Begleitforschung bestätigt: Denn der Einsatz intelligenter Zähler allein bewirkt noch keine erkennbaren Energieeinsparungen. Erst durch die Integration von intelligenten Mess- und Abrechnungssystemen, effizienten und steuerbaren Verbrauchsgeräten, dezentralen Energieerzeugungsanlagen und variablen Tarifen zu einem ganzheitlichen Energiemanagementsystem werden intelligente Zähler einen wirksamen Beitrag zur Energiewende leisten können. Im Berichtsjahr haben wir im Bereich Forschung und Entwicklung Fördermittel in Höhe von etwa 1 Mio Euro erhalten. Zu den Aufwendungen für F&E informieren wir in den Erläuterungen zur Bilanz. Im Berichtszeitraum waren wie im Vorjahr acht Technologie- und Innovationsmanager (wie Ingenieure, Wirtschaftsingenieure, Verfahrenstechniker, Elektrotechniker) für MVV Energie tätig. Unverändert waren zudem mehr als 35 Beschäftigte anderer Bereiche mit wesentlichem Zeiteinsatz an den laufenden Innovationsprojekten beteiligt. Es handelte sich dabei hauptsächlich um die in unserer Übersicht dargestellten Projekte. Unsere soziale VerantwortungMitarbeiterinnen und MitarbeiterGerade für uns als Zukunftsversorger sind unsere Beschäftigten immens wichtig: Ihre Leistung und ihr Engagement sind eine wesentliche Grundlage für unseren Unternehmenserfolg – gerade in einem insgesamt schwierigen Marktumfeld. Vielfalt im Unternehmen fördernAufgrund des demografischen Wandels wird der Wettbewerb um gute Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter künftig deutlich intensiver werden. Zudem gilt es für Arbeitgeber, die Veränderungen in der Qualifikations- und Altersstruktur zu bewältigen. Diesen Herausforderungen begegnen wir mit einem nachhaltigen Personalmanagement. Mit unserer zukunftsgerichteten Personalarbeit wollen wir unter anderem
Um diese Ziele zu erreichen, stimmen wir die standortübergreifenden Personalmaßnahmen und -programme in den einzelnen Unternehmen der MVV Energie Gruppe aufeinander ab. Die Maßnahmen, die sich in den vergangenen Jahren bewährt haben, werden wir weiter entwickeln und den aktuellen Unternehmensbedürfnissen anpassen. Mitarbeiterzahlen entwickelten sich plangemäßIm Berichtsjahr ist die Zahl unserer Beschäftigten planmäßig um 140 Personen zurückgegangen. Insgesamt beschäftigten wir in der MVV Energie Gruppe 5 919 Personen; das im Heizkraftwerk Mannheim beschäftigte Fremdpersonal von 4 Personen (Vorjahr 9) ist in dieser Zahl nicht eingerechnet. Zum 30. September 2011 waren in unseren inländischen Unternehmen 5 278 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter (Vorjahr 5 444) beschäftigt. Die Zahl der im Ausland beschäftigten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter von 641 (Vorjahr 615) schließt unseren tschechischen Teilkonzern mit ein. scroll
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Darunter 391 Auszubildende (Vorjahr 404) Die Beschäftigten in unseren Gesellschaften sind im Durchschnitt 42,8 Jahre alt und haben eine durchschnittliche Betriebszugehörigkeit von 14,7 Jahren. Bei der MVV Energie AG sowie bei unseren größten Beteiligungen Kiel und Offenbach ist die gesetzliche Schwerbehindertenquote von 5% deutlich erfüllt. Die nebenstehende Grafik zur Alterststruktur der Beschäftigten in der MVV Energie Gruppe gibt Informationen zur Altersstruktur und zum Frauenanteil in unserer Belegschaft. Deutlich ist, dass der Anteil weiblicher Beschäftigter in den jüngeren Altersgruppen höher ist; mit unserer gezielten Frauenförderung wollen wir dafür Sorge tragen, dass dieser höhere Frauenanteil zukünftig in allen Altersgruppen kontinuierlich ansteigt und dass dies auch für Frauen in Führungspositionen gilt. Verstärkte Förderung von FrauenWir benötigen für die verschiedenen Anforderungen unseres Geschäfts Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter mit unterschiedlichen Qualifikationen, Ausbildungen und beruflichen Werdegängen. Unsere Unternehmensgruppe will insbesondere Mitarbeiterinnen stärker fördern und den Anteil weiblicher Führungskräfte in den nächsten Jahren erhöhen. Deshalb fordern und fördern wir talentierte Frauen auf allen Hierarchieebenen systematisch und ganzheitlich. Im Berichtsjahr haben wir damit begonnen, gezielt Maßnahmen zur Frauenförderung umzusetzen. Die Vernetzung von Frauen untereinander halten wir für sehr wichtig. Daher ist MVV Energie als Corporate Member dem EWMD (European Women's Management Development International Network) beigetreten, um den Erfahrungsaustausch mit anderen zu suchen. Um auch interne Netzwerke aufzubauen, haben wir eine Ringvorlesung ins Leben gerufen: Etwa 40 Frauen treffen sich in regelmäßigen Abständen zu Vorträgen zu Themen wie Selbstmarketing, Karrieregestaltung und Mitarbeiterführung mit anschließender Diskussion und Meinungsaustausch. Darüber hinaus bauen wir derzeit ein Mentoring für Frauen auf. Mit weiteren, bereits seit vielen Jahren praktizierten Maßnahmen - zum Beispiel mit flexiblen Arbeitszeiten - unterstützen wir Frauen in der Vereinbarkeit von beruflichen Interessen und familiären Verpflichtungen. ![]() ![]() scroll
Familienorientierte Personalpolitik ausgezeichnetMit unserer familienorientierten Personalpolitik unterstützen wir unsere Beschäftigten an allen unseren Standorten dabei, Beruf und Familien vereinbaren zu können. Die in Mannheim beschäftigten Eltern entlasten wir darüber hinaus bei der Kinderbetreuung mit einem Eltern-Kind-Zimmer, mit Feriencamps, mit einer Notfallbetreuung und der unternehmensnahen Kinderkrippe. Die Reauditierung im Rahmen der Hertie-Stiftung für familieundberuf® bestätigt unsere familienorientierte Personalpolitik. Auch die Energieversorgung Offenbach AG hat im Vorjahr das Zertifikat der Hertie-Stiftung für familieundberuf® erhalten. Die Stadtwerke Kiel bereiten sich auf diese Auditierung vor. Darüber hinaus beteiligen sich die Stadtwerke Kiel an der Initiative “Standortfaktor Familienfreundlichkeit“. Durch flexible Arbeitszeiten und vielfältige Arbeitszeitmodelle bieten wir unseren Beschäftigten große zeitliche Gestaltungsräume. Rund 10 % der Beschäftigten der MVV Energie Gruppe arbeiten in Teilzeit. Auch mit dem Modell des Lebensarbeitszeitkontos reagieren wir vorausschauend auf die sich wandelnden Rahmenbedingungen. Arbeitnehmer, die unter den Geltungsbereich der entsprechenden Betriebsvereinbarung über ein Lebensarbeitszeitkonto fallen, können mit eigenen Mitteln Freistellungszeiten von der Arbeitsleistung finanzieren. Als Arbeitgeber unterstützen wir die Mitarbeiter, indem wir bestimmte zusätzliche Zahlungen weitergewähren. Zum Thema Angehörigenpflege bieten wir unseren Beschäftigten im Intranet ein Portal mit Informationen für haushaltsnahe Dienstleistungen an. In Kiel gibt es ebenfalls kostenlose Beratungsdienstleistungen für die Beschäftigten und für die in ihrem Haushalt lebenden Familienmitglieder. In Mannheim, Offenbach und Kiel haben wir ein betriebliches Gesundheitsmanagement eingerichtet. Außerdem ebnen wir Mitarbeitern, die länger arbeitsunfähig waren, mit unserem betrieblichen Eingliederungsmanagement den Weg zurück ins Arbeitsleben. Solide Ausbildung und moderne EinstiegsprogrammeAlle Unternehmen der MVV Energie Gruppe nehmen ihre soziale Verantwortung als Arbeitgeber ernst; sie bilden weit über Bedarf aus und können so auch ihren Fachkräftebedarf decken. Zum Stichtag 30. September 2011 befanden sich insgesamt 391 junge Menschen im Konzern in der Ausbildung. Über Veranstaltungen wie „Die Nacht der Ausbildung“ oder „Girls Day“ geben wir Jugendlichen die Chance, sich ausführlich über Ausbildungsmöglichkeiten bei der MVV Energie AG zu informieren und tragen dazu bei, junge Mädchen zu motivieren, einen eher technischen Beruf zu ergreifen. Auch die Stadtwerke Kiel stellen bei einem alljährlichen Informationstag im Ausbildungszentrum ihre Ausbildungsberufe vor. Indem alle Kieler Schulen direkt angesprochen werden, konnten die Stadtwerke Kiel ihre Bewerberzahlen bei den Auszubildenden auf hohem Niveau halten. Die Ausbildungsberufe und die Studiengänge an der Dualen Hochschule werden den veränderten Qualifikationsanforderungen im Unternehmen angepasst. Mit einem speziellen Förderprogramm für die Jahrgangsbesten und durch verschiedene Lernplattformen bereiten wir die Auszubildenden und die Studenten gezielt auf die Berufsanforderungen vor. Mit dem Junior Consulting Team haben wir ein eigenes Einstiegsprogramm für Hochschulabsolventen geschaffen. In einem Teamprojekt, das alle Mitglieder des Junior Consulting Teams über einen Zeitraum von einem Jahr gemeinsam bearbeiten, werden neben wertschöpfenden Themen die Sozial- sowie die Methodenkompetenz geschärft. Auch in Kiel und Offenbach bieten wir Hochschulabsolventen attraktive Einstiegsmöglichkeiten an. Für junge Ingenieure am Standort Kiel hat sich das 18-monatige Traineeprogramm als Einstieg bewährt. Qualifizierte WeiterentwicklungUnser vielfältiges Weiterbildungsangebot passen wir ständig an die Bedürfnisse unseres Unternehmens an. In Personalentwicklungsgesprächen, die einmal jährlich stattfinden, werden zum einen die Anforderungen einer Stelle mit den Qualifikationen der Mitarbeiter abgeglichen und daraus Weiterbildungsmaßnahmen abgeleitet. Zum anderen werden persönliche, über die Stelle hinausgehende Entwicklungsoptionen thematisiert und die Fördermöglichkeiten besprochen. Neben klassischen Seminaren bietet MVV Energie auch zahlreiche berufsbegleitende Zusatzqualifizierungen an, beispielsweise Kauffrau/-mann in der Energie- und Wasserwirtschaft sowie den Fernstudiengang Energiemanagement; wir unterstützen zudem verschiedene MBA-Studiengänge (Master of Business Administration). Wichtige Bausteine unserer Personalentwicklung sind unsere internen konzernweiten Programme, die auf Experten- und Führungskarrieren sowie auf Veränderungsprozesse vorbereiten sollen. Zahlreiche Führungskräftepositionen können wir auf diese Weise mit internen Programmabsolventen besetzten. Neben der inhaltlichen Vorbereitung spielt hierbei auch die interne Vernetzung eine entscheidende Rolle, vor allem auch zwischen Kollegen der verschiedenen Standorte. In diesen standortübergreifenden Förderprogrammen waren im Berichtsjahr 31% der Teilnehmer weiblich. Wissensmanagementsysteme gezielt eingesetztMVV Energie stellt allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern ein umfangreiches E-Learning-Angebot zur Verfügung; jeder kann sich so seinem individuellen Lerntempo entsprechend und bei freier Zeiteinteilung weiterbilden: unter anderem in IT-Programmen, Wirtschaftsthemen oder Fremdsprachen. Mehr und mehr setzen wir benutzerfreundliche internetbasierte Plattformen (sogenannte Wikis) ein. Diese sind ein geeignetes Medium, um Wissen zu speichern und dieses jedem - oder auch nur einem definierten Benutzerkreis - zugänglich zu machen. So kann es beispielsweise der Einarbeitung dienen, als Projektdatenbank genutzt werden, den interaktiven Austausch ermöglichen oder Präsentationen und sonstige Dokumente zur Verfügung stellen. Unsere im Jahr 2009 vom Junior Consulting Team in Mannheim entwickelte „After Work Academy“ ist mittlerweile fester Bestandteil im Bereich Wissensmanagement. Nach Feierabend referieren interne Experten für die Kollegen zu verschiedenen unternehmensrelevanten Themen aus den jeweiligen Fachgebieten. Die Stadtwerke Kiel haben spezielle Ein- und Austrittsprogramme entwickelt. Sie dienen dem Wissenstransfer und unterstützen neue Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darin, sich schnell in ihre neuen Aufgaben einzuarbeiten. Programm Kurs Zukunft gestartetDas konzernweite Programm „Einmal gemeinsam“ haben wir im Berichtszeitraum erfolgreich abgeschlossen, mit ihm stellen wir wettbewerbsfähige und effiziente Geschäftsprozesse und Kostensenkungen sicher. Aus dem Programm haben wir personelle Zielgrößen und eine neue Organisationsstruktur abgeleitet. Den notwendigen Personalabbau gestalten wir sozialverträglich. Im Berichtsjahr haben wir ein Folgeprojekt gestartet, das den Veränderungsprozess begleitet: Mit Kurs Zukunft wollen wir den Zusammenhalt und die Zusammenarbeit zwischen Mannheim, Kiel und Offenbach verbessern, durch ein gemeinsames Wir-Gefühl stärken und dabei gleichzeitig die Standortidentitäten aufrechterhalten. Über unseren internen Arbeitsmarkt konnten wir an allen drei Standorten bisher unbesetzte und durch die neue Organisationsstruktur geschaffene Stellen ausschreiben und neu besetzen. Aktiver und systematischer ArbeitsschutzDie Arbeitsschutzorganisation innerhalb der MVV Energie Gruppe basiert auf einem Arbeitsschutz-Managementsystem nach den Leitlinien des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Nach den Rahmenbedingungen dieses Managementsystems von MVV Energie für 100-%ige Tochtergesellschaften ist das integrierte Managementsystem der MVV Umwelt GmbH nach Qualität (ISO 9001), Umweltschutz (ISO 14001), Energiemanagement (EN 16001) und Arbeitssicherheit (BS/OHSAS 18001) implementiert und zertifiziert worden. Die Betriebsführungsgesellschaft MVV O&M GmbH wurde analog zur MVV Umwelt GmbH zertifiziert. In der Arbeitsschutzorganisation der MVV Energie Gruppe haben wir im Rahmen des Programms „Einmal gemeinsam“ im Berichtsjahr standortspezifische Anpassungen in den Beteiligungs- und 100%-igen Tochtergesellschaften vorgenommen, um auch hier Synergieeffekte zu nutzen. Die Arbeits- und Umweltschutzbeauftragten treffen sich jährlich, um sich auszutauschen. Darüber hinaus findet ein Arbeitsschutzausschuss (ASA) auf Konzernebene statt. Wir konnten relativ niedrige Unfallzahlen in der MVV Energie AG verzeichnen: Im Kalenderjahr 2010 waren die Vorfälle bei der MVV Energie AG mit zwölf Unfällen pro 1000 Mitarbeiter und acht Unfällen pro 1 Mio Arbeitsstunden deutlich niedriger als im Branchenvergleich. Erstmalig haben wir auch die nicht meldepflichtigen Unfälle (ab einem Ausfalltag) ausgewertet. Mit fünf arbeitsbedingten Unfällen pro 1 Mio Arbeitsstunden (LTIF) liegen wir dabei im Bereich der Durchschnittswerte der Energieversorgungsunternehmen. Derzeit gibt es deutschlandweit bei den statistisch erfassten Wegeunfällen eine steigende Tendenz, die wir auch bei MVV Energie AG feststellen mussten. In der Metropolregion Rhein-Neckar befasst sich die Initiative „Sicherer Arbeitsweg“ mit diesem Thema; beispielsweise wurden in einer gemeinsamen Plakataktion von Großfirmen und Verbänden Arbeitnehmer auf typische Gefahrensituationen auf dem Arbeitsweg hingewiesen. Durch die Mitarbeit der Fachkräfte für Arbeitssicherheit im betrieblichen Gesundheitsmanagement haben wir die gesetzlichen Präventionsanforderungen hinsichtlich des Gesundheitsschutzes am Arbeitsplatz bedarfsorientiert umgesetzt. Verhaltensrichtlinien und ethische Standards einhaltenMVV Energie hat ein umfangreiches Compliance Management System. Es dient uns nicht nur zur Einhaltung gesetzlicher Bestimmungen, sondern erstreckt sich auch auf die unternehmensinternen Verhaltensrichtlinien und auf die ethischen Standards, an denen wir uns messen wollen. Wir informieren in der Erklärung zur Unternehmensführung, die Bestandteil des Kapitels Corporate Governance ist, ausführlich über unser Compliancesystem. Wir möchten sicherstellen, dass auch unsere Lieferanten die Verhaltenskriterien einhalten, die für uns relevant sind. Unser Einkauf nutzt dazu bei wichtigen Ausschreibungen und Verträgen unter anderem die Lieferantenselbstregistrierung und die Lieferantenauskunft. Dabei werden beispielsweise Compliance- beziehungsweise Antikorruptionsregelungen beim Lieferanten selbst abgefragt – und ob diese auch für Vorlieferanten oder Subunternehmen gelten. Zu den Fragen zählt auch, ob die Arbeitsbedingungen den jeweils national geltenden Gesetzen oder Verordnungen sowie den international anerkannten Arbeitsstandards entsprechen. Des Weiteren fragen wir nichtmonetäre Unternehmensziele, wie freiwillige Umweltschutzmaßnahmen oder Bildungs-, Kultur- und Sportsponsoring ab. Gesellschaftliches EngagementNachwuchs im Fokus der regionalen FörderungAls Energieversorger sind wir eng mit der Region unserer jeweiligen Standorte und mit den dort lebenden Menschen verbunden. Die gezielte Förderung von Projekten aus den Bereichen Sport, Kultur, Wissenschaft und Soziales ist Teil unseres unternehmerischen Selbstverständnisses und unserer gesellschaftlichen Verantwortung. Wir konzentrieren uns insbesondere auf die Nachwuchsförderung: Als Zukunftsversorger setzen wir uns besonders dafür ein, dass Kinder und Jugendliche Unterstützung erfahren und in ihrer Entwicklung gefördert werden. Das Spektrum der Projekte, die wir fördern ist sehr breit: Der Sponsoringfonds der MVV Energie AG unterstützt seit dem Jahr 2005 zweimal jährlich Initiativen in der Metropolregion Rhein-Neckar mit insgesamt 100 000 Euro pro Jahr. Bisher wurden knapp 300 Projekte mit insgesamt 650 000 Euro gefördert; dazu fanden 13 Ausschreibungsrunden statt. Für einen Nothilfefonds haben wir erneut 100 000 Euro zur Verfügung gestellt. Mit Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und der Stadt Mannheim unterstützen wir Privatkunden bei der Begleichung ihre Energie- und Wasserkosten, wenn sie ohne Verschulden in finanzielle Schwierigkeiten geraten sind. Im Spitzensport engagiert sich MVV Energie in der fünften Spielzeit für den Rekordmeister der Deutschen Eishockeyliga, den Adlern Mannheim. Die Partnerschaft mit dem Fußball-Erstligisten 1899 Hoffenheim ist seit Jahren gewachsen. Auch unterstützen wir die erfolgreichen Leichtathletinnen der MTG Mannheim, Verena Sailer und Anne Möllinger, die Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften erhielten. Die Energieversorgung Offenbach AG unterstützt und fördert mit 20 000 Euro jährlich Kultur, Sportvereine und soziale Initiativen aus der Stadt und dem Kreis Offenbach. Seit zehn Jahren ist EVO Hauptsponsor der Offenbacher Kickers. Der Sponsoringvertrag wurde im Berichtsjahr um drei Jahre verlängert. Die Stadtwerke Kiel AG fokussiert ihr Engagement auf die Bereiche Kinder, Jugendliche und Bildung. Im Rahmen des Camps 24|sieben konnten schon mehr als 50 000 Kinder und Jugendliche erste Erfahrungen mit dem Segeln machen. Sportliche und kulturelle Vereine und Veranstaltungen sowie soziale und karitative Einrichtungen unterstützen die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH. Die Stadtwerke Solingen GmbH legt den Schwerpunkt ihrer Förderung auf Sport und Kultur im Schul- und Jugendbereich. NachtragsberichtVom Bilanzstichtag 30. September 2011 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2010/11 haben sich die Rahmenbedingungen für unser Geschäft über die nachstehenden Sachverhalte hinaus nicht wesentlich verändert. Um die Ökostromerzeugung zu fördern, müssen die Stromverbraucher nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) eine Umlage zahlen; diese EEG-Umlage wird von den vier Übertragungsnetzbetreibern auf Grundlage gesetzlicher Vorgaben ermittelt. Ab Januar 2012 wird die EEG-Umlage, wie am 14. Oktober 2011 veröffentlicht, 3,592 Cent pro kWh betragen und damit leicht ansteigen. Zu Beginn des Jahres 2011 war die Umlage von 2,047 auf 3,53 Cent pro kWh angehoben worden. Wir werden die erhöhte Umlage ab 2012 an unsere Kunden weitergeben, so dass für uns hieraus keine wirtschaftlichen Auswirkungen entstehen. Auf Wunsch der Bundesnetzagentur und der baden-württembergischen Landesregierung wird Block 3 der Grosskraftwerk Mannheim AG (GKM) mit einer Kapazität von 220 MW ab November 2011 im Bedarfsfall für Reserveleistungen zur Verfügung stehen. Mit dieser sogenannten Kaltreserve sollen mögliche Engpässe bei der Stromversorgung nach Abschaltung von Kernkraftwerksblöcken in den kommenden zwei Wintern vermieden werden. Die MVV Energie AG wird sich im Jahr 2012 mit 25,1% an der Stadtwerke Walldorf GmbH beteiligen. Das Bundeskartellamt hat der Beteiligung zugestimmt. Für MVV Energie ist die neue strategische Partnerschaft ein wichtiger Schritt, ihr regionales Netzwerk auszubauen und zu stärken. Im Rahmen einer Vorabfrage der Bundesnetzagentur zur Umsetzung der Rechtsprechung des BGH haben sich unsere Tochtergesellschaften 24/7 Netze GmbH und SWKiel Netz GmbH dazu entschieden, einen öffentlich-rechtlichen Vertrag zu schließen. Hieraus werden sich ab dem Kalenderjahr 2012 die genehmigten Erlösobergrenzen im Strom- und Gasbereich erhöhen. Weiterhin zeichnet sich ab, dass die planmäßige Revision des Gemeinschaftskraftwerks Kiel wahrscheinlich noch bis deutlich in die Heizperiode 2011/12 reichen wird. Um die Wärmeversorgung in Kiel zu sichern, wird die Produktion in kostenintensiveren Gaskraftwerken erfolgen. Bericht zu Chancen und RisikenDie Energiebranche wird derzeit bestimmt von großen energiepolitischen Veränderungen, hohem Wettbewerbs- und Regulierungsdruck sowie fortschreitendem technologischen Wandel. In diesem Umfeld ist unternehmerisches Handeln stets auch mit Chancen und Risiken verbunden. Ihre systematische Identifikation, Bewertung und Steuerung ist daher von zentraler Bedeutung für unsere Unternehmensgruppe. Risikomanagement ist - als Baustein eines nachhaltig erfolgreichen Unternehmens - Führungsaufgabe. In diesem Bericht informieren wir über das Risikomanagementsystem der MVV Energie Gruppe und gehen sowohl auf das Gesamtrisiko als auch auf die sechs wesentlichen Risikokategorien ein. Risikomanagementsystem![]() Wir stützen unsere Chancen- und Risikoeinschätzung auf unser zentrales Risikomanagementsystem. Es basiert auf einer vom Vorstand verabschiedeten Systematik, in der wir die Risikopolitik, Zuständigkeiten sowie Analyse- und Bewertungsverfahren definiert haben. Außerdem beinhaltet es die steuerungsrelevanten Risikokennzahlen, auf denen unser Risikolimitsystem beruht. Das Risikomanagementsystem reagiert sehr sensitiv auf potenziell bestandsgefährdende Risiken. Dadurch können wir frühzeitig reagieren, wenn sich die Risikosituation verändert. Unsere Standards, Verfahren und Instrumente entwickeln wir kontinuierlich weiter. Wir haben die organisatorischen Voraussetzungen, um mögliche Gefährdungen und Potenziale frühzeitig zu erkennen, relevante Informationen rasch weiterzugeben und die aktuelle Chance/ Risiko-Situation transparent zu bewerten. Monatlich meldet jeder Risikoträger die Unsicherheiten an das zentrale Risikocontrolling. Wir analysieren und aggregieren die Daten und führen dann eine Risiko- und Chancenbewertung auf Konzernebene durch. Wenn es notwendig ist, stoßen wir Maßnahmen an, die der Risikovermeidung, -reduzierung oder -überwälzung dienen. Der Vorstand und die Einzelgesellschaften werden auf monatlicher Basis informiert, der Aufsichtsrat quartalsweise; sie erhalten Risikoberichte über die Risiko- und Chancensituation aus legaler Sicht wie auch aus der Perspektive des Geschäftsfeldmanagements. In besonderen Fällen wird der Vorstand unmittelbar unterrichtet; dieser berichtet dann wiederum direkt dem Aufsichtsrat. Die Systematik wird jährlich durch die interne Revision sowie den Abschlussprüfer auf ihre Wirksamkeit gerüft, insbesondere ob die Anforderungen nach § 91 Abs. 2 AktG erfüllt werden. GesamtrisikoAuch wenn wir im Branchenumfeld steigende Unsicherheiten im Vergleich zu früheren Geschäftsjahren beobachten, gibt es aus Sicht des Vorstands der MVV Energie Gruppe keine Anhaltspunkte dafür, dass Risiken einzeln oder in ihrer aggregierten Gesamtheit den Fortbestand des Unternehmens im Berichtszeitraum gefährdet haben oder darüber hinaus gefährden könnten. Die Gesamtrisikosituation unserer Unternehmensgruppe war im Geschäftsjahr 2010/11 stabil. Folgende Faktoren haben für unser Geschäftsergebnis besondere Bedeutung:
Wir unterscheiden die nachfolgenden sechs wesentlichen Kategorien, die unsere Geschäftsentwicklung wie auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können. Preisrisiken und -chancenPreise können sowohl auf der Bezugs- als auch auf der Absatzseite erheblich schwanken und in Kombination mit offenen Positionen das Ergebnis unseres Konzerns positiv oder negativ beeinflussen. Um die Energiepreisrisiken und -chancen aktiv zu steuern, schließen wir über unsere zum 29. September 2011 umfirmierte Energiehandelstochter MVV Trading GmbH (früher 24/7 Trading GmbH) entsprechende Absicherungsgeschäfte ab. Die Marktpreisrisiken werden im Risikomanagement von MVV Trading durch ein mehrstufiges Limitsystem überwacht. Es werden gängige Verfahren wie beispielsweise Value at Risk, Stresstest und Messgrößen zum Risikokapital eingesetzt. Weitere Informationen zu dieser Gesellschaft befinden sich im Kapitel Bedeutung des zentralen Energiehandels. Einen großen Effekt auf unsere Ergebnissituation kann die Entwicklung des „Clean Dark Spread“ (CDS) haben. Der CDS ergibt sich aus der Differenz aus den Verkaufserlösen für Strom und den dafür anfallenden Erzeugungskosten. Die Erzeugungskosten setzen sich hauptsächlich aus den Kosten für den Brennstoffeinkauf (Kohle, Gas) sowie den Emissionszertifikaten (CO2) zusammen. Die Preise an den Rohstoffmärkten können stark schwanken. Da der Zeitpunkt für den Brennstoffeinkauf häufig vom Zeitpunkt des Stromverkaufs abweicht, entstehen hierdurch zusätzliche Unsicherheiten. Im Berichtsjahr sind die Erzeugungskosten (insbesondere Kohle) stärker gestiegen als die Strompreise, was zu einem geringeren CDS geführt hat. Generell können steigende Beschaffungskosten zu einem Ertragsrückgang im Vertrieb führen, wenn diese nicht vollständig an die Kunden weitergegeben werden können. Das kann auch dadurch verursacht werden, dass höhere Strompreise im Marktumfeld nicht durchsetzbar sind, was zu verringerten Margen führen würde. Wir sind im Bereich der thermischen Abfallverwertung nun auch in Großbritannien aktiv, daher gewinnen Risiken und Chancen aus Wechselkursveränderungen künftig an Bedeutung für unsere Gruppe. Im Berichtsjahr haben wir eine entsprechende Absicherungsstrategie gegen wesentliche Risiken hieraus entwickelt und beschlossen sowie die notwendigen Vorkehrungen für das operative Risikomanagement getroffen. Operative Risiken und ChancenWesentliche operative Unsicherheiten entstehen aus dem Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung. Ein Ausfall einer Anlage könnte dazu führen, dass wir die geplanten Mengen nicht produzieren können. Hinzu kommen möglicherweise Kosten für die Reparatur der Anlage. Zudem könnte es nötig werden, Kunden mit Ersatzlieferungen zu bedienen, was in der Regel ebenfalls zu steigenden Kosten führt. Wir wirken dem systematisch entgegen: Zum einen warten wir unsere Anlagen regelmäßig und halten sie möglichst lange auf einem hohen Qualitätsniveau; zum anderen schließen wir entsprechende Ausfallversicherungen ab. Chancen für höhere Erzeugungsmengen und geringere Kosten ergeben sich beispielsweise daraus, dass Revisionszeiten kürzer dauern können als veranschlagt oder dass die Verfügbarkeit der Anlagen die geplanten Benutzungsstunden übersteigen kann. Sowohl in der thermischen Abfallverwertung als auch bei unseren Biomasseanlagen besteht die Gefahr, dass Brennstoff von schlechter Qualität für einen geringeren Output der Anlage bei gleichbleibendem Input sorgt. Eine bessere Qualität führt umgekehrt auch zu mehr Output. Wir führen ein permanentes Qualitätsmanagement durch und kontrollieren den zugeführten Brennstoff. Große Projekte – wie beispielweise der Bau von neuen Erzeugungsanlagen mit großer Kapazität – sind häufig mit einer langen Planungs- und Bauphase verbunden. Daraus ergeben sich hohe Anforderungen an das Konzept und die Kalkulation dieser Projekte. Unser Investitionsausschuss - dem mehrere Fachabteilungen des Hauses beratend zur Seite stehen - prüft die Projekte daher im Vorfeld. Dennoch können wir nicht ausschließen, dass sich Projekte verzögern oder die tatsächlichen Kosten aufgrund aktueller Entwicklungen die Plankosten übersteigen. Es ist uns ein wichtiges Anliegen, qualifizierte Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zu gewinnen und im Unternehmen zu halten. Darum bieten wir auf allen Ebenen der MVV Energie zielgerichtete Personalentwicklungsprogramme an. Besondere Aufmerksamkeit widmen wir der Förderung von Frauen in Führungspositionen. Wir bereiten uns intensiv auf die Folgen des demografischen Wandels vor und setzen uns für eine ausgeglichene Work-Life-Balance ein. Das Risiko, keinen geeigneten Ersatz für Schlüsselpositionen zu finden, halten wir für gering. Im Kapitel Nachhaltigkeit informieren wir ausführlich über unsere Mitarbeiterpolitik und unsere verschiedenen Personalmaßnahmen. IT-, Modell-, Organisations-, und Sicherheitsrisiken/-chancen betrachten wir ebenfalls in diesem Risikofeld. Sie spielen jedoch aktuell nur eine untergeordnete Rolle. Dies gilt auch für Risiken aus auslaufenden Konzessionen. Mengenrisiken und -chancenSowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite können Mengenschwankungen das Ergebnis unserer Geschäftstätigkeiten positiv oder negativ beeinflussen. Da wir viele Kunden mit Wärme versorgen (Fernwärme, Gas), spielt der Witterungsverlauf in der Heizperiode (Oktober bis April) eine große Rolle für uns: Kältere Temperaturen wie im Dezember 2010 führen dazu, dass wir deutlich größere Mengen absetzen können. Wärmere Temperaturen, wie im April 2011, bewirken das Gegenteil: Die Kunden heizen weniger, unsere Absatzmengen und unser Gewinn gehen zurück. Insgesamt war die Heizperiode im Berichtszeitraum etwas kühler als wir erwartet hatten, aber milder als im Vorjahr. Ebenso kann ein verändertes Abnahmeverhalten aufgrund von Wärmedämmung beziehungsweise ähnlichen Effizienzmaßnahmen oder aus veränderten wirtschaftlichen Rahmenbedingungen zu Mengenschwankungen führen. Weitere Mengenveränderungen können dadurch entstehen, dass unsere Kunden im liberalisierten Energiemarkt zu Wettbewerbern wechseln. Dem begegnen wir beispielsweise, indem wir innovative, wettbewerbsfähige Produkte wie zum Beispiel den Energiefonds Strom/Gas entwickeln. Der Konjunkturverlauf hat nur einen indirekten Einfluss auf unser Geschäft - zum Beispiel dann, wenn von uns versorgte Unternehmen aufgrund der wirtschaftlichen Lage ihre Produktion verringern und somit weniger Energie von uns abnehmen. Gesetzliche RisikenUnter „Gesetzlichen Risiken“ fassen wir Einflüsse auf unsere Geschäftsentwicklung zusammen, die sich aus der Regulierung oder aus rechtlichen Risiken ergeben können. Regulierungsrisiken entstehen im Wesentlichen dadurch, dass zuständige Behörden, wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) oder die Kartellämter, in die Preisgestaltung eingreifen. Bislang waren davon hauptsächlich die Netzentgelte betroffen, die von der BNetzA festgesetzt wurden. Es ist nicht ausgeschlossen, dass wir beispielsweise unsere Wasserabsatzpreise an Kunden gemäß Vorgabe der Kartellbehörden senken müssen. Bei unveränderten Kosten würde sich das negativ auf unsere Marge und somit auf unseren Gewinn auswirken. Ebenso können Vorgaben des Gesetzgebers, beispielsweise zur Vergütung von Erneuerbaren Energien nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG), unser Bestandsgeschäft oder unser geplantes Wachstum negativ beeinflussen. Um dem entgegenzuwirken, beteiligen wir uns aktiv an der politischen Meinungsbildung - dazu informieren wir ausführlich im Kapitel Veränderungen in der Energiepolitik. Rechtliche Risiken können sich hauptsächlich aus Gerichtsprozessen, Produkthaftungen sowie unvorteilhaften oder nicht durchsetzbaren Verträgen ergeben. Diese werden von unserer Konzernrechtsabteilung begrenzt, die Verträge entsprechend verhandelt und verfasst. FinanzierungsrisikenForderungsausfallrisiken und Liquiditätsrisiken sind die Hauptrisiken in dieser Kategorie. Forderungsausfallrisiken entstehen, wenn Kunden die gegen sie bestehenden Forderungen nicht oder nur anteilig begleichen. Zur Begrenzung dieses Risikos wählen wir unsere Geschäftspartner mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht aus. Dabei achten wir auch darauf, unser Portfolio zu diversifizieren, damit wir sogenannte „Klumpenrisiken“ vermeiden. Wir schließen Geschäfte nur mit Kunden, die eine hohe Bonität besitzen. Bei Bedarf vereinbaren wir zusätzlich die Hinterlegung von Sicherheiten, Bürgschaften oder Garantien. Dennoch ist nicht auszuschließen, dass sich die Finanzlage eines unserer Geschäftspartner im Laufe der Zeit verschlechtert oder schlechter ist, als ursprünglich von uns eingeschätzt – was sich negativ auf unser Ergebnis auswirken könnte. In Bezug auf Liquiditätsrisiken profitieren wir von unserer Organisationsform als Unternehmensgruppe: Durch das konzerninterne Cash-Pooling minimieren wir das Liquiditätsrisiko und beeinflussen das Zinsergebnis positiv. Wir haben im Geschäftsjahr 2008/09 unsere Liquiditätsposition durch die Aufnahme zweier Schuldscheindarlehen vorsorglich erhöht; in diesem Zusammenhang haben wir eine Finanzkennzahl vereinbart, die sich auf die Eigenkapitalquote der MVV Energie Gruppe bezieht. Der Darlehensgeber kann vorzeitig kündigen, wenn wir diese Kennzahl nicht einhalten. Wir sehen jedoch aufgrund unserer vergleichsweise guten Eigenkapitalausstattung nur ein geringes Risiko, dieser vertraglichen Regelung nicht zu entsprechen. Länderrisiken, die sich beispielsweise aus der Zahlungsunfähigkeit oder der fehlenden Zahlungsbereitschaft eines Staates ergeben können, spielen bei uns aktuell eine untergeordnete Rolle. Strategische Risiken und ChancenDas Wachstum der MVV Energie Gruppe wird wesentlich davon bestimmt, in welche Märkte, Technologien und Unternehmen unser Konzern zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang investiert. Strategische Entscheidungen, die sich im Nachhinein als falsch herausstellen, haben einen negativen Einfluss auf das Geschäftsergebnis. Richtige Entscheidungen hingegen wirken sich positiv auf das Ergebnis aus. Unsere strategische Ausrichtung wird daher kontinuierlich durch die Abteilung Konzernstrategie überprüft und in Abstimmung mit dem Vorstand justiert. Potenzielles Neugeschäft wird im strategischen Planungsprozess definiert. Investitionen werden vom Investitionsausschuss zusammen mit den entsprechenden Fachabteilungen des Hauses sorgfältig geprüft. Dennoch besteht die Möglichkeit, dass es aufgrund von Fehleinschätzungen zu Ergebniseinbußen kommen könnte. Wir haben in den vergangenen Geschäftsjahren die Steuerung der strategischen Risiken durch die Strategieprojekte MVV 2020 und „Einmal gemeinsam“ optimiert; im Berichtsjahr haben wir „Einmal gemeinsam“ abgeschlossen. Die Bedeutung von erneuerbaren Energien und Energieeffizienz hat vor dem Hintergrund des Energiewendepakets 2011 weiter zugenommen – darin liegt für uns eine wichtige strategische Chance. Wir haben in diesen politisch geförderten Bereichen jahrelange Erfahrungen und hohes technisches Know-how. Mit diesem Wettbewerbsvorsprung eröffnen sich MVV Energie Gruppe gute Marktchancen. PrognoseberichtGesamtaussage des Vorstands zur künftigen UnternehmensentwicklungDer Umbau der Energieversorgung hin zu vermehrter Erzeugung aus erneuerbaren Energienquellen und zu höherer Energieeffizienz führt dazu, dass sich die Rahmenbedingungen stark verändern und die Energiemärkte weiterhin volatil bleiben. Unsere Unternehmensgruppe hat frühzeitig die Weichen gestellt, um erneuerbare Energien und die umweltschonenden Kraft-Wärme-Kopplung auszubauen. Die Energiewende hat unseren Kurs bestätigt. Diese neuen Herausforderungen im Energiemarkt, die konsequente Umsetzung unserer Wachstumsstrategie und ein intensives Wettbewerbsumfeld werden unsere künftige wirtschaftliche Entwicklung prägen. Künftige gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie führenden deutschen Forschungsinstitute rechnen in ihrem Herbstgutachten, das am 13. Oktober 2011 veröffentlicht wurde, für das Kalenderjahr 2012 mit einem deutlich schwächeren Wachstum von 0,8 % gegenüber dem erwarteten Wachstum im Kalenderjahr 2011 von 2,9 %. Die derzeitige Situation an den Finanzmärkten ist von großer Unsicherheit geprägt. Aus heutiger Sicht ist nicht abschätzbar, wie sich die Staatsschuldenkrisen einiger Mitgliedsländer der Eurozone und der USA sowie die gegenwärtigen Turbulenzen an den weltweiten Aktien- und Finanzmärkten auf die deutsche Wirtschaft auswirken werden. Dank des breiten Geschäftsportfolios der MVV Energie Gruppe dürften die konjunkturellen Auswirkungen auf unser Unternehmen moderat bleiben. Künftige BranchensituationDie deutsche Energieversorgung befindet sich inmitten eines fundamentalen Umbaus. Durch den beschlossenen Ausstieg aus der Kernenergie wird dieser Umbau weiter forciert. Infolge des Ausbaus der Energieerzeugung aus Wind und Sonne – mit schwankenden Kapazitäten – muss das Stromversorgungssystem insgesamt deutlich flexibler werden, um die Versorgungssicherheit jederzeit gewährleisten zu können. Hierfür müssen Netze, Speicher und flexible konventionelle Erzeugungskapazitäten ausgebaut werden. Notwendig ist des Weiteren eine Steuerung des Gesamtsystems durch intelligentere Netze und nachfrageseitige Maßnahmen, die zu einem geringeren Energieverbrauch führen. Auf den Strom- und Gasmärkten wird der Wettbewerb intensiver. Auch im deutschen Wassersektor sind zunehmend kartellbehördliche Eingriffe zu verzeichnen. Bei den Energiepreisen gehen wir von einem weiterhin hohen Niveau aus. Sollte sich die Lage im Nahen Osten zuspitzen, ist mit steigenden Ölpreisen zu rechnen. Auch bei Kohle wird mit weiter steigenden Preisen gerechnet aufgrund des hohen Bedarfs in den Schwellenländern sowie des erhöhten Einsatzes in der Verstromung nach der Atomkatastrophe in Japan. Die höheren Kohlepreise, der beschleunigte Ausstieg aus der Kernenergie sowie der Ausbau der erneuerbaren Energien und der zum Transport benötigten Stromnetze dürften sich auch auf die Strompreise auswirken. Unsere Strategie stimmtDie Energiewende bietet für uns Chancen, die wir nutzen wollen. MVV Energie hat den Weg in eine neue Energiezukunft schon vor langem eingeschlagen und setzt ihn konsequent fort. Die Beschlüsse zur Energiewende bestätigen uns, dass wir die strategischen Weichen richtig gestellt haben. Mit effizienten Strukturen und Prozessen und mit unserem zukunftsorientierten Investitionsprogramm schaffen wir die Grundlagen für nachhaltiges profitables Unternehmenswachstum. Dabei setzen wir auf erneuerbare Energien und Energieeffizienz als künftige Leitsysteme der Energieversorgung in Deutschland. Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel Unternehmensstrategie in diesem Geschäftsbericht. Ausbau der erneuerbaren EnergienMVV Energie ist als Gruppe von kommunal und regional verankerten Stadtwerken und Energieversorgungsunternehmen und mit ihren strategischen Schwerpunkten für den Ausbau der dezentralen erneuerbaren Energieerzeugung gut aufgestellt. Ein zentraler Baustein für den Ausbau der erneuerbaren Energien an unserer Stromerzeugung sind Windenergieanlagen an Land (Onshore). Mit Investitionen in 23 Windenergieanlagen am Standort Kirchberg in Rheinland-Pfalz, die bis zum Jahresende 2011 in Betrieb gehen werden, haben wir im Windenergiegeschäft einen wichtigen Fortschritt erzielt. Unsere Stadtwerke und Energieversorgungsunternehmen suchen intensiv nach weiteren Investitionsmöglichkeiten. Großes Windenergiepotenzial sehen wir in Baden-Württemberg, das die neue Landesregierung zu einer führenden Energie- und Klimaschutzregion entwickeln will. Windenergieanlagen an Land sind eine erprobte und wirtschaftliche Technologie, die gerade auch für kleine Investoren aus der Region, zum Beispiel für Kommunen, für Land- und Forstwirtschaft, für Stadtwerke und Privatpersonen, neue Chancen und Möglichkeiten eröffnet. Unsere weiteren Schwerpunkte beim Ausbau der erneuerbaren Energien sind die Nutzung von Biomasse zur Energieerzeugung – bei der MVV Energie heute schon zu den Marktführern zählt – und die Biomethanerzeugung. Im Sommer 2012 werden wir in Klein Wanzleben, Sachsen-Anhalt, die erste gemeinsame Biomethananlage in Betrieb nehmen. Außerdem betreibt unsere Gruppe derzeit vier Biogasanlagen, in denen Strom und Wärme für benachbarte Industrie- und Gewerbekunden erzeugt wird. Zukunftsmarkt Energieeffizienz und KWKEine effizientere Nutzung der Primärenergieträger kann auf der Erzeugerseite durch Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), also bei gleichzeitiger Strom- und Wärmeerzeugung, erreicht werden. Auf der Verbraucherseite bieten sich ein optimierter Energieeinsatz bei industriellen Produktionsprozessen sowie eine Sanierung des Gebäudebestands an. MVV Energie ist heute schon einer der größten Fernwärmeanbieter in Deutschland. Wir werden die Fern- und Nahwärmeerzeugung in KWK an den Standorten Mannheim, Kiel, Offenbach und Ingolstadt sowie in der Tschechischen Republik kontinuierlich weiter ausbauen. Der Bau von Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim (GKM), an dem wir mit einem Anteil von 28 % beteiligt sind, schafft die Voraussetzung, um die Versorgungssicherheit und den Ausbau der Fernwärme in der Metropolregion Rhein-Neckar langfristig zu gewährleisten. Das Ausbau- und Verdichtungsprogramm am Standort Mannheim erstreckt sich aus technischen, vertrieblichen und organisatorischen Gründen über einen mehrjährigen Zeitraum. Die Baumaßnahmen von Block 9 haben sich verzögert; die Inbetriebnahme wird jetzt im Verlauf des Kalenderjahres 2015 erwartet. Die Verzögerungen haben keine Auswirkungen auf die Zuverlässigkeit der Strom- und Fernwärmelieferungen aus dem GKM, könnten für MVV Energie aber zu Mehrkosten führen. Der 10. Senat des Verwaltungsgerichtshof Baden-Württemberg (VGH Mannheim) hat die Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen die immissionsrechtliche Genehmigung für Block 9 des GKM am 27. Juli 2011 abgewiesen. Nach Ansicht des VGH bestand ein Rechtsanspruch auf Genehmigungserteilung, weil der Errichtung und dem Betrieb von Block 9 keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegenstehen. Der VGH hat die Revision zum Bundesverwaltungsgericht in Leipzig zugelassen. Die Revisionsfrist war bis Redaktionsschluss noch nicht abgelaufen. Das Abwärme- und Fernwärmeverbundprojekt in Ingolstadt wurde am 6. Juli 2011 in Betrieb genommen. Wir rechnen durch die Nutzung industrieller Abwärme mit einer zusätzlichen Fernwärme-Netzeinspeisung von 130 Mio kWh auf bis zu 300 Mio kWh pro Jahr. Die Stadtwerke Kiel AG hat im Juli 2011 mit den Bauarbeiten im Gewerbepark in Kiel-Suchsdorf (65 000 Quadratmeter) begonnen. Ab Januar 2012 sollen die Fernwärme- und Stromlieferungen aufgenommen werden. Unser tschechischer Teilkonzern investiert an mehreren Standorten in technische Erweiterungen an bestehenden Wärmeerzeugungsanlagen und in den Bau von gasgestützten Kraft-Wärme-Kopplungsanlagen. Die Baumaßnahmen im Rahmen des Projekts COGEN II werden voraussichtlich im Geschäftsjahr 2012/13 beendet sein. MVV Energie CZ a.s. hat mit der Übernahme des abfallbefeuerten Heizkraftwerks in der Stadt Liberec ihre Position als einer der führenden Fernwärmeversorger in der Tschechischen Republik weiter ausgebaut. Zu den aktuellen Fernwärmeprojekten an unseren Standorten in Mannheim, Kiel, Offenbach und Ingolstadt verweisen wir auch auf die Kapitel Unternehmensstrategie und Nachhaltigkeit. Chancen im AbfallmarktIm Abfallmarkt zählen wir mit unserer Tochtergesellschaft MVV Umwelt GmbH zu den führenden deutschen und europäischen Unternehmen, wenn es um die zukunftsweisende Technik der thermischen Abfallverwertung geht. Wir nutzen das energetische Potenzial von Haushalts- und Gewerbeabfällen als eine wichtige Ressource zur gleichzeitigen Wärme- und Stromerzeugung. Die geplante thermische Abfallverwertungsanlage in der südenglischen Hafenstadt Plymouth bietet für uns die Chance, unsere umfassende Erfahrung in Planung, Bau und Betrieb von Kraftwerken und der ökologischen Verwertung von Abfällen in den britischen Markt einzubringen. Ab dem Jahr 2014 sollen in der Anlage jährlich rund 245000 Tonnen Abfälle zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Mit Beginn des Jahres 2013 werden die neuen Verträge für die thermische Verwertung der Restabfälle der Städte Mannheim, Heidelberg und des Rhein-Neckar-Kreises (200000 Jahrestonnen) wirksam. Die in getrennten europaweiten Ausschreibungen gewonnenen Verträge sind ein nachhaltiger Beweis für unsere Kompetenz in der energetischen Nutzung von Abfällen. Energiedienstleistungen und VertriebsprodukteMit der Energiewende bieten sich uns als erfahrenem Energiedienstleister verbesserte Marktchancen. Mit energieeffizienten Lösungen und maßgeschneiderten Produkten konzentrieren wir uns unter anderem auf mittelständische Industriekunden und Kunden aus der Immobilienwirtschaft. Im Vertriebsgeschäft wollen wir den erfolgreichen Weg mit unseren innovativen Produkten, wie dem Energiefonds Strom/ Gas, konsequent fortsetzen. Dazu bauen wir den bundesweiten Strom- und Gasvertrieb für Industrie- und Gewerbekunden in den kommenden Jahren weiter aus. Künftige Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDas positive Medienecho auf unser E-Energy-Projekt Modellstadt Mannheim haben wir genutzt, um weitere Testkunden für den dritten Feldversuch zu gewinnen, der im Herbst 2011 begonnen wurde. Im Zuge dessen werden wir bis zu 1000 Mannheimer Kunden mit einem Energiemanagementsystem ausstatten. Unser Ziel ist es, die Energieeffizienz und die Lastenverschiebungsmöglichkeiten mit Hilfe moderner Informations- und Kommunikationstechnik zu verbessern. Zudem untersuchen wir, wie die fluktuierende Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien intelligent mit dem Strombedarf ausbalanciert werden kann. Wir wollen damit gewährleisten, dass MVV Energie bei den Anforderungen an Smart Grids über die bestmögliche Ausgangslage verfügt. Künftige Umsatz- und ErgebnisentwicklungIm Zuge des Umbaus der deutschen Energieversorgung hin zu erneuerbaren Energien stellen wir uns für die nächsten Jahre auf instabile Rahmenbedingungen und weiterhin volatile Energiemärkte ein. Diese Veränderungen auf dem Energiemarkt erschweren eine verlässliche Prognose unserer künftigen Umsätze und Ergebnisse. Die Umsatz- und Ergebnisplanung der MVV Energie Gruppe erfolgt einheitlich über die unterschiedlichen Teilkonzerne. Bei den Umsatzerlösen (ohne Energiesteuern) rechnen wir für das Geschäftsjahr 2011/12 bei normalem Witterungsverlauf mit einem leichten Wachstum gegenüber dem Vorjahresniveau (3,59 Mrd Euro) im niedrigen einstelligen %-Bereich. Der deutschlandweite Strom- und Gasvertrieb, der Ausbau der Fernwärme an unseren deutschen und tschechischen Standorten sowie das Windgeschäft werden die Haupttreiber sein. Auch die ab dem 1. Oktober 2011 wirksamen Preiserhöhungen bei Fernwärme und Gas werden zum erwarteten Umsatzwachstum beitragen. Darüber hinaus gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass unsere Umsatzerlöse durch die erfolgreiche Umsetzung unserer Wachstumsstrategie auch im darauf folgenden Geschäftsjahr 2012/13 weiter leicht steigen werden. Im derzeit schwierigen wirtschaftlichen und politischen Umfeld haben viele Energieunternehmen mit deutlichen Umsatz- und Ergebniseinbrüchen zu kämpfen. Unser ausgewogenes Geschäftsportfolio, das große Teile der Wertschöpfungskette umfasst, hilft uns, energiepolitische Veränderungen und Schwankungen in einzelnen Geschäftsfeldern besser verkraften zu können. Wesentliche Bestimmungsfaktoren für die Ergebnisse der MVV Energie Gruppe sind die Erzeugungsmarge (Clean Dark Spread), die Abfallpreise, der Witterungsverlauf und die Entwicklung des Wettbewerbs in unserer Branche. Weitere Bedeutung haben das Regulierungsumfeld im Netz und im Handel, Kosten aus der Umsetzung der Unbundlingvorschriften sowie Belastungen durch die Energiewende. Der Clean Dark Spread in den Kraftwerken Mannheim und Kiel wird einerseits durch die Strompreise an den Großhandelsmärkten sowie die Brennstoffpreise (Kohle) bestimmt, und andererseits durch die Preise für CO2-Emissionsrechte und den Euro/Dollar-Kurs. Im Planjahr 2011/12 rechnen wir mit einem niedrigen Clean Dark Spread, da ein Großteil der Stromproduktion für Lieferungen im Geschäftsjahr 2011/12 bereits mehrere Jahre vorher auf Termin vermarktet wurde. Ein ansteigender Clean Dark Spread würde sich aufgrund unserer Hedgingstrategie erst ab dem folgenden Geschäftsjahr 2012/13 auswirken. Darüber hinaus werden unsere künftigen Ergebnisse in starkem Maße von den Zukunftsinvestitionen beeinflusst, die erst nach Inbetriebnahme positive EBIT-Beiträge liefern werden. Bereits heute fixierte Zukunftsinvestitionen sind in der nachstehenden Tabelle aufgeführt. Vor diesem Hintergrund gehen wir für das Geschäftsjahr 2011/12 nicht davon aus, das hohe Ergebnisniveau des Berichtsjahrs 2010/11 (242 Mio Euro) wieder zu erreichen. Wir hoffen aber, die vorstehend genannten Belastungen durch positive Ergebnisbeiträge aus unseren Wachstumsgeschäften sowie durch Kosteneinsparungen aus interner Optimierung und Effizienzsteigerung weitgehend ausgleichen zu können. Insgesamt erwarten wir für das Geschäftsjahr 2011/12 jedoch ein Adjusted EBIT leicht unter dem Vorjahresniveau. Im zweiten Planjahr 2012/13 werden weitere Herausforderungen aufgrund der Entwicklung bei den CO2-Emissionszertifikaten hinzukommen. Die Emissionszertifikate müssen ab dem Kalenderjahr 2013 vollständig ersteigert werden. Des Weiteren werden sich ab 2013 die niedrigeren Abfallpreise aus den Neuverträgen mit Kommunen in der Metropolregion Rhein-Neckar auswirken. Wir haben uns zum Ziel gesetzt, diese Belastungen durch Ergebnisbeiträge aus den Wachstumsgeschäften auszugleichen. Eine Besonderheit stellt der Neubau des Blocks 9 im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) dar: Die Aufwendungen aus der Bilanzierung der Bauzeitzinsen werden im Konzernabschluss nach IFRS aktiviert, während sie im Einzelabschluss der Tochtergesellschaft MVV RHE GmbH, die die GKM-Beteiligung hält, den Materialaufwand belasten. Dieser Effekt wirkt sich im Einzelabschluss der MVV Energie AG nach HGB über eine geringere Ergebnisabführung von der MVV RHE GmbH aus. Daher erwarten wir aus heutiger Sicht, dass der Jahresüber-schuss nach Steuern bei der MVV Energie AG nach HGB in den kommenden Geschäftsjahren 2011/12 und 2012/13 das Niveau des Geschäftsjahrs 2010/11 nicht vollständig erreichen wird. Bei den Umsatzerlösen (ohne Energiesteuern) der MVV Energie AG nach HGB rechnen wir für die Geschäftsjahre 2011/12 und 2012/13 bei normalem Witterungsverlauf mit leichten Zunahmen gegenüber dem Berichtsjahr (1,7 Mrd Euro). DividendenkontinuitätUnsere Unternehmensgruppe ist dank der konsequenten Umsetzung ihrer Unternehmensstrategie gut aufgestellt, um kurzfristige Belastungen gut zu bewältigen und gleichzeitig mittelfristige Chancen aus der Energiewende erfolgreich zu nutzen. Wir verfolgen eine auf Kontinuität ausgerichtete Dividendenpolitik, die unseren Aktionären auch zukünftig eine solide Rendite gewährleistet. Zum Dividendenvorschlag für das Geschäftsjahr 2010/11 verweisen wir auf den Brief des Vorsitzenden des Vorstands. Für das Geschäftsjahr 2009/10 hatte MVV Energie ihren Aktionärinnen und Aktionären eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie gezahlt. Geplante InvestitionenFür die Geschäftsjahre 2011/12 und 2012/13 haben wir ein Investitionsvolumen von rund 0,7 Mrd Euro geplant. Die Hälfte der hierin enthaltenen Wachstumsinvestitionen ist bereits fixiert, der Rest entfällt auf Investitionen im Bestandsgeschäft. Die Schwerpunkte unserer Wachstumsinvestitionen liegen gemäß unserer strategischen Ausrichtung in den Geschäftsfeldern Erzeugung (Erneuerbare Energien), Umwelt (thermische Abfallverwertung) und Energiedienstleistungen. Die im Bestandsgeschäft geplanten Investitionen betreffen vor allem Energieeffizienzverbesserungen in der Abfallverwertungsanlage Mannheim (Geschäftsfeld Umwelt) und den Ausbau der Netze (Geschäftsfeld Netze). scroll
Künftige Vermögens- und FinanzlageUnsere Unternehmensgruppe verfügt über ausreichende Mittel, um den zukünftigen Liquiditätsbedarf zu decken. Wir sehen in unserer Unternehmensgruppe aktuell keine finanziellen Beeinträchtigungen durch steigende Kreditkosten. Es bleibt abzuwarten, ob die Auswirkungen einer finanzwirtschaftlich schwierigen Gesamtsituation die Konditionen für Neuaufnahmen verschlechtern werden. Die Umsetzung unserer Wachstumsstrategie wird die Investitions- und Finanzplanung in den kommenden Geschäftsjahren prägen. Wir werden unser Finanzierungspotenzial effizient nutzen und gezielt in Werte schaffende Wachstumsprojekte investieren, die in unseren strategischen Rahmen passen und unsere projektspezifischen Rentabilitätsanforderungen erfüllen. Mit einer bereinigten Eigenkapitalquote von 39,5% haben wir eine solide Finanzbasis, um die geplanten Investitionen ausgewogen finanzieren zu können – sowohl durch erwirtschaftete Eigenmittel als auch am Kapitalmarkt. Im Bestandsgeschäft geplante Investitionen werden wir im Rahmen der betrieblichen Innenfinanzierung aus Abschreibungen finanzieren. Im Wachstumsgeschäft nutzen wir neben dem operativen Cashflow projektbezogen optimierte Finanzierungen. Daneben bündeln wir strukturell ähnliche Projekte mit vergleichbaren Laufzeiten. Die Mittel hierfür werden am Kapitalmarkt aufgenommen. Als Leitplanken für fremdfinanziertes Wachstum haben wir in der strategischen Finanzplanung verschiedene Finanzkennzahlen definiert, die wir einhalten. Damit gewährleisten wir auch weiterhin ein impliziertes Ranking der MVV Energie Gruppe im starken Investment Grade-Bereich. Künftige Chancen und RisikenDie zukünftigen Herausforderungen aus der Energiewende und unsere dadurch bestätigte strategische Ausrichtung bieten unserer Unternehmensgruppe Chancen für mittel- und langfristig profitables Wachstum. Zu den im Chancen- und Risikobericht 2010/11 aufgeführten sechs Kategorien (Preisrisiken und -chancen, operative Risiken und Chancen, Mengenrisiken und -chancen, gesetzliche Risiken, Finanzierungsrisiken, strategische Risiken und Chancen) sind keine weiteren hinzugekommen. Aus heutiger Sicht gibt es keine Anzeichen für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Verlauf des Geschäftsjahrs 2011/12 und darüber hinaus gefährden könnten. Zukunftsgerichte Aussagen und PrognosenUnser zusammengefasster Lagebericht enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn der Vorstand davon überzeugt ist, dass diese getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft aufgrund der Vielzahl von internen und externen Faktoren hiervon abweichen. VergütungsberichtVergütung der VorstandsmitgliederDas Vergütungssystem für den Vorstand wurde im Geschäftsjahr 2009/10 auf Veranlassung des Aufsichtsrats durch einen externen Vergütungsexperten überprüft. Die Überprüfung ergab, dass die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder angemessen ist. Zu Beginn des Geschäftsjahrs 2010/11 wurde das Vergütungssystem an das VorstAG angepasst. Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 2 368 Tsd Euro. Diese setzt sich wie folgt zusammen: scroll
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Einschließlich Zuschüsse zur freiwilligen
Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwillige
Versicherung bei der Berufsgenossenschaft und geldwerte Vorteile sowie
der Zulage für den Vorstandsvorsitzenden in Höhe von 175 Tsd Euro
an Dr. Georg Müller Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird aus zwei Komponenten berechnet. Für den operativen Erfolg der MVV Energie Gruppe wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT der MVV Energie Gruppe, allerdings abzüglich Restrukturierungsaufwendungen. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten der MVV Energie Gruppe des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitstantieme macht im Geschäftsjahr 2010/11 den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt. Den Vorstandsmitgliedern Dr. Georg Müller und Matthias Brückmann wurde anstelle der bisherigen Gesamtversorgung eine Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten im Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Versorgungskonten wurden sogenannte Initialisierungsbausteine und werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben. Die Initialisierungsbausteine dienen der Abgeltung bereits erdienter Versorgungsanwartschaften. Sowohl die Initialisierungsbausteine als auch die jährlichen Versorgungsbeiträge werden jährlich verzinst. Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen wegen dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Georg Müller und Matthias Brückmann stellen sich wie folgt dar: scroll
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Initialisierungsbaustein Die Gesamtversorgung der Vorstandsmitglieder Dr. Werner Dub und Hans-Jürgen Farrenkopf wird auf Basis einer ruhegehaltsfähigen Vergütung fortgeführt, da beide Herren bereits das 60. Lebensjahr vollendet haben und somit zu den rentennahen Jahrgängen gezählt werden können. Die Versorgungsleistung beträgt maximal 70 % der ruhegehaltsfähigen Vergütung, anderweitiges Arbeitseinkommen, Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie sonstige Versorgungsbezüge, die mindestens zur Hälfte auf Beitragsleistungen eines Arbeitgebers beruhen, werden angerechnet. Die Versorgungsleistung enthält als Rentenbaustein auch eine Anwartschaft auf eine Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Werner Dub und Hans-Jürgen Farrenkopf stellen sich wie folgt dar: scroll
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Erreichbarer Anspruch auf Altersrente mit
63 Jahren unter Berücksichtigung von Anrechnungsbeträgen Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 216 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Vorstandsmitgliedern sind insgesamt 5 380 Tsd Euro zurückgestellt. Die Gesamtzuführung in diesem Geschäftsjahr beträgt 287 Tsd Euro. Gemäß IAS 24 zählen zu den unternehmensnahen Personen auch Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen. Neben dem Vorstand rechnen hierzu in der MVV Energie Gruppe auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 513 Tsd Euro, wobei es sich im Wesentlichen (2 432 Tsd Euro) um kurzfristig fällige Leistungen handelt. Leitende Angestellte erhalten eine rein beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können die leitenden Angestellten innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen der oben genannten Vergütungen hierfür beliefen sich auf 82 Tsd Euro im Berichtsjahr. Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihren Aufgaben und der von ihnen übernommenen Verantwortung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2010/11 eine Jahresvergütung in Höhe von jeweils 10 000 Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten, sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt1. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 000 Euro, die übrigen Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2 500 Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 000 Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für Sitzungen des Aufsichtsrats wie auch der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses für Sitzungen des Bilanzprüfungsausschusses jeweils den doppelten Betrag des Sitzungsgelds. Die gesamten Bezüge der Aufsichtsratsmitglieder beliefen sich auf 472 660 Euro2. Davon entfielen auf: scroll
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Mitglieder des Aufsichtsrats, die während
des Geschäftsjahrs in den Aufsichtsrat eingetreten oder aus dem Aufsichtsrat
ausgeschieden sind, erhalten die Vergütung zeitanteilig entsprechend
der Dauer ihrer Mitgliedschaft. Konzernabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011Konzernabschluss 2010/2011 der MVV Energie AG (MVV Energie Gruppe)Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2010 bis zum 30.9.2011 in Tsd Euroscroll
Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungenvom 1.10.2010 bis zum 30.9.2011 in Tsd Euroscroll
Bilanz zum 30.9.2011 in Tsd EuroAktiva scroll
Eigenkapitalveränderungsrechnungscroll
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Kapitalflussrechnung der MVV Energie Gruppe1 scroll
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Siehe weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung
unter Textziffer 37 Segmentberichterstattungscroll
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Aufgrund der Umstellung der Berichtssegmente nach Wertschöpfungsstufen ergaben sich Änderungen in der Darstellung der Segmentberichterstattung. Weitere Erläuterungen sind unter Textziffer 36 dargestellt. Zu Informationszwecken wurden die Vorjahreswerte der Berichtssegmente nach der neuen Struktur hergeleitet und errechnet. Die Vorjahreswerte entsprechen somit Proforma-Werten. scroll
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Anlage IIErläuterungen zum Konzernabschluss 2010/2011 der MVV Energie GruppeAllgemeine GrundlagenDer Konzernabschluss der MVV Energie Gruppe wurde in Übereinstimmung mit § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, erstellt. Die am 30. September 2011 verpflichtend anzuwendenden Standards des International Accounting Standards Board (IASB) und die Interpretationen des International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, finden vollumfänglich Anwendung. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der MVV Energie AG aufgestellt und bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2010/11 (1. Oktober 2010 bis 30. September 2011). Die MVV Energie AG hat ihren Sitz in Mannheim, Deutschland. Die MVV Energie Gruppe betätigt sich als Energieverteiler und -dienstleister in den an Wertschöpfungsstufen orientierten Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen sowie Strategische Beteiligungen. Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Tausend Euro (Tsd Euro) angegeben. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen und der Bilanz werden die Eigenkapitalveränderungsrechnung, die Segmentberichterstattung sowie die Kapitalflussrechnung gesondert dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts ist der Vorstand der MVV Energie AG verantwortlich. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Vorstand am 11. November 2011 zur Veröffentlichung freigegeben und dem Aufsichtsrat zur Billigung vorgelegt. Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenDer International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (vormals IFRIC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2010/11 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. In der MVV Energie Gruppe wurden im Geschäftsjahr 2010/11 erstmals berücksichtigt: scroll
Improvement Project (2009) und (2010) „Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRSs“: Das IASB hat im Rahmen einer jährlichen Anpassung kleinere Änderungen beziehungsweise Klarstellungen verschiedener Standards in einem Sammeländerungsstandard zusammengefasst. Die Änderungen zielen darauf ab, Vorschriften zu konkretisieren und unbeabsichtigte Inkonsistenzen zwischen den Standards zu beseitigen. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010, 1. Juli 2010 beziehungsweise dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im März 2010 für die Änderungen des Jahres 2009 und im Februar 2011 für die Änderungen des Jahres 2010. IAS 32 Änderungen (2009) „Finanzinstrumente: Darstellung: Einstufung von Bezugsrechten“: Die Änderung bezieht sich auf die Bilanzierung von Bezugsrechten, die nicht in der funktionalen Währung des Emittenten herausgegeben sind. Diese werden unter bestimmten Bedingungen als Eigenkapital klassifiziert unabhängig von der Währung, in der sie ausgeübt werden. Die Änderung ist erstmals für Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Februar 2010 beginnen , anzuwenden. Die Anerkennung durch die EU erfolgt im Dezember 2009. IFRS 1 Änderungen (2010) „Begrenzte Befreiung erstmaliger Anwender von Vergleichsangaben nach IFRS 7“: Da erstmalige Anwender der IFRS nicht in den Genuss der Befreiung von Vergleichsangaben für Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert und für das Liquiditätsrisiko kommen, die IFRS 7 für die Fälle vorsieht, in denen die Vergleichsperioden vor dem 31. Dezember 2009 enden, soll die nun vorliegende Änderung an IFRS 1 auch für diese Unternehmen eine Befreiung ermöglichen. Die Änderung zum Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im Juni 2010. IFRS 1 Änderung (2009) „Zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender“: Die Änderung enthält zusätzliche Ausnahmen für erstmalige Anwender, zum Beispiel für Unternehmen, die im Erdöl- und Erdgasbereich tätig sind. Die Änderung zum Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im Juni 2010. IFRS 1 (überarbeitet 2008) „Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards“: Die jetzt veröffentlichte Fassung von IFRS 1 bewahrt den Inhalt der vorangegangenen Version in einer geänderten Struktur. Die Änderung zum Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im November 2009. IFRS 2 Änderung (2009) „Klarstellung der Bilanzierung anteilsbasierter Vergütungen im Konzern, die in bar erfüllt werden“: Die Änderung konkretisiert, wie eine einzelne Tochtergesellschaft in einem Konzern bestimmte anteilsbasierte Vergütungsvereinbarungen in ihrem eigenen Abschluss bilanzieren soll. Die Änderung zum Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im März 2010. IFRIC 15 „Vereinbarungen zum Bau von Immobilien (Real Estate)“: Diese Interpretation regelt die Anwendbarkeit der konkurrierenden Standards IAS 11 beziehungsweise IAS 18 im Hinblick auf Immobilienverkäufe, bei denen es vor Abschluss der Bauarbeiten zum Vertragsabschluss mit dem Erwerber kommt. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2010 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im Juli 2009. IFRIC 17 „Sachdividenden an Eigentümer“: Die Interpretation regelt, wie ein Unternehmen andere Vermögenswerte als Zahlungsmittel zu bewerten hat, die es als Gewinnausschüttung an die Anteilseigner überträgt. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. November 2009 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im November 2009. IFRIC 18 „Übertragungen von Vermögenswerten von Kunden“: stellt die Anforderungen der IFRS für Vereinbarungen klar, bei denen ein Unternehmen von einem Kunden ein Objekt, eine Anlage oder Betriebsmittel erhält, die das Unternehmen dann entweder dazu verwenden muss, den Kunden mit einem Leitungsnetz zu verbinden oder dem Kunden einen permanenten Zugang zur Versorgung mit Gütern oder Dienstleistungen zu gewähren. Ebenfalls behandelt werden solche Fälle, in denen ein Unternehmen Zahlungsmittel mit der Auflage erhält, einen der vorgenannten Vermögenswerte zu erwerben oder herzustellen. Die im Januar 2009 veröffentlichte Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. November 2009 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im November 2009. IFRIC 19 „Tilgung finanzieller Verbindlichkeiten durch Eigenkapitalinstrumente“: soll Leitlinien für die Bilanzierung von Eigenkapitalinstrumenten liefern, die ein Schuldner nach Neuaushandlung der Konditionen einer finanziellen Verbindlichkeit zu deren vollständiger oder teilweiser Tilgung ausgibt. Des Weiteren wurden am IFRS 1 die erforderlichen Folgeänderungen vorgenommen. Die im November 2009 veröffentlichte Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im Juli 2010. Aus der erstmaligen Anwendung dieser Neuerungen ergaben sich keine wesentlichen Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MVV Energie Gruppe. Auswirkungen von neuen, noch nicht anzuwendenden Rechnungslegungsstandards: Das IASB und das IFRIC haben die nachfolgend aufgeführten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die für das Geschäftsjahr 2010/11 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht freiwillig vorzeitig angewendet worden sind: scroll
Improvement Project (2010) „Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRSs“: Das IASB hat im Rahmen einer jährlichen Anpassung kleinere Änderungen beziehungsweise Klarstellungen verschiedener Standards in einem Sammeländerungsstandard zusammengefasst. Die Änderungen zielen darauf ab, Vorschriften zu konkretisieren und unbeabsichtigte Inkonsistenzen zwischen den Standards zu beseitigen. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2010 beziehungsweise dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im Februar 2011. IAS 1 Änderung (2011) „Darstellung der Posten des Sonstigen Ergebnisses“: Die Änderung fordert, dass die im sonstigen Ergebnis ausgewiesenen Posten künftig getrennt gezeigt werden müssen nach Posten, die in Folgeperioden in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden (sogenanntes Recycling) und solchen, die nicht in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert werden. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2012 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IAS 12 Änderung (2010): „Ertragsteuern: Latente Steuern – Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte“: Diese Änderung gilt für zum Zeitwert bewertete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties). Für diese sind latente Steuern künftig grundsätzlich auf Basis der steuerlichen Konsequenzen eines Verkaufs zu bilanzieren, es sei denn es kann ein eindeutiger Nachweis erbracht werden, dass der Buchwert der Vermögenswerte vollständig durch Nutzung realisiert werden wird. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2012 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IAS 19 (überarbeitet 2011) „Leistungen an Arbeitnehmer“: Die Änderungen im überarbeiteten IAS 19 beziehen sich auf die Erfassung und die Bewertung des Aufwands für leistungsorientierte Pensionspläne (Defined Benefit Plans) und von Leistungen aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits). Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IAS 24 (überarbeitet 2009) „Angaben über Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen“: Die jetzt veröffentlichte Fassung von IAS 24 hat den Zweck, die Definition von nahestehenden Unternehmen und Personen zu vereinfachen und dabei bestimmte Unstimmigkeiten zu beseitigen und Unternehmen, die öffentlichen Stellen nahestehen, von bestimmten Angaben zu Geschäftsvorfällen mit nahestehenden Unternehmen und Personen zu befreien. Die Änderung zum Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im Juli 2010. IAS 27 (überarbeitet 2011) „Einzelabschlüsse“: Die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 Konzernabschlüsse enthalten. IAS 27 hat zum Ziel, Standards zu setzen, die bei der Bilanzierung von Beteiligungen an Tochter-, assoziierten und Gemeinschaftsunternehmen anzuwenden sind, wenn sich ein Unternehmen dazu entschließt, Einzelabschlüsse darzustellen. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IAS 28 (überarbeitet 2011) „Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen“: Diese Fassung ersetzt die Vorgängerversion IAS 28 (2003). Die Zielsetzung von IAS 28 (Änderung 2011) besteht darin, die Bilanzierung von Beteiligungen an assoziierten Unternehmen festzuschreiben und Vorschriften über die Anwendung der Equity-Methode zu erlassen, wenn Beteiligungen an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures bilanziert werden sollen. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IFRS 1 Änderung (2010) „Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für erstmalige Anwender“: Die Änderungen beschäftigen sich mit der Frage, wie ein Unternehmen nach IFRS zu bilanzieren hat, nachdem es eine Periode gab, in der es nicht nach IFRS bilanzieren konnte, weil die funktionale Währung einer schwerwiegenden Hochinflation ausgesetzt war. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IFRS 7 Änderung (2010) „Finanzinstrument: Angaben – Transfer von finanziellen Vermögenswerten“: Die Änderung behandelt die Angabepflichten im Zusammenhang mit dem Transfer von finanziellen Vermögenswerten, um das Verständnis des Lesers für eine solche Transaktion und für die Effekte aus möglichen verbleibenden Risiken zu verbessern. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Juli 2011 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IFRS 9 „Finanzinstrumente“: Der veröffentlichte Standard stellt die erste Phase des dreiteiligen Projekts zur Ablösung des IAS 39 „Finanzinstrumente“ dar. In der ersten Phase wurden die Vorschriften zur Kategorisierung und zur Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und der finanziellen Verbindlichkeiten geregelt. Die Änderungen sind erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Am 4. August 2011 veröffentlichte der IASB einen Entwurf zur Änderung des IFRS 9, dessen Ziel es ist, den verpflichtenden Anwendungszeitpunkt des IFRS 9 auf Geschäftsjahre, die am oder nach dem 1. Januar 2015 beginnen, zu verlegen. Die Kommentierungsfrist zum Entwurf läuft noch bis zum 21. Oktober 2011. Die Anerkennung des IFRS 9 durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IFRS 10 „Konzernabschlüsse“: Der Standard schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der IFRS 10 ersetzt die bisher relevanten Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung die in IAS 27 und SIC 12 enthalten sind. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IFRS 11 „Gemeinschaftliche Vereinbarungen“: Der Standard regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt . IFRS 11 ersetzt IAS 31 und SIC 13 die bisher für Fragen der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen einschlägigen Vorschriften. Die bedeutsamste Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, welche künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IFRS 12 „Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen“: Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 „Konzernabschlüsse“ und IFRS 11 „Gemeinschaftliche Vereinbarungen“ bilanzieren. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IFRS 13 „Bemessung des beizulegenden Zeitwerts“: Der Standard befasst sich mit der Zeitwertermittlung sowie mit zugehörigen Anhangangaben und verfolgt das Ziel einer weiteren Annäherung der IFRS und der US -amerikanischen Rechnungslegungsgrundsätze (US GAAP). Dabei bietet er Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRSs vorgeschrieben ist. Der Standard ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2013 beginnen. Die Anerkennung durch die EU steht zum 30. September 2011 noch aus. IFRIC 14 Änderung (2009) „Vorauszahlung im Rahmen von Mindestdotierungsverpflichtungen“: Durch die Änderung soll eine unbeabsichtigte Folge beseitigt werden, in denen ein Unternehmen, das einer Mindestdotierungsverpflichtung unterliegt, eine Beitragsvorauszahlung leistet und Unternehmen, die solche Vorauszahlungen leisten, diese unter bestimmten Umständen als Aufwendungen erfassen müssten. Besteht für einen leistungsorientierten Plan eine Mindestdotierungsverpflichtung, muss diese Vorauszahlung nach der vorliegenden Änderung an IFRIC 14 wie jede andere Vorauszahlung als Vermögenswert behandelt werden. Die Interpretation ist erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1. Januar 2011 beginnen. Die Anerkennung durch die EU erfolgte im Juli 2010. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der neuen Standards auf den Konzernabschluss der MVV Energie Gruppe werden derzeit geprüft. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurde keine Rechnungslegungsmethode rückwirkend angewandt. Konsolidierungskreis und Änderungen des KonsolidierungskreisesIn den Konzernabschluss 2010/11 der MVV Energie Gruppe sind neben der MVV Energie AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die MVV Energie AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das hierfür maßgebliche Beherrschungskonzept setzt bei Vollkonsolidierung einen beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft voraus, der in allen Fällen der Vollkonsolidierung gegeben ist. Die wesentlichen assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen werden quotal konsolidiert. scroll
Die Aufstellung des Anteilsbesitzes der MVV Energie Gruppe ist in der Anlage zum Anhang aufgeführt und wird im elektronischen Bundesanzeiger bekannt gemacht. In der Berichtsperiode wurden die folgenden Gesellschaften erstmals im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen:
Die erstmalige Einbeziehung dieser Gesellschaften in den Konzernabschluss führte zu keinen wesentlichen Änderungen in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Bei der MVV ENVIRONMENT DEVONPORT LIMITED, der MVV Umwelt UK GmbH,, der Windpark Kirchberg GmbH & Co. KG, der Windpark Kappel Nord GmbH & Co. KG, der Windpark Staatsforst GmbH & Co. KG , der Windpark Reckershausen GmbH & Co. KG, der Windpark Reich GmbH & Co. KG, der Windpark Kappel Süd GmbH & Co. KG, der Windpark Kludenbach GmbH & Co. KG, der Windpark Metzenhausen GmbH & Co. KG und der Umspannwerk Kirchberg GmbH & Co. KG handelt es sich um Neugründungen. Bei der MVV Grünenergie GmbH und der Shared Services Center GmbH handelt es sich um im Bestand der MVV Energie Gruppe befindliche Vorratsgesellschaften. Die Cerventus Naturenergie GmbH wurde im Vorjahr gegründet und unter den sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz geführt. Die Dabit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG wurde im Vorjahr gegründet und unter den sonstigen Beteiligungen geführt. Zum Zeitpunkt der Aufnahme der wesentlichen Geschäftstätigkeiten wurden die Gesellschaften in den Konsolidierungskreis der MVV Energie Gruppe aufgenommen. Die MVV Energiedienstleistungen GmbH Nord, Hamburg, die MVV Energiedienstleistungen GmbH Süd, Gersthofen sowie die MVV Energiedienstleistungen GmbH West, Solingen, sind im Geschäftsjahr 2010/11 auf die MVV Energiedienstleistungen Regional GmbH, Mannheim, verschmolzen. Bei der aufnehmenden Gesellschaft handelt es sich um eine Konzerngesellschaft. Die Verschmelzungen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens -, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die MVV TREA Leuna GmbH, Leuna, und die MVV BMKW Mannheim GmbH, Mannheim, sind im Geschäftsjahr 2010/11 auf die MVV BioPower GmbH, Königs Wusterhausen, verschmolzen. Im Nachgang wurde die MVV BioPower GmbH, Königs Wusterhausen, in MVV Umwelt Asset GmbH, Mannheim, umfirmiert. Bei der aufnehmenden Gesellschaft handelt es sich um eine Konzerngesellschaft. Die Verschmelzungen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Shared Services Center GmbH hält nun die Beteiligungen an den Shared Services Gesellschaften 24/7 IT-Services GmbH, Kiel, 24/7 Metering GmbH, Offenbach am Main, und die 24/7 United Billing GmbH, Offenbach am Main. Die Einbeziehung dieser Gesellschaften hatte keine Auswirkungen auf die Finanz-, Vermögens- und Ertragslage der MVV Energie Gruppe. Im Teilkonzern Tschechien ist die Vodovody a kanalizace Studénka s.r.o., Studénka, Tschechische Republik, auf die Zásobování teplem Vsetín a.s., Vsetín, Tschechische Republik, und die IROMEZ s.r.o., Pelhrimov, Tschechische Republik, ist auf die Pelhřimovské teplo s.r.o., Praha, Tschechische Republik, verschmolzen. Im Nachgang wurde die Pelhřimovské teplo s.r.o., Praha, Tschechische Republik, in IROMEZ s.r.o., Pelhrimov, Tschechische Republik, umfirmiert. Bei den aufnehmenden Gesellschaften handelt es sich um Konzerngesellschaften. Die Verschmelzungen hatten keine Auswirkungen auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden 100 % der Anteile der TERMIZO a.s., Liberec, Tschechische Republik, erworben. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaft zum Erwerbszeitpunkt werden in der folgenden Tabelle dargestellt. Die Kaufpreisallokation der erworbenen Gesellschaft ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Es können sich bei den nachfolgend aufgeführten Werten noch Änderungen ergeben. Bei der Bewertung der Gesellschaft entstand kein Unterschiedsbetrag. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten betrugen 844 Tsd Euro, welche direkt im Aufwand erfasst wurden. scroll
Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden 74,9 % der Anteile der Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH & Co. KG und der Biomethananlage Klein Wanzleben Verwaltungs GmbH erworben. Die beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden dieser Gesellschaften zum Erwerbszeitpunkt werden in obiger Tabelle dargestellt. Die Kaufpreisallokation der erworbenen Gesellschaft ist derzeit noch nicht abgeschlossen. Es können sich bei den aufgeführten Werten noch Änderungen ergeben. Bei der Bewertung der Gesellschaft entstand ein Unterschiedsbetrag in Höhe von 101 Tsd Euro. Die dem Erwerb direkt zurechenbaren Kosten betrugen 2 Tsd Euro, welche direkt im Aufwand erfasst wurden. Die Kaufpreise für den Erwerb erstmals in der MVV Energie Gruppe konsolidierter Gesellschaften wurde aus flüssigen Mitteln beglichen. Seit ihrer erstmaligen Konsolidierung haben die erworbenen Unternehmen 821 Tsd Euro zum Umsatz und 67 Tsd Euro zum Ergebnis der MVV Energie Gruppe beigetragen. Die Kaufpreisallokation für die Unternehmenserwerbe des Vorjahres wurden im Geschäftsjahr 2010/11 abgeschlossen. Es ergaben sich keine Änderungen bei den im Vorjahresbericht dargestellten Werten. An der A+S Naturenergie GmbH wurden im Geschäftsjahr 2008/09 70 % der Anteile käuflich erworben. Die restlichen 30 % der Anteile werden in zwei weiteren Tranchen im Jahr 2011 und 2012 erworben, wobei der Kaufpreis variabel gestaltet ist. Für diesen Teil des Kaufpreises wurde eine Verbindlichkeit eingestellt. Dementsprechend kann sich der Goodwill für diese Teile zukünftig noch ändern. Die Auswirkungen, welche sich aus der Änderung des Konsolidierungskreises ergeben haben, sind sofern sie eine besondere Bedeutung haben im Anhang der MVV Energie Gruppe vermerkt. Bis auf die MVV Nederland B.V., Amsterdam, MVV ENVIRONMENT DEVONPORT LIMITED, Plymouth, Großbritannien und die Dabit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden haben alle in den Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften einheitlich den 30. September als Bilanzstichtag. Die Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss der MVV Energie Gruppe einbezogenen Unternehmen unterliegen einheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätzen. Bei den Stadtwerken Solingen und Ingolstadt handelt es sich um die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns. Ihre Geschäftsfelder decken sich im Wesentlichen mit denen der MVV Energie AG. Die quotal einbezogene Kielspeicher 103 GmbH & Co. KG, Kiel hat ihr Geschäftsfeld in der Erzeugung und Speicherung von Gas. Die Anteile der Gemeinschaftsunternehmen an der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung der MVV Energie Gruppe zeigen sich wie folgt: scroll
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Im Berichtsjahr wurden folgende Gesellschaften erstmals unter Anwendung der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen:
Die TradeSoft RM GmbH wurde im Geschäftsjahr 2010/11 gegründet, die Fernwärme Rhein Neckar GmbH, wurde in den Vorjahren unter den sonstigen Beteiligungen geführt. Die in den Konzernabschluss der MVV Energie Gruppe zum 30. September 2011 einbezogenen Unternehmen werden in der Anteilsliste in der Anlage zum Anhang dargestellt. KonsolidierungsmethodenDie in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse wurden auf der Grundlage einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 30. September 2011 aufgestellt. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert, das heißt, ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Verbleibt ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts - oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Bei der Entkonsolidierung wird der verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert bei der Berücksichtigung des Veräußerungserfolgs einbezogen. Sofern passive Unterschiedsbeträge entstehen, werden diese nach nochmaliger Überprüfung der Kaufpreisallokation unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Minderheitenanteile stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Minderheitenanteile werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Bilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Wenn nach IFRS-Grundsätzen das Kapital nicht als Eigenkapital qualifiziert wird, erfolgt ein Ausweis der erworbenen Minderheiten als Fremdkapital. Die Bewertung dieses Fremdkapitals erfolgt nach den festgelegten vertraglichen Bestimmungen. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden, soweit wesentlich, eliminiert. Die Quotenkonsolidierung der Gemeinschaftsunternehmen erfolgt nach den gleichen Grundsätzen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode konsolidiert. Anteile an Unternehmen, für die kein Einbezug im Rahmen der Voll-, Quoten- oder der At-Equity-Methode erfolgt, werden gemäß IAS 39 bilanziert. WährungsumrechnungBei den einbezogenen Gesellschaften werden Transaktionen in fremder Währung zu dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Kassakurs erfasst. An jedem Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, die Währungsumrechnung zum Stichtagskurs. Daraus resultierende Kursgewinne und -verluste werden unmittelbar ergebniswirksam unter den Positionen sonstige betriebliche Erträge beziehungsweise sonstige betriebliche Aufwendungen erfasst. Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung auf Grundlage der modifizierten Stichtagsmethode in Euro (Berichtswährung des Konzerns) umgerechnet. Die funktionale Währung ist bei allen betroffenen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da sie ihre Geschäfte als finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständige Teileinheiten des Konzerns in ihrer Landeswährung betreiben. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden von der jeweiligen Landeswährung in Euro erfolgt zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurse). Die Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsdifferenzen aus abweichenden Umrechnungskursen zwischen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen (Unterschiedsbetrag aus der Währungsumrechnung) ausgewiesen. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: scroll
Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeGrundsätzlich erfolgt die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs - beziehungsweise Herstellungskosten, sofern nicht IAS 39 für bestimmte finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden sowie derivative Finanzinstrumente eine Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten fordert und diese verlässlich ermittelbar sind. Im Falle langfristiger Forderungen und Schulden erfolgt der Ausweis mit dem Barwert. Sofern die Voraussetzungen vorliegen, werden Vermögenswerte und Schulden saldiert. Bei Vermögenswerten und Schulden, bei denen sich der Handelstag und der Tag der finanziellen Abwicklung unterscheiden, erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag . Aufwendungen und Erträge, die aus Vermögenswerten und Schulden abgeleitet werden, werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Bilanzposten im Betriebs- oder Finanzergebnis erfasst, gegebenenfalls erfolgt eine periodengerechte Abgrenzung. Verlangen die internationalen Rechnungslegungsvorschriften eine direkte Erfassung im Eigenkapital, so erfolgt diese und ist im Eigenkapitalspiegel gesondert erläutert. Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt, die für die Aufstellung des Konzernabschlusses der MVV Energie Gruppe angewendet wurden. Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte wurden im Wesentlichen entgeltlich erworben und sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Entsprechend ihrem Nutzungsverlauf werden sie mit Ausnahme von Geschäfts - oder Firmenwerten um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer als unbestimmbar eingeschätzt wurde, bestehen nicht. CO2-Emissionszertifikate mit einer Haltedauer von über einem Jahr, die im Konzern der MVV Energie Gruppe zugekauft werden müssen, werden als immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten, unentgeltlich zugeteilte Rechte mit 0 Euro bilanziert. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und die eigene Nutzung oder Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzung für eine Aktivierung ist, dass den Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse folgen. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über den geschätzten Verkaufszeitraum der Produkte abgeschrieben. Forschungskosten sind nicht aktivierungsfähig und werden in der Periode ihrer Entstehung sofort als Aufwand erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairment-Test) unterzogen. Hierfür werden für die Geschäfts- oder Firmenwerte Zahlungsmittel generierende Einheiten auf Ebene der rechtlichen Teilkonzerne gebildet, die aus geographisch oder sachlich zusammengehörigen rechtlichen Einheiten bestehen. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich ratierlicher Abschreibungen für den Werteverzehr der Anlagen. Bei selbsterstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten anhand der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessenen direkt zurechenbaren Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, wenn sie unmittelbar dem Erwerb oder der Herstellung eines Vermögenswerts zugeordnet werden können, bei dem ein beträchtlicher Zeitraum erforderlich ist, um ihn in seinen beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand zu versetzen. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten wurden um erhaltene öffentliche Zuschüsse (Investitionszuschüsse) sowie um die Kundenzahlungen für Bau- und Hausanschlusskosten bei Neuanschlüssen oder Anschlusserweiterungen gekürzt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass zum einen die Zuwendungen gewährt werden und zum anderen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind. Es liegen ausschließlich vermögenswertbezogene Zuwendungen vor. Diese Zuschüsse werden im Anlagenspiegel offen von den Investitionen abgesetzt. Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens wurden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: scroll
Als Finanzinvestitionen gehaltene ImmobilienUnter den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden Immobilien ausgewiesen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht im Rahmen des Betriebszweckes eingesetzt werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Die ausgewiesenen Immobilien werden über einen Zeitraum von 25 bis 33 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die Marktwerte regelmäßig durch unabhängige Gutachten ermittelt, die auf international anerkannten Methoden basieren. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen ImmobilienAn jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine Wertminderung hindeuten. Bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird ein Werthaltigkeitstest nach IAS 36 durchgeführt. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird der Werthaltigkeitstest jährlich durchgeführt. Wenn der Buchwert eines Vermögenswerts über seinem erzielbaren Betrag (dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Nutzungswert) liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die bestmögliche Schätzung des erzielbaren Betrags wider. Die erzielbaren Beträge sind für jeden Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, der Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig sind. In diesem Fall ist der Betrag anzusetzen, für den ein unabhängiger Dritter die Zahlungsmittel generierende Einheit am Bilanzstichtag erwerben würde. Die Zeit-/Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden anhand von Cashflow-Planungen ermittelt, die von den Management- und Aufsichtsorganen der MVV Energie AG genehmigt wurden. Grundlage der Cashflow-Planungen sind die Erfahrungen und Ergebnisse vergangener Geschäftsjahre sowie Erwartungen über zukünftige Marktentwicklungen. Die Cashflow-Planungen basieren auf der erwarteten Entwicklung der aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Die Prämissen zur Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohöl, Erdgas und Kohle, die Strom- und Gaspreise auf den Großhandels- und Endverbrauchermärkten sowie die Entwicklung der Marktanteile und die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen stellen die Schlüsselannahmen der Planung dar. Die Cashflow -Planungen umfassen einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren. Für die darüber hinausgehenden Geschäftsjahre erfolgt eine Fortschreibung der Ergebnisse, ausgehend vom letzten Jahr des Detailplanungszeitraums. Hierbei werden die aktuellen geschätzten Wachstumsraten verwendet. Die Wachstumsraten entsprechen den langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten auf den Märkten, auf denen die Unternehmen tätig sind. Sie stimmen mit den aus externen Informationsquellen zu entnehmenden Markterwartungen überein. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert in den folgenden Perioden übersteigt. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten werden keine Zuschreibungen vorgenommen. Übersteigt der Buchwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf wird durch anteilige Reduzierung der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheit berücksichtigt. Die MVV Energie Gruppe least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen die MVV Energie Gruppe die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe werden Leasingverbindlichkeiten unter den lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeiten konstant verzinst werden. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Assoziierte UnternehmenAssoziierte Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Diese werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden entsprechend dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht oder vermindert. Ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert wird im Beteiligungsansatz ausgewiesen und nicht separat gezeigt. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Übrige FinanzanlagenUnter den übrigen Finanzanlagen werden Ausleihungen, Leasingforderungen, Wertpapiere, sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen ausgewiesen. Sie werden wie folgt bewertet und kategorisiert: Die enthaltenen Ausleihungen werden als Kredite und Forderungen, Leasingforderungen unter Leasing kategorisiert. Ihre Wertansätze erfolgen zu fortgeführten Anschaffungskosten gegebenenfalls reduziert um Wertminderungen. Ebenfalls in die übrigen Finanzanlagen werden sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, welche zur Veräußerung verfügbar sind, eingeordnet. Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls um Wertminderungen aufgrund von gesunkenen erwarteten Cashflows oder vorhandenen Ausfallrisiken korrigiert. Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden als Forderung in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen (Nettoinvestitionswert) bilanziert. Wertpapiere werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen werden im Beteiligungsergebnis beziehungsweise im Finanzergebnis erfasst. Forderungen und sonstige VermögenswerteDie Forderungen und sonstigen Vermögenswerte umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie die Steuerforderungen. Diese werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Erstbewertung erfolgt zum Handelstag. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am erwarteten Ausfallrisiko. Forderungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten werden zudem die kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen ausgewiesen. Die Bewertung der kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen folgt konzeptionell der Bewertung der jeweiligen langfristigen Anteile, die unter den Finanzanlagen erläutert wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten einen Abgrenzungsbetrag für die am Bilanzstichtag noch nicht abgelesenen und nicht abgerechneten Energie- und Wasserverkäufe. Abschlagszahlungen, die auf Basis der jährlichen Verbrauchsabrechnung geleistet werden, sind bei den Forderungen gekürzt. Die Kundenforderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Am Bilanzstichtag bestehende Ausfallrisiken sind durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen werden ausgebucht, sobald sie als uneinbringlich gelten. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den jeweiligen Zeitwerten. CO2-Emissionszertifikate mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, die in der MVV Energie Gruppe zugekauft oder getauscht werden müssen, werden als sonstige Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten, unentgeltlich zugeteilte Rechte mit 0 Euro bilanziert. Kundenspezifische FertigungsaufträgeKundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt bilanziert. Dabei werden anteilige Umsatzerlöse und die angefallenen Umsatzkosten, basierend auf mit Kunden geschlossenen Verträgen, entsprechend dem am Bilanzstichtag erreichten Leistungsfortschritt ausgewiesen, sobald das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen ist. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Projektkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten des Projekts ermittelt. In der Bilanz werden die nach ihrem Leistungsfortschritt erfassten Umsätze nach Abzug erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragsverluste werden sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst, sobald diese erwartet werden. VorräteDie Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beziehungsweise unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen sowie hierauf geleistete Anzahlungen. Sie sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung und umfassen somit die produktionsbezogenen Vollkosten. Risiken aus einer geminderten Verwertbarkeit wird mittels angemessener Abschläge Rechnung getragen. Flüssige MittelFlüssige Mittel umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als drei Monaten. Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte beziehungsweise SchuldenAls „Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte“ werden Vermögenswerte ausgewiesen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten oder um Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, werden als „Zur Veräußerung gehaltene Schulden“ gesondert ausgewiesen. Soweit nicht die jeweils besonderen Standards anzuwenden sind, werden zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Sie werden mit ihrem um voraussichtliche Veräußerungskosten verminderten Zeitwert bewertet, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung bestimmter Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zur endgültigen Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Latente SteuernLatente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz der Einzelgesellschaften gebildet, die sich aufgrund der steuerlichen Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einerseits und der externen Rechnungslegung gemäß IFRS andererseits sowie aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen ergeben. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf Steuerminderungsansprüche berücksichtigt, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben. Eine Aktivierung erfolgt, wenn aufgrund vorliegender Planungen die Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge mit ausreichender Sicherheit gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Organisationseinheiten zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Berechnung der latenten Steuern in Deutschland wird ein Steuersatz von 30 % (Vorjahr 30 %) herangezogen. Er ergibt sich dabei aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 14 % (Vorjahr 14 %). Für ausländische Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis – soweit die Voraussetzungen des IAS 12 gegeben sind – saldiert. RückstellungenRückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Rückstellungen, denen eine große Zahl gleichartiger Ereignisse zugrunde liegt, werden mit dem Erwartungswert der möglichen Ergebnisse bilanziert. Alle langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Diese Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt (Projected-Unit-Credit-Methode). Dieses Verfahren berücksichtigt neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch zukünftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen. Bei der Berechnung fanden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Da der Konzern über kein Planvermögen verfügt, sind Pensionsverpflichtungen in voller Höhe durch Rückstellungen gedeckt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, welche sich aus Änderungen der Berechnungsannahmen ergeben, werden, soweit sie 10 % des Verpflichtungsumfangs überschreiten, über die durchschnittliche Restlebensarbeitszeit der berechtigten Mitarbeiter erfolgswirksam erfasst. Die wesentlichen Parameter für die Berechnung der leistungsorientierten Pläne zum 30. September 2011 sind: scroll
Die Altersversorgung für die Mitarbeiter der MVV Energie Gruppe ist unternehmensspezifisch weitgehend tarifvertraglich geregelt. Hieraus resultieren mittelbare Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, die fast ausschließlich über kommunale Zusatzversorgungskassen (ZVK) abgesichert sind. Hierfür werden Umlagen für die Ruhestandszeiten entrichtet. Die in diesem Zusammenhang gezahlten Beträge dienen der Finanzierung der laufenden Versorgungsleistungen. Gemäß den Regelungen der IFRS handelt es sich bei dieser Form der Altersvorsorge um einen leistungsorientierten Plan („defined benefit plan“), da die individuellen Versorgungsleistungen der ZVK an frühere Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen nicht von eingezahlten Beiträgen abhängen. Da zudem in der ZVK Mitarbeiter mehrerer Mitgliedsunternehmen versichert sind, gilt diese Form der Altersvorsorge als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber („multi-employer plan“), für den besondere Vorschriften anzuwenden sind. Aufgrund der Umverteilungen der Leistungen der ZVK auf die an ihr beteiligten Unternehmen und unzureichender Daten über die Altersstruktur, die Fluktuation und die Gehälter dieser Mitarbeiter liegen keine Informationen über den auf die MVV Energie Gruppe entfallenden Teil der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (wirtschaftliche Verpflichtung) vor. Somit ist eine Rückstellungsbildung nach IFRS nicht zulässig und die Behandlung erfolgt wie bei einem beitragsorientierten Plan („defined contribution plan“). VerbindlichkeitenNach ihrem erstmaligen Ansatz sind Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Andere Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. In der Position „Finanzschulden“ wird unter anderem der Barwert der Zahlungsverpflichtungen aufgrund von Stillhalterverpflichtungen ausgewiesen („puttable instruments“). Nach den Regeln des IAS 32 begründen Verträge, die zum Kauf von Eigenkapitalinstrumenten verpflichten, eine finanzielle Verbindlichkeit in Höhe des Barwerts des Kaufpreises; unabhängig davon, ob diese Verpflichtung nur bei Ausübung eines Optionsrechts durch den Vertragspartner zu erfüllen ist und von der Wahrscheinlichkeit einer Ausübung. Dementsprechend erfolgt der Ausweis von Minderheitsanteilen entsprechend der vertraglichen Vereinbarung unter den kurz- oder langfristigen Schulden. Die Bewertung dieser finanziellen Verpflichtungen erfolgt nach den Regelungen von IAS 39 zum Zeitwert. Die Differenz zwischen dem Ausübungspreis und dem Buchwert der Minderheitsanteile wird als von künftigen Ereignissen abhängige Kaufpreisverpflichtung in analoger Anwendung der Regelungen zur Abbildung von Unternehmenszusammenschlüssen behandelt, soweit keine anderen vertraglich geregelten Vereinbarungen anzuwenden sind. Die ausgeschütteten Ergebnisse an die Minderheitsgesellschafter sowie die Veränderungen des Barwerts der möglichen Zahlungsverpflichtungen werden als Finanzaufwendungen ausgewiesen. Eventualschulden und finanzielle VerpflichtungenEventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nicht erfasst. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Derivative FinanzinstrumenteDerivative Finanzinstrumente werden erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert bilanziert und unter den Vermögenswerten oder Verbindlichkeiten ausgewiesen. Zu den derivativen Finanzinstrumenten gehören Zins- und Währungs-Derivate sowie Commodity-Derivate im Wesentlichen über Strom, Gas und Kohle. Die Wertansätze werden vom Markt abgeleitet oder anhand anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt (Barwertmethode oder Optionspreismodelle unter Zugrundelegung aktueller Marktparameter). Eine Erfassung der Wertänderungen der derivativen Finanzinstrumente erfolgt direkt im Eigenkapital unter Marktbewertung von Finanzinstrumenten, wenn diese der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme dienen und mit diesen in einem Sicherungszusammenhang stehen sowie die Voraussetzungen des Hedge Accountings gemäß IAS 39 erfüllen. Die übrigen Wertänderungen werden als Ertrag beziehungsweise Aufwand in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen erfasst. Cashflow Hedges dienen der Absicherung gegen das Risiko, dass zukünftige Zahlungsströme, die mit einem bilanzierten Vermögenswert beziehungsweise einer bilanzierten Schuld oder einer mit hoher Wahrscheinlichkeit eintretenden geplanten Transaktion verbunden sind, schwanken. Liegt ein Cashflow Hedge vor, werden die unrealisierten Gewinne und Verluste der Sicherungsgeschäfte zunächst im Eigenkapital unter der Marktbewertung von Finanzinstrumenten erfasst. Sie werden erst dann in der Gewinn- und Verlustrechnung gebucht, wenn das abgesicherte Grundgeschäft erfolgswirksam wird, und kompensieren dort die Auswirkungen des Grundgeschäfts. In IAS 39 sind Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften festgeschrieben. Insbesondere müssen die Sicherungsbeziehungen ausführlich dokumentiert und effektiv sein. Das heißt die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts müssen sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Nur der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung darf erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen bilanziert werden. Der ineffektive Teil einer Sicherungsbeziehung wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Von der Fair-Value-Option wird im Konzern kein Gebrauch gemacht. BewertungsunsicherheitenBei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Darüber hinaus erfordert die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS, dass Annahmen und Schätzungen gemacht werden, die sich auf die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie die Angabe der Eventualschulden auswirken können. Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAus Ermessensausübungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich keine erheblichen Auswirkungen auf die Wertansätze der im Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden. Unsicherheiten bei der SchätzungIm Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten erläutert, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden sowie der Nutzungsdauer der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Dies gilt in gleicher Weise für die Ermittlung von Wertminderungen von Vermögenswerten. Die MVV Energie Gruppe überprüft mindestens einmal jährlich oder wenn Sachverhalte oder Änderungen der Umstände darauf hindeuten, dass der Buchwert gemindert sein könnte, oder ob der Geschäfts- oder Firmenwert wertgemindert ist. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss die MVV Energie Gruppe die voraussichtlich künftigen Zahlungsmittelüberschüsse aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert der Cashflows zu ermitteln. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag oder zum relevanten unterjährigen Stichtag, zu welchem die anlassbezogene Wertminderung erforderlich wird. Abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können zu Unterschieden zwischen den Schätzwerten und den tatsächlichen Werten führen. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts entsprechend angepasst. Weitere Einzelheiten hierzu sind unter Textziffer 15 zu finden. Annahmen sind des Weiteren zu treffen bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern. Insbesondere spielt bei der Beurteilung, ob aktive latente Steuern genutzt werden können, die Möglichkeit der zukünftigen Erzielung entsprechender steuerpflichtiger Einkommen eine wesentliche Rolle. Bei der Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen insbesondere der Abzinsungsfaktor, biometrische Wahrscheinlichkeiten sowie Trendannahmen wesentliche Schätzgrößen dar. Abweichende Entwicklungen dieser Schätzgrößen können zu Unterschieden zwischen dem bilanzierten Wert und den tatsächlich im Zeitablauf entstehenden Verpflichtungen führen. Da versicherungsmathematische Gewinne und Verluste nur dann erfasst werden, wenn sie 10 % des höheren Betrags aus dem Verpflichtungsumfang und dem Zeitwert des Planvermögens übersteigen, haben Änderungen des Abzinsungsfaktors in der MVV Energie Gruppe in der Regel keine wesentlichen Auswirkungen auf den Buchwert der Rückstellungen im nächsten Geschäftsjahr. Die Bewertung von Umsätzen und Materialaufwendungen unterliegt insofern Schätzungen, dass zum Stichtag Verbrauchsabgrenzungen für bereits entstandene und noch nicht fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen wurden. Abfindungsverbindlichkeiten für Personengesellschaften werden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser wird ermittelt, indem eine Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung der aktuellen Planung und der Zinsstrukturkurve berechnet wird. Grundsätzlich werden bei diesen Bewertungsunsicherheiten die bestmöglichen Erkenntnisse bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag herangezogen. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit diesen Unsicherheiten behafteten Buchwerte sind aus der Bilanz beziehungsweise den entsprechenden Erläuterungen im Anhang zu entnehmen. Zum Aufstellungszeitpunkt des Konzernabschlusses ist nicht von wesentlichen Änderungen der Bilanzierung und Bewertung zugrunde gelegten Annahmen auszugehen. Insofern sind aus gegenwärtiger Sicht keine nennenswerten Anpassungen der Annahmen und Schätzungen oder der Buchwerte der betroffenen Vermögenswerte und Schulden im Geschäftsjahr 2011/12 zu erwarten. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 Umsatzerlöse nach Strom- und ErdgassteuerDie Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Sie werden beim Übergang der maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Kunden beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst, sofern der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann. Hinsichtlich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse aus den einzelnen Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung unter Textziffer 36. 2 Aktivierte EigenleistungenDie aktivierten Eigenleistungen betreffen insbesondere den Bau und die Erweiterung von Versorgungsnetzen und Kraftwerksanlagen. 3 Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten positive Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Erträgen stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus Emissionsrechten stehen sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber, die diesen Effekt kompensieren. Diese entstehen durch den Verkauf von Emissionszertifikaten, die über den Anschaffungskosten liegen, oder durch den Abschluss von derivativen Tauschgeschäften. Die geringeren Erträge aus Geschäftsbesorgung und Personalgestellung resultieren aus gesunkenen Dienstleistungsvolumen. 4 Materialaufwandscroll
Im Zuge des neuen Steuerungsansatzes weisen wir im Geschäftsjahr 2010/11 die Konzessionsabgabe im Materialaufwand aus und nicht wie in Vorjahren unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Somit weicht der im Vorjahr ausgewiesene Materialaufwand um 56 221 Tsd Euro ab. Im Materialaufwand sind Wertminderungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 24 Tsd Euro (Vorjahr 250 Tsd Euro) enthalten. Wertaufholungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind aufgrund eines Anstiegs des Nettoveräußerungspreises mit 11 Tsd Euro (Vorjahr 60 Tsd Euro) enthalten. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben, Fremdleistungen für den Betrieb und die Instandhaltung von Anlagen sowie Personalgestellung enthalten. Der Anstieg des Materialaufwands resultiert in erster Linie aus der mengen- und preisbedingten Zunahme des Geschäftsvolumens und dem damit verbundenen Anstieg der Energiebezugskosten. 5 Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt waren 5 912 Mitarbeiter (Vorjahr 6 028) in der MVV Energie Gruppe beschäftigt. In diesem Personalstand sind 359 Auszubildende enthalten (Vorjahr 404). Hiervon sind 676 Mitarbeiter (Vorjahr 681) in den Gemeinschaftsunternehmen beschäftigt. Im Berichtsjahr ist die Zahl unserer Beschäftigten planmäßig um 112 Personen zurückgegangen. 6 Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Im Zuge des neuen Steuerungsansatzes weisen wir im Geschäftsjahr 2010/11 die Konzessionsabgabe im Materialaufwand aus und nicht wie in Vorjahren unter den sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Somit weichen die im Vorjahresbericht ausgewiesenen sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 56 221 Tsd Euro ab. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten negative Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Aufwendungen stehen sonstige betriebliche Erträge gegenüber, die diesen Effekt kompensieren. Den sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus Emissionsrechten stehen sonstige betriebliche Erträge gegenüber, die diesen Effekt teilweise kompensieren. Diese entstehen durch den Verkauf von Emissionszertifikaten unter den Anschaffungskosten oder durch den Abschluss von derivativen Tauschgeschäften. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen aus Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsausfällen resultiert aus Verschlechterung der Altersstruktur in Teilbereichen des Forderungsbestands. 7 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnisscroll
8 Abschreibungenscroll
Die außerplanmäßigen Abschreibungen betrafen im Wesentlichen Marktwertanpassungen von Gebäuden in Höhe von 3 213 Tsd Euro (Vorjahr 7 194 Tsd Euro), von technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 1 322 Tsd Euro (Vorjahr 10 702 Tsd Euro) sowie von Betriebs- und Geschäftsausstattung in Höhe von 100 Tsd Euro (Vorjahr 80 Tsd Euro). Ursache hierfür waren Anpassungen an die gegebenen Marktbedingungen beziehungsweise gesunkene Ertragserwartungen aus der zukünftigen Nutzung. 9 Abschreibungen Geschäfts- oder FirmenwerteIm Geschäftsjahr 2010/11 wurden keine Abschreibungen auf Geschäfts- oder Firmenwerte gebildet. Für die Berechnung des Impairment Tests wurden Kapitalkosten nach Steuern in Höhe von 5,34 % (Vorjahr 5,55 %) zugrunde gelegt. 10 RestrukturierungsaufwandIm Rahmen des Projektes „Einmal Gemeinsam“ hat die MVV Energie Gruppe ihren Steuerungsansatz weiterentwickelt und deutliche Kostensenkungsmaßnahmen identifiziert und verabschiedet. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2010/11 wurde hierfür ein Restrukturierungsplan erarbeitet und genehmigt. Die Aufwendungen für Restrukturierungen im Geschäftsjahr 2010/11 beliefen sich auf 30 926 Tsd Euro und entfielen im Wesentlichen auf die Bildung von Restrukturierungsrückstellungen zum sozialverträglichen Personalabbau. Ein weiterer Anteil entfiel auf Restrukturierungsrückstellungen im Sachkostenbereich. Zur Transparenzerhöhung werden sie in einem gesonderten Posten innerhalb des operativen Ergebnisses ausgewiesen. Im steuerungsrelevanten Adjusted EBIT werden diese Aufwendungen nicht berücksichtigt und haben somit hier keinen operativen Ergebniseffekt. 11 Finanzerträgescroll
12 Finanzaufwendungenscroll
Mit Ablauf des 6. November 2010 endete der vertraglich vereinbarte Zeitraum, in dem die Stadt Kiel ihren Anteil an den Stadtwerken Kiel AG in Höhe von 49 % der MVV Energie AG zum Kauf andienen konnte (Put-Option). Der Anteil an der Dividendenausschüttung an die Stadt Kiel in Höhe von 12 740 Tsd Euro wurde im Geschäftsjahr 2010/11 erstmals unter den Dividendenausschüttungen bei den Anteilen anderer Gesellschafter ausgewiesen. Im Vorjahr wurde dieser Sachverhalt als Zinsaufwand (9 611 Tsd Euro) behandelt. Weitere Erläuterungen sind unter Textziffer 25 ersichtlich. 13 Ertragsteuernscroll
Der laufende Steueraufwand enthält die zu leistende Gewerbe- und Körperschaftsteuer (inkl. Solidaritätszuschlag) sowie ausländische Ertragsteuern. Der latente Steueraufwand ist in Höhe von 2 379 Tsd Euro (Vorjahr 16 517 Tsd Euro) auf das Entstehen beziehungsweise die Umkehrung temporärer Unterschiede zurückzuführen. Die Differenz zum gesamten latenten Steueraufwand basiert auf einem Steuerertrag in Höhe von 549 Tsd Euro, der aus der Veränderung der Wertberichtung für Verlustvorträge sowie aus der erfolgswirksamen Nutzung von Verlustvorträgen resultiert. Der tatsächliche Steueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste um 264 Tsd Euro (Vorjahr 464 Tsd Euro) gemindert. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand: scroll
14 Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG und Ergebnis je Aktiescroll
Die auf den Namen lautenden Stückaktien der MVV Energie AG belaufen sich auf 65 906 796 Stück. Die Berechnung des gewichteten Jahresdurchschnitts erfolgte taggenau. Die Dividende des Geschäftsjahres 2010/11 entspricht dem Vorschlag des Vorstands und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung am 16. März 2012. Es soll demnach eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet werden. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2009/10 wurde von der Hauptversammlung am 18. März 2011 angenommen. Es wurde eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet. Da zum Bilanzstichtag keine Optionsrechte auf Aktien der MVV Energie AG vorliegen, sind keine Verwässerungseffekte zu berücksichtigen. Erläuterungen zur Bilanz15 Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte beinhalten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, Geschäfts- oder Firmenwerte sowie geleistete Anzahlungen. Die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten waren im Geschäftsjahr 2010/11 nicht erfüllt. Diese werden somit ebenso wie die angefallenen Forschungsaufwendungen in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nach IFRS qualifizierenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belief sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf 5 184 Tsd Euro (Vorjahr 3 007 Tsd Euro). Die Forschungs- und Entwicklungskosten entstehen hauptsächlich aufgrund von Aktivitäten zur ständigen Verbesserung der Arbeitsprozesse, der Produktentwicklung sowie der technischen Weiterentwicklung. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte setzen sich aus Software und vertraglich vereinbarten Zuschüssen an Kunden und Lieferanten zusammen. Die Nutzungsdauer orientiert sich an wirtschaftlichen Aspekten oder vertraglichen Gegebenheiten und liegt zwischen 3 und 50 Jahren. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Für den im Geschäftsjahr 2010/11 durchgeführten Werthaltigkeitstest wurden in den Planungsrechnungen Wachstumsraten von 0,5 % verwendet. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrags / Nutzungswerts wurden die erwarteten Cashflows der Beteiligungen mit Diskontierungszinssätzen (gewichteten Kapitalkosten) von durchschnittlich 7,7 % (Vorjahr 7,9 %) vor Steuern abgezinst. Die Ermittlung der Diskontierungszinssätze erfolgt auf Basis von verfügbaren Marktdaten. Der Planungszeitraum der zu Grunde gelegten Cashflows liegt zwischen 3 und 5 Jahren. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Zur Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Die Zahlungsmittel generierende Einheit entspricht im Wesentlichen rechtlichen Teilkonzernen. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- und Firmenwerte vorgenommen. Mit der Aufnahme der Biomethananlage Klein Wanzleben in den Konsolidierungskreis der MVV Energie Gruppe entstand ein Firmenwert in Höhe von 101 Tsd Euro. Darüber hinaus sind im Teilkonzern MVV Tschechien Währungsumrechnungseffekte in Höhe von 79 Tsd Euro zu verzeichnen. scroll
Im Geschäftsjahr 2009/10 wurden die außerplanmäßigen Abschreibungen durch Asset- und Goodwill Impairments im Teilkonzern Energiedienstleistungen gebildet. 16 Sachanlagenscroll
Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen im Wesentlichen Impairments auf Grundstücke und Gebäude sowie auf technische Anlagen und Maschinen. Ursache hierfür waren Anpassungen an die gegebenen Marktbedingungen beziehungsweise gesunkene Ertragserwartungen aus der zukünftigen Nutzung. Im Geschäftsjahr 2010/11 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 1 076 Tsd Euro (Vorjahr 2 557 Tsd Euro) aktiviert. Der dabei zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz reichte von 1,75 % bis 4,37 % (Vorjahr von 3,48 % bis 5,13 %). Die gemieteten oder geleasten Sachanlagen, bei denen das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der Vertragsgestaltung bei der MVV Energie Gruppe liegt, sind von untergeordneter Bedeutung. Sachanlagen bis zu einem Gegenwert von 167 Mio Euro (im Vorjahr 119 Mio Euro) wurden als Sicherheiten für Finanzschulden begeben. Im Wesentlichen handelt es sich hierbei um Grundstücke und Gebäude. Im Geschäftsjahr 2010/11wurden unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 8 469 Tsd Euro für die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth, Großbritannien geleistet. 17 Als Finanzinvestitionen gehaltene ImmobilienDer beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestition gehaltenen Immobilien wurde auf der Grundlage der von unabhängigen Gutachtern durchgeführten Bewertungen zum 30. September 2010 bestimmt und beträgt in Summe 7 220 Tsd Euro. Sofern sich keine Anhaltspunkte auf eine Wertminderung ergeben, werden erneute Gutachten zum 30. September 2013 angefordert. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 665 Tsd Euro (Vorjahr 659 Tsd Euro). Die direkten betrieblichen Aufwendungen (ohne planmäßige Abschreibungen) betrugen 116 Tsd Euro (Vorjahr 137 Tsd Euro). Im Vergleich zum Vorjahr ergibt sich eine Veränderungen im Bestand der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien von 78 Tsd Euro, die aus einer Nachaktivierung resultiert. Bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelt es sich um ein Altenheim in Solingen und ein vermietetes Wohn- und Geschäftshaus in Köthen. scroll
18 Assoziierte UnternehmenDie in der Umbuchung dargestellten assoziierten Unternehmen wurden wie im Vorjahr von den übrigen Finanzanlagen zu den assoziierten Unternehmen umgegliedert. Die folgenden Übersichten zeigen die Buchwertentwicklung sowie die wesentlichen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der assoziierten Unternehmen. scroll
Die assoziierten Unternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse und Jahresüberschuss. scroll
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Die von der MVV Energie Gruppe vereinnahmten Beteiligungserträge dieser assoziierten Unternehmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2010/11 auf 7 415 Tsd Euro (Vorjahr 14 135 Tsd Euro). Unser Anteil an den Eventualverbindlichkeiten At-Equity bewerteter Unternehmen beträgt 1 264 Tsd Euro (Vorjahr 916 Tsd Euro). Die einbezogenen assoziierten Unternehmen haben bis auf die Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker und der Nordland Energie GmbH, Kiel, ein abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31. Dezember, die Ergebnisse für die At-Equity Beteiligungen werden entsprechend übergeleitet. Öffentlich notierte Marktpreise liegen wie im Vorjahr nicht vor. Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen wie im Vorjahr nicht vor. 19 Übrige FinanzanlagenDie übrigen Finanzanlagen enthalten sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, sonstige Beteiligungen, allgemeine Ausleihungen sowie Ausleihungen aus Finanzierungsleasing und Wertpapiere. Die Wertminderungen sowie die Entwicklung der übrigen Finanzanlagen sind im nachfolgenden Spiegel und aus den Positionen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnis (Textziffer 7) beziehungsweise Finanzerträge (Textziffer 11) und Finanzaufwendungen (Textziffer 12) ersichtlich. Die Ausleihungen und Ausleihungen aus Finanzierungsleasing sind fest verzinslich und werden mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 5,1 % (Vorjahr 3,5 %) verzinst. Die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer bei festverzinslichen Ausleihungen beträgt 5 Jahre (Vorjahr 7 Jahre), für Finanzierungsleasing 16 Jahre (Vorjahr 14 Jahre). Die Umbuchungen betreffen im Wesentlichen die fristenkongruente Umgliederung der genannten Positionen in das kurzfristige Finanzvermögen. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35. scroll
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Bei den unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz handelt es sich um aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den MVV Energie Konzernabschluss einbezogene Unternehmen. Der Rückgang bei den sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz ist im Wesentlichen auf die Veränderung des Konsolidierungskreises zurückzuführen, der durch die Erstkonsolidierung der Cerventus Naturenergie GmbH, Offenbach am Main verursacht ist. Die Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Fondsanteilen, die überwiegend zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben gehalten werden. Die übrigen Finanzanlagen beinhalten auch den langfristigen Anteil der Finanzierungsleasingverträge. Die MVV Energie Gruppe ist bei mehreren Contracting-Projekten Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen. Im Rahmen von abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträgen gehen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer über. Der Ansatz des Vermögenswerts erfolgt zum Barwert der Mindestleasingzahlungen. Diese lassen sich wie folgt zu den Bruttoinvestitionen in die Leasingverhältnisse überleiten: scroll
20 Sonstige Forderungen und VermögenswerteIn den nachfolgenden Tabellen werden die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte nach deren Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben. scroll
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Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Zins-, Währungs- und Commodity-Derivate im Wesentlichen über Strom, Gas und Kohle. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35. scroll
Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind unter Textziffer 35 dargestellt. Unter den sonstigen Steuerforderungen sind im Wesentlichen Vorsteuerguthaben enthalten. Im Vorjahr wurden die sonstigen Steuerforderungen unter den Steuerforderungen in Höhe von 26 043 Tsd Euro ausgewiesen. Deren Ausweis erfolgt im laufenden Geschäftsjahr erstmals unter den sonstigen Vermögenswerten. Die Vorjahresvergleichszahl wurde entsprechend angepasst. Des Weiteren wurden zusätzliche Vorsteuerbeträge des Vorjahres in Höhe von 29 634 Tsd Euro von den übrigen sonstigen Vermögenswerten in die sonstigen Steuerforderungen umgegliedert. Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen mit den externen Handelspartnern ausgetauscht. Es handelt sich hierbei um Margins. Zur Verringerung des Kontrahentenrisikos werden mit der EEX (European Energy Exchange) wie auch zum Teil im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen Zahlungen geleistet, die sich in der Position Forderungen aus Sicherheitsleistungen von Energiehandelsgeschäften wiederfinden. Die Forderungen aus Sicherheitsleistungen belaufen sich auf 39 632 Tsd Euro (Vorjahr 68 732 Tsd Euro). Sonstige Forderungen und Vermögenswerte bis zu einem Gegenwert von 8 172 Tsd Euro wurden als Sicherheiten für Finanzschulden begeben (Vorjahr 4 732 Tsd Euro). Die Forderungen und Vermögenswerte aus Contracting-Verträgen ohne Finanzierungsleasing enthalten Investitionen des Dienstleistungssegments, die zur Energieeinsparung bei Kunden führen, wodurch der MVV Energie Gruppe in Zukunft Erträge zufließen. Für nicht wertgeminderte sonstige Forderungen und Vermögenswerte lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Alle vorgenommenen Wertminderungen wurden im Wege der Einzelfallbetrachtung ermittelt und folgten keinem pauschalierten Ansatz. 21 Vorrätescroll
Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen nicht vor (ausgenommen davon Eigentumsvorbehalte). Es wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 24 Tsd Euro (Vorjahr 250 Tsd Euro) erfasst. 22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben Laufzeiten von unter einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten zum 30. September 2011 Forderungen in Höhe von 8 744 Tsd Euro (Vorjahr 9 075 Tsd Euro) aus der Abrechnung von Fertigungsaufträgen nach dem erreichten Leistungsfortschritt. Erhaltene Anzahlungen für diese Projekte in Höhe von 2 853 Tsd Euro (Vorjahr 4 952 Tsd Euro) sind hierbei bereits berücksichtigt. Im Berichtsjahr wurden 2 430 Tsd Euro (Vorjahr 4 430 Tsd Euro) Erlöse aus der Auftragsfertigung erfasst. Die Summe der angefallenen Kosten zum Bilanzstichtag belaufen sich auf 7 810 Tsd Euro (Vorjahr 9 875 Tsd Euro). Aus den Fertigungsaufträgen ergab sich ein Verlust in Höhe von 467 Tsd Euro (Vorjahr: Gewinn von 721 Tsd Euro). Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Textziffer 35 dargestellt. Die Forderungen werden auf der Grundlage des Alters der Forderung wertgemindert. Zusätzlich erfolgt eine Würdigung des Einzelfalls bei großen Forderungen, um den konkreten Wertberichtigungsbedarf zu ermitteln. Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. 23 SteuerforderungenDie Steuerforderungen in Höhe von 6 346 Tsd Euro (Vorjahr 17 968 Tsd Euro) enthalten im Wesentlichen Körperschaftsteuererstattungsansprüche und Kapitalertragsteuererstattungsansprüche, die mit dem Nennwert beziehungsweise soweit erforderlich mit dem Barwert angesetzt sind. Im Vorjahr wurden die sonstigen Steuerforderungen (im Wesentlichen Vorsteuerguthaben) auch hier unter den Steuerforderungen ausgewiesen. Deren Ausweis erfolgt im laufenden Geschäftsjahr unter den sonstigen Vermögenswerten. Die Vorjahresvergleichszahl wurde entsprechend in Höhe von 26 043 Tsd Euro angepasst. 24 Flüssige MittelDie flüssigen Mittel bestehen überwiegend aus Bankguthaben. Hiervon entfallen 4 901 Tsd Euro (Vorjahr 4 478 Tsd Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen. Zahlungsmittel, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen nicht. Bankguthaben werden ausschließlich im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition bei Banken mit zweifelsfreier Bonität unterhalten. Die Verzinsung bewegt sich wie im Vorjahr auf Interbankenniveau. 25 EigenkapitalDie Aufgliederung sowie die Entwicklung des Eigenkapitals sind in der „Eigenkapitalveränderungsrechnung“ dargestellt. Mit Ablauf des 6. November 2010 endete der vertraglich vereinbarte Zeitraum, in dem die Stadt Kiel ihren Anteil an den Stadtwerken Kiel AG in Höhe von 49 % der MVV Energie AG zum Kauf andienen konnte (Put-Option). Im Einklang mit den geltenden International Financial Reporting Standards stellte diese Put-Option eine finanzielle Verpflichtung (Fremdkapital) dar, die bis zum 6. November 2010 in den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen wurde (siehe auch Textziffer 29). Das Auslaufen der Put-Option und der damit verbundene Wegfall der täglich fälligen Kaufpreiszahlung wird wie ein Verkauf von Minderheitsanteilen ohne Beherrschungsverlust behandelt. Der Marktwert der Kaufpreiszahlung in Höhe von 120 578 Tsd Euro wurde daher den Anteilen anderer Gesellschafter zugeführt. Dieser Sachverhalt hatte keine Auswirkung auf den Cashflow der MVV Energie Gruppe. Grundkapital: Das Grundkapital der MVV Energie AG in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien über je 2,56 Euro. Die gesamten auf den Namen lautenden Stückaktien sind voll einbezahlt. Die Stadt Mannheim hielt zum 30. September 2011 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 % und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 15,1 % der Aktien. Die übrigen 18,5 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Genehmigtes Kapital II: Die Hauptversammlung der MVV Energie AG hatte mit Beschluss vom 10. März 2006 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 9. März 2011 einmalig oder mehrmals um insgesamt 3 400 Tsd Euro zu erhöhen, um die Aktien an Arbeitnehmer der MVV Energie AG sowie verbundener Unternehmen auszugeben. Von dieser Ermächtigung machte der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats im Jahr 2006 Gebrauch. Es stand seither noch ein genehmigtes Kapital II von 3 238 Tsd Euro zur Verfügung. Hiervon wurde kein Gebrauch gemacht. Ermächtigung zum Rückerwerb eigener Aktien: Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 16,87 Mio Euro, das sind 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht. Kapitalrücklage: Die Kapitalrücklage betrifft die MVV Energie AG. Hierin sind die nach § 272 HGB aufzunehmenden externen Mittelzuflüsse enthalten. Erwirtschaftetes Eigenkapital: Das erwirtschaftete Eigenkapital umfasst neben den anteiligen Gewinnrücklagen der MVV Energie AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt die kumulierten erfolgsneutralen Veränderungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die im Wesentlichen aus Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 (2008) resultieren sowie Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse und die kumulierten erwirtschafteten Jahresergebnisse. Im Rahmen der Marktbewertung von Finanzinstrumenten wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 17 762 Tsd Euro direkt im Eigenkapital erfasst (im Vorjahr 1 018 Tsd Euro). Gewinnverwendungsvorschlag: Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2010/11 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2010/11 (insgesamt 59 316 116,40 Euro). Die Hauptversammlung entscheidet am 16. März 2012 über die Zahlung der Dividende. 26 Rückstellungenscroll
Die Rückstellungen werden in den Textziffern 27 und 28 eingehend erläutert. 27 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersvorsorge besteht aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Plänen. Im Geschäftsjahr 2010/11 sind Leistungen an die gesetzlichen Rentenversorgungssysteme in Höhe von 25 229 Tsd Euro (Vorjahr 24 650 Tsd Euro) erbracht worden. Als Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme werden die Leistungen an Zusatzversorgungskassen beziehungsweise die gesetzliche Rentenversicherung verstanden. Die Beiträge werden als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Die laufenden Zahlungen an die Zusatzversorgungskasse (ZVK) stellen Aufwendungen des Geschäftsjahrs dar. Die Aufwendungen beliefen sich im abgelaufenen Geschäftsjahr auf 15 542 Tsd Euro (Vorjahr 15 518 Tsd Euro). Die im Rahmen einer Näherungsrechnung nach den Grundlagen der IFRS ermittelten Versorgungsverpflichtungen der ZVK für aktive und ehemalige Mitarbeiter der MVV Energie Gruppe liegen um 272 Mio Euro (Vorjahr 294 Mio Euro) über dem bei der ZVK bilanzierten und anteilig auf die MVV Energie Gruppe entfallenden Deckungskapital (arbeitsrechtliche Verpflichtung). Eine eindeutige Zuordnung des Deckungskapitals zur arbeitsrechtlichen Verpflichtung ist aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung nicht möglich. Die ausgewiesenen Werte entsprechen daher dem wahrscheinlichsten Wert. Darüber hinaus bestehen unmittelbare Pensionsverpflichtungen aufgrund früherer tarifvertraglicher Regelungen (Bemessung nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter) sowie von Einzelzusagen gegenüber Vorstandsmitgliedern. Der Aufwand für diese als leistungsorientierte Pläne ausgestalteten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Der Zinsaufwand für bereits erworbene Versorgungsansprüche ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Finanzaufwendungen (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ausgewiesen. Die übrigen Aufwendungen sind im Personalaufwand ausgewiesen. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Der bilanzierte Wert der Versorgungsansprüche für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen lässt sich zum Barwert der Versorgungsansprüche wie folgt überleiten: scroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen (Prämissenänderungen) des Barwerts der Versorgungsansprüche stellen einen Teil der auf die Versorgungsansprüche entfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des jeweiligen Jahres dar. Für die bestehenden Pensionsverpflichtungen wird für das folgende Geschäftsjahr eine Pensionszahlung in Höhe von 2 158 Tsd Euro prognostiziert. Es wurde kein Planvermögen gebildet. 28 Sonstige Rückstellungenscroll
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Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Ertragsteuern wie die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und die Gewerbeertragsteuer. Die Inanspruchnahme ist im Wesentlichen auf den Abschluss der Betriebsprüfung der Vorjahre zurückzuführen. Rückstellungen für Frühpensionierungen umfassen in erster Linie rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aufgrund von Altersteilzeitregelungen. Die versicherungsmathematischen Annahmen entsprechen denen bei der Bewertung für Pensionen und ähnlichen Rückstellungen. Der Rückgang bei den Rückstellungen für Frühpensionierungen ist auf eine geringere Inanspruchnahme von Altersteilzeitregelungen zurückzuführen. Die Rückstellung für Personalkosten beinhaltet im Wesentlichen Sachverhalte aus tarifvertraglichen Verpflichtungen wie beispielsweise Zuwendungen, Abstandszahlungen, Bonuszahlungen, Deputate, Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter und Jubiläumsleistungen. Die Position „Noch nicht abgerechnete Leistungen“ umfasst vor allem bereits erbrachte, aber noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen Dritter. Die Bewertung erfolgt auf der Basis sachgerechter Schätzungen. In den sonstigen Sachverhalten sind Rückstellungen für Restrukturierung, Energielieferungen sowie für Entsorgungs- und Rückbauverpflichtungen enthalten. Weiterhin umfassen die sonstigen Sachverhalte auch Rückstellungen für Prozessrisiken. Hierbei handelt es sich um mehrere Einzelrisiken, bei denen die Höhe der Inanspruchnahme unsicher ist. Die Bewertung erfolgt ausgehend vom erwarteten Prozessergebnis, das nach den aktuell verfügbaren Informationen die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit besitzt. Wir gehen davon aus, dass die gebildeten Rückstellungen gemäß ihrer Laufzeiteinteilung verbraucht werden. 29 Finanzschuldenscroll
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Die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1 052 Mio Euro (Vorjahr 1 053 Mio Euro) sind mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 4,7 % (Vorjahr 4,2 %), die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 162 Mio Euro (Vorjahr 117 Mio Euro) mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 2,6 % (Vorjahr 2,3 %) zu verzinsen. Bei den festverzinslichen Verbindlichkeiten beträgt die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer acht Jahre (Vorjahr sieben Jahre). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten hat sich die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer von fünf auf drei Jahre verkürzt. Zum 30. September 2011 standen der MVV Energie Gruppe nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von 297 Mio Euro (Vorjahr 360 Mio Euro) zur Verfügung. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der übrigen Finanzschulden entspricht im Wesentlichen den ausgewiesenen Buchwerten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen beziehen sich auf verschiedene technische Anlagen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln. Der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen lässt sich wie folgt auf die Verbindlichkeiten überleiten: scroll
Mit Ablauf des 6. November 2010 endete der vertraglich vereinbarte Zeitraum, in dem die Stadt Kiel ihren Anteil an den Stadtwerken Kiel AG in Höhe von 49 % der MVV Energie AG zum Kauf andienen konnte (Put-Option). Im Einklang mit den geltenden International Financial Reporting Standards stellte diese Put -Option bis zum 6. November 2010 eine finanzielle Verpflichtung (Fremdkapital) dar. Diese wurde bis zum 6. November 2010 zum Marktwert in den kurzfristigen Finanzschulden ausgewiesen. Das Auslaufen der Put -Option und der damit verbundene Wegfall der täglich fälligen Kaufpreiszahlung wird wie ein Verkauf von Minderheitsanteilen ohne Beherrschungsverlust behandelt. Der Marktwert der Kaufpreiszahlung in Höhe von 120 578 Tsd Euro wurde daher den Anteilen anderer Gesellschafter zugeführt. Von den Finanzschulden sind 167 Mio Euro (Vorjahr 119 Mio Euro) durch Verpfändung von Sachanlagen gesichert. 30 Andere VerbindlichkeitenIn den nachfolgenden Tabellen werden die anderen Verbindlichkeiten nach Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben. scroll
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Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Zins-Derivate, Währungs- und Commodity-Derivate auf Strom, Gas und Kohle. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35. scroll
Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen (Margins) mit der EEX ausgetauscht. Daneben wurden zum Teil auch bilaterale Verträge zur Risikoreduzierung eingegangen. Verbindlichkeiten aus Sicherheitsleistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 3 307 Tsd Euro (Vorjahr 12 212 Tsd Euro). Der bedeutendste Anteil des passiven Rechnungsabgrenzungspostens ist ein im Zuge der Übernahme einer Abfallverbrennungsanlage durch die Energieversorgung Offenbach AG erhaltenes vorfälliges Entgelt für die Verbrennung von Abfällen in Höhe von 6 109 Tsd Euro (Vorjahr 8 825 Tsd Euro). Unter den Verbindlichkeiten aus Steuern sind im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten enthalten. Im Vorjahr wurden die Verbindlichkeiten aus Steuern unter den Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen. Deren Ausweis erfolgt im laufenden Geschäftsjahr erstmals unter den anderen Verbindlichkeiten. Die Vorjahresvergleichszahl wurde entsprechend in Höhe von 41 740 Tsd Euro angepasst. 31 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben ausschließlich Laufzeiten von unter einem Jahr. 32 SteuerverbindlichkeitenDie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 489 Tsd Euro (Vorjahr 1 846 Tsd Euro) enthalten im Wesentlichen Ertragssteuerverbindlichkeiten ausländischer Tochterunternehmen. Im Vorjahr wurden die sonstigen Steuerverbindlichkeiten (im Wesentlichen Umsatzsteuerverbindlichkeiten) auch hier unter den Steuerverbindlichkeiten ausgewiesen. Deren Ausweis erfolgt im laufenden Geschäftsjahr unter den sonstigen Verbindlichkeiten. Die Vorjahresvergleichszahl in Höhe von 41 740 Tsd Euro wurde entsprechend angepasst. 33 Latente SteuernDie Steuerabgrenzungen 2010/11 sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen: scroll
Von den oben dargestellten latenten Steuern (netto) entfallen 7 753 Tsd Euro (Vorjahr: 2 418 Tsd Euro) auf langfristige aktive latente Steuern und 122 227 Tsd Euro (Vorjahr: 137 966 Tsd Euro) auf langfristige passive latente Steuern. Für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 28 708 Tsd Euro (Vorjahr 45 608 Tsd Euro) sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 27 802 Tsd Euro (Vorjahr 43 780 Tsd Euro), wurde kein latenter Steueranspruch angesetzt. Auf temporäre Unterschiede aus Beteiligungen zwischen Steuerbilanz und Konzernabschluss wurden in Höhe von 2 533 Tsd Euro (Vorjahr 2 695 Tsd Euro) keine passiven latenten Steuern erfasst, da eine Umkehrung durch Dividendenausschüttungen oder Veräußerung von Gesellschaften in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist. Im Geschäftsjahr 2010/11 werden latente Steuern in Höhe von 8 995 Tsd Euro direkt im Eigenkapital ausgewiesen. Ertragsteuereffekte des sonstigen Ergebnisses, welche im Eigenkapital erfasst wurden: scroll
34 Eventualforderungen, -schulden und finanzielle VerpflichtungenDie nachfolgend aufgeführten Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Aus Bürgschaften bestehen solche Verpflichtungen in Höhe von 6,6 Mio Euro (Vorjahr 113,4 Mio Euro). Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen in der MVV Energie Gruppe für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen belief sich auf 216,9 Mio Euro (Vorjahr 25,0 Mio Euro). Die finanziellen Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen überwiegend Wassernetze, Fuhrpark und IT-Ausstattung. Dabei liegt den Mindestleasingzahlungen folgende Fälligkeitsstruktur zugrunde: scroll
Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating Leasing), erfolgt die Bilanzierung des Leasinggegenstands beim Leasinggeber. Die anfallenden Leasingaufwendungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen einer Bodensanierungsmaßnahme besteht eine Eventualforderung gegenüber dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Mannheim. Die Eventualforderung hat einen Barwert von 2,8 Mio Euro. 35 FinanzinstrumenteDie Finanzinstrumente lassen sich in originäre und derivative Finanzinstrumente untergliedern. Originäre Finanzinstrumente: Als finanzielle Vermögenswerte werden auf der Aktivseite Beteiligungen, Ausleihungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Geldforderungen sowie liquide Mittel ausgewiesen. Die erstmalige Bewertung erfolgt zu Anschaffungskosten. Transaktionskosten werden einbezogen. Im Rahmen der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt für finanzielle Vermögenswerte der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte“ grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts gemäß IAS 39 werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Bei Abgang werden diese erfolgswirksam berücksichtigt. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich geschätzt werden können, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte der Kategorien „Vom Unternehmen ausgereichte Kredite und Forderungen“ sowie „Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente“ erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung, korrigiert um Wertminderungen, Zinsen und Tilgungen. Erkennbare Risiken, insbesondere aufgrund erwarteter Zahlungsausfälle oder verminderter erwarteter Cashflows, werden durch Wertminderungen berücksichtigt. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt direkt im Periodenergebnis. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe, welche die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden geschätzt. Solche Verfahren stützen sich auf kürzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigte Transaktionen, auf den aktuellen Marktwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Instruments, auf die Analyse der diskontierten Zahlungsströme oder auf Optionspreismodelle. Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird, sofern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden beziehungsweise die Verfügungsmacht über den Vermögenswert abgegeben wird. Als finanzielle Verbindlichkeiten werden auf der Passivseite Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden im Wesentlichen zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode, bewertet. Im Falle von Finanzschulden entsprechen die Anschaffungskosten dem Auszahlungsbetrag. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie „erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert“ zuzuordnen, wurde wie im Vorjahr kein Gebrauch gemacht. Derivative Finanzinstrumente:Zu den derivativen Finanzinstrumenten zählen in erster Linie Zins-Derivate, Währungs- und Commodity-Derivate über Strom, Gas und Kohle. Die Commodity-Derivate werden überwiegend physisch erfüllt. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden insbesondere Zins-Swaps eingesetzt. Diese Instrumente sichern Zahlungsströme aus verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten durch Cashflow-Hedge-Accounting. Zur Sicherung von Währungsschwankungen von finanzieller Kohle werden Devisentermingeschäfte auf US-Dollar Basis abgeschlossen. Schwebende Geschäfte zur Marktpreissicherung im Bereich des Energiehandels fallen in den Anwendungsbereich von IAS 39 und müssen als Finanzinstrumente erfasst werden, während die abgesicherten Grundgeschäfte (Vertriebskontrakte) in der Regel nicht unter IAS 39 fallen. Die Bilanzierung nach IAS 39 betrifft insbesondere physisch zu erfüllende Warentermingeschäfte, die im Rahmen der Lastganganpassung wieder veräußert werden müssen. Hierdurch hat sich die Volatilität der Ergebnisse erhöht. Im Rahmen der Begrenzung von Schwankungen zukünftiger Zahlungsströme wird insbesondere im Stromgeschäft in vielen Fällen Cashflow-Hedge-Accounting angewandt. Zum 30. September 2011 sind bestehende Grundgeschäfte in Cashflow Hedges mit Laufzeiten bis zu fünfzehn Jahren (Vorjahr neun Jahren) im Bereich Zinssicherung einbezogen. Im Commodity-Bereich betragen die Laufzeiten geplanter Grundgeschäfte bis zu vier Jahre (Vorjahr bis zu fünf Jahren). Sowohl Zinssicherungsinstrumente als auch Commodity- Derivate bedingen Nettoausgleichszahlungen zu den vertraglich fixierten Terminen, welche im Wesentlichen dem Grundgeschäft entsprechen. Bei den Sicherungsinstrumenten handelt es sich um Swaps, die während der gesamten Vertragslaufzeit Cashflows generieren. Im Geschäftsjahr 2010/11 ist ein Aufwand in Höhe von 17 868 Tsd Euro (Vorjahr 671 Tsd Euro Ertrag) direkt im Eigenkapital erfasst worden. Betrag, der im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings aus dem Eigenkapital erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde: scroll
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge und die darauf entfallenden Umgliederungsbeträge: scroll
Im Geschäftsjahr 2010/11 ergaben sich Erträge in Höhe von 42 Tsd Euro aus dem ineffektiven Teil von Cashflow Hedges (Vorjahr 0 Tsd Euro Ertrag). Die Ergebnisse aus ineffektiven Teilen von Cashflow Hedges werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst. Bei Zinssicherungen erfolgt der Ausweis im sonstigen Zinsergebnis. Die Buchwerte sowie deren Aufteilung auf die Bewertungskategorien nach IAS 39 werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Die dargestellten Klassen orientieren sich dabei an der Bilanz. Um den Anforderungen des IFRS 7 vollumfänglich gerecht zu werden, wurden diese im Geschäftsjahr 2010/11 detaillierter dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden entsprechend angepasst. Im Geschäftsjahr 2010/11 fanden wie im Vorjahr keine Umwidmungen der Bewertungskategorien nach IAS 39 statt. scroll
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Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen deren Marktwerten. Die folgende Tabelle stellt für zum beizulegenden Zeitwert bilanzierte Finanzinstrumente die wesentlichen Parameter dar, auf denen deren Bewertung zum 30. September 2011 basiert. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert: Stufe 1: Bewertung basiert auf an aktiven Märkten notierten und unverändert übernommenen Preisen; Stufe 2: Bewertung basiert auf anderen Faktoren, als denen aus Stufe 1, welche sich aber direkt oder indirekt beobachten lassen; Stufe 3: Bewertung basiert auf am Markt nicht beobachtbaren Faktoren. Anschaffungskosten: Hier sind Finanzinstrumente aufgeführt, die gemäß IAS 39 zu den Anschaffungskosten bewertet werden, da ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz. scroll
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Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3. scroll
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Gewinne und Verluste in der GuV aus Stufe 3 Finanzinstrumenten scroll
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Wertberichtigungen für finanzielle Vermögenswertescroll
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Die Wertberichtigungsverluste der einzelnen Klassen gemäß IFRS 7 betragen im Geschäftsjahr 2010/11 für nicht konsolidierte Beteiligungen 0 Tsd Euro (Vorjahr 8 906 Tsd Euro), für Ausleihungen 0 Tsd Euro (Vorjahr 1 395 Tsd Euro), für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 24 663 Tsd Euro (Vorjahr 15 157 Tsd Euro) und für sonstige betriebliche Vermögenswerte 781 Tsd Euro (Vorjahr 641 Tsd Euro). Nettoergebnis nach BewertungskategorienFinanzinstrumente sind in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen (gemäß IFRS 7) erfasst. Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus nicht zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten sind im Folgenden unter dem Punkt Gesamtzinserträge und -aufwendungen ausgewiesen. scroll
In der Darstellung des Nettoergebnisses sind freistehende Derivate, welche sich in der Bewertungskategorie „Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten“ befinden, berücksichtigt. Das Nettoergebnis der Kategorie „Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten“ stammt im Wesentlichen aus der Marktbewertung nach IAS 39. Das Nettoergebnis der Kategorie „Zur Veräußerung verfügbar“ enthält im Wesentlichen Erträge und Ausschüttungen aus Beteiligungen sowie Abgangserfolge und Wertberichtigungen. Die Nettoergebnisse der Kategorie „Kredite und Forderungen“ stammen zum überwiegenden Teil aus Wertberichtigungen und Zuführungen. Die Gesamteffekte der zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich überwiegend aus den nachfolgend ausgewiesenen Gesamtzinsaufwendungen. Gesamtzinserträge und -aufwendungenscroll
Die Gesamtzinserträge und -aufwendungen resultieren aus finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten, welche nicht zum beizulegenden Zeitwert bewertet sind. Im Finanzergebnis sind zudem auch Zinsanteile aus Rückstellungen enthalten, welche nicht unter die Angabepflichten des IFRS 7 fallen, weswegen die hier veröffentlichten Zahlen von diesem abweichen. Die hier ausgewiesenen Zinserträge stammen hauptsächlich aus Bankguthaben, Tages- und Festgeldanlagen sowie Ausleihungen. Die Zinsaufwendungen resultieren zum Großteil aus Darlehensverpflichtungen. In den Gesamtzinserträgen sind, wie im Vorjahr, keine Zinsen aus bereits wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten enthalten. Finanzierungs- und Preisrisiken:Allgemeine Informationen über Finanzierungs- und Preisrisiken: Die MVV Energie Gruppe ist Marktpreisrisiken durch Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursen sowie sonstigen Preisen ausgesetzt. Auf der Beschaffungs- und Absatzseite bestehen Commodity-Preis-Risiken. Die MVV Energie Gruppe unterliegt darüber hinaus Kreditrisiken, die vor allem aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen. Die Finanzierungsrisiken umfassen Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken sowie Forderungsausfallrisiken und Risiken aus der Nichteinhaltung vereinbarter Kennzahlen („financial covenants“) im Zusammenhang mit der Fremdkapitalaufnahme. Marktpreisrisiken ergeben sich insbesondere aus Preisschwankungen auf den Energiemärkten sowie aus Änderungen der Zinssätze. Seit Beginn der Umsetzung des Projekts zum Bau und Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in der englischen Hafenstadt Plymouth gewinnt das Wechselkursrisiko hinsichtlich des britischen Pfunds für die MVV Energie Gruppe zunehmend an Bedeutung. Daneben besteht bezüglich des US-Dollars ein geringes Wechselkursrisiko, da die für die MVV Energie Gruppe relevanten Roh- und Brennstoffe teilweise in dieser Währung abgerechnet werden. Die MVV Energie Gruppe verfolgt das Ziel, durch ein systematisches Risikomanagement ebenfalls eine Absicherung gegen Risiken zu erreichen. Hierzu werden anhand interner Richtlinien Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten, Funktionstrennung und Kontrollen festgelegt. Zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Im Bereich des Zinsänderungsrisikos werden überwiegend Zins-Swaps abgeschlossen. Im Bereich des Energiehandels werden Commodity-Derivate eingesetzt. Der Einsatz von Commodity-Derivaten zum Zwecke des proprietären Energiehandels ist nur in engen Grenzen erlaubt und wird durch ein separates Limitsystem überwacht und gesteuert. Kreditrisiken: Die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlusts, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, wird als Kreditrisiko bezeichnet. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung. Bei der MVV Energie Gruppe bestehen Kredit- und Handelsbeziehungen vorwiegend zu Banken und anderen Handelspartnern mit guter Bonität. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Durch Festlegung von Limits für das Handeln mit Geschäftspartnern und gegebenenfalls durch das Stellen von Barsicherheiten wird das Kreditrisiko eingeschränkt. Wenn möglich, wird das Ausfallrisiko bereits im Vorfeld durch geeignete Rahmenverträge mit den Handelspartnern vermindert. Im Vertriebsgeschäft ist die MVV Energie Gruppe Kreditrisiken ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Durch eine regelmäßige Bonitätsanalyse der wesentlichen Positionen unseres Kundenportfolios wird dieses Risiko eingeschränkt. Das maximale Ausfallrisiko der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (Forderungen, Derivate und sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte) ergibt sich durch deren Buchwerte. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren die Ausfälle unbedeutend. Da Derivate hohen Marktwertschwankungen unterliegen können, wird in der folgenden Übersicht das Kontrahentenrisiko der derivativen finanziellen Vermögenswerte dargestellt, wobei grundsätzlich nur bilanzierte Bücher betrachtet werden. Liegen Nettingvereinbarungen mit einem Handelspartner vor, wird das tatsächliche - das saldierte - Risiko dargestellt. Kontrahenten mit denen ein negativer Saldo, also kein Kontrahentenrisiko besteht, werden nicht berücksichtigt. In allen anderen Fällen findet keine Saldierung mit negativen Marktwerten statt. scroll
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Kontrahentenrisiken über fünf Jahren liegen wie im Vorjahr nicht vor. Wesentliche Teile des Nominalvolumens der betrachteten Derivate bestehen mit Handelspartnern, für die ein externes Rating verfügbar ist. Für den unter „Sonstiges“ ausgewiesenen Teil des derivativen Nominalvolumens bestehen interne Ratings. Bei mit Börsen abgeschlossenen Handelsgeschäften ergaben sich zum 30. September 2011 wie im Vorjahr keine Kreditrisiken, da nur Salden mit negativem Marktwert vorhanden sind. Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Kreditrisiken sowie deren Altersstruktur stellen sich nach Klassen gegliedert wie folgt dar: scroll
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Liquiditätsrisiken: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen kann. Liquiditätsrisiken entstehen in der MVV Energie Gruppe durch die Verpflichtung, Verbindlichkeiten vollständig und rechtzeitig zu tilgen sowie Sicherheitsleistungen (Margins) von Energiehandelspartnern zu bedienen. Aufgabe des Cash- und Liquiditätsmanagements der MVV Energie Gruppe ist es, jederzeit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Dafür werden der gesamte Zahlungsmittelbedarf und alle Zahlungsmittelüberschüsse ermittelt. Die wesentlichen Teilkonzerne verfügen über ein Cash-Pooling-Verfahren, wodurch die Bankgeschäfte auf ein vertretbares Maß zurückgefahren werden können. Zur Liquiditätssteuerung wird ein Finanzplan erstellt. Der entstehende Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente im Rahmen der Liquiditätssteuerung gedeckt. Neben der täglich verfügbaren Liquidität verfügt die MVV Energie Gruppe über weitere Liquiditätsreserven in Form von zugesagten Kreditlinien. Der Umfang der vertraglich zugesicherten Kreditlinien ist so dimensioniert, dass auch in einem schwierigen Marktumfeld jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven zur Verfügung stehen. Durch die vorhandene Liquidität sowie die bestehenden Kreditlinien sieht sich die MVV Energie Gruppe keinen wesentlichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Refinanzierung der Konzerngesellschaften der MVV Energie Gruppe erfolgt in der Regel durch lokale Kreditinstitute guter Bonität sowie durch die MVV Energie AG. In den beiden nachfolgenden Tabellen sind die vertraglich vereinbarten Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten undiskontiert dargestellt. Die korrespondierenden Zinszahlungen sind enthalten. scroll
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Zinsrisiken: Zinsrisiken bestehen auf der Aktivseite aus Bankguthaben sowie auf der Passivseite aus variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten. Daneben bestehen Zinsrisiken im Wesentlichen aus Derivaten in Form von Swap- Geschäften. Zinsrisiken bestehen im Wesentlichen in der Euro-Zone. Nachfolgend werden die Auswirkungen von Zinssatzänderungen auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter, zum Beispiel Wechselkurse, sich nicht verändern. Es wurden nur Finanzinstrumente in die Analyse einbezogen, deren Zinsänderungsrisiko das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis verändern könnten. Eine Abweichung des Zinsniveaus im Euro-Raum zum Stichtag 30. September 2011 um 10 % nach oben beziehungsweise nach unten würde den Jahresüberschuss insgesamt um 188 Tsd Euro / 70 Tsd Euro verschlechtern / verbessern (im Vorjahr 413 Tsd Euro / 748 Tsd Euro verschlechtern). Die Abweichung würde das Eigenkapital insgesamt um 3 640 Tsd Euro / 1 199 Tsd Euro (im Vorjahr 325 Tsd Euro / 964 Tsd Euro) verschlechtern / verbessern. Währungsrisiken: Währungsrisiken bestehen zunehmend im Rahmen des Projektes zum Bau und Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth, Großbritannien. Dabei fallen zunächst Projektentwicklungs- und Errichtungskosten teilweise in britischen Pfund an. In der Betriebsphase des Projektes werden zukünftig Zahlungsströme ausschließlich in britischen Pfund generiert. Die resultierenden Währungsrisiken werden durch Natural Hedges in Form von währungskongruenter Finanzierung sowie durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Weitere Währungsrisiken bestehen bei der Beschaffung von Roh- und Brennstoffen, die an den internationalen Märkten in US-Dollar abgerechnet werden. Zur Absicherung des zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits bekannten Bedarfs an Roh- und Brennstoffen werden diese im Rahmen von Warentermingeschäften beschafft. Die hierbei entstehenden Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar, die bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses der Warentermingeschäfte der Höhe und dem Termin nach bekannt sind, unterliegen einem Währungsrisiko. Zur Ausschaltung des wesentlichen Währungsrisikos werden mit dem Zahlungsstrom in US-Dollar kongruente Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Commodity-Preisrisiken: Im Rahmen unserer Energiehandelstätigkeit werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisrisikomanagements, der Lastganganpassung und der Margenoptimierung abgeschlossen. Im Wesentlichen dienen die Eigenhandelskontrakte ökonomischen Sicherungsbeziehungen und sind nur innerhalb enger, klar definierter Grenzen erlaubt. Die Preisänderungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch die Beschaffung und Veräußerung von Strom und Gas sowie durch die Beschaffung von Kohle sowie Emissionsrechten. Die Preisrisiken werden anhand fortlaufend überprüfter Marktpreiserwartungen mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Berichtsjahr wurden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Überwiegend wurden als Sicherungsinstrumente Forwards, Futures, sowie Swaps eingesetzt. Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung von Derivaten auf Strom, Kohle, Gas und Emissionsrechte analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben und eine Abhängigkeit der Commodities untereinander besteht. Es wurden nur Derivate in die Analyse einbezogen, deren Marktwertschwankungen das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis beeinflussen. Hierbei handelt es sich um bilanzierungspflichtige Derivate. Nicht in die Betrachtung einbezogen sind Derivate, die zur physischen Erfüllung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarfs des Unternehmens bestimmt sind („Own Use“). Diese sind nicht nach IAS 39 zu bilanzieren. Daher entsprechen die nachfolgend dargestellten Sensitivitäten nicht den tatsächlichen ökonomischen Risiken und dienen lediglich der Erfüllung der Angabenvorschriften des IFRS 7. Wäre der Marktpreis zum Stichtag 30. September 2011 um 10 % höher / niedriger ausgefallen, hätte dies den Jahresüberschuss um 47 529 Tsd Euro / 58 437 Tsd Euro (Vorjahr 39 685 Tsd Euro / 40 969 Tsd Euro) verbessert / verschlechtert. Das Eigenkapital hätte sich zum gleichen Stichtag um 65 793 Tsd Euro / 76 702 Tsd Euro (Vorjahr 42 326 Tsd Euro / 43 610 Tsd Euro) erhöht / verringert. Die folgende Tabelle gibt das Nominalvolumen und die Marktwerte der eingesetzten Derivate wieder: scroll
Bei den Zins-Derivaten handelt es sich nahezu ausschließlich um Zins-Swaps. Bei den Währungsderivaten handelt es sich um die Absicherung von finanzieller Kohle in US-Dollar. Die Commodity-Derivate lassen sich wie folgt unterteilen: scroll
Den positiven Marktwerten in Höhe von 203 844 Tsd Euro (Vorjahr 177 613 Tsd Euro) stehen Margining- Verbindlichkeiten in Höhe von 3 307 Tsd Euro (Vorjahr 12 212 Tsd Euro) gegenüber. Diese sind in den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Den negativen Marktwerten in Höhe von 249 261 Tsd Euro (Vorjahr 243 119 Tsd Euro) stehen Barsicherheiten in Höhe von 39 632 Tsd Euro gegenüber (Vorjahr 68 732 Tsd Euro). 36 SegmentberichterstattungIm Zuge des neuen Planungs- und Steuerungsansatzes hat sich ab dem Geschäftsjahr 2010/11 sowohl unsere interne Steuerungsstruktur als auch unsere externe Berichterstattung geändert. Ziel dieser Neuausrichtung war es Einheiten entsprechend ihrer individuellen Erfolgsfaktoren so zu gruppieren, dass eine Bündelung von passender Fachkompetenz unter einem Dach die Grundlage zu einer stringenten Portfolio-Steuerung des Konzerns bildet. Den neuen Berichtssegmenten „Erzeugung und Infrastruktur“, „Handel und Portfoliomanagement“, „Vertrieb und Dienstleistungen“, „Strategische Beteiligungen“ und „Sonstiges“ sind an Wertschöpfungsstufen orientierte Geschäftsfelder zugeordnet. Analytisch können die Geschäftsfelder weiter nach Teilkonzernen und Einzelgesellschaften mit ihren Produkten untergliedert werden.
Aufgrund des Umfangs und der Komplexität durch die zum 1. Oktober 2010 erfolgten Strukturänderungen sowie der daraus folgenden stark veränderten konzerninternen Leistungsbeziehungen innerhalb der Geschäftsfelder ist die grundlegende Datenbasis für die Ermittlung von Vorjahreszahlen nicht gegeben. Aus diesem Grund haben wir zu Informationszwecken die Vorjahreszahlen auf aggregierter Ebene entsprechend der neuen Berichtsstruktur abgeleitet und teilweise rechnerisch ermittelt; sie entsprechen damit pro forma Werten. Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Die Verrechnungspreise für Transfers zwischen den Segmenten entsprechen den marktüblichen Konditionen. Die Segmentumsätze ergeben sich aus der Addition von Innen- und Außenumsätzen. Die dargestellte Segmentberichterstattung der Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS 8 basiert auf den Segmentergebnissen (Adjusted EBIT) der internen Managementberichterstattung. Das Segmentergebnis der einzelnen Berichtssegmente umfasst kein Ergebnis aus nicht operativen Bewertungseffekten aus Finanzderivaten nach IAS 39 (46 304 Tsd Euro; im Vorjahr 68 890 Tsd Euro). Ebenfalls enthält es keinen Restrukturierungsaufwand sowie auf Segmentebene keine Beteiligungserträge von voll- und quotalkonsolidierten Gesellschaften. Diesem korrigierten EBIT sind noch diejenigen Erträge aus Financial Lease hinzugerechnet, die Teil unseres Geschäftsmodells (insbesondere Contracting) sind, und deshalb unserer Ansicht nach zu den operativen Ergebnisbeiträgen zählen. Die Segmenterlöse mit externen Kunden werden zu 96,9 % (Vorjahr 96,6 %) in Deutschland erzielt. Die Aufteilung der Erlöse auf die Regionen erfolgt nach dem geografischen Sitz der Kunden. In der MVV Energie Gruppe gibt es keinen einzelnen Kunden, mit dem die Umsatzerlöse 10% der gesamten Umsatzerlöse erreichen oder übersteigen. 37 KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt die Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Der Betrag der flüssigen Mittel in der Kapitalflussrechnung stimmt mit dem entsprechenden in der Bilanz ausgewiesenen Wert überein. Mittelzuflüsse aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten. Die erworbenen (abgehenden) flüssigen Mittel werden separat ausgewiesen. Der Cashflow vor Working Capital und Steuern des Geschäftsjahres 2010/11 zeigt einen Rückgang zum Vergleichszeitraum da das um IAS 39 bereinigte Ergebnis (EBT) unter dem des Vorjahres liegt. Die deutlich ausgeprägten Veränderungen zum Vergleichszeitraum liegen im Periodenergebnis vor Ertragsteuern, im Zinsergebnis und in den Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien . Der deutlich rückläufige Jahresüberschuss vor Ertragssteuern ist zum einen auf die IAS 39 Bewertung zurückzuführen, welche im Rahmen der Working-Capital-Veränderungen eliminiert wird, und zum anderen auf die Restrukturierungsaufwendungen des Geschäftsjahres 2010/11. Der leicht höhere Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist im Wesentlichen durch die Veränderung des sonstigen Working Capitals begründet. Die Veränderungen der sonstigen Aktiv- und Passivposten sind durch zahlungsunwirksame Veränderungen, welche im Wesentlichen durch die bilanzierten Derivate verursacht sind (IAS 39 Bewertung) sowie durch die veränderten Margeningzahlungen und sonstige Ausleihungen geprägt. Durch die deutlichen Effekte im Working capital ergibt sich insgesamt ein deutlich positiver Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit. Der Free Cashflow der MVV Energie Gruppe ist trotz gestiegener Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien durch den gestiegenen Cashflow aus laufender Geschäftstätigkeit im Vergleich zum Vorjahr leicht höher und deutlich positiv. Der negative Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Vorjahresvergleich leicht angestiegen. Die Wesentlichen Veränderungen sind höhere Investitionen in das Sachanlagevermögen sowie gestiegene Auszahlungen für den Erwerb von voll und quotenkonsolidierten Unternehmen, welche jedoch durch rückläufige Investitionen in das Finanzanlagevermögen zum Teil kompensiert wurden. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist wie im Vorjahr deutlich negativ. Der deutlich geringere negative Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist durch die geringere Nettokreditrückführung gekennzeichnet. 38 KapitalsteuerungDie MVV Energie AG unterliegt keinen gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen, sondern verfolgt die interne Zielsetzung, durch ein effektives Finanzmanagement eine zur Erlangung eines guten Ratings am Bankenmarkt erforderliche Eigenkapitalquote einzuhalten. Dadurch wird eine Optimierung der Kapitalkosten erreicht. Die Eigenkapitalquote ist dabei das Verhältnis zwischen dem Eigenkapital auf konsolidierter Basis und der Bilanzsumme. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus Grundkapital, Kapitalrücklage, dem kumulierten erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Ergebnis und den Anteilen anderer Gesellschafter. Maßnahmen zur Einhaltung der Eigenkapitalzielquote erfolgen zunächst im Prozess der Wirtschaftsplanung und bei großen (außerplanmäßigen) Investitionsmaßnahmen im Rahmen der Investitionsrechnung. Die Gesellschaft kann durch Aktienemissionen die Eigenkapitalgrundlage den Anforderungen anpassen. Die zentrale Steuerungsgröße unserer wertorientierten Unternehmensführung und der damit verbundenen Kapitalsteuerung ist der Value Spread. Diese Kennzahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der periodischen Erfolgsgröße ROCE („Return on Capital Employed“), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital, und dem gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz WACC („Weighted Average Cost of Capital“). Die Grundanforderungen an die Kapitalsteuerung haben sich zum Vergleichszeitraum nicht verändert. 39 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und KörperschaftenAn dieser Stelle werden die Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und deren konsolidierten Tochterunternehmen, die nahestehende Personen darstellen, nicht erläutert, da sie im Zuge der Konsolidierung eliminiert wurden. Die Stadt Mannheim ist alleinige Gesellschafterin der MVV GmbH. Die MVV GmbH hält 99,99 % der Anteile an der MVV Verkehr AG, die zu 50,1 % an der MVV Energie AG beteiligt ist. Die Stadt Mannheim sowie die von ihr beherrschten Unternehmen stellen somit nahe stehende Personen im Sinne der IFRS dar. Zwischen Unternehmen der MVV Energie Gruppe und der Stadt Mannheim und den von ihr beherrschten Unternehmen bestehen eine Vielzahl von vertraglich vereinbarten Rechtsbeziehungen (Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmelieferungsverträge, Miet-, Pacht- und Serviceverträge). Darüber hinaus besteht zwischen der MVV Energie AG und der Stadt Mannheim ein Konzessionsvertrag. scroll
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Die Konzessionsabgaben an die Stadt Mannheim beliefen sich auf 19 766 Tsd Euro (Vorjahr 19 158 Tsd Euro). Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Ferner bestehen zwischen MVV Energie AG und Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen (Bereichsleitern, Prokuristen) Kundenverträge über die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme, die ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden, und die sich nicht von anderen Kundenverträgen unterscheiden. Die MVV Energie Gruppe hat darüber hinaus keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen und durchgeführt. Die MVV Energie AG erstellte für ihr am 30. September 2011 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG. Das Vergütungssystem für den Vorstand wurde im Geschäftsjahr 2009/10 auf Veranlassung des Aufsichtsrats durch einen externen Vergütungsexperten überprüft. Die Überprüfung ergab, dass die Gesamtvergütung der Vorstandsmitglieder angemessen ist. Zu Beginn des Geschäftsjahres 2010/11 wurde das Vergütungssystem an das VorstAG angepasst. Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 2 368 Tsd Euro. Diese setzt sich wie folgt zusammen: scroll
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einschließlich Zuschüsse zur freiwilligen
Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwillige
Versicherung bei der Berufsgenossenschaft und geldwerte Vorteile sowie
der Zulage für den Vorstandsvorsitzenden in Höhe von 175 Tsd Euro
an Dr. Georg Müller Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Die variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird aus zwei Komponenten berechnet. Für den operativen Erfolg der MVV Energie Gruppe wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT der MVV Energie Gruppe, allerdings abzüglich Restrukturierungsaufwendungen. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von 3 Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39-Effekten der MVV Energie Gruppe des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitstantieme macht im Geschäftsjahr 2010/11 den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt. Den Vorstandsmitgliedern Dr. Georg Müller und Matthias Brückmann wurde anstelle der bisherigen Gesamtversorgung eine Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten im Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Versorgungskonten wurden sogenannte Initialisierungsbausteine und werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben. Die Initialisierungsbausteine dienen der Abgeltung bereits erdienter Versorgungsanwartschaften. Sowohl die Initialisierungsbausteine als auch die Versorgungsbeiträge werden jährlich verzinst. Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Georg Müller und Matthias Brückmann stellen sich wie folgt dar: scroll
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Initialisierungsbaustein Die Gesamtversorgung der Vorstandsmitglieder Dr. Werner Dub und Hans-Jürgen Farrenkopf wird auf Basis einer ruhegehaltsfähigen Vergütung fortgeführt, da beide Herren bereits das 60. Lebensjahr vollendet haben und somit zu den rentennahen Jahrgängen gezählt werden können. Die Versorgungsleistung beträgt max. 70% der ruhegehaltsfähigen Vergütung, anderweitiges Arbeitseinkommen, Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie sonstige Versorgungsbezüge, die mindestens zur Hälfte auf Beitragsleistungen eines Arbeitgebers beruhen, werden angerechnet. Die Versorgungsleistung enthält als Rentenbaustein auch eine Anwartschaft auf eine Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Werner Dub und Hans-Jürgen Farrenkopf stellen sich wie folgt dar: scroll
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Erreichbarer Anspruch auf Altersrente mit
63 Jahren unter Berücksichtigung von Anrechnungsbeträgen Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 216 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 5 380 Tsd Euro zurückgestellt. Die Gesamtzuführung in diesem Geschäftsjahr beträgt 287 Tsd Euro. Gemäß IAS 24 zählen zu den unternehmensnahen Personen auch Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen. Neben dem Vorstand rechnen hierzu in der MVV Energie Gruppe auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 513 Tsd Euro, wobei es sich im Wesentlichen (2 432 Tsd Euro) um kurzfristig fällige Leistungen handelt. Leitende Angestellte erhalten eine rein beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können die leitenden Angestellten innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen der oben genannten Vergütungen hierfür beliefen sich auf 82 Tsd Euro im Berichtsjahr. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2010/11 eine Jahresvergütung in Höhe von jeweils 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten, sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 473 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in einer gesonderten Übersicht dargestellt. 40 Honorare des AbschlussprüfersFür die im Geschäftsjahr 2010/11 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Stuttgart, sind folgende Honorare als Aufwand erfasst worden: scroll
41 Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGBDie folgenden inländischen Tochtergesellschaften werden im Geschäftsjahr 2010/11 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen: 24/7 Netze GmbH, Mannheim BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Mühlhausen Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft mbH, Gersthofen MVV Energiedienstleistungen GmbH, Mannheim MVV Energiedienstleistungen GmbH IK Korbach, Korbach MVV Energiedienstleistungen Mitte GmbH, Berlin MVV Energiedienstleistungen Regional GmbH, Mannheim MVV O&M GmbH, Mannheim MVV RHE GmbH, Mannheim MVV Umwelt GmbH, Mannheim MVV Umwelt Asset GmbH, Mannheim MVV Umwelt Ressourcen GmbH, Mannheim MVV Umwelt UK GmbH, Mannheim MVV Windenergie GmbH, Mannheim SECURA Energie GmbH, Mannheim 42 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat der MVV Energie AG haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Die vollständige Erklärung ist im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht. 43 Angaben zu KonzessionenNeben dem zwischen der Stadt Mannheim und der MVV Energie AG abgeschlossenen Konzessionsvertrag (siehe Textziffer 39 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften) bestehen weitere Konzessionsvereinbarungen zwischen Unternehmen der MVV Energie Gruppe und Gebietskörperschaften. Die Restlaufzeiten liegen zwischen einem und neunzehn Jahren. In den Verträgen ist die Verpflichtung geregelt, die jeweiligen Versorgungsnetze zu betreiben und für deren Instandhaltung zu sorgen. Sollte es nach Ablauf der Verträge zu keiner Verlängerung kommen, müssen die Versorgungseinrichtungen von den Gemeinden gegen angemessenes Entgelt übernommen werden. 44 Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.
Mannheim, 11. November 2011 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Brückmann Dr. Dub Farrenkopf Versicherung der gesetzlichen Vertreter„Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.“
Mannheim, 11. November 2011 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Brückmann Dr. Dub Farrenkopf Vorstand der MVV Energie AGDr. Georg Müller Vorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten Matthias Brückmann Vertrieb Dr. Werner Dub Technik Hans-Jürgen Farrenkopf Personal Aufsichtsrat der MVV Energie AGDr. Peter Kurz (Vorsitzender) Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Peter Dinges 1 (stellvertretender Vorsitzender) Vorsitzender des MVV Konzernbetriebsrats Johannes Böttcher 1 Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG Holger Buchholz 1 (bis 18. März 2011) Gewerkschaftssekretär ver.di Kiel Werner Ehret 1 (bis 18. März 2011) Betriebsrat der MVV Energie AG Peter Erni 1 (seit 18. März 2011) Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar Detlef Falk 1 Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Dr. Manfred Fuchs (bis 18. März 2011) Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats FUCHS PETROLUB AG, Mannheim Dr. Stefan Fulst-Blei Mitglied des Landtags Baden-Württemberg Reinhold Götz 1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim Hans-Peter Herbel 1 (bis 18. März 2011) Kaufmännischer Sachbearbeiter der MVV Energie AG Prof. Dr. Egon Jüttner Mitglied des Deutschen Bundestags Gunter Kühn 1 Leiter des Bereichs Personal und Soziales der MVV Energie AG Antje Mohr 1 (seit 18. März 2011) Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel Dr. Lorenz Näger (seit 18. März 2011) Mitglied des Vorstands der HeidelbergCementAG Barbara Neumann 1 Vorsitzende des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Wolfgang Raufelder Mitglied des Landtags Baden-Württemberg Sabine Schlorke 1 (bis 18. März 2011) Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar Uwe Spatz 1 Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG Christian Specht Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim Dr. Dieter Steinkamp Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln Carsten Südmersen Unternehmensberater Katja Udluft1 (seit 18. März 2011) Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar Heinz-Werner Ufer Diplom-Ökonom Jürgen Wiesner 1 (seit 18. März 2011) Betriebsrat der MVV Energie AG Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt. Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats MVV Energie AG zum 30. September 2011scroll
Mitglieder des Vorstands MVV Energie AGscroll
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Die 24/7 Trading GmbH wurde mit Wirkung zum
1. Oktober 2011 in MVV Trading GmbH umbenannt (Anlage zum Anhang)scroll
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Mehrheit der Stimmrechte Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der MVV Energie AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang – sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, den 14. November 2011 PricewaterhouseCoopers Claus Banschbach, Wirtschaftsprüfer Rolf Küpfer, Wirtschaftsprüfer Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben im September 2011 die folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen: Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 2. Juli 2010 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekanntgemachten Fassung des Kodex' vom 26. Mai 2010 entsprochen wurde und wird. Nicht angewendet wurde und wird folgende Empfehlung: Erfolgsorientierte Vergütung der Mitglieder des Aufsichtsrats – Ziffer 5.4.6 Abs. 2 Satz 1: „Die Mitglieder des Aufsichtsrats sollen neben einer festen eine erfolgsorientierte Vergütung erhalten.“ Die Satzung der MVV Energie AG sieht nur eine feste Aufsichtsratsvergütung sowie ein Sitzungsgeld vor. MVV Energie hatte bereits in der Vergangenheit ausgeführt, dass sie weder Modelle der Vergütung von Aufsichtsratsmitgliedern, die an der Dividende anknüpfen, überzeugen noch Modelle, die sich am Aktienkurs orientieren. Daher haben wir von der Einführung einer erfolgsorientierten Vergütungskomponente für Aufsichtsratsmitglieder abgesehen. An unsere AktionäreBericht des AufsichtsratsSehr geehrte Damen und Herren, im Geschäftsjahr 2010/11 kam es für die Energiewirtschaft zu tiefgreifenden Veränderungen. Die Entwicklungen haben gezeigt, dass MVV Energie mit ihrer zukunftsfähigen und nachhaltigen Strategie die richtigen Weichen gestellt hat. Der Aufsichtsrat hat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben im Geschäftsjahr 2010/11 mit großer Sorgfalt wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens haben wir den Vorstand beraten und ihn in seiner Geschäftstätigkeit kontinuierlich überwacht. Über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über seine strategische Fortentwicklung informierte uns der Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend. Dabei beinhalteten die regelmäßigen Berichte des Vorstands Darstellungen der Geschäfts-, Umsatz- und Ertragsentwicklung, der Vermögens- und Finanzlage sowie der Risikolage und des Risikomanagements. Zudem berichtete uns der Vorstand über alle relevanten Fragen der Geschäftspolitik und der Unternehmensplanung. Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat jeweils im Einzelnen erläutert und begründet. In alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen war der Aufsichtsrat unmittelbar und frühzeitig eingebunden. Außergewöhnliche Angelegenheiten wurden dem Aufsichtsrat umgehend durch den Vorstand mitgeteilt. Der Aufsichtsratsvorsitzende und der Vorstandsvorsitzende standen auch außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt, um sich über aktuelle Themen und Vorgänge auszutauschen. Beratungsschwerpunkte des PlenumsDer Aufsichtsrat kam im Berichtsjahr zu insgesamt acht Sitzungen zusammen. Wir haben die Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands in unseren Sitzungen intensiv geprüft und eingehend diskutiert. Auf Grundlage dieser Informationen hat der Aufsichtsrat beraten und seine Entscheidungen getroffen. Das energiewirtschaftliche Umfeld der MVV Energie Gruppe wurde im Berichtsjahr in besonderem Maße von dem schweren Unglück im japanischen Atomkraftwerk Fukushima geprägt, was zu einer Abkehr der Bundesregierung von der Stromerzeugung aus Kernenergie in Deutschland geführt hat. Der Vorstand stellte dem Aufsichtsrat die Inhalte des auf Bundesebene beschlossenen Gesetzespakets zur Energiewende vor und bewertete die Bedeutung der sukzessiven Abschaltung aller Kernkraftwerke bis Ende 2022 sowie die Folgen der neuen gesetzlichen Rahmenbedingungen für die Unternehmensgruppe. Weitere übergeordnete Themen, über die der Vorstand regelmäßig berichtete, waren die Entwicklung der Preise in den Energie- und Abfallmärkten, Veränderungen des wettbewerblichen und regulatorischen Umfelds sowie Gesetzesinitiativen und kartellrechtliche Verfahren. Der Aufsichtsrat hat sich im Berichtsjahr auf dieser Grundlage eingehend mit den Investitions- und Akquisitionsvorhaben befasst, die der Vorstand zur Stärkung der Wachstumsfelder sowie zur Pflege der bestehenden Netze und Anlagen im Rahmen der Unternehmensstrategie MVV 2020 vorgelegt hat. Dabei erörterte der Aufsichtsrat mit dem Vorstand detailliert wirtschaftliche, technische und strategische Aspekte der einzelnen Projekte. Mit seiner Zustimmung zur Abgabe eines verbindlichen Angebots durch die MVV Umwelt GmbH an die South West Devon Waste Partnership für die Errichtung und den Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage im englischen Plymouth stellte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 18. Oktober 2010 die Weichen für die bedeutendste Einzelinvestition der MVV Energie Gruppe. Der Aufsichtsrat setzte bei seiner Entscheidung auf die hohe Kompetenz der MVV Umwelt GmbH bei der thermischen Verwertung von Abfällen sowie bei der Planung, dem Bau und dem Betrieb von Kraftwerken. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 31. Januar 2011 dem Erwerb eines abfallbefeuerten Heizkraftwerks in der nordböhmischen Stadt Liberec durch die MVV Energie CZ a.s. zu. Mit der Übernahme und Modernisierung der Kraft-Wärme-Kopplungsanlage wird aus Sicht des Aufsichtsrats die umweltfreundliche Fernwärmeversorgung an einem bestehenden Standort ausgebaut und die Marktposition des tschechischen Teilkonzerns gestärkt. Die Vorbereitung der diesjährigen Hauptversammlung am 18. März 2011 erhielt durch die Neuwahl des Aufsichtsrats und die anschließende Konstituierung des Gremiums und seiner Ausschüsse ein besonderes Gewicht. Der Aufsichtsrat verabschiedete in seiner Sitzung am 17. Dezember 2010 die Tagesordnung für die Hauptversammlung und stellte auf Vorschlag des Nominierungsausschusses die Kandidaten der Anteilseignervertreter für den Aufsichtsrat auf. Alle vorgeschlagenen Kandidaten wurden von der Hauptversammlung in den Aufsichtsrat gewählt, der sich in seiner anschließenden Sitzung mit der Wahl des Aufsichtsratsvorsitzenden und seines Stellvertreters sowie der Besetzung seiner Ausschüsse neu konstituierte. Schwerpunkt der Sitzung des Aufsichtsrats am 30. März 2011 war die Weiterentwicklung der strategischen Positionierung der MVV Energie vor dem Hintergrund langfristiger Entwicklungstendenzen der Energiemärkte, darunter die zunehmenden staatlichen Klimaschutzbemühungen, der verstärkte Ausbau erneuerbarer Energien und die Steigerung der Energieeffizienz. Dabei stellte der Vorstand dem Aufsichtsrat die langfristige Gesamtstrategie der Unternehmensgruppe sowie die Strategien der einzelnen Geschäftsfelder vor. Der Aufsichtsrat diskutierte mit dem Vorstand die Implikationen der aufgezeigten Entwicklungen, die den bereits mit MVV 2020 eingeschlagenen Kurs bestätigen. Der Aufsichtsrat stimmte in seiner Sitzung am 22. September 2011 dem Wirtschaftsplan der MVV Energie Gruppe für das Geschäftsjahr 2011/12 zu und nahm die Dreijahresplanung des Vorstands zur Kenntnis. Weitere Themen des Aufsichtsrats im Berichtsjahr waren die Umsetzung des Konzernprogramms „Einmal gemeinsam“ und die Gründung der Shared Services Center GmbH, der Fortgang der Restrukturierung der MVV Energiedienstleistungen GmbH sowie die Bildung einer Asset-Gesellschaft im Teilkonzern Umwelt. Sitzungen der AusschüsseUm Themen und Beschlüsse des Plenums vorzubereiten, hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet. Der Bilanzprüfungsausschuss tagte im Berichtsjahr fünfmal. Breiten Raum nahm die Vorberatung der Quartalsabschlüsse, des Halbjahres- und des Jahresabschlusses der MVV Energie AG und des Konzerns ein, die der Ausschuss mit dem Vorstand intensiv erörterte. Der Ausschuss stimmte die Prüfungsschwerpunkte mit den Wirtschaftsprüfern ab, prüfte die Honorarvereinbarung und gab entsprechende Empfehlungen an den Aufsichtsrat ab. Er beriet mit dem Vorstand den Wirtschaftsplan 2011/12 und die mittelfristige Planung. Außerdem befasste er sich mit der Risikolage und dem Risikomanagementsystem, prüfte das interne Kontrollsystem und nahm den Compliance-Bericht sowie den Revisionsplan der Konzernrevision entgegen. Die im Geschäftsjahr 2009/10 im Teilkonzern MVV Energiedienstleistungen angefallenen Sondereffekte hat der Ausschuss intensiv geprüft und sich mit der strategischen Neuausrichtung des Geschäftsfelds befasst. Weitere Schwerpunkte seiner Arbeit waren Berichte des Vorstands zur Weiterentwicklung der wertorientierten Steuerung der MVV Energie Gruppe, zur Finanzierung des Unternehmens sowie zur Preisentwicklung auf dem Stromerzeugungsmarkt. Der Personalausschuss kam zu drei Sitzungen zusammen. Er befasste sich insbesondere mit der Überarbeitung des Vorstandsvergütungssystems und der Anpassung der laufenden Dienstverträge der Vorstandsmitglieder an die geänderten gesetzlichen Anforderungen. Über die vorgenommenen Änderungen haben wir bereits im Vorjahr berichtet. Ferner bereitete der Personalausschuss die Wiederbestellung von Herrn Brückmann vor und befasste sich mit dem Abschluss seines Dienstvertrags. Der Nominierungsausschuss trat zweimal zusammen. Er arbeitete ein Anforderungsprofil für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats aus und schlug dem Aufsichtsrat auf dessen Grundlage Kandidaten für Wahlvorschläge des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung vor. Der Vermittlungsausschuss gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste nicht einberufen werden. Corporate GovernanceIm Hinblick auf die gestiegenen Anforderungen des Deutschen Corporate Governance Kodex' an das Verfahren zur Besetzung des Aufsichtsrats und der Qualifikation seiner Mitglieder hat der Aufsichtsrat einen Nominierungsausschuss eingerichtet und diesen mit der Ausarbeitung konkreter Vorgaben für seine Zusammensetzung beauftragt. Darauf aufbauend hat sich der Aufsichtsrat zum Ziel gesetzt, die Anzahl von Frauen in dem Gremium bis zur nächsten turnusgemäßen Wahl in der Hauptversammlung im Jahr 2016 auf 20 % zu erhöhen. Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2010/11 die Effizienz seiner Tätigkeit überprüft. Die Ergebnisse der Effizienzprüfung sowie die daraus abzuleitenden Maßnahmen wurden in der Sitzung am 22. September 2011 behandelt. Die diesjährige Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex wurde in der Sitzung am 22. September 2011 beschlossen. Der Corporate Governance Bericht wurde in der Sitzung am 8. Dezember 2011 verabschiedet. Der Aufsichtsrat hat überprüft und festgestellt, dass dem Gremium eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Im Berichtsjahr sind keine Interessenkonflikte aufgetreten. Bis zu ihrem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat konnte Frau Schlorke an weniger als der Hälfte der Sitzungen teilnehmen. Eine ausführliche Darstellung der Corporate Governance der MVV Energie Gruppe findet sich ab Seite 30 in diesem Geschäftsbericht. Personelle VeränderungenDer Aufsichtsrat hat sich im abgelaufenen Geschäftsjahr turnusgemäß neu zusammengesetzt. Er besteht aus 20 Mitgliedern, von denen nach dem Mitbestimmungsgesetz jeweils die Hälfte Anteilseigner- und Arbeitnehmervertreter sind. Die Amtszeit des neugewählten Aufsichtsrats beträgt fünf Jahre und endet damit mit der auf das Geschäftsjahr 2014/15 folgenden Hauptversammlung. Die Hauptversammlung wählte am 18. März 2011 Dr. Stefan Fulst-Blei, Mitglied des Landtags Baden-Württemberg, Reinhold Götz, Erster Bevollmächtigter der IG Metall Mannheim, Prof. Dr. Egon Jüttner, Mitglied des Deutschen Bundestags, Dr. Lorenz Näger, Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG, Wolfgang Raufelder, Mitglied des Landtags Baden-Württemberg, Dr. Dieter Steinkamp, Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Carsten Südmersen, Unternehmensberater, und Heinz-Werner Ufer, Diplom-Ökonom, zu Mitgliedern des Aufsichtsrats. Der Oberbürgermeister der Stadt Mannheim, Dr. Peter Kurz, und der Erste Bürgermeister der Stadt Mannheim, Christian Specht, wurden satzungsgemäß von der Stadt Mannheim in den Aufsichtsrat entsandt. Von den Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmern der MVV Energie Gruppe wurden Johannes Böttcher, Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG, Peter Dinges, Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MVV Energie AG, Peter Erni, Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar, Detlef Falk, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG, Gunter Kühn, Leiter des Bereichs Personal und Soziales der MVV Energie AG, Antje Mohr, Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel, Barbara Neumann, Vorsitzende des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG, Uwe Spatz, stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG, Katja Udluft, Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar, und Jürgen Wiesner, Betriebsrat der MVV Energie AG, zu Mitgliedern des Aufsichtsrats gewählt. In der konstituierenden Sitzung am 18. März 2011 wählten die neuen Aufsichtsratsmitglieder Dr. Peter Kurz zum Vorsitzenden des Aufsichtsrats und Peter Dinges zum stellvertretenden Aufsichtsratsvorsitzenden. Des Weiteren wählten die Aufsichtsratsmitglieder aus ihrer Mitte die Mitglieder der Ausschüsse. Zu Mitgliedern des Vermittlungssausschusses wurden Carsten Südmersen und Uwe Spatz gewählt. Außerdem gehören diesem Ausschuss kraft ihres Amtes der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Peter Kurz als Ausschussvorsitzender und sein Stellvertreter Peter Dinges als stellvertretender Ausschussvorsitzender an. Der Bilanzprüfungsausschuss wurde bis zum Ablauf der Hauptversammlung am 18. März 2011 und seinem Ausscheiden aus dem Aufsichtsrat von Dr. Manfred Fuchs geleitet. Zum neuen Vorsitzenden des Bilanzprüfungsausschusses wurde der frühere Vorsitzende der RWE Energy AG, Heinz-Werner Ufer, gewählt. Weitere Mitglieder des Ausschusses sind der stellvertretende Ausschussvorsitzende Peter Dinges, Dr. Lorenz Näger, Carsten Südmersen, Barbara Neumann und Uwe Spatz. Der Personalausschuss wird vom Aufsichtsratsvorsitzenden Dr. Peter Kurz geleitet. Den stellvertretenden Vorsitz hat sein Stellvertreter Peter Dinges inne. Weitere Mitglieder des Ausschusses sind Dr. Stefan Fulst-Blei, Uwe Spatz, Carsten Südmersen und Jürgen Wiesner. In den Nominierungsausschuss, dem ebenfalls der Aufsichtsratsvorsitzende Dr. Peter Kurz vorsteht, wurden Dr. Stefan Fulst-Blei, Wolfgang Raufelder, Dr. Dieter Steinkamp, Carsten Südmersen und Heinz-Werner Ufer gewählt. Neben Dr. Manfred Fuchs sind vier weitere Mitglieder aus dem Aufsichtsrat ausgeschieden: Holger Buchholz, Gewerkschaftssekretär ver.di Kiel, Werner Ehret, Betriebsrat der MVV Energie AG, Hans-Peter Herbel, Betriebsrat der MVV Energie AG, und Sabine Schlorke, Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar. Wir danken allen ausgeschiedenen Aufsichtsratsmitgliedern für ihre engagierte und konstruktive Mitarbeit in unserem Gremium. Der Aufsichtsrat beschloss zum Ende des Geschäftsjahrs, Herrn Brückmann erneut zum Mitglied des Vorstands der MVV Energie zu bestellen. Seine Amtszeit wurde mit Wirkung ab dem 1. August 2012 für die Dauer von fünf Jahren verlängert. Herr Brückmann verantwortet neben Vertrieb und Handel auch die Geschäftsfelder Umwelt und Energiedienstleistungen. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer Aufsichtsrat hat der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 18. März 2011 den Auftrag zur Prüfung des Einzel- und des Konzernabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2010/11 erteilt. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung vorgelegt. Der Lagebericht des Einzelabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2010/11 und der Konzernlagebericht der MVV Energie Gruppe für das Geschäftsjahr 2010/11 wurden gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst und in diesem Konzern-Geschäftsbericht 2010/11 der MVV Energie Gruppe veröffentlicht. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2010/11 werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2010/11 und der zusammengefasste Lagebericht sowie der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2010/11 wurden von PricewaterhouseCoopers geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht sowie der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der entsprechenden Sitzung vor. Diese Unterlagen wurden vom Bilanzprüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat umfassend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers intensiv erörtert. In seiner Sitzung am 8. Dezember 2011 hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Jahresabschluss der MVV Energie AG gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung stimmt der Aufsichtsrat zu. Außerdem erstellte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2010/11 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht). Demnach wurde die MVV Energie AG bei den dargestellten Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt. Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den Abschlussprüfer geprüft, der folgenden Bestätigungsvermerk erteilt hat: „Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zum Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war.“ Sowohl der Abhängigkeitsbericht als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers gingen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zu. Der Aufsichtsrat schließt sich aufgrund seiner eigenen Prüfung der Beurteilung durch den Abschlussprüfer an und billigt dessen Bericht. Auch das gemäß § 91 Abs. 2 AktG durch den Vorstand eingerichtete Risikofrüherkennungssystem der MVV Energie AG wurde durch den Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass das System geeignet ist, seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen. Die Beschäftigten unserer Unternehmensgruppe arbeiten gemeinsam, engagiert und erfolgreich daran, den Herausforderungen des sich verändernden Marktumfelds zu begegnen. Dafür spricht der Aufsichtsrat dem Vorstand, den Vorständen und Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern, den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretungen seinen Dank aus.
Mannheim, im Dezember 2011 Aufsichtsrat Dr. Peter Kurz, Vorsitzender Jahresabschluss 2010/11 MVV Energie AG, MannheimJahresabschluss MVV Energie AG zum 30. September 2011 nach Handelsrecht (HGB)Bilanz zum 30.9.2011 Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1.10.2010 bis 30.9.2011 Anhang für das Geschäftsjahr vom 1.10.2010 bis 30.9.2011 Bilanz zum 30.9.2011 in Tsd EuroAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2010 bis zum 30.9.20115 in Tsd Euroscroll
Jahresabschluss 2010/11 MVV Energie AG, Mannheim AnhangAllgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2010/2011 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Die erstmalige Anwendung der geänderten Vorschriften durch das Bilanzrechtsmodernisierungsgesetz (BilMoG) erfolgte im Geschäftsjahr 2010/2011. Aufgrund der erstmaligen Anwendung der rechnungslegungsbezogenen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes sind einzelne Bilanzposten nicht mit dem Vorjahr vergleichbar. Die wesentlichen Effekte aufgrund der geänderten Vorschriften des Handelsgesetzbuches sind bei den Erläuterungen der jeweiligen Bilanzposten dargestellt. Auf die Anpassung der Vorjahreszahlen wurde gem. Art. 67 Abs. 8 Satz 2 EGHGB verzichtet. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert. Um die Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Tausend Euro (Tsd €) aufgestellt. Zwischen der MVV Energie AG und den Tochtergesellschaften MVV RHE GmbH, MVV Energiedienstleistungen GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Alpha vierzehn und MVV Alpha fünfzehn besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zwischen der MVV Energie AG, der 24/7 Netze GmbH, der MVV Trading GmbH (vormals: 24/7 Trading GmbH) und der SECURA Energie GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Die Rechtsbeziehungen zwischen der MVV Energie AG, der MVV GmbH, der MVV RHE GmbH und anderen Gesellschaften der MVV Gruppe werden durch diverse Verträge definiert. Die MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in der MVV Energie Gruppe für den Bereich Versorgung. Verträge bestehen mit der MVV RHE GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV O&M GmbH, MVV Energiedienstleistungen GmbH Mitte, MVV Trading GmbH (vormals: 24/7 Trading GmbH), MVV Energiedienstleistungen Regional GmbH, 24/7 Insurance GmbH, MVV Umwelt Ressourcen GmbH, MVV Umwelt Asset GmbH (vormals: MVV BioPower GmbH), MVV Grünenergie GmbH sowie der MVV Energiedienstleistungen GmbH. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, werden die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse ab dem Geschäftsjahr 2010/11 passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände aufgelöst. Im Vorjahr wurden die empfangenen Ertragszuschüsse von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Für Ertragszuschüsse, die bis zum Geschäftsjahr 2003/04 zugeflossen sind, erfolgt die Auflösung jährlich mit 5% der Ursprungsbeträge. Für Ertragszuschüsse, die nach dem Geschäftsjahr 2003/04 geleistet wurden, erfolgt die Auflösung entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände. Bis zum Vorjahr waren die Auflösungsbeträge bei den Abschreibungen gekürzt; seit dem Berichtsjahr erfolgt der Ausweis unter den Umsatzerlösen. Investitionsförderungen werden wie im Vorjahr von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der zugehörigen Wirtschaftsgüter abgesetzt. Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem Geschäftsjahr 2009/10 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände beibehalten. scroll
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter 150 Euro werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und 1 000 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst und einheitlich mit 20% jährlich abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Roh-, Hilfs-, und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung von unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen saldiert, entsprechend wird mit den zughörigen Erträgen und Aufwendungen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen, versicherungsmathematisch zu bewertenden personalbezogenen Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit – Methode) bewertet und mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 5,13% abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftige Gehaltsentwicklung mit 2,5% und Rententrends mit 1,0% berücksichtigt. Den Berechnungen wurden die Richttafeln Heubeck 2005G zugrunde gelegt. Im Rahmen der Erstanwendung von BilMoG wurde vom Verteilungswahlrecht des Zuführungsbetrages zu den Rückstellungen für Pensionen und ähnlichen Verpflichtungen nach Art. 67 Abs. 1 Satz 1 EGHGB kein Gebrauch gemacht. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr, die aufgrund der geänderten Bewertung nach BilMoG aufgelöst werden müssen und bis spätestens 2024 wieder zugeführt werden müssen, werden beibehalten. Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung, für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung der Organgesellschaften und steuerlicher Verlustvorträge ermittelt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Rückstellungen für Pensionen und sonstigen langfristigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertsansätzen im Sachanlagevermögen. Für die Berechnung wird ein Steuersatz von 30 % herangezogen. Er ergibt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem konzerndurchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 14 %. Aus der Bewertung der Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung, die aufgrund des eingeräumten Wahlrechts in § 274 HGB, nicht bilanziert wird. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Soweit den Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt seit dem Berichtsjahr die Umrechnung bei Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom-, Gas- und Kohlegeschäften sowie Emissionsrechte und Öl-Produkten zu reduzieren und Zins- und Währungsrisiken abzusichern. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich im Wesentlichen um Swaps und Termingeschäfte auf Commodities sowie Zins- und Währungsswaps und Swaps über Co2-Zertifikate. Derivate werden für die Zwecke des Preis- und Mengenrisikomanagements eingesetzt und soweit möglich als Bewertungseinheiten mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweiligen Bewertungseinheit negativ, so wird für den hieraus drohenden Verlust dem Vorsichtsprinzip entsprechend Vorsorge durch eine entsprechende Rückstellung aus Bewertungseinheiten getroffen. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte der jeweiligen Bewertungseinheit positiv, so bleibt dieser unberücksichtigt. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert in der Regel dem Marktwert zum Stichtag. Soweit die Marktwerte der Derivate nicht verlässlich feststellbar sind, wird der Zeitwert anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle und –methoden (z.B. Discounted Cashflow Methode, Mark–to-Market-Modell) ermittelt. Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven und Commodity-Terminpreise die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar. Erläuterungen zur Bilanz1 Immaterielle VermögensgegenständeDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 37). 2 SachanlagenDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 38). Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen. Die von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten erhaltenen Investitionsförderungen belaufen sich zum 30. September 2011 auf 94 940 Tsd Euro. Die im Vorjahr zum Bilanzstichtag von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten kumulierten Ertragszuschüsse in Höhe von 34 749 Tsd Euro werden im Berichtsjahr (34 150 Tsd Euro) unter dem Passivposten empfangene Ertragszuschüsse ausgewiesen. Dadurch ist der Wert des Sachanlagevermögens nicht mit dem des Vorjahrs vergleichbar. Der mit dem aktuellen Bilanzstichtag vergleichbare Wert des Sachanlagevermögens zum 30. September 2010 beträgt 288.545 Tsd Euro. Der Vorjahreswert wurde nicht angepasst. 3 FinanzanlagenDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 39). Die vollständige Anteilsliste ist Bestandteil des Anhangs wird als Anlage dargestellt. 4 Vorrätescroll
5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgelesene Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 355,0 Mio Euro (Vorjahr 342,1 Mio Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 273,1 Mio Euro (Vorjahr 244,9 Mio Euro). Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 9,8 Mio Euro (Vorjahr 16,4 Mio Euro). Die gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten 1,7 Mio EUR (Vorjahr 2,2 Mio EUR) Forderungen gegenüber der Stadt Mannheim. Im Vorjahr wurden die Forderungen gegen die Stadt Mannheim separat dargestellt. Die Vorjahreswerte wurden angepasst. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 102,2 Mio Euro (Vorjahr 86,0 Mio Euro) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 82,1 Mio Euro (Vorjahr 67,3 Mio Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 11,0 Mio Euro (Vorjahr 4,6 Mio Euro) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 0,1 Mio Euro (Vorjahr 0,0 Mio Euro). Im Vergleich zum Vorjahr verringerten sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere aufgrund des Wegfalls der im Vorjahreswert enthaltenen kurzfristigen Geldanlagen (Berichtsjahr 0 Mio Euro, Vorjahr 65,0 Mio Euro). 6 Flüssige MittelDie Flüssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. 7 RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus abgegrenzten Ausgaben für Gaspreissicherungsgeschäfte (Swaps) und Urlaubsgeld. 8 Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennwert von je 2,56 Euro. Die Stadt Mannheim hält zum 30. September 2011 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 % und die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 15,1 % der Aktien. Die übrigen 18,5 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Genehmigtes Kapital II: Die Hauptversammlung hat den Vorstand mit Beschluss vom 10. März 2006 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital der Gesellschaft bis zum 9. März 2011 unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre durch Ausgabe neuer, auf den Namen lautender Stückaktien gegen Bareinlage einmalig oder mehrmals um bis zu 3 400 000 Euro zu erhöhen, um die neuen Aktien ab 2006 unmittelbar oder nach Zeichnung durch ein Kreditinstitut und Rückerwerb durch die Gesellschafter an Arbeitnehmer der MVV Energie AG sowie an Arbeitnehmer ausgewählter, mit ihr verbundenen Unternehmen auszugeben. Die Ermächtigung des Vorstands betrug zum Bilanzstichtag des Vorjahres nach teilweiser Ausschöpfung noch 3 237 977,60 Euro. Von dieser Ermächtigung wurde im Berichtsjahr kein weiterer Gebrauch gemacht. Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 16,87 Mio Euro, das sind 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht. 9 Gewinnrücklagenscroll
Der Betrag, der gemäß § 58 Abs. 2 AktG aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde beträgt 33,0 Mio Euro. 10 BilanzgewinnDurch den Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 18. März 2011 wurden 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet und der Rest des Bilanzgewinns zum 30. September 2010 in Höhe von 40 000 Tsd Euro auf neue Rechnung vorgetragen. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2010/11 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,90 Euro je Stückaktie (insgesamt 59 316 Tsd Euro). Die Hauptversammlung entscheidet am 16. März 2012 über die Höhe und Zahlung der Dividende. 11 Empfangene ErtragszuschüsseDer Posten Empfangene Ertragszuschüsse resultiert aus von Kunden vereinnahmten Baukostenzuschüssen. Die empfangenen Ertragszuschüsse in Höhe von 34 150 Tsd Euro sind zur Verbesserung der Klarheit in einem separaten Posten auf der Passivseite ausgewiesen. Im Vorjahr wurden die Ertragszuschüsse (34 749 Tsd Euro) von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Der Betrag der aufgelösten Ertragszuschüsse beträgt im Berichtsjahr 3 926 Tsd Euro (Vorjahr 4 106 Tsd Euro). 12 Rückstellungenscroll
Aus der Neubewertung der Pensionsrückstellungen nach BilMoG zum 1. Oktober 2010 ergab sich eine um 685 Tsd Euro höhere Verpflichtung, die im Berichtsjahr vollständig über die außerordentlichen Aufwendungen zugeführt wurde. Die Steuerrückstellung betrifft die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbeertragsteuer. In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Vorsorgebeträge für Personalverpflichtungen enthalten. Zusätzlich sind hier Kosten aus Energielieferungen, Kosten für vertragliche Verpflichtungen, Rückstellungen für noch abzurechnende Energie- und Wasserlieferungen sowie Rückstellungen für nicht abgerechnete Leistungen von Dritten, Restrukturierungs- und EEG-Kosten enthalten. Aus der Inanspruchnahme des Beibehaltungswahlrechts nach Art. 67 Abs. 1 Satz 2 EGHGB resultiert eine Überdotierung der sonstigen Rückstellungen in Höhe von 225 Tsd Euro. Zur Sicherung von Guthaben aus Arbeitszeitkonten hat MVV Energie AG die erforderlichen Mittel für die Mitarbeiter treuhänderisch angelegt. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen. Das Fondsguthaben beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 1 542 Tsd Euro. Gemäß § 246 (2) HGB wird es mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern verrechnet. Die zugehörigen in der Gewinn- und Verlustrechnung verrechneten Erträge und Aufwendungen betragen 32 Tsd Euro. 13 Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 33,0 Mio Euro (Vorjahr 44,0 Mio Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 146,7 Mio Euro (Vorjahr 171,0 Mio Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 1,5 Mio Euro (Vorjahr 1,3 Mio Euro) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,2 Mio Euro (Vorjahr 0,3 Mio Euro). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim in Höhe von 3,0 Mio Euro (Vorjahr 1,8 Mio Euro) enthalten. Im Vorjahr wurden die Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim in einer separaten Position ausgewiesen. Der Vorjahreswert wurde angepasst. 14 RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus erhaltenen Zahlungen für künftige Erträge. Haftungsverhältnisse/ sonstige finanzielle Verpflichtungen/Außerbilanzielle GeschäfteBürgschaften in Höhe von 316,8 Mio Euro (Vorjahr 103,2 Mio Euro) wurden zugunsten unserer Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften übernommen. Für unsere Tochtergesellschaft MVV Energiedienstleistungen GmbH West wurde eine Patronatserklärung für alle gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche derer Lieferanten abgegeben, die im Zuge der Verschmelzung der MVV Energiedienstleistungen GmbH West zum 1. Oktober 2010 auf die MVV Energiedienstleistungen Regional GmbH übergegangen ist. Auf Basis der durch das Risikomanagementsystem bei der Bewertung dieser Risiken bis zum Bilanzaufstellungstag gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass sämtliche Verpflichtungen durch unsere Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften selbst erfüllt werden können. Es besteht insofern ein geringes Risiko, dass wir aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen werden. Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 31,2 Mio Euro, davon entfallen 15,7 Mio Euro auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen. Der aus mehrjährig abgeschlossenen Leasing- und Mietverträgen resultierende Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 2,0 Mio Euro (davon verbundene Unternehmen 0 Mio Euro). Zur Absicherung zusätzlicher Altersversorgungsleistungen sind die Mitarbeiter der MVV Energie AG bei der Zusatzversorgungskasse ZVK versichert. Der Barwert dieser Verpflichtungen wird nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren („Projected Unit Credit― – Methode) ermittelt und mit dem von der Bundesbank veröffentlichten fristgerechten Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 5,13% abgezinst. Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftige Gehaltsentwicklung mit 2,5% und Rententrends mit 1,0% berücksichtigt. Den Berechnungen wurden die Richttafeln Heubeck 2005G zugrunde gelegt. Der ermittelte Barwert liegt 108,0 Mio Euro (Vorjahr 103,7 Mio Euro) über dem bei der Zusatzversorgungskasse bilanzierten anteilig auf MVV Energie AG entfallenen Deckungskapital. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung15 Umsatzerlöse ohne Strom- und ErdgassteuerDie im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Unter der Position sonstige Umsatzerlöse sind Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 3 926 Tsd Euro enthalten. Im Vorjahr wurden die Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 4 106 Tsd Euro bei den Abschreibungen gekürzt. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. 16 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträgen beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 8,2 Mio Euro (Vorjahr 14,1 Mio Euro), im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (4,0 Mio Euro) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (2,0 Mio Euro). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 433 Tsd Euro enthalten. 17 Materialaufwandscroll
18 Personalaufwandscroll
scroll
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(berechnet auf der Basis der monatlichen
Endbestände) 19 Abschreibungenscroll
Im Berichtsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen (Vorjahr 0,4 Mio Euro). Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem Geschäftsjahr 2009/10 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2010/11 im Vergleich zur linearen Abschreibung eine um 4,3 Mio Euro höhere Abschreibung. Bei den Abschreibungen auf Sachanlagen des Vorjahres sind Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 4.106 Tsd Euro gekürzt. Im Berichtsjahr werden die Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 3 926 Tsd Euro in den sonstigen Umsatzerlösen ausgewiesen. Der Vorjahreswert wurde nicht angepasst. 20 Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Konzessionsabgaben in Höhe von 19,8 Mio Euro (Vorjahr 19,5 Mio Euro) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 4,6 Mio Euro (Vorjahr 0,8 Mio Euro) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen resultieren im Wesentlichen aus der Ausbuchung von Forderungen. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 755 Tsd Euro enthalten. 21 Finanzergebnisscroll
Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 746 Tsd Euro. 22 Außerordentliche AufwendungenDie außerordentlichen Aufwendungen resultieren ausschließlich aus der erstmaligen Anwendung der neuen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung (685 Tsd Euro) und Zuführungen zur Jubiläumsrückstellung (13 Tsd Euro). 23 Steuernscroll
In den Steuern von Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuern in Höhe von 4,0 Mio Euro (Vorjahr 2,2 Mio Euro) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Sonstige Angaben und AnlagenAngaben § 6b EnWGDie MVV Energie AG hat im Geschäftsjahr 20010/11 wesentliche Geschäfte im Sinne des § 6b Abs. 2 EnWG im Rahmen der Verträge mit der 24/7 Netze GmbH, die mit Wirkung zum 1. Oktober 2006 die Netze der MVV Energie AG verwaltet, betreibt und instand hält, abgeschlossen. Diesbezüglich bestehen mit der 24/7 Netze GmbH insbesondere Pachtverträge für die Netz- und Messinfrastruktur sowie Betriebsführungsverträge für die Sparten Strom, Gas, Fernwärme und Wasser. Weiterhin bestehen Cash-Pool-Verträge mit der MVV RHE GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV O&M GmbH, MVV Energiedienstleistungen GmbH Mitte, MVV Trading GmbH (vormals: 24/7 Trading GmbH), MVV Energiedienstleistungen Regional GmbH, 24/7 Insurance GmbH, MVV Umwelt Ressourcen GmbH, MVV Umwelt Asset GmbH (vormals: MVV BioPower GmbH), MVV Grünenergie GmbH sowie MVV Energiedienstleistungen GmbH. Die Cash-Pool-Konten werden marktüblich verzinst. In der internen Rechnungslegung werden für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors jeweils getrennte Konten geführt und eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung erstellt. Für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG werden getrennte Konten geführt. Finanzderivate und Bewertungseinheitenscroll
Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Commodity-, Zins- und Währungsrisiken ein. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Termingeschäfte (Futures und Forwards), Zins- und Währungsswaps und Swaps auf die Commodities Strom, Gas, Öl, Kohle und Emissionsrechte. Für Strom sind in Bewertungseinheiten ausschließlich erwartete und bereits kontrahierte Liefer- und Bezugsverträge mit Drittkunden bzw. aus Kraftwerken und Handelsgeschäfte mit der MVV Trading GmbH (vormals: 24/7 Trading GmbH) mit physischer oder finanzieller Erfüllung zusammengefasst. Für zum Bilanzstichtag drohende Verpflichtungsüberschüsse innerhalb dieser Bewertungseinheiten erfolgt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Ausweis unter den Rückstellungen aus Bewertungseinheiten. Sofern keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden Verpflichtungsüberschüsse als Drohverlustrückstellung ausgewiesen. Im Bereich der Stromtarif- und -gewerbekunden wurden Portfolio-Bewertungseinheiten bzw. bei Back to Back-Geschäften Mikro-Bewertungseinheiten aufgebaut. Die Portfolio-Bewertungseinheiten sind nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt, in welchen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme ausgeglichen haben und künftig voraussichtlich ausgleichen werden. Für das Stromerzeugungsportfolio wurden ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet. Dies betrifft sowohl die Erzeugung aus eigenen Kraftwerken sowie den Bezug aus Fremdkraftwerken. Die zur Absicherung des Clean Dark Spread eingesetzten Sicherungsinstrumente (Stromterminverkäufe und Kohleswaps zur Rohstoffpreissicherung) wurden gemeinsam mit dem Grundgeschäft (prognostizierte Strommengen aus Kraftwerk) in einer Makro-Bewertungseinheit zusammengefasst. Im Bereich Gas sind analog zum Strombereich Portfolio-Bewertungseinheiten für Tarif- und Gewerbekunden gebildet, welche gleichermaßen nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt sind. Für Gewerbekunden bei welchen eine eindeutige Zuordnung der Absatz- und Bezugsverträge (Back to Back) möglich ist, wurden Mikro-Bewertungseinheiten gebildet. Weiterhin sind Bewertungseinheiten jeweils für Emissionszertifikate gebildet. Grundgeschäfte sind die jeweils kontrahierten Absatzverträge mit Drittkunden. Diesen Grundgeschäften sind zur Absicherung Swap- und Termingeschäfte in Mikro-Bewertungseinheiten gegenübergestellt. Zur Gaspreissicherung eingesetzte HEL-Swaps sind in einem separaten Portfolio zur Sicherung der Preisrisiken (Teilrisiken) aus den Gasbezugsverträgen erfasst und als Portfolio-Bewertungseinheit mit den aus den Bezugsverträgen resultierenden Teilrisiken abgebildet. Zur Absicherung von Zinsrisiken aus der Finanzierung von Investitionen und von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Darlehensaufnahmen wurden Forward-Payer-Zinsswaps abgeschlossen. Der Teil der Grundgeschäfte mit Zinsänderungsrisiken ist bei Vorliegen der Voraussetzungen mit den gegenläufigen Effekten aus den Zinsderivaten zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Die Nettowährungspositionen aus operativen und finanziellen Grundgeschäften in fremder Währung sind mit gegenläufigen Devisensicherungsgeschäften je Währungseinheit bei Vorliegen der Voraussetzungen zu Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Das Gesamtvolumen der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 55,7 Mio Euro. Dem stehen positive Marktwerte in Höhe von 115,8 Mio Euro gegenüber. Das Gesamtvolumen der mit der Bewertungseinheit abgesicherten Risiken (Saldo aus positiven und negativen Marktwerten der Grund- und Sicherungsgeschäfte) stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Bewertungseinheiten betreffen Portfolio-Hedges mit einem Zeitwert von 22,1 Mio Euro, Makro-Hedges mit einem Zeitwert von 30,3 Mio Euro sowie Mikro-Hedges (0,0 Mio Euro). In die Bewertungseinheiten sind antizipative Strom- und Gasabsatzgeschäfte in Höhe von 72,4 Mio Euro (Strom) und 45,7 Mio Euro (Gas) sowie antizipative Darlehen in Höhe von 204,7 Mio Euro einbezogen. Bei den in Portfolio-Bewertungseinheiten einbezogenen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wurden Planabsatzmengen an Strom- und Gaskunden sowie Bezugsmenge aus dem Energiehandel und fremden Kraftwerken berücksichtigt. Prospektiv ist von einer hohen Wirksamkeit aller Sicherungsbeziehungen auszugehen, da sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen werden. Die in den Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preisindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschäft übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit demselben Warenpreisrisiko unterliegen wie die Grundgeschäfte. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte sind über einen Zeitraum von 4 Jahren gesichert. Zur Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designationszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Für Bewertungseinheiten, bei welchen ein 1:1 Beziehung zwischen dem Bezugs- und Absatzvertrag besteht (Mikrobewertungseinheiten) wird auf eine quantitative Ermittlung der Wirksamkeit, soweit alle wesentlichen Vertragsparameter (Liefermengen, Lieferzeitpunkte, Preise etc.) von Grund- und Sicherungsgeschäfte übereinstimmen, verzichtet. Zum 30. September 2011 wurden keine Rückstellungen aus Bewertungseinheiten gebildet. Alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden sind vollumfänglich in Bewertungseinheiten einbezogen. KonzernbeziehungenDie MVV Energie AG, mit Sitz in Mannheim, erstellt den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht für den kleinsten Kreis von Unternehmen. Für den größten Kreis von Unternehmen wird ein Konzernabschluss von der MVV GmbH, Mannheim aufgestellt. Die Konzernabschlüsse und Konzernlageberichte werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen hinsichtlich der Bilanzierung des Anlagevermögens, der derivativen Finanzinstrumente sowie der latenten Steuern. Honorare des AbschlussprüfersEs erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Zusammengefasster LageberichtDer Lagebericht der MVV Energie AG wird zusammen mit dem Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 3 HGB im Konzernabschluss dargestellt. Vorstand der MVV Energie AGDr. Georg Müller Vorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten Matthias Brückmann Vertrieb Dr. Werner Dub Technik Hans-Jürgen Farrenkopf Personal Aufsichtsrat der MVV Energie AGDr. Peter Kurz (Vorsitzender) Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Peter Dinges 1 (stellvertretender Vorsitzender) Vorsitzender des MVV Konzernbetriebsrats Johannes Böttcher 1 Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG Holger Buchholz 1 (bis 18. März 2011) Gewerkschaftssekretär ver.di Kiel Werner Ehret 1 (bis 18. März 2011) Betriebsrat der MVV Energie AG Peter Erni 1 (seit 18. März 2011) Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar Detlef Falk 1 Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Dr. Manfred Fuchs (bis 18. März 2011) Stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrats FUCHS PETROLUB AG, Mannheim Dr. Stefan Fulst-Blei Mitglied des Landtags Baden-Württemberg Reinhold Götz 1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim Hans-Peter Herbel 1 (bis 18. März 2011) Kaufmännischer Sachbearbeiter der MVV Energie AG Prof. Dr. Egon Jüttner Mitglied des Deutschen Bundestags Gunter Kühn 1 Leiter des Bereichs Personal und Soziales der MVV Energie AG Antje Mohr 1 (seit 18. März 2011) Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel Dr. Lorenz Näger (seit 18. März 2011) Mitglied des Vorstands der HeidelbergCementAG Barbara Neumann 1 Vorsitzende des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Wolfgang Raufelder Mitglied des Landtags Baden-Württemberg Sabine Schlorke 1 (bis 18. März 2011) Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar Uwe Spatz 1 Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG Christian Specht Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim Dr. Dieter Steinkamp Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln Carsten Südmersen Unternehmensberater Katja Udluft 1 (seit 18. März 2011) Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar Heinz-Werner Ufer Diplom-Ökonom Jürgen Wiesner 1 (seit 18. März 2011) Betriebsrat der MVV Energie AG Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert dargestellt. Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats MVV Energie AG zum 30. September 2011scroll
Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG der Vorstände der MVV Energie AG zum 30. September 2011scroll
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Die 24/7 Trading GmbH wurde mit Wirkung zum
1. Oktober 2011 in MVV Trading GmbH umbenannt Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG der Mitglieder des Aufsichtsrats der MVV Energie AG zum 30. September 2011scroll
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Die 24/7 Trading GmbH wurde mit Wirkung zum
1. Oktober 2011 in MVV Trading GmbH umbenannt Mitteilungen nach § 21 WpHGIn den Vorjahren wurden uns folgende Mitteilungen bekanntgegeben: Die MVV Verkehr AG ist ein 99,99-prozentiges Tochterunternehmen der MVV GmbH. Die vorliegende Mitteilung nach § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG der MVV GmbH lautet wie folgt: „Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG am 5. Oktober 2002 die Schwelle von 50 % weiterhin überschritten hat und weiterhin 72,8 % beträgt, diese Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1, S. 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen. “ Die vorliegende Mitteilung nach § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG der MVV GmbH in Vertretung der MVV Verkehr AG lautet wie folgt: „Die MVV GmbH hat uns in Vertretung der MVV Verkehr AG gemäß § 21 Abs. 1, 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der MVV Verkehr AG mit Sitz in Mannheim seit dem 5. Oktober 2002 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun insgesamt 72,8 % beträgt. “ Folgende Meldung der Stadt Mannheim ist uns zugegangen: „Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 Satz1 WpHG mit, dass uns am 1. April 2002 72,8 % der Stimmrechte an der MVV Energie AG zustehen. Diese Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. “ Zwischenzeitlich betragen die Stimmrechtsanteile zum 30. September 2010 bei der Stadt Mannheim mittelbar über die MVV GmbH und über die MVV Verkehr AG 50,1 %. Folgende Meldung der GEW Köln AG, Köln, Deutschland ist uns zugegangen: „Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der GEW Köln AG, Köln, an der MVV Energie AG am 11. Oktober 2007 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,10 % (8.981.315 Stimmrechte) beträgt. Dieser Stimmrechtsanteil wird uns gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über unsere Tochtergesellschaft RheinEnergie AG zugerechnet. “ Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Stadtwerke Köln GmbH, Köln, Deutschland, zugegangen ist: „Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Stadtwerke Köln GmbH, Köln, an der MVV Energie AG am 11. Oktober 2007 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,10 % (8.981.315 Stimmrechte) beträgt. Dieser Stimmrechtsanteil wird uns gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): RheinEnergie AG, GEW Köln AG. “ Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Stadt Köln, Deutschland, zugegangen ist: „Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Stadt Köln an der MVV Energie AG am 11. Oktober 2007 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,10 % (8.981.315 Stimmrechte) beträgt. Dieser Stimmrechtsanteil wird der Stadt Köln gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): RheinEnergie AG, GEW Köln AG, Stadtwerke Köln GmbH. “ Die RheinEnergie AG mit Sitz in Köln (Deutschland) hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 11. Oktober 2007 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,10 % (8.981.315 Stimmrechte) betrug. Die vorliegende Mitteilung nach § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG der Energie Baden-Württemberg Aktiengesellschaft, Karlsruhe (EnBW AG) lautet wie folgt: „Wir, die Energie Baden-Württemberg Aktiengesellschaft, Durlacher Allee 93, 76131 Karlsruhe teilen mit, dass wir am 23. Dezember 2004 die Schwellen von 5 % und 10 % der Stimmrechte an der MVV Energie AG mit Sitz in Mannheim überschritten haben und seither 15,05 % der Stimmrechte halten (§ 21 Abs. 1 WpHG). Dies entspricht 7 630 282 Stimmen. “ Folgende Mitteilung der E.D.F. International S.A., Paris, ist uns zugegangen: „Hiermit teilen wir Ihnen sowohl im eigenen Namen als auch im Auftrag und in Vollmacht der Electricité de France, Paris, diese ihrerseits handelnd im eigenen Namen und im Namen der Republik Frankreich, gem. § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der E.D.F. International, der Electricité de France und der Republik Frankreich an der MVV Energie AG am 23. Dezember 2004 die Schwellen von 5 % und 10 % der Stimmrechte überschritten hat und seither 15,05 % (7.630.282 Stimmrechte) beträgt. Die Stimmrechte werden direkt von der Energie Baden-Württemberg AG gehalten und sind der E.D.F. International, der Electricité de France und der Republik Frankreich gem. § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen“. Die OEW Energie-Beteiligungs GmbH hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Dezember 2004 die Schwellen von 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 15,05 % (7.630.282 Stimmrechte) betrug, die ihr gemäß §§ 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG iVm 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 2 WpHG über die EnBW AG und dem Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke zuzurechnen sind. In 2006 wurde zwischen der OEW Beteiligungsgesellschaft mbH, Biberach, und der OEW Energie Beteiligungs GmbH, Ulm, ein Verschmelzungsvertrag in der Form eines „down-stream-merger“ geschlossen. Die Verschmelzung wurde zum 1. Januar 2006 durchgeführt. Der Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 23. Dezember 2004 die Schwellen von 5 % und 10 % überschritten hat und zu diesem Tag 15,05 % (7.630.282 Stimmrechte) betrug. Die Stimmrechte werden direkt von der EnBW AG gehalten und sind dem Zweckverband gem. § 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen. Deka International S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 26. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,9787 % (645.000 Stimmrechte) beträgt. Allianz Global Investors Luxembourg S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 13. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,62 % (1.725.000 Stimmrechte) beträgt. Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, zugegangen ist: Barclays plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz und unterschritt die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Juli 2010 und hielt an diesem Tag mittelbar 2,31 % der Stimmrechte (1.521.012 stimmberechtigte Aktien) der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc, London, England, zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz und unterschritt die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Juli 2010 und hielt an diesem Tag mittelbar 2,31 % der Stimmrechte (1.521.012 stimmberechtigte Aktien) der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays Bank plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd., London, England, zugegangen ist: Barclays Capital Securities Limited, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz und unterschritt die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 15. Juli 2010 und hielt an diesem Tag unmittelbar 2,31 % der Stimmrechte (1.521.012 stimmberechtigte Aktien) der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Sal. Oppenheim jr. Cie. KGaA, Köln, Deutschland zugegangen ist: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an MVV Energie AG, Mannheim, Deutschland, am 2. November 2007 die Schwellen von 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Sal. Oppenheim jr. & Cie. S.C.A., Luxemburg, zugegangen ist: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an MVV Energie AG, Mannheim, Deutschland, am 2. November 2007 die Schwellen 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0 % (0 Stimmrechte) beträgt. Die Stimmrechte wurden uns dabei über die von uns kontrollierte Sal. Oppenheim jr. Cie. KGaA, Köln, zugerechnet. Im Berichtsjahr haben wir bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses folgende Mitteilungen erhalten: Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Barclays plc, London, England, zugegangen ist: Barclays plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2011 und hielt an diesem Tag mittelbar 2,83 % der Stimmrechte (1.864.666 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2011 und hielt an diesem Tag mittelbar 2,83 % der Stimmrechte (1.864.666 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Barclays Bank plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd zugegangen ist: Barclays Capital Securities Ltd, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 6. Oktober 2011 und hielt an diesem Tag unmittelbar 2,83 % der Stimmrechte (1.864.6665 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Barclays plc, London, England, zugegangen ist: Barclays plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. August 2011 und hielt an diesem Tag mittelbar 4,98 % der Stimmrechte (3.281.735 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. August 2011 und hielt an diesem Tag mittelbar 4,98 % der Stimmrechte (3.281.735 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Barclays Bank plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd zugegangen ist: Barclays Capital Securities Ltd, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 29. August 2011 und hielt an diesem Tag unmittelbar 4,98 % der Stimmrechte (3.281.735 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Barclays plc, London, England, zugegangen ist: Barclays plc, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Juli 2011 und hielt an diesem Tag mittelbar 6,474 % der Stimmrechte (4.267.040 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Juli 2011 und hielt an diesem Tag mittelbar 6,474 % der Stimmrechte (4.267.040 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Barclays Bank plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd zugegangen ist: Barclays Capital Securities Ltd, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 8. Juli 2011 und hielt an diesem Tag unmittelbar 6,474 % der Stimmrechte (4.267.040 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim. Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Barclays plc, London, England, zugegangen ist: Barclays plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Juli 2011 und hielt an diesem Tag mittelbar 4,798 % der Stimmrechte (3.162.040 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Juli 2011 und hielt an diesem Tag mittelbar 4,798 % der Stimmrechte (3.162.040 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays Bank plc, London, England, wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd zugegangen ist: Barclays Capital Securities Limited, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Juli 2011 und hielt an diesem Tag unmittelbar 4,798 % der Stimmrechte (3.162.040 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Hiermit geben wir bekannt, dass uns im Zusammenhang mit dem Erwerb der EnBW Energie Baden-Württemberg AG-Anteile der EDF INTERNATIONAL S.A., Paris, Frankreich, durch das Land Baden-Württemberg folgende Mitteilung der NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland (die "Mitteilende"), zugegangen ist: Am 5. April 2011 wurde die von der NECKARPRI GmbH an der EnBW Energie Baden-Württemberg AG gehaltene Beteiligung in die Mitteilende zugunsten der Kapitalrücklage eingebracht (die "Einbringung"), der damit erstmals Stimmrechte der MVV Energie AG (die "Emittentin") im Sinne des § 22 WpHG zuzurechen waren. Der Erwerb von Stimmrechten der Emittentin erfolgte ausschließlich als Folge der Einbringung im Wege der Zurechnung von Stimmrechten aus Aktien, die von einem Tochterunternehmen der Mitteilenden gehalten werden (§ 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG). Mit Telefax vom 6. April 2011 haben wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 Satz 1 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der Mitteilenden an der Emittentin am 5. April 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat. Hinsichtlich der dem Erwerb der Stimmrechte verfolgten Ziele teilen wir Ihnen gemäß § 27a Abs. 1. Satz 1, 3 WpHG mit,
Hinsichtlich der Herkunft der für den Erwerb der Stimmrechte verwendeten Mittel teilen wir gemäß § 27a Abs. 1 Satz 4 WpHG mit, dass der Erwerb von Stimmrechten lediglich als Folge der Einbringung einer Beteiligung im Wege der Zurechnung von Stimmrechten erfolgte. Die Mitteilende hat keine Eigen- oder Fremdmittel zur Finanzierung des Erwerbs der Stimmrechte aufgewendet. Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgender Widerruf der Mitteilung der Barclays plc, London, England, vom 29. März 2011 (veröffentlicht am 30. März 2011) zugegangen ist: Barclays plc, London, England, teilte am 29. März 2011 irrtümlich mit, dass sich ihr Beteiligungsbesitz am 24. März 2011 unter die Schwelle von 5 % verringert hat. Der Beteiligungsbesitz von Barclays wurde nicht unter die Schwelle von 5 % verringert. Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG hielt Barclays plc am 24. März 2011 mittelbar 7.066 % der Stimmrechte (4.657.089 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgender Widerruf der Mitteilung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc vom 29. März 2011 (veröffentlicht am 30. März 2011) zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, teilte am 29. März 2011 irrtümlich mit, dass sich ihr Beteiligungsbesitz am 24. März 2011 unter die Schwelle von 5 % verringert hat. Der Beteiligungsbesitz von Barclays Bank plc wurde nicht unter die Schwelle von 5 % verringert. Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG hielt Barclays Bank plc am 24. März 2011 mittelbar 7.066 % der Stimmrechte (4.657.089 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays Bank plc, London, England, wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgender Widerruf der Mitteilung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd vom 29. März 2011 (veröffentlicht am 30. März 2011) zugegangen ist: Barclays Capital Securities Ltd, London, England, teilte am 29. März 2011 irrtümlich mit, dass sich ihr Beteiligungsbesitz am 24. März 2011 unter die Schwelle von 5 % verringert hat. Der Beteiligungsbesitz von Barclays Capital Securities Ltd wurde nicht unter die Schwelle von 5 % verringert. Gemäß § 21 Abs. 1 WpHG hielt Barclays Capital Securities Ltd am 24. März 2011 unmittelbar 7.066 % der Stimmrechte (4.657.089 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Hiermit geben wir bekannt, dass uns im Zusammenhang mit dem Erwerb der EnBW Energie Baden-Württemberg AG-Anteile der EDF INTERNATIONAL S.A., Paris, Frankreich, durch das Land Baden-Württemberg folgende Meldung zugegangen ist: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der NECKARPRI -Beteiligungsgesellschaft mbH i.Gr., Stuttgart, Deutschland, an der MVV Energie AG mit Sitz am Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 5. April 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat. Der Stimmrechtsanteil der NECKARPRI - Beteiligungsgesellschaft mbH i.Gr. beträgt zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der MVV Energie AG 15,05 % (Stimmrechte aus 9.921.106 Stammaktien an der MVV Energie AG). Die MVV Energie AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Der NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH i.Gr. sind 15,05 % der Stimmrechte (Stimmrechte aus 9.921.106 Stammaktien an der MVV Energie AG) gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr.1 WpHG zuzurechen. Die der NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH i.Gr. zugerechneten Stimmrechte werden unmittelbar durch die EnBW Energie Baden-Württemberg AG gehalten, bei der es sich um ein von der NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH i.Gr. kontrolliertes Unternehmen handelt Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Barclays plc, London, England, zugegangen ist: Barclays plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24. März 2011 und hielt an diesem Tag 4,465 % der Stimmrechte (2.942.723 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24. März 2011 und hielt an diesem Tag 4,465 % der Stimmrechte (2.942.723 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays Bank plc, London, England, wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd zugegangen ist: Barclays Capital Securities Limited, London, England, verringerte ihren Beteiligungsbesitz unter die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 24. März 2011 und hielt an diesem Tag unmittelbar 4,465 % der Stimmrechte (2.942.723 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Barclays plc, London, England, zugegangen ist: Barclays plc, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. März 2011 und hielt an diesem Tag 7,406 % der Stimmrechte (4.881.341 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. März 2011 und hielt an diesem Tag 7,406 % der Stimmrechte (4.881.341 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays Bank plc, London, England, wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd zugegangen ist: Barclays Capital Securities Limited, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 1. März 2011 und hielt an diesem Tag unmittelbar 7,406 % der Stimmrechte (4.881.341 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Hiermit geben wir bekannt, dass uns im Zusammenhang mit dem Erwerb der EnBW Energie Baden-Württemberg AG-Anteile der EDF durch das Land Baden-Württemberg folgende Meldung der E.D.F. INTERNATIONAL S.A., Paris, Frankreich, der Electricité de France S.A., Paris, Frankreich, sowie der Republik Frankreich, Ministère de l'Economie, des Finances et de l'Industrie, Agence des participations de l'Etat, Paris, Frankreich, zugegangen ist: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der jeweilige Stimmrechtsanteil der E.D.F. INTERNATIONAL S.A., Paris, Frankreich, der Electricité de France S.A., Paris, Frankreich, sowie der Republik Frankreich, Ministère de l'Economie, des Finances et de l'Industrie, Agence des participations de l'Etat, Paris, Frankreich, an der MVV Energie AG, Mannheim, Deutschland, am 17. Februar 2011 jeweils die Schwellen von 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und ihr Stimmrechtsanteil an diesem Tag jeweils 0 % (0 Stimmrechte) betrug. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung des Landes Baden-Württemberg, Körperschaft öffentlichen Rechts, vertreten durch das Finanzministerium Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland, zugegangen ist: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Landes Baden-Württemberg, Körperschaft öffentlichen Rechts, vertreten durch das Finanzministerium Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland, an der MVV Energie AG mit Sitz am Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 17. Februar 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat. Der Stimmrechtsanteil des Landes Baden-Württemberg beträgt zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der MVV Energie AG 15,05 % (Stimmrechte aus 9.921.106 Stammaktien an der MVV Energie AG). Die MVV Energie AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Dem Land Baden-Württemberg sind 15,05 % der Stimmrechte (Stimmrechte aus 9.921.106 Stammaktien an der MVV Energie AG) gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr.1 WpHG zuzurechen. Die dem Land Baden-Württemberg zugerechneten Stimmrechte werden unmittelbar durch die EnBW Energie Baden-Württemberg AG; Karlsruhe, Deutschland, gehalten, bei der es sich um ein von dem Land Baden-Württemberg kontrolliertes Unternehmen handelt. Die Beteiligung des Landes Baden-Württemberg an der EnBW Energie Baden-Württemberg AG wird über die NECKARPRI GmbH, Stuttgart, Deutschland, gehalten, bei der es sich ebenfalls um ein vom Land Baden-Württemberg kontrolliertes Unternehmen handelt. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der NECKARPRI GmbH, Stuttgart, Deutschland, zugegangen ist: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der NECKARPRI GmbH, Stuttgart, Deutschland, an der MVV Energie AG mit Sitz am Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 17. Februar 2011 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat. Der Stimmrechtsanteil der NECKARPRI GmbH beträgt zu diesem Tag in Bezug auf alle Stimmrechte der MVV Energie AG 15,05 % (Stimmrechte aus 9.921.106 Stammaktien an der MVV Energie AG). Die MVV Energie AG hat nur Stammaktien ausgegeben. Der NECKARPRI GmbH sind 15,05 % der Stimmrechte (Stimmrechte aus 9.921.106 Stammaktien an der MVV Energie AG) gemäß § 22 Abs. 1 S. 1 Nr.1 WpHG zuzurechen. Die der NECKARPRI GmbH zugerechneten Stimmrechten werden unmittelbar durch die EnBW Energie Baden-Württemberg AG gehalten, bei der es sich um ein von der NECKARPRI GmbH kontrolliertes Unternehmen handelt. Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Barclays plc, London, England, zugegangen ist: Barclays plc, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. Dezember 2010 und hielt an diesem Tag 3,068 % der Stimmrechte (2.022.122 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. Dezember 2010 und hielt an diesem Tag 3,068 % der Stimmrechte (2.022.122 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays Bank plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Ltd zugerechnet. Barclays Capital Securities Ltd ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, England, namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Ltd zugegangen ist: Barclays Capital Securities Ltd, London, England, erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 3 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 3. Dezember 2010 und hielt an diesem Tag unmittelbar 3,068 % der Stimmrechte (2.022.122 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland . Deka International S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 26. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 0,9787 % (645.000 Stimmrechte) beträgt. Allianz Global Investors Luxembourg S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 13. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,62 % (1.725.000 Stimmrechte) beträgt. Allianz Global Investors Luxembourg S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 8. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % überschritten hat und zu diesem Tag 3,10 % (2.045.000 Stimmrechte) beträgt. Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDer Vorstand erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 2 368 Tsd Euro. Die gesamten Bezüge des Aufsichtsrats beliefen sich im Berichtsjahr auf 473 Tsd Euro (der Betrag ergibt sich aus der taggenauen Abrechnung der Vergütung für die derzeitigen und im Berichtsjahr ausgeschiedenen Mitglieder des Aufsichtsrats). Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 216 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 5 380 Tsd Euro zurückgestellt. Wir verweisen auf die Darstellung des Vergütungsberichts im Lagebericht. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Die vollständige Erklärung ist im Internet www.mvv-investor.de veröffentlicht.
Mannheim, den 11. November 2011 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Brückmann Dr. Dub Farrenkopf Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, 11. November 2011 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Brückmann Dr. Dub Farrenkopf Vorstand Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG der Vorstände der MVV Energie AG zum 30. September 2011scroll
Aufsichtsratsmandate und Mandate in anderen Kontrollgremien im Sinne des § 125 Abs. 1 Satz 5 AktG der Vorstände der MVV Energie AG zum 30. September 2011scroll
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Anlage zum Anhangscroll
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Kapitalanteil gem. § 16 Abs. 4 AktG Tätigkeitsabschlüsse der MVV Energie AG zum 30. September 2011Tätigkeitsabschlüsse nach § 6b Abs. 3 EnWG zum 30.09.2011scroll
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Tätigkeitsabschlüsse gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 30.09.2011Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.10.2010 bis zum 30.09.2011- MVV Energie AG -scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.10.2010 bis zum 30.09.2011- MVV Energie AG -scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für die Zeit vom 1.10.2010 bis zum 30.09.2011- MVV Energie AG -scroll
Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen der MVV Energie AG gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 30. September 2011BilanzAlle Bilanzwerte werden im ersten Schritt direkt den Segmenten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unangemessen hohen Aufwendungen verbunden ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüssel. Die grundsätzlich verwendeten Verteilschlüssel sind in Anlage 1 aufgeführt. AnlagevermögenDie Anlagenspiegel zeigen die Aufgliederungen sowie die Entwicklungen der in den Tätigkeitsbilanzen zusammengefassten Anlagepositionen. Die Vermögensgegenstände des allgemeinen Bereichs wurden anteilig bei den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung berücksichtigt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, werden die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse ab dem Geschäftsjahr 2010/11 passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände aufgelöst. Im Vorjahr wurden die empfangenen Ertragszuschüsse von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzt. Die Vorjahreswerte wurden nicht angepasst. Auf die Erstellung eines separaten Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors wurde verzichtet, da es sich hierbei um unwesentliche Beträge handelt. Hinsichtlich des Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors wird auf den Anlagenspiegel der MVV Energie AG verwiesen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAlle Forderungen in den Tätigkeiten Stromverteilung und Gasverteilung sind innerhalb eines Jahres fällig. VerbindlichkeitenAlle Verbindlichkeiten der Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sind innerhalb eines Jahres fällig. Bei den langfristigen Verbindlichkeiten der sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors verweisen wir auf die Angaben im Anhang der MVV Energie AG. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen TätigkeitsbereichenDie Forderungen gegen andere Tätigkeitsbereiche und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeitsbereichen sind Residualgrößen und gleichen als Verrechnungsposten die Bilanzsummen der Aktiv- und Passivseite aus. Der Ausweis der Residualgrößen in den Tätigkeitsbereichen erfolgt im Berichtsjahr unsaldiert entsprechend der Vorzeichen des Saldos als Aktiv- oder Passivposten. Gewinn- und VerlustrechnungUnter der Position Umsatzerlöse sind im Berichtsjahr Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 3 926 Tsd Euro (hiervon Elektrizitätsverteilung 1 759 Tsd Euro und Gasverteilung 717 Tsd Euro) enthalten. Im Vorjahr wurden die Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 4 106 Tsd Euro (hiervon Elektrizitätsverteilung 1 807 Tsd Euro und Gasverteilung 743 Tsd Euro) bei den Abschreibungen gekürzt. Der Vorjahresausweis wurde nicht angepasst. Die außerordentlichen Aufwendungen resultieren ausschließlich aus der erstmaligen Anwendung der neuen Vorschriften des Bilanzrechtsmodernisierungsgesetzes. Die außerordentlichen Aufwendungen betreffen Aufwendungen aus der Zuführung zur Pensionsrückstellung und Zuführungen zur Jubiläumsrückstellung. Alle Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich mittels Zusatzkontierung auf Kostenstellen und Profitcenter direkt den Aktivitäten zugeordnet. Die Leistungen des allgemeinen Bereichs werden durch differenzierte Umlageschlüssel auf die anderen Aktivitäten umgelegt. Die Position allgemeine Umlagen betrifft sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen aus den Leistungsbeziehungen zwischen den Tätigkeitsbereichen. Haftungsverhältnisse/Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen die sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang der MVV Energie AG.
Mannheim, den 11. November 2011 Vorstand Dr. Müller Brückmann Dr. Dub Farrenkopf Tätigkeit ElektrizitätsverteilungImmaterielle Vermögensgegenstände in Tsd Euroscroll
Tätigkeit ElektrizitätsverteilungSachanlagen in Tsd Euroscroll
Finanzanlagen in Tsd Euroscroll
Tätigkeit GasverteilungImmaterielle Vermögensgegenstände in Tsd Euroscroll
Tätigkeit GasverteilungSachanlagen in Tsd Euroscroll
Finanzanlagenscroll
Anlage 1Grundsätzlich verwendete Verteilschlüsselscroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der MVV Energie AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2010 bis 30. September 2011 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht sowie über die interne Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht sowie in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des zusammengefassten Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsgemäßer Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Entflechtung in der internen Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG hat zu keinen Einwendungen geführt.
Mannheim, den 14. November 2011 PricewaterhouseCoopers Claus Banschbach, Wirtschaftsprüfer Rolf Küpfer, Wirtschaftsprüfer GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand der MVV Energie AG hat am 15.11.2011, der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat am 08.12.2011 beschlossen, der am 16.03.2012 stattfindenden Hauptverversammlung der MVV Energie AG vorzuschlagen, den in der Bilanz zum 30. September 2011 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 99 316 116 Euro wie folgt zu verwenden: scroll
Die Dividende ist am 19. März 2012 zahlbar. |
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