![]() MVV Energie AGMannheimQuartalsfinanzbericht zum 30.09.2013MVV ENERGIE DER ZUKUNFTSVERSORGERFINANZBERICHT 3. QUARTALGESCHÄFTSJAHR 2012/13KENNZAHLEN vom 1.10.2012 bis zum 30.6.2013Kennzahlen des MVV Energie Konzernsscroll
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Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus
Derivaten nach IAS 39, vor Restrukturierungsaufwand und mit Zinserträgen
aus Finanzierungsleasing Das 3. Quartal 2012/13 im Überblick 1. April bis 30. Juni 2013
An unsere AktionäreBRIEF DES VORSITZENDEN DES VORSTANDESSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, sehr geehrte Damen und Herren,die Transformation der Energieversorgung in Deutschland ist eine Generationenaufgabe. Es geht nicht nur um den Kernenergieausstieg, sondern auch um den Einstieg in eine zunehmend auf erneuerbare Energien ausgelegte Strom- und Wärmeerzeugung. Und es geht um höhere Energieeffizienz durch neue Technologien und Innovationen, einen Aus- und Umbau der Übertragungs- und Verteilnetze, der mit dem Wachstum der erneuerbaren Energien Schritt hält, ein vernünftiges Erzeugungsmanagement und um mehr Flexibilität am Markt. Gelingen kann dieser tiefgreifende Umbruch nur mit einem tragfähigen Gesamtkonzept, das mit gutem Projektmanagement zielgerichtet umgesetzt wird. MVV Energie leistet mit ihrer auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Strategie einen wichtigen Beitrag zum erfolgreichen Umbau der Energiewirtschaft. Mit unserem Investitionsprogramm setzen wir sie konsequent um. Von den bis 2020 geplanten Investitionen in Höhe von 3 Mrd Euro haben wir bereits 2 Mrd Euro in Projekte investiert oder beschlossen. In diesem Finanzbericht erläutern wir die Fortschritte, die wir in den letzten Monaten bei unseren wesentlichen Wachstumsprojekten erzielt haben - beim Ausbau der Erzeugung aus erneuerbaren Energien (Windenergie an Land, Biomasse und Biomethan), der Kraft-Wärme-Kopplung und der umweltfreundlichen Fernwärme sowie bei der thermischen und energetischen Nutzung von Abfällen. Unser Außenumsatz stieg im Dreivierteljahr 2012/13 im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf 3,2 Mrd Euro. Das operative Ergebnis verringerte sich aufgrund des deutlich schwieriger gewordenen Gesamtumfelds - insbesondere wegen der Strompreis- und der Spreadentwicklung - im Vergleich zum Vorjahr um 3 % auf 219 Mio Euro. Damit die MVV Energie weiterhin ihren Beitrag zum Umbau der Energiewirtschaft leisten kann, benötigen wir klare und verlässliche energiepolitische Rahmenbedingungen, die Sicherheit für unternehmerische Planungen, Projektentwicklungen und Investitionsentscheidungen gewährleisten. Nach der Bundestagswahl stehen einer neuen Bundesregierung einige große Aufgaben bevor: Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) muss reformiert werden. Es müssen Grundsatzentscheidungen getroffen werden, wie auch konventionelle Kraftwerke, die wir die nächsten Jahrzehnte weiter benötigen, wirtschaftlich betrieben werden können. Dabei sollten wir, wo immer möglich, auf mehr Wettbewerb setzen. Wettbewerb nicht verstanden als Selbstzweck, sondern um möglichst effiziente und damit für die Volkswirtschaft kostengünstige Lösungen zu finden. MVV Energie ist für diesen Wettbewerb gut aufgestellt.
Mit herzlichen Grüßen Ihr Dr. Georg Müller, Vorsitzender des Vorstands DIE AKTIE DER MVV ENERGIE AGNeue Indexhöchststände beim DAXVor allem in Europa und in den USA kletterten die Aktienkurse in den ersten sechs Monaten des Jahres 2013 auf neue Höchststände; hierzu trug die Hoffnung auf eine Stabilisierung der Weltkonjunktur bei, verbunden mit einer anhaltend lockeren Geldpolitik der Notenbanken. Der DAX erreichte nach einem Stand von 7 778 Punkten zu Jahresbeginn 2013 am 22. Mai einen Schlusskurs von 8 531 Punkten; am Ende des ersten Kalenderhalbjahrs 2013 notierte er bei 7 959 Punkten. Verglichen mit dem Schlussstand im Juni 2012 wuchs der DAX um 24,0 %; in der Zeitspanne dazwischen waren die Kurse sehr volatil. Kapitalmarktexperten schätzen die weiteren Aussichten für die Aktienmärkte in der zweiten Hälfte 2013 trotz der Schuldenkrisen in einigen Ländern der Eurozone überwiegend positiv ein, da die EU-Länder sich auf Maßnahmen zu größerer Haushaltsdisziplin, auf den permanenten Rettungsschirm ESM sowie auf einen Schuldenschnitt für Griechenland geeinigt haben. Hinzu kommt, dass die Leitzinsen anhaltend niedrig sind, die US-Notenbanken ihre Anleihenkäufe marktschonend reduzieren wollen und Aktien derzeit höhere Renditen ermöglichen als andere Anlageformen. Leichter Anstieg unseres AktienkursesAm 30. Juni 2013 notierte die Aktie der MVV Energie AG mit 21,50 Euro nach 20,70 Euro zum 30. Juni 2012 - ein Zuwachs von 3,9 %. Berücksichtigt man die Ausschüttung der Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie im März 2013, stieg der Kurs unserer Aktie im Jahresvergleich um 7,4 %. In unserem Aktienchart berücksichtigen wir die Dividendenzahlungen der Jahre 2011, 2012 und 2013. In diesen drei Jahren verzeichnete unsere Aktie einen Kursrückgang von 23,5 % und der DAXsector Utilities ein Minus von 34,4 %. Dagegen erzielte der SDAX im Vergleichszeitraum ein Plus von 48,4 %; dies spiegelt die bessere konjunkturelle Entwicklung von Small-Cap-Unternehmen in anderen Branchen wider. Die Aktie der MVV Energie AG im Performance-Vergleich![]() Marktkapitalisierung und Handelsvolumen steigenDurch den leichten Kursanstieg hat sich auch unsere Marktkapitalisierung zum 30. Juni 2013 auf 1 417 Mio Euro erhöht (Vorjahr 1 364 Mio Euro). Dabei war der Streubesitzanteil von 12,2 %, der für die Gewichtung im SDAX maßgeblich ist, mit rund 173 Mio Euro bewertet (Vorjahr 167 Mio Euro). In der gemeinsamen Index-Statistik aus MDAX und SDAX zum Bewertungsstichtag erreichte die Aktie der MVV Energie AG Rang 85 (Vorjahr Rang 78); die Rangfolge ergibt sich aus der Marktkapitalisierung des Free Floats zum 30. Juni 2013. Bezogen auf den Börsenumsatz belegte unsere Aktie in der Index-Statistik Platz 116 (Vorjahr Platz 105). Die nächste Indizes-Untersuchung folgt im September 2013. An allen deutschen Börsenhandelsplätzen wurden in den Monaten April bis Juni 2013 insgesamt rund 355 000 Aktien der MVV Energie AG gehandelt; das entspricht einem Anstieg von 1,0 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Das wertmäßige Handelsvolumen lag wie im Vorjahr bei rund 8 Mio Euro. Rund 72 % der Börsenumsätze unserer Aktie wurden im XETRA-Handel erzielt. Darüber hinaus wurde ein großer Teil von Aktien im außerbörslichen Handel im sogenannten Over-the-counter-Geschäft (OTC) und über alternative Handelsplattformen (Dark Pools) gehandelt. Konzern-ZwischenlageberichtGESCHÄFT UND RAHMENBEDINGUNGENEntwicklung der Gesamt- und EnergiewirtschaftGemessen am realen Bruttoinlandsprodukt (BIP) war das Wirtschaftswachstum in Deutschland im ersten Kalenderquartal 2013 (Januar bis März) um 1,4 % geringer als im gleichen Vorjahreszeitraum. Gegenüber dem Vorquartal (Oktober bis Dezember 2012) stieg es leicht um 0,1 % - trotz der kalten Witterung im Februar und März 2013, die sich bremsend auswirkte. Für das zweite Kalenderquartal 2013 (April bis Juni) liegen noch keine gesicherten Zahlen vor; es wird aber von keinen großen Zuwächsen ausgegangen. Zur erwarteten weiteren Entwicklung im Jahr 2013 verweisen wir auf den ► Prognosebericht auf Seite 17. Nach vorläufigen Zahlen des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) übertraf der Gasverbrauch aufgrund der langen Kälteperiode in den ersten vier Monaten 2013 (Januar bis April) das Vorjahresniveau deutlich um 12,4 %. Der Stromverbrauch sank in diesem Zeitraum dagegen um 2 % im Vergleich zum Vorjahr; hierzu trug bei, dass die Industrie witterungsbedingt weniger produzierte. Trotz des mäßigen Wetters erreichte die Solarstromerzeugung im Juni 2013 nach vorläufigen Angaben des BDEW einen neuen Rekordwert von 4 313 Mio kWh im Vergleich zu 3 609 kWh im Juni 2012 (+ 20 %). Aufgrund ungünstiger Windverhältnisse lag die Stromerzeugung in Windkraftanlagen im ersten Halbjahr 2013 um rund 10 % unter der des Vorjahreszeitraums. Die Energiepreise notierten im Berichtsquartal (April bis Juni 2013) niedriger im Vergleich zum gleichen Quartal des Vorjahrs: Der Preis der Rohölsorte Brent für die Lieferung im Folgemonat (Frontmonat) ging im Durchschnitt um 5,41 US-Dollar/Barrel auf 103,35 US-Dollar/Barrel zurück. Im Marktgebiet NetConnect Germany blieb der durchschnittliche Erdgaspreis für das nächste Lieferjahr mit 26,56 Euro/MWh im Berichtszeitraum etwa auf dem Niveau der entsprechenden Vorjahresperiode. Der durchschnittliche Kohlepreis für die Lieferung im Folgejahr sank gegenüber dem gleichen Vorjahresquartal um 13,22 US-Dollar/Tonne und notierte bei 90,77 US-Dollar/Tonne. Auch der Preis für Emissionszertifikate verringerte sich weiter; er lag im Berichtsquartal im Durchschnitt bei 3,91 Euro/Tonne und damit um 3,11 Euro/Tonne tiefer als im gleichen Vorjahresquartal. Der durchschnittliche Strompreis für das Frontjahr notierte im Berichtsquartal im Mittel bei 38,92 Euro/MWh und war damit um 10,51 Euro/MWh niedriger als im Vorjahresquartal. Energiepolitik und RegulierungAm 12. Juni 2013 verabschiedete die Bundesregierung die Reservekraftwerks-Verordnung, die bis Ende 2017 befristet ist. Die Neuregelung konkretisiert Vorgaben aus der 3. Novelle des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) und soll dazu beitragen, die Versorgung Deutschlands mit Strom in den kommenden Wintern sicherzustellen: Zum einen gilt ein Stilllegungsverbot für systemrelevante Kraftwerke. Zum anderen sollen die Übertragungsnetzbetreiber - in Abstimmung mit der Bundesnetzagentur - mit Hilfe vertraglicher Vereinbarungen dafür Sorge tragen, dass eine ausreichende Menge an Reservekraftwerken bereitsteht. Notwendige Kapazitäten werden dabei durch eine Ausschreibung bestimmt. MVV Energie setzt sich in der Diskussion für eine Weiterentwicklung des Instruments zu einer strategischen Reserve ein, mit der ein stärkerer wettbewerblicher Mechanismus bei der Sicherung und dem Einsatz der Reservekapazitäten ausgelöst werden könnte. Nach langen Verhandlungen haben Bundestag und Bundesrat Anfang Juni die 8. Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen verabschiedet. Mit der Novelle wurde insbesondere die verschärfte Preismissbrauchsaufsicht im Strom- und Gasmarkt bis Ende 2017 verlängert; diese war sowohl von der Branche als auch von der Monopolkommission wiederholt als wettbewerbshemmend kritisiert worden. Um dem Preisverfall bei Emissionszertifikaten als Folge der europäischen Wirtschaftskrise entgegenzuwirken, hat die Europäische Kommission als erste Maßnahme ein sogenanntes Backloading vorgeschlagen - das bedeutet, die Versteigerung von 900 Millionen Emissionszertifikaten auf das Ende der Handelsperiode zu verschieben. In einer ersten Beschlussfassung lehnte das Europäische Parlament diesen Vorschlag zunächst ab und verwies ihn zur weiteren Beratung in den federführenden Umweltausschuss zurück. Nach erneuten Beratungen stimmte das Europäische Parlament dem Vorschlag dann am 3. Juli 2013 in nahezu unveränderter Fassung gegenüber dem Kommissionsvorschlag zu. MVV Energie sieht im Backloading einen ersten Schritt zur Reform des Emissionszertifikatehandels, dem aber weitere, strukturelle Änderungen folgen müssen, wenn das Instrument echte Steuerungswirkung entfalten soll. Zu den aktuellen Diskussionen zu einem künftigen Marktdesign verweisen wir auf den ► Nachtragsbericht auf Seite 16. NetzregulierungDie behördlichen Verfahren zur Festlegung der zulässigen Erlösobergrenze für die Netzentgelte der zweiten Regulierungsperiode (Gas 2013 bis 2017, Strom 2014 bis 2018) sind bereits weit fortgeschritten. Obwohl im Gas bereits die zweite Regulierungsperiode seit 1. Januar 2013 läuft, liegen noch keine offiziellen Bescheide vor. Mögliche Ursachen hierfür sind die ausstehende Feststellung des Saldos des Regulierungskontos der ersten Regulierungsperiode oder die sich derzeit im Gesetzgebungsverfahren befindenden Anpassungen der energiewirtschaftlichen Vorschriften. Diese könnten im Gas noch rückwirkend für die zweite Regulierungsperiode Anwendung finden. Mit nennenswerte Verwerfungen gegenüber den bisherigen internen Erwartungen ist nicht zu rechnen. Im Strom führt die Bundesnetzagentur aktuell den bundesweiten Effizienzvergleich durch, auf dessen Basis die Erlösobergrenze ab 2014 festzulegen ist. Die Bundesnetzagentur beabsichtigt die offiziellen Strombescheide Ende 2013 zu erlassen. Kältere Witterung im 3. Quartal 2012/13Der Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns wird auch von den Wetterbedingungen in den Heizmonaten geprägt. Als Indikator für den Heizenergieeinsatz unserer Kunden verwenden wir die Gradtagszahlen: Niedrige Außentemperaturen führen zu höheren Werten der Gradtagszahlen. Im Jahr 2013 dauerte die Heizperiode überdurchschnittlich lange an; länger als im Vorjahr und länger als im langjährigen Mittel. In den ersten neun Monaten unseres Geschäftsjahrs 2012/13 (Oktober 2012 bis Juni 2013) lagen die Gradtagszahlen aller Standorte des MVV Energie Konzerns um rund 10 % höher als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Es gab jedoch regionale Unterschiede. Im 3. Quartal 2012/13 (April bis Juni 2013) übertrafen die Gradtagszahlen im MVV Energie Konzern die Werte des Vorjahresquartals insgesamt um 18 %. Ausschlaggebend hierfür waren die vergleichsweise niedrigen Temperaturen im Mai 2013. Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf den GeschäftsverlaufDie kühleren Witterungsverhältnisse sorgten für einen höheren Fernwärme- und Gasabsatz. In Deutschland hat die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen im Jahresverlauf 2013 weiter zugenommen. Dies könnte die Strompreise durch eine höhere EEG-Umlage ab 2014 weiter nach oben treiben. MVV Energie ist überzeugt: Wir brauchen dringend eine Reform des Erneuerbaren Energien-Gesetzes (EEG), die mehr Wettbewerb schafft und mit der die Ausbauziele für erneuerbare Energien kosteneffizient erreicht werden. UnternehmensstrategieEnergie neu denkenDie Energieversorgung in Deutschland befindet sich in einem tiefgreifenden Umbruch. Die Zukunft der Energieversorgung liegt in einer umweltfreundlichen, stärker dezentralen Energieerzeugung. Immer mehr zeigt sich: Der Umstieg von Kernenergie auf erneuerbare Energieträger ist ein schwieriger Prozess und nicht zum Nulltarif zu haben. Der Anteil der erneuerbaren Energien bei der Energieerzeugung soll ausgebaut und die Energieeffizienz erhöht werden - zudem müssen neue Technologien sowie Prozess-und Produktinnovationen entwickelt und eingesetzt werden. Wir werden für eine lange Übergangszeit noch flexible konventionelle Erzeugungs- und Speicherkapazitäten sowie Reservekraftwerke benötigen, um die Schwankungen in der Stromerzeugung aus Photovoltaik- und Windkraftanlagen ausgleichen zu können. Darüber hinaus muss der massive Zuwachs an Photovoltaik- und Windkraftanlagen mit einem zügigen Aus- oder Umbau der Übertragungs- und Verteilnetze harmonisiert werden. Neue Phase im TransformationsprozessWährend es in den vergangenen Jahren vorrangig darum ging, den erneuerbaren Energien mit der subventionierten Einspeisevergütung über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen Entwicklungsschub zu geben, kommt es nun darauf an, die erneuerbaren Energien schrittweise markt- und systemfähig zu machen und sie mit den konventionellen Energien zu verzahnen. Den Systemwechsel mit klaren zielen nutzenMVV Energie bekennt sich ohne Wenn und Aber zum gesamtgesellschaftlichen Ziel, das Energiesystem grundlegend zu ändern. Wir wollen gleichzeitig den Unternehmenswert mit profitablem Wachstum langfristig steigern. Und wir wollen auch in Zukunft unseren Kunden eine zuverlässige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energieversorgung gewährleisten, unseren Anteilseignern gute Perspektiven eröffnen und den Beschäftigten unserer Unternehmensgruppe sichere und attraktive Arbeitsplätze bieten. Unsere Strategie setzt auf NachhaltigkeitUnsere zukunftsorientierte Strategie hat sich gegenüber den Ausführungen im Geschäftsbericht 2011/12 nicht verändert; sie stimmt auch im neuen energiepolitischen Umfeld. Wir sind auf einem guten Weg, die wirtschaftlichen Chancen, die der Systemwechsel bietet, unternehmerisch zu nutzen. In vielen zukunftsfähigen Geschäftsfeldern sind wir heute bereits erfolgreich tätig und verfügen in ihnen über großes Know-how. Unsere Konzernstrategie ist auf Regionalität, Effizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Wesentlicher Bestandteil ist ein ambitioniertes Investitionsprogramm, das wir im Rahmen des Projekts MVV 2020 erarbeitet haben. Mit ihm haben wir unsere Konzernstrategie auf das Energiesystem der Zukunft ausgerichtet, in dem erneuerbare Energien und Energieeffizienz die Leitfunktionen übernehmen werden. Unser Investitionsprogramm kommt gut voranWir hatten uns 2009 ein Investitionsziel von rund 3 Mrd Euro gesetzt, das wir bis zum Jahr 2020 umsetzen wollen: Die Mittel sollen zum einen in unsere strategischen Wachstumsfelder fließen und zum anderen in die Modernisierung und Optimierung unserer Anlagen und Netze (Bestandsinvestitionen). Die Schwerpunkte der Wachstumsinvestitionen liegen im Ausbau unserer Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen, der Kraft-Wärme-Kopplung und der umweltfreundlichen Fernwärme, in der thermischen Nutzung von Abfällen sowie im fokussierten Ausbau der Energiedienstleistungen und des bundesweiten Strom- und Gasvertriebs mit Industrie- und Firmenkunden. Vom geplanten Investitionsvolumen von 3 Mrd Euro haben wir innerhalb von knapp vier Jahren bereits rund 2 Mrd Euro umgesetzt oder verbindlich beschlossen. Bedeutende WachstumsinvestitionenBei der Erweiterung unseres Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien setzen wir vor allem auf WINDENERGIEANLAGEN AN LAND (Onshore) - eine erprobte und wirtschaftliche Technologie. Zum Bilanzstichtag 30. Juni 2013 verfügte der MVV Energie Konzern bei Windkraftanlagen an Land über eine installierte Gesamtleistung von rund 144 MWel. Inzwischen entwickeln wir eigenständig Windenergieprojekte. Dabei setzen wir auf die Zusammenarbeit mit Städten und Gemeinden, mit staatlichen und privaten Flächeneigentümern und mit Stadtwerken, die ihren Anteil an erneuerbaren Energien steigern möchten. Mit innovativen Beteiligungsmodellen wollen wir zu einer höheren Akzeptanz von Windenergieanlagen bei der Bevölkerung vor Ort beitragen. Seit 2012 investieren wir gezielt in BIOMETHANPROJEKTE. Das aufbereitete und ins Netz eingespeiste Bioerdgas bietet neue Perspektiven in der Strom- und Wärmeversorgung: Es ist vielfältig einsetzbar und speicherfähig. Bei den Einsatzstoffen liegt unser Fokus auf nachwachsenden Rohstoffen und landwirtschaftlichen Reststoffen im Umkreis der Anlagen. In Kroppenstedt (Sachsen-Anhalt) bauen wir nach der bereits in Betrieb befindlichen Anlage im benachbarten Klein Wanzleben eine zweite Biomethananlage. Im Bereich der THERMISCHEN UND ENEGETISCHEN NUTZUNG VON ABFÄLLEN UND BIOMASSE zählt der MVV Energie Konzern in Deutschland zu den größten Anlagenbetreibern. Unsere umfassende Kompetenz in Planung, Bau und Betrieb von Abfallverwertungs- und Biomasseanlagen stellen wir auch im englischen Markt unter Beweis: mit dem Bau eines abfallbefeuerten Heizkraftwerks mit Kraft-Wärme-Kopplung im südenglischen Plymouth (Investitionssumme 250 Mio Euro) sowie mit dem Biomassekraftwerk im englischen Hafenstandort Ridham Dock südöstlich von London (Investitionssumme 140 Mio Euro). An allen Standorten investieren wir in den Ausbau der umweltfreundlichen FERNWÄRME MIT KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG. Auf dem Fernwärmemarkt ist MVV Energie schon heute einer der größten Anbieter in Deutschland. Auf dem Gelände des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) entsteht der derzeit leistungsstärkste FERNWÄRMESPEICHER in Deutschland (Investitionssumme 27 Mio Euro). Er ist eine zusätzliche Reserve, die kurzfristig einsetzbar ist und das Netz mehrere Stunden lang versorgen kann. Durch eine flexiblere Strom- und Wärmeerzeugung kann zudem die Effizienz des Kraftwerksbetriebs gesteigert werden. Im ENERGIEDIENSTLEISTUNGSGESCHÄFT haben wir uns zum Jahresbeginn 2013 mit unserem Tochterunternehmen MVV Enamic strategisch und organisatorisch neu aufgestellt. Im Fokus seines Geschäftsportfolios stehen Energieeffizienzdienstleistungen sowie Contracting für Industrie/Gewerbe und für die Immobilienwirtschaft. Daneben konzentriert sich MVV Enamic auf den Betrieb von Industrieparks sowie auf das Consulting-Geschäft im nationalen und internationalen Bereich. Ein neues Biomasseheizwerk der MVV Enamic GmbH (Investitionssumme 12 Mio Euro) versorgt das Universitätsklinikum Tübingen zuverlässig mit Wärme aus erneuerbaren Energien. Das bisherige Heizwerk und Nahwärmenetz wurde bei laufendem Betrieb von den fossilen Energieträgern Heizöl und Erdgas auf den nachhaltigen Brennstoff Holz umgerüstet. Ein weiterer Kernpunkt unserer Wachstumsstrategie ist die Expansion unseres BUNDESWEITEN STROM- UND GASVERTRIEBS mit Industrie- und Firmenkunden. Unser erfolgreiches Produkt Energiefonds Strom/Gas haben wir erweitert: Mit dem neuen Modul "Spot-Light" unterstützen wir Kunden, die mit einer Photovoltaikanlage Teile ihres Strombedarfs selbst erzeugen wollen. Die Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen nach dem Marktprämienmodell halten wir für ein geeignetes Instrument, um erneuerbare Energien in den Markt zu integrieren. MVV Energie hat aktuell Anlagen für erneuerbare Energieträger mit einer Leistung von 2 200 MW unter Vertrag. Davon stammen allein über 1 100 MW aus Photovoltaikanlagen; damit sind wir Marktführer in Deutschland im Bereich von PV-Anlagen. Auch die bundesweite Belieferung der Immobilien- und Wohnungswirtschaft zählt zu unseren Wachstumssegmenten. Mit unserem innovativen Produkt "LEMA" (Leerstandsmanagement) verzahnen wir erstmals die Kernprozesse unserer Kunden mit unseren eigenen Prozessen im Vertrieb. Forschung und EntwicklungBundesminister Altmaier von moma beeindrucktWie wird die Zukunft der Energieversorgung aussehen? Sie wird erneuerbarer, dezentraler, flexibler und intelligenter sein - das ist ein wesentliches Ergebnis des Projekts Modellstadt Mannheim (moma). Den Abschlussbericht übergab MVV Energie im Juni 2013 in Berlin an Bundesumweltminister Peter Altmaier. Bundeswirtschafts- und Bundesumweltministerium förderten das Projekt im Rahmen des bundesweiten Programms "E-Energy". Unter Federführung von MVV Energie hatte das Projektkonsortium die Arbeiten nach einer Laufzeit von vier Jahren erfolgreich abgeschlossen. Ein zentraler Untersuchungsgegenstand war die Frage, wie eine Infrastruktur mit intelligenten Netzen (Smart Grids) aufgebaut sein muss, um den zunehmenden Strom aus erneuerbaren Energien in das bestehende Energieversorgungssystem zu integrieren. Zudem wurde untersucht, welche Möglichkeiten es gibt, die Nachfrage zu steuern und an das aktuelle Angebot anzupassen, um eine zuverlässige Versorgung sicherzustellen. An drei Feldtests von moma im Verteilnetz der MVV Energie AG nahmen rund 1 000 Mannheimer Haushalte teil. Die Ergebnisse zeigen: Kunden reagieren auf variable Strompreise - wenn sie von einem intelligenten Energiemanagementsystem wie dem Energiebutler unterstützt werden - und verlagern Teile ihres Stromverbrauchs in Zeiten mit günstigem Strompreis, um Energiekosten einzusparen. Überschüssiger Strom wird zu WärmeDie Volatilität in der regenerativen Stromerzeugung macht es zunehmend erforderlich, Erzeugung und Verbrauch besser auszubalancieren, damit ein möglichst hoher Anteil an erneuerbaren Energien in das Energiesystem eingebunden werden kann. Eine Möglichkeit hierfür ist die intelligente Spartenverknüpfung, also die Transformation von überschüssigem Strom in andere Energieformen. Aufgrund unserer langjährigen Erfahrung in der Wärmeversorgung liegt unser Schwerpunkt bei der Umwandlung von Strom zu Wärme (Power to Heat). Dazu haben wir ein Forschungs- und Demonstrationsprojekt beantragt. Neben dem ökologischen Nutzen steht der wirtschaftliche Vorteil für unsere Kunden dabei im Mittelpunkt. Mitarbeiterinnen und MitarbeiterZum 30. Juni 2013 beschäftigte der MVV Energie Konzern insgesamt 5 454 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, 383 Personen weniger als zum gleichen Zeitpunkt ein Jahr zuvor. Dafür ist vor allem der Anteilsverkauf der Stadtwerke Solingen GmbH (SWS) im September 2012 verantwortlich: Durch ihn verringerte sich die Zahl der Beschäftigten im MVV Energie Konzern um 389; zudem haben wir im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen den Personalbestand planmäßig weiter vermindert. Positiv wirkte die Entwicklung bei der Energieversorgung Offenbach AG, der Stadtwerke Kiel AG und bei der MVV Trading GmbH: Bei ihnen stieg die Anzahl der Beschäftigten. Insgesamt sank die Zahl der im Inland Beschäftigten gegenüber dem Quartalsstichtag des Vorjahrs von 5 203 Personen auf 4 822. Im Ausland beschäftigte der MVV Energie Konzern zum 30. Juni 2013 insgesamt 632 Personen (Vorjahr 634) - davon 628 im tschechischen Teilkonzern und 4 in unserer englischen Tochtergesellschaft MVV Environment Devonport Limited, die beim Bau der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth von anderen Fachleuten des Teilkonzerns MVV Umwelt unterstützt wird. Im Vergleich zum Vorquartal (31. März 2013) verringerte sich der Personalstand des MVV Energie Konzerns um 8 Personen. Wir beschäftigen uns derzeit intensiv mit dem demografischen Wandel als einem Element der standortübergreifenden Personalpolitik des MVV Energie Konzerns. Personalstand (Köpfe) zum Bilanzstichtag 30.6.scroll
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Darunter 274 Auszubildende (Vorjahr 287) GESCHÄFTSENTWICKLUNGErtragslage des MVV Energie KonzernsUmsatzentwicklungDer AUSSENUMSATZ des MVV Energie Konzerns erhöhte sich ohne Strom- und Erdgassteuer im Dreivierteljahr 2012/13 (1. Oktober 2012 bis 30. Juni 2013) um 188 Mio Euro (+ 6 %) auf 3 166 Mio Euro. Damit setzte sich das Umsatzwachstum fort, das wir im 1. Halbjahr 2012/13 (Oktober 2012 bis März 2013) mit 141 Mio Euro (+ 7%) verzeichnen konnten. Im 3. Quartal 2012/13 (April bis Juni 2013) stieg der Außenumsatz gegenüber dem Vorjahresquartal um 47 Mio Euro auf 935 Mio Euro - für diesen Geschäftszeitraum, der allgemein saisonal bedingt als schwach gilt, ein Wachstum um 5 %. Positiv wirkte sich aus, dass wir witterungsbedingt mehr Heizenergie abgesetzt haben und die Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das Marktprämienmodell ausbauen konnten. Der Dreivierteljahresumsatz 2012/13 stammte zu 97 % aus dem Inlandsgeschäft und zu 3 % aus dem Auslandsgeschäft im Teilkonzern Tschechien. Beim Umsatzvergleich der drei Vierteljahre ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahreswert noch der Umsatzbeitrag der Stadtwerke Solingen GmbH (SWS) in Höhe von 85 Mio Euro enthalten ist -im Berichtszeitraum entfiel er durch den Anteilsverkauf im September 2012. Die nebenstehende Tabelle verdeutlicht, dass die Umsatzentwicklung in unseren Berichtssegmenten insgesamt erfreulich war. Ergänzend zeigen wir die Entwicklung bei unseren Kernprodukten Strom, Wärme, Gas und Wasser. Im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur wurde die positive Umsatzentwicklung vor allem vom Ausbau der erneuerbaren Energien, von der thermischen Abfallverwertung und Energieerzeugung am Standort Leuna sowie vom Netzgeschäft bestimmt. In unserem umsatzstärksten Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen ist es uns gelungen, den Umsatz im neuen Marktsegment der Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das Marktprämienmodell deutlich zu steigern: in diesem Segment sind die Marktprämie beziehungsweise die Managementprämie umsatzwirksam. Wir nutzen dies sowohl für konzerneigene EE-Anlagen als auch für eine wachsende Zahl externer Kunden, die sich bei der Direktvermarktung für MVV Energie als Dienstleister entschieden haben. Weitere Umsatztreiber waren: die Geschäftsausweitung im überregionalen Gasvertrieb und witterungsbedingte Zunahmen beim Fernwärme- und Gasabsatz. Hinzu kamen Preisanpassungen zum 1. Januar 2013, die auf die höhere Umlage nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) und auf andere staatlich veranlasste Abgaben zurückzuführen sind. Unsere Gesellschaften haben die Belastungen aus den höheren Umlagen, auf die sie keinen Einfluss haben, an ihre Kunden weitergegeben. Im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement stammte der höhere Umsatz vor allem aus gestiegenen Gashandelsmengen. In diesem Segment wirkten sich zudem die Umsatzerlöse aus, die wir aus der Direktvermarktung über den Spotmarkt der Strombörse EEX erzielen konnten. Die Entwicklung im Berichtssegment Strategische Beteiligungen wurde davon geprägt, dass die Umsatzbeiträge von den Stadtwerken Solingen weggefallen sind. Darüber hinaus kam der Verlust eines Großkunden im Stromgeschäft der Stadtwerke Ingolstadt zum Tragen. Außenumsatz des MVV Energie Konzerns Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Anteil der Berichtssegmente am Außenumsatz des MVV Energie Konzerns, Dreivierteljahr 2012/13![]() Erzeugungsmengen aus erneuerbaren EnergienDie Einspeisemengen des MVV Energie Konzerns aus der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und biogenem Anteil von Abfall und Ersatzbrennstoffen stiegen im Dreivierteljahresvergleich um 6 % auf 562 Mio kWh. Dieser Zuwachs ist der höheren Stromeinspeisung unserer Windkraftanlagen zu verdanken, die sich im Dreivierteljahresvergleich verdoppelt hat. Hierzu beigetragen haben insbesondere die sieben Windparks, die wir von der Iberdrola Deutschland GmbH erworben haben; mit Wirkung zum 1. Januar 2013 haben wir sie in unseren Tochtergesellschaften Windenergie Beteiligungs GmbH und Windenergie NRW GmbH gebündelt. Darüber hinaus speisten auch die Windparks unserer Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG in Kirchberg und Dirlammen mehr Strom ein. Dagegen hatten wir eine geringere Stromerzeugung aus dem biogenen Anteil bei der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen in den Anlagen Mannheim und Leuna aufgrund von Turbinenschäden zu verzeichnen. Die geringere Stromerzeugung aus Biomassekraftwerken hat ihre Ursache in Revisionen (Biomassekraftwerk Mannheim) und einem längeren Reinigungs- und Reparaturstillstand (Königs Wusterhausen) im 3. Quartal 2012/13. In den ersten neun Monaten des Geschäftsjahrs 2012/13 hat die neue Biomethananlage in Klein Wanzleben 43 Mio kWh Biomethan in das öffentliche Gasnetz eingespeist. Diese Einspeisemenge ist in der nachstehenden Tabelle nicht enthalten, da sich diese nur auf die Strommengen bezieht. Weil die Stromerzeugung aus Wasserkraft und Photovoltaik in unserem Konzern von untergeordneter Bedeutung ist, werden die entsprechenden Erzeugungsdaten nur zum Geschäftsjahresende erfasst. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und biogenem Anteil/EBS des MVV Energie Konzerns in Deutschland1 Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
AbsatzentwicklungWir erläutern die Absatzentwicklung weiterhin auch produktorientiert. Die Strom-, Wärme-, Gas- und Wasserabsatzmengen erheben wir methodisch unverändert zum Vorjahr und ordnen sie den Berichtssegmenten nach Wertschöpfungsstufen rechnerisch zu. Stromabsatz des MVV Energie Konzerns Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Unser Stromabsatz hat sich in allen Berichtssegmenten verringert. Rechnet man bei den Strategischen Beteiligungen den Mengeneffekt aus dem Anteilsverkauf der Stadtwerke Solingen GmbH im Vorjahr von 328 Mio kWh heraus, weist unser Stromabsatz im Dreivierteljahresvergleich insgesamt einen Rückgang von 5 % auf. Die Stromerzeugungsmengen aus dem ausgebauten Windkraftportfolio (siehe nebenstehende Tabelle) verteilen sich auf die Berichtssegmente Erzeugung und Infrastruktur sowie Handel und Portfoliomanagement. Stromerzeugungsmengen, die in das öffentliche Netz eingespeist werden, vermarkten die Anlagenbetreiber der Windparks zum einen an Dritte (Außenumsatz) und zum anderen vermehrt über konzerninterne Vertragspartner für die Direktvermarktung; zu diesen zählen die MVV Energie AG und die Energieversorgung Offenbach AG. Das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur enthält nur den Teil der Stromerzeugung, der an Dritte vermarktet wird, also den Außenabsatz. Das Direktvermarktungsgeschäft des Vertriebs der MVV Energie AG wird über die MVV Trading GmbH am Spotmarkt der europäischen Strombörse EEX (European Energy Exchange) abgewickelt. Die Einspeisemengen, die an der Strombörse vermarktet werden, sind im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement enthalten. Im Dreivierteljahr 2012/13 war das Handelsvolumen aus der Direktvermarktung an der Strombörse durch die neuen Windparks höher als im Vorjahresdreivierteljahr. Im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement wurde dieser Zuwachs überkompensiert durch Effekte im Zusammenhang damit, dass der Großteil der Kauf- und Verkaufsmengen grundsätzlich über Kalenderjahreskontrakte gehandelt wird: Im 2. und 3. Quartal 2012/13 kamen erstmals Kontrakte des Kalenderjahrs 2013 zur Lieferung, deren Volumina unter den Vergleichswerten des Vorjahrs lagen. Deshalb ging der Stromabsatz im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement im Dreivierteljahresvergleich um 4 % zurück. Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen sank der Stromabsatz ebenfalls um 4 %. Der Rückgang bei den Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteilern (- 3 %) spiegelt den intensiver gewordenen Wettbewerb auf dem Strommarkt wider. Im überregionalen Stromvertrieb der MVV Energie AG an Industrie- und Gewerbekunden konnten wir die Absatzmengen zwar weiter steigern, damit aber nicht andere Mengeneinbußen kompensieren. Bei den Privat- und Geschäftskunden verringerte sich der Stromabsatz um 6 %. Verantwortlich hierfür waren wettbewerbsbedingte Einbußen in den Teilkonzernen MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel und Energieversorgung Offenbach. Bei den Dienstleistungskunden (- 7 %) wirkten sich geringere Absatzmengen unter anderem im Industrieparkgeschäft aus. Der stark verringerte Stromabsatz im Berichtssegment Strategische Beteiligungen (- 57 %) resultierte neben dem Wegfall der Absatzmengen der Stadtwerke Solingen aus Einbußen bei der Beteiligungsgesellschaft Stadtwerke Ingolstadt. Wärmeabsatz des MVV Energie Konzerns Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Im Dreivierteljahresvergleich erhöhte sich der Wärmeabsatz um 669 Mio KWh (+ 11 %). Hauptursache für diesen deutlichen Anstieg war ein höherer Fernwärmeabsatz im Dreivierteljahr 2012/13, in dem die Witterung im Vergleich zum Vorjahr deutlich kühler war. Hinzu kam, dass die MVV Umwelt GmbH wieder Dampf an einen großen Industriekunden liefern konnte, dessen Produktionsanlagen im Vorjahr durch einen Brand ausgefallen waren. Dies wirkte sich positiv im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur aus. Die überdurchschnittlich stark angestiegenen Absatzmengen im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen beruhen - neben dem witterungsbedingt höheren Fernwärmeabsatz - auf einem Sondereffekt in der Gruppe der Industrie- und Gewerbekunden/ Weiterverteiler: Im Berichtsjahr wurden Lieferungen an den Weiterverteiler Fernwärme Rhein Neckar GmbH (FRN) wirksam, die mit Beginn des Geschäftsjahrs 2012/13 aus dem Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement (Vorjahresdreivierteljahr 607 Mio kWh) in das Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen verlagert wurden. Durch diesen Effekt und den positiven Witterungseinfluss wurde in der Gruppe der Industrie- und Gewerbekunden/ Weiterverteiler die geringere Wärmeabgabe überkompensiert, die wir durch den Abzug der US-Armee aus der Metropolregion Rhein-Neckar verzeichnen mussten. Der Zuwachs von 13 % bei den Privat- und Geschäftskunden ist zum einen witterungsbedingt und zum anderen auf den Zugang von neuen Kunden in den verdichteten und ausgebauten Netzgebieten zurückzuführen. Auch bei den Dienstleistungskunden setzten wir mehr Wärme ab: Der Anstieg um 7 % stammte aus dem Industrie-Contracting und dem Immobiliengeschäft und war auch hier teilweise witterungsbedingt. Gasabsatz des MVV Energie Konzerns Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Mit einem Plus von 31 % stieg der Gasabsatz überdurchschnittlich stark an. Vor allem das Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement trug hierzu bei, in erster Linie durch das erhöhte Gasportfoliomanagement unserer Tochtergesellschaft MVV Trading GmbH. Der Gasabsatz im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur stammt aus der neuen Biomethananlage Klein Wanzleben: Im Dreivierteljahr 2012/13 wurden 43 Mio kWh Gas erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist. Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen nahm der Gasabsatz insgesamt leicht um 3 % zu. In der mengenmäßig größten Kundengruppe Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteiler stieg der Gasabsatz ebenfalls um 3 %: Neben der kühleren Witterung ist die Zunahme darauf zurückzuführen, dass MVV Energie AG weiterhin erfolgreich den bundesweiten Gasvertrieb an Industrie- und Gewerbekunden ausbaut. Der höhere Gasabsatz an Privat- und Geschäftskunden (+ 5 %) resultiert in erster Linie aus der kühleren Witterung in der Heizperiode 2012/13, die zudem länger war als im Vorjahr. So wurden die Mengeneinbußen überkompensiert, die wir durch wettbewerbsbedingte Kundenverluste hinnehmen mussten. Der starke Rückgang bei den Strategischen Beteiligungen um 42 % beruht hauptsächlich auf den weggefallenen Absatzmengen der Stadtwerke Solingen. Bereinigt um diesen Effekt (496 Mio kWh) ging der Gasabsatz im Berichtssegment Strategische Beteiligungen im Quartalsvergleich um 21 % zurück - der positive Witterungseffekt konnte hier Mengeneinbußen bei den Stadtwerken Ingolstadt und Kothen nicht kompensieren. Wasserabsatz des MVV Energie Konzerns Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Der Wasserabsatz ging stark um 4,4 Mio m3 zurück, was im Wesentlichen auf die weggefallenen Absatzmengen bei den Stadtwerken Solingen durch den Anteilsverkauf zurückzuführen ist. Ohne diesen Effekt hat sich der Wasserabsatz im Berichtsdreivierteljahr um 1 % verringert. Der seit Jahren anhaltende Mengenrückgang zeigt, dass Kunden allgemein sparsamer mit Trinkwasser umgehen. Angelieferte brennbare Abfälle des MVV Energie Konzerns Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Um 1 % sank das Volumen der Abfall- und Holzanlieferungen im Dreivierteljahresvergleich. Beigetragen zu diesem Rückgang haben geringere brennbare Abfallanlieferungen im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur, die bei der thermischen Abfallverwertungsanlage am Standort Leuna sowie bei den Biomassekraftwerken Mannheim und Königs Wusterhausen zu verzeichnen waren. Das verringerte Liefervolumen im Segment Vertrieb und Dienstleistungen betraf die Ersatzbrennstoff-Kraftwerke Gersthofen und Korbach. Dem stehen höhere Anlieferungen im Berichtssegment Strategische Beteiligungen gegenüber, die auf das Biomasseheizkraftwerk der tschechischen Beteiligungsgesellschaft IROMEZ s.r.o., Pelhřimov zurückzuführen sind. Entwicklung weiterer wesentlicher Positionen in der Gewinn- und VerlustrechnungWährend in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung zum 30. Juni 2013 im Vorjahresdreivierteljahr noch die Aufwendungen und Erträge der quotalkonsolidierten Stadtwerke Solingen enthalten waren, fielen diese im Berichtsdreivierteljahr durch den Anteilsverkauf im September 2012 weg. Der MATERIALAUFWAND stieg im Dreivierteljahresvergleich um 7 % auf 2 517 Mio Euro: Korrespondierend zum - teilweise witterungsbedingt - höheren Umsatz ergab sich beim Energiebezug ein entsprechender Mehraufwand. Der PERSONALAUFWAND fiel im Dreivierteljahr 2012/13 mit 244 Mio Euro um 4 Mio Euro niedriger aus als im Vorjahresdreivierteljahr. Im Wesentlichen beruhte der Rückgang auf dem Wegfall des Personalaufwands der Stadtwerke Solingen. Gegenläufig wirkten sich Tariferhöhungen und neukonsolidierte Gesellschaften aus. Weitere Informationen zur Personalentwicklung finden Sie ► auf Seite 7. Ohne Berücksichtigung der IAS 39 Effekte sanken die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGE im Dreivierteljahresvergleich um 30 Mio Euro auf 55 Mio Euro: Hauptursache waren geringere Erträge aus Rückstellungsauflösungen und aus Anlagenverkäufen. Die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN lagen ohne Berücksichtigung der Bewertungseffekte nach IAS 39 im Vergleich zum Dreivierteljahr des Vorjahrs mit 142 Mio Euro auf Vorjahresniveau. Aufgrund unserer höheren Aktivitäten in Großbritannien im Zusammenhang mit den großen Bauprojekten in Plymouth und Ridham Dock sind sowohl die Fremdwährungserträge als auch die Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten gestiegen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Bewertungseffekte nach IAS 39 in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Ihr Saldo ergab im Dreivierteljahr 2012/13 einen negativen Bewertungseffekt von netto - 5 Mio Euro; diesem stand im Vorjahr ein höherer negativer Bewertungseffekt von - 31 Mio Euro gegenüber. In den IAS 39 Effekten wird die Marktpreisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten widergespiegelt: Zum 30. Juni 2013 waren die Marktpreise niedriger als beim Abschluss der Sicherungsgeschäfte. Die IAS 39 Bewertung ist weder zahlungswirksam, noch beeinflusst sie unser operatives Geschäft oder die Dividende. Unsere höheren Investitionen wirkten sich auf die ABSCHREIBUNGEN aus, die sich im Dreivierteljahresvergleich um 3 Mio Euro auf 123 Mio Euro erhöhten. Überleitungsrechnung zum Adjusted EBITFür unsere interne Steuerung verwenden wir das ADJUSTED EBIT. Bei dieser operativen Ergebnisgröße vor Zinsen und Ertragsteuern eliminieren wir zum einen die negativen Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Derivaten nach IAS 39 zum 30. Juni 2013 von - 5 Mio Euro und zum 30. Juni 2012 von - 31 Mio Euro. Darüber hinaus eliminieren wir den Ertrag aus einer Rückstellung von 7 Mio Euro; diese hatten wir im 1. Quartal 2012/13 aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung des MVV Energie Konzerns zum 31. Dezember 2012 bereits ausgewiesen. Die Rückstellung war im Geschäftsjahr 2010/11 für Restrukturierungsmaßnahmen gebildet worden - neuere Erkenntnisse führten zu einer Anpassung. Die Zinserträge aus Finanzierungsleasing, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem EBIT ausgewiesen werden, rechnen wir beim Adjusted EBIT hinzu. Sie stammen aus Contracting-Projekten und zählen zu unserem operativen Geschäft. In der folgenden Tabelle zeigen wir, wie wir das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene EBIT auf das aussagefähigere Adjusted EBIT überleiten. Überleitungsrechnung vom EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Die nachstehende Tabelle zeigt die Entwicklung der Ergebnisbeiträge der einzelnen Berichtssegmente. Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns nach Berichtssegmenten Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Anteil der Berichtssegmente am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns, Dreivierteljahr 2012/13![]() Mit 219 Mio Euro lag das Adjusted EBIT im Dreivierteljahr 2012/13 um 7 Mio Euro unter dem Vorjahreswert - nachdem es im 1. Halbjahr 2012/13 noch das Vorjahresniveau von 180 Mio Euro erreicht hatte. Einige negative Ergebnisfaktoren, die wir bereits im 1. Halbjahr 2012/13 beschrieben hatten, wirkten sich in den folgenden drei Monaten weiter aus. Dies ist auch dafür verantwortlich, dass das Adjusted EBIT im 3. Quartal 2012/13 um 7 Mio Euro geringer ausfiel als im Vorjahresquartal, in dem diese Effekte noch nicht wirkten. Insgesamt spiegeln sich in unserer Ergebnisentwicklung die weiter verschlechterten Markt- und Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft wider, denen sich auch unsere Unternehmensgruppe nicht entziehen konnte. Die Ergebnisentwicklung resultiert aus einer Reihe von gegenläufigen operativen Faktoren. Ergebnisverbessernd wirkte sich im Dreivierteljahr 2012/13 aus, dass im Gegensatz zum Vorjahr keine Belastungen durch einen Turbinenschaden im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) getragen werden mussten. Hinzu kamen positive Ergebniseffekte aus höheren Absatzmengen bei Fernwärme und Gas aufgrund der kühleren und längeren Heizperiode im Dreivierteljahr 2012/13 im Vergleich zum gleichen Vorjahreszeitraum. Ebenfalls positiv auf das operative Dreivierteljahresergebnis 2012/13 wirkten sich unsere strategischen Investitionen in erneuerbare Energien aus - das gilt insbesondere für den Ausbau des Windenergieportfolios und die in Betrieb genommene Biomethananlage Klein Wanzleben. Diesen positiven Faktoren standen höhere negative Effekte gegenüber: Belastend wirkte insbesondere eine anhaltend niedrige Erzeugungsmarge bei der Steinkohleverstromung (Clean Dark Spread). Die CO2-Emissionszertifikate, die bisher frei zugeteilt waren, müssen seit Januar 2013 vollständig ersteigert werden, was sich im 3. Quartal 2012/13 im Vergleich zum Vorjahr ergebnisbelastend auswirkt. Gleiches gilt für die seit Januar 2013 niedrigeren Abfallpreise am Standort Mannheim, die sich in unserem Teilkonzern Umwelt zusammen mit höheren Belastungen aus der Reparatur von Turbinenschäden auswirkten. Hinzu kam, dass der bisherige Ergebnisbeitrag der Stadtwerke Solingen im Dreivierteljahr 2012/13 weggefallen ist. Das FINANZERGEBNIS, das wir - wie oben dargestellt - um Zinserträge aus Finanzierungsleasing bereinigen, ging im Vergleich zum Vorjahresdreivierteljahr von - 49 Mio Euro auf - 52 Mio Euro zurück. Im Wesentlichen wird die Entwicklung unseres Finanzergebnisses - der Saldo aus Finanzaufwendungen und Finanzerträgen - von den höheren Finanzaufwendungen bestimmt: Im Berichtszeitraum kamen vor allem höhere Zinsen für Darlehen zum Tragen, die wir zur langfristigen Investitionsfinanzierung aufgenommen haben. Nach Abzug des bereinigten Finanzergebnisses errechnet sich im Dreivierteljahr 2012/13 ein ADJUSTED EBT von 167 Mio Euro im Vergleich zu 177 Mio Euro im Vorjahresdreivierteljahr. Die auf das Adjusted EBT bezogene Steuerquote, die wir auf Basis der erwarteten Steuerquote für das Gesamtgeschäftsjahr 2012/13 anwenden, beträgt 31,6 % (Vorjahr 31,9 %). Das geringere bereinigte Vorsteuerergebnis führte im Dreivierteljahr 2012/13 zu leicht niedrigeren bereinigten Ertragsteuern von 53 Mio Euro (Vorjahr 57 Mio Euro). Nach deren Abzug ergibt sich für das Dreivierteljahr 2012/13 ein BEREINIGTER PERIODENÜBERSCHUSS von 114 Mio Euro (Vorjahr 121 Mio Euro). Nach Abzug der bereinigten Ergebnisanteile anderer Gesellschafter, die sich im Vergleich zum Dreivierteljahr 2011/12 durch gestiegene Ergebnisse in den Teilkonzernen Energieversorgung Offenbach und Stadtwerke Kiel von 1 5 auf 24 Mio Euro erhöhten, weist der MVV Energie Konzern im Dreivierteljahr 2012/13 einen BEREINIGTEN PERIODENÜBERSCHUSS NACH FREMDANTEILEN von 90 Mio Euro aus. Somit fiel er um 16 Mio Euro (- 15 %) geringer aus als im Dreivierteljahr 2011/12, in dem er 106 Mio Euro erreichte. Auf dieser Grundlage errechnet sich für das Dreivierteljahr 2012/13 ein BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE von 1,37 Euro nach 1,60 Euro im Vorjahresdreivierteljahr. Die Aktienanzahl lag wie im Vorjahr bei 65,9 Millionen Stück. Vermögens- und FinanzlageDie BILANZSUMME des MVV Energie Konzerns erreichte zum 30. Juni 2013 einen Wert von 4,41 Mrd Euro; sie lag damit um 336 Mio Euro (+ 8 %) über der Bilanzsumme des Geschäftsjahrs 2011/12 zum 30. September 2012. Auf der Aktivseite erhöhten sich die LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. September 2012 um 98 Mio Euro oder 3 % - insbesondere, weil der Wert der Sachanlagen gestiegen ist. Im Saldo aus Investitionen einerseits sowie Anlagenabgängen und Abschreibungen andererseits haben sie um 112 Mio Euro zugenommen. Mit 2,37 Mrd Euro machen die Sachanlagen 54 % der Bilanzsumme aus. Die Entwicklung der Investitionen beschreiben wir auf der folgenden Seite. Dem höheren Sachanlagevermögen standen um 23 Mio Euro verringerte sonstige Forderungen und Vermögenswerte gegenüber. Zum einen wirkte sich hier aus, dass langfristige Forderungen unter Berücksichtigung ihrer Fristigkeiten in kurzfristige Forderungen umgegliedert wurden; zum anderen wurden die nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte zum 30. Juni 2013 geringer bewertet, weil die Marktentwicklung dies erforderte. Gegenüber dem Bilanzstichtag 30. September 2012 stiegen die KURZFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE um 238 Mio Euro auf 1,45 Mrd Euro (+ 20 %); vor allem, weil sowohl die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen als auch die kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte höher waren. Die kurzfristigen Vermögenswerte haben einen Anteil von 33 % an der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nahmen saisonal bedingt zu: Im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. September 2012 stiegen sie um 126 Mio Euro auf 601 Mio Euro, denn üblicherweise reichen im Winterhalbjahr die Abschlagszahlungen unserer Kunden nicht aus, um die in diesen Monaten höhere Energieabnahme zu kompensieren. Im weiteren Geschäftsjahresverlauf wird sich der Forderungsbestand erfahrungsgemäß sukzessive abbauen. Hauptgrund für den Anstieg der kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 162 Mio Euro gegenüber dem 30. September 2012 auf 429 Mio Euro war die Umgliederung von Derivaten, die nach IAS 39 bilanziert werden, von den langfristigen Forderungen in den kurzfristigen Bereich. Die Forderungen aus Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos erreichten zum 30. Juni 2013 ein Volumen von 86 Mio Euro im Vergleich zu 72 Mio Euro zum Bilanzstichtag 30. September 2012. Die flüssigen Mittel hatten zum 30. Juni 2013 mit 327 Mio Euro einen um 51 Mio Euro niedrigeren Wert als zum 30. September 2012. Dieser Rückgang beruhte zum einen auf der Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2011/12 nach der Hauptversammlung im März 2013 und zum anderen auf Mitteln, die zur Finanzierung unserer großen Investitionsprojekten eingesetzt wurden. Auf der Passivseite ist das EIGENKAPITAL des MVV Energie Konzerns gegenüber dem 30. September 2012 um 28 Mio Euro (+ 2 %) auf 1,33 Mrd Euro gestiegen. Verantwortlich hierfür war der höhere Periodenüberschuss abzüglich Dividendenausschüttung. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012/13 übt der MVV Energie Konzern das Wahlrecht bezüglich der Verrechnung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten für leistungsorientierte Versorgungspläne neu aus. Wir erfassen diese Gewinne und Verluste jetzt im sonstigen Ergebnis des Eigenkapitals ( ► Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 22). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst; deshalb weichen die jeweiligen Positionen der Bilanzwerte im Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2013 von den Werten ab, die im Geschäftsbericht 2011/12 veröffentlicht wurden. Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir auch unsere Konzernbilanz um die kumulierten Bewertungseffekte nach IAS 39: Die Vermögensseite kürzen wir um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden latenten Steuern; zum 30. Juni 2013 waren dies 215 Mio Euro nach einem Wert von 247 Mio Euro zum 30. September 2012. Auf der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die darauf entfallenden latenten Steuern, die zum 30. Juni 2013 einen Wert von 320 Mio Euro erreichten gegenüber 336 Mio Euro zum 30. September 2012. Beim Eigenkapital eliminieren wir den hier wirksamen Saldo; er betrug 105 Mio Euro zum 30. Juni 2013 nach 89 Mio Euro zum 30. September 2012. Auf dieser bereinigten Basis errechnet sich zum 30. Juni 2013 ein bereinigtes Eigenkapital von 1,43 Mrd Euro im Vergleich zu 1,39 Mrd Euro zum 30. September 2012. Bezogen auf die bereinigte Bilanzsumme von 4,08 Mrd Euro (zum 30. September 2012 von 3,85 Mrd Euro) lag die bereinigte Eigenkapitalquote zum 30. Juni 2013 bei 35,2 % im Vergleich zu 36,1 % zum 30. September 2012. Die LANGFRISTIGEN SCHULDEN nahmen im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. September 2012 (1,88 Mrd Euro) um 140 Mio Euro auf 1,74 Mrd Euro ab. Hauptursache waren verringerte langfristige Finanzschulden, die im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. September 2012 um117 Mio Euro sanken. Dies beruhte hauptsächlich darauf, dass Restlaufzeiten in den kurzfristigen Bereich umgegliedert wurden, was die Aufnahme neuer Darlehen überkompensierte. Dem stand gegenüber, dass die langfristigen Rückstellungen um + 9 Mio Euro und die passiven latenten Steuern um + 6 Mio Euro zunahmen. Die langfristigen anderen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum 30. September 2012 um 39 Mio Euro gesunken. Ausschlaggebend war, dass langfristige Verbindlichkeiten entsprechend ihren Fristigkeiten in kurzfristige Verbindlichkeiten umgegliedert wurden. Die KURZFRISTIGEN SCHULDEN erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2012 um 448 Mio Euro auf 1,34 Mrd Euro, hauptsächlich, weil sowohl die kurzfristigen Finanzschulden zunahmen als auch die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten und die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden resultierte aus den oben genannten Umgliederungen der Restlaufzeiten vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich. Bei den höheren kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten kam zum Tragen, dass langfristige andere Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit in kurzfristige Verbindlichkeiten umgegliedert wurden. Die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten enthalten zum 30. Juni 2013 Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos (Margins) in Höhe von 1 Mio Euro im Vergleich zu 6 Mio Euro zum 30. September 2012. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die ► Erläuterungen zur Bilanz im Konzern-Zwischenabschluss ab Seite 28. InvestitionenWir haben unsere Investitionen im 3. Quartal gegenüber dem bereits hohen Stand im 1. Halbjahr 2012/13 (164 Mio Euro) nochmals gesteigert. Im Geschäftsjahr 2012/13 hat der MVV Energie Konzern im Zeitraum von neun Monaten insgesamt 256 Mio Euro investiert nach 196 Mio Euro im Dreivierteljahr 2011/12. Von den Gesamtinvestitionen entfielen 206 Mio Euro (80 %) auf Wachstumsinvestitionen und 50 Mio Euro (20 %) auf die Modernisierung unserer Anlagen und Netze, also auf den Bestand. Unsere Investitionsschwerpunkte im Dreivierteljahr 2012/13 haben wir im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur gesetzt: Zu nennen sind vor allem der Bau der thermischen Abfallverwertungsanlage Plymouth und des Biomassekraftwerks Ridham Dock im Umweltgeschäft, der Erwerb der deutschen Windparks von Iberdrola, der Bau des Fernwärmespeichers auf dem Gelände des GKM sowie der Ausbau und die Verdichtung der Fernwärmenetze, insbesondere am Standort Mannheim. Investitionen des MVV Energie Konzerns nach Berichtssegmenten Dreivierteljahr, 1.10. bis 30.6.scroll
Finanzlage und CashflowDie kurz- und langfristigen Finanzschulden stiegen infolge höherer Kredite zur Investitionsfinanzierung zum 30. Juni 2013 auf 1,53 Mrd Euro: Das sind 121 Mio Euro mehr als am Bilanzstichtag des Geschäftsjahrs 2011/12 (30. September 2012). Auch die Netto-Finanzschulden (kurz- und langfristige Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) nahmen zum 30. Juni 2013 im Vergleich zum 30. September 2012 um 172 Mio Euro auf 1,20 Mrd Euro zu. Im Dreivierteljahresvergleich konnte der CASHFLOW VOR WORKING CAPITAL UND STEUERN um 14 auf 367 Mio Euro gesteigert werden, vor allem weil sich das Periodenergebnis vor Ertragsteuern verbesserte. Die IAS 39 Bewertung, die im Periodenergebnis vor Ertragsteuern wirksam ist, hatte hierauf keinen Einfluss, weil sie im Rahmen der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen eliminiert wurde. Der CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT verbesserte sich im Vergleichszeitraum von - 15 Mio Euro im Dreivierteljahr des Vorjahrs auf + 142 Mio Euro im Dreivierteljahr 2012/13. Hauptgrund hierfür war neben dem Periodenergebnis vor Ertragsteuern die Entwicklung im Working Capital. Nach Abzug der zahlungswirksamen Investitionen für immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien von 186 Mio Euro (Vorjahr 185 Mio Euro) weisen wir im Dreivierteljahr 2012/13 einen negativen FREE CASHFLOW von - 44 Mio Euro aus. Gegenüber dem Free Cashflow im Dreivierteljahr 2011/12 von - 200 Mio Euro hat er sich um 1 56 Mio Euro verbessert. Im Dreivierteljahr 2012/13 war der CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT mit - 190 Mio Euro geringer als im Dreivierteljahr 2011/12, in dem er - 165 Mio Euro betragen hatte. Ausschlaggebend hierfür waren zum einen höhere Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in Finanzanlagen und zum anderen geringere Einzahlungen aus Anlagenabgängen. Im Dreivierteljahr 2011/12 war die Netto-Kreditaufnahme für Investitionsprojekte und zum Aufbau einer strategischen Finanzierungsreserve höher als im Berichtsdreivierteljahr. Deshalb fiel der CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT im Dreivierteljahr 2012/13 mit - 10 Mio Euro negativ aus; im Dreivierteljahr des Vorjahrs hatte er einen positiven Wert von 141 Mio Euro erreicht. Nach der ► Kapitalflussrechnung auf den Seiten 23 und 24 weist der MVV Energie Konzern zum Bilanzstichtag 30. Juni 2013 einen Finanzmittelbestand aus von 327 Mio Euro (Vorjahr 129 Mio Euro). Der höhere Finanzmittelbestand im Dreivierteljahr 2012/13 beruht im Wesentlichen auf den Mittelzuflüssen aus dem Verkauf des Anteils an den Stadtwerken Solingen und auf einem langfristigen Investitionskredit der Europäischen Investitionsbank (EIB). Professionelles FinanzmanagementDie MVV Energie AG und die Stadtwerke-Beteiligungen unseres Konzerns verfügen über bilaterale Kreditlinien. Kapital, das Beteiligungsgesellschaften zusätzlich für Investitionen benötigen, beschafft die Muttergesellschaft MVV Energie AG zentral am Markt und stellt es den Beteiligungsgesellschaften über Gesellschafterdarlehen zur Verfügung. Besondere Herausforderungen sind dabei die Finanzierung der großen Investitionen im Windenergiegeschäft sowie der großen Bauprojekte in England: die thermische Abfallverwertungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham Dock. Durch die hohen Investitionen in England, deren Gesamtfinanzierung wir langfristig gesichert haben, gewinnt die Entwicklung des Euro/Pfund-Wechselkurses für unser Konzernergebnis an Bedeutung. BERICHT ZU CHANCEN UND RISIKENUnser konzernübergreifendes Risikomanagementsystem dient dazu, Chancen und Risiken kontinuierlich zu steuern. Ereignisse, die unser geplantes Jahresergebnis maßgeblich positiv oder negativ beeinflussen könnten, aggregieren wir in einem Chance-/Risiko-Profil. Wir legen besonderen Wert darauf, die größten Einzelgefährdungen fortlaufend zu beobachten, um potenzielle Bestandsgefährdungen frühzeitig zu erkennen und entsprechende Gegenmaßnahmen ergreifen zu können. Die Risikokategorien und die Faktoren, die unser Ergebnis wesentlich beeinflussen, sind im Vergleich zur Darstellung im Geschäftsbericht 2011/12 unverändert geblieben. Die Preisentwicklung birgt Risiken für unser Unternehmen - sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite. Noch immer befindet sich die Erzeugungsmarge bei unserer konventionellen Stromerzeugung auf einem historisch niedrigen Niveau; eine schwierige Marktlage. Durch eine adäquate Hedging-Strategie versuchen wir, extreme Schwankungen der Erzeugungsmarge abzumildern. Von großer Bedeutung für unser operatives Geschäftsergebnis ist der Witterungsverlauf vor allem in der Heizperiode, weil er unseren Absatz von Wärme und Gas bestimmt. Im 3. Quartal 2012/13, insbesondere im April und Mai 2013, war es deutlich kühler als erwartet. Die Windstromproduktion entwickelte sich über die ersten drei Quartale hinweg unterdurchschnittlich. Ebenfalls sehr bedeutend für unsere Ergebnisentwicklung ist der stabile Betrieb unserer Anlagen: Im 3. Quartal 2012/13 gab es keine nennenswerten Ausfälle aufgrund von technischen Ursachen. Wir verfügen über ein breites Kundenportfolio und wählen unsere Geschäftspartner sorgfältig aus. Dennoch bestehen Risiken, beispielsweise in Form von Forderungsausfällen, insbesondere bei langfristigen Lieferbeziehungen, wie bei Contracting-Verträgen. Weiterhin könnte unser Ergebnis im Netzbereich durch veränderte Rahmenbedingungen für die Anreizregulierung, die teilweise auch rückwirkend eintreten können, beeinflusst werden. Unsicherheiten bestehen hinsichtlich neuer gesetzlicher, regulatorischer Regelungen oder neuer Rechtsprechung. Unser Ergebnis könnte dadurch negativ oder positiv beeinflusst werden. Die Beurteilung der Gesamtrisikosituation im Dreivierteljahr 2012/13 durch den Vorstand ergab keine Hinweise darauf, dass der Fortbestand des Unternehmens durch bestehende oder künftige Risiken bedroht wäre. NACHTRAGSBERICHTVom Bilanzstichtag 30. Juni 2013 bis zur Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses für das 3. Quartal 2012/13 haben sich die Rahmenbedingungen für unser Geschäft über die nachstehenden Sachverhalte hinaus nicht wesentlich geändert. Anteilsverkauf im Teilkonzern MVV TschechienUnser tschechischer Teilkonzern MVV Energie CZ zählt zu den größten Fernwärmeanbietern in der Tschechischen Republik, wo er bisher in 17 Städten operativ tätig ist. MVV Energie CZ und die Stadt Jablonec haben am 27. Juni vereinbart, den von MVV Energie CZ gehaltenen Anteil von 65,78 % am Fernwärmeunternehmen Jablonecká teplárenská a realitní a.s. (JTR) an die Stadt Jablonec nad Nisou zu verkaufen, die bisher den verbleibenden Anteil von 34,22 % hält. Die zum Verkauf gestellte Beteiligung JTR wurde zum Bilanzstichtag 30. Juni 2013 "Als zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte" bilanziert. Der Anteilsverkauf wurde am 17. Juli 2013 vollzogen. Der Verkauf hat weder Auswirkungen auf unsere weiterhin wachstumsorientierte Strategie noch auf unsere unverändert starke Position im tschechischen Markt. Wir haben in den letzten Jahren an vielen Standorten gezielt in eine effiziente, umweltfreundliche Wärmeversorgung sowie in Kraft-Wärme-Kopplung investiert und werden dies auch fortsetzen. Kielspeicher 103 GmbH & Co. KG, KielDurch den Ausstieg des Joint-Venture-Partners im Juli 2013 wird die Gesellschaft Kielspeicher 103 GmbH & Co. KG, Kiel, im 4. Quartal 2012/13 als vollkonsolidierte Gesellschaft in den MVV Energie Konzern aufgenommen. Studie zu wettbewerblichem Prämiensystem erstelltIn die Diskussion über das zukünftige Marktdesign für erneuerbare Energien in Deutschland hat sich MVV Energie Anfang Juli 2013 mit einer eigenen Studie zur Einführung eines wettbewerblichen Prämiensystems eingebracht. Ausgangspunkt ist der Befund, dass für eine Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf absehbare Zeit neben dem Erlös aus der tatsächlichen Stromlieferung (Energy-Only-Markt) eine weitere Refinanzierungsquelle benötigen wird. Dies sollte mittel- und langfristig zunehmend in wettbewerblichen Verfahren, das heißt durch Auktionen, erfolgen. Neuer Vertriebsvorstand bestelltDer Aufsichtsrat der MVV Energie AG hat am 24. Juli 2013 Ralf Klöpfer zum neuen Vertriebsvorstand unseres Unternehmens berufen. Er übernimmt ab 1. Oktober 2013 die Nachfolge von Matthias Brückmann. Ralf Klöpfer bringt eine mehr als 20-jährige Erfahrung in der Energiewirtschaft mit. PROGNOSEBERICHTAussage des Vorstands zur UnternehmensentwicklungUnser Ziel bleibt profitables Wachstum. Wir sind auf dem richtigen Weg, um die wirtschaftlichen Chancen des Systemwechsels in der Energieerzeugung für uns zu nutzen: Wir haben die Weichen für die Zukunft früh gestellt und halten unser Investitionstempo hoch. Unsere Investitionen werden die wirtschaftliche Entwicklung unserer Unternehmensgruppe weiter prägen; nach Inbetriebnahme der neuen Anlagen erwarten wir durch sie positive Ergebnisbeiträge. Künftige gesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenDie führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute gehen in ihrem Frühjahrsgutachten 2013 von einer langsamen Belebung der deutschen Konjunktur im weiteren Jahresverlauf aus und prognostizieren für das Jahr 2013 ein Wachstum des Bruttoinlandsprodukts von 0,8 %, das insbesondere durch die Binnenkonjunktur getragen wird. Der Jahresausblick ist durch die anhaltende Unsicherheit über die weitere Entwicklung in den europäischen Krisenländern mit Risiken behaftet. Künftige BranchensituationSituation und Marktlage in der Energiebranche werden - für alle Marktteilnehmer und auch für unser Unternehmen - weiterhin schwierig bleiben. Wir brauchen ein tragfähiges Gesamtkonzept, ein gutes Projektmanagement und verlässliche politische Rahmenbedingungen, damit der Umbau des Energiesystems zielgerichtet und nachhaltig gestaltet werden kann. Bis zur Bundestagswahl im September 2013 rechnen wir zwar nicht mit durchgreifenden energiepolitischen Beschlüssen. Für die Zeit nach der Bundestagswahl zeichnet sich allerdings bereits heute energiepolitischer Handlungsbedarf ab:
Das gegenwärtige Marktmodell in Deutschland honoriert ausschließlich die Stromerzeugung, nicht jedoch die notwendige Kapazitätsvorhaltung. Aus unserer Sicht werden wir auf mittlere Sicht an Kapazitätsmechanismen nicht vorbeikommen. Die sogenannte Kaltreserve und ihre Weiterentwicklung zur strategischen Reserve bilden dabei eine sinnvolle Übergangslösung. Strategische Ausrichtung weiter konsequent umsetzenWir setzen unsere zukunftsorientierte Konzernstrategie zielgerichtet weiter um. Im Mittelpunkt steht der Ausbau der erneuerbaren Energien und die Steigerung der Energieeffizienz. Wir investieren fokussiert in Windenergie an Land, Biomasse und Biogas, in Kraft-Wärme-Kopplung, in umweltfreundliche Fernwärme und in thermische Abfallverwertung. Unsere definierten Wachstumsfelder befinden sich im Einklang mit den energiepolitischen Zielen. Wir bekräftigen daher unsere strategische Ausrichtung. Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel ► Unternehmensstrategie auf den Seiten 5 und 6 dieses Finanzberichts. Künftige Märkte, Produkte und DienstleistungenEin Schwerpunkt beim Ausbau erneuerbarer Energien ist der Bereich WINDENERGIE AM LAND. Der MVV Energie Konzern arbeitet aktuell vor allem im Süden und Westen Deutschlands intensiv daran, sein Windkraftportfolio auszuweiten; wir setzen dabei auf die eigene Entwicklung neuer Windprojekte. Wir planen nur dort Windenergieanlagen, wo die erforderliche Windhöffigkeit gegeben ist, die Anlagen unseren ökonomischen sowie ökologischen Anforderungen genügen und sie von der Bevölkerung vor Ort mitgetragen werden. Bei unseren Projekten informieren wir von Anfang an unsere kommunalen und regionalen Partner fair und transparent und beteiligen sie an der Umsetzung. Nach der BIOMETHANANLAGE in Klein Wanzleben, die bereits in Betrieb ist, realisieren wir derzeit in Kroppenstedt (Sachsen-Anhalt) ein zweites baugleiches Biomethanprojekt. Diese Anlage wird voraussichtlich Ende 2013 ans Netz gehen. Pro Jahr können dann auch hier rund 63,5 Mio kWh Biomethan erzeugt und in das öffentliche Erdgasnetz einspeist werden. In Mannheim, Kiel, Offenbach und Ingolstadt sowie an einzelnen Standorten unseres tschechischen Teilkonzerns MVV Energie CZ bauen wir unsere FERNWÄRMENETZE weiter aus und verdichten sie. Sichtbare Fortschritte macht der Bau des modernen, energieeffizienten Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim (GKM). Mit ihm schaffen wir die Grundlagen, um die Stromversorgung in Süddeutschland zu sichern und die umweltfreundliche Fernwärmeversorgung in Mannheim und in der Metropolregion Rhein-Neckar ausbauen zu können. Er wird voraussichtlich im Laufe des Kalenderjahrs 2015 in Betrieb genommen werden und dann die älteren Blöcke 3 und 4 ersetzen. Der neue FERNWÄRMESPEICHER, den MVV Energie auf dem Gelände des GKM baut, wurde ab Mitte Juni 2013 in das vorhandene Leitungsnetz integriert - neben dem Stadtgebiet Mannheim versorgt dieses auch die Städte Heidelberg, Schwetzingen, Speyer und die Gemeinde Brühl. Wirtschaftlicher Eigentümer des Fernwärmespeichers ist die MVV Energie AG, die künftig auch seinen Einsatz steuern wird. Die Bauarbeiten sollen bis zum Beginn der nächsten Heizperiode im Herbst 2013 abgeschlossen sein. Der Betrieb des 40 Jahre alten GEMEINSCHAFTSKRAFTWERKS KIEL - ein Joint Venture der E.ON Kraftwerks GmbH und unserer Tochtergesellschaft Stadtwerke Kiel - läuft Ende 201 5 nach Plan aus. Mit einer Netto-Leistung von 322 MWel und 295 MWth ist die Anlage der wichtigste Wärmeerzeuger für die Stadt Kiel. Die Stadtwerke Kiel prüfen verschiedene Optionen, um die Wärmeversorgung in Kiel sicherstellen zu können. In Großbritannien geht der Bau des abfallbefeuerten HEIZKRAFTWERKS MIT KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG in Plymouth planmäßig voran. Die Inbetriebnahme ist für das Geschäftsjahr 2014/1 5 vorgesehen. Danach sollen in der Anlage jährlich rund 245 000 Tonnen Abfälle aus Haushalten, Gewerbe und Industrie zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Das neue BIOMASSEKRAFTWERK, das wir am südenglischen Hafenstandort Ridham Dock errichten, soll im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen. Es wird über eine elektrische Netto-Leistung von 23 MW verfügen. Pro Jahr sollen aus rund 172 000 Tonnen Altholz aus dem regionalen Umfeld knapp 188 Mio kWh Strom erzeugt werden. Zudem sollen benachbarte Industrieunternehmen aus dem Kraftwerk mit Wärme versorgt werden. In unserem Geschäftsfeld VERTRIEB werden wir den bundesweiten Strom- und Gasvertrieb mit Industrie- und Gewerbekunden sowie die Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien nach dem Marktprämienmodell weiter ausbauen. Dezentrale Konzepte sowie Energieeinspar- und Energieeffizienzlösungen werden für energieintensive Industrie- und Gewerbeunternehmen und die Immobilienwirtschaft an Bedeutung gewinnen. In diesem Trend sehen wir Chancen für unsere im ENERGIEDIENSTLEISTUNGSGSCHÄFT tätige Tochtergesellschaft MVV Enamic GmbH; sie verfügt über langjährige Contracting-Erfahrung. Der Wettbewerb um KONZESSIONEN hat zugenommen. Wir beteiligen uns aktiv daran und wollen unsere erfolgreichen Partnerschaften mit Kommunen erhalten und weiterführen; ebenso bewerben wir uns gezielt um neu ausgeschriebene attraktive Konzessionen. Einführung von SEPAAb dem 1. Februar 2014 werden die bisherigen nationalen Zahlungsverkehrssysteme - wie inländische Überweisungen, Lastschriften und später auch Kartenzahlungen - durch SEPA abgelöst und damit europaweit vereinheitlicht. Mit Hilfe von SEPA (Single Euro Payments Area) können Verbraucher und Unternehmen bargeldlose Zahlungen in 32 Ländern Europas genauso einfach und schnell tätigen wie innerhalb ihres Heimatlands. Der MVV Energie Konzern hat frühzeitig ein standortübergreifendes Projekt gestartet, um sich auf diese Änderung vorzubereiten, die auch für unsere Kunden mit einigen Neuerungen verbunden sein wird. Künftige Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDas Forschungsprojekt Smart Grid Integration (SGI), das auf drei Jahre angelegt ist, wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) im Rahmen des Spitzenclusters Elektromobilität Süd-West mit einem Gesamtvolumen von 2,5 Mio Euro gefördert. Die fünf Projektpartner mit MVV Energie als Konsortialführer untersuchen seit dem 1. Januar 2013 Energiemanagementsysteme, die bei mittelfristig steigender Zahl von Elektrofahrzeugen einen Beitrag zur Netzstabilität leisten sollen. Gleichzeitig könnten sie zur Integration von erneuerbaren Energien in das Energiesystem beitragen, indem Batterien von Elektrofahrzeugen in Zeiten einer hohen Wind- und Sonnenstromproduktion aufgeladen werden. Erwartete ErtragslageDer Wandel des Energiesystems, die volatilen Energiemärkte und die unsicheren gesetzlichen Rahmenbedingungen erschweren eine verlässliche Ergebnisprognose. Der Ausgang der Bundestagswahl im September 2013 könnte Einfluss auf die weitere Entwicklung ab dem Geschäftsjahr 2013/14 haben. Voraussichtliche UmsatzentwicklungAuf Basis der Steigerungen im Dreivierteljahr 2012/13 rechnen wir aus heutiger Sicht damit, dass unsere Umsatzerlöse (ohne Strom- und Erdgassteuer) im gesamten Geschäftsjahr 2012/13 das hohe Niveau des Vorjahrs von 3,89 Mrd Euro etwas überschreiten werden. Dazu beitragen werden zum einen höhere Absatzmengen, die wir aufgrund der kühlen Witterung in der Heizperiode 2012/13 im Fernwärme- und Gasgeschäft verzeichnen konnten, und zum anderen erwartete Mengensteigerungen im Gasportfoliomanagement sowie im deutschlandweiten Gasvertrieb. Positiv werden sich darüber hinaus der Ausbau der Windenergie an Land, die Biomethananlage Klein Wanzleben sowie Preisanpassungen auswirken. Die thermische Abfallverwertungsanlage Plymouth und das Biomassekraftwerk Ridham Dock werden erstmals im Geschäftsjahr 2014/1 5 Umsätze generieren können. Voraussichtliche ErgebnisentwicklungFür die gesamte Energiebranche haben sich die Rahmenbedingungen und die Markterwartungen weiter deutlich verschlechtert. Insbesondere gilt das für die Großhandelspreise von Strom, die auf einen historischen Tiefstpreis gesunken sind. Die volatile und stark zunehmende Einspeisung von Solar- und Windenergie wirkt sich negativ auf die Erzeugungsmargen unserer konventionellen Kraftwerke aus und damit auch auf die weitere Entwicklung unseres operativen Ergebnisses im Geschäftsjahr 2012/13. Hinzu kommt, dass die zuvor frei zugeteilten CO2-Emissionszertifikate seit Januar 2013 vollständig ersteigert werden müssen. Die Erzeugungsmargen aus der Steinkohleverstromung werden neben den Strompreisen an den Großhandelsmärkten einerseits von den Kohlebezugsaufwendungen einschließlich des Euro/Dollar-Wechselkurses und dem Preis für Emissionszertifikate andererseits bestimmt. Die aktuelle Strompreisentwicklung wirkt sich vor allem bei unserem Teilkonzern MVV Umwelt negativ aus, da die Strompreisänderungen zeitnah in das operative Ergebnis eingehen. Um die Auswirkungen von volatilen Preisen zu begrenzen, vermarkten wir den überwiegenden Teil der Strommengen, die in unseren Heizkraftwerken erzeugt werden, in enger Abstimmung mit der MVV Trading GmbH. Der Ergebnisbeitrag unseres Teilkonzerns MVV Umwelt wird darüber hinaus wesentlich von Abfallerlösen sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten bestimmt. Neben diesen Faktoren und dem Witterungsverlauf wird unser operatives Ergebnis beeinflusst von der Entwicklung des Wettbewerbs, vom Regulierungsumfeld im Netzgeschäft, im Vertrieb und im Handel sowie von den Zusatzkosten, die aus der Umsetzung von gesetzlichen Anforderungen resultieren. Im Vergleich zum Vorjahresergebnis wirkt sich aus, dass der Ergebnisbeitrag der Stadtwerke Solingen weggefallen ist. Wir halten nach Ablauf des Dreivierteljahrs 2012/13 an unserer Ergebnisprognose fest, die wir bereits im Finanzbericht für das 1. Halbjahr 2012/13 kommuniziert hatten. Insgesamt erwarten wir aus operativer Sicht, dass unser Adjusted EBIT im gesamten Geschäftsjahr 2012/13 in der Größenordnung um rund 5 % niedriger ausfallen wird als im Geschäftsjahr 2011/12, in dem es 223 Mio Euro erreichte. Investitionen und künftige Vermögens- und FinanzlageMVV Energie hat nach wie vor einen guten Zugang zum Finanzmarkt und kann ihren Liquiditätsbedarf problemlos decken. Unsere hohe Eigenkapitalausstattung von 35,2 % bildet eine starke Basis, um Investitionen ausgewogen finanzieren zu können. Investitionen in das Bestandsgeschäft finanzieren wir aus Abschreibungen. Im Wachstumsgeschäft nutzen wir den operativen Cashflow sowie projektbezogen optimierte Finanzierungen. Daneben bündeln wir strukturell ähnliche Projekte mit vergleichbaren Laufzeiten. Die Mittel hierfür nehmen wir am Kapitalmarkt auf. Um die Finanzierungskosten zu optimieren, betrachten wir alternativ zum Bankenmarkt permanent und intensiv weitere Finanzierungsquellen. So haben wir beispielsweise unsere Aktivitäten auf dem Schuldscheinmarkt verstärkt. Als Leitplanken für fremdfinanziertes Wachstum haben wir verschiedene Finanzkennzahlen definiert, die wir einhalten. Damit gewährleisten wir auch weiterhin ein implizites Rating des MVV Energie Konzerns im Investment-Grade-Bereich. Künftige Chancen und RisikenZu den Risikokategorien, die wir im ► Geschäftsbericht 2011/12 ab Seite 87 im Bericht zu Chancen und Risiken aufgeführt haben, sind keine weiteren hinzugekommen. Neben den grundsätzlichen Faktoren, die in jedem Geschäftsjahr Einfluss auf unser Ergebnis haben können, wie der Witterungsverlauf, sehen wir in den kommenden Geschäftsjahren Unsicherheiten im Zusammenhang mit unseren großen Investitionsprojekten, wie sie bei jedem baulichen Vorhaben auftreten können. Durch die Projekte in Plymouth und Ridham Dock in Großbritannien gewinnt die Entwicklung des Euro/ Pfund-Wechselkurses für unsere künftigen Unternehmensergebnisse an Bedeutung. Aus den tiefgreifenden Umwälzungen in der Energiewirtschaft ergeben sich Chancen und Risiken für mittel- und langfristig profitables Wachstum. Aus heutiger Sicht gibt es keine Anzeichen für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Verlauf des Geschäftsjahrs 2012/13 und darüber hinaus gefährden könnten. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1.10.2012 bis zum 30.6.2013Gewinn- und Verlustrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
AUFSTELLUNG DER ERFOLGSNEUTRAL IM KONZERNEIGENKAPITAL ERFASSTEN ERTRÄGE UND AUFWENDUNGEN vom 1.10.2012 bis zum 30.6.2013Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen des MVV Energie Konzernsscroll
BILANZ zum 30.6.2013Bilanz des MVV Energie KonzernsAktiva scroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG vom 1.10.2012 bis zum 30.6.2013Eigenkapitalveränderungsrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1.10.2012 bis zum 30.6.2013Kapitalflussrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1.10.2012 bis zum 30.6.2013Cashflow - aggregierte Darstellungscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS vom 1.10.2012 bis zum 30.6.2013Informationen zum UnternehmenDie MVV Energie AG hat ihren Sitz in Mannheim, Deutschland. Sie ist die Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns und in den Wertschöpfungsstufen Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen sowie Strategische Beteiligungen tätig. Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde vom Vorstand am 12. August 2013 aufgestellt. Weder der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss noch der Konzern-Zwischenlagebericht unterliegen einer prüferischen Durchsicht. Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2012 bis zum 30. Juni 2013 wurde in Übereinstimmung mit den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind - insbesondere mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" - erstellt. Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht sämtliche für einen vollständigen Jahresabschluss vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 30. September 2012 gelesen werden. Veröffentlichte Standards und Interpretationen, die noch nicht verpflichtend anzuwenden sind, werden nicht angewendet. Die im Konzern-Zwischenabschluss zum 30. Juni 2013 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen daher - mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Neuregelungen - denen des Konzernabschlusses zum 30. September 2012. Der International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Reporting Interpretations Committee (IFRIC) haben einige Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Daher wurde folgender relevanter Standard im MVV Energie Konzern im Geschäftsjahr 2012/13 erstmals angewendet: scroll
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen
Zeitpunkt beginnen Als Folge der Erstanwendung des geänderten Standards wurden Zwischenüberschriften in die Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen eingefügt. Bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses sind teilweise Annahmen getroffen und Schätzwerte verwendet worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie auf Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. In Einzelfällen können die tatsächlichen Werte zu einem späteren Zeitpunkt von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Entsprechende Änderungen würden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam werden. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012/13 übt der MVV Energie Konzern das Wahlrecht bezüglich der Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Versorgungspläne neu aus. Der MVV Energie Konzern wendet zukünftig nicht mehr die Korridor-Methode an, sondern erfasst alle versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pläne im sonstigen Ergebnis. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Änderungen des KonsolidierungskreisesIn den Konzern-Zwischenabschluss des MVV Energie Konzerns sind neben der MVV Energie AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die MVV Energie AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das hierfür maßgebliche Beherrschungskonzept setzt bei Vollkonsolidierung einen beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft voraus, der in allen Fällen der Vollkonsolidierung gegeben ist. Die wesentlichen assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen werden quotenkonsolidiert. Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen ist in der folgenden Tabelle dargestellt: Konsolidierungskreisscroll
In der Berichtsperiode wurden die folgenden Gesellschaften erstmals vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen:
Die 24sieben GmbH, Kiel, sowie die SWKiel Service GmbH, Kiel, sind im 1. Quartal 2012/13 auf die Stadtwerke Kiel AG, Kiel, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Waldenergie Bayern GmbH, Gersthofen, ist im 1. Quartal 2012/13 auf die MVV Enamic GmbH, Mannheim, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 ist die reginova GmbH, Ingolstadt, auf die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH, Ingolstadt, verschmolzen worden. Die Verschmelzung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die e:duo GmbH, Essen, ist im 1. Quartal 2012/13 auf die MVV Enamic GmbH, Mannheim, verschmolzen. Die e:duo GmbH wurde vor ihrer Verschmelzung als sonstige Beteiligung im Konzern dargestellt. Die Verschmelzungseffekte sind in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erkennbar. Im 1. Quartal 2012/13 wurden 100 % der Anteile an der Windpark Dirlammen GmbH & Co. KG, Wörrstadt, erworben. Die Gesellschaft wird im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzern einbezogen. Die Zahlung des Kaufpreises erfolgte mit dem Erwerb. Weiterhin wurden 100 % der Anteile an der Projektgesellschaft MVV Environment Ridham Ltd., Leeds, Großbritannien, erworben. Entsprechend wurde diese Gesellschaft erstmals im Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns vollkonsolidiert. Die Zahlung des Kaufpreises erfolgte mit dem Erwerb. Im 2. Quartal 2012/13 wurden 100 % der Anteile an der MVV Windenergie Beteiligungs GmbH, Mannheim, sowie an deren 100 %-igen Tochtergesellschaft MVV Windenergie NRW GmbH, Mannheim, erworben. Beide Gesellschaften werden im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzern einbezogen. Auf Grund eines bedingten Kaufpreisanteils könnten sich die bei Erwerb angesetzten Vermögenswerte und Schulden in den Folgeperioden verändern. Die Zahlung des Kaufpreises erfolgte mit dem Erwerb. Weiterhin wurden durch die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH, Ingolstadt, 41 % der Anteile an der Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG, Wörrstadt, erworben, die unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen werden. Der Verkauf der sonstigen Beteiligung KielNet GmbH Gesellschaft für Kommunikation, Kiel, ist am 25. Oktober 2012 wirksam geworden. Im 3. Quartal 2012/13 wurden die Anteile an der Nordland Energie GmbH, Kiel, veräußert. Die Gesellschaft war vor der Veräußerung der Anteile als assoziierte Gesellschaft im Konzern dargestellt. Der zum Erwerbszeitpunkt beizulegende Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaften, die in der Berichtsperiode erstmalig konsolidiert wurden, ist in untenstehender Tabelle dargestellt. Die Kaufpreise wurden aus flüssigen Mitteln beglichen. Seit ihrer Erstkonsolidierung haben die erworbenen Unternehmen insgesamt 3 508 Tsd Euro zum Umsatz und - 3 593 Tsd Euro zum Ergebnis beigetragen. Identifizierbare Vermögenswerte und Schuldenscroll
WährungsumrechnungFür die Währungsumrechnung im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss wurden folgende Wechselkurse zu Grunde gelegt: scroll
Quelle: Europäische Zentralbank Saisonale Einflüsse auf die GeschäftstätigkeitAufgrund des saisonalen Charakters der Geschäftstätigkeit der Unternehmen des MVV Energie Konzerns werden in den ersten beiden Quartalen regelmäßig höhere Umsatzerlöse und operative Gewinne erwirtschaftet als im 3. und 4. Quartal. Die im Vergleich zum Vorjahr kühlere Witterung hat das Ergebnis im Dreivierteljahr 2012/13 maßgeblich beeinflusst. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 UmsatzerlöseDie Umsatzerlöse werden in der Segmentberichterstattung nach Wertschöpfungsstufen gegliedert dargestellt. Der Umsatzanstieg im Vergleich zum Dreivierteljahr des Geschäftsjahrs 2011/12 ist vor allem bedingt durch eine Ausweitung der Handels- und Vertriebsumsätze. Der Vergleichsumsatz aus dem Dreivierteljahr 2011/12 beinhaltet noch die Umsätze der zum Geschäftsjahresende 2011/12 entkonsolidierten Stadtwerke Solingen. Diese Umsatzdifferenz konnte unter anderem durch Mengenanstiege im Gashandel sowie im überregionalen Strom- und Gasvertrieb kompensiert werden. Der Umsatz unserer ausländischen Töchter betrug in Konzernwährung 96 281 Tsd Euro. 2 Sonstige betriebliche Erträge und sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Erträgescroll
Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die Veränderung der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Bilanzierung der gemäß IAS 39 bewerteten Derivate zurückzuführen. Deren Bewertung nach IAS 39 führte im Dreivierteljahr 2012/13 zu einem negativen Effekt von netto - 5 115 Tsd Euro (Vorjahr negativer Effekt - 31 089 Tsd Euro). 3 Ergebnis aus assoziierten UnternehmenDas Ergebnis aus assoziierten Unternehmen in Höhe von 10 079 Tsd Euro (Vorjahr 10 948 Tsd Euro) stammt aus der Folgebewertung der assoziierten Unternehmen des MVV Energie Konzerns. 4 RestrukturierungsaufwandAuf Basis des IAS 8 erfolgte eine Überarbeitung der Schätzung der Rückstellungen für Restrukturierung. Die neueren Erkenntnisse führten dazu, dass die Restrukturierungsrückstellung angepasst wurde. 5 Finanzerträge und FinanzaufwendungenDie Finanzerträge und Finanzaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen für Darlehen und Finanzierungsleasing sowie Effekte aus der Bewertung nach IAS 39. 6 ErtragsteuernErtragsteuernscroll
Die Steuerquote beläuft sich in der Berichtsperiode auf 31,6 %. Dies gilt sowohl mit IAS 39 Effekt als auch ohne IAS 39 Effekt. 7 Ergebnis je AktieErgebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG und Ergebnis je Aktie scroll
Es sind keine Verwässerungseffekte zu berücksichtigen. Erläuterungen zur Bilanz8 Sonstige Forderungen und VermögenswerteDer Anstieg der sonstigen Forderungen und Vermögenswerte ist im Vergleich zum 30. September 2012 im Wesentlichen auf das gestiegene Volumen von nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäften zurückzuführen. Die Verschiebung zwischen den lang- und kurzfristigen sonstigen Forderungen ist im Wesentlichen durch die Umgliederung aufgrund der Fristigkeiten begründet. 9 Latente steuernDie Veränderungen der latenten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus Bewertungseffekten von Energiehandelsgeschäften. 10 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDer Anstieg der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen im Dreivierteljahr 2012/13 entspricht im Wesentlichen dem gewöhnlichen saisonalen Verlauf. Die erhaltenen Abschlagszahlungen kompensieren die erhöhte Energieabnahme während der Wintermonate nicht vollständig und führen zu saisonal gestiegenen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Der Anstieg der Umsatzerlöse im Dreivierteljahr 2012/13 bewirkt ebenfalls einen höheren Forderungsbestand. 11 Flüssige MittelDer Rückgang der flüssigen Mittel ist im Wesentlichen auf die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2011/12 sowie auf den Kauf der Anteile der MVV Windenergie Gesellschaften zurückzuführen. Die Projektumsetzung bei den britischen Gesellschaften MVV Environment Development Limited und MVV Environment Ridham Ltd. unter der zunehmenden Verwendung des Bestands an flüssigen Mitteln findet hier ebenfalls seine Wirkung. Gegenläufig wirkt die erhöhte Darlehensaufnahme zur Sicherung der Liquidität im Vorgriff auf geplante Projekte. 12 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte beziehungsweise schuldenIm 3. Quartal 2012/13 wurde das verbundene Unternehmen Jablonecká teplárenská a realitní a.s., Jablonec nad Nisou, Tschechische Republik, als zur Veräußerung gehalten ausgewiesen. Im Verlauf des 4. Quartals 2012/13 werden alle Anteile an der Gesellschaft in Höhe von 65,78 % an einen Mitgesellschafter veräußert. Wegen unterschiedlicher Einschätzung der Gesellschafter untereinander haben wir uns zur Veräußerung entschlossen. Die Gesellschaft ist dem Berichtssegment Strategische Beteiligungen zugeordnet. 13 GewinnausschüttungAuf der Hauptversammlung am 8. März 2013 wurde die Ausschüttung einer im Vergleich zum Vorjahr unveränderten Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Stückaktie (insgesamt 59 316 Tsd Euro) für das Geschäftsjahr 2011/12 beschlossen. Zusätzlich wurde auf Ebene der Teilkonzerne insgesamt 18 570 Tsd Euro an Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet. 14 EigenkapitalBeginnend mit dem Geschäftsjahr 2012/13 übt der MVV Energie Konzern das Wahlrecht bezüglich der Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Versorgungspläne neu aus. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pläne werden jetzt erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der Anfangsbestand wurde entsprechend angepasst. 15 Andere VerbindlichkeitenDer Anstieg der anderen Verbindlichkeiten ist insbesondere auf das gestiegene Volumen von nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäften zurückzuführen. Die Verschiebung zwischen den lang- und kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten ist durch die Umgliederung der Fristigkeit begründet. 16 FinanzschuldenDer Anstieg der Finanzschulden resultiert im Wesentlichen aus der Neuaufnahme von Krediten für Projektinvestitionen. 17 RückstellungenDer Rückgang im Vergleich zum 30. September 2012 ist auf saisonal niedrigere Personalrückstellungen sowie die unter Ziffer 4 beschriebene Veränderung der Restrukturierungsrückstellung zurückzuführen. 18 EventualschuldenDie Eventualschulden haben sich seit dem 30. September 2012 nicht wesentlich verändert. 19 SegmentberichterstattungGewinn- und Verlustrechnung nach Segmenten des MVV Energie Konzerns vom 1.10.2012 bis zum 30.6.2013scroll
Gewinn- und Verlustrechnung nach Segmenten des MVV Energie Konzerns vom 1.10.2011 bis zum 30.6.2012scroll
Die externe Berichterstattung folgt der internen Steuerungsstruktur. Die Einheiten sind so gruppiert, dass die Bündelung passender Fachkompetenz unter einem Dach die Grundlage für eine stringente Portfoliosteuerung des Konzerns bildet. Den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen und Sonstiges sind Geschäftsfelder zugeordnet, die an Wertschöpfungsstufen orientiert sind. Analytisch können die Geschäftsfelder weiter nach Teilkonzernen und Einzelgesellschaften mit ihren Produkten untergliedert werden.
Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Die Verrechnungspreise für Transfers zwischen den Segmenten entsprechen den marktüblichen Konditionen. Aus der Addition von Innen- und Außenumsätzen ergeben sich die Segmentumsätze. Die Segmentumsätze mit externen Kunden werden zu 97,0 % (Vorjahr 96,8 %) in Deutschland erzielt. Die Aufteilung der Erlöse auf die Regionen erfolgt nach dem geografischen Sitz der Kunden. Im MVV Energie Konzern gibt es keinen einzelnen Kunden, der einen Anteil von 10 % oder mehr zu den gesamten Umsatzerlösen beiträgt. Die dargestellte Segmentberichterstattung der Gewinn- und Verlustrechnung nach IFRS 8 basiert auf den Segmentergebnissen (Adjusted EBIT) der internen Managementberichterstattung. Das Segmentergebnis der einzelnen Berichtssegmente umfasst kein Ergebnis aus nicht operativen Bewertungseffekten aus Finanzderivaten nach IAS 39 (- 5 115 Tsd Euro; in der Vergleichsperiode 2011/12 - 31 090 Tsd Euro). Ebenfalls enthält es kein Restrukturierungsergebnis sowie auf Segmentebene keine Beteiligungserträge von voll- und quotalkonsolidierten Gesellschaften. Diesem korrigierten EBIT sind noch diejenigen Erträge aus Finanzierungsleasing hinzugerechnet, die Teil unseres Geschäftsmodells (insbesondere Contracting) sind und deshalb unserer Ansicht nach zu den operativen Ergebnisbeiträgen zählen. Die Überleitung EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT wird in der folgenden Tabelle dargestellt: Überleitung des EBIT (GuV) zum Adjusted EBITscroll
20 KapitalflussrechnungDer Cashflow vor Working Capital und Steuern zeigte im Dreivierteljahr 2012/13 einen deutlichen Anstieg zum Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Dies ist vor allem auf das deutlich verbesserte Periodenergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen, das auch nach der Bereinigung der IAS 39 Bewertung im Rahmen der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen deutlich über dem Vergleichszeitraum liegt. Die Erhöhung des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Dreivierteljahr 2012/13 ist zusätzlich zu dem verbesserten Periodenergebnis vor Ertragsteuern im Wesentlichen auch auf das verbesserte Working Capital zurückzuführen. Vor allem aufgrund der Auszahlungen für Investitionen in erneuerbare Energien ist der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Dreivierteljahr 2012/13 geringer als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Dreivierteljahr des Vorjahrs gesunken, was im Wesentlichen durch die geringere Netto-Kreditaufnahme begründet ist. 21 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und KörperschaftenZwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und der Stadt Mannheim und den von ihr beherrschten Unternehmen bestehen eine Vielzahl von vertraglich vereinbarten Rechtsbeziehungen (Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmelieferverträge, Miet-, Pacht- und Serviceverträge). Darüber hinaus besteht zwischen der MVV Energie AG und der Stadt Mannheim ein Konzessionsvertrag. Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit Dritten. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaftenscroll
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22 Ereignisse nach dem BilanzstichtagDurch den Ausstieg des Joint-Venture-Partners nach dem Quartalsstichtag wird die Gesellschaft Kielspeicher 103 GmbH & Co. KG, Kiel, im letzten Quartal des Geschäftsjahrs 2012/13 in den Konsolidierungskreis des MVV Energie Konzerns als vollkonsolidierte Gesellschaft aufgenommen.
Mannheim, 12. August 2013 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Dr. Dub Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bis zum Ende des Geschäftsjahrs 2012/13 beschrieben sind."
Mannheim, 12. August 2013 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Dr. Dub FINANZKALENDER15.8.2013Finanzbericht 3. Quartal 2012/13 12.12.2013Jahresfinanzbericht 2012/13 (Geschäftsbericht) 12.12.2013Bilanzpressekonferenz und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2012/13 14.2.2014Finanzbericht 1. Quartal 2013/14 14.3.2014Hauptversammlung 17.3.2014Dividendenzahlung 15.5.2014Halbjahresfinanzbericht 2013/14 15.5.2014Pressekonferenz und Analystenkonferenz 1.Halbjahr 2013/14 15.8.2014Finanzbericht 3. Quartal 2013/14 11.12.2014Jahresfinanzbericht 2013/14 (Geschäftsbericht) 11.12.2014Bilanzpressekonferenz und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2013/14 IMPRESSUMHerausgeberMVV Energie AG Luisenring 49 D-68159 Mannheim Postanschrift D-68142 Mannheim Telefon 0621 290-0 Telefax 0621 290-2324 www.mvv-energie.de energie@mvv.de VerantwortlichWilfried Schwannecke Diplom-Volkswirt Telefon 0621 290-2392 Telefax 0621 290-3075 w.schwannecke@mvv.de KontaktMarcus Jentsch Diplom-Kaufmann Bereichsleiter Finanzen und Investor Relations Telefon 0621 290-2292 Telefax 0621 290-3075 m.jentsch@mvv.de ir@mvv.de Dieser Finanzbericht ist am 1 5. August 2013 im Internet veröffentlicht worden. Auf unseren Internetseiten stehen Ihnen alle Finanzberichte des MVV Energie Konzerns als Download zur Verfügung. Die deutsche und englische Ausgabe des Geschäftsberichts 2011/12 können Sie auch als Flash-Geschäftsberichte aufrufen. www.mvv-investor.de |
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