![]() MVV Energie AGMannheimJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis zum 30.09.2013 und TätigkeitsabschlussJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.10.2012 bis zum 30.9.2013
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTERLÄUTERUNGEN ZUM ZUSAMMENGEFASSTEN LAGEBERICHTDer Konzernlagebericht des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2012/13 und der Lagebericht des Einzelabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2012/13, der nach dem deutschen Handelsrecht (HGB) erstellt wurde, werden wie im Vorjahr gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst. Im vorliegenden zusammengefassten Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13 wenden wir den neuen Standard zur Konzernlageberichterstattung (DRS 20 "Konzernlagebericht") vorzeitig an; er wurde am 4. Dezember 2012 vom Bundesministerium der Justiz bekannt gemacht und ist verpflichtend erstmals für Geschäftsjahre anzuwenden, die nach dem 31. Dezember 2012 beginnen. Rahmenbedingungen und Unternehmensstrategie gelten gleichermaßen für den MVV Energie Konzern und die Muttergesellschaft MVV Energie AG. Auch Geschäftsverlauf, Geschäftsergebnis und Lage des MVV Energie Konzerns und der MVV Energie AG stimmen weitgehend überein. Im Falle von erheblichen Abweichungen wird im Rahmen des Kapitels ► Geschäftsentwicklung darauf hingewiesen. Über die konkreten Ergebnisse und die Lage der MVV Energie AG berichten wir im gesonderten Kapitel ► Erläuterungen zum Jahresabschluss der MVV Energie AG (HGB). Der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13 werden im Bundesanzeiger gemeinsam veröffentlicht. Der Geschäftsbericht 2012/13 steht auch im Internet unter www.mvv-investor.de als Download zur Verfügung. GRUNDLAGEN DES KONZERNSGESCHÄFTSMODELLUnsere StandorteMVV Energie ist die einzige börsennotierte Stadtwerkegruppe in Deutschland. Prägend für den MVV Energie Konzern ist die starke kommunale und regionale Verankerung seiner Gesellschaften an den Hauptstandorten in Mannheim, Kiel, Offenbach, Ingolstadt und Köthen. Mit den Stadtwerken und weiteren rund 80 direkten und indirekten Beteiligungsgesellschaften in Deutschland, der Tschechischen Republik und jetzt auch in Großbritannien ist unsere Unternehmensgruppe in wesentlichen Wirtschaftsregionen vertreten und verfügt so über eine breite Palette von Wachstumsmöglichkeiten (Bedeutende Beteiligungen auf ► Seite 43). Breitgefächertes GeschäftsportfolioDie Geschäftsaktivitäten des MVV Energie Konzerns umfassen: die Strom- und Wärmeerzeugung, die Wassergewinnung, den Energiehandel, die Verteilung von Strom, Fernwärme, Gas und Wasser über eigene Netzgesellschaften sowie den Vertrieb und die Vermarktung innovativer Produkte auf dem Energiemarkt. Darüber hinaus verfügt der MVV Energie Konzern über besondere Kompetenz in der Planung, dem Bau und dem Betrieb von thermischen Abfallverwertungsanlagen und Biomassekraftwerken sowie in der Entwicklung von Windenergieprojekten. Im Energiedienstleistungsgeschäft bieten wir Beratungs- und Contracting-Dienstleistungen für industrielle und gewerbliche Kunden an und betreiben mehrere Industrieparks. Eine besondere Stärke unseres ausbalancierten Geschäftsmodells liegt in der Ausrichtung der Geschäftsfelder entlang der Wertschöpfungskette - von Erzeugung, Umwelt und Netze über Handel und Portfoliomanagement bis hin zu Vertrieb und Dienstleistungen, die alle verbunden sind mit aussichtsreichen Wachstumsfeldern. Unterstützt werden die Geschäftsfelder von zentralen Querschnittsbereichen und den Shared Services der Soluvia GmbH. In den einzelnen Geschäftsfeldern ist die Fachkompetenz gebündelt, um effizienter und besser steuern zu können. Externe Einflussfaktoren auf unser GeschäftDie bedeutendsten externen Einflussfaktoren für die wirtschaftliche Entwicklung des MVV Energie Konzerns sind der Witterungsverlauf sowie die Entwicklung der energiepolitischen Rahmenbedingungen, des Regulierungsumfelds und des Wettbewerbs in unserer Branche. Mit unserem systemischen Ansatz und unserer breiten Aufstellung können wir das derzeit schwierige Umfeld im Energiemarkt vergleichsweise besser verkraften als Unternehmen, die nur auf einen Geschäftsbereich fokussiert sind. Interner Planungs- und SteuerungsansatzDer internen Planung und Steuerung im MVV Energie Konzern liegt ein einheitliches Wertschöpfungsstufenmodell zugrunde, das für die Standorte Mannheim, Kiel und Offenbach gilt. Als oberste Controlling-, Steuerungs- und Berichtsebene gelten die folgenden Berichtssegmente: ![]() Erzeugung und InfrastrukturKonventionelle Kraftwerke, Abfallverwertungsanlagen und Biomassekraftwerke der Teilkonzerne MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel AG, Energieversorgung Offenbach AG und MVV Umwelt GmbH, Windenergieportfolio, Wasserwerke, Netzanlagen für Strom, Wärme, Gas und Wasser sowie technische Serviceeinheiten, die dem Geschäftsfeld Netz zur leitungsgebundenen Energie- und Wasserverteilung zugeordnet sind. Handel und PortfoliomanagementEnergiebeschaffungs- und Portfoliomanagement sowie Energiehandel der MVV Trading GmbH. Vertrieb und DienstleistungenEinzelhandels- und Weiterverteilergeschäft von Strom, Wärme, Gas und Wasser der Teilkonzerne MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel AG und Energieversorgung Offenbach AG sowie Energiedienstleistungsgeschäft der Teilkonzerne MVV Enamic GmbH und Energieversorgung Offenbach AG. Strategische BeteiligungenTeilkonzerne Stadtwerke Ingolstadt GmbH, Köthen Energie GmbH und MVV Energie CZ a.s. SonstigesShared-Service-Center sowie Querschnittsbereiche. Die Steuerungsgrundlagen haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verändert. Zentrales EnergieportfoliomanagementIm Energiehandelsgeschäft prägen strukturelle Veränderungen das wirtschaftliche Umfeld. Politische Vorgaben zum Klimaschutz kommen hinzu, die sich auf den Handel mit Emissionszertifikaten erschwerend auswirken können. Der MVV Energie Konzern ist mit seiner Tochtergesellschaft MVV Trading GmbH in den sich sehr dynamisch verändernden Märkten gut positioniert. Die MVV Trading GmbH ist ein bedeutender Teil der Wertschöpfungskette des MVV Energie Konzerns: Sie steuert und optimiert das Energiebeschaffungs- und Erzeugungsportfolio des MVV Energie Konzerns und übernimmt darüber hinaus für den gesamten Konzern den Handel mit Energieprodukten und das dazugehörige Portfoliomanagement. Die Energiehandelsgeschäfte werden sowohl an den Energiebörsen als auch außerbörslich im bilateralen OTC-Markt (Over-the-counter) abgeschlossen. Eine weitere wesentliche Aufgabe der MVV Trading GmbH ist das Absichern (Hedging) der Erzeugungs- und Vertriebspositionen des MVV Energie Konzerns. Ein zentraler Einflussfaktor auf das operative Ergebnis unserer konventionellen Kraftwerke ist die Erzeugungsmarge in der Steinkohleverstromung, der sogenannte Clean Dark Spread (CDS) - wir definieren die Kennzahl im ► Glossar auf Seite 187. Um das Ergebnis unserer Erzeugungsaktivitäten weniger abhängig von kurzfristigen Schwankungen zu machen, sichert die MVV Trading GmbH im Rahmen ihrer Hedgingstrategie die Erzeugungsmarge langfristig ab und beginnt damit bereits mehrere Jahre vor der Produktion. Die MVV Trading GmbH führt ein begleitendes Risikomanagement ihrer Geschäftsaktivitäten durch. Auf der Basis vorgegebener Risikokapitalstrukturen sowie unter Berücksichtigung der Risikostrategie wurden in der MVV Trading GmbH Limitstrukturen entwickelt, die strikt eingehalten werden. Im Gasmarkt basiert die Preisbildung für Endkunden inzwischen weitgehend auf Preisen des Großhandelsmarkts; ölpreisgebundene Verträge haben im Markt keine Bedeutung mehr und wurden durch Festpreise, Gasmarktindizierungen und strukturierte Tranchenbeschaffung ersetzt. Wir haben über die MVV Trading GmbH die Chancen der Umbruchphase genutzt und die Bewirtschaftung unseres Gasportfolios deutlich ausgebaut. Der deutsche Gasmarkt ist aus Sicht der MVV Trading GmbH hinreichend liquide, um daran aktiv handeln zu können und ausreichende Preisinformationen zu erhalten. Die kurzfristige Energiebeschaffung ist so sichergestellt. Von besonderer Wichtigkeit ist der niederländische TTF-Markt, der eine weitaus höhere Liquidität aufweist. Der Title Transfer Facility (TTF) ist ein virtueller Handelspunkt im niederländischen Gasnetz, über den der Erdgashandel für die Niederlande abgewickelt wird. Diesen Markt nutzen wir zur Absicherung von Preisrisiken. Die Maßnahmen der EU-Kommission zur Regulierung der Finanzmärkte betreffen neben den Unternehmen der Finanzwirtschaft auch sogenannte nichtfinanzielle Unternehmen - und damit auch die Unternehmen der Energiewirtschaft. Insbesondere durch die bereits in Kraft getretenen EU-Verordnungen EMIR zur Regulierung des außerbörslichen Handels mit Derivaten und REMIT, der Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiemarkts, sind zahlreiche Änderungen auf Energiehandelsunternehmen und so auch auf die MVV Trading GmbH zugekommen. Die wenigen bislang konkreten Anforderungen erfüllt die MVV Trading GmbH ausnahmslos und bereitet sich aktuell intensiv auf weitere Neuerungen vor. Zum aktuellen Stand und zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Ausführungen im Kapitel ► Rahmenbedingungen ab Seite 46. Gemeinsame NetzgesellschaftenUnsere Verteilnetze bilden das Rückgrat einer sicheren und zuverlässigen Energie- und Wasserversorgung. Der MVV Energie Konzern investierte im Berichtsjahr 68 Mio Euro in die Modernisierung und den Ausbau unserer Strom-, Fernwärme-, Gas- und Wassernetze. Mit der gemeinsamen Netzgesellschaft Netrion GmbH erfüllen die Muttergesellschaften MVV Energie AG und Energieversorgung Offenbach AG die Unbundling-Vorgaben des Gesetzgebers, nach denen der Netzbetrieb von Vertrieb und Erzeugung getrennt sein muss. Mit gebündelten Kräften können die Aufgaben wirtschaftlicher erfüllt und Kosten im zunehmenden Wettbewerb gesenkt werden. Die SWKiel Netz GmbH nimmt diese Aufgaben für den Teilkonzern Stadtwerke Kiel AG wahr. Weitere Informationen zu unserer Netzinfrastruktur und zur Qualität unserer Netze finden Sie im ► Magazinteil auf den Seiten 19 bis 21. Zukunftsorientierte VertriebspolitikUnser Vertrieb entwickelt in Zusammenarbeit mit der MVV Trading GmbH innovative Vertriebsprodukte. Hand in Hand mit einem guten Kundenservice wollen wir neue Kunden gewinnen und Kunden, die bereits von uns beliefert werden, langfristig an uns binden. Mit dem erfolgreichen Produkt Energiefonds Strom/Gas ermöglichen wir auch kleineren und mittelständischen Industrie- und Gewerbekunden den kostengünstigen Zugang zu einer strukturierten Beschaffung. Seit April 2013 vermarkten wir das neue Modul SpotLight des Energiefonds. Damit unterstützen wir Kunden, die mit ihrer Photovoltaikanlage Teile ihres Strombedarfs selbst erzeugen wollen. Bis zum Ende des Berichtsjahrs hatten wir für dieses neue Produkt vor allem Mittelstandskunden gewonnen. Die Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen nach dem Marktprämienmodell halten wir für ein geeignetes Instrument zur Marktintegration der erneuerbaren Energien. MVV Energie hat in Deutschland aktuell Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energiequellen mit einer Leistung von 2 400 MW unter Vertrag. Bei der Direktvermarktung von Photovoltaikanlagen sind wir zum Marktführer aufgestiegen: Derzeit vermarkten wir Photovoltaikanlagen mit einer Leistung von über 1 200 MW und damit ein Drittel der direkt - also nicht über die Übertragungsnetzbetreiber - vermarkteten Leistung in Deutschland. Wir können Wind- und Solaranlagen über unsere IT-Plattformen fernsteuern und so beispielsweise in Zeiten negativer Strompreise die Produktion drosseln. Damit tragen wir zur Systemstabilität und zur Verringerung der EEG-Kosten bei, denn diese werden umso höher, je niedriger der Spotpreis an der Börse ist. Mit unserem Minutenreservepool bieten wir Kunden die Möglichkeit, mit industriellen Kraftwerken oder Notstromanlagen am Regelenergiemarkt teilzunehmen. Wir haben ausreichend Erfahrungen gesammelt, um diesen Pool schrittweise auf alle vier Regelzonen in Deutschland ausweiten zu können - und so für unsere Kunden künftig bundesweit Zusatzerlöse aus der Vermarktung von Minutenreserven zu erwirtschaften. Ebenso zählt die Belieferung der Immobilien- und Wohnungswirtschaft zu unseren wachsenden Marktsegmenten. Mit dem innovativen Produkt LEMA (Leerstandsmanagement) verzahnen wir erstmals Kernprozesse unserer Kunden mit unseren eigenen. Als weltweit erstes Unternehmen in der Energiebranche nutzt MVV Energie mit seinem neuen Kundenmanagementsystem die innovative Datenbanktechnologie HANA (High Performance Analytics Appliance). Das System stellt dem Vertrieb schneller und umfassender Informationen zu den Kunden zur Verfügung und bündelt und automatisiert gleichzeitig die Prozesse im Kundenmanagement. Energiedienstleistungen aus einer HandZiel unserer Energiedienstleistungen ist es, für die Anforderungen unserer Kunden effiziente Lösungen zu finden. Mit unserem Produktportfolio konzentrieren wir uns auf unsere Kernkompetenzen, also insbesondere auf effiziente Versorgungslösungen für Industrie, Handel und Gewerbe, Contracting für Immobilien, Dienstleistungen für Industrieparks sowie auf nationale und internationale Energieberatung. Unsere Versorgungslösungen tragen dazu bei, dass der Energieverbrauch bei unseren Kunden reduziert und die Effizienz gesteigert wird. Für unsere Kunden in der Immobilienwirtschaft haben wir zwei speziell zugeschnittene Modelle entwickelt, die die Rendite der Immobilie trotz steigender Anforderungen verbessern. Als Betreiber von großen Industrieparks erhalten unsere Kunden sämtliche Serviceleistungen aus einer Hand: von Energie- und Medienversorgung über Umweltschutz bis hin zu Sicherheit und Standortservices. Mit unserem breiten Lösungsportfolio wollen wir die Chancen, die sich durch den Umbau des Energiesystems auch im Energiedienstleistungsmarkt ergeben, nutzen. Effizienzsteigerungen durch Shared ServicesDie in unserer Tochtergesellschaft Soluvia GmbH gebündelten Shared Services Gesellschaften - Soluvia Billing GmbH, Soluvia IT-Services GmbH und Soluvia Metering GmbH - erbringen sämtliche internen Dienstleistungen in den Bereichen Abrechnung und Kundenbetreuung, Informationsverarbeitung und Metering für die MVV Energie AG, die Energieversorgung Offenbach AG und die Stadtwerke Kiel AG. Sie sind ein zentraler Bestandteil unseres Geschäftsmodells, mit dem wir die gesamte Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft innerhalb unserer Unternehmensgruppe abbilden. Sie leisten mit ihren operativen Leistungen einen unverzichtbaren Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit des MVV Energie Konzerns. ZIELE UND STRATEGIENKlare und langfristig ausgerichtete ZieleWir haben uns langfristig ausgerichtete Ziele gesetzt: Den Unternehmenswert des MVV Energie Konzerns wollen wir durch nachhaltiges profitables Wachstum langfristig steigern. Auch im Jahr 2020 und darüber hinaus wollen wir zu den führenden unabhängigen Energieunternehmen in Deutschland gehören. Mit unserem Anspruch als Zukunftsversorger wollen wir unseren Kunden auch in Zukunft zuverlässige, wirtschaftliche und umweltfreundliche Energie liefern, unseren Anteilseignern Perspektiven eröffnen und den Beschäftigten unserer Unternehmensgruppe sichere und attraktive Arbeitsplätze bieten. Als Mehrheitseigentümer der Muttergesellschaft MVV Energie AG garantiert die Stadt Mannheim Stabilität und Unabhängigkeit unserer Unternehmensgruppe. Die Unternehmen unseres Konzerns nutzen an ihren Standorten mit eigenständigen Marken ihre Stärken als lokale und regionale Versorger; dabei kommen ihnen ihr Kunden- und Kooperationsnetzwerk und ihre Marktkenntnisse vor Ort zugute. Im Unternehmensverbund heben wir gemeinsam Synergien und verbessern kontinuierlich unsere Prozesse, um die Effizienz stetig zu erhöhen. Dies ist die Voraussetzung, um den wirtschaftlichen Erfolg unserer Gesellschaften auch im derzeit schwierigen und von großen Unsicherheiten geprägten Branchenumfeld zu sichern. Unsere Strategie setzt auf NachhaltigkeitMVV Energie bekennt sich zum politisch gewünschten und in der Bevölkerung breit getragenen grundlegenden Wandel des Energiesystems und beteiligt sich aktiv an dessen marktorientierter Gestaltung. Unsere zukunftsorientierte Konzernstrategie ist auf Regionalität, Effizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtet. Sie stimmt auch im neuen energiepolitischen Umfeld. Wir nutzen unternehmerisch die wirtschaftlichen Chancen, die der Systemwechsel bietet. In vielen zukunftsfähigen Geschäftsfeldern sind wir bereits heute erfolgreich tätig und verfügen in ihnen über umfassendes Know-how. Nachhaltiges Wirtschaften ist Teil unseres Anspruchs als Zukunftsversorger. Um markt- und zukunftsfähig zu sein, wollen wir eine sinnvolle Balance finden zwischen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen Zielsetzungen. So können wir unserer unternehmerischen Verantwortung gerecht werden, wie es Stakeholder von uns erwarten. Drei Stoßrichtungen kennzeichnen unsere Unternehmensstrategie: ![]() OPTIMIEREN: Durch innovatives Asset- und Produktmanagement sowie effizientere und kontinuierlich verbesserte Prozesse wollen wir Erlöse steigern und Kosten senken. So schaffen wir die Voraussetzungen für unsere strategischen Investitionen und wirken künftigen Ergebnisbelastungen durch einen zunehmenden Wettbewerbs- und Regulierungsdruck entgegen. Gleichzeitig erschließen wir uns so langfristig Chancen. REALISIEREN: Wir wachsen in Kernkompetenzen. Unser Investitionsprogramm umfasst zum einen Investitionen in den Bestand, das heißt in die Modernisierung und Optimierung unserer Anlagen und Netze, zum anderen Investitionen in aussichtsreiche Wachstumsfelder. Die Schwerpunkte unserer strategischen Investitionen liegen im Ausbau der erneuerbaren Energien, der Kraft-Wärme-Kopplung, der umweltfreundlichen Fernwärme und der thermischen Verwertung von Abfällen, der Stärkung der Energieeffizienz sowie im fokussierten Ausbau der Energiedienstleistungen und des überregionalen Strom- und Gasvertriebs mit Industrie- und Firmenkunden. PRÜFEN: Neben den konkreten Investitionsschwerpunkten prüfen wir weitere Projekte hinsichtlich ihrer Wachstumsoption und ihrer Relevanz für unser Geschäft. So erhalten wir uns Chancen für die mittel- und langfristige Weiterentwicklung der Gruppe. Bedeutendes InvestitionsprogrammZentraler Bestandteil unserer Konzernstrategie ist ein ambitioniertes Investitionsprogramm, das wir im Rahmen des Projekts MVV 2020 erarbeitet haben. Mit ihm haben wir uns strategisch auf das Energiesystem der Zukunft ausgerichtet, in dem erneuerbare Energien und Energieeffizienz die Leitfunktionen übernehmen werden. Wir haben uns 2009 ein Investitionsziel von rund 3 Mrd Euro gesetzt, das wir bis zum Jahr 2020 umsetzen wollen. Von diesem geplanten Investitionsvolumen haben wir innerhalb von vier Jahren bereits rund 2,1 Mrd Euro umgesetzt oder verbindlich beschlossen. Strategieumsetzung erfolgreichDurch attraktive Investitionen werden wir unser Portfolio im Bereich ERNEUERBARE ENERGIEN weiter ergänzen und damit unsere Kernkompetenzen in Projektentwicklung und Assetmanagement vertiefen. Beim Ausbau unseres Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien setzen wir vor allem auf WINDKRAFTANLAGEN AN LAND (ONSHORE). Diese erprobte und wirtschaftliche Technologie ist mit weniger Risiken behaftet, und die Kosten sind deutlich niedriger als bei Windparks im Meer. Dezentrale Anlagen im Landesinneren vermindern durch die räumliche Nähe zu den Verbrauchern zudem den Bedarf, Netze überregional auszubauen. Zum Bilanzstichtag 30. September 2013 verfügte der MVV Energie Konzern bei Windkraftanlagen an Land über eine installierte Gesamtleistung von rund 144 MWel - eine beachtliche Größenordnung für Deutschland. Einzelheiten zum Ausbau unseres Windenergieportfolios, den wir auch im Geschäftsjahr 2012/13 erfolgreich fortsetzten, befinden sich im ► Magazinteil ab Seite 9, im Kapitel ► Nachhaltigkeit auf Seite 76 und im ► Prognosebericht auf Seite 98. Inzwischen entwickeln wir vermehrt auch eigenständig neue Windenergieprojekte. Seit 2012 investieren wir gezielt in BIOMETHANPROJEKTE. Nach der Biomethananlage in Klein Wanzleben bei Magdeburg, die im September 2012 ans Netz ging, bauen wir im benachbarten Kroppenstedt eine zweite Biomethananlage, die noch 2013 in Betrieb gehen wird. Im Bereich der THERMISCHEN UND ENERGETISCHEN NUTZUNG VON ABFÄLLEN UND BIOMASSE zur Energieerzeugung zählt der MVV Energie Konzern in Deutschland zu den größten Anlagenbetreibern. Da der deutsche Abfall- und Biomassemarkt durch Kapazitätsüberhang gekennzeichnet ist und kein Wachstumspotenzial mehr bietet, investieren wir auch im europäischen Ausland, wenn diese Investitionen unsere projektspezifischen Rentabilitätsanforderungen erfüllen und unserem Konzern nachhaltig positive Ergebnisbeiträge liefern. Mit dem Bau eines abfallbefeuerten Heizkraftwerks mit Kraft-Wärme-Kopplung im südenglischen Plymouth (Investitionssumme 250 Mio Euro) und eines Biomassekraftwerks im englischen Hafenstandort Ridham Dock (Investitionssumme 140 Mio Euro) können wir unsere umfassenden Erfahrungen und technischen Kompetenzen in Planung, Bau und Betrieb von Abfallverwertungs- oder Biomasseanlagen auch im englischen Markt unter Beweis stellen. Näheres hierzu finden Sie im ► Magazinteil ab Seite 12, im Kapitel ► Nachhaltigkeit ab Seite 77 und im Kapitel ► Prognosebericht ab Seite 98. Auf dem Fernwärmemarkt ist MVV Energie schon heute einer der größten deutschen Anbieter. An den Standorten Mannheim, Kiel, Offenbach und Ingolstadt investieren wir konsequent weiter in den Ausbau der umweltschonenden FERNWÄRME MIT KRAFT-WÄRMEKOPPLUNG. Auf dem Gelände des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) bauen wir den derzeit leistungsstärksten Fernwärmespeicher in Deutschland (Investitionssumme 27 Mio Euro), der in den ersten Monaten des Geschäftsjahrs 2013/14 sukzsessive in Betrieb genommen wird. Er ist eine zusätzliche Reserve und ein Instrument zur Strommarktoptimierung. Zu Einzelheiten des Fernwärmespeichers und den Effizienzvorteilen der Fernwärme mit Kraft-Wärme-Kopplung verweisen wir auf den ► Magazinteil ab Seite 16. Im ENERGIEDIENSTLEISTUNGSGESCHÄFT setzt unser Tochterunternehmen MVV Enamic auf seine Kernkompetenzen und kann durch die Nähe zu den Kunden besonders mit Energieeffizienz und dezentralen Lösungen punkten. Im Fokus stehen Energieeffizienzdienstleistungen sowie Contracting für Industrie/Gewerbe und die Immobilienwirtschaft. Darüber hinaus konzentriert sich MVV Enamic auf den Betrieb von Industrieparks sowie auf das Consulting-Geschäft im nationalen und internationalen Bereich. Einzelheiten des erfolgreichen Investitionsprojekts Universitätsklinikum Tübingen (Investitionssumme 12 Mio Euro), das wir bei laufendem Betrieb von fossilen Energieträgern auf den nachhaltigen Brennstoff Holz umgerüstet haben, stellen wir im Kapitel ► Nachhaltigkeit auf Seite 78 dar. Im BUNDESWEITEN STROM- UND GASVERTRIEB MIT INDUSTRIE- UND GEWERBEKUNDEN wollen wir mit innovativen Produkten und kundenorientierten Lösungen unsere Marktdurchdringung ausweiten. In diesem Kernelement sehen wir gute Chancen, unsere Marktposition weiter auszubauen. Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel ► Geschäftsmodell auf Seite 40. BETEILIGUNGSSTRUKTUR UND GESCHÄFTSTÄTIGKEITBedeutende direkte und indirekte Beteiligungen der MVV Energie AGscroll
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Mehrheit der Stimmrechte Stand: 30. September 2013 WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNGMit einer wertorientierten Unternehmenssteuerung unterstützen wir maßgeblich unser unternehmenspolitisches Ziel, den Unternehmenswert des MVV Energie Konzerns langfristig und nachhaltig zu steigern. Dieses Ziel kann nur dann erreicht werden, wenn wir mit unseren Geschäftsaktivitäten eine Rendite erwirtschaften, die über den Kosten für das eingesetzte Kapital liegt. Unserer wertorientierten Konzernsteuerung und der damit verbundenen Kapitalsteuerung legen wir zentral definierte Kennzahlen zugrunde, die standortübergreifend gelten. Unsere zentrale Steuerungsgröße ist der Value Spread. Diese Kennzahl für den erzielten Wertbeitrag errechnen wir für jedes Geschäftsjahr aus der Differenz zwischen der periodischen Erfolgsgröße ROCE (Return on Capital Employed), also der Rendite auf das im Unternehmen gebundene Kapital, und dem gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz, dem sogenannten WACC (Weighted Average Cost of Capital). Nur wenn der ROCE über den Kosten für das eingesetzte Kapital liegt, wird Wert geschaffen - sowohl aus Konzern- als auch aus Unternehmenssicht. Ermittlung des Value Spread (vereinfachte Darstellung)![]() Die Renditekennziffer ROCE setzt das für unsere interne Steuerung maßgebende bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern (Adjusted EBIT) in Relation zu dem dafür eingesetzten Kapital (Capital Employed; eine Erläuterung finden Sie im ► Glossar auf Seite 190). Im Berichtsjahr errechnet sich auf dieser Basis ein Adjusted ROCE von 8,4 % im Vergleich zu 9,0 % im Vorjahr. Der Rückgang resultiert zum einen aus dem im Berichtsjahr verringerten Adjusted EBIT bei gleichzeitig höherem Capital Employed, in dem sich unser erfolgreiches Wachstumsprogramm widerspiegelt. Die Kennzahl WACC, der zweite Bestandteil unserer Kenngröße Value Spread, dient uns als langfristige ökonomische Untergrenze für die Rendite, die wir operativ erwirtschaften müssen. Wir haben die Parameter zur Ermittlung des WACC im Zuge der regelmäßigen Überprüfung im Geschäftsjahr 2012/13 aufgrund der Veränderungen des Markts aktualisiert. Die nachstehende Tabelle zeigt die Veränderungen, die wir - in Übereinstimmung mit den Empfehlungen des Instituts der Deutschen Wirtschaftsprüfer (IDW) - gegenüber dem Vorjahr vorgenommen haben. WACC-Parameter des MVV Energie Konzernsscroll
Auf der Grundlage der neuen Parameter rechnen wir im MVV Energie Konzern für das Berichtsjahr mit gewogenen Kapitalkosten vor Steuern (WACC vor Steuern) von 7,4 % im Vergleich zu 8,6 % im Vorjahr. Steuerungskennzahlen des MVV Energie Konzerns in %![]() Beim veränderten risikolosen Zinssatz kommt das allgemein niedrige Zinsniveau an den Kapitalmärkten zum Ausdruck. Hier legen wir die Zinssätze für Zero-Bonds mit einer Laufzeit von bis zu 30 Jahren zugrunde. Der Beta-Faktor dient als Maß für das relative Risiko im Vergleich zu anderen Unternehmen unserer Branche (zur Definition des Beta-Faktors siehe ► Glossar auf Seite 186). In den höheren Basispunkten beim Risikozuschlag spiegelt sich wider, dass das Risiko im schwierigeren Marktumfeld gestiegen ist. Für das Geschäftsjahr 2012/13 ergibt sich als Differenz aus dem ROCE von 8,4 % (Vorjahr 9,0 %) und dem WACC vor Steuern von 7,4 % (Vorjahr 8,6 %) ein Adjusted Value Spread in Höhe von 1,0 % (Vorjahr 0,4 %). Der höhere Wertbeitrag beruht in erster Linie auf den marktgerechteren Kapitalkosten, die den Effekt aus dem verringerten ROCE überkompensiert haben. Für die Erläuterung der wirtschaftlichen Lage und Entwicklung des MVV Energie Konzerns und der Berichtssegmente verwenden wir das für unsere interne Steuerung maßgebliche Adjusted EBIT. FORSCHUNG UND ENTWICKLUNGAls Zukunftsversorger und nachhaltig ausgerichtetes Energieunternehmen arbeitet MVV Energie auch im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an der Zukunft der Energieversorgung in Deutschland - sie wird stärker auf erneuerbaren Energien basieren sowie dezentraler, flexibler und intelligenter sein. Dieser grundlegende technologische Systemwechsel stellt die Energieversorgungsunternehmen vor neue Herausforderungen; in unseren Forschungsprojekten entwickeln und testen wir daher innovative Produkte und Systemlösungen zur Verbesserung der Energieeffizienz, die auch für einen robusten Einsatz in der Praxis tauglich sein müssen. Modellstadt Mannheim erfolgreich abgeschlossenEin bedeutender Meilenstein für uns war das Projekt Modellstadt Mannheim (moma). Ein Konsortium namhafter Unternehmen und Institute untersuchte unter unserer Leitung, wie eine Infrastruktur mit intelligenten Netzen (Smart Grids) aufgebaut sein muss, um erneuerbare Energien in das bestehende Energieversorgungssystem zu integrieren und die Energienachfrage angebotsabhängig steuern zu können. Modellstadt Mannheim ist eines von sechs Leuchtturmprojekten des bundesweiten E-Energy-Forschungsprogramms, das von den Bundesministerien für Wirtschaft und Umwelt gefördert wurde - das Budget für moma von rund 20 Mio Euro wurde zur Hälfte vom Bundesumweltministerium bezuschusst. Nach vier Jahren Laufzeit wurde es Ende 2012 mit vielbeachteten Ergebnissen beendet. Im Juni 2013 wurden die Forschungsergebnisse in Berlin an Bundesumweltminister Peter Altmaier übergeben. An drei Feldtests im Verteilnetz der MVV Energie AG haben rund 1 000 Mannheimer Haushalte teilgenommen. Unser hierfür eingesetztes automatisiertes Energiemanagementsystem (Energiebutler) unterstützte Kunden dabei, Strom dann zu verbrauchen, wenn er günstig ist - ein dynamischer Tarif war vorgegeben. Während der Praxistests zeigten Kunden eine hohe Akzeptanz für das gesamte moma-System und den variablen Tarif. Tarifanreize ermöglichen Lastverschiebungen, um das volatile Angebot regenerativer Energien flexibel zu nutzen. Auf der Basis unserer Erfahrungen evaluieren wir Wege, den Energiebutler für Kunden attraktiv zu machen. Weiterhin wurde im Projekt eine zellulare Architektur des Energiesystems entwickelt und modellhaft realisiert. Die Energiezellen bilden Gebäude, Stadtteile, Kommunen und Regionen. Die kleinen Netzbereiche haben sich selbst optimierende Energiekreisläufe, sind regional und in hierarchischer Weise auch überregional miteinander verbunden und bilden eine Art Energieorganismus. Das Projekt moma zeigte, dass so ein komplexes Verbundsystem wie ein Stromnetz mit einer Vielzahl von Einspeisern und Verbrauchern sicher betrieben werden kann. Brennstoffzellen für EigenheimeMVV Energie ist Partner im Projekt Callux-Praxistest Brennstoffzelle fürs Eigenheim des nationalen Innovationsprogramms Wasserstoff- und Brennstoffzellentechnologie. Bis Mitte 2016 werden wir insgesamt 26 erdgasbetriebene Brennstoffzellenheizungen bei Privatkunden installieren und betreiben. Die ersten Praxistests belegen, dass die Leistungsfähigkeit und die Energieeffizienz von Brennstoffzellenheizgeräten gegenüber früheren Modellen deutlich gestiegen sind. Vor dem Hintergrund sinkender Kosten für die Geräte prüfen wir eine Markteinführung von Brennstoffzellenheizungen. Aufwendungen und Personal für Forschung und EntwicklungDie F&E-Aufwendungen nach IFRS betrugen im Berichtsjahr rund 2,5 Mio Euro. Im Berichtszeitraum waren sieben Technologie- und Innovationsmanager für MVV Energie tätig, beispielsweise Ingenieure, Verfahrenstechniker und Elektrotechniker. Mehr als 50 Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter aus anderen Bereichen (Vorjahr 60) waren zusätzlich mit wesentlichem Zeiteinsatz an den Projekten beteiligt. F&E-Aufwendungen nach IFRS des MVV Energie Konzerns in Mio Euro![]() WIRTSCHAFTSBERICHTGesamtaussage des VorstandsDie schwieriger gewordenen Marktbedingungen und insbesondere der anhaltende Verfall der Stromerzeugungspreise an den Energiemärkten haben sich - wie bei anderen Unternehmen unserer Branche - auch im MVV Energie Konzern niedergeschlagen und das Ergebnis belastet. Der Vorstand ist dennoch mit dem operativen Ergebnis 2012/13 zufrieden, denn wir konnten die gravierenden Auswirkungen des tiefgreifenden Wandels der gesamten Energiebranche teilweise besser verkraften als andere Unternehmen. RAHMENBEDINGUNGENVeränderungen in der EnergiepolitikTransformationsprozess als HerausforderungIn der Energiepolitik prägten Diskussionen über die Transformation der Energieversorgungssysteme in Deutschland das Berichtsjahr. Besondere Bedeutung für den MVV Energie Konzern hatten dabei folgende energiepolitische und -rechtliche Themen, die wir in diesem Kapitel erläutern:
Energiepolitische und -wirtschaftliche Entwicklungen sind für den Unternehmenserfolg unserer Geschäftsfelder sehr bedeutend. MVV Energie beteiligt sich daher aktiv an den energiepolitischen Diskussionen im Dialog mit Politik und Behörden. Erneuerbare Energien: Diskussionen verunsichern InvestorenDie Kosten des Transformationsprozesses der Energieversorgung sind zunehmend Gegenstand der politischen Auseinandersetzung. Als erstes Resultat der Debatten wurden sowohl die Photovoltaik-Vergütung als auch die Managementprämie, mit der die Kosten der Direktvermarktung von Anlagen nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) am regulären Strommarkt vergütet werden, gekürzt. MVV Energie hatte sich für eine Absenkung der Managementprämie mit Augenmaß eingesetzt, um die Entwicklung des jungen Markts für Direktvermarktung nicht zu gefährden. Die Kostendebatte gipfelte am 13. Februar 2013 in der sogenannten "Strompreisbremse": Die Bundesminister Peter Altmaier und Philipp Rösler schlugen gemeinsam ein umfangreiches Maßnahmenpaket zur kurzfristigen Kostendämpfung beim Ausbau der erneuerbaren Energien vor. MVV Energie unterstützt grundsätzlich das Ziel, die erneuerbaren Energien kosteneffizienter auszubauen; unserer Ansicht nach hätten die vorgeschlagenen Maßnahmen jedoch schwere Marktverwerfungen provoziert und insbesondere den Windenergieausbau in Süddeutschland nahezu zum Erliegen gebracht. Als besonders kritisch bewerteten wir den Vorschlag, die Vergütungsansprüche für Bestandsanlagen zu kürzen - er hatte Irritationen an den Kapitalmärkten zur Folge, die Finanzierung neuer Anlagen wurde deutlich erschwert. Politische Entscheidungen im nächsten GeschäftsjahrEinig über die Umsetzung der "Strompreisbremse" wurde man sich weder beim Energiegipfel der Bundesregierung mit den Bundesländern am 21. März 2013 noch in den folgenden Verhandlungen. Wir erwarten erst für den Zeitraum nach der Bildung der neuen Regierung - also in unserem neuen Geschäftsjahr 2013/14 - weitere Reformschritte. MVV Energie hatte hierzu im Berichtsjahr ein umfassendes Maßnahmenpaket vorgelegt, mit dem beim Zubau erneuerbarer Energien kurzfristig mehr Kosteneffizienz und Marktintegration erreicht werden kann. Hierzu zählen unter anderem ein stärker fokussierter Ausbau von Windenergie an Land (onshore), insbesondere auch in Süddeutschland, die Überprüfung der EEG-Umlagebefreiungen und die Einbeziehung des Eigenverbrauchs in die Finanzierung des Ausbaus. Zudem sollten die Betreiber von Neuanlagen verpflichtet werden, ihren Strom direkt zu vermarkten, damit die Einspeiser auf die Marktsignale reagieren können - dadurch wird die Kosteneffizienz erhöht. MVV Energie setzt sich für einen schrittweisen Ansatz ein, bei dem das gegenwärtige EEG durch neue wettbewerbliche Elemente in mehreren Schritten hin zu mehr Kosteneffizienz geführt wird. Wir sind davon überzeugt, dass große Energieerzeugungsanlagen auf der Basis von erneuerbaren Energien auf absehbare Zeit neben dem Erlös aus der tatsächlichen Stromlieferung (Energy-only-Markt) eine zweite Refinanzierungsquelle benötigen werden. Um diesen zweiten Finanzierungsstrom zu sichern, sollten die Vergütungen mittel- und langfristig zunehmend in wettbewerblichen Verfahren bestimmt werden, zum Beispiel durch Auktionen. Wir haben diesen Vorschlag in der Studie "Wege in ein wettbewerbliches Strommarktdesign für erneuerbare Energien" vertiefend dargestellt; der untenstehende QR-Code führt direkt zur Internetseite mit unserer Veröffentlichung. ![]() Im Fokus: VersorgungssicherheitNach der dritten EnWG-Novelle, die der Bundestag am 29. November 2012 zur Versorgungssicherheit verabschiedete, müssen Betreiber, die unwirtschaftliche Erzeugungsanlagen außer Betrieb nehmen wollen, dies zukünftig der Bundesnetzagentur melden. Sie können verpflichtet werden, die Anlage weiter zu betreiben, falls sie für die Stabilität der Stromversorgung unverzichtbar ist. Mit diesem Stilllegungsverbot für systemrelevante Kraftwerke hat die Politik einen ersten - stark ordnungsrechtlich geprägten - Schritt unternommen, um die Stromversorgung zu sichern. Zur Konkretisierung der neuen Vorgaben erließ die Bundesregierung am 12. Juni 2013 die Reservekraftwerksverordnung; sie ist bis Ende 2017 befristet. Bei der Sicherung von Reservekapazitäten und der Festlegung von transparenten Regeln für den Einsatz dieser Reserve wirkt MVV Energie darauf hin, wettbewerbliche Mechanismen einzuführen. Als Übergangslösung für die nächsten Jahre halten wir eine strategische Reserve für geeignet, wie sie auch der Bundesverband der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vorgeschlagen hat. Entscheidung über Kapazitätsmärkte steht anIn der neuen Legislaturperiode, die zum Ende unseres Geschäftsjahrs 2012/13 begonnen hat, erwarten wir eine Grundsatzentscheidung über die Einführung von Kapazitätsmärkten - verschiedene Vorschläge werden seit längerer Zeit von Marktteilnehmern, Wissenschaft und Politik diskutiert. MVV Energie hält einen möglichst umfassenden, diskriminierungsfreien Kapazitätsmarkt für notwendig. Er sollte allen Anbietern von Kapazität und Flexibilität die Gelegenheit bieten, miteinander in Wettbewerb zu treten; so kann eine hohe Kosteneffizienz bei der Sicherung der Stromversorgung entstehen. Darüber hinaus spricht sich MVV Energie dafür aus, mögliche Kapazitätsmärkte strikt auf die Sicherung ausreichender Erzeugungskapazität auszurichten. Andere energie- oder umweltpolitische Zielsetzungen - zum Beispiel der Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung und der Fernwärme - sollten weiterhin mit gesonderten Instrumenten geregelt werden. Neue Markttransparenzstelle geschaffenDer Bundestag hat die Einrichtung einer nationalen Markttransparenzstelle für den Großhandel mit Strom und Gas in die Wege geleitet und am 9. November 2012 ein Gesetz hierzu verabschiedet. Mit der Einrichtung der Markttransparenzstelle bei der Bundesnetzagentur wird die EU-Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandels (REMIT) in Deutschland umgesetzt. MVV Energie begrüßt eine höhere Transparenz des Marktgeschehens. Aufgrund des hohen operativen Aufwands setzen wir uns dafür ein, dass Berichts- und Meldepflichten nicht über die Anforderungen der REMIT hinausgehen; bereits heute erhobene Informationen aus den bestehenden vielfältigen Meldepflichten sollten zudem von der Behörde genutzt werden. Verschärfte Missbrauchsaufsicht verlängertNach langen Verhandlungen zwischen Bundestag und Bundesrat haben die beiden gesetzgebenden Kammern Anfang Juni 2013 die achte Novelle des Gesetzes gegen Wettbewerbsbeschränkungen verabschiedet. Die verschärfte Preismissbrauchsaufsicht im Strom- und Gasmarkt wurde damit bis Ende 2017 verlängert; diese war sowohl von der Branche als auch von der Monopolkommission als wettbewerbshemmend kritisiert worden. Ebenfalls war diskutiert worden, den Wassersektor in die verschärfte Missbrauchsaufsicht aufzunehmen, was jedoch nicht umgesetzt wurde. Gesetzliche NeuregelungenIm Berichtszeitraum hat der Bundestag eine Reihe neuer Befreiungs- und Vergütungstatbestände sowie Pflichten für Netzbetreiber eingeführt:
Finanzmarktregulierung: TrilogverhandlungenIm Oktober 2012 beziehungsweise Juni 2013 haben das Europäische Parlament und der Europäische Ministerrat ihre jeweiligen Positionen zur Reform der Richtlinie über Märkte für Finanzdienstleistungen (MiFID) festgelegt. Deren Ausgestaltung entscheidet auch darüber, ob Marktteilnehmer, die nicht zum Finanzsektor gehören - wie kommunale Energieunternehmen - aufwändige neue Vorgaben erfüllen müssen. Hierzu sehen EU-Kommission und Ministerrat unterschiedliche Regelungen vor. MVV Energie plädiert in den nun beginnenden Trilogverhandlungen dafür, dass Energiehändler, die für das Funktionieren der Finanzmärkte nicht systemrelevant sind, als Nicht-Finanzunternehmen eingestuft werden können und in Folge dessen von den Verpflichtungen zum Erwerb einer Banklizenz, zur Eigenkapitalhinterlegung und zum obligatorischen Clearing ausgenommen werden. Zukunft des Emissionshandels weiter unsicherDas Europäische Parlament stimmte am 3. Juli 2013 dem Vorschlag der Europäischen Kommission zum sogenannten Backloading mit einer knappen Mehrheit zu; Ziel des Vorschlags ist, dem Preisverfall bei CO2 -Zertifikaten infolge der Wirtschaftskrise entgegenzuwirken. Hierfür soll die Versteigerung von 900 Millionen Zertifikaten verschoben werden. Als nächste Etappe im Gesetzgebungsprozess steht nun die Positionierung des Ministerrats an. MVV Energie sieht in dem Vorschlag für ein Backloading einen ersten Schritt zur Reform des Emissionszertifikatehandels; ihm müssen weitere, strukturelle Änderungen folgen. Mietrechtsnovelle erschwert ContractingMit der Zustimmung des Bundesrats am 1. Februar 2013 verabschiedete der Gesetzgeber eine Reform des Mietrechts. Ziel der Novelle war es unter anderem, energetische Sanierungen zu erleichtern. Hierfür wurden Mietminderungsrechte verringert, zudem können Vermieter Modernisierungskosten auf die Miete umlegen. Dagegen gilt für die Umstellung auf eine Wärmelieferung durch Dritte das Gebot der Warmmietenneutralität, die energetische Sanierung durch einen Energiedienstleister darf also nicht zu einer höheren Warmmiete führen. Das verschlechtert die wirtschaftliche Attraktivität von Contracting-Lösungen deutlich. Zweite Regulierungsperiode angelaufenDie zweite Regulierungsperiode startete für Gas am 1. Januar 2013 und wird für Strom am 1. Januar 2014 beginnen und jeweils fünf Jahre dauern. Grundlage für die Erlöse, die durch die Regulierungsbehörden festzulegen sind, bilden die Kostenprüfung und der deutschlandweite Effizienzvergleich aller Netzbetreiber. Die Basis für die Erlöse der Netzbetreiber wurde bereits festgelegt. Obwohl im Gasbereich die zweite Regulierungsperiode bereits seit Anfang 2013 läuft, liegen noch keine offiziellen Bescheide vor. Mögliche Ursachen hierfür sind die ausstehende Feststellung des Saldos des Regulierungskontos der ersten Regulierungsperiode und die Änderungen der energiewirtschaftlichen Vorschriften. Im Strombereich wurde den Netzbetreibern Anfang Oktober 2013 der Effizienzwert für die zweite Regulierungsperiode mitgeteilt. Mit dem endgültigen Bescheid rechnen wir frühestens zum Kalenderjahresende 2013. Markt- und WettbewerbsumfeldDeutsche Wirtschaft wächst in 2013 leichtDie deutsche Wirtschaft hat nach schwachem Jahresbeginn 2013 im weiteren Jahresverlauf leicht an Dynamik gewonnen. Nachdem das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) nach Angaben des statistischen Bundesamts in Deutschland im Schlussquartal 2012 (Oktober bis Dezember 2012) um 0,5 % zurückgegangen war und im 1. Quartal 2013 (Januar bis März 2013) stagnierte, hat es im 2. Quartal 2013 (April bis Juni 2013) gegenüber dem Vorquartal um 0,7 % zugenommen. Die deutsche Wirtschaft steht trotz des geringen Wachstums noch vergleichsweise gut da, wenn man sie mit der Entwicklung in anderen Ländern der Eurozone vergleicht. Auf die erwartete weitere Entwicklung gehen wir im Kapitel ► Prognosebericht auf Seite 97 ein. Kalter Winter lässt Gasverbrauch in Deutschland ansteigenDie kalten Witterungsverhältnisse im Winter 2013 haben in Deutschland zu einem höheren Gasverbrauch geführt. Nach vorläufigen Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) stieg der Gasverbrauch in den ersten neun Monaten 2013 (Januar bis September 2013) gegenüber dem gleichen Vorjahreszeitraum um 11 %. Der Stromverbrauch sank in diesem Zeitraum um 1,7 % im Vergleich zum Vorjahr. Der Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten ist intensiver geworden: Nach dem BDEW-Kundenfokus vom Oktober 2013 beträgt die Wechselquote im Bundesdurchschnitt bei Strom-Haushaltskunden 33 % (Vorjahr 30 %) und bei Gas-Haushaltskunden 26 % (Vorjahr 18 %). Schwache Windverhältnisse drücken Stromerzeugung aus erneuerbaren EnergienDie Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen lag im 1. Kalenderhalbjahr 2013 leicht unter dem Niveau des Vorjahreszeitraums. Dies ist maßgeblich auf das bisher schwache Windjahr zurückzuführen. Dennoch deckten die erneuerbaren Energien nach ersten Berechnungen des BDEW rund 26 % des Strombedarfs im Vergleich zu 25 % im gleichen Vorjahreszeitraum. Dabei war die Windenergie mit einem Anteil von 8,3 % (Vorjahr 9,0 %) die wichtigste erneuerbare Energiequelle, gefolgt von Biomasse mit 7,8 % (Vorjahr 7,2 %). Die Photovoltaik konnte im Halbjahresvergleich ihren bisherigen Beitrag nicht steigern und lag mit erneut 5,2 % (Vorjahr 5,2 %) auf dem 3. Platz. Im Juli und August 2013 wies die Photovoltaik laut BDEW jedoch wetterbedingt starke Produktionssteigerungen auf. Die Struktur der deutschen Energieerzeugungsbilanz wird sich weiter zu Gunsten der erneuerbaren Energien verändern. Entwicklung der Handelspreise für Strom, Gas und CO2-Zertifikate in Euro![]() Entwicklung der Handelspreise für Öl und Kohle in US-Dollar![]() Entwicklung des Clean Dark Spread 2014 in Euro![]() Niedrigere GroßhandelspreiseDie Energiepreise entwickelten sich uneinheitlich: Während die Großhandelspreise für Öl, Strom, Kohle und Emissionszertifikate gegenüber dem Vorjahr zurückgingen, stiegen die Gaspreise im Vergleichszeitraum an. Im Berichtsjahr bewegten sich die Notierungen der Rohölsorte Brent für die Lieferung im Folgemonat (Frontmonat) zwischen 97,69 US-Dollar/Barrel und 118,90 US-Dollar/Barrel; der durchschnittliche Preis lag im Berichtsjahr mit 108,89 US-Dollar/Barrel um 2,52 US-Dollar/Barrel unter dem Vorjahresniveau von 111,41 US-Dollar/Barrel. Die mit der verhaltenen Konjunkturentwicklung einhergehende geringe Nachfrage und die hohen Produktionsraten der Nicht-OPEC-Staaten, insbesondere der USA, sorgten für eine gute Versorgungslage. Dies führte zu sinkenden Preisen. Die durchschnittlichen Erdgaspreise für das Frontjahrprodukt im Marktgebiet Net-Connect Germany (NCG) notierten im Berichtsjahr bei 26,83 Euro/MWh und damit um 0,39 Euro/MWh höher als im Vorjahr. Durch die hohe Nachfrage aus Japan nach Flüssigerdgas (liquefied natural gas - LNG) ist die Flüssigerdgas-Versorgung in Europa weiterhin gering. Da die europäischen Gasmärkte mittelfristig stärker auf Gas aus langfristigen Lieferverträgen angewiesen sind, lässt sich diese Preiserhöhung als Aufwärtskorrektur der Terminmarktpreise in Richtung der Vertragspreise interpretieren. Der Preis für Grundlaststrom mit Lieferung im Folgejahr sank bedingt durch die Entwicklung der Emissions- und Kohlepreise sowie des volatilen Spotmarkts, der hauptsächlich von den Einspeisungen von Solar- und Windenergie getrieben wird. Im Berichtsjahr lag der durchschnittliche Preis bei 41,26 Euro/MWh - dies entspricht einem Rückgang von 19,3 % gegenüber dem Vorjahr. Der Abwärtstrend der Kohlepreise seit 2011 setzte sich im Berichtsjahr fort. Die Frontjahrpreise für Steinkohle im ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) fielen verglichen mit dem Vorjahr um 16,49 US-Dollar/Tonne auf 91,51 US-Dollar/Tonne. Gründe für die Preisschwäche waren vor allem das Überangebot an Kohle in der ersten Jahreshälfte 2013 aus Russland und Kolumbien sowie der Importrückgang an Kohle in China seit April 2013. Die Preise für Emissionsberechtigungen für die Lieferung im jeweils kommenden Jahr erreichten im Berichtsjahr ein Durchschnittsniveau von 5,18 Euro/Tonne CO2 , das um 2,72 Euro/Tonne CO2 tiefer lag als im Vorjahr. Der nachhaltige Preisverfall am Emissionsmarkt ist vor allem auf die EU-Klimapolitik, die Schulden- und Eurokrise einiger europäischer Länder sowie das Überangebot an Emissionszertifikaten zurückzuführen. Insbesondere die andauernden Diskussionen und Entscheidungen bezüglich einer temporären Verknappung der Emissionszertifikate (Backloading) brachten dem Markt für Emissionen bisher mehr Verunsicherung als Stabilität. Seit April 2012 leicht erholt, ist die Erzeugungsmarge aus der Steinkohleverstromung, Clean Dark Spread, jedoch auf einem sehr niedrigen Niveau geblieben. Trotz des leicht positiven Trends sind Steinkohlekraftwerke in Deutschland derzeit nicht rentabel. Marktpositionen des MVV Energie KonzernsDie STROMERZEUGUNG AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN (EE) und KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK) gewinnen im Zuge des ökologischen Umbaus der Energieerzeugung an Bedeutung. Der MVV Energie Konzern hat im Berichtsjahr 20 % seiner gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und 32 % im effizienten Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt. Insgesamt beträgt unser Erzeugungsanteil aus erneuerbaren Energien und KWK 52 % im Vergleich zu 39 % im vorläufigen Bundesdurchschnitt für das Jahr 2012. Bei der DIREKTVERMARKTUNG VON STROM AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN nach dem Marktprämienmodell hat MVV Energie derzeit in Deutschland Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energiequellen mit einer Leistung von 2 400 MW unter Vertrag. Bei der Direktvermarktung von Photovoltaikanlagen sind wir mit einer vermarkteten Leistung von über 1 200 MW in Deutschland zum Marktführer aufgestiegen. Bei der ENERGETISCHEN NUTZUNG VON BIOMASSE zählt unser Konzern in Deutschland zu den Marktführern. Unsere Geschäftsfelder Umwelt und Energiedienstleistungen betreiben insgesamt 16 Biomasse- und Biogasanlagen, in denen im Berichtsjahr 317 Mio kWh Strom und 301 Mio kWh Wärme erzeugt wurden. Der MVV Energie Konzern ist mit einem FERNWÄRMEABSATZ im Berichtsjahr von 6,5 Mrd kWh einer der größten Fernwärmeanbieter in Deutschland. Darüber hinaus zählt unser Unternehmen zu den größten Betreibern von THERMISCHEN ABFALLVERWERTUNGS- UND BIOMASSEANLAGEN. Im Berichtsjahr wurden 1,9 Mio Tonnen Abfall und Ersatzbrennstoffe zur thermischen Verwertung an unsere Standorte angeliefert. Auf dem WÄRMEMARKT IN TSCHECHIEN ist unser Teilkonzern MVV Energie CZ a.s. inzwischen an 13 Standorten operativ tätig. Mit Investitionen in KWK-Anlagen und der Übernahme eines abfallbefeuerten Heizkraftwerks in Liberec (Verbrennungskapazität rund 0,1 Mio Tonnen pro Jahr) haben wir uns eine solide Position in Tschechien erarbeitet. WitterungseinflüsseDer Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns wird in starkem Maße von den Witterungsverhältnissen in den Wintermonaten geprägt. Als Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz unserer Kunden verwenden wir die Gradtagszahlen: Niedrige Außentemperaturen führen zu hohen Werten der Gradtagszahlen - diese wiederum gehen einher mit einem höheren Heizenergiebedarf unserer Kunden. Die Definition der Gradtagszahlen finden Sie im ► Glossar auf Seite 188. In den Sommermonaten begünstigen anhaltend hohe Temperaturen und geringe Niederschläge unseren Wasserabsatz, der für unser Unternehmensergebnis allerdings von geringerer Bedeutung ist als das Fernwärme- und Gasgeschäft. Das Berichtsjahr wurde - mit den üblichen regionalen Unterschieden - von einer anhaltend kalten Witterung an allen Standorten geprägt. Das galt vor allem für die erste Hälfte des Berichtsjahrs (Oktober 2012 bis März 2013). Außergewöhnlich kalt war es im März 2013, dem eine vergleichsweise milde Witterung im März 2012 gegenüberstand. Auch die Monate April und Mai wiesen im Berichtsjahr überdurchschnittlich niedrige Außentemperaturen auf. In den Sommermonaten Juli und August 2013 begünstigte eine längere Schönwetterperiode mit hohen Temperaturen unseren Wasserabsatz. Insgesamt lagen die Gradtagszahlen unserer Unternehmensgruppe im Berichtsjahr mit einem kumulierten Wert von 22 979 um 10 % über dem Vergleichswert des Vorjahrs von 20 959. Die nachstehenden Grafiken zeigen die monatlichen Gradtagszahlen für den Standort Mannheim in Abhängigkeit von den tagesmittleren Außentemperaturen. Auswirkungen der Rahmenbedingungen auf den GeschäftsverlaufDie energiepolitischen Rahmenbedingungen und energiewirtschaftlichen Entwicklungen, die derzeit unsere Branche in starkem Maße prägen, wirken sich unmittelbar auf den Geschäftsverlauf und den Unternehmenserfolg des MVV Energie Konzerns aus. Wir beteiligen uns daher aktiv an Diskussionen mit Politik, Behörden und den Verbänden der Energiewirtschaft. Tagesmittlere Außentemperatur in °Celsius![]() Gradtagszahlen![]() GESCHÄFTSENTWICKLUNGVergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlaufscroll
ErtragslageGESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS: Der MVV Energie Konzern konnte sich den wirtschaftlich schwierigen Marktbedingungen und insbesondere dem anhaltenden Verfall der Stromerzeugungspreise an den Energiemärkten, die auch andere Unternehmen unserer Branche belasteten, nicht entziehen. Dennoch stieg unser Umsatz (ohne Energiesteuern) im Berichtsjahr nochmals und überschritt erstmals die Grenze von 4 Mrd Euro. Damit haben wir unser Prognoseziel erreicht, dass der Umsatz ohne Energiesteuern im Geschäftsjahr 2012/13 etwas über dem hohen Niveau des Vorjahrs von 3,89 Mrd liegen wird. Unser operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) verringerte sich demgegenüber im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf 210 Mio Euro. Es liegt damit auf dem Niveau unserer Ergebnisprognose, die wir im Finanzbericht für das 1. Quartal 2012/13 veröffentlicht hatten und in den folgenden Finanzberichten für das 1. Halbjahr und das 3. Quartal 2012/13 bestätigten. Danach hatten wir aus operativer Sicht erwartet, dass unser Adjusted EBIT im Geschäftsjahr 2012/13 in der Größenordnung um rund 5 % niedriger ausfallen wird als im Geschäftsjahr 2011/12, in dem es 223 Mio Euro erreichte. Der Vorstand ist dennoch mit dem operativen Ergebnis 2012/13 zufrieden, denn wir konnten die gravierenden Auswirkungen des tiefgreifenden Wandels in der gesamten Energiebranche begrenzen: dank unserer langfristigen Vermarktungsstrategie, durch Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen sowie durch Wachstum vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien. UmsatzentwicklungDer UMSATZ ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns erhöhte sich im Berichtsjahr (1. Oktober 2012 bis 30. September 2013) gegenüber dem Vorjahr um 149 Mio Euro (+ 4 %) auf 4 044 Mio Euro. Der Geschäftsjahresumsatz 2012/13 stammte zu 97 % aus dem Inlandsgeschäft und zu 3 % aus dem Auslandsgeschäft. Beim Umsatzvergleich ist zu berücksichtigen, dass im Vorjahreswert noch der Umsatzbeitrag der Stadtwerke Solingen GmbH (SWS) in Höhe von 106 Mio Euro enthalten war - dieser entfiel im Berichtszeitraum durch den Anteilsverkauf im September 2012. Bereinigt um diesen Einmaleffekt verbesserte sich unser Konzernumsatz gegenüber dem Vorjahr um rund 7 %. Die folgende Tabelle verdeutlicht die Umsatzentwicklung nach Berichtssegmenten. Ergänzend zeigen wir die Entwicklung bei unseren Kernprodukten Strom, Wärme, Gas und Wasser. Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Der um 10 % gestiegene Umsatz im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur stammte vor allem aus dem erfolgreichen Ausbau der erneuerbaren Energien, insbesondere Windenergie an Land und Biomethan, sowie aus dem Netzgeschäft. Im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement stammte der höhere Umsatz vor allem aus gestiegenen Gashandelsmengen im Zuge der Portfoliobewirtschaftung. In unserem umsatzstärksten Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen ist es uns gelungen, den Umsatz im intensiver gewordenen Wettbewerb um 9 % zu steigern. Diese erfreuliche Entwicklung beruhte neben positiven Witterungseffekten vor allem auf Erfolgen der Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das Marktprämienmodell. In diesem Segment sind die Marktprämie beziehungsweise die Managementprämie umsatzwirksam, wenn mit dem Kunden ein entsprechendes Abrechnungsverfahren vereinbart wurde. Wir nutzen diese Direktvermarktung sowohl für konzerneigene Erneuerbare Energien (EE)-Anlagen als auch für eine wachsende Zahl externer Kunden, die sich bei der Direktvermarktung für MVV Energie als Dienstleister entschieden haben. Ein weiterer Umsatztreiber war die kühlere Witterung in der Heizperiode 2012/13 im Vergleich zum Vorjahr, die sich positiv auf den Fernwärme- und Gasabsatz auswirkte. Hinzu kamen umsatzwirksame Preisanpassungen. Unsere Gesellschaften haben die Belastungen, die zum 1. Januar 2013 aus den höheren Umlagen des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG-Umlage) und auf andere staatlich veranlasste Abgaben zurückzuführen sind und auf die sie keinen Einfluss haben, in vollem Umfang an ihre Kunden weitergegeben. Die Entwicklung im Berichtssegment Strategische Beteiligungen wurde davon geprägt, dass im Berichtsjahr der Umsatzbeitrag von den Stadtwerken Solingen weggefallen ist. Darüber hinaus kam ein geringerer Umsatz im Stromgeschäft der Stadtwerke Ingolstadt zum Tragen. Anteil der Berichtssegmente am Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns, Geschäftsjahr 2012/13![]() Adjusted EBIT nach Berichtssegmenten des MVV Energie Konzerns in Mio Euro, Geschäftsjahr 2012/13![]() AbsatzentwicklungWir erläutern die Absatzentwicklung wie in den Vorjahren produktorientiert. Die verkauften Strom-, Wärme-, Gas- und Wassermengen ordnen wir den Berichtssegmenten nach Wertschöpfungsstufen rechnerisch zu. Stromabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Der Rückgang des gesamten Stromabsatzes im Geschäftsjahresvergleich um 9 % resultierte insbesondere aus verringerten Stromhandelsmengen und wettbewerbsbedingten Absatzeinbußen im Vertriebsgeschäft. Rechnet man bei den Strategischen Beteiligungen den Mengeneffekt aus dem Anteilsverkauf der Stadtwerke Solingen im Vorjahr von 423 Mio kWh heraus, ging unser Stromabsatz im Geschäftsjahresvergleich um 7 % zurück. Die Stromerzeugungsmengen aus dem im Berichtsjahr ausgebauten Windenergieportfolio verteilen sich auf die Berichtssegmente Erzeugung und Infrastruktur sowie vor allem Handel und Portfoliomanagement. Stromerzeugungsmengen, die in das öffentliche Netz eingespeist werden, vermarkten die Betreiber der Windkraftanlagen zum einen an Dritte (Außenumsatz) und zum anderen vermehrt über konzerninterne Vertragspartner für die Direktvermarktung; zu diesen zählen die MVV Energie AG und die Energieversorgung Offenbach AG. Das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur enthält nur den Teil der Stromerzeugung, der an Dritte vermarktet wird, also den Außenabsatz. Das Direktvermarktungsgeschäft des Vertriebs der MVV Energie AG wird über die MVV Trading GmbH am Spotmarkt der europäischen Strombörse EEX (European Energy Exchange) abgewickelt. Die Einspeisemengen, die an der Strombörse vermarktet werden, sind in vorstehender Tabelle im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement enthalten. Im Berichtsjahr war das Handelsvolumen aus der Direktvermarktung an der Strombörse höher als im Vorjahr. Dieser Zuwachs im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement wurde durch verringerte Stromhandelsmengen kompensiert und führte in diesem Berichtssegment insgesamt zu einem Mengenrückgang im Geschäftsjahresvergleich um 8 %. Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen sank der Stromabsatz um 3 %. Der Rückgang stammte insbesondere aus der Gruppe der Privat- und Geschäftskunden; hier verringerte sich der Stromabsatz durch wettbewerbsbedingte Einbußen im Vergleich zum Vorjahr um 9 %. Bei den Industrie- und Gewerbekunden/ Weiterverteilern fiel der Mengenrückgang mit 2 % geringer aus. Bei den Dienstleistungskunden wirkten sich geringere Absatzmengen (- 6 %) unter anderem im Industrieparkgeschäft aus. Der deutlich niedrigere Stromabsatz im Berichtssegment Strategische Beteiligungen (- 61 %) resultierte aus dem Wegfall der Absatzmengen der Stadtwerke Solingen und Einbußen bei den Stadtwerken Ingolstadt. Wärmeabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Im Geschäftsjahresvergleich erhöhte sich der Wärmeabsatz um 622 Mio kWh (+ 9 %). Hauptursache für diesen deutlichen Anstieg war der größere Fernwärmeabsatz im Geschäftsjahr 2012/13, in dem die Witterung im Vergleich zum Vorjahr kühler war. Hinzu kam, dass die MVV Umwelt GmbH wieder Dampf an einen großen Industriekunden liefern konnte, dessen Produktionsanlagen im Vorjahr durch einen Brand ausgefallen waren. Dies wirkte sich positiv auf das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur aus. Die überdurchschnittlich angestiegenen Absatzmengen im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen beruhten - neben dem witterungsbedingt höheren Fernwärmeabsatz - auf einem Sondereffekt in der Gruppe der Industrie- und Gewerbekunden/ Weiterverteiler: Im Berichtsjahr wurden Lieferungen an den Weiterverteiler Fernwärme Rhein-Neckar GmbH (FRN) wirksam, die mit Beginn des Geschäftsjahrs 2012/13 aus dem Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement (Vorjahr 673 Mio kWh) in das Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen verlagert wurden. Unter anderem durch diesen Effekt wurde in der Gruppe der Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteiler die geringere Wärmeabgabe überkompensiert, die wir durch den Abzug der US-Armee aus der Metropolregion Rhein-Neckar verzeichnen mussten. Der Zuwachs von 11 % bei den Privat- und Geschäftskunden ist zum einen witterungsbedingt und zum anderen auf den Zugang von neuen Kunden in den verdichteten und ausgebauten Netzgebieten zurückzuführen. Auch bei den Dienstleistungskunden konnten wir mehr Wärme absetzen: Der Anstieg um 8 % stammte aus dem Industrie-Contracting und dem Immobiliengeschäft und war auch hier überwiegend witterungsbedingt. Gasabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Der Gasabsatz stieg mit einem Plus von 44 % überdurchschnittlich an. Hierzu trug vor allem das Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement bei und zwar in erster Linie durch das verstärkte Gasportfoliomanagement unserer Tochtergesellschaft MVV Trading GmbH. Der Gasabsatz im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur stammt aus der neuen Biomethananlage Klein Wanzleben, die zum Ende des Geschäftsjahrs 2011/12 in Betrieb ging: Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden 60 Mio kWh Gas erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist. Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen nahm der Gasabsatz leicht um 1 % ab. Die witterungsbedingten Mengensteigerungen wurden durch stärkere wettbewerbsbedingte Einbußen kompensiert. Die nach Mengen größte Kundengruppe sind die Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteiler. Die hier zu verzeichnenden Einbußen um 1 % stammten aus den Teilkonzernen Stadtwerke Kiel und Energieversorgung Offenbach, die vor allem im Weiterverteilergeschäft Kundenabgänge zu verzeichnen hatten. Diese Rückgänge haben den höheren Gasabsatz im Netzgebiet Mannheim kompensiert. Der höhere Gasabsatz an Privat- und Geschäftskunden (+ 1 %) war in erster Linie witterungsbedingt. Damit wurden die Mengeneinbußen ausgeglichen, die wir in dieser Kundengruppe durch wettbewerbsbedingte Kundenverluste hinnehmen mussten. Der starke Rückgang bei den Strategischen Beteiligungen um 41 % beruht hauptsächlich auf den weggefallenen Absatzmengen der Stadtwerke Solingen. Bereinigt um diesen Effekt (552 Mio kWh) ging der Gasabsatz im Berichtssegment Strategische Beteiligungen im Geschäftsjahresvergleich um 20 % zurück. Die Hauptursache hierfür waren Mengeneinbußen bei den Stadtwerken Ingolstadt, die den positiven Witterungseffekt überkompensiert haben. Wasserabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Der Wasserabsatz ging vergleichsweise stark um 5,5 Mio m3 (- 10 %) zurück. Dies ist im Wesentlichen auf die entfallenen Absatzmengen bei den Stadtwerken Solingen (- 5,1 Mio m3 ) zurückzuführen. Ohne diesen Effekt lag der Wasserabsatz im Berichtsjahr 1 % unter dem Vorjahr. Der höhere Wasserabsatz im Juli und August 2013 durch das langanhaltende Sommerwetter hat den insgesamt weiter rückläufigen Trend durch vermehrtes Wassersparen nicht stoppen können. Angelieferte brennbare Abfälle des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Das Volumen der Abfall- und Holzanlieferungen lag im Geschäftsjahresvergleich insgesamt auf Vorjahresniveau und spiegelt die Entwicklung im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur wider, auf das 84 % des gesamten Anliefervolumens entfielen. Die Auslastung unserer thermischen Abfallverwertungsanlagen an den Standorten Mannheim und Leuna sowie unserer mit Altholz befeuerten Biomassekraftwerke Mannheim und Königs Wusterhausen, die ebenfalls im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur enthalten sind, werden durch das Stoffstrommanagement der MVV Umwelt Ressourcen GmbH gesteuert. Die geringeren Anlieferungen an unsere Ersatzbrennstoff-Kraftwerke Gersthofen und Korbach zeigen sich im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen. Das niedrigere Liefervolumen im Berichtssegment Strategische Beteiligungen ist auf geringere kommunale Abfallanlieferungen im Teilkonzern Tschechien an das abfallbefeuerte Heizkraftwerk TERMIZO in Liberec zurückzuführen. Entwicklung weiterer wesentlicher Positionen in der Gewinn- und VerlustrechnungIn der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung (GuV) zum 30. September 2013 enthalten die für das Vorjahr ausgewiesenen Werte noch die Aufwendungen und Erträge der quotalkonsolidierten Stadtwerke Solingen, die im Berichtsjahr durch den Anteilsverkauf im September 2012 weggefallen sind. Dies wirkt sich auf den Vergleich der GuV-Positionen aus. Der MATERIALAUFWAND stieg im Geschäftsjahresvergleich um 166 Mio Euro (+ 5 %) auf 3 269 Mio Euro. Die kühlere Witterung in der Heizperiode und das höhere Handelsvolumen durch das Gasportfoliomanagement führten - korrespondierend zum höherem Umsatz beim Energiebezug - zu einem entsprechenden Mehraufwand. Im Berichtsjahr lag der PERSONALAUFWAND mit 333 Mio Euro auf Vorjahresniveau. Der Wegfall des Personalaufwands der Stadtwerke Solingen wurde durch Tariferhöhungen, Personalrückstellungen und neue Gesellschaften kompensiert. Zur Entwicklung der Personalzahlen verweisen wir auf die ► Seiten 84 und 85 im Kapitel Nachhaltigkeit. Ohne Berücksichtigung der IAS 39 Effekte sanken die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGE im Geschäftsjahresvergleich um 8 Mio Euro auf 97 Mio Euro: Hauptursache waren geringere Erträge aus Rückstellungsauflösungen und aus Anlagenverkäufen. Die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN lagen ohne Berücksichtigung der Bewertungseffekte nach IAS 39 mit 199 Mio Euro auf Vorjahresniveau. Aufgrund unserer vermehrten Aktivitäten in Großbritannien im Zusammenhang mit den Bauprojekten in Plymouth und Ridham Dock sind sowohl die Fremdwährungserträge als auch die Aufwendungen aus Fremdwährungseffekten gestiegen. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Bewertungseffekte nach IAS 39 in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Ihr Saldo ergab im Geschäftsjahr 2012/13 einen negativen Bewertungseffekt von netto - 3 Mio Euro (Vorjahr - 20 Mio Euro). Die IAS 39 Effekte spiegeln die Marktpreisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider: Zum 30. September 2013 waren die Marktpreise niedriger als beim Abschluss der Sicherungsgeschäfte. Die IAS 39 Bewertung ist weder zahlungswirksam, noch beeinflusst sie unser operatives Geschäft oder die Dividende. Die ABSCHREIBUNGEN verringerten sich im Geschäftsjahresvergleich um 8 auf 168 Mio Euro. Der Rückgang im Berichtsjahr beruhte vor allem auf geringeren außerplanmäßigen Abschreibungen und dem Wegfall der Abschreibungen der Stadtwerke Solingen nach dem Anteilsverkauf. Überleitungsrechnung zum Adjusted EBITIm Rahmen unserer wertorientierten Konzernsteuerung nach der zentralen Steuergröße Value Spread verwenden wir als periodische Erfolgsgröße den ROCE (Return on Capital Employed), bei dem wir das Adjusted EBIT, also das bereinigte operative Ergebnis vor Zinsen und Ertragsteuern, in Relation zum dafür eingesetzten Kapital (Capital Employed) setzen. Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel ► Wertorientierte Unternehmenssteuerung auf Seite 44. Beim Adjusted EBIT eliminieren wir zum einen die Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Derivaten nach IAS 39 zum 30. September 2013 von - 3 Mio Euro und zum 30. September 2012 von - 20 Mio Euro. Darüber hinaus eliminieren wir im Berichtsjahr den Ertrag aus einer Rückstellung von 7 Mio Euro; diese hatten wir im 1. Quartal 2012/13 aufgelöst und in der Gewinn- und Verlustrechnung des MVV Energie Konzerns zum 31. Dezember 2012 bereits ausgewiesen. Die Rückstellung war im Geschäftsjahr 2010/11 für Restrukturierungsmaßnahmen gebildet worden - neuere Erkenntnisse führten zu einer Anpassung. Die Zinserträge aus Finanzierungsleasing, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem EBIT ausgewiesen werden, rechnen wir beim Adjusted EBIT hinzu. Sie stammen aus Contracting-Projekten und zählen zu unserem operativen Geschäft. In der folgenden Tabelle zeigen wir, wie wir das in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesene EBIT auf das aussagefähigere Adjusted EBIT überleiten. Überleitungsrechnung vom EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT vom 1.10. bis 30.9.scroll
Die nachstehende Tabelle zeigt die Ergebnisbeiträge der einzelnen Berichtssegmente: Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns nach Berichtssegmenten vom 1.10. bis 30.9.scroll
Mit 210 Mio Euro lag das ADJUSTED EBIT im Geschäftsjahr 2012/13 um 13 Mio Euro unter dem Vorjahreswert. Einige negative Ergebnisfaktoren, die wir bereits im Finanzbericht für das Dreivierteljahr 2012/13 beschrieben hatten, wirkten sich in den darauffolgenden drei Monaten weiter aus. Dies begründet auch die Entwicklung, dass das Adjusted EBIT im 4. Quartal 2012/13 um 6 Mio Euro schlechter ausfiel als im Vorjahresquartal, in dem diese Effekte noch nicht wirksam waren. Insgesamt spiegeln sich in unserer Ergebnisentwicklung die weiter verschlechterten Markt- und Rahmenbedingungen in der Energiewirtschaft wider. Die Ergebnisentwicklung resultierte aus einer Vielzahl von gegenläufigen operativen Faktoren: Ergebnisverbessernd wirkte sich im Geschäftsjahr 2012/13 aus, dass im Gegensatz zum Vorjahr keine Belastungen durch einen Turbinenschaden im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) getragen werden mussten. Dieser Effekt wirkte sich in den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur sowie Vertrieb und Dienstleistungen aus. Hinzu kamen positive Ergebniseffekte im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen im Zusammenhang mit höheren Absatzmengen bei Fernwärme und Gas aufgrund der im Vergleich zum Vorjahr kühleren und längeren Heizperiode im Berichtsjahr. Unsere strategischen Investitionen in erneuerbare Energien tragen Früchte und lieferten einen positiven Ergebnisbeitrag zu unserem operativen Geschäftsjahresergebnis 2012/13. Das gilt insbesondere für das ausgebaute Windenergieportfolio und die Biomethananlage Klein Wanzleben. Der Ergebnisbeitrag aus unserem Windenergieportfolio wird in starkem Maße von den Windverhältnissen bestimmt, die in unserem Berichtsjahr deutlich schwächer waren als im langjährigen Durchschnitt. Nach dem Windindex der Betreiber-Datenbank (BDB-Index, Version 2011), der die Relation zwischen den gemeldeten Erträgen (kWh) von Windkraftanlagen einer Region und eines Monats zu den langjährigen mittleren Erträgen dieser Windkraftanlagen beschreibt, hatten wir im Zeitraum Oktober 2012 bis September 2013 in Deutschland einen Windertragseinbruch von durchschnittlich 15 % zu verzeichnen. Die vergleichsweise schwachen Windverhältnisse haben einen stärkeren Ergebnisbeitrag aus unserem ausgebauten Windenergieportfolio verhindert. Neben diesen Effekten im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur wirkte sich im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement eine anhaltend niedrige spezifische Erzeugungsmarge bei der Steinkohleverstromung (Clean Dark Spread) aus. Die CO2 -Emissionszertifikate, die bisher frei zugeteilt waren, müssen seit Januar 2013 vollständig erworben werden, was im Berichtsjahr im Vergleich zum Vorjahr einen negativen Ergebniseffekt hatte. Gleiches gilt für die seit Januar 2013 niedrigeren Abfallpreise am Standort Mannheim, die in unserem Teilkonzern Umwelt, der im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur enthalten ist, zusammen mit Stillständen und höheren Reparaturkosten zu Ergebnisbelastungen führten. Hinzu kam, dass im Berichtssegment Strategische Beteiligungen der bisherige Ergebnisbeitrag der Stadtwerke Solingen im Geschäftsjahr 2012/13 weggefallen ist und das Ergebnis des Berichtssegments Sonstiges im Vorjahr unter anderem Erträge aus Anteilsverkäufen unserer Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG an den Maintal-Werken enthielten. Das FINANZERGEBNIS, das wir - wie oben dargestellt - um Zinserträge aus Finanzierungsleasing bereinigen, verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr von - 72 auf - 66 Mio Euro. Die Entwicklung unseres Finanzergebnisses wurde neben dem Saldo aus Finanzaufwendungen und Finanzerträgen auch verstärkt durch geringere Aufwendungen aus der Aufzinsung von Rückstellungen geprägt. Nach Abzug des bereinigten Finanzergebnisses errechnet sich im Geschäftsjahr 2012/13 ein ADJUSTED EBT von 144 Mio Euro im Vergleich zu 151 Mio Euro im Vorjahr. Die auf das Adjusted EBT des Geschäftsjahrs 2012/13 bezogene Steuerquote betrug 29,2 % (Vorjahr 35,1 %). Der Rückgang der Steuerquote beruhte im Wesentlichen darauf, dass im Vorjahr Einmaleffekte und im Berichtsjahr periodenfremde Steuererträge wirkten. Das geringere bereinigte Vorsteuerergebnis führte im Berichtsjahr zu niedrigeren bereinigten Ertragsteuern von 42 Mio Euro (Vorjahr 53 Mio Euro). Nach deren Abzug ergibt sich für das Geschäftsjahr 2012/13 ein BEREINIGTER JAHRESÜBERSCHUSS von 102 Mio Euro (Vorjahr 98 Mio Euro). Nach Abzug der bereinigten Ergebnisanteile nicht beherrschender Gesellschafter, die sich im Vergleich zum Vorjahr von 18 auf 17 Mio Euro verringerten, wies der MVV Energie Konzern im Berichtsjahr einen BEREINIGTEN JAHRESÜBERSCHUSS NACH FREMDANTEILEN von 85 Mio Euro aus. Er fiel damit um 5 Mio Euro (+ 6 %) höher aus als im Geschäftsjahr 2011/12, in dem er 80 Mio Euro erreichte. Auf dieser Grundlage errechnet sich für das Geschäftsjahr 2012/13 ein BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE von 1,29 Euro nach 1,21 Euro im Vorjahr. Die Aktienanzahl lag wie im Vorjahr bei 65,9 Millionen Stück. Entwicklung in den QuartalenIm 4. Quartal des Berichtsjahrs (Juli bis September 2013) sank unser Umsatz verglichen mit dem Vorjahresquartal um 39 Mio Euro auf 878 Mio Euro. Der in diesem Quartal verringerte Umsatz im Stromhandelsgeschäft hat die Mehrerlöse bei der Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das Marktprämienmodell und durch den Ausbau der erneuerbaren Energien kompensiert. Das Adjusted EBIT war im 4. Quartal 2012/13 mit - 9 Mio Euro negativ (Vorjahr - 3 Mio Euro). Ausschlaggebend für das schlechtere Adjusted EBIT im 4. Quartal 2012/13 waren in erster Linie die Mehrbelastungen aus den bisher frei zugeteilten CO2 -Zertifikaten und niedrigere Abfallpreise. Im Vorjahresquartal hatten sich Erträge aus dem Anteilsverkauf an den Maintal-Werken positiv ausgewirkt. Grundsätzlich liegen unser Konzernumsatz und unser operatives Konzernergebnis im 4. Quartal traditionell unter denen der Vorquartale, da die Umsatzbeiträge aus dem Heizenergiegeschäft fehlen; zudem führen wir bevorzugt im 4. Quartal Instandhaltungs- und Revisionsmaßnahmen durch. Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns nach Quartalen in Mio Euro![]() Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns nach Quartalen in Mio Euro![]() VermögenslageGesamtaussage des Vorstands: Der MVV Energie Konzern wies zum 30. September 2013 eine solide bereinigte Eigenkapitalquote von 34,3 % aus. Das längerfristig gebundene Vermögen ist zum großen Teil durch Eigenkapital und langfristig zur Verfügung stehendem Fremdkapital gedeckt. Damit zeichnet sich der MVV Energie Konzern durch eine stabile Finanzierungsstruktur aus. Bilanzstruktur des MVV Energie Konzerns in Mio Euro, Anteile in %![]() BilanzentwicklungDer International Accounting Standards Board (IASB) und das International Financial Interpretations Committee (IFRIC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2012/13 erstmals verpflichtend anzuwenden waren. Aus Vergleichbarkeitsgründen haben wir die entsprechenden Vorjahreswerte angepasst. Wir gehen in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss 2012/13 ab Seite 119 detailliert auf die geänderten IFRS-Standards ein. Die BILANZSUMME des MVV Energie Konzerns stieg zum 30. September 2013 um 160 Mio Euro auf 4,24 Mrd Euro und lag damit 4 % über der Bilanzsumme zum 30. September 2012. Die Entwicklung unserer Konzernbilanz 2012/13 wurde durch unsere hohen Investitionen in Wachstum und in die Modernisierung unserer Anlagen und Netze und deren Finanzierung geprägt. Darüber hinaus wirkten sich Erst- und Entkonsolidierungseffekte aus: Erstmals einbezogen wurden unter anderem die Windpark Dirlammen GmbH & Co. KG, sowie die Projektgesellschaft MVV Environment Ridham Ltd, Großbritannien. Gegenläufig wirkte sich der Verkauf der von der MVV Energie CZ gehaltenen Anteile von 65,78 % am Fernwärmeunternehmen Jablonecká teplárenská a realitní a.s. (JTR) an die Stadt Jablonec nad Nisou aus. Zum Bilanzstichtag 30. September 2013 wurde diese bisher quotalkonsolidierte Gesellschaft nicht mehr in den Konsolidierungskreis des MVV Energie Konzerns einbezogen. Der Verkauf der Anteile an der Stadtwerke Solingen GmbH im September 2012 wirkte sich nicht auf den Vergleich der Bilanzwerte aus, da diese Gesellschaft vor dem Bilanzstichtag 30. September 2012 entkonsolidiert wurde. Auf der Aktivseite erhöhten sich die LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 152 Mio Euro oder 5 % auf 3,02 Mrd Euro - insbesondere aufgrund der Zunahme der Sachanlagen. Im Saldo aus Investitionen einerseits sowie Anlagenabgängen und Abschreibungen andererseits haben sich die Sachanlagen um 210 Mio Euro erhöht. Mit 2,46 Mrd Euro entspricht der Anteil der Sachanlagen an der Bilanzsumme 58 %. Die Entwicklung der Investitionen beschreiben wir auf den folgenden Seiten. Dem höheren Sachanlagevermögen standen um 23 Mio Euro verringerte langfristige sonstige Forderungen und Vermögenswerte gegenüber. Zum einen wurden langfristige Forderungen unter Berücksichtigung ihrer Fristigkeiten in kurzfristige Forderungen umgegliedert; zum anderen wurden die nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte zum 30. September 2013 geringer bewertet, weil die Marktentwicklung dies erforderte. Die KURZFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE stiegen gegenüber dem Bilanzstichtag 30. September 2012 um 8 Mio Euro auf 1,22 Mrd Euro und lagen damit nur um 1 % über dem Vorjahreswert. Während der Umsatz ohne Energiesteuern um 4 % gestiegen ist, reduzierten sich die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 3 % auf 461 Mio Euro. Der Rückgang des Forderungsbestands ist vor allem auf ein verbessertes Forderungsmanagement zurückzuführen. Die kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte nahmen um 16 Mio Euro oder 6 % gegenüber dem 30. September 2012 auf 251 Mio Euro ab. Hauptgrund für diese Entwicklung war der Rückgang der sonstigen Steuerforderungen um 32 Mio Euro aufgrund von niedrigeren Vorsteuerforderungen zum Bilanzstichtag. Gegenläufig entwickelten sich die übrigen sonstigen Vermögenswerte, die 11 Mio Euro über dem Vorjahreswert lagen. Die flüssigen Mittel sind zum 30. September 2013 gegenüber dem Vorjahreswert um 40 auf 418 Mio Euro gestiegen. Dieser Anstieg ist vor allem auf den Aufbau flüssiger Mittel bei der Projektgesellschaft MVV Environment Ridham Ltd, Großbritannien, zurückzuführen. Auf der Passivseite verringerte sich das EIGENKAPITAL des MVV Energie Konzerns gegenüber dem 30. September 2012 um 6 Mio Euro auf 1,29 Mrd Euro. Verantwortlich hierfür war ein gegenüber dem Vorjahr niedrigeres sonstiges Ergebnis. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012/13 übt der MVV Energie Konzern das Wahlrecht bezüglich der Verrechnung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten für leistungsorientierte Versorgungspläne neu aus. Wir erfassen diese Gewinne und Verluste jetzt im sonstigen Ergebnis des Eigenkapitals. (► Eigenkapitalveränderungsrechnung auf Seite 116). Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst; deshalb weichen die Bilanzwerte der jeweiligen Positionen des Vorjahrs im Konzernabschluss zum 30. September 2013 von den Werten ab, die wir im Geschäftsbericht 2011/12 veröffentlicht haben. Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir auch unsere Konzernbilanz um die kumulierten Bewertungseffekte nach IAS 39: Die Vermögensseite kürzen wir um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden latenten Steuern; zum 30. September 2013 waren dies 125 Mio Euro nach einem Wert von 145 Mio Euro zum 30. September 2012. Auf der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die darauf entfallenden latenten Steuern, die zum 30. September 2013 einen Wert von 213 Mio Euro erreichten gegenüber 234 Mio Euro zum 30. September 2012. Beim Eigenkapital eliminieren wir den hier wirksamen Saldo; er betrug 88 Mio Euro zum 30. September 2013 nach 89 Mio Euro zum 30. September 2012. Auf dieser Basis errechnet sich zum 30. September 2013 ein bereinigtes Eigenkapital von 1,38 Mrd Euro im Vergleich zu 1,39 Mrd Euro zum 30. September 2012. Bezogen auf die bereinigte Bilanzsumme von 4,04 Mrd Euro (zum 30. September 2012 von 3,85 Mio Euro) lag die bereinigte Eigenkapitalquote zum 30. September 2013 bei 34,3 % im Vergleich zu 36,1 % zum 30. September 2012. Die LANGFRISTIGEN SCHULDEN nahmen im Vergleich zum Bilanzstichtag 30. September 2012 (1,88 Mrd Euro) um 122 Mio Euro auf 1,76 Mrd Euro ab. Hauptursache waren verringerte langfristige Finanzschulden, die im Vergleich zum Vorjahresstichtag um 99 Mio Euro sanken. Dies beruhte hauptsächlich darauf, dass Darlehen mit verringerten Restlaufzeiten in den kurzfristigen Bereich umgegliedert wurden, was die Aufnahme neuer Darlehen überkompensierte. Dem stand gegenüber, dass die langfristigen Rückstellungen um 11 Mio Euro und die passiven latenten Steuern um 8 Mio Euro zunahmen. Die langfristigen anderen Verbindlichkeiten sind im Vergleich zum 30. September 2012 um 43 Mio Euro gesunken. Ausschlaggebend war, dass langfristige Verbindlichkeiten entsprechend ihren Fristigkeiten in kurzfristige Verbindlichkeiten umgegliedert wurden. Die KURZFRISTIGEN SCHULDEN erhöhten sich gegenüber dem 30. September 2012 um 288 Mio Euro auf 1,18 Mrd Euro, hauptsächlich aufgrund der Zunahme der kurzfristigen Finanzschulden, der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sowie der kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten. Der Anstieg der kurzfristigen Finanzschulden um 222 Mio Euro resultierte aus den oben genannten Umgliederungen der Restlaufzeiten vom langfristigen in den kurzfristigen Bereich. Die Erhöhung der kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten ist auf die Umgliederung der langfristigen anderen Verbindlichkeiten entsprechend ihrer Fristigkeit in kurzfristige Verbindlichkeiten zurückzuführen. Letztere enthielten zum 30. September 2013 Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos (Margins) in Höhe von 1,2 Mio Euro im Vergleich zu 6 Mio Euro zum 30. September 2012. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die ► Erläuterungen zur Bilanz ab Seite 134. Investitionen in WachstumsfelderWir haben unsere Investitionen im Geschäftsjahr 2012/13 gegenüber dem bereits hohen Niveau im Vorjahr nochmals gesteigert. Der MVV Energie Konzern investierte im Berichtsjahr insgesamt 392 Mio Euro nach 294 Mio Euro im Geschäftsjahr 2011/12. Von den Gesamtinvestitionen entfielen 301 Mio Euro (77 %) auf Wachstumsinvestitionen und 91 Mio Euro (23 %) auf die Instandhaltung und Modernisierung unserer Anlagen und Netze, also auf den Bestand. Unsere Investitionsschwerpunkte im Berichtsjahr lagen im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur: Zu nennen sind vor allem der Bau der thermischen Abfallverwertungsanlage Plymouth und des Biomassekraftwerks Ridham Dock im Umweltgeschäft, der Erwerb der deutschen Windparks von Iberdrola, der Bau des Fernwärmespeichers auf dem Gelände des GKM sowie der Ausbau und die Verdichtung der Fernwärmenetze, insbesondere am Standort Mannheim. Die neu erworbenen Anteile an Gesellschaften sind in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 122 aufgeführt. Investitionen des MVV Energie Konzerns im Geschäftsjahr 2012/131![]() Investitionen des MVV Energie Konzerns1scroll
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Vorjahreswerte angepasst. Definition der Investitionen
im ► Glossar auf Seite 188 FinanzlageGESAMTAUSSAGE DES VORSTANDS: Wir können unser auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtetes Investitionsprogramm in erheblichem Maße durch Innenfinanzierung (Abschreibungen, Working-Capital-Optimierung und thesaurierte Gewinne), Nutzung der flüssigen Mittel sowie durch Kreditaufnahme finanzieren. KapitalflussrechnungDie kurz- und langfristigen Finanzschulden stiegen infolge höherer Kredite zur Investitionsfinanzierung zum 30. September 2013 auf 1,53 Mrd Euro: Das waren 123 Mio Euro mehr als zum Bilanzstichtag des Vorjahrs (30. September 2012). Auch die Netto-Finanzschulden (kurz- und langfristige Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) nahmen zum 30. September 2013 im Vergleich zum 30. September 2012 um 83 Mio Euro auf 1,11 Mrd Euro zu. Der CASHFLOW VOR WORKING CAPITAL UND STEUERN konnte im Geschäftsjahresvergleich um 2 auf 420 Mio Euro gesteigert werden. Während sich das Jahresergebnis vor Ertragsteuern um 17 Mio Euro verbesserte, sind die sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen um 11 Mio Euro zurückgegangen. Die Ergebniseliminierung aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten (im Vorjahr - 14 Mio Euro) wirkte sich positiv auf den Cashflow vor Working Capital und Steuern aus. Die IAS 39 Bewertung, die im Jahresergebnis vor Ertragsteuern wirksam ist, hatte hierauf keinen Einfluss, weil sie im Rahmen der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen eliminiert wurde. Der CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT verbesserte sich von 285 Mio Euro im Vorjahr auf 371 Mio Euro im Geschäftsjahr 2012/13. Diese Entwicklung war insbesondere durch die deutliche Verbesserung des Working Capitals geprägt. Der CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT ist im Geschäftsjahr 2012/13 im Vergleich zum Vorjahr von - 113 Mio Euro auf - 305 Mio Euro zurückgegangen. Dies ist vor allem auf den Verkauf der Anteile an der Stadtwerke Solingen GmbH und der MVV Energiedienstleistungen GmbH, Solingen, zurückzuführen, der zu einem hohen Zahlungseingang im Geschäftsjahr 2011/12 geführt hatte. Darüber hinaus sind im Berichtsjahr die Auszahlungen für Investitionen in Sachanlagen und in Finanzanlagen gestiegen. Der CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT ist im Geschäftsjahr 2012/13 auf - 27 Mio Euro zurückgegangen; im Vorjahr hatte er einen positiven Wert von 37 Mio Euro erreicht. Nach der ► Kapitalflussrechnung auf den Seiten 117 und 118 weist der MVV Energie Konzern zum Bilanzstichtag 30. September 2013 einen Finanzmittelbestand von 418 Mio Euro (Vorjahr 378 Mio Euro) aus. Der höhere Wert im Berichtsjahr ist im Wesentlichen auf den Aufbau flüssiger Mittel bei der Projektgesellschaft MVV Environment Ridham Ltd, Großbritannien, zurückzuführen. Gemeinsames FinanzmanagementDer MVV Energie Konzern kann durch seinen guten Zugang zu den Finanzmärkten seinen Liquiditätsbedarf problemlos decken. Unser Konzern profitiert am Kapitalmarkt von seiner guten Bonität, seinem diversifizierten Geschäftsportfolio und seiner auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie. Aufgrund unserer guten Liquiditätsausstattung haben wir im Berichtsjahr nur wenige neue Finanzierungsverträge abgeschlossen beziehungsweise ausgezahlt. Es handelt sich hierbei hauptsächlich um ein langfristiges, zinsgünstiges Darlehen der Europäischen Investitionsbank (EIB) sowie um einen KfW-Förderkredit für einzelne Projekte. Hierdurch konnten wir unser Fälligkeitenprofil glätten und uns das derzeit günstige Zinsniveau langfristig sichern. Die Muttergesellschaft MVV Energie AG führt für sich und 23 weitere Gesellschaften unserer Unternehmensgruppe einen sogenannten Cash Pool. In dieser Funktion beschafft und sichert sie sowohl ihre eigene Liquidität als auch die Finanzmittel der Beteiligungsgesellschaften, die dem Cash Pool angeschlossen sind. Kapital, das für Investitionen benötigt wird, wird über Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt. Zur weiteren Optimierung der konzerninternen Liquiditätsbewirtschaftung wurde die Anzahl der im Cash Pool zusammengefassten Beteiligungsgesellschaften im Berichtsjahr von 14 auf 23 erhöht. Die MVV Energie AG und die anderen Gesellschaften unseres Konzerns verfügen über bilaterale Kreditlinien. Tilgungsprofil des MVV Energie Konzerns in Mio Euro![]() RatingAus den regelmäßigen Ratinggesprächen, die wir mit unseren Kernbanken führen, können wir ableiten, dass der MVV Energie Konzern weiterhin im stabilen Investment-Grade-Bereich eingeordnet ist. Ein Rating des MVV Energie Konzern durch eine Ratingagentur findet nicht statt. Gesamtaussage zum Geschäftsverlauf und zur wirtschaftlichen LageNach den Erkenntnissen aus dem Konzern- und dem Einzelabschluss sowie aus dem Geschäftsverlauf bis zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts stehen der MVV Energie Konzern und die MVV Energie AG unter Berücksichtigung der verschlechterten Rahmenbedingungen finanziell und operativ auf einem soliden Fundament. Den Umsatz des MVV Energie Konzerns konnten wir im Berichtsjahr gegenüber dem hohen Niveau des Vorjahrs nochmals steigern. Das operative Konzernergebnis (Adjusted EBIT) ist aufgrund von negativen Ergebniseffekten, die mit dem schwieriger gewordenen Umfeld in der Energiebranche einhergingen, erwartungsgemäß zurückgegangen; die Ergebnisprognose, die wir im Rahmen der unterjährigen Finanzberichte 2012/13 kommuniziert hatten, konnten wir jedoch erfüllen. Unsere hohe bereinigte Eigenkapitalausstattung von rund 34 % ist eine starke Basis, um unsere Investitionen ausgewogen finanzieren zu können. Mit unseren zukunftsorientierten Investitionen, mit denen wir unsere Marktpositionen in aussichtsreichen Geschäftsfeldern weiter ausbauen, sind wir auf einem guten Weg. Das gilt auch für unsere internen Maßnahmen zur kontinuierlichen Verbesserung unserer Strukturen und Prozesse. Wir schaffen damit die Grundlagen, um auch die Herausforderungen des voraussichtlich wirtschaftlich sehr schwierigen Geschäftsjahrs 2013/14 zu bewältigen und die sich uns bietenden Chancen aus dem Umbau des Energiesystems für langfristiges profitables Unternehmenswachstum zu nutzen. Erläuterungen zum Jahresabschluss der MVV Energie AG (HGB)Die MVV Energie AG, Mannheim, die börsennotierte Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns, stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs auf sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes. Im Konzernabschluss der MVV Energie AG, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellt wird, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sind - im Unterschied zum Einzelabschluss nach HGB - die Erträge und Aufwendungen der konsolidierten Tochtergesellschaften in den einzelnen Ertrags- und Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Weitere Abweichungen zwischen dem Einzelabschluss der MVV Energie AG und dem Konzernabschluss ergeben sich insbesondere aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen den handelsrechtlichen und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS. Der Jahresabschluss 2012/13 der MVV Energie AG, der Konzernabschluss der MVV Energie AG und der zusammengefasste Lagebericht des MVV Energie Konzerns werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Auf unserer Internetseite steht der vollständige Jahresabschluss 2012/13 der MVV Energie AG unter www.mvv-investor.de als Download zur Verfügung, und er kann auch bei uns angefordert werden. Ertragslage der MVV Energie AGIm Geschäftsjahr 2012/13 erreichte die Muttergesellschaft MVV Energie AG einen Umsatz ohne Energiesteuern von 2 016 Mio Euro (Vorjahr 1 859 Mio Euro), der ausschließlich in Deutschland erzielt wurde. Der im Vergleich zum Vorjahr um 8 % gestiegene Umsatz resultierte vor allem aus witterungsbedingten Zunahmen beim Fernwärme- und Gasabsatz, dem erfolgreichen Ausbau der Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das Marktprämienmodell sowie aus dem ausgeweiteten überregionalen Strom- und Gasvertrieb mit Industrie- und Gewerbekunden. Hinzu kamen umsatzwirksame Preisanpassungen durch die zum 1. Januar 2013 erhöhte Umlage nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG-Umlage) und andere staatlich veranlasste Abgaben. Das Stromgeschäft war mit einem Anteil von 74 % am Gesamtumsatz die umsatzstärkste Sparte der MVV Energie AG. Gewinn- und Verlustrechnung der MVV Energie AG vom 1.10.2012 bis 30.9.2013scroll
Der Materialaufwand stieg proportional zur Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 9 % auf 1 892 Mio Euro. Die Personalaufwendungen erhöhten sich im Vergleich zum Vorjahr um 10,7 auf 116,6 Mio Euro. Die Zunahme beruhte im Wesentlichen auf Personalrückstellungen und Tariferhöhungen. Die Beschäftigtenzahl der MVV Energie AG nahm im Jahresdurchschnitt 2012/13 gegenüber 2011/12 um 7 auf 1 449 Personen zu. Zum 30. September 2013 waren bei der MVV Energie AG 1 460 Personen beschäftigt , 16 weniger im Vergleich zum 30. September 2012. Die Abschreibungen verringerten sich im Geschäftsjahresvergleich um 1,3 auf 23,9 Mio Euro. Bei der MVV Energie AG wurden im Berichtsjahr keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen vorgenommen. Die Ergebnisentwicklung der MVV Energie AG wird in starkem Maße vom Finanzergebnis geprägt, das im Vergleich zum Vorjahr um 8,5 auf 28,8 Mio Euro gesunken ist. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus geringeren Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen und geringeren Erträgen aus Beteiligungen, die im Vorjahr noch die Beteiligungserträge der Stadtwerke Solingen enthielten. Positiv wirkten sich geringere Wertberichtigungen aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie niedrigere Aufwendungen aus Verlustübernahmen aus. Das ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT lag mit 95,8 Mio Euro um 1,2 Mio Euro über dem Vorjahresergebnis. Im Berichtsjahr gab es keine außerordentlichen Erträge. Die im Vorjahr ausgewiesenen außerordentlichen Erträge stammten aus einem Gewinn, der im Vorjahr aus der Verschmelzung der Vorratsgesellschaft MVV Alpha GmbH auf die MVV Energie AG entstanden war. Nach Abzug von Steuern erzielte die MVV Energie AG im Berichtsjahr einen JAHRESÜBERSCHUSS von 80,2 Mio Euro im Vergleich zu 90,2 Mio Euro im Vorjahr. Durch den Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 8. März 2013 haben wir 59,3 Mio Euro an die Aktionäre ausgeschüttet und 40,0 Mio Euro des Bilanzgewinns 2011/12 auf neue Rechnung vorgetragen. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahrs wurden 20,9 Mio Euro (Vorjahr 30,9 Mio Euro) gemäß § 58 Abs. 2 AktG in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Unter dem Strich wies die MVV Energie AG im Berichtsjahr einen gegenüber dem Vorjahr unveränderten BILANZGEWINN von 99,3 Mio Euro aus. Die Hauptversammlung findet am 14. März 2014 statt. Sie wird über den Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats entscheiden, der am 5. Dezember 2013 beschlossen wird. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2011/12 betrug 0,90 Euro je Aktie. Vermögens- und Finanzlage der MVV Energie AGDie bilanzielle Darstellung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 230 auf 2 376 Mio Euro (+ 11 %). Die Aktivseite wird wesentlich durch das Finanzanlagevermögen geprägt: Zum 30. September 2013 wies es einen Wert von 1 377 Mio Euro (Vorjahr 1 193 Mio Euro) aus und stellte so 58 % (Vorjahr 56 %) der Bilanzsumme dar. Der Anstieg beruhte im Wesentlichen auf höheren Ausleihungen an verbundene Unternehmen und höheren Anteilen an verbundenen Unternehmen. Neben Darlehen an Tochtergesellschaften wurden finanzielle Mittel in Form von Kapitalerhöhungen gewährt, so zum Beispiel an die MVV Umwelt GmbH, um den Bau der Abfallverwertungsanlage in Plymouth und des Biomassekraftwerks Ridham Dock zu finanzieren. Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 13 auf 338 Mio Euro erhöht. Die Zunahme resultierte im Wesentlichen aus Investitionen in Höhe von 36 Mio Euro, die über den investitionsbedingten Abschreibungen lagen. Das Umlaufvermögen stieg im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 35 auf 657 Mio Euro. Hierzu beigetragen haben vor allem höhere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie gestiegene Forderungen gegenüber verbundenen Unternehmen und ein höherer Bestand an flüssigen Mitteln. Bilanz der MVV Energie AG zum 30.9.2013scroll
Das gestiegene Eigenkapital spiegelt die höheren Gewinnrücklagen sowie das erwirtschaftete Jahresergebnis abzüglich der für das Vorjahr ausgeschütteten Dividende wider. Die verringerten Rückstellungen sind auf niedrigere Steuerrückstellungen und sonstige Rückstellungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten nahmen um 216 Mio Euro auf 1,3 Mrd Euro zu. Die Ursache hierfür waren höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die die planmäßige Tilgungen überkompensiert haben. Darüber hinaus erhöhten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die weiterhin hohe Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 41 % (Vorjahr 45 %) spiegelt die solide Eigenkapitalausstattung der MVV Energie AG wider. Die Finanzlage der MVV Energie AG wird in starkem Maße von der Finanzierungsfunktion geprägt, die sie für verbundene Unternehmen des MVV Energie Konzerns wahrnimmt. Im Rahmen dieser Funktion sichert die MVV Energie AG die operative Liquidität zahlreicher Gesellschaften und versorgt diese über Gesellschafterdarlehen mit langfristigem Kapital, das für Investitionen notwendig ist. Zu diesen Gesellschaften gehören unter anderem: MVV RHE GmbH, MVV Enamic GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Trading GmbH, Netrion GmbH und SECURA Energie GmbH. Zur Sicherung der Liquidität stehen zugesagte Kreditlinien in ausreichendem Umfang zur Verfügung, die wir noch nicht in Anspruch genommen haben. Tätigkeitsabschlüsse 2012/13Mit dem 2012 novellierten Gesetz über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG) wurde der Kreis der betroffenen Unternehmen ausgeweitet und die Anforderungen an die Regelungen zur buchhalterischen Entflechtung gemäß § 6 b EnWG verschärft. Vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen haben jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6 b Abs. 3 EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen. Zu den Tätigkeiten zählen zum einen die Elektrizitätsübertragung, Elektrizitätsverteilung, Gasfernleitung, Gasverteilung, Gasspeicherung oder der Betrieb von Flüssigerdgasanlagen (liquified natural gas - LNG); zum anderen gehört zu den Tätigkeiten darüber hinaus jede wirtschaftliche Nutzung eines Eigentumsrechts an Strom- und Gasnetzen, Gasspeichern oder LNG-Anlagen. Der Tätigkeitsabschluss ist mit dem geprüften Jahresabschluss beim Bundesanzeiger zur Veröffentlichung einzureichen. Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2012/13 erfüllt die MVV Energie AG die Berichtspflicht nach § 6 b der EnWG-Novelle 2012: In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6 b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung, für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Für Elektrizitäts- und Gasverteilung erstellen wir zudem eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung. In den Tätigkeitsabschlüssen sind die im Vorjahr erfolgte Übertragung der Teilbetriebe Gasvertrieb, Gasnetz und Fernwärmenetz von der MVV RHE GmbH auf die MVV Energie AG berücksichtigt. ElektrizitätsverteilungGemessen am Gesamtumsatz des Elektrizitätssektors im Berichtsjahr von 1,5 Mrd Euro (Vorjahr 1,4 Mrd Euro) wies der Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung im Berichtsjahr einen vergleichsweise geringen Umsatz in Höhe von 1,6 Mio Euro auf und erreichte damit das Vorjahresniveau. Die Ergebnisse des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung der MVV Energie AG wurden von den Erträgen aus der Verpachtung ihrer Stromnetze an die Netrion GmbH bestimmt. Die Netzgesellschaft verwaltet und betreibt die Verteilungsanlagen und -netze der MVV Energie AG und hält sie instand. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe bis zum 30. September 2013 an die Netrion GmbH standen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Die Elektrizitätsverteilung wies im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag von - 1,4 Mio Euro (Vorjahr + 6,4 Mio Euro) auf. Hauptursachen für den Rückgang waren höhere sonstige betriebliche Aufwendungen und höhere Aufwendungen aus Verlustübernahmen. Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung lag zum Bilanzstichtag 30. September 2013 bei 125 Mio Euro (Vorjahr 122 Mio Euro); sie machte rund 30 % (Vorjahr 33 %) der Bilanzsumme des Elektrizitätssektors der MVV Energie AG aus. Das Sachanlagevermögen der Elektrizitätsverteilung verblieb mit 101 Mio Euro auf dem Niveau des Vorjahrs. Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten der Elektrizitätsverteilung, die rund 48 % der Bilanzsumme der Elektrizitätsverteilung ausmachten, von 51 auf 60 Mio Euro. GasverteilungAuch der Tätigkeitsbereich Gasverteilung ist mit einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Umsatz von rund 1 Mio Euro gemessen am Gesamtumsatz des Gassektors von 294 Mio Euro (Vorjahr 261 Mio Euro) von geringer Bedeutung. Im Vorjahr wurden alle bisherigen Gasgeschäfte der Teilbetriebe Gas und Gasnetz der MVV RHE GmbH durch Abspaltung auf die MVV Energie AG übertragen. Die Ergebnisse des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung der MVV Energie AG wurden - wie beim Elektrizitätssektor - von den Erträgen aus der Verpachtung ihrer Netze bis 30. September 2013 an die Netrion GmbH bestimmt. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe bis 30. September 2013 an die Netrion GmbH standen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Der Tätigkeitsbereich Gasverteilung erzielte im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 5,8 Mio Euro (Vorjahr 4,2 Mio Euro). Der Anstieg ist im Wesentlichen auf geringere Aufwendungen aus Verlustübernahmen zurückzuführen. Die Bilanzsumme der Tätigkeit Gasverteilung lag zum Bilanzstichtag 30. September 2013 bei 106 Mio Euro (Vorjahr 96 Mio Euro) und trug damit einen Anteil von 59 % (Vorjahr 62 %) zur Bilanzsumme des Gassektors der MVV Energie AG bei. Das Sachanlagevermögen der Gasverteilung fiel zum Bilanzstichtag 2012/13 mit 78 Mio Euro geringfügig höher aus als zum Bilanzstichtag des Vorjahrs mit 77 Mio Euro und machte 73 % (Vorjahr 82 %) der Bilanzsumme aus. Auf der Passivseite stiegen die Verbindlichkeiten der Gasverteilung von 37 auf 43 Mio Euro. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289 a HGB)Börsennotierte Unternehmen sind gemäß § 289 a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben: In dieser Erklärung berichten sie über die letzte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und über Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden. Zudem berichten sie über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen. Die Erklärung zur Unternehmensführung mit Entsprechenserklärung wurde am 5. November 2013 im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht; zusätzlich wird sie in diesem Geschäftsbericht auf den ► Seiten 105 bis 108 wiedergegeben. Erklärung gemäß § 312 AktiengesetzDer Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2012/13 gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und erklärt: "MVV Energie AG hat bei den Rechtsgeschäften, die im Bericht über die Beziehungen zur Stadt Mannheim und zu den verbundenen Unternehmen aufgeführt sind, nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten". NACHHALTIGKEIT (finanzielle und nichtfinanzielle Leistungsindikatoren)Die Grundidee einer nachhaltigen Entwicklung - unser heutiges Wirtschaften und Verhalten darf die Bedürfnisse nachfolgender Generationen nicht gefährden - hat in der letzten Dekade immer stärker an Bedeutung gewonnen, auf globaler und lokaler Ebene ebenso wie in der persönlichen Lebensgestaltung. Nachhaltigkeit ist zu einer zentralen Aufgabe unserer Zeit geworden. Zu den globalen Herausforderungen gehören: klimatische Veränderungen, zunehmende Umweltbelastung, endliche Ressourcen, Umbrüche in der Energieversorgung, Sicherung der Trinkwasserversorgung, Bevölkerungswachstum, demografischer Wandel, Bekämpfung der Armut und Einhaltung der Menschenrechte. Unternehmen müssen diese Herausforderungen, die einen wachsenden Einfluss auf die künftigen gesellschaftlichen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben werden, ernst nehmen. Sie haben nicht nur die Verantwortung, im Rahmen ihrer Möglichkeiten einen Beitrag zur Lösung der Herausforderungen zu leisten, sondern müssen auch die Auswirkungen auf ihr Geschäft bewerten. Verantwortungsvolles Handeln ist dabei mehr als technischer Umweltschutz und soziale Verantwortung. Nachhaltigkeit ist ein entscheidender Faktor für langfristig erfolgreiches Wirtschaften. MVV Energie hat die Bedeutung nachhaltigen Wirtschaftens erkannt und leistet einen aktiven Beitrag, um die Lebensgrundlagen, Gestaltungsmöglichkeiten und Zukunftschancen nachfolgender Generationen zu sichern. Wir sehen unser Engagement für nachhaltige Entwicklung nicht nur als eine ökologische und gesellschaftliche Verpflichtung, sondern gleichzeitig als Chance, uns in einem sich dynamisch verändernden Umfeld unternehmerisch erfolgreich zu positionieren: Nachhaltiges Wirtschaften sehen wir als Voraussetzung für unsere Wettbewerbs- und unsere Zukunftsfähigkeit. In diesem Nachhaltigkeitskapitel stellen wir dar, wie wir mit den für unser Geschäft wesentlichen wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen/gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen und welche Leistungen der MVV Energie Konzern für den Klima- und Umweltschutz, die Mitarbeiter und die Gesellschaft erbringt. Dabei orientieren wir uns an den neuen internationalen Leitlinien für die Nachhaltigkeitsberichterstattung Global Reporting Initiative (GRI) in der Version G4. Unternehmen sollen hierbei vor allem über die wichtigsten Auswirkungen ihrer Geschäftstätigkeiten berichten, die zentral für die nachhaltige Entwicklung des Unternehmens sind. Diese Fokussierung auf die relevanten Aspekte halten wir im Kontext des Geschäftsberichts für angemessen. Damit berichten wir gleichzeitig über die nach § 289 Abs. 3 HGB gewünschten finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren mit Nachhaltigkeitsbezug. HandlungsfelderBereits seit einigen Jahren verwenden wir unternehmensintern eine gesellschafts- und standortübergreifende Wesentlichkeitsanalyse, die insbesondere die Erwartungen der Stakeholder und der Gesellschaft an MVV Energie abbildet. Mit Hilfe dieser anerkannten Methodik identifizieren wir die für uns relevanten Herausforderungen und Nachhaltigkeitsthemen. Die abgeleiteten Handlungsfelder berücksichtigen wir bei der Definition unserer nachhaltigkeitsbezogenen Ziele sowie als Schwerpunkte von internen Projekten und Maßnahmen. ![]() scroll
Größe der Kreise repräsentiert Unsicherheit der künftigen Entwicklung Die für den MVV Energie Konzern und für unsere Stakeholder besonders relevanten Themen sind im Quadranten I ersichtlich. Sie sind - wie bereits im Jahr zuvor - die wichtigsten Handlungsfelder unseres aktiven Nachhaltigkeitsmanagements. Das wichtigste Handlungsfeld ENERGIE umfasst mehrere Einzelthemen. Hierzu gehört nicht nur der Ausbau der erneuerbaren Energien, sondern auch die Steigerung der Energieeffizienz bei Kraftwerken und Netzen sowie Energieeinsparungen bei den Verbrauchern. Es geht gleichzeitig darum, die Versorgungsqualität auch bei wetterbedingten Produktionsschwankungen zu gewährleisten. Eine verlässliche und stabile Energieversorgung ist die Grundlage für den Industriestandort Deutschland; die Versorgungssicherheit muss auch während des Umbaus des Energiesystems und darüber hinaus gewährleistet werden. Der KLIMAWANDEL als weiteres wichtiges Handlungsfeld zählt zu den großen globalen Herausforderungen unserer Generation. Die Energieerzeuger gehören zu den großen Emittenten von Treibhausgasen. Deshalb erwarten unsere Stakeholder, dass wir einen Beitrag zur Verringerung der CO2 -Emissionen und somit zum Klimaschutz leisten. Mit Blick auf den DEMOGRAFISCHEN WANDEL stehen eine immer älter werdende Bevölkerung, eine alternde Belegschaft und ein künftiger Fachkräftemangel durch ein in den nächsten Jahrzehnten zurückgehendes Arbeitskräftepotenzial im Fokus. Die daraus entstehenden Probleme gilt es im Rahmen einer vorausschauenden Personalpolitik zu bewältigen. Da unsere Mitarbeiter bis ins hohe Alter fit und aktiv bleiben wollen und sollen, haben Gesundheit und Gesundheitsvorsorge einen hohen Stellenwert. Vor dem Hintergrund des demografischen Wandels wird in Zukunft die betriebliche Gesundheitsförderung von Beschäftigen für MVV Energie weiter an Bedeutung gewinnen. Das Handlungsfeld RESSOURCENNUTZUNG wird in unserem Konzern dominiert durch den Brennstoffeinsatz einschließlich der thermisch verwerteten Abfälle in unseren Kraftwerken. Weitere Aspekte der Ressourcennutzung - zum Beispiel in den Liegenschaften - sind verglichen mit den Brennstoffeinsätzen weniger relevant. Insoweit fokussieren wir uns in diesem Kapitel auf die ressourcenbezogenen Indikatoren der Strom- und Wärmeerzeugung. Den Anteil der unternehmenseigenen Abfälle halten wir im Vergleich zu dem großen Volumen im Rahmen der thermischen Abfallverwertung für nicht materiell. Wesentliche Stakeholder und InteressengruppenWir haben beschrieben, welche Handlungsfelder für unsere Stakeholder wichtig sind. Zu unseren bedeutenden Stakeholdern gehören unsere Mitarbeiter, Aktionäre, Kunden, Politik, Nichtregierungsorganisationen (NGO), Verbände sowie Analysten. Besonders wichtig für uns sind die Menschen, die in den Regionen leben, in denen wir tätig sind. Wir sind grundsätzlich offen für alle Anliegen unserer Interessengruppen. Auf unseren Internetseiten - und damit allgemein zugänglich - bieten wir umfangreiche Informationen und nennen Ansprechpartner. Bei wichtigen Veranstaltungen, Messen und Kapitalmarktforen sind wir präsent; darüber hinaus stehen wir auch über soziale Netzwerke als Ansprechpartner zur Verfügung. Wichtig ist uns auch der Dialog unserer Vorstandsmitglieder beziehungsweise der Geschäftsführer unserer Gesellschaften mit unseren Stakeholdern - unabhängig von der Nachhaltigkeitsberichterstattung. Zu unseren direkten Gesprächspartnern zählen auch bekannte Umweltschutzorganisationen. Strategische Ausrichtung von NachhaltigkeitIm MVV Energie Konzern ist Nachhaltigkeit neben Regionalität und Effizienz in der Unternehmensstrategie MVV 2020 verankert und somit auch aus Sicht des Vorstands ein zentraler Bestandteil unserer Unternehmensidentität und unseres Anspruchs als Zukunftsversorger. Unser Managementansatz der unternehmerischen Nachhaltigkeit zielt darauf ab,
NachhaltigkeitsmanagementDas Thema Nachhaltigkeit ist seit der Verabschiedung unseres Programms MVV 2020 im Jahr 2009 ein zentrales Element unserer Unternehmensstrategie. Im Geschäftsbericht 2011/12 haben wir die Megatrends beschrieben, die unser Geschäft am stärksten betreffen, und aufgezeigt, wie wir uns auf die für uns relevanten und beeinflussbaren Handlungsfelder einstellen. Auf dieser Grundlage entwickeln wir seit 2011 unseren Managementansatz der unternehmerischen Nachhaltigkeit im Rahmen einer Programmstruktur kontinuierlich weiter. Da wir Nachhaltigkeit als konzernweites Thema verstehen, werden alle wichtigen Standorte sowie Geschäftsfelder aktiv eingebunden. Die Programmkoordination für die Unternehmensgruppe wird von dem Konzernbereich verantwortet, bei dem auch die Konzernstrategie und Energiepolitik verankert ist. Somit ist eine enge Verzahnung des Themas Nachhaltigkeit mit der Unternehmensentwicklung gewährleistet. Die strategische Steuerung der konzernweiten Nachhaltigkeitsaktivitäten wird durch den Lenkungskreis Nachhaltigkeit ausgeübt, dem die Vorstände der MVV Energie AG, der Stadtwerke Kiel, der Energieversorgung Offenbach AG sowie der Generalbevollmächtigte angehören. Im Rahmen unserer Programmstruktur werden die identifizierten Handlungsfelder der Nachhaltigkeit sowohl in konzernweiten als auch standortspezifischen Projekten vorangetrieben. Wir sind davon überzeugt, dass wir unserer gesellschaftlichen Verantwortung am besten gerecht werden, in dem wir uns einerseits auf die für MVV Energie relevanten Themen und Fragestellungen fokussieren und andererseits unsere Schwerpunkte auf unternehmensinterne Maßnahmen und Projekte setzen. Dies bedeutet insbesondere, dass wir uns auf Aktivitäten konzentrieren, die einen wesentlichen Beitrag zur Transformation des Energiesystems sowie zum Klimaschutz leisten. Dieser Managementansatz setzt somit auf langfristige Maßnahmen und Verbesserungen und weniger auf kurzfristig orientierte kommunikative Erfolge. Wir werden diesen Ansatz weiter konkretisieren und stärker verankern. MVV Energie beteiligt sich in zahlreichen Gremien, Verbänden und Forschungsinstituten am Diskurs zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen. Darüber hinaus unterstützen Gesellschaften unserer Unternehmensgruppe an ihren Standorten und in ihren Regionen Klimaschutzprogramme und Energiekonzepte. Hierzu gehört beispielsweise unser Engagement für die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Baden-Württemberg (WIN) oder im Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) mit seinem umfassenden Energiekonzept für die Metropolregion Rhein-Neckar. In diesen Gremien bringen wir uns aktiv zum Thema Nachhaltigkeit und erneuerbare Energieversorgung ein. Beispielsweise haben wir im Sommer 2013 eine wissenschaftliche Studie zur Zukunft des Strommarktdesigns für erneuerbare Energien veröffentlicht und Verbänden und Öffentlichkeit zur Diskussion gestellt. Hierbei stützen wir uns auf unser Know-how, um gemeinsam mit unseren Stakeholdern, Wettbewerbern und Politik ein langfristig zukunftsfähiges Marktdesign zu finden und dem Umbau des Energiesystems zum Erfolg zu verhelfen. Unsere ökologische, soziale und gesellschaftliche Verantwortung umfasst auch unsere Lieferanten. Nachhaltigkeit ist deshalb ein wichtiger Bestandteil der Einkaufsbedingungen des MVV Energie Konzerns sowie bei der Auswahl von Lieferanten und Produkten. Unser Zentraleinkauf legt bei der Auswahl von Lieferanten und Dienstleistern großen Wert darauf, dass die in Deutschland und der EU geltenden Gesetze, Verordnungen und Compliance-Vorschriften sowie die Verhaltenskriterien und Arbeitspraktiken, die für uns von Bedeutung sind, eingehalten werden. Dies betrifft unsere wesentlichen Beteiligungsgesellschaften in Deutschland und bezieht sich aber nicht auf den Einkauf von Primärenergieträgern. Im Rahmen unseres elektronischen Lieferantenmanagementsystems müssen alle neuen Lieferanten Angaben in puncto Umweltschutz und gesellschaftlicher und sozialer Verantwortung machen. Besonderen Wert legen wir dabei auf regionale Anbieter, wenn das Preis-Leistung-Verhältnis stimmt. Für alle Lieferanten ist die Einhaltung der grundlegenden Arbeitnehmer- und Menschenrechte, zum Beispiel die internationalen Konventionen der Vereinten Nationen (UN), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie der UN Global Compact, Teil der Vertragsbedingungen. Das gilt auch für das Verbot von Kinderarbeit. Im Rahmen unternehmensinterner Projekte wird insbesondere bei der Auswahl von Verbrauchsgütern der Nachhaltigkeitsgedanke kontinuierlich gestärkt, beispielsweise indem für bestimmte Warengruppen grüne Produkte bevorzugt werden. Aufgrund unserer Einkaufsvolumina und Lieferantenstrukturen führen wir selbst keine eigenen Prüfungen in den Produktions-Standorten unserer Lieferanten durch. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Erklärung zur Unternehmensführung im Kapitel ► Corporate Governance ab Seite 105 und die dort erläuterten Angaben zu unseren Unternehmensführungspraktiken. Auf verschiedenen Organisationsebenen berücksichtigen wir selbstverständlich internationale und nationale Regelwerke und Standards, die auch der Gefahrenvorsorge dienen, beispielsweise beim Umwelt- und Arbeitsschutz. Unsere wirtschaftliche BasisDie wirtschaftlichen Kennzahlen des Geschäftsjahrs 2012/13, die wir auf der Umschlagsseite dieses Geschäftsberichts im Überblick dargestellt haben, zeigen die Ertrags- und Finanzstärke des MVV Energie Konzerns: Mit einem Umsatz von rund 4 Mrd Euro, einem Adjusted EBIT von 210 Mio Euro, einer Bilanzsumme von 4,24 Mrd Euro, einer Investitionssumme von 392 Mio Euro und einer Beschäftigtenzahl von rund 5 500 gehört der MVV Energie Konzern zu den führenden kommunalen Energieversorgungsunternehmen in Deutschland. Über unsere 100 %-Beteiligung MVV Energie CZ sind wir einer der größten Fernwärmeanbieter in der Tschechischen Republik. Mit dem Bau eines abfallbefeuerten Heizkraftwerks in Plymouth und eines Biomassekraftwerks in Ridham Dock gewinnt der englische Markt für uns an Bedeutung. Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Änderungen hinsichtlich der Größe, der Struktur und den Eigentümerverhältnissen des MVV Energie Konzerns; daher entspricht die Betrachtungsweise der des Vorjahrs. Unser WertschöpfungsbeitragDie Ertrags- und Finanzstärke unseres Konzerns sind die wirtschaftliche Basis, auf deren Fundament wir unserer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung gerecht werden können. Das gilt gleichermaßen für alle Gesellschaften unserer Unternehmensgruppe in Mannheim, Kiel, Offenbach, Ingolstadt, Köthen oder in der Tschechischen Republik. Sie sind in ihren Regionen starke Wirtschaftsmotoren - sei es als Auftraggeber für Industrie, Handwerk und Dienstleister, als Arbeitgeber, als Förderer von kulturellen, sozialen, sportlichen und ökologischen Projekten oder als Steuer- und Abgabenzahler. Viele Arbeitsplätze in den jeweiligen Regionen hängen direkt oder indirekt von unseren Unternehmen ab. Einzelheiten zu den Beiträgen, die wir im Rahmen unserer gesellschaftlichen Verantwortung wahrnehmen, führen wir ab ► Seite 82 aus. Spenden und Zahlungen an politische Organisationen sind im MVV Energie Konzern strikt verboten. Auszahlungen an Kapitalgeber erfolgen ausschließlich über Dividenden. Es gab im Berichtsjahr keine Beschwerden zu den sozialen Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit. Die nachstehende Wertschöpfungsrechnung zeigt den Beitrag, den der MVV Energie Konzern zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erbringt, also für die Gesellschaft in Deutschland. Darüber hinaus wird in dieser Darstellung deutlich, wem der erwirtschaftete Mehrwert zugutekommt. Rechnerisch ergibt sich die Wertschöpfung aus der Unternehmensleistung nach Abzug der Vorleistungen - wie Materialaufwand, sonstige Aufwendungen und sonstige Steuern - und nach Abzug der Abschreibungen. Im Berichtsjahr sank die bereinigte Wertschöpfung des MVV Energie Konzerns im Vergleich zum Vorjahr von 859 Mio Euro um 4 % auf 827 Mio Euro. Dieser Rückgang ist hauptsächlich auf das stärkere Wachstum der Vorleistungen im Vergleich zur Unternehmensleistung zurückzuführen. Die Unternehmensleistung resultiert vor allem aus den Umsatzerlösen. Mit 40 % (Vorjahr 39 %) entfiel ein großer Teil unserer Wertschöpfung auf unsere Beschäftigten. Ein Anteil von 39 % (Vorjahr 40 %) ging an Gebietskörperschaften. Es handelt sich dabei mit 229 Mio Euro (Vorjahr 242 Mio Euro) um Steuern an den Staat; dies entspricht einem Anteil an der Wertschöpfung von 28% (Vorjahr 28 %). Die restlichen 104 Mio Euro (Vorjahr 106 Mio Euro) kamen in Form von Steuern und Konzessionsabgaben den Kommunen zugute. Der Anteil, der an Kreditgeber ging, blieb im Vergleich zum Vorjahr mit 8 % unverändert. Unsere Aktionäre erhielten einen Anteil an der Wertschöpfung - wie im Vorjahr - von 7 %. Der restliche Anteil von unverändert 6 % verblieb im MVV Energie Konzern, um das weitere Unternehmenswachstum zu finanzieren. Wertschöpfungsrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
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Korrektur im Vorjahr Unsere ökologische VerantwortungWir befinden uns in Deutschland mitten in einer tiefgreifenden Transformation des Energiesystems - hin zu dezentraleren Strukturen und einer Dominanz erneuerbarer Energien. Es ist gesellschaftlicher Konsens, aus der Nutzung der Kernenergie auszusteigen und die Energieerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen beschleunigt voranzutreiben. Die Energieversorgung von morgen wird ökologischer, effizienter und dezentraler sein. Ehrgeizige politische ZieleDer Klimawandel zählt zu den drängendsten Problemen, die weltweit bewältigt werden müssen. Neuere Studien befürchten, dass der globale Temperaturanstieg die kritische 2 °Celsius-Marke deutlich übertreffen wird, wenn die Treibhausgasemissionen nicht schnell und drastisch gesenkt werden. Dies könnte die einleitend dargestellten anderen globalen Herausforderungen noch verschärfen. Die deutsche Politik hat die Problematik des Klimawandels erkannt und ehrgeizige energiepolitische Ziele verabschiedet sowie wegweisende Richtungsentscheidungen zum Umbau des Energiesystems getroffen, zum Ausbau der erneuerbaren Energien, zum europäischen Emissionshandel sowie zur Steigerung der Energieeffizienz. Die ambitionierten Klimaschutzziele der deutschen Bundesregierung können nur schrittweise über viele Jahre und Jahrzehnte hinweg erreicht werden: Bis zum Jahr 2020 sollen die Treibhausgasemissionen in Deutschland gegenüber dem Jahr 1990 um 40 % und bis 2050 um 80 bis 95 % verringert werden. Für eine klimaneutrale Energieversorgung hat die Bundesregierung weitere Ziele für den Anteil erneuerbarer Energien am Bruttoendenergie- und Bruttostromverbrauch sowie für eine Steigerung der Energieeffizienz - sowohl beim Strom- als auch beim Wärmeverbrauch - gesetzt. Diese politischen Ziele werden die Energiewirtschaft grundlegend verändern. Voraussetzung für das Gelingen ist eine gemeinsame Kraftanstrengung von Politik, Energiewirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie der Bevölkerung. MVV Energie unterstützt das Energiesystem der ZukunftDer MVV Energie Konzern bekennt sich ohne Wenn und Aber zum gesamtgesellschaftlichen Ziel, das Energiesystem grundlegend zu verändern; mit unseren Investitionen in nachhaltiges profitables Wachstum leisten wir gleichzeitig auch einen wichtigen Beitrag zum Klima- und Umweltschutz und zur Schonung der Energieressourcen. Zu unserer ökologischen Verantwortung gehören zudem eine ausreichende Versorgung der Bevölkerung mit sauberem Trinkwasser sowie vorausschauende Forschungs- und Entwicklungsprojekte, mit denen wir nach geeigneten Lösungen für das Energiesystem der Zukunft suchen. Unsere bedeutenden Forschungs- und Entwicklungsprojekte stellen wir auf der ► Seite 45 ausführlich dar. Wir arbeiten mit unseren im MVV Energie Konzern beteiligten Stadtwerken vertrauensvoll und nutzenbringend zusammen. Mit den Städten und Regionen, in denen unsere Gesellschaften tätig sind, verfolgen wir gemeinsam das Ziel, den CO2 -Ausstoß langfristig zu verringern. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir uns vorgenommen:
In Anbetracht der unsicheren politischen Rahmenbedingungen bezüglich der weiteren Ausgestaltung des Transformationsprozesses besteht die Möglichkeit, dass wir einen Teil der vorstehenden Ziele gerade unter wirtschaftlichen Gesichtspunkten neu justieren müssen. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel ► Veränderungen in der Energiepolitik auf Seite 46. In Ergänzung zu diesen Vorhaben aktualisieren wir zurzeit unsere langfristigen strategischen Nachhaltigkeitsziele. Die zugrundeliegende Methodik wurde von uns entwickelt und wird gemeinsam mit dem Öko-Institut verfeinert. Nach interner Abstimmung mit unseren Geschäftsfeldern werden wir unsere Ziele auch außerhalb des Unternehmens zur Diskussion stellen. CO2-Einsparungen im gesamten EnergiesystemEnergieversorgungsunternehmen mit eigener Strom- und Wärmeerzeugung werden beim Thema Nachhaltigkeit besonders an ihrem Beitrag zum Klimaschutz und zur Verringerung der CO2 -Emissionen gemessen. Der MVV Energie Konzern kann in allen Geschäftsfeldern seinen Beitrag zum Klimaschutz und zur Verringerung der CO2 -Emissionen leisten. Aufgrund der Erzeugungskapazitäten ist insbesondere eine Reduktion der CO2 -Intensität in der Stromerzeugung durch den Ausbau der erneuerbaren Energien oder durch den Ausbau hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung besonders relevant. Aber auch andere Geschäftsfelder, wie Energiedienstleistungen oder Vertrieb, leisten durch entsprechende interne Effizienzprojekte und klimafreundliche Produkte und Dienstleistungen einen Beitrag zur Verringerung der CO2 -Emissionen. Wir sind davon überzeugt, dass immer der Blick auf das gesamte Energiesystem entscheidend ist. Nicht die isolierte Veränderung der absoluten Treibhausgas-Emissionen des MVV Energie Konzerns, sondern die tatsächliche Veränderung an Emissionen im Gesamtsystem gibt Auskunft über den relevanten Beitrag zum Klimaschutz. Wir orientieren deshalb unsere Entscheidungen zunehmend daran, wie stark unsere Aktivitäten zu einer Verringerung von CO2 -Emissionen im gesamten Energiesystem führen. Für uns spielt es deshalb weniger eine Rolle, ob die CO2 -Emissionen bilanziell bei MVV Energie, beim Kunden oder bei Wettbewerbern (beispielsweise durch die Verdrängung von Kraftwerken) anfallen. In diesem Sinne entwickeln wir unsere internen Nachhaltigkeitsziele weiter. Hierbei ist uns besonders wichtig, dass ökologische Ziele möglichst wenig von externen Faktoren - wie Preisen oder Erzeugungsmargen (Spreads) - abhängen. Vielmehr wollen wir abbilden, welchen tatsächlichen Einfluss unsere strategischen Maßnahmen und Aktivitäten haben und wie groß der tatsächliche Beitrag von MVV Energie ist. Darüber hinaus ist uns wichtig, dass Nachhaltigkeitsziele nicht so eng definiert werden, dass diese mit nur wenigen Technologien und Geschäftsmodellen erreichbar sind. Kontinuierliche Verbesserung der DatenbasisNachfolgend erläutern wir die wesentlichen Aspekte unseres Beitrags zum Klima- und Umweltschutz anhand von Kraftwerks-, Erzeugungs- und Emissionsdaten, die wir zum 30. September 2013 konzernweit erhoben haben. Diese "Erhebung zur Erfassung und Nutzung von Umwelt- und Kraftwerksdaten" wurde im Berichtsjahr im Rahmen eines Konzernprojekts weiterentwickelt. Es wird das mittelfristige Ziel verfolgt, die Datenbasis und -qualität standortübergreifend weiter zu vereinheitlichen und zu verbessern sowie an neue externe Standards und Statistiken anzugleichen. Aufbauend auf der bisherigen Kraftwerksparkstatistik wurde zur Datenerfassung ein neues internes Datenerhebungstool mit Plausibilitätsprüfung entwickelt. Alle Aussagen und Zahlenangaben im nachfolgenden Text sind quantitativ hinterlegt. Das gilt auch für die Vorjahreswerte, die rückwirkend ebenfalls plausibilisiert wurden. Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und in KWK auf 52 % gestiegenDie GESAMTE STROMERZEUGUNGSMENGE des MVV Energie Konzerns stieg im Vergleich zum Vorjahr von 3 683 Mio kWh auf 3 897 Mio kWh (+ 6 %). Hiervon entfielen 3 716 Mio kWh auf Deutschland (Vorjahr 3 516 Mio kWh) und 181 Mio kWh (Vorjahr 167 Mio kWh) auf unseren tschechischen Teilkonzern, der mit einem Anteil von 4,6 % (Vorjahr 4,5 %) zur gesamten Stromerzeugung des MVV Energie Konzerns beigetragen hat. Die Hauptgründe für die gestiegene Gesamtstromerzeugungsmenge waren in erster Linie eine höhere Stromerzeugung im Gemeinschaftskraftwerk Kiel, das im Vorjahr mehrere Monate ausgefallen war, und der Ausbau der erneuerbaren Energien. Wir haben - wie im Vorjahr - die Stromerzeugungsdaten aus dem Teilkonzern Tschechien in den nachfolgenden Tabellen nicht berücksichtigt, um den Vergleich mit der Stromerzeugung im bundesdeutschen Durchschnitt zu erleichtern. Stromerzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Unsere STROMERZEUGUNGSMENGEN AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN (einschließlich dem biogenen Anteil von Abfall und Ersatzbrennstoffen) stiegen im Vergleich zum Vorjahr von 711 Mio kWh um 5 % auf 750 Mio kWh. Unsere erneuerbare Energien bestehen zum Großteil aus Grundlast fähiger Erzeugung. Dies ist ein besonderes Prädikat. Die Energie lässt sich dann leichter vermarkten und erfordert keinen späteren Regelaufwand, der durch witterungsbedingte Schwankungen bei Photovoltaik und Windenergie entsteht. Der deutliche Zuwachs unserer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien ist im Wesentlichen auf unser erfolgreich ausgebautes Windenergieportfolio zurückzuführen, auf das wir an späterer Stelle noch genauer eingehen. Die Stromeinspeisung unserer Windkraftanlagen hat sich von 119 auf 201 Mio kWh nahezu verdoppelt. Der Mengenzunahme aus dem Windenergieportfolio standen eine geringere Stromerzeugung aus Biomassekraftwerken und aus dem biogenen Anteil bei der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen gegenüber. Der Rückgang bei den Biomassekraftwerken beruhte auf einer geringeren Verfügbarkeit der Biomassekraftwerke Mannheim und Königs Wusterhausen aufgrund von Revisionen sowie Reinigungs- und Reparaturmaßnahmen. Ursache für die verringerte Stromerzeugung aus dem biogenen Anteil bei der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen waren Turbinenschäden, die wir in den Anlagen Mannheim und Leuna zu verzeichnen hatten. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und biogenem Anteil Abfall / EBS des MVV Energie Konzerns in Deutschland1scroll
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Ohne Teilkonzern Tschechien Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien des MVV Energie Konzerns in Deutschland 2012/13: 750 Mio kWh![]() Der größte Teil unserer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien entfiel mit 42 % (Vorjahr 46 %) auf Biomasse - also vor allem auf die Nutzung von unbehandeltem Altholz, Holzpellets und Grünabfällen - in unseren Biomassekraftwerken, Biomasseheizkraftwerken und Biogasanlagen. Die Stromerzeugungsmengen aus unserem Windenergieportfolio, das wir innerhalb weniger Jahre ausgebaut haben, steuerten im Berichtsjahr mit 27 % (Vorjahr 17 %) bereits den zweitgrößten Anteil zu unserer gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen bei. Auf den biogenen Anteil aus der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen entfielen 30 % (Vorjahr 36 %) unserer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Wasserkraft sind im MVV Energie Konzern von untergeordneter Bedeutung. Die STROMERZEUGUNGSMENGE AUS KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK) nahm im Vergleich zum Vorjahr von 984 Mio kWh um 22 % auf 1 199 Mio kWh zu. Der Anstieg ist neben einer höheren KWK-Stromerzeugung aus Biomasseanlagen insbesondere auf eine gestiegene Stromerzeugung in KWK-Anlagen des Gemeinschaftskraftwerks Kiel zurückzuführen, dass im Vorjahr mehrere Monate still stand. Der KWK-Anteil stieg dadurch im Geschäftsjahresvergleich von 29 auf 32 %. Wenn wir die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen und aus KWK zusammenrechnen, haben wir im Berichtsjahr insgesamt 52 % - und damit über die Hälfte unserer Stromerzeugungsmenge - umweltschonend und effizient produziert, nach 49 % im Vorjahr. Der Bundesdurchschnitt bei der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien und KWK lag im Kalenderjahr 2012 vorläufig dagegen bei 39 % nach 35 % im Kalenderjahr 2011; einen Überblick bieten die Grafiken auf Seite 75. Der Anteil der SONSTIGEN STROMERZEUGUNG an der gesamten Stromerzeugung sank im Vergleich zum Vorjahr von 51 % auf 48 %. Die sonstige Stromerzeugung enthält insbesondere die in Kondensationsturbinen im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) auf Steinkohlebasis erzeugten Strommengen, die wir gemäß unseren Anteilen an diesen Kraftwerken berücksichtigen - im GKM beträgt dieser 28 % und im GKK 50 %. Stromerzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschland 2012/13: 3,7 Mrd kWh![]() Stromerzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschland 2011/12: 3,5 Mrd kWh![]() Nettostromerzeugung in Deutschland 2012: 583 Mrd kWh1![]() Die STROMERZEUGUNGSKAPAZITÄT (installierte Leistung) unserer Anlagen aus erneuerbaren Energien und Abfall/Ersatzbrennstoffen stieg im Jahresvergleich von 250 um 26 %% auf 314 MW. Ausschlaggebend hierfür war das ausgebaute Windenergieportfolio. Installierte Leistung von erneuerbaren Energien und biogenem Anteil Abfall / EBS des MVV Energie Konzerns in Deutschland1scroll
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Ohne Teilkonzern Tschechien Windenergiekapazitäten verdoppeltDer Ausbau unseres Windenergieportfolio spiegelt sich auch in der Entwicklung der Erzeugungskapazitäten wider, das ausschließlich Windkraftanlagen im Binnenland umfasst: Es ist im Vergleich zum Vorjahr von 73 MW auf 144 MW zum 30. September 2013 gestiegen. Die auf diese Kapazität bezogene Jahresproduktionsmenge beträgt 294 Mio kWh - das entspricht dem Strombedarf von rund 81 000 Drei-Personen-Haushalten, der vom MVV Energie Konzern CO2 -frei erzeugt wird. Im Vergleich zu konventionellen Energieträgern können dadurch rund 210 000 Tonnen CO2 vermieden werden. Laut Studien des Bundesumweltministeriums liegt die spezifische Einsparung von Wind onshore zurzeit bei rund 720 g CO2 pro kWh (Quelle: Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit: Erneuerbare Energien in Zahlen, Juli 2012). Bereits in den Vorjahren hatten wir unser Windenergieportfolio spürbar gestärkt: Den Windenergieprojekten Plauerhagen in Mecklenburg-Vorpommern (Erzeugungskapazität 16 MW, Erzeugungsmenge rund 35 Mio kWh/a) und Massenhausen in Nordhessen (Erzeugungskapazität 4 MW, Erzeugungsmenge rund 9 Mio kWh/a) folgte im Jahr 2012 der Windpark unserer Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG (EVO) in Kirchberg in Rheinland-Pfalz, der im Berichtsjahr erstmals in vollem Umfang mit seinen 23 Windkraftanlagen in Betrieb war. Mit einer installierten Leistung von 53 MW und einer geplanten Jahresproduktion von 125 Mio kWh ist er der leistungsstärkste Windpark in Südwestdeutschland. Im Berichtsjahr haben wir sieben deutsche Windparks von Iberdrola Deutschland GmbH mit insgesamt 40 Windkraftanlagen übernommen. Damit erhöhte sich unsere installierte Leistung um 63 MW. Diese Windparks sind mit Wirkung zum 1. Januar 2013 in unseren Tochtergesellschaften Windenergie Beteiligungs GmbH und Windenergie NRW GmbH gebündelt. Unsere Tochtergesellschaft EVO hat im Laufe des Berichtsjahrs zudem drei Windkraftanlagen (7,6 MW) im Vogelsbergkreis in der Nähe der Ortschaft Dirlammen sukzessive in Betrieb genommen. Den Ausbau unseres Windenergieportfolios setzen wir im Geschäftsjahr 2013/14 fort. Schonung fossiler EnergieressourcenIndem wir Abfallentsorgung und Energieerzeugung beziehungsweise Biomasse und Energieerzeugung kombinieren, leisten wir einen Beitrag zum Umwelt- und Klimaschutz und erhalten zudem an unseren Standorten zukunftssichere Arbeitsplätze. In Deutschland gehört der MVV Energie Konzern mit seiner Tochtergesellschaft MVV Umwelt GmbH zu den Technologieführern in der thermischen Abfallverwertung. Der Rückgang der installierten Leistung beim biogenen Anteil Abfall/EBS resultierte aus Effizienzmaßnahmen im Projekt OptiMa, bei dem eine alte Turbine stillgelegt und durch zwei kleinere Turbinen ersetzt wurde. Weitere Aspekte der Ressourcennutzung (zum Beispiel in den Liegenschaften) sind im Verhältnis zu den Brennstoffeinsätzen weniger relevant. Deshalb streben wir im Bericht keine Vollständigkeit der ressourcenbezogenen Indikatoren außerhalb der Energieerzeugung an, sondern beschränken uns auf die relevanten Anlagen. Dies gilt in gleichem Maße für die durch uns verursachten Abfälle: Sie sind in Relation zu den von uns verwerteten Abfällen in unseren Anlagen - ob thermische Abfallverbrennungsanlagen oder Biomassekraftwerke - nicht materiell. Energie aus thermischer AbfallverwertungUnsere thermische Verwertung von Abfällen zur Energieerzeugung ist umweltverträglich und zukunftsfähig: Durch sie schonen wir fossile Energieressourcen und unterstützen Städte und Gebietskörperschaften dabei, ihre Abfallentsorgungsprobleme zu lösen. Dank leistungsfähiger Verbrennungstechnik und modernster Rauchgasreinigung genügen unsere Anlagen den strengen Kriterien der Umweltstandards von Abfallverwertungsanlagen. Der Großteil der Energie aus Abfall zählt zu den erneuerbaren Energien, denn Abfall besteht zu rund 50 % aus biogenen Stoffen. Diese verbrennen weitgehend CO2 -neutral, denn beim Verbrennungsprozess wird gerade so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der organische Anteil des Abfalls während des Wachstums aufgenommen hat. Das schont die Ressourcen und ist ein aktiver Beitrag zum Umweltschutz. Ein weiterer Vorteil besteht darin, dass in Deutschland kein unbehandelter Abfall mehr deponiert werden muss. Unsere Abfallverwertungsanlagen an den Standorten Mannheim, Offenbach und Leuna mit insgesamt acht Linien nutzen jedes Jahr rund 1,3 Mio Tonnen Abfälle, aus denen rund 600 Mio kWh Strom erzeugt wird. Das entspricht einem Strombedarf von 200 000 Haushalten pro Jahr. In diesen Anlagen verwerten wir wie im Vorjahr den Restabfall von 22 kommunalen Gebietskörperschaften, in deren Einzugsgebieten rund 5,4 Millionen Einwohner leben. Eingesetzte Brennstoffe in Kraftwerken des MVV Energie Konzernsscroll
Unsere größte Anlage betreiben wir in Mannheim, in der wir jährlich bis zu 700 000 Tonnen Abfälle thermisch verwerten können. Durch die räumliche Nähe unserer Verwertungsanlagen reduzieren wir Ferntransporte, die die Umwelt belasten. Großprojekt PlymouthIn England bauen wir derzeit ein abfallbefeuertes Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung in Plymouth für die Städte Plymouth, Torbay und Teignmouth sowie den District South Hams mit insgesamt rund 645 000 Einwohnern; wir werden das Kraftwerk nach Fertigstellung im Geschäftsjahr 2014/15 auch betreiben. Mit dem Großprojekt können wir unsere langjährige Erfahrung und unser technisches Know-how zur ökologischen Verwertung von Abfällen nun auch im englischen Markt unter Beweis stellen. Künftig sollen in der Anlage jährlich rund 245 000 Tonnen Abfälle aus Haushalten, Gewerbe und Industrie zur Strom- und Wärmeerzeugung genutzt werden. Das Kraftwerk wird im umweltfreundlichen KWK-Betrieb über eine elektrische Nettoleistung von 22 MWel und eine Dampfabgabeleistung von 23 MWth verfügen. Energetische Nutzung von BiomasseUnser Teilkonzern MVV Umwelt betreibt in Deutschland mehrere Biomassekraftwerke: in Mannheim (20 MW) und Königs Wusterhausen bei Berlin (20 MW); beim Biomassekraftwerk Flörsheim-Wicker bei Wiesbaden (15 MW) sind wir Miteigentümer und Betriebsführer. In den drei Biomassekraftwerken zusammen wurde im Berichtsjahr durch den Einsatz von rund 387 000 Tonnen (Vorjahr 398 000 Tonnen) feste Biomasse (Altholz) eine Strommenge von rund 40 Mio kWh (Vorjahr 40 Mio kWh) CO2 -neutral erzeugt. Mit unseren modernen und effizienten Biomassekraftwerken schonen wir fossile Rohstoffe und verringern den Ausstoß von CO2 . Erstes Biomassekraftwerk in EnglandAuch im Bereich Biomasse investieren wir jetzt in England: Im April 2013 haben wir mit den Bauarbeiten für das Biomassekraftwerk im Industriehafen Ridham Dock begonnen, der südöstlich von London liegt. Diese Anlage, die über eine elektrische Netto-Leistung von rund 23 MW verfügen wird, soll im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen. Pro Jahr sollen dann aus rund 172 000 Tonnen Altholz aus dem regionalen Umfeld rund 188 Mio kWh Strom erzeugt werden. Zudem sollen benachbarte Industrieunternehmen aus dem Kraftwerk mit Wärme versorgt werden. Beim Bau dieses modernen Biomassekraftwerks nutzen wir unser Know-how hinsichtlich Technik und Betrieb solcher Anlagen, mit dem wir uns in Deutschland zu den Marktführern im Bereich der energetischen Nutzung von Biomasse entwickelt haben. Produktion und Einsatz von HolzpelletsUnsere Tochtergesellschaft EVO leistet gemäß ihrem Motto "Energie aus der Region für die Region" ihren Beitrag zum Energiesystem der Zukunft. Sie betreibt seit zwei Jahren ein Holzpelletwerk, das zu den größten Produktionsanlagen für Pellets in Deutschland gehört. In dieser Anlage werden aus Sägespänen und Resthölzern derzeit pro Jahr rund 65 000 Tonnen sogenannte DINplus-Pellets und Industriepellets hergestellt - aus unbehandelten regionalen Holzresten von Sägewerken, Landschaftspflegematerial und weiteren Resthölzern. Diese Pellets werden im benachbarten Biomasseheizkraftwerk eingesetzt. Mithilfe der daraus umweltschonend produzierten Wärme werden die Hölzer getrocknet. Die EVO betreibt derzeit insgesamt 40 Nahwärmenetze im Rhein-Main-Gebiet. In 22 Netzen wird die Wärme mit Erdgas und in 18 Nahwärmenetzen mit Holzpellets erzeugt. Im hessischen Raunheim ist die EVO Betreiber eines der größten Pelletheizwerke in Deutschland mit einer thermischen Leistung von 4,4 MW - damit können rund 2 600 Wohnungen über ein Nahwärmenetz mit Wärme versorgt werden. Durch die Umstellung auf umweltfreundliche Holzpellets können im Vergleich zur bisherigen Gasheizung rund 4 500 Tonnen CO2 pro Jahr eingespart werden. Die Verbrennung von Pellets gilt als nahezu CO2 -neutral, weil das Holz nur so viel CO2 abgibt, wie es zuvor beim Wachsen gespeichert hat. Kraftwerke des Teilkonzerns MVV EnamicUnser Teilkonzern MVV Enamic GmbH betreibt über Tochtergesellschaften momentan 27 Biomassekraftwerke und Biomasseheizkraftwerke sowie zwei Industriekraftwerke auf Basis von Ersatzbrennstoffen mit einer installierten Leistung von insgesamt 25 MWel oder oder 130 MWth . Das neue Biomasseheizwerk am Universitätsklinikum Tübingen mit einer thermischen Spitzenleistung von rund 37 MW wurde im Juni 2013 offiziell in Betrieb genommen. Das ursprünglich 40 Jahre alte Heizwerk und Nahwärmenetz des Universitätsklinikums wurde bei laufendem Betrieb erfolgreich von den fossilen Energieträgern Heizöl und Erdgas auf den nachhaltigen Brennstoff Holz umgerüstet. Dieses zukunftsweisende Projekt, mit dem wir den Ausstoß von rund 20 000 Tonnen CO2 pro Jahr vermeiden, unterstreicht unsere Vorreiterrolle, die wir beim Umbau der Energieversorgung hin zu mehr erneuerbaren Energien und Energieeffizienz einnehmen. Die größten Kraftwerksanlagen des Teilkonzerns MVV Enamic sind die Ersatzbrennstoff-Kraftwerke in den Industrieparks Gersthofen und Korbach, in denen bedeutende Industrieunternehmen angesiedelt sind. In ihnen setzt unsere Tochtergesellschaft Industriepark Gersthofen Servicegesellschaft mbH das effiziente Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung zur Dampf- und Stromerzeugung ein. Dazu werden die in Gewerbeabfällen und im Hausmüll enthaltenen energetischen Potenziale genutzt. Indem wir Ersatzbrennstoffe (EBS) verwenden, schonen wir die begrenzt verfügbaren fossilen Ressourcen wie Kohle, Erdöl und Erdgas. Im EBS-Kraftwerk Gersthofen können zurzeit rund 90 000 Tonnen Ersatzbrennstoffe pro Jahr verbrannt und hieraus rund 40 Tonnen Dampf pro Stunde bereitgestellt werden. MVV Enamic kann mit dem Industriepark Gersthofen eine unabhängige und erfolgreich wirkende Betreibergesellschaft mit ausgezeichnetem Ruf vorweisen. Das Modell einer Energie- und Medienversorgung, das auch Umwelt- und Sicherheitsmanagement einschließt, ist für andere Chemieparks ebenfalls interessant. Im Industriekraftwerk Korbach wurden laut den veröffentlichten Umweltdaten 2012 insgesamt 173 Mio kWh Dampf und 5,7 Mio kWh Strom für das benachbarte Werk eines großen Reifenherstellers erzeugt. Die Energieerzeugung stammte zu 95 % aus aufbereitetem Gewerbeabfall und Hausmüll, also aus Ersatzbrennstoffen, der Rest aus Erdgas. Die Verfügbarkeit der Anlage wurde kontinuierlich gesteigert. Bis auf wenige Ausnahmen hat das Industriekraftwerk in Korbach im Jahr 2012 konstant alle wichtigen Schadstoff-Grenzwerte eingehalten. Beide EBS-Kraftwerke erfüllen die anspruchsvollen Emissionsbegrenzungen der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung. Die Umwelterklärung 2012 für den Industriepark Gersthofen und die Umweltdaten 2012 für den Industriepark Korbach sind im Internet veröffentlicht. Biogas als Baustein des neuen EnergiesystemsUnsere Tochtergesellschaft MVV Enamic GmbH betreibt derzeit vier Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt 2,6 MW. Die Standorte liegen in Oehna/Brandenburg, in Mechau/ Sachsen-Anhalt, in Karow/Mecklenburg-Vorpommern und in Voßhöhlen/Schleswig-Holstein. Die Biogasanlagen werden hauptsächlich mit Mais- und Grassilage betrieben. Insgesamt wurden im Berichtsjahr rund 17 Mio kWh Strom (Vorjahr 15 Mio kWh) erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist. Biogas kann in der dezentralen Strom- und Wärmeerzeugung fossile Energieträger ersetzen. Zweite Biomethananlage geht 2013 noch in BetriebSeit dem Vorjahr investieren wir gezielt in Biomethanprojekte. Das aufbereitete und in das Netz eingespeiste Bioerdgas bietet neue Perspektiven in der Wärmeversorgung, wenn vor Ort kein Wärmeabsatz aus Biomasseheizkraftwerken möglich ist: Es ist flexibel und vielfältig einsetzbar und darüber hinaus speicherbar. Insbesondere vor dem Hintergrund des steigenden Flexibilisierungsbedarfs einer von erneuerbaren Energien dominierten Stromerzeugung ist Biomethan als flexibel einsetzbarer erneuerbarer Brennstoff ein wichtiger Baustein zum Gelingen des Umbaus des Energiesystems. Bei den Einsatzstoffen liegt unser Fokus auf nachwachsenden Rohstoffen und landwirtschaftlichen Reststoffen. Nahrungsmittel und gentechnisch veränderte Lebensmittel werden nicht eingesetzt. Zudem sind wir bemüht, Flächen und Substrate auszuwählen, bei denen potenzielle negative Rückwirkungen durch indirekte Landnutzungsänderungen reduziert werden. Im September 2012 haben wir in Klein Wanzleben in Sachsen-Anhalt unsere erste Biomethan-Einspeiseanlage in Betrieb genommen. In dieser Anlage südwestlich von Magdeburg mit einer installierten Leistung von 7 MW HS (entspricht 3 MWel ) werden pro Jahr rund 60000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe und landwirtschaftliche Reststoffe eingesetzt. Die Einsatzstoffe beziehen wir über langfristige Verträge von landwirtschaftlichen Betrieben im direkten Umfeld der Anlage. Jährlich können so rund 63 Mio kWh Bioerdgas erzeugt und in das Erdgasnetz eingespeist werden. Dies entspricht dem jährlichen Heizwärmebedarf von rund 3 000 Einfamilienhäusern. Unsere Partner sind der Projektentwickler RES Projects sowie die Unternehmen KWS SAAT AG und Nordzucker AG. Unsere zweite Biomethananlage gleicher Größenordnung, die wir derzeit in Kroppenstedt ebenfalls in Sachsen-Anhalt bauen, wird im Dezember 2013 in Betrieb gehen. In den vorausgegangenen Tabellen haben wir die Biomethananlage Klein Wanzleben bei der installierten Leistung mit 3 MWel berücksichtigt. Da diese Anlage keinen Strom sondern Bioerdgas erzeugt, das ins öffentliche Netz eingespeist wird, ist sie in der Tabelle zur mengenmäßigen Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nicht berücksichtigt. Ausbau der umweltfreundlichen FernwärmeversorgungDie umweltfreundlich in Kraft-Wärme-Kopplung erzeugte Fernwärmeversorgung bleibt für MVV Energie ein Zukunftsmarkt. Am Standort Mannheim verdichten wir das Fernwärmenetz und bauen es in mehreren Stadtteilen flächendeckend weiter aus. Das von der MVV Energie AG betriebene Fernwärmenetz hat derzeit eine Länge von 553 Kilometern und gehört damit zu den größten Fernwärmenetzen in Deutschland. Gegenwärtig sind rund 12 000 Häuser an diese klimafreundliche Energieform angeschlossen - das sind rund 61 % aller Haushalte in Mannheim. Seit der Heizperiode 2010/11 beliefern wir über eine 21 Kilometer lange Transportleitung von Mannheim nach Speyer auch die Stadtwerke Speyer mit umweltfreundlicher Fernwärme, die im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) in hocheffizienter Kraft-Wärme-Kopplung erzeugt wird. Wärme- und Dampferzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschland1scroll
Auf dem Gelände des GKM bauen wir derzeit den leistungsstärksten Fernwärmespeicher in Deutschland. Wir werden ihn im Laufe der ersten Monate des Geschäftsjahrs 2013/14 sukzessive mit seinen Funktionen in Betrieb nehmen und in das vorhandene Leitungsnetz einbinden, aus dem neben dem Mannheimer Stadtgebiet auch die Städte Heidelberg, Schwetzingen und die Gemeinde Brühl mit Fernwärme versorgt werden. Der Fernwärmespeicher ist ein wichtiger Baustein auf dem Weg zu mehr Energieeffizienz. Einzelheiten werden im ► Magazinteil ab Seite 16 erläutert. Bei der EVO liegt ein Schwerpunkt des Fernwärmenetzausbaus in der Stadt Heusenstamm. Die Stadtwerke Kiel stellen ihr Fernwärmenetz in Kiel sukzessive von Heizdampf auf die modernere Heizwassertechnologie um und bauen die Fern- und Nahwärmeversorgung in definierten Fernwärmevorranggebieten kontinuierlich aus. Der Abwärme- und Fernwärmeverbund in Ingolstadt ist ein vorbildliches Beispiel für einen erfolgreichen ökologischen Umbau des Energiesystems: Die Abwärme der Raffinerie sowie der Abfallverwertungsanlage der Stadt Ingolstadt werden dank des ausgebauten Fernwärmenetzes der Stadtwerke Ingolstadt genutzt, um zahlreiche Großkunden mit Fernwärme zu beliefern, unter anderem die Audi AG. Das Fernwärmenetz wurde und wird weiter ausgebaut, damit vermehrt auch private Kunden von dieser ressourcen- und umweltschonend erzeugten Fernwärme profitieren können. Pro Jahr spart der Abwärme- und Fernwärmeverbund in Ingolstadt rund 35 000 Tonnen CO2 ein. Konzernweite CO2-EmissionenWir haben für das Geschäftsjahr 2012/13 im Rahmen einer in diesem Umfang erstmaligen konzernweiten Erhebung den CO2 -Ausstoß in unseren Erzeugungsanlagen systematisch ermittelt und ausgewertet. Insgesamt wurden im Berichtsjahr in unseren Erzeugungsanlagen 4,86 Mio Tonnen CO2 emittiert, dies entspricht im Vorjahresvergleich einem Zuwachs um 12 %. Mit einem Anteil von 87 % haben unsere ETS-Anlagen (Emissionshandelspflichtige Kraft- und Heizwerke) - im Wesentlichen das Grosskraftwerk in Mannheim und das Gemeinschaftskraftwerk in Kiel - maßgeblichen Einfluss auf den Gesamtausstoß. Der Anstieg der CO2 -Emissionen ist auf den höheren Ausstoß beim Gemeinschaftskraftwerk in Kiel zurückzuführen, das im Vorjahr mehrere Monate einen Stillstand verzeichnen musste. Ohne diesen Sondereffekt lägen die CO2 -Emissionen im Berichtsjahr auf Vorjahresniveau. Direkte CO2-Emissionen des MVV Energie Konzernsscroll
Die nachstehende Tabelle zeigt die vermiedenen CO2 -Emissionen aus Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) differenziert nach Kraftwerkstypen: Vermiedene CO2-Emissionen aus EE-Anlagen des MVV Energie Konzernsscroll
Die erneuerbare Stromerzeugung aus Wasser, Wind, Sonnenstrahlung, Biomasse sowie Erdwärme reduziert den Verbrauch fossiler Energieträger, auf deren Nutzung die Stromversorgung in Deutschland gegenwärtig noch hauptsächlich beruht. Damit leistet die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien einen großen Beitrag zur Vermeidung von energiebedingten Treibhausgasen. Zur Ermittlung der durch unsere EE-Anlagen vermiedenen CO2 -Emissionen verwenden wir die vom Bundesumweltministerium veröffentlichten Vermeidungsfaktoren (siehe ► Glossar auf Seite 190). Im Berichtsjahr haben wir durch unser ausgebautes Portfolio im Bereich erneuerbare Energien gegenüber dem Vorjahr über eine halbe Million Tonnen CO2 -Äquivalente eingespart. Dies entspricht annähernd dem gesamten Ausstoß unserer sonstigen Erzeugungsanlagen. Den größten Beitrag hierzu leisteten unsere Biomassekraftwerke mit 43 %. Durch die erfolgreiche Umsetzung unserer Wachstumsstrategie (siehe Kapitel ► Ziele und Strategien auf Seite 42) konnten wir allein mit unseren Windkraftanlagen über 58 000 Tonnen mehr CO2 -Äquivalente vermeiden als im Vorjahreszeitraum. Diese Entwicklung wird sich auch in den kommenden Geschäftsjahren fortsetzen. Nachhaltige TrinkwasserversorgungWasser ist ein wertvolles Gut. Die weltweit sichere Versorgung der Menschen mit sauberem Trinkwasser gehört zu den großen globalen Herausforderungen. Unsere Gesellschaften in Mannheim, Kiel und Offenbach sind in der ortsnahen Wasserversorgung tätig; sie sorgen dafür, dass in den von ihnen belieferten Städten und Regionen die Versorgung mit qualitativ hochwertigem Trinkwasser gesichert ist. Das gelieferte Trinkwasser weist eine hervorragende Qualität auf; es unterschreitet die Grenzwerte, die in der Trinkwasserverordnung festgelegt sind, um ein Vielfaches. Die wichtigste Quelle für die Trinkwassergewinnung in unseren Regionen ist Grundwasser. Der Eigenverbrauch an unseren Standorten ist im Vergleich dazu unwesentlich. Wir schützen das Grundwasser und sichern die Qualität der Trinkwasserressourcen, um der Bevölkerung Trinkwasser in möglichst naturnaher Qualität und ohne kostenintensive Aufbereitung als Lebensmittel zur Verfügung zu stellen. Um durchgängig eine gute Qualität sicherzustellen, kontrollieren wir das gesamte Wasserversorgungssystem und die Wasserqualität an unseren Standorten systematisch - und zwar ausgehend von den Brunnen über die Netze bis zu den Hausanschlussleitungen der Kunden. In Mannheim beispielsweise untersuchen wir das Trinkwasser in Laboren auf bis zu rund 470 physikalisch-chemische und mikrobiologische Parameter, bevor wir es den Kunden liefern. Unser Bereich Netzservice prüft das rund 1 300 Kilometer lange Wasserrohrnetz regelmäßig an derzeit elf Mess-Stellen im Versorgungsgebiet, um mögliche Leckagen frühzeitig zu erkennen. Mit umfangreichen Investitionsmaßnahmen und turnusmäßigen Wartungen, die wir in den Wasserwerken und Wassernetzen durchführen, erhalten wir langfristig die Infrastruktur unserer Wasserversorgung. Mit einem umfassenden Grundwasser- und Gewässerschutz tragen wir dazu bei, sauberes Trinkwasser auch für kommende Generationen zu sichern. Dadurch gibt es bei unserer Trinkwasserversorgung weder Mengen- noch Qualitätsprobleme. Im Berichtsjahr betrug der Wasserabsatz des MVV Energie Konzerns rund 47 Mio m3 . Wir appellieren an die Verbraucher, durch entsprechendes Verhalten selbst zum Schutz der Trinkwasserressourcen beizutragen. Vor allem Wasch- und Reinigungsmittel sollten sparsam dosiert, Arzneimittelreste separat entsorgt werden. Wachsender Markt für EnergieeffizienzEines der zentralen energiepolitischen Ziele der Bundesregierung liegt in der Reduktion des absoluten Primärenergieverbrauchs. Während der Stromverbrauch bis zum Jahr 2050 um 25 % sinken soll, ist das Einsparziel im Gebäudebereich von 80 % noch ambitionierter. Aus Nachhaltigkeitssicht ist die Einsparung von Energie der Königsweg, um die Umwelt im Energiesystem zu entlasten, da jede nicht erzeugte Kilowattstunde Energie einen geringeren Ressourcenverbrauch und geringere Treibhausgasemissionen mit sich bringt. Für uns als Energieversorger bedeutet ein sinkender Energieverbrauch, dass die Absatzmärkte für reine Commodities - seien es Strom oder Erdgas - langfristig schrumpfen werden. Diese mittel- bis langfristige Entwicklung berücksichtigen wir bei unserer strategischen Planung und Ausrichtung. Obwohl wir mit unserem Geschäftsfeld Energiedienstleistungen bereits gut positioniert sind, ist momentan noch unklar, welche Branchen und Geschäftsmodelle künftig von einem wachsenden Markt für Energieeffizienz profitieren werden. Wir setzen große Erwartungen in eine angemessene nationale Umsetzung der europäischen Energieeffizienz-Richtlinie in den kommenden Jahren und werden unsere langjährigen Erfahrungen mit unserem Geschäftsfeld Energiedienstleistung im politischen Diskurs einbringen. Wir als Zukunftsversorger arbeiten intensiv daran, geeignete Geschäftsmodelle zu entwickeln, die einerseits beim Endverbraucher zu Energieeinsparungen führen, andererseits zugleich hinreichende Ergebnispotenziale bieten. Hohe Investitionen und Aufwendungen für UmweltschutzmaßnahmenIm Berichtsjahr haben wir allein in unserem Geschäftsfeld Umwelt an den Standorten Mannheim, Leuna, Königs Wusterhausen und Flörsheim-Wicker in den technischen Umweltschutz 4 Mio Euro investiert (Vorjahr 12,5 Mio) und Aufwendungen von 77 Mio Euro getragen (Vorjahr 83 Mio). Überwiegend handelte es sich dabei um Maßnahmen zur Abfallverwertung/Bodenreinhaltung und zur Luftreinhaltung. Ein kleinerer Betrag entfiel auf Maßnahmen zum Gewässer- und Lärmschutz. Im Industriepark Gersthofen betreibt die MVV Enamic GmbH seit Herbst 2012 eine innovative Anlage zur Wasseraufbereitung. Ziel ist eine Schonung der Ressource Trinkwasser aus Tiefengrundwasser für zukünftige Generationen. Durch den Aufbau einer Ultrafiltrationsanlage mit Umkehrosmose kann Oberflächenwasser aus dem Lechkanal genutzt werden, das 300 000 bis 400 000 m3 kostbares Trinkwasser aus den Tiefenbrunnen ersetzt. Als Betreiber von Erzeugungsanlagen sind wir verpflichtet, Abfälle zu recyceln oder sicher und sachgerecht zu entsorgen. Welcher Verwertungsweg genutzt wird, hängt vom Einzelfall ab. MVV Energie leistet hierbei selbst einen wichtigen Beitrag zur Aufbereitung und Verwertung von Abfällen. BiodiversitätInsbesondere beim Betrieb und Neubau von Erzeugungsanlagen spielt Biodiversität für MVV Energie eine große Rolle. Einige konkrete Praxisbeispiele hierzu:
Kundenzufriedenheit gestiegenWir versorgen unsere Kunden zuverlässig mit Strom, Wärme, Gas und Wasser und wollen die Erwartungen unserer Kunden weiterhin auf hohem Niveau erfüllen. Wenn die Kunden mit unseren Leistungen zufrieden sind, binden wir sie langfristig an uns. In unserem konzernweiten Projekt "Kundenservices" arbeiten wir kontinuierlich daran, unseren Kundenservice nachhaltig zu verbessern. Kundenzufriedenheit ist für uns ein wichtiger nichtfinanzieller Leistungsindikator, den wir über Kundenbefragungen regelmäßig messen. Nach unserem "Kundenfokus Haushaltskunden 2013" sind die Gesamtzufriedenheit und Kundenbetreuung unverändert zur vorangegangenen Studie 2012 mit gut bewertet worden. Das Image von MVV Energie hat sich nach der Kundenbefragung 2013 in vielen Aspekten verbessert. Insbesondere bei der Leistungsfähigkeit, der Unterstützung erneuerbarer Energien sowie der Informationspolitik wird MVV Energie deutlich positiver wahrgenommen. Die gestiegene Kundenzufriedenheit ist neben einem verbesserten Service auf unser Angebot an attraktiven Vertriebsprodukten zurückzuführen. Ökologische VertriebsprodukteAls langjähriger Energielieferant von kleinen und mittelgroßen Unternehmen kennen wir die Bedürfnisse unserer Geschäftskunden und verfügen über geeignete Energielieferangebote. Mit unserem Energiefonds Strom/Gas können Unternehmen von einer strategischen Beschaffung profitieren, ohne selbst auf dem Strommarkt aktiv zu sein. Der neue Energiefonds SpotLight, den unser Vertrieb Großkunden ab einem Energiebedarf von einer Mio kWh pro Jahr anbietet, führt zu höherer Flexibilität, Preissicherheit und Einsparungen beim Stromeinkauf. Wählen Kunden unsere Option Öko, bei der ausschließlich Strom aus erneuerbaren Energiequellen eingesetzt wird, wandeln sie den Bezug von konventionell erzeugtem Strom in Ökostrombezug um; darüber hinaus erhalten sie gleichzeitig ein darauf abgestimmtes umfangreiches Marketingpaket für ihre Unternehmenskommunikation. Weitere Informationen zum Energiefonds Strom/Gas und zum MVV Energiemonitor finden Sie im Kapitel ► Geschäftsmodell auf Seite 40. Heute kann jeder Verbraucher mit der Wahl seines Strom- und Gastarifs einen persönlichen Beitrag zum Umweltschutz leisten. Unseren Privatkunden bieten wir an allen Standorten Ökostromprodukte an. Unsere ökologische Produktpalette enthält auch das umweltfreundliche Produkt NATURA Biogas, mit dem unsere Kunden in Mannheim und der Region ihre Häuser und Wohnungen beheizen können. Sie können so die Anforderungen des "Gesetzes zur Nutzung erneuerbarer Wärmeenergie" in Baden-Württemberg (EWärmeG) erfüllen, ohne ihre Heizungsanlagen umstellen zu müssen. Neues KundenportalSeit Juli 2013 steht das neue B2B-Kundenportal der MVV Energie AG für Geschäftskunden zur Verfügung. Über das Standardreporting/ Gas können Kunden der MVV Energie via Internet eine Vielzahl von Informationen und Services rund um Ihre Gaslieferung abrufen. Standortdaten sind auf Mausklick verfügbar und das Verwalten des Standortportfolios gestaltet sich übersichtlich und effizient - ganz gleich, ob das Lastverhalten eines Standorts visualisiert und analysiert werden soll, ob aktuelle und historische Verbrauchswerte abgerufen, Rechnungen und Abrechnungsdetails einsehen werden; natürlich können Zählerstände gemeldet und Gas- und Strompreise beobachtet werden. Die zentrale und zeitnahe Verfügbarkeit aller relevanten Daten rund um die Gasbelieferung bietet sowohl Konzernen als auch mittelständischen Unternehmen erhebliche Vorteile. Besonders interessant ist das Standardreporting/Gas auch für unsere Kunden im Marktsegment Filialisten und Immobilienwirtschaft, die in der Regel ein komplexes Standortportfolio betreuen. Für sie schaffen die gebündelten Funktionen und Services des Kundenportals einen erheblichen Mehrwert ihres Portfoliomanagement. Start der EnergiesparkampagneUnsere Energiesparkampagne, die wir im Geschäftsjahr 2011/12 in Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur Mannheim gestartet haben, ist bei unseren Kunden auf große Resonanz gestoßen. Im Rahmen dieser Kampagne erhielten Privat- und Gewerbekunden in Mannheim Prämien von MVV Energie, wenn sie einen niedrigeren Stromverbrauch aufwiesen oder neue energiesparende Haushaltsgeräte kauften. Kunden, die ihren Stromverbrauch gegenüber dem Vorjahr um mindestens 5 % verringerten, erhielten einen Energiebonus von 15 Euro; bei einer Stromersparnis ab 10 % stieg die Prämie auf 25 Euro. Den Kauf von neuen energieeffizienten Geräten belohnten wir über eine Abwrackprämie auf alte Geräte bei vier wechselnden Aktionen innerhalb von zehn Monaten mit einem Zuschuss in Höhe von 100 Euro. Alle Aktionen waren ein Erfolg; die zur Verfügung gestellten Mittel wurden von unseren Kunden zu 100 % ausgeschöpft. Wir haben uns deshalb entschlossen, die Kampagne auch im Geschäftsjahr 2012/13 fortzusetzen. Unsere soziale VerantwortungDie Personalstrategie von MVV EnergieWir können unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Unternehmensziele und unsere Wettbewerbsfähigkeit nur mit leistungsfähigen und engagierten Mitarbeitern erreichen, die unsere Ziele mit ihrer Innovationskraft unterstützen. Das gilt in besonderer Weise für uns als Energieunternehmen, das in einem sehr komplexen und sich dynamisch verändernden Umfeld agiert. Um personalstrategischen Herausforderungen, wie beispielsweise dem demografischen Wandel zu begegnen, verfolgen wir eine innovative und vorausschauende Personalpolitik mit attraktiven Personalprogrammen. Nur so können wir unseren Mitarbeitern ein unterstützendes und bestärkendes Arbeitsumfeld bieten und neue leistungsbereite Mitarbeiter rekrutieren. Gute Arbeitsbedingungen sind ein wichtiges Element einer attraktiven Arbeitgebermarke. Einzelheiten zur Arbeitgebermarke berichten wir auch in unserem ► Magazinteil auf Seite 8. Unsere Personalstrategie hat vorrangig zum Ziel, das Kapazitäts- und Alterungsrisiko zu verringern und gleichzeitig die Arbeitszufriedenheit der Mitarbeiter zu erhöhen. Um dies zu erreichen, haben wir fünf strategische Schlüsselfelder identifiziert, auf die wir uns konzentrieren werden:
Unsere Personalstrategie ist zum einen ein wichtiger Beitrag zur Zukunftssicherung unseres Unternehmens; sie verdeutlicht zum anderen unsere soziale Verantwortung als Arbeitgeber, die für uns einen hohen Stellenwert hat. Wir sind fest davon überzeugt, dass die konsequente nachhaltige und kooperative Weiterentwicklung unserer personalstrategischen Schwerpunktthemen nur ein Ergebnis bringen kann: exzellente Führungskräfte sowie leistungsfähige, engagierte und zufriedene Mitarbeiter. Führung und FührungskräfteentwicklungEngagiert für mehr FührungskompetenzIm Rahmen des Management Development Programms bearbeiten unsere Führungskräfte der oberen Ebenen das Thema "Veränderungs- und Entscheidungsprozesse organisieren und steuern". Anknüpfend an das bisher Erarbeitete haben wir im Berichtsjahr das Thema Problemanalysen vertiefend behandelt, damit bei komplexen Problemstellungen leichter tragfähige Entscheidungen getroffen werden können. Im Geschäftsjahr 2011/12 haben wir in Mannheim eine Führungskräftebeurteilung durchgeführt; im Berichtsjahr wurde gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern analysiert, inwieweit die damals abgeleiteten Maßnahmen zu dauerhaften Änderungen im Führungsverhalten geführt haben. Einen ersten Schritt, die Aufwärtsbeurteilung auch standortübergreifend zu etablieren, haben wir mit der Soluvia GmbH gemacht. Sie ist an den Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach vertreten und hat im November 2012 erstmals eine einheitliche Aufwärtsbeurteilung in einem anonymen Verfahren durchgeführt. Die Ergebnisse der Beurteilung werden den Führungskräften mitgeteilt und anschließend in einem Workshop mit den Mitarbeitern besprochen. Mit den daraus abgeleiteten konkreten Maßnahmen unterstützen wir die Führungskräfte dabei, ihre Führungskompetenz zu erweitern und die Zusammenarbeit zu stärken. Qualifizierte WeiterentwicklungIm Rahmen unseres Expertenprogramms haben zwölf Experten ihre Beratungskompetenz verbessert und Problemlösungstechniken erlernt. Sie haben gemeinsam erarbeitet, wie sie mit ihrer Expertise dazu beitragen können, unser Unternehmen weiter voranzubringen. Diejenigen, die in Kürze eine Führungsposition übernehmen werden, wurden im Rahmen des Nachwuchsführungsprogramms auf diese Aufgabe vorbereitet. Mit Blick auf die zu erwartenden Folgen der demografischen Entwicklung ist es für uns ebenso wichtig, neue Mitarbeiter zu fördern und Potenzialträger zu binden. Mit unserem neuen dezentralen Förderprogramm "energy@start" unterstützen wir Mitarbeiter ein bis drei Jahre nach Abschluss des Studiums oder der Ausbildung bei der Beantwortung von Karrierefragen. Das achttägige Programm schließt mit einem strukturierten Entwicklungsplan ab. Im Berichtsjahr absolvierten in Mannheim 16 und in Kiel 12 Teilnehmer das Programm. ArbeitsumfeldFamilienorientierte Personalpolitik als wichtiger FaktorWir sind davon überzeugt, dass Unternehmen davon profitieren, wenn ihre Arbeitnehmer berufliche und private Belange miteinander vereinbaren können. Deshalb unterstützen wir unsere Beschäftigten bereits seit vielen Jahren dabei, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu verbessern. In Mannheim, Kiel und Offenbach wurden unsere großen Gesellschaften bereits von der Hertie-Stiftung familieundberuf® auditiert und zertifiziert: Das Audit erfasst den Status quo der bereits angebotenen Maßnahmen zur besseren Balance von Beruf und Familie; im Anschluss werden aufeinander abgestimmte Maßnahmen entwickelt und umgesetzt. Nach Abschluss der Auditierung wird ein Zertifikat vergeben, das durch Reauditierungen im Drei-Jahres-Rhythmus bestätigt wird. Die MVV Energie AG wurde im Jahr 2011 reauditiert, die Energieversorgung Offenbach AG im Jahr 2012. Im Berichtsjahr haben wir in Mannheim die Maßnahmen für die zweite Reauditierung im Geschäftsjahr 2013/14 umgesetzt. An unseren Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach informieren wir regelmäßig über Möglichkeiten zur Unterstützung von Beschäftigten, die Angehörige pflegen. Die Resonanz ist groß: Allein in Kiel nahmen an der ersten Informationsveranstaltung 40 Mitarbeiter teil. Im Berichtsjahr wurde in Kiel ein Projekt gestartet, um das Patenschaftenkonzept für Mitarbeiter in Eltern- oder Pflegezeit, das sich in Mannheim bewährt hat, zu übertragen. Im Rahmen dieses Konzepts wählen sich Mitarbeiter in Eltern- oder Pflegezeit selbst einen Kollegen aus, der ihnen als Pate zur Seite steht. Dieser kümmert sich in Absprache mit dem jeweiligen Vorgesetzten darum, wichtige Informationen weiterzugeben. Wir möchten es den bei uns beschäftigten Eltern erleichtern, ihre Tätigkeiten nach der Elternzeit frühzeitig wieder aufzunehmen. Zum Beispiel bieten wir Eltern-Kind-Zimmer (Mannheim, Kiel, Offenbach) an, kooperieren mit einer betriebsnahen Kindertagestätte (Offenbach) und fördern die Elterninitiative "Die kleinen Stromer" (Mannheim) für unter Dreijährige. Mit vielfältigen Arbeitszeitmodellen ermöglichen wir unseren Beschäftigten hohe Flexibilität. Im Berichtsjahr arbeiteten rund 11 % der Beschäftigten des MVV Energie Konzerns in Teilzeit, davon 76 % Frauen und 24 % Männer. Gesundheitsförderung im FokusEin steigendes Durchschnitts- und Renteneintrittsalter verstärkt die Bedeutung von Maßnahmen, mit denen wir unseren Mitarbeitern dabei behilflich sein wollen, leistungsfähig und gesund zu bleiben und für unser Unternehmen das Alterungsrisiko zu mindern. An den verschiedenen Standorten unseres Konzerns bieten wir seit mehreren Jahren zahlreiche Programme und Maßnahmen an, unter anderem zu den Themen Ernährung und Bewegung - wie zum Beispiel das Programm "Swing aktiv" in Ingolstadt. In Offenbach lag der Schwerpunkt im Berichtsjahr auf dem Thema "Psychische Gesundheit" - mit Workshops zur Stressprävention und zur besseren Ausgestaltung der Work-Life-Balance. Im Juni 2013 nahmen viele Beschäftigt e in Kiel am Gesundheitstag teil, der in Zusammenarbeit mit Gesundheitskassen, dem Landessportverband und der Christian-Albrechts-Universität durchgeführt wurde. In Mannheim richten wir die Aktivitäten unseres 5-Sterne-Gesundheitsprogramms zielgruppengerecht und arbeitsplatzspezifisch aus: Unsere gewerblichen Mitarbeiter konnten zum Beispiel im Rahmen eines speziellen Programms in drei Monaten darauf hinarbeiten, individuelle gesundheitliche Einschränkungen zu verringern. Zu den Konzernprogrammen von MVV Energie gehört seit dem Berichtsjahr auch "Generation M" - "M" steht dabei für: Mitten im Leben. Unser Pilotprogramm zur Förderung von Weiterbeschäftigung und lebenslangem Lernen, das wir im Vorjahr durchgeführt hatten, war mit dem Employability Award 2012 ausgezeichnet worden. Generation M richtet sich an erfahrene Mitarbeiter ab 45 Jahre, mit dem Ziel, deren Leistungsfähigkeit und -bereitschaft zu erhalten und zu fördern. Das ganzheitliche Programm spricht zentrale Lebensbereiche an: Gesundheit, Bewegung, geistige Fitness, Ernährung und die berufliche Standortbestimmung. Zahlreiche kleine Seminareinheiten für die 18 Teilnehmer aus unterschiedlichen Unternehmensbereichen umfassen Information, Diskussion, Selbstreflexion und praktische Übungen. Frauen fördernDer geringere Anteil von Frauen im Vergleich zu Männern im MVV Energie Konzern spiegelt die Mitarbeiterstruktur der Energieversorgungsbranche wider: Zum 30. September 2013 waren 27 % der Beschäftigten weiblich (Vorjahr 26,5 %) und 73 % männlich (Vorjahr 73,5 %). Da der Anteil der weiblichen Beschäftigten in den jüngeren Altersgruppen größer ist, wird sich zukünftig unsere Personalstruktur verändern (siehe hierzu ► Grafik auf Seite 85). Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Mitarbeiterinnen in allen Altersgruppen und in Führungspositionen stärker zu fördern. Unsere Tarifverträge in Mannheim, Kiel und Offenbach regeln, dass Stellen nach den Anforderungen eingruppiert werden; dies verhindert Vergütungsunterschiede in der Entlohnung von Frauen und Männern. Anteil Mitarbeiterinnen im MVV Energie Konzern in %scroll
Die MVV Energie AG hat sich dem Projekt X-Company-Mentoring angeschlossen, in dem sich auch andere namhafte Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar engagieren. Ziel ist es, die Führungsstärke von Frauen zu verbessern - durch die Vernetzung von Mentoren und den von ihnen Betreuten (Mentees) sowie durch das Kennenlernen anderer Organisationen. Im Berichtsjahr wurden jeweils fünf Mentees und Mentoren ausgewählt und Partnern in anderen Unternehmen zugeordnet. Organisations- und KulturentwicklungQualifizierungsmaßnahmenBei sich verändernden Rahmenbedingungen und einer länger im Arbeitsleben stehenden Belegschaft ist Weiterbildung ein wesentlicher Erfolgsfaktor, damit unsere Mitarbeiter leistungsfähig bleiben. Wir setzen daher verstärkt sowohl persönliche Qualifizierungsmaßnahmen als auch unsere konzernweiten Personalentwicklungsprogramme ein. VeränderungsmanagementIm Berichtsjahr haben wir 14 Mitarbeiter aus Kiel, Offenbach und Mannheim als Veränderungsmanager/Change Manager ausgebildet; sie sollen unsere Beschäftigten bei anstehenden Veränderungen im Unternehmen begleiten und unterstützen. Dabei werden die Sichtweise der Mitarbeiter und deren Expertise bei Veränderungen einbezogen. Im Dialog mit dem Vorstand auf Kurs ZukunftEin enger Dialog zwischen den Mitgliedern des Vorstands und der Belegschaft ist ein fester Bestandteil unserer internen Kommunikation. An unseren Standorten Mannheim, Offenbach und Kiel sowie unseren deutschlandweit verteilten Betrieben diskutieren Mitarbeiter in Gesprächsrunden mit Vorstandsmitgliedern offen über aktuelle Themen und die Unternehmensstrategie. Besonders in der Transformationsphase des Energieversorgungssystems in Deutschland ist dies von großer Bedeutung. Qualitative PersonalplanungKompetenzen entwickeln und erhaltenWie sich die Anzahl unserer Mitarbeiter entwickeln wird, können wir anhand der Altersstruktur und der Fluktuation mittel- bis langfristig prognostizieren. Die damit einhergehende Veränderung im Hinblick auf Qualifikationen, Kompetenzen und Know-how muss ebenfalls vorausschauend analysiert werden, um auf die qualitativen Anforderungen der Geschäftsfelder des Konzerns rechtzeitig reagieren zu können. Wir werden deshalb eine systematische qualitative Personalplanung einführen, um die im Konzern vorhandenen Kompetenzen bestmöglich einzusetzen, den Know-how-Transfer zu verbessern und neue Kompetenzen aufzubauen. VergütungsmanagementIm Rahmen tariflicher und betrieblicher Regelungen bieten wir unseren Mitarbeitern attraktive Vergütungsmodelle: Variable Vergütungsanreize, Lebensarbeitszeitkonten oder auch eine betriebliche Altersvorsorge sind nur einige Beispiele unseres Vergütungssystems. Der demografische Wandel bringt es jedoch mit sich, dass wir unsere Vergütungssysteme sowohl im Hinblick auf die Flexibilität für ältere Mitarbeiter als auch im Hinblick auf die Attraktivität für jüngere Mitarbeiter immer wieder auf ihre Zukunftsfähigkeit überprüfen und ausrichten werden. Entwicklung der MitarbeiterzahlenIm MVV Energie Konzern waren zum 30. September 2013 insgesamt 5 459 Personen beschäftigt und damit in Summe 82 weniger als zum gleichen Zeitpunkt ein Jahr zuvor. Personalstand (Köpfe) des MVV Energie Konzerns zum Bilanzstichtagscroll
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Darunter 369 Auszubildende (Vorjahr 374) Der verringerte Personalstand stammt im Wesentlichen aus dem vollkonsolidierten tschechischen Teilkonzern MVV Energie CZ und ist hier insbesondere auf den Verkauf des Anteils von 65,78 % am Fernwärmeunternehmen Jablonecká teplárenská a realitní a.s. (JTR) an die Stadt Jablonec nad Nisou zurückzuführen. Zudem haben wir im Geschäftsfeld Energiedienstleistungen den Personalbestand planmäßig weiter reduziert. Dem stand ein leichter Personalaufbau in den Wachstumsgeschäften Erzeugung, Umwelt und im Vertrieb gegenüber. Die Personalreduktion, die wir im Rahmen unseres Konzernprogramms "Einmal gemeinsam" bereits im Geschäftsjahr 2010/11 beschlossen hatten und seitdem sukzessive umsetzen, haben wir insbesondere im Rahmen von Altersteilzeitverträgen geregelt. In unseren inländischen Unternehmen waren zum Bilanzstichtag wie im Vorjahr 4 900 Mitarbeiter tätig. Im Ausland beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 559 Mitarbeiter (Vorjahr 641), davon 555 im tschechischen Teilkonzern und 4 in der englischen Tochtergesellschaft des Teilkonzerns Umwelt, die beim Bau der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth und des Biomassekraftwerks in Ridham Dock von anderen Fachleuten des Teilkonzerns MVV Umwelt und von Fremdfirmen unterstützt wird. Das durchschnittliche Alter unserer Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 43,1 Jahre (Vorjahr 43,0), die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit lag bei 14,9 Jahren (Vorjahr 14,7). Unsere Fluktuationsquote bewegte sich in den großen Gesellschaften in Mannheim, Offenbach und Kiel zwischen 3,6 und 7,9 %, im Wesentlichen bedingt durch altersbedingtes Ausscheiden. In diesen Gesellschaften unterliegen alle Mitarbeiter einem Tarifvertrag. Von den Mitarbeitern unseres Konzerns waren im Berichtsjahr 4 781 unbefristet angestellt, davon 1 266 Frauen und 3 515 Männer; 309 waren befristet für uns tätig, davon 113 Frauen und 196 Männer. Beschäftigte (Köpfe) des MVV Energie Konzerns![]() Altersstruktur der Beschäftigten des MVV Energie Konzerns in %![]() Sowohl die MVV Energie AG als auch die Beteiligungen Kiel und Offenbach übertreffen mit einer Bandbreite von 5,4 bis 9,4 % deutlich die gesetzlich festgelegte Schwerbehindertenquote von 5 %. Solide Ausbildung und Einstiegsprogramme zur Verringerung des KapazitätsrisikosZum Bilanzstichtag befanden sich im MVV Energie Konzern 368 junge Menschen in Ausbildung - einschließlich der Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Wir halten die Anzahl der Ausbildungsplätze im Konzern weiterhin auf einem sehr hohen Niveau und bilden über unseren Bedarf aus. So übernehmen wir soziale Verantwortung und haben - insbesondere mit Blick auf den demografischen Wandel - gute Möglichkeiten, unseren Fachkräftebedarf auch in Zukunft zu decken. Mit einer Vielzahl von Aktionen werben wir für unser Unternehmen; wir gestalten die Ausbildung attraktiv und sichern unser hohes Ausbildungsniveau. Informationsveranstaltungen, wie den "Girl's Day" oder Projektwochen an Schulen, nutzen wir, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden. In Mannheim fördern wir besonders begabte Auszubildende in einer Talentgruppe, damit sie ihre Leistungsbereitschaft und ihr Potenzial beweisen können. Wir haben im Berichtsjahr unsere Talentgruppe bei unserer Gesellschaft MVV Environment in Plymouth für ein dreiwöchiges Projekt mit Sprachtraining eingesetzt. Zudem organisierte die Gruppe in Zusammenarbeit mit anderen Auszubildenden und Studierenden einen Wissenstag in Mannheim - interessierte Mitarbeiter konnten Näheres zum Thema Megatrends erfahren, welches wir im Geschäftsbericht 2011/12 aufgegriffen hatten. Um für Hochschulabsolventen attraktiv zu sein, stellen wir frühzeitig den Kontakt zu Absolventen her und bieten verschiedene Einstiegsprogramme an. Im Vorjahr hat die Unternehmensberatung Absolventa unser Programm in Mannheim mit dem Qualitätssiegel für Nachwuchsprogramme ausgezeichnet: Im Junior Consulting Team bearbeiten Nachwuchsführungskräfte oder zukünftige Experten bereichsübergreifende Themen in einem interdisziplinären Team. In Kiel wird ein Traineeprogramm angeboten, in Offenbach wurde im Berichtsjahr ein passendes Konzept entwickelt. Die Stadtwerke Kiel boten zudem acht Studenten ein vierwöchiges elektrotechnisches Grundpraktikum. Die Stadtwerke Ingolstadt waren auf der regionalen Ausbildungsmesse vertreten, sie bieten verstärkt Praktika für Bachelor- und Masterabsolventen an. In Mannheim hat sich unsere "Student Academy" etabliert, die Studierenden und Praktikanten nach dem Vorbild der After Work Academy (AWA) mit kompakten und abwechslungsreich gestalteten Vorträgen durch Experten von MVV Energie verschiedene Unternehmensbereiche näherbringt. Die AWA bieten wir über eine Online-Plattform inzwischen an den Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach erfolgreich an. Aktiver ArbeitsschutzDie Organisation unseres Arbeitsschutzes basiert auf einem Arbeitsschutz-Managementsystem nach den Leitlinien des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Die Sicherheit unserer Mitarbeiter bei der Arbeit hat für uns Priorität. Zu den Grundlagen des Arbeitsschutzes zählen sichere Anlagen und das sicherheitsbewusste Handeln unserer Mitarbeiter. Wir führen dazu regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen, Schulungen und Unterweisungen durch. Mit Begehungen und internen Audits überprüfen wir den Sicherheitsstand; dabei gelten für Fremdfirmenmitarbeiter gleich hohe Standards wie für eigene Mitarbeiter. Unsere Fachkräfte für Arbeitssicherheit und die Betriebsärzte setzen gemeinsam die Maßnahmen zur Erfüllung der gesetzlichen Präventionsanforderungen an den Gesundheitsschutz bedarfsorientiert um. In unseren technischen Bereichen haben wir ein spartenübergreifendes technisches Sicherheitsmanagement für Gas, Wasser, Strom und Wärme integriert. Dieses ist nach den Vorgaben der Fachverbände DVGW, AGFW und VDN überprüft und zertifiziert. Darüber hinaus haben wir in einzelnen Tochtergesellschaften integrierte Managementsysteme implementiert nach Qualität (ISO 9001), Umweltschutz (ISO 14001) Energiemanagement (EN ISO 50001) und Arbeitssicherheit (BS 18001). Im Kalenderjahr 2012 ereigneten sich 19,7 betriebsbedingte Unfälle pro 1 000 Mitarbeiter - bezogen auf die Muttergesellschaft MVV Energie AG, die Beteiligungsgesellschaften Stadtwerke Kiel AG, Energieversorgung Offenbach AG, Stadtwerke Ingolstadt GmbH sowie MVV Enamic GmbH und MVV Umwelt GmbH. Daraus leitet sich eine Unfallhäufigkeitsrate/LTIF (Lost Time Injury Frequency, berechnet nach betriebsbedingten Unfällen pro 1 000 000 Arbeitsstunden) von 10,7 ab. Einen tödlichen Unfall mussten wir nicht verzeichnen. Weil unfallbedingte Ausfalltage aufgrund von Wegeunfällen weiterhin zunehmen, haben wir am Standort Mannheim einen Fahrrad-Aktionstag durchgeführt. Zudem beteiligen wir uns an der gemeinsamen Initiative "Sicherer Arbeitsweg" von Firmen und Verbänden der Metropolregion Rhein-Neckar. Verhaltensrichtlinien und ethische Standards beachtenÜber unser Compliance-Management-System und unsere Anforderungen an bedeutende Lieferanten und Dienstleister berichten wir in der ► Erklärung zur Unternehmensführung im Bericht zur Corporate Governance ab Seite 105. Darin bestätigen wir, dass wir im Berichtsjahr erneut keine gravierenden Verstöße gegen Gesetze sowie unsere internen Verhaltensrichtlinien festgestellt haben. Das gilt insbesondere auch für die Einhaltung der grundlegenden Arbeitnehmer- und Menschenrechte, was MVV Energie ein wichtiges Anliegen ist. Unser gesellschaftliches EngagementDie Gesellschaften des MVV Energie Konzerns sind an ihren Standorten wichtige Wirtschaftsfaktoren. Ein Teil ihrer Wertschöpfung fließt unter anderem in Form von Dividenden, Konzessionsabgaben, Gewerbesteuern, Grundsteuern sowie Mieten und Pachten zurück in die jeweilige Region und stärkt dort den Wirtschaftskreislauf. Zu konkreten Zahlen verweisen wir auf die ► Wertschöpfungsrechnung im Kapitel Nachhaltigkeit auf Seite 71. Als Arbeitgeber für insgesamt rund 5 500 Beschäftigte sowie durch Investitionen und Aufträge an lokale Unternehmen sichern unsere Gesellschaften regionale Arbeitsplätze. Durch qualifizierte Ausbildungsangebote, attraktive Arbeitsplätze und Personalprogramme wie beispielsweise zur Vereinbarkeit von Beruf und Familie können wir Fachkräfte finden und an uns binden. Darüber hinaus übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung, indem wir uns für die Region und die dort lebenden Menschen engagieren. Wir fördern gezielt in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Bildung und Wissenschaft. Dabei konzentrieren wir uns als Zukunftsversorger insbesondere auf die Nachwuchsförderung. Weil die jungen Menschen unsere Zukunft gestalten, ist ihre Förderung immer auch nachhaltig. Die Förderung an unseren StandortenDie MVV Energie AG unterstützt Projekte, die sowohl ihre regionale Verbundenheit aufzeigen als auch auf ein positives Image in der überregionalen und nationalen Wahrnehmung des Unternehmens zielen. Als einer der Hauptpartner trugen wir beispielsweise beim Internationalen Deutschen Turnfest, das im Mai 2013 in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar stattfand, wesentlich zum Gelingen der Veranstaltung bei. Die Adler Mannheim sind ein großer sportlicher Sympathieträger der Metropolregion Rhein-Neckar. Sie sind in Mannheim verwurzelt und haben gleichzeitig als ein Spitzenteam der deutschen Eishockeyliga bundesweit ein Renommee. Das ist ein Grund dafür, dass wir das Team seit dem Jahr 2007 unterstützen. Die langjährige erfolgreiche Zusammenarbeit der MVV Energie AG mit der Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft (MTG) wird bis 2014 fortgesetzt - sowohl im Jugend- und Breitensport als auch im Spitzensport: Bei der deutschen Ausnahme-Leichtathletin Verena Sailer von der MTG sind wir Hauptsponsor. Wir fördern seit 2005 das Nationaltheater Mannheim bei dem Theaterprojekt Junge Oper. Ziel der Jungen Oper ist es, Kinder und Jugendliche zu motivieren, die Welt der Musik und des Theaters für sich zu erobern - eine Investition in den Nachwuchs in der Kulturszene der Metropolregion Rhein-Neckar. Für den Nothilfefonds stellte die MVV Energie AG im Berichtsjahr erneut 100 000 Euro bereit. In Zusammenarbeit mit Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und der Stadt Mannheim helfen wir so Privatkunden, die unverschuldet in Not geraten sind, dabei, ihre Energie- und Wasserrechnungen bezahlen zu können. Mit dem Sponsoringfonds der MVV Energie AG unterstützen wir bereits seit dem Jahr 2005 zweimal jährlich Einrichtungen und Initiativen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar. Der Fonds hat bisher in 17 Ausschreibungsrunden 375 Projekte aus den Bereichen Kultur, Sport, Wissenschaft und Soziales gefördert; die Unterstützung kommt hauptsächlich dem Nachwuchs zugute. Auch die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) schreibt bereits zum zwölften Mal einen Sponsoring-Wettbewerb aus. Unter dem Motto "Stark für die Region" fördert die EVO Vereine für ihr sportliches, kulturelles, soziales und ökologisches Engagement. Mit dem Verein "Offenbach offensiv - Gemeinsam für einen starken Standort" will die EVO mit anderen Offenbacher Unternehmen, Handwerkern, Wissenschaftlern und Freiberuflern das Image der Stadt verbessern. Über die Initiative "Joblinge" setzt sich die EVO im sozialen Bereich für arbeitslose Jugendliche ein, damit sie einen Ausbildungsplatz finden; im sportlichen Bereich führt sie ihr Sponsoring mit der Leichtathletikgemeinschaft Seligenstadt fort. Seit Jahren unterstützt die Stadtwerke Kiel AG zahlreiche Projekte, Aktionen und Initiativen in Kiel und Umgebung, um als Teil ihrer unternehmerischen Verantwortung einen Beitrag für eine lebenswerte Region zu leisten. Bei der Förderung von Kindern und Jugendlichen spielt das Camp 24|sieben eine besondere Rolle: Hinter diesem bundesweit einzigartigen Projekt steckt die Idee, dass jedes Kieler Kind einmal segeln durfte. Seit dem ersten Segelcamp 2003 konnten bisher rund 65 000 Kindern und Jugendlichen erste Segelerfahrungen machen. Die Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH unterstützt sportliche und kulturelle Veranstaltungen und fördert soziale Einrichtungen sowie Vereine aus unterschiedlichen Bereichen. Die Hochwasserkatastrophe in Sachsen-Anhalt rief im Juni 2013 auch Beschäftigte der Köthen Energie GmbH auf den Plan. Der Energieversorger hat zwei Mitarbeiter mit einem Firmenfahrzeug in die Elbestadt Aken entsandt, die 14 Kilometer von Köthen entfernt ist, um die Kräfte vor Ort zu unterstützen. Zusätzlich haben sich viele freiwillige Helfer aus dem Unternehmen im Überschwemmungsgebiet engagiert. BERICHT ZU CHANCEN UND RISIKENDie energiepolitischen Veränderungen in Deutschland stellen die Unternehmen der Energiebranche vor große Herausforderungen - wir befinden uns in einem langwierigen, anspruchsvollen Transformationsprozess. Dieser Wandel lässt einerseits die unternehmerischen Risiken für MVV Energie steigen, birgt andererseits jedoch auch Chancen; diese wollen wir nutzen, indem wir unser Geschäftsmodell weiterentwickeln. In diesem Kapitel stellen wir das Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns dar, erläutern die Entwicklung der Gesamtsituation und zeigen unsere sechs wesentlichen Kategorien auf, in die wir die möglichen Chancen und Risiken einteilen. Über unser Internes Kontrollsystem zum Rechnungslegungsprozess berichten wir ► ab Seite 94. Darstellung des RisikomanagementsystemsEine wirksame Strategie für den Umgang mit Chancen und Risiken ist für den MVV Energie Konzern von großer Bedeutung. Mit unserem Chance/Risiko-Management verfolgen wir das Ziel, signifikante Abweichungen vom geplanten Adjusted EBIT zu minimieren. Von uns ermittelte Risiken und Chancen identifizieren, bewerten und steuern wir systematisch; wir aggregieren sie zu einem Chance/ Risiko-Profil, mit dem wir die Entwicklung im Geschäftsjahr überwachen. Dabei gibt es keine für unser Geschäft relevanten Risiken, die wir grundsätzlich nicht erfassen oder grundsätzlich vermeiden. Bei unserer Betrachtung des ergebnisrelevanten Erwartungswerts und der nachfolgenden Darstellung der Risikokategorien beurteilen wir die Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen Gegenmaßnahmen, es handelt sich also um eine Netto-Betrachtung. In unserer Prognose für das Adjusted EBIT haben wir die Chancen und Risiken sorgfältig abgewogen und berücksichtigt, dennoch können künftige Entwicklungen und Ereignisse für MVV Energie zu negativen oder positiven Abweichungen von der Prognose führen. Unser konzernweit etabliertes Risikomanagementsystem umfasst die im Konzernabschluss konsolidierten Gesellschaften und entspricht der Best Practice in Industrieunternehmen. Der Vorstand legt die Risikopolitik fest und beschließt die Prozesse und Zuständigkeiten sowie die Bewertungsverfahren der Risikobeurteilung. Das Risikomanagement-Handbuch steht allen Mitarbeitern im Intranet zur Verfügung. Wir sorgen für eine kontinuierliche Beobachtung der Risiken, indem unser zentrales Risikocontrolling - das die zentrale Überwachung der Konzernrisikoposition verantwortet - eng mit unseren Risikoträgern in den Geschäftseinheiten zusammenarbeitet; die Risikoträger sind jeweils auch verantwortlich für das Ergebnis der jeweiligen Geschäftseinheit. Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns![]() In den Geschäftseinheiten erfolgt das operative Risikomanagement: Dort werden aktuelle Geschäftssituationen regelmäßig geprüft und wesentliche Chancen und Risiken identifiziert. Ebenso bewerten die Risikoträger, wie sich Chancen und Risiken finanziell auf das geplante Adjusted EBIT auswirken könnten. Die Risikoträger melden die Auswertung standardisiert und regelmäßig an das zentrale Risikocontrolling. Sie sind dafür verantwortlich, entsprechende Risikobewältigungsmaßnahmen zu ergreifen. Das zentrale Risikocontrolling fasst die Chancen und Risiken des Konzerns und seiner Teilkonzerne zusammen und listet zudem separat die größten Einzelgefährdungen auf. Monatlich erhält der Vorstand einen detaillierten Risikoreport über die Chance/Risiko-Situation des Konzerns, der Aufsichtsrat quartalsweise. In dringlichen Fällen wird dem Vorstand umgehend berichtet - er informiert dann wiederum den Aufsichtsrat. Es ist ein wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements, Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, mit denen wir Risiken vermeiden, reduzieren oder überwälzen können. Risiken bewusst einzugehen, kann zu einer erfolgreichen Risikostrategie gehören, wenn den Risiken entsprechende Chancen oder andere Kompensationsmöglichkeiten gegenüberstehen. Wir entwickeln unser Risikomanagementsystem kontinuierlich weiter, im Berichtsjahr haben wir jedoch nichts Wesentliches verändert. Unsere interne Revision sowie der Abschlussprüfer prüfen die Grundlagen des Systems jährlich auf ihre Wirksamkeit und insbesondere, ob die Anforderungen nach § 91 Abs. 2 AktG erfüllt werden. Gesamtaussage des VorstandsDie unternehmerischen Bedingungen im Umfeld der Energiebranche haben sich im Vergleich zu früheren Geschäftsjahren verschlechtert: Der Wettbewerbsdruck ist deutlich gestiegen, die Unsicherheiten - gerade hinsichtlich energiepolitischer Entscheidungen - sind merklich größer geworden; die Planungssicherheit hat abgenommen. Auch weiterhin muss die Energiebranche mit tiefgreifenden Veränderungen, instabilen Rahmenbedingungen und volatilen Energiemärkten rechnen. Unsere zukünftige Geschäftstätigkeit ist demzufolge mit größeren Risiken behaftet. Aus diesem Grund hat sich die Gesamtentwicklung der Risikosituation nach Einschätzung des Vorstands im Vergleich zum Vorjahr verschlechtert; dies zeigt auch die unten stehende Übersicht. Aus Sicht des Vorstands des MVV Energie Konzerns gibt und gab es jedoch keine Anhaltspunkte dafür, dass Risiken einzeln oder in ihrer aggregierten Gesamtheit den Fortbestand des gesamten Unternehmens oder eines wesentlichen Konzernunternehmens im Berichtszeitraum gefährdet haben oder darüber hinaus gefährden könnten. Vom Bilanzstichtag 30. September 2013 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2012/13 hat sich die Risikosituation unseres Konzerns nicht wesentlich verändert. Folgende Faktoren sind ausschlaggebend für die Entwicklung unseres Geschäftsergebnisses:
Wir haben die Faktoren, die unsere Geschäftsentwicklung sowie die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage beeinflussen können, in die nachfolgenden sechs Kategorien unterteilt. Preisrisiken und -chancenZu den Preisrisiken und -chancen, die das Ergebnis unseres Konzerns positiv oder negativ beeinflussen können, zählen: Energiepreisschwankungen sowohl auf der Bezugs- als auch auf der Absatzseite, Wechselkursveränderungen und Zinsänderungen. Wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der Preisrisiken aufgrund unserer internen Gewichtung insgesamt als gestiegen. Über Finanzinstrumente - die wir hauptsächlich verwenden, um Risiken zu begrenzen - berichten wir ausführlich in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss auf den Seiten 149 bis 156. Erwartete Risikosituation des MVV Energie Konzernsscroll
→ unverändert ↗ gestiegen ↘ gesunken Schwankungen des Clean Dark Spread (CDS)Der Clean Dark Spread (die Erzeugungsmarge aus der Steinkohleverstromung) wird errechnet als Differenz zwischen den Stromerlösen an den Großhandelsmärkten einerseits sowie andererseits den Kosten, die bei der Erzeugung entstanden sind. Bei den Erzeugungskosten handelt es sich hauptsächlich um die Kosten für Kohle (einschließlich Transportkosten und dem Euro/Dollar-Wechselkurs) und CO2 -Emissionszertifikate. Wir beobachten, bewerten und steuern die möglichen Auswirkungen von Preisschwankungen auf unser Erzeugungs-Portfolio-Management mit einer konzernweiten Systematik. Im Geschäftsjahr 2012/13 verharrte der CDS weiter auf historisch niedrigem Niveau - daher beurteilen wir die Risiken im Zusammenhang mit dem CDS als gestiegen: Der niedrige CDS wirkt sich negativ auf unser Ergebnis im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement bei der Vermarktung von Kraftwerkskapazitäten aus. Chancen könnten erst entstehen, wenn sich die Erzeugungsmarge wieder deutlich verbessert. Energiepreisschwankungen am MarktDie Energiemengen, die unser Vertrieb für die Lieferungen an unsere Kunden benötigt, kaufen wir überwiegend am Energiehandelsmarkt ein. Unsere Energiehandelstochter MVV Trading GmbH schließt die entsprechenden Geschäfte gemäß dem geltenden Hedging-Regelwerk ab. Wir decken uns dabei bis zu drei Kalenderjahre im Voraus mit Energiemengen ein. So verstetigen wir unsere Ergebnisse in den Berichtssegmenten Handel- und Portfoliomanagement sowie Vertrieb und Dienstleistungen und verringern frühzeitig Unsicherheiten für die folgenden Geschäftsjahre - wir begrenzen mit unserem Energiehandel also aktiv das Volumen unserer Risikoposition. WechselkursveränderungenRisiken und Chancen aus Wechselkursveränderungen hatten für uns bislang nur eine untergeordnete Bedeutung. Aufgrund unserer Aktivitäten in Großbritannien - wir bauen eine thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und ein Biomassekraftwerk in Ridham Dock - wird der Euro/Pfund-Wechselkurs wichtiger für den Konzern, deshalb haben wir frühzeitig eine Absicherungsstrategie entwickelt. Dank dieser werden Wechselkursveränderungen auch im Geschäftsjahr 2013/14 noch keine bedeutende negative Auswirkung auf das Ergebnis des Berichtssegments Erzeugung und Infrastruktur haben - eine positive Auswirkung ist möglich. Sobald die Anlagen in Betrieb gehen, wird die Bedeutung von Wechselkursveränderungen für unsere Unternehmensgruppe steigen - hierfür werden wir frühzeitig eine Absicherung gestalten. ZinsänderungenUnsere Finanzierungsabteilung überwacht Zinsänderungsrisiken, die sich vor allem aus der Finanzierung von großen Projekten ergeben können und sichert diese ab, um Risiken zu minimieren. Wir schätzen diese Risikoposition, die das investitionsintensive Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur betrifft, als unverändert ein. Operative Risiken und ChancenOperative Risiken und Chancen entstehen für MVV Energie im Wesentlichen durch den Bau oder Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung. Wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der operativen Risiken und Chancen aufgrund unserer internen Gewichtung insgesamt als gestiegen. Unsicherheiten aus dem AnlagenbetriebIm Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur kann der Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung zu wesentlichen operativen Unsicherheiten für unseren Konzern führen - im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Einfluss, den diese Risikoposition auf das geplante Adjusted EBIT haben könnte, nicht verändert. Käme es bei einer Anlage zu einem ungeplanten Stillstand, könnten wir zum einen eventuell nicht die geplanten Mengen produzieren, zum anderen könnten weitere Kosten auf uns zukommen, zum Beispiel für die Reparatur der Anlage oder für zuzukaufende Ersatzlieferungen für unsere Kunden. Wir mindern Ausfallrisiken, indem wir im Anlagenbetrieb regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen durchführen; zudem investieren wir in die Instandhaltung unserer Anlagen. Ausfälle können wir dennoch nicht ausschließen. Um mögliche Schäden zu begrenzen, haben wir entsprechende Versicherungen abgeschlossen. Wenn es uns gelingt, geplante Revisionszeiten zu unterschreiten oder wenn die Verfügbarkeit einer Anlage die zuvor anvisierten Benutzungsstunden übersteigt, entstehen Chancen, dass wir höhere Erzeugungsmengen erreichen und sich Kosten verringern. Risiken aus dem Verlauf von BauprojektenMit dem Bau großer neuer Erzeugungsanlagen sind zumeist lange Planungs- und Bauphasen verbunden. Wenn sich Projekte verzögern oder die Kosten aufgrund aktueller Entwicklungen höher werden als geplant, kann dies unser geplantes Adjusted EBIT negativ beeinflussen. In der Planungsphase legen wir daher besonderes Augenmerk darauf, dass Projekte solide konzipiert und kalkuliert werden; in die sorgfältige Prüfung beziehen wir die zuständigen Fachabteilungen ein. Wir nutzen moderne Methoden für das Projektmanagement, um mögliche Verzögerungen in der Bauphase zu begrenzen. Im Berichtsjahr haben wir ein weiteres Projekt gestartet: den Bau des Biomassekraftwerks Ridham Dock in Großbritannien. Zusammen mit der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth, Großbritannien, und dem Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim sind so - neben mehreren vergleichsweise kleineren Projekten - drei große Neubauten im Entstehen. Aufgrund dieser drei Großprojekte erachten wir die Risiken aus dem Verlauf von Bauprojekten im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur als gestiegen. Chancen könnten in einem geringen Umfang entstehen, wenn die Bauprojekte schon vor dem anvisierten Termin beendet werden können und so die Inbetriebnahme früher erfolgen kann. Entwicklungen im PersonalbereichIm Personalbereich behalten wir mögliche Risiken ebenfalls im Blick: Beispielsweise könnten aus dem demografischen Wandel auch für Unternehmen des MVV Energie Konzerns Kapazitäts- und Alterungsrisiken entstehen, die alle Berichtssegmente betreffen könnten, je nach Standort in unterschiedlichem Ausmaß. Qualifizierte Mitarbeiter sind die Grundlage für unseren Unternehmenserfolg. Es ist daher unser Ziel, bei potenziellen Mitarbeitern als attraktiver Arbeitgeber bekannt zu sein. Wir minimieren die Personalrisiken zudem mit zahlreichen Maßnahmen, beispielsweise durch gezielte Personalentwicklung und indem wir die Vereinbarkeit von Familie und Beruf verbessern. Hierzu informieren wir ausführlich im Kapitel ► Nachhaltigkeit ab Seite 82. Wie auch im Vorjahr erachten wir das Risiko, keinen geeigneten Ersatz für Schlüsselpositionen zu finden, für gering. Sollten wir mit unseren Programmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung erfolgreicher sein als erwartet, dann bestehen Chancen, besonders begehrte Potenziale für unser Unternehmen zu gewinnen. Informationen zu unseren Pensionsverpflichtungen finden Sie in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 143 (Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen). Einflüsse, aus denen Risiken aus Pensionsverpflichtungen resultieren könnten, wurden bereits in Pensionsgutachten berücksichtigt und sind in unsere Planung eingeflossen. IT-, Modell-, Organisations-, Sicherheitsrisiken und -chancenFür alle Geschäftsprozesse ist es wichtig, Daten sicher speichern und Informationstechnologie unterbrechungsfrei nutzen zu können. Wir begegnen potenziellen IT-Risiken mit umfangreichen technischen und organisatorischen Maßnahmen - zum Beispiel mit permanenten Datenspiegelungen zwischen den Produktionsrechnern und den räumlich getrennten Backup-Rechnern. Die wichtigsten Hardwarekomponenten haben wir redundant ausgelegt, und wir verfügen über ein Ausweichrechenzentrum. Daher haben IT-Risiken für unseren Konzern aus unserer Sicht nur untergeordnete Bedeutung. Dies gilt auch für Modell-, Organisations-, Sicherheitsrisiken und -chancen. Mengenrisiken und -chancenMengenschwankungen können sich auf das Ergebnis unserer Geschäftstätigkeit sowohl auf der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite positiv oder negativ auswirken. Wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der Mengenrisiken insgesamt als unverändert. Mengenschwankungen infolge geänderter wirtschaftlicher BedingungenMVV Energie ist vom Verlauf der Konjunktur nur indirekt betroffen: Produzieren unsere großen Industrie- und Gewerbekunden aufgrund der wirtschaftlichen Lage weniger, kann das dazu führen, dass sie weniger Energie von uns beziehen. Kommt es hingegen zu einer Produktionssteigerung bei unseren Kunden, entstehen Chancen auf höheren Absatz. Auch das Gewerbeabfallaufkommen kann produktionsbedingt höher oder geringer ausfallen. Wir reagieren durch unser Stoffstrommanagement flexibel auf veränderte regionale Marktbedingungen und wirken so möglichen Mengenrisiken für unsere Anlagen entgegen. Dennoch können die Erlöse - selbst bei einer hohen Auslastung unserer thermischen Abfallverwertungsanlagen - unterhalb unserer Erwartungen liegen, wenn eine schlechte Qualität des Brennstoffs das Ergebnis negativ beeinflusst. Dies ist jedoch nicht zwingend der Fall: Denn ist der Brennwert des Abfalls geringer als erwartet, kann gegebenenfalls eine größere Menge verfeuert werden - was zu steigenden Abfallerlösen führt, da der Abfall nach Gewicht vergütet wird. Die Risiken aus Mengenschwankungen im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur haben sich nicht verändert. Absatzschwankungen durch WitterungseffekteUnsere Geschäftsentwicklung hängt immer auch mit dem Witterungsverlauf zusammen, weil wir vielen unserer Kunden in der Heizperiode (Oktober bis April) Fernwärme und Gas liefern. Aus Witterungseffekten ergeben sich für alle Berichtssegmente Risiken und Chancen. Chancen ergeben sich für uns, wenn der Witterungsverlauf kälter ist als geplant. Dies war im Geschäftsjahr 2012/13 der Fall, das durch eine langanhaltend kühle Witterung geprägt war, die über die übliche Heizperiode hinausging. Dies beeinflusste den Absatz von Fernwärme und Gas und das daraus resultierende Adjusted EBIT in den Berichtssegmenten Vertrieb und Dienstleistungen sowie Strategische Beteiligungen und Erzeugung und Infrastruktur positiv. Absatzschwankungen durch Wettbewerb oder EffizienzIm liberalisierten Energiemarkt ist der Wettbewerbsdruck größer geworden: Entscheiden sich Kunden für einen anderen Anbieter, sind Mengenrückgänge für unseren Konzern die Folge. Auch Effizienzmaßnahmen unserer Kunden, wie Wärmedämmungen, können das Abnahmeverhalten verändern und zu Mengeneinbußen führen. Wir ergreifen Chancen, die sich im liberalisierten Markt bieten: Wir stärken die Bindung unserer Kunden und unsere Chancen, neue Kunden zu gewinnen - zum Beispiel durch innovative, wettbewerbsfähige Produkte mit hohem Kundennutzen, wie den Energiefonds Strom/Gas, den wir kontinuierlich weiter entwickeln. Trotz eines intensiver gewordenen Wettbewerbs haben sich daher die Risiken in diesem Zusammenhang im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen aus unserer Sicht nicht verändert. Die Risiken aus auslaufenden Konzessionsverträgen erachten wir als gering, da wir traditionell eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den kommunalen Eigentümern pflegen. Gesetzliche RisikenAus der Regulierung oder aus rechtlichen Risiken können Einflüsse auf unsere Geschäftsentwicklung resultieren; beides fassen wir unter gesetzliche Risiken zusammen. Wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der gesetzlichen Risiken aufgrund unserer internen Gewichtung insgesamt weiterhin als unverändert. RegulierungsrisikenRisiken im Zusammenhang mit der Regulierung können hauptsächlich dadurch entstehen, dass Behörden - wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) oder die Kartellämter - in die Preisgestaltung eingreifen. In der Vergangenheit betraf das zum Großteil die Netzentgelte, die von der BNetzA festgesetzt werden. Noch ist der Prozess, mit dem die Erlöse der Netzbetreiber von Strom und Gas in der zweiten Regulierungsperiode festgelegt werden, nicht abgeschlossen; es zeichnet sich jedoch ab, dass sich die Risiken für unsere Planung reduziert haben - wir hatten die zukünftigen Netzerlöse mit der gebotenen Vorsicht eingeplant. Wie allgemein in der Energiebranche können wir nicht ausschließen, dass auch unsere Wasser- oder Fernwärmepreise überprüft werden und zumindest Kartellbehörden eine Preissenkung verfügen könnten. Regulierungsrisiken sind insbesondere für das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur bedeutend. Abhängig von der Neugestaltung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) können veränderte Vorgaben des Gesetzgebers unser Bestandsgeschäft oder unser geplantes Wachstum negativ beeinflussen, zum Beispiel bei Veränderungen der Vergütungssätze bei der Einspeisung von erneuerbaren Energien nach dem EEG. Wir erwarten, dass eine stärker wettbewerbliche Ausrichtung des Energiesystems für unser Unternehmen positive Auswirkungen hätte. Es ist möglich, dass der Gesetzgeber Entscheidungen trifft, die unser Adjusted EBIT negativ beeinflussen könnten. Regulierungsrisiken sind hauptsächlich für die Berichtssegmente Handel und Portfoliomanagement sowie Vertrieb und Dienstleistungen relevant. Um Regulierungsrisiken entgegenzuwirken, beteiligen wir uns aktiv an der politischen Meinungsbildung - dazu informieren wir ausführlich im Kapitel ► Wirtschaftsbericht ab Seite 46. Rechtliche RisikenRechtliche Risiken stehen bei MVV Energie vor allem im Zusammenhang mit Gerichtsprozessen, Produkthaftungen sowie unvorteilhaften oder nicht durchsetzbaren Verträgen; sie können alle Berichtssegmente betreffen. Unsere Konzernrechtsabteilung begrenzt diese Risiken, indem sie Verträge entsprechend verhandelt und verfasst. Zudem haben wir ein konzernweit gültiges Compliance-Management-System, das auch dazu dient, Gesetzesverstöße zu vermeiden; wir berichten darüber im Kapitel ► Corporate Governance ab Seite 105. MVV Energie hat Beschwerde eingereicht gegen die Festlegung der § 19 Abs. 2 StromNEV-Umlage durch die Bundesnetzagentur für das Jahr 2011: Es geht dabei um die Regelung, wie mit den nicht zu entrichtenden Netzentgelten von stromintensiven Unternehmen verfahren wird. Festgelegt wurde, dass Erlöse, die Netzbetreibern im Jahr 2011 entgingen, nicht wie zuvor in der StromNEV vorgesehen von den Übertragungsnetzbetreibern (ÜNB) beglichen werden, sondern im Rahmen des Regulierungskontos verrechnet werden sollen. Unser Unternehmen Netrion GmbH besteht auf der ursprünglich im § 19 Abs. 2 StromNEV beschriebenen Wälzung analog § 9 KWKG. Das Verfahren war zum Zeitpunkt der Erstellung dieses Geschäftsberichts noch nicht abgeschlossen. Die Geschäftstätigkeit von MVV Energie ist außerdem Risiken ausgesetzt, die sich aus der Rechtsprechung in Bezug auf Preisanpassungsklauseln ergeben; für unser Unternehmen können daraus auch Unsicherheiten in der Gestaltung zukünftiger Verträge entstehen. Die rechtlichen Risiken sind gestiegen. FinanzierungsrisikenZu den Finanzierungsrisiken zählen in erster Linie Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken; wir beurteilen die zukünftige Risikosituation innerhalb der Finanzierungsrisiken aufgrund unserer internen Gewichtung insgesamt weiterhin als unverändert. ForderungsausfallrisikenBegleichen Kunden oder Geschäftspartner unsere Rechnungen nicht oder nur zum Teil, entstehen Forderungsausfälle. Forderungsausfallrisiken bestehen insbesondere bei langfristigen Lieferbeziehungen, wie bei Contracting-Verträgen. Um unser Risiko zu begrenzen, suchen wir unsere Geschäftspartner mit der gebotenen kaufmännischen Vorsicht aus. Zudem diversifizieren wir unser Portfolio, um damit eine kumulative Häufung von Ausfallrisiken zu vermeiden. Wir prüfen die Bonität unserer Kunden; bei Bedarf vereinbaren wir zusätzlich die Hinterlegung von Sicherheiten, Bürgschaften oder Garantien. Forderungsausfallrisiken bestehen für alle Berichtssegmente; im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen schätzen wir das Risiko als gestiegen ein. LiquiditätsrisikenDas Risiko, dass wir benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen können, halten wir weiterhin für gering. Wir profitieren von unserem konzerninternen Cash-Pooling mit dem wir das Liquiditätsrisiko minimieren - und mit dem wir darüber hinaus auch unser Zinsergebnis positiv beeinflussen können. Unseren langfristigen Kapitalbedarf decken wir unter anderem mit Schuldscheindarlehen ab. Über unser Tilgungsprofil informieren wir im Kapitel ► Wirtschaftsbericht auf Seite 63. LänderrisikenLänderrisiken können für uns aus der Zahlungsunfähigkeit oder der fehlenden Zahlungsbereitschaft eines Staates entstehen; auch Transferrisiken können eine Rolle spielen. Dies betrifft das Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen. Wie auch im Vorjahr spielen diese Risiken bei uns nur eine untergeordnete Rolle. Strategische Risiken und ChancenDer nachhaltige Erfolg des MVV Energie Konzerns ist von unseren strategischen Entscheidungen abhängig - also von unseren Antworten auf die Fragen: In welche Märkte, Technologien, Unternehmen oder Projekte wollen wir zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang investieren? In der Energiebranche wird hauptsächlich in Energieerzeugungs- und Verteilungsanlagen investiert, das heißt in langfristige Sachanlagen. Wir ermitteln in einem strategischen Planungsprozess Potenziale, die unserem Konzern neue Märkte und Technologien bieten. Wir treffen unsere strategischen Entscheidungen auf Basis von fundierten Markt- und Wettbewerbsanalysen und sorgfältigen Rentabilitätsberechnungen. In enger Abstimmung mit dem Vorstand überwacht unsere Abteilung Konzernstrategie kontinuierlich die strategische Ausrichtung und passt sie neuen Gegebenheiten an. Wir haben im Rahmen unseres Strategieprojekts MVV 2020 ein Investitionsprogramm von 3 Mrd Euro eingeplant; innerhalb der letzten vier Jahre haben wir bereits ein Investitionsvolumen von rund 2,1 Mrd Euro umgesetzt oder beschlossen. Es ist für unser geplantes Adjusted EBIT von Bedeutung, dass die strategisch wichtigen Investitionen zu den erwarteten Einnahmen führen werden. Unsere Investitionen prüfen wir gemäß der internen Investitionsrichtlinie, dabei beziehen wir Fachabteilungen mit ein. Dennoch könnten Fehleinschätzungen hinsichtlich der Planungsprozesse, der zukünftigen Rentabilität, der nötigen Finanzierungsrahmen und der möglichen Risiken von Beteiligungen, Geschäftsfeldern oder auch von einzelnen Projekten in zukünftigen Geschäftsjahren Einbußen beim geplanten Adjusted EBIT zur Folge haben. Durch den Umbau des Energieversorgungssystems in Deutschland hat sich auch für unser Unternehmen die Planungsunsicherheit erhöht; daher beurteilen wir die zukünftige Risikosituation innerhalb der strategischen Risiken als gestiegen. Chancen nutzenNeben den Risiken, die aus den tiefgreifenden Umwälzungen in der Energiewirtschaft resultieren, entstehen aber auch Chancen für mittel- und langfristiges Werte schaffendes Wachstum. Dank der kommunalen und regional starken Verankerung unserer Konzernunternehmen sowie aufgrund unseres breit gefächerten Geschäftsportfolios entlang der Wertschöpfungskette, sehen wir uns mit der Umsetzung unseres Wachstumsprogramms gut positioniert, die sich aus dem Systemwechsel in der Energiewirtschaft bietenden Chancen wirtschaftlich nutzen zu können. Mit dem Start unseres Projekts MVV 2020 im Jahr 2009 haben wir unseren Konzern frühzeitig auf ein neues Energiesystem ausgerichtet. Die Strategie des MVV Energie Konzerns erläutern wir im Kapitel ► Grundlagen des Konzerns ab Seite 38. Über Chancen unseres Unternehmens berichten wir auch im Kapitel ► Prognosebericht ab Seite 97. INTERNES KONTROLLSYSTEM (IKS)Geltungsbereich des Internen KontrollsystemsDas rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist standortübergreifend integraler Bestandteil der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse des MVV Energie Konzerns. Wir verfolgen damit das Ziel, die Ordnungsmäßigkeit und Zuverlässigkeit der konzernweit einheitlichen Rechnungslegung einschließlich der Erstellung des Konzernabschlusses und der Lageberichterstattung sicherzustellen. Wir sorgen damit auch dafür, dass das Unternehmen die gesetzlichen Vorschriften und internen Maßgaben einhält. Wir haben durch das IKS in unserer Unternehmensgruppe mehr Transparenz bei allen kaufmännischen Prozessen erzielt, die für den Konzernabschluss und die Lageberichte der MVV Energie AG wichtig sind. Das rechnungslegungsbezogene IKS erstreckt sich auf die Finanzberichterstattung des gesamten MVV Energie Konzerns; es beinhaltet Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Erfassung von Geschäftsvorfällen unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherstellen sollen. Diese umfassen neben den Grundsätzen der ordnungsmäßigen Buchführung die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) sowie ergänzende Bestimmungen der Satzung. Bei der MVV Energie AG als börsennotierter Gesellschaft kommt zusätzlich der Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung zur Anwendung. Zudem wird ein Compliance-Management-Bericht erstellt, mit dem jährlich darüber informiert wird, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden; Informationen dazu befinden sich im Kapitel ► Corporate Governance ab Seite 105. Vorstände und Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaften sowie ausgewählte Bereichs- und Konzernabteilungsleiter des MVV Energie Konzerns leisten quartalsweise einen internen Bilanzeid. Grundlagen und Organisation des IKSDer Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns wird nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellt, wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie den ergänzenden handelsrechtlichen Bestimmungen nach § 315a Abs. 1 HGB. Der Feststellung und der nachfolgenden Veröffentlichung geht die Prüfung durch den Bilanzprüfungsausschuss und den Aufsichtsrat voraus. Der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns wird zentral in Mannheim durch den kaufmännischen Bereich erstellt. Wesentliche Bilanzierungsfragen werden im Konzern vom Bereich Rechnungswesen und Steuern bearbeitet. Dieser Bereich steht auch als Ansprechpartner für die Tochtergesellschaften zur Verfügung. Wir erstellen den Konzernabschluss in einem mehrstufigen Prozess mithilfe einer SAP-Konsolidierungssoftware. Die einzelnen Tochtergesellschaften erstellen ihre Abschlüsse, die von dem jeweiligen Abschlussprüfer geprüft und dann bei der MVV Energie AG zum Konzernabschluss zusammengeführt werden. Einzelne Prozesse, die einen indirekten Einfluss auf die Rechnungslegung haben, wie beispielsweise die Abrechnungsdienstleistung, sind bei unserer Shared Service Gesellschaft lokalisiert. Die allgemeinen Konsolidierungsprozesse unseres Unternehmens haben wir schriftlich fixiert und überwachen diese im Rahmen der Abschlusserstellung. Alle Gesellschaften, die wir in den Konzernabschluss einbeziehen, unterliegen einer einheitlichen Richtlinie zur Bilanzierung und Berichterstattung, die für die Konzernjahres- und -quartalsabschlüsse gilt; sie umfasst eine Beschreibung der anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit IFRS sowie die für unser Unternehmen typischen Rechnungslegungsvorschriften - beispielsweise die Behandlung unserer regulatorischen Verpflichtungen. Weitere Informationen, die für die Rechnungslegung und Abschlusserstellung relevant sind, tragen wir im Rahmen der Abschlussprozesse qualitativ und quantitativ zusammen. Wir erörtern sie gemeinsam mit den relevanten Fachbereichen regelmäßig in festgelegten Prozessen. Um die Vollständigkeit zu gewährleisten, erfassen wir diese Informationen im Rahmen unserer Qualitätssicherung. Unsere laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses haben wir in funktionale Prozessschritte unterteilt und für diese Schritte automatisierte oder manuelle Kontrollen verankert. Zu den Grundlagen des IKS innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation gehören:
Wir haben Überwachungskontrollen über alle Hierarchiestufen hinweg eingerichtet. Der zusammengefasste Lagebericht - der sowohl für den MVV Energie Konzern als auch für die MVV Energie AG gilt - wird vom Bereich Finanzen und Investor Relations erstellt. Wir haben Risiken, die dem Ziel der normenkonformen Veröffentlichung des Konzernabschlusses entgegenstehen könnten, identifiziert, indem wir die notwendigen Prozesse und Schnittstellen genau analysiert, die Beteiligten geschult und den Zeitplan sehr detailliert niedergelegt haben. Unser IKS dient dazu, das Risiko von wesentlichen Falschdarstellungen im Konzernabschluss, im zusammengefassten Lagebericht und in den Finanzberichten zu den Quartalen und zum Halbjahr zu vermeiden, die aufgrund von Fehlern oder Betrug entstehen könnten. Einheitliche Standards standortübergreifendDer kaufmännische Bereich der MVV Energie AG ist verantwortlich für das rechnungslegungsbezogene IKS, für die Erstellung des Einzelabschlusses der MVV Energie AG und des Konzernabschlusses. Im MVV Energie Konzern sind gleichwertige interne Kontrollsysteme mit einem einheitlichen Standard im Einsatz. Um der Forderung eines dokumentierten und jederzeit nachvollziehbaren IKS nachzukommen, wurde bei der MVV Energie AG bereits im Geschäftsjahr 2009/10 eine standardisierte Vorgehensweise zur Prozess- und Kontrolldokumentation erfolgreich implementiert. Die bedeutendsten Gesellschaften haben eigene IKS-Verantwortliche, die auf Gesellschaftsebene die Dokumentation des IKS nach dem standardisierten Verfahren überwachen und regelmäßig an den IKS-Verantwortlichen der MVV Energie AG berichten. Standortübergreifend wird die Einhaltung der standardisierten Vorgehensweise von der MVV Energie AG überwacht. Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst; er dient als Grundlage für die IKS-Berichterstattung an den Bilanzprüfungsausschuss. Die Ablauforganisation in den abschlussrelevanten Bereichen der MVV Energie AG wird durch eine spezielle Software dargestellt und im Intranet veröffentlicht. Einzelfallbezogene Regelungen, die den Prozessablauf detaillierter beschreiben, sind als zusätzliche Informationen im Prozessablauf hinterlegt. Der Abschluss wird nach einem strengen Terminplan erstellt: Dieser muss strikt eingehalten werden und berücksichtigt alle Bereiche, die Daten für die Erstellung des Finanzberichts zur Verfügung stellen müssen. Permanent wird die rechtzeitige Anlieferung von Informationen zu den jeweiligen Terminen überwacht, die angelieferten Daten werden dokumentiert. Beides erfolgt standardisiert und ist jederzeit nachvollziehbar. Unterstützt wird das Rechnungswesen durch ein integriertes Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System). Durch Validierungen, die im ERP-System hinterlegt sind, werden Daten auf ihre Gültigkeit geprüft: So sollen Fehler bereits systemseitig im Vorhinein vermieden werden. Im ERP-System ist zudem ein Benutzerberechtigungskonzept hinterlegt, mit dem ein unberechtigter Zugriff auf Daten und Systeme ausgeschlossen werden soll sowie auf Systemeinstellungs-, Buchungs- und Berichtsfunktionen. Regelmäßiges ReportingDas Konzerncontrolling überwacht regelmäßig die Einhaltung der Ziele der vom Aufsichtsrat verabschiedeten Wirtschaftsplanung sowie die Abweichungen zur Entwicklung des letzten Geschäftsjahrs. Dazu wird monatlich ein umfangreicher Bericht für den Vorstand erstellt, in dem anhand der Kommentierungen der einzelnen Geschäftsfelder die Entwicklung erläutert wird. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden Maßnahmen vorgeschlagen, sodass der Vorstand auf dieser Grundlage das Geschäft des MVV Energie Konzerns steuern kann. Verantwortungsvolle Überwachung von IKS und RMSDie Vorstände und Geschäftsführer der konsolidierten Tochtergesellschaften sind verantwortlich für die Implementierung, Aufrechterhaltung und Überwachung des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems; dabei erhalten sie unter anderem Unterstützung von der Konzernrevision: Diese prüft im Rahmen einer risikoorientierten Prüfungsplanung das interne Kontroll- und Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns, identifiziert Schwachstellen und überwacht, ob die eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt wurden, um die Schwachstellen zu beheben. Der Aufsichtsrat beziehungsweise der Bilanzprüfungsausschuss der MVV Energie AG und die Aufsichtsräte der konsolidierten Beteiligungen prüfen als übergeordnete Instanzen ebenfalls jährlich, ob Aufbau und Funktionsweise des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems angemessen sind. Sie sind damit wesentlicher Bestandteil des internen Überwachungssystems innerhalb des MVV Energie Konzerns. GRUNDZÜGE DES VERGÜTUNGSSYSTEMSDie Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012/13 haben wir in diesem Geschäftsbericht sowohl im ► Vergütungsbericht ab Seite 109 als auch in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss 2012/13 ab Seite 160 offengelegt. Er berücksichtigt die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und der International Financial Reporting Standards (IFRS) sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex'. Das Vergütungssystem des Vorstands entspricht der Gesetzesvorgabe, nach der die variable Vergütung auf eine nachhaltige Unternehmensentwicklung auszurichten ist und auf mehrjährigen Zielen basieren soll. Für seine Tätigkeit erhält der Vorstand eine Gesamtvergütung, die in fixe und variable Komponenten eingeteilt ist. Die variable Vergütung wird aus zwei Komponenten berechnet: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt, die sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns bemisst, abzüglich Restrukturierungsaufwendungen. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des Berichtsjahrs und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABENDer Lagebericht und der Konzernlagebericht enthalten übernahmerelevante Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB. Der Vorstand hat sich mit diesen Angaben befasst und gibt folgende Erläuterungen hierzu: Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag (30. September 2013) insgesamt 168 721 397,76 Euro. Es war eingeteilt in 65 906 796 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,56 Euro je Stückaktie. Jede Aktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der MVV Energie AG und die sich aus dem Gesetz und der Satzung ergebenden Rechte und Pflichten. Beschränkungen von Stimmrechten und VinkulierungenBeschränkungen von Stimmrechten und Vinkulierungen bestehen nicht. Entsprechende Vereinbarungen zwischen den Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreitenDie Stadt Mannheim hielt zum Bilanzstichtag mittelbar 50,1 % der Anteile der MVV Energie AG; die RheinEnergie AG, Köln, hielt unmittelbar 16,3 % und die EnBW Energie AG, Karlsruhe, unmittelbar 15,1 % der Aktien. StimmrechtskontrolleEine Stimmrechtskontrolle im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 5 und 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB findet nicht statt. Vorschriften zur Ernennung und Abberufung des Vorstands und zur SatzungsänderungDie Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach §§ 76 ff. AktG insbesondere 84 f. AktG und 30 ff. MitbestG. Der Vorstand der Gesellschaft besteht nach der Satzung der Gesellschaft aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Bestimmung der Anzahl der Mitglieder sowie deren Bestellung und Abberufung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung erfolgt auf längstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Die Änderung der Satzung erfolgt nach § 133 und §§ 179 ff. AktG. Gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung reicht für eine Satzungsänderung auch die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen stimmberechtigten Grundkapitals aus, sofern nach zwingenden gesetzlichen Gründen keine größere Mehrheit erforderlich ist. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von AktienDie Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien zu erwerben, und zwar bis zu einem Umfang von 16,9 Mio Euro - das waren zum Zeitpunkt der Beschlussfassung 10 % des bestehenden Grundkapitals. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung bislang keinen Gebrauch gemacht. Entschädigungsvereinbarungen und Change-of-Control-KlauselnBei der MVV Energie AG bestehen keine Regelungen in wesentlichen Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Change-of-Control-Klauseln). Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen ebenfalls nicht. NACHTRAGSBERICHTVom Bilanzstichtag 30. September 2013 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2012/13 haben sich die Rahmenbedingungen für unser Geschäft über die nachstehenden Sachverhalte hinaus nicht wesentlich verändert. EEG-Umlage steigt zum 1. Januar 2014 auf RekordhochZum 1. Januar 2014 werden höhere staatliche Umlagen und Abgaben sowie Netzentgelte und der gestiegene Aufwand aufgrund von gesetzlichen Anforderungen an Abrechnung und Informationstechnologie wirksam. Größter Einzelposten ist dabei die Ökostromumlage (EEG-Umlage), mit der der Ausbau der erneuerbaren Energien gefördert wird; die EEG-Umlage steigt zum Jahreswechsel von 5,277 auf 6,240 Cent pro kWh. Nach Aussage des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) wird der Anteil der staatlichen Abgaben und Steuern am Strompreis im neuen Jahr 2014 bei rund 52 % liegen. Die Energieversorgungsunternehmen haben keinen Einfluss auf die zum 1. Januar 2014 steigenden Steuern, Abgaben und Umlagen, die auch bei MVV Energie zum Jahreswechsel zu einer Anpassung der Strompreise führen werden. Durch günstigere Beschaffungskosten, die wir durch unseren professionellen Handel erreichen, kann MVV Energie den Preisanstieg jedoch wirksam begrenzen. Neuer Vertriebsvorstand der MVV Energie AGRalf Klöpfer ist seit 1. Oktober 2013 neues Mitglied im Vorstand der MVV Energie AG. Er hat die Verantwortung für den Bereich Vertrieb übernommen und damit die Nachfolge von Matthias Brückmann angetreten, der das Unternehmen verlassen hatte. Zum Vertriebsressort der MVV Energie AG gehören neben den unmittelbar vertrieblichen Aktivitäten auch die Geschäftsfelder Handel und Portfoliomanagement sowie Energiedienstleistungen. Genehmigung Block 9 des GKM endgültig bestätigtDas Bundesverwaltungsgericht in Leipzig hat am 24. Oktober 2013 das Urteil des 10. Senats des Verwaltungsgerichtshofs Baden-Württemberg (VGH Mannheim) bestätigt, mit dem die Klage des Bundes für Umwelt und Naturschutz (BUND) gegen die immissionsrechtliche Genehmigung von Block 9 des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) im Juli 2011 abgewiesen worden ist. Nach Ansicht des Bundesverwaltungsgerichts standen der Genehmigungserteilung über Errichtung und Betrieb von Block 9 keine öffentlich-rechtlichen Vorschriften entgegen. Mit der höchstrichterlichen Entscheidung des Bundesverwaltungsgerichts erlangt das Urteil des Verwaltungsgerichtshofs Mannheim nun Rechtskraft. Der planmäßige Fortgang der Bauarbeiten wurde durch dieses Verfahren nicht beeinflusst. Der neue Block 9 im GKM wird voraussichtlich im Laufe des Kalenderjahrs 2015 in Betrieb gehen und dann die älteren Blöcke 3 und 4 ersetzen. PROGNOSEBERICHTPrognose des Vorstands zum GeschäftsverlaufDer tiefgreifende Umbau der Energiewirtschaft wird die gesamte Energiebranche und auch unser Unternehmen in den kommenden Jahren weiterhin belasten. Gleichwohl sehen wir für den MVV Energie Konzern auch wirtschaftliche Chancen im Wandel des Energiesystems hin zu erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz. Diese wollen wir mit unserer zukunftsorientierten Strategie nutzen. Künftige gesamtwirtschaftliche EntwicklungDie führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute erwarten in ihrem Herbstgutachten, das am 17. Oktober 2013 veröffentlicht wurde, in Deutschland für das Jahr 2013 ein geringes Wirtschaftswachstum von 0,4 und rechnen für 2014 mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts von 1,8 °%. Das stärkere Wachstum in 2014 werde hauptsächlich von steigenden Investitionen und einer zunehmenden Binnennachfrage getragen. Auch mittelfristig sagen die Wirtschaftsforscher für Deutschland ein solides Wirtschaftswachstum voraus. Allerdings gebe es auch Risiken für die Konjunktur, vor allem, wenn die Schuldenkrise in der Eurozone wieder aufflammen sollte. Künftige BranchenentwicklungDie deutsche Energiebranche stellt sich einem Transformationsprozess in bisher nicht gekanntem Ausmaß. Dies wird die Situation der Energiebranche auch zukünftig prägen und von vielen Unternehmen große Anstrengungen und Anpassungsprozesse erfordern. Das gilt auch für den MVV Energie Konzern, der sich von den schwierigen Marktbedingungen nicht abkoppeln kann. In der Energiepolitik ging es in den letzten Jahren vorrangig darum, den erneuerbaren Energien mit der subventionierten Einspeisevergütung und dem Einspeisevorrang über das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) einen Entwicklungsschub zu geben. Nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Deutschland ist es dringend notwendig, das EEG-Gesetz zu reformieren, um die dadurch entstandenen großen wirtschaftlichen Belastungen für Energieerzeuger und Verbraucher zu begrenzen, um die erneuerbaren Energien schrittweise markt- und systemfähig zu machen, um sie mit den konventionellen Energien zu verzahnen und um eine höhere volkswirtschaftliche Kosteneffizienz zu erreichen. Das aktuelle Preisniveau am Stromgroßhandelsmarkt ist für die Finanzierung neuer Kraftwerke nicht ausreichend; es ist auch der Marktaustritt von Bestandsanlagen zu befürchten. Falls diese Situation andauert, wird ein zusätzlicher Markt für die Leistungsbereitstellung (Kapazitätsmechanismen) notwendig. Denn auf absehbare Zeit ist auch der weitere Betrieb und Neubau konventioneller Kraftwerke erforderlich, um die Versorgungssicherheit aufrechtzuerhalten und die dargebotsabhängige Erzeugung aus Wind und Photovoltaik abzusichern. Die sogenannte Kaltreserve und ihre Weiterentwicklung zur strategischen Reserve bilden dabei eine sinnvolle temporäre Lösung. MVV Energie hat sich in die Diskussion zur Reform des deutschen Strommarkts und über ein geeignetes zukünftiges Marktdesign für erneuerbare Energien eingebracht und einen Drei-Stufen-Plan entwickelt vom Ist-Zustand hin zu einem Auktionsmodell. Ausgangspunkt war der Befund, dass für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien auf absehbare Zeit, neben dem Erlös aus der tatsächlichen Stromlieferung (Energy-Only-Markt), eine weitere Refinanzierungsquelle benötigt wird. Hierzu sollten mittel- und langfristig zunehmend wettbewerbliche Verfahren, zum Beispiel Auktionen, eingeführt werden. Für Einzelheiten der Studie, die in Zusammenarbeit mit den renommierten Instituten Arrhenius, Ecofys und Takon erarbeitet wurde, verweisen wir auf die Erläuterungen im Kapitel ► Veränderungen in der Energiepolitik ab Seite 46. Auswirkungen auf MVV EnergieUnsere Geschäftsentwicklung wird auch im Geschäftsjahr 2013/14 in starkem Maße von den energiepolitischen Rahmenbedingungen und energiewirtschaftlichen Entwicklungen geprägt sein. Auch den gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland werden wir uns nicht entziehen können, die für uns aber von geringerer Bedeutung als der Witterungsverlauf sind. Strategische Ausrichtung weiter konsequent verfolgenWir setzen unsere zukunftsorientierte Konzernstrategie zielgerichtet weiter um. Unsere definierten Wachstumsfelder befinden sich im Einklang mit dem energiepolitischen und gesamtgesellschaftlichen Ziel, das Energiesystem grundlegend zu ändern. MVV Energie nutzt mit ihrem breiten und auf Nachhaltigkeit ausgerichteten Geschäftsportfolio entlang der gesamten Wertschöpfungskette der Energiewirtschaft ihre Wettbewerbschancen auch in dem schwierigen Marktumfeld. Wir sind dabei auf einem guten Weg! Zu Einzelheiten verweisen wir auf das Kapitel ► Ziele und Strategien auf den Seiten 41 und 42. Künftige Märkte, Produkte und DienstleistungenEiner unserer Schwerpunkte beim Ausbau erneuerbarer Energien ist der Bereich WINDENERGIE AN LAND, von dem wir uns weitere Wachstumschancen versprechen. Der MVV Energie Konzern arbeitet aktuell vor allem im Süden und Westen Deutschlands daran, sein Windenergieportfolio auszuweiten. Dabei setzen wir auch auf die eigene Entwicklung neuer Windprojekte. Die Übernahme von bestehenden Windparks bleibt eine Option, sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen. Weitere Wachstumschancen sehen wir im BIOMETHANGESCHÄFT. Wir realisieren derzeit in Kroppenstedt (Sachsen-Anhalt) unser zweites Biomethanprojekt. Diese Anlage wird Ende 2013 ans Netz gehen. Pro Jahr können dort rund 63,5 Mio kWh Biomethan erzeugt und in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist werden. Wir investieren weiter in den Ausbau der umweltschonenden FERNWÄRME MIT KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG. In Mannheim, Kiel, Offenbach und Ingolstadt sowie an einzelnen Standorten unseres tschechischen Teilkonzerns MVV Energie CZ bauen wir unsere Fernwärmenetze weiter aus und verdichten sie. Sichtbare Fortschritte macht der Bau des modernen, energieeffizienten Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim (GKM). Mit ihm schaffen wir die Grundlage, um die Stromversorgung in Süddeutschland zu sichern und um die umweltfreundliche Fernwärmeversorgung in Mannheim und in der Metropolregion Rhein-Neckar ausbauen zu können. Er soll im Laufe des Kalenderjahrs 2015 in Betrieb genommen werden und dann die älteren Blöcke 3 und 4 ersetzen. Der Bau des neuen FERNWÄRMESPEICHERS der MVV Energie AG auf dem Gelände des GKM steht vor der Fertigstellung und wird im Laufe des Geschäftsjahrs 2013/14 sukzessive in Betrieb genommen. Wirtschaftlicher Eigentümer des Fernwärmespeichers ist MVV Energie, die auch seinen zukünftigen Einsatz steuert. In Kiel läuft der Betrieb des 40 Jahre alten GEMEINSCHAFTSKRAFTWERKS KIEL - ein Joint Venture der E.ON Kraftwerke GmbH und unserer Tochtergesellschaft Stadtwerke Kiel - frühestens Ende 2015 nach Plan aus. Die Stadtwerke Kiel prüfen verschiedene Optionen, um die Wärmeversorgung in Kiel auch in Zukunft sicherzustellen. Der ENGLISCHE MARKT bietet mit stabilen Rahmenbedingungen aussichtsreiche Entwicklungschancen. Der Bau des abfallbefeuerten Heizkraftwerks mit Kraft-Wärme-Kopplung in Plymouth geht planmäßig voran. Die Inbetriebnahme ist für das Geschäftsjahr 2014/15 vorgesehen. Das neue Biomassekraftwerk, das wir am südenglischen Hafenstandort Ridham Dock errichten, soll ebenfalls im Geschäftsjahr 2014/15 den Betrieb aufnehmen. Einzelheiten zu beiden Projekten sind im Kapitel ► Nachhaltigkeit auf Seite 77 beschrieben. Unseren BUNDESWEITEN STROM- UND GASVERTRIEB mit Industrie- und Gewerbekunden sowie die Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien nach dem Marktprämienmodell werden wir weiter ausbauen. Da wir hier heute schon zu den Marktführern gehören, sehen wir in diesem Vertriebsgeschäft gute Marktchancen. Dezentrale Konzepte sowie Energieeinspar- und Energieeffizienzlösungen werden für energieintensive Industrie- und Gewerbeunternehmen und die Immobilienwirtschaft an Bedeutung gewinnen. In diesem Trend sehen wir Chancen für unsere im ENERGIEDIENSTLEISTUNGSGESCHÄFT tätige Tochtergesellschaft MVV Enamic GmbH; sie verfügt über langjährige Contracting-Erfahrung. Der Wettbewerb um KONZESSIONEN hat zugenommen. Wir beteiligen uns aktiv daran und wollen unsere erfolgreichen Partnerschaften mit Kommunen erhalten und weiterführen; ebenso bewerben wir uns gezielt um neu ausgeschriebene attraktive Konzessionen. Einführung von SEPAAb dem 1. Februar 2014 werden die bisherigen nationalen Zahlungsverkehrssysteme - wie inländische Überweisungen, Lastschriften und später auch Kartenzahlungen - durch SEPA abgelöst und damit europaweit vereinheitlicht. Mit Hilfe von SEPA (Single Euro Payments Area) können Verbraucher und Unternehmen bargeldlose Zahlungen in 32 Ländern Europas genauso einfach und schnell tätigen wie innerhalb ihres Heimatlands. Der MVV Energie Konzern hat frühzeitig ein standortübergreifendes Projekt aufgesetzt, um sich auf diese Änderung vorzubereiten, die auch für unsere Kunden mit einigen Neuerungen verbunden sein wird. Künftige Forschungs- und EntwicklungsaktivitätenDas baden-württembergische Forschungsprojekt Smart Grid Integration (SGI) untersucht, wie Elektrofahrzeuge sinnvoll in ein intelligentes Stromnetz integriert werden können. Es ist auf 36 Monate angelegt und wird vom Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) mit insgesamt rund 1,1 Mio Euro im Rahmen des Spitzenclusters Elektromobilität Süd-West (Gesamtvolumen 2,5 Mio Euro) gefördert. Die fünf Projektpartner mit MVV Energie als Konsortialführer testen seit Januar 2013 die Möglichkeit, Batterien von Elektrofahrzeugen dann aufzuladen, wenn viel Wind- und Sonnenstrom produziert wird. Durch diese aktive Steuerung sollen - ohne Komfortverlust für die Nutzer - kritische Netzzustände vermieden und ein Beitrag zur Netzstabilität geleistet werden. Wir sind vorbereitet auf die Elektromobilität; solange nicht deutlich mehr Elektrofahrzeuge zugelassen werden, investieren wir jedoch nicht in höherem Umfang. Erwartete Ertragslage MVV Energie KonzernDer MVV Energie Konzern kann sich den Auswirkungen des tiefgreifenden Umbruchs der gesamten Energiewirtschaft nicht entziehen; sie werden die wirtschaftliche Lage unserer Unternehmensgruppe auch im Geschäftsjahr 2013/14 weiter prägen. Neben dem Umbau des Energiesystems in Deutschland gehören die weiterhin volatilen Energiemärkte und die unsicheren gesetzlichen Rahmenbedingungen zu den wesentlichen Sondereinflüssen in der Energiewirtschaft. Mit substanziellen energiepolitischen Beschlüssen, die sich auf unsere Ertragslage auswirken könnten, ist erst im weiteren Verlauf des Geschäftsjahrs 2013/14 zu rechnen. Voraussichtliche UmsatzentwicklungAus heutiger Sicht erwarten wir, dass die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) des MVV Energie Konzerns im Geschäftsjahr 2013/14 (Zeitraum Oktober 2013 bis September 2014) bei normalem Witterungsverlauf um 5 bis 10 % über dem hohen Vorjahresniveau von 4,0 Mrd Euro liegen werden. Im folgenden Geschäftsjahr 2014/15 rechnen wir bei normalem Witterungsverlauf mit weiter steigenden Umsätzen durch unsere Wachstumsinvestitionen, die sich insbesondere im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur auswirken werden. Im BERICHTSSEGMENT ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR werden wir im Geschäftsjahr 2013/14 im Vergleich zum Vorjahr höhere Umsätze durch die Inbetriebnahme der zweiten Biomethananlage in Kroppenstedt erzielen. Bei der thermischen Abfallverwertung und Energieerzeugung wird es zu einem leichten Umsatzrückgang kommen. Grund dafür ist die erstmals ganzjährig wirkende Anpassung der zum 1. Januar 2013 geänderten Verträge für die thermische Verwertung der Abfälle der Städte Mannheim und Heidelberg und des Rhein-Neckar-Kreises sowie das niedrigere Strompreisniveau. Die Bauprojekte in England - die thermische Abfallverwertungsanlage Plymouth und das Biomassekraftwerk Ridham Dock - werden im Laufe des Geschäftsjahrs 2014/15 in Betrieb gehen. Dadurch werden die Umsatzerlöse erst nach unserem Prognosezeitraum ansteigen. Die anhaltend niedrigen Strompreise am Spot- und Terminmarkt der Europäischen Strombörse EEX werden sich im BERICHTSSEGMENT HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken. Im Stromhandelsgeschäft erwarten wir gegenüber den Umsatzerlösen des Geschäftsjahrs 2012/13 keine Steigerungen, denn die eigene Stromerzeugung wird im Geschäftsjahr 2013/14 fast vollständig auf Basis der niedrigen Strompreise vermarktet werden. Die höheren Umsatzerlöse, mit denen wir durch weiter steigende Gashandelsmengen rechnen, werden die negativen Preiseffekte im Stromhandelsgeschäft voraussichtlich nicht ausgleichen können. In unserem umsatzstärksten BERICHTSSEGMENT VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN gehen wir davon aus, die Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energieanlagen über das Marktprämienmodell und auch den überregionalen Vertrieb weiter ausbauen zu können. Im Fernwärme- und Gasgeschäft rechnen wir im Geschäftsjahr 2013/14 mit niedrigeren Umsatzerlösen als im Vorjahr, da die Absatzmengen bei normalem Witterungsverlauf nicht die Größenordnung des Geschäftsjahrs 2012/13 erreichen werden, das von einer außergewöhnlich kalten und langen Heizperiode gekennzeichnet war. Voraussichtliche Entwicklung wesentlicher GuV-PositionenBeim Materialaufwand des MVV Energie Konzerns gehen wir im Geschäftsjahr 2013/14 von einer weitgehend proportionalen Entwicklung im Vergleich zum Umsatz aus. Die planmäßigen Abschreibungen werden investitionsbedingt zunehmen. Der Personalaufwand wird im Geschäftsjahr 2013/14 höher ausfallen als im Geschäftsjahr 2012/13. Ausschlaggebend hierfür sind Tariferhöhungen und ein Personalausbau in Wachstumsgeschäften. Voraussichtliche ErgebnisentwicklungFür die gesamte Energiebranche haben sich die Markterwartungen weiter deutlich verschlechtert. Dies gilt insbesondere für die Wirtschaftlichkeit von konventionellen Kraftwerken. Diese Entwicklung, die bei allen Unternehmen der Energiebranche zu hohen Ergebnisbelastungen führt, wird auch auf unser Ergebnis im Geschäftsjahr 2013/14 durchschlagen. Die Vermarktung der eigenen Stromerzeugung erfolgt jetzt fast vollständig auf dem niedrigen Strompreisniveau. Die niedrigen Strompreise an den Großhandelsmärkten wirken sich negativ auf die Erzeugungsmargen unserer konventionellen Kraftwerke aus. Die Erzeugungsmargen aus der Steinkohleverstromung (Clean Dark Spread) werden neben den Strompreisen an den Großhandelsmärkten einerseits von den Kohlebezugsaufwendungen einschließlich der Euro/US-Dollar-Wechselkursentwicklung und dem Preis für Emissionszertifikate andererseits bestimmt. Der negative Effekt hieraus wird im Geschäftsjahr 2013/14 dadurch verstärkt werden, dass die bisher frei zugeteilten CO2 -Zertifikate seit Januar 2013 vollständig ersteigert werden müssen. Diese Belastungen wirken sich vor allem in unserem BERICHTSSEGMENT HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT aus. Auch im BERICHTSSEGMENT ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR schlägt sich die aktuelle Strompreisentwicklung nieder; sie geht zeitnah in das operative Ergebnis unseres Teilkonzerns MVV Umwelt ein, das in diesem Berichtssegment enthalten ist. Um die Auswirkungen von volatilen Preisen zu begrenzen, vermarkten wir den überwiegenden Teil der Strommengen, die in unseren Heizkraftwerken erzeugt werden, in enger Abstimmung mit der MVV Trading GmbH. Darüber hinaus wird der Ergebnisbeitrag unseres Teilkonzerns MVV Umwelt wesentlich von Abfallerlösen sowie Betriebs- und Instandhaltungskosten bestimmt. Das Segmentergebnis Erzeugung und Infrastruktur wird neben diesen Faktoren vom Regulierungsumfeld im Netzgeschäft und von den Zusatzkosten beeinflusst, die aus der Umsetzung von gesetzlichen Anforderungen resultieren. Im BERICHTSSEGMENT VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN wird das operative Ergebnis neben dem Witterungsverlauf und den Wettbewerbseinflüssen von dem erwarteten weiteren Wachstum im Direktvermarktungsgeschäft von Strom aus erneuerbaren Energien über das Marktprämienmodell und im überregionalen Strom- und Gasvertrieb geprägt werden. Insgesamt gesehen besteht für die gesamte Energiebranche eine außergewöhnlich hohe Unsicherheit bei der Ergebnisprognose aufgrund der derzeit noch unklaren energiepolitischen Rahmenbedingungen. Solange die Regierungsbildung nach der Bundestagswahl in Deutschland nicht abgeschlossen ist und die energiepolitischen Weichenstellungen nicht erkennbar sind, sind deren Folgen für den weiteren Geschäftsverlauf der MVV Energie und die Entwicklung der Ergebnisse schwer abzuschätzen. Unabhängig davon ist heute bereits abzusehen, dass die weiter niedrige Erzeugungsmarge aus der Steinkohleverstromung (Clean Dark Spread), tiefe Stromgroßhandelspreise, die Kosten der bisher frei zugeteilten CO2 -Zertifikate, niedrige Abfallpreise und Anlaufkosten bei unseren Wachstumsinvestitionen unsere Ergebnisse im Geschäftsjahr 2013/14 stark belasten werden. Aus heutiger Sicht geht der Vorstand daher davon aus, dass das Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns im Geschäftsjahr 2013/14 zwischen 170 bis 185 Mio Euro liegen wird. Mit kontinuierlichen Effizienzsteigerungen und unseren Wachstumsinvestitionen, die aber erst zeitverzögert positive Ergebnisbeiträge leisten, steuern wir diesem Abwärtstrend entgegen. Bereits im Geschäftsjahr 2014/15 rechnen wir daher mit einem Anstieg des Adjusted EBIT gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14, insbesondere aufgrund der Inbetriebnahme der beiden Bauprojekte in Großbritannien - der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth und dem Biomassekraftwerk Ridham Dock. Einzelabschluss nach HGBIm Einzelabschluss der MVV Energie AG nach HGB rechnen wir bei den Umsatzerlösen (ohne Energiesteuern) im Geschäftsjahr 2013/14 mit einer leichten Zunahme (Berichtsjahr 2,0 Mrd Euro). Höhere Umsätze erwarten wir vor allem durch das Wachstum im Firmenkundengeschäft, die Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das Marktprämienmodell und einen Ausbau des überregionalen Strom- und Gasvertriebs. Im Fernwärme- und Gasgeschäft gehen wir bei normalem Witterungsverlauf im laufenden Geschäftsjahr 2013/14 von geringeren Umsatzerlösen und Absatzmengen aus, die im Berichtsjahr durch die außergewöhnlich kalten Witterungsverhältnisse begünstigt waren. Der operative Ergebnisverlauf im MVV Energie Konzern wird sich auch im Jahresüberschuss nach Steuern bei der MVV Energie AG nach HGB im Geschäftsjahr 2013/14 niederschlagen. DividendenkontinuitätDie MVV Energie AG ist und bleibt einer aktionärsfreundlichen Dividendenpolitik verpflichtet: Wir legen großen Wert darauf, dass unsere Dividendenpolitik auf Kontinuität ausgerichtet ist und unseren Aktionären auch zukünftig eine solide Rendite gewährleistet. Auf den Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung 2014, der von Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2013 beschlossen wird, geht der Vorsitzende des Vorstands in seinem ► Brief an die Aktionäre auf Seite 25 ein. Für das Geschäftsjahr 2011/12 hatte MVV Energie ihren Aktionärinnen und Aktionären eine Dividende von 0,90 Euro je Aktie ausgeschüttet. Geplante InvestitionenFür das Geschäftsjahr 2013/14 haben wir ein Investitionsvolumen von rund 450 Mio Euro geplant; hiervon werden rund 300 Mio Euro in Wachstum und rund 150 Mio Euro in das Bestandsgeschäft fließen. Von den Wachstumsinvestitionen sind bereits 50 % fixiert. Die größten Investitionsprojekte bei den Wachstumsinvestitionen liegen im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur; sie betreffen insbesondere den weiteren Bau der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth und des Biomassekraftwerks in Ridham Dock sowie den Ausbau von Windenergie im Binnenland - sowohl mit Partnern als auch mit eigenständiger Projektentwicklung. Ein weiterer Schwerpunkt ist es, die Fernwärmenetze in den Teilkonzernen Mannheim und Offenbach auszubauen und zu verdichten. Mit den geplanten Investitionen im Bestandsgeschäft werden Versorgungsanlagen und Netze optimiert und deren Substanz erhalten. Bedeutende Wachstumsinvestitionen des MVV Energie Konzernsscroll
Erwartete FinanzlageMVV Energie hat nach wie vor einen guten Zugang zum Finanzmarkt und kann ihren Liquiditätsbedarf problemlos decken. Die hohe bereinigte Eigenkapitalquote im MVV Energie Konzern von 34,3 % bildet eine starke Finanzbasis, um die geplanten Investitionen im Geschäftsjahr 2013/14 ausgewogen finanzieren zu können. Investitionen in das Bestandsgeschäft finanzieren wir aus Abschreibungen. Im Wachstumsgeschäft nutzen wir den operativen Cashflow sowie projektbezogen optimierte Finanzierungen. Daneben bündeln wir strukturell ähnliche Projekte mit vergleichbaren Laufzeiten. Die Mittel hierfür nehmen wir, wenn wirtschaftlich vorteilhaft, am Kapitalmarkt auf oder nutzen unsere weiterhin gute Ausstattung mit liquiden Mitteln. Um die Finanzierungskosten zu optimieren, betrachten wir alternativ zum Bankenmarkt permanent und intensiv weitere Finanzierungsquellen. So beobachten wir beispielsweise sehr intensiv den Schuldscheinmarkt. Als Leitplanken für fremdfinanziertes Wachstum haben wir verschiedene Finanzkennzahlen definiert, die wir einhalten. Damit gewährleisten wir weiterhin ein implizites Rating von MVV Energie im Investment-Grade-Bereich. Am Bankenmarkt zeichnen sich durchschnittlich kürzere Laufzeiten für einzelne Finanzierungen sowie höhere Kreditmargen ab. Das weiterhin sehr niedrige Zinsniveau ermöglicht in etwa gleich bleibende und damit attraktive Finanzierungskosten. Künftige Chancen und RisikenWir erläutern unsere wesentlichen Chancen- und Risikopositionen ausführlich ab ► Seite 88. Zu den darin aufgeführten Risikokategorien sind keine weiteren hinzugekommen. Zu den grundsätzlichen Faktoren, die in jedem Geschäftsjahr Einfluss auf unser Ergebnis haben können, wie der Witterungsverlauf, sehen wir in den kommenden Geschäftsjahren Unsicherheiten im Zusammenhang mit unseren großen Investitionsprojekten, wie sie bei jedem baulichen Vorhaben auftreten können. Durch die Projekte in Plymouth und Ridham Dock in Großbritannien gewinnt die Entwicklung des Euro/ Pfund-Wechselkurses für unsere künftigen Unternehmensergebnisse an Bedeutung. Aus den tiefgreifenden Umwälzungen in der Energiewirtschaft ergeben sich Chancen und Risiken für mittel- und langfristig profitables Wachstum. Aus heutiger Sicht gibt es keine Anzeichen für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Verlauf des Geschäftsjahrs 2013/14 und darüber hinaus gefährden könnten. Zukunftsgerichte Aussagen und PrognosenUnser zusammengefasster Lagebericht für den MVV Energie Konzern (nach IFRS) und die MVV Energie AG (nach HGB) enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn der Vorstand davon überzeugt ist, dass diese getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft hiervon aufgrund der derzeit großen energiepolitischen Unsicherheiten sowie einer Vielzahl von internen und anderen externen Faktoren abweichen. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben im September 2013 die folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen: Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ausnahmslos entsprochen wurde und wird. Für die Vergangenheit bezieht sich diese Erklärung auf die am 15. Juni 2012 vom Bundesministerium der Justiz im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachte Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex' vom 15. Mai 2012. Für die Zukunft bezieht sie sich auf die Empfehlungen der am 10. Juni 2013 im amtlichen Teil des elektronischen Bundesanzeigers bekannt gemachten Neufassung des Kodex' vom 13. Mai 2013. KonzernabschlussGEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1.10.2012 bis zum 30.9.2013Gewinn- und Verlustrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze GESAMTERGEBNISRECHNUNG vom 1.10.2012 bis zum 30.9.2013Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen des MVV Energie Konzernsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze BILANZ zum 30.9.2013Bilanz des MVV Energie KonzernsAktivascroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG vom 1.10.2012 bis zum 30.9.2013Eigenkapitalveränderungsrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1.10.2012 bis zum 30.9.2013Kapitalflussrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Cashflow - aggregierte Darstellungscroll
ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2012/13des MVV Energie KonzernsInformationen zum UnternehmenDie MVV Energie AG hat ihren Sitz in Mannheim, Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Luisenring 49 in 681 59 Mannheim. Als Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns ist die MVV Energie AG als Energieverteiler und -dienstleister in den Wertschöpfungsstufen Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen sowie Strategische Beteiligungen tätig. Allgemeine Grundlagen der AbschlusserstellungDer Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns wurde in Übereinstimmung mit § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (vormals IFRIC) erstellt. Somit entspricht der Konzernabschluss vollumfänglich den vom IASB veröffentlichten IFRS und IFRIC, soweit diese bis zum Ende der Berichtsperiode von der Europäischen Union übernommen wurden und bis zum 30. September 2013 verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der MVV Energie AG aufgestellt und bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2012/13 (1. Oktober 2012 bis 30. September 2013). Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Tausend Euro (Tsd Euro) angegeben. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz werden die Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie die Kapitalflussrechnung gesondert dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts ist der Vorstand der MVV Energie AG verantwortlich. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Vorstand am 12. November 2013 aufgestellt und anschließend dem Aufsichtsrat zur Feststellung vorgelegt. lÄnderungen der Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (vormals IFRIC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2012/13 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. In der folgenden Übersicht ist der Standard dargestellt, der im MVV Energie Konzern im Geschäftsjahr 2012/13 erstmals berücksichtigt wurde: scroll
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen
Zeitpunkt beginnen Das IASB und das IFRIC haben die nachfolgend aufgeführten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die für das Geschäftsjahr 2012/13 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht freiwillig vorzeitig angewendet worden sind: scroll
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen
Zeitpunkt beginnen Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012/13 übt der MVV Energie Konzern das Wahlrecht bezüglich der Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Versorgungspläne neu aus. Der MVV Energie Konzern wendet zukünftig nicht mehr die Korridor-Methode an, sondern erfasst alle versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Pläne im sonstigen Ergebnis. Die Vorjahreszahlen wurden entsprechend angepasst. Mit der Anwendung des IAS 19 ab dem kommenden Geschäftsjahr erwarten wir aus der Abschaffung des Wahlrechts keine Auswirkung auf unsere Finanz-, Vermögens- und Ertragslage. Die Neuregelung der Art der Berücksichtigung erwarteter Planrenditen führt auch zu keiner Änderung in unserer Finanz-, Vermögens- und Ertragslage. Die Angaben im Anhang werden entsprechend der Erfordernisse erweitert. Aus der Bewertung der Altersteilzeitrückstellungen wird eine Verringerung der Rückstellungshöhe resultieren, was sukzessive in den Folgejahren eine Erhöhung des Personalaufwands nach sich ziehen wird. Die erwartete retrospektive Auswirkung für das Geschäftsjahr 2012/13 in der Rückstellung liegt bei zirka 13 Mio Euro. Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der weiteren noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards auf den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns werden derzeit geprüft. Die Änderungen werden spätestens zum Zeitpunkt der Verpflichtung angewendet. Konsolidierungskreis und Änderungen des KonsolidierungskreisesIn den Konzernabschluss 2012/13 des MVV Energie Konzerns sind neben der MVV Energie AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die MVV Energie AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das hierfür maßgebliche Beherrschungskonzept setzt bei Vollkonsolidierung einen beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft voraus, der in allen Fällen der Vollkonsolidierung gegeben ist. Die wesentlichen assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen werden quotenkonsolidiert. Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen ist in der folgenden Tabelle dargestellt: Konsolidierungskreisscroll
Die in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns zum 30. September 2013 einbezogenen Unternehmen werden in der Anteilsliste in Textziffer 40 dargestellt. Bei den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns handelt es sich um die Gesellschaften der Stadtwerke Ingolstadt. Deren Geschäftsfelder decken sich hauptsächlich mit denen der MVV Energie AG. Aufgrund des Ausstiegs des Joint-Venture-Partners im 4. Quartal 2012/13 bei der Gesellschaft Kielspeicher 103 GmbH & Co. KG, Kiel, wurde die Einbeziehung in den Konsolidierungskreis von quotal- auf vollkonsolidiert geändert. In der Berichtsperiode wurden die folgenden Gesellschaften erstmals vollkonsolidiert in den Konzernabschluss einbezogen:
Die 24sieben GmbH, Kiel, sowie die SWKiel Service GmbH, Kiel, sind im 1. Quartal 2012/13 auf die Stadtwerke Kiel AG, Kiel, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die Waldenergie Bayern GmbH, Gersthofen, ist im 1. Quartal 2012/13 auf die MVV Enamic GmbH, Mannheim, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Mit Wirkung zum 1. Oktober 2012 ist die reginova GmbH, Ingolstadt, auf die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH, Ingolstadt, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Die e:duo GmbH, Essen, ist im 1. Quartal 2012/13 auf die MVV Enamic GmbH, Mannheim, verschmolzen. Die e:duo GmbH wurde vor ihrer Verschmelzung als sonstige Beteiligung im Konzern dargestellt. Die Verschmelzungseffekte sind in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns erkennbar. Im 1. Quartal 2012/13 wurden 100 % der Anteile an der Windpark Dirlammen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main, erworben. Die Gesellschaft wird im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzern einbezogen. Die Kaufpreiszahlung erfolgte mit Anteilskauf. Weiterhin wurden 100 % der Anteile an der Projektgesellschaft MVV Environment Ridham Ltd., Leeds, Großbritannien erworben. Entsprechend wurde diese Gesellschaft erstmals im Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns vollkonsolidiert. Die Kaufpreiszahlung erfolgte mit Anteilskauf. Im 2. Quartal 2012/13 wurden 100 % der Anteile an der MVV Windenergie Beteiligungs GmbH, Mannheim, sowie an deren 100 %-igen Tochtergesellschaft MVV Windenergie NRW GmbH, Mannheim, erworben. Beide Gesellschaften werden im Rahmen einer Vollkonsolidierung in den Konzern einbezogen. Die Kaufpreiszahlung erfolgte mit Anteilskauf. Die Gesellschaft Biokraft Naturbrennstoffe GmbH, Offenbach am Main, die aus Wesentlichkeitsgründen unter den sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz geführt wurde, wurde ab dem 4. Quartal 2012/13 aufgrund des steigenden Geschäftsvolumens als vollkonsolidierte Gesellschaft aufgenommen. Die neu gegründete Gesellschaft Netrion Gasnetz Offenbach GmbH, Mannheim, übernahm die Netzgeschäfte in Offenbach von der Netrion GmbH, Mannheim. Sie wurde im Geschäftsjahr 2012/13 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen. Im 4. Quartal 2012/13 wurden 100 % der Anteile an den Gesellschaften Windpark Albisheim GmbH & Co. KG, Wörrstadt, Windpark Hungerberg I GmbH & Co. KG, Wörrstadt, und Windpark Hungerberg II GmbH & Co. KG, Wörrstadt, erworben. Diese drei Gesellschaften sind mit 70 % an der Infrastrukturgesellschaft Hungerberg GmbH & Co. KG, Wörrstadt, beteiligt, die zusätzlich durch diese Transaktion erworben wurde. Weiterhin wurden durch die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH 41 % der Anteile an der Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG, Wörrstadt, erworben, die unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen werden. Der Verkauf der sonstigen Beteiligung KielNet GmbH Gesellschaft für Kommunikation, Kiel, ist am 25. Oktober 2012 wirksam geworden. Im 3. Quartal 2012/13 wurden die Anteile an der Nordland Energie GmbH, Kiel, veräußert. Die Gesellschaft war vor der Veräußerung der Anteile als assoziierte Gesellschaft im Konzern dargestellt. Mit Wirkung zum Geschäftsjahresende 2012/13 wurden die Anteile an der Jablonecká teplárenska a realitni a.s., Jablonec nad Nisou, Tschechische Republik, an die Stadt Jablonec veräußert. Die Zahlung des Verkaufspreises erfolgte anteilig mit Abschluss des laufenden Geschäftsjahrs. Der zum Erwerbszeitpunkt beizulegende Zeitwert der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden der Gesellschaften, die in der Berichtsperiode erstmalig konsolidiert wurden, ist in folgender Tabelle dargestellt: Identifizierbare Vermögenswerte und Schuldenscroll
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Die Kaufpreise wurden aus flüssigen Mitteln beglichen. Seit ihrer Erstkonsolidierung haben die erworbenen Unternehmen 3 635 Tsd Euro zum Umsatz und - 7 558 Tsd Euro zum Ergebnis beigetragen. KonsolidierungsmethodenDie in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse wurden auf der Grundlage einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 30. September 2013 aufgestellt. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert, das heißt, ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Verbleibt ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen. Bei der Entkonsolidierung wird der bei dieser Cash Generating Unit (Zahlungsmittel generierenden Einheit) verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert bei der Berücksichtigung des Veräußerungserfolgs einbezogen. Sofern passivische Unterschiedsbeträge entstehen, werden diese nach nochmaliger Überprüfung der Kaufpreisallokation unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Bilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Die Quotenkonsolidierung der Gemeinschaftsunternehmen erfolgt nach den gleichen Grundsätzen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode konsolidiert. Anteile an Unternehmen, für die kein Einbezug im Rahmen der Voll-, Quoten- oder der At-Equity-Methode erfolgt, werden gemäß IAS 39 bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften wurden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden, soweit wesentlich, eliminiert. WährungsumrechnungBei den einbezogenen Gesellschaften werden Transaktionen in fremder Währung zu dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Kassakurs erfasst. An jedem Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, die Währungsumrechnung zum Stichtagskurs. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden ab dem Geschäftsjahr 2012/13 entsprechend ihrer Zuordnung entweder im operativen Ergebnis oder im Finanzergebnis ausgewiesen. Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung auf Grundlage der modifizierten Stichtagsmethode in Euro (Berichtswährung des Konzerns) umgerechnet. Die funktionale Währung ist bei allen betroffenen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da sie ihre Geschäfte als finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständige Teileinheiten des Konzerns in ihrer Landeswährung betreiben. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden von der jeweiligen Landeswährung in Euro erfolgt zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurse). Die Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsdifferenzen aus abweichenden Umrechnungskursen zwischen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen (Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung) ausgewiesen. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: Währungsumrechnungscroll
Quelle: Europäische Zentralbank Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeGrundsätzlich erfolgt die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, sofern nicht IAS 39 für bestimmte finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden sowie für derivative Finanzinstrumente eine Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten fordert und diese verlässlich ermittelbar sind. Im Falle langfristiger Forderungen und Schulden erfolgt der Ausweis mit dem Barwert. Sofern die Voraussetzungen vorliegen, werden Vermögenswerte und Schulden saldiert. Bei Vermögenswerten und Schulden, bei denen sich der Handelstag und der Tag der finanziellen Abwicklung unterscheiden, erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Aufwendungen und Erträge, die aus Vermögenswerten und Schulden abgeleitet werden, werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Bilanzposten im Betriebs- oder Finanzergebnis erfasst, gegebenenfalls erfolgt eine periodengerechte Abgrenzung. Verlangen die internationalen Rechnungslegungsvorschriften eine direkte Erfassung im Eigenkapital, so erfolgt diese und ist im Eigenkapitalspiegel gesondert erläutert. Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt, die für die Aufstellung des Konzernabschlusses des MVV Energie Konzerns angewendet wurden. Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte wurden im Wesentlichen entgeltlich erworben und sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Entsprechend ihrem Nutzungsverlauf werden sie mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer als unbestimmbar eingeschätzt wurde, bestehen mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten und einer eingetragenen Marke nicht. CO2 -Emissionszertifikate mit einer Haltedauer von über einem Jahr, die im MVV Energie Konzern zugekauft werden müssen, werden als immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten, unentgeltlich zugeteilte Rechte mit 0 Euro bilanziert. Im Falle einer Folgebewertung wird die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und die eigene Nutzung oder Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzung für eine Aktivierung ist, dass den Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse folgen. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über den geschätzten Verkaufszeitraum der Produkte abgeschrieben. Forschungskosten sind nicht aktivierungsfähig und werden in der Periode ihrer Entstehung sofort als Aufwand erfasst. Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen. Hierfür werden für die Geschäfts- oder Firmenwerte Zahlungsmittel generierende Einheiten auf Ebene der rechtlichen Teilkonzerne gebildet, die aus geografisch oder sachlich zusammengehörigen rechtlichen Einheiten bestehen. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich ratierlicher Abschreibungen für den Werteverzehr der Anlagen. Bei selbsterstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten anhand der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessenen direkt zurechenbaren Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, wenn sie unmittelbar dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Dies erfolgt sobald dieser Vermögenswert nach einem längeren Zeitraum in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand versetzt wird. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten wurden um erhaltene öffentliche Zuschüsse (Investitionszuschüsse) gekürzt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass zum einen die Zuwendungen gewährt werden und zum anderen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind. Es liegen ausschließlich ver-mögenswertbezogene Zuwendungen vor. Diese Zuschüsse werden im Anlagenspiegel offen von den Investitionen abgesetzt. Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens wurden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Nutzungsdauer in Jahrenscroll
Als Finanzinvestitionen gehaltene ImmobilienUnter den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden Immobilien ausgewiesen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht im Rahmen des Betriebszwecks eingesetzt werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Die ausgewiesenen Immobilien werden über einen Zeitraum von 30 bis 50 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die Marktwerte regelmäßig durch unabhängige Gutachten ermittelt, die auf international anerkannten Methoden basieren. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen ImmobilienAn jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine Wertminderung hindeuten. Bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird ein Werthaltigkeitstest nach IAS 36 durchgeführt. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten wird der Werthaltigkeitstest jährlich durchgeführt. Wenn der Buchwert eines Vermögenswerts über seinem erzielbaren Betrag (dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Nutzungswert) liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die bestmögliche Schätzung des erzielbaren Betrags wider. Die erzielbaren Beträge sind für jeden Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, der Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig sind. In diesem Fall ist der Betrag anzusetzen, für den ein unabhängiger Dritter die Zahlungsmittel generierende Einheit am Bilanzstichtag erwerben würde. Die Zeit-/Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden anhand von Cashflow-Planungen ermittelt, die von den Management- und Aufsichtsorganen der MVV Energie AG genehmigt wurden. Grundlage der Cashflow-Planungen sind die Erfahrungen und Ergebnisse vergangener Geschäftsjahre sowie Erwartungen über zukünftige Marktentwicklungen. Die Cashflow-Planungen basieren auf der erwarteten Entwicklung der aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Die Prämissen zur Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohöl, Erdgas und Kohle, die Strom- und Gaspreise auf den Großhandels- und Endverbrauchermärkten sowie die Entwicklung der Marktanteile und die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen stellen die Schlüsselannahmen der Planung dar. Die Cashflow-Planungen umfassen einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren. Für die darüber hinausgehenden Geschäftsjahre erfolgt eine Fortschreibung der Ergebnisse, ausgehend vom letzten Jahr des Detailplanungszeitraums. Hierbei werden die aktuellen geschätzten Wachstumsraten verwendet. Die Wachstumsraten entsprechen den langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten auf den Märkten, auf denen die Unternehmen tätig sind. Sie stimmen mit den aus externen Informationsquellen zu entnehmenden Markterwartungen überein. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert in den folgenden Perioden übersteigt. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten werden keine Zuschreibungen vorgenommen. Übersteigt der Buchwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf wird durch anteilige Reduzierung der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheit berücksichtigt. Der MVV Energie Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der MVV Energie Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe werden Leasingverbindlichkeiten unter den lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeiten konstant verzinst werden. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses. Assoziierte UnternehmenAssoziierte Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Diese werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden entsprechend dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht oder vermindert. Ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert wird im Beteiligungsansatz ausgewiesen und nicht separat gezeigt. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Übrige FinanzanlagenUnter den übrigen Finanzanlagen werden Ausleihungen, Leasingforderungen, Wertpapiere, sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen ausgewiesen. Sie werden wie folgt bewertet und kategorisiert: Die enthaltenen Ausleihungen werden als Kredite und Forderungen, Leasingforderungen unter Leasing kategorisiert. Ihre Wertansätze erfolgen zu fortgeführten Anschaffungskosten gegebenenfalls reduziert um Wertminderungen. Ebenfalls in die übrigen Finanzanlagen werden sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, welche zur Veräußerung verfügbar sind, eingeordnet. Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls um Wertminderungen aufgrund von gesunkenen erwarteten Cashflows oder vorhandenen Ausfallrisiken korrigiert. Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden als Forderung in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen (Nettoinvestitionswert) bilanziert. Wertpapiere werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen werden im Beteiligungsergebnis beziehungsweise im Finanzergebnis erfasst. Forderungen und sonstige VermögenswerteDie Forderungen und sonstigen Vermögenswerte umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie die Steuerforderungen. Diese werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am erwarteten Ausfallrisiko. Forderungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten werden zudem die kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen ausgewiesen. Die Bewertung der kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen folgt konzeptionell der Bewertung der jeweiligen langfristigen Anteile, die unter den Finanzanlagen erläutert wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten einen Abgrenzungsbetrag für die am Bilanzstichtag noch nicht abgelesenen und nicht abgerechneten Energie- und Wasserverkäufe. Abschlagszahlungen, die auf Basis der jährlichen Verbrauchsabrechnung geleistet werden, sind bei den Forderungen gekürzt. Die Kundenforderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Am Bilanzstichtag bestehende Ausfallrisiken sind durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen werden ausgebucht, sobald sie als uneinbringlich gelten. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den jeweiligen Zeitwerten. CO2 -Emissionszertifikate mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, die im MVV Energie Konzern zugekauft oder getauscht werden müssen, werden als sonstige Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten, unentgeltlich zugeteilte Rechte mit 0 Euro bilanziert. Kundenspezifische FertigungsaufträgeKundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt bilanziert. Dabei werden anteilige Umsatzerlöse und die angefallenen Umsatzkosten, basierend auf mit Kunden geschlossenen Verträgen, entsprechend dem am Bilanzstichtag erreichten Leistungsfortschritt ausgewiesen, sobald das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen ist. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Projektkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten des Projekts ermittelt. In der Bilanz werden die nach ihrem Leistungsfortschritt erfassten Umsätze nach Abzug erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragsverluste werden sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst, sobald diese erwartet werden. VorräteDie Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beziehungsweise unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen sowie hierauf geleistete Anzahlungen. Sie sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung und umfassen somit die produktionsbezogenen Vollkosten. Risiken aus einer geminderten Verwertbarkeit wird mittels angemessener Abschläge Rechnung getragen. Flüssige MittelFlüssige Mittel umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als drei Monaten. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte beziehungsweise SchuldenAls "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte ausgewiesen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten oder um Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, werden als "Zur Veräußerung gehaltene Schulden" gesondert ausgewiesen. Soweit nicht die jeweils besonderen Standards anzuwenden sind, werden zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Sie werden mit ihrem um voraussichtliche Veräußerungskosten verminderten Zeitwert bewertet, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung bestimmter langfristiger Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zur endgültigen Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Latente SteuernLatente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen der Steuerbilanz und der IFRS-Bilanz der Einzelgesellschaften gebildet, die sich aufgrund der steuerlichen Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einerseits und der externen Rechnungslegung gemäß IFRS andererseits sowie aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen ergeben. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf Steuerminderungsansprüche berücksichtigt, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben. Eine Aktivierung erfolgt, wenn aufgrund vorliegender Planungen die Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge wahrscheinlich gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Organisationseinheiten zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Bewertung der latenten Steuern in Deutschland wird der unternehmensindividuelle Steuersatz herangezogen, der sich bei Kapitalgesellschaften aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem jeweils anzuwendenden Gewerbesteuersatz von zirka 14 % bis 17 % ergibt. Für ausländische Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis - soweit die Voraussetzungen des IAS 12 gegeben sind - saldiert. RückstellungenRückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Rückstellungen, denen eine große Zahl gleichartiger Ereignisse zugrunde liegt, werden mit dem Erwartungswert der möglichen Ergebnisse bilanziert. Alle langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Zinssatz ist konzernweit mit 0,6 % bei einer Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren, und 1,5 % ab fünf Jahren Laufzeit vorgegeben. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Diese Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt (Projected-Unit-Credit-Methode). Dieses Verfahren berücksichtigt neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch zukünftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen. Bei der Berechnung fanden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Da der Konzern über kein Planvermögen verfügt, sind Pensionsverpflichtungen in voller Höhe durch Rückstellungen gedeckt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, welche sich aus Änderungen der Berechnungsannahmen ergeben, werden ab dem Geschäftsjahr 2012/13 abweichend vom letzten Geschäftsjahr vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Aufstellung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen. Die wesentlichen Parameter für die Berechnung der leistungsorientierten Pläne zum 30. September 2013 sind: scroll
Die Altersversorgung für die Mitarbeiter des MVV Energie Konzerns ist unternehmensspezifisch weitgehend tarifvertraglich geregelt. Hieraus resultieren mittelbare Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, die fast ausschließlich über kommunale Zusatzversorgungskassen (ZVK) abgesichert sind. Hierfür werden Umlagen für die Ruhestandszeiten entrichtet. Die in diesem Zusammenhang gezahlten Beträge dienen der Finanzierung der laufenden Versorgungsleistungen. Gemäß den Regelungen der IFRS handelt es sich bei dieser Form der Altersvorsorge um einen leistungsorientierten Plan ("defined benefit plan"), da die individuellen Versorgungsleistungen der ZVK an frühere Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen nicht von eingezahlten Beiträgen abhängen. Da zudem in der ZVK Mitarbeiter mehrerer Mitgliedsunternehmen versichert sind, gilt diese Form der Altersvorsorge als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber ("multi-employer plan"), für den besondere Vorschriften anzuwenden sind. Aufgrund der Umverteilungen der Leistungen der ZVK auf die an ihr beteiligten Unternehmen und unzureichender Daten über die Altersstruktur, die Fluktuation und die Gehälter dieser Mitarbeiter liegen keine Informationen über den auf den MVV Energie Konzern entfallenden Teil der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (wirtschaftliche Verpflichtung) vor. Somit ist eine Rückstellungsbildung nach IFRS nicht zulässig und die Behandlung erfolgt wie bei einem beitragsorientierten Plan ("defined contribution plan"). VerbindlichkeitenNach ihrem erstmaligen Ansatz sind Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Andere Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. EventualschuldenEventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nicht erfasst. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. FinanzinstrumenteORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE: Als finanzielle Vermögenswerte werden auf der Aktivseite Beteiligungen, Ausleihungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Geldforderungen sowie liquide Mittel ausgewiesen. Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem Zugang zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktionskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt für finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts gemäß IAS 39 werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Beim Abgang werden diese erfolgswirksam berücksichtigt. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben. Soweit die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich geschätzt werden können, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte der Kategorien "Kredite und Forderungen" sowie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung, korrigiert um Wertminderungen, Zinsen und Tilgungen. Erkennbare Risiken, insbesondere aufgrund erwarteter Zahlungsausfälle oder verminderter erwarteter Cashflows, werden durch Wertminderungen berücksichtigt. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt direkt im Periodenergebnis. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird über den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden festgelegt. Solche Verfahren stützen sich auf kürzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigte Transaktionen, auf den aktuellen Marktwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Instruments, auf die Analyse der diskontierten Zahlungsströme oder auf Optionspreismodelle. Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird, sofern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden beziehungsweise die Verfügungsmacht über den Vermögenswert abgegeben wird. Als finanzielle Verbindlichkeiten werden auf der Passivseite Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden hauptsächlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode, bewertet. Im Falle von Finanzschulden entsprechen die Anschaffungskosten dem Auszahlungsbetrag. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zuzuordnen, wurde wie im Vorjahr kein Gebrauch gemacht. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE: Zu den derivativen Finanzinstrumenten gehören Zins- und Währungs-Derivate sowie Commodity-Derivate größtenteils über Strom, Gas und Kohle. Derivative Finanzinstrumente werden sowohl bei ihrer erstmaligen Bilanzierung als auch in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Vermögenswerten oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Wertansätze werden vom Markt abgeleitet oder anhand anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt (Barwertmethode oder Optionspreismodelle unter Zugrundelegung aktueller Marktparameter). Wertänderungen von Zins- und Währungsderivaten werden innerhalb des Finanzergebnisses entsprechend als Ertrag oder Aufwand erfasst. Wertänderungen aller anderen derivativen Finanzinstrumente erfolgen als Ertrag beziehungsweise Aufwand in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Hiervon sind Derivate gesondert zu behandeln, welche als Sicherungsgeschäft in einem Cashflow Hedge eingesetzt werden. Cashflow Hedges dienen der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten. Erfüllen diese zusätzlich die Voraussetzungen des Hedge-Accounting gemäß IAS 39, erfolgt der Ausweis des effektiven Teils des Sicherungsinstruments im Rahmen der Fair-Value-Veränderung erfolgsneutral im Eigenkapital unter Marktbewertung von Finanzinstrumenten. Wird das Grundgeschäft erfolgswirksam, so wird das Sicherungsgeschäft ebenfalls erfolgswirksam erfasst und kompensiert somit die Auswirkungen des Grundgeschäfts. In IAS 39 sind Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften festgeschrieben. Insbesondere müssen die Sicherungsbeziehungen ausführlich dokumentiert und effektiv sein. Das heißt die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts müssen sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Nur der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung darf erfolgsneutral in den Gewinnrücklagen bilanziert werden. Der ineffektive Teil einer Sicherungsbeziehung wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden insbesondere Zins-Swaps eingesetzt. Diese Instrumente fixieren mit Hilfe von Cashflow Hedges Zahlungsströme aus verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Schwebende Geschäfte zur Marktpreissicherung im Bereich des Energiehandels fallen in den Anwendungsbereich von IAS 39 und müssen als derivative Finanzinstrumente erfasst werden, während die abgesicherten Grundgeschäfte (Vertriebskontrakte) in der Regel nicht unter IAS 39 fallen. Die Bilanzierung nach IAS 39 betrifft insbesondere Warentermingeschäfte. Hierdurch hat sich die Volatilität der Ergebnisse erhöht. Im Rahmen der Begrenzung solcher Schwankungen wird insbesondere im Strom- und Gasgeschäft in vielen Fällen die Own Use Exemption oder das Cashflow-Hedge-Accounting angewandt. BewertungsunsicherheitenBei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Zudem erfordert die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS, dass Annahmen und Schätzungen gemacht werden, die sich auf die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angaben der Eventualschulden auswirken können. Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAus Ermessensausübungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich keine erheblichen Auswirkungen auf die Wertansätze der im Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden. Unsicherheiten bei der SchätzungIm Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten erläutert, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden sowie der Nutzungsdauer der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Dies gilt in gleicher Weise für die Ermittlung von Wertminderungen von Vermögenswerten. Der MVV Energie Konzern überprüft mindestens einmal jährlich oder bei hinweisenden Sachverhalten oder Änderungen der Umstände die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und der Assets. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der MVV Energie Konzern die voraussichtlich künftigen Zahlungsmittelüberschüsse aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert der Cashflows zu ermitteln. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag oder zum relevanten unterjährigen Stichtag, zu welchem die anlassbezogene Wertminderung erforderlich wird. Abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können zu Unterschieden zwischen den Schätzwerten und den tatsächlichen Werten führen. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts entsprechend angepasst. Annahmen sind des Weiteren zu treffen bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern. Insbesondere spielt bei der Beurteilung, ob aktive latente Steuern genutzt werden können, die Möglichkeit der zukünftigen Erzielung entsprechender steuerpflichtiger Einkommen eine wesentliche Rolle. Bei der Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen insbesondere der Abzinsungsfaktor, biometrische Wahrscheinlichkeiten sowie Trendannahmen wesentliche Schätzgrößen dar. Abweichende Entwicklungen dieser Schätzgrößen können zu Unterschieden zwischen dem bilanzierten Wert und den tatsächlich im Zeitablauf entstehenden Verpflichtungen führen. Abweichend gegenüber dem vergangenen Berichtsjahr, werden ab dem Geschäftsjahr 2012/13 die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Dies führt dazu, dass Änderungen der Schätzgroßen direkte Auswirkungen auf den MVV Energie Konzern haben. Die Bewertung von Umsätzen und Materialaufwendungen unterliegt insofern Schätzungen, dass zum Stichtag Verbrauchsabgrenzungen für bereits entstandene und noch nicht fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen wurden. Abfindungsverbindlichkeiten für Personengesellschaften werden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser wird ermittelt, indem eine Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung der aktuellen Planung und der Zinsstrukturkurve durchgeführt wird. Grundsätzlich werden bei den Bewertungsunsicherheiten die bestmöglichen Erkenntnisse herangezogen, bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit Unsicherheiten behafteten Buchwerte sind aus der Bilanz beziehungsweise den entsprechenden Erläuterungen im Anhang zu entnehmen. Die Schätzänderungen nach IAS 8 im Geschäftsjahr 2012/13 führten zu keinen nennenswerten Anpassungen der betroffenen Erträge, Aufwendungen sowie des Vermögens und der Schulden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 Umsatzerlöse nach Strom- und ErdgassteuerDie Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Sie werden beim Übergang der maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Kunden beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst, sofern der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann. Hinsichtlich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse aus den einzelnen Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung unter Textziffer 36. Neben unseren Hauptprodukten Strom, Wärme, Gas, Wasser und Abfall sind die sonstigen Umsätze von untergeordneter Bedeutung. Der Umsatz unserer ausländischen Töchter betrug in Konzernwährung 110 234 Tsd Euro. 2 BestandsveränderungenDie Bestandsveränderung resultiert im Wesentlichen aus Contracting-Projekten, bei denen der MVV Energie Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen ist, sowie aus noch nicht abgerechneten Leistungen bei Hausanschlüssen. 3 Aktivierte EigenleistungenDie aktivierten Eigenleistungen betreffen insbesondere den Bau und die Erweiterung von Versorgungsnetzen. 4 Sonstige betriebliche Erträgescroll
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere positive Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Erträgen stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber. In der Erstattung von Schadensfällen sind 302 Tsd Euro Erstattungen für Sachanlagen enthalten. 5 Materialaufwandscroll
Im Materialaufwand sind Wertminderungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 73 Tsd Euro (Vorjahr 102 Tsd Euro) enthalten. Wertaufholungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind aufgrund eines Anstiegs des Nettoveräußerungspreises mit 30 Tsd Euro (Vorjahr 57 Tsd Euro) enthalten. Der Anstieg der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert in erster Linie aus der mengen- und preisbedingten Zunahme des Geschäftsvolumens und dem damit verbundenen Anstieg der Energiebezugskosten. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben und Entsorgungskosten für Reststoffe enthalten. 6 Personalaufwandscroll
Im Jahresdurchschnitt waren 5 469 Mitarbeiter (Vorjahr 5 878) im MVV Energie Konzern beschäftigt , hiervon 291 Mitarbeiter (Vorjahr 677) in den Gemeinschaftsunternehmen. In diesem Personalstand sind 327 Auszubildende enthalten (Vorjahr 341). 7 Sonstige betriebliche Aufwendungenscroll
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten negative Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Aufwendungen stehen sonstige betriebliche Erträge gegenüber, die diesen Effekt kompensieren. 8 Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnisscroll
9 Abschreibungenscroll
Auf Grund der durchgeführten Impairment-Bewertungen der Assets nach IAS 36 entstand ein Impairment-Bedarf im immateriellen Anlagenbestand. Dieser führte zu außerplanmäßigen Abschreibungen in Höhe von 1 637 Tsd Euro. Zusätzlich wurden Abwertungen von Gebäuden in Höhe von 438 Tsd Euro (Vorjahr 2 172 Tsd Euro) und von technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 382 Tsd Euro (Vorjahr 7 951 Tsd Euro) vorgenommen. 10 RestrukturierungsaufwandAuf Basis des IAS 8 erfolgte eine Überarbeitung der Schätzung der Rückstellung für Restrukturierung. Die neueren Erkenntnisse führten dazu, dass die Restrukturierungsrückstellung angepasst wurde. 11 Finanzerträgescroll
12 Finanzaufwendungenscroll
13 Ertragsteuernscroll
Der laufende Steueraufwand enthält die zu leistende Gewerbe- und Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie ausländische Ertragsteuern. Der latente Steueraufwand ist in Höhe von 2 038 Tsd Euro (Vorjahr Steueraufwand 3 100 Tsd Euro) auf die Veränderung der Wertberichtigung für Verlustvorträge sowie auf die erfolgswirksame Nutzung von Verlustvorträgen zurückzuführen. Auf das Entstehen beziehungsweise die Auflösung temporärer Unterschiede entfällt ein latenter Steuerertrag in Höhe von 995 Tsd Euro (Vorjahr 6 142 Tsd Euro). Der tatsächliche Steueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste um 1 848 Tsd Euro (Vorjahr 1 088 Tsd Euro) gemindert. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Der für die steuerliche Überleitungsrechnung anzuwendende Steuersatz von 30,3 % (Vorjahr 30,3 %) setzt sich aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 14,5 % (Vorjahr 14,5 %) zusammen. Überleitung des Ertragsteueraufwandsscroll
Die Position "Abweichungen von dem erwarteten Steuersatz" ist durch die Ergebnisse neuer Windparkgesellschaften mit niedrigen Gewerbesteuerhebesätzen und durch Auslandsgesellschaften mit niedrigen Durchschnittssteuersätzen (UK 23,5 % und CZ 19,0 %) angestiegen. Der Rückgang der Position "Nutzung von Verlustvorträgen, Veränderung der Wertberichtigung für Verluste sowie Verluste ohne die Bildung von latenten Steuern" beruht im Wesentlichen auf dem Anstieg der Werthaltigkeit aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge sowie auf Verlustnutzung des laufenden Geschäftsjahrs. Der Rückgang der steuerfreien Erträge beruht auf Sondereffekten, die nur im Vorjahr eingetreten sind. Die Verminderung der Position "Permanente Differenzen" resultiert aus einmaligen Sachverhalten des Vorjahrs, die im laufenden Jahr nicht existieren. Die bestehenden permanenten Differenzen resultieren im Wesentlichen aus steuerneutralen Umwandlungssachverhalten. Die Umkehrung der Steuern für Vorjahre in einen Ertrag beruht im Wesentlichen auf Steuerrisikorückstellungen ohne die Bildung latenter Steuern, die aufgrund neuester Rechtsprechung aufgelöst wurden. 14 Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG und Ergebnis je Aktiescroll
Die auf den Namen lautenden Stückaktien der MVV Energie AG belaufen sich auf 65 906 796 Stück. Die Berechnung des gewichteten Jahresdurchschnitts erfolgte taggenau. Die Dividende des Geschäftsjahrs 2012/13 entspricht dem Vorschlag des Vorstands und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung am 14. März 2014. Es soll demnach eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet werden. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2011/12 wurde von der Hauptversammlung am 8. März 2013 angenommen. Es wurde eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet. Da zum Bilanzstichtag keine Optionsrechte auf Aktien der MVV Energie AG vorliegen, sind keine Verwässerungseffekte zu berücksichtigen. Erläuterungen zur Bilanz15 Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte beinhalten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, Geschäfts- oder Firmenwerte sowie geleistete Anzahlungen. Die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten waren im Geschäftsjahr 2012/13 nicht erfüllt. Diese werden somit ebenso wie die angefallenen Forschungsaufwendungen in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nach IFRS qualifizierenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belief sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 2 509 Tsd Euro (Vorjahr 4 594 Tsd Euro). Die Forschungs- und Entwicklungskosten entstehen hauptsächlich aufgrund von Aktivitäten zur ständigen Verbesserung der Arbeitsprozesse, der Produktentwicklung sowie der technischen Weiterentwicklung. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte setzen sich aus Software und vertraglich vereinbarten Zuschüssen an Kunden und Lieferanten zusammen. Die Nutzungsdauer orientiert sich an wirtschaftlichen Aspekten oder vertraglichen Gegebenheiten und liegt zwischen 2 und 50 Jahren. Die Geschäfts- oder Firmenwerte werden mindestens einmal jährlich auf ihre Werthaltigkeit hin überprüft. Für den im Geschäftsjahr 2012/13 durchgeführten Werthaltigkeitstest wurden in den Planungsrechnungen Wachstumsraten von mindestens 0,5 % verwendet. Für die Berechnung werden Kapitalkosten nach Steuern in Höhe von 5,18 % (Vorjahr 5,34 <%) zugrunde gelegt. Zur Bestimmung des erzielbaren Betrags/Nutzungswerts wurden die erwarteten Cashflows der Beteiligungen mit Diskontierungszinssätzen (gewichteten Kapitalkosten) von durchschnittlich 7,4 % (Vorjahr 7,6 %) vor Steuern abgezinst. Die Ermittlung der Diskontierungszinssätze erfolgt auf Basis von verfügbaren Marktdaten. Der Planungszeitraum der zugrunde gelegten Cashflows liegt in der Regel bei drei Jahren. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Impairments mit einer Erhöhung/Verminderung von 0,5 % des Kapitalisierungszinssatzes gerechnet. Hieraus ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen in der Werthaltigkeit. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen: Buchwerte Geschäfts- oder Firmenwertscroll
Zur Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Die Zahlungsmittel generierende Einheit entspricht im Wesentlichen rechtlichen Teilkonzernen. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Mit der Aufnahme der Anteile an der MVV Environment Ridham Ltd., Leeds, Großbritannien, in den Konsolidierungskreis des MVV Energie Konzerns entstand ein Firmenwert in Höhe von 46 Tsd Euro. Darüber hinaus sind im Teilkonzern MVV Tschechien Währungsumrechnungseffekte in Höhe von - 169 Tsd Euro (Vorjahr - 115 Tsd Euro) zu verzeichnen. Immaterielle Vermögenswertescroll
16 Sachanlagenscroll
Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen im Wesentlichen Impairments auf technische Anlagen und Maschinen sowie auf Grundstücke und Gebäude. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 5 354 Tsd Euro (Vorjahr 1 849 Tsd Euro) aktiviert. Der dabei zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz reichte von 4,5 % bis 7,0 % (Vorjahr von 4,7 % bis 5,0 %). Bei dem Zugang zu den technischen Anlagen und Maschinen aus Finanzierungsleasing handelt es sich im Wesentlichen um die Aktivierung des Fernwärmespeichers, bei dem das wirtschaftliche Eigentum aufgrund der Vertragsgestaltung beim MVV Energie Konzern liegt. Sachanlagen bis zu einem Gegenwert von 132 Mio Euro (im Vorjahr 104 Mio Euro) wurden als Sicherheiten für Finanzschulden begeben. Zum größten Teil handelt es sich hierbei um Grundstücke und Gebäude, sowie technische Anlagen und Maschinen. Sachanlagen, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen meistens in Verbindung mit vorliegenden Umweltrestriktionen. Die im Geschäftsjahr 2012/13 erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand beziehen sich hauptsächlich auf die Förderung von KWK-Anlagen. Im Zusammenhang mit diesen Zuwendungen bestehen keine unerfüllte Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten. Im Geschäftsjahr 2012/13 wurden unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 120,8 Mio Euro (Vorjahr 42,1 Mio Euro) für die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham, beide Großbritannien, geleistet. 17 Als Finanzinvestitionen gehaltene ImmobilienDer beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wurde auf der Grundlage der von unabhängigen Gutachtern durchgeführten Bewertungen zum 30. September 2013 bestimmt und beträgt in Summe 320 Tsd Euro. Im Geschäftsjahr 2012/13 lagen keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, somit wird ein erneutes Gutachten zum Geschäftsjahresabschluss 2015/16 angefordert. In der Vergleichsperiode wurde im Zuge der Veräußerung der Anteile an der MVV Energiedienstleistungen GmbH Solingen das Seniorenheim in Solingen verkauft. Bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelt es sich somit in diesem Geschäftsjahr nur noch um ein vermietetes Wohn- und Geschäftshaus in Köthen. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 31 Tsd Euro (Vorjahr 624 Tsd Euro). Die direkten betrieblichen Aufwendungen (ohne planmäßige Abschreibungen) betrugen 8 Tsd Euro (Vorjahr 407 Tsd Euro). Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilienscroll
18 Assoziierte Unternehmen und GemeinschaftsunternehmenDie folgenden Übersichten zeigen die Buchwertentwicklung sowie die wesentlichen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der assoziierten Unternehmen. Anteile an assoziierten Unternehmen (At-Equity)scroll
Das erfolgsneutrale Ergebnis beinhaltet die Effekte aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen. Die assoziierten Unternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse und Jahresüberschuss. Bilanzscroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
Die vom MVV Energie Konzern vereinnahmten Beteiligungserträge dieser assoziierten Unternehmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 6 725 Tsd Euro (Vorjahr 6 101 Tsd Euro). Unser Anteil an den Eventualverbindlichkeiten At-Equity bewerteter Unternehmen beträgt 1 325 Tsd Euro (Vorjahr 1 355 Tsd Euro). Die einbezogenen assoziierten Unternehmen haben bis auf die Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker, ein abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31. Dezember, die Ergebnisse für die At-Equity-Beteiligungen werden entsprechend übergeleitet. Öffentlich notierte Marktpreise liegen wie im Vorjahr nicht vor. Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen wie im Vorjahr nicht vor. Die Anteile der Gemeinschaftsunternehmen an der Bilanz sowie an Aufwand und Ertrag des MVV Energie Konzerns zeigen sich wie folgt: Bilanzscroll
Gewinn- und Verlustrechnungscroll
19 Übrige FinanzanlagenDie übrigen Finanzanlagen enthalten sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, sonstige Beteiligungen, allgemeine Ausleihungen sowie Ausleihungen aus Finanzierungsleasing und Wertpapiere. Die Wertminderungen sowie die Entwicklung der übrigen Finanzanlagen sind im nachfolgenden Spiegel und aus den Positionen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnis (Textziffer 8) beziehungsweise Finanzerträge (Textziffer 11) und Finanzaufwendungen (Textziffer 12) ersichtlich. Die Ausleihungen und Ausleihungen aus Finanzierungsleasing sind fest verzinslich und werden mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 4,3 % (Vorjahr 4,9 %) verzinst. Die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer bei festverzinslichen Ausleihungen beträgt 5,6 Jahre (Vorjahr 5,6 Jahre), für Finanzierungsleasing 7,3 Jahre (Vorjahr 12,7 Jahre). Die Umbuchungen betreffen im Wesentlichen die fristenkongruente Umgliederung der genannten Positionen in das kurzfristige Finanzvermögen. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35. Bei den unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Beteiligungen handelt es sich um assoziierte Unternehmen und Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den MVV Energie Konzernabschluss einbezogen werden. Die Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Fondsanteilen, die überwiegend zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben gehalten werden. Die übrigen Finanzanlagen beinhalten auch den langfristigen Anteil der Finanzierungsleasingverträge. Der MVV Energie Konzern ist bei mehreren Contracting-Projekten Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen. Im Rahmen von abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträgen gehen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer über. Der Ansatz des Vermögenswerts erfolgt zum Barwert der Mindestleasingzahlungen. Diese lassen sich wie folgt zu den Bruttoinvestitionen in die Leasingverhältnisse überleiten: Überleitungscroll
Übrige Finanzanlagenscroll
20 Sonstige Forderungen und VermögenswerteIn den nachfolgenden Tabellen werden die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte nach deren Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben. Sonstige Forderungen und Vermögenswertescroll
Derivative Finanzinstrumentescroll
Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Zins-, Währungs- und Commodity-Derivate im Wesentlichen über Strom, Gas und Kohle. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35. Sonstige Forderungen und Vermögenswertescroll
Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind unter Textziffer 35 dargestellt. Unter den sonstigen Steuerforderungen sind im Wesentlichen Vorsteuerguthaben enthalten. Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen mit den externen Handelspartnern ausgetauscht. Es handelt sich hierbei um Margins. Zur Verringerung des Kontrahentenrisikos werden mit der EEX (European Energy Exchange) wie auch zum Teil im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen Zahlungen geleistet, die sich in der Position Forderungen aus Sicherheitsleistungen von Energiehandelsgeschäften wiederfinden. Die Forderungen aus Sicherheitsleistungen belaufen sich auf 69 628 Tsd Euro (Vorjahr 72 140 Tsd Euro). Die Forderungen und Vermögenswerte aus Contracting-Verträgen ohne Finanzierungsleasing enthalten Investitionen des Dienstleistungssegments, die zur Energieeinsparung bei Kunden führen, wodurch dem MVV Energie Konzern in Zukunft Erträge zufließen. Für nicht wertgeminderte sonstige Forderungen und Vermögenswerte lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Alle vorgenommenen Wertminderungen wurden im Wege der Einzelfallbetrachtung ermittelt und folgten keinem pauschalierten Ansatz. 21 Vorrätescroll
Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen nicht vor (ausgenommen davon Eigentumsvorbehalte). Es wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 73 Tsd Euro (Vorjahr 102 Tsd Euro) erfasst. 22 Forderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben Laufzeiten von unter einem Jahr. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten zum 30. September 2013 Forderungen in Höhe von 6 184 Tsd Euro (Vorjahr 7 630 Tsd Euro) aus der Abrechnung von Fertigungsaufträgen nach dem erreichten Leistungsfortschritt. Im Berichtsjahr wurden 730 Tsd Euro (Vorjahr 353 Tsd Euro) Erlöse aus der Auftragsfertigung erfasst. Die Summe der angefallenen Kosten zum Bilanzstichtag belaufen sich auf 458 Tsd Euro (Vorjahr 536 Tsd Euro). Aus den Fertigungsaufträgen ergab sich ein Gewinn in Höhe von 152 Tsd Euro (Verlust im Vorjahr von 907 Tsd Euro). Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Textziffer 35 dargestellt. Die Forderungen werden auf der Grundlage des Alters der Forderung wertgemindert. Zusätzlich erfolgt eine Würdigung des Einzelfalls bei großen Forderungen, um den konkreten Wertberichtigungsbedarf zu ermitteln. Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. 23 SteuerforderungenDie Steuerforderungen in Höhe von 23 983 Tsd Euro (Vorjahr 20 389 Tsd Euro) enthalten im Wesentlichen Körperschaftsteuererstattungsansprüche und Kapitalertragsteuererstattungsansprüche, die mit dem Nennwert beziehungsweise soweit erforderlich mit dem Barwert angesetzt sind. 24 Flüssige MittelDie flüssigen Mittel bestehen überwiegend aus Bankguthaben. Hiervon entfallen 8 Tsd Euro (Vorjahr 979 Tsd Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen. Zahlungsmittel, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen in Höhe von 1 379 Tsd Euro (Vorjahr 80 Tsd Euro). Bankguthaben werden ausschließlich im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition bei Banken mit zweifelsfreier Bonität unterhalten. Die Verzinsung bewegt sich wie im Vorjahr auf Interbankenniveau. 25 EigenkapitalDie Aufgliederung sowie die Entwicklung des Eigenkapitals sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. GRUNDKAPITAL: Das Grundkapital der MVV Energie AG in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien über je 2,56 Euro. Die gesamten auf den Namen lautenden Stückaktien sind voll einbezahlt. Die Stadt Mannheim hielt zum 30. September 2013 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 %, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 15,1 % und die GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH 6,3 % der Aktien. Die übrigen 12,2 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. GENEHMIGTES KAPITAL II: Nach Ausübung der Ermächtigung, das Grundkapital II in 2006 zu erhöhen, steht zum Stichtag noch ein genehmigtes Kapital II von 3 238 Tsd Euro zur Verfügung. ERMÄCHTIGUNG ZUM RÜCKERWERB EIGENER AKTIEN: Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 16,87 Mio Euro, das sind 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht. KAPITALRÜCKLAGE: Die Kapitalrücklage betrifft die MVV Energie AG. Hierin sind die nach § 272 HGB aufzunehmenden externen Mittelzuflüsse enthalten. ERWIRTSCHAFTETES EIGENKAPITAL: Das erwirtschaftete Eigenkapital umfasst neben den anteiligen Gewinnrücklagen und den kumulierten erwirtschafteten Jahresergebnissen der MVV Energie AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt die kumulierten erfolgsneutralen Veränderungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die im Wesentlichen aus Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 (2008) resultieren, die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse, sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Versorgungspläne. Beginnend mit dem Geschäftsjahr 2012/13 übt der MVV Energie Konzern das Wahlrecht bezüglich der Verrechnung der versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Versorgungspläne neu aus. Sie werden jetzt erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Der Anfangsbestand wurde entsprechend angepasst. Im Rahmen der Marktbewertung von Finanzinstrumenten wurden im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 7 557 Tsd Euro direkt im Eigenkapital erfasst (Vorjahr Aufwendungen von 39 102 Tsd Euro). GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG: Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2012/13 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2012/13 (insgesamt 59 316 116,40 Euro). Die Hauptversammlung entscheidet am 14. März 2014 über den Dividendenvorschlag. 26 RückstellungenRückstellungen nach Fristigkeitenscroll
Die Rückstellungen werden in den nachfolgenden Textziffern eingehend erläutert. 27 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersvorsorge besteht aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Plänen. Im Geschäftsjahr 2012/13 sind Leistungen an die gesetzlichen Rentenversorgungssysteme in Höhe von 25 641 Tsd Euro (Vorjahr 25 637 Tsd Euro) erbracht worden. Als Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme werden die Leistungen an Zusatzversorgungskassen beziehungsweise die gesetzliche Rentenversicherung verstanden. Die Beiträge werden als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Die laufenden Zahlungen an die Zusatzversorgungskasse (ZVK) stellen Aufwendungen des Geschäftsjahrs dar. Die Aufwendungen beliefen sich im Geschäftsjahr 2012/13 auf 15 627 Tsd Euro (Vorjahr 15 946 Tsd Euro). Die im Rahmen einer Näherungsrechnung nach den Grundlagen der IFRS ermittelten Versorgungsverpflichtungen der ZVK für aktive und ehemalige Mitarbeiter des MVV Energie Konzerns liegen um 367 Mio Euro (Vorjahr 331 Mio Euro) über dem bei der ZVK bilanzierten und anteilig auf den MVV Energie Konzern entfallenden Deckungskapital (arbeitsrechtliche Verpflichtung). Eine eindeutige Zuordnung des Deckungskapitals zur arbeitsrechtlichen Verpflichtung ist aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung nicht möglich. Darüber hinaus bestehen unmittelbare Pensionsverpflichtungen aufgrund früherer tarifvertraglicher Regelungen (Bemessung nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter) sowie von Einzelzusagen gegenüber Vorstandsmitgliedern. Der Aufwand für diese als leistungsorientierte Pläne ausgestalteten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: Aufwand Pensionsrückstellungenscroll
Der Zinsaufwand für bereits erworbene Versorgungsansprüche ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position Finanzaufwendungen (Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ausgewiesen. Die übrigen Aufwendungen sind im Personalaufwand ausgewiesen. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt: Entwicklung der Versorgungsansprüchescroll
Die im Konzerneigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen entwickelten sich wie folgt: Kumulierte im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verlustescroll
Die erfahrungsbedingten Anpassungen (Prämissenänderungen) des Barwerts der Versorgungsansprüche stellen einen Teil der auf die Versorgungsansprüche entfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des jeweiligen Jahres dar. Für die bestehenden Pensionsverpflichtungen wird für das Geschäftsjahr 2013/14 eine Pensionszahlung in Höhe von 2 277 Tsd Euro prognostiziert. Es wurde kein Planvermögen gebildet. 28 Sonstige RückstellungenRückstellungenscroll
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Die Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Ertragsteuern wie die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und die Gewerbeertragsteuer. Rückstellungen für Frühpensionierungen umfassen in erster Linie rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aufgrund von Altersteilzeitregelungen. Die versicherungsmathematischen Annahmen entsprechen denen bei der Bewertung für Pensionen und ähnlichen Rückstellungen. Der Rückgang bei den Rückstellungen für Frühpensionierungen ist auf eine Inanspruchnahme von Altersteilzeitregelungen zurückzuführen. Die Rückstellung für Personalkosten beinhaltet im Wesentlichen Sachverhalte aus tarifvertraglichen Verpflichtungen wie beispielsweise Zuwendungen, Abstandszahlungen, Bonuszahlungen, Deputate, Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter und Jubiläumsleistungen. Die Verpflichtungen aus Restrukturierungen gehen auf den im Rahmen des Programms "Einmal gemeinsam" im Geschäftsjahr 2010/11 erarbeiteten und genehmigten Restrukturierungsplan zurück. Die Rückstellungen wurden für sozialverträglichen Personalabbau gebildet. Um den angestrebten sozialverträglichen Personalabbau zu erreichen, wurde im Laufe des Geschäftsjahrs 2012/13 der Plan erweitert. Dazu wurde die Altersteilzeitvereinbarung weiteren Jahrgängen angeboten. Eine Überarbeitung der Schätzung führte ebenso zu einer Anpassung der Restrukturierungsrückstellung. Die Position "Noch nicht abgerechnete Leistungen" umfasst vor allem bereits erbrachte, aber noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen Dritter. Die Bewertung erfolgt auf der Basis sachgerechter Schätzungen. In den sonstigen Sachverhalten sind Rückstellungen für Entsorgungs- und Rückbauverpflichtungen enthalten. Weiterhin umfassen die sonstigen Sachverhalte auch Rückstellungen für Prozessrisiken. Hierbei handelt es sich um mehrere Einzelrisiken, bei denen die Höhe der Inanspruchnahme unsicher ist. Die Bewertung erfolgt ausgehend vom erwarteten Prozessergebnis, das nach den aktuell verfügbaren Informationen die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit besitzt. Wir gehen davon aus, dass die gebildeten Rückstellungen gemäß ihrer Laufzeiteinteilung verbraucht werden. 29 Finanzschuldenscroll
Fälligkeit in Jahrenscroll
Die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1 368 Mio Euro (Vorjahr 1 251 Mio Euro) sind mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 3,5 % (Vorjahr 3,4 %), die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 105 Mio Euro (Vorjahr 105 Mio Euro) mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,4 % (Vorjahr 2,2 %) zu verzinsen. Bei den festverzinslichen Verbindlichkeiten beträgt die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer sechs Jahre (Vorjahr fünf Jahre). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten hat sich die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer von vier auf drei Jahre verändert. Zum 30. September 2013 standen dem MVV Energie Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von 369 Mio Euro (Vorjahr 368 Mio Euro) zur Verfügung. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der übrigen Finanzschulden entspricht im Wesentlichen den ausgewiesenen Buchwerten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen beziehen sich auf verschiedene technische Anlagen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln. Der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen lässt sich wie folgt auf die Verbindlichkeiten überleiten: Barwert der Mindestleasingzahlungscroll
Von den Finanzschulden sind 132 Mio Euro (Vorjahr 104 Mio Euro) durch Verpfändung von Sachanlagen gesichert. 30 Andere VerbindlichkeitenIn den nachfolgenden Tabellen werden die anderen Verbindlichkeiten nach Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben. Andere Verbindlichkeitenscroll
Andere Verbindlichkeitenscroll
Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Zins-Derivate, Währungs- und Commodity-Derivate auf Strom, Gas und Kohle, CO2 und sonstige Zertifikate. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35. Derivative Finanzinstrumentescroll
Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen (Margins) mit der EEX ausgetauscht. Daneben wurden zum Teil auch bilaterale Verträge zur Risikoreduzierung eingegangen. Verbindlichkeiten aus Sicherheitsleistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 1 174 Tsd Euro (Vorjahr 5 947 Tsd Euro). Unter den Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Energie- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten enthalten. 31 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben ausschließlich Laufzeiten von unter einem Jahr. 32 SteuerverbindlichkeitenDie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 189 Tsd Euro (Vorjahr 306 Tsd Euro) enthalten Ertragsteuerverbindlichkeiten. 33 Latente SteuernDie Steuerabgrenzungen 2012/13 sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen: Latente Steuernscroll
Von den oben dargestellten latenten Steuern (netto) entfallen 13 811 Tsd Euro (Vorjahr 10 412 Tsd Euro) auf langfristige aktive latente Steuern und 102 653 Tsd Euro (Vorjahr 100 440 Tsd Euro) auf langfristige passive latente Steuern. Für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 28 886 Tsd Euro (Vorjahr 39 728 Tsd Euro) sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 26 371 Tsd Euro (Vorjahr 38 662 Tsd Euro) wurde kein latenter Steueranspruch angesetzt. Auf temporäre Unterschiede in Höhe von 9 166 Tsd Euro (Vorjahr 10 178 Tsd Euro) aus Beteiligungen zwischen Steuerbilanz und Konzernabschluss wurden in Höhe von 2 777 Tsd Euro (Vorjahr 3 084 Tsd Euro) keine passiven latenten Steuern erfasst, da eine Umkehrung durch Dividendenausschüttungen oder Veräußerung von Gesellschaften in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist. Im Geschäftsjahr 2012/13 werden latente Steuern in Höhe von 31 865 Tsd Euro (Vorjahr nach Anpassung 32 815 Tsd Euro) direkt im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf: Ertragsteuereffektescroll
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Vorjahreswerte angepasst. 34 Eventualforderungen, -schulden und finanzielle VerpflichtungenDie nachfolgend aufgeführten Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Aus Bürgschaften bestehen solche Verpflichtungen in Höhe von 2,9 Mio Euro (Vorjahr 4,6 Mio Euro). Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen im MVV Energie Konzern belief sich für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf 2,3 Mio Euro (Vorjahr 2,9 Mio Euro) und für Investitionen in Sachanlagen auf 120,8 Mio Euro (Vorjahr 152,6 Mio Euro). Die finanziellen Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen überwiegend Wassernetze, Fuhrpark, IT-Ausstattung, Pachtzahlungen für Grundstücke sowie Mieten für Gebäude- und Lagerflächen. Dabei liegt den Mindestleasingzahlungen folgende Fälligkeitsstruktur zugrunde: Finanzielle Verpflichtungen aus Operating Leasingscroll
Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating Leasing), erfolgt die Bilanzierung des Leasinggegenstands beim Leasinggeber. Die anfallenden Leasingaufwendungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen einer Bodensanierungsmaßnahme besteht eine Eventualforderung gegenüber dem Land Baden-Württemberg und der Stadt Mannheim. Die Eventualforderung hat einen Barwert von 4,9 Mio Euro. 35 FinanzinstrumenteZum 30. September 2013 sind bestehende Grundgeschäfte in Cashflow Hedges mit Laufzeiten bis zu 20 Jahren (Vorjahr 15 Jahren) im Bereich Zinssicherung einbezogen. Im Commodity-Bereich betragen die Laufzeiten geplanter Grundgeschäfte bis zu fünf Jahre (Vorjahr bis zu drei Jahren). Sowohl Zinssicherungsinstrumente als auch Commodity-Derivate bedingen Nettoausgleichszahlungen zu den vertraglich fixierten Terminen, welche im Wesentlichen dem Grundgeschäft entsprechen. Bei den Sicherungsinstrumenten handelt es sich größtenteils um Swaps, die während der gesamten Vertragslaufzeit Cashflows generieren. Im Geschäftsjahr 2012/13 ist ein Ertrag in Höhe von 6 801 Tsd Euro (Vorjahr 46 589 Tsd Euro Aufwand) direkt im Eigenkapital erfasst worden. Der Betrag, der im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings aus dem Eigenkapital erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde, stellt sich wie folgt dar: scroll
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge und die darauf entfallenden Umgliederungsbeträge sind in nachfolgender Tabelle dargestellt: scroll
Im Geschäftsjahr 2012/13 ergab sich ein Aufwand in Höhe von 3 891 Tsd Euro aus dem ineffektiven Teil von Cashflow Hedges (Vorjahr 248 Tsd Euro Aufwand). Die Ergebnisse aus ineffektiven Teilen von Cashflow Hedges werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst, soweit sie die kumulierten Fair Value Änderungen des jeweiligen Grundgeschäfts übersteigen. Bei Zinssicherungen erfolgt der Ausweis im sonstigen Zinsergebnis. Die Buchwerte sowie deren Aufteilung auf die Bewertungskategorien nach IAS 39 werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Die dargestellten Klassen orientieren sich dabei an der Bilanz. Bewertungskategorien der Buchwerte nach IAS 39scroll
Die Buchwerte der finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten entsprechen im Wesentlichen deren Marktwerten. Die folgende Tabelle stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente die wesentlichen Parameter dar. Die Bewertung hierzu basiert auf dem 30. September 2013. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert: STUFE 1: Bewertung basiert auf an aktiven Märkten notierten und unverändert übernommenen Preisen; STUFE 2: Bewertung basiert auf anderen Faktoren, als denen aus Stufe 1, welche sich aber direkt oder indirekt beobachten lassen; STUFE 3: Bewertung basiert auf am Markt nicht beobachtbaren Faktoren. ANSCHAFFUNGSKOSTEN: Hier sind Finanzinstrumente aufgeführt, die gemäß IAS 39 zu den Anschaffungskosten bewertet werden, da ihr beizulegender Zeitwert nicht verlässlich bestimmt werden kann. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz. Fair-Value-Hierachiescroll
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Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3: Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3scroll
Gewinne und Verluste in der GuV aus Stufe-3-Finanzinstrumentenscroll
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Wertberichtigungen für finanzielle Vermögenswertescroll
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Die Wertberichtigungsverluste der einzelnen Klassen gemäß IFRS 7 betragen im Geschäftsjahr 2012/13 für nicht konsolidierte Beteiligungen 0 Tsd Euro (Vorjahr 23 Tsd Euro), für Ausleihungen 0 Tsd Euro (Vorjahr 394 Tsd Euro), für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 952 Tsd Euro (Vorjahr 25 113 Tsd Euro) und für sonstige betriebliche Vermögenswerte 468 Tsd Euro (Vorjahr 2 117 Tsd Euro). Nettoergebnis nach BewertungskategorienFinanzinstrumente sind in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen gemäß IFRS 7 erfasst. Nettoergebnis (IFRS 7)scroll
In der Darstellung des Nettoergebnisses sind freistehende Derivate, welche sich in der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" befinden, berücksichtigt. Das Nettoergebnis der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" stammt im Wesentlichen aus der Marktbewertung nach IAS 39. Das Nettoergebnis der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" enthält im Wesentlichen Erträge und Ausschüttungen aus Beteiligungen sowie Abgangserfolge und Wertberichtigungen. Die Nettoergebnisse der Kategorie "Kredite und Forderungen" stammen zum überwiegenden Teil aus Wertberichtigungen und Zuführungen. Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich überwiegend aus den nachfolgend ausgewiesenen Gesamtzinserträgen und -aufwendungen. Gesamtzinserträge und -aufwendungenscroll
Im Finanzergebnis sind Zinsanteile aus Rückstellungen enthalten, welche nicht unter die Angabepflichten des IFRS 7 fallen, weswegen die hier veröffentlichten Zahlen von diesem abweichen. Die hier ausgewiesenen Zinserträge stammen hauptsächlich aus Bankguthaben, Tages- und Festgeldanlagen sowie Ausleihungen. Die Zinsaufwendungen resultieren zum Großteil aus Darlehensverpflichtungen. In den Gesamtzinserträgen sind, wie im Vorjahr, keine Zinsen aus bereits wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten enthalten. Finanzierungs- und PreisrisikenALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER FINANZIERUNGS- UND PREISRISIKEN: Durch seine Geschäftstätigkeit ist der MVV Energie Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Diese setzen sich zusammen aus Marktpreisrisiken durch Veränderung von Zinssätzen und Wechselkursen sowie sonstigen Preisrisiken. Auf der Beschaffungs- und Absatzseite bestehen Commodity-Preisrisiken. Der MVV Energie Konzern unterliegt darüber hinaus Kreditrisiken, die vor allem aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen resultieren. Ferner bestehen Liquiditätsrisiken, die im Zusammenhang mit den Kredit- und Marktpreisrisiken stehen oder mit einer Verschlechterung des operativen Geschäfts beziehungsweise mit Störungen an den Finanzmärkten einhergehen. Die Finanzierungsrisiken umfassen Liquiditäts- und Zinsänderungsrisiken sowie Forderungsausfallrisiken und Risiken aus der Nichteinhaltung vereinbarter Kennzahlen ("financial covenants") im Zusammenhang mit der Fremdkapitalaufnahme. Marktpreisrisiken ergeben sich insbesondere aus Preisschwankungen auf den Energiemärkten sowie aus Änderungen der Zinssätze. Seit Beginn des Engagements in Großbritannien gewinnt das Wechselkursrisiko hinsichtlich des britischen Pfunds für den MVV Energie Konzern zunehmend an Bedeutung. Das konzernübergreifende Risikomanagement verfolgt das Ziel, die unvorhersehbaren Entwicklungen der Finanzmärkte frühzeitig zu erkennen und negativen Auswirkungen daraus entgegen zu wirken. Dies wird anhand interner Richtlinien, Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten, Funktionstrennung und Kontrollen festgelegt. Zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Im Bereich des Zinsänderungsrisikos werden überwiegend Zins-Swaps abgeschlossen. Im Bereich des Energiehandels werden Commodity-Derivate eingesetzt. Deren Einsatz zum Zwecke des proprietären Energiehandels ist nur in engen Grenzen erlaubt und wird durch ein separates Limitsystem überwacht und gesteuert. KREDITRISIKEN: Die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlusts, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, wird als Kreditrisiko bezeichnet. Das Kreditrisiko umfasst sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung. Beim MVV Energie Konzern bestehen Kredit- und Handelsbeziehungen vorwiegend zu Banken und anderen Handelspartnern mit guter Bonität. Kreditrisiken gegenüber Vertragspartnern werden bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Durch Festlegung von Limits für das Handeln mit Geschäftspartnern und gegebenenfalls durch das Stellen von Barsicherheiten wird das Kreditrisiko eingeschränkt. Wenn möglich, wird das Ausfallrisiko bereits im Vorfeld durch geeignete Rahmenverträge mit den Handelspartnern vermindert. Im Vertriebsgeschäft ist der MVV Energie Konzern Kreditrisiken ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Durch eine regelmäßige Bonitätsanalyse der wesentlichen Positionen unseres Kundenportfolios wird dieses Risiko eingeschränkt. Das maximale Ausfallrisiko der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (Forderungen, Derivate und sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte) ergibt sich durch deren Buchwerte. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren die Ausfälle unbedeutend. Da Derivate hohen Marktwertschwankungen unterliegen können, wird in der folgenden Übersicht das Kontrahentenrisiko der derivativen finanziellen Vermögenswerte dargestellt, wobei grundsätzlich nur bilanzierte Bücher betrachtet werden. Liegen Nettingvereinbarungen mit einem Handelspartner vor, wird das tatsächliche - das saldierte - Risiko dargestellt. Kontrahenten mit denen ein negativer Saldo, also kein Kontrahentenrisiko besteht, werden nicht berücksichtigt. In allen anderen Fällen findet keine Saldierung mit negativen Marktwerten statt. Kontrahentenrisiko zum 30.9.2012scroll
Kontrahentenrisiko zum 30.9.2013scroll
Kontrahentenrisiken über fünf Jahren liegen wie im Vorjahr nicht vor. Wesentliche Teile des Nominalvolumens der betrachteten Derivate bestehen mit Handelspartnern, für die ein externes Rating verfügbar ist. Für den unter "Sonstiges" ausgewiesenen Teil des derivativen Nominalvolumens bestehen interne Ratings. Bei mit Börsen abgeschlossenen Handelsgeschäften ergaben sich zum 30. September 2013 wie im Vorjahr keine Kreditrisiken, da nur Salden mit negativem Marktwert vorhanden sind. Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Kreditrisiken sowie deren Altersstruktur stellen sich nach Klassen gegliedert wie folgt dar: Kreditrisiken, Altersstrukturscroll
LIQUIDITÄTSRISIKEN: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen kann. Liquiditätsrisiken entstehen im MVV Energie Konzern durch die Verpflichtung, Verbindlichkeiten vollständig und rechtzeitig zu tilgen sowie Sicherheitsleistungen (Margins) von Energiehandelspartnern zu bedienen. Aufgabe des Cash- und Liquiditätsmanagements des MVV Energie Konzerns ist es, jederzeit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Dafür werden der gesamte Zahlungsmittelbedarf und alle Zahlungsmittelüberschüsse ermittelt. Die wesentlichen Teilkonzerne verfügen über ein Cash-Pooling-Verfahren, wodurch die Bankgeschäfte auf ein vertretbares Maß zurückgefahren werden können. Zur Liquiditätssteuerung wird ein Finanzplan erstellt. Der entstehende Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente im Rahmen der Liquiditätssteuerung gedeckt. Neben der täglich verfügbaren Liquidität verfügt der MVV Energie Konzern über weitere Liquiditätsreserven in Form von zugesagten Kreditlinien. Der Umfang der vertraglich zugesicherten Kreditlinien ist so dimensioniert, dass auch in einem schwierigen Marktumfeld jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven zur Verfügung stehen. Durch die vorhandene Liquidität sowie die bestehenden Kreditlinien sieht sich der MVV Energie Konzern keinen wesentlichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Refinanzierung der Konzerngesellschaften des MVV Energie Konzerns erfolgt in der Regel durch lokale Kreditinstitute guter Bonität sowie durch die MVV Energie AG. In nachfolgender Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten undiskontiert dargestellt. Die korrespondierenden Zinszahlungen sind enthalten. Undiskontierte Cashflowsscroll
ZINSRISIKEN: Zinsrisiken bestehen auf der Aktivseite aus Bankguthaben sowie auf der Passivseite aus variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten. Nachfolgend werden die Auswirkungen von Zinssatzänderungen auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter, zum Beispiel Wechselkurse, sich nicht verändern. Es wurden nur Finanzinstrumente in die Analyse einbezogen, deren Zinsänderungsrisiko das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis verändern könnten. Eine Abweichung des Zinsniveaus im Euroraum zum Stichtag 30. September 2013 um 10 % nach oben beziehungsweise nach unten würde den Jahresüberschuss insgesamt um 6 Tsd Euro/11 Tsd Euro (Vorjahr 35 Tsd Euro/10 Tsd Euro) verschlechtern/verbessern. Die Abweichung würde das Eigenkapital insgesamt um 3 186 Tsd Euro/5 218 Tsd Euro (Vorjahr 473 Tsd Euro/1 018 Tsd) verschlechtern/verbessern. WÄHRUNGSRISIKEN: Währungsrisiken bestehen zunehmend im Rahmen des Projekts zum Bau und Betrieb einer thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth, Großbritannien. Dabei fallen zunächst Projektentwicklungs- und Errichtungskosten teilweise in britischen Pfund an. In der Betriebsphase des Projekts werden zukünftig Zahlungsströme ausschließlich in britischen Pfund generiert. Die resultierenden Währungsrisiken werden durch Natural Hedges in Form von währungskongruenter Finanzierung sowie durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Weitere Währungsrisiken bestehen bei der Beschaffung von Roh- und Brennstoffen, die an den internationalen Märkten in US-Dollar abgerechnet werden. Zur Absicherung des zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits bekannten Bedarfs an Roh- und Brennstoffen werden diese im Rahmen von Warentermingeschäften beschafft. Die hierbei entstehenden Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar, die bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses der Warentermingeschäfte der Höhe und dem Termin nach bekannt sind, unterliegen einem Währungsrisiko. Zur Ausschaltung des wesentlichen Währungsrisikos werden mit dem Zahlungsstrom in US-Dollar kongruente Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Eine Veränderung des Währungskurses um 10 % nach oben beziehungsweise um 10 % nach unten hätte eine Veränderung des Jahresüberschusses in Höhe von 1 906 Tsd Euro nach oben/1 906 Tsd Euro nach unten zur Folge. COMMODITY-PREISRISIKEN: Im Rahmen unserer Energiehandelstätigkeit werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisrisikomanagements, der Lastganganpassung und der Margenoptimierung abgeschlossen. Für sämtliche Geschäfte sind enge und klar definierte Limite vorgegeben, die stets einzuhalten sind. Preisänderungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch die Beschaffung und Veräußerung von Strom und Gas sowie durch die Beschaffung von Kohle sowie Emissionsrechten. Die Preisrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgegebenen Limite mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Berichtsjahr wurden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Überwiegend wurden als Sicherungsinstrumente Forwards, Futures, sowie Swaps eingesetzt. Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung von Derivaten auf Strom, Kohle, Gas und Emissionsrechte analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben und eine Abhängigkeit der Commodities untereinander besteht. Es wurden nur Derivate in die Analyse einbezogen, deren Marktwertschwankungen das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis beeinflussen. Hierbei handelt es sich um bilanzierungspflichtige Derivate. Nicht in die Betrachtung einbezogen sind Derivate, die zur physischen Erfüllung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarfs des Unternehmens bestimmt sind ("Own Use"). Diese sind nicht nach IAS 39 zu bilanzieren. Wäre der Marktpreis zum Stichtag 30. September 2013 um 10 % höher/niedriger ausgefallen, hätte dies den Jahresüberschuss um 17 820 Tsd Euro/21 302 Tsd Euro (Vorjahr 44 042 Tsd Euro/52 973 Tsd Euro) verbessert/verschlechtert. Das Eigenkapital hätte sich zum gleichen Stichtag um 32 645 Tsd Euro/33 342 Tsd Euro (Vorjahr 66 006 Tsd Euro/74 937 Tsd Euro) erhöht/verringert. Die folgende Tabelle gibt das Nominalvolumen und die Marktwerte der eingesetzten Derivate wieder: Nominalvolumen und Marktwertescroll
Bei den Zins-Derivaten handelt es sich nahezu ausschließlich um Zins-Swaps. Bei den Währungsderivaten handelt es sich um die Absicherung von finanzieller Kohle in US-Dollar. Die Commodity-Derivate lassen sich wie folgt unterteilen: Commodity-Derivatescroll
Den positiven Marktwerten in Höhe von 179 200 Tsd Euro (Vorjahr 208 321 Tsd Euro) stehen Margining-Verbindlichkeiten in Höhe von 1 174 Tsd Euro (Vorjahr 5 947 Tsd Euro) gegenüber. Diese sind in den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Den negativen Marktwerten in Höhe von 305 835 Tsd Euro (Vorjahr 335 924 Tsd Euro) stehen Barsicherheiten in Höhe von 69 628 Tsd Euro gegenüber (Vorjahr 72 140 Tsd Euro). 36 SegmentberichterstattungSegmentbericht des MVV Energie Konzerns vom 1.10.2012 bis zum 30.9.2013scroll
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Segmentbericht des MVV Energie Konzerns vom 1.10.2011 bis zum 30.9.2012scroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die externe Berichterstattung folgt der internen Steuerungsstruktur. Die Einheiten sind so gruppiert, dass die Bündelung passender Fachkompetenz unter einem Dach die Grundlage für eine stringente Portfoliosteuerung des Konzerns bildet. Den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen und Sonstiges sind Geschäftsfelder zugeordnet, die an Wertschöpfungsstufen orientiert sind. Analytisch können die Geschäftsfelder weiter nach Teilkonzernen und Einzelgesellschaften mit ihren Produkten untergliedert werden.
Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Die Verrechnungspreise für Transfers zwischen den Segmenten entsprechen den marktüblichen Konditionen. Aus der Addition von Innen- und Außenumsätzen ergeben sich die Segmentumsätze. Überleitung des EBIT (GuV) zum Adjusted EBITscroll
Die Segmentumsätze mit externen Kunden werden zu 96,9 % (Vorjahr 97,1 %) in Deutschland erzielt. Die Aufteilung der Erlöse auf die Regionen erfolgt nach dem geografischen Sitz der Gesellschaften. Im MVV Energie Konzern gibt es keinen einzelnen Kunden, der einen Anteil von 10 % oder mehr zu den gesamten Umsatzerlösen beiträgt. Die dargestellte Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Steuerungsstruktur. Diese findet im Wesentlichen ihre Ausprägung in den Segmentergebnissen (Adjusted EBIT) und den Investitionen. Die Überleitung des EBIT zum Adjusted EBIT ist in der obigen Tabelle erkennbar. Der Begriff der Investitionen beinhaltet in der Management-Perspektive neben den in den Spiegeln ersichtlichen Zugängen die Veränderung zu den langfristigen Vermögenswerten aus der Erstkonsolidierung. Demgegenüber sind die in dem Betrachtungszeitraum nicht zahlungswirksamen Zugänge der Anlagespiegel nicht Bestandteil des Investitionsbegriffs in der Management-Perspektive und werden deshalb exkludiert. 37 KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt die Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Der Betrag der flüssigen Mittel in der Kapitalflussrechnung stimmt mit dem entsprechenden in der Bilanz ausgewiesenen Wert überein. Mittelzu- und abflüsse aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten. Die erworbenen und die abgehenden flüssigen Mittel werden separat ausgewiesen. Der Cashflow vor Working Capital und Steuern zeigte im Geschäftsjahr 2012/13 einen leichten Anstieg zum Vergleichszeitraum. Dem deutlich höheren Jahresergebnis vor Ertragsteuern im Berichtsjahr stehen im Vergleich zum Geschäftsjahr 2011/12 geringere zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen gegenüber. Demgegenüber erhöht die Ergebniseliminierung aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten deutlich den Cashflow vor Working Capital und Steuern im Vergleich zum Vorjahreszeitraum. Hier wirken sich vor allem die Gewinne im Geschäftsjahr 2011/12 aus dem Verkauf der Anteile der Stadtwerke Solingen GmbH, MVV Energiedienstleistungen GmbH Solingen und Maintal-Werke GmbH aus. Der höhere Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit ist insbesondere durch die deutliche Verbesserung des Working Capitals geprägt. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist geprägt durch den Verkauf der Anteile der Stadtwerke Solingen GmbH und MVV Energiedienstleistungen GmbH Solingen im Vorjahr. Dies führte zu einem hohen Zahlungseingang, der sich in dieser Höhe im Berichtsjahr nicht auswirkt. Ein weiterer Aspekt ist die gestiegene Auszahlung für Investitionen in erneuerbare Energien im Berichtsjahr. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr aufgrund von gesunkenen Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten niedriger. 38 KapitalsteuerungDie MVV Energie AG unterliegt keinen gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen, sondern verfolgt die interne Zielsetzung, durch ein effektives Finanzmanagement eine zur Erlangung eines guten Ratings am Bankenmarkt erforderliche Eigenkapitalquote einzuhalten. Dadurch wird eine Optimierung der Kapitalkosten erreicht. Die Eigenkapitalquote ist dabei das Verhältnis zwischen dem Eigenkapital auf konsolidierter Basis und der Bilanzsumme. Das Eigenkapital setzt sich zusammen aus Grundkapital, Kapitalrücklage, dem kumulierten erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Ergebnis und den Anteilen anderer Gesellschafter. Maßnahmen zur Einhaltung der Eigenkapitalzielquote erfolgen zunächst im Prozess der Wirtschaftsplanung und bei großen (außerplanmäßigen) Investitionsmaßnahmen im Rahmen der Investitionsrechnung. Die Gesellschaft kann durch Aktienemissionen die Eigenkapitalgrundlage den Anforderungen anpassen. Die zentrale Steuerungsgröße unserer wertorientierten Unternehmensführung und der damit verbundenen Kapitalsteuerung ist der Value Spread. Diese Kennzahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der periodischen Erfolgsgröße ROCE ("Return on Capital Employed"), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital, und dem gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz WACC ("Weighted Average Cost of Capital"). Die Grundanforderungen an die Kapitalsteuerung haben sich zum Vergleichszeitraum nicht verändert. 39 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und KörperschaftenAn dieser Stelle werden die Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und deren konsolidierten Tochterunternehmen, die nahestehende Personen darstellen, nicht erläutert, da sie im Zuge der Konsolidierung eliminiert wurden. Die Stadt Mannheim ist alleinige Gesellschafterin der MVV GmbH. Die MVV GmbH hält 99,99 % der Anteile an der MVV Verkehr AG, die zu 50,1 % an der MVV Energie AG beteiligt ist. Die Stadt Mannheim sowie die von ihr beherrschten Unternehmen stellen somit nahestehende Personen im Sinne der IFRS dar. Zwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und der Stadt Mannheim und den von ihr beherrschten Unternehmen bestehen eine Vielzahl von vertraglich vereinbarten Rechtsbeziehungen (Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmelieferungsverträge, Miet-, Pacht- und Serviceverträge). Darüber hinaus besteht zwischen der MVV Energie AG und der Stadt Mannheim ein Konzessionsvertrag. Die Konzessionsabgaben an die Stadt Mannheim beliefen sich auf 19 124 Tsd Euro (Vorjahr 18 375 Tsd Euro). Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaftenscroll
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Ferner bestehen zwischen der MVV Energie AG und Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen (Bereichsleitern, Prokuristen) Kundenverträge über die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme, die ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden, und die sich nicht von anderen Kundenverträgen unterscheiden. Der MVV Energie Konzern hat darüber hinaus keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen und durchgeführt. Die MVV Energie AG erstellte für ihr am 30. September 2013 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG. Die Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012/13 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex'. Wir haben unser Vergütungssystem so aufgebaut, dass ein Anreiz entsteht, das Unternehmen erfolgreich und nachhaltig zu führen. Im Berichtszeitraum gab es zwei personelle Veränderungen im Vorstand: Hans-Jürgen Farrenkopf schied zum 31. Dezember 2012 aus dem Vorstand aus und ging in Ruhestand. Seine Position im Vorstandsbereich Personal übernahm Udo Bekker zum 1. Januar 2013. Ferner legte Matthias Brückmann sein Amt als Vorstandsmitglied zum 15. März 2013 nieder; sein Dienstverhältnis endete am 30. Juni 2013. Er hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Der Vorstandsbereich Vertrieb wird seit dem 1. Oktober 2013, dem Beginn des Geschäftsjahrs 2013/14, von Ralf Klöpfer verantwortet. Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 2 219 Tsd Euro, die aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten besteht. Die Tabelle zeigt die Vergütung im Berichtsjahr. Die Vergütung ist zeitanteilig dargestellt. Vergütungscroll
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Einschließlich Zuschüsse zur freiwilligen
Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwillige
Versicherung bei der Berufsgenossenschaft, Erstattungen für Übergangsleistungen,
geldwerte Vorteile sowie der Zulage für den Vorstandsvorsitzenden
in Höhe von 185 Tsd Euro an Dr. Georg Müller Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Zwei Komponenten bestimmen die variable - erfolgsbezogene - Vergütung der Vorstandsmitglieder: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns, allerdings abzüglich Restrukturierungsaufwendungen. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitstantieme machte im Geschäftsjahr 2012/13 den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt. Den Vorstandsmitgliedern Dr. Georg Müller und Udo Bekker ist eine Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Versorgungskonten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben. Die Versorgungskonten werden jährlich verzinst. Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Georg Müller und Udo Bekker werden in der folgenden Tabelle dargestellt: Pensionsverpflichtungenscroll
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Einschließlich Zinsen Die Gesamtversorgung des Vorstandsmitglieds Dr. Werner Dub wird auf Basis einer ruhegehaltsfähigen Vergütung fortgeführt, da er bereits das 60. Lebensjahr vollendet hat und somit zu den rentennahen Jahrgängen zählt. Die Versorgungsleistung beträgt maximal 70 % der ruhegehaltsfähigen Vergütung, anderweitiges Arbeitseinkommen, Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie sonstige Versorgungsbezüge, die mindestens zur Hälfte auf Beitragsleistungen eines Arbeitgebers beruhen, werden angerechnet. Die Versorgungsleistung enthält als Rentenbaustein auch eine Anwartschaft auf eine Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtung für Dr. Werner Dub wird in der folgenden Tabelle dargestellt: Pensionsverpflichtungscroll
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Erreichbarer Anspruch auf Altersrente mit
63 Jahren unter Berücksichtigung von Anrechnungsbeträgen Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 401 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 11 712 Tsd Euro zurückgestellt. Die Gesamtzuführung in diesem Geschäftsjahr beträgt 468 Tsd Euro. Gemäß IAS 24 zählen zu den unternehmensnahen Personen auch Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen. Neben dem Vorstand rechnen hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 873 Tsd Euro, wobei es sich im Wesentlichen (2 724 Tsd Euro) um kurzfristig fällige Leistungen handelt. Die Betroffenen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen der oben genannten Vergütungen hierfür beliefen sich auf 149 Tsd Euro im Berichtsjahr. Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2012/13 eine Jahresvergütung in Höhe von jeweils 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten, sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt.1 Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 434 Tsd Euro.2 Die Vergütung für Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive der Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 963 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in einer gesonderten Übersicht ► auf Seite 169 dargestellt. Aufsichtsratsbezügescroll
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Mitglieder des Aufsichtsrats, die während
des Geschäftsjahrs in den Aufsichtsrat eingetreten oder aus dem Aufsichtsrat
ausgeschieden sind, erhielten die Vergütung zeitanteilig entsprechend
der Dauer ihrer Amtszeit. 40 Die Beteiligungen des MVV Energie KonzernsAnteilsliste des MVV Energie Konzerns zum 30.9.2013scroll
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Kapitalanteil am 30.9 2013 gemäß § 16 Abs.
4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB 41 Honorare des AbschlussprüfersFür die im Geschäftsjahr 2012/13 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare angefallen: Honorare des Abschlussprüfersscroll
42 Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGBDie folgenden inländischen Tochtergesellschaften werden im Geschäftsjahr 2012/13 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen:
43 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat der MVV Energie AG haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex' gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Die vollständige Erklärung ist im Internet unter ► www.mvv-investor.de veröffentlicht. 44 Angaben zu KonzessionenNeben dem zwischen der Stadt Mannheim und der MVV Energie AG abgeschlossenen Konzessionsvertrag (siehe Textziffer 39 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften) bestehen weitere Konzessionsvereinbarungen zwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und Gebietskörperschaften. Die Restlaufzeiten liegen zwischen einem und 24 Jahren. In den Verträgen ist die Verpflichtung geregelt, die jeweiligen Versorgungsnetze zu betreiben und für deren Instandhaltung zu sorgen. Sollte es nach Ablauf der Verträge zu keiner Verlängerung kommen, müssen die Versorgungseinrichtungen von den Gemeinden gegen angemessenes Entgelt übernommen werden. 45 Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.
Mannheim, 12. November 2013 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Dr. Dub Klöpfer Versicherung der gesetzlichen Vertreter"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Mannheim, 12. November 2013 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Dr. Dub Klöpfer ORGANE DER GESELLSCHAFTVorstand der MVV Energie AGDr. Georg MüllerVorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten Udo BekkerPersonal (seit 1. Januar 2013) Matthias BrückmannVertrieb (bis 15. März 2013) Dr. Werner DubTechnik Hans-Jürgen FarrenkopfPersonal (bis 31. Dezember 2012) Ralf KlöpferVertrieb (seit 1. Oktober 2013) Aufsichtsrat der MVV Energie AGDr. Peter Kurz (Vorsitzender)Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Peter Dinges1 (stellvertretender Vorsitzender)Vorsitzender des MVV Konzernbetriebsrats Johannes Böttcher1Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG Timo Carstensen1Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Ralf EisenhauerFachbauleiter für Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH Peter Erni1Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar Detlef Falk1Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Reinhold Götz1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim Prof. Dr. Egon JüttnerMitglied des Deutschen Bundestags Heike Kamradt1Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG Daniela Kirchner1Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG (seit 2. Oktober 2013) Gunter Kühn1Leiter des Bereichs Personal und Soziales der MVV Energie AG (bis 2. Oktober 2013) Dr. Antje Mohr1Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel Dr. Lorenz NägerMitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Wolfgang RaufelderMitglied des Landtags Baden-Württemberg Christian SpechtErster Bürgermeister der Stadt Mannheim Dr. Dieter SteinkampVorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln Carsten SüdmersenUnternehmensberater Katja Udluft1Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar Prof. Heinz-Werner UferDiplom-Ökonom Jürgen Wiesner1Mitglied des Betriebsrat der MVV Energie AG Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt. Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats der MVV Energie AGscroll
Mitglieder des Vorstands der MVV Energie AGscroll
Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats der MVV Energie AGscroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der MVV Energie AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, 12. November 2013 PricewaterhouseCoopers Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer Rolf Küpfer, Wirtschaftsprüfer BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren, das Geschäftsjahr 2012/13 von MVV Energie war geprägt von einem schwierigen Marktumfeld und einer weiterhin angespannten Finanzlage in der Eurozone. Trotz dieser ungünstigen Rahmenbedingungen können wir auf ein zufriedenstellendes Ergebnis zurückblicken. Der Aufsichtsrat nahm im Geschäftsjahr 2012/13 die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig wahr. Bei der Leitung des Unternehmens haben wir den Vorstand beraten und ihn kontinuierlich in seiner Geschäftstätigkeit überwacht. Wir wurden vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über seine strategische Fortentwicklung unterrichtet. Dabei umfassten die regelmäßigen Berichte des Vorstands Darstellungen der Geschäfts-, Umsatz- und Ertragsentwicklung, der Vermögens- und Finanzlage sowie der Risikolage und des Risikomanagements. Zudem informierte uns der Vorstand über alle relevanten Fragen der Geschäftspolitik und der Unternehmensplanung. Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Plänen und Zielen wurden dem Aufsichtsrat jeweils im Einzelnen dargelegt und begründet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen unmittelbar eingebunden. Außergewöhnliche Angelegenheiten wurden dem Aufsichtsrat umgehend durch den Vorstand mitgeteilt. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats stand ich außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands, um mich mit ihm über aktuelle Themen und Vorgänge auszutauschen. Beratungsschwerpunkte des PlenumsIm Berichtsjahr kam der Aufsichtsrat zu insgesamt sechs Sitzungen zusammen, in denen er - gegebenenfalls vorbereitet durch die jeweiligen Ausschüsse - die Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands sorgfältig geprüft und eingehend erörtert hat. Auf Grundlage dieser Informationen hat der Aufsichtsrat beraten und seine Entscheidungen getroffen. Die wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen hat der Aufsichtsrat auch im aktuellen Berichtsjahr umfänglich mit dem Vorstand diskutiert. Es ist offensichtlich, dass das energiepolitische Umfeld weiterhin von großer Unsicherheit geprägt ist. Auf dieser Basis informierte uns der Vorstand regelmäßig über die Entwicklung wichtiger Ergebnisfaktoren des MVV Energie Konzerns, wie die Erzeugungsmarge für konventionelle Kraftwerke, die Abfallpreise sowie den witterungsbedingten Gas- und Wärmeabsatz. Regelmäßiger Gegenstand unserer Beratungen waren Sachstandsberichte des Vorstands über den Fortschritt laufender Investitions- und Akquisitionsprojekte. Dabei berichtete der Vorstand unter anderem über die Projektfortschritte bei der thermischen Abfallverwertungsanlage im englischen Plymouth, den Ausbau des Fernwärmespeichers in Mannheim und die Baufortschritte beim Block 9 des Grosskraftwerks Mannheim. In seiner Sitzung am 7. DEZEMBER 2012 beschäftigte sich der Aufsichtsrat insbesondere mit dem Windenergieportfolio des spanischen Versorgers Iberdrola und erteilte seine Zustimmung zum Erwerb der deutschen Windparks der Iberdrola mit einer Gesamtleistung von rund 63 MW. Mit diesem Schritt hat sich die Stromproduktion aus Windenergie des MVV Energie Konzerns nahezu verdoppelt. Ein weiteres wesentliches Thema war die Investitionsentscheidung zum Bau eines Biomassekraftwerks in Großbritannien. Die Anlage mit einer elektrischen Nettoleistung von rund 23 MW wird im südöstlich von London gelegenen Industriehafen Ridham Dock errichtet und soll im Frühjahr 2015 in Betrieb gehen. Darüber hinaus verabschiedete der Aufsichtsrat die Tagesordnung für die Hauptversammlung vom 8. März 2013 mit den erforderlichen Beschlussvorschlägen. Am 8. MÄRZ 2013 hat der Aufsichtsrat die Bestellung des Vorsitzenden des Vorstands Dr. Georg Müller einstimmig um weitere fünf Jahre verlängert. Mit diesem Votum hat der Aufsichtsrat Dr. Müller das volle Vertrauen für die Fortsetzung seiner erfolgreichen Tätigkeit ausgesprochen. Des Weiteren stimmte der Aufsichtsrat in dieser Sitzung der Auflösung des Dienstvertrags mit Matthias Brückmann zu. Matthias Brückmann hat sich entschlossen, in den Vorstand der EWE AG einzutreten. Der Aufsichtsrat dankt ihm für seine langjährige und erfolgreiche Tätigkeit bei MVV Energie. Am 20. MÄRZ 2013 hat sich der Aufsichtsrat insbesondere mit der strategischen Ausrichtung von MVV Energie und der Umsetzung des Strategieprogramms MVV 2020 beschäftigt. Vor dem Hintergrund des sich stark wandelnden Energiemarkts hat sich die auf Regionalität, Effizienz und Nachhaltigkeit ausgerichtete zukunftsorientierte Konzernstrategie unseres Erachtens in den letzten Jahren sehr bewährt. Der Fokus von MVV Energie liegt auf dem Strategiedreieck aus "Optimieren", "Realisieren" und "Prüfen" mit den Investitionsschwerpunkten erneuerbare Energien, Energieeffizienz, Kraft-Wärme-Kopplung und Fernwärme. In der Sitzung am 13. JUNI 2013 beschloss der Aufsichtsrat, der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Mannheim, den Auftrag als Abschlussprüfer und Konzernabschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2012/13 zu erteilen und legte die diesbezüglichen Prüfungsschwerpunkte und das Prüfungshonorar fest. Darüber hinaus hat der Vorstand über das Nachfolgeprojekt für das Gemeinschaftskraftwerk Kiel berichtet und die möglichen Varianten mit dem Aufsichtsrat erörtert. Ein weiterer Berichtspunkt betraf den Abschluss eines Unternehmensvertrags im Geschäftsfeld Netze. Der Aufsichtsrat bestellte in seiner Sondersitzung am 24. JULI 2013 auf Empfehlung des Personalausschusses Ralf Klöpfer mit Wirkung zum 1. Oktober 2013 zum Vorstand der MVV Energie AG. Ralf Klöpfer war nach dem Studium der Elektrotechnik in unterschiedlichen leitenden Funktionen bei Badenwerk und EnBW tätig, zuletzt als Sprecher der Geschäftsführung der EnBW Vertrieb GmbH. In seiner Sitzung am 19. SEPTEMBER 2013 hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit dem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2013/14 und mit der Drei-Jahres-Planung beschäftigt. Des Weiteren hat der Vorstand über den aktuellen Stand zum Nachfolgeprojekt Gemeinschaftskraftwerk Kiel berichtet, und es wurden die Ergebnisse aus der Effizienzprüfung für den Aufsichtsrat vorgestellt und diskutiert. Im Hinblick auf den der Hauptversammlung im Jahr 2014 zu unterbreitenden Wahlvorschlag für den Abschlussprüfer haben Aufsichtsrat und Bilanzprüfungsausschuss im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Ausschreibungsverfahren durchgeführt; mehrere Wirtschaftsprüfungsgesellschaften haben daran teilgenommen. Anhand eines vorher festgelegten Kriterienkatalogs hat der Aufsichtsrat auf Empfehlung des Bilanzprüfungsausschusses beschlossen, die PricewaterhouseCoopers AG erneut zur Wahl als Abschlussprüfer für das Geschäftsjahr 2013/14 vorzuschlagen. Sitzungen der AusschüsseUm die Arbeit des Gesamtgremiums effizient vorzubereiten, hat der Aufsichtsrat vier Ausschüsse gebildet. Die personelle Besetzung der Ausschüsse ist im Kapitel ► Corporate Governance auf Seite 108 sowie im Kapitel ► Organe der Gesellschaft auf Seite 170 dieses Geschäftsberichts dargestellt. Über die Tätigkeit der Ausschüsse haben deren Vorsitzende den Aufsichtsrat regelmäßig unterrichtet. Im Berichtszeitraum kam der BILANZPRÜFUNGSAUSSCHUSS zu sechs Sitzungen zusammen. Breiten Raum nahmen die Beratungen über die Quartalsabschlüsse, die Halbjahres- und Jahresabschlüsse der MVV Energie AG und des MVV Energie Konzerns ein, die der Ausschuss intensiv mit dem Vorstand diskutierte. Im Zusammenhang mit der Jahresabschlussprüfung der MVV Energie AG und des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2012/13 gab der Ausschuss Vorschläge zur Auswahl des Jahresabschlussprüfers, zur Festlegung der Prüfungsschwerpunkte und zur Honorarvereinbarung an den Aufsichtsrat ab. Außerdem befasste sich der Ausschuss mit der Risikolage und dem Risikomanagementsystem, prüfte das Interne Kontrollsystem, beschäftigte sich mit dem Prüfungsplan der Konzernrevision und nahm den Bericht des Compliance-Beauftragten zur Kenntnis. Ausführlich diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstand den Wirtschaftsplan 2013/14 und die mittelfristige Planung und empfahl dem Aufsichtsrat, dem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2013/14 zuzustimmen. Weitere Beratungsthemen, mit denen sich der Ausschuss unter anderem auseinandersetzte, waren die Strategie der MVV Energie AG, das Kapitalkostenkonzept, der Finanzstatus und die langfristige Finanzierungsstrategie sowie Berichte zu den Geschäftsfeldern Erzeugung, Umwelt und Energiehandel. Der PERSONALAUSSCHUSS tagte im Geschäftsjahr 2012/13 viermal. Schwerpunkt seiner Beratungen im Berichtsjahr waren die Wiederbestellung des Vorsitzenden des Vorstands Dr. Georg Müller, das Ausscheiden von Matthias Brückmann und die Bestellung von Ralf Klöpfer zum Vertriebsvorstand. Der NOMINIERUNGSAUSSCHUSS kam im abgelaufenen Geschäftsjahr zu keiner Sitzung zusammen. Der VERMITTLUNGSAUSSCHUSS gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste nicht einberufen werden. Corporate GovernanceMVV Energie hat im Geschäftsjahr 2012/13 allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex zur guten, transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung entsprochen. In der Sitzung am 19. September 2013 beschloss der Aufsichtsrat die zuvor vom Vorstand genehmigte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex, die am 2. Oktober 2013 im Internet veröffentlicht wurde. Der Bericht zur Corporate Governance wurde in der Sitzung am 5. Dezember 2013 verabschiedet. Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte auf. Der Aufsichtsrat hat überprüft und festgestellt, dass dem Gremium eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Das Kapitel ► Corporate Governance finden Sie auf den Seiten 102 bis 111 dieses Geschäftsberichts. Personelle Veränderungen im AufsichtsratMit Wirkung zum 2. Oktober 2013 hat Gunter Kühn sein Mandat als Aufsichtsrat niedergelegt. Als gewähltes Ersatzmitglied ist Daniela Kirchner nachgerückt. Das Gremium dankt Gunter Kühn für seine engagierte und konstruktive Mitarbeit. Jahres- und KonzernabschlussprüfungDer Aufsichtsrat hat der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 8. März 2013 den Auftrag zur Prüfung des Einzel- und des Konzernabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2012/13 erteilt. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung vorgelegt. Der Lagebericht des Einzelabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2012/13 und der Konzernlagebericht des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2012/13 wurden gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst und in diesem Geschäftsbericht 2012/13 veröffentlicht. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2012/13 werden im Bundesanzeiger publiziert. Der auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2012/13 und der zusammengefasste Lagebericht sowie der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2012/13 wurden von PricewaterhouseCoopers geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht sowie der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der entsprechenden Sitzung vor. Diese Unterlagen wurden vom Bilanzprüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat umfassend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers intensiv erörtert. In seiner Sitzung am 5. Dezember 2013 hat der Aufsichtsrat den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Jahresabschluss der MVV Energie AG gebilligt. Damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung stimmte der Aufsichtsrat zu. Außerdem erstellte der Vorstand für das Geschäftsjahr 2012/13 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht). Laut diesem wurde die MVV Energie AG bei den dargestellten Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt. Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den Abschlussprüfer geprüft, der folgenden Bestätigungsvermerk erteilt hat: "Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zum Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Sowohl der Abhängigkeitsbericht als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers gingen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zu. Der Aufsichtsrat schließt sich aufgrund seiner eigenen Prüfung der Beurteilung durch den Abschlussprüfer an und billigt dessen Bericht. Auch das gemäß § 91 Abs. 2 AktG durch den Vorstand eingerichtete Risikofrüherkennungssystem der MVV Energie AG wurde durch den Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass das System geeignet ist, um seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen. Dank an alle Beschäftigten des MVV Energie KonzernsDie Beschäftigten des MVV Energie Konzerns arbeiten partnerschaftlich, engagiert und erfolgreich daran, den Herausforderungen des sich verändernden Marktumfelds zu begegnen und die Chancen dieses Wandels für das Unternehmen zu nutzen. Ich spreche dafür - im Namen des gesamten Aufsichtsrats - dem Vorstand, den Vorständen und Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften sowie allen Beschäftigten, den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretungen meinen Dank aus!
Mannheim, im Dezember 2013 Aufsichtsrat Dr. Peter Kurz, Vorsitzender Jahresabschluss MVV Energie AG zum 30. September 2013 nach Handelsrecht (HGB)Bilanz zum 30.9.2013 in Tsd EuroAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2012 bis zum 30.9.2013 in Tsd Euroscroll
AnhangAllgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2012/13 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert. Um die Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Tausend Euro (Tsd €) aufgestellt. Zwischen der MVV Energie AG und den Tochtergesellschaften MVV RHE GmbH, MVV Enamic GmbH (vormals MVV Energiedienstleistungen GmbH), MVV Umwelt GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Alpha vierzehn GmbH (vormals MVV Lema GmbH) und MVV Alpha fünfzehn GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zwischen der MVV Energie AG, der Netrion GmbH, der MVV Trading GmbH und der SECURA Energie GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Die MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in dem MVV Energie Konzern. Verträge bestehen mit der MVV Enamic GmbH (vormals MVV Energiedienstleistungen GmbH), MVV Enamic Contracting GmbH (vormals MVV Energiedienstleistungen Regional GmbH), MVV Enamic Immobilien GmbH (vormals Energiedienstleistungen Mitte GmbH), MVV Enamic Ludwigshafen GmbH (vormals MVV Energiedienstleistungen IK Ludwigshafen GmbH), MVV Enamic Korbach GmbH (vormals MVV Energiedienstleistungen GmbH IK Korbach), MVV Energiedienstleistungen Regional Verwaltungs GmbH, MVV RHE GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Umwelt O&M GmbH, MVV Umwelt Ressourcen GmbH, MVV Umwelt Asset GmbH, SECURA Energie GmbH, Soluvia GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Grünenergie GmbH, MVV Trading GmbH sowie der MVV Insurance Services GmbH. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse werden als Sonderposten passiviert. Die Auflösung der Ertragszuschüsse erfolgt, entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände, in den Umsatzerlösen. Für Ertragszuschüsse, die bis zum Geschäftsjahr 2003/04 zugeflossen sind, erfolgt die Auflösung jährlich mit 5 % der Ursprungsbeträge. Für Ertragszuschüsse, die nach dem Geschäftsjahr 2003/04 geleistet wurden, erfolgt die Auflösung entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände. Investitionsförderungen werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der zugehörigen Wirtschaftsgüter abgesetzt. Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem Geschäftsjahr 2010/11 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände im Rahmen des durch das BilMoG eingeräumten Wahlrechts beibehalten. Nutzungsdauern in Jahrenscroll
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter 150 Euro werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und 1 000 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst und einheitlich mit 20 % jährlich abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung von unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen saldiert, entsprechend wird mit den zugehörigen Erträgen und Aufwendungen aus der Abzinsung und aus dem zu verrechnenden Vermögen verfahren. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen, versicherungsmathematisch zu bewertenden personalbezogenen Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit" - Methode) bewertet und mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 4,93 % abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftige Gehaltsentwicklung mit 2,5 % und Rententrends mit 1,0 % berücksichtigt. Den Berechnungen wurden die Richttafeln Heubeck 2005G zugrunde gelegt. Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung der Organgesellschaften und steuerlicher Verlustvorträge ermittelt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Rückstellungen für Pensionen und sonstigen langfristigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen. Für die Berechnung wird ein Steuersatz von 30,3 % herangezogen. Er ergibt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 14,475 % im ertragsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG. Aus der Bewertung der Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung, die aufgrund des eingeräumten Wahlrechts in § 274 HGB, nicht bilanziert wird. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Soweit den Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom-, Gas- und Kohlegeschäften sowie Emissionsrechten und Öl-Produkten zu reduzieren und Zinsrisiken abzusichern. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich im Wesentlichen um Swaps und Termingeschäfte auf Commodities sowie Zinsswaps. Derivate werden für die Zwecke des Preis- und Mengenrisikomanagements eingesetzt und soweit möglich als Bewertungseinheiten mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Die bilanzielle Abbildung der Bewertungseinheiten erfolgt anhand der Einfrierungsmethode. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweiligen Bewertungseinheit negativ, so wird für den hieraus drohenden Verlust dem Vorsichtsprinzip entsprechend Vorsorge durch eine entsprechende Rückstellung aus Bewertungseinheiten getroffen. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte der jeweiligen Bewertungseinheit positiv, so bleibt dieser unberücksichtigt. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert in der Regel dem Marktwert zum Stichtag. Soweit die Marktwerte der Derivate nicht verlässlich feststellbar sind, wird der Zeitwert anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle und -methoden (z.B. Discounted Cashflow Methode, Mark-to-Market-Modell) ermittelt. Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven und Commodity-Terminpreise die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar. Erläuterungen zur Bilanz1 Immaterielle VermögensgegenständeDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 37). 2 SachanlagenDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 38). Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen. Die von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten erhaltenen Investitionsförderungen belaufen sich zum 30. September 2013 auf 104 269 Tsd Euro. 3 FinanzanlagenDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 39). Die vollständige Anteilsliste ist Bestandteil des Anhangs und wird als Anlage dargestellt. 4 Vorrätescroll
5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgelesene Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 432,6 Mio Euro (Vorjahr 368,5 Mio Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 294,4 Mio Euro (Vorjahr 255,0 Mio Euro). Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 9,1 Mio Euro (Vorjahr 11,0 Mio Euro). Die gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten 1,3 Mio EUR (Vorjahr 2,2 Mio EUR) Forderungen gegenüber der Stadt Mannheim. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 100,5 Mio Euro (Vorjahr 115,0 Mio Euro) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 105,5 Mio Euro (Vorjahr 83,8 Mio Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahr verminderten sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere aufgrund einer Zahlung aus einem Beteiligungsverkauf (- 6,7 Mio €). 6 Flüssige MittelDie Flüssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. 7 RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus abgegrenzten Ausgaben für Gaspreissicherungsgeschäfte (Swaps), Urlaubsgeld und für Übergabe des Bestandsportfolios Gas an die MVV Trading GmbH. 8 Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennwert von je 2,56 Euro. Die Stadt Mannheim hält zum 30. September 2013 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 %, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 15,1 % und die GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH 6,3 % der Aktien. Die übrigen 12,2 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 16,87 Mio Euro, das sind 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht. 9 Gewinnrücklagenscroll
Der Betrag, der gemäß § 58 Abs. 2 AktG aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde beträgt 20,9 Mio Euro. 10 BilanzgewinnDurch den Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 8. März 2013 wurden 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet und der Rest des Bilanzgewinns zum 30. September 2012 in Höhe von 40 000 Tsd Euro auf neue Rechnung vorgetragen. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2012/13 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2012/13 (insgesamt 59 316 116,40 Euro). Die Hauptversammlung entscheidet am 14. März 2014 über den Dividendenvorschlag. 11 Empfangene ErtragszuschüsseDer Posten Empfangene Ertragszuschüsse resultiert aus von Kunden vereinnahmten Baukostenzuschüssen. Die empfangenen Ertragszuschüsse in Höhe von 38 232 Tsd Euro (Vorjahr 37 844 Tsd Euro) sind zur Verbesserung der Klarheit in einem separaten Posten auf der Passivseite ausgewiesen. Der Betrag der aufgelösten Ertragszuschüsse beträgt im Berichtsjahr 3 635 Tsd Euro (Vorjahr 3 827 Tsd Euro). 12 Rückstellungenscroll
Die Steuerrückstellung betrifft die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbeertragsteuer. In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Vorsorgebeträge für Personalverpflichtungen enthalten. Zusätzlich sind hier Kosten für vertragliche Verpflichtungen sowie Rückstellungen für nicht abgerechnete Leistungen von Dritten und Restrukturierungskosten enthalten. Zur Sicherung von Guthaben aus Arbeitszeitkonten hat MVV Energie AG die erforderlichen Mittel für die Mitarbeiter treuhänderisch angelegt. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen. Das Fondsguthaben beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 2 813 Tsd Euro. Gemäß § 246 (2) HGB wird es mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern verrechnet. 13 Verbindlichkeitenscroll
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 116,6 Mio Euro (Vorjahr 47,7 Mio Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 103,8 Mio Euro (Vorjahr 123,5 Mio Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,4 Mio Euro (Vorjahr 0,5 Mio Euro) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,6 Mio Euro (Vorjahr 0,4 Mio Euro). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim in Höhe von 4,2 Mio Euro (Vorjahr 3,5 Mio Euro) enthalten. 14 RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus erhaltenen Zahlungen für künftige Erträge; insbesondere für abgegrenzte Einnahmen aus der Übergabe des Bestandsportfolios Gas an die MVV Trading GmbH. Haftungsverhältnisse/ sonstige finanzielle Verpflichtungen/Außerbilanzielle GeschäfteBürgschaften in Höhe von 412,6 Mio Euro (Vorjahr 406,5 Mio Euro) wurden zugunsten unserer Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften übernommen. Zugunsten unserer Beteiligungsgesellschaft MVV Enamic Contracting GmbH (vormals MVV Energiedienstleistungen Regional GmbH) besteht eine Patronatserklärung für alle gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche eines Kunden aus einem Rahmenvertrag über Medienlieferungen. Für die Tochtergesellschaft Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH & Co. KG wurde eine Patronatserklärung im Zusammenhang mit der Bewilligung von Fördermitteln abgegeben, die im Zuge der Verschmelzung der Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH & Co. KG auf die Biomethananlage Klein Wanzleben Verwaltungs GmbH übergegangen ist. Letztere wurde anschließend in Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH umfirmiert. Die Haftung beschränkt sich auf den von der MVV Energie AG gehaltenen Anteil in Höhe von 74,9 %. Darüber hinaus besteht eine gesamtschuldnerischen Mithaftung der MVV Energie AG im Rahmen von Finanztermingeschäften der MVV Environment Ridham Limited, Leeds, Großbritannien (vormals Renewable Energy Projects Development Limited), einer Tochtergesellschaft der MVV Umwelt GmbH. Der Betrag der möglichen Inanspruchnahme beläuft sich auf 3,3 Mio Euro. Die MVV Energie AG steht für die Erfüllung von Verpflichtungen aus einem Pachtvertrag der MVV Environment Ridham Limited, Leeds, Großbritannien (vormals Renewable Energy Projects Development Limited) in Höhe von 8,6 Mio Euro ein. Es bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen für vertraglich gewährte Darlehenszusagen in Höhe von 238,9 Mio €, die zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommen wurden. Auf Basis der durch das Risikomanagementsystem bei der Bewertung dieser Risiken bis zum Bilanzaufstellungstag gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass sämtliche Verpflichtungen durch unsere Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften aufgrund deren wirtschaftlichen Situation selbst erfüllt werden können. Es besteht insofern ein geringes Risiko, dass wir aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen werden. Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 40,2 Mio Euro, davon entfallen 21,0 Mio Euro auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen. Der aus mehrjährig abgeschlossenen Leasing- und Mietverträgen resultierende Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 2,9 Mio Euro (davon verbundene Unternehmen 0 Mio Euro). Die im Rahmen einer Näherungsrechnung nach HGB auf Grundlage der Regelungen des Bilanzmodernisierungsgesetzes (BilMoG) ermittelten Versorgungsverpflichtungen der Zusatzversorgungskasse ZVK für aktive und ehemalige Mitarbeiter der MVV Energie AG liegen um 108,6 Mio. Euro (Vorjahr 107,7 Mio. Euro) über dem bei der Zusatzversorgungskasse bilanzierten und anteilig auf die MVV Energie AG entfallenden Deckungskapital (arbeitsrechtliche Verpflichtung). Eine eindeutige Zuordnung des Deckungskapitals zur arbeitsrechtlichen Verpflichtung ist aufgrund der vertraglichen Ausgestaltung nicht möglich. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung15 Umsatzerlöse ohne Strom- und ErdgassteuerDie im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Unter der Position sonstige Umsatzerlöse sind Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 3 635 Tsd Euro enthalten. 16 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 19,1 Mio Euro (Vorjahr 15,9 Mio Euro), im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (2,9 Mio Euro) und Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (15,1 Mio Euro). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 531 Tsd Euro (Vorjahr 991 Tsd Euro) enthalten. 17 Materialaufwandscroll
18 Personalaufwandscroll
Die Löhne und Gehälter beinhalten Personalrückstellungen und Tariferhöhungen. Dem stehen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 3,9 Mio Euro gegenüber, die unter den sonstigen Erträgen ausgewiesen sind. scroll
1
(berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände) 19 Abschreibungenscroll
Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem Geschäftsjahr 2009/10 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2012/13 ein Unterschiedsbetrag zwischen degressiver und linearer Abschreibung in Höhe von 5,2 Mio Euro. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen (Vorjahr 0 Euro). 20 Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Konzessionsabgaben in Höhe von 19,6 Mio Euro (Vorjahr 19,7 Mio Euro), periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 0,8 Mio Euro (Vorjahr 0,5 Mio Euro) und Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 2 959 Tsd Euro (Vorjahr 384 Tsd Euro) enthalten. 21 Finanzergebnisscroll
Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 2,6 Mio Euro (Vorjahr 2,4 Mio Euro). 22 Außerordentliche ErträgeDie außerordentlichen Erträge des Vorjahres in Höhe von 17,0 Mio Euro resultierten aus der Verschmelzung der MVV Alpha GmbH auf die MVV Energie AG. 23 Steuernscroll
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von 1,0 Mio Euro (Vorjahr Steueraufwendungen 0,4 Mio Euro) enthalten. Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit. Sonstige Angaben und AnlagenAngaben § 6b EnWGIm Geschäftsjahr 2012/13 wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, getätigt:
In der internen Rechnungslegung werden für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors jeweils getrennte Konten geführt und eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für die Bereiche Strom- und Gasverteilung erstellt. Für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG werden getrennte Konten geführt. Finanzderivate und Bewertungseinheitenscroll
Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Commodity- und Zinsrisiken ein. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Termingeschäfte (Futures und Forwards), Zinsswaps und Swaps auf die Commodities Strom, Gas, Öl, Kohle und Emissionsrechte. Für Strom sind in Bewertungseinheiten ausschließlich erwartete und bereits kontrahierte Liefer- und Bezugsverträge mit Drittkunden bzw. aus Kraftwerken und Handelsgeschäfte mit der MVV Trading GmbH mit physischer oder finanzieller Erfüllung zusammengefasst. Für zum Bilanzstichtag drohende Verpflichtungsüberschüsse innerhalb dieser Bewertungseinheiten erfolgt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Ausweis unter den Rückstellungen aus Bewertungseinheiten. Sofern keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden Verpflichtungsüberschüsse als Drohverlustrückstellung ausgewiesen. Im Bereich der Stromtarif- und -gewerbekunden wurden Portfolio-Bewertungseinheiten bzw. bei Back to Back-Geschäften Makro-Bewertungseinheiten aufgebaut. Die Portfolio-Bewertungseinheiten sind nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt, in welchen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme ausgeglichen haben bzw. künftig voraussichtlich ausgleichen werden. Für das Stromerzeugungsportfolio wurden ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet. Dies betrifft sowohl die Erzeugung aus eigenen Kraftwerken sowie den Bezug aus Fremdkraftwerken. Die zur Absicherung des Clean Dark Spread eingesetzten Sicherungsinstrumente (Stromterminverkäufe, Termineinkäufe von Emissionszertifikaten und Kohleswaps zur Rohstoffpreissicherung) wurden gemeinsam mit dem Grundgeschäft (prognostizierte Strommengen aus Kraftwerk) in Makro- und Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Im Bereich Gas sind analog zum Strombereich Portfolio-Bewertungseinheiten für Tarif- und Gewerbekunden gebildet, welche gleichermaßen nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt sind. Zur Gaspreissicherung eingesetzte HEL-Swaps sind in einem separaten Portfolio zur Sicherung der Preisrisiken (Teilrisiken) aus den Gasbezugsverträgen erfasst und als Portfolio-Bewertungseinheit mit den aus den Bezugsverträgen resultierenden Teilrisiken abgebildet. Zur Absicherung von Zinsrisiken aus der Finanzierung von Investitionen und von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Darlehensaufnahmen wurden Forward-Payer-Zinsswaps abgeschlossen. Der Teil der Grundgeschäfte mit Zinsänderungsrisiken ist bei Vorliegen der Voraussetzungen mit den gegenläufigen Effekten aus den Zinsderivaten zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Das Gesamtvolumen der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 181,6 Mio Euro (Vorjahr 145,1 Mio Euro). Dem stehen positive Marktwerte in Höhe von 260,3 Mio Euro (Vorjahr 254,5 Mio Euro) gegenüber. Das Gesamtvolumen der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken (Saldo aus positiven und negativen Marktwerten der Grund- und Sicherungsgeschäfte) stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Bewertungseinheiten betreffen Portfolio-Hedges mit einem Zeitwert von 37,7 Mio Euro (Vorjahr 58,9 Mio Euro), Makro-Hedges mit einem Zeitwert von 41,9 Mio Euro (Vorjahr 50,7 Mio Euro) sowie Mikro-Hedges -0,8 Mio Euro (Vorjahr -0,2 Mio Euro). In die Bewertungseinheiten sind antizipative Strom- und Gasabsatzgeschäfte in Höhe von 30,5 Mio Euro (Vorjahr 44,9 Mio Euro) bei Strom und 39,3 Mio Euro (Vorjahr 54,8 Mio Euro) bei Gas sowie antizipative Darlehen in Höhe von 337,4 Mio Euro (Vorjahr 262,2 Mio Euro) einbezogen. Bei den in Portfolio-Bewertungseinheiten einbezogenen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wurden Planabsatzmengen an Strom- und Gaskunden sowie Bezugsmengen aus dem Energiehandel und fremden Kraftwerken berücksichtigt. Prospektiv ist von einer hohen Wirksamkeit aller Sicherungsbeziehungen auszugehen, da sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen werden. Die in den Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preisindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschäft übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit demselben Warenpreisrisiko unterliegen wie die Grundgeschäfte. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte sind über einen Zeitraum von 4 Jahren gesichert. Zur Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designationszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Für Bewertungseinheiten, bei welchen ein 1:1 Beziehung zwischen dem Bezugs- und Absatzvertrag besteht (Mikrobewertungseinheiten) wird auf eine quantitative Ermittlung der Wirksamkeit, soweit alle wesentlichen Vertragsparameter (Liefermengen, Lieferzeitpunkte, Preise etc.) von Grund- und Sicherungsgeschäfte übereinstimmen, verzichtet. Zum 30. September 2013 wurde bezüglich der Zinssicherung eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 0,8 Mio Euro gebildet. Alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden sind vollumfänglich in Bewertungseinheiten einbezogen. KonzernbeziehungenFür den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den befreienden Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen hinsichtlich der Bilanzierung des Anlagevermögens, der derivativen Finanzinstrumente, der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der latenten Steuern hinsichtlich der Bewertungsunterschiede zwischen HGB und IFRS. Honorare des AbschlussprüfersEs erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Zusammengefasster LageberichtDer Lagebericht der MVV Energie AG wird zusammen mit dem Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 3 HGB im Konzernabschluss dargestellt. Vorstand der MVV Energie AGDr. Georg MüllerVorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten Udo BekkerPersonal (seit 1. Januar 2013) Matthias BrückmannVertrieb (bis 15. März 2013) Dr. Werner DubTechnik Hans-Jürgen FarrenkopfPersonal (bis 31. Dezember 2012) Ralf KlöpferVertrieb (seit 1. Oktober 2013) Aufsichtsrat der MVV Energie AGDr. Peter Kurz(Vorsitzender) Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Peter Dinges1(stellvertretender Vorsitzender) Vorsitzender des MVV Konzernbetriebsrats Johannes Böttcher1Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG Timo Carstensen1Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Ralf EisenhauerFachbauleiter Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH Peter Erni1Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar Detlef Falk1Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Reinhold Götz1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim Prof. Dr. Egon JüttnerMitglied des Deutschen Bundestags Heike Kamradt1Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG Daniela Kirchner1Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG (seit 2. Oktober 2013) Gunter Kühn1Leiter des Bereichs Personal und Soziales der MVV Energie AG (bis 2. Oktober 2013) Dr. Antje Mohr1Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel Dr. Lorenz NägerMitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Wolfgang RaufelderMitglied des Landtags Baden-Württemberg Christian SpechtErster Bürgermeister der Stadt Mannheim Dr. Dieter SteinkampVorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln Carsten SüdmersenUnternehmensberater Katja Udluft1Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar Prof. Heinz-Werner UferDiplom-Ökonom Jürgen Wiesner1Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt. Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats der MVV Energie AGscroll
Mitglieder des Vorstands der MVV Energie AGscroll
Mitglieder des Aufsichtsrats der MVV Energie AGscroll
Mitteilungen nach § 21 WpHGIn den Vorjahren wurden uns folgende Mitteilungen bekanntgegeben:Die MVV Verkehr AG ist ein 99,99-prozentiges Tochterunternehmen der MVV GmbH. MVV GmbH:Die vorliegende Mitteilung nach § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG der MVV GmbH lautet wie folgt: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unser Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG am 5. Oktober 2002 die Schwelle von 50 % weiterhin überschritten hat und weiterhin 72,8 % beträgt, diese Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1, S. 1, Nr. 1 WpHG zuzurechnen." MVV Verkehr AG:Die vorliegende Mitteilung nach § 21 Abs. 1 und Abs. 1a WpHG der MVV GmbH in Vertretung der MVV Verkehr AG lautet wie folgt: "Die MVV GmbH hat uns in Vertretung der MVV Verkehr AG gemäß § 21 Abs. 1, 24 WpHG mitgeteilt, dass der Stimmrechtsanteil der MVV Verkehr AG mit Sitz in Mannheim seit dem 5. Oktober 2002 die Schwelle von 5 % überschritten hat und nun insgesamt 72,8 % beträgt." Stadt Mannheim:Folgende Meldung der Stadt Mannheim ist uns zugegangen: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 41 Abs. 2 Satz1 WpHG mit, dass uns am 1. April 2002 72,8 % der Stimmrechte an der MVV Energie AG zustehen. Diese Stimmrechte sind uns nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zuzurechnen." Zwischenzeitlich betragen die Stimmrechtsanteile zum 30. September 2010 bei der Stadt Mannheim mittelbar über die MVV GmbH und über die MVV Verkehr AG 50,1 %. GEW Köln AG:Folgende Meldung der GEW Köln AG, Köln, Deutschland ist uns zugegangen: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der GEW Köln AG, Köln, an der MVV Energie AG am 11. Oktober 2007 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,10 % (8.981.315 Stimmrechte) beträgt. Dieser Stimmrechtsanteil wird uns gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über unsere Tochtergesellschaft RheinEnergie AG zugerechnet." Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Stadtwerke Köln GmbH, Köln, Deutschland, zugegangen ist: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Stadtwerke Köln GmbH, Köln, an der MVV Energie AG am 11. Oktober 2007 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,10 % (8.981.315 Stimmrechte) beträgt. Dieser Stimmrechtsanteil wird uns gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): RheinEnergie AG, GEW Köln AG." Stadt Köln:Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Stadt Köln, Deutschland, zugegangen ist: "Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass der Stimmrechtsanteil der Stadt Köln an der MVV Energie AG am 11. Oktober 2007 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,10 % (8.981.315 Stimmrechte) beträgt. Dieser Stimmrechtsanteil wird der Stadt Köln gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Kette der kontrollierten Unternehmen lautet wie folgt (beginnend mit der untersten Gesellschaft): RheinEnergie AG, GEW Köln AG, Stadtwerke Köln GmbH." RheinEnergie AG:Die RheinEnergie AG mit Sitz in Köln (Deutschland) hat uns nach § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an unserer Gesellschaft am 11. Oktober 2007 die Schwellen von 3 %, 5 %, 10 % und 15 % überschritten hat und zu diesem Tag 16,10 % (8.981.315 Stimmrechte) betrug. E.D.F. INTERNATIONAL S.A:Hiermit geben wir bekannt, dass uns im Zusammenhang mit dem Erwerb der EnBW Energie Baden-Württemberg AG-Anteile der EDF durch das Land Baden-Württemberg folgende Meldung der E.D.F. INTERNATIONAL S.A., Paris, Frankreich, der Electricité de France S.A., Paris, Frankreich, sowie der Republik Frankreich, Ministère de l'Economie, des Finances et de l'Industrie, Agence des participations de l'Etat, Paris, Frankreich, zugegangen ist: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß §§ 21 Abs. 1, 22 Abs. 1 S. 1 Nr. 1 WpHG mit, dass der jeweilige Stimmrechtsanteil der E.D.F. INTERNATIONAL S.A., Paris, Frankreich, der Electricité de France S.A., Paris, Frankreich, sowie der Republik Frankreich, Ministère de l'Economie, des Finances et de l'Industrie, Agence des participations de l'Etat, Paris, Frankreich, an der MVV Energie AG, Mannheim, Deutschland, am 17. Februar 2011 jeweils die Schwellen von 15 %, 10 %, 5 % und 3 % unterschritten hat und ihr Stimmrechtsanteil an diesem Tag jeweils 0 % (0 Stimmrechte) betrug. Allianz Global Investors Luxembourg:Allianz Global Investors Luxembourg S.A., Luxemburg, Luxemburg, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 13. Oktober 2010 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und zu diesem Tag 2,62 % (1.725.000 Stimmrechte) beträgt. Wir haben folgende Mitteilungen nach § 41 Abs. 4d WpHG am 27. Februar 2012 erhalten: EnBW Energie Baden-Württemberg AG:Mitteilungspflichtige:1. EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland 2. NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH, Stuttgart, Deutschland 3. NECKARPRI GmbH, Stuttgart, Deutschland 4. Land Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland 5. OEW Energie-Beteiligungs GmbH, Ravensburg, Deutschland 6. Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke, Ravensburg, Deutschland Mitteilungspflichtiger Stimmrechtsanteil zum 1. Februar 2012:22,48 % (entspricht: 14.815.072 Stimmrechten) bezogen auf die Gesamtmenge der Stimmrechte des Emittenten in Höhe von 65.906.796 Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil:Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil des Mitteilungspflichtigen zu 1:Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG: 7,43 % (entspricht: 4.893.966 Stimmrechten), davon mittelbar gehalten 0 % (entspricht: 4.893.966 Stimmrechten) Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar gehalten 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 15,05 % (entspricht: 9.921.106 Stimmrechten) Einzelheiten zum Stimmrechtsanteil der Mitteilungspflichtigen zu 2 bis 6:Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG: 7,43 % (entspricht: 4.893.966 Stimmrechten), davon mittelbar gehalten 7,43 % (entspricht: 4.893.966 Stimmrechten) Stimmrechtsanteil aufgrund von (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25 WpHG: 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten), davon mittelbar gehalten 0 % (entspricht: 0 Stimmrechten) Stimmrechtsanteile nach §§ 21, 22 WpHG: 15,05 % (entspricht: 9.921.106 Stimmrechten) Einzelheiten zu den (Finanz-/sonstigen) Instrumenten nach § 25a WpHG: Kette der kontrollierten Unternehmen: Mitteilungspflichtiger zu 2: EnBW Energie Baden-Württemberg AG Mitteilungspflichtiger zu 3: NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH, EnBW Energie Baden-Württemberg AG Mitteilungspflichtiger zu 4: NECKARPRI GmbH, NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH, EnBW Energie BadenWürttemberg AG Mitteilungspflichtiger zu 5: EnBW Energie Baden-Württemberg AG Mitteilungspflichtiger zu 6: OEW Energie-Beteiligungs GmbH, EnBW Energie Baden-Württemberg AG ISIN oder Bezeichnung des (Finanz-/sonstigen) Instruments: Swapgeschäft auf einen Aktienkorb mit Barausgleich Fälligkeit: 13. September 2012 Wir haben am 10. Februar 2012 Stimmrechtsmitteilungen der GDF SUEZ SA, Courbevoie, Frankreich, und der GDF International SAS, Courbevoie, Frankreich, veröffentlicht, die wir wie folgt korrigieren: GDF SUEZ SA:GDF SUEZ SA, Courbevoie, Frankreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 3. Februar 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 6,292 % (4.146.820 Stimmrechte) beträgt. Hiervon wurden 3,382 % (2.229.195 Stimmrechte) durch Ausübung von Finanzinstrumenten erworben. Der Stimmrechtsanteil von 6,292 % (4.146.820 Stimmrechte) wird der GDF SUEZ SA gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Die Namen der kontrollierten Unternehmen, deren Stimmrechte zugerechnet werden, lauten wie folgt: GDF International SAS und GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH. GDF International SAS:GDF International SAS, Courbevoie, Frankreich, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 3. Februar 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 6,292 % (4.146.820 Stimmrechte) beträgt. Hiervon wurden 3,382 % (2.229.195 Stimmrechte) durch Ausübung von Finanzinstrumenten erworben. Der Stimmrechtsanteil von 6,292 % (4.146.820 Stimmrechte) wird der GDF International SAS gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG zugerechnet. Der Name des kontrollierten Unternehmens, dessen Stimmrechte zugerechnet werden, lautet wie folgt: GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH. Wir haben am 8. Februar 2012 eine Stimmrechtsmitteilung der GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland, veröffentlicht. Mittlerweile sind uns auch die entsprechenden Stimmrechtsmitteilungen ihrer Muttergesellschaften zugegangen, die wir wie folgt veröffentlichen: GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH:GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mitgeteilt, dass ihr Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, am 3. Februar 2012 die Schwellen von 3 % und 5 % überschritten hat und zu diesem Tag 6,292 % (4.146.820 Stimmrechte) beträgt. Hiervon wurden 3,382 % (2.229.195 Stimmrechte) durch Ausübung von Finanzinstrumenten erworben. Barclays plc:Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Barclays plc, London, Vereinigtes Königreich (UK), zugegangen ist: Barclays plc, London, Vereinigtes Königreich (UK), erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. August 2012 und hielt an diesem Tag 5,56 % der Stimmrechte (3.664.966 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays plc wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaften Barclays Bank plc und Barclays Capital Securities Limited zugerechnet. Barclays Capital Securities Limited ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Barclays Bank plc:Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, Vereinigtes Königreich (UK), namens und in Vollmacht der Barclays Bank plc zugegangen ist: Barclays Bank plc, London, Vereinigtes Königreich (UK), erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. August 2012 und hielt an diesem Tag 5,56 % der Stimmrechte (3.664.966 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Barclays Bank plc, London, Vereinigtes Königreich (UK), wurden alle Stimmrechte gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 1 WpHG über ihre Tochtergesellschaft Barclays Capital Securities Limited zugerechnet. Barclays Capital Securities Limited ist der unmittelbare Eigentümer dieser Aktien. Barclays Capital Securities Limited:Zudem geben wir bekannt, dass uns folgende Meldung der Barclays plc, London, Vereinigtes Königreich (UK), namens und in Vollmacht der Barclays Capital Securities Limited zugegangen ist: Barclays Capital Securities Limited, London, Vereinigtes Königreich (UK), erhöhte ihren Beteiligungsbesitz über die Schwelle von 5 % gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 2. August 2012 und hielt an diesem Tag unmittelbar 5,56 % der Stimmrechte (3.664.966 stimmberechtigte Aktien) an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland. Deka International S.A.:Hiermit geben wir bekannt, dass uns folgende Mitteilung der Deka International S.A. mit Sitz in Luxemburg, Luxemburg zugegangen ist: Hiermit teilen wir Ihnen gemäß § 21 Abs. 1 WpHG mit, dass unserer Stimmrechtsanteil an der MVV Energie AG, Luisenring 49, 68159 Mannheim, Deutschland, (WKN A0H52F) am 22.11.2011 die Schwelle von 3 % unterschritten hat und nunmehr 2,4193 % (1.594.500 Stimmrechte) beträgt. Davon sind uns 0 % der Stimmrechte nach § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpGH zuzurechnen (Spezial-Sondervermögen); 2,4193 % der Stimmrechte gelten als unsere Stimmrechte nach § 32 Abs. 2 Satz 2 InvG (Publikums-Sondervermögen). Vergütung von Vorstand und AufsichtsratDie Grundzüge des Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2012/13 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex'. Wir haben unser Vergütungssystem so aufgebaut, dass ein Anreiz entsteht, das Unternehmen erfolgreich und nachhaltig zu führen. Im Berichtszeitraum gab es zwei personelle Veränderungen im Vorstand: Hans-Jürgen Farrenkopf schied zum 31. Dezember 2012 aus dem Vorstand aus und ging in Ruhestand. Seine Position im Vorstandsbereich Personal übernahm Udo Bekker zum 1. Januar 2013. Ferner legte Matthias Brückmann sein Amt als Vorstandsmitglied zum 15. März 2013 nieder; sein Dienstverhältnis endete am 30. Juni 2013. Er hat das Unternehmen auf eigenen Wunsch verlassen. Der Vorstandsbereich Vertrieb wird seit dem 1. Oktober 2013, dem Beginn des Geschäftsjahrs 2013/14, von Ralf Klöpfer verantwortet. Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr eine Gesamtvergütung in Höhe von 2 219 Tsd Euro, die aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten besteht. Die Tabelle zeigt die Vergütung im Berichtsjahr. Die Vergütung ist zeitanteilig dargestellt. Vergütungscroll
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Einschließlich Zuschüsse zur freiwilligen
Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwillige
Versicherung bei der Berufsgenossenschaft, Erstattungen für Übergangsleistungen,
geldwerte Vorteile sowie der Zulage für den Vorstandsvorsitzenden
in Höhe von 185 Tsd Euro an Dr. Georg Müller Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Zwei Komponenten bestimmen die variable - erfolgsbezogene - Vergütung der Vorstandsmitglieder: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns, allerdings abzüglich Restrukturierungsaufwendungen. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitstantieme machte im Geschäftsjahr 2012/13 den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt. Den Vorstandsmitgliedern Dr. Georg Müller und Udo Bekker ist eine Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Versorgungskonten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben. Die Versorgungskonten werden jährlich verzinst. Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen wegen dauernder Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Georg Müller und Udo Bekker werden in der folgenden Tabelle dargestellt: Pensionsverpflichtungenscroll
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Einschließlich Zinsen Die Gesamtversorgung des Vorstandsmitglieds Dr. Werner Dub wird auf Basis einer ruhegehaltsfähigen Vergütung fortgeführt, da er bereits das 60. Lebensjahr vollendet hat und somit zu den rentennahen Jahrgängen zählt. Die Versorgungsleistung beträgt maximal 70% der ruhegehaltsfähigen Vergütung, anderweitiges Arbeitseinkommen, Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie sonstige Versorgungsbezüge, die mindestens zur Hälfte auf Beitragsleistungen eines Arbeitgebers beruhen, werden angerechnet. Die Versorgungsleistung enthält als Rentenbaustein auch eine Anwartschaft auf eine Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtung für Dr. Werner Dub wird in der folgenden Tabelle dargestellt: Pensionsverpflichtungscroll
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Erreichbarer Anspruch auf Altersrente mit
63 Jahren unter Berücksichtigung von Anrechnungsbeträgen Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 401 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 11 712 Tsd Euro zurückgestellt. Die Gesamtzuführung in diesem Geschäftsjahr beträgt 468 Tsd Euro. Gemäß IAS 24 zählen zu den unternehmensnahen Personen auch Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen. Neben dem Vorstand rechnen hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 873 Tsd Euro, wobei es sich im Wesentlichen ( 2 724 Tsd Euro) um kurzfristig fällige Leistungen handelt. Die Betroffenen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6% der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen der oben genannten Vergütungen hierfür beliefen sich auf 149 Tsd Euro im Berichtsjahr. Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Tätigkeitsumfang. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Geschäftsjahr 2012/13 eine Jahresvergütung in Höhe von jeweils 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten, sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt.1 Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 434 Tsd Euro2 . Die Vergütung für Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive der Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 963 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats und des Vorstands sind in einer gesonderten Übersicht dargestellt. Aufsichtsratsbezügescroll
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Mitglieder des Aufsichtsrats, die während
des Geschäftsjahrs in den Aufsichtsrat eingetreten oder aus dem Aufsichtsrat
ausgeschieden sind, erhielten die Vergütung zeitanteilig entsprechend
der Dauer ihrer Amtszeit. Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Die vollständige Erklärung ist im Internet www.mvv-investor.de veröffentlicht.
Mannheim, den 12. November 2013 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Dr. Dub Klöpfer Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, 12. November 2013 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Dr. Dub Klöpfer AnlagenspiegelImmaterielle Vermögensgegenständescroll
Sachanlagenscroll
Finanzanlagenscroll
Anteilsliste der MVV Energie AG bzw. des MVV Energie Konzerns zum 30.9.2013scroll
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Kapitalanteil am 30.9.2013 gemäß § 16 Abs.
4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB Tätigkeitsabschlüsse der MVV Energie AG zum 30. September 2013Bilanz zum 30.9.2013 (Elektrizitätsverteilung) in Tsd EuroAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis 30.9.2013 (Elektrizitätsverteilung)scroll
Bilanz zum 30.9.2013 (Gasverteilung) in Tsd EuroAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 01.10.2012 bis 30.9.2013 (Gasverteilung) in Tsd Euroscroll
Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen der MVV Energie AG gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 30. September 2013GrundlageDie MVV Energie AG hat gemäß § 6b Abs. 3 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden. Definition der UnternehmensaktivitätenDie MVV Energie AG ist nach dieser Definition in die folgenden Tätigkeiten zu segmentieren:
Der Jahresabschluss der MVV Energie AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. BilanzBei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die für Energieversorgungsunternehmen geltenden besonderen Rechnungslegungsvorschriften des § 6b EnWG beachtet. Gemäß § 6b EnWG wurden in der internen Rechnungslegung nach Tätigkeiten getrennte Konten geführt und für jeden Tätigkeitsbereich intern eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Alle Bilanzwerte werden im ersten Schritt direkt den Segmenten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unangemessen hohen Aufwendungen verbunden ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüsseln. Die grundsätzlich verwendeten Verteilschlüssel sind in Anlage 1 aufgeführt. AnlagevermögenDie Anlagenspiegel zeigen die Aufgliederungen sowie die Entwicklungen der in den Tätigkeitsbilanzen zusammengefassten Anlagepositionen. Die Vermögensgegenstände des allgemeinen Bereichs wurden anteilig bei den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung berücksichtigt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, werden die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse seit dem Geschäftsjahr 2010/11 passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände aufgelöst. Auf die Erstellung eines separaten Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors wurde verzichtet, da es sich hierbei um unwesentliche Beträge handelt. Hinsichtlich des Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors wird auf den Anlagenspiegel der MVV Energie AG verwiesen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeAlle Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände in den Tätigkeiten Stromverteilung und Gasverteilung sind innerhalb eines Jahres fällig. VerbindlichkeitenAlle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und sonstige Verbindlichkeiten des Elektrizitäts- und Gassektors haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Elektrizitäts- und Gassektor stellen sich folgendermaßen dar: scroll
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Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen TätigkeitsbereichenDie Forderungen gegen andere Tätigkeitsbereiche und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeitsbereichen sind Residualgrößen und gleichen als Verrechnungsposten die Bilanzsummen der Aktiv- und Passivseite aus. Der Ausweis einer aktivischen Differenz erfolgt dabei unsaldiert, während eine passivische Differenz hingegen mit den liquiden Mitteln verrechnet wird. Gewinn- und VerlustrechnungAlle Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich mittels Zusatzkontierung auf Kostenstellen und Profitcentern direkt den Aktivitäten zugeordnet. Die Leistungen des allgemeinen Bereichs werden durch differenzierte Umlageschlüssel auf die anderen Aktivitäten umgelegt. Die Schlüsselung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des aktuellen Geschäftsjahres erfolgt entsprechend der Verteilung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf die Tätigkeitsbereiche. Haftungsverhältnisse/ Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen die sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang der MVV Energie AG.
Mannheim, den 12. November 2013 Vorstand Dr. Müller Bekker Dr. Dub Klöpfer Tätigkeit ElektrizitätsverteilungImmaterielle Vermögensgegenständescroll
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Tätigkeit GasverteilungImmaterielle Vermögensgegenständescroll
Sachanlagenscroll
Finanzanlagenscroll
Grundsätzlich verwendete Verteilschlüsselscroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der MVV Energie AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2012 bis 30. September 2013 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des zusammengefassten Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Mannheim, den 12. November 2013 PricewaterhouseCoopers Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer Rolf Küpfer, Wirtschaftsprüfer GewinnverwendungsvorschlagDer Vorstand der MVV Energie AG hat am 19. November 2013, der Aufsichtsrat der Gesellschaft hat am 5. Dezember 2013 beschlossen, der am 14. März 2014 stattfindenden Hauptversammlung der MVV Energie AG vorzuschlagen, den in der Bilanz zum 30. September 2012 ausgewiesenen Bilanzgewinn in Höhe von 99 316 116 Euro wie folgt zu verwenden: scroll
Die Dividende ist am 17. März 2013 zahlbar. |
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