![]() MVV Energie AGMannheimJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2013 bis zum 30.09.2014
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Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/14 |
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Entsprechenserklärung nach § 161 AktG |
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Konzernabschluss nach IFRS zum 30. September 2014 |
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Bestätigungsvermerk (Konzernabschluss) |
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Bericht des Aufsichtsrats |
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Jahresabschluss nach HGB zum 30. September 2014 |
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Tätigkeitsbericht nach § 6b EnWG |
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Bestätigungsvermerk (Jahresabschluss) |
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Gewinnverwendungsvorschlag |
Der börsennotierte MVV Energie Konzern ist eines der führenden Energieunternehmen in Deutschland. Unser Geschäftsportfolio umfasst die Strom-, Wärme- und Biomethanerzeugung, die Wassergewinnung, den Energiehandel, die Verteilung von Strom, Fernwärme, Gas und Wasser über eigene Netzgesellschaften sowie den Vertrieb und die Vermarktung innovativer Produkte auf dem Energiemarkt. Als Energiedienstleister bieten wir Beratungs- und Contracting-Services für industrielle und gewerbliche Kunden; zu unserem Angebot gehören zudem umfangreiche Infrastruktur-, Versorgungs- und Entsorgungsleistungen für Industrieparks in Deutschland. Darüber hinaus zählen wir zu den führenden Betreibern von thermischen Abfallverwertungs- und Biomasseanlagen.
Unsere Unternehmensgruppe ist stark kommunal und regional verankert. Mit 102 konsolidierten Gesellschaften sind wir unter anderem an den Standorten Mannheim, Kiel, Offenbach, Ingolstadt und Köthen sowie in der Tschechischen Republik und in Großbritannien vertreten.
Eine Übersicht zu unseren wesentlichen direkten und indirekten Beteiligungen befindet sich auf ► Seite 47.
Die Steuerung und die externe Berichterstattung des MVV Energie Konzerns erfolgt nach fünf Berichtssegmenten:
Das Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR umfasst konventionelle Kraftwerke, Abfallverwertungsanlagen und Biomassekraftwerke der Teilkonzerne MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel AG, Energieversorgung Offenbach AG und MVV Umwelt GmbH, Windkraftanlagen, Wasserwerke, Netzanlagen für Strom, Wärme, Gas und Wasser sowie technische Serviceeinheiten, die zum Geschäftsfeld Netz zur leitungsgebundenen Energie- und Wasserverteilung gehören.
Dem Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT sind das Energiebeschaffungs- und das Portfoliomanagement zugeordnet sowie der Energiehandel der MVV Trading GmbH.
Im Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN sind das Einzelhandels- und Weiterverteilergeschäft von Strom, Wärme, Gas und Wasser der Teilkonzerne MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel AG und Energieversorgung Offenbach AG, das Energiedienstleistungsgeschäft der Teilkonzerne MVV Enamic GmbH und Energieversorgung Offenbach AG sowie unsere Aktivitäten im Bereich dezentrales Energiemanagement gebündelt.
Das Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN beinhaltet die Teilkonzerne Stadtwerke Ingolstadt GmbH, Köthen Energie GmbH und MVV Energie CZ a.s.
Zum Berichtssegment SONSTIGES zählen das Shared-Service-Center sowie die Querschnittsbereiche.
Den Berichtssegmenten sind Geschäftsfelder zugeordnet, die entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette ausgerichtet sind.


Neben dem Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und dem Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) verfügen wir über ein umfangreiches Erzeugungsportfolio von Anlagen mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und Anlagen zur thermischen Verwertung von Abfällen. Dazu kommt unser Windenergieportfolio.
Insgesamt umfasst unser Erzeugungsportfolio aus erneuerbaren Energien in Deutschland 86 Windkraftanlagen, 11 Biomasseanlagen, 4 Biogasanlagen und 2 Biomethananlagen. Im Bereich der thermischen Abfallverwertung verfügen wir über 7 Kraftwerke.
Wir bauen den Anteil der erneuerbaren Energien an unserer Erzeugungskapazität kontinuierlich aus. Dabei setzen wir den strategischen Schwerpunkt auf Windkraftanlagen an Land und auf die Nutzung von Biomasse zur Erzeugung von Strom, Wärme und Biomethan.
Leistungsfähige Netze sind die Grundlage für eine zuverlässige Verteilung von Energie und Wasser. Im Berichtsjahr haben wir 79 Mio Euro in die Modernisierung und in den Ausbau unserer Netze investiert. Insgesamt verfügte unsere Unternehmensgruppe zum Ende des Geschäftsjahrs 2013/14 über Strom-, Fernwärme-, Gas- und Wassernetze mit einer Gesamtlänge von rund 23 000 Kilometern. Unsere Tochtergesellschaft Netrion GmbH ist als gemeinsamer Netzbetreiber für die MVV Energie AG und die Energieversorgung Offenbach AG tätig. Für die Stadtwerke Kiel AG wird diese Aufgabe von der SWKiel Netz GmbH wahrgenommen.
Unsere Tochtergesellschaft MVV Trading GmbH steuert und optimiert das Energiebeschaffungs- und Erzeugungsportfolio für den MVV Energie Konzern; sie übernimmt zudem den Handel mit Energieprodukten und das dazugehörige Portfoliomanagement. Zu den zentralen Aufgaben unseres Handelsgeschäfts gehört auch das Absichern (Hedging) der Erzeugungs- und Vertriebspositionen des MVV Energie Konzerns, um das Risiko zu minimieren.
Der Umbau des Energiesystems in Deutschland hat die Rahmenbedingungen für den Energiehandel verändert. Mit MVV Trading nutzen wir die damit verbundenen Chancen: Zum Beispiel steigt die Bedeutung des Intraday-Markts stetig, das heißt des Handels für kurzfristige Energiehandelsprodukte; mithilfe der Gesellschaft profitieren wir zudem stärker von der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien.
Um auf dem Intraday-Markt noch besser agieren zu können, hat MVV Trading das "Operations Desk" aufgebaut: Dort handeln unsere Energiehändler rund um die Uhr auf dem Intraday-Markt. Perspektivisch wird auch der 24-Stunden-Handel mit Gas dazukommen. MVV Trading wickelt zudem das Direktvermarktungsgeschäft der MVV Energie AG ab: Wir nutzen die Direktvermarktung sowohl für konzerneigene Erneuerbare-Energien-Anlagen als auch für eine steigende Anzahl externer Kunden.
MVV Trading baut die aktive Bewirtschaftung ihres Gasportfolios kontinuierlich aus. Wir können attraktive Produkte für den Endkundenmarkt anbieten, indem wir ein diversifiziertes Gasportfolio aus verschiedenen Handelsprodukten mit unterschiedlicher Preisbildung zusammenstellen; zudem ist es uns dadurch möglich, das Optimierungspotenzial am liquiden deutschen und niederländischen Gasmarkt zu nutzen.
Zukünftig werden die Geschäftsaktivitäten und das Dienstleistungsangebot für Weiterverteiler sowie für Stadtwerke in den Fokus der MVV Trading rücken.
Die Energiewelt von morgen wird dezentraler, flexibler und intelligenter. Um auch zukünftig zu den marktorientierten Vorreitern der deutschen Energiebranche zu gehören, entwickelt unser Vertrieb Geschäftsmodelle für ein dezentrales Energiemanagement.
Die Anforderungen an die Flexibilität der Verfügbarkeit von Strom steigen mit der zunehmenden Einspeisung von Strom aus erneuerbaren Energien; im Übertragungsnetz entstehen immer stärkere Schwankungen zwischen Einspeisung und Entnahme von Strom. Diese werden über die Regelenergie ausgeglichen. Mit unserem Minutenreservepool bieten wir Kunden mit eigener Stromerzeugung oder Notstromanlagen die Möglichkeit, am Regelenergiemarkt teilzunehmen und damit Zusatzerlöse zu erwirtschaften. Seit Anfang des Geschäftsjahrs 2013/14 vermarkten wir die Minutenreserveleistung bundesweit in allen vier Regelzonen. Im 4. Quartal 2013/14 haben wir mit der Vermarktung der Sekundärregelleistung -zunächst in der TransnetBW-Regelzone -begonnen.
Wir bauen unsere Geschäftsaktivitäten im Bereich der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien nach dem Marktprämienmodell weiter aus: Zum Geschäftsjahresende 2013/14 hatten wir Kraftwerke für erneuerbare Energieträger mit einer Leistung von 2 600 MW unter Vertrag; Photovoltaikanlagen trugen hierzu 1 330 MW bei. Damit sind wir Marktführer im Bereich der Direktvermarktung von Photovoltaikanlagen.
Windkraft- und Photovoltaikanlagen benötigen Strom, den sie in der Regel selbst erzeugen. In Zeiten, in denen sie keinen oder eine zu geringe Menge Strom erzeugen, müssen die Anlagenbetreiber Strom für den Eigenverbrauch beziehen. Unseren Kunden aus dem Bereich der Direktvermarktung nach dem Marktprämienmodell liefern wir seit dem Geschäftsjahr 2013/14 zusätzlich die benötigten Strommengen und ergänzen damit unser bestehendes Angebot.
Mit dem neuen Angebot "SOLAR Strom" bietet MVV Energie Privatkunden die Möglichkeit, eine eigene Photovoltaikanlage zu kaufen oder zu pachten. Über den sogenannten Solar-Schnell-Check können sich Hausbesitzer über die Internetseite von MVV Energie anzeigen lassen, ob sich das eigene Dach für eine Photovoltaikanlage eignet und welche finanziellen Vorteile eine solche Anlage haben könnte. Von der Online-Planung, über die individuelle Angebotserstellung bis zur Prüfung vor Ort durch Spezialisten arbeitet MVV Energie mit der greenenergetic GmbH zusammen. Die Lieferung und Montage erfolgt dann fachgerecht durch regionale Betriebe.
Mit innovativen und maßgeschneiderten Energiedienstleistungen konzentriert sich unsere Tochtergesellschaft MVV Enamic GmbH auf Projekte und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Energieoptimierung für Industrie, Handel, Gewerbe und Immobilienwirtschaft. Im Bereich Energie-Contracting für Industrie, Handel und Gewerbe beginnt dies - ähnlich eines Baukastensystems -mit der Konzeptentwicklung und schließt die Planung sowie die Errichtung oder die Modernisierung der Erzeugungsanlagen mit ein. Ebenso eingeschlossen sind die langfristige, zuverlässige Betriebsführung mit der ständigen Effizienzüberwachung sowie der Möglichkeit, Strommengen und Stromleistung optimal zu beschaffen beziehungsweise zu vermarkten. Im Contracting für die Wohnungs- und Immobilienwirtschaft steigern wir die Immobilieneffizienz bei unseren Kunden. Auch den Betreibern von großen Industrieparks bietet MVV Enamic sämtliche Serviceleistungen aus einer Hand: von der Energie- und Medienversorgung über Umweltschutz- und Sicherheitsmanagement bis hin zu weiteren Standortservices. Abgerundet wird das Angebot der MVV Enamic durch internationale Beratungsleistungen.
Im Juni 2014 hat MVV Enamic einen Anteil von 26 % am luxemburgischen LED-Spezialisten luminatis erworben, um zukünftig gemeinsam Produkte und Dienstleistungen im LED-Wachstumsmarkt anzubieten.
Unsere Tochtergesellschaft Soluvia GmbH bündelt verschiedene Shared-Services-Gesellschaften: die Soluvia Billing GmbH, Soluvia IT-Services GmbH und Soluvia Metering GmbH. Sie erbringen sämtliche internen Dienstleistungen in den Bereichen Abrechnung und Kundenbetreuung, Informationsverarbeitung sowie Metering für die MVV Energie AG, die Energieversorgung Offenbach AG und die Stadtwerke Kiel AG. Durch die Bündelung dieser unterstützenden Dienstleistungen erreichen wir notwendige Skaleneffekte und eine hohe Prozessqualität. Mit ihren operativen Leistungen steuern unsere Shared-Services-Gesellschaften einen unverzichtbaren Beitrag -insbesondere für die Netzgesellschaften und den Vertrieb -zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmensgruppe bei.
Die börsennotierte MVV Energie AG ist die Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns mit Sitz in Mannheim. Die Aktien der MVV Energie AG sind im Marktsegment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und an den Wertpapierbörsen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart notiert. Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht hat sie drei Organe: Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Die Entscheidungsbefugnisse der Organe sind streng voneinander abgegrenzt. Informationen zu den Verantwortungsbereichen und der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG befinden sich im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 32.
| Energieversorgung | Umwelt und erneuerbare Energien |
| MVV RHE GmbH (100 %) | MVV Umwelt GmbH (100 %) |
| Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft (51 %) | • MVV Umwelt Asset GmbH (100 %) |
| Energieversorgung Offenbach Aktiengesellschaft (48,46 %)1 | • MVV Umwelt O&M GmbH (100 %) |
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH (48,4 %) | • MVV Umwelt Ressourcen GmbH (100 %) |
| Köthen Energie GmbH (100 %) | • MVV Environment Devonport Ltd., Großbritannien (100 %) |
| Stadtwerke Sinsheim Versorgungsgesellschaft mbH & Co.KG (30 %) | • MVV Environment Ridham Ltd., Großbritannien (100 %) |
| Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG (25,1 %) | • Biomasse Rhein-Main GmbH (33,33 %) |
| Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG (25,1 %) | • Solutions Europeennes de Valorisation Energetique S.A.S. (SEVE), Frankreich (50 %) |
| Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG (10 %) | Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH (74,9 %) |
| MVV Energie CZ a.s., Tschechische Republik (100 %) | Biomethananlage Kroppenstedt GmbH (74,9 %) |
| Biomethananlage Staßfurt GmbH (74,9 %) | |
| MVV Windenergie GmbH (100 %) | |
| Cerventus Naturenergie GmbH (50 %)2 |
| Energiedienstleistungen | Weitere gemeinsame Gesellschaften |
| MVV Enamic GmbH (100 %) | Netrion GmbH, Mannheim3 |
| • MVV Enamic Contracting GmbH (100 %) | MVV Trading GmbH, Mannheim4 |
| • MVV Enamic Immobilien GmbH (100 %) | Soluvia GmbH, Mannheim5 |
| • MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH (100 %) | • Soluvia Billing GmbH, Offenbach6 |
| • MVV Enamic Korbach GmbH (100 %) | • Soluvia IT-Services GmbH, Kiel6 |
| • MVV Enamic Ludwigshafen GmbH (100 %) | • Soluvia Metering GmbH, Offenbach6 |
| • MVV Enamic Regioplan GmbH (100 %) | MVV Insurance Services GmbH, Mannheim7 |
| • MVV decon GmbH (100 %) | |
| • luminatis S.a.r.l., Luxemburg (26 %) |
1
Mehrheit der Stimmrechte
2
Energieversorgung Offenbach AG (50 %)
3
MVV Energie AG (70 %), Energieversorgung
Offenbach AG (30 %)
4
MVV Energie AG (59,9 %), Stadtwerke Kiel
AG (25,1 %), Energieversorgung Offenbach AG (12,5 %), Stadtwerke Ingolstadt
Energie GmbH
(2,5 %)
5
MVV Energie AG (51 %), Stadtwerke Kiel AG
(24,5 %), Energieversorgung Offenbach AG (24,5 %)
6
Soluvia GmbH (100 %)
7
MVV Energie AG (68,4 %), Energieversorgung
Offenbach AG (17,6 %), Stadtwerke Kiel AG (14 %)
Stand: 30. September 2014
Mit unserem Anspruch als "Der Zukunftsversorger" wollen wir auch im Jahr 2020 und darüber hinaus zu den führenden Energieunternehmen in Deutschland gehören. Um dieses Ziel zu erreichen, haben wir unsere Unternehmensstrategie bereits im Jahr 2009 auf das Energiesystem der Zukunft ausgerichtet: Mit klaren strategischen Schwerpunkten haben wir die richtigen Weichen gestellt und frühzeitig mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien und der Steigerung der Energieeffizienz begonnen. So tragen wir zum Umbau des Energiesystems in Deutschland bei und können gleichzeitig die daraus entstehenden Chancen für profitables Wachstum nutzen und den Unternehmenswert des MVV Energie Konzerns nachhaltig steigern.
Unsere zukunftsorientierte Unternehmensstrategie basiert auf drei Säulen:
NACHHALTIGKEIT: Wir wollen unseren Kunden auch in Zukunft zuverlässig und wirtschaftlich umweltfreundliche Energie liefern, unseren Mitarbeitern sichere und attraktive Arbeitsplätze bieten und unseren Anteilseignern Perspektiven eröffnen. Unser Handeln soll im Einklang mit den Erwartungen unserer Stakeholder stehen, um so eine sinnvolle Balance zwischen ökonomischen, ökologischen und sozialen Zielen zu finden. Ausführliche Informationen zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unserem Nachhaltigkeitsmanagement befinden sich im Kapitel ► Nachhaltigkeit ab Seite 74.
REGIONALITÄT: Wir wollen die regionalen Marken und Partnerschaften der Gesellschaften des MVV Energie Konzerns erhalten und fördern. Die einzelnen Unternehmen nutzen ihre jeweiligen Stärken -insbesondere ihre regionale Nähe, ihr Kunden- und Kooperationsnetzwerk sowie ihre lokalen Marktkenntnisse. Dabei ist es unser gemeinsames Ziel, die Wettbewerbs- und Wachstumsfähigkeit der gesamten Unternehmensgruppe sicherzustellen und auszubauen.
EFFIZIENZ: Zur Sicherung unseres wirtschaftlichen Erfolgs ist es notwendig, unsere Prozesse kontinuierlich zu verbessern und zielgerichtet weiterzuentwickeln. Wir wollen die Aufgaben dort erledigen, wo die besten personellen und organisatorischen Voraussetzungen gegeben sind und die Gruppensynergien genutzt werden können.
Wesentlicher Bestandteil unserer Unternehmensstrategie ist unser umfangreiches Investitionsprogramm; bis zum Jahr 2020 wollen wir rund 3 Mrd Euro investieren und gehen dabei in drei Stoßrichtungen:

OPTIMIEREN: Durch innovatives Asset- und Produktmanagement wollen wir unsere Umsatzerlöse profitabel steigern. Ergebnisbelastungen durch schwierige energiepolitische und energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen wirken wir mit kontinuierlichen Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen entgegen. So schaffen wir zum einen die Grundlage für unsere strategischen Investitionen und erschließen zum anderen Möglichkeiten für weiteres Wachstum.
REALISIEREN: Wir wollen Chancen für MVV Energie nutzen und setzen dabei auf unsere Kernkompetenzen. Wir realisieren Projekte, die der Modernisierung, Optimierung und Sicherung unserer Anlagen und Netze dienen und Projekte, die unsere aussichtsreichen Wachstumsfelder weiterentwickeln. Außerdem arbeiten wir an der Entwicklung innovativer Energieeffizienzlösungen und Energiedienstleistungen.
PRÜFEN: Wir prüfen kontinuierlich strategische Opportunitäten, um zusätzliches nachhaltiges Wachstum generieren zu können.
Im Jahr 2009 haben wir beschlossen, bis zum Jahr 2020 rund 1,5 Mrd Euro in die Modernisierung und Sicherung unserer Anlagen und Netze zu investieren und weitere rund 1,5 Mrd Euro insbesondere in unsere Wachstumsfelder. Hierzu zählen
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der Ausbau der erneuerbaren Energien, der Kraft-Wärme-Kopplung, der Fernwärme sowie der thermischen und energetischen Nutzung von Abfällen, |
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die Weiterentwicklung unserer Energiedienstleistungen und die Erhöhung der Energieeffizienz für unsere Kunden sowie |
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die Weiterentwicklung des Vertriebs mit stärkerem Fokus auf dezentraler und flexibler Energieversorgung. |
Zum Ende des Geschäftsjahrs 2013/14 haben wir von dem geplanten Programm von insgesamt rund 3 Mrd Euro bereits 2,2 Mrd Euro umgesetzt oder verbindlich beschlossen.
Beim Ausbau unseres Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien konzentrieren wir uns vor allem auf WINDKRAFTANLAGEN AN LAND (ONSHORE). Damit setzen wir auf eine erprobte und wirtschaftliche Technologie, die im Vergleich zu Windparks im Meer (Offshore) mit weniger Risiken behaftet ist und deutlich niedrigere Kosten aufweist. Im Februar 2014 ist der vierte Windpark unserer Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG (EVO) auf dem Hungerberg in der Nähe des rheinland-pfälzischen Kirchheimbolanden ans Netz gegangen. Zum Bilanzstichtag 30. September 2014 verfügte der MVV Energie Konzern bei Windkraftanlagen an Land über eine installierte Gesamtleistung von rund 174 MW. Nach Zustimmung durch den Aufsichtsrat haben wir am 25. September 2014 bekannt gegeben, dass wir zum 1. Oktober 2014 die niedersächsische Windwärts Energie GmbH übernehmen. Windwärts entwickelt, erwirbt, baut und betreibt Windenergieprojekte. Mit Windwärts bauen wir das Windgeschäft und damit den Anteil erneuerbarer Energien an unserer Energieerzeugung weiter aus und stärken unsere eigene Projektentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien. Weitere Informationen zum Ausbau unseres Windenergieportfolios sowie Daten zur installierten Leistung und zur Stromerzeugung finden Sie im Kapitel ► Nachhaltigkeit ab Seite 79.
Neben Windkraftanlagen an Land realisieren wir im Bereich erneuerbare Energien auch BIOMETHANANLAGEN. Biomethan eignet sich sowohl zur Strom- und Wärmeerzeugung als auch als Treibstoff für Erdgas-Fahrzeuge und ist damit einer der vielseitigsten erneuerbaren Energieträger. Im 2. Quartal 2013/14 haben wir unsere zweite Biomethananlage in Kroppenstedt, Sachsen-Anhalt, in Betrieb genommen. Zusammen mit der Biomethananlage im benachbarten Klein Wanzleben können jährlich rund 125 Mio kWh Biomethan erzeugt und in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist werden. Im Juni 2014 haben wir in Kooperation mit dem Erneuerbare-Energien-Unternehmen Baywa r.e. in der gleichen Region mit dem Bau einer weiteren baugleichen Biomethananlage begonnen; die Anlage in Staßfurt soll Mitte 2015 in Betrieb genommen werden.
Im Bereich der THERMISCHEN UND ENERGETISCHEN NUTZUNG VON ABFÄLLEN UND BIOMASSE zur Energieerzeugung ist der MVV Energie Konzern bereits einer der größten Anlagenbetreiber in Deutschland. Allerdings bietet der deutsche Abfall- und Biomassemarkt kein weiteres Wachstumspotenzial. Aus diesem Grund investieren wir im europäischen Ausland -vorausgesetzt, die Projekte erfüllen unsere Rentabilitätsanforderungen und liefern nachhaltig positive Ergebnisbeiträge.
Unsere derzeit größten Investitionsprojekte befinden sich daher in Großbritannien: Im südenglischen Plymouth bauen wir ein abfallbefeuertes Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) und in der Nähe von London im Hafengebiet Ridham Dock ein KWK-fähiges Biomassekraftwerk. Bei beiden Projekten nutzen wir unsere langjährigen Erfahrungen mit diesen Technologien. Beide Anlagen werden im Jahr 2015 in Betrieb gehen. Darüber hinaus hat unsere Tochtergesellschaft MVV Umwelt GmbH mit der französischen Semardel-Gruppe im Mai 2014 die neue Gesellschaft Solutions Europeennes de Valorisation Energetique S.A.S. (SEVE) gegründet. SEVE wird sich für die Betriebsführung von Abfallverwertungsanlagen in Frankreich bewerben.
Auf dem deutschen und tschechischen Fernwärmemarkt ist unsere Unternehmensgruppe einer der größten Anbieter. An unseren Standorten Mannheim, Kiel, Offenbach, Ingolstadt und in der Tschechischen Republik arbeiten wir konsequent am weiteren Ausbau der FERNWÄRME MIT KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG. Auf dem Gelände des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) haben wir im Winter 2013/14 den derzeit leistungsstärksten Fernwärmespeicher in Deutschland in Betrieb genommen. Mit ihm sichern wir die Fernwärmeversorgung in Mannheim und der Metropolregion RheinNeckar. Darüber hinaus kann das GKM flexibler auf schwankende Einspeisungen von Sonnen- und Windenergie reagieren.
Im Fokus unserer Tochtergesellschaft MVV Enamic GmbH im ENERGIEDIENSTLEISTUNGSGESCHÄFT stehen: ganzheitliche Energieeffizienzdienstleistungen und Contracting für Industrie, Gewerbe, die Immobilienwirtschaft und Kommunen, Services für den Betrieb von Industrieparks sowie nationale und internationale Beratungsleistungen. Seit Juni 2014 ist MVV Enamic am luxemburgischen LED-Spezialisten luminatis S.a.r.l. beteiligt: Künftig sollen gemeinsam Projekte umgesetzt und Dienstleistungen im LED-Wachstumsmarkt angeboten werden.
Mit gutem Kundenservice, innovativen Lösungen und der Weiterentwicklung unserer Geschäftsmodelle für dezentrales Energiemanagement will unser VERTRIEB neue Kunden gewinnen und Bestandskunden langfristig binden. Mehr hierzu lesen Sie im ► Magazinteil ab Seite 5 und im Kapitel ► Geschäftsmodell ab Seite 46.
Unser Ziel ist es, den Unternehmenswert des MVV Energie Konzerns langfristig und nachhaltig zu steigern. Zentrale Steuerungsgröße für unser Unternehmen ist der Wertbeitrag (Value Spread). Ein positiver Wertbeitrag und damit eine Steigerung des Unternehmenswerts wird erreicht, wenn der Ertrag (Return) auf das durchschnittlich im Unternehmen gebundene Kapital (Capital Employed) eine Rendite (ROCE) erwirtschaftet, die über den Kosten für das eingesetzte Kapital (gewogener durchschnittlicher Kapitalkostensatz - WACC) liegt.
Die folgende Grafik stellt die Ermittlung des Value Spread vereinfacht dar:
Der ROCE stellt die Rendite des für unsere interne Steuerung maßgeblichen bereinigten operativen Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern (Adjusted EBIT) auf das dafür eingesetzte Kapital dar. Auf dieser Basis ergibt sich für das Berichtsjahr ein ROCE von 6,8 % im Vergleich zu 8,3 % im Vorjahr. Während sich das Capital Employed gegenüber dem Vorjahr um 49 auf 2 556 Mio Euro erhöht hat, hat das niedrigere Adjusted EBIT im Berichtsjahr zu einem Rückgang des ROCE gegenüber dem Vorjahr geführt.
Die Kennzahl WACC stellt unsere langfristig operativ zu erwirtschaftende Untergrenze der Rendite dar. Die Überprüfung der einzelnen Parameter zur Ermittlung des WACC im Geschäftsjahr 2013/14 haben nur marginale Änderungen ergeben. Aufgrund der Geringfügigkeit dieser Änderungen haben sich die WACC-Parameter insgesamt gegenüber dem Vorjahr nicht verändert. Daraus ergab sich für das Berichtsjahr weiterhin ein WACC vor Steuern von 7,4 %.

| 2013/14 | 2012/13 | |
| Risikoloser Basiszins | 2,5 % | 2,5 % |
| Marktrisikoprämie | 6,0 % | 6,0 % |
| Beta-Faktor | 0,83 | 0,83 |
| Steuersatz | 30 % | 30 % |
| Risikozuschlag | 1,56 % | 1,56 % |
| Fremdkapitalzins (Risikoloser Basiszins + Risikozuschlag) | 4,1 % | 4,1 % |
| Eigen-/Fremdkapitalanteil zu Marktwerten | 50 % | 50 % |
| WACC vor Steuern | 7,4 % | 7,4 % |
Bei der Ermittlung des risikolosen Basiszinses legen wir wie im Vorjahr die langfristige Zinsstrukturkurve der Deutschen Bundesbank mit einer Restlaufzeit von bis zu 30 Jahren zugrunde. Die Marktrisikoprämie orientiert sich neben unseren eigenen Marktstudien an den Empfehlungen des Fachausschusses für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft des Instituts der deutschen Wirtschaftsprüfer. Die Berechnung des Beta-Faktors erfolgt mit Hilfe einer Peergroup, die aus vergleichbaren europäischen Energieunternehmen besteht.

Für das Geschäftsjahr 2013/14 ergab sich als Differenz aus dem ROCE von 6,8 % (Vorjahr 8,3 %) und dem WACC vor Steuern von 7,4 % (Vorjahr 7,4 %) ein negativer Value Spread in Höhe von - 0,6 % (Vorjahr 0,9 %). Der negative Wertbeitrag ist auf den verringerten ROCE in der Berichtsperiode zurückzuführen. Durch unsere Zukunftsinvestitionen und die Entwicklung innovativer Lösungen wollen wir unser Adjusted EBIT nachhaltig steigern. Nähere Informationen hierzu befinden sich im Kapitel ► Unternehmensstrategie ab Seite 48 und im ► Prognosebericht ab Seite 105.
Der Umbau des Energiesystems in Deutschland stellt die Energieversorger vor neue Herausforderungen. Die Energieversorgung der Zukunft wird dezentral sein und auf effiziente Energielösungen setzen. Daher müssen sich die Unternehmen der Branche von reinen Energieversorgern zu Energiedienstleistern weiterentwickeln. Sinkende Margen im Strom- und Gasvertrieb erfordern neue Geschäftsmodelle mit innovativen Produkten und Dienstleistungen. Als Zukunftsversorger und nachhaltig ausgerichtetes Energieunternehmen arbeitet MVV Energie auch im Rahmen ihrer Forschungs- und Entwicklungsaktivitäten an der Verbesserung der Energieeffizienz und sucht nach dezentralen Energiemanagementlösungen, die für den Masseneinsatz tauglich sind. Im Folgenden stellen wir einige unserer Projekte aus dem Geschäftsjahr 2013/14 und ihre Ergebnisse vor.
Eine intelligente und flexible Steuerung ist eine der Voraussetzungen für das Gelingen einer dezentralen Energieversorgung. Um Möglichkeiten für eine solche Steuerung zu erforschen, hatte sich MVV Energie am E-Energy-Projekt "Modellstadt Mannheim" beteiligt: In einem groß angelegten Feldtest wurden erfolgreich Bausteine für ein neues Energiesystem erprobt. Künftig werden MVV Energie und die deutsche Tochter des amerikanischen Technologieunternehmens Intel in einem gemeinsamen Projekt die Entwicklung intelligenter Lösungen weiter vorantreiben; diese werden in der Lage sein, in einem Gerät unterschiedliche Smart-Home-Funktionen zusammenzuführen -wie Kabel-TV, Internet, Home Security und auch das Energiemanagement.
Im Projekt "Callux Praxistest Brennstoffzelle fürs Eigenheim" entwickelt MVV Energie zusammen mit namhaften Energieversorgern und Heizgeräteherstellern Brennstoffzellengeräte, die mit Erdgas betrieben werden; das Projekt wird vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur gefördert. Wir bewerten die Entwicklung der hocheffizienten Heiztechnologie auf dem Weg zur Marktreife positiv: Die technische Zuverlässigkeit der Geräte ist gestiegen, und im Projektverlauf konnten sowohl erhebliche Kostensenkungen bei Geräten und beim Service als auch eine hohe Kundenzufriedenheit erzielt werden.
Das F&E-Vorhaben "EnEff: Wärme - Kostengünstiger Fernwärmetransport für den effektiven Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung" wurde am 30. Juni 2014 abgeschlossen. Es wurde untersucht, wie Wärme, die in großen Anlagen effizient und umweltfreundlich erzeugt wird, wirtschaftlich über Transportleitungen verteilt werden kann. Die Ergebnisse lassen erwarten, dass sinkende Baukosten für Fernwärmetransportleitungen in Zukunft dazu führen, dass auch in erzeugungsfernen Versorgungsgebieten verstärkt Wärme aus großen KWK-Anlagen genutzt werden kann.
Eine positive Zwischenbilanz können wir nach dem ersten von insgesamt drei Jahren ziehen, für die das Projekt "Smart Grid Integration" (SGI) ausgelegt ist. Als Teil des Spitzenclusters Elektromobilität Süd-West wird das Projekt vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert. Aus Sicht eines Netzbetreibers wollen wir die Integration von Elektrofahrzeugen in die Niederspannungsnetze optimieren. In einem ersten Schritt haben wir den zukünftigen Ladebedarf sowie die Potenziale zur Netzunterstützung anhand realer Fahrprofile detailliert bewertet. Im nächsten Schritt erarbeiten wir nun Konzepte für die nutzerfreundliche Koordination und Steuerung der Ladevorgänge, die auf Informations- und Kommunikationstechnik gestützt sein werden. Langfristig werden uns die Ergebnisse des SGI-Projekts dabei helfen, kritische Zustände in Verteilnetzen zu vermeiden und die Nutzung von Strom aus erneuerbaren Energiequellen noch effizienter zu gestalten. Das Projekt läuft bis Ende 2015.
Eine Herausforderungen, die der Umbau der Energieversorgung mit sich bringt, ist die Notwendigkeit, Strom aus dezentralen, erneuerbaren Quellen möglichst direkt am Ort der Erzeugung zu verbrauchen, um so lange Transportwege zu vermeiden und die Stromnetze zu entlasten. Das Projekt "Strombank", das MVV Energie als Konsortialführer vorantreibt, erprobt den Einsatz eines lokalen Stromspeichers, der Strom für Haushalte mit Photovoltaikanlagen aufnimmt und bei Bedarf wieder abgibt.
Das Projekt wird vom Land Baden-Württemberg gefördert. Sein Ziel ist es, Geschäftsmodelle zu entwickeln, die unter anderem eine möglichst hohe Eigenverbrauchsquote des dezentral erzeugten Stroms erreichen.
Im Herbst 2014 wurde im Süden Mannheims ein einjähriger Praxistest gestartet: An einen Quartierspeicher ("Strombank") wird eine Reihe von Haushalten mit eigener Stromerzeugung aus Photovoltaik angeschlossen. Wenn die Teilnehmer mehr Strom erzeugen, als sie selbst zu diesem Zeitpunkt benötigen, dann werden die Überschüsse bei der "Strombank" deponiert. Übersteigt aber ihr Strombedarf die eigene Erzeugung, können sie den deponierten Strom wieder beziehen. Der Praxistest soll zeigen, ob die Kunden den Ansatz akzeptieren und welche Auswirkungen er auf das Stromnetz haben kann.
Projektpartner sind die Netrion GmbH, die Netzgesellschaft von MVV Energie, sowie die Firma ads-tec aus Nürtingen und das Institut für Photovoltaik der Universität Stuttgart.
Die F&E-Aufwendungen nach IFRS betrugen im Berichtsjahr rund 2,2 Mio Euro. Im Berichtszeitraum waren sechs Technologie- und Innovationsmanager für MVV Energie tätig, darunter Ingenieure, Verfahrenstechniker und Elektrotechniker. Wie im Vorjahr waren 50 Mitarbeiter aus anderen Bereichen zusätzlich mit wesentlichem Zeiteinsatz an den Projekten beteiligt.

Diskussionen zu energiepolitischen Reformen prägten im Berichtsjahr die Energiepolitik in Deutschland. Zu einer Vielzahl von nationalen Diskussionen kamen Reformbestrebungen von Seiten der EU. MVV Energie beteiligt sich aktiv am Meinungsbildungsprozess in energiepolitischen Diskussionen und steht im Dialog mit Politik, Wissenschaft und Behörden. Für die Geschäftsentwicklung des MVV Energie Konzerns sind insbesondere die folgenden energiepolitischen Entwicklungen und regulatorischen Rahmenbedingungen von hoher Relevanz:
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die Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), |
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die fortlaufende Debatte zur Versorgungssicherheit und zu Kapazitätsmärkten sowie |
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die anstehende Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG). |
Bereits seit zwei Jahren wurde in Politik und Öffentlichkeit die notwendige Reform des EEG debattiert. Im Kern ging es darum, die Kosten im Zusammenhang mit dem Umbau des Energiesystems in Deutschland wirksam zu begrenzen - und damit die EEG-Umlage stabil zu halten und die erneuerbaren Energien stärker an den Markt heranzuführen. Das erste konkrete Resultat ist die EEG-Novelle, die am 1. August 2014 in Kraft trat.
Insgesamt gehen wir davon aus, dass die nun im Gesetz verankerten Maßnahmen zu mehr Wettbewerb und Kosteneffizienz beim Ausbau der Erzeugung aus erneuerbaren Energien führen werden. Aus unserer Sicht ist die EEG-Novelle daher deutlich positiv zu bewerten. Sehr viele der Regelungen, die wir in unserer Studie "Wege in ein wettbewerbliches Strommarktdesign für erneuerbare Energien" entwickelt und im Diskurs unterstützt hatten, wurden von den politisch handelnden Akteuren aufgegriffen und sind nun im Gesetz verankert. Insbesondere die Pflicht zur Direktvermarktung für neue Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) halten wir für sinnvoll. Zudem beurteilen wir es als positiv, dass eine Verordnungsermächtigung zur Einführung eines europarechtskompatiblen optionalen Direktvermarktungsmodells als Nachfolgemodell des Grünstromprivilegs Eingang in das EEG gefunden hat. Im Rahmen einer solchen alternativen Direktvermarktung hätten Vertriebe unter bestimmten Voraussetzungen die Möglichkeit, Stromprodukte anzubieten, bei denen die tatsächliche Herkunft des Stroms exakt nachweisbar wird.
Einige Inhalte der EEG-Novelle sind für MVV Energie besonders bedeutend: die moderate Absenkung der Vergütung für Windkraftanlagen an Land, die Einführung eines sogenannten "atmenden Deckels" auch für andere Technologien als die Photovoltaik, die verpflichtende Direktvermarktung in Verbindung mit der gleitenden Marktprämie sowie der mittelfristige Umstieg auf Auktionen, die einen wettbewerblichen und kosteneffizienten Fördermechanismus darstellen. Im Folgenden gehen wir auf diese Punkte genauer ein.
Für WINDENERGIE AN LAND (ONSHORE) wurde ein Nettoausbaukorridor von 2,4 bis 2,6 GW pro Jahr festgelegt. Mithilfe dieses "atmenden Deckels" soll -bei gleichzeitigem Ausbau der Onshore-Windkraft -eine allmähliche Absenkung der Einspeisevergütung erreicht werden. Für unsere Standorte ergeben sich aus dieser Regelung keine signifikanten Änderungen, weil die Einspeisevergütung vor allem für besonders windhöffige, küstennahe Standorte gesenkt wurde.
Mit der EEG-Novelle wurde die verpflichtende DIREKTVERMARKTUNG für Neuanlagen, die unter das EEG fallen, eingeführt. Das heißt: Für sie wird künftig keine feste Managementprämie mehr gezahlt, sondern die Kosten der Direktvermarktung im EEG-Vergütungssatz integriert. Darüber hinaus wird die Managementprämie für Bestandsanlagen ab 2015 schrittweise gesenkt. Wir begrüßen diese Regelung, weil durch sie die Produktion von Strom aus EE-Anlagen stärker an den Preissignalen der Großhandelsmärkte ausgerichtet wird.
Ein Meilenstein hin zu einer marktorientierten Ausgestaltung der Förderung von erneuerbaren Energien ist, dass ab 2017 die Vergütungshöhe für Strom aus erneuerbaren Energien nicht mehr gesetzlich festgelegt, sondern in WETTBEWERBLICHEN AUKTIONEN ermittelt werden soll. Die konkrete Ausgestaltung ist derzeit noch offen. Im Rahmen eines Pilotprojekts wird die Bundesnetzagentur wahrscheinlich zunächst solare Freiflächenanlagen ausschreiben -die Erfahrungen, die in diesem Pilotprojekt gewonnen werden, werden Eingang in das zukünftige Auktionsdesign finden.
Für neue BIOMASSEANLAGEN haben sich die Rahmenbedingungen stark verschlechtert: Die Vergütung für sie wurde gesenkt und zudem der Zubau auf jährlich 100 MW beschränkt; neue Anlagen, die nachwachsende Rohstoffe zur Erzeugung verwenden, werden sich schwerer am Markt behaupten können. Unsere Bestandsanlagen sind von dieser Regelung nicht betroffen.
Ein großer Streitpunkt im parlamentarischen Prozess bis zur Verabschiedung der EEG-Novelle war das sogenannte EIGENSTROMPRIVILEG. Bisher waren Betreiber von EE-Anlagen für selbst produzierten Strom, den sie für den Eigenverbrauch nutzen, von der Zahlung der EEG-Umlage befreit. Nun ist die EEG-Umlage für selbst genutzten Strom aus neuen EE-Anlagen und neuen Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) anteilig zu zahlen: 30 % der Umlage ab 1. August 2014, 35 % ab 1. Januar 2016 und 40 % ab 1. Januar 2017. Für alle anderen Stromerzeugungsanlagen in der Selbstversorgung ist dagegen die volle EEG-Umlage zu zahlen. Von dieser Regelung ausgenommen - und damit von der Zahlung der EEG-Umlage weiterhin befreit -sind: Kleinsterzeuger bis 10 kW Leistung und maximal 10 MWh jährlicher Stromerzeugung, autarke Anlagen, das heißt Anlagen, die ohne Netzanschluss sind oder sich vollständig aus erneuerbaren Energien selbst versorgen. Weitestgehend freigestellt ist auch der Kraftwerkseigenverbrauch, also Strom, der zur Stromerzeugung eingesetzt wird. Während des Gesetzgebungsprozesses hatte sich MVV Energie dafür eingesetzt, dass keine verschärften Regelungen zum Kraftwerkseigenverbrauch in das Gesetz aufgenommen werden; dies hätte zu einer stärkeren finanziellen Belastung der Kraftwerke geführt.
Um die Ausbauziele der Bundesregierung für die Erzeugung in EE-Anlagen mit KWK nicht zu gefährden, wurde eine Verordnungsermächtigung im Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz (KWKG) eingeführt; mit ihr kann die KWK-Förderung angepasst beziehungsweise die EEG-Umlagebelastung kompensiert werden.
Am 3. Juli 2014 sind auf europäischer Ebene Richtlinien über Märkte für Finanzinstrumente in Kraft getreten. Das Europäische Parlament hatte im April 2014 die Gesetzestexte zu MiFID II und MiFIR beschlossen. Die Richtlinie MiFID II (Markets in Financial Instruments Directive) muss bis zum 3. Juli 2016 in nationales Recht umgesetzt werden -in Deutschland sind davon das Kreditwesengesetz und das Wertpapierhandelsgesetz betroffen. Die Verordnung MiFIR (Markets in Financial Instruments Regulation) gilt bereits seit dem 3. Juli 2014 unmittelbar in allen EU-Mitgliedstaaten.
Aufgrund der Novellierung der MiFID werden ab dem 3. Juli 2016 OTC-Termingeschäfte über Kohle und Öl sowie Emissionsberechtigungen als sogenannte Finanzinstrumente eingestuft. Es handelt sich dabei um direkte Geschäfte zwischen Marktteilnehmern (OTC -over the counter). Ab Anfang 2017 haben die Marktteilnehmer die neuen Regeln anzuwenden. Von der MiFID II unberücksichtigt bleiben ausschließlich physisch geschlossene Geschäfte über Strom und Gas; sie fallen unter die EU-Verordnung REMIT (Regulation on wholesale Energy Market Integrity and Transparency), die den Marktmissbrauch beim Handel mit Strom und Gas verhindern soll. Zudem wurde eine weitere Kategorie von zu beaufsichtigenden Märkten eingeführt: die sogenannten organisierten Handelsplattformen (OTF - Organised Trading Facilities).
Ausnahmetatbestände, nach denen ein Unternehmen keine Banklizenz benötigt, wurden darüber hinaus eingeschränkt oder sind weggefallen. Neu aufgenommen wurde eine Ausnahme für kommunale Beschaffungsplattformen; von dieser könnte MVV Energie profitieren. Die Auswirkungen der Regelungen auf MVV Energie lassen sich -aufgrund der ausstehenden Umsetzung in nationales Recht -noch nicht benennen.
Mit der Novellierung des EEG hat die Bundesregierung einen ersten Schritt unternommen, um die erneuerbaren Energien in den Markt zu integrieren. Die Vorbereitungen für die nächsten Gesetzesänderungen haben bereits begonnen: Ein Schwerpunkt liegt auf der konkreten Ausgestaltung des Auktionsdesigns zur wettbewerblichen Ermittlung der Vergütungshöhe für Strom aus erneuerbaren Energien. Darüber hinaus muss die Bundesregierung bis zum Jahr 2017 eine neue Regelung zur EEG-Umlagebefreiung für Altanlagen vorlegen, die unter Bestandschutz stehen; diese Regelung muss mit dem EU-Beihilferecht vereinbar sein.
Der kräftige Ausbau der erneuerbaren Energien in den vergangenen Jahren hat zusammen mit dem Einspeisevorrang von Strom aus erneuerbaren Energien zu einem starken Verfall der Strompreise an den Großhandelsmärkten geführt. Aus diesem Grund ist die Profitabilität konventioneller Kraftwerke und insbesondere auch die Wirtschaftlichkeit von Kraftwerken mit KWK spürbar zurückgegangen. Im Berichtsjahr haben bereits mehrere Marktteilnehmer konventionelle Stromerzeugungskapazitäten vom Netz genommen. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzen wird. Darüber hinaus wird nicht in Neuanlagen investiert oder Investitionen werden auf unbestimmte Zeit verschoben. Auf absehbare Zeit werden jedoch weiterhin hocheffiziente konventionelle Kraftwerke benötigt, um die Energieversorgung sicherzustellen -nicht zuletzt, weil die Stromeinspeisungsmengen aus erneuerbaren Energien starken Schwankungen unterliegen. Hinzu kommt, dass spätestens im Jahr 2022 die letzten Kernkraftwerke stillgelegt werden und damit die gesicherte Leistung in Deutschland sinken wird. Um den hohen Grad an Versorgungssicherheit in Deutschland aufrechtzuerhalten, erachten wir es mittelfristig als erforderlich, dass ein wettbewerbliches und technologieoffenes Marktdesign geschaffen wird, das den wirtschaftlichen Betrieb von vorrätig gehaltenen Erzeugungskapazitäten ermöglicht. Das Bundeswirtschaftsministerium hat angekündigt, im Jahr 2015 entsprechende Lösungsvorschläge vorzulegen, um so den Gesetzgebungsprozess vorzubereiten; es hat eine Arbeitsgruppe Strommarktdesign gegründet, die unter anderem die Notwendigkeit eines neuen Marktdesigns untersucht.
Der Gesetzgeber muss dabei aber auch die anderen Ziele weiterverfolgen, wie den Ausbau der erneuerbaren Energien oder die Reduzierung von Treibhausgasen, die dem Umbau des Energiesystems in Deutschland zugrunde liegen; dafür sind geeignete Instrumente wie das EEG und der CO2 -Handel zu berücksichtigen. Aus unserer Sicht ist ein wettbewerbliches und technologieoffenes Marktdesign die kosteneffizienteste Lösung -die zudem mit dem europäischen Binnenmarkt vereinbar ist. Hierzu sind alle angebots- und nachfrageseitigen Flexibilitäts- und Kapazitätsoptionen wie beispielsweise konventionelle Kraftwerke, erneuerbare Energien, Stromspeicher aber auch die sogenannte Laststeuerung (DSM -Demand-Side-Management) im Rahmen ihrer verfügbaren gesicherten Leistung zu berücksichtigen.
Auch die Reform des Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetzes (KWKG), die noch im Jahr 2014 vom Bundeswirtschaftsministerium in Angriff genommen wurde, stellt einen wichtigen Baustein der energiepolitischen Rahmenbedingungen dar. Die wirtschaftliche Situation der meisten KWK-Anlagen hat sich seit der KWKG-Novelle im Jahr 2012 deutlich verschlechtert. Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 25 % der Stromerzeugung aus KWK zu generieren, wird aus heutiger Sicht ohne eine Novellierung des KWKG nicht erreicht werden. Wichtig ist es unserer Ansicht nach, dass das Gesetz weiterhin den Charakter einer Technologieförderung beibehält, also dass der Einsatz effizienter Technik belohnt wird.
Für die zweite Regulierungsperiode (Gas: 2013 bis 2017; Strom: 2014 bis 2018) liegen uns die Bescheide über die Erlösobergrenzen vor. Die jährlichen Netzentgelte werden von unserer Tochtergesellschaft Netrion GmbH jeweils zum 1. Januar auf Basis dieser Bescheide festgelegt. Vor dem Hintergrund der Effizienzwerte und auf Grundlage der Bescheide kann davon ausgegangen werden, dass sich die Erlösobergrenzen sowohl im Gas- als auch im Strombereich im Verlauf der zweiten Regulierungsperiode leicht rückläufig entwickeln werden, sofern es zu keinen deutlichen Erhöhungen der vorgelagerten Netzkosten kommt.
Die Bundesnetzagentur erstellt derzeit einen Evaluierungsbericht zur Anreizregulierung, der unter anderem das Investitionsverhalten der Netzbetreiber untersucht. Dieser Bericht ist bis Ende des Kalenderjahrs 2014 beim Bundesministerium für Wirtschaft und Energie einzureichen. Nachdem umfangreiche Daten erhoben wurden, hat die Behörde in mehreren Workshops bereits erste Erkenntnisse und Thesen vorgestellt und mit den Teilnehmern aus verschiedenen Branchen diskutiert. Bisher ist noch nicht erkennbar, wie die Empfehlungen der Bundesnetzagentur an das Bundeswirtschaftsministerium in dem Bericht letztendlich konkret ausgestaltet sein werden.
Im Verlauf des Berichtsjahrs verlangsamte sich das Wachstum der deutschen Wirtschaft: Laut Konjunkturbarometer des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung in Berlin (DIW Berlin) vom 30. September 2014 wuchs das reale Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Schlussquartal 2013 (Oktober bis Dezember 2013) gegenüber dem Vorquartal um 0,4 %. Nachdem die Konjunkturdynamik im 1. Quartal 2014 (Januar bis März 2014) zunahm und das BIP ein Plus von 0,7 % erreichte, ging es im 2. Quartal 2014 (April bis Juni 2014) um 0,2 % zurück. Für das 3. Quartal 2014 prognostiziert das DIW Berlin wieder ein leichtes Wachstum von 0,2 %.
In ihrem Herbstgutachten vom 9. Oktober 2014 erwarten die führenden wirtschaftswissenschaftlichen Forschungsinstitute für das Gesamtjahr 2014 in Deutschland ein Wirtschaftswachstum von 1,3 % gegenüber dem Vorjahr. Im Frühjahr 2014 rechneten die Experten noch mit einem Plus von 1,9 %: Das Konsumklima hat sich jedoch im weiteren Jahresverlauf verschlechtert und die Unternehmen halten sich mit Investitionen zurück. Hinzu kommt eine schwache Auslandsnachfrage.
Die milde Witterung im Winter 2013/14 führte von Januar bis September 2014 in Deutschland gegenüber dem Vorjahreszeitraum zu einem Rückgang bei Verbrauch von Gas und Strom; nach vorläufigen Zahlen des Bundesverbands der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) sank er um 18 % beziehungsweise um 4 %. Der Wettbewerb auf den Strom- und Gasmärkten ist nochmals intensiver geworden: Laut BDEW (Stand: Oktober 2014) beträgt die Wechselquote im Bundesdurchschnitt bei Strom-Haushaltskunden 36 % (Vorjahr 33 %) und bei Gas-Haushaltskunden 28 % (Vorjahr 26 %).
Nach Angaben des BDEW ist der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in den ersten neun Monaten des Jahres 2014 auf den Rekordwert von 28 % (Vorjahr 25 %) gestiegen: Die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen erreichte einen Zuwachs von 15,5 %, aus Photovoltaikanlagen von 14,7 % und Biomasseanlagen verzeichneten einen Anstieg von 4,9 %. Windkraft steuerte damit einen Anteil von 8,5 % an der Stromerzeugung bei, Photovoltaik von 7,0 % und Biomasse von 7,3 %.
Die Stromerzeugung aus konventionellen und nuklearen Anlagen hat sich unterschiedlich entwickelt: Der Anteil von Erdgas an der Stromerzeugung sank auf 9,6 % (Vorjahr 10,6 %); Steinkohlekraftwerke trugen 17,2 % (Vorjahr 19,5 %) zur Stromerzeugung bei.
Der Anteil von Kernenergie stieg auf 15,5 % (Vorjahr 15,1 %) und der Anteil der Braunkohlekraftwerke betrug gegenüber dem Vorjahr unverändert 25,7 %.
Die Energiepreise entwickelten sich im Verlauf des Berichtsjahrs uneinheitlich: Die Großhandelspreise für Öl und Gas haben sich gegenüber dem Vorjahr nur minimal verändert; die Großhandelspreise für Kohle und Strom hatten einen deutlichen Preisverfall zu verzeichnen. Die Emissionspreise konnten hingegen zulegen, wenn auch nur geringfügig.
Im Geschäftsjahr 2013/14 bewegten sich die Notierungen der ROHÖLSORTE BRENT für die Lieferung im Folgemonat (Frontmonat) zwischen 94,67 US-Dollar/Barrel und 115,06 US-Dollar/ Barrel; der durchschnittliche Preis lag im Berichtsjahr mit 107,63 US-Dollar/Barrel um 1,26 US-Dollar/Barrel unter dem Vorjahresniveau von 108,89 US-Dollar/Barrel. Bis Mitte Juni gab es relativ wenig Bewegung im Markt, das chinesische Nachfragewachstum und der Ausstieg der amerikanischen Zentralbank (FED - Federal Reserve System) aus einem Aufkaufprogramm für Anleihen (QE3) hoben sich in ihren Effekten etwa auf. Im letzten Quartal unseres Geschäftsjahrs 2013/14 ging der Ölpreis stetig zurück, dies resultierte aus der steigenden Produktion und der gleichzeitig rückläufigen Nachfrage.
Die durchschnittlichen ERDGASPREISE für das Frontjahrprodukt im Marktgebiet Net-Connect Germany (NCG) notierten im Berichtsjahr bei 25,40 Euro/MWh und damit um 1,43 Euro/MWh tiefer als im Vorjahr. Der Gasmarkt war vom warmen Winter und dem Konflikt in der Ukraine geprägt. Aufgrund des geringen Gasverbrauchs im Winter 2013/14 waren die Gasspeicher zum Ende des Winters ungewöhnlich voll. Die sich daraus ergebende geringe Einspeichernachfrage führte zu fallenden Preisen. Dennoch sorgten negative Nachrichten über die Lage in der Ukraine immer wieder für kurze Preissprünge nach oben. Diese Sprünge änderten jedoch nichts an dem allgemein vorherrschenden Abwärtstrend. Im 4. Quartal des Berichtsjahrs kam es schließlich zu einer leichten Erholung der Preise.
Im Berichtsjahr lag der durchschnittliche Frontjahrespreis für GRUNDLASTSTROM bei 35,81 Euro/MWh, dies entspricht einem Rückgang von 13,2 % gegenüber dem Vorjahr. Hierzu trug die Entwicklung der Kohlepreise ebenso bei, wie die des Spotmarkts für Strom, der hauptsächlich von den Solar- und Windeinspeisungen getrieben wird.



Der seit 2011 bestehende Abwärtstrend bei den kohlepreisen setzte sich im Berichtsjahr fort: Die Frontjahrpreise für Steinkohle im ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) fielen verglichen mit dem Vorjahr um 10,67 US-Dollar/Tonne auf 80,84 US-Dollar/ Tonne. Gründe für die Preisschwäche waren vor allem das Kohleüberangebot sowie der mit dem milden Winter und der erhöhten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien verbundene Nachfragerückgang an Kohle. Die politischen Bestrebungen der chinesischen und indischen Regierungen bezüglich neuer Ziele in den Energiesektoren der Länder führten zu weiterem Druck auf dem Weltkohlemarkt und somit ebenfalls zu Preisrückgängen auf dem europäischen Kohlemarkt.
Die Preise für EMISSIONSBERECHTIGUNGEN für die Lieferung im jeweils kommenden Jahr erreichten im Geschäftsjahr 2013/14 ein Durchschnittsniveau von 5,54 Euro/Tonne CO2 , das um 0,36 Euro/ Tonne CO2 höher lag als im Vorjahr. Der Emissionsmarkt war im Berichtsjahr weiterhin primär politisch getrieben: Der kontinuierliche Preisanstieg seit Frühjahr 2013 war insbesondere dem Dauerthema Backloading zuzuschreiben -es wurde diskutiert, die Versteigerung weiterer 900 Millionen Zertifikate zu verschieben. Das Backloading wurde Anfang des Jahres 2014 von den EU-Staaten beschlossen. Dies führte zu einer temporären Verknappung der Emissionszertifikate und unterstützte die Preise.
Die ERZEUGUNGSMARGE DER STEINKOHLEVERSTROMUNG, der Clean Dark Spread, schwankte nur geringfügig und blieb weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Aus diesem Grund sind Steinkohlekraftwerke in Deutschland derzeit nicht rentabel zu betreiben.
Im Rahmen des ökologischen Umbaus der Energieerzeugung wird die STROMERZEUGUNG AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN (EE) UND KRAFTWÄRMEKOPPLUNG (KWK) immer bedeutender. Im Geschäftsjahr 2013/14 erzeugte der MVV Energie Konzern in Deutschland 23 % seiner gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und 28 % im effizienten Verfahren der KWK. Damit beträgt unser Erzeugungsanteil aus erneuerbaren Energien und KWK insgesamt 51 %. Der vorläufige Bundesdurchschnitt für das Jahr 2013 liegt im Vergleich dazu bei 41 %.
MVV Energie hat bei der DIREKTVERMARKTUNG VON strom aus erneuerbaren Energien nach dem Marktprämienmodell zum Ende des Berichtsjahrs in Deutschland Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energiequellen mit einer Leistung von 2 600 MW unter Vertrag. Marktführer sind wir bei der Direktvermarktung von Photovoltaikanlagen: Die Leistung, die wir vermarkten, liegt inzwischen bei 1 330 MW.
Unser Konzern gehört in Deutschland auch bei der ENERGETISCHEN NUTZUNG VON BIOMASSE zu den Marktführern. Unsere Tochterunternehmen MVV Umwelt GmbH und MVV Enamic GmbH betreiben insgesamt 16 Biomasse- und Biogasanlagen, in denen im Berichtsjahr 337 Mio kWh Strom und 259 Mio kWh Wärme erzeugt wurden.
Mit einem FERNWÄRMEABSATZ von 5,7 Mrd kWh im Berichtsjahr ist unsere Unternehmensgruppe einer der größten Fernwärmeanbieter Deutschlands.
Darüber hinaus zählt der MVV Energie Konzern in Deutschland zu den größten Betreibern von THERMISCHEN ABFALLVERWERTUNGS- UND BIOMASSEANLAGEN. 1,9 Mio Tonnen Abfall und Ersatzbrennstoffe wurden im Berichtsjahr zur thermischen Verwertung an unseren Standorten angeliefert.
Unser Teilkonzern MVV Energie CZ a.s. ist auf dem WÄRMEMARKT in Tschechien an 13 Standorten tätig und verfügt über eine Verbrennungskapazität rund 0,1 Mio Tonnen pro Jahr.
Der Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns wird in starkem Maße von den Witterungsverhältnissen in den Wintermonaten geprägt. Als Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz unserer Kunden verwenden wir die Gradtagszahlen: Niedrige Außentemperaturen führen zu hohen Werten der Gradtagszahlen; diese wiederum gehen einher mit einem höheren Heizenergiebedarf unserer Kunden. Die Definition der Gradtagszahlen finden Sie im ► Glossar auf Seite 190. In den Sommermonaten begünstigen hohe Temperaturen und geringe Niederschläge unseren Wasserabsatz. Dieser ist für unser Konzernergebnis allerdings von geringerer Bedeutung als das Fernwärme- und Gasgeschäft.
Das Berichtsjahr wurde insbesondere in den Wintermonaten von einer anhaltend warmen Witterung geprägt. Vor allem die Monate Dezember 2013 bis April 2014 wiesen für die Jahreszeit überdurchschnittlich hohe Temperaturen auf. Demgegenüber stand eine außergewöhnlich kalte Witterung in der Heizperiode des Vorjahrs. Insgesamt lagen die Gradtagszahlen unserer Unternehmensgruppe im Berichtsjahr mit einem kumulierten Wert von 18 954 um 18 % unter dem hohen Vergleichswert des Vorjahrs von 22 979. Die nachstehenden Grafiken zeigen die monatlichen Gradtagszahlen für den Standort Mannheim in Abhängigkeit von den tagesmittleren Außentemperaturen.


| PROGNOSE 2013/14 | ERGEBNISSE 2013/14 | AUSBLICK | |
| Stromabsatz Stromvertrieb | Weiterer Ausbau des bundesweiten Stromvertriebs bei Industrie- und Gewerbekunden und Direktvermarktung; gegenläufige Effekte durch zunehmenden Wettbewerb und steigende Energieeffizienzmaßnahmen | Rückgang Stromabsatz um 10 %, insbesondere aufgrund geringerer Stromhandelsmengen im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement; positive Entwicklung bei der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien | Weiterer Ausbau der bundesweiten Vertriebsaktivitäten und Direktvermarktung; gegenläufige Effekte durch zunehmenden Wettbewerb und steigende Energieeffizienzmaßnahmen → |
| Wärmeabsatz Wärmevertrieb | Abhängig von Witterungsbedingungen; Ausbau der Fernwärmenetze an allen Standorten und Neukundengeschäft wirken sich positiv aus | Rückgang Wärmeabsatz um 13 %, vor allem aufgrund der außergewöhnlich milden Witterung im Winter 2013/14 | Abhängig von Witterungsbedingungen; Ausbau der Fernwärmenetze an allen Standorten und Neukundengeschäft wirken sich positiv aus ↗ |
| Gasabsatz Gasvertrieb | Abhängig von Witterungsbedingungen; weiterhin aktive Bewirtschaftung des Gasportfolios; Ausbau des überregionalen Gasvertriebs | Rückgang Gasabsatz um 8 %, insbesondere aufgrund geringerer Gashandelsmengen und witterungsbedingten Mengeneinbußen im Endkundengeschäft | Abhängig von Witterungsbedingungen; Ausbau des Gasvertriebs; gegenläufige Effekte durch zunehmenden Wettbewerb und steigende Energieeffizienzmaßnahmen; aktive Portfoliobewirtschaftung unter Berücksichtigung sich verändernder Marktliquidität sowie weiterhin niedrigem Marktpreisniveau ↘ |
| Wasserabsatz Wasservertrieb | Abhängig von Witterungsbedingungen und Effizienzfortschritten bei Haushaltsgeräten; tendenziell weiterhin rückläufiger Wasserabsatz | Wasserabsatz etwa auf Vorjahresniveau | Abhängig von Witterungsbedingungen und Effizienzverbesserungen bei Haushaltsgeräten; tendenziell rückläufiger Wasserabsatz ↘ |
| Ausbau der erneuerbaren Energien und KWK | Umsetzung der Wachstumsprojekte führt zu einem weiteren Anstieg des Anteils der erneuerbaren Energien und KWK an unserer Stromerzeugung ab dem Geschäftsjahr 2013/14 und insbesondere ab 2014/15: • im Bau: thermische Abfallverwertungsanlage Plymouth, Biomassekraftwerk Ridham Dock • in Planung: weitere Windparks, weitere Biomethananlagen | Anteil der erneuerbaren Energien und KWK an unserer Stromerzeugung bei 51 %; Windkraftanlagen der EVO auf dem Hungerberg und Biomethananlage in Kroppenstedt in Betrieb genommen | Umsetzung der Wachstumsprojekte führt zu einem weiteren Anstieg ab dem Geschäftsjahr 2014/15: • im Bau: thermische Abfallverwertungsanlage Plymouth, Biomassekraftwerk Ridham Dock, Biomethananlage Staßfurt Weiterer Ausbau erneuerbarer Energien ↗ |
| Umsatzentwicklung | Anpassung der Prognose nach Ablauf des 1. Halbjahrs 2013/14: Umsatz etwa auf Vorjahresniveau | Umsatz mit 3,8 Mrd Euro unter Vorjahr (4,04 Mrd Euro) | Moderate Steigerung gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 ↗ |
| Adjusted EBIT | Konkretisierung der Prognose nach Ablauf des Dreivierteljahrs 2013/14: Adjusted EBIT zwischen 170 und 175 Mio Euro | Adjusted EBIT von 173 Mio Euro | Adjusted EBIT zwischen 180 und 195 Mio Euro; abhängig von Witterungsverhältnissen ↗ |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie | Rückgang | Bereinigtes Ergebnis je Aktie mit 1,29 Euro je Aktie unverändert gegenüber Vorjahr | Anstieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 ↗ |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | Weitere Verbesserungen des Working Capitals | Anstieg auf 418 Mio Euro (Vorjahr 372 Mio Euro), insbesondere aufgrund des verbesserten Working Capitals | Stabile Entwicklung des Working Capitals → |
| Bereinigte Eigenkapitalquote | Großer Anteil des fremdkapitalfinanzierten Wachstumsprogramms verringert die Eigenkapitalquote: Zielgröße> 30 % | Anstieg der bereinigten Eigenkapitalquote auf 35,1 % (Vorjahr 34,5 %) | Großer Anteil des fremdkapitalfinanzierten Wachstumsprogramms wirkt sich weiterhin auf die Eigenkapitalquote aus: Zielgröße> 30 % ↘ |
| Nettofinanzschulden | Durch überwiegend fremdkapitalfinanzierte Investitionen höheres Niveau | Rückgang der Nettofinanzschulden auf 1,09 Mrd Euro (Vorjahr 1,11 Mrd Euro) | Anstieg aufgrund überwiegend fremdkapitalfinanzierter Investitionen ↗ |
| ROCE | Wir rechnen im Geschäftsjahr 2013/14 noch mit keiner Verbesserung; Belastungen durch Marktumfeld und Vorlaufkosten der Wachstumsinvestitionen; Verbesserung ab Geschäftsjahr 2014/15 | Rückgang des ROCE auf 6,8 %o (Vorjahr 8,3 %) | Keine Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 → |
| Investitionen | Geplante Gesamtinvestitionen von 450 Mio Euro im Geschäftsjahr 2013/14 | Gesamtinvestitionen im Geschäftsjahr 2013/14 von 321 Mio Euro | Geplante Gesamtinvestitionen von rund 500 Mio Euro im Geschäftsjahr 2014/15 ↗ |
| Beschäftigte | Personalabbau durch weitere Umsetzung von Konzernprogrammen bis 2020 Gegenläufiger Effekt: Personalaufbau in Wachstumsbereichen | Mitarbeiterzahl zum 30. September 2014 mit 5 445 Mitarbeitern etwa auf Vorjahresniveau (5 459 Mitarbeiter) | Personalabbau durch weitere Umsetzung von Konzernprogrammen bis 2020 Gegenläufiger Effekt: Personalaufbau in Wachstumsbereichen → |
Der UMSATZ ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns sank im Berichtsjahr (1. Oktober 2013 bis 30. September 2014) gegenüber dem Vorjahr um 251 Mio Euro auf 3 793 Mio Euro. Das entspricht einem Rückgang von 6 %. Im Geschäftsjahr 2013/14 stammten 98 % des Konzernumsatzes aus dem Inland und 2 % aus dem Ausland.
In der nachfolgenden Tabelle weisen wir zusätzlich zur Umsatzentwicklung nach Berichtssegmenten die Umsatzerlöse bei unseren Kernprodukten Strom, Wärme, Gas und Wasser aus.
| in Mio Euro | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Erzeugung und Infrastruktur | 403 | 390 | + 3 |
| Handel und Portfoliomanagement | 910 | 1 054 | - 14 |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 2 278 | 2 356 | - 3 |
| Strategische Beteiligungen | 198 | 243 | - 19 |
| Sonstiges | 4 | 1 | > + 100 |
| Gesamt | 3 793 | 4 044 | - 6 |
| davon Stromerlöse | 2 224 | 2 322 | - 4 |
| davon Wärmeerlöse | 387 | 449 | - 14 |
| davon Gaserlöse | 774 | 860 | - 10 |
| davon Wassererlöse | 100 | 97 | + 3 |
Im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR stieg der Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14 gegenüber dem Vorjahr um 13 auf 403 Mio Euro (+ 3 %) -im Wesentlichen durch den Ausbau unseres Windenergieportfolios.
Im Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT ging der Umsatz im Berichtsjahr um 144 auf 910 Mio Euro (- 14 %) zurück. Hauptursache für den Rückgang waren geringere Stromhandelsmengen. Während die Gashandelsmengen bis zum Ende des 3. Quartals 2013/14 noch über dem Vorjahr lagen, ging der Umfang des Gasportfoliomanagements im 4. Quartal deutlich zurück. In dessen Folge nahmen die Gashandelsmengen im Berichtsjahr insgesamt im Vergleich zum Vorjahr ab.
Im Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2013/14 mit 2 278 Mio Euro um 78 Mio Euro (- 3 %) unter dem Vorjahr. Die Auswirkungen der witterungsbedingten Mengeneinbußen im Fernwärme- und Gasgeschäft mit Endkunden und des anhaltend intensiven Wettbewerbs konnten wir in diesem Berichtssegment begrenzen: zum einen durch umsatzwirksame Preisanpassungen, zum anderen durch höhere Umsätze aus der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien (EE) für Dritte über das Marktprämienmodell.
Der Umsatzrückgang im Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN um 45 auf 198 Mio Euro (- 19 %) im Berichtsjahr ist zum einen auf den Verkauf einer tschechischen Gesellschaft zum Geschäftsjahresende 2012/13 zurückzuführen. Zum anderen führten die milde Witterung in der Heizperiode und Absatzeinbußen bei den Stadtwerken Ingolstadt zu einem niedrigeren Umsatz.
Wir erläutern die Absatzentwicklung produktorientiert. Die Strom-, Wärme-, Gas- und Wassermengen ordnen wir den Berichtssegmenten entsprechend der Wertschöpfungsstufen rechnerisch zu.
| in Mio kWh | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Erzeugung und Infrastruktur | 142 | 61 | > + 100 |
| Handel und Portfoliomanagement | 11 950 | 14 489 | - 18 |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 10 678 | 10 733 | - 1 |
| Strategische Beteiligungen | 418 | 534 | - 22 |
| Gesamt | 23 188 | 25 817 | - 10 |
Insgesamt verringerte sich unser Stromabsatz im Berichtsjahr im Vergleich zum Geschäftsjahr 2012/13 um 10 %. Der Rückgang resultierte im Wesentlichen aus niedrigeren Stromhandelsmengen der MVV Trading GmbH.
Neben der konventionellen Stromerzeugung wird im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur auch der Teil der Stromerzeugung aus unseren Windkraftanlagen erfasst, der an Dritte vermarktet wird (Außenabsatz), sowie die Stromerzeugung der MVV Umwelt GmbH. Der Anstieg des Stromabsatzes im Geschäftsjahr 2013/14 um über 100 % im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur spiegelt insbesondere die höheren Stromerzeugungsmengen aus unserem ausgebauten Windenergieportfolio wider.
Die Stromerzeugungsmengen aus unseren Windkraftanlagen werden nicht nur an Dritte vermarktet, sondern gehen vermehrt über konzerninterne Vertragspartner -wie beispielsweise den Vertrieb der MVV Energie AG und den Vertrieb der Energieversorgung Offenbach AG -in die Direktvermarktung. Der Vertrieb der MVV Energie AG wickelt sein Direktvermarktungsgeschäft für konzerneigene Erneuerbare Energien (EE)-Anlagen und für EE-Anlagen Dritter über die MVV Trading GmbH ab. Während sich das Direktvermarktungsgeschäft der MVV Trading gegenüber dem Vorjahr positiv entwickelte, verringerten sich die Stromhandelsmengen. Dies führte im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement insgesamt zu einem Rückgang des Stromabsatzes um 18 % gegenüber dem Vorjahr.


Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen ging der Stromabsatz im Geschäftsjahresvergleich nur leicht um 1 % zurück und war das Resultat gegenläufiger Entwicklungen: Der höhere Stromabsatz an Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteiler konnte den Rückgang bei den Privat- und Geschäftskunden und im Industrieparkgeschäft nicht kompensieren. Hauptursachen für den Rückgang bei den Privat- und Geschäftskunden waren der Verkauf unserer Tochtergesellschaft SECURA Energie an die LichtBlick SE im 4. Quartal 2013/14 und der intensiver gewordene Wettbewerb.
Im Berichtssegment Strategische Beteiligungen ging der Stromabsatz im Berichtsjahr um 22 % zurück, insbesondere aufgrund von Absatzeinbußen bei den Stadtwerken Ingolstadt.
| in Mio kWh | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Erzeugung und Infrastruktur | 496 | 402 | + 23 |
| Handel und Portfoliomanagement | - | - | - |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 5 076 | 5 901 | - 14 |
| Strategische Beteiligungen | 925 | 1 207 | - 23 |
| Gesamt | 6 497 | 7 510 | - 14 |
Der Wärmeabsatz reduzierte sich im Geschäftsjahresvergleich um 14 %. Der witterungsbedingte Mengenrückgang bei Fernwärme zeigt sich vor allem in den Berichtssegmenten Vertrieb und Dienstleistungen sowie Strategische Beteiligungen. Der Anstieg im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur um 23 % ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass unsere thermische Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage TREA Leuna seit Mitte 2014 neben Strom auch Prozessdampf produziert, mit dem sie den Chemieparkbetreiber InfraLeuna zur Versorgung der Standortkunden beliefert.
| in Mio kWh | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Erzeugung und Infrastruktur | 103 | 60 | + 72 |
| Handel und Portfoliomanagement | 15 640 | 16 313 | - 4 |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 6 393 | 7 482 | - 15 |
| Strategische Beteiligungen | 939 | 1 223 | - 23 |
| Gesamt | 23 075 | 25 078 | - 8 |
Der Gasabsatz lag im Geschäftsjahr 2013/14 mit 23 075 Mio kWh um 8 % unter dem Vorjahresniveau und ist im Wesentlichen auf niedrigere Gashandelsmengen der MVV Trading GmbH und witterungsbedingte Mengeneinbußen im Endkundengeschäft zurückzuführen.
Während die Gashandelsmengen bis zum 3. Quartal 2013/14 noch über dem Vorjahr lagen, ist die Portfoliobewirtschaftung im 4. Quartal deutlich zurückgegangen. Aufgrunddessen ging der Gasabsatz im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement im Berichtsjahr insgesamt um 4 % zurück.
Das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur bildet den Gasabsatz aus unseren beiden Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt ab. Der Anstieg um 72 % gegenüber dem Vorjahr resultiert daraus, dass unsere zweite Biomethananlage erst seit dem 2. Quartal 2013/14 Biomethan in das öffentliche Erdgasnetz einspeist.
Die milde Witterung und wettbewerbsbedingte Einbußen führten im Geschäftsjahresvergleich in den Berichtssegmenten Vertrieb und Dienstleistungen sowie Strategische Beteiligungen zu einem Rückgang des Gasabsatzes um 15 % beziehungsweise 23 %.
| in Mio m3 | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Erzeugung und Infrastruktur | - | - | - |
| Handel und Portfoliomanagement | - | - | - |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 46,2 | 46,2 | 0 |
| Strategische Beteiligungen | 0,9 | 1,2 | - 25 |
| Gesamt | 47,1 | 47,4 | - 1 |
Mit 47,1 Mio m3 lag der Wasserabsatz im Geschäftsjahr 2013/14 nahezu auf dem Niveau des Vorjahrs.
| in 1 000 t | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Erzeugung und Infrastruktur | 1 587 | 1 594 | 0 |
| Handel und Portfoliomanagement | - | - | - |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 155 | 154 | + 1 |
| Strategische Beteiligungen | 123 | 140 | - 12 |
| Gesamt | 1 865 | 1 888 | - 1 |
Im Berichtsjahr erreichte das Volumen der Abfall- und Holzanlieferungen nahezu das Vorjahresniveau.
Im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur veränderte sich das Volumen der angelieferten brennbaren Abfälle gegenüber dem Vorjahr kaum. Die Auslastung unserer thermischen Abfallverwertungsanlagen an den Standorten Mannheim und Leuna sowie unserer mit Altholz befeuerten Biomassekraftwerke Mannheim und Königs Wusterhausen wird von der MVV Umwelt Ressourcen GmbH über ein Stoffstrommanagement gesteuert.
Das Volumen der Abfall- und Holzanlieferungen reduzierte sich im Berichtssegment Strategische Beteiligungen um 12 %. Hauptursache war der witterungsbedingt niedrigere Fernwärmebedarf, der bei unserer tschechischen Tochtergesellschaft IROMEZ gegenüber dem Vorjahr zu einem Rückgang der Holzanlieferungen führte.
Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2013/14 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Unter anderem wendet die MVV Energie AG seit dem 1. Oktober 2013 erstmals den Standard IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" an, der vom IASB im Juni 2011 überarbeitet wurde. Diese Anwendung ist retrospektiv umzusetzen, deshalb wurden die Vergleichszahlen entsprechend angepasst. Da die MVV Energie AG die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bereits seit dem vergangenen Geschäftsjahr vollständig erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst, hat der Wegfall des Wahlrechts gemäß des überarbeiteten Standards keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Weitere Informationen zu den Änderungen befinden sich in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 117.
Der MATERIALAUFWAND ging im Berichtsjahr um 6 % auf 3 064 Mio Euro zurück und entwickelte sich damit korrespondierend zum Umsatz.
Der BEREINIGTE PERSONALAUFWAND lag im Geschäftsjahr 2013/14 mit 334 Mio Euro in etwa auf dem Vorjahresniveau. Der Anstieg der Mitarbeitervergütungen -hauptsächlich aufgrund von Tariferhöhungen -wurde durch geringere Zuführungen zu den Rückstellungen für Frühpensionierungen kompensiert. Weitere Informationen zur Entwicklung der Mitarbeiterzahlen befinden sich im Kapitel ► Nachhaltigkeit auf den Seiten 89 und 91.
Ohne Berücksichtigung der Bewertungseffekte nach IAS 39 nahmen die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGE im Geschäftsjahresvergleich um 12 auf 85 Mio Euro ab, hauptsächlich bedingt durch die geringere Auflösung von Rückstellungen.
Die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN verringerten sich im Geschäftsjahr 2013/14 ohne Berücksichtigung der IAS 39 Effekte im Vergleich zum Vorjahr um 11 auf 188 Mio Euro. Hauptgrund waren strukturelle Veränderungen im Ausweis einzelner Aufwandspositionen.
In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Bewertungseffekte nach IAS 39 in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Ihr Saldo ergab im Berichtsjahr einen positiven Bewertungseffekt von netto 24 Mio Euro; diesem stand im Vorjahr ein negativer Bewertungseffekt von - 3 Mio Euro gegenüber. In den IAS 39 Effekten spiegelt sich die Marktpreisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider: Zum 30. September 2014 waren die Marktpreise höher als beim Abschluss der Sicherungsgeschäfte. Die IAS 39 Bewertung ist weder zahlungswirksam, noch beeinflusst sie unsere steuerungsrelevanten Kennzahlen oder die Dividende.
Die ABSCHREIBUNGEN lagen im Geschäftsjahr 2013/14 mit 165 Mio Euro um 3 Mio Euro unter dem Wert des Vorjahrs. Zum einen ist diese Entwicklung auf Anlagenabgänge in der Berichtsperiode zurückzuführen. Zum anderen entfällt ein Großteil unserer bereits getätigten Investitionen auf Anlagen, die sich noch im Bau befinden und daher noch nicht abgeschrieben werden dürfen.
Für unsere wertorientierte interne Steuerung verwenden wir das Adjusted EBIT. Bei dieser operativen Ergebnisgröße vor Zinsen und Ertragsteuern eliminieren wir zum einen die positiven und negativen Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Finanzderivaten nach IAS 39 zum 30. September 2014 im Saldo von 24 Mio Euro (Ertragsüberhang) und zum 30. September 2013 im Saldo von - 3 Mio Euro (Ertragsaufwand). Darüber hinaus eliminieren wir den Effekt von jeweils - 2 Mio Euro, den die Anpassung der Bilanzierung der Rückstellung für Altersteilzeit (in Folge der Änderung des Standards IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer") im Berichtsjahr und im Vorjahr hatte.
Aufgrund der Änderung des Standards IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" veränderte sich der Restrukturierungsaufwand, der in der Gewinn- und Verlustrechnung ausgewiesen wird, im Vorjahr von - 7 auf - 11 Mio Euro; auch diesen Effekt eliminieren wir. Die Zinserträge aus Finanzierungsleasing, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem EBIT ausgewiesen werden, rechnen wir beim Adjusted EBIT hinzu. Sie stammen aus Contracting-Projekten und zählen zu unserem operativen Geschäft.
In der folgenden Tabelle stellen wir dar, wie wir das in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2013/14 ausgewiesene EBIT auf das aussagefähigere Adjusted EBIT überleiten.
| in Mio Euro | 2013/14 | 2012/13 | +/- Vorjahr |
| EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung1 | 191 | 210 | - 19 |
| Bewertungseffekt aus Finanzderivaten | - 24 | + 3 | - 27 |
| Strukturanpassung Altersteilzeit1 | + 2 | + 2 | 0 |
| Restrukturierungsaufwand1 | - | - 11 | + 11 |
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | + 4 | + 4 | 0 |
| Adjusted EBIT | 173 | 208 | - 35 |
Im Geschäftsjahr 2013/14 lag das ADJUSTED EBIT mit 173 Mio Euro um 35 Mio Euro unter dem Vorjahreswert. Der Ergebnisrückgang um 17 % ist auf die schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen und auf die überdurchschnittlich milde Witterung im Berichtsjahr -insbesondere in den Wintermonaten -zurückzuführen.
| in Mio Euro | 2013/14 | 2012/13 | +/- Vorjahr |
| Erzeugung und Infrastruktur | 124 | 149 | - 25 |
| Handel und Portfoliomanagement | - 22 | - 16 | - 6 |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 31 | 40 | - 9 |
| Strategische Beteiligungen | 31 | 32 | - 1 |
| Sonstiges1 | 9 | 3 | + 6 |
| Gesamt | 173 | 208 | - 35 |
Das Adjusted EBIT im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur ging im Geschäftsjahresvergleich um 17 % zurück: Die positiven Ergebnisbeiträge unserer neuen Windkraftanlagen und unserer neuen Biomethananlage konnten die Ergebnisbelastungen aus niedrigeren Strom- und Abfallpreisen nicht kompensieren. Das Ergebnis des Berichtssegments Handel und Portfoliomanagement lag um 38 % unter dem Vorjahr -hauptsächlich aufgrund der anhaltend niedrigen Erzeugungsmarge bei der Steinkohleverstromung (Clean Dark Spread). Belastet wurde das Ergebnis zudem dadurch, dass CO2 -Emissionszertifikate, die zuvor frei zugeteilt wurden, seit Januar 2013 vollständig ersteigert werden müssen. Die Ergebnisrückgänge in den Berichtssegmenten Vertrieb und Dienstleistungen um 23 % und Strategische Beteiligungen um 3 % sind im Wesentlichen witterungsbedingt.
Das BEREINIGTE FINANZERGEBNIS, das den Saldo von Finanzaufwendungen und Finanzerträgen abbildet, verbesserte sich im Geschäftsjahresvergleich von - 65 Mio Euro auf - 44 Mio Euro. Im Wesentlichen führten höhere Finanzerträge in der Berichtsperiode -insbesondere aus der Währungsumrechnung aus der Finanzierung unserer beiden Bauprojekte in Großbritannien -zu dieser Entwicklung.
Nach Abzug des bereinigten Finanzergebnisses ergab sich für das Geschäftsjahr 2013/14 ein ADJUSTED EBT von 130 Mio Euro (Vorjahr 143 Mio Euro). Die auf das Adjusted EBT des Geschäftsjahrs 2013/14 bezogene Steuerquote beträgt 28,9 % (Vorjahr 29,2 %).
Die bereinigten Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf 38 Mio Euro (Vorjahr 42 Mio Euro). Nach deren Abzug ergab sich für das Geschäftsjahr 2013/14 ein BEREINIGTER JAHRESÜBERSCHUSS von 92 Mio Euro (Vorjahr 101 Mio Euro).
Nach Abzug der bereinigten Ergebnisanteile anderer Gesellschafter -die sich im Vergleich zum Vorjahr aufgrund des Ergebnisrückgangs bei der Energieversorgung Offenbach und den Stadtwerken Kiel von 16 auf 7 Mio Euro verringerten -wies der MVV Energie Konzern im Geschäftsjahr 2013/2014 einen BEREINIGTEN JAHRESÜBERSCHUSS NACH FREMDANTEILEN von 85 Mio Euro aus (Vorjahr 85 Mio Euro). Auf dieser Basis errechnete sich für das Berichtsjahr -bei einer unveränderten Aktienanzahl von 65,9 Millionen Stück -ein gegenüber dem Vorjahr unverändertes BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE von 1,29 Euro. Eine Übersicht zu den bereinigten Ergebniskennzahlen befindet sich in der ► Kennzahlentabelle im Umschlag dieses Geschäftsberichts.
Die nachfolgenden Grafiken zeigen die quartalsweise Entwicklung des Umsatzes ohne Energiesteuern und des Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns. Grundsätzlich liegen unser Konzernumsatz und unser operatives Konzernergebnis im 4. Quartal unter denen der Vorquartale, da die Umsatzbeiträge aus dem Heizenergiegeschäft fehlen; zudem führen wir bevorzugt im 4. Quartal Instandhaltungsmaßnahmen und Revisionen durch.



Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben einige Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet. Auf die geänderten Standards gehen wir detailliert in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 117 ein.
Zum 30. September 2014 betrug die BILANZSUMME des MVV Energie Konzerns 4,14 Mrd Euro; damit verringerte sie sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs um 98 Mio Euro.
Auf der Aktivseite erhöhten sich die LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE im Vergleich zum 30. September 2013 um 79 Mio Euro auf 3,11 Mrd Euro. Das Sachanlagevermögen stieg um 111 Mio Euro auf 2,59 Mrd Euro -ein Anteil von rund 63 % (30. September 2013: 58 %) an der Bilanzsumme.
Die langfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte verringerten sich um 43 auf 74 Mio Euro. Dies resultierte im Wesentlichen daraus, dass das Marktpreisniveau gesunken ist und dadurch die Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte niedriger waren. Die langfristigen übrigen Finanzanlagen reduzierten sich um 18 auf 69 Mio Euro; hauptsächlich, weil Contracting-Verträge beendet und damit einhergehend Leasingvermögenswerte verkauft wurden.
Gegenüber dem 30. September 2013 gingen die KURZFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE um 177 Mio Euro auf 1,03 Mrd Euro zurück - und nahmen damit zum 30. September 2014 einen Anteil von 25 % (30. September 2013: 28 %) an der Bilanzsumme ein.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beliefen sich zum 30. September 2014 auf 386 Mio Euro. Gegenüber dem Vorjahr entspricht das einem Rückgang um 75 Mio Euro und ist auf die Verbesserung des Working Capital Managements zurückzuführen. Die kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte gingen gegenüber dem 30. September 2013 um 61 auf 190 Mio Euro zurück. Ursache für diese Entwicklung waren zum einen die niedrigere Marktbewertung der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte und zum anderen der Rückgang unserer Gasportfoliobewirtschaftung. Die Forderungen aus Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos hatten zum 30. September 2014 einen Wert von 55 Mio Euro (30. September 2013: 70 Mio Euro). Die flüssigen Mittel verringerten sich zum 30. September 2014 um 48 auf 371 Mio Euro gegenüber dem 30. September 2013; der Rückgang ist im Wesentlichen auf die Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens zurückzuführen.
Auf der Passivseite hat sich das EIGENKAPITAL des MVV Energie Konzerns einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter kaum verändert: Am 30. September 2014 belief es sich auf 1,34 Mrd Euro im Vergleich zu 1,30 Mrd Euro am 30. September 2013.
Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir unsere Konzernbilanz um die kumulierten Bewertungseffekte nach IAS 39: Die Vermögensseite kürzen wir um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden latenten Steuern; zum 30. September 2014 waren dies 154 Mio Euro (30. September 2013: 202 Mio Euro). Auf der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die darauf entfallenden latenten Steuern, die zum 30. September 2014 einen Wert von 216 Mio Euro erreichten (30. September 2013: 290 Mio Euro). Beim Eigenkapital eliminieren wir den hier wirksamen Saldo; er betrug zum 30. September 2014 insgesamt - 62 Mio Euro (30. September 2013: - 88 Mio Euro). Auf dieser bereinigten Basis errechnete sich zum 30. September 2014 ein bereinigtes Eigenkapital von 1,40 Mrd Euro im Vergleich zu 1,39 Mrd Euro zum 30. September 2013. Bezogen auf die bereinigte Bilanzsumme von 3,99 Mrd Euro (30. September 2013: 4,04 Mrd Euro) lag die bereinigte Eigenkapitalquote zum 30. September 2014 bei 35,1 % im Vergleich zu 34,5 % zum 30. September 2013.
Die LANGFRISTIGEN SCHULDEN lagen mit 1,75 Mrd Euro auf dem Niveau zum 30. September 2013. Die langfristigen anderen Verbindlichkeiten reduzierten sich um 78 Mio Euro -vor allem aufgrund des niedrigeren Marktpreisniveaus und der dadurch geringeren Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte.
Die KURZFRISTIGEN SCHULDEN reduzierten sich gegenüber dem 30. September 2013 um 130 Mio Euro auf 1,05 Mrd Euro. Die kurzfristigen Finanzschulden gingen im Wesentlichen aufgrund der Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens um 121 Mio Euro zurück. Die Abnahme der kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten um 27 Mio Euro hat zwei Gründe: das niedrigere Marktpreisniveau und die dadurch niedrigeren Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte sowie die gesunkenen Verbindlichkeiten aus dem Rückgang der Gasportfoliobewirtschaftung. Die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten enthielten zum 30. September 2014 wie auch zum 30. September 2013 Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos (Margins) in Höhe von 1 Mio Euro.
Im Geschäftsjahr 2013/14 investierte der MVV Energie Konzern insgesamt 321 Mio Euro. Von den Gesamtinvestitionen entfielen 212 Mio Euro (Vorjahr 301 Mio Euro) auf Wachstumsinvestitionen; 109 Mio Euro (Vorjahr 91 Mio Euro) haben wir für Bestandsinvestitionen verwendet, das heißt für die Modernisierung unserer Anlagen und Netze.
Zu unseren größten Investitionsprojekten im Geschäftsjahr 2013/14 zählten:
| ― |
der Bau der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth und des Biomassekraftwerks in Ridham Dock, beides in Großbritannien, |
| ― |
der Bau von zehn Windkraftanlagen unserer Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG auf dem Hungerberg, die im 2. Quartal 2013/14 ans Netz gegangen sind, |
| ― |
der Bau der Biomethananlage in Kroppenstedt, die seit dem 2. Quartal 2013/14 Biomethan in das Erdgasnetz einspeist, und der Bau der neuen Biomethananlage in Staßfurt, |
| ― |
der Ausbau und die Verdichtung unserer Fernwärmenetze, insbesondere an unseren Standorten Mannheim, Kiel und in der Tschechischen Republik sowie |
| ― |
die Übernahme der Stromnetze in Ilvesheim und Ketsch. |
Die neu erworbenen Anteile an Gesellschaften sind in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 121 aufgeführt.

| in Mio Euro | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Erzeugung und Infrastruktur | 271 | 337 | - 20 |
| Handel und Portfoliomanagement | 9 | 9 | 0 |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 15 | 14 | + 7 |
| Strategische Beteiligungen | 13 | 17 | - 24 |
| Sonstiges | 13 | 15 | - 13 |
| Gesamt | 321 | 392 | - 18 |
| davon Wachstumsinvestitionen | 212 | 301 | - 30 |
| davon Bestandsinvestitionen | 109 | 91 | + 20 |
Definition der Investitionen im ► Glossar auf Seite 190
Gegenüber dem 30. September 2013 verringerten sich die kurz- und langfristigen Finanzschulden aufgrund der geringeren Inanspruchnahme von Darlehen zur Finanzierung von Investitionen um 70 Mio Euro auf 1,46 Mrd Euro. Die Netto-Finanzschulden (kurz- und langfristige Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) sanken zum 30. September 2014 im Vergleich zum 30. September 2013 um 23 Mio Euro auf 1,09 Mrd Euro.
Gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs reduzierte sich der CASHFLOW VOR WORKING CAPITAL UND STEUERN um 60 auf 357 Mio Euro. Diese Entwicklung ist im Wesentlichen auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen: Nach der Bereinigung der IAS 39 Bewertung im Rahmen der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen lag es unter dem Ergebnis des Geschäftsjahrs 2012/13.
Der CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT stieg im Geschäftsjahresvergleich um 46 Mio Euro auf 418 Mio Euro. Hierzu trug insbesondere das verbesserte Working Capital bei.
Der CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT verbesserte sich im Geschäftsjahr 2013/14 um 44 Mio Euro auf - 262 Mio Euro.
Dagegen sank der CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT -im Wesentlichen aufgrund von erhöhten Kreditrückzahlungen -im Geschäftsjahresvergleich um 178 auf - 205 Mio Euro.
Zum 30. September 2014 wies der MVV Energie Konzern einen Finanzmittelbestand von 371 Mio Euro aus -ein Rückgang um 48 Mio Euro gegenüber dem Vorjahreswert.
Der MVV Energie Konzern kann seinen Liquiditätsbedarf durch seinen guten Zugang zu den Finanzmärkten problemlos decken. Unser Konzern profitiert am Kapitalmarkt von seiner guten Bonität, seinem diversifizierten Geschäftsportfolio und seiner auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie. Aufgrund unserer guten Liquiditätsausstattung haben wir im Berichtsjahr nur wenige neue Finanzierungsverträge abgeschlossen beziehungsweise Auszahlungen abgerufen. Wir haben ein Schuldscheindarlehen über 203 Mio Euro vertragsgemäß komplett zurückgezahlt. Unser zukünftiges Fälligkeitenprofil weist keine wesentlichen Spitzen mehr aus und die Finanzierung unserer Investitionen ist auf einem günstigen Zinsniveau langfristig gesichert. Darüber hinaus verfügen die MVV Energie AG und die anderen Gesellschaften unseres Konzern über bilaterale Kreditlinien.

Die Muttergesellschaft MVV Energie AG führt für sich und 28 weitere Beteiligungsgesellschaften unserer Unternehmensgruppe einen sogenannten Cash Pool. In dieser Funktion beschafft und sichert sie sowohl ihre eigene Liquidität als auch die Finanzmittel der Gesellschaften, die dem Cash Pool angeschlossen sind. Kapital, das für Investitionen benötigt wird, wird über Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt. Die Finanzierung unserer beiden größten Investitionsprojekte -die thermische Abfallverwertungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham Dock -haben wir gesichert. Aufgrund der hohen Investitionen in Großbritannien gewinnt die Entwicklung des Euro/ Pfund-Wechselkurses für unser Konzernergebnis an Bedeutung; Informationen hierzu finden Sie auch im ► Bericht zu Chancen und Risiken auf Seite 96.
Aus den regelmäßigen Ratinggesprächen, die wir mit unseren Kernbanken führen, können wir ableiten, dass der MVV Energie Konzern weiterhin im stabilen Investment-Grade-Bereich eingeordnet ist. Ein Rating des MVV Energie Konzern durch eine Ratingagentur findet nicht statt.
Der MVV Energie Konzern hat sein Ergebnisziel für das Geschäftsjahr 2013/14 erreicht. Wie erwartet, haben die schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen -insbesondere die kontinuierlich gesunkenen Strompreise an den Großhandelsmärkten, die niedrige Erzeugungsmarge (Clean Dark Spread), die Kosten für die seit 1. Januar 2013 vollständig zu ersteigernden CO2 -Emissionszertifikate sowie die niedrigen Abfallpreise -zu Ergebnisbelastungen geführt. Hinzu kamen negative Effekte aufgrund der anhaltend milden Witterung während der Heizperiode. Im Vergleich zum Vorjahr verringerte sich unser operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) um 17 % auf 173 Mio Euro und lag damit im Rahmen unseres Prognoseziels: Seit Beginn des Geschäftsjahrs haben wir für das Gesamtjahr 2013/14 ein Adjusted EBIT zwischen 170 und 185 Mio Euro prognostiziert. Aufgrund der milden Witterungsverhältnisse haben wir bereits im Rahmen unserer Finanzberichterstattung für das 1. Halbjahr 2013/14 kommuniziert, dass das Ergebnis im unteren Drittel dieser Spannbreite liegen wird. Nach Ablauf des Dreivierteljahrs 2013/14 konnten wir unsere Ergebnisprognose konkretisieren und den Zielkorridor auf 170 bis 175 Mio Euro eingrenzen.
Der Umsatz (ohne Energiesteuern) ging gegenüber dem Vorjahr, in dem wir zum ersten Mal die Rekordmarke von 4 Mrd Euro überschritten hatten, um 6 % auf 3,8 Mrd Euro zurück. Damit konnten wir unser Ziel von einem Umsatz in etwa auf Vorjahresniveau nicht erreichen. Der Umsatzrückgang ist insbesondere auf sinkende Strom- und Abfallpreise sowie wettbewerbsbedingte Einbußen zurückzuführen. Darüber hinaus wirkten sich niedrigere Stromhandelsmengen aus. Während die Gashandelsmengen bis zum Ende des 3. Quartals 2013/14 noch über dem Vorjahr lagen, ging der Umfang des Gasportfoliomanagements im 4. Quartal deutlich zurück. In dessen Folge nahmen auch die Gashandelsmengen im Berichtsjahr insgesamt im Vergleich zum Vorjahr ab. Gegenläufig wirkten der Ausbau unseres Windenergieportfolios und die Direktvermarktung erneuerbarer Energien für Dritte über das Marktprämienmodell. Allerdings konnte der höhere Umsatz in diesen Bereichen die negativen Effekte nicht kompensieren.
Das Vorsteuerergebnis (Adjusted EBT) belief sich auf 130 Mio Euro, das entspricht einem Rückgang von 13 %. Nach Abzug der bereinigten Ergebnisanteile anderer Gesellschafter, die sich aufgrund des Ergebnisrückgangs in den Teilkonzernen Energieversorgung Offenbach und Stadtwerke Kiel, deutlich verringerten, lag der bereinigte Jahresüberschuss nach Fremdanteilen mit 85 Mio Euro auf dem Niveau des Vorjahrs. Daraus ergab sich ein gegenüber dem Vorjahr ebenfalls unverändertes bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,29 Euro.
Das bereinigte Eigenkapital erhöhte sich gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs um 11 Mio Euro auf 1,19 Mrd Euro; damit stieg die bereinigte Eigenkapitalquote von 34,5 % auf 35,1 %. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit verbesserte sich insbesondere aufgrund der Optimierung unseres Working Capitals um 46 Mio Euro auf 418 Mio Euro. Zum 30. September 2014 belief sich der Finanzmittelbestand auf 371 Mio Euro.
Der Vorstand ist mit der Entwicklung des Geschäftsjahrs 2013/14 zufrieden, denn wir konnten die negativen Auswirkungen des schwierigen Marktumfelds auf unser Ergebnis zum einen durch kontinuierliche Effizienzsteigerungen und Kosteneinsparungen, zum anderen aber auch durch Wachstum -vor allem im Bereich der erneuerbaren Energien -begrenzen. Darüber hinaus sind wir aufgrund unserer guten Kapitalausstattung und soliden Finanzierungsstruktur auch weiterhin in der Lage, unsere zukunftsorientierten Investitionen ausgewogen finanzieren zu können.
Die MVV Energie AG, Mannheim, die börsennotierte Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns, stellt ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes auf. Der Konzernabschluss der MVV Energie AG wird nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellt, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind. Im Unterschied zum Einzelabschluss nach HGB sind im Konzernabschluss die Erträge und Aufwendungen der konsolidierten Tochtergesellschaften in den einzelnen Ertrags- und Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Weitere Abweichungen zwischen dem Einzelabschluss der MVV Energie AG und dem Konzernabschluss ergeben sich insbesondere aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen den handelsrechtlichen und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS.
Der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/14 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Auf unserer Internetseite steht der vollständige Jahresabschluss 2013/14 der MVV Energie AG unter www.mvv-investor.de als Download zur Verfügung.
Der Umsatz der Muttergesellschaft MVV Energie AG ohne Energiesteuern sank im Geschäftsjahr 2013/14 auf 1 918 Mio Euro (Vorjahr 2 016 Mio Euro) und wurde ausschließlich in Deutschland erzielt. Der Umsatzrückgang um 5 % ist vor allem auf witterungsbedingte Mengeneinbußen beim Fernwärme- und Gasabsatz mit Endkunden sowie auf niedrige Strom- und Abfallpreise zurückzuführen. Höhere Umsätze aus der Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das Marktprämienmodell konnten diese negativen Effekte nicht kompensieren. Mit einem Anteil von 76 % am Gesamtumsatz war das Stromgeschäft die umsatzstärkste Sparte der MVV Energie AG.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Umsatzerlöse | 2 040 990 | 2 143 649 |
| Abzüglich Strom- und Erdgassteuern | -123 444 | -127 234 |
| Umsatzerlöse nach strom- und erdgassteuern | 1 917 546 | 2 016 415 |
| Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 1 386 | 2 468 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 5 801 | 5 903 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 161 224 | 175 411 |
| Materialaufwand | 1 802 966 | 1 892 488 |
| Personalaufwand | 109 747 | 1 16 609 |
| Abschreibungen | 23 703 | 23 873 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 91 774 | 100 233 |
| Finanzergebnis | 30 835 | 28 826 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 88 602 | 95 820 |
| Steuern | 9 690 | 15 650 |
| Jahresüberschuss | 78 912 | 80 170 |
| Gewinnvortrag aus dem Vorjahr | 40 000 | 40 000 |
| Einstellung in andere Gewinnrücklagen | 39 456 | 20 854 |
| Bilanzgewinn | 79 456 | 99 316 |
Der Materialaufwand ging im Vergleich zum Vorjahr um 5 % auf 1 803 Mio Euro - und damit ähnlich der Umsatzentwicklung -zurück.
Die Personalaufwendungen lagen mit 110 Mio Euro um 7 Mio Euro unter dem Vorjahr. Der Rückgang ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass im Vorjahr Personalrückstellungen gebildet wurden. Die Mitarbeiterzahl der MVV Energie AG nahm im Jahresdurchschnitt 2013/14 gegenüber dem Vorjahr um 23 auf 1 426 Personen ab. Zum 30. September 2014 waren bei der MVV Energie AG 1 411 Personen beschäftigt, 49 weniger im Vergleich zum 30. September 2013.
Mit 24 Mio Euro haben sich die Abschreibungen gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Im Berichtsjahr und im Vorjahr wurden bei der MVV Energie AG keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Sachanlagevermögen vorgenommen.
Das Finanzergebnis lag mit 31 Mio Euro um 2 Mio Euro über dem Wert des Vorjahrs und wurde durch unterschiedliche Entwicklungen geprägt: Geringere Erträge aus Gewinnabführungsverträgen und höhere Aufwendungen aus Verlustübernahmen belasteten das Finanzergebnis. Positiv wirkten sich hingegen höhere Erträge aus Beteiligungen und aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens sowie niedrigere Zinsen und ähnliche Aufwendungen aus.
Das ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT lag mit 89 Mio Euro um 7 Mio Euro unter dem Vorjahresergebnis.
Die MVV Energie AG erwirtschaftete im Berichtsjahr nach Abzug von Steuern einen JAHRESÜBERSCHUSS von 79 Mio Euro im Vergleich zu 80 Mio Euro im Vorjahr. Durch den Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 14. März 2014 haben wir 59 Mio Euro an die Aktionäre ausgeschüttet und 40 Mio Euro des Bilanzgewinns 2012/13 auf neue Rechnung vorgetragen. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahrs wurden 39 Mio Euro (Vorjahr 21 Mio Euro) gemäß § 58 Abs. 2 AktG in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wies die MVV Energie AG einen BILANZGEWINN von 79 Mio Euro (Vorjahr 99 Mio Euro) aus.
Die Hauptversammlung findet am 13. März 2015 statt. Sie wird über den Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats entscheiden, der am 4. Dezember 2014 beschlossen wird. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2012/13 betrug 0,90 Euro je Aktie.
Die bilanzielle Darstellung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Bilanzsumme verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 182 auf 2 194 Mio Euro. Die Aktivseite wurde wesentlich durch das Finanzanlagevermögen geprägt: Zum 30. September 2014 wies es einen Wert von 1 360 Mio Euro (Vorjahr 1 377 Mio Euro) aus und entsprach damit einem Anteil von 62 % (Vorjahr 58 %) an der Bilanzsumme. Der Rückgang beruhte im Wesentlichen auf geringeren Ausleihungen an verbundene Unternehmen und geringeren Anteilen an verbundenen Unternehmen.
Das Sachanlagevermögen hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 12 auf 349 Mio Euro erhöht. Die Zunahme resultierte insbesondere aus Investitionen in Höhe von 42 Mio Euro, die über den investitionsbedingten Abschreibungen lagen.
Das Umlaufvermögen sank im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 177 auf 480 Mio Euro. Hierzu beigetragen haben vor allem niedrigere Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sowie der Abbau von flüssigen Mitteln.
Aktiva
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Anlagevermögen | ||
| Immaterielle Vermögenswerte | 3 496 | 1 012 |
| Sachanlagen | 349 418 | 337 757 |
| Finanzanlagen | 1 360 006 | 1 377 059 |
| 1 712 920 | 1 715 828 | |
| Umlaufvermögen | ||
| Vorräte | 14 589 | 9 872 |
| Forderungen und sonstige Vermögenswerte | 281 887 | 393 969 |
| Flüssige Mittel | 183 749 | 253 102 |
| 480 225 | 656 943 | |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1 106 | 3 194 |
| 2 194 251 | 2 375 965 | |
|
Passiva |
||
| Eigenkapital | ||
| Gezeichnetes Kapital | 168 721 | 168 721 |
| Kapitalrücklage | 458 946 | 458 946 |
| Gewinnrücklagen | 290 962 | 251 507 |
| Bilanzgewinn | 79 456 | 99 316 |
| 998 085 | 978 490 | |
| Empfangene Ertragszuschüsse | 38 816 | 38 232 |
| Rückstellungen | 82 897 | 83 165 |
| Verbindlichkeiten | 1 073 851 | 1 273 749 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 602 | 2 329 |
| 2 194 251 | 2 375 965 |
Das gestiegene Eigenkapital spiegelt die höheren Gewinnrücklagen sowie das erwirtschaftete Jahresergebnis abzüglich der für das Vorjahr ausgeschütteten Dividende wider. Die leicht verringerten Rückstellungen sind auf niedrigere sonstige Rückstellungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten nahmen um 200 Mio Euro auf 1,1 Mrd Euro ab. Die Ursache hierfür waren niedrigere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten -insbesondere aufgrund der Rückzahlung eines Schuldscheindarlehens. Darüber hinaus verringerten sich die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen. Die hohe Eigenkapitalquote zum Bilanzstichtag von 45 % (Vorjahr 41 %) spiegelt die solide Eigenkapitalausstattung der MVV Energie AG wider.
Die Finanzlage der MVV Energie AG wird in starkem Maße von der Finanzierungsfunktion geprägt, die sie für verbundene Unternehmen des MVV Energie Konzerns wahrnimmt. Im Rahmen dieser Funktion sichert die MVV Energie AG die operative Liquidität zahlreicher Gesellschaften und versorgt diese über Gesellschafterdarlehen mit langfristigem Kapital, das für Investitionen notwendig ist. Zu diesen Gesellschaften gehören unter anderem: MVV RHE GmbH, MVV Enamic GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Trading GmbH und Netrion GmbH. Zur Sicherung der Liquidität stehen zugesagte und freie Kreditlinien in ausreichendem Umfang zur Verfügung.
Mit dem 2012 novellierten Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) wurde der Kreis der betroffenen Unternehmen ausgeweitet und die Anforderungen an die Regelungen zur buchhalterischen Entflechtung gemäß § 6 b EnWG wurden verschärft. Vertikal integrierte Energieversorgungsunternehmen haben jeweils getrennte Konten zu führen und für jede ihrer Tätigkeiten nach § 6 b Abs. 3 EnWG einen gesonderten Tätigkeitsabschluss aufzustellen. Zu den Tätigkeiten gehören die Elektrizitätsübertragung, Elektrizitätsverteilung, Gasfernleitung, Gasverteilung, Gasspeicherung oder der Betrieb von Flüssigerdgasanlagen (LNG -liquified natural gas); darüber hinaus gehört zu den Tätigkeiten jede wirtschaftliche Nutzung eines Eigentumsrechts an Strom- und Gasnetzen, Gasspeichern oder LNG-Anlagen. Der Tätigkeitsabschluss wird mit dem geprüften Jahresabschluss beim Bundesanzeiger zur Veröffentlichung eingereicht.
Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2013/14 erfüllt die MVV Energie AG die Berichtspflicht nach § 6 b der EnWG-Novelle 2012: In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6 b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung, für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Wir erstellen zudem eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung für die Elektrizitäts- und Gasverteilung.
Der Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung wies im Berichtsjahr einen Umsatz von 1,5 Mio Euro aus und lag damit unter dem Vorjahreswert von 1,6 Mio Euro. Gemessen am Gesamtumsatz des Elektrizitätssektors von 1,5 Mrd Euro (Vorjahr 1,5 Mrd Euro) ist der Umsatz des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung von geringer Bedeutung. Die Ergebnisse des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung der MVV Energie AG wurden von den Erträgen aus der Verpachtung ihrer Stromnetze an die Netrion GmbH bestimmt. Die Netzgesellschaft verwaltet und betreibt die Verteilungsanlagen und -netze der MVV Energie AG und hält sie instand. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe bis zum 30. September 2014 an die Netrion GmbH standen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Die Elektrizitätsverteilung wies im Berichtsjahr einen Jahresfehlbetrag von - 2,1 Mio Euro (Vorjahr - 1,4 Mio Euro) auf.
Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung lag zum Bilanzstichtag 30. September 2014 bei 115 Mio Euro (Vorjahr 125 Mio Euro); sie machte 25 % (Vorjahr 30 %) der Bilanzsumme des Elektrizitätssektors der MVV Energie AG aus. Das Sachanlagevermögen der Elektrizitätsverteilung erhöhte sich im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 5 auf 106 Mio Euro. Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten der Elektrizitätsverteilung um 13 auf 47 Mio Euro. Sie entsprachen damit einem Anteil von rund 41 % an der Bilanzsumme der Elektrizitätsverteilung.
Auch der Tätigkeitsbereich Gasverteilung ist mit einem gegenüber dem Vorjahr nahezu unveränderten Umsatz von rund 1 Mio Euro gemessen am Gesamtumsatz des Gassektors von 251 Mio Euro (Vorjahr 293 Mio Euro) von geringer Bedeutung. Die Ergebnisse des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung der MVV Energie AG wurden -wie beim Elektrizitätssektor -von den Erträgen aus der Verpachtung ihrer Netze bis 30. September 2014 an die Netrion GmbH bestimmt. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe bis 30. September 2014 an die Netrion GmbH standen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Der Tätigkeitsbereich Gasverteilung erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 5,0 Mio Euro (Vorjahr 5,8 Mio Euro). Der Rückgang ist im Wesentlichen auf höhere Aufwendungen aus Verlustübernahmen zurückzuführen.
Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung lag zum Bilanzstichtag 30. September 2014 bei 89 Mio Euro (Vorjahr 106 Mio Euro); das entspricht einem Anteil von 62 % (Vorjahr 59 %) an der Bilanzsumme des Gassektors der MVV Energie AG. Das Sachanlagevermögen der Gasverteilung nahm im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 5 auf 83 Mio Euro zu und machte 93 % (Vorjahr 73 %) der Bilanzsumme aus. Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten der Gasverteilung von 43 auf 21 Mio Euro.
Börsennotierte Unternehmen sind gemäß § 289 a HGB verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben: In dieser Erklärung berichten sie über die letzte Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und über Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden. Zudem berichten sie über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Zusammensetzung und Arbeitsweise von deren Ausschüssen.
Die Erklärung zur Unternehmensführung mit Entsprechenserklärung wurde am 5. November 2014 im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht; zusätzlich veröffentlichen wir sie in diesem Geschäftsbericht auf den ► Seiten 33 bis 37.
Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2013/14 gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und erklärt: "MVV Energie AG hat bei den Rechtsgeschäften, die im Bericht über die Beziehungen zur Stadt Mannheim und zu den verbundenen Unternehmen aufgeführt sind, nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten".
Nachhaltigkeit ist zum Schlüsselthema des 21. Jahrhunderts und zur zentralen Aufgabe der Menschheit geworden: Unser Verhalten und Wirtschaften muss darauf ausgerichtet sein, dass auch nachfolgende Generationen ihre Bedürfnisse aus den ihnen zur Verfügung stehenden Ressourcen befriedigen können. Neben den rein finanziellen Kennzahlen werden Unternehmen daher zunehmend daran gemessen, in welchem Maße es ihnen gelingt, in ihrer Unternehmenstätigkeit die Belange der Gesellschaft insgesamt zu berücksichtigen.
Unserer Ansicht nach wird der Wandel hin zu einem nachhaltigen Wirtschaften die Wettbewerbslandschaft in der Energiebranche grundlegend verändern. Die zu erwartenden Spannungsfelder zwischen ökonomischen, ökologischen und gesellschaftlichen Belangen erfordern von Unternehmen eine aktive Steuerung und eine langfristig ausgerichtete strategische Umsetzung.
In diesem Kapitel erläutern wir zum einen, wie wir die Auswirkungen auf unser Unternehmen frühzeitig erkennen und bewerten; zum anderen stellen wir dar, auf welche Weise wir mit den wirtschaftlichen, ökologischen und sozialen beziehungsweise gesellschaftlichen Herausforderungen umgehen, die für unser Geschäft wesentlich sind. Wir zeigen, welche Leistungen der MVV Energie Konzern bereits für den Klima- und Umweltschutz, seine Mitarbeiter und die Gesellschaft erbringt.
Wir berichten damit über die finanziellen und nichtfinanziellen Leistungsindikatoren mit Nachhaltigkeitsbezug, die nach § 289 Abs. 3 HGB in die Berichterstattung einfließen sollen. In unserer Darstellung stellen wir die Auswirkungen unserer Geschäftstätigkeit in den Fokus, die relevant für die nachhaltige Entwicklung unseres Unternehmens sind.
Bereits seit dem Jahr 2009 ist Nachhaltigkeit -neben Regionalität und Effizienz -ein zentrales Element unserer Unternehmensstrategie MVV 2020. Wir sind überzeugt, dass die Ausrichtung unserer Tätigkeit an Nachhaltigkeitsgesichtspunkten ein entscheidender Faktor für unsere Innovationskraft und unseren langfristigen wirtschaftlichen Erfolg ist.
Unsere nachhaltige, strategische Ausrichtung hat zum Ziel,
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die Balance zwischen profitablem Wachstum und gesellschaftlicher Verantwortung zu wahren, |
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unser Geschäftsmodell konsequent weiter zu entwickeln und damit den langfristigen wirtschaftlichen Erfolg zu sichern, |
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sich über die ökologischen und sozialen Auswirkungen der eigenen Geschäftstätigkeit bewusst zu sein und die Inanspruchnahme der Natur zu reduzieren, |
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zukunftsfähige Arbeits- und Ausbildungsplätze für unsere Mitarbeiter zu schaffen und zu erhalten und |
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zum ökologischen Umbau der Energiewirtschaft sowie zum Klima- und Umweltschutz einen messbaren Beitrag zu leisten. |
Wir nehmen die Interessen unserer Stakeholder ernst und lassen sie in unsere Entscheidungen einfließen. Ob Mitarbeiter, Kunden, Aktionäre, Politiker, Analysten, Nichtregierungsorganisationen (NGO), Verbände sowie Umweltschutzorganisationen -wir sind grundsätzlich offen und ansprechbar für alle Interessengruppen, dazu nutzen wir auch die sozialen Netzwerke. Ein wichtiges Medium für unsere Außenkommunikation ist unsere Homepage: Auf unseren Internetseiten stellen wir umfangreiche Informationen zur Verfügung; zu allen Themenbereichen nennen wir persönliche Ansprechpartner in unserer Unternehmensgruppe. Zudem sind wir bei wichtigen Veranstaltungen, Messen und Kapitalmarktforen präsent. Dem Dialog von Führungskräften und Mitarbeitern mit unseren Stakeholdern messen wir großen Wert bei.
Im Rahmen von Workshops, Befragungen und Expertengesprächen mit Vertretern unserer Interessengruppen erhalten wir wichtige Impulse und Handlungsanstöße zu Zukunftsthemen und den Belangen unseres direkten Umfelds. Sie fließen in unseren Materialitätsprozess ein, mit dem wir die Wesentlichkeit von Nachhaltigkeitsaspekten analysieren. Dabei nutzen wir die globalen Herausforderungen als Ausgangspunkt.
Wir verfolgen Diskussionen in der Öffentlichkeit zu Nachhaltigkeitsthemen und beobachten Veränderungen in den Anforderungen unserer Interessengruppen. Hinzu kommt der interne Austausch mit Kollegen aus den Fachabteilungen und den Gesellschaften von MVV Energie. Die Bewertungsergebnisse werden jährlich überprüft; nachfolgend ist der aktuelle Stand in Form der Materialitätsmatrix abgebildet. Insgesamt ermitteln wir so, ob sich die Relevanz der Herausforderungen für eine nachhaltige Entwicklung verändert -sowohl aus Sicht der Stakeholder als auch aus Sicht von MVV Energie.

MVV Energie priorisiert interne Nachhaltigkeitsprojekte und -maßnahmen anhand der Ergebnisse des Materialitätsprozesses: Wir bewerten einen Nachhaltigkeitsaspekt als wesentlich, wenn sowohl die Relevanz für die Stakeholder hoch ist, als auch die Erwartung, welche die Stakeholder hinsichtlich des Aspekts an MVV Energie haben.
Zu unserem wichtigsten Thema Energie gehören: der Ausbau der erneuerbaren Energien, die Steigerung der Energieeffizienz bei Kraftwerken und Netzen, Energieeinsparungen bei den Verbrauchern und die Versorgungssicherheit. Eine verlässliche und stabile Energieversorgung -auch während des Umbaus des Energiesystems -ist eine bedeutende Grundlage für den Industriestandort Deutschland.
Der KLIMAWANDEL zählt zu den globalen Herausforderungen unserer Zeit. Als Energieerzeugungsunternehmen gehören wir zu den Emittenten von Treibhausgasen. Unsere Stakeholder erwarten, dass wir einen Beitrag zur Verringerung der CO2 -Emissionen und somit zum Klimaschutz leisten.
Das Handlungsfeld Ressourcennutzung wird in unserem Konzern vom Brennstoffeinsatz dominiert, dazu gehören auch die thermisch verwerteten Abfälle in unseren Kraftwerken. Verglichen mit dem Brennstoffeinsatz sind die weiteren Aspekte der Ressourcennutzung in unserem Konzern -zum Beispiel in unseren Liegenschaften oder durch unseren Fuhrpark -weniger relevant. Daher richten wir unser Augenmerk in diesem Kapitel auf die ressourcenbezogenen Indikatoren unserer Strom- und Wärmeerzeugung. Der Anteil der unternehmenseigenen Abfälle ist im Vergleich zu dem Volumen, das wir im Rahmen der thermischen Abfallverwertung entsorgen, eine zu vernachlässigende Größe.
Die Herausforderungen, die aus dem DEMOGRAFISCHEN WANDEL erwachsen -wie eine immer älter werdende Bevölkerung und in der Folge auch eine alternde Belegschaft -, müssen im Rahmen einer vorausschauenden Personalpolitik bewältigt werden. In ihrem Fokus stehen auch die Themenfelder Gesundheit und Gesundheitsvorsorge: Wir unterstützen unsere Mitarbeiter dabei, bis ins hohe Alter fit und aktiv zu bleiben.
Wir nehmen uns den als wesentlich bewerteten Nachhaltigkeitsaspekten an und berücksichtigen sie in unseren Handlungsfeldern; für jedes haben wir intern ein Ziel definiert, das durch konkrete Projekte und Maßnahmen unterstützt wird. Da nicht alle Handlungsfelder für Nachhaltigkeit die gleiche Relevanz für jedes unserer Geschäftsfelder haben, erfolgt die Konkretisierung und Operationalisierung dezentral.
Wir entwickeln unseren Managementansatz "Nachhaltigkeit" ständig weiter. Die Umsetzung erfolgt im Rahmen einer Programmstruktur, in der sowohl konzernweite als auch standortspezifische Projekte vorangetrieben werden. Unser Nachhaltigkeitsprogramm wird zentral aus dem Strategiebereich koordiniert. Die strategische Steuerung der konzernweiten Nachhaltigkeitsaktivitäten erfolgt durch die Vorstände der MVV Energie AG, der Stadtwerke Kiel AG und der Energieversorgung Offenbach AG.
MVV Energie beteiligt sich in zahlreichen Gremien, Verbänden und Forschungsinstituten am Diskurs zu ökonomischen, ökologischen und sozialen Themen. Wir bringen uns aktiv zum Thema Nachhaltigkeit und erneuerbare Energieversorgung ein; dabei stützen wir uns auf unser Know-how, um an einem zukunftsfähigen Marktdesign mitzuwirken und dem Umbau des Energiesystems in Deutschland zum Erfolg zu verhelfen. Gesellschaften unserer Unternehmensgruppe unterstützen an ihren Standorten und in ihren Regionen Klimaschutzprogramme und Energiekonzepte. Hierzu gehört beispielsweise das Engagement für die Wirtschaftsinitiative Nachhaltigkeit Baden-Württemberg (WIN); als eines der ersten Unternehmen haben wir im Berichtsjahr die sogenannte "WIN-Charta" unterzeichnet. Wir engagieren uns auch im Verband Region Rhein-Neckar (VRRN) und sind an dem umfassenden Energiekonzept für die Metropolregion Rhein-Neckar beteiligt.
Mit Blick auf unsere Lieferanten sind wir uns ebenfalls unserer ökologischen, sozialen und gesellschaftlichen Verantwortung bewusst: Nachhaltigkeit ist ein wichtiges Kriterium bei der Auswahl von Lieferanten und Produkten und Bestandteil unserer Einkaufsbedingungen. Unser Zentraleinkauf, der für unsere wesentlichen Beteiligungen in Deutschland zuständig ist, achtet darauf, dass Lieferanten und Dienstleister
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die in Deutschland und der EU geltenden Gesetze, Verordnungen und Compliance-Vorschriften |
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sowie die Verhaltenskriterien und Arbeitspraktiken, die für uns von Bedeutung sind, einhalten. |
Im Rahmen unseres elektronischen Lieferantenmanagementsystems, das für alle Produkte außer Commodities Anwendung findet, müssen alle neuen Lieferanten Angaben zu Umweltschutzaspekten und ihrer gesellschaftlichen und sozialen Verantwortung machen. Wir bevorzugen beim Auswahlprozess regionale Anbieter, sofern das Preis-Leistungs-Verhältnis stimmt. Teil der Vertragsbedingungen bei allen Lieferanten ist die Einhaltung der grundlegenden Arbeitnehmer- und Menschenrechte, zum Beispiel der internationalen Konventionen der Vereinten Nationen (UN), der Internationalen Arbeitsorganisation (ILO), der Organisation für wirtschaftliche Zusammenarbeit und Entwicklung (OECD) sowie der UN Global Compact.
Bei unternehmensinternen Projekten folgen wir bei der Auswahl von Verbrauchsgütern verstärkt dem Nachhaltigkeitsgedanken, beispielsweise, indem wir bei bestimmten Warengruppen sogenannte grüne Produkte bevorzugen. Wir führen derzeit keine eigenen Prüfungen in den Produktionsstandorten unserer Lieferanten durch. Zu weiteren Einzelheiten verweisen wir auf die Erklärung zur Unternehmensführung im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 33.
Wir verbessern sukzessive die unternehmensinterne Transparenz über die Brennstofflieferketten -insbesondere der Kohlebeschaffung - und entwickeln interne Mindest- beziehungsweise Ausschlusskriterien für die eigene Beschaffung kontinuierlich weiter. Aufgrund unserer Marktposition und Beschaffungsvolumina für Kohle haben wir keine direkten Vertragsbeziehungen mit Kohleminen und damit Einflußnahmemöglichkeiten auf die Akteure entlang der Lieferkette. Gleichwohl stehen wir mit Vertretern der Branche und Stakeholdern zu ökologischen und sozialen Nachhaltigkeitsthemen im Austausch; die uns vorliegenden Informationen analysieren und bewerten wir fortlaufend und beziehen sie in unsere Entscheidungen ein.
Gemäß unserer Beteiligungsquoten an Kohlekraftwerken wurden im Geschäftsjahr 2013/14 rechnerisch 1,2 Mio Tonnen Steinkohle als Brennstoff eingesetzt. Nur ein geringer Teil dieser Kohlemengen wurde von MVV Energie selbst physisch beschafft; diese Mengen stammen in erster Linie aus Deutschland und Kolumbien.
Die wirtschaftlichen Kennzahlen des Geschäftsjahrs 2013/14 belegen: Unser Konzern hat eine ausreichend solide finanzielle Basis und genug Ertragskraft, um auch in Zukunft zu den führenden Energieversorgungsunternehmen in Deutschland zu gehören. Mit rund 5 400 Mitarbeitern haben wir einen Umsatz von 3,8 Mrd Euro erzielt und ein Adjusted EBIT von 173 Mio Euro erwirtschaftet. Gleichzeitig konnten wir unser Investitionsprogramm weiterhin mit hohem Tempo umsetzen: Im Geschäftsjahr 2013/14 investierten wir insgesamt 321 Mio Euro. Bezogen auf die bereinigte Bilanzsumme von 4,0 Mrd Euro betrug die Eigenkapitalquote 35,1 %. Die wichtigsten Kennzahlen des MVV Energie Konzerns stellen wir im ► Umschlag dieses Geschäftsberichts dar.
Im Berichtsjahr gab es hinsichtlich der Größe, der Struktur und der Eigentümerverhältnisse des MVV Energie Konzerns keine wesentlichen Änderungen; daher entspricht die Betrachtungsweise der des Vorjahrs.
Mit unserer Ertrags- und Finanzstärke und unserer auf nachhaltiges profitables Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie können wir unserer gesellschaftlichen und ökologischen Verantwortung gerecht werden.
Vor allem an den Standorten in Mannheim, Kiel, Offenbach, Ingolstadt und Köthen -aber auch in der Tschechischen Republik -haben die Gesellschaften unserer Unternehmensgruppe eine große wirtschaftliche und gesellschaftliche Bedeutung für die jeweilige Region: Sei es als Auftraggeber für Industrie, Handwerk und Dienstleister, als Arbeitgeber, als Partner der Kommunen, als Steuer- und Abgabenzahler oder als Förderer von kulturellen, sozialen, sportlichen und ökologischen Projekten. Im Kapitel ► Unser gesellschaftliches Engagement auf Seite 93 stellen wir eine Auswahl der Projekte dar, die wir unterstützen. Spenden und Zahlungen an politische Organisationen sind im MVV Energie Konzern untersagt.
Die nachstehende Wertschöpfungsrechnung zeigt den Beitrag, den der MVV Energie Konzern zur volkswirtschaftlichen Gesamtrechnung erbringt, also für die Gesellschaft. Darüber hinaus stellen wir dar, wem der erwirtschaftete Mehrwert zufließt. Um die Wertschöpfung zu berechnen, ziehen wir von der Unternehmensleistung zum einen die Vorleistungen -wie Materialaufwand, sonstige Aufwendungen und sonstige Steuern - und zum anderen die Abschreibungen ab.
Die bereinigte Wertschöpfung des MVV Energie Konzerns stieg von 825 Mio Euro im Vorjahr auf 850 Mio Euro im Geschäftsjahr 2013/14. Der Anstieg um 3 % ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Vorleistungen stärker abgenommen haben als die Unternehmensleistung; die Unternehmensleistung resultiert vor allem aus den Umsatzerlösen.
Von der Wertschöpfung haben wir im Berichtsjahr 39 % (Vorjahr 41 %) für unsere Mitarbeiter aufgewendet. Ein Anteil von 35 % (Vorjahr 39 %) ging an Gebietskörperschaften: Von den insgesamt 297 Mio Euro (Vorjahr 321 Mio Euro) handelte es sich bei 207 Mio Euro (Vorjahr 229 Mio Euro) um Steuerzahlungen an den Staat; dies entspricht einem Anteil von 24 % (Vorjahr 28 %) an der Wertschöpfung. Die restlichen 90 Mio Euro (Vorjahr 92 Mio Euro) kamen den Kommunen in Form von Steuern und Konzessionsabgaben zugute. Der Anteil, der an Kreditgeber ging, veränderte sich mit 8 % im Vergleich zum Vorjahr nicht. An unsere Aktionäre floss ein Anteil von 7 % (Vorjahr 7 %). Der restliche Anteil von 11 % (Vorjahr 5 %) verblieb im MVV Energie Konzern, um das weitere Unternehmenswachstum zu finanzieren.
| in Mio Euro | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Unternehmensleistung1 | 4 209 | 4 398 | - 4 |
| Vorleistungen2 | - 3 195 | - 3 405 | - 6 |
| Abschreibungen | - 165 | - 168 | - 2 |
| Wertschöpfung1 | 850 | 825 | + 3 |
| an Beschäftigte3 | 334 | 335 | 0 |
| an Aktionäre4 | 59 | 59 | 0 |
| an Kreditgeber | 64 | 64 | 0 |
| an Gebietskörperschaften | 297 | 321 | - 8 |
| an den MVV Energie Konzern1 | 96 | 46 | > + 100 |
1
Korrektur im Vorjahr
2
Materialaufwand, sonstige Aufwendungen,
sonstige Steuern
3
Vorjahreswert angepasst
4
Im Geschäftsjahr gezahlte Dividende
Die Gesellschaft erwartet gerade von Energieversorgern Lösungen zum Umweltschutz. Für die Verantwortung, die der MVV Energie Konzern für die Umwelt trägt, stehen wir ein. Wir wollen dazu beitragen, CO2 -Emissionen zu verringern und unsere Kunden mit effizient und umweltfreundlich erzeugter Energie versorgen. Zudem ist es unsere Aufgabe, natürliche Ressourcen zu schonen. Zu unserer ökologischen Verantwortung gehört darüber hinaus die Versorgung unserer Kunden mit sauberem Trinkwasser. Indem wir unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Strategie konsequent umsetzen, beschreiten wir einen guten Weg: Wir gestalten Energieversorgung ökologischer und effizienter.
Die Bundesregierung will Deutschland zu einer der energieeffizientesten und umweltschonendsten Volkswirtschaften der Welt machen und hat sich ambitionierte Klimaschutzziele gesetzt: Bis zum Jahr 2025 sollen erneuerbare Energien einen Anteil von 40 bis 45 % an der Stromversorgung in Deutschland einnehmen; bis 2035 soll der Strom zu 55 bis 60 % und bis 2050 zu 80 % aus erneuerbaren Energiequellen erzeugt werden. Gleichzeitig soll die Energieversorgung sicher und für die Verbraucher bezahlbar bleiben.
Die EU hat sich Anfang des Jahres 2014 auf ein Klimapaket verständigt, das eine Reduktion der CO2 -Emissionen vorsieht: Bis zum Jahr 2030 sollen sie um 40 % unter dem Wert von 1990 liegen. Bereits im Jahr 2010 hatte sich die Bundesregierung das ehrgeizige Ziel gesetzt, dass die CO2 -Emissionen in Deutschland gegenüber dem Jahr 1990 bis 2020 um 40 % und bis 2050 um 80 bis 95 % verringert werden.
Um diese Klimaschutzziele erreichen zu können, ist es notwendig, dass Energie- und Klimaschutz eine dauerhaft hohe Priorität auf der politischen Agenda einnehmen und dass Energiewirtschaft, Industrie und Gewerbe sowie private Verbraucher ihr Verhalten stärker am Klimaschutz ausrichten.
Gemeinsam mit unseren Tochtergesellschaften und Beteiligungen wollen wir unseren Beitrag zum Umbau des Energiesystems und zum Klimaschutz leisten und den CO2 -Ausstoß langfristig verringern. Deshalb haben wir uns konkrete Ziele gesetzt und diese mit Maßnahmen hinterlegt:
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Der MVV Energie Konzern investiert im Zeitraum von 2010 bis 2020 rund 1,5 Mrd Euro in den Ausbau der erneuerbaren Energien, der umweltfreundlichen Fernwärme und Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), die Stärkung der Energieeffizienz sowie in die thermische und energetische Nutzung von Abfällen. |
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Wir werden den Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und KWK an der gesamten Stromerzeugung des MVV Energie Konzerns kontinuierlich steigern. |
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Die MVV Energie AG wird ihr Fernwärmenetz weiter verdichten und ausbauen; so soll der Anteil der Haushalte in Mannheim, die sie mit umweltfreundlicher Fernwärme versorgt, von 59 % in 2010 auf 70 % bis zum Jahr 2020 erhöht werden. |
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Die Energieversorgung Offenbach AG will bis 2015 eine Erzeugungskapazität von 120 MW aus Windkraftanlagen an Land errichten. |
| ― |
Die Stadtwerke Kiel AG will in der Landeshauptstadt Kiel bis 2030 einen Anteil von mindestens 50 % am Wärmemarkt mit Fern- und Nahwärme erreichen. Heute deckt sie rund 35 bis 40 % des Raumwärmebedarfs mit in KWK erzeugter Fernwärme ab. Zentrale Grundlage für dieses Wärmekonzept ist die Wärme- und Stromerzeugung im Gemeinschaftskraftwerk Kiel, das in den nächsten Jahren das Ende seiner technischen Nutzungsdauer erreichen wird. Als Nachfolgelösung ist der Bau eines Gasheizkraftwerks geplant. |
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Die Stadtwerke Ingolstadt wollen ihr Fernwärmenetz kontinuierlich ausbauen: Bis 2030 sollen mindestens 50 % des Wärmebedarfs von Ingolstadt durch Fernwärme aus KWK oder industrieller Abwärme gedeckt werden. |
Inwiefern diese Ziele erreicht werden, ist in hohem Maße abhängig von energiepolitischen Entscheidungen und Regulierungen -denn diese könnten dazu führen, dass wir einen Teil der Ziele vor allem aus wirtschaftlichen Gründen anpassen müssen.
Unser tschechischer Teilkonzern MVV Energie CZ hat sein Ziel, bis 2022 rund 45 % der Wärmeproduktion aus KWK und erneuerbaren Energien wie Biomasse, Geothermie und biogenem Anteil der thermischen Abfallverwertung, bereits heute erfüllt.
Zur Steuerung von Nachhaltigkeit arbeiten wir an langfristigen strategischen Nachhaltigkeitszielen für den MVV Energie Konzern. Für uns ist der Blick auf das gesamte Energiesystem entscheidend: Auskunft über den relevanten Beitrag zum Klimaschutz gibt nicht die isolierte Veränderung der absoluten Treibhausgas-Emissionen unserer Unternehmensgruppe, sondern die tatsächliche Veränderung an Emissionen im Gesamtsystem. Für uns ist es daher von geringer Bedeutung, ob die jeweiligen CO2 -Emissionen bilanziell bei MVV Energie, bei Kunden oder bei Wettbewerbern anfallen. Vor diesem Hintergrund haben unsere strategischen Maßnahmen im Geschäftsjahr 2013/14 zu Nettoentlastungen von rund 243 000 Tonnen CO2äq im Energiesystem geführt.
Bei der Weiterentwicklung unserer Nachhaltigkeitsziele ist uns besonders wichtig, dass ökologische Ziele weitestgehend unabhängig von externen Faktoren -wie Preisen oder Erzeugungsmargen (Spreads) -sind. Vielmehr wollen wir abbilden, welchen tatsächlichen Einfluss unsere strategischen Maßnahmen und Aktivitäten aus dem Bereich Nachhaltigkeit haben und wie groß der tatsächliche Beitrag von MVV Energie ist.
Wenn es um ökologische Verantwortung geht, werden insbesondere Energieversorgungsunternehmen mit eigener Strom- und Wärmeerzeugung daran gemessen, wie viel sie zur Verringerung der CO2 -Emissionen beitragen und damit zum Klimaschutz. Wir leisten unseren Beitrag zur CO2 -Reduktion in allen Geschäftsfeldern: in der Erzeugung vor allem durch den Ausbau der erneuerbaren Energien oder der hocheffizienten Kraft-Wärme-Kopplung -aber auch in unseren anderen Geschäftsfeldern, wie beispielsweise im Vertrieb oder mit unseren Energiedienstleistungen. Mit innovativen Lösungen und Services unterstützen sie Kunden dabei, CO2 -Emissionen zu reduzieren.
Wir erläutern die wesentlichen Aspekte unseres Beitrags zum Klima- und Umweltschutz anhand von Kraftwerks-, Erzeugungs- und Emissionsdaten, die wir zum 30. September 2014 konzernweit erhoben haben. Auch in den kommenden Geschäftsjahren wollen wir die Datenbasis und -qualität standortübergreifend weiter vereinheitlichen und verbessern sowie ausweiten. Hierbei wollen wir uns mittel- bis langfristig an den Leitlinien der Global Reporting Initiative (GRI) orientieren.
Die STROMERZEUGUNGSMENGE DES MVV ENERGIE KONZERNS stieg im Geschäftsjahresvergleich von 3 897 Mio kWh auf 4 021 Mio kWh -ein Plus um 3 %. Hiervon entfielen 3 850 Mio kWh auf Deutschland (Vorjahr 3 716 Mio kWh) und 171 Mio kWh (Vorjahr 181 Mio kWh) auf unseren tschechischen Teilkonzern. Dieser trug mit einem Anteil von 4,3 % (Vorjahr 4,6 %) zur gesamten Stromerzeugung des MVV Energie Konzerns bei. Hauptgrund für den Anstieg der Stromerzeugungsmenge war der Ausbau der erneuerbaren Energien.
In den nachfolgenden Tabellen und Grafiken sowie den erläuternden Texten haben wir die Stromerzeugungsdaten aus unserem Teilkonzern Tschechien nicht berücksichtigt, um den Vergleich mit der Stromerzeugung im bundesdeutschen Durchschnitt zu erleichtern.
| in Mio kWh | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Strom aus erneuerbaren Energien, einschließlich Biomasse-KWK und biogenem Anteil Abfall | 872 | 750 | + 16 |
| Strom aus Kraft-Wärme-Kopplung | 1 070 | 1 199 | - 4 |
| Sonstige Stromerzeugung | 1 908 | 1 767 | + 8 |
| Gesamt | 3 850 | 3 716 | + 4 |
Unsere STROMERZEUGUNGSMENGEN AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN (einschließlich dem biogenen Anteil von Abfall und Ersatzbrennstoffen) nahmen im Vergleich zum Vorjahr von 750 Mio kWh um 16 % auf 872 Mio kWh zu. Der Zuwachs ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass wir unser Windenergieportfolio weiter ausgebaut und dadurch ein Plus von 45 % bei der Stromeinspeisung unserer Windkraftanlagen erreicht haben; ihre Leistung stieg von 201 Mio kWh im Vorjahr auf 292 Mio kWh im Berichtsjahr. Neben den sieben Windparks, die wir zum 1. Januar 2013 von der Iberdrola Deutschland GmbH übernommen hatten, trugen insbesondere die neuen Windkraftanlagen unserer Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG (EVO) zum Anstieg bei: Drei Windkraftanlagen am Standort Dirlammen haben im Geschäftsjahr 2013/14 zum ersten Mal ganzjährig Strom erzeugt, und im 2. Quartal 2013/14 sind zehn Windkraftanlagen auf dem Hungerberg ans Netz gegangen. Unsere Biomasseanlagen erzeugten im Berichtsjahr 6 % mehr Strom als im Jahr zuvor - Ausfälle durch Revisionen und Reparaturen hatten im Geschäftsjahr 2012/13 die Stromerzeugung bei unseren Biomassekraftwerken in Mannheim und Königs Wusterhausen beeinträchtigt. Die Stromerzeugungsmengen aus der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen stiegen um 5 % -auch hier war die Ursache für den Anstieg ein Ausfall im Vorjahr: Unsere Abfallverwertungsanlage in Leuna verzeichnete einen Turbinenschaden.
| in Mio kWh | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Biomasseanlagen | 321 | 300 | + 7 |
| Biogasanlagen | 16 | 17 | - 6 |
| Zwischensumme Biomasse | 337 | 317 | + 6 |
| Biogener Anteil Abfall/ EBS | 238 | 227 | + 5 |
| Windkraft | 292 | 201 | + 45 |
| Wasserkraft | 4 | 4 | 0 |
| Photovoltaik | 1 | 1 | 0 |
| Gesamt | 872 | 750 | + 16 |

Der Anteil der Stromerzeugung aus Biomasse in unseren Biomassekraftwerken, Biomasseheizkraftwerken und Biogasanlagen ging im Vergleich zum Vorjahr auf 39 % (Vorjahr 42 %) zurück. Dagegen erhöhte sich der Anteil der Stromerzeugung aus Windkraftanlagen im Berichtsjahr auf 33 % (Vorjahr 27 %). Auf den biogenen Anteil aus der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen entfielen 27 % (Vorjahr 30 %) unserer Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien. Aufgrund der geringen Volumina ist die Stromerzeugung aus Photovoltaik und Wasserkraft im MVV Energie Konzern von untergeordneter Bedeutung.
Im Vergleich zum Vorjahr nahm die STROMERZEUGUNGSMENGE AUS KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK) von 1 199 Mio kWh um 4 % auf 1 070 Mio kWh ab. Der Rückgang ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der Wärmeabsatz aufgrund der milden Witterung in der Berichtsperiode unter dem Vorjahr lag; aufgrund dessen reduzierte sich auch die damit gekoppelte Stromerzeugungsmenge aus KWK. Der KWK-Anteil an der gesamten Stromerzeugung verringerte sich auf 28 % (Vorjahr 32 %).
Insgesamt erreichte der Anteil der Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und aus KWK im Berichtsjahr 51 % (Vorjahr 52 %) an der Stromerzeugung unseres Konzerns. Damit haben wir erneut mehr als die Hälfte unserer Stromerzeugungsmenge umweltschonend und effizient produziert. Demgegenüber lag der vorläufige Bundesdurchschnitt bei der Bruttostromerzeugung aus erneuerbaren Energien und KWK im Kalenderjahr 2013 bei 41 % nach 39 % im Kalenderjahr 2012; einen Überblick bieten die Grafiken auf ► Seite 81.
Der Anteil der SONSTIGEN STROMERZEUGUNG an der gesamten Stromerzeugung stieg im Vergleich zum Vorjahr von 48 % auf 49 %. Die sonstige Stromerzeugung enthält insbesondere die in Kondensationsturbinen im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) auf Steinkohlebasis erzeugten Strommengen, die wir gemäß unseren Anteilen an diesen Kraftwerken berücksichtigen -im GKM beträgt dieser 28 % und im GKK 50 %.
Im Geschäftsjahresvergleich stieg die STROMERZEUGUNGSKAPAZITÄT (installierte Leistung) unserer Anlagen aus erneuerbaren Energien und Abfall/Ersatzbrennstoffen von 314 auf 344 MW. Vor allem der Ausbau unseres Windenergieportfolios führte zu diesem Anstieg von 9 %.
| in MWel | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Biomasseanlagen | 48 | 48 | 0 |
| Biogasanlagen | 3 | 3 | 0 |
| Zwischensumme Biomasse | 51 | 51 | 0 |
| Biogener Anteil Abfall /EBS | 117 | 117 | 0 |
| Windkraft | 174 | 144 | + 21 |
| Wasserkraft | 2 | 2 | 0 |
| Photovoltaik | 1 | 1 | 0 |
| Gesamt | 344 | 315 | + 9 |
Inzwischen stammt bereits die Hälfte der Stromerzeugung unserer Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG (EVO) aus erneuerbaren Energien. Die EVO setzt dabei vor allem auf Windkraft: Im Februar 2014 ging ihr vierter Windpark ans Netz, der auf dem Hungerberg in der Nähe des rheinland-pfälzischen Kirchheimbolanden liegt; damit verfügte unsere Unternehmensgruppe zum 30. September 2014 bei Windkraftanlagen an Land über eine installierte Gesamtleistung von 174 MW. Die auf diese Kapazität bezogene Jahresproduktionsmenge beträgt rund 378 Mio kWh -das entspricht dem Strombedarf von rund 106 000 Drei-Personen-Haushalten. Im Vergleich zur Stromerzeugung mit konventionellen Energieträgern kann so der Ausstoß von rund 284 000 Tonnen CO2 vermieden werden: Laut Studien des Umweltbundesamts liegt die spezifische Einsparung von Wind onshore bei rund 780 g CO2 pro kWh (Quelle: Umweltbundesamt: Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger -Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2012, Stand: Dezember 2013).
In Deutschland betrieben wir zum 30. September 2014 insgesamt 86 Windkraftanlagen an zwölf Standorten. Ende September haben wir nach Zustimmung durch den Aufsichtsrat bekannt gegeben, dass wir zum 1. Oktober 2014 das Unternehmen der in Insolvenz befindlichen Windwärts Energie GmbH übernehmen. Windwärts entwickelt, erwirbt, baut und betreibt Windenergieprojekte. Durch diese Übernahme bauen wir nicht nur das Windgeschäft und damit den Anteil erneuerbarer Energien an unserem Erzeugungsportfolio aus, sondern stärken auch unsere eigene Projektentwicklung im Bereich der erneuerbaren Energien. Auch in Zukunft werden wir uns beim Ausbau der erneuerbaren Energien insbesondere auf Windkraftanlagen an Land konzentrieren.



Auch in Zukunft werden wir uns beim Ausbau der erneuerbaren Energien insbesondere auf Windkraftanlagen an Land konzentrieren.
Nicht wiederverwertbare Abfallbestandteile können als Brennstoffe genutzt werden. Dies ist ein wichtiger Eckpfeiler einer modernen, ressourcenschonenden Kreislaufwirtschaft. Mit der Tochtergesellschaft MVV Umwelt GmbH gehört der MVV Energie Konzern in Deutschland zu den Marktführern in der thermischen Verwertung von Abfällen und Biomasse. MVV Umwelt hat seit dem Start ihres ersten Kraftwerks im Jahr 1965 insgesamt 20 Mio Tonnen Abfälle und Altholz zur Erzeugung nutzbarer Energie verwertet.
| 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr | |
| Biomasse in 1 000 t | 541 | 521 | + 4 |
| Biogener Anteil Abfall/ EBS in 1 000 t | 1 555 | 1 565 | - 1 |
| Erdgas in Mio kWh | 1 638 | 1 897 | - 14 |
| Heizöl extra leicht (HEL)1 in Mio kWh | 18 | 27 | - 33 |
| Steinkohle1 in 1 000 t | 1 220 | 1 303 | - 6 |
Durch die thermische Verwertung von Abfällen zur Energieerzeugung werden fossile Energieressourcen geschont. Da Abfall zu rund 50 % aus biogenen Stoffen besteht, zählt der Großteil der Energie aus Abfall zu den erneuerbaren Energien. Biogene Stoffe verbrennen weitgehend CO2 -neutral, denn beim Verbrennungsprozess wird gerade so viel Kohlendioxid freigesetzt, wie der organische Anteil des Abfalls während des Wachstums aufgenommen hat. Weitere Informationen zu Wärme und Strom aus Abfall finden Sie im ► Magazinteil ab Seite 15.
Konzernweit betreiben wir in Deutschland drei Abfallverwertungsanlagen: In Mannheim, Offenbach und Leuna verwerten wir pro Jahr rund 1,3 Mio Tonnen Abfälle von Kommunen und Industrie und erzeugen daraus rund 600 Mio kWh Strom. Insgesamt verwerten wir den Restabfall von 22 kommunalen Gebietskörperschaften, in deren Einzugsgebieten rund 5,4 Millionen Einwohner leben. Alleine in unserer größten Anlage in Mannheim können wir jährlich bis zu 700 000 Tonnen Abfälle thermisch verwerten.
Unser Know-how in der thermischen Verwertung von Abfällen kommt zukünftig auch in Großbritannien zum Einsatz: In Plymouth bauen wir derzeit ein abfallbefeuertes Heizkraftwerk mit KWK. Wir werden die Anlage im Jahr 2015 in Betrieb nehmen und pro Jahr aus rund 245 000 Tonnen Abfällen von Haushalten, Gewerbe und Industrie Strom und Wärme erzeugen. Im umweltfreundlichen KWK-Betrieb wird das Kraftwerk über eine elektrische Nettoleistung von 22 MWel und eine Dampfabgabeleistung von 23 MWth verfügen.
Im Mai 2014 hat MVV Umwelt mit dem französischen kommunalprivatwirtschaftlichen Unternehmen Semardel das Gemeinschaftsunternehmen Solutions Europeennes de Valorisation Energetique S.A.S. (SEVE) gegründet. SEVE wird sich in Frankreich bei Ausschreibungen für die Betriebsführung von Abfallverwertungsanlagen bewerben.
Seit Mitte 2014 produziert unsere thermische Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage TREA Leuna neben Strom auch Prozessdampf, mit dem sie den Chemieparkbetreiber InfraLeuna beliefert. Durch die Auskopplung von Dampf steigt der Grad der Brennstoffausnutzung und damit die Energieeffizienz des Kraftwerks erheblich.
Unsere Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG (EVO) plant die Modernisierung ihres Müllheizkraftwerks (MHKW): Es soll im Geschäftsjahr 2015/16 mit einer neuen Dampfturbine und einer leistungsfähigeren Rauchgasreinigungsanlage energetisch optimiert werden. Damit ist das MHKW nicht nur für das steigende Gewerbeabfallaufkommen gerüstet, sondern wird zudem in der Lage sein, mit der gleichen Abfallmenge bis zu 50 % mehr umweltfreundlichen Strom in das Netz einzuspeisen.
In der Tschechischen Republik betreibt MVV Energie CZ über ihre Tochtergesellschaft TERMIZO a.s. seit 2011 ein Müllheizkraftwerk, in dem neben Strom auch Wärme erzeugt wird. Dabei setzen wir wie in Deutschland auf die umweltfreundliche Erzeugung in KWK, um den Wirkungsgrad der Anlagen und damit die Energieeffizienz zu steigern. In der Anlage in der nordböhmischen Stadt Liberec werden pro Jahr rund 95 000 Tonnen kommunale Abfälle thermisch genutzt.
In Deutschland betreibt MVV Umwelt drei Biomassekraftwerke: in Mannheim (20 MW), Königs Wusterhausen (20 MW) und in Flörsheim-Wicker (15 MW). Beim Biomassekraftwerk Flörsheim-Wicker sind wir Miteigentümer und Betriebsführer. Das für unsere Biomassekraftwerke benötigte Alt- und Restholz bereiten wir in eigenen Anlagen für die Verbrennung auf. Wir speisen den erzeugten Strom in das örtliche Stromnetz ein. Im Berichtsjahr wurde in den drei Kraftwerken insgesamt rund 400 000 Tonnen (Vorjahr 387 000 Tonnen) feste Biomasse (Altholz) eingesetzt und eine Strommenge von 312 Mio kWh und damit 7 % mehr als im Vorjahr CO2 -neutral erzeugt.
Derzeit entsteht im englischen Industriehafengebiet Ridham Dock unser erstes Biomassekraftwerk im Ausland: Die KWK-fähige Anlage werden wir im Jahr 2015 in Betrieb nehmen; sie wird über eine elektrische Nettoleistung von rund 23 MW verfügen. Pro Jahr sollen dann aus zirka 172 000 Tonnen Altholz aus dem regionalen Umfeld etwa 188 Mio kWh Strom erzeugt werden. Zudem sollen benachbarte Industrieunternehmen mit Wärme aus dem Kraftwerk versorgt werden.
Seit Dezember 2010 betreibt die EVO das derzeit einzige Holzpelletwerk im Rhein-Main-Gebiet. Die Produktion wird um 35 000 Tonnen auf bis zu 90 000 Tonnen Pellets im Jahr ausgebaut -im Oktober 2013 haben die Arbeiten dazu angefangen, die schrittweise Erweiterung erfolgt seit März 2014. In der Anlage werden sogenannte DINplus-Pellets und Industriepellets hergestellt -sie stammen vollständig aus regionalen Holzresten von Sägewerken, Landschaftspflegematerial und weiteren Resthölzern. In insgesamt 34 Nahwärmenetzen im Rhein-Main-Gebiet wird die Wärme durch die im Pelletwerk gewonnenen Holzstäbchen erzeugt. Damit profitieren mehr als 5 500 Haushalte von einer CO2 -neutralen Wärmeversorgung -bei der Verbrennung gibt das Holz nur so viel CO2 ab, wie es zuvor beim Wachsen gespeichert hat.
Über Tochtergesellschaften betreibt die MVV Enamic GmbH 15 genehmigungspflichtige und eine Vielzahl kleinerer Biomasse- und Biomasseheizkraftwerke sowie zwei Industriekraftwerke auf Basis von Ersatzbrennstoffen.
Die beiden größten Kraftwerksanlagen der MVV Enamic sind das Ersatzbrennstoff (EBS)-Kraftwerk im Industriepark Gersthofen und das am Standort Korbach. Beide Kraftwerke setzen das effiziente Verfahren der KWK zur Dampf- und Stromerzeugung ein und nutzen die in Gewerbeabfällen und im Hausmüll enthaltenen energetischen Potenziale. Im EBS-Kraftwerk Gersthofen können rund 90 000 Tonnen und im Kraftwerk Korbach bis zu 75 500 Tonnen Ersatzbrennstoffe pro Jahr verbrannt werden.
Beide EBS-Kraftwerke erfüllen die Emissionsbegrenzungen der 17. Bundesimmissionsschutzverordnung; die Umweltdaten beider Kraftwerke werden jährlich im Internet veröffentlicht.
MVV Enamic betreibt vier Biogasanlagen mit einer installierten Leistung von insgesamt 2,6 MW. Für unsere Anlagen verwenden wir hauptsächlich Mais- und Grassilage. Im Berichtsjahr haben unsere Biogasanlagen 16 Mio kWh Strom (Vorjahr 17 Mio kWh) erzeugt und in das öffentliche Netz eingespeist.
Biogas zählt zu den vielseitigsten erneuerbaren Energieträgern: Es eignet sich sowohl für die Versorgung mit Strom und Wärme und -zu Biomethan aufbereitet -auch als Treibstoff für Erdgas-Fahrzeuge. Aufbereitetes und in das Netz eingespeistes Biomethan wird in der Wärmeversorgung eingesetzt, wenn vor Ort kein Wärmeabsatz aus Biomasseheizkraftwerken möglich ist. Insbesondere vor dem Hintergrund, dass der Bedarf nach Flexibilisierung steigt, weil die Stromerzeugung von erneuerbaren Energien dominiert wird, ist Biomethan ein wichtiger Baustein beim Umbau des Energiesystems: Es ist ein flexibel einsetzbarer erneuerbarer Brennstoff, der unabhängig von Windbedingungen und Sonneneinstrahlung rund um die Uhr hergestellt werden kann.
Unsere erste Biomethananlage in Klein Wanzleben, Sachsen-Anhalt, ging im Jahr 2012 in Betrieb, eine zweite Anlage im benachbarten Kroppenstedt im 2. Quartal 2013/14. Im Juni 2014 haben wir in Kooperation mit dem Erneuerbare-Energien-Unternehmen BayWa r.e. in der gleichen Region mit dem Bau einer dritten Biomethananlage begonnen. Die neue Anlage in Staßfurt soll ab Mitte 2015 Biomethan in das öffentliche Erdgasnetz einspeisen. In jeder der drei Anlagen werden pro Jahr rund 60 000 Tonnen nachwachsende Rohstoffe und landwirtschaftliche Reststoffe eingesetzt. Die Einsatzstoffe beziehen wir über langfristige Verträge von landwirtschaftlichen Betrieben im direkten Umfeld der Anlagen; wir verwenden keine Nahrungsmittel und gentechnisch veränderte Lebensmittel. Jährlich können in jeder Anlage rund 63 Mio kWh Biomethan erzeugt und in das Erdgasnetz eingespeist werden.
Als einer der größten Anbieter in Deutschland und in der Tschechischen Republik investieren wir konsequent in den weiteren Ausbau der Fernwärme mit Kraft-Wärme-Kopplung. Insgesamt verfügt der MVV Energie Konzern derzeit über ein Fernwärmenetz mit einer Länge von über 1 400 Kilometern. Alleine in Mannheim sind bereits rund 60 % aller Haushalte an diese klimafreundliche Energieform angeschlossen; der Ausbau geht flächendeckend weiter. Im Winter 2013/14 haben wir den derzeit leistungsstärksten Fernwärmespeicher in Deutschland auf dem Gelände des Grosskraftwerks Mannheim (GKM) in Betrieb genommen. Mit ihm leisten wir einen zusätzlichen Beitrag zur bereits hohen Versorgungssicherheit mit Fernwärme in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar.
Seit dem Jahr 2009 baut unsere Tochtergesellschaft EVO ein Fernwärmenetz in Heusenstamm auf. Im 1. Quartal 2013/14 wurde dort der dritte Bauabschnitt in Betrieb genommen - und der weitere Ausbau läuft. Zurzeit betreiben die Stadtwerke Kiel zwei unterschiedliche Fernwärmenetze. Seit 2002 stellt das Unternehmen die Versorgung von Dampf auf Heizwasser um: Die Heizwassertechnologie ist wirtschaftlicher und ökologischer. Nach aktuellem Planungsstand soll die Umstellung auf Heizwasser im gesamten Kieler Dampfnetzgebiet bis Ende 2018 abgeschlossen sein. Auch die Köthen Energie GmbH stärkt ihr Fernwärmenetz: mit dem Bau einer Gaskesselanlage in der Heizzentrale einschließlich eines Blockheizkraftwerks und der dafür erforderlichen Trassenerweiterung eines 150 m langen Leitungsteilstücks des Fernwärmenetzes. Die neue Gaskesselanlage ging Ende September 2014 in Betrieb, das Blockheizkraftwerk soll ebenfalls noch im Herbst 2014 ans Netz gehen. Im ► Magazinteil ab Seite 19 finden Sie weitere Informationen zur Fernwärmeversorgung.
| in Mio kWh | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Biomasseanlagen | 254 | 225 | + 13 |
| Biogasanlagen | 5 | 7 | - 29 |
| Zwischensumme Biomasse | 259 | 232 | + 12 |
| Biogener Anteil Abfall/ EBS | 1 023 | 897 | + 14 |
| Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien | 1 282 | 1 129 | + 14 |
| Sonstige Anlagen/Gemeinschaftskraftwerke | 3 850 | 4 450 | - 14 |
| Gesamt | 5 132 | 5 579 | - 8 |
Im Vorjahr hatten wir im Rahmen einer in diesem Umfang erstmaligen konzernweiten Erhebung den CO2 -Ausstoß in unseren Erzeugungsanlagen systematisch ermittelt und ausgewertet. Im Berichtsjahr haben unsere Erzeugungsanlagen 3,80 Mio Tonnen CO2 (Vorjahr: 4,05 Mio Tonnen) emittiert. Das entspricht einem Rückgang um 6 %. Unsere ETS-Anlagen (Emissionshandelspflichtige Kraft- und Heizwerke) -im Wesentlichen das Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) -haben mit einem Anteil von 70 % (Vorjahr 71 %) einen maßgeblichen Einfluss auf den Gesamtausstoß. Der Rückgang der CO2 -Emissionen ist insbesondere darauf zurückzuführen, dass der Wärmeabsatz aufgrund der milden Witterung in der Berichtsperiode unter dem Vorjahr lag; dieser Effekt spiegelt sich wiederum im niedrigeren Brennstoffeinsatz von Steinkohle -insbesondere im GKM und GKK -wider. Demzufolge reduzierten sich die CO2 -Emissionen im GKM und GKK deutlich.
| in Tonnen | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| CO2 in ETS-Anlagen | 3 197 232 | 3 427 092 | - 7 |
| davon CO2 im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) und Grosskraftwerk Mannheim (GKM) | 2 672 125 | 2 888 644 | - 8 |
| CO2 in sonstigen Erzeugungsanlagen | 600 342 | 618 413 | - 3 |
| Gesamt | 3 797 574 | 4 045 505 | - 6 |
Die klimaneutrale Stromerzeugung aus erneuerbaren Energiequellen vermeidet in Deutschland jährlich mehrere Mio Tonnen an Treibhausgasemissionen. Mit unseren Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) leisten wir bereits seit Jahren einen Beitrag zum Klimaschutz.
In der nachstehenden Tabelle stellen wir die vermiedenen CO2 -Emissionen aus unseren EE-Anlagen -differenziert nach Kraftwerkstypen -dar:
| in Tonnen CO2 -Äquivalente | 2013/14 | 2012/13 | % Vorjahr |
| Biomasseanlagen | 252 364 | 229 883 | + 10 |
| Biogasanlagen | 7 218 | 9 077 | - 21 |
| Zwischensumme Biomasse | 259 582 | 238 960 | + 9 |
| Biogener Anteil Abfall / EBS | 192 986 | 172 361 | + 12 |
| Windkraft | 228 301 | 144 590 | + 58 |
| Wasserkraft | 3 299 | 3 323 | - 1 |
| Photovoltaik | 824 | 680 | + 21 |
| Gesamte Co2 -Vermeidung aus erneuerbaren Energien | 684 992 | 559 914 | + 22 |
Im Berichtsjahr konnten wir insbesondere durch den Ausbau unserer Erzeugung aus erneuerbaren Energien gegenüber dem Vorjahr mehr als 125 000 Tonnen CO2 -Äquivalente einsparen. Unsere Biomassekraftwerke leisteten hierzu mit einem Anteil von 38 % den größten Beitrag. Allein durch die Stärkung unseres Windenergieportfolios im Berichtsjahr konnten wir rund 84 000 Tonnen mehr CO2 -Äquivalente vermeiden als im Vorjahr. Neben dem Ausbau unserer Erzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien führte auch die jährliche Anpassung der spezifischen Einsparungsparameter des Umweltbundesamts ("Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger - Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2012", Stand: Dezember 2013, siehe ► Glossar auf Seite 192), die uns als Grundlage für die Berechnung der CO2 -Einsparung dienen, zu einem Anstieg der vermiedenen CO2 -Äquivalente gegenüber dem Vorjahr.
Klimawandel und der Verlust von Biodiversität sind drängende Umweltprobleme -beide sind in vielfältiger Weise miteinander verknüpft. Unser Ziel ist es, die Nutzung von erneuerbaren Energien und den Erhalt der biologischen Vielfalt in Einklang zu bringen:
| ― |
Beim Kauf beziehungsweise Bau von Windkraftanlagen prüfen wir frühzeitig mögliche Beeinträchtigungen von seltenen Tierarten. Beim Bau von neuen Anlagen achten wir bereits in der frühen Planungsphase darauf, die Eingriffe in die Natur -insbesondere in den Lebensraum Wald -möglichst gering zu halten. |
| ― |
Beim Kauf beziehungsweise Bau von Biogasanlagen achten wir auf einen naturverträglichen Substratmix unserer Lieferanten und fördern die Wiederverwertung der Reststoffe als Naturdünger als weiteren Schritt einer Kreislaufwirtschaft. |
| ― |
Beim Einsatz von fester Biomasse bevorzugen wir Holz aus nachhaltiger Forstwirtschaft. |
Immer mehr Verbraucher entscheiden sich für umweltfreundlich erzeugte Energie. Wir bieten sowohl Privat- als auch Gewerbe- und Industriekunden eine breite Palette von Produkten, die ökologischen Ansprüchen genügen: von Ökostrom über Biogas bis zur umweltfreundlichen Fernwärme aus Kraft-Wärme-Kopplung. Mit den Ökostromprodukten TERRA und FUTURA leistet MVV Energie nicht nur einen Beitrag zum Umweltschutz, sondern auch für die Region: Für jede Kilowattstunde TERRA Ökostrom, die unsere Kunden beziehen, fließen 2 Cent in die Förderung regenerativer Energien in der Metropolregion Rhein-Neckar; für jede Kilowattstunde FUTURA Ökostrom sind es 0,2 Cent. Unsere Kunden aus Industrie, Handel und Gewerbe können ihre Basisstromversorgung optional auf Strom aus erneuerbaren Energiequellen umstellen. Wählen sie diese Option, erhalten sie von uns zusätzlich ein Marketingpaket, das sie für ihre Unternehmenskommunikation verwenden können.
Der Energieverbrauch in der EU soll bis zum Jahr 2030 um 30 % sinken. Für die Bundesregierung ist die Steigerung der Energieeffizienz eines der zentralen energiepolitischen Ziele. Bis Ende des Jahres 2014 will die Bundesregierung einen Nationalen Aktionsplan Energieeffizienz (NAPE) beschließen, der die Ziele, Instrumente und Verantwortungen zusammenführen soll. Dabei kommt der Energieeffizienz von Gebäuden eine besondere Bedeutung zu: Die Bundesregierung hat das ehrgeizige Ziel, bis zum Jahr 2050 einen nahezu klimaneutralen Gebäudebestand zu erreichen. Hierzu muss der Anteil der erneuerbaren Energien am Wärmeverbrauch weiter ausgebaut und die Energieeffizienz der Gebäude gesteigert werden.
Unsere Tochtergesellschaft MVV Enamic konzentriert sich mit ihren Energiedienstleistungen auf Projekte und Maßnahmen zur Effizienzsteigerung und Energieoptimierung für Industrie, Handel, Gewerbe und Immobilienwirtschaft. Wir bieten unseren Kunden individuelle Dienstleistungen, die sie für den optimalen energetischen Betrieb ihrer Objekte und Produktionsstätten benötigen. Ziel ist es, die Energieeffizienz bei unseren Kunden zu steigern und damit den Energieverbrauch und Kosten zu senken. Im Juni 2014 hat MVV Enamic einen Anteil von 26 % am luxemburgischen LED-Spezialisten luminatis S.à.r.l. erworben, um innovative Produkte und Dienstleistungen im LED-Wachstumsmarkt anzubieten. Gemeinsam haben sie das Produkt "Smart-Light-Efficiency" entwickelt und es im Rahmen von Contracting-Lösungen bereits erfolgreich umgesetzt. Im ► Magazinteil ab Seite 11 finden Sie weitere Informationen zu unserem Energiedienstleistungsgeschäft.
Sauberes Trinkwasser ist ein kostbares Gut. Es ist für alle Menschen unverzichtbar und sollte daher in hoher Qualität und in ausreichender Menge zur Verfügung stehen. Eine besondere Verantwortung für die Qualität des Trinkwassers tragen die Wasserversorger. Mit unseren Gesellschaften in Mannheim, Kiel und Offenbach stellen wir die Wasserversorgung für rund 142 000 Kunden in den jeweiligen Städten und Regionen sicher. Das von uns gelieferte Trinkwasser weist eine hervorragende Qualität auf: Die in der Trinkwasserverordnung festgelegten Grenzwerte werden an allen Standorten deutlich unterschritten. Um eine durchgängig hohe Qualität sicherzustellen, kontrollieren wir das gesamte Wasserversorgungssystem und die Wasserqualität systematisch - und zwar ausgehend von den Brunnen über die Netze bis zu den Hausanschlussleitungen unserer Kunden. Wir untersuchen beispielsweise das Trinkwasser in Mannheim auf bis zu 470 physikalisch-chemische und mikrobiologische Parameter. MVV Energie AG, Energieversorgung Offenbach AG und die Stadtwerke Kiel AG veröffentlichen auf ihren Internetseiten aktuelle Trinkwasseranalysewerte.
Grundwasser ist die wichtigste Quelle für die Trinkwassergewinnung in unseren Regionen. Wir achten darauf, dass sich unsere regionalen Wasserressourcen auf natürlichem Weg immer wieder erneuern können. Im Vergleich zur Wasserversorgung unserer Kunden ist der Eigenverbrauch von Wasser an unseren Standorten von geringer Bedeutung.
Durch die kontinuierliche Instandhaltung und Modernisierung unserer Anlagen und Netze stellen wir die Wasserversorgung nachhaltig sicher. Darüber hinaus tragen wir mit einem umfassenden Grundwasser- und Gewässerschutz dazu bei, sauberes Trinkwasser auch für kommende Generationen zu sichern.
In Zusammenarbeit mit der Klimaschutzagentur in Mannheim motiviert die MVV Energie AG ihre Kunden bereits seit September 2012 in vier Kampagnen pro Jahr dazu, ältere Haushaltsgeräte durch neue, effiziente zu ersetzen: Den Kauf von energieeffizienten Neugeräten belohnen wir mit einem Zuschuss von 100 Euro. Im Aktionszeitraum ab 1. April 2014 haben wir die Fußballweltmeisterschaft zum Anlass genommen und den Austausch von alten Fernsehern unterstützt; bei der Kampagne ab 1. Juli 2014 standen Kühl- oder Gefriergeräte im Fokus. Zudem startete im Berichtsjahr zum zweiten Mal die Aktion "Energiebonus": Im Rahmen dieser Aktion erhalten Privat- und Gewerbekunden in Mannheim einen Bonus auf ihre Stromrechnung, wenn sie ihren Stromverbrauch über ein Jahr hinweg um 5 beziehungsweise 10 % reduzierten. Im ersten Jahr der Kampagne senkten 73 % der Teilnehmer ihren Verbrauch, 44 % konnten ihren Stromverbrauch sogar um mindestens 10 % verringern.
Wir versorgen unsere Kunden zuverlässig mit Strom, Wärme, Gas und Wasser und wollen die Erwartungen unserer Kunden weiterhin auf hohem Niveau erfüllen. Wenn die Kunden mit unseren Leistungen zufrieden sind, binden wir sie langfristig an uns. In unserem konzernweiten Projekt "Kundenservices" arbeiten wir kontinuierlich daran, unseren Kundenservice zu verbessern; wir führen regelmäßig Kundenbefragungen durch und leiten aus den Ergebnissen Optimierungspotenziale ab.
Wie die aktuellen Umfrage-Ergebnisse unserer jährlichen Befragung des -vom imug Institut für Markt-Umwelt-Gesellschaft e.V. durchgeführten - BDEW Servicemonitors 2014 zeigen, ist die Zufriedenheit unserer Kunden auf gleichbleibend gutem Niveau. Vor allem die Freundlichkeit unserer Mitarbeiter im telefonischen und persönlichen Kontakt hat unsere Kunden überzeugt. Daneben ist die positive Bewertung unserer Kommunikationskanäle über Email und Online-Services im Vergleich zum Vorjahr gestiegen. Insgesamt spiegelt sich die Zufriedenheit auch in der erhöhten Bleibebereitschaft unserer Kunden wider.
Notwendige Maßnahmen zum Umweltschutz setzen wir unmittelbar um. Unsere Tochtergesellschaft MVV Umwelt investierte im Berichtsjahr an den Standorten Mannheim, Leuna, Königs Wusterhausen und Flörsheim-Wicker 7 Mio Euro in den technischen Umweltschutz (Vorjahr 4 Mio Euro); hinzu kamen Aufwendungen in Höhe von 85 Mio Euro (Vorjahr 77 Mio Euro). Der Schwerpunkt der Investitionen und Aufwendungen lag auf Maßnahmen zur Abfallverwertung beziehungsweise Bodenreinhaltung und zur Luftreinhaltung; ein kleinerer Teil entfiel auf Maßnahmen zum Gewässer- und Lärmschutz.
Das Umfeld, in dem Energieunternehmen agieren, ist komplex. Darüber hinaus verändern sich die Rahmenbedingungen der Branche seit Jahren sehr dynamisch. Vor dem Hintergrund dieser Herausforderungen sind leistungsfähige und engagierte Mitarbeiter ein wesentlicher Erfolgsfaktor für unsere nachhaltige Unternehmensentwicklung. Durch seine zukunftsorientierte Arbeit unterstützt der Personalbereich die strategischen Ziele des Unternehmens: Wir wollen exzellente Mitarbeiter finden, fördern und an uns binden.
Wir haben unsere personalstrategische Ausrichtung im Berichtsjahr erneut überprüft; die fünf Schlüsselfelder, die wir im Vorjahr identifiziert hatten, stehen für uns weiterhin im Mittelpunkt:
| ― |
Führung und Führungskräfteentwicklung: Talente und Führungskräfte fördern |
| ― |
Arbeitsumfeld: Leistungsfähigkeit der Belegschaft erhalten |
| ― |
Organisations- und Kulturentwicklung: Veränderungsmanagement als Schlüssel zum Wertewandel |
| ― |
Qualitative Personalplanung: Kompetenzen entwickeln und erhalten |
| ― |
Vergütungsmanagement: innovative und attraktive Modelle konzipieren |
Im Berichtsjahr haben wir uns intensiv mit personalstrategischen Herausforderungen befasst und dabei den Fokus auf die demografische Entwicklung gelegt. In einer Projektgruppe erarbeiteten Vertreter aus den Personalbereichen der MVV Energie AG, der Energieversorgung Offenbach AG (EVO) und der Stadtwerke Kiel AG (SWK) gemeinsam Konzepte und Instrumente zu den Themen strategische Personalplanung und strategische Personalentwicklung; diese werden im Geschäftsjahr 2014/15 sukzessive umgesetzt und für die Personalarbeit genutzt.
Die Projektgruppe entwickelte ein Personalplanungsmodell für die spezifischen Erfordernisse der MVV Energie mit Blick auf den zukünftigen Personal- beziehungsweise Kompetenzbedarf: In enger Zusammenarbeit mit den Führungskräften der Geschäftsfelder haben wir Größen festgelegt, mit denen wir langfristige Personalbedarfe klarer definieren und den zukünftigen Personalbestand genauer hochrechnen können. Die Ergebnisse dieser Berechnungen sind ein wichtiger Indikator für die zukünftige Ausrichtung unserer Personalarbeit und die zu ergreifenden Maßnahmen.
Ein Ziel unserer strategischen Personalentwicklung ist es, unsere Mitarbeiter kontinuierlich zu fördern. Die Projektgruppe hat das Kompetenzmodell von MVV Energie sorgfältig überarbeitet. Zentrale Fragen waren: Welche Kompetenzen werden wir zukünftig von unseren Mitarbeitern erwarten? Wie können wir die Kompetenzen unserer Beschäftigten stärken? Darauf aufbauend haben wir die Entwicklungsmöglichkeiten für Mitarbeiter analysiert, neu definiert und mit den vorhandenen Führungs- und Förderprogrammen abgeglichen. Die Ergebnisse der Prüfung werden über verschiedene Komponenten zum Beispiel in die Nachfolgeplanung, in das Recruiting und in unsere Qualifizierungsprogramme einfließen.
Dank unseres bewährten Ausbildungsangebots und der Programme, die wir für Hochschulabsolventen anbieten, können wir bereits heute unseren Bedarf an Fach- und Führungskräften oft intern decken. Um Spezialisten als neue Mitarbeiter zu gewinnen und um ausreichend Bewerbungen von möglichen Auszubildenden und Hochschulabsolventen zu erhalten, stellen wir unsere Attraktivität als Arbeitgeber weiterhin deutlich heraus.
Mit Erfolg: Im Berichtsjahr erhielten wir das goldene Qualitätssiegel von "Best Recruiters", der größten Recruiting-Studie im deutschsprachigen Raum. Die unabhängige Studie untersucht jährlich die Qualität der Personalbeschaffung von über 500 Top-Arbeitgebern in Deutschland, Österreich und der Schweiz anhand wissenschaftlicher Kriterien. Bewertet wurden unsere Präsenz beim Online-Recruiting, unsere Online-Stellenanzeigen und unser Umgang mit den Bewerbern.
Ein besonderes Augenmerk richten wir auf die Kompetenz von Führungskräften in unserem Unternehmen, die wir mit verschiedenen Maßnahmen verbessern.
Im Rahmen unserer standortübergreifenden Führungskräftetagung der ersten Managementebene konnten sich die Teilnehmer intensiv mit dem Thema Führungsverständnis auseinandersetzen. Die Diskussionsrunden trugen dazu bei, die Teilnehmer weiter für das Thema zu sensibilisieren, die Erkenntnisse mit unserer Unternehmensstrategie zu verknüpfen und damit Anforderungen an ihr künftiges Verhalten abzuleiten.
Führungskräfte des oberen und mittleren Managements bilden wir konzernweit im Rahmen des Management Development Programms weiter; im Berichtsjahr haben sie zum Thema "Entscheidungsprozesse organisieren und steuern" besonders den Aspekt "Entscheidungsprozesse vernetzen" erarbeitet.
Innerhalb unseres standortübergreifenden Gruppenleiterprogramms haben im Berichtsjahr zehn neue Gruppenleiter ihre Führungskompetenzen, ihre Reflexionsfähigkeit und ihre Kenntnisse zum Change Management erweitert.
Im Geschäftsjahr 2012/13 hatten wir bei der Soluvia GmbH -unserer Shared Services Gesellschaft, die an den Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach vertreten ist -erstmals eine einheitliche Aufwärtsbeurteilung in einem anonymen Verfahren durchgeführt. Die Ergebnisse der Beurteilung wurden den Führungskräften mitgeteilt und anschließend in einem Workshop mit den Mitarbeitern besprochen. Im Berichtsjahr haben wir gemeinsam mit Führungskräften und Mitarbeitern analysiert und geprüft, ob die damals abgeleiteten Maßnahmen zu dauerhaften Änderungen in der Zusammenarbeit geführt haben.
Unsere Experten und Nachwuchsführungskräfte unterstützen wir im Rahmen von Förderprogrammen dabei, ihre Kompetenzen zu erweitern, um sie auf künftige Herausforderungen vorzubereiten.
Im Berichtsjahr haben Mitarbeiter außerdem unser Expertenprogramm absolviert, das sie dabei unterstützt, ihre Beratungskompetenz und Problemlösungstechniken zu verbessern, die Präsentation von Wissen zu verfeinern und die grundlegenden Dynamiken von Arbeitsteams kennenzulernen. Die Teilnehmer besuchten im Berichtsjahr unter anderem verschiedene Firmen in der Region mit dem Ziel, im Dialog mit den dortigen Experten die unterschiedlichen Expertenmodelle und Entwicklungslaufbahnen zu vergleichen. Die gesammelten Erfahrungen haben wir intern analysiert und in unsere neuen Konzepte einbezogen.
Im Rahmen unseres Nachwuchsführungskräfteprogramms haben wir Mitarbeiter auf ihre Aufgabe als Führungskraft vorbereitet und ihnen die Möglichkeit gegeben, sich mit den Kollegen aus anderen Bereichen und Standorten zu vernetzen.
Bei einem gemeinsamen Termin konnten die Teilnehmer beider Gruppen ihre Selbstmarketingkompetenz reflektieren, analysieren und weiterentwickeln.
Für uns ist es von großer Bedeutung, dass unsere Mitarbeiter ihren Beruf ausgeglichen und konzentriert ausüben können. Als Arbeitgeber leisten wir einen wesentlichen Beitrag dazu, dass unsere Mitarbeiter Familie und Beruf besser vereinbaren können. Unsere großen Gesellschaften in Mannheim, Kiel und Offenbach wurden bereits von der Hertie-Stiftung berufundfamilie® auditiert und zertifiziert -das Audit berufundfamilie ist ein strategisches Managementinstrument zur besseren Vereinbarkeit von Beruf und Familie.
Mit vielfältigen flexiblen Arbeitszeitmodellen unterstützen wir unsere Belegschaft dabei, die Betreuung von Kindern - und zunehmend auch die Pflege von Angehörigen -im Einklang mit ihrer Berufstätigkeit leisten zu können. Vor diesem Hintergrund hat beispielsweise der Vorstand der EVO gemeinsam mit dem Betriebsrat die Betriebsvereinbarung "Dezentrales Arbeiten" verabschiedet:
Die Regelung ermöglicht es, dass Mitarbeiter ihre Tätigkeit für einen begrenzten Zeitraum Zuhause ausüben können. Außerdem bieten wir in Mannheim, Kiel und Offenbach Eltern-Kind-Zimmer an -so können Eltern einen kurzfristigen Betreuungsausfall auffangen. Zusätzlich unterstützen wir Eltern bei der frühzeitigen Rückkehr aus der Elternzeit; zum Beispiel, indem wir betriebsnahe Betreuungseinrichtungen für unter Dreijährige in Offenbach und in Mannheim unterstützen.
Inzwischen nehmen immer mehr Väter Elternzeit. An den Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach nutzten im Berichtsjahr 62 Männer diese Möglichkeit.
Zur Betreuung von Schulkindern während der Sommerferien bieten wir Familien an unseren großen Standorten in Mannheim, Kiel und Offenbach Feriencamps an.
Unsere Angebote zum Thema Pflege von Angehörigen -die von Informationsveranstaltungen über Freistellungsmöglichkeiten bis hin zur Zusammenarbeit mit Kooperationspartnern reichen -werden von unseren Mitarbeitern vermehrt in Anspruch genommen. In Offenbach können die Beschäftigten ein Pflegeportal kostenfrei nutzen.
Zum 30. September 2014 arbeiteten rund 11 % der Beschäftigten des MVV Energie Konzerns in Teilzeit, davon 77 % Frauen und 23 % Männer.
Wir rechnen damit, dass in unserer Unternehmensgruppe das Durchschnittsalter weiter steigt; hinzu kommt, dass sich das Renteneintrittsalter nach hinten verlagern wird. Dem daraus entstehenden Alterungsrisiko begegnen wir, indem wir unsere Mitarbeiter aktiv in ihrem Wunsch unterstützen, gesund zu bleiben und ihre Leistungsfähigkeit zu erhalten.
Ein Beispiel dafür ist unser 5-Sterne Gesundheitsprogramm. Im Frühjahr 2014 boten wir in Mannheim zusätzlich eine Laufgruppe an: Sie bereitete Mitarbeiter mit Begleitung eines Trainers auf die Teilnahme am MLP-Marathon Rhein-Neckar vor -für die Marathon- oder die Halbmarathondistanz. Insgesamt gingen 96 Mitarbeiter als Teilnehmer in Team- oder Einzelwettbewerben an den Start.
Grundsätzlich stellen wir fest, dass das Interesse unserer Beschäftigten am Thema Gesundheit zugenommen hat. Die verschiedenen Angebote unserer Gesellschaften werden gerne angenommen, wie das in den Unternehmen angebotene Hautscreening oder die Grippeschutzimpfungen. Auch das Thema Ernährung gewinnt für die Beschäftigten immer mehr an Bedeutung; dies zeigt sich unter anderem daran, dass an unseren angebotenen Kochkursen 70 Mitarbeiter und bei entsprechenden Vorträgen 30 Mitarbeiter teilnahmen.
Für gewerbliche Arbeitnehmer haben wir im Berichtsjahr ein Pilotprogramm durchgeführt. Ziel des Trainings war insbesondere, die Sturzgefährdung der Mitarbeiter deutlich zu reduzieren. Der allgemeine Fitnesszustand, Koordination und Beweglichkeit der Teilnehmer wurden am Anfang und am Ende des Trainingsprogramms ausgewertet; eine deutliche Verbesserung war nachweisbar. Die Rückmeldungen der Teilnehmer waren sehr positiv, daher wollen wir das Programm ausbauen und zukünftig allen gewerblich Beschäftigten des Netzservices am Standort Mannheim anbieten.
Im November 2013 wurde die EVO für ihr Gesundheitsmanagement "LEA" mit dem Zertifikat "Move Europe Excellence" ausgezeichnet: Eine Jury aus Wissenschaftlern, Arbeitgeber-, Gewerkschafts- und Krankenkassenvertretern bewertete es im Rahmen des Wettbewerbs um den Deutschen Unternehmenspreis Gesundheit vom BKK-Dachverband.
Auch die SWK bietet eine Vielfalt von Kursen zu den Themen Ernährung und Bewegung an - bis hin zur "mobilen Massage", die einmal in der Woche in Räumen des Unternehmens stattfindet.
Wir haben im Berichtsjahr unser Programm für erfahrene Mitarbeiter ab 45 Jahren, "Generation M", weitergeführt: Sie haben sich mit den Themen körperliche und geistige Beweglichkeit, Ernährung und Stressmanagement beschäftigt; zudem haben sie in einem Reflexionsworkshop ihre persönlichen und beruflichen Ziele überdacht. Das Programm vermittelt unter anderem theoretische Inhalte, setzt den Schwerpunkt aber auf die direkte Umsetzung; Ziel ist es, das Gesundheitsverhalten nachhaltig zu verbessern und das Gelernte direkt in den Alltag zu integrieren.
Der geringere Anteil von Frauen im Vergleich zu Männern im MVV Energie Konzern spiegelt die Mitarbeiterstruktur der Energieversorgungsbranche wider: Zum 30. September 2014 waren unverändert zum Vorjahr 27 % der Beschäftigten weiblich und 73 % männlich. Da der Anteil der weiblichen Beschäftigten in den jüngeren Altersgruppen größer ist, wird sich zukünftig unsere Personalstruktur verändern (siehe hierzu ► Grafik auf Seite 91). Wir haben uns zum Ziel gesetzt, unsere Mitarbeiterinnen in allen Altersgruppen und in Führungspositionen stärker zu fördern. Unsere Tarifverträge in Mannheim, Kiel und Offenbach regeln, dass Stellen nach den Anforderungen eingruppiert werden; dies verhindert Vergütungsunterschiede in der Entlohnung von Frauen und Männern.
Die MVV Energie AG beteiligt sich -gemeinsam mit anderen namhaften Unternehmen der Metropolregion Rhein-Neckar -am Frauenförderungsprojekt X-Company-Mentoring; es unterstützt Frauen auf ihrem angestrebten Karriereweg als Führungskraft, indem sie von Mentoren betreut werden und die Möglichkeit erhalten, sich über Unternehmensgrenzen hinweg zu vernetzen. Bereits im Geschäftsjahr 2012/13 hatten wir für das Projekt fünf Mentoren sowie fünf Mentee ausgewählt. Die Feedbackveranstaltung im Berichtsjahr hat gezeigt, dass die Beteiligten für sich einen deutlichen Mehrwert generieren konnten: Die Einblicke in verschiedene Sichtweisen und in die Führungskulturen anderer Unternehmen haben den Blick auf das eigene Umfeld verändert und Möglichkeiten zur Verbesserung des eigenen Führungsverhaltens aufgezeigt. Wir planen, das Projekt auch im Geschäftsjahr 2014/15 weiterzuführen; es sollen wieder fünf Mentoren und fünf Mentee am Programm teilnehmen. Die EVO hat sich einer Kooperation mit anderen Unternehmen der Rhein-Main-Region angeschlossen und nimmt mit drei Mentee an einem X-Company-Mentorship teil.
| Mannheim | Offenbach | Kiel | Tschechien | |
| Gesamt | 27 | 29 | 29 | 20 |
| in Führungspositionen (ab Gruppenleitung) | 11 | 21 | 8 | 18 |
| Auszubildende | 40 | 12 | 13 | - |
| Junior Consulting Team | 40 | - | - | - |
Mit unserer Firmenmitgliedschaft im European Women's Management Development (EWMD) unterstützen wir die Frauenförderung und die Vernetzung der weiblichen Führungskräfte in der Region ebenfalls.
Im MVV Energie Konzern waren zum 30. September 2014 insgesamt 5 444 Personen beschäftigt und damit in Summe nur 15 weniger als zum gleichen Zeitpunkt ein Jahr zuvor.
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | +/- Vorjahr | |
| MVV Energie AG | 1 411 | 1 460 | - 49 |
| Vollkonsolidierte Beteiligungen | 3 729 | 3 694 | + 35 |
| MVV Energie AG mit vollkonsolidierten Beteiligungen | 5 140 | 5 154 | - 14 |
| Quotenkonsolidierte Beteiligungen | 304 | 305 | - 1 |
| MVV Energie Konzern1 | 5 444 | 5 459 | - 15 |
1
Darunter 368 Auszubildende (Vorjahr 369)
Der nahezu unveränderte Personalstand resultiert aus gegenläufigen Entwicklungen bei unseren Gesellschaften. Dem Personalabbau bei der MVV Energie AG und bei der Stadtwerke Kiel AG steht ein leichter Personalaufbau in den Wachstumsgeschäften Erzeugung und Umwelt gegenüber, insbesondere durch den Personalaufbau bei der englischen Tochtergesellschaft der MVV Umwelt. Die Personalreduktion, die wir im Rahmen unseres Konzernprogramms "Einmal gemeinsam" bereits im Geschäftsjahr 2010/11 beschlossen hatten und seitdem sukzessive umsetzen, haben wir insbesondere im Rahmen von Altersteilzeitverträgen geregelt.
In unseren inländischen Unternehmen waren zum Bilanzstichtag insgesamt 3 454 Mitarbeiter tätig; das sind 14 Mitarbeiter mehr als im Vorjahr. Im Ausland beschäftigten wir zum Bilanzstichtag 579 Mitarbeiter und damit 20 mehr als im Vorjahr, davon waren 541 im tschechischen Teilkonzern und 38 in der englischen Tochtergesellschaft des Teilkonzerns Umwelt tätig, die beim Bau der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth und des Biomassekraftwerks in Ridham Dock von anderen Fachleuten des Teilkonzerns MVV Umwelt und von Fremdfirmen unterstützt wird.
Das Durchschnittsalter unserer Mitarbeiter betrug im Berichtsjahr 43,3 Jahre (Vorjahr 43,1), die durchschnittliche Betriebszugehörigkeit lag bei 15,0 Jahren (Vorjahr 14,9). Von den Mitarbeitern unseres Konzerns waren im Berichtsjahr 4 775 unbefristet angestellt, davon 1 280 Frauen und 3 495 Männer; 301 waren befristet für uns tätig, davon 100 Frauen und 201 Männer. Im Geschäftsjahr 2013/14 waren konzernweit Mitarbeiter aus 38 Nationen für uns tätig. Wir verstehen die Vielfalt unserer Belegschaft als Chance, denn wir sind davon überzeugt, dass die unterschiedlichen Kulturen und Kompetenzen unserer Mitarbeiter uns einen Wettbewerbsvorteil verschaffen.
In Deutschland sind 87 % unserer Arbeitnehmer in Gesellschaften beschäftigt, die einem Tarifvertrag unterliegen. In den großen Gesellschaften in Mannheim, Offenbach und Kiel bewegte sich unsere Fluktuationsquote zwischen 5,7 und 8,1 %; hauptsächlich bedingt durch altersbedingtes Ausscheiden. Sowohl die MVV Energie AG als auch die Beteiligungen Kiel und Offenbach übertreffen mit einer Bandbreite von 5,4 bis 8,5 % deutlich die gesetzliche Schwerbehindertenquote von 5 %.
Unsere Mitarbeiter stehen immer länger im Berufsleben und müssen sich in der sich dynamisch verändernden Energiebranche behaupten, daher ist Weiterbildung ein wesentlicher Erfolgsfaktor. Damit unsere Mitarbeiter leistungsfähig bleiben, setzen wir verstärkt auf persönliche Qualifizierungsmaßnahmen und konzernweite Personalentwicklungsprogramme. Zur Förderung des Nachhaltigkeitsgedankens bei unseren Beschäftigten haben wir im Berichtszeitraum ein E-Learning-Programm zu diesem Thema entwickelt.
Für unsere gehörlosen Mitarbeiter in Mannheim haben wir im Berichtsjahr einen Workshop zur Weiterentwicklung von Softskills angeboten. Ein Nebeneffekt der Weiterbildung war die Vernetzung dieser Mitarbeiter untereinander: Sie werden sich zukünftig regelmäßig zum kollegialen Austausch über verschiedene Themen treffen.
Der enge Dialog zwischen den Mitgliedern des Vorstands und der Belegschaft ist fester Bestandteil unserer internen Kommunikation. Sowohl an unseren Standorten Mannheim, Offenbach und Kiel als auch in anderen Betrieben in Deutschland diskutieren Mitarbeiter in Gesprächsrunden mit Vorstandsmitgliedern offen über aktuelle Themen und die Unternehmensstrategie. Wir planen, diese Diskussionsrunden weiterhin vierteljährlich im Wechsel mit allen Vorständen fortzusetzen, insbesondere vor dem Hintergrund des tiefgreifenden Umbaus des Energieversorgungssystems in Deutschland und den daraus resultierenden Herausforderungen für unsere Unternehmensgruppe.
Wir wollen die systematische qualitative Personalplanung stützen, um die im Konzern vorhandenen Kompetenzen bestmöglich einzusetzen, den Know-how-Transfer zu verbessern und neue Kompetenzen aufzubauen. Dies umfasst sowohl Talentmanagementkonzepte als auch eine systematische Nachfolgeplanung.


Am 30. September 2014 waren im MVV Energie Konzern 368 junge Menschen in Ausbildung -einschließlich der Studierenden der Dualen Hochschule Baden-Württemberg. Damit liegt die Anzahl der Ausbildungsplätze im Konzern weiterhin auf einem sehr hohen Niveau. Wir bilden über unseren Bedarf hinaus aus: Zum einen übernehmen wir so soziale Verantwortung in den Regionen, in denen wir tätig sind; zum anderen eröffnen wir uns dadurch gute Möglichkeiten, unseren Fachkräftebedarf auch in Zukunft decken.
Wir gestalten unsere Ausbildung attraktiv und gewährleisten ein hohes Ausbildungsniveau. Mit einer Vielzahl von Aktionen werben wir für unser Unternehmen: Informationsveranstaltungen, wie den "Girl's Day", Schülerpraktika oder Projektwochen an Schulen nutzen wir, um als attraktiver Arbeitgeber wahrgenommen zu werden.
Unsere motivierten und leistungsstarken Auszubildenden unterstützen wir in Mannheim mit unserem Förderprogramm Talentgruppe. Unsere jungen Talente haben im Berichtsjahr selbstständig eine Projektwoche für Schüler unserer Kooperationsschulen geplant und durchgeführt; Themen waren: Energiesparen und Energieeffizienz sowie die Geschichte der Energieversorgung in Mannheim.
Bei einem dreiwöchigen Aufenthalt in Kooperation mit dem City College Plymouth und unserer Tochtergesellschaft MVV Environment Ltd., Großbritannien, nahmen die acht Auszubildenden der Talentgruppe an einem intensiven Sprachtraining teil und arbeiteten an ihrem Projektthema: Die Erstellung einer filmischen Dokumentation für das Besucherzentrum unserer derzeit im Bau befindlichen thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth.
Eine für unser Unternehmen wichtige Veränderung gab es in der Gestaltung neuer Bildungswege: Leistungsfähige Auszubildende haben nun die Möglichkeit, direkt im Anschluss an ihre Ausbildung ein Bachelorstudium an der Dualen Hochschule Baden-Württemberg zu beginnen. Wir sehen dies als wichtiges Element einer zeitgemäßen Ausbildung an, mit dem wir zusätzliche Potenziale zur Fachkräftesicherung erschließen können.
Unseren Studierenden an der Dualen Hochschule eröffnen wir -im Falle eines sehr guten Bachelorabschlusses -die Chance auf ein Masterstipendium; derzeit fördern wir eine Bachelor-Absolventin der Elektrotechnik in einem Masterstudium.
Es ist uns ein wichtiges Anliegen, weiterhin ein attraktiver Arbeitgeber für Hochschulabsolventen zu sein; wir stellen den Kontakt zu Absolventen frühzeitig her und bieten verschiedene Einstiegsprogramme an: Im Junior Consulting Team bearbeiten Nachwuchsführungskräfte oder zukünftige Experten bereichsübergreifende Themen in einem interdisziplinären Team. So werden die Absolventen schnell ins Unternehmen eingebunden und stärken ihre Projektmanagementkompetenz. Ehemalige Teilnehmer des Programms engagieren sich als Mentoren für die neuen Kollegen; sie geben ihre Erfahrungen weiter und unterstützen sie.
Unsere Gesellschaften EVO und SWK bieten Traineeprogramme an. Die SWK hilft Studenten mit Studienförderungen und ist aktiv bei Berufs- und Kontaktmessen an Hochschulen. Die Stadtwerke Ingolstadt waren auf der regionalen Ausbildungsmesse; sie bieten verstärkt Praktika für Bachelor- und Masterabsolventen an.
Unser Arbeitsschutz basiert auf einem Arbeitsschutz-Managementsystem nach den Leitlinien des Bundesministeriums für Arbeit und Soziales. Für uns hat die Arbeitssicherheit unserer Mitarbeiter und die der beauftragten Fremdfirmenmitarbeiter höchste Priorität. Sichere Anlagen und das sicherheitsbewusste Handeln unserer Mitarbeiter sind die wesentlichen Grundlagen unseres Arbeitsschutzes. Daher führen wir dazu regelmäßig Gefährdungsbeurteilungen, Schulungen, Unterweisungen und sonstige Sensibilisierungsmaßnahmen durch. Den Sicherheitsstand überprüfen wir regelmäßig mit Begehungen und internen Audits; dabei gelten für Fremdfirmenmitarbeiter gleich hohe Standards wie für eigene Mitarbeiter. Die Maßnahmen zur Erfüllung der gesetzlichen und berufsgenossenschaftlichen Präventionsanforderungen an den Gesundheitsschutz werden von unseren Fachkräften für Arbeitssicherheit und den Betriebsärzten gemeinsam bedarfsorientiert umgesetzt.
In unseren technischen Bereichen haben wir ein spartenübergreifendes technisches Sicherheitsmanagement für Gas, Wasser, Strom und Wärme integriert. Dieses ist nach den Vorgaben der Fachverbände DVGW, AGFW und VDN 2014 erfolgreich überprüft worden. Darüber hinaus haben wir in einzelnen Tochtergesellschaften integrierte Managementsysteme implementiert nach Qualität (ISO 9001), Umweltschutz (ISO 14001) Energiemanagement (EN ISO 50001) und Arbeitssicherheit (BS 18001).
Im Kalenderjahr 2013 ereigneten sich im MVV Energie Konzern 14,4 (Vorjahr 19,7) betriebsbedingte Unfälle pro 1 000 Mitarbeiter; wir berechnen diese Kennzahl ab dem ersten Ausfalltag. Daraus errechnet sich eine Unfallhäufigkeitsrate (LTIF: Lost Time Injury Frequency, berechnet nach betriebsbedingten Unfällen pro 1 000 000 Arbeitsstunden) von 8,5 (Vorjahr 10,7). Einen tödlichen Unfall mussten wir nicht verzeichnen.
Unfallbedingten Ausfällen aufgrund von Wegeunfällen gilt weiterhin unsere Augenmerk: Wir beteiligen uns an der gemeinsamen Initiative "Sicherer Arbeitsweg" von Firmen und Verbänden der Metropolregion Rhein-Neckar.
Über unser Compliance-Management-System und unsere Anforderungen an bedeutende Lieferanten und Dienstleister berichten wir in der ► Erklärung zur Unternehmensführung im Bericht zur Corporate Governance ab Seite 33. Darin bestätigen wir, dass wir im Berichtsjahr erneut keine gravierenden Verstöße gegen Gesetze sowie unsere internen Verhaltensrichtlinien festgestellt haben; das gilt insbesondere auch für die Einhaltung der grundlegenden Arbeitnehmer- und Menschenrechte.
Die Gesellschaften des MVV Energie Konzerns sind an ihren Standorten wichtige Wirtschaftsfaktoren. Große Teile ihrer Wertschöpfung fließen in die jeweilige Region zurück (siehe auch Kapitel ► Unser Wertschöpfungsbeitrag auf Seite 77). Als Arbeitgeber bieten wir konzernweit rund 5 400 Beschäftigten attraktive Arbeitsplätze. Mithilfe unserer qualifizierten Ausbildungs- und Studienangebote sowie unserer Personalentwicklungsprogramme können wir Fachkräfte finden und an uns binden. Wir tragen durch Investitionen und Aufträge an lokale Unternehmen dazu bei, Arbeitsplätze in den Regionen zu sichern. Darüber hinaus übernehmen wir gesellschaftliche Verantwortung, indem wir uns für die Regionen und die dort lebenden Menschen engagieren: Aus regionaler Verbundenheit unterstützen wir Projekte vor Ort - und zielen damit auch auf ein positives Image in der überregionalen und nationalen Wahrnehmung der Unternehmen. Weil junge Menschen unsere Zukunft sind, konzentrieren wir uns als Zukunftsversorger insbesondere auf die Nachwuchsförderung.
Die MVV ENERGIE AG fördert gezielt in den Bereichen Sport, Kultur, Soziales, Bildung und Wissenschaft. Einige Beispiele:
Die Adler Mannheim sind in der Region verwurzelt und haben sich als ein Spitzenteam der deutschen Eishockeyliga bundesweit ein gutes Renommee erspielt; sie sind ein bedeutender sportlicher Sympathieträger in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar. Aus diesem Grund unterstützen wir das Team bereits seit dem Jahr 2007. Sponsor sind wir ebenfalls bei der Mannheimer Turn- und Sportgesellschaft (MTG). Die langjährige gute Zusammenarbeit der MVV Energie mit der MTG bezieht sich sowohl auf den Jugend- und Breitensport als auch auf den Spitzensport -zum Beispiel unterstützen wir die deutsche Ausnahme-Leichtathletin Verena Sailer.
Die Junge Oper am Nationaltheater Mannheim ist ein Pionierprojekt in der deutschen Theaterlandschaft. Dank ihr werden junge Menschen altersgemäß an das Theater herangeführt -ihr kulturelles Interesse wird geweckt und sie erhalten wichtige, nachhaltige Impulse für ihre Persönlichkeitsentwicklung. Mit Hilfe der MVV Energie AG wurde die Junge Oper in der Spielzeit 2006/07 aus der Taufe gehoben. Seither sind wir exklusiver Sponsor dieser außergewöhnlichen Nachwuchsförderung.
Auch der Sponsoringfonds der MVV Energie AG widmet sich insbesondere der Kinder-, Jugend- und Nachwuchsförderung. Seit dem Jahr 2005 wird das Sponsoring zweimal jährlich ausgeschrieben. In insgesamt 19 Ausschreibungsrunden wurden bisher rund 400 Einrichtungen, Initiativen und Projekte in Mannheim und in der Metropolregion Rhein-Neckar aus den Bereichen Kultur, Sport, Wissenschaft und Soziales unterstützt.
Privatkunden, die unverschuldet in Not geraten sind, unterstützen wir in Zusammenarbeit mit Verbänden der freien Wohlfahrtspflege und der Stadt Mannheim dabei, ihre Energie- und Wasserrechnungen bezahlen zu können. Für diesen Zweck hat die MVV Energie AG einen Nothilfefonds eingerichtet; mehr als 1 300 private Haushalte haben seit Bestehen dieses Fonds finanzielle Unterstützung aus ihm erhalten.
Derzeit sponsert die ENERGIEVERSORGUNG OFFENBACH AG (EVO) fünf Sportvereine bei ihrer herausragenden Arbeit in der Region Offenbach; im Bereich Kultur werden die Projekte des Kunstforums Seligenstadt und der "Locomotion Tanzbühne" Offenbach finanziell gefördert. Unter dem Motto "Mit Hand und Herz für Dein Projekt" hat die EVO einen neuen Sponsoring-Wettbewerb gestartet: Gesucht werden interessante Projekte von Kulturschaffenden, sozialen Initiativen, Sport- und Naturschutzvereinen aus der Stadt und dem Kreis Offenbach.
Seit Jahren setzt sich die STADTWERKE KIEL AG (SWK) für soziale und ökologische Projekte sowie für Projekte aus dem Sportbereich ein, um den Raum Kiel zu einer noch lebenswerteren Region zu machen. Eine besondere Rolle spielt die Förderung von Kindern und Jugendlichen, insbesondere das Camp 24|sieben. Dieses bundesweit einzigartige Projekt ermöglicht es, dass jedes Kieler Kind erste Segelerfahrungen machen kann. Seit dem ersten Segelcamp 2003 nahmen Sommer für Sommer tausende Kinder und Jugendliche teil. Darüber hinaus fördert die SWK die Arbeit auf dem Segelschulschiff Thor Heyerdahl: Auf weltweiten Segeltörns lernen Jugendliche, was Teamarbeit ausmacht und wie man in einer Gemeinschaft Verantwortung übernimmt und Einsatzbereitschaft zeigt.
Die STADTWERKE INGOLSTADT BETEILIGUNGEN GMBH engagiert sich für soziale Einrichtungen, Vereine aus unterschiedlichen Bereichen sowie für Sport- und Kulturveranstaltungen, die den Nachwuchs fördern und/oder eine feste regionale Verwurzelung haben. Unter anderem unterstützen sie die Aktion "Frühstück für alle" -Anlass für den Start der Initiative war die steigende Anzahl der Schülerinnen und Schüler, die ohne Frühstück und damit mit schlechten Startvoraussetzungen in die Schule kommen. In Zusammenarbeit mit dem Schulverwaltungsamt der Stadt Ingolstadt erhalten die Schüler in vier Grundschulen vor Schulbeginn ein ausgewogenes Frühstück.
Neben ihrem Engagement für regionale Fußball-, Handball- und Hockeyvereine unterstützt die KÖTHEN ENERGIE GMBH soziale Einrichtungen, beispielsweise den Behindertenverein e.V. Köthen, und kulturelle Veranstaltungen.
Die Energiebranche in Deutschland befindet sich in einem Transformationsprozess, der hohe Anforderungen an die Unternehmen stellt. Die energiepolitischen Veränderungen lassen für MVV Energie zum einen die unternehmerischen Risiken steigen, zum anderen bringen sie Chancen mit sich, die wir nutzen und auf die wir unser Geschäftsmodell ausrichten.
In diesem Bericht stellen wir unser Risikomanagementsystem dar, zeigen die Entwicklung der erwarteten Gesamtrisikosituation auf und erläutern unsere sechs Kategorien, in die wir Chancen und Risiken einteilen. Zudem berichten wir über unser ► Internes Kontrollsystem zum Rechnungslegungsprozess ab Seite 99.
Für den MVV Energie Konzern ist eine wirksame Strategie für den Umgang mit Chancen und Risiken von hoher Bedeutung, denn es ist unser Ziel, signifikante negative Abweichungen vom geplanten Ergebnis zu vermeiden. Dazu nutzen wir systematisch unser Chance/ Risiko-Management: Wir identifizieren und bewerten die von uns ermittelten Chancen und Risiken; wir aggregieren sie unter Berücksichtigung der ergriffenen Gegenmaßnahmen (Netto-Betrachtung) zu einem Chance/Risiko-Profil und überwachen und steuern so die Entwicklungen im Geschäftsjahr. Es gibt keine für unser Geschäft relevanten Risiken, die wir grundsätzlich nicht erfassen oder grundsätzlich vermeiden würden. Obwohl wir bei unserer Prognose für das Adjusted EBIT die Chancen und Risiken sorgfältig abgewogen und berücksichtigt haben, können künftige Entwicklungen und Ereignisse dennoch zu positiven oder negativen Abweichungen von unserer Prognose führen.
Unser Risikomanagementsystem ist konzernweit etabliert und umfasst die im Konzernabschluss konsolidierten Gesellschaften; es entspricht der sogenannten Best Practice in Industrieunternehmen.
Die Risikopolitik wird durch den Vorstand festgelegt; er beschließt die Prozesse und Zuständigkeiten sowie die Verfahren, mit denen die Risikobeurteilung bewertet wird. Das Risikomanagement-Handbuch steht allen Mitarbeitern im Intranet zur Verfügung. Unser zentrales Risikocontrolling verantwortet die Überwachung der Konzernrisikoposition; dort ist die kontinuierliche Beobachtung der Risiken verankert. Die Abteilung arbeitet eng mit den Risikoträgern in den legalen Geschäftseinheiten und Geschäftsfeldern zusammen, die jeweils auch für das Ergebnis der jeweiligen Geschäftseinheit verantwortlich sind.

Innerhalb der Geschäftseinheiten ist das operative Risikomanagement angesiedelt: Die sogenannten Risikoträger überprüfen die aktuelle Geschäftssituation regelmäßig und identifizieren die wesentlichen Chancen und Risiken. Zudem beurteilen sie, welche finanziellen Auswirkungen der Chancen und Risiken auf das geplante Adjusted EBIT zu erwarten sind; diese Auswertung melden die Risikoträger standardisiert und regelmäßig an das zentrale Risikocontrolling. Sie sind auch dafür verantwortlich, entsprechende Maßnahmen zur Bewältigung der Risiken umzusetzen beziehungsweise Chancen zu nutzen.
Das zentrale Risikocontrolling aggregiert die konzernweit erhobenen Chancen und Risiken mit Hilfe von stochastischen Methoden; zudem listet es separat die größten Einzelgefährdungen auf. Aus der Kombination von finanzieller Auswirkung und Eintrittswahrscheinlichkeit unterscheiden wir die erwartete Risikosituation in "gering", "mittel" und "hoch"; dazu betrachten wir die ungünstigsten Fälle je Kategorie. Der Vorstand und der Aufsichtsrat erhalten quartalsweise einen Risikoreport über das Chance/Risiko-Profil des Konzerns. In dringlichen Fällen wird dem Vorstand umgehend berichtet -er informiert dann wiederum den Aufsichtsrat.
Wesentlicher Bestandteil unseres Risikomanagements ist es, Maßnahmen zu entwickeln und umzusetzen, die dazu dienen, Risiken zu verringern oder auf Dritte zu überwälzen. Es kann auch zu einer erfolgreichen Risikostrategie gehören, Risiken bewusst einzugehen, wenn diese beherrschbar sind und den Risiken entsprechende Chancen oder andere Kompensationsmöglichkeiten gegenüberstehen.
Die unternehmerischen Bedingungen im Umfeld der Energiebranche haben sich im Vergleich zum Vorjahr nicht verbessert.
Der Wettbewerbsdruck steigt weiterhin spürbar an. Obwohl zum 1. August 2014 die EEG-Novelle in Kraft getreten ist, bestehen weiterhin Unsicherheiten hinsichtlich ausstehender energiepolitischer Entscheidungen. Das bedeutet unter anderem, dass für viele anstehende Investitionen in Anlagen zur Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien nur eingeschränkte Planungssicherheit existiert. Energieunternehmen müssen weiterhin mit tiefgreifenden Veränderungen und instabilen Rahmenbedingungen rechnen. Dadurch und vor dem Hintergrund unverändert volatiler Energiemärkte ist unsere zukünftige Geschäftstätigkeit -trotz unseres ausgewogenen Chance/Risiko-Profils -auch weiterhin mit Risiken behaftet.
Nach Einschätzung des Vorstands entwickelt sich die erwartete Risikosituation insgesamt gleichbleibend - Näheres zeigt die Übersicht unten. Aus Sicht des Vorstands des MVV Energie Konzerns gibt und gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass Risiken einzeln oder in ihrer aggregierten Gesamtheit den Fortbestand des gesamten Unternehmens oder eines wesentlichen Teilkonzerns im Berichtszeitraum gefährdet haben oder darüber hinaus gefährden könnten. Vom Bilanzstichtag 30. September 2014 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2013/14 hat sich die erwartete Risikosituation unseres Konzerns nicht wesentlich verändert.
Wir haben die Faktoren, die unsere Geschäftsentwicklung sowie die Ertrags-, Vermögens- und Finanzlage positiv oder negativ beeinflussen können, in die nachfolgenden sechs Kategorien unterteilt. Die erwartete Risikosituation der folgenden Kategorien stufen wir als mittel ein:
| ― |
Preisrisiken, insbesondere Strompreisrisiken |
| ― |
Operative Risiken, vor allem aus dem Anlagenbetrieb |
| ― |
Mengenrisiken, besonders aus Absatzschwankungen durch Witterungseinflüße |
Die erwartete Risikosituation der anderen Kategorien stufen wir als "gering" ein.
Zur Kategorie der Preisrisiken und -chancen gehören: Preisschwankungen der Commodities sowohl auf der Bezugs- als auch auf der Absatzseite, Wechselkursveränderungen und Zinsänderungen. Die erwartete Risikosituation innerhalb der Preisrisiken halten wir insgesamt für gleichbleibend mittel.
Finanzinstrumente nutzen wir hauptsächlich zur Begrenzung von Zins-, Währungs- und Commodity-Risiken -wir berichten ausführlich über sie in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 128.

SCHWANKUNGEN DES CLEAN DARK SPREAD: Die Erzeugungsmarge aus der Steinkohleverstromung -der sogenannte Clean Dark Spread (CDS) -errechnet sich aus der Differenz zwischen den Stromerlösen an den Großhandelsmärkten und den Kosten, die bei der Erzeugung entstanden sind. Die Erzeugungskosten setzen sich größtenteils aus den Kosten für Kohle (einschließlich der Transportkosten und der Währungsumrechnungsdifferenz) und der CO2 -Emissionszertifikate zusammen. Die möglichen Auswirkungen von Preisschwankungen auf unser Erzeugungs-Portfoliomanagement beobachten, bewerten und steuern wir mit einer konzernweiten Systematik.
Der CDS blieb auch im Geschäftsjahr 2013/14 weiter auf historisch niedrigem Niveau. Der niedrige CDS wirkt sich insbesondere negativ auf unser Ergebnis im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement bei der Vermarktung unserer Kraftwerkskapazitäten aus.
Erst wenn sich die Erzeugungsmarge wieder deutlich verbessert, könnten Chancen entstehen.
ENERGIEPREISSCHWANKUNGEN AM MARKT: Wir kaufen die Energiemengen, die unser Vertrieb für die Lieferungen an unsere Kunden benötigt, überwiegend am Energiehandelsmarkt ein und decken uns dabei bis zu drei Kalenderjahre im Voraus ein. Dafür schließt unsere Energiehandelstochter MVV Trading GmbH die entsprechenden Geschäfte gemäß unserem geltenden Hedging-Regelwerk ab. So können wir unsere Ergebnisse in den Berichtssegmenten Handel- und Portfoliomanagement sowie Vertrieb und Dienstleistungen verstetigen und verringern frühzeitig Unsicherheiten für die folgenden Geschäftsjahre -wir begrenzen mit unserem Energiehandel also aktiv das Volumen unserer Risikoposition.
WECHSELKURSVERÄNDERUNGEN: Die Chancen und Risiken, die aufgrund von Wechselkursveränderungen entstehen, hatten für uns bislang nur eine geringe Bedeutung. Aufgrund unserer beiden großen Bauprojekte in Großbritannien wird jedoch der Euro/Pfund-Wechselkurs wichtiger: Wir bauen in Plymouth eine thermische Abfallverwertungsanlage und in Ridham Dock ein Biomassekraftwerk; beide Anlagen werden im Jahr 2015 in Betrieb gehen. Wir haben frühzeitig eine Absicherungsstrategie für Wechselkursveränderungen entwickelt, die während der Bauzeit negative Auswirkungen auf das Ergebnis des Berichtssegments Erzeugung und Infrastruktur verhindert.
ZINSÄNDERUNGEN: Vor allem aus der Finanzierung von großen Projekten können sich Zinsänderungsrisiken ergeben, die jedoch von unserer Finanzierungsabteilung kontinuierlich überwacht und abgesichert werden. Wir gehen davon aus, dass die Höhe der Risikoposition, die das investitionsintensive Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur betrifft, gleich bleibt.
Der Bau und Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung ist der Hauptfaktor, aus dem operative Chancen und Risiken für MVV Energie entstehen können. Wir beurteilen die erwartete Risikosituation innerhalb der operativen Chancen und Risiken insgesamt als mittel.
UNSICHERHEITEN AUS DEM ANLAGENBETRIEB: Der Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur bringt wesentliche operative Unsicherheiten für unseren Konzern mit sich: Der ungeplante Stillstand einer Anlage könnte zum einen dazu führen, dass wir nicht die geplanten Mengen produzieren können; zum anderen könnten weitere Kosten auf uns zukommen, beispielsweise für die Reparatur der Anlage, für zuzukaufende Ersatzlieferungen für unsere Kunden oder für Vertragsstrafen. Die Ausfallrisiken verringern wir durch regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen im Zuge der Instandhaltungsstrategie unserer Anlagen. Dennoch können wir Ausfälle nicht ausschließen. Wir haben entsprechende Versicherungen abgeschlossen, um die finanziellen Auswirkungen möglicher Schäden zu begrenzen. Der Einfluss, den diese Risikoposition auf das geplante Adjusted EBIT haben könnte, wird mit Inbetriebnahme der im Bau befindlichen Anlagen steigen.
Gelingt es jedoch, geplante Revisionszeiten zu unterschreiten, die Verfügbarkeit einer Anlage über die anvisierten Benutzungsstunden hinaus auszulasten oder den Wirkungsgrad zu steigern, dann können wir höhere Erzeugungsmengen erreichen und damit die Kosten verringern.
RISIKEN AUS DEM VERLAUF VON BAUPROJEKTEN: Energieerzeugung erfordert hohe, langfristig ausgelegte Investitionen. Der Bau großer neuer Erzeugungsanlagen beinhaltet lange Planungs- und Bauphasen. Unser geplantes Adjusted EBIT kann negativ beeinflusst werden, falls sich solche Großprojekte verzögern oder die Kosten aufgrund aktueller Entwicklungen höher werden als geplant. Wir legen daher in der Planungsphase besonderes Augenmerk darauf, dass unsere Projekte solide konzipiert und kalkuliert sind; in unsere sorgfältige Prüfung beziehen wir die zuständigen Fachabteilungen ein. Für das Projektmanagement nutzen wir geeignete Methoden, mit denen wir Verzögerungen in der Bauphase und mögliche Nachforderungen (Claim Management) begrenzen.
Im Berichtsjahr haben wir unsere Großprojekte vorangetrieben: die Errichtung der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth, den Bau des Biomassekraftwerks in Ridham Dock, beide in Großbritannien, den Bau einer weiteren Biomethananlage in Staßfurt und den Bau des Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim. Alle Anlagen wollen wir noch im Jahr 2015 in Betrieb nehmen. Wir erachten die zukünftigen Risiken aus dem Verlauf von Bauprojekten, die dem Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur zugeordnet sind, als gleichbleibend.
Es besteht die, wenn auch geringe Chance, dass die Bauprojekte schon vor dem anvisierten Termin erfolgreich beendet werden und damit die Inbetriebnahme früher erfolgen kann.
ENTWICKLUNGEN IM PERSONALBEREICH: Auch der Personalbereich birgt Risiken: Zum Beispiel könnte der demografische Wandel für Unternehmen des MVV Energie Konzerns zu Kapazitäts- und Alterungsrisiken führen, je nach Standort in unterschiedlichem Ausmaß. Die Grundlage für unseren Unternehmenserfolg sind qualifizierte und engagierte Mitarbeiter. Um diese zu finden und langfristig an uns zu binden, ergreifen wir zahlreiche Maßnahmen, die uns bei potenziellen Mitarbeitern als attraktiven Arbeitgeber auszeichnen. Beispielsweise optimieren wir unsere Personalentwicklung und bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern. Wir informieren hierzu ausführlich im Kapitel ► Nachhaltigkeit ab Seite 86. Das zukünftige Risiko, keinen geeigneten Ersatz für Schlüsselpositionen zu finden, bewerten wir weiterhin als unverändert. Wir erwarten, mit unseren Programmen zur Mitarbeitergewinnung und -bindung erfolgreich zu sein und damit unsere Chancen zu steigern, besonders begehrte Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. Zusätzlich nutzen wir die gezielte Weiterqualifikation unserer Mitarbeiter, um Nachfolgeregelungen für Schlüsselpositionen frühzeitig sicher zu stellen. Einflüsse, aus denen Risiken aus Pensionsverpflichtungen resultieren könnten, wurden bereits in Pensionsgutachten berücksichtigt und sind in unsere Planung eingeflossen. Die Informationen zu unseren Pensionsverpflichtungen finden Sie in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 143 (Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen).
RISIKEN IM IT-, MODELL-, ORGANISATIONS- UND SICHERHEITSBEREICH: Daten sicher speichern und Informationstechnologie unterbrechungsfrei nutzen zu können, ist für alle Geschäftsprozesse wichtig. IT-Risiken minimieren wir durch umfangreiche technische und organisatorische Maßnahmen -beispielsweise durch permanente Datenspiegelungen zwischen den Produktionsrechnern und den räumlich getrennten Backup-Rechnern. Alle wichtigen Hardwarekomponenten haben wir redundant ausgelegt; zudem verfügen wir über ein Ausweichrechenzentrum. Der Sicherheit unserer IT-Infrastruktur und IT-Systemen schenken wir große Aufmerksamkeit, um mögliche Angriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Aus unserer Sicht haben sich die IT-Risiken für unseren Konzern nicht verändert. Dies gilt auch für Chancen und Risiken im Modell-, Organisations- und Sicherheitsbereich.
Sowohl auf der Erzeugungs-, der Beschaffungs- als auch auf der Absatzseite können sich Mengenschwankungen positiv oder negativ auf unser operatives Ergebnis auswirken. Wir beurteilen die erwartete Risikosituation innerhalb der Mengenrisiken insgesamt als mittel, wobei sie insgesamt leicht gestiegen ist.
MENGENSCHWANKUNGEN INFOLGE GEÄNDERTER WIRTSCHAFTLICHER BEDINGUNGEN: MVV Energie ist vom Konjunkturverlauf nur indirekt betroffen: Wenn unsere großen Industrie- und Gewerbekunden aufgrund der wirtschaftlichen Lage weniger produzieren, kann das dazu führen, dass sie weniger Energie von uns beziehen. Falls es hingegen zu einer Produktionssteigerung bei unseren Kunden kommt, entstehen Chancen auf höhere Absatzmengen.
Auch das Gewerbeabfallaufkommen kann produktions- und damit konjunkturbedingt höher oder geringer ausfallen. Dank unseres Stoffstrommanagements können wir flexibel auf veränderte regionale Marktbedingungen reagieren und so mögliche Mengenrisiken für unsere Anlagen minimieren. Allerdings könnten die Erlöse selbst bei einer hohen Auslastung unserer thermischen Abfallverwertungsanlagen unterhalb unserer Erwartungen liegen -zum Beispiel, wenn eine schlechte Qualität des Brennstoffs das Ergebnis negativ beeinflusst. Ein geringerer Brennwert des Abfalls führt jedoch nicht zwingend zu Einbußen: Denn gegebenenfalls könnte so eine größere Menge verfeuert werden -was zu steigenden Abfallerlösen führen würde, weil Abfall nach Gewicht vergütet wird.
Die zukünftige Ergebnisunsicherheit aus Mengenschwankungen im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur beurteilen wir aufgrund der im Jahr 2015 zunehmenden Anzahl eigener Erzeugungsanlagen, insbesondere durch den Zubau beziehungsweise Zukauf bei den Windkraftanlagen, als gestiegen.
ABSATZSCHWANKUNGEN DURCH WITTERUNGSEFFEKTE: In der Heizperiode (Oktober bis April) ist unsere Geschäftsentwicklung durch den Fernwärme- und Gasabsatz eng mit dem Witterungsverlauf verknüpft. Aus Witterungseffekten können sich für alle Berichtssegmente Chancen und Risiken ergeben. Chancen ergeben sich für uns, wenn der Witterungsverlauf kälter ist als geplant. Im Geschäftsjahr 2013/14 war das Gegenteil der Fall: Die Heizperiode war durch eine langanhaltend milde Witterung geprägt; dies beeinflusste den Absatz von Fernwärme und Gas an Endkunden und das daraus resultierende Adjusted EBIT in den Berichtssegmenten Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen sowie Erzeugung und Infrastruktur negativ.
ABSATZSCHWANKUNGEN DURCH WETTBEWERB ODER EFFIZIENZMAßNAHMEN: Im liberalisierten Energiemarkt ist der Wettbewerbsdruck Jahr für Jahr gestiegen. Wenn sich Kunden für andere Anbieter entscheiden, führt das zu Mengenrückgängen. Mengeneinbußen können auch die Folge von Effizienzmaßnahmen sein, die das Abnahmeverhalten der Kunden verändern, wie zum Beispiel Wärmedämmungen.
Die Chancen, die aus dem liberalisierten Markt entstehen, ergreifen wir: Durch innovative, wettbewerbsfähige Produkte mit hohem Kundennutzen, beispielsweise im Bereich der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien, stärken wir die Bindung unserer Kunden und steigern unsere Chancen, neue Kunden zu gewinnen. Trotz des intensiver gewordenen Wettbewerbs bleiben daher die Risiken in diesem Bereich im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen aus unserer Sicht auf dem gleichen Niveau.
Die Risiken aus auslaufenden Konzessionsverträgen erachten wir als unverändert, da wir traditionell eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den kommunalen Eigentümern pflegen.
Unter gesetzlichen Risiken fassen wir Risiken im Zusammenhang mit der Regulierung oder rechtlichen Themen zusammen -beide könnten Einfluss auf unsere Geschäftsentwicklung haben. Wir beurteilen die erwartete Risikosituation innerhalb der gesetzlichen Risiken als gleichbleibend gering.
REGULIERUNGSRISIKEN: Greifen Behörden -wie die Bundesnetzagentur (BNetzA) oder die Kartellämter -in die Preisgestaltung ein, so können aus der Regulierung Risiken für uns entstehen. In der Vergangenheit betraf das beispielsweise die Netzentgelte, die von der BNetzA festgesetzt werden. Der Prozess, mit dem die Erlösobergrenzen der Netzbetreiber von Strom und Gas in der zweiten Regulierungsperiode festgelegt werden, ist noch nicht abgeschlossen; es zeichnet sich jedoch ab, dass sich die Risiken für unsere Planung reduziert haben, weil wir die zukünftigen Netzerlöse mit der gebotenen Vorsicht eingeplant hatten. Wie allgemein in der Energiebranche können wir nicht ausschließen, dass auch unsere Wasser- oder Fernwärmepreise überprüft werden und zumindest Kartellbehörden eine Preissenkung im Vertrieb verfügen könnten. Regulierungsrisiken sind des Weiteren für das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur bedeutend. Die veränderten Vorgaben des Gesetzgebers, die sich aus der am 1. August 2014 in Kraft getretenen Neugestaltung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) ergeben, haben wir geprüft und in unsere Planung miteinbezogen. Es ist jedoch möglich, dass der Gesetzgeber weitere Entscheidungen trifft, die unser Adjusted EBIT negativ beeinflussen könnten. Regulierungsrisiken sind hauptsächlich für die Berichtssegmente Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement sowie Vertrieb und Dienstleistungen relevant.
Um Regulierungsrisiken entgegenzuwirken, beteiligen wir uns aktiv an der politischen Meinungsbildung -dazu informieren wir ausführlich im ► Wirtschaftsbericht ab Seite 53.
RECHTLICHE RISIKEN: Im Zusammenhang mit Gerichtsprozessen, Produkthaftungen sowie unvorteilhaften oder nicht durchsetzbaren Verträgen könnten für MVV Energie rechtliche Risiken eintreten, die alle Berichtssegmente betreffen könnten. Diese Risiken begrenzen wir, indem unsere Konzernrechtsabteilung Verträge entsprechend verhandelt und verfasst. Zudem haben wir ein konzernweit gültiges Compliance-Management-System, das auch dazu dient, Gesetzesverstöße zu vermeiden; wir berichten darüber im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 34.
Die Geschäftsentwicklung von MVV Energie ist außerdem Risiken ausgesetzt, die sich aus der Rechtsprechung in Bezug auf Preisanpassungsklauseln ergeben; für unser Unternehmen könnten daraus auch Unsicherheiten in der Gestaltung zukünftiger Verträge entstehen.
Die erwartete Risikosituation aus rechtlichen Risiken schätzen wir als gleichbleibend ein.
Zu den Finanzierungsrisiken zählen größtenteils Forderungsausfall- sowie Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiken; die zusammengefasste erwartete Risikosituation der Finanzierungsrisiken beurteilen wir als gleichbleibend gering.
FORDERUNGSAUSFALLRISIKEN: Forderungsausfälle entstehen, wenn Kunden oder Geschäftspartner unsere Rechnungen nicht oder nur zum Teil begleichen. Insbesondere bei langfristigen Lieferbeziehungen, wie bei Contracting-Verträgen, besteht dieses Risiko. Um es zu begrenzen, suchen wir unsere Geschäftspartner mit kaufmännischer Vorsicht aus. Wir diversifizieren unser Portfolio, um damit eine kumulative Häufung von Ausfallrisiken zu vermeiden. Die Bonität unserer Kunden prüfen wir genau; bei Bedarf vereinbaren wir zusätzlich die Hinterlegung von Sicherheiten, Bürgschaften oder Garantien. Forderungsausfallrisiken bestehen für alle Berichtssegmente; wir schätzen die erwartete Risikosituation als gleichbleibend ein.
REFINANZIERUNGS- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN: Unser Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko -das Risiko, dass wir benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschaffen könnten -erachten wir als unverändert. Wir profitieren von unserem konzerninternen Cash Pooling, mit dem wir das Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko verringern - und mit dem wir darüber hinaus unser Zinsergebnis positiv beeinflussen können. Unseren langfristigen Kapitalbedarf decken wir unter anderem mit Schuldscheindarlehen ab. Das weiterhin niedrige Zinsniveau bietet uns Chancen bei der Refinanzierung. Über unser Tilgungsprofil informieren wir im ► Wirtschaftsbericht auf Seite 69.
LÄNDERRISIKEN: Länderrisiken bestehen im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen aufgrund der möglichen Zahlungsunfähigkeit oder der fehlenden Zahlungsbereitschaft eines Staates und durch Transferrisiken. Wie in den Vorjahren spielt dieses Risiko bei uns keine wesentliche Rolle.
Richtige strategische Entscheidungen sind die Grundlage für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg. Deshalb ist es für den MVV Energie Konzern besonders wichtig, dass wir Entscheidungen sorgfältig abwägen, in welche Märkte, Technologien, Unternehmen oder Projekte wir zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang investieren wollen. Wie in der Energiebranche üblich, fließt in unserem Unternehmen viel Kapital in langfristige Sachanlagen zur Energieerzeugung und -verteilung. In unserem strategischen Planungsprozess identifizieren wir die Potenziale neuer Märkte und Technologien. Daraufhin treffen wir unsere strategischen Entscheidungen auf der Basis fundierter Markt- und Wettbewerbsanalysen mit sorgfältigen Rentabilitätsberechnungen, insbesondere unter Chance- und Risikogesichtspunkten.
In enger Abstimmung mit dem Vorstand überwacht unsere Abteilung Konzernstrategie kontinuierlich die strategische Ausrichtung und passt sie neuen Gegebenheiten an.
Eine wesentliche strategische Entscheidung im Berichtsjahr war, dass wir uns nicht an einem neuen Gasheizkraftwerk der Stadtwerke Kiel beteiligen werden. Wir diskutieren und bewerten die Lösungen zur weiteren Vorgehensweise ausführlich.
Im Rahmen unseres Strategieprojekts MVV 2020 haben wir ein Investitionsprogramm von 3 Mrd Euro gestartet; innerhalb der letzten fünf Jahre haben wir bereits ein Investitionsvolumen von rund 2,2 Mrd Euro umgesetzt oder verbindlich beschlossen. Für unser geplantes Adjusted EBIT ist es von Bedeutung, dass die strategisch wichtigen Investitionen zu den erwarteten Einnahmen führen werden. Unsere Investitionen prüfen wir gemäß unserer internen Richtlinien; die Fachabteilungen beziehen wir bei der Bewertung ein.
Fehleinschätzungen hinsichtlich der Planungsprozesse, der zukünftigen Rentabilität, der nötigen Finanzierungsrahmen und der möglichen Risiken von Beteiligungen, Geschäftsfeldern oder auch von einzelnen Projekten in zukünftigen Geschäftsjahren könnten -trotz sorgfältiger Prüfung -zu Einbußen beim geplanten Adjusted EBIT führen.
Durch die Transformation des Energiesystems in Deutschland ist die Planungsunsicherheit für unser Unternehmen -trotz der bereits in Kraft getretenen EEG-Novelle -weiterhin hoch; wir beurteilen die erwartete Risikosituation innerhalb der strategischen Risiken als gering.
Aus dem tiefgreifenden Umbau des Energieversorgungssystems entstehen nicht nur Risiken für Unternehmen der Energiebranche; der Wandel bietet auch Chancen für mittel- und langfristiges profitables Wachstum. Unsere Konzernunternehmen sind kommunal und regional fest verankert; unser breit gefächertes Geschäftsportfolio ist entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette ausgerichtet. Dank der konsequenten Umsetzung unserer auf nachhaltiges Wachstum ausgerichteten Strategie sind wir gut positioniert, um die Chancen wirtschaftlich nutzen zu können. Die Strategie des MVV Energie Konzerns erläutern wir im Kapitel ► Unternehmensstrategie ab Seite 48. Über Chancen für unser Unternehmen berichten wir auch im ► Prognosebericht ab Seite 105.
Das rechnungslegungsbezogene Interne Kontrollsystem (IKS) nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB ist standortübergreifend integraler Bestandteil der Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse des MVV Energie Konzerns. So sorgen wir zum einen für eine ordnungsgemäße, zuverlässige und konzernweit einheitliche Rechnungslegung einschließlich der Aufstellung des Konzernabschlusses und der Lageberichterstattung. Und zum anderen dafür, dass das Unternehmen die gesetzlichen Vorschriften und internen Maßgaben einhält.
Wir haben in unserer Unternehmensgruppe durch das IKS die Transparenz bei allen kaufmännischen Prozessen verbessert, die für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des MVV Energie Konzerns wichtig sind. Das rechnungslegungsbezogene IKS erstreckt sich auf die Finanzberichterstattung des gesamten MVV Energie Konzerns; es beinhaltet Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen, die eine vollständige, richtige und zeitnahe Erfassung von Geschäftsvorfällen unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben sicherstellen sollen. Dazu zählen die Grundsätze der ordnungsmäßigen Buchführung, die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) sowie ergänzende Bestimmungen der Satzung. Die MVV Energie AG als börsennotierte Gesellschaft wendet zusätzlich den Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung an. In einem Compliance-Management-Bericht informieren wir jährlich darüber, ob die gesetzlichen Vorgaben eingehalten werden; Informationen dazu befinden sich im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 34.
Vorstände und Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaften sowie ausgewählte Bereichs- und Konzernabteilungsleiter des MVV Energie Konzerns leisten quartalsweise einen internen Bilanzeid.
Vor Feststellung und nachfolgender Veröffentlichung wird der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns durch den Bilanzprüfungsausschuss und den Aufsichtsrat geprüft. Er wird zentral in Mannheim vom kaufmännischen Bereich des Konzerns nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) -wie sie in der EU anzuwenden sind -erstellt sowie nach den ergänzenden handelsrechtlichen Bestimmungen nach § 315a Abs. 1 HGB; wesentliche Bilanzierungsfragen werden im Konzern vom Bereich Rechnungswesen und Steuern bearbeitet. Dieser Bereich steht auch als Ansprechpartner für die Tochtergesellschaften zur Verfügung.
Wir erstellen den Konzernabschluss in einem mehrstufigen Prozess mithilfe einer SAP-Konsolidierungssoftware. Die einzelnen Tochtergesellschaften erstellen ihre Abschlüsse, die von dem jeweiligen Abschlussprüfer geprüft und anschließend bei der MVV Energie AG zum Konzernabschluss zusammengeführt werden. Einzelne Prozesse, die indirekten Einfluss auf die Rechnungslegung haben, wie die Abrechnungsdienstleistung, sind bei unserer Tochtergesellschaft Soluvia GmbH lokalisiert. Die allgemeinen Konsolidierungsprozesse unseres Unternehmens haben wir schriftlich fixiert und überwachen diese im Rahmen der Abschlusserstellung. Alle Gesellschaften, die wir in den Konzernabschluss einbeziehen, unterliegen einer einheitlichen Richtlinie zur Bilanzierung und Berichterstattung; diese gilt für die Jahres- und Zwischenabschlüsse des Konzerns. Die Richtlinie umfasst: eine Beschreibung der anzuwendenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit IFRS sowie die für unser Unternehmen typischen Rechnungslegungsvorschriften -beispielsweise die Behandlung unserer regulatorischen Verpflichtungen. Im Rahmen der Abschlussprozesse tragen wir zudem weitere Informationen zusammen, die für die Rechnungslegung und Abschlusserstellung relevant sind -sowohl qualitativ als auch quantitativ. Wir erörtern sie mit Vertretern der verschiedenen Fachbereiche regelmäßig in festgelegten Prozessen und erfassen sie im Rahmen unserer Qualitätssicherung, um zu gewährleisten, dass alle relevanten Daten vollständig festgehalten wurden. Unsere laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses haben wir in funktionale Prozessschritte unterteilt und für diese Schritte automatisierte oder manuelle Kontrollen verankert.
Zu den Grundlagen des IKS innerhalb der Aufbau- und Ablauforganisation gehören:
| ― |
das Vier-Augen-Prinzip |
| ― |
die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen |
| ― |
Richtlinien, Verfahrensanweisungen und Genehmigungsprozesse, die durch ein internes Informations- und Kommunikationssystem unterstützt werden |
Wir haben Überwachungskontrollen über alle Hierarchiestufen hinweg eingerichtet.
Risiken, die dem Ziel der normenkonformen Veröffentlichung des Konzernabschlusses entgegenstehen könnten, haben wir identifiziert, indem wir die notwendigen Prozesse und Schnittstellen analysiert, die Beteiligten geschult und den Zeitplan detailliert niedergelegt haben. Unser IKS dient dazu, das Risiko von wesentlichen Falschdarstellungen im Konzernabschluss, im zusammengefassten Lagebericht und in den Finanzberichten zu den Quartalen und zum Halbjahr zu vermeiden, die aufgrund von Fehlern oder Betrug entstehen könnten.
Der kaufmännische Bereich der MVV Energie AG ist verantwortlich für das rechnungslegungsbezogene IKS, für die Aufstellung des Einzelabschlusses der MVV Energie AG und des Konzernabschlusses. Im MVV Energie Konzern werden gleichwertige interne Kontrollsysteme mit einem einheitlichen Standard eingesetzt. Um der Forderung nach einem dokumentierten und jederzeit nachvollziehbaren IKS nachzukommen, implementierte die MVV Energie AG bereits im Geschäftsjahr 2009/10 eine standardisierte Vorgehensweise zur Prozess- und Kontrolldokumentation. Die bedeutendsten Gesellschaften des Konzerns haben eigene IKS-Verantwortliche, die auf Gesellschaftsebene die Dokumentation des IKS nach dem standardisierten Verfahren überwachen und regelmäßig an den IKS-Verantwortlichen der MVV Energie AG berichten. Standortübergreifend wird die Einhaltung der standardisierten Vorgehensweise von der MVV Energie AG überwacht. Die Ergebnisse werden in einem Bericht zusammengefasst; er dient als Grundlage für die IKS-Berichterstattung.
Die Ablauforganisation in den abschlussrelevanten Bereichen der MVV Energie AG wird durch eine spezielle Software dargestellt und im Intranet veröffentlicht. Einzelfallbezogene Regelungen, die den Prozessablauf detaillierter beschreiben, sind als zusätzliche Informationen im Prozessablauf hinterlegt. Der Abschluss wird nach einem strengen Terminplan erstellt, der strikt eingehalten werden muss; einbezogen werden alle Bereiche, die Daten zur Verfügung stellen müssen für die Erstellung der Finanzberichte zu den Quartalen beziehungsweise des Geschäftsberichts. Die rechtzeitige Anlieferung von Informationen zu den jeweiligen Terminen wird überwacht, die angelieferten Daten werden dokumentiert. Beides erfolgt standardisiert und ist jederzeit nachvollziehbar.
Unterstützt wird das Rechnungswesen durch ein integriertes Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System). Durch Validierungen, die im ERP-System hinterlegt sind, werden Daten auf ihre Gültigkeit geprüft: So sollen Fehler bereits vorab systemseitig vermieden werden. Im ERP-System ist zudem ein Benutzerberechtigungskonzept hinterlegt, mit dem ein unberechtigter Zugriff auf Daten und Systeme sowie auf Systemeinstellungs-, Buchungs- und Berichtsfunktionen ausgeschlossen werden soll.
Das Konzerncontrolling überwacht regelmäßig, ob die Ziele eingehalten werden, die der Aufsichtsrat in der Wirtschaftsplanung verabschiedet hat; Abweichungen zur geplanten Entwicklung und zur Entwicklung des letzten Geschäftsjahrs werden dokumentiert. Dazu wird regelmäßig ein umfangreicher Bericht für den Vorstand angefertigt, in dem die Geschäftsentwicklung anhand der Kommentierungen der einzelnen Geschäftsfelder und Teilkonzerne erläutert wird. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden Maßnahmen vorgeschlagen; auf dieser Grundlage steuert der Vorstand das Geschäft des MVV Energie Konzerns.
Die Vorstände und Geschäftsführer der konsolidierten Tochtergesellschaften sind verantwortlich für die Implementierung, Aufrechterhaltung und Überwachung des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems; dabei erhalten sie unter anderem Unterstützung von der Konzernrevision: Diese prüft im Rahmen einer risikoorientierten Prüfungsplanung das Interne Kontrollsystem und Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns, identifiziert Schwachstellen und überwacht, ob die eingeleiteten Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt wurden, um Schwachstellen zu beheben.
Der Aufsichtsrat beziehungsweise der Bilanzprüfungsausschuss der MVV Energie AG und die Aufsichtsräte der konsolidierten Beteiligungen prüfen als übergeordnete Instanzen ebenfalls jährlich, ob Aufbau und Funktionsweise des Internen Kontrollsystems und des Risikomanagementsystems angemessen sind. Sie sind damit wesentlicher Bestandteil des internen Überwachungssystems des MVV Energie Konzerns.
Im Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen.
Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013/14 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex'. Wir haben unser Vergütungssystem so aufgebaut, dass ein Anreiz entsteht, das Unternehmen erfolgreich und nachhaltig zu führen.
Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet.
Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 408 Tsd Euro (Vorjahr 2 219 Tsd Euro), die aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten bestehen.
Zwei Komponenten bestimmen die einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns, allerdings abzüglich Restrukturierungsaufwendungen. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitstantieme machte im Geschäftsjahr 2013/14 den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen.
Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt.
Die folgende Tabelle zeigt die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch.
| in Tsd Euro | Dr. Georg Müller Vorstandsvorsitzender | Udo Bekker Vorstand Personal (seit 1.1.2013) | ||||||
| 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | |
| Fixvergütung1 | 460 | 460 | 460 | 460 | 330 | 330 | 330 | 225 |
| Nebenleistungen2 | 38 | 38 | 38 | 40 | 30 | 30 | 30 | 43 |
| Sonstiges3 | 17 | 17 | 17 | 18 | 9 | 9 | 9 | 5 |
| Summe | 515 | 515 | 515 | 518 | 369 | 369 | 369 | 273 |
| Einjährige variable Vergütung | 297 | - | 920 | 335 | 182 | - | 600 | 154 |
| Gesamtbezüge | 812 | 515 | 1 435 | 853 | 551 | 369 | 969 | 427 |
| Versorgungsaufwand4 | 190 | 190 | 190 | 178 | 121 | 121 | 121 | 209 |
| Gesamtvergütung | 1 002 | 705 | 1 625 | 1 031 | 672 | 490 | 1 090 | 636 |
| Dr. Werner Dub Vorstand Technik | Ralf Klöpfer Vorstand Vertrieb (seit 1.10.2013) | |||||||
| 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | |
| Fixvergütung1 | 275 | 275 | 275 | 275 | 275 | 275 | 275 | - |
| Nebenleistungen2 | 27 | 27 | 27 | 28 | 51 | 51 | 51 | - |
| Sonstiges3 | 16 | 16 | 16 | 16 | 5 | 5 | 5 | - |
| Summe | 318 | 318 | 318 | 319 | 331 | 331 | 331 | - |
| Einjährige variable Vergütung | 198 | - | 550 | 223 | 198 | - | 550 | - |
| Gesamtbezüge | 516 | 318 | 868 | 542 | 529 | 331 | 881 | - |
| Versorgungsaufwand4 | 151 | 151 | 151 | 135 | 275 | 275 | 275 | - |
| Gesamtvergütung | 667 | 469 | 1 019 | 677 | 804 | 606 | 1 156 | - |
1
Jährliche Fixvergütung inklusive Zulage für
den Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 185 Tsd Euro
und Einmalzahlung an Udo Bekker
2
Zuschüsse zur freiwilligen Rentenversicherung,
Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwilligen Versicherung
bei der Berufsgenossenschaft, Erstattungen für Übergangsleistungen,
geldwerte Vorteile/Sachbezüge
3
Gremienvergütung bei Tochter- und Beteiligungsunternehmen
(Anspruch im Geschäftsjahr)
4
Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen
für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen
Den Vorstandsmitgliedern Dr. Georg Müller, Udo Bekker und Ralf Klöpfer ist eine Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Versorgungskonten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Versorgungskonten werden jährlich verzinst.
Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung.
Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Georg Müller, Udo Bekker und Ralf Klöpfer werden in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Tsd Euro | Entwicklung der virtuellen Versorgungskonten | Pensionsrückstellung | Zuführung zur Pensionsrückstellung | |||
| Stand 1.10.2013 | Versorgungsbeitrag | Stand 30.9.20141 | Stand 30.9.20142 | Dienstzeitaufwand | Zinsaufwand | |
| Dr. Georg Müller | 1 361 | 152 | 1 582 | 2 471 | 190 | 69 |
| Udo Bekker | 83 | 110 | 196 | 352 | 121 | 8 |
| Ralf Klöpfer | - | 110 | 110 | 275 | 275 | - |
| Gesamt | 1 444 | 372 | 1 888 | 3 098 | 586 | 77 |
1
Inklusive Zinsen
2
Entsprechen dem Barwert der erreichten Ansprüche
Die Gesamtversorgung des Vorstandsmitglieds Dr. Werner Dub wird bis zu seinem Ausscheiden am 31. Dezember 2014 auf Basis einer ruhegehaltsfähigen Vergütung fortgeführt. Die Versorgungsleistung beträgt maximal 70 % der ruhegehaltsfähigen Vergütung. Angerechnet werden anderweitiges Arbeitseinkommen, Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie sonstige Versorgungsbezüge, die mindestens zur Hälfte auf Beitragsleistungen eines Arbeitgebers beruhen. Die Versorgungsleistung enthält als Rentenbaustein auch eine Anwartschaft auf eine Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung.
Die Pensionsverpflichtung für Dr. Werner Dub wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Tsd Euro | Wert der Endrente1 | Versorgungsprozentsatz2 | Zuführung zur Pensionsrückstellung | |
| Dienstzeitaufwand | Zinsaufwand | |||
| Dr. Werner Dub | 110 | 68 % | 151 | 75 |
1
Erreichter Anspruch unter Berücksichtigung
von Anrechnungsbeträgen
2
Erreichter Gesamtversorgungssatz in Bezug
auf die Altersrente in Prozent
Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 348 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 13 644 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 408 Tsd Euro.
Gemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 717 Tsd Euro, hiervon 2 601 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen.
Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen der oben genannten Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 116 Tsd Euro.
Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 431 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 839 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in einer gesonderten Übersicht ► auf Seite 171 dargestellt.
| in Euro | Aufsichtsratsvergütung | Sitzungsgelder |
| Dr. Peter Kurz | 20 000 | 22 000 |
| Johannes Böttcher | 10 000 | 7 000 |
| Timo Carstensen | 10 000 | 7 000 |
| Peter Dinges | 17 500 | 17 000 |
| Ralf Eisenhauer | 10 000 | 11 000 |
| Peter Erni | 12 500 | 12 000 |
| Detlef Falk | 12 500 | 13 000 |
| Reinhold Götz | 10 000 | 4 000 |
| Prof. Dr. Egon Jüttner | 10 000 | 5 000 |
| Heike Kamradt | 10 000 | 10 000 |
| Daniela Kirchner | 9 972 | 7 000 |
| Gunter Kühn | 56 | - |
| Dr. Antje Mohr | 10 000 | 7 000 |
| Dr. Lorenz Näger | 12 500 | 10 000 |
| Wolfgang Raufelder | 10 000 | 6 000 |
| Christian Specht | 10 000 | 7 000 |
| Dr. Dieter Steinkamp | 10 000 | 5 000 |
| Carsten Südmersen | 12 500 | 14 000 |
| Katja Udluft | 10 000 | 7 000 |
| Prof. Heinz-Werner Ufer | 15 000 | 19 000 |
| Jürgen Wiesner | 10 000 | 8 000 |
| Gesamt | 232 528 | 198 000 |
Der zusammengefasste Lagebericht enthält übernahmerelevante Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB. Der Vorstand hat sich mit diesen Angaben befasst und gibt folgende Erläuterungen hierzu:
Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30. September 2014 insgesamt 168 721 397,76 Euro. Es war eingeteilt in 65 906 796 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,56 Euro je Stückaktie. Jede Aktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der MVV Energie AG und die sich aus dem Gesetz und der Satzung ergebenden Rechte und Pflichten.
Beschränkungen von Stimmrechten und Vinkulierungen bestehen nicht. Entsprechende Vereinbarungen zwischen den Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.
Die Stadt Mannheim hielt zum Bilanzstichtag mittelbar 50,1 % der Anteile der MVV Energie AG; die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, hielt unmittelbar 22,5 % und die RheinEnergie AG, Köln, unmittelbar 16,3 % der Aktien.
Eine Stimmrechtskontrolle im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 5 und 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB findet nicht statt.
Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach §§ 76 ff. AktG insbesondere 84 f. AktG und 30 ff. MitbestG. Der Vorstand der Gesellschaft besteht nach der Satzung der Gesellschaft aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Bestimmung der Anzahl der Mitglieder sowie deren Bestellung und Abberufung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung erfolgt auf längstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig.
Die Änderung der Satzung erfolgt nach § 133 und §§ 179 ff. AktG. Gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung reicht für eine Satzungsänderung auch die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen stimmberechtigten Grundkapitals aus, sofern nach zwingenden gesetzlichen Gründen keine größere Mehrheit erforderlich ist.
Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien zu erwerben und zwar bis zu einem Umfang von 16,9 Mio Euro -das waren zum Zeitpunkt der Beschlussfassung 10 % des bestehenden Grundkapitals.
Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 14. März 2014 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 13. März 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 20 Mio neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 51,2 Mio Euro zu erhöhen.
Der Vorstand der MVV Energie AG hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht.
Bei der MVV Energie AG bestehen keine Regelungen in wesentlichen Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Change-of-Control-Klauseln). Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen ebenfalls nicht.
Vom Bilanzstichtag 30. September 2014 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2013/14 haben sich die Rahmenbedingungen für unser Geschäft über die nachstehenden Sachverhalte hinaus nicht wesentlich verändert.
Anfang Oktober 2014 hat der Mannheimer Gemeinderat der Verlängerung der Konzessionsverträge mit der MVV Energie AG für Strom, Gas und Wasser sowie des Gestattungsvertrags für die Fernwärme zugestimmt. Die neuen Verträge haben eine Laufzeit bis zum Jahr 2034.
Der Aufsichtsrat der MVV Energie AG hat am 15. Oktober 2014 einer Beteiligung des Unternehmens an der Wörrstädter Juwi AG zugestimmt. Die MVV Energie AG beabsichtigt, im Wege einer Kapitalerhöhung 50,1 % an dem deutschen Marktführer im Bereich der erneuerbaren Energien zu übernehmen. Voraussetzung für diese Transaktion, die bis zum Jahresende 2014 abgeschlossen werden soll, ist die erfolgreiche Umsetzung des Finanzierungskonzepts unter Mitwirkung der beteiligten Finanzierungsgeber sowie die Zustimmung des Bundeskartellamts. Mit dieser neuen Beteiligung erreicht der MVV Energie Konzern einen zentralen Meilenstein bei der Umsetzung seiner im Jahr 2009 mit MVV 2020 eingeleiteten strategischen Neuausrichtung.
Am 7. November 2014 haben wir die Gründung eines Gemeinschaftsunternehmens mit der Münchener BayWa r.e., der irischen Glen Dimplex Group und der Münchener GreenCom Networks AG bekannt gegeben. Dabei hält die MVV Energie AG 34,8 %, BayWa r.e. und Glen Dimplex je 25,1 % und GreenCom Networks 15 % der Unternehmensanteile. In der gemeinsamen Gesellschaft BEEGY GmbH werden dezentrale, erneuerbare Energieerzeugung, Services und informationstechnische Komponenten sowie Komplettlösungen und Dienstleistungen für Privatkunden, Handel, Gewerbe und Industrie gebündelt. Für MVV Energie bildet BEEGY damit die logische Ergänzung unserer auf das Energiesystem der Zukunft ausgerichteten Produkt- und Dienstleistungspalette.
Nach wie vor stellen der tiefgreifende Umbau des Energieversorgungssystems in Deutschland und energiepolitische Entscheidungen auch auf EU-Ebene die Energieunternehmen vor große Herausforderungen. Dadurch werden auch die Ergebnisse des MVV Energie Konzerns weiter belastet; dem steuern wir mit Kosteneinsparungen und kontinuierlichen Effizienzsteigerungen gegen. Einen positiven Effekt auf das Ergebnis des Geschäftsjahrs 2014/1 5 werden unsere Wachstumsinvestitionen haben: Im Jahr 2015 werden wir das abfallbefeuerte Heizkraftwerk in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham Dock, beides in Großbritannien, ebenso wie unsere dritte Biomethananlage in Sachsen-Anhalt in Betrieb nehmen; alle Anlagen befinden sich derzeit im Bau. Wir werden den Weg, den wir eingeschlagen haben, fortführen und so die Möglichkeiten konsequent nutzen, die sich aus dem Wandel des Energiesystems ergeben.
Die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren in ihrem Herbstgutachten vom 9. Oktober 2014 für Deutschland im Gesamtjahr 2014 ein Wirtschaftswachstum von 1,3 %. Für das Jahr 201 5 rechnen sie mit einem Anstieg des Bruttoinlandsprodukts (BIP) von 1,2 %. Die Experten gehen dabei davon aus, dass die deutsche Wirtschaft trotz der expansiven Finanzpolitik und der weiterhin niedrigen Zinsen in 2015 deutlich unterausgelastet sein wird. Wachstumsimpulse werden insbesondere aus der positiven Entwicklung der Binnenwirtschaft erwartet. Belastend wirken hingegen das mäßige Expansionstempo der Weltwirtschaft und die niedrige Dynamik in der Eurozone.
Die wirtschaftliche Entwicklung der Energieunternehmen in Deutschland wird insbesondere durch die Umsetzung des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) geprägt werden. Zudem stehen weitere energiepolitische Entscheidungen und Gesetzesänderungen an, unter anderem die konkrete Ausgestaltung des Auktionsdesigns zur wettbewerblichen Ermittlung der Vergütungshöhe für Strom aus erneuerbaren Energien und die Reform des Kraft-Wärme-Kopplung-Gesetzes (KWKG). Mehr Informationen hierzu befinden sich im Kapitel ► Rahmenbedingungen ab Seite 53.
Der anhaltend starke Verfall der Preise an den Stromgroßhandelsmärkten hat zur Folge, dass die Profitabilität von konventionellen Kraftwerken und insbesondere auch von Kraftwerken mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung stark zurückgegangen ist. Mehrere Energieunternehmen haben bereits konventionelle Stromerzeugungskapazitäten vom Netz genommen und angekündigt, weitere Anlagen stilllegen zu wollen. Es ist zu erwarten, dass sich dieser Trend fortsetzt. Aus diesem Grund ist es notwendig, einen Kapazitätsmechanismus einzuführen, der es ermöglicht, vorrätig gehaltene Erzeugungskapazitäten wirtschaftlich zu betreiben. Auch in absehbarer Zeit wird es erforderlich sein, effiziente konventionelle Kraftwerke zu betreiben und neu zu bauen: Nur so kann die schwankende Verfügbarkeit von Strom aus Windkraft- und Photovoltaikanlagen ausgeglichen und die Versorgungssicherheit aufrechterhalten werden.
Mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien wird die Energieversorgung dezentraler; im zukünftigen Energiesystem kann der Kunde zum Produzenten und intelligenten Verbraucher von Energie, das heißt zum Prosumenten, werden. Für die Energiewirtschaft bedeutet dies, dass sie frühzeitig neue Geschäftsmodelle und Dienstleistungen entwickeln muss, um den sich verändernden Anforderungen der Kunden gerecht werden und die Energiewelt von morgen mitgestalten zu können. Es geht dabei um die Entwicklung innovativer Produkte und Lösungen, in deren Mittelpunkt der Kunde steht und die einen hohen Grad an Vernetzung haben. So werden beispielsweise Demand-Side-Management-Konzepte an Bedeutung gewinnen, die über smarte Anwendungen den Energieverbrauch in Abhängigkeit von der Lastsituation im Netz und der Energiepreise am Großhandelsmarkt beeinflussen. Die neue Form der Energieversorgung wird maßgeblich von Technologie und Digitalisierung getrieben sein; das erfordert branchenübergreifende Kooperationen und Partnerschaften zum Beispiel mit der IT-, Telekommunikations- und Automobilbranche sowie mit der Gebäudewirtschaft und dem Wohnungsbau. MVV Energie wird dabei mit ihrem Know-how als Energieversorger und -dienstleister auch in Zukunft Vorreiter, Treiber und Motor sein.
Die energiepolitischen Rahmenbedingungen und energiewirtschaftlichen Entwicklungen werden unsere Geschäftsentwicklung auch im Geschäftsjahr 2014/15 spürbar beeinflussen. Ein weiterer Verfall der Stromgroßhandelspreise würde sich negativ auf unser operatives Ergebnis auswirken; Gesetzesänderungen könnten unser Investitionsverhalten beeinflussen.
Auswirkungen auf unsere Geschäftsentwicklung werden zudem der Witterungsverlauf und -wenn auch nicht in so hohem Maße -die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen in Deutschland haben.
Unsere in der Unternehmensstrategie definierten Wachstumsfelder befinden sich im Einklang mit den energiepolitischen Zielsetzungen. Daher können wir zeitnah Chancen nutzen, die sich aus dem Umbau des Energiesystems ergeben, um nachhaltig und profitabel zu wachsen. Mehr zu unserer Strategie lesen Sie im Kapitel ► Unternehmensstrategie ab Seite 48.
Im Rahmen des Ausbaus der erneuerbaren Energien sehen wir weiterhin großes Wachstumspotenzial bei der WINDENERGIE AN LAND (ONSHORE). Zum einen wollen wir verstärkt eigene Windparkprojekte entwickeln. Zum anderen bleibt auch die Übernahme von bestehenden Windparks eine Option -sofern die wirtschaftlichen Rahmenbedingungen stimmen.
Im Juni 2014 haben wir in Staßfurt, Sachsen-Anhalt, gemeinsam mit dem Erneuerbare-Energien-Unternehmen BayWa r.e. mit dem Bau unserer dritten BIOMETHANANLAGE begonnen. Die neue Anlage soll ab Mitte 2015 Biomethan in das öffentliche Erdgasnetz einspeisen.
Wir bauen die FERNWÄRME MIT KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG an unseren Standorten Mannheim, Kiel, Offenbach und Ingolstadt sowie an einzelnen Standorten der Tschechischen Republik weiter aus und verdichten sie. Der Bau des modernen, energieeffizienten Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) macht große Fortschritte: Im Jahr 2015 wird er wie geplant die älteren Blöcke 3 und 4 ersetzen und langfristig die regionale Strom- und Wärmeversorgung sichern.
Die Unternehmensentwicklung in unserem TEILKONZERN KIEL wird bestimmt vom Auslaufbetrieb des Gemeinschaftskraftwerks Kiel (GKK) -ein Joint Venture der E.ON Kraftwerke GmbH und der Stadtwerke Kiel. Als anschließende Erzeugungslösung ist der Neubau eines Gasheizkraftwerks vorgesehen.
Die Abfall- und Biomassemärkte in GROSSBRITANNIEN und FRANKREICH bieten Wachstumschancen für unsere Unternehmensgruppe. Wie zuvor erwähnt, werden das abfallbefeuerte Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Plymouth und das KWK-fähige Biomassekraftwerk am englischen Hafenstandort Ridham Dock im Jahr 2015 in Betrieb gehen. Im Mai 2014 hat unsere Tochtergesellschaft MVV Umwelt GmbH mit dem französischen kommunal-privatwirtschaftlichen Unternehmen Semardel das Gemeinschaftsunternehmen Solutions Europeennes de Valorisation Energetique S.A.S. (SEVE) gegründet. SEVE wird sich in Frankreich bei Ausschreibungen für die Betriebsführung von Abfallverwertungsanlagen bewerben.
Wir entwickeln unsere Geschäftsmodelle für DEZENTRALES ENERGIEMANAGEMENT weiter. Für Industrie- und Gewerbeunternehmen gewinnen ENERGIEEINSPAR- UND ENERGIEEFFIZIENZLÖSUNGEN weiter an Bedeutung. Unsere Tochtergesellschaft MVV Enamic GmbH will diese wirtschaftlichen Chancen nutzen. Als Energiedienstleister verfügt sie über langjährige Erfahrung im Bereich von Effizienz- und Contracting-Lösungen.
Wir beteiligen uns aktiv am zunehmenden WETTBEWERB UM KONZESSIONEN und bewerben uns gezielt um attraktive, neu ausgeschriebene Konzessionen. Bestehende Partnerschaften mit Kommunen wollen wir erhalten und erfolgreich weiterführen.
Bisher wird der wirtschaftliche Betrieb von Erzeugungsanlagen aus erneuerbaren Energie wesentlich durch Förderung gestützt. Künftig werden Kunden verstärkt Lösungen nachfragen, die eine wirtschaftliche Nutzung von Anlagen zur regenerativen Energieerzeugung ermöglichen. Hierzu neue Geschäftsmodelle zu entwickeln, hat sich ein Verbundprojekt zur Aufgabe gemacht. Es besteht aus der energy & meteo GmbH als Konsortialführer in Zusammenarbeit mit der MVV Energie AG und dem Fraunhofer Institut für System- und Innovationsforschung ISI. Das Projekt soll Methoden testen, um die flexible Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und deren Verbrauch zu optimieren und an den Wärmemarkt zu koppeln. In dem Projekt wird erforscht, wie Energie aus dezentralen Anlagen in einem virtuellen Kraftwerk gebündelt werden und wie eine bestmögliche effiziente Vermarktung an verschiedenen Energiemärkten erreicht werden kann.
In einem weiteren Schritt soll der Strommarkt mit dem Wärmemarkt gekoppelt werden. Bei MVV Energie läuft derzeit ein Test, bei dem aus einer Photovoltaikanlage ein kleiner Wärmespeicher gespeist wird. Darauf aufbauend wird im Projekt untersucht, wie die Erzeugung aus erneuerbaren Energien in unser Fernwärmenetz integriert werden kann. Das Innovationsprojekt hat eine Laufzeit von September 2013 bis August 2016 und wird vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie und dem Bundesumweltministerium gefördert.
Aus heutiger Sicht erwarten wir, dass die UMSATZERLÖSE (OHNE ENERGIESTEUERN) DES MVV ENERGIE KONZERNS im Geschäftsjahr 2014/15 (Zeitraum Oktober 2014 bis September 2015) bei normalem Witterungsverlauf gegenüber dem Vorjahr (3,8 Mrd Euro) moderat steigen werden.
Unsere Wachstumsinvestitionen werden sich insbesondere auf die Umsatzentwicklung im BERICHTSSEGMENT ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR auswirken: Mit Inbetriebnahme der beiden Anlagen in Großbritannien und der Biomethananlage in Staßfurt werden die Umsatzerlöse des Berichtssegments ab dem Geschäftsjahr 2014/15 stark steigen.
Im BERICHTSSEGMENT HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT gehen wir davon aus, dass die Stromhandelsmengen gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 steigen werden. Auch für die Gasportfoliobewirtschaftung erwarten wir ein leichtes Wachstum. Aufgrund der weiterhin niedrigen Stromgroßhandelspreise rechnen wir für das Geschäftsjahr 2014/15 im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement insgesamt damit, dass die Umsatzerlöse moderat über dem Vorjahresniveau liegen werden.
Wir gehen davon aus, dass wir im BERICHTSSEGMENT VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN die Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien nach dem Marktprämienmodell und unsere bundesweiten Vertriebsaktivitäten weiter ausbauen können. Bei normalem Witterungsverlauf rechnen wir im Fernwärme- und Gasgeschäft mit Endkunden mit höheren Absatzmengen, da das Geschäftsjahr 2013/14 durch eine außergewöhnlich milde Heizperiode gekennzeichnet war. Für das Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen erwarten wir daher, dass die Umsatzerlöse im Geschäftsjahr 2014/15 deutlich steigen werden.
Durch die Anwendung von IFRS 11 ab dem Geschäftsjahr 2014/15 werden die Gesellschaften Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH und Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH nicht mehr quotal bilanziert, sondern nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Das bedeutet, dass die Umsatzerlöse dieser Gesellschaften ab dem Geschäftsjahr 2014/15 nicht mehr im BERICHTSSEGMENT STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN abgebildet werden. Aufgrund der Konsolidierungsänderung sinkt der ausgewiesene Umsatz um rund 90 Mio Euro.
Wir gehen davon aus, dass sich der Materialaufwand des MVV Energie Konzerns im Geschäftsjahr 2014/15 weitgehend proportional zum Umsatz entwickeln wird. Die planmäßigen Abschreibungen werden investitionsbedingt zunehmen. Die Entwicklung des Personalaufwands wird von unterschiedlichen Faktoren beeinflusst werden: Durch die Anwendung von IFRS 11 ab dem Geschäftsjahr 2014/15 werden die Gesellschaften des Teilkonzerns Ingolstadt wie zuvor beschrieben nicht mehr quotal bilanziert, sondern nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Dies führt zu einer Reduzierung des Personalaufwands. Dem stehen jedoch Tariferhöhungen und ein Personalaufbau in unseren Wachstumsfeldern gegenüber, sodass wir insgesamt davon ausgehen, dass der Personalaufwand im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber der Berichtsperiode steigt.
Die Erzeugungsmargen aus der Steinkohleverstromung (Clean Dark Spread) werden hauptsächlich bestimmt durch die Strompreise an den Großhandelsmärkten, die Kohlebezugsaufwendungen einschließlich der Euro/US-Dollar-Wechselkursentwicklung sowie durch den Preis für CO2 -Emissionszertifikate. Strom wird nach wie vor auf einem niedrigen Strompreis- und Spread-Niveau vermarktet, was sich im Geschäftsjahr 2014/15 erneut negativ auf unsere Ergebnisse auswirken wird. Der Belastung steuern wir mit Kosteneinsparungen und Effizienzsteigerungen gegen und kompensieren so auch einen Teil der Anlaufkosten für unsere Wachstumsinvestitionen. Aus der Inbetriebnahme der beiden im Bau befindlichen Anlagen in Großbritannien und der im Bau befindlichen Biomethananlage in Staßfurt in 2015 erwarten wir einen positiven Ergebniseffekt.
Insgesamt geht der Vorstand aus operativer Sicht davon aus, dass das ADJUSTED EBIT DES MVV ENERGIE KONZERNS im Geschäftsjahr 2014/15 zwischen 180 und 195 Mio Euro liegen wird; die Ergebnisentwicklung insgesamt wird wie in den letzten Geschäftsjahren auch von den Witterungsverhältnissen abhängen.
Die Ergebnisentwicklung im BERICHTSSEGMENT ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR wird geprägt von der Entwicklung des Strompreises und dem Regulierungsumfeld im Netzgeschäft; Einfluss haben zudem Zusatzkosten, die dadurch entstehen, dass wir gesetzliche Anforderungen umsetzen. Insbesondere aufgrund der positiven Ergebnisbeiträge unserer neuen Anlagen in Großbritannien und der Biomethananlage in Staßfurt -in Abhängigkeit vom jeweiligen konkreten Zeitpunkt der Inbetriebnahme -rechnen wir in diesem Berichtssegment mit einem starken Ergebnisanstieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14.
Das Ergebnis des BERICHTSSEGMENTS HANDEL UND PORTFOLIO-MANAGEMENT wird wesentlich durch die Entwicklung des Strompreises und den auf historisch niedrigem Niveau befindlichen Clean Dark Spread (CDS) beeinflusst. Für den CDS 2015 und CDS 2016 rechnen wir aus heutiger Sicht sogar mit einem weiteren Rückgang. Für das Geschäftsjahr 2014/15 gehen wir deshalb davon aus, dass das Ergebnis in diesem Berichtssegment gegenüber dem Vorjahr erneut stark zurückgehen wird.
Im BERICHTSSEGMENT VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN wird das Ergebnis durch verschiedene Faktoren bestimmt: Wir erwarten ein Umsatzwachstum im Direktvermarktungsgeschäft von Strom aus erneuerbaren Energien über das Marktprämienmodell und aus unseren bundesweiten Vertriebsaktivitäten; in hohem Maße wirkt sich zudem der Witterungsverlauf auf das Ergebnis aus. Insgesamt gehen wir für das Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen im Geschäftsjahr 2014/15 von einem deutlichen Ergebnisanstieg gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 aus.
Im Einzelabschluss der MVV Energie AG nach HGB rechnen wir damit, dass die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Berichtsjahr (1,9 Mrd Euro) stark steigen werden. Hierzu wird vor allem das Wachstum im Firmenkundengeschäft beitragen sowie die Direktvermarktung erneuerbarer Energien über das Marktprämienmodell und der Ausbau unserer bundesweiten Vertriebsaktivitäten. Bei normalem Witterungsverlauf gehen wir davon aus, dass die Umsatzerlöse und Absatzmengen im Fernwärme- und Gasgeschäft im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Berichtsjahr steigen werden -denn das Berichtsjahr wurde von einer außergewöhnlich milden Witterung geprägt. Da die beiden im Bau befindlichen Anlagen in Großbritannien auch nach Inbetriebnahme zunächst noch nicht zum Jahresüberschuss nach HGB beitragen, gehen wir davon aus, dass der Jahresüberschuss nach Steuern im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr (79 Mio Euro) deutlich zurückgehen wird.
Die MVV Energie AG fühlt sich nach wie vor einer auf Kontinuität ausgerichteten Dividendenpolitik verpflichtet, die unseren Aktionären eine solide Rendite gewährleistet. Der Vorstand plant daher für das Geschäftsjahr 2013/14 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie. Der Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung 201 5 wird von Vorstand und Aufsichtsrat im Dezember 2014 beschlossen.
Wir haben für das Geschäftsjahr 2014/15 ein Investitionsvolumen von rund 500 Mio Euro geplant; hiervon werden rund 300 Mio Euro in Wachstumsinvestitionen und rund 200 Mio Euro in unser Bestandsgeschäft fließen. Von den Wachstumsinvestitionen sind bereits 30 % beschlossen. Die größten Investitionsprojekte für unser zukünftiges Wachstum sind dem Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur zugeordnet: die Fertigstellung der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth und des Biomassekraftwerks in Ridham Dock sowie der weitere Ausbau bei erneuerbaren Energien -sowohl mit Partnern als auch als Projektentwickler. Einen weiteren Schwerpunkt bilden der Ausbau und die Verdichtung unserer Fernwärmenetze in Mannheim und Offenbach. Mit den geplanten Investitionen in das Bestandsgeschäft optimieren wir unsere Versorgungsanlagen und Netze und erhalten so deren Substanz.
| Gesamt Investitionsvolumen in Mio Euro |
Voraussichtliche Inbetriebnahme | |
| Thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth (Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur) | 250 | 2014/15 |
| BMHKW Ridham Dock in Kent (Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur) | 140 | 2014/15 |
| Biomethananlage in Staßfurt (Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur) | 14 | 2014/15 |
Der MVV Energie Konzern hat einen unverändert guten Zugang zum Finanzmarkt und kann seinen Liquiditätsbedarf problemlos decken.
Mit einer bereinigten Eigenkapitalquote von 35,1 °% konnten und können wir das Tempo bei unseren Investitionen auch im Geschäftsjahr 2014/15 hoch halten. Unsere Investitionen in das Bestandsgeschäft finanzieren wir überwiegend über Abschreibungsgegenwerte; für unsere Wachstumsprojekte nutzen wir den operativen Cashflow sowie projektbezogene optimierte Finanzierungen. Strukturell ähnliche Projekte mit vergleichbaren Laufzeiten bündeln wir. Die hierfür benötigten Mittel nehmen wir am Kapitalmarkt auf oder nutzen unsere flüssigen Mittel. Alternativ zum Bankenmarkt beobachten wir weitere Finanzierungsquellen wie den Schuldscheinmarkt. Wir haben Kennzahlen als Leitplanken für fremdfinanziertes Wachstum definiert, die wir einhalten. Damit gewährleisten wir weiterhin ein implizites Rating von MVV Energie im Investment-Grade Bereich.
Im ► Bericht zu Chancen und Risiken ab Seite 94 stellen wir die für uns relevanten Risikokategorien ausführlich dar. Für das Geschäftsjahr 2014/15 erwarten wir aus heutiger Sicht keine Änderungen. Unkalkulierbare Faktoren, wie der Witterungsverlauf, beeinflussen unser Ergebnis regelmäßig. Insbesondere im Zusammenhang mit unseren großen Investitionsprojekten ergeben sich Unsicherheiten: Wie bei jedem großen Bauvorhaben könnten trotz guten Projektmanagements ungeplante Verzögerungen bis zur Fertigstellung auftreten. Nach Inbetriebnahme unserer neuen Anlagen in Plymouth und Ridham Dock in Großbritannien könnte die Entwicklung des Euro/Pfund-Wechselkurses für unsere künftigen Unternehmensergebnisse an Bedeutung gewinnen. Aus dem Umbau des Energiesystems in Deutschland resultieren für uns sowohl Chancen als auch Risiken für unser mittel- und langfristig profitables Wachstum.
Aus heutiger Sicht gibt es keine Anzeichen für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Verlauf des Geschäftsjahrs 2014/15 und darüber hinaus gefährden könnten.
Unser zusammengefasster Lagebericht für den MVV Energie Konzern (nach IFRS) und die MVV Energie AG (nach HGB) enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn der Vorstand davon überzeugt ist, dass diese getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft hiervon aufgrund der derzeit großen energiepolitischen Unsicherheiten sowie einer Vielzahl von internen und anderen externen Faktoren abweichen.
Vorstand und Aufsichtsrat haben im September 2014 die folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen:
Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex in der am 10. Juni 2013 im Bundesanzeiger bekanntgemachten Fassung des Kodex' vom 13. Mai 2013 ausnahmslos entsprochen wurde und wird.
| in Tsd Euro | 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 | Erläuterungen |
| Umsatzerlöse | 3 990 055 | 4 260 123 | |
| Abzüglich Strom- und Erdgassteuer | 196 908 | 216 095 | |
| Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer | 3 793 147 | 4 044 028 | 1 |
| Bestandsveränderungen | 1 102 | 1 589 | 2 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 16 415 | 15 662 | 3 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 184 906 | 216 338 | 4 |
| Materialaufwand | 3 064 434 | 3 269 094 | 5 |
| Personalaufwand1 | 336 343 | 336 843 | 6 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 264 221 | 321 195 | 7 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 22 486 | 14 135 | 8 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 3 227 | 1 506 | 8 |
| EBITDA2 | 356 285 | 366 126 | |
| Abschreibungen | 164 839 | 167 595 | 9 |
| EBITA | 191 446 | 198 531 | |
| Restrukturierungsaufwand1 | - | -11 251 | 10 |
| EBIT | 191 446 | 209 782 | |
| davon Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IAS 39 | 23 746 | - 3 004 | |
| davon EBIT vor Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IAS 39 | 167 700 | 212 786 | |
| Finanzerträge | 30 594 | 11 123 | 11 |
| Finanzaufwendungen1 | 79 272 | 72 168 | 12 |
| EBT | 142 768 | 148 737 | |
| Ertragsteuern1 | 41 371 | 43 434 | 13 |
| Jahresüberschuss | 101 397 | 105 303 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter1 | 9 235 | 20 450 | |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG (Jahresüberschuss nach Fremdanteilen) | 92 162 | 84 853 | |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro | 1,40 | 1,29 | 14 |
1
Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
2
Vor Restrukturierung
| in Tsd Euro | 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 |
| Jahresüberschuss | 101 397 | 105 303 |
| Cashflow Hedges | 14 930 | 6 801 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | -14 059 | 116 |
| In den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umzugliedern | 871 | 6 917 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -8 090 | -1 028 |
| Anteil des Gesamtergebnisses der assoziierten Unternehmen (At-Equity) | 9 660 | - 33 977 |
| Nicht in den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umzugliedern | 1 570 | -35 005 |
| Gesamtergebnis | 103 838 | 77 215 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter1 | 11 117 | 19 304 |
| Gesamtergebnis der Aktionäre der MVV Energie AG | 92 721 | 57 911 |
1
Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Aktiva
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 | 1.10.2012 | Erläuterungen |
| Langfristige Vermögenswerte | ||||
| Immaterielle Vermögenswerte | 257 130 | 253 834 | 255 950 | 15 |
| Sachanlagen1 | 2 588 151 | 2 476 895 | 2 266 525 | 16 |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 284 | 294 | 305 | 17 |
| Assoziierte Unternehmen | 99 760 | 74 698 | 102 493 | 18 |
| Übrige Finanzanlagen | 68 997 | 86 762 | 97 519 | 19 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 74 226 | 117 374 | 140 222 | 20 |
| Aktive latente Steuern | 22 636 | 22 346 | 16 564 | 33 |
| 3 111 184 | 3 032 203 | 2 879 578 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | ||||
| Vorräte1 | 65 093 | 49 804 | 48 275 | 21 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 386 263 | 461 128 | 474 896 | 22 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 190 114 | 251 365 | 267 860 | 20 |
| Steuerforderungen | 13 466 | 23 983 | 20 389 | 23 |
| Wertpapiere | 1 293 | 1 949 | 1 990 | |
| Flüssige Mittel | 370 704 | 418 242 | 378 368 | 24 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte | 2 305 | - | 7 225 | 25 |
| 1 029 238 | 1 206 471 | 1 199 003 | ||
| 4 140 422 | 4 238 674 | 4 078 581 | ||
|
Passiva |
||||
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 | 1.10.2012 | Erläuterungen |
| Eigenkapital | 26 | |||
| Grundkapital | 168 721 | 168 721 | 168 721 | |
| Kapitalrücklage | 455 241 | 455241 | 455 241 | |
| Kumuliertes erfolgswirksames Ergebnis1 | 579 913 | 546 968 | 523 171 | |
| Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis | - 73 861 | - 74 420 | - 48 024 | |
| Kapital des MVV Energie Konzerns | 1 130 014 | 1 096 510 | 1 099 109 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter1 | 205 500 | 206 344 | 209 478 | |
| 1 335 514 | 1 302 854 | 1 308 587 | ||
| langfristige schulden | ||||
| Rückstellungen1 | 164 890 | 145 895 | 137 716 | 27, 28 |
| Steuerrückstellungen | 2 508 | - | - | 27, 28 |
| Finanzschulden | 1 164 439 | 1 113 856 | 1 212 801 | 29 |
| Andere Verbindlichkeiten | 277 130 | 355 341 | 398 001 | 30 |
| Passive latente Steuern1 | 141 362 | 136 153 | 127 551 | 33 |
| 1 750 329 | 1 751 245 | 1 876 069 | ||
| Kurzfristige schulden | ||||
| Sonstige Rückstellungen1 | 98 540 | 103 641 | 99 513 | 27, 28 |
| Steuerrückstellungen | 12 948 | 8 073 | 14 302 | 27, 28 |
| Finanzschulden | 294 123 | 415 070 | 193 288 | 29 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 408 527 | 390 969 | 336 583 | 31 |
| Andere Verbindlichkeiten | 239 810 | 266 633 | 249 933 | 30 |
| Steuerverbindlichkeiten | 631 | 189 | 306 | 32 |
| 1 054 579 | 1 184 575 | 893 925 | ||
| 4 140 422 | 4 238 674 | 4 078 581 |
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
| Eingebrachtes Eigenkapital | Erwirtschaftetes Eigenkapital | |||||
| Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis | ||||||
| in Tsd Euro | Grundkapital der MVV Energie AG | Kapitalrücklage der MVV Energie AG | Kumuliertes erfolgswirksames Ergebnis | Unterschiedsbetrag aus Währungs- umrechnung |
Marktbewertung von Finanz- instrumenten |
Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste |
| Stand zum 1.10.20121 | 168 721 | 455 241 | 523 171 | 15 957 | - 58 925 | - 5 056 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 357 | 7 557 | - 34 856 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit1 | - | - | 84 853 | - | - | - |
| Gesamtes Jahresergebnis | - | _ | 84 853 | 357 | 7 557 | - 34 856 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - 59 316 | - | - | - |
| Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften | - | - | - | - | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | - 1 740 | 546 | - | - |
| Stand zum 30.9.20131 | 168 721 | 455 241 | 546 968 | 16 860 | - 51 368 | - 39 912 |
| Stand zum 1.10.20131 | 168 721 | 455 241 | 546 968 | 16 860 | - 51 368 | - 39 912 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - 13 676 | 11 308 | 2 927 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | - | - | 92 162 | - | - | - |
| Gesamtes Jahresergebnis | _ | _ | 92 162 | - 13 676 | 11 308 | 2 927 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - 59 316 | - | - | - |
| Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften | - | - | - | - | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - | - | 99 | - | - | - |
| Stand zum 30.9.2014 | 168 721 | 455 241 | 579 913 | 3 184 | - 40 060 | - 36 985 |
| in Stand zum 1.10.20121 | Kapital des MVV Energie Konzerns 1 099 109 | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 209 478 | Gesamtes Kapital 1 308 587 |
| Sonstiges Ergebnis | - 26 942 | - 1 146 | - 28 088 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit1 | 84 853 | 20 450 | 105 303 |
| Gesamtes Jahresergebnis | 57 911 | 19 304 | 77 215 |
| Dividendenausschüttung | - 59 316 | - 18 568 | - 77 884 |
| Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften | - | 1 412 | 1 412 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - 1 194 | - 5 282 | - 6 476 |
| Stand zum 30.9.20131 | 1 096 510 | 206 344 | 1 302 854 |
| Stand zum 1.10.20131 | 1 096 510 | 206 344 | 1 302 854 |
| Sonstiges Ergebnis | 559 | 1 882 | 2 441 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | 92 162 | 9 235 | 101 397 |
| Gesamtes Jahresergebnis | 92 721 | 11 117 | 103 838 |
| Dividendenausschüttung | - 59 316 | - 19 417 | - 78 733 |
| Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften | - | 7 361 | 7 361 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 99 | 95 | 194 |
| stand zum 30.9.2014 | 1 130 014 | 205 500 | 1 335 514 |
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
| in Tsd Euro | 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 |
| Jahresergebnis vor Ertragsteuern1 | 142 768 | 148 737 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 164 839 | 167 595 |
| Finanzergebnis1 | 48 678 | 61 045 |
| Erhaltene Zinsen | 9 364 | 8 422 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen1 | 28 365 | 19 487 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | -37 876 | 9 544 |
| Ergebnis aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | 443 | 1 873 |
| Cashflow vor Working Capital und Steuern | 356 581 | 416 703 |
| Veränderung der sonstigen Aktivposten1 | 21 417 | - 99 077 |
| Veränderung der sonstigen Passivposten1 | 87 328 | 116 566 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen1 | -20 425 | - 9 422 |
| Gezahlte Ertragsteuern | -26 665 | -53 126 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 418 236 | 371 644 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien1 | - 312 707 | -320 718 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien | 19 769 | 12 860 |
| Einzahlungen aus Zuschüssen | 21 396 | 12 151 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen | 2 406 | 2 408 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von übrigen Finanzanlagen | 16 361 | 7 224 |
| Auszahlungen für den Erwerb von voll- und quotenkonsolidierten Unternehmen | - | -11 396 |
| Auszahlungen für übrige Finanzanlagen | - 9 007 | - 8 051 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 261 782 | -305 522 |
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 318 528 | 281 571 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | - 387 834 | -162 742 |
| Gezahlte Dividende | -59 316 | -59 316 |
| Gezahlte Dividende an Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern | -19 417 | -18 568 |
| Veränderung aus Kapitaländerungen bei Minderheiten | 7 456 | -3 618 |
| Gezahlte Zinsen | -64 530 | - 64 359 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -205 113 | - 27 032 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | - 48 659 | 39 090 |
| Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung | 1 023 | - 958 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 98 | 1 742 |
| Finanzmittelbestand zum 1.10.2013 (bzw. 2012) | 418 242 | 378 368 |
| Finanzmittelbestand zum 30.9.2014 (bzw. 2013) | 370 704 | 418 242 |
| davon Finanzmittelbestand zum 30.9.2014 (bzw. 2013) mit Verfügungsbeschränkung | 4 127 | 1 379 |
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
| in Tsd Euro | 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 |
| Finanzmittelbestand zum 1.10.2013 (bzw. 2012) | 418 242 | 378 368 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | 418 236 | 371 644 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | -261 782 | - 305 522 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | -205 113 | - 27 032 |
| Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung | 1 023 | - 958 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds | 98 | 1 742 |
| Finanzmittelbestand zum 30.9.2014 (bzw. 2013) | 370 704 | 418 242 |
Die MVV Energie AG hat ihren Sitz in Mannheim, Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Luisenring 49 in 68159 Mannheim. Als Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns ist die MVV Energie AG als Energieverteiler und -dienstleister tätig. Die Steuerung erfolgt mit den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen sowie Sonstiges.
Der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns wurde in Übereinstimmung mit § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt. Somit entspricht der Konzernabschluss vollumfänglich den vom IASB veröffentlichten IFRS und IFRIC, soweit diese bis zum Ende der Berichtsperiode von der Europäischen Union übernommen wurden und bis zum 30. September 2014 verpflichtend anzuwenden waren.
Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der MVV Energie AG aufgestellt und bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2013/14 (1. Oktober 2013 bis 30. September 2014). Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Tausend Euro (Tsd Euro) angegeben.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz werden die Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie die Kapitalflussrechnung gesondert dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.
Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts ist der Vorstand der MVV Energie AG verantwortlich. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Vorstand am 11. November 2014 aufgestellt und anschließend dem Aufsichtsrat zur Feststellung vorgelegt.
Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2013/14 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Diese sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet:
| GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN | ÜBERNAHME DURCH EU | ANWENDUNGSZEITPUNKT1 | INHALT | AUSWIRKUNG | |
| "Improvement Project" 2009 - 11: Verbesserungen an den International Financial Reporting Standards (IFRS), Zyklus 2009 - 2011 | 27.3.2013 | 1.1.2013 | Das IASB hat im Rahmen einer jährlichen Anpassung kleinere Änderungen beziehungsweise Klarstellungen verschiedener Standards in einem Sammeländerungsstandard zusammengefasst. | Die Auswirkungen des "Improvement Project" 2009 -11 werden anschließend erläutert. | |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | 5.6.2012 | 1.1.2013 | Die Änderungen im überarbeiteten IAS 19 beziehen sich auf den Ausweis versicherungsmathematischer Gewinne und Verluste, bestimmte Bewertungsprämissen, sowie auf den Ausweis von Leistungen aus Anlass der Beendigung eines Arbeitsverhältnisses (Termination Benefits). | Die Auswirkungen werden anschließend in den Erläuterungen der Änderungen des Standards dargestellt. |
| IFRS 13 | Bemessung des beizulegenden Zeitwerts | 11.12.2012 | 1.1.2013 | Der Standard befasst sich mit der Zeitwertermittlung sowie mit den zugehörigen Angaben im Anhang. Dabei bietet er Hilfestellungen für die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts (Fair Value), soweit dieser als Wertmaßstab nach anderen IFRSs vorgeschrieben ist. | Geringfügige Anpassung der Bilanzansätze der zum beizulegenden Zeitwert bewerteten Vermögenswerte und Schulden |
| IFRs 7 | Finanzinstrumente - Angaben zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 13.12.2012 | 1.1.2013 | Neue Angabepflichten in Bezug auf die Aufrechnung von finanziellen Verbindlichkeiten und finanziellen Vermögenswerten. | Erweiterung der Anhangsangaben |
| IFRIC 20 | Kosten der Abraumbeseitigung während des Abbaubetriebs im Tagebau | 11.12.2012 | 1.1.2013 | Die Änderung beinhaltet die Erfassung von Abraumkosten bei einem aktiven Tagebau. | keine |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - Darlehen der öffentlichen Hand | 4.3.2013 | 1.1.2013 | Die Änderung behandelt die Bilanzierung von unverzinslichen Krediten der öffentlichen Hand bei Erstanwendern der International Financial Reporting Standards. | keine |
| IFRS 1 | Erstmalige Anwendung der International Financial Reporting Standards - Schwerwiegende Hochinflation und Beseitigung fixer Daten für erstmalige Anwender | 11.12.2012 | 1.1.2013 | Die Änderungen beschäftigen sich mit der Frage, wie ein Erstanwender Sachverhalte darstellt, bei denen seine funktionale Währung einer schwerwiegenden Hochinflation ausgesetzt war. | keine |
| IAS 12 | Ertragsteuern, Latente Steuern: Realisierung zugrundeliegender Vermögenswerte | 11.12.2012 | 1.1.2013 | Diese Änderung gilt für zum Zeitwert bewertete als Finanzinvestition gehaltene Immobilien (Investment Properties). Für diese sind latente Steuern künftig grundsätzlich auf Basis der steuerlichen Konsequenzen eines Verkaufs zu bilanzieren, es sei denn es kann ein eindeutiger Nachweis erbracht werden, dass der Buchwert der Vermögenswerte vollständig durch Nutzung realisiert werden wird. | keine |
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen
Zeitpunkt beginnen
Durch das "Improvement Project" 2009 - 11 wurden Änderungen an den folgenden IFRSs vorgenommen: IFRS 1, IAS 1, IAS 16, IAS 32 und IAS 34. Für den MVV Energie Konzern ergeben sich hieraus -mit Ausnahme der Anwendung von IAS 16 -keine wesentlichen Änderungen auf den Konzernabschluss. Durch die Klarstellung im IAS 16 werden Ersatzteile, Bereitschaftsausrüstungen und Wartungsgeräte im MVV Energie Konzern nicht mehr als Vorratsvermögen, sondern als Sachanlagen bilanziert, wenn sie im Herstellungsprozess von Gütern und Dienstleistungen eingesetzt und erwartungsgemäß länger als ein Jahr genutzt werden. Da es sich hierbei um eine Änderung der Rechnungslegungsmethode handelt, erfolgt die Umgliederung rückwirkend. Die Veränderung zum 1. Oktober 2012 sowie die Veränderung im Geschäftsjahr 2012/13 ist in der folgenden Tabelle ersichtlich:
| in Tsd Euro | Veränderung zum 1.10.2012 | Veränderung zum 30.9.2013 (kumuliert) |
| Sachanlagen | 11 334 | 12 036 |
| Vorräte | -11 334 | -12 036 |
Die MVV Energie AG wendet seit dem 1. Oktober 2013 erstmals den vom IASB im Juni 2011 überarbeiteten Standard IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" an. Die Änderungen führen unter anderem zum Wegfall des Wahlrechts bei der Erfassung von versicherungsmathematischen Gewinnen und Verlusten sowie zur Anpassung der Definition für Leistungen aufgrund der Beendigung von Arbeitsverhältnissen. Außerdem wird eine neue Berechnung der Verzinsung des Planvermögens eingeführt, und die Angabepflichten im Anhang wurden erweitert.
Die Änderung der Definition für Leistungen aufgrund der Beendigung von Arbeitsverhältnissen führt dazu, dass die im Rahmen von Altersteilzeitvereinbarungen zugesagten Aufstockungsbeträge über die betreffenden aktiven Dienstjahre der altersteilzeitbegünstigten Arbeitnehmer nunmehr ratierlich angesammelt und als andere langfristige Leistungen an Arbeitnehmer bilanziert werden.
| in Tsd Euro | Veränderung im Geschäftsjahr 2012/13 |
| Personalaufwand | 3 721 |
| Restrukturierungsaufwand | - 3 759 |
| EBIT | - 38 |
| Finanzergebnis | - 544 |
| Ertragsteuern | 181 |
| Jahresüberschuss | 401 |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | - 570 |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG (Jahresüberschuss nach Fremdanteilen) | 971 |
| unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie | 0,01 |
| in Tsd Euro | Veränderung zum 1.10.2012 | Veränderung zum 30.9.2013 (kumuliert) |
| Eigenkapital | 8 222 | 8 623 |
| Rückstellungen (langfristig) | -9 040 | - 12 169 |
| Sonstige Rückstellungen (kurzfristig) | - 2 727 | -180 |
| Latente Steuern | 3 545 | 3 726 |
Da die MVV Energie AG die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste bereits seit dem vergangenen Geschäftsjahr vollständig erfolgsneutral im sonstigen Ergebnis (OCI) erfasst, hat der Wegfall des Wahlrechts keine Auswirkungen auf den Konzernabschluss. Ebenso gibt es im MVV Energie Konzern kein Planvermögen, so dass auch diese Änderung keine Auswirkung auf den Konzernabschluss hat.
Das IASB und das IFRS IC haben die nachfolgend aufgeführten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die für das Geschäftsjahr 2013/14 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht freiwillig vorzeitig angewendet worden sind:
| GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN | ÜBERNAHME DURCH EU | ANWENDUNGSZEITPUNKT1 | INHALT | |
| Improvement Projekt 2010 – 12 und „Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRSs“ | offen | 1.7.2014 | Das IASB hat im Rahmen einer jährlichen Anpassung kleinere Änderungen beziehungsweise Klarstellungen verschiedener Standards in einem Sammeländerungsstandard zusammengefasst. | |
| Improvement Projekt 2011 – 13 und „Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRSs“ | offen | 1.7.2014 | Das IASB hat im Rahmen einer jährlichen Anpassung kleinere Änderungen beziehungsweise Klarstellungen verschiedener Standards in einem Sammeländerungsstandard zusammengefasst. | |
| IAS 36 | Angaben über nichtfinanzielle Vermögenswerte | 19.12.2013 | 1.1.2014 | Durch die Änderung des IAS 36 werden die Angaben im Anhang bezüglich IFRS 13 für wertgeminderte Vermögnswerte klar gestellt beziehungsweise erweitert. |
| IFRIC 21 | Abgaben | 14.6.2014 | 17.6.2014 | Die Neuregelungen, die durch IFRIC 21 in Kraft treten, beziehen sich auf die Erfassung von öffentlichen Abgaben an den Staat, die nicht Ertragsteuern im Sinne des IAS 12 sind. |
| IAS 39 | Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung | 19.12.2013 | 1.1.2014 | Die Änderung des Standards erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die Fortführung einer Sicherungsbeziehung, wenn das sichernde Derivat infolge einer Gesetzesänderung auf eine zentrale Gegenpartei übertragen wird. |
| IAS 32 | Finanzinstrumente - Darstellung zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten | 13.12.2012 | 1.1.2014 | Die Änderungen konkretisieren die Saldierungsvoraussetzungen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. |
| IFRS 10 | Konzernabschlüsse | 11.12.2012 | 1.1.2014 | Der Standard schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der IFRS 10 ersetzt die bisher relevanten Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung, die in IAS 27 und SIC 12 enthalten sind. |
| IFRS 11 | Gemeinsame Vereinbarungen | 11.12.2012 | 1.1.2014 | Der Standard regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. IFRS 11 ersetzt IAS 31 und SIC 13, die bisher für Fragen der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen einschlägige Vorschriften vorgaben. Die bedeutsamste Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, welche künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind. |
| IFRS 12 | Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen | 11.12.2012 | 1.1.2014 | Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" bilanzieren. |
| IAS 27 | Einzelabschlüsse | 11.12.2012 | 1.1.2014 | Die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 Konzernabschlüsse enthalten. Die Vorschriften für separate Abschlüsse bleiben unverändert. |
| IAS 28 | Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen | 11.12.2012 | 1.1.2014 | Der geänderte IAS 28 enthält Folgeänderungen, die sich aus der Veröffentlichung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 ergeben. |
| IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 | Konzernabschlüsse, Gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsvorschriften | 4.4.2013 | 1.1.2014 | Die Änderungen an den Standards konkretisierten die Übergangsregelungen und gewähren zusätzliche Erleichterungen für die erstmalige Anwendung aller drei Standards. |
| IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 | Investmentgesellschaften | 20.11.2013 | 1.1.2014 | Mit Inkrafttreten der Änderungen an IFRS 10 und den entsprechenden Änderungen an den anderen betroffenen Standards werden sogenannte Investmentgesellschaften von der Pflicht ausgenommen, von ihnen beherrschte Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in ihren Konzernabschluss einzubeziehen. Solche Beteiligungen von Investmentgesellschaften werden nach IFRS 9 beziehungsweise IAS 39 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss erfasst. |
| IAS 19 | Leistungen an Arbeitnehmer | offen | 1.7.2014 | Hintergrund der Änderungen dieses Standards ist die Berücksichtigung von Mitarbeiterbeiträgen im Rahmen leistungsorientierter Pensionszusagen. Die neuen Regelungen sehen bei der Berücksichtigung von Arbeitnehmerbeiträgen eine Vereinfachungsregelung für Arbeitnehmerbeiträge vor, die nicht an die Anzahl der Dienstjahre gekoppelt ist. In diesem Fall kann, unabhängig von der Planformel, der Dienstzeitaufwand der Periode reduziert werden, in der die korrespondierende Arbeitsleistung erbracht wird. |
| IFRS 9 | Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten | offen | 1.1.2018 | Die Änderung entfällt auf eine Neuregelung der Erfassung und Bewertung von Finanzinstrumenten, Wertberichtigungen und Hedge Accounting. In diesem Zusammenhang hat das IASB auch eine Änderung an IFRS 7 vorgenommen. Früheste Anwendung und Folgeänderungen der Angaben nach IFRS 7 treten erst zum 1.1.2015 in Kraft. |
| IFRS 14 | Regulatorische Abgrenzungsposten | offen | 1.1.2016 | IFRS 14 erlaubt Unternehmen, die IFRS erstmalig anwenden, preisregulierte Absatzgeschäfte weiterhin in Übereinstimmung mit den bisher angewendeten Rechnungslegungsvorschriften abzubilden. Hierdurch sollen die Abschlüsse mit den IFRS-Abschlüssen anderer Unternehmen vergleichbar gemacht werden, die bereits die IFRS anwenden und daher keine regulatorischen Abgrenzungsposten bilden dürfen. Der Standard stellt solange eine Zwischenlösung dar, bis sich das IASB auf die Bilanzierung von regulatorischen Abschlussposten geeinigt hat. |
| IFRS 15 | Erlöse aus Verträgen mit Kunden | offen | 1.1.2017 | In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. Der Standard bietet dafür ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist. |
| IAS 16, IAS 38 | Abschreibungsmethoden bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten | offen | 1.1.2016 | Die Änderung der beiden Standards IAS 16 und IAS 38 stellen klar, wann eine umsatzabhängige Abschreibungsmethode angewendet werden kann. |
| IFRS 11 | Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) | offen | 1.1.2016 | Die Änderung des IFRS 11 erfordert die Anwendung des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", wenn im Rahmen von Anteilserwerben an gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations) ein Geschäftsbetrieb erworben wird. |
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen
Zeitpunkt beginnen
Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der weiteren noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards auf den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns werden derzeit geprüft. Die Änderungen werden spätestens zum Zeitpunkt der Verpflichtung angewendet.
Die MVV Energie AG wendet zum 1. Oktober 2014 erstmals die vom IASB im Mai 2011 veröffentlichten neuen Standards IFRS 10, "Konzernabschlüsse'', IFRS 11, "Gemeinsame Vereinbarungen", IFRS 12, "Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen" und daraus resultierende Änderungen in IAS 28 "Anteile an assoziierten Unternehmen und Joint Ventures" und IAS 27 "Separate Abschlüsse", an.
Durch die Anwendung von IFRS 11 wird sich bei den Gesellschaften Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt, Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH, Ingolstadt, und Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH, Ingolstadt, eine Änderung der Konsolidierungsmethode ergeben. Zukünftig werden diese Gesellschaften nicht mehr quotal bilanziert, sondern nach der Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Als Folge daraus wird erwartet, dass sich die Vermögenswerte und Schulden voraussichtlich verringern.
Weitere Veränderungen aus der Anwendung der Standards IFRS 10, 11 und 12 sowie den Änderungen in IAS 27 und IAS 28 ergeben sich für den MVV Energie Konzern nicht.
In den Konzernabschluss 2013/14 des MVV Energie Konzerns sind neben der MVV Energie AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die MVV Energie AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das hierfür maßgebliche Beherrschungskonzept setzt bei Vollkonsolidierung einen beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft voraus, der in allen Fällen der Vollkonsolidierung gegeben ist. Die wesentlichen assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen werden quotenkonsolidiert.
Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen ist in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Voll konsolidierte Unternehmen | At-Equity- bilanzierte Unternehmen | Quoten konsolidierte Unternehmen | |
| 30.9.2013 | 80 | 12 | 3 |
| Verschmelzungen | 2 | - | - |
| Zugänge | 5 | 5 | - |
| Abgänge | 1 | - | - |
| 30.9.2014 | 82 | 17 | 3 |
Die in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns zum 30. September 2014 einbezogenen Unternehmen werden in der Anteilsliste in Textziffer 40 dargestellt.
Bei den wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen des Konzerns handelt es sich um die Gesellschaften der Stadtwerke Ingolstadt. Deren Geschäftsfelder decken sich hauptsächlich mit denen der MVV Energie AG.
Die neu gegründete Gesellschaft IGS Netze GmbH, Gersthofen, übernahm die Netzgeschäfte in Gersthofen von der MVV Enamic Gersthofen GmbH, Gersthofen. Sie wurde im 1. Halbjahr 2013/14 erstmalig in den Konzernabschluss einbezogen.
Im 1. Halbjahr 2013/14 wurde die Gesellschaft Naturenergie MainKinzig GmbH, Gelnhausen, neu gegründet und wird im Rahmen der At-Equity-Methode bilanziert. 50 % der Anteile an dieser Gesellschaft werden von der Cerventus Naturenergie GmbH, Offenbach am Main, gehalten.
Die Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH, Ingolstadt, haben 41 % der Anteile an der Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG und Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG, beide Aachen, erworben. Beide Gesellschaften werden unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.
Die MVV Windenergie Beteiligungs GmbH, Mannheim, hat 6,91 % der Anteile am Umspannwerk Nassau GmbH & Co. KG, Weikersheim, im 1. Halbjahr 2013/14 erworben. Die Gesellschaft wird unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.
Die MVV Energie AG, Mannheim, hat sich im 3. Quartal 2013/14 mit 24 % an der neu gegründeten Gesellschaft Netzgesellschaft Edingen-Neckarhausen GmbH & Co. KG, Edingen-Neckarhausen, beteiligt. Die Gesellschaft wird nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen.
Im 3. Quartal 2013/14 hat die MVV Umwelt GmbH, Mannheim, zusammen mit der französischen Semardel-Gruppe die Gesellschaft Solutions Europeennes de Valorisation Energetique S.A.S., Paris, Frankreich, gegründet, damit sie sich zukünftig an öffentlichen Ausschreibungen für den Betrieb von Abfallverwertungsanlagen in Frankreich beteiligen kann. Die Beteiligung an der Gesellschaft in Höhe von 50 % wird nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen.
Im 3. Quartal 2013/14 hat die MVV Umwelt GmbH, Mannheim, die Gesellschaft Lightning Energy Supply Company Ltd, London, Großbritannien, erworben, die eine britische Versorgungslizenz zur Stromversorgung besitzt. Im Anschluss wurde die Gesellschaft auf MVV Environment Service Ltd, London, Großbritannien, umfirmiert und als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen.
Die Gesellschaft Biomethananlage Staßfurt GmbH, Mannheim, wurde im 3. Quartal 2013/14 als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen. Die Anteile in Höhe von 74,9 % werden durch die MVV Energie AG, Mannheim, gehalten.
Im 3. Quartal 2013/14 hat die MVV Enamic GmbH, Mannheim, 26 % Anteile an luminatis S.a.r.l., Goesdorf, Luxemburg, erworben. Die Anteile an der Gesellschaft werden nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen.
Die MVV Windenergie Beteiligungs GmbH, Mannheim, ist im 3. Quartal 2013/14 auf die MVV Windenergie Deutschland GmbH (vormals MVV Windenergie NRW GmbH), Mannheim, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Im 4. Quartal 2013/14 wurden die Anteile an der SECURA Energie GmbH, Mannheim, veräußert. Die Gesellschaft war vor der Veräußerung als vollkonsolidierte Gesellschaft im Konzern dargestellt.
Die Gesellschaft Kielspeicher 103 GmbH & Co. KG, Kiel, ist im 4. Quartal 2013/14 auf die Stadtwerke Kiel AG, Kiel, angewachsen. Dieser Vorgang hatte keine Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Die Gesellschaft Kielspeicher 103 Verwaltungs-GmbH, Kiel, ist im 4. Quartal 2013/14 auf die Stadtwerke Kiel AG, Kiel, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns.
Im 4. Quartal 2013/14 wurde die Gesellschaft Energieversorgung Dietzenbach GmbH, Dietzenbach, gegründet und als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen. Die Anteile in Höhe von 100 % werden durch die Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach am Main, gehalten. Gegenstand des Unternehmens ist der Betrieb, die Instandhaltung, der Ausbau sowie die Verpachtung des Fernwärmenetzes in der Kreisstadt Dietzenbach sowie die Versorgung des Stadtgebiets Dietzenbach mit Fern- und/oder Nahwärme.
Die Gesellschaft iwo Pellet Rhein-Main GmbH, Offenbach am Main, wird ab dem 4. Quartal 2013/14 nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen. Vorher wurde die Gesellschaft unter den sonstigen Beteiligungen ausgewiesen.
In Vorbereitung auf die Übernahme von Windprojekten wurde im 4. Quartal 2013/14 die Gesellschaft Windwärts Energie GmbH, Mannheim, als 100 %-ige Beteiligung der MVV Windenergie GmbH, Mannheim, als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen. Nach Zustimmung des Aufsichtsrats wurden dann mit Wirkung zum 1. Oktober 2014 die Aktiva und die Mitarbeiter der ehemaligen Windwärts Energie GmbH, Hannover, übernommen.
Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse wurden auf der Grundlage einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 30. September 2014 aufgestellt.
Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert, das heißt, ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Verbleibt ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen. Bei der Entkonsolidierung wird der bei dieser Cash Generating Unit verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert bei der Berücksichtigung des Veräußerungserfolgs einbezogen. Sofern passivische Unterschiedsbeträge entstehen, werden diese nach nochmaliger Überprüfung der Kaufpreisallokation unmittelbar erfolgswirksam erfasst.
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Bilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.
Die Quotenkonsolidierung der Gemeinschaftsunternehmen erfolgt nach den gleichen Grundsätzen. Die Anteile an assoziierten Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode konsolidiert.
Anteile an Unternehmen, für die kein Einbezug im Rahmen der Voll- oder Quotenkonsolidierung oder nach der At-Equity-Methode erfolgt, werden gemäß IAS 39 bilanziert.
Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden, soweit wesentlich, eliminiert.
Bei den einbezogenen Gesellschaften werden Transaktionen in fremder Währung zu dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Kassakurs erfasst. An jedem Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, die Währungsumrechnung zum Stichtagskurs. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden entsprechend ihrer Zuordnung entweder im operativen Ergebnis oder im Finanzergebnis ausgewiesen.
Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung auf Grundlage der modifizierten Stichtagsmethode in Euro (Berichtswährung des Konzerns) umgerechnet. Die funktionale Währung ist bei allen betroffenen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da sie ihre Geschäfte als finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständige Teileinheiten des Konzerns in ihrer Landeswährung betreiben. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden von der jeweiligen Landeswährung in Euro erfolgt zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurse). Die Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsdifferenzen aus abweichenden Umrechnungskursen zwischen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen (Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung) ausgewiesen.
Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
| 1 Euro |
30.9.2014 | 30.9.2013 | 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 |
| Krone, Tschechien (CZK) | 27,500 | 25,730 | 27,292 | 25,605 |
| Pfund, Großbritannien (GBP) | 0,777 | 0,836 | 0,819 | 0,841 |
Quelle: Europäische Zentralbank
Grundsätzlich erfolgt die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, sofern nicht IAS 39 für bestimmte finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Schulden sowie für derivative Finanzinstrumente eine Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten fordert und diese verlässlich ermittelbar sind. Im Falle langfristiger Forderungen und Schulden erfolgt der Ausweis mit dem Barwert. Sofern die Voraussetzungen vorliegen, werden Vermögenswerte und Schulden saldiert. Bei Vermögenswerten und Schulden, bei denen sich der Handelstag und der Tag der finanziellen Abwicklung unterscheiden, erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Aufwendungen und Erträge, die aus Vermögenswerten und Schulden abgeleitet werden, werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Bilanzposten im Betriebs- oder Finanzergebnis erfasst, gegebenenfalls erfolgt eine periodengerechte Abgrenzung. Verlangen die internationalen Rechnungslegungsvorschriften eine direkte Erfassung im Eigenkapital, so erfolgt diese, und sie ist im Eigenkapitalspiegel gesondert erläutert.
Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt, die für die Aufstellung des Konzernabschlusses des MVV Energie Konzerns angewendet wurden.
Immaterielle Vermögenswerte wurden im Wesentlichen entgeltlich erworben und sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Entsprechend ihrem Nutzungsverlauf werden sie mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer als unbestimmbar eingeschätzt wurde, bestehen mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten und einer eingetragenen Marke nicht. CO2 -Emissionszertifikate mit einer Haltedauer von über einem Jahr, die im MVV Energie Konzern zugekauft werden müssen, werden als immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten bilanziert, die unentgeltlich zugeteilten Rechte werden mit 0 Euro bewertet. Im Falle einer Folgebewertung wird die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet.
Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und die eigene Nutzung oder Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzung für eine Aktivierung ist, dass den Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse folgen. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über den geschätzten Verkaufszeitraum der Produkte abgeschrieben. Forschungskosten sind nicht aktivierungsfähig und werden in der Periode ihrer Entstehung sofort als Aufwand erfasst.
Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich ratierlicher Abschreibungen für den Werteverzehr der Anlagen. Bei selbsterstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten anhand der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessenen direkt zurechenbaren Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, wenn sie unmittelbar dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Dies erfolgt sobald dieser Vermögenswert nach einem längeren Zeitraum in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand versetzt wird.
Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten wurden um erhaltene öffentliche Zuschüsse (Investitionszuschüsse) gekürzt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass zum einen die Zuwendungen gewährt werden und zum anderen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind. Es liegen ausschließlich vermögenswertbezogene Zuwendungen vor. Diese Zuschüsse werden im Anlagenspiegel offen von den Investitionen abgesetzt.
Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens wurden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:
| Gebäude | 1-100 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 1- 54 |
| Leitungsnetze | 1- 50 |
| Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1- 40 |
Unter den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden Immobilien ausgewiesen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht im Rahmen des Betriebszwecks eingesetzt werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Die ausgewiesene Immobilie wird über einen Zeitraum von 50 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die Marktwerte regelmäßig durch unabhängige Gutachten ermittelt, die auf international anerkannten Methoden basieren. Da es sich hierbei nicht um beobachtbare Marktpreise handelt, ist die Bewertung gemäß der Bewertungshierarchie des IFRS 13 der Stufe 3 zuzuordnen.
An jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine Wertminderung hindeuten. Bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird ein Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) nach IAS 36 durchgeführt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswerts über seinem erzielbaren Betrag (dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Nutzungswert) liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die bestmögliche Schätzung des erzielbaren Betrags wider. Die erzielbaren Beträge sind für jeden Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, der Vermögenswert erzeugt keine Cashflows, die weitestgehend unabhängig sind. In diesem Fall ist der Betrag anzusetzen, für den ein unabhängiger Dritter die Zahlungsmittel generierende Einheit am Bilanzstichtag erwerben würde. Die Zeit-/ Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden anhand von Cashflow-Planungen ermittelt, die von den Management- und Aufsichtsorganen der MVV Energie AG genehmigt wurden. Grundlage der Cashflow-Planungen sind die Erfahrungen und Ergebnisse vergangener Geschäftsjahre sowie Erwartungen über zukünftige Marktentwicklungen. Die Cashflow-Planungen basieren auf der erwarteten Entwicklung der aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Die Prämissen zur Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohöl, Erdgas und Kohle, die Strom- und Gaspreise auf den Großhandels- und Endverbrauchermärkten sowie die Entwicklung der Marktanteile und die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen stellen die Schlüsselannahmen der Planung dar. Die Cashflow-Planungen umfassen einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren. Für die darüber hinausgehenden Geschäftsjahre erfolgt eine Fortschreibung der Ergebnisse, ausgehend vom letzten Jahr des Detailplanungszeitraums. Hierbei werden die aktuellen geschätzten Wachstumsraten verwendet. Die Wachstumsraten entsprechen den langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten auf den Märkten, auf denen die Unternehmen tätig sind. Sie stimmen mit den aus externen Informationsquellen zu entnehmenden Markterwartungen überein. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert in den folgenden Perioden übersteigt.
Bei Geschäfts- oder Firmenwerten werden keine Zuschreibungen vorgenommen. Übersteigt der Buchwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf wird durch anteilige Reduzierung der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheit berücksichtigt, jedoch erfolgt keine Abstockung unter den Zeitwert der jeweiligen Vermögensgegenstände.
Der MVV Energie Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der MVV Energie Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe werden Leasingverbindlichkeiten unter den lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten passiviert.
Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeiten konstant verzinst werden. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden folgenden Zeiträume abgeschrieben: die wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder die Laufzeit des Leasingverhältnisses.
Assoziierte Unternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Diese werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden entsprechend dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht oder vermindert. Ein bilanzierter Geschäfts- oder Firmenwert wird im Beteiligungsansatz ausgewiesen und nicht separat gezeigt. Eine außerplanmäßige Abschreibung des gesamten At-Equity-Buchwerts erfolgt, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet.
Unter den übrigen Finanzanlagen werden Ausleihungen, Leasingforderungen, Wertpapiere, sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen ausgewiesen. Sie werden wie folgt bewertet und kategorisiert: Die enthaltenen Ausleihungen werden als Kredite und Forderungen, Leasingforderungen unter Leasing kategorisiert. Ihre Wertansätze erfolgen zu fortgeführten Anschaffungskosten gegebenenfalls reduziert um Wertminderungen. Ebenfalls in die übrigen Finanzanlagen werden sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, welche zur Veräußerung verfügbar sind, eingeordnet. Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls um Wertminderungen aufgrund von gesunkenen erwarteten Cashflows oder vorhandenen Ausfallrisiken korrigiert. Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden als Forderung in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen (Nettoinvestitionswert) bilanziert. Wertpapiere werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt.
Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen werden im Beteiligungsergebnis beziehungsweise im Finanzergebnis erfasst.
Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie die Steuerforderungen. Diese werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am erwarteten Ausfallrisiko. Forderungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten werden zudem die kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen ausgewiesen. Die Bewertung der kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen folgt konzeptionell der Bewertung der jeweiligen langfristigen Anteile, die unter den Finanzanlagen erläutert wurden.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten einen Abgrenzungsbetrag für die am Bilanzstichtag noch nicht abgelesenen und nicht abgerechneten Energie- und Wasserverkäufe. Abschlagszahlungen, die auf Basis der jährlichen Verbrauchsabrechnung geleistet werden, sind bei den Forderungen gekürzt. Die Kundenforderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Am Bilanzstichtag bestehende Ausfallrisiken sind durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen werden ausgebucht, sobald sie als uneinbringlich gelten. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den jeweiligen Zeitwerten.
CO2 -Emissionszertifikate mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, die im MVV Energie Konzern zugekauft oder getauscht werden müssen, werden als sonstige Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten bilanziert, unentgeltlich zugeteilte Rechte mit 0 Euro bewertet.
Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt bilanziert. Dabei werden anteilige Umsatzerlöse und die angefallenen Umsatzkosten, basierend auf mit Kunden geschlossenen Verträgen, entsprechend dem am Bilanzstichtag erreichten Leistungsfortschritt ausgewiesen, sobald das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen ist. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Projektkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten des Projekts ermittelt. In der Bilanz werden die nach ihrem Leistungsfortschritt erfassten Umsätze nach Abzug erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragsverluste werden sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst, sobald diese erwartet werden.
Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beziehungsweise unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen, die hierauf geleisteten Anzahlungen sowie den Handelsbestand Commodity. Sie sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Handelsbestand Commodity ist mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung und umfassen somit die produktionsbezogenen Vollkosten. Risiken aus einer geminderten Verwertbarkeit wird mittels angemessener Abschläge Rechnung getragen.
Flüssige Mittel umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als drei Monaten.
Als "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte ausgewiesen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten oder um Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, werden als "Zur Veräußerung gehaltene Schulden" gesondert ausgewiesen.
Soweit nicht die jeweils besonderen Standards anzuwenden sind, werden zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Sie werden mit ihrem um voraussichtliche Veräußerungskosten verminderten Zeitwert bewertet, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung bestimmter langfristiger Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zur endgültigen Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.
Latente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen den Steuerbilanzen und den IFRS-Bilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, die sich aufgrund der steuerlichen Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einerseits und der externen Rechnungslegung gemäß IFRS andererseits sowie aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen ergeben. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf Steuerminderungsansprüche berücksichtigt, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben. Eine Aktivierung erfolgt, wenn aufgrund vorliegender Planungen die Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Organisationseinheiten zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Bewertung der latenten Steuern in Deutschland wird der unternehmensindividuelle Steuersatz herangezogen, der sich bei Kapitalgesellschaften aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem jeweils anzuwendenden Gewerbesteuersatz von zirka 14 % bis 17 % ergibt. Für ausländische Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt, die in Tschechien bei 19 % und in Großbritannien bei 20% liegen. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis -soweit die Voraussetzungen des IAS 12 gegeben sind -saldiert.
Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Rückstellungen, denen eine große Zahl gleichartiger Ereignisse zugrunde liegt, werden mit dem Erwartungswert der möglichen Ergebnisse bilanziert.
Alle langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Zinssatz ist konzernweit mit 0,5 % bei einer Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren und 0,8 % ab fünf Jahren Laufzeit vorgegeben.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Diese Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt (Projected-Unit-Credit-Methode). Dieses Verfahren berücksichtigt neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch zukünftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen. Bei der Berechnung fanden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Da der Konzern über kein Planvermögen verfügt, sind Pensionsverpflichtungen in voller Höhe durch Rückstellungen gedeckt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, welche sich aus Änderungen der Berechnungsannahmen ergeben, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Aufstellung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.
Die wesentlichen Parameter für die Berechnung der leistungsorientierten Pläne zum 30. September 2014 sind:
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |
| Diskontierungszinssatz | 2,4 % | 3,6 % |
| Künftige Gehaltssteigerung | 1,0 - 3,0 % | 1,0 - 3,0 % |
| Künftige Rentensteigerung | 1,0 - 2,75 % | 1,0 - 2,75 % |
Die Altersversorgung für die Mitarbeiter des MVV Energie Konzerns ist unternehmensspezifisch weitgehend tarifvertraglich geregelt. Hieraus resultieren mittelbare Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, die fast ausschließlich über kommunale Zusatzversorgungskassen (ZVK) abgesichert sind. Hierfür werden Umlagen für die Ruhestandszeiten entrichtet. Die in diesem Zusammenhang gezahlten Beträge dienen der Finanzierung der laufenden Versorgungsleistungen. Gemäß den Regelungen der IFRS handelt es sich bei dieser Form der Altersvorsorge um einen leistungsorientierten Plan ("defined benefit plan"), da die individuellen Versorgungsleistungen der ZVK an frühere Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen nicht von eingezahlten Beiträgen abhängen. Da zudem in der ZVK Mitarbeiter mehrerer Mitgliedsunternehmen versichert sind, gilt diese Form der Altersvorsorge als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber ("multi-employer plan"), für den besondere Vorschriften anzuwenden sind.
Aufgrund der Umverteilungen der Leistungen der ZVK auf die an ihr beteiligten Unternehmen und unzureichender Daten über die Altersstruktur, die Fluktuation und die Gehälter dieser Mitarbeiter liegen keine Informationen über den auf den MVV Energie Konzern entfallenden Teil der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (wirtschaftliche Verpflichtung) vor. Somit ist eine Rückstellungsbildung nach IFRS nicht zulässig und die Behandlung erfolgt wie bei einem beitragsorientierten Plan ("defined contribution plan").
Eine wertmäßige Auswertung von Beträgen, Fälligkeiten und Unsicherheiten der leistungsorientierten Versorgungspläne ist unter Textziffer 27 beschrieben.
Nach ihrem erstmaligen Ansatz sind Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Andere Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen.
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.
Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nicht erfasst. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.
ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE: Als finanzielle Vermögenswerte werden auf der Aktivseite Beteiligungen, Ausleihungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Geldforderungen sowie liquide Mittel ausgewiesen. Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem Zugang zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktionskosten bewertet.
Im Rahmen der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt für finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts gemäß IAS 39 werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Beim Abgang werden diese erfolgswirksam berücksichtigt. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben. Ist eine dauerhafte Wertaufholung zu verzeichnen, wird bis zur Höhe der Anschaffungskosten zugeschrieben. Soweit die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich geschätzt werden können, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte der Kategorien "Kredite und Forderungen" sowie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung, korrigiert um Wertminderungen, Zinsen und Tilgungen. Erkennbare Risiken, insbesondere aufgrund erwarteter Zahlungsausfälle oder verminderter erwarteter Cashflows, werden durch Wertminderungen berücksichtigt. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt direkt im Periodenergebnis.
Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird über den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden festgelegt. Solche Verfahren stützen sich auf kürzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigte Transaktionen, auf den aktuellen Marktwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Instruments, auf die Analyse der diskontierten Zahlungsströme oder auf Optionspreismodelle. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden gemäß IFRS 13 auch die Markt- und Kreditrisiken mit einbezogen.
Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird, sofern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden beziehungsweise die Verfügungsmacht über den Vermögenswert abgegeben wird.
Als finanzielle Verbindlichkeiten werden auf der Passivseite Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden hauptsächlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode, bewertet. Im Falle von Finanzschulden entsprechen die Anschaffungskosten dem Auszahlungsbetrag. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.
Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zuzuordnen, wurde wie im Vorjahr kein Gebrauch gemacht.
DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE: Zu den derivativen Finanzinstrumenten gehören Zins- und Währungs-Derivate sowie Commodity-Derivate größtenteils über Strom, Gas und Kohle. Derivative Finanzinstrumente werden sowohl bei ihrer erstmaligen Bilanzierung als auch in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Vermögenswerten oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Wertansätze werden vom Markt abgeleitet oder anhand anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt (Barwertmethode oder Optionspreismodelle unter Zugrundelegung aktueller Marktparameter). Eine Erfassung der Wertänderungen von Zins- und Währungsderivaten werden innerhalb des Finanzergebnisses entsprechend als Ertrag oder Aufwand erfasst. Wertänderungen aller anderen derivativen Finanzinstrumente erfolgen als Ertrag beziehungsweise Aufwand in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Hiervon sind Derivate gesondert zu behandeln, welche als Sicherungsgeschäft in einem Cashflow Hedge eingesetzt werden. Cashflow Hedges dienen der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten. Erfüllen diese zusätzlich die Voraussetzungen des Hedge-Accounting gemäß IAS 39, erfolgt der Ausweis des effektiven Teils des Sicherungsinstruments im Rahmen der Fair-Value-Veränderung erfolgsneutral im Eigenkapital unter Marktbewertung von Finanzinstrumenten. Wird das Grundgeschäft erfolgswirksam, so wird das Sicherungsgeschäft ebenfalls erfolgswirksam erfasst und kompensiert somit die Auswirkungen des Grundgeschäfts.
In IAS 39 sind Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften festgeschrieben. Insbesondere müssen die Sicherungsbeziehungen ausführlich dokumentiert und effektiv sein. Das heißt die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts müssen sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Nur der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung darf erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert werden. Der ineffektive Teil einer Sicherungsbeziehung wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden insbesondere Zins-Swaps eingesetzt. Diese Instrumente fixieren mit Hilfe von Cashflow Hedges Zahlungsströme aus verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten.
Schwebende Geschäfte zur Marktpreissicherung im Bereich des Energiehandels fallen in den Anwendungsbereich von IAS 39 und müssen als derivative Finanzinstrumente erfasst werden, während die abgesicherten Grundgeschäfte (Vertriebskontrakte) in der Regel nicht unter IAS 39 fallen. Die Bilanzierung nach IAS 39 betrifft insbesondere Warentermingeschäfte. Hierdurch hat sich die Volatilität der Ergebnisse erhöht. Im Rahmen der Begrenzung solcher Schwankungen wird insbesondere im Strom- und Gasgeschäft in vielen Fällen die Own Use Exemption oder das Cashflow-Hedge-Accounting angewandt.
Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Zudem erfordert die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS, dass Annahmen und Schätzungen gemacht werden, die sich auf die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angaben der Eventualschulden auswirken können.
Aus Ermessensausübungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich keine erheblichen Auswirkungen auf die Wertansätze der im Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden.
Im Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten erläutert, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird.
Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden sowie der Nutzungsdauer der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Dies gilt in gleicher Weise für die Ermittlung von Wertminderungen von Vermögenswerten.
Der MVV Energie Konzern überprüft mindestens einmal jährlich oder bei hinweisenden Sachverhalten oder Änderungen der Umstände die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und der Vermögensgegenstände. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der MVV Energie Konzern die voraussichtlich künftigen Zahlungsmittelüberschüsse aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert der Cashflows zu ermitteln. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag oder zum relevanten unterjährigen Stichtag, zu welchem die anlassbezogene Wertminderung erforderlich wird. Abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können zu Unterschieden zwischen den Schätzwerten und den tatsächlichen Werten führen. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts entsprechend angepasst.
Annahmen sind des Weiteren zu treffen bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern. Insbesondere spielt bei der Beurteilung, ob aktive latente Steuern genutzt werden können, die Möglichkeit der zukünftigen Erzielung entsprechender steuerpflichtiger Einkommen eine wesentliche Rolle.
Bei der Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen insbesondere der Abzinsungsfaktor, biometrische Wahrscheinlichkeiten sowie Trendannahmen wesentliche Schätzgrößen dar. Abweichende Entwicklungen dieser Schätzgrößen können zu Unterschieden zwischen dem bilanzierten Wert und den tatsächlich im Zeitablauf entstehenden Verpflichtungen führen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Dies führt dazu, dass Änderungen der Schätzgrößen direkte Auswirkungen auf den MVV Energie Konzern haben.
Die Bewertung von Umsätzen und Materialaufwendungen unterliegt insofern Schätzungen, dass zum Stichtag Verbrauchsabgrenzungen für bereits entstandene und noch nicht fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen wurden.
Abfindungsverbindlichkeiten für Personengesellschaften werden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser wird ermittelt, indem eine Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung der aktuellen Planung und der Zinsstrukturkurve durchgeführt wird.
Grundsätzlich werden bei den Bewertungsunsicherheiten die bestmöglichen Erkenntnisse herangezogen, bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit Unsicherheiten behafteten Buchwerte sind aus der Bilanz beziehungsweise den entsprechenden Erläuterungen im Anhang zu entnehmen.
Die Schätzänderungen nach IAS 8 im Geschäftsjahr 2013/14 führten zu keinen nennenswerten Anpassungen der betroffenen Erträge, Aufwendungen sowie des Vermögens und der Schulden.
Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Sie werden beim Übergang der maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Kunden beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst, sofern der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann. Hinsichtlich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse aus den einzelnen Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung unter Textziffer 36.
Neben unseren Hauptprodukten Strom, Wärme, Gas, Wasser und Abfall sind die sonstigen Umsätze von untergeordneter Bedeutung.
Der Umsatz unserer ausländischen Töchter betrug in Konzernwährung 85 873 Tsd Euro (Vorjahr 110 234 Tsd Euro).
Die Bestandsveränderungen resultieren im Wesentlichen aus Contracting-Projekten, bei denen der MVV Energie Konzern Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen ist, sowie aus noch nicht abgerechneten Leistungen bei Hausanschlüssen.
Die aktivierten Eigenleistungen betreffen insbesondere den Bau und die Erweiterung von Versorgungsnetzen.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Erträge aus nach IAS 39 bilanzierten Derivaten | 99 937 | 118 904 |
| Auflösung von Wertberichtigungen und Eingänge von ausgebuchten Forderungen | 16 107 | 13 583 |
| Erträge aus Emissionsrechten | 14 555 | 11 968 |
| Auflösung von Rückstellungen | 10 230 | 15 238 |
| Geschäftsbesorgung und Personalgestellung | 4 912 | 5 237 |
| Leistungen an Mitarbeiter | 3 094 | 2 896 |
| Gutschriften und Erstattungen | 2 951 | 3 880 |
| Erträge aus Anlageverkäufen | 2 844 | 2 004 |
| Währungskursgewinne | 2 763 | 2 871 |
| Erstattungen für Schadensfälle | 2 649 | 7 128 |
| Mieterträge | 2 503 | 2 109 |
| Übrige | 22 361 | 30 520 |
| 184 906 | 216 338 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere positive Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Erträgen stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren | 2 639 801 | 2 849 374 |
| Bezogene Leistungen | 424 633 | 419 720 |
| 3 064 434 | 3 269 094 |
Im Materialaufwand sind Wertminderungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 42 Tsd Euro (Vorjahr 73 Tsd Euro) enthalten. Wertaufholungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe sind aufgrund eines Anstiegs des Nettoveräußerungspreises mit 46 Tsd Euro (Vorjahr 30 Tsd Euro) enthalten.
Die Reduzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert in erster Linie aus der mengen- und preisbedingten Abnahme des Geschäftsvolumens und der damit verbundenen Abnahme der Energiebezugskosten.
In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben und Entsorgungskosten für Reststoffe enthalten.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Löhne und Gehälter1 | 270 863 | 271 496 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung | 46 529 | 46 332 |
| Aufwendungen für Altersversorgung | 18 951 | 19 015 |
| 336 343 | 336 843 |
1
Vorjahreswerte angepasst.Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Im Jahresdurchschnitt waren5 410 Mitarbeiter (Vorjahr 5 469) im MVV Energie Konzern beschäftigt, hiervon 305 Mitarbeiter (Vorjahr 291) in den Gemeinschaftsunternehmen. In diesem Personalstand sind 11 leitende Angestellte (Vorjahr 1 1), 5 021 Angestellte (Vorjahr 5 081), 330 Auszubildende (Vorjahr 327) und 48 Praktikanten/ Diplomanden (Vorjahr 51) enthalten.
Aufgrund der Anpassung der Bilanzierung der Rückstellung für Altersteilzeit in Folge der Änderung des Standards IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" hat sich der Personalaufwand in der Vergleichsperiode des Vorjahrs um 3 721 Tsd Euro erhöht.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Aufwand aus nach IAS 39 bilanzierten Derivaten | 76 191 | 121 909 |
| Beiträge, Gebühren und Abgaben | 21 322 | 26 251 |
| Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsausfällen | 20 591 | 19 420 |
| Mieten, Pachten und Leasing | 17 427 | 18 127 |
| Aufwendungen für Wartungen, Reparaturen und IT-Dienstleistungen | 16 142 | 18 647 |
| Rechts-, Beratungs- und Gutachterkosten | 14 240 | 15 878 |
| Betriebliche Steuern (inkl. Energiesteuern) | 10 248 | 12 451 |
| Personal- und Sozialaufwendungen | 8 912 | 9 145 |
| Aufwand aus Emissionsrechten | 8 786 | 13 565 |
| Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit | 8 733 | 9 687 |
| Verluste von Anlagenabgängen | 3 287 | 3 877 |
| Währungskursverluste | 2 450 | 4 186 |
| Buchführungs- und Jahresabschlusskosten | 1 929 | 1 915 |
| Büromaterial und Fachliteratur | 1 310 | 1 195 |
| Übrige | 52 653 | 44 942 |
| 264 221 | 321 195 |
Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten negative Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Aufwendungen stehen sonstige betriebliche Erträge gegenüber, die diesen Effekt kompensieren.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Ergebnis aus assoziierten Unternehmen | 22 486 | 14 135 |
| Erträge aus sonstigen Beteiligungen | 1 827 | 1 360 |
| Aufwendungen/Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen | 1 400 | 146 |
| 25 713 | 15 641 |
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Abschreibungen | 164 839 | 167 595 |
| davon außerplanmäßig | 1 675 | 2 485 |
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen von Gebäuden in Höhe von 68 Tsd Euro (Vorjahr 438 Tsd Euro) sowie von technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 1 598 Tsd Euro (Vorjahr 382 Tsd Euro) vorgenommen.
Aufgrund der Anpassung der Bilanzierung der Rückstellung für Altersteilzeit in Folge der Änderung des Standards IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" hat sich der in der GuV ausgewiesene Restrukturierungsaufwand in der Vergleichsperiode des Vorjahrs von - 7 492 Tsd Euro auf - 11 251 Tsd Euro verändert.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Erträge aus der Währungsumrechnung aus Finanzierung | 20 088 | 2 090 |
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 3 422 | 4 349 |
| Zinserträge aus Kontokorrent, Tages- und Festgeldern | 1 239 | 1 648 |
| Erträge aus allgemeinen Ausleihungen | 81 | 92 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 5 764 | 2 944 |
| 30 594 | 11 123 |
Die Finanzerträge beinhalten Erträge aus der Währungsumrechnung, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der britischen Projekte resultieren.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Zinsaufwand aus Kontokorrent, Darlehen und kurzfristigen Ausleihungen | 51 680 | 53 763 |
| Aufzinsung von Rückstellungen1 | 8 155 | 4 730 |
| Aufwand aus der Währungsumrechnung aus Finanzierung | 7 527 | 3 417 |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 11 910 | 10 258 |
| 79 272 | 72 168 |
1
Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Aufgrund der Anpassung der Bilanzierung der Rückstellung für Altersteilzeit in Folge der Änderung des Standards IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" haben sich die Finanzaufwendungen in der Vergleichsperiode des Vorjahrs um 544 Tsd Euro verringert.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Tatsächliche Steuern | 40 005 | 42 210 |
| Latente Steuern1 | 1 366 | 1 224 |
| 41 371 | 43 434 |
1
Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Der laufende Steueraufwand enthält die zu leistende Gewerbe- und Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie ausländische Ertragsteuern.
Der latente Steueraufwand in Höhe von 3 278 Tsd Euro (Vorjahr Steueraufwand 2 038 Tsd Euro) ist auf die Veränderung der Wertberichtigung für Verlustvorträge sowie auf die erfolgswirksame Nutzung von Verlustvorträgen zurückzuführen. Auf das Entstehen beziehungsweise die Auflösung temporärer Unterschiede entfällt ein latenter Steuerertrag in Höhe von 1 912 Tsd Euro (Vorjahr 995 Tsd Euro).
Der tatsächliche Steueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste um 3 825 Tsd Euro (Vorjahr 1 848 Tsd Euro) gemindert.
Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Der für die steuerliche Überleitungsrechnung anzuwendende Steuersatz von 30,3 % (Vorjahr 30,3 %) setzt sich aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 14,5 % (Vorjahr 14,5 %) zusammen.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)1 | 142 768 | 148 737 |
| Erwarteter steueraufwand bei einem Steuersatz von 30,3 % (Vorjahr 30,3 %) | 43 259 | 45 067 |
| Abweichungen durch die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer | 2 924 | 3 020 |
| Abweichungen von dem erwarteten Steuersatz1 | - 3 024 | - 2 126 |
| Nutzung von Verlustvorträgen, Veränderung der Wertberichtigung für Verluste sowie Verluste ohne Bildung von latenten Steuern | 3 278 | 2 633 |
| Nicht abzugsfähige Aufwendungen | 2 205 | 1 073 |
| Steuerfreie Erträge | - 5 424 | - 2 547 |
| Ergebnisse aus At-Equity bilanzierten Beteiligungen | -4 085 | - 2 246 |
| Permanente Differenzen | 1 800 | 2 787 |
| Steuern für Vorjahre | -1 422 | - 2 802 |
| Sonstige | 1 860 | -1 425 |
| Effektiver steueraufwand | 41 371 | 43 434 |
| Effektiver Steuersatz in % | 29,0 | 29,2 |
1
Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Position "Abweichungen von dem erwarteten Steuersatz" ist durch die angestiegenen Ergebnisse neuer Windpark- und Biomethangesellschaften mit niedrigen Gewerbesteuerhebesätzen und durch Auslandsgesellschaften mit niedrigen Durchschnittssteuersätzen (UK tatsächliche Steuer 22,0 % und latente Steuer 20,0 % sowie CZ 19,0 %) angestiegen.
Der Anstieg der Position "Nutzung von Verlustvorträgen, Veränderung der Wertberichtigung für Verluste sowie Verluste ohne die Bildung von latenten Steuern" beruht im Wesentlichen auf der Wertberichtigung aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge.
Der Anstieg der steuerfreien Erträge resultiert aus höheren Beteiligungserträgen aus nicht konsolidierten Tochtergesellschaften sowie aus einem Anstieg steuerfreier verdeckter Einlagen.
Die Verminderung der Position "Permanente Differenzen" resultiert aus steuerneutralen Umwandlungssachverhalten des Vorjahrs. Die bestehenden permanenten Differenzen resultieren im Wesentlichen aus der Erhöhung steuerbilanzieller Beteiligungsbuchwerte an Kapitalgesellschaften aufgrund geleisteter Einlagen (Interdependenz mit dem Anstieg steuerfreier Erträge).
Der Steuerertrag für Vorjahre beruht im Wesentlichen auf Steuererstattungen aus erfolgreichen Einspruchsverfahren ohne einen korrespondierenden Aufwand aus latenten Steuern. Der Rückgang gegenüber dem Vorjahr ist auf den Einmaleffekt "Auflösungsertrag aus Risikorückstellungen" aus dem Vorjahr zurückzuführen.
| 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 | |
| Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG in Tsd Euro1 | 92 162 | 84 853 |
| Aktienanzahl in Tsd (gewichteter Durchschnitt) | 65 907 | 65 907 |
| Ergebnis je Aktie in Euro1 | 1,40 | 1,29 |
| Dividende je Aktie in Euro | 0,90 | 0,90 |
1
Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die auf den Namen lautenden Stückaktien der MVV Energie AG belaufen sich auf 65 906 796 Stück. Die Berechnung des gewichteten Jahresdurchschnitts erfolgte taggenau.
Die Dividende des Geschäftsjahrs 2013/14 entspricht dem Vorschlag des Vorstands und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung am 13. März 2015. Es soll demnach eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet werden. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2012/13 wurde von der Hauptversammlung am 14. März 2014 angenommen. Es wurde eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet. Da zum Bilanzstichtag keine Optionsrechte auf Aktien der MVV Energie AG vorliegen, sind keine Verwässerungseffekte zu berücksichtigen.
Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte, Geschäfts- oder Firmenwerte sowie geleistete Anzahlungen.
Die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten waren im Geschäftsjahr 2013/14 nicht erfüllt. Diese werden somit ebenso wie die angefallenen Forschungsaufwendungen in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nach IFRS qualifizierenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belief sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf 2 205 Tsd Euro (Vorjahr 2 509 Tsd Euro). Die Forschungs- und Entwicklungskosten entstehen hauptsächlich aufgrund von Aktivitäten zur ständigen Verbesserung der Arbeitsprozesse, der Produktentwicklung sowie der technischen Weiterentwicklung.
Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte setzen sich aus Software und vertraglich vereinbarten Zuschüssen an Kunden und Lieferanten zusammen. Die Nutzungsdauer orientiert sich an wirtschaftlichen Aspekten oder vertraglichen Gegebenheiten und liegt zwischen 1 und 50 Jahren.
Für die im Geschäftsjahr 2013/14 durchgeführten Werthaltigkeitstests wurden in den Planungsrechnungen Wachstumsraten von mindestens 0,5 % verwendet.
Für die Berechnung werden Kapitalkosten nach Steuern in Höhe von 5,08 % (Vorjahr 5,18 %) zugrunde gelegt.
Zur Bestimmung des erzielbaren Betrags/Nutzungswerts wurden die erwarteten Cashflows der Beteiligungen mit Diskontierungszinssätzen (gewichteten Kapitalkosten) von durchschnittlich 7,2 % (Vorjahr 7,4 %) vor Steuern abgezinst. Die Ermittlung der Diskontierungszinssätze erfolgt auf Basis von verfügbaren Marktdaten. Der Planungszeitraum der zugrunde gelegten Cashflows liegt in der Regel bei drei Jahren.
Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Impairments mit einer Erhöhung/Verminderung von 0,5 % des Kapitalisierungszinssatzes gerechnet. Hieraus ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen in der Werthaltigkeit.
Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Teilkonzern Energieversorgung Offenbach | 65 796 | 65 796 |
| Teilkonzern Stadtwerke Ingolstadt | 53 759 | 53 759 |
| Teilkonzern MVV Enamic | 36 611 | 36 611 |
| Teilkonzern MVV Energie CZ | 5 862 | 6 320 |
| Teilkonzern MVV Umwelt | 5 586 | 5 586 |
| Sonstige Teilkonzerne | 1 018 | 1 018 |
| 168 632 | 169 090 |
Zur Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Die Zahlungsmittel generierende Einheit entspricht im Wesentlichen rechtlichen Teilkonzernen, die aus geografisch oder sachlich zusammengehörigen rechtlichen Einheiten bestehen. Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.
Darüber hinaus sind im Teilkonzern MVV Energie CZ Währungsumrechnungseffekte in Höhe von - 457 Tsd Euro (Vorjahr - 169 Tsd Euro) zu verzeichnen.
| in Tsd Euro | Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte | Geschäfts- oder Firmenwert | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Bruttowerte zum 1.10.2012 | 245 186 | 191 488 | 3 564 | 440 238 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | - 66 | 46 | - | - 20 |
| Währungsanpassungen | - 56 | - 227 | - 2 | - 285 |
| Zugänge | 11 349 | - | 3 400 | 14 749 |
| Abgänge | - 2 047 | - | -1 495 | - 3 542 |
| Umbuchungen | 1 035 | - | - 580 | 455 |
| Bruttowerte zum 30.9.2013 | 255 401 | 191 307 | 4 887 | 451 595 |
| Abschreibungen zum 1.10.2012 | -162 014 | - 22 274 | - | -184 288 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 67 | - | - | 67 |
| Währungsanpassungen | 41 | 57 | - | 98 |
| Planmäßige Abschreibungen | - 12 417 | - | - | -12 417 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -1 637 | - | - | - 1 637 |
| Abgänge | 431 | - | - | 431 |
| Umbuchungen | - 12 | - | - 3 | - 15 |
| Abschreibungen zum 30.9.2013 | -175 541 | - 22 217 | - 3 | - 197 761 |
| Nettowerte zum 30.9.2013 | 79 860 | 169 090 | 4 884 | 253 834 |
| Bruttowerte zum 1.10.2013 | 255 401 | 191 307 | 4 887 | 451 595 |
| Währungsanpassungen | - 137 | - 615 | 37 | - 715 |
| Zugänge | 12 847 | - | 2 957 | 15 804 |
| Abgänge | - 2 769 | - | - | - 2 769 |
| Umbuchungen | 5 396 | 9 889 | - 3 998 | 11 287 |
| Umbuchungen nach IFRS 5 | - 73 | - | - | - 73 |
| Bruttowerte zum 30.9.2014 | 270 665 | 200 581 | 3 883 | 475 129 |
| Abschreibungen zum 1.10.2013 | -175 541 | -22 217 | - 3 | -197 761 |
| Währungsanpassungen | 104 | 157 | - 1 | 260 |
| Planmäßige Abschreibungen | - 12 121 | - | - | -12 121 |
| Abgänge | 1 498 | - | - | 1 498 |
| Umbuchungen | - 8 | -9 889 | - 12 | - 9 909 |
| Umbuchungen nach IFRS 5 | 34 | - | - | 34 |
| Abschreibungen zum 30.9.2014 | - 186 034 | - 31 949 | - 16 | -217 999 |
| Nettowerte zum 30.9.2014 | 84 631 | 168 632 | 3 867 | 257 130 |
| in Tsd Euro | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Bruttowerte zum 1.10.20121 | 783 398 | 3 968 104 | 197 652 | 143 027 | 5 092 181 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -11 943 | 49 113 | - 9 | 5 892 | 43 053 |
| Währungsanpassungen | - 3 264 | - 3 954 | - 66 | - 632 | - 7 916 |
| Zugänge1 | 7 071 | 98 103 | 7 358 | 222 422 | 334 954 |
| Erhaltene Zuschüsse | - 15 | - 1 023 | - 9 | - | - 1 047 |
| Abgänge | - 9 821 | -33 302 | - 7 098 | - 2 243 | - 52 464 |
| Umbuchungen | 4 302 | 53 068 | 1 446 | - 59 271 | - 455 |
| Bruttowerte zum 30.9.2013 | 769 728 | 4 130 109 | 199 274 | 309 195 | 5 408 306 |
| Abschreibungen zum 1.10.2012 | - 363 592 | - 2 327 608 | -134 456 | - | - 2 825 656 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 6 751 | 4 802 | 83 | - | 11 636 |
| Währungsanpassungen | 1 200 | 2 336 | 55 | - | 3 591 |
| Planmäßige Abschreibungen | -16 923 | -124 955 | - 10 803 | - | -152 681 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | - 438 | - 382 | - 29 | - | - 849 |
| Abgänge | 4 906 | 21 131 | 6 496 | - | 32 533 |
| Umbuchungen | - | 183 | - 168 | - | 15 |
| Abschreibungen zum 30.9.2013 | -368 096 | -2 424 493 | - 138 822 | - | -2 931 411 |
| Nettowerte zum 30.9.2013 | 401 632 | 1 705 616 | 60 452 | 309 195 | 2 476 895 |
| Bruttowerte zum 1.10.2013 | 769 728 | 4 130 109 | 199 274 | 309 195 | 5 408 306 |
| Währungsanpassungen | - 8 066 | -10 651 | - 131 | 8 046 | - 10 802 |
| Zugänge | 4 518 | 110 044 | 7 603 | 174 738 | 296 903 |
| Zuschüsse | - 89 | - 8 349 | - 9 | - 463 | - 8 910 |
| Abgänge | - 4 791 | -32 026 | - 4 565 | - 314 | - 41 696 |
| Umbuchungen | 2 527 | 88 941 | 885 | - 93 751 | - 1 398 |
| Umbuchungen nach IFRS 5 | - 429 | - 8 397 | - 83 | - | - 8 909 |
| Bruttowerte zum 30.9.2014 | 763 398 | 4 269 671 | 202 974 | 397 451 | 5 633 494 |
| Abschreibungen zum 1.10.2013 | - 368 096 | - 2 424 493 | -138 822 | - | -2 931 411 |
| Währungsanpassungen | 3 004 | 6 354 | 128 | - | 9 486 |
| Planmäßige Abschreibungen | -16 320 | -124 239 | - 10 474 | - | -151 033 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | - 68 | - 1 598 | - 9 | - | -1 675 |
| Abgänge | 2 807 | 1 5 500 | 4 320 | - | 22 627 |
| Umbuchungen | 413 | - 410 | 17 | - | 20 |
| Umbuchungen nach IFRS 5 | 205 | 6 381 | 57 | - | 6 643 |
| Abschreibungen zum 30.9.2014 | - 378 055 | -2 522 505 | - 144 783 | - | -3 045 343 |
| Nettowerte zum 30.9.2014 | 385 343 | 1 747 166 | 58 191 | 397 451 | 2 588 151 |
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen im Wesentlichen Impairments auf technische Anlagen und Maschinen sowie auf Grundstücke und Gebäude.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 1 1 328 Tsd Euro (Vorjahr 5 354 Tsd Euro) aktiviert. Der dabei zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz reichte von 3,8 % bis 5,0 % (Vorjahr von 4,5 % bis 7,0 %).
Sachanlagen bis zu einem Gegenwert von 88 Mio Euro (Vorjahr 132 Mio Euro) wurden als Sicherheiten für Finanzschulden begeben. Zum größten Teil handelt es sich hierbei um Grundstücke und Gebäude sowie technische Anlagen und Maschinen. Sachanlagen, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen in Höhe von 106 Mio Euro (Vorjahr 116 Mio Euro).
Die im Geschäftsjahr 2013/14 erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand beziehen sich hauptsächlich auf den Ausbau von Fernwärmeleitungen. Im Zusammenhang mit diesen Zuwendungen bestehen keine unerfüllten Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 108,3 Mio Euro (Vorjahr 120,8 Mio Euro) für die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham, beide Großbritannien, geleistet.
Aufgrund von neu verhandelten Wartungsverträgen wurde im Geschäftsjahr 2013/14 die Nutzungsdauer der Getriebe bei vier Windparks angepasst. Diese Schätzungsänderung hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des MVV Energie Konzerns.
Der beizulegende Zeitwert der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien wurde von unabhängigen Gutachtern zum 30. September 2013 bewertet und beträgt in Summe 320 Tsd Euro. Im Geschäftsjahr 2013/14 lagen keine Anhaltspunkte für eine Wertminderung vor, somit wird ein erneutes Gutachten zum Konzernabschluss 2015/16 angefordert. Bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelt es sich nur um ein vermietetes Wohn- und Geschäftshaus in Köthen, das aufgrund der stabilen Immobilienverhältnisse in Köthen keinen großen Wertschwankungen ausgesetzt ist. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 35 Tsd Euro (Vorjahr 31 Tsd Euro). Die direkten betrieblichen Aufwendungen (ohne planmäßige Abschreibungen) betrugen 1 Tsd Euro (Vorjahr 8 Tsd Euro).
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Bruttowerte zum 1.10. | 448 | 448 |
| Bruttowerte zum 30.9. | 448 | 448 |
| Abschreibungen zum 1.10. | -154 | -143 |
| Planmäßige Abschreibungen | - 10 | - 11 |
| Abschreibungen zum 30.9. | - 164 | - 154 |
| Nettowerte zum 30.9. | 284 | 294 |
Die folgenden Übersichten zeigen die Buchwertentwicklung sowie die wesentlichen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung der assoziierten Unternehmen.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Bruttowerte zum 1.10. | 78 169 | 107 437 |
| Zugänge | 1 921 | 458 |
| At-Equity-Bewertung | 13 481 | 7 410 |
| Erfolgsneutrales Ergebnis | 9 660 | - 33 977 |
| Abgänge | 836 | - 4 149 |
| Umbuchungen | - | 990 |
| Bruttowerte zum 30.9. | 104 067 | 78 169 |
| Abschreibungen zum 1.10. | - 3 471 | - 4 944 |
| Abschreibungen zum 30.9. | - 4 307 | - 3 471 |
| Nettowerte zum 30.9. | 99 760 | 74 698 |
Das erfolgsneutrale Ergebnis beinhaltet die Effekte aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen.
Die assoziierten Unternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse und Jahresüberschuss.
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Aktiva | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 1 906 938 | 1 764 847 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 318 245 | 248 144 |
| 2 225 183 | 2 012 991 | |
| Passiva | ||
| Eigenkapital | 268 650 | 232 789 |
| Rückstellungen | 723 610 | 750 873 |
| Verbindlichkeiten und sonstige Passiva | 1 232 923 | 1 029 329 |
| 2 225 183 | 2 012 991 |
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Umsatzerlöse | 768 949 | 727 220 |
| Jahresüberschuss | 72 181 | 43 322 |
Die vom MVV Energie Konzern vereinnahmten Beteiligungserträge dieser assoziierten Unternehmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2013/14 auf 9 006 Tsd Euro (Vorjahr 6 725 Tsd Euro).
Unser Anteil an den Eventualverbindlichkeiten At-Equity bewerteter Unternehmen beträgt 1 295 Tsd Euro (Vorjahr 1 325 Tsd Euro).
Die einbezogenen assoziierten Unternehmen haben bis auf die Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker, ein abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31. Dezember, die Ergebnisse für die At-Equity-Beteiligungen werden entsprechend übergeleitet. Öffentlich notierte Marktpreise liegen wie im Vorjahr nicht vor.
Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen wie im Vorjahr nicht vor.
Die Anteile der Gemeinschaftsunternehmen an der Bilanz sowie an Aufwand und Ertrag des MVV Energie Konzerns zeigen sich wie folgt:
Aktiva
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Langfristige Vermögenswerte | 90 899 | 87 290 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 16 979 | 23 192 |
| 107 878 | 110 482 | |
|
Passiva |
||
| Eigenkapital | 30 917 | 31 610 |
| Langfristige Schulden | 41 076 | 40 278 |
| Kurzfristige Schulden | 35 885 | 38 594 |
| 107 878 | 110 482 |
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Erträge | 106 543 | 129 218 |
| Aufwendungen | 97 433 | 120 578 |
Die übrigen Finanzanlagen enthalten sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, sonstige Beteiligungen, allgemeine Ausleihungen sowie Ausleihungen aus Finanzierungsleasing und Wertpapiere.
Die Wertminderungen sowie die Entwicklung der übrigen Finanzanlagen sind im nachfolgenden Spiegel und aus den Positionen Ergebnis aus assoziierten Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnis (Textziffer 8) beziehungsweise Finanzerträge (Textziffer 11) und Finanzaufwendungen (Textziffer 12) ersichtlich.
Die Ausleihungen und Ausleihungen aus Finanzierungsleasing sind fest verzinslich und werden mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 4,4 % (Vorjahr 4,3 %) verzinst. Die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer bei festverzinslichen Ausleihungen beträgt 8,5 Jahre (Vorjahr 5,6 Jahre), für Finanzierungsleasing 8,2 Jahre (Vorjahr 7,3 Jahre). Die Umbuchungen betreffen im Wesentlichen die fristenkongruente Umgliederung der genannten Positionen in das kurzfristige Finanzvermögen.
Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35.
Bei den unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Beteiligungen handelt es sich um assoziierte Unternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den MVV Energie Konzernabschluss einbezogen werden, und um Minderheitsbeteiligungen.
Die Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Fondsanteilen, die überwiegend zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben gehalten werden.
Die übrigen Finanzanlagen beinhalten auch den langfristigen Anteil der Finanzierungsleasingverträge. Der MVV Energie Konzern ist bei mehreren Contracting-Projekten Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen. Im Rahmen von abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträgen gehen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer über. Der Ansatz des Vermögenswerts erfolgt zum Barwert der Mindestleasingzahlungen.
Diese lassen sich wie folgt zu den Bruttoinvestitionen in die Leasingverhältnisse überleiten:
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen mit Fälligkeit < 1 Jahr | 4 459 | 6 710 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen mit Fälligkeit> 1 Jahr | ||
| länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren | 18 214 | 18 863 |
| länger als 5 Jahre | 28 207 | 36 927 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen mit Fälligkeit> 1 Jahr | 46 421 | 55 790 |
| summe Barwert der Mindestleasingzahlungen | 50 880 | 62 500 |
| Noch nicht realisierter Finanzertrag | 20 970 | 33 942 |
| Bruttoinvestitionen in Finanzierungsleasingsverhältnisse | 71 850 | 96 442 |
| in Tsd Euro | Sonstige Beteiligungen im Mehrheitsbesitz | Sonstige Beteiligungen | Ausleihungen allgemein | Ausleihungen aus Finanzierungsleasing | Wertpapiere | Gesamt |
| Bruttowerte zum 1.10.2012 | 7 610 | 14 505 | 5 876 | 72 546 | 3 668 | 104 205 |
| Währungsanpassungen | 382 | - | - | - | - | 382 |
| Zugänge | 37 | 1 786 | 67 | 5 319 | 382 | 7 591 |
| Abgänge | - 2 797 | - 350 | - 2 745 | - 32 | - 2 137 | - 8 061 |
| Umbuchungen | - 38 | 38 | -1 213 | -12 680 | 42 | -13 851 |
| Bruttowerte zum 30.9.2013 | 5 194 | 15 979 | 1 985 | 65 153 | 1 955 | 90 266 |
| Abschreibungen zum 1.10.2012 | - 6 143 | - 81 | - 394 | - 33 | - 35 | - 6 686 |
| Währungsanpassungen | 13 | - | - | - | - | 13 |
| Abgänge | 2 770 | 5 | - | - | - | 2 775 |
| Umbuchungen | - | - | 394 | - | - | 394 |
| Abschreibungen zum 30.9.2013 | - 3 360 | - 76 | - | - 33 | - 35 | - 3 504 |
| Nettowerte zum 30.9.2013 | 1 834 | 15 903 | 1 985 | 65 120 | 1 920 | 86 762 |
| Bruttowerte zum 1.10.2013 | 5 194 | 15 979 | 1 985 | 65 153 | 1 955 | 90 266 |
| Währungsanpassungen | - 30 | - | - | - | - | - 30 |
| Zugänge | 40 | 1 849 | 413 | 4 687 | 96 | 7 085 |
| Abgänge | - 2 042 | -100 | - 467 | -13 283 | - 2 040 | - 17 932 |
| Umbuchungen | - | - | -184 | - 8 258 | 655 | - 7 787 |
| Bruttowerte zum 30.9.2014 | 3 162 | 17 728 | 1 747 | 48 299 | 666 | 71 602 |
| Abschreibungen zum 1.10.2013 | - 3 360 | - 76 | - | - 33 | - 35 | - 3 504 |
| Währungsanpassungen | 30 | - | - | - | - | 30 |
| Außerplanmäßige Abschreibungen | -18 | - | - 648 | - | - | - 666 |
| Abgänge | 1 534 | 1 | - | - | - | 1 535 |
| Abschreibungen zum 30.9.2014 | - 1 814 | - 75 | - 648 | - 33 | - 35 | - 2 605 |
| Nettowerte zum 30.9.2014 | 1 348 | 17 653 | 1 099 | 48 266 | 631 | 68 997 |
In den nachfolgenden Tabellen werden die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte nach deren Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben.
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Derivative Finanzinstrumente | 58 041 | 73 720 | 131 761 | 93 697 | 85 503 | 179 200 |
| Sonstige Steuerforderungen | - | 15 702 | 15 702 | - | 34 379 | 34 379 |
| Forderungen aus Sicherheitsleistungen im Rahmen von Energiehandelsgeschäften | - | 54 811 | 54 811 | - | 69 628 | 69 628 |
| Aktive Rechnungsabgrenzungsposten | 11 233 | 9 847 | 21 080 | 10 680 | 10 979 | 21 659 |
| Forderungen aus Finanzierungsleasing | - | 4 790 | 4 790 | - | 5 957 | 5 957 |
| Debitorische Kreditoren | - | 2 226 | 2 226 | - | 5 056 | 5 056 |
| Emissionsrechte | - | 640 | 640 | - | 2 143 | 2 143 |
| Ausleihungen | - | 493 | 493 | - | 580 | 580 |
| Forderungen gegen Mitarbeiter | - | 561 | 561 | - | 398 | 398 |
| Treuhandkonten | - | 84 | 84 | - | 68 | 68 |
| Übrige sonstige Vermögenswerte | 4 952 | 27 240 | 32 192 | 12 997 | 36 674 | 49 671 |
| 74 226 | 190 114 | 264 340 | 117 374 | 251 365 | 368 739 | |
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Derivative Finanzinstrumente | 58 041 | 73 720 | 131 761 | 93 697 | 85 503 | 179 200 |
| davon ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 39 | 50 120 | 66 939 | 117 059 | 66 063 | 76 122 | 142 185 |
| davon in Sicherungsbeziehung Cashflow Hedge | 7 921 | 6 781 | 14 702 | 27 634 | 9 381 | 37 015 |
Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Zins-, Währungs- und Commodity-Derivate auf Strom, Gas, Kohle, CO2 und sonstige Zertifikate.
Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35.
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | ||||||
| gegen Dritte | 74 226 | 189 867 | 264 093 | 117 374 | 250 709 | 368 083 |
| gegen sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz | - | 189 | 189 | - | 651 | 651 |
| gegen assoziierte Unternehmen | - | 58 | 58 | - | - | - |
| gegen sonstige Beteiligungen | - | - | - | - | 5 | 5 |
| 74 226 | 190 114 | 264 340 | 117 374 | 251 365 | 368 739 | |
Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind unter Textziffer 35 dargestellt.
Unter den sonstigen Steuerforderungen sind im Wesentlichen Vorsteuerguthaben enthalten.
Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen mit den externen Handelspartnern ausgetauscht. Es handelt sich hierbei um Margins. Zur Verringerung des Kontrahentenrisikos werden mit der EEX (European Energy Exchange) wie auch zum Teil im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen Zahlungen geleistet, die sich in der Position Forderungen aus Sicherheitsleistungen von Energiehandelsgeschäften wiederfinden. Die Forderungen aus Sicherheitsleistungen belaufen sich auf 54 811 Tsd Euro (Vorjahr 69 628 Tsd Euro).
Für nicht wertgeminderte sonstige Forderungen und Vermögenswerte lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Alle vorgenommenen Wertminderungen wurden im Wege der Einzelfallbetrachtung ermittelt und folgten keinem pauschalierten Ansatz.
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe1 | 30 729 | 28 860 |
| Fertige und unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie Handelswaren | 28 871 | 19 482 |
| Geleistete Anzahlungen | 720 | 1 462 |
| Handelsbestand Commodity | 4 773 | - |
| 65 093 | 49 804 |
1
Vorjahreswerte angepasst.Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen nicht vor (ausgenommen davon Eigentumsvorbehalte). Es wurden Wertminderungen auf Vorräte in Höhe von 42 Tsd Euro (Vorjahr 73 Tsd Euro) erfasst.
Der Buchwert der zum beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzten Vorräte beträgt 4 773 Tsd Euro.
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 386 263 | 461 128 |
| davon gegen sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz | 58 | 130 |
| davon gegen assoziierte Unternehmen | 10 960 | 11 101 |
| davon gegen sonstige Beteiligungen | 503 | 1 086 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben Laufzeiten von unter einem Jahr.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten zum 30. September 2014 Forderungen in Höhe von 4 886 Tsd Euro (Vorjahr 6 184 Tsd Euro) aus der Abrechnung von Fertigungsaufträgen nach dem erreichten Leistungsfortschritt. Im Berichtsjahr wurden 2 299 Tsd Euro (Vorjahr 730 Tsd Euro) Erlöse aus der Auftragsfertigung erfasst. Die Summe der angefallenen Kosten zum Bilanzstichtag belaufen sich auf 2 028 Tsd Euro (Vorjahr 458 Tsd Euro). Aus den Fertigungsaufträgen ergab sich ein Gewinn in Höhe von 271 Tsd Euro (Gewinn im Vorjahr von 152 Tsd Euro). Die erhaltenen Anzahlungen auf Fertigungsaufträge beliefen sich zum Stichtag auf 2 015 Tsd Euro (Vorjahr 0 Euro).
Im Rahmen von im Geschäftsjahr 2013/14 getroffenen Factoring-Vereinbarungen wurden Forderungen mit fest fixiertem Volumen verkauft. Diese Forderungen wurden vollständig ausgebucht. Der Buchwert beläuft sich auf 3 540 Tsd Euro.
Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Textziffer 35 dargestellt. Die Forderungen werden auf der Grundlage des Alters der Forderung wertgemindert. Zusätzlich erfolgt eine Würdigung des Einzelfalls bei großen Forderungen, um den konkreten Wertberichtigungsbedarf zu ermitteln. Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor.
Die Steuerforderungen in Höhe von 13 466 Tsd Euro (Vorjahr 23 983 Tsd Euro) enthalten im Wesentlichen Körperschaft- und Gewerbesteuererstattungsansprüche sowie Kapitalertragsteuererstattungsansprüche, die mit dem Nennwert beziehungsweise soweit erforderlich mit dem Barwert angesetzt sind.
Die flüssigen Mittel bestehen überwiegend aus Bankguthaben. Hiervon entfallen 10 Tsd Euro (Vorjahr 8 Tsd Euro) auf Gemeinschaftsunternehmen. Zahlungsmittel, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen in Höhe von 4 127 Tsd Euro (Vorjahr 1 379 Tsd Euro).
Bankguthaben werden ausschließlich im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition bei Banken mit zweifelsfreier Bonität unterhalten. Die Verzinsung bewegt sich wie im Vorjahr auf Interbankenniveau.
Im letzten Quartal des Geschäftsjahrs 2013/14 wurden immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen, die den Kriterien von IFRS 5 entsprechen, als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Es handelt sich hierbei um langfristige Vermögenswerte aus Contracting-Projekten, die im kommenden Geschäftsjahr veräußert werden sollen. Die in diesem Zusammenhang durchgeführte Bewertung der Zeitwerte führte zur Erfassung von Wertminderungen der betroffenen Vermögenswerte.
Die Aufgliederung sowie die Entwicklung des Eigenkapitals sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.
GRUNDKAPITAL: Das Grundkapital der MVV Energie AG in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien über je 2,56 Euro. Die gesamten auf den Namen lautenden Stückaktien sind voll einbezahlt. Die Stadt Mannheim hielt zum 30. September 2014 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 %, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 22,5 % und die GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH 6,3 % der Aktien. Die übrigen 4,8 % der Aktien befinden sich im Streubesitz.
GENEHMIGTES KAPITAL II: Die Hauptversammlung der MVV Energie AG hat mit Beschluss vom 14. März 2014 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 13. März 2019 einmalig oder mehrmals um insgesamt 51 200 Tsd Euro zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen, dass jedoch der Vorstand einmalig oder mehrmals, ganz oder teilweise um insgesamt 13 180 Tsd Euro ausschließen kann. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht.
ERMÄCHTIGUNG ZUM RÜCKERWERB EIGENER AKTIEN: Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 16,87 Mio Euro, das sind 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht.
KAPITALRÜCKLAGE: Die Kapitalrücklage betrifft die MVV Energie AG. Hierin sind die nach § 272 HGB aufzunehmenden externen Mittelzuflüsse enthalten.
ERWIRTSCHAFTETES EIGENKAPITAL: Das erwirtschaftete Eigenkapital umfasst neben den anteiligen Gewinnrücklagen und den kumulierten erwirtschafteten Jahresergebnissen der MVV Energie AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt die kumulierten erfolgsneutralen Veränderungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die im Wesentlichen aus Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 (2008) resultieren, die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Versorgungspläne. Im Rahmen der Marktbewertung von Finanzinstrumenten wurden im Geschäftsjahr Erträge in Höhe von 11 308 Tsd Euro direkt im Eigenkapital erfasst (Vorjahr Erträge von 7 557 Tsd Euro).
GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG: Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2013/14 wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2013/14 (insgesamt 59 316 116,40 Euro). Die Hauptversammlung entscheidet am 13. März 2015 über den Dividendenvorschlag.
| in Tsd Euro | Stand zum 1.10.2013 | Veränderung Konsolidierungs- kreis |
Währungs- anpassungen |
Verbrauch | Auflösung |
| Langfristige Rückstellungen | |||||
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 52 431 | - | - | - 2 175 | - |
| Steuerrückstellungen | - | - | - | - | - |
| Sonstige Rückstellungen | |||||
| Frühpensionierungen | 24 231 | - | - | - 654 | - |
| Personalkosten | 34 003 | - | - | - 555 | 104 |
| Verpflichtungen aus Restrukturierungen | 2 634 | - | - | -1 | - |
| Sanierungen | 8 519 | - | - 8 | - 2 | - |
| Sonstige Sachverhalte | 24 077 | - | -15 | -178 | 592 |
| Sonstige Rückstellungen gesamt | 93 464 | - | - 23 | - 1 390 | 696 |
| Gesamt langfristige Rückstellungen | 145 895 | - | - 23 | - 3 565 | 696 |
| Kurzfristige Rückstellungen | |||||
| Steuerrückstellungen | 8 073 | - | - | -3 480 | 2 541 |
| Sonstige Rückstellungen | |||||
| Frühpensionierungen | 7 559 | - | - | - 12 402 | - |
| Personalkosten | 25 937 | -1 | - | - 24 058 | 1 103 |
| Noch nicht abgerechnete Leistungen | 21 304 | -100 | 298 | - 18 093 | 1 033 |
| Verpflichtungen aus Restrukturierungen | 2 613 | - | - | -1 610 | - |
| Sanierungen | 1 155 | - | - | - 375 | 36 |
| Sonstige Sachverhalte | 45 073 | - 300 | - 107 | - 19 982 | 7 156 |
| Sonstige Rückstellungen gesamt | 103 641 | -401 | 191 | - 76 520 | 9 328 |
| Gesamt kurzfristige Rückstellungen | 111 714 | -401 | 191 | - 80 000 | 11 869 |
| Gesamt Rückstellungen | 257 609 | -401 | 168 | - 83 565 | 12 565 |
| in Tsd Euro | Zuführung | Umbuchung | Zinsanteil | Stand zum 30.9.2014 |
| Langfristige Rückstellungen | ||||
| Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 12 758 | 8 378 | 2 170 | 73 562 |
| Steuerrückstellungen | 2 508 | - | - | 2 508 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||
| Frühpensionierungen | 6 078 | -14 184 | 805 | 16 276 |
| Personalkosten | 1 675 | - 9 512 | 3 802 | 29 309 |
| Verpflichtungen aus Restrukturierungen | 2 350 | - 2 269 | 98 | 2 812 |
| Sanierungen | - | - 600 | 370 | 8 279 |
| Sonstige Sachverhalte | 12 771 | - 2 321 | 910 | 34 652 |
| Sonstige Rückstellungen gesamt | 22 874 | -28 886 | 5 985 | 91 328 |
| Gesamt langfristige Rückstellungen | 38 140 | -20 508 | 8 155 | 167 398 |
| Kurzfristige Rückstellungen | ||||
| Steuerrückstellungen | 10 896 | - | - | 12 948 |
| Sonstige Rückstellungen | ||||
| Frühpensionierungen | 355 | 14 184 | - | 9 696 |
| Personalkosten | 23 280 | 1 134 | - | 25 189 |
| Noch nicht abgerechnete Leistungen | 6 034 | - | - | 8 410 |
| Verpflichtungen aus Restrukturierungen | - | 2 269 | - | 3 272 |
| Sanierungen | - | 600 | - | 1 344 |
| Sonstige Sachverhalte | 30 780 | 2 321 | - | 50 629 |
| Sonstige Rückstellungen gesamt | 60 449 | 20 508 | - | 98 540 |
| Gesamt kurzfristige Rückstellungen | 71 345 | 20 508 | - | 111 488 |
| Gesamt Rückstellungen | 109 485 | - | 8 155 | 278 886 |
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 73 562 | - | 73 562 | 52 431 | - | 52 431 |
| Steuerrückstellungen | 2 508 | 12 948 | 15 456 | - | 8 073 | 8 073 |
| Personalkosten | 29 309 | 25 189 | 54 498 | 34 003 | 25 937 | 59 940 |
| Frühpensionierungen1 | 16 276 | 9 696 | 25 972 | 24 231 | 7 559 | 31 790 |
| Noch nicht abgerechnete Leistungen | - | 8 410 | 8 410 | - | 21 304 | 21 304 |
| Verpflichtungen aus Restrukturierungen1 | 2 812 | 3 272 | 6 084 | 2 634 | 2 613 | 5 247 |
| Sanierungen | 8 279 | 1 344 | 9 623 | 8 519 | 1 155 | 9 674 |
| Übrige sonstige Sachverhalte | 34 652 | 50 629 | 85 281 | 24 077 | 45 073 | 69 150 |
| 167 398 | 111 488 | 278 886 | 145 895 | 111 714 | 257 609 | |
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Ertragsteuern wie die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und die Gewerbeertragsteuer.
Rückstellungen für Frühpensionierungen umfassen in erster Linie rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aufgrund von Altersteilzeitregelungen. Die versicherungsmathematischen Annahmen entsprechen denen bei der Bewertung für Pensionen und ähnlichen Rückstellungen. Der Rückgang bei den Rückstellungen für Frühpensionierungen ist auf eine Inanspruchnahme von Altersteilzeitregelungen zurückzuführen.
Die Rückstellung für Personalkosten beinhaltet im Wesentlichen Sachverhalte aus tarifvertraglichen Verpflichtungen wie beispielsweise Zuwendungen, Abstandszahlungen, Bonuszahlungen, Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter und Jubiläumsleistungen.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden Rückstellungen für die Deputatsverpflichtungen an Mitarbeiter aufgrund der Neubewertung von Vertragsinhalten in Höhe von 8 378 Tsd Euro in die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen umgebucht.
Die Verpflichtungen aus Restrukturierungen gehen auf den im Rahmen des Programms "Einmal gemeinsam" im Geschäftsjahr 2010/11 erarbeiteten und genehmigten Restrukturierungsplan zurück. Die Rückstellungen wurden für sozialverträglichen Personalabbau gebildet.
Entsprechend der oben genannten Änderung des Standards IAS 19 "Leistungen an Arbeitnehmer" haben sich die Sonstigen Rückstellungen zum 1. Oktober 2012 um 1 1 767 Tsd Euro vermindert. Die Verminderung im Geschäftsjahr 2012/13 betrug 582 Tsd Euro.
Die Position "Noch nicht abgerechnete Leistungen" umfasst vor allem bereits erbrachte, aber noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen Dritter. Die Bewertung erfolgt auf der Basis sachgerechter Schätzungen.
In den sonstigen Sachverhalten sind Rückstellungen für Entsorgungs- und Rückbauverpflichtungen enthalten. Weiterhin umfassen die sonstigen Sachverhalte auch Rückstellungen für Prozessrisiken.
Hierbei handelt es sich um mehrere Einzelrisiken, bei denen die Höhe der Inanspruchnahme unsicher ist. Die Bewertung erfolgt ausgehend vom erwarteten Prozessergebnis, das nach den aktuell verfügbaren Informationen die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit besitzt.
Wir gehen davon aus, dass die gebildeten Rückstellungen gemäß ihrer Laufzeiteinteilung verbraucht werden. Die Verteilung der Laufzeiten für die gebildeten Rückstellungen ist> 1 Jahr bis < 3 Jahre 9 678 Tsd Euro,> 3 Jahre bis < 5 Jahre 2 787 Tsd Euro und über 5 Jahre 27 155 Tsd Euro.
Die Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen wird in der nachfolgenden Textziffer eingehend erläutert.
Die betriebliche Altersvorsorge besteht aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Plänen.
Im Geschäftsjahr 2013/14 sind Leistungen an die gesetzlichen Rentenversorgungssysteme in Höhe von 24 496 Tsd Euro (Vorjahr 25 641 Tsd Euro) erbracht worden. Als Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme werden die Leistungen an Zusatzversorgungskassen beziehungsweise die gesetzliche Rentenversicherung verstanden. Die Beiträge werden als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen.
In beitragsorientierte Versorgungssysteme sind im Geschäftsjahr 2013/14 16 033 Tsd Euro (Vorjahr 1 5 627 Tsd Euro) eingezahlt worden. Erfasst sind dabei Beiträge des MVV Energie Konzerns im Rahmen von Versorgungsplänen verschiedener Zusatzversorgungskassen (ZVK), die Zusagen verschiedener Arbeitgeber umfassen. Hier stellt der Versorgungsträger den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, die die anteilige Zuordnung von Verpflichtung, Planvermögen und Dienstzeitaufwand erlauben. Im MVV Energie Konzern erfolgt daher die Berücksichtigung der Beiträge entsprechend einer beitragsorientierten Versorgungszusage, obwohl es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan handelt. Die Beiträge zum Pensionsplan bemessen sich als Prozentsatz des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts und werden von Arbeitnehmern und von Arbeitgebern getragen. Der Beitragssatz wird von den ZVK festgelegt. Im Geschäftsjahr 2014/2015 wird mit Beiträgen in voraussichtlich gleicher Höhe gerechnet. Die Beiträge werden für die Gesamtheit der Begünstigten verwendet. Sofern die Mittel der ZVK nicht ausreichen, können die ZVK den Pflichtbeitrag erhöhen. Falls der MVV Energie Konzern die Mitgliedschaft bei den ZVK kündigen sollte, werden die ZVK einen finanziellen Ausgleich erheben. Der Ausgleichsbetrag ermittelt sich als Barwert der bestehenden Ansprüche von Berechtigten und künftigen Ansprüchen von deren Hinterbliebenen und bestehenden Versorgungspunkten aus unverfallbaren Anwartschaften zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft.
Darüber hinaus bestehen unmittelbare Pensionsverpflichtungen aufgrund früherer tarifvertraglicher Regelungen (Bemessung nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter) sowie von Einzelzusagen gegenüber Vorstandsmitgliedern.
Der Aufwand für diese als leistungsorientierte Pläne ausgestalteten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Dienstzeitaufwand | 1 600 | 1 512 |
| Zinsaufwand | 2 170 | 1 814 |
| Anpassungsbetrag aufgrund des erfassten nachzuverrechnenden Dienstzeitaufwands | - | 559 |
| 3 770 | 3 885 |
Der Zinsaufwand für bereits erworbene Versorgungsansprüche ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Finanzaufwendungen" (Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ausgewiesen. Die übrigen Aufwendungen sind im Personalaufwand ausgewiesen.
Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 1.10. | 52 431 | 49 287 |
| Laufender Dienstzeitaufwand | 1 600 | 1 512 |
| Zinsaufwand | 2 170 | 1 814 |
| Gezahlte Leistungen an Begünstigte | - 2 175 | - 2 051 |
| Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste | 11 158 | 1 310 |
| Nachzuverrechnender Dienstzeitaufwand | - | 559 |
| Umbuchungen | 8 378 | - |
| Barwert der Versorgungsansprüche zum 30.9. | 73 562 | 52 431 |
Die im Konzerneigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen entwickelten sich wie folgt:
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| kumulierte im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) zum 1.10. | - 9 705 | - 8 395 |
| Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste (-) im Eigenkapital | -11 158 | - 1 310 |
| kumulierte im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) zum 30.9. | -20 863 | - 9 705 |
Die erfahrungsbedingten Anpassungen (Prämissenänderungen) des Barwerts der Versorgungsansprüche stellen einen Teil der auf die Versorgungsansprüche entfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des jeweiligen Jahrs dar.
Für die bestehenden Pensionsverpflichtungen wird für das Geschäftsjahr 2013/14 eine Pensionszahlung in Höhe von 2 967 Tsd Euro prognostiziert.
Es wurde kein Planvermögen gebildet.
Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 14,5 Jahre.
Die erwartete Fälligkeit der undiskontierten Pensionsleistungen zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:
| in Tsd Euro | |
| 2015 | 2 967 |
| 2016 | 2 946 |
| 2017 | 2 994 |
| 2018 | 2 996 |
| 2019 | 3 272 |
| > 2020 | 100 515 |
| 115 691 |
Die Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet. Weiterhin ist es möglich, dass Veränderungen in einigen Annahmen miteinander korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.
Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert.
| Auswirkungen auf die Verpflichtung | |||
| Veränderung der Annahme um | Erhöhung der Annahme | Verminderung der Annahme | |
| Abzinsungssatz | 0,50 % | Verminderung um 7 % | Erhöhung um 8 % |
| Zukünftige Gehaltssteigerungen | 0,50 % | Erhöhung um 2 % | Verminderung um 2 % |
| Zukünftige Rentensteigerung | 0,25 % | Erhöhung um 5 % | Verminderung um 4 % |
| Sterbewahrscheinlichkeit | 1 Jahr | Erhöhung um 4 % | - |
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Verbindlichkeiten | ||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 1 135 600 | 271 980 | 1 407 580 | 1 085 807 | 387 467 | 1 473 274 |
| aus Finanzierungsleasing | 2 267 | 1 796 | 4 063 | 4 052 | 2 369 | 6 421 |
| gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz | - | 242 | 242 | - | 142 | 142 |
| gegenüber assoziierten Unternehmen | - | 1 581 | 1 581 | - | 1 377 | 1 377 |
| gegenüber sonstigen Beteiligungen | - | 350 | 350 | - | 640 | 640 |
| Andere Finanzschulden | 26 572 | 18 174 | 44 746 | 23 997 | 23 075 | 47 072 |
| 1 164 439 | 294 123 | 1 458 562 | 1 113 856 | 415 070 | 1 528 926 | |
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | < 1 Jahr | 1 - 5 Jahre | > 5 Jahre | < 1 Jahr | 1- 5 Jahre | > 5 Jahre |
| Verbindlichkeiten | ||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 271 980 | 629 885 | 505 715 | 387 467 | 615 838 | 469 969 |
| aus Finanzierungsleasing | 1 796 | 2 182 | 84 | 2 369 | 3 903 | 149 |
| gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz , assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen | 2 173 | - | - | 2 159 | - | - |
| Andere Finanzschulden | 18 174 | 15 548 | 11 025 | 23 075 | 13 162 | 10 835 |
| 294 123 | 647 615 | 516 824 | 415 070 | 632 903 | 480 953 | |
Die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1 252 Mio Euro (Vorjahr 1 368 Mio Euro) sind mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 3,3 % (Vorjahr 3,5 %), die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 156 Mio Euro (Vorjahr 105 Mio Euro) mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 1,4 % (Vorjahr 1,4 %) zu verzinsen. Bei den festverzinslichen Verbindlichkeiten beträgt die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer sieben Jahre (Vorjahr sechs Jahre). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten hat sich die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer von drei auf ein Jahr verändert.
Zum 30. September 2014 standen dem MVV Energie Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von 386 Mio Euro (Vorjahr 369 Mio Euro) zur Verfügung.
Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der übrigen Finanzschulden entspricht im Wesentlichen den ausgewiesenen Buchwerten.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen beziehen sich auf verschiedene technische Anlagen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln.
Der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen lässt sich wie folgt auf die Verbindlichkeiten überleiten:
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Barwert der Mindestleasingzahlungen mit Fälligkeiten | ||
| bis zu 1 Jahr | 1 899 | 2 203 |
| länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren | 1 708 | 3 621 |
| länger als 5 Jahre | 3 | 15 |
| Gesamt | 3 610 | 5 839 |
| Noch nicht realisierte Finanzierungskosten | 775 | 1 114 |
| Bruttoverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing | 4 385 | 6 953 |
Von den Finanzschulden sind 88 Mio Euro (Vorjahr 132 Mio Euro) durch Verpfändung von Sachanlagen gesichert.
In den nachfolgenden Tabellen werden die anderen Verbindlichkeiten nach Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben.
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Derivative Finanzinstrumente | 105 718 | 114 404 | 220 122 | 179 223 | 126 612 | 305 835 |
| Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern | - | 49 160 | 49 160 | - | 52 670 | 52 670 |
| Passive Rechnungsabgrenzungsposten | 160 873 | 5 965 | 166 838 | 165 013 | 12 641 | 177 654 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern | - | 17 282 | 17 282 | - | 16 915 | 16 915 |
| Erhaltene Anzahlungen | - | 11 346 | 11 346 | - | 13 068 | 13 068 |
| Kreditorische Debitoren | - | 9 267 | 9 267 | - | 9 929 | 9 929 |
| Zinsverbindlichkeiten | - | 7 827 | 7 827 | - | 10 484 | 10 484 |
| Verbindlichkeiten aus Sicherheitsleistungen im Rahmen von Energiehandelsgeschäften | - | 761 | 761 | - | 1 174 | 1 174 |
| Konzessionsabgaben | - | 843 | 843 | - | 110 | 110 |
| Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit | - | 602 | 602 | - | 606 | 606 |
| Übrige andere Verbindlichkeiten | 10 539 | 22 353 | 32 892 | 11 105 | 22 424 | 33 529 |
| 277 130 | 239 810 | 516 940 | 355 341 | 266 633 | 621 974 | |
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Verbindlichkeiten | ||||||
| gegenüber Dritten | 277 130 | 227 308 | 504 438 | 35 5341 | 252 263 | 607 604 |
| gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz | - | 503 | 503 | - | 403 | 403 |
| gegenüber sonstigen Beteiligungen | - | 653 | 653 | - | 899 | 899 |
| Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | - | 11 346 | 11 346 | - | 13 068 | 13 068 |
| 277 130 | 239 810 | 516 940 | 355 341 | 266 633 | 621 974 | |
Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Zins-Derivate, Währungs- und Commodity-Derivate auf Strom, Gas, Kohle, CO2 und sonstige Zertifikate. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 35.
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt | Langfristig | Kurzfristig | Gesamt |
| Derivative Finanzinstrumente | 105 718 | 114 404 | 220 122 | 179 223 | 126 612 | 305 835 |
| davon ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 39 | 48 054 | 87 772 | 135 826 | 74 337 | 103 495 | 177 832 |
| davon in Sicherungsbeziehung Cashflow Hedge | 57 664 | 26 632 | 84 296 | 104 886 | 23 117 | 128 003 |
Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen (Margins) mit der EEX ausgetauscht. Daneben wurden zum Teil auch bilaterale Verträge zur Risikoreduzierung eingegangen. Verbindlichkeiten aus Sicherheitsleistungen bestehen zum Bilanzstichtag in Höhe von 761 Tsd Euro (Vorjahr 1 174 Tsd Euro).
Unter den Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Energie- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten enthalten.
Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen die Baukostenzuschüsse für Hausanschlusskosten ausgewiesen.
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 408 527 | 390 969 |
| davon gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz | 254 | 259 |
| davon gegenüber assoziierten Unternehmen | 13 768 | 30 544 |
| davon gegenüber sonstigen Beteiligungen | 303 | 259 |
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben ausschließlich Laufzeiten von unter einem Jahr.
Die Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 631 Tsd Euro (Vorjahr 189 Tsd Euro) enthalten Ertragsteuerverbindlichkeiten.
Die Steuerabgrenzungen 2013/14 sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||
| in Tsd Euro | Aktive latente Steuern | Passive latente steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2 114 | - 14 039 | 1 071 | -10 755 |
| Sachanlagen einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 15 624 | -146 557 | 16 953 | -147 067 |
| Vorräte | 3 935 | - 299 | 1 147 | - 378 |
| Sonderposten | - | - 4 754 | - | -4 447 |
| Sonstige Vermögenswerte und positive Marktwerte aus Derivaten | 5 133 | -118 937 | 3 271 | -163 966 |
| Rückstellungen für Pensionen | 10 540 | - | 4 414 | - |
| Langfristige sonstige Rückstellungen1 | 13 225 | - | 11 797 | - |
| Kurzfristige sonstige Rückstellungen | 2 723 | - 9 385 | 2 390 | -15 205 |
| Verbindlichkeiten und negative Marktwerte aus Derivaten | 124 252 | - 2 141 | 192 024 | - 4 292 |
| Verlustvorträge | 7 047 | - | 4 863 | - |
| Latente Steuern (brutto) | 184 593 | -296 112 | 237 930 | -346 110 |
| Wertberichtigung | - 7 207 | - | - 5 627 | - |
| Saldierung1 | -154 750 | 154 750 | - 209 957 | 209 957 |
| Latente Steuern (netto) | 22 636 | -141 362 | 22 346 | - 136 153 |
1
Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Von den oben dargestellten latenten Steuern (netto) entfallen 12 846 Tsd Euro (Vorjahr 13 811 Tsd Euro) auf langfristige aktive latente Steuern und 111 710 Tsd Euro (Vorjahr 102 653 Tsd Euro) auf langfristige passive latente Steuern.
Für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 35 778 Tsd Euro (Vorjahr 28 886 Tsd Euro) sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 25 31 1 Tsd Euro (Vorjahr 26 371 Tsd Euro) wurde kein latenter Steueranspruch angesetzt.
Auf temporäre Unterschiede in Höhe von 10 338 Tsd Euro (Vorjahr 9 166 Tsd Euro) aus Beteiligungen zwischen Steuerbilanz und Konzernabschluss wurden in Höhe von 3 132 Tsd Euro (Vorjahr 2 777 Tsd Euro) keine passiven latenten Steuern erfasst, da eine Umkehrung durch Dividendenausschüttungen oder Veräußerung von Gesellschaften in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist.
Im Geschäftsjahr 2013/14 werden latente Steuern in Höhe von 27 767 Tsd Euro (Vorjahr 31 865 Tsd Euro) direkt im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals ausgewiesen.
Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf:
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||
| in Tsd Euro | Ertragsteuer | Brutto | Ertragsteuer | Brutto |
| Cashflow Hedges | - 7 164 | 22 094 | -1 232 | 8 033 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | 3 067 | -11 157 | 282 | -1 310 |
| Anteil des Gesamtergebnisses der assoziierten Unternehmen (At-Equity) | - | 9 660 | - | - 33 977 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | - | -14 059 | - | 116 |
Die nachfolgend aufgeführten Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Aus Bürgschaften bestehen solche Verpflichtungen in Höhe von 2,5 Mio Euro (Vorjahr 2,9 Mio Euro). Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht.
Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen im MVV Energie Konzern belief sich für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf 3,8 Mio Euro (Vorjahr 2,3 Mio Euro) und für Investitionen in Sachanlagen auf 108,7 Mio Euro (Vorjahr 120,8 Mio Euro).
Die finanziellen Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen überwiegend Wassernetze, Fuhrpark, IT-Ausstattung, Pachtzahlungen für Grundstücke sowie Mieten für Gebäude- und Lagerflächen. Dabei liegt den Mindestleasingzahlungen folgende Fälligkeitsstruktur zugrunde:
| Nominalwert | ||
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Operating Leasing | ||
| bis zu 1 Jahr | 8 573 | 8 281 |
| länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren | 20 172 | 13 158 |
| länger als 5 Jahre | 37 643 | 10 734 |
| 66 388 | 32 173 | |
Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating Leasing), erfolgt die Bilanzierung des Leasinggegenstands beim Leasinggeber. Die anfallenden Leasingaufwendungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.
Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln.
Im Rahmen einer Bodensanierungsmaßnahme besteht eine Eventualforderung gegen das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim, mit einem Barwert in Höhe von 4,0 Mio Euro.
Zum 30. September 2014 sind bestehende Grundgeschäfte in Cashflow Hedges mit Laufzeiten bis zu 19 Jahren (Vorjahr 20 Jahren) im Bereich Zinssicherung einbezogen. Im Commodity-Bereich betragen die Laufzeiten geplanter Grundgeschäfte bis zu fünf Jahre (Vorjahr bis zu fünf Jahre). Die zur Absicherung der Währungsrisiken eingesetzten Devisentermingeschäfte haben eine Laufzeit bis zu einem Jahr. Sowohl Zinssicherungsinstrumente als auch Commodity- und Währungs-Derivate bedingen Nettoausgleichszahlungen zu den vertraglich fixierten Terminen, welche im Wesentlichen dem Grundgeschäft entsprechen. Bei den Sicherungsinstrumenten handelt es sich größtenteils um Swaps, die während der gesamten Vertragslaufzeit Cashflows generieren.
Im Geschäftsjahr 2013/14 ist ein Ertrag in Höhe von 14 930 Tsd Euro (Vorjahr Ertrag von 6 801 Tsd Euro) direkt im Eigenkapital erfasst worden.
Der Betrag, der im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings aus dem Eigenkapital erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde, stellt sich wie folgt dar:
| Nominalwert | ||
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Enthalten im EBIT | - 45 966 | - 48 557 |
| Enthalten im Finanz- und Steuerergebnis | - 4 954 | - 6 726 |
| summe der entnommenen Beträge | - 50 920 | - 55 283 |
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge und die darauf entfallenden Umgliederungsbeträge sind in nachfolgender Tabelle dargestellt:
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Cashflow Hedges | 14 930 | 6 801 |
| davon erfolgsneutrale Veränderungen | - 35 990 | - 48 482 |
| davon erfolgswirksame Veränderungen | 50 920 | 55 283 |
| Währungsumrechnungsdifferenz | -14 059 | 116 |
| davon erfolgsneutrale Veränderungen | -14 059 | 116 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | -8 090 | -1 028 |
| davon erfolgsneutrale Veränderungen | -8 090 | -1 028 |
Im Geschäftsjahr 2013/14 ergab sich ein Aufwand in Höhe von 215 Tsd Euro aus dem ineffektiven Teil von Cashflow Hedges (Vorjahr Aufwand von 3 891 Tsd Euro). Die Ergebnisse aus ineffektiven Teilen von Cashflow Hedges werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst, soweit sie die kumulierte Fair Value Änderung des jeweiligen Grundgeschäfts übersteigen. Bei Zinssicherungen erfolgt der Ausweis im sonstigen Zinsergebnis.
Die Buchwerte und Fair Values der Finanzinstrumente sowie deren Aufteilung auf die Bewertungskategorien nach IAS 39 werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Die dargestellten Klassen orientieren sich dabei an der Bilanz.
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Bewertungs- kategorien gemäß IAS 39 |
Buchwerte | Davon nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 | Fair Value | Buchwerte | Davon nicht im Anwendungsbereich von IFRS 7 | Fair Value |
| Aktiva | |||||||
| Finanzanlagen | |||||||
| davon nicht konsolidierte Beteiligungen | Zur Veräußerung verfügbar | 19 001 | - | 19 001 | 17 737 | - | 17 737 |
| davon Ausleihungen ohne Finanzierungsleasing | Kredite und Forderungen | 1 592 | - | 1 592 | 2 565 | - | 2 565 |
| davon Ausleihungen aus Finanzierungsleasing | Nicht anwendbar | 53 056 | - | 53 056 | 71 077 | - | 71 077 |
| davon Wertpapiere | Zu Handelszwecken gehalten | 1 911 | - | 1 911 | 3 855 | - | 3 855 |
| Zur Veräußerung verfügbar | 13 | - | 13 | 14 | - | 14 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Kredite und Forderungen | 386 263 | - | 386 263 | 461 128 | - | 461 128 |
| Sonstige Vermögenswerte | |||||||
| davon Derivate außerhalb Hedge Accounting | Zu Handelszwecken gehalten | 117 059 | - | 117 059 | 142 185 | - | 142 185 |
| davon Derivate im Hedge Accounting | Nicht anwendbar | 14 702 | - | 14 702 | 37 015 | - | 37 015 |
| davon Sonstige betriebliche Vermögenswerte | Kredite und Forderungen | 127 296 | 37 983 | 127 296 | 183 002 | 58 579 | 183 002 |
| Flüssige Mittel | Kredite und Forderungen | 370 704 | - | 370 704 | 418 242 | - | 418 242 |
| 1 091 597 | 37 983 | 1 091 597 | 1 336 820 | 58 579 | 1 336 820 | ||
| Passiva | |||||||
| Finanzschulden | |||||||
| davon Finanzschulden aus Finanzierungsleasing | Nicht anwendbar | 4 063 | - | 4 063 | 6 421 | - | 6 421 |
| davon Sonstige Finanzschulden | Fortgeführte Anschaffungs-/ Herstellungskosten | 1 454 499 | - | 1 542 907 | 1 522 505 | - | 1 616 234 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | Fortgeführte Anschaffungs-/ Herstellungskosten | 408527 | - | 408527 | 390 969 | - | 390 969 |
| Andere Verbindlichkeiten | |||||||
| davon Derivate außerhalb Hedge Accounting | Zu Handelszwecken gehalten | 135 826 | - | 135 826 | 177 832 | - | 177 832 |
| davon Derivate im Hedge Accounting | Nicht anwendbar | 84 296 | - | 84 296 | 128 003 | - | 128 003 |
| davon Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten | Fortgeführte Anschaffungs-/ Herstellungskosten | 296 818 | 227 946 | 296 818 | 316 139 | 243 998 | 316 139 |
| 2 384 029 | 227 946 | 2 472 437 | 2 541 869 | 243 998 | 2 635 598 | ||
Aufgrund der vorwiegend kurzfristigen Restlaufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen betrieblichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen die Buchwerte am Bilanzstichtag im Wesentlichen deren Marktwerten.
Der Fair Value der sonstigen Finanzschulden wird unter Berücksichtigung von zukünftigen Zahlungen als Barwert ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mithilfe des aktuell gültigen Zinssatzes zum Bilanzstichtag (Stufe 2).
Die folgende Tabelle stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente die wesentlichen Parameter dar. Die Bewertung hierzu basiert auf dem 30. September 2014. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:
STUFE 1: Bewertung basiert auf an aktiven Märkten notierten und unverändert übernommenen Preisen;
STUFE 2: Bewertung basiert auf anderen Faktoren als denen aus Stufe 1, welche sich aber direkt oder indirekt beobachten lassen;
STUFE 3: Bewertung basiert auf am Markt nicht beobachtbaren Faktoren.
ANSCHAFFUNGSKOSTEN: Hier sind Finanzinstrumente aufgeführt, die gemäß IAS 39 zu den Anschaffungskosten bewertet werden. Zum Zeitpunkt ihrer Transaktion befanden sich diese in einem nicht liquiden Markt, weshalb der aktuelle Ansatz mit deren Anschaffungskosten annähernd dem Fair Value entspricht. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz.
| in Tsd Euro | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Anschaffungskosten |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Nicht konsolidierte Beteiligungen | - | - | - | 19 001 |
| Wertpapiere | - | 1 911 | - | 13 |
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 13 014 | 103 812 | 233 | - |
| Derivate im Hedge Accounting | 8 845 | 5 857 | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 29 398 | 106 105 | 323 | - |
| Derivate im Hedge Accounting | 28 696 | 55 600 | - | - |
| in Tsd Euro | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 | Anschaffungskosten |
| Finanzielle Vermögenswerte | ||||
| Nicht konsolidierte Beteiligungen | - | - | - | 17 737 |
| Wertpapiere | - | 3 855 | - | 14 |
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 24 400 | 117 698 | 87 | - |
| Derivate im Hedge Accounting | 13 480 | 23 535 | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | ||||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 50 747 | 126 484 | 601 | - |
| Derivate im Hedge Accounting | 37 160 | 90 843 | - | - |
Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3:
| in Tsd Euro | Stand zum 1.10.2013 | Gewinne und Verluste in der GuV | Stand zum 30.9.2014 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 87 | 146 | 233 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 601 | - 278 | 323 |
| in Tsd Euro | Stand zum 1.10.2012 | Gewinne und Verluste in der GuV | Stand zum 30.9.2013 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 27 | 60 | 87 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 2 787 | - 2 186 | 601 |
| in Tsd Euro | Gesamt | Davon am 30.9.2014 noch gehalten |
| Sonstige betriebliche Erträge | 424 | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - | - |
| 424 | - |
| in Tsd Euro | Gesamt | Davon am 30.9.2013 noch gehalten |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2 246 | - |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | - | - |
| 2 246 | - |
| 2012/13 | ||||
| in Tsd Euro | Nicht konsolidierte Beteiligungen | Ausleihungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige betriebliche Vermögenswerte |
| Stand zum 1.10 | 6 224 | 1 928 | 40 276 | 1 221 |
| Verbrauch/Abgang | 2 788 | - | 18 114 | 108 |
| Nettozuführungen | - | - | 1 5 521 | 390 |
| Umbuchungen | - | - 394 | - | - |
| Stand zum 30.9. | 3 436 | 1 534 | 37 683 | 1 503 |
| 2013/14 | ||||
| in Tsd Euro | Nicht konsolidierte Beteiligungen | Ausleihungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige betriebliche Vermögenswerte |
| Stand zum 1.10 | 3 436 | 1 534 | 37 683 | 1 503 |
| Verbrauch/Abgang | 1 565 | - | 26 133 | 57 |
| Nettozuführungen | 18 | 648 | 9 305 | 2 341 |
| Umbuchungen | - | - | - | - |
| Stand zum 30.9. | 1 889 | 2 182 | 20 855 | 3 787 |
Die Wertberichtigungsverluste der einzelnen Klassen gemäß IFRS 7 betragen im Geschäftsjahr 2013/14 für nicht konsolidierte Beteiligungen 18 Tsd Euro (Vorjahr 0 Euro), für Ausleihungen 648 Tsd Euro (Vorjahr 0 Euro), für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 18 176 Tsd Euro (Vorjahr 18 952 Tsd Euro) und für sonstige betriebliche Vermögenswerte 2 415 Tsd Euro (Vorjahr 468 Tsd Euro).
Die folgend aufgeführten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.
| in Tsd Euro | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag | |
| Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Finanzinstrumente | erhaltene Barsicherheiten | ||||
| Ausleihungen ohne Finanzierungsleasing | 1 592 | - | 1 592 | - | - | 1 592 |
| Wertpapiere | 1 924 | - | 1 924 | - | - | 1 924 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 540 471 | - 154 208 | 386 263 | - | - | 386 263 |
| Derivative Finanzinstrumente | 131 761 | - | 131 761 | -105 820 | - | 25 941 |
| Sonstige betriebliche Vermögenswerte | 127 296 | - | 127 296 | - | - 54 811 | 72 485 |
| Flüssige Mittel | 370 704 | - | 370 704 | - | - | 370 704 |
| 1 173 748 | - 154 208 | 1 019 540 | - 105 820 | - 54 811 | 858 909 | |
| in Tsd Euro | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag | |
| Finanzinstrumente | erhaltene Barsicherheiten | |||||
| Finanzschulden | 1 454 499 | - | 1 454 499 | -1 459 | - 285 | 1 452 755 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 548 257 | - 139 730 | 408 527 | - | - | 408 527 |
| Derivative Finanzinstrumente | 220 122 | - | 220 122 | -145 331 | - | 74 791 |
| Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten | 296 818 | - | 296 818 | - | -1 474 | 295 344 |
| 2 519 696 | - 139 730 | 2 379 966 | - 146 790 | - 1 759 | 2 231 417 | |
| in Tsd Euro | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden | Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag | |
| Finanzinstrumente | erhaltene Barsicherheiten | |||||
| Ausleihungen ohne Finanzierungsleasing | 2 566 | - | 2 566 | - | - | 2 566 |
| Wertpapiere | 3 869 | - | 3 869 | - | - | 3 869 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 611 746 | -150 618 | 461 128 | - | - | 461 128 |
| Derivative Finanzinstrumente | 179 200 | - | 179 200 | -163 691 | - | 15 509 |
| Sonstige betriebliche Vermögenswerte | 183 002 | - | 183 002 | - | - 69 628 | 113 374 |
| Flüssige Mittel | 418 242 | - | 418 242 | - | - | 418 242 |
| 1 398 625 | - 150 618 | 1 248 007 | - 163 691 | -69 628 | 1 014 688 | |
| in Tsd Euro | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten | Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden | zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden | Nettobetrag | |
| Finanzinstrumente | erhaltene Barsicherheiten | |||||
| Finanzschulden | 1 522 505 | - | 1 522 505 | - 2 146 | - 285 | 1 520 074 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 521 629 | 130 660 | 390 969 | - | - | 390 969 |
| Derivative Finanzinstrumente | 305 835 | - | 305 835 | - 260 657 | - | 45 178 |
| Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten | 335 947 | 19 808 | 316 139 | - | -1 102 | 315 037 |
| 2 685 916 | 150 468 | 2 535 448 | -262 803 | - 1 387 | 2 271 258 | |
Finanzinstrumente sind in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen gemäß IFRS 7 erfasst.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten | 16 744 | - 6 738 |
| Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte | 3 067 | 756 |
| Kredite und Forderungen | - 7 971 | - 8 630 |
In der Darstellung des Nettoergebnisses sind freistehende Derivate, welche sich in der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" befinden, berücksichtigt. Das Nettoergebnis der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" stammt im Wesentlichen aus der Marktbewertung nach IAS 39.
Das Nettoergebnis der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbar" enthält im Wesentlichen Erträge und Ausschüttungen aus Beteiligungen sowie Abgangserfolge und Wertberichtigungen.
Die Nettoergebnisse der Kategorie "Kredite und Forderungen" stammen zum überwiegenden Teil aus Wertberichtigungen und Zuführungen.
Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich überwiegend aus den nachfolgend ausgewiesenen Gesamtzinserträgen und -aufwendungen.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Gesamtzinserträge | 9 444 | 8 848 |
| Gesamtzinsaufwendungen | 49 287 | 57 295 |
Im Finanzergebnis sind Zinsanteile aus Rückstellungen enthalten, welche nicht unter die Angabepflichten des IFRS 7 fallen, weswegen die hier veröffentlichten Zahlen vom Finanzergebnis abweichen. Die hier ausgewiesenen Zinserträge stammen hauptsächlich aus Bankguthaben, Tages- und Festgeldanlagen sowie Ausleihungen. Die Zinsaufwendungen resultieren zum Großteil aus Darlehensverpflichtungen. In den Gesamtzinserträgen sind, wie im Vorjahr, keine Zinsen aus bereits wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten enthalten.
ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER FINANZIERUNGS- UND PREISRISIKEN: Durch seine Geschäftstätigkeit ist der MVV Energie Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Diese setzen sich zusammen aus Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite, bei Zinsen und Wechselkursen.
Das konzernübergreifende Risikomanagement verfolgt das Ziel, die Entwicklungen der Finanzmärkte frühzeitig zu erkennen und negativen Auswirkungen daraus entgegen zu wirken. Dies wird anhand interner Richtlinien, Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten, Funktionstrennung und Kontrollen festgelegt.
Zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Im Bereich des Zinsänderungsrisikos werden überwiegend Zins-Swaps abgeschlossen. Währungsrisiken werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften abgesichert. Im Bereich des Energiehandels werden Commodity-Derivate eingesetzt. Deren Einsatz zum Zwecke des proprietären Energiehandels ist nur in engen Grenzen erlaubt und wird durch ein separates Limitsystem überwacht und gesteuert.
FORDERUNGSAUSFALLRISIKEN: Die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlusts, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, wird als Forderungsausfallrisiko bezeichnet und umfasst sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung. Im MVV Energie Konzern bestehen Geschäftsbeziehungen vorwiegend zu Banken und anderen Handelspartnern mit guter Bonität. Forderungsausfallrisiken gegenüber Vertragspartnern werden bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Durch Festlegung von Limits für das Handeln mit Geschäftspartnern und gegebenenfalls durch das Stellen von Barsicherheiten wird das Risiko eingeschränkt, wenn möglich, bereits im Vorfeld durch geeignete Rahmenverträge mit den Handelspartnern vermindert.
Im Vertriebsgeschäft ist der MVV Energie Konzern Forderungsausfallrisiken ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Durch eine regelmäßige Bonitätsanalyse der wesentlichen Positionen unseres Kundenportfolios wird dieses Risiko eingeschränkt.
Das maximale Ausfallrisiko der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (Forderungen, Derivate und sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte) ergibt sich durch deren Buchwerte. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren die Ausfälle unbedeutend.
Da Derivate hohen Marktwertschwankungen unterliegen können, wird in der folgenden Übersicht das Kontrahentenrisiko der derivativen finanziellen Vermögenswerte dargestellt, wobei grundsätzlich nur bilanzierte Bücher betrachtet werden. Liegen Nettingvereinbarungen mit einem Handelspartner vor, wird das tatsächliche -das saldierte -Risiko dargestellt. Kontrahenten, mit denen ein negativer Saldo, also kein Kontrahentenrisiko besteht, werden nicht berücksichtigt. In allen anderen Fällen findet keine Saldierung mit negativen Marktwerten statt.
| in Tsd Euro | Gesamt | Davon bis 1 Jahr | Davon 1 bis 5 Jahre | |||
| Kontrahenten-Rating nach Standard & Poor's und/oder Moody's | Nominalwert | Kontrahentenrisiko | Nominalwert | Kontrahentenrisiko | Nominalwert | Kontrahentenrisiko |
| AAA und Aaa bis AA- und Aa3 | 392 410 | 5 189 | 137 874 | 3 014 | 254 536 | 2 175 |
| AA- und A1 oder A+ und Aa3 bis A- und A3 | 240 902 | 1 693 | 226 025 | 1 564 | 14 877 | 129 |
| A- und Baal oder BBB+ und A3 bis BBB- oder Baa3 | 230 036 | 5 110 | 41 166 | 2 708 | 188 870 | 2 402 |
| Sonstiges | 900 339 | 38 459 | 411 081 | 16 499 | 489 258 | 21 960 |
| 1 763 687 | 50 451 | 816 146 | 23 785 | 947 541 | 26 666 | |
| Gesamt | Davon bis 1 Jahr | Davon 1 bis 5 Jahre | ||||
| Kontrahenten-Rating nach Standard & Poor's und/oder Moody's | Nominalwert | Kontrahentenrisiko | Nominalwert | Kontrahentenrisiko | Nominalwert | Kontrahentenrisiko |
| AAA und Aaa bis AA- und Aa3 | 70 982 | 9 348 | 16 101 | 2 751 | 54 881 | 6 597 |
| AA- und A1 oder A+ und Aa3 bis A- und A3 | 200 947 | 5 162 | 5 830 | 750 | 195 117 | 4 412 |
| A- und Baa1 oder BBB+ und A3 bis BBB- oder Baa3 | 624 944 | 43 987 | 406149 | 25 081 | 218 795 | 18 906 |
| BBB- und Ba1 oder BB+ und Baa3 bis BB- und Ba3 | 21 521 | 1 717 | 5 302 | 570 | 16 219 | 1 147 |
| Sonstiges | 185 157 | 10 477 | 113 401 | 7 974 | 71 756 | 2 503 |
| 1 103 551 | 70 691 | 546 783 | 37 126 | 556 768 | 33 565 | |
Forderungsausfallrisiken über fünf Jahren liegen wie im Vorjahr nicht vor. Wesentliche Teile des Nominalvolumens der betrachteten Derivate bestehen mit Handelspartnern, für die ein externes Rating verfügbar ist. Für den unter "Sonstiges" ausgewiesenen Teil des derivativen Nominalvolumens bestehen interne Ratings.
Bei mit Börsen abgeschlossenen Handelsgeschäften ergaben sich zum 30. September 2014 aus Sicherheitshinterlegungen erstmals zusätzliche Forderungsausfallrisiken.
Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungsausfallrisiken sowie deren Altersstruktur stellen sich nach Klassen gegliedert wie folgt dar:
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Ausleihungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | sonstige betriebliche Vermögenswerte | Ausleihungen | Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Sonstige betriebliche Vermögenswerte |
| Weder überfällig noch wertgemindert | 54 648 | 325 597 | 86 528 | 73 642 | 379 052 | 119 381 |
| Überfällig, aber nicht wertgemindert | ||||||
| < 6 Monate | - | 24 211 | 173 | - | 38 195 | 3 477 |
| > 6 Monate < 1 Jahr | - | 75 | - | - | 1 811 | 1 |
| > 1 Jahr | - | 669 | 43 | - | 615 | 43 |
| Nettowert wertberichtigte Vermögenswerte | - | 35 711 | 2 569 | - | 41 455 | 1 521 |
| 54 648 | 386 263 | 89 313 | 73 642 | 461 128 | 124 423 | |
LIQUIDITÄTSRISIKEN: Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen kann. Liquiditätsrisiken entstehen im MVV Energie Konzern durch die Verpflichtung, Verbindlichkeiten vollständig und rechtzeitig zu tilgen sowie Sicherheitshinterlegungen (Margins) von Energiehandelspartnern zu bedienen. Aufgabe des Cash- und Liquiditätsmanagements des MVV Energie Konzerns ist es, jederzeit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Dafür werden der gesamte Zahlungsmittelbedarf und alle Zahlungsmittelüberschüsse ermittelt. Die wesentlichen Teilkonzerne verfügen über ein Cash-Pooling-Verfahren, wodurch die Bankgeschäfte auf ein notwendiges Maß reduziert werden können.
Zur Liquiditätssteuerung wird ein Finanzplan erstellt. Der entstehende Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente im Rahmen der Liquiditätssteuerung gedeckt. Neben der täglich verfügbaren Liquidität verfügt der MVV Energie Konzern über weitere Liquiditätsreserven in Form von zugesagten Kreditlinien. Der Umfang der vertraglich zugesicherten Kreditlinien ist so dimensioniert, dass auch in einem schwierigen Marktumfeld jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven zur Verfügung stehen. Durch die vorhandene Liquidität sowie die bestehenden Kreditlinien sieht sich der MVV Energie Konzern keinen wesentlichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt.
Die Refinanzierung der Konzerngesellschaften des MVV Energie Konzerns erfolgt in der Regel durch Kreditinstitute sowie durch die MVV Energie AG.
In nachfolgender Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten undiskontiert dargestellt. Die korrespondierenden Zinszahlungen sind enthalten.
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Fälligkeiten <1 Jahr | Fälligkeiten 1 - 5 Jahre | Fälligkeiten> 5 Jahre | Fälligkeiten < 1 Jahr | Fälligkeiten 1- 5 Jahre | Fälligkeiten> 5 Jahre |
| Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten | ||||||
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 278 428 | 723 468 | 558735 | 438 363 | 702 070 | 540 535 |
| Verbindlichkeiten aus Finance Lease | 1 970 | 2 328 | 87 | 2 663 | 4 134 | 156 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 408 527 | 104 | - | 390 970 | 114 | - |
| Sonstige Finanzschulden | 20 992 | 18 078 | 11 624 | 25 843 | 15 560 | 12 034 |
| Andere finanzielle Verbindlichkeiten | 58 633 | 2 645 | 7 894 | 58 707 | 1 646 | 7 919 |
| Derivative finanzielle Verbindlichkeiten | 105 331 | 120 513 | 51 | 142 250 | 229 121 | 109 |
| 873 881 | 867 136 | 578 391 | 1 058 796 | 952 645 | 560 753 | |
ZINSRISIKEN: Zinsrisiken bestehen auf der Aktivseite aus Bankguthaben sowie auf der Passivseite aus variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten.
Nachfolgend werden die Auswirkungen von Zinssatzänderungen auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter, zum Beispiel Wechselkurse, sich nicht verändern. Es wurden nur Finanzinstrumente in die Analyse einbezogen, deren Zinsänderungsrisiko das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis verändern könnten.
Eine Abweichung des Zinsniveaus im Euroraum zum Stichtag 30. September 2014 um 10 % nach oben beziehungsweise nach unten würde den Jahresüberschuss insgesamt um 57 Tsd Euro/47 Tsd Euro (Vorjahr 6 Tsd Euro/11 Tsd Euro) verschlechtern/verbessern. Die Abweichung würde das Eigenkapital insgesamt um 1 063 Tsd Euro/876 Tsd Euro (Vorjahr 3 186 Tsd Euro/5 218 Tsd Euro) verschlechtern/verbessern.
WÄHRUNGSRISIKEN: Währungsrisiken bestehen zunehmend im Rahmen unserer Projekte in Großbritannien. Dabei fallen zunächst Projektentwicklungs- und Errichtungskosten teilweise in britischen Pfund an. In der Betriebsphase des Projekts werden zukünftig Zahlungsströme ausschließlich in britischen Pfund generiert. Die resultierenden Währungsrisiken werden durch Natural Hedges in Form von währungskongruenter Finanzierung sowie durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Weitere Währungsrisiken bestehen bei der Beschaffung von Roh- und Brennstoffen, die an den internationalen Märkten in US-Dollar abgerechnet werden. Zur Absicherung des zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits bekannten Bedarfs an Roh- und Brennstoffen werden diese im Rahmen von Warentermingeschäften beschafft. Die hierbei entstehenden Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar, die bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses der Warentermingeschäfte der Höhe und dem Termin nach bekannt sind, unterliegen einem Währungsrisiko. Zur Ausschaltung des wesentlichen Währungsrisikos werden mit dem Zahlungsstrom in US-Dollar kongruente Devisentermingeschäfte abgeschlossen.
Eine Veränderung des Währungskurses um 10 % nach oben beziehungsweise um 10 % nach unten hätte eine Veränderung des Jahresüberschusses in Höhe von 4 046 Tsd Euro nach unten (Vorjahr 1 906 Tsd Euro)/4 047 Tsd Euro nach oben (1 906 Tsd Euro) zur Folge.
COMMODITY-PREISRISIKEN: Im Rahmen unserer Energiehandelstätigkeit werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisrisikomanagements, der Lastganganpassung und der Margenoptimierung abgeschlossen. Für sämtliche Geschäfte sind enge und klar definierte Limite vorgegeben, die stets einzuhalten sind.
Preisänderungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch die Beschaffung und Veräußerung von Strom und Gas sowie durch die Beschaffung von Kohle und Emissionsrechten. Die Preisrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgegebenen Limite mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Berichtsjahr wurden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Überwiegend wurden als Sicherungsinstrumente Forwards, Futures sowie Swaps und erstmals Optionen eingesetzt.
Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung von Derivaten auf Strom, Kohle, Gas und Emissionsrechte analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben und eine Abhängigkeit der Commodities untereinander besteht. Es wurden nur Derivate in die Analyse einbezogen, deren Marktwertschwankungen das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis beeinflussen. Hierbei handelt es sich um bilanzierungspflichtige Derivate. Nicht in die Betrachtung einbezogen sind Derivate, die zur physischen Erfüllung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarfs des Unternehmens bestimmt sind ("Own Use"). Diese sind nicht nach IAS 39 zu bilanzieren. Wäre der Marktpreis zum Stichtag 30. September 2014 um 10 % höher/niedriger ausgefallen, hätte dies den Jahresüberschuss um 10 152 Tsd Euro/13 925 Tsd Euro (Vorjahr 17 820 Tsd Euro/21 302 Tsd Euro) verbessert/verschlechtert. Das Eigenkapital hätte sich zum gleichen Stichtag um 21 148 Tsd Euro/26 786 Tsd Euro (Vorjahr 32 645 Tsd Euro/33 342 Tsd Euro) erhöht/verringert.
Die folgende Tabelle gibt das Nominalvolumen und die Marktwerte der eingesetzten Derivate wieder:
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||||
| in Tsd Euro | Nominalvolumen | Marktwerte | Nominalvolumen | Marktwerte | ||
| Gesamt | Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | Gesamt | Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr | |||
| Zins-Derivate | 620 017 | 412 087 | - 38 301 | 482 998 | 450 699 | - 34 580 |
| Commodity-Derivate | 4 862 785 | 1 431 632 | - 38 035 | 4 554 415 | 1 414 553 | -88 795 |
| Währungs-Derivate | 179 860 | 21 | -12 025 | 99 860 | 99 860 | - 3 260 |
| 5 662 662 | 1 843 740 | -88 361 | 5 137 273 | 1 965 112 | - 126 635 | |
Bei den Zins-Derivaten handelt es sich nahezu ausschließlich um Zins-Swaps. Währungsderivate bestehen hauptsächlich zur Absicherung von Währungsrisiken.
Die Commodity-Derivate lassen sich wie folgt unterteilen:
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||
| in Tsd Euro | Nominalvolumen | Marktwerte | Nominalvolumen | Marktwerte |
| commodity-Derivate | ||||
| Strom | 1 678 065 | - 17 237 | 3 079 462 | - 31 083 |
| Kohle | 13 274 | - 12 492 | 31 211 | - 30 797 |
| Gas | 3 114 561 | - 2 414 | 1 351 931 | - 3 660 |
| CO2 -Zertifikate | 56 248 | - 5 801 | 90 708 | - 22 685 |
| Sonstige | 637 | - 91 | 1 103 | - 570 |
| 4 862 785 | - 38 035 | 4 554 415 | -88 795 | |
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |||
| in Tsd Euro | Nominalvolumen | Marktwerte | Nominalvolumen | Marktwerte |
| commodity-Derivate | ||||
| Termingeschäft | 4 837 829 | -25 472 | 4 523 148 | - 57 942 |
| Swaps | 13 274 | -12 492 | 31 267 | - 30 853 |
| Optionen | 11 682 | - 71 | - | - |
| 4 862 785 | -38 035 | 4 554 415 | - 88 795 | |
Den positiven Marktwerten in Höhe von 131 761 Tsd Euro (Vorjahr 179 200 Tsd Euro) stehen Margining-Verbindlichkeiten in Höhe von 761 Tsd Euro (Vorjahr 1 174 Tsd Euro) gegenüber. Diese sind in den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Den negativen Marktwerten in Höhe von 220 122 Tsd Euro (Vorjahr 305 835 Tsd Euro) stehen Barsicherheiten in Höhe von 54 811 Tsd Euro gegenüber (Vorjahr 69 628 Tsd Euro).
| in Tsd Euro | Außenumsatz ohne Energiesteuern | Innenumsatz ohne Energiesteuern | Planmäßige Abschreibungen | Außerplanmäßige Abschreibungen |
| Erzeugung und Infrastruktur | 402 848 | 635 417 | 113 721 | 267 |
| Handel und Portfoliomanagement | 909 837 | 895 812 | 288 | - |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 2 278 478 | 334 678 | 15 856 | 1 340 |
| Strategische Beteiligungen | 198 372 | 4 459 | 16 908 | - |
| Sonstiges | 3 612 | 25 678 | 16 391 | 68 |
| Konsolidierung | - | - 1 896 044 | - | - |
| 3 793 147 | - | 163 164 | 1 675 |
| in Tsd Euro | Wesentliche zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | Adjusted EBIT | Ergebnis assoziierte Unternehmen | Investitionen |
| Erzeugung und Infrastruktur | -10 512 | 123 842 | 17 841 | 270 186 |
| Handel und Portfoliomanagement | 2 129 | - 22 397 | - | 9 061 |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 8 367 | 30 794 | 4 158 | 15 225 |
| Strategische Beteiligungen | - 675 | 31 411 | - | 13 161 |
| Sonstiges | 11 272 | 7 435 | 487 | 13 142 |
| Konsolidierung | - | 2 388 | - | - |
| 10 581 | 173 473 | 22 486 | 320 775 |
| in Tsd Euro | Außenumsatz ohne Energiesteuern | Innenumsatz ohne Energiesteuern | Planmäßige Abschreibungen | Außerplanmäßige Abschreibungen |
| Erzeugung und Infrastruktur | 389 880 | 649 958 | 114 413 | 57 |
| Handel und Portfoliomanagement | 1 053 681 | 1 031 313 | 289 | 1 637 |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 2 355 693 | 389 984 | 17 236 | 34 |
| Strategische Beteiligungen | 243 688 | 6 501 | 16 931 | 568 |
| Sonstiges | 3 186 | 25 052 | 16 240 | 190 |
| Konsolidierung | - 2 100 | - 2 102 808 | - | - |
| 4 044 028 | - | 165 109 | 2 486 |
| in Tsd Euro | Wesentliche zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | Adjusted EBIT1 | Ergebnis assoziierte Unternehmen | Investitionen1 |
| Erzeugung und Infrastruktur | 5 765 | 148 463 | 11 176 | 336 426 |
| Handel und Portfoliomanagement | 2 369 | -15 726 | - | 9 206 |
| Vertrieb und Dienstleistungen | 7 928 | 39 606 | - | 13 972 |
| Strategische Beteiligungen | 544 | 31 891 | - | 17 128 |
| Sonstiges | 10 566 | 6 544 | 2 959 | 14 883 |
| Konsolidierung | - | - 2 728 | - | - |
| 27 172 | 208 050 | 14 135 | 391 615 |
1
Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die externe Berichterstattung folgt der internen Steuerungsstruktur. Die Einheiten sind so gruppiert, dass die Bündelung passender Fachkompetenz unter einem Dach die Grundlage für eine stringente Portfoliosteuerung des Konzerns bildet. Den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen und Sonstiges sind Geschäftsfelder zugeordnet, die an Wertschöpfungsstufen orientiert sind.
Analytisch können die Geschäftsfelder weiter nach Teilkonzernen und Einzelgesellschaften mit ihren Produkten untergliedert werden.
| ― |
Das Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR umfasst die konventionellen Kraftwerke, Abfallverwertungsanlagen und Biomassekraftwerke der Teilkonzerne Mannheim, Stadtwerke Kiel, Energieversorgung Offenbach und MVV Umwelt sowie die Wasserwerke und das Windenergieportfolio. Ferner enthalten sind die Netzanlagen Strom, Wärme, Gas und Wasser sowie die technischen Serviceeinheiten, die dem Geschäftsfeld Netz zur leitungsgebundenen Energieverteilung von Strom, Wärme, Gas und Wasser zugeordnet sind. |
| ― |
Das Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT umfasst das Energiebeschaffungs- und Portfoliomanagement sowie den Energiehandel der MVV Trading GmbH. |
| ― |
Das Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN enthält das Einzelhandelsgeschäft der Teilkonzerne Mannheim, Stadtwerke Kiel und Energieversorgung Offenbach. Es umfasst die Lieferungen von Strom, Wärme, Gas und Wasser an Endkunden sowie das Energiedienstleistungsgeschäft der Teilkonzerne MVV Enamic und Energieversorgung Offenbach. |
| ― |
Das Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN umfasst die Teilkonzerne Ingolstadt, Köthen Energie und MVV Energie CZ. Der Teilkonzern Ingolstadt wird quotal konsolidiert. |
| ― |
Unter dem Berichtssegment SONSTIGES sind insbesondere das Shared-Services-Center sowie die Querschnittsbereiche enthalten. |
| ― |
Unter Konsolidierung werden die Eliminierungswerte aus Transaktionen mit anderen Berichtssegmenten für Konsolidierungszwecke gezeigt. |
Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Die Verrechnungspreise für Transfers zwischen den Segmenten entsprechen den marktüblichen Konditionen. Aus der Addition von Innen- und Außenumsätzen ergeben sich die Segmentumsätze.
| in Tsd Euro | 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 | +/- Vorjahr |
| EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung1 | 191 446 | 209 782 | - 18 336 |
| Bewertungseffekte aus Finanzderivaten | - 23 746 | 3 004 | -26 750 |
| Strukturanpassung ATZ1 | 2 351 | 2 166 | 185 |
| Restrukturierungsaufwand1 | - | -11 251 | 11 251 |
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 3 422 | 4 349 | - 927 |
| Adjusted EBIT | 173 473 | 208 050 | - 34 577 |
1
Vorjahreswerte angepasst.Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze
Die Segmentumsätze mit externen Kunden werden zu 97,7 % (Vorjahr 96,9 %) in Deutschland erzielt. Die Aufteilung der Erlöse auf die Regionen erfolgt nach dem geografischen Sitz der Gesellschaften.
Im MVV Energie Konzern gibt es keinen einzelnen Kunden, der einen Anteil von 10 % oder mehr zu den gesamten Umsatzerlösen beiträgt.
Die dargestellte Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Steuerungsstruktur. Diese findet im Wesentlichen ihre Ausprägung in den Segmentergebnissen (Adjusted EBIT) und den Investitionen. Die Überleitung des EBIT zum Adjusted EBIT ist in der obigen Tabelle erkennbar. Der Begriff der Investitionen beinhaltet in der Management-Perspektive neben den in den Spiegeln ersichtlichen Zugängen die Veränderung zu den langfristigen Vermögenswerten aus der Erstkonsolidierung. Demgegenüber sind die in dem Betrachtungszeitraum nicht zahlungswirksamen Zugänge der Anlagespiegel nicht Bestandteil des Investitionsbegriffs in der Management-Perspektive und werden deshalb exkludiert.
Die Kapitalflussrechnung zeigt die Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Der Betrag der flüssigen Mittel in der Kapitalflussrechnung stimmt mit dem entsprechenden in der Bilanz ausgewiesenen Wert überein.
Mittelzu- und abflüsse aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten. Die erworbenen und die abgehenden flüssigen Mittel werden separat ausgewiesen.
Der Cashflow vor Working Capital und Steuern reduzierte sich im Geschäftsjahr 2013/14 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies ist vor allem auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen, das nach der Bereinigung der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen unter dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs lag.
Demgegenüber ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2013/14 deutlich gestiegen, was im Wesentlichen auf die Verbesserung des Working Capitals im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückzuführen ist.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2013/14 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum gestiegen. Ein wesentlicher Effekt ist der Erwerb im Vorjahr der MVV Windenergie Beteiligungs GmbH und MVV Windenergie Deutschland GmbH (vormals MVV Windenergie NRW GmbH), beide Mannheim, der zu einem Abfluss von flüssigen Mitteln im Vergleichszeitraum führte.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahr gesunken, was im Wesentlichen durch die erhöhte Kreditrückzahlung begründet ist.
Die MVV Energie AG unterliegt keinen gesetzlichen Mindestkapitalanforderungen, sondern verfolgt die interne Zielsetzung, durch ein effektives Finanzmanagement eine zur Erlangung eines guten Ratings am Bankenmarkt erforderliche Eigenkapitalquote einzuhalten und die Ertragskraft unseres Unternehmens zu stärken.
Die zur Steuerung verwendete bereinigte Eigenkapitalquote ist dabei das Verhältnis zwischen dem bereinigten Eigenkapital auf konsolidierter Basis und der bereinigten Bilanzsumme. Das bereinigte Eigenkapital setzt sich zusammen aus Grundkapital, Kapitalrücklage, dem kumulierten erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Ergebnis und den Anteilen anderer Gesellschafter ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Derivaten nach IAS 39. Es wird beabsichtigt, die bereinigte Eigenkapitalquote von mindestens 30 % zu erhalten.
Maßnahmen zur Einhaltung der Eigenkapitalzielquote erfolgen zunächst im Prozess der Wirtschaftsplanung und bei großen (außerplanmäßigen) Investitionsmaßnahmen im Rahmen der Investitionsrechnung. Die Gesellschaft kann durch Aktienemissionen die Eigenkapitalgrundlage den Anforderungen anpassen.
Die zentrale Steuerungsgröße unserer wertorientierten Unternehmensführung und der damit verbundenen Kapitalsteuerung ist der Value Spread. Diese Kennzahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der periodischen Erfolgsgröße Adjusted ROCE ("Return on Capital Employed"), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und dem gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz WACC ("Weighted Average Cost of Capital").
Die Grundanforderungen an die Kapitalsteuerung haben sich zum Vergleichszeitraum nicht verändert.
An dieser Stelle werden die Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und deren konsolidierten Tochterunternehmen, die nahestehende Personen darstellen, nicht erläutert, da sie im Zuge der Konsolidierung eliminiert wurden.
Die Stadt Mannheim ist alleinige Gesellschafterin der MVV GmbH. Die MVV GmbH hält 99,99 % der Anteile an der MVV Verkehr GmbH, die zu 50,1 % an der MVV Energie AG beteiligt ist. Die Stadt Mannheim sowie die von ihr beherrschten Unternehmen stellen somit nahestehende Personen im Sinne der IFRS dar.
Zwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und der Stadt Mannheim und den von ihr beherrschten Unternehmen bestehen eine Vielzahl von vertraglich vereinbarten Rechtsbeziehungen (Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmelieferungsverträge, Miet-, Pacht- und Serviceverträge). Darüber hinaus besteht zwischen der MVV Energie AG und der Stadt Mannheim ein Konzessionsvertrag.
Die Konzessionsabgaben an die Stadt Mannheim beliefen sich auf 18 474 Tsd Euro (Vorjahr 18 375 Tsd Euro).
Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen.
| Lieferungs- und Leistungsverkehr | Forderungen | |||||
| Erträge | Aufwendungen | |||||
| in Tsd Euro | 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 | 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Abfallwirtschaft Mannheim | 635 | 771 | 31 | 987 | 76 | 75 |
| ABG Abfallbeseitigungsgesellschaft mbH | 33 | 7 177 | 3 661 | 4 473 | - | - |
| GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH | 10 962 | 11 088 | 96 | 112 | 823 | 835 |
| m:con -mannheim:congress GmbH | 3 666 | 3 719 | 406 | 402 | 6 641 | 5 699 |
| MVV GmbH | 86 | 286 | - | 46 | 17 | 16 |
| MVV Verkehr GmbH | 126 | 180 | 12 | 37 | 12 | 24 |
| Rhein-Neckar-Verkehr GmbH | 6 224 | 7 807 | 21 | 24 | 983 | 1 778 |
| Stadtentwässerung Mannheim | 4 110 | 3 300 | 1 742 | 374 | 367 | 140 |
| Stadt Mannheim | 17 933 | 16 751 | 21 698 | 21 000 | 1 156 | 839 |
| Assoziierte Unternehmen | 43 312 | 42 757 | 211 623 | 215 814 | 11 600 | 11 383 |
| Quotenkonsolidierte Unternehmen | 19 987 | 41 991 | 4 484 | 6 861 | 3 100 | 4 692 |
| Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen | 12 848 | 8 787 | 2 618 | 1 896 | 636 | 1 728 |
| 119 922 | 144 614 | 246 392 | 252 026 | 25 411 | 27 209 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Abfallwirtschaft Mannheim | - | 7 |
| ABG Abfallbeseitigungsgesellschaft mbH | 597 | 606 |
| GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH | - | - |
| m:con -mannheim:congress GmbH | - | - |
| MVV GmbH | - | - |
| MVV Verkehr GmbH | - | - |
| Rhein-Neckar-Verkehr GmbH | 264 | 156 |
| Stadtentwässerung Mannheim | - | 12 |
| Stadt Mannheim | 4 605 | 4 164 |
| Assoziierte Unternehmen | 15 349 | 31 921 |
| Quotenkonsolidierte Unternehmen | 1 076 | 1 569 |
| Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen | 511 | 432 |
| 22 402 | 38 867 | |
Ferner bestehen zwischen der MVV Energie AG und Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen (Bereichsleitern, Prokuristen) Kundenverträge über die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme, die ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden, und die sich nicht von anderen Kundenverträgen unterscheiden.
Der MVV Energie Konzern hat darüber hinaus keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen und durchgeführt.
Die MVV Energie AG erstellte für ihr am 30. September 2014 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG.
Im Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen.
Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013/14 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex'. Wir haben unser Vergütungssystem so aufgebaut, dass ein Anreiz entsteht, das Unternehmen erfolgreich und nachhaltig zu führen.
Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet.
Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 408 Tsd Euro (Vorjahr 2 219 Tsd Euro), die aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten bestehen.
Zwei Komponenten bestimmen die einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns, allerdings abzüglich Restrukturierungsaufwendungen. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitstantieme machte im Geschäftsjahr 2013/14 den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen.
Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt.
Die folgende Tabelle zeigt die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch.
| in Tsd Euro | Dr. Georg Müller Vorstandsvorsitzender | Udo Bekker Vorstand Personal (seit 1.1.2013) | ||||||
| 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | |
| Fixvergütung1 | 460 | 460 | 460 | 460 | 330 | 330 | 330 | 225 |
| Nebenleistungen2 | 38 | 38 | 38 | 40 | 30 | 30 | 30 | 43 |
| Sonstiges3 | 17 | 17 | 17 | 18 | 9 | 9 | 9 | 5 |
| Summe | 515 | 515 | 515 | 518 | 369 | 369 | 369 | 273 |
| Einjährige variable Vergütung | 297 | - | 920 | 335 | 182 | - | 600 | 154 |
| Gesamtbezüge | 812 | 515 | 1 435 | 853 | 551 | 369 | 969 | 427 |
| Versorgungsaufwand4 | 190 | 190 | 190 | 178 | 121 | 121 | 121 | 209 |
| Gesamtvergütung | 1 002 | 705 | 1 625 | 1 031 | 672 | 490 | 1 090 | 636 |
| Dr. Werner Dub Vorstand Technik | Ralf Klöpfer Vorstand Vertrieb (seit 1.10.2013) | |||||||
| 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | |
| Fixvergütung1 | 275 | 275 | 275 | 275 | 275 | 275 | 275 | - |
| Nebenleistungen2 | 27 | 27 | 27 | 28 | 51 | 51 | 51 | - |
| Sonstiges3 | 16 | 16 | 16 | 16 | 5 | 5 | 5 | - |
| Summe | 318 | 318 | 318 | 319 | 331 | 331 | 331 | - |
| Einjährige variable Vergütung | 198 | - | 550 | 223 | 198 | - | 550 | - |
| Gesamtbezüge | 516 | 318 | 868 | 542 | 529 | 331 | 881 | - |
| Versorgungsaufwand4 | 151 | 151 | 151 | 135 | 275 | 275 | 275 | - |
| Gesamtvergütung | 667 | 469 | 1 019 | 677 | 804 | 606 | 1 156 | - |
1
Jährliche Fixvergütung inklusive Zulage für
den Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 185 Tsd Euro
und Einmalzahlung an Udo Bekker
2
Zuschüsse zur freiwilligen Rentenversicherung,
Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwilligen Versicherung
bei der Berufsgenossenschaft, Erstattungen für Übergangsleistungen,
geldwerte Vorteile/Sachbezüge
3
Gremienvergütung bei Tochter- und Beteiligungsunternehmen
(Anspruch im Geschäftsjahr)
4
Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen
für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen
Den Vorstandsmitgliedern Dr. Georg Müller, Udo Bekker und Ralf Klöpfer ist eine Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Versorgungskonten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Versorgungskonten werden jährlich verzinst.
Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung.
Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Georg Müller, Udo Bekker und Ralf Klöpfer werden in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Tsd Euro | Entwicklung der virtuellen Versorgungskonten | Pensionsrückstellung | Zuführung zur Pensionsrückstellung | |||
| Stand 1.10.2013 | Versorgungsbeitrag | Stand 30.9.20141 | Stand 30.9.20142 | Dienstzeitaufwand | Zinsaufwand | |
| Dr. Georg Müller | 1 361 | 152 | 1 582 | 2 471 | 190 | 69 |
| Udo Bekker | 83 | 110 | 196 | 352 | 121 | 8 |
| Ralf Klöpfer | - | 110 | 110 | 275 | 275 | - |
| Gesamt | 1 444 | 372 | 1 888 | 3 098 | 586 | 77 |
1
Inklusive Zinsen
2
Entsprechen dem Barwert der erreichten Ansprüche
Die Gesamtversorgung des Vorstandsmitglieds Dr. Werner Dub wird bis zu seinem Ausscheiden am 31. Dezember 2014 auf Basis einer ruhegehaltsfähigen Vergütung fortgeführt. Die Versorgungsleistung beträgt maximal 70 % der ruhegehaltsfähigen Vergütung. Angerechnet werden anderweitiges Arbeitseinkommen, Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie sonstige Versorgungsbezüge, die mindestens zur Hälfte auf Beitragsleistungen eines Arbeitgebers beruhen. Die Versorgungsleistung enthält als Rentenbaustein auch eine Anwartschaft auf eine Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtung für Dr. Werner Dub wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
| in Tsd Euro | Wert der Endrente1 | Versorgungsprozentsatz2 | Zuführung zur Pensionsrückstellung | |
| Dienstzeitaufwand | Zinsaufwand | |||
| Dr. Werner Dub | 110 | 68 % | 151 | 75 |
1
Erreichter Anspruch unter Berücksichtigung
von Anrechnungsbeträgen
2
Erreichter Gesamtversorgungssatz in Bezug
auf die Altersrente in Prozent
Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 348 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 13 644 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 408 Tsd Euro.
Gemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 717 Tsd Euro, hiervon 2 601 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen.
Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen der oben genannten Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 116 Tsd Euro.
Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 431 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 839 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in einer gesonderten Übersicht unter "Organe der Gesellschaft" am Ende des Konzernabschlusses dargestellt.
| in Euro | Aufsichtsratsvergütung | Sitzungsgelder |
| Dr. Peter Kurz | 20 000 | 22 000 |
| Johannes Böttcher | 10 000 | 7 000 |
| Timo Carstensen | 10 000 | 7 000 |
| Peter Dinges | 17 500 | 17 000 |
| Ralf Eisenhauer | 10 000 | 11 000 |
| Peter Erni | 12 500 | 12 000 |
| Detlef Falk | 12 500 | 13 000 |
| Reinhold Götz | 10 000 | 4 000 |
| Prof. Dr. Egon Jüttner | 10 000 | 5 000 |
| Heike Kamradt | 10 000 | 10 000 |
| Daniela Kirchner | 9 972 | 7 000 |
| Gunter Kühn | 56 | - |
| Dr. Antje Mohr | 10 000 | 7 000 |
| Dr. Lorenz Näger | 12 500 | 10 000 |
| Wolfgang Raufelder | 10 000 | 6 000 |
| Christian Specht | 10 000 | 7 000 |
| Dr. Dieter Steinkamp | 10 000 | 5 000 |
| Carsten Südmersen | 12 500 | 14 000 |
| Katja Udluft | 10 000 | 7 000 |
| Prof. Heinz-Werner Ufer | 15 000 | 19 000 |
| Jürgen Wiesner | 10 000 | 8 000 |
| Gesamt | 232 528 | 198 000 |
| Kapitalanteil1 in % |
Eigenkapital1 Tsd LW |
Jahresüberschuss / -fehlbetrag1 Tsd LW |
Landeswährung (LW) |
|
| Verbundene Unternehmen (vollkonsolidierte Tochterunternehmen) National | ||||
| ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH, Offenbach am Main | 51,00 | 580 | 31 | EUR |
| AVA Abwasser- und Verwertungsanlagen GmbH, Mörfelden-Walldorf6 | 100,00 | 81 | 0 | EUR |
| BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Mühlhausen6 | 100,00 | 700 | 0 | EUR |
| Biokraft Naturbrennstoffe GmbH, Offenbach am Main | 100,00 | - 1 336 | 260 | EUR |
| Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH, Mannheim | 74,90 | 3 296 | 517 | EUR |
| Biomethananlage Kroppenstedt GmbH, Mannheim | 74,90 | 2 070 | 179 | EUR |
| Biomethananlage Staßfurt GmbH, Mannheim13 | 74,90 | 2 677 | - 253 | EUR |
| Cerventus Naturenergie GmbH, Offenbach am Main | 50,00 | 30 394 | 1 096 | EUR |
| Cerventus Naturenergie Verwaltungs GmbH, Offenbach am Main | 100,00 | 31 | 6 | EUR |
| Dabit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden8 | 94,00 | - 9 | -14 | EUR |
| Energieversorgung Offenbach Aktiengesellschaft, Offenbach am Main2 | 48,46 | 123 839 | 15 191 | EUR |
| Energieversorgung Dietzenbach GmbH, Dietzenbach13, 14 | 100,00 | 1 031 | 981 | EUR |
| eternegy GmbH, Mannheim | 100,00 | - 6 830 | 416 | EUR |
| FRASSUR GmbH Umweltschutz-Dienstleistungen, Mörfelden-Walldorf | 100,00 | 1 884 | 996 | EUR |
| Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach am Main | 74,90 | 17 183 | 3 441 | EUR |
| Götzfried + Pitzer Entsorgung GmbH, Ulm | 100,00 | 1 731 | 29 | EUR |
| IGS Netze GmbH, Gersthofen (vormals MVV Alpha sechzehn GmbH, Mannheim)6 | 100,00 | 1 000 | 0 | EUR |
| Infrastrukturgesellschaft Hungerberg GmbH & Co. KG, Wörrstadt | 70,00 | 0 | 100 | EUR |
| Köthen Energie GmbH, Köthen | 100,00 | 3 499 | 193 | EUR |
| MVV decon GmbH, Mannheim15 | 100,00 | - 5 558 | - 3 033 | EUR |
| MVV Enamic Contracting GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 46 145 | 0 | EUR |
| MVV Enamic GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 77 535 | 0 | EUR |
| MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH, Gersthofen6 | 100,00 | 11 804 | 0 | EUR |
| MVV Enamic Immobilien GmbH, Berlin6 | 100,00 | 23 926 | 0 | EUR |
| MVV Enamic Korbach GmbH, Korbach6 | 100,00 | 2 104 | 0 | EUR |
| MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, Mannheim | 100,00 | - 1 184 | 2 882 | EUR |
| MVV Enamic Naturenergie GmbH, Mannheim (vormals A + S Naturenergie GmbH, Mannheim) | 100,00 | - 8 381 | - 597 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen Regional Verwaltungs GmbH, Mannheim | 100,00 | 46 630 | 6 383 | EUR |
| MVV Grünenergie GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 52 | 0 | EUR |
| MVV RHE GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 11 988 | 0 | EUR |
| MVV Trading GmbH, Mannheim6 | 97,50 | 22 848 | 2 516 | EUR |
| MVV Umwelt Asset GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 40 036 | 0 | EUR |
| MVV Umwelt GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 144 990 | 0 | EUR |
| MVV Umwelt O&M GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 1 226 | 0 | EUR |
| MVV Umwelt Ressourcen GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 6 566 | 0 | EUR |
| MVV Umwelt UK GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 39 367 | 0 | EUR |
| MVV Windenergie Deutschland GmbH, Mannheim (vormals MVV Windenergie NRW GmbH, Mannheim) | 100,00 | 8 415 | - 510 | EUR |
| MVV Windenergie GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 7 552 | 0 | EUR |
| MVV Windpark Plauerhagen GmbH & Co. KG, Rerik | 100,00 | 5 749 | 739 | EUR |
| Netrion Gasnetz Offenbach GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 324 | 0 | EUR |
| Netrion GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 5 999 | 0 | EUR |
| Netzgesellschaft Köthen mbH, Köthen (vormals Köthen Energie Netz GmbH, Köthen)6 | 100,00 | 26 | 2 | EUR |
| Soluvia Billing GmbH, Offenbach am Main6 | 100,00 | 327 | 0 | EUR |
| Soluvia GmbH, Mannheim | 100,00 | 927 | 430 | EUR |
| merge Soluvia IT-Services GmbH, Kiel6 | 100,00 | 1 093 | 0 | EUR |
| Soluvia Metering GmbH, Offenbach am Main6 | 100,00 | 676 | 0 | EUR |
| Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel | 51,00 | 148 608 | 16 937 | EUR |
| SWKiel Netz GmbH, Kiel6 | 100,00 | 25 | 0 | EUR |
| Umspannwerk Kirchberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 3 | - 29 | EUR |
| Windpark Albisheim GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 2 632 | -198 | EUR |
| Windpark Dirlammen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 2 233 | 460 | EUR |
| Windpark Hungerberg I GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 4 277 | - 661 | EUR |
| Windpark Hungerberg II GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 4 619 | - 630 | EUR |
| Windpark Kappel Nord GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 840 | 105 | EUR |
| Windpark Kappel Süd GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 814 | 138 | EUR |
| Windpark Kirchberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 840 | 112 | EUR |
| Windpark Kludenbach GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 233 | 83 | EUR |
| Windpark Metzenhausen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 840 | 129 | EUR |
| Windpark Reckershausen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 759 | 142 | EUR |
| Windpark Reich GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 840 | 133 | EUR |
| Windpark Staatsforst GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 793 | 132 | EUR |
| Windwärts Energie GmbH, Mannheim (vormals MVV Umwelt Alpha drei GmbH, Mannheim)13 | 100,00 | 25 | 0 | EUR |
| ZEDER Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Pullach59 | 0,00 | - 7 391 | 817 | EUR |
| Verbundene Unternehmen (Vollkonsolidierte Tochterunternehmen) international | ||||
| Ceskolipska teplarenska a.s., Ceska Lipa, Tschechische Republik | 94,99 | 20 616 | 19 278 | CZK |
| Ceskolipske teplo a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 128 348 | 27 905 | CZK |
| CTZ s.r.o., Uherske Hradiste, Tschechische Republik | 50,96 | 118 299 | 17 365 | CZK |
| e.services s.r.o., Decin, Tschechische Republik | 100,00 | 246 | - 282 | CZK |
| ENERGIE Holding a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 366 290 | 57 279 | CZK |
| G-LINDE s.r.o., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 11 934 | 2 506 | CZK |
| G-RONN s.r.o., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 70 533 | 13 220 | CZK |
| IROMEZ s.r.o., Pelhrimov, Tschechische Republik | 100,00 | 57 648 | 11 938 | CZK |
| MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 2 244 236 | 382 697 | CZK |
| MVV enservis a.s.i.l., Ceska Lipa, Tschechische Republik | 100,00 | - 8 687 | - 2 148 | CZK |
| MVV Environment Devonport Limited, Plymouth, Großbritannien7 | 100,00 | 27 841 | 167 | GBP |
| MVV Environment Ridham Limited, Leeds, Großbritannien | 100,00 | 42 957 | 1 898 | GBP |
| MVV Environment Services Limited, London, Großbritannien (vormals Lightning Energy Supply Company Limited, London, Großbritannien)13 | 100,00 | 426 | - 274 | GBP |
| OPATHERM a.s., Opava, Tschechische Republik | 100,00 | 62 229 | 7 945 | CZK |
| POWGEN a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 138 637 | 24 474 | CZK |
| Teplarna Liberec a.s., Liberec, Tschechische Republik | 70,00 | 309 395 | 17 899 | CZK |
| TERMIZO a.s., Liberec, Tschechische Republik | 100,00 | 526 893 | 85 094 | CZK |
| TERMO Dean a.s., Dean, Tschechische Republik | 96,91 | 208 492 | 47 013 | CZK |
| Zasobovani teplem Vsetin a.s., Vsetin, Tschechische Republik | 100,00 | 182 399 | 31 746 | CZK |
| Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz National | ||||
| Erschließungsträgergesellschaft Weeze mbH, Weeze9 | 75,00 | 189 | 68 | EUR |
| MVV Enamic Regioplan GmbH, Mannheim6, 9 | 100,00 | 1 023 | 0 | EUR |
| MVV Insurance Services GmbH, Mannheim9 | 100,00 | 25 | 2 | EUR |
| MVV Windpark Verwaltungs GmbH, Mannheim9 | 100,00 | 29 | 1 | EUR |
| Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz International | ||||
| BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Romanshorn, Schweiz9 | 100,00 | 33 | 4 | CHF |
| EMB Instituut voor Energie en Milieu B.V., Oosterhout, Niederlande9 | 100,00 | - 562 | - 45 | EUR |
| MVV Environment Limited, London, Großbritannien9 | 100,00 | 245 | 18 | GBP |
| Gemeinschaftsunternehmen (Quotenkonsolidierung) National | ||||
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt4,15 | 48,40 | 46 455 | 20 348 | EUR |
| Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH, Ingolstadt6 '11 15 | 100,00 | 1 548 | 13 076 | EUR |
| Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH, Ingolstadt6 '11 15 | 100,00 | 25 834 | 12 543 | EUR |
| Gemeinschaftsunternehmen (At-Equity) international | ||||
| luminatis S.à.r.l., Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg12,13 | 26,00 | - | - | EUR |
| Solutions Europeennes de Valorisation Energetique S.A.S., Paris, Frankreich12,13 | 50,00 | - | - | EUR |
| Assoziierte Unternehmen (At-equity) National | ||||
| Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker9 | 33,33 | 11 175 | 56 | EUR |
| ESN EnergieSystemeNord GmbH, Schwentinental8 | 25,00 | 3 852 | 618 | EUR |
| Fernwärme Rhein-Neckar GmbH, Mannheim8 | 50,00 | 4 594 | 2 805 | EUR |
| Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel8 | 50,00 | 16 873 | - 464 | EUR |
| Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft, Mannheim8 | 28,00 | 114 142 | 6 647 | EUR |
| iwo Pellet Rhein-Main GmbH, Offenbach am Main2, 9 | 24,92 | - 1 811 | 69 | EUR |
| Naturenergie Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen9, 13, 14 | 50,00 | - 22 | - 47 | EUR |
| Naunhofer Transportgesellschaft mbH, Parthenstein-Großsteinberg8 | 50,00 | 1 405 | 185 | EUR |
| Netzgesellschaft Edingen-Neckarhausen GmbH & Co. KG, Edingen-Neckarhausen12,13 | 24,00 | - | - | EUR |
| Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG, Buchen-Odenwald8 | 25,10 | 6 648 | 1 746 | EUR |
| Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co. KG, Sinsheim8 | 30,00 | 11 816 | - 289 | EUR |
| TradeSoft RM GmbH, Köln8 | 50,00 | 1 233 | 2 | EUR |
| W.T.A. Wertstoff Transport Agentur GmbH, Parthenstein-Großsteinberg8 | 50,00 | 1 253 | 226 | EUR |
| ZVO Energie GmbH, Timmendorfer Strand8 | 49,90 | 52 950 | 8 333 | EUR |
| Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz (ZWK), Heidelberg3 8 | 51,00 | 7 071 | 0 | EUR |
| Sonstige Beteiligungen National | ||||
| 24sieben Nordwatt GmbH, Kiel9 | 50,00 | 40 | -12 | EUR |
| HEN HolzEnergie Nordschwarzwald GmbH i.L., Nagold8 | 30,00 | 0 | 0 | EUR |
| Klimaschutzagentur Mannheim gemeinnützige GmbH, Mannheim8 | 40,00 | 25 | 0 | EUR |
| Kommunaler Windenergiepark Schleswig-Holstein GbR, Neumünster10 | 20,00 | 641 | 129 | EUR |
| Main-Kinzig-Entsorgungs- und Verwertungs GmbH, Hanau8 | 49,00 | 253 | 3 | EUR |
| Maintal-Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Maintal6,8 | 24,90 | 15 986 | 0 | EUR |
| Management Stadtwerke Buchen GmbH, Buchen-Odenwald8 | 25,20 | 39 | 1 | EUR |
| Stadtwerke Langen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Langen6, 8 | 10,00 | 30 472 | 0 | EUR |
| Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG, Schwetzingen8 | 10,00 | 15 682 | 2 833 | EUR |
| Stadtwerke Schwetzingen Verwaltungsgesellschaft mbH, Schwetzingen8 | 10,00 | 30 | - 2 | EUR |
| Stadtwerke Sinsheim Verwaltungs GmbH, Sinsheim8 | 30,00 | 24 | 1 | EUR |
| Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG, Walldorf8 | 25,10 | 12 839 | - 611 | EUR |
| Stadtwerke Walldorf Verwaltungs GmbH, Walldorf8 | 25,10 | 27 | 1 | EUR |
| Umspannwerk Nassau GmbH & Co. KG, Weikersheim8 '13 | 6,91 | 9 | - 1 | EUR |
| Wasserversorgungsverband Neckargruppe, Edingen-Neckarhausen8 | 25,00 | 377 | 0 | EUR |
| Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG, Aachen8 11 13 | 41,00 | 3 560 | 226 | EUR |
| Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG, Aachen8 11 13 | 41,00 | 3 458 | 122 | EUR |
| Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG, Aachen8 '11 | 41,00 | 6 007 | 350 | EUR |
| WVE Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft Schriesheim mbH, Schriesheim8 | 24,50 | 6 592 | 0 | EUR |
1
Kapitalanteil am 30.9.2014 gemäß § 16 Abs.
4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB
2
Mehrheit der Stimmrechte
3
Keine Stimmrechtsmehrheit
4
Gemeinschaftliche Führung gemäß vertraglicher
Vereinbarung
5
Zweckgesellschaft (Special Purpose Entity)
6
Ergebnisabführungsvertrag
7
Jahresabschluss zum 31.3.2014
8
Jahresabschluss zum 31.12.2013
9
Jahresabschluss zum 30.9.2013
10
Jahresabschluss zum 31.12.2012
11
Tochterunternehmen von quotal einbezogenen
Gesellschaften
12
Es liegen keine Angaben vor
13
Zugang im Geschäftsjahr
14
Rumpfgeschäftsjahresabschluss
15
Vorläufige Werte
Für die im Geschäftsjahr 2013/14 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare angefallen:
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Abschlussprüfung | 920 | 965 |
| Sonstige Bestätigungsleistungen | 288 | 488 |
| Steuerberatungsleistungen | 59 | 97 |
| Sonstige Leistungen | 182 | 492 |
| 1 449 | 2 042 |
Die folgenden inländischen Tochtergesellschaften werden im Geschäftsjahr 2013/14 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen:
| ― |
BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Mühlhausen |
| ― |
MVV Umwelt GmbH, Mannheim |
| ― |
MVV Umwelt Ressourcen GmbH, Mannheim |
| ― |
MVV Umwelt UK GmbH, Mannheim |
| ― |
MVV Windenergie GmbH, Mannheim |
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der MVV Energie AG haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex' gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht.
Die vollständige Erklärung ist im Internet veröffentlicht unter ► www.mvv-investor.de
Neben dem zwischen der Stadt Mannheim und der MVV Energie AG abgeschlossenen Konzessionsvertrag (siehe Textziffer 39 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften) bestehen weitere Konzessionsvereinbarungen zwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und Gebietskörperschaften. Die Restlaufzeiten liegen zwischen einem und 19 Jahren. In den Verträgen ist die Verpflichtung geregelt, die jeweiligen Versorgungsnetze zu betreiben und für deren Instandhaltung zu sorgen. Sollte es nach Ablauf der Verträge zu keiner Verlängerung kommen, müssen die Versorgungseinrichtungen von den Gemeinden gegen angemessenes Entgelt übernommen werden.
Der Aufsichtsrat der MVV Energie AG hat am 15. Oktober 2014 einer Beteiligung des Unternehmens an der Juwi AG, Wörrstadt, zugestimmt. Die MVV Energie AG wird im Wege einer Kapitalerhöhung der Juwi AG 50,1 % an dem deutschen Marktführer im Bereich der erneuerbaren Energien übernehmen. Aufschiebende Bedingungen sollten bis zum Jahresende 2014 beseitigt sein.
Anfang Oktober 2014 hat der Mannheimer Gemeinderat der Verlängerung der Konzessionsverträge mit der MVV Energie AG für Strom, Gas und Wasser sowie des Gestattungsvertrags für die Fernwärme zugestimmt. Die neuen Verträge haben eine Laufzeit bis zum Jahr 2034.
Am 6. November 2014 wurden die Gesellschaftsverträge zu einem Joint Venture unterschrieben, an dem die MVV Energie AG 34,8 % der Anteile hält. Das Gemeinschaftsunternehmen firmiert unter dem Namen BEEGY GmbH und bündelt die dezentrale, erneuerbare Energieerzeugung, gepaart mit dem Service und der informationstechnischen Komponente. Es bietet Komplettlösungen und Dienstleistungen für Privatkunden, Handel, Gewerbe und Industrie.
Mannheim, 11. November 2014
MVV Energie AG
Vorstand
Dr. Müller
Bekker
Dr. Dub
Klöpfer
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Mannheim, 11. November 2014
MVV Energie AG
Vorstand
Dr. Müller
Bekker
Dr. Dub
Klopfer
Vorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten
Personal
Technik
Vertrieb
Oberbürgermeister der Stadt Mannheim
Vorsitzender des MVV Konzernbetriebsrats
Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG
Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG
Fachbauleiter für Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH
Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar
Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG
1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim
Mitglied des Deutschen Bundestags
Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG
Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG (seit 2. Oktober 2013)
Leiter des Bereichs Personal und Soziales der MVV Energie AG (bis 2. Oktober 2013)
Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel
Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG
Mitglied des Landtags Baden-Württemberg
Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim
Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln
Unternehmensberater
Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar
Diplom-Ökonom
Mitglied des Betriebsrat der MVV Energie AG
Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt.
| Ausschuss | Name |
| Bilanzprüfungsausschuss | • Prof. Heinz-Werner Ufer (Vorsitzender) |
| • Peter Dinges (stellvertretender Vorsitzender) | |
| • Peter Erni | |
| • Detlef Falk | |
| • Dr. Lorenz Näger | |
| • Carsten Südmersen | |
| Personalausschuss | • Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) |
| • Peter Dinges | |
| • Ralf Eisenhauer | |
| • Heike Kamradt | |
| • Carsten Südmersen | |
| • Jürgen Wiesner | |
| Nominierungsausschuss | • Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) |
| • Ralf Eisenhauer | |
| • Wolfgang Raufelder | |
| • Dr. Dieter Steinkamp | |
| • Carsten Südmersen | |
| • Prof. Heinz-Werner Ufer | |
| Vermittlungsausschuss | • Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) |
| • Peter Dinges | |
| • Carsten Südmersen | |
| • Jürgen Wiesner | |
| Ausschuss zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals | • Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) |
| • Peter Dinges | |
| • Ralf Eisenhauer | |
| • Peter Erni | |
| • Christian Specht | |
| • Dr. Dieter Steinkamp | |
| • Carsten Südmersen | |
| • Prof. Heinz-Werner Ufer |
| Name | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften | Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
| Dr. Georg Müller | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (Vorsitzender) | • Soluvia GmbH, Mannheim (bis 23. Oktober 2013) |
| • Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim | ||
| • MVV Enamic GmbH, Mannheim (seit 15. November 2013 -stellvertretender Vorsitzender) | ||
| • MVV Trading GmbH, Mannheim (bis 26. November 2013 - Vorsitzender) | ||
| • MVV Umwelt GmbH, Mannheim (Vorsitzender) | ||
| • Saarschmiede GmbH, Völklingen | ||
| • Stadtwerke Kiel AG, Kiel (Vorsitzender) | ||
| Udo Bekker | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach | • Soluvia GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| • MVV Enamic GmbH, Mannheim (bis 15. November 2013 - Vorsitzender) | • MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik | |
| • Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt | ||
| • Stadtwerke Kiel AG, Kiel | ||
| Dr. Werner Dub | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach | • MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (Vorsitzender) |
| • Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim | • Soluvia GmbH, Mannheim | |
| • MVV Trading GmbH, Mannheim (bis 26. November 2013) | ||
| • MVV Umwelt GmbH, Mannheim (stellvertretender Vorsitzender) | ||
| • Netrion GmbH, Mannheim (Vorsitzender) | ||
| • Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt (stellvertretender Vorsitzender) | ||
| • Stadtwerke Kiel AG, Kiel | ||
| Ralf Klöpfer | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (seit 22. Oktober 2013) | • Soluvia GmbH, Mannheim (seit 24. Oktober 2013) |
| • IDOS Software AG, Karlsruhe | • VfB Stuttgart 1893 e.V, Stuttgart (bis 28. Juli 2014) | |
| • MVV Enamic GmbH, Mannheim (seit 15. November 2013 - Vorsitzender) | ||
| • MVV Trading GmbH, Mannheim (seit 26. November 2013 - Vorsitzender) | ||
| • Stadtwerke Kiel AG, Kiel (seit 15. November 2013) |
| Name Beruf | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften | Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
| Dr. Peter Kurz | • BGV Versicherung AG, Karlsruhe | • GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| (Vorsitzender) | • Klinikum Mannheim GmbH Universitätsklinikum, Mannheim (Vorsitzender) | • m:con -mannheim:congress GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| Oberbürgermeister der Stadt Mannheim | • MVV GmbH, Mannheim (Vorsitzender) | • MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| • Popakademie Baden-Württemberg GmbH, Mannheim | ||
| • Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim | ||
| • Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim | ||
| Peter Dinges | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach | • Soluvia GmbH, Mannheim |
| (stellvertretender Vorsitzender) | • MVV Enamic GmbH, Mannheim | |
| Vorsitzender des MVV Konzernbetriebsrats | • MVV GmbH, Mannheim | |
| • MVV Umwelt GmbH, Mannheim | ||
| • Netrion GmbH, Mannheim | ||
| Johannes Böttcher | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach | |
| Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG | ||
| Timo Carstensen | • Stadtwerke Kiel AG, Kiel | |
| Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG | ||
| Ralf Eisenhauer | • m:con -mannheim:congress GmbH, Mannheim (bis 22. Juli 2014) | |
| Fachbauleiter für Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH | • Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim | |
| • Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim | ||
| Peter Erni | ||
| Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar | ||
| Detlef Falk | • Stadtwerke Kiel AG, Kiel | • Soluvia GmbH, Mannheim |
| Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG | ||
| Reinhold Götz | • EVO Bus GmbH, Mannheim | • GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim |
| 1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim | • Wabco Holding GmbH, Hannover | • Caterpillar Energy Solutions GmbH, Mannheim (vormals MWM GmbH, Mannheim) |
| Prof. Dr. Egon Jüttner | • Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Mannheim e.V., Mannheim | |
| Mitglied des Deutschen Bundestags | ||
| Heike Kamradt | • MVV Trading GmbH, Mannheim | • MVV Insurance Services GmbH, Mannheim |
| Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG | • MVV Umwelt GmbH, Mannheim | |
| Daniela Kirchner | • MVV Trading GmbH, Mannheim | • MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik |
| (seit 2. Oktober 2013) | • Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co. KG, Sinsheim | |
| Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG | ||
| Gunter Kühn | ||
| (bis 2. Oktober 2013) | ||
| Leiter des Bereichs Personal und Soziales der MVV Energie AG | ||
| Dr. Antje Mohr | • Stadtwerke Kiel AG, Kiel | |
| Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel | ||
| Dr. Lorenz Näger | • Castle Cement Limited, Maidenhead, Großbritannien | |
| Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG | • Cimenteries CBR S.A., Brüssel, Belgien | |
| • ENCl Holding N.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande | ||
| • Hanson Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| • Hanson Pioneer España, S.L.U., Madrid, Spanien | ||
| • HeidelbergCement Canada Holding Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| • HeidelbergCement Holding S.à.r.l., Luxemburg | ||
| • HeidelbergCement lndia Limited, Karnataka (District Tumkur), Indien | ||
| • HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, Deutschland | ||
| • HeidelbergCement Netherlands Holding B.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande | ||
| • HeidelbergCement UK Holding Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| • HeidelbergCement UK Holding II Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| • Lehigh B.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande | ||
| • Lehigh Hanson, Inc., Irving, TX, USA | ||
| • Lehigh Hanson Materials Limited, Calgary, Kanada | ||
| • Lehigh UK Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| • Palatina Insurance Ltd., Sliema, Malta | ||
| • PT lndocement Tunggal Prakarsa Tbk., Jakarta, lndonesien | ||
| • PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland | ||
| • RECEM S.A., Luxemburg | ||
| Wolfgang Raufelder | • MVV GmbH, Mannheim | • Mannheimer Parkhausbetriebe GmbH, Mannheim |
| Mitglied des Landtags Baden-Württemberg | • Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, Mannheim | |
| • Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim | ||
| Christian Specht | • MVV GmbH, Mannheim (bis 2. Oktober 2014) | • GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim (bis 4. August 2014) |
| Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim | • MVV Verkehr GmbH, Mannheim (Vorsitzender) | • Mannheimer Stadtreklame GmbH, Mannheim (bis 24. Juli 2014) |
| • Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, Mannheim (bis 24. Juli 2014) | ||
| • Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim | ||
| Dr. Dieter Steinkamp | • NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln | • AggerEnergie GmbH, Gummersbach (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln | • rhenag Rheinische Energie Aktiengesellschaft, Köln | • AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln |
| • AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH & Co. KG, Köln | ||
| • Bergische Licht-, Kraft- u. Wasser-Werke (BELKAW) GmbH, Bergisch Gladbach (bis 3. Juli 2014 -stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) | ||
| • BRUNATA Wärmemesser-Gesellschaft Schultheiss GmbH + Co., Hürth | ||
| • Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), Leverkusen | ||
| • Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth | ||
| • METRONA Wärmemesser Gesellschaft Schultheiss GmbH + Co., Hürth | ||
| • modernes köln, Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH, Köln | ||
| • moderne stadt, Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender) | ||
| • Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) | ||
| • Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf | ||
| • Unternehmensverwaltungsgesellschaft Metrona mbH, Hürth | ||
| • Verwaltungsgesellschaft Schultheiss mit beschränkter Haftung, Hürth | ||
| • Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG (seit 20. März 2014 -stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) | ||
| Carsten Südmersen | • MVV GmbH, Mannheim (bis 2. Oktober 2014) | • m:con -mannheim:congress GmbH, Mannheim |
| Unternehmensberater | • MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim | |
| • Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, Mannheim (bis 22. Juli 2014) | ||
| • Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim | ||
| • Stadt Mannheim Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim (bis 22. Juli 2014) | ||
| • Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim | ||
| Katja Udluft | ||
| Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar | ||
| Prof. Heinz-Werner Ufer | • Amprion GmbH, Dortmund (Vorsitzender) | |
| Diplom-Ökonom | ||
| Jürgen Wiesner | • MVV Enamic GmbH, Mannheim | |
| Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG | • MVV Trading GmbH, Mannheim |
Wir haben den von der MVV Energie AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Ergänzend wurden wir beauftragt zu beurteilen, ob der Konzernabschluss auch den IFRS insgesamt entspricht.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den IFRS insgesamt und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, 11. November 2014
PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer
Carolin Schütt, Wirtschaftsprüferin
Sehr geehrte Damen und Herren,
der Verlauf des Geschäftsjahrs 2013/14 von MVV Energie wurde maßgeblich von dem anhaltenden Wandel der Energiemärkte in Deutschland und Europa beeinflusst. Die energiepolitischen Diskussionen im Geschäftsjahr wurden vor allem von der Reform des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) und dessen Konformität zum EU-Recht geprägt. Zusätzlich zu den schwierigen energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen hat sich im Berichtsjahr eine außergewöhnlich warme Witterung in der Heizperiode auf die Unternehmensentwicklung ausgewirkt. Trotz dieser Herausforderungen konnte MVV Energie im Geschäftsjahr 2013/14 ein Adjusted EBIT von 173 Mio Euro erzielen, das im prognostizierten Rahmen von 170 bis 175 Mio Euro lag -auch dank großer und erfolgreicher Anstrengungen, die Effizienz zu steigern und die Kosten zu senken. Der Aufsichtsrat ist von der langfristigen Strategie des Unternehmens überzeugt, die auf Nachhaltigkeit, Regionalität und Effizienz ausgerichtet ist.
Im Geschäftsjahr 2013/14 hat der Aufsichtsrat die ihm nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben sorgfältig und vollumfänglich wahrgenommen. Wir haben den Vorstand bei der Leitung des Unternehmens beraten und ihn kontinuierlich in seiner Geschäftstätigkeit überwacht. Der Vorstand hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Entwicklung und die Lage des Unternehmens sowie über seine strategische Fortentwicklung informiert. Dabei beinhalteten die Berichte Darstellungen zur Geschäfts-, Umsatz- und Ertragsentwicklung, zur Vermögens- und Finanzlage sowie zur Risikolage und zum Risikomanagement. Außerdem wurden wir über alle relevanten Fragen der Geschäftspolitik und der Unternehmensplanung vom Vorstand zeitnah in Kenntnis gesetzt. Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Plänen und Zielen hat uns der Vorstand jeweils im Einzelnen dargelegt und begründet. Wir waren unmittelbar in alle Entscheidungen eingebunden, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind. Über außergewöhnliche Angelegenheiten hat der Vorstand den Aufsichtsrat umgehend informiert. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats stand ich auch außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands und habe mich mit ihm über aktuelle Themen und Vorgänge ausgetauscht.
Der Aufsichtsrat kam im Berichtsjahr zu insgesamt sechs Sitzungen zusammen. Unsere Entscheidungen haben wir auf Grundlage ausführlicher Berichte und Beschlussvorlagen des Vorstands getroffen. Auch im Geschäftsjahr 2013/14 haben wir die wirtschaftlichen, rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen intensiv mit dem Vorstand diskutiert. Darüber hinaus sind wir über die Entwicklung wichtiger Faktoren, die das Ergebnis des MVV Energie Konzerns beeinflussen, regelmäßig unterrichtet worden, wie die Erzeugungsmarge für konventionelle Kraftwerke, die Abfallpreise sowie den witterungsbedingten Gas- und Wärmeabsatz. Ein weiterer wichtiger Bestandteil unserer Beratungen waren die Sachstandsberichte des Vorstands zum Fortschritt der laufenden Investitions- und Akquisitionsprojekte. Wir erhielten unter anderem Berichte zum Baufortschritt der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth, des Biomassekraftwerks in Ridham Dock und des Neubaus von Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim. Außerdem hat der Vorstand uns regelmäßig über die aktuellen Entwicklungen zur Nachfolgelösung des Gemeinschaftskraftwerks Kiel (GKK) informiert und uns die Gründe für die Entscheidung gegen eine Beteiligung am geplanten Neubau eines Gasheizkraftwerks erläutert.
In unserer Sitzung am 5. DEZEMBER 2013 verabschiedeten wir im Aufsichtsrat die Tagesordnung für die Hauptversammlung vom 14. März 2014 mit den erforderlichen Beschlussvorschlägen. Darüber hinaus haben wir uns mit den Prüfungsschwerpunkten für das Geschäftsjahr 2013/14 sowie mit dem Konzernjahresabschluss (IFRS) und dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2012/13 eingehend befasst und diese gebilligt.
In der Sitzung am 13. MÄRZ 2014 haben wir im Gremium intensiv die strategische Ausrichtung des MVV Energie Konzerns mit dem Vorstand beraten. Die seit einigen Jahren verfolgte Wachstumsstrategie mit ihren Investitionsschwerpunkten in Erzeugung aus erneuerbaren Energien, Energieeffizienz, Kraft-Wärme-Kopplung und Fernwärme hat sich als nachhaltig erwiesen, gerade angesichts des weiterhin schwierigen Marktumfelds für die konventionelle Stromerzeugung und der veränderten Rahmenbedingungen beim Ausbau der erneuerbaren Energien. Des Weiteren hat der Aufsichtsrat dem Einstieg in den französischen Abfallmarkt zugestimmt: MVV Energie hat über ihre Tochtergesellschaft MVV Umwelt GmbH mit ihrem französischen Partner Semardel eine gemeinsame Gesellschaft gegründet; Ziel der Zusammenarbeit ist es, sich an laufenden und anstehenden Ausschreibungsverfahren zur Betriebsführung von thermischen Abfallverwertungsanlagen in Frankreich zu beteiligen.
In einer Sondersitzung am 9. APRIL 2014 haben wir uns insbesondere mit dem strukturellen Umbruch im Energiemarkt und den Mobilitätskonzepten der Zukunft beschäftigt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Verkauf der Secura Energie GmbH beraten und ihm zugestimmt, ebenso wie dem Bau einer Biomethananlage in Staßfurt; diese Anlage in der Magdeburger Börde wird gemeinsam mit dem Partner BayWa r.e. bis 2015 errichtet.
Auf Empfehlung des Personalausschusses hat der Aufsichtsrat in der Sitzung am 4. JUNI 2014 Dr. Hansjörg Roll zum technischen Vorstand der MVV Energie AG berufen und so eine wichtige personelle Weichenstellung vorgenommen: Dr. Roll, bislang technischer Geschäftsführer der MVV Umwelt GmbH, wird das Vorstandsressort von Dr. Dub übernehmen, der zum Jahresende 2014 nach 15 Jahren im Vorstand in den Ruhestand gehen wird. Der Aufsichtsrat dankt Dr. Dub für sein langjähriges Wirken und seinen Beitrag zur erfolgreichen Entwicklung des MVV Energie Konzerns!
In seiner Sondersitzung am 29. JULI 2014 hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit neuen Geschäftsmodellen im Bereich des dezentralen Energiemanagements befasst und der Gründung eines eigenständigen Geschäftsfelds für das dezentrale Energiemanagement zugestimmt.
Im Mittelpunkt der Sitzung am 25. SEPTEMBER 2014 stand die Drei-Jahres-Planung sowie der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2014/1 5, den der Aufsichtsrat entsprechend beschlossen hat. Des Weiteren hat sich der Aufsichtsrat mit den Marktbedingungen bei der Projektentwicklung von Windparks beschäftigt und mit dem Vorstand die möglichen Marktchancen für einen regionalen Energieversorger besprochen. Auf dieser Grundlage hat der Aufsichtsrat der Übernahme der Windwärts Energie GmbH zugestimmt. Darüber hinaus hat der Aufsichtsrat den Abschluss von Konzessionsverträgen mit der Stadt Mannheim in den Sparten Strom, Gas, Wärme und Wasser beschlossen. An der Beratung und Abstimmung zu diesem Tagesordnungspunkt haben die Vertreter der Stadt Mannheim im Aufsichtsrat nicht teilgenommen.
Um Themen und Beschlüsse des Gesamtgremiums effizient vorzubereiten, hat der Aufsichtsrat fünf Ausschüsse gebildet; regelmäßig und zeitnah berichteten die Vorsitzenden der Ausschüsse dem Aufsichtsrat über deren Tätigkeit. Die personelle Besetzung der Ausschüsse ist im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 36 sowie im Kapitel ► Organe der Gesellschaft auf Seite 172 aufgeführt.
Der BILANZPRÜFUNGSAUSSCHUSS tagte im Berichtsjahr insgesamt sechsmal. Gegenstand der Beratungen waren regelmäßig: die Lage der Gesellschaft zum jeweiligen Quartal, einschließlich der Ergebnisse und der Finanzberichte des Konzerns sowie die Risikolage und das Risikomanagement. Darüber hinaus befasste sich der Bilanzprüfungsausschuss mit dem Jahresabschluss der MVV Energie AG und des Konzerns, die er umfassend mit Vorstand und Abschlussprüfer erörtert hat. In diesem Zusammenhang gab der Ausschuss auch Vorschläge zur Auswahl des Jahresabschlussprüfers, zu dessen Honorarvereinbarung und zur Festlegung der Prüfungsschwerpunkte an den Aufsichtsrat ab. Außerdem befasste er sich mit den Prüfungsergebnissen und dem Prüfungsplan der Konzernrevision und nahm den Bericht des Compliance-Beauftragten zur Kenntnis. Ausführlich diskutierte der Ausschuss mit dem Vorstand den Wirtschaftsplan 2014/15 und die mittelfristige Planung; er empfahl dem Aufsichtsrat, dem Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2014/15 zuzustimmen.
Weitere Themen, die im Ausschuss beraten wurden, waren die Strategie von MVV Energie, der Finanzstatus und die langfristige Finanzierungsstrategie sowie Berichte aus ausgewählten Geschäftsfeldern.
Der PERSONALAUSSCHUSS tagte im Geschäftsjahr 2013/14 viermal. Schwerpunkt seiner Beratungen im Berichtsjahr war die Bestellung des neuen technischen Vorstands -der Ausschuss hatte diese auf Basis eines zuvor ausgearbeiteten Anforderungsprofils vorbereitet. Außerdem befasste sich der Ausschuss mit Vergütungsangelegenheiten und mit Dienstverträgen der Vorstände.
Der NOMINIERUNGSAUSSCHUSS und der AUSSCHUSS ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS kamen im Geschäftsjahr 2013/14 nicht zusammen; der VERMITTLUNGSAUSSCHUSS gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste nicht einberufen werden.
MVV Energie hat im Geschäftsjahr 2013/14 allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex zur guten, transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung entsprochen. In der Sitzung am 25. September 2014 schloss sich der Aufsichtsrat der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex an, die zuvor vom Vorstand abgegeben worden war. Sie wurde am 2. Oktober 2014 im Internet veröffentlicht. Der Bericht zur Corporate Governance wurde in der Sitzung am 4. Dezember 2014 verabschiedet. Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte auf. Der Aufsichtsrat hat überprüft und festgestellt, dass dem Gremium eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Weitere Informationen finden Sie im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 32.
Mit Wirkung zum 2. Oktober 2013 hatte Gunter Kühn sein Mandat als Aufsichtsrat niedergelegt. Als gewähltes Ersatzmitglied rückte Daniela Kirchner nach. Das Gremium dankt Gunter Kühn für seine engagierte und konstruktive Mitarbeit.
Der Aufsichtsrat erteilte der PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft entsprechend dem Beschluss der Hauptversammlung vom 14. März 2014 den Auftrag zur Prüfung des Einzel- und des Konzernabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2013/14. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung vorgelegt.
Der Lagebericht des Einzelabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2013/14 und der Konzernlagebericht des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2013/14 werden in diesem Geschäftsbericht gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst und veröffentlicht. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2013/14 werden im Bundesanzeiger publiziert.
Von PricewaterhouseCoopers geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen wurden der auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2013/14 und der zusammengefasste Lagebericht sowie der nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2013/14. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht sowie der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers lagen dem Aufsichtsrat rechtzeitig vor der entsprechenden Sitzung vor. Die Unterlagen wurden vom Bilanzprüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat umfassend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers intensiv erörtert. Anschließend billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 4. Dezember 2014 den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Jahresabschluss der MVV Energie AG; damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung stimmte der Aufsichtsrat zu.
Der Vorstand erstellte für das Geschäftsjahr 2013/14 einen Bericht über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht). Laut diesem wurde die MVV Energie AG bei den dargestellten Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt. Der Abhängigkeitsbericht wurde durch den Abschlussprüfer geprüft, der folgenden Bestätigungsvermerk erteilt hat:
"Nach unserer pflichtgemäßen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften nach den Umständen, die zum Zeitpunkt ihrer Vornahme bekannt waren, die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."
Sowohl der Abhängigkeitsbericht als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers gingen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zu. Der Aufsichtsrat schließt sich aufgrund seiner eigenen Prüfung der Beurteilung durch den Abschlussprüfer an und billigt dessen Bericht. Auch das gemäß § 91 Abs. 2 AktG durch den Vorstand eingerichtete Risikofrüherkennungssystem der MVV Energie AG wurde durch den Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass das System geeignet ist, seine gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen.
Die Transformation des Energiesystems in Deutschland bringt viele Herausforderungen für die Energiebranche mit sich. In diesem sich dynamisch verändernden Marktumfeld arbeiten die Beschäftigten des MVV Energie Konzerns mit Elan, Innovationskraft, großer Ausdauer und beachtlichem Erfolg daran, die Chancen des Wandels für das Unternehmen zu nutzen. Ich möchte dem Vorstand der MVV Energie AG, den Vorständen und Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften sowie allen Beschäftigten, den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretungen persönlich, aber auch im Namen des gesamten Aufsichtsrats meinen besonderen Dank aussprechen!
Mannheim, im Dezember 2014
Dr. Peter Kurz, Vorsitzender
Aktiva
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | Anhang | |
| Anlagevermögen | |||
| Immaterielle Vermögensgegenstände | 3 496 | 1 012 | 1 |
| Sachanlagen | 349 418 | 337 757 | 2 |
| Finanzanlagen | 1 360 006 | 1 377 059 | 3 |
| 1 712 920 | 1 715 828 | ||
| Umlaufvermögen | |||
| Vorräte | 14 589 | 9 872 | 4 |
| Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | 281 887 | 393 969 | 5 |
| Flüssige Mittel | 183 749 | 253 102 | 6 |
| 480 225 | 656 943 | ||
| Rechnungsabgrenzungsposten | 1 106 | 3 194 | 7 |
| 2 194 251 | 2 375 965 | ||
|
Passiva |
|||
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | Anhang | |
| Eigenkapital | |||
| Gezeichnetes Kapital | 168 721 | 168 721 | 8 |
| Kapitalrücklage | 458 946 | 458 946 | |
| Gewinnrücklagen | 290 962 | 251 507 | 9 |
| Bilanzgewinn | 79 456 | 99 316 | 10 |
| 998 085 | 978 490 | ||
| Empfangene Ertragszuschüsse | 38 816 | 38 232 | 11 |
| Rückstellungen | 82 897 | 83 165 | 12 |
| Verbindlichkeiten | 1 073 851 | 1 273 749 | 13 |
| Rechnungsabgrenzungsposten | 602 | 2 329 | 14 |
| 2 194 251 | 2 375 965 |
| 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 1.10.2012 bis 30.9.2013 | Anhang | |
| Umsatzerlöse | 2 040 990 | 2 143 649 | |
| Abzüglich Strom- und Erdgassteuer | - 123 444 | - 127 234 | |
| Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer | 1 917 546 | 2 016 415 | 15 |
| Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | 1 386 | 2 468 | |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 5 801 | 5 903 | |
| Sonstige betriebliche Erträge | 161 224 | 175 411 | 16 |
| Materialaufwand | 1 802 966 | 1 892 488 | 17 |
| Personalaufwand | 109 747 | 116 609 | 18 |
| Abschreibungen | 23 703 | 23 873 | 19 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | 91 774 | 100 233 | 20 |
| Finanzergebnis | 30 835 | 28 826 | 21 |
| Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 88 602 | 95 820 | |
| Steuern | 9 690 | 15 650 | 22 |
| Jahresüberschuss | 78 912 | 80 170 | |
| Gewinnvortrag aus Vorjahr | 40 000 | 40 000 | |
| Einstellungen in andere Gewinnrücklagen | 39 456 | 20 854 | |
| Bilanzgewinn | 79 456 | 99 316 |
Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2013/14 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden.
Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert. Um die Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.
Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Jahresabschluss wird in Tausend Euro (Tsd Euro) aufgestellt.
Zwischen der MVV Energie AG und den Tochtergesellschaften MVV RHE GmbH, MVV Enamic GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Grünenergie GmbH (vormals MVV Alpha vierzehn GmbH) , MVV Alpha fünfzehn GmbH, MVV Alpha eins GmbH und MVV Alpha zwei GmbH besteht ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.
Zwischen der MVV Energie AG, der Netrion GmbH, der MVV Trading GmbH und der SECURA Energie GmbH (bis 30.6.2014) besteht ein Gewinnabführungsvertrag.
Die MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in dem MVV Energie Konzern. Verträge bestehen mit der MVV Enamic GmbH, MVV Enamic Contracting GmbH, MVV Enamic Immobilien GmbH, MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, MVV Enamic Korbach GmbH, MVV Energiedienstleistungen Regional Verwaltungs GmbH, MVV RHE GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Umwelt O&M GmbH, MVV Umwelt Ressourcen GmbH, MVV Umwelt Asset GmbH, SECURA Energie GmbH (bis 30.6.2014), Soluvia GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Grünenergie GmbH, MVV Trading GmbH, MVV Insurance Services GmbH, MVV Enamics IGS Gersthofen GmbH, Köthen Energie GmbH, Köthen Netze GmbH, Soluvia IT-Services GmbH, Soluvia Billing GmbH, Soluvia Metering GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Windpark Plauerhagen GmbH & Co.KG, MVV Windenergie Deutschland GmbH, MVV Enamic Naturenergie GmbH, Netrion GmbH sowie Netrion Gasnetz Offenbach GmbH.
Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.
Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.
Die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse werden als Sonderposten passiviert. Die Auflösung der Ertragszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände in den Umsatzerlösen. Für Ertragszuschüsse, die bis zu dem Geschäftsjahr 2003/04 zugeflossen sind, erfolgt die Auflösung jährlich mit 5% der Ursprungsbeträge. Für Ertragszuschüsse, die nach dem Geschäftsjahr 2003/04 und vor dem Geschäftsjahr 2010/11 geleistet wurden, erfolgt die Auflösung entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände und ist in der Position Abschreibungen enthalten.
Investitionsförderungen werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der zugehörigen Wirtschaftsgüter abgesetzt.
Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31.12.2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände im Rahmen des durch das BilMoG eingeräumten Wahlrechts beibehalten.
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3-40 |
| Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 8-68 |
| Technische Anlagen und Maschinen | 2-50 |
| Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3-33 |
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter 150 Euro werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und 1 000 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst und einheitlich mit 20 % jährlich abgeschrieben.
Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einschließlich erworbener Emissionsberechtigungen sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.
Die Bewertung von unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt.
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst.
Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der monetären Fremdwährungsbestände erfolgt zum Devisenkassakurs am Stichtag.
Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen saldiert.
Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit" - Methode) bewertet und mit dem -auf Grundlage der von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssätze der vergangenen sieben Jahre -zum Bilanzstichtag prognostizierten Zinssatz von 4,67 % p.a. (Vorjahr mit Stand vom Juli 2013 in Höhe von 4,93 % p.a), der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt, abgezinst. Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftigen Gehaltsentwicklungen mit 2,50 % p.a. (Vorjahr 2,50 % p.a). und Rententrends mit 2,00 % p.a. (Vorjahr 1,00 % p.a). berücksichtigt. Den Berechnungen wurden die Richttafeln Heubeck 2005(G) zugrunde gelegt.
Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.
Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.
Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung der Organgesellschaften und steuerlicher Verlustvorträge ermittelt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Rückstellungen für Pensionen und sonstigen langfristigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen. Für die Berechnung wird ein Steuersatz von 30,3 % herangezogen. Er ergibt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 14,475 % im ertragsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG. Aus der Bewertung der Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung, die aufgrund des eingeräumten Wahlrechts in § 274 HGB, nicht bilanziert wird.
Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.
Soweit den Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.
Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom-, Gas- und Kohlegeschäften sowie Emissionsrechten und Öl-Produkten zu reduzieren und Zins- sowie Währungsrisiken abzusichern. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich im Wesentlichen um Swaps und Termingeschäfte auf Commodities sowie Zinsswaps und Devisentermingeschäfte.
Derivate werden für die Zwecke des Preis- und Mengenrisikomanagements eingesetzt und soweit möglich als Bewertungseinheiten mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Zur bilanziellen Abbildung von Bewertungseinheiten wird sowohl die Einfrierungs- als auch die Durchbuchungsmethode angewandt. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweiligen Bewertungseinheit negativ, so wird dem Vorsichtsprinzip entsprechend eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte der jeweiligen Bewertungseinheit positiv, so bleibt dieser unberücksichtigt.
Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert in der Regel dem Marktwert zum Stichtag. Soweit die Marktwerte der Derivate nicht verlässlich feststellbar sind, wird der Zeitwert anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle und -methoden (z.B. Discounted Cashflow Methode, Mark-to-Market-Modell) ermittelt. Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven und Commodity-Terminpreise die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar.
Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 37).
Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 38).
Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen.
Die von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten erhaltenen Investitionsförderungen belaufen sich zum 30. September 2014 auf 106 746 Tsd Euro.
Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 39).
Die vollständige Anteilsliste ist Bestandteil des Anhangs und wird als Anlage dargestellt.
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 9 003 | 5 671 |
| Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen | 5 586 | 4 201 |
| 14 589 | 9 872 |
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Forderungen | ||
| aus Lieferungen und Leistungen | 149 107 | 167 992 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) | (233) | (317) |
| gegen verbundene Unternehmen | 123 378 | 206 089 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) | (0) | (0) |
| gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 1 210 | 2 053 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) | (0) | (0) |
| Sonstige Vermögensgegenstände | 8 192 | 17 835 |
| (davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) | (3 053) | (8 255) |
| 281 887 | 393 969 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgelesene Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 422,3 Mio Euro (Vorjahr 432,6 Mio Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 300,4 Mio Euro (Vorjahr 294,4 Mio Euro).
Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,2 Mio Euro (Vorjahr 9,1 Mio Euro). Die gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten 1,5 Mio Euro (Vorjahr 1,3 Mio Euro) Forderungen gegenüber der Stadt Mannheim.
Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 83,7 Mio Euro (Vorjahr 100,5 Mio Euro) und sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von 39,7 Mio Euro (Vorjahr 105,5 Mio Euro).
Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Im Vergleich zum Vorjahr verminderten sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere aufgrund eines Rückgangs der Steuerforderungen (- 5,8 Mio Euro) und der nicht abzugsfähigen Vorsteuer (- 2,9 Mio Euro). Die Steuerforderungen belaufen sich im Geschäftsjahr auf 3,1 Mio Euro (Vorjahr 8,9 Mio Euro) und die nicht abzugsfähige Vorsteuer beläuft sich im Geschäftsjahr auf 1,2 Mio Euro (Vorjahr 4,1 Mio Euro).
Die Flüssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.
Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus abgegrenzten Ausgaben für Gaspreissicherungsgeschäfte (Swaps), Urlaubsgeld und für Übergabe des Bestandsportfolios Gas an die MVV Trading GmbH.
Das Grundkapital in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennwert von je 2,56 Euro.
Die Stadt Mannheim hält zum 30. September 2014 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 %, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 22,5 % und die GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH 6,3 % der Aktien. Die übrigen 4,8 % der Aktien befinden sich im Streubesitz.
Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 16,87 Mio Euro, das sind 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht.
Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. März.2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. März.2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 51.200.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Gesetzliche Rücklage | 1 278 | 1 278 |
| Andere Gewinnrücklagen | 289 684 | 250 229 |
| 290 962 | 251 507 |
Der Betrag, der gemäß § 58 Abs. 2 AktG aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde beträgt 39,5 Mio Euro.
Durch den Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 14. März 2014 wurden 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet und der Rest des Bilanzgewinns zum 30. September 2013 in Höhe von 40 000 Tsd Euro auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2013/14 wie folgt zu verwenden:
Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2013/14 (insgesamt 59,3 Mio. Die Hauptversammlung entscheidet am 13. März 2015 über den Dividendenvorschlag. Der verbleibende Betrag in Höhe von 20,2 Mio Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.
Der Posten Empfangene Ertragszuschüsse resultiert aus von Kunden vereinnahmten Baukostenzuschüssen.
Die empfangenen Ertragszuschüsse in Höhe von 38 816 Tsd Euro (Vorjahr 38 232 Tsd Euro) sind zur Verbesserung der Klarheit in einem separaten Posten auf der Passivseite ausgewiesen.
Der Betrag der aufgelösten Ertragszuschüsse beträgt im Berichtsjahr 3 447 Tsd Euro (Vorjahr 3 635 Tsd Euro).
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | 30.9.2013 |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 18 528 | 17 848 |
| Steuerrückstellungen | 4 612 | 4 275 |
| Sonstige Rückstellungen | 59 757 | 61 042 |
| 82 897 | 83 165 |
Die Steuerrückstellung betrifft die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer.
In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Vorsorgebeträge für Personalverpflichtungen enthalten. Zusätzlich sind hier Kosten für vertragliche Verpflichtungen sowie Rückstellungen für nicht abgerechnete Leistungen von Dritten und Restrukturierungskosten enthalten.
Zur Sicherung von Guthaben aus Arbeitszeitkonten hat MVV Energie AG die erforderlichen Mittel für die Mitarbeiter treuhänderisch angelegt. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen. Das Fondsguthaben beläuft sich zum Stichtag auf insgesamt 2 928 Tsd Euro. Gemäß § 246 (2) HGB wird es mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern verrechnet.
| davon Restlaufzeit | davon Restlaufzeit | |||||
| in Tsd Euro | 30.9.2014 | bis zu 1 Jahr | über 5 Jahre | 30.9.2013 | bis zu 1 Jahr | über 5 Jahre |
| Verbindlichkeiten | ||||||
| gegenüber Kreditinstituten | 692 985 | 129 385 | 226 739 | 842 108 | 248 338 | 260 181 |
| erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen | 862 | 862 | 0 | 205 | 205 | 0 |
| aus Lieferungen und Leistungen | 156 473 | 156 473 | 0 | 153 244 | 153 244 | 0 |
| gegenüber verbundenen Unternehmen | 162 622 | 162 622 | 0 | 220 330 | 220 330 | 0 |
| gegenüber Unternehmen , mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht | 949 | 949 | 0 | 1 012 | 1 012 | 0 |
| sonstige | 59 960 | 46 960 | 13 000 | 56 850 | 43 850 | 13 000 |
| (davon aus Steuern) | (30 972) | (30 972) | (0) | (24 821) | (24 821) | (0) |
| (davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) | (0) |
| 1 073 851 | 497 251 | 239 739 | 1 273 749 | 666 979 | 273 181 | |
Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 65,8 Mio Euro (Vorjahr 116,6 Mio Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 96,8 Mio Euro (Vorjahr 103,8 Mio Euro).
Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,6 Mio Euro (Vorjahr 0,4 Mio Euro) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 0,3 Mio Euro (Vorjahr 0,6 Mio Euro).
In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim in Höhe von 4,6 Mio Euro (Vorjahr 4,2 Mio Euro) enthalten.
Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus abgegrenzten Einnahmen aus der Übergabe des Bestandsportfolios Gas an die MVV Trading GmbH.
Bürgschaften in Höhe von 415,5 Mio Euro (Vorjahr 412,6 Mio Euro) wurden zugunsten unserer Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften übernommen. Zugunsten unserer Beteiligungsgesellschaft MVV Enamic Contracting GmbH besteht eine Patronatserklärung für alle gegenwärtigen und zukünftigen Ansprüche eines Kunden aus einem Rahmenvertrag über Medienlieferungen. Für die Tochtergesellschaft Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH wurde eine Patronatserklärung im Zusammenhang mit der Bewilligung von Fördermitteln abgegeben. Die Haftung beschränkt sich auf den von der MVV Energie AG gehaltenen Anteil in Höhe von 74,9 %.
Darüber hinaus besteht eine gesamtschuldnerische Mithaftung der MVV Energie AG im Rahmen von Finanztermingeschäften der MVV Environment Ridham Limited, Leeds, Großbritannien, einer Tochtergesellschaft der MVV Umwelt GmbH. Der Betrag der möglichen Inanspruchnahme beläuft sich auf 11,2 Mio Euro.
Die MVV Energie AG steht für die Erfüllung von Verpflichtungen aus einem Pachtvertrag der MVV Environment Ridham Limited, Leeds, Großbritannien in Höhe von 9,2 Mio Euro ein.
Es bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen für vertraglich gewährte Darlehenszusagen in Höhe von 107,2 Mio Euro, die zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommen wurden.
Auf Basis der durch das Risikomanagementsystem bei der Bewertung dieser Risiken bis zum Bilanzaufstellungstag gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass sämtliche Verpflichtungen durch unsere Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften aufgrund deren wirtschaftlichen Situation selbst erfüllt werden können. Es besteht insofern ein geringes Risiko, dass wir aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen werden.
Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 37,0 Mio Euro, davon entfallen 14,4 Mio Euro auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen. Der aus mehrjährig abgeschlossenen Leasing- und Mietverträgen resultierende Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 3,2 Mio Euro (davon verbundene Unternehmen 0 Mio Euro).
In beitragsorientierte Versorgungssysteme sind im Berichtsjahr 7 015 Tsd Euro (Vorjahr 6 949 Tsd Euro) eingezahlt worden. Erfasst sind dabei Beiträge der MVV im Rahmen von Versorgungsplänen verschiedener Zusatzversorgungskassen (kurz: ZVK), die Zusagen verschiedener Arbeitgeber umfassen. Hier stellt der Versorgungsträger den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, die die anteilige Zuordnung von Verpflichtung, Planvermögen und Dienstzeitaufwand erlauben. Im MVV Energie Konzern erfolgt daher die Berücksichtigung der Beiträge entsprechend einer beitragsorientierten Versorgungszusage, obwohl es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan handelt. Die Beiträge zum Pensionsplan bemessen sich als Prozentsatz des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts und werden von Arbeitnehmern und von Arbeitsgebern getragen. Der Beitragssatz wird von den ZVK festgelegt. Die Summe der umlagepflichtige Gehälter beträgt für das aktuelle Geschäftsjahr 78 038 Tsd Euro (Vorjahr 77 766 Tsd Euro). Im Geschäftsjahr 2014/2015 wird mit Beiträgen in voraussichtlich gleicher Höhe gerechnet. Die Beiträge werden für die Gesamtheit der Begünstigten verwendet. Sofern die Mittel der ZVK nicht ausreichen, können die ZVK den Pflichtbeitrag erhöhen. Falls MVV die Mitgliedschaft bei den ZVK kündigen sollte, werden die ZVK einen finanziellen Ausgleich erheben. Der Ausgleichsbetrag ermittelt sich als Barwert der bestehenden Ansprüche von Berechtigten und künftigen Ansprüchen von deren Hinterbliebenen und bestehenden Versorgungspunkten aus unverfallbaren Anwartschaften zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft.
Die im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Strom | 1 450 055 | 1 496 839 |
| Gas | 249 361 | 292 819 |
| Wärme | 100 266 | 113 569 |
| Wasser | 42 239 | 39 308 |
| Sonstige | 75 625 | 73 880 |
| 1 917 546 | 2 016 415 |
Unter der Position sonstige Umsatzerlöse sind Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 3 447 Tsd Euro enthalten.
Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 12,4 Mio Euro (Vorjahr 19,1 Mio Euro). Diese bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen (2,2 Mio Euro), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen (7,6 Mio Euro) und Erträgen aus dem Abgang von immateriellem- und Sachanlagevermögen (1,4 Mio Euro).
In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 970 Tsd Euro (Vorjahr 1 531 Tsd Euro) enthalten.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 1 541 710 | 1 617 319 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 261 256 | 275 169 |
| 1 802 966 | 1 892 488 |
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Löhne und Gehälter | 88 212 | 95 235 |
| Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung | 21 535 | 21 374 |
| (davon für Altersversorgung) | (8 216) | (7 966) |
| 109 747 | 116 609 |
Im Jahresdurchschnitt waren 1 426 Mitarbeiter (Vorjahr 1 449) beschäftigt. In diesem Personalstand sind 11 leitende Angestellte (Vorjahr 11), 1 274 Angestellte (Vorjahr 1 287), 121 Auszubildende (Vorjahr 123) und 20 Praktikanten/ Diplomanten (Vorjahr 28) enthalten.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 23 703 | 23 873 |
| 23 703 | 23 873 |
Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem 31.12.2010 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2013/14 ein Unterschiedsbetrag zwischen degressiver und linearer Abschreibung in Höhe von 3,6 Mio Euro.
Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen (Vorjahr 0 Euro).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Konzessionsabgaben in Höhe von 19,1 Mio Euro (Vorjahr 19,6 Mio Euro) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 1,4 Mio Euro (Vorjahr 0,8 Mio Euro) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen betreffen im Wesentlichen Gutschriften aus Netznutzungsentgelten.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 185 Tsd Euro (Vorjahr 2 959 Tsd Euro) enthalten.
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Erträge aus Beteiligungen | 38 293 | 35 720 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (27 700) | (25 887) |
| Erträge aus Gewinnabführungsverträgen | 17 384 | 23 667 |
| Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens | 31 668 | 26 221 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (31 668) | (26 221) |
| Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 7 363 | 7 119 |
| (davon aus verbundenen Unternehmen) | (3 155) | (4 798) |
| 94 708 | 92 727 | |
| Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 25 504 | 19 387 |
| Abschreibungen auf Finanzanlagen | 0 | 2 446 |
| Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 38 369 | 42 068 |
| (davon an verbundenen Unternehmen) | (202) | (216) |
| 30 835 | 28 826 |
Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 2,5 Mio Euro (Vorjahr 2,6 Mio Euro).
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 9 254 | 15 217 |
| Sonstige Steuern | 436 | 433 |
| 9 690 | 15 650 |
In den Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sind periodenfremde Steuererträge in Höhe von 4 694 Tsd Euro (Vorjahr Steueraufwendungen 969 Tsd Euro) enthalten. Diese entfallen im Wesentlichen auf Steuererstattungen aus erfolgreichen Einspruchsverfahren. Die übrigen Steuern vom Einkommen und vom Ertrag entfallen im Wesentlichen auf das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit.
Im Geschäftsjahr 2013/14 wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, getätigt:
| ― |
Netzverpachtung in Höhe von 84 832 Tsd Euro |
| ― |
Dienstleistungsverträge in Höhe von 43 921 Tsd Euro |
In der internen Rechnungslegung werden für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors jeweils getrennte Konten geführt und eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für die Bereiche Strom- und Gasverteilung erstellt. Für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG werden getrennte Konten geführt.
| Nominalvolumen | Marktwert | |||
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 |
| Commodities | ||||
| Stromvertrieb | 443 570 | 614 472 | - 63 418 | - 101 533 |
| Stromerzeugung | 97 416 | 158 654 | 7 170 | 19 596 |
| Gas | 198 962 | 230 666 | - 8 530 | - 6 346 |
| Sonstige | ||||
| CO2 -Zertifikate | 25 951 | 47 429 | - 7 288 | - 27 593 |
| HEL | 0 | 57 | 0 | 57 |
| Kohle | 59 330 | 95 837 | - 5 059 | - 15 044 |
| Zinsswaps | 408 341 | 337 406 | - 33 145 | - 30 636 |
| Devisentermingeschäfte | 72 929 | 0 | - 1 240 | 0 |
Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Commodity-, Zins- und Währungsrisiken ein. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Termingeschäfte (Futures und Forwards), Zinsswaps und Swaps auf die Commodities Strom, Gas, Öl, Kohle und CO2 -Zertifikate.
Für Strom sind in Bewertungseinheiten ausschließlich erwartete und bereits kontrahierte Liefer- und Bezugsverträge mit Drittkunden bzw. aus Kraftwerken und Handelsgeschäfte mit der MVV Trading GmbH mit physischer oder finanzieller Erfüllung zusammengefasst. Für zum Bilanzstichtag drohende Verpflichtungsüberschüsse innerhalb dieser Bewertungseinheiten erfolgt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Ausweis unter den Rückstellungen aus drohenden Verlusten. Sofern keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden Verpflichtungsüberschüsse ebenfalls als Rückstellung aus drohenden Verlusten ausgewiesen.
Im Bereich der Stromtarif- und -gewerbekunden wurden Portfolio-Bewertungseinheiten bzw. bei Back to Back-Geschäften Mikro-Bewertungseinheiten aufgebaut. Die Portfolio-Bewertungseinheiten sind nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt, in welchen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme ausgeglichen haben bzw. künftig voraussichtlich ausgleichen werden.
Für das Stromerzeugungsportfolio wurden ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet. Dies betrifft sowohl die Erzeugung aus eigenen Kraftwerken sowie den Bezug aus Fremdkraftwerken. Die zur Absicherung des Clean Dark Spread eingesetzten Sicherungsinstrumente (Stromterminverkäufe, Termineinkäufe von Emissionszertifikaten und Kohleswaps zur Rohstoffpreissicherung) wurden gemeinsam mit dem Grundgeschäft (prognostizierte Strommengen aus Kraftwerk) in Makro-Bewertungseinheiten zusammengefasst.
Im Bereich Gas sind analog zum Strombereich Portfolio-Bewertungseinheiten für Tarif- und Gewerbekunden gebildet, welche gleichermaßen nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt sind.
Die zur Gaspreissicherung eingesetzten HEL-Swaps wurden in einem separaten Portfolio zur Sicherung der Preisrisiken (Teilrisiken) aus den Gasbezugsverträgen erfasst und als Portfolio-Bewertungseinheit mit den aus den Bezugsverträgen resultierenden Teilrisiken abgebildet. Zum Bilanzstichtag waren keine HEL-Swaps im Bestand.
Zur Absicherung von Zinsrisiken aus der Finanzierung von Investitionen und von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Darlehensaufnahmen wurden Forward-Payer-Zinsswaps abgeschlossen. Der Teil der Grundgeschälte mit Zinsänderungsrisiken ist bei Vorliegen der Voraussetzungen mit den gegenläufigen Effekten aus den Zinsderivaten zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst.
Zur Absicherung von Währungsrisiken aus erwarteten zukünftigen Erträgen in Fremdwährung wurde ein Devisentermingeschäft abgeschlossen und als Mikro-Bewertungseinheit abgebildet.
Außerdem wurden zur Absicherung einer Fremdwährungsforderung sowohl gegenläufige Fremdwährungsverbindlichkeiten aufgenommen als auch Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden diese zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst und die Wertänderungen direkt bei dem Grundgeschäft bzw. Sicherungsgeschäften erfasst.
Das Gesamtvolumen der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 119,2 Mio Euro (Vorjahr 181,6 Mio Euro). Dem stehen positive Marktwerte in Höhe von 186,8 Mio Euro (Vorjahr 260,3 Mio Euro) gegenüber.
Das Gesamtvolumen der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken (Saldo aus positiven und negativen Marktwerten der Grund- und Sicherungsgeschäfte) stellt sich wie folgt dar:
| kurzfristig | langfristig | |||
| in Tsd Euro | 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | 2012/13 |
| Commodities | ||||
| Stromerzeugung | 19 498 | 8 186 | 0 | 13 521 |
| Stromvertrieb | 20 110 | 6 884 | 8 318 | 30 004 |
| Gasvertrieb | 13 965 | 13 234 | 5 955 | 7 657 |
| Zinsen | - 305 | 0 | 0 | - 807 |
| Währungen | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 53 268 | 28 304 | 14 273 | 50 375 | |
Die Bewertungseinheiten betreffen Portfolio-Hedges mit einem beizulegenden Zeitwert von 32,0 Mio Euro (Vorjahr 37,7 Mio Euro), Makro-Hedges mit einem beizulegenden Zeitwert von 19,5 Mio Euro (Vorjahr 41,9 Mio Euro) sowie Mikro-Hedges 16,0 Mio Euro (Vorjahr -0,8 Mio Euro).
In die Bewertungseinheiten sind antizipative Strom- und Gasabsatzgeschäfte in Höhe von 18,7 Mio Euro (Vorjahr 30,5 Mio Euro) bei Strom und 22,9 Mio Euro (Vorjahr 39,3 Mio Euro) bei Gas sowie Zinszahlungen aus antizipativen Darlehen in Höhe von 408,3 Mio Euro (Vorjahr 337,4 Mio Euro) einbezogen.
Bei den in Portfolio-Bewertungseinheiten einbezogenen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wurden Planabsatzmengen an Strom- und Gaskunden sowie Bezugsmengen aus dem Energiehandel und fremden Kraftwerken berücksichtigt.
Prospektiv ist von einer hohen Wirksamkeit aller Sicherungsbeziehungen auszugehen, da sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen werden. Die in den Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschälte weisen homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preisindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschält übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit demselben Warenpreisrisiko unterliegen wie die Grundgeschäfte. Die Wertänderungen der Grundgeschälte sind über einen Zeitraum von 4 Jahren gesichert.
Zur Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designationszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Für Bewertungseinheiten, bei welchen ein 1:1 Beziehung zwischen dem Bezugs- und Absatzvertrag besteht (Mikrobewertungseinheiten) wird auf eine quantitative Ermittlung der Wirksamkeit, soweit alle wesentlichen Vertragsparameter (Liefermengen, Lieferzeitpunkte, Preise etc.) von Grund- und Sicherungsgeschäfte übereinstimmen, verzichtet.
Zum 30. September 2014 wurde bezüglich der Zinssicherung eine Drohverlustrückstellung in Höhe von 0,3 Mio Euro gebildet.
Alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind vollumfänglich in Bewertungseinheiten einbezogen.
Für den größten und den kleinsten Kreis von Unternehmen stellt die MVV Energie AG, Mannheim, den befreienden Konzernabschluss auf. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.
Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen hinsichtlich der Bilanzierung des Anlagevermögens, der derivativen Finanzinstrumente, der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der latenten Steuern hinsichtlich der Bewertungsunterschiede zwischen HGB und IFRS.
Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie AG dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird.
Der Lagebericht der MVV Energie AG wird zusammen mit dem Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 3 HGB im Konzernabschluss dargestellt.
Vorsitzender und
Kaufmännische Angelegenheiten
Personal
Technik
Vertrieb
(Vorsitzender)
Oberbürgermeister
der Stadt Mannheim
(stellvertretender Vorsitzender)
Vorsitzender des
MVV Konzernbetriebsrats
Vorsitzender des Betriebsrats der
Energieversorgung Offenbach AG
Stellvertretender Vorsitzender des
Betriebsrats der Stadtwerke
Kiel AG
Fachbauleiter Altlasten bei der GBG
Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft
mbH
Gewerkschaftssekretär
ver.di Rhein-Neckar
Vorsitzender des Betriebsrats der
Stadtwerke Kiel AG
1. Bevollmächtigter
IG Metall Mannheim
Mitglied des Deutschen Bundestags
Mitglied des Betriebsrats der
MVV Energie AG
Leiterin des Bereichs
Rechnungswesen und Steuern der
MVV Energie AG
(seit 2. Oktober 2013)
Leiter des Bereichs
Personal und Soziales
der MVV Energie AG
(bis 2. Oktober 2013)
Gewerkschaftssekretärin
ver.di Kiel
Mitglied des Vorstands der
HeidelbergCement AG
Mitglied des Landtags
Baden-Württemberg
Erster Bürgermeister
der Stadt Mannheim
Vorstandsvorsitzender
der RheinEnergie AG, Köln
Unternehmensberater
Gewerkschaftssekretärin
ver.di Rhein-Neckar
Diplom-Ökonom
Mitglied des Betriebsrats der MVV
Energie AG
Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt.
| Ausschuss | Name |
| Bilanzprüfungsausschuss | Prof. Heinz-Werner Ufer (Vorsitzender) |
| Peter Dinges (stellvertretender Vorsitzender) | |
| Peter Erni | |
| Detlef Falk | |
| Dr. Lorenz Näger | |
| Carsten Südmersen | |
| Personalausschuss | Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) |
| Peter Dinges | |
| Ralf Eisenhauer | |
| Heike Kamradt | |
| Carsten Südmersen | |
| Jürgen Wiesner | |
| Nominierungsausschuss | Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) |
| Ralf Eisenhauer | |
| Wolfgang Raufelder | |
| Dr. Dieter Steinkamp | |
| Carsten Südmersen | |
| Prof. Heinz-Werner Ufer | |
| Vermittlungsausschuss | Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) |
| Peter Dinges Carsten Südmersen | |
| Jürgen Wiesner | |
| Ausschuss zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals | Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) |
| Peter Dinges | |
| Ralf Eisenhauer | |
| Peter Erni | |
| Christian Specht | |
| Dr. Dieter Steinkamp | |
| Carsten Südmersen | |
| Prof. Heinz Werner Ufer |
| Name | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften | Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
| Dr. Georg Müller | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (Vorsitzender) | • Soluvia GmbH, Mannheim (bis 23. Oktober 2013) |
| • Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim | ||
| • MVV Enamic GmbH, Mannheim (seit 15. November 2013 - stellvertretender Vorsitzender) | ||
| • MVV Trading GmbH, Mannheim (bis 26. November 2013 - Vorsitzender) | ||
| • MVV Umwelt GmbH, Mannheim (Vorsitzender) | ||
| • Saarschmiede GmbH, Völklingen | ||
| • Stadtwerke Kiel AG, Kiel (Vorsitzender) | ||
| Udo Bekker | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach | • Soluvia GmbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| • MVV Enamic GmbH, Mannheim (bis 15. November 2013 - Vorsitzender) | • MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik | |
| • Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt | ||
| • Stadtwerke Kiel AG, Kiel | ||
| Dr. Werner Dub | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach | • MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (Vorsitzender) |
| • Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim | • Soluvia GmbH, Mannheim | |
| • MVV Trading GmbH, Mannheim (bis 26. November 2013) | ||
| • MVV Umwelt GmbH, Mannheim (stellvertretender Vorsitzender) | ||
| • Netrion GmbH, Mannheim (Vorsitzender) | ||
| • Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt (stellvertretender Vorsitzender) | ||
| • Stadtwerke Kiel AG, Kiel | ||
| Ralf Klöpfer | • Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (seit 22. Oktober 2013) | • Soluvia GmbH, Mannheim (seit 24. Oktober 2013) |
| • IDOS Software AG, Karlsruhe | • VfB Stuttgart 1893 e.V., Stuttgart (bis 28. Juli 2014) | |
| • MVV Enamic GmbH, Mannheim (seit 15. November 2013 - Vorsitzender) | ||
| • MVV Trading GmbH, Mannheim (seit 26. November 2013 - Vorsitzender) | ||
| • Stadtwerke Kiel AG, Kiel (seit 15. November 2013) |
| Name Beruf | Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften | Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen |
| Dr. Peter Kurz | BGV Versicherung AG, Karlsruhe | GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim (Vorsitzender) |
| (Vorsitzender) Oberbürgermeister der Stadt Mannheim | Klinikum Mannheim GmbH Universitätsklinikum, Mannheim (Vorsitzender) | m:con -mannheimer congress Gmb, Mannheim (Vorsitzender) |
| MVV GmbH, Mannheim (Vorsitzender) | MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim (Vorsitzender) | |
| Popakademie Baden-Württemberg GmbH, Mannheim | ||
| Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim | ||
| Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim | ||
| Peter Dinges | Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach | Soluvia GmbH, Mannheim |
| (stellvertretender Vorsitzender) Vorsitzender des MVV Konzernbetriebsrats | MVV Enamic GmbH, Mannheim MVV GmbH, Mannheim MVV Umwelt GmbH, Mannheim Netrion GmbH, Mannheim | |
| Johannes Böttcher | Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach | |
| Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG | ||
| Timo Carstensen | Stadtwerke Kiel AG, Kiel | |
| Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG | ||
| Ralf Eisenhauer | m:con -mannheimer congress GmbH, Mannheim (bis 22. Juli 2014) | |
| Fachbauleiter Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH | Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim | |
| Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim | ||
| Peter Erni | ||
| Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar | ||
| Detlef Falk | Stadtwerke Kiel AG, Kiel | Soluvia GmbH, Mannheim |
| Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG | ||
| Reinhold Götz | EVO Bus GmbH, Mannheim Wabco Holding GmbH, Hannover | GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim |
| 1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim | Caterpillar Energy Solutions GmbH, Mannheim (vormals MWM GmbH, Mannheim) | |
| Prof. Dr. Egon Jüttner | Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Mannheim e.V., Mannheim | |
| Mitglied des Deutschen Bundestags | ||
| Heike Kamradt | MVV Trading GmbH, Mannheim MVV Umwelt GmbH, Mannheim | MVV Insurance Services GmbH, Mannheim |
| Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG | ||
| Daniela Kirchner | MVV Trading GmbH, Mannheim | MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik |
| (seit 2. Oktober 2013) | Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH Co. KG, Sinsheim | |
| Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG | ||
| Gunter Kühn | ||
| (bis 2. Oktober 2013) Leiter des Bereichs Personal und Soziales der MVV Energie AG | ||
| Dr. Antje Mohr | Stadtwerke Kiel AG, Kiel | |
| Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel | ||
| Dr. Lorenz Näger | Castle Cement Limited, Maidenhead, Großbritannien | |
| Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG | Cimenteries CBR S.A., Brüssel, Belgien | |
| ENCl Holding N.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande | ||
| Hanson Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| Hanson Pioneer España, S.L.U., Madrid, Spanien | ||
| HeidelbergCement Canada Holding Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| HeidelbergCement Holding S.à.r.l., Luxemburg | ||
| HeidelbergCement lndia Limited, Karnataka (District Tumkur), Indien | ||
| HeidelbergCement International Holding GmbH, Heidelberg, Deutschland | ||
| HeidelbergCement Netherlands Holding B.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande | ||
| HeidelbergCement UK Holding Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| HeidelbergCement UK Holding II Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| Lehigh B.V., 's-Hertogenbosch, Niederlande | ||
| Lehigh Hanson, Inc., Irving, TX, USA | ||
| Lehigh Hanson Materials Limited, Calgary, Kanada | ||
| Lehigh UK Limited, Maidenhead, Großbritannien | ||
| Palatina Insurance Limited, Sliema, Malta | ||
| PT. lndocement Tunggal Prakarsa Tbk., Jakarta, lndonesien | ||
| PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland | ||
| Recem S.A., Luxemburg | ||
| Wolfgang Raufelder | MVV GmbH, Mannheim | Mannheimer Parkhausbetriebe GmbH, Mannheim |
| Mitglied des Landtags Baden-Württemberg | Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, Mannheim | |
| Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim | ||
| Christian Specht | MVV GmbH, Mannheim (bis 2. Oktober 2014) | GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim (bis 4. August 2014) |
| Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim | MVV Verkehr GmbH, Mannheim (Vorsitzender) | Mannheimer Stadtreklame GmbH, Mannheim (bis 24. Juli 2014) |
| Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, Mannheim (bis 24. Juli 2014) | ||
| Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim | ||
| Dr. Dieter Steinkamp | NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln | AggerEnergie GmbH, Gummersbach (Aufsichtsratsvorsitzender) |
| Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln | rhenag Rheinische Energie Aktiengesellschaft, Köln | AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln |
| AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH & Co. KG, Köln | ||
| Bergische Licht-, Kraft- u. WasserWerke (BELKAW) GmbH, Bergisch Gladbach (bis 3. Juli 2014 -stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) | ||
| BRUNATA Wärmemesser-Gesellschaft Schultheiss GmbH + Co., Hürth | ||
| Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), Leverkusen | ||
| Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth | ||
| METRONA Wärmemesser Gesellschaft Schultheiß GmbH + Co., Hürth | ||
| modernes köln, Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH, Köln | ||
| moderne stadt, Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, Köln (Aufsichts ratsvorsitzender) | ||
| Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) | ||
| Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf | ||
| Unternehmensverwaltungsgesellschaft Metrona mbH, Hürth | ||
| Verwaltungsgesellschaft Schultheiss mit beschränkter Haftung, Hürth | ||
| Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG (seit 20. März 2014 -stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender) | ||
| Carsten Südmersen | MVV GmbH, Mannheim (bis 2. Oktober 2014) | m:con -mannheim:congress GmbH, Mannheim |
| Unternehmensberater | MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim | |
| Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, Mannheim (bis 22. Juli 2014) | ||
| Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim | ||
| Stadt Mannheim Beteiligungsgesellschaft mbH, Mannheim (bis 22. Juli 2014) | ||
| Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim | ||
| Katja Udluft | ||
| Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar | ||
| Prof. Heinz-Werner Ufer | Amprion GmbH, Dortmund (Vorsitzender) | |
| Diplom-Ökonom | ||
| Jürgen Wiesner | MVV Enamic GmbH, Mannheim MVV Trading GmbH, Mannheim | |
| Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG |
| Nach § 21 WpHG mitgeteilte Beteiligungen Nach § 21 WpHG mitgeteilte Beteiligungen | ||||||
| Meldepflichtiger | Datum der Schwellenberührung | Betroffene Meldeschwellen | Art der Beteiligung | Kontrollierte Unternehmen | Anzahl der gemeldeten Stimmrechte* | in %* |
| 1.1 MVV Verkehr GmbH, Mannheim, Deutschland | 5. Oktober 2002 | über 3%, 5%, 10%, 15%,20%, 25%,30%, 50% | direkt | nicht angegeben | 72,80 % | |
| 1.2 MVV GmbH, Mannheim, Deutschland | 5. Oktober 2002 | über 3%, 5%, 10%, 15%,20%, 25%,30%, 50% | zugerechnet | MVV Verkehr GmbH | nicht angegeben | 72,80 % |
| 1.3 Stadt Mannheim, Mannheim, Deutschland | 5. Oktober 2002 | über 3%, 5%, 10%, 15%,20%, 25%,30%, 50% | zugerechnet | MVV GmbH; MVV Verkehr GmbH | nicht angegeben | 72,80 % |
| 2.1 EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland | 16. April 2014 | über 20 % | direkt | 14 815 072 | 22,48 % | |
| 2.2 NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbh Stuttgart, Deutschland | 16. April 2014 | über 20 % | zugerechnet | EnBW Energie Baden-Württemberg AG | 14 815 072 | 22,48 % |
| 2.3 NECKARPRI GmbH, Stuttgart, Deutschland | 16. April 2014 | über 20 % | zugerechnet | NECKARPRI-Beteiligungsgesell -schaft mbH; EnBW Energie Baden-Württemberg AG | 14 815 072 | 22,48 % |
| 2.4 Land Baden-Württemberg, Stuttgart, Deutschland | 16. April 2014 | über 20 % | zugerechnet | NECKARPRI GmbH; NECKARPRI-Beteiligungsgesellschaft mbH; EnBW Energie Baden-Württemberg AG | 14 815 072 | 22,48 % |
| 2.5 OEW Energie-Beteiligungs GmbH, Ravensburg, Deutschland | 16. April 2014 | über 20 % | zugerechnet | EnBW Energie Baden-Württemberg AG | 14 815 072 | 22,48 % |
| 2.6 Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke, Ravensburg, Deutschland | 16. April 2014 | über 20 % | zugerechnet | OEW Energie-Beteiligungs GmbH; EnBW Energie Baden-Württemberg AG | 14 815 072 | 22,48 % |
| 3.1 RheinEnergie AG, Köln, Deutschland | 11. Oktober 2007 | über 3%, 5%, 10%, 15% | direkt | 8 981 315 | 16,10 % | |
| 3.2 GEW Köln AG, Köln, Deutschland | 11. Oktober 2007 | über 3%, 5%, 10%, 15% | zugerechnet | RheinEnergie AG; | 8 981 315 | 16,10 % |
| 3.3 Stadtwerke Köln GmbH, Köln, Deutschland | 11. Oktober 2007 | über 3%, 5%, 10%, 15% | zugerechnet | RheinEnergie AG; GEW Köln AG | 8 981 315 | 16,10 % |
| 3.4 Stadt Köln, Köln, Deutschland | 11. Oktober 2007 | über 3%, 5%, 10%, 15% | zugerechnet | RheinEnergie AG; GEW Köln AG; Stadtwerke Köln GmbH | 8 981 315 | 16,10 % |
| 4.1 GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland | 3. Februar 2012 | über 3%, 5% | direkt | 4 146 820 | 6,29 % | |
| 4.2 GDF International SAS, Courbevoie, Frankreich | 3. Februar 2012 | über 3%, 5% | zugerechnet | GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH | 4 146 820 | 6,29 % |
| 4.3 GDF SUEZ SA, Courbevoie, Frankreich | 3. Februar 2012 | über 3%, 5% | zugerechnet | GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH; GDF International SAS | 4 146 820 | 6,29 % |
*
zum Zeitpunkt der Schwellenberührung
Im Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen.
Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2013/14 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex'. Wir haben unser Vergütungssystem so aufgebaut, dass ein Anreiz entsteht, das Unternehmen erfolgreich und nachhaltig zu führen.
Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet.
Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 408 Tsd Euro (Vorjahr 2 219 Tsd Euro), die aus erfolgsunabhängigen und erfolgsbezogenen Komponenten bestehen.
Zwei Komponenten bestimmen die einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns, allerdings abzüglich Restrukturierungsaufwendungen. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitstantieme machte im Geschäftsjahr 2013/14 den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen.
Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt.
Die folgende Tabelle zeigt die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch.
| in Tsd Euro | Dr. Georg Müller Vorstandsvorsitzender | Udo Bekker Vorstand Personal seit 01.01.2013 | ||||
| 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | Min 2013/14 | |
| Fixvergütung1 | 460 | 460 | 460 | 460 | 330 | 330 |
| Nebenleistungen2 | 38 | 38 | 38 | 40 | 30 | 30 |
| Sonstiges3 | 17 | 17 | 17 | 18 | 9 | 9 |
| Summe | 515 | 515 | 515 | 518 | 369 | 369 |
| Einjährige variable Vergütung | 297 | - | 920 | 335 | 182 | - |
| Gesamtbezüge | 812 | 515 | 1.435 | 853 | 551 | 369 |
| Versorgungsaufwand4 | 190 | 190 | 190 | 178 | 121 | 121 |
| Gesamtvergütung | 1.002 | 705 | 1.625 | 1.031 | 672 | 490 |
| in Tsd Euro | Udo Bekker Vorstand Personal seit 01.01.2013 | Dr. Werner Dub Vorstand Technik | ||||
| Max 2013/14 | 2012/13 | 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | |
| Fixvergütung1 | 330 | 225 | 275 | 275 | 275 | 275 |
| Nebenleistungen2 | 30 | 43 | 27 | 27 | 27 | 28 |
| Sonstiges3 | 9 | 5 | 16 | 16 | 16 | 16 |
| Summe | 369 | 273 | 318 | 318 | 318 | 319 |
| Einjährige variable Vergütung | 600 | 154 | 198 | - | 550 | 223 |
| Gesamtbezüge | 969 | 427 | 516 | 318 | 868 | 542 |
| Versorgungsaufwand4 | 121 | 209 | 151 | 151 | 151 | 135 |
| Gesamtvergütung | 1.090 | 636 | 667 | 469 | 1.019 | 677 |
| in Tsd Euro | Ralf Klöpfer Vorstand Vertrieb seit 01.10.2013 | |||
| 2013/14 | Min 2013/14 | Max 2013/14 | 2012/13 | |
| Fixvergütung1 | 275 | 275 | 275 | - |
| Nebenleistungen2 | 51 | 51 | 51 | - |
| Sonstiges3 | 5 | 5 | - | |
| Summe | 331 | 331 | 331 | - |
| Einjährige variable Vergütung | 198 | 550 | - | |
| Gesamtbezüge | 529 | 331 | 881 | - |
| Versorgungsaufwand4 | 275 | 275 | 275 | - |
| Gesamtvergütung | 804 | 606 | 1.156 | - |
1
Jährliche Fixvergütung inkl. Zulage für den
Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 185 Tsd Euro und
Einmalzahlung an Udo Bekker
2
Zuschüsse zur freiwilligen Rentenversicherung,
Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwilligen Versicherung
bei der Berufsgenossenschaft, Erstattungen für Übergangsleistungen,
geldwerte Vorteile/Sachbezüge
3
Gremienvergütung bei Tochter- und Beteiligungsunternehmen
(Anspruch im Geschäftsjahr)
4
Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen
für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen
Den Vorstandsmitgliedern Dr. Georg Müller, Udo Bekker und Ralf Klöpfer ist eine Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Versorgungskonten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Versorgungskonten werden jährlich verzinst.
Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung.
Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder Dr. Georg Müller, Udo Bekker und Ralf Klöpfer werden in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Entwicklung der virtuellen Versorgungskonten | Pensionsrückstellung | Zuführung zur Pensionsrückstellung | ||||
| in Tsd Euro | Stand 1.10.2013 | Versorgungsbeitrag | Stand 30.9.20141 | Stand 30.9.20142 | Dienstzeitaufwand | Zinsaufwand |
| Dr. Georg Müller | 1 361 | 152 | 1 582 | 2 471 | 190 | 69 |
| Udo Bekker | 83 | 110 | 196 | 352 | 121 | 8 |
| Ralf Klöpfer | - | 110 | 110 | 275 | 275 | - |
| Gesamt | 1 444 | 372 | 1 888 | 3 098 | 586 | 77 |
1
Inklusive Zinsen
2
Entsprechen dem Barwert der erreichten Ansprüche
Die Gesamtversorgung des Vorstandsmitglieds Dr. Werner Dub wird bis zu seinem Ausscheiden am 31. Dezember 2014 auf Basis einer ruhegehaltsfähigen Vergütung fortgeführt. Die Versorgungsleistung beträgt maximal 70% der ruhegehaltsfähigen Vergütung. Angerechnet werden anderweitiges Arbeitseinkommen, Rente aus der gesetzlichen Rentenversicherung sowie sonstige Versorgungsbezüge, die mindestens zur Hälfte auf Beitragsleistungen eines Arbeitgebers beruhen. Die Versorgungsleistung enthält als Rentenbaustein auch eine Anwartschaft auf eine Erwerbsminderungs- und Hinterbliebenenversorgung. Die Pensionsverpflichtung für Dr. Werner Dub wird in der folgenden Tabelle dargestellt:
| Wert der Endrente1 | Versorgungsprozentsatz2 | Zuführung zur Pensionsrückstellung | ||
| in Tsd Euro | Dienstzeitaufwand | Zinsaufwand | ||
| Dr. Werner Dub | 110 | 68% | 151 | 75 |
1
Erreichter Anspruch unter Berücksichtigung
von Anrechnungsbeträgen
2
Erreichter Gesamtversorgungssatz in Bezug
auf die Altersrente in Prozent
Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 348 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 13 644 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 408 Tsd Euro.
Gemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 717 Tsd Euro, hiervon 2 601 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen.
Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6% der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen der oben genannten Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 116 Tsd Euro im Berichtsjahr.
Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 431 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 839 Tsd Euro.
Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in einer gesonderten Übersicht unter "Organe der Gesellschaft" am Ende des Konzernabschlusses dargestellt.1
| in Euro | Aufsichtsratsvergütung | Sitzungsgelder |
| Dr. Peter Kurz | 20 000 | 22 000 |
| Johannes Böttcher | 10 000 | 7 000 |
| Timo Carstensen | 10 000 | 7 000 |
| Peter Dinges | 17 500 | 17 000 |
| Ralf Eisenhauer | 10 000 | 11 000 |
| Peter Erni | 12 500 | 12 000 |
| Detlef Falk | 12 500 | 13 000 |
| Reinhold Götz | 10 000 | 4 000 |
| Prof. Dr. Egon Jüttner | 10 000 | 5 000 |
| Heike Kamradt | 10 000 | 10 000 |
| Daniela Kirchner | 9 972 | 7 000 |
| Gunter Kühn | 56 | - |
| Dr. Antje Mohr | 10 000 | 7 000 |
| Dr. Lorenz Näger | 12 500 | 10 000 |
| Wolfgang Raufelder | 10 000 | 6 000 |
| Christian Specht | 10 000 | 7 000 |
| Dr. Dieter Steinkamp | 10 000 | 5 000 |
| Carsten Südmersen | 12 500 | 14 000 |
| Katja Udluft | 10 000 | 7 000 |
| Prof. Heinz-Werner Ufer | 15 000 | 19 000 |
| Jürgen Wiesner | 10 000 | 8 000 |
| 232 528 | 198 000 |
Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht.
Die vollständige Erklärung ist im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht.
Mannheim, den 11. November 2014
MVV Energie AG
Vorstand
Dr. Müller
Bekker
Dr. Dub
Klöpfer
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, 11. November 2014
MVV Energie AG
Vorstand
Dr. Müller
Bekker
Dr. Dub
Klöpfer
| in Tsd Euro | Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | Geleistete Anzahlungen | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2013 | 34 408 | 0 | 34 408 |
| Zugänge | 2 799 | 0 | 2 799 |
| Abgänge | 0 | 0 | 0 |
| Umbuchungen | 0 | 0 | 0 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2014 | 37 207 | 0 | 37 207 |
| Abschreibungen 1.10.2013 | - 33 396 | 0 | - 33 396 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | - 315 | 0 | - 315 |
| Abgänge | 0 | ||
| Abschreibungen 30.9.2014 | - 33 711 | 0 | - 33 711 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 3 496 | 0 | 3 496 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 1 012 | 0 | 1 012 |
| in Tsd Euro | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2013 | 153 229 | 1 209 903 | 81 256 | 26 786 | 1 471 174 |
| Zugänge | 381 | 20 115 | 1 349 | 19 771 | 41 616 |
| Abgänge | - 3 924 | - 8 251 | - 2 113 | - 172 | - 14 460 |
| Umbuchungen | 136 | 21 080 | 248 | - 21 464 | 0 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2014 | 149 822 | 1 242 847 | 80 740 | 24 921 | 1 498 330 |
| Abschreibungen 1.10.2013 | - 97 749 | - 970 404 | - 65 264 | 0 | -1 133 417 |
| Abschreibungen des Geschäftsjahres | - 2 684 | - 18 451 | - 2 253 | 0 | - 23 388 |
| Abgänge | 2 839 | 3 011 | 2 043 | 0 | 7 893 |
| Abschreibungen 30.9.2014 | - 97 594 | - 985 844 | - 65 474 | 0 | -1 148 912 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 52 228 | 257 003 | 15 266 | 24 921 | 349 418 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 55 480 | 239 499 | 15 992 | 26 786 | 337 757 |
| in Tsd Euro | Anteile an verbundenen Unternehmen | Ausleihungen an verbundene Unternehmen | Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2013 | 642 866 | 667 634 | 129 565 | 563 | 1 440 628 |
| Zugänge | 2 313 | 144 100 | 189 | 14 | 146 616 |
| Abgänge | - 8 709 | - 155 533 | - 198 | - 429 | - 164 869 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2014 | 636 470 | 656 201 | 129 556 | 148 | 1 422 375 |
| Abschreibungen 1.10.2013 | - 34 105 | - 15 596 | - 13 868 | 0 | - 63 569 |
| Zugänge | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Abgänge | 0 | 1 200 | 0 | 0 | 1 200 |
| Abschreibungen 30.9.2014 | - 34 105 | - 14 396 | - 13 868 | 0 | - 62 369 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 602 365 | 641 805 | 115 688 | 148 | 1 360 006 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 608 761 | 652 038 | 115 697 | 563 | 1 377 059 |
| Kapitalanteil1 in % |
Eigenkapital1 Tsd LW |
Jahresüberschuss/ -fehlbetrag1 Tsd LW |
Landeswährung (LW) |
|
| Verbundene Unternehmen (Vollkonsolidierte Tochterunternehmen) | ||||
| National | ||||
| ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH, Offenbach am Main | 51,00 | 580 | 31 | EUR |
| AVA Abwasser- und Verwertungsanlagen GmbH, Mörfelden-Walldorf6 | 100,00 | 81 | 0 | EUR |
| BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Mühlhausen6 | 100,00 | 700 | 0 | EUR |
| Biokraft Naturbrennstoffe GmbH, Offenbach am Main | 100,00 | - 1 336 | 260 | EUR |
| Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH, Mannheim | 74,90 | 3 296 | 517 | EUR |
| Biomethananlage Kroppenstedt GmbH, Mannheim | 74,90 | 2 070 | 179 | EUR |
| Biomethananlage Staßfurt GmbH, Mannheim13 | 74,90 | 2 677 | - 253 | EUR |
| Cerventus Naturenergie GmbH, Offenbach am Main | 50,00 | 30 394 | 1 096 | EUR |
| Cerventus Naturenergie Verwaltungs GmbH, Offenbach am Main | 100,00 | 31 | 6 | EUR |
| Dabit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Wiesbaden8 | 94,00 | - 9 | - 14 | EUR |
| Energieversorgung Offenbach Aktiengesellschaft, Offenbach am Main2 | 48,46 | 123 839 | 15 191 | EUR |
| Energieversorgung Dietzenbach GmbH, Dietzenbach13, 14 | 100,00 | 1 031 | 981 | EUR |
| eternegy GmbH, Mannheim | 100,00 | - 6 830 | 416 | EUR |
| FRASSUR GmbH Umweltschutz-Dienstleistungen, Mörfelden-Walldorf | 100,00 | 1 884 | 996 | EUR |
| Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach am Main | 74,90 | 17 183 | 3 441 | EUR |
| Götzfried + Pitzer Entsorgung GmbH, Ulm | 100,00 | 1 731 | 29 | EUR |
| IGS Netze GmbH, Gersthofen (vormals MVV Alpha sechzehn GmbH, Mannheim)6 | 100,00 | 1 000 | 0 | EUR |
| Infrastrukturgesellschaft Hungerberg GmbH & Co. KG, Wörrstadt | 70,00 | 0 | 100 | EUR |
| Köthen Energie GmbH, Köthen | 100,00 | 3 499 | 193 | EUR |
| MVV decon GmbH, Mannheim15 | 100,00 | - 5 558 | - 3 033 | EUR |
| MVV Enamic Contracting GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 46 145 | 0 | EUR |
| MVV Enamic GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 77 535 | 0 | EUR |
| MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH, Gersthofen6 | 100,00 | 11 804 | 0 | EUR |
| MVV Enamic Immobilien GmbH, Berlin6 | 100,00 | 23 926 | 0 | EUR |
| MVV Enamic Korbach GmbH, Korbach6 | 100,00 | 2 104 | 0 | EUR |
| MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, Mannheim | 100,00 | - 1 184 | 2 882 | EUR |
| MVV Enamic Naturenergie GmbH, Mannheim (vormals A + S Naturenergie GmbH, Mannheim) | 100,00 | - 8 381 | - 597 | EUR |
| MVV Energiedienstleistungen Regional Verwaltungs GmbH, Mannheim | 100,00 | 46 630 | 6 383 | EUR |
| MVV Grünenergie GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 52 | 0 | EUR |
| MVV RHE GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 11 988 | 0 | EUR |
| MVV Trading GmbH, Mannheim6 | 97,50 | 22 848 | 2 516 | EUR |
| MVV Umwelt Asset GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 40 036 | 0 | EUR |
| MVV Umwelt GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 144 990 | 0 | EUR |
| MVV Umwelt O&M GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 1 226 | 0 | EUR |
| MVV Umwelt Ressourcen GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 6 566 | 0 | EUR |
| MVV Umwelt UK GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 39 367 | 0 | EUR |
| MVV Windenergie Deutschland GmbH, Mannheim (vormals MVV Windenergie NRW GmbH, Mannheim) | 100,00 | 8 415 | - 510 | EUR |
| MVV Windenergie GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 7 552 | 0 | EUR |
| MVV Windpark Plauerhagen GmbH & Co. KG, Rerik | 100,00 | 5 749 | 739 | EUR |
| Netrion Gasnetz Offenbach GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 324 | 0 | EUR |
| Netrion GmbH, Mannheim6 | 100,00 | 5 999 | 0 | EUR |
| Netzgesellschaft Köthen mbH, Köthen (vormals Köthen Energie Netz GmbH, Köthen)6 | 100,00 | 26 | 2 | EUR |
| Soluvia Billing GmbH, Offenbach am Main6 | 100,00 | 327 | 0 | EUR |
| Soluvia GmbH, Mannheim | 100,00 | 927 | 430 | EUR |
| Soluvia IT-Services GmbH, Kiel6 | 100,00 | 1 093 | 0 | EUR |
| Soluvia Metering GmbH, Offenbach am Main6 | 100,00 | 676 | 0 | EUR |
| Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel | 51,00 | 148 608 | 16 937 | EUR |
| SWKiel Netz GmbH, Kiel6 | 100,00 | 25 | 0 | EUR |
| Umspannwerk Kirchberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 3 | - 29 | EUR |
| Windpark Albisheim GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 2 632 | - 198 | EUR |
| Windpark Dirlammen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 2 233 | 460 | EUR |
| Windpark Hungerberg I GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 4 277 | - 661 | EUR |
| Windpark Hungerberg II GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 4 619 | - 630 | EUR |
| Windpark Kappel Nord GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 840 | 105 | EUR |
| Windpark Kappel Süd GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 814 | 138 | EUR |
| Windpark Kirchberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 840 | 112 | EUR |
| Windpark Kludenbach GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 233 | 83 | EUR |
| Windpark Metzenhausen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 840 | 129 | EUR |
| Windpark Reckershausen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 759 | 142 | EUR |
| Windpark Reich GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 840 | 133 | EUR |
| Windpark Staatsforst GmbH & Co. KG, Offenbach am Main | 100,00 | 1 793 | 132 | EUR |
| Windwärts Energie GmbH, Mannheim (vormals MVV Umwelt Alpha drei GmbH, Mannheim)13 | 100,00 | 25 | 0 | EUR |
| ZEDER Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Pullach5, 9 | 0,00 | - 7 391 | 817 | EUR |
| Verbundene Unternehmen (Vollkonsolidierte Tochterunternehmen) | ||||
| International | ||||
| Ceskolipska teplarenska a.s., Ceska Lipa, Tschechische Republik | 94,99 | 20 616 | 19 278 | CZK |
| Ceskolipske teplo a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 128 348 | 27 905 | CZK |
| CTZ s.r.o., Uherske Hradiste, Tschechische Republik | 50,96 | 118 299 | 17 365 | CZK |
| e.services s.r.o., Decin, Tschechische Republik | 100,00 | 246 | - 282 | CZK |
| ENERGIE Holding a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 366 290 | 57 279 | CZK |
| G-LINDE s.r.o., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 11 934 | 2 506 | CZK |
| G-RONN s.r.o., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 70 533 | 13 220 | CZK |
| IROMEZ s.r.o., Pelhrimov, Tschechische Republik | 100,00 | 57 648 | 11 938 | CZK |
| MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 2 244 236 | 382 697 | CZK |
| MVV enservis a.s. i.L., Ceska Lipa, Tschechische Republik | 100,00 | - 8 687 | - 2 148 | CZK |
| MVV Environment Devonport Limited, Plymouth, Großbritannien7 | 100,00 | 27 841 | 167 | GBP |
| MVV Environment Ridham Limited, Leeds, Großbritannien | 100,00 | 42 957 | 1 898 | GBP |
| MVV Environment Services Limited, London, Großbritannien (vormals Lightning Energy Supply Company Limited, London, Großbritannien)13 | 100,00 | 426 | - 274 | GBP |
| OPATHERM a.s., Opava, Tschechische Republik | 100,00 | 62 229 | 7 945 | CZK |
| POWGEN a.s., Praha, Tschechische Republik | 100,00 | 138 637 | 24 474 | CZK |
| Teplarna Liberec a.s., Liberec, Tschechische Republik | 70,00 | 309 395 | 17 899 | CZK |
| TERMIZO a.s., Liberec, Tschechische Republik | 100,00 | 526 893 | 85 094 | CZK |
| TERMO Decln a.s., Decln, Tschechische Republik | 96,91 | 208 492 | 47 013 | CZK |
| Zasobovani teplem Vsetln a.s., Vsetln, Tschechische Republik | 100,00 | 182 399 | 31 746 | CZK |
| Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz | ||||
| National | ||||
| Erschließungsträgergesellschaft Weeze mbH, Weeze9 | 75,00 | 189 | 68 | EUR |
| MVV Enamic Regioplan GmbH, Mannheim6, 9 | 100,00 | 1 023 | 0 | EUR |
| MVV Insurance Services GmbH, Mannheim9 | 100,00 | 25 | 2 | EUR |
| MVV Windpark Verwaltungs GmbH, Mannheim9 | 100,00 | 29 | 1 | EUR |
| Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz | ||||
| International | ||||
| BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Romanshorn, Schweiz9 | 100,00 | 33 | 4 | CHF |
| EMB Instituut voor Energie en Milieu B.V., Oosterhout, Niederlande9 | 100,00 | - 562 | - 45 | EUR |
| MVV Environment Limited, London, Großbritannien9 | 100,00 | 245 | 18 | GBP |
| Gemeinschaftsunternehmen (Quotenkonsolidierung) | ||||
| National | ||||
| Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt4, 15 | 48,40 | 46 455 | 20 348 | EUR |
| Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH, Ingolstadt6, 11, 15 | 100,00 | 1 548 | 13 076 | EUR |
| Stadtwerke Ingolstadt Netze GmbH, Ingolstadt6, 11, 15 | 100,00 | 25 834 | 12 543 | EUR |
| Gemeinschaftsunternehmen (At-Equity) | ||||
| International | ||||
| luminatis S.a.r.l., Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg12, 13 | 26,00 | - | - | EUR |
| Solutions Europeennes de Valorisation Energetique S.A.S., Paris,Frankreich12, 13 | 50,00 | - | - | EUR |
| Assoziierte Unternehmen (At-Equity) | ||||
| National | ||||
| Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker9 | 33,33 | 11 175 | 56 | EUR |
| ESN EnergieSystemeNord GmbH, Schwentinental8 | 25,00 | 3 852 | 618 | EUR |
| Fernwärme Rhein-Neckar GmbH, Mannheim8 | 50,00 | 4 594 | 2 805 | EUR |
| Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel8 | 50,00 | 16 873 | - 464 | EUR |
| Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft, Mannheim8 | 28,00 | 114 142 | 6 647 | EUR |
| iwo Pellet Rhein-Main GmbH, Offenbach am Main2, 9 | 24,92 | - 1 811 | 69 | EUR |
| Naturenergie Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen9, 13, 14 | 50,00 | - 22 | - 47 | EUR |
| Naunhofer Transportgesellschaft mbH, Parthenstein-Großsteinberg8 | 50,00 | 1 405 | 185 | EUR |
| Netzgesellschaft Edingen-Neckarhausen GmbH & Co. KG, Edingen- Neckarhausen12, 13 | 24,00 | - | - | EUR |
| Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG, Buchen-Odenwald8 | 25,10 | 6 648 | 1 746 | EUR |
| Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co. KG, Sinsheim8 | 30,00 | 11 816 | - 289 | EUR |
| TradeSoft RM GmbH, Köln8 | 50,00 | 1 233 | 2 | EUR |
| W.T.A. Wertstoff Transport Agentur GmbH, Parthenstein-Großsteinberg8 | 50,00 | 1 253 | 226 | EUR |
| ZVO Energie GmbH, Timmendorfer Strand8 | 49,90 | 52 950 | 8 333 | EUR |
| Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz (ZWK), Heidelberg3, 8 | 51,00 | 7 071 | 0 | EUR |
| Sonstige Beteiligungen | ||||
| National | ||||
| 24sieben Nordwatt GmbH, Kiel9 | 50,00 | 40 | - 12 | EUR |
| HEN HolzEnergie Nordschwarzwald GmbH i.L., Nagold8 | 30,00 | 0 | 0 | EUR |
| Klimaschutzagentur Mannheim gemeinnützige GmbH, Mannheim8 | 40,00 | 25 | 0 | EUR |
| Kommunaler Windenergiepark Schleswig-Holstein GbR, Neumünster10 | 20,00 | 641 | 129 | EUR |
| Main-Kinzig-Entsorgungs- und Verwertungs GmbH, Hanau8 | 49,00 | 253 | 3 | EUR |
| Maintal-Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Maintal6, 8 | 24,90 | 15 986 | 0 | EUR |
| Management Stadtwerke Buchen GmbH, Buchen-Odenwald8 | 25,20 | 39 | 1 | EUR |
| Stadtwerke Langen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Langen6, 8 | 10,00 | 30 472 | 0 | EUR |
| Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG, Schwetzingen8 | 10,00 | 15 682 | 2 833 | EUR |
| Stadtwerke Schwetzingen Verwaltungsgesellschaft mbH, Schwetzingen8 | 10,00 | 30 | - 2 | EUR |
| Stadtwerke Sinsheim Verwaltungs GmbH, Sinsheim8 | 30,00 | 24 | 1 | EUR |
| Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG, Walldorf8 | 25,10 | 12 839 | - 611 | EUR |
| Stadtwerke Walldorf Verwaltungs GmbH, Walldorf8 | 25,10 | 27 | 1 | EUR |
| Umspannwerk Nassau GmbH & Co. KG, Weikersheim8, 13 | 6,91 | 9 | - 1 | EUR |
| Wasserversorgungsverband Neckargruppe, Edingen-Neckarhausen8 | 25,00 | 377 | 0 | EUR |
| Windpark Oberwesel II GmbH & Co. KG, Aachen8, 11, 13 | 41,00 | 3 560 | 226 | EUR |
| Windpark Oberwesel III GmbH & Co. KG, Aachen8, 11, 13 | 41,00 | 3 458 | 122 | EUR |
| Windpark Riegenroth GmbH & Co. KG, Aachen8, 11 | 41,00 | 6 007 | 350 | EUR |
| WVE Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft Schriesheim mbH, Schriesheim8 | 24,50 | 6 592 | 0 | EUR |
1
Kapitalanteil am 30.9.2014 gemäß § 16 Abs.
4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB
2
Mehrheit der Stimmrechte
3
Keine Stimmrechtsmehrheit
4
Gemeinschaftliche Führung gemäß vertraglicher
Vereinbarung
5
Zweckgesellschaft (Special Purpose Entity)
6
Ergebnisabführungsvertrag
7
Jahresabschluss zum 31.3.2014
8
Jahresabschluss zum 31.12.2013
9
Jahresabschluss zum 30.9.2013
10
Jahresabschluss zum 31.12.2012
11
Tochterunternehmen von quotal einbezogenen
Gesellschaften
12
Es liegen keine Angaben vor
13
Zugang im Geschäftsjahr
14
Rumpfgeschäftsjahresabschluss
15
Vorläufige Werte
Aktiva
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 95 | 167 |
| II. Sachanlagen | 106 188 | 100 717 |
| III. Finanzanlagen | 2 233 | 2 045 |
| 108 516 | 102 929 | |
| B Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 942 | 904 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse und Waren | 1 695 | 1 216 |
| 2 637 | 2 120 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 61 | 425 |
| 2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen | 0 | 206 |
| 3. Forderungen gegen andere Tätigkeitsbereiche | 0 | 12 404 |
| 4. Sonstige Vermögensgegenstände | 116 | 642 |
| 177 | 13 677 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 3 389 | 5 821 |
| 6 203 | 21 618 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 60 | 32 |
| 114 779 | 124 579 | |
|
Passiva |
||
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |
| A. Zugeordnetes Eigenkapital | 46 582 | 47 601 |
| B. Sonderposten Ertragszuschüsse | 11 777 | 15 090 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 2 469 | 535 |
| 2. Steuerrückstellungen | 77 | 299 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 6 768 | 1 531 |
| 9 314 | 2 365 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 42 869 | 58 948 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 969 | 217 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 2 276 | 0 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 992 | 358 |
| (davon aus Steuern) | (465) | (41) |
| 47 106 | 59 523 | |
| 114 779 | 124 579 |
| 1.10.2013 bis 30.9.2014 | 01.10.2012 bis 30.9.2013 | |
| 1. Umsatzerlöse | 1 454 | 1 553 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 37 041 | 37 427 |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 0 | 1 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 0 | 26 |
| 4. Abschreibungen | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 7 485 | 7 506 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 19 563 | 23 313 |
| 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 3 | 3 |
| 7. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 11 071 | 7 441 |
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 2 624 | 2 359 |
| (davon aus der Aufzinsung) | (216) | (0) |
| 9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | - 2 245 | - 1 663 |
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | - 234 | - 266 |
| 11. Sonstige Steuern | 67 | 34 |
| 12. Jahresfehlbetrag (-) | - 2 078 | - 1 431 |
Aktiva
| 30.9.2014 | 30.9.2013 | |
| A. Anlagevermögen | ||
| I. Immaterielle Vermögensgegenstände | 106 | 183 |
| II. Sachanlagen | 82 544 | 77 766 |
| III. Finanzanlagen | 1 454 | 1 454 |
| 84 104 | 79 403 | |
| B. Umlaufvermögen | ||
| I. Vorräte | ||
| 1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 733 | 669 |
| 2. Unfertige Erzeugnisse und Waren | 1 318 | 900 |
| 2 051 | 1 569 | |
| II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände | ||
| 1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 44 | 914 |
| 2. Forderungen gegen andere Tätigkeitsbereiche | 0 | 20 343 |
| 3. Sonstige Vermögensgegenstände | 211 | 455 |
| 255 | 21 712 | |
| III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten | 2 413 | 3 543 |
| 4 719 | 26 824 | |
| C. Rechnungsabgrenzungsposten | 34 | 11 |
| 88 857 | 106 238 | |
|
Passiva |
||
| A. Zugeordnetes Eigenkapital | 51 470 | 50 767 |
| B. Sonderposten Ertragszuschüsse | 9 158 | 9 897 |
| C. Rückstellungen | ||
| 1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | 1 422 | 178 |
| 2. Steuerrückstellungen | 259 | 214 |
| 3. Sonstige Rückstellungen | 5 679 | 2 264 |
| 7 360 | 2 656 | |
| D. Verbindlichkeiten | ||
| 1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 15 723 | 42 105 |
| 2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 2 692 | 665 |
| 3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen | 867 | 0 |
| 4. Sonstige Verbindlichkeiten | 1 587 | 146 |
| (davon aus Steuern) | (307) | (14) |
| 20 869 | 42 916 | |
| 88 857 | 106 238 |
| 01.10.2013 bis 30.9.2014 | 01.10.2012 bis 30.9.2013 | |
| 1. Umsatzerlöse | 789 | 816 |
| 2. Sonstige betriebliche Erträge | 26 628 | 24 558 |
| 3. Materialaufwand | ||
| a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren | 0 | 0 |
| b) Aufwendungen für bezogene Leistungen | 658 | 665 |
| 4. Abschreibungen | ||
| a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen | 5 555 | 5 738 |
| 5. Sonstige betriebliche Aufwendungen | 7 846 | 9 938 |
| 6. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge | 2 | 2 |
| 7. Aufwendungen aus Verlustübernahmen | 6 221 | 376 |
| 8. Zinsen und ähnliche Aufwendungen | 1 559 | 1 751 |
| (davon aus der Aufzinsung) | (125) | (0) |
| 9. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit | 5 580 | 6 908 |
| 10. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 583 | 1 105 |
| 11. Sonstige Steuern | 3 | 3 |
| 12. Jahresüberschuss | 4 994 | 5 800 |
Die MVV Energie AG hat gemäß § 6b Abs. 3 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden.
Die MVV Energie AG ist nach dieser Definition in die folgenden Tätigkeiten zu segmentieren:
| ― |
Elektrizitätsverteilung |
| ― |
Andere Tätigkeiten im Elektrizitätssektor |
| ― |
Gasverteilung |
| ― |
Andere Tätigkeiten im Gassektor |
| ― |
Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors |
Der Jahresabschluss der MVV Energie AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.
Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die für Energieversorgungsunternehmen geltenden besonderen Rechnungslegungsvorschriften des § 6b EnWG beachtet. Gemäß § 6b EnWG wurden in der internen Rechnungslegung nach Tätigkeiten getrennte Konten geführt und für jeden Tätigkeitsbereich intern eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Alle Bilanzwerte werden im ersten Schritt direkt den Segmenten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unangemessen hohen Aufwendungen verbunden ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüsseln. Die grundsätzlich verwendeten Verteilschlüssel sind in Anlage 1 aufgeführt. Im Berichtsjahr wurde für die Zuordnung der Personalrückstellungen und -verbindlichkeiten der Personalschlüssel überarbeitet und den Leistungsbeziehungen entsprechend angepasst.
Die Anlagenspiegel zeigen die Aufgliederungen sowie die Entwicklungen der in den Tätigkeitsbilanzen zusammengefassten Anlagepositionen. Die Vermögensgegenstände des allgemeinen Bereichs wurden anteilig bei den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung berücksichtigt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, werden die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse seit dem Geschäftsjahr 2010/11 passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände aufgelöst. Auf die Erstellung eines separaten Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors wurde verzichtet, da es sich hierbei um unwesentliche Beträge handelt. Hinsichtlich des Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors wird auf den Anlagenspiegel der MVV Energie AG verwiesen.
Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum 30.09.2014 in den Tätigkeiten Stromverteilung 15 TEUR und Gasverteilung 50 TEUR mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.
Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und sonstige Verbindlichkeiten des Elektrizitäts- und Gassektors haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Elektrizitäts- und Gassektor stellen sich folgendermaßen dar:
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| Elektrizitätsverteilung | 42 869 | 8 004 | 20 838 | 14 026 |
| Gasverteilung | 15 723 | 2 936 | 7 643 | 5 144 |
| Gesamt | bis 1 Jahr | 1 bis 5 Jahre | über 5 Jahre | |
| Elektrizitätsverteilung | 58 948 | 17 384 | 23 351 | 18 213 |
| Gasverteilung | 42 105 | 12 417 | 16 679 | 13 009 |
Die Forderungen gegen andere Tätigkeitsbereiche und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeitsbereichen sind Residualgrößen und gleichen als Verrechnungsposten die Bilanzsummen der Aktiv- und Passivseite aus. Eine aktivische Differenz wurde mit den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verrechnet; der Ausweis einer passivischen Differenz erfolgte ebenfalls unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.
Alle Erträge und Aufwendungen werden grundsätzlich mittels Zusatzkontierung auf Kostenstellen und Profitcentern direkt den Aktivitäten zugeordnet. Die Leistungen des allgemeinen Bereichs werden durch differenzierte Umlageschlüssel auf die anderen Aktivitäten umgelegt. Die Schlüsselung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des aktuellen Geschäftsjahres erfolgt entsprechend der Verteilung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf die Tätigkeitsbereiche.
Die Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen die sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang der MVV Energie AG.
Mannheim, den 11. November 2014
Vorstand
Dr. Müller
Bekker
Dr. Dub
Klöpfer
| in Tsd Euro | Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2013 | 8 749 | 8 749 |
| Investitionen / Zugänge | 23 | 23 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2014 | 8 772 | 8 772 |
| Abschreibungen 1.10.2013 | - 8 582 | - 8 582 |
| Abschreibungen | - 95 | - 95 |
| Abschreibungen 30.9.2014 | - 8 677 | - 8 677 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 95 | 95 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 167 | 167 |
| in Tsd Euro | Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2013 | 59 864 | 389 146 | 11 977 | 6 000 | 466 987 |
| Investitionen / Zugänge | 277 | 7 780 | 519 | 5 009 | 13 585 |
| Abgänge | - 1 191 | - 1 086 | - 627 | - 4 | - 2 908 |
| Umbuchungen | 83 | 4 041 | 65 | - 4 533 | - 344 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2014 | 59 033 | 399 881 | 11 934 | 6 472 | 477 320 |
| Abschreibungen 1.10.2013 | - 39 491 | - 322 129 | - 4 650 | 0 | - 366 270 |
| Abschreibungen | - 1 013 | - 5 779 | - 598 | 0 | - 7 390 |
| Abgänge | 874 | 1 051 | 603 | 0 | 2 528 |
| Abschreibungen 30.9.2014 | - 39 630 | - 326 857 | - 4 645 | 0 | - 371 132 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 19 403 | 73 024 | 7 289 | 6 472 | 106 188 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 20 373 | 67 017 | 7 327 | 6 000 | 100 717 |
| in Tsd Euro | Anteile an verbundenen Unternehmen | Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Gesamt |
| Anschaffungskosten 1.10.2013 | 2 045 | 0 | 0 | 0 | 2 045 |
| Investitionen / Zugänge | 0 | 0 | 188 | 0 | 188 |
| Anschaffungskosten 30.9.2014 | 2 045 | 0 | 188 | 0 | 2 233 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 2 045 | 0 | 188 | 0 | 2 233 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 2 045 | 0 | 0 | 0 | 2 045 |
| in Tsd Euro | Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2013 | 4 025 | 4 025 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2014 | 4 025 | 4 025 |
| Abschreibungen 1.10.2013 | - 3 842 | - 3 842 |
| Abschreibungen | - 77 | - 77 |
| Abschreibungen 30.9.2014 | - 3 919 | - 3 919 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 106 | 106 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 183 | 183 |
| Sachanlagen in Tsd Euro |
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | Technische Anlagen und Maschinen | Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau | Gesamt |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2013 | 33 304 | 294 956 | 13 194 | 3 676 | 345 129 |
| Investitionen / Zugänge | 33 | 4 104 | 281 | 6 127 | 10 545 |
| Abgänge | - 880 | - 762 | - 658 | - 3 | - 2 303 |
| Umbuchungen | 21 | 2 524 | 55 | - 2 621 | - 21 |
| Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2014 | 32 478 | 300 822 | 12 872 | 7 179 | 353 351 |
| Abschreibungen 1.10.2013 | - 21 002 | - 239 058 | - 7 303 | 0 | - 267 363 |
| Abschreibungen | - 556 | - 4 558 | - 364 | 0 | - 5 478 |
| Abgänge | 633 | 759 | 642 | 0 | 2 034 |
| Abschreibungen 30.9.2014 | - 20 925 | - 242 857 | - 7 025 | 0 | - 270 807 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 11 553 | 57 965 | 5 847 | 7 179 | 82 544 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 12 302 | 55 898 | 5 891 | 3 676 | 77 766 |
| in Tsd Euro | Anteile an verbundenen Unternehmen | Ausleihungen an verbundenen Unternehmen | Beteiligungen | Sonstige Ausleihungen | Gesamt |
| Anschaffungskosten 1.10.2013 | 1 454 | 0 | 0 | 0 | 1 454 |
| Anschaffungskosten 30.9.2014 | 1 454 | 0 | 0 | 0 | 1 454 |
| Restbuchwerte 30.9.2014 | 1 454 | 0 | 0 | 0 | 1 454 |
| Restbuchwerte 30.9.2013 | 1 454 | 0 | 0 | 0 | 1 454 |
| Bilanzposition | Verteilschlüssel |
| Anlagevermögen allgemeiner Bereich | Anlagevermögen |
| Personalbezogene Ausleihungen | Personalschlüssel |
| Vorräte | Anlagevermögen |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | Gesamtleistung |
| Sonstige Vermögensgegenstände | Personalschlüssel, Gesamtleistung |
| Flüssige Mittel | Gesamtleistung |
| Ertragsteuerforderungen/ - Verbindlichkeiten sowie Steuerrückstellungen | Ergebnis vor Steuern |
| Umsatzsteuerverbindlichkeiten | Gesamtleistung |
| Vorsteuerforderungen | Materialaufwand |
| Rechnungsabgrenzungsposten | Personalschlüssel |
| Zugeordnetes Eigenkapital | Risikogewichtetes Capital |
| Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen | Employed |
| Sonstige Rückstellungen Energielieferungen Absatz | Personalschlüssel |
| Sonstige Rückstellungen Energielieferungen Bezug | Umsatzerlöse |
| Andere Rückstellungen | Materialaufwendungen |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Verbindlichkeiten | allgemeiner Verwaltungsschlüssel und Personalschlüssel |
| Lieferungen und Leistungen | Anlagevermögen |
| Sonstige Verbindlichkeiten | Materialaufwand |
| Personalschlüssel |
Wir haben den Jahresabschluss -bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang -unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der MVV Energie AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2013 bis 30. September 2014 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs.3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.
Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des zusammengefassten Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Mannheim, den 11. November 2014
PricewaterhouseCoopers Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer
Carolin Schütt, Wirtschaftsprüferin