![]() MVV Energie AGMannheimJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015 und TätigkeitsabschlussJahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015
ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHTGRUNDLAGEN DES KONZERNSGESCHÄFTSMODELLDer börsennotierte MVV Energie Konzern gehört zu den führenden Energieunternehmen in Deutschland. Wir besetzen alle Stufen entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette: von der Erzeugung von Strom, Wärme und Biomethan, über den Energiehandel, die Verteilung von Strom, Fernwärme und Gas über eigene Netzgesellschaften bis zum Vertrieb sämtlicher Produkte. Zu unseren Aktivitäten gehört auch die Gewinnung und Verteilung von Wasser. Wir zählen zu den führenden Betreibern von thermischen Abfallverwertungs- und Biomasseanlagen und verfügen über hohe Kompetenz sowohl in der Projektentwicklung als auch in der Betriebsführung von Windparks. Als Energiedienstleister bieten wir industriellen und gewerblichen Kunden Beratungs- und Contracting-Dienstleistungen; zu unserem Angebot gehören zudem umfangreiche Infrastruktur-, Versorgungs- und Entsorgungsleistungen für Industrieparks in Deutschland. Unsere StandorteUnsere Unternehmensgruppe ist mit über 100 konsolidierten Gesellschaften kommunal und regional verankert - unter anderem an den Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach sowie in der Tschechischen Republik, Großbritannien und Frankreich. Darüber hinaus verfügt die weltweit tätige Juwi-Gruppe über Niederlassungen in 17 Ländern. Eine Übersicht zu unseren wesentlichen direkten und indirekten Beteiligungen befindet sich auf ► Seite 65. ![]() Berichtssegmente und Geschäftsfelder des MVV Energie Konzerns![]() Organisation des MVV Energie KonzernsWir steuern den MVV Energie Konzern in fünf Segmenten, über die wir auch extern berichten. Sie orientieren sich an der Wertschöpfungskette, unterliegen aber innerhalb ihrer jeweiligen Geschäftsfelder unterschiedlichen Steuerungskriterien und Kennzahlen. Das Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR enthält konventionelle Kraftwerke, Abfallverwertungsanlagen und Biomassekraftwerke der Teilkonzerne MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel AG, Energieversorgung Offenbach AG und MVV Umwelt GmbH, Windkraft- und Biomethananlagen, Wasserwerke, Netzanlagen für Strom, Wärme, Gas und Wasser sowie technische Serviceeinheiten, die zur leitungsgebundenen Energie- und Wasserverteilung und damit zum Geschäftsfeld Netze gehören. Zudem enthält dieses Berichtssegment die Projektentwicklung erneuerbarer Energien, vor allem der Juwi AG sowie der Windwärts Energie GmbH. Das Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT bildet das Energiebeschaffungs- und das Portfoliomanagement sowie den Energiehandel der MVV Trading GmbH ab. Zum Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN zählen zum einen das Einzelhandels- und Weiterverteilergeschäft von Strom, Wärme, Gas und Wasser der Teilkonzerne MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel AG und Energieversorgung Offenbach AG; und zum anderen das Energiedienstleistungsgeschäft der Teilkonzerne MVV Enamic GmbH und Energieversorgung Offenbach AG. Die New Ventures beinhalten unsere Beteiligungen an der Beegy GmbH und an dem Luxemburger Lichtspezialisten Luminatis. Das Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN umfasst im Wesentlichen die Teilkonzerne Köthen Energie und MVV Energie CZ sowie das At-Equity-Ergebnis des Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt. Im Berichtssegment SONSTIGES sind die Shared-Services-Gesellschaften sowie die Querschnittsbereiche gebündelt. Den Berichtssegmenten sind Geschäftsfelder zugeordnet, die entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette ausgerichtet sind. Energieerzeugung aus konventionellen und erneuerbaren EnergiequellenMit dem Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und dem Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) verfügen wir über ein umfangreiches Erzeugungsportfolio von Anlagen mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Hinzu kommen Anlagen zur thermischen Verwertung von Abfällen, Windkraftanlagen an Land sowie Biomasse- und Biomethananlagen, bei denen wir - sofern technisch und kommerziell möglich - ebenfalls auf die Nutzung der Abwärme setzen. Dabei bauen wir den Anteil der erneuerbaren Energien an unserer Erzeugungskapazität kontinuierlich aus. Im Geschäftsjahr 2014/15 haben unsere beiden neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien - die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das KWK-fähige Biomassekraftwerk in Ridham Dock - den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Gleiches gilt für unsere dritte Biomethananlage in Sachsen-Anhalt. Mehr Informationen zu unserem Erzeugungsportfolio aus erneuerbaren Energien befinden sich in den Kapiteln ► Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte ab Seite 45 und ► Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ab Seite 80. Leistungsfähige Netze für eine sichere VersorgungGrundlage für eine verlässliche und stabile Versorgung mit Strom, Wärme, Gas und Wasser sind leistungsfähige Netze. Daher haben wir im Berichtsjahr 80 Mio Euro in die Modernisierung und in den Ausbau unserer Netze investiert. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2014/15 verfügte unsere Unternehmensgruppe über Strom-, Fernwärme-, Gas- und Wassernetze mit einer Gesamtlänge von rund 23 000 Kilometern. Unsere Tochtergesellschaft Netrion GmbH ist als Netzbetreiber für die MVV Energie AG und die Energieversorgung Offenbach AG tätig. Die SWKiel Netz GmbH nimmt diese Aufgabe für unseren Teilkonzern Stadtwerke Kiel AG wahr. Bündelung der HandelskompetenzenUnsere Tochtergesellschaft MVV Trading GmbH ist ein bedeutender Baustein in der Wertschöpfungskette des MVV Energie Konzerns: Als gemeinsame Energiehandelsgesellschaft der MVV Energie AG, der Stadtwerke Kiel AG, der Energieversorgung Offenbach AG und der Stadtwerke Ingolstadt steuert und optimiert sie das Energiebeschaffungs- und Erzeugungsportfolio für die gesamte Unternehmensgruppe. Dabei werden alle für MVV Energie relevanten Commodities abgebildet: Strom, Erdgas, Emissionszertifikate mit den dazugehörigen physischen und finanziellen Produkten sowie Preisabsicherungsgeschäfte für Kohle und Öl. Zu den zentralen Aufgaben von MVV Trading gehört auch das langfristige Absichern, das sogenannte Hedging, der Erzeugungs- und Vertriebspositionen des MVV Energie Konzerns zur Risikominimierung. Darüber hinaus vermarktet sie die im Rahmen des Direktvermarktungsgeschäfts akquirierten Strommengen der MVV Energie AG. Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ergeben sich für den Energiehandel Chancen; die Bedeutung des Intraday-Markts steigt kontinuierlich, daher hat MVV Trading einen speziell auf kurzfristige Märkte ausgerichteten Handelsbereich aufgebaut, der rund um die Uhr handelt. Der Schwerpunkt des Intraday-Handels liegt auf sogenannten Viertelstundenprodukten. Bei dieser Handelsform kann MVV Trading Strommengen für eine bestimmte Viertelstunde desselben Tages kaufen oder verkaufen - und so den Energieeinkauf genau an den tatsächlichen Energiebedarf anpassen. Mit dem Bau unserer beiden neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien hat MVV Trading ihre Aktivitäten ausgeweitet: Um die Strommengen aus den beiden Kraftwerken zu vermarkten, ist sie seit dem Geschäftsjahr 2014/15 an der britischen Handelsbörse N2EX vertreten. Zur aktiven Bewirtschaftung des Gasportfolios nutzt MVV Trading auch den niederländischen Gasmarkt und setzt ein Bündel an strukturierten Produkten mit verschiedenen Preisbindungen und Flexibilitäten ein. Dies bildet zum einen die Basis für die Risikosteuerung für Endkundenprodukte; zum anderen können wir so ein breites Produktsortiment anbieten - im Großhandelsmarkt und für Stadtwerke, die nicht zu unserer Unternehmensgruppe gehören. Auf Basis des für die Konzerngesellschaften bereits aufgebauten Angebotsspektrums wird MVV Trading insbesondere ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot für Stadtwerke ausbauen. Zudem steht eine deutlich stärkere Verzahnung der Großhandelsprozesse mit den Vertriebsprozessen im Fokus der kurz- bis mittelfristigen strategischen Entwicklung unseres Handelsbereichs. Kunden im Mittelpunkt unserer VertriebsaktivitätenDie Energiewelt verändert sich - und damit auch die Anforderungen unserer Kunden. Kompetente Beratung und Dienstleistungen werden für Unternehmen der Energiebranche zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor. Um den sich verändernden Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden, entwickelt unser Vertrieb innovative Produkte und Geschäftsmodelle: Beispielsweise führt die steigende Einbindung erneuerbarer Energien in das Stromnetz zu erheblichen Schwankungen in der Erzeugung, die an den Spotmärkten für deutliche Ausschläge sorgen - diese bewegen sich zwischen 3 000 und minus 500 Euro/MWh. Diese enorme Volatilität eröffnet zusätzliches Erlöspotenzial für gut steuerbare Stromerzeugungsanlagen und flexible Großverbraucher. Aus diesem Grund bieten wir Unternehmen mit dem Produkt OptiFlex die Möglichkeit, ihre Stromerzeugung und -abnahme für Minutenreserve und Sekundärregelleistung anzubieten. Sie können so ihre Flexibilität auf bis zu vier Märkten vermarkten: auf Day-ahead- und Intraday- sowie auf den Regelenergiemärkten. Das Produkt OptiFlex ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut und kann daher individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Unser Vertrieb berät die Kunden bei der Auswahl der Optionen und übernimmt die Vermarktung. Auch im Bereich der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien bauen wir unsere Geschäftsaktivitäten kontinuierlich aus: Zum Geschäftsjahresende 2014/15 hatten wir Kraftwerke für erneuerbare Energieträger mit einer Leistung von rund 3 400 MW (Vorjahr: 2 600 MW) unter Vertrag. Speziell für Industrieunternehmen, Filialisten mit zahlreichen Einheiten oder Immobilienunternehmen mit einer sehr großen Zahl an Wohneinheiten hat MVV Energie ein Standortreporting für Strom und Gas entwickelt. Im ersten Schritt führt es die jeweiligen Daten eines Kunden zu dessen Energiebedarf, -verbrauch und -effizienz aus unterschiedlichen Quellen und unterschiedlichen Formaten zentral zusammen. Anschließend erhält der Kunde über ein Internetportal Zugriff auf seine Daten - und zwar von allen Standorten oder Abrechnungseinheiten. Planung, Bedarf, Beschaffung und Kosten sind einzeln und aggregiert in Echtzeit einsehbar; die Daten können analysiert, abgerufen und in eigene Systeme übertragen werden. Durch die Analyse der Verbrauchsdaten sind Unternehmen in der Lage, ihren Energieverbrauch zu prognostizieren. Auf dieser Basis können sie entsprechende Schritte einleiten, um ihn zu optimieren. Als ergänzende Dienstleistung zu unseren Strom- und Gasprodukten bieten wir unseren gewerblichen Kunden mit dem sogenannten MVV Ratgeber an, ihre Privilegierungsmöglichkeiten bei Netzentgelten, Abgaben und Umlagen zu prüfen; so können sie unter bestimmten Voraussetzungen Kosten einsparen. Sind die Voraussetzungen gegeben, unterstützen wir die Kunden bei der fristgerechten Beantragung und begleiten sie auf ihrem Weg zur Privilegierung, um die Einsparpotenziale zu realisieren. Ganzheitliche Lösungen für mehr EnergieeffizienzUnsere Tochtergesellschaft MVV Enamic GmbH konzentriert sich mit innovativen und maßgeschneiderten Energieservices auf ganzheitliche Energie- und Effizienzlösungen für Geschäftskunden. Im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistungen bietet sie ein breites Leistungsspektrum: Es reicht von intelligenten Beschaffungsstrategien für Strom und Gas über Effizienzberatung und Optimierung energietechnischer Anlagen bis hin zu Energieerzeugung, Energieliefercontracting, technischer Betriebsführung oder der Planung und dem Einbau moderner LED-Beleuchtung. Auch der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bietet MVV Enamic ein ganzheitliches und nachhaltiges Energie- und Servicepaket aus einer Hand: sowohl Wärme, Kälte, Strom und Beleuchtung als auch Contracting und Beratung bei der energetischen Sanierung. Damit steigern wir die Immobilieneffizienz bei unseren Kunden. Ein weiterer Schwerpunkt von MVV Enamic ist der Betrieb von Industrieparks - von der Energie- und Medienversorgung über Umweltschutz- und Sicherheitsmanagement bis hin zu weiteren Standortservices. Bei allen Aktivitäten der Gesellschaft stehen Energieeinsparungen, hohe Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien im Fokus. Dienstleistungen für Ablesung, Abrechnung und IT in einer HandUnsere Shared-Services-Gesellschaften Soluvia Billing GmbH, Soluvia IT-Services GmbH und Soluvia Metering GmbH erbringen sämtliche Dienstleistungen in den Bereichen Abrechnung und Kundenbetreuung, Informationsverarbeitung sowie Metering - sowohl für die MVV Energie AG, die Energieversorgung Offenbach AG als auch für die Stadtwerke Kiel AG. Indem wir die Gesellschaften und damit die Dienstleistungen unter dem Dach der Soluvia GmbH gebündelt haben, erreichen wir eine einheitliche Steuerung, notwendige Skaleneffekte und eine hohe Prozessqualität. Mit ihren operativen Leistungen - insbesondere für die Netze und Vertriebe - leisten unsere Shared-Services-Gesellschaften einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmensgruppe. Rechtliche UnternehmensstrukturDie börsennotierte MVV Energie AG ist die Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns mit Sitz in Mannheim. Die Aktien der MVV Energie AG sind im Marktsegment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und an den Wertpapierbörsen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart notiert. Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht hat sie drei Organe: Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Die Entscheidungsbefugnisse der Organe sind streng voneinander abgegrenzt. Informationen zu den Verantwortungsbereichen und der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG befinden sich im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 28. BETEILIGUNGSSTRUKTURBedeutende direkte und indirekte Beteiligungen der MVV Energie AGscroll
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Mehrheit der Stimmrechte Stand: 30. September 2015 UNTERNEHMENSSTRATEGIEMit unserer Strategie MVV 2020 haben wir im Jahr 2009 die Weichen für unseren Eintritt in das Energiesystem der Zukunft gestellt und seitdem konsequent in das zukunftsorientierte Wachstum unserer Unternehmensgruppe investiert. Das folgende Schaubild zeigt die Stationen auf unserem Weg in das Energiesystem von morgen. UNSER WEG INS ENERGIESYSTEM VON MORGENMVV 2020![]() 20091 ► FERNWÄRMEMit Baubeginn der Fernwärmetrasse von Mannheim nach Speyer hat der Ausbau der Fernwärme an unseren Standorten Fahrt aufgenommen. Bis 2030 werden wir den Anteil der Wärmeversorgung deutlich erhöhen. 2 ► GKM BLOCK 9Baubeginn für Block 9 des Grosskraftwerks in Mannheim (GKM). Die hocheffiziente Anlage ist seit Mai 2015 im planmäßigen Leistungsbetrieb und ersetzt die ältesten Blöcke 3 und 4. 3 ► MOMAIm Pilotprojekt "Modellstadt Mannheim" entsteht ein "Smart Grid" für 1 000 Haushalte, der Vorläufer unter anderem der heutigen Strombank. Initiator: MVV Energie gemeinsam mit acht Partnern. 20104 ► WINDKRAFTMit dem Kauf von acht Windkraftanlagen in Plauerhagen (Mecklenburg-Vorpommern) beginnt der Aufbau unseres eigenen Windenergieportfolios, das mittlerweile 174 MW umfasst. 20115 ► TSCHECHIENUnser tschechisches Tochterunternehmen übernimmt das abfallbefeuerte Heizkraftwerk in Liberec. Das Kraftwerk ist eine von insgesamt drei Abfallverwertungsanlagen in der Tschechischen Republik und liefert Strom und Wärme für die rund 100 000 Einwohner der Stadt. 20126 ► PLYMOUTHMVV Umwelt beginnt mit dem Bau einer thermischen Abfallverwertungsanlage im Südwesten Englands. Die kommerzielle Inbetriebnahme erfolgte im Spätsommer 2015. 7 ► FERNWÄRMESPEICHERBaubeginn für den Fernwärmespeicher von MVV Energie auf dem Gelände des GKM. Seit der Inbetriebnahme im Winter 2013/14 ist mit ihm die Versorgungssicherheit in der Metropolregion Rhein-Neckar sowie die Energieeffizienz des GKM gestiegen. 8 ► BIOMETHANANLAGENIn Klein Wanzleben, in der Nähe von Magdeburg, geht die erste Biomethananlage von MVV Energie in Betrieb. Bis Ende des Geschäftsjahrs 2014/15 sind zwei weitere Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt dazu gekommen. 20139 ► VERTRIEBDer Energiefonds "SpotLight" geht an den Start. Mit dieser Weiterentwicklung des Energiefonds bieten wir Firmenkunden mit eigener Stromerzeugung das Management ihres Energieportfolios an. Seitdem hat unser Vertrieb eine Vielzahl an innovativen Produkten entwickelt. 10 ► RIDHAM DOCKIm südöstlich von London gelegenen Industriehafen Ridham Dock beginnt MVV Umwelt mit dem Bau eines KWK-fähigen Biomassekraftwerks. Die Anlage ist seit Spätsommer 2015 im kommerziellen Betrieb. 11 ► HANDELMit dem Zwei-Schicht-Betrieb bei MVV Trading startet der Ausbau des Energiehandels, um künftig die Chancen an den Energiemärkten besser nutzen zu können. Inzwischen handeln wir rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche. 201412 ► FRANKREICHDie französische Semardel Gruppe und MVV Umwelt gründen eine gemeinsame Tochtergesellschaft: Sie bewirbt sich auf Ausschreibungen für die Betriebsführung von Abfallverwertungsanlagen in Frankreich. 13 ► LUMINATISMit der Beteiligung der MVV Enamic an dem Luxemburger LED-Spezialisten Luminatis haben wir einen kompetenten Partner mit Know-how in Sachen energieeffizienter Beleuchtung an unserer Seite. 14 ► UMWELTDie thermische Abfallverwertungsanlage Trea Leuna produziert nun neben Strom auch Prozessdampf, mit dem sie den Chemieparkbetreiber InfraLeuna beliefert. Durch die Auskopplung von Dampf steigt der Grad der Brennstoffausnutzung und damit die Energieeffizienz des Kraftwerks erheblich. 15 ► BEEGYMVV Energie, Baywa, Glen Dimplex und GreenCom Networks gründen Beegy, ein branchenübergreifendes Joint Venture für dezentrales Energiemanagement. Beegy bietet Komplettlösungen rund um erneuerbare Energien und deren Systemintegration an. 16 ► STROMBANKIn Mannheim beginnt der Praxistest für die dezentrale Speicherung von selbsterzeugtem Solarstrom. MVV Energie ist bei dem Forschungsprojekt Konsortialführer. 17 ► JUWI / WINDWÄRTSDurch die Partnerschaft mit der Juwi AG und den Erwerb der Assets der Windwärts Energie GmbH decken wir nun auch im Bereich der erneuerbaren Energien die gesamte Wertschöpfungskette ab -von der Projektentwicklung bis zur Stromvermarktung. 18 ► KONZESSIONENMVV Energie konnte in jüngster Vergangenheit alle wichtigen Konzessionsverträge für Energie und Wasser in der Region verlängern. Zudem ist es gelungen, in Ilvesheim und Ketsch zwei neue Stromkonzessionen zu gewinnen. 2015MEIN ► ZUKUNFTSVERSORGER![]() Seit dem Jahr 2009 haben wir unsere Unternehmensstrategie MVV 2020 konsequent umgesetzt. Wesentliche Bestandteile der Strategie waren ein Effizienzsteigerungs- sowie ein ambitioniertes Investitionsprogramm; in seinem Rahmen wollten wir bis zum Jahr 2020 rund 3 Mrd Euro investieren. In diesem Zeitraum hat ein fundamentaler Wandel im Energiesystem in Deutschland, der noch nicht abgeschlossen ist, sowohl die regulatorischen Rahmenbedingungen als auch das wirtschaftliche und wettbewerbliche Umfeld der Energiebranche massiv verändert. Um den sich verändernden Rahmenbedingungen gerecht zu werden, haben wir unsere Strategie fortlaufend weiterentwickelt - und werden das auch weiterhin tun. So schaffen wir die Grundlage, um unsere Vorreiterrolle beim Umbau des Energiesystems beibehalten und unsere Position im Wettbewerb sichern und ausbauen zu können. Unter dem Leitmotiv MEIN ► ZUKUNFTSVERSORGER![]() stellen wir unsere Kunden in Zukunft noch stärker als bisher in den Mittelpunkt. Dabei setzen wir auf:
Andere reden von der Energiewende. Wir machen sie.In den vergangenen sechs Jahren haben wir rund 2,5 Mrd Euro Investitionen getätigt oder verbindlich beschlossen. Dieses Investitionstempo halten wir auch in Zukunft bewusst hoch: Wir werden in den kommenden Jahren weitere 3 Mrd Euro in das zukunftsorientierte Wachstum unserer Unternehmensgruppe sowie in die Instandhaltung und Modernisierung unserer Anlagen und Netze investieren. ÜBERZEUGTE KUNDEN:Wir richten unsere Produkte und Dienstleistungen auf die individuellen Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden aus. Mit exzellentem Service und innovativen Lösungen wollen wir unseren Kunden Wertschätzung entgegenbringen und sie überzeugen und begeistern. GEWACHSENE KOMPETENZ:Mit der langjährigen Erfahrung und dem Know-how unserer Mitarbeiter gestalten wir die Transformation des Energiesystems aktiv mit. Als lernende Organisation verknüpfen wir unsere Kompetenzen mit Prozessexzellenz und Leistungsfähigkeit und entwickeln sie zukunftsorientiert weiter. NEUE ENERGIE:Das Energiesystem der Zukunft entsteht durch eine intelligente Verknüpfung von erneuerbaren und konventionellen Energien. MVV Energie ist einer der Wegbereiter dieser Transformation. Dies verbinden wir mit unserer Innovationskraft und unserer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit. Neuausrichtung unseres VertriebsEinhergehend mit einem Marktumfeld, das sich grundlegend verändert, wandeln sich die Bedürfnisse der Kunden. Gefragt sind innovative Lösungen, die alle aktuellen technischen Möglichkeiten nutzen und die Wünsche der Verbraucher berücksichtigen. Unsere Vertriebseinheiten richten sich auf die neuen Herausforderungen des Energiemarkts aus: Sie bieten Produkte und Dienstleistungen rund um eine nachhaltige Energieversorgung an und stellen den Kundennutzen in den Fokus ihrer Lösungen. Dazu haben wir zum 1. Oktober 2015 neue Vertriebsstrukturen aufgebaut mit dem Ziel, für unsere Kunden mit nur einem einzigen Ansprechpartner die Komplexität des Energiegeschäfts zu verringern. In unserem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015/16 werden wir detailliert darüber berichten. WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNGWir wollen den Unternehmenswert des MVV Energie Konzerns langfristig und nachhaltig steigern. Dabei legen wir den Wertbeitrag (Value Spread) zugrunde. Ein positiver Value Spread und damit eine Steigerung des Unternehmenswerts werden erreicht, wenn wir eine Rendite (ROCE) erwirtschaften, die über den Kapitalkosten (WACC) liegt. Die folgende Grafik stellt die Ermittlung des Value Spread vereinfacht dar: Ermittlung des Value Spread (vereinfachte Darstellung)![]() Bei dem ROCE handelt es sich um die Rendite des für unsere interne Steuerung maßgeblichen bereinigten operativen Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern (Adjusted EBIT) auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital (Capital Employed). Auf dieser Basis ergab sich für das Berichtsjahr ein ROCE von 6,6 % im Vergleich zu 6,7 % im Vorjahr. Während das Adjusted EBIT mit 175 Mio Euro leicht über dem Vorjahresniveau lag, ist das durchschnittlich eingesetzte Kapital aufgrund unseres Investitionsprogramms um 133 auf 2 660 Mio Euro gestiegen. Dies führte gegenüber dem Vorjahr zu einem Rückgang des ROCE. Der WACC (gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz) stellt unsere langfristig operativ zu erwirtschaftende Mindestrendite dar. Wir haben die Parameter zur Ermittlung des WACCs im Geschäftsjahr 2014/15 aufgrund der Marktveränderungen aktualisiert. Auf Basis der veränderten Parameter ergab sich für das Berichtsjahr ein WACC vor Steuern von 6,4 % (Vorjahr 7,4 %). WACC-Parameter des MVV Energie Konzernsscroll
Bei der Ermittlung des risikolosen Basiszinses legen wir wie im Vorjahr die langfristige Zinsstrukturkurve der Deutschen Bundesbank mit einer Restlaufzeit von bis zu 30 Jahren zugrunde. Die Marktrisikoprämie orientiert sich neben unseren eigenen Marktstudien an den Empfehlungen des Fachausschusses für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft des Instituts der deutschen Wirtschaftsprüfer. Die Berechnung des Beta-Faktors erfolgt mit Hilfe einer Peergroup, die aus vergleichbaren europäischen Energieunternehmen besteht. Steuerungskennzahlen des MVV Energie Konzerns in %![]() Als Differenz aus dem ROCE von 6,6 % (Vorjahr 6,7 %) und dem WACC vor Steuern von 6,4 % (Vorjahr 7,4 %) ergab sich für das Geschäftsjahr 2014/15 ein Value Spread in Höhe von 0,2 % (Vorjahr - 0,7%). Durch die konsequente Umsetzung unserer Unternehmensstrategie - insbesondere durch unsere Zukunftsinvestitionen - erwarten wir, dass sich unser Adjusted EBIT und damit auch der Value Spread positiv entwickeln werden. Nähere Informationen befinden sich im Kapitel ► Unternehmensstrategie ab Seite 66 und im ► Prognosebericht ab Seite 106. TECHNOLOGIE UND INNOVATIONDie Energiewende in Deutschland hat Veränderungsprozesse in der Energiewirtschaft ausgelöst; der rasante technologische Fortschritt bietet den Unternehmen der Energiebranche die Chance, ihre Angebote zu verbessern und neue Geschäftsmodelle aufzubauen: Die Bedeutung von stärker kundenorientierten Dienstleistungen und Produkten wächst. Darüber hinaus werden die Aufgaben, die Energieversorger heute und zukünftig erfüllen müssen, komplexer. Der Trend geht zu einer Energieversorgung, die dezentral ist und in der Konsequenz zunehmend digital gesteuert wird. Vor diesem Hintergrund nutzen wir innovative Technik und testen sie auf ihre Zukunftsfähigkeit. Dabei ist es unser übergeordnetes Ziel, die Voraussetzungen zu schaffen, marktreife Produkt- und Dienstleistungsangebote zu entwickeln, die verstärkt die Bedürfnisse unserer Kunden berücksichtigen. Um dieses Ziel zu erreichen, hat MVV Energie 2014 die Stabsabteilung Customer Experience und Innovation aufgebaut. Hier sind Innovationsmanager und Marktforscher gemeinsam tätig, um kundennahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufzusetzen und voranzutreiben. Zusätzlich sind Mitarbeiter aus unseren operativen Geschäftsbereichen an den Projekten beteiligt, wie zum Beispiel in unseren Vertriebs- und Energiedienstleistungseinheiten sowie in unserem neuen Geschäftsfeld New Ventures. Dementsprechend spiegeln sich die Entwicklungskosten für Technologie und Innovation, insbesondere für unsere Aktivitäten zum dezentralen Energiemanagement, nicht vollständig in den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung nach IFRS wider. Diese betrugen im Berichtsjahr 0,8 Mio Euro (Vorjahr 2,2 Mio Euro). Wir stellen im Folgenden einige unserer Projekte vor, die wir im Geschäftsjahr 2014/15 verfolgt haben. Forschungsprojekt Strombank ausgezeichnetUnser Forschungsprojekt Strombank wurde mit dem PV Magazine Award "Top Innovation" ausgezeichnet. Das Betreibermodell für Quartierspeicher befindet sich seit Dezember 2014 in der Praxiserprobung; 14 Haushalte und vier Gewerbebetriebe in Mannheim nehmen teil. Ihnen bietet die Strombank, die ein Alternativkonzept zu Heimbatteriespeichern darstellt, Stromspeicherkapazität als Dienstleistung an. Strom wird zunehmend dezentral aus erneuerbaren Energien erzeugt. Wird der Strom aus Sonnen- und Windenergie direkt am Ort der Erzeugung verbraucht, entlastet das die Stromnetze; zudem kommt es nicht zu Transportverlusten. Daher ist es sinnvoll, Strom vor Ort zu speichern, wenn mehr Energie produziert als verbraucht wird. In einem Speicher wie der Strombank wird der Stromüberschuss aus den Teilnehmerhaushalten zentral gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist. Dabei ist der Name des Forschungsprojekts, das auf zwölf Monate ausgelegt ist, Programm: Die Strombank funktioniert wie eine Bank, in die Geld eingezahlt und abgehoben werden kann. Jeder Teilnehmer kann jederzeit seinen Stromkontostand einsehen und die eigenen Erzeugungs- und Verbrauchsdaten kontrollieren. Dazu sind die Einspeiser via Internet über eine "Energy Cloud" mit dem Speicher der Strombank verbunden. MVV Energie treibt das Forschungsprojekt seit 2013 als Konsortialführer voran. Es wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des BWPLUS-Programms gefördert. Ebenfalls am Projekt beteiligt sind der Batteriehersteller ads-tec, Nürtingen, der Mannheimer Netzbetreiber Netrion sowie das Institut für Photovoltaik an der Universität Stuttgart. Brennstoffzellenheizungen erfolgreich getestetNoch bis Mitte 2016 wird das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Projekt "Callux Praxistest Brennstoffzelle fürs Eigenheim" laufen; es untersucht den Alltagsbetrieb von insgesamt 26 Brennstoffzellen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar. Dank des Projekts konnte die Markteinführung von Brennstoffzellenheizungen, die mit Erdgas betrieben werden, erfolgreich vorbereitet werden - MVV Energie hat in Zusammenarbeit mit anderen Energieversorgern und führenden Heizgeräteherstellern dazu beigetragen. Im Projekt wurde zum einen die Technologie umfassend bewertet, zum anderen konnten auf Basis der Betriebserfahrungen Geschäftsmodelle entwickelt werden. Darüber hinaus wurden im Projektverlauf die Kosten für die Geräte und für den Service erheblich gesenkt. Aufgrund unseres intensiven Dialogs während der Testphase ist es uns gelungen, eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen. Elektrofahrzeuge intelligent ins Netz bringenIm Projekt "Smart Grid Integration" (SGI), das als Teil des Spitzenclusters Elektromobilität Süd-West vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, haben wir mit insgesamt fünf Projektpartnern über drei Jahre hinweg untersucht, wie Elektrofahrzeuge in Verteilnetze integriert werden können. Aus Sicht eines Netzbetreibers stand für MVV Energie dabei vor allem folgende Frage im Zentrum des Interesses: Wie müssen Ladevorgänge koordiniert und gesteuert werden, damit Engpässe in den Verteilnetzen vermieden werden und die Netzstabilität auch bei stark fluktuierender Erzeugung gesichert werden kann? Die Ladevorgänge, die auf Informations- und Kommunikationstechnik gestützt sind, sollten zudem nutzerfreundlich gestaltet sein. Die Projektergebnisse zeigen: Durch intelligentes Lademanagement ist es möglich, die Anforderungen an Kundenfreundlichkeit und Netzstabilität gleichermaßen zu erfüllen. Dies setzt jedoch voraus, dass bei einem hohen Anteil an Elektrofahrzeugen die Koordination der Ladevorgänge dynamisch an die aktuellen Netzzustände angepasst wird. Praxistest mit intelligenten MesssystemenBereits im Jahr 2009 wurde mit einer europäischen Energiebinnenmarktrichtlinie der Grundstein für den Einsatz intelligenter Messsysteme, sogenannter Smart Meter, gelegt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat in einem Gesetzentwurf zur "Digitalisierung der Energiewende" vom September 2015 klare Vorgaben zur Einführung der modernen Technik in Deutschland formuliert: Der Einbau intelligenter Messsysteme soll ab 2017 verpflichtend sein für Kunden mit einem Jahresverbrauch über 10 000 kWh und ab 2020 auch für Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 6 000 kWh pro Jahr. Smart Meter Gateways dienen im Messwesen als die zentrale Kontroll- und Steuerungseinheit und bilden die zentrale Schnittstelle zum Kunden. Die Soluvia Metering GmbH bereitet sich als Dienstleister für den Messstellenbetrieb und die Messdienstleistung des MVV Energie Konzerns seit 2012 intensiv auf den Einsatz der neuen Technik vor. Dabei ist die Kernaufgabe die Smart-Meter-Gateway-Administration: Mit hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit müssen die intelligenten Messsysteme betrieben werden. Dazu hat Soluvia Metering bereits im April 2015 einen ersten Praxistest gestartet. Bis zum Abschluss der Testphase im Sommer 2016 sollen 150 intelligente Messsysteme in den drei Netzgebieten von MVV Energie (Mannheim, Kiel und Offenbach) eingebaut sein. Steuerung dezentraler Lasten im TestAm 1. Juni 2015 ist das europaweite Entwicklungs- und Demonstrationsprojekt RealValue im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon 2020 gestartet. An ihm sind MVV Energie, Beegy GmbH und Glen Dimplex Deutschland als deutsche Kooperationspartner beteiligt. Ziel des Projekts ist es, intelligent gesteuerte Elektrospeicherheizungen und Warmwasserwärmepumpen zu entwickeln, beim Kunden zu testen und ihren wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen im zukünftigen Energiesystem zu bewerten. Bis Mitte 2018 sind Praxistests in Deutschland, darunter auch bei Kunden in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar, in Irland und in Lettland geplant. Die Vorteile für die Marktteilnehmer werden in Zusammenarbeit mit renommierten europäischen Instituten eruiert. Studie ermittelt großes Interesse an BatteriespeichernDie Energieerzeugung wird mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien dezentraler und flexibler. Die Stromkunden werden zu Prosumern, das heißt sie sind gleichzeitig Produzenten und Konsumenten. Um ein effizientes Energiemanagement zu gewährleisten, werden intelligente Lösungen und Dienstleistungen benötigt. Dazu gehört insbesondere die Möglichkeit, den selbst erzeugten Strom zu speichern: Hier gewinnen Batteriespeicher immer mehr an Bedeutung. Die forsa.main marktinformationssysteme GmbH hat im Auftrag von MVV Energie eine Marktforschungsstudie durchgeführt und ermittelt, dass das Interesse, mit Hilfe von Batteriespeichern selbst produzierten Solarstrom zu speichern, mit 71 % der Befragten ausgesprochen hoch ist. Als Vorteile von Batteriespeichern werden genannt: Den Verbrauch der Eigenproduktion zu erhöhen, den Zukauf zu reduzieren, die Stromrechnung zu verringern und insgesamt die Autarkie zu steigern. Ein Komplettservice mit Beratung, Einbau, Wartung der Photovoltaik- oder Heizungsanlage und dem Batteriespeicher, wie es von dem Gemeinschaftsunternehmen Beegy GmbH angeboten wird, war für die Befragten dabei besonders attraktiv. WIRTSCHAFTSBERICHTRAHMENBEDINGUNGENVeränderungen in der EnergiepolitikWesentliche energiepolitische Aspekte für MVV EnergieIn unserem Geschäftsjahr 2014/15 wurde die energiepolitische Agenda in Deutschland vor allem durch die Diskussionen zur Umgestaltung des Strommarktdesigns bestimmt. Wir pflegen den Dialog mit Politik und Behörden und beteiligen uns so aktiv am Meinungsbildungsprozess. Für den zukünftigen Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns sind insbesondere die folgenden energiepolitischen Entwicklungen und regulatorischen Rahmenbedingungen von hoher Relevanz:
Ausgestaltung des Strommarktdesigns steht ausAm 3. Juli 2015 veröffentlichte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Weißbuch, in dem erstmals Maßnahmen zur konkreten Ausgestaltung des künftigen Strommarktdesigns benannt werden. Insgesamt schlägt das BMWi 20 Maßnahmen vor; die wichtigsten dienen dazu, stärkere Marktmechanismen zur Weiterentwicklung des Strommarkts zu etablieren. Dazu gehören unter anderem: gesetzliche Regelungen zur politischen Selbstbindung in Bezug auf Preisspitzen, Regelungen zur Bilanzkreisbewirtschaftung und die Weiterentwicklung des Regelenergiemarkts. Die Versorgungssicherheit soll durch eine Kapazitätsreserve gewährleistet werden: Es ist geplant, zunächst ältere Braunkohle-Kraftwerksblöcke mit einer Leistung von 2,7 GW in die Reserve zu überführen; diese Kraftwerksblöcke sollen anschließend schrittweise stillgelegt werden. Ziel ist es, 22 Mio Tonnen CO2 einzusparen, um das nationale Minderungsziel für CO2 bis zum Jahr 2020 zu erreichen. Wir halten die vorgeschlagene Ausgestaltung des Strommarktdesigns für zukunftsfähig, denn sie beinhaltet eine konsequente Weiterentwicklung des heutigen Energy-Only-Markts und lässt bewusst Preisspitzen zu. Wichtig ist, dass Systemsicherheit geschaffen wird und permanente Eingriffe in den Markt unnötig werden. Bei der Ausgestaltung der nun vorgeschlagenen Kapazitätsreserve muss unserer Meinung nach darauf geachtet werden, dass keine Marktverzerrungen entstehen. Am 14. September 2015 wurde ein erster Referentenentwurf für ein Strommarktgesetz vom BMWi veröffentlicht; er greift eine Vielzahl der Themen des BMWi-Weißbuchs auf. Im Rahmen der darauf folgenden Länder- und Verbändekonsultation hat sich MVV Energie an den Stellungnahmen der Verbände beteiligt. Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz wird novelliertFür MVV Energie ist auch die Reform des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) von hoher Bedeutung. Die Novelle ist ein wichtiger Baustein der energiepolitischen Rahmenbedingungen; denn die KWK weist zum einen erhebliche CO2 -Minderungspotenziale auf und stellt zum anderen ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen dem Wärme- und dem Strommarkt dar. Seit der letzten KWKG-Novelle im Jahr 2012 hat sich die wirtschaftliche Situation der meisten KWK-Anlagen deutlich verschlechtert. Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 25 % der Stromerzeugung aus KWK zu generieren, kann voraussichtlich nicht mehr erreicht werden. Eine Reform des KWKG halten wir daher für zwingend erforderlich. Dabei sollte unter anderem an dem Ziel, 25 % des gesamten Stroms aus KWK zu erzeugen, festgehalten werden; dieses Ziel könnte bis zum Jahr 2025 erreicht werden. Eine Absenkung der Zielgröße - so wie es vom BMWi vorgeschlagen wird - erachten wir nicht als sinnvoll, da so die hohen CO2 -Einsparpotenziale der KWK nicht realisiert werden können. Ein Kabinettsbeschluss zum KWKG wurde Mitte September 2015 getroffen; wir rechnen damit, dass das neue Gesetz zum 1. Januar 2016 in Kraft treten wird. Evaluierung der Novelle des Erneuerbare-Energien-GesetzesDie Reform des EEG, die am 1. August 2014 in Kraft trat, hatte zum Ziel, die Kosten im Zusammenhang mit dem Umbau des Energiesystems in Deutschland wirksam zu begrenzen - und so die EEG-Umlage stabil zu halten und die erneuerbaren Energien stärker an den Markt heranzuführen. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde vor allem darüber diskutiert, wie die Auktionen auszugestalten sind, die in der Reform festgeschrieben wurden - mit ihnen soll künftig die Vergütungshöhe für Strom aus erneuerbaren Energien ermittelt werden. Seit Jahresbeginn 2015 diskutiert das BMWi mögliche Ausgestaltungs- und Ansatzpunkte für das konkrete Ausschreibungsdesign mit Fachexperten. Das Eckpunktepapier des BMWi, das Ende Juli 2015 erschienen ist, wird nun im Rahmen eines Konsultationsprozesses bis Ende 2015 weiter konkretisiert. Die Vorschläge sollen zum einen mit den Beihilfegrundsätzen der EU konform sein, zum anderen sollen sie den Ansprüchen an ein effizientes, teilnehmerfreundliches Ausschreibungsdesign genügen. Zwei Aspekte sind für MVV Energie von zentraler Bedeutung: Zum einen wie das Referenzertragssystem vom EEG auf die Ausschreibungen überführt werden soll und zum anderen, dass die jährliche Ausschreibungsmenge hinreichend hoch ist. Der Bundestag wird sich voraussichtlich im Jahr 2016 mit den Ausschreibungsmodalitäten befassen. Energiepaket der Europäischen Union liegt vorAm 15. Juli 2015 hat die Europäische Kommission (KOM) ein Energie-Aktionspaket vorgelegt, wie der Emissionshandel und der Strommarkt weiterentwickelt werden können und wie die Verbraucherrechte, die dezentrale Energieversorgung und die Energieeffizienz beim Endkunden gestärkt werden sollen. Das Paket stellt einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung der sogenannten Energieunion dar - die KOM stärkt damit die Richtungsentscheidung des BMWi für einen Energy-Only-Markt; auch steht sie Kapazitätsmärkten kritisch gegenüber. Zur Weiterentwicklung des Emissionshandels hat die Kommission einen Vorschlag vorgelegt, der Eckpunkte konkretisiert, die bereits Anfang 2014 formuliert wurden. Unter anderem soll die zulässige CO2 -Menge nun jährlich um 2,2 % gesenkt werden statt wie bisher um 1,74 %. Die Kommission will auf diese Weise erreichen, dass die EU-internen CO2 -Emissionen bis 2030 um 40 % gegenüber 1990 gesenkt werden. Die Geschäftsmodelle von MVV Energie sind bereits auf das Energiesystem der Zukunft ausgerichtet; es sind daher keine Anpassungen aufgrund des Energie-Aktionspakets notwendig. FinanzmarktregulierungFür Unternehmen des MVV Energie Konzerns sind die Anforderungen im Zusammenhang mit der Finanzmarktregulierung gestiegen. Am 7. Januar 2015 ist die REMIT-Durchführungsverordnung in Kraft getreten; sie konkretisiert die Vorgaben der REMIT (Regulation on wholesale Energy Market Integrity and Transparency - Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts, Dezember 2011). Mit der REMIT-Durchführungsverordnung werden die noch offenen Verpflichtungen aus der REMIT wirksam, für die die Verordnung den notwendigen Rahmen geschaffen hat. Bei der REMIT handelt es sich um eine branchenspezifische Regulierung des europäischen Energiegroßhandelsmarkts für Strom und Gas. Die wichtigsten Regelungen der REMIT betreffen zum einen die Marktintegrität, dies beinhaltet ein Marktmanipulations- sowie ein Insiderhandelsverbot, und zum anderen die Transparenz: Fundamental- und Handelsdaten sind der europäischen Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) zu melden, zudem müssen Insiderinformationen veröffentlicht werden. In der REMIT-Durchführungsverordnung wurde festgelegt, dass die Meldepflicht am 7. Oktober 2015 beginnt. Die Meldepflicht zu diesem Zeitpunkt bezieht sich jedoch nur auf Standardhandelsgeschäfte, die auf Börsen oder vergleichbaren Handelsplattformen gehandelt werden. Ab dem 7. April 2016 sind auch Nicht-Standardhandelsgeschäfte zu melden. Darüber hinaus besteht für Marktteilnehmer eine Registrierungspflicht bei der Bundesnetzagentur. Novelle der Anreizregulierung und Veränderungen im MesswesenIm Frühjahr 2015 veröffentlichte das BMWi seine Eckpunkte für die Novellierung der Anreizregulierung. Sie bilden die Basis für die laufenden Diskussionen insbesondere über den Zeitverzug zwischen Investitionen und Kapitalrückflüssen, die Effizienzwertbestimmung sowie die künftige Anwendung des vereinfachten Verfahrens für kleinere Netzbetreiber. Mit Blick auf den Einsatz und die Finanzierung intelligenter Messsysteme stellt das BMWi derzeit vor allem die Fristen für den Rolloutplan sowie Preisobergrenzen hierfür zur Debatte. Seit Herbst 2015 liegt der Entwurf für ein "Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende" vor; mit ihm wurde das Gesetzgebungsverfahren angestoßen. Markt- und WettbewerbsumfeldDeutsche Wirtschaft gewachsenDie Wirtschaftskraft in Deutschland nahm in allen Quartalen unseres Geschäftsjahrs 2014/15 (Oktober 2014 bis September 2015) zu: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Schlussquartal des Kalenderjahrs 2014 (Oktober bis Dezember 2014) gegenüber dem Vorquartal um 0,7 %. Im 1. Quartal des Kalenderjahrs 2015 (Januar bis März 2015) verlangsamte sich das Wachstum mit 0,3 % etwas, setzte sich aber im 2. Kalenderquartal (April bis Juni 2015) mit einem Plus von 0,4 % weiter fort. In ihrem Herbstgutachten vom Oktober 2015 gehen die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute gemeinschaftlich davon aus, dass das BIP im 3. Kalenderquartal (Juli bis September 2015) gegenüber dem Vorquartal um 0,4 % gestiegen ist. Für das Gesamtjahr 2015 rechnen sie damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 1,8 % steigt. In erster Linie soll der private Konsum dieses Wachstum tragen - obwohl erwartet wird, dass die privaten Konsumausgaben im weiteren Jahresverlauf nicht mehr so hohe Zuwachsraten wie in den vergangenen Quartalen erreichen werden. Energieverbrauch über VorjahrNach Schätzungen des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vom September 2015 stieg der Stromverbrauch von Januar bis Juni 2015 gegenüber dem 1. Kalenderhalbjahr des Vorjahrs um 1,0 %. Der Erdgasverbrauch lag in den ersten sieben Monaten 2015 um 11,7 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert. Erneuerbare Energien erreichten Rekordanteil von 33 % an deutscher StromerzeugungDer Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung ist nach Schätzungen des BDEW in ersten neun Monaten des Jahres 2015 auf eine neue Rekordmarke gestiegen: Nach 28 % im Vorjahreszeitraum erreichte er bis September 33 %. Während die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen einen Zuwachs von 52 % verzeichnete, stieg die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen gegenüber dem Vorjahr um 5 %. Die Stromproduktion aus Biomassekraftwerken und biogenem Siedlungsabfall ist um 3 % gewachsen. Zur Stromerzeugung in Deutschland steuerte Windkraft in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 einen Anteil von 12 % bei; der Anteil von Photovoltaik lag bei 7 % und der von Biomasse einschließlich biogenem Siedlungsabfall bei 8 %. Die Anteile, die konventionelle und nukleare Anlagen an der Stromerzeugung hatten, entwickelten sich rückläufig: Braunkohlekraftwerke 24 % (Vorjahr 25 %), Steinkohlekraftwerke 18 % (Vorjahr 19 %), Kernenergie 14 % (Vorjahr 15 %), Erdgas 8 % (Vorjahr 9 %). Markterwartungen für unsere Wachstumsfelder positivNach Einschätzung der Energieversorger wird sich der Markt für die dezentrale Energieversorgung verdoppeln: Das ist ein Ergebnis einer Umfrage für die Studie "Dezentrale Energiewirtschaft 2025", welche die Unternehmensberatung CGT im Auftrag des BDEW durchgeführt hat. Laut der Studie lag der Anteil der dezentralen Energieversorgung im Jahr 2010 bei 15 %; für das Jahr 2025 wird mit einem Anteil von über 30 % gerechnet. Besonders großes Potenzial sehen die Energieversorger in den Bereichen dezentrale Wärme- und Nahwärmeversorgung, energiewirtschaftliche Beratung von Prosumern, Planung, Bau und Betriebsführung dezentraler Erzeugungsanlagen, Direktvermarktung und Portfoliomanagement - in diesen Bereichen haben wir strategische Schwerpunkte gesetzt. Großhandelspreise entwickelten sich uneinheitlichDie Energiepreise gingen im Verlauf des Berichtsjahrs größtenteils zurück: Die Großhandelspreise für Brennstoffe und Strom sanken, insbesondere die Preise am Öl- und Kohlemarkt verloren deutlich. Dagegen stiegen die Preise für Emissionszertifikate aufgrund von politischen Entscheidungen an. Im Geschäftsjahr 2014/15 bewegten sich die Notierungen der ROHÖLSORTE BRENT für die Lieferung im Folgemonat (Frontmonat) zwischen 42,69 US-Dollar/Barrel und 94,16 US-Dollar/Barrel; der durchschnittliche Preis lag im Berichtsjahr mit 61,76 US-Dollar/ Barrel um 45,87 US-Dollar/Barrel unter dem Vorjahresniveau von 107,63 US-Dollar/Barrel. Bis Ende Januar prägte eine starke Überversorgung den Ölmarkt - damit einhergehend verfielen die Preise; eine entscheidende Rolle hierbei spielte, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) das Angebot nicht anpasste. Ab Mitte April stabilisierte sich der Markt aufgrund der zurückgehenden Explorationstätigkeit in den USA über der Marke von 60,00 US-Dollar/Barrel. Ende Juli sanken die Preise wieder, weil sich eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran abzeichnete - und damit die Aussicht bestand, dass Sanktionen aufgehoben werden könnten. Auch danach konnte sich der Ölmarkt nicht deutlich erholen, aufgrund der Sorgen über die chinesische Konjunktur sowie der deutlichen Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten. Die durchschnittlichen erdgaspreise für das Frontjahrprodukt im Marktgebiet Net-Connect Germany (NCG) notierten im Berichtsjahr bei 21,77 Euro/MWh und damit um 3,63 Euro/MWh tiefer als im Vorjahr. Da Langzeit-Importverträge zum Teil noch an den Ölpreis gekoppelt sind, wurde auch der Gasmarkt vom Preisverfall am Ölmarkt beeinflusst. Die Ukraine-Krise und Spekulationen über mögliche Sanktionen gegen Gazprom stützten die Preise für Frontjahreskontrakte im Winter immer wieder. Für deutliche Preisaufschläge am Markt sorgte im Februar die Meldung, dass die Fördermenge des größten Gasfelds der Niederlande, Groningen, gekürzt wird, weil zuletzt eine Häufung von Erdbeben in dieser Region aufgetreten war. Ab Juli sank der Preis für das Frontjahresprodukt dann jedoch im Zusammenhang mit der Schwäche am Ölmarkt deutlich. Entwicklung der Großhandelspreise für Strom, Gas und CO2 - Zertifikate in Euro![]() Entwicklung der Großhandelspreise für Öl und Kohle in US-Dollar![]() Entwicklung des Clean Dark Spread 2016 in Euro![]() Die Preise für GRUNDLASTSTROM mit Lieferung im Folgejahr fielen durch die deutlichen Verluste am Kohlemarkt. Trotz leicht gestiegener Preise für Emissionsberechtigungen verlor der Frontjahrespreis im Berichtsjahr 3,46 Euro/MWh; im Durchschnitt lag er bei 32,35 Euro/MWh. Diskussionen um den Klimabeitrag für Kohlekraftwerke und die Stilllegung von Braunkohlekraftwerken betreffen einen langfristigen Planungszeitraum, daher stützten sie lediglich die Preise von Kontrakten, die weiter in die Zukunft gerichtet waren. Der seit 2011 bestehende Abwärtstrend bei den KOHLEPREISEN auf dem europäischen Kohlemarkt setzte sich auch im Berichtsjahr fort - trotz der Stilllegung einiger Kohleminen: Die Frontjahrpreise für Steinkohle im ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) fielen verglichen mit dem Vorjahr um 20,18 US-Dollar/Tonne auf im Mittel 60,66 US-Dollar/Tonne. Grund für die Preisschwäche sind nach wie vor das Kohleüberangebot und die rückläufige Nachfrage nach Kohle weltweit. Hinzu kam eine Abwertung der Währungen vieler Exportländer gegenüber dem US-Dollar (zum Beispiel in Russland und Kolumbien), was zu vermehrtem Export führte. Die Preise für EMISSIONSBERECHTIGUNGEN für die Lieferung im jeweils kommenden Jahr erreichten im Geschäftsjahr 2014/15 ein Durchschnittsniveau von 7,28 Euro/Tonne CO2 und lagen somit um 1,74 Euro/Tonne CO2 höher als im Vorjahreszeitraum. Weil der Markt mit Zertifikaten weiterhin von Überversorgung geprägt war, führten auch in diesem Jahr primär politische Entscheidungen zu dieser Entwicklung: Preistreiber war die Diskussion und der Beschluss der Markt-Stabilitätsreserve - diese erlaubt es, dem Markt als "atmende" Reserve sowohl Zertifikate zu entnehmen als auch wieder zuzuführen. Ab 2020 soll sie so zu einer Verknappung auf dem Markt beziehungsweise zu einer Stabilisierung der Preise auf einem höheren Niveau führen. Die ERZEUGUNGSMARGE DER STEINKOHLEVERSTROMUNG, der Clean Dark Spread, verlor leicht und notiert weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Wenn man variable Kostenbestandteile berücksichtigt, können Steinkohlekraftwerke in Deutschland derzeit nicht rentabel betrieben werden. Marktpositionen des MVV Energie KonzernsDie STROMERZEUGUNG AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN (EE) UND KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK) wird im Rahmen der Energiewende immer bedeutender. In Deutschland erzeugte der MVV Energie Konzern im Geschäftsjahr 2014/15 22 % seiner gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und 26 % im effizienten Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung. Unser Erzeugungsanteil aus EE und KWK belief sich auf insgesamt 48 %. Im Vergleich dazu liegt der vorläufige Bundesdurchschnitt für das Jahr 2014 mit 43 % deutlich darunter. Wir bieten die DIREKTVERMARKTUNG VON STROM AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN nach dem Marktprämienmodell an. Zum Ende des Berichtsjahrs hatte der Vertrieb der MVV Energie AG Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energiequellen in Deutschland mit einer Leistung von 3 400 MW unter Vertrag. Marktführer sind wir bei der Direktvermarktung von Photovoltaikanlagen: Die Leistung, die wir vermarkten, liegt bei über 1 300 MW. Zu den Marktführern in Deutschland zählt unser Konzern auch bei der ENERGETISCHEN NUTZUNG VON BIOMASSE. Unsere Tochterunternehmen MVV Umwelt GmbH und MVV Enamic GmbH betreiben insgesamt 17 Biomasse- und Biogasanlagen, in denen wir im Berichtsjahr 343 Mio kWh Strom und 244 Mio kWh Wärme erzeugten. Darüber hinaus verfügten wir in Deutschland zum Ende des Geschäftsjahrs 2014/15 über drei Biomethananlagen, in denen 144 Mio kWh Biomethan erzeugt und in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist wurden. Unsere Unternehmensgruppe ist einer der größten FERNWÄRMEANBIETER in Deutschland: Im Berichtsjahr konnten wir einen Fernwärmeabsatz von 6,3 Mrd kWh verzeichnen. Wir gehören in Deutschland auch zu den größten Betreibern von THERMISCHEN ABFALLVERWERTUNGS- UND BIOMASSEANLAGEN. An unseren deutschen Standorten wurden im Berichtsjahr 1,8 Mio Tonnen Abfall und Ersatzbrennstoffe zur thermischen Verwertung angeliefert. Unser Teilkonzern MVV Energie CZ a.s. ist auf dem WÄRMEMARKT IN TSCHECHIEN an 13 Standorten tätig. Im Geschäftsjahr 2014/15 haben unsere tschechischen Tochtergesellschaften rund 715 Mio kWh Fernwärme abgesetzt. WitterungseinflüsseFür den Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns sind die Witterungsverhältnisse - insbesondere in den Wintermonaten - von hoher Bedeutung. Wir verwenden die Gradtagszahlen als Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz unserer Kunden: Niedrige Außentemperaturen führen zu höheren Werten der Gradtagszahlen - diese wiederum gehen einher mit einem höheren Heizenergiebedarf. Die Definition der Gradtagszahlen befindet sich im ► Glossar auf Seite 191. In den Sommermonaten begünstigen hohe Temperaturen und geringe Niederschläge unseren Wasserabsatz; dieser ist für unser Konzernergebnis allerdings von geringer Bedeutung. Die ersten drei Monate (September bis Dezember 2014) des Berichtsjahrs wiesen für die Jahreszeit überdurchschnittlich hohe Temperaturen auf. Insgesamt lagen die Gradtagszahlen unserer Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2014/15 mit einem kumulierten Wert von 16 245 um 5,5 % über dem niedrigen Vergleichswert des Vorjahrs von 15 396, weil im Unterschied zum Berichtsjahr die gesamte Heizperiode des Vorjahrs durch eine außergewöhnlich milde Witterung geprägt wurde. Die nachstehenden Grafiken zeigen die monatlichen Gradtagszahlen für den Standort Mannheim in Abhängigkeit von den tagesmittleren Außentemperaturen. Tagesmittlere Außentemperatur in ° Celsius![]() Gradtagszahlen![]() GESCHÄFTSENTWICKLUNGVergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlaufscroll
Nichtfinanzielle LeistungsindikatorenDie Leistungsfähigkeit des MVV Energie Konzerns zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennzahlen, sie wird auch durch andere Einflussfaktoren bestimmt. In diesem Kapitel berichten wir über unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die nicht der Steuerung des MVV Energie Konzerns dienen, aber für die Unternehmensentwicklung eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehört die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen, der Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien, der Stromerzeugungsmengen, der Wärme- und Dampferzeugung und der CO2 -Emissionen. Um die Übersichtlichkeit und Klarheit des zusammengefassten Lageberichts zu steigern, stellen wir die bisher an dieser Stelle berichteten Informationen zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unseren wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten jetzt im Kapitel ► Nachhaltigkeit ab Seite 40 dar. Mitarbeiterzahl leicht gestiegenZum 30. September 2015 beschäftigte der MVV Energie Konzern insgesamt 5 308 Mitarbeiter und damit 142 Personen mehr als zum Bilanzstichtag des Vorjahrs. Dabei wurde die Entwicklung unserer Mitarbeiterzahlen durch gegenläufige Effekte geprägt: Mitarbeiterzuwächse hatten wir dadurch zu verzeichnen, dass wir im 1. Quartal 2014/15 die Windwärts Energie GmbH übernommen und im gesamten Jahresverlauf die Betriebsmannschaft unserer englischen Tochtergesellschaften verstärkt haben. Darüber hinaus hat die Energieversorgung Offenbach AG über Tochtergesellschaften die MDW Muldendienst West GmbH und die MobiHeat GmbH übernommen. Dem standen Personalrückgänge - insbesondere bei der MVV Energie AG, der Energieversorgung Offenbach AG und der Stadtwerke Kiel AG - gegenüber. Personalstand (Köpfe) des MVV Energie Konzerns zum Bilanzstichtagscroll
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Vorjahreswerte angepasst Im Inland waren zum 30. September 2015 insgesamt 4 676 Personen für uns tätig, 115 mehr als ein Jahr zuvor. Im Ausland beschäftigte der MVV Energie Konzern zum Bilanzstichtag insgesamt 632 Personen (Vorjahr 605); davon waren 555 im tschechischen Teilkonzern und 64 bei unseren englischen Tochtergesellschaften tätig. Über ein Tochterunternehmen der Windwärts Energie GmbH beschäftigten wir 13 Mitarbeiter in Frankreich. Informationen über unsere Personalstrategie befinden sich im Kapitel ► Mitarbeiter auf Seite 51. Der Personalaufbau und tarifliche Erhöhungen führten dazu, dass der bereinigte Personalaufwand im Geschäftsjahresvergleich um 26 auf 352 Mio Euro stieg. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien unter VorjahrDie STROMERZEUGUNGSKAPAZITÄT (installierte Leistung) unserer Anlagen aus erneuerbaren Energien und Abfall/Ersatzbrennstoffen (EBS) hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und lag zum 30. September 2015 bei 345 MW. Installierte Leistung von erneuerbaren Energien und biogenem Anteil Abfall/EBS des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Im Geschäftsjahr 2014/15 lagen unsere STROMERZEUGUNGSMENGEN AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN (einschließlich des biogenen Anteils von Abfall und Ersatzbrennstoffen) in Deutschland mit 828 Mio kWh um 44 Mio kWh (- 5 %) unter dem Vorjahr. Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und biogenem Anteil Abfall/EBS des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Die Stromerzeugungsmengen aus unseren Windkraftanlagen erreichten im Berichtsjahr 318 Mio kWh. Der Anstieg um 26 Mio kWh gegenüber dem Vorjahr ist darin begründet, dass im 2. Quartal 2013/14 zehn Windkraftanlagen auf dem Hungerberg ans Netz gegangen sind. Diese haben im Berichtsjahr erstmals ganzjährig Strom erzeugt. Zum 30. September 2015 verfügte unsere Unternehmensgruppe bei Windkraftanlagen an Land über eine installierte Gesamtleistung von rund 174 MWel. Die Stromerzeugungsmengen unserer Biomassekraftwerke lagen mit 318 Mio kWh in etwa auf Vorjahresniveau. Unsere Biogasanlagen erzeugten gegenüber dem Vorjahr 7 Mio kWh mehr Strom. Dieser Anstieg ist vor allem auf eine effizientere Auslastung unserer Bestandsanlagen zurückzuführen. Hinzu kamen Strommengen aus unserer neuen Biomethananlage in Staßfurt, die neben Biomethan durch den Einsatz eines Blockheizkraftwerks auch Strom erzeugt. Die Stromerzeugungsmengen aus der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen (biogener Anteil) nahmen gegenüber dem Vorjahr um 77 Mio kWh auf 161 Mio kWh ab. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Veränderung bei unserer thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage in Leuna (Trea Leuna): Sie produziert seit Mitte 2014 neben Strom auch Prozessdampf, mit dem sie den Chemieparkbetreiber InfraLeuna zur Versorgung der Standortkunden beliefert. Die Auskopplung von Prozessdampf geht einher mit einem Rückgang der Stromerzeugungsmengen. Gesamte Stromerzeugungsmengen auf VorjahresniveauIm Vergleich zum Vorjahr veränderte sich die STROMERZEUGUNGSMENGE DES MVV ENERGIE KONZERNS in Deutschland mit 3 834 Mio kWh kaum. Stromerzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Die STROMERZEUGUNGSMENGE AUS KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK) nahm im Geschäftsjahresvergleich um 86 Mio kWh auf 984 Mio kWh ab. Der Rückgang ist insbesondere auf eine geringere KWK-Stromerzeugung im Teilkonzern Kiel zurückzuführen. Die SONSTIGE STROMERZEUGUNG enthält insbesondere die in Kondensationsturbinen im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) auf Steinkohlebasis erzeugten Strommengen, die wir gemäß unseren Anteilen berücksichtigen. Wesentlicher Grund für den Mengenanstieg aus der sonstigen Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem die Inbetriebnahme von Block 9 im GKM. Wärme- und Dampferzeugung über VorjahrGegenüber dem Vorjahr stieg die WÄRME- UND DAMPFERZEUGUNGSKAPAZITÄT (Nettoengpassleistung) unserer Anlagen in Deutschland um 199 MWth auf 3 106 MWth im Berichtsjahr. Wärme- und Dampferzeugungskapazität des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Im Geschäftsjahresvergleich nahm die WÄRME- UND DAMPFERZEUGUNGSMENGE um 531 Mio kWh auf 5 663 Mio kWh zu. Neben dem weiteren Ausbau der Fernwärme mit Kraft-Wärme-Kopplung ist der Anstieg vor allem auf die Auskopplung von Prozessdampf der Trea Leuna zurückzuführen. Wärme- und Dampferzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Biomethanerzeugung weiter ausgebautInsgesamt verfügte der MVV Energie Konzern zum Geschäftsjahresende 2014/15 über drei Biomethananlagen. Unsere Biomethananlagen in Kroppenstedt und in Staßfurt sind im 2. Quartal 2013/14 beziehungsweise im Mai 2015 in Betrieb gegangen. Aufgrund dessen stiegen die erzeugten Mengen Biomethan im Geschäftsjahresvergleich von 103 Mio kWh auf 144 Mio kWh. Biomethanerzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Schonung fossiler RessourcenAls Eckpfeiler einer modernen ressourcenschonenden Energieerzeugung setzt der MVV Energie Konzern neben fossilen Brennstoffen insbesondere auf die energetische Nutzung von Abfällen und Biomasse. Eingesetzte Brennstoffe in Kraftwerken des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Direkte CO2-EmissionenIm Berichtsjahr haben unsere Erzeugungsanlagen in Deutschland insgesamt 3,70 Mio Tonnen CO2 (Vorjahr 3,59 Mio Tonnen) emittiert. Mit einem Anteil von 88 % (Vorjahr 88 %) haben unsere ETS-Anlagen (Emissionspflichtige Kraft- und Heizwerke) - im Wesentlichen das Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) - einen maßgeblichen Einfluss auf den Gesamtausstoß. Direkte CO2-Emissionen (Scope 1) des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Der Aufwand aus Emissionsrechten nahm im Geschäftsjahresvergleich um 9 auf 38 Mio Euro zu. Dem standen Erträge aus Emissionsrechten in Höhe von 34 Mio Euro (Vorjahr 30 Mio Euro) gegenüber. Vermiedene CO2-EmissionenDurch die klimaneutrale Stromerzeugung aus unseren Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) leisten wir einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz. In der nachstehenden Tabelle stellen wir die vermiedenen CO2 -Emissionen aus unseren EE-Anlagen - differenziert nach Kraftwerkstypen - dar: Vermiedene CO2-Emissionen aus EE-Anlagen des MVV Energie Konzerns in Deutschlandscroll
Im Berichtsjahr konnten wir aus unseren EE-Anlagen in Deutschland rund 640 000 Tonnen CO2 -Äquivalente einsparen. Unsere Biomassekraftwerke und Windkraftanlagen lieferten mit einem Anteil von jeweils 39 % die größten Beiträge. Der Rückgang im Geschäftsjahresvergleich resultierte neben den niedrigeren Stromerzeugungsmengen aus der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen (biogener Anteil) auch aus der jährlichen Anpassung der spezifischen Einsparungsparameter des Umweltbundesamts, die uns als Grundlage für die Berechnung der CO2 -Einsparung dienen ("Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger - Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2012", Stand: Dezember 2013 für das Geschäftsjahr 2013/14; "Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger - Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2013", Stand: Dezember 2014 für das Geschäftsjahr 2014/15). AbsatzentwicklungWir erläutern unsere Absatzentwicklung produktorientiert. Die Strom-, Wärme-, Gas- und Wassermengen ordnen wir den Berichtssegmenten entsprechend der Wertschöpfungsstufen rechnerisch zu. StromabsatzStromabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Unser Stromabsatz ging im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 11 % zurück. Im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur bilden wir den Teil der Stromerzeugung aus unseren Windkraftanlagen ab, der an Dritte vermarktet wird (Außenabsatz), sowie die Stromerzeugung der MVV Umwelt GmbH. Seit dem Geschäftsjahr 2014/1 5 werden die Stromlieferungen der thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage in Leuna (Trea Leuna) an den Chemieparkbetreiber InfraLeuna nicht mehr dem Vertrieb der MVV Energie AG, sondern direkt der MVV Umwelt GmbH zugeordnet. Dies führte dazu, dass sich der Stromabsatz im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt hat. Ursache für den Mengenrückgang im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement ist die Verlagerung des Stromhandels vom Langfrist- in den Kurzfristmarkt. Damit einhergehend wurden weniger Mengen gehandelt. Dieser Marktstruktureffekt führte zu einem Rückgang des Stromabsatzes um 15 %. Im Geschäftsjahresvergleich sank der Stromabsatz im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen um 7 %. Der Rückgang ist insbesondere auf einen niedrigeren Stromabsatz an Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteiler sowie an Privat- und Geschäftskunden zurückzuführen. Die Entwicklung bei unseren Privat- und Geschäftskunden wurde vor allem durch den Verkauf unserer Tochtergesellschaft Secura Energie im 4. Quartal des Vorjahrs geprägt. Im Berichtssegment Strategische Beteiligungen nahm der Stromabsatz gegenüber dem Vorjahr leicht zu. WärmeabsatzWärmeabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
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Korrektur im Vorjahr Im Geschäftsjahresvergleich nahm unser Wärmeabsatz um 11 % zu. Der Anstieg ist vor allem darin begründet, dass die Trea Leuna wie bereits berichtet seit Mitte 2014 neben Strom auch Prozessdampf auskoppelt. Die Belieferung von Prozessdampf an InfraLeuna wird als Wärmeabsatz im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur abgebildet. Dadurch hat sich der Wärmeabsatz in diesem Segment gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt. Die gegenüber dem Vorjahr insgesamt kühlere Witterung führte zu einem etwas höheren Fernwärmeabsatz im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen, allerdings temperaturbedingt auf niedrigem Niveau. Hauptgrund für den Rückgang des Wärmeabsatzes um 4 % im Berichtssegment Strategische Beteiligungen war der rückläufige Wärmeabsatz in Tschechien. GasabsatzGasabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Im Berichtsjahr lag unser Gasabsatz um 5 % unter dem Vorjahresniveau. Der Gasabsatz stieg im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen insbesondere witterungsbedingt um 3 %. Gegenläufig wirkte sich der bereits erwähnte Verkauf der Secura Energie im Vorjahr aus. Der Rückgang des Gasabsatzes im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement um 8 % ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Liquidität an den Gashandelsmärkten zugenommen hat und dadurch die Gashandelsmengen abnehmen. Das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur enthält den Gasabsatz aus unseren drei Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt. Der deutliche Anstieg um 40 % resultiert daraus, dass unsere neuen Biomethananlagen in Kroppenstedt und in Staßfurt erst seit dem 2. Quartal des Vorjahrs beziehungsweise seit Mai 2015 Biomethan in das öffentliche Erdgasnetz einspeisen. Im Berichtssegment Strategische Beteiligungen stieg der Gasabsatz im Berichtsjahr vor allem witterungsbedingt um 7 %. WasserabsatzWasserabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Im Geschäftsjahresvergleich nahm der Wasserabsatz um 0,9 Mio m3 auf 46,3 Mio m3 ab. Angelieferte brennbare Abfälle des MVV Energie KonzernsAngelieferte brennbare Abfälle des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.scroll
Das Volumen der Abfall- und Holzanlieferungen lag im Berichtsjahr um 5 % über dem Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen daraus, dass wir bereits im Rahmen des Probebetriebs unserer neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien - die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham Dock - erste Abfall- und Holzanlieferungen erhalten hatten. Beide Anlagen wurden im Spätsommer 2015 in Betrieb genommen. ErtragslageDer International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Die MVV Energie AG setzt seit dem 1. Oktober 2014 unter anderem erstmalig die Standards IFRS 10 und IFRS 11 um. Dadurch ergibt sich bei den Gesellschaften unseres Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt eine Änderung der Konsolidierungsmethode; sie werden nicht mehr quotal bilanziert, sondern At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anwendung ist retrospektiv umzusetzen, deshalb haben wir die Vorjahreszahlen angepasst. Weitere Informationen zu den Änderungen befinden sich in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 117. Im 1. Quartal 2014/15 hat der MVV Energie Konzern 50,1 % an der Juwi AG im Wege einer Kapitalerhöhung erworben. Im 4. Quartal haben wir den Anteil auf 63,1% erhöht. Der Teilkonzern Juwi wird im Jahresabschluss 2014/15 als Gemeinschaftsunternehmen nach der At-Equity-Methode konsolidiert. UmsatzentwicklungIm Berichtsjahr ging der UMSATZ ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 295 Mio Euro auf 3 422 Mio Euro zurück. Das entspricht einem Rückgang von 8 %. Im Geschäftsjahr 2014/15 stammten 97 % des Konzernumsatzes aus dem Inland und 3 % aus dem Ausland. In der nachfolgenden Tabelle weisen wir zusätzlich zur Umsatzentwicklung nach Berichtssegmenten die Umsatzerlöse bei unseren Kernprodukten Strom, Wärme, Gas und Wasser aus. Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns1 vom 1.10. bis 30.9.scroll
Im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR stieg der Umsatz im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 51 auf 454 Mio Euro (+ 13 %). Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf den Ausbau unserer eigenen Erzeugung aus erneuerbaren Energien sowie auf die Projektentwicklung erneuerbarer Energien zurückzuführen. Die gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Strom- und Gashandelsmengen führten im Geschäftsjahr 2014/15 im Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT zu einem Umsatzrückgang um 195 Mio Euro (- 21 %) auf 733 Mio Euro. Im Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2014/15 mit 2 133 Mio Euro um 145 Mio Euro (- 6 %) unter dem des Vorjahrs. Hauptursache für den Rückgang war ein geringerer Stromabsatz bei Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteilern. Bei den Privat- und Geschäftskunden hatten wir niedrigere Strom- und Gasmengen zu verzeichnen - unter anderem aufgrund des Verkaufs unserer Tochtergesellschaft Secura Energie im 4. Quartal 2013/14. Der Umsatz im Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN lag mit 99 Mio Euro leicht unter dem Vorjahresniveau. Entwicklung weiterer wesentlicher Positionen in der Gewinn- und VerlustrechnungDie Veränderung des MATERIALAUFWANDS entsprach im Wesentlichen der Umsatzentwicklung. Er ging im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 11 % auf 2 677 Mio Euro zurück. Der BEREINIGTE PERSONALAUFWAND stieg im Geschäftsjahresvergleich um 26 auf 352 Mio Euro - vor allem aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf ► Seite 80. Die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGE lagen ohne Berücksichtigung der IAS 39 Effekte mit 90 Mio Euro um 6 Mio Euro über dem Vorjahr. Ohne Berücksichtigung der Bewertungseffekte nach IAS 39 verringerten sich die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 13 auf 173 Mio Euro. In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Bewertungseffekte nach IAS 39 in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Ihr Saldo ergab im Geschäftsjahr 2014/15 einen negativen Effekt von 7 Mio Euro; diesem stand im Vorjahr ein positiver Bewertungseffekt von 23 Mio Euro gegenüber. In den IAS 39 Effekten spiegelt sich die Marktpreisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Die IAS 39 Bewertung ist weder zahlungswirksam, noch beeinflusst sie unser operatives Geschäft oder die Dividende. Die ABSCHREIBUNGEN haben sich im Berichtsjahr mit 161 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr kaum verändert. Überleitungsrechnung zum Adjusted EBITFür unsere wertorientierte interne Steuerung verwenden wir das Adjusted EBIT. Bei dieser operativen Ergebnisgröße vor Zinsen und Ertragsteuern eliminieren wir die positiven und negativen Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Finanzderivaten nach IAS 39 zum 30. September 2015 im Saldo von - 7 Mio Euro und zum 30. September 2014 von 23 Mio Euro. Darüber hinaus eliminieren wir den Effekt von - 3 Mio Euro beziehungsweise - 2 Mio Euro aus der Strukturanpassung der Altersteilzeit im Berichtsjahr und im Vorjahr. Die Zinserträge aus Finanzierungsleasing, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem EBIT ausgewiesen werden, rechnen wir beim Adjusted EBIT hinzu. Sie stammen aus Contracting-Projekten und zählen zu unserem operativen Geschäft. Wir stellen in der folgenden Tabelle dar, wie wir das in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014/15 ausgewiesene EBIT auf das aussagefähigere Adjusted EBIT überleiten. Überleitungsrechnung vom EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT vom 1.10. bis 30.9.scroll
ErgebnisentwicklungDas ADJUSTED EBIT stieg im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 5 Mio Euro (+ 3 %) auf 175 Mio Euro. Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns nach Berichtssegmenten vom 1.10. bis 30.9.scroll
Der Anstieg des Adjusted EBIT im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR um 7 % ist vor allem auf unser Netzgeschäft zurückzuführen. Darüber hinaus konnten im Zusammenhang mit Verzögerungen bei einem unserer großen Investitionsprojekte Forderungen gegenüber Sublieferanten geltend gemacht werden. Im Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT lag das Adjusted EBIT mit - 29 Mio Euro um 7 Mio Euro unter dem Vorjahr. Die Zunahme des Adjusted EBIT im Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN auf 42 Mio Euro ist zum einen auf IFRS-Bewertungseffekte bei der Ergebnisfortschreibung einer At-Equity-Beteiligung zurückzuführen. Zum anderen wirkte sich die im Vergleich zum Vorjahr insgesamt kühlere Witterung positiv auf das Segmentergebnis aus. Hauptursache für den Ergebnisrückgang im Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN um 25 % auf 21 Mio Euro war vor allem der niedrigere Fernwärmeabsatz unseres tschechischen Teilkonzerns. Das BEREINIGTE FINANZERGEBNIS bildet den Saldo von Finanzerträgen und Finanzaufwendungen ab. Mit - 43 Mio Euro veränderte es sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr kaum. Im Geschäftsjahr 2014/15 ergab sich nach Abzug des bereinigten Finanzergebnisses ein ADJUSTED EBT von 132 Mio Euro im Vergleich zu 127 Mio Euro im Vorjahr. Die auf das Adjusted EBT des Geschäftsjahrs 2014/15 bezogene Steuerquote beträgt 29,8 % (Vorjahr 26,7 %). Die bereinigten Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf 40 Mio Euro (Vorjahr 34 Mio Euro). Nach deren Abzug ergab sich für das Geschäftsjahr 2014/15 ein BEREINIGTER JAHRESÜBERSCHUSS von 92 Mio Euro (Vorjahr 93 Mio Euro). Im Geschäftsjahr 2014/15 wies der MVV Energie Konzern einen BEREINIGTEN JAHRESÜBERSCHUSS NACH FREMDANTEILEN von 75 Mio Euro aus (Vorjahr 86 Mio Euro). Auf dieser Grundlage ergab sich für das Berichtsjahr ein BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE von 1,14 Euro (Vorjahr 1,30 Euro). Die Aktienanzahl lag unverändert bei 65,9 Millionen Stück. Eine Übersicht zu den bereinigten Kennzahlen befindet sich in der ► Kennzahlentabelle dieses Geschäftsberichts. Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den QuartalenIn den nachfolgenden Grafiken stellen wir dar, wie sich der Umsatz ohne Energiesteuern und das Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns pro Quartal entwickelt haben. Grundsätzlich liegen unser Konzernumsatz und unser operatives Konzernergebnis im 4. Quartal unter denen der Vorquartale, da die Umsatzbeiträge aus dem Heizenergiegeschäft fehlen; zudem führen wir bevorzugt im 4. Quartal Instandhaltungsmaßnahmen und Revisionen an unseren Anlagen durch. Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns nach Quartalen in Mio Euro![]() Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns nach Quartalen in Mio Euro![]() Anteil der Berichtssegmente am Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns, Geschäftsjahr 2014/15![]() Adjusted EBIT nach Berichtssegmenten des MVV Energie Konzerns in Mio Euro, Geschäftsjahr 2014/15![]() VermögenslageBilanzstruktur des MVV Energie Konzerns in Mio Euro, Anteile in %![]() BilanzentwicklungDer International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRIS IC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet. Auf die geänderten Standards gehen wir in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 117 detailliert ein. Die BILANZSUMME des MVV Energie Konzerns lag zum 30. September 2015 mit 4 584 Mio Euro um 513 Mio Euro über dem Wert zum Bilanzstichtag des Vorjahrs. Im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs erhöhten sich die LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE um 457 auf 3 513 Mio Euro. Das Sachanlagevermögen stieg um 27 auf 2 531 Mio Euro. Das entspricht einem Anteil von rund 55 % an der Bilanzsumme. Die Anteile an At-Equity-Unternehmen stiegen insbesondere aufgrund des Erwerbs von 63,1 % der Anteile an der Juwi AG um 159 auf 347 Mio Euro. Die Ausweitung der Handelsaktivitäten und die dadurch höheren Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte führten zu einem Anstieg der langfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 251 auf 326 Mio Euro. Die KURZFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE stiegen gegenüber dem 30. September 2014 um 56 auf 1 071 Mio Euro und entsprachen damit rund 23 % der Bilanzsumme. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Bilanzstichtag leicht unter dem Vorjahr. Die kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte stiegen gegenüber dem 30. September 2014 um 125 auf 314 Mio Euro. Ursache für diese Entwicklung war im Wesentlichen die höhere Marktbewertung der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte. Die Forderungen aus Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos lagen zum 30. September 2015 bei 54 Mio Euro im Vergleich zu 55 Mio Euro zum 30. September 2014. Die flüssigen Mittel verringerten sich um 108 auf 263 Mio Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Erwerb der 63,1 %-Beteiligung an der Juwi AG und die Übernahme der Vermögenswerte der Windwärts Energie GmbH zurückzuführen. Hinzu kam die Ausübung einer Kaufoption für die thermische Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage Trea Leuna. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs veränderte sich das EIGENKAPITAL des MVV Energie Konzerns einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter kaum. Zum 30. September 2015 belief es sich auf 1 314 Mio Euro. Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir unsere Konzernbilanz um die kumulierten Bewertungseffekte nach IAS 39: Die Vermögensseite kürzen wir um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden latenten Steuern; zum 30. September 2015 waren dies 511 Mio Euro (30. September 2014: 156 Mio Euro). Auf der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die darauf entfallenden latenten Steuern, die zum 30. September 2015 einen Wert von 572 Mio Euro erreichten (30. September 2014: 216 Mio Euro). Beim Eigenkapital eliminieren wir den hier wirksamen Saldo; er betrug zum 30. September 2015 insgesamt - 61 Mio Euro (30. September 2014: - 60 Mio Euro). Auf dieser bereinigten Basis errechnete sich zum 30. September 2015 ein bereinigtes Eigenkapital von 1 376 Mio Euro (30. September 2014: 1 396 Mio Euro). Bezogen auf die bereinigte Bilanzsumme von 4 073 Mio Euro (30. September 2014: 3 915 Mio Euro) lag die bereinigte Eigenkapitalquote zum 30. September 2015 bei 33,8 % im Vergleich zu 35,7 % zum 30. September 2014. Die LANGFRISTIGEN SCHULDEN nahmen im Vergleich zum 30. September 2014 um 501 auf 2 211 Mio Euro zu. Vor allem durch die Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens zur weiteren Finanzierung von Investitionen bei einer Tochtergesellschaft in Großbritannien sowie die Aufnahme von Schuldscheindarlehen erhöhten sich die langfristigen Finanzschulden um 228 Mio Euro. Der Anstieg der langfristigen anderen Verbindlichkeiten um 285 Mio Euro ist hauptsächlich auf die Ausweitung der Handelsaktivitäten und die dadurch höheren Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte zurückzuführen. Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs nahmen die KURZFRISTIGEN SCHULDEN des Vorjahrs um 34 auf 1 059 Mio Euro zu. Aufgrund der Ausweitung der Handelsaktivitäten und der dadurch höheren Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte erhöhten sich die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten um 89 Mio Euro. Zum 30. September 2015 enthielten sie Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos (Margins) in Höhe von 2 Mio Euro im Vergleich zu 1 Mio Euro zum 30. September 2014. Demgegenüber verringerten sich die kurzfristigen Finanzschulden um 58 Mio Euro. InvestitionenIm Geschäftsjahr 2014/15/15 investierte der MVV Energie Konzern insgesamt 470 Mio Euro (Vorjahr 310 Mio Euro). Von den Gesamtinvestitionen entfielen 336 Mio Euro (71 %) auf Wachstumsinvestitionen; 134 Mio Euro (29 %) haben wir für Bestandsinvestitionen verwendet, das heißt zur Modernisierung unserer Anlagen und Netze. Zu unseren größten Investitionsprojekten im Geschäftsjahr 2014/15 zählten:
Die neu erworbenen Anteile an Gesellschaften sind in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 117 aufgeführt. Investitionen des MVV Konzerns im Geschäftsjahr 2014/15![]() Investitionen des MVV Energie Konzernsscroll
Definition der Investitionen im ► Glossar auf Seite 192 FinanzlageKapitalflussrechnungDie kurz- und langfristigen Finanzschulden stiegen gegenüber dem 30. September 2014 um 170 auf 1 603 Mio Euro aufgrund der Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens zur weiteren Finanzierung von Investitionen bei einer Tochtergesellschaft in Großbritannien sowie der Aufnahme von Schuldscheindarlehen. Die Nettofinanz-schulden (kurz- und langfristige Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) erhöhten sich zum 30. September 2015 im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 278 auf 1 341Mio Euro. Der CASHFLOW VOR WORKING CAPITAL UND STEUERN erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 um 27 auf 375 Mio Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen, das nach der Bereinigung der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen über dem Vorjahr lag. Dabei hatten vor allem die Bereinigung der IAS 39 Sachverhalte, sowie die zahlungsunwirksamen At-Equity-Bewegungen einen hohen Einfluss. Diese flossen im Berichtsjahr mit einem deutlich niedrigeren Wert ein als im Vorjahr. Der CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT sank im Berichtsjahr um 153 auf 254 Mio Euro und resultiert aus den Veränderungen im Working Capital im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2013/14 wirkte sich das intensive Working Capital Management stärker auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus als im Berichtsjahr, in dem das hohe Niveau gehalten wurde. Vor allem infolge der Auszahlungen für die Beteiligung an der Juwi AG und für die Übernahme der Vermögenswerte der Windwärts Energie GmbH nahm der CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 149 auf 404 Mio Euro ab. Der CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT stieg im Geschäftsjahresvergleich von - 201 Mio Euro um 248 auf 47 Mio Euro. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf eine höhere Nettokreditaufnahme zurückzuführen. Der MVV Energie Konzern wies zum 30. September 2015 einen Finanzmittelbestand von 263 Mio Euro (Vorjahr 371 Mio Euro) aus. Professionelles FinanzmanagementDurch seinen guten Zugang zu den Kapitalmärkten kann der MVV Energie Konzern seinen Liquiditätsbedarf problemlos decken. Dabei profitiert unsere Unternehmensgruppe von ihrer guten Bonität, ihrem diversifizierten Geschäftsportfolio und ihrer auf profitables Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie. Aufgrund unserer guten Liquiditätsausstattung haben wir im Berichtsjahr nur wenige neue Finanzierungsverträge abgeschlossen beziehungsweise Auszahlungen abgerufen. Wir haben zur frühzeitigen Sicherung anstehender Refinanzierungen unter Nutzung des niedrigen Zins- und Margenniveaus Schuldscheindarlehen im Umfang von 100 Mio Euro aufgenommen. Unser zukünftiges Fälligkeitenprofil weist keine wesentlichen Spitzen aus und die Finanzierung unserer Investitionen ist auf einem günstigen Zinsniveau langfristig gesichert. Darüber hinaus verfügen die MVV Energie AG und die anderen Gesellschaften unseres Konzerns über bilaterale Kreditlinien. Tilgungsprofil des MVV Energie Konzerns in Mio Euro![]() Die Muttergesellschaft MVV Energie AG führt für sich und 30 weitere Beteiligungsgesellschaften unserer Unternehmensgruppe einen sogenannten Cash Pool. In dieser Funktion beschafft und sichert sie sowohl ihre eigene Liquidität als auch die Finanzmittel der Beteiligungsgesellschaften, die dem Cash Pool angeschlossen sind. Für Investitionen benötigtes Kapital wird über Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt. Aufgrund unserer neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien gewinnt die Entwicklung des Euro/Pfund-Wechselkurses für unser Konzernergebnis an Bedeutung. Informationen hierzu finden Sie auch im ► Bericht zu Chancen und Risiken auf Seite 97. RatingAus den Informationen, die wir in den regelmäßigen Ratinggesprächen mit unseren Kernbanken erhalten, können wir ableiten, dass der MVV Energie Konzern weiterhin im stabilen Investment-Grade-Bereich eingeordnet ist. Ein Rating des MVV Energie Konzerns durch eine Ratingagentur findet nicht statt. Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2014/15 und zur wirtschaftlichen LageWie erwartet wurde auch das Geschäftsjahr 2014/15 des MVV Energie Konzerns durch schwierige energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt - und zwar insbesondere durch nochmals gesunkene Strompreise an den Großhandelsmärkten und weiterhin niedrige Erzeugungsmargen. Dennoch blickt der Vorstand von MVV Energie auf ein weiterführendes und deshalb erfolgreiches Jahr zurück, denn unsere Unternehmensgruppe hat wichtige Meilensteine auf dem Weg in das Energiesystem der Zukunft erreicht und neue Schritte unternommen. Hervorzuheben sind hier vor allem die Inbetriebnahmen unserer neuen Erzeugungsanlagen, die Partnerschaft mit der Juwi AG, die Übernahme der Windwärts Energie GmbH und die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Beegy GmbH. Insgesamt ist der Vorstand mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Berichtsjahrs zufrieden: Mit 175 Mio Euro konnten wir unser angepasstes Ergebnisziel leicht übertreffen. Zu Beginn des Berichtsjahrs hatten wir für das Gesamtjahr 2014/15 noch ein operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) zwischen 180 und 195 Mio Euro prognostiziert. Aufgrund der außergewöhnlich milden Witterung im 1. Quartal 2014/15 (Oktober bis Dezember 2014) hatten wir bereits im Rahmen unserer Finanzberichterstattung angekündigt, dass die Erreichung dieses Ziels ambitionierter geworden ist; als es zusätzlich zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der beiden Erzeugungsanlagen in Großbritannien kam, haben wir unsere Prognose nach Ablauf des 1. Halbjahrs 2014/15 angepasst: Im Gesamtjahr 2014/15 wollten wir ein Adjusted EBIT etwa auf der Höhe des Vorjahrs erreichen, in dem wir 170 Mio Euro erzielt hatten. Unsere Umsatzprognose, die wir ebenfalls nach Ablauf des 1. Halbjahrs 2014/15 angepasst hatten, haben wir erfüllt: Der Umsatz (ohne Energiesteuern) lag mit 3,4 Mrd Euro um 8 % unter dem Niveau des Vorjahrs, ohne dass daraus jedoch Schlüsse auf die wettbewerbliche Position von MVV Energie gezogen werden könnten, da die Gründe für den Umsatzrückgang vor allem in Marktstruktureffekten im Handelsbereich lagen. Das Vorsteuerergebnis (Adjusted EBT) belief sich auf 132 Mio Euro, das entspricht einem Anstieg von 4 %. Der bereinigte Jahresüberschuss nach Fremdanteilen lag mit 75 Mio Euro um 11 Mio Euro unter dem Vorjahr. Daraus ergibt sich ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,14 Euro nach 1,30 Euro im Vorjahr. Mit einer bereinigten Eigenkapitalquote von 33,8 % und einer soliden Finanzierungsstruktur können wir unser Investitionstempo auch in Zukunft hoch halten. Erläuterungen zum Jahresabschluss der MVV Energie AG (HGB)Als börsennotierte Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns, stellt die MVV Energie AG ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes auf. Im Konzernabschluss der MVV Energie AG, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellt wird, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sind die Erträge und Aufwendungen der konsolidierten Tochtergesellschaften - im Unterschied zum Einzelabschluss nach HGB - in den einzelnen Ertrags- und Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Weitere Abweichungen zwischen dem Einzelabschluss der MVV Energie AG und dem Konzernabschluss ergeben sich insbesondere aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen den handelsrechtlichen und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS. Der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Auf unserer Internetseite steht der vollständige Jahresabschluss 2014/15 der MVV Energie AG unter www.mvv-investor.de als Download zur Verfügung. Ertragslage der MVV Energie AGGewinn- und Verlustrechnung der MVV Energie AG vom 1.10.2014 bis 30.9.2015scroll
Der Umsatz der MVV Energie AG sank im Geschäftsjahr 2014/15 auf 1 806 Mio Euro (Vorjahr 1 918 Mio Euro); er wurde ausschließlich in Deutschland erzielt. Der Rückgang ist vor allem auf niedrigere Strom- und Gashandelsmengen sowie auf einen rückläufigen Stromabsatz zurückzuführen. Mit einem Anteil von 74 % am Gesamtumsatz war das Stromgeschäft die umsatzstärkste Sparte der MVV Energie AG. Der Materialaufwand ging korrespondierend mit der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf 1 688 Mio Euro zurück. Im Geschäftsjahresvergleich erhöhten sich die Personalaufwendungen um 3,7 auf 113,5 Mio Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf tarifliche Erhöhungen zurückzuführen. Die Mitarbeiterzahl der MVV Energie AG nahm im Jahresdurchschnitt 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 39 auf 1 387 Personen ab. Zum 30. September 2015 beschäftigte die MVV Energie AG 1 400 Mitarbeiter, 11 weniger im Vergleich zum 30. September 2014. Die Abschreibungen veränderten sich gegenüber dem Vorjahr kaum. Im Berichtsjahr und im Vorjahr nahm die MVV Energie AG keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vor. Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 7,6 auf 99,4 Mio Euro steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den höheren Rückstellungen. Das Finanzergebnis stieg im Geschäftsjahresvergleich um 22,1 auf 53,0 Mio Euro. Niedrigeren Aufwendungen aus Verlustübernahmen (- 12,3 Mio Euro), niedrigeren Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen (- 3,4 Mio Euro) sowie höheren Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen (+ 9,3) und aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (+ 6,1) standen rückläufige Erträge aus Beteiligungen (- 6,2 Mio Euro) und sonstige Zinserträge und ähnliche Erträge (- 2,8 Mio Euro) gegenüber. Das ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT stieg gegenüber dem Ergebnis des Vorjahrs um 18,6 auf 107,2 Mio Euro. Im Berichtsjahr erwirtschaftete die MVV Energie AG nach Abzug von Steuern einen JAHRESÜBERSCHUSS von 80 Mio Euro (Vorjahr: 79 Mio Euro). Durch den Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 13. März 2015 haben wir 59,3 Mio Euro an die Aktionäre ausgeschüttet und 20,1 Mio Euro des Bilanzgewinns 2014/15 auf neue Rechnung vorgetragen. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahrs wurden 40,0 Mio Euro gemäß § 58 Abs. 2 AktG in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt. Im Geschäftsjahr 2014/15 wies die MVV Energie AG einen BILANZ-GEWINN in Höhe von 60,1 Mio Euro aus. Die Hauptversammlung findet am 4. März 2016 statt. Sie wird über den Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats entscheiden, der am 3. Dezember 2015 beschlossen wird. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2013/14 betrug 0,90 Euro je Aktie. Vermögens- und Finanzlage der MVV Energie AGDie bilanzielle Darstellung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 164 auf 2 358 Mio Euro. Die Aktivseite wird wesentlich durch das Finanzanlagevermögen geprägt: Zum 30. September 2015 betrug es 1 562 Mio Euro (Vorjahr 1 360 Mio Euro); das entspricht einem Anteil von 66 % (Vorjahr 62 %) an der Bilanzsumme. Der Anstieg des Finanzanlagevermögens ist vor allem auf die Beteiligung an der Juwi AG zurückzuführen. Das Sachanlagevermögen veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr kaum. Das Umlaufvermögen sank vor allem aufgrund des Rückgangs der flüssigen Mittel im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 39 auf 441 Mio Euro. Bilanz zum 30.9.2015der MVV Energie AGAktiva scroll
Das Eigenkapital stieg um 21 auf 1 019 Mio Euro. Der Anstieg der Rückstellungen um 27 auf 109 Mio Euro ist vor allem auf höhere Steuerrückstellungen und auf stichtagsbezogene nicht abgerechnete Leistungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten nahmen um 114 auf 1 188 Mio Euro zu. Die Ursache hierfür waren insbesondere höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber verbundenen Unternehmen. Demgegenüber verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 43 % (Vorjahr 45 %) und spiegelt eine solide Eigenkapitalausstattung der MVV Energie AG wider. Die MVV Energie AG nimmt die Finanzierungsfunktion für verbundene Unternehmen des MVV Energie Konzerns wahr. Im Rahmen dieser Funktion sichert die MVV Energie AG die operative Liquidität zahlreicher Gesellschaften und versorgt diese über Gesellschafterdarlehen mit langfristigem Kapital, das für Investitionen notwendig ist. Zu diesen Gesellschaften gehören unter anderem: MVV Umwelt UK GmbH, MVV Umwelt Asset GmbH, MVV Windenergie Deutschland GmbH und MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH. Zur Sicherung der Liquidität stehen zugesagte Kreditlinien in ausreichendem Umfang zur Verfügung. Tätigkeitsabschlüsse 2014/15Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2014/15 erfüllt die MVV Energie AG die Berichtspflicht nach § 6 b des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG): In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6 b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung, für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Wir erstellen zudem eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung für die Elektrizitäts- und Gasverteilung. Zum 30. September 2015 hat die MVV Energie AG die Darstellung ihrer Tätigkeitsabschlüsse gegenüber dem Vorjahr ergänzt. In der bisherigen Struktur der Tätigkeitsabschlüsse wurden in den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nur die Tätigkeiten des Verpächters, die mit der direkten Nutzung des Eigentumsrechts zusammenhängen, gezeigt. Darüber hinaus erbringen jedoch der technische Service und die kaufmännischen Unterstützungsleistungen ebenfalls Dienstleistungen für den Netzbetreiber, die Netrion GmbH. Diese Tätigkeiten wurden bisher überwiegend in den sonstigen Tätigkeiten ausgewiesen. In den Tätigkeitsabschlüssen für das Berichtsjahr wurde die Darstellung so erweitert, dass zwischen Dienstleistungen für den Netzbereich und Dienstleistungen für andere Bereiche unterschieden wird. Aus Vergleich-barkeitsgründen stellen wir die entsprechenden Vorjahreswerte in angepasster Form dar. ElektrizitätsverteilungDer Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung wies im Berichtsjahr einen Umsatz von 27,2 Mio Euro (Vorjahr 26,1 Mio Euro) aus. Gemessen am Gesamtumsatz des Elektrizitätssektors von 1,3 Mrd Euro (Vorjahr 1,5 Mrd Euro) ist der Umsatz des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung von geringer Bedeutung. Die Ergebnisse des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung der MVV Energie AG enthalten neben den Erträgen aus der Verpachtung ihrer Stromnetze an die Netrion GmbH auch Erträge aus Konzessionsabgaben und Erlöse aus dem technischen Service. Die Netrion verwaltet und betreibt die Verteilungsanlagen und -netze der MVV Energie AG und ist für die Instandhaltung verantwortlich. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe bis zum 30. September 2015 an die Netrion GmbH standen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Die Elektrizitätsverteilung wies im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 6,0 Mio Euro (Vorjahr - 0,1 Mio Euro) auf. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf niedrigere Aufwendungen aus Verlustübernahmen zurückzuführen. Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung lag zum Bilanzstichtag 30. September 2015 bei 114 Mio Euro (Vorjahr 112 Mio Euro) und entsprach damit 38 % (Vorjahr 32 %) der Bilanzsumme des Elektrizitätssektors der MVV Energie AG. Das Sachanlagevermögen der Elektrizitätsverteilung hat sich mit 107 Mio Euro im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs kaum verändert und stellte damit einen Anteil von 94 % (Vorjahr 95 %) an der Bilanzsumme der Elektrizitätsverteilung dar. Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten der Elektrizitätsverteilung von 39 auf 30 Mio Euro. GasverteilungMit einem Umsatz von 13,5 Mio Euro (Vorjahr 12,6 Mio Euro) ist der Tätigkeitsbereich Gasverteilung gemessen am Gesamtumsatz des Gassektors von 236 Mio Euro (Vorjahr 249 Mio Euro) von geringer Bedeutung. Die Ergebnisse des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung der MVV Energie AG enthalten - analog des Elektrizitätssektors - neben den Erträgen aus der Verpachtung ihrer Netze an die Netrion GmbH auch Erträge aus Konzessionsabgaben und Erlöse aus dem technischen Service. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe bis 30. September 2015 an die Netrion GmbH standen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Der Tätigkeitsbereich Gasverteilung erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 6,8 Mio Euro (Vorjahr 6,3 Mio Euro). Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung lag zum Bilanzstichtag 30. September 2015 bei 89 Mio Euro (Vorjahr 87 Mio Euro); das entspricht einem Anteil von rund 70 % (Vorjahr 64 %) an der Bilanzsumme des Gassektors der MVV Energie AG. Das Sachanlagevermögen der Gasverteilung lag mit 83 Mio Euro auf dem Vorjahresniveau und machte 93 % (Vorjahr 95 %) der Bilanzsumme der Gasverteilung aus. Auf der Passivseite nahmen die Verbindlichkeiten der Gasverteilung von 16 auf 14 Mio Euro ab. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)Gemäß § 289a HGB sind börsennotierte Unternehmen verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben: In dieser Erklärung berichten sie über die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und über Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden. Zudem berichten sie über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats. Die MVV Energie AG hat in ihrer aktuellen Erklärung zur Unternehmensführung bereits auf freiwilliger Basis die zukünftig erforderliche Veröffentlichung gemäß dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" umgesetzt. Wir haben die Erklärung zur Unternehmensführung mit Entsprechenserklärung am 5. November 2015 im Internet unter www.mvv-investor.de publiziert; zusätzlich befindet sie sich in diesem Geschäftsbericht 2014/15 im ► Bericht zur Corporate Governance auf den Seiten 29 bis 34. Erklärung gemäß § 312 Aktiengesetz (AktG)Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2014/15 gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und erklärt: "Die MVV Energie AG hat bei den Rechtsgeschäften, die im Bericht über die Beziehungen zur Stadt Mannheim und zu den verbundenen Unternehmen aufgeführt sind, nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten." BERICHT ZU CHANCEN UND RISIKENEnergiepolitische Entscheidungen und die sich massiv verändernden energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben den Geschäftsverlauf von Unternehmen der Energiebranche in Deutschland in den vergangenen Jahren in hohem Maße beeinflusst. Damit einhergehend sind die unternehmerischen Risiken für MVV Energie gestiegen; der Wandel im Energiesystem bietet jedoch auch Chancen, die wir konsequent nutzen. Vor diesem Hintergrund hat das professionelle, aktive Management von Risiken und Chancen für uns eine hohe Bedeutung. In diesem Bericht erläutern wir zunächst detailliert unser Risikomanagementsystem; danach zeigen wir die Entwicklung der erwarteten Gesamtrisikosituation auf. Abschließend erläutern wir die sechs Kategorien, in die wir Chancen und Risiken unterteilen. Über ein weiteres wichtiges Instrument zur Unternehmensführung, unser Internes Kontrollsystem zum Rechnungslegungsprozess, berichten wir ab ► Seite 100. Erläuterung des RisikomanagementsystemsUm signifikante negative Abweichungen vom geplanten Ergebnis zu vermeiden und unsere Gesellschaften vor bestandsgefährdenden Risiken zu schützen, gehen wir bewusst mit Chancen und Risiken um. Dafür nutzen wir systematisch unser Risikomanagementsystem: Wir identifizieren, bewerten und aggregieren Chancen und Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen Gegenmaßnahmen (Nettobetrachtung) zu einem Chance/Risiko-Profil. Gegebenenfalls ergreifen wir Maßnahmen zur Risikominimierung. Auf diese Weise überwachen und steuern wir die Entwicklungen im Geschäftsjahr. Wir erfassen grundsätzlich alle für unser Geschäft relevanten Risiken. Auch wenn wir Chancen und Risiken im Rahmen unserer Kurz- und Mittelfristplanung sorgfältig abwägen und sie in unserer Ergebnisprognose berücksichtigen, können unerwartete Entwicklungen und Ereignisse dazu führen, dass das Adjusted EBIT den geplanten Wert über- oder unterschreitet. Es ist Aufgabe des Vorstands, die Risikopolitik des Unternehmens zu beschließen; er legt sowohl die Prozesse und Zuständigkeiten fest als auch die Limits zur Risikosteuerung. Für alle Mitarbeiter steht unser Risikomanagement-Handbuch im Intranet zur Verfügung. Die Konzernrisikoposition wird von unserem zentralen Risikocontrolling überwacht; dort werden Risiken kontinuierlich beobachtet. Unser operatives Risikomanagement ist innerhalb der Geschäftseinheiten angesiedelt: In unseren legalen Geschäftseinheiten und den Geschäftsfeldern liegt die Verantwortung bei den sogenannten Risikoträgern; diese Mitarbeiter sind ebenfalls für die operativen Ergebnisse der jeweiligen Geschäftseinheiten verantwortlich. Die Risikoträger überprüfen regelmäßig die aktuelle Geschäftssituation und identifizieren und bewerten wesentliche Chancen und Risiken. Sie beurteilen mögliche finanzielle Auswirkungen von Chancen und Risiken auf das geplante Adjusted EBIT und melden ihre Auswertung standardisiert und regelmäßig an das zentrale Risikocontrolling. Es ist zudem Aufgabe der Risikoträger, entsprechende Maßnahmen zur Bewältigung der Risiken umzusetzen beziehungsweise Chancen zu nutzen. Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns![]() Die konzernweit ermittelten Chancen und Risiken aggregiert das zentrale Risikocontrolling mit Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung; die größten Einzelgefährdungen werden separat aufgeführt. Wir bewerten die Risikosituation, indem wir die finanziellen Auswirkungen bei Eintritt des Risikos mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit kombinieren; darauf aufbauend aggregieren wir die Risiken in insgesamt sechs Risikokategorien. Um die Risikosituation zu quantifizieren, bestimmen wir die mögliche Ergebniswirkung je Risikokategorie im Verhältnis zum Adjusted EBIT des Konzerns und unterscheiden in die Risikostufen "gering", "mittel" und "hoch". Das Chance/Risiko-Profil des Konzerns wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat in einem vierteljährlichen Risikoreport dargelegt. In dringlichen Fällen wird dem Vorstand umgehend berichtet - er informiert dann wiederum den Aufsichtsrat. Das Risikomanagementsystem wird intern durch die Konzernrevision regelmäßig überprüft. Ein Fokus unseres Risikomanagements liegt darauf, Risiken zu verringern oder auf Dritte zu überwälzen; dafür entwickeln wir geeignete Maßnahmen und überwachen deren Umsetzung. Risiken bewusst einzugehen, kann zu einer erfolgreichen Risikostrategie gehören; dazu müssen sie beherrschbar sein und ihnen müssen entsprechende Chancen oder andere Kompensationsmöglichkeiten, zum Beispiel über Diversifizierung, gegenüberstehen. Gesamtaussage des VorstandsDie Rahmenbedingungen haben sich für Unternehmen in der Energiebranche im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Der Wettbewerbsdruck befindet sich auf einem unverändert hohen Niveau. Wesentliche energiepolitische Entscheidungen stehen aus, daher unterliegt die Branche weiterhin Planungsunsicherheiten. Dies betrifft insbesondere die Investitionen in Anlagen zur Stromerzeugung, auch aus erneuerbaren Energien. Wir erwarten, dass Energieunternehmen mit weiteren tiefgreifenden Veränderungen und instabilen Rahmenbedingungen konfrontiert werden. Zudem sind die Energiemärkte unverändert volatil, daher ist unsere zukünftige Geschäftstätigkeit - trotz unseres ausgewogenen Chance/Risiko-Profils - mit Risiken behaftet. Aus Sicht des Vorstands des MVV Energie Konzerns gibt und gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass Risiken einzeln oder in ihrer aggregierten Gesamtheit den Fortbestand des gesamten Unternehmens oder eines wesentlichen Teilkonzerns im Berichtszeitraum gefährdet haben oder darüber hinaus gefährden könnten. Darstellung der erwarteten RisikosituationNachfolgend stellen wir die für den MVV Energie Konzern wesentlichen Unternehmensrisiken in Risikokategorien dar. Die in der Grafik aufgeführten Risikostufen "gering", "mittel" und "hoch" beziehen sich auf die erwartete Auswirkung in der jeweiligen Risikokategorie in Bezug auf das geplante Adjusted EBIT im Konzern (in %). Die erwartete Risikosituation stufen wir für folgende Risikokategorien unverändert als "mittel" ein:
Die Risikosituation der verbleibenden Risikokategorien stufen wir als "gering" ein. Preisrisiken und -chancenZur Kategorie der Preisrisiken und -chancen zählen wir: Preisschwankungen der Commodities sowohl auf der Bezugs- als auch auf der Absatzseite, Wechselkursveränderungen und Zinsänderungen. Als Maßnahme zur Begrenzung von Zins-, Währungs- und Commodity-Risiken nutzen wir hauptsächlich Finanzinstrumente - wir berichten dazu ausführlich in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 157. Erwartete Risikosituation im MVV Energie Konzern für das Geschäftsjahr 2015/16scroll
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Risiko1 in % des betrieblichen Ergebnisses (Adjusted EBIT) im Konzern: scroll
SCHWANKUNGEN DES CLEAN DARK SPREADDer Clean Dark Spread (CDS), die Erzeugungsmarge aus der Steinkohleverstromung, errechnet sich aus der Differenz zwischen den Stromerlösen an den Großhandelsmärkten und den Kosten, die bei der Erzeugung entstanden sind. Dabei setzen sich die Erzeugungskosten hauptsächlich aus den Kosten für Kohle (einschließlich der Transportkosten und der Währungsumrechnungsdifferenz) und für CO2 -Emissionszertifikate zusammen. Die möglichen Auswirkungen von Preisschwankungen auf unser Erzeugungs-Portfoliomanagement beobachten, bewerten und steuern wir mit einer konzernweiten Systematik. Im Geschäftsjahr 2014/15 befand sich der CDS nach wie vor auf einem niedrigen Niveau; dies wirkt sich insbesondere negativ auf das Adjusted EBIT des Berichtssegments Handel und Portfoliomanagement aus, dem die Vermarktung unserer Kraftwerkskapazitäten zugeordnet ist. Erst wenn sich die Erzeugungsmarge deutlich verbessert, könnten Chancen entstehen. BEZUGSPREISSCHWANKUNGEN AM MARKTWir kaufen die Energiemengen, die unsere Vertriebe für die Lieferungen an unsere Kunden benötigen, überwiegend am Energiehandelsmarkt ein und decken uns bis zu drei Kalenderjahre im Voraus ein. Dafür schließt unsere Energiehandelstochter MVV Trading GmbH - gemäß unserem geltenden Hedging-Regelwerk - die entsprechenden Termingeschäfte ab. So verstetigen wir unsere Ergebnisse in den Berichtssegmenten Handel- und Portfoliomanagement sowie Vertrieb und Dienstleistungen und verringern frühzeitig Unsicherheiten in den folgenden Geschäftsjahren. Mit unserem Energiehandel können wir aktiv das Volumen unserer Risikoposition begrenzen. SCHWANKUNGEN DER ABFALL- UND BIOMASSEPREISEWir haben im Spätsommer 2015 unsere beiden neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien - die thermische Abfallverwertungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Plymouth und das KWK-fähige Biomassekraftwerk in Ridham Dock - in Betrieb genommen; seitdem beobachten und bewerten wir das Risiko schwankender Abfallpreise nun auch im britischen Markt. Zusätzlich verstärkt unsere gestiegene Erzeugungskapazität für Biomethan am Standort Staßfurt unseren Fokus auf die europaweite Entwicklung von Biomassepreisen. WECHSELKURSVERÄNDERUNGENUnsicherheiten ergeben sich aus der Brennstoffbeschaffung, unserem Engagement in Tschechien, den neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien und durch das internationale Projektentwicklungsgeschäft für erneuerbare Energien. In den Vorjahren hatten Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Wechselkursveränderungen für uns lediglich geringe Bedeutung. Im Berichtsjahr sind sie stärker in unseren Fokus gerückt. ZINSÄNDERUNGENUnsere Finanzierungsabteilung überwacht kontinuierlich Zinsänderungsrisiken und sichert diese für die Finanzierung von neuen Projekten und die Refinanzierung ab. Dennoch bestehen Risiken aus einem möglichen Anstieg der Zinsen, wie ein Anstieg des Zinsaufwands oder eine sinkende Nachfrage nach Erneuerbare-Energien-Projekten, da alternative Geldanlageformen bei steigenden Zinsen für Investoren attraktiver werden. Mengenrisiken und -chancenUnser operatives Ergebnis kann durch Mengenschwankungen auf der Erzeugungs-, der Beschaffungs- und auf der Absatzseite positiv oder negativ beeinflusst werden. ABSATZSCHWANKUNGEN DURCH WITTERUNGSVERLAUF UND WINDAUFKOMMENUnsere Geschäftsentwicklung ist eng an den Witterungsverlauf gekoppelt; er beeinflusst in der Heizperiode (Oktober bis April) den Absatz von Fernwärme und Gas. Das Windaufkommen bestimmt unsere Erzeugungsmengen von Strom aus Windkraftanlagen. Es besteht die Chance, dass es in der Heizperiode kühler wird als geplant und/oder dass das Windkaufkommen unsere Erwartungen übersteigt. Ähnlich wie im Geschäftsjahr 2013/14 war es in der Heizperiode des Berichtsjahrs gegenüber unserer Planung insgesamt milder als erwartet. Auch das Windaufkommen und damit das Produktionsvolumen von Strom aus Windkraftanlagen unterschritt unsere Erwartungen. Beide Entwicklungen bestätigen unsere Chance-/Risikobewertung für das Geschäftsjahr 2014/15, sie sind zwei der wesentlichen erwarteten Ergebnisunsicherheiten im MVV Energie Konzern. MENGENSCHWANKUNGEN INFOLGE GEÄNDERTER WIRTSCHAFTLICHER BEDINGUNGENVom Konjunkturverlauf ist unser Konzern in der Regel indirekt betroffen; falls unsere großen Industrie- und Gewerbekunden aufgrund der wirtschaftlichen Lage ihre Produktion zurückfahren, kann das dazu führen, dass sie weniger Energie von uns benötigen. Andererseits bestehen Chancen auf höhere Absatzmengen, wenn unsere Kunden ihre Produktion konjunkturbedingt steigern. ABSATZSCHWANKUNGEN DURCH WETTBEWERB ODER EFFIZIENZMAßNAHMENDer Wettbewerbsdruck im liberalisierten Energiemarkt steigt Jahr für Jahr. Wenn sich Kunden für andere Anbieter entscheiden, führt das zu Mengenrückgängen bei unserem Absatzvolumen. Effizienzmaßnahmen bei Kunden, beispielsweise durch Wärmedämmungen, können ebenfalls zu Absatzrückgängen führen. Chancen, die aus dem liberalisierten Markt entstehen, nutzen wir, indem wir innovative, wettbewerbsfähige Produkte mit hohem Kundennutzen entwickeln. Wir rechnen nicht damit, dass bedeutende Risiken aus auslaufenden Konzessionsverträgen eintreten, da wir traditionell eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den kommunalen Eigentümern pflegen. BESCHAFFUNG ABFALLMENGEN UND BIOMASSEDas Gewerbeabfallaufkommen kann unter anderem mittelfristig konjunkturbedingt oder längerfristig durch gesetzliche Vorgaben höher oder geringer ausfallen. Mögliche Mengenrisiken für unsere Anlagen minimieren wir mit unserem professionellen Stoffstrommanagement. Allerdings könnten die Erlöse selbst bei einer hohen Auslastung unserer thermischen Abfallverwertungsanlagen unterhalb unserer Erwartungen liegen - zum Beispiel, wenn eine schlechte Qualität des Brennstoffs das Ergebnis negativ beeinflusst. Ein geringerer Brennwert des Abfalls führt jedoch nicht zwingend zu Einbußen, denn gegebenenfalls könnte so eine größere Menge verfeuert werden. Da Abfall nach Gewicht vergütet wird, würde dies zu steigenden Abfallerlösen führen. Aufgrund der im Jahr 2015 neu in Betrieb genommenen Erzeugungs- und Abfallverwertungsanlagen ist die Ergebnisunsicherheit aus Mengenschwankungen im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur gestiegen. Zudem wächst mit der Inbetriebnahme des Biomassekraftwerks in Ridham Dock und der Biomethananlage Staßfurt die Beschaffungsunsicherheit für Biomasse; mögliche Mengenschwankungen vermindern wir mit unserem Stoffstrommanagement, mit unserer Substrat- und Ersatzbeschaffungsstrategie sowie mit dem Management von Puffermengen. Operative Risiken und ChancenOperative Risiken und Chancen für MVV Energie können hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Bau und dem Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung entstehen. UNSICHERHEITEN AUS DEM ANLAGENBETRIEBWesentliche operative Unsicherheiten für unseren Konzern sind durch den Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur bedingt. So würde ein ungeplanter Stillstand einer Anlage zum einen zu Produktionsausfällen führen; des Weiteren könnte er zusätzliche Aufwendungen nach sich ziehen - beispielsweise, wenn die Anlage repariert werden muss, wenn Ersatzlieferungen für unsere Kunden zugekauft oder Vertragsstrafen bezahlt werden müssen. Wir reduzieren die Ausfallrisiken unserer Anlagen durch regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen; ausschließen lassen sich Ausfälle jedoch nicht. Daher haben wir Versicherungen abgeschlossen, die die finanziellen Auswirkungen möglicher Schäden begrenzen sollen. Zudem beobachten und bewerten wir mögliche Sanierungsvorhaben auf Brachflächen ehemaliger Anlagen unter Risiko- und Umweltschutzgesichtspunkten. Der Einfluss, den die Risikoposition "Unsicherheiten aus dem Anlagenbetrieb" auf das geplante Adjusted EBIT haben könnte, ist insgesamt gestiegen, da wir im Berichtsjahr zusätzliche Anlagen in Betrieb genommen haben. Chancen können wir nutzen, wenn es uns im Rahmen unserer Instandhaltungsstrategie gelingt, geplante Revisionszeiten zu optimieren, Anlagen über die anvisierten Benutzungsstunden hinaus auszulasten oder den Wirkungsgrad zu steigern: So können wir höhere Erzeugungsmengen erreichen und Kosten verringern. RISIKEN AUS DEM VERLAUF VON BAUPROJEKTENEin besonderes Merkmal von energieerzeugenden Unternehmen sind die notwendigen hohen und langfristig ausgelegten Investitionen. Die Planungs- und Bauphasen von großen Erzeugungsanlagen sind lang. Falls sich Fertigstellung und Inbetriebnahme unserer Großprojekte verzögern oder die Kosten aufgrund aktueller Entwicklungen höher werden als geplant, kann unser geplantes Adjusted EBIT negativ beeinflusst werden. Wir legen daher großen Wert darauf, Projekte in der Planungsphase solide zu konzipieren und zu kalkulieren; in unsere Prüfung beziehen wir die zuständigen Fachabteilungen ein. Wir begrenzen Verzögerungen in der Bauphase und mögliche Nachforderungen, indem wir geeignete Projektmanagement-Methoden nutzen. Im neuen Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien bestehen Risiken durch ausbleibende oder verzögert erteilte Bau- und Betriebsgenehmigungen und damit zusammenhängende Fragestellungen. ENTWICKLUNGEN IM PERSONALBEREICHQualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind die Basis unseres Unternehmenserfolgs. Mit zahlreichen Maßnahmen erreichen wir, dass wir die richtigen Mitarbeiter finden und sie langfristig an uns binden. So optimieren wir zum Beispiel unsere Personalentwicklung und bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern - dazu informieren wir im Kapitel ► Mitarbeiter ab Seite 53. Auch im Personalbereich könnten Risiken eintreten: Zum Beispiel könnte der demografische Wandel für Unternehmen des MVV Energie Konzerns zu Kapazitäts- und Alterungsrisiken führen, je nach Standort in unterschiedlichem Ausmaß. Wir rechnen damit, dass unsere Programme zur Mitarbeitergewinnung und -bindung erfolgreich sein werden; so steigern wir unsere Chancen, besonders begehrte Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. Um Nachfolgeregelungen für Schlüsselpositionen frühzeitig sicherzustellen, qualifizieren wir unsere Mitarbeiter gezielt weiter. Einflüsse, aus denen Risiken aus Pensionsverpflichtungen resultieren könnten, wurden bereits in Pensionsgutachten berücksichtigt und sind in unsere Planung eingeflossen. Die Informationen zu unseren Pensionsverpflichtungen finden Sie in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss (Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) auf den Seiten 127, 128 und 167. RISIKEN IM IT-, MODELL-, ORGANISATIONS- UND SICHERHEITSBEREICHNahezu all unsere Geschäftsprozesse sind auf eine sichere Datenspeicherung und eine unterbrechungsfreie Informationstechnologie angewiesen. Mit umfangreichen technischen und organisatorischen Maßnahmen verringern wir unsere IT-Risiken: Unter anderem nehmen wir zwischen den Produktionsrechnern und den räumlich getrennten Backup-Rechnern permanente Datenspiegelungen vor; wir haben alle wichtigen Hardwarekomponenten redundant ausgelegt; darüber hinaus verfügen wir über ein Ausweichrechenzentrum. Der Sicherheit unserer IT-Infrastruktur und IT-Systeme schenken wir große Aufmerksamkeit, um mögliche Angriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Aus unserer Sicht haben sich die IT-Risiken für unseren Konzern nicht verändert. Dies gilt auch für Chancen und Risiken im Modell-, Organisations- und Sicherheitsbereich. Gesetzliche RisikenRisiken, die im Zusammenhang mit der Regulierung oder mit anderen rechtlichen Themen stehen, fassen wir unter gesetzliche Risiken zusammen. REGULIERUNGSRISIKENWenn Behörden - wie die Bundesnetz-agentur (BNetzA) oder die Kartellämter - in die Preisgestaltung eingreifen, können aus der Regulierung Risiken für Unternehmen der Energiebranche entstehen. In der Vergangenheit betraf das beispielsweise die Netzentgelte, die von der BNetzA festgesetzt werden. Noch stehen bedeutende energiepolitische Entscheidungen aus - wie die konkrete Ausgestaltung der zukünftigen Förderung von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), deren Folgen unser Adjusted EBIT negativ beeinflussen könnten. An der politischen Meinungsbildung beteiligen wir uns aktiv und begegnen so diesen Risiken - dazu informieren wir ausführlich im ► Wirtschaftsbericht ab Seite 72. RECHTLICHE RISIKENRechtliche Risiken könnten für MVV Energie im Zusammenhang mit Gerichtsprozessen, Produkthaftungen sowie unvorteilhaften oder nicht durchsetzbaren Verträgen eintreten. Solche Risiken begrenzen wir, indem unsere Konzernrechtsabteilung Verträge entsprechend verhandelt und verfasst. Außerdem verfügen wir über ein konzernweit gültiges Compliance-Management-System, das auch dazu dient, Gesetzesverstöße zu vermeiden; wir berichten darüber im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 28. Die Geschäftsentwicklung von MVV Energie ist außerdem Risiken ausgesetzt, die sich aus der Rechtsprechung in Bezug auf Preisanpassungsklauseln ergeben; für unser Unternehmen könnten daraus Unsicherheiten in der Gestaltung zukünftiger Verträge entstehen. Finanzierungsrisiken und -chancenDie Finanzierungsrisiken setzen sich größtenteils aus Forderungsausfall- sowie Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiken zusammen. FORDERUNGSAUSFALLRISIKENForderungsausfälle entstehen, wenn Kunden oder Geschäftspartner unsere Rechnungen nicht oder nur zum Teil begleichen; Risiken in diesem Zusammenhang bestehen für alle Berichtssegmente, so zum Beispiel bei unseren langfristigen Lieferbeziehungen, wie Contracting-Verträgen. Um sie zu begrenzen, suchen wir unsere Geschäftspartner mit kaufmännischer Vorsicht aus. Um eine Häufung von Ausfallrisiken zu vermeiden, diversifizieren wir unser Portfolio. Die Bonität unserer Kunden prüfen wir genau; bei Bedarf vereinbaren wir zusätzlich die Hinterlegung von Sicherheiten, Bürgschaften oder Garantien. REFINANZIERUNGS- UND LIQUIDITÄTSRISIKENUnter einem Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschafft werden könnten. Wir profitieren von unserem konzerninternen Cash Pooling: Mit ihm können wir dieses Risiko verringern und darüber hinaus unser Zinsergebnis positiv beeinflussen. Unseren langfristigen Kapitalbedarf decken wir unter anderem mit Schuldscheindarlehen ab. Mit unseren verstärkten Aktivitäten im Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien durch die Windwärts Energie GmbH und die Juwi AG steigen die Finanzierungsrisiken für MVV Energie. Für den anvisierten Bau eines Gasmotoren-Heizkraftwerks in Kiel, haben die Anteilseigner der Stadtwerke Kiel, MVV Energie und die Landeshauptstadt Kiel, im Berichtsjahr mit der Erstellung des Finanzierungskonzepts begonnen. Das niedrige Zinsniveau bietet Chancen im Bereich unserer Refinanzierung. Über unser Tilgungsprofil informieren wir im ► Wirtschaftsbericht auf Seite 90. LÄNDERRISIKENLänderrisiken bestehen aufgrund der möglichen Zahlungsunfähigkeit oder der fehlenden Zahlungsbereitschaft eines Staates und durch Transferrisiken. Mit den internationalen Aktivitäten im neuen Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien gewinnt die Unsicherheit aus Länderrisiken an Bedeutung, bislang erwarten wir daraus aber keine signifikante Ergebniswirkung. Strategische Risiken und ChancenDie Grundlage für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg sind richtige strategische Entscheidungen. Wir prüfen daher intensiv, in welche Märkte, Technologien, Unternehmen oder Projekte wir zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang investieren. In unserem Unternehmen fließt - wie allgemein in der Energiebranche -viel Kapital in langfristige Sachanlagen zur Energieerzeugung und -verteilung. Um Potenziale neuer Märkte und Technologien zu identifizieren, nutzen wir unseren strategischen Planungsprozess; wir treffen Entscheidungen auf der Basis fundierter Markt- und Wettbewerbsanalysen mit sorgfältigen Rentabilitätsberechnungen und unter Beachtung von Chancen und Risiken. In enger Abstimmung mit dem Vorstand überwacht unsere Abteilung Konzernstrategie kontinuierlich die strategische Ausrichtung und passt sie neuen Gegebenheiten an. Eine wesentliche strategische Entscheidung im Berichtsjahr war, dass wir uns mit der Landeshauptstadt Kiel als Anteilseigner der Stadtwerke Kiel darauf geeinigt haben, den Bau eines neuen Gasmotoren-Heizkraftwerks als Nachfolgelösung für das Gemeinschaftskraftwerk Kiel voranzutreiben, das in den nächsten Jahren stillzulegen ist. Grundlage für die Einigung waren gestiegene Aussichten auf Verbesserungen der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie MVV 2020 haben wir seit dem Jahr 2009 Investitionen in Höhe von rund 2,5 Mrd Euro umgesetzt oder verbindlich beschlossen. Wir überprüfen unsere Investitionen gemäß unserer internen Richtlinien; die Fachabteilungen beziehen wir bei der Bewertung ein. Für unser geplantes Adjusted EBIT ist es von Bedeutung, dass die strategisch wichtigen Investitionen zu den erwarteten Ergebnisbeiträgen führen werden. Trotz sorgfältiger Prüfung könnten Fehleinschätzungen - hinsichtlich der Planungsprozesse, der zukünftigen Rentabilität, der nötigen Finanzierungsrahmen und der möglichen Risiken - in zukünftigen Geschäftsjahren zu Einbußen beim geplanten Adjusted EBIT führen. Bei der Projektentwicklung von Windkraftanlagen an Land könnte es beispielsweise vereinzelt zu Verzögerungen bei Projektverkäufen kommen, daher beobachten wir dieses Geschäftsfeld mit besonderer Aufmerksamkeit. Durch die Transformation des Energiesystems in Deutschland ist die Planungsunsicherheit für unser Unternehmen weiterhin hoch, beispielsweise aufgrund ausstehender politischer Entscheidungen wie hinsichtlich der KWK-Förderung oder der Einführung von Smart Metern. Chancen nutzenDer tiefgreifende Umbau des Energieversorgungssystems bietet uns auch Chancen für ein mittel- und langfristig profitables Wachstum. Unsere Konzernunternehmen sind kommunal und regional fest verankert; unser breit gefächertes Geschäftsportfolio ist entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette ausgerichtet. Weil wir unsere auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Strategie konsequent umsetzen, sind wir gut positioniert, um Chancen wirtschaftlich nutzen zu können. Die Strategie des MVV Energie Konzerns erläutern wir im Kapitel ► Unternehmensstrategie ab Seite 66. Wachstumspotenzial im Bereich der erneuerbaren Energien erwarten wir vor allem in der Projektentwicklung von Wind Onshore in Deutschland und von Photovoltaik im Ausland. Im Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien verfügen wir dazu - auch mit der Windwärts Energie GmbH und der Juwi AG - über umfassendes Know-how in der Projektentwicklung und hohe Kompetenz im Bereich Betriebsführung. Im Abfall- und Biomassemarkt sehen wir in Großbritannien und Frankreich Chancen für unsere Unternehmensgruppe. Über das Gemeinschaftsunternehmen Beegy GmbH erweitern wir kontinuierlich unser Angebot an innovativen Lösungen und unser Geschäftsmodell für dezentrales Energiemanagement. Wir bauen die Fernwärme mit Kraft-Wärme-Kopplung insbesondere an unseren Standorten Mannheim und Offenbach weiter aus, um so Wachstumschancen wahrzunehmen. Über die Chancen unseres Unternehmens berichten wir auch im ► Prognosebericht auf Seite 109. INTERNES KONTROLLSYSTEM (IKS)Geltungsbereich des Internen KontrollsystemsDer MVV Energie Konzern stellt mit einem rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem (IKS) eine ordnungsgemäße, zuverlässige und unternehmensweit einheitliche Rechnungslegung nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB einschließlich der Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sicher. Unser IKS ist über alle Standorte hinweg integraler Bestandteil unserer Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse; es dient darüber hinaus dazu, dass im Unternehmen gesetzliche Vorschriften und interne Maßgaben eingehalten werden. Alle Schritte der kaufmännischen Prozesse, die für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des MVV Energie Konzerns wichtig sind, werden in dem System transparent dargestellt. Unser rechnungslegungsbezogenes IKS umfasst die Finanzberichterstattung des gesamten MVV Energie Konzerns und beinhaltet alle Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen, die sicherstellen, dass Geschäftsvorfälle vollständig, richtig, zeitnah und unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben erfasst werden. Dazu gehören die Grundsätze der ordnungsmäßigen Buchführung, die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) sowie ergänzende Bestimmungen der Satzung. Als börsennotierte Gesellschaft entspricht die MVV Energie AG zusätzlich den Regelungen des Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung. Wir informieren jährlich über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Kapitel ► Corporate Governance im Rahmen unseres Compliance-Management-Berichts ab Seite 30. Vierteljährlich leisten die Vorstände und Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaften sowie ausgewählte Bereichs- und Konzernabteilungsleiter des MVV Energie Konzerns einen internen Bilanzeid. Grundlagen und Organisation des IKSBevor der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns festgestellt und veröffentlicht wird, wird er durch den Bilanzprüfungsausschuss und den Aufsichtsrat geprüft. Er wird zentral in Mannheim vom kaufmännischen Bereich des Konzerns erstellt - nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie nach den ergänzenden handelsrechtlichen Bestimmungen nach § 315a Abs. 1 HGB. Wesentliche Bilanzierungsfragen werden vom Bereich Rechnungswesen und Steuern des Konzerns bearbeitet; dieser Bereich steht auch den Tochtergesellschaften als Ansprechpartner zur Verfügung. Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess erstellt: Die einzelnen Tochtergesellschaften erstellen ihre Abschlüsse; diese werden vom jeweiligen Abschlussprüfer geprüft und anschließend bei der MVV Energie AG zum Konzernabschluss zusammengeführt. Die allgemeinen Konsolidierungsprozesse unseres Unternehmens haben wir schriftlich fixiert; wir überwachen sie bei der Erstellung des Abschlusses, für die wir eine SAP-Konsolidierungssoftware nutzen. Alle in unseren Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften unterliegen einer einheitlichen Richtlinie zur Bilanzierung und Berichterstattung, die für die Jahres- und Zwischenabschlüsse des Konzerns gilt. Die Richtlinie beschreibt zum einen welche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit IFRS anzuwenden sind; zum anderen legt sie die für unser Unternehmen typischen Rechnungslegungsvorschriften dar - beispielsweise wie unsere regulatorischen Verpflichtungen behandelt werden müssen. Im Rahmen der Abschlussprozesse tragen wir zudem weitere qualitative und quantitative Informationen zusammen, die für die Rechnungslegung und die Abschlusserstellung relevant sind; diese erörtern wir mit Vertretern der verschiedenen Fachbereiche regelmäßig in festgelegten Prozessen. Wir erfassen diese Informationen im Rahmen unserer Qualitätssicherung und gewährleisten so, dass alle relevanten Daten vollständig festgehalten werden. Wir haben unsere laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses in funktionale Prozessschritte unterteilt; für diese verschiedenen Schritte haben wir automatisierte oder manuelle Kontrollen verankert. Sowohl in unserer Aufbau- als auch in unserer Ablauforganisation gelten für unser IKS folgende Grundsätze: das Vier-Augen-Prinzip, die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen sowie die Unterstützung von Richtlinien, Verfahrensanweisungen und Genehmigungsprozessen durch ein internes Informations- und Kommunikationssystem. Kontrollen erfolgen auf allen Hierarchiestufen. Mit dem IKS verfolgen wir das Ziel, das Risiko von wesentlichen Falschdarstellungen zu vermeiden, die aufgrund von Fehlern oder Betrug im Konzernabschluss, im zusammengefassten Lagebericht und in den Finanzberichten zu den Quartalen und zum Halbjahr entstehen könnten. Aus diesem Grund haben wir die Risiken identifiziert, die dem Ziel der normenkonformen Veröffentlichung des Konzernabschlusses entgegenstehen könnten, indem wir alle notwendigen Prozesse und Schnittstellen analysiert, die Beteiligten geschult und den Zeitplan detailliert niedergelegt haben. Standortübergreifend einheitliche StandardsDer kaufmännische Bereich der MVV Energie AG ist verantwortlich für das rechnungslegungsbezogene IKS, für die Aufstellung des Einzelabschlusses der MVV Energie AG und des Konzernabschlusses. Im gesamten MVV Energie Konzern werden gleichwertige interne Kontrollsysteme mit einem einheitlichen Standard eingesetzt. Unser IKS ist genau dokumentiert und jederzeit nachvollziehbar. Regelmäßig erhält der IKS-Verantwortliche der MVV Energie AG Berichte aus den bedeutendsten Gesellschaften des Konzerns: Diese haben eigene IKS-Verantwortliche, die auf Gesellschaftsebene die Dokumentation des IKS nach dem standardisierten Verfahren überwachen. Die Einhaltung der standardisierten Vorgehensweise an allen Standorten wird von der MVV Energie AG überwacht. Die Ergebnisse fassen wir in einem Bericht zusammen, der die Grundlage unserer IKS-Berichterstattung ist. Wir stellen die Ablauforganisation in den abschlussrelevanten Bereichen der MVV Energie AG durch eine spezielle Software dar und veröffentlichen sie in unserem Intranet. Einzelfallbezogene Regelungen, die den Prozessablauf detaillierter beschreiben, sind als zusätzliche Informationen im Prozessablauf hinterlegt. Der Abschluss wird nach einem strikten Terminplan erstellt, der konsequent einzuhalten ist. Dabei beziehen wir alle Bereiche ein, die Daten für die Erstellung der verschiedenen Berichte zur Verfügung stellen müssen - ob vierteljährliche Finanz- oder Geschäftsberichte. Wir prüfen, ob Informationen rechtzeitig zu den jeweiligen Terminen geliefert werden und dokumentieren die Daten; beides erfolgt standardisiert und ist jederzeit nachvollziehbar. Unterstützt wird unser Rechnungswesen durch ein integriertes Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System). Wir validieren mithilfe von Hinterlegungen im ERP-System die Daten auf ihre Gültigkeit, um Fehler bereits vorab systemseitig zu vermeiden. Im ERP-System haben wir ein Benutzerberechtigungskonzept angelegt, das dazu dient, unberechtigte Zugriffe auf Daten und Systeme sowie auf Systemeinstellungs-, Buchungs- und Berichtsfunktionen auszuschließen. Regelmäßiges ReportingUnser Bereich Konzerncontrolling überwacht kontinuierlich, ob die Ziele eingehalten werden, die vom Aufsichtsrat in der Wirtschaftsplanung verabschiedet wurden. Abweichungen zur geplanten Entwicklung und zur Entwicklung des vorigen Geschäftsjahrs dokumentieren wir. Der Vorstand erhält regelmäßig einen umfassenden Bericht, der die Geschäftsentwicklung anhand der Kommentierungen der einzelnen Geschäftsfelder und Teilkonzerne erläutert. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden Maßnahmen vorgeschlagen; auf dieser Grundlage steuert der Vorstand das Geschäft des MVV Energie Konzerns. Überwachung von IKS und RisikomanagementsystemDie Vorstände und Geschäftsführer der konsolidierten Tochtergesellschaften sind verantwortlich für die Implementierung, Aufrechterhaltung und Überwachung des IKS und des Risikomanagementsystems (RMS). Dabei werden sie unter anderem von der Konzernrevision unterstützt: Diese prüft im Rahmen einer risikoorientierten Prüfungsplanung regelmäßig das IKS und das RMS des MVV Energie Konzerns; sie identifiziert Schwachstellen und überwacht, ob eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt wurden. Die Angemessenheit von Aufbau und Funktionsweise des IKS sowie des RMS prüfen der Aufsichtsrat beziehungsweise der Bilanzprüfungsausschuss der MVV Energie AG und die Aufsichtsräte der konsolidierten Beteiligungen als übergeordnete Instanzen jährlich. Sie sind damit wesentlicher Bestandteil des internen Überwachungssystems des MVV Energie Konzerns. VERGÜTUNGSBERICHTIm Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen. Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014/15 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Regelungen, die der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt. Veränderungen im VorstandIm Berichtszeitraum kam es zu einer personellen Änderung im Vorstand: Dr. Werner Dub schied zum 31. Dezember 2014 aus dem Vorstand aus. Seine Position im Vorstandsbereich Technik übernahm Dr. Hansjörg Roll zum 1. Januar 2015. VergütungsstrukturDie Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Eine gesonderte Vergütung erfolgt nicht. Die Struktur und die Höhe der Vorstandsvergütung werden durch den Aufsichtsrat der MVV Energie AG nach Vorbereitung durch den Personalausschuss festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist so gestaltet, dass es den wirtschaftlichen Erfolg sowie die nachhaltige und langfristige Wertentwicklung des Unternehmens honoriert. Daher setzt sich die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl aus erfolgsunabhängigen als auch aus erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Sämtliche Vorstandsverträge sehen eine Regelung vor, die sicherstellt, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergüten. Ein Übergangsgeld bei vorzeitiger Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags wird nicht gewährt. Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt. Erfolgsunabhängige VergütungDie erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einer Fixvergütung und Nebenleistungen sowie Versorgungszusagen. Die Fixvergütung wird monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen, die sie nach den jeweils geltenden Regelungen individuell versteuern. Diese beinhalten im Wesentlichen Zuschüsse zu marktüblichen Versicherungen und den geldwerten Vorteil aus Dienstwagennutzung. Den Vorstandsmitgliedern ist eine beitragsorientierte Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Konten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Konten werden jährlich verzinst. Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung. Erfolgsabhängige VergütungDie einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird von zwei Komponenten bestimmt: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitskomponente machte im Geschäftsjahr 2014/15 im Vergleich zur Jahrestantieme den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen. Gesamtvergütung des VorstandsDie ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 350 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 16 150 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 385 Tsd Euro. Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 446 Tsd Euro (Vorjahr 2 408 Tsd Euro). Die folgenden Tabellen zeigen die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch. Gewährte Zuwendungen und Zuflüssescroll
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Jährliche Fixvergütung einschließlich Zulage
für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 194 Tsd
Euro Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder werden in der folgenden Tabelle dargestellt: Pensionsverpflichtungenscroll
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Einschließlich Zinsen Vergütung unternehmensnaher PersonenGemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 662 Tsd Euro, hiervon 2 538 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen. Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen dieser Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 124 Tsd Euro. Vergütung der AufsichtsratsmitgliederDie Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 456 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 908 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in einer gesonderten Übersicht auf ► Seite 175 dargestellt. Aufsichtsratsbezügescroll
ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABENDer zusammengefasste Lagebericht enthält übernahmerelevante Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB. Der Vorstand hat sich mit diesen Angaben befasst und gibt hierzu folgende Erläuterungen: Zusammensetzung des gezeichneten KapitalsDas gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30. September 2015 insgesamt 168 721 397,76 Euro. Es war eingeteilt in 65 906 796 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,56 Euro je Stückaktie. Jede Aktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der MVV Energie AG und die sich aus dem Gesetz und der Satzung ergebenden Rechte und Pflichten. Beschränkungen von Stimmrechten und VinkulierungenBeschränkungen von Stimmrechten und Vinkulierungen bestehen nicht. Entsprechende Vereinbarungen zwischen den Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht. Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreitenDie Stadt Mannheim hielt zum Bilanzstichtag mittelbar 50,1 % der Anteile der MVV Energie AG; die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, hielt unmittelbar 22,5 % und die Rhein-Energie AG, Köln, unmittelbar 16,3 % der Aktien. StimmrechtskontrolleEine Stimmrechtskontrolle im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 5 und 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB findet nicht statt. Vorschriften zur Ernennung und Abberufung des Vorstands und zur SatzungsänderungDie Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach §§ 76 ff. AktG insbesondere 84 f. AktG und 30 ff. MitbestG. Der Vorstand der Gesellschaft besteht nach der Satzung der Gesellschaft aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Bestimmung der Anzahl der Mitglieder sowie deren Bestellung und Abberufung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung erfolgt auf längstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig. Die Änderung der Satzung erfolgt nach § 133 und §§ 179 ff. AktG. Gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung reicht für eine Satzungsänderung auch die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen stimmberechtigten Grundkapitals aus, sofern nach zwingenden gesetzlichen Gründen keine größere Mehrheit erforderlich ist. Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von AktienDie Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 13.März 2015 ermächtigt, bis zum 12. März 2020 eigene Aktien zu erwerben und zwar bis zu einem Umfang von 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals - das sind 16,9 Mio Euro. Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 14.März 2014 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 13. März 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 20 Mio neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 51,2 Mio Euro zu erhöhen. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht. Entschädigungsvereinbarungen und Change-of-Control-KlauselnBei der MVV Energie AG bestehen keine Regelungen in wesentlichen Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Change-of-Control-Klauseln). Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen ebenfalls nicht. NACHTRAGSBERICHTVom Bilanzstichtag 30. September 2015 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2014/15 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Geschäftsentwicklung des MVV Energie Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind. PROGNOSEBERICHTGesamtwirtschaftliche RahmenbedingungenIn ihrem Herbstgutachten vom Oktober 2015 gehen die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in 2015 und in 2016 um jeweils 1,8 % wachsen wird. Wachstumsimpulse werden vor allem vom privaten Konsum erwartet, während sich die Investitionen nur allmählich beleben. Angesichts des mäßigen Wachstums der Weltwirtschaft rechnen die Experten damit, dass die Exporte nur leicht steigen, zumal die belebende Wirkung der Euro-Abwertung allmählich nachlässt. Risiken für die Wirtschaft werden hauptsächlich darin gesehen, dass sich das Expansionstempo in China deutlich abgeschwächt hat und die weitere Entwicklung schwer abzuschätzen ist. Energiepolitische RahmenbedingungenDie ausstehenden energiepolitischen Entscheidungen - vor allem die Gesetzgebung zum neuen Strommarktdesign, die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, das Ausschreibungsdesign für wettbewerbliche Auktionen sowie gegebenenfalls neue Impulse bei der Regulierung der Netze - sind für die Geschäftsentwicklung des MVV Energie Konzerns von besonderer Relevanz. Mehr Informationen hierzu befinden sich im Kapitel ► Rahmenbedingungen ab Seite 72. Energiewirtschaftliche EntwicklungenDer kontinuierliche Rückgang der Preise an den Stromgroßhandelsmärkten hat zur Folge, dass die Profitabilität von konventionellen Kraftwerken und vor allem auch von Kraftwerken mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung stark zurückgegangen ist. Derzeit sehen wir keine Anzeichen, dass sich die Strompreise und insbesondere die Erzeugungsmarge aus der Steinkohleverstromung, der Clean Dark Spread, signifikant verändern werden. Für das gesamte Kalenderjahr 2015 erwarten die Experten von VDMA Power Systems einen Brutto-Zubau von 4 000 bis 4 500 MW. Für den Zeitraum von 2016 bis 2019 rechnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einem Brutto-Zubau von etwa 3 000 MW pro Jahr. Mit der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes 2014 hat der Bundestag einen Korridor für den Netto-Zubau von 2 400 bis 2 600 MW pro Jahr festgelegt. Die Einhaltung dieses Korridors soll durch den Wechsel der Förderung auf ein Ausschreibungsmodell ab 2017 gewährleistet werden. Die Produktionskosten für Photovoltaikmodule aus China sind im Verlauf des Jahres 2015 weiter gesunken. Sollten die Handelsbeschränkungen, das heißt die Mindestimportpreise für Photovoltaikmodule aus China abgeschafft werden, wird das Experten zufolge zu einem deutlichen Zubau von Photovoltaikanlagen in Deutschland führen. Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen GeschäftsentwicklungEnergieunternehmen werden auch in den kommenden Jahren durch den fundamentalen Umbau des Energieversorgungssystems in Deutschland und energiepolitische Entscheidungen vor große Herausforderungen gestellt. Ergebnisbelastungen, die hieraus für den MVV Energie Konzern entstehen, steuern wir zum einen mit Kosteneinsparungen sowie kontinuierlichen Effizienzsteigerungen im Bestandsgeschäft und zum anderen mit weiteren gezielten Wachstumsinvestitionen gegen. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie haben wir seit dem Jahr 2009 rund 2,5 Mrd Euro an Investitionen getätigt oder verbindlich beschlossen. In den kommenden Jahren wollen wir weitere 3 Mrd Euro in das Bestandsgeschäft und in das Wachstum unserer Unternehmensgruppe investieren. Seit Beginn des laufenden Geschäftsjahrs liefern unsere größten Investitionsprojekte der vergangenen Jahre - das abfallbefeuerte Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Plymouth und das KWK-fähige Biomassekraftwerk in Ridham Dock - sowie unsere dritte Biomethananlage in Sachsen-Anhalt erstmals ganzjährig Umsatz- und Ergebnisbeiträge; darüber hinaus haben wir im 1. Quartal 2015/16 eine vierte Biomethananlage in Barby, ebenfalls Sachsen-Anhalt, in Betrieb genommen. Hinzu kommen Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge der Juwi AG, die wir voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2015/16 voll konsolidieren. Insgesamt gehen wir davon aus, dass unsere Unternehmensgruppe im laufenden Geschäftsjahr profitabel wachsen wird. Diese positive Erwartung ist das Resultat unserer konsequenten strategischen Ausrichtung. Unsere strategischen SchwerpunkteIm Bereich der erneuerbaren Energien fokussieren wir uns gemeinsam mit der Juwi AG vor allem auf den Ausbau von WINDENERGIE AN LAND (ONSHORE). Wir verfügen über umfassendes Know-how in der Projektentwicklung für Windparks und hohe Kompetenz im Bereich der Betriebsführung. Dies nutzen wir für die Entwicklung und Realisierung von Projekten, die wir in erster Linie vermarkten; einzelne Projekte planen wir auch in unser eigenes Windenergieportfolio zu übernehmen. Seit 2012 investieren wir gezielt in BIOMETHANANLAGEN. Zum Geschäftsjahresende 2014/15 haben wir drei, seit November 2015 vier Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt. Mittelfristig rechnen wir mit einer Konsolidierung des Markts, wodurch sich Gelegenheiten ergeben können, unser Anlagenportfolio weiter zu arrondieren. Wir bauen die FERNWÄRME MIT KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG insbesondere an unseren Standorten Mannheim und Offenbach weiter aus und verdichten das Netz. Die Unternehmensentwicklung in unserem TEILKONZERN KIEL wird vom Auslaufbetrieb des Gemeinschaftskraftwerks Kiel bestimmt. Als anschließende Erzeugungslösung ist der Bau eines Gasmotoren-Heizkraftwerks geplant. Eine Bauentscheidung soll im Jahr 2016 getroffen werden. Während der deutsche Abfall- und Biomassemarkt für neue Anlagen kein Wachstumspotenzial bietet, sehen wir in diesen Märkten in GROSSBRITANNIEN UND FRANKREICH Wachstumschancen. In Frankreich bewirbt sich unsere Tochtergesellschaft MVV Umwelt GmbH gemeinsam mit der französischen Unternehmensgruppe Semardel auf Ausschreibungen für die Betriebsführung von Abfallverwertungsanlagen. Unter anderem über das Gemeinschaftsunternehmen Beegy GmbH entwickeln wir Geschäftsmodelle und innovative Lösungen für DEZENTRALES ENERGIEMANAGEMENT weiter. ENERGIEEFFIZIENZLÖSUNGEN UND EIGENVERSORGUNG gewinnen weiter an Bedeutung - insbesondere für Industrie-, Gewerbe- und Immobilienunternehmen. Vor diesem Hintergrund werden wir unser Energiedienstleistungsangebot weiter ausbauen: Die Marktintegration der erneuerbaren Energien und kundennaher Flexibilitäten unterstützen wir durch den konsequenten Ausbau dieses innovativen Vermarktungskonzepts unter anderem im Bereich Direktvermarktung und Reserveleistungsvermarktung. Wir beteiligen uns aktiv am WETTBEWERB UM KONZESSIONEN und bewerben uns gezielt um attraktive, neu ausgeschriebene Konzessionen. Bestehende Partnerschaften mit Kommunen wollen wir erhalten und erfolgreich weiterführen. Voraussichtliche UmsatzentwicklungUnsere Wachstumsinvestitionen der vergangenen Jahre wirken sich insbesondere auf die Umsatzentwicklung im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR aus. Wir erwarten vor allem von dem Ausbau der Projektentwicklung erneuerbarer Energien einen starken Umsatzanstieg. Hinzu kommen die Umsatzerlöse aus unseren neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien und der neuen Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt. Im Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT rechnen wir damit, dass die Umsatzerlöse vor allem preisbedingt moderat zurückgehen. Für das Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN erwarten wir Umsätze auf Vorjahresniveau. Insgesamt gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass die UMSATZERLÖSE (OHNE ENERGIESTEUERN) DES MVV ENERGIE KONZERNS im Geschäftsjahr 2015/16 (Zeitraum Oktober 2015 bis September 2016) bei normalem Witterungsverlauf gegenüber dem Vorjahr (3,4 Mrd Euro) stark steigen und über 4,0 Mrd Euro liegen werden. Voraussichtliche ErgebnisentwicklungDer Ausbau der Projektentwicklung erneuerbarer Energien sowie die Inbetriebnahmen unserer Erzeugungsanlagen in Großbritannien und Sachsen-Anhalt führen zu einem stark steigenden Adjusted EBIT im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR. Das Ergebnis des Berichtssegments HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT wird vor allem durch die Entwicklung der Stromgroßhandelspreise und des Clean Dark Spread (CDS) geprägt. Der CDS liegt auf einem niedrigen Niveau und es gibt derzeit keine Anzeichen für eine Erholung. Insofern erwarten wir ein Adjusted EBIT auf Vorjahresniveau. Wir gehen davon aus, dass das Adjusted EBIT im Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN deutlich unter dem Vorjahr liegen wird, da sich die hohe Wettbewerbsintensität auf die Ergebnisentwicklung auswirkt. Insgesamt erwarten wir, dass das ADJUSTED EBIT DES MVV ENERGIE KONZERNS im Geschäftsjahr 2015/16 aus operativer Sicht gegenüber dem Vorjahr (175 Mio Euro) um etwa 15 % steigen wird. Die Ergebnisentwicklung ist vor allem abhängig von Witterungsverhältnissen, Strom- und Abfallpreisen sowie dem CDS. Zudem kann es in der Projektentwicklung erneuerbarer Energien zu Verschiebungen in der Projekt- beziehungsweise Ergebnisrealisation kommen. Voraussichtliche Entwicklung der MVV Energie AG im Einzelabschluss nach HGBIm Einzelabschluss der MVV Energie AG nach HGB erwarten wir, dass die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) im Geschäftsjahr 2015/16 etwa auf Vorjahresniveau (1,8 Mrd Euro) liegen werden. Die Umsatzerlöse und Absatzmengen im Fernwärme- und Gasgeschäft werden generell vom Witterungsverlauf beeinflusst - insbesondere in der Heizperiode. Das operative Ergebnis der MVV Energie AG wird im Wesentlichen durch das Netzgeschäft, durch den Vertrieb sowie durch Beteiligungserträge aus den Konzernbeteiligungen erzielt. Insgesamt gehen wir daher davon aus, dass der Jahresüberschuss nach Steuern im Geschäftsjahr 2015/16 moderat unter dem Vorjahr (80 Mio Euro) liegen wird. Diese Entwicklung ist darin begründet, dass sich die Ergebnisse aus unseren Wachstumsinvestitionen noch nicht im Jahresüberschuss der MVV Energie AG nach HGB niederschlagen. Stabile DividendeMit unserer auf Kontinuität ausgerichteten Dividendenpolitik wollen wir unseren Aktionären eine solide Rendite gewährleisten. Aus diesem Grund plant der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014/15 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat werden den Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung 2016 im Dezember 2015 beschließen. Geplante InvestitionenAus heutiger Sicht werden wir im Geschäftsjahr 2015/16 etwa 300 Mio Euro investieren; hiervon fließen rund 130 Mio Euro in Wachstumsinvestitionen und zirka 170 Mio Euro in unser Bestandsgeschäft. Von den Wachstumsinvestitionen sind rund die Hälfte bereits beschlossen. Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien bilden der Ausbau und die Verdichtung unserer Fernwärmenetze in Mannheim und Offenbach einen Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit. Mit unseren Investitionen in das Bestandsgeschäft werden wir unsere Erzeugungsanlagen und Netze optimieren und so deren Substanz erhalten. Hierzu zählt beispielsweise auch der geplante Bau eines Gasmotoren-Heizkraftwerks in Kiel. Kapitalausstattung und FinanzierungsstrukturDer MVV Energie Konzern kann seinen Liquiditätsbedarf durch einen unverändert guten Zugang zum Finanzmarkt problemlos decken. Unsere bereinigte Eigenkapitalquote von 34 % ermöglicht es uns, unser Investitionstempo auch im Geschäftsjahr 2015/16 hoch zu halten. Wir finanzieren Investitionen in das Bestandsgeschäft überwiegend über Abschreibungsgegenwerte; für unsere Wachstumsprojekte nutzen wir den operativen Cashflow sowie projektbezogene optimierte Finanzierungen. Wir bündeln strukturell ähnliche Projekte mit vergleichbaren Laufzeiten; die hierfür benötigten Mittel nehmen wir am Kapitalmarkt auf oder nutzen unsere flüssigen Mittel. Alternativ zum Bankenmarkt beobachten wir weitere Finanzierungsquellen, unter anderem den Schuldscheinmarkt. Wir haben Kennzahlen als Leitplanken für fremdfinanziertes Wachstum definiert, die wir einhalten. Damit gewährleisten wir ein implizites Rating von MVV Energie im Investment-Grade-Bereich. Künftige Chancen und RisikenDie für den MVV Energie Konzern relevanten Risikokategorien sowie Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2015/16 stellen wir im ► Bericht zu Chancen und Risiken ab Seite 95 ausführlich dar. Unkalkulierbare Faktoren (Chancen und Risiken), wie der Witterungsverlauf oder das Windkaufkommen oder Schwankungen bei den Absatz- und Bezugspreisen, beeinflussen unser Ergebnis regelmäßig. Durch den Erwerb der Windwärts Energie GmbH beziehungsweise die Beteiligung an der Juwi AG steigt die Ergebnisunsicherheit bei der Projektentwicklung erneuerbarer Energien im Vergleich zu den Vorjahren an. Aus dem Umbau des Energiesystems in Deutschland ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken. Aus heutiger Sicht gibt es keine Anzeichen für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Verlauf des Geschäftsjahrs 2015/16 und darüber hinaus gefährden könnten. Zukunftsgerichte Aussagen und PrognosenUnser zusammengefasster Lagebericht für den MVV Energie Konzern (nach IFRS) und die MVV Energie AG (nach HGB) enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn der Vorstand davon überzeugt ist, dass diese getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft hiervon aufgrund der derzeit großen energiepolitischen Unsicherheiten sowie einer Vielzahl von internen und anderen externen Faktoren abweichen. Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktGVorstand und Aufsichtsrat haben im September 2015 die folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen: Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ausnahmslos entsprochen wurde und wird. Für die Vergangenheit bezieht sich diese Erklärung auf die am 30. September 2014 vom Bundesministerium der Justiz im Bundesanzeiger bekannt gemachte Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex' vom 24. Juni 2014. Für die Zukunft bezieht sie sich auf die Empfehlungen der am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Neufassung des Kodex' vom 5. Mai 2015. KONZERNABSCHLUSS GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015des MVV Energie Konzernsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze GESAMTERGEBNISRECHNUNG vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen des MVV Energie Konzernsscroll
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unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze BILANZ zum 30.9.2015Bilanz des MVV Energie KonzernsAktiva scroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015Eigenkapitalveränderungsrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015Kapitalflussrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Cashflow - aggregierte Darstellungscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2014/15des MVV Energie KonzernsInformationen zum UnternehmenDie MVV Energie AG hat ihren Sitz in Mannheim, Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Luisenring 49 in 68159 Mannheim. Als Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns ist die MVV Energie AG als Energieerzeuger, -verteiler und -dienstleister tätig. Die Steuerung erfolgt mit den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen sowie Sonstiges. Allgemeine Grundlagen der AbschlusserstellungDer Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns wurde in Übereinstimmung mit § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt. Somit entspricht der Konzernabschluss vollumfänglich den vom IASB veröffentlichten IFRS und IFRIC, soweit diese bis zum Ende der Berichtsperiode von der Europäischen Union übernommen wurden und bis zum 30. September 2015 verpflichtend anzuwenden waren. Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der MVV Energie AG aufgestellt und bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2014/15 (1. Oktober 2014 bis 30. September 2015). Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Tausend Euro (Tsd Euro) angegeben. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz werden die Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie die Kapitalflussrechnung gesondert dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert. Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts ist der Vorstand der MVV Energie AG verantwortlich. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Vorstand am 10. November 2015 aufgestellt und anschließend dem Aufsichtsrat zur Feststellung vorgelegt. Änderungen der Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeDer International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Diese sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet: scroll
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen
Zeitpunkt beginnen Der IFRS 10 "Konzernabschlüsse" wurde im Geschäftsjahr 2014/15 zum ersten Mal retrospektiv angewandt und ersetzt die bisher im IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und im SIC-12 "Konsolidierung Zweckgesellschaften" enthaltenen Leitlinien über die Beherrschung und Konsolidierung von Gesellschaften. Dabei schafft IFRS 10 eine einheitliche Definition des Begriffs "Beherrschung", was zu einer veränderten Abgrenzung des Konsolidierungskreises führen könnte. Für den MVV Energie Konzern ergaben sich daraus jedoch keine Änderungen. Der IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" ersetzt den IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und den SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Der IFRS 11 unterscheidet dabei zukünftig zwei Arten von gemeinsamen Vereinbarungen (Joint Arrangements), nämlich Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations). Ausgangspunkt der Beurteilung ist immer das Kriterium der gemeinsamen Kontrolle (Joint Control) des IFRS 10. Liegt ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vor, ist dies nach der At-Equity-Methode zu bilanzieren. Sollte eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) vorliegen, sind die anteiligen Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge dem beteiligten Unternehmen direkt zuzurechnen. Die Gesellschaften des Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt werden durch die erstmalige Anwendung des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) klassifiziert. Dadurch ergibt sich eine Änderung der Konsolidierungsmethode. Zukünftig werden diese Gesellschaften nicht mehr quotal bilanziert, sondern nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Dementsprechend wurden die Vorjahreswerte in der Tabelle "Konsolidierungskreis" angepasst, was zu einer Reduzierung der Anzahl der quotenkonsolidierten Unternehmen im Konzern auf null und zu einer Erhöhung der Anzahl der At-Equity bilanzierten Unternehmen um eins führt. Die geänderte Einbeziehungsmethode zieht eine Verringerung der einzelnen Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz, eine Verringerung der einzelnen GuV-Positionen sowie eine Erhöhung des Ergebnisses aus At-Equity-Unternehmen nach sich, wie in nachfolgender Tabelle zusammengefasst erkennbar. Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung des MVV Energie Konzernsscroll
Anpassung der Bilanz des MVV Energie Konzernsscroll
Weitere Anpassungen der Konsolidierungsmethode aus der Anwendung des IFRS 10 und IFRS 11 waren nicht notwendig. Das IASB und das IFRS IC haben die nachfolgend aufgeführten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die für das Geschäftsjahr 2014/15 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht freiwillig vorzeitig angewendet worden sind: scroll
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Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen
Zeitpunkt beginnen Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der weiteren noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards auf den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns werden derzeit geprüft. Die Änderungen werden spätestens zum Zeitpunkt der Verpflichtung angewendet. Konsolidierungskreis und Änderungen des KonsolidierungskreisesIn den Konzernabschluss 2014/15 des MVV Energie Konzerns sind neben der MVV Energie AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die MVV Energie AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das hierfür maßgebliche Beherrschungskonzept setzt bei Vollkonsolidierung einen beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft voraus, der in allen Fällen der Vollkonsolidierung gegeben ist. Die maßgeblichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Gemeinschaftliche Tätigkeiten liegen im MVV Energie Konzern nicht vor. Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen ist in der folgenden Tabelle dargestellt: Konsolidierungskreisscroll
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Vorjahreswerte angepasst.Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns zum 30. September 2015 einbezogenen Unternehmen werden in der Anteilsliste in Textziffer 41 dargestellt. Im 1. Quartal 2014/15 hat der MVV Energie Konzern 50,1 % an dem deutschen Marktführer im Bereich der erneuerbaren Energien, Juwi AG, Wörrstadt, im Wege einer Kapitalerhöhung erworben. Im 4. Quartal erhöhte sich der Anteil um weitere 13,02 % auf 63,12 %. Die Beteiligung wird durch die 100 %-ige Tochtergesellschaft der MVV Energie AG, Mannheim, MVV Alpha fünfzehn GmbH, Mannheim, gehalten, die für diesen Zweck vollkonsolidiert wird. Der Teilkonzern Juwi wird als Gemeinschaftsunternehmen nach der At-Equity-Methode konsolidiert. Um zukünftig Komplettlösungen und Dienstleistungen für Privatkunden, Handel, Gewerbe und Industrie anbieten zu können, wurde im 1. Quartal 2014/15 eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der MVV Energie AG, Mannheim, mit dem Namen Beegy GmbH, Mannheim, gegründet. Nach dem Inkrafttreten des Joint-Ventures-Vertrags und dem Eintritt der anderen Partner verringerte sich die Beteiligungsquote der MVV Energie AG auf 34,8 %. Die Gesellschaft wird seitdem als Gemeinschaftsunternehmen nach der At-Equity-Methode konsolidiert. Mit Wirkung im 1. Quartal 2014/15 wurden im Rahmen eines Asset-Deals die Vermögensgegenstände der insolventen Windwärts Energie GmbH, Hannover, von der neu gegründeten Windwärts Energie GmbH, Mannheim, übernommen. Im Zuge des Windwärts-Asset-Deals wurden auch 100 % an der Vents d'Occ Énergies Renouvelables SARL, Montpellier, mit ihren Projektgesellschaften und 100 % an der Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH, Hannover, erworben. Die französische Gesellschaft wird vollkonsolidiert, während Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH zu den sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz gehört und nicht konsolidiert wird. Im 2. Quartal 2014/15 gründete Windwärts Energie GmbH die beiden Gesellschaften Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Coppenbrügge II KG und Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Sylda II KG, beide Hannover, zur Umsetzung weiterer Windprojekte. Bis zu ihrem Verkauf im 4. Quartal 2014/15 wurden diese Gesellschaften vollkonsolidiert. Im 1. Quartal 2014/15 wurde die Gesellschaft EVO Alpha eins GmbH, Frankfurt am Main, durch die FRASSUR GmbH Umweltschutz-Dienstleistungen, Mörfelden-Walldorf, gegründet und vollkonsolidiert. Nach der Übernahme von Versorgungsgeschäften im Rahmen eines Asset-Deals wurde die Gesellschaft zu MDW Muldendienst West GmbH umfirmiert. Die Gesellschaft SWKiel Speicher GmbH, Kiel, wurde im 1. Quartal 2014/15 von den Stadtwerken Kiel AG, Kiel, gegründet und vollkonsolidiert. Durch Ausübung einer Kaufoption zu einem Leasingvertrag ist die Grundlage für die Vollkonsolidierung der ZEDER Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Pullach, entfallen. Somit wurde diese Gesellschaft im 1. Quartal 2014/15 entkonsolidiert. Dies führt zu einem Ergebnis im Konzern in Höhe von 393 Tsd Euro. Im 2. Quartal 2014/15 wurde die nach der At-Equity-Methode konsolidierte Gesellschaft TradeSoft RM GmbH, Köln, veräußert. Dies führt zu einem Ergebnis im Konzern in Höhe von 6 Tsd Euro. Die Gesellschaft Biomethananlage Barby GmbH, Regensburg, wurde im 3. Quartal 2014/15 als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen. Die Anteile in Höhe von 74,9 % wurden durch die MVV Energie AG, Mannheim, erworben. Die durch die MVV Energie AG, Mannheim, neu gegründeten Windenergie-Gesellschaften MVV Windpark Freudenberg GmbH, Freudenberg am Main, und MVV Windpark Hain-Ost GmbH, Mannheim, werden ab dem 3. Quartal 2014/15 vollkonsolidiert. Die von der MVV decon GmbH, Mannheim, im 3. Quartal 2014/15 neu gegründete Gesellschaft decon international GmbH, Bad Homburg v.d.H., wird aufgrund der geringen Wesentlichkeit als sonstige Beteiligung mit Mehrheitsbesitz in den Konzernabschluss einbezogen. Im 3. Quartal 2014/15 wurde die Gesellschaft 24sieben Nordwatt GmbH, Kiel, auf die Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Vor ihrer Verschmelzung wurde die 24sieben Nordwatt GmbH als sonstige Beteiligung geführt. Im 4. Quartal 2014/15 wurden 74,9 % an der Gesellschaft Mobi-Heat GmbH, Friedberg, durch die Biokraft Naturbrennstoffe GmbH, Offenbach am Main, erworben. Mobi-Heat wird als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen. Im 4. Quartal 2014/15 wurden 100 % an der Gesellschaft Juwi Wind Germany 104 GmbH & Co. KG, Wörrstadt, durch Windpark Albisheim GmbH & Co. KG, Wörrstadt, erworben. Die erworbene Gesellschaft wird vollkonsolidiert. Die Gesellschaft MVV enservis a.s. i. L., Česká Lípa, Tschechische Republik, eine vollkonsolidierte Gesellschaft, befindet sich in Liquidation und wurde im 4. Quartal 2014/15 entkonsolidiert. Die zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, die im Rahmen der genannten Asset- und Share-Deals erworben wurden, sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Bei dem Asset-Deal Windwärts handelt es sich um eine Neubewertung der aus der Insolvenzmasse erworbenen Vermögenswerte und Schulden. Identifizierbare Vermögenswerte und Schuldenscroll
Die Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden ist vorläufig, da die Kaufpreisallokationen noch nicht abgeschlossen sind. Die Ermittlung der zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Vermögenswerte und Schulden erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei sind die Wertverhältnisse angesetzt, die dem Zeitpunkt des Erwerbs entsprechen. Wertdifferenzen werden in voller Höhe aufgedeckt, das heißt, ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens werden unabhängig von vorliegenden Anteilen ohne beherrschenden Einfluss mit ihren Fair Values in der Konzernbilanz ausgewiesen. Markennamen werden mittels der Lizenzpreisanalogie-Methode bewertet. Zur Ermittlung der Fair Values von Kundenbeziehungen und Auftragsbeständen wurde die Residualwertmethode für die Bewertung herangezogen. Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt mittels des Marktpreisverfahrens. Stille Reserven auf Beteiligungen werden durch indikative Unternehmensbewertung auf Basis des Ertragswertverfahrens aufgedeckt. Der Abzinsungssatz beruht auf dem konzerninternen WACC unter Berücksichtigung der besonderen Parameter. Die Kaufpreise für die in der Tabelle "Identifizierbare Vermögenswerte und Schulden" gezeigten Gesellschaften, die keine bedingten Kaufpreisbestandteile enthalten, wurden aus flüssigen Mitteln beglichen. Seit ihrer Erstkonsolidierung haben die genannten erworbenen Unternehmen 9 493 Tsd Euro zum Umsatz und - 3 055 Tsd Euro zum Ergebnis beigetragen. Wenn der Erwerbszeitpunkt am Anfang der Periode des laufenden Geschäftsjahrs wäre, hätten die erworbenen Unternehmen 13 241 Tsd Euro zum Umsatz und - 2 687 Tsd Euro zum Ergebnis beigetragen. Wesentliche GemeinschaftsunternehmenGemeinsam mit Joint-Venture-Partnern betreibt die MVV Energie AG Gemeinschaftsunternehmen. Als wesentliche Gemeinschaftsunternehmen wurden aufgrund ihrer Größe und des Einflusses auf den Konzern die Gesellschaften Juwi AG, Wörrstadt, Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel, und Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt, identifiziert. Die Juwi AG ist weltweit als Projektentwickler von Wind- und Solarparks aktiv und ergänzt die Wertschöpfungskette des Konzerns. Zum Geschäftsjahresende hält der MVV Konzern 63,1 % der Kapitalanteile an der Juwi AG. Die Ausgestaltung der gesellschaftlichen Vereinbarungen sieht eine einstimmige Beschlussfassung aller maßgeblichen Tätigkeiten vor, was zu einer gemeinsamen Führung und zum Einbezug als Gemeinschaftsunternehmen At-Equity führt. Die Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH betreibt in Kiel ein Steinkohlekraftwerk. Dies erfolgt gemeinsam mit den Gesellschaftern E.ON Kraftwerke GmbH und der Stadtwerke Kiel AG, einer Tochtergesellschaft der MVV Energie AG. Die Stadtwerke Kiel AG hält 50 % der Kapitalanteile des Gemeinschaftskraftwerks Kiel GmbH. Alle wesentlichen Entscheidungen müssen von den Anteilseignern gemeinsam getroffen werden, weshalb die Gesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen wird. Die Stadtwerke Ingolstadt sind für die Energieversorgung der Region Ingolstadt verantwortlich. Die MVV Energie AG hält 48,4 % der Kapitalanteile der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, die als Finanzholding mehrere Tochtergesellschaften bündelt. Alle wesentlichen Entscheidungen müssen von den Anteilseignern gemeinsam getroffen werden, weshalb die Gesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen wird. Wesentliche assoziierte UnternehmenDie MVV Energie AG hat die Grosskraftwerk Mannheim AG aufgrund der Größe und des Einflusses auf den Konzern als wesentliches assoziiertes Unternehmen identifiziert. Die Grosskraftwerk Mannheim AG betreibt in Mannheim eines der effizientesten Steinkohlekraftwerke Europas. Die MVV RHE GmbH, als eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der MVV Energie AG, hält insgesamt 28 % der Kapitalanteile an der Gesellschaft. Die Grosskraftwerk Mannheim AG ist ein Gemeinschaftskraftwerk der Aktionäre RWE Generation SE, Essen, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, und der MVV RHE GmbH, Mannheim. Durch die Besetzung im Aufsichtsrat und ihre Stimmen in der Hauptversammlung übt die MVV RHE GmbH maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft aus und wird als assoziiertes Unternehmen At-Equity in den Konzernabschluss der MVV Energie AG einbezogen. KonsolidierungsmethodenDie in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse wurden auf der Grundlage einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 30. September 2015 aufgestellt. Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert, das heißt, ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Verbleibt ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen. Bei der Entkonsolidierung wird der bei dieser Cash Generating Unit verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert bei der Berücksichtigung des Veräußerungserfolgs einbezogen. Sofern passivische Unterschiedsbeträge entstehen, werden diese nach nochmaliger Überprüfung der Kaufpreisallokation unmittelbar erfolgswirksam erfasst. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Bilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital. Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der At-Equity-Methode konsolidiert. Anteile an Unternehmen, für die kein Einbezug im Rahmen der Vollkonsolidierung oder nach der At-Equity-Methode erfolgt, werden gemäß IAS 39 bilanziert. Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden, soweit wesentlich, eliminiert. WährungsumrechnungBei den einbezogenen Gesellschaften werden Transaktionen in fremder Währung zu dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Kassakurs erfasst. An jedem Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, die Währungsumrechnung zum Stichtagskurs. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden entsprechend ihrer Zuordnung entweder im operativen Ergebnis oder im Finanzergebnis ausgewiesen. Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung auf Grundlage der modifizierten Stichtagsmethode in Euro (Berichtswährung des Konzerns) umgerechnet. Die funktionale Währung ist bei allen betroffenen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da sie ihre Geschäfte als finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständige Teileinheiten des Konzerns in ihrer Landeswährung betreiben. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden von der jeweiligen Landeswährung in Euro erfolgt zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurse). Die Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsdifferenzen aus abweichenden Umrechnungskursen zwischen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen (Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung) ausgewiesen. Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt: Währungsumrechnungscroll
Quelle: Europäische Zentralbank Bilanzierungs- und BewertungsgrundsätzeGrundsätzlich erfolgt die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, sofern nicht IAS 39 und IFRS 13 für bestimmte Vermögenswerte und Schulden sowie für derivative Finanzinstrumente eine Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten fordern und diese verlässlich ermittelbar sind. Im Falle langfristiger Forderungen und Schulden erfolgt der Ausweis mit dem Barwert. Sofern die Voraussetzungen vorliegen, werden Vermögenswerte und Schulden saldiert. Bei Vermögenswerten und Schulden, bei denen sich der Handelstag und der Tag der finanziellen Abwicklung unterscheiden, erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Aufwendungen und Erträge, die aus Vermögenswerten und Schulden abgeleitet werden, werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Bilanzposten im Betriebs- oder Finanzergebnis erfasst, gegebenenfalls erfolgt eine periodengerechte Abgrenzung. Verlangen die internationalen Rechnungslegungsvorschriften eine direkte Erfassung im Eigenkapital, so erfolgt diese, und sie ist im Eigenkapitalspiegel gesondert erläutert. Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt, die für die Aufstellung des Konzernabschlusses des MVV Energie Konzerns angewendet wurden. Immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte wurden im Wesentlichen entgeltlich erworben und sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Entsprechend ihrem Nutzungsverlauf werden sie mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer als unbestimmbar eingeschätzt wurde, bestehen mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten und einer eingetragenen Marke nicht. CO2 -Emissions-zertifikate mit einer Haltedauer von über einem Jahr, die im MVV Energie Konzern zugekauft werden müssen, werden als immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten bilanziert, die unentgeltlich zugeteilten Rechte werden mit 0 Euro bewertet. Im Falle einer Folgebewertung wird die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet. Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und die eigene Nutzung oder Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzung für eine Aktivierung ist, dass den Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse folgen. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über den geschätzten Verkaufszeitraum der Produkte abgeschrieben. Forschungskosten sind nicht aktivierungsfähig und werden in der Periode ihrer Entstehung sofort als Aufwand erfasst. SachanlagenDie Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich ratierlicher Abschreibungen für den Werteverzehr der Anlagen. Bei selbsterstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten anhand der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessenen direkt zurechenbaren Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, wenn sie unmittelbar dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Dies erfolgt sobald dieser Vermögenswert nach einem längeren Zeitraum in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand versetzt wird. Während der Inbetriebnahmephase wird der Saldo aus den angefallenen Aufwendungen und Erträgen aktiviert. Über die angefallenen Kosten hinausgehende Erträge reduzieren nicht die aktivierten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, sondern werden erfolgswirksam vereinnahmt. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten wurden um erhaltene öffentliche Zuschüsse (Investitionszuschüsse) gekürzt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass zum einen die Zuwendungen gewährt werden und zum anderen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind. Es liegen ausschließlich vermögenswertbezogene Zuwendungen vor. Diese Zuschüsse werden im Anlagenspiegel offen von den Investitionen abgesetzt. Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens wurden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde: Nutzungsdauer in Jahrenscroll
Als Finanzinvestitionen gehaltene ImmobilienUnter den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden Immobilien ausgewiesen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht im Rahmen des Betriebszwecks eingesetzt werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die Marktwerte regelmäßig durch unabhängige Gutachten ermittelt, die auf international anerkannten Methoden basieren. Da es sich hierbei nicht um beobachtbare Marktpreise handelt, ist die Bewertung gemäß der Bewertungshierarchie des IFRS 13 der Stufe 3 zuzuordnen. Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen ImmobilienAn jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine Wertminderung hindeuten. Bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird ein Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) nach IAS 36 durchgeführt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswerts über seinem erzielbaren Betrag (dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Nutzungswert) liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die bestmögliche Schätzung des erzielbaren Betrags wider. Die erzielbaren Beträge sind für jeden Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, der Vermögenswert erzeugt keine Cash-flows, die weitestgehend unabhängig sind. In diesem Fall ist der Betrag anzusetzen, für den ein unabhängiger Dritter die Zahlungsmittel generierende Einheit am Bilanzstichtag erwerben würde. Die Zeit-/Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden anhand von Cashflow-Planungen ermittelt, die von den Management- und Aufsichtsorganen der MVV Energie AG genehmigt wurden. Grundlage der Cashflow-Planungen sind die Erfahrungen und Ergebnisse vergangener Geschäftsjahre sowie Erwartungen über zukünftige Marktentwicklungen. Die Cashflow-Planungen basieren auf der erwarteten Entwicklung der aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Die Prämissen zur Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohöl, Erdgas und Kohle, die Strom- und Gaspreise auf den Großhandels- und Endverbrauchermärkten sowie die Entwicklung der Marktanteile und die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen stellen die Schlüsselannahmen der Planung dar. Die Cashflow-Planungen umfassen einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren. Für die darüber hinausgehenden Geschäftsjahre erfolgt eine Fortschreibung der Ergebnisse, ausgehend vom letzten Jahr des Detailplanungszeitraums. Hierbei werden die aktuellen geschätzten Wachstumsraten verwendet. Die Wachstumsraten entsprechen den langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten auf den Märkten, auf denen die Unternehmen tätig sind. Sie stimmen mit den aus externen Informationsquellen zu entnehmenden Markterwartungen überein. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert in den folgenden Perioden übersteigt. Bei Geschäfts- oder Firmenwerten werden keine Zuschreibungen vorgenommen. Übersteigt der Buchwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf wird durch anteilige Reduzierung der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheit berücksichtigt, jedoch erfolgt keine Abstockung unter den Zeitwert der jeweiligen Vermögensgegenstände. Der MVV Energie Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der MVV Energie Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe werden Leasingverbindlichkeiten unter den lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten passiviert. Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeiten konstant verzinst werden. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben. Anteile an At-Equity-UnternehmenAnteile an assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Diese werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden entsprechend dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht oder vermindert. Ein bilanzieller Geschäfts-oder Firmenwert wird im Beteiligungsansatz ausgewiesen und nicht separat gezeigt. Eine außerplanmäßige Abschreibung des At-Equity-Buchwerts erfolgt, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine entsprechende erfolgswirksame Zuschreibung. Übrige FinanzanlagenUnter den übrigen Finanzanlagen werden Ausleihungen, Leasingforderungen, Wertpapiere, sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen ausgewiesen. Sie werden wie folgt bewertet und kategorisiert: Die enthaltenen Ausleihungen werden als Kredite und Forderungen, Leasingforderungen unter Leasing kategorisiert. Ihre Wertansätze erfolgen zu fortgeführten Anschaffungskosten gegebenenfalls reduziert um Wertminderungen. Ebenfalls in die übrigen Finanzanlagen werden sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, welche zur Veräußerung verfügbar sind, eingeordnet. Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls um Wertminderungen aufgrund von gesunkenen erwarteten Cashflows oder vorhandenen Ausfallrisiken korrigiert. Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden als Forderung in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen (Nettoinvestitionswert) bilanziert. Wertpapiere werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt. Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen werden im Beteiligungsergebnis beziehungsweise im Finanzergebnis erfasst. Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz werden aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen. Forderungen und sonstige VermögenswerteDie Forderungen und sonstigen Vermögenswerte umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie die Steuerforderungen. Diese werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am erwarteten Ausfallrisiko. Forderungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten werden zudem die kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen ausgewiesen. Die Bewertung der kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen folgt konzeptionell der Bewertung der jeweiligen langfristigen Anteile, die unter den Finanzanlagen erläutert wurden. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten einen Abgrenzungsbetrag für die am Bilanzstichtag noch nicht abgelesenen und nicht abgerechneten Energie- und Wasserverkäufe. Abschlagszahlungen, die auf Basis der jährlichen Verbrauchsabrechnung geleistet werden, sind bei den Forderungen gekürzt. Die Kundenforderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Am Bilanzstichtag bestehende Ausfallrisiken sind durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen werden ausgebucht, sobald sie als uneinbringlich gelten. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den jeweiligen Zeitwerten. CO2 -Emissionszertifikate mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, die im MVV Energie Konzern zugekauft oder getauscht werden müssen, werden als sonstige Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten bilanziert, unentgeltlich zugeteilte Rechte mit 0 Euro bewertet. Kundenspezifische FertigungsaufträgeKundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt bilanziert. Dabei werden anteilige Umsatzerlöse und die angefallenen Umsatzkosten, basierend auf mit Kunden geschlossenen Verträgen, entsprechend dem am Bilanzstichtag erreichten Leistungsfortschritt ausgewiesen, sobald das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen ist. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Projektkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten des Projekts ermittelt. In der Bilanz werden die nach ihrem Leistungsfortschritt erfassten Umsätze nach Abzug erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragsverluste werden sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst, sobald diese erwartet werden. VorräteDie Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beziehungsweise unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen, die hierauf geleistete Anzahlungen, sowie den Handelsbestand Commodity. Sie sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Handelsbestand Commodity ist mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Roh , Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung und umfassen somit die produktionsbezogenen Vollkosten. Risiken aus einer geminderten Verwertbarkeit wird mittels angemessener Abschläge Rechnung getragen. Flüssige MittelFlüssige Mittel umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als drei Monaten. Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte beziehungsweise SchuldenAls "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte ausgewiesen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten oder um Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, werden als "Zur Veräußerung gehaltene Schulden" gesondert ausgewiesen. Soweit nicht die jeweils besonderen Standards anzuwenden sind, werden zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Sie werden mit ihrem um voraussichtliche Veräußerungskosten verminderten Zeitwert bewertet, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung bestimmter langfristiger Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zur endgültigen Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Latente SteuernLatente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen den Steuerbilanzen und den IFRS-Bilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, die sich aufgrund der steuerlichen Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einerseits und der externen Rechnungslegung gemäß IFRS andererseits sowie aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen ergeben. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf Steuerminderungsansprüche berücksichtigt, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben. Eine Aktivierung erfolgt, wenn aufgrund vorliegender Planungen die Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Organisationseinheiten zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Bewertung der latenten Steuern in Deutschland wird der unternehmensindividuelle Steuersatz herangezogen, der sich aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem jeweils anzuwendenden Gewerbesteuersatz (derzeit 12 % bis 16 %) ergibt. Für ausländische Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt, die in Tschechien bei 19 % und in Großbritannien bei 20 % und in Frankreich bei 33,3 % liegen. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis - soweit die Voraussetzungen des IAS 12 gegeben sind - saldiert. RückstellungenRückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Rückstellungen, denen eine große Zahl gleichartiger Ereignisse zugrunde liegt, werden mit dem Erwartungswert der möglichen Ergebnisse bilanziert. Alle langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Zinssatz ist konzernweit mit 0,2 % bei einer Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren und 0,6 % ab fünf Jahren Laufzeit vorgegeben. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Diese Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt (Projected-Unit-Credit-Methode). Dieses Verfahren berücksichtigt neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch zukünftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen. Bei der Berechnung fanden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Da der Konzern über kein Planvermögen verfügt, sind Pensionsverpflichtungen in voller Höhe durch Rückstellungen gedeckt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, welche sich aus Änderungen der Berechnungsannahmen ergeben, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Aufstellung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen. Die wesentlichen Parameter für die Berechnung der leistungsorientierten Pläne zum 30. September 2015 sind: scroll
Die Altersversorgung für die Mitarbeiter des MVV Energie Konzerns ist unternehmensspezifisch weitgehend tarifvertraglich geregelt. Hieraus resultieren mittelbare Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, die fast ausschließlich über kommunale Zusatzversorgungskassen (ZVK) abgesichert sind. Hierfür werden Umlagen für die Ruhestandszeiten entrichtet. Die in diesem Zusammenhang gezahlten Beträge dienen der Finanzierung der laufenden Versorgungsleistungen. Gemäß den Regelungen der IFRS handelt es sich bei dieser Form der Altersvorsorge um einen leistungsorientierten Plan ("defined benefit plan"), da die individuellen Versorgungsleistungen der ZVK an frühere Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen nicht von eingezahlten Beiträgen abhängen. Da zudem in der ZVK Mitarbeiter mehrerer Mitgliedsunternehmen versichert sind, gilt diese Form der Altersvorsorge als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber ("multi-employer plan"), für den besondere Vorschriften anzuwenden sind. Aufgrund der Umverteilungen der Leistungen der ZVK auf die an ihr beteiligten Unternehmen und unzureichender Daten über die Altersstruktur, die Fluktuation und die Gehälter dieser Mitarbeiter liegen keine Informationen über den auf den MVV Energie Konzern entfallenden Teil der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (wirtschaftliche Verpflichtung) vor. Somit ist eine Rückstellungsbildung nach IFRS nicht zulässig und die Behandlung erfolgt wie bei einem beitragsorientierten Plan ("defined contribution plan"). Eine wertmäßige Auswertung von Beträgen, Fälligkeiten und Unsicherheiten der leistungsorientierten Versorgungspläne ist unter Textziffer 29 beschrieben. VerbindlichkeitenNach ihrem erstmaligen Ansatz sind Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Andere Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Mittel- bis langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden aufgrund ihrer Unwesentlichkeit in den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. EventualschuldenEventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nicht erfasst. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. FinanzinstrumenteORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTEAls finanzielle Vermögenswerte werden auf der Aktivseite Beteiligungen, Ausleihungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Geldforderungen sowie liquide Mittel ausgewiesen. Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem Zugang zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktionskosten bewertet. Im Rahmen der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt für finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts gemäß IAS 39 werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Beim Abgang werden diese erfolgswirksam berücksichtigt. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben. Ist eine dauerhafte Wertaufholung zu verzeichnen, wird bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten zugeschrieben. Soweit die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich geschätzt werden können, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte der Kategorien "Kredite und Forderungen" sowie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung, korrigiert um Wertminderungen, Zinsen und Tilgungen. Erkennbare Risiken, insbesondere aufgrund erwarteter Zahlungsausfälle oder verminderter erwarteter Cashflows, werden durch Wertminderungen berücksichtigt. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt direkt im Periodenergebnis. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird über den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden festgelegt. Solche Verfahren stützen sich auf kürzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigte Transaktionen, auf den aktuellen Marktwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Instruments, auf die Analyse der diskontierten Zahlungsströme oder auf Optionspreismodelle. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden gemäß IFRS 1 3 auch die Markt- und Kreditrisiken mit einbezogen. Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird, sofern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden, beziehungsweise die Verfügungsmacht über den Vermögenswert abgegeben wird. Als finanzielle Verbindlichkeiten werden auf der Passivseite Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden hauptsächlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode, bewertet. Im Falle von Finanzschulden entsprechen die Anschaffungskosten dem Auszahlungsbetrag. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist. Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zuzuordnen, wurde wie im Vorjahr kein Gebrauch gemacht. DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTEZu den derivativen Finanzinstrumenten gehören Zins- und Währungs-Derivate sowie Commodity-Derivate größtenteils über Strom, Gas, Kohle und CO2 -Emissionszertifikate. Derivative Finanzinstrumente werden sowohl bei ihrer erstmaligen Bilanzierung als auch in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Vermögenswerten oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Wertansätze werden vom Markt abgeleitet oder anhand anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt (Barwertmethode oder Optionspreismodelle unter Zugrundelegung aktueller Marktparameter). Eine Erfassung der Wertänderungen von Zins- und Währungsderivaten werden innerhalb des Finanzergebnisses entsprechend als Ertrag oder Aufwand erfasst. Wertänderungen aller anderen derivativen Finanzinstrumente erfolgt als Ertrag beziehungsweise Aufwand in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Hiervon sind Derivate gesondert zu behandeln, welche als Sicherungsgeschäft in einem Cashflow Hedge eingesetzt werden. Cashflow Hedges dienen der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten. Erfüllen diese zusätzlich die Voraussetzungen des Hedge-Accounting gemäß IAS 39, erfolgt der Ausweis des effektiven Teils des Sicherungsinstruments im Rahmen der Fair-Value-Veränderung erfolgsneutral im Eigenkapital unter Marktbewertung von Finanzinstrumenten. Wird das Grundgeschäft erfolgswirksam, so wird das Sicherungsgeschäft ebenfalls erfolgswirksam erfasst und kompensiert somit die Auswirkungen des Grundgeschäfts. Neben dem Cashflow-Hedge-Accounting können Absicherungen von Risiken ebenfalls durch Fair Value Hedges erfolgen. Hierbei werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die der Absicherung eines beizulegenden Zeitwerts dienen und als Fair Value Hedge qualifiziert werden können, gleichzeitig mit dem abgesicherten Risiko erfolgswirksam erfasst. In IAS 39 sind Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften festgeschrieben. Insbesondere müssen die Sicherungsbeziehungen ausführlich dokumentiert und effektiv sein. Das heißt die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts müssen sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Nur der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung darf erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert werden. Der ineffektive Teil einer Sicherungsbeziehung wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden insbesondere Zins-Swaps eingesetzt. Diese Instrumente fixieren mit Hilfe von Cashflow Hedges Zahlungsströme aus verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten. Schwebende Geschäfte zur Marktpreissicherung im Bereich des Energiehandels fallen in den Anwendungsbereich von IAS 39 und werden als derivative Finanzinstrumente erfasst, während die abgesicherten Grundgeschäfte (Vertriebskontrakte) in der Regel nicht unter IAS 39 fallen. Die Bilanzierung nach IAS 39 betrifft insbesondere Warentermingeschäfte. Im Rahmen der Volatilitäts-Begrenzung wird insbesondere im Strom- und Gasgeschäft die Own Use Exemption oder das Cashflow-Hedge-Accounting angewandt. Für geschlossene Fremdwährungspositionen wurden im Geschäftsjahr 2014/15 erstmalig auch Fair Value Hedges eingesetzt, welche nach den Regeln des Fair-Value-Hedge-Accountings bilanziert wurden. BewertungsunsicherheitenBei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Zudem erfordert die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS, dass Annahmen und Schätzungen gemacht werden, die sich auf die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angaben der Eventualschulden auswirken können. Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und BewertungsmethodenAus Ermessensausübungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich keine erheblichen Auswirkungen auf die Wertansätze der im Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden. Unsicherheiten bei der SchätzungIm Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten erläutert, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird. Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden sowie der Nutzungsdauer der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Dies gilt in gleicher Weise für die Ermittlung von Wertminderungen von Vermögenswerten. Der MVV Energie Konzern überprüft mindestens einmal jährlich oder bei hinweisenden Sachverhalten oder Änderungen der Umstände die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und der Vermögensgegenstände. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert, beziehungsweise der Vermögensgegenstand zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der MVV Energie Konzern die voraussichtlich künftigen Zahlungsmittelüberschüsse aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert der Cashflows zu ermitteln. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag oder zum relevanten unterjährigen Stichtag, zu welchem die anlassbezogene Wertminderung erforderlich wird. Abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können zu Unterschieden zwischen den Schätzwerten und den tatsächlichen Werten führen. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts und der Vermögensgegenstände entsprechend angepasst. Annahmen sind des Weiteren zu treffen bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern. Insbesondere spielt bei der Beurteilung, ob aktive latente Steuern genutzt werden können, die Möglichkeit der zukünftigen Erzielung entsprechender steuerpflichtiger Einkommen eine wesentliche Rolle. Bei der Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen insbesondere der Abzinsungsfaktor, biometrische Wahrscheinlichkeiten sowie Trendannahmen wesentliche Schätzgrößen dar. Abweichende Entwicklungen dieser Schätzgrößen können zu Unterschieden zwischen dem bilanzierten Wert und den tatsächlich im Zeitablauf entstehenden Verpflichtungen führen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Dies führt dazu, dass Änderungen der Schätzgrößen direkte Auswirkungen auf den MVV Energie Konzern haben. Die Bewertung von Umsätzen und Materialaufwendungen unterliegt insofern Schätzungen, dass zum Stichtag Verbrauchsabgrenzungen für bereits entstandene und noch nicht fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen wurden. Abfindungsverbindlichkeiten für Personengesellschaften werden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser wird ermittelt, indem eine Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung der aktuellen Planung und der Zinsstrukturkurve durchgeführt wird. Grundsätzlich werden bei den Bewertungsunsicherheiten die bestmöglichen Erkenntnisse herangezogen, bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit Unsicherheiten behafteten Buchwerte sind aus der Bilanz beziehungsweise den entsprechenden Erläuterungen im Anhang zu entnehmen. Die Schätzänderungen nach IAS 8 im Geschäftsjahr 2014/15 führten zu keinen nennenswerten Anpassungen der betroffenen Erträge, Aufwendungen sowie des Vermögens und der Schulden. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung1 Umsatzerlöse nach Strom- und ErdgassteuerDie Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Sie werden beim Übergang der maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Kunden beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst, sofern der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann. Hinsichtlich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse aus den einzelnen Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung unter Textziffer 37. Neben unseren Hauptprodukten Strom, Wärme, Gas, Wasser und Abfall sind die sonstigen Umsätze von untergeordneter Bedeutung. Der Umsatz unserer ausländischen Töchter betrug in Konzernwährung 94 835 Tsd Euro (Vorjahr 85 873 Tsd Euro). 2 BestandsveränderungenDie Bestandsveränderungen resultieren im Wesentlichen aus unfertigen Projekten, Projektrechten sowie aus noch nicht abgerechneten Leistungen bei Hausanschlüssen. 3 Aktivierte EigenleistungenDie aktivierten Eigenleistungen betreffen insbesondere den Bau und die Erweiterung von Versorgungsnetzen. 4 Sonstige betriebliche ErträgeSonstige betriebliche Erträgescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere positive Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Erträgen stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber. Die Erstattungen für Schadensfälle beinhalten im Wesentlichen Entschädigungen für Ausfälle in Kraftwerken. Die Verminderung der Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen und Eingang von ausgebuchten Forderungen ist auf das erfolgreiche Working Capital Management der Vorjahre zurückzuführen. 5 MaterialaufwandMaterialaufwandscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die Reduzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert in erster Linie aus der mengen- und preisbedingten Abnahme des Geschäftsvolumens und der damit verbundenen Abnahme der Energiebezugskosten. In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben und Entsorgungskosten für Reststoffe und Fremdleistungen enthalten. 6 PersonalaufwandPersonalaufwandscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Im Personalaufwand sind Effekte aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von 3 228 Tsd Euro enthalten. Im Jahresdurchschnitt waren 5 243 Mitarbeiter (Vorjahr angepasst 5 132) im MVV Energie Konzern beschäftigt. In diesem Personalstand sind 11 leitende Angestellte (Vorjahr 11), 4 873 Angestellte (Vorjahr angepasst 4 755), 319 Auszubildende (Vorjahr angepasst 318) und 40 Praktikanten/Diplomanden (Vorjahr angepasst 48) enthalten. 7 Sonstige betriebliche AufwendungenSonstige betriebliche Aufwendungenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten negative Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Aufwendungen stehen sonstige betriebliche Erträge gegenüber, die diesen Effekt kompensieren. Die Verminderung der Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsausfällen ist auf das erfolgreiche Working Capital Management der Vorjahre zurückzuführen. 8 Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen und sonstiges BeteiligungsergebnisErgebnis aus At-Equity-Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnisscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die Veränderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr führten zu einer Absenkung des Ergebnisses aus At-Equity-Unternehmen. Diesen Einmaleffekt erwarten wir für das folgende Geschäftsjahr nicht. 9 AbschreibungenAbschreibungenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen von Gebäuden in Höhe von 329 Tsd Euro (Vorjahr 68 Tsd Euro), von technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 420 Tsd Euro (Vorjahr 1 598 Tsd Euro) sowie von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 140 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro) vorgenommen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind auf mehrere Gesellschaften mit jeweils unwesentlichen Beträgen aufgeteilt. 10 FinanzerträgeFinanzerträgescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Aus der Absicherung von geschlossenen Fremdwährungspositionen (weitere Erläuterungen unter Textziffer 36 Finanzinstrumente) ergaben sich Verschiebungen innerhalb des Finanzergebnisses, welche sich in den Erträgen beziehungsweise Aufwendungen aus Währungsumrechnung und dem Ergebnis aus der IAS 39 Bewertung widerspiegeln. 11 FinanzaufwendungenFinanzaufwendungenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die Finanzaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der britischen Projekte resultieren. Die Aktivierung von Fremdkapitalkosten in Höhe von 16 163 Tsd Euro führen zu einem Ertragsausweis in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen. 12 ErtragsteuernErtragsteuernscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Der laufende Steueraufwand enthält die zu leistende Gewerbe- und Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie ausländische Ertragsteuern. Der latente Steuerertrag ergibt sich aus einem Steueraufwand in Höhe von 1 234 Tsd Euro (Vorjahr Steueraufwand 3 278 Tsd Euro), der auf die Veränderung der Wertberichtigung für Verlustvorträge sowie auf die erfolgswirksame Nutzung von Verlustvorträgen zurückzuführen ist und aus einem latenten Steuerertrag in Höhe von 17 654 Tsd Euro (Vorjahr 2 257 Tsd Euro), der auf das Entstehen beziehungsweise die Auflösung temporärer Unterschiede entfällt. Der tatsächliche Steueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste um 3 154 Tsd Euro (Vorjahr 3 825 Tsd Euro) gemindert. Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Der für die steuerliche Überleitungsrechnung anzuwendende Steuersatz von 30,3 % (Vorjahr 30,3 %) setzt sich aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 14,5 % (Vorjahr 14,5 %) zusammen. Überleitung des Ertragsteueraufwandsscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die Verminderung der Position "Nutzung von Verlustvorträgen, Veränderung der Wertberichtigung für Verluste sowie Verluste ohne die Bildung von latenten Steuern" beruht auf dem Rückgang von Wertberichtigungen aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Diesem stehen gegenläufige Wirkungen aus der Nutzung von Verlustvorträgen gegenüber. Der rückläufige Effekt aus steuerfreien Erträgen resultiert aus niedrigeren Beteiligungserträgen von nicht konsolidierten Tochtergesellschaften sowie aus einem Rückgang steuerfreier verdeckter Einlagen. Der Vorzeichenwechsel in der Position "Ergebnisse aus At-Equity bewerteten Unternehmen" ist auf die rückläufige Entwicklung des At-Equity-Ergebnisses zurückzuführen. 13 Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG und Ergebnis je AktieErgebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG und Ergebnis je Aktiescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die auf den Namen lautenden Stückaktien der MVV Energie AG belaufen sich auf 65 906 796 Stück. Die Berechnung des gewichteten Jahresdurchschnitts erfolgte taggenau. Die Dividende des Geschäftsjahrs 2014/15 entspricht dem Vorschlag des Vorstands und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung am 4. März 2016. Es soll demnach eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet werden. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2013/14 wurde von der Hauptversammlung am 13. März 2015 angenommen. Es wurde eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet. Da zum Bilanzstichtag keine Optionsrechte auf Aktien der MVV Energie AG vorliegen, sind keine Verwässerungseffekte zu berücksichtigen. Erläuterungen zur Bilanz14 Immaterielle VermögenswerteDie immateriellen Vermögenswerte beinhalten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Kundenlisten und ähnliche Rechte und Werte, Geschäfts- oder Firmenwerte sowie geleistete Anzahlungen. Die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten waren im Geschäftsjahr 2014/15 nicht erfüllt. Diese werden somit ebenso wie die angefallenen Forschungsaufwendungen in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nach IFRS qualifizierenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belief sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 809 Tsd Euro (Vorjahr 2 205 Tsd Euro). Die Forschungs- und Entwicklungskosten entstehen hauptsächlich aufgrund von Aktivitäten zur ständigen Verbesserung der Arbeitsprozesse, der Produktentwicklung sowie der technischen Weiterentwicklung. Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte setzen sich aus Software und vertraglich vereinbarten Zuschüssen an Kunden und Lieferanten zusammen. Die Nutzungsdauer orientiert sich an wirtschaftlichen Aspekten oder vertraglichen Gegebenheiten und liegt zwischen 1 und 50 Jahren. Die im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführten Werthaltigkeitstests basieren auf der Bestimmung des erzielbaren Betrags/Nutzungswerts. Hierbei werden die erwarteten Cashflows der Beteiligungen mit Diskontierungssätzen (gewichtete Kapitalkosten) von 4,5 % bis 5,9 % nach Steuern verzinst. Die gewichteten Kapitalkosten vor Steuern liegen zwischen 6,4 % und 8,1 %. Die Ermittlung der Diskontierungszinssätze erfolgt auf Basis von verfügbaren Marktdaten. Der Planungszeitraum der zugrunde gelegten Cashflows liegt in der Regel bei drei Jahren. Für die im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführten Werthaltigkeitstests wurden in den Planungsrechnungen Wachstumsraten von bis zu 0,5 % verwendet. Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Impairments mit einer Erhöhung/Verminderung von 0,5 % des Kapitalisierungszinssatzes gerechnet. Hieraus ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen in der Werthaltigkeit. Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen: Buchwerte Geschäfts- oder Firmenwertescroll
Zur Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Die Zahlungsmittel generierende Einheit entspricht im Wesentlichen rechtlichen Teilkonzernen, die aus geografisch oder sachlich zusammengehörigen rechtlichen Einheiten bestehen. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen. Mit der Aufnahme der Anteile an der MobiHeat GmbH und der Juwi Wind Germany GmbH in den Konsolidierungskreis des MVV Energie Konzerns, sowie durch den MDW Asset-Deal ist im Teilkonzern Energieversorgung Offenbach ein Firmenwert in Höhe von 5 893 Tsd Euro entstanden. Durch die Entkonsolidierung der Gesellschaft enservis a.s. i. L. hat sich der Firmenwert des Teilkonzerns MVV Energie CZ um 40 Tsd Euro reduziert. Mit der Aufnahme der Vermögenswerte im Rahmen des Windwärts Asset-Deals entstand ein Firmenwert im Teilkonzern Windwärts in Höhe von 6 073 Tsd Euro. Durch die Verschmelzung der Gesellschaft 24sieben Nordwatt GmbH auf die Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft ist ein Firmenwert in Höhe von 20 Tsd Euro in den sonstigen Teilkonzernen entstanden, da die Gesellschaft vor der Verschmelzung eine nicht konsolidierte sonstige Beteiligung war. Darüber hinaus sind in den Teilkonzernen MVV Energie CZ und MVV Umwelt Währungsumrechnungseffekte in Höhe von 80 Tsd Euro (Vorjahr - 3 Tsd Euro) zu verzeichnen. Immaterielle Vermögenswertescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 15 SachanlagenSachanlagenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen sowie Grundstücke und Gebäude. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 16 248 Tsd Euro (Vorjahr 11 328 Tsd Euro) aktiviert. Der dabei zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz reichte von 3,1 % bis 3,5 % (Vorjahr von 3,8 % bis 5,0 %). Sachanlagen bis zu einem Gegenwert von 86 Mio Euro (im Vorjahr 88 Mio Euro) wurden als Sicherheiten für Finanzschulden hinterlegt. Es handelt sich hierbei um Grundstücke und Gebäude, sowie technische Anlagen und Maschinen. Sachanlagen, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen in Höhe von 29 Mio Euro (im Vorjahr angepasst 103 Mio Euro). Die im Geschäftsjahr 2014/15 erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand beziehen sich hauptsächlich auf die Verlegung diverser Verteilungsanlagen. Im Zusammenhang mit diesen Zuwendungen bestehen keine unerfüllten Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 76,6 Mio Euro (Vorjahr 108,3 Mio Euro) für die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham, beide Großbritannien, geleistet. 16 Als Finanzinvestitionen gehaltene ImmobilienBei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelte es sich nur um ein vermietetes Wohn- und Geschäftshaus in Köthen, das im 3. Quartal 2014/15 veräußert wurde. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 23 Tsd Euro (Vorjahr 35 Tsd Euro). Die direkten betrieblichen Aufwendungen (ohne planmäßige Abschreibungen) betrugen 1 Tsd Euro (Vorjahr 1 Tsd Euro). Die ausgewiesene Immobilie wurde über einen Zeitraum von 50 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben. Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilienscroll
17 GemeinschaftsunternehmenDie wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und sonstiges Ergebnis: Gesamtergebnisrechnung für wesentliche Gemeinschaftsunternehmen scroll
Weitere Finanzinformationen für wesentliche Gemeinschaftsunternehmenscroll
Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmenscroll
Die nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und sonstiges Ergebnis: Gesamtergebnisrechnung für nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmenscroll
Weitere Finanzinformationen für nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmenscroll
Zusammengefasste Finanzinformationen für nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmenscroll
18 Assoziierte UnternehmenDie wesentlichen assoziierten Unternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und sonstiges Ergebnis: Gesamtergebnisrechnung für wesentliche assoziierte Unternehmenscroll
Weitere Finanzinformationen für wesentliche assoziierte Unternehmenscroll
Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der wesentlichen assoziierten Unternehmenscroll
Die nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und sonstiges Ergebnis: Gesamtergebnisrechnung für nicht wesentliche assoziierte Unternehmenscroll
Weitere Finanzinformationen für nicht wesentliche assoziierte Unternehmenscroll
Zusammengefasste Finanzinformationen für nicht wesentliche assoziierte Unternehmenscroll
Das erfolgsneutrale Ergebnis beinhaltet die Effekte aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und aus Währungsumrechnungsdifferenzen. Die vom MVV Energie Konzern vereinnahmten Beteiligungserträge von assoziierten Unternehmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 1 869 Tsd Euro (Vorjahr 1 861 Tsd Euro). Unser Anteil an den Eventualverbindlichkeiten At-Equity bewerteter Unternehmen beträgt 1 413 Tsd Euro (Vorjahr 1 295 Tsd Euro). Die einbezogenen assoziierten Unternehmen haben ein abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31. Dezember. Der Ausweis dieser Ergebnisse im Konzern erfolgt entsprechend. Öffentlich notierte Marktpreise liegen wie im Vorjahr nicht vor. 19 Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen wesentlich für den KonzernAls wesentliche Tochterunternehmen wurden aufgrund ihrer Größe und des Einflusses auf den Konzern die Gesellschaften Stadtwerke Kiel AG, Kiel, und Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach am Main, identifiziert. In den folgenden Tabellen werden die Gesamtergebnisrechnung und die weiteren Finanzinformationen über die nicht beherrschten Anteile an beiden Gesellschaften dargestellt. Hierbei handelt es sich um die Beträge vor Konsolidierung. Gesamtergebnisrechnung für nicht beherrschte Anteile für Energieversorgung Offenbach AGscroll
Weitere Finanzinformationen für nicht beherrschte Anteile für Energieversorgung Offenbach AGscroll
Gesamtergebnisrechnung für nicht beherrschte Anteile für Stadtwerke Kiel AGscroll
Weitere Finanzinformationen für nicht beherrschte Anteile für Stadtwerke Kiel AGscroll
Die gesamten nicht beherrschten Anteile an Tochtergesellschaften in der Periode betragen 203 437 Tsd Euro, von denen 93 034 Tsd Euro auf die Stadtwerke Kiel AG, Kiel, 76 653 Tsd Euro auf die Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach am Main, und 33 750 Tsd Euro auf nicht wesentliche Tochtergesellschaften entfallen. 20 Übrige FinanzanlagenDie übrigen Finanzanlagen enthalten sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, sonstige Beteiligungen, allgemeine Ausleihungen sowie Ausleihungen aus Finanzierungsleasing und Wertpapiere. Die Wertminderungen sowie die Entwicklung der übrigen Finanzanlagen sind im nachfolgenden Spiegel und aus den Positionen Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnis (Textziffer 8) beziehungsweise Finanzerträge (Textziffer !0) und Finanzaufwendungen (Textziffer H) ersichtlich. Die Ausleihungen und Ausleihungen aus Finanzierungsleasing sind fest verzinslich und werden mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 5,2 % (Vorjahr angepasst 5,2 %) verzinst. Die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer bei festverzinslichen Ausleihungen beträgt 5,0 Jahre (Vorjahr angepasst 7,0 Jahre), für Finanzierungsleasing 5,9 Jahre (Vorjahr angepasst 6,7 Jahre). Die Umbuchungen betreffen im Wesentlichen die fristenkongruente Umgliederung der genannten Positionen in das kurzfristige Finanzvermögen. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 36. Bei den unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Beteiligungen handelt es sich um Minderheitsbeteiligungen sowie assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss der MVV Energie AG einbezogen werden. Die Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Fondsanteilen, die überwiegend zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben gehalten werden. Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen wie im Vorjahr nicht vor. Die übrigen Finanzanlagen beinhalten auch den langfristigen Anteil der Finanzierungsleasingverträge. Der MVV Energie Konzern ist bei mehreren Contracting-Projekten Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen. Im Rahmen von abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträgen gehen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer über. Der Ansatz des Vermögenswerts erfolgt zum Barwert der Mindestleasingzahlungen. Diese lassen sich wie folgt zu den Bruttoinvestitionen in die Leasingverhältnisse überleiten: Überleitungscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Übrige Finanzanlagenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 21 Sonstige Forderungen und VermögenswerteIn den nachfolgenden Tabellen werden die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte nach deren Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben. Sonstige Forderungen und Vermögenswertescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Derivative Finanzinstrumentescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Der Anstieg der derivativen Finanzinstrumente resultiert aus einer Ausweitung der Handelsaktivitäten. Sie betreffen Zins-, Währungs- und Commodity-Derivate auf Strom, Gas, Kohle, CO2 und sonstige Zertifikate. Unter den sonstigen Steuerforderungen sind im Wesentlichen Vorsteuer- und Energiesteuerguthaben enthalten. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 36. Sonstige Forderungen und Vermögenswertescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind unter Textziffer 36 dargestellt. Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen mit den externen Handelspartnern ausgetauscht. Es handelt sich hierbei um Margins. Zur Verringerung des Kontrahentenrisikos werden mit der EEX (European Energy Exchange) wie auch zum Teil im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen Zahlungen geleistet, die sich in der Position Forderungen aus Sicherheitsleistungen von Energiehandelsgeschäften wiederfinden. Die Forderungen aus Sicherheitsleistungen belaufen sich auf 54 016 Tsd Euro (Vorjahr 54 811 Tsd Euro). Für nicht wertgeminderte sonstige Forderungen und Vermögenswerte lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Alle vorgenommenen Wertminderungen wurden im Wege der Einzelfallbetrachtung ermittelt und folgten keinem pauschalierten Ansatz. 22 VorräteVorrätescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Es wurden Wertminderungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 193 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 37 Tsd Euro) erfasst. Wertaufholungen auf Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sind aufgrund eines Anstiegs des Nettoveräußerungspreises mit 67 Tsd Euro (Vorjahr 46 Tsd Euro) enthalten. Unter dem Handelsbestand Commodity werden Vorräte ausgewiesen, die durch spezielle Gasspeichergeschäfte bestehen. Deren beizulegender Zeitwert beträgt 2 246 Tsd Euro (Vorjahr 4 773 Tsd Euro). Die Bewertung erfolgt mit den zum Bilanzstichtag vorliegenden Großhandelspreisen und wird der Bewertungsstufe 2 zugeordnet. Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen nicht vor (ausgenommen davon Eigentumsvorbehalte). 23 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenForderungen aus Lieferungen und Leistungenscroll
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Vorjahreswert angepasst. Die Tabelle zeigt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen größer ein Jahr sind im Konzern unwesentlich und werden unter sonstige Forderungen und Vermögenswerte ausgewiesen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten zum 30. September 2015 Forderungen in Höhe von 988 Tsd Euro (Vorjahr 4 886 Tsd Euro) aus der Abrechnung von Fertigungsaufträgen nach dem erreichten Leistungsfortschritt. Im Berichtsjahr wurden 698 Tsd Euro (Vorjahr 2 299 Tsd Euro) Erlöse aus der Auftragsfertigung erfasst. Die Summe der angefallenen Kosten zum Bilanzstichtag belaufen sich auf 797 Tsd Euro (Vorjahr 2 028 Tsd Euro). Aus den Fertigungsaufträgen ergab sich ein Verlust in Höhe von 99 Tsd Euro (Gewinn im Vorjahr von TU Tsd Euro). Die erhaltenen Anzahlungen auf Fertigungsaufträge beliefen sich zum Stichtag auf 0 Tsd Euro (Vorjahr 2 015 Tsd Euro). Im Rahmen von im Geschäftsjahr 2013/14 getroffenen Factoring-Vereinbarungen wurden auch im aktuellen Geschäftsjahr Forderungen mit einem fest fixierten Volumen verkauft. Diese Forderungen wurden vollständig ausgebucht. Der Buchwert beläuft sich auf 466 Tsd Euro (Vorjahr 3 540 Tsd Euro). Im Geschäftsjahr 2014/15 besteht durch den Erwerb einer vollkonsolidierten Tochter erstmalig eine Factoring-Vereinbarung, gemäß der eine Bank zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sämtlicher im Tochterunternehmen bestehender Posten verpflichtet ist. Ein vereinbartes Laufzeitende ist vertraglich nicht festgehalten. Die Forderungen wurden vollständig ausgebucht. Der Buchwert beträgt 29 Tsd Euro. Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Textziffer 36 dargestellt. Die Forderungen werden auf der Grundlage des Alters der Forderung wertgemindert. Zusätzlich erfolgt eine Würdigung des Einzelfalls bei großen Forderungen, um den konkreten Wertberichtigungsbedarf zu ermitteln. Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. 24 SteuerforderungenDie Steuerforderungen in Höhe von 13 315 Tsd Euro (Vorjahr 13 466 Tsd Euro) enthalten im Wesentlichen Vorsteuer- und Energiesteuerforderungen sowie Forderungen aus sonstigen Steuern, die mit dem Nennwert beziehungsweise soweit erforderlich mit dem Barwert angesetzt sind. 25 Flüssige MittelDie flüssigen Mittel bestehen überwiegend aus Bankguthaben. Zahlungsmittel, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen in Höhe von 1 250 Tsd Euro (Vorjahr 4 127 Tsd Euro). Bankguthaben werden ausschließlich im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition bei Banken mit zweifelsfreier Bonität unterhalten. Die Verzinsung bewegt sich wie im Vorjahr auf Interbankenniveau. 26 Zur Veräußerung gehaltene VermögenswerteIm Zuge des Verkaufsvorhabens von langfristigen Vermögenswerten wurden diverse Posten des Anlagevermögens und damit verbundene Baukostenzuschüsse als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Der Verkauf des Anlagevermögens wird voraussichtlich im 1. Quartal 2015/16 erfolgen. 27 EigenkapitalDie Aufgliederung sowie die Entwicklung des Eigenkapitals sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt. GRUNDKAPITAL:Das Grundkapital der MVV Energie AG in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien über je 2,56 Euro. Die gesamten auf den Namen lautenden Stückaktien sind voll einbezahlt. Die Stadt Mannheim hielt zum 30. September 2015 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 %, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 22,5 % und die GDF SUEZ Energie Deutschland AG 6,3 % der Aktien. Die übrigen 4,8 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. GENEHMIGTES KAPITAL II:Die Hauptversammlung der MVV Energie AG hat mit Beschluss vom 14. März 2014 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 13. März 2019 einmalig oder mehrmals um insgesamt 51 200 Tsd Euro zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen, dass jedoch der Vorstand einmalig oder mehrmals, ganz oder teilweise um insgesamt 13 180 Tsd Euro ausschließen kann. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht. ERMÄCHTIGUNG ZUM RÜCKERWERB EIGENER AKTIEN:Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom n. März 2015 ermächtigt, bis zum 12. März 2020 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht. KAPITALRÜCKLAGE:Die Kapitalrücklage betrifft die MVV Energie AG. Hierin sind die nach § 272 HGB aufzunehmenden externen Mittelzuflüsse enthalten. ERWIRTSCHAFTETES EIGENKAPITAL:Das erwirtschaftete Eigenkapital umfasst neben den anteiligen Gewinnrücklagen und den kumullierten erwirtschafteten Jahresergebnissen der MVV Energie AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt die kumulierten erfolgsneutralen Veränderungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die im Wesentlichen aus Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 resultieren, die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Versorgungspläne. Im Rahmen der Marktbewertung von Finanzinstrumenten wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 7 192 Tsd Euro direkt im Eigenkapital erfasst (Vorjahr angepasst Erträge von 11 088 Tsd Euro). GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG:Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2014/15 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2014/15 (insgesamt 59 316 116,40 Euro). Die Hauptversammlung entscheidet am 4. März 2016 über den Dividendenvorschlag. 28 RückstellungenRückstellungenscroll
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Rückstellungen nach Fristigkeitenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Ertragsteuern wie die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und die Gewerbeertragsteuer. Rückstellungen für Frühpensionierungen umfassen in erster Linie rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aufgrund von Altersteilzeitregelungen. Die versicherungsmathematischen Annahmen entsprechen denen bei der Bewertung für Pensionen und ähnlichen Rückstellungen. Der Rückgang bei den Rückstellungen für Frühpensionierungen ist auf eine Inanspruchnahme von Altersteilzeitregelungen zurückzuführen. Die Rückstellungen für Personalkosten beinhalten im Wesentlichen Sachverhalte aus tarifvertraglichen Verpflichtungen wie beispielsweise Zuwendungen, Abstandszahlungen, Bonuszahlungen, Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter und Jubiläumsleistungen. Die Rückstellungen für Personalkosten beinhalten einzelne Sachverhalte, bei denen die Inanspruchnahme vom Zielerreichungsgrad abhängt. Die Verpflichtungen aus Restrukturierungen gehen auf den im Rahmen des Programms "Einmal gemeinsam" im Geschäftsjahr 2010/11 erarbeiteten und genehmigten Restrukturierungsplan zurück. Die Rückstellungen wurden für sozialverträglichen Personalabbau gebildet. Die Position "Noch nicht abgerechnete Leistungen" umfasst vor allem bereits erbrachte, aber noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen Dritter. Die Bewertung erfolgt auf der Basis sachgerechter Schätzungen. In den sonstigen Sachverhalten sind Rückstellungen für Entsorgungs- und Rückbauverpflichtungen enthalten. Weiterhin umfassen die sonstigen Sachverhalte auch Rückstellungen für Prozessrisiken. Hierbei handelt es sich um mehrere Einzelrisiken, bei denen die Höhe der Inanspruchnahme unsicher ist. Die Bewertung erfolgt ausgehend vom erwarteten Prozessergebnis, das nach den aktuell verfügbaren Informationen die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit besitzt. Die gebildeten Rückstellungen werden gemäß ihrer Laufzeiteinteilung verbraucht. 29 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche VerpflichtungenDie betriebliche Altersvorsorge besteht aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Plänen. Im Geschäftsjahr 2014/15 sind Leistungen an die gesetzlichen Rentenversorgungssysteme in Höhe von 24 743 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 23 881 Tsd Euro) erbracht worden. Als Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme werden die Leistungen an Zusatzversorgungskassen beziehungsweise die gesetzliche Rentenversicherung verstanden. Die Beiträge werden als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen. Im Geschäftsjahr 2014/15 sind in beitragsorientierte Versorgungssysteme 15 722 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 15 509 Tsd Euro) eingezahlt worden. Erfasst sind dabei Beiträge des MVV Energie Konzerns im Rahmen von Versorgungsplänen verschiedener Zusatzversorgungskassen (ZVK), die Zusagen verschiedener Arbeitgeber umfassen. Hier stellt der Versorgungsträger den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, die die anteilige Zuordnung von Verpflichtung, Planvermögen und Dienstzeitaufwand erlauben. Im MVV Energie Konzern erfolgt daher die Berücksichtigung der Beiträge entsprechend einer beitragsorientierten Versorgungszusage, obwohl es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan handelt. Die Beiträge zum Pensionsplan bemessen sich als Prozentsatz des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts und werden von Arbeitnehmern und von Arbeitgebern getragen. Der Beitragssatz wird von den ZVK festgelegt. Im Geschäftsjahr 2015/16 wird mit Beiträgen in voraussichtlich gleicher Höhe gerechnet. Die Beiträge werden für die Gesamtheit der Begünstigten verwendet. Sofern die Mittel der ZVK nicht ausreichen, können die ZVK den Pflichtbeitrag erhöhen. Falls der MVV Energie Konzern die Mitgliedschaft bei den ZVK kündigen sollte, werden die ZVK einen finanziellen Ausgleich erheben. Der Ausgleichsbetrag ermittelt sich als Barwert der bestehenden Ansprüche von Berechtigten und künftigen Ansprüchen von deren Hinterbliebenen und bestehenden Versorgungspunkten aus unverfallbaren Anwartschaften zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft. Darüber hinaus bestehen unmittelbare Pensionsverpflichtungen aufgrund früherer tarifvertraglicher Regelungen (Bemessung nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter) sowie von Einzelzusagen gegenüber Vorstandsmitgliedern. Der Aufwand für diese als leistungsorientierte Pläne ausgestalteten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen: Aufwand Pensionsrückstellungenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Der Zinsaufwand für bereits erworbene Versorgungsansprüche ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Finanzaufwendungen" (sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ausgewiesen. Die übrigen Aufwendungen sind im Personalaufwand ausgewiesen. Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt: Entwicklung der Versorgungsansprüchescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die im Konzerneigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen entwickelten sich wie folgt: Kumulierte im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verlustescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die erfahrungsbedingten Anpassungen (Prämissenänderungen) des Barwerts der Versorgungsansprüche stellen einen Teil der auf die Versorgungsansprüche entfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des jeweiligen Jahrs dar. Für die bestehenden Pensionsverpflichtungen wird für das Geschäftsjahr 2015/16 eine Pensionszahlung in Höhe von 2 810 Tsd Euro prognostiziert. Es wurde kein Planvermögen gebildet. Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 14,9 Jahre. Die erwartete Fälligkeit der undiskontierten Pensionsleistungen zum Stichtag stellt sich wie folgt dar: Erwartete Pensionszahlungenscroll
Die Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet. Weiterhin ist es möglich, dass Veränderungen in einigen Annahmen miteinander korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden. Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert. Sensitivitätsbetrachtungscroll
30 FinanzschuldenFinanzschuldenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Fälligkeit in Jahrenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1 266 Mio Euro (Vorjahr 1 243 Mio Euro) sind mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 2,5 % (Vorjahr 3,3 %), die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 278 Mio Euro (Vorjahr 156 Mio Euro) mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,5 % (Vorjahr 1,4 %) zu verzinsen. Bei den festverzinslichen Verbindlichkeiten beträgt die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer sechs Jahre (Vorjahr sieben Jahre). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten hat sich die durchschnitt I iche Restzinsbindungsdauer von einem Jahr auf neun Jahre verändert. Zum 30. September 2015 standen dem MVV Energie Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von 437 Mio Euro (Vorjahr 358 Mio Euro) zur Verfügung. Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der übrigen Finanzschulden entspricht im Wesentlichen den ausgewiesenen Buchwerten. Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen beziehen sich auf verschiedene technische Anlagen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln. Der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen lässt sich wie folgt auf die Verbindlichkeiten überleiten: Barwert der Mindestleasingzahlungscroll
Von den Finanzschulden sind 86 Mio Euro (Vorjahr 88 Mio Euro) durch Verpfändung von Sachanlagen gesichert. 31 Andere VerbindlichkeitenIn den nachfolgenden Tabellen werden die anderen Verbindlichkeiten nach Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben. Andere Verbindlichkeitenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Andere Verbindlichkeitenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Zins-Derivate, Währungs- und Commodity-Derivate auf Strom, Gas, Kohle, CO2 und sonstige Zertifikate. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 36. Derivative Finanzinstrumentescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen (Margins) mit der EEX ausgetauscht. Daneben wurden zum Teil auch bilaterale Verträge zur Risikoreduzierung eingegangen. Unter den Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Energie- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten enthalten. Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen die Baukostenzuschüsse für Hausanschlusskosten ausgewiesen. 32 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und LeistungenVerbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die Tabelle zeigt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen größer ein Jahr sind im Konzern unwesentlich und werden unter Andere Verbindlichkeiten ausgewiesen. 33 SteuerverbindlichkeitenDie Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 303 Tsd Euro (Vorjahr 631 Tsd Euro) enthalten Ertragsteuerverbindlichkeiten. 34 Latente SteuernDie Steuerabgrenzungen 2014/15 sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen: Latente Steuernscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Von den oben dargestellten latenten Steuern (netto) entfallen n 322 Tsd Euro (Vorjahr 12 749 Tsd Euro) auf langfristige aktive latente Steuern und 88 341 Tsd Euro (Vorjahr 109 134 Tsd Euro) auf langfristige passive latente Steuern. Für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 47 412 Tsd Euro (Vorjahr 35 778 Tsd Euro) sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 19 362 Tsd Euro (Vorjahr 25 3H Tsd Euro) wurde kein latenter Steueranspruch angesetzt. Auf temporäre Unterschiede in Höhe von 10 568 Tsd Euro (Vorjahr 10 338 Tsd Euro) aus Beteiligungen zwischen Steuerbilanz und Konzernabschluss wurden in Höhe von 3 202 Tsd Euro (Vorjahr 3 1 32 Tsd Euro) keine passiven latenten Steuern erfasst, da eine Umkehrung durch Dividendenausschüttungen oder Veräußerung von Gesellschaften in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist. Im Geschäftsjahr 2014/15 werden latente Steuern in Höhe von 28 444 Tsd Euro (Vorjahr 27 733 Tsd Euro) direkt im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals ausgewiesen. Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf: Ertragsteuereffektescroll
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Vorjahreswerte angepasst. 35 Eventualforderungen, -schulden und finanzielle VerpflichtungenDie nachfolgend aufgeführten Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Aus Bürgschaften bestehen solche Verpflichtungen in Höhe von 1,2 Mio Euro (Vorjahr 2,6 Mio Euro). Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht. Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen im MVV Energie Konzern belief sich für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf 4,2 Mio Euro (Vorjahr 3,7 Mio Euro) und für Investitionen in Sachanlagen auf 65,6 Mio Euro (Vorjahr 106,6 Mio Euro). Die finanziellen Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen überwiegend Wassernetze, Fuhrpark, IT-Ausstattung, Pachtzahlungen für Grundstücke sowie Mieten für Gebäude- und Lagerflächen. Dabei liegt den Mindestleasingzahlungen folgende Fälligkeitsstruktur zugrunde: Finanzielle Verpflichtungen aus Operating Leasingscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating Leasing), erfolgt die Bilanzierung des Leasinggegenstands beim Leasinggeber. Die anfallenden Leasingaufwendungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln. Im Rahmen einer Bodensanierungsmaßnahme besteht eine Eventual-forderung gegen das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim mit einem Barwert in Höhe von 4,6 Mio Euro. 36 FinanzinstrumenteZum 30. September 2015 sind bestehende Grundgeschäfte in Cashflow Hedges mit Laufzeiten bis zu 18 Jahren (Vorjahr 19 Jahren) im Bereich Zinssicherung einbezogen. Im Commodity-Bereich betragen die Laufzeiten geplanter Grundgeschäfte bis zu vier Jahren (Vorjahr bis zu fünf Jahren). Im aktuellen Geschäftsjahr wurde auf den Einsatz von Devisentermingeschäften zur Absicherung von Zahlungsströmen verzichtet. Sowohl Zinssicherungsinstrumente als auch Commodity-Derivate bedingen Nettoausgleichszahlungen zu den vertraglich fixierten Terminen, welche im Wesentlichen dem Grundgeschäft entsprechen. Bei den Sicherungsinstrumenten handelt es sich größtenteils um Swaps, die während der gesamten Vertragslaufzeit Cashflows generieren. Im Geschäftsjahr 2014/15 ist ein Aufwand in Höhe von 6 615 Tsd Euro (Vorjahr 14 930 Tsd Euro Ertrag) direkt im Eigenkapital erfasst worden. Der Betrag, der im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings aus dem Eigenkapital erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde, stellt sich wie folgt dar: Umgliederungsbetragscroll
Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge und die darauf entfallenden Umgliederungsbeträge sind in nachfolgender Tabelle dargestellt: Erfolgsneutrale Beträge im Eigenkapitalscroll
Im Geschäftsjahr 2014/15 ergab sich ein Ertrag in Höhe von 1 022 Tsd Euro aus dem ineffektiven Teil von Cashflow Hedges (Vorjahr 215 Tsd Euro Aufwand). Die Ergebnisse aus ineffektiven Teilen von Cashflow Hedges werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst, soweit sie die kumulierte Fair-Value-Änderung des jeweiligen Grundgeschäfts übersteigen. Bei Zinssicherungen erfolgt der Ausweis im sonstigen Zinsergebnis. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden für geschlossene Fremdwährungspositionen erstmals Fair Value Hedges eingesetzt. Aus diesen Sicherungsbeziehungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Beträge erfasst: Gewinne- und Verluste in der GuV aus Fair Value Hedgesscroll
Die Buchwerte und Fair Values der Finanzinstrumente sowie deren Aufteilung auf die Bewertungskategorien nach IAS 39 werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Die dargestellten Klassen orientieren sich dabei an der Bilanz. Bewertungskategorien der Buchwerte nach IAS 39scroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Aufgrund der vorwiegend kurzfristigen Restlaufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen betrieblichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen die Buchwerte am Bilanzstichtag im Wesentlichen deren Marktwerten. Der Fair Value der sonstigen Finanzschulden wird unter Berücksichtigung von zukünftigen Zahlungen als Barwert ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mithilfe des aktuell gültigen Zinssatzes zum Bilanzstichtag (Stufe 2). Die folgende Tabelle stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente die wesentlichen Parameter dar. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert: STUFE 1Bewertung basiert auf an aktiven Märkten notierten und unverändert übernommenen Preisen; STUFE 2Bewertung basiert auf anderen Faktoren als denen aus Stufe 1, welche sich aber direkt oder indirekt beobachten lassen; STUFE 3Bewertung basiert auf am Markt nicht beobachtbaren Faktoren. ANSCHAFFUNGSKOSTENHier sind Finanzinstrumente aufgeführt, die gemäß IAS 39 zu den Anschaffungskosten bewertet werden. Zum Zeitpunkt ihrer Transaktion befanden sich diese in einem nicht liquiden Markt, weshalb der aktuelle Ansatz mit deren Anschaffungskosten annähernd dem Fair Value entspricht. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz. Fair-Value-Hierachie zum 30.9.2015scroll
Fair-Value-Hierachie zum 30.9.2014scroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3: Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3scroll
Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3scroll
Gewinne und Verluste in der GuV aus Stufe-3-Finanzinstrumenten 2014/15scroll
Gewinne und Verluste in der GuV aus Stufe-3-Finanzinstrumenten 2013/14scroll
Wertberichtigungen für finanzielle Vermögenswertescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die Wertberichtigungsverluste der einzelnen Klassen gemäß IFRS 7 betragen im Geschäftsjahr 2014/15 für nicht konsolidierte Beteiligungen 0 Tsd Euro (Vorjahr 18 Tsd Euro), für Ausleihungen 0 Tsd Euro (Vorjahr 648 Tsd Euro), für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 437 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 18 063 Tsd Euro) und für sonstige betriebliche Vermögenswerte 3 371 Tsd Euro (Vorjahr 2 415 Tsd Euro). Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen VerbindlichkeitenDie folgend aufgeführten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen. Saldierung finanzielle Vermögenswerte zum 30.9.2015scroll
Saldierung finanzielle Verbindlichkeiten zum 30.9.2015scroll
Saldierung finanzielle Vermögenswerte zum 30.9.2014scroll
Saldierung finanzielle Verbindlichkeiten zum 30.9.2014scroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Nettoergebnis nach BewertungskategorienFinanzinstrumente sind in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen gemäß IFRS 7 erfasst: Nettoergebnis (IFRS 7)scroll
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Vorjahreswerte angepasst. In der Darstellung des Nettoergebnisses sind freistehende Derivate, die sich in der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" befinden, berücksichtigt. Das Nettoergebnis der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" stammt im Wesentlichen aus der Marktbewertung nach IAS 39. Das Nettoergebnis der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" enthält im Wesentlichen Erträge und Ausschüttungen aus Beteiligungen sowie Abgangserfolge und Wertberichtigungen. Die Nettoergebnisse der Kategorie "Kredite und Forderungen" stammen zum überwiegenden Teil aus Wertberichtigungen und Zuführungen. Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich überwiegend aus den nachfolgend ausgewiesenen Gesamtzinserträgen und -aufwendungen. Gesamtzinserträge und -aufwendungenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Im Finanzergebnis sind Zinsanteile aus Rückstellungen enthalten, die nicht unter die Angabepflichten des IFRS 7 fallen, weswegen die hier veröffentlichten Zahlen vom Finanzergebnis abweichen. Die hier ausgewiesenen Zinserträge stammen hauptsächlich aus Bankguthaben, Tages- und Festgeldanlagen sowie Ausleihungen. Die Zinsaufwendungen resultieren zum Großteil aus Darlehensverpflichtungen. In den Gesamtzinserträgen sind wie im Vorjahr keine Zinsen aus bereits wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten enthalten. Finanzierungs- und PreisrisikenALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER FINANZIERUNGS- UND PREISRISIKEN:Durch seine Geschäftstätigkeit ist der MVV Energie Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Diese setzen sich zusammen aus Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite, bei Zinsen und Wechselkursen. Das konzernübergreifende Risikomanagement verfolgt das Ziel, die Entwicklungen der Finanzmärkte frühzeitig zu erkennen und negativen Auswirkungen daraus entgegen zu wirken. Dies wird anhand interner Richtlinien, Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten, Funktionstrennung und Kontrollen festgelegt. Zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Im Bereich des Zinsänderungsrisikos werden überwiegend Zins-Swaps abgeschlossen. Währungsrisiken werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften abgesichert. Im Bereich des Energiehandels werden Commodity-Derivate eingesetzt. Deren Einsatz zum Zwecke des proprietären Energiehandels ist nur in engen Grenzen erlaubt und wird durch ein separates Limitsystem überwacht und gesteuert. FORDERUNGSAUSFALLRISIKEN:Die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlusts, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, wird als Forderungsausfallrisiko bezeichnet und umfasst sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung. Im MVV Energie Konzern bestehen Geschäftsbeziehungen vorwiegend zu Banken und anderen Handelspartnern mit guter Bonität. Forderungsausfallrisiken gegenüber Vertragspartnern werden bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Durch Festlegung von Limits für das Handeln mit Geschäftspartnern und gegebenenfalls durch das Stellen von Barsicherheiten wird das Risiko eingeschränkt wenn möglich bereits im Vorfeld durch geeignete Rahmenverträge mit den Handelspartnern vermindert. Risikokonzentrationen bestehen unwesentlich bei diversen Tochtergesellschaften, die Abnahmeverträge mit lediglich einem Kunden besitzen. Im Vertriebsgeschäft ist der MVV Energie Konzern Forderungsausfallrisiken ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Durch eine regelmäßige Bonitätsanalyse der wesentlichen Positionen unseres Kundenportfolios wird dieses Risiko eingeschränkt. In den Buchwerten, der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (Forderungen, Derivate und sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte) sind die Ausfallrisiken bereits in Form von Wertberichtigungen berücksichtigt. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren die Forderungsausfälle unwesentlich. Da Derivate hohen Marktwertschwankungen unterliegen können, wird in der folgenden Übersicht das Kontrahentenrisiko der derivativen finanziellen Vermögenswerte dargestellt, wobei grundsätzlich nur bilanzierte Bücher betrachtet werden. Liegen Nettingvereinbarungen mit einem Handelspartner vor, wird das tatsächliche - das saldierte - Risiko dargestellt. Kontrahenten, mit denen ein negativer Saldo, also kein Kontrahentenrisiko besteht, werden nicht berücksichtigt. In allen anderen Fällen findet keine Saldierung mit negativen Marktwerten statt. Kontrahentenrisiko zum 30.9.2015scroll
Kontrahentenrisiko zum 30.9.2014scroll
Forderungsausfallrisiken über fünf Jahre liegen wie im Vorjahr nicht vor. Wesentliche Teile des Nominalvolumens der betrachteten Derivate bestehen mit Handelspartnern, für die ein externes Rating verfügbar ist. Für den unter "Sonstiges" ausgewiesenen Teil des derivativen Nominalvolumens bestehen interne Ratings. Bei mit Börsen abgeschlossenen Handelsgeschäften ergaben sich zum 30. September 2015 aus Sicherheitshinterlegungen zusätzliche Forderungsausfallrisiken. Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungsausfallrisiken sowie deren Altersstruktur stellen sich nach Klassen gegliedert wie folgt dar: Forderungsausfallrisiken, Altersstrukturscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze LIQUIDITÄTSRISIKENDas Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen kann. Liquiditätsrisiken entstehen im MVV Energie Konzern durch die Verpflichtung, Verbindlichkeiten vollständig und rechtzeitig zu tilgen sowie Sicherheitshinterlegungen (Margins) von Energiehandelspartnern zu bedienen. Aufgabe des Cash- und Liquiditätsmanagements des MVV Energie Konzerns ist es, jederzeit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Dafür werden der gesamte Zahlungsmittelbedarf und alle Zahlungsmittelüberschüsse ermittelt. Die wesentlichen Teilkonzerne verfügen über ein Cash-Pooling-Verfahren, wodurch die Bankgeschäfte auf ein notwendiges Maß reduziert werden können. Zur Liquiditätssteuerung wird ein Finanzplan erstellt. Der entstehende Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente im Rahmen der Liquiditätssteuerung gedeckt. Neben der täglich verfügbaren Liquidität verfügt der MVV Energie Konzern über weitere Liquiditätsreserven in Form von zugesagten Kreditlinien. Der Umfang der vertraglich zugesicherten Kreditlinien ist so dimensioniert, dass auch in einem schwierigen Marktumfeld jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven zur Verfügung stehen. Durch die vorhandene Liquidität sowie die bestehenden Kreditlinien sieht sich der MVV Energie Konzern keinen wesentlichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt. Die Refinanzierung der Konzerngesellschaften des MVV Energie Konzerns erfolgt in der Regel durch Kreditinstitute sowie durch die MVV Energie AG. Zur Begrenzung der Liquiditätsrisiken aus den vorhandenen Finanzierungsbedarfen werden Sicherheiten bei den Kreditinstituten hinterlegt. Diese gliedern sich in Anlagevermögen, Forderungen und flüssige Mittel mit einer Gesamtsumme von 104 100 Tsd Euro (Vorjahr 92 639 Tsd Euro) sowie fest hinterlegte Kapitaldienstreserven mit einem Buchwert in Höhe von 9 141 Tsd Euro (Vorjahr 385 Tsd Euro). Des Weiteren werden auch Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 13 058 Tsd Euro (Vorjahr 12 319 Tsd Euro) als Sicherheiten begeben. In nachfolgender Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten undiskontiert dargestellt. Die korrespondierenden Zinszahlungen sind enthalten. Undiskontierte Cashflowsscroll
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ZINSRISIKENZinsrisiken bestehen auf der Aktivseite aus Bankguthaben sowie auf der Passivseite aus variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten. Nachfolgend werden die Auswirkungen von Zinssatzänderungen auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter, zum Beispiel Wechselkurse, sich nicht verändern. Es wurden nur Finanzinstrumente in die Analyse einbezogen, deren Zinsänderungsrisiko das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis verändern könnten. Eine Abweichung des Zinsniveaus im Euroraum zum Stichtag 30. September 2015 um 10 % nach oben beziehungsweise nach unten würde den Jahresüberschuss insgesamt um 4 Tsd Euro/4 Tsd Euro (Vorjahr 57 Tsd Euro/47 Tsd Euro) verschlechtern/verbessern. Die Abweichung würde das Eigenkapital insgesamt um 1 691 Tsd Euro/2 104 Tsd Euro (Vorjahr 1 063 Tsd Euro/876 Tsd Euro) verschlechtern/verbessern. WÄHRUNGSRISIKENWährungsrisiken bestehen zunehmend im Rahmen unserer Projekte in Großbritannien. In der Betriebsphase der Projekte werden Zahlungsströme ausschließlich in britischen Pfund generiert. Die resultierenden Währungsrisiken werden durch Natural Hedges in Form von währungskongruenter Finanzierung sowie durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Weitere Währungsrisiken bestehen bei der Beschaffung von Roh- und Brennstoffen, die an den internationalen Märkten in US-Dollar abgerechnet werden. Zur Absicherung des zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits bekannten Bedarfs an Roh- und Brennstoffen werden diese im Rahmen von Warentermingeschäften beschafft. Die hierbei entstehenden Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar, die bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses der Warentermingeschäfte der Höhe und dem Termin nach bekannt sind, unterliegen einem Währungsrisiko. Eine Veränderung des Währungskurses um 10 % nach oben beziehungsweise um 10 % nach unten hätte eine Veränderung des Jahresüberschusses in Höhe von 16 858 Tsd/36 970 Euro nach unten/ nach oben (Vorjahr 4 115 Tsd Euro/4 116 Tsd Euro) zur Folge. COMMODITY-PREISRISIKENIm Rahmen unserer Energiehandelstätigkeit werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisrisikomanagements, der Lastganganpassung und der Margenoptimierung abgeschlossen. Für sämtliche Geschäfte sind enge und klar definierte Limite vorgegeben, die stets einzuhalten sind. Preisänderungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch die Beschaffung und Veräußerung von Strom und Gas sowie durch die Beschaffung von Kohle und Emissionsrechten. Die Preisrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgegebenen Limite mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Berichtsjahr wurden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Überwiegend wurden als Sicherungsinstrumente Forwards, Futures, sowie Swaps und Optionen eingesetzt. Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung von Derivaten auf Strom, Kohle, Gas und Emissionsrechte analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben und eine Abhängigkeit der Commodities untereinander besteht. Es wurden nur Derivate in die Analyse einbezogen, deren Marktwertschwankungen das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis beeinflussen. Hierbei handelt es sich um bilanzierungspflichtige Derivate. Nicht in die Betrachtung einbezogen sind Derivate, die zur physischen Erfüllung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarfs des Unternehmens bestimmt sind ("Own Use"). Diese sind nicht nach IAS 39 zu bilanzieren. Wäre der Marktpreis zum Stichtag 30. September 2015 um 10 % höher/niedriger ausgefallen, hätte dies den Jahresüberschuss um 6 456 Tsd Euro/6 456 Tsd Euro (Vorjahr 10 152 Tsd Euro/13 925 Tsd Euro) verbessert/verschlechtert. Das Eigenkapital hätte sich zum gleichen Stichtag um 16 156 Tsd Euro/16 156 Tsd Euro (Vorjahr 21 148 Tsd Euro/26 786 Tsd Euro) erhöht/verringert. Die folgende Tabelle gibt das Nominalvolumen und die Marktwerte der eingesetzten Derivate wieder: Nominalvolumen und Marktwertescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Bei den Zins-Derivaten handelt es sich nahezu ausschließlich um Zins-Swaps. Währungs-Derivate bestehen hauptsächlich zur Absicherung von Währungsrisiken. Die Commodity-Derivate lassen sich wie folgt unterteilen: Commodity-Derivatescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Commodity-Derivatescroll
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Vorjahreswerte angepasst. Den positiven Marktwerten in Höhe von 490 287 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 133 536 Tsd Euro) stehen Margining-Verbindlichkeiten in Höhe von 2 358 Tsd Euro (Vorjahr 761 Tsd Euro) gegenüber. Diese sind in den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Den negativen Marktwerten in Höhe von 578 362 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 220 200 Tsd Euro) stehen Barsicherheiten in Höhe von 54 016 Tsd Euro gegenüber (Vorjahr 54 811 Tsd Euro). 37 SegmentberichterstattungSegmentbericht des MVV Energie Konzerns vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015scroll
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Segmentbericht des MVV Energie Konzerns vom 1.10.2013 bis zum 30.9.2014scroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Die externe Berichterstattung folgt der internen Steuerungsstruktur. Die Einheiten sind so gruppiert, dass die Bündelung passender Fachkompetenz unter einem Dach die Grundlage für eine stringente Portfoliosteuerung des Konzerns bildet. Den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen und Sonstiges sind Geschäftsfelder zugeordnet, die an Wertschöpfungsstufen orientiert sind. Analytisch können die Geschäftsfelder weiter nach Teilkonzernen und Einzelgesellschaften mit ihren Produkten untergliedert werden.
Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Die Verrechnungspreise für Transfers zwischen den Segmenten entsprechen den marktüblichen Konditionen. Aus der Addition von Innen- und Außenumsätzen ergeben sich die Segmentumsätze vor Konsolidierung. Überleitung des EBIT (GuV) zum Adjusted EBITscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Die Segmentumsätze mit externen Kunden werden zu 97,2 % (Vorjahr 97,7 %) in Deutschland erzielt. Die Aufteilung der Erlöse auf die Regionen erfolgt nach dem geografischen Sitz der Gesellschaften. Im MVV Energie Konzern gibt es keinen einzelnen Kunden, der einen Anteil von 10 % oder mehr zu den gesamten Umsatzerlösen beiträgt. Die dargestellte Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Steuerungsstruktur. Diese findet im Wesentlichen ihre Ausprägung in den Segmentergebnissen (Adjusted EBIT) und den Investitionen. Die Überleitung des EBIT zum Adjusted EBIT ist in der obigen Tabelle erkennbar. Der Begriff der Investitionen beinhaltet in der Management-Perspektive neben den in den Spiegeln ersichtlichen Zugängen auch die Veränderung zu den langfristigen Vermögenswerten aus der Erstkonsolidierung. Demgegenüber sind die Zugänge in Wertpapiere und Ausleihungen nicht Bestandteil des Investitionsbegriffs in der Management-Perspektive und werden deshalb exkludiert. 38 KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt die Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Der Betrag der flüssigen Mittel in der Kapitalflussrechnung stimmt mit dem entsprechenden in der Bilanz ausgewiesenen Wert überein. Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten. Die erworbenen und die abgehenden flüssigen Mittel werden separat ausgewiesen. Der Cashflow vor Working Capital und Steuern erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies ist vor allem auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen, das nach der Bereinigung der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen über dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs lag. Die hauptsächlichen Einflussfaktoren liegen in der Bereinigung der IAS 39 Sachverhalte, sowie der zahlungsunwirksamen At-Equity-Bewertungen. Diese fließen in diesem Geschäftsjahr mit einem deutlich niedrigeren Wert ein als in der Vergleichsperiode. Demgegenüber ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2014/15 deutlich vermindert, was im Wesentlichen auf die Veränderung des Working Capitals im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückzuführen ist. In der Vergleichsperiode wirkte sich das intensive Working Capital Management in größerem Maße auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus. Dieses hohe Niveau wird in der aktuellen Periode gehalten. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2014/15 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken, im Wesentlichen aufgrund der Auszahlungen für die Beteiligung an der Juwi AG sowie für den Windwärts-Asset-Deal. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen, was im Wesentlichen durch die erhöhte Nettokreditaufnahme begründet ist. 39 KapitalsteuerungDie MVV Energie AG unterliegt keinen gesetzlichen Mindestkapital-anforderungen, sondern verfolgt die interne Zielsetzung, durch ein effektives Finanzmanagement eine zur Erlangung eines guten Ratings am Bankenmarkt erforderliche Eigenkapitalquote einzuhalten und die Ertragskraft unseres Unternehmens zu stärken. Die zur Steuerung verwendete bereinigte Eigenkapitalquote ist dabei das Verhältnis zwischen dem bereinigten Eigenkapital auf konsolidierter Basis und der bereinigten Bilanzsumme. Das bereinigte Eigenkapital setzt sich zusammen aus Grundkapital, Kapitalrücklage, dem kumulierten erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Ergebnis und den Anteilen anderer Gesellschafter ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Derivaten nach IAS 39. Es wird beabsichtigt, die bereinigte Eigenkapitalquote von mindestens 30 % zu halten. Maßnahmen zur Einhaltung der Eigenkapitalzielquote erfolgen zunächst im Prozess der Wirtschaftsplanung und bei großen (außerplanmäßigen) Investitionsmaßnahmen im Rahmen der Investitionsrechnung. Die Gesellschaft kann durch Aktienemissionen die Eigenkapitalgrundlage den Anforderungen anpassen. Die zentrale Steuerungsgröße unserer wertorientierten Unternehmensführung und der damit verbundenen Kapitalsteuerung ist der Value Spread. Diese Kennzahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der periodischen Erfolgsgröße Adjusted ROCE ("Return on Capital Employed"), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und dem gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz WACC ("Weighted Average Cost of Capital"). Die Grundanforderungen an die Kapitalsteuerung haben sich zum Vergleichszeitraum nicht verändert. 40 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und KörperschaftenAn dieser Stelle werden die Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und deren konsolidierten Tochterunternehmen, die nahestehende Personen darstellen, nicht erläutert, da sie im Zuge der Konsolidierung eliminiert wurden. Die Stadt Mannheim ist alleinige Gesellschafterin der MVV GmbH. Die MVV GmbH hält 99,99 % der Anteile an der MVV Verkehr GmbH, die zu 50,1 % an der MVV Energie AG beteiligt ist. Die Stadt Mannheim sowie die von ihr beherrschten Unternehmen stellen somit nahestehende Personen im Sinne der IFRS dar. Zwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und der Stadt Mannheim und den von ihr beherrschten Unternehmen bestehen eine Vielzahl von vertraglich vereinbarten Rechtsbeziehungen (Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmelieferungsverträge, Miet-, Pacht- und Serviceverträge). Darüber hinaus bestehen zwischen der MVV Energie AG und der Stadt Mannheim Konzessionsverträge. Die Konzessionsabgaben an die Stadt Mannheim beliefen sich auf 18 631 Tsd Euro (Vorjahr 18 475 Tsd Euro). Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaftenscroll
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Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Ferner bestehen zwischen der MVV Energie AG und Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen (Bereichsleitern, Prokuristen) Kundenverträge über die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme, die ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden, und die sich nicht von anderen Kundenverträgen unterscheiden. Der MVV Energie Konzern hat darüber hinaus keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen und durchgeführt. Die MVV Energie AG erstellte für ihr am 30. September 2015 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG. Im Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen. Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014/15 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Regelungen, die der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt. Im Berichtszeitraum kam es zu einer personellen Änderung im Vorstand: Dr. Werner Dub schied zum 31. Dezember 2014 aus dem Vorstand aus. Seine Position im Vorstandsbereich Technik übernahm Dr. Hansjörg Roll zum 1. Januar 2015. Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Eine gesonderte Vergütung erfolgt nicht. Die Struktur und die Höhe der Vorstandsvergütung werden durch den Aufsichtsrat der MVV Energie AG nach Vorbereitung durch den Personalausschuss festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist so gestaltet, dass es den wirtschaftlichen Erfolg sowie die nachhaltige und langfristige Wertentwicklung des Unternehmens honoriert. Daher setzt sich die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl aus erfolgsunabhängigen als auch aus erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Sämtliche Vorstandsverträge sehen eine Regelung vor, die sicherstellt, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergüten. Ein Übergangsgeld bei vorzeitiger Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags wird nicht gewährt. Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einer Fixvergütung und Nebenleistungen sowie Versorgungszusagen. Die Fixvergütung wird monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen, die sie nach den jeweils geltenden Regelungen individuell versteuern. Diese beinhalten im Wesentlichen Zuschüsse zu marktüblichen Versicherungen und den geldwerten Vorteil aus Dienstwagennutzung. Den Vorstandsmitgliedern ist eine beitragsorientierte Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Konten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Konten werden jährlich verzinst. Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung. Die einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird von zwei Komponenten bestimmt: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitskomponente machte im Geschäftsjahr 2014/15 im Vergleich zur Jahrestantieme den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen. Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 350 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 16 150 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 385 Tsd Euro. Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 446 Tsd Euro (Vorjahr 2 408 Tsd Euro). Die folgenden Tabellen zeigen die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch. Gewährte Zuwendungen und Zuflüssescroll
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Jährliche Fixvergütung einschließlich Zulage
für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 194 Tsd
Euro Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder werden in der folgenden Tabelle dargestellt: Pensionsverpflichtungenscroll
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Einschließlich Zinsen Gemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 662 Tsd Euro, hiervon 2 538 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen. Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen dieser Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 124 Tsd Euro. Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 456 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 908 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in einer gesonderten Übersicht auf ► Seite 175 dargestellt. Aufsichtsratsbezügescroll
41 Die Beteiligungen des MVV Energie KonzernsAnteilsliste des MVV Energie Konzerns zum 30.9.2015scroll
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Kapitalanteil am 30.9.2015 gemäß § 16 Abs.
4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB bzw. lokalen Vorschriften 42 Honorare des AbschlussprüfersFür die im Geschäftsjahr 2014/15 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Pricewaterhouse-Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare angefallen: Honorare des Abschlussprüfersscroll
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Vorjahreswerte angepasst.Weitere Erläuterungen
unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze 43 Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGBDie folgenden inländischen Tochtergesellschaften werden im Geschäftsjahr 2014/15 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen:
44 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat der MVV Energie AG haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex1 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Die vollständige Erklärung ist im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht. 45 Angaben zu KonzessionenNeben dem zwischen der Stadt Mannheim und der MVV Energie AG abgeschlossenen Konzessionsvertrag (siehe Textziffer 40 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften) bestehen weitere Konzessionsvereinbarungen zwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und Gebietskörperschaften. Die Restlaufzeiten liegen zwischen einem Jahr und 20 Jahren. In den Verträgen ist die Verpflichtung geregelt, die jeweiligen Versorgungsnetze zu betreiben und für deren Instandhaltung zu sorgen. Sollte es nach Ablauf der Verträge zu keiner Verlängerung kommen, müssen die Versorgungseinrichtungen von den Gemeinden gegen angemessenes Entgelt übernommen werden. 46 Ereignisse nach dem BilanzstichtagEs sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.
Mannheim, 10. November 2015 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Klöpfer Dr. Roll VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."
Mannheim, 10. November 2015 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Klöpfer Dr. Roll ORGANE DER GESELLSCHAFTVorstand der MVV Energie AGDr. Georg MüllerVorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten Udo BekkerPersonal Dr. Werner DubTechnik (bis 31. Dezember 2014) Ralf KlöpferVertrieb Dr. Hansjörg RollTechnik (seit 1. Januar 2015) Aufsichtsrat der MVV Energie AGDr. Peter Kurz(Vorsitzender) Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Peter Dinges1(stellvertretender Vorsitzender) Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MVV Energie AG Johannes Böttcher1Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG Timo Carstensen1Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Ralf EisenhauerFachbauleiter für Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH Peter Erni1Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar Detlef Falk1Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Reinhold Götz1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim Prof. Dr. Egon JüttnerMitglied des Deutschen Bundestags Heike Kamradt1Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG Daniela Kirchner1Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG Dr. Antje Mohr1Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel Dr. Lorenz NägerMitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Wolfgang RaufelderMitglied des Landtags Baden-Württemberg Christian SpechtErster Bürgermeister der Stadt Mannheim Dr. Dieter SteinkampVorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln Carsten SüdmersenUnternehmensberater Katja Udluft1Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar Prof. Heinz-Werner UferDiplom-Ökonom Jürgen Wiesner1Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt. Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats der MVV Energie AGscroll
Mitglieder des Vorstands der MVV Energie AGscroll
Mitglieder des Aufsichtsrats der MVV Energie AGscroll
BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERSWir haben den von der MVV Energie AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Mannheim, 11. November 2015 PricewaterhouseCoopers Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer Carolin Schütt, Wirtschaftsprüferin BERICHT DES AUFSICHTSRATSSehr geehrte Damen und Herren, der anhaltende tiefgreifende Wandel der Energiewirtschaft prägte auch das Geschäftsjahr 2014/15 von MVV Energie. Das Unternehmen hat sich daher intensiv mit den politischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen der Energiebranche befasst und die Unternehmensstrategie weiterentwickelt. Im gesamten Berichtsjahr hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit diesen Veränderungen beschäftigt und auf dieser Grundlage weitreichende Entscheidungen getroffen. Wir sind davon überzeugt: MVV Energie hat angesichts der großen Herausforderungen bei der Transformation der gesamten Energiewirtschaft die strategischen Weichen richtig gestellt - beispielsweise durch die Beteiligung an der Juwi AG, Wörrstadt, einem der Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien. Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2014/15 sorgfältig und vollumfänglich wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens haben wir den Vorstand beraten und ihn in seiner Geschäftstätigkeit überwacht. Wir wurden vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Entwicklung und Lage des Unternehmens sowie über die strategische Fortentwicklung unterrichtet. Seine regelmäßigen Berichte umfassten die Darstellungen der Geschäfts-, Umsatz- und Ertragsentwicklung, der Vermögens- und Finanzlage sowie der Risikolage und des Risikomanagements. Zudem informierte er uns über alle relevanten Fragen der Geschäftspolitik und der Unternehmensplanung; Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Plänen und Zielen wurden jeweils im Einzelnen dargelegt und begründet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden. Außergewöhnliche Angelegenheiten teilte der Vorstand dem Aufsichtsrat umgehend mit. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats stand ich auch außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands, um mich mit ihm über aktuelle Themen und Vorgänge auszutauschen. Beratungsschwerpunkte des PlenumsIm Berichtsjahr kam unser Plenum zu insgesamt acht Sitzungen zusammen. Auf Grundlage der Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands und auf der Basis dessen, was durch die jeweiligen Ausschüsse des Aufsichtsrats vorbereitet wurde, hat der Aufsichtsrat beraten und seine Entscheidungen getroffen. Neben der Berichterstattung über die Entwicklung wichtiger Faktoren, die das Ergebnis des MVV Energie Konzerns beeinflussen, waren die Sachstandsberichte des Vorstands zum Fortschritt der aktuellen Investitions- und Akquisitionsprojekte wichtige Bestandteile unserer Beratungen. Wir wurden unter anderem regelmäßig über den Baufortschritt der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth, des Biomassekraftwerks in Ridham Dock und des Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim informiert. Zudem erhielten wir Berichte über die aktuellen Entwicklungen zur Nachfolgelösung des Gemeinschaftskraftwerks Kiel. In unserer außerordentlichen Sitzung am 15. OKTOBER 2014 haben wir den Erwerb einer Beteiligung an der Juwi AG intensiv beraten und beschlossen. Die Kooperation mit der Juwi stellt einen unternehmerischen Meilenstein dar; durch sie ist MVV Energie in der Lage, auch im Bereich der erneuerbaren Energien die gesamte energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette innerhalb des Konzerns abbilden zu können. In der Sitzung am 4. DEZEMBER 2014 verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung vom 13. März 2015 mit den erforderlichen Beschlussvorschlägen. Weiterhin haben wir uns mit den Prüfungsschwerpunkten für das Geschäftsjahr 2014/15 sowie mit dem Konzernjahresabschluss (IFRS) und dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/14 befasst und diese gebilligt. Ein weiterer Punkt auf der Agenda war der Bau einer weiteren Biomethananlage in der Magdeburger Börde. Am 12. MÄRZ 2015 haben wir eingehend über Windkraftprojekte, insbesondere der Windwärts Energie GmbH beraten. In der Sitzung am 26. MÄRZ 2015 war die strategische Ausrichtung von MVV Energie vor dem Hintergrund des anhaltenden Strukturwandels unser Thema; wir haben ausführlich die Weiterentwicklung des Strategieprogramms "MVV 2020" zu "MEIN ZUKUNFTSVERSORGER" diskutiert. In unserer Sitzung am 20. MAI 2015 haben wir uns insbesondere damit befasst, welche Bedeutung der fundamentale Wandel in der Energiewirtschaft für die Strategie des Unternehmens hat. Dabei standen Themen wie die immer stärkere Dynamik in der Energiewirtschaft und netzspezifische Fragestellungen im Mittelpunkt der Diskussion. Am 30. JUNI 2015 hat unser Gremium in Wörrstadt - am Sitz der Unternehmenszentrale der Juwi - getagt. Wir haben uns vor Ort ausführlich über den aktuellen Stand der Kooperation zwischen Juwi und MVV Energie berichten lassen. Darüber hinaus hat der Vorstand über die Inbetriebnahme und den Baufortschritt bei unseren Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt informiert. Des Weiteren wurden die Ergebnisse aus der Effizienzprüfung für den Aufsichtsrat vorgestellt und diskutiert. Am 31. JULI 2015 haben wir uns im Rahmen einer Sondersitzung eingehend mit der Kapitalerhöhung bei der Juwi AG beschäftigt und diese genehmigt. Mit dieser Kapitalmaßnahme stärkt MVV Energie die Wachstumskraft der Juwi AG zur Entwicklung neuer Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Der Anteil der MVV Energie AG erhöhte sich damit von 50,1 auf 63,1 %. Im Mittelpunkt der Sitzung am 24. SEPTEMBER 2015 standen die Drei-Jahres-Planung sowie der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2015/16, den der Aufsichtsrat entsprechend beschlossen hat. Darüber hinaus wurden Beschlüsse im Zusammenhang mit Windkraftprojekten sowie zu Corporate Governance Themen einschließlich der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen gefasst. Sitzungen der AusschüsseDer Aufsichtsrat der MVV Energie AG hat fünf Ausschüsse, die Themen und Beschlüsse des Gesamtgremiums effizient vorbereiten; die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah über deren Tätigkeit. Wie die Ausschüsse personell besetzt sind, ist sowohl im ► Bericht zur Corporate Governance auf Seite 32 aufgeführt, als auch unter ► Organe der Gesellschaft auf Seite 175. Im Berichtsjahr tagte der BILANZPRÜFUNGSAUSSCHUSS insgesamt sechsmal. Regelmäßiger Gegenstand seiner Beratungen war die Lage der Gesellschaft zum jeweiligen Quartal; dies schloss sowohl die Ergebnisse und die Finanzberichte des Konzerns ein als auch die Risikolage und das Risikomanagement. Darüber hinaus beschäftigte er sich insbesondere mit dem Jahresabschluss der MVV Energie AG und des Konzerns, die er umfassend mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörterte. Zur Durchführung der Jahresabschlussprüfung der MVV Energie AG und des Konzerns im Geschäftsjahr 2014/15 gab der Ausschuss Vorschläge zur Auswahl des Jahresabschlussprüfers, zur Festlegung der Prüfungsschwerpunkte und zur Honorarvereinbarung an den Aufsichtsrat ab. Zudem beriet der Ausschuss den Wirtschaftsplan 2015/16 und die mittelfristige Planung mit dem Vorstand; er empfahl dem Aufsichtsrat, dem Budget für das kommende Geschäftsjahr zuzustimmen. Darüber hinaus befasste er sich mit den Prüfungsergebnissen und dem Prüfungsplan der Konzernrevision, überprüfte das Interne Kontrollsystem und nahm den Bericht des Compliance-Beauftragten entgegen. Weitere Themen, die im Ausschuss beraten wurden, betrafen vor allem die Geschäftsfelder Umwelt und Projektentwicklung erneuerbare Energien, den Teilkonzern MVV Energie CZ, die MVV decon GmbH und die Soluvia GmbH. Des Weiteren hat sich der Ausschuss eingehend mit der Strategie von MVV Energie befasst. Der PERSONALAUSSCHUSS tagte im Geschäftsjahr 2014/15 einmal; Schwerpunkt der Beratung waren insbesondere Vergütungsangelegenheiten der Vorstandsmitglieder. Ebenfalls einmal kam der NOMINIERUNGSAUSSCHUSS im Berichtsjahr zusammen, er hat sich dabei vor allem mit dem Anforderungsprofil für Mitglieder des Aufsichtsrats im Vorfeld der Wahlen im Geschäftsjahr 2015/16 auseinandergesetzt. Im Geschäftsjahr 2014/15 hatte der AUSSCHUSS ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS keine Sitzung; auch der VERMITTLUNGSAUSSCHUSS gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste nicht einberufen werden. Corporate GovernanceMVV Energie hat im Geschäftsjahr 2014/15 allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex zur guten, transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung entsprochen. In der Sitzung am 24. September 2015 schloss sich der Aufsichtsrat der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex an, die zuvor vom Vorstand abgegeben worden war. Sie wurde am 2. Oktober 2015 im Internet veröffentlicht. Der Bericht zur Corporate Governance wurde in der Sitzung am 3. Dezember 2015 verabschiedet. Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte auf. Der Aufsichtsrat hat überprüft und festgestellt, dass dem Gremium eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Mehr erfahren Sie im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 28. Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Vorstand der MVV Energie AGDurch das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" ist die MVV Energie AG auch zur Festlegung von Zielgrößen für Frauen im Vorstand verpflichtet. Der Aufsichtsrat der MVV Energie AG hat sich bereits in den zurückliegenden Jahren intensiv mit dem Thema befasst und unterstützt das Ziel, Frauen und Männern gleichberechtigt in Führungspositionen Verantwortung zu übertragen. Aktuell sind im Vorstand der MVV Energie AG ausschließlich Männer vertreten. Vor diesem Hintergrund in Verbindung mit den Bestelldauern der Vorstandsmitglieder ist eine Erhöhung des Frauenanteils im Vorstand der MVV Energie AG bis zum 30. Juni 2017 nicht angezeigt. Jahres- und KonzernabschlussprüfungGemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 13. März 2015 erteilte der Aufsichtsrat der Pricewaterhouse-Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Auftrag zur Prüfung des Einzel- und des Konzernabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2014/15. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung vorgelegt. In diesem Geschäftsbericht werden der Lagebericht des Einzelabschlusses der MVV Energie AG und der Konzernlagebericht des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2014/15 gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst und veröffentlicht. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15 werden im Bundesanzeiger publiziert. Der auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2014/15 und der zusammengefasste Lagebericht wurden von PricewaterhouseCoopers geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dies gilt auch für den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2014/15. Dem Aufsichtsrat lagen rechtzeitig vor der entsprechenden Sitzung die folgenden Unterlagen vor: der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Sie wurden vom Bilanzprüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat umfassend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers intensiv erörtert. Anschließend billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 3. Dezember 2015 den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Jahresabschluss der MVV Energie AG; damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung zu. Gemäß dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2014/15 wurde die MVV Energie AG bei den dargestellten Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt: "Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass 1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind, 2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war." Sowohl der Abhängigkeitsbericht als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers gingen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zu. Der Aufsichtsrat schließt sich aufgrund seiner eigenen Prüfung der Beurteilung durch den Abschlussprüfer an und billigt dessen Bericht. Auch das gemäß § 91 Abs. 2 AktG durch den Vorstand eingerichtete Risikomanagementsystem wurde durch den Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass die Systeme geeignet sind, ihre gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen. DankDie Beschäftigten des MVV Energie Konzerns engagieren sich mit großem Erfolg in einem aktuell sehr dynamischen Marktumfeld. Sie setzen ihr Know-how und ihre Innovationskraft dafür ein, dass der Konzern im Wettbewerb besteht. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats - aber auch ganz persönlich - spreche ich dem Vorstand der MVV Energie AG, den Vorständen und Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften sowie allen Beschäftigten, den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretungen meinen besonderen Dank aus! Unseren Anteilseignern, Kunden und Geschäftspartnern danke ich für das entgegengebrachte Vertrauen!
Mannheim, im Dezember 2015 Dr. Peter Kurz, Vorsitzender Bilanz zum 30.9.2015 Jahresabschluss zum 30. September 2015 nach Handelsrecht (HGB)MVV Energie AGAktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015scroll
AnhangAllgemeine GrundlagenDer Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014/15 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt und die Beträge in Tausend (Tsd Euro) ausgewiesen. Zwischen der MVV Energie AG und den Tochtergesellschaften MVV RHE GmbH, MVV Enamic GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Grünenergie GmbH, MVV Alpha fünfzehn GmbH, MVV Windpark Hain-Ost GmbH ( vormals MVV Alpha eins GmbH), und MVV Alpha zwei GmbH, MVV Alpha drei GmbH, MVV Alpha vier GmbH und MVV Alpha fünf GmbH bestehen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag. Zwischen der MVV Energie AG, der Netrion GmbH und der MVV Trading GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag. Die MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in dem MVV Energie Konzern. Verträge bestehen mit der MVV Enamic GmbH, MVV EnergySolutions GmbH (vormals MVV Enamic Contracting GmbH), MVV ImmoSolutions GmbH (vormals MVV Enamic Immobilien GmbH), MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, MVV Enamic Korbach GmbH, MVV Energiedienstleistungen Regional Verwaltungs GmbH, MVV RHE GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Umwelt O&M GmbH, MVV Umwelt Ressourcen GmbH, MVV Umwelt Asset GmbH, Soluvia GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Grünenergie GmbH, MVV Trading GmbH, MVV Insurance Services GmbH, MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH, Köthen Energie GmbH, Köthen Netze GmbH, Soluvia IT-Services GmbH, Soluvia Billing GmbH, Soluvia Metering GmbH, MVV Windpark Plauerhagen GmbH & Co.KG, MVV Windenergie Deutschland GmbH, MVV Enamic Naturenergie GmbH, Netrion GmbH sowie Netrion Gasnetz Offenbach GmbH, BfE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Windwärts Energie GmbH sowie Vents d'Oc Énergies Renouvelables SARL. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenEntgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt. Die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse werden als Sonderposten passiviert. Die Auflösung der Ertragszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände in den Umsatzerlösen. Für Ertragszuschüsse, die bis zu dem Geschäftsjahr 2003/04 zugeflossen sind, erfolgt die Auflösung jährlich mit 5% der Ursprungsbeträge. Für Ertragszuschüsse, die nach dem Geschäftsjahr 2003/04 und vor dem Geschäftsjahr 2010/11 geleistet wurden, erfolgt die Auflösung entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände und ist in der Position Abschreibungen enthalten. Investitionsförderungen werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der zugehörigen Wirtschaftsgüter abgesetzt. Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31.12.2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände im Rahmen des durch das BilMoG eingeräumten Wahlrechts beibehalten. Nutzungsdauern in Jahrenscroll
Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter 150 Euro werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und 1 000 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst und einheitlich mit 20 % jährlich abgeschrieben. Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einschließlich erworbener Emissionsberechtigungen sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt. Die Bewertung von unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst. Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der monetären Fremdwährungsbestände erfolgt zum Devisenkassakurs am Stichtag. Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen saldiert. Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen versicherungsmathematisch zu bewertenden personalbezogenen Verpflichtungen) werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit" - Methode) bewertet und mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 4,07 % p.a. (Vorjahr in Höhe von 4,67 % p.a) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftigen Gehaltsentwicklungen mit 2,50 % p.a. (Vorjahr 2,50 % p.a). und Rententrends mit 2,00 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a). berücksichtigt. Den Berechnungen wurden die Richttafeln Heubeck 2005(G) zugrunde gelegt. Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst. Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert. Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung der Organgesellschaften und steuerlicher Verlustvorträge ermittelt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Rückstellungen für Pensionen und sonstigen langfristigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen. Für die Berechnung wird ein Steuersatz von 30,3 % herangezogen. Er ergibt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 14,475 % im ertragsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG. Aus der Bewertung der Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung, die aufgrund des eingeräumten Wahlrechts in § 274 HGB, nicht bilanziert wird. Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen. Soweit den Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips. Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom-, Gas- und Kohlegeschäften sowie Emissionsrechten und Öl-Produkten zu reduzieren und Zins- sowie Währungsrisiken abzusichern. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich im Wesentlichen um Swaps und Termingeschäfte auf Commodities sowie Zinsswaps und Devisentermingeschäfte. Derivate werden für die Zwecke des Preis- und Mengenrisikomanagements eingesetzt und soweit möglich als Bewertungseinheiten mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Zur bilanziellen Abbildung von Bewertungseinheiten wird sowohl die Einfrierungs- als auch die Durchbuchungsmethode angewandt. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweiligen Bewertungseinheit negativ, so wird dem Vorsichtsprinzip entsprechend eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte der jeweiligen Bewertungseinheit positiv, so bleibt dieser unberücksichtigt. Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert in der Regel dem Marktwert zum Stichtag. Soweit die Marktwerte der Derivate nicht verlässlich feststellbar sind, wird der Zeitwert anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle und -methoden (z.B. Discounted Cashflow Methode, Mark-to-Market-Modell) ermittelt. Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven und Commodity-Terminpreise die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar. Erläuterungen zur Bilanz1 Immaterielle VermögensgegenständeDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 39). 2 SachanlagenDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 40). Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen. Die von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten erhaltenen Investitionsförderungen belaufen sich zum 30. September 2015 auf 108 679 Tsd Euro. 3 FinanzanlagenDer Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 41). Die vollständige Anteilsliste ist Bestandteil des Anhangs und wird als Anlage dargestellt. 4 Vorrätescroll
5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenständescroll
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgelesene Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 342,9 Mio Euro (Vorjahr 422,3 Mio Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 223,9 Mio Euro (Vorjahr 300,4 Mio Euro). Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,5 Mio Euro (Vorjahr 4,2 Mio Euro). Die gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten 1,6 Mio Euro (Vorjahr 1,5 Mio Euro) Forderungen gegenüber der Stadt Mannheim. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 55,9 Mio Euro (Vorjahr 83,7 Mio Euro) und aus sonstigen Forderungen in Höhe von 72,5 Mio Euro (Vorjahr 39,7 Mio Euro). Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere aufgrund von abgegrenzten Kapitalzuschüssen. für Verteilanlagen in Höhe von € 8,5 Mio, die bereits in Betrieb genommen wurden. 6 Flüssige MittelDie Flüssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten. 7 RechnungsabgrenzungspostenDer aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus abgegrenzten Ausgaben für Urlaubsgeld und für die Übergabe des Bestandsportfolios Gas an die MVV Trading GmbH. 8 Gezeichnetes KapitalDas Grundkapital in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennwert von je 2,56 Euro. Die Stadt Mannheim hält zum 30. September 2015 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 %, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 22,5 % und die GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH 6,3 % der Aktien. Die übrigen 4,8 % der Aktien befinden sich im Streubesitz. Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 16,87 Mio Euro, das sind 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Mit dem Beschluss vom 13. März 2015 hat die Hauptversammlung den Beschluss vom 12. März 2010 vorsorglich aufgehoben und die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 12. März 2020 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht. Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. März 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. März 2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 51.200.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen. 9 Gewinnrücklagenscroll
Der Betrag, der gemäß § 58 Abs. 2 AktG aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde, beträgt 40,0 Mio Euro. 10 BilanzgewinnDurch den Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 13. März 2015 wurden 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet und der Rest des Bilanzgewinns zum 30. September 2014 in Höhe von 20 140 Tsd Euro auf neue Rechnung vorgetragen. Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014/15 wie folgt zu verwenden: Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2014/15 (insgesamt 59,3 Mio). Die Hauptversammlung entscheidet am 4. März 2016 über den Dividendenvorschlag. Der verbleibende Betrag in Höhe von 0,8 Mio Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen. 11 Empfangene ErtragszuschüsseDer Posten Empfangene Ertragszuschüsse resultiert aus von Kunden vereinnahmten Baukostenzuschüssen. Die empfangenen Ertragszuschüsse in Höhe von 41 670 Tsd Euro (Vorjahr 38 816 Tsd Euro) sind zur Verbesserung der Klarheit in einem separaten Posten auf der Passivseite ausgewiesen. Der Betrag der aufgelösten Ertragszuschüsse beträgt im Berichtsjahr 3 248 Tsd Euro (Vorjahr 3 447 Tsd Euro). 12 Rückstellungenscroll
Die Steuerrückstellung betrifft die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer. In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Vorsorgebeträge für Personalverpflichtungen enthalten. Zusätzlich sind hier Kosten für vertragliche Verpflichtungen sowie Rückstellungen für nicht abgerechnete Leistungen von Dritten und Restrukturierungskosten enthalten. Zur Sicherung von Guthaben aus Arbeitszeitkonten hat MVV Energie AG die erforderlichen Mittel für die Mitarbeiter treuhänderisch angelegt. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 3 393 Tsd Euro. Der beizulegende Zeitwert des Fondsguthabens und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber Mitarbeitern beläuft sich zum Stichtag auf je 3 498 Tsd Euro. Gemäß § 246 (2) HGB wird das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fondsguthaben mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern verrechnet. 13 Verbindlichkeitenscroll
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Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 90,1 Mio Euro (Vorjahr 65,8 Mio Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 89,7 Mio Euro (Vorjahr 96,8 Mio Euro). Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,4 Mio Euro (Vorjahr 0,6 Mio Euro) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 5,5 Mio Euro (Vorjahr 0,3 Mio Euro). In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim in Höhe von 6,7 Mio Euro (Vorjahr 4,6 Mio Euro) enthalten. 14 RechnungsabgrenzungspostenDer passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus abgegrenzten Einnahmen aus der Übergabe des Bestandsportfolios Gas an die MVV Trading GmbH. Haftungsverhältnisse/ sonstige finanzielle Verpflichtungen/ außerbilanzielle GeschäfteBürgschaften in Höhe von 499,3 Mio Euro (Vorjahr 415,5 Mio Euro) wurden von der MVV Energie AG zugunsten von Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften übernommen. Daneben bestehen für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften verschiedene Patronatserklärungen. Diese belaufen sich in Summe auf 12,8 Mio Euro. Des Weiteren besteht eine Schuldbeitrittserklärung in Höhe von maximal 10,0 Mio Euro. Es bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen für vertraglich gewährte Darlehenszusagen in Höhe von 20,0 Mio Euro, die zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommen wurden. Auf Basis der durch das Risikomanagementsystem bei der Bewertung dieser Risiken bis zum Bilanzaufstellungstag gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass sämtliche Verpflichtungen durch unsere Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften aufgrund deren wirtschaftlichen Situation selbst erfüllt werden können. Es besteht insofern ein geringes Risiko, dass wir aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen werden. Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 44,9 Mio Euro, davon entfallen 25,6 Mio Euro auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen. Der aus mehrjährig abgeschlossenen Leasing- und Mietverträgen resultierende Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 2,8 Mio Euro (davon verbundene Unternehmen 0 Mio Euro). In beitragsorientierte Versorgungssysteme sind im Berichtsjahr 7 052 Tsd Euro (Vorjahr 7 015 Tsd Euro) eingezahlt worden. Erfasst sind dabei Beiträge der MVV im Rahmen von Versorgungsplänen verschiedener Zusatzversorgungskassen (kurz: ZVK), die Zusagen verschiedener Arbeitgeber umfassen. Hier stellt der Versorgungsträger den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, die die anteilige Zuordnung von Verpflichtung, Planvermögen und Dienstzeitaufwand erlauben. Im MVV Energie Konzern erfolgt daher die Berücksichtigung der Beiträge entsprechend einer beitragsorientierten Versorgungszusage, obwohl es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan handelt. Die Beiträge zum Pensionsplan bemessen sich als Prozentsatz des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts und werden von Arbeitnehmern und von Arbeitgebern getragen. Der Beitragssatz wird von den ZVK festgelegt. Die Summe der umlagepflichtige Gehälter beträgt für das aktuelle Geschäftsjahr 77 923 Tsd Euro (Vorjahr 78 038 Tsd Euro). Im Geschäftsjahr 2015/2016 wird mit Beiträgen in voraussichtlich gleicher Höhe gerechnet. Die Beiträge werden für die Gesamtheit der Begünstigten verwendet. Sofern die Mittel der ZVK nicht ausreichen, können die ZVK den Pflichtbeitrag erhöhen. Falls MVV die Mitgliedschaft bei den ZVK kündigen sollte, werden die ZVK einen finanziellen Ausgleich erheben. Der Ausgleichsbetrag ermittelt sich als Barwert der bestehenden Ansprüche von Berechtigten und künftigen Ansprüchen von deren Hinterbliebenen und bestehenden Versorgungspunkten aus unverfallbaren Anwartschaften zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft. Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung15 Umsatzerlöse ohne Strom- und ErdgassteuerDie im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Unter der Position sonstige Umsatzerlöse sind Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 3 248 Tsd Euro enthalten. 16 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 2 546 Tsd Euro (Vorjahr 12 350 Tsd Euro). Diese bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 2 097 Tsd Euro (Vorjahr 2 233 Tsd Euro), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 208 Tsd Euro (Vorjahr 7 165 Tsd Euro) und Erträgen aus dem Abgang von immateriellem und Sachanlagevermögen in Höhe von 51 Tsd Euro (Vorjahr 1 362 Tsd Euro). In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 638 Tsd Euro (Vorjahr 1 970 Tsd Euro) enthalten. 17 Materialaufwandscroll
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(berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände) 19 Abschreibungenscroll
Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem 31.12.2010 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2014/15 ein Unterschiedsbetrag zwischen degressiver und linearer Abschreibung in Höhe von 3,7 Mio Euro. Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen (Vorjahr 0 Euro). 20 Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Konzessionsabgaben in Höhe von 19 712 Tsd Euro (Vorjahr 19 103 Tsd Euro) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 22 Tsd Euro (Vorjahr 1 386 Tsd Euro) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen enthielten im Vorjahr im Wesentlichen Gutschriften aus Netznutzungsentgelten. In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 606 Tsd Euro (Vorjahr 185 Tsd Euro) enthalten. 21 Finanzergebnisscroll
Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 2 415 Tsd Euro (Vorjahr 2 482 Tsd Euro). 22 Steuernscroll
Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhaltet periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 1 605 Tsd Euro. Im Vorjahr waren dagegen periodenfremde Steuererträge in Höhe von 4 694 Tsd Euro enthalten. Sonstige Angaben und AnlagenAngaben § 6b EnWGIm Geschäftsjahr 2014/15 wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, getätigt:
In der internen Rechnungslegung werden für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors jeweils getrennte Konten geführt und eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für die Bereiche Strom- und Gasverteilung erstellt. Für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG werden getrennte Konten geführt. Finanzderivate und Bewertungseinheitenscroll
Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Commodity-, Zins- und Währungsrisiken ein. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Termingeschäfte (Futures und Forwards), Zinsswaps und Swaps auf die Commodities Strom, Gas, Öl, Kohle und CO2-Zertifikate. Für Strom sind in Bewertungseinheiten ausschließlich erwartete und bereits kontrahierte Liefer- und Bezugsverträge mit Drittkunden bzw. aus Kraftwerken und Handelsgeschäfte mit der MVV Trading GmbH mit physischer oder finanzieller Erfüllung zusammengefasst. Für zum Bilanzstichtag drohende Verpflichtungsüberschüsse innerhalb dieser Bewertungseinheiten erfolgt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Ausweis unter den Rückstellungen aus drohenden Verlusten. Sofern keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden Verpflichtungsüberschüsse ebenfalls als Rückstellung aus drohenden Verlusten ausgewiesen. Im Bereich der Stromtarif- und -gewerbekunden wurden Portfolio-Bewertungseinheiten bzw. bei Back to Back-Geschäften Mikro-Bewertungseinheiten aufgebaut. Die Portfolio-Bewertungseinheiten sind nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt, in welchen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme ausgeglichen haben bzw. künftig voraussichtlich ausgleichen werden. Für das Stromerzeugungsportfolio wurden ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet. Dies betrifft sowohl die Erzeugung aus eigenen Kraftwerken sowie den Bezug aus Fremdkraftwerken. Die zur Absicherung des Clean Dark Spread eingesetzten Sicherungsinstrumente (Stromterminverkäufe, Termineinkäufe von Emissionszertifikaten und Kohleswaps zur Rohstoffpreissicherung) wurden gemeinsam mit dem Grundgeschäft (prognostizierte Strommengen aus Kraftwerk) in Makro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Im Bereich Gas sind analog zum Strombereich Portfolio-Bewertungseinheiten für Tarif- und Gewerbekunden gebildet, welche gleichermaßen nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt sind. Zur Absicherung von Zinsrisiken aus der Finanzierung von Investitionen und von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Darlehensaufnahmen wurden Forward-Payer-Zinsswaps abgeschlossen. Der Teil der Grundgeschäfte mit Zinsänderungsrisiken ist bei Vorliegen der Voraussetzungen mit den gegenläufigen Effekten aus den Zinsderivaten zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst. Zur Absicherung von Währungsrisiken aus erwarteten zukünftigen Erträgen in Fremdwährung wurde ein Devisentermingeschäft abgeschlossen und als Mikro-Bewertungseinheit abgebildet. Zum Bilanzstichtag war kein Devisentermingeschäft mehr im Bestand. Außerdem wurden zur Absicherung einer Fremdwährungsforderung sowohl gegenläufige Fremdwährungsverbindlichkeiten aufgenommen als auch Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag war kein Devisentermingeschäft mehr im Bestand. Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden diese zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst und die Wertänderungen direkt bei dem Grundgeschäft bzw. Sicherungsgeschäften erfasst. Das Gesamtvolumen der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 131,4 Mio Euro (Vorjahr 119,2 Mio Euro). Dem stehen positive Marktwerte in Höhe von 234,1 Mio Euro (Vorjahr 186,8 Mio Euro) gegenüber. Das Gesamtvolumen der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken (Saldo aus positiven und negativen Marktwerten der Grund- und Sicherungsgeschäfte) stellt sich wie folgt dar: Art der Sicherungsbeziehungscroll
Die Bewertungseinheiten betreffen Portfolio-Hedges mit einem beizulegenden Zeitwert von 36,2 Mio Euro (Vorjahr 32,0 Mio Euro), Makro-Hedges mit einem beizulegenden Zeitwert von 51,7 Mio Euro (Vorjahr 19,5 Mio Euro) sowie Mikro-Hedges 14,8 Mio Euro (Vorjahr 16,0 Mio Euro). In die Bewertungseinheiten sind antizipative Strom- und Gasabsatzgeschäfte in Höhe von 16,0 Mio Euro (Vorjahr 18,7 Mio Euro) bei Strom und 20,8 Mio Euro (Vorjahr 22,9 Mio Euro) bei Gas sowie Zinszahlungen aus antizipativen Darlehen in Höhe von 0,0 Mio Euro (Vorjahr 408,3 Mio Euro) einbezogen. Bei den in Portfolio-Bewertungseinheiten einbezogenen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wurden Planabsatzmengen an Strom- und Gaskunden sowie Bezugsmengen aus dem Energiehandel und fremden Kraftwerken berücksichtigt. Prospektiv ist von einer hohen Wirksamkeit aller Sicherungsbeziehungen auszugehen, da sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen werden. Die in den Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preisindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschäft übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit demselben Warenpreisrisiko unterliegen wie die Grundgeschäfte. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte sind über einen Zeitraum von 4 Jahren gesichert. Zur Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designationszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Für Bewertungseinheiten, bei welchen ein 1:1 Beziehung zwischen dem Bezugs- und Absatzvertrag besteht (Mikrobewertungseinheiten) wird auf eine quantitative Ermittlung der Wirksamkeit, soweit alle wesentlichen Vertragsparameter (Liefermengen, Lieferzeitpunkte, Preise etc.) von Grund- und Sicherungsgeschäfte übereinstimmen, verzichtet. Zum 30. September 2015 wurde keine Drohverlustrückstellung gebildet. Alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind vollumfänglich in Bewertungseinheiten einbezogen. KonzernbeziehungenMVV Energie AG, Mannheim, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht. Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen hinsichtlich der Bilanzierung des Anlagevermögens, der derivativen Finanzinstrumente, der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der latenten Steuern hinsichtlich der Bewertungsunterschiede zwischen HGB und IFRS. Honorare des AbschlussprüfersEs erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie Gruppe dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird. Zusammengefasster LageberichtDer Lagebericht der MVV Energie AG wird zusammen mit dem Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 3 HGB im Konzernabschluss dargestellt. Organe der GesellschaftVorstand der MVV Energie AGDr. Georg MüllerVorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten Udo BekkerPersonal Dr. Werner DubTechnik (bis 31. Dezember 2014) Ralf KlöpferVertrieb Dr. Hansjörg RollTechnik (seit 1.Januar 2015) Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt. Aufsichtsrat der MVV Energie AGDr. Peter Kurz(Vorsitzender) Oberbürgermeister der Stadt Mannheim Peter Dinges1(stellvertretender Vorsitzender) Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MVV Energie AG Johannes Böttcher1Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG Timo Carstensen1Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Ralf EisenhauerFachbauleiter Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH Peter Erni1Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar Detlef Falk1Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Reinhold Götz1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim Prof. Dr. Egon JüttnerMitglied des Deutschen Bundestags Heike Kamradt1Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG Daniela Kirchner1Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG Dr. Antje Mohr1Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel Dr. Lorenz NägerMitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG Wolfgang RaufelderMitglied des Landtags Baden-Württemberg Christian SpechtErster Bürgermeister der Stadt Mannheim Dr. Dieter SteinkampVorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln Carsten SüdmersenUnternehmensberater Katja Udluft1Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar Prof. Heinz-Werner UferDiplom-Ökonom Jürgen Wiesner1Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats der MVV Energie AGscroll
Mitglieder des Vorstands der MVV Energie AGscroll
Mitglieder des Aufsichtsrats der MVV Energie AGscroll
Nach § 21 WpHG mitgeteilte Beteiligungenscroll
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zum Zeitpunkt der Schwellenberührung AnhangVergütung von Vorstand und AufsichtsratIm Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen. Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014/15 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Regelungen, die der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt. Im Berichtszeitraum kam es zu einer personellen Änderung im Vorstand: Dr. Werner Dub schied zum 31. Dezember 2014 aus dem Vorstand aus. Seine Position im Vorstandsbereich Technik übernahm Dr. Hansjörg Roll zum 1. Januar 2015. Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Eine gesonderte Vergütung erfolgt nicht. Die Struktur und die Höhe der Vorstandsvergütung werden durch den Aufsichtsrat der MVV Energie AG nach Vorbereitung durch den Personalausschuss festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist so gestaltet, dass es den wirtschaftlichen Erfolg sowie die nachhaltige und langfristige Wertentwicklung des Unternehmens honoriert. Daher setzt sich die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl aus erfolgsunabhängigen als auch aus erfolgsbezogenen Komponenten zusammen. Sämtliche Vorstandsverträge sehen eine Regelung vor, die sicherstellt, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergüten. Ein Übergangsgeld bei vorzeitiger Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags wird nicht gewährt. Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einer Fixvergütung und Nebenleistungen sowie Versorgungszusagen. Die Fixvergütung wird monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen, die sie nach den jeweils geltenden Regelungen individuell versteuern. Diese beinhalten im Wesentlichen Zuschüsse zu marktüblichen Versicherungen und dem geldwerten Vorteil aus Dienstwagennutzung. Den Vorstandsmitgliedern ist eine beitragsorientierte Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Konten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Konten werden jährlich verzinst. Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung. Die einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird von zwei Komponenten bestimmt: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre. Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitskomponente machte im Geschäftsjahr 2014/15 im Vergleich zur Jahrestantieme den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen. Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 350 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 16 150 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 385 Tsd Euro. Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 446 Tsd Euro (Vorjahr 2 408 Tsd Euro). Die folgenden Tabellen zeigen die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch. Gewährte Zuwendungen und Zuflüssescroll
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Jährliche Fixvergütung einschließlich Zulage
für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 194 Tsd
Euro Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder werden in der folgenden Tabelle dargestellt: Pensionsverpflichtungenscroll
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einschließlich Zinsen Gemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 662 Tsd Euro, hiervon 2 538 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen. Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6% der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen dieser Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 124 Tsd Euro. Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 456 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 908 Tsd Euro. Aufsichtsratsbezügescroll
Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktGDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Die vollständige Erklärung ist im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht.
Mannheim, den 11. November 2015 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Klöpfer Dr. Roll Versicherung der gesetzlichen VertreterWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Mannheim, 11. November 2015 MVV Energie AG Vorstand Dr. Müller Bekker Klöpfer Dr. Roll Anlagenspiegelscroll
AnhangSachanlagenscroll
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Anteilsliste des MVV Energie Konzerns zum 30.9.2015scroll
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Kapitalanteil am 30.9.2015 gemäß § 16 Abs.
4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB bzw. lokalen Vorschriften Tätigkeitsabschlüsse zum 30. September 2015der MVV Energie AGTätigkeit ElektrizitätsverteilungBilanz (Elektrizitätsverteilung) zum 30.9.2015Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung (Elektrizitätsverteilung) vom 01.10.2014 bis 30.9.2015scroll
Tätigkeit GasverteilungBilanz (Gasverteilung) zum 30.9.2015Aktiva scroll
Gewinn- und Verlustrechnung (Gasverteilung) vom 01.10.2014 bis 30.9.2015scroll
Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 30. September 2015der MVV Energie AGGrundlageDie MVV Energie AG hat gemäß § 6b Abs. 3 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden. Definition der UnternehmensaktivitätenDie MVV Energie AG ist nach dieser Definition in die folgenden Tätigkeiten zu segmentieren:
Der Jahresabschluss der MVV Energie AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt. Änderung der DarstellungIn der bisherigen Struktur des Tätigkeitsabschlusses wurden in den Sparten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nur die Tätigkeiten des Verpächters, die mit der direkten Nutzung des Eigentumsrechts zusammenhängen, gezeigt. Darüber hinaus erbringen der Technische Service und die Kaufmännischen Unterstützungsleistungen ebenfalls Dienstleistungen für den Netzbetreiber, die Netrion GmbH, Mannheim. Diese Tätigkeiten wurden bisher überwiegend in den Sonstigen Tätigkeiten ausgewiesen. Mit dem Tätigkeitsabschluss zum 30.9.2015 soll die Darstellung dieser Leistungen transparenter erfolgen. Daher wurde die Darstellung des allgemeinen Bereichs so erweitert, dass zwischen Dienstleistungen für den Netzbereich und Dienstleistungen für andere Bereiche unterschieden wird. In diesem Zusammenhang wurden die Liquiden Mittel vollständig den Sonstigen Tätigkeiten zugeordnet, da der Verpächter sämtliche liquiden Mittel direkt zur Darlehenstilgung verwendet. Der Technische Service und die kaufmännischen Unterstützungsleistungen beziehen notwendige Liquidität direkt über das Cash-Pooling und benötigen daher ebenfalls keinen Liquiditätsbestand. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Netrion GmbH aus diversen Sparten wurden zum 30. September 2015 in Höhe von 10.158 TEUR mit den Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme gegenüber der Netrion GmbH saldiert, da die Aufrechnungslage zum Bilanzstichtag gegeben war. Durch die Änderung der Darstellung sind die Tätigkeitsabschlüsse der Elektrizitätsverteilung und der Gasverteilung nicht mehr vollständig mit dem Vorjahr vergleichbar. Um eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurden in den Tätigkeitsbilanzen und -Gewinn- und Verlustrechnungen gesonderte Spalten eingefügt, die die Werte analog der Darstellung im aktuellen Geschäftsjahr zeigen. In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Geschäftsjahr 2014/2015 und in den angepassten Vorjahreszahlen die Aufwendungen als Primäraufwendungen direkt in den entsprechenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Im Vorjahr waren die Aufwendungen als Umlagen teilweise in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahrs 2014/2015 und der angepassten Vorjahreszahlen beinhalten erstmals die Konzessionsabgabe und die Dienstleistungen des Technischen Services und der kaufmännischen Unterstützungsleistungen. Die Konzessionserträge wurden im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen; die Dienstleistungen des Technischen Services und der kaufmännischen Unterstützungsleistungen wurden im Vorjahr im allgemeinen Bereich ausgewiesen. BilanzBei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die für Energieversorgungsunternehmen geltenden besonderen Rechnungslegungsvorschriften des § 6b EnWG beachtet. Gemäß § 6b EnWG wurden in der internen Rechnungslegung nach Tätigkeiten getrennte Konten geführt und für jeden Tätigkeitsbereich intern eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Alle Bilanzwerte werden im ersten Schritt direkt den Segmenten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unangemessen hohen Aufwendungen verbunden ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüsseln. Die grundsätzlich verwendeten Verteilschlüssel sind in Anlage 1 aufgeführt. AnlagevermögenDie Anlagenspiegel zeigen die Aufgliederungen sowie die Entwicklungen der in den Tätigkeitsbilanzen zusammengefassten Anlagepositionen. Die Vermögensgegenstände des allgemeinen Bereichs wurden anteilig bei den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung berücksichtigt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, werden die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse seit dem Geschäftsjahr 2010/11 passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände aufgelöst. Auf die Erstellung eines separaten Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors wurde verzichtet, da es sich hierbei um unwesentliche Beträge handelt. Hinsichtlich des Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors wird auf den Anlagenspiegel der MVV Energie AG verwiesen. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeUnter den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum 30.09.2015 in den Tätigkeiten Stromverteilung 46 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR) und Gasverteilung 51 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen. VerbindlichkeitenAlle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und sonstige Verbindlichkeiten des Elektrizitäts- und Gassektors haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Elektrizitäts- und Gassektor stellen sich folgendermaßen dar: scroll
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Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum 30.9.2015 ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten. Im Vorjahr betrafen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen überwiegend Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen. In den sonstigen Verbindlichkeiten sind zum 30.09.2015 in den Tätigkeiten Stromverteilung 122 TEUR (Vorjahr: 482 TEUR) und Gasverteilung 424 TEUR (Vorjahr: 696 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim enthalten. Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen TätigkeitsbereichenDie Forderungen gegen andere Tätigkeitsbereiche und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeitsbereichen sind Residualgrößen und gleichen als Verrechnungsposten die Bilanzsummen der Aktiv- und Passivseite aus. Eine aktivische Differenz wird dabei mit den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verrechnet; der Ausweis einer passivischen Differenz erfolgt ebenfalls unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten. Gewinn- und VerlustrechnungDirekt den Sparten Strom- bzw. Gasverteilung zuordenbare Positionen wurden direkt zugeordnet, ansonsten wurden sachgerechte Schlüssel herangezogen. Die Schlüsselung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des aktuellen Geschäftsjahres erfolgt entsprechend der Verteilung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf die Tätigkeitsbereiche. Haftungsverhältnisse/ Sonstige finanzielle VerpflichtungenDie Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen die sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang der MVV Energie AG.
Mannheim, den 11. November 2015 Vorstand Dr. Müller Bekker Klöpfer Dr. Roll Tätigkeit ElektrizitätsverteilungImmaterielle Vermögensgegenständescroll
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Tätigkeit GasverteilungImmaterielle Vermögensgegenständescroll
Tätigkeit GasverteilungSachanlagenscroll
Finanzanlagenscroll
Anlage 1Grundsätzlich verwendete Verteilschlüsselscroll
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der MVV Energie AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des zusammengefassten Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.
Mannheim, den 11. November 2015 PricewaterhouseCoopers Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer Carolin Schütt, Wirtschaftsprüferin |
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