MVV Energie AG

Mannheim

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.10.2014 bis zum 30.09.2015 und Tätigkeitsabschluss

Jahres- und Konzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015

Zusammengefasster Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15

Entsprechenserklärung nach § 161 AktG

Konzernabschluss nach IFRS zum 30. September 2015

Bestätigungsvermerk (Konzernabschluss)

Bericht des Aufsichtsrats

Jahresabschluss nach HGB zum 30. September 2015 (einschließlich Gewinnverwendungsvorschlag)

Tätigkeitsbericht nach § 6b Abs. 3 EnWG

Bestätigungsvermerk (Jahresabschluss)

ZUSAMMENGEFASSTER LAGEBERICHT

GRUNDLAGEN DES KONZERNS

GESCHÄFTSMODELL

Der börsennotierte MVV Energie Konzern gehört zu den führenden Energieunternehmen in Deutschland. Wir besetzen alle Stufen entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette: von der Erzeugung von Strom, Wärme und Biomethan, über den Energiehandel, die Verteilung von Strom, Fernwärme und Gas über eigene Netzgesellschaften bis zum Vertrieb sämtlicher Produkte. Zu unseren Aktivitäten gehört auch die Gewinnung und Verteilung von Wasser. Wir zählen zu den führenden Betreibern von thermischen Abfallverwertungs- und Biomasseanlagen und verfügen über hohe Kompetenz sowohl in der Projektentwicklung als auch in der Betriebsführung von Windparks. Als Energiedienstleister bieten wir industriellen und gewerblichen Kunden Beratungs- und Contracting-Dienstleistungen; zu unserem Angebot gehören zudem umfangreiche Infrastruktur-, Versorgungs- und Entsorgungsleistungen für Industrieparks in Deutschland.

Unsere Standorte

Unsere Unternehmensgruppe ist mit über 100 konsolidierten Gesellschaften kommunal und regional verankert - unter anderem an den Standorten Mannheim, Kiel und Offenbach sowie in der Tschechischen Republik, Großbritannien und Frankreich.

Darüber hinaus verfügt die weltweit tätige Juwi-Gruppe über Niederlassungen in 17 Ländern.

Eine Übersicht zu unseren wesentlichen direkten und indirekten Beteiligungen befindet sich auf ► Seite 65.

Berichtssegmente und Geschäftsfelder des MVV Energie Konzerns

Organisation des MVV Energie Konzerns

Wir steuern den MVV Energie Konzern in fünf Segmenten, über die wir auch extern berichten. Sie orientieren sich an der Wertschöpfungskette, unterliegen aber innerhalb ihrer jeweiligen Geschäftsfelder unterschiedlichen Steuerungskriterien und Kennzahlen.

Das Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR enthält konventionelle Kraftwerke, Abfallverwertungsanlagen und Biomassekraftwerke der Teilkonzerne MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel AG, Energieversorgung Offenbach AG und MVV Umwelt GmbH, Windkraft- und Biomethananlagen, Wasserwerke, Netzanlagen für Strom, Wärme, Gas und Wasser sowie technische Serviceeinheiten, die zur leitungsgebundenen Energie- und Wasserverteilung und damit zum Geschäftsfeld Netze gehören. Zudem enthält dieses Berichtssegment die Projektentwicklung erneuerbarer Energien, vor allem der Juwi AG sowie der Windwärts Energie GmbH.

Das Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT bildet das Energiebeschaffungs- und das Portfoliomanagement sowie den Energiehandel der MVV Trading GmbH ab.

Zum Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN zählen zum einen das Einzelhandels- und Weiterverteilergeschäft von Strom, Wärme, Gas und Wasser der Teilkonzerne MVV Energie AG, Stadtwerke Kiel AG und Energieversorgung Offenbach AG; und zum anderen das Energiedienstleistungsgeschäft der Teilkonzerne MVV Enamic GmbH und Energieversorgung Offenbach AG. Die New Ventures beinhalten unsere Beteiligungen an der Beegy GmbH und an dem Luxemburger Lichtspezialisten Luminatis.

Das Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN umfasst im Wesentlichen die Teilkonzerne Köthen Energie und MVV Energie CZ sowie das At-Equity-Ergebnis des Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt.

Im Berichtssegment SONSTIGES sind die Shared-Services-Gesellschaften sowie die Querschnittsbereiche gebündelt.

Den Berichtssegmenten sind Geschäftsfelder zugeordnet, die entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette ausgerichtet sind.

Energieerzeugung aus konventionellen und erneuerbaren Energiequellen

Mit dem Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und dem Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) verfügen wir über ein umfangreiches Erzeugungsportfolio von Anlagen mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung (KWK). Hinzu kommen Anlagen zur thermischen Verwertung von Abfällen, Windkraftanlagen an Land sowie Biomasse- und Biomethananlagen, bei denen wir - sofern technisch und kommerziell möglich - ebenfalls auf die Nutzung der Abwärme setzen. Dabei bauen wir den Anteil der erneuerbaren Energien an unserer Erzeugungskapazität kontinuierlich aus. Im Geschäftsjahr 2014/15 haben unsere beiden neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien - die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das KWK-fähige Biomassekraftwerk in Ridham Dock - den kommerziellen Betrieb aufgenommen. Gleiches gilt für unsere dritte Biomethananlage in Sachsen-Anhalt. Mehr Informationen zu unserem Erzeugungsportfolio aus erneuerbaren Energien befinden sich in den Kapiteln ► Wesentliche Nachhaltigkeitsaspekte ab Seite 45 und ► Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren ab Seite 80.

Leistungsfähige Netze für eine sichere Versorgung

Grundlage für eine verlässliche und stabile Versorgung mit Strom, Wärme, Gas und Wasser sind leistungsfähige Netze. Daher haben wir im Berichtsjahr 80 Mio Euro in die Modernisierung und in den Ausbau unserer Netze investiert. Zum Ende des Geschäftsjahrs 2014/15 verfügte unsere Unternehmensgruppe über Strom-, Fernwärme-, Gas- und Wassernetze mit einer Gesamtlänge von rund 23 000 Kilometern. Unsere Tochtergesellschaft Netrion GmbH ist als Netzbetreiber für die MVV Energie AG und die Energieversorgung Offenbach AG tätig. Die SWKiel Netz GmbH nimmt diese Aufgabe für unseren Teilkonzern Stadtwerke Kiel AG wahr.

Bündelung der Handelskompetenzen

Unsere Tochtergesellschaft MVV Trading GmbH ist ein bedeutender Baustein in der Wertschöpfungskette des MVV Energie Konzerns: Als gemeinsame Energiehandelsgesellschaft der MVV Energie AG, der Stadtwerke Kiel AG, der Energieversorgung Offenbach AG und der Stadtwerke Ingolstadt steuert und optimiert sie das Energiebeschaffungs- und Erzeugungsportfolio für die gesamte Unternehmensgruppe. Dabei werden alle für MVV Energie relevanten Commodities abgebildet: Strom, Erdgas, Emissionszertifikate mit den dazugehörigen physischen und finanziellen Produkten sowie Preisabsicherungsgeschäfte für Kohle und Öl. Zu den zentralen Aufgaben von MVV Trading gehört auch das langfristige Absichern, das sogenannte Hedging, der Erzeugungs- und Vertriebspositionen des MVV Energie Konzerns zur Risikominimierung. Darüber hinaus vermarktet sie die im Rahmen des Direktvermarktungsgeschäfts akquirierten Strommengen der MVV Energie AG.

Durch den Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland ergeben sich für den Energiehandel Chancen; die Bedeutung des Intraday-Markts steigt kontinuierlich, daher hat MVV Trading einen speziell auf kurzfristige Märkte ausgerichteten Handelsbereich aufgebaut, der rund um die Uhr handelt. Der Schwerpunkt des Intraday-Handels liegt auf sogenannten Viertelstundenprodukten. Bei dieser Handelsform kann MVV Trading Strommengen für eine bestimmte Viertelstunde desselben Tages kaufen oder verkaufen - und so den Energieeinkauf genau an den tatsächlichen Energiebedarf anpassen.

Mit dem Bau unserer beiden neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien hat MVV Trading ihre Aktivitäten ausgeweitet: Um die Strommengen aus den beiden Kraftwerken zu vermarkten, ist sie seit dem Geschäftsjahr 2014/15 an der britischen Handelsbörse N2EX vertreten.

Zur aktiven Bewirtschaftung des Gasportfolios nutzt MVV Trading auch den niederländischen Gasmarkt und setzt ein Bündel an strukturierten Produkten mit verschiedenen Preisbindungen und Flexibilitäten ein. Dies bildet zum einen die Basis für die Risikosteuerung für Endkundenprodukte; zum anderen können wir so ein breites Produktsortiment anbieten - im Großhandelsmarkt und für Stadtwerke, die nicht zu unserer Unternehmensgruppe gehören.

Auf Basis des für die Konzerngesellschaften bereits aufgebauten Angebotsspektrums wird MVV Trading insbesondere ihr Produkt- und Dienstleistungsangebot für Stadtwerke ausbauen. Zudem steht eine deutlich stärkere Verzahnung der Großhandelsprozesse mit den Vertriebsprozessen im Fokus der kurz- bis mittelfristigen strategischen Entwicklung unseres Handelsbereichs.

Kunden im Mittelpunkt unserer Vertriebsaktivitäten

Die Energiewelt verändert sich - und damit auch die Anforderungen unserer Kunden. Kompetente Beratung und Dienstleistungen werden für Unternehmen der Energiebranche zu einem immer wichtigeren Wettbewerbsfaktor.

Um den sich verändernden Bedürfnissen unserer Kunden gerecht zu werden, entwickelt unser Vertrieb innovative Produkte und Geschäftsmodelle: Beispielsweise führt die steigende Einbindung erneuerbarer Energien in das Stromnetz zu erheblichen Schwankungen in der Erzeugung, die an den Spotmärkten für deutliche Ausschläge sorgen - diese bewegen sich zwischen 3 000 und minus 500 Euro/MWh. Diese enorme Volatilität eröffnet zusätzliches Erlöspotenzial für gut steuerbare Stromerzeugungsanlagen und flexible Großverbraucher. Aus diesem Grund bieten wir Unternehmen mit dem Produkt OptiFlex die Möglichkeit, ihre Stromerzeugung und -abnahme für Minutenreserve und Sekundärregelleistung anzubieten. Sie können so ihre Flexibilität auf bis zu vier Märkten vermarkten: auf Day-ahead- und Intraday- sowie auf den Regelenergiemärkten. Das Produkt OptiFlex ist nach dem Baukastenprinzip aufgebaut und kann daher individuellen Bedürfnissen angepasst werden. Unser Vertrieb berät die Kunden bei der Auswahl der Optionen und übernimmt die Vermarktung.

Auch im Bereich der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien bauen wir unsere Geschäftsaktivitäten kontinuierlich aus: Zum Geschäftsjahresende 2014/15 hatten wir Kraftwerke für erneuerbare Energieträger mit einer Leistung von rund 3 400 MW (Vorjahr: 2 600 MW) unter Vertrag.

Speziell für Industrieunternehmen, Filialisten mit zahlreichen Einheiten oder Immobilienunternehmen mit einer sehr großen Zahl an Wohneinheiten hat MVV Energie ein Standortreporting für Strom und Gas entwickelt. Im ersten Schritt führt es die jeweiligen Daten eines Kunden zu dessen Energiebedarf, -verbrauch und -effizienz aus unterschiedlichen Quellen und unterschiedlichen Formaten zentral zusammen. Anschließend erhält der Kunde über ein Internetportal Zugriff auf seine Daten - und zwar von allen Standorten oder Abrechnungseinheiten. Planung, Bedarf, Beschaffung und Kosten sind einzeln und aggregiert in Echtzeit einsehbar; die Daten können analysiert, abgerufen und in eigene Systeme übertragen werden. Durch die Analyse der Verbrauchsdaten sind Unternehmen in der Lage, ihren Energieverbrauch zu prognostizieren. Auf dieser Basis können sie entsprechende Schritte einleiten, um ihn zu optimieren.

Als ergänzende Dienstleistung zu unseren Strom- und Gasprodukten bieten wir unseren gewerblichen Kunden mit dem sogenannten MVV Ratgeber an, ihre Privilegierungsmöglichkeiten bei Netzentgelten, Abgaben und Umlagen zu prüfen; so können sie unter bestimmten Voraussetzungen Kosten einsparen. Sind die Voraussetzungen gegeben, unterstützen wir die Kunden bei der fristgerechten Beantragung und begleiten sie auf ihrem Weg zur Privilegierung, um die Einsparpotenziale zu realisieren.

Ganzheitliche Lösungen für mehr Energieeffizienz

Unsere Tochtergesellschaft MVV Enamic GmbH konzentriert sich mit innovativen und maßgeschneiderten Energieservices auf ganzheitliche Energie- und Effizienzlösungen für Geschäftskunden. Im Bereich Industrie, Handel und Dienstleistungen bietet sie ein breites Leistungsspektrum: Es reicht von intelligenten Beschaffungsstrategien für Strom und Gas über Effizienzberatung und Optimierung energietechnischer Anlagen bis hin zu Energieerzeugung, Energieliefercontracting, technischer Betriebsführung oder der Planung und dem Einbau moderner LED-Beleuchtung. Auch der Wohnungs- und Immobilienwirtschaft bietet MVV Enamic ein ganzheitliches und nachhaltiges Energie- und Servicepaket aus einer Hand: sowohl Wärme, Kälte, Strom und Beleuchtung als auch Contracting und Beratung bei der energetischen Sanierung. Damit steigern wir die Immobilieneffizienz bei unseren Kunden. Ein weiterer Schwerpunkt von MVV Enamic ist der Betrieb von Industrieparks - von der Energie- und Medienversorgung über Umweltschutz- und Sicherheitsmanagement bis hin zu weiteren Standortservices. Bei allen Aktivitäten der Gesellschaft stehen Energieeinsparungen, hohe Energieeffizienz und der Einsatz erneuerbarer Energien im Fokus.

Dienstleistungen für Ablesung, Abrechnung und IT in einer Hand

Unsere Shared-Services-Gesellschaften Soluvia Billing GmbH, Soluvia IT-Services GmbH und Soluvia Metering GmbH erbringen sämtliche Dienstleistungen in den Bereichen Abrechnung und Kundenbetreuung, Informationsverarbeitung sowie Metering - sowohl für die MVV Energie AG, die Energieversorgung Offenbach AG als auch für die Stadtwerke Kiel AG. Indem wir die Gesellschaften und damit die Dienstleistungen unter dem Dach der Soluvia GmbH gebündelt haben, erreichen wir eine einheitliche Steuerung, notwendige Skaleneffekte und eine hohe Prozessqualität. Mit ihren operativen Leistungen - insbesondere für die Netze und Vertriebe - leisten unsere Shared-Services-Gesellschaften einen wichtigen Beitrag zur Wettbewerbsfähigkeit unserer Unternehmensgruppe.

Rechtliche Unternehmensstruktur

Die börsennotierte MVV Energie AG ist die Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns mit Sitz in Mannheim. Die Aktien der MVV Energie AG sind im Marktsegment Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse zugelassen und an den Wertpapierbörsen in Berlin, Düsseldorf, Frankfurt, Hamburg und Stuttgart notiert. Als Aktiengesellschaft nach deutschem Recht hat sie drei Organe: Hauptversammlung, Aufsichtsrat und Vorstand. Die Entscheidungsbefugnisse der Organe sind streng voneinander abgegrenzt. Informationen zu den Verantwortungsbereichen und der Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG befinden sich im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 28.

BETEILIGUNGSSTRUKTUR

Bedeutende direkte und indirekte Beteiligungen der MVV Energie AG

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Energieversorgung Umwelt und erneuerbare Energien
MVV RHE GmbH (100 %) MVV Umwelt GmbH (100 %)
Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft (51 %) • MVV Umwelt Asset GmbH (100 %)
Energieversorgung Offenbach Aktiengesellschaft (48,42 %)1 • MVV Umwelt O&M GmbH (100 %)
Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH (48,4 %) • MVV Umwelt Ressourcen GmbH (100 %)
Köthen Energie GmbH (100 %) • MVV Environment Devonport Ltd., Großbritannien (100 %)
Stadtwerke Sinsheim Versorgungsgesellschaft mbH & Co.KG (30 %) • MVV Environment Ridham Ltd., Großbritannien (100 %)
Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG (25,1 %) • Biomasse Rhein-Main GmbH (33,33 %)
Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG (25,1 %) Biomethananlage Barby GmbH (74,9 %)
Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG (10 %) Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH (74,9 %)
MVV Energie CZ a.s., Tschechische Republik (100 %) Biomethananlage Kroppenstedt GmbH (74,9 %)
  Biomethananlage Staßfurt GmbH (74,9 %)
  Juwi AG (63,1 %)
  Windwärts Energie GmbH (100 %)
  MVV Windenergie GmbH (100 %)
  Cerventus Naturenergie GmbH (50 %)2
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Energiedienstleistungen Gemeinsame Gesellschaften
MVV Enamic GmbH (100 %) Netrion GmbH, Mannheim3
• MVV EnergySolutions GmbH (100 %) MVV Trading GmbH, Mannheim4
• MVV ImmoSolutions GmbH (100 %) Soluvia GmbH, Mannheim5
• MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH (100 %) • Soluvia Billing GmbH, Offenbach6
• MVV Enamic Korbach GmbH (100 %) • Soluvia IT-Services GmbH, Kiel6
• MVV Enamic Ludwigshafen GmbH (100 %) • Soluvia Metering GmbH, Offenbach6
• MVV decon GmbH (100 %) MVV Insurance Services GmbH, Mannheim7
• Luminatis S.a.r.l., Luxemburg (26 %)  
MVV Regioplan GmbH (100 %)  
Beegy GmbH (34,8 %)  

1 Mehrheit der Stimmrechte
2 Energieversorgung Offenbach AG (50 %)
3 MVV Energie AG (70 %), Energieversorgung Offenbach AG (30 %)
4 MVV Energie AG (59,9 %), Stadtwerke Kiel AG (25,1 %), Energieversorgung Offenbach AG (12,5 %), Stadtwerke Ingolstadt Energie GmbH (2,5 %)
5 MVV Energie AG (51 %), Stadtwerke Kiel AG (24,5 %), Energieversorgung Offenbach AG (24,5 %)
6 Soluvia GmbH (100 %)
7 MVV Energie AG (68,4 %), Energieversorgung Offenbach AG (17,6 %), Stadtwerke Kiel AG (14 %)

Stand: 30. September 2015

UNTERNEHMENSSTRATEGIE

Mit unserer Strategie MVV 2020 haben wir im Jahr 2009 die Weichen für unseren Eintritt in das Energiesystem der Zukunft gestellt und seitdem konsequent in das zukunftsorientierte Wachstum unserer Unternehmensgruppe investiert.

Das folgende Schaubild zeigt die Stationen auf unserem Weg in das Energiesystem von morgen.

UNSER WEG INS ENERGIESYSTEM VON MORGEN

MVV 2020

2009

1 ► FERNWÄRME

Mit Baubeginn der Fernwärmetrasse von Mannheim nach Speyer hat der Ausbau der Fernwärme an unseren Standorten Fahrt aufgenommen. Bis 2030 werden wir den Anteil der Wärmeversorgung deutlich erhöhen.

2 ► GKM BLOCK 9

Baubeginn für Block 9 des Grosskraftwerks in Mannheim (GKM). Die hocheffiziente Anlage ist seit Mai 2015 im planmäßigen Leistungsbetrieb und ersetzt die ältesten Blöcke 3 und 4.

3 ► MOMA

Im Pilotprojekt "Modellstadt Mannheim" entsteht ein "Smart Grid" für 1 000 Haushalte, der Vorläufer unter anderem der heutigen Strombank. Initiator: MVV Energie gemeinsam mit acht Partnern.

2010

4 ► WINDKRAFT

Mit dem Kauf von acht Windkraftanlagen in Plauerhagen (Mecklenburg-Vorpommern) beginnt der Aufbau unseres eigenen Windenergieportfolios, das mittlerweile 174 MW umfasst.

2011

5 ► TSCHECHIEN

Unser tschechisches Tochterunternehmen übernimmt das abfallbefeuerte Heizkraftwerk in Liberec. Das Kraftwerk ist eine von insgesamt drei Abfallverwertungsanlagen in der Tschechischen Republik und liefert Strom und Wärme für die rund 100 000 Einwohner der Stadt.

2012

6 ► PLYMOUTH

MVV Umwelt beginnt mit dem Bau einer thermischen Abfallverwertungsanlage im Südwesten Englands. Die kommerzielle Inbetriebnahme erfolgte im Spätsommer 2015.

7 ► FERNWÄRMESPEICHER

Baubeginn für den Fernwärmespeicher von MVV Energie auf dem Gelände des GKM. Seit der Inbetriebnahme im Winter 2013/14 ist mit ihm die Versorgungssicherheit in der Metropolregion Rhein-Neckar sowie die Energieeffizienz des GKM gestiegen.

8 ► BIOMETHANANLAGEN

In Klein Wanzleben, in der Nähe von Magdeburg, geht die erste Biomethananlage von MVV Energie in Betrieb. Bis Ende des Geschäftsjahrs 2014/15 sind zwei weitere Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt dazu gekommen.

2013

9 ► VERTRIEB

Der Energiefonds "SpotLight" geht an den Start. Mit dieser Weiterentwicklung des Energiefonds bieten wir Firmenkunden mit eigener Stromerzeugung das Management ihres Energieportfolios an. Seitdem hat unser Vertrieb eine Vielzahl an innovativen Produkten entwickelt.

10 ► RIDHAM DOCK

Im südöstlich von London gelegenen Industriehafen Ridham Dock beginnt MVV Umwelt mit dem Bau eines KWK-fähigen Biomassekraftwerks. Die Anlage ist seit Spätsommer 2015 im kommerziellen Betrieb.

11 ► HANDEL

Mit dem Zwei-Schicht-Betrieb bei MVV Trading startet der Ausbau des Energiehandels, um künftig die Chancen an den Energiemärkten besser nutzen zu können. Inzwischen handeln wir rund um die Uhr, sieben Tage in der Woche.

2014

12 ► FRANKREICH

Die französische Semardel Gruppe und MVV Umwelt gründen eine gemeinsame Tochtergesellschaft: Sie bewirbt sich auf Ausschreibungen für die Betriebsführung von Abfallverwertungsanlagen in Frankreich.

13 ► LUMINATIS

Mit der Beteiligung der MVV Enamic an dem Luxemburger LED-Spezialisten Luminatis haben wir einen kompetenten Partner mit Know-how in Sachen energieeffizienter Beleuchtung an unserer Seite.

14 ► UMWELT

Die thermische Abfallverwertungsanlage Trea Leuna produziert nun neben Strom auch Prozessdampf, mit dem sie den Chemieparkbetreiber InfraLeuna beliefert. Durch die Auskopplung von Dampf steigt der Grad der Brennstoffausnutzung und damit die Energieeffizienz des Kraftwerks erheblich.

15 ► BEEGY

MVV Energie, Baywa, Glen Dimplex und GreenCom Networks gründen Beegy, ein branchenübergreifendes Joint Venture für dezentrales Energiemanagement. Beegy bietet Komplettlösungen rund um erneuerbare Energien und deren Systemintegration an.

16 ► STROMBANK

In Mannheim beginnt der Praxistest für die dezentrale Speicherung von selbsterzeugtem Solarstrom. MVV Energie ist bei dem Forschungsprojekt Konsortialführer.

17 ► JUWI / WINDWÄRTS

Durch die Partnerschaft mit der Juwi AG und den Erwerb der Assets der Windwärts Energie GmbH decken wir nun auch im Bereich der erneuerbaren Energien die gesamte Wertschöpfungskette ab -von der Projektentwicklung bis zur Stromvermarktung.

18 ► KONZESSIONEN

MVV Energie konnte in jüngster Vergangenheit alle wichtigen Konzessionsverträge für Energie und Wasser in der Region verlängern. Zudem ist es gelungen, in Ilvesheim und Ketsch zwei neue Stromkonzessionen zu gewinnen.

2015

MEIN ► ZUKUNFTSVERSORGER

Seit dem Jahr 2009 haben wir unsere Unternehmensstrategie MVV 2020 konsequent umgesetzt. Wesentliche Bestandteile der Strategie waren ein Effizienzsteigerungs- sowie ein ambitioniertes Investitionsprogramm; in seinem Rahmen wollten wir bis zum Jahr 2020 rund 3 Mrd Euro investieren. In diesem Zeitraum hat ein fundamentaler Wandel im Energiesystem in Deutschland, der noch nicht abgeschlossen ist, sowohl die regulatorischen Rahmenbedingungen als auch das wirtschaftliche und wettbewerbliche Umfeld der Energiebranche massiv verändert.

Um den sich verändernden Rahmenbedingungen gerecht zu werden, haben wir unsere Strategie fortlaufend weiterentwickelt - und werden das auch weiterhin tun. So schaffen wir die Grundlage, um unsere Vorreiterrolle beim Umbau des Energiesystems beibehalten und unsere Position im Wettbewerb sichern und ausbauen zu können.

Unter dem Leitmotiv

MEIN ► ZUKUNFTSVERSORGER

stellen wir unsere Kunden in Zukunft noch stärker als bisher in den Mittelpunkt. Dabei setzen wir auf:

profitables Wachstum im Bereich der erneuerbaren Energien und die Verknüpfung von hocheffizienten konventionellen und erneuerbaren Energien als Grundpfeiler des Energiesystems der Zukunft,

die Stärkung der Energieeffizienz und der Kraft-Wärme-Kopplung in Verbindung mit dem weiteren Ausbau der umweltfreundlichen Fernwärme,

eine zuverlässige Energieversorgung durch intelligente und leistungsfähige Netze,

profitables Wachstum mit unseren Tochtergesellschaften MVV Umwelt und MVV Enamic,

innovative Geschäftsmodelle im Vertrieb sowie professionelle Dienstleistungen im Handel und

kompetente Querschnittseinheiten und leistungsfähige Shared Services durch unsere Soluvia-Gesellschaften.

Andere reden von der Energiewende. Wir machen sie.

In den vergangenen sechs Jahren haben wir rund 2,5 Mrd Euro Investitionen getätigt oder verbindlich beschlossen. Dieses Investitionstempo halten wir auch in Zukunft bewusst hoch: Wir werden in den kommenden Jahren weitere 3 Mrd Euro in das zukunftsorientierte Wachstum unserer Unternehmensgruppe sowie in die Instandhaltung und Modernisierung unserer Anlagen und Netze investieren.

ÜBERZEUGTE KUNDEN:

Wir richten unsere Produkte und Dienstleistungen auf die individuellen Bedürfnisse und Erwartungen unserer Kunden aus. Mit exzellentem Service und innovativen Lösungen wollen wir unseren Kunden Wertschätzung entgegenbringen und sie überzeugen und begeistern.

GEWACHSENE KOMPETENZ:

Mit der langjährigen Erfahrung und dem Know-how unserer Mitarbeiter gestalten wir die Transformation des Energiesystems aktiv mit. Als lernende Organisation verknüpfen wir unsere Kompetenzen mit Prozessexzellenz und Leistungsfähigkeit und entwickeln sie zukunftsorientiert weiter.

NEUE ENERGIE:

Das Energiesystem der Zukunft entsteht durch eine intelligente Verknüpfung von erneuerbaren und konventionellen Energien. MVV Energie ist einer der Wegbereiter dieser Transformation. Dies verbinden wir mit unserer Innovationskraft und unserer Ausrichtung auf Nachhaltigkeit.

Neuausrichtung unseres Vertriebs

Einhergehend mit einem Marktumfeld, das sich grundlegend verändert, wandeln sich die Bedürfnisse der Kunden. Gefragt sind innovative Lösungen, die alle aktuellen technischen Möglichkeiten nutzen und die Wünsche der Verbraucher berücksichtigen. Unsere Vertriebseinheiten richten sich auf die neuen Herausforderungen des Energiemarkts aus: Sie bieten Produkte und Dienstleistungen rund um eine nachhaltige Energieversorgung an und stellen den Kundennutzen in den Fokus ihrer Lösungen. Dazu haben wir zum 1. Oktober 2015 neue Vertriebsstrukturen aufgebaut mit dem Ziel, für unsere Kunden mit nur einem einzigen Ansprechpartner die Komplexität des Energiegeschäfts zu verringern. In unserem Geschäftsbericht für das Geschäftsjahr 2015/16 werden wir detailliert darüber berichten.

WERTORIENTIERTE UNTERNEHMENSSTEUERUNG

Wir wollen den Unternehmenswert des MVV Energie Konzerns langfristig und nachhaltig steigern. Dabei legen wir den Wertbeitrag (Value Spread) zugrunde. Ein positiver Value Spread und damit eine Steigerung des Unternehmenswerts werden erreicht, wenn wir eine Rendite (ROCE) erwirtschaften, die über den Kapitalkosten (WACC) liegt.

Die folgende Grafik stellt die Ermittlung des Value Spread vereinfacht dar:

Ermittlung des Value Spread (vereinfachte Darstellung)

Bei dem ROCE handelt es sich um die Rendite des für unsere interne Steuerung maßgeblichen bereinigten operativen Ergebnisses vor Zinsen und Ertragsteuern (Adjusted EBIT) auf das durchschnittlich eingesetzte Kapital (Capital Employed). Auf dieser Basis ergab sich für das Berichtsjahr ein ROCE von 6,6 % im Vergleich zu 6,7 % im Vorjahr. Während das Adjusted EBIT mit 175 Mio Euro leicht über dem Vorjahresniveau lag, ist das durchschnittlich eingesetzte Kapital aufgrund unseres Investitionsprogramms um 133 auf 2 660 Mio Euro gestiegen. Dies führte gegenüber dem Vorjahr zu einem Rückgang des ROCE.

Der WACC (gewichteter durchschnittlicher Kapitalkostensatz) stellt unsere langfristig operativ zu erwirtschaftende Mindestrendite dar. Wir haben die Parameter zur Ermittlung des WACCs im Geschäftsjahr 2014/15 aufgrund der Marktveränderungen aktualisiert. Auf Basis der veränderten Parameter ergab sich für das Berichtsjahr ein WACC vor Steuern von 6,4 % (Vorjahr 7,4 %).

WACC-Parameter des MVV Energie Konzerns

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  2014/15 2013/14
Risikoloser Basiszins 1,25 % 2,50 %
Marktrisikoprämie 6,0 % 6,0 %
Beta-Faktor 0,96 0,83
Steuersatz 30 % 30 %
Risikozuschlag 1,49 % 1,56 %
Fremdkapitalzins (Risikoloser Basiszins + Risikozuschlag) 2,7 % 4,1 %
Eigen-/Fremdkapitalanteil zu Marktwerten 50 % 50 %
WACC vor Steuern 6,4 % 7,4 %

Bei der Ermittlung des risikolosen Basiszinses legen wir wie im Vorjahr die langfristige Zinsstrukturkurve der Deutschen Bundesbank mit einer Restlaufzeit von bis zu 30 Jahren zugrunde. Die Marktrisikoprämie orientiert sich neben unseren eigenen Marktstudien an den Empfehlungen des Fachausschusses für Unternehmensbewertung und Betriebswirtschaft des Instituts der deutschen Wirtschaftsprüfer. Die Berechnung des Beta-Faktors erfolgt mit Hilfe einer Peergroup, die aus vergleichbaren europäischen Energieunternehmen besteht.

Steuerungskennzahlen des MVV Energie Konzerns in %

1 Vorjahreswerte angepasst

Als Differenz aus dem ROCE von 6,6 % (Vorjahr 6,7 %) und dem WACC vor Steuern von 6,4 % (Vorjahr 7,4 %) ergab sich für das Geschäftsjahr 2014/15 ein Value Spread in Höhe von 0,2 % (Vorjahr - 0,7%). Durch die konsequente Umsetzung unserer Unternehmensstrategie - insbesondere durch unsere Zukunftsinvestitionen - erwarten wir, dass sich unser Adjusted EBIT und damit auch der Value Spread positiv entwickeln werden. Nähere Informationen befinden sich im Kapitel ► Unternehmensstrategie ab Seite 66 und im ► Prognosebericht ab Seite 106.

TECHNOLOGIE UND INNOVATION

Die Energiewende in Deutschland hat Veränderungsprozesse in der Energiewirtschaft ausgelöst; der rasante technologische Fortschritt bietet den Unternehmen der Energiebranche die Chance, ihre Angebote zu verbessern und neue Geschäftsmodelle aufzubauen: Die Bedeutung von stärker kundenorientierten Dienstleistungen und Produkten wächst. Darüber hinaus werden die Aufgaben, die Energieversorger heute und zukünftig erfüllen müssen, komplexer.

Der Trend geht zu einer Energieversorgung, die dezentral ist und in der Konsequenz zunehmend digital gesteuert wird. Vor diesem Hintergrund nutzen wir innovative Technik und testen sie auf ihre Zukunftsfähigkeit. Dabei ist es unser übergeordnetes Ziel, die Voraussetzungen zu schaffen, marktreife Produkt- und Dienstleistungsangebote zu entwickeln, die verstärkt die Bedürfnisse unserer Kunden berücksichtigen.

Um dieses Ziel zu erreichen, hat MVV Energie 2014 die Stabsabteilung Customer Experience und Innovation aufgebaut. Hier sind Innovationsmanager und Marktforscher gemeinsam tätig, um kundennahe Forschungs- und Entwicklungsprojekte aufzusetzen und voranzutreiben. Zusätzlich sind Mitarbeiter aus unseren operativen Geschäftsbereichen an den Projekten beteiligt, wie zum Beispiel in unseren Vertriebs- und Energiedienstleistungseinheiten sowie in unserem neuen Geschäftsfeld New Ventures. Dementsprechend spiegeln sich die Entwicklungskosten für Technologie und Innovation, insbesondere für unsere Aktivitäten zum dezentralen Energiemanagement, nicht vollständig in den Aufwendungen für Forschung und Entwicklung nach IFRS wider. Diese betrugen im Berichtsjahr 0,8 Mio Euro (Vorjahr 2,2 Mio Euro).

Wir stellen im Folgenden einige unserer Projekte vor, die wir im Geschäftsjahr 2014/15 verfolgt haben.

Forschungsprojekt Strombank ausgezeichnet

Unser Forschungsprojekt Strombank wurde mit dem PV Magazine Award "Top Innovation" ausgezeichnet. Das Betreibermodell für Quartierspeicher befindet sich seit Dezember 2014 in der Praxiserprobung; 14 Haushalte und vier Gewerbebetriebe in Mannheim nehmen teil. Ihnen bietet die Strombank, die ein Alternativkonzept zu Heimbatteriespeichern darstellt, Stromspeicherkapazität als Dienstleistung an.

Strom wird zunehmend dezentral aus erneuerbaren Energien erzeugt. Wird der Strom aus Sonnen- und Windenergie direkt am Ort der Erzeugung verbraucht, entlastet das die Stromnetze; zudem kommt es nicht zu Transportverlusten. Daher ist es sinnvoll, Strom vor Ort zu speichern, wenn mehr Energie produziert als verbraucht wird. In einem Speicher wie der Strombank wird der Stromüberschuss aus den Teilnehmerhaushalten zentral gespeichert und bei Bedarf wieder ins Netz eingespeist. Dabei ist der Name des Forschungsprojekts, das auf zwölf Monate ausgelegt ist, Programm: Die Strombank funktioniert wie eine Bank, in die Geld eingezahlt und abgehoben werden kann. Jeder Teilnehmer kann jederzeit seinen Stromkontostand einsehen und die eigenen Erzeugungs- und Verbrauchsdaten kontrollieren. Dazu sind die Einspeiser via Internet über eine "Energy Cloud" mit dem Speicher der Strombank verbunden. MVV Energie treibt das Forschungsprojekt seit 2013 als Konsortialführer voran. Es wird vom Land Baden-Württemberg im Rahmen des BWPLUS-Programms gefördert. Ebenfalls am Projekt beteiligt sind der Batteriehersteller ads-tec, Nürtingen, der Mannheimer Netzbetreiber Netrion sowie das Institut für Photovoltaik an der Universität Stuttgart.

Brennstoffzellenheizungen erfolgreich getestet

Noch bis Mitte 2016 wird das vom Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur geförderte Projekt "Callux Praxistest Brennstoffzelle fürs Eigenheim" laufen; es untersucht den Alltagsbetrieb von insgesamt 26 Brennstoffzellen in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar. Dank des Projekts konnte die Markteinführung von Brennstoffzellenheizungen, die mit Erdgas betrieben werden, erfolgreich vorbereitet werden - MVV Energie hat in Zusammenarbeit mit anderen Energieversorgern und führenden Heizgeräteherstellern dazu beigetragen. Im Projekt wurde zum einen die Technologie umfassend bewertet, zum anderen konnten auf Basis der Betriebserfahrungen Geschäftsmodelle entwickelt werden. Darüber hinaus wurden im Projektverlauf die Kosten für die Geräte und für den Service erheblich gesenkt. Aufgrund unseres intensiven Dialogs während der Testphase ist es uns gelungen, eine hohe Kundenzufriedenheit zu erreichen.

Elektrofahrzeuge intelligent ins Netz bringen

Im Projekt "Smart Grid Integration" (SGI), das als Teil des Spitzenclusters Elektromobilität Süd-West vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert wird, haben wir mit insgesamt fünf Projektpartnern über drei Jahre hinweg untersucht, wie Elektrofahrzeuge in Verteilnetze integriert werden können. Aus Sicht eines Netzbetreibers stand für MVV Energie dabei vor allem folgende Frage im Zentrum des Interesses: Wie müssen Ladevorgänge koordiniert und gesteuert werden, damit Engpässe in den Verteilnetzen vermieden werden und die Netzstabilität auch bei stark fluktuierender Erzeugung gesichert werden kann? Die Ladevorgänge, die auf Informations- und Kommunikationstechnik gestützt sind, sollten zudem nutzerfreundlich gestaltet sein.

Die Projektergebnisse zeigen: Durch intelligentes Lademanagement ist es möglich, die Anforderungen an Kundenfreundlichkeit und Netzstabilität gleichermaßen zu erfüllen. Dies setzt jedoch voraus, dass bei einem hohen Anteil an Elektrofahrzeugen die Koordination der Ladevorgänge dynamisch an die aktuellen Netzzustände angepasst wird.

Praxistest mit intelligenten Messsystemen

Bereits im Jahr 2009 wurde mit einer europäischen Energiebinnenmarktrichtlinie der Grundstein für den Einsatz intelligenter Messsysteme, sogenannter Smart Meter, gelegt. Das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) hat in einem Gesetzentwurf zur "Digitalisierung der Energiewende" vom September 2015 klare Vorgaben zur Einführung der modernen Technik in Deutschland formuliert: Der Einbau intelligenter Messsysteme soll ab 2017 verpflichtend sein für Kunden mit einem Jahresverbrauch über 10 000 kWh und ab 2020 auch für Kunden mit einem Verbrauch von mehr als 6 000 kWh pro Jahr.

Smart Meter Gateways dienen im Messwesen als die zentrale Kontroll- und Steuerungseinheit und bilden die zentrale Schnittstelle zum Kunden. Die Soluvia Metering GmbH bereitet sich als Dienstleister für den Messstellenbetrieb und die Messdienstleistung des MVV Energie Konzerns seit 2012 intensiv auf den Einsatz der neuen Technik vor. Dabei ist die Kernaufgabe die Smart-Meter-Gateway-Administration: Mit hohen Anforderungen an Datenschutz und Datensicherheit müssen die intelligenten Messsysteme betrieben werden. Dazu hat Soluvia Metering bereits im April 2015 einen ersten Praxistest gestartet. Bis zum Abschluss der Testphase im Sommer 2016 sollen 150 intelligente Messsysteme in den drei Netzgebieten von MVV Energie (Mannheim, Kiel und Offenbach) eingebaut sein.

Steuerung dezentraler Lasten im Test

Am 1. Juni 2015 ist das europaweite Entwicklungs- und Demonstrationsprojekt RealValue im Rahmen des EU-Förderprogramms Horizon 2020 gestartet. An ihm sind MVV Energie, Beegy GmbH und Glen Dimplex Deutschland als deutsche Kooperationspartner beteiligt. Ziel des Projekts ist es, intelligent gesteuerte Elektrospeicherheizungen und Warmwasserwärmepumpen zu entwickeln, beim Kunden zu testen und ihren wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen im zukünftigen Energiesystem zu bewerten. Bis Mitte 2018 sind Praxistests in Deutschland, darunter auch bei Kunden in Mannheim und der Metropolregion Rhein-Neckar, in Irland und in Lettland geplant. Die Vorteile für die Marktteilnehmer werden in Zusammenarbeit mit renommierten europäischen Instituten eruiert.

Studie ermittelt großes Interesse an Batteriespeichern

Die Energieerzeugung wird mit dem Ausbau der erneuerbaren Energien dezentraler und flexibler. Die Stromkunden werden zu Prosumern, das heißt sie sind gleichzeitig Produzenten und Konsumenten. Um ein effizientes Energiemanagement zu gewährleisten, werden intelligente Lösungen und Dienstleistungen benötigt. Dazu gehört insbesondere die Möglichkeit, den selbst erzeugten Strom zu speichern: Hier gewinnen Batteriespeicher immer mehr an Bedeutung.

Die forsa.main marktinformationssysteme GmbH hat im Auftrag von MVV Energie eine Marktforschungsstudie durchgeführt und ermittelt, dass das Interesse, mit Hilfe von Batteriespeichern selbst produzierten Solarstrom zu speichern, mit 71 % der Befragten ausgesprochen hoch ist. Als Vorteile von Batteriespeichern werden genannt: Den Verbrauch der Eigenproduktion zu erhöhen, den Zukauf zu reduzieren, die Stromrechnung zu verringern und insgesamt die Autarkie zu steigern. Ein Komplettservice mit Beratung, Einbau, Wartung der Photovoltaik- oder Heizungsanlage und dem Batteriespeicher, wie es von dem Gemeinschaftsunternehmen Beegy GmbH angeboten wird, war für die Befragten dabei besonders attraktiv.

WIRTSCHAFTSBERICHT

RAHMENBEDINGUNGEN

Veränderungen in der Energiepolitik

Wesentliche energiepolitische Aspekte für MVV Energie

In unserem Geschäftsjahr 2014/15 wurde die energiepolitische Agenda in Deutschland vor allem durch die Diskussionen zur Umgestaltung des Strommarktdesigns bestimmt. Wir pflegen den Dialog mit Politik und Behörden und beteiligen uns so aktiv am Meinungsbildungsprozess. Für den zukünftigen Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns sind insbesondere die folgenden energiepolitischen Entwicklungen und regulatorischen Rahmenbedingungen von hoher Relevanz:

das neue Design des Strommarkts, das auf Grundlage des Weißbuchs zu erarbeiten ist - und die Debatte zur Versorgungssicherheit, die damit einhergeht,

die Novellierung des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG),

die Ausgestaltung des Auktionsdesigns beim Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und

die Novelle zur Anreizregulierung.

Ausgestaltung des Strommarktdesigns steht aus

Am 3. Juli 2015 veröffentlichte das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) das Weißbuch, in dem erstmals Maßnahmen zur konkreten Ausgestaltung des künftigen Strommarktdesigns benannt werden. Insgesamt schlägt das BMWi 20 Maßnahmen vor; die wichtigsten dienen dazu, stärkere Marktmechanismen zur Weiterentwicklung des Strommarkts zu etablieren. Dazu gehören unter anderem: gesetzliche Regelungen zur politischen Selbstbindung in Bezug auf Preisspitzen, Regelungen zur Bilanzkreisbewirtschaftung und die Weiterentwicklung des Regelenergiemarkts. Die Versorgungssicherheit soll durch eine Kapazitätsreserve gewährleistet werden: Es ist geplant, zunächst ältere Braunkohle-Kraftwerksblöcke mit einer Leistung von 2,7 GW in die Reserve zu überführen; diese Kraftwerksblöcke sollen anschließend schrittweise stillgelegt werden. Ziel ist es, 22 Mio Tonnen CO2 einzusparen, um das nationale Minderungsziel für CO2 bis zum Jahr 2020 zu erreichen.

Wir halten die vorgeschlagene Ausgestaltung des Strommarktdesigns für zukunftsfähig, denn sie beinhaltet eine konsequente Weiterentwicklung des heutigen Energy-Only-Markts und lässt bewusst Preisspitzen zu. Wichtig ist, dass Systemsicherheit geschaffen wird und permanente Eingriffe in den Markt unnötig werden. Bei der Ausgestaltung der nun vorgeschlagenen Kapazitätsreserve muss unserer Meinung nach darauf geachtet werden, dass keine Marktverzerrungen entstehen.

Am 14. September 2015 wurde ein erster Referentenentwurf für ein Strommarktgesetz vom BMWi veröffentlicht; er greift eine Vielzahl der Themen des BMWi-Weißbuchs auf. Im Rahmen der darauf folgenden Länder- und Verbändekonsultation hat sich MVV Energie an den Stellungnahmen der Verbände beteiligt.

Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz wird novelliert

Für MVV Energie ist auch die Reform des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) von hoher Bedeutung. Die Novelle ist ein wichtiger Baustein der energiepolitischen Rahmenbedingungen; denn die KWK weist zum einen erhebliche CO2 -Minderungspotenziale auf und stellt zum anderen ein sehr wichtiges Bindeglied zwischen dem Wärme- und dem Strommarkt dar.

Seit der letzten KWKG-Novelle im Jahr 2012 hat sich die wirtschaftliche Situation der meisten KWK-Anlagen deutlich verschlechtert. Das Ziel der Bundesregierung, bis zum Jahr 2020 einen Anteil von 25 % der Stromerzeugung aus KWK zu generieren, kann voraussichtlich nicht mehr erreicht werden. Eine Reform des KWKG halten wir daher für zwingend erforderlich. Dabei sollte unter anderem an dem Ziel, 25 % des gesamten Stroms aus KWK zu erzeugen, festgehalten werden; dieses Ziel könnte bis zum Jahr 2025 erreicht werden. Eine Absenkung der Zielgröße - so wie es vom BMWi vorgeschlagen wird - erachten wir nicht als sinnvoll, da so die hohen CO2 -Einsparpotenziale der KWK nicht realisiert werden können.

Ein Kabinettsbeschluss zum KWKG wurde Mitte September 2015 getroffen; wir rechnen damit, dass das neue Gesetz zum 1. Januar 2016 in Kraft treten wird.

Evaluierung der Novelle des Erneuerbare-Energien-Gesetzes

Die Reform des EEG, die am 1. August 2014 in Kraft trat, hatte zum Ziel, die Kosten im Zusammenhang mit dem Umbau des Energiesystems in Deutschland wirksam zu begrenzen - und so die EEG-Umlage stabil zu halten und die erneuerbaren Energien stärker an den Markt heranzuführen.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurde vor allem darüber diskutiert, wie die Auktionen auszugestalten sind, die in der Reform festgeschrieben wurden - mit ihnen soll künftig die Vergütungshöhe für Strom aus erneuerbaren Energien ermittelt werden. Seit Jahresbeginn 2015 diskutiert das BMWi mögliche Ausgestaltungs- und Ansatzpunkte für das konkrete Ausschreibungsdesign mit Fachexperten. Das Eckpunktepapier des BMWi, das Ende Juli 2015 erschienen ist, wird nun im Rahmen eines Konsultationsprozesses bis Ende 2015 weiter konkretisiert. Die Vorschläge sollen zum einen mit den Beihilfegrundsätzen der EU konform sein, zum anderen sollen sie den Ansprüchen an ein effizientes, teilnehmerfreundliches Ausschreibungsdesign genügen.

Zwei Aspekte sind für MVV Energie von zentraler Bedeutung: Zum einen wie das Referenzertragssystem vom EEG auf die Ausschreibungen überführt werden soll und zum anderen, dass die jährliche Ausschreibungsmenge hinreichend hoch ist. Der Bundestag wird sich voraussichtlich im Jahr 2016 mit den Ausschreibungsmodalitäten befassen.

Energiepaket der Europäischen Union liegt vor

Am 15. Juli 2015 hat die Europäische Kommission (KOM) ein Energie-Aktionspaket vorgelegt, wie der Emissionshandel und der Strommarkt weiterentwickelt werden können und wie die Verbraucherrechte, die dezentrale Energieversorgung und die Energieeffizienz beim Endkunden gestärkt werden sollen.

Das Paket stellt einen wichtigen Schritt bei der Umsetzung der sogenannten Energieunion dar - die KOM stärkt damit die Richtungsentscheidung des BMWi für einen Energy-Only-Markt; auch steht sie Kapazitätsmärkten kritisch gegenüber. Zur Weiterentwicklung des Emissionshandels hat die Kommission einen Vorschlag vorgelegt, der Eckpunkte konkretisiert, die bereits Anfang 2014 formuliert wurden. Unter anderem soll die zulässige CO2 -Menge nun jährlich um 2,2 % gesenkt werden statt wie bisher um 1,74 %. Die Kommission will auf diese Weise erreichen, dass die EU-internen CO2 -Emissionen bis 2030 um 40 % gegenüber 1990 gesenkt werden.

Die Geschäftsmodelle von MVV Energie sind bereits auf das Energiesystem der Zukunft ausgerichtet; es sind daher keine Anpassungen aufgrund des Energie-Aktionspakets notwendig.

Finanzmarktregulierung

Für Unternehmen des MVV Energie Konzerns sind die Anforderungen im Zusammenhang mit der Finanzmarktregulierung gestiegen. Am 7. Januar 2015 ist die REMIT-Durchführungsverordnung in Kraft getreten; sie konkretisiert die Vorgaben der REMIT (Regulation on wholesale Energy Market Integrity and Transparency - Verordnung über die Integrität und Transparenz des Energiegroßhandelsmarkts, Dezember 2011). Mit der REMIT-Durchführungsverordnung werden die noch offenen Verpflichtungen aus der REMIT wirksam, für die die Verordnung den notwendigen Rahmen geschaffen hat.

Bei der REMIT handelt es sich um eine branchenspezifische Regulierung des europäischen Energiegroßhandelsmarkts für Strom und Gas. Die wichtigsten Regelungen der REMIT betreffen zum einen die Marktintegrität, dies beinhaltet ein Marktmanipulations- sowie ein Insiderhandelsverbot, und zum anderen die Transparenz: Fundamental- und Handelsdaten sind der europäischen Agentur für die Zusammenarbeit der Energieregulierungsbehörden (ACER) zu melden, zudem müssen Insiderinformationen veröffentlicht werden.

In der REMIT-Durchführungsverordnung wurde festgelegt, dass die Meldepflicht am 7. Oktober 2015 beginnt. Die Meldepflicht zu diesem Zeitpunkt bezieht sich jedoch nur auf Standardhandelsgeschäfte, die auf Börsen oder vergleichbaren Handelsplattformen gehandelt werden. Ab dem 7. April 2016 sind auch Nicht-Standardhandelsgeschäfte zu melden. Darüber hinaus besteht für Marktteilnehmer eine Registrierungspflicht bei der Bundesnetzagentur.

Novelle der Anreizregulierung und Veränderungen im Messwesen

Im Frühjahr 2015 veröffentlichte das BMWi seine Eckpunkte für die Novellierung der Anreizregulierung. Sie bilden die Basis für die laufenden Diskussionen insbesondere über den Zeitverzug zwischen Investitionen und Kapitalrückflüssen, die Effizienzwertbestimmung sowie die künftige Anwendung des vereinfachten Verfahrens für kleinere Netzbetreiber. Mit Blick auf den Einsatz und die Finanzierung intelligenter Messsysteme stellt das BMWi derzeit vor allem die Fristen für den Rolloutplan sowie Preisobergrenzen hierfür zur Debatte. Seit Herbst 2015 liegt der Entwurf für ein "Gesetz zur Digitalisierung der Energiewende" vor; mit ihm wurde das Gesetzgebungsverfahren angestoßen.

Markt- und Wettbewerbsumfeld

Deutsche Wirtschaft gewachsen

Die Wirtschaftskraft in Deutschland nahm in allen Quartalen unseres Geschäftsjahrs 2014/15 (Oktober 2014 bis September 2015) zu: Nach Angaben des Statistischen Bundesamts stieg das Bruttoinlandsprodukt (BIP) in Deutschland im Schlussquartal des Kalenderjahrs 2014 (Oktober bis Dezember 2014) gegenüber dem Vorquartal um 0,7 %. Im 1. Quartal des Kalenderjahrs 2015 (Januar bis März 2015) verlangsamte sich das Wachstum mit 0,3 % etwas, setzte sich aber im 2. Kalenderquartal (April bis Juni 2015) mit einem Plus von 0,4 % weiter fort. In ihrem Herbstgutachten vom Oktober 2015 gehen die führenden deutschen Wirtschaftsinstitute gemeinschaftlich davon aus, dass das BIP im 3. Kalenderquartal (Juli bis September 2015) gegenüber dem Vorquartal um 0,4 % gestiegen ist. Für das Gesamtjahr 2015 rechnen sie damit, dass das Bruttoinlandsprodukt in Deutschland um 1,8 % steigt. In erster Linie soll der private Konsum dieses Wachstum tragen - obwohl erwartet wird, dass die privaten Konsumausgaben im weiteren Jahresverlauf nicht mehr so hohe Zuwachsraten wie in den vergangenen Quartalen erreichen werden.

Energieverbrauch über Vorjahr

Nach Schätzungen des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) vom September 2015 stieg der Stromverbrauch von Januar bis Juni 2015 gegenüber dem 1. Kalenderhalbjahr des Vorjahrs um 1,0 %. Der Erdgasverbrauch lag in den ersten sieben Monaten 2015 um 11,7 % über dem vergleichbaren Vorjahreswert.

Erneuerbare Energien erreichten Rekordanteil von 33 % an deutscher Stromerzeugung

Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung ist nach Schätzungen des BDEW in ersten neun Monaten des Jahres 2015 auf eine neue Rekordmarke gestiegen: Nach 28 % im Vorjahreszeitraum erreichte er bis September 33 %. Während die Stromerzeugung aus Windkraftanlagen einen Zuwachs von 52 % verzeichnete, stieg die Stromerzeugung aus Photovoltaikanlagen gegenüber dem Vorjahr um 5 %. Die Stromproduktion aus Biomassekraftwerken und biogenem Siedlungsabfall ist um 3 % gewachsen.

Zur Stromerzeugung in Deutschland steuerte Windkraft in den ersten neun Monaten des Jahres 2015 einen Anteil von 12 % bei; der Anteil von Photovoltaik lag bei 7 % und der von Biomasse einschließlich biogenem Siedlungsabfall bei 8 %. Die Anteile, die konventionelle und nukleare Anlagen an der Stromerzeugung hatten, entwickelten sich rückläufig: Braunkohlekraftwerke 24 % (Vorjahr 25 %), Steinkohlekraftwerke 18 % (Vorjahr 19 %), Kernenergie 14 % (Vorjahr 15 %), Erdgas 8 % (Vorjahr 9 %).

Markterwartungen für unsere Wachstumsfelder positiv

Nach Einschätzung der Energieversorger wird sich der Markt für die dezentrale Energieversorgung verdoppeln: Das ist ein Ergebnis einer Umfrage für die Studie "Dezentrale Energiewirtschaft 2025", welche die Unternehmensberatung CGT im Auftrag des BDEW durchgeführt hat. Laut der Studie lag der Anteil der dezentralen Energieversorgung im Jahr 2010 bei 15 %; für das Jahr 2025 wird mit einem Anteil von über 30 % gerechnet. Besonders großes Potenzial sehen die Energieversorger in den Bereichen dezentrale Wärme- und Nahwärmeversorgung, energiewirtschaftliche Beratung von Prosumern, Planung, Bau und Betriebsführung dezentraler Erzeugungsanlagen, Direktvermarktung und Portfoliomanagement - in diesen Bereichen haben wir strategische Schwerpunkte gesetzt.

Großhandelspreise entwickelten sich uneinheitlich

Die Energiepreise gingen im Verlauf des Berichtsjahrs größtenteils zurück: Die Großhandelspreise für Brennstoffe und Strom sanken, insbesondere die Preise am Öl- und Kohlemarkt verloren deutlich. Dagegen stiegen die Preise für Emissionszertifikate aufgrund von politischen Entscheidungen an.

Im Geschäftsjahr 2014/15 bewegten sich die Notierungen der ROHÖLSORTE BRENT für die Lieferung im Folgemonat (Frontmonat) zwischen 42,69 US-Dollar/Barrel und 94,16 US-Dollar/Barrel; der durchschnittliche Preis lag im Berichtsjahr mit 61,76 US-Dollar/ Barrel um 45,87 US-Dollar/Barrel unter dem Vorjahresniveau von 107,63 US-Dollar/Barrel. Bis Ende Januar prägte eine starke Überversorgung den Ölmarkt - damit einhergehend verfielen die Preise; eine entscheidende Rolle hierbei spielte, dass die Organisation erdölexportierender Länder (OPEC) das Angebot nicht anpasste. Ab Mitte April stabilisierte sich der Markt aufgrund der zurückgehenden Explorationstätigkeit in den USA über der Marke von 60,00 US-Dollar/Barrel. Ende Juli sanken die Preise wieder, weil sich eine Einigung im Atomstreit mit dem Iran abzeichnete - und damit die Aussicht bestand, dass Sanktionen aufgehoben werden könnten. Auch danach konnte sich der Ölmarkt nicht deutlich erholen, aufgrund der Sorgen über die chinesische Konjunktur sowie der deutlichen Kursverluste an den internationalen Aktienmärkten.

Die durchschnittlichen erdgaspreise für das Frontjahrprodukt im Marktgebiet Net-Connect Germany (NCG) notierten im Berichtsjahr bei 21,77 Euro/MWh und damit um 3,63 Euro/MWh tiefer als im Vorjahr. Da Langzeit-Importverträge zum Teil noch an den Ölpreis gekoppelt sind, wurde auch der Gasmarkt vom Preisverfall am Ölmarkt beeinflusst. Die Ukraine-Krise und Spekulationen über mögliche Sanktionen gegen Gazprom stützten die Preise für Frontjahreskontrakte im Winter immer wieder. Für deutliche Preisaufschläge am Markt sorgte im Februar die Meldung, dass die Fördermenge des größten Gasfelds der Niederlande, Groningen, gekürzt wird, weil zuletzt eine Häufung von Erdbeben in dieser Region aufgetreten war. Ab Juli sank der Preis für das Frontjahresprodukt dann jedoch im Zusammenhang mit der Schwäche am Ölmarkt deutlich.

Entwicklung der Großhandelspreise für Strom, Gas und CO2 - Zertifikate in Euro

Entwicklung der Großhandelspreise für Öl und Kohle in US-Dollar

Entwicklung des Clean Dark Spread 2016 in Euro

Die Preise für GRUNDLASTSTROM mit Lieferung im Folgejahr fielen durch die deutlichen Verluste am Kohlemarkt. Trotz leicht gestiegener Preise für Emissionsberechtigungen verlor der Frontjahrespreis im Berichtsjahr 3,46 Euro/MWh; im Durchschnitt lag er bei 32,35 Euro/MWh. Diskussionen um den Klimabeitrag für Kohlekraftwerke und die Stilllegung von Braunkohlekraftwerken betreffen einen langfristigen Planungszeitraum, daher stützten sie lediglich die Preise von Kontrakten, die weiter in die Zukunft gerichtet waren.

Der seit 2011 bestehende Abwärtstrend bei den KOHLEPREISEN auf dem europäischen Kohlemarkt setzte sich auch im Berichtsjahr fort - trotz der Stilllegung einiger Kohleminen: Die Frontjahrpreise für Steinkohle im ARA-Raum (Amsterdam, Rotterdam, Antwerpen) fielen verglichen mit dem Vorjahr um 20,18 US-Dollar/Tonne auf im Mittel 60,66 US-Dollar/Tonne. Grund für die Preisschwäche sind nach wie vor das Kohleüberangebot und die rückläufige Nachfrage nach Kohle weltweit. Hinzu kam eine Abwertung der Währungen vieler Exportländer gegenüber dem US-Dollar (zum Beispiel in Russland und Kolumbien), was zu vermehrtem Export führte.

Die Preise für EMISSIONSBERECHTIGUNGEN für die Lieferung im jeweils kommenden Jahr erreichten im Geschäftsjahr 2014/15 ein Durchschnittsniveau von 7,28 Euro/Tonne CO2 und lagen somit um 1,74 Euro/Tonne CO2 höher als im Vorjahreszeitraum. Weil der Markt mit Zertifikaten weiterhin von Überversorgung geprägt war, führten auch in diesem Jahr primär politische Entscheidungen zu dieser Entwicklung: Preistreiber war die Diskussion und der Beschluss der Markt-Stabilitätsreserve - diese erlaubt es, dem Markt als "atmende" Reserve sowohl Zertifikate zu entnehmen als auch wieder zuzuführen. Ab 2020 soll sie so zu einer Verknappung auf dem Markt beziehungsweise zu einer Stabilisierung der Preise auf einem höheren Niveau führen.

Die ERZEUGUNGSMARGE DER STEINKOHLEVERSTROMUNG, der Clean Dark Spread, verlor leicht und notiert weiterhin auf sehr niedrigem Niveau. Wenn man variable Kostenbestandteile berücksichtigt, können Steinkohlekraftwerke in Deutschland derzeit nicht rentabel betrieben werden.

Marktpositionen des MVV Energie Konzerns

Die STROMERZEUGUNG AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN (EE) UND KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK) wird im Rahmen der Energiewende immer bedeutender. In Deutschland erzeugte der MVV Energie Konzern im Geschäftsjahr 2014/15 22 % seiner gesamten Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und 26 % im effizienten Verfahren der Kraft-Wärme-Kopplung. Unser Erzeugungsanteil aus EE und KWK belief sich auf insgesamt 48 %. Im Vergleich dazu liegt der vorläufige Bundesdurchschnitt für das Jahr 2014 mit 43 % deutlich darunter.

Wir bieten die DIREKTVERMARKTUNG VON STROM AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN nach dem Marktprämienmodell an. Zum Ende des Berichtsjahrs hatte der Vertrieb der MVV Energie AG Erzeugungsanlagen auf Basis erneuerbarer Energiequellen in Deutschland mit einer Leistung von 3 400 MW unter Vertrag. Marktführer sind wir bei der Direktvermarktung von Photovoltaikanlagen: Die Leistung, die wir vermarkten, liegt bei über 1 300 MW.

Zu den Marktführern in Deutschland zählt unser Konzern auch bei der ENERGETISCHEN NUTZUNG VON BIOMASSE. Unsere Tochterunternehmen MVV Umwelt GmbH und MVV Enamic GmbH betreiben insgesamt 17 Biomasse- und Biogasanlagen, in denen wir im Berichtsjahr 343 Mio kWh Strom und 244 Mio kWh Wärme erzeugten. Darüber hinaus verfügten wir in Deutschland zum Ende des Geschäftsjahrs 2014/15 über drei Biomethananlagen, in denen 144 Mio kWh Biomethan erzeugt und in das öffentliche Erdgasnetz eingespeist wurden.

Unsere Unternehmensgruppe ist einer der größten FERNWÄRMEANBIETER in Deutschland: Im Berichtsjahr konnten wir einen Fernwärmeabsatz von 6,3 Mrd kWh verzeichnen.

Wir gehören in Deutschland auch zu den größten Betreibern von THERMISCHEN ABFALLVERWERTUNGS- UND BIOMASSEANLAGEN. An unseren deutschen Standorten wurden im Berichtsjahr 1,8 Mio Tonnen Abfall und Ersatzbrennstoffe zur thermischen Verwertung angeliefert.

Unser Teilkonzern MVV Energie CZ a.s. ist auf dem WÄRMEMARKT IN TSCHECHIEN an 13 Standorten tätig. Im Geschäftsjahr 2014/15 haben unsere tschechischen Tochtergesellschaften rund 715 Mio kWh Fernwärme abgesetzt.

Witterungseinflüsse

Für den Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns sind die Witterungsverhältnisse - insbesondere in den Wintermonaten - von hoher Bedeutung. Wir verwenden die Gradtagszahlen als Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz unserer Kunden: Niedrige Außentemperaturen führen zu höheren Werten der Gradtagszahlen - diese wiederum gehen einher mit einem höheren Heizenergiebedarf. Die Definition der Gradtagszahlen befindet sich im ► Glossar auf Seite 191.

In den Sommermonaten begünstigen hohe Temperaturen und geringe Niederschläge unseren Wasserabsatz; dieser ist für unser Konzernergebnis allerdings von geringer Bedeutung.

Die ersten drei Monate (September bis Dezember 2014) des Berichtsjahrs wiesen für die Jahreszeit überdurchschnittlich hohe Temperaturen auf. Insgesamt lagen die Gradtagszahlen unserer Unternehmensgruppe im Geschäftsjahr 2014/15 mit einem kumulierten Wert von 16 245 um 5,5 % über dem niedrigen Vergleichswert des Vorjahrs von 15 396, weil im Unterschied zum Berichtsjahr die gesamte Heizperiode des Vorjahrs durch eine außergewöhnlich milde Witterung geprägt wurde.

Die nachstehenden Grafiken zeigen die monatlichen Gradtagszahlen für den Standort Mannheim in Abhängigkeit von den tagesmittleren Außentemperaturen.

Tagesmittlere Außentemperatur in ° Celsius

Gradtagszahlen

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Vergleich des tatsächlichen mit dem prognostizierten Geschäftsverlauf

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  PROGNOSE 2014/15 ERGEBNISSE 2014/15 AUSBLICK 2015/16
Stromabsatz Weiterer Ausbau der bundesweiten Vertriebsaktivitäten und Direktvermarktung; gegenläufige Effekte durch zunehmenden Wettbewerb und steigende Energieeffizienzmaßnahmen Rückgang Stromabsatz um 10 %, insbesondere aufgrund geringerer Stromhandelsmengen im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement; positive Entwicklung bei der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien Stabile Stromhandelsmengen; zunehmender Wettbewerb und steigende Energieeffizienzmaßnahmen; erste positive Impulse aus der Neuausrichtung unserer Vertriebseinheiten →
Wärmeabsatz Abhängig von Witterungsbedingungen; Ausbau der Fernwärmenetze an allen Standorten und Neukundengeschäft wirken sich positiv aus Anstieg Wärmeabsatz um 11 %, vor allem aufgrund neu hinzugekommener Prozessdampfauskopplung bei der Trea Leuna; leicht positiver Witterungseffekt Abhängig von Witterungsbedingungen; Ausbau der Fernwärmenetze an allen Standorten und Neukundengeschäft wirken sich positiv aus →
Gasabsatz Abhängig von Witterungsbedingungen; Ausbau des Gasvertriebs; gegenläufige Effekte durch zunehmenden Wettbewerb und steigende Energieeffizienzmaßnahmen; aktive Portfoliobewirtschaftung unter Berücksichtigung sich verändernder Marktliquidität sowie eines weiterhin niedrigen Marktpreisniveaus Rückgang Gasabsatz um 5 % aufgrund geringerer Gashandelsmengen im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement; leicht positiver Witterungseffekt Abhängig von Witterungsbedingungen; negative Effekte durch zunehmenden Wettbewerb und steigende Energieeffizienzmaßnahmen; aktive Portfoliobewirtschaftung unter Berücksichtigung sich verändernder Marktliquidität ↓
Wasserabsatz Abhängig von Witterungsbedingungen und Effizienzverbesserungen bei Haushaltsgeräten; tendenziell rückläufiger Wasserabsatz Wasserabsatz um 2 % unter Vorjahr Abhängig von Witterungsbedingungen und Effizienzverbesserungen bei Haushaltsgeräten; tendenziell rückläufiger Wasserabsatz ↓
Ausbau der erneuerbaren Energien und KWK Umsetzung der Wachstumsprojekte führt zu einem weiteren Anstieg ab dem Geschäftsjahr 2014/15: Anteil der erneubaren Energien und KWK an unserer Stromerzeugung in Deutschland bei 48 %; In Betrieb genommen: thermische Abfallverwertungsanlage Plymouth, Biomassekraftwerk Ridham Dock, Biomethananlage Staßfurt Projektentwicklung erneuerbarer Energien durch Beteiligung an Juwi und Übernahme Windwärts gestärkt Ausbau der erneuerbaren Energien sowie der Fernwärme mit KWK ↑
  • im Bau: thermische Abfallverwertungsanlage Plymouth, Biomassekraftwerk Ridham Dock, Biomethananlage Staßfurt Weiterer Ausbau erneuerbarer Energien    
Umsatzentwicklung Anpassung der Prognose nach Ablauf des 1. Halbjahrs 2014/15: Umsatz um rund 10 % unter dem Vorjahr (3,7 Mrd Euro) Umsatz mit 3,4 Mrd Euro rund 8 % unter Vorjahr (3,7 Mrd Euro) Anstieg auf über 4,0 Mrd Euro ↑
Adjusted EBIT Anpassung der Prognose nach Ablauf des 1. Halbjahrs 2014/15: Adjusted EBIT etwa auf Vorjahresniveau (170 Mio Euro) Adjusted EBIT von 175 Mio Euro Anstieg um etwa 15 % abhängig von den Witterungsbedingungen und der Projektentwicklung erneuerbarer Energien ↑
Bereinigtes Ergebnis je Aktie Prognostizierter Anstieg nach Ablauf des 1. Halbjahrs 2014/15 analog zum Adjusted EBIT angepasst Bereinigtes Ergebnis je Aktie mit 1,14 Euro 12 % unter Vorjahr Anstieg ↑
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit Stabile Entwicklung des Working Capitals Rückgang von 407 auf 254 Mio Euro Stabil →
Bereinigte Eigenkapitalquote Großer Anteil des fremdkapitalfinanzierten Wachstumsprogramms wirkt sich weiterhin auf die Eigenkapitalquote aus: Zielgröße> 30 % Bereinigte Eigenkapitalquote bei 33,8 % (Vorjahr 35,7 %) Großer Anteil des fremdkapitalfinanzierten Wachstumsprogramms wirkt sich weiterhin auf die Eigenkapitalquote aus: Zielgröße> 30 % →
Nettofinanzschulden Anstieg aufgrund überwiegend fremdkapitalfinanzierter Investitionen Anstieg der Nettofinanzschulden auf 1,3 Mrd Euro (Vorjahr 1,1 Mrd Euro) Anstieg aufgrund überwiegend fremdkapitalfinanzierter Investitionen ↑
ROCE Keine Verbesserung gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 Leichter Rückgang des ROCE auf 6,6 % (Vorjahr 6,7 %) Verbesserung ↑
Investitionen Geplante Gesamtinvestitionen von rund 500 Mio Euro im Geschäftsjahr 2014/15 Gesamtinvestitionen von 470 Mio Euro Geplante Gesamtinvestitionen von rund 300 Mio Euro ↓
Beschäftigte Personalabbau durch weitere Umsetzung von Konzernprogrammen bis 2020 Gegenläufiger Effekt: Personalaufbau in Wachstumsbereichen Anstieg der Mitarbeitzerzahl zum 30. September 2015 auf 5 308 Mitarbeiter (Vorjahr 5 166) Deutlicher Anstieg der Mitarbeiterzahl durch Juwi AG; Personalaufbau in Wachstumsbereichen; Weitere Umsetzung von Konzernprogrammen bis 2020 ↑

Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren

Die Leistungsfähigkeit des MVV Energie Konzerns zeigt sich nicht nur in wirtschaftlichen Kennzahlen, sie wird auch durch andere Einflussfaktoren bestimmt. In diesem Kapitel berichten wir über unsere nichtfinanziellen Leistungsindikatoren, die nicht der Steuerung des MVV Energie Konzerns dienen, aber für die Unternehmensentwicklung eine wichtige Rolle spielen. Dazu gehört die Entwicklung der Mitarbeiterzahlen, der Stromerzeugungskapazität aus erneuerbaren Energien, der Stromerzeugungsmengen, der Wärme- und Dampferzeugung und der CO2 -Emissionen. Um die Übersichtlichkeit und Klarheit des zusammengefassten Lageberichts zu steigern, stellen wir die bisher an dieser Stelle berichteten Informationen zu unserer Nachhaltigkeitsstrategie und unseren wesentlichen Nachhaltigkeitsaspekten jetzt im Kapitel ► Nachhaltigkeit ab Seite 40 dar.

Mitarbeiterzahl leicht gestiegen

Zum 30. September 2015 beschäftigte der MVV Energie Konzern insgesamt 5 308 Mitarbeiter und damit 142 Personen mehr als zum Bilanzstichtag des Vorjahrs. Dabei wurde die Entwicklung unserer Mitarbeiterzahlen durch gegenläufige Effekte geprägt: Mitarbeiterzuwächse hatten wir dadurch zu verzeichnen, dass wir im 1. Quartal 2014/15 die Windwärts Energie GmbH übernommen und im gesamten Jahresverlauf die Betriebsmannschaft unserer englischen Tochtergesellschaften verstärkt haben. Darüber hinaus hat die Energieversorgung Offenbach AG über Tochtergesellschaften die MDW Muldendienst West GmbH und die MobiHeat GmbH übernommen. Dem standen Personalrückgänge - insbesondere bei der MVV Energie AG, der Energieversorgung Offenbach AG und der Stadtwerke Kiel AG - gegenüber.

Personalstand (Köpfe) des MVV Energie Konzerns zum Bilanzstichtag

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  30.9.2015 30.9.2014 +/- Vorjahr
MVV Energie AG 1 400 1 411 - 11
Vollkonsolidierte Beteiligungen 3 908 3 755 + 153
MVV Energie Konzern1, 2 5 308 5 166 + 142
davon Inland1 4 676 4 561 + 115
davon Ausland 632 605 + 27

1 Vorjahreswerte angepasst
2 Darunter 359 Auszubildende (Vorjahr 355)

Im Inland waren zum 30. September 2015 insgesamt 4 676 Personen für uns tätig, 115 mehr als ein Jahr zuvor. Im Ausland beschäftigte der MVV Energie Konzern zum Bilanzstichtag insgesamt 632 Personen (Vorjahr 605); davon waren 555 im tschechischen Teilkonzern und 64 bei unseren englischen Tochtergesellschaften tätig. Über ein Tochterunternehmen der Windwärts Energie GmbH beschäftigten wir 13 Mitarbeiter in Frankreich. Informationen über unsere Personalstrategie befinden sich im Kapitel ► Mitarbeiter auf Seite 51.

Der Personalaufbau und tarifliche Erhöhungen führten dazu, dass der bereinigte Personalaufwand im Geschäftsjahresvergleich um 26 auf 352 Mio Euro stieg.

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien unter Vorjahr

Die STROMERZEUGUNGSKAPAZITÄT (installierte Leistung) unserer Anlagen aus erneuerbaren Energien und Abfall/Ersatzbrennstoffen (EBS) hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht verändert und lag zum 30. September 2015 bei 345 MW.

Installierte Leistung von erneuerbaren Energien und biogenem Anteil Abfall/EBS des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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in MWel 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Biomasseanlagen 48 48 0
davon Biomassekraftwerke 45 45 0
davon Biomasseheizkraftwerke 3 3 0
Biogasanlagen 3 3 0
Zwischensumme Biomasse 51 51 0
Biogener Anteil Abfall/EBS 117 117 0
Windkraft 174 174 0
Wasserkraft 2 2 0
Photovoltaik 1 1 0
Gesamt1 345 345 0

1 Korrektur im Vorjahr

Im Geschäftsjahr 2014/15 lagen unsere STROMERZEUGUNGSMENGEN AUS ERNEUERBAREN ENERGIEN (einschließlich des biogenen Anteils von Abfall und Ersatzbrennstoffen) in Deutschland mit 828 Mio kWh um 44 Mio kWh (- 5 %) unter dem Vorjahr.

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien und biogenem Anteil Abfall/EBS des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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in Mio kWh 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Biomasseanlagen1 318 319 0
davon Biomassekraftwerke1 311 313 - 1
davon Biomasseheizkraftwerke 7 6 0
Biogasanlagen1 25 18 + 39
Zwischensumme Biomasse 343 337 + 2
Biogener Anteil Abfall/EBS 161 238 - 32
Windkraft 318 292 + 9
Wasserkraft 5 4 + 25
Photovoltaik 1 1 0
Gesamt 828 872 - 5

1 Korrektur im Vorjahr

Die Stromerzeugungsmengen aus unseren Windkraftanlagen erreichten im Berichtsjahr 318 Mio kWh. Der Anstieg um 26 Mio kWh gegenüber dem Vorjahr ist darin begründet, dass im 2. Quartal 2013/14 zehn Windkraftanlagen auf dem Hungerberg ans Netz gegangen sind. Diese haben im Berichtsjahr erstmals ganzjährig Strom erzeugt. Zum 30. September 2015 verfügte unsere Unternehmensgruppe bei Windkraftanlagen an Land über eine installierte Gesamtleistung von rund 174 MWel.

Die Stromerzeugungsmengen unserer Biomassekraftwerke lagen mit 318 Mio kWh in etwa auf Vorjahresniveau. Unsere Biogasanlagen erzeugten gegenüber dem Vorjahr 7 Mio kWh mehr Strom. Dieser Anstieg ist vor allem auf eine effizientere Auslastung unserer Bestandsanlagen zurückzuführen. Hinzu kamen Strommengen aus unserer neuen Biomethananlage in Staßfurt, die neben Biomethan durch den Einsatz eines Blockheizkraftwerks auch Strom erzeugt.

Die Stromerzeugungsmengen aus der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen (biogener Anteil) nahmen gegenüber dem Vorjahr um 77 Mio kWh auf 161 Mio kWh ab. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus einer Veränderung bei unserer thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage in Leuna (Trea Leuna): Sie produziert seit Mitte 2014 neben Strom auch Prozessdampf, mit dem sie den Chemieparkbetreiber InfraLeuna zur Versorgung der Standortkunden beliefert. Die Auskopplung von Prozessdampf geht einher mit einem Rückgang der Stromerzeugungsmengen.

Gesamte Stromerzeugungsmengen auf Vorjahresniveau

Im Vergleich zum Vorjahr veränderte sich die STROMERZEUGUNGSMENGE DES MVV ENERGIE KONZERNS in Deutschland mit 3 834 Mio kWh kaum.

Stromerzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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in Mio kWh 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Strom aus erneuerbaren Energien, einschließlich Biomasse-KWK und biogenem Anteil Abfall 828 872 - 5
Strom aus KWK 984 1 070 - 8
Sonstige Stromerzeugung 2 022 1 908 + 6
Gesamt 3 834 3 850 0

Die STROMERZEUGUNGSMENGE AUS KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG (KWK) nahm im Geschäftsjahresvergleich um 86 Mio kWh auf 984 Mio kWh ab. Der Rückgang ist insbesondere auf eine geringere KWK-Stromerzeugung im Teilkonzern Kiel zurückzuführen.

Die SONSTIGE STROMERZEUGUNG enthält insbesondere die in Kondensationsturbinen im Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) auf Steinkohlebasis erzeugten Strommengen, die wir gemäß unseren Anteilen berücksichtigen. Wesentlicher Grund für den Mengenanstieg aus der sonstigen Stromerzeugung gegenüber dem Vorjahr ist vor allem die Inbetriebnahme von Block 9 im GKM.

Wärme- und Dampferzeugung über Vorjahr

Gegenüber dem Vorjahr stieg die WÄRME- UND DAMPFERZEUGUNGSKAPAZITÄT (Nettoengpassleistung) unserer Anlagen in Deutschland um 199 MWth auf 3 106 MWth im Berichtsjahr.

Wärme- und Dampferzeugungskapazität des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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in MWth 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Biomasseanlagen 113 113 0
davon Biomassekraftwerke - - -
davon Biomasseheizkraftwerke 113 113 0
Biogasanlagen 3 3 0
Zwischensumme Biomasse 116 116 0
Biogener Anteil Abfall/EBS 562 557 + 1
Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien 678 673 + 1
Sonstige Anlagen/Gemeinschaftskraftwerke 2 428 2 234 + 9
Gesamt 3 106 2 907 + 7

Im Geschäftsjahresvergleich nahm die WÄRME- UND DAMPFERZEUGUNGSMENGE um 531 Mio kWh auf 5 663 Mio kWh zu. Neben dem weiteren Ausbau der Fernwärme mit Kraft-Wärme-Kopplung ist der Anstieg vor allem auf die Auskopplung von Prozessdampf der Trea Leuna zurückzuführen.

Wärme- und Dampferzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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in Mio kWh 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Biomasseanlagen 240 254 - 5
davon Biomassekraftwerke - - -
davon Biomasseheizkraftwerke 240 254 -5
Biogasanlagen 4 5 - 20
Zwischensumme Biomasse 244 259 - 6
Biogener Anteil Abfall/EBS 1 707 1023 + 67
Wärmeerzeugung aus erneuerbaren Energien 1 951 1 282 + 52
Sonstige Anlagen/Gemeinschaftskraftwerke 3 712 3 850 - 4
Gesamt 5 663 5 132 + 10

Biomethanerzeugung weiter ausgebaut

Insgesamt verfügte der MVV Energie Konzern zum Geschäftsjahresende 2014/15 über drei Biomethananlagen. Unsere Biomethananlagen in Kroppenstedt und in Staßfurt sind im 2. Quartal 2013/14 beziehungsweise im Mai 2015 in Betrieb gegangen. Aufgrund dessen stiegen die erzeugten Mengen Biomethan im Geschäftsjahresvergleich von 103 Mio kWh auf 144 Mio kWh.

Biomethanerzeugung des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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in Mio kWh 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Biomethananlagen 144 103 + 40

Schonung fossiler Ressourcen

Als Eckpfeiler einer modernen ressourcenschonenden Energieerzeugung setzt der MVV Energie Konzern neben fossilen Brennstoffen insbesondere auf die energetische Nutzung von Abfällen und Biomasse.

Eingesetzte Brennstoffe in Kraftwerken des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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  2014/15 2013/14 % Vorjahr
Biomasse in 1 000 t 489 539 - 9
Biogener Anteil Abfall/EBS in 1 000 t 1 527 1 459 + 5
Erdgas in Mio kWh 804 1 139 - 29
Heizöl extra leicht (HEL)1 in Mio kWh 38 17 > + 100
Steinkohle1 in 1000 t 1 315 1 220 + 8

1 Korrektur im Vorjahr

Direkte CO2-Emissionen

Im Berichtsjahr haben unsere Erzeugungsanlagen in Deutschland insgesamt 3,70 Mio Tonnen CO2 (Vorjahr 3,59 Mio Tonnen) emittiert. Mit einem Anteil von 88 % (Vorjahr 88 %) haben unsere ETS-Anlagen (Emissionspflichtige Kraft- und Heizwerke) - im Wesentlichen das Grosskraftwerk Mannheim (GKM) und das Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) - einen maßgeblichen Einfluss auf den Gesamtausstoß.

Direkte CO2-Emissionen (Scope 1) des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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in Tonnen 2014/15 2013/14 % Vorjahr
CO2 in ETS-Anlagen 3 270 094 3 163 720 + 3
davon CO2 im Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) und Grosskraftwerk Mannheim (GKM) 2 830 081 2 672 125 + 6
CO2 in sonstigen Erzeugungsanlagen 430 695 427 658 + 1
Gesamt 3 700 789 3 591 378 + 3

Der Aufwand aus Emissionsrechten nahm im Geschäftsjahresvergleich um 9 auf 38 Mio Euro zu. Dem standen Erträge aus Emissionsrechten in Höhe von 34 Mio Euro (Vorjahr 30 Mio Euro) gegenüber.

Vermiedene CO2-Emissionen

Durch die klimaneutrale Stromerzeugung aus unseren Erneuerbare-Energien-Anlagen (EE-Anlagen) leisten wir einen effektiven Beitrag zum Klimaschutz.

In der nachstehenden Tabelle stellen wir die vermiedenen CO2 -Emissionen aus unseren EE-Anlagen - differenziert nach Kraftwerkstypen - dar:

Vermiedene CO2-Emissionen aus EE-Anlagen des MVV Energie Konzerns in Deutschland

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in Tonnen CO2-Äquivalente 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Biomasseanlagen 249 393 252 364 - 1
Biogasanlagen 8 860 7 218 + 23
Zwischensumme Biomasse 258 253 259 582 - 1
Biogener Anteil Abfall/EBS 130 115 192 986 - 33
Windkraft 246 552 228 301 + 8
Wasserkraft 3 801 3 299 + 15
Photovoltaik 657 824 - 20
Gesamte CO2 -Vermeidung aus erneuerbaren Energien 639 378 684 992 - 7

Im Berichtsjahr konnten wir aus unseren EE-Anlagen in Deutschland rund 640 000 Tonnen CO2 -Äquivalente einsparen. Unsere Biomassekraftwerke und Windkraftanlagen lieferten mit einem Anteil von jeweils 39 % die größten Beiträge. Der Rückgang im Geschäftsjahresvergleich resultierte neben den niedrigeren Stromerzeugungsmengen aus der thermischen Verwertung von Abfällen und Ersatzbrennstoffen (biogener Anteil) auch aus der jährlichen Anpassung der spezifischen Einsparungsparameter des Umweltbundesamts, die uns als Grundlage für die Berechnung der CO2 -Einsparung dienen ("Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger - Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2012", Stand: Dezember 2013 für das Geschäftsjahr 2013/14; "Emissionsbilanz erneuerbarer Energieträger - Bestimmung der vermiedenen Emissionen im Jahr 2013", Stand: Dezember 2014 für das Geschäftsjahr 2014/15).

Absatzentwicklung

Wir erläutern unsere Absatzentwicklung produktorientiert. Die Strom-, Wärme-, Gas- und Wassermengen ordnen wir den Berichtssegmenten entsprechend der Wertschöpfungsstufen rechnerisch zu.

Stromabsatz

Stromabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.

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in Mio kWh 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Erzeugung und Infrastruktur 351 142 > + 100
Handel und Portfoliomanagement1 10 342 12 154 - 15
Vertrieb und Dienstleistungen 9 891 10 678 - 7
Strategische Beteiligungen1 239 233 + 3
Gesamt 20 823 23 307 - 11

1 Vorjahreswerte angepasst

Unser Stromabsatz ging im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr insgesamt um 11 % zurück.

Im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur bilden wir den Teil der Stromerzeugung aus unseren Windkraftanlagen ab, der an Dritte vermarktet wird (Außenabsatz), sowie die Stromerzeugung der MVV Umwelt GmbH. Seit dem Geschäftsjahr 2014/1 5 werden die Stromlieferungen der thermischen Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage in Leuna (Trea Leuna) an den Chemieparkbetreiber InfraLeuna nicht mehr dem Vertrieb der MVV Energie AG, sondern direkt der MVV Umwelt GmbH zugeordnet. Dies führte dazu, dass sich der Stromabsatz im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt hat.

Ursache für den Mengenrückgang im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement ist die Verlagerung des Stromhandels vom Langfrist- in den Kurzfristmarkt. Damit einhergehend wurden weniger Mengen gehandelt. Dieser Marktstruktureffekt führte zu einem Rückgang des Stromabsatzes um 15 %.

Im Geschäftsjahresvergleich sank der Stromabsatz im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen um 7 %. Der Rückgang ist insbesondere auf einen niedrigeren Stromabsatz an Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteiler sowie an Privat- und Geschäftskunden zurückzuführen. Die Entwicklung bei unseren Privat- und Geschäftskunden wurde vor allem durch den Verkauf unserer Tochtergesellschaft Secura Energie im 4. Quartal des Vorjahrs geprägt.

Im Berichtssegment Strategische Beteiligungen nahm der Stromabsatz gegenüber dem Vorjahr leicht zu.

Wärmeabsatz

Wärmeabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.

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in Mio kWh 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Erzeugung und Infrastruktur 1 188 496 > + 100
Handel und Portfoliomanagement - - -
Vertrieb und Dienstleistungen1 5 065 5 021 + 1
Strategische Beteiligungen2 742 775 - 4
Gesamt 6 995 6 292 + 11

1 Korrektur im Vorjahr
2 Vorjahreswerte angepasst

Im Geschäftsjahresvergleich nahm unser Wärmeabsatz um 11 % zu. Der Anstieg ist vor allem darin begründet, dass die Trea Leuna wie bereits berichtet seit Mitte 2014 neben Strom auch Prozessdampf auskoppelt. Die Belieferung von Prozessdampf an InfraLeuna wird als Wärmeabsatz im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur abgebildet. Dadurch hat sich der Wärmeabsatz in diesem Segment gegenüber dem Vorjahr mehr als verdoppelt.

Die gegenüber dem Vorjahr insgesamt kühlere Witterung führte zu einem etwas höheren Fernwärmeabsatz im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen, allerdings temperaturbedingt auf niedrigem Niveau.

Hauptgrund für den Rückgang des Wärmeabsatzes um 4 % im Berichtssegment Strategische Beteiligungen war der rückläufige Wärmeabsatz in Tschechien.

Gasabsatz

Gasabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.

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in Mio kWh 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Erzeugung und Infrastruktur 144 103 + 40
Handel und Portfoliomanagement1 14 637 15 883 - 8
Vertrieb und Dienstleistungen 6 563 6 393 + 3
Strategische Beteiligungen1 147 138 + 7
Gesamt 21 491 22 517 - 5

1 Vorjahreswerte angepasst

Im Berichtsjahr lag unser Gasabsatz um 5 % unter dem Vorjahresniveau.

Der Gasabsatz stieg im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen insbesondere witterungsbedingt um 3 %. Gegenläufig wirkte sich der bereits erwähnte Verkauf der Secura Energie im Vorjahr aus.

Der Rückgang des Gasabsatzes im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement um 8 % ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass die Liquidität an den Gashandelsmärkten zugenommen hat und dadurch die Gashandelsmengen abnehmen.

Das Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur enthält den Gasabsatz aus unseren drei Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt. Der deutliche Anstieg um 40 % resultiert daraus, dass unsere neuen Biomethananlagen in Kroppenstedt und in Staßfurt erst seit dem 2. Quartal des Vorjahrs beziehungsweise seit Mai 2015 Biomethan in das öffentliche Erdgasnetz einspeisen.

Im Berichtssegment Strategische Beteiligungen stieg der Gasabsatz im Berichtsjahr vor allem witterungsbedingt um 7 %.

Wasserabsatz

Wasserabsatz des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.

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in Mio m3 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Erzeugung und Infrastruktur - - -
Handel und Portfoliomanagement - - -
Vertrieb und Dienstleistungen1 45,4 46,3 - 2
Strategische Beteiligungen 0,9 0,9 -
Gesamt 46,3 47,2 - 2

1 Korrektur im Vorjahr

Im Geschäftsjahresvergleich nahm der Wasserabsatz um 0,9 Mio m3 auf 46,3 Mio m3 ab.

Angelieferte brennbare Abfälle des MVV Energie Konzerns

Angelieferte brennbare Abfälle des MVV Energie Konzerns vom 1.10. bis 30.9.

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in 1 000 t 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Erzeugung und Infrastruktur 1 696 1 587 + 7
Handel und Portfoliomanagement - - -
Vertrieb und Dienstleistungen1 226 230 - 2
Strategische Beteiligungen 119 123 - 3
Gesamt 2 041 1 940 + 5

1 Korrektur im Vorjahr

Das Volumen der Abfall- und Holzanlieferungen lag im Berichtsjahr um 5 % über dem Vorjahr. Der Anstieg resultiert im Wesentlichen daraus, dass wir bereits im Rahmen des Probebetriebs unserer neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien - die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham Dock - erste Abfall- und Holzanlieferungen erhalten hatten. Beide Anlagen wurden im Spätsommer 2015 in Betrieb genommen.

Ertragslage

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Die MVV Energie AG setzt seit dem 1. Oktober 2014 unter anderem erstmalig die Standards IFRS 10 und IFRS 11 um. Dadurch ergibt sich bei den Gesellschaften unseres Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt eine Änderung der Konsolidierungsmethode; sie werden nicht mehr quotal bilanziert, sondern At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen. Die Anwendung ist retrospektiv umzusetzen, deshalb haben wir die Vorjahreszahlen angepasst. Weitere Informationen zu den Änderungen befinden sich in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 117.

Im 1. Quartal 2014/15 hat der MVV Energie Konzern 50,1 % an der Juwi AG im Wege einer Kapitalerhöhung erworben. Im 4. Quartal haben wir den Anteil auf 63,1% erhöht. Der Teilkonzern Juwi wird im Jahresabschluss 2014/15 als Gemeinschaftsunternehmen nach der At-Equity-Methode konsolidiert.

Umsatzentwicklung

Im Berichtsjahr ging der UMSATZ ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns gegenüber dem Vorjahr um 295 Mio Euro auf 3 422 Mio Euro zurück. Das entspricht einem Rückgang von 8 %. Im Geschäftsjahr 2014/15 stammten 97 % des Konzernumsatzes aus dem Inland und 3 % aus dem Ausland.

In der nachfolgenden Tabelle weisen wir zusätzlich zur Umsatzentwicklung nach Berichtssegmenten die Umsatzerlöse bei unseren Kernprodukten Strom, Wärme, Gas und Wasser aus.

Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns1 vom 1.10. bis 30.9.

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in Mio Euro 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Erzeugung und Infrastruktur 454 403 + 13
Handel und Portfoliomanagement 733 928 - 21
Vertrieb und Dienstleistungen 2 133 2 278 - 6
Strategische Beteiligungen 99 104 - 5
Sonstiges 3 4 - 25
Gesamt 3 422 3 717 - 8
davon Stromerlöse 1 919 2 191 - 12
davon Wärmeerlöse 393 378 + 4
davon Gaserlöse 698 748 - 7
davon Wassererlöse 98 100 - 2

1 Vorjahreswerte angepasst

Im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR stieg der Umsatz im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 51 auf 454 Mio Euro (+ 13 %). Das Umsatzwachstum ist im Wesentlichen auf den Ausbau unserer eigenen Erzeugung aus erneuerbaren Energien sowie auf die Projektentwicklung erneuerbarer Energien zurückzuführen.

Die gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Strom- und Gashandelsmengen führten im Geschäftsjahr 2014/15 im Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT zu einem Umsatzrückgang um 195 Mio Euro (- 21 %) auf 733 Mio Euro.

Im Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN lag der Umsatz im Geschäftsjahr 2014/15 mit 2 133 Mio Euro um 145 Mio Euro (- 6 %) unter dem des Vorjahrs. Hauptursache für den Rückgang war ein geringerer Stromabsatz bei Industrie- und Gewerbekunden/Weiterverteilern. Bei den Privat- und Geschäftskunden hatten wir niedrigere Strom- und Gasmengen zu verzeichnen - unter anderem aufgrund des Verkaufs unserer Tochtergesellschaft Secura Energie im 4. Quartal 2013/14.

Der Umsatz im Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN lag mit 99 Mio Euro leicht unter dem Vorjahresniveau.

Entwicklung weiterer wesentlicher Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung

Die Veränderung des MATERIALAUFWANDS entsprach im Wesentlichen der Umsatzentwicklung. Er ging im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr um 11 % auf 2 677 Mio Euro zurück.

Der BEREINIGTE PERSONALAUFWAND stieg im Geschäftsjahresvergleich um 26 auf 352 Mio Euro - vor allem aufgrund der höheren Mitarbeiterzahl. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf ► Seite 80.

Die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN ERTRÄGE lagen ohne Berücksichtigung der IAS 39 Effekte mit 90 Mio Euro um 6 Mio Euro über dem Vorjahr.

Ohne Berücksichtigung der Bewertungseffekte nach IAS 39 verringerten sich die SONSTIGEN BETRIEBLICHEN AUFWENDUNGEN im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 13 auf 173 Mio Euro.

In der Gewinn- und Verlustrechnung sind die Bewertungseffekte nach IAS 39 in den sonstigen betrieblichen Erträgen und in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Ihr Saldo ergab im Geschäftsjahr 2014/15 einen negativen Effekt von 7 Mio Euro; diesem stand im Vorjahr ein positiver Bewertungseffekt von 23 Mio Euro gegenüber. In den IAS 39 Effekten spiegelt sich die Marktpreisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Die IAS 39 Bewertung ist weder zahlungswirksam, noch beeinflusst sie unser operatives Geschäft oder die Dividende.

Die ABSCHREIBUNGEN haben sich im Berichtsjahr mit 161 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr kaum verändert.

Überleitungsrechnung zum Adjusted EBIT

Für unsere wertorientierte interne Steuerung verwenden wir das Adjusted EBIT. Bei dieser operativen Ergebnisgröße vor Zinsen und Ertragsteuern eliminieren wir die positiven und negativen Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Finanzderivaten nach IAS 39 zum 30. September 2015 im Saldo von - 7 Mio Euro und zum 30. September 2014 von 23 Mio Euro. Darüber hinaus eliminieren wir den Effekt von - 3 Mio Euro beziehungsweise - 2 Mio Euro aus der Strukturanpassung der Altersteilzeit im Berichtsjahr und im Vorjahr. Die Zinserträge aus Finanzierungsleasing, die in der Gewinn- und Verlustrechnung nach dem EBIT ausgewiesen werden, rechnen wir beim Adjusted EBIT hinzu. Sie stammen aus Contracting-Projekten und zählen zu unserem operativen Geschäft.

Wir stellen in der folgenden Tabelle dar, wie wir das in der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr 2014/15 ausgewiesene EBIT auf das aussagefähigere Adjusted EBIT überleiten.

Überleitungsrechnung vom EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT vom 1.10. bis 30.9.

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in Mio Euro 2014/15 2013/14 +/- Vorjahr
EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung1 162 187 - 25
Bewertungseffekt aus Finanzderivaten1 + 7 - 23 + 30
Strukturanpassung Altersteilzeit + 3 + 2 + 1
Zinserträge aus Finanzierungsleasing1 + 3 + 4 - 1
Adjusted EBIT 175 170 + 5

1 Vorjahreswerte angepasst

Ergebnisentwicklung

Das ADJUSTED EBIT stieg im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 5 Mio Euro (+ 3 %) auf 175 Mio Euro.

Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns nach Berichtssegmenten vom 1.10. bis 30.9.

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in Mio Euro 2014/15 2013/14 +/- Vorjahr
Erzeugung und Infrastruktur 133 124 + 9
Handel und Portfoliomanagement - 29 - 22 - 7
Vertrieb und Dienstleistungen 42 31 + 11
Strategische Beteiligungen1 21 28 - 7
Sonstiges 8 9 - 1
Gesamt 175 170 + 5

1 Vorjahreswert angepasst

Der Anstieg des Adjusted EBIT im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR um 7 % ist vor allem auf unser Netzgeschäft zurückzuführen. Darüber hinaus konnten im Zusammenhang mit Verzögerungen bei einem unserer großen Investitionsprojekte Forderungen gegenüber Sublieferanten geltend gemacht werden.

Im Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT lag das Adjusted EBIT mit - 29 Mio Euro um 7 Mio Euro unter dem Vorjahr.

Die Zunahme des Adjusted EBIT im Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN auf 42 Mio Euro ist zum einen auf IFRS-Bewertungseffekte bei der Ergebnisfortschreibung einer At-Equity-Beteiligung zurückzuführen. Zum anderen wirkte sich die im Vergleich zum Vorjahr insgesamt kühlere Witterung positiv auf das Segmentergebnis aus.

Hauptursache für den Ergebnisrückgang im Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN um 25 % auf 21 Mio Euro war vor allem der niedrigere Fernwärmeabsatz unseres tschechischen Teilkonzerns.

Das BEREINIGTE FINANZERGEBNIS bildet den Saldo von Finanzerträgen und Finanzaufwendungen ab. Mit - 43 Mio Euro veränderte es sich im Berichtsjahr gegenüber dem Vorjahr kaum.

Im Geschäftsjahr 2014/15 ergab sich nach Abzug des bereinigten Finanzergebnisses ein ADJUSTED EBT von 132 Mio Euro im Vergleich zu 127 Mio Euro im Vorjahr. Die auf das Adjusted EBT des Geschäftsjahrs 2014/15 bezogene Steuerquote beträgt 29,8 % (Vorjahr 26,7 %).

Die bereinigten Ertragsteuern beliefen sich im Berichtsjahr auf 40 Mio Euro (Vorjahr 34 Mio Euro). Nach deren Abzug ergab sich für das Geschäftsjahr 2014/15 ein BEREINIGTER JAHRESÜBERSCHUSS von 92 Mio Euro (Vorjahr 93 Mio Euro).

Im Geschäftsjahr 2014/15 wies der MVV Energie Konzern einen BEREINIGTEN JAHRESÜBERSCHUSS NACH FREMDANTEILEN von 75 Mio Euro aus (Vorjahr 86 Mio Euro). Auf dieser Grundlage ergab sich für das Berichtsjahr ein BEREINIGTES ERGEBNIS JE AKTIE von 1,14 Euro (Vorjahr 1,30 Euro). Die Aktienanzahl lag unverändert bei 65,9 Millionen Stück. Eine Übersicht zu den bereinigten Kennzahlen befindet sich in der ► Kennzahlentabelle dieses Geschäftsberichts.

Umsatz- und Ergebnisentwicklung in den Quartalen

In den nachfolgenden Grafiken stellen wir dar, wie sich der Umsatz ohne Energiesteuern und das Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns pro Quartal entwickelt haben. Grundsätzlich liegen unser Konzernumsatz und unser operatives Konzernergebnis im 4. Quartal unter denen der Vorquartale, da die Umsatzbeiträge aus dem Heizenergiegeschäft fehlen; zudem führen wir bevorzugt im 4. Quartal Instandhaltungsmaßnahmen und Revisionen an unseren Anlagen durch.

Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns nach Quartalen in Mio Euro

1 Vorjahreswerte angepasst

Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns nach Quartalen in Mio Euro

1 Vorjahreswerte angepasst

Anteil der Berichtssegmente am Umsatz ohne Energiesteuern des MVV Energie Konzerns, Geschäftsjahr 2014/15

Adjusted EBIT nach Berichtssegmenten des MVV Energie Konzerns in Mio Euro, Geschäftsjahr 2014/15

Vermögenslage

Bilanzstruktur des MVV Energie Konzerns in Mio Euro, Anteile in %

1 Vorjahreswerte angepasst

Bilanzentwicklung

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRIS IC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet. Auf die geänderten Standards gehen wir in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 117 detailliert ein.

Die BILANZSUMME des MVV Energie Konzerns lag zum 30. September 2015 mit 4 584 Mio Euro um 513 Mio Euro über dem Wert zum Bilanzstichtag des Vorjahrs.

Im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs erhöhten sich die LANGFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE um 457 auf 3 513 Mio Euro. Das Sachanlagevermögen stieg um 27 auf 2 531 Mio Euro. Das entspricht einem Anteil von rund 55 % an der Bilanzsumme. Die Anteile an At-Equity-Unternehmen stiegen insbesondere aufgrund des Erwerbs von 63,1 % der Anteile an der Juwi AG um 159 auf 347 Mio Euro. Die Ausweitung der Handelsaktivitäten und die dadurch höheren Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte führten zu einem Anstieg der langfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 251 auf 326 Mio Euro.

Die KURZFRISTIGEN VERMÖGENSWERTE stiegen gegenüber dem 30. September 2014 um 56 auf 1 071 Mio Euro und entsprachen damit rund 23 % der Bilanzsumme.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen zum Bilanzstichtag leicht unter dem Vorjahr. Die kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte stiegen gegenüber dem 30. September 2014 um 125 auf 314 Mio Euro. Ursache für diese Entwicklung war im Wesentlichen die höhere Marktbewertung der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte. Die Forderungen aus Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos lagen zum 30. September 2015 bei 54 Mio Euro im Vergleich zu 55 Mio Euro zum 30. September 2014. Die flüssigen Mittel verringerten sich um 108 auf 263 Mio Euro. Der Rückgang ist im Wesentlichen auf den Erwerb der 63,1 %-Beteiligung an der Juwi AG und die Übernahme der Vermögenswerte der Windwärts Energie GmbH zurückzuführen. Hinzu kam die Ausübung einer Kaufoption für die thermische Restabfallbehandlungs- und Energieerzeugungsanlage Trea Leuna.

Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs veränderte sich das EIGENKAPITAL des MVV Energie Konzerns einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter kaum. Zum 30. September 2015 belief es sich auf 1 314 Mio Euro.

Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir unsere Konzernbilanz um die kumulierten Bewertungseffekte nach IAS 39: Die Vermögensseite kürzen wir um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden latenten Steuern; zum 30. September 2015 waren dies 511 Mio Euro (30. September 2014: 156 Mio Euro). Auf der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die darauf entfallenden latenten Steuern, die zum 30. September 2015 einen Wert von 572 Mio Euro erreichten (30. September 2014: 216 Mio Euro). Beim Eigenkapital eliminieren wir den hier wirksamen Saldo; er betrug zum 30. September 2015 insgesamt - 61 Mio Euro (30. September 2014: - 60 Mio Euro). Auf dieser bereinigten Basis errechnete sich zum 30. September 2015 ein bereinigtes Eigenkapital von 1 376 Mio Euro (30. September 2014: 1 396 Mio Euro). Bezogen auf die bereinigte Bilanzsumme von 4 073 Mio Euro (30. September 2014: 3 915 Mio Euro) lag die bereinigte Eigenkapitalquote zum 30. September 2015 bei 33,8 % im Vergleich zu 35,7 % zum 30. September 2014.

Die LANGFRISTIGEN SCHULDEN nahmen im Vergleich zum 30. September 2014 um 501 auf 2 211 Mio Euro zu. Vor allem durch die Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens zur weiteren Finanzierung von Investitionen bei einer Tochtergesellschaft in Großbritannien sowie die Aufnahme von Schuldscheindarlehen erhöhten sich die langfristigen Finanzschulden um 228 Mio Euro. Der Anstieg der langfristigen anderen Verbindlichkeiten um 285 Mio Euro ist hauptsächlich auf die Ausweitung der Handelsaktivitäten und die dadurch höheren Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte zurückzuführen.

Gegenüber dem Bilanzstichtag des Vorjahrs nahmen die KURZFRISTIGEN SCHULDEN des Vorjahrs um 34 auf 1 059 Mio Euro zu. Aufgrund der Ausweitung der Handelsaktivitäten und der dadurch höheren Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte erhöhten sich die kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten um 89 Mio Euro. Zum 30. September 2015 enthielten sie Sicherheitshinterlegungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos (Margins) in Höhe von 2 Mio Euro im Vergleich zu 1 Mio Euro zum 30. September 2014. Demgegenüber verringerten sich die kurzfristigen Finanzschulden um 58 Mio Euro.

Investitionen

Im Geschäftsjahr 2014/15/15 investierte der MVV Energie Konzern insgesamt 470 Mio Euro (Vorjahr 310 Mio Euro). Von den Gesamtinvestitionen entfielen 336 Mio Euro (71 %) auf Wachstumsinvestitionen; 134 Mio Euro (29 %) haben wir für Bestandsinvestitionen verwendet, das heißt zur Modernisierung unserer Anlagen und Netze.

Zu unseren größten Investitionsprojekten im Geschäftsjahr 2014/15 zählten:

der Bau der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth und des Biomassekraftwerks in Ridham Dock, beides in Großbritannien,

der Erwerb von 63,1 % der Anteile an der Juwi AG,

die Übernahme der Vermögenswerte der Windwärts Energie GmbH,

der Bau unserer Biomethananlage in Staßfurt,

die Übernahme von 74,9 % der Anteile an der MobiHeat GmbH und der Erwerb der MDW Muldendienst West GmbH durch Tochtergesellschaften der Energieversorung Offenbach AG sowie

der Ausbau und die Verdichtung unserer Fernwärmenetze.

Die neu erworbenen Anteile an Gesellschaften sind in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 117 aufgeführt.

Investitionen des MVV Konzerns im Geschäftsjahr 2014/15

Investitionen des MVV Energie Konzerns

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in Mio Euro 2014/15 2013/14 % Vorjahr
Erzeugung und Infrastruktur 417 270 + 54
Handel und Portfoliomanagement 12 9 + 33
Vertrieb und Dienstleistungen 22 14 + 57
Strategische Beteiligungen 5 4 + 25
Sonstiges 14 13 + 8
Gesamt 470 310 + 52
davon Wachstumsinvestitionen 336 207 + 62
davon Bestandsinvestitionen 134 103 + 30

Definition der Investitionen im ► Glossar auf Seite 192

Finanzlage

Kapitalflussrechnung

Die kurz- und langfristigen Finanzschulden stiegen gegenüber dem 30. September 2014 um 170 auf 1 603 Mio Euro aufgrund der Aufnahme eines Fremdwährungsdarlehens zur weiteren Finanzierung von Investitionen bei einer Tochtergesellschaft in Großbritannien sowie der Aufnahme von Schuldscheindarlehen. Die Nettofinanz-schulden (kurz- und langfristige Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) erhöhten sich zum 30. September 2015 im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 278 auf 1 341Mio Euro.

Der CASHFLOW VOR WORKING CAPITAL UND STEUERN erhöhte sich im Berichtsjahr gegenüber dem Geschäftsjahr 2013/14 um 27 auf 375 Mio Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen, das nach der Bereinigung der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen über dem Vorjahr lag. Dabei hatten vor allem die Bereinigung der IAS 39 Sachverhalte, sowie die zahlungsunwirksamen At-Equity-Bewegungen einen hohen Einfluss. Diese flossen im Berichtsjahr mit einem deutlich niedrigeren Wert ein als im Vorjahr.

Der CASHFLOW AUS DER LAUFENDEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT sank im Berichtsjahr um 153 auf 254 Mio Euro und resultiert aus den Veränderungen im Working Capital im Vergleich zum Vorjahr. Im Geschäftsjahr 2013/14 wirkte sich das intensive Working Capital Management stärker auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus als im Berichtsjahr, in dem das hohe Niveau gehalten wurde.

Vor allem infolge der Auszahlungen für die Beteiligung an der Juwi AG und für die Übernahme der Vermögenswerte der Windwärts Energie GmbH nahm der CASHFLOW AUS DER INVESTITIONSTÄTIGKEIT im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 149 auf 404 Mio Euro ab.

Der CASHFLOW AUS DER FINANZIERUNGSTÄTIGKEIT stieg im Geschäftsjahresvergleich von - 201 Mio Euro um 248 auf 47 Mio Euro. Die Zunahme ist im Wesentlichen auf eine höhere Nettokreditaufnahme zurückzuführen.

Der MVV Energie Konzern wies zum 30. September 2015 einen Finanzmittelbestand von 263 Mio Euro (Vorjahr 371 Mio Euro) aus.

Professionelles Finanzmanagement

Durch seinen guten Zugang zu den Kapitalmärkten kann der MVV Energie Konzern seinen Liquiditätsbedarf problemlos decken. Dabei profitiert unsere Unternehmensgruppe von ihrer guten Bonität, ihrem diversifizierten Geschäftsportfolio und ihrer auf profitables Wachstum ausgerichteten Unternehmensstrategie. Aufgrund unserer guten Liquiditätsausstattung haben wir im Berichtsjahr nur wenige neue Finanzierungsverträge abgeschlossen beziehungsweise Auszahlungen abgerufen. Wir haben zur frühzeitigen Sicherung anstehender Refinanzierungen unter Nutzung des niedrigen Zins- und Margenniveaus Schuldscheindarlehen im Umfang von 100 Mio Euro aufgenommen. Unser zukünftiges Fälligkeitenprofil weist keine wesentlichen Spitzen aus und die Finanzierung unserer Investitionen ist auf einem günstigen Zinsniveau langfristig gesichert. Darüber hinaus verfügen die MVV Energie AG und die anderen Gesellschaften unseres Konzerns über bilaterale Kreditlinien.

Tilgungsprofil des MVV Energie Konzerns in Mio Euro

Die Muttergesellschaft MVV Energie AG führt für sich und 30 weitere Beteiligungsgesellschaften unserer Unternehmensgruppe einen sogenannten Cash Pool. In dieser Funktion beschafft und sichert sie sowohl ihre eigene Liquidität als auch die Finanzmittel der Beteiligungsgesellschaften, die dem Cash Pool angeschlossen sind. Für Investitionen benötigtes Kapital wird über Gesellschafterdarlehen zur Verfügung gestellt. Aufgrund unserer neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien gewinnt die Entwicklung des Euro/Pfund-Wechselkurses für unser Konzernergebnis an Bedeutung. Informationen hierzu finden Sie auch im ► Bericht zu Chancen und Risiken auf Seite 97.

Rating

Aus den Informationen, die wir in den regelmäßigen Ratinggesprächen mit unseren Kernbanken erhalten, können wir ableiten, dass der MVV Energie Konzern weiterhin im stabilen Investment-Grade-Bereich eingeordnet ist. Ein Rating des MVV Energie Konzerns durch eine Ratingagentur findet nicht statt.

Gesamtaussage des Vorstands zum Geschäftsverlauf 2014/15 und zur wirtschaftlichen Lage

Wie erwartet wurde auch das Geschäftsjahr 2014/15 des MVV Energie Konzerns durch schwierige energiewirtschaftliche Rahmenbedingungen geprägt - und zwar insbesondere durch nochmals gesunkene Strompreise an den Großhandelsmärkten und weiterhin niedrige Erzeugungsmargen. Dennoch blickt der Vorstand von MVV Energie auf ein weiterführendes und deshalb erfolgreiches Jahr zurück, denn unsere Unternehmensgruppe hat wichtige Meilensteine auf dem Weg in das Energiesystem der Zukunft erreicht und neue Schritte unternommen. Hervorzuheben sind hier vor allem die Inbetriebnahmen unserer neuen Erzeugungsanlagen, die Partnerschaft mit der Juwi AG, die Übernahme der Windwärts Energie GmbH und die Gründung des Gemeinschaftsunternehmens Beegy GmbH.

Insgesamt ist der Vorstand mit der wirtschaftlichen Entwicklung des Berichtsjahrs zufrieden: Mit 175 Mio Euro konnten wir unser angepasstes Ergebnisziel leicht übertreffen. Zu Beginn des Berichtsjahrs hatten wir für das Gesamtjahr 2014/15 noch ein operatives Ergebnis (Adjusted EBIT) zwischen 180 und 195 Mio Euro prognostiziert. Aufgrund der außergewöhnlich milden Witterung im 1. Quartal 2014/15 (Oktober bis Dezember 2014) hatten wir bereits im Rahmen unserer Finanzberichterstattung angekündigt, dass die Erreichung dieses Ziels ambitionierter geworden ist; als es zusätzlich zu Verzögerungen bei der Inbetriebnahme der beiden Erzeugungsanlagen in Großbritannien kam, haben wir unsere Prognose nach Ablauf des 1. Halbjahrs 2014/15 angepasst: Im Gesamtjahr 2014/15 wollten wir ein Adjusted EBIT etwa auf der Höhe des Vorjahrs erreichen, in dem wir 170 Mio Euro erzielt hatten.

Unsere Umsatzprognose, die wir ebenfalls nach Ablauf des 1. Halbjahrs 2014/15 angepasst hatten, haben wir erfüllt: Der Umsatz (ohne Energiesteuern) lag mit 3,4 Mrd Euro um 8 % unter dem Niveau des Vorjahrs, ohne dass daraus jedoch Schlüsse auf die wettbewerbliche Position von MVV Energie gezogen werden könnten, da die Gründe für den Umsatzrückgang vor allem in Marktstruktureffekten im Handelsbereich lagen.

Das Vorsteuerergebnis (Adjusted EBT) belief sich auf 132 Mio Euro, das entspricht einem Anstieg von 4 %. Der bereinigte Jahresüberschuss nach Fremdanteilen lag mit 75 Mio Euro um 11 Mio Euro unter dem Vorjahr. Daraus ergibt sich ein bereinigtes Ergebnis je Aktie von 1,14 Euro nach 1,30 Euro im Vorjahr.

Mit einer bereinigten Eigenkapitalquote von 33,8 % und einer soliden Finanzierungsstruktur können wir unser Investitionstempo auch in Zukunft hoch halten.

Erläuterungen zum Jahresabschluss der MVV Energie AG (HGB)

Als börsennotierte Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns, stellt die MVV Energie AG ihren Jahresabschluss nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuchs sowie nach den ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes und des Energiewirtschaftsgesetzes auf. Im Konzernabschluss der MVV Energie AG, der nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS) erstellt wird, wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, sind die Erträge und Aufwendungen der konsolidierten Tochtergesellschaften - im Unterschied zum Einzelabschluss nach HGB - in den einzelnen Ertrags- und Aufwandspositionen der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung enthalten. Weitere Abweichungen zwischen dem Einzelabschluss der MVV Energie AG und dem Konzernabschluss ergeben sich insbesondere aus Ansatz- und Bewertungsunterschieden zwischen den handelsrechtlichen und den internationalen Rechnungslegungsvorschriften nach IFRS.

Der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15 werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Auf unserer Internetseite steht der vollständige Jahresabschluss 2014/15 der MVV Energie AG unter www.mvv-investor.de als Download zur Verfügung.

Ertragslage der MVV Energie AG

Gewinn- und Verlustrechnung der MVV Energie AG vom 1.10.2014 bis 30.9.2015

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Umsatzerlöse 1 929 419 2 040 990
Abzüglich Strom- und Erdgassteuern - 123 873 - 123 444
Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuern 1 805 546 1 917 546
Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 1410 1 386
Andere aktivierte Eigenleistungen 7 208 5 801
Sonstige betriebliche Erträge 166 928 161 224
Materialaufwand 1 687 983 1 802 966
Personalaufwand 113 457 109 747
Abschreibungen 23 254 23 703
Sonstige betriebliche Aufwendungen 99 349 91 774
Finanzergebnis 52 958 30 835
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 107 187 88 602
Steuern 27 267 9 690
Jahresüberschuss 79 920 78 912
Gewinnvortrag aus dem Vorjahr 20 140 40 000
Einstellung in andere Gewinnrücklagen 39 960 39 456
Bilanzgewinn 60 100 79 456

Der Umsatz der MVV Energie AG sank im Geschäftsjahr 2014/15 auf 1 806 Mio Euro (Vorjahr 1 918 Mio Euro); er wurde ausschließlich in Deutschland erzielt. Der Rückgang ist vor allem auf niedrigere Strom- und Gashandelsmengen sowie auf einen rückläufigen Stromabsatz zurückzuführen. Mit einem Anteil von 74 % am Gesamtumsatz war das Stromgeschäft die umsatzstärkste Sparte der MVV Energie AG. Der Materialaufwand ging korrespondierend mit der Umsatzentwicklung im Vergleich zum Vorjahr um 6 % auf 1 688 Mio Euro zurück.

Im Geschäftsjahresvergleich erhöhten sich die Personalaufwendungen um 3,7 auf 113,5 Mio Euro. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf tarifliche Erhöhungen zurückzuführen. Die Mitarbeiterzahl der MVV Energie AG nahm im Jahresdurchschnitt 2014/15 gegenüber dem Vorjahr um 39 auf 1 387 Personen ab. Zum 30. September 2015 beschäftigte die MVV Energie AG 1 400 Mitarbeiter, 11 weniger im Vergleich zum 30. September 2014.

Die Abschreibungen veränderten sich gegenüber dem Vorjahr kaum. Im Berichtsjahr und im Vorjahr nahm die MVV Energie AG keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vor.

Der Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen um 7,6 auf 99,4 Mio Euro steht im Wesentlichen im Zusammenhang mit den höheren Rückstellungen.

Das Finanzergebnis stieg im Geschäftsjahresvergleich um 22,1 auf 53,0 Mio Euro. Niedrigeren Aufwendungen aus Verlustübernahmen (- 12,3 Mio Euro), niedrigeren Zinsaufwendungen und ähnliche Aufwendungen (- 3,4 Mio Euro) sowie höheren Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen (+ 9,3) und aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens (+ 6,1) standen rückläufige Erträge aus Beteiligungen (- 6,2 Mio Euro) und sonstige Zinserträge und ähnliche Erträge (- 2,8 Mio Euro) gegenüber.

Das ERGEBNIS DER GEWÖHNLICHEN GESCHÄFTSTÄTIGKEIT stieg gegenüber dem Ergebnis des Vorjahrs um 18,6 auf 107,2 Mio Euro.

Im Berichtsjahr erwirtschaftete die MVV Energie AG nach Abzug von Steuern einen JAHRESÜBERSCHUSS von 80 Mio Euro (Vorjahr: 79 Mio Euro). Durch den Gewinnverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 13. März 2015 haben wir 59,3 Mio Euro an die Aktionäre ausgeschüttet und 20,1 Mio Euro des Bilanzgewinns 2014/15 auf neue Rechnung vorgetragen. Aus dem Jahresüberschuss des Berichtsjahrs wurden 40,0 Mio Euro gemäß § 58 Abs. 2 AktG in die anderen Gewinnrücklagen eingestellt.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wies die MVV Energie AG einen BILANZ-GEWINN in Höhe von 60,1 Mio Euro aus.

Die Hauptversammlung findet am 4. März 2016 statt. Sie wird über den Dividendenvorschlag des Vorstands und Aufsichtsrats entscheiden, der am 3. Dezember 2015 beschlossen wird. Die Dividende für das Geschäftsjahr 2013/14 betrug 0,90 Euro je Aktie.

Vermögens- und Finanzlage der MVV Energie AG

Die bilanzielle Darstellung hat sich gegenüber dem Vorjahr nicht geändert. Die Bilanzsumme erhöhte sich im Vergleich zum Vorjahr um 164 auf 2 358 Mio Euro. Die Aktivseite wird wesentlich durch das Finanzanlagevermögen geprägt: Zum 30. September 2015 betrug es 1 562 Mio Euro (Vorjahr 1 360 Mio Euro); das entspricht einem Anteil von 66 % (Vorjahr 62 %) an der Bilanzsumme. Der Anstieg des Finanzanlagevermögens ist vor allem auf die Beteiligung an der Juwi AG zurückzuführen.

Das Sachanlagevermögen veränderte sich im Vergleich zum Vorjahr kaum.

Das Umlaufvermögen sank vor allem aufgrund des Rückgangs der flüssigen Mittel im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs um 39 auf 441 Mio Euro.

Bilanz zum 30.9.2015

der MVV Energie AG

Aktiva

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Anlagevermögen    
Immaterielle Vermögenswerte 767 3 496
Sachanlagen 352 756 349 418
Finanzanlagen 1 562 387 1 360 006
  1 915 910 1 712 920
Umlaufvermögen    
Vorräte 20 245 14 589
Forderungen und sonstige Vermögenswerte 288 643 281 887
Flüssige Mittel 132 355 183 749
  441 243 480 225
Rechnungsabgrenzungsposten 577 1 106
  2 357 730 2 194 251

Passiva

   
in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Eigenkapital    
Gezeichnetes Kapital 168 721 168 721
Kapitalrücklage 458 946 458 946
Gewinnrücklagen 330 923 290 962
Bilanzgewinn 60 100 79 456
  1 018 690 998 085
Empfangene Ertragszuschüsse 41 670 38 816
Rückstellungen 109 375 82 897
Verbindlichkeiten 1 187 885 1 073 851
Rechnungsabgrenzungsposten 110 602
  2 357 730 2 194 251

Das Eigenkapital stieg um 21 auf 1 019 Mio Euro. Der Anstieg der Rückstellungen um 27 auf 109 Mio Euro ist vor allem auf höhere Steuerrückstellungen und auf stichtagsbezogene nicht abgerechnete Leistungen zurückzuführen. Die Verbindlichkeiten nahmen um 114 auf 1 188 Mio Euro zu. Die Ursache hierfür waren insbesondere höhere Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und gegenüber verbundenen Unternehmen. Demgegenüber verringerten sich die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und die sonstigen Verbindlichkeiten. Die Eigenkapitalquote lag zum Bilanzstichtag bei 43 % (Vorjahr 45 %) und spiegelt eine solide Eigenkapitalausstattung der MVV Energie AG wider.

Die MVV Energie AG nimmt die Finanzierungsfunktion für verbundene Unternehmen des MVV Energie Konzerns wahr. Im Rahmen dieser Funktion sichert die MVV Energie AG die operative Liquidität zahlreicher Gesellschaften und versorgt diese über Gesellschafterdarlehen mit langfristigem Kapital, das für Investitionen notwendig ist. Zu diesen Gesellschaften gehören unter anderem: MVV Umwelt UK GmbH, MVV Umwelt Asset GmbH, MVV Windenergie Deutschland GmbH und MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH. Zur Sicherung der Liquidität stehen zugesagte Kreditlinien in ausreichendem Umfang zur Verfügung.

Tätigkeitsabschlüsse 2014/15

Mit ihren Tätigkeitsabschlüssen 2014/15 erfüllt die MVV Energie AG die Berichtspflicht nach § 6 b des Gesetzes über die Elektrizitäts- und Gasversorgung (Energiewirtschaftsgesetz - EnWG): In der internen Rechnungslegung führen wir gemäß § 6 b EnWG jeweils getrennte Konten für die Tätigkeiten der Elektrizitäts- und Gasverteilung, für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors sowie für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Wir erstellen zudem eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung für die Elektrizitäts- und Gasverteilung. Zum 30. September 2015 hat die MVV Energie AG die Darstellung ihrer Tätigkeitsabschlüsse gegenüber dem Vorjahr ergänzt. In der bisherigen Struktur der Tätigkeitsabschlüsse wurden in den Bereichen Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nur die Tätigkeiten des Verpächters, die mit der direkten Nutzung des Eigentumsrechts zusammenhängen, gezeigt. Darüber hinaus erbringen jedoch der technische Service und die kaufmännischen Unterstützungsleistungen ebenfalls Dienstleistungen für den Netzbetreiber, die Netrion GmbH. Diese Tätigkeiten wurden bisher überwiegend in den sonstigen Tätigkeiten ausgewiesen. In den Tätigkeitsabschlüssen für das Berichtsjahr wurde die Darstellung so erweitert, dass zwischen Dienstleistungen für den Netzbereich und Dienstleistungen für andere Bereiche unterschieden wird. Aus Vergleich-barkeitsgründen stellen wir die entsprechenden Vorjahreswerte in angepasster Form dar.

Elektrizitätsverteilung

Der Tätigkeitsbereich Elektrizitätsverteilung wies im Berichtsjahr einen Umsatz von 27,2 Mio Euro (Vorjahr 26,1 Mio Euro) aus. Gemessen am Gesamtumsatz des Elektrizitätssektors von 1,3 Mrd Euro (Vorjahr 1,5 Mrd Euro) ist der Umsatz des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung von geringer Bedeutung. Die Ergebnisse des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung der MVV Energie AG enthalten neben den Erträgen aus der Verpachtung ihrer Stromnetze an die Netrion GmbH auch Erträge aus Konzessionsabgaben und Erlöse aus dem technischen Service. Die Netrion verwaltet und betreibt die Verteilungsanlagen und -netze der MVV Energie AG und ist für die Instandhaltung verantwortlich. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe bis zum 30. September 2015 an die Netrion GmbH standen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Die Elektrizitätsverteilung wies im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 6,0 Mio Euro (Vorjahr - 0,1 Mio Euro) auf. Der Anstieg ist im Wesentlichen auf niedrigere Aufwendungen aus Verlustübernahmen zurückzuführen.

Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Elektrizitätsverteilung lag zum Bilanzstichtag 30. September 2015 bei 114 Mio Euro (Vorjahr 112 Mio Euro) und entsprach damit 38 % (Vorjahr 32 %) der Bilanzsumme des Elektrizitätssektors der MVV Energie AG. Das Sachanlagevermögen der Elektrizitätsverteilung hat sich mit 107 Mio Euro im Vergleich zum Bilanzstichtag des Vorjahrs kaum verändert und stellte damit einen Anteil von 94 % (Vorjahr 95 %) an der Bilanzsumme der Elektrizitätsverteilung dar. Auf der Passivseite sanken die Verbindlichkeiten der Elektrizitätsverteilung von 39 auf 30 Mio Euro.

Gasverteilung

Mit einem Umsatz von 13,5 Mio Euro (Vorjahr 12,6 Mio Euro) ist der Tätigkeitsbereich Gasverteilung gemessen am Gesamtumsatz des Gassektors von 236 Mio Euro (Vorjahr 249 Mio Euro) von geringer Bedeutung. Die Ergebnisse des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung der MVV Energie AG enthalten - analog des Elektrizitätssektors - neben den Erträgen aus der Verpachtung ihrer Netze an die Netrion GmbH auch Erträge aus Konzessionsabgaben und Erlöse aus dem technischen Service. Den sonstigen betrieblichen Erträgen aus der Weiterverrechnung der Konzessionsabgabe bis 30. September 2015 an die Netrion GmbH standen entsprechende sonstige betriebliche Aufwendungen gegenüber. Der Tätigkeitsbereich Gasverteilung erwirtschaftete im Berichtsjahr einen Jahresüberschuss von 6,8 Mio Euro (Vorjahr 6,3 Mio Euro).

Die Bilanzsumme des Tätigkeitsbereichs Gasverteilung lag zum Bilanzstichtag 30. September 2015 bei 89 Mio Euro (Vorjahr 87 Mio Euro); das entspricht einem Anteil von rund 70 % (Vorjahr 64 %) an der Bilanzsumme des Gassektors der MVV Energie AG. Das Sachanlagevermögen der Gasverteilung lag mit 83 Mio Euro auf dem Vorjahresniveau und machte 93 % (Vorjahr 95 %) der Bilanzsumme der Gasverteilung aus. Auf der Passivseite nahmen die Verbindlichkeiten der Gasverteilung von 16 auf 14 Mio Euro ab.

Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)

Gemäß § 289a HGB sind börsennotierte Unternehmen verpflichtet, eine Erklärung zur Unternehmensführung abzugeben: In dieser Erklärung berichten sie über die aktuelle Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG und über Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Anforderungen hinaus angewendet werden. Zudem berichten sie über die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat sowie über die Zusammensetzung und Arbeitsweise der Ausschüsse des Aufsichtsrats.

Die MVV Energie AG hat in ihrer aktuellen Erklärung zur Unternehmensführung bereits auf freiwilliger Basis die zukünftig erforderliche Veröffentlichung gemäß dem "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" umgesetzt.

Wir haben die Erklärung zur Unternehmensführung mit Entsprechenserklärung am 5. November 2015 im Internet unter www.mvv-investor.de publiziert; zusätzlich befindet sie sich in diesem Geschäftsbericht 2014/15 im ► Bericht zur Corporate Governance auf den Seiten 29 bis 34.

Erklärung gemäß § 312 Aktiengesetz (AktG)

Der Vorstand hat für das Geschäftsjahr 2014/15 gemäß § 312 AktG einen Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) erstellt und erklärt: "Die MVV Energie AG hat bei den Rechtsgeschäften, die im Bericht über die Beziehungen zur Stadt Mannheim und zu den verbundenen Unternehmen aufgeführt sind, nach den Umständen, die dem Vorstand zu dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem die Rechtsgeschäfte vorgenommen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhalten."

BERICHT ZU CHANCEN UND RISIKEN

Energiepolitische Entscheidungen und die sich massiv verändernden energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen haben den Geschäftsverlauf von Unternehmen der Energiebranche in Deutschland in den vergangenen Jahren in hohem Maße beeinflusst. Damit einhergehend sind die unternehmerischen Risiken für MVV Energie gestiegen; der Wandel im Energiesystem bietet jedoch auch Chancen, die wir konsequent nutzen. Vor diesem Hintergrund hat das professionelle, aktive Management von Risiken und Chancen für uns eine hohe Bedeutung.

In diesem Bericht erläutern wir zunächst detailliert unser Risikomanagementsystem; danach zeigen wir die Entwicklung der erwarteten Gesamtrisikosituation auf. Abschließend erläutern wir die sechs Kategorien, in die wir Chancen und Risiken unterteilen. Über ein weiteres wichtiges Instrument zur Unternehmensführung, unser Internes Kontrollsystem zum Rechnungslegungsprozess, berichten wir ab ► Seite 100.

Erläuterung des Risikomanagementsystems

Um signifikante negative Abweichungen vom geplanten Ergebnis zu vermeiden und unsere Gesellschaften vor bestandsgefährdenden Risiken zu schützen, gehen wir bewusst mit Chancen und Risiken um. Dafür nutzen wir systematisch unser Risikomanagementsystem: Wir identifizieren, bewerten und aggregieren Chancen und Risiken unter Berücksichtigung der ergriffenen Gegenmaßnahmen (Nettobetrachtung) zu einem Chance/Risiko-Profil. Gegebenenfalls ergreifen wir Maßnahmen zur Risikominimierung. Auf diese Weise überwachen und steuern wir die Entwicklungen im Geschäftsjahr.

Wir erfassen grundsätzlich alle für unser Geschäft relevanten Risiken. Auch wenn wir Chancen und Risiken im Rahmen unserer Kurz- und Mittelfristplanung sorgfältig abwägen und sie in unserer Ergebnisprognose berücksichtigen, können unerwartete Entwicklungen und Ereignisse dazu führen, dass das Adjusted EBIT den geplanten Wert über- oder unterschreitet.

Es ist Aufgabe des Vorstands, die Risikopolitik des Unternehmens zu beschließen; er legt sowohl die Prozesse und Zuständigkeiten fest als auch die Limits zur Risikosteuerung. Für alle Mitarbeiter steht unser Risikomanagement-Handbuch im Intranet zur Verfügung. Die Konzernrisikoposition wird von unserem zentralen Risikocontrolling überwacht; dort werden Risiken kontinuierlich beobachtet. Unser operatives Risikomanagement ist innerhalb der Geschäftseinheiten angesiedelt: In unseren legalen Geschäftseinheiten und den Geschäftsfeldern liegt die Verantwortung bei den sogenannten Risikoträgern; diese Mitarbeiter sind ebenfalls für die operativen Ergebnisse der jeweiligen Geschäftseinheiten verantwortlich. Die Risikoträger überprüfen regelmäßig die aktuelle Geschäftssituation und identifizieren und bewerten wesentliche Chancen und Risiken. Sie beurteilen mögliche finanzielle Auswirkungen von Chancen und Risiken auf das geplante Adjusted EBIT und melden ihre Auswertung standardisiert und regelmäßig an das zentrale Risikocontrolling. Es ist zudem Aufgabe der Risikoträger, entsprechende Maßnahmen zur Bewältigung der Risiken umzusetzen beziehungsweise Chancen zu nutzen.

Risikomanagementsystem des MVV Energie Konzerns

Die konzernweit ermittelten Chancen und Risiken aggregiert das zentrale Risikocontrolling mit Methoden der Wahrscheinlichkeitsrechnung; die größten Einzelgefährdungen werden separat aufgeführt. Wir bewerten die Risikosituation, indem wir die finanziellen Auswirkungen bei Eintritt des Risikos mit dessen Eintrittswahrscheinlichkeit kombinieren; darauf aufbauend aggregieren wir die Risiken in insgesamt sechs Risikokategorien. Um die Risikosituation zu quantifizieren, bestimmen wir die mögliche Ergebniswirkung je Risikokategorie im Verhältnis zum Adjusted EBIT des Konzerns und unterscheiden in die Risikostufen "gering", "mittel" und "hoch".

Das Chance/Risiko-Profil des Konzerns wird dem Vorstand und dem Aufsichtsrat in einem vierteljährlichen Risikoreport dargelegt. In dringlichen Fällen wird dem Vorstand umgehend berichtet - er informiert dann wiederum den Aufsichtsrat.

Das Risikomanagementsystem wird intern durch die Konzernrevision regelmäßig überprüft.

Ein Fokus unseres Risikomanagements liegt darauf, Risiken zu verringern oder auf Dritte zu überwälzen; dafür entwickeln wir geeignete Maßnahmen und überwachen deren Umsetzung. Risiken bewusst einzugehen, kann zu einer erfolgreichen Risikostrategie gehören; dazu müssen sie beherrschbar sein und ihnen müssen entsprechende Chancen oder andere Kompensationsmöglichkeiten, zum Beispiel über Diversifizierung, gegenüberstehen.

Gesamtaussage des Vorstands

Die Rahmenbedingungen haben sich für Unternehmen in der Energiebranche im Vergleich zum Vorjahr nicht wesentlich verändert. Der Wettbewerbsdruck befindet sich auf einem unverändert hohen Niveau.

Wesentliche energiepolitische Entscheidungen stehen aus, daher unterliegt die Branche weiterhin Planungsunsicherheiten. Dies betrifft insbesondere die Investitionen in Anlagen zur Stromerzeugung, auch aus erneuerbaren Energien. Wir erwarten, dass Energieunternehmen mit weiteren tiefgreifenden Veränderungen und instabilen Rahmenbedingungen konfrontiert werden. Zudem sind die Energiemärkte unverändert volatil, daher ist unsere zukünftige Geschäftstätigkeit - trotz unseres ausgewogenen Chance/Risiko-Profils - mit Risiken behaftet.

Aus Sicht des Vorstands des MVV Energie Konzerns gibt und gab es keine Anhaltspunkte dafür, dass Risiken einzeln oder in ihrer aggregierten Gesamtheit den Fortbestand des gesamten Unternehmens oder eines wesentlichen Teilkonzerns im Berichtszeitraum gefährdet haben oder darüber hinaus gefährden könnten.

Darstellung der erwarteten Risikosituation

Nachfolgend stellen wir die für den MVV Energie Konzern wesentlichen Unternehmensrisiken in Risikokategorien dar. Die in der Grafik aufgeführten Risikostufen "gering", "mittel" und "hoch" beziehen sich auf die erwartete Auswirkung in der jeweiligen Risikokategorie in Bezug auf das geplante Adjusted EBIT im Konzern (in %).

Die erwartete Risikosituation stufen wir für folgende Risikokategorien unverändert als "mittel" ein:

Preisrisiken

Mengenrisiken

Operative Risiken

Die Risikosituation der verbleibenden Risikokategorien stufen wir als "gering" ein.

Preisrisiken und -chancen

Zur Kategorie der Preisrisiken und -chancen zählen wir: Preisschwankungen der Commodities sowohl auf der Bezugs- als auch auf der Absatzseite, Wechselkursveränderungen und Zinsänderungen. Als Maßnahme zur Begrenzung von Zins-, Währungs- und Commodity-Risiken nutzen wir hauptsächlich Finanzinstrumente - wir berichten dazu ausführlich in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss ab Seite 157.

Erwartete Risikosituation im MVV Energie Konzern für das Geschäftsjahr 2015/16

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RISIKOKATEGORIE Preisrisiken Mengenrisiken Operative Risiken
  • Marktpreise: • Absatzschwankungen: • Anlagenbetrieb
  -Clean Dark Spread - Witterung und Windaufkommen • Bauprojekte
  -Bezugspreis- Schwankungen - Wirtschaftliches Umfeld • Personal
  -Abfall- und Biomassepreise • Wettbewerb und Effizienz • IT/Modell-/ Organisations-/ Sicherheitsrisiken
  • Wechselkurs • Beschaffungsunsicherheit bei Abfallmenge und Biomasse  
  • Zinsen    
RISIKOSTUFE mittel mittel mittel
(Vorjahresprognose für 2014/15) (mittel) (mittel) (mittel)
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RISIKOKATEGORIE Gesetzliche Risiken Finanzierungsrisiken Strategische Risiken
  • Regulierung • Forderungsausfall • Strategische Entscheidungen (u. a. Investitionen)
  • Rechtliche Risiken • Refinanzierung  
    • Liquidität  
    • Länder  
       
       
RISIKOSTUFE gering gering gering
(Vorjahresprognose für 2014/15) (gering) (gering) (gering)

Risiko1 in % des betrieblichen Ergebnisses (Adjusted EBIT) im Konzern:

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hoch > 40 %
mittel 10 % bis < 40 %
gering 0 % bis < 10 %

1 Ergebnisabweichung vom Plan: wahrscheinlicher durchschnittlicher Maximalschaden im Geschäftsjahr, in dem die Ergebniswirkung eintreten kann

SCHWANKUNGEN DES CLEAN DARK SPREAD

Der Clean Dark Spread (CDS), die Erzeugungsmarge aus der Steinkohleverstromung, errechnet sich aus der Differenz zwischen den Stromerlösen an den Großhandelsmärkten und den Kosten, die bei der Erzeugung entstanden sind. Dabei setzen sich die Erzeugungskosten hauptsächlich aus den Kosten für Kohle (einschließlich der Transportkosten und der Währungsumrechnungsdifferenz) und für CO2 -Emissionszertifikate zusammen. Die möglichen Auswirkungen von Preisschwankungen auf unser Erzeugungs-Portfoliomanagement beobachten, bewerten und steuern wir mit einer konzernweiten Systematik.

Im Geschäftsjahr 2014/15 befand sich der CDS nach wie vor auf einem niedrigen Niveau; dies wirkt sich insbesondere negativ auf das Adjusted EBIT des Berichtssegments Handel und Portfoliomanagement aus, dem die Vermarktung unserer Kraftwerkskapazitäten zugeordnet ist.

Erst wenn sich die Erzeugungsmarge deutlich verbessert, könnten Chancen entstehen.

BEZUGSPREISSCHWANKUNGEN AM MARKT

Wir kaufen die Energiemengen, die unsere Vertriebe für die Lieferungen an unsere Kunden benötigen, überwiegend am Energiehandelsmarkt ein und decken uns bis zu drei Kalenderjahre im Voraus ein. Dafür schließt unsere Energiehandelstochter MVV Trading GmbH - gemäß unserem geltenden Hedging-Regelwerk - die entsprechenden Termingeschäfte ab. So verstetigen wir unsere Ergebnisse in den Berichtssegmenten Handel- und Portfoliomanagement sowie Vertrieb und Dienstleistungen und verringern frühzeitig Unsicherheiten in den folgenden Geschäftsjahren. Mit unserem Energiehandel können wir aktiv das Volumen unserer Risikoposition begrenzen.

SCHWANKUNGEN DER ABFALL- UND BIOMASSEPREISE

Wir haben im Spätsommer 2015 unsere beiden neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien - die thermische Abfallverwertungsanlage mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Plymouth und das KWK-fähige Biomassekraftwerk in Ridham Dock - in Betrieb genommen; seitdem beobachten und bewerten wir das Risiko schwankender Abfallpreise nun auch im britischen Markt. Zusätzlich verstärkt unsere gestiegene Erzeugungskapazität für Biomethan am Standort Staßfurt unseren Fokus auf die europaweite Entwicklung von Biomassepreisen.

WECHSELKURSVERÄNDERUNGEN

Unsicherheiten ergeben sich aus der Brennstoffbeschaffung, unserem Engagement in Tschechien, den neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien und durch das internationale Projektentwicklungsgeschäft für erneuerbare Energien. In den Vorjahren hatten Chancen und Risiken im Zusammenhang mit Wechselkursveränderungen für uns lediglich geringe Bedeutung. Im Berichtsjahr sind sie stärker in unseren Fokus gerückt.

ZINSÄNDERUNGEN

Unsere Finanzierungsabteilung überwacht kontinuierlich Zinsänderungsrisiken und sichert diese für die Finanzierung von neuen Projekten und die Refinanzierung ab. Dennoch bestehen Risiken aus einem möglichen Anstieg der Zinsen, wie ein Anstieg des Zinsaufwands oder eine sinkende Nachfrage nach Erneuerbare-Energien-Projekten, da alternative Geldanlageformen bei steigenden Zinsen für Investoren attraktiver werden.

Mengenrisiken und -chancen

Unser operatives Ergebnis kann durch Mengenschwankungen auf der Erzeugungs-, der Beschaffungs- und auf der Absatzseite positiv oder negativ beeinflusst werden.

ABSATZSCHWANKUNGEN DURCH WITTERUNGSVERLAUF UND WINDAUFKOMMEN

Unsere Geschäftsentwicklung ist eng an den Witterungsverlauf gekoppelt; er beeinflusst in der Heizperiode (Oktober bis April) den Absatz von Fernwärme und Gas. Das Windaufkommen bestimmt unsere Erzeugungsmengen von Strom aus Windkraftanlagen. Es besteht die Chance, dass es in der Heizperiode kühler wird als geplant und/oder dass das Windkaufkommen unsere Erwartungen übersteigt. Ähnlich wie im Geschäftsjahr 2013/14 war es in der Heizperiode des Berichtsjahrs gegenüber unserer Planung insgesamt milder als erwartet. Auch das Windaufkommen und damit das Produktionsvolumen von Strom aus Windkraftanlagen unterschritt unsere Erwartungen. Beide Entwicklungen bestätigen unsere Chance-/Risikobewertung für das Geschäftsjahr 2014/15, sie sind zwei der wesentlichen erwarteten Ergebnisunsicherheiten im MVV Energie Konzern.

MENGENSCHWANKUNGEN INFOLGE GEÄNDERTER WIRTSCHAFTLICHER BEDINGUNGEN

Vom Konjunkturverlauf ist unser Konzern in der Regel indirekt betroffen; falls unsere großen Industrie- und Gewerbekunden aufgrund der wirtschaftlichen Lage ihre Produktion zurückfahren, kann das dazu führen, dass sie weniger Energie von uns benötigen. Andererseits bestehen Chancen auf höhere Absatzmengen, wenn unsere Kunden ihre Produktion konjunkturbedingt steigern.

ABSATZSCHWANKUNGEN DURCH WETTBEWERB ODER EFFIZIENZMAßNAHMEN

Der Wettbewerbsdruck im liberalisierten Energiemarkt steigt Jahr für Jahr. Wenn sich Kunden für andere Anbieter entscheiden, führt das zu Mengenrückgängen bei unserem Absatzvolumen. Effizienzmaßnahmen bei Kunden, beispielsweise durch Wärmedämmungen, können ebenfalls zu Absatzrückgängen führen.

Chancen, die aus dem liberalisierten Markt entstehen, nutzen wir, indem wir innovative, wettbewerbsfähige Produkte mit hohem Kundennutzen entwickeln.

Wir rechnen nicht damit, dass bedeutende Risiken aus auslaufenden Konzessionsverträgen eintreten, da wir traditionell eine gute und partnerschaftliche Zusammenarbeit mit den kommunalen Eigentümern pflegen.

BESCHAFFUNG ABFALLMENGEN UND BIOMASSE

Das Gewerbeabfallaufkommen kann unter anderem mittelfristig konjunkturbedingt oder längerfristig durch gesetzliche Vorgaben höher oder geringer ausfallen. Mögliche Mengenrisiken für unsere Anlagen minimieren wir mit unserem professionellen Stoffstrommanagement. Allerdings könnten die Erlöse selbst bei einer hohen Auslastung unserer thermischen Abfallverwertungsanlagen unterhalb unserer Erwartungen liegen - zum Beispiel, wenn eine schlechte Qualität des Brennstoffs das Ergebnis negativ beeinflusst. Ein geringerer Brennwert des Abfalls führt jedoch nicht zwingend zu Einbußen, denn gegebenenfalls könnte so eine größere Menge verfeuert werden. Da Abfall nach Gewicht vergütet wird, würde dies zu steigenden Abfallerlösen führen.

Aufgrund der im Jahr 2015 neu in Betrieb genommenen Erzeugungs- und Abfallverwertungsanlagen ist die Ergebnisunsicherheit aus Mengenschwankungen im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur gestiegen. Zudem wächst mit der Inbetriebnahme des Biomassekraftwerks in Ridham Dock und der Biomethananlage Staßfurt die Beschaffungsunsicherheit für Biomasse; mögliche Mengenschwankungen vermindern wir mit unserem Stoffstrommanagement, mit unserer Substrat- und Ersatzbeschaffungsstrategie sowie mit dem Management von Puffermengen.

Operative Risiken und Chancen

Operative Risiken und Chancen für MVV Energie können hauptsächlich im Zusammenhang mit dem Bau und dem Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung entstehen.

UNSICHERHEITEN AUS DEM ANLAGENBETRIEB

Wesentliche operative Unsicherheiten für unseren Konzern sind durch den Betrieb von Anlagen zur Energieerzeugung im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur bedingt. So würde ein ungeplanter Stillstand einer Anlage zum einen zu Produktionsausfällen führen; des Weiteren könnte er zusätzliche Aufwendungen nach sich ziehen - beispielsweise, wenn die Anlage repariert werden muss, wenn Ersatzlieferungen für unsere Kunden zugekauft oder Vertragsstrafen bezahlt werden müssen. Wir reduzieren die Ausfallrisiken unserer Anlagen durch regelmäßige Wartungs- und Überwachungsmaßnahmen; ausschließen lassen sich Ausfälle jedoch nicht. Daher haben wir Versicherungen abgeschlossen, die die finanziellen Auswirkungen möglicher Schäden begrenzen sollen. Zudem beobachten und bewerten wir mögliche Sanierungsvorhaben auf Brachflächen ehemaliger Anlagen unter Risiko- und Umweltschutzgesichtspunkten. Der Einfluss, den die Risikoposition "Unsicherheiten aus dem Anlagenbetrieb" auf das geplante Adjusted EBIT haben könnte, ist insgesamt gestiegen, da wir im Berichtsjahr zusätzliche Anlagen in Betrieb genommen haben.

Chancen können wir nutzen, wenn es uns im Rahmen unserer Instandhaltungsstrategie gelingt, geplante Revisionszeiten zu optimieren, Anlagen über die anvisierten Benutzungsstunden hinaus auszulasten oder den Wirkungsgrad zu steigern: So können wir höhere Erzeugungsmengen erreichen und Kosten verringern.

RISIKEN AUS DEM VERLAUF VON BAUPROJEKTEN

Ein besonderes Merkmal von energieerzeugenden Unternehmen sind die notwendigen hohen und langfristig ausgelegten Investitionen. Die Planungs- und Bauphasen von großen Erzeugungsanlagen sind lang. Falls sich Fertigstellung und Inbetriebnahme unserer Großprojekte verzögern oder die Kosten aufgrund aktueller Entwicklungen höher werden als geplant, kann unser geplantes Adjusted EBIT negativ beeinflusst werden. Wir legen daher großen Wert darauf, Projekte in der Planungsphase solide zu konzipieren und zu kalkulieren; in unsere Prüfung beziehen wir die zuständigen Fachabteilungen ein. Wir begrenzen Verzögerungen in der Bauphase und mögliche Nachforderungen, indem wir geeignete Projektmanagement-Methoden nutzen. Im neuen Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien bestehen Risiken durch ausbleibende oder verzögert erteilte Bau- und Betriebsgenehmigungen und damit zusammenhängende Fragestellungen.

ENTWICKLUNGEN IM PERSONALBEREICH

Qualifizierte und engagierte Mitarbeiter sind die Basis unseres Unternehmenserfolgs. Mit zahlreichen Maßnahmen erreichen wir, dass wir die richtigen Mitarbeiter finden und sie langfristig an uns binden. So optimieren wir zum Beispiel unsere Personalentwicklung und bieten unterschiedliche Möglichkeiten, die Vereinbarkeit von Familie und Beruf zu erleichtern - dazu informieren wir im Kapitel ► Mitarbeiter ab Seite 53. Auch im Personalbereich könnten Risiken eintreten: Zum Beispiel könnte der demografische Wandel für Unternehmen des MVV Energie Konzerns zu Kapazitäts- und Alterungsrisiken führen, je nach Standort in unterschiedlichem Ausmaß. Wir rechnen damit, dass unsere Programme zur Mitarbeitergewinnung und -bindung erfolgreich sein werden; so steigern wir unsere Chancen, besonders begehrte Fachkräfte für unser Unternehmen zu gewinnen. Um Nachfolgeregelungen für Schlüsselpositionen frühzeitig sicherzustellen, qualifizieren wir unsere Mitarbeiter gezielt weiter.

Einflüsse, aus denen Risiken aus Pensionsverpflichtungen resultieren könnten, wurden bereits in Pensionsgutachten berücksichtigt und sind in unsere Planung eingeflossen. Die Informationen zu unseren Pensionsverpflichtungen finden Sie in den ► Erläuterungen zum Konzernabschluss (Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen) auf den Seiten 127, 128 und 167.

RISIKEN IM IT-, MODELL-, ORGANISATIONS- UND SICHERHEITSBEREICH

Nahezu all unsere Geschäftsprozesse sind auf eine sichere Datenspeicherung und eine unterbrechungsfreie Informationstechnologie angewiesen. Mit umfangreichen technischen und organisatorischen Maßnahmen verringern wir unsere IT-Risiken: Unter anderem nehmen wir zwischen den Produktionsrechnern und den räumlich getrennten Backup-Rechnern permanente Datenspiegelungen vor; wir haben alle wichtigen Hardwarekomponenten redundant ausgelegt; darüber hinaus verfügen wir über ein Ausweichrechenzentrum. Der Sicherheit unserer IT-Infrastruktur und IT-Systeme schenken wir große Aufmerksamkeit, um mögliche Angriffe frühzeitig zu erkennen und abzuwehren. Aus unserer Sicht haben sich die IT-Risiken für unseren Konzern nicht verändert. Dies gilt auch für Chancen und Risiken im Modell-, Organisations- und Sicherheitsbereich.

Gesetzliche Risiken

Risiken, die im Zusammenhang mit der Regulierung oder mit anderen rechtlichen Themen stehen, fassen wir unter gesetzliche Risiken zusammen.

REGULIERUNGSRISIKEN

Wenn Behörden - wie die Bundesnetz-agentur (BNetzA) oder die Kartellämter - in die Preisgestaltung eingreifen, können aus der Regulierung Risiken für Unternehmen der Energiebranche entstehen. In der Vergangenheit betraf das beispielsweise die Netzentgelte, die von der BNetzA festgesetzt werden. Noch stehen bedeutende energiepolitische Entscheidungen aus - wie die konkrete Ausgestaltung der zukünftigen Förderung von Anlagen mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK), deren Folgen unser Adjusted EBIT negativ beeinflussen könnten. An der politischen Meinungsbildung beteiligen wir uns aktiv und begegnen so diesen Risiken - dazu informieren wir ausführlich im ► Wirtschaftsbericht ab Seite 72.

RECHTLICHE RISIKEN

Rechtliche Risiken könnten für MVV Energie im Zusammenhang mit Gerichtsprozessen, Produkthaftungen sowie unvorteilhaften oder nicht durchsetzbaren Verträgen eintreten. Solche Risiken begrenzen wir, indem unsere Konzernrechtsabteilung Verträge entsprechend verhandelt und verfasst. Außerdem verfügen wir über ein konzernweit gültiges Compliance-Management-System, das auch dazu dient, Gesetzesverstöße zu vermeiden; wir berichten darüber im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 28.

Die Geschäftsentwicklung von MVV Energie ist außerdem Risiken ausgesetzt, die sich aus der Rechtsprechung in Bezug auf Preisanpassungsklauseln ergeben; für unser Unternehmen könnten daraus Unsicherheiten in der Gestaltung zukünftiger Verträge entstehen.

Finanzierungsrisiken und -chancen

Die Finanzierungsrisiken setzen sich größtenteils aus Forderungsausfall- sowie Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiken zusammen.

FORDERUNGSAUSFALLRISIKEN

Forderungsausfälle entstehen, wenn Kunden oder Geschäftspartner unsere Rechnungen nicht oder nur zum Teil begleichen; Risiken in diesem Zusammenhang bestehen für alle Berichtssegmente, so zum Beispiel bei unseren langfristigen Lieferbeziehungen, wie Contracting-Verträgen. Um sie zu begrenzen, suchen wir unsere Geschäftspartner mit kaufmännischer Vorsicht aus. Um eine Häufung von Ausfallrisiken zu vermeiden, diversifizieren wir unser Portfolio. Die Bonität unserer Kunden prüfen wir genau; bei Bedarf vereinbaren wir zusätzlich die Hinterlegung von Sicherheiten, Bürgschaften oder Garantien.

REFINANZIERUNGS- UND LIQUIDITÄTSRISIKEN

Unter einem Refinanzierungs- und Liquiditätsrisiko versteht man das Risiko, dass benötigte Zahlungsmittel nicht oder nur zu erhöhten Kosten beschafft werden könnten. Wir profitieren von unserem konzerninternen Cash Pooling: Mit ihm können wir dieses Risiko verringern und darüber hinaus unser Zinsergebnis positiv beeinflussen. Unseren langfristigen Kapitalbedarf decken wir unter anderem mit Schuldscheindarlehen ab. Mit unseren verstärkten Aktivitäten im Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien durch die Windwärts Energie GmbH und die Juwi AG steigen die Finanzierungsrisiken für MVV Energie. Für den anvisierten Bau eines Gasmotoren-Heizkraftwerks in Kiel, haben die Anteilseigner der Stadtwerke Kiel, MVV Energie und die Landeshauptstadt Kiel, im Berichtsjahr mit der Erstellung des Finanzierungskonzepts begonnen.

Das niedrige Zinsniveau bietet Chancen im Bereich unserer Refinanzierung. Über unser Tilgungsprofil informieren wir im ► Wirtschaftsbericht auf Seite 90.

LÄNDERRISIKEN

Länderrisiken bestehen aufgrund der möglichen Zahlungsunfähigkeit oder der fehlenden Zahlungsbereitschaft eines Staates und durch Transferrisiken. Mit den internationalen Aktivitäten im neuen Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien gewinnt die Unsicherheit aus Länderrisiken an Bedeutung, bislang erwarten wir daraus aber keine signifikante Ergebniswirkung.

Strategische Risiken und Chancen

Die Grundlage für einen nachhaltigen Unternehmenserfolg sind richtige strategische Entscheidungen. Wir prüfen daher intensiv, in welche Märkte, Technologien, Unternehmen oder Projekte wir zu welchem Zeitpunkt und in welchem Umfang investieren. In unserem Unternehmen fließt - wie allgemein in der Energiebranche -viel Kapital in langfristige Sachanlagen zur Energieerzeugung und -verteilung. Um Potenziale neuer Märkte und Technologien zu identifizieren, nutzen wir unseren strategischen Planungsprozess; wir treffen Entscheidungen auf der Basis fundierter Markt- und Wettbewerbsanalysen mit sorgfältigen Rentabilitätsberechnungen und unter Beachtung von Chancen und Risiken.

In enger Abstimmung mit dem Vorstand überwacht unsere Abteilung Konzernstrategie kontinuierlich die strategische Ausrichtung und passt sie neuen Gegebenheiten an.

Eine wesentliche strategische Entscheidung im Berichtsjahr war, dass wir uns mit der Landeshauptstadt Kiel als Anteilseigner der Stadtwerke Kiel darauf geeinigt haben, den Bau eines neuen Gasmotoren-Heizkraftwerks als Nachfolgelösung für das Gemeinschaftskraftwerk Kiel voranzutreiben, das in den nächsten Jahren stillzulegen ist. Grundlage für die Einigung waren gestiegene Aussichten auf Verbesserungen der energiewirtschaftlichen Rahmenbedingungen.

Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie MVV 2020 haben wir seit dem Jahr 2009 Investitionen in Höhe von rund 2,5 Mrd Euro umgesetzt oder verbindlich beschlossen. Wir überprüfen unsere Investitionen gemäß unserer internen Richtlinien; die Fachabteilungen beziehen wir bei der Bewertung ein. Für unser geplantes Adjusted EBIT ist es von Bedeutung, dass die strategisch wichtigen Investitionen zu den erwarteten Ergebnisbeiträgen führen werden. Trotz sorgfältiger Prüfung könnten Fehleinschätzungen - hinsichtlich der Planungsprozesse, der zukünftigen Rentabilität, der nötigen Finanzierungsrahmen und der möglichen Risiken - in zukünftigen Geschäftsjahren zu Einbußen beim geplanten Adjusted EBIT führen. Bei der Projektentwicklung von Windkraftanlagen an Land könnte es beispielsweise vereinzelt zu Verzögerungen bei Projektverkäufen kommen, daher beobachten wir dieses Geschäftsfeld mit besonderer Aufmerksamkeit.

Durch die Transformation des Energiesystems in Deutschland ist die Planungsunsicherheit für unser Unternehmen weiterhin hoch, beispielsweise aufgrund ausstehender politischer Entscheidungen wie hinsichtlich der KWK-Förderung oder der Einführung von Smart Metern.

Chancen nutzen

Der tiefgreifende Umbau des Energieversorgungssystems bietet uns auch Chancen für ein mittel- und langfristig profitables Wachstum. Unsere Konzernunternehmen sind kommunal und regional fest verankert; unser breit gefächertes Geschäftsportfolio ist entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette ausgerichtet. Weil wir unsere auf nachhaltiges Wachstum ausgerichtete Strategie konsequent umsetzen, sind wir gut positioniert, um Chancen wirtschaftlich nutzen zu können. Die Strategie des MVV Energie Konzerns erläutern wir im Kapitel ► Unternehmensstrategie ab Seite 66.

Wachstumspotenzial im Bereich der erneuerbaren Energien erwarten wir vor allem in der Projektentwicklung von Wind Onshore in Deutschland und von Photovoltaik im Ausland. Im Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien verfügen wir dazu - auch mit der Windwärts Energie GmbH und der Juwi AG - über umfassendes Know-how in der Projektentwicklung und hohe Kompetenz im Bereich Betriebsführung. Im Abfall- und Biomassemarkt sehen wir in Großbritannien und Frankreich Chancen für unsere Unternehmensgruppe.

Über das Gemeinschaftsunternehmen Beegy GmbH erweitern wir kontinuierlich unser Angebot an innovativen Lösungen und unser Geschäftsmodell für dezentrales Energiemanagement. Wir bauen die Fernwärme mit Kraft-Wärme-Kopplung insbesondere an unseren Standorten Mannheim und Offenbach weiter aus, um so Wachstumschancen wahrzunehmen. Über die Chancen unseres Unternehmens berichten wir auch im ► Prognosebericht auf Seite 109.

INTERNES KONTROLLSYSTEM (IKS)

Geltungsbereich des Internen Kontrollsystems

Der MVV Energie Konzern stellt mit einem rechnungslegungsbezogenen Internen Kontrollsystem (IKS) eine ordnungsgemäße, zuverlässige und unternehmensweit einheitliche Rechnungslegung nach §§ 289 Abs. 5, 315 Abs. 2 Nr. 5 HGB einschließlich der Aufstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sicher. Unser IKS ist über alle Standorte hinweg integraler Bestandteil unserer Rechnungslegungs- und Finanzberichterstattungsprozesse; es dient darüber hinaus dazu, dass im Unternehmen gesetzliche Vorschriften und interne Maßgaben eingehalten werden.

Alle Schritte der kaufmännischen Prozesse, die für den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht des MVV Energie Konzerns wichtig sind, werden in dem System transparent dargestellt. Unser rechnungslegungsbezogenes IKS umfasst die Finanzberichterstattung des gesamten MVV Energie Konzerns und beinhaltet alle Grundsätze, Verfahren, Regelungen und Maßnahmen, die sicherstellen, dass Geschäftsvorfälle vollständig, richtig, zeitnah und unter Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben erfasst werden. Dazu gehören die Grundsätze der ordnungsmäßigen Buchführung, die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG) sowie ergänzende Bestimmungen der Satzung. Als börsennotierte Gesellschaft entspricht die MVV Energie AG zusätzlich den Regelungen des Corporate Governance Kodex in der aktuellen Fassung. Wir informieren jährlich über die Einhaltung der gesetzlichen Vorgaben im Kapitel ► Corporate Governance im Rahmen unseres Compliance-Management-Berichts ab Seite 30.

Vierteljährlich leisten die Vorstände und Geschäftsführer unserer Tochtergesellschaften sowie ausgewählte Bereichs- und Konzernabteilungsleiter des MVV Energie Konzerns einen internen Bilanzeid.

Grundlagen und Organisation des IKS

Bevor der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns festgestellt und veröffentlicht wird, wird er durch den Bilanzprüfungsausschuss und den Aufsichtsrat geprüft. Er wird zentral in Mannheim vom kaufmännischen Bereich des Konzerns erstellt - nach den International Financial Reporting Standards (IFRS), wie sie in der EU anzuwenden sind, sowie nach den ergänzenden handelsrechtlichen Bestimmungen nach § 315a Abs. 1 HGB. Wesentliche Bilanzierungsfragen werden vom Bereich Rechnungswesen und Steuern des Konzerns bearbeitet; dieser Bereich steht auch den Tochtergesellschaften als Ansprechpartner zur Verfügung.

Der Konzernabschluss wird in einem mehrstufigen Prozess erstellt: Die einzelnen Tochtergesellschaften erstellen ihre Abschlüsse; diese werden vom jeweiligen Abschlussprüfer geprüft und anschließend bei der MVV Energie AG zum Konzernabschluss zusammengeführt. Die allgemeinen Konsolidierungsprozesse unseres Unternehmens haben wir schriftlich fixiert; wir überwachen sie bei der Erstellung des Abschlusses, für die wir eine SAP-Konsolidierungssoftware nutzen. Alle in unseren Konzernabschluss einbezogenen Gesellschaften unterliegen einer einheitlichen Richtlinie zur Bilanzierung und Berichterstattung, die für die Jahres- und Zwischenabschlüsse des Konzerns gilt. Die Richtlinie beschreibt zum einen welche Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze in Übereinstimmung mit IFRS anzuwenden sind; zum anderen legt sie die für unser Unternehmen typischen Rechnungslegungsvorschriften dar - beispielsweise wie unsere regulatorischen Verpflichtungen behandelt werden müssen. Im Rahmen der Abschlussprozesse tragen wir zudem weitere qualitative und quantitative Informationen zusammen, die für die Rechnungslegung und die Abschlusserstellung relevant sind; diese erörtern wir mit Vertretern der verschiedenen Fachbereiche regelmäßig in festgelegten Prozessen. Wir erfassen diese Informationen im Rahmen unserer Qualitätssicherung und gewährleisten so, dass alle relevanten Daten vollständig festgehalten werden. Wir haben unsere laufende Buchhaltung und die Erstellung des Jahresabschlusses in funktionale Prozessschritte unterteilt; für diese verschiedenen Schritte haben wir automatisierte oder manuelle Kontrollen verankert. Sowohl in unserer Aufbau- als auch in unserer Ablauforganisation gelten für unser IKS folgende Grundsätze: das Vier-Augen-Prinzip, die konsequente Umsetzung von Funktionstrennungen sowie die Unterstützung von Richtlinien, Verfahrensanweisungen und Genehmigungsprozessen durch ein internes Informations- und Kommunikationssystem.

Kontrollen erfolgen auf allen Hierarchiestufen.

Mit dem IKS verfolgen wir das Ziel, das Risiko von wesentlichen Falschdarstellungen zu vermeiden, die aufgrund von Fehlern oder Betrug im Konzernabschluss, im zusammengefassten Lagebericht und in den Finanzberichten zu den Quartalen und zum Halbjahr entstehen könnten. Aus diesem Grund haben wir die Risiken identifiziert, die dem Ziel der normenkonformen Veröffentlichung des Konzernabschlusses entgegenstehen könnten, indem wir alle notwendigen Prozesse und Schnittstellen analysiert, die Beteiligten geschult und den Zeitplan detailliert niedergelegt haben.

Standortübergreifend einheitliche Standards

Der kaufmännische Bereich der MVV Energie AG ist verantwortlich für das rechnungslegungsbezogene IKS, für die Aufstellung des Einzelabschlusses der MVV Energie AG und des Konzernabschlusses. Im gesamten MVV Energie Konzern werden gleichwertige interne Kontrollsysteme mit einem einheitlichen Standard eingesetzt. Unser IKS ist genau dokumentiert und jederzeit nachvollziehbar. Regelmäßig erhält der IKS-Verantwortliche der MVV Energie AG Berichte aus den bedeutendsten Gesellschaften des Konzerns: Diese haben eigene IKS-Verantwortliche, die auf Gesellschaftsebene die Dokumentation des IKS nach dem standardisierten Verfahren überwachen. Die Einhaltung der standardisierten Vorgehensweise an allen Standorten wird von der MVV Energie AG überwacht. Die Ergebnisse fassen wir in einem Bericht zusammen, der die Grundlage unserer IKS-Berichterstattung ist.

Wir stellen die Ablauforganisation in den abschlussrelevanten Bereichen der MVV Energie AG durch eine spezielle Software dar und veröffentlichen sie in unserem Intranet. Einzelfallbezogene Regelungen, die den Prozessablauf detaillierter beschreiben, sind als zusätzliche Informationen im Prozessablauf hinterlegt. Der Abschluss wird nach einem strikten Terminplan erstellt, der konsequent einzuhalten ist. Dabei beziehen wir alle Bereiche ein, die Daten für die Erstellung der verschiedenen Berichte zur Verfügung stellen müssen - ob vierteljährliche Finanz- oder Geschäftsberichte. Wir prüfen, ob Informationen rechtzeitig zu den jeweiligen Terminen geliefert werden und dokumentieren die Daten; beides erfolgt standardisiert und ist jederzeit nachvollziehbar.

Unterstützt wird unser Rechnungswesen durch ein integriertes Enterprise-Resource-Planning-System (ERP-System). Wir validieren mithilfe von Hinterlegungen im ERP-System die Daten auf ihre Gültigkeit, um Fehler bereits vorab systemseitig zu vermeiden. Im ERP-System haben wir ein Benutzerberechtigungskonzept angelegt, das dazu dient, unberechtigte Zugriffe auf Daten und Systeme sowie auf Systemeinstellungs-, Buchungs- und Berichtsfunktionen auszuschließen.

Regelmäßiges Reporting

Unser Bereich Konzerncontrolling überwacht kontinuierlich, ob die Ziele eingehalten werden, die vom Aufsichtsrat in der Wirtschaftsplanung verabschiedet wurden. Abweichungen zur geplanten Entwicklung und zur Entwicklung des vorigen Geschäftsjahrs dokumentieren wir. Der Vorstand erhält regelmäßig einen umfassenden Bericht, der die Geschäftsentwicklung anhand der Kommentierungen der einzelnen Geschäftsfelder und Teilkonzerne erläutert. Auf Basis der gewonnenen Erkenntnisse werden Maßnahmen vorgeschlagen; auf dieser Grundlage steuert der Vorstand das Geschäft des MVV Energie Konzerns.

Überwachung von IKS und Risikomanagementsystem

Die Vorstände und Geschäftsführer der konsolidierten Tochtergesellschaften sind verantwortlich für die Implementierung, Aufrechterhaltung und Überwachung des IKS und des Risikomanagementsystems (RMS). Dabei werden sie unter anderem von der Konzernrevision unterstützt: Diese prüft im Rahmen einer risikoorientierten Prüfungsplanung regelmäßig das IKS und das RMS des MVV Energie Konzerns; sie identifiziert Schwachstellen und überwacht, ob eingeleitete Verbesserungsmaßnahmen durchgeführt wurden.

Die Angemessenheit von Aufbau und Funktionsweise des IKS sowie des RMS prüfen der Aufsichtsrat beziehungsweise der Bilanzprüfungsausschuss der MVV Energie AG und die Aufsichtsräte der konsolidierten Beteiligungen als übergeordnete Instanzen jährlich. Sie sind damit wesentlicher Bestandteil des internen Überwachungssystems des MVV Energie Konzerns.

VERGÜTUNGSBERICHT

Im Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen.

Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014/15 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Regelungen, die der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt.

Veränderungen im Vorstand

Im Berichtszeitraum kam es zu einer personellen Änderung im Vorstand: Dr. Werner Dub schied zum 31. Dezember 2014 aus dem Vorstand aus. Seine Position im Vorstandsbereich Technik übernahm Dr. Hansjörg Roll zum 1. Januar 2015.

Vergütungsstruktur

Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Eine gesonderte Vergütung erfolgt nicht.

Die Struktur und die Höhe der Vorstandsvergütung werden durch den Aufsichtsrat der MVV Energie AG nach Vorbereitung durch den Personalausschuss festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist so gestaltet, dass es den wirtschaftlichen Erfolg sowie die nachhaltige und langfristige Wertentwicklung des Unternehmens honoriert. Daher setzt sich die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl aus erfolgsunabhängigen als auch aus erfolgsbezogenen Komponenten zusammen.

Sämtliche Vorstandsverträge sehen eine Regelung vor, die sicherstellt, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergüten.

Ein Übergangsgeld bei vorzeitiger Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags wird nicht gewährt.

Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt.

Erfolgsunabhängige Vergütung

Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einer Fixvergütung und Nebenleistungen sowie Versorgungszusagen.

Die Fixvergütung wird monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen, die sie nach den jeweils geltenden Regelungen individuell versteuern. Diese beinhalten im Wesentlichen Zuschüsse zu marktüblichen Versicherungen und den geldwerten Vorteil aus Dienstwagennutzung.

Den Vorstandsmitgliedern ist eine beitragsorientierte Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Konten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Konten werden jährlich verzinst.

Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung.

Erfolgsabhängige Vergütung

Die einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird von zwei Komponenten bestimmt: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre.

Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitskomponente machte im Geschäftsjahr 2014/15 im Vergleich zur Jahrestantieme den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen.

Gesamtvergütung des Vorstands

Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 350 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 16 150 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 385 Tsd Euro.

Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 446 Tsd Euro (Vorjahr 2 408 Tsd Euro).

Die folgenden Tabellen zeigen die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch.

Gewährte Zuwendungen und Zuflüsse

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in Tsd Euro   Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 482 482 482 460
Nebenleistungen2 33 33 33 38
Sonstiges3 17 17 17 17
Summe 532 532 532 515
Variable Vergütung 283 0 964 297
Gesamtbezüge 815 532 1 496 812
Versorgungsaufwand4 228 228 228 190
Gesamtvergütung 1 043 760 1 724 1 002
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in Tsd Euro   Ralf Klöpfer, Vorstand Vertrieb  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 288 288 288 275
Nebenleistungen2 69 69 69 51
Sonstiges3 9 5 5 5
Summe 366 362 362 331
Variable Vergütung 189 0 576 198
Gesamtbezüge 555 362 938 529
Versorgungsaufwand4 134 134 134 275
Gesamtvergütung 689 496 1 072 804
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in Tsd Euro   Dr. Werner Dub, Vorstand Technik (bis 31.12.2014)  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 72 72 72 275
Nebenleistungen2 7 7 7 27
Sonstiges3 6 16 16 16
Summe 85 95 95 318
Variable Vergütung 47 0 144 198
Gesamtbezüge 132 95 239 516
Versorgungsaufwand4 24 24 24 151
Gesamtvergütung 156 119 263 667
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in Tsd Euro   Udo Bekker Vorstand Personal  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 313 313 313 330
Nebenleistungen2 27 27 27 30
Sonstiges3 9 9 9 9
Summe 349 349 349 369
Variable Vergütung 189 0 626 182
Gesamtbezüge 538 349 975 551
Versorgungsaufwand4 129 129 129 121
Gesamtvergütung 667 478 1 104 672
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in Tsd Euro   Dr. Hansjörg Roll, Vorstand Technik (seit 1.1.2015)  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 216 216 216 -
Nebenleistungen2 40 40 40 -
Sonstiges3 8 5 5 -
Summe 264 261 261 -
Variable Vergütung 142 0 432 -
Gesamtbezüge 406 261 693 -
Versorgungsaufwand4 144 144 144 -
Gesamtvergütung 550 405 837 -

1 Jährliche Fixvergütung einschließlich Zulage für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 194 Tsd Euro
2 Zuschüsse zur freiwilligen Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwilligen Versicherung bei der Berufsgenossenschaft, geldwerte Vorteile/Sachbezüge
3 Gremienvergütung bei Tochter- und Beteiligungsunternehmen (Anspruch im Geschäftsjahr)
4 Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen

Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

Pensionsverpflichtungen

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in Tsd Euro Entwicklung der virtuellen Versorgungskonten Pensionsrückstellung Zuführung zur Pensionsrückstellung
  Stand 1.10.2014 Versorgungsbeitrag Stand 30.9.20151 Stand 30.9.20152 Dienstzeitaufwand Zinsaufwand
Dr. Georg Müller 1 582 153 1 810 2 742 228 59
Udo Bekker 196 115 320 482 129 8
Ralf Klöpfer 110 115 230 410 134 7
Dr. Hansjörg Roll 0 98 98 144 144 0
Gesamt 1 888 481 2 458 3 778 635 74

1 Einschließlich Zinsen
2 Entsprechen dem Barwert der erreichten Ansprüche

Vergütung unternehmensnaher Personen

Gemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 662 Tsd Euro, hiervon 2 538 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen.

Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen dieser Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 124 Tsd Euro.

Vergütung der Aufsichtsratsmitglieder

Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 456 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 908 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in einer gesonderten Übersicht auf ► Seite 175 dargestellt.

Aufsichtsratsbezüge

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in Euro Aufsichtsratsvergütung Sitzungsgelder
Dr. Peter Kurz 20 000 24 000
Johannes Böttcher 10 000 8 000
Timo Carstensen 10 000 6 000
Peter Dinges 17 500 16 000
Ralf Eisenhauer 10 000 9 000
Peter Erni 12 500 14 000
Detlef Falk 12 500 13 000
Reinhold Götz 10 000 9 000
Prof. Dr. Egon Jüttner 10 000 6 000
Heike Kamradt 10 000 8 000
Daniela Kirchner 10 000 9 000
Dr. Antje Mohr 10 000 9 000
Dr. Lorenz Näger 12 500 11 000
Wolfgang Raufelder 10 000 7 000
Christian Specht 10 000 9 000
Dr. Dieter Steinkamp 10 000 9 000
Carsten Südmersen 12 500 15 000
Katja Udluft 10 000 9 000
Prof. Heinz-Werner Ufer 15 000 22 000
Jürgen Wiesner 10 000 10 000
Gesamt 232 500 223 000

ÜBERNAHMERELEVANTE ANGABEN

Der zusammengefasste Lagebericht enthält übernahmerelevante Angaben gemäß §§ 289 Abs. 4, 315 Abs. 4 HGB. Der Vorstand hat sich mit diesen Angaben befasst und gibt hierzu folgende Erläuterungen:

Zusammensetzung des gezeichneten Kapitals

Das gezeichnete Kapital der Gesellschaft betrug zum Bilanzstichtag 30. September 2015 insgesamt 168 721 397,76 Euro. Es war eingeteilt in 65 906 796 auf den Namen lautende nennwertlose Stückaktien mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von 2,56 Euro je Stückaktie. Jede Aktie gewährt eine Stimme in der Hauptversammlung der MVV Energie AG und die sich aus dem Gesetz und der Satzung ergebenden Rechte und Pflichten.

Beschränkungen von Stimmrechten und Vinkulierungen

Beschränkungen von Stimmrechten und Vinkulierungen bestehen nicht. Entsprechende Vereinbarungen zwischen den Aktionären sind dem Vorstand nicht bekannt. Aktien mit Sonderrechten, die Kontrollbefugnisse verleihen, existieren nicht.

Direkte oder indirekte Beteiligungen am Kapital, die 10 % der Stimmrechte überschreiten

Die Stadt Mannheim hielt zum Bilanzstichtag mittelbar 50,1 % der Anteile der MVV Energie AG; die EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, hielt unmittelbar 22,5 % und die Rhein-Energie AG, Köln, unmittelbar 16,3 % der Aktien.

Stimmrechtskontrolle

Eine Stimmrechtskontrolle im Sinne von §§ 289 Abs. 4 Nr. 5 und 315 Abs. 4 Nr. 5 HGB findet nicht statt.

Vorschriften zur Ernennung und Abberufung des Vorstands und zur Satzungsänderung

Die Ernennung und Abberufung der Mitglieder des Vorstands richtet sich nach §§ 76 ff. AktG insbesondere 84 f. AktG und 30 ff. MitbestG. Der Vorstand der Gesellschaft besteht nach der Satzung der Gesellschaft aus mindestens zwei Mitgliedern. Die Bestimmung der Anzahl der Mitglieder sowie deren Bestellung und Abberufung erfolgt durch den Aufsichtsrat. Die Bestellung erfolgt auf längstens fünf Jahre; eine wiederholte Bestellung ist zulässig.

Die Änderung der Satzung erfolgt nach § 133 und §§ 179 ff. AktG. Gemäß § 11 Abs. 3 der Satzung der Gesellschaft ist der Aufsichtsrat ermächtigt, Satzungsänderungen zu beschließen, die nur die Fassung betreffen. Gemäß § 19 Abs. 1 der Satzung reicht für eine Satzungsänderung auch die einfache Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen stimmberechtigten Grundkapitals aus, sofern nach zwingenden gesetzlichen Gründen keine größere Mehrheit erforderlich ist.

Befugnisse des Vorstands zur Ausgabe und zum Rückkauf von Aktien

Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 13.März 2015 ermächtigt, bis zum 12. März 2020 eigene Aktien zu erwerben und zwar bis zu einem Umfang von 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals - das sind 16,9 Mio Euro.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 14.März 2014 ermächtigt, das Grundkapital bis zum 13. März 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe von bis zu 20 Mio neuen, auf den Namen lautenden Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlagen einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt 51,2 Mio Euro zu erhöhen.

Der Vorstand der MVV Energie AG hat von diesen Ermächtigungen bislang keinen Gebrauch gemacht.

Entschädigungsvereinbarungen und Change-of-Control-Klauseln

Bei der MVV Energie AG bestehen keine Regelungen in wesentlichen Vereinbarungen für den Fall eines Kontrollwechsels infolge eines Übernahmeangebots (Change-of-Control-Klauseln). Entschädigungsvereinbarungen der Gesellschaft mit Mitgliedern des Vorstands oder Arbeitnehmern für den Fall eines Übernahmeangebots bestehen ebenfalls nicht.

NACHTRAGSBERICHT

Vom Bilanzstichtag 30. September 2015 bis zur Aufstellung des Konzernabschlusses 2014/15 sind keine Ereignisse eingetreten, die für die Geschäftsentwicklung des MVV Energie Konzerns von wesentlicher Bedeutung sind.

PROGNOSEBERICHT

Gesamtwirtschaftliche Rahmenbedingungen

In ihrem Herbstgutachten vom Oktober 2015 gehen die führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute davon aus, dass die deutsche Wirtschaft in 2015 und in 2016 um jeweils 1,8 % wachsen wird. Wachstumsimpulse werden vor allem vom privaten Konsum erwartet, während sich die Investitionen nur allmählich beleben. Angesichts des mäßigen Wachstums der Weltwirtschaft rechnen die Experten damit, dass die Exporte nur leicht steigen, zumal die belebende Wirkung der Euro-Abwertung allmählich nachlässt. Risiken für die Wirtschaft werden hauptsächlich darin gesehen, dass sich das Expansionstempo in China deutlich abgeschwächt hat und die weitere Entwicklung schwer abzuschätzen ist.

Energiepolitische Rahmenbedingungen

Die ausstehenden energiepolitischen Entscheidungen - vor allem die Gesetzgebung zum neuen Strommarktdesign, die Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes, das Ausschreibungsdesign für wettbewerbliche Auktionen sowie gegebenenfalls neue Impulse bei der Regulierung der Netze - sind für die Geschäftsentwicklung des MVV Energie Konzerns von besonderer Relevanz. Mehr Informationen hierzu befinden sich im Kapitel ► Rahmenbedingungen ab Seite 72.

Energiewirtschaftliche Entwicklungen

Der kontinuierliche Rückgang der Preise an den Stromgroßhandelsmärkten hat zur Folge, dass die Profitabilität von konventionellen Kraftwerken und vor allem auch von Kraftwerken mit umweltfreundlicher Kraft-Wärme-Kopplung stark zurückgegangen ist. Derzeit sehen wir keine Anzeichen, dass sich die Strompreise und insbesondere die Erzeugungsmarge aus der Steinkohleverstromung, der Clean Dark Spread, signifikant verändern werden.

Für das gesamte Kalenderjahr 2015 erwarten die Experten von VDMA Power Systems einen Brutto-Zubau von 4 000 bis 4 500 MW. Für den Zeitraum von 2016 bis 2019 rechnet das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie mit einem Brutto-Zubau von etwa 3 000 MW pro Jahr. Mit der Novelle des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes 2014 hat der Bundestag einen Korridor für den Netto-Zubau von 2 400 bis 2 600 MW pro Jahr festgelegt. Die Einhaltung dieses Korridors soll durch den Wechsel der Förderung auf ein Ausschreibungsmodell ab 2017 gewährleistet werden.

Die Produktionskosten für Photovoltaikmodule aus China sind im Verlauf des Jahres 2015 weiter gesunken. Sollten die Handelsbeschränkungen, das heißt die Mindestimportpreise für Photovoltaikmodule aus China abgeschafft werden, wird das Experten zufolge zu einem deutlichen Zubau von Photovoltaikanlagen in Deutschland führen.

Gesamtaussage des Vorstands zur voraussichtlichen Geschäftsentwicklung

Energieunternehmen werden auch in den kommenden Jahren durch den fundamentalen Umbau des Energieversorgungssystems in Deutschland und energiepolitische Entscheidungen vor große Herausforderungen gestellt. Ergebnisbelastungen, die hieraus für den MVV Energie Konzern entstehen, steuern wir zum einen mit Kosteneinsparungen sowie kontinuierlichen Effizienzsteigerungen im Bestandsgeschäft und zum anderen mit weiteren gezielten Wachstumsinvestitionen gegen. Im Rahmen unserer Unternehmensstrategie haben wir seit dem Jahr 2009 rund 2,5 Mrd Euro an Investitionen getätigt oder verbindlich beschlossen. In den kommenden Jahren wollen wir weitere 3 Mrd Euro in das Bestandsgeschäft und in das Wachstum unserer Unternehmensgruppe investieren.

Seit Beginn des laufenden Geschäftsjahrs liefern unsere größten Investitionsprojekte der vergangenen Jahre - das abfallbefeuerte Heizkraftwerk mit Kraft-Wärme-Kopplung (KWK) in Plymouth und das KWK-fähige Biomassekraftwerk in Ridham Dock - sowie unsere dritte Biomethananlage in Sachsen-Anhalt erstmals ganzjährig Umsatz- und Ergebnisbeiträge; darüber hinaus haben wir im 1. Quartal 2015/16 eine vierte Biomethananlage in Barby, ebenfalls Sachsen-Anhalt, in Betrieb genommen. Hinzu kommen Umsatzerlöse und Ergebnisbeiträge der Juwi AG, die wir voraussichtlich ab dem Geschäftsjahr 2015/16 voll konsolidieren. Insgesamt gehen wir davon aus, dass unsere Unternehmensgruppe im laufenden Geschäftsjahr profitabel wachsen wird. Diese positive Erwartung ist das Resultat unserer konsequenten strategischen Ausrichtung.

Unsere strategischen Schwerpunkte

Im Bereich der erneuerbaren Energien fokussieren wir uns gemeinsam mit der Juwi AG vor allem auf den Ausbau von WINDENERGIE AN LAND (ONSHORE). Wir verfügen über umfassendes Know-how in der Projektentwicklung für Windparks und hohe Kompetenz im Bereich der Betriebsführung. Dies nutzen wir für die Entwicklung und Realisierung von Projekten, die wir in erster Linie vermarkten; einzelne Projekte planen wir auch in unser eigenes Windenergieportfolio zu übernehmen.

Seit 2012 investieren wir gezielt in BIOMETHANANLAGEN. Zum Geschäftsjahresende 2014/15 haben wir drei, seit November 2015 vier Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt. Mittelfristig rechnen wir mit einer Konsolidierung des Markts, wodurch sich Gelegenheiten ergeben können, unser Anlagenportfolio weiter zu arrondieren.

Wir bauen die FERNWÄRME MIT KRAFT-WÄRME-KOPPLUNG insbesondere an unseren Standorten Mannheim und Offenbach weiter aus und verdichten das Netz.

Die Unternehmensentwicklung in unserem TEILKONZERN KIEL wird vom Auslaufbetrieb des Gemeinschaftskraftwerks Kiel bestimmt. Als anschließende Erzeugungslösung ist der Bau eines Gasmotoren-Heizkraftwerks geplant. Eine Bauentscheidung soll im Jahr 2016 getroffen werden.

Während der deutsche Abfall- und Biomassemarkt für neue Anlagen kein Wachstumspotenzial bietet, sehen wir in diesen Märkten in GROSSBRITANNIEN UND FRANKREICH Wachstumschancen. In Frankreich bewirbt sich unsere Tochtergesellschaft MVV Umwelt GmbH gemeinsam mit der französischen Unternehmensgruppe Semardel auf Ausschreibungen für die Betriebsführung von Abfallverwertungsanlagen.

Unter anderem über das Gemeinschaftsunternehmen Beegy GmbH entwickeln wir Geschäftsmodelle und innovative Lösungen für DEZENTRALES ENERGIEMANAGEMENT weiter.

ENERGIEEFFIZIENZLÖSUNGEN UND EIGENVERSORGUNG gewinnen weiter an Bedeutung - insbesondere für Industrie-, Gewerbe- und Immobilienunternehmen. Vor diesem Hintergrund werden wir unser Energiedienstleistungsangebot weiter ausbauen: Die Marktintegration der erneuerbaren Energien und kundennaher Flexibilitäten unterstützen wir durch den konsequenten Ausbau dieses innovativen Vermarktungskonzepts unter anderem im Bereich Direktvermarktung und Reserveleistungsvermarktung.

Wir beteiligen uns aktiv am WETTBEWERB UM KONZESSIONEN und bewerben uns gezielt um attraktive, neu ausgeschriebene Konzessionen. Bestehende Partnerschaften mit Kommunen wollen wir erhalten und erfolgreich weiterführen.

Voraussichtliche Umsatzentwicklung

Unsere Wachstumsinvestitionen der vergangenen Jahre wirken sich insbesondere auf die Umsatzentwicklung im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR aus. Wir erwarten vor allem von dem Ausbau der Projektentwicklung erneuerbarer Energien einen starken Umsatzanstieg. Hinzu kommen die Umsatzerlöse aus unseren neuen Erzeugungsanlagen in Großbritannien und der neuen Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt.

Im Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT rechnen wir damit, dass die Umsatzerlöse vor allem preisbedingt moderat zurückgehen. Für das Berichtssegment VERTRIEB UND

DIENSTLEISTUNGEN erwarten wir Umsätze auf Vorjahresniveau.

Insgesamt gehen wir aus heutiger Sicht davon aus, dass die UMSATZERLÖSE (OHNE ENERGIESTEUERN) DES MVV ENERGIE KONZERNS im Geschäftsjahr 2015/16 (Zeitraum Oktober 2015 bis September 2016) bei normalem Witterungsverlauf gegenüber dem Vorjahr (3,4 Mrd Euro) stark steigen und über 4,0 Mrd Euro liegen werden.

Voraussichtliche Ergebnisentwicklung

Der Ausbau der Projektentwicklung erneuerbarer Energien sowie die Inbetriebnahmen unserer Erzeugungsanlagen in Großbritannien und Sachsen-Anhalt führen zu einem stark steigenden Adjusted EBIT im Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR.

Das Ergebnis des Berichtssegments HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT wird vor allem durch die Entwicklung der Stromgroßhandelspreise und des Clean Dark Spread (CDS) geprägt. Der CDS liegt auf einem niedrigen Niveau und es gibt derzeit keine Anzeichen für eine Erholung. Insofern erwarten wir ein Adjusted EBIT auf Vorjahresniveau.

Wir gehen davon aus, dass das Adjusted EBIT im Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN deutlich unter dem Vorjahr liegen wird, da sich die hohe Wettbewerbsintensität auf die Ergebnisentwicklung auswirkt.

Insgesamt erwarten wir, dass das ADJUSTED EBIT DES MVV ENERGIE KONZERNS im Geschäftsjahr 2015/16 aus operativer Sicht gegenüber dem Vorjahr (175 Mio Euro) um etwa 15 % steigen wird. Die Ergebnisentwicklung ist vor allem abhängig von Witterungsverhältnissen, Strom- und Abfallpreisen sowie dem CDS. Zudem kann es in der Projektentwicklung erneuerbarer Energien zu Verschiebungen in der Projekt- beziehungsweise Ergebnisrealisation kommen.

Voraussichtliche Entwicklung der MVV Energie AG im Einzelabschluss nach HGB

Im Einzelabschluss der MVV Energie AG nach HGB erwarten wir, dass die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) im Geschäftsjahr 2015/16 etwa auf Vorjahresniveau (1,8 Mrd Euro) liegen werden. Die Umsatzerlöse und Absatzmengen im Fernwärme- und Gasgeschäft werden generell vom Witterungsverlauf beeinflusst - insbesondere in der Heizperiode. Das operative Ergebnis der MVV Energie AG wird im Wesentlichen durch das Netzgeschäft, durch den Vertrieb sowie durch Beteiligungserträge aus den Konzernbeteiligungen erzielt. Insgesamt gehen wir daher davon aus, dass der Jahresüberschuss nach Steuern im Geschäftsjahr 2015/16 moderat unter dem Vorjahr (80 Mio Euro) liegen wird. Diese Entwicklung ist darin begründet, dass sich die Ergebnisse aus unseren Wachstumsinvestitionen noch nicht im Jahresüberschuss der MVV Energie AG nach HGB niederschlagen.

Stabile Dividende

Mit unserer auf Kontinuität ausgerichteten Dividendenpolitik wollen wir unseren Aktionären eine solide Rendite gewährleisten. Aus diesem Grund plant der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014/15 eine gegenüber dem Vorjahr unveränderte Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie. Vorstand und Aufsichtsrat werden den Dividendenvorschlag für die Hauptversammlung 2016 im Dezember 2015 beschließen.

Geplante Investitionen

Aus heutiger Sicht werden wir im Geschäftsjahr 2015/16 etwa 300 Mio Euro investieren; hiervon fließen rund 130 Mio Euro in Wachstumsinvestitionen und zirka 170 Mio Euro in unser Bestandsgeschäft. Von den Wachstumsinvestitionen sind rund die Hälfte bereits beschlossen.

Neben dem Ausbau der erneuerbaren Energien bilden der Ausbau und die Verdichtung unserer Fernwärmenetze in Mannheim und Offenbach einen Schwerpunkt unserer Investitionstätigkeit. Mit unseren Investitionen in das Bestandsgeschäft werden wir unsere Erzeugungsanlagen und Netze optimieren und so deren Substanz erhalten. Hierzu zählt beispielsweise auch der geplante Bau eines Gasmotoren-Heizkraftwerks in Kiel.

Kapitalausstattung und Finanzierungsstruktur

Der MVV Energie Konzern kann seinen Liquiditätsbedarf durch einen unverändert guten Zugang zum Finanzmarkt problemlos decken. Unsere bereinigte Eigenkapitalquote von 34 % ermöglicht es uns, unser Investitionstempo auch im Geschäftsjahr 2015/16 hoch zu halten. Wir finanzieren Investitionen in das Bestandsgeschäft überwiegend über Abschreibungsgegenwerte; für unsere Wachstumsprojekte nutzen wir den operativen Cashflow sowie projektbezogene optimierte Finanzierungen. Wir bündeln strukturell ähnliche Projekte mit vergleichbaren Laufzeiten; die hierfür benötigten Mittel nehmen wir am Kapitalmarkt auf oder nutzen unsere flüssigen Mittel. Alternativ zum Bankenmarkt beobachten wir weitere Finanzierungsquellen, unter anderem den Schuldscheinmarkt. Wir haben Kennzahlen als Leitplanken für fremdfinanziertes Wachstum definiert, die wir einhalten. Damit gewährleisten wir ein implizites Rating von MVV Energie im Investment-Grade-Bereich.

Künftige Chancen und Risiken

Die für den MVV Energie Konzern relevanten Risikokategorien sowie Chancen und Risiken für das Geschäftsjahr 2015/16 stellen wir im ► Bericht zu Chancen und Risiken ab Seite 95 ausführlich dar. Unkalkulierbare Faktoren (Chancen und Risiken), wie der Witterungsverlauf oder das Windkaufkommen oder Schwankungen bei den Absatz- und Bezugspreisen, beeinflussen unser Ergebnis regelmäßig.

Durch den Erwerb der Windwärts Energie GmbH beziehungsweise die Beteiligung an der Juwi AG steigt die Ergebnisunsicherheit bei der Projektentwicklung erneuerbarer Energien im Vergleich zu den Vorjahren an.

Aus dem Umbau des Energiesystems in Deutschland ergeben sich sowohl Chancen als auch Risiken.

Aus heutiger Sicht gibt es keine Anzeichen für Risiken, die den Fortbestand des Unternehmens im Verlauf des Geschäftsjahrs 2015/16 und darüber hinaus gefährden könnten.

Zukunftsgerichte Aussagen und Prognosen

Unser zusammengefasster Lagebericht für den MVV Energie Konzern (nach IFRS) und die MVV Energie AG (nach HGB) enthält in die Zukunft gerichtete Aussagen, die auf heutigen Annahmen und Einschätzungen beruhen. Auch wenn der Vorstand davon überzeugt ist, dass diese getroffenen Annahmen und Planungen zutreffend sind, können die tatsächliche Entwicklung und die tatsächlichen Ergebnisse in der Zukunft hiervon aufgrund der derzeit großen energiepolitischen Unsicherheiten sowie einer Vielzahl von internen und anderen externen Faktoren abweichen.

Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG

Vorstand und Aufsichtsrat haben im September 2015 die folgende Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex beschlossen:

Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG erklären, dass den Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex ausnahmslos entsprochen wurde und wird. Für die Vergangenheit bezieht sich diese Erklärung auf die am 30. September 2014 vom Bundesministerium der Justiz im Bundesanzeiger bekannt gemachte Fassung des Deutschen Corporate Governance Kodex' vom 24. Juni 2014. Für die Zukunft bezieht sie sich auf die Empfehlungen der am 12. Juni 2015 im Bundesanzeiger bekannt gemachten Neufassung des Kodex' vom 5. Mai 2015.

KONZERNABSCHLUSS GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015

des MVV Energie Konzerns

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014 Erläuterungen
Umsatzerlöse1 3 593 426 3 906 961  
Abzüglich Strom- und Erdgassteuer1 171 899 190 332  
Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer 3 421 527 3 716 629 1
Bestandsveränderungen1 - 6 310 785 2
Aktivierte Eigenleistungen1 17 908 15 609 3
Sonstige betriebliche Erträge1 389 457 184 482 4
Materialaufwand1 2 677 320 3 014 262 5
Personalaufwand1 355 259 327 962 6
Sonstige betriebliche Aufwendungen1 479 910 263 572 7
Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen1 10 836 31 596 8
Sonstiges Beteiligungsergebnis1 2 007 3 088 8
EBITDA 322 936 346 393  
Abschreibungen1 161 239 159 277 9
EBITA 161 697 187 116  
EBIT 161 697 187 116  
davon Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IAS 391 - 6 676 22 612  
davon EBIT vor Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IAS 39 168 373 164 504  
Finanzerträge1 11 572 30 551 10
Finanzaufwendungen1 51 848 78 731 11
EBT 121 421 138 936  
Ertragsteuern1 36 189 37 540 12
Jahresüberschuss 85 232 101 396  
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter1 13 325 8 907  
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG (Jahresüberschuss nach Fremdanteilen) 71 907 92 489 13
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie in Euro 1,09 1,40  

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

GESAMTERGEBNISRECHNUNG vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015

Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen des MVV Energie Konzerns

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Jahresüberschuss 85 232 101 396
Cashflow Hedges - 6 615 14 930
Währungsumrechnungsdifferenz - 5 450 - 14 059
Umgliederbarer Anteil der At-Equity-Unternehmen 1 990 -
In den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umzugliedern - 10 075 871
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste1 708 - 8 087
Nicht umgliederbarer Anteil der At-Equity-Unternehmen1 - 22 006 9 657
Nicht in den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umzugliedern - 21 298 1 570
Gesamtergebnis 53 859 103 837
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter1 14 205 11 009
Gesamtergebnis der Aktionäre der MVV Energie AG 39 654 92 828

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

BILANZ zum 30.9.2015

Bilanz des MVV Energie Konzerns

Aktiva

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014 1.10.2013 Erläuterungen
Langfristige Vermögenswerte        
Immaterielle Vermögenswerte1 226 885 201 717 198 275 14
Sachanlagen1 2 531 407 2 504 334 2 395 043 15
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien - 284 294 16
Beteiligungen an At-Equity-Unternehmen1 346 667 187 518 162 679 17, 18
Übrige Finanzanlagen1 62 108 63 959 83 478 20
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte1 325 722 75 224 119 904 21
Aktive latente Steuern1 20 300 22 572 22 346 34
  3 513 089 3 055 608 2 982 019  
Kurzfristige Vermögenswerte        
Vorräte1 74 003 61 881 46 945 22
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 367 406 376 019 444 551 23
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte1 314 067 189 470 250 882 21
Steuerforderungen 13 315 13 466 23 983 24
Wertpapiere 601 1 293 1 949  
Flüssige Mittel1 262 710 370 694 418 234 25
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 38 789 2 305 - 26
  1 070 891 1 015 128 1 186 544  
  4 583 980 4 070 736 4 168 563  

Passiva

       
in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014 1.10.2013 Erläuterungen
Eigenkapital       27
Grundkapital 168 721 168 721 168 721  
Kapitalrücklage 455 241 455 241 455 241  
Kumuliertes erfolgswirksames Ergebnis1 593 776 578 979 545 707  
Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis1 -106 849 -73 597 - 73 936  
Kapital des MVV Energie Konzerns 1 110 889 1 129 344 1 095 733  
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter1 203 437 206 291 207 242  
  1 314 326 1 335 635 1 302 975  
Langfristige Schulden        
Rückstellungen1 168 434 163 408 144 271 28, 29
Steuerrückstellungen 2 969 2 508 - 28, 29
Finanzschulden1 1 382 912 1 154 602 1 105 474 30
Andere Verbindlichkeiten1 536 008 251 226 330 074 31
Passive latente Steuern1 120 766 138 558 133 756 34
  2 211 089 1 710 302 1 713 575  
Kurzfristige Schulden        
Sonstige Rückstellungen1 101 459 98 329 103 413 28, 29
Steuerrückstellungen 25 162 12 948 8 073 28, 29
Finanzschulden1 220 452 278 650 394 793 30
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1 386 455 402 201 383 095 32
Andere Verbindlichkeiten1 321 435 232 040 262 450 31
Steuerverbindlichkeiten 303 631 189 33
Zur Veräußerung gehaltene Schulden 3 299 - - 26
  1 058 565 1 024 799 1 152 013  
  4 583 980 4 070 736 4 168 563  

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015

Eigenkapitalveränderungsrechnung des MVV Energie Konzerns

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  Eingebrachtes Eigenkapital
     
in Tsd Euro Grundkapital der MVV Energie AG Kapitalrücklage der MVV Energie AG
Stand zum 1.10.20131 168 721 455 241
Sonstiges Ergebnis1 - -
Ergebnis der Geschäftstätigkeit1 - -
Gesamtes Jahresergebnis - -
Dividendenausschüttung - -
Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften - -
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Stand zum 30.9.20141 168 721 455 241
Stand zum 1.10.2014 168 721 455 241
Sonstiges Ergebnis - -
Ergebnis der Geschäftstätigkeit - -
Gesamtes Jahresergebnis - -
Dividendenausschüttung - -
Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften - -
Veränderung Konsolidierungskreis - -
Stand zum 30.9.2015 168 721 455 241
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  Erwirtschaftetes Eigenkapital
    Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis
in Tsd Euro Kumuliertes erfolgswirksames Ergebnis Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung Markt- bewertung von Finanzinstrumenten Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste
Stand zum 1.10.20131 545 707 16 860 - 50 884 - 39 912
Sonstiges Ergebnis1 - - 13 676 11 088 2 927
Ergebnis der Geschäftstätigkeit1 92 489 - - -
Gesamtes Jahresergebnis 92 489 - 13 676 11 088 2 927
Dividendenausschüttung - 59 316 - - -
Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis 99 - - -
Stand zum 30.9.20141 578 979 3 184 - 39 796 - 36 985
Stand zum 1.10.2014 578 979 3 184 - 39 796 - 36 985
Sonstiges Ergebnis - - 3 414 - 7 192 - 21 647
Ergebnis der Geschäftstätigkeit 71 907 - - -
Gesamtes Jahresergebnis 71 907 - 3 414 - 7 192 - 21 647
Dividendenausschüttung - 59 316 - - -
Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften - - - -
Veränderung Konsolidierungskreis 2 206 - 12 - 987 -
Stand zum 30.9.2015 593 776 - 242 - 47 975 - 58 632
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in Tsd Euro Kapital des MVV Energie Konzerns Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Gesamtes Kapital
Stand zum 1.10.20131 1 095 733 207 242 1 302 975
Sonstiges Ergebnis1 339 2 102 2 441
Ergebnis der Geschäftstätigkeit1 92 489 8 907 101 396
Gesamtes Jahresergebnis 92 828 11 009 103 837
Dividendenausschüttung - 59 316 - 19 417 - 78 733
Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften - 7 361 7 361
Veränderung Konsolidierungskreis 99 96 195
Stand zum 30.9.20141 1 129 344 206 291 1 335 635
Stand zum 1.10.2014 1 129 344 206 291 1 335 635
Sonstiges Ergebnis - 32 253 880 - 31 373
Ergebnis der Geschäftstätigkeit 71 907 13 325 85 232
Gesamtes Jahresergebnis 39 654 14 205 53 859
Dividendenausschüttung - 59 316 - 15 346 - 74 662
Kapitalerhöhung/ Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften - 1 865 1 865
Veränderung Konsolidierungskreis 1 207 - 3 578 - 2 371
Stand zum 30.9.2015 1 110 889 203 437 1 314 326

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

KAPITALFLUSSRECHNUNG vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015

Kapitalflussrechnung des MVV Energie Konzerns

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Jahresergebnis vor Ertragsteuern1 121 421 138 936
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien1 161 239 159 277
Finanzergebnis1 40 276 48 180
Erhaltene Zinsen1 5 414 9 323
Veränderung der langfristigen Rückstellungen1 21 192 28 331
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen1 27 862 - 36 636
Ergebnis aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten1 - 2 204 423
Cashflow vor Working Capital und Steuern 375 200 347 834
Veränderung der sonstigen Aktivposten1 - 638 937 17 164
Veränderung der sonstigen Passivposten1 570 018 85 613
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen1 - 15 329 - 20 227
Gezahlte Ertragsteuern1 - 36 606 - 23 179
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 254 346 407 205
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien1 - 262 489 - 305 223
Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien1 28 481 19 686
Einzahlungen aus Zuschüssen1 31 277 19 353
Einzahlungen aus dem Verkauf von vollkonsolidierten Unternehmen 2 615 2 406
Einzahlungen aus dem Verkauf von übrigen Finanzanlagen1 5 062 16 346
Auszahlungen für den Erwerb von vollkonsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten - 30 709 -
Auszahlungen für übrige Finanzanlagen1 - 177 907 - 7 157
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 403 670 - 254 589
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten1 408 636 315 982
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten1 - 229 196 - 381 938
Gezahlte Dividende - 59 316 - 59 316
Gezahlte Dividende an Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern - 15 346 - 19 417
Veränderung aus Kapitaländerungen bei Minderheiten - 308 7 456
Gezahlte Zinsen1 - 57 548 - 64 044
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 46 922 - 201 277
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands1 - 102 402 - 48 661
Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung 1 652 1 023
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds - 7 234 98
Finanzmittelbestand zum 1.10.2014 (bzw. 2013)1 370 694 418 234
Finanzmittelbestand zum 30.9.2015 (bzw. 2014)1 262 710 370 694
davon Finanzmittelbestand zum 30.9.2015 (bzw. 2014) mit Verfügungsbeschränkung 1 228 4 127

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Cashflow - aggregierte Darstellung

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Finanzmittelbestand zum 1.10.2014 (bzw. 2013)1 370 694 418 234
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 254 346 407 205
Cashflow aus der Investitionstätigkeit - 403 670 - 254 589
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit 46 922 - 201 277
Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung 1 652 1 023
Konsolidierungskreisbedingte Änderung des Finanzmittelfonds - 7 234 98
Finanzmittelbestand zum 30.9.2015 (bzw. 2014)1 262 710 370 694

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERNABSCHLUSS 2014/15

des MVV Energie Konzerns

Informationen zum Unternehmen

Die MVV Energie AG hat ihren Sitz in Mannheim, Deutschland. Die Adresse des eingetragenen Firmensitzes lautet: Luisenring 49 in 68159 Mannheim. Als Muttergesellschaft des MVV Energie Konzerns ist die MVV Energie AG als Energieerzeuger, -verteiler und -dienstleister tätig. Die Steuerung erfolgt mit den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen sowie Sonstiges.

Allgemeine Grundlagen der Abschlusserstellung

Der Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns wurde in Übereinstimmung mit § 315a Abs. 1 HGB nach den International Financial Reporting Standards (IFRS) des International Accounting Standards Board (IASB) und den Interpretationen des IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) erstellt. Somit entspricht der Konzernabschluss vollumfänglich den vom IASB veröffentlichten IFRS und IFRIC, soweit diese bis zum Ende der Berichtsperiode von der Europäischen Union übernommen wurden und bis zum 30. September 2015 verpflichtend anzuwenden waren.

Der Konzernabschluss wird auf den Stichtag des Jahresabschlusses der MVV Energie AG aufgestellt und bezieht sich auf das Geschäftsjahr 2014/15 (1. Oktober 2014 bis 30. September 2015). Der Konzernabschluss wird in Euro aufgestellt. Alle Beträge werden, soweit nicht anders dargestellt, in Tausend Euro (Tsd Euro) angegeben.

Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Gesamtergebnisrechnung und der Bilanz werden die Eigenkapitalveränderungsrechnung sowie die Kapitalflussrechnung gesondert dargestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Zur übersichtlicheren Darstellung sind in der Gewinn- und Verlustrechnung sowie in der Bilanz einzelne Posten zusammengefasst und im Anhang gesondert aufgeführt und erläutert.

Für die Aufstellung, die Vollständigkeit und die Richtigkeit des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts ist der Vorstand der MVV Energie AG verantwortlich. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht wurden vom Vorstand am 10. November 2015 aufgestellt und anschließend dem Aufsichtsrat zur Feststellung vorgelegt.

Änderungen der Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben Standards und Interpretationen geändert beziehungsweise neu verabschiedet, die im Geschäftsjahr 2014/15 erstmals verpflichtend anzuwenden sind. Diese sind in der nachfolgenden Tabelle aufgelistet:

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GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN ÜBERNAHME DURCH EU ANWENDUNGSZEITPUNKT1 INHALT AUSWIRKUNG
IAS 36 Angaben über nichtfinanzielle Vermögenswerte 19.12.2013 1.1.2014 Durch die Änderung des IAS 36 werden die Angaben im Anhang bezüglich IFRS 13 für wertgeminderte Vermögenswerte klar gestellt beziehungsweise erweitert. keine
IFRIC 21 Abgaben 13.6.2014 17.6.2014 Die Neuregelungen, die durch IFRIC 21 in Kraft treten, beziehen sich auf die Erfassung von öffentlichen Abgaben an den Staat, die nicht Ertragsteuern im Sinne des IAS 12 sind. keine
IAS 39 Novationen von Derivaten und Fortsetzung der Sicherungsbilanzierung 19.12.2013 1.1.2014 Die Änderung des Standards erlaubt unter bestimmten Voraussetzungen die Fortführung einer Sicherungsbeziehung, wenn das sichernde Derivat infolge einer Gesetzesänderung auf eine zentrale Gegenpartei übertragen wird. keine
IAS 32 Finanzinstrumente - Darstellung zur Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten 13.12.2012 1.1.2014 Die Änderungen konkretisieren die Saldierungsvoraussetzungen von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten. keine
IFRS 10 Konzernabschlüsse 11.12.2012 1.1.2014 Der Standard schafft eine einheitliche Definition für den Begriff der Beherrschung und damit eine einheitliche Grundlage für das Vorliegen einer Mutter-Tochter-Beziehung und die hiermit verbundene Abgrenzung des Konsolidierungskreises. Der IFRS 10 ersetzt die bisher relevanten Leitlinien über Beherrschung und Konsolidierung, die in IAS 27 und SIC 12 enthalten sind. keine
IFRS 11 Gemeinsame Vereinbarungen 11.12.2012 1.1.2014 Der Standard regelt die Bilanzierung von Sachverhalten, in denen ein Unternehmen gemeinschaftliche Führung über ein Gemeinschaftsunternehmen oder eine gemeinschaftliche Tätigkeit ausübt. IFRS 11 ersetzt IAS 31 und SIC 13, die bisher für Fragen der Bilanzierung von Gemeinschaftsunternehmen einschlägige Vorschriften vorgaben. Die bedeutsamste Änderung des IFRS 11 gegenüber IAS 31 ist die Abschaffung der Quotenkonsolidierung für Gemeinschaftsunternehmen, welche künftig stets nach der Equity-Methode zu bilanzieren sind. Die Auswirkungen des neuen Standards IFRS 11 werden anschließend erläutert.
IFRS 12 Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen 11.12.2012 1.1.2014 Der Standard legt die erforderlichen Angaben für Unternehmen fest, die in Übereinstimmung mit den beiden neuen Standards IFRS 10 "Konzernabschlüsse" und IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" bilanzieren. Erweiterung der Anhangsangaben
IAS 27 Einzelabschlüsse 11.12.2012 1.1.2014 Die zuvor in IAS 27 (2008) enthaltenen Konsolidierungsvorschriften wurden überarbeitet und sind nun in IFRS 10 Konzernabschlüsse enthalten. Die Vorschriften für separate Abschlüsse bleiben unverändert. keine
IAS 28 Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen 11.12.2012 1.1.2014 Der geänderte IAS 28 enthält Folgeänderungen, die sich aus der Veröffentlichung von IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 ergeben. keine
IFRS 10, IFRS 11, IFRS 12 Konzernabschlüsse, gemeinsame Vereinbarungen und Angaben zu Anteilen an anderen Unternehmen: Übergangsvorschriften 4.4.2013 1.1.2014 Die Änderungen an den Standards konkretisierten die Übergangsregelungen und gewähren zusätzliche Erleichterungen für die erstmalige Anwendung aller drei Standards.  
IFRS 10, IFRS 12, IAS 27 Investmentgesellschaften 20.11.2013 1.1.2014 Mit Inkrafttreten der Änderungen an IFRS 10 und den entsprechenden Änderungen an den anderen betroffenen Standards werden sogenannte Investmentgesellschaften von der Pflicht ausgenommen, von ihnen beherrschte Tochterunternehmen im Wege der Vollkonsolidierung in ihren Konzernabschluss einzubeziehen. Solche Beteiligungen von Investmentgesellschaften werden nach IFRS 9 beziehungsweise IAS 39 erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert im Konzernabschluss erfasst. keine

1 Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Zeitpunkt beginnen

Der IFRS 10 "Konzernabschlüsse" wurde im Geschäftsjahr 2014/15 zum ersten Mal retrospektiv angewandt und ersetzt die bisher im IAS 27 "Konzern- und Einzelabschlüsse" und im SIC-12 "Konsolidierung Zweckgesellschaften" enthaltenen Leitlinien über die Beherrschung und Konsolidierung von Gesellschaften. Dabei schafft IFRS 10 eine einheitliche Definition des Begriffs "Beherrschung", was zu einer veränderten Abgrenzung des Konsolidierungskreises führen könnte. Für den MVV Energie Konzern ergaben sich daraus jedoch keine Änderungen.

Der IFRS 11 "Gemeinsame Vereinbarungen" ersetzt den IAS 31 "Anteile an Gemeinschaftsunternehmen" und den SIC-13 "Gemeinschaftlich geführte Unternehmen - Nicht-monetäre Einlagen durch Partnerunternehmen". Der IFRS 11 unterscheidet dabei zukünftig zwei Arten von gemeinsamen Vereinbarungen (Joint Arrangements), nämlich Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) und gemeinschaftliche Tätigkeiten (Joint Operations). Ausgangspunkt der Beurteilung ist immer das Kriterium der gemeinsamen Kontrolle (Joint Control) des IFRS 10. Liegt ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) vor, ist dies nach der At-Equity-Methode zu bilanzieren. Sollte eine gemeinschaftliche Tätigkeit (Joint Operation) vorliegen, sind die anteiligen Vermögenswerte und Schulden sowie Aufwendungen und Erträge dem beteiligten Unternehmen direkt zuzurechnen.

Die Gesellschaften des Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt werden durch die erstmalige Anwendung des IFRS 11 als Gemeinschaftsunternehmen (Joint Ventures) klassifiziert. Dadurch ergibt sich eine Änderung der Konsolidierungsmethode. Zukünftig werden diese Gesellschaften nicht mehr quotal bilanziert, sondern nach der At-Equity-Methode in den Konzernabschluss einbezogen. Dementsprechend wurden die Vorjahreswerte in der Tabelle "Konsolidierungskreis" angepasst, was zu einer Reduzierung der Anzahl der quotenkonsolidierten Unternehmen im Konzern auf null und zu einer Erhöhung der Anzahl der At-Equity bilanzierten Unternehmen um eins führt. Die geänderte Einbeziehungsmethode zieht eine Verringerung der einzelnen Vermögenswerte und Schulden in der Konzernbilanz, eine Verringerung der einzelnen GuV-Positionen sowie eine Erhöhung des Ergebnisses aus At-Equity-Unternehmen nach sich, wie in nachfolgender Tabelle zusammengefasst erkennbar.

Anpassung der Gewinn- und Verlustrechnung des MVV Energie Konzerns

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in Tsd Euro Veränderung zum 30.9.2014
Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer -76 518
EBIT - 4 330
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie 0

Anpassung der Bilanz des MVV Energie Konzerns

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in Tsd Euro Veränderung zum 30.9.2014 Veränderung zum 1.10.2013
Aktiva    
Langfristige Vermögenswerte -55 576 - 50 184
Kurzfristige Vermögenswerte -14 110 - 19 927
Passiva    
Langfristige Schulden - 40 027 - 37 670
Kurzfristige Schulden - 29 780 - 32 562

Weitere Anpassungen der Konsolidierungsmethode aus der Anwendung des IFRS 10 und IFRS 11 waren nicht notwendig.

Das IASB und das IFRS IC haben die nachfolgend aufgeführten Standards und Interpretationen veröffentlicht, die für das Geschäftsjahr 2014/15 noch nicht verpflichtend anzuwenden waren und auch nicht freiwillig vorzeitig angewendet worden sind:

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GEÄNDERTE STANDARDS UND INTERPRETATIONEN ÜBERNAHME DURCH EU ANWENDUNGS- ZEITPUNKT1 INHALT
Improvement Projekt 2010 - 12 und "Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRSs"   17.12.2014 1.2.2015 Das IASB hat im Rahmen einer jährlichen Anpassung kleinere Änderungen beziehungsweise Klarstellungen verschiedener Standards in einem Sammeländerungsstandard zusammengefasst.
Improvement Projekt 2011 - 13 und "Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRSs"   18.12.2014 1.1.2015 Das IASB hat im Rahmen einer jährlichen Anpassung kleinere Änderungen beziehungsweise Klarstellungen verschiedener Standards in einem Sammeländerungsstandard zusammengefasst.
Improvement Projekt 2012 - 14 und "Sammelstandard zur Änderung verschiedener IFRSs"   offen 1.1.2016 Das IASB hat im Rahmen einer jährlichen Anpassung kleinere Änderungen beziehungsweise Klarstellungen verschiedener Standards in einem Sammeländerungsstandard zusammengefasst.
IAS 19 Leistungen an Arbeitnehmer 17.12.2014 1.2.2015 Hintergrund der Änderungen dieses Standards ist die Berücksichtigung von Mitarbeiterbeiträgen im Rahmen leistungsorientierter Pensionszusagen. Die neuen Regelungen sehen bei der Berücksichtigung von Arbeitnehmerbeiträgen eine Vereinfachungsregelung für Arbeitnehmerbeiträge vor, die nicht an die Anzahl der Dienstjahre gekoppelt ist. In diesem Fall kann, unabhängig von der Planformel, der Dienstzeitaufwand der Periode reduziert werden, in der die korrespondierende Arbeitsleistung erbracht wird.
IFRS 9 Finanzinstrumente: Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten offen 1.1.2018 Der neue Standard enthält Neuregelungen zu Klassifizierung und Bewertung von finanziellen Vermögenswerten und Schulden. Außerdem wird die Wertberichtigung finanzieller Vermögenswerte ebenso wie das Hedge Accounting neu geregelt.
IFRS 14 Regulatorische Abgrenzungsposten offen 1.1.2016 IFRS 14 erlaubt Unternehmen, die IFRS erstmalig anwenden, preisregulierte Absatzgeschäfte weiterhin in Übereinstimmung mit den bisher angewendeten Rechnungslegungsvorschriften abzubilden. Hierdurch sollen die Abschlüsse mit den IFRS-Abschlüssen anderer Unternehmen vergleichbar gemacht werden, die bereits die IFRS anwenden und daher keine regulatorischen Abgrenzungsposten bilden dürfen. Der Standard stellt solange eine Zwischenlösung dar, bis sich das IASB auf die Bilanzierung von regulatorischen Abschlussposten geeinigt hat.
IFRS 15 Erlöse aus Verträgen mit Kunden offen 1.1.2018 In IFRS 15 wird vorgeschrieben, wann und in welcher Höhe ein IFRS-Berichtersteller Erlöse zu erfassen hat. Zudem wird von den Abschlusserstellern gefordert, den Abschlussadressaten informativere und relevantere Angaben als bisher zur Verfügung zu stellen. Der Standard bietet dafür ein einziges, prinzipienbasiertes, fünfstufiges Modell, das auf alle Verträge mit Kunden anzuwenden ist.
IAS 16, IAS 38 Abschreibungsmethoden bei Sachanlagen und immateriellen Vermögenswerten offen 1.1.2016 Die Änderung der beiden Standards IAS 16 und IAS 38 stellen klar, wann eine umsatzabhängige Abschreibungsmethode angewendet werden kann.
IFRS 11 Erwerb von Anteilen an gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) offen 1.1.2016 Die Änderung des IFRS 11 erfordert die Anwendung des IFRS 3 "Unternehmenszusammenschlüsse", wenn im Rahmen von Anteilserwerben an gemeinschaftlichen Tätigkeiten (Joint Operations) ein Geschäftsbetrieb erworben wird.
IAS 16, IAS 41 Landwirtschaft: Fruchttragende Pflanzen offen 1.1.2016 Nach den Änderungen sind fruchttragende Gewächse künftig wie Sachanlagen nach IAS 16 zu bilanzieren, da ihre Nutzung vergleichbar ist. Ihre Früchte sind dagegen auch künftig nach IAS 41 zu bilanzieren.
IAS 27 Equity-Methode im Einzelabschluss offen 1.1.2016 Mit der Änderung des IAS 27 wird die Equity-Methode als Bilanzierungsoption für Anteile an Tochterunternehmen, Joint Ventures und assoziierten Unternehmen in separaten Abschlüssen eines Investors wieder zugelassen.
IFRS 10, IAS 28 Verkauf oder Einlage von Vermögenswerten eines assoziierten Unternehmens oder eines Gemeinschaftsunternehmens offen 1.1.2016 Durch die Änderung der Standards IFRS 10 und IAS 28 soll künftig der gesamte Gewinn oder Verlust aus einer Transaktion nur dann erfasst werden, wenn die veräußerten oder eingebrachten Vermögenswerte einen Geschäftsbetrieb im Sinne des IFRS 3 darstellen, unabhängig davon, ob die Transaktion als share deal oder asset deal ausgestaltet ist. Bilden die Vermögenswerte dagegen keinen Geschäftsbetrieb, ist lediglich eine anteilige Erfolgserfassung zulässig.
IAS 1 Darstellung des Abschlusses offen 1.1.2016 Durch die Änderungen des IAS 1 werden kleinere Änderungen und Klarstellungen eingeführt. Diese betreffen die Wesentlichkeit der Anhangsangaben; Erläuterungen zur Aggregation und Disaggregation von Posten in der Bilanz und der Gesamtergebnisrechnung; Klarstellung, wie Anteile am sonstigen Ergebnis At-Equity bewerteter Unternehmen in der Gesamtergebnisrechnung darzustellen sind; Streichung einer Musterstruktur des Anhangs hin zur Berücksichtigung unternehmensindividueller Relevanz.
IFRS 10, IFRS 12 und IAS 28 Investmentgesellschaften: Anwendung der Konsolidierungsausnahme offen 1.1.2016 Die Änderung der genannten Standards dient zur Klärung von drei Fragestellungen in Bezug auf die Anwendung der Ausnahme von der Konsolidierungspflicht nach IFRS 10, wenn das Mutterunternehmen die Definition einer "Investmentgesellschaft" erfüllt.

1 Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Zeitpunkt beginnen

Die Auswirkungen der erstmaligen Anwendung der weiteren noch nicht verpflichtend anzuwendenden Standards auf den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns werden derzeit geprüft. Die Änderungen werden spätestens zum Zeitpunkt der Verpflichtung angewendet.

Konsolidierungskreis und Änderungen des Konsolidierungskreises

In den Konzernabschluss 2014/15 des MVV Energie Konzerns sind neben der MVV Energie AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die MVV Energie AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt. Das hierfür maßgebliche Beherrschungskonzept setzt bei Vollkonsolidierung einen beherrschenden Einfluss der Muttergesellschaft voraus, der in allen Fällen der Vollkonsolidierung gegeben ist. Die maßgeblichen assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Gemeinschaftliche Tätigkeiten liegen im MVV Energie Konzern nicht vor.

Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen ist in der folgenden Tabelle dargestellt:

Konsolidierungskreis

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  Vollkonsolidierte Unternehmen At-Equity bilanzierte Unternehmen
30.9.20141 82 18
Zugänge 11 2
Abgänge 4 1
30.9.2015 89 19

1 Vorjahreswerte angepasst.Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns zum 30. September 2015 einbezogenen Unternehmen werden in der Anteilsliste in Textziffer 41 dargestellt.

Im 1. Quartal 2014/15 hat der MVV Energie Konzern 50,1 % an dem deutschen Marktführer im Bereich der erneuerbaren Energien, Juwi AG, Wörrstadt, im Wege einer Kapitalerhöhung erworben. Im 4. Quartal erhöhte sich der Anteil um weitere 13,02 % auf 63,12 %. Die Beteiligung wird durch die 100 %-ige Tochtergesellschaft der MVV Energie AG, Mannheim, MVV Alpha fünfzehn GmbH, Mannheim, gehalten, die für diesen Zweck vollkonsolidiert wird. Der Teilkonzern Juwi wird als Gemeinschaftsunternehmen nach der At-Equity-Methode konsolidiert.

Um zukünftig Komplettlösungen und Dienstleistungen für Privatkunden, Handel, Gewerbe und Industrie anbieten zu können, wurde im 1. Quartal 2014/15 eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der MVV Energie AG, Mannheim, mit dem Namen Beegy GmbH, Mannheim, gegründet. Nach dem Inkrafttreten des Joint-Ventures-Vertrags und dem Eintritt der anderen Partner verringerte sich die Beteiligungsquote der MVV Energie AG auf 34,8 %. Die Gesellschaft wird seitdem als Gemeinschaftsunternehmen nach der At-Equity-Methode konsolidiert.

Mit Wirkung im 1. Quartal 2014/15 wurden im Rahmen eines Asset-Deals die Vermögensgegenstände der insolventen Windwärts Energie GmbH, Hannover, von der neu gegründeten Windwärts Energie GmbH, Mannheim, übernommen. Im Zuge des Windwärts-Asset-Deals wurden auch 100 % an der Vents d'Occ Énergies Renouvelables SARL, Montpellier, mit ihren Projektgesellschaften und 100 % an der Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH, Hannover, erworben. Die französische Gesellschaft wird vollkonsolidiert, während Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH zu den sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz gehört und nicht konsolidiert wird. Im 2. Quartal 2014/15 gründete Windwärts Energie GmbH die beiden Gesellschaften Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Coppenbrügge II KG und Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. KG Sylda II KG, beide Hannover, zur Umsetzung weiterer Windprojekte. Bis zu ihrem Verkauf im 4. Quartal 2014/15 wurden diese Gesellschaften vollkonsolidiert.

Im 1. Quartal 2014/15 wurde die Gesellschaft EVO Alpha eins GmbH, Frankfurt am Main, durch die FRASSUR GmbH Umweltschutz-Dienstleistungen, Mörfelden-Walldorf, gegründet und vollkonsolidiert. Nach der Übernahme von Versorgungsgeschäften im Rahmen eines Asset-Deals wurde die Gesellschaft zu MDW Muldendienst West GmbH umfirmiert.

Die Gesellschaft SWKiel Speicher GmbH, Kiel, wurde im 1. Quartal 2014/15 von den Stadtwerken Kiel AG, Kiel, gegründet und vollkonsolidiert.

Durch Ausübung einer Kaufoption zu einem Leasingvertrag ist die Grundlage für die Vollkonsolidierung der ZEDER Verwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Pullach, entfallen. Somit wurde diese Gesellschaft im 1. Quartal 2014/15 entkonsolidiert. Dies führt zu einem Ergebnis im Konzern in Höhe von 393 Tsd Euro.

Im 2. Quartal 2014/15 wurde die nach der At-Equity-Methode konsolidierte Gesellschaft TradeSoft RM GmbH, Köln, veräußert. Dies führt zu einem Ergebnis im Konzern in Höhe von 6 Tsd Euro.

Die Gesellschaft Biomethananlage Barby GmbH, Regensburg, wurde im 3. Quartal 2014/15 als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen. Die Anteile in Höhe von 74,9 % wurden durch die MVV Energie AG, Mannheim, erworben.

Die durch die MVV Energie AG, Mannheim, neu gegründeten Windenergie-Gesellschaften MVV Windpark Freudenberg GmbH, Freudenberg am Main, und MVV Windpark Hain-Ost GmbH, Mannheim, werden ab dem 3. Quartal 2014/15 vollkonsolidiert.

Die von der MVV decon GmbH, Mannheim, im 3. Quartal 2014/15 neu gegründete Gesellschaft decon international GmbH, Bad Homburg v.d.H., wird aufgrund der geringen Wesentlichkeit als sonstige Beteiligung mit Mehrheitsbesitz in den Konzernabschluss einbezogen.

Im 3. Quartal 2014/15 wurde die Gesellschaft 24sieben Nordwatt GmbH, Kiel, auf die Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel, verschmolzen. Die Verschmelzung hatte keine wesentliche Auswirkung auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Vor ihrer Verschmelzung wurde die 24sieben Nordwatt GmbH als sonstige Beteiligung geführt.

Im 4. Quartal 2014/15 wurden 74,9 % an der Gesellschaft Mobi-Heat GmbH, Friedberg, durch die Biokraft Naturbrennstoffe GmbH, Offenbach am Main, erworben. Mobi-Heat wird als vollkonsolidierte Tochtergesellschaft in den Konzernabschluss einbezogen.

Im 4. Quartal 2014/15 wurden 100 % an der Gesellschaft Juwi Wind Germany 104 GmbH & Co. KG, Wörrstadt, durch Windpark Albisheim GmbH & Co. KG, Wörrstadt, erworben. Die erworbene Gesellschaft wird vollkonsolidiert.

Die Gesellschaft MVV enservis a.s. i. L., Česká Lípa, Tschechische Republik, eine vollkonsolidierte Gesellschaft, befindet sich in Liquidation und wurde im 4. Quartal 2014/15 entkonsolidiert.

Die zum Erwerbszeitpunkt beizulegenden Zeitwerte der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden, die im Rahmen der genannten Asset- und Share-Deals erworben wurden, sind in der folgenden Tabelle dargestellt. Bei dem Asset-Deal Windwärts handelt es sich um eine Neubewertung der aus der Insolvenzmasse erworbenen Vermögenswerte und Schulden.

Identifizierbare Vermögenswerte und Schulden

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  Asset-Deal Windwärts Asset-Deal MDW MobiHeat GmbH, Friedberg Juwi Wind Germany 104 GmbH & Co. KG, Wörrstadt
in Tsd Euro Bei Erwerb angesetzt Bei Erwerb angesetzt Bei Erwerb angesetzt Buchwert Bei Erwerb angesetzt Buchwert
Immaterielle Vermögenswerte 1 412 670 3 448 77 - -
Sachanlagen 974 1 064 4 559 4 559 - -
Finanzanlagen 1 810 - - - - -
Vorräte 9 600 15 742 574 - -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen - - 487 487 - -
Sonstige Forderungen 140 - 936 936 - -
Flüssige Mittel 288 - 24 24 1 1
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten 6 - 70 70 - -
Rückstellungen 233 - 281 281 - -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 11 - 372 372 - -
Sonstige Verbindlichkeiten 259 - 3 207 3 207 - -
Passive Steuerlatenzen - - 1 489 486 - -
Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens 13 727 1 749 4 917 2 381 1 1
Geschäfts- oder Firmenwert 6 073 2 056 7 521   4  

Die Bewertung der übernommenen Vermögenswerte und Schulden ist vorläufig, da die Kaufpreisallokationen noch nicht abgeschlossen sind.

Die Ermittlung der zum Erwerbszeitpunkt angesetzten Vermögenswerte und Schulden erfolgt nach der Erwerbsmethode. Dabei sind die Wertverhältnisse angesetzt, die dem Zeitpunkt des Erwerbs entsprechen. Wertdifferenzen werden in voller Höhe aufgedeckt, das heißt, ansatzfähige Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden des Tochterunternehmens werden unabhängig von vorliegenden Anteilen ohne beherrschenden Einfluss mit ihren Fair Values in der Konzernbilanz ausgewiesen. Markennamen werden mittels der Lizenzpreisanalogie-Methode bewertet. Zur Ermittlung der Fair Values von Kundenbeziehungen und Auftragsbeständen wurde die Residualwertmethode für die Bewertung herangezogen.

Die Bewertung des Vorratsvermögens erfolgt mittels des Marktpreisverfahrens. Stille Reserven auf Beteiligungen werden durch indikative Unternehmensbewertung auf Basis des Ertragswertverfahrens aufgedeckt. Der Abzinsungssatz beruht auf dem konzerninternen WACC unter Berücksichtigung der besonderen Parameter.

Die Kaufpreise für die in der Tabelle "Identifizierbare Vermögenswerte und Schulden" gezeigten Gesellschaften, die keine bedingten Kaufpreisbestandteile enthalten, wurden aus flüssigen Mitteln beglichen. Seit ihrer Erstkonsolidierung haben die genannten erworbenen Unternehmen 9 493 Tsd Euro zum Umsatz und - 3 055 Tsd Euro zum Ergebnis beigetragen. Wenn der Erwerbszeitpunkt am Anfang der Periode des laufenden Geschäftsjahrs wäre, hätten die erworbenen Unternehmen 13 241 Tsd Euro zum Umsatz und - 2 687 Tsd Euro zum Ergebnis beigetragen.

Wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

Gemeinsam mit Joint-Venture-Partnern betreibt die MVV Energie AG Gemeinschaftsunternehmen. Als wesentliche Gemeinschaftsunternehmen wurden aufgrund ihrer Größe und des Einflusses auf den Konzern die Gesellschaften Juwi AG, Wörrstadt, Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel, und Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt, identifiziert.

Die Juwi AG ist weltweit als Projektentwickler von Wind- und Solarparks aktiv und ergänzt die Wertschöpfungskette des Konzerns. Zum Geschäftsjahresende hält der MVV Konzern 63,1 % der Kapitalanteile an der Juwi AG. Die Ausgestaltung der gesellschaftlichen Vereinbarungen sieht eine einstimmige Beschlussfassung aller maßgeblichen Tätigkeiten vor, was zu einer gemeinsamen Führung und zum Einbezug als Gemeinschaftsunternehmen At-Equity führt.

Die Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH betreibt in Kiel ein Steinkohlekraftwerk. Dies erfolgt gemeinsam mit den Gesellschaftern E.ON Kraftwerke GmbH und der Stadtwerke Kiel AG, einer Tochtergesellschaft der MVV Energie AG. Die Stadtwerke Kiel AG hält 50 % der Kapitalanteile des Gemeinschaftskraftwerks Kiel GmbH. Alle wesentlichen Entscheidungen müssen von den Anteilseignern gemeinsam getroffen werden, weshalb die Gesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen wird.

Die Stadtwerke Ingolstadt sind für die Energieversorgung der Region Ingolstadt verantwortlich. Die MVV Energie AG hält 48,4 % der Kapitalanteile der Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, die als Finanzholding mehrere Tochtergesellschaften bündelt. Alle wesentlichen Entscheidungen müssen von den Anteilseignern gemeinsam getroffen werden, weshalb die Gesellschaft als Gemeinschaftsunternehmen At-Equity in den Konzernabschluss einbezogen wird.

Wesentliche assoziierte Unternehmen

Die MVV Energie AG hat die Grosskraftwerk Mannheim AG aufgrund der Größe und des Einflusses auf den Konzern als wesentliches assoziiertes Unternehmen identifiziert.

Die Grosskraftwerk Mannheim AG betreibt in Mannheim eines der effizientesten Steinkohlekraftwerke Europas. Die MVV RHE GmbH, als eine 100 %-ige Tochtergesellschaft der MVV Energie AG, hält insgesamt 28 % der Kapitalanteile an der Gesellschaft. Die Grosskraftwerk Mannheim AG ist ein Gemeinschaftskraftwerk der Aktionäre RWE Generation SE, Essen, EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, und der MVV RHE GmbH, Mannheim. Durch die Besetzung im Aufsichtsrat und ihre Stimmen in der Hauptversammlung übt die MVV RHE GmbH maßgeblichen Einfluss auf die Gesellschaft aus und wird als assoziiertes Unternehmen At-Equity in den Konzernabschluss der MVV Energie AG einbezogen.

Konsolidierungsmethoden

Die in die Konsolidierung einbezogenen Abschlüsse wurden auf der Grundlage einheitlicher Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden zum 30. September 2015 aufgestellt.

Tochterunternehmen werden ab dem Erwerbszeitpunkt vollkonsolidiert, das heißt, ab dem Zeitpunkt, ab dem der Konzern die Beherrschung erlangt. Die Einbeziehung in den Konzernabschluss endet, sobald die Beherrschung durch das Mutterunternehmen nicht mehr besteht. Die Kapitalkonsolidierung erfolgt nach der Erwerbsmethode. Danach werden die Anschaffungskosten des Unternehmenszusammenschlusses auf die erworbenen identifizierbaren Vermögenswerte und die übernommenen identifizierbaren Schulden und Eventualschulden entsprechend ihren beizulegenden Zeitwerten zum Erwerbszeitpunkt verteilt. Verbleibt ein aktivischer Unterschiedsbetrag, wird dieser als Geschäfts- oder Firmenwert unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesen. Aktivierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich sowie bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung einem Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) unterzogen. Bei der Entkonsolidierung wird der bei dieser Cash Generating Unit verbleibende Geschäfts- oder Firmenwert bei der Berücksichtigung des Veräußerungserfolgs einbezogen. Sofern passivische Unterschiedsbeträge entstehen, werden diese nach nochmaliger Überprüfung der Kaufpreisallokation unmittelbar erfolgswirksam erfasst.

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter stellen den Anteil des Ergebnisses und des Reinvermögens dar, der nicht dem Konzern zuzurechnen ist. Anteile nicht beherrschender Gesellschafter werden in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung und in der Konzern-Bilanz separat ausgewiesen. Der Ausweis in der Konzern-Bilanz erfolgt innerhalb des Eigenkapitals, getrennt vom auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallenden Eigenkapital.

Die Anteile an assoziierten Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der At-Equity-Methode konsolidiert.

Anteile an Unternehmen, für die kein Einbezug im Rahmen der Vollkonsolidierung oder nach der At-Equity-Methode erfolgt, werden gemäß IAS 39 bilanziert.

Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Erträge und Aufwendungen zwischen den konsolidierten Gesellschaften werden gegenseitig aufgerechnet. Zwischenergebnisse wurden, soweit wesentlich, eliminiert.

Währungsumrechnung

Bei den einbezogenen Gesellschaften werden Transaktionen in fremder Währung zu dem zum Zeitpunkt des Geschäftsvorfalls geltenden Kassakurs erfasst. An jedem Bilanzstichtag erfolgt für monetäre Vermögenswerte und Schulden, deren Wert in einer Fremdwährung angegeben wird, die Währungsumrechnung zum Stichtagskurs. Die Währungsumrechnungsdifferenzen werden entsprechend ihrer Zuordnung entweder im operativen Ergebnis oder im Finanzergebnis ausgewiesen.

Jahresabschlüsse der ausländischen Konzerngesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung auf Grundlage der modifizierten Stichtagsmethode in Euro (Berichtswährung des Konzerns) umgerechnet. Die funktionale Währung ist bei allen betroffenen Gesellschaften die jeweilige Landeswährung, da sie ihre Geschäfte als finanziell, wirtschaftlich und organisatorisch selbstständige Teileinheiten des Konzerns in ihrer Landeswährung betreiben. Die Umrechnung der Vermögenswerte und Schulden von der jeweiligen Landeswährung in Euro erfolgt zu Tagesmittelkursen am Bilanzstichtag (Stichtagskurse). Die Aufwands- und Ertragsposten werden mit Jahresdurchschnittskursen umgerechnet. Währungsdifferenzen aus abweichenden Umrechnungskursen zwischen der Bilanz und der Gewinn- und Verlustrechnung werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter den Gewinnrücklagen (Unterschiedsbetrag aus Währungsumrechnung) ausgewiesen.

Für die Währungsumrechnung wurden folgende Wechselkurse zugrunde gelegt:

Währungsumrechnung

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  Stichtagskurs Durchschnittskurs
1 Euro 30.9.2015 30.9.2014 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Krone, Tschechien (CZK) 27,187 27,500 27,424 27,292
Pfund, Großbritannien (GBP) 0,738 0,777 0,743 0,819

Quelle: Europäische Zentralbank

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Grundsätzlich erfolgt die Bewertung von Vermögenswerten und Schulden zu fortgeführten Anschaffungs- beziehungsweise Herstellungskosten, sofern nicht IAS 39 und IFRS 13 für bestimmte Vermögenswerte und Schulden sowie für derivative Finanzinstrumente eine Bewertung zu beizulegenden Zeitwerten fordern und diese verlässlich ermittelbar sind. Im Falle langfristiger Forderungen und Schulden erfolgt der Ausweis mit dem Barwert. Sofern die Voraussetzungen vorliegen, werden Vermögenswerte und Schulden saldiert. Bei Vermögenswerten und Schulden, bei denen sich der Handelstag und der Tag der finanziellen Abwicklung unterscheiden, erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag. Aufwendungen und Erträge, die aus Vermögenswerten und Schulden abgeleitet werden, werden in Abhängigkeit vom jeweiligen Bilanzposten im Betriebs- oder Finanzergebnis erfasst, gegebenenfalls erfolgt eine periodengerechte Abgrenzung. Verlangen die internationalen Rechnungslegungsvorschriften eine direkte Erfassung im Eigenkapital, so erfolgt diese, und sie ist im Eigenkapitalspiegel gesondert erläutert.

Im Folgenden werden die grundlegenden Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze dargestellt, die für die Aufstellung des Konzernabschlusses des MVV Energie Konzerns angewendet wurden.

Immaterielle Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte wurden im Wesentlichen entgeltlich erworben und sind mit den Anschaffungs- und Herstellungskosten angesetzt. Entsprechend ihrem Nutzungsverlauf werden sie mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten um planmäßige Abschreibungen nach der linearen Methode vermindert. Immaterielle Vermögenswerte, deren Nutzungsdauer als unbestimmbar eingeschätzt wurde, bestehen mit Ausnahme von Geschäfts- oder Firmenwerten und einer eingetragenen Marke nicht. CO2 -Emissions-zertifikate mit einer Haltedauer von über einem Jahr, die im MVV Energie Konzern zugekauft werden müssen, werden als immaterielle Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten bilanziert, die unentgeltlich zugeteilten Rechte werden mit 0 Euro bewertet. Im Falle einer Folgebewertung wird die Methode des gleitenden Durchschnitts angewendet.

Entwicklungskosten werden aktiviert, wenn ein neu entwickeltes Produkt oder Verfahren eindeutig abgegrenzt werden kann, technisch realisierbar und die eigene Nutzung oder Vermarktung vorgesehen ist. Weitere Voraussetzung für eine Aktivierung ist, dass den Entwicklungskosten mit hinreichender Wahrscheinlichkeit künftige Finanzmittelzuflüsse folgen. Aktivierte Entwicklungskosten werden planmäßig über den geschätzten Verkaufszeitraum der Produkte abgeschrieben. Forschungskosten sind nicht aktivierungsfähig und werden in der Periode ihrer Entstehung sofort als Aufwand erfasst.

Sachanlagen

Die Bilanzierung der Sachanlagen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten abzüglich ratierlicher Abschreibungen für den Werteverzehr der Anlagen. Bei selbsterstellten Sachanlagen werden die Herstellungskosten anhand der direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessenen direkt zurechenbaren Gemeinkosten ermittelt. Fremdkapitalkosten werden als Teil der Anschaffungs- oder Herstellungskosten aktiviert, wenn sie unmittelbar dem Erwerb oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswerts zugeordnet werden können. Dies erfolgt sobald dieser Vermögenswert nach einem längeren Zeitraum in den beabsichtigten gebrauchs- oder verkaufsfähigen Zustand versetzt wird. Während der Inbetriebnahmephase wird der Saldo aus den angefallenen Aufwendungen und Erträgen aktiviert. Über die angefallenen Kosten hinausgehende Erträge reduzieren nicht die aktivierten Anschaffungs- oder Herstellungskosten, sondern werden erfolgswirksam vereinnahmt.

Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Vermögenswerten wurden um erhaltene öffentliche Zuschüsse (Investitionszuschüsse) gekürzt. Zuwendungen der öffentlichen Hand werden erfasst, wenn eine hinreichende Sicherheit dafür besteht, dass zum einen die Zuwendungen gewährt werden und zum anderen die damit verbundenen Bedingungen erfüllt sind. Es liegen ausschließlich vermögenswertbezogene Zuwendungen vor. Diese Zuschüsse werden im Anlagenspiegel offen von den Investitionen abgesetzt.

Die Vermögenswerte des Sachanlagevermögens wurden entsprechend dem wirtschaftlichen Nutzungsverlauf linear abgeschrieben. Die Abschreibung im Zugangsjahr erfolgt zeitanteilig. Den planmäßigen Abschreibungen liegen folgende Nutzungsdauern zugrunde:

Nutzungsdauer in Jahren

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Gebäude 2 - 100
Technische Anlagen und Maschinen 1 - 54
Leitungsnetze 1 - 50
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 - 40

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Unter den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien werden Immobilien ausgewiesen, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und nicht im Rahmen des Betriebszwecks eingesetzt werden. Die Bewertung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Transaktionskosten werden in die erstmalige Bewertung einbezogen. Im Rahmen des Werthaltigkeitstests werden die Marktwerte regelmäßig durch unabhängige Gutachten ermittelt, die auf international anerkannten Methoden basieren. Da es sich hierbei nicht um beobachtbare Marktpreise handelt, ist die Bewertung gemäß der Bewertungshierarchie des IFRS 13 der Stufe 3 zuzuordnen.

Wertminderungen von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien

An jedem Bilanzstichtag werden die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte, der Sachanlagen und der als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien daraufhin überprüft, ob Anhaltspunkte vorliegen, die auf eine Wertminderung hindeuten. Bei Vorliegen von Anhaltspunkten für eine Wertminderung wird ein Werthaltigkeitstest (Impairmenttest) nach IAS 36 durchgeführt. Die Geschäfts- oder Firmenwerte und die immateriellen Vermögenswerte mit unbegrenzter Nutzungsdauer werden nicht planmäßig abgeschrieben, sondern jährlich einem Werthaltigkeitstest unterzogen. Wenn der Buchwert eines Vermögenswerts über seinem erzielbaren Betrag (dem höheren Wert aus beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten oder Nutzungswert) liegt, wird eine Wertminderung auf den erzielbaren Betrag vorgenommen. Der beizulegende Zeitwert spiegelt die bestmögliche Schätzung des erzielbaren Betrags wider. Die erzielbaren Beträge sind für jeden Vermögenswert zu bestimmen, es sei denn, der Vermögenswert erzeugt keine Cash-flows, die weitestgehend unabhängig sind. In diesem Fall ist der Betrag anzusetzen, für den ein unabhängiger Dritter die Zahlungsmittel generierende Einheit am Bilanzstichtag erwerben würde. Die Zeit-/Nutzungswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheiten werden anhand von Cashflow-Planungen ermittelt, die von den Management- und Aufsichtsorganen der MVV Energie AG genehmigt wurden. Grundlage der Cashflow-Planungen sind die Erfahrungen und Ergebnisse vergangener Geschäftsjahre sowie Erwartungen über zukünftige Marktentwicklungen. Die Cashflow-Planungen basieren auf der erwarteten Entwicklung der aus volks- und finanzwirtschaftlichen Studien abgeleiteten gesamtwirtschaftlichen Rahmendaten. Die Prämissen zur Entwicklung der Weltmarktpreise für Rohöl, Erdgas und Kohle, die Strom- und Gaspreise auf den Großhandels- und Endverbrauchermärkten sowie die Entwicklung der Marktanteile und die jeweiligen regulatorischen Rahmenbedingungen stellen die Schlüsselannahmen der Planung dar. Die Cashflow-Planungen umfassen einen Detailplanungszeitraum von drei Jahren. Für die darüber hinausgehenden Geschäftsjahre erfolgt eine Fortschreibung der Ergebnisse, ausgehend vom letzten Jahr des Detailplanungszeitraums. Hierbei werden die aktuellen geschätzten Wachstumsraten verwendet. Die Wachstumsraten entsprechen den langfristigen durchschnittlichen Wachstumsraten auf den Märkten, auf denen die Unternehmen tätig sind. Sie stimmen mit den aus externen Informationsquellen zu entnehmenden Markterwartungen überein. Eine außerplanmäßige Abschreibung erfolgt, wenn der erzielbare Betrag des Vermögenswerts (Nutzungswert) den Buchwert unterschreitet. Wertaufholungen werden höchstens bis zu den fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten vorgenommen, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert in den folgenden Perioden übersteigt.

Bei Geschäfts- oder Firmenwerten werden keine Zuschreibungen vorgenommen. Übersteigt der Buchwert einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, der ein Geschäfts- oder Firmenwert zugeordnet wurde, den erzielbaren Betrag, so wird zunächst der zugeordnete Geschäfts- oder Firmenwert abgeschrieben. Ein darüber hinausgehender Abwertungsbedarf wird durch anteilige Reduzierung der Buchwerte der übrigen Vermögenswerte der Zahlungsmittel generierenden Einheit berücksichtigt, jedoch erfolgt keine Abstockung unter den Zeitwert der jeweiligen Vermögensgegenstände.

Der MVV Energie Konzern least bestimmtes Sachanlagevermögen (Leasingobjekte). Leasingverträge über Sachanlagevermögen, bei denen der MVV Energie Konzern die wesentlichen Risiken und Chancen aus dem Eigentum am Leasingobjekt trägt, werden als Finanzierungsleasing klassifiziert. Vermögenswerte aus Finanzierungsleasing werden zu Beginn der Laufzeit des Leasingverhältnisses mit dem niedrigeren Wert aus beizulegendem Zeitwert des Leasingobjekts und Barwert der Mindestleasingzahlungen aktiviert. In gleicher Höhe werden Leasingverbindlichkeiten unter den lang- und kurzfristigen Verbindlichkeiten passiviert.

Jede Leasingrate wird in einen Zins- und einen Tilgungsanteil aufgeteilt, sodass die Leasingverbindlichkeiten konstant verzinst werden. Der Zinsanteil der Leasingrate wird aufwandswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Das unter einem Finanzierungsleasing gehaltene Sachanlagevermögen wird über den kürzeren der beiden Zeiträume - wirtschaftliche Nutzungsdauer des Vermögenswerts oder Laufzeit des Leasingverhältnisses - abgeschrieben.

Anteile an At-Equity-Unternehmen

Anteile an assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen werden nach der At-Equity-Methode bilanziert. Diese werden zunächst mit den Anschaffungskosten und in den Folgeperioden entsprechend dem fortgeschriebenen anteiligen Nettovermögen bilanziert. Dabei werden die Buchwerte jährlich um die anteiligen Ergebnisse, ausgeschütteten Dividenden und sonstigen Eigenkapitalveränderungen erhöht oder vermindert. Ein bilanzieller Geschäfts-oder Firmenwert wird im Beteiligungsansatz ausgewiesen und nicht separat gezeigt. Eine außerplanmäßige Abschreibung des At-Equity-Buchwerts erfolgt, wenn der erzielbare Betrag den Buchwert unterschreitet. Sofern die Gründe für eine zuvor erfasste Wertminderung entfallen sind, erfolgt eine entsprechende erfolgswirksame Zuschreibung.

Übrige Finanzanlagen

Unter den übrigen Finanzanlagen werden Ausleihungen, Leasingforderungen, Wertpapiere, sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen ausgewiesen. Sie werden wie folgt bewertet und kategorisiert: Die enthaltenen Ausleihungen werden als Kredite und Forderungen, Leasingforderungen unter Leasing kategorisiert. Ihre Wertansätze erfolgen zu fortgeführten Anschaffungskosten gegebenenfalls reduziert um Wertminderungen. Ebenfalls in die übrigen Finanzanlagen werden sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, welche zur Veräußerung verfügbar sind, eingeordnet. Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz und sonstige Beteiligungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, gegebenenfalls um Wertminderungen aufgrund von gesunkenen erwarteten Cashflows oder vorhandenen Ausfallrisiken korrigiert. Finanzierungsleasingverhältnisse, bei denen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übergehen, werden als Forderung in Höhe des Barwerts der Mindestleasingzahlungen (Nettoinvestitionswert) bilanziert. Wertpapiere werden mit ihrem beizulegenden Zeitwert angesetzt.

Soweit bei den finanziellen Vermögenswerten Ausfallrisiken erkennbar sind, werden diese Risiken durch Wertberichtigungen erfasst. Die Wertberichtigungen werden im Beteiligungsergebnis beziehungsweise im Finanzergebnis erfasst.

Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz werden aufgrund ihrer Unwesentlichkeit nicht als vollkonsolidierte Tochterunternehmen in den Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns einbezogen.

Forderungen und sonstige Vermögenswerte

Die Forderungen und sonstigen Vermögenswerte umfassen die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Forderungen und Vermögenswerte sowie die Steuerforderungen. Diese werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten mit den fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Die Erstbewertung erfolgt zum Erfüllungstag. Erforderliche Wertberichtigungen orientieren sich am erwarteten Ausfallrisiko. Forderungen werden grundsätzlich über ein Wertberichtigungskonto korrigiert. In den kurzfristigen sonstigen Vermögenswerten werden zudem die kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen ausgewiesen. Die Bewertung der kurzfristigen Anteile der Leasingforderungen und der Ausleihungen folgt konzeptionell der Bewertung der jeweiligen langfristigen Anteile, die unter den Finanzanlagen erläutert wurden.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten einen Abgrenzungsbetrag für die am Bilanzstichtag noch nicht abgelesenen und nicht abgerechneten Energie- und Wasserverkäufe. Abschlagszahlungen, die auf Basis der jährlichen Verbrauchsabrechnung geleistet werden, sind bei den Forderungen gekürzt. Die Kundenforderungen sind zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Am Bilanzstichtag bestehende Ausfallrisiken sind durch ausreichende Wertberichtigungen berücksichtigt. Die Forderungen werden ausgebucht, sobald sie als uneinbringlich gelten. Die ausgewiesenen Buchwerte entsprechen im Wesentlichen den jeweiligen Zeitwerten.

CO2 -Emissionszertifikate mit einer Restlaufzeit von weniger als einem Jahr, die im MVV Energie Konzern zugekauft oder getauscht werden müssen, werden als sonstige Vermögenswerte mit ihren Anschaffungskosten bilanziert, unentgeltlich zugeteilte Rechte mit 0 Euro bewertet.

Kundenspezifische Fertigungsaufträge

Kundenspezifische Fertigungsaufträge werden nach ihrem Leistungsfortschritt bilanziert. Dabei werden anteilige Umsatzerlöse und die angefallenen Umsatzkosten, basierend auf mit Kunden geschlossenen Verträgen, entsprechend dem am Bilanzstichtag erreichten Leistungsfortschritt ausgewiesen, sobald das Ergebnis eines Fertigungsauftrags verlässlich zu schätzen ist. Der Leistungsfortschritt wird auf Basis der bis zum Bilanzstichtag angefallenen Projektkosten im Verhältnis zu den Gesamtkosten des Projekts ermittelt. In der Bilanz werden die nach ihrem Leistungsfortschritt erfassten Umsätze nach Abzug erhaltener Anzahlungen in den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen ausgewiesen. Sofern das Ergebnis eines Fertigungsauftrags nicht verlässlich geschätzt werden kann, werden Auftragserlöse nur in Höhe der angefallenen Auftragskosten erfasst, die wahrscheinlich einbringbar sind. Auftragsverluste werden sofort in voller Höhe als Aufwand erfasst, sobald diese erwartet werden.

Vorräte

Die Vorräte betreffen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe beziehungsweise unfertige und fertige Erzeugnisse und Leistungen, die hierauf geleistete Anzahlungen, sowie den Handelsbestand Commodity. Sie sind mit dem niedrigeren Wert aus Anschaffungs- und Herstellungskosten und Nettoveräußerungswert bewertet. Der Handelsbestand Commodity ist mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten bewertet. Die Anschaffungs- oder Herstellungskosten der Roh , Hilfs- und Betriebsstoffe werden nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten der unfertigen und fertigen Erzeugnisse und Leistungen enthalten die direkt zurechenbaren Einzelkosten sowie angemessene Teile der notwendigen Material- und Fertigungsgemeinkosten auf Basis einer Normalauslastung und umfassen somit die produktionsbezogenen Vollkosten. Risiken aus einer geminderten Verwertbarkeit wird mittels angemessener Abschläge Rechnung getragen.

Flüssige Mittel

Flüssige Mittel umfassen Kassenbestände sowie Guthaben bei Kreditinstituten mit einer Ursprungslaufzeit von weniger als drei Monaten.

Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte beziehungsweise Schulden

Als "Zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte" werden langfristige Vermögenswerte ausgewiesen, die in ihrem gegenwärtigen Zustand veräußert werden können und deren Veräußerung sehr wahrscheinlich ist. Dabei kann es sich um einzelne langfristige Vermögenswerte, um Gruppen von Vermögenswerten oder um Geschäftsbereiche handeln. Schulden, die zusammen mit Vermögenswerten in einer Transaktion abgegeben werden sollen, werden als "Zur Veräußerung gehaltene Schulden" gesondert ausgewiesen.

Soweit nicht die jeweils besonderen Standards anzuwenden sind, werden zur Veräußerung bestimmte langfristige Vermögenswerte nicht mehr planmäßig abgeschrieben. Sie werden mit ihrem um voraussichtliche Veräußerungskosten verminderten Zeitwert bewertet, sofern dieser niedriger als der Buchwert ist. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung einzelner zur Veräußerung bestimmter langfristiger Vermögenswerte und von Veräußerungsgruppen werden bis zur endgültigen Veräußerung im Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen. Gewinne oder Verluste aus der Bewertung von aufgegebenen Geschäftsbereichen mit dem beizulegenden Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten werden als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten ausgewiesen.

Latente Steuern

Latente Steuern werden für zeitliche Differenzen zwischen den Steuerbilanzen und den IFRS-Bilanzen der Einzelgesellschaften gebildet, die sich aufgrund der steuerlichen Bewertung der Vermögenswerte und Verbindlichkeiten einerseits und der externen Rechnungslegung gemäß IFRS andererseits sowie aus ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen ergeben. Darüber hinaus wurden aktive latente Steuern auf Steuerminderungsansprüche berücksichtigt, die sich aus der erwarteten Nutzung bestehender Verlustvorträge in Folgejahren ergeben. Eine Aktivierung erfolgt, wenn aufgrund vorliegender Planungen die Nutzbarkeit dieser Verlustvorträge gewährleistet ist. Die latenten Steuern werden auf Basis der Steuersätze ermittelt, die in den einzelnen Organisationseinheiten zum Realisationszeitpunkt gelten beziehungsweise erwartet werden. Dabei werden die am Bilanzstichtag gültigen beziehungsweise verabschiedeten steuerlichen Vorschriften berücksichtigt. Für die Bewertung der latenten Steuern in Deutschland wird der unternehmensindividuelle Steuersatz herangezogen, der sich aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und dem jeweils anzuwendenden Gewerbesteuersatz (derzeit 12 % bis 16 %) ergibt. Für ausländische Gesellschaften werden die jeweiligen nationalen Steuersätze zugrunde gelegt, die in Tschechien bei 19 % und in Großbritannien bei 20 % und in Frankreich bei 33,3 % liegen. Aktive und passive latente Steuern werden je Gesellschaft beziehungsweise Organkreis - soweit die Voraussetzungen des IAS 12 gegeben sind - saldiert.

Rückstellungen

Rückstellungen werden für sämtliche am Bilanzstichtag gegenüber Dritten bestehenden rechtlichen oder faktischen Verpflichtungen gebildet, die auf vergangenen Ereignissen beruhen, die zukünftig wahrscheinlich zu einem Abfluss von Ressourcen führen und deren Höhe verlässlich geschätzt werden kann. Die Rückstellungen werden mit ihrem voraussichtlichen Erfüllungsbetrag angesetzt und nicht mit Erstattungsansprüchen saldiert. Rückstellungen, denen eine große Zahl gleichartiger Ereignisse zugrunde liegt, werden mit dem Erwartungswert der möglichen Ergebnisse bilanziert.

Alle langfristigen Rückstellungen werden mit ihrem auf den Bilanzstichtag abgezinsten voraussichtlichen Erfüllungsbetrag bilanziert. Der Zinssatz ist konzernweit mit 0,2 % bei einer Laufzeit zwischen ein und fünf Jahren und 0,6 % ab fünf Jahren Laufzeit vorgegeben.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen werden ausschließlich für leistungsorientierte Versorgungspläne gebildet. Diese Pensionsrückstellungen werden gemäß IAS 19 nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ermittelt (Projected-Unit-Credit-Methode). Dieses Verfahren berücksichtigt neben den am Bilanzstichtag bekannten Renten und Anwartschaften auch zukünftig zu erwartende Gehalts- und Rentensteigerungen. Bei der Berechnung fanden die Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Klaus Heubeck Anwendung. Da der Konzern über kein Planvermögen verfügt, sind Pensionsverpflichtungen in voller Höhe durch Rückstellungen gedeckt. Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste, welche sich aus Änderungen der Berechnungsannahmen ergeben, werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Sie werden außerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung in der Aufstellung der im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen ausgewiesen.

Die wesentlichen Parameter für die Berechnung der leistungsorientierten Pläne zum 30. September 2015 sind:

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  30.9.2015 30.9.2014
Diskontierungszinssatz 2,4 % 2,4 %
Künftige Gehaltssteigerung 0,0 - 3,0 % 1,0 - 3,0 %
Künftige Rentensteigerung 1,6 - 2,0 % 1,0 - 2,75 %

Die Altersversorgung für die Mitarbeiter des MVV Energie Konzerns ist unternehmensspezifisch weitgehend tarifvertraglich geregelt. Hieraus resultieren mittelbare Pensionsverpflichtungen gegenüber Mitarbeitern, die fast ausschließlich über kommunale Zusatzversorgungskassen (ZVK) abgesichert sind. Hierfür werden Umlagen für die Ruhestandszeiten entrichtet. Die in diesem Zusammenhang gezahlten Beträge dienen der Finanzierung der laufenden Versorgungsleistungen. Gemäß den Regelungen der IFRS handelt es sich bei dieser Form der Altersvorsorge um einen leistungsorientierten Plan ("defined benefit plan"), da die individuellen Versorgungsleistungen der ZVK an frühere Mitarbeiter der Mitgliedsunternehmen nicht von eingezahlten Beiträgen abhängen. Da zudem in der ZVK Mitarbeiter mehrerer Mitgliedsunternehmen versichert sind, gilt diese Form der Altersvorsorge als gemeinschaftlicher Plan mehrerer Arbeitgeber ("multi-employer plan"), für den besondere Vorschriften anzuwenden sind.

Aufgrund der Umverteilungen der Leistungen der ZVK auf die an ihr beteiligten Unternehmen und unzureichender Daten über die Altersstruktur, die Fluktuation und die Gehälter dieser Mitarbeiter liegen keine Informationen über den auf den MVV Energie Konzern entfallenden Teil der zukünftigen Zahlungsverpflichtungen (wirtschaftliche Verpflichtung) vor. Somit ist eine Rückstellungsbildung nach IFRS nicht zulässig und die Behandlung erfolgt wie bei einem beitragsorientierten Plan ("defined contribution plan").

Eine wertmäßige Auswertung von Beträgen, Fälligkeiten und Unsicherheiten der leistungsorientierten Versorgungspläne ist unter Textziffer 29 beschrieben.

Verbindlichkeiten

Nach ihrem erstmaligen Ansatz sind Verbindlichkeiten unter Anwendung der Effektivzinsmethode zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Andere Verbindlichkeiten werden mit Ausnahme von derivativen Finanzinstrumenten zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet, die im Wesentlichen den Zeitwerten entsprechen.

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet. Mittel- bis langfristige Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen werden aufgrund ihrer Unwesentlichkeit in den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen.

Eventualschulden

Eventualschulden sind mögliche Verpflichtungen gegenüber Dritten oder bereits bestehende Verpflichtungen, bei denen ein Ressourcenabfluss unwahrscheinlich ist oder deren Höhe nicht verlässlich bestimmt werden kann. Eventualschulden werden in der Bilanz nicht erfasst. Die im Anhang angegebenen Verpflichtungsvolumina der Eventualschulden entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang.

Finanzinstrumente

ORIGINÄRE FINANZINSTRUMENTE

Als finanzielle Vermögenswerte werden auf der Aktivseite Beteiligungen, Ausleihungen, Wertpapiere, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, sonstige Geldforderungen sowie liquide Mittel ausgewiesen. Originäre Finanzinstrumente werden bei ihrem Zugang zum beizulegenden Zeitwert unter Berücksichtigung der Transaktionskosten bewertet.

Im Rahmen der Folgebewertung werden finanzielle Vermögenswerte entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Die Folgebewertung erfolgt für finanzielle Vermögenswerte der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" grundsätzlich zum beizulegenden Zeitwert. Änderungen des beizulegenden Zeitwerts gemäß IAS 39 werden erfolgsneutral im Eigenkapital unter Berücksichtigung latenter Steuern erfasst. Beim Abgang werden diese erfolgswirksam berücksichtigt. Liegen objektive Hinweise für eine Wertminderung eines Vermögenswerts vor, wird dieser erfolgswirksam abgeschrieben. Ist eine dauerhafte Wertaufholung zu verzeichnen, wird bis zur Höhe der fortgeführten Anschaffungskosten zugeschrieben. Soweit die beizulegenden Zeitwerte nicht verlässlich geschätzt werden können, erfolgt die Bewertung zu fortgeführten Anschaffungskosten. Die Folgebewertung finanzieller Vermögenswerte der Kategorien "Kredite und Forderungen" sowie "Bis zur Endfälligkeit zu haltende Finanzinstrumente" erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode. Die fortgeführten Anschaffungskosten eines finanziellen Vermögenswerts entsprechen dem beizulegenden Zeitwert der hingegebenen Gegenleistung, korrigiert um Wertminderungen, Zinsen und Tilgungen. Erkennbare Risiken, insbesondere aufgrund erwarteter Zahlungsausfälle oder verminderter erwarteter Cashflows, werden durch Wertminderungen berücksichtigt. Die Erfassung von Wertminderungen erfolgt direkt im Periodenergebnis.

Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, das heißt zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf oder Verkauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe schreiben die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vor.

Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird über den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden festgelegt. Solche Verfahren stützen sich auf kürzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigte Transaktionen, auf den aktuellen Marktwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Instruments, auf die Analyse der diskontierten Zahlungsströme oder auf Optionspreismodelle. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden gemäß IFRS 1 3 auch die Markt- und Kreditrisiken mit einbezogen.

Die Ausbuchung finanzieller Vermögenswerte erfolgt, wenn die vertraglichen Rechte auf Zahlungsmittelzuflüsse aus dem Vermögenswert auslaufen oder der finanzielle Vermögenswert übertragen wird, sofern im Wesentlichen alle Chancen und Risiken, die mit dem Eigentum an dem Vermögenswert verbunden sind, übertragen werden, beziehungsweise die Verfügungsmacht über den Vermögenswert abgegeben wird.

Als finanzielle Verbindlichkeiten werden auf der Passivseite Finanzschulden, Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und andere Verbindlichkeiten ausgewiesen. Finanzielle Verbindlichkeiten werden hauptsächlich zu fortgeführten Anschaffungskosten, gegebenenfalls unter Verwendung der Effektivzinsmethode, bewertet. Im Falle von Finanzschulden entsprechen die Anschaffungskosten dem Auszahlungsbetrag. Bei Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen und sonstigen Verbindlichkeiten entsprechen die Anschaffungskosten dem beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung.

Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die der Verbindlichkeit zugrunde liegende Verpflichtung erfüllt, gekündigt oder erloschen ist.

Von der Möglichkeit, finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten der Kategorie "erfolgswirksam zum beizulegenden Zeitwert" zuzuordnen, wurde wie im Vorjahr kein Gebrauch gemacht.

DERIVATIVE FINANZINSTRUMENTE

Zu den derivativen Finanzinstrumenten gehören Zins- und Währungs-Derivate sowie Commodity-Derivate größtenteils über Strom, Gas, Kohle und CO2 -Emissionszertifikate. Derivative Finanzinstrumente werden sowohl bei ihrer erstmaligen Bilanzierung als auch in den Folgeperioden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und unter den sonstigen Vermögenswerten oder sonstigen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Wertansätze werden vom Markt abgeleitet oder anhand anerkannter Bewertungsmethoden ermittelt (Barwertmethode oder Optionspreismodelle unter Zugrundelegung aktueller Marktparameter). Eine Erfassung der Wertänderungen von Zins- und Währungsderivaten werden innerhalb des Finanzergebnisses entsprechend als Ertrag oder Aufwand erfasst. Wertänderungen aller anderen derivativen Finanzinstrumente erfolgt als Ertrag beziehungsweise Aufwand in den sonstigen betrieblichen Erträgen und Aufwendungen. Hiervon sind Derivate gesondert zu behandeln, welche als Sicherungsgeschäft in einem Cashflow Hedge eingesetzt werden. Cashflow Hedges dienen der Absicherung zukünftiger Zahlungsströme von finanziellen Vermögenswerten oder finanziellen Verbindlichkeiten. Erfüllen diese zusätzlich die Voraussetzungen des Hedge-Accounting gemäß IAS 39, erfolgt der Ausweis des effektiven Teils des Sicherungsinstruments im Rahmen der Fair-Value-Veränderung erfolgsneutral im Eigenkapital unter Marktbewertung von Finanzinstrumenten. Wird das Grundgeschäft erfolgswirksam, so wird das Sicherungsgeschäft ebenfalls erfolgswirksam erfasst und kompensiert somit die Auswirkungen des Grundgeschäfts. Neben dem Cashflow-Hedge-Accounting können Absicherungen von Risiken ebenfalls durch Fair Value Hedges erfolgen. Hierbei werden die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts von Derivaten, die der Absicherung eines beizulegenden Zeitwerts dienen und als Fair Value Hedge qualifiziert werden können, gleichzeitig mit dem abgesicherten Risiko erfolgswirksam erfasst.

In IAS 39 sind Voraussetzungen für die Bilanzierung von Sicherungsgeschäften festgeschrieben. Insbesondere müssen die Sicherungsbeziehungen ausführlich dokumentiert und effektiv sein. Das heißt die Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Sicherungsgeschäfts müssen sowohl prospektiv als auch retrospektiv in einer Bandbreite von 80 % bis 125 % der gegenläufigen Änderungen des beizulegenden Zeitwerts des Grundgeschäfts liegen. Nur der effektive Teil einer Sicherungsbeziehung darf erfolgsneutral im Eigenkapital bilanziert werden. Der ineffektive Teil einer Sicherungsbeziehung wird sofort erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.

Zur Begrenzung des Zinsänderungsrisikos werden insbesondere Zins-Swaps eingesetzt. Diese Instrumente fixieren mit Hilfe von Cashflow Hedges Zahlungsströme aus verzinslichen langfristigen Finanzverbindlichkeiten.

Schwebende Geschäfte zur Marktpreissicherung im Bereich des Energiehandels fallen in den Anwendungsbereich von IAS 39 und werden als derivative Finanzinstrumente erfasst, während die abgesicherten Grundgeschäfte (Vertriebskontrakte) in der Regel nicht unter IAS 39 fallen. Die Bilanzierung nach IAS 39 betrifft insbesondere Warentermingeschäfte. Im Rahmen der Volatilitäts-Begrenzung wird insbesondere im Strom- und Gasgeschäft die Own Use Exemption oder das Cashflow-Hedge-Accounting angewandt.

Für geschlossene Fremdwährungspositionen wurden im Geschäftsjahr 2014/15 erstmalig auch Fair Value Hedges eingesetzt, welche nach den Regeln des Fair-Value-Hedge-Accountings bilanziert wurden.

Bewertungsunsicherheiten

Bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden sind Ermessensentscheidungen zu treffen. Zudem erfordert die Aufstellung eines Konzernabschlusses nach IFRS, dass Annahmen und Schätzungen gemacht werden, die sich auf die Wertansätze der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden, der Erträge und Aufwendungen sowie auf die Angaben der Eventualschulden auswirken können.

Ermessensentscheidungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Aus Ermessensausübungen bei der Anwendung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich keine erheblichen Auswirkungen auf die Wertansätze der im Abschluss ausgewiesenen Vermögenswerte und Schulden.

Unsicherheiten bei der Schätzung

Im Folgenden werden die wichtigsten zukunftsbezogenen Annahmen sowie sonstige am Stichtag bestehende wesentliche Quellen von Schätzungsunsicherheiten erläutert, aufgrund derer ein Risiko besteht, dass innerhalb des nächsten Geschäftsjahrs eine wesentliche Anpassung der Buchwerte von Vermögenswerten und Schulden erforderlich sein wird.

Die Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte für Vermögenswerte und Schulden sowie der Nutzungsdauer der Vermögenswerte basiert auf Beurteilungen des Managements. Dies gilt in gleicher Weise für die Ermittlung von Wertminderungen von Vermögenswerten.

Der MVV Energie Konzern überprüft mindestens einmal jährlich oder bei hinweisenden Sachverhalten oder Änderungen der Umstände die Werthaltigkeit der Geschäfts- oder Firmenwerte und der Vermögensgegenstände. Dies erfordert eine Schätzung des Nutzungswerts einer Zahlungsmittel generierenden Einheit, welcher der Geschäfts- oder Firmenwert, beziehungsweise der Vermögensgegenstand zugeordnet ist. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss der MVV Energie Konzern die voraussichtlich künftigen Zahlungsmittelüberschüsse aus der Zahlungsmittel generierenden Einheit schätzen und darüber hinaus einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert der Cashflows zu ermitteln. Sämtliche Annahmen und Schätzungen basieren auf den Verhältnissen und Einschätzungen zum Bilanzstichtag oder zum relevanten unterjährigen Stichtag, zu welchem die anlassbezogene Wertminderung erforderlich wird. Abweichende Entwicklungen dieser Rahmenbedingungen können zu Unterschieden zwischen den Schätzwerten und den tatsächlichen Werten führen. In solchen Fällen werden die Annahmen und, falls erforderlich, der Buchwert des Geschäfts- oder Firmenwerts und der Vermögensgegenstände entsprechend angepasst.

Annahmen sind des Weiteren zu treffen bei der Berechnung tatsächlicher und latenter Steuern. Insbesondere spielt bei der Beurteilung, ob aktive latente Steuern genutzt werden können, die Möglichkeit der zukünftigen Erzielung entsprechender steuerpflichtiger Einkommen eine wesentliche Rolle.

Bei der Bewertung von Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen stellen insbesondere der Abzinsungsfaktor, biometrische Wahrscheinlichkeiten sowie Trendannahmen wesentliche Schätzgrößen dar. Abweichende Entwicklungen dieser Schätzgrößen können zu Unterschieden zwischen dem bilanzierten Wert und den tatsächlich im Zeitablauf entstehenden Verpflichtungen führen. Die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste werden vollständig in der Periode erfasst, in der sie auftreten. Dies führt dazu, dass Änderungen der Schätzgrößen direkte Auswirkungen auf den MVV Energie Konzern haben.

Die Bewertung von Umsätzen und Materialaufwendungen unterliegt insofern Schätzungen, dass zum Stichtag Verbrauchsabgrenzungen für bereits entstandene und noch nicht fakturierte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen vorgenommen wurden.

Abfindungsverbindlichkeiten für Personengesellschaften werden mit dem anteiligen beizulegenden Zeitwert angesetzt. Dieser wird ermittelt, indem eine Unternehmensbewertung unter Berücksichtigung der aktuellen Planung und der Zinsstrukturkurve durchgeführt wird.

Grundsätzlich werden bei den Bewertungsunsicherheiten die bestmöglichen Erkenntnisse herangezogen, bezogen auf die Verhältnisse am Bilanzstichtag. Die tatsächlichen Beträge können sich von den Schätzungen unterscheiden. Die im Abschluss erfassten und mit Unsicherheiten behafteten Buchwerte sind aus der Bilanz beziehungsweise den entsprechenden Erläuterungen im Anhang zu entnehmen.

Die Schätzänderungen nach IAS 8 im Geschäftsjahr 2014/15 führten zu keinen nennenswerten Anpassungen der betroffenen Erträge, Aufwendungen sowie des Vermögens und der Schulden.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

1 Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer

Die Umsatzerlöse enthalten alle Erlöse, die aus der typischen Geschäftstätigkeit des Konzerns resultieren. Sie werden beim Übergang der maßgeblichen Risiken und Chancen auf den Kunden beziehungsweise bei Erbringung der Leistung erfasst, sofern der Zahlungseingang verlässlich erwartet werden kann. Hinsichtlich der Zusammensetzung der Umsatzerlöse aus den einzelnen Segmenten verweisen wir auf die Segmentberichterstattung unter Textziffer 37.

Neben unseren Hauptprodukten Strom, Wärme, Gas, Wasser und Abfall sind die sonstigen Umsätze von untergeordneter Bedeutung.

Der Umsatz unserer ausländischen Töchter betrug in Konzernwährung 94 835 Tsd Euro (Vorjahr 85 873 Tsd Euro).

2 Bestandsveränderungen

Die Bestandsveränderungen resultieren im Wesentlichen aus unfertigen Projekten, Projektrechten sowie aus noch nicht abgerechneten Leistungen bei Hausanschlüssen.

3 Aktivierte Eigenleistungen

Die aktivierten Eigenleistungen betreffen insbesondere den Bau und die Erweiterung von Versorgungsnetzen.

4 Sonstige betriebliche Erträge

Sonstige betriebliche Erträge

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Erträge aus nach IAS 39 bilanzierten Derivaten1 299 859 100 336
Erträge aus Emissionsrechten 15 130 14 555
Erstattungen für Schadensfälle1 10 537 2 633
Auflösung von Wertberichtigungen und Eingänge von ausgebuchten Forderungen1 7 888 16 007
Geschäftsbesorgung und Personalgestellung1 7 376 5 157
Erträge aus Anlageverkäufen1 6 467 2 840
Auflösung von Rückstellungen 5 842 10 230
Gutschriften und Erstattungen 4 764 2 951
Währungskursgewinne 4 752 2 763
Leistungen an Mitarbeiter 3 052 3 094
Mieterträge1 3 002 2 375
Übrige1 20 788 21 541
  389 457 184 482

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten insbesondere positive Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Erträgen stehen entsprechende Aufwendungen gegenüber.

Die Erstattungen für Schadensfälle beinhalten im Wesentlichen Entschädigungen für Ausfälle in Kraftwerken.

Die Verminderung der Erträge aus Auflösung von Wertberichtigungen und Eingang von ausgebuchten Forderungen ist auf das erfolgreiche Working Capital Management der Vorjahre zurückzuführen.

5 Materialaufwand

Materialaufwand

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und bezogene Waren1 2 269 274 2 597 830
Bezogene Leistungen1 408 046 416 432
  2 677 320 3 014 262

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Reduzierung der Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe resultiert in erster Linie aus der mengen- und preisbedingten Abnahme des Geschäftsvolumens und der damit verbundenen Abnahme der Energiebezugskosten.

In den Aufwendungen für bezogene Leistungen sind im Wesentlichen Aufwendungen für Netznutzungsentgelte, Konzessionsabgaben und Entsorgungskosten für Reststoffe und Fremdleistungen enthalten.

6 Personalaufwand

Personalaufwand

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Löhne und Gehälter1 286 907 264 305
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Unterstützung 48 957 45 265
Aufwendungen für Altersversorgung 19 395 18 392
  355 259 327 962

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Personalaufwand sind Effekte aus der Änderung des Konsolidierungskreises in Höhe von 3 228 Tsd Euro enthalten.

Im Jahresdurchschnitt waren 5 243 Mitarbeiter (Vorjahr angepasst 5 132) im MVV Energie Konzern beschäftigt. In diesem Personalstand sind 11 leitende Angestellte (Vorjahr 11), 4 873 Angestellte (Vorjahr angepasst 4 755), 319 Auszubildende (Vorjahr angepasst 318) und 40 Praktikanten/Diplomanden (Vorjahr angepasst 48) enthalten.

7 Sonstige betriebliche Aufwendungen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Aufwand aus nach IAS 39 bilanzierten Derivaten1 306 535 77 723
Beiträge, Gebühren und Abgaben1 22 726 20 926
Mieten, Pachten und Leasing1 19 117 17 262
Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsausfällen1 15 808 20 477
Rechts-, Beratungs- und Gutachterkosten1 12 938 14 081
Betriebliche Steuern (inkl. Energiesteuern)1 12 501 10 217
Aufwendungen für Wartungen, Reparaturen und IT-Dienstleistungen1 11 293 15 774
Personalgestellung1 9 179 9 857
Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit1 8 385 8 357
Personal- und Sozialaufwendungen1 8 162 8 587
Aufwand aus Emissionsrechten 6 699 8 786
Serviceverträge1 5 958 5 447
Gebäudemanagement1 4 699 4 447
Verluste von Anlagenabgängen1 4 263 3 263
Währungskursverluste 2 940 2 450
Bewirtungskosten1 2 107 2 096
Buchführungs- und Jahresabschlusskosten1 1 969 1 902
Büromaterial und Fachliteratur1 1 327 1 236
Übrige1 23 304 30 684
  479 910 263 572

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten negative Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften, die nach IAS 39 zu bewerten sind. Der Ausweis der Bewertungseffekte aus Energiehandelsgeschäften erfolgt brutto. Diesen bewertungsabhängigen Aufwendungen stehen sonstige betriebliche Erträge gegenüber, die diesen Effekt kompensieren.

Die Verminderung der Zuführung zu Wertberichtigungen und Forderungsausfällen ist auf das erfolgreiche Working Capital Management der Vorjahre zurückzuführen.

8 Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnis

Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnis

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen1 10 836 31 596
Erträge aus sonstigen Beteiligungen1 1 758 1 688
Aufwendungen/Erträge aus dem Abgang von Finanzanlagen1 249 1 400
  12 843 34 684

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Veränderungen im Konsolidierungskreis im Geschäftsjahr führten zu einer Absenkung des Ergebnisses aus At-Equity-Unternehmen. Diesen Einmaleffekt erwarten wir für das folgende Geschäftsjahr nicht.

9 Abschreibungen

Abschreibungen

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Abschreibungen1 161 239 159 277
davon außerplanmäßig 985 1 675

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden im Wesentlichen außerplanmäßige Abschreibungen von Gebäuden in Höhe von 329 Tsd Euro (Vorjahr 68 Tsd Euro), von technischen Anlagen und Maschinen in Höhe von 420 Tsd Euro (Vorjahr 1 598 Tsd Euro) sowie von immateriellen Vermögenswerten in Höhe von 140 Tsd Euro (Vorjahr 0 Tsd Euro) vorgenommen. Die außerplanmäßigen Abschreibungen sind auf mehrere Gesellschaften mit jeweils unwesentlichen Beträgen aufgeteilt.

10 Finanzerträge

Finanzerträge

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Erträge aus der Währungsumrechnung aus Finanzierung 3 723 20 088
Zinserträge aus Finanzierungsleasing1 3 106 3 386
Zinserträge aus Kontokorrent, Tages- und Festgeldern1 522 1 239
Erträge aus allgemeinen Ausleihungen 58 81
Erträge aus IAS 39 Bewertung 1 142 571
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge1 3 021 5 186
  11 572 30 551

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aus der Absicherung von geschlossenen Fremdwährungspositionen (weitere Erläuterungen unter Textziffer 36 Finanzinstrumente) ergaben sich Verschiebungen innerhalb des Finanzergebnisses, welche sich in den Erträgen beziehungsweise Aufwendungen aus Währungsumrechnung und dem Ergebnis aus der IAS 39 Bewertung widerspiegeln.

11 Finanzaufwendungen

Finanzaufwendungen

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Zinsaufwand aus Kontokorrent, Darlehen und kurzfristigen Ausleihungen 44 897 51 196
Aufwand aus der Währungsumrechnung aus Finanzierung 5 477 7 527
Aufzinsung von Rückstellungen1 3 654 8 099
Aufwand aus IAS 39 Bewertung 1 065 8 917
Sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen1 - 3 245 2 992
  51 848 78 731

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Finanzaufwendungen beinhalten Aufwendungen aus der Währungsumrechnung, die im Wesentlichen aus der Finanzierung der britischen Projekte resultieren.

Die Aktivierung von Fremdkapitalkosten in Höhe von 16 163 Tsd Euro führen zu einem Ertragsausweis in den sonstigen Zinsen und ähnlichen Aufwendungen.

12 Ertragsteuern

Ertragsteuern

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Tatsächliche Steuern1 52 609 36 519
Latente Steuern1 - 16 420 1 021
  36 189 37 540

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der laufende Steueraufwand enthält die zu leistende Gewerbe- und Körperschaftsteuer (einschließlich Solidaritätszuschlag) sowie ausländische Ertragsteuern.

Der latente Steuerertrag ergibt sich aus einem Steueraufwand in Höhe von 1 234 Tsd Euro (Vorjahr Steueraufwand 3 278 Tsd Euro), der auf die Veränderung der Wertberichtigung für Verlustvorträge sowie auf die erfolgswirksame Nutzung von Verlustvorträgen zurückzuführen ist und aus einem latenten Steuerertrag in Höhe von 17 654 Tsd Euro (Vorjahr 2 257 Tsd Euro), der auf das Entstehen beziehungsweise die Auflösung temporärer Unterschiede entfällt.

Der tatsächliche Steueraufwand wurde aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verluste um 3 154 Tsd Euro (Vorjahr 3 825 Tsd Euro) gemindert.

Die folgende Tabelle zeigt eine Überleitungsrechnung vom erwarteten zum tatsächlich ausgewiesenen Steueraufwand. Der für die steuerliche Überleitungsrechnung anzuwendende Steuersatz von 30,3 % (Vorjahr 30,3 %) setzt sich aus dem gültigen unveränderten Körperschaftsteuersatz von 15,0 %, dem Solidaritätszuschlag von unverändert 5,5 % und einem durchschnittlichen Gewerbesteuersatz von 14,5 % (Vorjahr 14,5 %) zusammen.

Überleitung des Ertragsteueraufwands

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Ergebnis vor Ertragsteuern (EBT)1 121 421 138 936
Erwarteter Steueraufwand bei einem Steuersatz von 30,3 % (Vorjahr 30,3 %)1 36 791 42 098
Abweichungen durch die Bemessungsgrundlage für die Gewerbesteuer1 2 685 2 900
Abweichungen von dem erwarteten Steuersatz1 - 2 942 - 2 923
Nutzung von Verlustvorträgen, Veränderung der Wertberichtigung für Verluste sowie Verluste ohne Bildung von latenten Steuern1 1 224 3 278
Nicht abzugsfähige Aufwendungen1 1 920 2 199
Steuerfreie Erträge - 7 418 - 8 393
Ergebnisse aus At-Equity bilanzierten Beteiligungen1 4 197 - 4 018
Permanente Differenzen1 1 469 1 960
Steuern für Vorjahre - 1 777 - 1 421
Sonstige 40 1 860
Effektiver Steueraufwand1 36 189 37 540
Effektiver Steuersatz in %1 29,8 27,0

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Verminderung der Position "Nutzung von Verlustvorträgen, Veränderung der Wertberichtigung für Verluste sowie Verluste ohne die Bildung von latenten Steuern" beruht auf dem Rückgang von Wertberichtigungen aktiver latenter Steuern auf Verlustvorträge. Diesem stehen gegenläufige Wirkungen aus der Nutzung von Verlustvorträgen gegenüber.

Der rückläufige Effekt aus steuerfreien Erträgen resultiert aus niedrigeren Beteiligungserträgen von nicht konsolidierten Tochtergesellschaften sowie aus einem Rückgang steuerfreier verdeckter Einlagen.

Der Vorzeichenwechsel in der Position "Ergebnisse aus At-Equity bewerteten Unternehmen" ist auf die rückläufige Entwicklung des At-Equity-Ergebnisses zurückzuführen.

13 Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG und Ergebnis je Aktie

Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG und Ergebnis je Aktie

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  1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG in Tsd Euro1 71 907 92 489
Aktienanzahl in Tsd (gewichteter Durchschnitt) 65 907 65 907
Ergebnis je Aktie in Euro1 1,09 1,40
Dividende je Aktie in Euro 0,90 0,90

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die auf den Namen lautenden Stückaktien der MVV Energie AG belaufen sich auf 65 906 796 Stück. Die Berechnung des gewichteten Jahresdurchschnitts erfolgte taggenau.

Die Dividende des Geschäftsjahrs 2014/15 entspricht dem Vorschlag des Vorstands und steht unter dem Vorbehalt der Zustimmung der Hauptversammlung am 4. März 2016. Es soll demnach eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet werden. Der Gewinnverwendungsvorschlag für das Geschäftsjahr 2013/14 wurde von der Hauptversammlung am 13. März 2015 angenommen. Es wurde eine Dividende über 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet. Da zum Bilanzstichtag keine Optionsrechte auf Aktien der MVV Energie AG vorliegen, sind keine Verwässerungseffekte zu berücksichtigen.

Erläuterungen zur Bilanz

14 Immaterielle Vermögenswerte

Die immateriellen Vermögenswerte beinhalten Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte, Kundenlisten und ähnliche Rechte und Werte, Geschäfts- oder Firmenwerte sowie geleistete Anzahlungen.

Die Voraussetzungen zur Aktivierung von Entwicklungskosten waren im Geschäftsjahr 2014/15 nicht erfüllt. Diese werden somit ebenso wie die angefallenen Forschungsaufwendungen in der Periode ihrer Entstehung als Aufwand erfasst. Der Betrag für die nach IFRS qualifizierenden Forschungs- und Entwicklungsaufwendungen belief sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 809 Tsd Euro (Vorjahr 2 205 Tsd Euro). Die Forschungs- und Entwicklungskosten entstehen hauptsächlich aufgrund von Aktivitäten zur ständigen Verbesserung der Arbeitsprozesse, der Produktentwicklung sowie der technischen Weiterentwicklung.

Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte sowie ähnliche Rechte und Werte setzen sich aus Software und vertraglich vereinbarten Zuschüssen an Kunden und Lieferanten zusammen. Die Nutzungsdauer orientiert sich an wirtschaftlichen Aspekten oder vertraglichen Gegebenheiten und liegt zwischen 1 und 50 Jahren.

Die im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführten Werthaltigkeitstests basieren auf der Bestimmung des erzielbaren Betrags/Nutzungswerts. Hierbei werden die erwarteten Cashflows der Beteiligungen mit Diskontierungssätzen (gewichtete Kapitalkosten) von 4,5 % bis 5,9 % nach Steuern verzinst. Die gewichteten Kapitalkosten vor Steuern liegen zwischen 6,4 % und 8,1 %. Die Ermittlung der Diskontierungszinssätze erfolgt auf Basis von verfügbaren Marktdaten. Der Planungszeitraum der zugrunde gelegten Cashflows liegt in der Regel bei drei Jahren. Für die im Geschäftsjahr 2014/15 durchgeführten Werthaltigkeitstests wurden in den Planungsrechnungen Wachstumsraten von bis zu 0,5 % verwendet.

Im Rahmen einer Sensitivitätsanalyse wurden die Impairments mit einer Erhöhung/Verminderung von 0,5 % des Kapitalisierungszinssatzes gerechnet. Hieraus ergaben sich keine nennenswerten Veränderungen in der Werthaltigkeit.

Die Buchwerte der Geschäfts- oder Firmenwerte setzen sich wie folgt zusammen:

Buchwerte Geschäfts- oder Firmenwerte

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Teilkonzern Energieversorgung Offenbach 71 689 65 796
Teilkonzern MVV Enamic 36 611 36 611
Teilkonzern MVV Energie CZ 5 897 5 862
Teilkonzern MVV Umwelt 5 591 5 586
Teilkonzern Windwärts 6 073 -
Sonstige Teilkonzerne 1 038 1 018
  126 899 114 873

Zur Durchführung der Werthaltigkeitstests wurden die Geschäfts- oder Firmenwerte den Zahlungsmittel generierenden Einheiten zugeordnet. Die Zahlungsmittel generierende Einheit entspricht im Wesentlichen rechtlichen Teilkonzernen, die aus geografisch oder sachlich zusammengehörigen rechtlichen Einheiten bestehen. Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden keine Wertminderungen auf die Geschäfts- oder Firmenwerte vorgenommen.

Mit der Aufnahme der Anteile an der MobiHeat GmbH und der Juwi Wind Germany GmbH in den Konsolidierungskreis des MVV Energie Konzerns, sowie durch den MDW Asset-Deal ist im Teilkonzern Energieversorgung Offenbach ein Firmenwert in Höhe von 5 893 Tsd Euro entstanden.

Durch die Entkonsolidierung der Gesellschaft enservis a.s. i. L. hat sich der Firmenwert des Teilkonzerns MVV Energie CZ um 40 Tsd Euro reduziert.

Mit der Aufnahme der Vermögenswerte im Rahmen des Windwärts Asset-Deals entstand ein Firmenwert im Teilkonzern Windwärts in Höhe von 6 073 Tsd Euro.

Durch die Verschmelzung der Gesellschaft 24sieben Nordwatt GmbH auf die Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft ist ein Firmenwert in Höhe von 20 Tsd Euro in den sonstigen Teilkonzernen entstanden, da die Gesellschaft vor der Verschmelzung eine nicht konsolidierte sonstige Beteiligung war.

Darüber hinaus sind in den Teilkonzernen MVV Energie CZ und MVV Umwelt Währungsumrechnungseffekte in Höhe von 80 Tsd Euro (Vorjahr - 3 Tsd Euro) zu verzeichnen.

Immaterielle Vermögenswerte

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in Tsd Euro Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte Geschäfts- oder Firmenwert Geleistete Anzahlungen Gesamt
Bruttowerte zum 1.10.20131 250 026 121 649 4 771 376 446
Währungsanpassungen - 137 - 615 37 - 715
Zugänge1 12 746 - 2 892 15 638
Abgänge1 - 2 730 - - - 2 730
Umbuchungen1 5 312 9 889 - 3 915 11 286
Umbuchungen nach IFRS 5 - 73 - - - 73
Bruttowerte zum 30.9.20141 265 144 130 923 3 785 399 852
Abschreibungen zum 1.10.20131 - 171 850 - 6 318 - 3 - 178 171
Währungsanpassungen 104 157 - 1 260
Planmäßige Abschreibungen1 - 11 807 - - - 11 807
Abgänge1 1 458 - - 1 458
Umbuchungen - 8 - 9 889 - 12 - 9 909
Umbuchungen nach IFRS 5 34 - - 34
Abschreibungen zum 30.9.20141 - 182 069 - 16 050 - 16 - 198 135
Nettowerte zum 30.9.20141 83 075 114 873 3 769 201 717
Bruttowerte zum 1.10.2014 265 144 130 923 3 785 399 852
Veränderung Konsolidierungskreis 5 530 11 937 - 17 467
Währungsanpassungen 42 106 35 183
Zugänge 15 566 - 4 873 20 439
Abgänge - 284 - - 52 - 336
Umbuchungen 3 424 - - 3 448 - 24
Bruttowerte zum 30.9.2015 289 422 142 966 5 193 437 581
Abschreibungen zum 1.10.2014 - 182 069 - 16 050 - 16 - 198 135
Veränderung Konsolidierungskreis - 9 - 9
Währungsanpassungen - 22 - 26 - 1 - 49
Planmäßige Abschreibungen - 12 643 - - - 12 643
Außerplanmäßige Abschreibungen - 140 - - - 140
Abgänge 281 - 6 287
Umbuchungen - 37 - 12 - 25
Abschreibungen zum 30.9.2015 - 194 630 - 16 067 1 - 210 696
Nettowerte zum 30.9.2015 94 792 126 899 5 194 226 885

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

15 Sachanlagen

Sachanlagen

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in Tsd Euro Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Bruttowerte zum 1.10.20131 751 417 4 006 717 194 365 305 358 5 257 857
Währungsanpassungen -8 066 - 10 651 - 131 8 046 - 10 802
Zugänge1 4 372 105 852 7 345 172 016 289 585
Erhaltene Zuschüsse - 89 - 8 349 - 9 - 463 - 8 910
Abgänge1 - 4 791 - 31 921 - 4 281 - 314 - 41 307
Umbuchungen1 2 564 85 526 845 - 90 332 - 1 397
Umbuchungen nach IFRS 5 - 429 - 8 397 - 83 - - 8 909
Bruttowerte zum 30.9.20141 744 978 4 138 777 198 051 394 311 5 476 117
Abschreibungen zum 1.10.20131 - 360 609 - 2 367 112 -135 093 - - 2 862 814
Währungsanpassungen 3 004 6 354 128 - 9 486
Planmäßige Abschreibungen1 -15 958 -119 625 - 10 202 - -145 785
Außerplanmäßige Abschreibungen - 68 - 1 598 - 9 - - 1 675
Abgänge1 2 807 15 475 4 060 - 22 342
Umbuchungen 413 - 410 17 - 20
Umbuchungen nach IFRS 5 205 6 381 57 - 6 643
Abschreibungen zum 30.9.20141 -370 206 -2 460 535 - 141 042 - -2 971 783
Nettowerte zum 30.9.20141 374 772 1 678 242 57 009 394 311 2 504 334
Bruttowerte zum 1.10.2014 744 978 4 138 777 198 051 394 311 5 476 117
Veränderung Konsolidierungskreis 426 6 649 1 510 170 8 755
Währungsanpassungen 1 603 2 433 49 6 484 10 569
Zugänge 4 639 60 636 7 573 169 203 242 051
Zuschüsse - 20 -15 907 - 106 - 1 429 - 17 462
Abgänge - 7 756 -42 726 - 6 429 371 - 56 540
Umbuchungen 36 369 180 473 1 316 -218134 24
Umbuchungen nach IFRS 5 - 213 - 50 379 - 96 - 145 - 50 833
Bruttowerte zum 30.9.2015 780 026 4 279 956 201 868 350 831 5 612 681
Abschreibungen zum 1.10.2014 -370 206 - 2 460 535 -141 042 - - 2 971 783
Veränderung Konsolidierungskreis - 12 - 1 920 - - - 1 932
Währungsanpassungen - 566 - 1 175 - 29 - - 1 770
Planmäßige Abschreibungen - 15 098 - 122 044 - 10 462 - -147 604
Außerplanmäßige Abschreibungen - 329 - 420 - 96 - - 845
Abgänge 5 446 19 226 5 918 - 30 590
Umbuchungen - - 25 - 25
Umbuchungen nach IFRS 5 91 11 929 25 - 12 045
Abschreibungen zum 30.9.2015 -380 674 -2 554 939 - 145 661 - -3 081 274
Nettowerte zum 30.9.2015 399 352 1 725 017 56 207 350 831 2 531 407

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die außerplanmäßigen Abschreibungen betreffen im Wesentlichen technische Anlagen und Maschinen sowie Grundstücke und Gebäude.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden Fremdkapitalkosten in Höhe von 16 248 Tsd Euro (Vorjahr 11 328 Tsd Euro) aktiviert. Der dabei zugrunde gelegte Finanzierungskostensatz reichte von 3,1 % bis 3,5 % (Vorjahr von 3,8 % bis 5,0 %).

Sachanlagen bis zu einem Gegenwert von 86 Mio Euro (im Vorjahr 88 Mio Euro) wurden als Sicherheiten für Finanzschulden hinterlegt. Es handelt sich hierbei um Grundstücke und Gebäude, sowie technische Anlagen und Maschinen. Sachanlagen, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen in Höhe von 29 Mio Euro (im Vorjahr angepasst 103 Mio Euro).

Die im Geschäftsjahr 2014/15 erhaltenen Zuwendungen der öffentlichen Hand beziehen sich hauptsächlich auf die Verlegung diverser Verteilungsanlagen. Im Zusammenhang mit diesen Zuwendungen bestehen keine unerfüllten Bedingungen und andere Erfolgsunsicherheiten.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden unter den geleisteten Anzahlungen und Anlagen im Bau 76,6 Mio Euro (Vorjahr 108,3 Mio Euro) für die thermische Abfallverwertungsanlage in Plymouth und das Biomassekraftwerk in Ridham, beide Großbritannien, geleistet.

16 Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

Bei den als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien handelte es sich nur um ein vermietetes Wohn- und Geschäftshaus in Köthen, das im 3. Quartal 2014/15 veräußert wurde. Die Mieterträge im Geschäftsjahr betrugen 23 Tsd Euro (Vorjahr 35 Tsd Euro). Die direkten betrieblichen Aufwendungen (ohne planmäßige Abschreibungen) betrugen 1 Tsd Euro (Vorjahr 1 Tsd Euro). Die ausgewiesene Immobilie wurde über einen Zeitraum von 50 Jahren nach der linearen Methode abgeschrieben.

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Bruttowerte zum 1.10. 448 448
Abgänge - 448 -
Bruttowerte zum 30.9. - 448
Abschreibungen zum 1.10. - 164 - 154
Planmäßige Abschreibungen - 7 - 10
Abgänge 171 -
Abschreibungen zum 30.9. - - 164
Nettowerte zum 30.9. - 284

17 Gemeinschaftsunternehmen

Die wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und sonstiges Ergebnis:

Gesamtergebnisrechnung für wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

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in Tsd Euro Juwi AG, Wörrstadt Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt
  1.1.2015 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Umsatzerlöse ohne Energiesteuern 370 116 - 91 840 106 620 200 823 224 395
Planmäßige Abschreibungen - 10 230 - - 3 100 n.a. - 11971 n.a.
Zinsertrag 818 - 135 n.a. 90 n.a.
Zinsaufwand - 6 673 - - 5 521 n.a. - 1 079 n.a.
Jahresüberschuss/-fehlbetrag - 31 943 - 1 534 - 464 13 989 18 822
Sonstiges Ergebnis 3 140 - - - - 71 - 166
Gesamtergebnis der Periode - 28 803 - 1 534 - 464 13 918 18 656
Erhaltene Dividenden von wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen - - 767 767 9 848 9 800

Weitere Finanzinformationen für wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

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in Tsd Euro Juwi AG, Wörrstadt Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt
  30.9.2015 30.9.2014 30.9.2015 30.9.2014 30.9.2015 30.9.2014
Aktiva 538 853 - 101 001 95 661 227 956 222 569
Langfristige Vermögenswerte 143 376 - 13 047 15 420 187 753 187 356
Kurzfristige Vermögenswerte 395 477 - 87 954 80 241 40 203 35 213
davon liquide Mittel 55 622 - 34 572 n.a. 36 n.a.
Passiva 538 853 - 101 001 95 661 227 956 222 569
Eigenkapital 92 687 - 16 873 16 873 64 135 70 565
Langfristige Rückstellungen 9 169 - 50 704 46 511 3 349 3 061
Langfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 136 679 - - n.a. 85 651 81 806
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten 93 388 - - n.a. 21 581 n.a.
Kurzfristige Rückstellungen 72 451 - 31 111 28 537 145 435
Kurzfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 227 867 - 2 313 3 740 74 676 66 702
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 9 350 - - n.a. 37 883 n.a.

Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen

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in Tsd Euro Juwi AG, Wörrstadt Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt
  1.1.2015 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Nettovermögen zum 1.10. 51 490 - 16 873 18 870 70 565 71 027
Gewinn/Verlust der Periode -31 943 - 1 534 - 464 13 989 18 822
Ausschüttung - - - 1 534 - 1 533 - 20 348 - 19 277
Sonstiges Ergebnis 3 140 - - - - 71 - 7
Kapitalerhöhung 70 000 - - - - -
Nettovermögen zum 30.9. 92 687 - 16 873 16 873 64 135 70 565
Anteil des Konzerns am Nettovermögen 58 504 - 8 437 8 437 31 041 34 153
Sonstiges - - 322 322 - 154 - 154
Geschäfts- oder Firmenwert 106 716 - - - 53 759 53 759
Beteiligungsbuchwert Gemeinschaftsunternehmen 165 220 - 8 759 8 759 84 646 87 758

Die nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und sonstiges Ergebnis:

Gesamtergebnisrechnung für nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Umsatzerlöse ohne Energiesteuern 151 329 157 501
Planmäßige Abschreibungen - 12 n.a
Zinsertrag 425 n.a
Zinsaufwand - 1 163 n.a
Jahresüberschuss 2 621 13 479
Gesamtergebnis der Periode 2 621 13 479
Erhaltene Dividenden von nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen 5 389 6 378

Weitere Finanzinformationen für nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Aktiva 225 472 219 405
Langfristige Vermögenswerte 157 960 156 074
Kurzfristige Vermögenswerte 67 512 63 331
davon liquide Mittel 10 849 n.a.
Passiva 225 472 219 405
Eigenkapital 110 906 95 539
Langfristige Rückstellungen 1 870 2 125
Langfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 53 929 57 489
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten 46 662 n.a.
Kurzfristige Rückstellungen 22 893 26 009
Kurzfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 35 874 38 243
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 8 778 n.a.

Zusammengefasste Finanzinformationen für nicht wesentliche Gemeinschaftsunternehmen

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Gewinn/Verlust der Periode 2 621 13 479
Gesamtergebnis der Periode 2 621 13 479
Buchwert des Anteils an den nicht wesentlichen Gemeinschaftsunternehmen 50 000 44 308

18 Assoziierte Unternehmen

Die wesentlichen assoziierten Unternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und sonstiges Ergebnis:

Gesamtergebnisrechnung für wesentliche assoziierte Unternehmen

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in Tsd Euro Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim
  1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Umsatzerlöse ohne Energiesteuern 492 825 502 281
Planmäßige Abschreibungen - 23 451 n.a.
Zinsertrag - n.a.
Zinsaufwand - 20 600 n.a.
Jahresüberschuss 51 452 59 166
Sonstiges Ergebnis - 78 439 34 501
Gesamtergebnis der Periode - 26 987 93 667
Erhaltene Dividenden von wesentlichen assoziierten Unternehmen 1 861 1 861

Weitere Finanzinformationen für wesentliche assoziierte Unternehmen

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in Tsd Euro Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim
  30.9.2015 30.9.2014
Aktiva 2 156 948 1 907 881
Langfristige Vermögenswerte 1 968 173 1 731 868
Kurzfristige Vermögenswerte 188 775 176 013
davon liquide Mittel 536 n.a.
Passiva 2 156 948 1 907 881
Eigenkapital 133 761 149 168
Langfristige Rückstellungen 672 521 558 694
Langfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 1 139 971 1 044 304
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten 1 070 000 986 000
Kurzfristige Rückstellungen 95 631 62 801
Kurzfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 115 064 92 914
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 69 727 12 952

Überleitung der zusammengefassten Finanzinformationen auf den Buchwert der wesentlichen assoziierten Unternehmen

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in Tsd Euro Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim
  1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Nettovermögen zum 1.10. 149 168 115 875
Gewinn/Verlust der Periode 51 452 59 166
Ausschüttung - 6 647 - 6 647
Sonstiges Ergebnis - 78 439 34 501
Sonstige Konzernanpassung 18 227 - 53 727
Nettovermögen zum 30.09. 133 761 149 168
Anteil des Konzerns am Nettovermögen 37 453 41 767
Sonstiges 1 897 1 897
Buchwert des Anteils am assoziierten Unternehmen 39 350 43 664

Die nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen verfügen über die in den folgenden Tabellen dargestellten Vermögenswerte, Schulden, Eigenkapital sowie Umsatzerlöse, Jahresüberschuss und sonstiges Ergebnis:

Gesamtergebnisrechnung für nicht wesentliche assoziierte Unternehmen

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Umsatzerlöse ohne Energiesteuern 2 669 2 546
Planmäßige Abschreibungen - 385 n.a.
Zinsertrag 1 n.a.
Zinsaufwand - 19 n.a.
Jahresüberschuss - -
Gesamtergebnis der Periode 34 -
Erhaltene Dividenden von nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen 8 -

Weitere Finanzinformationen für nicht wesentliche assoziierte Unternehmen

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Aktiva 9 199 7 328
Langfristige Vermögenswerte 5 361 3 606
Kurzfristige Vermögenswerte 3 838 3 722
davon liquide Mittel 566 n.a.
Passiva 9 199 7 328
Eigenkapital 7 889 7 071
Langfristige Rückstellungen - n.a.
Langfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 315 n.a.
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten - n.a.
Kurzfristige Rückstellungen 64 4
Kurzfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 931 253
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 108 n.a.

Zusammengefasste Finanzinformationen für nicht wesentliche assoziierte Unternehmen

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Gewinn/Verlust der Periode 34 -
Gesamtergebnis der Periode 34 -
Buchwert des Anteils an den nicht wesentlichen assoziierten Unternehmen 3 795 3 606

Das erfolgsneutrale Ergebnis beinhaltet die Effekte aus der Bewertung der Pensionsverpflichtungen und aus Währungsumrechnungsdifferenzen.

Die vom MVV Energie Konzern vereinnahmten Beteiligungserträge von assoziierten Unternehmen beliefen sich im Geschäftsjahr 2014/15 auf 1 869 Tsd Euro (Vorjahr 1 861 Tsd Euro).

Unser Anteil an den Eventualverbindlichkeiten At-Equity bewerteter Unternehmen beträgt 1 413 Tsd Euro (Vorjahr 1 295 Tsd Euro).

Die einbezogenen assoziierten Unternehmen haben ein abweichendes Wirtschaftsjahr zum 31. Dezember. Der Ausweis dieser Ergebnisse im Konzern erfolgt entsprechend. Öffentlich notierte Marktpreise liegen wie im Vorjahr nicht vor.

19 Tochterunternehmen mit nicht beherrschenden Anteilen wesentlich für den Konzern

Als wesentliche Tochterunternehmen wurden aufgrund ihrer Größe und des Einflusses auf den Konzern die Gesellschaften Stadtwerke Kiel AG, Kiel, und Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach am Main, identifiziert.

In den folgenden Tabellen werden die Gesamtergebnisrechnung und die weiteren Finanzinformationen über die nicht beherrschten Anteile an beiden Gesellschaften dargestellt.

Hierbei handelt es sich um die Beträge vor Konsolidierung.

Gesamtergebnisrechnung für nicht beherrschte Anteile für Energieversorgung Offenbach AG

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Umsatzerlöse ohne Energiesteuern 438 346 494 936
Jahresüberschuss 12 640 16 485
Sonstiges Ergebnis 990 - 3 019
Gesamtergebnis der Periode 13 630 13 466
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 6 815 6 733
gezahlte Dividende (an nicht beherrschende Anteilseigner) 7 350 8 067

Weitere Finanzinformationen für nicht beherrschte Anteile für Energieversorgung Offenbach AG

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Aktiva 419 012 468 380
Langfristige Vermögenswerte 298 933 342 529
Kurzfristige Vermögenswerte 120 079 125 851
davon liquide Mittel 33 746 70 063
Passiva 419 012 468 380
Eigenkapital 155 413 156 484
Langfristige Rückstellungen 27 711 26 685
Langfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 136 910 213 983
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten 101 548 155 702
Kurzfristige Rückstellungen 10 188 17 340
Kurzfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 88 790 53 888
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 17 874 4 257

Gesamtergebnisrechnung für nicht beherrschte Anteile für Stadtwerke Kiel AG

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Umsatzerlöse ohne Energiesteuern 795 406 747 384
Jahresüberschuss 18 228 21 295
Sonstiges Ergebnis 467 - 961
Gesamtergebnis der Periode 18 695 20 334
Auf nicht beherrschende Anteile entfallendes Gesamtergebnis 9 161 9 964
gezahlte Dividende (an nicht beherrschende Anteilseigner) 6 076 9 506

Weitere Finanzinformationen für nicht beherrschte Anteile für Stadtwerke Kiel AG

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Aktiva 664 150 639 609
Langfristige Vermögenswerte 551 704 522 992
Kurzfristige Vermögenswerte 112 446 116 617
davon liquide Mittel 143 278
Passiva 664 150 639 609
Eigenkapital 206 604 200 310
Langfristige Rückstellungen 31 420 32 229
Langfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 221 085 186 904
davon langfristige Finanzverbindlichkeiten 173 383 141 771
Kurzfristige Rückstellungen 20 612 20 848
Kurzfristige Verbindlichkeiten und sonstige Passiva 184 429 199 318
davon kurzfristige Finanzverbindlichkeiten 89 819 106 948

Die gesamten nicht beherrschten Anteile an Tochtergesellschaften in der Periode betragen 203 437 Tsd Euro, von denen 93 034 Tsd Euro auf die Stadtwerke Kiel AG, Kiel, 76 653 Tsd Euro auf die Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach am Main, und 33 750 Tsd Euro auf nicht wesentliche Tochtergesellschaften entfallen.

20 Übrige Finanzanlagen

Die übrigen Finanzanlagen enthalten sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, sonstige Beteiligungen, allgemeine Ausleihungen sowie Ausleihungen aus Finanzierungsleasing und Wertpapiere.

Die Wertminderungen sowie die Entwicklung der übrigen Finanzanlagen sind im nachfolgenden Spiegel und aus den Positionen Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen und sonstiges Beteiligungsergebnis (Textziffer 8) beziehungsweise Finanzerträge (Textziffer !0) und Finanzaufwendungen (Textziffer H) ersichtlich.

Die Ausleihungen und Ausleihungen aus Finanzierungsleasing sind fest verzinslich und werden mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 5,2 % (Vorjahr angepasst 5,2 %) verzinst. Die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer bei festverzinslichen Ausleihungen beträgt 5,0 Jahre (Vorjahr angepasst 7,0 Jahre), für Finanzierungsleasing 5,9 Jahre (Vorjahr angepasst 6,7 Jahre). Die Umbuchungen betreffen im Wesentlichen die fristenkongruente Umgliederung der genannten Positionen in das kurzfristige Finanzvermögen.

Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 36.

Bei den unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesenen sonstigen Beteiligungen handelt es sich um Minderheitsbeteiligungen sowie assoziierte Unternehmen und Gemeinschaftsunternehmen, die aus Wesentlichkeitsgründen nicht in den Konzernabschluss der MVV Energie AG einbezogen werden.

Die Wertpapiere bestehen im Wesentlichen aus Fondsanteilen, die überwiegend zur Sicherung von Altersteilzeitguthaben gehalten werden.

Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen wie im Vorjahr nicht vor.

Die übrigen Finanzanlagen beinhalten auch den langfristigen Anteil der Finanzierungsleasingverträge. Der MVV Energie Konzern ist bei mehreren Contracting-Projekten Leasinggeber im Rahmen von Finanzierungsleasingverhältnissen. Im Rahmen von abgeschlossenen Finanzierungsleasingverträgen gehen die wesentlichen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer über. Der Ansatz des Vermögenswerts erfolgt zum Barwert der Mindestleasingzahlungen. Diese lassen sich wie folgt zu den Bruttoinvestitionen in die Leasingverhältnisse überleiten:

Überleitung

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Barwert der Mindestleasingzahlungen mit Fälligkeit < 1 Jahr1 4 493 4 345
Barwert der Mindestleasingzahlungen mit Fälligkeit> 1 Jahr    
länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren1 18 312 17 788
länger als 5 Jahre1 24 133 27 442
Barwert der Mindestleasingzahlungen mit Fälligkeit> 1 Jahr 42 445 45 230
Summe Barwert der Mindestleasingzahlungen 46 938 49 575
Noch nicht realisierter Finanzertrag 18 209 20 547
Bruttoinvestitionen in Finanzierungsleasingsverhältnisse1 65 147 70 122

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Übrige Finanzanlagen

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in Tsd Euro Sonstige Beteiligungen im Mehrheitsbesitz Sonstige Beteiligungen Ausleihungen allgemein
Bruttowerte zum 1.10.20131 5 194 14 193 1 854
Währungsanpassungen - 30 - -
Zugänge1 40 - 413
Abgänge1 - 2 042 - 100 - 454
Umbuchungen1 - - - 184
Bruttowerte zum 30.9.2014 3 162 14 093 1 629
Abschreibungen zum 1.10.2013 - 3 360 - 76 -
Währungsanpassungen 30 - -
Außerplanmäßige Abschreibungen - 18 - - 648
Abgänge 1 534 1 -
Abschreibungen zum 30.9.2014 - 1 814 - 75 - 648
Nettowerte zum 30.9.2014 1 348 14 018 981
Bruttowerte zum 1.10.2014 3 162 14 093 1 629
Veränderung Konsolidierungskreis 2 969 23 1 749
Währungsanpassungen 5 - -
Zugänge 114 15 543
Abgänge - 3 144 - 126 - 976
Umbuchungen - - - 128
Bruttowerte zum 30.9.2015 3 106 14 005 2 817
Abschreibungen zum 1.10.2014 - 1 814 - 75 - 648
Währungsanpassungen - 5 - -
Abgänge 158 75 648
Abschreibungen zum 30.9.2015 - 1 661 - -
Nettowerte zum 30.9.2015 1 445 14 005 2 817
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in Tsd Euro Ausleihungen aus Finanzierungsleasing Wertpapiere Gesamt
Bruttowerte zum 1.10.20131 63 790 1 951 86 982
Währungsanpassungen - - - 30
Zugänge1 4 687 96 5 236
Abgänge1 - 13 283 - 2 040 -17 919
Umbuchungen1 - 8 176 655 - 7 705
Bruttowerte zum 30.9.2014 47 018 662 66 564
Abschreibungen zum 1.10.2013 - 33 - 35 - 3 504
Währungsanpassungen - - 30
Außerplanmäßige Abschreibungen - - - 666
Abgänge - - 1 535
Abschreibungen zum 30.9.2014 - 33 - 35 - 2 605
Nettowerte zum 30.9.2014 46 985 627 63 959
Bruttowerte zum 1.10.2014 47 018 662 66 564
Veränderung Konsolidierungskreis - - 4 741
Währungsanpassungen - - 5
Zugänge 2 687 - 3 359
Abgänge - 391 - 1 328 - 5 965
Umbuchungen - 5 466 692 - 4 902
Bruttowerte zum 30.9.2015 43 848 26 63 802
Abschreibungen zum 1.10.2014 - 33 - 35 - 2 605
Währungsanpassungen - - - 5
Abgänge - 35 916
Abschreibungen zum 30.9.2015 - 33 - - 1 694
Nettowerte zum 30.9.2015 43 815 26 62 108

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

21 Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

In den nachfolgenden Tabellen werden die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte nach deren Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben.

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

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  30.9.2015
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Derivative Finanzinstrumente1 300 775 189 512 490 287
Sonstige Steuerforderungen1 - 14 437 14 437
Forderungen aus Sicherheitsleistungen im Rahmen von Energiehandelsgeschäften - 54 016 54 016
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten1 13 194 8 495 21 689
Forderungen aus Finanzierungsleasing1 - 4 877 4 877
Debitorische Kreditoren - 2 742 2 742
Emissionsrechte - 496 496
Ausleihungen - 361 361
Forderungen gegen Mitarbeiter - 406 406
Treuhandkonten - 104 104
Übrige sonstige Vermögenswerte1 11 753 38 621 50 374
  325 722 314 067 639 789
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  30.9.2014
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Derivative Finanzinstrumente1 59 039 74 497 133 536
Sonstige Steuerforderungen1 - 15 120 15 120
Forderungen aus Sicherheitsleistungen im Rahmen von Energiehandelsgeschäften - 54 811 54 811
Aktive Rechnungsabgrenzungsposten1 11 233 9 649 20 882
Forderungen aus Finanzierungsleasing1 - 4 708 4 708
Debitorische Kreditoren - 2 226 2 226
Emissionsrechte - 640 640
Ausleihungen - 493 493
Forderungen gegen Mitarbeiter - 561 561
Treuhandkonten - 84 84
Übrige sonstige Vermögenswerte1 4 952 26 681 31 633
  75 224 189 470 264 694

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Derivative Finanzinstrumente

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  30.9.2015
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Derivative Finanzinstrumente1 300 775 189 512 490 287
davon ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 391 292 747 187 305 480 052
davon in Sicherungsbeziehung Cashflow Hedge1 8 028 2 207 10 235
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  30.9.2014
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Derivative Finanzinstrumente1 59 039 74 497 133 536
davon ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 391 51 118 67 717 118 835
davon in Sicherungsbeziehung Cashflow Hedge1 7 921 6 780 14 701

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Anstieg der derivativen Finanzinstrumente resultiert aus einer Ausweitung der Handelsaktivitäten. Sie betreffen Zins-, Währungs- und Commodity-Derivate auf Strom, Gas, Kohle, CO2 und sonstige Zertifikate.

Unter den sonstigen Steuerforderungen sind im Wesentlichen Vorsteuer- und Energiesteuerguthaben enthalten.

Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 36.

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

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  30.9.2015
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte      
gegen Dritte1 325 722 313 752 639 474
gegen sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz - 254 254
gegen assoziierte Unternehmen - 61 61
  325 722 314 067 639 789
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  30.9.2014
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte      
gegen Dritte1 75 224 189 223 264 447
gegen sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz - 189 189
gegen assoziierte Unternehmen - 58 58
  75 224 189 470 264 694

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die sonstigen Forderungen und Vermögenswerte sind unter Textziffer 36 dargestellt.

Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen mit den externen Handelspartnern ausgetauscht. Es handelt sich hierbei um Margins. Zur Verringerung des Kontrahentenrisikos werden mit der EEX (European Energy Exchange) wie auch zum Teil im Rahmen von bilateralen Vereinbarungen Zahlungen geleistet, die sich in der Position Forderungen aus Sicherheitsleistungen von Energiehandelsgeschäften wiederfinden. Die Forderungen aus Sicherheitsleistungen belaufen sich auf 54 016 Tsd Euro (Vorjahr 54 811 Tsd Euro).

Für nicht wertgeminderte sonstige Forderungen und Vermögenswerte lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor. Alle vorgenommenen Wertminderungen wurden im Wege der Einzelfallbetrachtung ermittelt und folgten keinem pauschalierten Ansatz.

22 Vorräte

Vorräte

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe1 35 694 30 142
Fertige und unfertige Erzeugnisse und Leistungen sowie Handelswaren1 35 407 26 246
Geleistete Anzahlungen 656 720
Handelsbestand Commodity 2 246 4 773
  74 003 61 881

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Es wurden Wertminderungen auf Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe in Höhe von 193 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 37 Tsd Euro) erfasst. Wertaufholungen auf Roh, Hilfs- und Betriebsstoffe sind aufgrund eines Anstiegs des Nettoveräußerungspreises mit 67 Tsd Euro (Vorjahr 46 Tsd Euro) enthalten.

Unter dem Handelsbestand Commodity werden Vorräte ausgewiesen, die durch spezielle Gasspeichergeschäfte bestehen. Deren beizulegender Zeitwert beträgt 2 246 Tsd Euro (Vorjahr 4 773 Tsd Euro). Die Bewertung erfolgt mit den zum Bilanzstichtag vorliegenden Großhandelspreisen und wird der Bewertungsstufe 2 zugeordnet.

Verfügungsbeschränkungen sowie sonstige Belastungen liegen nicht vor (ausgenommen davon Eigentumsvorbehalte).

23 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen1 367 406 376 019
davon gegen sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz 107 58
davon gegen At-Equity-Unternehmen 9 636 10 960
davon gegen sonstige Beteiligungen 527 503

1 Vorjahreswert angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Tabelle zeigt Forderungen aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen größer ein Jahr sind im Konzern unwesentlich und werden unter sonstige Forderungen und Vermögenswerte ausgewiesen.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten zum 30. September 2015 Forderungen in Höhe von 988 Tsd Euro (Vorjahr 4 886 Tsd Euro) aus der Abrechnung von Fertigungsaufträgen nach dem erreichten Leistungsfortschritt. Im Berichtsjahr wurden 698 Tsd Euro (Vorjahr 2 299 Tsd Euro) Erlöse aus der Auftragsfertigung erfasst. Die Summe der angefallenen Kosten zum Bilanzstichtag belaufen sich auf 797 Tsd Euro (Vorjahr 2 028 Tsd Euro). Aus den Fertigungsaufträgen ergab sich ein Verlust in Höhe von 99 Tsd Euro (Gewinn im Vorjahr von TU Tsd Euro). Die erhaltenen Anzahlungen auf Fertigungsaufträge beliefen sich zum Stichtag auf 0 Tsd Euro (Vorjahr 2 015 Tsd Euro).

Im Rahmen von im Geschäftsjahr 2013/14 getroffenen Factoring-Vereinbarungen wurden auch im aktuellen Geschäftsjahr Forderungen mit einem fest fixierten Volumen verkauft. Diese Forderungen wurden vollständig ausgebucht. Der Buchwert beläuft sich auf 466 Tsd Euro (Vorjahr 3 540 Tsd Euro). Im Geschäftsjahr 2014/15 besteht durch den Erwerb einer vollkonsolidierten Tochter erstmalig eine Factoring-Vereinbarung, gemäß der eine Bank zum Ankauf von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sämtlicher im Tochterunternehmen bestehender Posten verpflichtet ist. Ein vereinbartes Laufzeitende ist vertraglich nicht festgehalten. Die Forderungen wurden vollständig ausgebucht. Der Buchwert beträgt 29 Tsd Euro.

Die Wertberichtigungen sowie die Altersstruktur für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen sind unter Textziffer 36 dargestellt. Die Forderungen werden auf der Grundlage des Alters der Forderung wertgemindert. Zusätzlich erfolgt eine Würdigung des Einzelfalls bei großen Forderungen, um den konkreten Wertberichtigungsbedarf zu ermitteln. Für nicht wertgeminderte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen lagen keine Anzeichen eines Wertberichtigungsbedarfs vor.

24 Steuerforderungen

Die Steuerforderungen in Höhe von 13 315 Tsd Euro (Vorjahr 13 466 Tsd Euro) enthalten im Wesentlichen Vorsteuer- und Energiesteuerforderungen sowie Forderungen aus sonstigen Steuern, die mit dem Nennwert beziehungsweise soweit erforderlich mit dem Barwert angesetzt sind.

25 Flüssige Mittel

Die flüssigen Mittel bestehen überwiegend aus Bankguthaben. Zahlungsmittel, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, bestehen in Höhe von 1 250 Tsd Euro (Vorjahr 4 127 Tsd Euro).

Bankguthaben werden ausschließlich im Rahmen der kurzfristigen Liquiditätsdisposition bei Banken mit zweifelsfreier Bonität unterhalten. Die Verzinsung bewegt sich wie im Vorjahr auf Interbankenniveau.

26 Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte

Im Zuge des Verkaufsvorhabens von langfristigen Vermögenswerten wurden diverse Posten des Anlagevermögens und damit verbundene Baukostenzuschüsse als zur Veräußerung gehalten eingestuft. Der Verkauf des Anlagevermögens wird voraussichtlich im 1. Quartal 2015/16 erfolgen.

27 Eigenkapital

Die Aufgliederung sowie die Entwicklung des Eigenkapitals sind in der Eigenkapitalveränderungsrechnung dargestellt.

GRUNDKAPITAL:

Das Grundkapital der MVV Energie AG in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien über je 2,56 Euro. Die gesamten auf den Namen lautenden Stückaktien sind voll einbezahlt. Die Stadt Mannheim hielt zum 30. September 2015 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 %, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 22,5 % und die GDF SUEZ Energie Deutschland AG 6,3 % der Aktien. Die übrigen 4,8 % der Aktien befinden sich im Streubesitz.

GENEHMIGTES KAPITAL II:

Die Hauptversammlung der MVV Energie AG hat mit Beschluss vom 14. März 2014 den Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 13. März 2019 einmalig oder mehrmals um insgesamt 51 200 Tsd Euro zu erhöhen. Den Aktionären ist grundsätzlich ein Bezugsrecht einzuräumen, dass jedoch der Vorstand einmalig oder mehrmals, ganz oder teilweise um insgesamt 13 180 Tsd Euro ausschließen kann. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht.

ERMÄCHTIGUNG ZUM RÜCKERWERB EIGENER AKTIEN:

Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom n. März 2015 ermächtigt, bis zum 12. März 2020 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht.

KAPITALRÜCKLAGE:

Die Kapitalrücklage betrifft die MVV Energie AG. Hierin sind die nach § 272 HGB aufzunehmenden externen Mittelzuflüsse enthalten.

ERWIRTSCHAFTETES EIGENKAPITAL:

Das erwirtschaftete Eigenkapital umfasst neben den anteiligen Gewinnrücklagen und den kumullierten erwirtschafteten Jahresergebnissen der MVV Energie AG und der sonstigen einbezogenen Gesellschaften nach dem Erstkonsolidierungszeitpunkt die kumulierten erfolgsneutralen Veränderungen aus der Marktbewertung von Finanzinstrumenten, die im Wesentlichen aus Sicherungsbeziehungen nach IAS 39 resultieren, die Währungsumrechnungsdifferenzen aus der Umrechnung ausländischer Abschlüsse sowie die versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste für leistungsorientierte Versorgungspläne. Im Rahmen der Marktbewertung von Finanzinstrumenten wurden im Geschäftsjahr Aufwendungen in Höhe von 7 192 Tsd Euro direkt im Eigenkapital erfasst (Vorjahr angepasst Erträge von 11 088 Tsd Euro).

GEWINNVERWENDUNGSVORSCHLAG:

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2014/15 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2014/15 (insgesamt 59 316 116,40 Euro). Die Hauptversammlung entscheidet am 4. März 2016 über den Dividendenvorschlag.

28 Rückstellungen

Rückstellungen

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in Tsd Euro Stand zum 1.10.2014 Veränderung Konsolidierungskreis Währungsanpassungen
Langfristige Rückstellungen      
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 72 232 - -
Steuerrückstellungen 2 508 - -
Sonstige Rückstellungen      
Frühpensionierungen 16 233 - -
Personalkosten 29 202 - 12 -
Verpflichtungen aus Restrukturierungen 2 812 - -
Sanierungen 8 279 - -
Sonstige Sachverhalte 34 650 - 5
Sonstige Rückstellungen gesamt 91 176 - 12 5
Gesamt langfristige Rückstellungen 165 916 - 12 5
Kurzfristige Rückstellungen      
Steuerrückstellungen 12 948 - 2 -
Sonstige Rückstellungen      
Frühpensionierungen 9 519 - -
Personalkosten 25 172 233 4
Noch nicht abgerechnete Leistungen 8 410 - -
Verpflichtungen aus Restrukturierungen 3 272 - -
Sanierungen 1 344 - 1
Sonstige Sachverhalte 50 612 87 107
Sonstige Rückstellungen gesamt 98 329 320 112
Gesamt kurzfristige Rückstellungen 111 277 318 112
Gesamt Rückstellungen 277 193 306 117
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in Tsd Euro Verbrauch Auflösung Zuführung
Langfristige Rückstellungen      
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - 2 438 - 1 072
Steuerrückstellungen - 416 877
Sonstige Rückstellungen      
Frühpensionierungen - 45 44 6 221
Personalkosten - 196 32 2 538
Verpflichtungen aus Restrukturierungen - 1 - 3 440
Sanierungen - 5 122 634
Sonstige Sachverhalte - 60 975 6 583
Sonstige Rückstellungen gesamt - 307 1 173 19 416
Gesamt langfristige Rückstellungen -2 745 1 589 21 365
Kurzfristige Rückstellungen      
Steuerrückstellungen -8 444 142 20 802
Sonstige Rückstellungen      
Frühpensionierungen - 9 540 5 64
Personalkosten - 23 742 766 24 014
Noch nicht abgerechnete Leistungen - 6 172 680 844
Verpflichtungen aus Restrukturierungen - 2 173 - -
Sanierungen - 353 46 -
Sonstige Sachverhalte - 19 230 3 171 28 463
Sonstige Rückstellungen gesamt - 61 210 4 668 53 385
Gesamt kurzfristige Rückstellungen - 69 654 4 810 74 187
Gesamt Rückstellungen -72 399 6 399 95 552
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in Tsd Euro Umbuchung Zinsanteil Stand zum 30.9.2015
Langfristige Rückstellungen      
Pensionen und ähnliche Verpflichtungen - 1 700 72 566
Steuerrückstellungen - - 2 969
Sonstige Rückstellungen      
Frühpensionierungen - 7 956 537 14 946
Personalkosten - 1 242 676 30 934
Verpflichtungen aus Restrukturierungen - 2 419 102 3 934
Sanierungen - 641 149 8 294
Sonstige Sachverhalte - 2 933 490 37 760
Sonstige Rückstellungen gesamt - 15 191 1 954 95 868
Gesamt langfristige Rückstellungen - 15 191 3 654 171 403
Kurzfristige Rückstellungen      
Steuerrückstellungen - - 25 162
Sonstige Rückstellungen      
Frühpensionierungen 7 956 - 7 994
Personalkosten 1 242 - 26 157
Noch nicht abgerechnete Leistungen - - 2 402
Verpflichtungen aus Restrukturierungen 2 419 - 3 518
Sanierungen 641 - 1 587
Sonstige Sachverhalte 2 933 - 59 801
Sonstige Rückstellungen gesamt 15 191 - 101 459
Gesamt kurzfristige Rückstellungen 15 191 - 126 621
Gesamt Rückstellungen - 3 654 298 024

Rückstellungen nach Fristigkeiten

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  30.9.2015
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen1 72 566 - 72 566
Steuerrückstellungen 2 969 25 162 28 131
Personalkosten1 30 934 26 157 57 091
Frühpensionierungen1 14 946 7 994 22 940
Noch nicht abgerechnete Leistungen - 2 402 2 402
Verpflichtungen aus Restrukturierungen 3 934 3 518 7 452
Sanierungen 8 294 1 587 9 881
Übrige sonstige Sachverhalte1 37 760 59 801 97 561
  171 403 126 621 298 024
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  30.9.2014
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen1 72 232 - 72 232
Steuerrückstellungen 2 508 12 948 15 456
Personalkosten1 29 202 25 172 54 374
Frühpensionierungen1 16 233 9 519 25 752
Noch nicht abgerechnete Leistungen - 8 410 8 410
Verpflichtungen aus Restrukturierungen 2 812 3 272 6 084
Sanierungen 8 279 1 344 9 623
Übrige sonstige Sachverhalte1 34 650 50 612 85 262
  165 916 111 277 277 193

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Steuerrückstellungen umfassen Rückstellungen für Ertragsteuern wie die Körperschaftsteuer einschließlich Solidaritätszuschlag und die Gewerbeertragsteuer.

Rückstellungen für Frühpensionierungen umfassen in erster Linie rechtliche und faktische Verpflichtungen gegenüber Mitarbeitern aufgrund von Altersteilzeitregelungen. Die versicherungsmathematischen Annahmen entsprechen denen bei der Bewertung für Pensionen und ähnlichen Rückstellungen. Der Rückgang bei den Rückstellungen für Frühpensionierungen ist auf eine Inanspruchnahme von Altersteilzeitregelungen zurückzuführen.

Die Rückstellungen für Personalkosten beinhalten im Wesentlichen Sachverhalte aus tarifvertraglichen Verpflichtungen wie beispielsweise Zuwendungen, Abstandszahlungen, Bonuszahlungen, Arbeitszeitguthaben der Mitarbeiter und Jubiläumsleistungen. Die Rückstellungen für Personalkosten beinhalten einzelne Sachverhalte, bei denen die Inanspruchnahme vom Zielerreichungsgrad abhängt.

Die Verpflichtungen aus Restrukturierungen gehen auf den im Rahmen des Programms "Einmal gemeinsam" im Geschäftsjahr 2010/11 erarbeiteten und genehmigten Restrukturierungsplan zurück. Die Rückstellungen wurden für sozialverträglichen Personalabbau gebildet.

Die Position "Noch nicht abgerechnete Leistungen" umfasst vor allem bereits erbrachte, aber noch nicht fakturierte Lieferungen und Leistungen Dritter. Die Bewertung erfolgt auf der Basis sachgerechter Schätzungen.

In den sonstigen Sachverhalten sind Rückstellungen für Entsorgungs- und Rückbauverpflichtungen enthalten.

Weiterhin umfassen die sonstigen Sachverhalte auch Rückstellungen für Prozessrisiken. Hierbei handelt es sich um mehrere Einzelrisiken, bei denen die Höhe der Inanspruchnahme unsicher ist. Die Bewertung erfolgt ausgehend vom erwarteten Prozessergebnis, das nach den aktuell verfügbaren Informationen die höchste Eintrittswahrscheinlichkeit besitzt. Die gebildeten Rückstellungen werden gemäß ihrer Laufzeiteinteilung verbraucht.

29 Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen

Die betriebliche Altersvorsorge besteht aus beitragsorientierten und leistungsorientierten Plänen.

Im Geschäftsjahr 2014/15 sind Leistungen an die gesetzlichen Rentenversorgungssysteme in Höhe von 24 743 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 23 881 Tsd Euro) erbracht worden. Als Leistungen an beitragsorientierte Versorgungssysteme werden die Leistungen an Zusatzversorgungskassen beziehungsweise die gesetzliche Rentenversicherung verstanden. Die Beiträge werden als Aufwand erfasst und im Personalaufwand ausgewiesen.

Im Geschäftsjahr 2014/15 sind in beitragsorientierte Versorgungssysteme 15 722 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 15 509 Tsd Euro) eingezahlt worden. Erfasst sind dabei Beiträge des MVV Energie Konzerns im Rahmen von Versorgungsplänen verschiedener Zusatzversorgungskassen (ZVK), die Zusagen verschiedener Arbeitgeber umfassen. Hier stellt der Versorgungsträger den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, die die anteilige Zuordnung von Verpflichtung, Planvermögen und Dienstzeitaufwand erlauben. Im MVV Energie Konzern erfolgt daher die Berücksichtigung der Beiträge entsprechend einer beitragsorientierten Versorgungszusage, obwohl es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan handelt. Die Beiträge zum Pensionsplan bemessen sich als Prozentsatz des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts und werden von Arbeitnehmern und von Arbeitgebern getragen. Der Beitragssatz wird von den ZVK festgelegt. Im Geschäftsjahr 2015/16 wird mit Beiträgen in voraussichtlich gleicher Höhe gerechnet. Die Beiträge werden für die Gesamtheit der Begünstigten verwendet. Sofern die Mittel der ZVK nicht ausreichen, können die ZVK den Pflichtbeitrag erhöhen. Falls der MVV Energie Konzern die Mitgliedschaft bei den ZVK kündigen sollte, werden die ZVK einen finanziellen Ausgleich erheben. Der Ausgleichsbetrag ermittelt sich als Barwert der bestehenden Ansprüche von Berechtigten und künftigen Ansprüchen von deren Hinterbliebenen und bestehenden Versorgungspunkten aus unverfallbaren Anwartschaften zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft.

Darüber hinaus bestehen unmittelbare Pensionsverpflichtungen aufgrund früherer tarifvertraglicher Regelungen (Bemessung nach der Dauer der Betriebszugehörigkeit und der Vergütung der Mitarbeiter) sowie von Einzelzusagen gegenüber Vorstandsmitgliedern.

Der Aufwand für diese als leistungsorientierte Pläne ausgestalteten Pensionen und ähnliche Verpflichtungen setzt sich wie folgt zusammen:

Aufwand Pensionsrückstellungen

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Dienstzeitaufwand1 2 054 1 565
Zinsaufwand1 1 700 2 129
  3 754 3 694

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der Zinsaufwand für bereits erworbene Versorgungsansprüche ist in der Gewinn- und Verlustrechnung unter der Position "Finanzaufwendungen" (sonstige Zinsen und ähnliche Aufwendungen) ausgewiesen. Die übrigen Aufwendungen sind im Personalaufwand ausgewiesen.

Der Barwert der leistungsorientierten Verpflichtungen hat sich wie folgt entwickelt:

Entwicklung der Versorgungsansprüche

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Barwert der Versorgungsansprüche zum 1.10.1 72 232 51 124
Laufender Dienstzeitaufwand1 2 054 1 565
Zinsaufwand1 1 700 2 129
Gezahlte Leistungen an Begünstigte1 - 2 437 - 2 117
Versicherungsmathematische Gewinne/Verluste1 - 982 11 153
Umbuchungen - 8 378
Barwert der Versorgungsansprüche zum 30.9. 72 567 72 232

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die im Konzerneigenkapital erfassten versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste aus leistungsorientierten Versorgungsverpflichtungen entwickelten sich wie folgt:

Kumulierte im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Kumulierte im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) zum 1.10.1 - 12 588 -30 254
Erfassung der versicherungsmathematischen Gewinne (+) und Verluste (-) im Eigenkapital1 359 17 666
Kumulierte im Eigenkapital erfasste versicherungsmathematische Gewinne (+) und Verluste (-) zum 30.9.1 - 12 229 - 12 588

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die erfahrungsbedingten Anpassungen (Prämissenänderungen) des Barwerts der Versorgungsansprüche stellen einen Teil der auf die Versorgungsansprüche entfallenden versicherungsmathematischen Gewinne und Verluste des jeweiligen Jahrs dar.

Für die bestehenden Pensionsverpflichtungen wird für das Geschäftsjahr 2015/16 eine Pensionszahlung in Höhe von 2 810 Tsd Euro prognostiziert.

Es wurde kein Planvermögen gebildet.

Die gewichtete durchschnittliche Dauer der leistungsorientierten Pläne beträgt 14,9 Jahre.

Die erwartete Fälligkeit der undiskontierten Pensionsleistungen zum Stichtag stellt sich wie folgt dar:

Erwartete Pensionszahlungen

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in Tsd Euro  
2016 2 810
2017 2 862
2018 2 874
2019 3 188
2020 3 253
> 2021 97 070
  112 057

Die Sensitivitätsanalyse basiert auf der Änderung einer Annahme, während alle anderen Annahmen konstant gehalten werden. Es ist unwahrscheinlich, dass sich dieses in der Realität ereignet. Weiterhin ist es möglich, dass Veränderungen in einigen Annahmen miteinander korrelieren. Bei der Berechnung der Sensitivität der leistungsorientierten Verpflichtung zu versicherungsmathematischen Annahmen wurde dieselbe Methode verwendet, mit der Pensionsrückstellungen in der Bilanz ermittelt werden.

Die Methoden und Arten von Annahmen zur Vorbereitung der Sensitivitätsanalyse haben sich im Vergleich zur Vorperiode nicht geändert.

Sensitivitätsbetrachtung

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  Auswirkungen auf die Verpflichtung
  Veränderung der Annahme um Erhöhung der Annahme Verminderung der Annahme
Abzinsungssatz 0,50 % Verminderung um 7 % Erhöhung um 8 %
Zukünftige Gehaltssteigerungen 0,50 % Erhöhung um 2 % Verminderung um 2 %
Zukünftige Rentensteigerung 0,25 % Erhöhung um 5 % Verminderung um 4 %
Sterbewahrscheinlichkeit 1 Jahr Erhöhung um 4 % -

30 Finanzschulden

Finanzschulden

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  30.9.2015
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Verbindlichkeiten      
gegenüber Kreditinstituten1 1 356 552 187 712 1 544 264
aus Finanzierungsleasing 1 777 1 535 3 312
gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz - 360 360
gegenüber assoziierten Unternehmen - 1 581 1 581
gegenüber sonstigen Beteiligungen - 350 350
Andere Finanzschulden1 24 583 28 914 53 497
  1 382 912 220 452 1 603 364
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  30.9.2014
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Verbindlichkeiten      
gegenüber Kreditinstituten1 1 128 183 270 978 1 399 161
aus Finanzierungsleasing 2 267 1 796 4 063
gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz - 242 242
gegenüber assoziierten Unternehmen - 1 581 1 581
gegenüber sonstigen Beteiligungen - 350 350
Andere Finanzschulden1 24 152 3 703 27 855
  1 154 602 278 650 1 433 252

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Fälligkeit in Jahren

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  30.9.2015
in Tsd Euro < 1 Jahr 1 - 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten      
gegenüber Kreditinstituten1 187 712 675 373 681 178
aus Finanzierungsleasing 1 535 1 777 -
gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen 2 291 - -
Andere Finanzschulden 28 914 13 360 11 224
  220 452 690 510 692 402
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  30.9.2014
in Tsd Euro < 1 Jahr 1- 5 Jahre > 5 Jahre
Verbindlichkeiten      
gegenüber Kreditinstituten1 270 978 626 024 502 159
aus Finanzierungsleasing 1 796 2 182 84
gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz, assoziierten Unternehmen und sonstigen Beteiligungen 2 173 - -
Andere Finanzschulden 3 703 13 128 11 025
  278 650 641 334 513 268

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die festverzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 1 266 Mio Euro (Vorjahr 1 243 Mio Euro) sind mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 2,5 % (Vorjahr 3,3 %), die variabel verzinslichen Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten in Höhe von 278 Mio Euro (Vorjahr 156 Mio Euro) mit einem durchschnittlichen Zinssatz von 0,5 % (Vorjahr 1,4 %) zu verzinsen. Bei den festverzinslichen Verbindlichkeiten beträgt die durchschnittliche Restzinsbindungsdauer sechs Jahre (Vorjahr sieben Jahre). Bei den variabel verzinslichen Verbindlichkeiten hat sich die durchschnitt I iche Restzinsbindungsdauer von einem Jahr auf neun Jahre verändert.

Zum 30. September 2015 standen dem MVV Energie Konzern nicht in Anspruch genommene zugesagte Kreditlinien in Höhe von 437 Mio Euro (Vorjahr 358 Mio Euro) zur Verfügung.

Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden mit dem Barwert der künftigen Leasingzahlungen angesetzt. Der beizulegende Zeitwert der übrigen Finanzschulden entspricht im Wesentlichen den ausgewiesenen Buchwerten.

Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverträgen beziehen sich auf verschiedene technische Anlagen sowie auf Betriebs- und Geschäftsausstattung. Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln.

Der Barwert der künftigen Mindestleasingzahlungen lässt sich wie folgt auf die Verbindlichkeiten überleiten:

Barwert der Mindestleasingzahlung

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Barwert der Mindestleasingzahlungen mit Fälligkeiten    
bis zu 1 Jahr 1 445 1 899
länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren 1 618 1 708
länger als 5 Jahre - 3
Gesamt 3 063 3 610
Noch nicht realisierte Finanzierungskosten 292 775
Bruttoverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing 3 355 4 385

Von den Finanzschulden sind 86 Mio Euro (Vorjahr 88 Mio Euro) durch Verpfändung von Sachanlagen gesichert.

31 Andere Verbindlichkeiten

In den nachfolgenden Tabellen werden die anderen Verbindlichkeiten nach Inhalt und Kontrahenten aufgeschlüsselt. Für derivative Finanzinstrumente wird zusätzlich deren Sicherungsbeziehung angegeben.

Andere Verbindlichkeiten

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  30.9.2015
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Derivative Finanzinstrumente1 375 837 202 525 578 362
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern1 - 34 457 34 457
Passive Rechnungsabgrenzungsposten1 133 297 1 197 134 494
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern1 - 21 811 21 811
Erhaltene Anzahlungen1 - 19 456 19 456
Kreditorische Debitoren - 8 991 8 991
Zinsverbindlichkeiten1 - 7 897 7 897
Verbindlichkeiten aus Sicherheitsleistungen im Rahmen von Energiehandelsgeschäften1 - 2 358 2 358
Konzessionsabgaben - 788 788
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit - 607 607
Übrige andere Verbindlichkeiten1 26 874 21 348 48 222
  536 008 321 435 857 443
scroll
  30.9.2014
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Derivative Finanzinstrumente1 105 770 114 430 220 200
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern1 - 49 054 49 054
Passive Rechnungsabgrenzungsposten1 134 926 5 965 140 891
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern1 - 16 490 16 490
Erhaltene Anzahlungen1 - 10 447 10 447
Kreditorische Debitoren - 9 267 9 267
Zinsverbindlichkeiten1 - 7 820 7 820
Verbindlichkeiten aus Sicherheitsleistungen im Rahmen von Energiehandelsgeschäften1 - 1 474 1 474
Konzessionsabgaben - 843 843
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit - 602 602
Übrige andere Verbindlichkeiten1 10 530 15 648 26 178
  251 226 232 040 483 266

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Andere Verbindlichkeiten

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  30.9.2015
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Verbindlichkeiten      
gegenüber Dritten1 536 008 300 953 836 961
gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz1 - 522 522
gegenüber assozierten Unternehmen - 145 145
gegenüber sonstigen Beteiligungen1 - 359 359
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 19 456 19 456
  536 008 321 435 857 443
scroll
  30.9.2014
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Verbindlichkeiten      
gegenüber Dritten1 251 226 219 392 470 618
gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz1 - 403 403
gegenüber assozierten Unternehmen - - -
gegenüber sonstigen Beteiligungen1 - 899 899
Erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen - 11 346 11 346
  251 226 232 040 483 266

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die derivativen Finanzinstrumente betreffen Zins-Derivate, Währungs- und Commodity-Derivate auf Strom, Gas, Kohle, CO2 und sonstige Zertifikate. Weitere Angaben zu Finanzinstrumenten finden sich unter Textziffer 36.

Derivative Finanzinstrumente

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  30.9.2015
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Derivative Finanzinstrumente1 375 837 202 525 578 362
davon ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 391 303 004 189 335 492 339
davon in Sicherungsbeziehung Cashflow Hedge1 72 833 13 190 86 023
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  30.9.2014
in Tsd Euro Langfristig Kurzfristig Gesamt
Derivative Finanzinstrumente1 105 770 114 430 220 200
davon ohne Sicherungsbeziehung nach IAS 391 48 106 87 797 135 903
davon in Sicherungsbeziehung Cashflow Hedge1 57 664 26 633 84 297

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Zur Reduktion des Kontrahentenrisikos bei stark schwankenden Marktwerten von Energiehandelsderivaten werden Sicherheitsleistungen (Margins) mit der EEX ausgetauscht. Daneben wurden zum Teil auch bilaterale Verträge zur Risikoreduzierung eingegangen.

Unter den Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern sind im Wesentlichen Energie- und Umsatzsteuerverbindlichkeiten enthalten.

Unter den passiven Rechnungsabgrenzungsposten sind im Wesentlichen die Baukostenzuschüsse für Hausanschlusskosten ausgewiesen.

32 Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen1 386 455 402 201
davon gegenüber sonstigen Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz 157 254
davon gegenüber At-Equity-Unternehmen1 20 053 13 722
davon gegenüber sonstigen Beteiligungen 9 303

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Tabelle zeigt Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen mit einer Laufzeit von unter einem Jahr. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen größer ein Jahr sind im Konzern unwesentlich und werden unter Andere Verbindlichkeiten ausgewiesen.

33 Steuerverbindlichkeiten

Die Steuerverbindlichkeiten in Höhe von 303 Tsd Euro (Vorjahr 631 Tsd Euro) enthalten Ertragsteuerverbindlichkeiten.

34 Latente Steuern

Die Steuerabgrenzungen 2014/15 sind den folgenden Sachverhalten zuzuordnen:

Latente Steuern

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  30.9.2015 30.9.2014
in Tsd Euro Aktive latente Steuern Passive latente Steuern Aktive latente Steuern Passive latente Steuern
Immaterielle Vermögenswerte1 1 941 -15 758 1 356 - 14 018
Sachanlagen einschließlich als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien1 14 288 - 129 307 15 459 -142 748
Vorräte1 989 - 1 118 3 935 - 299
Sonderposten1 - - 1 663 - - 4 754
Sonstige Vermögenswerte und positive Marktwerte aus Derivaten1 3 002 - 229 174 5 133 - 118 488
Rückstellungen für Pensionen1 10 245 - 10 365 -
Langfristige sonstige Rückstellungen1 12 803 - 13 174 -
Kurzfristige sonstige Rückstellungen1 4 639 - 11 273 2 723 - 9 315
Verbindlichkeiten und negative Marktwerte aus Derivaten1 241 715 - 2 000 123 719 - 2 068
Verlustvorträge1 7 233 - 7 047 -
Latente Steuern (brutto)1 296 855 - 390 293 182 911 - 291 690
Wertberichtigung1 - 7 028 - - 7 207 -
Saldierung1 - 269 527 269 527 -153 132 153 132
Latente Steuern (netto)1 20 300 - 120 766 22 572 - 138 558

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Von den oben dargestellten latenten Steuern (netto) entfallen n 322 Tsd Euro (Vorjahr 12 749 Tsd Euro) auf langfristige aktive latente Steuern und 88 341 Tsd Euro (Vorjahr 109 134 Tsd Euro) auf langfristige passive latente Steuern.

Für körperschaftsteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 47 412 Tsd Euro (Vorjahr 35 778 Tsd Euro) sowie für gewerbesteuerliche Verlustvorträge in Höhe von 19 362 Tsd Euro (Vorjahr 25 3H Tsd Euro) wurde kein latenter Steueranspruch angesetzt.

Auf temporäre Unterschiede in Höhe von 10 568 Tsd Euro (Vorjahr 10 338 Tsd Euro) aus Beteiligungen zwischen Steuerbilanz und Konzernabschluss wurden in Höhe von 3 202 Tsd Euro (Vorjahr 3 1 32 Tsd Euro) keine passiven latenten Steuern erfasst, da eine Umkehrung durch Dividendenausschüttungen oder Veräußerung von Gesellschaften in absehbarer Zeit nicht wahrscheinlich ist.

Im Geschäftsjahr 2014/15 werden latente Steuern in Höhe von 28 444 Tsd Euro (Vorjahr 27 733 Tsd Euro) direkt im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals ausgewiesen.

Die Ertragsteuereffekte im sonstigen Ergebnis als Teil des Konzerneigenkapitals gliedern sich je Bestandteil wie folgt auf:

Ertragsteuereffekte

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  30.9.2015 30.9.2014
in Tsd Euro Ertragsteuer Brutto Ertragsteuer Brutto
Cashflow Hedges 986 - 7 601 - 7 164 22 094
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste1 - 274 982 3 066 -11 153
Währungsumrechnungsdifferenz - - 5 450 - - 14 059
Anteil des Gesamtergebnisses der At-Equity-Unternehmen - - 20 016 - 9 657

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

35 Eventualforderungen, -schulden und finanzielle Verpflichtungen

Die nachfolgend aufgeführten Verpflichtungsvolumina entsprechen dem am Bilanzstichtag bestehenden Haftungsumfang. Aus Bürgschaften bestehen solche Verpflichtungen in Höhe von 1,2 Mio Euro (Vorjahr 2,6 Mio Euro). Sicherheiten für fremde Verbindlichkeiten bestehen wie im Vorjahr nicht.

Das Bestellobligo aus erteilten Investitionsaufträgen im MVV Energie Konzern belief sich für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte auf 4,2 Mio Euro (Vorjahr 3,7 Mio Euro) und für Investitionen in Sachanlagen auf 65,6 Mio Euro (Vorjahr 106,6 Mio Euro).

Die finanziellen Verpflichtungen aus Operating Leasing betreffen überwiegend Wassernetze, Fuhrpark, IT-Ausstattung, Pachtzahlungen für Grundstücke sowie Mieten für Gebäude- und Lagerflächen. Dabei liegt den Mindestleasingzahlungen folgende Fälligkeitsstruktur zugrunde:

Finanzielle Verpflichtungen aus Operating Leasing

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  Nominalwert
in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Operating Leasing    
bis zu 1 Jahr1 5 691 8 548
länger als 1 Jahr und bis zu 5 Jahren1 14 217 20 143
länger als 5 Jahre 26 828 37 643
  46 736 66 334

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Soweit bei Leasingverträgen das wirtschaftliche Eigentum beim Leasinggeber liegt (Operating Leasing), erfolgt die Bilanzierung des Leasinggegenstands beim Leasinggeber. Die anfallenden Leasingaufwendungen werden als Aufwand über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst.

Die Verträge beinhalten zum Teil Verlängerungsoptionen, jedoch keine Kaufoptionen oder Preisanpassungsklauseln.

Im Rahmen einer Bodensanierungsmaßnahme besteht eine Eventual-forderung gegen das Land Baden-Württemberg und die Stadt Mannheim mit einem Barwert in Höhe von 4,6 Mio Euro.

36 Finanzinstrumente

Zum 30. September 2015 sind bestehende Grundgeschäfte in Cashflow Hedges mit Laufzeiten bis zu 18 Jahren (Vorjahr 19 Jahren) im Bereich Zinssicherung einbezogen. Im Commodity-Bereich betragen die Laufzeiten geplanter Grundgeschäfte bis zu vier Jahren (Vorjahr bis zu fünf Jahren). Im aktuellen Geschäftsjahr wurde auf den Einsatz von Devisentermingeschäften zur Absicherung von Zahlungsströmen verzichtet. Sowohl Zinssicherungsinstrumente als auch Commodity-Derivate bedingen Nettoausgleichszahlungen zu den vertraglich fixierten Terminen, welche im Wesentlichen dem Grundgeschäft entsprechen. Bei den Sicherungsinstrumenten handelt es sich größtenteils um Swaps, die während der gesamten Vertragslaufzeit Cashflows generieren.

Im Geschäftsjahr 2014/15 ist ein Aufwand in Höhe von 6 615 Tsd Euro (Vorjahr 14 930 Tsd Euro Ertrag) direkt im Eigenkapital erfasst worden.

Der Betrag, der im Rahmen des Cashflow-Hedge-Accountings aus dem Eigenkapital erfolgswirksam in die Gewinn- und Verlustrechnung umgegliedert wurde, stellt sich wie folgt dar:

Umgliederungsbetrag

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Enthalten im EBIT - 20 256 - 45 966
Enthalten im Finanz- und Steuerergebnis - 7 106 - 4 954
Summe der entnommenen Beträge - 27 362 - 50 920

Erfolgsneutral im Eigenkapital erfasste Beträge und die darauf entfallenden Umgliederungsbeträge sind in nachfolgender Tabelle dargestellt:

Erfolgsneutrale Beträge im Eigenkapital

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Cashflow Hedges - 6 615 14 930
davon erfolgsneutrale Veränderungen - 33 977 - 35 990
davon erfolgswirksame Veränderungen 27 362 50 920
Währungsumrechnungsdifferenz - 5 450 - 14 059
davon erfolgsneutrale Veränderungen - 5 450 - 14 059
Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste 708 - 8 090
davon erfolgsneutrale Veränderungen 708 - 8 090

Im Geschäftsjahr 2014/15 ergab sich ein Ertrag in Höhe von 1 022 Tsd Euro aus dem ineffektiven Teil von Cashflow Hedges (Vorjahr 215 Tsd Euro Aufwand). Die Ergebnisse aus ineffektiven Teilen von Cashflow Hedges werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen beziehungsweise Aufwendungen erfasst, soweit sie die kumulierte Fair-Value-Änderung des jeweiligen Grundgeschäfts übersteigen. Bei Zinssicherungen erfolgt der Ausweis im sonstigen Zinsergebnis.

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden für geschlossene Fremdwährungspositionen erstmals Fair Value Hedges eingesetzt. Aus diesen Sicherungsbeziehungen wurden in der Gewinn- und Verlustrechnung folgende Beträge erfasst:

Gewinne- und Verluste in der GuV aus Fair Value Hedges

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Ergebnis aus dem Grundgeschäft 12 888 -
Ergebnis aus dem Sicherungsinstrument -13 864 -

Die Buchwerte und Fair Values der Finanzinstrumente sowie deren Aufteilung auf die Bewertungskategorien nach IAS 39 werden in den folgenden Tabellen dargestellt. Die dargestellten Klassen orientieren sich dabei an der Bilanz.

Bewertungskategorien der Buchwerte nach IAS 39

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  30.9.2015
in Tsd Euro Bewertungskategorien gemäß IAS 39 Buchwerte Davon nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7
Aktiva      
Finanzanlagen      
davon nicht konsolidierte Beteiligungen1 Zur Veräußerung verfügbar 15 450 -
davon Ausleihungen ohne Finanzierungs- leasing1 Kredite und Forderungen 3 178 -
davon Ausleihungen aus Finanzierungs- leasing1 Nicht anwendbar 48 692 -
davon Wertpapiere1 Zu Handelszwecken gehalten 614 -
  Zur Veräußerung verfügbar 13 -
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen < 1 Jahr1 Kredite und Forderungen 367 406 -
Sonstige Vermögenswerte      
davon Derivate außerhalb Hedge Accounting1 Zu Handelszwecken gehalten 480 052 -
davon Derivate im Hedge Accounting Nicht anwendbar 10 235 -
davon sonstige betriebliche Vermögenswerte1 Kredite und Forderungen 144 264 37 028
Flüssige Mittel Kredite und Forderungen 262 710 -
    1 332 614 37 028
Passiva      
Finanz- schulden      
davon Finanz- schulden aus Finanzierungsleasing Nicht anwendbar 3 312 -
davon sonstige Finanz- schulden1 Fortgeführte Anschaffungs-/ Herstellungskosten 1 600 052 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen <1 Jahr1 Fortgeführte Anschaffungs-/ Herstellungskosten 386 455 -
Andere Verbindlichkeiten      
davon Derivate außerhalb Hedge Accounting1 Zu Handelszwecken gehalten 492 339 -
davon Derivate im Hedge Accounting Nicht anwendbar 86 023 -
davon sonstige betriebliche Verbindlichkeiten1 Fortgeführte Anschaffungs-/ Herstellungskosten 279 081 189 014
    2 847 262 189 014
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  30.9.2014 30.9.2014
in Tsd Euro Fair Value Buchwerte Davon nicht im Anwendungsbereich des IFRS 7 Fair Value
Aktiva        
Finanzanlagen        
davon nicht konsolidierte Beteiligungen1 15 450 15 366 - 15 366
davon Ausleihungen ohne Finanzierungs- leasing1 3 178 1 474 - 1 474
davon Ausleihungen aus Finanzierungs- leasing1 48 692 51 693 - 51 693
davon Wertpapiere1 614 1 907 - 1 907
  13 13 - 13
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen < 1 Jahr1 367 406 376 019 - 376 019
Sonstige Vermögenswerte        
davon Derivate außerhalb Hedge Accounting1 480 052 118 835 - 118 835
davon Derivate im Hedge Accounting 10 235 14 701 - 14 701
davon sonstige betriebliche Vermögenswerte1 144 264 125 957 37 203 125 957
Flüssige Mittel 262 710 370 694 - 370 694
  1 332 614 1 076 659 37 203 1 076 659
Passiva        
Finanz- schulden        
davon Finanz- schulden aus Finanzierungsleasing 3 312 4 063 - 4 063
davon sonstige Finanz- schulden1 1 702 423 1 429 189 - 1 522 918
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen <1 Jahr1 386 455 402 201 - 402 201
Andere Verbindlichkeiten        
davon Derivate außerhalb Hedge Accounting1 492 339 135 903 - 135 903
davon Derivate im Hedge Accounting 86 023 84 297 - 84 297
davon sonstige betriebliche Verbindlichkeiten1 279 081 263066 200 994 263 066
  2 949 633 2 318 719 200 994 2 412 448

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Aufgrund der vorwiegend kurzfristigen Restlaufzeiten für Forderungen und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, sonstigen betrieblichen Forderungen und Verbindlichkeiten sowie Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten entsprechen die Buchwerte am Bilanzstichtag im Wesentlichen deren Marktwerten.

Der Fair Value der sonstigen Finanzschulden wird unter Berücksichtigung von zukünftigen Zahlungen als Barwert ermittelt. Die Abzinsung erfolgt mithilfe des aktuell gültigen Zinssatzes zum Bilanzstichtag (Stufe 2).

Die folgende Tabelle stellt für die zum beizulegenden Zeitwert bilanzierten Finanzinstrumente die wesentlichen Parameter dar. Die einzelnen Stufen sind gemäß IFRS 7 wie folgt definiert:

STUFE 1

Bewertung basiert auf an aktiven Märkten notierten und unverändert übernommenen Preisen;

STUFE 2

Bewertung basiert auf anderen Faktoren als denen aus Stufe 1, welche sich aber direkt oder indirekt beobachten lassen;

STUFE 3

Bewertung basiert auf am Markt nicht beobachtbaren Faktoren.

ANSCHAFFUNGSKOSTEN

Hier sind Finanzinstrumente aufgeführt, die gemäß IAS 39 zu den Anschaffungskosten bewertet werden. Zum Zeitpunkt ihrer Transaktion befanden sich diese in einem nicht liquiden Markt, weshalb der aktuelle Ansatz mit deren Anschaffungskosten annähernd dem Fair Value entspricht. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um sonstige Beteiligungen und sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz.

Fair-Value-Hierachie zum 30.9.2015

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in Tsd Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte        
Nicht konsolidierte Beteiligungen - - - 15 450
Wertpapiere - 621 - 6
Derivate außerhalb Hedge Accounting 112 794 366 854 404 -
Derivate im Hedge Accounting 9 997 238   -
Finanzielle Verbindlichkeiten        
Derivate außerhalb Hedge Accounting 114 855 377 115 369 -
Derivate im Hedge Accounting 39 027 46 996 - -

Fair-Value-Hierachie zum 30.9.2014

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in Tsd Euro Stufe 1 Stufe 2 Stufe 3 Anschaffungskosten
Finanzielle Vermögenswerte        
Nicht konsolidierte Beteiligungen - - - 15 366
Wertpapiere1 - 1 907 - 13
Derivate außerhalb Hedge Accounting1 13 014 105 588 233 -
Derivate im Hedge Accounting 8 845 5 856 - -
Finanzielle Verbindlichkeiten        
Derivate außerhalb Hedge Accounting1 29 398 106 182 323 -
Derivate im Hedge Accounting 28 696 55 601 - -

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3:

Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3

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in Tsd Euro Stand zum 1.10.2014 Gewinne und Verluste in der GuV Stand zum 30.9.2015
Finanzielle Vermögenswerte      
Derivate außerhalb Hedge Accounting 233 171 404
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Derivate außerhalb Hedge Accounting 323 46 369

Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3

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in Tsd Euro Stand zum 1.10.2013 Gewinne und Verluste in der GuV Stand zum 30.9.2014
Finanzielle Vermögenswerte      
Derivate außerhalb Hedge Accounting 87 146 233
Finanzielle Verbindlichkeiten      
Derivate außerhalb Hedge Accounting 601 - 278 323

Gewinne und Verluste in der GuV aus Stufe-3-Finanzinstrumenten 2014/15

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in Tsd Euro Gesamt Davon am 30.9.2015 noch gehalten
Sonstige betriebliche Erträge 171 -
Sonstige betriebliche Aufwendungen - 46 -
  125 -

Gewinne und Verluste in der GuV aus Stufe-3-Finanzinstrumenten 2013/14

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in Tsd Euro Gesamt Davon am 30.9.2014 noch gehalten
Sonstige betriebliche Erträge 424 -
  424 -

Wertberichtigungen für finanzielle Vermögenswerte

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  2013/14
in Tsd Euro Nicht konsolidierte Beteiligungen Ausleihungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen < 1 Jahr Sonstige betriebliche Vermögenswerte
Stand zum 1.10 3 436 1 534 36 323 1 503
Verbrauch/Abgang 1 565 - 26 133 57
Nettozuführungen1 18 648 9 192 2 341
Stand zum 30.9. 1 889 2 182 19 382 3 787
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  2014/15 2014/15
in Tsd Euro Nicht konsolidierte Beteiligungen Ausleihungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen < 1 Jahr Sonstige betriebliche Vermögenswerte
Stand zum 1.10 1 889 2 182 19 382 3 787
Verbrauch/Abgang 233 648 7 771 826
Nettozuführungen1 5 - 8 803 491
Stand zum 30.9. 1 661 1 534 20 414 3 452

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Wertberichtigungsverluste der einzelnen Klassen gemäß IFRS 7 betragen im Geschäftsjahr 2014/15 für nicht konsolidierte Beteiligungen 0 Tsd Euro (Vorjahr 18 Tsd Euro), für Ausleihungen 0 Tsd Euro (Vorjahr 648 Tsd Euro), für Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 12 437 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 18 063 Tsd Euro) und für sonstige betriebliche Vermögenswerte 3 371 Tsd Euro (Vorjahr 2 415 Tsd Euro).

Saldierung von finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten

Die folgend aufgeführten finanziellen Vermögenswerte und finanziellen Verbindlichkeiten unterliegen einer Saldierung, durchsetzbaren Master-Netting-Vereinbarungen oder ähnlichen Vereinbarungen.

Saldierung finanzielle Vermögenswerte zum 30.9.2015

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in Tsd Euro Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag
  Finanzinstrumente erhaltene Barsicherheiten  
Ausleihungen ohne Finanzierungsleasing 3 178 - 3 178 - - 3 178
Wertpapiere 627 - 627 - - 627
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen < 1 Jahr 629 860 - 262 454 367 406 - - 367 406
Derivative Finanzinstrumente 490 287 - 490 287 - 388 891 - 5 658 95 738
Sonstige betriebliche Vermögenswerte 144 264 - 144 264 - - 144 264
Flüssige Mittel 262 710 - 262 710 - 19 515 - 243 195
  1 530 926 -262 454 1 268 472 - 408 406 - 5 658 854 408

Saldierung finanzielle Verbindlichkeiten zum 30.9.2015

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in Tsd Euro Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag
  Finanzinstrumente erhaltene Barsicherheiten  
Finanzschulden 1 600 052 - 1 600 052 - 58 005 - 286 1 541 761
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen < 1 Jahr 633 719 - 247 264 386 455 - - 386 455
Derivative Finanzinstrumente 578 362 - 578 362 - 388 891 - 57316 132 155
Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten 294 271 - 15 190 279 081 - - 279 081
  1 250 424 - 262 454 2 843 950 - 446 896 - 57 602 2 339 452

Saldierung finanzielle Vermögenswerte zum 30.9.2014

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in Tsd Euro Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz ausgewiesen werden Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag
  Finanzinstrumente erhaltene Barsicherheiten  
Ausleihungen ohne            
Finanzierungsleasing1 1 474 - 1 474 - - 1 474
Wertpapiere1 1 920 - 1 920 - - 1 920
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen < 1 Jahr1 530 227 - 154 208 376 019 - - 376 019
Derivative Finanzinstrumente1 133 536 - 133 536 -105 820 - 27 716
Sonstige betriebliche Vermögenswerte1 125 957 - 125 957 - - 54 811 71 146
Flüssige Mittel1 370 694 - 370 694 - - 370 694
  1 163 808 - 154 208 1 009 600 - 105 820 - 54 811 848 969

Saldierung finanzielle Verbindlichkeiten zum 30.9.2014

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in Tsd Euro Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Verbindlichkeiten Bruttobetrag der ausgewiesenen finanziellen Vermögenswerte, die in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag der finanziellen Verbindlichkeiten, die in der Bilanz ausgewiesen werden Zusammenhängende Beträge, die nicht in der Bilanz saldiert werden Nettobetrag
  Finanzinstrumente erhaltene Barsicherheiten  
Finanzschulden1 1 429 189 - 1 429 189 - 1 459 - 285 1 427 445
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen < 1 Jahr1 541 931 - 139 730 402 201 - - 402 201
Derivative Finanzinstrumente1 220 200 - 220 200 - 145 331 - 74 869
Sonstige betriebliche Verbindlichkeiten1 263 066 - 263 066 - - 1 474 261 592
  2 454 386 - 139 730 2 314 656 - 143 872 - 1 759 2 166 107

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Nettoergebnis nach Bewertungskategorien

Finanzinstrumente sind in der Gewinn- und Verlustrechnung mit folgenden Nettoergebnissen gemäß IFRS 7 erfasst:

Nettoergebnis (IFRS 7)

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten1 - 4 113 15 611
Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte1 1 417 2 929
Kredite und Forderungen1 - 10723 - 7 859

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

In der Darstellung des Nettoergebnisses sind freistehende Derivate, die sich in der Bewertungskategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" befinden, berücksichtigt. Das Nettoergebnis der Kategorie "Zu Handelszwecken gehaltene finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten" stammt im Wesentlichen aus der Marktbewertung nach IAS 39.

Das Nettoergebnis der Kategorie "Zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte" enthält im Wesentlichen Erträge und Ausschüttungen aus Beteiligungen sowie Abgangserfolge und Wertberichtigungen.

Die Nettoergebnisse der Kategorie "Kredite und Forderungen" stammen zum überwiegenden Teil aus Wertberichtigungen und Zuführungen.

Die Zinserträge und Zinsaufwendungen aus zu fortgeführten Anschaffungskosten bewerteten finanziellen Vermögenswerten und finanziellen Verbindlichkeiten ergeben sich überwiegend aus den nachfolgend ausgewiesenen Gesamtzinserträgen und -aufwendungen.

Gesamtzinserträge und -aufwendungen

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Gesamtzinserträge1 6 146 9 360
Gesamtzinsaufwendungen1 33 525 48 801

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Im Finanzergebnis sind Zinsanteile aus Rückstellungen enthalten, die nicht unter die Angabepflichten des IFRS 7 fallen, weswegen die hier veröffentlichten Zahlen vom Finanzergebnis abweichen. Die hier ausgewiesenen Zinserträge stammen hauptsächlich aus Bankguthaben, Tages- und Festgeldanlagen sowie Ausleihungen. Die Zinsaufwendungen resultieren zum Großteil aus Darlehensverpflichtungen. In den Gesamtzinserträgen sind wie im Vorjahr keine Zinsen aus bereits wertgeminderten finanziellen Vermögenswerten enthalten.

Finanzierungs- und Preisrisiken

ALLGEMEINE INFORMATIONEN ÜBER FINANZIERUNGS- UND PREISRISIKEN:

Durch seine Geschäftstätigkeit ist der MVV Energie Konzern verschiedenen finanziellen Risiken ausgesetzt. Diese setzen sich zusammen aus Forderungsausfall- und Liquiditätsrisiken sowie Marktpreisrisiken auf der Beschaffungs- und Absatzseite, bei Zinsen und Wechselkursen.

Das konzernübergreifende Risikomanagement verfolgt das Ziel, die Entwicklungen der Finanzmärkte frühzeitig zu erkennen und negativen Auswirkungen daraus entgegen zu wirken. Dies wird anhand interner Richtlinien, Handlungsrahmen, Verantwortlichkeiten, Funktionstrennung und Kontrollen festgelegt.

Zur Absicherung gegen Marktpreisrisiken werden derivative Finanzinstrumente eingesetzt. Im Bereich des Zinsänderungsrisikos werden überwiegend Zins-Swaps abgeschlossen. Währungsrisiken werden durch den Abschluss von Devisentermingeschäften abgesichert. Im Bereich des Energiehandels werden Commodity-Derivate eingesetzt. Deren Einsatz zum Zwecke des proprietären Energiehandels ist nur in engen Grenzen erlaubt und wird durch ein separates Limitsystem überwacht und gesteuert.

FORDERUNGSAUSFALLRISIKEN:

Die Gefahr eines wirtschaftlichen Verlusts, der dadurch entsteht, dass ein Geschäftspartner seinen vertraglichen Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommt, wird als Forderungsausfallrisiko bezeichnet und umfasst sowohl das unmittelbare Ausfallrisiko als auch das Risiko einer Bonitätsverschlechterung. Im MVV Energie Konzern bestehen Geschäftsbeziehungen vorwiegend zu Banken und anderen Handelspartnern mit guter Bonität. Forderungsausfallrisiken gegenüber Vertragspartnern werden bei Vertragsabschluss geprüft und laufend überwacht. Durch Festlegung von Limits für das Handeln mit Geschäftspartnern und gegebenenfalls durch das Stellen von Barsicherheiten wird das Risiko eingeschränkt wenn möglich bereits im Vorfeld durch geeignete Rahmenverträge mit den Handelspartnern vermindert. Risikokonzentrationen bestehen unwesentlich bei diversen Tochtergesellschaften, die Abnahmeverträge mit lediglich einem Kunden besitzen.

Im Vertriebsgeschäft ist der MVV Energie Konzern Forderungsausfallrisiken ausgesetzt, weil Kunden möglicherweise ihren Zahlungsverpflichtungen nicht nachkommen. Durch eine regelmäßige Bonitätsanalyse der wesentlichen Positionen unseres Kundenportfolios wird dieses Risiko eingeschränkt.

In den Buchwerten, der in der Bilanz angesetzten finanziellen Vermögenswerte (Forderungen, Derivate und sonstige Vermögenswerte sowie Zahlungsmittel und zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte) sind die Ausfallrisiken bereits in Form von Wertberichtigungen berücksichtigt. Im Berichtsjahr und im Vorjahr waren die Forderungsausfälle unwesentlich.

Da Derivate hohen Marktwertschwankungen unterliegen können, wird in der folgenden Übersicht das Kontrahentenrisiko der derivativen finanziellen Vermögenswerte dargestellt, wobei grundsätzlich nur bilanzierte Bücher betrachtet werden. Liegen Nettingvereinbarungen mit einem Handelspartner vor, wird das tatsächliche - das saldierte - Risiko dargestellt. Kontrahenten, mit denen ein negativer Saldo, also kein Kontrahentenrisiko besteht, werden nicht berücksichtigt. In allen anderen Fällen findet keine Saldierung mit negativen Marktwerten statt.

Kontrahentenrisiko zum 30.9.2015

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in Tsd Euro Gesamt Davon bis 1 Jahr Davon 1 bis 5 Jahre
Kontrahenten-Rating nach Standard & Poor1s und/oder Moody's Nominalwert Kontrahentenrisiko Nominalwert Kontrahentenrisiko Nominalwert Kontrahentenrisiko
AAA und Aaa bis AA- und Aa3 54 272 398 44 992 398 9 280 -
AA- und A1 oder A+ und Aa3 bis A- und A3 12 712 796 187 26 12 525 770
A- und Baa1 oder BBB+ und A3 bis BBB- oder Baa3 208 806 28 496 47 613 5 308 161 193 23 188
BBB- und Ba1 oder BB+ und Baa3 bis BB- und Ba3 548 135 548 135 - -
Sonstiges 643 704 74 741 233 402 30 167 410 302 44 574
  920 042 104 566 326 742 36 034 593 300 68 532

Kontrahentenrisiko zum 30.9.2014

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in Tsd Euro Gesamt Davon bis 1 Jahr Davon 1 bis 5 Jahre
Kontrahenten-Rating nach Standard & Poor1s und/oder Moody's Nominalwert Kontrahentenrisiko Nominalwert Kontrahentenrisiko Nominalwert Kontrahentenrisiko
AAA und Aaa bis AA- und Aa3 392 410 5 189 137 874 3 014 254 536 2 175
AA- und A1 oder A+ und Aa3 bis A- und A3 240 902 1 693 226 025 1 564 14 877 129
A- und Baa1 oder BBB+ und A3 bis BBB- oder Baa3 230 036 5 110 41 166 2 708 188 870 2 402
Sonstiges 900 339 38 459 411 081 16 499 489 258 21 960
  1 763 687 50 451 816 146 23 785 947 541 26 666

Forderungsausfallrisiken über fünf Jahre liegen wie im Vorjahr nicht vor. Wesentliche Teile des Nominalvolumens der betrachteten Derivate bestehen mit Handelspartnern, für die ein externes Rating verfügbar ist. Für den unter "Sonstiges" ausgewiesenen Teil des derivativen Nominalvolumens bestehen interne Ratings.

Bei mit Börsen abgeschlossenen Handelsgeschäften ergaben sich zum 30. September 2015 aus Sicherheitshinterlegungen zusätzliche Forderungsausfallrisiken.

Die in den finanziellen Vermögenswerten enthaltenen Forderungsausfallrisiken sowie deren Altersstruktur stellen sich nach Klassen gegliedert wie folgt dar:

Forderungsausfallrisiken, Altersstruktur

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  30.9.2015
in Tsd Euro Ausleihungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige betriebliche Vermögenswerte
Weder überfällig noch wertgemindert 51 870 305 523 103 669
Überfällig, aber nicht wertgemindert      
< 6 Monate1 - 28 727 37
> 6 Monate < 1 Jahr - 666 5
> 1 Jahr1 - 356 45
Nettowert wertberichtigte Vermögenswerte1 - 32 134 3 480
  51 870 367 406 107 236
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  30.9.2014
in Tsd Euro Ausleihungen Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Sonstige betriebliche Vermögenswerte
Weder überfällig noch wertgemindert 53 167 318 497 85 970
Überfällig, aber nicht wertgemindert      
< 6 Monate1 - 22 999 173
> 6 Monate < 1 Jahr - 75 -
> 1 Jahr1 - 653 43
Nettowert wertberichtigte Vermögenswerte1 - 33 795 2 568
  53 167 376 019 88 754

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

LIQUIDITÄTSRISIKEN

Das Liquiditätsrisiko beschreibt die Gefahr, dass ein Unternehmen seine finanziellen Verpflichtungen nicht in ausreichendem Maße erfüllen kann. Liquiditätsrisiken entstehen im MVV Energie Konzern durch die Verpflichtung, Verbindlichkeiten vollständig und rechtzeitig zu tilgen sowie Sicherheitshinterlegungen (Margins) von Energiehandelspartnern zu bedienen. Aufgabe des Cash- und Liquiditätsmanagements des MVV Energie Konzerns ist es, jederzeit die Zahlungsfähigkeit des Unternehmens sicherzustellen. Dafür werden der gesamte Zahlungsmittelbedarf und alle Zahlungsmittelüberschüsse ermittelt. Die wesentlichen Teilkonzerne verfügen über ein Cash-Pooling-Verfahren, wodurch die Bankgeschäfte auf ein notwendiges Maß reduziert werden können.

Zur Liquiditätssteuerung wird ein Finanzplan erstellt. Der entstehende Finanzierungsbedarf wird mittels geeigneter Instrumente im Rahmen der Liquiditätssteuerung gedeckt. Neben der täglich verfügbaren Liquidität verfügt der MVV Energie Konzern über weitere Liquiditätsreserven in Form von zugesagten Kreditlinien. Der Umfang der vertraglich zugesicherten Kreditlinien ist so dimensioniert, dass auch in einem schwierigen Marktumfeld jederzeit ausreichende Liquiditätsreserven zur Verfügung stehen. Durch die vorhandene Liquidität sowie die bestehenden Kreditlinien sieht sich der MVV Energie Konzern keinen wesentlichen Liquiditätsrisiken ausgesetzt.

Die Refinanzierung der Konzerngesellschaften des MVV Energie Konzerns erfolgt in der Regel durch Kreditinstitute sowie durch die MVV Energie AG.

Zur Begrenzung der Liquiditätsrisiken aus den vorhandenen Finanzierungsbedarfen werden Sicherheiten bei den Kreditinstituten hinterlegt. Diese gliedern sich in Anlagevermögen, Forderungen und flüssige Mittel mit einer Gesamtsumme von 104 100 Tsd Euro (Vorjahr 92 639 Tsd Euro) sowie fest hinterlegte Kapitaldienstreserven mit einem Buchwert in Höhe von 9 141 Tsd Euro (Vorjahr 385 Tsd Euro). Des Weiteren werden auch Anteile an Tochterunternehmen in Höhe von 13 058 Tsd Euro (Vorjahr 12 319 Tsd Euro) als Sicherheiten begeben.

In nachfolgender Tabelle sind die vertraglich vereinbarten Mittelabflüsse der finanziellen Verbindlichkeiten undiskontiert dargestellt. Die korrespondierenden Zinszahlungen sind enthalten.

Undiskontierte Cashflows

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  30.9.2015
in Tsd Euro Fälligkeiten < 1 Jahr Fälligkeiten 1 - 5 Jahre Fälligkeiten> 5 Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 229 737 793 616 827 602
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 1 585 1 770 -
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 386 455 599 894
Sonstige Finanzschulden 31 809 15 758 11 224
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 63 369 19 941 6 949
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 184 613 348 589 30
  897 568 1 180 273 846 699
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  30.9.2014
in Tsd Euro Fälligkeiten < 1 Jahr Fälligkeiten 1- 5 Jahre Fälligkeiten> 5 Jahre
Nicht derivative finanzielle Verbindlichkeiten      
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 278 428 723 468 558 735
Verbindlichkeiten aus Finance Lease 1 970 2 328 87
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 408 527 104 -
Sonstige Finanzschulden 20 992 18 078 11 624
Andere finanzielle Verbindlichkeiten 58 633 2 645 7 894
Derivative finanzielle Verbindlichkeiten 105 331 120 513 51
  873 881 867 136 578 391

ZINSRISIKEN

Zinsrisiken bestehen auf der Aktivseite aus Bankguthaben sowie auf der Passivseite aus variabel verzinslichen Bankverbindlichkeiten.

Nachfolgend werden die Auswirkungen von Zinssatzänderungen auf das Jahresergebnis und das Eigenkapital analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter, zum Beispiel Wechselkurse, sich nicht verändern. Es wurden nur Finanzinstrumente in die Analyse einbezogen, deren Zinsänderungsrisiko das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis verändern könnten.

Eine Abweichung des Zinsniveaus im Euroraum zum Stichtag 30. September 2015 um 10 % nach oben beziehungsweise nach unten würde den Jahresüberschuss insgesamt um 4 Tsd Euro/4 Tsd Euro (Vorjahr 57 Tsd Euro/47 Tsd Euro) verschlechtern/verbessern. Die Abweichung würde das Eigenkapital insgesamt um 1 691 Tsd Euro/2 104 Tsd Euro (Vorjahr 1 063 Tsd Euro/876 Tsd Euro) verschlechtern/verbessern.

WÄHRUNGSRISIKEN

Währungsrisiken bestehen zunehmend im Rahmen unserer Projekte in Großbritannien. In der Betriebsphase der Projekte werden Zahlungsströme ausschließlich in britischen Pfund generiert. Die resultierenden Währungsrisiken werden durch Natural Hedges in Form von währungskongruenter Finanzierung sowie durch den Einsatz von derivativen Finanzinstrumenten abgesichert. Weitere Währungsrisiken bestehen bei der Beschaffung von Roh- und Brennstoffen, die an den internationalen Märkten in US-Dollar abgerechnet werden. Zur Absicherung des zu einem bestimmten Zeitpunkt bereits bekannten Bedarfs an Roh- und Brennstoffen werden diese im Rahmen von Warentermingeschäften beschafft. Die hierbei entstehenden Zahlungsverpflichtungen in US-Dollar, die bereits zum Zeitpunkt des Abschlusses der Warentermingeschäfte der Höhe und dem Termin nach bekannt sind, unterliegen einem Währungsrisiko.

Eine Veränderung des Währungskurses um 10 % nach oben beziehungsweise um 10 % nach unten hätte eine Veränderung des Jahresüberschusses in Höhe von 16 858 Tsd/36 970 Euro nach unten/ nach oben (Vorjahr 4 115 Tsd Euro/4 116 Tsd Euro) zur Folge.

COMMODITY-PREISRISIKEN

Im Rahmen unserer Energiehandelstätigkeit werden Energiehandelskontrakte für Zwecke des Preisrisikomanagements, der Lastganganpassung und der Margenoptimierung abgeschlossen. Für sämtliche Geschäfte sind enge und klar definierte Limite vorgegeben, die stets einzuhalten sind.

Preisänderungsrisiken entstehen im Wesentlichen durch die Beschaffung und Veräußerung von Strom und Gas sowie durch die Beschaffung von Kohle und Emissionsrechten. Die Preisrisiken werden unter Berücksichtigung der vorgegebenen Limite mit geeigneten Finanzinstrumenten abgesichert. Im Berichtsjahr wurden derivative Sicherungsinstrumente eingesetzt. Überwiegend wurden als Sicherungsinstrumente Forwards, Futures, sowie Swaps und Optionen eingesetzt.

Nachfolgend wird die Sensitivität der Bewertung von Derivaten auf Strom, Kohle, Gas und Emissionsrechte analysiert. Die Analyse wurde unter der Annahme durchgeführt, dass alle anderen Parameter unverändert bleiben und eine Abhängigkeit der Commodities untereinander besteht. Es wurden nur Derivate in die Analyse einbezogen, deren Marktwertschwankungen das Eigenkapital beziehungsweise das Jahresergebnis beeinflussen. Hierbei handelt es sich um bilanzierungspflichtige Derivate. Nicht in die Betrachtung einbezogen sind Derivate, die zur physischen Erfüllung nicht finanzieller Posten gemäß dem erwarteten Einkaufs-, Verkaufs- oder Nutzungsbedarfs des Unternehmens bestimmt sind ("Own Use"). Diese sind nicht nach IAS 39 zu bilanzieren. Wäre der Marktpreis zum Stichtag 30. September 2015 um 10 % höher/niedriger ausgefallen, hätte dies den Jahresüberschuss um 6 456 Tsd Euro/6 456 Tsd Euro (Vorjahr 10 152 Tsd Euro/13 925 Tsd Euro) verbessert/verschlechtert. Das Eigenkapital hätte sich zum gleichen Stichtag um 16 156 Tsd Euro/16 156 Tsd Euro (Vorjahr 21 148 Tsd Euro/26 786 Tsd Euro) erhöht/verringert.

Die folgende Tabelle gibt das Nominalvolumen und die Marktwerte der eingesetzten Derivate wieder:

Nominalvolumen und Marktwerte

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  30.9.2015
in Tsd Euro Nominalvolumen Marktwerte
  Gesamt Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
Zins-Derivate 496 201 431 296 - 45 611
Commodity-Derivate1 9 260 832 2 390 853 - 42 510
Währungs-Derivate 46 46 46
  9 757 079 2 822 195 -88 075
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  30.9.2014
in Tsd Euro Nominalvolumen Marktwerte
  Gesamt Davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr  
Zins-Derivate 620 017 412 087 - 38 301
Commodity-Derivate1 3 797 857 1 186 672 - 36 338
Währungs-Derivate 179 860 21 - 12 025
  4 597 734 1 598 780 -86 664

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Bei den Zins-Derivaten handelt es sich nahezu ausschließlich um Zins-Swaps. Währungs-Derivate bestehen hauptsächlich zur Absicherung von Währungsrisiken.

Die Commodity-Derivate lassen sich wie folgt unterteilen:

Commodity-Derivate

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  30.9.2015 30.9.2014
in Tsd Euro Nominalvolumen Marktwerte Nominalvolumen Marktwerte
Commodity-Derivate        
Strom1 6 404 198 - 19 256 1 695 564 - 15 697
Kohle 20 912 - 18 673 13 274 - 12 492
Gas1 2 753 466 - 11 101 2 032 134 - 2 257
CO2 -Zertifikate 81 554 6 486 56 248 - 5 801
Sonstige 702 34 637 - 91
  9 260 832 -42 510 3 797 857 - 36 338

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Commodity-Derivate

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  30.9.2015 30.9.2014
in Tsd Euro Nominalvolumen Marktwerte Nominalvolumen Marktwerte
Commodity-Derivate        
Termingeschäft1 9 239 577 - 24 448 3 772 901 - 23 776
Swaps 20 912 - 18 673 13 274 - 12 491
Optionen 343 611 11 682 - 71
  9 260 832 -42 510 3 797 857 - 36 338

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Den positiven Marktwerten in Höhe von 490 287 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 133 536 Tsd Euro) stehen Margining-Verbindlichkeiten in Höhe von 2 358 Tsd Euro (Vorjahr 761 Tsd Euro) gegenüber. Diese sind in den anderen Verbindlichkeiten ausgewiesen. Den negativen Marktwerten in Höhe von 578 362 Tsd Euro (Vorjahr angepasst 220 200 Tsd Euro) stehen Barsicherheiten in Höhe von 54 016 Tsd Euro gegenüber (Vorjahr 54 811 Tsd Euro).

37 Segmentberichterstattung

Segmentbericht des MVV Energie Konzerns vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015

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in Tsd Euro Außenumsatz ohne Energiesteuern Innenumsatz ohne Energiesteuern Planmäßige Abschreibungen Außerplanmäßige Abschreibungen
Erzeugung und Infrastruktur 454 334 651 229 116 485 143
Handel und Portfoliomanagement 732 815 727 661 288 140
Vertrieb und Dienstleistungen 2 133 129 281 595 16 040 330
Strategische Beteiligungen 98 821 1 208 10 685 34
Sonstiges 2 428 25 167 16 756 338
Konsolidierung - - 1 686 860 - -
  3 421 527 - 160 254 985
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in Tsd Euro Wesentliche zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen Adjusted EBIT Ergebnis At-Equity-Unternehmen Investitionen
Erzeugung und Infrastruktur 6 256 133 031 2 397 416 458
Handel und Portfoliomanagement 2 549 - 28 953 - 11 909
Vertrieb und Dienstleistungen 11 877 42 566 1 426 21 597
Strategische Beteiligungen 6 388 20 606 6 771 5 405
Sonstiges 7 231 7 882 242 14 382
Konsolidierung - - 20 - -
  34 301 175 112 10 836 469 751

Segmentbericht des MVV Energie Konzerns vom 1.10.2013 bis zum 30.9.2014

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in Tsd Euro Außenumsatz ohne Energiesteuern1 Innenumsatz ohne Energiesteuern1 Planmäßige Abschreibungen1 Außerplanmäßige Abschreibungen
Erzeugung und Infrastruktur 402 853 635 364 113 721 267
Handel und Portfoliomanagement 927 672 877 977 288 -
Vertrieb und Dienstleistungen 2 278 606 334 520 15 856 1 340
Strategische Beteiligungen 103 885 2 112 11 346 -
Sonstiges 3 613 25 672 16 391 68
Konsolidierung - - 1 875 645 - -
  3 716 629 - 157 602 1 675
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in Tsd Euro Wesentliche zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen1 Adjusted EBIT1 Ergebnis At-Equity-Unternehmen1 Investitionen1
Erzeugung und Infrastruktur -10 512 123 842 17 841 270 186
Handel und Portfoliomanagement 2 129 - 22 397 - 9 061
Vertrieb und Dienstleistungen 8 367 30 794 4 158 13 462
Strategische Beteiligungen - 680 28 178 9 110 3 755
Sonstiges 11 272 7 435 487 13 142
Konsolidierung - 2 388 - -
  10 576 170 240 31 596 309 606

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die externe Berichterstattung folgt der internen Steuerungsstruktur. Die Einheiten sind so gruppiert, dass die Bündelung passender Fachkompetenz unter einem Dach die Grundlage für eine stringente Portfoliosteuerung des Konzerns bildet. Den Berichtssegmenten Erzeugung und Infrastruktur, Handel und Portfoliomanagement, Vertrieb und Dienstleistungen, Strategische Beteiligungen und Sonstiges sind Geschäftsfelder zugeordnet, die an Wertschöpfungsstufen orientiert sind.

Analytisch können die Geschäftsfelder weiter nach Teilkonzernen und Einzelgesellschaften mit ihren Produkten untergliedert werden.

Das Berichtssegment ERZEUGUNG UND INFRASTRUKTUR umfasst die konventionellen Kraftwerke, Abfallverwertungsanlagen und Biomassekraftwerke der Teilkonzerne Mannheim, Stadtwerke Kiel, Energieversorgung Offenbach und MVV Umwelt. Des Weiteren enthält das Berichtssegment unsere Wasserwerke, unsere Windkraft- und Biomethananlagen. Ferner enthalten sind die Netzanlagen für Strom, Wärme, Gas und Wasser sowie technische Serviceeinheiten, die zur leitungsgebundenen Energie- und Wasserverteilung und damit zum Geschäftsfeld Netze gehören. Zudem enthält dieses Berichtssegment die Projektentwicklung erneuerbare Energien, vor allem der Juwi AG sowie der Windwärts Energie GmbH.

Das Berichtssegment HANDEL UND PORTFOLIOMANAGEMENT umfasst das Energiebeschaffungs- und Portfoliomanagement sowie den Energiehandel der MVV Trading GmbH.

Das Berichtssegment VERTRIEB UND DIENSTLEISTUNGEN enthält das Einzelhandels- und Weiterverteilergeschäft von Strom, Wärme, Gas und Wasser der Teilkonzerne Mannheim, Stadtwerke Kiel und Energieversorgung Offenbach, das Energiedienstleistungsgeschäft der Teilkonzerne MVV Enamic und Energieversorgung Offenbach sowie das Geschäftsfeld New Ventures mit unserer Beteiligung an der Beegy GmbH.

Das Berichtssegment STRATEGISCHE BETEILIGUNGEN umfasst die Teilkonzerne Köthen Energie und MVV Energie CZ sowie das At-Equity-Ergebnis des Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt.

Unter dem Berichtssegment SONSTIGES sind insbesondere die Shared-Services-Gesellschaften sowie die Querschnittsbereiche enthalten.

Unter Konsolidierung werden die Eliminierungswerte aus Transaktionen mit anderen Berichtssegmenten für Konsolidierungszwecke gezeigt.

Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Die Verrechnungspreise für Transfers zwischen den Segmenten entsprechen den marktüblichen Konditionen. Aus der Addition von Innen- und Außenumsätzen ergeben sich die Segmentumsätze vor Konsolidierung.

Überleitung des EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014 +/- Vorjahr
EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung1 161 697 187 116 -25 419
Bewertungseffekte aus Finanzderivaten1 6 676 - 22 612 29 288
Strukturanpassung Altersteilzeit 3 633 2 350 1 283
Zinserträge aus Finanzierungsleasing1 3 106 3 386 - 280
Adjusted EBIT 175 112 170 240 4 872

1 Vorjahreswerte angepasst.
Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Die Segmentumsätze mit externen Kunden werden zu 97,2 % (Vorjahr 97,7 %) in Deutschland erzielt. Die Aufteilung der Erlöse auf die Regionen erfolgt nach dem geografischen Sitz der Gesellschaften.

Im MVV Energie Konzern gibt es keinen einzelnen Kunden, der einen Anteil von 10 % oder mehr zu den gesamten Umsatzerlösen beiträgt.

Die dargestellte Segmentberichterstattung nach IFRS 8 basiert auf der internen Steuerungsstruktur. Diese findet im Wesentlichen ihre Ausprägung in den Segmentergebnissen (Adjusted EBIT) und den Investitionen. Die Überleitung des EBIT zum Adjusted EBIT ist in der obigen Tabelle erkennbar. Der Begriff der Investitionen beinhaltet in der Management-Perspektive neben den in den Spiegeln ersichtlichen Zugängen auch die Veränderung zu den langfristigen Vermögenswerten aus der Erstkonsolidierung. Demgegenüber sind die Zugänge in Wertpapiere und Ausleihungen nicht Bestandteil des Investitionsbegriffs in der Management-Perspektive und werden deshalb exkludiert.

38 Kapitalflussrechnung

Die Kapitalflussrechnung zeigt die Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit, der Investitionstätigkeit und der Finanzierungstätigkeit. Die Cashflows aus der Investitions- und Finanzierungstätigkeit werden direkt ermittelt. Demgegenüber wird der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit indirekt abgeleitet. Der Betrag der flüssigen Mittel in der Kapitalflussrechnung stimmt mit dem entsprechenden in der Bilanz ausgewiesenen Wert überein.

Mittelzuflüsse und Mittelabflüsse aus dem Erwerb und der Veräußerung konsolidierter Gesellschaften sind im Cashflow aus der Investitionstätigkeit enthalten. Die erworbenen und die abgehenden flüssigen Mittel werden separat ausgewiesen.

Der Cashflow vor Working Capital und Steuern erhöhte sich im Geschäftsjahr 2014/15 gegenüber dem Vorjahreszeitraum. Dies ist vor allem auf das Jahresergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen, das nach der Bereinigung der sonstigen zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen über dem Vergleichszeitraum des Vorjahrs lag. Die hauptsächlichen Einflussfaktoren liegen in der Bereinigung der IAS 39 Sachverhalte, sowie der zahlungsunwirksamen At-Equity-Bewertungen. Diese fließen in diesem Geschäftsjahr mit einem deutlich niedrigeren Wert ein als in der Vergleichsperiode.

Demgegenüber ist der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit im Geschäftsjahr 2014/15 deutlich vermindert, was im Wesentlichen auf die Veränderung des Working Capitals im Vergleich zum Vorjahreszeitraum zurückzuführen ist. In der Vergleichsperiode wirkte sich das intensive Working Capital Management in größerem Maße auf den Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit aus. Dieses hohe Niveau wird in der aktuellen Periode gehalten.

Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist im Geschäftsjahr 2014/15 im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gesunken, im Wesentlichen aufgrund der Auszahlungen für die Beteiligung an der Juwi AG sowie für den Windwärts-Asset-Deal.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist im Vergleich zum Vorjahreszeitraum deutlich gestiegen, was im Wesentlichen durch die erhöhte Nettokreditaufnahme begründet ist.

39 Kapitalsteuerung

Die MVV Energie AG unterliegt keinen gesetzlichen Mindestkapital-anforderungen, sondern verfolgt die interne Zielsetzung, durch ein effektives Finanzmanagement eine zur Erlangung eines guten Ratings am Bankenmarkt erforderliche Eigenkapitalquote einzuhalten und die Ertragskraft unseres Unternehmens zu stärken.

Die zur Steuerung verwendete bereinigte Eigenkapitalquote ist dabei das Verhältnis zwischen dem bereinigten Eigenkapital auf konsolidierter Basis und der bereinigten Bilanzsumme. Das bereinigte Eigenkapital setzt sich zusammen aus Grundkapital, Kapitalrücklage, dem kumulierten erfolgswirksamen und erfolgsneutralen Ergebnis und den Anteilen anderer Gesellschafter ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Derivaten nach IAS 39. Es wird beabsichtigt, die bereinigte Eigenkapitalquote von mindestens 30 % zu halten.

Maßnahmen zur Einhaltung der Eigenkapitalzielquote erfolgen zunächst im Prozess der Wirtschaftsplanung und bei großen (außerplanmäßigen) Investitionsmaßnahmen im Rahmen der Investitionsrechnung. Die Gesellschaft kann durch Aktienemissionen die Eigenkapitalgrundlage den Anforderungen anpassen.

Die zentrale Steuerungsgröße unserer wertorientierten Unternehmensführung und der damit verbundenen Kapitalsteuerung ist der Value Spread. Diese Kennzahl errechnet sich aus der Differenz zwischen der periodischen Erfolgsgröße Adjusted ROCE ("Return on Capital Employed"), also der Rendite auf das eingesetzte Kapital und dem gewogenen durchschnittlichen Kapitalkostensatz WACC ("Weighted Average Cost of Capital").

Die Grundanforderungen an die Kapitalsteuerung haben sich zum Vergleichszeitraum nicht verändert.

40 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften

An dieser Stelle werden die Geschäftsvorfälle zwischen der Muttergesellschaft und deren konsolidierten Tochterunternehmen, die nahestehende Personen darstellen, nicht erläutert, da sie im Zuge der Konsolidierung eliminiert wurden.

Die Stadt Mannheim ist alleinige Gesellschafterin der MVV GmbH. Die MVV GmbH hält 99,99 % der Anteile an der MVV Verkehr GmbH, die zu 50,1 % an der MVV Energie AG beteiligt ist. Die Stadt Mannheim sowie die von ihr beherrschten Unternehmen stellen somit nahestehende Personen im Sinne der IFRS dar.

Zwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und der Stadt Mannheim und den von ihr beherrschten Unternehmen bestehen eine Vielzahl von vertraglich vereinbarten Rechtsbeziehungen (Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmelieferungsverträge, Miet-, Pacht- und Serviceverträge). Darüber hinaus bestehen zwischen der MVV Energie AG und der Stadt Mannheim Konzessionsverträge.

Die Konzessionsabgaben an die Stadt Mannheim beliefen sich auf 18 631 Tsd Euro (Vorjahr 18 475 Tsd Euro).

Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von den Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit anderen Unternehmen.

Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften

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  Lieferungs- und Leistungsverkehr
  Erträge Aufwendungen
in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014
Abfallwirtschaft Mannheim 688 635 71 31
ABG Abfallbeseitigungsgesellschaft mbH 30 33 3 581 3 661
GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH 9 808 10 962 176 96
m:con - mannheim:congress GmbH 3 790 3 666 403 406
MVV GmbH 76 86 160 -
MVV Verkehr GmbH 45 126 9 12
Rhein-Neckar-Verkehr GmbH 5 751 6 224 4 21
Stadtentwässerung Mannheim 2 301 4 110 1 031 1 742
Stadt Mannheim 15 302 17 933 21 295 21 698
At-Equity-Unternehmen1 77 514 82 543 232 726 220 314
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen 17 479 12 848 1 581 2 618
  132 784 139 166 261 037 250 599
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  Forderungen Verbindlichkeiten
         
in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014 30.9.2015 30.9.2014
Abfallwirtschaft Mannheim 28 76 - -
ABG Abfallbeseitigungsgesellschaft mbH - - 1 162 597
GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH 929 823 25 -
m:con - mannheim:congress GmbH 6 513 6 641 - -
MVV GmbH - 17 - -
MVV Verkehr GmbH 4 12 - -
Rhein-Neckar-Verkehr GmbH 558 983 2 800 264
Stadtentwässerung Mannheim 7 367 13 -
Stadt Mannheim 1 259 1 156 7 635 4 605
At-Equity-Unternehmen1 22 728 17 608 53 802 17 435
Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen 865 636 642 511
  32 891 28 319 66 079 23 412

1 Vorjahreswerte angepasst. Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Ferner bestehen zwischen der MVV Energie AG und Mitgliedern von Vorstand und Aufsichtsrat sowie Mitgliedern des Managements in Schlüsselpositionen (Bereichsleitern, Prokuristen) Kundenverträge über die Versorgung mit Strom, Gas, Wasser und Fernwärme, die ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen wurden, und die sich nicht von anderen Kundenverträgen unterscheiden.

Der MVV Energie Konzern hat darüber hinaus keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen abgeschlossen und durchgeführt.

Die MVV Energie AG erstellte für ihr am 30. September 2015 beendetes Geschäftsjahr einen Abhängigkeitsbericht gemäß § 312 AktG.

Im Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen.

Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014/15 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Regelungen, die der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt.

Im Berichtszeitraum kam es zu einer personellen Änderung im Vorstand: Dr. Werner Dub schied zum 31. Dezember 2014 aus dem Vorstand aus. Seine Position im Vorstandsbereich Technik übernahm Dr. Hansjörg Roll zum 1. Januar 2015.

Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Eine gesonderte Vergütung erfolgt nicht.

Die Struktur und die Höhe der Vorstandsvergütung werden durch den Aufsichtsrat der MVV Energie AG nach Vorbereitung durch den Personalausschuss festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist so gestaltet, dass es den wirtschaftlichen Erfolg sowie die nachhaltige und langfristige Wertentwicklung des Unternehmens honoriert. Daher setzt sich die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl aus erfolgsunabhängigen als auch aus erfolgsbezogenen Komponenten zusammen.

Sämtliche Vorstandsverträge sehen eine Regelung vor, die sicherstellt, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergüten.

Ein Übergangsgeld bei vorzeitiger Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags wird nicht gewährt.

Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt.

Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einer Fixvergütung und Nebenleistungen sowie Versorgungszusagen.

Die Fixvergütung wird monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen, die sie nach den jeweils geltenden Regelungen individuell versteuern. Diese beinhalten im Wesentlichen Zuschüsse zu marktüblichen Versicherungen und den geldwerten Vorteil aus Dienstwagennutzung.

Den Vorstandsmitgliedern ist eine beitragsorientierte Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Konten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Konten werden jährlich verzinst.

Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung.

Die einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird von zwei Komponenten bestimmt: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre.

Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitskomponente machte im Geschäftsjahr 2014/15 im Vergleich zur Jahrestantieme den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen.

Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 350 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 16 150 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 385 Tsd Euro.

Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 446 Tsd Euro (Vorjahr 2 408 Tsd Euro).

Die folgenden Tabellen zeigen die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch.

Gewährte Zuwendungen und Zuflüsse

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in Tsd Euro   Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 482 482 482 460
Nebenleistungen2 33 33 33 38
Sonstiges3 17 17 17 17
Summe 532 532 532 515
Variable Vergütung 283 0 964 297
Gesamtbezüge 815 532 1 496 812
Versorgungsaufwand4 228 228 228 190
Gesamtvergütung 1 043 760 1 724 1 002
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in Tsd Euro   Ralf Klöpfer, Vorstand Vertrieb  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 288 288 288 275
Nebenleistungen2 69 69 69 51
Sonstiges3 9 5 5 5
Summe 366 362 362 331
Variable Vergütung 189 0 576 198
Gesamtbezüge 555 362 938 529
Versorgungsaufwand4 134 134 134 275
Gesamtvergütung 689 496 1 072 804
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in Tsd Euro   Dr. Werner Dub, Vorstand Technik (bis 31.12.2014)  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 72 72 72 275
Nebenleistungen2 7 7 7 27
Sonstiges3 6 16 16 16
Summe 85 95 95 318
Variable Vergütung 47 0 144 198
Gesamtbezüge 132 95 239 516
Versorgungsaufwand4 24 24 24 151
Gesamtvergütung 156 119 263 667
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in Tsd Euro   Udo Bekker, Vorstand Personal  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 313 313 313 330
Nebenleistungen2 27 27 27 30
Sonstiges3 9 9 9 9
Summe 349 349 349 369
Variable Vergütung 189 0 626 182
Gesamtbezüge 538 349 975 551
Versorgungsaufwand4 129 129 129 121
Gesamtvergütung 667 478 1 104 672
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in Tsd Euro   Dr. Hansjörg Roll, Vorstand Technik (seit 1.1.2015)  
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
Fixvergütung1 216 216 216 -
Nebenleistungen2 40 40 40 -
Sonstiges3 8 5 5 -
Summe 264 261 261 -
Variable Vergütung 142 0 432 -
Gesamtbezüge 406 261 693 -
Versorgungsaufwand4 144 144 144 -
Gesamtvergütung 550 405 837 -

1 Jährliche Fixvergütung einschließlich Zulage für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 194 Tsd Euro
2 Zuschüsse zur freiwilligen Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwilligen Versicherung bei der Berufsgenossenschaft, geldwerte Vorteile/Sachbezüge
3 Gremienvergütung bei Tochter- und Beteiligungsunternehmen (Anspruch im Geschäftsjahr)
4 Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen

Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

Pensionsverpflichtungen

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in Tsd Euro Entwicklung der virtuellen Versorgungskonten
  Stand 1.10.2014 Versorgungsbeitrag Stand 30.9.20151
Dr. Georg Müller 1 582 153 1 810
Udo Bekker 196 115 320
Ralf Klöpfer 110 115 230
Dr. Hansjörg Roll - 98 98
Gesamt 1 888 481 2 458
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in Tsd Euro Pensionsrückstellung Zuführung zur Pensionsrückstellung
  Stand 30.9.20152 Dienstzeitaufwand Zinsaufwand
Dr. Georg Müller 2 742 228 59
Udo Bekker 482 129 8
Ralf Klöpfer 410 134 7
Dr. Hansjörg Roll 144 144 -
Gesamt 3 778 635 74

1 Einschließlich Zinsen
2 Entsprechen dem Barwert der erreichten Ansprüche

Gemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 662 Tsd Euro, hiervon 2 538 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen.

Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6 % der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen dieser Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 124 Tsd Euro.

Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 456 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 908 Tsd Euro. Die Mitglieder des Aufsichtsrats sind in einer gesonderten Übersicht auf ► Seite 175 dargestellt.

Aufsichtsratsbezüge

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in Euro Aufsichtsratsvergütung Sitzungsgelder
Dr. Peter Kurz 20 000 24 000
Johannes Böttcher 10 000 8 000
Timo Carstensen 10 000 6 000
Peter Dinges 17 500 16 000
Ralf Eisenhauer 10 000 9 000
Peter Erni 12 500 14 000
Detlef Falk 12 500 13 000
Reinhold Götz 10 000 9 000
Prof. Dr. Egon Jüttner 10 000 6 000
Heike Kamradt 10 000 8 000
Daniela Kirchner 10 000 9 000
Dr. Antje Mohr 10 000 9 000
Dr. Lorenz Näger 12 500 11 000
Wolfgang Raufelder 10 000 7 000
Christian Specht 10 000 9 000
Dr. Dieter Steinkamp 10 000 9 000
Carsten Südmersen 12 500 15 000
Katja Udluft 10 000 9 000
Prof. Heinz-Werner Ufer 15 000 22 000
Jürgen Wiesner 10 000 10 000
Gesamt 232 500 223 000

41 Die Beteiligungen des MVV Energie Konzerns

Anteilsliste des MVV Energie Konzerns zum 30.9.2015

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  Kapitalanteil1in % Eigenkapital1 Tsd LW Jahresüberschuss / -fehlbetrag1 Tsd LW Landeswährung (LW)
Verbundene Unternehmen (vollkonsolidierte Tochterunternehmen) National        
ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH, Offenbach am Main 51,00 579 - 1 EUR
AVA Abwasser- und Verwertungsanlagen GmbH, Mörfelden-Walldorf6 ,14 100,00 81 0 EUR
BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Mühlhausen6 100,00 700 0 EUR
Biokraft Naturbrennstoffe GmbH, Offenbach am Main 100,00 195 31 EUR
Biomethananlage Barby GmbH, Mannheim (vormals Bioenergie Barby GmbH, Regensburg)5 ,14 74,90 6 -19 EUR
Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH, Mannheim 74,90 4 024 727 EUR
Biomethananlage Kroppenstedt GmbH, Mannheim 74,90 2 649 579 EUR
Biomethananlage Staßfurt GmbH, Mannheim 74,90 3 379 687 EUR
Cerventus Naturenergie GmbH, Offenbach am Main 50,00 31 236 842 EUR
Cerventus Naturenergie Verwaltungs GmbH, Offenbach am Main 100,00 25 11 EUR
Dabit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz8,14 94,00 8 18 EUR
Energieversorgung Dietzenbach GmbH, Dietzenbach14 50,00 4 642 842 EUR
Energieversorgung Offenbach Aktiengesellschaft, Offenbach am Main2, 14 48,42 123 097 14 226 EUR
eternegy GmbH, Mannheim14 100,00 5 850 980 EUR
FRASSUR GmbH Umweltschutz-Dienstleistungen, Mörfelden-Walldorf14 100,00 1 706 - 179 EUR
Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach am Main 74,90 16 671 2 688 EUR
Götzfried + Pitzer Entsorgung GmbH, Ulm 100,00 1 909 178 EUR
IGS Netze GmbH, Gersthofen6,14 100,00 1 000 0 EUR
Infrastrukturgesellschaft Hungerberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 70,00 1 1 EUR
juwi Wind Germany 104 GmbH & Co. KG, Wörrstadt5, 14 100,00 1 - 2 EUR
Kothen Energie GmbH, Kothen14 100,00 4 173 868 EUR
MDW Muldendienst West GmbH, Frankfurt am Main (vormals EVO Alpha 1 GmbH, Frankfurt am Main)5 100,00 - 28 - 148 EUR
mobiheat GmbH, Friedberg in Bayern (vormals MobiHeat GmbH, Friedberg in Bayern)5,11 74,90 1 723 210 EUR
MVV Alpha fünfzehn GmbH, Mannheim5,6 100,00 170273 0 EUR
MVV decon GmbH, Mannheim 100,00 -15673 -10 115 EUR
MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim (vormals MVV Enamic Contracting GmbH, Mannheim)6 100,00 46 145 0 EUR
MVV Enamic GmbH, Mannheim6 100,00 77 535 0 EUR
MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH, Gersthofen6,14 100,00 11 804 0 EUR
MVV ImmoSolutions GmbH, Berlin (vormals MVV Enamic Immobilien GmbH, Berlin)6,14 100,00 23 926 0 EUR
MVV Enamic Korbach GmbH, Korbach6 100,00 2 104 0 EUR
MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, Mannheim 100,00 958 2 142 EUR
MVV Enamic Naturenergie GmbH, Mannheim14 100,00 - 7 685 696 EUR
MVV Energiedienstleistungen Regional Verwaltungs GmbH, Mannheim 100,00 52 604 5 974 EUR
MVV Grünenergie GmbH, Mannheim6 100,00 52 0 EUR
MVV RHE GmbH, Mannheim6,14 100,00 12 0 EUR
MVV Trading GmbH, Mannheim6 97,50 25 525 2 678 EUR
MVV Umwelt Asset GmbH, Mannheim6 100,00 40 036 0 EUR
MVV Umwelt GmbH, Mannheim6 100,00 144 990 0 EUR
MVV Umwelt O&M GmbH, Mannheim6 100,00 1 226 0 EUR
MVV Umwelt Ressourcen GmbH, Mannheim6 100,00 6 566 0 EUR
MVV Umwelt UK GmbH, Mannheim6 100,00 39 367 0 EUR
MVV Windenergie Deutschland GmbH, Mannheim 100,00 9 826 1 296 EUR
MVV Windenergie GmbH, Mannheim6 100,00 7 997 0 EUR
MVV Windpark Freudenberg GmbH, Mannheim5 100,00 6 - 6 EUR
MVV Windpark Hain-Ost GmbH, Mannheim (vormals MVV Alpha eins GmbH, Mannheim)5,6 100,00 27 0 EUR
MVV Windpark Plauerhagen GmbH & Co. KG, Rerik14 100,00 5 569 559 EUR
Netrion Gasnetz Offenbach GmbH, Mannheim6,14 100,00 324 0 EUR
Netrion GmbH, Mannheim6 100,00 5 999 0 EUR
Netzgesellschaft Köthen mbH, Kathen6,14 100,00 26 0 EUR
Soluvia Billing GmbH, Offenbach am Main6 100,00 326 0 EUR
Soluvia GmbH, Mannheim14 100,00 791 294 EUR
Soluvia IT-Services GmbH, Kiel6,14 100,00 1 093 0 EUR
Soluvia Metering GmbH, Offenbach am Main6 100,00 676 0 EUR
Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel14 51,00 159 915 23 707 EUR
SWKiel Netz GmbH, Kiel6,14 100,00 25 0 EUR
SWKiel Speicher GmbH, Kiel5,6, 14 100,00 50 0 EUR
Umspannwerk Kirchberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 3 0 EUR
Windpark Albisheim GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 2 709 77 EUR
Windpark Dirlammen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 2 233 426 EUR
Windpark Hungerberg I GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 4 563 286 EUR
Windpark Hungerberg II GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 4 884 266 EUR
Windpark Kappel Nord GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 104 EUR
Windpark Kappel Süd GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 109 EUR
Windpark Kirchberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 108 EUR
Windpark Kludenbach GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 233 79 EUR
Windpark Metzenhausen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 110 EUR
Windpark Reckershausen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 111 EUR
Windpark Reich GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 100 EUR
Windpark Staatsforst GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 117 EUR
Windwärts Energie GmbH, Hannover (vormals Windwärts Energie GmbH, Mannheim) 100,00 - 1 870 - 2 225 EUR
Verbundene Unternehmen (Vollkonsolidierte Tochterunternehmen) International        
Ceskolipská teplárenská a.s., Ceská Lípa, Tschechische Republik 94,99 19 087 17 771 CZK
Ceskolipské teplo a.s., Prag, Tschechische Republik 100,00 135 126 29 193 CZK
CTZ s.r.o., Uherské Hradište, Tschechische Republik 50,96 111 766 14 944 CZK
e.services s.r.o., Decín, Tschechische Republik 100,00 453 207 CZK
ENERGIE Holding a.s., Prag, Tschechische Republik14 100,00 377 766 72 911 CZK
G-LINDE s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100,00 12 048 2 114 CZK
G-RONN s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100,00 90 927 20 393 CZK
IROMEZ s.r.o., Pelhrimov, Tschechische Republik 100,00 69 918 12 059 CZK
MVV Energie CZ a.s., Prag, Tschechische Republik 100,00 2 382 601 252 558 CZK
MVV Environment Devonport Limited, Plymouth, Großbritannien7 100,00 32 000 - 1 516 GBP
MVV Environment Ridham Limited, Sittingbourne (Iwade), Großbritannien 100,00 42 000 - 2 004 GBP
MVV Environment Services Limited, London, Großbritannien 100,00 700 90 GBP
OPATHERM a.s., Opava, Tschechische Republik 100,00 56 790 9 563 CZK
POWGEN a.s., Prag, Tschechische Republik 100,00 156 916 28 474 CZK
Teplárna Liberec a.s., Liberec, Tschechische Republik 70,00 296 215 3 824 CZK
TERMIZO a.s., Liberec, Tschechische Republik 100,00 515 010 63 604 CZK
TERMO Decin a.s., Decin, Tschechische Republik 96,91 222 102 44 202 CZK
Vents d'Occ Énergies Renouvelables SARL, Montpellier, Frankreich5 100,00 100 - 253 EUR
Zäsoboväni teplem Vsetin a.s., Vsetin, Tschechische Republik 100,00 192 683 41 298 CZK
Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz National        
decon international GmbH i.Gr., Bad Homburg vor der Höhe5, 12 100,00 - - EUR
Erschließungsträgergesellschaft Weeze mbH, Weeze9 75,00 167 - 22 EUR
MVV Regioplan GmbH, Mannheim (vormals MVV Enamic Regioplan GmbH, Mannheim)6, 9 100,00 1 023 0 EUR
MVV Insurance Services GmbH, Mannheim9 100,00 29 4 EUR
MVV Windpark Verwaltungs GmbH, Mannheim9 100,00 30 1 EUR
Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim (vormals Windwärts Bioenergie Erste Verwaltungs GmbH, Hannover)5, 8 100,00 40 2 EUR
Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz International        
BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Romanshorn, Schweiz9 100,00 33 5 CHF
MVV Environment Limited, London, Großbritannien9 100,00 302 57 GBP
Gemeinschaftsunternehmen (At-Equity) National        
BEEGY GmbH, Mannheim (vormals MVV Alpha drei GmbH, Mannheim)5,12 34,80 - - EUR
Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker9 33,33 11 410 235 EUR
Energiebahnhof Wörrstadt GmbH, Wörrstadt5,8,13 100,00 23 43 EUR
ESN EnergieSystemeNord GmbH, Schwentinental8 25,00 3 511 - 342 EUR
Fernwärme Rhein-Neckar GmbH, Mannheim8 50,00 2 621 831 EUR
Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel8 50,00 16 873 1 534 EUR
iwo Pellet Rhein-Main GmbH, Offenbach am Main2,9 24,92 - 1 663 148 EUR
juwi Academy GmbH, Wörrstadt5,8,13 40,00 34 67 EUR
juwi AG, Wörrstadt5,8 63,12 -83 729 -108 234 EUR
juwi Bau Festzins GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 25 0 EUR
juwi Beteiligungs GmbH & Co. Holzpeletieranlage Morbach KG, Wörrstadt5,8,13 100,00 25 0 EUR
juwi Bio GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 - 861 0 EUR
juwi Bio Service & Betriebs GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 25 212 EUR
juwi Energielösungen GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 - 432 0 EUR
juwi Energieprojekte GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 67 058 0 EUR
juwi Green Buildings GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 - 485 0 EUR
juwi Green Energy GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 25 0 EUR
juwi Gründungskommanditist Germany GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 25 0 EUR
juwi international GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 270 0 EUR
juwi Operations & Maintenance GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 1 404 214 EUR
juwi R & D GmbH, Wörrstadt5,8,13 100,00 30 1 EUR
juwi Verwaltungs GmbH, Wörrstadt5,8,13 100,00 - 27 18 EUR
juwitality GmbH, Wörrstadt5,6,8,13 100,00 25 0 EUR
Naunhofer Transportgesellschaft mbH, Parthenstein-Großsteinberg8 50,00 1 533 140 EUR
Naturenergie Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen9 50,00 58 - 20 EUR
New Breeze GmbH & Co. Green Power 44 KG, Wörrstadt5,8,13 94,00 - 2 748 - 3 256 EUR
New Breeze GmbH, Wörrstadt5,8,13 100,00 284 - 23 EUR
Palaterra GmbH & Co. KG, Hengstbacherhof, Sankt Alban5,8,13 50,00 - 1 606 - 209 EUR
Palaterra Management GmbH, Hengstbacherhof, Sankt Alban5,8,13 50,00 38 5 EUR
RIO Holzenergie GmbH & Co. Bad Arolsen KG, Wörrstadt5,8,13 50,00 -11 772 - 3 137 EUR
RIO Holzenergie GmbH & Co. Dotternhausen KG, Wörrstadt5,8,13 50,00 -14 332 - 1 882 EUR
RIO Holzenergie GmbH & Co. Langelsheim KG, Wörrstadt5,8,13 37,50 -13 684 - 4 762 EUR
Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG, Buchen-Odenwald8 25,10 6 648 1 765 EUR
Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt4 ,9 48,40 46 455 20 348 EUR
Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co. KG, Sinsheim8 30,00 11 965 - 384 EUR
W.T.A. Wertstoff Transport Agentur GmbH, Parthenstein-Großsteinberg8 50,00 1 353 100 EUR
ZVO Energie GmbH, Timmendorfer Strand8 49,90 52 640 8 023 EUR
Gemeinschaftsunternehmen (At-Equity) International        
EURL Corsoleil, Saint Lorent, Korsika, Frankreich5,8,13 100,00 - 1 850 - 840 EUR
juwi energias renovables de Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile5,8,13 100,00 - 5 524 642 - 1 973 374 CLP
juwi energie rinnovabili srl., Bozen, Italien5,8,13 100,00 - 4 877 - 6 585 EUR
juwi Hellas renewable energy sources anonymous company, Athen, Griechenland5,8,13 100,00 1 329 121 EUR
juwi Inc., Delaware, USA5, 8, 13 100,00 14 793 - 1 122 USD
juwi India Renewable Energies Private Limited, Bangalore, Indien5, 9, 13 100,00 35 540 - 28 596 INR
juwi Philippines, Inc., Metro Manila, Philippinen5,8, 13 99,90 3 811 - 5 627 PHP
juwi Photovoltaic Energy Project Private Limited, Bangalore, Indien5,9, 13 99,47 226 - 42 INR
juwi renewable energies (PTY) Ltd., Stellenbosch, Südafrika5, 8, 13 100,00 -15 152 - 20 288 ZAR
juwi Renewable Energies FZCO Dubai, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate5, 8, 13 50,00 - 827 - 695 AED
juwi Renewable Energies Ltd., Birmingham, Großbritannien5, 8, 13 100,00 - 8 696 - 3 050 GBP
juwi renewable Energies Malaysia SDN. BHD., Kuala Lumpur Malaysia5,8,13 100,00 - 31 51 MYR
juwi renewable energies Pvt. Ltd., Singapur, Singapur5,8, 13 100,00 10 066 1 798 USD
juwi Renewable Energies Thai Co., Ltd, Bangkok, Thailand5, 8, 13 74,40 -16 527 2 794 THB
juwi Renewable Energy Pty Ltd, Brisbane, Australien5, 8, 13 81,50 - 563 - 609 AUD
juwi s.r.o., Liberec, Tschechische Republik5, 8, 13 100,00 37 993 516 CZK
juwi Shizen Energy Inc., Tokio, Japan5,8, 13 50,00 557 674 485 744 JPY
juwi Shizen Energy Operation Inc., Tokio, Japan5,8, 13 30,00 5 573 1 400 JPY
juwi Solar Power Generation Project Private Limited, Bangalore, Indien5, 9, 13 99,47 226 - 42 INR
juwi Swiss Holding GmbH i. L., Sarnen, Schweiz5, 8, 13 100,00 - 11 - 29 CHF
juwi Yenilenebilir Enerji A.J, Ankara, Türkei5, 8 13 100,00 - 1 614 - 1 664 TRY
luminatis S.a.r.l., Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg8 26,00 701 - 508 EUR
Solutions Européennes de Valorisation Energetique S.A.S., Paris, Frankreich12 50,00 - - EUR
Assoziierte Unternehmen (At-Equity) National        
Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft, Mannheim8 28,00 114 142 6 647 EUR
Netzgesellschaft Edingen-Neckarhausen GmbH & Co. KG, Edingen-Neckarhausen8, 11 24,00 819 58 EUR
Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz (ZWK), Heidelberg3,8 51,00 7 071 0 EUR
Sonstige Beteiligungen National        
Klimaschutzagentur Mannheim gemeinnützige GmbH, Mannheim8 40,00 25 0 EUR
Kommunaler Windenergiepark Schleswig-Holstein GbR, Neumünster10 20,00 608 97 EUR
Main-Kinzig-Entsorgungs- und Verwertungs GmbH, Hanau8 49,00 259 6 EUR
Maintal-Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Maintal6 8 24,90 15 986 0 EUR
Management Stadtwerke Buchen GmbH, Buchen-Odenwald8 25,20 40 1 EUR
Stadtwerke Langen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Langen6, 8 10,00 30 472 0 EUR
Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG, Schwetzingen8 10,00 15 682 1 854 EUR
Stadtwerke Sinsheim Verwaltungs GmbH, Sinsheim8 30,00 26 2 EUR
Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG, Walldorf8 25,10 11 540 - 1 911 EUR
Stadtwerke Walldorf Verwaltungs GmbH, Walldorf8 25,10 24 - 2 EUR
Wasserversorgungsverband Neckargruppe, Edingen-Neckarhausen8 25,00 377 0 EUR
WVE Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft Schriesheim mbH, Schriesheim8 24,50 7 701 0 EUR

1 Kapitalanteil am 30.9.2015 gemäß § 16 Abs. 4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB bzw. lokalen Vorschriften
2 Mehrheit der Stimmrechte
3 Keine Stimmrechtsmehrheit
4 Gemeinschaftliche Führung gemäß vertraglicher Vereinbarung
5 Zugang im Geschäftsjahr
6 Ergebnisabführungsvertrag
7 Jahresabschluss zum 31.3.2015
8 Jahresabschluss zum 31.12.2014
9 Jahresabschluss zum 30.9.2014
10 Jahresabschluss zum 31.12.2013
11 Rumpfgeschäftsjahresabschluss
12 Es liegen keine Angaben vor
13 Beteiligung der juwi AG; ausgewiesen aufgrund des Kapitalanteils von 63,12 % an der juwi AG
14 Vorläufige Werte

42 Honorare des Abschlussprüfers

Für die im Geschäftsjahr 2014/15 erbrachten Dienstleistungen des Abschlussprüfers des Konzernabschlusses, Pricewaterhouse-Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, sind folgende Honorare angefallen:

Honorare des Abschlussprüfers

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Abschlussprüfung1 994 894
Sonstige Bestätigungsleistungen1 259 277
Steuerberatungsleistungen 93 59
Sonstige Leistungen1 209 176
  1 555 1 406

1 Vorjahreswerte angepasst.Weitere Erläuterungen unter ► Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

43 Inanspruchnahme von § 264 Abs. 3 HGB

Die folgenden inländischen Tochtergesellschaften werden im Geschäftsjahr 2014/15 von der Befreiungsvorschrift des § 264 Abs. 3 HGB Gebrauch machen:

BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Mühlhausen

MVV Umwelt GmbH, Mannheim

MVV Umwelt Ressourcen GmbH, Mannheim

MVV Umwelt UK GmbH, Mannheim

MVV Windenergie GmbH, Mannheim

44 Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat der MVV Energie AG haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex1 gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht.

Die vollständige Erklärung ist im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht.

45 Angaben zu Konzessionen

Neben dem zwischen der Stadt Mannheim und der MVV Energie AG abgeschlossenen Konzessionsvertrag (siehe Textziffer 40 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften) bestehen weitere Konzessionsvereinbarungen zwischen Unternehmen des MVV Energie Konzerns und Gebietskörperschaften. Die Restlaufzeiten liegen zwischen einem Jahr und 20 Jahren. In den Verträgen ist die Verpflichtung geregelt, die jeweiligen Versorgungsnetze zu betreiben und für deren Instandhaltung zu sorgen. Sollte es nach Ablauf der Verträge zu keiner Verlängerung kommen, müssen die Versorgungseinrichtungen von den Gemeinden gegen angemessenes Entgelt übernommen werden.

46 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

 

Mannheim, 10. November 2015

MVV Energie AG

Vorstand

Dr. Müller

Bekker

Klöpfer

Dr. Roll

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind."

 

Mannheim, 10. November 2015

MVV Energie AG

Vorstand

Dr. Müller

Bekker

Klöpfer

Dr. Roll

ORGANE DER GESELLSCHAFT

Vorstand der MVV Energie AG

Dr. Georg Müller

Vorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten

Udo Bekker

Personal

Dr. Werner Dub

Technik (bis 31. Dezember 2014)

Ralf Klöpfer

Vertrieb

Dr. Hansjörg Roll

Technik (seit 1. Januar 2015)

Aufsichtsrat der MVV Energie AG

Dr. Peter Kurz

(Vorsitzender)

Oberbürgermeister der Stadt Mannheim

Peter Dinges1

(stellvertretender Vorsitzender)

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MVV Energie AG

Johannes Böttcher1

Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG

Timo Carstensen1

Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG

Ralf Eisenhauer

Fachbauleiter für Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH

Peter Erni1

Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar

Detlef Falk1

Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG

Reinhold Götz

1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim

Prof. Dr. Egon Jüttner

Mitglied des Deutschen Bundestags

Heike Kamradt1

Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG

Daniela Kirchner1

Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG

Dr. Antje Mohr1

Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel

Dr. Lorenz Näger

Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG

Wolfgang Raufelder

Mitglied des Landtags Baden-Württemberg

Christian Specht

Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim

Dr. Dieter Steinkamp

Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln

Carsten Südmersen

Unternehmensberater

Katja Udluft1

Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar

Prof. Heinz-Werner Ufer

Diplom-Ökonom

Jürgen Wiesner1

Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG

Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt.

1 Vertreter der Arbeitnehmer

Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats der MVV Energie AG

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Ausschuss Name
Bilanzprüfungsausschuss •Prof. Heinz-Werner Ufer (Vorsitzender)
  •Peter Dinges (stellvertretender Vorsitzender)
  •Peter Erni
•Detlef Falk
  •Dr. Lorenz Näger
  •Carsten Südmersen
Personalausschuss •Dr. Peter Kurz (Vorsitzender)
  •Peter Dinges
  •Ralf Eisenhauer
  •Heike Kamradt
  •Carsten Südmersen
  •Jürgen Wiesner
Nominierungsausschuss •Dr. Peter Kurz (Vorsitzender)
  •Ralf Eisenhauer
  •Wolfgang Raufelder
  •Dr. Dieter Steinkamp
  •Carsten Südmersen
  •Prof. Heinz-Werner Ufer
Vermittlungsausschuss •Dr. Peter Kurz (Vorsitzender)
  •Peter Dinges
  •Carsten Südmersen
  •Jürgen Wiesner
Ausschuss zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals •Dr. Peter Kurz (Vorsitzender)
  •Peter Dinges
  •Ralf Eisenhauer
  •Peter Erni
  •Christian Specht
  •Dr. Dieter Steinkamp
  •Carsten Südmersen
  •Prof. Heinz-Werner Ufer

Mitglieder des Vorstands der MVV Energie AG

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Name Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Georg Müller •Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (Vorsitzender)  
  •Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim  
  •Juwi AG, Wörrstadt (seit 24. März 2015 - Vorsitzender)  
  •MVV Enamic GmbH, Mannheim (stellvertretender Vorsitzender)  
  •MVV Trading GmbH, Mannheim  
  •MVV Umwelt GmbH, Mannheim  
  •Saarschmiede GmbH, Völklingen  
  •Stadtwerke Kiel AG, Kiel (Vorsitzender)  
Udo Bekker •Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach •MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (seit 18. Mai 2015 - Vorsitzender)
  •Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt •Soluvia GmbH, Mannheim (Vorsitzender)
  •Stadtwerke Kiel AG, Kiel  
Dr. Werner Dub (bis 31. Dezember 2014) •Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (bis 3. März 2015) •MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (bis 31. Dezember 2014 - Vorsitzender)
  •Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim (bis 11. März 2015) •Soluvia GmbH, Mannheim (bis 31. Dezember 2014)
  •MVV Umwelt GmbH, Mannheim (bis 31. Dezember 2014 - stellvertretender Vorsitzender)  
  •Netrion GmbH, Mannheim (bis 31. Dezember 2014 - Vorsitzender)  
  •Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt (bis 31. Dezember 2014 - stellvertretender Vorsitzender)  
  •Stadtwerke Kiel AG, Kiel (bis 31. Dezember 2014)  
Ralf Klöpfer •Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach •BEEGY GmbH, Mannheim (seit 14. Juli 2015 - Vorsitzender)
  •IDOS Software AG, Karlsruhe •MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (seit 1. Januar 2015)
  •Juwi AG, Wörrstadt (seit 24. März 2015) •Soluvia GmbH, Mannheim
  •MVV Enamic GmbH, Mannheim (Vorsitzender) •Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim (seit 28. September 2015)
  •MVV Trading GmbH, Mannheim (Vorsitzender)  
  •Stadtwerke Kiel AG, Kiel  
  •Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt (seit 1. Januar 2015 - stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Hansjörg Roll (seit 1. Januar 2015) •Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (seit 3. März 2015) •MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (seit 1. Januar 2015)
  •Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim (seit 11. März 2015) •Soluvia GmbH, Mannheim (seit 1. Januar 2015)
  •Juwi AG, Wörrstadt (seit 24. März 2015)  
  •MVV Umwelt GmbH, Mannheim (seit 1. Januar 2015 - Vorsitzender)  
  •Netrion GmbH, Mannheim (seit 1. Januar 2015 - Aufsichtsratsmitglied, seit 12. Januar 2015 -Vorsitzender)  
  •Stadtwerke Kiel AG, Kiel (seit 1. Januar 2015)  

Mitglieder des Aufsichtsrats der MVV Energie AG

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Name Beruf Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) Oberbürgermeister der Stadt Mannheim •BGV Versicherung AG, Karlsruhe (bis 26. August 2015) •GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim (Vorsitzender)
  •Klinikum Mannheim GmbH Universitätsklinikum, Mannheim (Vorsitzender) •m:con - mannheim:congress GmbH, Mannheim (Vorsitzender)
  •MVV GmbH, Mannheim (Vorsitzender) •MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim (Vorsitzender)
    •Popakademie Baden-Württemberg GmbH, Mannheim
    •Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim
    •Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim
Peter Dinges (stellvertretender Vorsitzender) Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MVV Energie AG •Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach •Soluvia GmbH, Mannheim
  •MVV Enamic GmbH, Mannheim  
  •MVV GmbH, Mannheim  
  •MVV Umwelt GmbH, Mannheim  
  •Netrion GmbH, Mannheim  
Johannes Böttcher Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG •Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach  
Timo Carstensen Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG • Stadtwerke Kiel AG, Kiel  
Ralf Eisenhauer Fachbauleiter für Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH   •Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim
    •Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim
Peter Erni Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar    
Detlef Falk Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG • Stadtwerke Kiel AG, Kiel •Soluvia GmbH, Mannheim
Reinhold Götz 1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim •EVO Bus GmbH, Mannheim •GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim
  •Wabco Holding GmbH, Hannover •Caterpillar Energy Solutions GmbH, Mannheim
Prof. Dr. Egon Jüttner Mitglied des Deutschen Bundestags   •Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Mannheim e.V., Mannheim
Heike Kamradt Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG •MVV Trading GmbH, Mannheim •MVV Insurance Services GmbH, Mannheim
  •MVV Umwelt GmbH, Mannheim  
Daniela Kirchner Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG • MVV Trading GmbH, Mannheim •MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik
    •Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co. KG, Sinsheim
Dr. Antje Mohr Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel • Stadtwerke Kiel AG, Kiel  
Dr. Lorenz Näger Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG   •Castle Cement Limited, Maidenhead, Großbritannien
    •Cimenteries CBR S.A., Brüssel, Belgien
    •ENCl Holding N.V., 1s-Hertogenbosch, Niederlande
    •Hanson Limited, Maidenhead, Großbritannien
    •Hanson Pioneer Espana, S.L.U., Madrid, Spanien
    •HeidelbergCement Canada Holding Limited, Maidenhead, Großbritannien
    •HeidelbergCement Holding S.a.r.l., Luxemburg
    •HeidelbergCement lndia Limited, Karnataka (District Tumkur), Indien
    •HeidelbergCement Netherlands Holding B.V., 1s-Hertogenbosch, Niederlande
    •HeidelbergCement UK Holding Limited, Maidenhead, Großbritannien
    •HeidelbergCement UK Holding II Limited, Maidenhead, Großbritannien
    •Lehigh B.V., 1s-Hertogenbosch, Niederlande
    •Lehigh Hanson, Inc., Irving, TX, USA
    •Lehigh Hanson Materials Limited, Calgary, Kanada
    •Lehigh UK Limited, Maidenhead, Großbritannien
    •Palatina Insurance Ltd., Sliema, Malta
    •PT lndocement Tunggal Prakarsa Tbk., Jakarta, Indonesien
    •PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland
    •RECEM S.A., Luxemburg
Wolfgang Raufelder Mitglied des Landtags Baden-Württemberg • MVV GmbH, Mannheim •Mannheimer Parkhausbetriebe GmbH, Mannheim
    •Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, Mannheim
    •Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim
Christian Specht Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim •MVV GmbH, Mannheim (bis 2. Oktober 2014) •Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim
  •MVV Verkehr GmbH, Mannheim (Vorsitzender)  
Dr. Dieter Steinkamp Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln •NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln •AggerEnergie GmbH, Gummersbach (Aufsichtsratsvorsitzender)
  •rhenag Rheinische Energie Aktiengesellschaft, Köln •AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln
    •AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln
    •BELKAW GmbH, Bergisch Gladbach
    •BRUNATA Wärmemesser-Gesellschaft Schultheiss GmbH + Co., Hürth
    •Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), Leverkusen
    •Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth
    •METRONA Wärmemesser Gesellschaft Schultheiss GmbH + Co., Hürth
    •modernes köln, Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH, Köln
    •moderne stadt, Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)
    •Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
    •Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf
    •Unternehmensverwaltungsgesellschaft Metrona mbH, Hürth
    •Verwaltungsgesellschaft Schultheiss mbH, Hürth
    •Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
Carsten Südmersen Unternehmensberater • MVV GmbH, Mannheim (bis 2. Oktober 2014) •m:con - mannheim:congress GmbH, Mannheim
    •MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim
    •Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim
    •Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim
Katja Udluft Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar    
Prof. Heinz-Werner Ufer Diplom-Ökonom •Amprion GmbH, Dortmund (Vorsitzender)  
Jürgen Wiesner Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG •MVV Enamic GmbH, Mannheim  
  •MVV Trading GmbH, Mannheim  

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES ABSCHLUSSPRÜFERS

Wir haben den von der MVV Energie AG, Mannheim, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung, Gesamtergebnisrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht, der mit dem Lagebericht der Gesellschaft zusammengefasst ist, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften liegt in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und im zusammengefassten Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Mannheim, 11. November 2015

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft, Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer

Carolin Schütt, Wirtschaftsprüferin

BERICHT DES AUFSICHTSRATS

Sehr geehrte Damen und Herren,

der anhaltende tiefgreifende Wandel der Energiewirtschaft prägte auch das Geschäftsjahr 2014/15 von MVV Energie. Das Unternehmen hat sich daher intensiv mit den politischen und wettbewerblichen Rahmenbedingungen der Energiebranche befasst und die Unternehmensstrategie weiterentwickelt. Im gesamten Berichtsjahr hat sich der Aufsichtsrat eingehend mit diesen Veränderungen beschäftigt und auf dieser Grundlage weitreichende Entscheidungen getroffen. Wir sind davon überzeugt: MVV Energie hat angesichts der großen Herausforderungen bei der Transformation der gesamten Energiewirtschaft die strategischen Weichen richtig gestellt - beispielsweise durch die Beteiligung an der Juwi AG, Wörrstadt, einem der Vorreiter im Bereich der erneuerbaren Energien.

Die dem Aufsichtsrat nach Gesetz und Satzung obliegenden Aufgaben haben wir im Geschäftsjahr 2014/15 sorgfältig und vollumfänglich wahrgenommen. Bei der Leitung des Unternehmens haben wir den Vorstand beraten und ihn in seiner Geschäftstätigkeit überwacht. Wir wurden vom Vorstand regelmäßig, zeitnah und umfassend über die Entwicklung und Lage des Unternehmens sowie über die strategische Fortentwicklung unterrichtet. Seine regelmäßigen Berichte umfassten die Darstellungen der Geschäfts-, Umsatz- und Ertragsentwicklung, der Vermögens- und Finanzlage sowie der Risikolage und des Risikomanagements. Zudem informierte er uns über alle relevanten Fragen der Geschäftspolitik und der Unternehmensplanung; Abweichungen des tatsächlichen Geschäftsverlaufs von früher aufgestellten Plänen und Zielen wurden jeweils im Einzelnen dargelegt und begründet. Der Aufsichtsrat war in alle Entscheidungen, die von grundlegender Bedeutung für das Unternehmen sind, unmittelbar eingebunden. Außergewöhnliche Angelegenheiten teilte der Vorstand dem Aufsichtsrat umgehend mit. Als Vorsitzender des Aufsichtsrats stand ich auch außerhalb der Sitzungen in engem Kontakt mit dem Vorsitzenden des Vorstands, um mich mit ihm über aktuelle Themen und Vorgänge auszutauschen.

Beratungsschwerpunkte des Plenums

Im Berichtsjahr kam unser Plenum zu insgesamt acht Sitzungen zusammen. Auf Grundlage der Berichte und Beschlussvorschläge des Vorstands und auf der Basis dessen, was durch die jeweiligen Ausschüsse des Aufsichtsrats vorbereitet wurde, hat der Aufsichtsrat beraten und seine Entscheidungen getroffen. Neben der Berichterstattung über die Entwicklung wichtiger Faktoren, die das Ergebnis des MVV Energie Konzerns beeinflussen, waren die Sachstandsberichte des Vorstands zum Fortschritt der aktuellen Investitions- und Akquisitionsprojekte wichtige Bestandteile unserer Beratungen. Wir wurden unter anderem regelmäßig über den Baufortschritt der thermischen Abfallverwertungsanlage in Plymouth, des Biomassekraftwerks in Ridham Dock und des Block 9 im Grosskraftwerk Mannheim informiert. Zudem erhielten wir Berichte über die aktuellen Entwicklungen zur Nachfolgelösung des Gemeinschaftskraftwerks Kiel.

In unserer außerordentlichen Sitzung am 15. OKTOBER 2014 haben wir den Erwerb einer Beteiligung an der Juwi AG intensiv beraten und beschlossen. Die Kooperation mit der Juwi stellt einen unternehmerischen Meilenstein dar; durch sie ist MVV Energie in der Lage, auch im Bereich der erneuerbaren Energien die gesamte energiewirtschaftliche Wertschöpfungskette innerhalb des Konzerns abbilden zu können.

In der Sitzung am 4. DEZEMBER 2014 verabschiedeten wir die Tagesordnung für die Hauptversammlung vom 13. März 2015 mit den erforderlichen Beschlussvorschlägen. Weiterhin haben wir uns mit den Prüfungsschwerpunkten für das Geschäftsjahr 2014/15 sowie mit dem Konzernjahresabschluss (IFRS) und dem Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2013/14 befasst und diese gebilligt. Ein weiterer Punkt auf der Agenda war der Bau einer weiteren Biomethananlage in der Magdeburger Börde.

Am 12. MÄRZ 2015 haben wir eingehend über Windkraftprojekte, insbesondere der Windwärts Energie GmbH beraten.

In der Sitzung am 26. MÄRZ 2015 war die strategische Ausrichtung von MVV Energie vor dem Hintergrund des anhaltenden Strukturwandels unser Thema; wir haben ausführlich die Weiterentwicklung des Strategieprogramms "MVV 2020" zu "MEIN ZUKUNFTSVERSORGER" diskutiert.

In unserer Sitzung am 20. MAI 2015 haben wir uns insbesondere damit befasst, welche Bedeutung der fundamentale Wandel in der Energiewirtschaft für die Strategie des Unternehmens hat. Dabei standen Themen wie die immer stärkere Dynamik in der Energiewirtschaft und netzspezifische Fragestellungen im Mittelpunkt der Diskussion.

Am 30. JUNI 2015 hat unser Gremium in Wörrstadt - am Sitz der Unternehmenszentrale der Juwi - getagt. Wir haben uns vor Ort ausführlich über den aktuellen Stand der Kooperation zwischen Juwi und MVV Energie berichten lassen. Darüber hinaus hat der Vorstand über die Inbetriebnahme und den Baufortschritt bei unseren Biomethananlagen in Sachsen-Anhalt informiert. Des Weiteren wurden die Ergebnisse aus der Effizienzprüfung für den Aufsichtsrat vorgestellt und diskutiert.

Am 31. JULI 2015 haben wir uns im Rahmen einer Sondersitzung eingehend mit der Kapitalerhöhung bei der Juwi AG beschäftigt und diese genehmigt. Mit dieser Kapitalmaßnahme stärkt MVV Energie die Wachstumskraft der Juwi AG zur Entwicklung neuer Projekte im Bereich der erneuerbaren Energien. Der Anteil der MVV Energie AG erhöhte sich damit von 50,1 auf 63,1 %.

Im Mittelpunkt der Sitzung am 24. SEPTEMBER 2015 standen die Drei-Jahres-Planung sowie der Wirtschaftsplan für das Geschäftsjahr 2015/16, den der Aufsichtsrat entsprechend beschlossen hat. Darüber hinaus wurden Beschlüsse im Zusammenhang mit Windkraftprojekten sowie zu Corporate Governance Themen einschließlich der gleichberechtigten Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen gefasst.

Sitzungen der Ausschüsse

Der Aufsichtsrat der MVV Energie AG hat fünf Ausschüsse, die Themen und Beschlüsse des Gesamtgremiums effizient vorbereiten; die Vorsitzenden der Ausschüsse berichteten dem Aufsichtsrat regelmäßig und zeitnah über deren Tätigkeit. Wie die Ausschüsse personell besetzt sind, ist sowohl im ► Bericht zur Corporate Governance auf Seite 32 aufgeführt, als auch unter ► Organe der Gesellschaft auf Seite 175.

Im Berichtsjahr tagte der BILANZPRÜFUNGSAUSSCHUSS insgesamt sechsmal. Regelmäßiger Gegenstand seiner Beratungen war die Lage der Gesellschaft zum jeweiligen Quartal; dies schloss sowohl die Ergebnisse und die Finanzberichte des Konzerns ein als auch die Risikolage und das Risikomanagement. Darüber hinaus beschäftigte er sich insbesondere mit dem Jahresabschluss der MVV Energie AG und des Konzerns, die er umfassend mit dem Vorstand und dem Abschlussprüfer erörterte. Zur Durchführung der Jahresabschlussprüfung der MVV Energie AG und des Konzerns im Geschäftsjahr 2014/15 gab der Ausschuss Vorschläge zur Auswahl des Jahresabschlussprüfers, zur Festlegung der Prüfungsschwerpunkte und zur Honorarvereinbarung an den Aufsichtsrat ab. Zudem beriet der Ausschuss den Wirtschaftsplan 2015/16 und die mittelfristige Planung mit dem Vorstand; er empfahl dem Aufsichtsrat, dem Budget für das kommende Geschäftsjahr zuzustimmen. Darüber hinaus befasste er sich mit den Prüfungsergebnissen und dem Prüfungsplan der Konzernrevision, überprüfte das Interne Kontrollsystem und nahm den Bericht des Compliance-Beauftragten entgegen. Weitere Themen, die im Ausschuss beraten wurden, betrafen vor allem die Geschäftsfelder Umwelt und Projektentwicklung erneuerbare Energien, den Teilkonzern MVV Energie CZ, die MVV decon GmbH und die Soluvia GmbH. Des Weiteren hat sich der Ausschuss eingehend mit der Strategie von MVV Energie befasst.

Der PERSONALAUSSCHUSS tagte im Geschäftsjahr 2014/15 einmal; Schwerpunkt der Beratung waren insbesondere Vergütungsangelegenheiten der Vorstandsmitglieder.

Ebenfalls einmal kam der NOMINIERUNGSAUSSCHUSS im Berichtsjahr zusammen, er hat sich dabei vor allem mit dem Anforderungsprofil für Mitglieder des Aufsichtsrats im Vorfeld der Wahlen im Geschäftsjahr 2015/16 auseinandergesetzt.

Im Geschäftsjahr 2014/15 hatte der AUSSCHUSS ZUR SCHAFFUNG EINES NEUEN GENEHMIGTEN KAPITALS keine Sitzung; auch der VERMITTLUNGSAUSSCHUSS gemäß § 27 Abs. 3 MitbestG musste nicht einberufen werden.

Corporate Governance

MVV Energie hat im Geschäftsjahr 2014/15 allen Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex zur guten, transparenten und verantwortungsvollen Unternehmensführung entsprochen. In der Sitzung am 24. September 2015 schloss sich der Aufsichtsrat der Entsprechenserklärung zum Deutschen Corporate Governance Kodex an, die zuvor vom Vorstand abgegeben worden war. Sie wurde am 2. Oktober 2015 im Internet veröffentlicht. Der Bericht zur Corporate Governance wurde in der Sitzung am 3. Dezember 2015 verabschiedet. Im Berichtsjahr traten keine Interessenkonflikte auf. Der Aufsichtsrat hat überprüft und festgestellt, dass dem Gremium eine ausreichende Anzahl unabhängiger Mitglieder angehört. Mehr erfahren Sie im ► Bericht zur Corporate Governance ab Seite 28.

Gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern im Vorstand der MVV Energie AG

Durch das "Gesetz für die gleichberechtigte Teilhabe von Frauen und Männern an Führungspositionen in der Privatwirtschaft und im öffentlichen Dienst" ist die MVV Energie AG auch zur Festlegung von Zielgrößen für Frauen im Vorstand verpflichtet. Der Aufsichtsrat der MVV Energie AG hat sich bereits in den zurückliegenden Jahren intensiv mit dem Thema befasst und unterstützt das Ziel, Frauen und Männern gleichberechtigt in Führungspositionen Verantwortung zu übertragen. Aktuell sind im Vorstand der MVV Energie AG ausschließlich Männer vertreten. Vor diesem Hintergrund in Verbindung mit den Bestelldauern der Vorstandsmitglieder ist eine Erhöhung des Frauenanteils im Vorstand der MVV Energie AG bis zum 30. Juni 2017 nicht angezeigt.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung

Gemäß Hauptversammlungsbeschluss vom 13. März 2015 erteilte der Aufsichtsrat der Pricewaterhouse-Coopers Aktiengesellschaft Wirtschaftsprüfungsgesellschaft den Auftrag zur Prüfung des Einzel- und des Konzernabschlusses der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2014/15. Der Abschlussprüfer hat dem Aufsichtsrat eine Unabhängigkeitserklärung vorgelegt.

In diesem Geschäftsbericht werden der Lagebericht des Einzelabschlusses der MVV Energie AG und der Konzernlagebericht des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2014/15 gemäß §§ 315 Abs. 3 und 298 Abs. 3 HGB in einer geschlossenen Darstellung zusammengefasst und veröffentlicht. Der Jahresabschluss, der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2014/15 werden im Bundesanzeiger publiziert. Der auf Grundlage der International Financial Reporting Standards (IFRS) aufgestellte Konzernabschluss des MVV Energie Konzerns für das Geschäftsjahr 2014/15 und der zusammengefasste Lagebericht wurden von PricewaterhouseCoopers geprüft und jeweils mit dem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Dies gilt auch für den nach den Regeln des HGB aufgestellten Jahresabschluss der MVV Energie AG für das Geschäftsjahr 2014/15. Dem Aufsichtsrat lagen rechtzeitig vor der entsprechenden Sitzung die folgenden Unterlagen vor: der Konzernabschluss, der zusammengefasste Lagebericht, der Jahresabschluss der MVV Energie AG, der Vorschlag des Vorstands zur Verwendung des Bilanzgewinns sowie die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers. Sie wurden vom Bilanzprüfungsausschuss und vom Aufsichtsrat umfassend geprüft und im Beisein des Abschlussprüfers intensiv erörtert. Anschließend billigte der Aufsichtsrat in seiner Sitzung am 3. Dezember 2015 den Konzernabschluss und den zusammengefassten Lagebericht sowie den Jahresabschluss der MVV Energie AG; damit ist der Jahresabschluss festgestellt. Der Aufsichtsrat stimmte dem Vorschlag des Vorstands über die Gewinnverwendung zu.

Gemäß dem Bericht des Vorstands über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen (Abhängigkeitsbericht) für das Geschäftsjahr 2014/15 wurde die MVV Energie AG bei den dargestellten Rechtsgeschäften mit verbundenen Unternehmen nicht benachteiligt. Der Abschlussprüfer hat den Abhängigkeitsbericht geprüft und folgenden Bestätigungsvermerk erteilt:

"Nach unserer pflichtmäßigen Prüfung und Beurteilung bestätigen wir, dass

1. die tatsächlichen Angaben des Berichts richtig sind,

2. bei den im Bericht aufgeführten Rechtsgeschäften die Leistung der Gesellschaft nicht unangemessen hoch war."

Sowohl der Abhängigkeitsbericht als auch der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers gingen dem Aufsichtsrat rechtzeitig zu. Der Aufsichtsrat schließt sich aufgrund seiner eigenen Prüfung der Beurteilung durch den Abschlussprüfer an und billigt dessen Bericht. Auch das gemäß § 91 Abs. 2 AktG durch den Vorstand eingerichtete Risikomanagementsystem wurde durch den Abschlussprüfer geprüft. Der Abschlussprüfer stellte fest, dass die Systeme geeignet sind, ihre gesetzlichen Aufgaben zu erfüllen.

Dank

Die Beschäftigten des MVV Energie Konzerns engagieren sich mit großem Erfolg in einem aktuell sehr dynamischen Marktumfeld. Sie setzen ihr Know-how und ihre Innovationskraft dafür ein, dass der Konzern im Wettbewerb besteht. Im Namen des gesamten Aufsichtsrats - aber auch ganz persönlich - spreche ich dem Vorstand der MVV Energie AG, den Vorständen und Geschäftsführungen der Beteiligungsgesellschaften sowie allen Beschäftigten, den Betriebsräten und Arbeitnehmervertretungen meinen besonderen Dank aus! Unseren Anteilseignern, Kunden und Geschäftspartnern danke ich für das entgegengebrachte Vertrauen!

 

Mannheim, im Dezember 2015

Dr. Peter Kurz, Vorsitzender

Bilanz zum 30.9.2015 Jahresabschluss zum 30. September 2015 nach Handelsrecht (HGB)

MVV Energie AG

Aktiva

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014 Anhang
Anlagevermögen      
Immaterielle Vermögensgegenstände 767 3 496 1
Sachanlagen 352 756 349 418 2
Finanzanlagen 1 562 387 1 360 006 3
  1 915 910 1 712 920  
Umlaufvermögen      
Vorräte 20 245 14 589 4
Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 288 643 281 887 5
Flüssige Mittel 132 355 183 749 6
  441 243 480 225  
Rechnungsabgrenzungsposten 577 1 106 7
  2 357 730 2 194 251  

Passiva

     
  30.9.2015 30.9.2014 Anhang
Eigenkapital      
Gezeichnetes Kapital 168 721 168 721 8
Kapitalrücklage 458 946 458 946  
Gewinnrücklagen 330 923 290 962 9
Bilanzgewinn 60 100 79 456 10
  1 018 690 998 085  
Empfangene Ertragszuschüsse 41 670 38 816 11
Rückstellungen 109 375 82 897 12
Verbindlichkeiten 1 187 885 1 073 851 13
Rechnungsabgrenzungsposten 110 602 14
  2 357 730 2 194 251  

Gewinn- und Verlustrechnung vom 1.10.2014 bis zum 30.9.2015

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 1.10.2013 bis 30.9.2014 Anhang
Umsatzerlöse 1 929 419 2 040 990  
Abzüglich Strom- und Erdgassteuer - 123 873 - 123 444  
Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer 1 805 546 1 917 546 15
Erhöhung oder Verminderung des Bestands      
an fertigen und unfertigen Erzeugnissen - 1 410 1 386  
Andere aktivierte Eigenleistungen 7 208 5 801  
Sonstige betriebliche Erträge 166 928 161 224 16
Materialaufwand 1 687 983 1 802 966 17
Personalaufwand 113 457 109 747 18
Abschreibungen 23 254 23 703 19
Sonstige betriebliche Aufwendungen 99 349 91 774 20
Finanzergebnis 52 958 30 835 21
Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 107 187 88 602  
Steuern 27 267 9 690 22
Jahresüberschuss 79 920 78 912  
Gewinnvortrag aus Vorjahr 20 140 40 000  
Einstellungen in andere Gewinnrücklagen 39 960 39 456  
Bilanzgewinn 60 100 79 456  

Anhang

Allgemeine Grundlagen

Der Jahresabschluss der Gesellschaft für das Geschäftsjahr 2014/15 ist nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches und ergänzenden Vorschriften des Aktiengesetzes sowie des Energiewirtschaftsgesetzes aufgestellt worden.

Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, wurden Posten der Bilanz sowie der Gewinn- und Verlustrechnung zusammengefasst. Diese Posten werden im Anhang gesondert erläutert. Um die Klarheit und Übersichtlichkeit des Jahresabschlusses zu vergrößern, wird vom Wahlrecht, bestimmte Angaben im Anhang zu machen, grundsätzlich Gebrauch gemacht.

Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wird in Euro aufgestellt und die Beträge in Tausend (Tsd Euro) ausgewiesen.

Zwischen der MVV Energie AG und den Tochtergesellschaften MVV RHE GmbH, MVV Enamic GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Grünenergie GmbH, MVV Alpha fünfzehn GmbH, MVV Windpark Hain-Ost GmbH ( vormals MVV Alpha eins GmbH), und MVV Alpha zwei GmbH, MVV Alpha drei GmbH, MVV Alpha vier GmbH und MVV Alpha fünf GmbH bestehen ein Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag.

Zwischen der MVV Energie AG, der Netrion GmbH und der MVV Trading GmbH besteht ein Gewinnabführungsvertrag.

Die MVV Energie AG ist Cash-Pool führende Gesellschaft in dem MVV Energie Konzern. Verträge bestehen mit der MVV Enamic GmbH, MVV EnergySolutions GmbH (vormals MVV Enamic Contracting GmbH), MVV ImmoSolutions GmbH (vormals MVV Enamic Immobilien GmbH), MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, MVV Enamic Korbach GmbH, MVV Energiedienstleistungen Regional Verwaltungs GmbH, MVV RHE GmbH, MVV Umwelt GmbH, MVV Umwelt O&M GmbH, MVV Umwelt Ressourcen GmbH, MVV Umwelt Asset GmbH, Soluvia GmbH, MVV Windenergie GmbH, MVV Grünenergie GmbH, MVV Trading GmbH, MVV Insurance Services GmbH, MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH, Köthen Energie GmbH, Köthen Netze GmbH, Soluvia IT-Services GmbH, Soluvia Billing GmbH, Soluvia Metering GmbH, MVV Windpark Plauerhagen GmbH & Co.KG, MVV Windenergie Deutschland GmbH, MVV Enamic Naturenergie GmbH, Netrion GmbH sowie Netrion Gasnetz Offenbach GmbH, BfE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Windwärts Energie GmbH sowie Vents d'Oc Énergies Renouvelables SARL.

Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Entgeltlich erworbene immaterielle Vermögensgegenstände sind mit Anschaffungskosten angesetzt und werden entsprechend ihrer voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert.

Sachanlagen sind zu den Anschaffungs- oder Herstellungskosten bilanziert. Bei selbst erstellten Anlagen sind angemessene Gemeinkostenzuschläge berücksichtigt. Zinsen für Fremdkapital werden bei den Herstellungskosten nicht berücksichtigt.

Die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse werden als Sonderposten passiviert. Die Auflösung der Ertragszuschüsse erfolgt entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände in den Umsatzerlösen. Für Ertragszuschüsse, die bis zu dem Geschäftsjahr 2003/04 zugeflossen sind, erfolgt die Auflösung jährlich mit 5% der Ursprungsbeträge. Für Ertragszuschüsse, die nach dem Geschäftsjahr 2003/04 und vor dem Geschäftsjahr 2010/11 geleistet wurden, erfolgt die Auflösung entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände und ist in der Position Abschreibungen enthalten.

Investitionsförderungen werden von den Anschaffungs- und Herstellungskosten der zugehörigen Wirtschaftsgüter abgesetzt.

Das Anlagevermögen wird entsprechend der wirtschaftlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Anlagen, die vor dem 31.12.2010 zugegangen sind, werden, soweit dies steuerlich zulässig war, nach der degressiven Methode abgeschrieben mit Übergang auf die lineare Abschreibung, sobald diese zu einer höheren Abschreibung führt. Bei einer voraussichtlich dauernden Wertminderung erfolgt eine Abwertung auf den niedrigeren beizulegenden Wert. Wurden steuerrechtlich begründete Abschreibungen vorgenommen, so werden die niedrigeren Wertansätze der Vermögensgegenstände im Rahmen des durch das BilMoG eingeräumten Wahlrechts beibehalten.

Nutzungsdauern in Jahren

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Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 3-40
Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 8-68
Technische Anlagen und Maschinen 2-50
Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3-33

Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert unter 150 Euro werden im Zugangsjahr in voller Höhe als Aufwand erfasst. Geringwertige Vermögensgegenstände mit einem Anschaffungswert zwischen 150 und 1 000 Euro werden in einem Sammelposten zusammengefasst und einheitlich mit 20 % jährlich abgeschrieben.

Die Finanzanlagen sind zu Anschaffungskosten bilanziert. Wertberichtigungen auf Finanzanlagen werden bei voraussichtlich dauernder Wertminderung vorgenommen.

Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe einschließlich erworbener Emissionsberechtigungen sind zu Durchschnittseinstandspreisen unter Beachtung des Niederstwertprinzips angesetzt.

Die Bewertung von unfertigen Erzeugnissen und Leistungen erfolgt zu Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Angemessene Gemeinkostenzuschläge werden berücksichtigt.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind zu Nennwerten unter Berücksichtigung erkennbarer Risiken angesetzt. Unverzinsliche langfristige Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände werden auf den Barwert abgezinst.

Flüssige Mittel werden zum Nennwert angesetzt. Die Bewertung der monetären Fremdwährungsbestände erfolgt zum Devisenkassakurs am Stichtag.

Vermögensgegenstände, die dem Zugriff aller übrigen Gläubiger entzogen sind und ausschließlich der Erfüllung von Schulden aus Altersversorgungsverpflichtungen oder vergleichbaren langfristig fälligen Verpflichtungen dienen, werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet und mit den zugrundeliegenden Verpflichtungen saldiert.

Das gezeichnete Kapital wird mit dem Nennwert ausgewiesen.

Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen (die in den sonstigen Rückstellungen enthaltenen versicherungsmathematisch zu bewertenden personalbezogenen Verpflichtungen) werden nach dem Anwartschaftsbarwertverfahren ("Projected Unit Credit" - Methode) bewertet und mit dem von der Bundesbank veröffentlichten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre von 4,07 % p.a. (Vorjahr in Höhe von 4,67 % p.a) abgezinst, der sich bei einer angenommenen Restlaufzeit von 15 Jahren ergibt. Neben angemessenen Karriere- und Fluktuationstrends werden die zukünftigen Gehaltsentwicklungen mit 2,50 % p.a. (Vorjahr 2,50 % p.a). und Rententrends mit 2,00 % p.a. (Vorjahr 2,00 % p.a). berücksichtigt. Den Berechnungen wurden die Richttafeln Heubeck 2005(G) zugrunde gelegt.

Bei den sonstigen Rückstellungen werden alle erkennbaren Risiken auf der Grundlage vernünftiger kaufmännischer Beurteilung für ungewisse Verbindlichkeiten und drohende Verluste aus schwebenden Geschäften berücksichtigt. Die Rückstellungen sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags unter Berücksichtigung erwarteter künftiger Preis- und Kostensteigerungen angesetzt. Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit dem fristgerechten durchschnittlichen Marktzinssatz der vergangenen sieben Jahre abgezinst.

Die Verbindlichkeiten sind mit den Erfüllungsbeträgen passiviert.

Die latenten Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen handelsrechtlichen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten unter Berücksichtigung der Organgesellschaften und steuerlicher Verlustvorträge ermittelt. Aktive latente Steuern resultieren im Wesentlichen aus unterschiedlichen Wertansätzen von Rückstellungen für Pensionen und sonstigen langfristigen Rückstellungen. Passive latente Steuern resultieren insbesondere aus unterschiedlichen Wertansätzen im Sachanlagevermögen. Für die Berechnung wird ein Steuersatz von 30,3 % herangezogen. Er ergibt sich aus dem Körperschaftsteuersatz von 15 %, dem Solidaritätszuschlag von 5,5 % und dem durchschnittlichen Gewerbesteuerhebesatz von 14,475 % im ertragsteuerlichen Organkreis der MVV Energie AG. Aus der Bewertung der Differenzen zwischen den handels- und steuerrechtlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ergibt sich insgesamt eine Steuerentlastung, die aufgrund des eingeräumten Wahlrechts in § 274 HGB, nicht bilanziert wird.

Unter den Rechnungsabgrenzungsposten werden Ausgaben bzw. Einnahmen vor dem Abschlussstichtag ausgewiesen, soweit sie Aufwendungen bzw. Erträge für einen bestimmten Zeitraum danach darstellen.

Soweit den Posten des Jahresabschlusses Währungsumrechnungen zugrunde liegen, erfolgt die Umrechnung bei kurzfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten zum Devisenkassamittelkurs, bei langfristigen Forderungen und Verbindlichkeiten unter Berücksichtigung des Anschaffungskosten- und Realisationsprinzips.

Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ein, um Marktpreisrisiken aus dem Bezug und Absatz von Strom-, Gas- und Kohlegeschäften sowie Emissionsrechten und Öl-Produkten zu reduzieren und Zins- sowie Währungsrisiken abzusichern. Bei den Sicherungsgeschäften handelt es sich im Wesentlichen um Swaps und Termingeschäfte auf Commodities sowie Zinsswaps und Devisentermingeschäfte.

Derivate werden für die Zwecke des Preis- und Mengenrisikomanagements eingesetzt und soweit möglich als Bewertungseinheiten mit dem jeweiligen Grundgeschäft bilanziell abgebildet. Zur bilanziellen Abbildung von Bewertungseinheiten wird sowohl die Einfrierungs- als auch die Durchbuchungsmethode angewandt. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte in der jeweiligen Bewertungseinheit negativ, so wird dem Vorsichtsprinzip entsprechend eine Rückstellung für drohende Verluste gebildet. Ist der Saldo aller beizulegenden Zeitwerte der Grund- und Sicherungsgeschäfte der jeweiligen Bewertungseinheit positiv, so bleibt dieser unberücksichtigt.

Für derivative Finanzinstrumente entspricht der beizulegende Zeitwert in der Regel dem Marktwert zum Stichtag. Soweit die Marktwerte der Derivate nicht verlässlich feststellbar sind, wird der Zeitwert anhand allgemein anerkannter Bewertungsmodelle und -methoden (z.B. Discounted Cashflow Methode, Mark-to-Market-Modell) ermittelt. Dabei stellen die verwendeten marktgerechten Zinsstrukturkurven und Commodity-Terminpreise die wichtigsten Einflussgrößen für die Modelle dar.

Erläuterungen zur Bilanz

1 Immaterielle Vermögensgegenstände

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 39).

2 Sachanlagen

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 40).

Die Anschaffungs- und Herstellungskosten werden im Anlagenspiegel nach Abzug erhaltener Investitionsförderungen als eine Nettoposition ausgewiesen.

Die von den Anschaffungs- und Herstellungskosten abgesetzten erhaltenen Investitionsförderungen belaufen sich zum 30. September 2015 auf 108 679 Tsd Euro.

3 Finanzanlagen

Der Anlagespiegel zeigt die Aufgliederung sowie die Entwicklung der in der Bilanz zusammengefassten Anlagepositionen (siehe Seite 41).

Die vollständige Anteilsliste ist Bestandteil des Anhangs und wird als Anlage dargestellt.

4 Vorräte

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 16 068 9 003
Unfertige Erzeugnisse, unfertige Leistungen 4 177 5 586
  20 245 14 589

5 Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Forderungen    
aus Lieferungen und Leistungen 142 425 149 107
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (233)
gegen verbundene Unternehmen 128 431 123 378
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 775 1 210
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) (0) (0)
Sonstige Vermögensgegenstände 17 012 8 192
(davon mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr) ( 285) (3 053)
  288 643 281 887

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen enthalten abgegrenzte, am Bilanzstichtag noch nicht abgelesene Energie- und Wasserlieferungen in Höhe von 342,9 Mio Euro (Vorjahr 422,3 Mio Euro). Die von Kunden geleisteten Abschlagszahlungen wurden von den Forderungen gekürzt. Die aktivisch gekürzten Kundenabschlagszahlungen belaufen sich auf 223,9 Mio Euro (Vorjahr 300,4 Mio Euro).

Die Einzelwertberichtigungen auf Forderungen aus Lieferungen und Leistungen betragen 4,5 Mio Euro (Vorjahr 4,2 Mio Euro). Die gebildete Pauschalwertberichtigung beläuft sich auf 1 % der nicht einzelwertberichtigten Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen beinhalten 1,6 Mio Euro (Vorjahr 1,5 Mio Euro) Forderungen gegenüber der Stadt Mannheim.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen setzen sich zusammen aus Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 55,9 Mio Euro (Vorjahr 83,7 Mio Euro) und aus sonstigen Forderungen in Höhe von 72,5 Mio Euro (Vorjahr 39,7 Mio Euro).

Die Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, beinhalten sowohl im Geschäftsjahr als auch im Vorjahr ausschließlich Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.

Im Vergleich zum Vorjahr erhöhten sich die sonstigen Vermögensgegenstände insbesondere aufgrund von abgegrenzten Kapitalzuschüssen. für Verteilanlagen in Höhe von € 8,5 Mio, die bereits in Betrieb genommen wurden.

6 Flüssige Mittel

Die Flüssigen Mittel beinhalten den Kassenbestand sowie Guthaben bei Kreditinstituten.

7 Rechnungsabgrenzungsposten

Der aktive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert im Wesentlichen aus abgegrenzten Ausgaben für Urlaubsgeld und für die Übergabe des Bestandsportfolios Gas an die MVV Trading GmbH.

8 Gezeichnetes Kapital

Das Grundkapital in Höhe von 168 721 Tsd Euro verteilt sich auf 65 906 796 auf den Namen lautende Stückaktien mit einem Nennwert von je 2,56 Euro.

Die Stadt Mannheim hält zum 30. September 2015 mittelbar 50,1 %, die RheinEnergie AG 16,3 %, die EnBW Energie Baden-Württemberg AG 22,5 % und die GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH 6,3 % der Aktien. Die übrigen 4,8 % der Aktien befinden sich im Streubesitz.

Die Hauptversammlung hat den Vorstand durch Beschluss vom 12. März 2010 ermächtigt, bis zum 11. März 2015 eigene Aktien im Umfang von bis zu einem auf diese Aktien entfallenden anteiligen Betrag am Grundkapital in Höhe von 16,87 Mio Euro, das sind 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals, zu erwerben. Mit dem Beschluss vom 13. März 2015 hat die Hauptversammlung den Beschluss vom 12. März 2010 vorsorglich aufgehoben und die Gesellschaft ermächtigt, bis zum 12. März 2020 eigene Aktien im Umfang von bis zu 10 % des zum Zeitpunkt der Beschlussfassung bestehenden Grundkapitals zu erwerben. Der Vorstand der MVV Energie AG hat von dieser Ermächtigung noch keinen Gebrauch gemacht.

Der Vorstand ist durch Beschluss der Hauptversammlung vom 14. März 2014 ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats bis zum 13. März 2019 das Grundkapital der Gesellschaft einmal oder mehrmals um bis zu 51.200.000,00 EUR gegen Bar- und/oder Sacheinlage zu erhöhen.

9 Gewinnrücklagen

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Gesetzliche Rücklage 1 278 1 278
Andere Gewinnrücklagen 329 645 289 684
  330 923 290 962

Der Betrag, der gemäß § 58 Abs. 2 AktG aus dem Jahresüberschuss des Geschäftsjahres in die Gewinnrücklagen eingestellt wurde, beträgt 40,0 Mio Euro.

10 Bilanzgewinn

Durch den Ergebnisverwendungsbeschluss der Hauptversammlung vom 13. März 2015 wurden 59 316 Tsd Euro ausgeschüttet und der Rest des Bilanzgewinns zum 30. September 2014 in Höhe von 20 140 Tsd Euro auf neue Rechnung vorgetragen.

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2014/15 wie folgt zu verwenden:

Ausschüttung einer Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Stückaktie für das Geschäftsjahr 2014/15 (insgesamt 59,3 Mio). Die Hauptversammlung entscheidet am 4. März 2016 über den Dividendenvorschlag. Der verbleibende Betrag in Höhe von 0,8 Mio Euro wird auf neue Rechnung vorgetragen.

11 Empfangene Ertragszuschüsse

Der Posten Empfangene Ertragszuschüsse resultiert aus von Kunden vereinnahmten Baukostenzuschüssen.

Die empfangenen Ertragszuschüsse in Höhe von 41 670 Tsd Euro (Vorjahr 38 816 Tsd Euro) sind zur Verbesserung der Klarheit in einem separaten Posten auf der Passivseite ausgewiesen.

Der Betrag der aufgelösten Ertragszuschüsse beträgt im Berichtsjahr 3 248 Tsd Euro (Vorjahr 3 447 Tsd Euro).

12 Rückstellungen

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in Tsd Euro 30.9.2015 30.9.2014
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 20 119 18 528
Steuerrückstellungen 20 050 4 612
Sonstige Rückstellungen 69 206 59 757
  109 375 82 897

Die Steuerrückstellung betrifft die Körperschaftsteuer sowie die Gewerbesteuer.

In den sonstigen Rückstellungen sind als wesentliche Posten Vorsorgebeträge für Personalverpflichtungen enthalten. Zusätzlich sind hier Kosten für vertragliche Verpflichtungen sowie Rückstellungen für nicht abgerechnete Leistungen von Dritten und Restrukturierungskosten enthalten.

Zur Sicherung von Guthaben aus Arbeitszeitkonten hat MVV Energie AG die erforderlichen Mittel für die Mitarbeiter treuhänderisch angelegt. Diese Mittel sind dem Zugriff aller übrigen Gläubiger der Gesellschaft entzogen. Die ursprünglichen Anschaffungskosten beliefen sich auf 3 393 Tsd Euro. Der beizulegende Zeitwert des Fondsguthabens und der Erfüllungsbetrag der Verpflichtung gegenüber Mitarbeitern beläuft sich zum Stichtag auf je 3 498 Tsd Euro. Gemäß § 246 (2) HGB wird das zum beizulegenden Zeitwert bewertete Fondsguthaben mit den zu Grunde liegenden Verpflichtungen gegenüber den Mitarbeitern verrechnet.

13 Verbindlichkeiten

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    davon Restlaufzeit
in Tsd Euro 30.9.2015 bis zu 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten      
gegenüber Kreditinstituten 828 379 73 438 334 816
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 849 849 0
aus Lieferungen und Leistungen 128 538 128 538 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 179 738 179 738 0
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 5 902 5 902 0
sonstige 44 479 31 479 13 000
(davon aus Steuern) (16 507) (16 507) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0) (0)
  1 187 885 419 944 347 816
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    davon Restlaufzeit
in Tsd Euro 30.9.2014 bis zu 1 Jahr über 5 Jahre
Verbindlichkeiten      
gegenüber Kreditinstituten 692 985 129 385 226 739
erhaltene Anzahlungen auf Bestellungen 862 862 0
aus Lieferungen und Leistungen 156 473 156 473 0
gegenüber verbundenen Unternehmen 162 622 162 622 0
gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 949 949 0
sonstige 59 960 46 960 13 000
(davon aus Steuern) (30 972) (30 972) (0)
(davon im Rahmen der sozialen Sicherheit) (0) (0) (0)
  1 073 851 497 251 239 739

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen setzen sich zusammen aus Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 90,1 Mio Euro (Vorjahr 65,8 Mio Euro) und sonstigen Verbindlichkeiten in Höhe von 89,7 Mio Euro (Vorjahr 96,8 Mio Euro).

Die Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, betreffen Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von 0,4 Mio Euro (Vorjahr 0,6 Mio Euro) und sonstige Verbindlichkeiten in Höhe von 5,5 Mio Euro (Vorjahr 0,3 Mio Euro).

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim in Höhe von 6,7 Mio Euro (Vorjahr 4,6 Mio Euro) enthalten.

14 Rechnungsabgrenzungsposten

Der passive Rechnungsabgrenzungsposten resultiert aus abgegrenzten Einnahmen aus der Übergabe des Bestandsportfolios Gas an die MVV Trading GmbH.

Haftungsverhältnisse/ sonstige finanzielle Verpflichtungen/ außerbilanzielle Geschäfte

Bürgschaften in Höhe von 499,3 Mio Euro (Vorjahr 415,5 Mio Euro) wurden von der MVV Energie AG zugunsten von Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften übernommen.

Daneben bestehen für Tochter- und Beteiligungsgesellschaften verschiedene Patronatserklärungen. Diese belaufen sich in Summe auf 12,8 Mio Euro. Des Weiteren besteht eine Schuldbeitrittserklärung in Höhe von maximal 10,0 Mio Euro.

Es bestehen finanzielle Verpflichtungen gegenüber verbundenen Unternehmen für vertraglich gewährte Darlehenszusagen in Höhe von 20,0 Mio Euro, die zum Bilanzstichtag noch nicht in Anspruch genommen wurden.

Auf Basis der durch das Risikomanagementsystem bei der Bewertung dieser Risiken bis zum Bilanzaufstellungstag gewonnenen Erkenntnisse gehen wir davon aus, dass sämtliche Verpflichtungen durch unsere Tochter- bzw. Beteiligungsgesellschaften aufgrund deren wirtschaftlichen Situation selbst erfüllt werden können. Es besteht insofern ein geringes Risiko, dass wir aus den eingegangenen Haftungsverhältnissen in Anspruch genommen werden.

Das Bestellobligo beläuft sich zum Bilanzstichtag auf 44,9 Mio Euro, davon entfallen 25,6 Mio Euro auf Bestellungen von verbundenen Unternehmen. Der aus mehrjährig abgeschlossenen Leasing- und Mietverträgen resultierende Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen beläuft sich auf 2,8 Mio Euro (davon verbundene Unternehmen 0 Mio Euro).

In beitragsorientierte Versorgungssysteme sind im Berichtsjahr 7 052 Tsd Euro (Vorjahr 7 015 Tsd Euro) eingezahlt worden. Erfasst sind dabei Beiträge der MVV im Rahmen von Versorgungsplänen verschiedener Zusatzversorgungskassen (kurz: ZVK), die Zusagen verschiedener Arbeitgeber umfassen. Hier stellt der Versorgungsträger den teilnehmenden Unternehmen keine ausreichenden Informationen zur Verfügung, die die anteilige Zuordnung von Verpflichtung, Planvermögen und Dienstzeitaufwand erlauben. Im MVV Energie Konzern erfolgt daher die Berücksichtigung der Beiträge entsprechend einer beitragsorientierten Versorgungszusage, obwohl es sich um einen leistungsorientierten Pensionsplan handelt. Die Beiträge zum Pensionsplan bemessen sich als Prozentsatz des zusatzversorgungspflichtigen Entgelts und werden von Arbeitnehmern und von Arbeitgebern getragen. Der Beitragssatz wird von den ZVK festgelegt. Die Summe der umlagepflichtige Gehälter beträgt für das aktuelle Geschäftsjahr 77 923 Tsd Euro (Vorjahr 78 038 Tsd Euro). Im Geschäftsjahr 2015/2016 wird mit Beiträgen in voraussichtlich gleicher Höhe gerechnet. Die Beiträge werden für die Gesamtheit der Begünstigten verwendet. Sofern die Mittel der ZVK nicht ausreichen, können die ZVK den Pflichtbeitrag erhöhen. Falls MVV die Mitgliedschaft bei den ZVK kündigen sollte, werden die ZVK einen finanziellen Ausgleich erheben. Der Ausgleichsbetrag ermittelt sich als Barwert der bestehenden Ansprüche von Berechtigten und künftigen Ansprüchen von deren Hinterbliebenen und bestehenden Versorgungspunkten aus unverfallbaren Anwartschaften zum Zeitpunkt der Beendigung der Mitgliedschaft.

Erläuterungen zur Gewinn- und Verlustrechnung

15 Umsatzerlöse ohne Strom- und Erdgassteuer

Die im Inland erzielten Umsatzerlöse setzen sich wie folgt zusammen:

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Strom 1 333 583 1 450 055
Gas 235 559 249 361
Wärme 112 229 100 266
Wasser 42 610 42 239
Sonstige 81 565 75 625
  1 805 546 1 917 546

Unter der Position sonstige Umsatzerlöse sind Erträge aus der Auflösung von Ertragszuschüssen in Höhe von 3 248 Tsd Euro enthalten.

16 Sonstige betriebliche Erträge

Die sonstigen betrieblichen Erträge beinhalten periodenfremde Erträge in Höhe von 2 546 Tsd Euro (Vorjahr 12 350 Tsd Euro). Diese bestehen im Wesentlichen aus Erträgen aus der Auflösung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von 2 097 Tsd Euro (Vorjahr 2 233 Tsd Euro), Erträgen aus der Auflösung von Rückstellungen in Höhe von 208 Tsd Euro (Vorjahr 7 165 Tsd Euro) und Erträgen aus dem Abgang von immateriellem und Sachanlagevermögen in Höhe von 51 Tsd Euro (Vorjahr 1 362 Tsd Euro).

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind Erträge aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 638 Tsd Euro (Vorjahr 1 970 Tsd Euro) enthalten.

17 Materialaufwand

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1 429 615 1 541 710
Aufwendungen für bezogene Leistungen 258 368 261 256
  1 687 983 1 802 966

18 Personalaufwand

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Löhne und Gehälter 89 876 88 212
Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 23 581 21 535
(davon für Altersversorgung) (9 324) (8 216)
  113 457 109 747
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  2014/15 2013/14
Anzahl der Mitarbeiter im Jahresdurchschnitt1 1 387 1 426
(davon Auszubildende) ( 102) (102)
(davon Mitarbeiter mit ruhenden Arbeitsverhältnissen) ( 95) (117)

1 (berechnet auf der Basis der monatlichen Endbestände)

19 Abschreibungen

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 23 254 23 703
  23 254 23 703

Aufgrund der degressiven Abschreibung bei Anlagen, die vor dem 31.12.2010 zugegangen sind, ergibt sich im Geschäftsjahr 2014/15 ein Unterschiedsbetrag zwischen degressiver und linearer Abschreibung in Höhe von 3,7 Mio Euro.

Im Geschäftsjahr wurden keine außerplanmäßigen Abschreibungen auf das Anlagevermögen vorgenommen (Vorjahr 0 Euro).

20 Sonstige betriebliche Aufwendungen

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind unter anderem Konzessionsabgaben in Höhe von 19 712 Tsd Euro (Vorjahr 19 103 Tsd Euro) sowie periodenfremde Aufwendungen in Höhe von 22 Tsd Euro (Vorjahr 1 386 Tsd Euro) enthalten. Die periodenfremden Aufwendungen enthielten im Vorjahr im Wesentlichen Gutschriften aus Netznutzungsentgelten.

In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus der Währungsumrechnung in Höhe von 1 606 Tsd Euro (Vorjahr 185 Tsd Euro) enthalten.

21 Finanzergebnis

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Erträge aus Beteiligungen 32 050 38 293
(davon aus verbundenen Unternehmen) (21 016) (27 700)
Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 26 660 17 384
Erträge aus Ausleihungen des Finanzanlagevermögens 37 826 31 668
(davon aus verbundenen Unternehmen) (37 826) (31 668)
Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4 559 7 363
(davon aus verbundenen Unternehmen) (3 557) (3 155)
  101 095 94 708
Aufwendungen aus Verlustübernahmen 13 155 25 504
Abschreibungen auf Finanzanlagen 0 0
Zinsen und ähnliche Aufwendungen 34 982 38 369
(davon an verbundenen Unternehmen) (18) ( 202)
  52 958 30 835

Die Position Zinsen und ähnliche Aufwendungen enthält Aufwendungen aus der Aufzinsung langfristiger Rückstellungen in Höhe von 2 415 Tsd Euro (Vorjahr 2 482 Tsd Euro).

22 Steuern

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in Tsd Euro 2014/15 2013/14
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 26 817 9 254
Sonstige Steuern 450 436
  27 267 9 690

Die Position Steuern vom Einkommen und vom Ertrag beinhaltet periodenfremde Steueraufwendungen in Höhe von 1 605 Tsd Euro. Im Vorjahr waren dagegen periodenfremde Steuererträge in Höhe von 4 694 Tsd Euro enthalten.

Sonstige Angaben und Anlagen

Angaben § 6b EnWG

Im Geschäftsjahr 2014/15 wurden folgende Geschäfte größeren Umfangs mit verbundenen oder assoziierten Unternehmen, die aus dem Rahmen der gewöhnlichen Energieversorgungstätigkeit herausfallen und für die Beurteilung der Vermögens- und Ertragslage des Unternehmens nicht von untergeordneter Bedeutung sind, getätigt:

Netzverpachtung in Höhe von 90 170 Tsd Euro

Dienstleistungsverträge in Höhe von 58 837 Tsd Euro

In der internen Rechnungslegung werden für die Tätigkeitsbereiche Elektrizitäts- und Gasverteilung sowie für andere Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors jeweils getrennte Konten geführt und eine Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung für die Bereiche Strom- und Gasverteilung erstellt. Für andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors im Sinne des § 6b Abs. 3 EnWG werden getrennte Konten geführt.

Finanzderivate und Bewertungseinheiten

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Derivative Finanzinstrumente Nominalvolumen Marktwert
in Tsd Euro 2014/15 2013/14 2014/15 2013/14
Commodities        
Stromvertrieb 368 545 443 570 - 50 442 - 63 418
Stromerzeugung 125 443 97 416 12 430 7 170
Gas 185 202 198 962 - 29 767 - 8 530
Sonstige        
CO2-Zertifikate 31 813 25 951 2 010 - 7 288
Kohle 66 436 59 330 - 11 365 - 5 059
Zinsswaps 229 622 408 341 - 38 168 - 33 145
Devisentermingeschäfte 0 72 929 0 - 1 240

Die Gesellschaft setzt derivative Finanzinstrumente ausschließlich zur Absicherung von Commodity-, Zins- und Währungsrisiken ein. Dabei handelt es sich im Wesentlichen um Termingeschäfte (Futures und Forwards), Zinsswaps und Swaps auf die Commodities Strom, Gas, Öl, Kohle und CO2-Zertifikate.

Für Strom sind in Bewertungseinheiten ausschließlich erwartete und bereits kontrahierte Liefer- und Bezugsverträge mit Drittkunden bzw. aus Kraftwerken und Handelsgeschäfte mit der MVV Trading GmbH mit physischer oder finanzieller Erfüllung zusammengefasst. Für zum Bilanzstichtag drohende Verpflichtungsüberschüsse innerhalb dieser Bewertungseinheiten erfolgt, sofern die Voraussetzungen erfüllt sind, ein Ausweis unter den Rückstellungen aus drohenden Verlusten. Sofern keine Bewertungseinheiten gebildet wurden, werden Verpflichtungsüberschüsse ebenfalls als Rückstellung aus drohenden Verlusten ausgewiesen.

Im Bereich der Stromtarif- und -gewerbekunden wurden Portfolio-Bewertungseinheiten bzw. bei Back to Back-Geschäften Mikro-Bewertungseinheiten aufgebaut. Die Portfolio-Bewertungseinheiten sind nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt, in welchen sich die gegenläufigen Wertänderungen bzw. Zahlungsströme ausgeglichen haben bzw. künftig voraussichtlich ausgleichen werden.

Für das Stromerzeugungsportfolio wurden ebenfalls Bewertungseinheiten gebildet. Dies betrifft sowohl die Erzeugung aus eigenen Kraftwerken sowie den Bezug aus Fremdkraftwerken. Die zur Absicherung des Clean Dark Spread eingesetzten Sicherungsinstrumente (Stromterminverkäufe, Termineinkäufe von Emissionszertifikaten und Kohleswaps zur Rohstoffpreissicherung) wurden gemeinsam mit dem Grundgeschäft (prognostizierte Strommengen aus Kraftwerk) in Makro-Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Im Bereich Gas sind analog zum Strombereich Portfolio-Bewertungseinheiten für Tarif- und Gewerbekunden gebildet, welche gleichermaßen nach Laufzeitbändern (Jahresscheiben) unterteilt sind.

Zur Absicherung von Zinsrisiken aus der Finanzierung von Investitionen und von mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Darlehensaufnahmen wurden Forward-Payer-Zinsswaps abgeschlossen. Der Teil der Grundgeschäfte mit Zinsänderungsrisiken ist bei Vorliegen der Voraussetzungen mit den gegenläufigen Effekten aus den Zinsderivaten zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst.

Zur Absicherung von Währungsrisiken aus erwarteten zukünftigen Erträgen in Fremdwährung wurde ein Devisentermingeschäft abgeschlossen und als Mikro-Bewertungseinheit abgebildet. Zum Bilanzstichtag war kein Devisentermingeschäft mehr im Bestand.

Außerdem wurden zur Absicherung einer Fremdwährungsforderung sowohl gegenläufige Fremdwährungsverbindlichkeiten aufgenommen als auch Devisentermingeschäfte abgeschlossen. Zum Bilanzstichtag war kein Devisentermingeschäft mehr im Bestand. Bei Vorliegen der Voraussetzungen werden diese zu Mikro-Bewertungseinheiten zusammengefasst und die Wertänderungen direkt bei dem Grundgeschäft bzw. Sicherungsgeschäften erfasst.

Das Gesamtvolumen der mit den Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken beträgt 131,4 Mio Euro (Vorjahr 119,2 Mio Euro). Dem stehen positive Marktwerte in Höhe von 234,1 Mio Euro (Vorjahr 186,8 Mio Euro) gegenüber.

Das Gesamtvolumen der mit Bewertungseinheiten abgesicherten Risiken (Saldo aus positiven und negativen Marktwerten der Grund- und Sicherungsgeschäfte) stellt sich wie folgt dar:

Art der Sicherungsbeziehung

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  kurzfristig langfristig
in Tsd Euro 2014/15 2013/14 2014/15 2013/14
Commodities        
Stromerzeugung 28 009 19 498 23 715 0
Stromvertrieb 21 713 20 110 8 712 8 318
Gasvertrieb 12 256 13 965 8 305 5 955
Zinsen 0 - 305 0 0
  61 978 53 268 40 732 14 273

Die Bewertungseinheiten betreffen Portfolio-Hedges mit einem beizulegenden Zeitwert von 36,2 Mio Euro (Vorjahr 32,0 Mio Euro), Makro-Hedges mit einem beizulegenden Zeitwert von 51,7 Mio Euro (Vorjahr 19,5 Mio Euro) sowie Mikro-Hedges 14,8 Mio Euro (Vorjahr 16,0 Mio Euro).

In die Bewertungseinheiten sind antizipative Strom- und Gasabsatzgeschäfte in Höhe von 16,0 Mio Euro (Vorjahr 18,7 Mio Euro) bei Strom und 20,8 Mio Euro (Vorjahr 22,9 Mio Euro) bei Gas sowie Zinszahlungen aus antizipativen Darlehen in Höhe von 0,0 Mio Euro (Vorjahr 408,3 Mio Euro) einbezogen.

Bei den in Portfolio-Bewertungseinheiten einbezogenen mit hoher Wahrscheinlichkeit erwarteten Transaktionen wurden Planabsatzmengen an Strom- und Gaskunden sowie Bezugsmengen aus dem Energiehandel und fremden Kraftwerken berücksichtigt.

Prospektiv ist von einer hohen Wirksamkeit aller Sicherungsbeziehungen auszugehen, da sich die gegenläufigen Wertänderungen der Grundgeschäfte und Sicherungsinstrumente in der Zukunft voraussichtlich in voller Sicherungshöhe ausgleichen werden. Die in den Portfolio-Bewertungseinheiten zusammengefassten Grundgeschäfte weisen homogene Risiken auf. Bei den Sicherungsinstrumenten wird der Preisindex jeweils so gewählt, dass er mit dem Grundgeschäft übereinstimmt und die Sicherungsinstrumente somit demselben Warenpreisrisiko unterliegen wie die Grundgeschäfte. Die Wertänderungen der Grundgeschäfte sind über einen Zeitraum von 4 Jahren gesichert.

Zur Ermittlung der Wirksamkeit der Sicherungsbeziehungen wird die Dollar-Offset-Methode in kumulierter Form angewendet. Bei der Dollar-Offset-Methode werden die kumulierten Marktwertänderungen der Grundgeschäfte mit den kumulierten Marktwertänderungen der Sicherungsinstrumente ab dem Designationszeitpunkt in absoluten Geldbeträgen miteinander verglichen. Der Dollar-Offset-Test wird zu jedem Abschlusstermin durchgeführt. Für Bewertungseinheiten, bei welchen ein 1:1 Beziehung zwischen dem Bezugs- und Absatzvertrag besteht (Mikrobewertungseinheiten) wird auf eine quantitative Ermittlung der Wirksamkeit, soweit alle wesentlichen Vertragsparameter (Liefermengen, Lieferzeitpunkte, Preise etc.) von Grund- und Sicherungsgeschäfte übereinstimmen, verzichtet.

Zum 30. September 2015 wurde keine Drohverlustrückstellung gebildet.

Alle derivativen Finanzinstrumente, die nicht zum beizulegenden Zeitwert bilanziert werden, sind vollumfänglich in Bewertungseinheiten einbezogen.

Konzernbeziehungen

MVV Energie AG, Mannheim, stellt den Konzernabschluss für den größten und kleinsten Kreis von Unternehmen auf. Dieser und der zusammengefasste Konzernlagebericht werden nach den internationalen Rechnungslegungsvorschriften (IFRS), wie sie in der Europäischen Union anzuwenden sind, aufgestellt und im Bundesanzeiger veröffentlicht.

Abweichende Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden ergeben sich im Wesentlichen hinsichtlich der Bilanzierung des Anlagevermögens, der derivativen Finanzinstrumente, der Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen sowie der latenten Steuern hinsichtlich der Bewertungsunterschiede zwischen HGB und IFRS.

Honorare des Abschlussprüfers

Es erfolgen keine Angaben zu Honoraren des Abschlussprüfers, da diese im Konzernabschluss der MVV Energie Gruppe dargestellt werden, in den die Gesellschaft einbezogen wird.

Zusammengefasster Lagebericht

Der Lagebericht der MVV Energie AG wird zusammen mit dem Konzernlagebericht gemäß § 315 Abs. 3 HGB im Konzernabschluss dargestellt.

Organe der Gesellschaft

Vorstand der MVV Energie AG

Dr. Georg Müller

Vorsitzender und Kaufmännische Angelegenheiten

Udo Bekker

Personal

Dr. Werner Dub

Technik

(bis 31. Dezember 2014)

Ralf Klöpfer

Vertrieb

Dr. Hansjörg Roll

Technik

(seit 1.Januar 2015)

Die zusätzlichen Mandate in Aufsichtsräten oder vergleichbaren Kontrollgremien der Vorstände und Aufsichtsräte sind auf den nachfolgenden Seiten detailliert aufgeführt.

Aufsichtsrat der MVV Energie AG

Dr. Peter Kurz

(Vorsitzender)

Oberbürgermeister der Stadt Mannheim

Peter Dinges1

(stellvertretender Vorsitzender)

Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MVV Energie AG

Johannes Böttcher1

Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG

Timo Carstensen1

Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG

Ralf Eisenhauer

Fachbauleiter Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH

Peter Erni1

Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar

Detlef Falk1

Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG

Reinhold Götz

1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim

Prof. Dr. Egon Jüttner

Mitglied des Deutschen Bundestags

Heike Kamradt1

Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG

Daniela Kirchner1

Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG

Dr. Antje Mohr1

Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel

Dr. Lorenz Näger

Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG

Wolfgang Raufelder

Mitglied des Landtags Baden-Württemberg

Christian Specht

Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim

Dr. Dieter Steinkamp

Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln

Carsten Südmersen

Unternehmensberater

Katja Udluft1

Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar

Prof. Heinz-Werner Ufer

Diplom-Ökonom

Jürgen Wiesner1

Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG

1 Vertreter der Arbeitnehmer

Mitglieder der Ausschüsse des Aufsichtsrats der MVV Energie AG

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Ausschuss Name
Bilanzprüfungsausschuss Prof. Heinz-Werner Ufer (Vorsitzender)
  Peter Dinges (stellvertretender Vorsitzender)
  Peter Erni
  Detlef Falk
  Dr. Lorenz Näger
  Carsten Südmersen
Personalausschuss Dr. Peter Kurz (Vorsitzender)
  Peter Dinges
  Ralf Eisenhauer
  Heike Kamradt
  Carsten Südmersen
  Jürgen Wiesner
Nominierungsausschuss Dr. Peter Kurz (Vorsitzender)
  Ralf Eisenhauer
  Wolfgang Raufelder
  Dr. Dieter Steinkamp
  Carsten Südmersen
  Prof. Heinz-Werner Ufer
Vermittlungsausschuss Dr. Peter Kurz (Vorsitzender)
  Peter Dinges
  Carsten Südmersen
  Jürgen Wiesner
Ausschuss zur Schaffung eines neuen genehmigten Kapitals Dr. Peter Kurz (Vorsitzender)
  Peter Dinges
  Ralf Eisenhauer
  Peter Erni
  Christian Specht
  Dr. Dieter Steinkamp
  Carsten Südmersen
  Prof. Heinz-Werner Ufer

Mitglieder des Vorstands der MVV Energie AG

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Name Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Georg Müller Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (Vorsitzender)  
  Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim  
  Juwi AG, Wörrstadt (seit 24. März 2015 - Vorsitzender)  
  MVV Enamic GmbH, Mannheim (stellvertretender. Vorsitzender)  
  MVV Trading GmbH, Mannheim  
  MVV Umwelt GmbH, Mannheim  
  Saarschmiede GmbH, Völklingen  
  Stadtwerke Kiel AG, Kiel (Vorsitzender)  
Udo Bekker Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (seit 18. Mai 2015 - Vorsitzender)
  Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt Soluvia GmbH, Mannheim (Vorsitzender)
  Stadtwerke Kiel AG, Kiel  
Dr. Werner Dub (bis 31. Dezember 2014) Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (bis 3. März 2015) MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (bis 31. Dezember 2014 - Vorsitzender)
  Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim (bis 11. März 2015) Soluvia GmbH, Mannheim (bis 31. Dezember 2014)
  MVV Umwelt GmbH, Mannheim (bis 31. Dezember 2014 -stellvertretender Vorsitzender)  
  Netrion GmbH, Mannheim (bis 31. Dezember 2014 - Vorsitzender)  
  Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt (bis 31. Dezember 2014 -stellvertretender Vorsitzender)  
  Stadtwerke Kiel AG, Kiel (bis 31. Dezember 2014)  
Ralf Klöpfer Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach BEEGY GmbH, Mannheim (seit 14. Juli 2015 - Vorsitzender)
  IDOS Software AG, Karlsruhe MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (seit 1. Januar 2015)
  Juwi AG, Wörrstadt (seit 24. März 2015)  
  MVV Enamic GmbH, Mannheim (Vorsitzender) Soluvia GmbH, Mannheim
  MVV Trading GmbH, Mannheim (Vorsitzender) Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim (seit 28. September 2015)
  Stadtwerke Kiel AG, Kiel  
  Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt (seit 1. Januar 2015 - stellvertretender Vorsitzender)  
Dr. Hansjörg Roll (seit 1. Januar 2015) Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach (seit 3. März 2015) MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik (seit 1. Januar 2015 )
  Grosskraftwerk Mannheim AG, Mannheim (seit 11. März 2015) Soluvia GmbH, Mannheim (seit 1. Januar 2015)
  Juwi AG, Wörrstadt (seit 24. März 2015)  
  MVV Umwelt GmbH, Mannheim (seit 1. Januar 2015 - Vorsitzender)  
  Netrion GmbH, Mannheim (seit 1. Januar 2015 - Aufsichtsratsmitglied seit 12. Januar 2015 - Vorsitzender) ,
  Stadtwerke Kiel AG, Kiel (seit 1. Januar 2015)  

Mitglieder des Aufsichtsrats der MVV Energie AG

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Name Beruf Mandate in anderen gesetzlich zu bildenden Aufsichtsräten von inländischen Gesellschaften Mitgliedschaft in vergleichbaren in- und ausländischen Kontrollgremien von Wirtschaftsunternehmen
Dr. Peter Kurz (Vorsitzender) Oberbürgermeister der Stadt Mannheim BGV Versicherung AG, Karlsruhe (bis 26. August 2015) GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim (Vorsitzender)
  Klinikum Mannheim GmbH Universitätsklinikum, Mannheim (Vorsitzender) m:con - mannheim:congress GmbH,
    Mannheim (Vorsitzender)
  MVV GmbH, Mannheim (Vorsitzender) MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim (Vorsitzender)
    Popakademie Baden-Württemberg GmbH, Mannheim
    Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim
    Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim
Peter Dinges (stellvertretender Vorsitzender) Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach Soluvia GmbH, Mannheim
  MVV Enamic GmbH, Mannheim  
Vorsitzender des Konzernbetriebsrats der MVV Energie AG MVV GmbH, Mannheim  
  MVV Umwelt GmbH, Mannheim  
  Netrion GmbH, Mannheim  
Johannes Böttcher Vorsitzender des Betriebsrats der Energieversorgung Offenbach AG Energieversorgung Offenbach AG, Offenbach  
Timo Carstensen Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Stadtwerke Kiel AG, Kiel  
Ralf Eisenhauer Fachbauleiter für Altlasten bei der GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH   Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim
    Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim
Peter Erni Gewerkschaftssekretär ver.di Rhein-Neckar    
Detlef Falk Vorsitzender des Betriebsrats der Stadtwerke Kiel AG Stadtwerke Kiel AG, Kiel Soluvia GmbH, Mannheim
Reinhold Götz 1. Bevollmächtigter IG Metall Mannheim EVO Bus GmbH, Mannheim GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH, Mannheim
  Wabco Holding GmbH, Hannover Caterpillar Energy Solutions GmbH, Mannheim
Prof. Dr. Egon Jüttner Mitglied des Deutschen Bundestags   Haus-, Wohnungs- und Grundeigentümerverein Mannheim e.V., Mannheim
Heike Kamradt Mitglied des Betriebsrats der MVV Energie AG MVV Trading GmbH, Mannheim MVV Insurance Services GmbH, Mannheim
  MVV Umwelt GmbH, Mannheim  
Daniela Kirchner Leiterin des Bereichs Rechnungswesen und Steuern der MVV Energie AG MVV Trading GmbH, Mannheim MVV Energie CZ a.s., Praha, Tschechische Republik
    Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co. KG, Sinsheim
Dr. Antje Mohr Gewerkschaftssekretärin ver.di Kiel Stadtwerke Kiel AG, Kiel  
Dr. Lorenz Näger Mitglied des Vorstands der HeidelbergCement AG   Castle Cement Limited, Maidenhead, Großbritannien
    Cimenteries CBR S.A., Brüssel, Belgien
    ENCl Holding N.V., 1s-Hertogenbosch, Niederlande
    Hanson Limited, Maidenhead, Großbritannien
    Hanson Pioneer Espana, S.L.U., Madrid, Spanien
    HeidelbergCement Canada Holding Limited, Maidenhead, Großbritannien
    HeidelbergCement Holding S.ä.r.l., Luxemburg
    HeidelbergCement lndia Limited, Karnataka (District Tumkur), Indien
    HeidelbergCement Netherlands Holding B.V., 1s-Hertogenbosch, Niederlande
    HeidelbergCement UK Holding Limited, Maidenhead, Großbritannien
    HeidelbergCement UK Holding II Limited, Maidenhead, Großbritannien
    Lehigh B.V., 1s-Hertogenbosch, Niederlande
    Lehigh Hanson, Inc., Irving, TX, USA
    Lehigh Hanson Materials Limited, Calgary, Kanada
    Lehigh UK Limited, Maidenhead, Großbritannien
    Palatina Insurance Limited, Sliema, Malta
    PT lndocement Tunggal Prakarsa Tbk., Jakarta, lndonesien
    PHOENIX Pharmahandel GmbH & Co. KG, Mannheim, Deutschland
    Recem S.A., Luxemburg
Wolfgang Raufelder Mitglied des Landtags Baden-Württemberg MVV GmbH, Mannheim Mannheimer Parkhausbetriebe GmbH, Mannheim
    Rhein-Neckar Flugplatz GmbH, Mannheim
    Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim
Christian Specht Erster Bürgermeister der Stadt Mannheim MVV GmbH, Mannheim (bis 2. Oktober 2014) Rhein-Neckar-Verkehr GmbH, Mannheim
  MVV Verkehr GmbH, Mannheim (Vorsitzender)  
Dr. Dieter Steinkamp Vorstandsvorsitzender der RheinEnergie AG, Köln NetCologne Gesellschaft für Telekommunikation mbH, Köln AggerEnergie GmbH, Gummersbach (Aufsichtsratsvorsitzender)
  rhenag Rheinische Energie Aktiengesellschaft, Köln AVG Abfallentsorgungs- und Verwertungsgesellschaft Köln mbH, Köln
    AWB Abfallwirtschaftsbetriebe Köln GmbH, Köln
    BELKAW GmbH, Bergisch Gladbach
    BRUNATA Wärmemesser-Gesellschaft Schultheiss GmbH + Co., Hürth
    Energieversorgung Leverkusen GmbH & Co. KG (EVL), Leverkusen
    Gasversorgungsgesellschaft mbH Rhein-Erft, Hürth
    METRONA Wärmemesser Gesellschaft Schultheiß GmbH + Co., Hürth
    modernes köln, Gesellschaft für Stadtentwicklung mbH, Köln
    moderne stadt, Gesellschaft zur Förderung des Städtebaues und der Gemeindeentwicklung mbH, Köln (Aufsichtsratsvorsitzender)
    Stadtwerke Lohmar GmbH & Co. KG, Lohmar (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
    Stadtwerke Troisdorf GmbH, Troisdorf
    Unternehmensverwaltungsgesellschaft Metrona mbH, Hürth
    Verwaltungsgesellschaft Schultheiss mbH, Hürth
    Stromnetz Bornheim GmbH & Co. KG (stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender)
Carsten Südmersen Unternehmensberater MVV GmbH, Mannheim (bis 2. Oktober 2014) m:con - mannheim:congress GmbH, Mannheim
    MWS Projektentwicklungsgesellschaft mbH, Mannheim
    Sparkasse Rhein Neckar Nord, Mannheim
    Stadtmarketing Mannheim GmbH, Mannheim
Katja Udluft Gewerkschaftssekretärin ver.di Rhein-Neckar    
Prof. Heinz-Werner Ufer Diplom-Ökonom Amprion GmbH, Dortmund (Vorsitzender)  
Jürgen Wiesner Stellvertretender Vorsitzender des Betriebsrats der MVV Energie AG MVV Enamic GmbH, Mannheim  
  MVV Trading GmbH, Mannheim  

Nach § 21 WpHG mitgeteilte Beteiligungen

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Meldepflichtiger Datum der Schwellen berührung Betroffene Melde- schwellen Art der Beteiligung Kontrollierte Unternehmen Anzahl der gemeldeten Stimmrechte* in %*
1.1 MVV Verkehr GmbH, Mannheim, Deutschland 5. Oktober 2002 über 3%, 5%,10%, 15%,20%, 25%,30%, 50% direkt   nicht angegeben 72,80 %
1.2MVV GmbH, Mannheim, Deutschland 5. Oktober 2002 über 3%, 5%,10%, 15%,20%, 25%,30%, 50% zugerechnet MVV Verkehr GmbH nicht angegeben 72,80 %
1.3 Stadt Mannheim, Mannheim, Deutschland 5. Oktober 2002 über 3%, 5%,10%, 15%,20%, 25%,30%, 50% zugerechnet MVV GmbH; MVV Verkehr GmbH nicht angegeben 72,80 %
2.1 EnBW Energie Baden-Württemberg AG, Karlsruhe, Deutschland 16. April 2014 über 20 % direkt   14 815 072 22,48 %
2.2 NECKARPRI- Beteiligungs- gesellschaft mbh Stuttgart, Deutschland 16. April 2014 über 20 % zugerechnet EnBW Energie Baden-Württemberg AG 14 815 072 22,48 %
2.3 NECKARPRI GmbH, Stuttgart, Deutschland 16. April 2014 über 20 % zugerechnet NECKARPRI- Beteiligungsgesellschaft mbH; EnBW Energie Baden-Württemberg AG 14 815 072 22,48 %
2.4 Land Baden- Württemberg, Stuttgart, Deutschland 16. April 2014 über 20 % zugerechnet NECKARPRI GmbH; NECKARPRI- Beteiligungs- gesellschaft mbH; EnBW Energie Baden- Württemberg AG 14 815 072 22,48 %
2.5 OEW Energie- Beteiligungs GmbH, Ravensburg, Deutschland 16. April 2014 über 20 % zugerechnet EnBW Energie Baden- Württemberg AG 14 815 072 22,48 %
2.6 Zweckverband Oberschwäbische Elektrizitätswerke, Ravensburg, Deutschland 16. April 2014 über 20 % zugerechnet OEW Energie- Beteiligungs GmbH; EnBW Energie Baden- Württemberg AG 14 815 072 22,48 %
3.1 RheinEnergie AG, Köln, Deutschland 11. Oktober 2007 über 3%, 5%,10%, 15% direkt   8 981 315 16,10 %
3.2 GEW Köln AG, Köln, Deutschland 11. Oktober 2007 über 3%, 5%,10%, 15% zugerechnet RheinEnergie AG; 8 981 315 16,10 %
3.3 Stadtwerke Köln GmbH, Köln, Deutschland 11. Oktober 2007 über 3%, 5%,10%, 15% zugerechnet RheinEnergie AG; GEW Köln AG 8 981 315 16,10 %
3.4 Stadt Köln, Köln, Deutschland 11. Oktober 2007 über 3%, 5%,10%, 15% zugerechnet RheinEnergie AG; GEW Köln AG; Stadtwerke Köln GmbH 8 981 315 16,10 %
4.1 GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH, Berlin, Deutschland 3. Februar 2012 über 3%, 5% direkt   4 146 820 6,29 %
4.2 GDF International SAS, Courbevoie, Frankreich 3. Februar 2012 über 3%, 5% zugerechnet GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH 4 146 820 6,29 %
4.3 GDF SUEZ SA, Courbevoie, Frankreich 3. Februar 2012 über 3%, 5% zugerechnet GDF SUEZ Energie Deutschland GmbH; GDF International SAS 4 146 820 6,29 %

* zum Zeitpunkt der Schwellenberührung

Anhang

Vergütung von Vorstand und Aufsichtsrat

Im Vergütungsbericht legen wir die Grundsätze unseres Vergütungssystems dar und informieren über Struktur und Höhe der Vergütungen der Mitglieder von Vorstand und Aufsichtsrat der MVV Energie AG. Darüber hinaus geben wir die Leistungen an, die für die Mitglieder des Vorstands vorgesehen sind, falls sie aus dem Unternehmen ausscheiden oder in Ruhestand gehen.

Die Beschreibung der Grundzüge unseres Vergütungssystems sowie die Angaben zu den Bezügen der Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder für das Geschäftsjahr 2014/15 berücksichtigen die Regelungen des Handelsgesetzbuchs (HGB) sowie die Regelungen, die der Deutsche Corporate Governance Kodex empfiehlt.

Im Berichtszeitraum kam es zu einer personellen Änderung im Vorstand: Dr. Werner Dub schied zum 31. Dezember 2014 aus dem Vorstand aus. Seine Position im Vorstandsbereich Technik übernahm Dr. Hansjörg Roll zum 1. Januar 2015.

Die Vorstandsmitglieder der MVV Energie AG sind zugleich Geschäftsführer der MVV RHE GmbH. Für die im Rahmen dieser Funktion erbrachten Leistungen wurden die entsprechenden Kosten an die MVV RHE GmbH weiterverrechnet. Eine gesonderte Vergütung erfolgt nicht.

Die Struktur und die Höhe der Vorstandsvergütung werden durch den Aufsichtsrat der MVV Energie AG nach Vorbereitung durch den Personalausschuss festgelegt und regelmäßig überprüft. Das Vergütungssystem ist so gestaltet, dass es den wirtschaftlichen Erfolg sowie die nachhaltige und langfristige Wertentwicklung des Unternehmens honoriert. Daher setzt sich die Vergütung der Vorstandsmitglieder sowohl aus erfolgsunabhängigen als auch aus erfolgsbezogenen Komponenten zusammen.

Sämtliche Vorstandsverträge sehen eine Regelung vor, die sicherstellt, dass Zahlungen an ein Vorstandsmitglied bei vorzeitiger Beendigung der Vorstandstätigkeit den Wert von zwei Jahresvergütungen nicht überschreiten (Abfindungs-Cap) und nicht mehr als die Restlaufzeit des Dienstvertrags vergüten.

Ein Übergangsgeld bei vorzeitiger Beendigung oder Nichtverlängerung des Dienstvertrags wird nicht gewährt.

Weitere Leistungen von dritter Seite wurden weder zugesagt noch gewährt. Die erfolgsunabhängigen Teile bestehen aus einer Fixvergütung und Nebenleistungen sowie Versorgungszusagen.

Die Fixvergütung wird monatlich anteilig als Gehalt ausgezahlt. Die Vorstandsmitglieder erhalten zusätzlich Nebenleistungen, die sie nach den jeweils geltenden Regelungen individuell versteuern. Diese beinhalten im Wesentlichen Zuschüsse zu marktüblichen Versicherungen und dem geldwerten Vorteil aus Dienstwagennutzung.

Den Vorstandsmitgliedern ist eine beitragsorientierte Versorgungsleistung zugesagt, deren Höhe sich nach dem Stand virtueller Versorgungskonten zum Zeitpunkt des Versorgungsfalls bestimmt. Den virtuellen Konten werden jährlich Versorgungsbeiträge gutgeschrieben; die Konten werden jährlich verzinst.

Die Versorgungsleistung umfasst auch eine Anwartschaft auf Leistungen aufgrund dauerhafter Arbeitsunfähigkeit sowie eine Anwartschaft auf eine Hinterbliebenenversorgung.

Die einjährige variable Vergütung der Vorstandsmitglieder wird von zwei Komponenten bestimmt: Für den operativen Erfolg des MVV Energie Konzerns wird den Vorstandsmitgliedern eine Jahrestantieme gewährt. Diese bemisst sich am Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns. Zudem erhalten die Vorstandsmitglieder für die Renditesteigerung des Unternehmens gemessen über einen Zeitraum von drei Jahren eine Nachhaltigkeitstantieme. Diese orientiert sich am durchschnittlichen ROCE (Return on Capital Employed) vor IAS 39 Effekten des MVV Energie Konzerns des abgelaufenen und der beiden vorherigen Geschäftsjahre.

Für beide Komponenten gelten angemessene Mindestschwellen und Kappungsgrenzen. Die Nachhaltigkeitskomponente machte im Geschäftsjahr 2014/15 im Vergleich zur Jahrestantieme den überwiegenden Teil der variablen Vergütung aus. Eine mehrjährige variable Vergütung ist nicht vorgesehen.

Die ehemaligen Mitglieder des Vorstands erhielten im Berichtsjahr Bezüge in Höhe von 350 Tsd Euro. Für Pensionsverpflichtungen gegenüber früheren Mitgliedern des Vorstands sind insgesamt 16 150 Tsd Euro zurückgestellt. Im Berichtsjahr betrug die Gesamtzuführung 385 Tsd Euro.

Der Vorstand erhielt im Berichtsjahr Gesamtbezüge in Höhe von 2 446 Tsd Euro (Vorjahr 2 408 Tsd Euro).

Die folgenden Tabellen zeigen die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse im Berichtsjahr nach dem Deutschen Corporate Governance Kodex und die Gesamtbezüge nach DRS 17. Die gewährten Zuwendungen und die tatsächlichen Zuflüsse sind aufgrund der Systematik des Vergütungssystems identisch.

Gewährte Zuwendungen und Zuflüsse

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  Dr. Georg Müller, Vorstandsvorsitzender Udo Bekker, Vorstand Personal
in Tsd Euro 2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14 2014/15 Min 2014/15
1 Fixvergütung 482 482 482 460 313 313
2 Nebenleistungen 33 33 33 38 27 27
3 Sonstiges 17 17 17 17 9 9
Summe 532 532 532 515 349 349
Einjährige variable Vergütung 283 0 964 297 189 0
Gesamtbezüge 815 532 1.496 812 538 349
4 Versorgungsaufwand 228 228 228 190 129 129
Gesamtvergütung 1.043 760 1.724 1.002 667 478
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Gewährte Zuwendungen und Zuflüsse Udo Bekker, Vorstand Personal Ralf Klöpfer, Vorstand Vertrieb
in Tsd Euro Max 2014/15 2013/14 2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14
1 Fixvergütung 313 330 288 288 288 275
2 Nebenleistungen 27 30 69 69 69 51
3 Sonstiges 9 9 9 5 5 5
Summe 349 369 366 362 362 331
Einjährige variable Vergütung 626 182 189 0 576 198
Gesamtbezüge 975 551 555 362 938 529
4 Versorgungsaufwand 129 121 134 134 134 275
Gesamtvergütung 1.104 672 689 496 1.072 804
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Gewährte Zuwendungen und Zuflüsse Dr. Hansjörg Roll, Vorstand Technik Dr. Werner Dub, Vorstand Technik
in Tsd Euro   seit 01.01.2015     bis 31.12.2014
  2014/15 Min 2014/15 Max 2014/15 2013/14 2014/15 Min 2014/15
1 Fixvergütung 216 216 216 - 72 72
2 Nebenleistungen 40 40 40 - 7 7
3 Sonstiges 8 5 5 - 6 16
Summe 264 261 261 - 85 95
Einjährige variable Vergütung 142 0 432 - 47 0
Gesamtbezüge 406 261 693 - 132 95
4 Versorgungsaufwand 144 144 144 - 24 24
Gesamtvergütung 550 405 837 - 156 119
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Gewährte Zuwendungen und Zuflüsse Dr. Werner Dub, Vorstand Technik
in Tsd Euro Max 2014/15 2013/14
1 Fixvergütung 72 275
2 Nebenleistungen 7 27
3 Sonstiges 16 16
Summe 95 318
Einjährige variable Vergütung 144 198
Gesamtbezüge 239 516
4 Versorgungsaufwand 24 151
Gesamtvergütung 263 667

1 Jährliche Fixvergütung einschließlich Zulage für den Vorstandsvorsitzenden Dr. Georg Müller in Höhe von 194 Tsd Euro
2 Zuschüsse zur freiwilligen Rentenversicherung, Krankenversicherung, Pflegeversicherung, freiwilligen Versicherung bei der Berufsgenossenschaft, geldwerte Vorteile/Sachbezüge
3 Gremienvergütung bei Tochter- und Beteiligungsunternehmen (Anspruch im Geschäftsjahr)
4 Dienstzeitaufwand gemäß IAS 19 aus Zusagen für Pensionen und sonstige Versorgungsleistungen

Die Pensionsverpflichtungen für die Vorstandsmitglieder werden in der folgenden Tabelle dargestellt:

Pensionsverpflichtungen

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  Entwicklung der virtuellen Versorgungskonten Pensionsrückstellung Zuführung zur Pensionsrückstellung
in Tsd Euro Stand 1.10.2014 Versorgungsbeitrag Stand 30.9.20151 Stand 30.9.20152 Dienstzeitaufwand Zinsaufwand
Dr. Georg Müller 1 582 153 1 810 2 742 228 59
Udo Bekker 196 115 320 482 129 8
Ralf Klöpfer 110 115 230 410 134 7
Dr. Hansjörg Roll   98 98 144 144  
Gesamt 1 888 481 2 458 3 778 635 74

1 einschließlich Zinsen
2 entsprechen dem Barwert der erreichten Ansprüche

Gemäß IAS 24 zählen Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen zu den unternehmensnahen Personen. Neben dem Vorstand gehören hierzu im MVV Energie Konzern auch die aktiven Bereichsleiter und Prokuristen der MVV Energie AG. Diese Personengruppe erhält ihre Bezüge ausschließlich von der MVV Energie AG. Die Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 2 662 Tsd Euro, hiervon 2 538 Tsd Euro für kurzfristig fällige Leistungen.

Mitglieder des Managements in Schlüsselfunktionen erhalten, soweit sie nicht über die Zusatzversorgungskasse (ZVK) abgesichert sind, eine beitragsorientierte betriebliche Altersversorgung in Höhe von bis zu 8,6% der festen Vergütung. Dabei können sie innerhalb der im Konzern angebotenen Durchführungswege festlegen, welche biometrischen Risiken sie absichern möchten. Die Gesamtaufwendungen im Rahmen dieser Vergütungen beliefen sich im Berichtsjahr auf 124 Tsd Euro.

Die Vergütung unserer Aufsichtsratsmitglieder steht in einem angemessenen Verhältnis zu ihrer Verantwortung und dem Umfang ihrer Tätigkeiten. Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten im Berichtsjahr jeweils eine Jahresvergütung in Höhe von 10 Tsd Euro, wobei der Aufsichtsratsvorsitzende den doppelten und sein Stellvertreter den eineinhalbfachen Betrag erhielt. Der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses erhielt eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 5 Tsd Euro, die Mitglieder des Bilanzprüfungsausschusses erhielten eine zusätzliche Jahresvergütung in Höhe von 2,5 Tsd Euro. Ferner wurde ein Sitzungsgeld von 1 Tsd Euro pro Person und Sitzung des Plenums beziehungsweise der Ausschüsse gewährt. Der Vorsitzende des Aufsichtsrats erhält für eine Aufsichtsratssitzung den doppelten Betrag. Ebenso erhält der Vorsitzende des Bilanzprüfungsausschusses den doppelten Betrag für eine Sitzung des Bilanzprüfungsausschusses. Die gesamten Bezüge beliefen sich auf 456 Tsd Euro. Die Vergütung der Arbeitnehmervertreter im Aufsichtsrat (exklusive ihrer Aufsichtsratsvergütung) betrug im Berichtsjahr 908 Tsd Euro.

Aufsichtsratsbezüge

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in Euro Aufsichtsratsvergütung Sitzungsgelder
Dr. Peter Kurz 20 000 24 000
Johannes Böttcher 10 000 8 000
Timo Carstensen 10 000 6 000
Peter Dinges 17 500 16 000
Ralf Eisenhauer 10 000 9 000
Peter Erni 12 500 14 000
Detlef Falk 12 500 13 000
Reinhold Götz 10 000 9 000
Prof. Dr. Egon Jüttner 10 000 6 000
Heike Kamradt 10 000 8 000
Daniela Kirchner 10 000 9 000
Dr. Antje Mohr 10 000 9 000
Dr. Lorenz Näger 12 500 11 000
Wolfgang Raufelder 10 000 7 000
Christian Specht 10 000 9 000
Dr. Dieter Steinkamp 10 000 9 000
Carsten Südmersen 12 500 15 000
Katja Udluft 10 000 9 000
Prof. Heinz-Werner Ufer 15 000 22 000
Jürgen Wiesner 10 000 10 000
  232 500 223 000

Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben die Entsprechenserklärung zu den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex gemäß § 161 AktG abgegeben und den Aktionären zugänglich gemacht. Die vollständige Erklärung ist im Internet unter www.mvv-investor.de veröffentlicht.

 

Mannheim, den 11. November 2015

MVV Energie AG

Vorstand

Dr. Müller

Bekker

Klöpfer

Dr. Roll

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Mannheim, 11. November 2015

MVV Energie AG

Vorstand

Dr. Müller

Bekker

Klöpfer

Dr. Roll

Anlagenspiegel

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Immaterielle Vermögensgegenstände
in
Tsd Euro
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Geleistete Anzahlungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2014 37 207 0 37 207
Zugänge 22 0 22
Abgänge - 2 616   - 2 616
Umbuchungen 0 0  
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2015 34 613 0 34 613
Abschreibungen 1.10.2014 - 33 711 0 - 33 711
Abschreibungen des Geschäftsjahres - 139 0 - 139
Abgänge 4 0 4
Abschreibungen 30.9.2015 - 33 846 0 - 33 846
Restbuchwerte 30.9.2015 767 0 767
Restbuchwerte 30.9.2014 3 496 0 3 496

Anhang

Sachanlagen

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in Tsd Euro Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2014 149 822 1 242 847 80 740 24 921 1 498 330
Zugänge 1 097 7 470 915 17 162 26 644
Abgänge - 210 - 1 290 - 2 068 - 34 - 3 602
Umbuchungen 715 18 773 247 - 19 735 0
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2015 151 424 1 267 800 79 834 22 314 1 521 372
          0
Abschreibungen 1.10.2014 - 97 594 - 985 844 - 65 474 0 -1 148 912
Abschreibungen des Geschäftsjahres - 2 680 - 18 316 - 2 120 0 - 23 116
Abgänge 158 1 236 2 018 0 3 412
Abschreibungen 30.9.2015 - 100 116 -1 002 924 - 65 576 0 -1 168 616
Restbuchwerte 30.9.2015 51 308 264 876 14 258 22 314 352 756
Restbuchwerte 30.9.2014 52 228 257 003 15 266 24 921 349 418

Finanzanlagen

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in Tsd Euro Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundene Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2014 636 470 656 201 129 556 148 1 422 375
Zugänge 170 855 217 475 11 961 0 400 291
Abgänge - 54 - 198 944 - 353 - 5 - 199 356
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2015 807 271 674 732 141 164 143 1 623 310
Abschreibungen 1.10.2014 - 34 105 - 14 396 - 13 868 0 - 62 369
Zugänge 0 0 0 0 0
Abgänge 0 1 446 0 0 1 446
Abschreibungen 30.9.2015 - 34 105 - 12 950 - 13 868 0 - 60 923
Restbuchwerte 30.9.2015 773 166 661 782 127 296 143 1 562 387
Restbuchwerte 30.9.2014 602 365 641 805 115 688 148 1 360 006

Anteilsliste des MVV Energie Konzerns zum 30.9.2015

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  Kapitalanteil1
in %
Eigenkapital1 Tsd LW Jahresüberschuss/ -fehlbetrag1 Tsd LW Landeswährung (LW)
Verbundene Unternehmen (Vollkonsolidierte Tochterunternehmen)        
National        
ABeG Abwasserbetriebsgesellschaft mbH, Offenbach am Main 51,00 579 - 1 EUR
AVA Abwasser- und Verwertungsanlagen GmbH, Mörfelden-Walldorf6,14 100,00 81 0 EUR
BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Mühlhausen6 100,00 700 0 EUR
Biokraft Naturbrennstoffe GmbH, Offenbach am Main 100,00 195 31 EUR
Biomethananlage Barby GmbH, Mannheim (vormals Bioenergie Barby GmbH, Regensburg) 5,14 74,90 6 - 19 EUR
Biomethananlage Klein Wanzleben GmbH, Mannheim 74,90 4 024 727 EUR
Biomethananlage Kroppenstedt GmbH, Mannheim 74,90 2 649 579 EUR
Biomethananlage Staßfurt GmbH, Mannheim 74,90 3 379 687 EUR
Cerventus Naturenergie GmbH, Offenbach am Main 50,00 31 236 842 EUR
Cerventus Naturenergie Verwaltungs GmbH, Offenbach am Main 100,00 25 11 EUR
Dabit Grundstücksverwaltungsgesellschaft mbH & Co. Vermietungs KG, Mainz8,14 94,00 8 18 EUR
Energieversorgung Dietzenbach GmbH, Dietzenbach14 50,00 4 642 842 EUR
Energieversorgung Offenbach Aktiengesellschaft, Offenbach am Main2,14 48,42 123 097 14 226 EUR
eternegy GmbH, Mannheim14 100,00 5 850 980 EUR
FRASSUR GmbH Umweltschutz-Dienstleistungen, Mörfelden-Walldorf14 100,00 1 706 - 179 EUR
Gasversorgung Offenbach GmbH, Offenbach am Main 74,90 16 671 2 688 EUR
Götzfried + Pitzer Entsorgung GmbH, Ulm 100,00 1 909 178 EUR
IGS Netze GmbH, Gersthofen6,14 100,00 1 000 0 EUR
Infrastrukturgesellschaft Hungerberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 70,00 1 1 EUR
juwi Wind Germany 104 GmbH & Co. KG, Wörrstadt5,14 100,00 1 - 2 EUR
Köthen Energie GmbH, Köthen14 100,00 4 173 868 EUR
MDW Muldendienst West GmbH, Frankfurt am Main (vormals EVO Alpha 1 GmbH, Frankfurt am Main)5 100,00 - 28 - 148 EUR
mobiheat GmbH, Friedberg in Bayern (vormals MobiHeat GmbH, Friedberg in Bayern)5, 11,14 74,90 1 723 210 EUR
MVV Alpha fünfzehn GmbH, Mannheim5, 6 100,00 170 273 0 EUR
MVV decon GmbH, Mannheim 100,00 - 15 673 - 10 115 EUR
MVV EnergySolutions GmbH, Mannheim (vormals MVV Enamic Contracting GmbH, Mannheim)6 100,00 46 145 0 EUR
MVV Enamic GmbH, Mannheim6 100,00 77 535 0 EUR
MVV Enamic IGS Gersthofen GmbH, Gersthofen6,14 100,00 11 804 0 EUR
MVV ImmoSolutions GmbH, Berlin (vormals MVV Enamic Immobilien GmbH, Berlin)6,14 100,00 23 926 0 EUR
MVV Enamic Korbach GmbH, Korbach6 100,00 2 104 0 EUR
MVV Enamic Ludwigshafen GmbH, Mannheim 100,00 958 2 142 EUR
MVV Enamic Naturenergie GmbH, Mannheim14 100,00 - 7 685 696 EUR
MVV Energiedienstleistungen Regional Verwaltungs GmbH, Mannheim 100,00 52 604 5 974 EUR
MVV Grünenergie GmbH, Mannheim6 100,00 52 0 EUR
MVV RHE GmbH, Mannheim6,14 100,00 12 0 EUR
MVV Trading GmbH, Mannheim6 97,50 25 525 2 678 EUR
MVV Umwelt Asset GmbH, Mannheim6 100,00 40 036 0 EUR
MVV Umwelt GmbH, Mannheim6 100,00 144 990 0 EUR
MVV Umwelt O&M GmbH, Mannheim6 100,00 1 226 0 EUR
MVV Umwelt Ressourcen GmbH, Mannheim6 100,00 6 566 0 EUR
MVV Umwelt UK GmbH, Mannheim6 100,00 39 367 0 EUR
MVV Windenergie Deutschland GmbH, Mannheim 100,00 9 826 1 296 EUR
MVV Windenergie GmbH, Mannheim6 100,00 7 997 0 EUR
MVV Windpark Freudenberg GmbH, Mannheim5 100,00 6 - 6 EUR
MVV Windpark Hain-Ost GmbH, Mannheim (vormals MVV Alpha eins GmbH, Mannheim)5, 6 100,00 27 0 EUR
MVV Windpark Plauerhagen GmbH & Co. KG, Rerik14 100,00 5 569 559 EUR
Netrion Gasnetz Offenbach GmbH, Mannheim6,14 100,00 324 0 EUR
Netrion GmbH, Mannheim6 100,00 5 999 0 EUR
Netzgesellschaft Köthen mbH, Köthen6,14 100,00 26 0 EUR
Soluvia Billing GmbH, Offenbach am Main6 100,00 326 0 EUR
Soluvia GmbH, Mannheim14 100,00 791 294 EUR
Soluvia IT-Services GmbH, Kiel6,14 100,00 1 093 0 EUR
Soluvia Metering GmbH, Offenbach am Main6 100,00 676 0 EUR
Stadtwerke Kiel Aktiengesellschaft, Kiel14 51,00 159 915 23 707 EUR
SWKiel Netz GmbH, Kiel6,14 100,00 25 0 EUR
SWKiel Speicher GmbH, Kiel5, 6,14 100,00 50 0 EUR
Umspannwerk Kirchberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 3 0 EUR
Windpark Albisheim GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 2 709 77 EUR
Windpark Dirlammen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 2 233 426 EUR
Windpark Hungerberg I GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 4 563 286 EUR
Windpark Hungerberg II GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 4 884 266 EUR
Windpark Kappel Nord GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 104 EUR
Windpark Kappel Süd GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 109 EUR
Windpark Kirchberg GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 108 EUR
Windpark Kludenbach GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 233 79 EUR
Windpark Metzenhausen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 110 EUR
Windpark Reckershausen GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 111 EUR
Windpark Reich GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 100 EUR
Windpark Staatsforst GmbH & Co. KG, Offenbach am Main 100,00 1 840 117 EUR
Windwärts Energie GmbH, Hannover (vormals Windwärts Energie GmbH, Mannheim) 100,00 - 1 870 - 2 225 EUR
Verbundene Unternehmen (Vollkonsolidierte Tochterunternehmen)        
International        
Českolipská teplárenská a.s., Česká Lípa, Tschechische Republik 94,99 19 087 17 771 CZK
Českolipské teplo a.s., Prag, Tschechische Republik 100,00 135 126 29 193 CZK
CTZ s.r.o., Uherské Hradiště, Tschechische Republik 50,96 111 766 14 944 CZK
e.services s.r.o., Děčín, Tschechische Republik 100,00 453 207 CZK
ENERGIE Holding a.s., Prag, Tschechische Republik14 100,00 377 766 72 911 CZK
G-LINDE s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100,00 12 048 2 114 CZK
G-RONN s.r.o., Prag, Tschechische Republik 100,00 90 927 20 393 CZK
IROMEZ s.r.o., Pelhrimov, Tschechische Republik 100,00 69 918 12 059 CZK
MVV Energie CZ a.s., Prag, Tschechische Republik 100,00 2 382 601 252 558 CZK
MVV Environment Devonport Limited, Plymouth, Großbritannien7 100,00 32 000 - 1 516 GBP
MVV Environment Ridham Limited, Sittingbourne (Iwade), Großbritannien 100,00 42 000 - 2 004 GBP
MVV Environment Services Limited, London, Großbritannien 100,00 700 90 GBP
OPATHERM a.s., Opava, Tschechische Republik 100,00 56 790 9 563 CZK
POWGEN a.s., Prag, Tschechische Republik 100,00 156 916 28 474 CZK
Teplárna Liberec a.s., Liberec, Tschechische Republik 70,00 296 215 3 824 CZK
TERMIZO a.s., Liberec, Tschechische Republik 100,00 515 010 63 604 CZK
TERMO Děčín a.s., Děčín , Tschechische Republik 96,91 222 102 44 202 CZK
Vents d'Oc Énergies Renouvelables SARL, Montpellier, Frankreich5 100,00 100 - 253 EUR
Zásobování teplem Vsetin a.s., Vsetin, Tschechische Republik 100,00 192 683 41 298 CZK
Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz        
National        
decon international GmbH i.Gr., Bad Homburg vor der Höhe5, 12 100,00 - - EUR
Erschließungsträgergesellschaft Weeze mbH, Weeze9 75,00 167 - 22 EUR
MVV Regioplan GmbH, Mannheim (vormals MVV Enamic Regioplan GmbH, Mannheim)6, 9 100,00 1 023 0 EUR
MVV Insurance Services GmbH, Mannheim9 100,00 29 4 EUR
MVV Windpark Verwaltungs GmbH, Mannheim9 100,00 30 1 EUR
Windwärts erste Verwaltungsgesellschaft mbH, Mannheim (vormals Windwärts Bioenergie Erste Verwaltungs GmbH, Hannover)5, 8 100,00 40 2 EUR
Sonstige Beteiligungen mit Mehrheitsbesitz        
International        
BFE Institut für Energie und Umwelt GmbH, Romanshorn, Schweiz9 100,00 33 5 CHF
MVV Environment Limited, London, Großbritannien9 100,00 302 57 GBP
Gemeinschaftsunternehmen (At-Equity)        
National        
BEEGY GmbH, Mannheim (vormals MVV Alpha drei GmbH, Mannheim)5, 12 34,80 - - EUR
Biomasse Rhein-Main GmbH, Flörsheim-Wicker9 33,33 11 410 235 EUR
Energiebahnhof Wörrstadt GmbH, Wörrstadt5, 8, 13 100,00 23 43 EUR
ESN EnergieSystemeNord GmbH, Schwentinental8 25,00 3 511 - 342 EUR
Fernwärme Rhein-Neckar GmbH, Mannheim8 50,00 2 621 831 EUR
Gemeinschaftskraftwerk Kiel GmbH, Kiel8 50,00 16 873 1 534 EUR
iwo Pellet Rhein - Main GmbH, Offenbach am Main2, 9 24,92 - 1 663 148 EUR
juwi Academy GmbH, Wörrstadt5, 8 ,13 40,00 34 67 EUR
juwi AG, Wörrstadt5, 8 63,12 - 83 729 - 108 234 EUR
juwi Bau Festzins GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 25 0 EUR
juwi Beteiligungs GmbH & Co. Holzpelletieranlage Morbach KG, Wörrstadt 5,8,13 50,00 -6 228 -1 923 EUR
juwi Bio GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 - 861 0 EUR
juwi Bio Service & Betriebs GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 25 212 EUR
juwi Energielösungen GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 - 432 0 EUR
juwi Energieprojekte GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 67 058 0 EUR
juwi Green Buildings GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 - 485 0 EUR
juwi Green Energy GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 25 0 EUR
juwi Gründungskommanditist Germany GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 25 0 EUR
juwi international GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 270 0 EUR
juwi Operations & Maintenance GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 1 404 214 EUR
juwi R & D GmbH, Wörrstadt5, 8, 13 100,00 30 1 EUR
juwi Verwaltungs GmbH, Wörrstadt5, 8, 13 100,00 - 27 18 EUR
juwitality GmbH, Wörrstadt5, 6, 8, 13 100,00 25 0 EUR
Naunhofer Transportgesellschaft mbH, Parthenstein-Großsteinberg8 50,00 1 533 140 EUR
Naturenergie Main-Kinzig GmbH, Gelnhausen9 50,00 58 - 20 EUR
New Breeze GmbH & Co. Green Power 44 KG, Wörrstadt5, 8, 13 94,00 - 2 748 - 3 256 EUR
New Breeze GmbH, Wörrstadt5, 8, 13 100,00 284 - 23 EUR
Palaterra GmbH & Co. KG, Hengstbacherhof, Sankt Alban5, 8, 13 50,00 - 1 606 - 209 EUR
Palaterra Management GmbH, Hengstbacherhof, Sankt Alban5, 8, 13 50,00 38 5 EUR
RIO Holzenergie GmbH & Co. Bad Arolsen KG, Wörrstadt5, 8, 13 50,00 - 11 772 - 3 137 EUR
RIO Holzenergie GmbH & Co. Dotternhausen KG, Wörrstadt5, 8, 13 50,00 - 14 332 - 1 882 EUR
RIO Holzenergie GmbH & Co. Langelsheim KG, Wörrstadt5, 8, 13 37,50 - 13 684 - 4 762 EUR
Stadtwerke Buchen GmbH & Co. KG, Buchen-Odenwald8 25,10 6 648 1 765 EUR
Stadtwerke Ingolstadt Beteiligungen GmbH, Ingolstadt4, 9 48,40 46 455 20 348 EUR
Stadtwerke Sinsheim Versorgungs GmbH & Co. KG, Sinsheim8 30,00 11 965 - 384 EUR
W.T.A. Wertstoff Transport Agentur GmbH, Parthenstein-Großsteinberg8 50,00 1 353 100 EUR
ZVO Energie GmbH, Timmendorfer Strand8 49,90 52 640 8 023 EUR
Gemeinschaftsunternehmen (At-Equity)        
International        
EURL Corsoleil, Saint Lorent, Korsika, Frankreich5, 8, 13 100,00 - 1 850 - 840 EUR
juwi energias renovables de Chile Limitada, Santiago de Chile, Chile5, 8, 13 100,00 - 5 524 642 - 1 973 374 CLP
juwi energie rinnovabili srl., Bozen, Italien5, 8, 13 100,00 - 4 877 - 6 585 EUR
juwi Hellas renewable energy sources anonymous company, Athen, Griechenland5, 8, 13 100,00 1 329 121 EUR
juwi Inc., Delaware, USA5, 8, 13 100,00 14 793 - 1 122 USD
juwi India Renewable Energies Private Limited, Bangalore, Indien5, 9, 13 100,00 35 540 - 28 596 INR
juwi Philippines, Inc., Metro Manila, Philippinen5, 8, 13 99,90 3 811 - 5 627 PHP
juwi Photovoltaic Energy Project Private Limited, Bangalore, Indien5, 9, 13 99,47 226 - 42 INR
juwi renewable energies (PTY) Ltd., Stellenbosch, Südafrika5, 8, 13 100,00 - 15 152 - 20 288 ZAR
juwi Renewable Energies FZCO Dubai, Dubai, Vereinigte Arabische Emirate5, 8, 13 50,00 - 827 - 695 AED
juwi Renewable Energies Ltd., Birmingham, Großbritannien5, 8, 13 100,00 - 8 696 - 3 050 GBP
juwi renewable Energies Malaysia SDN. BHD., Kuala Lumpur, Malaysia 5,8,13 100,00 - 31 51 MYR
juwi renewable energies Pvt. Ltd., Singapur, Singapur5, 8, 13 100,00 10 066 1 798 USD
juwi Renewable Energies Thai Co., Ltd, Bangok, Thailand5, 8, 13 74,40 - 16 527 2 794 THB
juwi Renewable Energy Pty Ltd, Brisbane, Australien5, 8, 13 81,50 - 563 - 609 AUD
juwi s.r.o., Liberec, Tschechische Republik5, 8, 13 100,00 37 993 516 CZK
juwi Shizen Energy Inc., Tokio, Japan5, 8, 13 50,00 557 674 485 744 JPY
juwi Shizen Energy Operation Inc., Tokio, Japan5, 8, 13 30,00 5 573 1 400 JPY
juwi Solar Power Generation Project Private Limited, Bangalore, Indien5, 9, 13 99,47 226 - 42 INR
juwi Swiss Holding GmbH i.L., Sarnen, Schweiz5, 8, 13 100,00 - 11 - 29 CHF
juwi Yenilenebilir Enerji A.Ş, Ankara, Türkei5, 8, 13 100,00 - 1 614 - 1 664 TRY
luminatis S.à.r.l., Luxemburg, Großherzogtum Luxemburg8 26,00 701 - 508 EUR
Solutions Européennes de Valorisation Energetique S.A.S., Paris, Frankreich12 50,00 - - EUR
Assoziierte Unternehmen (At-Equity)        
National        
Grosskraftwerk Mannheim Aktiengesellschaft, Mannheim8 28,00 114 142 6 647 EUR
Netzgesellschaft Edingen-Neckarhausen GmbH & Co. KG, Edingen-Neckarhausen8, 11 24,00 819 58 EUR
Zweckverband Wasserversorgung Kurpfalz (ZWK), Heidelberg3, 8 51,00 7 071 0 EUR
Sonstige Beteiligungen        
National        
Klimaschutzagentur Mannheim gemeinnützige GmbH, Mannheim8 40,00 25 0 EUR
Kommunaler Windenergiepark Schleswig-Holstein GbR, Neumünster10 20,00 608 97 EUR
Main-Kinzig-Entsorgungs- und Verwertungs GmbH, Hanau8 49,00 259 6 EUR
Maintal-Werke Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Maintal6, 8 24,90 15 986 0 EUR
Management Stadtwerke Buchen GmbH, Buchen-Odenwald8 25,20 40 1 EUR
Stadtwerke Langen Gesellschaft mit beschränkter Haftung, Langen6, 8 10,00 30 472 0 EUR
Stadtwerke Schwetzingen GmbH & Co. KG, Schwetzingen8 10,00 15 682 1 854 EUR
Stadtwerke Sinsheim Verwaltungs GmbH, Sinsheim8 30,00 26 2 EUR
Stadtwerke Walldorf GmbH & Co. KG, Walldorf8 25,10 11 540 - 1 911 EUR
Stadtwerke Walldorf Verwaltungs GmbH, Walldorf8 25,10 24 - 2 EUR
Wasserversorgungsverband Neckargruppe, Edingen-Neckarhausen8 25,00 377 0 EUR
WVE Wasserversorgungs- und -entsorgungsgesellschaft Schriesheim mbH, Schriesheim8 24,50 7 701 0 EUR

1 Kapitalanteil am 30.9.2015 gemäß § 16 Abs. 4 AktG; Eigenkapital und Jahresergebnis nach HGB bzw. lokalen Vorschriften
2 Mehrheit der Stimmrechte
3 Keine Stimmrechtsmehrheit
4 Gemeinschaftliche Führung gemäß vertraglicher Vereinbarung
5 Zugang im Geschäftsjahr
6 Ergebnisabführungsvertrag
7 Jahresabschluss zum 31.3.2015
8 Jahresabschluss zum 31.12.2014
9 Jahresabschluss zum 30.9.2014
10 Jahresabschluss zum 31.12.2013
11 Rumpfgeschäftsjahrsabschluss
12 Es liegen keine Angaben vor
13 Beteiligung der juwi AG; ausgewiesen aufgrund des Kapitalanteils von 63,12% an der juwi AG
14 Vorläufige Werte

Tätigkeitsabschlüsse zum 30. September 2015

der MVV Energie AG

Tätigkeit Elektrizitätsverteilung

Bilanz (Elektrizitätsverteilung) zum 30.9.2015

Aktiva

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in Tsd Euro 30.9.2015 Anpassung 30.9.2014 30.9.2014
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 78 95 95
II. Sachanlagen 107 467 106 188 106 188
III. Finanzanlagen 2 347 2 233 2 233
  109 892 108 516 108 516
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 962 944 942
2. Unfertige Erzeugnisse und Waren 152 1 698 1 695
  1 114 2 642 2 637
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 642 217 61
2. Sonstige Vermögensgegenstände 2 005 193 116
  2 647 410 177
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 3 389
  3 761 3 052 6 203
C. Rechnungsabgrenzungsposten 80 78 60
  113 733 111 646 114 779

Passiva

     
in Tsd Euro 30.9.2015 Anpassung 30.9.2014 30.9.2014
A. Zugeordnetes Eigenkapital 54 652 48 843 46 582
B. Sonderposten Ertragszuschüsse 14 769 11 796 11 777
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 3 615 3 217 2 469
2. Steuerrückstellungen 1 343 154 77
3. Sonstige Rückstellungen 8 995 8 924 6 768
  13 953 12 295 9 314
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 25 652 36 021 42 869
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 1 711 1 082 969
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1 112 0 2 276
4. Sonstige Verbindlichkeiten 1 884 1 609 992
(davon aus Steuern) ( 415) ( 465) ( 465)
  30 359 38 712 47 106
  113 733 111 646 114 779

Gewinn- und Verlustrechnung (Elektrizitätsverteilung) vom 01.10.2014 bis 30.9.2015

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 Anpassung 01.10.2013 bis 30.9.2014 01.10.2013 bis 30.9.2014
1. Umsatzerlöse 27 177 26 051 1 454
2. Andere aktivierte Eigenleistungen 2 327 1 838 0
3. Sonstige betriebliche Erträge 32 846 31 665 37 041
4. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 984 941 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3 538 3 771 0
5. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 16 039 15 286 0
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 4 359 3 771 0
(davon für Altersversorgung) (1 784) (1 468) (0)
6. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 7 160 7 745 7 485
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0 0 0
7. Sonstige betriebliche Aufwendungen 14 609 14 010 19 563
8. Erträge aus Beteiligungen 8 0 0
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0) (0) (0)
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0 3
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0) (0) (0)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 5 912 11 071 11 071
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 1 675 3 095 2 624
(davon an verbundene Unternehmen) (0) (0) (0)
(davon aus der Aufzinsung) (434) (282) (216)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 8 082 - 136 - 2 245
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 021 - 14 - 234
14. Sonstige Steuern 69 67 67
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) 5 992 - 189 - 2 078

Tätigkeit Gasverteilung

Bilanz (Gasverteilung) zum 30.9.2015

Aktiva

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in Tsd Euro 30.9.2015 Anpassung 30.9.2014 30.9.2014
A. Anlagevermögen      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 64 106 106
II. Sachanlagen 83 259 82 544 82 544
III. Finanzanlagen 1 532 1 454 1 454
  84 855 84 104 84 104
B. Umlaufvermögen      
I. Vorräte      
1. Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe 745 734 733
2. Unfertige Erzeugnisse und Waren 75 1 320 1 318
  820 2 054 2 051
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 494 250 44
2. Sonstige Vermögensgegenstände 3 078 382 211
  3 572 632 255
III. Kassenbestand, Guthaben bei Kreditinstituten 0 0 2 413
  4 392 2 686 4 719
C. Rechnungsabgrenzungsposten 52 50 34
  89 299 86 840 88 857

Passiva

     
in Tsd Euro 30.9.2015 Anpassung 30.9.2014 30.9.2014
A. Zugeordnetes Eigenkapital 53 226 51 274 51 470
B. Sonderposten Ertragszuschüsse 11 073 9 170 9 158
C. Rückstellungen      
1. Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen 2 362 2 080 1 422
2. Steuerrückstellungen 1 497 481 259
3. Sonstige Rückstellungen 7 559 7 434 5 679
  11 418 9 995 7 360
D. Verbindlichkeiten      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8 695 11 490 15 723
2. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 2 000 2 812 2 692
3. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 1 166 0 867
4. Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht 135 0 0
5. Sonstige Verbindlichkeiten 1 586 2 099 1 587
(davon aus Steuern) ( 279) ( 307) ( 307)
  13 582 16 401 20 869
  89 299 86 840 88 857

Gewinn- und Verlustrechnung (Gasverteilung) vom 01.10.2014 bis 30.9.2015

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in Tsd Euro 1.10.2014 bis 30.9.2015 Anpassung 01.10.2013 bis 30.9.2014 01.10.2013 bis 30.9.2014
1. Umsatzerlöse 13 527 12 579 789
2. Erhöhung oder Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen 2 50 0
3. Andere aktivierte Eigenleistungen 1 795 1 431 0
4. Sonstige betriebliche Erträge 28 536 28 124 26 628
5. Materialaufwand      
a) Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren 1 039 886 0
b) Aufwendungen für bezogene Leistungen 3 716 3 364 658
6. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 10 480 9 885 0
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 2 848 2 437 0
(davon für Altersversorgung) (1 159) (949) (0)
7. Abschreibungen      
a) auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 5 430 4 753 5 555
b) auf Vermögensgegenstände des Umlaufvermögens 0 0 0
8. Sonstige betriebliche Aufwendungen 4 326 5 335 7 846
9. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 0 0 2
(davon aus verbundenen Unternehmen) (0) (0) (0)
10. Aufwendungen aus Verlustübernahmen 6 204 6 221 6 221
11. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 813 2 256 1 559
(davon an verbundene Unternehmen) (0) (0) (0)
(davon aus der Aufzinsung) (284) (182) (125)
12. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit 9 004 7 047 5 580
13. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 2 253 736 583
14. Sonstige Steuern 1 3 3
15. Jahresüberschuss/-fehlbetrag (-) 6 750 6 308 4 994

Angaben zu den Tätigkeitsabschlüssen gemäß § 6b Abs. 3 EnWG zum 30. September 2015

der MVV Energie AG

Grundlage

Die MVV Energie AG hat gemäß § 6b Abs. 3 EnWG als vertikal integriertes Energieversorgungsunternehmen getrennte Konten für jede ihrer Tätigkeiten in den nachfolgend aufgeführten Bereichen so zu führen, wie dies erforderlich wäre, wenn diese Tätigkeiten von rechtlich selbständigen Unternehmen ausgeführt würden.

Definition der Unternehmensaktivitäten

Die MVV Energie AG ist nach dieser Definition in die folgenden Tätigkeiten zu segmentieren:

Elektrizitätsverteilung

Andere Tätigkeiten im Elektrizitätssektor

Gasverteilung

Andere Tätigkeiten im Gassektor

Andere Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors

Der Jahresabschluss der MVV Energie AG wird nach den Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB), des Aktiengesetzes (AktG) sowie des Energiewirtschaftsgesetzes (EnWG) aufgestellt.

Änderung der Darstellung

In der bisherigen Struktur des Tätigkeitsabschlusses wurden in den Sparten Elektrizitätsverteilung und Gasverteilung nur die Tätigkeiten des Verpächters, die mit der direkten Nutzung des Eigentumsrechts zusammenhängen, gezeigt. Darüber hinaus erbringen der Technische Service und die Kaufmännischen Unterstützungsleistungen ebenfalls Dienstleistungen für den Netzbetreiber, die Netrion GmbH, Mannheim. Diese Tätigkeiten wurden bisher überwiegend in den Sonstigen Tätigkeiten ausgewiesen.

Mit dem Tätigkeitsabschluss zum 30.9.2015 soll die Darstellung dieser Leistungen transparenter erfolgen. Daher wurde die Darstellung des allgemeinen Bereichs so erweitert, dass zwischen Dienstleistungen für den Netzbereich und Dienstleistungen für andere Bereiche unterschieden wird.

In diesem Zusammenhang wurden die Liquiden Mittel vollständig den Sonstigen Tätigkeiten zugeordnet, da der Verpächter sämtliche liquiden Mittel direkt zur Darlehenstilgung verwendet. Der Technische Service und die kaufmännischen Unterstützungsleistungen beziehen notwendige Liquidität direkt über das Cash-Pooling und benötigen daher ebenfalls keinen Liquiditätsbestand.

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegen die Netrion GmbH aus diversen Sparten wurden zum 30. September 2015 in Höhe von 10.158 TEUR mit den Verbindlichkeiten aus Verlustübernahme gegenüber der Netrion GmbH saldiert, da die Aufrechnungslage zum Bilanzstichtag gegeben war.

Durch die Änderung der Darstellung sind die Tätigkeitsabschlüsse der Elektrizitätsverteilung und der Gasverteilung nicht mehr vollständig mit dem Vorjahr vergleichbar. Um eine Vergleichbarkeit mit dem Vorjahr zu gewährleisten, wurden in den Tätigkeitsbilanzen und -Gewinn- und Verlustrechnungen gesonderte Spalten eingefügt, die die Werte analog der Darstellung im aktuellen Geschäftsjahr zeigen.

In der Gewinn- und Verlustrechnung wurden im Geschäftsjahr 2014/2015 und in den angepassten Vorjahreszahlen die Aufwendungen als Primäraufwendungen direkt in den entsprechenden Positionen der Gewinn- und Verlustrechnung gezeigt. Im Vorjahr waren die Aufwendungen als Umlagen teilweise in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. Die Umsatzerlöse des Geschäftsjahrs 2014/2015 und der angepassten Vorjahreszahlen beinhalten erstmals die Konzessionsabgabe und die Dienstleistungen des Technischen Services und der kaufmännischen Unterstützungsleistungen. Die Konzessionserträge wurden im Vorjahr unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen; die Dienstleistungen des Technischen Services und der kaufmännischen Unterstützungsleistungen wurden im Vorjahr im allgemeinen Bereich ausgewiesen.

Bilanz

Bei der Erstellung des Jahresabschlusses wurden die für Energieversorgungsunternehmen geltenden besonderen Rechnungslegungsvorschriften des § 6b EnWG beachtet. Gemäß § 6b EnWG wurden in der internen Rechnungslegung nach Tätigkeiten getrennte Konten geführt und für jeden Tätigkeitsbereich intern eine Bilanz und eine Gewinn- und Verlustrechnung aufgestellt. Alle Bilanzwerte werden im ersten Schritt direkt den Segmenten zugeordnet. Soweit eine direkte Zuordnung nicht möglich ist oder mit unangemessen hohen Aufwendungen verbunden ist, erfolgt die Zuordnung mittels Verteilschlüsseln. Die grundsätzlich verwendeten Verteilschlüssel sind in Anlage 1 aufgeführt.

Anlagevermögen

Die Anlagenspiegel zeigen die Aufgliederungen sowie die Entwicklungen der in den Tätigkeitsbilanzen zusammengefassten Anlagepositionen. Die Vermögensgegenstände des allgemeinen Bereichs wurden anteilig bei den Tätigkeiten Elektrizitäts- und Gasverteilung berücksichtigt. Um die Klarheit der Darstellung zu vergrößern, werden die von den Anschlussnehmern geleisteten Ertragszuschüsse seit dem Geschäftsjahr 2010/11 passiviert und entsprechend der Nutzungsdauer der zugehörigen Vermögensgegenstände aufgelöst. Auf die Erstellung eines separaten Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Elektrizitätssektors sowie für die anderen Tätigkeiten innerhalb des Gassektors wurde verzichtet, da es sich hierbei um unwesentliche Beträge handelt. Hinsichtlich des Anlagenspiegels für die anderen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors wird auf den Anlagenspiegel der MVV Energie AG verwiesen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Unter den sonstigen Vermögensgegenständen sind zum 30.09.2015 in den Tätigkeiten Stromverteilung 46 TEUR (Vorjahr: 15 TEUR) und Gasverteilung 51 TEUR (Vorjahr: 50 TEUR) mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr ausgewiesen.

Verbindlichkeiten

Alle Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen, Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen, Verbindlichkeiten gegenüber Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht und sonstige Verbindlichkeiten des Elektrizitäts- und Gassektors haben eine Restlaufzeit bis zu einem Jahr. Die Fristigkeit der Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten im Elektrizitäts- und Gassektor stellen sich folgendermaßen dar:

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30.9.2015
in
Tsd Euro
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Elektrizitätsverteilung 25 652 2 274 13 010 10 368
Gasverteilung 8 695 771 4 410 3 514
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30.9.2014
in
Tsd Euro
Gesamt bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre über 5 Jahre
Elektrizitätsverteilung 42 869 8 004 20 838 14 026
Gasverteilung 15 723 2 936 7 643 5 144

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen betreffen zum 30.9.2015 ausschließlich sonstige Verbindlichkeiten. Im Vorjahr betrafen die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen überwiegend Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen.

In den sonstigen Verbindlichkeiten sind zum 30.09.2015 in den Tätigkeiten Stromverteilung 122 TEUR (Vorjahr: 482 TEUR) und Gasverteilung 424 TEUR (Vorjahr: 696 TEUR) Verbindlichkeiten gegenüber der Stadt Mannheim enthalten.

Forderungen und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeitsbereichen

Die Forderungen gegen andere Tätigkeitsbereiche und Verbindlichkeiten gegenüber anderen Tätigkeitsbereichen sind Residualgrößen und gleichen als Verrechnungsposten die Bilanzsummen der Aktiv- und Passivseite aus. Eine aktivische Differenz wird dabei mit den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten verrechnet; der Ausweis einer passivischen Differenz erfolgt ebenfalls unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten.

Gewinn- und Verlustrechnung

Direkt den Sparten Strom- bzw. Gasverteilung zuordenbare Positionen wurden direkt zugeordnet, ansonsten wurden sachgerechte Schlüssel herangezogen. Die Schlüsselung der Steuern vom Einkommen und vom Ertrag des aktuellen Geschäftsjahres erfolgt entsprechend der Verteilung des Ergebnisses der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit auf die Tätigkeitsbereiche.

Haftungsverhältnisse/ Sonstige finanzielle Verpflichtungen

Die Haftungsverhältnisse und sonstige finanzielle Verpflichtungen betreffen die sonstigen Tätigkeiten außerhalb des Elektrizitäts- und Gassektors. Wir verweisen auf die Ausführungen im Anhang der MVV Energie AG.

 

Mannheim, den 11. November 2015

Vorstand

Dr. Müller

Bekker

Klöpfer

Dr. Roll

Tätigkeit Elektrizitätsverteilung

Immaterielle Vermögensgegenstände

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in Tsd Euro Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2014 8 772 8 772
Investitionen / Zugänge 10 10
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2015 8 782 8 782
Abschreibungen 1.10.2014 - 8 677 - 8 677
Abschreibungen - 27 - 27
Abschreibungen 30.9.2015    
  -8.704 -8.704
Restbuchwerte 30.9.2015 78 78
Restbuchwerte 30.9.2014 95 95

Sachanlagen

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in Tsd Euro Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2014 59 033 399 881 11 934 6 472 477 320
Investitionen / Zugänge 331 3 100 305 4 819 8 555
Abgänge - 110 - 872 - 643 - 15 - 1 640
Umbuchungen 221 4 280 75 - 4 599 - 23
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2015 59 475 406 389 11 671 6 677 484 212
Abschreibungen 1.10.2014 - 39 630 - 326 857 - 4 645 0 - 371 132
Abschreibungen - 1 009 - 5 585 - 539 0 - 7 133
Abgänge 75 818 627 0 1 520
Abschreibungen 30.9.2015 - 40 564 - 331 624 - 4 557 0 - 376 745
Restbuchwerte 30.9.2015 18 911 74 765 7 114 6 677 107 467
Restbuchwerte 30.9.2014 19 403 73 024 7 289 6 472 106 188

Finanzanlagen

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in Tsd Euro Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Gesamt
Anschaffungskosten 1.10.2014 2 045 0 188 0 2 233
Investitionen / Zugänge 0 0 0 0 0
Umbuchungen 114 0 0 0 114
Anschaffungskosten 30.9.2015 2 159 0 188 0 2 347
Restbuchwerte 30.9.2015 2 159 0 188 0 2 347
Restbuchwerte 30.9.2014 2 045 0 188 0 2 233

Tätigkeit Gasverteilung

Immaterielle Vermögensgegenstände

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in Tsd Euro Entgeltliche erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2014 4 025 4 025
Investitionen / Zugänge 2 2
Abgänge - 1 - 1
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2015 4 026 4 026
Abschreibungen 1.10.2014 - 3 919 - 3 919
Abschreibungen - 44 - 44
Abgänge 1 1
Abschreibungen 30.9.2015 - 3 962 - 3 962
Restbuchwerte 30.9.2015 64 64
Restbuchwerte 30.9.2014 106 106

Tätigkeit Gasverteilung

Sachanlagen

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in Tsd Euro Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken Technische Anlagen und Maschinen Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau Gesamt
Anschaffungs- und Herstellungskosten 1.10.2014 32 478 300 822 12 872 7 179 353 351
Investitionen / Zugänge 247 599 175 5 151 6 172
Abgänge - 32 - 187 - 420 - 19 - 658
Umbuchungen 159 5 501 56 - 5 752 - 36
Anschaffungs- und Herstellungskosten 30.9.2015 32 852 306 735 12 683 6 559 358 829
Abschreibungen 1.10.2014 - 20 925 - 242 857 - 7 025 0 - 270 807
Abschreibungen - 549 - 4 480 - 357 0 - 5 386
Abgänge 27 187 409 0 623
Abschreibungen 30.9.2015 - 21 447 - 247 150 - 6 973 0 - 275 570
Restbuchwerte 30.9.2015 11 405 59 585 5 710 6 559 83 259
Restbuchwerte 30.9.2014 11 553 57 965 5 847 7 179 82 544

Finanzanlagen

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in Tsd Euro Anteile an verbundenen Unternehmen Ausleihungen an verbundenen Unternehmen Beteiligungen Sonstige Ausleihungen Gesamt
Anschaffungskosten 1.10.2014 1 454 0 0 0 1 454
Umbuchungen 78 0 0 0 78
Anschaffungskosten 30.9.2015 1 532 0 0 0 1 532
Restbuchwerte 30.9.2015 1 532 0 0 0 1 532
Restbuchwerte 30.9.2014 1 454 0 0 0 1 454

Anlage 1

Grundsätzlich verwendete Verteilschlüssel

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Bilanzposition Verteilschlüssel
Anlagevermögen allgemeiner Bereich Anlagevermögen
Personalbezogene Ausleihungen Personalschlüssel
Vorräte Anlagevermögen
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Gesamtleistung
Sonstige Vermögensgegenstände Personalschlüssel, Gesamtleistung
Flüssige Mittel Gesamtleistung
Ertragsteuerforderungen/ - Verbindlichkeiten sowie Steuerrückstellungen Ergebnis vor Steuern
Umsatzsteuerverbindlichkeiten Gesamtleistung
Vorsteuerforderungen Materialaufwand
Rechnungsabgrenzungsposten Personalschlüssel
Zugeordnetes Eigenkapital Risikogewichtetes Capital Employed
Rückstellungen für Pensionen und ähnliche Verpflichtungen Personalschlüssel
Sonstige Rückstellungen Energielieferungen Absatz Umsatzerlöse
Sonstige Rückstellungen Energielieferungen Bezug Materialaufwendungen
Andere Rückstellungen allgemeiner Verwaltungsschlüssel und Personalschlüssel
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten Anlagevermögen
Verbindlichkeiten Lieferungen und Leistungen Materialaufwand
Sonstige Verbindlichkeiten Personalschlüssel

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht, der mit dem Konzernlagebericht zusammengefasst ist, der MVV Energie AG, Mannheim, für das Geschäftsjahr vom 1. Oktober 2014 bis 30. September 2015 geprüft. Nach § 6b Abs. 5 EnWG umfasste die Prüfung auch die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften sowie die Einhaltung der Pflichten nach § 6b Abs. 3 EnWG liegen in der Verantwortung des Vorstands der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den zusammengefassten Lagebericht sowie über die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den zusammengefassten Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden und dass mit hinreichender Sicherheit beurteilt werden kann, ob die Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG in allen wesentlichen Belangen erfüllt sind. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und zusammengefasstem Lagebericht sowie für die Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen des Vorstands, die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des zusammengefassten Lageberichts sowie die Beurteilung, ob die Wertansätze und die Zuordnung der Konten nach § 6b Abs. 3 EnWG sachgerecht und nachvollziehbar erfolgt sind und der Grundsatz der Stetigkeit beachtet wurde. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung des Jahresabschlusses unter Einbeziehung der Buchführung und des zusammengefassten Lageberichts hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der zusammengefasste Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Die Prüfung der Einhaltung der Pflichten zur Rechnungslegung nach § 6b Abs. 3 EnWG, wonach für die Tätigkeiten nach § 6b Abs. 3 EnWG getrennte Konten zu führen und Tätigkeitsabschlüsse aufzustellen sind, hat zu keinen Einwendungen geführt.

 

Mannheim, den 11. November 2015

PricewaterhouseCoopers
Aktiengesellschaft
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Folker Trepte, Wirtschaftsprüfer

Carolin Schütt, Wirtschaftsprüferin