MVV Energie AG

Mannheim

Quartalsmitteilung 1. Quartal Geschäftsjahr 2017

Quartalsmitteilung

1. QUARTAL

Geschäftsjahr 2017

KENNZAHLEN DES MVV ENERGIE KONZERNS

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Mio Euro 1.10.2016 bis 31.12.2016 1.10.2015 bis 31.12.2015 % Vorjahr
Umsatz und Ergebnis


Umsatz ohne Energiesteuern 1.084 940 + 15
Adjusted EBITDA1 158 147 + 7
Adjusted EBIT1 115 103 + 12
Adjusted EBT1 102 90 + 13
Bereinigter Periodenüberschuss1 72 64 + 13
Bereinigter Periodenüberschuss nach Fremdanteilen1 61 54 + 13
Bereinigtes Ergebnis je Aktie1 (Euro) 0,93 0,82 + 13
Cashflow


Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 156 - 21 -
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit je Aktie (Euro) 2,37 - 0,31 -
Kapitalstruktur


Bereinigte Bilanzsumme (zum 31.12. 2016 bzw. 30.9.2016)2 4.502 4.401 + 2
Bereinigtes Eigenkapital (zum 31.12. 2016 bzw. 30.9.2016)2 1.519 1.452 + 5
Bereinigte Eigenkapitalquote (zum 31.12.2016 bzw. 30.9.2016)2 33,7 % 33,0 % + 2
Nettofinanzschulden (zum 31.12.2016 bzw. 30.9.2016) 1.203 1.283 - 6
Investitionen


Investitionen gesamt 58 79 - 27
davon Wachstumsinvestitionen 14 56 - 75
davon Bestandsinvestitionen 44 23 + 91
Beschäftigte


Köpfe (Anzahl zum 31.12.2016 bzw. 31.12.2015) 6.148 6.268 - 2
Vollzeitäquivalente (Anzahl zum 31.12.2016 bzw. 31.12.2015) 5.569 5.662 - 2


1 Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten, ohne Strukturanpassung Altersteilzeit und mit Zinserträgen aus Finanzierungsleasing
2 Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten


RAHMENBEDINGUNGEN

Veränderungen in der Energiepolitik

Die Transformation des Energiesystems in Deutschland lag im Berichtszeitraum weiterhin im Fokus von Politik und Gesellschaft.

Europäische Kommission genehmigt EEG 2017

Am 20. Dezember 2016 hat die Europäische Kommission das EEG 2017 genehmigt, das somit planmäßig zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten ist. Das neue Förderregime steht nun auf einer stabilen rechtlichen Grundlage. Die Höhe der Förderung wird im Rahmen des EEG 2017 nicht mehr staatlich festgesetzt, sondern im Rahmen wettbewerblicher Ausschreibungen ermittelt.

Novelle des Kraft-Wärme-Kopplungsgesetzes (KWKG) abgeschlossen

Die Novelle des KWKG, die der Bundestag am 22. Dezember 2016 beschlossen hatte, ist zum 1. Januar 2017 in Kraft getreten. Aufgrund beihilferechtlicher Anforderungen der EU-Kommission bedurfte das Gesetz Anpassungen hinsichtlich der Ausschreibung von KWK-Anlagen mit einer elektrischen Leistung von 1 bis 50 MW. Für KWK-Anlagen kleiner 1 MW und Anlagen größer 50 MW werden KWK-Zuschläge entsprechend der Regelungen des KWKG 2016 gezahlt.

Klimaschutzplan 2050 legt Emissionsbudgets fest

Am 14. November 2016 hat das Bundeskabinett den Klimaschutzplan 2050 beschlossen. Der Plan enthält Leitbilder, wie die Treibhausgasemissionen in den Sektoren Energie, Industrie, Verkehr, Gebäude und Landwirtschaft bis 2050 entsprechend der nationalen Klimaschutzziele gesenkt werden können. Hierzu wurden unter anderem für alle Sektoren Budgets für Treibhausgasemissionen bis 2030 festgelegt. Die Energiewirtschaft soll demnach eine überproportionale CO2 -Reduktion erbringen. Dabei soll eine Verminderung der Kohleverstromung ohne Strukturbrüche erfolgen; ein konkreter Fahrplan für einen Ausstieg aus der Kohleverstromung ist nicht enthalten. Vor der Bundestagswahl im September 2017 ist nicht mit einer Konkretisierung der Vorschläge und wesentlichen Umsetzungsmaßnahmen zu rechnen.

Novellierung der Netzentgeltsystematik angestoßen

Die Bundesregierung hat am 25. Januar 2017 den Entwurf für ein Netzentgeltmodernisierungsgesetz beschlossen; damit beginnt das parlamentarische Gesetzgebungsverfahren. Die Netzentgelte sollen an die Erfordernisse der Energiewende angepasst werden. Statt aber die Netzentgeltsystematik systematisch zu modernisieren und beispielsweise Anreize für Flexibilisierung zu schaffen, sieht der Gesetzesentwurf als Einzelmaßnahme die Abschaffung der sogenannten vermiedenen Netzentgelte (vNE) vor. Diese werden für die Stromeinspeisung von dezentralen Erzeugern berechnet, da dadurch Kosten für den Strombezug aus dem vorgelagerten Netz eingespart werden können. Wir halten die geplante Abschaffung der vNE für Einspeiser mit volatiler Erzeugung für sachlich gerechtfertigt. Dagegen wäre die Abschaffung der vNE für Einspeiser mit steuerbarer Erzeugung energiewirtschaftlich nicht sinnvoll. Dies gilt beispielsweise für KWK-Anlagen, die durch Wärmespeicher und Elektrokessel äußerst flexibel auf die Stromnachfrage reagieren können; die Wirtschaftlichkeit dieser Anlagen würde damit weiter gefährdet werden.

EU-Winterpaket veröffentlicht

Die Europäische Kommission hat am 30. November 2016 ein energiepolitisches Legislativpaket vorgestellt. Das sogenannte Winterpaket enthält unter anderem Vorschläge zur Abschaffung des Einspeisevorrangs für erneuerbare Energien, für eine marktorientierte Förderung erneuerbarer Energien sowie für eine stärkere grenzüberschreitende Kooperation der Übertragungs- und Verteilnetzbetreiber. Weiterhin soll der Anteil erneuerbarer Energien im Wärmemarkt erhöht werden. Nach den Überlegungen der Europäischen Kommission ist die Einführung von Kapazitätsmärkten grundsätzlich möglich, die Teilnahme von Kraftwerken soll aber an eine Emissionsobergrenze gebunden sein. Mit der Erstellung nationaler Energie- und Klimapläne soll sichergestellt werden, dass die EU-Ziele bis 2030 erreicht werden.

Das Winterpaket wird im nächsten Schritt im EU-Parlament und im EU-Ministerrat behandelt. Die Verabschiedung soll 2018 erfolgen. Für MVV Energie ergeben sich durch das Winterpaket kurz- bis mittelfristig keine unmittelbaren Auswirkungen, wenn auch die potenziellen langfristigen strukturellen Wirkungen nicht unterschätzt werden dürfen.

Markt- und Wettbewerbsumfeld

Deutsche Wirtschaft gewachsen

In seiner Prognose vom Dezember 2016 geht das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) davon aus, dass das deutsche Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Schlussquartal des Kalenderjahres 2016 gegenüber dem Vorquartal um 0,4 % gewachsen ist.

Anteil erneuerbarer Energien an Stromerzeugung liegt bei 30 %

Nach vorläufigen Schätzungen des Bundesverbands der deutschen Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) lag die Bruttostromerzeugung in Deutschland im Kalenderjahr 2016 bei 648 Mrd kWh (Vorjahr 647 Mrd kWh). Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung ist dabei auf 30 % gestiegen - nach 29 % im Vorjahr.

STROMERZEUGUNG IN DEUTSCHLAND
Anteile %

1 Januar bis Dezember 2016


Entwicklung der Großhandelspreise für Brennstoffe und Strom

Insgesamt entwickelten sich die Energiepreise im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017 gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres uneinheitlich.

Großhandelspreise (Durchschnitt) 1. Quartal, 1.10. bis 31.12.

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GJ 2017 GJ 2016 +/- Vorjahr
Rohöl1
(US-Dollar/Barrel)
51,06 44,69 + 6,37
Erdgas2
(Euro/MWh)
16,96 17,64 - 0,68
Kohle3
(US-Dollar/Tonne)
68,01 46,56 + 21,45
CO2 - Zertifikate4 (Euro/Tonne) 5,52 8,41 - 2,89
Strom5
(Euro/MWh)
31,74 28,87 + 2,87


1 Sorte Brent; Frontmonat
2 Marktgebiet Net Connect Germany; Frontjahr
3 Frontjahr
4 Front Dezember Kontrakt
5 Frontjahr


Witterungseinflüsse

Niedrige Außentemperaturen, die mit einem höheren Heizenergiebedarf bei unseren Kunden einhergehen, führen zu höheren Werten der Gradtagszahlen. Im 1. Quartal des Geschäftsjahres 2017 war es insgesamt kühler als ein Jahr zuvor; die Gradtagszahlen des MVV Energie Konzerns lagen um 21 % über dem niedrigen Vergleichswert des Vorjahres.

Mit 88 Mio kWh liegt die Stromerzeugung unserer Windkraftanlagen um rund 19 % unter dem Vorjahresquartal (109 Mio kWh). Etwa - 25 %-Punkte resultieren aus einem geringeren Windaufkommen; vor allem November und Dezember 2016 waren windschwache Monate. Rund + 6 %-Punkte sind auf den Zubau des Windparks Freudenberg zurückzuführen.

Der niedrige Wasserstand im Rhein führt dazu, dass sich der Transport von Kohle verteuert.

GESCHÄFTSENTWICKLUNG

Bau des Gasheizkraftwerks in Kiel beschlossen

Der Aufsichtsrat der Stadtwerke Kiel AG hat in seiner Sitzung am 11. November 2016 den Bau des Gasheizkraftwerks in Kiel beschlossen. Das Küstenkraftwerk K.I.E.L. soll im Herbst 2018 ans Netz gehen und mit 20 hocheffizienten Gasmotoren Strom und Wärme erzeugen. Es wird das seit 1970 in Betrieb befindliche kohlebasierte Gemeinschaftskraftwerk Kiel (GKK) ersetzen. Der Neubau umfasst ein Gesamtinvestitionsvolumen von rund 290 Mio Euro.

Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien über Vorjahr

Unsere Stromerzeugungsmengen aus erneuerbaren Energien einschließlich biogenem Anteil Abfall/EBS stiegen gegenüber dem Vorjahr um 17 Mio kWh auf 310 Mio kWh. Zum Anstieg trugen sowohl unsere Biomassekraftwerke als auch unsere thermischen Abfallverwertungsanlagen bei. Die schlechten Windverhältnisse im 1. Quartal 2017 führten dazu, dass die Stromerzeugungsmengen aus unseren Windkraftanlagen unter dem Vorjahr lagen.

Direktvermarktung für erneuerbare Energien ausgebaut

Bei der Direktvermarktung von Strom aus erneuerbaren Energien haben wir unsere Position als einer der größten Direktvermarkter in Deutschland gestärkt: Zum Ende des 1. Quartals 2017 hatte MVV Energie eine Leistung von 6.300 MW unter Vertrag, das sind 1.700 MW mehr als zum Geschäftsjahresende 2016.

Erfolgreiche Projektentwicklung erneuerbare Energien

Im Bereich der Projektentwicklung erneuerbare Energien hat der MVV Energie Konzern im Berichtsquartal rund 380 MWel Leistung aus Erneuerbare-Energien-Anlagen in Betrieb genommen. Dabei handelte es sich in Deutschland um Windkraftanlagen an Land und international vor allem um Photovoltaikkraftwerke.

Darstellung der Ertragslage

MVV Energie Konzern

MVV Energie Konzern 1. Quartal, 1.10. bis 31.12.

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Mio Euro GJ 2017 GJ 2016 +/- Vorjahr % Vorjahr
Absatzentwicklung



Strom (Mio kWh) 6.371 4.986 + 1.385 + 28
Wärme (Mio kWh) 2.369 2.074 + 295 + 14
Gas (Mio kWh) 8.112 8.232 - 120 - 1
Wasser (Mio m3 ) 9,6 11,3 - 1,7 - 15
Umsatz ohne Energiesteuern 1.084 940 + 144 + 15
davon
Stromerlöse
505 481 +24 + 5
davon
Wärmeerlöse
116 113 +3 + 3
davon
Gaserlöse
205 236 - 31 - 13
davon
Wassererlöse
21 24 - 3 - 13
Adjusted EBIT 115 103 + 12 + 12


Der deutliche Anstieg der Strommengen ist im Wesentlichen auf höhere Handelsmengen aus der Direktvermarktung sowie auf das bundesweite Vertriebsgeschäft zurückzuführen.

Die Zunahme des Wärmeabsatzes ist vor allem witterungsbedingt.

Auch der Gasabsatz lag im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen witterungsbedingt über dem Vorjahr. Aufgrund niedrigerer Gashandelsmengen ging der Gasabsatz jedoch insgesamt zurück.

Der Rückgang des Wasserabsatzes resultiert aus der Übernahme der Wasserversorgung durch einen Zweckverband zum 1. Januar 2016. Bis zu diesem Zeitpunkt war die Energieversorgung Offenbach AG (EVO) zuständig.

UMSATZ OHNE ENERGIESTEUERN NACH BERICHTSSEGMENTEN
Anteile %

ADJUSTED EBIT NACH BERICHTSSEGMENTEN
Mio Euro

Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur

Erzeugung und Infrastruktur 1. Quartal, 1.10. bis 31.12.

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Mio Euro GJ 2017 GJ 2016 +/- Vorjahr % Vorjahr
Umsatz ohne Energiesteuern 271 127 + 144 > + 100
Adjusted EBIT 72 83 - 11 - 13


Im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur verzeichneten wir einen deutlichen Umsatzanstieg, vor allem aufgrund der Vollkonsolidierung des Teilkonzerns Juwi.

Das Adjusted EBIT lag mit 72 Mio Euro um 13 % unter dem Wert des Vorjahres. Diese Entwicklung ist vor allem auf die Volatilität in der Projektentwicklung erneuerbare Energien zurückzuführen. Demgegenüber haben sich die Entwicklung der Abfall- und Biomassepreise und die gute Verfügbarkeit unserer Erzeugungsanlagen in Deutschland und Großbritannien positiv auf das Segmentergebnis ausgewirkt.

MVV Energie 1 Quartal GJ 20l7

Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement

Handel und Portfoliomanagement 1. Quartal, 1.10. bis 31.12.

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Mio Euro GJ 2017 GJ 2016 +/- Vorjahr % Vorjahr
Umsatz ohne Energiesteuern 193 230 - 37 - 16
Adjusted EBIT 0 - 10 + 10 + 100


Während wir im Vorjahresquartal höhere Verkäufe an Dritte im Bereich Gas verzeichnen konnten, hat sich das Niveau im 1. Quartal 2017 wieder normalisiert. Infolgedessen ging der Umsatz im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement um 16 % auf 193 Mio Euro zurück.

Das Adjusted EBIT profitierte insbesondere von der Entwicklung der Großhandelspreise im Bereich der Kraftwerksvermarktung und erhöhte sich um 10 Mio Euro.

Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen

Vertrieb und Dienstleistungen 1. Quartal, 1.10. bis 31.12.

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Mio Euro GJ 2017 GJ 2016 +/- Vorjahr % Vorjahr
Umsatz ohne Energiesteuern 588 552 + 36 + 7
Adjusted EBIT 28 17 + 11 + 65


Im Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungen steigerten wir den Umsatz um 7 % auf 588 Mio Euro. Das Umsatzwachstum ist Folge des Ausbaus unseres bundesweiten Vertriebsgeschäfts und der im Vergleich zum Vorjahr etwas kühleren Witterung.

Die Witterung und positive Einmaleffekte konnten die Ergebnisbelastungen aus der hohen Wettbewerbsintensität und aus der organisatorischen Neuausrichtung der Vertriebseinheiten kompensieren und führten insgesamt zu einem Anstieg des Adjusted EBIT auf 28 Mio Euro.

Überleitungsrechnung zum Adjusted EBIT

Überleitungsrechnung vom EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT 1. Quartal, 1.10. bis 31.12.

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Mio Euro GJ 2017 GJ 2016 +/- Vorjahr
EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung 163 81 + 82
Bewertungseffekt aus Finanzderivaten - 49 + 20 - 69
Strukturanpassung
Altersteilzeit
- + 1 - 1
Zinserträge aus Finanzierungsleasing + 1 + 1 -
Adjusted EBIT 115 103 + 12


In den Bewertungseffekten nach IAS 39 spiegelt sich die Marktpreisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Sie sind weder zahlungswirksam, noch beeinflussen sie unser operatives Geschäft oder die Dividende.

Entwicklung wesentlicher Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung

Der Materialaufwand stieg um 7 % auf 782 Mio Euro und entwickelte sich damit unterproportional zum Umsatz. Dies liegt vor allem in der Vollkonsolidierung des Teilkonzerns Juwi begründet, da die Materialaufwandsquote von Juwi geringer ist als im übrigen MVV Energie Konzern. Darüber hinaus machten sich Preiseffekte insbesondere bei Gas und Strom gegenläufig bemerkbar.

Der bereinigte Personalaufwand betrug 106 Mio Euro (Vorjahr 87 Mio Euro). Der Anstieg um 21 % ist hauptsächlich auf die Vollkonsolidierung des Teilkonzerns Juwi zurückzuführen.

Das bereinigte Finanzergebnis hat sich mit - 12 Mio Euro gegenüber dem Vorjahr (- 13 Mio Euro) kaum verändert.

Darstellung der Vermögenslage

Der Rückgang der langfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 262 Mio Euro und der Anstieg der kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 591 Mio Euro resultieren im Wesentlichen aus Bewertungseffekten und Forderungen aus Sicherheitsleistungen im Rahmen von Energiehandelsgeschäften. Dementsprechend nahmen die langfristigen Vermögenswerte um 260 Mio Euro auf 3.327 Mio Euro ab; die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 697 Mio Euro auf 2.114 Mio Euro.

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen erhöhten sich um 64 Mio Euro auf 522 Mio Euro. Hauptgründe hierfür waren ein Mengen- und Preisanstieg im Bereich Strom, ein Mengenanstieg im Bereich Gas sowie der gewöhnliche saisonale Verlauf. Der Bestand an flüssigen Mitteln wurde durch den Teilkonzern Juwi positiv beeinflusst.

Das Eigenkapital des MVV Energie Konzerns einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter stieg im Berichtsquartal um 115 Mio Euro auf 1.541 Mio Euro.

Im Vergleich zum 30. September 2016 verringerten sich die langfristigen Schulden um 203 Mio Euro auf 1.877 Mio Euro. Die kurzfristigen Schulden erhöhten sich um 526 Mio Euro auf 2.023 Mio Euro. Beide Enwicklungen resultieren hauptsächlich aus den nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäften. Die langfristigen Finanzschulden nahmen um 58 Mio Euro auf 1.234 Mio Euro zu, vor allem aufgrund der Finanzierung des Gasheizkraftwerks in Kiel.

Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir unsere Konzernbilanz zum 31. Dezember 2016 um die kumulierten Bewertungseffekte nach IAS 39: Wir kürzen die Vermögensseite um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 939 Mio Euro (30. September 2016: 602 Mio Euro). Auf der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 917 Mio Euro (30. September 2016: 628 Mio Euro). Beim Eigenkapital eliminieren wir den Saldo in Höhe von 22 Mio Euro (30. September 2016: - 26 Mio Euro). Daraus ergibt sich zum 31. Dezember 2016 ein bereinigtes Eigenkapital von 1.519 Mio Euro (30. September 2016: 1.452 Mio Euro).

Darstellung der Finanzlage

Die kurz- und langfristigen Finanzschulden verzeichneten einen Rückgang um 19 Mio Euro auf 1.597 Mio Euro. Die Nettofinanzschulden (kurz- und langfristige Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) gingen um 80 Mio Euro auf 1.203 Mio Euro zurück.

KAPITALFLUSSRECHNUNG
Mio Euro

1 Vorjahreswert angepasst


Im Quartalsvergleich nahm der Cashflow vor Working Capital und Steuern um 22 Mio Euro zu. Diese Entwicklung ist vor allem auf das Periodenergebnis vor Ertragsteuern zurückzuführen, das auch nach Bereinigung der zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen angestiegen ist.

Der verbesserte Cashflow vor Working Capital und Steuern, positive Veränderungen im Working Capital und bei der Hinterlegung von Sicherheitsleistungen im Rahmen von Energiehandelsgeschäften sowie erhaltene Anzahlungen bei der Projektentwicklung führten zu einem Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 177 Mio Euro.

Die Entwicklung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit war durch den Wegfall des positiven Effekts in Höhe von 116 Mio Euro im Vorjahr aufgrund der Vollkonsolidierung des Teilkonzerns Juwi geprägt.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit sank im Vergleich zum 1. Quartal 2016 um 65 Mio Euro, was im Wesentlichen auf eine höhere Tilgung von Krediten zurückzuführen ist.

Der MVV Energie Konzern wies zum 31. Dezember 2016 einen Finanzmittelbestand von 395 Mio Euro (Vorjahr 313 Mio Euro) aus.

PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017

Nach Ablauf des 1. Quartals 2017 bestätigen wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2017, die wir in unserem Geschäftsbericht 2016 ab Seite 96 veröffentlicht haben und hier verkürzt wiedergeben.

Wir erwarten, dass die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) des MVV Energie Konzerns im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr (4,2 Mrd Euro) leicht ansteigen werden.

Aus operativer Sicht gehen wir davon aus, dass das Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns im Geschäftsjahr 2017 leicht über dem Vorjahr (213 Mio Euro) liegen wird. Die Ergebnisentwicklung ist vor allem von den Witterungsverhältnissen, den Strom- und Abfallpreisen sowie dem Clean Dark Spread (CDS) abhängig. Zudem unterliegt das Adjusted EBIT durch den Ausbau unserer Aktivitäten im Bereich der Projektentwicklung einer gestiegenen Volatilität.

CHANCEN- UND RISIKOSITUATION

Unser Chancen- und Risikomanagementsystem sowie die für uns relevanten Risikokategorien und die dazugehörigen Chancen und Risiken erläutern wir in unserem Geschäftsbericht 2016 ab Seite 101. Zum Ende des 1. Quartals 2017 stellte sich die Gesamtrisikosituation des MVV Energie Konzerns ähnlich dar wie zum 30. September 2016.

EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODE

Nach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 sind keine Ereignisse eingetreten, die einen wesentlichen Einfluss auf den weiteren Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns haben.

Gewinn- und Verlustrechnung

Gewinn- und Verlustrechnung des MVV Energie Konzerns

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Tsd Euro 1.10.2016 bis 31.12.2016 1.10.2015 bis 31.12.2015
Umsatzerlöse 1.129.735 982.718
Abzüglich Strom- und Erdgassteuer 45.775 43.087
Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer 1.083.960 939.631
Bestandsveränderungen - 20.377 2.974
Aktivierte Eigenleistungen 4.141 4.228
Sonstige betriebliche Erträge 438.303 265.332
Materialaufwand 782.166 730.029
Personalaufwand 106.284 88.059
Sonstige betriebliche Aufwendungen 417.222 293.342
Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen 5.530 21.965
Sonstiges Beteiligungsergebnis 702 1.910
EBITDA 206.587 124.610
Abschreibungen 43.582 43.392
EBIT 163.005 81.218
davon Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IAS 39 49.478 - 20.678
davon EBIT vor Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IAS 39 113.527 101.896
Finanzerträge 4.855 1.689
Finanzaufwendungen 17.272 14.392
EBT 150.588 68.515
Ertragsteuern 45.523 19.773
Periodenüberschuss 105.065 48.742
davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 11.213 9.051
davon Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG (Periodenüberschuss nach Fremdanteilen) 93.852 39.691
Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (Euro) 1,42 0,60


Bilanz

Bilanz des MVV Energie Konzerns

Aktiva

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Tsd Euro 31.12.2016 30.9.2016
Langfristige Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte 350.761 351.181
Sachanlagen 2.550.715 2.539.308
Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien 2.692 2.542
Beteiligungen an At-Equity-Unternehmen 193.791 189.934
Übrige Finanzanlagen 60.019 56.980
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 133.781 395.741
Aktive latente Steuern 35.009 50.613

3.326.768 3.586.299
Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte 278.374 296.057
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 521.474 457.961
Sonstige Forderungen und Vermögenswerte 897.664 306.624
Steuerforderungen 14.697 15.958
Wertpapiere 5 32
Flüssige Mittel 394. 478 333.041
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte 7.654 7.654

2.114.346 1.417.327

5.441.114 5.003.626


Passiva

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Tsd Euro 31.12.2016 30.9.2016
Eigenkapital

Grundkapital 168.721 168.721
Kapitalrücklage 455.241 455.241
Kumuliertes erfolgswirksames Ergebnis 734.403 640.654
Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis - 68.882 - 81.469
Kapital des MVV Energie Konzerns 1.289.483 1.183.147
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter 251.586 243.208

1.541.069 1.426.355
Langfristige Schulden

Rückstellungen 201.566 205.157
Steuerrückstellungen 3.888 3.897
Finanzschulden 1.233.684 1.175.848
Andere Verbindlichkeiten 284.456 550.247
Passive latente Steuern 153.142 144.777

1.876.736 2.079.926
Kurzfristige Schulden

Sonstige Rückstellungen 154.448 166.644
Steuerrückstellungen 48.533 37.943
Finanzschulden 363.360 440.121
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 401.997 397.233
Andere Verbindlichkeiten 1.052.345 449.927
Steuerverbindlichkeiten 2.626 5.477

2.023.309 1.497.345

5.441.114 5.003.626


Kapitalflussrechnung

Kapitalflussrechnung des MVV Energie Konzerns

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Tsd Euro 1.10.2016 bis 31.12.2016 1.10.2015 bis 31.12.2015
Periodenergebnis vor Ertragsteuern 150.588 68.515
Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen
und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
43.582 43.392
Finanzergebnis 12.417 12.702
Erhaltene Zinsen 1.544 1.076
Veränderung der langfristigen Rückstellungen - 1.211 2.167
Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen - 52.235 7.123
Ergebnis aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten 17 - 2.590
Cashflow vor Working Capital und Steuern 154.702 132.385
Veränderung der sonstigen Aktivposten1 - 371.048 - 619.682
Veränderung der sonstigen Passivposten 406.958 504.296
Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen - 15.858 - 27.009
Gezahlte Ertragsteuern - 18.538 - 10.565
Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit 156.216 - 20.575
Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen
und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien
- 55.611 - 75.855
Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen
und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien
845 4.243
Einzahlungen aus Zuschüssen 4.137 5.251
Einzahlungen aus dem Verkauf von übrigen Finanzanlagen 2.127 1.797
Auszahlungen für den Erwerb von vollkonsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten1 - 116.024
Auszahlungen für übrige Finanzanlagen - 7.888 - 5.033
Cashflow aus der Investitionstätigkeit -56.390 46.427
Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten 91.161 78.692
Auszahlungen für die Tilgung von Krediten - 112.011 - 30.491
Gezahlte Dividende an Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern - 6.571 - 11.179
Veränderung aus Kapitaländerungen bei Minderheiten 104 1.280
Gezahlte Zinsen - 14.093 - 14.233
Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit - 41.410 24.069
Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands 58.416 49.921
Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung 3.021 606
Finanzmittelbestand zum 1.10.2016 (bzw. 2015) 333.041 262.710
Finanzmittelbestand zum 31.12.2016 (bzw. 2015) 394.478 313.237
davon Finanzmittelbestand zum 31.12.2016 (bzw. 2015) mit Verfügungsbeschränkung 1.360 1.255


1 Vorjahreswerte angepasst


FINANZKALENDER

10.3.2017

Hauptversammlung

12.5.2017

Zwischenbericht H1 Geschäftsjahr 2017

15.8.2017

Quartalsmitteilung 9M Geschäftsjahr 2017

12.12.2017

Geschäftsbericht Geschäftsjahr 2017

12.12.2017

Bilanzpressekonferenz und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2017

Die Termine für unterjährige Analysten-Telefonkonferenzen werden frühzeitig bekannt gegeben.

Diese Quartalsmitteilung ist am 15. Februar 2017 im Internet veröffentlicht worden.

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