![]() MVV Energie AGMannheimQuartalsmitteilung 9M Geschäftsjahr 2017Wir begeistern mit Energie.QUARTALSMITTEILUNG 9MGeschäftsjahr 2017Kennzahlen des MVV Energie Konzernsscroll
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Ohne nicht operativen Bewertungseffekt aus Finanzderivaten, ohne Strukturanpassung
Altersteilzeit und mit Zinserträgen aus Finanzierungsleasing Highlights 3. Quartal 2017Partner bei Wind- und SolarstromJuwi und der dänische Hersteller von Windkraftanlagen Vestas haben am 3. Mai ihre
bereits 15 Jahre währende Partnerschaft durch einen Rahmenvertrag weiter ausgebaut.
Der Vertrag betrifft neue Anlagentypen, die standortspezifisch optimale Erträge erbringen. Bei der Direktvermarktung von Solarstrom werden wir mit der SMA Solar Technology AG
zusammenarbeiten. Hierzu haben wir am 31. Mai eine strategische Partnerschaft vereinbart.
Ziel ist es, gemeinsam eine Lösung zu entwickeln, um Strom aus Photovoltaikanlagen
mit einer Leistung von mehr als 100 kWp ab Inbetriebnahme kostengünstig direkt in
den Energiehandel zu integrieren. Kunden machen ihre EnergiewendeMit innovativen Lösungen ermöglichen wir unseren Kunden ihre eigene Energiewende: Privatkunden werden mit der Photovoltaikanlage MVV Solar, der Speicherlösung MVV Batterie und der MVV Ladestation für Elektroautos unabhängiger vom Strompreis. Um den Energiebedarf und die Kosten bei Industrie- und Gewerbekunden zu reduzieren, setzen wir auf ganzheitliche Effizienzlösungen: Beim Verpackungshersteller Linhardt wird Strom, Wärme und Kälte über ein gasbetriebenes Blockheizkraftwerk erzeugt und die Beleuchtung auf sparsame LED-Technologie umgestellt. So werden pro Jahr zusätzlich rund 900 Tonnen CO2 eingespart. Im Mai haben wir den Energiedatendienstleister Econ Solutions erworben. Gemeinsam
mit Econ bieten wir der mittelständischen Industrie, Großgewerbe und Filialisten eine
ausgereifte Komplettlösung für ihr Energiemanagement an. Vorwort
Liebe Aktionärinnen und Aktionäre, liebe Leserinnen und Leser,Nachhaltigkeit hat bei MVV Tradition und ist zugleich Richtschnur für unseren Weg
in die Energieversorgung der Zukunft: Sie ist seit vielen Jahren fester Bestandteil
unserer Unternehmensstrategie. Als Vorreiter der Energiewende haben wir nicht nur
frühzeitig in erneuerbare Energien und in Energieeffizienz investiert, vielmehr bilden
Klima- und Umweltschutz sowie Versorgungssicherheit auch weiterhin Eckpfeiler unserer
unternehmerischen Verantwortung. Diesem Anspruch wollen wir auch mit unseren fortgeschriebenen
Nachhaltigkeitszielen gerecht werden: Das Energiesystem der Zukunft ist und bleibt dabei unser Investitionsschwerpunkt: Wir investieren in den kommenden Jahren weitere 3 Mrd Euro in die Energiewende. Unsere eigene Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien werden wir in den nächsten zehn Jahren verdoppeln. Bereits zwischen 2010 und 2016 haben wir unsere Erzeugungskapazitäten im Bereich der erneuerbaren Energien um mehr als 100 % gesteigert - von rund 200 auf 418 MW. Gleichzeitig wollen wir in den kommenden zehn Jahren 10.000 MW erneuerbare Energien ans Netz bringen, vor allem Windkraftanlagen an Land sowie Photovoltaikanlagen. In demselben Zeitraum werden wir unsere jährlichen CO2 -Einsparungen auf eine Mio Tonnen netto pro Jahr verdreifachen. Im Geschäftsjahr 2016 haben wir durch unsere Aktivitäten bereits rund 330.000 Tonnen CO2 eingespart. Für unsere Kunden setzen wir alles daran, ihre eigene Energiewende umzusetzen - mit
unserer Kompetenz und Innovationskraft, mit neuen Produkten und Dienstleistungen,
mit einer hohen Servicequalität sowie mit dem Engagement und der Leidenschaft all
unserer Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. So bieten wir zum Beispiel mit einer Kombination
aus einer Photovoltaikanlage auf dem Dach, einem Batteriespeicher und einer Ladestation
für Elektrofahrzeuge eine Komplettlösung für private Haushalte. Die einzelnen Bausteine
verbinden wir intelligent miteinander, so dass unsere Kunden ihren eigenerzeugten
Strom optimal nutzen können. Für Kunden aus der Immobilienbranche hat MVV Enamic gemeinsam
mit Partnern ein neues, datenbasiertes Geschäftsmodell mit Messdienstleistungen für
eine automatisierte Heiz- und Wasserkostenabrechnung entwickelt. Dazu haben wir das
Gemeinschaftsunternehmen Qivalo gegründet. Kleinere mittelständische Unternehmen unterstützen
wir dabei, sich energieeffizient aufzustellen. Gemeinsam mit unserer neuen Tochtergesellschaft
Econ Solutions bieten wir ihnen ganzheitliche Lösungen für ihr Energiemanagement an:
Wir erfassen und analysieren ihre Energieflüsse, identifizieren Effizienzpotenziale
und heben diese mit passgenauen Lösungen aus unserem Energiedienstleistungsportfolio. Bei allem, was wir tun, verlieren wir eines nicht aus den Augen: das auf Nachhaltigkeit
ausgerichtete Wachstum unserer Unternehmensgruppe. Das zeigt ein kurzer Blick auf
die operative Entwicklung des MVV Konzerns: Unser Adjusted EBIT stieg in den ersten
neun Monaten des Geschäftsjahres 2017 um 4 Mio Euro auf 250 Mio Euro. Für das Geschäftsjahr
2017 bekräftigen wir unsere Ergebnisprognose und gehen fest davon aus, dass das Adjusted
EBIT leicht über dem Vorjahr liegen wird. Und auch unsere Stromerzeugungsmengen aus
erneuerbaren Energien einschließlich des biogenen Anteils aus Abfällen haben sich
positiv entwickelt: Sie lagen mit 876 Mio kWh um 38 Mio kWh über dem Vorjahr. Unsere
Zahlen sind der beste Beleg dafür, dass wir uns auch in einem weiterhin herausfordernden
Umfeld nachhaltig stark positionieren können. Ihr Dr. Georg Müller Vorstandsvorsitzender der MVV Energie AG Unsere ersten neun MonateDreivierteljahr 2017Adjusted EBIT250 Mio Euro
ADJUSTED EBIT NACH BERICHTSSEGMENTENin Mio Euro![]() Umsatz3,1 Mrd EuroUMSATZ NACH BERICHTSSEGMENTENin %
![]() Investitionen128 Mio EuroRAHMENBEDINGUNGENVeränderungen in der EnergiepolitikErgebnis der AusschreibungenDie Ergebnisse der ersten Ausschreibungsrunde für Windkraft an Land wurden im Mai
2017 von der Bundesnetzagentur veröffentlicht. Insgesamt gingen 256 Gebote mit einem
Volumen von 2.137 MW ein; das zur Verfügung stehende Volumen von 800 MW war damit
2,7-fach überzeichnet. Einen Zuschlag erhielten 70 Gebote mit einem Volumen von insgesamt
807 MW; der durchschnittliche Zuschlagswert betrug 5,71 ct/kWh. Das Ergebnis der Ausschreibungsrunde
war durch eine hohe Vergabe an Bürgerenergiegesellschaften gekennzeichnet, auf die
96 % des Zuschlagsvolumens entfielen. Für sie gelten besondere Privilegien: Sie können
ihre Gebote auch vor Erteilung einer Genehmigung abgeben; die Realisierungsfrist beträgt
nach öffentlicher Bekanntgabe 54 anstatt 30 Monate. Ende Juni 2017 beschloss der Bundestag,
die Privilegien der Bürgerenergiegesellschaften zunächst für die ersten beiden Ausschreibungsrunden
des Jahres 2018 auszusetzen. In der nächsten Ausschreibungsrunde für Windkraft an
Land mit 1.000 MW können bis zum 1. August 2017 Gebote abgegeben werden. Die Ausschreibung für Photovoltaik im Juni 2017 war von der Erweiterung der möglichen
Flächen in Süddeutschland geprägt; dort dürfen nun Acker- und Grünlandflächen in benachteiligten
Gebieten auch für die Errichtung von Photovoltaikanlagen verwendet werden. Dadurch
stieg die Anzahl der Angebote; der durchschnittliche Zuschlagswert der bezuschlagten
Menge von 201 MW betrug 5,66 ct/kWh. Die Ausschreibungen für Windkraft an Land und Photovoltaik sind für unser Geschäftsfeld
Projektentwicklung erneuerbare Energien relevant. Novellierung der NetzentgeltsystematikDas Netzentgeltmodernisierungsgesetz wurde im Juli 2017 verabschiedet. Ziel der Novelle
war, die Netzentgelte an die Erfordernisse der Energiewende anzupassen. Das Gesetz
sieht zwei wesentliche Änderungen vor: Zum einen werden die Netzentgelte der Übertragungsnetzebene bis 2023 schrittweise
vereinheitlicht. Zum anderen sollen die Kosten für die vermiedenen Netzentgelte gesenkt
werden. Dazu werden die vermiedenen Netzentgelte für volatile Einspeisung ab 2018
schrittweise abgeschafft. Dies entlastet zwar die Netzentgelte, belastet aber die
EEG-Umlage. Als weitere Maßnahme zur Senkung der Netzkosten wurde für alle Einspeiser
dezentral erzeugter Energie die Berechnungsgrundlage der vermiedenen Netzentgelte
neu geregelt; es wurde vom Bundestag beschlossen, sie auf dem Niveau der Netzentgelte
des Jahres 2016 einzufrieren. Zusätzlich werden ab 2018 bestimmte Kostenpositionen
gekürzt, die zuvor in der Berechnungsgrundlage enthalten waren, wie zum Beispiel die
Kosten für die Netzanbindung von Offshore-Windparks. Verordnung zu gemeinsamen AusschreibungenIm Mai 2017 hat die Bundesregierung die Verordnung zu gemeinsamen Ausschreibungen
für Windkraftanlagen an Land und Photovoltaikanlagen verabschiedet. In dem Pilotvorhaben,
das auf drei Jahre befristet ist, werden technologieneutrale Ausschreibungen im Umfang
von 400 MW pro Jahr in der Praxis erprobt. Auch diese Ausschreibungen werden eine
Relevanz für unser Geschäftsfeld Projektentwicklung erneuerbare Energien haben. Gesetz zur Förderung von Mieterstrom verabschiedetDurch das im Juli 2017 beschlossene Gesetz zur Förderung von Mieterstrom sollen Mieter
an der Energiewende beteiligt und auf diesem Weg weitere Dachflächen für Photovoltaikanlagen
genutzt werden. Die Förderung eröffnet uns die Chance, das potenzielle Geschäft mit
Photovoltaikanlagen im Rahmen unseres Komplettservices Smart Mieterstrom weiter zu
stärken. MarktumfeldGroßhandelspreise für Brennstoffe und Strom gestiegen scroll
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Sorte Brent; Frontmonat Insgesamt zeigten sich die Energiepreise im Dreivierteljahr des Geschäftsjahres 2017
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres fester. Demgegenüber gingen die Emissionspreise
im Vorjahresvergleich zurück. Clean Dark Spread auf niedrigem NiveauCLEAN DARK SPREAD 2018![]() Der Clean Dark Spread (CDS), also die Differenz zwischen Stromerlösen an den Großhandelsmärkten
und den Kosten für die Stromerzeugung, erholte sich im Berichtszeitraum leicht - insbesondere
im 3. Quartal. Er befindet sich jedoch nach wie vor auf einem sehr niedrigen Niveau.
Der CDS wirkt sich insbesondere auf das operative Ergebnis des Berichtssegments Handel
und Portfoliomanagement aus, dem die Vermarktung unserer Kraftwerkskapazitäten zugeordnet
ist. WitterungseinflüsseNiedrige Außentemperaturen führen zu einem steigenden Heizenergiebedarf bei unseren
Kunden - und damit zu höheren Gradtagszahlen, die den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz
als Indikator abbilden. In den ersten neun Monaten unseres Geschäftsjahres 2017 war
es insgesamt etwas kühler als im Vorjahreszeitraum; die Gradtagszahlen im MVV Energie
Konzern lagen um 9 % über dem Vergleichswert des Vorjahres. In den ersten neun Monaten unseres Geschäftsjahres 2017 lag die Stromerzeugung unserer
Windkraftanlagen mit 258 Mio kWh um rund 10 % unter dem Vorjahr (288 Mio kWh). Aus
dem geringeren Windaufkommen - vor allem in den Wintermonaten November 2016 bis Februar
2017 sowie im April und Mai 2017 - resultierte ein Minus von 27 %. Dies konnten wir
in den windstarken Monaten Oktober 2016 sowie März und Juni 2017 mit einem Plus von
9 % und durch den Zubau des Windparks Freudenberg mit +8 % nicht vollständig kompensieren. GESCHÄFTSENTWICKLUNGDarstellung der ErtragslageMVV Energie Konzernscroll
Die Strommengen stiegen vor allem aufgrund höherer Handelsmengen aus der Direktvermarktung
sowie aus dem bundesweiten Vertriebsgeschäft. Die Zunahme unseres Wärmebsatzes ist im Wesentlichen witterungsbedingt. Im Berichtszeitraum sanken unsere Gasabsatzmengen durch die niedrigere Bewirtschaftung
unseres Gasportfolios im Berichtssegment Handel und Portfoliomanagement. Der Rückgang des Wasserabsatzes resultiert daraus, dass die Wasserversorgung im Stadtgebiet
Offenbach zum 1. Januar 2016 durch einen Zweckverband übernommen wurde. Bis zu diesem
Zeitpunkt erfüllte unsere Tochtergesellschaft Energieversorgung Offenbach AG (EVO)
diese Aufgabe. Berichtssegment Erzeugung und Infrastrukturscroll
Der Umsatz stieg in erster Linie, weil die Umsatzerlöse des Teilkonzerns Juwi im Geschäftsjahr
2017 erstmals vollständig berücksichtigt sind. Im Vorjahr waren die Umsätze von Juwi
erst ab dem Zeitpunkt der Vollkonsolidierung 18. Dezember 2015 enthalten. Das Adjusted EBIT nahm um 17 Mio Euro auf 165 Mio Euro ab. Der Grund für diese Entwicklung
liegt hauptsächlich in der Volatilität der Projektentwicklung erneuerbarer Energien:
Wie erwartet werden wir im Geschäftsjahr 2017 das außerordentlich hohe Ergebnis des
Vorjahres nicht erreichen; dies spiegelt sich auch im Ergebnis der Berichtsperiode
wider. Im Gegensatz dazu wirkten sich die Abfall- und Biomassepreise, die sich weiter
erholt haben, sowie die gute Verfügbarkeit unserer Erzeugungsanlagen in Deutschland
und Großbritannien positiv auf das Segmentergebnis aus. Berichtssegment Handel und Portfoliomanagementscroll
Der Umsatzanstieg um 101 Mio Euro auf 643 Mio Euro ist mengenbedingt auf höhere Verkäufe
an Dritte sowie auf gestiegene Preise im Bereich Strom zurückzuführen. Das Adjusted EBIT profitierte von der Entwicklung der Großhandelspreise im Bereich
der Kraftwerksvermarktung und verbesserte sich um 8 Mio Euro. Berichtssegment Vertrieb und Dienstleistungenscroll
Zum einen wurde das Segmentergebnis durch die hohe Wettbewerbsintensität und die organisatorische
Neuausrichtung der Vertriebseinheiten im Geschäftskunden- und im Handelsbereich belastet.
Zum anderen profitierte das Ergebnis von der kühlen Witterung in der Heizperiode sowie
von positiven Einmaleffekten. Insgesamt stieg das Adjusted EBIT um 15 Mio Euro auf
59 Mio Euro. Überleitungsrechnung zum Adjusted EBITscroll
In den Bewertungseffekten nach IAS 39 spiegelt sich die Marktpreisentwicklung auf
den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Sie sind weder zahlungswirksam, noch beeinflussen
sie unser operatives Geschäft oder die Dividende. Entwicklung wesentlicher Positionen in der Gewinn- und VerlustrechnungDer Materialaufwand lag mit 2.378 Mio Euro nur leicht über dem Vorjahresniveau und
entwickelte sich damit unterproportional zum Umsatz. Diese Entwicklung resultiert
vor allem daraus, dass der Materialaufwand des Teilkonzerns Juwi erstmals vollständig
berücksichtigt wurde. Im Vorjahr war dieser erst ab dem Zeitpunkt der Vollkonsolidierung
18. Dezember 2015 enthalten. Gegenüber dem Vorjahr stieg der bereinigte Personalaufwand in erster Linie aufgrund
des im Geschäftsjahr 2017 erstmals vollständigen Einbezugs des Teilkonzerns Juwi sowie
Tariferhöhungen um 12 Mio Euro auf 311 Mio Euro. Die Veränderungen der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen
Aufwendungen sind im Wesentlichen auf die Bilanzierung der gemäß IAS 39 bewerteten
Derivate zurückzuführen. Das Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen stammt aus der Folgebewertung der Gemeinschaftsunternehmen,
beziehungsweise der Unternehmen, an denen der MVV Energie Konzern einen maßgeblichen
Einfluss hat. Die Hauptursache für den Rückgang um 43 Mio Euro ist der geänderte Einbezug
des Teilkonzerns Juwi. Die Abschreibungen nahmen um 13 Mio Euro auf 132 Mio Euro ab. Der Rückgang resultiert
daraus, dass wir in der Vergleichsperiode des Vorjahres außerplanmäßige Abschreibungen
vorgenommen haben. Das bereinigte Finanzergebnis verbesserte sich vor allem aufgrund eines höheren Ertrags
aus der Währungsumrechnung und eines geringeren Zinsaufwands aus Darlehen um 7 Mio
Euro auf - 41 Mio Euro. Darstellung der VermögenslageDer Rückgang der langfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 284 Mio
Euro und der Anstieg der kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um
117 Mio Euro resultieren überwiegend aus Bewertungseffekten und Forderungen aus Sicherheitsleistungen
im Rahmen von Energiehandelsgeschäften. Die langfristigen Vermögenswerte nahmen um
322 Mio Euro auf 3.265 Mio Euro ab; die kurzfristigen Vermögenswerte stiegen um 36
Mio Euro auf 1.454 Mio Euro. Die flüssigen Mittel sanken in erster Linie aufgrund der Auszahlung der Dividende
für das Geschäftsjahr 2016 um 63 Mio Euro auf 270 Mio Euro. Das Eigenkapital des MVV Energie Konzerns einschließlich der Anteile nicht beherrschender
Gesellschafter erhöhte sich um 99 Mio Euro auf 1.525 Mio Euro. Der Rückgang der anderen Verbindlichkeiten ist hauptsächlich auf die Realisation und
das geringere Neugeschäft mit Commodity-Derivaten, das gesunkene Marktpreisniveau
und die dadurch niedrigeren negativen Marktwerte der nach IAS 39 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte
zurückzuführen. Gegenläufig erhöhten sich die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen
für zu realisierende Projekte. Die langfristigen Schulden gingen um 194 Mio Euro auf 1.886 Mio Euro zurück. Die kurzfristigen
Schulden verringerten sich um 190 Mio Euro auf 1.307 Mio Euro. Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir unsere Konzernbilanz zum 30. Juni
2017 um die kumulierten Bewertungseffekte nach IAS 39: Wir kürzen die Vermögensseite
um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden latenten Steuern
in Höhe von 453 Mio Euro (30. September 2016: 602 Mio Euro). Auf der Kapitalseite
eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die darauf entfallenden
latenten Steuern in Höhe von 449 Mio Euro (30. September 2016: 628 Mio Euro). Beim
Eigenkapital eliminieren wir den Saldo in Höhe von 4 Mio Euro (30. September 2016:
- 26 Mio Euro). Daraus ergibt sich zum 30. Juni 2017 ein bereinigtes Eigenkapital
von 1.521 Mio Euro (30. September 2016: 1.452 Mio Euro). Darstellung der FinanzlageDie kurz- und langfristigen Finanzschulden verringerten sich vor allem aufgrund niedrigerer
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten und weiteren Darlehensgebern um 119 Mio
Euro auf 1.497 Mio Euro. Die Nettofinanzschulden (kurz- und langfristige Finanzschulden
abzüglich flüssiger Mittel) gingen um 56 Mio Euro auf 1.227 Mio Euro zurück. KAPITALFLUSSRECHNUNGMio Eur![]() Der Cashflow vor Working Capital und Steuern erhöhte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum
des Vorjahres um 25 Mio Euro. Dies ist vor allem darauf zurückzuführen, dass das Periodenergebnis
vor Ertragsteuern auch nach der Bereinigung der zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen
angestiegen ist. Der Anstieg des Cashflows aus der laufenden Geschäftstätigkeit um 142 Mio Euro resultiert
zum einen aus dem verbesserten Cashflow vor Working Capital und Steuern; zum anderen
aus einem starken Kapitalzufluss durch die Veränderungen in den sonstigen Aktiv- und
Passivposten im Vorjahresvergleich. Insbesondere die Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen stiegen im Berichtszeitraum deutlich geringer an als ein Jahr zuvor. Die Entwicklung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit wurde vor allem durch
die Erhöhung der flüssigen Mittel in der Vergleichsperiode des Vorjahres aufgrund
des erstmaligen Einbezugs des Teilkonzerns Juwi geprägt. Dieser Effekt wurde zusätzlich
verstärkt durch die im Vorjahr wesentlich höheren Einzahlungen aus dem Abgang von
Anlagevermögen aufgrund des Verkaufs eines Wassernetzes unserer Tochtergesellschaft
Energieversorgung Offenbach AG. Insgesamt sank der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
im Vorjahresvergleich um 133 Mio Euro. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ging im Vergleich zu den ersten neun Monaten
des Geschäftsjahres 2016 um 106 Mio Euro zurück, was im Wesentlichen auf die höhere
Tilgung von Krediten zurückzuführen ist. Der MVV Energie Konzern wies zum 30. Juni 2017 einen Finanzmittelbestand von 270 Mio
Euro (30. Juni 2016: 293 Mio Euro) aus. PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2017Wir erwarten unverändert, dass die Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) des MVV Energie
Konzerns im Geschäftsjahr 2017 gegenüber dem Vorjahr (4,1 Mrd Euro) leicht ansteigen
werden. Im Berichtssegment Erzeugung und Infrastruktur rechnen wir im Geschäftsjahr 2017 mit
einem deutlichen Anstieg des Adjusted EBIT. Bisher sind wir von einem leichten Anstieg
ausgegangen. Diese positive Ergebnisentwicklung wird vor allem von den Abfall- und
Biomassepreisen geprägt. Hinzu kommen die Ergebnisbeiträge aus dem Ausbau unserer
Erzeugungskapazitäten aus erneuerbaren Energien. Generell ist die Ergebnisentwicklung
in diesem Segment aufgrund der im Vorjahr erfolgten Vollkonsolidierung des Teilkonzerns
Juwi volatiler geworden: In der über einen meist mehrjährigen Zeitraum laufenden Entwicklung
kann es zu zeitlichen Verschiebungen im Projektfortschritt und damit auch bei der
Ergebnisrealisation kommen. Für die Berichtssegmente Handel und Portfoliomanagement sowie Vertrieb und Dienstleistungen
bestätigen wir unsere Ergebnisprognosen, die wir im Halbjahresfinanzbericht 2017 veröffentlicht
haben. Insgesamt bekräftigen wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2017 und gehen aus
operativer Sicht fest davon aus, dass das Adjusted EBIT des MVV Energie Konzerns leicht
über dem Vorjahr (213 Mio Euro) liegen wird. CHANCEN- UND RISIKOSITUATIONUnser Chancen- und Risikomanagementsystem stellen wir in unserem Geschäftsbericht
2016 ab Seite 101 dar. Darin erläutern wir auch die für uns relevanten Risikokategorien
und die dazugehörigen Chancen und Risiken. Die mögliche Schwankung des Jahresergebnisses des MVV Energie Konzerns ist zum Ende
des Dreivierteljahres 2017 geringer, da das verbleibende Risiko im Jahresverlauf sinkt
je mehr Ergebnisanteile bereits erzielt worden sind. EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODENach dem Bilanzstichtag 30. Juni 2017 sind keine Ereignisse eingetreten, die einen
wesentlichen Einfluss auf den weiteren Geschäftsverlauf des MVV Energie Konzerns haben. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
BILANZAktivascroll
Passivascroll
KAPITALFLUSSRECHNUNGscroll
FINANZKALENDER12.12.2017Geschäftsbericht Geschäftsjahr 2017 12.12.2017Bilanzpressekonferenz und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2017 IMPRESSUMHERAUSGEBERMVV Energie AG Luisenring 49 D-68159 Mannheim Postanschrift D-68142 Mannheim T +49 621 290 0 F +49 621 290 2324 www.mvv-energie.de energie@mvv.de ANSPRECHPARTNER
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