![]() MVV Energie AGMannheimQuartalsmitteilung 3M Geschäftsjahr 2020Quartalsmitteilung 3MGeschäftsjahr 2020MVV in Zahlenscroll
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Vorjahreswerte angepasst HighlightsWachstum im Bereich erneuerbare EnergienMit der Planung und Inbetriebnahme des Windparks Freisen-Rothsberg im Saarland hat
unsere Tochtergesellschaft Juwi ein weiteres Projekt zum Ausbau der erneuerbaren Energien
erfolgreich realisiert. Die beiden Windkraftanlagen haben eine installierte Leistung
von rund 7 MW und erzeugen pro Jahr mehr als 18 Millionen Kilowattstunden Strom, was
dem Jahresstromverbrauch von über 5.800 Drei-Personen-Haushalten entspricht. Mit der
Inbetriebnahme im November 2019 haben wir den Windpark in unser eigenes Erzeugungsportfolio
aufgenommen. Insgesamt verfügen wir nun mit unseren Erneuerbare-Energien-Anlagen über
eine installierte Leistung von 481 MW. Energiewende in KielEnde November 2019 konnte das neue Gasheizkraftwerk in Kiel nach dem erfolgreichen
Abschluss des Probebetriebs den kommerziellen Betrieb aufnehmen. Die neue Anlage -
mit einem Investitionsvolumen von rund 290 Mio Euro die größte Einzelinvestition in
unserer Unternehmensgeschichte - setzt Maßstäbe in Sachen Flexibilität, Effizienz
und Nachhaltigkeit. Sie erreicht eine Primärenergienutzung von über 90 %. Die 20 Gasmotoren
fahren in fünf Minuten von null auf 190 MW elektrische Leistung. Gleichzeitig lässt
sich beim Betrieb eine Wärmeleistung von 192 MW erzielen. Das Gasheizkraftwerk trägt
zu einer erheblichen Reduzierung der CO2-Emissionen bei und bildet die Basis für eine
umweltfreundliche Wärmeversorgung der Landeshauptstadt Schleswig-Holsteins. In diesem
Zusammenhang ist es umso erfreulicher, dass unsere Tochtergesellschaft Stadtwerke
Kiel auch in Zukunft der Betreiber des Fernwärmenetzes in Kiel sein wird. Im Dezember
wurde der Gestattungsvertrag, der bis 2038 läuft, abgeschlossen. VorwortSehr geehrte Damen und Herren,Klimaschutz und Nachhaltigkeit sind bereits seit vielen Jahren neben Wirtschaftlichkeit
und Versorgungssicherheit unverzichtbare Bestandteile unserer Strategie. Nicht zuletzt
deshalb haben wir unsere Dekarbonisierungsstrategie zu Beginn des laufenden Geschäftsjahres
um eine langfristige Zielsetzung erweitert: Wir werden als Unternehmen bis - spätestens
- 2050 klimaneutral sein. Dazu setzen wir den von uns schon in der Vergangenheit eingeschlagenen Kurs konsequent
fort: Wir treiben den Ausbau der erneuerbaren Energien weiter voran und reduzieren
die Emissionen aus unseren konventionellen Erzeugungspositionen. Gleichzeitig machen
wir unser eigenes Erzeugungsportfolio schrittweise grüner. Klimaneutralität bedeutet
aber auch, dass wir unsere Kunden auf dem Weg zu ihrer eigenen Klimaneutralität als
kompetenter und erfahrener Partner begleiten: mit unseren Lösungen für mehr Energieeffizienz,
mit erneuerbarer Eigenerzeugung oder mit innovativen Produkten und Dienstleistungen. 2020 wird ein besonderes JahrViele der Weichenstellungen der letzten Jahre werden im Geschäftsjahr 2020 Realität:
Bereits Ende November 2019 hat unser neues Gasheizkraftwerk in Kiel den kommerziellen
Betrieb aufgenommen. Die Anlage setzt neue Maßstäbe bei Flexibilität, Effizienz und
Nachhaltigkeit. Mit ihren 20 Gasmotoren stellt sie die umweltfreundliche Wärmeversorgung
der Landeshauptstadt Schleswig Holsteins sicher und trägt zu einer erheblichen Verringerung
der CO2-Emissionen bei. Anfang Februar 2020 haben wir mit unserer Grünen Wärme ein neues Kapitel in der Erfolgsgeschichte
der Fernwärmeversorgung für Mannheim und die Region aufgeschlagen. Dafür haben wir
unser abfallbefeuertes Mannheimer Heizkraftwerk auf der Friesenheimer Insel an das
regionale Wärmenetz angebunden. Zukünftig werden so bis zu 30 Prozent des jährlichen
Wärmebedarfs in Mannheim und den an das Fernwärmenetz angebundenen Kommunen aus erneuerbaren
Energien gedeckt. Vergleichbare Konzepte realisieren wir auch an anderen Standorten. Beim Ausbau unseres eigenen Erzeugungsportfolios aus erneuerbaren Energien sind wir
ebenfalls vorangekommen: Im November 2019 haben wir den von Juwi entwickelten und
errichteten Windpark Freisen-Rothsberg übernommen. Insgesamt verfügen wir nun mit
unseren Erneuerbaren-Energien-Anlagen über eine installierte Leistung von 481 Megawatt. Die Richtung stimmtAuch ein Blick auf die operative Entwicklung zeigt, dass MVV strategisch richtig aufgestellt
ist. Wir sind gut in unser neues Geschäftsjahr 2020 gestartet: Bereinigter Umsatz
und Adjusted EBIT sind im 1. Quartal 2020 gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Mit Blick
nach vorne bestätigen wir daher unsere Ergebnisprognose: Wir erwarten ein Adjusted
EBIT, das leicht über dem Niveau des Vorjahres liegen wird. Das Gasheizkraftwerk in Kiel, die Grüne Wärme für Mannheim und die Region Rhein-Neckar
oder der Windpark in Freisen sind nur Beispiele dafür, warum 2020 für MVV ein besonderes
Jahr wird. Wir werden weitere Initiativen neu beginnen, Projekte weiter vorantreiben
oder erfolgreich abschließen. Bei all dem verknüpfen wir Nachhaltigkeit mit Wirtschaftlichkeit,
um die Energiewende Wirklichkeit werden zu lassen. Mit herzlichen Grüßen scroll
Unsere ersten drei MonateAdjusted EBIT81 Mio Euro ![]() Umsatz1,0 Mrd Euro ![]() Investitionen92 Mio Euro RAHMENBEDINGUNGENEnergiepolitisches UmfeldKohleausstieg durch Bundesregierung beschlossenGenau ein Jahr nach den Empfehlungen der Kommission für Wachstum, Strukturwandel und
Beschäftigung (KWSB) hat das Bundeskabinett Ende Januar 2020 den Entwurf für ein Gesetz
zum Kohleausstieg verabschiedet. Es sieht das Ende der Kohlenutzung bis 2038 vor,
wobei die Stilllegung der Braunkohlekraftwerke und -tagebaue direkt mit den Betreibern
vereinbart wird. Die Stilllegung der Steinkohlekraftwerke soll von 2020 bis 2026 über
Ausschreibungen erfolgen, spätestens ab 2027 über entschädigungslose Maßnahmen des
Ordnungsrechts. Die Steinkohleanlagen in einer gesetzlich definierten Südregion, zu
der auch Mannheim gehört, dürfen sich erst ab der zweiten Ausschreibungsrunde beteiligen.
Sie werden zudem in allen Runden mit einem Netzfaktor belastet, so dass sie geringere
Chancen auf einen Zuschlag haben. Aus MVV-Sicht ist diese Ungleichbehandlung nicht
gerechtfertigt; zudem wird die Umstellung auf eine CO2-freie Erzeugung von Strom und
Wärme nicht ausreichend gefördert. Deutsches Klimaschutzpaket verabschiedetDie Bundesregierung hat im Dezember 2019 das Klimaschutzpaket verabschiedet. Es markiert
den Einstieg in eine CO2-Bepreisung für die Sektoren Verkehr und Wärme, die im bereits
bestehenden europäischen Emissionshandelssystem nicht berücksichtigt sind. Der CO2-Emissionspreis startet im Jahr 2021 bei 25 Euro und steigt bis 2025 auf 55 Euro an.
Im Gegenzug soll die EEG-Umlage auf Strom sinken. Darüber hinaus fördert der Bund
die energetische Sanierung von Gebäuden, den Austausch von Gebäudeheizungen und den
Umstieg auf Elektromobilität. Aus MVV-Sicht ist die Einführung des nationalen CO2-Preises ein positiver Schritt, der den Umstieg auf erneuerbare Energien auch für
die Beheizung von Gebäuden und für Mobilität erleichtert. Damit ergeben sich Chancen
für eine Wärmelieferung aus effizienter und nachhaltiger Erzeugung sowie für den Ausbau
der Elektromobilität, da Stromanwendungen wettbewerbsfähiger gegenüber brennstoffbasierter
Heizung (wie Öl) oder Mobilität (Benzin, Diesel) werden. EU einigt sich auf "Green Deal"Im Dezember 2019 wurden die Arbeitsschwerpunkte der neuen EU-Kommission vorgestellt,
die sich mit der beschleunigten Dekarbonisierung bis 2030 beschäftigen. Mit dem "Green
Deal" soll die EU bis zum Jahr 2030 ihre CO2-Emissionen um mindestens 50 % senken und bis 2050 klimaneutral werden. Dafür soll
unter anderem das europäische Emissionshandelssystem auf die Sektoren Verkehr und
Wärme ausgeweitet werden. Im Energiebereich setzt die EU auf einen stärkeren Ausbau
der erneuerbaren Energien und mehr Energieeffizienz sowie neue Leitlinien für Beihilfen.
Es ist zu erwarten, dass die europäische Gesetzgebung der kommenden Jahre unsere strategische
Ausrichtung unterstützen wird. Dies betrifft insbesondere den Ausbau erneuerbarer
Energien, die Dekarbonisierung der Wärmeversorgung und Klimaneutralität bei unseren
Kunden. MarktumfeldGroßhandelspreiseGroßhandelspreise (Durchschnitt) 3M, 1.10. bis 31.12.scroll
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Sorte Brent; Frontmonat Brennstoffmärkte präsentieren sich schwachInsgesamt nahmen die Energiepreise im 1. Quartal unseres Geschäftsjahres 2020 gegenüber
dem Vergleichszeitraum des Vorjahres ab. Demgegenüber zeigte sich der Emissionsmarkt
im Berichtszeitraum robust: Zum Jahresende 2019 lag der Preis für CO2-Zertifikate über dem des Vorjahres. Spreads der konventionellen Erzeugung auf niedrigem NiveauSowohl der Clean Dark Spread (CDS) als auch der Clean Spark Spread (CSS), die Erzeugungsmargen
für die konventionelle Erzeugung, lagen zum Ende des Berichtszeitraums leicht über
den Werten des Vorjahres - jedoch weiterhin auf einem niedrigen Niveau. Beide Spreads
wirken sich insbesondere auf das operative Ergebnis des Berichtssegments Versorgungssicherheit
aus, dem die Vermarktung unserer Erzeugungspositionen des Geschäftsfelds Kraft-Wärme-Kopplung
zugeordnet ist. ![]() WitterungseinflüsseMilde Witterung und höheres WindaufkommenHöhere Außentemperaturen führen zu einem geringeren Heizenergiebedarf bei unseren
Kunden. Dies schlägt sich auch in niedrigeren Gradtagszahlen nieder, die als Indikator
für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz verwendet werden. Das 1. Quartal unseres
Geschäftsjahres 2020 war - wie im Vergleichszeitraum des Vorjahres - durch eine milde
Witterung gekennzeichnet. Dementsprechend lagen die Gradtagszahlen im Berichtszeitraum
etwa auf dem Niveau des Vorjahres. Genau wie der Heizenergiebedarf unserer Kunden wird auch die Stromerzeugung aus unseren
Erneuerbare-Energien-Anlagen von Wettereinflüssen bestimmt. Eine besondere Bedeutung
hat dabei das Windaufkommen, von dem die erzeugten Mengen unserer Windkraftanlagen
maßgeblich abhängen. In den für uns relevanten Regionen lag die nutzbare Windenergie im 1. Quartal des
Geschäftsjahres 2020 insgesamt zirka 26 % höher als das langjährige Mittel. Der Windertrag
lag dabei über dem Vorjahreswert, der im gleichen Zeitraum das langjährige Mittel
um zirka 17 % übertraf. Für diesen Vergleich nutzen wir den "EMD-ERA" Wind Index mit
einer Referenzperiode (historischer Durchschnitt). GESCHÄFTSENTWICKLUNGDarstellung der ErtragslageDer Berichtszeitraum umfasst das 1. Quartal des Geschäftsjahres 2020 - vom 1. Oktober
bis zum 31. Dezember 2019. Sofern nicht anders vermerkt, beziehen sich die folgenden
Ausführungen auf den MVV Energie Konzern (MVV). Wesentliche operative EntwicklungenWährend der Strom- und Gasabsatz etwa auf dem Niveau des Vorjahres lagen, ist unser
Wärmeabsatz gegenüber dem Vorjahr gestiegen. Dies ist im Wesentlichen auf eine höhere
Dampfauskopplung zurückzuführen. Bei den Umsatzerlösen eliminieren wir die Bewertungseffekte nach IFRS 9 zum 31. Dezember
2019 im Saldo von - 19 Mio Euro und zum 31. Dezember 2018 von + 45 Mio Euro. Die Zunahme der bereinigten Umsatzerlöse resultiert vor allem aus unserem Projektentwicklungsgeschäft,
aus der Erstkonsolidierung der EnDaNet im 1. Quartal der Berichtsperiode und aus der
Vollkonsolidierung der DC Data Center Group, die erstmalig im 3. Quartal des Vorjahres
erfolgte. MVV 3M, 1.10. bis 31.12.scroll
![]() Der Anstieg des Adjusted EBIT im Vorjahresvergleich ist vor allem auf die Inbetriebnahme
unseres neuen Gasheizkraftwerks in Kiel zurückzuführen. Zudem wirkten in der Vorjahresperiode
Niedrigwasserzuschläge, die die Transportkosten für Brennstoffe erhöht haben, ergebnisbelastend.
Unser Umweltgeschäft hat sich im Berichtszeitraum positiv entwickelt: Hier profitierten
wir von einer besseren Anlagenverfügbarkeit und einer positiven Entwicklung der Abfall-
und Altholzpreise. Im November 2019 haben wir den Windpark Freisen-Rothsberg, der
von Juwi entwickelt und gebaut wurde, in unser Erzeugungsportfolio aufgenommen. Die
Übernahme erfolgte zu Anschaffungs- und Herstellkosten. Insgesamt erwarten wir für
unser Projektentwicklungsgeschäft im weiteren Jahresverlauf eine positive Entwicklung. Überleitungsrechnung zum Adjusted EBITÜberleitungsrechnung vom EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT vom 1.10. bis 31.12.scroll
Für unsere wertorientierte Steuerung verwenden wir das Adjusted EBIT. Bei dieser operativen
Ergebnisgröße vor Zinsen und Ertragsteuern eliminieren wir unter anderem die positiven
und negativen Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Finanzderivaten
nach IFRS 9 zum 31. Dezember 2019 im Saldo von - 28 Mio Euro und zum 31. Dezember
2018 von - 62 Mio Euro. In diesen Bewertungseffekten spiegelt sich die Marktpreisentwicklung
auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Sie sind weder zahlungswirksam, noch beeinflussen
sie unser operatives Geschäft oder die Dividende. ![]() Entwicklung sonstiger wesentlicher Positionen in der Gewinn- und VerlustrechnungDer bereinigte Materialaufwand stieg um 27 Mio Euro auf 791 Mio Euro. Diese Entwicklung
ist vor allem auf die Erstkonsolidierung der EnDaNet in der Berichtsperiode und die
Vollkonsolidierung der DC Data Center Group, die im 3. Quartal des Vorjahres erfolgte,
zurückzuführen. Zudem spiegelt der Anstieg die Entwicklung in unserem Projektentwicklungsgeschäft
wider. Der bereinigte Personalaufwand lag mit 113 Mio Euro um 7 Mio Euro über dem Vorjahr.
Hauptursachen für den Anstieg waren die Konsolidierungseffekte der EnDaNet und der
DC Data Center Group sowie Tariferhöhungen. Die Veränderungen der sonstigen betrieblichen Erträge und sonstigen betrieblichen
Aufwendungen sind im Wesentlichen auf die Bilanzierung der gemäß IFRS 9 bewerteten
Derivate zurückzuführen. Die Abschreibungen lagen mit 47 Mio Euro auf dem Niveau des Vorjahres. Das bereinigte Finanzergebnis lag mit - 14 Mio Euro um 2 Mio Euro unter dem Vorjahr,
was hauptsächlich auf niedrigere Erträge aus Zinsen zurückzuführen ist. Siehe Gewinn- und Verlustrechnung Seite 14 Darstellung der VermögenslageDer Anstieg der kurzfristigen sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 315 Mio
Euro resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Marktpreisniveau und den dadurch
gestiegenen positiven Marktwerten der nach IFRS 9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte.
Der Anstieg der Vorräte um 46 Mio Euro spiegelt hauptsächlich die Entwicklung in unserem
Projektentwicklungsgeschäft wider. Insgesamt nahmen die langfristigen Vermögenswerte
um 23 Mio Euro auf 3.487 Mio Euro zu; die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich
um 384 Mio Euro auf 1.742 Mio Euro. Das Eigenkapital von MVV einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
lag mit 1.551 Mio Euro um 16 Mio Euro über dem Bilanzstichtagswert des Vorjahres. Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen um 27 Mio Euro resultiert
vor allem aus den Inanspruchnahmen von CO2- und Personalrückstellungen. Die Erhöhung
der kurz- und langfristigen anderen Verbindlichkeiten um 335 Mio Euro ist hauptsächlich
auf das gestiegene Marktpreisniveau und die dadurch höheren Marktwerte der nach IFRS
9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte zurückzuführen Die langfristigen Schulden stiegen
um 52 Mio Euro auf 2.161 Mio Euro. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 339 Mio Euro
auf 1.517 Mio Euro zu. Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir unsere Konzernbilanz zum 31. Dezember
2019 um die kumulierten stichtagsbezogenen Bewertungseffekte nach IFRS 9: Wir kürzen
die Vermögensseite um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden
latenten Steuern in Höhe von 614 Mio Euro (30. September 2019: 350 Mio Euro). Auf der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und
die darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 653 Mio Euro (30. September 2019:
358 Mio Euro). Beim Eigenkapital eliminieren wir den Saldo in Höhe von - 39 Mio Euro
(30. September 2019: - 8 Mio Euro). Daraus ergibt sich zum 31. Dezember 2019 ein bereinigtes
Eigenkapital von 1.590 Mio Euro (30. September 2019: 1.544 Mio Euro). Bezogen auf
die bereinigte Bilanzsumme von 4.614 Mio Euro (30. September 2019: 4.472 Mio Euro)
lag die bereinigte Eigenkapitalquote zum 31. Dezember 2019 bei 34,5 % im Vergleich
zu 34,5 % zum 30. September 2019. □ Siehe Bilanz Seite 15 Darstellung der FinanzlageDie kurz- und langfristigen Finanzschulden stiegen um 49 Mio Euro auf 1.751 Mio Euro
vor allem aufgrund der Aufnahme neuer Darlehen zur Finanzierung von Projekten. Der
Rückgang der flüssigen Mittel um 80 Mio Euro resultiert im Wesentlichen aus Auszahlungen
für Großprojekte und für Vorräte in unserem Projektenwicklungsgeschäft. Die Nettofinanzschulden
(kurz- und langfristige Finanzschulden abzüglich flüssiger Mittel) stiegen um 128
Mio Euro auf 1.473 Mio Euro. Das gegenüber der Vorjahresperiode verbesserte Periodenergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) führte auch nach Bereinigung der zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen
dazu, dass sich der Cashflow vor Working Capital und Steuern um 14 Mio Euro erhöhte. Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag um 48 Mio Euro unter der Vorjahresperiode.
Diese Entwicklung ist einerseits auf die saisonal bedingten Veränderungen der Forderungen
und Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen zurückzuführen. Andererseits
wurde der Rückgang durch den Aufbau von Vorräten in der Projektentwicklung verstärkt.
Positiv wirkten sich hingegen insbesondere Abrechnungen in unserem Projektentwicklungsgeschäft
aus. Die Entwicklung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit wurde hauptsächlich durch
höhere Investitionen in Sachanlagen geprägt. Zudem wurde der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
durch die Auszahlung für den Erwerb der EnDaNet beeinflusst. Eine gegenläufige und
damit positive Wirkung hatten vor allem Desinvestitionen in der Berichtsperiode. Insgesamt
verringerte sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Vergleich zur Vorjahresperiode
um 16 Mio Euro. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat sich im Vergleich zum 1. Quartal des
Geschäftsjahres 2019 kaum verändert. Zum 31. Dezember 2019 wies MVV einen Finanzmittelbestand
von 278 Mio Euro (31. Dezember 2018: 291 Mio Euro) aus. Siehe Kapitalflussrechnung Seite 16 ![]() PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2020Nach Ablauf des 1. Quartals bestätigen wir unsere Prognose für das Geschäftsjahr 2020,
die wir in unserem Geschäftsbericht 2019 veröffentlicht haben und nachfolgend verkürzt
wiedergeben. Wir erwarten, dass die bereinigten Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) von MVV gegenüber
dem Vorjahr (3,7 Mrd Euro) leicht steigen werden. Dabei ist die Umsatzentwicklung
vor allem von den Handelsaktivitäten und Commodity-Preisen, der Projektrealisierung
im Bereich der erneuerbaren Energien und unseren vertrieblichen Aktivitäten, aber
auch von den Witterungsverhältnissen abhängig. Bedingt durch unser Geschäftsmodell ist die Ergebnisentwicklung vor allem von den
Witterungs- und Windverhältnissen, der Entwicklung der Abfall- und Biomassepreise,
den Beschaffungskosten für Brennstoffe und für CO2-Emissionszertifikate, den Spreads der konventionellen Erzeugung, der Entwicklung
des Markt- und Wettbewerbsumfelds sowie gezieltem Kostenmanagement abhängig. Aus technischer
Sicht kommt es zudem auf die Verfügbarkeit unserer Anlagen an. Hinzu kommt eine generell
hohe Volatilität in unserem Projektentwicklungsgeschäft. Insgesamt erwarten wir, dass das Adjusted EBIT von MVV im Geschäftsjahr 2020 aus operativer
Sicht leicht über dem des Vorjahres (225 Mio Euro) liegen wird. CHANCEN- UND RISIKOSITUATIONWir stellen unser Chancen- und Risikomanagementsystem in unserem Geschäftsbericht
2019 ab Seite 79 dar. Darin erläutern wir auch die für uns relevanten Risikokategorien
und die dazugehörigen Chancen und Risiken. Zum Ende des 1. Quartals unseres Geschäftsjahres
2020 stellte sich die Gesamtrisikosituation ähnlich dar wie zum 30. September 2019. EREIGNISSE NACH DER BERICHTSPERIODENach dem Bilanzstichtag 31. Dezember 2019 sind keine Ereignisse eingetreten, die einen
wesentlichen Einfluss auf den weiteren Geschäftsverlauf von MVV haben. GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNGscroll
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Vorjahreswerte angepasst aufgrund des NIFRIC "Physical settlement of contracts to
buy or sell a non-financial item (IFRS 9)" BILANZAktivascroll
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KAPITALFLUSSRECHNUNGCashflow - aggregierte Darstellungscroll
FINANZKALENDER14.2.2020 Quartalsmitteilung 3M 13.3.2020 Hauptversammlung 13.5.2020 Zwischenbericht H1 Geschäftsjahr 2020 14.8.2020 Quartalsmitteilung 9M 10.12.2020 Geschäftsbericht 10.12.2020 Bilanzpressekonferenz und Analystenkonferenz Die Termine für unterjährige Analysten-Telefonkonferenzen werden frühzeitig bekannt
gegeben. Diese Quartalsmitteilung ist am 14. Februar 2020 im Internet veröffentlicht worden. Auf unseren Internetseiten stehen Ihnen alle Finanzberichte der MVV als Download zur
Verfügung. IMPRESSUM/KONTAKTHERAUSGEBERMVV Energie AG Luisenring 49 T +49 621 290 0 www.mvv.de kontakt@mvv.de VERANTWORTLICHMVV Energie AG T +49 621 290 37 08 www.mvv.de/investoren ir@mvv.de ANSPRECHPARTNER INVESTOR RELATIONSPhilipp Riemen GRAFIKENHGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG, Hamburg |
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