![]() MVV Energie AGMannheimZwischenbericht H1 Geschäftsjahr 2020 Zwischenbericht H1
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| 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
% Vorjahr |
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| Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern 1 (Mio Euro) | 2.004 | 1.982 | + 1 |
| Adjusted EBITDA 2 (Mio Euro) | 289 | 253 | + 14 |
| Adjusted EBIT 2 (Mio Euro) | 193 | 161 | + 20 |
| Bereinigter Periodenüberschuss 2 (Mio Euro) | 115 | 96 | + 20 |
| Bereinigter Periodenüberschuss nach Fremdanteilen 2 (Mio Euro) | 95 | 78 | + 22 |
| Bereinigtes Ergebnis je Aktie 2 (Euro) | 1,45 | 1,19 | + 22 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Mio Euro) | - 42 | - 88 | + 52 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit je Aktie (Euro) | - 0,64 | - 1,34 | + 52 |
| Bereinigte Bilanzsumme zum 31.3.2020 bzw. 30.9.2019 3 (Mio Euro) | 4.679 | 4.472 | + 5 |
| Bereinigtes Eigenkapital zum 31.3.2020 bzw. 30.9.2019 3 (Mio Euro) | 1.567 | 1.544 | + 1 |
| Bereinigte Eigenkapitalquote zum 31.3.2020 bzw. 30.9.2019 3 (%) | 33,5 | 34,5 | - 3 |
| Nettofinanzschulden zum 31.3.2020 bzw. 30.9.2019 (Mio Euro) | 1.625 | 1.345 | + 21 |
| Investitionen (Mio Euro) | 180 | 136 | + 32 |
| Mitarbeiterzahl zum 31.3.2020 bzw. 31.3.2019 (Köpfe) | 6.155 | 5.943 | + 4 |
1
Vorjahreswert angepasst
2
Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten, ohne Strukturanpassung
Altersteilzeit und mit Zinserträgen aus Finanzierungsleasing
3
Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten
Unsere Hauptversammlung am 13. März 2020 hat unter besonderen Umständen stattgefunden:
Aufgrund der Corona-Pandemie haben wir höchste Priorität auf die Gesundheit aller
Beteiligten gelegt und für unsere Aktionäre zusätzliche Möglichkeiten geschaffen,
um ihre Rechte auch ohne persönliche Teilnahme wahrnehmen zu können. Für das Geschäftsjahr
2019 wurde erneut eine Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Aktie beschlossen. Insgesamt
wurden 59,3 Mio Euro ausgeschüttet, was einer Ausschüttungsquote von über 60 % entspricht.
Mit der Anbindung unseres abfallbefeuerten Heizkraftwerks in Mannheim an das regionale
Wärmenetz haben wir im Februar 2020 einen ersten Meilenstein auf dem Weg zur Grünen
Wärme erreicht. Künftig stammen so bis zu 30 % des jährlichen Wärmebedarfs aus erneuerbaren
Energien. Die Vorteile der regionalen und klimaschonenden Erzeugung werden mit den
bekannten Vorteilen der Fernwärme verknüpft, die gerade in städtischen Ballungsräumen
für Zuverlässigkeit, Komfort und hohe Effizienz steht. Insgesamt investieren wir rund
100 Mio Euro in die Weiterentwicklung unseres Standorts auf der Friesenheimer Insel.
First State Investments (FSI) hat 45,1 % der Anteile an MVV erworben. Diese Anteile
werden bis zum Closing noch von EnBW und RheinEnergie gehalten. Die Stadt Mannheim
bleibt mit 50,1 % weiterhin Mehrheitseigentümer. FSI ist mit mehr als 143 Milliarden
Euro einer der weltweit führenden Verwalter von Pensions- und Versicherungsgeldern,
der substanzielle Beträge in Infrastrukturunternehmen investiert. MVV bekommt damit
eine langfristig stabile Aktionärsstruktur bei grundsätzlich gleichgerichteten Interessen.
Beide Aktionäre stehen zur Börsennotierung von MVV, zur Beibehaltung des Streubesitzes
und zu unserem breit angelegten und auf die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende
ausgerichteten Geschäftsmodell entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette.
2020 wird für MVV ein besonderes Jahr - unter dieser Überschrift sind wir in das
laufende Geschäftsjahr gestartet. Ein Blick auf das erste Halbjahr bestätigt dies.
Viele Projekte, die wir in den letzten Jahren angestoßen haben, sind Realität geworden:
Unser neues Gasheizkraftwerk in Kiel ist im November 2019 in Betrieb gegangen und
setzt neue Maßstäbe bei Flexibilität, Effizienz und Nachhaltigkeit. Im Februar 2020
haben wir unser abfallbasiertes Heizkraftwerk in Mannheim an das Wärmenetz angebunden.
Dadurch werden bis zu 30 Prozent des Wärmebedarfs in Mannheim und der Region durch
unsere Grüne Wärme gedeckt. Ein vergleichbares Konzept realisieren wir bei unserer
Abfallverwertung in Leuna, die wir an das Fernwärmenetz der Stadtwerke Merseburg anbinden.
Mit der Übernahme des Windparks Freisen, der von Juwi entwickelt wurde, haben wir
im November 2019 unser Erzeugungsportfolio aus erneuerbaren Energien gestärkt; der
von Windwärts errichtete Windpark Siegfriedeiche in Grävenwiesbach steht kurz vor
der Inbetriebnahme. Insgesamt haben wir in den ersten sechs Monaten des Geschäftsjahres
2020 rund 730 GWh Strom - und damit 18 Prozent mehr als im Vorjahr - aus erneuerbaren
Energien erzeugt.
Unsere Strategie stimmt, und in der Umsetzung kommen wir voran. Das zeigt auch ein
Blick auf die Finanzkennzahlen: Bereinigter Umsatz und vor allem das Adjusted EBIT
sind im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr auf 2,0 Mrd Euro beziehungsweise 193
Mio Euro gestiegen.
Unsere auf Nachhaltigkeit ausgerichtete Unternehmensstrategie war das entscheidende
Kriterium für First State Investments (FSI), 45,1 Prozent der Anteile an MVV zu erwerben.
Diese Anteile werden bis zum Closing noch von EnBW und Rheinenergie gehalten. Die
Stadt Mannheim bleibt mit einem Anteil von 50,1 Prozent weiterhin Mehrheits- und damit
unser stabiler Ankeraktionär. FSI zählt zu den international führenden Verwaltern
von Pensions- und Altersversorgungsgeldern, der mit langfristiger Perspektive in profitable
Unternehmen mit einer verlässlichen Dividendenpolitik investiert. Mit der Stadt Mannheim
und FSI bekommt MVV eine stabile Aktionärsstruktur. Beide Aktionäre stehen zu unserer
Börsennotierung, zur Beibehaltung des Streubesitzes und zu unserem breit angelegten
und auf die erfolgreiche Umsetzung der Energiewende ausgerichteten Geschäftsmodell
entlang der energiewirtschaftlichen Wertschöpfungskette.
Seit März stehen wir vor zusätzlichen Herausforderungen. Ein besonderes Jahr also
auch in diesem Sinne. Die Corona-Pandemie erfordert von uns allen ein umsichtiges
und verantwortungsvolles Handeln. Dabei gelten für uns zwei Leitprinzipien: Oberste
Priorität hat der Gesundheitsschutz für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden
und Partner. Gleichzeitig erfüllen wir unsere infrastrukturelle Aufgabe, die Energie-
und Wasserversorgung für Gesellschaft und Wirtschaft sicherzustellen. Dafür haben
wir vielfach erprobte Krisenpläne, die kontinuierlich an die Situation angepasst werden.
Unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter leisten in diesen besonderen Zeiten mit ihrem
täglichen individuellen Engagement hervorragende Arbeit - hierfür auch an dieser Stelle
meinen herzlichen Dank im Namen des gesamten Vorstands.
Die Pandemie wird auch in der Energiewirtschaft ihre Spuren hinterlassen und sich
im weiteren Jahresverlauf auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung von MVV auswirken,
nachdem es in den ersten sechs Monaten noch so gut wie keine Corona-Effekte gegeben
hat. Auch wenn wir die weitere Entwicklung und damit die Folgen der Pandemie zum jetzigen
Zeitpunkt noch nicht abschließend einschätzen und vor allem quantifizieren können,
gehen wir aus operativer Sicht derzeit davon aus, dass unser bereinigter Umsatz und
unser Adjusted EBIT etwa auf dem Niveau des Vorjahres liegen werden. Bei dieser Prognose
ist natürlich zu berücksichtigen, dass die Schwankungsbreite der ihr zugrundeliegenden
Annahmen angesichts der Corona-bedingten Unwägbarkeiten größer ist als üblich.
Diese aktuellen Entwicklungen ändern nichts an unserer zentralen Zielstellung und
der Perspektive, die Energiewende erfolgreich umzusetzen und bis spätestens 2050 als
Unternehmen Klimaneutralität zu erreichen. Daran arbeiten wir Tag für Tag. Wir freuen
uns, wenn Sie uns auf diesem anspruchsvollen Weg weiterhin begleiten und unterstützen.
Mit herzlichen Grüßen
Ihr
Dr. Georg Müller
Vorsitzender des Vorstands


Wie alle betroffenen Nationen erwartet auch Deutschland in Folge der Corona-Pandemie
eine gravierende Beeinträchtigung von Wirtschaft und Gesellschaft. Die führenden deutschen
Wirtschaftsforschungsinstitute veröffentlichten am 8. April 2020 im Rahmen der Gemeinschaftsdiagnose
ihre Einschätzung zur Wirtschaftsentwicklung in Deutschland: Im Vergleich zum Vorjahr
erwarten sie einen Rückgang des Bruttoinlandsprodukts um 4,2 %. Auch weitere Indikatoren
sagen eine deutliche Abkühlung der Konjunktur durch die Corona-Pandemie voraus. Der
ifo-Geschäftsklimaindex brach im April auf den niedrigsten jemals gemessenen Stand
ein. Einen möglichen Aufwärtstrend sieht das ZEW in seinen Konjunkturerwartungen vom
April. Die Finanzmarktexperten erwarten überwiegend eine mittelfristige Verbesserung
der gesamtwirtschaftlichen Situation und damit verbunden ein Wirtschaftswachstum ab
dem 3. Quartal 2020. Die konkreten Folgen für die einzelnen Volkswirtschaften werden
vor allem von Dauer und Umfang der Einschränkungen, den bis dahin eingetretenen und
nicht mehr kompensierbaren Auswirkungen und dem Tempo der Erholung abhängig sein.
Um die Folgen für die Wirtschaft zu minimieren, haben der Bund und die Länder seit
Ende März 2020 mehrere Gesetzespakete auf den Weg gebracht. Der Bund hat Hilfen für
Verbraucher, Familien, Angestellte, Selbstständige und Unternehmen beschlossen. So
stehen Firmen Sonderprogramme der KfW zur Verfügung, die insbesondere über günstige
Kredite die Liquidität sichern. Ergänzend dazu ermöglicht ein Wirtschaftsstabilisierungsfonds
mit einem Garantierahmen von bis zu 400 Mrd Euro die Refinanzierung von Unternehmen
am Kapitalmarkt. Auf Ebene der Europäischen Union sollen weitere rund 500 Mrd Euro
für Kredite der Europäischen Investitionsbank an Unternehmen sowie ausgeweitete Kreditlinien
des Euro-Rettungsfonds für Staaten zur Verfügung stehen, deren Verschuldung aufgrund
der Pandemie stark ansteigt.
Aufgrund der Corona-Pandemie und der damit verbundenen Aufgaben und Einschränkungen
verzögern sich möglicherweise auch energiewirtschaftliche relevante Gesetzesvorhaben.
Davon betroffen wird voraussichtlich auch das Kohleausstiegsgesetz sein, das gegebenenfalls
erst im Sommer 2020 verabschiedet wird. Unklar ist deshalb, ob die bisher noch für
2020 vorgesehene erste Runde der Ausschreibungen zur Stilllegung von Steinkohlekraftwerken
tatsächlich stattfinden kann. Verzögert wird wohl auch die Novellierung des Erneuerbaren-Energien-Gesetzes
(EEG). Bei beiden Vorhaben bestehen auch noch inhaltliche Differenzen; beim Kohleausstieg
betreffen sie Forderungen der Branche nach einer angemessenen Behandlung der Steinkohle
und weiteren Schritten für eine effiziente Wärmeversorgung. Beim EEG geht es insbesondere
um die Abstandsregeln für Windkraftanlagen an Land und die aufzuhebende Deckelung
des Zubaus von Photovoltaikanlagen. Damit droht dem Zubau Erneuerbarer-Energien-Anlagen
in Deutschland eine Fortsetzung der Ausbauschwierigkeiten, obwohl die Koalition das
65 %-Ziel bis 2030 bestätigt hat.
Auch auf europäischer Ebene ist derzeit offen, wie die Klimagesetzgebung vorankommt.
Die EU-Kommission will an ihrem Vorhaben festhalten, die Rahmenbedingungen für eine
klimaneutrale EU in 2050 über eine Verordnung zu manifestieren. Dagegen gibt es Widerstand
im EU-Parlament.
Eine unbürokratische Lösung gibt es für EEG-Anlagen, bei denen die im Vergabeverfahren
festgelegten Umsetzungsfristen aufgrund der Pandemie nicht eingehalten werden können.
Zum einen verlängert die Bundesnetzagentur die Fristen für bestehende Zuschläge. Zum
anderen setzt sie für die kommenden Runden die Veröffentlichung der Zuschläge aus,
so dass die Umsetzungsfristen nicht zu laufen beginnen. Auf diese Weise erhalten Investoren
Sicherheit, dass sie trotz pandemiebedingter Verzögerungen mit Vergütungen nach dem
EEG kalkulieren können.
Das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) hat Anfang 2020 die
sogenannte Markterklärung für intelligente Messsysteme vorgelegt. Es wird festgestellt,
dass der Rollout intelligenter Messsysteme technisch möglich im Sinne des Messstellenbetriebsgesetzes
ist, da ausreichend viele Unternehmen intelligente Messsysteme in der geforderten
Ausführung am Markt anbieten. Damit sind grundzuständige Messstellenbetreiber verpflichtet,
Stromkunden beziehungsweise Messstellen mit einem Jahresverbrauch von 6.000 kWh bis
höchstens 100.000 kWh mit einem intelligenten Messsystem auszustatten. Weitere Anwendungsfälle
werden folgen. Die Digitalisierung der Energiewende ist für die Energie- und Klimapolitik
in Deutschland bedeutsam, intelligente Messsysteme gelten hierbei für viele als wichtiger
Baustein.
| GJ 2020 | GJ 2019 | +/- Vorjahr | % Vorjahr | |
| Rohöl 1 (US-Dollar/Barrel) | 56,66 | 66,25 | - 9,59 | - 14 |
| Erdgas 2 (Euro/MWh) | 16,47 | 21,08 | - 4,61 | - 22 |
| Kohle 3 (US-Dollar/Tonne) | 63,50 | 83,71 | - 20,21 | - 24 |
| CO2-Zertifikate 4 (Euro/Tonne) | 24,17 | 22,02 | + 2,15 | + 10 |
| Strom 5 (Euro/MWh) | 43,89 | 48,52 | - 4,63 | - 10 |
1
Sorte Brent; Frontmonat
2
Marktgebiet Net Connect Germany; Frontjahr
3
Frontjahr
4
Front Dezemberkontrakt
5
Frontjahr
Insgesamt zeigten sich die Energiepreise im 1. Halbjahr unseres Geschäftsjahres 2020
gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres schwächer. Demgegenüber verteuerten
sich die Preise für CO2-Emissionszertifikate.
Die Marge für die konventionelle Erzeugung aus Kohle (Clean Dark Spread) ist im Vergleich
zur Vorjahresperiode noch weiter gesunken. Dies ist auf die relativ robusten Kohlepreise
und die aus dem asiatisch-pazifischen Raum dominierte Nachfrage zurückzuführen. Gas
ist aufgrund der sehr guten Versorgungslage in Europa vergleichsweise günstig. Infolgedessen
ist die Rohmarge von Gaskraftwerken (Clean Spark Spread) gestiegen. Beide Spreads
wirken sich insbesondere auf das operative Ergebnis des Berichtssegments Versorgungssicherheit
aus, dem die Vermarktung der Erzeugungspositionen unseres Geschäftsfelds Kraft-Wärme-Kopplung
zugeordnet ist.

Höhere Außentemperaturen führen zu einem geringeren Heizenergiebedarf bei unseren
Kunden. Dies schlägt sich auch in niedrigeren Gradtagszahlen nieder, die als Indikator
für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz verwendet werden. Das 1. Halbjahr
unseres Geschäftsjahres 2020 war durch eine sehr milde Witterung gekennzeichnet. Insgesamt
lagen die Gradtagzahlen rund 2 % unter den Vorjahreswerten, die sich bereits auf einem
niedrigen Niveau befunden hatten.
Genau wie der Heizenergiebedarf unserer Kunden wird auch die Stromerzeugung aus unseren
Erneuerbare-Energien-Anlagen von Wettereinflüssen bestimmt. Eine besondere Bedeutung
hat dabei das Windaufkommen, von dem die erzeugten Mengen unserer Windkraftanlagen
maßgeblich abhängen.
In den für uns relevanten Regionen lag die nutzbare Windenergie in der Berichtsperiode
insgesamt zirka 51 % über dem langjährigen Mittel. Der Windertrag überstieg auch den
Vorjahreswert, der im gleichen Zeitraum das langjährige Mittel um zirka 31 % übertroffen
hatte. Für diesen Vergleich nutzen wir den "EMD-ERA" Wind Index mit einer Referenzperiode
(historischer Durchschnitt).
Der Berichtszeitraum umfasst das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 - vom 1. Oktober
2019 bis zum 31. März 2020. Sofern nicht anders vermerkt, beziehen sich die folgenden
Ausführungen auf den MVV Energie Konzern (MVV).
| Mio Euro | GJ 2020 | GJ 2019 | +/- Vorjahr | % Vorjahr |
| Absatzentwicklung | ||||
| Strom (Mio kWh) | 11.543 | 10.784 | + 759 | + 7 |
| Wärme (Mio kWh) | 4.447 | 4.674 | - 227 | - 5 |
| Gas (Mio kWh) | 15.310 | 15.571 | - 261 | - 2 |
| Wasser (Mio kWh) | 19,9 | 19,8 | + 0,1 | + 1 |
| Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern | 2.004 | 1.982 | + 22 | + 1 |
| davon Stromerlöse | 901 | 879 | + 22 | + 3 |
| davon Wärmeerlöse | 244 | 239 | + 5 | + 2 |
| davon Gaserlöse | 420 | 446 | - 26 | - 6 |
| davon Wassererlöse | 43 | 42 | + 1 | + 2 |
| Adjusted EBIT | 193 | 161 | + 32 | + 20 |
Der Anstieg des Stromabsatzes resultiert im Wesentlichen aus höheren Stromhandelsmengen.
Der Wärmeabsatz liegt vor allem witterungsbedingt unter dem Vorjahr. Hauptursache
für den Rückgang des Gasabsatzes sind gesunkene Mengen im Bereich Geschäftskunden.
Bei den Umsatzerlösen eliminieren wir die Bewertungseffekte nach IFRS 9 zum 31. März
2020 im Saldo von - 48 Mio Euro und zum 31. März 2019 im Saldo von + 44 Mio Euro.
| Mio Euro | GJ 2020 | GJ 2019 | +/- Vorjahr | % Vorjahr |
| Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern | 1.485 | 1.485 | 0 | 0 |
| Adjusted EBIT | 33 | 43 | - 10 | - 23 |
Der Umsatzanstieg aufgrund der Erstkonsolidierung der EnDaNet im 1. Quartal der Berichtsperiode
und der Vollkonsolidierung der DC Data Center Group, die erstmalig im 3. Quartal des
Vorjahres erfolgte, wurde durch negative Preiseffekte teilweise kompensiert. Insgesamt
lagen die bereinigten Umsatzerlöse im Segment Kundenlösungen auf dem Niveau des Vorjahres.
Der Rückgang des Adjusted EBIT im Vorjahresvergleich ist vor allem auf niedrigere
Ergebnisbeiträge aus unserem Geschäftskundenbereich sowie Anlaufkosten im Zusammenhang
mit der Entwicklung innovativer Produkte und Dienstleistungen und dem Aufbau neuer
Geschäftsaktivitäten zurückzuführen. Zudem wurde das operative Ergebnis im Berichtszeitraum
durch die milde Witterung belastet.
| Mio Euro | GJ 2020 | GJ 2019 | +/- Vorjahr | % Vorjahr |
| Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern | 289 | 273 | + 16 | + 6 |
| Adjusted EBIT | 55 | 36 | + 19 | + 53 |
Im Berichtssegment Neue Energien haben alle Geschäftsfelder zum Umsatzwachstum beigetragen.
Wesentlicher Treiber für den Anstieg des Adjusted EBIT war unser Umweltgeschäft:
Hier profitierten wir von einer besseren Anlagenverfügbarkeit und von positiven Einmaleffekten.
Darüber hinaus lieferten unsere Windkraftanlagen höhere Ergebnisbeiträge. Im November
2019 haben wir den Windpark Freisen-Rothsberg, der von Juwi entwickelt und gebaut
wurde, in unser Erzeugungsportfolio aufgenommen. Die Übernahme erfolgte zu Anschaffungs-
und Herstellkosten.
| Mio Euro | GJ 2020 | GJ2019 | +/- Vorjahr | % Vorjahr |
| Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern | 167 | 163 | + 4 | + 2 |
| Adjusted EBIT | 70 | 54 | + 16 | + 30 |
Der Anstieg der bereinigten Umsatzerlöse und des Adjusted EBIT im Berichtssegment
Versorgungssicherheit ist im Wesentlichen auf die Inbetriebnahme unseres neuen Gasheizkraftwerks
in Kiel zurückzuführen.
| Mio Euro | GJ 2020 | GJ 2019 | +/- Vorjahr |
| EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung | 162 | 96 | + 66 |
| Bewertungseffekte aus Finanzderivaten | 29 | 63 | - 34 |
| Strukturanpassung Altersteilzeit | <1 | <1 | 0 |
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 2 | 2 | 0 |
| Adjusted EBIT | 193 | 161 | + 32 |
Für unsere wertorientierte Steuerung verwenden wir das Adjusted EBIT. Bei dieser
operativen Ergebnisgröße vor Zinsen und Ertragsteuern eliminieren wir unter anderem
die positiven und negativen Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung
von Finanzderivaten nach IFRS 9 zum 31. März 2020 im Saldo von - 29 Mio Euro und zum
31. März 2019 von - 63 Mio Euro. In diesen Bewertungseffekten spiegelt sich die Marktpreisentwicklung
auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Sie sind weder zahlungswirksam, noch beeinflussen
sie unser operatives Geschäft oder die Dividende.
Der bereinigte Materialaufwand ging um 19 Mio Euro auf 1.484 Mio Euro zurück und
spiegelt gegenläufige Entwicklungen wider: Effekte aus der Erstkonsolidierung der
EnDaNet und aus der Vollkonsolidierung der DC Data Center Group wurden durch Preiseffekte
weitestgehend kompensiert.
Der bereinigte Personalaufwand lag mit 229 Mio Euro um 14 Mio Euro über dem Vorjahr.
Hauptursachen für den Anstieg waren die Konsolidierungseffekte der EnDaNet und der
DC Data Center Group sowie Tariferhöhungen.
Das Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen in Höhe von 15 Mio Euro stammt aus der Folgebewertung
der Gemeinschaftsunternehmen beziehungsweise der Unternehmen, an denen MVV nur maßgeblichen
Einfluss hat.
Die Abschreibungen nahmen um 4 Mio Euro auf 96 Mio Euro zu.
Das bereinigte Finanzergebnis sank im Wesentlichen aufgrund von Währungsschwankungen
bei der Umrechnung von Vermögenswerten in Euro um 6 Mio Euro auf - 27 Mio Euro.
□ Siehe Gewinn- und Verlustrechnung Seite 16 und Erläuterungen zur Gewinn-und Verlustrechnung
Seite 24
Der Anstieg der langfristigen Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 103 Mio
Euro und der kurzfristigen Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 810 Mio Euro
ist im Wesentlichen auf eine deutliche Marktpreisbewegung zurückzuführen. Die hauptsächlich
durch die Corona-Pandemie gefallenen Marktpreise führten zu höheren Marktwerten der
nach IFRS 9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte. Zudem erhöhten sich die Forderungen
aus Sicherheitsleistungen zur Verringerung des Kontrahentenrisikos.
Die langfristigen Vermögenswerte nahmen um 142 Mio Euro auf 3.606 Mio Euro zu; die
kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 847 Mio Euro auf 2.205 Mio Euro.
Das Eigenkapital von MVV einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter
lag mit 1.493 Mio Euro um 42 Mio Euro unter dem Wert zum Bilanzstichtag des Vorjahres.
Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 150 Mio Euro auf 2.259 Mio Euro. Die
kurzfristigen Schulden nahmen um 881 Mio Euro auf 2.059 Mio Euro zu.
□ Siehe Bilanz auf Seite 18 und Erläuterungen zur Bilanz ab Seite 26
Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir unsere Konzernbilanz zum 31. März
2020 um die kumulierten stichtagsbezogenen Bewertungseffekte nach IFRS 9: Wir kürzen
die Vermögensseite um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden
latenten Steuern in Höhe von 1.132 Mio Euro (30. September 2019: 350 Mio Euro). Auf
der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die
darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 1.206 Mio Euro (30. September 2019:
358 Mio Euro). Beim Eigenkapital eliminieren wir den Saldo in Höhe von - 74 Mio Euro
(30. September 2019: - 8 Mio Euro). Daraus ergibt sich zum 31. März 2020 ein bereinigtes
Eigenkapital von 1.567 Mio Euro (30. September 2019: 1.544 Mio Euro). Bezogen auf
die bereinigte Bilanzsumme von 4.679 Mio Euro (30. September 2018: 4.472 Mio Euro)
lag die bereinigte Eigenkapitalquote zum 31. März 2020 bei 33,5 % im Vergleich zu
34,5 % zum 30. September 2019.
Im 1. Halbjahr unseres Geschäftsjahres 2020 investierten wir insgesamt 180 Mio Euro
(Vorjahr 136 Mio Euro).
| Mio Euro | GJ 2020 | GJ 2019 | +/- Vorjahr | % Vorjahr |
| Kundenlösungen | 21 | 23 | - 2 | - 9 |
| Neue Energien | 70 | 51 | + 19 | + 37 |
| Versorgungssicherheit | 74 | 48 | + 26 | + 54 |
| Strategische Beteiligungen | 9 | 5 | + 4 | + 80 |
| Sonstiges | 6 | 9 | - 3 | - 33 |
| Gesamt | 180 | 136 | + 44 | + 32 |
Bei unseren derzeit größten Investitionsprojekten handelt es sich um
| ― |
Investitionen im Zusammenhang mit unserem neuen Gasheizkraftwerk in Kiel, |
| ― |
den Bau eines neuen Heizkraftwerks im schottischen Dundee, |
| ― |
den Ausbau unseres Standorts auf der Friesenheimer Insel in Mannheim, |
| ― |
die Entwicklung und der Kauf von Windparks für unser eigenes Portfolio, |
| ― |
die Instandhaltung und Erneuerung unserer Verteilnetze, |
| ― |
den Ausbau und die Verdichtung unserer Fernwärmenetze sowie |
| ― |
eine neue Anlagentechnik zur Verbrennung von Klärschlamm und den Bau eines Rechenzentrums bei der Energieversorgung Offenbach. |
Die kurz- und die langfristigen Finanzschulden stiegen um 131 Mio Euro auf 1.833
Mio Euro. Gleichzeitig sanken die flüssigen Mittel um 149 Mio Euro. In Summe erhöhten
sich damit die Nettofinanzschulden um 280 Mio Euro auf 1.625 Mio Euro. Ursachen für
diese Erhöhung sind im Wesentlichen Investitionen, Vorratsaufbau in unserem Projektentwicklungsgeschäft,
die Hinterlegung von Margins für unser Handelsgeschäft und die Auszahlung der Dividende
für das Geschäftsjahr 2019.
Zum 31. März 2020 wies MVV einen Finanzmittelbestand von 209 Mio Euro (31. März 2019:
199 Mio Euro) aus.
□ Siehe Kapitalflussrechnung auf Seite 20 und Textziffer 20. Kapitalflussrechnung
auf Seite 32.

| 31.3.2020 | 31.3.2019 | +/- Vorjahr | % Vorjahr | |
| MVV 1 | 6.155 | 5.943 | + 212 | + 4 |
| davon Inland | 5.264 | 5.060 | + 204 | + 4 |
| davon Ausland | 891 | 883 | + 8 | + 1 |
1
Darunter 269 Auszubildende (Vorjahr 266)
Wir beschäftigten zum 31. März 2020 insgesamt 6.155 Mitarbeiter, 212 mehr als ein
Jahr zuvor. Im Inland waren 5.264 Personen für uns tätig, auf die ausländischen Tochtergesellschaften
entfielen 891 Mitarbeiter. Hiervon arbeiteten unter anderem 505 in unserem tschechischen
Teilkonzern, 245 in den ausländischen Beteiligungen von Juwi und 134 bei den englischen
Tochtergesellschaften der MVV Umwelt.
Zum 31. März 2020 befanden sich konzernweit 269 junge Menschen in Ausbildung.
Wegen des bisherigen guten Geschäftsverlaufs und trotz der möglichen Folgen der Corona-Pandemie
gehen wir davon aus, dass die bereinigten Umsatzerlöse von MVV (ohne Energiesteuern)
im Geschäftsjahr 2020 etwa auf dem Niveau des Vorjahres (3,7 Mrd Euro) liegen werden.
Demgegenüber sind wir zum Zeitpunkt der Veröffentlichung unseres Geschäftsberichts
2019 - also vor dem Beginn der Pandemie - noch davon ausgegangen, dass der Umsatz
leicht über dem des Vorjahres liegen wird. Die Umsatzerzielung bleibt dabei operativ
vor allem von den Handelsaktivitäten und Commoditypreisen, der Projektrealisierung
im Bereich der erneuerbaren Energien, dem Energieverbrauch unserer Kunden, unseren
vertrieblichen Aktivitäten sowie der Verfügbarkeit unserer Anlagen abhängig.
Die Corona-Pandemie wirkt sich auch auf unsere Ergebnisprognose aus. Wir erwarten
aus operativer Sicht, dass das Adjusted EBIT von MVV im laufenden Geschäftsjahr etwa
auf dem Niveau des Vorjahres (225 Mio Euro) liegen wird. In unserem im Dezember 2019
veröffentlichten Geschäftsbericht hatten wir noch mit einem leichten Anstieg gerechnet.
Bedingt durch unser Geschäftsmodell und ohne Änderung der bisherigen Annahmen ist
die weitere Ergebnisentwicklung bei MVV generell abhängig von den Windverhältnissen,
den Strom- und Brennstoffpreisen sowie den Spreads der konventionellen Erzeugung,
der Verfügbarkeit unserer Anlagen und der Entwicklung unseres Markt- und Wettbewerbsumfelds.
Das Ergebnis unseres Projektentwicklungsgeschäfts unterliegt bereits naturgemäß einer
hohen Volatilität. Außerdem rechnen wir aufgrund des geplanten Kohleausstiegs mit
ersten Auswirkungen noch in diesem Geschäftsjahr.
Hinzu kommen in diesem Geschäftsjahr die Folgen der Corona-Pandemie. Sie sind zum
jetzigen Zeitpunkt noch nicht abschließend quantifizierbar, da sie vor allem von Dauer
und Umfang der Einschränkungen sowie dem Tempo der wirtschaftlichen Erholung abhängen.
Wir erwarten insbesondere einen Rückgang des Energieverbrauchs bei Geschäfts- und
Gewerbekunden. Die Pandemie kann außerdem die Realisierung von Wind- oder Solarprojekten
ebenso verzögern wie sonstige Bauvorhaben. Bei den Belastungen ist zu berücksichtigen,
dass es sich entweder um bloße Verschiebungen zwischen einzelnen Geschäftsjahren oder
um negative Einmaleffekte handeln kann. Nicht ausschließen können wir, dass dadurch
bilanzielle Bewertungseffekte ausgelöst werden.
Wegen des guten ersten Halbjahres haben wir die Prognose trotzdem nur geringfügig
zurückgenommen, wobei sich ihr Risikokorridor angesichts der Corona-Pandemie verbreitert
hat.
Unsere Ergebnisprognose für das Geschäftsjahr 2020 beruht auf folgenden Einschätzungen
für unsere wesentlichen Berichtssegmente:
Für das Berichtssegment Kundenlösungen erwarten wir einen leichten Rückgang des Adjusted
EBIT.
In den Berichtssegmenten Neue Energien und Versorgungssicherheit wird das Adjusted
EBIT voraussichtlich auf dem Vorjahresniveau liegen.
Aus heutiger Sicht werden sich unsere Investitionen im Geschäftsjahr 2020 etwa auf
dem Niveau des Vorjahres (310 Mio Euro) bewegen - bei strategisch unveränderten Investitionsschwerpunkten.
Die Risikosituation zum Ende unserer Berichtsperiode wird signifikant von Unsicherheiten
geprägt, die aus der Corona-Pandemie resultieren. Diese kommen zu den bereits im Geschäftsbericht
2019 ab Seite 79 beschriebenen Chancen und Risiken hinzu. Wir begegnen der Pandemie
mit einer Vielzahl an proaktiven Maßnahmen, die wir fortlaufend auf Ihre Wirksamkeit
überprüfen. Sie tragen sowohl dem Schutz der Gesundheit unserer Mitarbeiterinnen und
Mitarbeiter Rechnung wie unserer infrastrukturellen Aufgabe, die Energie- und Wasserversorgung
an allen unseren Standorten sicherzustellen. Insgesamt haben wir auf die un- und mittelbaren
Folgen der Pandemie auf unser Geschäft nur begrenzten Einfluss. Die größten Unsicherheiten
bestehen in Verbindung mit Inbetriebnahme- beziehungsweise Projektverzögerungen; diese
können durch Lieferengpässe bei Vorlieferanten oder durch verzögerte oder angehaltene
Entscheidungsprozesse bei Investoren oder Genehmigungsbehörden verursacht werden.
Darüber hinaus gehen wir davon aus, dass unsere Strom-und Gasabsätze aufgrund eines
geringeren oder gänzlich ausfallenden Energiebedarfs bei unseren Kunden zurückgehen
werden. Zudem erwarten wir auch weiterhin stärker als üblich schwankende Preise an
den Großhandelsmärkten. Währungsschwankungen könnten das Ergebnis unseres Auslandsgeschäfts
reduzieren. Ein erhöhter Liquiditätsbedarf würde sich negativ auf unsere Zinskosten
auswirken.
| Tsd Euro | 1.1.2020 bis 31.3.2020 |
1.1.2019 bis 31.3.2019 |
1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
Erläuterungen |
| Umsatzerlöse1,2 | 975.953 | 1.028.640 | 2.040.055 | 2.114.501 | |
| Abzüglich Strom- und Erdgassteuer | 43.677 | 45.064 | 83.935 | 89.031 | |
| Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer | 932.276 | 983.576 | 1.956.120 | 2.025.470 | 1 |
| Bestandsveränderungen | 12.859 | 4.220 | 14.109 | 9.368 | 2 |
| Aktivierte Eigenleistungen | 5.024 | 4.747 | 8.937 | 8.282 | |
| Sonstige betriebliche Erträge1,2 | 75.301 | 111.419 | 157.161 | 226.561 | 4 |
| Materialaufwand1,2 | 658.450 | 732.061 | 1.444.645 | 1.581.588 | 3 |
| Personalaufwand | 116.153 | 108.761 | 228.740 | 215.241 | |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen1 | 104.884 | 141.241 | 221.981 | 303.959 | 4 |
| Wertminderungsaufwand Finanzinstrumente | - 163 | 1.005 | - 686 | 2.424 | |
| Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen | 10.737 | 15.500 | 14.620 | 20.968 | 5 |
| Sonstiges Beteiligungsergebnis | 561 | - 33 | 1.014 | - 120 | 5 |
| EBITDA | 157.434 | 136.361 | 257.281 | 187.317 | |
| Abschreibungen | 48.308 | 45.101 | 95.611 | 91.554 | |
| EBIT | 109.126 | 91.260 | 161.670 | 95.763 | |
| davon Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IFRS 9 | - 2.275 | - 1.967 | - 29.883 | - 63.925 | |
| davon EBIT vor Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IFRS 9 | 111.401 | 93.227 | 191.553 | 159.688 | |
| Finanzerträge | 2.963 | 3.072 | 7.235 | 8.342 | 6 |
| Finanzaufwendungen | 14.339 | 13.168 | 32.692 | 28.279 | 6 |
| EBT | 97.750 | 81.164 | 136.213 | 75.826 | |
| Ertragsteuern | 24.997 | 25.607 | 36.786 | 24.659 | 7 |
| Periodenüberschuss | 72.753 | 55.557 | 99.427 | 51.167 | |
| davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 9.172 | 5.879 | 9.845 | 29.569 | |
| davon Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG (Periodenüberschuss nach Fremdanteilen) | 63.581 | 49.678 | 89.582 | 21.598 | 8 |
| Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (Euro) | 0,96 | 0,75 | 1,36 | 0,33 |
1
Vorjahreswerte angepasst aufgrund des NIFRIC "Physical settlement of contracts to
buy or sell a non-financial item (IFRS 9)"
2
Vorjahreswerte angepasst. Bilanzierungsmethode wurde im Zusammenhang mit oben genannten
NIFRIC geändert.
| Tsd Euro | 1.1.2020 bis 31.3.2020 |
1.1.2019 bis 31.3.2019 |
1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
| Periodenüberschuss | 72.753 | 55.557 | 99.427 | 51.167 |
| Cashflow Hedges | - 36.990 | - 16.024 | - 44.644 | - 33.799 |
| Kosten der Absicherung | 169 | - | 466 | - |
| Währungsumrechnungsdifferenz | - 10.252 | 2.608 | - 5.335 | 5.216 |
| Umgliederbarer Anteil der At-Equity-Unternehmen | - 66 | 48 | - 70 | 179 |
| In den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umzugliedern | - 47.139 | - 13.368 | - 49.583 | - 28.404 |
| Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste | - | - | - 876 | - |
| Nicht umgliederbarer Anteil der At-Equity-Unternehmen | - 18.170 | - 1.125 | - 18.102 | - 1.125 |
| Nicht in den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umzugliedern | - 18.170 | - 1.125 | - 18.978 | - 1.125 |
| Gesamtergebnis | 7.444 | 41.064 | 30.866 | 21.638 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 131 | 2.589 | - 1.718 | 23.131 |
| Gesamtergebnis der Aktionäre der MVV Energie AG | 7.313 | 38.475 | 32.584 | - 1.493 |
| Tsd Euro | 31.3.2020 | 30.9.2019 | Erläuterungen |
| Langfristige Vermögenswerte | |||
| Immaterielle Vermögenswerte | 301.790 | 309.494 | |
| Sachanlagen | 2.689.422 | 2.633.871 | |
| Nutzungsrechte | 144.323 | 149.814 | |
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 2.590 | 2.606 | |
| Beteiligungen an At-Equity-Unternehmen | 182.240 | 188.816 | |
| Übrige Finanzanlagen | 72.948 | 78.931 | |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 174.337 | 70.927 | 9 |
| Aktive latente Steuern | 38.630 | 29.368 | 10 |
| 3.606.280 | 3.463.827 | ||
| Kurzfristige Vermögenswerte | |||
| Vorräte | 217.011 | 179.074 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 511.506 | 365.038 | 11 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 1.251.805 | 441.538 | 9 |
| Steuerforderungen | 15.831 | 15.156 | |
| Flüssige Mittel | 208.511 | 357.564 | 12 |
| 2.204.664 | 1.358.370 | ||
| 5.810.944 | 4.822.197 |
| Tsd Euro | 31.3.2020 | 30.9.2019 | Erläuterungen |
| Eigenkapital | 13 | ||
| Grundkapital | 168.721 | 168.721 | |
| Kapitalrücklage | 455.241 | 455.241 | |
| Kumuliertes erfolgswirksames Ergebnis | 798.840 | 768.308 | |
| Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis | - 129.577 | - 72.554 | |
| Kapital von MVV | 1.293.225 | 1.319.716 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | 199.670 | 215.551 | |
| 1.492.895 | 1.535.267 | ||
| Langfristige Schulden | |||
| Rückstellungen | 209.951 | 211.849 | 14 |
| Steuerrückstellungen | 7 | 7 | 14 |
| Finanzschulden | 1.555.509 | 1.533.537 | 15 |
| Andere Verbindlichkeiten | 374.037 | 220.494 | 16 |
| Passive latente Steuern | 119.883 | 143.461 | 10 |
| 2.259.387 | 2.109.348 | ||
| Kurzfristige Schulden | |||
| Sonstige Rückstellungen | 98.698 | 152.331 | 14 |
| Steuerrückstellungen | 46.992 | 33.816 | 14 |
| Finanzschulden | 277.949 | 168.632 | 15 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 386.921 | 361.609 | |
| Andere Verbindlichkeiten | 1.246.678 | 461.010 | 16 |
| Steuerverbindlichkeiten | 1.424 | 184 | |
| 2.058.662 | 1.177.582 | ||
| 5.810.944 | 4.822.197 |
| Eingebrachtes Eigenkapital | Erwirtschaftetes Eigenkapital | |||||
| Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis | ||||||
| Tsd Euro | Grundkapital der MVV Energie AG |
Kapital- rücklage der MVV Energie AG |
Kumuliertes erfolgs- wirksames Ergebnis |
Unterschieds- betrag aus Währungs- umrechnung |
Markt- bewertung von Finanz- instrumenten |
Versicherungs- mathematische Gewinne und Verluste |
| Stand zum 1.10.2018 | 168.721 | 455.241 | 798.182 | 18.555 | 12.335 | - 52.262 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | 4.302 | - 26.207 | - 1.186 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | - | - | 21.598 | - | - | - |
| Gesamtes Jahresergebnis | - | - | 21.598 | 4.302 | - 26.207 | - 1.186 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - 59.316 | - | - | - |
| Kapitalerhöhung/Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften | - | - | - | - | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Anteilsveränderungen | - | - | - 17.152 | - 844 | 61 | 33 |
| Stand zum 31.3.2019 | 168.721 | 455.241 | 743.312 | 22.013 | - 13.811 | - 53.415 |
| Stand zum 1.10.2019 | 168.721 | 455.241 | 768.308 | 20.823 | - 25.982 | - 67.395 |
| Sonstiges Ergebnis | - | - | - | - 5.082 | - 33.157 | - 18.759 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | - | - | 89.582 | - | - | - |
| Gesamtes Jahresergebnis | - | - | 89.582 | - 5.082 | - 33.157 | - 18.759 |
| Dividendenausschüttung | - | - | - 59.316 | - | - | - |
| Kapitalerhöhung/Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften | - | - | 210 | - | - | - |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Anteilsveränderungen | - | - | 56 | - 25 | - | - |
| Stand zum 31.3.2020 | 168.721 | 455.241 | 798.840 | 15.716 | - 59.139 | - 86.154 |
| Tsd Euro | Kapital von MVV |
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
Gesamtes Kapital |
| Stand zum 1.10.2018 | 1.400.772 | 249.694 | 1.650.466 |
| Sonstiges Ergebnis | - 23.091 | - 6.438 | - 29.529 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | 21.598 | 29.569 | 51.167 |
| Gesamtes Jahresergebnis | - 1.493 | 23.131 | 21.638 |
| Dividendenausschüttung | - 59.316 | - 16.211 | - 75.527 |
| Kapitalerhöhung/Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften | - | 20 | 20 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Anteilsveränderungen | - 17.902 | - 38.979 | - 56.881 |
| Stand zum 31.3.2019 | 1.322.061 | 217.655 | 1.539.716 |
| Stand zum 1.10.2019 | 1.319.716 | 215.551 | 1.535.267 |
| Sonstiges Ergebnis | - 56.998 | - 11.563 | - 68.561 |
| Ergebnis der Geschäftstätigkeit | 89.582 | 9.845 | 99.427 |
| Gesamtes Jahresergebnis | 32.584 | - 1.718 | 30.866 |
| Dividendenausschüttung | - 59.316 | - 14.087 | - 73.403 |
| Kapitalerhöhung/Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften | 210 | 66 | 276 |
| Veränderung Konsolidierungskreis/Anteilsveränderungen | 31 | - 142 | - 111 |
| Stand zum 31.3.2020 | 1.293.225 | 199.670 | 1.492.895 |
| Tsd Euro | 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
| Periodenergebnis vor Ertragsteuern | 136.213 | 75.826 |
| Abschreibungen und Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 95.611 | 91.554 |
| Finanzergebnis | 25.457 | 19.937 |
| Erhaltene Zinsen | 2.939 | 4.925 |
| Veränderung der langfristigen Rückstellungen | - 945 | - 1.783 |
| Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen | 31.597 | 55.352 |
| Ergebnis aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten | - 1.752 | - 86 |
| Cashflow vor Working Capital und Steuern | 289.120 | 245.725 |
| Veränderung der sonstigen Aktivposten | - 378.759 | - 249.798 |
| Veränderung der sonstigen Passivposten | 139.096 | - 4.598 |
| Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen | - 54.481 | - 60.929 |
| Gezahlte Ertragsteuern | - 37.229 | - 18.843 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 42.253 | - 88.443 |
| Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | - 166.324 | - 100.638 |
| Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien | 26.353 | 15.327 |
| Einzahlungen aus Zuschüssen | 9.163 | 1.087 |
| Einzahlungen aus dem Verkauf von übrigen Finanzanlagen | 3.913 | 218 |
| Auszahlungen für den Erwerb von vollkonsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten2 | - 3.861 | - |
| Auszahlungen für übrige Finanzanlagen | - 6.585 | - 16.362 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit | - 137.341 | - 100.368 |
| - | ||
| Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten | 207.741 | 396.295 |
| Auszahlungen für die Tilgung von Krediten | - 77.532 | - 206.959 |
| Gezahlte Dividende | - 59.316 | - 59.316 |
| Gezahlte Dividende an Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern | - 14.087 | - 16.211 |
| Veränderung aus Kapitaländerungen bei Minderheiten2 | 208 | - 15.203 |
| Gezahlte Zinsen | - 21.917 | - 23.389 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit | 35.097 | 75.217 |
| Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands | - 144.497 | - 113.594 |
| Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung | - 4.556 | 1.857 |
| Finanzmittelbestand zum 1.10.2019 (bzw. 2018) | 357.564 | 310.589 |
| Finanzmittelbestand zum 31.3.2020 (bzw. 2019) | 208.511 | 198.852 |
| davon Finanzmittelbestand zum 31.3.2020 (bzw. 2019) mit Verfügungsbeschränkung | 301 | 1.233 |
1
Siehe weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung unter Textziffer 20
2
Vorjahreswerte angepasst
| Tsd Euro | 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
| Finanzmittelbestand zum 1.10.2019 (bzw. 2018) | 357.564 | 310.589 |
| Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit | - 42.253 | - 88.443 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit1 | - 137.341 | - 100.368 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit1 | 35.097 | 75.217 |
| Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung | - 4.556 | 1.857 |
| Finanzmittelbestand zum 31.3.2020 (bzw. 2019) | 208.511 | 198.852 |
Die MVV Energie AG hat ihren Sitz in Mannheim, Deutschland. Sie ist die Muttergesellschaft
von MVV und als Energieerzeuger, -Verteiler und -dienstleister in den Berichtssegmenten
Kundenlösungen, Neue Energien, Versorgungssicherheit, Strategische Beteiligungen sowie
Sonstiges tätig.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde vom Vorstand am 12. Mai 2020 aufgestellt.
Weder der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss noch der Konzern-Zwischenlagebericht
unterliegen einer prüferischen Durchsicht.
Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2019 bis
zum 31. März 2020 wurde in Übereinstimmung mit den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften,
wie sie in der EU anzuwenden sind - insbesondere mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung"
-, erstellt. Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht sämtliche für einen vollständigen
Jahresabschluss vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte daher im Zusammenhang
mit dem Konzernabschluss zum 30. September 2019 gelesen werden.
Die im Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2020 angewandten Bilanzierungs- und
Bewertungsgrundsätze entsprechen im Wesentlichen denen des Konzernabschlusses zum
30. September 2019.
Bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses sind teilweise Annahmen getroffen
und Schätzwerte verwendet worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte
und Schulden sowie auf Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. In Einzelfällen
können die tatsächlichen Werte zu einem späteren Zeitpunkt von den getroffenen Annahmen
und Schätzungen abweichen. Entsprechende Änderungen würden zum Zeitpunkt einer besseren
Erkenntnis erfolgswirksam werden.
In den Konzern-Zwischenabschluss von MVV sind neben der MVV Energie AG alle wesentlichen
in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen.
Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.
| Vollkonsolidierte Unternehmen1 |
At-Equity-bilanzierte Unternehmen |
|
| 1.10.2019 | 166 | 36 |
| Zugänge | 10 | 1 |
| Abgänge | 15 | 1 |
| 31.3.2020 | 161 | 36 |
Im 1. Quartal 2020 wurden durch MVV Trading GmbH, Mannheim, eine vollkonsolidierte
Gesellschaft im MVV Konzern, 100 % der Anteile an EnDaNet GmbH, Erfurt, erworben.
Die zum Zeitpunkt der Vollkonsolidierung der EnDaNet GmbH beizulegenden Zeitwerte
der identifizierbaren Vermögenswerte und Schulden sind in der nachfolgenden Tabelle
dargestellt. Die Anschaffungskosten in Höhe von 5.449 Tsd Euro entsprechen der Summe
aus dem beizulegenden Zeitwert des erworbenen Nettovermögens und dem Geschäfts- oder
Firmenwert. Der auf die Minderheiten entfallende Anteil des Geschäfts- oder Firmenwertes
beträgt 639 Tsd Euro. Dieser ergibt sich durch die Beteiligung an MVV Trading GmbH
zu 78,95 % aus Sicht des MVV Konzerns.
| EnDaNet GmbH, Erfurt | |
| Tsd Euro | Bei Erwerb angesetzt |
| Immaterielle Vermögenswerte | 2.515 |
| Sachanlagen | 9 |
| Nutzungsrechte | 224 |
| Übrige Finanzanlagen | 100 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 472 |
| Sonstige Forderungen und Vermögenswerte | 10.707 |
| Flüssige Mittel | 1.189 |
| Rückstellungen | 286 |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 716 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 11.083 |
| Passive latente Steuern | 718 |
| Beizulegender Zeitwert des Nettovermögens | 2.413 |
| Erworbener Anteil am Nettovermögen | 2.413 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 3.036 |
Seit der Vollkonsolidierung hat EnDaNet GmbH 21.608 Tsd Euro zum Umsatz und 1.543
Tsd Euro zum Ergebnis nach Berücksichtigung der Konsolidierungsmaßnahmen beigetragen.
Für die Währungsumrechnung im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss wurden folgende
wesentliche Wechselkurse zugrunde gelegt:
| Stichtagskurs | Durchschnittskurs | |||
| 1 Euro | 31.3.2020 | 30.9.2019 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
| Krone, Tschechien (CZK) | 27,312 | 25,816 | 25,604 | 25,772 |
| Pfund, Großbritannien (GBP) | 0,886 | 0,886 | 0,862 | 0,879 |
| US-Dollar (USD) | 1,096 | 1,089 | 1,105 | 1,138 |
| Südafrikanischer Rand (ZAR) | 19,609 | 16,558 | 16,627 | 16,094 |
Quelle: Europäische Zentralbank
Wesentliche Teile unseres Geschäfts unterliegen einer witterungsabhängigen Saisonalität.
Deshalb fallen in den ersten beiden Quartalen unseres Geschäftsjahres regelmäßig höhere
Umsatzerlöse und Ergebnisse an.
Die Umsatzerlöse werden in der Segmentberichterstattung nach Wertschöpfungsstufen
gegliedert dargestellt.
Der Rückgang der Umsatzerlöse um 69.350 Tsd Euro resultiert einerseits aus der Realisation
von Sicherungsinstrumenten zur physischen Lieferung, andererseits aus negativen mengenbedingten
Effekten im operativen Geschäft insbesondere bei Strom und Gas. Gegenläufig erhöhten
sich die Umsatzerlöse durch die Erstkonsolidierung der EnDaNet GmbH im 1. Quartal
und der DC Data Center Group GmbH, welche bereits im 3. Quartal des letzten Geschäftsjahres
vollkonsolidiert wurde, aber damit im Vorjahr noch nicht vollständig enthalten war.
Der Umsatz unserer ausländischen Töchter betrug in Konzernwährung 181.102 Tsd Euro
(Vorjahr 180.969 Tsd Euro).
Die Bestandsveränderungen resultieren hauptsächlich aus unfertigen Projekten und
Projektrechten.
Der Materialaufwand nahm gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 136.943
Tsd Euro ab. Der Rückgang resultiert im Wesentlichen aus der Realisation von Sicherungsinstrumenten
zur physischen Lieferung, und dem geringeren Materialaufwand aufgrund der Stilllegung
des Großkraftwerks Kiel. Gegenläufig erhöhte sich der Materialaufwand durch die Erstkonsolidierung
der EnDaNet GmbH im 1. Quartal und der DC Data Center Group GmbH, welche bereits im
3. Quartal des letzten Geschäftsjahres vollkonsolidiert wurde, aber damit im Vorjahr
noch nicht vollständig enthalten war.
| Tsd Euro | 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
| Erträge aus nach IFRS 9 bilanzierten Derivaten | 114.196 | 191.597 |
| Erstattungen | 9.066 | 1.865 |
| Geschäftsbesorgung und Personalgestellung | 6.513 | 4.930 |
| Auflösung von Rückstellungen | 4.149 | 5.832 |
| Währungskursgewinne | 2.888 | 4.579 |
| Mieterträge | 2.141 | 2.033 |
| Erträge aus Anlagenverkäufen | 2.099 | 1.103 |
| Übrige | 16.109 | 14.623 |
| 157.161 | 226.562 |
| Tsd Euro | 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
| Aufwendungen aus nach IFRS 9 bilanzierten Derivaten | 135.674 | 220.549 |
| Beiträge, Gebühren und Abgaben | 17.663 | 16.985 |
| Aufwendungen für Beratungsleistungen | 10.109 | 10.718 |
| Aufwendungen für Wartungen, Reparaturen und IT-Dienstleistungen | 9.170 | 10.031 |
| Betriebliche Steuern (inkl. Energiesteuern) | 7.467 | 4.528 |
| Mieten, Pachten und Leasing | 7.158 | 6.933 |
| Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen | 6.690 | 6.183 |
| Sonstige Dienstleistungen | 6.423 | 7.563 |
| Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit | 6.133 | 5.143 |
| Währungskursverluste | 4.316 | 2.261 |
| Übrige | 11.178 | 13.064 |
| 221.981 | 303.958 |
Die Veränderung der Sonstigen betrieblichen Erträge und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen
ist im Wesentlichen auf die Bilanzierung der gemäß IFRS 9 bewerteten Derivate zurückzuführen.
Deren Bewertung nach IFRS 9 führte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2020 zu einem
negativen Effekt von netto 21.478 Tsd Euro (Vorjahr negativer Effekt von 28.952 Tsd
Euro).
In den Erstattungen sind Rückzahlungen aus Verträgen mit Lieferanten enthalten.
Das Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen in Höhe von 14.620 Tsd Euro (Vorjahr 20.968
Tsd Euro) stammt aus der Folgebewertung der Gemeinschaftsunternehmen beziehungsweise
der Unternehmen, an denen MVV nur maßgeblichen Einfluss hat.
Die Finanzerträge und Finanzaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen für Darlehen.
Die Veränderung der Ertragsteuern beruht im Wesentlichen auf der Veränderung der
latenten Steuern aus Bewertungseffekten von Energiehandelsgeschäften nach IFRS 9 und
einem Anstieg der tatsächlichen Steuern aufgrund verbesserter operativer Ergebnisse.
| 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
|
| Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG (Tsd Euro) | 89.582 | 21.598 |
| Aktienanzahl (Tsd) (gewichteter Durchschnitt) | 65.907 | 65.907 |
| Ergebnis je Aktie (Euro) | 1,36 | 0,33 |
Es sind keine Verwässerungseffekte zu berücksichtigen.
Der Anstieg der Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte im Vergleich zum 30. September
2019 ist im Wesentlichen auf eine deutliche Marktpreisbewegung zurückzuführen. Die
hauptsächlich durch die Corona-Krise gefallenen Marktpreise führen zu höheren Marktwerten
der nach IFRS 9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte.
Die Veränderung der latenten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten resultiert
hauptsächlich aus Bewertungseffekten von Energiehandelsgeschäften.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem 30. September
2019 im Wesentlichen durch den gewöhnlichen saisonalen Verlauf der Energieforderungen
stark erhöht. Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen aus Projektentwicklung.
Der Rückgang der flüssigen Mittel ist im Wesentlichen auf die Auszahlung für Großprojekte
und Sicherheitshinterlegungen für Kontrahentenausfallrisiken sowie auf die Dividendenzahlung
für das Geschäftsjahr 2019 zurückzuführen.
Auf der Hauptversammlung am 13. März 2020 wurde die Ausschüttung einer im Vergleich
zum Vorjahr unveränderten Dividende in Höhe von 0,90 Euro je Stückaktie (insgesamt
59.316 Tsd Euro) für das Geschäftsjahr 2019 beschlossen. Zusätzlich wurden auf Ebene
der Tochtergesellschaften insgesamt 14.087 Tsd Euro an Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet.
Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem 30. September 2019 um 42.355 Tsd Euro
reduziert. Die Verminderung resultiert im Wesentlichen aus dem Verbrauch von Rückstellungen
für noch nicht abgerechnete Leistungen und von Rückstellungen aus abgeschlossenen
Projekten sowie aus dem Verbrauch für Verpflichtungen im Personalbereich.
Die Finanzschulden sind gegenüber dem 30. September 2019 um 131.289 Tsd Euro gestiegen.
Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Aufnahme neuer Darlehen zur Finanzierung
von Großprojekten. Gegenläufig wirken die regelmäßigen Tilgungen bestehender Darlehen.
Die Erhöhung der anderen Verbindlichkeiten gegenüber dem 30. September 2019 ist im
Wesentlichen auf eine deutliche Marktpreisbewegung zurückzuführen. Die hauptsächlich
durch die Corona-Krise gefallenen Marktpreise führen zu höheren Marktwerten der nach
IFRS 9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte.
Die Eventualschulden haben sich im Konzern gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres
nicht wesentlich verändert.
Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit von ihrer Klassifizierung entweder zum beizulegenden
Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Dabei ist der beizulegende
Zeitwert der Preis, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern
am Stichtag für den Kauf oder Verkauf geleistet würde. Der beizulegende Zeitwert von
Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird über den
an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert
von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von
Bewertungsmethoden festgelegt. Solche Verfahren stützen sich auf Transaktionen, die
kürzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigt wurden, auf den aktuellen Marktwert
eines anderen, im Wesentlichen identischen Instruments, auf die Analyse der diskontierten
Zahlungsströme oder auf Optionspreismodelle. Bei MVV werden insbesondere bestimmte
langfristige Energiekontrakte und Zinsderivate, sofern keine Marktpreise vorliegen,
anhand anerkannter Bewertungsmethoden, welche auf internen Fundamentaldaten beruhen,
bewertet. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden gemäß IFRS 13 auch
die Markt- und Kreditrisiken mit einbezogen.
MVV ordnet seine Finanzinstrumente in die im Rahmen des IFRS 7 vorgeschriebenen drei
Stufen ein. Die einzelnen Stufen sind dabei wie folgt definiert:
Stufe 1: Bewertung basiert auf an aktiven Märkten notierten und unverändert übernommenen
Preisen;
Stufe 2: Bewertung basiert auf anderen Faktoren als denen aus Stufe 1, welche sich
aber direkt oder indirekt beobachten lassen;
Stufe 3: Bewertung basiert auf am Markt nicht beobachtbaren Faktoren.
In der folgenden Tabelle werden die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen
Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach ihrer Bemessungshierarchie dargestellt.
| Tsd Euro | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Übrige Beteiligungen | - | - | 5.627 |
| Derivate außerhalb | |||
| Hedge Accounting | 376.035 | 607.098 | 472 |
| Derivate im Hedge Accounting | 35.879 | 110.613 | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate außerhalb | |||
| Hedge Accounting | 374.734 | 612.602 | 228 |
| Derivate im Hedge Accounting | 103.615 | 140.221 | 4.679 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | 21.941 |
| Tsd Euro | Stufe 1 | Stufe 2 | Stufe 3 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||
| Übrige Beteiligungen | - | - | 6.861 |
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 93.339 | 171.954 | 649 |
| Derivate im Hedge Accounting | 26.730 | 27.857 | - |
| Sonstige finanzielle Vermögenswerte | 40 | - | - |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 82.287 | 157.381 | 325 |
| Derivate im Hedge Accounting | 30.723 | 56.115 | 5.732 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | - | 21.898 |
Die Derivate im Hedge Accounting der Stufe 3 in Höhe von 4.679 Tsd Euro (Vorjahr
5.732 Tsd Euro) enthalten Zinsswaps mit Floor. Der Marktwert der Derivate beträgt
4.679 Tsd Euro. Eine Veränderung der in die Berechnung einfließenden Volatilität um
einen absoluten Wert von 1 nach oben beziehungsweise nach unten würde den Marktwert
um 93 Tsd Euro erhöhen beziehungsweise um 90 Tsd Euro verringern.
Die Sonstigen Verbindlichkeiten der Stufe 3 enthalten aus Erwerben resultierende
variable Kaufpreisbestandteile. Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde sich in
Abhängigkeit von der Entwicklung der künftigen Umsatzerlöse und des künftigen EBIT
erhöhen beziehungsweise verringern.
Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente
in Stufe 3.
| Tsd Euro | Stand zum 1.10.2019 |
Gewinne und Verluste in der GuV |
Gewinne und Verluste im Sonstigen Ergebnis |
Zugang/ Abgang |
Stand zum 31.3.2020 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Übrige Beteiligungen | 6.861 | - | - | - 1.234 | 5.627 |
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 649 | - 177 | - | - | 472 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 325 | - 97 | - | - | 228 |
| Derivate im Hedge Accounting | 5.732 | - | - 1.053 | - | 4.679 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | 21.898 | 43 | - | - | 21.941 |
| Tsd Euro | Stand zum 1.10.2018 |
Gewinne und Verluste in der GuV |
Gewinne und Verluste im Sonstigen Ergebnis |
Zugang/ Abgang |
Stand zum 31.3.2019 |
| Finanzielle Vermögenswerte | |||||
| Übrige Beteiligungen | 8.536 | 73 | - | - 1.748 | 6.861 |
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 829 | - 180 | - | - | 649 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten | |||||
| Derivate außerhalb Hedge Accounting | 250 | 75 | - | - | 325 |
| Derivate im Hedge Accounting | 1.712 | - | 4.020 | - | 5.732 |
| Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten | - | 3.428 | - | 18.470 | 21.898 |
| Tsd Euro | Gesamt | Davon am 31.3.2020 noch gehalten |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | - 80 | - |
| Beteiligungsergebnis | - | - |
| Finanzergebnis | - 43 | - |
| Sonstiges Ergebnis | 1.053 | - |
| 930 | - |
| Tsd Euro | Gesamt | Davon am 30.9.2020 noch gehalten |
| Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen | - 255 | - |
| Beteiligungsergebnis | 73 | - |
| Finanzergebnis | - 3.428 | - |
| Sonstiges Ergebnis | - 4.020 | - |
| - 7.630 | - |
| Tsd Euro | Bereinigter Außenumsatz ohne Energiesteuern |
Innenumsatz ohne Energiesteuern |
Abschreibungen | Außerplanmäßige Abschreibungen |
Adjusted EBIT |
| Kundenlösungen | 1.484.341 | 111.576 | 10.334 | - | 33.211 |
| Neue Energien | 289.164 | 56.416 | 39.734 | - | 54.784 |
| Versorgungssicherheit | 167.271 | 351.114 | 32.926 | - | 70.055 |
| Strategische Beteiligungen | 62.357 | 485 | 5.281 | - | 25.518 |
| Sonstiges | 783 | 24.318 | 7.336 | - | 9.819 |
| Konsolidierung | - | - 543.909 | - | - | - |
| 2.003.916 | - | 95.611 | - | 193.387 |
| Tsd Euro | Bereinigter Außenumsatz ohne Energiesteuern |
Innenumsatz ohne Energiesteuern |
Planmäßige Abschreibungen |
Außerplanmäßige Abschreibungen |
Adjusted EBIT |
| Kundenlösungen | 1.484.925 | 64.965 | 8.051 | - | 42.480 |
| Neue Energien | 273.212 | 56.442 | 40.095 | - | 36.234 |
| Versorgungssicherheit | 162.506 | 361.070 | 31.196 | - | 54.495 |
| Strategische Beteiligungen | 59.994 | 789 | 5.297 | - | 25.088 |
| Sonstiges | 1.151 | 26.747 | 6.915 | - | 3.065 |
| Konsolidierung | - | - 510.013 | - | - | - |
| 1.981.787 | - | 91.554 | - | 161.362 |
Die externe Berichterstattung folgt der internen Steuerungsstruktur, dem sogenannten
"management approach" im Einklang mit IFRS 8. Die Einheiten sind so gruppiert, dass
die Bündelung passender Fachkompetenz unter einem Dach die Grundlage für eine stringente
Portfoliosteuerung des Konzerns bildet. Den Berichtssegmenten Kundenlösungen, Neue
Energien, Versorgungssicherheit, Strategische Beteiligungen und Sonstiges sind Geschäftsfelder
zugeordnet, die an den energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen orientiert sind.
Die Merkmale, die zur Identifizierung und Zusammenfassung der Segmente verwendet wurden,
sind die Art der Produkte und Dienstleistungen, die Art der Produktionsprozesse, die
Anlagen und Kapitalintensität, die Kundenstruktur und -bedürfnisse, die Methoden des
Vertriebs sowie gegebenenfalls die regulatorischen Rahmenbedingungen.
Analytisch können die Geschäftsfelder weiter nach Teilkonzernen und Einzelgesellschaften
mit ihren Produkten untergliedert werden.
| ― |
Das Berichtssegment Kundenlösungen teilt sich auf in die Geschäftsfelder Commodities,
Privat-und Gewerbekunden sowie Geschäftskunden. Es umfasst das Einzelhandels- und
Weiterverteilergeschäft von Strom, Wärme, Gas und Wasser, das Lösungsgeschäft für
Geschäftskunden sowie das Dienstleistungs- und Handelsgeschäft der MVV Trading GmbH. |
| ― |
Dem Berichtssegment Neue Energien sind die Abfallverwertungsanlagen, Biomassekraftwerke
sowie die Windkraft-, Biomethan- und Biogasanlagen zugeordnet. Darüber hinaus enthält
dieses Berichtssegment die Projektentwicklung erneuerbarer Energien sowie die Betriebsführungsaktivitäten. |
| ― |
Das Berichtssegment Versorgungssicherheit bildet neben der konventionellen Energieerzeugung
auch die Netzanlagen für Strom, Wärme, Gas und Wasser ab. Es umfasst die Kraft-Wärme-Kopplung,
die Netzanlagen sowie weitere Anlagen, um unsere Kunden sicher mit Strom, Wärme, Gas
und Wasser zu beliefern. |
| ― |
Das Berichtssegment Strategische Beteiligungen umfasst die Teilkonzerne Köthen Energie und MVV Energie CZ sowie das At-Equity-Ergebnis des Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt. |
| ― |
Unter dem Berichtssegment Sonstiges sind insbesondere die Shared-Services-Gesellschaften sowie die Querschnittsbereiche enthalten. |
| ― |
xyUnter Konsolidierung werden die Eliminierungswerte aus Transaktionen mit anderen Berichtssegmenten für Konsolidierungszwecke gezeigt. |
Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Die Verrechnungspreise
für Transfers zwischen den Segmenten entsprechen marktüblichen Konditionen. Aus der
Addition von Innen- und Außenumsätzen ergeben sich die Segmentumsätze vor Konsolidierung.
Die Segmentumsätze mit externen Kunden werden zu 91,0 % (Vorjahr 94,6 %) in Deutschland
erzielt. Die Aufteilung der Erlöse auf die Regionen erfolgt nach dem geografischen
Sitz der Gesellschaften.
Bei MVV gibt es keinen einzelnen Kunden, der einen Anteil von 10 % oder mehr zu den
gesamten Umsatzerlösen beiträgt.
Die Überleitung des EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT sowie des Umsatzes zum angepassten
Umsatz wird in den folgenden Tabellen dargestellt:
| Tsd Euro | 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
+/- Vorjahr |
| EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung | 161.670 | 95.763 | + 65.907 |
| Bewertungseffekte aus Finanzderivaten | 29.883 | 63.925 | - 34.042 |
| Strukturanpassung Altersteilzeit | 10 | 63 | - 53 |
| Zinserträge aus Finanzierungsleasing | 1.825 | 1.611 | + 214 |
| Adjusted EBIT | 193.388 | 161.362 | + 32.026 |
| Tsd Euro | 1.10.2019 bis 31.3.2020 |
1.10.2018 bis 31.3.2019 |
+/- Vorjahr |
| Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer | 1.956.120 | 2.025.470 | - 69.350 |
| Realisationseffekte aus Finanzderivaten | 47.796 | - 43.683 | + 91.479 |
| Bereinigte Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer | 2.003.916 | 1.981.787 | + 22.129 |
Das gegenüber der Vorjahresperiode verbesserte Periodenergebnis vor Ertragsteuern
(EBT) führte auch nach Bereinigung der zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen
dazu, dass sich der Cashflow vor Working Capital und Steuern um 43.395 Tsd Euro erhöhte.
Der Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit lag dementsprechend um 46.190 Tsd
Euro deutlich über dem Niveau der Vorperiode. Stark positiv haben sich zusätzlich
die Abrechnungen in unserem Projektentwicklungsgeschäft ausgewirkt.
Die Entwicklung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit wurde hauptsächlich durch
deutlich höhere Investitionen in Sachanlagen geprägt. Zudem wurde der Cashflow aus
der Investitionstätigkeit durch die Auszahlung für den Erwerb der EnDaNet beeinflusst.
Eine gegenläufige und damit positive Wirkung hatten vor allem Desinvestitionen in
der Berichtsperiode. Insgesamt verringerte sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit
im Vergleich zur Vorjahresperiode um 36.973 Tsd Euro.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit reduzierte sich im Vergleich zum 2. Quartal
des Geschäftsjahres 2019 um 40.120 Tsd Euro, was im Wesentlichen auf die geringere
Nettokreditaufnahme zurückzuführen ist.
Die Anpassung der Vorjahreswerte betrifft die Auszahlungen für den Erwerb der Restanteile
an der Juwi in der Vergleichsperiode, die von dem Cashflow aus der Investitionstätigkeit
zu dem Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit umgegliedert wurden.
Zwischen Unternehmen von MVV und der Stadt Mannheim und den von ihr beherrschten
Unternehmen bestehen eine Vielzahl von vertraglich vereinbarten Rechtsbeziehungen
(Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmelieferverträge, Miet-, Pacht- und Serviceverträge).
Darüber hinaus bestehen zwischen der MVV Energie AG und der Stadt Mannheim Konzessionsverträge.
Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und
unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit
Dritten.
| Lieferungs- und Leistungsverkehr | Forderungen | |||||
| Erträge | Aufwendungen | |||||
| Tsd Euro | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | 1.10.2018 bis 31.3.2019 | 1.10.2019 bis 31.3.2020 | 1.10.2018 bis 31.3.2019 | 31.3.2019 | 30.9.2019 |
| Stadt Mannheim | 7.452 | 8.021 | 11.942 | 12.639 | 1.201 | 850 |
| Abfallwirtschaft Mannheim | 3.691 | 3.530 | 866 | 898 | 1.332 | 1.333 |
| GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH | 13.419 | 11.988 | - | 25 | 748 | 166 |
| m:con - mannheim:congress GmbH | 2.083 | 2.047 | 174 | 180 | 5.921 | 6.037 |
| MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH (vormals MVV GmbH) | 20 | 19 | - | 60 | - | 1 |
| MV Mannheimer Verkehr GmbH (vormals MVV Verkehr GmbH) | 25 | 10 | 1 | 1 | - | 1 |
| Rhein-Neckar-Verkehr GmbH | 3.694 | 3.214 | 236 | 136 | 479 | 603 |
| Stadtentwässerung Mannheim | 852 | 649 | 117 | 170 | 510 | 427 |
| Assozierte Unternehmen | 1.869 | 28.618 | 678 | 128.025 | 943 | 2.849 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 89.212 | 51.294 | 130.471 | 36.617 | 38.819 | 24.268 |
| Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen | 13.445 | 13.314 | 1.296 | 3.229 | 4.701 | 5.872 |
| 135.762 | 122.704 | 145.781 | 181.980 | 54.654 | 42.407 | |
| Verbindlichkeiten | ||
| Tsd Euro | 31.3.2019 | 30.9.2019 |
| Stadt Mannheim | 7.288 | 7.245 |
| Abfallwirtschaft Mannheim | 144 | 327 |
| GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH | - | 8 |
| m:con - mannheim:congress GmbH | - | 174 |
| MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH (vormals MVV GmbH) | - | - |
| MV Mannheimer Verkehr GmbH (vormals MVV Verkehr GmbH) | 1 | - |
| Rhein-Neckar-Verkehr GmbH | 868 | 1.369 |
| Stadtentwässerung Mannheim | 20 | 19 |
| Assozierte Unternehmen | 6.201 | 1.724 |
| Gemeinschaftsunternehmen | 76.983 | 54.118 |
| Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen | 1.487 | 1.457 |
| 92.992 | 66.441 | |
First State Investment (FSI) hat 45,1 % der Anteile an MVV erworben. Diese Anteile
werden bis zum Closing noch von EnBW und RheinEnergie gehalten. Die Stadt Mannheim
bleibt mit 50,1 % weiterhin Mehrheitseigentümer.
Mannheim, 12. Mai 2020
MVV Energie AG
Vorstand
| Dr. Müller | Amann | Klöpfer | Dr. Roll |
"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen
Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich
des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen
Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bis zum Ende des
Geschäftsjahres 2020 beschrieben sind."
Mannheim, 12. Mai 2020
MVV Energie AG
Vorstand
| Dr. Müller | Amann | Klöpfer | Dr. Roll |
Quartalsmitteilung 9M
Geschäftsjahr 2020
Geschäftsbericht
Geschäftsjahr 2020
Bilanzpressekonferenz und Analystenkonferenz
Geschäftsjahr 2020
Die Termine für unterjährige Analysten-Telefonkonferenzen werden frühzeitig bekannt
gegeben.
Dieser Finanzbericht ist am 13. Mai 2020 im Internet veröffentlicht worden.
Auf unseren Internetseiten stehen Ihnen alle Finanzberichte der MVV als Download
zur Verfügung.
MVV Energie AG
Luisenring 49
D-68159 Mannheim
T +49 621 290 0
F +49 621 290 23 24
www.mvv.de
kontakt@mvv.de
MVV Energie AG
Investor Relations
T +49 621 290 37 08
F +49 621 290 30 75
www.mvv.de/investoren
ir@mvv.de
Philipp Riemen
Diplom-Kaufmann
Bereichsleiter
Finanzen und Investor Relations
T +49 621 290 31 88
philipp.riemen@mvv.de
HGB Hamburger Geschäftsberichte GmbH & Co. KG,
Hamburg