MVV Energie AG

Mannheim

Zwischenbericht H1
Geschäftsjahr 2021

MVV in Zahlen

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1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

% Vorjahr

Finanzielle Kennzahlen

Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern (Mio Euro)

2.078

2.004

+ 4

Adjusted EBITDA 1 (Mio Euro)

321

289

+ 11

Adjusted EBIT 1 (Mio Euro)

223

193

+ 16

Bereinigter Periodenüberschuss 1 (Mio Euro)

143

115

+ 24

Bereinigter Periodenüberschuss nach Fremdanteilen 1 (Mio Euro)

113

95

+ 19

Bereinigtes Ergebnis je Aktie 1 (Euro)

1,71

1,45

+ 18

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit (Mio Euro)

204

- 42

-

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit je Aktie (Euro)

3,10

- 0,64

-

Bereinigte Bilanzsumme zum 31.3.2021 bzw. 30.9.2020 2 (Mio Euro)

5.007

4.582

+ 9

Bereinigtes Eigenkapital zum 31.3.2021 bzw. 30.9.2020 2 (Mio Euro)

1.640

1.571

+ 4

Bereinigte Eigenkapitalquote zum 31.3.2021 bzw. 30.9.2020 2 (%)

32,8

34,3

- 4

Nettofinanzschulden zum 31.3.2021 bzw. 30.9.2020 (Mio Euro)

1.401

1.374

+ 2

Investitionen (Mio Euro)

119

180

- 34

Nichtfinanzielle Kennzahlen

Stromerzeugungsmengen aus erneuerbaren Energien (Mio kWh)

604

718

- 16

Abgeschlossene Entwicklung neuer Erneuerbare-Energien-Anlagen (MW el)

263

151

+ 74

Betriebsführung für Erneuerbare-Energien-Anlagen (MW el)

3.757

3.458

+ 9

Mitarbeiterzahl zum 31.3.2021 bzw. 31.3.2020 (Köpfe)

6.301

6.155

+ 2

Anzahl Auszubildende zum 31.3.2021 bzw. 31.3.2020 (Köpfe)

290

269

+ 8

1 Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten, ohne Strukturanpassung Altersteilzeit und mit Zinserträgen aus Finanzierungsleasing

2 Ohne nicht operative Bewertungseffekte aus Finanzderivaten

Highlights

Windportfolio wächst

Mit unseren Tochtergesellschaften Juwi und Windwärts gehören wir im Bereich der Projektentwicklung erneuerbarer Energien zu den national und international führenden Unternehmen. Die von den beiden Gesellschaften entwickelten und errichteten Windparks vermarkten wir primär an Dritte, nehmen sie teilweise jedoch auch in unseren eigenen Bestand. So haben die Stadtwerke Kiel Ende März von Windwärts einen im Bau befindlichen Windpark in Schleswig-Holstein erworben - der für unsere Tochtergesellschaft erste Windpark soll Ende 2021 in Betrieb gehen. Darüber hinaus haben wir von Juwi im April einen Windpark in Mecklenburg-Vorpommern in unser Grünes Portfolio übernommen.

Höhere Dividende

Vor dem Hintergrund der Corona-Pandemie hat unsere Hauptversammlung am 12. März erstmals rein virtuell stattgefunden. Für das Geschäftsjahr 2020 wurde eine Dividendenerhöhung um 0,05 Euro auf 0,95 Euro je Aktie beschlossen. Mit dieser seit zwölf Jahren ersten Erhöhung erreicht unsere Aktie eine Dividendenrendite von 3,7 Prozent bezogen auf den Schlusskurs zum Geschäftsjahresende am 30. September 2020. Insgesamt wurden 62,6 Millionen Euro ausgeschüttet, was einer Ausschüttungsquote von 60 Prozent entspricht.

International erfolgreich

Unsere Aktivitäten im Bereich erneuerbarer Energien erstrecken sich nicht nur auf Deutschland. Vor allem international ist unsere Tochtergesellschaft Juwi mit der Entwicklung und dem Bau von Solarkraftwerken und Hybridsystemen erfolgreich. Bei den jüngsten Projekten geht es auch um Solarkraftwerke für den Eigenstromverbrauch, zum Beispiel in Südafrika und in Australien, den Bau eines 100-Megawatt-Solarparks in Japan oder die Errichtung eines Solar-Hybrid-Kraftwerks in Australien.

Vorwort

Sehr geehrte Damen und Herren,

Ende April hat das Bundesverfassungsgericht entschieden, dass das 2019 verabschiedete Klimaschutzgesetz zu kurz greift; es hat den Gesetzgeber dazu verpflichtet, bis Ende des kommenden Jahres die Reduktionsziele für Treibhausgasemissionen für die Zeit nach 2030 näher einzugrenzen. Dieses Urteil ist vor allem eine Chance für eine langfristiger ausgerichtete Energiepolitik. Es ruft die Politik dazu auf, stärkere Impulse zu setzen und für alle Sektoren die maßgeblichen Rahmenbedingungen zu schaffen. Wenn wir die Ziele des Pariser Klimaschutzabkommens erreichen wollen, muss der Ausbau der erneuerbaren Energien deutlich forciert werden: mehr grünen Strom, mehr grüne Wärme.

Wir investieren in eine klimaneutrale Zukunft

Als Vorreiter der Energiewende haben wir MVV schon sehr früh auf eine nachhaltige Strategie ausgerichtet. Unser klares Ziel ist Klimaneutralität. Wir investieren bereits seit vielen Jahren konsequent in den Ausbau der erneuerbaren Energien, in Energieeffizienz und in innovative Geschäftsmodelle. Neben dem Stromsektor bildet Grüne Wärme für uns einen besonderen Schwerpunkt, denn rund ein Drittel aller CO2-Emissionen in Deutschland sind auf die Erzeugung und Nutzung von Wärme zurückzuführen. Diese Anstrengungen zeigen Früchte: Schon heute stammen rund 30 Prozent unserer Fernwärme für Mannheim und die Region aus klimaneutralen Quellen. In den kommenden Jahren werden wir diesen Weg konsequent weiter gehen und vollständig auf erneuerbare Energien aus der Region setzen.

Bei diesem Kurs Richtung Klimaneutralität halten wir unser Tempo hoch, auch im laufenden Geschäftsjahr. In den ersten sechs Monaten haben wir rund 120 Millionen Euro investiert. Im schottischen Dundee bauen wir eine der modernsten Abfallbehandlungsanlagen Europas und stehen kurz vor der Inbetriebnahme. Ein Paradebeispiel für eine nachhaltige Kreislaufwirtschaft wird auch unsere Anlage für die Vergärung und energetische Nutzung von Bioabfällen sein, die in Sachsen-Anhalt entsteht. Sie ist bereits die zweite nach der Anlage in Dresden, die wir nach dem Erwerb erweitern. In Mannheim und in Offenbach investieren wir zudem in neue Technik, die in einem thermischen Verfahren das im Klärschlamm enthaltene Phosphor umweltfreundlich zurückgewinnt. Und auch der Ausbau unseres Windportfolios beschleunigt sich: Ende März haben die Stadtwerke Kiel von Windwärts einen Windpark in Schleswig-Holstein erworben; im April haben wir von Juwi einen Windpark in Mecklenburg-Vorpommern übernommen.

Umsatz und Ergebnis steigen

Seit über einem Jahr bestimmt die Corona-Pandemie viele Entwicklungen in Gesellschaft und Wirtschaft. Für uns hatte und hat der Gesundheitsschutz für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, unsere Kunden und Partner unverändert oberste Priorität; unsere Maßnahmen passen wir kontinuierlich an die aktuelle Lage an. Mit diesem umsichtigen Vorgehen gelingt es uns als Unternehmen der kritischen Infrastruktur, die Bereitstellung von Energie und Wasser und die Entsorgung von Abfällen zuverlässig zu gewährleisten.

Dass wir in den vergangenen Jahren die richtigen strategischen Entscheidungen getroffen haben, zeigt sich mit einem Blick auf die wirtschaftliche Entwicklung im ersten Halbjahr unseres Geschäftsjahres 2021: Trotz der Corona-Pandemie konnten wir die Umsatzerlöse um 4 Prozent auf 2,1 Milliarden Euro steigern. Unser Adjusted EBIT lag mit 223 Millionen um 16 Prozent über dem des Vorjahres. Zu dieser starken Ergebnisentwicklung haben alle operativen Berichtssegmente beigetragen.

Aufgrund des bisherigen Geschäftsverlaufs und unserer aktuellen Einschätzung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf MVV gehen wir für das volle Geschäftsjahr 2021 davon aus, dass der Umsatz moderat und das Adjusted EBIT deutlich über dem Vorjahresniveau (3,5 Milliarden Euro beziehungsweise 233 Millionen Euro) liegen werden - immer vorausgesetzt, dass es nicht zu unerwarteten Rückschlägen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie kommt, die sich auch auf MVV nennenswert auswirken.

Wir freuen uns, wenn Sie uns auf unserem Weg zu einer klimaneutralen Zukunft weiterhin begleiten.

Mit herzlichen Grüßen
Ihr

Dr. Georg Müller
Vorsitzender des Vorstands

Unsere ersten sechs Monate

Adjusted EBIT

223 Mio Euro

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ADJUSTED EBIT NACH BERICHTSSEGMENTEN
Mio Euro

Kundenlösungen

48

Neue Energien

61

Versorgungssicherheit

82

Strategische Beteiligungen

28

Sonstiges

4

Bereinigter Umsatz

2,1 Mrd Euro

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BEREINIGTER UMSATZ NACH BERICHTSSEGMENTEN
Anteile %

Kundenlösungen

77

Neue Energien

11

Versorgungssicherheit

9

Strategische Beteiligungen

3

Investitionen

119 Mio Euro

Geschäftsentwicklung des Konzerns

RAHMENBEDINGUNGEN

Wirtschaftliches und energiepolitisches Umfeld

BGH bestätigt generellen sektoralen Produktivitätsfaktor für Gasnetzbetreiber

Der Bundesgerichtshof (BGH) hat Ende Januar 2021 die Festlegung der Bundesnetzagentur (BNetzA) des generellen sektoralen Produktivitätsfaktors (Xgen) Gas auf 0,49 % in der dritten Regulierungsperiode bestätigt. Zuvor hatte das Oberlandesgericht Düsseldorf die Festlegung im Sommer 2019 im Rahmen eines Beschwerdeverfahrens aufgehoben. Der Xgen Gas ist für die Höhe der Netzentgelte und damit für das Ergebnis der Netzbetreiber von Bedeutung. Der Xgen reduziert die zulässige Erlösobergrenze. Grundlage seiner Berechnung sind angenommene netzwirtschaftliche Produktivitätsfortschritte im Vergleich zur Gesamtwirtschaft. Einen gegenläufigen Effekt hat die Inflation, die trotz des jüngsten leichten Anstiegs in absehbarer Zeit voraussichtlich eher gering bleiben wird.

OVG Münster stoppt vorläufig Einbauverpflichtung von intelligenten Messsystemen

Das Oberverwaltungsgericht (OVG) Münster hat mit Eilbeschluss vom 4. März 2021 die Vollziehung der Allgemeinverfügung des Bundesamtes für die Sicherheit in der Informationstechnik ausgesetzt. Die Allgemeinverfügung stellt die technische Möglichkeit des Einbaus von intelligenten Messsystemen (iMSys) nach dem Messstellenbetriebsgesetz fest und ist damit Grundlage für deren Rollout. Das Hauptsacheverfahren, das heißt die Klage gegen die Allgemeinverfügung, ist noch beim Verwaltungsgericht Köln anhängig. Die Auswirkungen der Entscheidung auf den Rollout von iMSys im Allgemeinen und der Fortgang des Verfahrens sind zum jetzigen Zeitpunkt noch nicht vollständig absehbar.

Marktumfeld

Großhandelspreise

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Großhandelspreise (Durchschnitt) H1, 1.10. bis 31.3.

GJ 2021

GJ 2020

+/​- Vorjahr

% Vorjahr

Rohöl 1 (US-Dollar/​Barrel)

53,17

56,66

- 3,49

- 6

Erdgas 2 (Euro/​MWh)

15,95

16,47

- 0,52

- 3

Kohle 3 (US-Dollar/​Tonne)

65,56

63,50

+ 2,06

+ 3

CO2-Zertifikate 4 (Euro/​Tonne)

32,91

24,17

+ 8,74

+ 36

Strom 5 (Euro/​MWh)

48,63

43,89

+ 4,74

+ 11

1 Sorte Brent; Frontmonat

2 Marktgebiet Net Connect Germany; Frontjahr

3 Frontjahr

4 Front Dezemberkontrakt

5 Frontjahr

Großhandelspreise zeigen Aufwärtstrend

Nach Verlusten in den ersten beiden Monaten des Berichtshalbjahres zeigte sich auf den Strom- und Brennstoffmärkten ab November 2020 ein Aufwärtstrend. Die stärkste Entwicklung konnte hierbei der Markt für Emissionszertifikate verzeichnen, der um 8,74 Euro/​Tonne über der Vorjahresperiode notierte. Mit den Emissionszertifikaten zeigte auch der Strommarkt einen Anstieg und notierte 4,74 Euro/​MWh höher. Zwar konnten die Preise der Brennstoffmärkte nicht das Niveau der Vorjahresperiode erreichen, dennoch zeigte sich auch hier über die zweite Hälfte des Berichtszeitraums ein ansteigender Trend.

Konventionelle Erzeugungsspreads weiterhin auf niedrigem Niveau

Die Marge für die konventionelle Erzeugung aus Kohle (Clean Dark Spread - CDS) ist im Vergleich zur Vorjahresperiode noch weiter gesunken. Demgegenüber konnte der Clean Spark Spread (CSS) leicht zulegen. Beide Spreads befinden sich nach wie vor auf niedrigem Niveau; sie wirken sich insbesondere auf das operative Ergebnis des Berichtssegments Versorgungssicherheit aus, dem die Vermarktung der Erzeugungspositionen unseres Geschäftsfelds Kraft-Wärme-Kopplung zugeordnet ist.

ENTWICKLUNG DES CLEAN DARK SPREAD UND CLEAN SPARK SPREAD 2022

Witterungseinflüsse

Kühlere Witterung und geringeres Windaufkommen als im Vorjahr

Kühlere Außentemperaturen führen zu einem höheren Heizenergiebedarf bei unseren Kunden. Dies schlägt sich auch in höheren Gradtagszahlen nieder, die als Indikator für den temperaturabhängigen Heizenergieeinsatz verwendet werden. Im ersten Halbjahr unseres Geschäftsjahres 2021 war es kühler als im Vergleichszeitraum des Vorjahres: die Gradtagszahlen lagen rund 9 % über den niedrigen Werten des Vorjahres.

Genau wie der Heizenergiebedarf unserer Kunden wird auch die Stromerzeugung aus unseren Erneuerbare-Energien-Anlagen von Wettereinflüssen bestimmt. Eine besondere Bedeutung hat dabei das Windaufkommen, von dem die erzeugten Mengen unserer Windkraftanlagen maßgeblich abhängen.

In den für uns relevanten Regionen lag die nutzbare Windenergie im ersten Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 insgesamt zirka 11 % höher als das langjährige Mittel. Das Windaufkommen lag dabei jedoch unter dem Vorjahreswert, der im gleichen Zeitraum das langjährige Mittel um zirka 51 % übertroffen hatte; die aktuelle Windausbeute bleibt also hinter der des Vorjahres zurück. Für den Vergleich nutzen wir den "EMD-ERA" Wind Index mit einer Referenzperiode (historischer Durchschnitt).

DARSTELLUNG DER ERTRAGSLAGE

Der Berichtszeitraum umfasst das 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 - vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021. Sofern nicht anders vermerkt, beziehen sich die folgenden Ausführungen auf den MVV Energie Konzern (MVV).

MVV Energie Konzern

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MVV H1, 1.10. bis 31.3.

Mio Euro

GJ 2021

GJ 2020

+/​- Vorjahr

% Vorjahr

Absatzentwicklung

Strom (Mio kWh)

11.562

11.543

+ 19

0

Wärme (Mio kWh)

4.686

4.447

+ 239

+ 5

Gas (Mio kWh)

16.673

15.310

+ 1.363

+ 9

Wasser (Mio m3)

19,7

19,9

- 0,2

- 1

Bereinigter Umsatz

ohne Energiesteuern

2.078

2.004

+ 74

+ 4

davon Stromerlöse

942

901

+ 41

+ 5

davon Wärmeerlöse

255

244

+ 11

+ 5

davon Gaserlöse

447

420

+ 27

+ 6

davon Wassererlöse

43

43

0

0

Adjusted EBIT

223

193

+ 30

+ 16

Während der Stromabsatz etwa auf dem Niveau des Vorjahres lag, nahm der Wärmeabsatz vor allem witterungsbedingt zu. Der Gasabsatz lag hauptsächlich aufgrund höherer Handelsmengen sowie gestiegener Mengen im Bereich Geschäftskunden über dem des Vorjahres.

Bei den Umsatzerlösen eliminieren wir die Bewertungseffekte nach IFRS 9 zum 31. März 2021 im Saldo von 0 Mio Euro und zum 31. März 2020 im Saldo von - 48 Mio Euro.

Berichtssegment Kundenlösungen

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Kundenlösungen H1, 1.10. bis 31.3.

Mio Euro

GJ 2021

GJ 2020

+/​- Vorjahr

% Vorjahr

Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern

1.590

1.485

+ 105

+ 7

Adjusted EBIT

48

33

+ 15

+ 45

Der höhere Umsatz resultiert vor allem aus höheren Vertriebsmengen sowie einer positiven Geschäftsentwicklung im Bereich Rechenzentren.

Der Anstieg des Adjusted EBIT ist im Wesentlichen auf die Neubewertung der Anteile an der Fernwärme Rhein-Neckar GmbH durch die vollständige Übernahme und anschließende Vollkonsolidierung zurückzuführen. Zudem profitierte das operative Ergebnis im Berichtszeitraum von der gegenüber dem Vorjahr kühleren Witterung.

Berichtssegment Neue Energien

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Neue Energien H1, 1.10. bis 31.3.

Mio Euro

GJ 2021

GJ 2020

+/​- Vorjahr

% Vorjahr

Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern

235

289

- 54

- 19

Adjusted EBIT

61

55

+ 6

+ 11

Die Umsatz- und Ergebnisentwicklung im Segment Neue Energien wurde vor allem durch die naturgemäße Volatilität des Projektentwicklungsgeschäfts beeinflusst.

Das Ergebnis unseres Umweltgeschäfts ist leicht zurückgegangen, da die Ergebnisentwicklung im Vorjahr unter anderem durch positive Einmaleffekte geprägt wurde. Zudem lagen die Ergebnisbeiträge unserer Windkraftanlagen aufgrund des geringeren Windaufkommens unter denen des Vorjahres - trotz des Zubaus unseres Windportfolios im Vergleich zur Vorjahresperiode.

Berichtssegment Versorgungssicherheit

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Versorgungssicherheit H1, 1.10. bis 31.3.

Mio Euro

GJ 2021

GJ 2020

+/​- Vorjahr

% Vorjahr

Bereinigter Umsatz ohne Energiesteuern 1

188

167

+ 21

+ 13

Adjusted EBIT

82

70

+ 12

+ 17

Die höheren Umsatzerlöse stammen vor allem aus dem Netzgeschäft und unserem Gasheizkraftwerk in Kiel. Auch der Anstieg des Adjusted EBIT im Berichtssegment Versorgungssicherheit ist im Wesentlichen darauf zurückzuführen, dass unser Gasheizkraftwerk in Kiel nach der Inbetriebnahme Ende November 2019 nun über das gesamte erste Halbjahr Ergebnisse erwirtschaften konnte.

Überleitungsrechnung zum Adjusted EBIT

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Überleitungsrechnung vom EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT
H1, 1.10. bis 31.3.

Mio Euro

GJ 2021

GJ 2020

+/​- Vorjahr

EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

233

162

+ 71

Bewertungseffekte aus Finanzderivaten

- 12

29

- 41

Strukturanpassung Altersteilzeit

-

<1

0

Zinserträge aus Finanzierungsleasing

2

2

0

Adjusted EBIT

223

193

+ 30

Für unsere wertorientierte Steuerung verwenden wir das Adjusted EBIT. Bei dieser operativen Ergebnisgröße vor Zinsen und Ertragsteuern eliminieren wir unter anderem die positiven und negativen Ergebniseffekte aus der stichtagsbezogenen Marktbewertung von Finanzderivaten nach IFRS 9 zum 31. März 2021 im Saldo von 12 Mio Euro und zum 31. März 2020 von - 29 Mio Euro. In diesen Bewertungseffekten spiegelt sich die Marktpreisentwicklung auf den Rohstoff- und Energiemärkten wider. Sie sind weder zahlungswirksam, noch beeinflussen sie unser operatives Geschäft oder die Dividende.

Entwicklung sonstiger wesentlicher Positionen in der Gewinn- und Verlustrechnung

Der bereinigte Materialaufwand erhöhte sich um 28 Mio Euro auf 1.513 Mio Euro. Der Anstieg spiegelt hauptsächlich Mengen- und Preiseffekte sowie den Aufwand für den Bau eines Rechenzentrums in Offenbach wider. Gegenläufig sank der Materialaufwand unter anderem in unserem Projektentwicklungsgeschäft.

Der bereinigte Personalaufwand lag mit 243 Mio Euro um 14 Mio Euro über dem Vorjahr. Hauptursachen für die Erhöhung waren Einmalzahlungen und tarifliche Effekte sowie ein Personalaufbau in unseren Wachstumsfeldern.

Der Anstieg des Ergebnisses aus At-Equity-Unternehmen um 3 Mio Euro auf 18 Mio Euro resultiert unter anderem aus der Neubewertung der Anteile an der Fernwärme Rhein-Neckar GmbH aufgrund der anschließenden Vollkonsolidierung.

Die Abschreibungen nahmen um 2 Mio Euro auf 98 Mio Euro zu.

Das bereinigte Finanzergebnis verbesserte sich im Wesentlichen aufgrund von Währungskursschwankungen bei der stichtagsbedingten Umrechnung von Ausleihungen und Finanzschulden um 8 Mio Euro auf - 19 Mio Euro.

Die bereinigten Anteile nicht beherrschender Gesellschafter lagen mit 30 Mio Euro um 10 Mio Euro über dem Vorjahr, was im Wesentlichen auf ein höheres Ergebnis der Stadtwerke Kiel zurückzuführen ist.

Darstellung der Vermögenslage

Die Sachanlagen nahmen um 81 Mio Euro zu, was vor allem auf Investitionen in unsere Netze, den Zugang der Fernwärme Rhein-Neckar GmbH und den Erwerb eines Windparks zurückzuführen ist.

Der Anstieg der lang- und kurzfristigen Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte um 700 Mio resultiert im Wesentlichen aus einem höheren Marktpreisniveau und den dadurch gestiegenen positiven Marktwerten der nach IFRS 9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte.

Die Erhöhung der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen um 162 Mio Euro entspricht dem normalen saisonalen Verlauf. Gegenläufig reduzierten sich die Forderungen in unserem Projektentwicklungsgeschäft.

Die langfristigen Vermögenswerte nahmen um 136 Mio Euro auf 3.700 Mio Euro zu; die kurzfristigen Vermögenswerte erhöhten sich um 993 Mio Euro auf 2.460 Mio Euro.

Das Eigenkapital von MVV einschließlich der Anteile nicht beherrschender Gesellschafter lag mit 1.661 Mio Euro um 127 Mio Euro über dem Wert zum Bilanzstichtag des Vorjahres.

Der Rückgang der kurzfristigen sonstigen Rückstellungen um 40 Mio Euro resultiert vor allem aus den Inanspruchnahmen von CO 2- und Personalrückstellungen.

Die Erhöhung der kurzfristigen anderen Verbindlichkeiten um 716 Mio Euro ist hauptsächlich auf das gestiegene Marktpreisniveau und die dadurch höheren Marktwerte der nach IFRS 9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte zurückzuführen.

Die langfristigen Schulden erhöhten sich um 170 Mio Euro auf 2.362 Mio Euro. Die kurzfristigen Schulden nahmen um 833 Mio Euro auf 2.138 Mio Euro zu.

Für die Steuerung unseres Konzerns bereinigen wir unsere Konzernbilanz zum 31. März 2021 um die kumulierten stichtagsbezogenen Bewertungseffekte nach IFRS 9: Wir kürzen die Vermögensseite um die positiven Marktwerte der Derivate und um die darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 1.154 Mio Euro (30. September 2020: 450 Mio Euro). Auf der Kapitalseite eliminieren wir bei den Schulden die negativen Marktwerte und die darauf entfallenden latenten Steuern in Höhe von 1.133 Mio Euro (30. September 2020: 489 Mio Euro). Beim Eigenkapital eliminieren wir den Saldo in Höhe von 21 Mio Euro (30. September 2020: - 36 Mio Euro). Daraus ergibt sich zum 31. März 2021 ein bereinigtes Eigenkapital von 1.640 Mio Euro (30. September 2020: 1.571 Mio Euro). Bezogen auf die bereinigte Bilanzsumme von 5.007 Mio Euro (30. September 2020: 4.582 Mio Euro) lag die bereinigte Eigenkapitalquote zum 31. März 2021 bei 32,8 % im Vergleich zu 34,3 % zum 30. September 2020.

Investitionen

Im 1. Halbjahr unseres Geschäftsjahres 2021 investierten wir insgesamt 119 Mio Euro (Vorjahr 180 Mio Euro).

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Investitionen H1, 1.10. bis 31.3.

Mio Euro

GJ 2021

GJ 2020

+/​- Vorjahr

% Vorjahr

Kundenlösungen

21

21

0

0

Neue Energien

39

70

- 31

- 44

Versorgungssicherheit

53

74

- 21

- 28

Strategische Beteiligungen

2

9

- 7

- 78

Sonstiges

4

6

- 2

- 33

Gesamt

119

180

- 61

- 34

Bei unseren derzeit größten Investitionsprojekten handelt es sich um

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den Bau eines neuen Heizkraftwerks im schottischen Dundee,

den Bau einer Bioabfallvergärungsanlage in Bernburg,

eine neue Anlagentechnik zur Gewinnung von Phosphor aus Klärschlamm,

den Kauf von Windparks für unser eigenes Portfolio,

die Instandhaltung und Erneuerung unserer Verteilnetze sowie

den Ausbau und die Verdichtung unserer Fernwärmenetze.

Darstellung der Finanzlage

Die kurz- und die langfristigen Finanzschulden stiegen um 217 Mio Euro auf 1.933 Mio Euro. Gleichzeitig nahmen die flüssigen Mittel um 189 Mio Euro zu. In Summe erhöhten sich damit die Nettofinanzschulden um 27 Mio Euro auf 1.401 Mio Euro. Diese Entwicklung wurde im Wesentlichen durch die Neuaufnahme von Darlehen, die Hinterlegung von Margins für unser Handelsgeschäft und die Auszahlung der Dividende für das Geschäftsjahr 2020 geprägt.

Zum 31. März 2021 wies MVV einen Finanzmittelbestand von 532 Mio Euro (31. März 2020: 209 Mio Euro) aus.

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KAPITALFLUSSRECHNUNG
Mio Euro

H1 GJ 2020

H1 GJ 2021

Cashflow vor Working Capital und Steuern 1

287

314

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

-42

204

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

-137

-103

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

35

80

Finanzmittelbestand zum 31.3.2021 (bzw. 2020)

209

532

Mitarbeiter

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Personalstand (Köpfe) zum Bilanzstichtag

31.3.2021

31.3.2020

+/​- Vorjahr

% Vorjahr

MVV 1

6.301

6.155

+ 146

+ 2

davon Inland

5.384

5.264

+ 120

+ 2

davon Ausland

917

891

+ 26

+ 3

1 Darunter 290 Auszubildende (Vorjahr 269)

Wir beschäftigten zum 31. März 2021 insgesamt 6.301 Mitarbeiter, 146 mehr als ein Jahr zuvor. Im Inland waren 5.384 Personen für uns tätig, auf die ausländischen Tochtergesellschaften entfielen 917 Mitarbeiter. Hiervon arbeiteten unter anderem 496 in unserem tschechischen Teilkonzern, 265 in den ausländischen Beteiligungen von Juwi und 150 bei den englischen Tochtergesellschaften der MVV Umwelt.

Zum 31. März 2021 befanden sich konzernweit 290 junge Menschen in Ausbildung.

PROGNOSE FÜR DAS GESCHÄFTSJAHR 2021

Umsatz- und Ergebnisentwicklung

Die Entwicklung in Wirtschaft und Gesellschaft wird weiterhin maßgeblich durch die Corona-Pandemie bestimmt. Wir passen unsere Maßnahmen fortlaufend der aktuellen Lage an, denn der Gesundheitsschutz für unsere Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, Kunden und Partner hatte bisher und hat auch weiterhin oberste Priorität. Als Unternehmen der kritischen Infrastruktur gelingt es uns mit diesem vorsichtigen Ansatz, die Versorgung mit Energie und Wasser sowie die Entsorgung von Abfällen zuverlässig zu gewährleisten.

Aufgrund des bisherigen guten Geschäftsverlaufs und der aktuellen Einschätzung der Auswirkungen der Corona-Pandemie auf unser Unternehmen gehen wir aus operativer Sicht davon aus, dass die bereinigten Umsatzerlöse (ohne Energiesteuern) moderat und das Adjusted EBIT von MVV im Geschäftsjahr 2021 deutlich über dem Vorjahresniveau (3,5 Mrd Euro beziehungsweise 233 Mio Euro) liegen werden. Wir müssen diese Prognose unter den Vorbehalt stellen, dass es nicht zu Rückschlägen in der Bekämpfung der Corona-Pandemie kommt, die sich auch auf MVV nennenswert auswirken. In unserer bisherigen Prognose, die wir im Dezember 2020 im Rahmen unseres Geschäftsberichts veröffentlicht und zum ersten Quartal 2021 bestätigt hatten, hatten wir berichtet, dass wir Umsatzerlöse und Adjusted EBIT jeweils mindestens auf dem Vorjahresniveau erwarten, die Prognose jedoch anheben können, wenn die Corona-Auswirkungen auf MVV dies zulassen. Davon gehen wir nach Abschluss des ersten Halbjahres aus. Operativ bleibt die Umsatzentwicklung wie bei MVV üblich vor allem von den Handelsaktivitäten und den Commodity-Preisen sowie der Kundennachfrage abhängig. Auf der Ergebnisseite sind zudem die Windverhältnisse, die Entwicklung der Strom- und Brennstoffpreise und die Verfügbarkeit unserer Anlagen wesentliche Einflussfaktoren. Sowohl für die Umsatz- als auch für die Ergebnisentwicklung hat der Umfang der Vermarktung von Solar- und Windprojekten besondere Bedeutung, bei dem geschäftsimmanent generell eine höhere Volatilität besteht.

Investitionen

Soweit uns der weitere Verlauf der Corona-Pandemie nicht hindert, werden wir unsere Investitionen im Geschäftsjahr 2021 gegenüber dem Vorjahr (322 Mio Euro) erhöhen - bei strategisch unveränderten Investitionsschwerpunkten.

CHANCEN- UND RISIKOSITUATION

Zum Ende des ersten Halbjahres wird die Risikosituation weiterhin signifikant von Unsicherheiten geprägt, die aus der Corona-Pandemie resultieren. Wir stellen unser Chancen- und Risikomanagementsystem in unserem Geschäftsbericht 2020 ab Seite 82 dar. Darin erläutern wir auch die für uns relevanten Risikokategorien und die dazugehörigen Chancen und Risiken. Wir begegnen der Pandemie mit einer Vielzahl an proaktiven Maßnahmen, die wir fortlaufend auf Ihre Wirksamkeit überprüfen. Unsere enge gesamtwirtschaftliche Verflechtung hat jedoch negative Effekte zur Folge, auf die wir nur einen begrenzten Einfluss haben. Die größten Unsicherheiten bestehen unverändert im Zusammenhang mit möglichen Projektverzögerungen, insbesondere im Projektentwicklungsgeschäft und bei Bautätigkeiten.

Darüber hinaus gehen wir weiterhin von geringeren Strom- und Gasabsätzen aufgrund eines geringeren Energiebedarfs unserer Geschäftskunden aus. Zudem sehen wir zum Teil stark schwankende Preise an den Energiegroßhandelsmärkten. Währungsschwankungen könnten das Ergebnis unseres Auslandsgeschäfts reduzieren.

GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

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Gewinn- und Verlustrechnung

Tsd Euro

1.1.2021 bis 31.3.2021

1.1.2020 bis 31.3.2020

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Erläuterungen

Umsatzerlöse

1.151.110

975.953

2.169.142

2.040.055

Abzüglich Strom- und Erdgassteuer

47.898

43.677

91.117

83.935

Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer

1.103.212

932.276

2.078.025

1.956.120

1

Bestandsveränderungen

7.572

12.859

20.293

14.109

2

Aktivierte Eigenleistungen

4.467

5.024

8.951

8.937

Sonstige betriebliche Erträge

67.889

75.301

148.122

157.161

4

Materialaufwand

806.550

658.450

1.532.952

1.444.645

3

Personalaufwand

123.433

116.153

242.732

228.740

Sonstige betriebliche Aufwendungen

84.970

104.884

168.171

221.981

4

Wertminderungsaufwand Finanzinstrumente

- 2.223

- 163

- 826

- 686

Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen

5.559

10.737

18.141

14.620

5

Sonstiges Beteiligungsergebnis

56

561

379

1.014

EBITDA

176.025

157.434

330.882

257.281

Abschreibungen

48.996

48.308

97.648

95.611

EBIT

127.029

109.126

233.234

161.670

davon Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IFRS 9

2.890

- 2.275

11.666

- 29.883

davon EBIT vor Ergebnis aus der Bewertung von Derivaten nach IFRS 9

124.139

111.401

221.568

191.553

Finanzerträge

352

2.963

7.646

7.235

6

Finanzaufwendungen

8.062

14.339

25.139

32.692

6

EBT

119.319

97.750

215.741

136.213

Ertragsteuern

36.546

24.997

65.803

36.786

7

Periodenüberschuss

82.773

72.753

149.938

99.427

davon Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

19.606

9.172

41.666

9.845

davon Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG (Periodenüberschuss nach Fremdanteilen)

63.167

63.581

108.272

89.582

8

Unverwässertes und verwässertes Ergebnis je Aktie (Euro)

0,96

0,96

1,64

1,36

GESAMTERGEBNISRECHNUNG

scrollen

Aufstellung der erfolgsneutral im Konzerneigenkapital erfassten Erträge und Aufwendungen

Tsd Euro

1.1.2021 bis 31.3.2021

1.1.2020 bis 31.3.2020

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Periodenüberschuss

82.773

72.753

149.938

99.427

Cashflow Hedges

32.935

- 36.990

47.295

- 44.644

Kosten der Absicherung

280

169

190

466

Währungsumrechnungsdifferenz

5.207

- 10.252

10.152

- 5.335

Umgliederbarer Anteil der At-Equity-Unternehmen

- 248

- 66

- 413

- 70

In den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umzugliedern

38.174

- 47.139

57.224

- 49.583

Versicherungsmathematische Gewinne und Verluste

109

-

109

- 876

Nicht umgliederbarer Anteil der At-Equity-Unternehmen

- 484

- 18.170

- 617

- 18.102

Nicht in den Folgeperioden in den Gewinn oder Verlust umzugliedern

- 375

- 18.170

- 508

- 18.978

Gesamtergebnis

120.572

7.444

206.654

30.866

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

24.454

131

49.578

- 1.718

Gesamtergebnis der Aktionäre der MVV Energie AG

96.118

7.313

157.076

32.584

BILANZ

scrollen

Bilanz

Tsd Euro

31.3.2021

30.9.2020

Erläuterungen

Aktiva

Langfristige Vermögenswerte

Immaterielle Vermögenswerte

278.378

283.964

Sachanlagen

2.807.699

2.726.545

Nutzungsrechte

145.846

149.144

Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

2.420

2.424

Beteiligungen an At-Equity-Unternehmen

196.370

192.331

Übrige Finanzanlagen

71.942

77.735

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

174.473

101.914

9

Aktive latente Steuern

23.268

30.344

10

3.700.396

3.564.401

Kurzfristige Vermögenswerte

Vorräte

215.197

198.740

Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

494.599

332.939

11

Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

1.191.154

563.602

9

Ertragsteuersteuerforderungen

26.975

28.465

Flüssige Mittel

532.230

343.175

12

2.460.155

1.466.921

6.160.551

5.031.322

Passiva

Eigenkapital

13

Grundkapital

168.721

168.721

Kapitalrücklage

455.241

455.241

Kumuliertes erfolgswirksames Ergebnis

848.745

803.101

Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis

- 59.121

- 107.925

Kapital von MVV

1.413.586

1.319.138

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

247.233

215.162

1.660.819

1.534.300

Langfristige Schulden

Rückstellungen

212.344

208.419

14

Finanzschulden

1.663.637

1.553.168

15

Andere Verbindlichkeiten

330.208

290.146

16

Passive latente Steuern

155.358

140.200

10

2.361.547

2.191.933

Kurzfristige Schulden

Sonstige Rückstellungen

87.663

127.903

14

Steuerrückstellungen

1.331

1.259

14

Finanzschulden

269.665

163.523

15

Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen

354.516

336.752

Andere Verbindlichkeiten

1.365.521

649.247

16

Ertragsteuerverbindlichkeiten

59.489

26.405

2.138.185

1.305.089

6.160.551

5.031.322

EIGENKAPITALVERÄNDERUNGSRECHNUNG

scrollen

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Eingebrachtes Eigenkapital

Erwirtschaftetes Eigenkapital

Kumuliertes erfolgsneutrales Ergebnis

Tsd Euro

Grund-
kapital der MVV Energie AG

Kapital-
rücklage der MVV Energie AG

Kumuliertes erfolgs-
wirksames Ergebnis

Unterschieds-
betrag aus Währungs-
umrechnung

Marktbewertung von Finanz-
instrumenten

Versicherungs-
mathematische Gewinne und Verluste

Stand zum 1.10.2019

168.721

455.241

768.308

20.823

- 25.982

- 67.395

Sonstiges Ergebnis

-

-

-

- 5.082

- 33.157

- 18.759

Ergebnis der Geschäftstätigkeit

-

-

89.582

-

-

-

Gesamtes Periodenergebnis

-

-

89.582

- 5.082

- 33.157

- 18.759

Dividendenausschüttung

-

-

- 59.316

-

-

-

Kapitalerhöhung/​Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften

-

-

210

-

-

-

Veränderung Konsolidierungskreis/​ Anteilsveränderungen

-

-

56

- 25

-

-

Stand zum 31.3.2020

168.721

455.241

798.840

15.716

- 59.139

- 86.154

Stand zum 1.10.2020

168.721

455.241

803.101

9.483

- 34.167

- 83.241

Sonstiges Ergebnis

-

-

-

9.529

39.783

- 508

Ergebnis der Geschäftstätigkeit

-

-

108.272

-

-

-

Gesamtes Periodenergebnis

-

-

108.272

9.529

39.783

- 508

Dividendenausschüttung

-

-

- 62.611

-

-

-

Kapitalerhöhung/​Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften

-

-

-

-

-

-

Veränderung Konsolidierungskreis/​ Anteilsveränderungen

-

-

- 17

-

-

-

Stand zum 31.3.2021

168.721

455.241

848.745

19.012

5.616

- 83.749

scrollen

Eigenkapitalveränderungsrechnung

Tsd Euro

Kapital von MVV

Anteile nicht beherrschender Gesellschafter

Gesamtes Kapital

Stand zum 1.10.2019

1.319.716

215.551

1.535.267

Sonstiges Ergebnis

- 56.998

- 11.563

- 68.561

Ergebnis der Geschäftstätigkeit

89.582

9.845

99.427

Gesamtes Periodenergebnis

32.584

- 1.718

30.866

Dividendenausschüttung

- 59.316

- 14.087

- 73.403

Kapitalerhöhung/​Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften

210

66

276

Veränderung Konsolidierungskreis/​ Anteilsveränderungen

31

- 142

- 111

Stand zum 31.3.2020

1.293.225

199.670

1.492.895

Stand zum 1.10.2020

1.319.138

215.162

1.534.300

Sonstiges Ergebnis

48.804

7.912

56.716

Ergebnis der Geschäftstätigkeit

108.272

41.666

149.938

Gesamtes Periodenergebnis

157.076

49.578

206.654

Dividendenausschüttung

- 62.611

- 17.452

- 80.063

Kapitalerhöhung/​Kapitalherabsetzung bei Tochtergesellschaften

-

-

-

Veränderung Konsolidierungskreis/​ Anteilsveränderungen

- 17

- 55

- 72

Stand zum 31.3.2021

1.413.586

247.233

1.660.819

KAPITALFLUSSRECHNUNG

scrollen

Kapitalflussrechnung 1

Tsd Euro

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Periodenergebnis vor Ertragsteuern

215.741

136.213

Abschreibungen und Zuschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

97.648

95.611

Finanzergebnis

17.493

25.457

Erhaltene Zinsen

2.641

2.939

Veränderung der langfristigen Rückstellungen

2.508

- 945

Sonstige zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen 2

- 20.632

29.720

Ergebnis aus dem Abgang von langfristigen Vermögenswerten

- 948

- 1.752

Cashflow vor Working Capital und Steuern

314.451

287.243

Veränderung der sonstigen Aktivposten 2

- 177.517

- 286.666

Veränderung der sonstigen Passivposten 2

133.843

48.880

Veränderung der kurzfristigen Rückstellungen

- 39.011

- 54.481

Gezahlte Ertragsteuern

- 27.782

- 37.229

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

203.984

- 42.253

Auszahlungen für Investitionen in immaterielle Vermögenswerte, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien

- 103.831

- 166.324

Einzahlungen aus dem Abgang von immateriellen Vermögenswerten, Sachanlagen und als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien

9.601

26.353

Einzahlungen aus Zuschüssen

5.294

9.163

Einzahlungen aus dem Verkauf von übrigen Finanzanlagen

270

3.913

Auszahlungen für den Erwerb von vollkonsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten

- 3.954

- 3.861

Auszahlungen für übrige Finanzanlagen

- 9.931

- 6.585

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

- 102.551

- 137.341

Einzahlungen aus der Aufnahme von Krediten

397.562

207.741

Auszahlungen für die Tilgung von Krediten

- 215.974

- 77.532

Gezahlte Dividende

- 62.611

- 59.316

Gezahlte Dividende an Anteile von nicht beherrschenden Gesellschaftern

- 17.452

- 14.087

Veränderung aus Kapitaländerungen bei Minderheiten

- 73

208

Gezahlte Zinsen

- 21.582

- 21.917

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

79.870

35.097

Zahlungswirksame Veränderungen des Finanzmittelbestands

181.303

- 144.497

Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung

7.752

- 4.556

Finanzmittelbestand zum 1.10.2020 (bzw. 2019)

343.175

357.564

Finanzmittelbestand zum 31.3.2021 (bzw. 2020)

532.230

208.511

davon Finanzmittelbestand zum 31.3.2021 (bzw. 2020) mit Verfügungsbeschränkung

226

301

1 Siehe weitere Erläuterungen zur Kapitalflussrechnung unter Textziffer 20

2 Vorjahreswerte angepasst

KAPITALFLUSSRECHNUNG

scrollen

Cashflow - aggregierte Darstellung

Tsd Euro

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Finanzmittelbestand zum 1.10.2020 (bzw. 2019)

343.175

357.564

Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit

203.984

- 42.253

Cashflow aus der Investitionstätigkeit

- 102.551

- 137.341

Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit

79.870

35.097

Veränderung der flüssigen Mittel aus Währungsumrechnung

7.752

- 4.556

Finanzmittelbestand zum 31.3.2021 (bzw. 2020)

532.230

208.511

ERLÄUTERUNGEN ZUM KONZERN-ZWISCHENABSCHLUSS

Informationen zum Unternehmen

Die MVV Energie AG hat ihren Sitz in Mannheim, Deutschland. Sie ist die Muttergesellschaft von MVV und als Energieerzeuger, -verteiler und -dienstleister in den Berichtssegmenten Kundenlösungen, Neue Energien, Versorgungssicherheit, Strategische Beteiligungen sowie Sonstiges tätig.

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss wurde vom Vorstand am 11. Mai 2021 aufgestellt. Weder der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss noch der Konzern-Zwischenlagebericht unterliegen einer prüferischen Durchsicht.

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Der verkürzte Konzern-Zwischenabschluss für den Zeitraum vom 1. Oktober 2020 bis zum 31. März 2021 wurde in Übereinstimmung mit den IFRS-Rechnungslegungsvorschriften, wie sie in der EU anzuwenden sind - insbesondere mit IAS 34 "Zwischenberichterstattung" -, erstellt. Der Konzern-Zwischenabschluss enthält nicht sämtliche für einen vollständigen Jahresabschluss vorgeschriebenen Erläuterungen und Angaben und sollte daher im Zusammenhang mit dem Konzernabschluss zum 30. September 2020 gelesen werden.

Die im Konzern-Zwischenabschluss zum 31. März 2021 angewandten Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze entsprechen daher - mit Ausnahme der nachfolgend beschriebenen Neuregelungen - im Wesentlichen denen des Konzernabschlusses zum 30. September 2020.

Der International Accounting Standards Board (IASB) und das IFRS Interpretations Committee (IFRS IC) haben einige Standards geändert beziehungsweise neu verabschiedet. Die nachfolgende Tabelle zeigt die bei MVV neu angewendeten Standardänderungen.

scrollen

Neu angewendete Standards und Interpretationen

Übernahme durch EU

Anwendungszeitpunkt 1

IFRS 3 Unternehmenszusammenschlüsse - Definition eines Geschäftsbetriebs

21.4.2020

1.1.2020

1 Für Geschäftsjahre, die am oder nach dem angegebenen Zeitpunkt beginnen

Bei der Aufstellung des Konzern-Zwischenabschlusses sind teilweise Annahmen getroffen und Schätzwerte verwendet worden, die sich auf Höhe und Ausweis der bilanzierten Vermögenswerte und Schulden sowie auf Erträge und Aufwendungen ausgewirkt haben. In Einzelfällen können die tatsächlichen Werte zu einem späteren Zeitpunkt von den getroffenen Annahmen und Schätzungen abweichen. Entsprechende Änderungen würden zum Zeitpunkt einer besseren Erkenntnis erfolgswirksam werden.

Änderungen des Konsolidierungskreises

In den Konzern-Zwischenabschluss von MVV sind neben der MVV Energie AG alle wesentlichen in- und ausländischen Tochterunternehmen einbezogen.

Die Anzahl der einbezogenen Unternehmen ist in der folgenden Tabelle dargestellt.

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Konsolidierungskreis

Vollkonsolidierte Unternehmen

At-Equity-bilanzierte Unternehmen

1.10.2020

155

36

Zugänge

6

2

Abgänge

26

1

31.3.2021

135

37

Im 1. Quartal 2021 wurden durch die MVV RHE GmbH, Mannheim, eine vollkonsolidierte Gesellschaft im MVV Konzern, die restlichen 50 % an der Fernwärme Rhein- Neckar GmbH (FRN), Mannheim, erworben. Dies führte zu der Vollkonsolidierung der FRN, die bisher als Gemeinschaftsunternehmen nach der At-Equity-Methode bilanziert wurde. FRN stellt Transportleitungen bereit, um Belieferungen von Kunden im Raum Heidelberg und Schwetzingen mit Fernwärme sicherstellen zu können. Da die erworbene Fernwärmeleitung der Gesellschaft und der Gesellschaftszweck keinen eigenständigen Geschäftsbetrieb begründen, ist nach der Kaufpreisallokation kein Geschäfts- oder Firmenwert identifiziert worden.

Währungsumrechnung

Für die Währungsumrechnung im verkürzten Konzern-Zwischenabschluss wurden folgende wesentliche Wechselkurse zugrunde gelegt:

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Währungsumrechnung

Stichtagskurs

Durchschnittskurs

1 Euro

31.3.2021

30.9.2020

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Krone, Tschechien (CZK)

26,143

27,233

26,373

25,604

Pfund, Großbritannien (GBP)

0,852

0,912

0,889

0,862

US-Dollar, Vereinigte Staaten (USD)

1,172

1,171

1,199

1,105

Rand, Südafrika (ZAR)

17,348

19,709

18,338

16,627

Quelle: Europäische Zentralbank

Saisonale Einflüsse auf die Geschäftstätigkeit

Wesentliche Teile unseres Geschäfts unterliegen einer witterungsabhängigen Saisonalität. Deshalb fallen in den ersten beiden Quartalen unseres Geschäftsjahres regelmäßig höhere Umsatzerlöse und Ergebnisse an.

ERLÄUTERUNGEN ZUR GEWINN- UND VERLUSTRECHNUNG

1. Umsatzerlöse

Die Umsatzerlöse werden in der Segmentberichterstattung nach Wertschöpfungsstufen gegliedert dargestellt.

Der Anstieg der Umsatzerlöse um 170.936 Tsd Euro resultiert einerseits aus positiven, vor allem mengenbedingten Effekten im operativen Geschäft insbesondere bei Strom und Gas sowie realisierten zeitraumbezogenen Umsatzerlösen insbesondere aus einem Investitionsprojekt, bei dem eine Tochtergesellschaft als Generalunternehmer tätig ist. Gegenläufig entwickelten sich die Umsatzerlöse aus Projektentwicklung bei Solar- und Windprojekten aufgrund deren naturgemäßen Volatilität.

Der Umsatz unserer ausländischen Töchter betrug in Konzernwährung 136.798 Tsd Euro (Vorjahr 181.102 Tsd Euro).

2. Bestandsveränderungen

Die Bestandsveränderungen resultieren hauptsächlich aus unfertigen Projekten und Projektrechten.

3. Materialaufwand

Der Materialaufwand erhöhte sich gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres um 88.307 Tsd Euro. Der Anstieg resultierte ebenfalls aus mengenbedingten Effekten bei Strom und Gas sowie aus dem Materialeinsatz für das Investitionsprojekt, bei dem eine Tochtergesellschaft als Generalunternehmer tätig ist. Gegenläufig entwickelte sich auch hier der Materialaufwand aus Projektentwicklung bei Solar- und Windprojekten.

4. Sonstige betriebliche Erträge und Sonstige betriebliche Aufwendungen

scrollen

Sonstige betriebliche Erträge

Tsd Euro

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Erträge aus nach IFRS 9 bilanzierten Derivaten

113.736

114.196

Erstattungen

7.003

9.066

Geschäftsbesorgung und Personalgestellung

5.565

6.513

Mieterträge

2.972

2.141

Währungskursgewinne

2.462

2.888

Auflösung von Rückstellungen

2.237

4.149

Erträge aus Anlagenverkäufen und Zuschreibungen

1.649

2.099

Übrige

12.498

16.109

148.122

157.161

scrollen

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Tsd Euro

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Aufwendungen aus nach IFRS 9 bilanzierten Derivaten

81.701

135.674

Beiträge, Gebühren und Abgaben

19.753

17.663

Aufwendungen für Beratungsleistungen

11.375

10.109

Aufwendungen für Wartungen, Reparaturen und IT-Dienstleistungen

9.028

9.170

Mieten, Pachten und Leasing

8.426

7.158

Sonstige Dienstleistungen

6.323

6.423

Betriebliche Steuern (inkl. Energiesteuern)

6.215

7.467

Aufwendungen für Öffentlichkeitsarbeit

4.453

6.133

Sonstige mitarbeiterbezogene Aufwendungen

4.280

6.690

Aufwendungen aus der Währungsumrechnung

2.054

4.316

Übrige

14.563

11.178

168.171

221.981

Die Veränderung der Sonstigen betrieblichen Erträge und Sonstigen betrieblichen Aufwendungen ist im Wesentlichen auf die Bilanzierung der gemäß IFRS 9 bewerteten Derivate zurückzuführen. Deren Bewertung nach IFRS 9 führte im 1. Halbjahr des Geschäftsjahres 2021 zu einem positiven Effekt von netto 32.035 Tsd Euro (Vorjahr negativer Effekt von 21.478 Tsd Euro).

5. Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen

Das Ergebnis aus At-Equity-Unternehmen in Höhe von 18.141 Tsd Euro (Vorjahr 14.620 Tsd Euro) stammt im Wesentlichen aus der Folgebewertung der Gemeinschaftsunternehmen beziehungsweise der Unternehmen, an denen MVV nur maßgeblichen Einfluss hat. Zudem ist im aktuellen Geschäftsjahr die Neubewertung der Anteile an der Fernwärme-Rhein-Neckar GmbH eingeflossen.

6. Finanzerträge und Finanzaufwendungen

Die Finanzerträge und Finanzaufwendungen enthalten im Wesentlichen Zinsen für Darlehen. Das Finanzergebnis hat sich um 7.964 Tsd Euro auf 17.493 Tsd Euro reduziert. Das verbesserte Finanzergebnis ist im Wesentlichen auf Währungskurschwankungen im Rahmen der Finanzierung zurückzuführen.

7. Ertragsteuern

Die Veränderung der Ertragsteuern beruht im Wesentlichen auf der Veränderung der latenten Steuern aus Bewertungseffekten von Energiehandelsgeschäften nach IFRS 9 und einem Anstieg der tatsächlichen Steuern aufgrund verbesserter operativer Ergebnisse.

8. Ergebnis je Aktie

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Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG und Ergebnis je Aktie

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Ergebnisanteil der Aktionäre der MVV Energie AG (Tsd Euro)

108.272

89.582

Aktienanzahl (Tsd) (gewichteter Durchschnitt)

65.907

65.907

Ergebnis je Aktie (Euro)

1,64

1,36

Es sind keine Verwässerungseffekte zu berücksichtigen.

ERLÄUTERUNGEN ZUR BILANZ

9. Sonstige Forderungen und Vermögenswerte

Der Anstieg der Sonstigen Forderungen und Vermögenswerte im Vergleich zum 30. September 2020 resultiert im Wesentlichen aus den höheren Marktwerten der nach IFRS 9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte aufgrund der deutlichen Marktpreisveränderung.

10. Latente Steuern

Die Veränderung der latenten Steuerforderungen und Steuerverbindlichkeiten resultiert hauptsächlich aus Bewertungseffekten von Energiehandelsgeschäften.

11. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen

Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem 30. September 2020 im Wesentlichen durch den gewöhnlichen saisonalen Verlauf der Energieforderungen stark erhöht. Gegenläufig entwickelten sich die Forderungen aus Projektentwicklung.

12. Flüssige Mittel

Der Anstieg der flüssigen Mittel ist im Wesentlichen auf die Zuflüsse durch die Sicherheitshinterlegungen für Kontrahentenausfallrisiken sowie auf die Nettokreditaufnahme zurückzuführen.

13. Gewinnausschüttung

Auf der Hauptversammlung am 12. März 2021 wurde eine Erhöhung der Dividende um 0,05 Euro je Stückaktie mithin von 0,95 Euro je Stückaktie (insgesamt 62.611 Tsd Euro) für das Geschäftsjahr 2020 beschlossen. Zusätzlich wurden auf Ebene der Tochtergesellschaften insgesamt 17.452 Tsd Euro an Minderheitsgesellschafter ausgeschüttet.

14. Rückstellungen

Die Rückstellungen haben sich gegenüber dem 30. September 2020 um 36.243 Tsd Euro reduziert. Die Verminderung resultiert im Wesentlichen aus dem Verbrauch von Rückstellungen für noch nicht abgerechnete Leistungen und aus dem Verbrauch für Verpflichtungen im Personalbereich.

15. Finanzschulden

Die Finanzschulden sind gegenüber dem 30. September 2020 um 216.612 Tsd Euro gestiegen. Der Anstieg resultiert insbesondere aus der Aufnahme neuer Darlehen zur Finanzierung von Großprojekten und Liquiditätssicherung. Gegenläufig wirken die regelmäßigen Tilgungen bestehender Darlehen.

16. Andere Verbindlichkeiten

Die Erhöhung der anderen Verbindlichkeiten gegenüber dem 30. September 2020 resultiert im Wesentlichen aus den höheren Marktwerten der nach IFRS 9 bilanzierten Energiehandelsgeschäfte aufgrund der deutlichen Marktpreisveränderung.

17. Eventualschulden

Die Eventualschulden haben sich im Konzern gegenüber der Vergleichsperiode des Vorjahres nicht wesentlich verändert.

18. Finanzinstrumente

Finanzinstrumente werden in Abhängigkeit von ihrer Klassifizierung entweder zum beizulegenden Zeitwert oder zu fortgeführten Anschaffungskosten bilanziert. Dabei ist der beizulegende Zeitwert der Preis, der bei einem gewöhnlichen Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Stichtag für den Kauf oder Verkauf geleistet würde. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird über den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt. Der beizulegende Zeitwert von Finanzinstrumenten, für die kein aktiver Markt besteht, wird unter Anwendung von Bewertungsmethoden festgelegt. Solche Verfahren stützen sich auf Transaktionen, die kürzlich zu marktüblichen Bedingungen getätigt wurden, auf den aktuellen Marktwert eines anderen, im Wesentlichen identischen Instruments, auf die Analyse der diskontierten Zahlungsströme oder auf Optionspreismodelle. Bei MVV werden insbesondere bestimmte langfristige Energiekontrakte und Zinsderivate, sofern keine Marktpreise vorliegen, anhand anerkannter Bewertungsmethoden, welche auf internen Fundamentaldaten beruhen, bewertet. Bei der Ermittlung der beizulegenden Zeitwerte werden gemäß IFRS 13 auch die Markt- und Kreditrisiken mit einbezogen.

MVV ordnet seine Finanzinstrumente in die im Rahmen des IFRS 7 vorgeschriebenen drei Stufen ein. Die einzelnen Stufen sind dabei wie folgt definiert:

Stufe 1: Bewertung basiert auf an aktiven Märkten notierten und unverändert übernommenen Preisen;

Stufe 2: Bewertung basiert auf anderen Faktoren als denen aus Stufe 1, welche sich aber direkt oder indirekt beobachten lassen;

Stufe 3: Bewertung basiert auf am Markt nicht beobachtbaren Faktoren.

In der folgenden Tabelle werden die zum beizulegenden Zeitwert bewerteten finanziellen Vermögenswerte und Verbindlichkeiten nach ihrer Bemessungshierarchie dargestellt.

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Fair-Value-Hierarchie zum 31.3.2021

Tsd Euro

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Finanzielle Vermögenswerte

Sonstige Beteiligungen

-

-

5.965

Derivate außerhalb Hedge Accounting

402.366

452.116

230

Derivate im Hedge Accounting

168.687

128.377

-

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

-

-

-

Finanzielle Verbindlichkeiten

Derivate außerhalb Hedge Accounting

375.318

461.175

474

Derivate im Hedge Accounting

49.677

232.839

3.773

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

-

-

23.502

scrollen

Fair-Value-Hierarchie zum 30.9.2020

Tsd Euro

Stufe 1

Stufe 2

Stufe 3

Finanzielle Vermögenswerte

Sonstige Beteiligungen

-

-

5.575

Derivate außerhalb Hedge Accounting

176.132

172.171

47

Derivate im Hedge Accounting

34.989

65.179

36

Sonstige finanzielle Vermögenswerte

-

-

-

Finanzielle Verbindlichkeiten

Derivate außerhalb Hedge Accounting

155.257

186.129

733

Derivate im Hedge Accounting

52.446

98.892

4.424

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

-

-

25.395

Die sonstigen Beteiligungen der Stufe 3 verfügen über keine auf einem aktiven Markt notierten Marktpreise. Der beizulegende Zeitwert von sonstigen Beteiligungen wird anhand eines kapitalwertorientierten Verfahrens durch Diskontierung der zukünftigen Zahlungsströme ermittelt. Die Diskontierung erfolgt mithilfe des aktuell gültigen Zinssatzes zum Bilanzstichtag. Die Eingangsparameter zur Bewertung des beizulegenden Zeitwerts werden unter Berücksichtigung von wirtschaftlichen Entwicklungen und verfügbaren Unternehmensdaten festgelegt. Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde sich in Abhängigkeit von der Entwicklung der künftigen Umsatzerlöse und des künftigen EBIT erhöhen beziehungsweise verringern.

Der beizulegende Zeitwert von langfristigen Energiekontrakten und Zinsderivaten der Stufe 3 wird, sofern keine Marktpreise vorliegen, anhand anerkannter Bewertungsmethoden, welche auf internen Fundamentaldaten beruhen, ermittelt. Wir orientieren uns hierbei an Notierungen auf aktiven Märkten. Sofern keine aktiven Märkte vorliegen, werden unternehmensspezifische Annahmen herangezogen.

Die Derivate im Hedge Accounting der Stufe 3 in Höhe von 3.773 Tsd Euro (Vorjahr 4.424 Tsd Euro) enthalten Zinsswaps mit Floor. Der Marktwert der Derivate beträgt 3.773 Tsd Euro. Eine Veränderung der in die Berechnung einfließenden Volatilität um einen absoluten Wert von 1 nach oben beziehungsweise nach unten würde den Marktwert um 47 Tsd Euro erhöhen beziehungsweise um 45 Tsd Euro verringern.

Die sonstigen Verbindlichkeiten der Stufe 3 enthalten aus Erwerben resultierende variable Kaufpreisbestandteile. Zur Bestimmung des beizulegenden Zeitwerts wird die Discounted-Cashflow-Methode eingesetzt. Hierbei werden die zukünftig erwarteten Zahlungsströme mit einem fest-gelegten Diskontierungssatz abgezinst. Die Eingangsparameter werden unter Berücksichtigung von vertraglichen Regelungen und verfügbaren Unternehmensdaten festgelegt. Der ermittelte beizulegende Zeitwert würde sich in Abhängigkeit von der Entwicklung der künftigen Umsatzerlöse und des künftigen EBIT erhöhen beziehungsweise verringern.

Die folgende Überleitungsrechnung zeigt die Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3.

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Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3

Tsd Euro

Stand zum 1.10.2020

Gewinne und Verluste in der GuV

Gewinne und Verluste im Sonstigen Ergebnis

Zugang/​ Abgang

Stand zum 31.3.2021

Finanzielle Vermögenswerte

Sonstige Beteiligungen

5.575

- 7

-

397

5.965

Derivate außerhalb Hedge Accounting

47

183

-

-

230

Derivate im Hedge Accounting

36

-

- 36

-

-

Finanzielle Verbindlichkeiten

Derivate außerhalb Hedge Accounting

733

- 259

-

-

474

Derivate im Hedge Accounting

4.424

-

- 651

-

3.773

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

25.395

68

-

- 1.961

23.502

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Entwicklung der bilanzierten Finanzinstrumente in Stufe 3

Tsd Euro

Stand zum 1.10.2019

Gewinne und Verluste in der GuV

Gewinne und Verluste im Sonstigen Ergebnis

Zugang/​ Abgang

Stand zum 30.9.2020

Finanzielle Vermögenswerte

Sonstige Beteiligungen

6.861

- 36

-

- 1.250

5.575

Derivate außerhalb Hedge Accounting

649

- 602

-

-

47

Derivate im Hedge Accounting

-

-36

-

36

Finanzielle Verbindlichkeiten

Derivate außerhalb Hedge Accounting

325

408

-

-

733

Derivate im Hedge Accounting

5.732

-

- 1.308

-

4.424

Sonstige finanzielle Verbindlichkeiten

21.898

1.237

-

2.260

25.395

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Gewinne und Verluste in der Gesamtergebnisrechnung aus Stufe-3-Finanzinstrumenten

Tsd Euro

Gesamt

Davon am 31.3.2021 noch gehalten

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

442

-

Beteiligungsergebnis

-7

-7

Finanzergebnis

-68

-68

Sonstiges Ergebnis

615

615

982

540

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Gewinne und Verluste in der Gesamtergebnisrechnung aus Stufe-3-Finanzinstrumenten

Tsd Euro

Gesamt

Davon am 30.9.2020 noch gehalten

Sonstige betriebliche Erträge und Aufwendungen

-1.010

-

Beteiligungsergebnis

-36

-36

Finanzergebnis

-1.237

-1.237

Sonstiges Ergebnis

1.308

1.308

-975

35

19. Segmentberichterstattung

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Segmentbericht vom 1.10.2020 bis zum 31.3.2021

Tsd Euro

Bereinigter Außenumsatz ohne Energiesteuern

Innenumsatz ohne Energiesteuern

Abschreibungen

Außerplanmäßige Abschreibungen

Adjusted EBIT

Kundenlösungen

1.590.379

181.622

10.509

-

47.665

Neue Energien

234.723

50.780

38.749

-

60.710

Versorgungssicherheit

188.035

403.142

35.089

-

82.505

Strategische Beteiligungen

64.526

579

5.648

-

28.180

Sonstiges

305

24.607

7.653

-

4.237

Konsolidierung

-

- 660.730

-

-

-

2.077.968

-

97.648

-

223.297

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Segmentbericht vom 1.10.2019 bis zum 31.3.2020

Tsd Euro

Bereinigter Außenumsatz ohne Energiesteuern

Innenumsatz ohne Energiesteuern

Planmäßige Abschreibungen

Außerplanmäßige Abschreibungen

Adjusted EBIT

Kundenlösungen

1.484.341

111.576

10.334

-

33.211

Neue Energien

289.164

56.416

39.734

-

54.784

Versorgungssicherheit

167.271

351.114

32.926

-

70.055

Strategische Beteiligungen

62.357

485

5.281

-

25.518

Sonstiges

783

24.318

7.336

-

9.819

Konsolidierung

-

- 543.909

-

-

-

2.003.916

-

95.611

-

193.387

Die externe Berichterstattung folgt der internen Steuerungsstruktur, dem sogenannten "management approach" im Einklang mit IFRS 8. Die Einheiten sind so gruppiert, dass die Bündelung passender Fachkompetenz unter einem Dach die Grundlage für eine stringente Portfoliosteuerung des Konzerns bildet. Den Berichtssegmenten Kundenlösungen, Neue Energien, Versorgungssicherheit, Strategische Beteiligungen und Sonstiges sind Geschäftsfelder zugeordnet, die an den energiewirtschaftlichen Wertschöpfungsstufen orientiert sind. Die Merkmale, die zur Identifizierung und Zusammenfassung der Segmente verwendet wurden, sind die Art der Produkte und Dienstleistungen, die Art der Produktionsprozesse, die Anlagen und Kapitalintensität, die Kundenstruktur und -bedürfnisse, die Methoden des Vertriebs sowie gegebenenfalls die regulatorischen Rahmenbedingungen.

Analytisch können die Geschäftsfelder weiter nach Teilkonzernen und Einzelgesellschaften mit ihren Produkten untergliedert werden.

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Das Berichtssegment Kundenlösungen teilt sich auf in die Geschäftsfelder Commodities, Privat- und Gewerbekunden sowie Geschäftskunden. Es umfasst das Einzelhandels- und Weiterverteilergeschäft von Strom, Wärme, Gas und Wasser, das Lösungsgeschäft für Privat- und Gewerbekunden sowie das Dienstleistungs- und Handelsgeschäft der MVV Trading GmbH. Darüber hinaus gehört der Bereich Smart Cities zu diesem Berichtssegment.
Bei der Zusammenführung dieser Geschäftsfelder liegt der Fokus auf dem Dienstleistungsgeschäft und den Kundenbedürfnissen. Der Kunde steht im Mittelpunkt des Geschäfts, es werden vergleichbare Dienstleistungsmethoden verwendet, die Aktivitäten und Vermarktungsprozesse für Kunden sind gebündelt und bedienen fast ausschließlich externe Kunden (v.a. Vertrieb an Dritte).

Dem Berichtssegment Neue Energien sind die Abfallverwertungsanlagen, Biomassekraftwerke sowie die Windkraft-, Biomethan- und Biogasanlagen zugeordnet. Darüber hinaus enthält dieses Berichtssegment die Projektentwicklung erneuerbarer Energien sowie die Betriebsführungsaktivitäten.

Die in diesem Segment zusammengefassten Geschäftsfelder sind auf die Herstellung von Leistungen, Lösungen und Produkten im Zusammenhang mit erneuerbaren Energien ausgerichtet. Inhalt des Berichtssegments ist die Planung, die Genehmigung, die Entwicklung, die Errichtung und der Betrieb von technischen Anlagen zur Stromerzeugung aus nachhaltigen/​teilweise nachhaltigen Rohstoffen wie Wind, Altholz, Waldrestholz, Grünschnitt, Abfällen/​EBS, Biogas und Sonne. Die Prozesse sind durch lange Planungs-, Genehmigungs-, Bau- und Betriebsphasen gekennzeichnet.

Das Berichtssegment Versorgungssicherheit bildet neben der konventionellen Energieerzeugung auch die Netzanlagen für Strom, Wärme, Gas und Wasser ab. Es umfasst die Kraft-Wärme-Kopplung, die Netzanlagen sowie weitere Anlagen, um unsere Kunden sicher mit Strom, Wärme, Gas und Wasser zu beliefern.

Die in diesem Segment zusammengefassten Geschäftsfelder dienen der verlässlichen und stabilen Versorgung der Kunden mit verschiedenen Produkten. Alle Anlagen weisen insbesondere eine hohe Anlagenintensität, eine technische Langfristigkeit und darauf ausgerichtete Finanzierungsstrukturen auf.

Das Berichtssegment Strategische Beteiligungen umfasst die Teilkonzerne Köthen Energie und MVV Energie CZ sowie das At-Equity-Ergebnis des Teilkonzerns Stadtwerke Ingolstadt.

Unter dem Berichtssegment Sonstiges sind insbesondere die Shared-Services-Gesellschaften sowie die Querschnittsbereiche enthalten.

Unter Konsolidierung werden die Eliminierungswerte aus Transaktionen mit anderen Berichtssegmenten für Konsolidierungszwecke gezeigt.

Die Innenumsätze geben die Höhe der Umsätze zwischen den Segmenten an. Die Verrechnungspreise für Transfers zwischen den Segmenten entsprechen marktüblichen Konditionen. Aus der Addition von Innen- und Außenumsätzen ergeben sich die Segmentumsätze vor Konsolidierung.

Die Segmentumsätze mit externen Kunden werden zu 93,4 % (Vorjahr 90,7 %) in Deutschland erzielt. Die Aufteilung der Erlöse auf die Regionen erfolgt nach dem geografischen Sitz der Gesellschaften.

Bei MVV gibt es keinen einzelnen Kunden, der einen Anteil von 10 % oder mehr zu den gesamten Umsatzerlösen beiträgt.

Die Überleitung des EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT sowie des Umsatzes zum angepassten Umsatz wird in den folgenden Tabellen dargestellt:

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Überleitung des EBIT (GuV) zum Adjusted EBIT

Tsd Euro

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

+/​- Vorjahr

EBIT gemäß Gewinn- und Verlustrechnung

233.234

161.670

+71.564

Bewertungseffekte aus Finanzderivaten

- 11.666

29.883

- 41.549

Strukturanpassung Altersteilzeit

-

10

- 10

Zinserträge aus Finanzierungsleasing

1.729

1.825

- 96

Adjusted EBIT

223.297

193.388

+29.909

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Überleitung von Außenumsatz ohne Energiesteuern zum bereinigten Außenumsatz ohne Energiesteuern

Tsd Euro

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

+/​- Vorjahr

Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer

2.078.025

1.956.120

+121.905

Umsatzerlöse operatives FX Derivat - Rücknahme IFRS 9

- 17

- 17

Realisationseffekte aus Finanzderivaten

- 57

47.796

- 47.853

Bereinigte Umsatzerlöse nach Strom- und Erdgassteuer

2.077.968

2.003.916

+ 74.052

20. Kapitalflussrechnung

Das gegenüber der Vorjahresperiode stark verbesserte Periodenergebnis vor Ertragsteuern (EBT) führte auch nach Bereinigung der zahlungsunwirksamen Erträge und Aufwendungen dazu, dass sich der Cashflow vor Working Capital und Steuern um 27.208 Tsd Euro erhöhte. Die größte Bereinigung entfällt dabei auf die zahlungsunwirksame Bewertung nach IFRS 9. Diese positive Entwicklung wird im Cashflow aus der laufenden Geschäftstätigkeit deutlich verstärkt. Dieser lag um 246.237 Tsd Euro über dem Niveau der Vorjahresperiode. Stark positiv haben sich dabei die Zahlungsmittelzuflüsse durch die Hinterlegung für das Kontrahentenausfallrisiko (Margins) ausgewirkt. Auch die Abrechnung für ein Großprojekt im Segment Kundenlösungen hat sich stark Cashflow-erhöhend ausgewirkt. Eine gegenläufige und damit negative Wirkung hatten niedrigere Abrechnungen aufgrund abgeschlossener Teilprojekte aus dem Projektentwicklungsgeschäft.

Die Entwicklung des Cashflows aus der Investitionstätigkeit wurde hauptsächlich durch geringere Investitionen in Sachanlagen geprägt. Eine gegenläufige und damit negative Wirkung hatten vor allem Desinvestitionen in der Berichtsperiode, die geringer ausfielen als im 2. Quartal des Vorjahres. Insgesamt verbesserte sich der Cashflow aus der Investitionstätigkeit im Vergleich zur Vorjahresperiode um 34.790 Tsd Euro.

Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit erhöhte sich im Vergleich zum 2. Quartal des Geschäftsjahres 2020 um 44.773 Tsd Euro, was im Wesentlichen auf die erhöhte Nettokreditaufnahme zurückzuführen ist.

Die Anpassung der Vorjahreswerte betrifft die Bereinigung der sonstigen Aktiv- und Passivposten um die zahlungsunwirksamen Bewertungseffekte bei den Derivaten aus dem Hedge Accounting, die seit dem Ende des Geschäftsjahres 2020 vorgenommen wird um eine bessere Darstellung der Veränderung dieser Posten zu erreichen.

21. Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften

Zwischen Unternehmen von MVV und der Stadt Mannheim und den von ihr beherrschten Unternehmen bestehen eine Vielzahl von vertraglich vereinbarten Rechtsbeziehungen (Strom-, Gas-, Wasser- und Fernwärmelieferverträge, Miet-, Pacht- und Serviceverträge). Darüber hinaus bestehen zwischen der MVV Energie AG und der Stadt Mannheim Konzessionsverträge. Alle Geschäftsbeziehungen sind zu marktüblichen Bedingungen abgeschlossen worden und unterscheiden sich grundsätzlich nicht von Lieferungs- und Leistungsbeziehungen mit Dritten.

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Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften

Lieferungs- und Leistungsverkehr

Erträge

Aufwendungen

Tsd Euro

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

1.10.2020 bis 31.3.2021

1.10.2019 bis 31.3.2020

Stadt Mannheim

3.947

7.452

13.624

11.942

Abfallwirtschaft Mannheim

3.686

3.691

324

866

GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH

13.145

13.419

783

-

m:con - mannheim:congress GmbH

1.883

2.083

60

174

MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH (vormals MVV GmbH)

58

20

-

-

MV Mannheimer Verkehr GmbH (vormals MVV Verkehr GmbH)

6

25

-

1

Rhein-Neckar-Verkehr GmbH

4.461

3.694

-

236

Stadtentwässerung Mannheim

1.380

852

97

117

Assozierte Unternehmen

2.455

1.869

415

678

Gemeinschaftsunternehmen

106.512

89.212

120.867

130.471

Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

17.557

13.445

2.652

1.296

155.090

135.762

138.822

145.781

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Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen, Personen und Körperschaften

Forderungen

Verbindlichkeiten

Tsd Euro

31.3.2021

30.9.2020

31.3.2021

30.9.2020

Stadt Mannheim

178

32

9.151

6.269

Abfallwirtschaft Mannheim

1.504

1.330

331

348

GBG Mannheimer Wohnungsbaugesellschaft mbH

492

76

-

15

m:con - mannheim:congress GmbH

5.245

5.373

300

24

MKB Mannheimer Kommunalbeteiligungen GmbH (vormals MVV GmbH)

25

-

-

-

MV Mannheimer Verkehr GmbH (vormals MVV Verkehr GmbH)

-

-

-

1

Rhein-Neckar-Verkehr GmbH

151

1.254

396

1.182

Stadtentwässerung Mannheim

441

278

-

75

Assozierte Unternehmen

1.120

2.663

1.586

1.827

Gemeinschaftsunternehmen

37.279

70.948

60.457

91.741

Sonstige nahestehende Unternehmen und Personen

5.611

5.813

1.818

1.146

52.046

87.767

74.039

102.628

22. Ereignisse nach dem Bilanzstichtag

Es sind keine Ereignisse nach dem Bilanzstichtag bekannt.

 

Mannheim, 11. Mai 2021

MVV Energie AG

Vorstand
Dr. Müller

Amann

Klöpfer

Dr. Roll

VERSICHERUNG DER GESETZLICHEN VERTRETER

"Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen für die Zwischenberichterstattung der Konzern-Zwischenabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzern-Zwischenlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns bis zum Ende des Geschäftsjahres 2021 beschrieben sind."

 

Mannheim, 11. Mai 2021

MVV Energie AG

Vorstand
Dr. Müller

Amann

Klöpfer

Dr. Roll

FINANZKALENDER

12.5.2021

Zwischenbericht H1
Geschäftsjahr 2021

13.8.2021

Quartalsmitteilung 9M
Geschäftsjahr 2021

14.12.2021

Geschäftsbericht
Geschäftsjahr 2021

14.12.2021

Bilanzpressekonferenz und Analystenkonferenz Geschäftsjahr 2021

Die Termine für unterjährige Analysten-Telefonkonferenzen werden frühzeitig bekannt gegeben.

Dieser Zwischenbericht ist am 12. Mai 2021 im Internet veröffentlicht worden.

Auf unseren Internetseiten stehen Ihnen die Finanzberichte der MVV als Download zur Verfügung.

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