Medtron Aktiengesellschaft

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2017 bis zum 31.12.2017

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die MEDTRON AG, die im Jahr 2003 aus der 1992 gegründeten Medtron Medizinische Systeme GmbH hervorging, ist einerseits Hersteller und Vertreiber von Injektoren für die Computertomographie, die Magnetresonanztherapie sowie für die Angiographie und handelt andererseits mit Verbrauchsmaterialien für diese Injektoren.

Im Wesentlichen besteht der Kundenkreis der Gesellschaft aus Krankenhäusern und Kliniken, aus radiologischen Praxen sowie aus Wiederverkäufern. Dabei tritt die MEDTRON AG sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Märkten auf.

Die Unternehmensstrategie der MEDTRON AG bezieht sich auf:

die Umsetzung von Kundenanforderungen in Produkte sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte und neuer Produkte,

den Ausbau der Marktanteile und der Entwicklung neuer regionaler Märkte,

den Ausbau und die Verbesserung des Serviceangebots,

die leistungsorientierte Vergütung der Mitarbeiter,

die Sicherung der Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit sowohl im Bereich der Injektoren als auch im Bereich der Verbrauchsmaterialien durch Erhöhung der Produktivität, Flexibilisierung und Verbreiterung der Produktionspalette der eigenen Produktionsstätten in beiden Bereichen.

Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die MEDTRON AG besteht darin, dass sie ein von Kontrastmittelherstellern unabhängiger Produzent von Injektoren ist.

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen haben wir eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Es bestehen keine das Unternehmen gefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder regionalen Märkten.

Um dabei die Konkurrenzfähigkeit unserer Leistungen zu sichern, haben wir den Ausbau unserer Entwicklungsabteilung weiter vorangetrieben, mit dem Ziel unser Produktportfolio zu erweitern.

2. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft (1) (2) (3)

Die größten Einflussfaktoren auf die gesamtwirtschaftliche Entwicklung sind zweifelsfrei der drohende Handelskrieg und die geopolitischen Spannungen. Die Rahmenbedingungen für die wirtschaftliche Entwicklung werden dabei weiter als robust bewertet.

Die größten Risiken drohen bei einer Eskalation des Handelskonfliktes zwischen den USA und China.

Gemäß der Einschätzung der Deutschen Bank in ihrem weltwirtschaftlichen Ausblick vom 20. April 2018 habe die Rhetorik und die Drohung von Vergeltungsschlägen in einem nicht erwarteten Tempo und Ausmaß an Schärfe gewonnen. Damit steige auch die Wahrscheinlichkeit, dass die Spannungen das Wachstum dämpfen könnten. Die Analysten der Deutschen Bank gehen jedoch bis auf Weiteres davon aus, dass die Politik es – nicht zu Letzt wegen der negativen Marktreaktionen – zu keiner Eskalation kommen lässt.

Nach einem Wachstum des Bruttoinlandprodukts (BIP) der Weltwirtschaft in 2016 von 2,5 %, erreichte das Wachstum in 2017 3,2 %. Für 2018 wird gar ein Wachstum in Höhe von 4,0 % – und somit über der Trendline – erwartet. Man geht aber auch davon aus, dass im Jahr 2018 der Höhepunkt im aktuellen Konjunkturzyklus erreicht sein wird.

Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern verstärkte sich die konjunkturelle Dynamik im Vergleich zum Vorjahr.

In Westeuropa nahm das Wachstum des BIP im Jahresverlauf leicht zu und erreichte 2,3 % nach 1,8 % im Vorjahr. Dabei konnte die Mehrzahl der Länder in dieser Region ihre Wachstumsrate steigern. Für Unsicherheit sorgten die begonnenen Austrittsverhandlungen Großbritanniens mit der Europäischen Union und die damit verbundene Frage nach der künftigen Ausgestaltung der Beziehungen.

Die Arbeitslosenquote innerhalb der Eurozone sank weiter und lag durchschnittlich bei 9,6 % (Vorjahr: 10,6 %); in Griechenland und Spanien war sie nach wie vor deutlich höher.

Die Region Zentral- und Osteuropa verzeichnete im Berichtsjahr mit einem Plus von 3,8 % nach 1,8 % im Vorjahr einen relativ starken Zuwachs des BIP. In Zentraleuropa verstärkte sich der allgemeine Aufwärtstrend und auch in Osteuropa wuchs die Wirtschaft deutlich kräftiger als im Vorjahr. Die höheren Energiepreise führten dazu, dass sich die ökonomische Lage in den rohstoffexportierenden Ländern dieser Region stabilisierte. Mit einer Wachstumsrate von 1,6 % (Vorjahr: − 0,4 %) beendete Russland seine rezessive Phase.

Im Euroraum geht man davon aus, dass das Wachstum an Schwung verlieren wird. Ursächlich dafür sind die Straffung der Finanzierungsbedingungen und die Kapazitätsengpässe. Für 2018 wird aber noch einmal ein Wachstum von 2,4 % erwartet. Die Geldpolitik der EZB ist nach wie vor äußerst expansiv. Der Sachverständigenrat rät daher dringend zu einer umfassenden Strategie für eine Normalisierung ihrer Geldpolitik.

Dagegen nimmt die Konjunktur der Schwellenländer weiter Fahrt auf. Trotz einer Abkühlung des Wachstums in China wird mit einer Beschleunigung auf 5,1 % gerechnet.

Die deutsche Wirtschaft befindet sich laut Jahresgutachten 2017/2018 des Sachverständigenrates in einem kräftigen Aufschwung. Das BIP legte in 2017 mit 2,5 % stärker zu als im Vorjahr (1,9 %). Für 2018 rechnet man mit einem Wachstum des BIP von 2,2 %.

Eine besondere Herausforderung stellt der demografische Wandel mit dem daraus resultierenden sinkenden Arbeitskräftepotential da. In einigen Bereichen der Wirtschaft lässt sich bereits jetzt ein Fachkräfteengpass feststellen. Folgende Maßnahmen wären laut Sachverständigenrat geeignet dem Fachkräftemangel entgegen zu wirken:

Maßnahmen zur Vereinbarkeit von Familie und Beruf,

ein Einwanderungsgesetz,

Abbau der Langzeit Arbeitslosigkeit,

Integration von anerkannten Asylbewerbern.

Insgesamt bleiben die wirtschaftlichen Aussichten für 2018 also gut, jedoch bei zunehmenden Abwertungsrisiken.

Entwicklung an den Devisenmärkten (4) (5)

Aufgrund der mittelfristigen Ausweitung des Leistungsbilanzdefizits der US-Wirtschaft, gehen die Analysten der Deutschen Bank davon, dass der US-Dollar weiter unter Abwärtsdruck gerät, denn die Kombination aus Leistungsbilanzdefizit und rückläufigen Kapitalzuflüssen kann nur durch eine Abwertung kompensiert werden.

Kurzfristig ist davon auszugehen, dass die USA aufgrund des fiskalischen Stimulus die Eurozone in diesem Jahr übertreffen dürfte.

Längerfristig führt der Fiskalstimulus allerdings zu einem steigenden Außenhandelsdefizit, das durch Kapitalflüsse in die USA finanziert werden muss. Bekanntermaßen war in den letzten Jahren China eine wichtige Quelle dieser Kapitalströme. Ein fallendes chinesisches Leistungsbilanzdefizit wird es in den nächsten Jahren für die USA schwerer machen, genügend Kapital anzuziehen.

Die Deutsche Bank sieht den US-Dollar bei 1,28 gegenüber dem Euro zum Jahresende 2018.

Entwicklung an den Rohstoffmärkten (6)

Aufgrund des synchronen und starken Aufschwungs in der Welt, spricht vieles dafür, dass die Rohstoffpreise in nächster Zeit, sofern es keinen konjunkturellen Einbruch gibt, stark anziehen werden.

Der Grund dafür liegt darin, dass Rohstoffe derzeit relativ wie auch absolut betrachtet günstig sind. Das bedeutet auch, dass die Produzenten Rohstoffe zu Preisen verkaufen, die zum Teil unter den Herstellungskosten liegen.

Dazu komme, dass Unsicherheiten von Seiten der Geopolitik drohen. Sollten die derzeitigen Konflikte zwischen Nordkorea und den USA oder im Nahen Osten eskalieren, würde dies die Rohstoffpreise nach oben schießen lassen. Wahrscheinlicher sei aber, dass die expansive Geldpolitik der Notenbanken irgendwann auch die Rohstoffpreise erreicht und diese nach oben schiebt.

Und schließlich kommt dazu noch, dass viele Produzenten heute nahe oder unter dem Marktpreis produzieren und bei einem weiteren Verfall wohl immer mehr Hersteller aus dem Markt ausscheiden würden. Damit würde die Knappheit zunehmen und der Preis wieder steigen.

Entwicklung der Branche (7)

Die MedTech-Branche ist weiterhin ein wichtiger Wirtschafts- und Arbeitsmarktfaktor. Laut Branchenbericht des BVMed vom 23. Mai 2018 beschäftigt die Branche in Deutschland insgesamt 200.000 Menschen. Jeder Arbeitsplatz sichert zudem 0,75 Arbeitsplätze in anderen Bereichen. Die Berufsaussichten in der Medizintechnologie-Branche sind für Akademiker wie Ingenieure oder Naturwissenschaftler, aber besonders auch für Fachkräfte ausgezeichnet. Die Unternehmen suchen vor allem die gesamte Bandbreite der Ingenieure: vom klassischen Maschinenbau-Ingenieur über Elektrotechniker bis zu Ingenieuren mit Kenntnissen in der IT-Systemintegration. „Darüber hinaus sind Informatiker generell gesucht, aber auch Fachkräfte, die Kleinserien auf den Weg bringen können, oder solche, die den internationalen Vertrieb von Medizinprodukten übernehmen“, sagt Experte Dr. Kai Uwe Bindseil von „Berlin Partner für Wirtschaft und Technologie“ (Quelle: Interview in der Berliner Morgenpost vom 12. Januar 2018).

Die deutschen MedTech-Unternehmen wachsen insbesondere auf ausländischen Märkten. Der Gesamtumsatz der produzierenden Medizintechnikunternehmen (mit über 20 Beschäftigten) legte in Deutschland nach Angaben der offiziellen Wirtschaftsstatistik im Jahr 2017 um 2,5 % auf 29,2 Milliarden Euro zu. Der Inlandsumsatz stieg um 2,5 % auf 10,85 Milliarden Euro. Der Auslandsumsatz stieg in 2017 ebenfalls 2,5 % auf insgesamt 19,05 Milliarden Euro. Die Exportquote liegt in 2017 bei 64 %. Mitte der 90er Jahre waren es lediglich 40 %.

Der Weltmarkt für Medizintechnologien (ohne IVD) betrug 2015 rund 320 Milliarden US-Dollar (Quelle: Spectaris-Jahrbuch 2017 auf der Basis von Daten der GTAI, des U.S. CommercialService und Eurostat).

Deutschland liegt mit einem Anteil von 9,3 %, nach den USA (38,8 %) und China (12,2 %), aber deutlich vor Japan (5,2 %) und Mexiko (4,9 %) an dritter Stelle.

Innerhalb der Europäischen Union haben die deutschen Medizintechnik-Unternehmen mit Abstand den größten Anteil. Von den rund 90 Milliarden Euro Umsatz im Jahr 2015 entfielen 26,2 Milliarden Euro auf Unternehmen mit Unternehmenssitz in Deutschland. Es folgen Irland (11,6 Mrd. Euro), Frankreich (10,7 Mrd. Euro), Italien (9 Mrd. Euro) und Großbritannien (7,9 Mrd. Euro).

Die unterschiedliche Entwicklung im In- und Ausland spiegelt sich auch beim Ausblick auf das kommende Jahr 2018 wider. Für den deutschen Markt erwarten 34 % eine bessere Geschäftslage. 20 % erwarten schlechtere Geschäfte. Etwas besser sieht es beim Blick auf die weltweite Geschäftslage aus: 52 % der Unternehmen erwarten hier eine bessere Entwicklung, nur 6 % schlechtere Geschäfte in 2018.

Die MedTech Branche ist mittelständisch geprägt. So beschäftigen 93 % der Unternehmen weniger als 250 Mitarbeiter.

Sie zeichnet sich weiterhin durch eine hohe Innovationskraft aus und ist gekennzeichnet durch sehr kurze Produktzyklen. Möglich ist dies, da die Unternehmen rund 9 % ihres Umsatzes in die Forschung und Entwicklung investieren, und damit mehr als doppelt so viel wie bei sonstigen Industriebetrieben. Ein weiterer Beleg für die Innovationskraft der Branche sind die weiter steigenden Patentanmeldungen. Nach Angaben des Europäischen Patentamtes in München führt die Medizintechnik die Liste der Technologiebereiche mit 13.090 weltweiten Patentanträgen (eingereicht beim Europäischen Patentamt) auch im Jahr 2017 weiter an. Dies hat zur Folge, dass rund ein Drittel des Umsatzes der deutschen Medizintechnikhersteller mit Produkten erzielt wird, die nicht älter als 3 Jahre sind. Die Unternehmen der Medizintechnologie tragen damit zu einer positiven Entwicklung der Gesundheitswirtschaft in Deutschland bei.

Moderne Medizintechnologien sind damit von dreifachem Nutzen:

für den Patienten, indem sie Gesundheit wiederherstellen und die Lebensqualität verbessern,

für den Beitragszahler, indem sie Prozesse verbessern und effizienter gestalten und Krankheitstage vermindern,

für den Arbeitsmarkt, weil sie die Exportfähigkeit steigern und somit Arbeitsplätze schaffen.

Die Gesundheitsausgaben im Jahr 2016 betrugen insgesamt 356,5 Milliarden Euro. Das waren 3,8 % mehr als 2015.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die MEDTRON AG blickt auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr 2017 zurück. Umsatz und Ergebnis konnten gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich gesteigert werden.

Diese Entwicklung ist insbesondere zurückzuführen auf die folgenden Aktivitäten:

erfolgreiche Entwicklung neuer regionaler Märkte,

weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Herstellern der Scanner für CT und MRT,

Ausbau der Vertriebsorganisation, insbesondere in Südamerika und im Mittleren Osten,

erfolgreiche Umsetzung einer Preiserhöhung.

Die dargestellten Aktivitäten wurden im Geschäftsjahr 2017 durch intensive Anstrengungen im Entwicklungsbereich sowohl der Injektoren als auch der Verbrauchsmaterialien unterstützt. Die vorhandenen Personalkapazitäten wurden weiter ausgebaut. Auf dieser Basis konnten neue Anwendungsgebiete entwickelt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt waren die Aktivitäten im Bereich Qualitätsmanagement, insbesondere die Vorbereitung auf die sich durch die neuen Normen (ISO 13485:2016 und MDR) verschärfenden Anforderungen. Wir sind sicher, dass unser Unternehmen in den kommenden Jahren diesen Anforderungen gerecht werden kann.

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2017 wichtige Weichenstellungen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens auch in der Zukunft getroffen.

B. Darstellung der Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der MEDTRON AG hat sich im Geschäftsjahr 2017 insgesamt positiv entwickelt.

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der MEDTRON AG belief sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2017 auf T€ 16.552,4 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (T€ 13.248,4) um rd. 24,9 % erhöht.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von rd. 18,5 % nach rd. 23,3 % im Vorjahr gekennzeichnet. Das Anlagevermögen liegt im Geschäftsjahr mit T€ 3.069,7 im Wesentlichen auf dem Vorjahresniveau (T€ 3.090,8). Der Anteil des Umlaufvermögens und der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten an der Bilanzsumme beläuft sich in 2017 auf rd. 81,5 % nach 76,7 % im Vorjahr.

Für die aktivierten Vorratsbestände (ohne geleistete Anzahlungen) ermittelt sich dabei ein Anteil von 39,2 % (Vorjahr: 40,4 %) und für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nebst geleisteten Anzahlungen sowie sonstigen Vermögensgegenstände (inkl. ARAP) ein Anteil von 34,5 % (Vorjahr: 29,8 %) an der Bilanzsumme.

Die Summe aus Forderungen gegen Kunden, geleisteten Anzahlungen und sonstigen Vermögensgegenständen (inkl. ARAP) hat sich im Geschäftsjahr um T€ 1.768,8 auf T€ 5.715,6 (Vorjahr: T€ 3.946,8) erhöht. Dieser Umstand ist im Wesentlichen zurückzuführen auf den Anstieg der Forderungen gegen Kunden um T€ 1.794,4.

Auf der Passivseite der Bilanz wird ein Eigenkapital von T€ 10.845,7 nach T€ 8.234,5 im Vorjahr ausgewiesen. Somit hat sich die Eigenkapitalquote von 62,2 % im Vorjahr auf 65,5 % im Geschäftsjahr verbessert.

Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beläuft sich auf 24,8 % im Geschäftsjahr 2017 nach 27,4 % im Vorjahr. Die Summe der passivierten Rückstellungen beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 4.097,4 nach T€ 3.632,6 im Vorjahr. Hieraus lässt sich ein Anstieg um 12,8 % ableiten.

Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten liegt mit T€ 1.609,4 um T€ 228,0 über dem Vorjahresniveau (T€ 1.381,4). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 688,9; Vorjahr: T€ 413,4) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 477,8; Vorjahr: T€ 407,2) sind im Geschäftsjahr um insgesamt T€ 346,1 angestiegen. Gesunken sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich im Geschäftsjahr auf T€ 442,7 nach T€ 560,7 belaufen. Die Quote der gesamten Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme bleibt mit 9,7 % im Geschäftsjahr nach 10,4 % im Vorjahr auf einem konstant niedrigen Niveau.

2. Finanzlage

Die Darstellung im Rahmen der Kapitalflussrechnung bezieht sich auf die Veränderung in 2017. Der Zahlungsmittelbestand der MEDTRON AG beträgt zum 31. Dezember 2017 rd. T€ 1.281,0. Dabei wird ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 962,9 (Vorjahr: T€ 2.050,3) ausgewiesen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 418,7 nach T€ 847,9 im Vorjahr. Der Finanzbedarf für die Investitionen wurde aus dem betrieblichen Cash-Flow sowie der Aufnahme eines Darlehens bei der Deutschen Bank aus dem Jahre 2016 in Höhe von T€ 590,0 finanziert, welches zum Bilanzstichtag mit T€ 442,5 valutiert.

Der Mittelabfluss aus dem Finanzierungsbereich (T€ 118,0) resultiert ausschließlich aus der planmäßigen Tilgung des Darlehens bei der Deutschen Bank. Insgesamt erhöhte sich der Finanzmittelbestand zum 31.12.2017 auf T€ 1.281,0 (Vorjahr: T€ 854,7).

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr abermals positiv. Die MEDTRON AG rechnet auch zukünftig aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft damit, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Die nicht ausgenutzte Kreditlinie der MEDTRON AG beläuft sich zum 31.12.2017 auf T€ 500,0.

3. Ertragslage

Die Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen) des Geschäftsjahres liegt um 14,1 % über der im Vorjahr erzielten Gesamtleistung.

Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwendungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um 15,1 % (Vorjahr: T€ 14.709,1) auf T€ 16.931,6 erhöht. Die Personalkosten haben sich insgesamt um T€ 713,9 erhöht und belaufen sich auf T€ 6.480,9 nach T€ 5.767,0 im Vorjahr.

Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Die Entwicklung der Beschaffungsmarktpreise war durch einen leichten Anstieg gekennzeichnet, die nicht in vollem Umfang über die Verkaufspreise kompensiert werden konnten.

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Dabei wird die termingerechte Bereitstellung u.a. durch den Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen sichergestellt.

Auch im Geschäftsjahr 2017 wurde die Lagerhaltung weiterhin ausgebaut, wodurch wir die erforderliche Kontinuität der Fertigung sichern und uns gegenüber wechselnden Verhältnissen an den Beschaffungsmärkten weitgehend unabhängig machen konnten.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen haben sich aufgrund einer effektiveren Lagerhaltung im Geschäftsjahr leicht um T€ 284 auf T€ 2.255,1 erhöht, was einem Anstieg von rd. 14,4 % entspricht.

Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen) hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 2,3 auf T€ –22,1 verschlechtert.

Das Ergebnis vor Steuern hat sich im Berichtsjahr um T€ 487,3 auf T€ 3.934,2 (Vorjahr: T€ 3.446,9) erhöht. Insgesamt hat die MEDTRON AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresergebnis nach Steuern von T€ 2.611,2 nach T€ 2.310,7 im Vorjahr erzielt.

4. Gesamtaussage zur Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der MEDTRON AG ist solide und geordnet. Die MEDTRON AG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2018 ein Umsatzanstieg auf rd. 28,8 Mio. Euro erreicht werden wird. Die Steigerung ist sowohl im Bereich Injektoren und Service als auch im Bereich Verbrauchsmaterialien zu erwarten.

Die bisherige positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2018 bestätigt unsere Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung. Sowohl der Auftragseingang, als auch der Auftragsbestand, werden im Vergleich zum Vorjahr ansteigen.

C. Prognosebericht (8)

1. Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Umsätze der Unternehmen der Medizintechnologie wachsen gemäß einer umfassenden online durchgeführten BVMed-Umfrage im August und September 2017 weltweit nach wie vor durchschnittlich mit knapp 6 %.

Die Entwicklung im inländischen Markt ist dagegen mit einem Umsatzwachstum von nur 2,8 % nach 4,3 % in 2015 und 4,0 % in 2016 deutlich abgeschwächt.

Die weltweite Umsatzentwicklung ist für die Unternehmen nach wie vor deutlich besser als die Entwicklung im Inlandsmarkt.

83 % der befragten MedTech-Unternehmen rechnen weltweit im Jahr 2017 mit einem besseren Umsatzergebnis als im Vorjahr. Aus den Umsatzangaben ergibt sich – wie im Vorjahr – ein weltweites Umsatzwachstum der BVMed-Unternehmen um 5,9 %. Die international tätigen MedTech-Unternehmen wachsen damit im Ausland deutlich stärker als in Deutschland.

Die Gewinnsituation der Unternehmen hat sich in Deutschland aufgrund sinkender Preise und höherer Kosten verschlechtert. Nur 22 % erwarten in diesem Jahr verbesserte Gewinne, 33 % gehen von einer rückläufigen Entwicklung aus.

Als größtes Hemmnis für die künftige Entwicklung der Medizintechnologie-Branche sehen die Unternehmen die gestiegenen Anforderungen und die steigenden Kosten durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) sowie Engpässe bei den Benannten Stellen an.

Trotz der angespannten Situation im Inland investieren die Unternehmen verstärkt in ihre deutschen Produktionsstandorte. 26 % der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Investitionen, 50 % halten das Investitionsniveau. Nur 8 % der Unternehmen geben an, Investitionen am Standort zu verringern.

Ähnlich ist die Situation bei den Forschungsausgaben. 29 % der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Forschungsausgaben gegenüber dem Vorjahr, 45 % halten das Niveau. Nur 4 % der Unternehmen müssen ihre Forschungsausgaben verringern.

Auch dieses Jahr werten die Befragten die in Deutschland vorhandene Infrastruktur als größte Stärke für den Standort. Dabei gehe es nicht nur um Verkehrswege, sondern auch um gut ausgebildete Fachkräfte, das hohe Versorgungsniveau der Patienten sowie um gut ausgebildete Ärzte. Es folgen gut ausgebildete Wissenschaftler und Ingenieure und der hohe Standard der klinischen Forschung. Dagegen nennen nur noch 27 % den Aspekt der schnellen Marktzulassung durch die CE-Kennzeichnung als Standortvorteil.

Schwächen des Standorts Deutschland sehen die Unternehmen vor allem bei den Erstattungspreisen und den Rahmenbedingungen beim Reimbursement. Nur 11 % der Unternehmen nennen diese Aspekte als Standortvorteile. Am schlechtesten ist mit 6 % der Nennungen der Wert für die Forschungsförderung in Deutschland.

65 % der MedTech-Unternehmen bezeichnen die zusätzlichen Anforderungen durch die – überaus kritisch beurteilte – MDR wie die Pläne und Berichte, die UDI-Einführung sowie die Eudamed-Datenbank als größtes Hemmnis. 63 % nennen die Pflicht zu umfassenden klinischen Daten durch die MDR als Hürde. Kritisch werden zudem die längeren Zulassungszeiten durch Ressourcendefizite bei den Benannten Stellen gesehen. 57 % der Unternehmen nennen diesen Aspekt.

Als Folge der MDR-Implementierung befürchten 68 % der Unternehmen, dass Produkte aus ökonomischen Gründen vom Markt genommen bzw. nicht auf den Markt gebracht werden. Knapp zwei Drittel der Unternehmen erwarten, dass die Kosten und damit auch die Preise der Medizinprodukte durch die MDR-Folgen steigen werden. Der Druck werde dabei insbesondere auf kleine und mittelständische Unternehmen (KMUs) steigen, sagen 56 % der Befragten. Knapp die Hälfte der Unternehmen (47 %) erwartet, dass durch die MDR-Folgen künftig die Patientenversorgung leiden wird.

Weitere Hemmnisse für den MedTech-Fortschritt sind laut der Umfrage:

der Preisdruck durch Einkaufsgemeinschaften,

die innovationsfeindliche Einstellung von Krankenkassen,

die Absenkung sachkostenintensiver DRG-Fallpauschalen,

zu langsame Entscheidungen durch den Gemeinsamen Bundesausschuss,

das neue Medtech-Nutzungsbewertungsverfahren nach § 137h SGB V.

Das Innovationsklima für Medizintechnik in Deutschland bewerten die Unternehmen auf einer Skala von 0 (sehr schlecht) bis 10 (sehr gut) im Durchschnitt nur noch mit 4,5. Der Index 2017 ist damit gegenüber den Vorjahren weiter rückläufig. In den Jahren 2012 und 2013 lag er noch bei 6,2 Punkten.

Als innovativsten Forschungsbereich schätzen die Unternehmen – wie im Vorjahr – die Kardiologie ein. 36 % der Befragten nennen diesen Versorgungsbereich. Es folgen Onkologie (29 %), Neurologie (29 %), Diagnostik (27 %) und Orthopädie (16 %).

Den Stellenwert der Digitalisierung bezüglich ihrer Produkte und Dienstleistungen bewerten die Unternehmen eher als gering. Die größten Veränderungen durch die Digitalisierung erwarten die betroffenen Unternehmen im Bereich der „Digitalisierung administrativer Vorgänge“ (65 %), bei elektronischen Beschaffungsmaßnahmen (eProcurement, 41 %), medizinischen Apps (38 %) und elektronischen Rechnungen (eInvoicing, 37 %).

Ausblickend kann trotzdem festgehalten werden, dass die Medizintechnologien sich weiter stetig unter aktiver Mitwirkung der Anwender, der Ärzte und Pflegekräfte entwickeln werden.

2. Wirtschaftliche Prognose

Die MEDTRON AG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2018 ein leichter Umsatzanstieg auf rd. 28,8 Mio. Euro erreicht wird. Einen wesentlichen Anteil an dieser Steigerung wird im Bereich der Injektoren erwartet, aber auch in den Bereichen Service und Verbrauchsmaterialien ist eine Umsatzausweitung zu erwarten.

3. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die bisherige positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2018 bestätigt unsere Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung. Sowohl der Auftragseingang, als auch der Auftragsbestand, werden im Vergleich zum Vorjahr ansteigen.

4. Gesamteinschätzung der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft strebt 2018 wie auch in den folgenden Geschäftsjahren weiterhin eine positive Ertragslage an. Der Vorstand geht davon aus, dass das Jahresergebnis 2018 über dem Vorjahresniveau liegen wird.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementziele und -methoden

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die MEDTRON AG ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken und Chancen zu erkennen, über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können sowie um frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Hierzu bestehen zur Erfassung und Steuerung von Risiken umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, die permanent weiterentwickelt werden.

Das in unserer Gesellschaft eingerichtete Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Hierfür wesentlich sind neben einem internen Überwachungssystem ein funktionierendes Controlling- und Frühwarnsystem.

Die Elemente des Risikomanagementsystems bestehen aus:

Risikosteuerung,

Risikocontrolling und

Risikoreporting.

Zu dem in unserer Gesellschaft eingerichteten internen Überwachungssystem gehören:

die Anwendung einheitlicher und dokumentierter Richtlinien,

der Einsatz zuverlässiger Software,

die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,

laufende Prüfungen durch die interne Revision,

Abweichungsanalysen,

Arbeitsanweisungen,

Regelungen zur Vertretungsvollmacht.

Das Risiko- und Chancenmanagement bildet einen integralen Bestandteil aller zu treffenden Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

2. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Risiken, die aus Preisänderungen oder aus Zahlungsausfällen resultieren, können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft minimiert jedoch diese Risiken einerseits durch langfristig abgeschlossene Lieferverträge mit den Lieferanten sowie durch den Abschluss von Kreditausfallversicherungen für bestehende Forderungen gegenüber unseren Kunden.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren weiterhin Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch in der Gesellschaft installierte Sicherungsmaßnahmen reduziert.

3. Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die MEDTRON AG wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. So könnte eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen (z.B. Abgabenerhöhungen oder Preissteigerungen unserer Produkte) das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden, da sich die Nachfrage negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken könnte.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln.

Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Produktentwicklung könnten entstehen durch:

die Verschlechterung der Qualität des Materials,

das Fehlen innovativer Produkte,

erhöhte Entwicklungskosten durch unvorhersehbare Verzögerungen bei der Projektrealisierung,

einen geringen Deckungsbeitrag der Produkte,

erhöhte Ausschussquoten, insbesondere bei der Verbrauchsmaterialproduktion,

fehlende Zulassungen von Produkten in einzelnen Märkten.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet.

Folgende wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Investitions- und Finanzierungsrisiken könnten die Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen:

Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens,

fehlende Kreditsicherheiten,

steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele.

Personalrisiken

Die MEDTRON AG ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen; dies betrifft im Wesentlichen den Personalbedarf in der Entwicklungsabteilung. Durch Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichern wir die fachliche Kompetenz des Personals.

Risiken könnten einerseits daraus erwachsen, dass qualifizierte Mitarbeiter aus der Gesellschaft ausscheiden und ein adäquater Ersatz nicht in angemessener Zeit akquiriert werden kann. Andererseits besteht das Risiko, durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf neue qualifizierte Mitarbeiter angewiesen zu sein, jedoch in angemessener Zeit kein qualifiziertes Personal angeworben werden kann.

4. Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtsituation wird regelmäßig analysiert und gesteuert. Die Beurteilung des Gesamtrisikos der Gesellschaft hat ergeben, dass gegenwärtig keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zum jetzigen Zeitpunkt auch keine zukünftigen bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Im Rahmen der Betrachtung der Chancenseite werden Potenziale sichtbar, die gleichzeitig als Herausforderung anzusehen sind.

 

Saarbrücken, den 30. Juni 2018

Martin Bartels, Vorstandsvorsitzender

Martin Janssen, Vorstand

(1) Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2017/2018

(2) Vgl. Deutsche Bank AG: Weltwirtschaftlicher Ausblick, 20.04.2018

(3) Vgl. Volkswagen Aktiengesellschaft: Geschäftsbericht 2017

http://geschaeftsbericht2017.volkswagenag.com/konzernlagebericht/geschaeftsverlauf.html

(4) Vgl. Deutsche Bank AG: Weltwirtschaftlicher Ausblick, 20.04.2018

(5) Vgl. Deutsche Bank AG: Monatsbulletin, April 2018

(6) Vgl. Finanzen100.de: Rohstoffe werden 2018 zu einem neuen Superzyklus ansetzen

https://www.finanzen100.de/finanznachrichten/wirtschaft/

us-finanzexperte-rohstoffe-werden-2018-zu-einem-neuen-superzyklus-ansetzen_H2123510353_527047/

(7) Vgl. BVMed: Branchenbericht Medizintechnologien, 2018

(8) Vgl. BVMed: Branchenbericht Medizintechnologien, 2018

Bilanz

Aktiva

31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Anlagevermögen 3.069.732,06 3.090.832,98
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 128.046,95 102.429,56
II. Sachanlagen 2.731.685,11 2.778.403,42
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.449,59 15.571,17
2. technische Anlagen und Maschinen 383.804,59 422.928,94
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.220.290,13 2.049.302,31
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.140,80 290.601,00
III. Finanzanlagen 210.000,00 210.000,00
B. Umlaufvermögen 13.458.928,28 10.118.157,80
I. Vorräte 6.592.033,61 5.474.668,92
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.585.738,55 3.788.624,22
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.281.156,12 854.864,66
C. Rechnungsabgrenzungsposten 23.753,88 39.437,93
Summe Aktiva 16.552.414,22 13.248.428,71

Passiva

   
  31.12.2017
EUR
31.12.2016
EUR
A. Eigenkapital 10.845.696,88 8.234.452,42
I. Gezeichnetes Kapital / Kapitalkonto / Kapitalanteile 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen/Ergebnisrücklagen 5.000,00 5.000,00
III. Bilanzgewinn 10.790.696,88 8.179.452,42
B. Rückstellungen 4.097.367,55 3.632.620,93
C. Verbindlichkeiten 1.609.349,79 1.381.355,36
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 442.688,48 560.682,54
Summe Passiva 16.552.414,22 13.248.428,71

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1.1.2016 - 31.12.2016
EUR
1. Rohergebnis 16.931.646,62 14.709.129,38
2. Personalaufwand 6.480.882,59 5.767.035,97
a) Löhne und Gehälter 5.448.154,67 4.884.383,19
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.032.727,92 882.652,78
davon für Altersversorgung 98.145,51 36.130,01
3. Abschreibungen 439.800,02 407.448,91
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.054.761,50 5.068.008,38
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 17.448,84 15.836,58
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 4.856,89 4.669,98
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 26.907,28 24.419,87
davon aus Abzinsung 21.542,00 21.893,00
7. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 1.317.025,66 1.127.981,68
8. Ergebnis nach Steuern 2.617.126,46 2.318.904,55
9. sonstige Steuern 5.882,00 8.177,87
Jahresüberschuss 2.611.244,46 2.310.726,68

Ergebnisverwendung

1. Ergebnisverwendungsbeschluss

Außerordentliche Hauptversammlung der MEDTRON AG am 12. Juli 2018

Der Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtrates der MEDTRON AG, auf den festgestellten Bilanzgewinn des Geschäftsjahres 2017 i.H.v. 10.790.696,88 einen Betrag in Höhe von EUR 2.500.000 (in Worten: zwei Millionen fünfhunderttausend) anteilig an die Aktionäre am 01.08.2018 auszuzahlen und den Restbetrag in Höhe von EUR 8.290.696,88 (in Worten: acht Millionen zweihundertneunzigtausendsechshundertsechsundneunzig komma achtundachzig) auf neue Rechnung vorzutragen, wird einstimmig angenommen.

Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt.

 

Saarbrücken, den 12. Juli 2018

Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Vorsitzender der Aufsichtsrats

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der

Medtron AG

Sitz: Saarbrücken

Amtsgericht Saarbrücken

HRB 13752

wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ferner wurde der Jahresabschluss entsprechend der Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in Form von Davon-Vermerken in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Übrige Angaben wurden im Anhang getätigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen, dessen Nutzung zeitlich begrenzt ist, erfolgen pro rata temporis. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2007 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen € 150,01 und € 1.000,00 betragen, wurde im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen zeitanteilige Aufwandsabgrenzungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß § 253 Absatz 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Soweit der Kurs am Bilanzstichtag bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagenspiegel & Geschäftsjahresabschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Aufgliederung der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern

Passiv latente Steuern sind nicht angefallen. Auf die Abgrenzung aktiv latenter Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von Euro 50.000,00 zerlegt sich in 50.000 Stückaktien. Es handelt sich ausschließlich um auf den Inhaber lautende Stammaktien.

Pensionsrückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method bzw. Anwartschaftsbarwertmethode). Für die Berechnungen wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:

Zinssatz: 3,68 % bzw. 3,77 %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00 %
Erwartete Rentensteigerung: 2,00 %
Fluktuation: 0,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck

Die Pensionsrückstellungen wurden gemäß § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB mit den Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen (T€ 231) verrechnet.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben und der vergangenen zehn Jahre beläuft sich auf T€ 122.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden: € 600.729,00
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände: € 231.375,77
Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände: € 231.375,77

Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 1.207.250,19 (Vorjahr: € 814.696,00).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem, aber weniger als fünf Jahren beträgt € 402.099,60 (Vorjahr: € 566.659,36).

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen rd. T€ 455 und betreffen Fahrzeuge sowie EDV-Hardware. Die zugrundeliegenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 3 Jahren.

Angaben gemäß § 158 Abs. 1 AktG

1. Jahresüberschuss: € 2.611.244,46
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr: € 8.179.452,42
3. Ausschüttung: € 0,00
4. Bilanzgewinn: € 10.790.696,88

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 10.790.696,88 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses 2017 gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

– Herr Martin Bartels: Diplom-Wirtschaftsingenieur, Vorstandsvorsitzender
– Herr Martin Janssen: Rechtsanwalt, Vorstand

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

– Herr Prof. Dr. Dr. Günter Brill: Arzt, Physiker, Vorsitzender des Aufsichtsrates,
– Herr Dr. Jörg Blumentritt: Diplom-Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates,
– Herr Klaus Welte: Ingenieur, Geschäftsführer Stockert GmbH, Freiburg (seit 23.02.2018),
– Frau Dr. Sabine Becker: Diplom-Kaufmann, Steuerberater (bis 22.02.2018).

Gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die für frühere Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebenen gebildeten Rückstellungen betragen vor Verrechnung mit den Aktivwerten € 600.729,00.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

An Aufsichtsräte wurden im Geschäftsjahr 2017 keine neuen Kredite ausgegeben. Der noch bestehende Kredit für ein ehemaliges Mitglied des Aufsichtsrates wurde mit 2,5 % verzinst. Die Forderung beträgt somit zum Ende des Geschäftsjahres € 15.669,45. An den Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2017 keine weiteren Kredite ausgegeben. Der laufende Kredit aus dem Jahr 2016, der mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen wurde, wird mit einem Zinssatz von 1,5 % verzinst und valutiert zum Geschäftsjahresende mit T€ 210.

Vergütung der Vorstände

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB werden hierzu keine Angaben gemacht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte: 103,25
– davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 87,25
– davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 16,00
Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer beträgt damit: 103,25

Zudem beschäftigte die Medtron AG im Geschäftsjahr 2017 durchschnittlich 1 Auszubildenden.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2017 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Saarbrücken, den 30. Juni 2018

Martin Bartels, Vorstandsvorsitzender

Martin Janssen, Vorstand

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitraum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert.

Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr haben vier Aufsichtsratssitzungen (21.03.2017, 28.04.2017, 15.05.2017 und 20.07.2017) stattgefunden.

Jahresabschluss

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht zum Geschäftsjahr 2017 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Unterlagen zum Jahresabschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers liegen jedem Mitglied des Aufsichtsrats vor.

In seiner Sitzung am 06. Juli 2018 hat der Aufsichtsrat diese Abschlüsse und Berichte ausführlich mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Einwendungen ergaben sich hieraus nicht.

Der Bilanzgewinn aus dem Geschäftsjahr 2017 beträgt € 10.790.696,88. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung angeschlossen, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss nebst Lagebericht der MEDTRON AG zum 31.12.2017. Der Jahresabschluss der MEDTRON AG ist damit festgestellt.

Sonstiges

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre guten Leistungen. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionären für ihre Verbundenheit und Treue, den Kunden für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.

Dem Geschäftsjahr 2018 sieht der Aufsichtsrat mit der positiven Erwartung entgegen, dass die MEDTRON AG ihren Erfolgskurs weiter fortsetzen wird.

 

Saarbrücken, den 06. Juli 2018

Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Anlagenspiegel zum 31.12.2017

Anschaffungs- / Herstellungskosten Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchung Endstand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 429.000,99 52.147,00 0,00 0,00 481.147,99
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.192,06 0,00 0,00 0,00 29.192,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 621.143,58 10.774,53 0,00 0,00 631.918,11
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 3.746.083,81 238.913,61 246,50 291.324,16 4.276.075,08
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 290.601,00 116.863,96 0,00 -291.324,16 116.140,80
Gesamt II. 4.687.020,45 366.552,10 246,50 0,00 5.053.326,05
III. Finanzanlagen 210.000,00 0,00 0,00 0,00 210.000,00
Gesamt I. - III. 5.326.021,44 418.699,10 246,50 0,00 5.744.474,04
Abschreibungen Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchung Endstand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 326.571,43 26.529,61 0,00 0,00 353.101,04
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 13.620,89 4.121,58 0,00 0,00 17.742,47
2. Technische Anlagen und Maschinen 198.214,64 49.898,88 0,00 0,00 248.113,52
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 1.696.781,50 359.249,95 246,50 0,00 2.055.784,95
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt II. 1.908.617,03 413.270,41 246,50 0,00 2.321.640,94
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt I. - III. 2.235.188,46 439.800,02 246,50 0,00 2.674.741,98
Buchwerte 31.12.2016 31.12.2017
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 15.571,17 11.449,59
2. Technische Anlagen und Maschinen 422.928,94 383.804,59
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.049.302,31 2.220.290,13
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 290.601,00 116.140,80
Gesamt II. 2.778.403,42 2.731.685,11
III. Finanzanlagen 210.000,00 210.000,00
Gesamt I. - III. 3.090.832,98 3.069.732,06

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt:

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss – bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang – unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der Medtron AG für das Geschäftsjahr vom 01.01. bis 31.12.2017 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Dillingen, den 30.06.2018

W +ST WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Harry Hartz, Wirtschaftsprüfer

Stefan Fleury, Wirtschaftsprüfer