Medtron Aktiengesellschaft

Saarbrücken

Jahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2018 bis zum 31.12.2018

Lagebericht

A. Geschäfts- und Rahmenbedingungen

1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit

Die Medtron AG, die im Jahr 2003 aus der 1992 gegründeten Medtron Medizinische Systeme GmbH hervorging, entwickelt, produziert und verkauft Injektoren für die Computertomographie, die Magnetresonanztherapie sowie für die Angiographie und handelt mit Verbrauchsmaterialien für diese Injektoren.

Im Wesentlichen besteht der Kundenkreis der Gesellschaft aus Krankenhäusern und Kliniken, aus radiologischen Praxen sowie aus Wiederverkäufern. Dabei tritt die Medtron AG sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Märkten auf.

Veränderungen innerhalb der rechtlichen Unternehmensstruktur der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2018 nicht ergeben.

Die Unternehmensstrategie der Medtron AG bezieht sich auf:

die Umsetzung von Kundenanforderungen in Produkte sowie die Weiterentwicklung bestehender Produkte und neuer Produkte,

den Ausbau der Marktanteile und der Entwicklung neuer regionaler Märkte,

den Ausbau und die Verbesserung des Serviceangebots,

die leistungsorientierte Vergütung der Mitarbeiter,

die Sicherung der Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit sowohl im Bereich der Injektoren als auch im Bereich der Verbrauchsmaterialien durch Erhöhung der Produktivität, Flexibilisierung und Verbreiterung der Produktionspalette der eigenen Produktionsstätten in beiden Bereichen.

Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Medtron AG besteht darin, dass sie ein von Kontrastmittelherstellern unabhängiger Produzent von Injektoren ist.

Durch gezielte Diversifikation und konsequentes Ausnutzen von Marktnischen hat die Medtron AG eine ausgewogene Produktstruktur erreicht, die eine kontinuierliche Geschäftsentwicklung ermöglicht. Es bestehen keine das Unternehmen gefährdenden Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder regionalen Märkten.

Um dabei die Konkurrenzfähigkeit der angebotenen Leistungen zu sichern, haben wir den Ausbau unserer Entwicklungsabteilung weiter vorangetrieben, mit dem Ziel unser Produktportfolio zu erweitern.

2. Geschäftsverlauf

Entwicklung der Gesamtwirtschaft (1) (2) (3)

Die Weltwirtschaft setzte im Jahr 2018 ihr robustes Wachstum mit leicht nachlassendem Tempo fort.

Das globale Bruttoinlandsprodukt (BIP) stieg um 3,2 (3,3) %. Sowohl in den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch in den Schwellenländern erreichte die konjunkturelle Dynamik ein ähnliches Niveau wie im Vorjahr. Bei einem nach wie vor verhältnismäßig niedrigen Zinsniveau sowie gegenüber dem Vorjahreszeitraum insgesamt höheren Preisen für Energie- und sonstige Rohstoffe stiegen weltweit auch die Verbraucherpreise weiter an. Zunehmende handelspolitische Verwerfungen auf internationaler Ebene und geopolitische Spannungen ließen die Unsicherheit erheblich wachsen. So könnte am Ende der handelspolitischen Verhandlungen ein verstärkter Protektionismus stehen. Aber auch beim Brexit könnte es am Ende zu einem „harten“ Austritt kommen.

Die Entwicklung der deutschen Wirtschaft hängt international wesentlich von der Zukunft der multilateralen globalen Wirtschaftsordnung ab. Eine Stärkung der Europäischen Union könnte Teil der Lösung dieser Probleme sein. National muss Deutschland vor allem die Auswirkungen des demografischen Wandels meistern. Den Strukturwandel durch die Digitalisierung zuzulassen, würde dabei helfen. Dies erfordert die richtigen wirtschaftspolitischen Weichenstellungen. Das Wachstum des BIP verlangsamte sich bei guter Lage am Arbeitsmarkt im Vergleich zum Vorjahr und erreichte 1,5 (2,5) %. Die Stimmung sowohl der Unternehmen als auch die der Konsumenten trübte sich im Verlaufe des Jahres ein.

In Westeuropa verlangsamte sich das solide Wachstum des BIP im Jahresverlauf und erreichte 1,8 (2,3) %. Dabei verringerte sich die Veränderungsrate bei der Mehrzahl der Länder in dieser Region im Vergleich zum Vorjahr. Für Unsicherheit sorgten die über das gesamte Jahr andauernden Verhandlungen über den Austritt Großbritanniens aus der Europäischen Union (EU) und die damit verbundenen Fragen nach der künftigen Ausgestaltung der Beziehungen. Die Arbeitslosenquote innerhalb der Eurozone sank weiter und lag durchschnittlich bei 8,1 (9,0) %; in Griechenland und Spanien war sie nach wie vor deutlich höher.

Auch die Region Zentral- und Osteuropa wies im Berichtsjahr mit 2,9 (4,0) % eine niedrigere Wachstumsrate auf als im Vorjahr. Während sich der Anstieg des BIP in Zentraleuropa auf verhältnismäßig hohem Niveau insgesamt verlangsamte, blieb das Wirtschaftswachstum in Osteuropa unverändert. Die höheren Preise für Energie- und sonstige Rohstoffe führten dazu, dass sich die ökonomische Lage in den rohstoffexportierenden Ländern dieser Region weiter stabilisierte. Mit einer Wachstumsrate von 1,6 (1,5) % legte die russische Wirtschaft leicht zu.

Die Wachstumsrate der US-amerikanischen Wirtschaft erhöhte sich im Berichtsjahr auf 2,9 (2,2) %. Gestützt wurde die Konjunktur vor allem durch die inländische Konsumentennachfrage. Die Arbeitslosenquote in den USA lag 2018 bei 3,9 (4,3) %. Aufgrund der stabilen Lage am Arbeitsmarkt und der erwarteten Entwicklung der Inflation hob die US-Zentralbank den Leitzins sukzessive an. Der US-Dollar gewann gegenüber dem Euro im Jahresverlauf an Stärke. In den Nachbarländern Kanada und Mexiko stieg das BIP mit 2,1 (3,0) % beziehungsweise 2,2 (2,3) % langsamer als im Vorjahr.

Die brasilianische Wirtschaft verzeichnete mit 1,4 (1,1) % erneut ein leichtes Wachstum. Die Lage in Südamerikas größter Volkswirtschaft blieb unter anderem aufgrund politischer Unsicherheiten jedoch weiterhin angespannt. Die wirtschaftliche Situation in Argentinien verschlechterte sich im Jahresverlauf zunehmend. Das Land befand sich bei anhaltend hoher Inflation in einer Rezession: Das BIP fiel um 1,7 (+2,9) %. Aufgrund dieser schwierigen Situation beantragte die argentinische Regierung Finanzhilfen beim Internationalen Währungsfonds.

Die chinesische Wirtschaft wuchs 2018 mit 6,6 (6,9) % nicht mehr ganz so stark wie im Vorjahr. Auf die handelspolitischen Auseinandersetzungen mit den USA reagierte die Regierung mit der Ausdehnung staatlicher Stützungsmaßnahmen. In Indien setzte sich der positive Trend fort: Die Wirtschaft verzeichnete im Berichtsjahr eine Steigerungsrate von 7,2 (6,7) %. Die Dynamik nahm im Jahresverlauf jedoch etwas ab. Das japanische BIP wuchs lediglich um 0,8 (1,9) %.

Entwicklung an den Devisenmärkten (4) (5)

Das US-Wachstum, als grundlegender Einflussfaktor für die globalen Devisenmärkte, verlangsamte sich zu Jahresbeginn. Dieser Trend scheint spätestens mit der Veröffentlichung überraschend starker US-Einzelhandelsumsätze im März durchbrochen.

Da sich das Wachstum der Immobilienpreise zuletzt abschwächte und nachfolgend unter dem Lohnwachstum liegen dürfte, erscheint auch die Finanzierung von Immobilienkäufen nicht bedroht. Verbessert wird die Situation am Immobilienmarkt zusätzlich durch weiterhin günstige Hypothekenkredite.

Aufgrund der Exportlastigkeit Europas dürfte die europäische Wirtschaft stärker von einer Stabilisierung der chinesischen Konjunktur profitieren als die US-Wirtschaft, daher sieht die Deutsche Bank den Dollar längerfristig unter Druck.

Trotz jüngst guter Daten aus China konnte der ifo-Geschäftsklimaindex dies allerdings noch nicht bestätigen: das Geschäftsklima in Deutschland ging im April auf 99,2 zurück.

Die Deutsche Bank geht in ihrem Währungsbulletin vom Mai 2019 von einem Dollar Kurs in 12 Monaten von 1,15 EUR/USD nach 1,12 vom 29.04.2019 aus.

Entwicklung an den Rohstoffmärkten (4) (6)

Der HWWI-Gesamtindex für Rohstoffe fiel im Dezember 2018 auf 113 Punkte und lag damit knapp 5 % unter dem Stand vom Dezember 2017. Im Jahresdurchschnitt stiegen jedoch die Rohstoffpreise 2018 um 24 % gegenüber dem Jahr 2017. Dabei verteuerten sich im Jahresdurchschnitt die Energierohstoffe um 28 % und die Industrierohstoffe um 6 %. Dagegen verbilligten sich die Preise für Nahrungs- und Genussmittel um 5 %.

Unsicherheiten hinsichtlich der Einführung von tarifären Handelshemmnissen prägten das erste Halbjahr 2018. Trotz allem war ein Ansteigen der Rohstoffpreise in den ersten Monaten des Jahres 2018 zu beobachten.

Die Auswirkungen der protektionistischen Handelspolitik der USA und die darauffolgenden Reaktionen, vor allem von Seiten Chinas, ließen die Erwartungen an das Wachstum der globalen Konjunktur im zweiten Halbjahr sinken. So verringerte sich das chinesische Wirtschaftswachstum im dritten Quartal 2018 auf die geringste Rate seit der Finanzkrise. Infolgedessen sind seit Herbst 2018 fallende Rohstoffpreise zu beobachten.

Die Entwicklung der Rohölpreise im Speziellen ist aufgrund deutlicher Förderkürzungen von einem Anstieg gekennzeichnet. So stieg zum Beispiel der Preis der Marke Brent Blend im März 2019 um 32 % im Gesamtjahr.

Ein Großteil des Rückgangs der Förderquoten ist auf Sanktionen gegen den Iran und Venezuela zurückzuführen. Derzeit ist eine Erhöhung der Förderquoten kurzfristig nicht in Sicht, da die OPEC ihre April-Sitzung kürzlich abgesagt hat. Sollte der Iran aber praktisch kein Öl mehr exportieren und der Preis über die Marke von USD 70/Barrel bzw. nahe USD 80/Barrel steigen, könnte dies die OPEC zum Umdenken bewegen.

Entwicklung der Branche (7)

Die Gesundheitswirtschaft weist im Vergleich zur Gesamtwirtschaft überdurchschnittliche Wachstumsraten auf. Sie beschäftigt rund sieben Millionen Menschen und erwirtschaftet über 350 Milliarden Euro. Das entspricht einem Anteil von rund 11 % am BIP. 10,2 % des deutschen Außenhandelsüberschusses gehen auf die Gesundheitswirtschaft zurück. Hierzu tragen vor allem die Pharmabranche und die Medizintechnik-Industrie bei. Zusammen exportieren diese beiden Branchen Güter im Wert von über 90 Milliarden Euro. Das geht aus einer Untersuchung des Wirtschaftsforschungsinstituts WifOR im Auftrag des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) hervor, die im Mai 2018 in Berlin vorgestellt wurde (www.bvmed.de/branchenstudien).

Dem Bericht zufolge bleibt die Branche mit einem durchschnittlichen Wachstum von 3,8 % pro Jahr ein Wachstumsmotor der deutschen Wirtschaft. Im selben Zeitraum hat die Gesundheitswirtschaft mehr als eine Million Arbeitsplätze geschaffen. Sie hat inzwischen fast so viele Beschäftigte wie das gesamte verarbeitende Gewerbe.

Darüber hinaus sind ihr rund 8,4 % der gesamtdeutschen Exporte zuzuschreiben – und das obwohl die Branche einen Großteil ihrer Wertschöpfung durch die Erbringung von Dienstleistungen am Patienten erzielt.

Die Zahlen verdeutlichen, dass die Querschnittsbranche Gesundheitswirtschaft von hoher und weiter zunehmender Bedeutung für die gesamtwirtschaftliche Entwicklung der deutschen Volkswirtschaft ist. Somit leistet die Branche einen wesentlichen Beitrag zur Erreichung zentraler wirtschaftspolitischer Ziele und beeinflusst diese hinsichtlich eines angemessenen und stetigen Wirtschaftswachstums und eines hohen Beschäftigungsgrads.

Die industrielle Gesundheitswirtschaft der u.a. die Medizintechnik zuzuordnen ist, wächst seit 2009 kontinuierlich und stärker als die deutsche Gesamtwirtschaft. Trotzdem ist ihr Wachstum leicht unterdurchschnittlich im Vergleich zur Gesundheitswirtschaft als Ganzes. Im Ergebnis ist ihr Anteil an der Wertschöpfung der Gesundheitswirtschaft leicht rückläufig.

Die Branche der Medizinprodukte und Medizintechnik gehört neben der Humanarzneiwarenherstellung zu den bedeutendsten Teilbereichen der produzierenden industriellen Gesundheitswirtschaft. Mit einer Bruttowertschöpfung von rund 14,7 Milliarden Euro generiert die Branche im Kernbereich rund 4,2 % der gesamten Bruttowertschöpfung der Gesundheitswirtschaft.

In einer Analyse des Bundeswirtschaftsministeriums (Gesundheitsausgabenbericht 2017 des Statistischen Bundesamtes vom 21. März 2019) zeigt sich jedoch auch: die MedTech-Branche wächst jetzt unterdurchschnittlich im Vergleich zur gesamten Gesundheitswirtschaft. Die Bruttowertschöpfung bei MedTech ist seit 2006 um rund 3,9 Milliarden Euro auf 14,7 Milliarden Euro gestiegen. Dies entspricht einem durchschnittlichen jährlichen Wachstum von 3,3 %. Dies ist ein unterdurchschnittliches Wachstum im Vergleich zur gesamten Gesundheitswirtschaft (3,8 %). Die Medizintechnologie ist eine dynamische und hoch innovative Branche.

Bei Patenten und Welthandelsanteil liegt Deutschland auf Platz 2 hinter den USA. Rund ein Drittel ihres Umsatzes erzielen die deutschen Medizintechnikhersteller mit Produkten, die höchstens drei Jahre alt sind. Durchschnittlich investieren die forschenden MedTech-Unternehmen rund 9 % ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung.

Ein weiterer Beleg für die Innovationskraft der Branche sind die weiter steigenden Patentanmeldungen. Nach Angaben des Europäischen Patentamtes in München führt die Medizintechnik die Liste der Technologiebereiche mit 13.795 weltweiten Patentanträgen (eingereicht beim Europäischen Patentamt) auch im Jahr 2018 weiter an. Deutschland liegt hinter den USA auf Platz 2 der anmeldeaktivsten Länder.

Der Weltmarkt für Medizintechnologien (ohne In-Vitro-Diagnostika) betrug 2017 rund 390 Milliarden US-Dollar (Quelle: Spectaris-Jahrbuch 2018 auf der Basis von Daten von Frost & Sullivan sowie EvaluateMedTech). Deutschland liegt mit einem Anteil von 9,9 %, nach den USA (38,8 %) noch vor Japan und China an zweiter Stelle.

Einschätzung der Unternehmensleitung

Die Medtron AG blickt auf ein ausgesprochen erfolgreiches Geschäftsjahr 2018 zurück. Der Umsatz konnte gegenüber dem Vorjahr wiederum deutlich gesteigert werden. Auch das Ergebnis verbesserte sich im Vergleich zum Vorjahr.

Diese Entwicklung ist insbesondere zurückzuführen auf die folgenden Aktivitäten:

erfolgreiche Entwicklung neuer regionaler Märkte,

weitere Intensivierung der Zusammenarbeit mit den Herstellern der Scanner für CT und MRT,

Ausbau der Vertriebsorganisation, insbesondere in Südamerika und im Mittleren Osten.

Die dargestellten Aktivitäten wurden im Geschäftsjahr 2018 durch intensive Anstrengungen im Entwicklungsbereich sowohl der Injektoren als auch der Verbrauchsmaterialien unterstützt. Die vorhandenen Personalkapazitäten wurden weiter ausgebaut. Auf dieser Basis konnten neue Anwendungsgebiete entwickelt werden.

Ein weiterer Schwerpunkt waren die Aktivitäten im Bereich Qualitätsmanagement, insbesondere die Vorbereitung auf die sich durch die neuen Normen (ISO 13485:2016 und MDR) verschärfenden Anforderungen. Wir sind sicher, dass unser Unternehmen in den kommenden Jahren diesen Anforderungen gerecht werden kann.

Insgesamt haben wir im Geschäftsjahr 2018 wichtige Weichenstellungen für die Sicherung der Wettbewerbsfähigkeit unseres Unternehmens auch in der Zukunft getroffen.

B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Medtron AG hat sich im Geschäftsjahr 2018 insgesamt positiv entwickelt.

1. Vermögenslage

Die Bilanzsumme der Medtron AG belief sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2018 auf T€ 18.945,5 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (T€ 16.552,4) um rd. 14,5 % erhöht.

Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von rd. 19,2 % nach rd. 18,5 % im Vorjahr gekennzeichnet. Das Anlagevermögen liegt im Geschäftsjahr mit T€ 3.641,2 im Wesentlichen bedingt durch Investitionen in die IT-Struktur und dem Umbau unserer Produktionsstätte in Hermeskeil über dem Vorjahresniveau (T€ 3.069,7). Der Anteil des Umlaufvermögens und der aktiven Rechnungsabgrenzungsposten an der Bilanzsumme beläuft sich in 2018 auf rd. 80,8 % nach rd. 81,5 % im Vorjahr.

Für die aktivierten Vorratsbestände (ohne geleistete Anzahlungen) ermittelt sich dabei ein Anteil von rd. 41,7 % (Vorjahr: rd. 39,2 %) und für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nebst geleisteten Anzahlungen des Umlaufvermögens sowie sonstigen Vermögensgegenstände (inkl. ARAP) ein Anteil von rd. 30,1 % (Vorjahr: rd. 34,6 %) an der Bilanzsumme.

Die Summe aus Forderungen gegen Kunden, geleisteten Anzahlungen innerhalb der Vorräte und sonstigen Vermögensgegenständen (inkl. ARAP) hat sich im Geschäftsjahr um T€ 2,5 auf T€ 5.713,2 (Vorjahr: T€ 5.715,6) vermindert.

Auf der Passivseite der Bilanz wird ein Eigenkapital von T€ 11.244,0 nach T€ 10.845,7 im Vorjahr ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote hat sich aufgrund einer höheren Bilanzsumme von rd. 65,5 % im Vorjahr auf rd. 59,4 % im Geschäftsjahr leicht verringert.

Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beläuft sich auf rd. 22,2 % im Geschäftsjahr 2018 nach rd. 24,8 % im Vorjahr. Die Summe der passivierten Rückstellungen beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 4.211,0 nach T€ 4.097,4 im Vorjahr. Hieraus lässt sich ein leichter Anstieg um rd. 2,8 % ableiten.

Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten liegt mit T€ 3.490,5 um T€ 1.881,1 über dem Vorjahresniveau (T€ 1.609,4). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen (T€ 1.199,7; Vorjahr: T€ 688,9) sowie die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 728,0; Vorjahr: T€ 477,8) sind im Geschäftsjahr um insgesamt T€ 762,0 angestiegen. Ebenfalls angestiegen sind die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich zum Geschäftsjahresende 2018 auf T€ 1.408,7 nach T€ 442,7 belaufen.

Im Geschäftsjahr 2018 werden unter den Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten neben einem Darlehen, welches zum Geschäftsjahresende mit T€ 324,5 ausgewiesen wird, auch kurzfristige Kontokorrentverbindlichkeiten über insgesamt T€ 1.084,2 ausgewiesen. Die Quote der gesamten Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme ist trotz der Inanspruchnahme eines laufenden Kontokorrentkredites mit rd. 18,4 % im Geschäftsjahr nach rd. 9,7 % im Vorjahr auf einem konstant niedrigen Niveau.

2. Finanzlage

Die Darstellung im Rahmen der Kapitalflussrechnung bezieht sich auf die Veränderung in 2018. Der Zahlungsmittelbestand der Medtron AG beträgt zum 31. Dezember 2018 rd. T€ 615,7. Dabei wird ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 3.061,3 (Vorjahr: T€ 962,9) ausgewiesen.

Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 1.108,6 nach T€ 418,7 im Vorjahr. Der Finanzbedarf für die Investitionen wurde aus dem betrieblichen Cash-Flow sowie der Aufnahme eines Darlehens bei der Deutschen Bank aus dem Jahre 2016 in Höhe von T€ 590,0 finanziert, welches zum Bilanzstichtag mit T€ 324,5 valutiert. Weiterhin erfolgte die Finanzierung durch die Inanspruchnahme eines kurzfristigen Kontokorrentkredites.

Der Mittelabfluss aus dem Finanzierungsbereich (T€ 2.618,0) resultiert einerseits aus der planmäßigen Tilgung des Darlehens bei der Deutschen Bank sowie einer Ausschüttung über T€ 2.500,0 an die Aktionäre. Insgesamt vermindert sich der Finanzmittelbestand zum 31.12.2018 auf T€ 615,7 (Vorjahr: T€ 1.281,0).

Die Liquiditätslage unseres Unternehmens war im Berichtsjahr abermals positiv. Die Medtron AG rechnet auch zukünftig aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft damit, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Insgesamt bestehen bei Kreditinstituten eingeräumte Kreditlinien über T€ 500,0. Unter Berücksichtigung der Saldierung von Kontokorrentguthaben und -verbindlichkeiten ermittelt sich eine nicht ausgenutzte Kreditlinie der Medtron AG zum 31.12.2018 von T€ 500,0.

3. Ertragslage

Die Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen) des Geschäftsjahres liegt um rd. 9,0 % über der im Vorjahr erzielten Gesamtleistung.

Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwendungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 12,0 % bzw. T€ 2.024,2 auf T€ 18.955,8 (Vorjahr: T€ 16.931,6) erhöht.

Die Personalkosten haben sich insgesamt um T€ 623,0 erhöht und belaufen sich auf T€ 7.103,9 nach T€ 6.480,9 im Vorjahr.

Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Die Entwicklung der Beschaffungsmarktpreise war abermals durch einen leichten Anstieg gekennzeichnet, die nicht in vollem Umfang über die Verkaufspreise kompensiert werden konnten.

Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Dabei wird die termingerechte Bereitstellung u.a. durch den Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen sichergestellt.

Auch im Geschäftsjahr 2018 wurde die Lagerhaltung weiterhin ausgebaut, wodurch wir die erforderliche Kontinuität der Fertigung sichern und uns gegenüber wechselnden Verhältnissen an den Beschaffungsmärkten weitgehend unabhängig machen konnten.

Die Bestände an Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen haben sich aufgrund des höheren Auftragsvolumens im Geschäftsjahr um T€ 831,8 auf T€ 3.086,9 erhöht, was einem Anstieg von rd. 36,9 % entspricht.

Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen) hat sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 6,9 auf T€ –15,1 leicht verbessert.

Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Steuern) hat sich im Berichtsjahr um T€ 420,8 auf T€ 4.355,0 (Vorjahr: T€ 3.934,2) erhöht. Insgesamt hat die Medtron AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresergebnis nach Steuern von T€ 2.898,3 nach T€ 2.611,2 im Vorjahr erzielt, was einem Anstieg von rd. 11,0 % entspricht.

4. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren

Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren, die auch für die Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sehen wir das Rohergebnis, das EBIT und den Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit. Diese haben sich wie folgt entwickelt:

2018 2017
Rohergebnis (in T€) 18.955,8 16.931,6
EBIT (in T€) 4.370,1 3.956,2
Cash-Flow aus laufender Geschäftstätigkeit (in T€) 3.061,3 962,9

5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage

Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Medtron AG ist solide und geordnet.

Die Medtron AG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2019 ein weiterer Umsatzanstieg von rd. 4 % erreicht wird. Die erwartete Steigerung wird im Wesentlichen im Bereich der Verbrauchsmaterialien zu erwarten sein.

Die bisherige positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2019 bestätigt unsere Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung. Der Auftragseingang wird im Vergleich zum Vorjahr weiter ansteigen.

Beim Auftragsbestand erwarten wir aufgrund höherer Produktionskapazitäten im Bereich der Injektoren einen Abbau, da Kundenaufträge schneller bedient werden können

C. Prognosebericht (8)

1. Gesamtwirtschaftliche Situation

Die Medizintechnik-Branche wird ein Wachstumsmarkt bleiben. Dazu tragen unter anderem folgende Faktoren bei:

Der medizinisch-technische Fortschritt: Behandlung von Krankheitsbildern, die von 10 oder 20 Jahren nicht behandelt werden konnten,

die demografische Entwicklung: Zunehmend mehr ältere und oftmals multimorbide Menschen,

der erweiterte Gesundheitsbegriff in Richtung mehr Lebensqualität: Patienten fragen Leistungen rund um ihre Gesundheit immer stärker selbst nach und sind bereit, für bessere Qualität und zusätzliche Dienstleistungen mehr zu bezahlen.

Das englische Marktforschungsunternehmen Evaluate MedTech prognostizierte im Herbst 2018 einen durchschnittlichen Anstieg des weltweiten Medizintechnik-Marktes um 5,6 % von 405 Mrd. Dollar im Jahre 2017 auf 595 Mrd. Dollar im Jahre 2024.

Gemäß der BVMed-Herbstumfrage 2018 wachsen die Umsätze der Unternehmen der Medizintechnologie weltweit nach wie vor durchschnittlich mit knapp 6 %. Die Entwicklung im inländischen Markt zeigt sich 2018 mit einem Umsatzwachstum von 4,2 % gegenüber dem Vorjahr verbessert. Dieser Wert ist insbesondere durch Mengensteigerungen aufgrund der demografischen Entwicklung und neuer Behandlungsmethoden gegenüber dem Vorjahr um 6 Prozentpunkte gestiegen. Nur 6 % der MedTech-Unternehmen gehen von einem Umsatzrückgang aus. Insgesamt zeigt sich der deutsche Markt für Medizintechnologien damit in diesem Jahr erholt.

Aus den Umsatzangaben ergibt sich – wie in den beiden Vorjahren – ein weltweites Umsatzwachstum der BVMed-Unternehmen um 5,9 %. Die international tätigen MedTech-Unternehmen wachsen damit im Ausland deutlich stärker als in Deutschland.

Die Gewinnsituation der Unternehmen ist in Deutschland aufgrund sinkender Preise und höherer Kosten aber weiter angespannt. Nur 24 % erwarten in diesem Jahr eine verbesserte Gewinnsituation. 35 % gehen von einer rückläufigen Entwicklung, 40 % von Stagnation aus.

Auch wenn die Gewinnsituation im Inland angespannt bleibt und der Preisdruck erheblich ist: Die MedTech-Unternehmen investieren verstärkt in ihre deutschen Produktionsstandorte. 31 % der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Investitionen, 37 % halten das Investitionsniveau. 10 % der Unternehmen gaben an, Investitionen am Standort gegenüber dem Vorjahr zu verringern.

Ähnlich ist die Situation bei den Forschungsausgaben. 34 % der befragten BVMed-Unternehmen erhöhen ihre Forschungsausgaben gegenüber dem Vorjahr, 40 % halten das Niveau. Nur 3 % der Unternehmen müssen ihre Forschungsausgaben verringern.

Als größtes Hemmnis für die künftige Entwicklung der Medizintechnologie-Branche sehen die Unternehmen die gestiegenen Anforderungen und die steigenden Kosten durch die neue EU-Medizinprodukte-Verordnung (MDR) sowie Engpässe bei den „Benannten Stellen“ an. Als Folge der MDR-Implementierung befürchten zwei Drittel der Unternehmen, dass Produkte aus ökonomischen Gründen vom Markt genommen bzw. nicht auf den Markt gebracht werden – und darunter auch die Patientenversorgung leiden wird.

Trotz der steigenden regulatorischen Anforderungen bleibt die Medizintechnik-Branche in Deutschland ein Jobmotor. 51 % der teilnehmenden MedTech-Unternehmen haben zusätzliche Jobs gegenüber dem Vorjahr geschaffen. Nur 9 % der Unternehmen mussten Arbeitsplätze reduzieren.

2. Wirtschaftliche Prognose

Die Medtron AG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2019 ein weiterer Umsatzanstieg von rd. 4 % erreicht wird. Einen wesentlichen Anteil an dieser Steigerung wird im Bereich der Verbrauchsmaterialien erwartet.

3. Chancen der zukünftigen Entwicklung

Die bisherige positive Entwicklung des Geschäftsjahres 2019 bestätigt unsere Annahme einer stetigen Geschäftsentwicklung. Der Auftragseingang wird im Vergleich zum Vorjahr ansteigen. Beim Auftragsbestand erwarten wir aufgrund höherer Produktionskapazitäten im Bereich der Injektoren einen Abbau, da Kundenaufträge schneller bedient werden können.

4. Gesamteinschätzung der zukünftigen Entwicklung

Die Gesellschaft strebt 2019 wie auch in den folgenden Geschäftsjahren weiterhin eine positive Ertragslage an. Der Vorstand geht davon aus, dass das Jahresergebnis 2019 über dem Vorjahresniveau liegen wird.

D. Chancen- und Risikobericht

1. Risikomanagementziele und -methoden

In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Medtron AG ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken und Chancen zu erkennen, über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können sowie um frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Hierzu bestehen zur Erfassung und Steuerung von Risiken umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, die permanent weiterentwickelt werden.

Das in der Gesellschaft eingerichtete Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Hierfür wesentlich sind neben einem internen Überwachungssystem ein funktionierendes Controlling- und Frühwarnsystem.

Die Elemente des Risikomanagementsystems bestehen aus:

Risikosteuerung,

Risikocontrolling und

Risikoreporting.

Zu dem in der Gesellschaft eingerichteten internen Überwachungssystem gehören:

die Anwendung einheitlicher und dokumentierter Richtlinien,

der Einsatz zuverlässiger Software,

die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals,

laufende Prüfungen durch die interne Revision,

Abweichungsanalysen,

Arbeitsanweisungen,

Regelungen zur Vertretungsvollmacht.

Das Risiko- und Chancenmanagement bildet einen integralen Bestandteil aller zu treffenden Entscheidungen und Geschäftsprozesse.

2. Preisänderungs-, Ausfall- und Liquiditätsrisiken

Risiken, die aus Preisänderungen oder aus Zahlungsausfällen resultieren, können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft minimiert jedoch diese Risiken einerseits durch langfristig abgeschlossene Lieferverträge mit den Lieferanten sowie durch den Abschluss von Kreditausfallversicherungen für bestehende Forderungen gegenüber unseren Kunden.

Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren weiterhin Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch in der Gesellschaft installierte Sicherungsmaßnahmen reduziert.

3. Weitere wesentliche Risiken

Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken

Die für die Medtron AG wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. So könnte eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen (z.B. Abgabenerhöhungen oder Preissteigerungen unserer Produkte) das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden, da sich die Nachfrage negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken könnte.

Produktrisiken

Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln.

Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Produktentwicklung könnten entstehen durch:

die Verschlechterung der Qualität des Materials,

das Fehlen innovativer Produkte,

erhöhte Entwicklungskosten durch unvorhersehbare Verzögerungen bei der Projektrealisierung,

einen geringen Deckungsbeitrag der Produkte,

erhöhte Ausschussquoten, insbesondere bei der Verbrauchsmaterialproduktion,

fehlende Zulassungen von Produkten in einzelnen Märkten.

Investitions-/Finanzierungsrisiken

Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet.

Folgende wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Investitions- und Finanzierungsrisiken könnten die Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen:

Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens,

fehlende Kreditsicherheiten,

steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele.

Personalrisiken

Die Medtron AG ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen; dies betrifft im Wesentlichen den Personalbedarf in der Entwicklungsabteilung. Durch Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichern wir die fachliche Kompetenz des Personals.

Risiken könnten einerseits daraus erwachsen, dass qualifizierte Mitarbeiter aus der Gesellschaft ausscheiden und ein adäquater Ersatz nicht in angemessener Zeit akquiriert werden kann. Andererseits besteht das Risiko, durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf neue qualifizierte Mitarbeiter angewiesen zu sein, jedoch in angemessener Zeit kein qualifiziertes Personal angeworben werden kann.

4. Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation

Die Gesamtsituation wird regelmäßig analysiert und gesteuert. Die Beurteilung des Gesamtrisikos der Gesellschaft hat ergeben, dass gegenwärtig keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zum jetzigen Zeitpunkt auch keine zukünftigen bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind. Im Rahmen der Betrachtung der Chancenseite werden Potenziale sichtbar, die gleichzeitig als Herausforderung anzusehen sind.

 

Saarbrücken, den 12. Juli 2019

Martin Bartels, Vorstandsvorsitzender

Martin Biehl, Vorstand

(1) Vgl. Sachverständigenrat zur Begutachtung der gesamtwirtschaftlichen Entwicklung: Jahresgutachten 2018/2019

(2) Vgl. Deutsche Bank AG: Weltwirtschaftlicher Ausblick, 09.04.2019

(3) Vgl. Volkswagen Aktiengesellschaft: Geschäftsbericht 2018 http://geschaeftsbericht2018.volkswagenag.com/konzernlagebericht/geschaeftsverlauf.html

(4) Vgl. Deutsche Bank AG: Weltwirtschaftlicher Ausblick, 15.04.2019

(5) Vgl. Deutsche Bank AG: Währungsbulletin, Mai 2019

(6) Vgl. Wirtschaftsdienst: Unsicherheit belastet Rohstoffpreisentwicklung: https://archiv.wirtschaftsdienst.eu/jahr/2019/2/unsicherheit-belastet-rohstoffpreisentwicklung/

(7) Vgl. BVMed: Branchenbericht Medizintechnologien, 2019

(8) Vgl. BVMed: Branchenbericht Medizintechnologien, 2019

Bilanz

Aktiva

31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Anlagevermögen 3.641.181,68 3.069.732,06
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 137.786,20 128.046,95
II. Sachanlagen 3.293.395,48 2.731.685,11
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 7.328,01 11.449,59
2. technische Anlagen und Maschinen 404.922,57 383.804,59
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.498.008,64 2.220.290,13
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 383.136,26 116.140,80
III. Finanzanlagen 210.000,00 210.000,00
B. Umlaufvermögen 15.202.304,30 13.458.928,28
I. Vorräte 8.023.541,31 6.592.033,61
II. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände 5.478.881,01 5.585.738,55
III. Kassenbestand, Bundesbankguthaben, Guthaben bei Kreditinstituten und Schecks 1.699.881,98 1.281.156,12
C. Rechnungsabgrenzungsposten 102.049,07 23.753,88
Bilanzsumme, Summe Aktiva 18.945.535,05 16.552.414,22

Passiva

   
  31.12.2018
EUR
31.12.2017
EUR
A. Eigenkapital 11.243.976,95 10.845.696,88
I. gezeichnetes Kapital 50.000,00 50.000,00
II. Gewinnrücklagen 5.000,00 5.000,00
III. Bilanzgewinn 11.188.976,95 10.790.696,88
B. Rückstellungen 4.211.043,92 4.097.367,55
C. Verbindlichkeiten 3.490.514,18 1.609.349,79
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 1.408.708,09 442.688,48
Bilanzsumme, Summe Passiva 18.945.535,05 16.552.414,22

Gewinn- und Verlustrechnung

1.1.2018 - 31.12.2018
EUR
1.1.2017 - 31.12.2017
EUR
1. Rohergebnis 18.955.809,38 16.931.646,62
2. Personalaufwand 7.103.898,91 6.480.882,59
a) Löhne und Gehälter 5.978.378,79 5.448.154,67
b) soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 1.125.520,12 1.032.727,92
davon für Altersversorgung 101.836,43 98.145,51
3. Abschreibungen 537.112,74 439.800,02
4. sonstige betriebliche Aufwendungen 6.944.665,80 6.054.761,50
davon Aufwendungen aus Währungsumrechnung 10.807,24 17.448,84
5. sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 3.498,85 4.856,89
6. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 18.639,17 26.907,28
davon aus Abzinsung 12.548,00 21.542,00
7. Steuern vom Einkommen und Ertrag 1.449.720,13 1.317.025,66
8. Ergebnis nach Steuern 2.905.271,48 2.617.126,46
9. sonstige Steuern 6.991,41 5.882,00
10. Jahresüberschuss 2.898.280,07 2.611.244,46

Ergebnisverwendung

Ordentliche Hauptversammlung am 26. Juli 2019

der MEDTRON AG

Beschluss über die Verwendung des Bilanzgewinns

Der Bilanzgewinn aus dem Geschäftsjahr 2018 beträgt EUR 11.188.976,95.

Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, den gesamten Betrag auf neue Rechnung vorzutragen.

Abstimmungsergebnis:

Die Hauptversammlung beschloss mit den zur Abstimmung berechtigten Stimmen einstimmig, den Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates zur Verwendung des Bilanzgewinns anzunehmen.

Der Vorsitzende gab das Ergebnis der Abstimmung bekannt. Er stellt fest, dass die zur Abstimmung berechtigten Aktionäre einstimmig beschlossen haben, den Vorschlag des Vorstandes und des Aufsichtsrates zur Gewinnverwendung anzunehmen.

 

Saarbrücken, den 26. Juli 2019

Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Vorsitzender des Aufsichtsrats

Anhang

Allgemeine Angaben

Der Jahresabschluss der

Medtron AG

Sitz: Saarbrücken

Amtsgericht Saarbrücken

HRB 13752

wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs unter Berücksichtigung der Vorschriften des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetzes (BilRUG) aufgestellt. Ferner wurde der Jahresabschluss entsprechend der Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt.

Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in Form von Davon-Vermerken in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Übrige Angaben wurden im Anhang getätigt.

Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt.

Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft.

Angaben zur Bilanzierung und Bewertung

Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze

Erworbene immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert.

Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen, dessen Nutzung zeitlich begrenzt ist, erfolgen pro rata temporis. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen.

Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2017 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen € 250,01 (bis 31.12.2017: € 150,01) und € 1.000,00 betragen, wurde im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird.

Die Finanzanlagen werden mit ihrem Nennwert angesetzt.

Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des (strengen) Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung.

Die Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen.

Der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt.

Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen zeitanteilige Aufwandsabgrenzungen.

Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet.

Die Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Die Rückstellungen mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr wurden mit einem laufzeitadäquaten Zinssatz gemäß § 253 Abs. 2 HGB abgezinst.

Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt.

Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro

Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Soweit der Kurs am Bilanzstichtag bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt.

Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung

Anlagenspiegel & Geschäftsjahresabschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens

Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Aufgliederung der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus dem beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig.

Latente Steuern

Passiv latente Steuern sind nicht angefallen. Auf die Abgrenzung aktiv latenter Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 288 Abs. 2 HGB verzichtet.

Eigenkapital

Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von Euro 50.000,00 zerlegt sich in 50.000 Stückaktien. Es handelt sich ausschließlich um auf den Inhaber lautende Stammaktien.

Pensionsrückstellungen

Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method bzw. Anwartschaftsbarwertmethode). Für die Berechnungen wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:

Zinssatz: 3,21 %
Erwartete Lohn- und Gehaltssteigerungen: 0,00 %
Erwartete Rentensteigerung: 2,00 %
Fluktuation: 0,00 %
Zugrunde gelegte Sterbetafel: Richttafeln 2018 G von Prof. Dr. Heubeck (Vorjahr: Richttafeln 2005 G von Prof. Dr. Heubeck)

Die Pensionsrückstellungen wurden, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt waren, mit den Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen (T€ 142) verrechnet.

Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben und der vergangenen zehn Jahre beläuft sich auf T€ 107 (Vorjahr: T€ 122).

Aufgrund des Entfalls der Ansatzvoraussetzungen erfolgte im Geschäftsjahr 2018 eine Auflösung von Pensionsrückstellungen über insgesamt T€ 247.

Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden

Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:

Erfüllungsbetrag der Schulden: 402.328,00 €
Anschaffungskosten der verrechneten Vermögensgegenstände: 141.519,00 €
Zeitwert der verrechneten Vermögensgegenstände: 141.519,00 €

Angabe zu Verbindlichkeiten

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 3.003.356,72 (Vorjahr: € 1.207.250,19).

Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Laufzeit von mehr als einem, aber weniger als fünf Jahren beträgt € 487.157,46 (Vorjahr: 402.099,60).

Es sind Verbindlichkeiten in Höhe von € 716.834,86 (Vorjahr: € 566.659,36) besichert.

Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen

Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen rd. T€ 710 und betreffen Fahrzeuge sowie EDV-Hardware. Die zugrundeliegenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren.

Angaben gemäß § 158 Abs. 1 AktG

1. Jahresüberschuss: € 2.898.280,07
2. Gewinnvortrag aus dem Vorjahr: € 10.790.696,88
3. Ausschüttung: € 2.500,000,00
4. Bilanzgewinn: € 11.188.976,95

Vorschlag zur Ergebnisverwendung

Der Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 11.188.976,95 auf neue Rechnung vorzutragen.

Sonstige Pflichtangaben

Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Während des abgelaufenen Geschäftsjahres und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses 2018 gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:

– Herr Martin Bartels: Diplom-Wirtschaftsingenieur, Vorstandsvorsitzender
– Herr Martin Biehl: Physiker, Vorstand (seit 14.05.2019)
– Herr Martin Janssen: Rechtsanwalt, Vorstand (bis 31.12.2018)

Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:

– Herr Prof. Dr. Dr. Günter Brill: Arzt, Physiker, Vorsitzender des Aufsichtsrates
– Herr Dr. Jörg Blumentritt: Diplom-Kaufmann, stellvertretender Vorsitzender des Aufsichtsrates
– Herr Klaus Welte: Ingenieur, Geschäftsführer Stockert GmbH, Freiburg (seit 23.02.2018)
– Frau Dr. Sabine Becker: Diplom-Kaufmann, Steuerberater (bis 22.02.2018)

Gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

Die für frühere Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebenen gebildeten Rückstellungen betragen nach Verrechnung mit den Aktivwerten € 260.809,00.

Gewährte Vorschüsse und Kredite an Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats

An den Vorstand wurden im Geschäftsjahr 2018 keine weiteren Kredite ausgegeben. Der laufende Kredit aus dem Jahr 2016, der mit einer Laufzeit von 5 Jahren abgeschlossen wurde, wird mit einem Zinssatz von 1,5 % verzinst und valutiert zum Geschäftsjahresende mit T€ 210.

Vergütung der Vorstände

Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB werden hierzu keine Angaben gemacht.

Gesamthonorar des Abschlussprüfers

Auf die Angabe wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet.

Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer

Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:

Arbeitnehmergruppen Zahl
Angestellte: 114,50
– davon vollzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 96,25
– davon teilzeitbeschäftigte Mitarbeiter: 18,25
Die Gesamtzahl der durchschnittlichen Arbeitnehmer beträgt damit: 114,50

Zudem beschäftigte die Medtron AG im Geschäftsjahr 2018 durchschnittlich 2 Auszubildende.

Nachtragsbericht

Nach Abschluss des Geschäftsjahres 2018 sind keine Vorgänge von besonderer Bedeutung eingetreten.

 

Saarbrücken, den 12. Juli 2019

Martin Bartels, Vorstandsvorsitzender

Martin Biel, Vorstand

Anlagespiegel

Anschaffungs- und Herstellungskosten Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchung Endstand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 481.147,99 49.448,00 0,00 0,00 530.595,99
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 29.192,06 0,00 0,00 0,00 29.192,06
2. Technische Anlagen und Maschinen 631.918,11 79.322,86 0,00 0,00 711.240,97
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 4.276.075,08 712.796,04 0,00 0,00 4.988.871,12
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.140,80 266.995,46 0,00 0,00 383.136,26
Gesamt II. 5.053.326,05 1.059.114,36 0,00 0,00 6.112.440,41
III. Finanzanlagen 210.000,00 0,00 0,00 0,00 210.000,00
Gesamt I. - III. 5.744.474,04 1.108.562,36 0,00 0,00 6.853.036,40
Abschreibungen Anfangsstand Zugang Abgang Umbuchung Endstand
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 353.101,04 39.708,75 0,00 0,00 392.809,79
II. Sachanlagen          
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 17.742,47 4.121,58 0,00 0,00 21.864,05
2. Technische Anlagen und Maschinen 248.113,52 58.204,88 0,00 0,00 306.318,40
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.055.784,95 435.077,53 0,00 0,00 2.490.862,48
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt II. 2.321.640,94 497.403,99 0,00 0,00 2.819.044,93
III. Finanzanlagen 0,00 0,00 0,00 0,00 0,00
Gesamt I. - III. 2.674.741,98 537.112,74 0,00 0,00 3.211.854,72
Buchwerte 31.12.2017 31.12.2018
I. Immaterielle Vermögensgegenstände 128.046,95 137.786,20
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 11.449,59 7.328,01
2. Technische Anlagen und Maschinen 383.804,59 404.922,57
3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 2.220.290,13 2.498.008,64
4. Geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 116.140,80 383.136,26
Gesamt II. 2.731.685,11 3.293.395,48
III. Finanzanlagen 210.000,00 210.000,00
Gesamt I. - III. 3.069.732,06 3.641.181,68

Bericht des Aufsichtsrats

Bericht des Aufsichtsrats an die Hauptversammlung

Der Vorstand hat den Aufsichtsrat im Berichtszeitrum im Rahmen der jeweiligen Sitzungen umfassend über die Geschäftsentwicklung, die wirtschaftliche Situation des Unternehmens und der einzelnen Geschäftsbereiche sowie über die Finanz- und Investitionsplanung informiert.

Des Weiteren hat sich der Aufsichtsratsvorsitzende in Einzelgesprächen laufend vom Vorstand über wesentliche Entwicklungen und Entscheidungen unterrichten lassen.

Sitzungen des Aufsichtsrats

Im Berichtsjahr haben vier Aufsichtsratssitzungen (11.01.2018, 23.02.2018, 06.07.2018 und 14.12.2018) stattgefunden.

Jahresabschluss

Die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG hat den Jahresabschluss sowie den Lagebericht zum Geschäftsjahr 2018 geprüft und mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen. Die Unterlagen zum Jahresabschluss und der Prüfungsbericht des Abschlussprüfers liegen jedem Mitglied des Aufsichtsrats vor.

In seiner Sitzung am 26. Juli 2019 hat der Aufsichtsrat diese Abschlüsse und Berichte ausführlich mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert. Er hat den vom Vorstand aufgestellten Jahresabschluss sowie den Lagebericht geprüft. Einwendungen ergaben sich hieraus nicht.

Der Bilanzgewinn aus dem Geschäftsjahr 2018 beträgt € 11.188.976,95. Der Aufsichtsrat hat sich dem Vorschlag des Vorstandes für die Gewinnverwendung angeschlossen, den Bilanzgewinn in voller Höhe auf neue Rechnung vorzutragen.

Der Aufsichtsrat billigt den Jahresabschluss nebst Lagebericht der MEDTRON AG zum 31.12.2018. Der Jahresabschluss der MEDTRON AG ist damit festgestellt.

Sonstiges

Der Aufsichtsrat dankt dem Vorstand sowie allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihr Engagement und ihre guten Leistungen. Der Aufsichtsrat dankt den Aktionären für ihre Verbundenheit und Treue, den Kunden für die gute Zusammenarbeit und ihr Vertrauen.

Dem Geschäftsjahr 2019 sieht der Aufsichtsrat mit der positiven Erwartung entgegen, dass die MEDTRON AG ihren Erfolgskurs weiter fortsetzen wird.

 

Saarbrücken, den 26. Juli 2019

Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Vorsitzender des Aufsichtsrats

sonstige Berichtsbestandteile

Angaben zur Feststellung:

Der Jahresabschluss wurde am 26.07.2019 festgestellt.

Bestätigungsvermerk

Bei dem vorstehenden Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und dem Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermek erteilt:

BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERS

An die Medtron AG

Prüfungsurteile

Wir haben den Jahresabschluss der Medtron AG – bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2018 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden – geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Medtron AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 geprüft.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse

entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2018 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2018 bis zum 31. Dezember 2018 und

vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat.

Grundlage für die Prüfungsurteile

Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen.

Verantwortung der gesetzlichen Vertreter für den Jahresabschluss und den Lagebericht

Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen.

Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können.

Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts

Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen – beabsichtigten oder unbeabsichtigten – falschen Darstellungen ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet.

Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus Verstößen oder Unrichtigkeiten resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen.

Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus

identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher – beabsichtigter oder unbeabsichtigter – falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass wesentliche falsche Darstellungen nicht aufgedeckt werden, ist bei Verstößen höher als bei Unrichtigkeiten, da Verstöße betrügerisches Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können.

gewinnen wir ein Verständnis von dem für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollsystem und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den gegebenen Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit dieser Systeme der Gesellschaft abzugeben.

beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben.

ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann.

beurteilen wir die Gesamtdarstellung, den Aufbau und den Inhalt des Jahresabschlusses einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt.

beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft.

führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen.

Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.

 

Dillingen, den 12.07.2019

W+ST WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG
WIRTSCHAFTSPRÜFUNGSGESELLSCHAFT

Dieter Schneider, Wirtschaftsprüfer

Stefan Fleury, Wirtschaftsprüfer