Medtron AktiengesellschaftSaarbrückenJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2024 bis zum 31.12.2024LageberichtA. Geschäfts- und Rahmenbedingungen, Beziehungen zu verbundenen Unternehmen 1. Unternehmensstruktur und Geschäftstätigkeit Die Medtron AG, die im Jahr 2003 aus der 1992 gegründeten Medtron Medizinische Systeme GmbH hervorging, entwickelt, produziert und verkauft Injektoren für die Computertomographie, die Magnetresonanztomographie sowie für die Angiographie und entwickelt, produziert und handelt mit Verbrauchsmaterialien für diese Injektoren. Im Wesentlichen besteht der Kundenkreis der Gesellschaft aus Krankenhäusern und Kliniken, aus radiologischen Praxen sowie aus Wiederverkäufern. Dabei tritt die Medtron AG sowohl auf nationalen als auch auf internationalen Märkten auf. Veränderungen innerhalb der rechtlichen Unternehmensstruktur der Gesellschaft haben sich im Geschäftsjahr 2024 nicht ergeben. Die Unternehmensstrategie der Medtron AG ist ausgerichtet auf Gesundes Umsatz- und Gewinnwachstum. Dies soll wie folgt erreicht werden: • Weiterentwicklung der Vertriebsstrategien • Realisierung kurzer Innovationszyklen • Etablierung eines Werte-Leitbildes • Nachhaltiges Ressourcenmanagement • Optimierung bestehender Prozesse • Optimierung der Lagerlogistik • Stabilisierung der Supply Chain. Einer der wesentlichen Erfolgsfaktoren für die Medtron AG besteht darin, dass sie ein von Kontrastmittelherstellern unabhängiger Produzent von Injektoren ist. Unser breites Produktportfolio schafft die Grundlage für eine stabile und nachhaltige Geschäftsentwicklung, da es ermöglicht, unterschiedliche Marktsegmente zu bedienen und flexibel auf Veränderungen in der Nachfrage zu reagieren. Es bestehen keine, das Unternehmen gefährdende, Abhängigkeiten von einzelnen Kunden oder regionalen Märkten. Um dabei die Konkurrenzfähigkeit der angebotenen Leistungen zu sichern, haben wir den Umbau unserer Entwicklungsabteilung im Jahr 2024 weiter vorangetrieben mit dem Ziel, bei der Erneuerung und Erweiterung unseres Produktportfolios effektiver voranzukommen. 2. Geschäftsverlauf Entwicklung der Gesamtwirtschaft (1) Im Jahr 2024 verzeichnete die Weltwirtschaft ein positives Wachstum, aber mit einer im Vergleich zum Vorjahr etwas geringeren Dynamik. Diese Entwicklung war sowohl bei den fortgeschrittenen Volkswirtschaften als auch bei den Schwellenländern zu beobachten. Die in vielen Ländern zwar rückläufigen, aber zum Teil noch immer relativ hohen Inflationsraten in Kombination mit einer restriktiven Geldpolitik einiger Zentralbanken dämpften weiterhin vielerorts die Konjunkturentwicklung. Etwa seit Mitte des Berichtsjahres haben einige dieser Zentralbanken begonnen, die Leitzinsen von ihrem vergleichsweisen hohen Niveau schrittweise abzusenken. Die Wirtschaft in Westeuropa verzeichnete im Berichtsjahr ein insgesamt positives Wachstum etwas oberhalb des Vorjahresniveaus. In den einzelnen Staaten Nord- und Südeuropas verlief die Entwicklung dabei heterogen. Aufgrund der rückläufigen Inflationsraten senkte die Europäische Zentralbank seit Juni 2024 ihre Leitzinsen in vier Schritten ab. Die Volkswirtschaften Zentral- und Osteuropas wiesen in 2024 insgesamt ein Wachstum auf, das gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres etwas höher ausfiel. Das deutsche Bruttoinlandsprodukt ging in 2024 etwas zurück und verzeichnete damit eine ähnliche Entwicklung wie im Vorjahr. Gegenüber 2023 stieg die saisonbereinigte Arbeitslosenquote im Gesamtjahresdurchschnitt etwas an. Nachdem die monatlichen Inflationsraten Ende 2022 historische Höchstwerte erreicht hatten, sanken sie seitdem etwa mit dem Durchschnitt der Eurozone. Das Bruttoinlandsprodukt der USA erhöhte sich im Berichtsjahr mit einer gegenüber dem Vorjahr etwas geringeren Wachstumsrate. Die US-Notenbank behielt ihre restriktive Geldpolitik aufgrund der vergleichsweisen hohen Inflation und des angespannten Arbeitsmarktes zunächst bei. In Brasilien wuchs die Wirtschaftsleistung mit einer unveränderten Dynamik. Das Wachstum der chinesischen Wirtschaftsleistung lag im weltweiten Vergleich auf hohem Niveau, war im Berichtsjahr aber etwas schwächer als im Vorjahr. Entwicklung an den Rohstoffmärkten (2), (3) Im Jahr 2024 erlebten die globalen Rohstoffmärkte eine dynamische Entwicklung, die von geopolitischen Spannungen, wirtschaftlichen Impulsen und strukturellen Veränderungen geprägt war. Geopolitische Ereignisse, wie der Ukraine-Konflikt, hatten Auswirkungen auf die Rohstoffmärkte, insbesondere in Bezug auf Energiepreise und Lieferketten. Die Rohstoffpreise entwickelten sich im Jahr 2024 insgesamt rückläufig, nachdem sie 2022 noch hohe Höchststände erreicht hatten. Der HWWI-Rohstoffpreisindex, der die wichtigsten Rohstoffimporte Deutschlands abbildet, lag im Januar 2024 bei durchschnittlich 170,84 Punkten - ein deutlicher Rückgang gegenüber dem Höchstwert von nahezu 400 Punkten im August 2022. Die Preise für Erdgas und Kohle in Europa sanken aufgrund eines ausreichenden Angebots, gefüllter Gasspeicher und milder Temperaturen. Dies führte zu einer Entspannung auf den Energiemärkten. Die Preise für Industriemetalle wie Kupfer und Nickel blieben volatil, beeinflusst durch Faktoren wie Angebotsengpässe, geopolitische Spannungen und die wirtschaftliche Entwicklung in China. Entwicklung der Branche (4), (5), (6) Deutschland hat eine starke Medizintechnik-Branche. Sie beschäftigt in Deutschland über 210.000 Menschen und bietet 13.000 Ausbildungsplätze. 93 Prozent der MedTech-Unternehmen sind KMU. 68 Prozent des Umsatzes von über 40 Milliarden Euro gehen in den Export. Deutschland ist derzeit noch der zweitgrößte Medizintechnik-Standort der Welt nach den USA, vor Japan und China. Im Durchschnitt investieren die deutschen Unternehmen rund 9 Prozent ihres Umsatzes in Forschung und Entwicklung. Es gibt Tausende mittelständische Unternehmen und Familienbetriebe, die hier forschen und produzieren, darunter viele Hidden Champions der MedTech-Branche weltweit. Doch unser Wirtschaftsstandort hat in den letzten Jahren stark an Attraktivität verloren. Auf EU-Ebene wurde mit dem „Green Deal“ viel reguliert und zu wenig investiert. Die bürokratischen Regelungen und Berichtspflichten für Unternehmen haben überhandgenommen und drohen, den Mittelstand und kreatives Unternehmertum zu ersticken - Stichwort „Medical Device Regulation“ (MDR). Die EU-Kommission will die Wettbewerbsfähigkeit der europäischen Wirtschaft stärken. In Deutschland wurde jedoch noch mehr reguliert und noch weniger investiert. Als Ergebnis der im August und September 2024 stattgefundenen BVMed-Herbstumfrage wurde festgestellt, dass der Medizintechnik-Standort Deutschland weiterhin deutlich an Attraktivität verliert. Gründe sind die stark steigenden Kosten am Standort Deutschland, beispielsweise durch hohe Energiepreise und Personalkosten, aber vor allem auch durch überbordende Bürokratie und Regulatorik. Die BVMed-Mitgliedsunternehmen erwarten für 2024 nur noch einen Umsatzanstieg von 1,2 Prozent. Das ist gegenüber dem Vorjahreswert (plus 4,8 Prozent) ein dramatischer Rückgang. Aufgrund der anhaltenden Kostensteigerungen erwarten nur noch 10 Prozent der BVMed-Mitglieder in diesem Jahr Gewinnsteigerungen gegenüber dem Vorjahr. Die Folge: Investitionen am Standort Deutschland gehen zurück. Der Innovationsklima-Index des BVMed bleibt auf einem Tiefpunkt. Einschätzung der Unternehmensleitung Die MEDTRON AG blickt auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2024 zurück. Es ist abermals gelungen, den Umsatz gegenüber dem Vorjahr zu steigern. Durch kostenbewusstes Handeln und eine Steigerung der Effektivität des Lagermanagements konnte das EBT signifikant gegenüber dem Wirtschaftsjahr 2023 verbessert werden. Gefördert durch zukunftsorientierte, strategische Investitionen - in den weiteren Ausbau unserer Personalkapazitäten, und damit in das strategische In-sourcing von Wertschöpfungsketten - in die Sicherung unserer Lieferketten, - in die Erhöhung unserer R&D-Kapazitäten - in die Steigerung der Effektivität des Lagermanagements - und nicht zuletzt durch ein insgesamt sehr kostenbewusstes Handeln verzeichnen wir im Jahr 2024 einen starken Gewinnzuwachs. Zusätzlich zu den dargestellten Aktivitäten wurde im Geschäftsjahr 2024 die Anstrengung in der Evaluierung der Market Needs der Zukunft sowohl für Injektoren als auch für Verbrauchsmaterialien forciert. Des Weiteren wurde auch ein besonderes Augenmerk auf die Aktivitäten im Qualitätsmanagement geworfen. Das erste Überwachungsaudit gemäß MDR wurde Anfang 2025 erfolgreich durchgeführt. Zudem wurde das neue Zertifikat nach EN ISO 13485:2016 + AC:2018 + A11:2021 ausgestellt. Die Prüfung der technischen Dokumentation im Bereich NAMD ist durch die benannte Stelle weitestgehend abgeschlossen. Die technische Dokumentation im Bereich AMD wird bis Mitte Juni 2025 der benannten Stelle eingereicht. Insgesamt gab es im Geschäftsjahr 2024 große Herausforderungen, die Sicherung der Liefer- und Wettbewerbsfähigkeit der MEDTRON AG auf dem Weg in die Zukunft zu gestalten. 3. Beziehungen zu verbundenen Unternehmen gemäß § 312 AktG Über die Beziehungen zu verbundenen Unternehmen hat der Vorstand nach den Vorschriften des § 312 AktG den entsprechenden Bericht verfasst. Dieser schließt mit der Erklärung: „Gemäß § 312 Abs. 3 AktG erklären wir als Vorstand der MEDTRON AG, dass die Gesellschaft bei dem im vorstehenden Bericht über Beziehungen zu verbundenen Unternehmen aufgeführten vorgenommenen Rechtsgeschäften und getroffenen oder unterlassenen Maßnahmen nach den Umständen, die uns in dem Zeitpunkt bekannt waren, in dem das Rechtsgeschäft vorgenommen oder die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurden, bei jedem Rechtsgeschäft eine angemessene Gegenleistung erhielt und dadurch, dass die Maßnahme getroffen oder unterlassen wurde, nicht benachteiligt wurde.“ B. Darstellung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Die Ertrags-, Finanz- und Vermögenslage der Medtron AG hat sich im Geschäftsjahr 2024 wie folgt entwickelt. 1. Vermögenslage Die Bilanzsumme der Medtron AG belief sich zum Bilanzstichtag des Geschäftsjahres 2024 auf T€ 25.322,1 und hat sich somit gegenüber dem Vorjahr (T€ 26.103,1) um rd. 3,0 % vermindert. Die Vermögensstruktur ist durch einen Anteil des Anlagevermögens an der Bilanzsumme von rd. 23,1 % nach rd. 22,2 % im Vorjahr gekennzeichnet. Das Anlagevermögen liegt im Geschäftsjahr mit T€ 5.861,5 in etwa auf dem Vorjahresniveau (T€ 5.799,1). Der Anteil des Umlaufvermögens und des aktiven Rechnungsabgrenzungsposten an der Bilanzsumme beläuft sich in 2024 auf rd. 76,9 % nach rd. 77,8 % im Vorjahr. Für die aktivierten Vorratsbestände (ohne geleistete Anzahlungen) ermittelt sich dabei ein Anteil von rd. 46,6 % (Vorjahr: rd. 55,0 %) und für die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen nebst geleisteten Anzahlungen des Umlaufvermögens sowie sonstigen Vermögensgegenstände (inkl. ARAP) ein Anteil von rd. 25,6 % (Vorjahr: rd. 17,0 %) an der Bilanzsumme. Die Summe aus Forderungen gegen Kunden, geleisteten Anzahlungen innerhalb der Vorräte und sonstigen Vermögensgegenständen (inkl. ARAP) hat sich im Geschäftsjahr um T€ 2.037 auf T€ 6.474 (Vorjahr: T€ 4.436) erhöht. Auf der Passivseite der Bilanz wird ein Eigenkapital von T€ 13.046 nach T€ 12.289 im Vorjahr ausgewiesen. Die Eigenkapitalquote hat sich von rd. 47,1 % im Vorjahr auf rd. 51,5 % im Geschäftsjahr erhöht. Der Anteil der Rückstellungen an der Bilanzsumme beläuft sich auf rd. 13,7 % im Geschäftsjahr 2024 nach rd. 15,4 % im Vorjahr. Die Summe der passivierten Rückstellungen beträgt zum Geschäftsjahresende T€ 3.476,1 nach T€ 4.030,9 im Vorjahr. Hieraus lässt sich ein Rückgang um rd. 13,8 % ableiten. Die Gesamtsumme der Verbindlichkeiten liegt mit T€ 8.795,4 um T€ 976,7 unter dem Vorjahresniveau (T€ 9.772,1). Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen haben sich gegenüber dem Vorjahr erhöht (T€ 3.281,6; Vorjahr: T€ 2.324,9). Die sonstigen Verbindlichkeiten (T€ 3.751,3; Vorjahr: T€ 4.622,1) sind im Geschäftsjahr um insgesamt T€ 870,8 zurückgegangen. Vermindert haben sich auch die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten, die sich zum Geschäftsjahresende 2024 auf T€ 1.708,2 nach T€ 2.544,3 im Vorjahr belaufen. Die erhaltenen Anzahlungen auf Bestellungen haben sich um T€ 226,6 auf T€ 54,1 vermindert. Die Quote der gesamten Verbindlichkeiten an der Bilanzsumme liegt mit rd. 34,7 % im Geschäftsjahr nach rd. 37,4 % im Vorjahr leicht unter dem Niveau des Vorjahres. 2. Finanzlage Die Darstellung im Rahmen der Kapitalflussrechnung bezieht sich auf die Veränderung in 2024. Der Zahlungsmittelbestand (Guthaben bei Kreditinstituten und Kassenbestand abzüglich Kontokorrentverbindlichkeiten) der Medtron AG beträgt zum 31. Dezember 2024 rd. T€ 1.181. Dabei wird ein Mittelzufluss aus der laufenden Geschäftstätigkeit von T€ 2.182 (Vorjahr: T€ 5.299) ausgewiesen. Der Mittelabfluss aus der Investitionstätigkeit beträgt T€ 685 nach T€ 1.418 im Vorjahr. Der Finanzbedarf für die Investitionen wurde aus dem betrieblichen Cash-Flow gedeckt. Der Mittelabfluss aus dem Finanzierungsbereich (T€ 1.836) resultiert im Wesentlichen aus den planmäßigen Tilgungen der Darlehen über T€ 836 sowie einer Ausschüttung über T€ 1.000 an die Aktionäre. Insgesamt verringerte sich der Finanzmittelbestand zum 31.12.2024 auf T€ 1.181 (Vorjahr: T€ 1.520). Die Medtron AG rechnet auch zukünftig aufgrund der geordneten Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft damit, ihre finanziellen Verpflichtungen jederzeit erfüllen zu können. Insgesamt bestehen bei Kreditinstituten eingeräumte Kreditlinien über T€ 1.000,0. Unter Berücksichtigung der Saldierung von Kontokorrentguthaben und -verbindlichkeiten ermittelt sich eine nicht ausgenutzte Kreditlinie der Medtron AG zum 31.12.2024 von T€ 1.000,0. 3. Ertragslage Die Gesamtleistung (Saldo aus Umsatzerlösen zzgl. Bestandsveränderungen) des Geschäftsjahres liegt um rd. 2,9 % über der im Vorjahr erzielten Gesamtleistung. Der Rohertrag (Gesamtleistung zzgl. sonstiger betrieblicher Erträge abzüglich Materialaufwendungen) hat sich im Vergleich zum Vorjahr um rd. 0,5 % bzw. T€ 108,2 auf T€ 23.690,2 (Vorjahr: T€ 23.798,4) erhöht. Die Personalkosten haben sich insgesamt um T€ 81,1 erhöht und belaufen sich auf T€ 11.931,1 nach T€ 11.850,0 im Vorjahr. Sie beinhalten außerordentliche Aufwendungen von T€ 200 (Abfindungen). Auf Grund bestehender langfristiger Liefervereinbarungen war die termingerechte Versorgung mit den erforderlichen Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffen im abgelaufenen Geschäftsjahr jederzeit sichergestellt. Die Entwicklung der Beschaffungsmarktpreise war abermals durch einen Anstieg gekennzeichnet, die nicht in vollem Umfang über die Verkaufspreise kompensiert werden konnten. Unsere Beschaffungs- und Vorratspolitik war darauf ausgerichtet, die zur Fertigung erforderlichen Einsatzstoffe mit geringstmöglichen Beschaffungs-, Lager- und Fehlmengenkosten zum Bedarfszeitpunkt termingerecht bereitzustellen. Dabei wird die termingerechte Bereitstellung u.a. durch den Abschluss langfristiger Liefervereinbarungen sichergestellt. Die Vorräte haben sich stichtagsbezogen im Geschäftsjahr um T€ 2.412,6 auf T€ 12.063,7 vermindert, was einem Rückgang von rd. 16,7 % entspricht. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um T€ 823,7 auf T€ 7.684,0 (Vorjahr T€ 8.507,7) verringert und beinhalten außerordentliche Aufwendungen von T€ 22 (Schadenersatz). Das Finanzergebnis (Saldo aus Zinserträgen und -aufwendungen) beläuft sich zum Ende des Geschäftsjahres auf T€ 431,9. Das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit (Ergebnis vor Steuern) hat sich im Berichtsjahr um T€ 1.314,0 auf T€ 2.847,7 (Vorjahr: T€ 1.533,7) erhöht. Im Ertragsteueraufwand sind Steuern vom Einkommen und Ertrag in Höhe von T€ 176,9 für die in 2024 abgeschlossene steuerliche Betriebsprüfung 2017-2020 enthalten. Insgesamt hat die Medtron AG im abgelaufenen Geschäftsjahr ein Jahresergebnis nach Steuern von T€ 1.756,5 nach T€ 1.083,3 im Vorjahr erzielt, was einem Anstieg von rd. 62,2 % entspricht. 4. Bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren Als bedeutsame finanzielle Leistungsindikatoren, die auch für die Steuerung des Unternehmens herangezogen werden, sehen wir das Rohergebnis (Umsatzerlöse zzgl. Bestandsveränderung UE/FE abzgl. Materialaufwand inkl. bezogener Leistungen) und das EBIT. Diese haben sich wie folgt entwickelt:
5. Gesamtaussage zur Vermögens-, Finanz- und Ertragslage Im Vorjahr wurde ein Umsatzanstieg sowie ein Ergebnis auf Vorjahresniveau prognostiziert. Der Umsatzanstieg (+2,8%) ist eingetreten, wenn auch schwächer als erwartet. Das Ergebnis des Vorjahres (EBIT) wurde jedoch weit übertroffen (+70,76%). Die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Medtron AG ist geordnet. Die Medtron AG geht davon aus, dass im Geschäftsjahr 2025 ein weiterer Umsatzanstieg erreicht wird. Die erwartete Steigerung wird vor allem im Bereich der Verbrauchsmaterialien erwartet. Daher gehen wir von einer leichten Steigerung des Rohergebnisses aus. Die bisherige Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 bestätigt unsere Annahme eines Ergebnisses (EBIT) mäßig über Vorjahresniveau. Der Auftragseingang wird im Vergleich zum Vorjahr weiter leicht ansteigen. Beim Auftragsbestand erwarten wir im Bereich der Injektoren ein annähernd gleichbleibendes Niveau. C. Prognosebericht 1. Gesamtwirtschaftliche Situation (7), (8) Laut Prognose der Deutschen Bank wird die Weltwirtschaft im Jahre 2025 um 3,1% wachsen. Die Spannungen im Welthandel dürften die Unternehmensinvestitionen dämpfen und die Wettbewerbsfähigkeit der Exporte weiter verringern. Mit Blick auf die anhaltenden Konflikte im Nahen Osten und in der Ukraine bestehen jedoch beträchtliche Eskalationsrisiken. Für die deutsche Wirtschaft wird für 2025 ein Wachstum von 0,5% prognostiziert. Der deutsche Arbeitsmarkt kühlt sich ab. Die Arbeitslosigkeit dürfte 2025 zunehmen und könnte zum Pandemie-Höchststand von 6,4% zurückkehren. Die Industrieproduktion ist um 15% im Vergleich zu 2017 zurückgegangen; eine nennenswerte Erholung ist wohl nicht vor 2026 zu erwarten. Die Wachstumsprognose für den Euroraum für 2025 senkt die Deutsche Bank auf 0,8%. Dabei berücksichtiget sie, dass das BIP 2025 - 2026 durch die US-Zölle um 0,3 - 0,4%-Punkte gedämpft werden dürfte. Ein ernsthafterer Handelskonflikt stellt ein Risiko dar; das Abwärtsrisiko dürfte jedoch begrenzt sein, weil dies wohl eine klarere Reaktion in Deutschland und der EU auslösen dürfte. In China hat die expansive Makropolitik das Wachstum angekurbelt. Für 2025 wird ein reales BIP-Wachstum von 4,8% prognostiziert. Es besteht jedoch auch hier ein beträchtliches Eskalationsrisiko. Wenn die USA ihre Zölle für China weiter anheben, könnte sich Chinas Wachstum verlangsamen. Die Medizintechnik gehört zu den zehn wichtigsten Zukunftsbranchen Deutschlands. Dies zeigt eine aktuelle Studie der Future Management Group,die in Kooperation mit dem Deutschen Industrieverband Spectaris entstanden ist. Die Untersuchung bewertete 25 Industriezweige hinsichtlich zentraler Zukunftstrends bis 2040. Die übergreifende Branche Analysen-, Labor- und Medizintechnik, zu der die Medizintechnik zählt, belegte dabei Platz 4 im Ranking der Zukunftsindustrien. Folgende Technologien werden die Branche in den kommenden Jahren prägen: • Telemedizin und digitale Plattformen • KI-gestützte Diagnostik • Wearables und smarte Gesundheitslösungen • Robotik gestützte OP-Systeme und Assistenzsysteme • Kreislaufwirtschaft und nachhaltige Produktionsprozesse Mit folgenden Herausforderungen sieht sich die Branche konfrontiert: • Unternehmen die auf den Einsatz von KI, digitalen Plattformen und automatisierten Managementsystemen verzichten, werden vom Markt verdrängt. • Regulatorische Hürden wie die MDR (Medical Device Regulation) könnten Innovationsprozesse verlangsamen. • Wachsende Abhängigkeit von globalen Technologieplattformen birgt Risiken für die digitale Souveränität. • Fachkräftemangel und hohe Anforderungen an IT-Kompetenzen erschweren den Wandel. • Internationale Wettbewerbsfähigkeit muss durch gezielte Förderung gestärkt werden. 2. Wirtschaftliche Prognose Der anhaltende Ukraine Krieg und die schwache Konjunktur in China hat die geplante Steigerung des Umsatzes für die Medtron AG ausgebremst, die genaue Darstellung entnehmen Sie bitte dem Abschnitt B. Zusätzlich gilt es, den Unwägbarkeiten im Hinblick auf den weiteren Verlauf des russisch-ukrainischen Krieges und der erratischen Zollpolitik der US-amerikanischen Administration Rechnung zu tragen. Die Medtron AG geht davon aus, dass ein moderates Umsatzwachstum auch bei den aktuellen Rahmenbedingungen realistisch ist. Darüber hinaus wird mit einer weiteren Verbesserung der Ertragslage, insbesondere durch ein weiteres Optimieren des Ressourcenmanagements im Geschäftsjahr 2025 gerechnet. Trotz des Umsatzeinbruchs in Russland und der schwächeren Nachfrage aus China gehen wir derzeit davon aus, dass wir den prognostizierten Umsatzanstieg für 2025 erreichen werden. 3. Chancen der zukünftigen Entwicklung Zum jetzigen Zeitpunkt gehen wir vor allem von einer Steigerung in den Ländern des afrikanischen Kontinentes für das Hauptgeschäftsfeld der Medtron AG aus. Die bereits im Vorjahr deutlich verstärkten Maßnahmen im Bereich „Supply Chain Management“ zeigen auf mehreren Ebenen positive Effekte. So wurde das Zulieferspektrum in einigen Bereichen bereits deutlich diversifiziert und stabilisiert. Dieser Prozess wird weiter vorangetrieben und zeigt auch im Folgejahr deutliche Effekte, wie die Reduzierung der Lagerbestände bei gleichzeitig hoher Lieferfähigkeit. Die großen Anstrengungen, die die Medtron AG im Ausbau der modernen medialen Strukturen vorgenommen hat, zeigen bereits erste positive Effekte, nicht nur in der „Brand Awareness“ unseres Produktportfolios. Die bisherige Entwicklung des Geschäftsjahres 2025 stimmt uns trotz aller Herausforderungen positiv. Der Auftragseingang zeigt sich im Vergleich zum Vorjahr auf einem konstanten Niveau. Last but not least werden wir sowohl unsere Produkte als auch das Unternehmen selbst für die Erschließung des US-amerikanischen Markts weiter vorbereiten. Hiernach werden alle Produkte zukünftig sowohl das CE-Zeichen nach MDR tragen, als auch eine US-amerikanische FDA clearance bekommen. 4. Gesamteinschätzung der zukünftigen Entwicklung Die zukunftsweisenden Anstrengungen und die getroffenen Investitionen sollen eine positive Entwicklung unterstützen. Auch wenn die Risikoabschätzung durch die eingangs erwähnten Umstände weiterhin eine Herausforderung für die Medtron AG bedeuten, so sind wir uns sicher, mit den eingeleiteten Schritten für die Zukunft gewappnet zu sein. Die Gesellschaft strebt 2025 weiterhin eine positive Ertragslage an. Der Vorstand geht davon aus, dass das Jahresergebnis 2025 (EBIT) mäßig über Vorjahresniveau liegen wird. D. Chancen- und Risikobericht 1. Risikomanagementziele und -methoden In Übereinstimmung mit branchenüblichen Standards und gesetzlichen Bestimmungen hat die Medtron AG ein Kontroll- und Risikomanagementsystem eingerichtet, um potentielle Risiken und Chancen zu erkennen, über alle Funktionen hinweg beobachten und beurteilen zu können sowie um frühzeitig Gegenmaßnahmen einleiten zu können. Hierzu bestehen zur Erfassung und Steuerung von Risiken umfangreiche Planungs- und Kontrollinstrumente, die permanent weiterentwickelt werden. Das in der Gesellschaft eingerichtete Risikomanagementsystem soll dazu beitragen, Entwicklungen, die den Fortbestand des Unternehmens gefährden könnten, frühzeitig aufzudecken. Hierfür wesentlich sind neben einem internen Überwachungssystem ein funktionierendes Controlling- und Frühwarnsystem. Die Elemente des Risikomanagementsystems bestehen aus: - Risikosteuerung, - Risikocontrolling und - Risikoreporting. Zu dem in der Gesellschaft eingerichteten internen Überwachungssystem gehören: - die Anwendung einheitlicher und dokumentierter Richtlinien, - der Einsatz zuverlässiger Software, - die Auswahl und Schulung qualifizierten Personals, - laufende Prüfungen durch die interne Revision, - Abweichungsanalysen, - Arbeitsanweisungen, - Regelungen zur Vertretungsvollmacht. Das Risiko- und Chancenmanagement bildet einen integralen Bestandteil aller zu treffenden Entscheidungen und Geschäftsprozesse. 2. Preisänderungs- sowie Ausfallrisiken und daraus resultierende Liquiditätsbelastungen Risiken, die aus Preisänderungen oder aus Zahlungsausfällen resultieren, können grundsätzlich nicht ausgeschlossen werden. Die Gesellschaft minimiert jedoch diese Risiken durch langfristig abgeschlossene Lieferverträge mit den Lieferanten. Aus der internationalen Ausrichtung unserer Geschäftsaktivitäten resultieren weiterhin Lieferungs- und Zahlungsströme unterschiedlicher Währungen. Somit ist das Unternehmen auch Wechselkursrisiken ausgesetzt. Die Wahrscheinlichkeit eines Ausfalls prozesskritischer Informationssysteme wird durch in der Gesellschaft installierte Sicherungsmaßnahmen reduziert. 3. Weitere wesentliche Risiken Umfeld-, Branchen- und Wettbewerbsrisiken Die für die Medtron AG wesentlichen gesamtwirtschaftlichen Risiken sind vor allem in der konjunkturellen Entwicklung zu sehen. So könnte eine Verschlechterung der Rahmenbedingungen (z.B. Abgabenerhöhungen oder Preissteigerungen unserer Produkte) das Erreichen der Umsatz- und Ergebnisziele gefährden, da sich die sinkende Nachfrage negativ auf die Umsatzentwicklung auswirken könnte. Risiken im Rahmen des Krieges in der Ukraine und der erratischen Zollpolitik der US-amerikanischen Administration sehen wir auch in dem Zusammenbruch von Lieferketten, Materialengpässen und Kostensteigerungen. Aufgrund des Aufbaus neuer und die Pflege unserer langfristigen und gefestigten Geschäftsbeziehungen sind aktuell in diesem Bereich keine akuten Gefahren ersichtlich. Nichtsdestotrotz werden wir diese Risiken regelmäßig monitoren. In den turnusmäßig stattfindenden Gremien-Sitzungen erfolgt ein enger Austausch, um alle Risiken vollumfänglich zu besprechen und zu bewerten und um zeitnah Maßnahmen zur Gegensteuerung einleiten zu können. Derzeit gehen wir aber nicht davon aus, dass die oben genannten Herausforderungen sich signifikant negativ auf die Ertragslage der Medtron AG auswirken werden. Produktrisiken Die zukünftige Unternehmensentwicklung hängt in besonderem Maße davon ab, innovative Produkte zu entwickeln. Potenzielle Risiken im Zusammenhang mit der Produktentwicklung könnten entstehen durch: - die Verschlechterung der Qualität des Materials, - das Fehlen innovativer Produkte, - erhöhte Entwicklungskosten durch unvorhersehbare Verzögerungen bei der Projektrealisierung, - einen geringen Deckungsbeitrag der Produkte, - erhöhte Ausschussquoten, insbesondere bei der Verbrauchsmaterialproduktion, - fehlende Zulassungen von Produkten in einzelnen Märkten. Investitions-/Finanzierungsrisiken Risiken, die aus wesentlichen Investitionen resultieren, werden durch einheitliche Investitionsrechnungen bewertet. Folgende wesentliche Risiken im Zusammenhang mit Investitions- und Finanzierungsrisiken könnten die Entwicklung der Gesellschaft beeinflussen: - Überschreiten des mit Banken vereinbarten Kreditrahmens, - fehlende Kreditsicherheiten, - steigende Inanspruchnahme der Zahlungsziele, - steigendes Zinsniveau. Personalrisiken Die Medtron AG ist für die Realisierung ihrer strategischen Ziele auf qualifizierte Fach- und Führungskräfte angewiesen; dies betrifft im Wesentlichen den Personalbedarf in der Entwicklungsabteilung. Durch Aus- und Weiterbildung der Mitarbeiter sichern wir die fachliche Kompetenz des Personals. Risiken könnten einerseits daraus erwachsen, dass qualifizierte Mitarbeiter aus der Gesellschaft ausscheiden und ein adäquater Ersatz nicht in angemessener Zeit akquiriert werden kann. Andererseits besteht das Risiko, durch die Ausweitung der Geschäftstätigkeit auf neue qualifizierte Mitarbeiter angewiesen zu sein, jedoch in angemessener Zeit kein qualifiziertes Personal angeworben werden kann. 4. Gesamtbeurteilung der Risiko- und Chancensituation Die Gesamtsituation wird regelmäßig analysiert und ggf. durch geeignete Maßnahmen gesteuert. Die Beurteilung des Gesamtrisikos der Gesellschaft hat ergeben, dass gegenwärtig keine den Fortbestand des Unternehmens gefährdenden Risiken bestehen und zum jetzigen Zeitpunkt auch keine zukünftigen bestandsgefährdenden Risiken erkennbar sind.
Saarbrücken, den 06.Juni 2025 gez. Markus Bappert, Vorstand (1) Vgl. Volkswagen Aktiengesellschaft: Geschäftsbericht 2024, https://uploads.vw-mms.de/system/production/documents/cws/002/931/file_de/953dcbb8e57270df70ca288218092dba4721fd63/ Y_2024_d.pdf?1742479997l (2) Vgl. https://www.ikb-blog.de/rohstoffpreise-unveraendertes-bild-zum-jahresende (3) Vgl. https://www.recyclingmagazin.de/2024/02/14/hwwi-rohstoffpreisindex-faellt-weiterhin/ (4) Vgl. BVMed-Jahresbericht 2024/25: https://www.bvmed.de/verband/publikationen/jahresberichte/bvmed-jahresbericht-2024-25 (5) Vgl. DeviceMed: Zukunftsbranche Medizintechnik (6) Vgl. https://www.bvmed.de/verband/presse/pressekonferenzen/medienseminar2024/ergebnisse-der-bvmed-herbstumfrage-2024 (7) Vgl. Weltwirtschaftlicher Ausblick, Deutsche Bank Dezember 2024 (8) Vgl. https://www.devicemed.de/zukunft-medizintechnik-branchen-potenzial-2040-a-6a11452855b9f07bda2e21fdd5643050/ BilanzAktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
AnhangAllgemeine Angaben Der Jahresabschluss der Medtron AG Sitz: Saarbrücken Amtsgericht Saarbrücken HRB 13752 wurde auf der Grundlage der Rechnungslegungsvorschriften des Handelsgesetzbuchs aufgestellt. Ferner wurde der Jahresabschluss entsprechend der Regelungen des Aktiengesetzes aufgestellt. Soweit Wahlrechte für Angaben in der Bilanz bzw. der Gewinn- und Verlustrechnung oder im Anhang ausgeübt werden können, wurde der Vermerk in Form von Davon-Vermerken in der Bilanz bzw. Gewinn- und Verlustrechnung gewählt. Übrige Angaben wurden im Anhang getätigt. Für die Gewinn- und Verlustrechnung wurde das Gesamtkostenverfahren gewählt. Nach den in § 267 HGB angegebenen Größenklassen ist die Gesellschaft eine mittelgroße Kapitalgesellschaft. Zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Vermögenslage der Gesellschaft wurde die Bilanzposition "Unfertige Erzeugnisse" neu ausgewiesen. Der bisher in Summe unter "Fertige Erzeugnisse und Waren" ausgewiesene Vorjahresbetrag wurde entsprechend angepasst. Zur Vermittlung eines besseren Einblicks in die Ertragslage der Gesellschaft wurde ein Betrag in Höhe von T€ 2.661 (Vorjahr: T€ -2.295) aus der GuV-Position „Erhöhung/Verminderung des Bestands an fertigen und unfertigen Erzeugnissen“ umgegliedert in die Position „Aufwendungen für Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe und für bezogene Waren“. Der Vorjahresausweis wurde entsprechend angepasst. Angaben zur Bilanzierung und Bewertung Bilanzierungs- und Bewertungsgrundsätze Erworbene immaterielle Gegenstände des Anlagevermögens wurden zu Anschaffungskosten angesetzt und, sofern sie der Abnutzung unterliegen, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Das Sachanlagevermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten angesetzt und, soweit abnutzbar, um planmäßige Abschreibungen vermindert. Abschreibungen auf das bewegliche Anlagevermögen, dessen Nutzung zeitlich begrenzt ist, erfolgen pro rata temporis. Die planmäßigen Abschreibungen werden nach der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear vorgenommen. Für bewegliche Gegenstände des Anlagevermögens, die nach dem 31.12.2018 angeschafft wurden und deren Anschaffungskosten zwischen € 250,01 und € 1.000,00 betragen, wurde im Jahre des Zugangs ein Sammelposten gebildet, der über eine Laufzeit von fünf Jahren abgeschrieben wird. Das Vorratsvermögen wurde zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten unter Berücksichtigung des (strengen) Niederstwertprinzips bilanziert. Die Herstellungskosten umfassen neben den direkt zurechenbaren Kosten auch angemessene Teile der Fertigungs- und Materialgemeinkosten sowie angemessene Teile der Kosten der allgemeinen Verwaltung. Die geleisteten Anzahlungen werden mit ihrem Nennwert angesetzt. Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wurden unter Berücksichtigung aller erkennbaren Risiken bewertet. Dem allgemeinen Kreditrisiko ist durch eine Pauschalwertberichtigung zu Forderungen ausreichend Rechnung getragen. Die sonstigen Vermögensgegenstände sowie der Kassenbestand und die Guthaben bei Kreditinstituten wurden mit den Nennwerten angesetzt. Die aktiven Rechnungsabgrenzungsposten betreffen zeitanteilige Aufwandsabgrenzungen. Für ungewisse Verbindlichkeiten aus Pensionsverpflichtungen wurden Rückstellungen gebildet. Die Rückstellungsbildung wurde gem. § 253 Abs. 1 Satz 2 HGB in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags bewertet. Die sonstigen Rückstellungen wurden für alle weiteren ungewissen Verbindlichkeiten gebildet. Dabei wurden alle erkennbaren Risiken berücksichtigt. Die Bewertung erfolgte in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrages. Verbindlichkeiten wurden mit ihrem Erfüllungsbetrag angesetzt. Grundlagen für die Umrechnung von Fremdwährungsposten in Euro Der Jahresabschluss enthält auf fremde Währung lautende Sachverhalte, die in Euro umgerechnet wurden. Forderungen und Verbindlichkeiten in fremder Währung sind mit dem Devisenkassamittelkurs am Tage des Geschäftsvorfalles bewertet. Soweit der Kurs am Bilanzstichtag bei Forderungen darunter bzw. bei Verbindlichkeiten darüber lag, ist dieser angesetzt. Angaben und Erläuterungen zu einzelnen Posten der Bilanz und Gewinn- und Verlustrechnung Anlagenspiegel & Geschäftsjahresabschreibung auf Gegenstände des Anlagevermögens Die Aufgliederung und Entwicklung der Anlagenwerte sowie die Aufgliederung der Geschäftsjahresabschreibung je Posten der Bilanz sind aus als Anlage I/4 beigefügten Anlagenspiegel zu entnehmen. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände Sämtliche Forderungen und sonstigen Vermögensgegenstände sind innerhalb eines Jahres fällig. Latente Steuern Passive latente Steuern sind nicht angefallen. Auf die Abgrenzung aktiver latenter Steuern wurde gemäß § 274 Abs. 1 Satz 2 HGB und § 288 Abs. 2 HGB verzichtet. Eigenkapital Das Grundkapital der Gesellschaft in Höhe von Euro 50.000,00 zerlegt sich in 50.000 Stückaktien. Es handelt sich ausschließlich um auf den Inhaber lautende Stammaktien. Pensionsrückstellungen Die Ermittlung der Pensionsrückstellungen erfolgte nach der PUC-Methode (Projected Unit Credit Method bzw. Anwartschaftsbarwertmethode). Für die Berechnungen wurden folgende Parameter zu Grunde gelegt:
Die Pensionsrückstellungen wurden, sofern die Voraussetzungen des § 246 Abs. 2 Satz 2 HGB erfüllt waren, mit den Aktivwerten aus Rückdeckungsversicherungen (T€ 194) verrechnet. Der nach § 253 Abs. 6 HGB anzugebende ausschüttungsgesperrte Unterschiedsbetrag aus dem Ansatz des durchschnittlichen Marktzinssatzes der vergangenen sieben und der vergangenen zehn Jahre beläuft sich auf T€ -8 (Vorjahr: T€ 12). Verrechnung von Vermögensgegenständen und Schulden Für die Saldierung von Schulden aus Altersvorsorgeverpflichtungen mit verrechnungsfähigen Vermögenswerten wurden folgende Werte ermittelt:
Angabe zu Verbindlichkeiten Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit bis zu einem Jahr beträgt € 7.884.797,00 (Vorjahr € 7.989.973,90), davon gegenüber Kreditinstituten € 836.988,00 (Vorjahr € 836.088,00). Der Gesamtbetrag der Verbindlichkeiten mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr beträgt € 910.609,56 (Vorjahr € 1.782.167,43), davon gegenüber Kreditinstituten € 872.184,00 (Vorjahr 1.708.272,00). Es sind Verbindlichkeiten in Höhe von € 73.895,43 (Vorjahr € 199.099,87) besichert. Sonstige betriebliche Erträge Die sonstigen betrieblichen Erträge enthalten außerordentliche Erträge in Höhe von T€ 217 (Forschungszulage). Personalaufwand Der Personalaufwand enthält außerordentliche Aufwendungen in Höhe von T€ 200 (Abfindungen). Sonstige betriebliche Aufwendungen Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten außerordentliche Aufwendungen in Höhe von T€ 22 (Abfindungen, Schadenersatz). Gesamtbetrag der sonstigen finanziellen Verpflichtungen Die Verpflichtungen aus Leasingverträgen betragen rd. T€ 512 und betreffen Fahrzeuge sowie Jobräder. Die zugrundeliegenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 3 Jahren. Der jährliche Mietaufwand für die langfristig angemieteten Grundstücke und Gebäude beträgt T€ 390. Angaben gemäß § 158 Abs. 1 AktG
Vorschlag zur ErgebnisverwendungDer Vorstand schlägt vor, den Bilanzgewinn in Höhe von € 12.990.830,81 auf neue Rechnung vorzutragen. Sonstige Pflichtangaben Unechtes Pensionsgeschäft Es besteht ein Rahmenvertrag über ein unechtes Pensionsgeschäft gemäß § 340 b Abs. 3 und Abs. 5 HGB bezüglich Kundenforderungen mit einem maximalen Betrag von 4,0 Mio. Euro. Zum 31.12.2024 wurden verkaufte Forderungen in Höhe von 1,6 Mio. Euro mit den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen verrechnet. Namen der Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Während des abgelaufenen Geschäftsjahres und bis zur Aufstellung des Jahresabschlusses 20234 gehörten die folgenden Personen dem Vorstand an:
Dem Aufsichtsrat gehörten folgende Personen an:
Gebildete Rückstellungen für frühere Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats Die für frühere Vorstandsmitglieder sowie deren Hinterbliebenen gebildeten Rückstellungen betragen nach Verrechnung mit den Aktivwerten € 417.845,00. Vergütung der Vorstände Unter Bezugnahme auf § 286 Abs. 4 HGB werden hierzu keine Angaben gemacht. Gesamthonorar des Abschlussprüfers Auf die Angabe wird gemäß § 288 Abs. 2 Satz 2 HGB verzichtet. Durchschnittliche Zahl der während des Geschäftsjahrs beschäftigten Arbeitnehmer Die nachfolgenden Arbeitnehmergruppen waren während des Geschäftsjahrs im Unternehmen beschäftigt:
Nachtragsbericht Wir weisen darauf hin, dass im Zuge des andauernden Krieges in der Ukraine und der erratischen Zollpolitik der US-amerikanischen Administration eine Ausnahmesituation eingetreten ist, die erheblichen Einfluss auf die wirtschaftliche Entwicklung in Deutschland und mithin auch auf unsere Branche haben kann. Es kann zum derzeitigen Zeitpunkt nicht ausgeschlossen werden, dass hierdurch auch die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage unserer Gesellschaft erheblich negativ beeinflusst werden kann. Derzeit sind allerdings noch keine Ereignisse eingetreten, die sich negativ aufs unsere Leistungs- und Ergebnisentwicklung auswirken. Weitere Vorgänge von besonderer Bedeutung sind nach dem Schluss des Geschäftsjahres nicht eingetreten.
Saarbrücken, den 06. Juni 2025 gez. Markus Bappert, Vorstand Beschlussfassung über die Ergebnisverwendung für das Geschäftsjahr 2024Vorstand und Aufsichtsrat schlagen vor, mit Wirkung zum 30.12.2025 aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2024 in Höhe von 12.990.830,81 eine Dividende in Höhe von 20 Euro je Aktie auszuschütten. Der Vorsitzende stellte sodann den Gewinnverwendungsbeschluss zur Abstimmung: Die Aktionäre beschlossen mit allen Stimmen: Die Medtron AG schüttet am 30.12.2025 aus dem Bilanzgewinn zum 31.12.2024 in Höhe von 12.990.830,81 Euro eine Dividende in Höhe von 20 Euro je Aktie, insgesamt also 1.000.000,00 Euro aus. Der Vorsitzende verkündete und stellte zugleich fest, dass die Hauptversammlung beschlossen hat, mit Wirkung zum 30.12.2025 eine Dividende von 20,00 Euro je Aktie, insgesamt somit 1.000.000,00 Euro, an die Aktionäre auszuschütten.
Dillingen, den 11.07.2025 Anlagespiegel
Bericht des Aufsichtsrates an die HauptversammlungSitzungen des Aufsichtsrates Der Aufsichtsrat ist im Geschäftsjahr 2024 zu insgesamt 6 Aufsichtsratssitzungen (22.03.; 26.07.; 23.08.; 25.10.; 22.11.; 20.12.) zusammengetreten. Zusätzlich fanden mehrere Einzelbesprechungen und Video- bzw. Telefonkonferenzen mit dem Vorstand statt. Jahresabschluss Der Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 wurde vom Vorstand erstellt, vom Wirtschaftsprüfer geprüft und von diesem am 11.07.2025 in der unmittelbar vor der Hauptversammlung stattgefundenen Aufsichtsratssitzung vorgestellt. Der Aufsichtsrat hat den von der W+ST Wirtschaftsprüfung AG & Co. KG geprüften und mit uneingeschränktem Bestätigungsvermerk versehenen Jahresabschluss überprüft und mit dem Wirtschaftsprüfer erörtert. Der Aufsichtsrat hat den Jahresabschluss für das Geschäftsjahr 2024 nach Diskussion einzelner Punkte gebilligt und gemäß § 172 AktG festgestellt. Wir haben den Bericht auch selbst geprüft. Wir erheben nach dem abschließenden Ergebnis unserer Prüfung keine Einwendungen gegen die Schlusserklärung des Vorstandes und stimmen dem Ergebnis der Prüfung duch die Abschlussprüfer zu.
Saarbrücken, den 11.07.2025 Prof. Dr. Dr. Günter Brill, Vorsitzender des Aufsichtsrates sonstige BerichtsbestandteileAngaben zur Feststellung: Der Jahresabschluss wurde am 11.07.2025 festgestellt. BestätigungsvermerkBei dem vorstehenden Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - handelt es sich um die nach § 327 HGB für Offenlegungszwecke verkürzte Fassung. Zu dem vollständigen Jahresabschluss und Lagebericht wurde der folgende Bestätigungsvermerk erteilt. BESTÄTIGUNGSVERMERK DES UNABHÄNGIGEN ABSCHLUSSPRÜFERSAn die Medtron AG Prüfungsurteile Wir haben den Jahresabschluss der Medtron AG - bestehend aus der Bilanz zum 31. Dezember 2024 und der Gewinn- und Verlustrechnung für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 sowie dem Anhang, einschließlich der Darstellung der Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden - geprüft. Darüber hinaus haben wir den Lagebericht der Medtron AG für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 geprüft. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse • entspricht der beigefügte Jahresabschluss in allen wesentlichen Belangen den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften und vermittelt unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens- und Finanzlage der Gesellschaft zum 31. Dezember 2024 sowie ihrer Ertragslage für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2024 und • vermittelt der beigefügte Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft. In allen wesentlichen Belangen steht dieser Lagebericht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den deutschen gesetzlichen Vorschriften und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar. Gemäß § 322 Abs. 3 Satz 1 HGB erklären wir, dass unsere Prüfung zu keinen Einwendungen gegen die Ordnungsmäßigkeit des Jahresabschlusses und des Lageberichts geführt hat. Grundlage für die Prüfungsurteile Wir haben unsere Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführt. Unsere Verantwortung nach diesen Vorschriften und Grundsätzen ist im Abschnitt „Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts“ unseres Bestätigungsvermerks weitergehend beschrieben. Wir sind von dem Unternehmen unabhängig in Übereinstimmung mit den deutschen handelsrechtlichen und berufsrechtlichen Vorschriften und haben unsere sonstigen deutschen Berufspflichten in Übereinstimmung mit diesen Anforderungen erfüllt. Wir sind der Auffassung, dass die von uns erlangten Prüfungsnachweise ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht zu dienen. Verantwortung der gesetzlichen Vertreter und des Aufsichtsrats für den Jahresabschluss und den Lagebericht Die gesetzlichen Vertreter sind verantwortlich für die Aufstellung des Jahresabschlusses, der den deutschen, für Kapitalgesellschaften geltenden handelsrechtlichen Vorschriften in allen wesentlichen Belangen entspricht, und dafür, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die internen Kontrollen, die sie in Übereinstimmung mit den deutschen Grundsätzen ordnungsmäßiger Buchführung als notwendig bestimmt haben, um die Aufstellung eines Jahresabschlusses zu ermöglichen, der frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen (d.h. Manipulationen der Rechnungslegung und Vermögensschädigungen) oder Irrtümern ist. Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses sind die gesetzlichen Vertreter dafür verantwortlich, die Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu beurteilen. Des Weiteren haben sie die Verantwortung, Sachverhalte in Zusammenhang mit der Fortführung der Unternehmenstätigkeit, sofern einschlägig, anzugeben. Darüber hinaus sind sie dafür verantwortlich, auf der Grundlage des Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit zu bilanzieren, sofern dem nicht tatsächliche oder rechtliche Gegebenheiten entgegenstehen. Außerdem sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Aufstellung des Lageberichts, der insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt. Ferner sind die gesetzlichen Vertreter verantwortlich für die Vorkehrungen und Maßnahmen (Systeme), die sie als notwendig erachtet haben, um die Aufstellung eines Lageberichts in Übereinstimmung mit den anzuwendenden deutschen gesetzlichen Vorschriften zu ermöglichen, und um ausreichende geeignete Nachweise für die Aussagen im Lagebericht erbringen zu können. Der Aufsichtsrat ist verantwortlich für die Überwachung des Rechnungslegungsprozesses der Gesellschaft zur Aufstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Verantwortung des Abschlussprüfers für die Prüfung des Jahresabschlusses und des Lageberichts Unsere Zielsetzung ist, hinreichende Sicherheit darüber zu erlangen, ob der Jahresabschluss als Ganzes frei von wesentlichen falschen Darstellungen aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern ist, und ob der Lagebericht insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft vermittelt sowie in allen wesentlichen Belangen mit dem Jahresabschluss sowie mit den bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnissen in Einklang steht, den deutschen gesetzlichen Vorschriften entspricht und die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend darstellt, sowie einen Bestätigungsvermerk zu erteilen, der unsere Prüfungsurteile zum Jahresabschluss und zum Lagebericht beinhaltet. Hinreichende Sicherheit ist ein hohes Maß an Sicherheit, aber keine Garantie dafür, dass eine in Übereinstimmung mit § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung durchgeführte Prüfung eine wesentliche falsche Darstellung stets aufdeckt. Falsche Darstellungen können aus dolosen Handlungen oder Irrtümern resultieren und werden als wesentlich angesehen, wenn vernünftigerweise erwartet werden könnte, dass sie einzeln oder insgesamt die auf der Grundlage dieses Jahresabschlusses und Lageberichts getroffenen wirtschaftlichen Entscheidungen von Adressaten beeinflussen. Während der Prüfung üben wir pflichtgemäßes Ermessen aus und bewahren eine kritische Grundhaltung. Darüber hinaus • identifizieren und beurteilen wir die Risiken wesentlicher falscher Darstellungen im Jahresabschluss und im Lagebericht aufgrund von dolosen Handlungen oder Irrtümern, planen und führen Prüfungshandlungen als Reaktion auf diese Risiken durch sowie erlangen Prüfungsnachweise, die ausreichend und geeignet sind, um als Grundlage für unsere Prüfungsurteile zu dienen. Das Risiko, dass eine aus dolosen Handlungen resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, ist höher als das Risiko, dass eine aus Irrtümern resultierende wesentliche falsche Darstellung nicht aufgedeckt wird, da dolose Handlungen kollusives Zusammenwirken, Fälschungen, beabsichtigte Unvollständigkeiten, irreführende Darstellungen bzw. das Außerkraftsetzen interner Kontrollen beinhalten können. • erlangen wir ein Verständnis von den für die Prüfung des Jahresabschlusses relevanten internen Kontrollen und den für die Prüfung des Lageberichts relevanten Vorkehrungen und Maßnahmen, um Prüfungshandlungen zu planen, die unter den Umständen angemessen sind, jedoch nicht mit dem Ziel, ein Prüfungsurteil zur Wirksamkeit der internen Kontrollen der Gesellschaft bzw. dieser Vorkehrungen und Maßnahmen abzugeben. • beurteilen wir die Angemessenheit der von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsmethoden sowie die Vertretbarkeit der von den gesetzlichen Vertretern dargestellten geschätzten Werte und damit zusammenhängenden Angaben. • ziehen wir Schlussfolgerungen über die Angemessenheit des von den gesetzlichen Vertretern angewandten Rechnungslegungsgrundsatzes der Fortführung der Unternehmenstätigkeit sowie, auf der Grundlage der erlangten Prüfungsnachweise, ob eine wesentliche Unsicherheit im Zusammenhang mit Ereignissen oder Gegebenheiten besteht, die bedeutsame Zweifel an der Fähigkeit der Gesellschaft zur Fortführung der Unternehmenstätigkeit aufwerfen können. Falls wir zu dem Schluss kommen, dass eine wesentliche Unsicherheit besteht, sind wir verpflichtet, im Bestätigungsvermerk auf die dazugehörigen Angaben im Jahresabschluss und im Lagebericht aufmerksam zu machen oder, falls diese Angaben unangemessen sind, unser jeweiliges Prüfungsurteil zu modifizieren. Wir ziehen unsere Schlussfolgerungen auf der Grundlage der bis zum Datum unseres Bestätigungsvermerks erlangten Prüfungsnachweise. Zukünftige Ereignisse oder Gegebenheiten können jedoch dazu führen, dass die Gesellschaft ihre Unternehmenstätigkeit nicht mehr fortführen kann. • beurteilen wir Darstellung, Aufbau und Inhalt des Jahresabschlusses insgesamt einschließlich der Angaben sowie ob der Jahresabschluss die zugrunde liegenden Geschäftsvorfälle und Ereignisse so darstellt, dass der Jahresabschluss unter Beachtung der deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt. • beurteilen wir den Einklang des Lageberichts mit dem Jahresabschluss, seine Gesetzesentsprechung und das von ihm vermittelte Bild von der Lage der Gesellschaft. • führen wir Prüfungshandlungen zu den von den gesetzlichen Vertretern dargestellten zukunftsorientierten Angaben im Lagebericht durch. Auf Basis ausreichender geeigneter Prüfungsnachweise vollziehen wir dabei insbesondere die den zukunftsorientierten Angaben von den gesetzlichen Vertretern zugrunde gelegten bedeutsamen Annahmen nach und beurteilen die sachgerechte Ableitung der zukunftsorientierten Angaben aus diesen Annahmen. Ein eigenständiges Prüfungsurteil zu den zukunftsorientierten Angaben sowie zu den zugrunde liegenden Annahmen geben wir nicht ab. Es besteht ein erhebliches unvermeidbares Risiko, dass künftige Ereignisse wesentlich von den zukunftsorientierten Angaben abweichen. Wir erörtern mit den für die Überwachung Verantwortlichen unter anderem den geplanten Umfang und die Zeitplanung der Prüfung sowie bedeutsame Prüfungsfeststellungen, einschließlich etwaiger bedeutsamer Mängel im internen Kontrollsystem, die wir während unserer Prüfung feststellen.
Dillingen, den 06.06.2025 W+ST WIRTSCHAFTSPRÜFUNG AG & CO. KG gez. Stefan Fleury, Wirtschaftsprüfer gez. ppa. Judith Kiefer, Wirtschaftsprüferin |
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