![]() 3U HOLDING AGMarburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2010 bis zum 31.12.20103U HOLDING AG
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| 3U Konzern (IFRS) |
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Jahresvergleich | |
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1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 |
| Umsatz | (in Mio. EUR) | 82,40 | 92,08 |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | (in Mio. EUR) | 6,42 | 13,24 |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | (in Mio. EUR) | -1,60 | 4,03 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | (in Mio. EUR) | -1,69 | 3,02 |
| Konzernergebnis | (in Mio. EUR) | 5,83 | 0,04 |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert) | (in EUR) | 0,15 | 0,00 |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert) | (in EUR) | 0,15 | 0,00 |
| Eigenkapitalquote | (in %) | 51,76 | 47,75 |
| 3U Konzern (IFRS) |
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Quartalsvergleich | |
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1.10.-31.12.2010 | 1.10.-31.12.2009 |
| Umsatz | (in Mio. EUR) | 20,08 | 21,31 |
| EBITDA (Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen) | (in Mio. EUR) | -0,08 | 2,51 |
| EBIT (Ergebnis vor Zinsen und Steuern) | (in Mio. EUR) | -2,32 | 0,11 |
| EBT (Ergebnis vor Steuern) | (in Mio. EUR) | -2,62 | -0,01 |
| Konzernergebnis | (in Mio. EUR) | 3,43 | -1,05 |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert) | (in EUR) | 0,10 | -0,02 |
| Ergebnis pro Aktie (verwässert) | (in EUR) | 0,10 | -0,02 |
| Eigenkapitalquote | (in %) | 51,76 | 47,75 |
wir können Ihnen heute über ein insgesamt erfreuliches Geschäftsjahr 2010 berichten,
ein Jahr in dem sich die 3U HOLDING AG deutlich gewandelt hat, um auch zukünftig im
Wettbewerb erfolgreich bestehen zu können. Unser Ziel war es, konsequent Synergiepotenziale
im Konzern zu identifizieren und diese zu heben. Darüber hinaus haben wir sich uns
bietende Chancen beherzt ergriffen. Dies hat dazu geführt, dass vorhandene Ressourcen
heute effizienter genutzt werden und vor allem das Segment Erneuerbare Energien heute
viel breiter aufgestellt ist, als wir dies ursprünglich vorgesehen hatten.
Während der deutliche Umsatzrückgang im Segment Telefonie wie vorhergesagt eintraf
und der Bereich Breitband/IP die prognostizierte Erholung übertraf, blieb die Umsatzentwicklung
im Segment Erneuerbare Energien hinter den ursprünglichen Prognosen zurück. Dies lag
zum einen daran, dass wir Opportunitäten - u.a. die Beteiligungsmöglichkeit an der
EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH - beherzt ergriffen. Mit dieser Investition engagieren
wir uns in der Herstellung und Vermarktung thermischer Solaranlagen; einer Nische
im Markt der Erneuerbaren Energien, von der wir uns jedoch überproportionales Wachstum
versprechen. Insgesamt ergab sich damit die Notwendigkeit, unsere vorhandenen Ressourcen,
zu Lasten der kurzfristigen Umsatzgenerierung, stärker für den nachhaltigen Aufbau
des Segmentes einzusetzen, als zum Jahresanfang geplant. Auch wenn der Kapitalmarkt
auf diese strategische Entscheidung zunächst negativ reagierte, sind wir fest davon
überzeugt, dass sie sich mittel- und langfristig als richtig erweisen wird.
Der Markteinbruch vor allem im Sommer 2010 - verursacht durch die Unsicherheit der
Marktteilnehmer über die zukünftige Förderung der erneuerbaren Energien und der damit
einhergehenden Investitionszurückhaltung - führte zu Umsatzeinbrüchen in der gesamten
Branche und traf unser Segment Erneuerbare Energien ebenfalls. Gleichzeitig wurde
die Erweiterung des Produktportfolios um Photovoltaikangebote weiter vorangetrieben.
Diese hatte in 2010 zwar noch keine Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung, führte
im März 2011 jedoch zum Abschluss eines ersten großen Auftrags über die Lieferung
von Photovoltaikmodulen.
Die breitere Aufstellung des Konzerns hatte auch schon im Geschäftsjahr 2010 einen
maßgeblichen Einfluss auf die Umsatz- und Ergebnisentwicklung der 3U Gruppe. Der Konzernumsatz
ging 2010 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum mit EUR 82,40 Mio. erwartungsgemäß
zurück. Vor allem einmalige Aufwendungen, die zu einem erheblichen Anteil im vierten
Quartal anfielen, haben dazu geführt, dass sowohl das EBITDA als auch das Ergebnis
nicht unwesentlich von der zum 30. September 2010 abgegebenen Prognose abweichen.
Diese einmaligen operativen und verwaltungstechnischen Aufwendungen, wie z. B. verstärkte
Vertriebsaktivitäten inkl. Marktbeobachtung, Durchführung von Due-Diligence-Maßnahmen
sowie die Neueinführung von EDV haben das Ergebnis zwar kurzfristig belastet, stärken
aber langfristig den 3U Konzern und seine Wettbewerbsposition.
Das EBITDA lag mit EUR 6,42 Mio. unter dem EBITDA des Geschäftsjahres 2009 (EUR 13,24
Mio.). Neben dem geringeren Ergebnisbeitrag aus dem Segment Telefonie trugen dazu
diverse Aufwendungen bei, die gleichzeitig auch zu einer weiteren Abweichung gegenüber
der letzten EBITDA-Prognose führen. Dies gilt u.a. für Wertberichtigungen auf ICA-Forderungen
gegenüber der Deutschen Telekom und Gutschriften, Aufwendungen für Umsatzsteuernachzahlungen
aus einer steuerlichen Außenprüfung, Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der
myFairPartner Limited, eine teilweise Kaufpreisrückerstattung im Rahmen der Veräußerung
der 3U TELECOM INC. (USA), Abfindungszahlungen an ehemalige Vorstände und Mitarbeiter
sowie Aufwendungen insbesondere im Zusammenhang mit der im dritten Quartal 2010 erzielten
Einigung mit den früheren Eigentümern und Geschäftsführern der OneTel Telecommunication
GmbH. Im Rahmen dieses Vergleichs wurden alle bestehenden Rechtsstreite beigelegt.
Im Gegenzug erhielt die 3U 1.242.000 eigene Aktien zurück, die jedoch erfolgsneutral
in das Konzernergebnis einflossen.
Positiv ist hervorzuheben, dass das Ergebnis mit EUR 5,51 Mio. erheblich gegenüber
dem Vorjahr gesteigert werden konnte. Hierfür sind nicht zuletzt eine positive Entwicklung
des Finanzergebnisses, Steuererstattungen für Vorjahre und Erträge aus aktiven latenten
Steuern verantwortlich.
An dieser positiven Entwicklung wollen wir auch unsere Aktionäre beteiligen. Vorstand
und Aufsichtsrat werden daher der Hauptversammlung am 26. Mai 2011 vorschlagen, für
das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 erstmals eine Dividende in Höhe von EUR 0,02 je
Stückaktie auszuschütten.
Im ersten Halbjahr 2010 erfolgte der Bezug der neuen Konzern-Zentrale. Bereits im
dritten Quartal 2009 hatte die 3U HOLDING AG eine finanziell sehr attraktive Gelegenheit
ergriffen, ein Firmengelände in Marburg günstig zu erwerben. Auf diesem wurde eine
neue, mit zukunftsweisender Technologie ausgestattete Konzern-Zentrale errichtet und
erworbene Bestandsgebäude renoviert. Mit dieser Liegenschaft besitzt die 3U HOLDING
AG nicht nur die notwendige Flexibilität, auf sich verändernde (Markt-)Gegeben-heiten
schnell zu reagieren, sondern verfügt auch über vielseitige Nutzungsmöglichkeiten,
die für die Entwicklung der neuen Geschäftsfelder im Bereich Erneuerbare Energien
sehr hilfreich sind.
Das Konzept des am Konzern-Standort zu realisierenden Solar-Energie-Kraftwerks (SEKW),
hat sich im Laufe des Jahres deutlich verändert. Wir sind zu der Überzeugung gelangt,
dass es mittel- und langfristig im Unternehmensinteresse ist, für alle an den praktischen
Möglichkeiten der Nutzung von erneuerbaren Energien Interessierten, eine erlebbare
Entwicklungsplattform zu verwirklichen, anstatt nur einen funktionalen Bau zu errichten.
Die Inbetriebnahme ist nunmehr für Mai/Juni 2011 vorgesehen. Dann steht uns ein Referenzobjekt
zur Verfügung, mit dem es uns wesentlich leichter fallen sollte, potenzielle Kunden
von unserer Leistungsfähigkeit auch in diesem Bereich zu überzeugen.
Die 3U HOLDING AG hält an Ihrer Beteiligungsstrategie fest und wird auch zukünftig
sowohl auf organisches Wachstum als auch auf selektive Zukäufe setzen. Prinzipiell
verfolgt die 3U HOLDING AG dabei eine Buy-and-build-Strategie, d. h. wir fokussieren
uns auf Beteiligungen, die von den synergetischen Potenzialen des Konzernverbundes
profitieren, in diesen eingebunden werden und sich so erfolgreich entwickeln können.
Unser Beteiligungsportfolio haben wir vor allem im ersten Quartal 2010 weiter ausgebaut.
Im Januar 2010 wurde die Unternehmensberatung RISIMA Consulting GmbH mit einem bereits
in diesem Marktsegment etablierten Partner gegründet. Das Beratungsportfolio der RISIMA
Consulting GmbH basiert auf innovativen Reifegradmodellen, die aufgrund der vorhandenen
Expertise in den Bereichen Corporate Governance, Geschäftsprozess- und Risikomanagement,
IT-Strategie und -Sicherheit sowie Wissensmanagement entwickelt wurden. Im März 2010
folgte die mehrheitliche Übernahme der EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH, die auf
die Entwicklung, Produktion und den Handel von Produkten der Elektroindustrie und
Umwelttechnikgütern, u.a. für thermische Solaranlagen und der ORC-Technologie zur
Gewinnung von Strom aus Wärme spezialisiert ist. Ebenfalls im März 2010 wurde die
3U DYNAMICS GmbH gegründet, in der alle Vertriebs- und Vermarktungsressourcen, die
innerhalb des Konzerns für mehrere Konzerngesellschaften eingesetzt werden, gebündelt
sind. Im September 2010 leitete die EuroSun ein Joint Venture in China ein, um damit
ihre Produktionskapazitäten für Vakuum-Solar-Röhren erheblich auszuweiten. Der Produktionsbeginn
im neuen Werk ist für Anfang des zweiten Quartals 2011 geplant. Aufwendungen für das
Joint Venture sind in 2010 noch nicht geflossen. Die Genehmigung des Joint-Venture-Vertrages
durch die Behörden steht noch aus.
In einer Vielzahl von Gesprächen mit Investoren wurde deutlich, dass die Entwicklung
der 3U HOLDING AG mit Interesse aber auch mit einer gehörigen Portion Skepsis verfolgt
wird. Diese Skepsis hat dazu geführt, dass die Aktienkursentwicklung des Jahres 2010
unbefriedigend verlaufen ist. Auch aus diesem Grund entschied sich der Vorstand, die
3.244.714 eigenen Aktien (das entsprach 6,93 % des damaligen Grundkapitals), die die
Gesellschaft im Rahmen des ersten Aktienrückkaufs über die Börse und eines sich anschließenden
öffentlichen Rückkaufangebots bis zum 20. Februar 2009 erworben hatte, zur Einziehung
beim Handelsregister einzureichen. Mit der Einziehung der Aktien erhöht sich der auf
jede einzelne Aktie entfallende Unternehmenswert und darüber hinaus eröffnet sie die
Möglichkeit für weitere Aktienrückkäufe.
Diese Möglichkeit ergriff der Vorstand, der im Juli 2010 beschloss, im Interesse der
Aktionäre das niedrige Kursniveau zu nutzen, um weitere bis zu 10 % der eigenen Aktien
über die Börse zurückzukaufen. Das am 19. Juli 2010 begonnene Aktienrückkaufprogramm
wurde am 21. Januar 2011 beendet. Neben den 3.117.500 Aktien die über die Börse erworben
wurden, flossen der Gesellschaft aus einem Vergleich weitere 1.242.000 Aktien zu.
Insgesamt besitzt die 3U HOLDING AG aktuell 4.359.740 eigene Aktien und damit knapp
10 % des Grundkapitals von EUR 43.597.526,00.
Eine Entscheidung über die Verwendung der zurückgekauften Aktien ist noch nicht gefasst
worden. Solange die Aktie jedoch unter ihrem Nominalwert von EUR 1,00 notiert - das
entspricht dem auf die einzelne Aktie entfallende Eigenkapital - ist eine andere Verwendung
als die Einziehung der erworbenen Aktien wirtschaftlich nicht sinnvoll.
Die im abgelaufenen Geschäftsjahr umgesetzte neue Konzernorganisation trägt erste
Früchte. Konzernübergreifend genutzte Ressourcen wurden gebündelt und dadurch Synergiepotenziale
freigesetzt. Alle Unternehmensteile haben eindrucksvolle Veränderungen im Jahresverlauf
erlebt, bei der die Veränderung der jeweiligen Mitarbeiterzahl nur das nach außen
sichtbarste Zeichen ist. Heute sind in den Segmenten Telefonie und Breitband/IP deutlich
weniger Personen beschäftigt als zum Jahresbeginn 2010, da der größte Teil dieser
Mitarbeiter nun dem Segment Services bzw. der 3U HOLDING AG selbst zugeordnet ist.
Im Rahmen der durchgeführten Maßnahmen wurde der Bereich Finanzen & Controlling in
der Holding angesiedelt.
Die IT-Aktivitäten des gesamten Konzerns sind nun ausschließlich in der Tochtergesellschaft
SEGAL Systems GmbH zusammengefasst. Alle konzernübergreifend tätigen Vermarktungs-
und Vertriebsressourcen wurden in der 3U DYNAMICS GmbH gebündelt und mit der Ausgründung
und Firmierung als RISIMA Consulting GmbH wurde das in den letzten Jahren in konzerninternen
Beratungsprojekten aufgebaute Know-how ebenfalls in eine eigenständige Unternehmung
eingebracht. Diese Unternehmen aus dem Segment Services adressieren mit ihrem Produktportfolio
nicht nur konzerninterne Nachfrage, sondern sollen zukünftig verstärkt ihre Leistungen
auch an externe Kunden vermarkten.
Der Ausbau unserer Aktivitäten im Bereich Erneuerbare Energien wird mit Nachdruck
vorangetrieben. Neben der Beteiligung an der EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH führten
auch Neueinstellungen bei der 3U SOLAR Systemhandel AG zu einem deutlichen Mitarbeiteranstieg
in diesem Segment. Auch im Jahr 2011 wird - einhergehend mit der geplanten Umsatzsteigerung
- eine Vielzahl neuer Mitarbeiter in diesem Bereich beschäftigt werden.
Sehr geehrte Aktionäre, Sie sehen: Ihr Unternehmen, die 3U HOLDING AG, hat sich auch
in einem streckenweise schwierigen Umfeld aufgrund der in der Vergangenheit geschaffenen
soliden Basis erfolgreich behauptet. Viel wichtiger aber ist, dass sie zukunftsfähig
aufgestellt ist. Die 3U HOLDING AG ist hervorragend positioniert, um die sich ihr
bietenden Wachstumspotenziale zu nutzen.
Für das Gesamtjahr 2011 sind wir auf Basis des Vorgenannten optimistisch, unsere Ziele
erreichen zu können und damit die Grundlagen für ein nachhaltiges und profitables
Wachstum zu legen.
Wir danken Ihnen, unseren Aktionären, für das Vertrauen, das Sie unserem Unternehmen
entgegenbringen.
Marburg, 30. März 2011
Der Vorstand
| Michael Schmidt | Michael Göbel |
der Aufsichtsrat hat im Berichtsjahr die ihm nach Gesetz, Satzung und Geschäftsordnung
obliegenden Aufgaben wahrgenommen. Er hat die Geschäftsführung des Vorstands sorgfältig
und regelmäßig überwacht und beratend begleitet. Der Vorstand informierte den Aufsichtsrat
regelmäßig, zeitnah und umfassend durch schriftliche und mündliche Berichte über alle
für das Unternehmen relevanten Fragen der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage
und des Risikomanagements. Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den Plänen wurden
dem Aufsichtsrat im Einzelnen erläutert. Die strategische Ausrichtung des Unternehmens
stimmte der Vorstand mit dem Aufsichtsrat ab. Die Zustimmung des Aufsichtsrates zu
den Beschlussvorschlägen des Vorstands erfolgte jeweils nach gründlicher Prüfung und
Beratung.
Schwerpunkt der Beratung im Aufsichtsrat war die zukünftige Entwicklung des Segments
Breitband/IP, insbesondere die wirtschaftliche Entwicklung der LambdaNet Communications
Deutschland AG, die Ausschreibung des Glasfasernetzes und die geplante Gründung einer
konzernübergreifenden Netzbetriebsgesellschaft. Einen weiteren Schwerpunkt bildete
der Aufbau der neuen Segmente Erneuerbare Energien und Services.
Außerdem wurde der Aufsichtsrat intensiv in die Pläne für die neue Konzern-Zentrale
und die damit einhergehende Verwirklichung des ersten SEKW-Projekts eingebunden.
Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Corporate-Governance-Themen,
insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung
des Aufsichtsrates ebenso wie Personalfragen einschließlich der Bestellung und Verlängerung
von Anstellungsverträgen des Vorstands.
Wie schon in der Vergangenheit hat sich der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr
intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens befasst.
Wesentlicher Gegenstand der Diskussion im Aufsichtsrat war weiter die fortlaufende
und detaillierte Unterrichtung über die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung
des Konzerns sowie über die Finanzlage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat ließ sich
vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten
Plänen und definierten Zielen ausführlich erläutern.
Das Risikomanagement des Unternehmens war Gegenstand einer Überprüfung durch die mit
der Abschlussprüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Diese
Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG
geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem
geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig
zu erkennen.
Im Geschäftsjahr 2010 haben insgesamt neun Aufsichtsratssitzungen (1. Februar, 23.
Februar, 1. März, 31. März, 10. Juni, 6. Juli, 19. August, 6. September sowie am 23.
November) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war.
Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse
des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren
gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst. Auch außerhalb
der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in intensivem Kontakt
und hat sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert.
Am 24. März 2011 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß §
161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING
AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft
eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenfalls
dort einzusehen.
Am 1. März 2010 gab die Gesellschaft bekannt, dass der Aufsichtsrat des Unternehmens
beschlossen hat, die Bestellung von Oliver Zimmermann zum Vorstand mit sofortiger
Wirkung zu widerrufen. Als Nachfolger bestellte der Aufsichtsrat den Leiter des Bereichs
Finanzen und Controlling der 3U HOLDING AG, Herrn Michael Göbel.
Die Mandate der amtierenden Aufsichtsratsmitglieder endeten mit Abschluss der Hauptversammlung
vom 19. August 2010. Deshalb wurden die Mitglieder neu gewählt. Der Aufsichtsrat setzt
sich nach §§ 96 Abs. 1, 101 Abs. 1 AktG und § 7 Abs. 1 der Satzung aus drei Vertretern
der Aktionäre zusammen. Herr Rechtsanwalt Ralf Thoenes, Partner der Rechtsanwaltskanzlei
Altenburger, Düsseldorf sowie Herr Dipl.-Wirtsch.-Ing. Gerd Simon, selbstständiger
Unternehmensberater, Bad Homburg v. d. H. wurden erneut in den Aufsichtsrat gewählt,
während Herr Peter Coch sich nicht mehr zur Wahl stellte. An seiner Stelle wurde Herr
Dipl.-Kfm. Stefan Thies, geschäftsführender Gesellschafter der Thies & Thies Steuerberatungsgesellschaft
mbH, Heinsberg, in den Aufsichtsrat gewählt. Der Wechsel im Aufsichtsrat war erforderlich,
um den Aufsichtsrat mit einem den Corporate Governance Richtlinien entsprechenden
Financial Expert zu besetzen. Alle Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten bei der
Hauptversammlung eine Zustimmung von 99,96 %.
Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde durch die Hauptversammlung
am 19. August 2010 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat
mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand
nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG und der Lagebericht
sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das
Geschäftsjahr 2010 sind von dem Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten
Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungsberichte
des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet
und in der Bilanzsitzung am 31. März 2011 intensiv erörtert. Die verantwortlichen
Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer
Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß
§ 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte
für die 3U HOLDING AG und den Konzern eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben.
Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer
zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss
zum 31. Dezember 2010 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.
Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und
Mitarbeitern für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Marburg, 30. März 2011
Der Aufsichtsrat
Ralf Thoenes
Vorsitzender
Den Deutschen Corporate Governance Kodex gibt es in Deutschland seit dem Jahr 2002.
Er wurde zuletzt im Mai 2010 aktualisiert und enthält Regelungen, Empfehlungen und
Anregungen für eine sachgerechte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der
Kodex dient dazu, mehr Transparenz zu schaffen, um so das Vertrauen der Anleger, der
Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Unternehmensführung deutscher
Gesellschaften zu stärken. Die 3U HOLDING AG begrüßt die Bestimmungen des Deutschen
Corporate Governance Kodex (DCGK), die sowohl die Interessen der Unternehmen als auch
der Anleger bzw. Investoren berücksichtigen.
Vorstand und Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG befassen sich fortlaufend mit den Inhalten
des Deutschen Corporate Governance Kodex und haben beschlossen, den Empfehlungen weitgehend
zu entsprechen. Im Geschäftsjahr 2010 galt zunächst der Corporate Governance Kodex
in der Fassung vom 18. Juni 2009 und sodann in der geänderten Fassung vom 26. Mai
2010.
Die 3U HOLDING AG hat die vom Aktiengesetz geforderte Entsprechenserklärung im Geschäftsjahr
2010 am 23. März 2010 abgegeben und am 24. März 2011 aktualisiert. Die Entsprechenserklärung
kann auf ihrer Internetseite (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate
Governance" dauerhaft eingesehen werden.
Im Geschäftsjahr 2010 ist die 3U HOLDING AG in folgenden Punkten von den Empfehlungen
des Corporate Governance Kodex abgewichen:
Die D&O-Versicherung der Gesellschaft enthält keinen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat.
Die 3U HOLDING AG ist diesbezüglich der Ansicht, dass die Verantwortung und Motivation,
mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen,
durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden können.
Der Vorstand hatte bis zum 31. Dezember 2010 keinen Vorsitzenden oder Sprecher. Konkrete
Ziele für die Zusammensetzung des Aufsichtsrats werden nicht vorgegeben und dementsprechend
nicht im Corporate Governance Bericht veröffentlicht.
Bei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen
der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen
erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung,
achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung
von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen.
Der Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung
und Qualifikation und sucht nach der bestmöglichen Besetzung der Vorstandspositionen.
Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung
weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand
einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus
zwei Mitgliedern besteht.
Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation
die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der
zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige
Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als der Aufsichtsrat
derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht.
Für den Vorstand und den Aufsichtsrat gilt keine Altersgrenze.
Der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG umfasst drei Mitglieder. Abweichend von Ziffer
5.3 des Kodex hat der Aufsichtsrat zurzeit keine Ausschüsse gebildet. Die Aufgaben
etwaiger Ausschüsse werden von der Gesamtheit der Mitglieder des Aufsichtsrats wahrgenommen.
Im Kalenderjahr 2010 hat der Aufsichtsrat beschlossen, entsprechend den Vorgaben des
Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) die erfolgsabhängige
Vergütung der Vorstände auf eine nachhaltige Unternehmensführung auszurichten. Der
im Berichtszeitraum geltende Vorstandsanstellungsvertrag des Vorstandsmitglieds Michael
Schmidt hatte eine feste Laufzeit bis zum 31. Dezember 2010, so dass der Aufsichtsrat
überein kam, eine Umsetzung der Änderungen für beide Vorstandsmitglieder einheitlich
zum 1. Januar 2011 vorzunehmen.
Ab dem Kalenderjahr 2011 gilt für beide Vorstände der 3U HOLDING AG, dass künftig
ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres unter dem Vorbehalt
gezahlt wird, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das
betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Ein Cap
für an Vorstände zu zahlende Abfindungen (maximal zwei Jahresgehälter) ist in den
Vorstandsverträgen nicht vorgesehen, da die Verträge lediglich eine begrenzte Laufzeit
von drei Jahren haben. Dementsprechend ergibt sich die beabsichtigte Begrenzung des
möglichen Abfindungsanspruches eines Vorstands bereits aus der Natur der Vorstandsverträge.
Im Übrigen hat der Aufsichtsrat das Vorstandsmitglied Michael Schmidt mit Wirkung
ab dem 1. Januar 2011 zum Sprecher des Vorstands ernannt (Ziffer 4.2.1 DCGK). Für
Vorstände und Aufsichtsräte gilt ab dem Geschäftsjahr 2011 eine Altersgrenze von 65
Jahren (Ziffer 5.1.2 sowie 5.1.4 DCGK).
Der Vergütungsbericht ist zugleich Teil des Konzernlageberichts.
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vergütung
des Vorstands der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur
der Vorstandsvergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen
des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben,
die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen
(VorstOG), erforderlich sind.
Die Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat
festgelegt und regelmäßig überprüft. Der Aufsichtsrat hat die Überprüfung des Vergütungssystems
der 3U HOLDING AG insbesondere vor dem Hintergrund des am 5. August 2009 in Kraft
getretenen Gesetzes zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG) vorgenommen.
Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt
(Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder
eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige
Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel
zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat vorrangig
der testierte Wert der EBITDA-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten
Wert bewertet; eine deutliche Verfehlung von budgetierten Umsatzzielen kann zu Abzügen
führen. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung
prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter
persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres
Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage des Konzerns fest.
Darüber hinaus wurde den Vorstandsmitgliedern eine bestimmte Anzahl von Aktienoptionen
im Rahmen des Aktienoptionsplans 2004/2005 gewährt. Die Gewährung von Aktienoptionen
verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des
3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen
Unternehmenserfolg zu fördern. Aufgrund der Tatsache, dass der Aktienkurs im Ausübungszeitraum
9. März 2007 bis 9. März 2010 deutlich unter dem Ausübungspreis notierte, wurden keine
Aktienoptionen aus dem Aktienoptionsplan 2004/2005 ausgeübt. Alle Optionen sind damit
am 9. März 2010 verfallen.
Im Kalenderjahr 2010 hat der Aufsichtsrat beschlossen, die Vergütungsstruktur darüber
hinaus entsprechend den gesetzlichen Vorgaben auf eine nachhaltige Unternehmensführung
auszurichten. Der Aufsichtsrat hat das Auslaufen des Vorstandsanstellungsvertrags
des Vorstandsmitglieds Michael Schmidt zum 31. Dezember 2010 genutzt, um im Kalenderjahr
2010 entsprechende vertragliche Änderungen zu diskutieren. Gleiches gilt für das Vertragsverhältnis
mit dem im Laufe des Geschäftsjahres bestellten weiteren Vorstandsmitglied Michael
Göbel. Ab dem Kalenderjahr 2011 gilt für beide Vorstände der 3U HOLDING AG, dass künftig
ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres unter dem Vorbehalt
gezahlt wird, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das
betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der
Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der EBITDA-Entwicklung des Konzerns
und der Beteiligungsstruktur sowie die Motivation der Mitarbeiter berücksichtigt.
Der Aufsichtsrat wird die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden
Jahren bewerten und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen
Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet
ist. Eine von dem Vorstand zu erstattende erfolgsabhängige Vergütung ist von dem Vorstand
binnen 90 Tagen nach Zugang des schriftlichen Rückforderungsverlangens des Aufsichtsrates
zu zahlen.
Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des
Vorstandes auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft
nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten
Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger
Aktienoptionen im Sinne.
Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. § 84
Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund widerrufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie
für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des
Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung.
Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der
Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten,
individualisiert ausgewiesen.
| Name |
Fixe Vergütung in TEUR |
Variable Vergütung in TEUR |
Abfindung in TEUR |
|||
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2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Michael Schmidt | 311 | 330 | 300 | 275 | 0 | 0 |
| Oliver Zimmermann (Finanzvorstand bis 1.3.2010) |
54 | 345 | 13 | 168 | 470 | 0 |
| Michael Göbel (Finanzvorstand seit 1.3.2010) |
128 | 0 | 35 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 493 | 675 | 348* | 443 | 470 | 0 |
|
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Vergütung gesamt in TEUR |
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2010 | 2009 |
| Michael Schmidt | 611 | 605 |
| Oliver Zimmermann (Finanzvorstand bis 1.3.2010) |
537 | 513 |
| Michael Göbel (Finanzvorstand seit 1.3.2010) |
163 | 0 |
| Summe | 1.311 | 1.118 |
*
In voller Höhe kurzfristig fällig (bei maximaler variabler Vergütung)
In den Jahren 2009 und 2010 wurden an die Mitglieder des Vorstands keine Aktienoptionen
ausgegeben.
Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen von der 3U HOLDING AG. Die
Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Für Komponenten mit langfristiger
Anreizwirkung verweisen wir auf das Kapitel "Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme".
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt.
Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung
in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und
der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen
erhält.
Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00
je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene
Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen
Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00
Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft ("EBT"), welches das durchschnittliche
Ergebnis vor Steuern in Konzernabschluss ("EBT") für die jeweils drei vorangegangenen
Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden
EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder
EUR 25.000,00. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats-
oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00.
Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und
Auslagen anfallende Umsatzsteuer.
Die Aufsichtsratsvergütungen für 2010 betrugen TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 83). Darüber
hinaus erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates für das Jahr 2009 eine erfolgsabhängige
Vergütung gemäß § 9 Abs. 1 c der Satzung der 3U HOLDING AG in Höhe von TEUR 90. Für
2010 wurde eine erfolgsabhängige Vergütung von TEUR 90 zurückgestellt.
| Name | Fixe Vergütung in TEUR |
Sitzungsgelder in TEUR |
Erfolgsabhängige Vergütung in TEUR |
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2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrates) | 10 | 10 | 20 | 20 | 40 | 40 |
| Gerd Simon | 8 | 8 | 20 | 20 | 30 | 30 |
| Peter Coch (bis 19.8.2010) | 3 | 5 | 13 | 20 | 13 | 20 |
| Stefan Thies (seit 19.8.2010) | 2 | 0 | 8 | 0 | 7 | 0 |
| Summe | 23 | 23 | 61 | 60 | 90 | 90 |
| Name | Vergütung gesamt in TEUR |
|
|
|
2010 | 2009 |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrates) | 70 | 70 |
| Gerd Simon | 58 | 58 |
| Peter Coch (bis 19.8.2010) | 29 | 45 |
| Stefan Thies (seit 19.8.2010) | 17 | 0 |
| Summe | 174 | 173 |
Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende
Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen
für den 3U Konzern insgesamt TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 27) erhalten. Diese setzen sich
wie folgt zusammen: 3U HOLDING AG TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 14), 3U TELECOM GmbH TEUR
7 (Vorjahr: TEUR 1), 010017 Telecom GmbH TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 7), LambdaNet Communications
Deutschland AG TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 5) und SEGAL Systems GmbH TEUR 2 (Vorjahr: TEUR
0).
Mit Beschluss vom 15. Mai 2003 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe
von bis zu EUR 4.560.000,00 (EUR 912.000,00 vor Aktiensplit vom 6. Juli 2004) zur
Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter
im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt.
Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 9. März 2005 mit Zustimmung des Aufsichtsrats
Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2004/2005 aufgelegt.
Aufgrund der Tatsache, dass der Aktienkurs im Ausübungszeitraum 9. März 2007 bis 9.
März 2010 deutlich unter dem Ausübungspreis notierte, wurden keine Aktienoptionen
aus dem Aktienoptionsplan 2004/2005 ausgeübt. Alle Optionen sind damit am 9. März
2010 verfallen.
| International Securities Identification Number (ISIN) | DE0005167902 |
| Wertpapierkennnummer (WKN) | 516790 |
| Börsenkürzel | UUU |
| Transparenzlevel | Prime Standard |
| Designated Sponsor | BankM - Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere AG |
| Erstnotiz | 26. November 1999 |
| Zugelassenes Kapital in EUR zum 31. Dezember 2010 | EUR 48.281.750,00 |
| Zugelassenes Kapital in Stück zum 31. Dezember 2010 | 48.281.750 |
| Grundkapital in EUR zum 31. Dezember 2010 | EUR 43.597.526,00 |
| Anzahl der Aktien zum 31. Dezember 2010 | 43.597.526 |
| Börsenkurs am 30. Dezember 2010* | EUR 0,65 |
| Höchstkurs im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010* | EUR 0,94 (13. Januar 2010) |
| Tiefstkurs im Zeitraum vom 1. Januar bis 31. Dezember 2010* | EUR 0,62 (7. Mai und 1. Juli 2010) |
| Marktkapitalisierung am 31. Dezember 2010 | EUR 28.338.391,90 |
| Ergebnis pro Aktie (unverwässert) per 31. Dezember 2010 | EUR 0,15 |
Die deutschen Aktienindizes haben sich - analog zu der günstigeren wirtschaftlichen
Entwicklung - besser entwickelt als die Aktienindizes der meisten anderen Industriestaaten.
Nach einem leichten Einbruch im Februar erholten sich die Aktienkurse auf breiter
Front, um im Schlussquartal deutlich zuzulegen und nahezu auf den Jahreshöchstständen
das Jahr abzuschließen. Diese Entwicklung hat viele Marktteilnehmer überrascht, da
die weltweite wirtschaftliche Erholung weiterhin unter dem Damokles-Schwert der Finanzkrise
steht, und vor allem die Entwicklung in den sogenannten PI(I)GS-Staaten auch zukünftig
für Verunsicherung sorgen wird. Durch eine beispiellose Niedrigzinspolitik der Zentralbanken
wird die wirtschaftliche Entwicklung zwar stabilisiert; doch besteht die Gefahr, dass
nahezu alle Asset-Klassen verlieren werden, wenn die Zinssätze wieder angehoben werden.
Der Prime All Share Index konnte nach einem zwischenzeitlichen Rückgang von rund 8
% im ersten Quartal 2010 die Verluste schon im März vollständig kompensieren. Zum
Jahresende 2010 wies der Prime All Share Index eine Jahresperformance von rund 19,6
% aus, nachdem er auch schon im Jahr zuvor um rund 25 % angestiegen war.
Wesentlich schlechter entwickelte sich im gleichen Zeitraum leider die Aktie der 3U
HOLDING AG. Zum Jahresende 2010 notierte der Aktienkurs der 3U HOLDING AG mit EUR
0,65 nahezu auf dem im Juli erreichten Jahrestiefststand. Damit konnte die 3U Aktie
nicht an die erfreuliche Performance im vorherigen Jahr anknüpfen, und verbuchte nach
einem Anstieg von 83 % im Jahr 2009 einen Rückgang von knapp 16 % im Geschäftsjahr
2010.

Zum 31. Dezember 2010 besaßen die Organmitglieder folgende voll stimm- und dividendenberechtigte
Aktien:
| Michael Schmidt | 8.999.995 Aktien |
| Michael Göbel | 8.500 Aktien |
| Vorstand gesamt | 9.008.495 Aktien |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender) | 0 Aktien |
| Gerd Simon (stellvertretender Vorsitzender) | 10.000 Aktien |
| Stefan Thies | 0 Aktien |
| Aufsichtsrat gesamt | 10.000 Aktien |
| Roland Thieme (Geschäftsführer von Beteiligungen im Segment Telefonie) | 2.680.172 Aktien |
| Nahestehende Personen gesamt | 2.680.172 Aktien |
| Bestand eigene Aktien | 4.147.041 Aktien |

Der Dialog mit unseren Aktionären hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir wollen
die Bekanntheit der 3U HOLDING AG am Kapitalmarkt weiter fördern. Die 3U Aktie soll
als langfristig attraktives Investment wahrgenommen werden. Wir wollen die Entwicklung
der Gesellschaft und unsere Strategie kontinuierlich, offen und verlässlich vermitteln,
um das Vertrauen der Investoren weiter zu stärken und eine faire Bewertung am Kapitalmarkt
zu erreichen.
In zahlreichen Veranstaltungen für institutionelle Investoren, aber auch für private
Einzelaktionäre, haben wir deshalb auch im vergangenen Geschäftsjahr zeitnah über
den Geschäftsverlauf informiert, über die Attraktivität unserer Aktie berichtet und
unser Unternehmen in Einzelgesprächen vorgestellt. Mit den wesentlichen Aktionären
besteht ein intensiver, regelmäßiger Dialog. In den Gesprächen mit unseren Investoren
wurde deutlich, dass die Entwicklung der 3U HOLDING AG mit Interesse verfolgt wird,
aber Zweifel am langfristigen Erfolg bestehen. Entsprechend unbefriedigend war die
Aktienkursentwicklung des Jahres 2010.
Um die Chancen unserer Aktie vor allem auch institutionellen Investoren näher zu bringen
und den Dialog mit dem Kapitalmarkt weiter zu intensivieren, haben wir im abgelaufenen
Geschäftsjahr ein renommiertes Analystenhaus gebeten, beginnend mit der Veröffentlichung
des ersten Quartalsberichtes 2010 die Coverage für unsere Aktie aufzunehmen. Dieses
Research wird seitdem möglichst zeitnah allen Aktionären auf unserer Webseite zur
Verfügung gestellt.
Darüber hinaus haben wir seit Mitte Mai 2010 einen neuen Designated Sponsor für unsere
Aktie verpflichtet. Neben einer deutlich erhöhten Liquidität unserer Aktie, versprechen
wir uns vom neuen Designated Sponsor auch eine bessere Ansprache des Kapitalmarkts
und damit eine erhöhte Visibilität. Die Liquidität unserer Aktie hat seitdem spürbar
zugenommen. Durchschnittlich wurden im Jahr 2010 täglich rund 90.000 3U Aktien in
Frankfurt gehandelt.
Die 3.244.714 eigenen Aktien (das entsprach 6,93 % des damaligen Grundkapitals), die
die Gesellschaft im Rahmen des ersten Aktienrückkaufs 2008/2009 über die Börse und
eines sich anschließenden öffentlichen Rückkaufangebots bis zum 20. Februar 2009 erworben
hatte, wurden wie angekündigt zur Einziehung beim Handelsregister eingereicht. Seit
dem 26. Oktober 2010 beläuft sich das Grundkapital auf EUR 43.597.526,00.
Im Juli 2010 beschloss der Vorstand im Interesse der Aktionäre das niedrige Kursniveau
zu nutzen um weitere bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen.
Nachdem die 3U HOLDING AG bis zum 21. Januar 2011 nahezu 10 % des Grundkapitals erworben
hat, ist dieser Aktienrückkauf beendet worden.
Maßgeblich für die Ausschüttung einer Dividende ist nicht der vorliegende nach IFRS
aufgestellte Konzernabschluss, sondern der Bilanzgewinn der 3U HOLDING AG nach dem
deutschen Handelsgesetzbuch (HGB). Nach dem erfreulichen Geschäftsergebnis des Jahres
2010 ist der bilanzielle Verlust der Vorjahre abgetragen und die Aktionäre der 3U
können an der positiven Entwicklung in Form einer Dividende angemessen beteiligt werden.
Vorstand und Aufsichtsrat werden daher der Hauptversammlung im Mai 2011 vorschlagen,
für das abgelaufene Geschäftsjahr 2010 erstmals eine Dividende in Höhe von EUR 0,02
je Stückaktie auszuschütten. Auch langfristig plant die Gesellschaft Dividenden auszuschütten.
Die konjunkturelle Erholung der deutschen Wirtschaft hat sich auch im letzten Quartal
des Jahres 2010 fortgesetzt. Insbesondere die industrielle Produktion expandierte
erneut kräftig. Dadurch hat die gesamtwirtschaftliche Leistung in Deutschland nach
einer ersten Berechnung durch das Statistische Bundesamt gegenüber dem Vorjahr um
3,6 % (kalenderbereinigt 3,5 %) zugelegt, nach einem Rückgang von 4,7 % im Jahr 2009.
Die Wirtschaftsleistung wurde im Durchschnitt des Jahres 2010 von rund 40,5 Mio. Erwerbstätigen
mit Arbeitsort in Deutschland erbracht; das waren rund 0,2 Mio. oder 0,5 % Erwerbstätige
mehr als ein Jahr zuvor. Damit erreichte die Erwerbstätigenzahl einen neuen Höchststand.
Die Zahl der Erwerbslosen ging nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung
um 297.000 Personen (-9,2 %) auf 2,9 Mio. zurück.
Die Zahl der Arbeitsstunden, die jeder Erwerbstätige durchschnittlich leistete, erhöhte
sich in nahezu allen Wirtschaftsbereichen. Gesamtwirtschaftlich nahmen die geleisteten
Arbeitsstunden je Erwerbstätigen um 2,0 % gegenüber dem Vorjahr zu. Offensichtlich
wurden Arbeitszeit vermindernde Maßnahmen, die 2009 als Reaktion auf die Wirtschaftskrise
eingeführt worden waren, mit Einsetzen der wirtschaftlichen Erholung zurückgefahren.
Insbesondere waren 2010 die Rückkehr zu tarifvertraglich geregelten normalen Wochenarbeitszeiten,
der Aufbau von Überstunden und Guthaben auf Arbeitszeitkonten sowie die Rückführung
der Kurzarbeit zu beobachten.
Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk
haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2010 im Schnitt erneut unter
denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen
lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (Destatis) im Jahresdurchschnitt
2010 um 2,0 % unter dem Niveau des Jahres 2009.
Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet waren im Jahr 2010 um 1,8 % preiswerter
als 2009. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Wettbewerb bei den Komplettangeboten
(Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate) zurückzuführen.
Geringfügig teurer als im Vorjahr (+0,2 %) wurden dagegen Festnetztelefonate, die
nicht im Rahmen der Flatrates der Komplettangebote geführt wurden. Das mobile Telefonieren
verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2010 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 %.
Laut einer Studie des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten
(VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2010 bleibt die TK-Branche von
Umsatzrückgängen nicht verschont. Die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland
sind abermals zurückgegangen; in 2010 um ca. 1,3 %.
Von diesen Umsätzen in Höhe von rund EUR 61,0 Mrd. (Vorjahr: EUR 61,8 Mrd.) entfallen
EUR 33,0 Mrd. (EUR -1,2 Mrd.) auf den Festnetz- und EUR 24,3 Mrd. (EUR +0,2 Mrd.)
auf den Mobilfunkmarkt. Ursächlich hierfür sind trotz zunehmender Marktpenetration
und deutlich steigender Mobilfunknutzung - für den Endkunden durchaus erfreulich -
weiter sinkende Endkundenpreise.
Die Deutsche Telekom bleibt in dem um gut 3,5 % rückläufigen TK-Festnetzmarkt mit
55 % Umsatzanteil der marktbeherrschende Anbieter, obwohl das ehemalige Staatsunternehmen
in 2010 voraussichtlich EUR 1,7 Mrd. weniger Umsatz im Festnetzgeschäft erzielt haben
wird als noch ein Jahr zuvor. So verzeichnet die Deutsche Telekom zum Beispiel bei
den Komplettanschlüssen im Jahr 2010 schätzungsweise einen Rückgang um 1,3 Mio. -
ein geringerer Rückgang als noch im Vorjahr (-2,4 Mio.). Die Wettbewerber können ihre
Festnetz-Umsätze durch Kundenwachstum und Effizienzsteigerung um EUR 0,5 Mrd. beziehungsweise
rund 3,5 % steigern. Leicht zulegen können 2010 zudem die Kabelnetzbetreiber (+ EUR
0,2 Mrd.).
Nachdem die Investitionen in Sachanlagen 2009 etwas gesunken waren, stiegen sie in
der TK-Branche im Jahr 2010 wieder auf rund EUR 6,3 Mrd. (2009: EUR 6,1 Mrd.). Die
Wettbewerber der Deutschen Telekom tragen mit 59 % erneut mehr als die Hälfte des
Investments und bleiben damit Treiber von Innovationen. Seit der Marktliberalisierung
haben die alternativen Anbieter rund EUR 48,5 Mrd. investiert.
Nach den Rückgängen in den vergangen Jahren geht der VATM davon aus, dass die Umsätze
im Gesamtmarkt im Jahr 2011 weiter schrumpfen werden; der Rückgang sollte dabei ein
bis zwei Prozent betragen.
Die Kunden der Wettbewerber telefonieren von Jahr zu Jahr mehr. Waren es vor fünf
Jahren täglich 286 Mio. Minuten pro Tag im Festnetz, wurden dort 2010 täglich durchschnittlich
397 Mio. Minuten gesprochen. Der Anstieg um 8 Mio. Minuten im Vorjahresvergleich ist
überdurchschnittlich durch die Zunahme bei Komplettanschlüssen auf 80,1 % (2009: 70,7
%) der Minuten begründet. Dieser Anstieg wird vor allem durch Telefonanschlüsse auf
Basis von entbündelten DSL-Verbindungen verursacht, während der Zuwachs bei Verbindungen
auf Basis von klassischen ISDN-/PSTN-Anschlüssen nur noch leicht zunimmt.
Der Anteil von Call-by-Call und Preselection sank zwar im Jahr 2010 aufgrund der immer
stärkeren Nutzung von Flatrates - dennoch machen Betreibervor- und Betreiberauswahl
immer noch ein Fünftel der Wettbewerber-Minuten aus. Das sind weiterhin fast 80 Mio.
Minuten täglich.
(Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Mio.
Minuten pro Tag)

Die Wettbewerber der Deutschen Telekom konnten 2010 die Zahl der Voice-over-IP-Festnetzanschlüsse
um mehr als 40 % auf 5,2 Mio. steigern. Außerdem stieg die Zahl der Anschlüsse über
TV-Breitbandkabel um 800.000 auf 3 Mio. Die Zahl der PSTN- und der ISDN-Anschlüsse
hingegen erhöhte sich nur noch leicht um jeweils 100.000.
Über die Telefonleitung greifen Verbraucher weiterhin deutlich mehr auf schnelles
Internet zu als über TV-Breitbandkabel. Letzteres kann allerdings Marktanteile gewinnen.
Die Kabelnetzbetreiber legen bei Telefon- und Internetanschlüssen zwar in absoluten
Zahlen stärker zu als TK-Netzbetreiber bei IP-TV-Angeboten - prozentual ist der Anstieg
jedoch nahezu gleich. Im Wettbewerb der Netzplattformen wurde in TK-Netzen früh mit
dem Breitbandausbau begonnen, so dass in 2010 eine hohe Anschlusszahl von 23 Mio.
erreicht wurde. Die noch jungen ausschließlich digitalen Fernsehdienste in TK-Netzen
wurden 2010 von 1,3 Mio. Kunden nachgefragt. Demgegenüber haben die BK-Netzbetreiber
2010 6,6 Mio. Verträge über Telefon- und Internetdienste abgeschlossen.
Im Bereich Komplettanschlüsse in Telekommunikationsfestnetzen schwächte sich der Rückgang
bei der Zahl der Komplettanschlüsse 2010 laut Studie mit einem voraussichtlichen Minus
von 1,3 Mio. ab. Die Wettbewerber konnten bei den klassischen Telefonanschlüssen geringfügig
um 0,2 Mio. zulegen. Dennoch dominierte die Deutsche Telekom mit 78,3 % der Komplettanschlüsse
(24,9 Mio.) noch klar das Festnetzanschlussgeschäft. Insgesamt ging die Zahl der Komplettanschlüsse
durch den Wegfall von Sprachtelefon-Anschlüssen in Verbindung mit Voice-over-IP und
die Substitution des Festnetzes durch den Mobilfunk weiter um 1,1 Mio. auf 31,8 Mio.
zurück.
Die Versorgung mit schnellen Internetanschlüssen hat eine herausragende Bedeutung
für den Standort Deutschland und die Wissens- und Informationsgesellschaft des 21.
Jahrhunderts. Breitbandinternet ermöglicht neue Geschäftsmodelle und führt so zu Wachstum
und neuen Arbeitsplätzen - auch und gerade in Zeiten einer konjunkturellen Krise.
Die Politik hat die Bedeutung und die Notwendigkeit des Breitbandausbaus für die Zukunft
erkannt. So hat die Bundesregierung im März 2009 ihre Breitbandstrategie veröffentlicht
und damit ehrgeizige Ziele für den Breitbandausbau gesetzt. Danach sollten bis spätestens
Ende 2010 flächendeckend leistungsfähige Breitbandanschlüsse verfügbar sein. Bis Ende
2014 sollen bereits für 75 % der Haushalte Anschlüsse mit Übertragungsraten von mindestens
50 Megabit pro Sekunde zur Verfügung stehen mit dem Ziel, solche hochleistungsfähigen
Breitbandanschlüsse möglichst bald flächendeckend verfügbar zu haben.
Der Markt der Breitbandanschlüsse nähert sich in Deutschland mittelfristig der Sättigungsgrenze.
Die Zahl der direkt geschalteten Breitbandanschlüsse stieg bis zum Jahresende 2010
um 7,2 % auf 26,9 Mio. Die Deutsche Telekom legte in absoluten Zahlen bei den Anschlüssen
um 600.000 zu. Damit hält die Deutsche Telekom inklusive Weiterverkauf mehr als die
Hälfte aller Breitbandkunden in ihrem Netz. Breitbandanschlüsse über alternative Anschlussarten
wie Kabelmodem und Glasfaser, aber auch Satellit und Funk konnten ihren Anteil jedoch
auf 14,5 % ausbauen und mit 3,9 Mio. fast ein Drittel mehr Kunden als im Vorjahr verbuchen.
Der Anteil sehr schneller Anschlüsse mit mindestens 50 Mbit/s bewegt sich derzeit
bei noch nicht einmal einem Prozent. Bei mehr als der Hälfte der DSL-Anschlüsse (53
%) liegt Ende 2010 die Übertragungsgeschwindigkeit aus dem Netz bei maximal 6 Mbit/s.
Das jährliche Breitband-Verkehrsvolumen stieg 2010 aufgrund höherer Nutzerzahlen sowie
höherer Einzelnutzung von 2.900 Mio. Gigabytes voraussichtlich auf 3.500 Mio. Gigabytes
an. Das pro Breitbandanschluss verbrauchte Datenvolumen nahm damit um mehr als 10
% auf 11,3 Gigabyte (von 10,1 Gigabyte) und damit stärker als im Vorjahr zu. Die zunehmende
Nutzung von Videodiensten wie IP-TV, Web-TV und Video-Up-/Download ist maßgeblich
für dieses steigende Datenübertragungsvolumen pro Anschluss verantwortlich.
In diesem Markt ist der 3U Konzern mit der LambdaNet in drei Kundensegmenten aktiv.
LambdaNet ist ein führender Anbieter von Telekommunikations- und Internetdienstleistungen
in Europa. Das Leistungsspektrum umfasst die Bereitstellung von konventionellen Übertragungsdiensten
(Bandbreite, Wellenlängen und Colocation) sowie Dienste für IP (Internet Protokoll)
- Datenübertragung, wie leistungsfähige Anbindungen an das Internet (IP-Transit),
private Firmenkommunikationsnetze auf Basis des Internet- und Ethernet-Protokolls
(Virtual Private Networks, VPN). LambdaNet betreibt zu diesem Zweck ein europaweites
optisches Übertragungsnetz, welches durch den kombinierten Einsatz von Technologien
wie DWDM (Dense Wavelength Division Multiplexing) und SDH (Synchronous Digital Hierarchy)
Übertragungskapazitäten von mehreren Terabit pro Sekunde bereitstellen kann. Aufbauend
auf diesem Übertragungsnetz verfügt LambdaNet über eines der leistungsfähigsten IP-
und Ethernet-Netze in Europa. Über angemietete Kapazitäten ist dieses mit den wichtigsten
Internetaustauschpunkten in Europa verknüpft.
Zu den Kunden der LambdaNet zählen namhafte Anbieter von mobilen und festnetzbasierten
Sprachdiensten sowie Internet Service Provider, die mit den Leistungen der LambdaNet
als Vorprodukt Kommunikationsdienste für Endkunden anbieten. Ebenso gehören Firmen
mit einem umfangreichen internen Kommunikationsbedarf, z.B. einer weitverzweigten
Filialvernetzung, zum Kundenstamm.
Die weiterhin anhaltende Konsolidierung im Bereich der Netzbetreiber hat einen Rückgang
der Nachfrage nach Bandbreite zur Folge. Darüber hinaus haben sehr große Netzbetreiber
in eigene Glasfaserinfrastruktur investiert. Zudem herrscht in diesem Segment weiterhin
ein erheblicher Preisverfall. Allerdings gibt es in diesem Bereich ergänzende Produkte,
wie z.B. Colocation, in welchen Wachstum sowie hohe Kundenbindung generiert werden
kann.
Internet Service Provider nutzen die Dienste der LambdaNet, um Datenkommunikationsdienste
für Endkunden bereitzustellen. Die immer größer werdende Abdeckung mit hochbitratigen
Technologien wie DSL, WIMAX und UMTS im Endkundenmarkt lassen das abgewickelte Datenvolumen
weiter stark ansteigen. Neuere Anwendungen wie Voice-over-IP und IP-TV tragen zu dieser
Entwicklung bei. Dementgegen steht ein Preisverfall bei Endkundenangeboten, der letztendlich
auch die Vorproduktpreise beeinflusst. Insgesamt ist mit einem gleichbleibenden Umsatzpotenzial
zu rechnen.
Im Bereich der Datenkommunikationslösungen von Geschäftskunden besteht eine erhöhte
Nachfrage und ein ansteigendes Marktvolumen. Geschäftskunden stellen in zunehmendem
Maß ihre konventionellen Kommunikationslösungen auf moderne IP-basierte Virtuelle
Private Netze (VPN) um. Die Vorteile dieser Technologie liegen aus Kundensicht in
der weltweiten Erreichbarkeit, Skalierbarkeit, Kosteneffizienz und Erweiterbarkeit.
LambdaNet hat dieser Entwicklung produkttechnisch Rechnung getragen, indem die VPN-Services
konsequent weiterentwickelt und vermarktet werden. Im Besonderen wurden mit der Erweiterung
der Produktpalette um Ethernetprodukte neue Marktbereiche geschaffen. Zusätzliche
Potenziale ergeben sich durch die konsequente Vermarktung ergänzender Internet- und
Voice-over-IP-Produkte.
In diesem herausfordernden Marktumfeld konnte sich die LambdaNet im Wettbewerb behaupten
und für das Segment Breitband/IP ein moderates Umsatzplus von 1,7 % auf EUR 36,78
Mio. erzielen und das negative Ergebnis vor Steuern aus dem Vorjahr in Höhe von EUR
-6,05 Mio. in ein positives Ergebnis vor Steuern in Höhe von EUR 1,56 Mio. umwandeln.
Die 3U HOLDING AG besitzt drei Mehrheitsbeteiligungen, die im Bereich Dienstleistungen
tätig sind und zusammen im Konzern das Segment Services bilden. Das Spektrum des gemeinsamen
Produktportfolios geht von der Software-Entwicklung über Consulting-Dienstleistungen
bis hin zur Entwicklung von Vertriebs- und Vermarktungsstrategien und deren Umsetzung.
Während für die zukünftige Entwicklung des IT-Marktes Prognosen renommierter Forschungseinrichtungen
vorliegen, fällt allein schon die Abgrenzung des Marktes für Unternehmensberatung
und Vertriebs- und Vermarktungsstrategien außerordentlich schwer. Forrester Research
erwartet in seiner aktuellen Studie "2010 To 2012 Global Tech Industry Outlook", dass
im Zuge der wirtschaftlichen Erholung die Firmen wieder mehr Geld für ihre IT ausgeben.
Weltweit sollen die IT-Umsätze im Jahr 2011 um rund 7,0 % auf 1,69 Billionen US-Dollar
(2010: 1,579 Billionen US-Dollar) steigen, 2012 sogar um 8,7 % auf 1,838 Billionen
US-Dollar. Der IT-Markt in Deutschland soll sich ebenfalls positiv entwickeln; bleibt
aber hinter der Gesamtentwicklung, die stark vom Wachstum in den Schwellenländern
beeinflusst wird, zurück.
Nachdem vor allem in den Krisenjahren 2008/2009 die Budgets für externe Beratungs-Dienstleistungen
massiv gekürzt worden waren, war 2010 eine Erholung feststellbar. Aufgrund zahlreicher
gestiegener Anforderungen an Unternehmen im Bereich Risikomanagement/Corporate Governance
erwarten wir eine verstärkte Nachfrage nach Beratungsdienstleistungen in diesem Bereich.
Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung
ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat weltweit
eine Vorreiterrolle übernommen und sich besonders ehrgeizige Ziele bei der Vermeidung
von Treibhausgasen gesetzt. Es ist das erklärte Ziel bis zum Jahr 2050 mindestens
einen Anteil von 80 % erneuerbare Energien an der Stromversorgung zu erreichen. Mit
dem Gesetz für den Vorrang Erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG)
wurde ein Zwischenziel definiert, nachdem der Anteil Erneuerbarer Energien an der
Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 30 % und danach kontinuierlich weiter
zu erhöhen ist.
Sowohl in Europa, als auch in allen anderen großen Wirtschaftsregionen (insbesondere
USA und China) wird der Ausbau Erneuerbarer-Energien-Kapazitäten zunehmend vorangetrieben.
Marktexperten rechnen in den nächsten 10 Jahren mit einem Wachstum des Marktes für
Erneuerbare Energien von rund 15 % p.a. Für einzelne Erzeugungsarten, wie z. B. Photovoltaik,
wird dabei ein deutlich höheres Wachstum unterstellt.
Die Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor in Deutschland wächst.
Dies äußert sich nicht nur in zunehmenden Investitionen in Anlagen und Produktionskapazitäten,
sondern ebenso in einem anhaltenden Anstieg der Beschäftigung in diesem Bereich. Die
Entwicklung hat sich im Kontrast zu fast allen anderen Wirtschaftsbereichen gerade
auch in der jüngsten Wirtschaftskrise als stabil erwiesen.
Nach Angaben des Bundesministeriums für Umwelt, Naturschutz und Reaktorsicherheit
(BMU) sind der Branche der erneuerbaren Energien im Jahr 2009 insgesamt bereits etwa
340.000 Arbeitsplätze in Deutschland zuzurechnen. Diese Zahl stellt gegenüber 2004
(rund 160.000 Beschäftigte) mehr als eine Verdopplung dar.
Im März 2010 wurde mit der Beteiligung an der EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH das
Segment Erneuerbare Energien ausgebaut. Das Unternehmen produziert thermische Solaranlagen
mit dem Schwerpunkt Vakuumröhren-Solarkollektoren. Mit dem Rückgang der garantierten
Einspeise-Vergütungen für Photovoltaik-Anlagen in Deutschland sollte sich diese Form
der Energiegewinnung auch hierzulande zunehmend etablieren und für steigende Umsätze
bei der EuroSun sorgen.
Nachdem die Aktienkurse im ersten Quartal 2009 noch mehrjährige Aktientiefs ausbildeten,
entwickelte sich seitdem eine fulminante Rallye an den Aktienmärkten. Unterstützt
wurde diese Bewegung auch durch die Entwicklung der Zinssätze. Nicht zuletzt aufgrund
der Unsicherheit bezüglich der Solidität einiger europäischer Länder flüchteten die
Anleger in den sicheren Hafen deutscher Anleihen. Dies führte im August 2010 zu nie
vorher erreichten historischen Tiefs. Einhergehend mit der zunehmenden Einbindung
Deutschlands in den Rettungsschirm für europäische Länder mit geringerer Bonität sind
die Zinssätze in den letzten Monaten jedoch wieder markant angestiegen, aber immer
noch auf relativ geringem Niveau.
Die 3U HOLDING AG hat ihre liquiden Mittel ausschließlich in festverzinsliche kurzfristige
Anlagen investiert und hat aufgrund dieser konservativen Anlagestrategie durch die
Kapitalmarktkrise keinen Schaden genommen. Damit eng verbunden sind jedoch die aufgrund
des sehr niedrigen Zinsniveaus aktuell geringen Zinseinnahmen.
Während Unternehmen mit geringerer Bonität erhebliche Schwierigkeiten haben, Finanzierungszusagen
von Banken zu erhalten, gilt dies weniger für Unternehmen mit einer komfortablen Eigenkapital-
und Liquiditätsausstattung wie der 3U HOLDING AG. Es ist daher geplant, bei Investitionen
in den Ausbau bestehender sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder auch Fremdkapital
einzusetzen.
Mehrere zwischen der 3U HOLDING AG und der OneTel Telecommunication GmbH einerseits
und den früheren Eigentümern und Geschäftsführern der OneTel andererseits bestehende
Rechtsstreite, die teilweise seit dem Jahr 2004 andauerten, konnten durch einen Vergleich
beendet werden, den das OLG Frankfurt am Main am 2. August 2010 festgestellt hat.
Im Rahmen dieses Vergleichs einigten sich die Parteien im Wesentlichen darauf, dass
den beiden früheren Geschäftsführern der OneTel jeweils EUR 75.000 von der OneTel
gezahlt werden und die Kosten des Rechtsstreits überwiegend von der OneTel getragen
werden. Außerdem verpflichtete sich die OneTel zur Herausgabe eines von ihr erwirkten
Vorbehaltsurteils über eine Hauptforderung in Höhe von EUR 240.000 an die früheren
Geschäftsführer und Eigentümer der OneTel. Im Gegenzug verzichteten die früheren Geschäftsführer
und Eigentümer der OneTel auf ihre klagegegenständlichen Forderungen und bewilligten
die Freigabe von jeweils 621.000 (insgesamt 1.242.000) Stückaktien der 3U HOLDING
AG an die 3U HOLDING AG.
Für das Segment Breitband/IP, welches durch die LambdaNet repräsentiert wird, wurde
im letzten Quartal 2009 ein umfangreiches Restrukturierungsprogramm verabschiedet,
um Synergien zu heben und Kosten zu reduzieren. Die erfreulichen Ergebnisse seit dem
ersten Quartal 2010 bestätigen, dass hier die richtigen Entscheidungen getroffen wurden.
Am 17. Juni 2010 gab die 3U HOLDING AG bekannt, dass sie das Glasfasernetz ihrer beiden
Beteiligungs-Segmente Breitband/IP und Telefonie neu ausgeschrieben hat, da wesentliche
Teile der bisherigen Verträge über angemietete Strecken des Glasfaser-Backbones der
Konzerntochter LambdaNet Ende 2011 auslaufen. Bei dieser Ausschreibung geht es weniger
um die einfache Neuvergabe von bestehenden Strecken des aktuellen LambdaNet Glasfaser-Backbones,
als vielmehr um die Realisierung einer auf dem neusten Stand der Produktanforderungen
der Kunden entwickelten Netztopologie. Darüber hinaus ist mit erheblichen Einsparungen
in den kommenden Jahren zu rechnen, da die Netzmietenpreise in den letzten Jahren
erheblich unter Druck gekommen sind.
Im Januar 2010 wurde die Unternehmensberatung RISIMA Consulting GmbH mit einem bereits
in diesem Marktsegment etablierten Partner gegründet. Das Beratungsportfolio der RISIMA
Consulting GmbH basiert auf innovativen Reifegradmodellen in den Bereichen Corporate
Governance, Geschäftsprozess- und Risikomanagement, IT-Strategie und -Sicherheit sowie
Wissensmanagement. Dabei werden die Umsetzungserfahrungen sowohl aus der 3U HOLDING
AG als auch aus dem Bereich des Geschäftspartners berücksichtigt.
Ebenfalls im März 2010 wurde die 3U DYNAMICS GmbH gegründet. In der 3U DYNAMICS sind
zukünftig alle Vertriebs- und Vermarktungsressourcen, die innerhalb des Konzerns für
mehrere Konzerngesellschaften eingesetzt werden, gebündelt.
Im März 2010 hat die 3U HOLDING AG die Mehrheit der Geschäftsanteile an der EuroSun
Vacuum-Solar-Systems GmbH übernommen. Die EuroSun Vacuum-Solar-Systems ist eine Gesellschaft
zur Entwicklung, Produktion und Handel von Produkten der Elektroindustrie und Umwelttechnikgütern,
u.a. für thermische Solaranlagen und der ORC-Technologie zur Gewinnung von Strom aus
Wärme. Mit ihren Produktionskapazitäten ist die EuroSun ein wesentlicher Bestandteil
der im Bereich Erneuerbare Energien verfolgten Strategie.
Im September 2010 leitete die EuroSun ein Joint Venture in China ein, um damit ihre
Produktionskapazitäten erheblich auszuweiten. Der Produktionsbeginn ist für Anfang
des zweiten Quartals 2011 geplant.
Am 1. März 2010 gab die 3U HOLDING AG bekannt, dass der Aufsichtsrat des Unternehmens
mit sofortiger Wirkung die Bestellung von Herrn Oliver Zimmermann zum Vorstand widerrufen
und den bestehenden Vorstandsanstellungsvertrag gekündigt hatte. In diesem Zusammenhang
wurde am 6. Juli 2010 eine Vergleichsvereinbarung getroffen, nach der die Beendigung
der Zusammenarbeit einvernehmlich bestätigt wurde und Herr Zimmermann wegen der vorzeitigen
Beendigung der Zusammenarbeit eine Abfindung erhielt.
Schon zum Jahreswechsel 2009/2010 hatte die Tochtergesellschaft 3U SOLAR Systemhandel
AG ihre Tätigkeit in renovierten Gebäuden auf der neuen Liegenschaft begonnen. Nach
der vollständigen Errichtung der neuen Konzern-Zentrale bezogen alle anderen in Marburg
ansässigen Gesellschaften des 3U Konzerns innerhalb des ersten Halbjahrs 2010 das
neue Gebäude.
Am 15. Juli 2010 beschloss der Vorstand der 3U HOLDING AG auf Grundlage der durch
die Hauptversammlung vom 28. August 2009 erteilten Ermächtigung, in der Zeit vom 19.
Juli 2010 bis längstens zum 27. Februar 2011 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die
Börse zurückzukaufen.
Der Anteil einer Aktiengesellschaft an eigenen Aktien darf zu keinem Zeitpunkt 10
% des Grundkapitals übersteigen. Zum Zeitpunkt des Beschlusses hielt die Gesellschaft
mit 3.244.714 eigenen Aktien bereits rund 6,93 % des Grundkapitals. Daher beschloss
der Vorstand der 3U HOLDING AG, die aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung
vom 28. August 2007 im Rahmen eines Aktienrückkaufs über die Börse und eines sich
anschließenden öffentlichen Rückkaufangebots bis zum 20. Februar 2009 erworbenen Stückaktien
der Gesellschaft, mit einem anteiligen Betrag am Grundkapital von EUR 3.244.714, nach
der Hauptversammlung vom 19. August 2010 einzuziehen. Die Durchführung der Kapitalherabsetzung
erfolgte mit Eintragung in das Handelsregister am 26. Oktober 2010. Das Grundkapital
der Gesellschaft beträgt seitdem EUR 43.597.526,00 und ist eingeteilt in 43.597.526
Stückaktien.
Der Konzernumsatz hat sich gegenüber dem Vorjahr mit EUR 92,08 Mio. um EUR 9,68 Mio.
auf EUR 82,40 Mio. deutlich verringert. Hierfür zeichnet vor allem das Segment Telefonie
verantwortlich, welches sich in einem stark schrumpfenden Markt zu behaupten hat,
in dem die Wettbewerbsintensität weiterhin sehr hoch ist. Diesen starken Umsatzrückgang
konnten die neuen Geschäftsfelder noch nicht kompensieren, da die vorhandenen Ressourcen
verstärkt in Projekten eingesetzt wurden, die erst mittelfristig zu einem nachhaltigen
Unternehmenserfolg beitragen werden.
Das EBITDA lag mit EUR 6,42 Mio. um 51,5 % unter dem EBITDA des Geschäftsjahres 2009
(EUR 13,24 Mio.). Neben dem geringeren Ergebnisbeitrag aus dem Segment Telefonie trugen
dazu auch diverse Einmaleffekte bei.
So führten u. a. Wertberichtigungen auf ICA-Forderungen gegenüber der Deutschen Telekom
und Gutschriften, Aufwendungen für Umsatzsteuernachzahlungen aus einer steuerlichen
Außenprüfung, Wertberichtigungen auf die Beteiligung an der myFairPartner Limited,
Abfindungszahlungen an ehemalige Vorstände (3U HOLDING AG und LambdaNet Communications
Deutschland AG) und Mitarbeiter sowie Aufwendungen insbesondere im Zusammenhang mit
der im dritten Quartal 2010 erzielten Einigung mit den früheren Eigentümern und Geschäftsführern
der OneTel Telecommunication GmbH zu erheblichen Belastungen. Im Rahmen des Vergleichs
wurden alle bestehenden Rechtsstreite beigelegt. Im Gegenzug erhielt die Gesellschaft
1.242.000 eigene Aktien zurück, die jedoch erfolgsneutral im Konzernabschluss berücksichtigt
wurden.
Trotz des niedrigeren EBITDA weist der Konzern eine deutliche Ergebnissteigerung um
EUR 5,47 Mio. auf EUR 5,51 Mio. aus, nachdem im Vorjahr mit EUR 0,04 Mio. nur knapp
ein positives Ergebnis erzielt worden war. Hierfür sind vor allem einmalige positive
Steuereffekte sowie ein deutlich verbessertes Finanzergebnis verantwortlich. In den
positiven Steuereffekten sind neben Steuererstattungen für Vorjahre insbesondere Erträge
aus aktiven latenten Steuern enthalten.
Der internen Berichterstattung folgend, weist der Konzern in seiner Segmentberichterstattung
die Segmente Telefonie, Breitband/IP, Services und Erneuerbare Energien sowie Holding/Konsolidierung
aus. Im Folgenden werden die Segmente mit ihren intersegmentären Umsätzen dargestellt.
In der Vorjahresberichterstattung erfolgte die Konsolidierung vollständig auf der
Segmentebene. Daher wurden die Vorjahreswerte entsprechend angepasst. Darüber hinaus
ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - soweit Organschaftsverhältnisse
bestehen - von dem Organträger, der 3U HOLDING AG, getragen werden.

Mit einem Umsatz von EUR 44,37 Mio. blieb das Segment Telefonie mit einem Anteil von
über 50 % weiterhin der bedeutendste Umsatzträger im Konzern.
Der Umsatz im Segment Telefonie sank im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum
2009 von EUR 57,72 Mio. auf EUR 44,37 Mio. Der Umsatzrückgang hat sich jedoch gegenüber
den Vorjahren nicht nur absolut, sondern auch prozentual deutlich abgeschwächt. Vor
allem im Vergleich zum Call-by-Call-Markt, der im Jahr 2010 einen Rückgang von 26,5
% verzeichnete, muss der geringere Umsatzrückgang im Segment Telefonie als Erfolg
gewertet werden, da es gleichzeitig gelang, weiterhin attraktive Gewinnmargen zu erzielen.
Auch durch einmalige Belastungen, wie die Einigung mit den ehemaligen Geschäftsführern
der OneTel Telecommunication GmbH, die Ausbuchung von ICA-Forderungen gegenüber der
Deutschen Telekom AG sowie periodenfremde Aufwendungen, fiel das EBITDA auf EUR 3,67
Mio. Im Vorjahr hatte die Auflösung der Rückstellungen im Zusammenhang mit dem Rechtsstreit
OneTel noch zu einem Ertrag von EUR 1,00 Mio. geführt.
Das Ergebnis lag vor allem aufgrund der oben beschriebenen Gründe mit EUR 4,67 Mio.
deutlich unter dem Vorjahresniveau von EUR 11,44 Mio.

Das legal durch die LambdaNet Communications Deutschland AG und deren Tochtergesellschaften
repräsentierte Segment Breitband/IP hat in 2010 eine sehr erfreuliche Entwicklung
genommen. Mit den im vierten Quartal 2009 beschlossenen synergetischen Maßnahmen wie
u. a. Zusammenfassung von Verwaltungstätigkeiten, Rechnungswesen und Bündelung der
konzernübergreifenden Technologieplattformressourcen sowie der entsprechenden Marketingaktivitäten
und deren Umsetzung wurde der Turnaround im Segment Breitband/IP erreicht. Alle wirtschaftlichen
Kennzahlen belegen, dass das Segment Breitband/IP auf dem besten Wege ist, nachhaltige
positive Ergebnisse zu erzielen.
Das Segment Breitband/IP erzielte im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatz von EUR 36,78
Mio. Der Umsatz verbesserte sich damit um 1,7 % gegenüber dem Vorjahr (EUR 36,18 Mio.).
Das EBITDA verbesserte sich mit EUR 9,67 Mio. um rund 188 % gegenüber dem Vorjahreszeitraum
(EUR 3,36 Mio.). Das Ergebnis lag bei EUR 6,21 Mio., während im Vorjahr noch ein deutlich
negatives Ergebnis von EUR 5,87 Mio. zu verzeichnen war. Diese extreme Verbesserung
des Ergebnisses findet ihre Ursache sowohl direkt als auch indirekt in der verbesserten
Ertragslage der LambdaNet. Hier konnten die Kostenpositionen im Rahmen des Restrukturierungsprogramms
deutlich gesenkt werden. Aufgrund der sehr guten zukünftigen Aussichten schreiben
die maßgeblichen Bilanzierungsvorschriften vor, dass für zukünftige nutzbare steuerliche
Verlustvorträge latente Steuern anzusetzen sind. Diese führten zu einem positiven
steuerlichen Ergebnis von EUR 4,66 Mio. Ohne Berücksichtigung dieses Steuerergebnisses
lag das Ergebnis (EBT) immerhin bei beachtlichen EUR 1,56 Mio., während im Vorjahr
noch ein negatives Vorsteuerergebnis in Höhe von EUR 6,05 Mio. hinzunehmen war. Im
Vorjahr war das Ergebnis in Höhe von EUR 1,17 Mio. durch Restrukturierungskosten belastet
worden.

Das Segment Services umfasst die Vertriebs- und Vermarktungsressourcen, die konzernweit
für mehrere Konzerngesellschaften eingesetzt werden und die zukünftig verstärkt extern
vermarktet werden sollen, sowie die Bereiche Unternehmensberatung und IT-Beratung
und Entwicklung. Zum 1. Juli 2010 fand der Personalübergang der Vertriebs- und Marketingmitarbeiter
aus dem Segment Telefonie in das Segment Services statt. Der Bereich Unternehmensberatung,
der bisher ausschließlich konzernintern tätig ist, aber zukünftig ebenfalls verstärkt
Fremdmandate übernehmen wird, ist legal in der RISIMA Consulting GmbH zusammengefasst.
In dem Segment Services sind auch die ehemaligen IT-Abteilungen der 3U TELECOM GmbH
und der LambdaNet Communications Deutschland AG zusammengefasst. Diese fokussieren
sich dabei auf die Entwicklung und den Vertrieb von Standard- und Individual-Software.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden die Ressourcen in diesem Segment kontinuierlich auf-
und ausgebaut.
Die in diesem Segment ausgewiesenen Umsätze des Jahres 2010 von EUR 3,36 Mio. wurden
ganz überwiegend konzernintern generiert. Das EBITDA lag bei EUR -0,20 Mio. und das
Ergebnis war mit EUR -0,30 Mio. ebenfalls leicht negativ. Dies resultiert aus den
nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten im IT-Bereich, die notwendig sind, um
die Produkte zur Marktreife zu entwickeln. In den Bereichen Vertrieb und Unternehmensberatung
wurden hingegen leicht positive Ergebnisse erzielt.

Das Segment Erneuerbare Energien umfasst nahezu alle Aktivitäten - mit Ausnahme des
SEKW-Projektes - der 3U im Bereich der Erneuerbaren Energien. Der Handel mit solarer
Systemtechnik umfasst dabei thermische Solaranlagen zur solaren Wärmeerzeugung, Regelung,
Wärmespeicherung und Wärmeverteilung sowie Photovoltaik-Systeme. Das Leistungsspektrum
geht dabei von Systemlösungen für Einfamilienhäuser bis hin zu solaren Großanlagen.
Außerdem umfasst dieses Segment die Entwicklung, Produktion und den Handel von Produkten
der Elektroindustrie und Umwelttechnikgütern, u.a. für thermische Solaranlagen und
Anlagen zur Stromerzeugung aus Wärme.
Das Segment Erneuerbare Energien trug weniger zum Konzernumsatz bei, als im Geschäftsbericht
2009 prognostiziert. Dies lag zum einen daran, dass aufgrund einer Interimslösung
dieses Segment im ersten Halbjahr 2010 nur einen Teil der Umsätze als solchen ausweisen
konnte, da rund 50% der Umsätze lediglich provisioniert wurden. Zum anderen lag es
daran, dass vorhandene Ressourcen verstärkt in Projekten eingesetzt wurden, die erst
mittelfristig zu einem nachhaltigen Unternehmenserfolg beitragen werden. So wurde
auch die Erweiterung des Produktportfolios u.a. um Photovoltaikangebote weiter vorangetrieben.
Diese hatte in 2010 zwar noch keine wesentlichen Auswirkungen auf die Umsatzentwicklung,
führte im März 2011 jedoch zum Abschluss eines ersten großen Auftrags über die Lieferung
von Photovoltaikmodulen. Während Anfang 2010 der Businessplan für den Bereich Erneuerbare
Energien im Wesentlichen nur einen im Solarumfeld tätigen Händler vorsah, deckt das
Segment heute schon nahezu die gesamte Wertschöpfungskette ab, von der Produktion
über die Beratung (Consulting) bis hin zum Verkauf. Das Segment Erneuerbare Energien
erzielte im Jahr 2010 einen Umsatz von EUR 2,72 Mio., ein EBITDA von EUR -0,97 Mio.
und ein Ergebnis von EUR -1,01 Mio. Das Ergebnis wurde im Jahr 2010 massiv durch den
Aufbau des Geschäftsbereichs - insbesondere den Aufbau der Vertriebsaktivitäten -
belastet. Diese Belastungen konnten noch nicht durch die erzielten Margen kompensiert
werden.

Unter Holding/Konsolidierung sind sowohl die Holding-Aktivitäten, Aktivitäten im Zusammenhang
mit dem geplanten Solar-Energie-Kraftwerk, als auch die erforderlichen Konzernkonsolidierungsbuchungen
zusammengefasst.
Für die Verwirklichung des SEKW-Projekts wurden erhebliche personelle Ressourcen in
einem Kompetenz-Team aufgebaut. Diese werden sich vor allem mittelfristig bezahlt
machen, wenn das SEKW als Referenzprojekt fertiggestellt ist und die Leistungsfähigkeit
des Konzerns auch in der Außendarstellung repräsentiert.
Unter Holding/Konsolidierung wird im Berichtszeitraum ein Umsatz von EUR -4,82 Mio.
ausgewiesen. Dieser setzt sich aus den Umsätzen der Holding in Höhe von EUR 0,87 Mio.
und aus den Umsatzkonsolidierungen in Höhe von EUR -5,69 Mio. zusammen. Diese Umsatzkonsolidierungen
resultieren vor allem aus der Konsolidierung der intersegmentären Umsätze zwischen
den Segmenten Telefonie und Breitband/IP, sowie aus der Konsolidierung konzerninterner
Dienstleistungen.
Da die Konsolidierungseffekte auf EBITDA-Ebene nahezu vollständig ausgeglichen werden,
stellen wir im Folgenden die wesentlichen Veränderungen bei der Holding dar. Das EBITDA
beträgt EUR -5,75 Mio. und wird maßgeblich durch die Personalkosten in Höhe von EUR
2,26 Mio. (Vorjahr: EUR 1,84 Mio.) und sonstigen betrieblichen Aufwendungen in Höhe
von EUR 4,44 Mio. geprägt. Bei den Personalkosten ist zu berücksichtigen, dass im
Rahmen der Erschließung synergetischer Potenziale, die vormals in den Tochtergesellschaften
beschäftigten Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen nun der Muttergesellschaft zugeordnet
sind und dadurch die Anzahl der fest angestellten Mitarbeiter der Holding zum 31.
Dezember 2010 um 13 Mitarbeiter auf 21 (inklusive Vorstände) angestiegen ist. Innerhalb
der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt der größte Anteil auf Steuernachzahlungen
(sonstige Steuern) für Vorjahre mit EUR 0,67 Mio., auf Rechts- und Beratungskosten
mit EUR 0,80 Mio. (Vorjahr: EUR 0,24 Mio.), auf die IC-Weiterberechnung der Gehälter
mit EUR 0,20 Mio. (Vorjahr: EUR 0,18 Mio.) und auf die Aufsichtsratsvergütung mit
EUR 0,17 Mio. (Vorjahr: EUR 0,17 Mio.).

Die Finanzmittel der 3U HOLDING AG sind ausschließlich in Tages- und kurzfristigen
Festgeldanlagen bei der Baden-Württembergischen Bank, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf,
der Volksbank Mittelhessen und der IKB Deutsche Industriebank AG angelegt.
Per 31. Dezember 2010 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel gegenüber
dem Stichtag 31. Dezember 2009 von EUR 33,29 Mio. auf EUR 29,14 Mio. reduziert.
Neben der Reduzierung von Leasingverbindlichkeiten im Segment Breitband/IP und den
Investitionen - vor allem in die neue Konzernzentrale und den Aufbau neuer Geschäftsbereiche
- führten im Wesentlichen das Aktienrückkaufprogramm, Vorauszahlungen für Netzmieten
und die Inanspruchnahme von Rückstellungen zu dem Rückgang der liquiden Mittel auf
Jahressicht.
Die Stabilität der 3U HOLDING AG zeigt sich deutlich an der weiterhin sehr soliden
Eigenkapitalquote. Diese hat sich seit dem Jahr 2005 kontinuierlich verbessert und
überschritt zur Jahresmitte erstmals die 50%-Marke. Per 31. Dezember 2010 lag die
Eigenkapitalquote bei 51,76 % nach 47,75 % per 31. Dezember 2009.

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|
31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
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TEUR | % | TEUR | % |
| Anlagevermögen | 25.420 | 32,6 | 27.805 | 35,5 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 5.719 | 7,3 | 507 | 0,7 |
| Vorausgezahlte Netzmieten - langfristig | 667 |
0,9 | 1.269 | 1,6 |
| Langfristige Vermögenswerte | 31.806 | 40,8 | 29.581 | 37,8 |
| Umlaufvermögen | 44.562 | 57,1 | 47.395 | 60,5 |
| Vorausgezahlte Netzmieten - kurzfristig | 1.631 | 2,1 | 1.340 | 1,7 |
| Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und in Liquidation befindliche Vermögenswerte |
0 | 0,0 | 4 | 0,0 |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 46.193 | 59,2 | 48.739 | 62,2 |
| Aktiva | 77.999 | 100,0 | 78.320 | 100,0 |
| Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG | 40.527 | 52,0 | 37.394 | 47,8 |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -222 | -0,3 | 14 | 0,0 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 16.524 | 21,2 | 18.664 | 23,8 |
| Langfristige Passiva | 56.829 | 72,9 | 56.072 | 71,6 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 21.170 | 27,1 | 22.248 | 28,4 |
| Kurzfristige Passiva | 21.170 | 27,1 | 22.248 | 28,4 |
| Passiva | 77.999 | 100,0 | 78.320 | 100,0 |
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2010 belief sich auf EUR 78,00 Mio. (Vorjahr: EUR
78,32 Mio.) und ist damit gegenüber dem Vorjahr nahezu unverändert.
Die langfristigen Vermögenswerte betrugen per 31. Dezember 2010 EUR 31,81 Mio. (Vorjahr:
EUR 29,58 Mio.). Damit stieg der Anteil der langfristigen Vermögenswerte an der Bilanzsumme
auf rund 40,8 % (Vorjahr: 37,8 %) an. Wesentliche Veränderungen ergaben sich bei den
Sachanlagen, die im Wesentlichen aufgrund der vorgenommenen Abschreibungen von EUR
25,07 Mio. per 31. Dezember 2009 auf EUR 23,17 Mio. per 31. Dezember 2010 zurückgingen.
Dies konnte durch die im Jahr 2010 getätigten Investitionen nicht kompensiert werden.
Ferner wurden auf Teile der bestehenden steuerlichen Verlustvorträge erstmals aktive
latente Steuern in Höhe von EUR 5,62 Mio. gebildet, da diese zukünftig genutzt werden
können.
Die kurzfristigen Vermögenswerte betrugen EUR 46,19 Mio. per 31. Dezember 2010 (31.
Dezember 2009: EUR 48,74 Mio.). Maßgeblichen Einfluss auf diesen Rückgang hatten die
liquiden Mittel, die von EUR 33,29 Mio. (zum 31. Dezember 2009) auf EUR 29,14 Mio.
(zum 31. Dezember 2010) zurückgingen. Der Anteil der kurzfristigen Vermögenswerte
an der Bilanzsumme belief sich per 31. Dezember 2010 auf 59,2 % (31. Dezember 2009:
62,2 %).
Das Eigenkapital hat sich insbesondere aufgrund des positiven Jahresergebnisses von
EUR 37,39 Mio. auf EUR 40,53 Mio. erhöht. Gegenläufig wirkte die Kapitalherabsetzung
und die Zunahme der eigenen Anteile, die vom Eigenkapital abgesetzt werden.
Die langfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten gingen von EUR 18,66 Mio. (zum
31. Dezember 2009) um EUR 2,14 Mio. auf EUR 16,52 Mio. zurück. Während die langfristigen
Leasingverbindlichkeiten aus Verträgen über die Anmietung von Glasfaserstrecken um
EUR 2,60 Mio. zurückgingen, stiegen die langfristigen Verbindlichkeiten gegenüber
Kreditinstituten um EUR 1,63 Mio. aufgrund der Aufnahme eines langfristigen Darlehens
zur Finanzierung des Neubaus der Konzernzentrale.
Die kurzfristigen Rückstellungen und Verbindlichkeiten verringerten sich gegenüber
dem 31. Dezember 2009 von EUR 22,25 Mio. um EUR 1,08 Mio. auf EUR 21,17 Mio. Verantwortlich
hierfür sind vor allem der deutliche Anstieg der Verbindlichkeiten aus Lieferungen
und Leistungen. Gegenläufig haben sich die Rückstellungen insbesondere aufgrund der
Inanspruchnahme von Steuerrückstellungen entwickelt; dieser stand die Bildung von
Steuerrückstellungen für das Geschäftsjahr 2010 in nur deutlich geringerer Höhe gegenüber.
Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR 3,52 Mio. (Vorjahr:
EUR 10,24 Mio.) und hat sich damit gegenüber dem Vorjahr trotz der Ergebnisverbesserung
um EUR 5,79 Mio. erheblich verringert. Dies liegt vor allem daran, dass insbesondere
die gebildeten latenten Steuern bislang nicht zahlungswirksam geworden sind. Negativ
auf den Cashflow aus der operativen Tätigkeit hat sich die Abnahme der Rückstellungen
(insbesondere Steuerrückstellungen) und Wertberichtigung sowie die Abnahme der sonstigen
Verbindlichkeiten ausgewirkt.
Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit bewegt sich mit EUR -4,80 Mio. nahezu auf
Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR -4,17 Mio.). Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit
hat sich von EUR -8,25 Mio. in 2009 auf EUR -2,95 Mio. deutlich verbessert. Dieser
war im Vorjahr noch durch die Tilgungen der Darlehen im Segment Breitband/IP geprägt.
Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im 3U Konzern im Berichtszeitraum
jederzeit gegeben.
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|
31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Cashflow | -4.230 | -2.185 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 3.522 | 10.240 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit | -4.798 | -4.171 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | -2.954 | -8.254 |
| Wechselkursbedingte Änderungen | -3 | 0 |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | 86 | 0 |
| Veränderungen der flüssigen Mittel | -4.230 | -2.185 |
| Flüssige Mittel am Jahresanfang | 33.289 | 35.474 |
| Flüssige Mittel am Jahresende* | 29.142 | 33.289 |
*
Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder in Höhe von EUR 1,5 Mio.
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der
Aufstellung des Konzernlageberichts insgesamt positiv. Unsere Umsätze in den Segmenten
Telefonie und Breitband/IP entsprachen im Wesentlichen der zu Jahresanfang aufgestellten
Planung, während die Segmente Services und vor allem Erneuerbare Energien nicht die
zum Jahresanfang 2010 kommunizierten Umsatzziele erreichten. Die Ergebnisziele wurden
insbesondere im Bereich Breitband/IP weit übertroffen. Im Segment Erneuerbare Energien
haben wir die Chance ergriffen, diesen Bereich viel breiter aufzustellen, als ursprünglich
geplant, und haben damit das Fundament für eine langfristig erfolgreiche Entwicklung
dieses Bereiches gelegt. Bedingt durch diese Aufbauarbeiten konnte das gesteckte Ergebnisziel
nicht erreicht werden.
Der 3U Konzern ist aufgrund seiner soliden Finanz- und Vermögenslage in einer starken
Position, um sich erfolgreich weiter entwickeln zu können.
In 2010 wurden im Konzern Investitionen in Höhe von EUR 5,54 Mio. (Vorjahr: EUR 4,37
Mio.) getätigt.
Im Segment Telefonie wurden EUR 0,04 Mio. (Vorjahr: EUR 0,29 Mio.) investiert. Im
Segment Breitband/IP wurden Investitionen in Höhe von EUR 1,43 Mio. (Vorjahr: EUR
1,85 Mio.) getätigt. Investiert wurde schwerpunktmäßig in den Ausbau der Technikstandorte
und in die Anbindung neuer Kunden. Damit wurden alle notwendigen Erhaltungs- und Erweiterungsinvestitionen
getätigt. Die Investitionen in den Segmenten Services und Erneuerbare Energien betrugen
EUR 0,17 Mio. resp. EUR 0,50 Mio. nach EUR 0,16 Mio. bzw. EUR 0,00 Mio. im Vergleichszeitraum
2009. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen der Holding in Höhe von EUR 3,40
Mio. im Berichtszeitraum 2010 (2009: EUR 1,83 Mio.) sind überwiegend in die neue Konzernzentrale
sowie in den Ausbau der neuen Geschäftsfelder geflossen.

Für das Geschäftsjahr 2011 sind insgesamt Investitionen in Höhe von rund EUR 4,5 Mio.
in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,2 Mio. im Segment
Telefonie, EUR 1,3 Mio. im Segment Breitband/IP, EUR 0,2 Mio. im Segment Services,
EUR 0,8 Mio. im Segment Erneuerbare Energien und EUR 2,0 Mio. bei der Holding investiert
werden.
Der 3U Konzern beschäftigte am Bilanzstichtag 162 Mitarbeiter (Vorjahr: 168). Im Jahresdurchschnitt
waren es 159 (Vorjahr: 163). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gliedert
sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche:

Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert.
Es sind vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 3U HOLDING AG und ihrer
Beteiligungsunternehmen, die für den Unternehmenserfolg verantwortlich sind. Daher
hat ihre Identifikation mit dem Unternehmen und ihr Engagement für deren Ziele höchste
Priorität.
Die Potenziale der Mitarbeiter werden unter anderem durch ein hohes Maß an Eigenverantwortung
gefordert und gefördert. Die Mitarbeiter haben die Möglichkeit an internen und externen
Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit dem
Unternehmen wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte
im Vordergrund stehen. Darüber hinaus unterstützt das Unternehmen die Gesundheitsvorsorge
seiner Mitarbeiter durch entsprechende Programme.
*
Vollzeitäquivalente (inkl. Vorstand)
Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung
richten sich grundsätzlich nach §§ 179,133 AktG. Nach § 13 Abs. 2 der Satzung i. V.
m. § 179 Abs. 2 S. 2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher
Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere
Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit
des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit
gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals.
Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 43.597.526 nennwertlosen auf den Inhaber
lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt
eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus
den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften.
Am Kapital der Gesellschaft sind zum 31. Dezember 2010 wie folgt beteiligt:
| Name | Funktion | Stückzahl | Prozent |
| Michael Schmidt | (Vorstand) | 8.999.995 Aktien | 20,64 % |
| Michael Göbel | (Vorstand) | 8.500 Aktien | 0,02 % |
| Gerd Simon | (Aufsichtsrat) | 10.000 Aktien | 0,02 % |
| Bestand eigene Aktien |
|
4.147.041 Aktien | 9,51 % |
Hinsichtlich direkter und indirekter Beteiligungen am Kapital der 3U HOLDING AG, die
10 % übersteigen, sind uns in den Geschäftsjahren 2009 und 2010 keine Meldungen zugegangen.
Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Grundkapital bis zum 27. August 2014 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt
EUR 23.421.120,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den
Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats
das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen:
1. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage soweit der Nennbetrag der neuen Aktien,
für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weder insgesamt zehn vom Hundert des
am 28. August 2009 vorhandenen Grundkapitals übersteigt noch der Ausgabebetrag der
neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186
Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet; 2. sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen
zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen; 3. für
Spitzenbeträge. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die
weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.
Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 4.684.224,00,
eingeteilt in bis zu 4.684.224 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I).
Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten,
welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. August
2010 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien
nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts
noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde,
am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die
weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.
Der Vorstand der 3U HOLDING AG hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 14. Juli
2010 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. August 2009 beschlossen,
in der Zeit vom 19. Juli 2010 bis längstens zum 27. Februar 2011 bis zu 10 % der eigenen
Aktien über die Börse zurückzukaufen. Der Aktienrückkauf diente allen im Ermächtigungsbeschluss
der Hauptversammlung vom 28. August 2009 vorgesehenen Zwecken. Die BankM, Repräsentanz
der biw Bank für Investments und Wertpapiere wurde mit der Durchführung beauftragt.
Das Aktienrückkaufprogramm über die Börse begann am 19. Juli 2010 und endete am 21.
Januar 2011. Insgesamt erwarb die 3U HOLDING AG im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms
3.117.500 eigene Aktien. Durch den mit Alteigentümern der OneTel getroffenen Vergleich
sind der 3U HOLDING AG 1.242.000 Aktien Ende Dezember 2010 zugeflossen. Insgesamt
hält die 3U HOLDING AG seit dem 21. Januar 2011 4.359.740 eigene Anteile; das entspricht
knapp 10 % des Grundkapitals der Gesellschaft von EUR 43.597.526,00.
Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die
3U HOLDING AG keine Vereinbarungen.
Nach Maßgabe des § 15a WpHG haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben
wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden
Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen.
Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen
in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person
mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden
Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht.
Der 3U HOLDING AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine entsprechenden Geschäfte
gemeldet. Jedoch führte die am 26. Oktober 2010 im Handelsregister Marburg eingetragene
Kapitalherabsetzung dazu, dass bei unverändertem Aktienbesitz der Anteil von Herrn
Michael Schmidt die Schwelle von 20 % der Stimmrechte überschritten hat und seitdem
20,64 % beträgt.
Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat mit Datum vom 24. März 2011 eine Erklärung zur
Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite der
3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance"
allgemein zugänglich gemacht.
Detaillierte Angaben zur Vorstandsvergütung sind in dem im Corporate Governance Bericht
enthaltenen Vergütungsbericht als Bestandteil des Lageberichts separat dargestellt.
Aufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung.
Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstruktur gewährleisten hierbei eindeutige
Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs-
und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht
im Wesentlichen aus folgenden Komponenten :
| ― |
Risiko- und Chancenmanagement im Monats-Rhythmus |
| ― |
Management-Informations-Berichtswesen im Monats-Rhythmus |
| ― |
Regelmäßige Sitzungen auf Vorstandsebene im Wochen-Rhythmus |
| ― |
Regelmäßige Sitzungen auf Managementebene aller Gesellschaften im Monats-Rhythmus |
| ― |
Regelmäßige Abteilungs- und Teamprotokolle im Wochen-Rhythmus |
| ― |
Rollierende Monatsplanung/Liquiditätsentwicklung |
Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen, an Zielsetzungen für EBITDA
und an budgetierten Cashflows im Monatsvergleich für die jeweils folgenden zwölf Monate.
Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt anhand von prozentualen
Veränderungen. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen
analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und
Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen innerhalb einer Komponente werden
in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsbereichsleitern
kommuniziert. Die Organisationsstruktur und die Elemente des Steuerungssystems bilden
somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen.
Die 3U HOLDING AG ist eine börsennotierte Management- und Beteiligungsgesellschaft,
die eine Vier-Säulen-Strategie verfolgt. Neben den traditionellen Segmenten Telefonie
und Breitband/IP wurden in den vergangenen Jahren die beiden Säulen Services sowie
Erneuerbare Energien aufgebaut. Diese Entwicklung wird weiter vorangetrieben, so dass
auch zukünftig der Investitionsfokus vor allem auf jungen und innovativen Wachstumsunternehmen
mit einem Schwerpunkt im Bereich Erneuerbare Energien liegen wird.
Die Innovativen Technologien sollen herausragend und überzeugend sein und einen substanziellen,
zu verteidigenden Technologie- und Wettbewerbsvorteil besitzen. Sie sollen einen ausgeprägten
Kundennutzen und besondere Alleinstellungsmerkmale entwickeln können und ein klar
identifizierbares Marktpotenzial aufweisen.
Jedes Investment soll Aussicht auf einen überdurchschnittlichen Return on Investment
bieten, der in einem vielversprechenden Verhältnis zum abgeschätzten Risiko steht
und auf einem sorgfältig recherchierten und überzeugenden Business Plan basiert. Der
3U Konzern investiert vor allem in organisches Wachstum und verfolgt darüber hinaus
auch eine langfristig orientierte "Buy-and-Build"-Strategie.
Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen
von Risiken zugunsten eines unternehmerischen Erfolges ist unumgänglich und sinnvoll.
Der 3U Konzern setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und
verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und
zu steuern und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik
des 3U Konzerns legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen
fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risikomanagement
dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolgs und der Senkung
der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen und um den gesetzlichen
und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt der Vorstand über
ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risiko- und Chancenmanagement-System
mit dem Namen "3U-RICH". Dieses konzernweite Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem
umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften, von denen potenzielle
entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen für den Konzern
ausgehen können. Daher sind die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen
Risiken sowie der risikobewusste Umgang mit diesen Risiken ein zentraler Ausdruck
unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem dynamischen Marktumfeld. Das "3U-RICH"-System
wird den sich ändernden Rahmenbedingungen entsprechend angepasst und unterliegt einer
kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen
auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden.
Das "3U-RICH"-System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem.
Der 3U Konzern hat 2010 im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die
Themen Compliance, Rechnungslegungsprozess und IKS in das Risikomanagementsystem stärker
eingebunden. Dabei orientiert sich die 3U an dem international anerkannten Standard
COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für
angemessen hält.
Vorstand und Aufsichtsrat des 3U Konzerns verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate
Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg
ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht.
Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest,
in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben
werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet
und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern
die Schaffung von Handlungsspielräumen, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der
Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen. Hierbei
steht ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken im Vordergrund.
Das vom Vorstand des 3U Konzerns für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem
hat sich als effizient bewährt. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter des Konzerns
ist angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen
risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung
von Risiken sind die jeweiligen operativen Vorgesetzten. Regelmäßige Schulungen tragen
dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter der Vorgaben bewusst sind.
Im vierten Quartal 2010 wurde das "3U-RICH"-System durch den Einsatz einer professionellen
Risikomanagementsoftware weiter optimiert. Die neue Strukturierung der Gesellschaften
im Konzern und die damit verbundene Ausweitung der Geschäftsaktivitäten in verschiedenen
Wirtschaftssegmenten erforderten eine Optimierung der Prozess- und Arbeitsabläufe
im Risikomanagement, um die Effektivität und die Effizienz des Systems weiterhin sicherstellen
zu können. Dazu hat der Vorstand die Risikomanagementsoftware r2c der Schleupen AG
im Konzern eingeführt. Die Schleupen AG gehört zu den führenden deutschen Anbietern
von Risikomanagementsoftware. Diese Software unterstützt sowohl die Risikoeigner als
auch den Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken in allen Konzerngesellschaften.
Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems
obliegt dem Vorstand des 3U Konzerns. Dieser wird mindestens monatlich durch den zentralen
Risikomanager im Rahmen von standardisierten Reportings über die aktuelle Risikosituation
und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhält auch
der Aufsichtsrat des 3U Konzerns ebenfalls unmittelbar durch den Risikomanager des
Konzerns dieses standardisierte monatliche Reporting. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware
r2c ist der Detaillierungsgrad in der monatlichen Berichterstattung deutlich gestiegen.
Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit dem Risikomanager und ggf. den Risikoeignern
über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen,
basierend auf veränderten Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig
den Aufsichtsrat über diese Risikoentwicklung und die veranlassten Maßnahmen.
Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im "3U-RICH"-System sowie die Einhaltung
der Regelungen und Richtlinien wird dem Aufsichtsrat mindestens zwei Mal jährlich
im Rahmen von Konsultations- und Auditprozessen im Beisein des Risikomanagers Bericht
erstattet. Dabei werden auch die Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement
berücksichtigt, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. §
107 Abs. 3, S. 2 AktG systematisch ausführt.
In dem "3U-RICH"-System werden in mehreren Risikoinventuren bis hinunter auf Abteilungsebene
der einzelnen Unternehmen die Risiken des 3U Konzerns so vollständig und so ökonomisch
sinnvoll wie möglich erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende
Entwicklungen so früh wie möglich zu erkennen. Das dadurch entstandene Risikoportfolio
des 3U Konzerns basiert auf der Einschätzung von möglichen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten
verschiedenster Szenarien. Für die im Rahmen dieser Risikoinventur identifizierten
Risiken werden Risikoindikatoren festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und
Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Diese ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt
durch die dezentralen Risikoeigner und den zentralen Risikomanager anhand operativer
und finanzieller Kennzahlen.
Darüber hinaus werden in den Tochterunternehmen LambdaNet Communications Deutschland
AG und SEGAL Systems GmbH im Rahmen des Standards ISO 27001, nach dem beide Unternehmen
zertifiziert sind, mindestens einmal jährlich zusätzliche Risikoinventuren unter dem
Schwerpunkt der Informationssicherheit durchgeführt und daraus entsprechende Maßnahmen
abgeleitet.
Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend
die wesentlichen Risiken in den einzelnen Segmenten genannt, die aus heutiger Sicht
die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einzelgesellschaften und aggregiert die
des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten.
Die Risiken in den Segmenten Telefonie und Breitband/IP waren auch im Berichtsjahr
2010 maßgeblich für das Risikomanagement im 3U Konzern. In den Risikoinventuren wurden
erneut die Risiken aus den zurückliegenden Risikoinventuren bestätigt. Lediglich die
Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Für die Bereiche
Services und Erneuerbare Energien sind die Erfahrungswerte dagegen auf niedrigem Niveau,
so dass erst in den nächsten Jahren diesbezügliche Aussagen getroffen werden können.
Es sind einzelne Risiken in allen Segmenten des Konzerns zu erkennen, deren Identifizierung,
Bewertung und Steuerung über die Segmentgrenzen hinaus erforderlich waren. Dazu gehören
überwiegend operative Risiken. Diese Risiken sind eher kurzfristiger Natur und konzentrieren
sich in allen Unternehmenssegmenten auf mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen
Systemen, auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse.
Die Dienstleistungen der Segmente Telefonie, Breitband/IP und Services basieren im
Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien.
Auch im Segment Erneuerbare Energien ist der Einsatz dieser Technologien von großer
Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes und die Durchführung
kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende
Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses
Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet der 3U Konzern unter anderem
auch dadurch, dass er die Informationssicherheitsmanagementsysteme seiner Tochtergesellschaften
LambdaNet und SEGAL Systems, die für alle Konzerngesellschaften die IT- und Telekommunikationsplattform
zur Verfügung stellen, an der ISO 27001 konsequent ausrichtet und dies erneut im Jahr
2010 durch den TÜV Süd erfolgreich zertifizieren ließ.
In allen Unternehmensteilen des 3U Konzerns wird hoch qualifiziertes Personal benötigt.
Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten
und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmen könnte das Erreichen
der jeweiligen Unternehmensziele gefährden. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze
der Mitarbeiterführung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung
und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur.
Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem
sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit
der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht. Nach
außen repräsentiert die Unternehmenskultur die Ausrichtung auf den Kunden sowie die
Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Gesellschaft.
Um die Konzernziele zu erreichen, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der
damit verbundenen Produktivität des Konzerns abgestimmt sein. Der Einsatz von modernen
Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung
auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation
innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen
Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden.
Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen,
wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des
Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden.
Ein effektiver und effizienter Ablauf in allen Geschäftsprozessen vermindert auch
das Risiko einer mangelnden Kundenzufriedenheit.
Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können,
wurde das Compliance Management weiter optimiert, um die sich ergebenden Risiken weiter
zu vermindern. Im Berichtsjahr wurde dies unter anderem durch die Bestellung eines
Compliance-Beauftragten als Ansprechpartner für alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter
im Konzern sowie der Durchführung regelmäßiger Schulungen erreicht.
Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den
Bereichen Telekommunikation/Breitband/IT und Energieversorgung werden für die gegenwärtigen
Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Die
Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu
können.
In diesem Segment ist der wichtigste Sektor der Call-by-Call-Markt. Ein generelles
Risiko stellen dabei die vielfältigen Flatrate-Angebote dar. Die Festnetz-Flatrates
machen Call-by-Call für innerdeutsche Festnetztelefonate überflüssig. Ein ähnliches
Risiko besteht durch Flatrates im Mobilfunk, welche i. d. R. eine Flatrate für Mobil-
und Festnetz beinhalten. Die Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk führt zu
sinkenden Erträgen. Preise von Mobil zu Mobil unter Festnetzniveau stellen auch ein
Risiko für das Call-by-Call-Geschäft dar. Ein weiteres Risiko besteht darüber hinaus
durch die Technologie Voice Over IP (VoIP) und Angebote wie z. B. Triple Play, da
Minutenpreise durch Flatrate-Angebote unter Druck geraten. Dem erwartungsgemäßen Umsatzrückgang
in der Branche begegnet das Segment Telefonie unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem.
Auch im Bereich Breitband/IP agiert der 3U Konzern in einem weiterhin sehr wettbewerbsintensiven
Markt. Die aggressive Preispolitik von Wettbewerbern und die gesamtwirtschaftliche
Situation könnten sich negativ auf die erzielbaren Margen und Marktanteile auswirken.
Wesentliche Kunden dieses Bereichs könnten aus strategischen oder ökonomischen Gründen
eine eigene Netzinfrastruktur aufbauen.
Mit den Ende 2009 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen, die unter anderem auf
die Nutzung von konzerninternen synergetischen Maßnahmen sowie optimierten Vertriebs-
und Marketingaktivitäten abzielte, konnte der Turnaround in diesem Segment erreicht
werden.
Die LambdaNet wurde 2010 erneut durch den TÜV Süd gemäß dem internationalem Standard
ISO 27001 zertifiziert. Dies verdeutlicht den hohen Stellenwert, den die Unternehmensführung
einem funktionierenden Informationssicherheitsmanagementsystem zukommen lässt.
Dieses Segment umfasst die Aktivitäten der 3U DYNAMICS GmbH, der RISIMA Consulting
GmbH und der SEGAL Systems GmbH.
Die Gesellschaften dieses Segmentes bewegen sich in einem Sektor, der von einem starken
Wettbewerb geprägt ist. Wir sehen aber ein erhebliches Marktpotenzial in den eigenentwickelten
innovativen Anwendungen, die bereits erfolgreich im Konzern implementiert sind.
Die SEGAL Systems GmbH konnte 2009 ihr hohes technisches und organisatorisch-personelles
Know-how im Rahmen der erfolgreichen Zertifizierung durch den TÜV Süd gemäß dem internationalen
Standard ISO 27001 unter Beweis stellen.
Der nationale und internationale Ausbau der erneuerbaren Energien wird allen Erwartungen
zufolge deutlich ansteigen. Steigende Energiepreise aufgrund wachsender Nachfrage
bei gleichzeitig sinkenden Ressourcen und die zunehmend sichtbar werdenden Auswirkungen
des Klimawandels haben die Akzeptanz für eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien
in der deutschen Bevölkerung ansteigen lassen. Der 3U Konzern hat mit Tochtergesellschaften
in dem Segment Erneuerbare Energien verdeutlicht, dass er an diesem Wachstum partizipieren
und in diese Technologien investieren will. Die Diskussionen über die staatliche Förderung
erneuerbarer Energien haben 2010 zur Verunsicherung der Verbraucher beigetragen. Dennoch
lassen sich keine Anzeichen für einen grundsätzlichen Rückgang in der Nachfrage nach
erneuerbaren Energien erkennen. Durch die Entwicklung innovativer Produkte in diesem
Segment, wie beispielsweise das Konzept "Solarenergiekraftwerk", welches auf dem Firmengelände
realisiert wird, wird der 3U Konzern die Chancen, die sich in diesem Markt bieten,
ergreifen.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage und die konjunkturelle Entwicklung haben einen
erheblichen Einfluss auf das Beteiligungsgeschäft. Bei einer Verbesserung der konjunkturellen
Rahmenbedingungen wird Unternehmen ein höherer Wert zugestanden. Dadurch ergeben sich
verbesserte Exit-Szenarien. Bei einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen,
vergrößert sich die Anzahl derjenigen Unternehmen, die zu günstigen Konditionen zum
Verkauf stehen. Ein Vorteil im Vergleich zu den Wettbewerbern im Markt stellt sich
für die 3U HOLDING AG dadurch dar, dass Finanzierungen aufgrund der sehr guten Eigenkapitalquote
im Zusammenhang mit einer guten Liquiditätslage einfacher zu realisieren sind.
Der 3U Konzern setzt auf organisches Wachstum und Investitionen im Bereich Innovative
Technologien. Dabei sind die Zukunftsaussichten eines Unternehmens die vorrangigen
Kriterien bei der Auswahl von möglichen Investments. Der 3U Konzern ist bestrebt,
das Risiko des Beteiligungsportfolios aufgrund konjunktureller Schwankungen einzelner
Unternehmen, Branchen oder Regionen durch Diversifikation zu minimieren.
Es kann nicht ausgeschlossen werden, dass die wirtschaftliche Entwicklung eines künftigen
Beteiligungsunternehmens durch eine sich verschlechternde Marktlage in einer bestimmten
Branche negativ beeinflusst wird, bis hin zur Insolvenz dieses Beteiligungsunternehmens,
ohne dass dies durch das Management der Beteiligungsunternehmen verhindert werden
kann.
Der 3U Konzern ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt.
Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung
von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen.
Ein wesentliches Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen
wesentlichen Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko,
dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird,
seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten
ausgesetzt ist. Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität
sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle
Risiken auftreten könnten.
Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes
Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass
jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht.
Der Rechnungslegungsprozess wird für alle Konzerngesellschaften zentral in der Finanzabteilung
der Holding realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den
Rechnungslegungsprozess einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung.
Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess
soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken,
Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit
und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung sicher zu stellen,
unter Berücksichtigung möglicher Risiken. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen,
bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen
und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Das interne
Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder
in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert
sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche
Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen
("Vier-Augen-Prinzip"). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise
durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch den Bereich
Risikomanagement anhand definierter Kennzahlen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen
laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab,
damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten
IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt.
Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die eingesetzten
IT-Systeme und deren Anwendungen.
Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick
auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf
ihre Auswirkungen für den 3U Konzern untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen.
Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines
Risikos an dieser Stelle des Rechnungslegungsprozesses. Dieses Risiko kann verschiedener
Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammenwirken von
Risiko- und Compliancemanagement und internes Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess
besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses
ständig optimiert.
Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozess sind zugeordnet und
dokumentiert.
Das implementierte und kontinuierlich weiter entwickelte Risikomanagementsystem mit
den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten,
z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine
vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Konzernrechnungslegung dennoch nicht gewährleisten.
Mit der strategischen Neuausrichtung sind die Weichen gestellt, um attraktive Renditen
zu erwirtschaften und den Wert des Unternehmens nachhaltig zu steigern.
Die konsequente Ergebnisorientierung in dem Segment Telefonie und die erfolgreiche
Restrukturierung im Segment Breitband/IP verbunden mit den Potenzialen in den weiteren
Segmenten führen zu einem attraktiven Chancen-/Risiko-Verhältnis im Unternehmen. Dieses
Verhältnis weiter zu verbessern ist eine primäre Aufgabe der strategischen Unternehmensführung.
Innerhalb der nächsten Jahre soll die 3U Gruppe zu einem erfolgreichen Beteiligungs-Konzern
mit einem entsprechend diversifizierten Portfolio entwickelt werden.
Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell
eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns
ausgehen. Jedoch liegen unter Berücksichtigung aller bekannten Tatsachen und Umstände
derzeit weder entwicklungsbeeinträchtigende noch bestandsgefährdende Risiken vor,
die den Fortbestand des 3U Konzerns in einem überschaubaren Zeitraum gefährden können.
Unser "3U-RICH"-System ermöglicht das frühzeitige Erkennen von möglichen Risiken und
unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund
fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen
abweichen.
Am 10. Februar 2011 wurde die Triast GmbH als 100%ige Tochtergesellschaft in der Schweiz
gegründet. Geschäftszweck ist die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen
sowie die Entwicklung von Software und Technologie im Bereich der Energiegewinnung
und -umwandlung.
Ebenfalls am 10. Februar 2011 wurde die neue Teilnehmernetzbetreibergesellschaft Younip
Telecom GmbH mit internationalen Partnern gegründet. Mit diesem Joint Venture, das
vornehmlich den Markt für Calling-Card-Kunden im Visier hat, besetzt der Konzern eine
weitere Nische im Telekommunikationsmarkt. Der auf die 3U HOLDING AG entfallende Anteil
beträgt 50,72 %.
Im Juni 2010 teilte die 3U HOLDING AG mit, dass wesentliche Teile der bisherigen Verträge
über angemietete Strecken des Glasfaser-Backbones der LambdaNet Ende 2011 auslaufen.
Daher wurde dieses Glasfasernetz neu ausgeschrieben. Die am 18. Februar 2011 gegründete
Exacor GmbH hat als Ziel die Realisierung eines Glasfasernetzes, mit dem sich geänderte
Anforderungen des Marktes sowie Anforderungen resultierend aus dem Einsatz neuer Technologien
langfristig kosteneffizient abbilden lassen. Dieses neue Glasfasernetzkonzept soll
zukünftig alle Glasfaser- und WDM-Kapazitäten des 3U Konzerns bündeln und damit eine
offene "Bit-Transport-Plattform" darstellen.
Im März 2011 hat die 3U SOLAR Systemhandel AG einen Rahmenvertrag für das Jahr 2011
über den Einkauf von Photovoltaikmodulen (PV-Module) abgeschlossen. Dieser Rahmenvertrag
beinhaltet ein Einkaufsvolumen für PV-Module mit einer elektrischen Leistung in Höhe
von 25 Megawatt Peak (MWp) mit einem Marktwert von rund EUR 30,0 Mio. Parallel wurde
ein Rahmenvertrag mit einer Berliner Gesellschaft über den Verkauf von PV-Modulen
mit einer elektrischen Leistung in Höhe von 15 MWp mit einem Marktwert von rund EUR
18,5 Mio. abgeschlossen. Gegenüber der 3U SOLAR Systemhandel AG hat die 3U HOLDING
AG eine Finanzierungszusage abgegeben, in der sie garantiert, die 3U SOLAR Systemhandel
AG finanziell so auszustatten, dass sie ihren Verbindlichkeiten aus dem für das Jahr
2011 bestehenden Rahmenvertrag über den Erwerb von PV-Modulen mit einer Leistung in
Höhe von 25 MWp zeitnah und vollumfänglich nachkommen kann.
Seit dem Geschäftsjahresende 2010 gab es, mit Ausnahme der Umwelt- und Naturkatastrophe
Anfang März in Japan, keine signifikanten gesamtwirtschaftlichen, sozialpolitischen,
gesellschaftsrechtlichen oder finanzierungstechnischen Änderungen, die sich nach unseren
Erwartungen maßgeblich auf unser Geschäft auswirken könnten.
Aus der Umwelt- und Naturkatastrophe in Japan können sich aufgrund von Preissteigerungen
auf der Beschaffungsseite sowie durch finanzwirtschaftliche Verwerfungen negative
Einflüsse auf die Entwicklung der Gesellschaft und der Gruppe ergeben. Gerade für
den Bereich der Erneuerbaren Energien können sich aus dieser Katastrophe aber auch
Wachstumsimpulse ergeben, die durch geänderte politische Rahmenbedingungen unterstützt
werden.
Im Jahr 2009 wurde die Liegenschaft Frauenbergstraße 31-33 in Marburg gekauft, um
dem 3U Konzern auch räumliches Wachstum zu ermöglichen. Zum 1. Januar 2011 erfolgte
der Kauf einer weiteren Liegenschaft (Cappeler Straße 93, ebenfalls in Marburg) zum
Preis von TEUR 950 zzgl. Anschaffungsnebenkosten. Dieses Grundstück ergänzt unsere
im Jahr 2009 gekaufte Hauptliegenschaft und fördert damit die Weiterentwicklung der
Gesamtliegenschaft.
Am 14. Juli 2010 beschloss der Vorstand der 3U HOLDING AG auf Grundlage der durch
die Hauptversammlung vom 28. August 2009 erteilten Ermächtigung, in der Zeit vom 19.
Juli 2010 bis längstens zum 27. Februar 2011 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die
Börse zurückzukaufen.
Die 3U HOLDING AG hat am 21. Januar 2011 das Aktienrückkaufprogramm beendet, welches
am 19. Juli 2010 begonnen wurde. Bis zum 21. Januar 2011 wurden die zurückerworbenen
Aktien zu einem durchschnittlichen Preis von EUR 0,7338 und einem Gesamtpreis von
EUR 2,29 Mio. erworben.
Der Aufsichtsrat hat das Vorstandsmitglied Michael Schmidt mit Wirkung ab dem 1. Januar
2011 zum Sprecher des Vorstandes ernannt. Weitere Änderungen im Management haben sich
nicht ergeben.
Die weltwirtschaftliche Dynamik hat seit dem Frühjahr an Schwung verloren, befindet
sich allerdings weiterhin über ihrem langfristigen Durchschnitt. Die Entwicklung ist
in einzelnen Wirtschaftsräumen und Ländern jedoch sehr unterschiedlich. Während sich
die Expansion in den Schwellenländern bereits seit Jahresbeginn 2010 abgeflacht hat,
haben die Industrieländer erst ab der Jahresmitte zunehmend an Dynamik eingebüßt.
Der konjunkturelle Tempoverlust hat unterschiedliche Ursachen. So haben die Schwellenländer
nach einer sehr raschen Erholung bereits im Sommer ihren längerfristigen Trendpfad
wieder überschritten. Die aktuell beobachtete Abschwächung des Produktionszuwachses
geht vor allem auf restriktive Maßnahmen der Geld- und Fiskalpolitik zurück, um aufkommenden
Inflationsdruck zu dämpfen und Übertreibungen an den Immobilien- und Kapitalmärkten
entgegenzuwirken. In den Industrieländern liegt die gesamtwirtschaftliche Erzeugung
hingegen weiterhin deutlich unterhalb des Vorkrisenniveaus. Anhaltende strukturelle
Probleme im Finanz- und Immobiliensektor sowie der starke Konsolidierungsdruck aufgrund
der hohen privaten und öffentlichen Verschuldung belasten die gesamtwirtschaftliche
Aktivität und verhindern eine rasche Rückkehr auf das Vorkrisenniveau.
Die Stimmung an den internationalen Finanzmärkten bleibt angespannt. Die Sorgen um
die stark gestiegenen Budgetdefizite und Schuldenstände der Industrieländer und die
damit einhergehenden Zweifel an der Zahlungsfähigkeit insbesondere einiger Länder
der Euroraum-Peripherie bestimmen das Geschehen. So sind die Risikoaufschläge auf
Staatsanleihen der betroffenen Länder trotz der Einrichtung von umfangreichen Rettungsmechanismen
durch die europäische Staatengemeinschaft, den internationalen Währungsfonds und die
europäische Zentralbank weiter angestiegen.
Die deutsche Wirtschaft hat ihren vor mehr als einem Jahr begonnenen Aufholprozess
mit hoher Dynamik fortgesetzt. Nachdem die Impulse dafür zunächst aus dem Ausland
gekommen waren, gewann die Binnenwirtschaft in den vergangenen Quartalen mehr und
mehr an Bedeutung. Besonders wichtig war dafür der Investitionsanreiz, der aus einem
historisch niedrigen Zinsniveau resultierte. In 2011 bleiben die Konjunkturampeln
in Deutschland auf Grün, das Bruttoinlandsprodukt dürfte nach einer Prognose des Instituts
für Wirtschaftsforschung e. V. (ifo) um rund 2,4 % steigen. Entscheidend hierfür wird
voraussichtlich die Entwicklung der heimischen Nachfrage sein. Bei alledem ist zu
erwarten, dass sich die Beschäftigungssituation weiter verbessert. Die Arbeitslosenquote
dürfte auf 7,0 % sinken.
In Folge des Aufschwungs werden die Verbraucherpreise etwas anziehen, mit voraussichtlich
1,7 % wird die Inflationsrate aber unter dem Preisziel der EZB bleiben. Das staatliche
Budgetdefizit, das in 2010 rund 3,5 % betrug, sollte in 2011 aufgrund der anhaltend
guten Konjunktur und der Konsolidierungsmaßnahmen auf 2,3 % sinken.
Seit dem Jahr 2005 sind die Umsätze im Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in
Deutschland rückläufig. Diese Entwicklung basiert auf starken Umsatzrückgängen im
Festnetzbereich und moderaten Rückgängen im Mobilfunkmarkt. Zumindest 2010 dürfte
es beim Mobilfunk aufgrund der zunehmenden Nutzung von mobilen Diensten zu einer Umsatzstabilisierung
gekommen sein. Damit herrscht in der Telekommunikationsbranche ein Verdrängungsmarkt,
der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch
aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet
ist.
Wegen der starken Schwankungen des Call-by-Call-Marktes ist eine mittelfristige Marktprognose
schwierig. Der Vorstand rechnet für die Geschäftsjahre 2011 und 2012 mit einer weiterhin
rückläufigen Entwicklung und insgesamt mit einer erhöhten Volatilität des relevanten
Marktes.
Der 3U Konzern wird weiterhin die Strategie verfolgen im angestammten Kerngeschäft
profitable Nischen zu erkennen und zu besetzen. Jedoch gestaltet sich das Marktumfeld
zunehmend schwieriger, so dass in diesem Bereich weiterhin mit rückläufigen Umsätzen
und damit einhergehend geringeren Erträgen zu rechnen ist.
Der Markt der Breitbandanschlüsse nähert sich in Deutschland mittelfristig der Sättigungsgrenze.
Jedoch nimmt das Datenvolumen und damit die Nachfrage deutlich zu (im Jahr 2010 um
10 %). Die zunehmende Nutzung von Videodiensten wie IP-TV, Web-TV und Video-Up-/Download
ist maßgeblich für dieses steigende Datenübertragungsvolumen pro Anschluss verantwortlich.
Aufgrund tendenziell sinkender Preise wächst der Markt jedoch nur im einstelligen
Prozentbereich. Für das Segment Breitband/IP erwartet der Vorstand ein moderates Umsatzwachstum
bei stabilen Ergebnissen.
Die Dienstleistungen des Segments Services werden 2011 als auch 2012 noch mehrheitlich
konzernintern in Anspruch genommen. Mittelfristig besitzen diese Dienstleistungen
das Potential auch verstärkt von externen Kunden nachgefragt zu werden. Marktexperten
bescheinigen den jeweiligen Dienstleistungsangeboten, wie IT-Services, Consulting-Dienstleistungen
und Marketing- und Vertriebsunterstützung gute Wachstumsaussichten. Der Vorstand geht
ebenfalls von einem Wachstum des Segments Services aus, was sich in steigenden Umsätzen
und ausgeglichenen Ergebnissen zeigen soll.
Die Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor wächst nicht nur in
Deutschland, sondern weltweit. Mit dem Segment Erneuerbare Energien profitiert der
Konzern zunehmend von dem voranschreitenden Wandel in der Energieerzeugung. Der Konzern
wird sich zukünftig breiter in diesem Feld aufstellen und seine Produkt- und Dienstleistungspalette
kontinuierlich erweitern. Daher ist der Vorstand von einem starken Wachstum dieses
Segments überzeugt und erwartet ein leicht positives Ergebnis, da sich dieses Segment
weiter in der Aufbauphase befindet.
Für den Konzern steht die nachhaltige operative Profitabilität sowohl bei den neugeordneten
sowie zukünftigen Geschäftsbereichen wie auch bei den etablierten Segmenten Telefonie
und Breitband/IP im Vordergrund. Der Konzern setzt insbesondere auf die Entwicklung
des Segments Erneuerbare Energien. Die Eigenkapitalausstattung, die vorhandene Liquidität
sowie die Ertragskraft der Segmente Telefonie und Breitband/IP bilden die Grundlage
für einen erfolgreichen Auf- und Ausbau des Segments Erneuerbare Energien. Ergänzend
hierzu wird der Konzern seine strategische Fokussierung auf Infrastrukturdienstleistungen
fortsetzen. Es ist das Ziel, möglichst viele Dienstleistungen rund um die Infrastruktur
von Gebäuden - wie Energieversorgung durch erneuerbare Energien, Breitbandversorgung
und Telekommunikationsdienstleistungen - zukünftig anzubieten.
Insgesamt ist festzuhalten, dass die Prognosequalität zwangsläufig dem Einfluss der
sehr dynamischen Entwicklung der einzelnen Bereiche unterliegt. Aufgrund der erfreulichen
Entwicklung des Konzerns, die sich auch zu Beginn des Jahres 2011 fortsetzt, erwartet
der Vorstand der 3U HOLDING AG im Geschäftsjahr 2011 einen Umsatz von rund EUR 100
bis 110 Mio., ein EBITDA von EUR 12,0 bis 14,0 Mio. und ein Ergebnis von rund EUR
4,0 bis 5,5 Mio. Für 2012 rechnet der Vorstand mit Umsätzen zwischen EUR 105 Mio.
und EUR 120 Mio., einem EBITDA zwischen EUR 13,0 Mio. und EUR 15,0 Mio. sowie einem
Konzernergebnis zwischen EUR 4,5 bis 6,0 Mio.
Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert des 3U Konzerns für die Aktionäre aber auch
für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich
in einem positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln. Aufbauend auf dem erfolgreichen
operativen Geschäft der bestehenden Tochtergesellschaften werden sich durch organisches
Wachstum im Bereich erneuerbare Energien sowie durch die Akquisition weiterer Beteiligungen
gute Chancen ergeben, eine überdurchschnittliche Kurs-Performance zu erzielen. Im
Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir
darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen
über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Marburg, im März 2011
Der Vorstand
| Michael Schmidt | Michael Göbel |
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Langfristige Vermögenswerte |
|
31.806 | 29.581 | |
|
|
Immaterielle Vermögenswerte | [2.3.7] [2.3.8] [6.1.1] | 1.299 | 2.551 |
|
|
Sachanlagen | [2.3.9] [6.1.2] | 23.172 | 25.072 |
|
|
Finanzanlagen | [6.1.3] | 949 | 182 |
|
|
Latente Steuern | [2.3.16] [6.2] | 5.621 | 0 |
|
|
Sonstige langfristige Vermögenswerte |
|
98 | 507 |
|
|
Vorausgezahlte Netzmieten - langfristig |
|
667 | 1.269 |
| Kurzfristige Vermögenswerte |
|
46.193 | 48.739 | |
|
|
Vorräte | [2.3.14] [6.3] | 1.247 | 196 |
|
|
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | [2.3.11] [6.4] [6.13] | 11.284 | 11.502 |
|
|
Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | [6.5] | 2.889 | 2.408 |
|
|
Kurzfristige finanzielle Vermögenswerte | [2.3.11] [6.13] | 0 | 0 |
|
|
Liquide Mittel | [2.3.11] [6.6] [6.13] | 29.142 | 33.289 |
|
|
Vorausgezahlte Netzmieten - kurzfristig |
|
1.631 | 1.340 |
|
|
Zur Veräußerung gehaltene Vermögenswerte und in Liquidation befindliche Vermögenswerte* (Veräußerungsgruppen) |
[6.1.3] | 0 |
4 |
| Aktiva gesamt |
|
77.999 | 78.320 | |
*
Im Vorjahr darin enthalten CityDial GmbH (assoziiertes Unternehmen in Liquidation)
mit TEUR 4
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang | 31.12.2010 | 31.12.2009 | |
| Eigenkapital | [6.7] | 40.305 | 37.408 | |
|
|
Gezeichnetes Kapital (bedingtes Kapital TEUR 4.684; Vorjahr: TEUR 4.560) |
[6.7.1] | 43.598 | 46.842 |
|
|
Kapitalrücklage |
|
23.307 | 21.499 |
|
|
Eigene Anteile | [2.3.18] [6.7.2] | -4.142 | -1.436 |
|
|
Gewinnrücklage |
|
1.450 | 0 |
|
|
Ausgleichsposten Währungsdifferenz |
|
-18 | -12 |
|
|
Ergebnisvortrag |
|
-29.499 | -29.536 |
|
|
Konzernergebnis |
|
5.831 | 37 |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG |
|
40.527 | 37.394 | |
|
|
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | [6.7.4] | -222 | 14 |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
|
16.524 | 18.664 | |
|
|
Langfristige Rückstellungen | [2.3.15] [6.11] | 4.956 | 5.045 |
|
|
Langfristige Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | [6.8] | 2.138 | 513 |
|
|
Langfristige Leasingverbindlichkeiten | [2.3.12] [6.1.4] [6.8] | 8.205 | 10.801 |
|
|
Erhaltene Netzmieten - langfristig |
|
1.255 | 2.038 |
|
|
Latente Steuern |
|
0 | 267 |
| Kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten |
|
21.170 | 22.248 | |
|
|
Kurzfristige Rückstellungen | [2.3.15] [6.11] | 795 | 825 |
|
|
Kurzfristige Steuerverbindlichkeiten | [6.11] | 675 | 3.987 |
|
|
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | [2.3.11] [6.9] [6.13] | 10.144 | 7.760 |
|
|
Kurzfristige Leasingverbindlichkeiten | [2.3.12] [6.1.4] [6.8] | 2.528 | 2.367 |
|
|
Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [2.3.11] [6.10] [6.13] | 6.459 | 7.283 |
|
|
Erhaltene Netzmieten - kurzfristig |
|
569 | 26 |
| Passiva gesamt |
|
77.999 | 78.320 | |
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang | Geschäftsjahr | ||
|
|
|
|
1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 |
|
|
Umsatzerlöse | [2.3.1] [5.1] | 82.403 | 92.079 |
|
|
Andere Erträge | [5.2] | 4.866 | 5.852 |
|
|
Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | [5.3] | 45 | 0 |
|
|
Andere aktivierte Eigenleistungen | [5.4] | 201 | 0 |
|
|
Materialaufwand | [5.5] | -54.254 | -59.336 |
| Rohergebnis |
|
33.261 | 38.595 | |
|
|
Personalaufwand | [5.6] | -11.942 | -12.900 |
|
|
Sonstige betriebliche Aufwendungen | [5.7] | -14.900 | -12.455 |
| EBITDA |
|
6.419 | 13.240 | |
|
|
Abschreibungen | [2.3.9] [5.8] | -8.021 | -9.206 |
| EBIT |
|
-1.602 | 4.034 | |
|
|
Finanzergebnis | [2.3.4] [2.3.5] [5.9] | -87 | -1.013 |
| EBT |
|
-1.689 | 3.021 | |
|
|
Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | [2.3.6] [5.10] | 7.198 | -2.983 |
| Ergebnis vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter |
|
5.509 | 38 | |
| Periodenergebnis |
|
5.509 | 38 | |
|
|
Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend |
|
-322 | 1 |
|
|
Davon Konzernergebnis |
|
5.831 | 37 |
| 3U Konzern | Konzernanhang | Geschäftsjahr | ||
|
|
|
|
1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 |
| Anzahl der Aktien (in Stück) |
|
46.842.240 | 46.842.240 | |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im November 2008 |
|
-208.872 | -208.872 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im Dezember 2008 |
|
-271.379 | -271.379 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im Januar 2009 |
|
-327.813 | -327.813 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im Februar 2009 |
|
-38.077 | -38.077 |
|
|
Rückkauf über öffentliches Rückkaufangebot (beendet am 27.2.2009) |
|
-2.398.573 | -2.398.573 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im Juli 2010 |
|
-151.526 | 0 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im August 2010 |
|
-964.692 | 0 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im September 2010 |
|
-211.795 | 0 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im Oktober 2010 |
|
-116.434 | 0 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im November 2010 |
|
-962.654 | 0 |
|
|
Rückkauf eigener Anteile im Dezember 2010 |
|
-497.700 | 0 |
|
|
Rückfluss aus Vergleich OneTel (27.12.2010) |
|
-1.242.000 | 0 |
|
|
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das unverwässerte Ergebnis |
|
39.899.439 | 44.030.952 |
|
|
Auswirkung der verwässernden potenziellen Stammaktien: Optionen* |
|
0 | 1.732.500 |
|
|
Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das verwässerte Ergebnis |
|
39.899.439 | 44.030.952 |
| Ergebnis je Aktie gesamt |
|
|
|
|
|
|
Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) | [5.11] | 0,15 | 0,00 |
|
|
Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) | [5.11] | 0,15 | 0,00 |
*
Zum 31. Dezember 2010 besteht kein Aktienoptionsprogramm
| 3U Konzern (in TEUR) | 1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 |
| Ergebnis nach Steuern | 5.509 | 38 |
| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend | 5.831 | 37 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -322 | 1 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen |
|
|
| Währungsdifferenzen | -6 | 0 |
| Ertragsteuern | 0 | 0 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags (Währungsdifferenzen) | -6 | 0 |
| Gesamtes Periodenergebnis | 5.503 | 38 |
| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend | 5.825 | 37 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -322 | 1 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Eigene Anteile |
Gewinnrücklage | Rücklage für Währungsdifferenzen |
Ergebnisvortrag |
| Stand 1.1.2009 | 46.842 | 21.499 | -203 | 0 | -12 | -29.536 |
| Konzernergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Rücklage für eigene Anteile | 0 | 0 | -1.233 | 0 | 0 | 0 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2009 | 46.842 | 21.499 | -1.436 | 0 | -12 | -29.536 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Periodenergebnis der Aktionäre der 3U HOLDING AG |
Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG |
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
Summe Eigenkapital |
| Stand 1.1.2009 | 0 | 38.590 | 0 | 38.590 |
| Konzernergebnis | 37 | 37 |
1 | 38 |
| Rücklage für eigene Anteile | 0 | -1.233 | 1 | -1.233 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 13 | 13 |
| Stand 31.12.2009 | 37 | 37.394 | 14 | 37.408 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Gezeichnetes Kapital |
Kapital-rücklage | Eigene Anteile |
Gewinn-rücklage | Rücklage für Währungs-differenzen |
Ergebnis-vortrag |
| Stand 1.1.2010 | 46.842 | 21.499 | -1.436 | 0 | -12 | -29.536 |
| Umbuchung Ergebnis 2009 | 0 | 0 |
0 | 0 | 0 | 37 |
| Kapitalherabsetzung um 3.244.714 Stückaktien* |
-3.244 | 1.808 | 1.436 | 0 | 0 | 0 |
| Nachträgliche Anpassung Anschaffungskosten business combination |
0 | 0 | -2.000 | 1.450 | 0 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien in 2010 |
0 | 0 | -2.142 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | -6 | 0 |
| Zugang Anteile nicht beherrschender Gesellschafter aus Erstkonsolidierung |
0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2010 | 43.598 | 23.307 | -4.142 | 1.450 | -18 | -29.499 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Periodenergebnis der Aktionäre der 3U HOLDING AG |
Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG |
Anteile nicht beherrschender Gesellschafter |
Summe Eigenkapital |
| Stand 1.1.2010 | 37 | 37.394 | 14 | 37.408 |
| Umbuchung Ergebnis 2009 | -37 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalherabsetzung um 3.244.714 Stückaktien* | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Nachträgliche Anpassung Anschaffungskosten business combination |
0 | -550 | 0 | -550 |
| Erwerb eigener Aktien in 2010 | 0 | -2.142 | 0 | -2.142 |
| Gesamtergebnis | 5.831 | 5.825 | -322 | 5.503 |
| Zugang Anteile nicht beherrschender Gesellschafter aus Erstkonsolidierung |
0 | 0 | 86 | 86 |
| Stand 31.12.2010 | 5.831 | 40.527 | -222 | 40.305 |
*
Eintragung im Handelsregister am 26. Oktober 2010
| 3U Konzern (in TEUR) |
Konzernanhang [Ziffer 2.2.3 und 7] |
1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 |
| Periodenergebnis |
|
5.509 | 38 |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens |
|
8.147 | 9.206 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen und Wertberichtigungen |
|
-3.431 | 6.426 |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens |
|
-14 | -90 |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen |
|
-834 | 1.356 |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen |
|
2.384 | -7.459 |
| + Veränderung sonstige Forderungen |
|
684 | -1.185 |
| - Veränderung sonstige Verbindlichkeiten |
|
-1.093 | 1.604 |
| + Veränderung vorausgezahlte und erhaltene Netzmieten |
|
311 | -1 |
| - Veränderung Steuerforderungen/-schulden inkl. latente Steuern |
|
-6.640 | 0 |
| - Steuerertrag |
|
0 | 0 |
| + Steueraufwand |
|
0 | 345 |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen |
|
-1.502 | 0 |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit |
|
3.522 | 10.240 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens |
|
215 | 176 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen |
|
-5.335 | -4.046 |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens |
|
550 | 0 |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen |
|
-182 | -119 |
| - Auszahlungen aus Zugängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens |
|
-25 | -182 |
| - Auszahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten |
|
-20 | 0 |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit |
|
-4.798 | -4.171 |
| Übertrag |
|
-1.276 | 6.069 |
| 3U Konzern (in TEUR) |
Konzernanhang [Ziffer 2.2.3 und 7] |
1.1.-31.12.2010 | 1.1.-31.12.2009 |
| Übertrag |
|
-1.276 | 6.069 |
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner und Minderheitsgesellschafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen) |
|
-2.142 | -1.233 |
| + Einzahlung aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten |
|
1.624 | 513 |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten |
|
0 | -5.343 |
| - Tilgung Leasingverbindlichkeiten |
|
-2.436 | -2.191 |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit |
|
-2.954 | -8.254 |
| Summe der Cashflows |
|
-4.230 | -2.185 |
| +/- Verfügungsbeschränkungen im Finanzmittelfonds |
|
-1.500 | 0 |
| +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds |
|
-3 | 0 |
| +/- Konsolidierungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds |
|
86 | 0 |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode |
|
33.289 | 35.474 |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode |
|
27.642 | 33.289 |
| Gesamte Veränderung des Finanzmittelfonds |
|
-5.647 | -2.185 |
Die 3U HOLDING AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz
in Marburg ist die Muttergesellschaft des 3U Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft.
Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 eingetragen.
Die Geschäftstätigkeit der 3U HOLDING AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst neben
der Vermögensverwaltung auch die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen
in den Segmenten Telefonie und Breitband/IP.
Darüber hinaus hat die 3U ihre Aktivitäten im Bereich Erneuerbare Energien und Dienstleistungen
ausgebaut. Diese werden in den Segmenten Erneuerbare Energien und Services dargestellt.
Die Anschrift der Gesellschaft lautet:
Frauenbergstraße 31-33
35039 Marburg
Der Konzernabschluss umfasst die 3U HOLDING AG und deren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss
der 3U HOLDING AG wurde im Geschäftsjahr 2010 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards
des International Accounting Standards Board (IASB) - den International Financial
Reporting Standards (IFRS) aufgestellt. Dabei wurden die zum 31. Dezember 2010 anzuwendenden
IFRS beachtet sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Committee
(IFRIC) angewendet. Der Konzernabschluss enthält alle Informationen, die gemäß den
von der Europäischen Union (EU) übernommenen IFRS sowie aufgrund der zusätzlichen
Anforderungen nach § 315a Abs. 1 HGB erforderlich sind. Sofern bestimmte Verlautbarungen
vorzeitig angewendet wurden, wird hierauf gesondert hingewiesen.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden
die Veränderungen des Eigenkapitals sowie die Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die
Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen
entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der 3U HOLDING AG wurden gemäß § 315a
HGB aufgestellt und werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben im Konzernabschluss
erfolgen in Tausend Euro (TEUR) und wurden auf volle TEUR gerundet. Aus rechentechnischen
Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von rund +/- einer Einheit (EUR, % usw.)
auftreten.
Die deutschen Konzerngesellschaften führen ihre Bücher und Unterlagen nach den Bestimmungen
der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die ausländischen Gesellschaften
führen ihre Bücher nach den jeweiligen lokalen Bestimmungen. Diese weichen in einzelnen
Aspekten von den International Financial Reporting Standards (IFRS) ab. Alle notwendigen
Anpassungen, die zur Darstellung der Jahresabschlüsse per 31. Dezember 2010 nach IFRS
erforderlich waren, wurden durchgeführt.
Das Geschäftsjahr der 3U HOLDING AG sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen
Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr. Eine Ausnahme stellte die at-equity-Beteiligung
CityDial GmbH i.L. dar. Hier wurde die Liquidationsschlussbilanz zum 9. Dezember 2009
erstellt.
3U berücksichtigte alle vom IASB herausgegebenen Standards und Interpretationen, die
zum 31. Dezember 2010 in Kraft waren und in EU-Recht übernommen wurden.
Erstmalig angewendet wurden die folgenden Standards
| ― |
Revised IFRS 1 "First Time Adoption of IFRS" |
| ― |
Amendments to IFRS 1 Additional Exemptions for First-time Adopters |
| ― |
Amendments to IFRS 2 Group Cash-settled Share-based Payment Transactions |
| ― |
Revised IFRS 3 "Business Combinations" and Amendments to IAS 27 "Consolidated and
Separate Financial Statements" |
| ― |
Amendments to IAS 39 "Financial Instruments Recognition and Measurement - Eligible Hedged items" |
| ― |
Improvements to IFRSs (issued in May 2008) |
| ― |
Improvements to IFRS (issued in April 2009) |
| ― |
IFRIC 12 "Service Concession Arrangements" |
| ― |
IFRIC 15 "Agreements for the Contruction of Real Estate" |
| ― |
IFRIC 16 "Hedges of a Net Investment in a Foreign Operation" |
| ― |
IFRIC 17 "Distributions of Non-Cash Assets to Owners" |
| ― |
IFRIC 18 "Transfers of Assets from Customers" |
Aus der Erstanwendung dieser Standards haben sich nach Einschätzung des Vorstands
keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns
ergeben.
Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten und in EU-Recht überführten Rechnungslegungsverlautbarungen
sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und von 3U bislang noch nicht angewendet
worden:
| ― |
Amendments to IFRS 1 Limited Exemption from Comparative IFRS 7 Disclosures for First-Time Adopters |
| ― |
Revised IAS 24 Related Party Disclosures |
| ― |
Amendment to IAS 32 Classification of Right Issues |
| ― |
Amendment to IFRIC 14 Prepayments of a Minimum Funding Requirement |
| ― |
IFRIC 19 Extinguishing Financial Liabilities with Equity Instruments |
Die einzelnen Auswirkungen der Änderungen werden von der Muttergesellschaft 3U HOLDING
AG für den Konzern geprüft.
Im Januar 2008 veröffentlichte das IASB die überarbeiteten Standards IFRS 3, Unternehmenszusammenschlüsse
(IFRS 3 [2008]), und IAS 27, Konzern- und separate Einzelabschlüsse nach IFRS (IAS
27 [2008]), die im Geschäftsjahr 2009 von der EU übernommen wurden. Die überarbeiteten
Standards sind verpflichtend für Geschäftsjahre anzuwenden, die am oder nach dem 1.
Juli 2009 beginnen.
In IFRS 3 (2008) wird die Anwendung der Erwerbsmethode bei Unternehmenszusammenschlüssen
neu geregelt. Wesentliche Neuerungen betreffen die Bewertung von Minderheitsanteilen,
die Erfassung von sukzessiven Unternehmenserwerben und die Behandlung von bedingten
Kaufpreisbestandteilen und Anschaffungsnebenkosten. Nach der Neuregelung kann die
Bewertung von Minderheitsanteilen entweder zum beizulegenden Zeitwert (Full-Goodwill-Methode)
oder zum anteiligen beizulegenden Zeitwert des identifizierbaren Nettovermögens erfolgen.
Bei sukzessiven Unternehmenserwerben ist eine erfolgswirksame Neubewertung zum Zeitwert
von zum Zeitpunkt des Beherrschungsübergangs gehaltenen Anteilen vorgesehen. Eine
Anpassung bedingter Kaufpreisbestandteile, die zum Zeitpunkt des Erwerbs als Verbindlichkeit
ausgewiesen werden, ist zukünftig erfolgswirksam zu erfassen. Anschaffungsnebenkosten
werden zum Zeitpunkt ihres Entstehens als Aufwand erfasst.
Wesentliche Änderungen des IAS 27 (2008) betreffen die Bilanzierung von Transaktionen,
bei denen ein Unternehmen weiterhin die Beherrschung behält, sowie Transaktionen,
bei denen die Beherrschung untergeht. Transaktionen, die nicht zu einem Beherrschungsverlust
führen, sind erfolgsneutral als Eigenkapitaltransaktion zu erfassen. Verbleibende
Anteile sind zum Zeitpunkt des Beherrschungsverlusts zum beizulegenden Zeitwert zu
bewerten. Nach dem überarbeiteten Standard ist bei Minderheitsanteilen der Ausweis
von Negativsalden zulässig, das heißt, Verluste werden zukünftig unbegrenzt beteiligungsproportional
zugerechnet.
In Übereinstimmung mit Teil II des "Annual Improvement Project 2008" des IASB stellt
die Gesellschaft ab dem Geschäftsjahr 2010 den Zinsaufwand und -ertrag in der Konzern-Gewinn-
und Verlustrechnung brutto dar.
Der IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht, die allerdings noch
nicht in EU-Recht überführt wurden. Die kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen
sowie die Verlautbarungen, die noch nicht umgesetzt wurden, haben keinen wesentlichen
Einfluss auf den Konzernabschluss von 3U.
In dem für das Geschäftsjahr 2010 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der 3U
HOLDING AG 17 (Vorjahr: 14) in- und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei
denen die 3U unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.
Der Kapitalkonsolidierung liegt die Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zugrunde.
Hierbei werden die Anschaffungskosten des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Zeitwert
des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. An die
Stelle der Anschaffungskosten treten dabei die Vermögenswerte und Schulden sowie die
Eventualschulden des Tochterunternehmens, die unter Beachtung der Beteiligungsquote
des Mutterunternehmens mit ihren beizulegenden Werten (Fair Values) angesetzt werden.
Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den vom Mutterunternehmen übernommenen
Anteil an den beizulegenden Werten der identifizierten Vermögenswerte und Schulden
wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt.
Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die 3U HOLDING AG
direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft
eintritt. Nicht beherrschenden Gesellschaftern (non controlling interests) zustehende
Beträge werden im Eigenkapital getrennt ausgewiesen.
Die Einbeziehung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung
nicht mehr gegeben ist.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den konsolidierten
Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei
den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen
berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert.
Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens sowie anderer Ereignisse, die zu einer
Entkonsolidierung führen, werden die bis dahin einbezogenen Vermögenswerte und Schulden
sowie ein zugeordneter Goodwill mit dem Veräußerungserlös verrechnet.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die
Möglichkeit der Mitwirkung an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen
maßgeblich Einfluss nehmen kann und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint
Venture des Konzerns darstellt.
Die Ergebnisse von assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode
einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit den historischen Anschaffungskosten
bilanziert und an im Nachgang des Erwerbs entstehende Änderungen des Konzernanteils
am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens angepasst sowie um Wertminderungen der
einzelnen Anteile verringert. Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten
eines assoziierten Unternehmens den Wert des Beteiligungsbuchwertes dieses assoziierten
Unternehmens, erfasst 3U keine weiteren Verlustanteile, es sei denn 3U ist entsprechende
Verpflichtungen eingegangen.
In den Konzernabschluss werden die CityDial GmbH und die Spider Telecom GmbH (vormals
firmierend unter 010060 Telecom GmbH), beide Deutschland, als Joint Venture einbezogen.
Die CityDial GmbH, Deutschland, befand sich in Liquidation. Die Liquidation wurde
im abgelaufenen Geschäftsjahr beendet. Dies erfolgt nach der "at-equity"-Methode.
Die Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden nach
dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung
der Tochtergesellschaften ist die lokale Währung des jeweiligen Landes, in dem die
Gesellschaft ihren Sitz hat. Demgemäß werden Vermögenswerte und Schulden, die in Fremdwährung
in den Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem
jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen
erfolgt zu den Jahresdurchschnittskursen. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der
Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird
gemäß IAS 21 als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals ausgewiesen.
Die Umrechnungskurse für Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar:
|
|
Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag (1 EUR in Fremdwährungseinheiten) |
Jahresdurchschnittskurs (1 EUR in Fremdwährungseinheiten) |
||
|
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Währung USD | 1,32515 | 1,4406 | 1,3253 | 1,3948 |
| Währung CZK | 25,2353 | 26,473 | 25,2650 | 26,435 |
| Währung DKK | 7,45415 | 7,4418 | 7,4545 | 7,4462 |
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des 3U Konzerns im Laufe
des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung
mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit, aus dem Investitionsbereich
und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden.
Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen
Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der liquiditätswirksame Betrag
aus dem Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird als Mittelabfluss/-zufluss aus der
Investitionstätigkeit erfasst. Die Summe der Cashflows aus dem Erwerb und der Veräußerung
von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten wird gesondert dargestellt
und als Investitionstätigkeit klassifiziert.
Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial
Reporting Standards erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge in den
Aktiva und Passiva, den Anhangsangaben und der Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen.
Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der
Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Bewertung von Forderungen,
der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und der Bildung
von Rückstellungen. Die Schätzungen des Managements beruhen auf Erfahrungswerten und
anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden.
Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.
Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.
Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten.
Diese werden regelmäßig geprüft, um die erforderlichen Rückstellungen für wahrscheinliche
Ansprüche einschließlich der geschätzten Rechtskosten zu bewerten. Im Hinblick auf
die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen
Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse.
Die 3U ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung
nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Firmenwert wird mindestens einmal
jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderungen überprüft.
Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen
Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen
und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.
Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem
Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, der jeweils den Aktionären der 3U zugerechnet
werden kann, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche
Anzahl der während des Geschäftsjahrs ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (voll
verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere
und Vergütungspläne, die auf Wertpapieren basieren, umgewandelt bzw. ausgeübt werden.
Die Umsatzerlöse in den Segmenten Telefonie und Breitband/IP resultieren aus der Tätigkeit
als Festnetzanbieter mit eigenem Übertragungsnetz und eigener Vermittlungstechnik
sowie Transport-, Internet- und VPN-Lösungen.
Die gegenüber Dritten erwirtschafteten Umsatzerlöse der SEGAL Systems GmbH resultieren
aus IT-Dienstleistungen. Die Umsatzerlöse der 3U DYNAMICS GmbH wurden mit Beratungsleistungen
im Bereich Marketing und Vertrieb erzielt, während die Umsätze der RISIMA Consulting
GmbH auf Beratungsleistungen im Bereich Risiko- und Geschäftsprozessmanagement basieren.
Die 3U SOLAR Systemhandel AG hat die externen Umsätze mit der Vermarktung von solaren
Heiz- und Kühlsystemen erwirtschaftet.
Die EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH erzielt ihre Umsätze mit der Herstellung und
dem Vertrieb von Vakuum-Solarröhren.
Die 3U Solarkraft Friedrichstraße GmbH ist zurzeit inaktiv und hat daher zum Bilanzstichtag
keine Umsatzerlöse erwirtschaftet.
Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti nach
Erbringung der Leistung bzw. nach Abnahme durch den Kunden erfasst und ausgewiesen.
Entgelte aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Dienstleistung erbracht wurde
und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft
dem Unternehmen zufließt. Erlöse, die nicht mit dem operativen Geschäft in Verbindung
stehen, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die Gesamtkosten umfassen alle im Berichtsjahr angefallenen Kosten.
Forschungskosten werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam
erfasst. Erst kurz vor Marktreife ist die technologische Realisierbarkeit des Produkts
erreicht. In der Phase bis zur technologischen Realisierbarkeit sind die Prozesse
zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen iterativ eng vernetzt. Aufwendungen für
Forschung und Entwicklung, die nach dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit
entstehen, sind unwesentlich. Die ausgewiesenen aktivierten Eigenleistungen stehen
im Zusammenhang mit der Errichtung des SEKW.
Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung
erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen
Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert
dieses Vermögenswertes abgezinst werden.
Entsprechend den Regelungen des IAS 23 werden seit dem Geschäftsjahr 2009 Zinsaufwendungen
für Vermögenswerte, deren Herstellung einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, als
Teil der Herstellungskosten aktiviert.
Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der
Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten
zukünftigen Auszahlungen über die Laufzeit der finanziellen Schulden auf den Nettobuchwert
dieser Schulden abgezinst werden.
Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 nach der Verbindlichkeitenmethode bilanziert. Als
Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom
Einkommen und Ertrag abhängig sind. Dementsprechend werden auch Säumniszuschläge und
Zinsen aus nachträglich veranlagten Steuern ab dem Zeitpunkt als Steueraufwand ausgewiesen,
ab dem die Versagung der Anerkennung einer vorgenommenen steuerlichen Minderung wahrscheinlich
ist.
Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag
zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende
Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen
der Konzern- und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen. Aktivierter
Goodwill, der nicht gleichzeitig steuerlich abzugsfähig ist, führt nicht zu latenten
Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen
Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt
des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die
Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich
erscheint, erfolgt kein Ansatz.
Die aus der Kapitalkonsolidierung abgeleiteten Geschäfts- oder Firmenwerte werden
entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte
werden einmal jährlich und darüber hinaus bei Vorliegen von Anzeichen für Wertminderungen
auf den wirtschaftlichen Nutzen und auf Wertminderungen überprüft (Impairment-Test)
und im Falle einer eingetretenen Wertminderung auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Der im Vorjahr ausgewiesene Firmenwert in Höhe von TEUR 550 aus dem Erwerb der OneTel
wurde aufgrund einer nachträglichen Kaufpreisminderung erfolgsneutral ausgebucht.
Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.13 verwiesen.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn
es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher
Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden
können. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten
abzüglich planmäßiger Abschreibungen und Wertminderungen.
Die Abschreibungen von abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten erfolgen grundsätzlich
über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Unter den immateriellen Vermögenswerten
ausgewiesene Kundenstämme werden dagegen linear über acht Jahre abgeschrieben. Die
Abschreibungen betragen in 2010 TEUR 8. Auf Anpassungen des Vorjahres wurde wegen
Geringfügigkeit verzichtet.
Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Telekommunikationslizenzen
werden über zehn Jahre abgeschrieben.
Es wird ebenfalls auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.13 verwiesen.
Sachanlagen werden in der IFRS-Bilanz auf Basis der fortgeführten Anschaffungs- oder
Herstellungskosten angesetzt. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden,
werden ihre Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert
und der aus einem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung
erfasst.
Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen
den Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten und nachträglicher Anschaffungskosten
sowie den Barwert von Rückbauverpflichtungen. Finanzierungskosten werden seit dem
Geschäftsjahr 2009 in die Kosten der Anlagegüter einbezogen.
Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet:
| Gebäude | 25-35 Jahre |
| Betriebsausstattung | 4 Jahre |
| Geschäftsausstattung | 3-13 Jahre |
| Vermittlungstechnik | 5 Jahre |
| Übertragungstechnik | 5-8 Jahre |
| Mietereinbauten | Laufzeit des Mietvertrages |
Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft,
um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit
dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen.
Sind die Anschaffungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich
- gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten - setzt 3U diese Komponenten
einzeln an und schreibt diese ab.
Die Kosten für Rückbauverpflichtungen wurden mit der Entstehung der Verpflichtung
bei Vertragsabschluss je Standort individuell bewertet und aktiviert; sie werden jährlich
auf Aktualität überprüft und erforderlichenfalls angepasst.
Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.12 verwiesen.
Seit dem 1. Januar 2009 werden Fremdkapitalkosten (lAS 23), die dem Erwerb, dem Bau
oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes direkt zugeordnet werden
können, als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten aktiviert. Die 3U HOLDING AG
bezieht Zinsen und Finanzierungskosten aus Finanzierungsleasingverhältnissen in die
Fremdkapitalkosten ein.
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als Kredite und Forderungen
und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem
erstmaligen Ansatz von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden
diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gesellschaft legt die Klassifizierung
ihrer finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese
Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Nach dem erstmaligen Ansatz werden
zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet,
wobei Gewinne oder Verluste erfolgsneutral über das sonstige Ergebnis im Eigenkapital
erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder
an dem eine Wertminderung der Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor
im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn-
und Verlustrechnung erfasst.
Abweichend hiervon wird die Beteiligung an myFairPartner Limited nicht zum Zeitwert
bewertet, da dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist. Die Bilanzierung erfolgt zu
fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig
abgeschrieben.
Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die
Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung
zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind
Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte
innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums
vorschreiben.
Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden,
werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich der möglichen Wertminderungen
bewertet, wobei das Unternehmen die Effektivzinsmethode anwendet. Wertminderungen
von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden auf
separaten Wertberichtigungskonten erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt
werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag
ermittelt.
In der Bilanz enthaltene sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen
sonstige kurzfristige Forderungen. Die Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag
angesetzt und, soweit Risiken bereits eingetreten sind, einzelwertberichtigt.
Auf Basis einer konzerneinheitlichen Altersstrukturierung werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen
vorgenommen.
Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursbedingte
Wertänderungen werden nach IAS 21.23 erfolgswirksam erfasst.
Liquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen alle liquiditätsnahen
Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit
von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden
zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darin enthalten sind Festgelder, die teilweise
als Sicherheiten hinterlegt sind. Diese sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds
und werden in der Kapitalflussrechnung herausgerechnet.
Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen objektive,
substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert
den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite
eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte
dies der Fall sein, wird eine Wertberichtigung in Höhe der Differenz vorgenommen.
Hinweise auf Wertminderung sind u.a. eine wesentliche Verschlechterung der Bonität,
eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder
einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden
eines aktiven Markts. Soweit Risiken bereits eingetreten sind, erfolgt eine Einzelwertberichtigung.
Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene außerplanmäßige Abschreibungen werden
entsprechende Zuschreibungen - nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus - getätigt.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen
Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen
Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen
Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.
Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre Verbindlichkeiten. Originäre
Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn 3U eine vertragliche
Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere
Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt
zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen
Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung
erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung
der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen werden zum
Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten angesetzt.
In den Folgeperioden führen die in den Miet- und Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile
zu einer Verminderung der Verbindlichkeit.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen
beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Ein Leasingverhältnis wird gemäß IAS 17 als Finance Lease eingestuft, wenn im Wesentlichen
alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen
werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen ist daher von dem wirtschaftlichen
Gehalt der Vereinbarung und nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform abhängig.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden
erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn
des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen
erfasst. Die Abschreibung erfolgt über die Leasingvertragslaufzeit oder die kürzere
Nutzungsdauer des Leasingvermögenswertes. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber
dem Leasinggeber wird innerhalb der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen
gezeigt.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung
aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt
wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Mietzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die
Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische
Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer.
3U überprüft den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) mindestens einmal jährlich
auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit den Konzern-Bilanzierungsvorschriften.
Die Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Geschäftsgebiets, dem der Goodwill zugeordnet
wurde, ist mit Schätzungen des Managements verbunden. Die Gesellschaft bestimmt diese
Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren.
Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom
Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen
Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen
Einschätzung über künftige Entwicklungen. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden
ohne Wachstumsraten extrapoliert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich
der Verkaufskosten und des Nutzungswerts basiert im Wesentlichen auf folgenden Annahmen:
| Risikoloser Zins : | 3,25 % |
| Marktrisikoprämie : | 5,00 % |
| Beta-Faktor : | 0,50 % |
| Spezifische Risikostruktur: | 3,00 % |
| Eigenkapitalkosten: | 8,75 % |
Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss
auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung
des Goodwills haben. Das Management ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem
Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des erzielbaren
Betrags eines Geschäftsgebiets, dem der Goodwill zugeordnet ist, getroffenen Grundannahmen
dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt.
Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens werden zumindest
an jedem Bilanzstichtag einer Überprüfung unterzogen, um festzustellen, ob Anhaltspunkte
für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare
Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands,
falls vorhanden, zu bestimmen. Erzielt der Vermögenswert keine Zahlungsmittelzuflüsse,
die unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, erfolgt die Ermittlung des erzielbaren
Betrags für den einzelnen Vermögenswert auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden
Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.
Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden
Einheit) unter seinem Buchwert, ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben.
Der Wertminderungsaufwand ist sofort ergebniswirksam zu erfassen. Soweit Wert-aufholungen
nach IAS 36 geboten sind, werden sie ergebniswirksam erfasst.
Zugeschrieben wird auf den neu festgestellten erzielbaren Betrag. Es wird jedoch höchstens
bis zu dem Betrag zugeschrieben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine
Abwertung stattgefunden hätte.
Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden,
sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten
angesetzt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten
angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich nach der Durchschnittsmethode
ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene
Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich
durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden
durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die sonstigen Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische
Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem Ereignis der Vergangenheit besteht, deren
Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des künftigen Mittelabflusses
zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten
richtet sich danach, wie der Vorstand den Ausgang des Streites aufgrund der zum Bilanzstichtag
bekannten Fakten nach bestem Wissen und Gewissen beurteilt. Langfristige Rückstellungen
mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem voraussichtlichen
auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 ("Income Taxes") für
sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerbilanziellen Werten von Aktiva
und Passiva und den Werten der einzelnen Bilanzposten gemäß IFRS gebildet. Latente
Steueransprüche werden in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein
zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre
Differenz verwendet werden kann. Die Beurteilung und Bewertung der aktiven latenten
Steuern wird an jedem Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen
gemäß IAS 12.37 und IAS 12.56 erneut überprüft.
Latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden in dem
Umfang aktiviert, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann,
dass das jeweilige Unternehmen zukünftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen
wird.
Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt
gelten bzw. zukünftig anzuwenden sind. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder
-aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral
unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern
erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, soweit sie Ertragsteuern
betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt,
den Ausgleich seiner laufenden Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis vorzunehmen.
Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Steuerverbindlichkeiten,
Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten.
Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem Rückzahlungsbetrag, gegebenenfalls
abgezinst, angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs
bewertet.
Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Bei Rückerwerb von eigenen
Aktien werden die gesamten Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einer Summe vom
Eigenkapital abgezogen (one-line-adjustment).
Der Konzern gewährt dem Vorstand und den Mitarbeitern aktienkursorientierte Vergütungen
mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente
wird zum Zusagezeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der zum Zusagezeitpunkt
bestimmte beizulegende Zeitwert der aktienkursorientierten Vergütungen durch Eigenkapitalinstrumente
wird linear über die Sperrperiode bzw. Wartefrist aufwandswirksam und in der Kapitalrücklage
erfasst. Dies geschieht auf der Grundlage der konzerninternen Schätzung der Aktienanzahl,
die zu einer Zusatzvergütung berechtigen.
Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern seine Schätzungen bzgl. der Anzahl der
Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden. Die Auswirkungen der Schätzungsänderungen
werden, sofern vorhanden, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit
erfolgswirksam erfasst.
Der beizulegende Zeitwert wurde mit Hilfe des Black-Scholes-Modells zur Optionspreisermittlung
bestimmt. Die Laufzeit wurde basierend auf der bestmöglichen Schätzung des Vorstands
entsprechend angesetzt, um den Besonderheiten der Mitarbeiteroptionen, der Nicht-Übertragbarkeit,
Ausgabebeschränkungen und verhaltensbedingten Vergütungen bei der Bewertung gerecht
zu werden.
Zum Bilanzstichtag besteht kein Mitarbeiterbeteiligungsprogramm.
Soweit erforderlich, werden Vergleichszahlen angepasst, um die Vergleichbarkeit mit
dem laufenden Jahr aufgrund von Ausweisänderungen wiederherzustellen.
Im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochtergesellschaften:
| Firma | Sitz | Land | Gezeichnetes Kapital |
Anteil der 3U HOLDING AG |
Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 |
| 010017 Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | 524.016,51 EUR |
| 3U DYNAMICS GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 60 % | 49.918,33 EUR |
| 3U MOBILE GmbH* | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -29.684,65 EUR |
| 3U SOLAR Systemhandel AG* | Marburg | Deutschland | 50.000 EUR | 74,998 % | -835.351,17 EUR |
| 3U Solarkraft Friedrichstraße GmbH* | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -5.286,05 EUR |
| 3U TELECOM GmbH | Marburg | Deutschland | 1.000.000 EUR | 100 % | -1.125.098,76 EUR |
| 3U TELECOM GmbH | Wien | Österreich | 250.000 EUR | 100 % | 300.656,29 EUR |
| Discount Telecom S&V GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | 557.319,38 EUR |
| EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH | Marburg | Deutschland | 26.000 EUR | 74,996 % | -173.398,37 EUR |
| fon4u Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | 1.106.843,90 EUR |
| LambdaNet Communications Deutschland AG* | Hannover | Deutschland | 7.300.000 EUR | 100 % | 1.341.940,37 EUR |
| LambdaNet Communications Austria GmbH | Wien | Österreich | 35.000 EUR | 100 % | -264.215,45 EUR |
| LambdaNet Communications s.r.o. | Městec Králové | Tschechien | 100.000 CZK | 100 % | -422.139,84 EUR |
| LineCall Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | 325.451,56 EUR |
| OneTel Telecommunication GmbH* | Marburg | Deutschland | 3.025.000 EUR | 100 % | 1.926.806,08 EUR |
| RISIMA Consulting GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 80 % | 24.212,34 EUR |
| SEGAL Systems GmbH* | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 74,996 % | -378.687,90 EUR |
*
Es bestehen Beschränkungen hinsichtlich der Darlehenstilgung aufgrund einer Rangrücktrittsvereinbarung
und einer Patronatserklärung seitens der Muttergesellschaft.
**
Im Inland vor Ergebnisabführung
Gegenüber dem 31. Dezember 2009 haben sich folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis
ergeben:
Mit Wirkung zum 1. Januar 2010 wurden 25,004 % der Anteile an der SEGAL Systems GmbH,
Marburg, veräußert. Die 3U HOLDING AG ist danach mit 74,996 % der Geschäftsanteile
an dieser Gesellschaft beteiligt.
Mit Gründungsurkunde vom 29. Januar 2010 wurde die RISIMA Consulting GmbH mit Sitz
in Marburg gegründet. Die 3U HOLDING AG ist mit 80 % der Geschäftsanteile an dieser
Gesellschaft beteiligt.
Mit Vertrag vom 26. März 2010 wurden 74,996 % der Geschäftsanteile an der EuroSun
Vacuum-Solar-Systems GmbH, Frankenhardt, erworben. Der Sitz der Gesellschaft wurde
nach Marburg verlegt und der Gegenstand des Unternehmens neu gefasst. Die EuroSun
übte zum Erwerbszeitpunkt noch keine operative Geschäftstätigkeit aus. Der Kaufpreis
für die Anteile betrug TEUR 19,5. Der nach Abzug des Nettovermögens verbleibende Firmenwert
von TEUR 10 wurde in 2010 abgeschrieben.
Ebenfalls am 26. März 2010 wurde die 3U DYNAMICS GmbH mit Sitz in Marburg gegründet.
Die 3U HOLDING AG ist mit 60 % an dieser Gesellschaft beteiligt.
Die Anteile Dritter an der 3U MOBILE GmbH, die im ersten Quartal 2010 an externe Partner
abgegeben wurden, wurden mit Wirkung zum 1. Juli 2010 zurückerworben. Die Gesellschaft
wird weiterhin im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss der 3U einbezogen,
da die Auswirkungen einer möglichen Ent- und anschließenden Erstkonsolidierung unwesentlich
sind.
Zum 31. Dezember 2010 werden neben der 3U HOLDING AG 17 (31. Dezember 2009: 14) in-
und ausländische Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei
denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte
verfügt.
Die Liquidation der CityDial GmbH ist abgeschlossen. Die Gesellschaft ist erloschen.
Im Rahmen der Bewertung nach der "at-equity"-Methode einbezogenes Unternehmen:
| Firma | Sitz | Land | Gezeichnetes Kapital |
Anteil der 3U HOLDING AG |
Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 |
| Spider Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 50% | 1.952.987,78 EUR |
Mit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15 % der Anteile an der myFairPartner
Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im
Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB 2.0 online-Lösung. Am 15. Dezember
2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen.
Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt
werden konnte. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31.
Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig abgeschrieben.
| Firma | Sitz | Land | Gezeichnetes Kapital |
Anteil der 3U HOLDING AG |
Ergebnis des Geschäftsjahres 2010 |
| myFairPartner Limited | London | Großbritannien | 10.000 GBP | 20 % | -424.558,00 GBP |
Entsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segmentberichterstattung
der 3U HOLDING AG auf den "Management Approach" in Bezug auf die Segment-Identifikation
ab.
Die Informationen, die regelmäßig Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt
werden, sind demnach als maßgeblich für die Segmentdarstellung zu betrachten.
Die 3U HOLDING AG weist im Konzernabschluss zum 31. Dezember 2010 die folgenden Segmente
aus:
Das Segment Telefonie, welches die Produkte Call-by-Call, Preselection, Mehrwertdienste
und Terminierungsleistungen im Wholesale-Bereich umfasst, wird durch die Gesellschaften
010017 Telecom GmbH, 3U MOBILE GmbH, 3U TELECOM GmbH (Marburg, Deutschland), 3U TELECOM
GmbH (Wien, Österreich), Discount Telecom S&V GmbH, fon4U Telecom GmbH, LineCall Telecom
GmbH und OneTel Telecommunication GmbH repräsentiert.
Darüber hinaus betreibt 3U das Segment Breitband/IP, legal zusammengefasst in der
LambdaNet.
Im Segment Erneuerbare Energien werden alle Aktivitäten dieses Bereiches zusammengefasst.
Es besteht legal aus den Gesellschaften 3U SOLAR Systemhandel AG, der EuroSun Vacuum-Solar-Systems
GmbH und der 3U Solarkraft Friedrichstraße GmbH.
Das Segment Services umfasst die Dienstleistungsgesellschaften 3U DYNAMICS GmbH, RISIMA
Consulting GmbH und SEGAL Systems GmbH.
Neben den zuvor beschriebenen Segmenten werden unter Holding/Konsolidierung sowohl
die Holding-Aktivitäten inkl. der Arbeiten im Zusammenhang mit dem Aufbau des geplanten
Solar-Energie-Kraftwerk (SEKW) sowie die erforderlichen Konzernkonsolidierungsbuchungen
zusammengefasst.
Der internen Berichterstattung folgend weist die 3U in ihrer Segmentberichterstattung
die Segmente Telefonie, Breitband/IP, Services, Erneuerbare Energien sowie zusätzlich
den Bereich Holding/Konsolidierung aus.
Erstmals zum 31. Dezember 2010 erfolgt der Ausweis in der Segmentberichterstattung
nach Intra-Segment-Konsolidierung, während die Inter-Segment-Konsolidierung auf der
Holding-Ebene erfolgt. Die Vergleichszahlen für das Geschäftsjahr 2009 wurden entsprechend
angepasst.
Eine ausführliche Beschreibung der Segmente findet sich im Konzernlagebericht unter
der Darstellung des Geschäftsverlaufs.
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Telefonie | Breitband/IP | Services | Erneuerbare Energien |
Zwischensumme | Holding/ Konsolidierung |
| Gesamter Umsatz | 54.954 | 37.620 | 3.501 | 2.723 | 98.798 | -4.819 |
| Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) | -10.589 | -842 | -145 | 0 | -11.576 | 0 |
| Segmentumsatz | 44.365 | 36.778 | 3.356 | 2.723 | 87.222 | -4.819 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.783 | 2.284 | 50 | 189 | 5.306 | -440 |
| Bestandsveränderung | 0 | 0 | 0 | 45 | 45 | 0 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 28 | 28 | 173 |
| Materialaufwand | -32.469 | -20.772 | -67 | -2.489 | -55.797 | 1.543 |
| Rohergebnis | 14.679 | 18.290 | 3.339 | 496 | 36.804 | -3.543 |
| Personalaufwand | -2.042 | -4.009 | -2.865 | -764 | -9.680 | -2.262 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -8.959 | -4.614 | -678 | -699 | -14.950 | 50 |
| EBITDA | 3.678 | 9.667 | -204 | -967 | 12.174 | -5.755 |
| Abschreibungen | -285 | -6.700 | -102 | -25 | -7.112 | -909 |
| EBIT | 3.393 | 2.967 | -306 | -992 | 5.062 | -6.664 |
| Periodenergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern |
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| Finanzergebnis |
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| Davon: Ergebnis des "at equity" einbezogenen Unternehmens |
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| Ertragsteuern |
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| Periodenergebnis |
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| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend |
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| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend |
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| (in TEUR) | Konzern |
| Gesamter Umsatz | 93.979 |
| Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) | -11.576 |
| Segmentumsatz | 82.403 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.866 |
| Bestandsveränderung | 45 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 201 |
| Materialaufwand | -54.254 |
| Rohergebnis | 33.261 |
| Personalaufwand | -11.942 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -14.900 |
| EBITDA | 6.419 |
| Abschreibungen | -8.021 |
| EBIT | -1.602 |
| Periodenergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | -1.602 |
| Finanzergebnis | -87 |
| Davon: Ergebnis des "at equity" einbezogenen Unternehmens | 949 |
| Ertragsteuern | 7.198 |
| Periodenergebnis | 5.509 |
| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend | 5.831 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -322 |
|
|
Telefonie | Breitband/IP | Services | Erneuerbare Energien |
Zwischensumme | Holding/ Konsolidierung |
| Gesamter Umsatz | 73.489 | 36.969 | 1.861 | 0 | 112.319 | -3.674 |
| Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) | -15.772 | -794 | 0 | 0 | -16.566 | 0 |
| Segmentumsatz | 57.717 | 36.175 | 1.861 | 0 | 95.753 | -3.674 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 4.760 | 895 | 4 | 5 | 5.664 | 188 |
| Bestandsveränderung | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Materialaufwand | -39.937 | -21.248 | -6 | 0 | -61.191 | 1.855 |
| Rohergebnis | 22.540 | 15.822 | 1.859 | 5 | 40.226 | -1.631 |
| Personalaufwand | -3.142 | -6.696 | -1.225 | 0 | -11.063 | -1.837 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.891 | -5.765 | -483 | -6 | -14.145 | 1.690 |
| EBITDA | 11.507 | 3.361 | 151 | -1 | 15.018 | -1.778 |
| Abschreibungen | -313 |
-7.631 | -158 | 0 | -8.102 | -1.104 |
| EBIT | 11.194 | -4.270 | -7 | -1 | 6.916 | -2.882 |
| Periodenergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern |
|
|
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|
| Finanzergebnis |
|
|
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|
| Davon: Ergebnis des "at equity" einbezogenen Unternehmens |
|
|
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| Ertragsteuern |
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| Periodenergebnis |
|
|
|
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| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend |
|
|
|
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|
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| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend |
|
|
|
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| Segmentberichterstattung 2009 (in TEUR) |
Konzern |
| Gesamter Umsatz | 108.645 |
| Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) | -16.566 |
| Segmentumsatz | 92.079 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 5.852 |
| Bestandsveränderung | 0 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 |
| Materialaufwand | -59.336 |
| Rohergebnis | 38.595 |
| Personalaufwand | -12.900 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -12.455 |
| EBITDA | 13.240 |
| Abschreibungen | -9.206 |
| EBIT | 4.034 |
| Periodenergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | 4.034 |
| Finanzergebnis | -1.013 |
| Davon: Ergebnis des "at equity" einbezogenen Unternehmens | -6 |
| Ertragsteuern | -2.983 |
| Periodenergebnis | 38 |
| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend | 37 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | 1 |
Der Vorstand der 3U legt als wesentliche Erfolgsgröße für den Geschäftserfolg eines
Segments die Umsatzerlöse und das konsolidierte Segmentergebnis vor Finanzierungen
und Ertragsteuern fest, da diese aus seiner Sicht ausschlaggebend für den Segmenterfolg
sind.
In der Spalte Konzern ist unterhalb des EBIT die Überleitung zum Konzernergebnis enthalten.
Das Finanzergebnis setzt sich aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie dem Ergebnis
des nach der "at equity"-Methode einbezogenen Unternehmens zusammen. Die Zinserträge
resultieren aus der Anlage von liquiden Mitteln, welche nicht den Segmenten zuzuordnen
sind. Die Zinsaufwendungen basieren im Wesentlichen auf Finanzierungen im Segment
Breitband/IP. Die Ertragssteuern sind ebenfalls nicht im Segmentergebnis enthalten,
da der Steueraufwand nur rechtlichen Einheiten zugeordnet werden kann.
Für den 3U Konzern ergaben sich folgende Cashflow-Kenngrößen (alle Beträge in TEUR):
|
|
Telefonie | Breitband/IP | Services | Erneuerbare Energien |
Holding /Konsolidierung |
Konzern |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | -1.831 | 5.545 | 794 | 671 | -1.657 | 3.522 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 107 | -1.350 | -169 | -499 | -2.887 | -4.798 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -961 | -4.437 | -332 | -142 | 2.918 | -2.954 |
|
|
Telefonie | Breitband/IP | Services | Erneuerbare Energien |
Holding /Konsolidierung |
Konzern |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 2.983 | 7.707 | 216 | -128 | -538 | 10.240 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -292 | -1.672 | -156 | 0 | -2.051 | -4.171 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -80 | -7.333 | 12 | 126 | -979 | -8.254 |
Zum Zwecke der Überwachung der Ertragskraft und der Verteilung von Ressourcen zwischen
den Segmenten beobachtet der Vorstand die Vermögenswerte, die dem einzelnen Segment
zugeordnet sind. Die liquiden Mittel werden keinem Segment zugerechnet.
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Vermögenswerte |
|
|
| Segment Telefonie | 12.015 | 13.883 |
| Segment Breitband/IP | 28.018 | 28.047 |
| Segment Services | 310 | 739 |
| Segment Erneuerbare Energien | 2.082 | 132 |
| Holding/Konsolidierung | 6.432 | 2.226 |
| Summe Segmentvermögen | 48.857 | 45.027 |
| Nicht zugeordnete Vermögenswerte | 29.142 | 33.293 |
| Summe konsolidierte Vermögenswerte | 77.999 | 78.320 |
| Schulden |
|
|
| Segment Telefonie | 12.328 | 17.898 |
| Segment Breitband/IP | 34.128 | 40.616 |
| Segment Services | 757 | 589 |
| Segment Erneuerbare Energien | 3.135 | 142 |
| Holding/Konsolidierung | -12.654 | -18.333 |
| Summe Segmentschulden | 37.694 | 40.912 |
| Überleitung (Eigenkapital/Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) | 40.305 | 37.408 |
| Summe konsolidierte Schulden/Eigenkapital | 77.999 | 78.320 |
Bei der Segmentberichterstattung wurden die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und
Bewertungsmethoden angewandt. Die Telekommunikationsdienstleistungen zwischen den
Segmenten werden marktüblich unter Beachtung des Fremdvergleichsgrundsatzes anhand
von gruppenweit einheitlichen Verrechnungspreismodellen abgerechnet. Im Wesentlichen
wird dabei die Preisvergleichsmethode angewandt und um gruppenspezifische Effekte
ergänzt. Verwaltungsleistungen werden als Kostenumlage berechnet.
| (In TEUR) | Abschreibungen | Investitionen | ||
|
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Segment Telefonie | 285 | 313 | 37 | 292 |
| Segment Breitband/IP | 6.700 | 7.631 | 1.430 | 1.848 |
| Segment Services | 102 |
158 | 170 |
157 |
| Segment Erneuerbare Energien | 25 |
0 | 499 |
0 |
| Holding/Konsolidierung | 909 |
1.104 | 3.401 | 2.073 |
| Summe | 8.021 | 9.206 | 5.537 | 4.370 |
| (In TEUR) | 2010 | 2009 |
| Bereiche des Segments Telefonie |
|
|
| Davon Open-Call-by-Call | 21.728 | 32.166 |
| Davon reg. Call-by-Call/Preselection | 1.155 | 1.654 |
| Davon Wholesale/Mehrwertdienste | 20.846 | 23.002 |
| Sonstige | 636 | 895 |
| Summe Segment Telefonie | 44.365 | 57.717 |
| Bereiche des Segments Breitband/IP |
|
|
| Davon Bandbreite/Wellenlänge | 8.465 | 10.406 |
| Davon Colocation | 6.622 | 6.253 |
| Davon InternetTransit/DSL-Gate | 6.257 | 7.016 |
| Davon DataLink/ViPNet | 14.574 | 11.305 |
| Davon Sonstige | 860 | 1.195 |
| Summe Segment Breitband/IP | 36.778 | 36.175 |
| Bereiche des Segments Services |
|
|
| Davon SEGAL Systems GmbH | 1.786 | 1.861 |
| Davon 3U DYNAMICS GmbH | 1.325 | 0 |
| Davon RISIMA Consulting GmbH | 245 | 0 |
| Summe Segment Services | 3.356 | 1.861 |
| Bereiche des Segments Erneuerbare Energien |
|
|
| Davon 3U SOLAR Systemhandel AG | 1.493 | 0 |
| Davon EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH | 1.230 | 0 |
| Summe Segment Erneuerbare Energien | 2.723 | 0 |
Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment Telefonie mit dem größten
Kunden einen Umsatz von insgesamt 7,5 % der Gesamtumsatzerlöse realisiert. Darüber
hinaus gibt es weitere Kunden im Bereich der Telefonie, mit denen umfangreiche Umsatzerlöse
realisiert werden. Der jeweilige Umsatz ist jedoch jeweils deutlich unter 10 % der
Gesamtumsatzerlöse.
| (In TEUR) | 2010 | 2009 |
| Telefonie | 44.365 | 57.717 |
| Davon Inland | 43.540 | 56.873 |
| Davon Ausland | 825 | 844 |
| Breitband/IP | 36.778 | 36.175 |
| Davon Inland | 34.459 | 34.008 |
| Davon Ausland | 2.319 | 2.167 |
| Services | 3.356 | 1.861 |
| Davon Inland | 3.321 | 1.861 |
| Davon Ausland | 35 | 0 |
| Erneuerbare Energien | 2.723 | 0 |
| Davon Inland | 1.601 | 0 |
| Davon Ausland | 1.122 | 0 |
Die Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung wird seit dem Geschäftsjahr 2009 im Gesamtkostenverfahren
dargestellt.
Die aus der Tätigkeit als Telekommunikationsanbieter erzielten Umsatzerlöse werden
ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des
Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Telekommunikationsdienstleistungen.
Die aus der Tätigkeit als Dienstleistungsanbieter in den Gesellschaften im Segment
Services erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten
Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss
an die Erbringung der Dienstleistungen.
Im Bereich der Erneuerbaren Energien werden die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb solarer
Heizsysteme ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die
Erfassung des Ertrages erfolgt durch die Abrechnung im Anschluss an die Erbringung
der jeweiligen Leistung.
Die Konzernumsatzerlöse mit Dritten setzen sich aus den Segmenten zusammen, welche
in der Segmentberichterstattung dargestellt sind.
| (In TEUR) | 2010 | 2009 |
| Bereiche des Segments Telefonie |
|
|
| Davon Open-Call-by-Call | 21.728 | 32.166 |
| Davon reg. Call-by-Call/Preselection | 1.155 | 1.654 |
| Davon Wholesale/Mehrwertdienste | 20.846 | 23.002 |
| Sonstige | 636 | 895 |
| Summe Segment Telefonie | 44.365 | 57.717 |
| Bereiche des Segments Breitband/IP |
|
|
| Davon Bandbreite/Wellenlänge | 8.465 | 10.406 |
| Davon Colocation | 6.622 | 6.253 |
| Davon InternetTransit/DSL-Gate | 6.257 | 7.016 |
| Davon DataLink/ViPNet | 14.574 | 11.305 |
| Davon Sonstige | 860 | 1.195 |
| Summe Segment Breitband/IP | 36.778 | 36.175 |
| Bereiche des Segments Services |
|
|
| Davon SEGAL Systems GmbH | 1.786 | 1.861 |
| Davon 3U DYNAMICS GmbH | 1.325 | 0 |
| Davon RISIMA Consulting GmbH | 245 | 0 |
| Summe Segment Services | 3.356 | 1.861 |
| Bereiche des Segments Erneuerbare Energien |
|
|
| Davon 3U SOLAR Systemhandel AG | 1.493 | 0 |
| Davon EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH | 1.230 | 0 |
| Summe Segment Erneuerbare Energien | 2.723 | 0 |
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 2010 | 2009 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 1.415 | 1.603 |
| Erträge aus dem Abgang von Anlagevermögen | 14 | 90 |
| Erträge aus abgeschriebenen Forderungen | 107 | 148 |
| Erträge aus der Verminderung von Wertberichtigungen | 914 | 769 |
| Periodenfremde Erträge | 1.525 | 2.594 |
| Übrige betriebliche Erträge | 891 | 648 |
| Summe | 4.866 | 5.852 |
Die Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR 45 umfassen unfertige Erzeugnisse im Segment
Erneuerbare Energien.
Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 201 und sind im Wesentlichen Solarkomponenten
im Zusammenhang mit der Errichtung des SEKW.
Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Kosten für Verbindungsleistungen
und Netzwerkkosten sowie den Kosten für Rohmaterial und Handelswaren zusammen:
| (In TEUR) | 2010 | 2009 |
| Verbindungsleistungen | 28.266 | 35.897 |
| Netzwerkkosten | 22.376 | 22.189 |
| Kosten für ICAS | 1.058 | 1.212 |
| Materialaufwand/Wareneinsatz Erneuerbare Energien | 2.489 | 0 |
| Übriger Materialaufwand | 65 | 38 |
| Summe | 54.254 | 59.336 |
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 2010 | 2009 |
| Löhne und Gehälter | 10.545 | 11.251 |
| Sozialabgaben | 1.294 | 1.478 |
| Übriger Personalaufwand | 103 | 171 |
| Gesamt | 11.942 | 12.900 |
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter betrug:
| Segment | 2010 | 2009 |
| Telefonie | 29 | 46 |
| Breitband/IP | 57 | 93 |
| Services | 40 | 17 |
| Erneuerbare Energien | 12 | 1 |
| Holding | 21 | 6 |
| Gesamt | 159 | 163 |
Die Sozialabgaben beinhalten neben den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung
und Krankenversicherung auch Aufwendungen für Ausgleichsabgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft.
Der Aufwand für Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung im Segment
Telefonie betrug insgesamt TEUR 144 (Vorjahr: TEUR 212), der Aufwand für das Segment
Breitband/IP betrug TEUR 289 (Vorjahr: TEUR 444), der Aufwand für das Segment Services
betrug TEUR 178 (Vorjahr: TEUR 82), der Aufwand für das Segment Erneuerbare Energien
betrug TEUR 39 (Vorjahr: TEUR 0 ) und für die Holding TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 32).
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Posten enthalten:
| (In TEUR) | 2010 | 2009 |
| Mietaufwand | 1.126 | 1.052 |
| Fahrzeug- und Reisekosten | 918 | 985 |
| Werbe- und Bewirtungskosten sowie Verkaufsprovisionen | 1.315 | 1.349 |
| Versicherungen | 143 | 233 |
| Rechts- und Beratungskosten | 667 | 1.082 |
| Instandhaltung | 965 | 901 |
| Forderungsverluste | 1.074 | 393 |
| Einstellung in die EWB | 1.270 | 1.536 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 2.216 | 373 |
| Restrukturierungsaufwendungen | 0 | 1.171 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 5.206 | 3.380 |
| Gesamt | 14.900 | 12.455 |
Forschungs- und Entwicklungskosten sind nicht angefallen.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen TEUR 8.021
(Vorjahr: TEUR 9.206). Der Rückgang der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert
im Wesentlichen aus dem Rückgang der Abschreibungen auf Sachanlagen im Segment Breitband/IP.
In diesen Posten werden Zinsen aus Kontokorrent- und Darlehenskonten sowie die Ergebnisse
der nach "at equity"-Methode einbezogenen Unternehmen ausgewiesen.
|
|
2010 | 2009 |
| Erträge aus Abgängen von Anteilen an verbundene Unternehmen | 12 | 0 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 779 | 502 |
| Zinserträge | 791 | 502 |
| Zinsaufwendungen für Ausleihungen | -1.609 | -1.509 |
| Zinsaufwendungen | -1.609 | -1.509 |
| Ergebnis des nach "at equity"-Methode einbezogenen Unternehmens | 949 | -6 |
| Nachträgliche Aufwendungen aus der Veräußerung von Beteiligungen | -218 | 0 |
| Gesamt | -87 |
-1.013 |
Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen
und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
| (In TEUR) | 2010 | 2009 |
| Laufende Ertragsteueraufwendungen | -1.310 | 2.650 |
| Latente Steuern | -5.888 | 333 |
| Gesamt | -7.198 | 2.983 |
Die 3U HOLDING AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften unterliegen der Körperschaftsteuer
und der Gewerbesteuer. Im Geschäftsjahr 2010 galt für Gewinne ein Körperschaftsteuersatz
von 15 % zuzüglich 5,5 % Solidaritätszuschlag. Die Gewerbeertragsteuer betrug in 2010
in Marburg ca. 13 %, in Hannover ca. 16 % des Gewerbeertrages.
Der verwendete Steuersatz für die ausländischen Gesellschaften beträgt für Österreich
25 % bzw. für die tschechische Republik 19%.
Im laufenden Steueraufwand des Geschäftsjahres 2010 sind Erträge in Höhe von TEUR
1.614 für laufende Steuern früherer Geschäftsjahre enthalten.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 hat die 3U HOLDING AG mit der OneTel Telecommunication
GmbH, der LineCall Telecom GmbH und der fon4U Telecom GmbH Ergebnisabführungsverträge
abgeschlossen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden in der außerordentlichen Hauptversammlung
vom 15. November 2005 beschlossen und im Dezember 2005 im Handelsregister eingetragen.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen
mit 3U TELECOM GmbH, 010017 Telecom GmbH und Discount Telecom S&V GmbH einen Beherrschungs-
und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung wurden
diese Ergebnisabführungsverträge Ende 2007 im Handelsregister eingetragen.
Der Ergebnisabführungsvertrag mit der OneTel Telecommunication GmbH wurde mit Ablauf
des Geschäftsjahres zum 31. Dezember 2010 gekündigt.
Die folgende Übersicht beinhaltet gemäß IAS 12.81 eine Abstimmung zwischen dem Steueraufwand,
der sich rechnerisch bei Anwendung der deutschen Steuersätze auf das ausgewiesene
Jahresergebnis vor Steuern ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand in dem vorliegenden
Konzernabschluss:
|
|
2010 | 2010 | 2009 | 2009 |
|
|
TEUR | % | TEUR | % |
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten vor Steuern | -1.689 | 100,0 | 3.021 | 100,0 |
| Ertragsteuersatz (29 %; Vorjahr: 29 %) |
|
|
|
|
| Rechnerischer Steuerertrag/-aufwand | -490 | 29,0 | 876 | 29,0 |
| Steuerfreie Einnahmen/nicht abziehbare Ausgaben | 25 | -1,5 | 100 | 3,3 |
| Effekte aus Wertberichtigung latenter Steuern/ Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge |
-4.420 | 261,6 | 1.863 | 61,6 |
| Effekt aus Steuersatzdifferenzen ausländischer Steuerhoheiten | 39 | -2,3 | -7 | -0,2 |
| Abweichungen aus unterschiedlichen Gewerbesteuerhebesätzen | 46 | -2,7 | 158 | 5,2 |
| Minderung des laufenden Steueraufwandes aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge |
-797 | 47,2 | -12 | -0,4 |
| Effekt aus der Steuersatzänderung | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aperiodische Steuereffekte | -1.614 | 95,5 | 47 | 1,6 |
| Übrige | 13 | -0,8 | -42 | -1,3 |
| Gesamt | -7.198 | 426,1 | 2.983 | 98,7 |
Das Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem
Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, die jeweils den Stammaktionären der 3U
HOLDING AG zugerechnet werden können, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch
die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden
Aktien. Das Ergebnis je Aktie (voll verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass
alle Aktienoptionen ausgeübt wurden.
Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf
den folgenden Daten:
|
|
2010 | 2009 |
| Basis für das unverwässerte Ergebnis je Aktie (auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Anteil am Periodenergebnis in TEUR) |
5.831 | 37 |
| Basis für das verwässerte Ergebnis je Aktie (in TEUR) | 5.831 | 37 |
| Anzahl der Aktien (in Stück) | 46.842.240 | 46.842.240 |
| Rückkauf eigener Anteile im November 2008 | -208.872 | -208.872 |
| Rückkauf eigener Anteile im Dezember 2008 | -271.379 | -271.379 |
| Rückkauf eigener Anteile im Januar 2009 | -327.813 | -327.813 |
| Rückkauf eigener Anteile im Februar 2009 | -38.077 | -38.077 |
| Rückkauf über öffentliches Rückkaufangebot (beendet am 27.2.2009) | -2.398.573 | -2.398.573 |
| Rückkauf eigener Anteile im Juli 2010 | -151.526 | 0 |
| Rückkauf eigener Anteile im August 2010 | -964.692 | 0 |
| Rückkauf eigener Anteile im September 2010 | -211.795 | 0 |
| Rückkauf eigener Anteile im Oktober 2010 | -116.434 | 0 |
| Rückkauf eigener Anteile im November 2010 | -962.654 | 0 |
| Rückkauf eigener Anteile im Dezember 2010 | -497.700 | 0 |
| Rückfluss aus Vergleich OneTel (27.12.2010) | -1.242.000 | 0 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das unverwässerte Ergebnis je Aktie | 39.899.439 | 44.030.952 |
| Auswirkung der verwässernden potenziellen Stammaktien: Optionen* | 0 | 1.732.500 |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das verwässerte Ergebnis | 39.899.439 | 44.030.952 |
| Ermittlung Ergebnis je Aktie (in EUR) |
|
|
| Ergebnis je Aktie unverwässert (in EUR) | 0,15 | 0,00 |
| Ergebnis je Aktie verwässert (in EUR) | 0,15 | 0,00 |
*
Zum 31. Dezember 2010 besteht kein Aktienoptionsprogramm
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen
des laufenden Geschäftsjahres werden im Konzernanlagespiegel gesondert dargestellt.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
352 | 338 |
| Kundenstamm | 946 | 1.663 |
| Firmenwert | 0 | 550 |
| Gesamt | 1.299 | 2.551 |
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten
abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Hauptsächlich
handelt es sich hierbei um Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik.
Aus der Erstkonsolidierung der 90%-Beteiligung an der LambdaNet zum 1. April 2004
entstand ein aktivischer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 8.746, der als Kundenstamm
aktiviert und über acht Jahre abgeschrieben wird. Die Bewertung des gesamten Kundenstammes
der LambdaNet erfolgte auf Grundlage von Multiplikatoren auf Basis vergleichbarer
Transaktionen. Per 31. Dezember 2004 hat die 3U HOLDING AG die verbleibenden Anteile
an der LambdaNet übernommen. Der sich dadurch ergebende aktivische Unterschiedsbetrag
aus der Erstkonsolidierung betrug TEUR 1.624. Auch er wurde als Kundenstamm klassifiziert
und wird planmäßig über acht Jahre abgeschrieben.
Der aktivierte Kundenstamm aus dem Erwerb der LambdaNet Communications Deutschland
AG wurde zum Zwecke der Wertminderungsprüfung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit
Breitband/IP zugeordnet.
Zur Bewertung des Kundenstammes wurden die 30 größten Kunden herangezogen. Diese repräsentierten
zum damaligen Zeitpunkt ca. 80 % der Gesamtumsatzerlöse. Die Bewertung erfolgte auf
Basis von Multiplikatoren und war begrenzt auf die im Rahmen der Akquisition der LambdaNet
aufgedeckten stillen Reserven. Der so ermittelte Kundenstamm wird über die wirtschaftliche
Nutzungsdauer von acht Jahren planmäßig abgeschrieben.
Einmal jährlich erfolgt eine Werthaltigkeitsprüfung des Kundenstammes. Ausgehend von
den erwarteten Erträgen aus diesen Kundenbeziehungen erfolgt die Bewertung des Kundenstammes
ertragsorientiert. Die so ermittelten Einzahlungsüberschüsse werden schließlich mit
einem risikoadjustierten Diskontierungssatz i. H. von 8,25 % abgezinst. Wir verweisen
auf unsere Ausführungen unter 2.3.13.
Der im Vorjahr ausgewiesene Firmenwert in Höhe von TEUR 550 aus dem Erwerb der OneTel
wurde aufgrund einer nachträglichen Kaufpreisminderung erfolgsneutral ausgebucht.
Der in 2010 aus dem Erwerb von 74,996 % der Geschäftsanteile an der EuroSun Vacuum-Solar-Systems
GmbH entstandene Firmenwert von TEUR 10 wurde erfolgswirksam abgeschrieben.
Die Buchwerte des Sachanlagevermögens sind dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen.
Die 3U hat in 2009 mit dem Bau ihrer neuen Konzernzentrale begonnen. Die Hauptgebäude
sind fertig gestellt und wurden aktiviert. Die noch nicht fertig gestellten Ausbaustufen
wurden als Anlagen im Bau bilanziert.
Die Fremdkapitalzinsen für das Darlehen zur Finanzierung des Neubaus der Konzernzentrale
wurden während der Bauphase mit einem Betrag von TEUR 53 aktiviert.
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen:
Zum 31. Dezember 2010 wurde die Spider Telecom GmbH, Marburg nach der Equity-Methode
bilanziert. Die zusammenfassenden Finanzinformationen für diese Beteiligung stellen
sich wie folgt dar:
| Spider Telecom GmbH (in TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Summe Vermögenswerte | 2.784 | 459 |
| Summe Schulden | 94 | 501 |
| Umsatzerlöse | 2.983 | 58* |
| Gewinn/Verlust nach Steuern | 1.953 | -55* |
*
Für den Zeitraum 1.7.-31.12.2009
Der Wertansatz hat sich wie folgt entwickelt:
| Stand am 31.12.2009: | TEUR 0 |
| Im Vorjahr nicht erfasste Anteile an den Verlusten der Spider Telecom GmbH: | TEUR -21 |
| Anteiliges Jahresergebnis: | TEUR 970 |
| Stand am 31.12.2010: | TEUR 949 |
Bilanzstichtag der Spider Telecom GmbH ist der 31. Dezember 2010.
Es bestehen keine Beschränkungen der Fähigkeit des assoziierten Unternehmens, Finanzmittel
in Form von Bardividenden oder Darlehens- oder Vorschusstilgungen an den Anteilseigner
zu transferieren.
Mit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15 % der Anteile an der myFairPartner
Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im
Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB 2.0 online-Lösung. Am 15. Dezember
2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen.
Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt
werden konnte. Die Bewertung erfolgte zur fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31.
Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig abgeschrieben.
Im 3U Konzern werden im Segment Breitband/IP langfristige Leasingverträge für Glasfasernetze
mit einem Buchwert in Höhe von TEUR 8.270 (Vorjahr: TEUR 11.228) aktiviert und im
Posten "Technische Anlagen und Maschinen" ausgewiesen. Den Leasingverträgen liegt
eine betriebsgewöhnliche Nutzungsdauer von durchschnittlich 10 bis 15 Jahren zugrunde.
Die zugrunde gelegten Zinssätze reichen von 6,53 % bis 8,58 %. Alle Leasingverhältnisse
basieren auf fest vereinbarten Raten. Es wurden keine Vereinbarungen über Eventualmietzahlungen
getroffen. Alle Leasingverpflichtungen lauten in Euro. Verlängerungs- oder Kaufoptionen
bestehen nicht.
Die Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing werden in der Bilanz als kurz- bzw.
langfristige Verbindlichkeiten ausgewiesen. Die Restlaufzeiten der Verbindlichkeiten
aus Finance-Leasing-Vereinbarungen stellen sich wie folgt dar:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | ||
|
|
Nominalwert | Abzüglich Abzinsungsbetrag |
Barwert Mindestleasingzahlungen |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 4.709 | 2.181 | 2.528 |
| Restlaufzeit 1-5 Jahre | 7.900 | 2.492 | 5.408 |
| Restlaufzeit mehr als 5 Jahre | 3.364 | 567 | 2.797 |
| Gesamt | 15.973 | 5.240 | 10.733 |
| (In TEUR) | 31.12.2009 | ||
|
|
Nominalwert | Abzüglich Abzinsungsbetrag |
Barwert Mindestleasingzahlungen |
| Restlaufzeit bis 1 Jahr | 3.291 | 924 | 2.367 |
| Restlaufzeit 1-5 Jahre | 8.951 | 2.154 | 6.797 |
| Restlaufzeit mehr als 5 Jahre | 4.585 | 581 | 4.004 |
| Gesamt | 16.827 | 3.659 | 13.168 |
Der beizulegende Zeitwert der Verbindlichkeiten aus Finanzierungsleasingverhältnissen
entspricht annähernd dem Buchwert.
Verlängerungsoptionen und Preisanpassungsklauseln sind teilweise Bestandteil der Leasingverträge.
Die Fasernetzmietverträge mit dem Lieferanten GasLINE enthalten Preisanpassungsklauseln.
Zu den halbjährlichen Zahlungsterminen werden die Beträge einem Eskalationsfaktor
unterworfen. Dieser berechnet sich im Falle der Mietzahlungen nach dem Erzeugerpreisindex
für Industriegüter, im Falle der Wartungsentgelte nach einem Lohnkostenindex.
Die aufwandswirksamen Zahlungen im Geschäftsjahr 2010 betragen TEUR 2.138 (Vorjahr:
TEUR 2.527).
Hinsichtlich der Summe der zukünftigen Mindestleasingzahlungen und deren entsprechenden
Barwerten wird auf den Punkt 6.14 "Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle
Verpflichtungen" verwiesen.
Latente Steuern wurden unter Berücksichtigung der temporären Unterschiede nach der
Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS 12 berechnet.
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzten sich zu den Bilanzstichtagen wie
folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 | ||
|
|
Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
Aktive latente Steuern |
Passive latente Steuern |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 304 | 0 | 483 |
| Sachanlagen | 15 | 115 | 9 | 95 |
| Forderungen | 38 | 0 | 46 | 0 |
| Sonstige Aktiva | 49 | 0 | 0 | 166 |
| Rückstellungen | 520 | 0 | 148 | 290 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Sonstige Passiva | 439 | 0 | 82 | 0 |
| Verlustvorträge | 4.981 | 0 | 482 | 0 |
| Gesamt | 6.041 | 420 | 767 | 1.034 |
Die 3U HOLDING AG nimmt die nach IAS 12 gebotene Saldierung vor, wonach Aktiv- und
Passivposten aus latenten Steuern saldiert auszuweisen sind, wenn diese aufrechenbar
(für das betreffende Steuersubjekt) gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen.
Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern in Höhe
von TEUR 420 (Vorjahr: TEUR 767) saldiert.
Zeitlich unbegrenzt nutzbare Verlustvorträge, für die in der Konzernbilanz kein latenter
Steueranspruch angesetzt wurde, betragen unter Berücksichtigung der landesrechtlichen
steuerlichen Vorschriften insgesamt TEUR 61.448 (Vorjahr: TEUR 68.448) für Körperschaftsteuer
bzw. TEUR 50.295 (Vorjahr: TEUR 58.339) für Gewerbesteuer und betreffen im Wesentlichen
die LambdaNet. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr:
TEUR 1.096) wurden aus Werthaltigkeitsgründen keine latenten Steuern aktiviert.
Die Vorräte setzten sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Unfertige Erzeugnisse | 45 | 0 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.201 | 196 |
| Geleistete Anzahlung auf Vorräte | 1 | 0 |
| Gesamt | 1.247 | 196 |
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 14.744 | 16.549 |
| Wertberichtigungen | -3.460 | -5.047 |
| Gesamt | 11.284 | 11.502 |
In Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen
auf die Forderungen vorgenommen.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr oder aufgrund
der Mitteilung eines Inkassounternehmens uneinbringlich sind, nimmt der Konzern eine
Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit
belegt, wonach bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr
sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann.
Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen
wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag
Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos,
da der Kundenbestand breit ist. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass
keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig
ist.
In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und
Leistungen in Höhe von TEUR 1.997 (Vorjahr: TEUR 3.291) gegenüber Schuldnern berücksichtigt,
über deren Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde bzw. die älter als ein Jahr
sind. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert
der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält
keine Sicherheiten für diese Salden.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden
Zeitwert.
Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Bankguthaben und Kassenbestände,
Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Das Ausfallrisiko
des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen.
Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich inklusive der Wertberichtigung
für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf den Vergangenheitserfahrungen
des Managements und Schätzungen des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds des Unternehmens
basieren. Das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln ist beschränkt, da diese bei
Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen hohe Kreditwürdigkeit
bescheinigt haben.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Forderungen aus Steuererstattungen | 1.296 | 545 |
| Kautionen | 30 | 30 |
| Darlehen ehemalige Mitarbeiter | 0 |
381 |
| Wertberichtigung auf Darlehen | 0 |
-219 |
| Sonstiges | 1.563 | 1.671 |
| Gesamt | 2.889 | 2.408 |
Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 6.4 verwiesen.
Der Posten Liquide Mittel beinhaltet Festgelder, Guthaben bei Banken und Kassenbestände,
mit einer ursprünglichen Fälligkeit von drei Monaten oder weniger. Der Buchwert dieser
Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 6.4 verwiesen.
Der Vorstand hatte am 25. Juni 2010 beschlossen, die aufgrund der Ermächtigung der
Hauptversammlung vom 28. August 2007 im Rahmen eines Aktienrückkaufs über die Börse
und eines sich anschließenden öffentlichen Rückkaufangebots bis zum 20. Februar 2009
erworbenen 3.244.714 Stückaktien der Gesellschaft einzuziehen. Die Durchführung der
Kapitalherabsetzung erfolgte mit Eintragung in das Handelsregister am 26. Oktober
2010. Das begebene Grundkapital setzt sich seitdem zusammen aus 43.597.526 nennwertlosen
auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je
Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Die Gesamtanzahl der sich im Umlauf
befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr mit der Kapitalherabsetzung geändert.
Die Gesellschaft verfügt nur über eine Klasse von Aktien. Diese gewährleisten keinen
festen Gewinnanspruch. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und
ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen
sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine
Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen
aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff.
und 186 AktG.
Im Rahmen der Hauptversammlung am 28. August 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das
Grundkapital bis zum 27. August 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR
23.421.120,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei
das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 4.684.224,00.
Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands,
Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Bezugsrechte über EUR 4.172.500,00
wurden am 7. Februar 2011 den Bezugsberechtigten angeboten. Jedes Optionsrecht berechtigt
zum Erwerb einer auf den Inhaber lautenden Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis
von EUR 1,00. Die Ausübung der Optionsrechte kann erstmals nach Ablauf einer Sperrfrist
von vier Jahren und letztmalig nach fünf Jahren seit Ausgabe der Optionsrechte erfolgen.
Der Vorstand der 3U HOLDING AG hatte mit Zustimmung des Aufsichtsrats am 25. Juni
2010 aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 28. August 2009 beschlossen,
bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Der Aktienrückkauf dient
allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 28. August 2009 vorgesehenen
Zwecken.
Die BankM, Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere wurde beauftragt,
maximal bis zu Stück 4.684.224 Aktien der Gesellschaft gemäß den Handelsbedingungen
der Art. 4 bis 6 der Verordnung (EG) Nr. 2273/2003 (EG-VO) an der Börse zurückzukaufen.
Der gezahlte Gegenwert je Aktie (ohne Erwerbsnebenkosten) durfte den Schlusskurs der
Aktie im XETRA-Handel der Frankfurter Wertpapierbörse am Handelstag vor dem Rückerwerb
nicht um mehr als 10 % über- bzw. 25 % unterschreiten. Darüber hinaus durften Aktien
gemäß Art. 5 Abs. 1 EG-VO nicht zu einem Kurs erworben werden, der über dem des letzten
unabhängig getätigten Abschlusses oder (sollte dieser höher gewesen sein) über dem
des zu damaligen höchsten unabhängigen Angebots an der Börse, an welcher der Kauf
stattfindet, lag.
Pro Handelstag durften gemäß Art. 5 Abs. 2 EG-VO nicht mehr als 25 % des durchschnittlichen
täglichen Aktienumsatzes an der Börse, an welcher der Kauf erfolgte, erworben werden.
Der durchschnittliche Tagesumsatz war vom durchschnittlichen täglichen Handelsvolumen
der letzten zwanzig Börsentage vor dem Kauftermin abzuleiten.
Das Aktienrückkaufprogramm über die Börse begann am 19. Juli 2010 und endete am 21.
Januar 2011.
Per 31. Dezember 2010 wurden insgesamt 2.904.801 Aktien mit einem Durchschnittskurs
von EUR 0,7375 je Aktie zurückgekauft.
Zum 21. Januar 2011 waren 3.117.500 Aktien zu einem Durchschnittskurs von EUR 0,7338
erworben worden.
Am 30. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG 1.242.000 Aktien zugeflossen, die ihr
im Rahmen eines Vergleich zugesprochen worden waren. Deshalb hält die 3U HOLDING AG
seit dem 21. Januar 2011 4.359.740 Stückaktien als eigene Anteile; das entspricht
10,00 % des Grundkapitals der Gesellschaft. Das Aktienrückkaufprogramm wurde somit
am 21. Januar 2011 beendet.
Am 9. März 2005 hatte der Vorstand zuletzt beschlossen, ein Aktienoptionsprogramm
aufzulegen. Der Aktienoptionsplan 2004/2005 hat folgende Eckpunkte: Bezugsberechtigte
sind:
| Gruppe 1: | Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft sowie Mitglieder der Geschäftsführungen
in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG), soweit die Mitglieder der Geschäftsführungen der in- und ausländischen Unternehmen nicht der Gruppe 2 zuzuordnen sind, |
| Gruppe 2: | Mitarbeiter der Gesellschaft und in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§
15 AktG) in Schlüsselpositionen auf der ersten und zweiten Führungsebene unterhalb des Vorstands bzw. der jeweiligen Geschäftsführung (Führungskräfte und/oder Mitarbeiter mit Schlüsselfunktionen), |
| Gruppe 3: | alle übrigen Mitarbeiter der Gesellschaft und der in- und ausländischen verbundenen
Unternehmen (§ 15 AktG), soweit keine Einordnung in Gruppe 4 erfolgt, |
| Gruppe 4: | Auszubildende und/oder Teilzeitkräfte bzw. vergleichbare Mitarbeiter der Gesellschaft
und der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG). |
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2004/2005 wurden insgesamt 2.206.000 Aktienoptionen
ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus:
| Gruppe 1: | 870.000 Aktienoptionen |
| Gruppe 2: | 765.000 Aktienoptionen |
| Gruppe 3: | 546.000 Aktienoptionen |
| Gruppe 4: | 25.000 Aktienoptionen |
| Gesamt: | 2.206.000 Aktienoptionen |
Der Ausübungspreis beträgt EUR 1,06.
Der Fair Value der in 2005 gegebenen Zusagen auf Aktienoptionen ist mit EUR 0,51 ermittelt
worden. Diese Ermittlung erfolgt unter Anwendung des Black-Scholes-Modells. Die Modellannahmen
beruhen auf einem Aktienkurs von EUR 0,98, einem Ausübungspreis von EUR 1,06, einer
erwarteten Volatilität von 61 % (Quelle: Bloomberg) und einem risikofreien Zinssatz
von 3,0 %.
Der Aktienoptionsplan 2004/2005 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren
Optionsrechte können nach Ablauf einer zweijährigen Sperrfrist frühestens seit dem
9. März 2007 und nur bis zum 9. März 2010 ausgeübt werden. Aufgrund der Kursentwicklung
sind keine Optionsrechte ausgeübt worden.
Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen
in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder
des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung
eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte
waren nicht übertragbar.
Jedes Optionsrecht berechtigte zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis.
Der Ausübungspreis für die Optionsrechte entsprach dem Basispreis zuzüglich eines
Aufschlags von 15 % als Erfolgsziel. Basispreis war der Preis, der sich aus dem Durchschnitt
der an der Frankfurter Wertpapierbörse im XETRA-Handel (oder einem vergleichbaren
Nachfolgesystem) festgestellten Schlusskurse der Aktie der Gesellschaft der letzten
fünf Handelstage vor dem Tag ergab, an welchem die Beschlussfassung über die Ausgabe
der Optionsrechte erfolgte. Der Ausübungspreis betrug demnach EUR 1,06 je Aktie.
Als relatives Erfolgsziel musste sich die Aktie der Gesellschaft seit dem Erwerb der
Optionsrechte bis zum Ausübungstag an zehn aufeinander folgenden Tagen besser entwickelt
haben als der TecDAX. Darüber hinaus wurde ein Cap in Höhe eines Bruttojahresgehalts
vereinbart.
Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien durfte der Bezugsberechtigte
jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte
oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.
Insgesamt wurden aus dem Aktienoptionsplan 2004/2005 für das Geschäftsjahr 2010 TEUR
0 (Vorjahr: TEUR 0) als Personalaufwand erfasst. Hierbei wurde eine Fluktuationsquote
von 15 % berücksichtigt.
Die Bandbreite der Ausübungspreise erstreckte sich von EUR 1,06 bis EUR 2,70. Der
gewichtete Ausübungspreis betrug EUR 1,52.
Im Geschäftsjahr 2010 wurden keine Optionen aus diesem Programm ausgeübt. Alle Optionen
sind am 9. März 2010 verfallen.
Im Rahmen dieses Programms wurden keine Neuzusagen getroffen.
Die Kapitalanteile fremder Gesellschafter betragen TEUR -222 (Vorjahr: TEUR 14).
Bei den Finanzverbindlichkeiten handelte es sich im Wesentlichen um ein langfristiges
Baudarlehen und Leasingverbindlichkeiten.
Die Finanzverbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten | 2.138 | 513 |
| Leasingverbindlichkeiten | 10.733 | 13.168 |
| Gesamt | 12.871 | 13.681 |
Der Zinssatz beträgt 3,85 % mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2029. Das Darlehen
ist über Grundschulden in Höhe von EUR 2,25 Mio. besichert.
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind sämtlich langfristig fällig.
Die Leasingverbindlichkeiten sind in Höhe von TEUR 8.205 langfristig und in Höhe von
TEUR 2.528 kurzfristig fällig.
Darüber hinaus sind eigene Kreditlinien für das Segment Telefonie, die per 31. Dezember
2010 nicht in Anspruch genommen sind, mit der Hinterlegung von EUR 1,5 Mio. Festgeldern
besichert.
Der Buchwert der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen entspricht dem beizulegenden
Zeitwert.
Die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen sind innerhalb eines Jahres fällig.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 24 | 9 |
| Sonstige Steuern | 1.341 | 882 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 4.407 | 5.133 |
| Lohn- und Gehaltsverrechnung | 8 | 5 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 679 | 1.254 |
| Steuerverbindlichkeiten | 675 |
3.987 |
| Gesamt | 7.134 | 11.270 |
Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter enthalten überwiegend Personalverpflichtungen.
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 Kurzfristig |
31.12.2010 Langfristig |
31.12.2009 Kurzfristig |
31.12.2009 Langfristig |
| Rückbauverpflichtungen | 0 |
4.956 | 0 | 5.045 |
| Prozessrisiken | 531 | 0 |
457 | 0 |
| Übrige | 264 | 0 | 368 | 0 |
| Gesamt | 795 | 4.956 | 825 | 5.045 |
Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
| (In TEUR) | Stand 1.1.2010 | Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2010 |
| Rückbauverpflichtungen | 5.045 | 49 | 549 | 508 | 4.956 |
| Prozessrisiken | 457 | 0 | 0 | 74 | 531 |
| Übrige | 368 | 73 | 99 | 68 | 264 |
| Gesamt | 5.870 | 122 | 648 | 650 | 5.751 |
Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen einen Rechtsstreit
bezüglich Carrierleistungen. Mit einer Inanspruchnahme ist im laufenden Geschäftsjahr
2011 zu rechnen.
Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für ausstehende
Rechnungen. Mit einem Abfluss ist im ersten Halbjahr 2011 zu rechnen.
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sind langfristiger Natur und wurden
gebildet für die Wiederherstellung des Urzustandes von diversen Technikstandorten.
Bei den Rückbauverpflichtungen handelt es sich um Verpflichtungen in Zusammenhang
mit dem Rückbau der durchgeführten Aus- und Umbauten in den angemieteten Technikstandorten.
Der Posten betrifft Umsatzabgrenzungen aus der Vereinnahmung von Netzmieten.
Aufgliederung der bilanziellen Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39/IFRS
7.8
| 2010 (in TEUR) | Liquide Mittel | Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
Verbindlichkeiten |
| Kredite und Forderungen | 29.142 | 11.284 | 2.889 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden |
0 | 0 | 0 | 29.473 |
| Gesamt | 29.142 | 11.284 | 2.889 | 29.473 |
| 2009 (in TEUR) | Liquide Mittel | Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen |
Sonstige finanzielle Vermögenswerte |
Verbindlichkeiten |
| Kredite und Forderungen | 33.289 | 11.502 | 2.408 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zum Restbuchwert bewertet werden |
0 | 0 | 0 | 28.724 |
| Gesamt | 33.289 | 11.502 | 2.408 | 28.724 |
Der beizulegende Zeitwert von liquiden Mitteln, von kurzfristigen Forderungen und
von Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem
die kurze Laufzeit solcher Instrumente.
Die Nettoverluste aus Krediten und Forderungen betrugen TEUR 967 (Vorjahr: TEUR 245).
Am 31. Dezember bestehen folgende finanzielle Verpflichtungen:
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Innerhalb eines Jahres | 17.143 | 16.550 |
| Zwischen ein und fünf Jahren | 16.431 | 5.719 |
| Nach fünf Jahren | 5.032 | 365 |
| Gesamt | 38.606 | 22.634 |
Das in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen innerhalb eines Jahres enthaltene
Bestellobligo beträgt TEUR 1.546 (Vorjahr: TEUR 1.940).
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für Büroräume, Technikflächen,
Glasfasernetzstrecken und PKWs. Die betreffenden Verträge haben eine Restlaufzeit
von 1 bis 10 Jahren.
Für eigene Kreditlinien der 3U besteht eine Verfügungsbeschränkung in Höhe von EUR
1,5 Mio. (hinterlegte Sicherheiten).
Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten.
Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit
einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Deshalb wurden
per 31. Dezember 2010 Rückstellungen für offene Rechtsstreite in einer Gesamthöhe
von TEUR 531 gebildet bei bestehenden Rechtsstreitigkeiten mit einem maximalen Gesamtrisiko
von TEUR 531.
Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den
Bereichen Telekommunikation und Energieversorgung werden für die gegenwärtigen Segmente
und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Konkrete Risiken
sind derzeit jedoch nicht absehbar.
Die Finanzmittelfonds setzen sich aus Festgeldern, Bankguthaben und Kassenbeständen
zusammen.
| (In TEUR) | 31.12.2010 | 31.12.2009 |
| Festgelder | 8.012 | 13.507 |
| Guthaben bei Banken und Kassenbestände | 21.130 | 19.782 |
| Liquide Mittel gesamt | 29.142 | 33.289 |
| Abzüglich als Sicherheit hinterlegte Festgelder | 1.500 | 0 |
| Finanzmittelfonds | 27.642 | 33.289 |
Die Zahlungsströme werden unterteilt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions-
und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Für die Darstellung des Cashflows aus laufender
Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Ermittlungsmethode gewählt.
Nach der Bereinigung um zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (im Wesentlichen
Abschreibungen) und unter Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals erlangte
der 3U Konzern aus laufender Geschäftstätigkeit einen Finanzmittelzufluss in Höhe
von TEUR 3.522 (Vorjahr: TEUR 10.240).
Der Cashflow der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -4.798 (Vorjahr: TEUR -4.171)
und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -2.954 (Vorjahr: TEUR
-8.254).
In Summe ergibt sich eine zahlungswirksame Finanzmittelfondsabnahme in Höhe von TEUR
4.147.
Von den zum Periodenende ausgewiesenen liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 29.142 (Vorjahr:
TEUR 33.289) unterliegen insgesamt TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 1.500) einer Verfügungsbeschränkung.
Diese werden in 2010 erstmalig offen von den liquiden Mitteln abgesetzt, so dass der
Finanzmittelfonds entsprechend gemindert wird.
Den im Geschäftsjahr 2010 vereinnahmten Zinserträgen in Höhe von TEUR 770 (Vorjahr:
TEUR 502) stehen Zinszahlungen - insbesondere für den Zinsanteil aus den Leasingverträgen
zum Glasfasernetz - in Höhe von TEUR 1.401 (Vorjahr: TEUR 1.511) gegenüber.
Dividenden wurden wie schon im Vorjahr nicht an die Anteilseigner ausgezahlt/ausgeschüttet.
Für den Erwerb von Anteilen an Tochtergesellschaften sind liquide Mittel in Höhe von
TEUR 19 (Vorjahr: TEUR 0) aus dem Konzern abgeflossen und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0)
zugeflossen.
In 2010 sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 2.753 gezahlt worden (Vorjahr: Vereinnahmung
von TEUR 459).
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten
durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei
wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse
operieren können.
Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2010 und
2009:
|
|
31.12.2010 | 31.12.2009 | Veränderung |
| Eigenkapital in TEUR | 40.527 | 37.394 | +3.133 |
| Eigenkapital in % vom Gesamtkapital | 51,96% | 47,75 % | 4,21 %-Punkte |
| Fremdkapital in TEUR | 37.472 | 40.926 | -3.454 |
| Fremdkapital in % vom Gesamtkapital | 48,04% | 52,25 % | -4,21 %-Punkte |
| Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) in TEUR | 77.999 | 78.320 | -321 |
Das Eigenkapital umfasst das gesamte Kapital, die Rücklagen des Konzerns und die Minderheitenanteile.
Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten,
Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten.
Der 3U Konzern ist aufgrund der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur geringen Währungs-,
Zinsänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage haben könnten. Soweit erforderlich steuert er die Risiken
auch mithilfe derivativer Finanzinstrumente. Im 3U Konzern wurden im abgelaufenen
Geschäftsjahr keine derivativen Finanzinstrumente eingesetzt.
Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement eingegangen.
Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel
und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft
bestehen bzw. entstehen werden.
Der 3U Konzern übt seine Geschäftstätigkeit überwiegend im Inland aus und fakturiert
in Euro. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung sind für
den Konzern von untergeordneter Bedeutung, so dass kein nennenswertes Fremdwährungsrisiko
besteht. Im Berichtsjahr war keine Absicherung der Währungsrisiken durch Derivate
erforderlich.
Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden
des Konzerns am Stichtag 31. Dezember 2010 entfällt auf die Aktivitäten des Segments
Breitband/IP und lautet wie folgt:
| Vermögen: | TEUR 58 |
| Schulden: | TEUR 15 |
Ein Kreditrisiko besteht für 3U dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt
werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur
Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur mit Schuldnern erstklassiger Bonität
bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen.
Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen; eine angemessene Bildung
von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken
einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen
ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen,
wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt.
Die Einzelwertberichtigung überfälliger Forderungen erfolgt überwiegend in Abhängigkeit
von der Altersstruktur der Forderungen mit unterschiedlichen Bewertungsabschlägen,
die im Wesentlichen aus den Erfolgsquoten abgeleitet werden. Forderungen, die mehr
als 365 Tage überfällig sind, sind erfahrungsgemäß nicht mehr einbringlich und werden
zu 100 % wertberichtigt.
Das Liquiditätsrisiko des 3U Konzerns besteht grundsätzlich, und damit unverändert
zum Vorjahr darin, dass der Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen
nicht nachkommen kann. Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit
Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Planungshorizont erstreckt sich auf ein
Jahr.
Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Der gesamte, noch nicht in Anspruch
genommene Betrag beläuft sich zum Bilanzstichtag auf EUR 1,5 Mio. (Vorjahr: EUR 1,5
Mio.). 3U erwartet, dass es seine sonstigen Verpflichtungen aus operativen Cashflows
und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann.
Des Weiteren geht 3U davon aus, das gegenwärtige Verhältnis des Fremdkapitals zum
Eigenkapital aufrecht zu erhalten.
Bei den verzinslichen Schulden der 3U sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen
würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert
wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung
keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Das Risiko steigender Zinsen aus Bankdarlehen wird zeitnah überwacht.
Die Geschäfte mit verbundenen Unternehmen wurden zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.
Zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
| Michael Schmidt | Lahntal Vorstand Technik der 3U HOLDING AG Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover |
| Michael Göbel | Staufenberg Vorstand Finanzen der 3U HOLDING AG (seit 1. März 2010) |
| Oliver Zimmermann | Berlin Vorstand Finanzen der 3U HOLDING AG (bis 1. März 2010) |
Die in 2010 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 1.311 (Vorjahr: TEUR
1.118).
In der variablen Vergütung 2010 sind die maximal mögliche variable Vergütung für 2010
von TEUR 300 (Michael Schmidt) bzw. TEUR 35 (Michael Göbel) sowie Auflösungen von
Rückstellungen aus den Vorjahren enthalten.
| Name | Fixe Vergütung in TEUR |
Variable Vergütung in TEUR |
Abfindung in TEUR |
|||
|
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Michael Schmidt | 311 | 330 | 300 | 275 | 0 | 0 |
| Oliver Zimmermann (Finanzvorstand bis 1.3.2010) | 54 | 345 | 13 | 168 | 470 | 0 |
| Michael Göbel (Finanzvorstand seit 1.3.2010) | 128 | 0 | 35 | 0 | 0 | 0 |
| Summe | 493 | 675 | 348* | 443 | 470 | 0 |
| Name | Vergütung gesamt in TEUR |
|
|
|
2010 | 2009 |
| Michael Schmidt | 611 | 605 |
| Oliver Zimmermann (Finanzvorstand bis 1.3.2010) | 537 | 513 |
| Michael Göbel (Finanzvorstand seit 1.3.2010) | 163 | 0 |
| Summe | 1.311 | 1.118 |
*
In voller Höhe kurzfristig fällig (bei maximaler variabler Vergütung)
In den Geschäftsjahren 2009 und 2010 wurden an die Mitglieder des Vorstands keine
Aktienoptionen ausgegeben.
Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen aus der 3U HOLDING AG. Die
Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt.
Es besteht eine bislang bis zum 31. Dezember 2010 befristete, bis zum 31. Dezember
2011 prolongierte, unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael
Schmidt in Höhe von TEUR 17.
Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2010 in Stück:
| Name | Funktion | Aktien Anzahl |
Aktienoptionen 2004/2005 | |
|
|
|
|
Anzahl | Wert in EUR* |
| Michael Schmidt | Vorstand | 8.999.995 | 0 | 0 |
| Michael Göbel | Vorstand | 8.500 | 0 | 0 |
| Gerd Simon | Aufsichtsrat | 10.000 | 0 | 0 |
*
Wert zum Gewährungszeitpunkt
Alle Optionen sind am 9. März 2010 verfallen.
Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum)
ausgeübt werden. Ihr Wert wird auf die Erdienungszeiträume verteilt und als Aufwand
im jeweiligen Geschäftsjahr berücksichtigt.
In den Geschäftsjahren 2010 und 2009 sind keine Aufwände für Komponenten mit langfristiger
Anreizwirkung angefallen.
Am 7. Februar 2011 wurden den beiden Vorstandsmitgliedern jeweils 200.000 Aktienoptionen
aus dem Aktienoptionsprogramm 2011 ausgegeben.
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr bestellt:
| Ralf Thoenes |
Düsseldorf Rechtsanwalt in der Sozietät Altenburger in Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Aufsichtsratsvorsitzender der LambdaNet Communications Deutschland AG, Hannover Aufsichtsratsvorsitzender der 3U SOLAR Systemhandel AG, Marburg |
| Gerd Simon |
Bad Homburg vor der Höhe Diplom-Wirtschaftsingenieur Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Aufsichtsratsmitglied der Elabs AG, Frankfurt am Main |
| Peter Coch |
Frankfurt am Main Diplom-Betriebswirt Aufsichtsratsmitglied der 3U HOLDING AG (bis 19. August 2010) |
| Stefan Thies |
Heinsberg Diplom-Kaufmann und Steuerberater Aufsichtsratsmitglied der 3U HOLDING AG (seit 19. August 2010) |
Die Aufsichtsratsvergütungen für 2010 betrugen TEUR 84 (Vorjahr: TEUR 83). Darüber
hinaus erhielten die Mitglieder des Aufsichtsrates für das Jahr 2009 eine erfolgsabhängige
Vergütung gemäß § 9 Abs. 1 c der Satzung der 3U HOLDING AG in Höhe von TEUR 90. Für
2010 wurde eine erfolgsabhängige Vergütung von TEUR 90 zurückgestellt.
| Name | Fixe Vergütung in TEUR |
Sitzungsgelder in TEUR |
Erfolgsabhängige Vergütung in TEUR |
|||
|
|
2010 | 2009 | 2010 | 2009 | 2010 | 2009 |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrates) | 10 | 10 | 20 | 20 | 40 | 40 |
| Gerd Simon | 8 | 8 | 20 | 20 | 30 | 30 |
| Peter Coch (bis 19.8.2010) | 3 | 5 | 13 | 20 | 13 | 20 |
| Stefan Thies (seit 19.8.2010) | 2 | 0 | 8 | 0 | 7 | 0 |
| Summe | 23 | 23 | 61 | 60 | 90 | 90 |
| Name | Vergütung gesamt in TEUR |
|
|
|
2010 | 2009 |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrates) | 70 | 70 |
| Gerd Simon | 58 | 58 |
| Peter Coch (bis 19.8.2010) | 29 | 45 |
| Stefan Thies (seit 19.8.2010) | 17 | 0 |
| Summe | 174 | 173 |
Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende
Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen
für den 3U Konzern insgesamt TEUR 22 (Vorjahr: TEUR 27) zzgl. Umsatzsteuer erhalten.
Diese setzen sich wie folgt zusammen: 3U HOLDING AG TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 14), 3U
TELECOM GmbH TEUR 7 (Vorjahr: TEUR 1), 010017 Telecom GmbH TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 7),
SEGAL Systems GmbH TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0), LambdaNet Communications Deutschland
AG TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 5).
Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht
dargestellt.
Zu den Angaben zu wesentlichen Ereignissen nach Beendigung des Geschäftsjahres verweisen
wir auf den Abschnitt "Wesentliche Ereignisse nach Beendigung des Geschäftsjahres"
im Konzernlagebericht.
Das Honorar des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für
das Geschäftsjahr 2010:
| Abschlussprüfungsleistungen | TEUR 313 | (Vorjahr: TEUR 279) |
| Steuerberatungsleistungen | TEUR 9 | (Vorjahr: TEUR 0) |
| Sonstige Leistungen | TEUR 95 | (Vorjahr: TEUR 51) |
| Gesamt | TEUR 417 | (Vorjahr: TEUR 330) |
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes
vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und ihren Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht.
Herr Michael Schmidt, Flachspfuhl 11, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 9. Dezember
2010 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U
HOLDING AG, Marburg, Deutschland, am 26. Oktober 2010 die Schwelle von 20 % der Stimmrechte
überschritten hat und an diesem Tag 20,64 % (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten)
betragen hat.
Herr Roland Thieme, Alte Hute 2-4, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 4. April 2002
gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 des WpHG mitgeteilt, dass ihm zum 1. April 2002 insgesamt
7,68 % und damit mehr als 5 % der Stimmrechte an der 3U HOLDING AG (WKN 516790) zustehen.
Die folgenden Gesellschaften der 3U HOLDING AG nehmen Befreiungen gemäß § 264 Abs.
3 HGB in Anspruch:
| • 010017 Telecom GmbH, Marburg | • 3U TELECOM GmbH, Marburg | • Discount Telecom S&V GmbH, Marburg |
| • fon4U Telecom GmbH, Marburg | • LineCall Telecom GmbH, Marburg | • OneTel Telecommunication GmbH, Marburg |
Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat den Konzernabschluss am 30. März 2011 zur Weitergabe
an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss
zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Nach Veröffentlichung
kann der Abschluss nicht mehr geändert werden.
Marburg, den 30. März 2011
Der Vorstand
| Michael Schmidt | Michael Göbel |
| 3U Konzern (in TEUR) | Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen |
||||
|
|
Stand 1.1.2010 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand 31.12.2010 |
Stand 1.1.2010 |
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
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|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
15.010 | 192 | 141 | 0 | 15.061 | 14.672 |
| 2. Kundenstamm | 11.031 | 0 | 0 | 0 | 11.031 | 9.368 |
| 3. Firmenwert | 8.970 | 0 | 8.636 | 0 | 344 | 8.420 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 35.011 | 202 | 8.777 | 0 | 26.436 | 32.460 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 695 | 2.194 |
43 | 1.289 | 4.135 | 147 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 124.100 | 1.875 |
205 |
119 | 125.889 | 101.401 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.540 | 409 |
319 |
0 | 3.630 | 3.119 |
| 4. Anlagen im Bau | 1.404 | 857 | 42 |
-1.408 | 811 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 129.739 | 5.335 | 609 |
0 | 134.465 | 104.667 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Beteiligungen | 182 |
974 |
0 |
0 | 1.156 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 182 |
974 |
0 |
0 | 1.156 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 164.932 | 6.511 | 9.386 | 0 |
162.057 | 137.127 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||
|
|
Abschreibungen des Geschäftsjahres |
Abgänge | Umbuchungen | Stand 31.12.2010 |
Stand 31.12.2010 |
Stand 31.12.2009 |
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
178 | 141 | 0 | 14.709 | 352 | 338 |
| 2. Kundenstamm | 716 | 0 | 0 | 10.084 | 947 | 1.663 |
| 3. Firmenwert | 10 | 8.086 | 0 | 344 | 0 | 550 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 904 | 8.227 | 0 | 25.137 | 1.299 | 2.551 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 76 | 26 | 0 | 197 | 3.938 | 548 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.884 | 148 | -81 | 108.056 | 17.833 | 22.699 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 156 | 235 | 0 | 3.040 | 590 | 421 |
| 4. Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 811 | 1.404 |
| Summe Sachanlagen | 7.116 | 408 | -81 | 111.293 | 23.172 | 25.072 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Beteiligungen | 207 | 0 | 0 | 207 | 949 | 182 |
| Summe Finanzanlagen | 207 | 0 | 0 | 207 | 949 | 182 |
| Summe Anlagevermögen | 8.227 | 8.636 | -81 | 136.637 | 25.420 | 27.805 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten | Kumulierte Abschreibungen |
||||
|
|
Stand 1.1.2009 |
Zugänge | Abgänge | Umbuchungen | Stand 31.12.2009 |
Stand 1.1.2009 |
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
14.895 | 119 | 4 | 0 | 15.010 | 14.403 |
| 2. Kundenstamm | 13.990 | 0 | 2.959 | 0 | 11.031 | 11.297 |
| 3. Firmenwert | 8.970 | 0 |
0 | 0 | 8.970 | 8.420 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 37.855 | 119 | 2.963 | 0 | 35.011 | 34.120 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 171 | 524 | 0 | 0 | 695 | 133 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 123.416 | 1.983 | 1.325 | 26 | 124.100 | 94.925 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.585 | 195 | 240 | 0 | 3.540 | 3.185 |
| 4. Anlagen im Bau | 86 | 1.344 | 0 | -26 | 1.404 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 127.258 | 4.046 | 1.565 | 0 | 129.739 | 98.243 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Beteiligungen | 0 | 182 | 0 | 0 | 182 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 0 | 182 | 0 | 0 | 182 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 165.113 | 4.347 | 4.528 | 0 | 164.932 | 132.363 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Kumulierte Abschreibungen | Buchwerte | ||||
|
|
Abschreibungen des Geschäftsjahres |
Abgänge | Umbuchungen | Stand 31.12.2009 |
Stand 31.12.2009 |
Stand 31.12.2008 |
| I. Immaterielle Vermögenswerte |
|
|
|
|
|
|
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten |
273 | 141 |
0 | 14.672 | 338 | 492 |
| 2. Kundenstamm | 1.030 | 2.959 | 0 | 9.368 | 1.663 | 2.693 |
| 3. Firmenwert | 0 | 0 | 0 | 8.420 | 550 | 550 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 1.303 | 2.963 | 0 | 32.460 | 2.551 | 3.735 |
| II. Sachanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 14 | 0 | 0 | 147 | 548 | 38 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 7.715 | 1.239 | 0 | 101.401 | 22.699 | 28.491 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 174 | 240 | 0 | 3.119 | 421 | 400 |
| 4. Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 1.404 | 86 |
| Summe Sachanlagen | 7.903 | 1.479 | 0 | 104.667 | 25.072 | 29.015 |
| III. Finanzanlagen |
|
|
|
|
|
|
| 1. Beteiligungen | 0 | 0 | 0 | 0 | 182 | 0 |
| Summe Finanzanlagen | 0 | 0 | 0 | 0 | 182 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 9.206 | 4.442 | 0 | 137.127 | 27.805 | 32.750 |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen
der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-,
Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf
einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind,
dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie
die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns
beschrieben sind.
Marburg, den 30. März 2011
Der Vorstand
| Michael Schmidt | Michael Göbel |
Wir haben den von der 3U HOLDING AG, Marburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend
aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung,
Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr
vom 1. Januar 2010 bis zum 31. Dezember 2010 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss
und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden
Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der
Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten
Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut
der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung
vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten
und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung
der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten
Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender
Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse
über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des
Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der
Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems
sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend
auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Jahresabschlüsse
der in den Konzernabschluss einbezogenen Unternehmen, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises,
der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen
Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung
des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass
unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht
der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend
nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden
Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den
tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage
des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt
insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und
Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 30. März 2011
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
| Fritz Wirtschaftsprüfer |
Theis Wirtschaftsprüfer |
| ― |
Veröffentlichung Quartalsbericht 1/2011 |
| ― |
Hauptversammlung |
| ― |
Veröffentlichung Quartalsbericht 2/2011 |
| ― |
Veröffentlichung Quartalsbericht 3/2011 |
| ― |
Analystenkonferenz (auf dem Eigenkapitalforum) |
Hausanschrift
3U HOLDING AG
Frauenbergstraße 31-33
35039 Marburg
Postanschrift
3U HOLDING AG
Postfach 2260
35010 Marburg
Investor Relations
Peter Alex
Tel.: +49 (0)6421 999-1200
Fax: +49 (0)6421 999-1222
ir@3u.net
www.3u.net
All IP
Das Internet Protocol (IP) ist ein in Computernetzen weit verbreitetes Netzwerkprotokoll
und stellt die Grundlage des Internets dar.
Break Even
Gewinnschwelle.
Cashflow
Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cashflow
wird ermittelt aus dem Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten
aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Kapitalflussrechnung).
Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit
Veränderung der flüssigen Mittel aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens
(wie z. B. dem Verkauf der betrieblichen Leistungen, dem Einkauf von Material und
Vorleistungen und den sonstigen operativen Auszahlungen) und aus anderen Tätigkeiten,
die nicht den Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind.
Cashflow aus Finanzierungstätigkeit
Beinhaltet die Einzahlungen aus der Aufnahme bzw. die Auszahlungen für die Tilgung
von Darlehen, sonstigen Bankverbindlichkeiten und Zinsverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing
sowie Mittelabflüsse für Dividendenzahlungen und Zu-/Abflüsse aus Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen.
Cashflow aus Investitionstätigkeit
Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellem
Anlagevermögen, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen sowie von Tochtergesellschaften.
Corporate Governance
Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften
zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung)
dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller
Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance System transparent
und nachvollziehbar machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen
Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung
deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.
DSL
Digital Subscriber Line (engl. für Digitaler Teilnehmeranschluss) bezeichnet eine
Reihe von Übertragungsstandards, bei der Daten mit hohen Übertragungsraten (bis zu
500 Mbit/s) über einfache Kupferleitungen gesendet und empfangen werden können.
EBIT
Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before
Interest and Taxes).
EBITDA
Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis, Anteilen anderer Gesellschafter und Abschreibungen
(Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).
EBT
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Taxes).
Eigenkapitalquote
Bilanzielles Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto
geringer der Verschuldungsgrad).
Eigenkapitalrendite (Return on Equity - ROE)
Verhältnis aus Jahresüberschuss und eingesetztem Eigenkapital.
Entsprechenserklärung
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen
der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.
Ergebnis je Aktie
Die Kennzahl gibt den Anteil des erwirtschafteten Konzernüberschusses bzw. Konzernfehlbetrages
an, der auf eine einzelne Aktie entfällt. Die Kennzahl wird errechnet, indem man das
Jahresergebnis (Konzernüberschuss/-fehlbetrag) durch die durchschnittlich gewichtete
Anzahl der sich im Handel befindlichen Stammaktien dividiert.
Erneuerbare Energien
Sammelbegriff für die natürlichen Energievorkommen, die entweder auf permanent vorhandene
oder auf sich in überschaubaren Zeiträumen von wenigen Generationen regenerierende
Energieströme zurückzuführen sind. Dazu gehören: Wasserkraft (das heißt aus Lauf-
und Speicherkraftwerken sowie den Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss
ohne die aus Pumpspeichern mit künstlichem Zufluss gewonnene Energie), Windenergie,
Solarenergie, Umgebungswärme, Biomasse und Geothermie.
Free Float
Aktien im Streubesitz.
Holding
Der Begriff Holding (Kurzform für Holdinggesellschaft/Dachgesellschaft oder Holding-Organisation)
umschreibt keine eigenständige Rechtsform, sondern eine in der Praxis etablierte Organisationsform
der Muttergesellschaft von verbundenen Unternehmen.
ICAS
Interconnectionanschluss
IFRS
International Financial Reporting Standards (Rechnungslegungsgrundsätze)
ISDN
Integrated Services Digital Network (ISDN) ist ein internationaler Standard für ein
digitales Telekommunikationsnetz und lässt sich sinngemäß als diensteintegrierendes
digitales Netz übersetzen.
Kapitalflussrechnung
Die Kapitalflussrechnung ist der liquiditätsorientierte Teil des Rechnungswesens.
Es handelt sich hierbei um die wertmäßige Erfassung von Zahlungsströmen innerhalb
eines Geschäftsjahres. Hierzu werden Einzahlungen und Auszahlungen in der jeweiligen
Berichtsperiode gegenübergestellt und somit die Veränderung des Bestands an liquiden
Mitteln erklärt.
Konsolidierung
Addition von Teilrechnungen zu einer Gesamtrechnung, z.B. von Einzelbilanzen der Konzernunternehmen
zur Konzernbilanz.
Konsolidierungskreis
Gruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzernabschluss einbezogen
werden.
Latente Steuern
Künftige Steuerent- bzw. -belastungen, die entstehen, wenn Handelsbilanz- und Steuerbilanzansatz
von Vermögens- und Schuldpositionen auseinanderfallen, der Unterschied sich jedoch
im Zeitablauf wieder umkehrt (temporary differences). Mit dem Ansatz latenter Steuern
wird der effektive, aus der Steuerbilanz resultierende Steueraufwand an das abweichende
handelsrechtliche Ergebnis angepasst. Zusätzlich werden latente Steuern für die zukünftige
Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit
eine Verrechnung möglich ist.
Marktkapitalisierung
Bezeichnung für den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens.
Errechnet wird sie durch die Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Die
Marktkapitalisierung liefert einen Anhaltspunkt für den Preis, der für sämtliche umlaufenden
Aktien eines Unternehmens zu bezahlen bzw. zu realisieren wäre. Dabei ist jedoch zu
berücksichtigen, dass größere Ankäufe/ Verkäufe einer Aktie zu tendenziell steigenden/
sinkenden Aktienkursen führen.
NOC
Network Operations Center
Return on Invest (RoI)
Steuerungskennzahl bei Investitionsentscheidungen. Er berücksichtigt neben dem Anschaffungswert
die mit dem Objekt künftig zu erzielende Rendite.
SEKW
Solar-Energie-Kraftwerk
SHKW
Solar-Heiz-Kraftwerk
Risikomanagement
Systematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten
und Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzusetzen.
TK-Branche
Telekommunikations-Branche
Umsatzrendite
Finanzkennzahl. Sie gibt das Verhältnis von Jahresüberschuss zu Umsatzerlösen an.
UMTS
Universal Mobile Telecommunications System steht für den Mobilfunkstandard der dritten
Generation (3G), mit dem deutlich höhere Datenübertragungsraten als mit dem Mobilfunkstandard
der zweiten Generation (2G), dem GSM-Standard möglich sind.
Herausgeber
3U HOLDING AG
Frauenbergstraße 31-33
35039 Marburg
Fotos
felies & heinrich I architekten & ingenieure, Dransfeld (Titel);
J. Laackman, PSL-Studios-Marburg (Seite 3);
Schweizer Solarpreis 2010/Solar Agentur Schweiz (Seite 18);
Shutterstock Images LLC (Seite 58) Publitek, Inc. dba Fotosearch (Seite 134);
Schrift
Interstate von Tobias Frere-Jones
(Hersteller: The Font Bureau)
Papier
Galaxi Keramik
(Hersteller: M-real Zanders)
Druck
Schott CAD Layout GmbH, Lahntal
© 2011 3U HOLDING AG, Marburg
Printed in Germany
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen
Ansichten des Managements der 3U HOLDING AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln.
Die Begriffe "davon ausgehen", "annehmen", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen",
"können", "planen", "projizieren", "sollte" und vergleichbare Ausdrücke dienen dazu,
zukunftsbezogene Aussagen zu kennzeichnen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf
derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Solche Aussagen unterliegen
Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind
und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der 3U HOLDING AG liegen.
Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können, sind ohne Anspruch
auf Vollständigkeit z.B.: die Entwicklung der Nachfrage nach unseren Diensten, Wettbewerbseinflüsse,
einschließlich Preisdruck, technologische Veränderungen, regulatorische Maßnahmen,
Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen. Sollten diese oder andere
Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden
Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der 3U HOLDING
AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert
werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen
zu aktualisieren.
Dieser Geschäftsbericht enthält eine Reihe von Kennzahlen, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher
Vorschriften und der International Financial Reporting Standards (IFRS) sind, wie
z. B. EBT, EBIT, EBITDA und EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse, bereinigte EBITDA-Marge,
Investitionen (Capex). Diese Kennzahlen sind nicht als Ersatz für die Angaben der
3U HOLDING AG nach HGB oder IFRS zu verstehen. Es ist zu beachten, dass die Kennzahlen
der 3U HOLDING AG, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher und IFRS-Vorschriften
sind, nur bedingt mit den entsprechenden Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar
sind.
| 3U HOLDING AG | |||
| Telefonie | Breitband/IP | Services | Erneuerbare Energien |
| 010017 Telecom GmbH Marburg, Deutschland 3U MOBILE GmbH Marburg, Deutschland 3U TELECOM GmbH Marburg, Deutschland 3U TELECOM GmbH Wien, Österreich Discount Telecom S&V GmbH Marburg, Deutschland fon4U Telecom GmbH Marburg, Deutschland LineCall Telecom GmbH Marburg, Deutschland OneTel Telecommunication GmbH Marburg, Deutschland Spider Telecom GmbH* Marburg, Deutschland |
LambdaNet Communications Deutschland AG Hannover, Deutschland LambdaNet Communications Austria GmbH Wien, Österreich LambdaNet Communications s.r.o. Městec Králové, Tschechien |
3U DYNAMICS GmbH Marburg, Deutschland myFairPartner Limited* London, Großbritannien RISIMA Consulting GmbH Marburg, Deutschland SEGAL Systems GmbH Marburg, Deutschland |
3U SOLAR Systemhandel AG Marburg, Deutschland 3U Solarkraft Friedrichstraße GmbH Marburg, Deutschland EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH Marburg, Deutschland |
*
At equity" einbezogene Beteiligungen
3U HOLDING AG
Postfach 22 60
35010 Marburg
Tel.: +49 (0)6421 999-1200
Fax: +49 (0)6421 999-1222
ir@3u.net
www.3u.net