![]() 3U HOLDING AGMarburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2012 bis zum 31.12.2012Geschäftsbericht 2012Konzernergebnisse im Überblick
AN UNSERE AKTIONÄREBrief an unsere AktionäreSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,ein sehr schwieriges Jahr liegt hinter uns. In allen Segmenten gab es Entwicklungen, die die 3U HOLDING AG enorm belastet haben und zu den unbefriedigenden Geschäftsergebnissen des Jahres 2012 geführt haben. Die 3U HOLDING AG hat in 2012 einen Umsatz von EUR 61,0 Mio., ein EBITDA von EUR -9,9 Mio. und ein Konzernergebnis von EUR -9,4 Mio. erreicht. Um diesen Prozess umzukehren, haben wir im vierten Quartal 2012 eine Reihe von Maßnahmen beschlossen, die - sofern sie nicht schon im vierten Quartal 2012 umgesetzt wurden - in 2013 angegangen werden. Rahmenbedingungen für die Segmente Telefonie und Erneuerbare Energien verschlechtertDie beiden umsatzstärksten Segmente Telefonie und Erneuerbare Energien wurden im Geschäftsjahr 2012 stark von außergewöhnlichen und unvorhersehbaren regulatorischen Maßnahmen beeinflusst. Dies betrifft im Segment Telefonie insbesondere die Entscheidungen der Bundesnetzagentur zur Entgeltregulierung, die unterjährige Unsicherheit zur Verpflichtung einer Tarifansage sowie die vertraglichen Änderungen der Telekom Deutschland GmbH zu den Terminierungsentgelten. Allein die jüngsten Entscheidungen der Bundesnetzagentur zur Entgeltregulierung führen für das Geschäftsjahr 2013 voraussichtlich schon zu einem zusätzlichen Umsatzverlust in Höhe von rund EUR 5 Mio. Im Bereich der Erneuerbaren Energien haben die politisch bedingten Unsicherheiten im Hinblick auf die Zukunft des Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG), insbesondere in der Zeit von Mitte Februar bis Juni 2012, zu starken Beeinträchtigungen geführt. Auch nach dem rückwirkenden Inkrafttreten der EEG-Novelle zum 1. April 2012 gab es keine Planungssicherheit für größere Photovoltaik-Projekte im Bereich Erneuerbare Energien, da der Gesetzgeber die Vergütung von Solarparks in Abhängigkeit der jeweiligen Zubaurate der Vorperiode festgesetzt hat. Darüber hinaus wird die Forderung, die gesamte Vergütungspraxis für Erneuerbare Energien auf den Prüfstand zu stellen, immer lauter. Damit setzten sich die negativen Einflüsse politischer Entscheidungen zu Beginn des Jahres 2013 fort. Nach den ursprünglichen Planungen der 3U HOLDING AG sollte der Solarpark Adelebsen nur der erste in einer Reihe von Großprojekten im Segment Erneuerbare Energien sein, die im Jahr 2012 und in den Folgejahren verwirklicht werden. Hierzu wurden sowohl mit den konzerninternen Planungskapazitäten als auch zusammen mit einem externen Partnernetzwerk mehrere entsprechende Projekte identifiziert sowie entwickelt. Die fortdauernden Änderungen der gesetzlichen Grundlagen haben einen unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Projekten und erschweren eine sachgerechte und nachhaltige Planung. 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013Als Konsequenz aus den dargestellten Marktentwicklungen hat der Vorstand Mitte November 2012 eine konzernübergreifende 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013 implementiert, welche kontinuierliche organisatorische, operative und strategische Maßnahmen umfasst, und den Turnaround sicherstellen soll. Diese 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013 sieht folgende Einzelmaßnahmen vor:
Im vierten Quartal 2012 wurden in allen defizitären Unternehmensbereichen Kostensenkungsmaßnahmen bereits eingeleitet bzw. umgesetzt. Damit einhergehende, unvermeidbare Personalmaßnahmen führen zu einer Personalreduktion beginnend ab dem 1. Quartal 2013 und demzufolge zu geringeren Personalkosten im laufenden Geschäftsjahr 2013. Neue Geschäftsfelder mit erfreulicher DynamikErfreulich entwickeln sich einige der jüngeren Unternehmen im 3U Konzern. Sowohl die Selfio GmbH als auch die ClimaLevel Energiesysteme GmbH konnten ihre Umsatzziele in 2012 übertreffen und planen für 2013 weiter stark steigende Umsätze und substanzielle Überschüsse. Der Solarpark Adelebsen erzielt seit August 2012 Erträge aus der Einspeisevergütung. Im ersten Halbjahr 2013 wird mit erheblichen Rückflüssen an Liquidität durch Verkauf und/oder Fremdfinanzierung aus dem bisher ausschließlich mit Eigenmitteln finanzierten Projekt gerechnet. Nach der vollständigen Fertigstellung des Solarparks im vierten Quartal 2012 wird aktuell die Vermarktung der umfangreichen Hallen- und Lagerflächen in Adelebsen nebst Gleisanschluss betrieben; rund ein Viertel der Mietfläche ist kurzfristig vermietet; über eine Anschluss-Miete wird aktuell verhandelt. Die 3U HOLDING AG hat sich in den letzen Quartalen neben großen Photovoltaik-Projekten auch intensiv mit Windkraft-Projekten auseinandergesetzt und mögliche Projekte identifiziert. Sollten hier die Rahmenbedingungen stabiler und damit berechenbarer als im PV-Markt bleiben, so plant die 3U noch im laufenden Jahr ein Engagement in diesem Bereich. Hierzu wurde bereits eine erste Projektgesellschaft gegründet, die kurzfristig aktiv werden könnte. Aktienrückkauf beschlossenDie Geschäftszahlen 2012 stellen einen Tief- und Wendepunkt dar, da wir davon überzeugt sind, dass die beschlossenen Restrukturierungsmaßnahmen dazu beitragen werden, den Turnaround in 2013 zu schaffen. Auch die neugegründeten Gesellschaften im Segment Erneuerbare Energien sowie vielversprechende Entwicklungen im Segment Services senden ermutigende Signale und stärken unsere Zuversicht, ab 2014 wieder nachhaltig positive Ergebnisse zu erzielen. Die Substanz und die Chancen, die in der 3U HOLDING AG stecken, werden nach Auffassung des Vorstands durch die aktuelle Marktkapitalisierung keineswegs angemessen bewertet. Daher hat der Vorstand mit Zustimmung des Aufsichtsrats beschlossen, kurzfristig einen erneuten Rückkauf eigener Aktien über die Börse durchzuführen. Auch wenn sich die Gesellschaft alle Verwendungsmöglichkeiten gemäß den gesetzlich zulässigen Zwecken offenlässt, so erscheint aus heutiger Sicht die Option, diese Aktien zu einem späteren Zeitpunkt als Akquisitionswährung beim Erwerb von Unternehmen oder Beteiligungen zu verwenden, als besonders attraktiv. Der Beginn des Aktienrückkaufs einschließlich weiterer Details wird gesondert vor dem Start des Programms bekannt gegeben. 2013 mit geringerem Umsatz aber stark verbessertem ErgebnisIn der Prognose zur Entwicklung des Geschäftsjahres 2013 vom 16. März 2013 geht der Vorstand der 3U HOLDING AG unverändert von einem Turnaround bei den Ergebnissen aus. Die Umsätze werden u.a. aufgrund des schrumpfenden Telefoniemarktes gegenüber 2012 rückläufig sein; jedoch werden sich die Ergebnisse wieder stark verbessern. Aktuell sind für 2013 Umsätze zwischen EUR 45 Mio. und EUR 50 Mio., ein EBITDA zwischen EUR -1,0 Mio. und EUR 1,0 Mio. und ein Konzernergebnis zwischen EUR -3,0 Mio. und EUR -1,0 Mio. geplant. Die Prognose für die Geschäftsentwicklung ab 2014 geht wieder von nachhaltig positiven Ergebnissen aus. Hierbei unberücksichtigt bleiben etwaige Veräußerungserlöse, die naturgemäß schlecht geplant werden können, aber das Potenzial haben, die Ergebnisse stark positiv zu beeinflussen. Wir wissen, dass wir in der Vergangenheit die Geduld unserer Aktionäre auf eine harte Probe gestellt haben und diese ihnen auch noch für 2013 abverlangen müssen. Sie haben aber auch gesehen, dass wir unseren Ankündigungen konsequent Taten folgen lassen. Wir werden im laufenden Geschäftsjahr mit all unserer Energie daran arbeiten, die 3U HOLDING AG wieder besser im Markt zu positionieren. Der Weg in eine erfolgreiche Zukunft wird nicht einfach sein und er wird Zeit brauchen. Aber wir sind zuversichtlich, dass wir ihn bewältigen werden. Deshalb bitten wir Sie erneut um Ihr Vertrauen und würden uns freuen, wenn Sie uns auf unserem Weg weiterhin begleiten.
Marburg, 27. März 2013 Ihr Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit Bericht des AufsichtsratsIm Rückblick auf ein schwieriges Geschäftsjahr 2012 berichtet der Aufsichtsrat über die Schwerpunkte seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit hinsichtlich der wirtschaftlichen und finanziellen Situation des Konzerns und der Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung. Beratung und Überwachung der GeschäftsführungDer Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2012 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, haben wir unser Votum abgegeben. In begründeten Fällen wurden auch außerhalb der Sitzungen Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sitzungen und TeilnahmeIm Geschäftsjahr 2012 haben insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen (2. März 2012, 14. März 2012, 30. März 2012, 31. Mai 2012, 31. August 2012, 27. September 2012 sowie am 9. November 2012) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in intensivem Kontakt und hat sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert. Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratEin Schwerpunkt der Beratungen im Aufsichtsrat war die strategische Weiterentwicklung des Konzerns und hierbei vor allem der an die sich verändernden Rahmenbedingungen angepasste Ausbau der Segmente Erneuerbare Energien und Services. Im Segment Erneuerbare Energien befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit den Plänen und Maßnahmen für den Solarpark in Adelebsen, den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder vor allem im Bereich Heizen, Kühlen, Lüften und den Umbau der bestehenden Handelsaktivitäten. Im Bereich Services waren Cloud Computing sowie Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten Schwerpunkt der Beratungen. Intensiv befasste sich der Aufsichtsrat auch mit dem Segment Telefonie, das von sinkenden Umsätzen und rückläufigen Margen geprägt ist. Im Mittelpunkt der Erörterungen stand u.a. die Preisgestaltung durch die Deutsche Telekom, Regulierungsentscheidungen durch die Bundesnetzagentur, Chancen und Risiken im Wholesale-Bereich und die Auswirkungen der Änderung des Telekommunikationsgesetzes. Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Compliance- und Corporate-Governance-Themen, insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrates ebenso wie Personalfragen einschließlich der Anstellungsverträge des Vorstands. Wie schon in der Vergangenheit hat sich der Aufsichtsrat im abgelaufenen Geschäftsjahr intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Unternehmens befasst. Wesentlicher Gegenstand der Diskussion im Aufsichtsrat war weiter die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie die Finanzlage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Plänen und definierten Zielen ausführlich erläutern. Insbesondere wurden die vom Vorstand im vierten Quartal 2012 beschlossenen Maßnahmen, die dazu beitragen sollen, den Konzernverlust in 2013 deutlich zu reduzieren und ab 2014 wieder ein positives Ergebnis zu erzielen, intensiv erörtert. Das Risikomanagement des Unternehmens war Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Abschlussprüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Diese Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Corporate GovernanceAm 22. März 2013 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenfalls dort einzusehen. Veränderungen im Aufsichtsrat und im VorstandAm 8. März 2012 erreichte uns die Nachricht, dass unser Finanzvorstand Michael Göbel nach schwerer Krankheit verstorben war. Am 14. März 2012 berief der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG Herrn Christoph Hellrung, den langjährigen Finanzvorstand verschiedener Tochtergesellschaften des 3U Konzerns, zum Nachfolger. Ebenfalls wurde am selben Tage der bisherige Interimsvorstand Herr Andreas Odenbreit vom Aufsichtsrat als weiteres reguläres Vorstandsmitglied in den Ressorts Recht und Personal bestätigt. Veränderungen im Aufsichtsrat haben sich in 2012 nicht ergeben. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2012Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde durch die Hauptversammlung am 31. Mai 2012 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG und der Lagebericht sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2012 sind vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und in der Bilanzsitzung am 27. März 2013 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte für die 3U HOLDING AG und den Konzern eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2012 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Marburg, 27. März 2013 Der Aufsichtsrat Ralf Thoenes, Vorsitzender Corporate Governance BerichtDer Deutsche Corporate Governance Kodex gilt seit dem Jahr 2002. Er wurde zuletzt im Mai 2012 aktualisiert und enthält Regelungen, Empfehlungen und Anregungen für eine sachgerechte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der Kodex dient dazu, mehr Transparenz zu schaffen, um so das Vertrauen der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Die 3U HOLDING AG begrüßt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), die sowohl die Interessen der Unternehmen als auch der Anleger bzw. Investoren berücksichtigen. EntsprechenserklärungVorstand und Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG befassen sich fortlaufend mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex und haben beschlossen, den Empfehlungen weitgehend zu entsprechen. Die 3U HOLDING AG hat die vom Aktiengesetz geforderte Entsprechenserklärung zuletzt am 22. März 2013 abgegeben. Sie kann auf ihrer Internetseite (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden. Abweichungen von den EmpfehlungenSelbstbehalt D&O-VersicherungDie D&O-Versicherung der Gesellschaft enthält keinen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat. Die 3U HOLDING AG ist diesbezüglich der Ansicht, dass die Verantwortung und Motivation, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden können. DiversityBei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen. VorstandsvergütungDer Aufsichtsrat hat ein Cap für an Vorstände zu zahlende Abfindungen (maximal zwei Jahresgehälter) in den Vorstandsverträgen nicht vorgesehen, da die Verträge lediglich eine begrenzte Laufzeit von drei Jahren haben. Dementsprechend ergibt sich die mit Ziffer 4.2.3 beabsichtigte Begrenzung des möglichen Abfindungsanspruches eines Vorstands bereits aus der Natur der Vorstandsverträge. Diversity von Vorstands- und AufsichtsratsmitgliedernDer Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation und sucht nach der bestmöglichen Besetzung der Vorstandspositionen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, als der Aufsichtsrat nur aus drei Mitgliedern besteht. Erklärung zur UnternehmensführungDie aktuelle Erklärung des Vorstands der 3U HOLDING AG zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad Investor Relations/Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung allgemein und dauerhaft zugänglich. In der Erklärung werden die relevanten Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Regelungen hinaus angewendet werden, erläutert. Des Weiteren wird die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben und die Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrats dargestellt. VergütungsberichtAusführungen zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht des Konzernlageberichts, der sowohl Teil des Konzernlageberichts als auch Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist. Die 3U AktieDie 3U Aktie im Überblick
Die Aktien der 3U HOLDING AG sind nennwertlose Inhaber-Stammaktien und im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Neben dem Handel in Frankfurt auf Xetra und Parkett wird die Aktie auch im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart gehandelt. Allgemeine MarktentwicklungDas Jahr 2012 war geprägt von Unsicherheit und hohen Schwankungen an den weltweiten Börsen. Nach einem durchwachsenen Auf und Ab im ersten Halbjahr, bestimmt von Neuigkeiten über die Entwicklung der europäischen Staatsschuldenkrise und der globalen Konjunktur, gewannen die Aktienmärkte im zweiten Halbjahr 2012 an Fahrt. Obwohl weltweit eine konjunkturelle Abkühlung zu spüren war, lieferten hierfür geldpolitische Lockerungen der Zentralbanken, mit der Freisetzung von Liquidität, unterstützende Impulse. Insbesondere der Kauf von Staatsanleihen hochverschuldeter Länder und damit die versprochenen Hilfen für diese Krisenländer durch die EZB sorgten für eine fühlbare Entspannung auf den Märkten. Entsprechend konnte der deutsche Aktienmarkt in der Berichtsperiode deutliche Zugewinne realisieren. Der deutsche Aktienindex DAX ging zum Jahresende mit 7.612,39 Punkten aus dem Handel und konnte damit um 29 % gegenüber dem Stand zum Jahresanfang (5.900,18) zulegen. Entwicklung der 3U AktieDie Aktie der 3U HOLDING AG startete in das Geschäftsjahr 2012 mit einer Notiz von EUR 0,75. Nach einem leichten Rückgang im ersten Quartal konnte die 3U Aktie im April deutlich zulegen und erreichte mit EUR 0,84 am 30. April 2012 ihren Jahreshöchststand. Ab Mai 2012 entwickelte sich die 3U Aktie nahezu diametral zum breiten Markt und stand zum Jahresende bei nur noch EUR 0,51; dabei ist zu berücksichtigen, dass nach der Hauptversammlung eine steuerfreie Dividende von EUR 0,03 ausgeschüttet wurde. Der Prime All Share Index begann das Geschäftsjahr bei 2.211,64 Punkten und schloss bei 2.852,87 und konnte damit im gleichen Maße wie der DAX zulegen. AktienkursPerformance der 3U Aktie* vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 im Vergleich zum Prime All Share Index![]() Quelle: EquityStory AG/Interactive Data Managed Solutions AG Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2012![]() Investor RelationsDer Dialog mit unseren Aktionären hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir wollen die Bekanntheit der 3U HOLDING AG am Kapitalmarkt weiter fördern. Die 3U Aktie soll als langfristig attraktives Investment wahrgenommen werden. Wir werden die Entwicklung der Gesellschaft und unsere Strategie kontinuierlich, offen und verlässlich vermitteln, um das Vertrauen der Investoren zu gewinnen und eine faire Bewertung am Kapitalmarkt zu erreichen. Wir haben in 2012 Gelegenheiten ergriffen, bei Veranstaltungen für institutionelle Investoren sowie Privataktionäre über den Geschäftsverlauf zu informieren, über die Attraktivität unserer Aktie zu berichten und unser Unternehmen in Einzelgesprächen vorzustellen. Mit den wesentlichen Aktionären besteht ein intensiver, regelmäßiger Dialog. In den Gesprächen mit unseren Investoren wurde deutlich, dass die Entwicklung der 3U HOLDING AG mit Interesse verfolgt wird, aber weiterhin Skepsis bezüglich der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und insbesondere den Aussichten für die Segmente Erneuerbare Energien und Services besteht. Die Liquidität der Aktie hat im Vergleich zum Vorjahr erheblich abgenommen. Während sie in den Vorjahren überdurchschnittlich hoch war, entsprach sie im Berichtszeitraum dem Rang der Marktkapitalisierung. Die Anzahl der im Tagesdurchschnitt in Frankfurt gehandelten 3U Aktien ging in 2012 gegenüber dem Vorjahr auf rund 30.000 Stück zurück, nachdem im Vergleichszeitraum des Vorjahres täglich durchschnittlich rund 100.000 3U Aktien gehandelt wurden. Auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung waren in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis zum 25. Oktober 2011 insgesamt 3.923.770 Aktien erworben worden; das entsprach knapp 10% des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00. Im November 2012 beschloss der Vorstand den Einzug dieser Aktien und reduzierte damit die Gesamtzahl der Stimmrechte auf 35.314.016. Gleichzeitig erhöhte sich dadurch der Stimmrechtsanteil des Vorstandssprechers Michael Schmidt an der 3U HOLDING AG auf 25,49%. KonzernlageberichtGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenEntwicklung des gesamtwirtschaftlichen UmfeldesNach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts erwies sich die deutsche Wirtschaft im Jahr 2012 in einem schwierigen gesamtwirtschaftlichen Umfeld als widerstandsfähig und trotzte der europäischen Rezession. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamts (DeStatis) um 0,7 % höher als im Vorjahr, kalenderbereinigt lag die Wachstumsrate bei 0,9 %. Der wirtschaftliche Aufschwung fand dabei hauptsächlich in der ersten Jahreshälfte statt, in der zweiten Jahreshälfte hat sich die deutsche Konjunktur merklich abgekühlt. Im europäischen Vergleich liegt Deutschland beim Wirtschaftswachstum auch 2012 weit über dem Durchschnitt. In zahlreichen anderen europäischen Ländern - und damit auch in der Eurozone und der gesamten Europäischen Union (EU) - wird dagegen für 2012 mit einem Rückgang der Wirtschaftsleistung gerechnet. Die deutsche Wirtschaft hat sich dank robuster Auslands- und Binnennachfrage bisher erfolgreich dem Sog der europäischen Wirtschaftskrise entzogen und ist zwar langsamer, aber stetig gewachsen. Nach derzeitigen Schätzungen gehört Deutschland somit auch 2012 zu den europäischen Spitzenreitern. Ein sehr ähnliches Bild hatte es bereits im Jahr 2011 gegeben - allerdings mit deutlich höheren Wachstumsraten. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2012 von 41,6 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 422.000 Personen oder 1,0 % mehr als ein Jahr zuvor. Im Zuge der nachlassenden wirtschaftlichen Dynamik der zweiten Jahreshälfte fiel der Anstieg der Erwerbstätigkeit im abgelaufenen Jahr insgesamt nicht mehr ganz so kräftig aus wie im Jahr 2011, in dem die Zahl der Erwerbstätigen gegenüber 2010 noch um 561.000 Personen oder 1,4 % zugenommen hatte. Gleichwohl ist auch das jüngste Jahresergebnis angesichts des durch die Staatsschulden- und Bankenkrise in der Eurozone belasteten gesamtwirtschaftlichen Umfeldes sehr beachtlich. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2012 im sechsten Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Die Zahl der Erwerbslosen ging 2012 nach Schätzungen von DeStatis um 162.000 Personen oder 6,5 % auf 2,3 Mio. zurück. Entwicklung des Telekommunikationsmarktes in DeutschlandDie Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2012 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahresdurchschnitt 2012 um 1,5 % unter dem Niveau des Jahres 2011. Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet waren im Jahr 2012 um 1,2 % preiswerter als 2011. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Wettbewerb bei den Komplettangeboten (Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate) zurückzuführen. Das mobile Telefonieren verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2012 im Vergleich zum Vorjahr um 2,6 %. Laut einer Studie des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2012 ist die TK-Branche im siebten Jahr in Folge geschrumpft. Auch wenn die Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland in 2012 mit EUR 60,1 Mrd. (2011: EUR 60,2 Mrd.) deutlich geringer als in den Vorjahren zurückgegangen sind, so ist erneut ein Minus von 0,2 % zu verzeichnen. Dabei ist der Umsatz im TK-Festnetzbereich um EUR 0,9 Mrd. auf EUR 30,9 Mrd. zurückgegangen und im Mobilfunkbereich um rund EUR 0,2 Mrd. auf EUR 24,8 Mrd. (+0,8 %) leicht gestiegen. Ursächlich hierfür ist trotz sinkender Endkundenpreise das stark steigende aus Mobilfunknetzen abgehende Datenübertragungsvolumen pro Nutzer, welches sich um 33 % auf 196 Megabyte (ohne LTE) erhöht. Die Deutsche Telekom bleibt in dem um knapp 3 % rückläufigen TK-Festnetzmarkt mit fast 50 % Umsatzanteil der marktbeherrschende Anbieter, obwohl das ehemalige Staatsunternehmen in 2012 voraussichtlich EUR 1,1 Mrd. weniger Umsatz im Festnetzgeschäft erzielt haben wird als noch ein Jahr zuvor. So verzeichnet die Deutsche Telekom zum Beispiel bei den Komplettanschlüssen im Jahr 2012 schätzungsweise einen Rückgang um 1,1 Mio. - ein ähnlicher Rückgang wie im Vorjahr (-1,3 Mio.). Die Wettbewerber können in einem insgesamt um 0,3 Mio. Anschlüsse schrumpfenden Markt Kunden dazugewinnen und bei klassischen Anschlüssen um 0,2 Mio. und bei Anschlüssen mit TV-Breitbandkabel und entbündeltem DSL (VoIP) um 0,6 Mio. zulegen. Damit erreichen die Wettbewerber der Deutschen Telekom einen Marktanteil von rund 40,8 %. Die Höhe der Investitionen in Sachanlagen ist auch 2012 auf dem Niveau der Vorjahre geblieben und lag bei rund EUR 6,0 Mrd. nach EUR 6,1 Mrd. im Vorjahr. Die Wettbewerber der Deutsche Telekom tragen mit rund EUR 3,1 Mrd. erneut mehr als die Hälfte (52 %) des Investments; jedoch fällt auf, dass die Deutsche Telekom ihre jährlichen Investitionen in den letzten zwei Jahren um rund EUR 0,3 Mrd. erhöht hat, während die jährlichen Investitionen der Wettbewerber im gleichen Zeitraum um EUR 0,4 Mrd. abgenommen haben. Seit der Marktliberalisierung haben sie in Deutschland rund EUR 55 Mrd. investiert. Nach den Rückgängen in den vergangen Jahren geht der VATM davon aus, dass die Umsätze im Gesamtmarkt auch im Jahr 2013 weiter schrumpfen werden; jedoch ist nur mit einem leichten Rückgang von 1 bis 2 % zu rechnen. Entwicklung des Marktes für Festnetz-Telefonie in DeutschlandSeit zwei Jahren müssen auch die Wettbewerber der Deutschen Telekom einen Rückgang der Verbindungsminuten feststellen. Telefonierten die Kunden der Wettbewerber in 2011 noch täglich 391 Mio. Minuten im Festnetz, waren es 2012 nur noch 375 Mio. Minuten. Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste aus Festnetzen in
Deutschland nach Verbindungsminuten
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ein Kostensenkungs- und Margensteigerungsprogramm im Segment Telefonie, |
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ein Kostenoptimierungs- und Effizienzsteigerungsprogramm im Segment Erneuerbare Energien, |
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ein Beschleunigungsprogramm zur Markteinführung der weclapp Produkte, die intensivierte Suche eines strategischen Partners, |
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ein Kostenstabilisierungsprogramm für das Projektentwicklungsgeschäft; neben konzerninternen Aufgaben werden vor allem konzernexterne Projekte akquiriert. |
Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 16,29 Mio. von EUR 77,27 Mio. auf EUR 60,98 Mio. deutlich zurückgegangen. Hierfür zeichnet vor allem der Umsatzwegfall aus den nicht fortgeführten Aktivitäten Breitband/IP verantwortlich, auf die in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2011 noch ein Umsatz (inkl. Intersegmentbereinigungen) von EUR 13,95 Mio. entfallen war. Gleichzeitig konnten die Umsätze in den fortgeführten Aktivitäten im Geschäftsjahr 2012 gegenüber dem entsprechenden Vorjahreszeitraum nicht vollständig gehalten werden. Die Umsätze in den fortgeführten Aktivitäten gingen um EUR 2,34 Mio. von EUR 63,32 Mio. auf EUR 60,98 Mio. zurück. Dabei konnte das Segment Telefonie den Umsatzrückgang aus dem Segment Erneuerbare Energien nicht vollständig kompensieren.
Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2012 wird maßgeblich durch das deutlich geringere Rohergebnis geprägt. In den fortgeführten Aktivitäten hat sich das Rohergebnis um EUR 8,88 Mio. von EUR 20,64 Mio. auf EUR 11,76 Mio. verringert. Dieser überproportionale Rückgang des Rohergebnisses gegenüber den Umsatzerlösen resultiert im Wesentlichen aus deutlich geringeren Margen im Segment Telefonie.
Im Vorjahr war die Ertragslage maßgeblich durch den Verkauf der LambdaNet bestimmt. Aus der LambdaNet und dem Verkauf der Gesellschaft resultierte ein Ergebnisbeitrag von rund EUR 28,34 Mio. aus nicht fortgeführten Aktivitäten.
Der Personalaufwand ist aufgrund einer deutlich gewachsenen Mitarbeiterzahl um rund 25 % gestiegen und betrug EUR 12,48 Mio. gegenüber EUR 9,61 Mio. im Vorjahr in den fortgeführten Aktivitäten. Im Personalaufwand sind Personalkosten aus der Restrukturierung in Höhe von EUR 0,47 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.) enthalten. Vor Abzug der nicht fortgeführten Aktivitäten betrug der Personalaufwand im Vorjahr EUR 11,03 Mio. Der Personalaufbau hat sich grundsätzlich in allen Segmenten vollzogen, ist jedoch sehr unterschiedlich ausgefallen. Während im Segment Telefonie die Personalkosten um rund 10% stiegen, betrug der Anstieg im Segment Services rund 37 % und im Segment Erneuerbare Energien rund 60 %. Der starke Anstieg in diesen Segmenten war erforderlich um das notwendige Know-how zum Auf- und Ausbau dieser Segmente im Konzern anzusiedeln. Die Personalkosten innerhalb der Holding stiegen um rund 8 %.
Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verringert. Konnte im Vorjahr noch ein positives EBITDA in Höhe von EUR 28,47 Mio. erzielt werden, beträgt das EBITDA im Geschäftsjahr 2012 EUR -9,93 Mio. Auch nach Bereinigung des Vorjahreswertes um die nicht fortgeführten Aktivitäten verbleibt ein Rückgang des EBITDA um EUR 7,46 Mio. Negativ haben sich im Geschäftsjahr 2012 auch die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 0,76 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) auf das EBITDA ausgewirkt.
Das Finanzergebnis verschlechterte sich von EUR 0,77 Mio. im Vorjahr um EUR 0,35 Mio. auf 0,42 Mio. im Geschäftsjahr 2012. Dies resultiert insbesondere aus geringen Ergebnisanteilen aus den "at equity" einbezogenen Unternehmen.
Die Ertragsteuererstattung in Höhe von EUR 0,18 Mio. (Vorjahr: Steuerbelastung EUR -0,78 Mio.) betrifft mit EUR -0,09 Mio. (Vorjahr: EUR 0,44 Mio.) laufende Ertragsteuern und mit EUR 0,27 Mio. (Vorjahr: EUR 0,34 Mio.) latente Steuern.
In der Folge liegt das Konzernergebnis in 2012 mit EUR -9,38 Mio. um EUR 36,02 Mio. unter dem Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2011 (EUR 26,64 Mio.). Auf Ebene der fortgeführten Aktivitäten beträgt der Rückgang EUR 7,68 Mio. gegenüber dem Vorjahresergebnis von EUR -1,70 Mio.
Der internen Berichterstattung folgend, weist der Konzern in seiner Segmentberichterstattung die Segmente Telefonie, Services und Erneuerbare Energien sowie den Bereich Holding/Konsolidierung aus. Durch den im Geschäftsjahr 2011 erfolgten Verkauf der gesamten Aktivitäten im Bereich Breitband/IP wird dieses ehemalige Segment in der Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung gesondert unter den nicht fortgeführten Aktivitäten gezeigt.
Im Folgenden werden die Segmente mit ihren intersegmentären Umsätzen dargestellt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - soweit Organschaftsverhältnisse bestehen - vom Organträger, der 3U HOLDING AG, getragen werden.

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Nach Anteil nicht beherrschender Gesellschafter
Der sehr intensive Wettbewerb und die Einschnitte durch die TKG-Novelle und die damit einhergehenden weiteren Margenrückgänge haben im Segment Telefonie deutliche Spuren hinterlassen. Trotz der Umsatzausweitung konnte das Ergebnisniveau des Jahres 2011 nicht gehalten werden. Dies resultiert vornehmlich daraus, dass sowohl der Umsatz als auch die Margen in den margenträchtigen Produktbereichen deutlich gesunken sind. Dies konnte durch die Ausweitung der Umsatzerlöse in dem margenschwachen Wholesale/Mehrwertdienste nicht kompensiert werden.
Der Umsatz im Segment Telefonie stieg im Berichtszeitraum gegenüber dem Vergleichszeitraum 2011 von EUR 37,50 Mio. auf EUR 47,65 Mio. Das Marktumfeld bleibt weiterhin sehr schwierig, da eine ausgeprägte Konkurrenzsituation besteht, die sich im Geschäftsjahr 2012 nochmals verschärft hat, und der Markt des offenen Call-by-Call auch weiterhin schrumpfen wird. In diesem Bereich gingen die Umsätze von EUR 18,04 Mio. im Geschäftsjahr 2011 auf EUR 11,40 Mio. im Geschäftsjahr 2012 zurück. Im Bereich Wholesale/Mehrwertdienste stieg der Umsatz von EUR 18,33 Mio. im Geschäftsjahr 2011 auf EUR 34,44 Mio. im Geschäftsjahr 2012. Hierbei handelt es sich in der Regel jedoch um Geschäfte mit geringen Margen.
Die geringeren Margen führten zu einem um EUR 7,35 Mio. geringeren Rohergebnis. Dieser Rückgang wurde durch geringere sonstige Aufwendungen nur zu einem kleinen Teil kompensiert. Es verbleibt mit EUR 0,03 Mio. ein um EUR 5,16 Mio. geringeres EBITDA. Das Ergebnis sank von EUR 4,68 Mio. um EUR 4,64 Mio. auf EUR 0,04 Mio.

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Segmentergebnis vor Ergebnisabführung
Das Segment Services umfasst die IT-Beratung und Entwicklung, die Unternehmensberatung sowie die konzernweit für mehrere Konzerngesellschaften eingesetzten Vertriebs- und Vermarktungsressourcen. Im Bereich der IT-Entwicklung haben die Produkte Ende des Jahres 2012 eine entsprechende Marktreife erreicht, die dazu geeignet ist die Vermarktung in 2013 voranzutreiben. Das Rohergebnis konnte mit EUR 4,77 Mio. um EUR 0,39 Mio. gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Dazu haben insbesondere externe Umsatzerlöse beigetragen.
Die in diesem Segment ausgewiesenen Umsätze des Jahres 2012 von EUR 4,68 Mio. (Vorjahr: EUR 4,34 Mio.) wurden überwiegend noch konzernintern generiert. In 2012 wurde vor allem der Bereich IT personell weiter verstärkt, um das Thema Cloud Computing erfolgreich voranzutreiben. Cloud Computing ermöglicht die Realisierung von Kostenvorteilen gegenüber konventionellen Systemen, vor allem auch dann, wenn sich beispielsweise die Bezahlung nach der Dauer der Nutzung des Dienstes richtet und der Dienst nur gelegentlich genutzt wird. Dadurch lassen sich in erheblichen Maße lokale Ressourcen einsparen. Zunehmend wird diese Ressourceneffizienz auch in Verbindung mit der nachhaltigen Nutzung von IKT-Systemen gebracht.
Der weitere Personalausbau führte zu einem Anstieg des Personalaufwands von EUR 3,72 Mio. um EUR 1,41 Mio. auf EUR 5,13 Mio. Auch die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,50 Mio. auf EUR 1,49 Mio. erhöht. In diesen sind auch Aufwendungen für externe Entwicklungs- und Vertriebsressourcen enthalten. Ende des Jahres 2012 wurden in diesem Segment Restrukturierungsmaßnahmen eingeleitet, die insbesondere Personalmaßnahmen beinhalten. Im Rahmen dieser Maßnahmen sind Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 0,34 Mio. entstanden, die in den Personalaufwendungen enthalten sind.
Das EBITDA lag bei EUR -1,85 Mio. (Vorjahr: EUR -0,32 Mio.). Hierzu haben insbesondere die höheren Personalaufwendungen sowie die höheren sonstigen betrieblichen Aufwendungen und die Umstrukturierungsaufwendungen beigetragen. Das Ergebnis war mit EUR -1,50 Mio. (Vorjahr: EUR -0,37 Mio.) negativ. Neben den oben dargestellten Effekten ist zu berücksichtigen, dass die nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten im IT-Bereich in Höhe von EUR 1,22 Mio. (Vorjahr: EUR 1,36 Mio.), die notwendig waren, um die bestehenden Produkte zur Marktreife zu entwickeln und weitere Produktentwicklungen vorantreiben zu können, das Ergebnis belastet haben.

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Nach Anteil nicht beherrschender Gesellschafter
Das Segment Erneuerbare Energien umfasst nahezu alle Aktivitäten - mit Ausnahme des Solarkraftwerk-Projekts und anderer interner Planungsleistungen - der 3U im Bereich Erneuerbare Energien. Der Handel mit solarer Systemtechnik schließt thermische Solaranlagen zur solaren Wärmeerzeugung, Regelung, Wärmespeicherung und Wärmeverteilung sowie Photovoltaik-Systeme ein. Das Leistungsspektrum reicht von Systemlösungen für Einfamilienhäuser bis hin zu solaren Großanlagen. Außerdem beinhaltet dieses Segment die Entwicklung, Produktion und den Handel von Produkten der Elektroindustrie und Umwelttechnikgütern, u.a. für thermische Solaranlagen und Anlagen zur Stromerzeugung aus Wärme.
Im Segment Erneuerbare Energien hatte im Geschäftsjahr 2011 die Erweiterung des Produktportfolios u.a. um Handel mit Photovoltaikmodulen zu einem deutlichen Umsatzanstieg geführt. Vor dem Hintergrund der Kürzungen der Einspeisevergütung nach dem EEG und der bestehenden Marktunsicherheit ist der Umsatz im Bereich der Photovoltaik von EUR 19,18 Mio. im Geschäftsjahr 2011 auf EUR 2,63 Mio. im Geschäftsjahr 2012 zurückgegangen. Wesentliche Ressourcen waren im Geschäftsjahr 2012 durch die Errichtung eines eigenen Solarparks mit einer elektrischen Leistung von mehr als 10 MWp gebunden. Dennoch ist es gelungen, die Umsätze im Bereich der Solarthermie auf EUR 3,23 Mio. (Vorjahr: EUR 1,99 Mio.) und in den sonstigen Produktbereichen auf EUR 7,02 Mio. (Vorjahr: EUR 3,87 Mio.) zu steigern. Hierzu haben insbesondere die Ausweitung des Onlinehandels und die Vermarktung des innovativen Fußbodensystems beigetragen.
Das Rohergebnis im Segment Erneuerbare Energien ist mit EUR 3,00 Mio. nahezu auf Vorjahresniveau. Trotz einem um EUR 1,10 Mio. gestiegenem Personalaufwand konnte das EBITDA um EUR 0,64 Mio. gesteigert werden. Dies resultiert vor allem aus gegenüber dem Vorjahr deutlich geringeren Abschreibungen auf Forderungen.
Gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,32 Mio. höhere Abschreibungen auf Sachanlagen und ein höheres negatives Finanzergebnis - beides ist insbesondere auf die planmäßigen Abschreibungen und den Finanzierungsbedarf im Projekt Adelebsen zurückzuführen - haben dazu beigetragen, dass das Ergebnis des Segments Erneuerbare Energien mit EUR -2,94 Mio. (Vorjahr: EUR -2,93 Mio.) nahezu auf dem gleichen negativen Vorjahresniveau liegt.
Die im Geschäftsjahr 2012 eingeleiteten Restrukturierungsmaßnahmen haben das Ergebnis mit EUR 0,42 Mio. belastet. Diese sind mit EUR 0,29 Mio. in den Bestandsveränderungen und mit EUR 0,12 Mio. im Personalaufwand sowie EUR 0,01 Mio. in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten.
Im Vorjahr war das negative Ergebnis im Wesentlichen durch Abschreibungen von Forderungen und PV-Modulen im Zusammenhang mit dem PV-Handelsgeschäft geprägt.

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Nach Anteil nicht beherrschender Gesellschafter
Unter Holding/Konsolidierung sind sowohl die Holding-Aktivitäten, Aktivitäten im Zusammenhang mit dem Solarkraftwerk und anderen Planungsleistungen als auch die erforderliche Konzernkonsolidierung zusammengefasst. Die Konsolidierungsbuchungen im Zusammenhang mit den nicht fortgeführten Aktivitäten werden den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordnet.
Für die Verwirklichung des Solarkraftwerk-Projekts und anderer Planungsleistungen wurden personelle Ressourcen in einem Kompetenz-Team aufgebaut. Diese können sich vor allem mittelfristig bezahlt machen, wenn diese Expertise sowohl bei Solarkraftwerk - als auch bei anderen Erneuerbare-Energien-Projekten, die an Dritte vermarktet werden, zum Einsatz kommt.
Unter Holding/Konsolidierung wird im Berichtszeitraum ein Umsatz von EUR -4,23 Mio. (Vorjahr: EUR -3,57 Mio.) ausgewiesen. Dieser setzt sich aus den Umsätzen der Holding in Höhe von EUR 0,43 Mio. (Vorjahr: EUR 0,07 Mio.) und aus den Umsatzkonsolidierungen in Höhe von EUR -4,66 Mio. (Vorjahr: EUR -3,65 Mio.) zusammen. Diese Umsatzkonsolidierungen resultieren vor allem aus der Konsolidierung der intersegmentären Umsätze sowie aus der Konsolidierung konzerninterner Dienstleistungen.
Das EBITDA beträgt EUR -5,36 Mio. (Vorjahr: EUR -3,94 Mio.) und wird maßgeblich durch die Personalkosten in Höhe von EUR 3,02 Mio. (Vorjahr: EUR 2,81 Mio.) und von sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen in Höhe von EUR 1,66 Mio. (Vorjahr: EUR 2,39 Mio.) beeinflusst. Bei den Personalkosten ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen und Recht als auch die des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien der Muttergesellschaft zugeordnet sind. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt der größte Anteil der Aufwendungen auf Rechts- und Beratungskosten mit EUR 0,90 Mio. (Vorjahr: EUR 1,02 Mio.) und auf die Intercompany-Abrechnung von Dienstleistungen mit EUR 0,92 Mio. (Vorjahr: EUR 0,35 Mio.).
Das Ergebnis vor Korrektur der Ergebnisübernahme aus dem Segment Telefonie ist mit EUR -5,0 Mio. negativ und hat sich gegenüber dem Vorjahr mit EUR -3,07 Mio. um EUR 1,93 Mio. verschlechtert. Ausgehend vom EBITDA haben höhere Abschreibungen und ein geringeres Finanzergebnis zu dem negativen Ergebniseffekt beigetragen, der durch geringere Steueraufwendungen nicht kompensiert werden konnte.

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Konzernergebnis Holding/Konsolidierung vor
Ergebnisübernahme
Die im Vorjahr aufgeführten und hier zu Vergleichszwecken dargestellten nicht fortgeführten Aktivitäten Breitband/IP setzten sich aus der LambdaNet Communications Deutschland GmbH (vormals: LambdaNet Communications Deutschland AG, im Folgenden LambdaNet), deren Tochtergesellschaften und der Exacor GmbH zusammen. Nach dem Verkauf der LambdaNet zum 31. Mai 2011 wurde dieses Segment im Vorjahr als nicht fortgeführte Aktivitäten ausgewiesen. Der aus der Entkonsolidierung der Aktivitäten resultierende Ertrag wurde ebenfalls den nicht fortgeführten Aktivitäten zugeordnet. Die auf die nicht fortgeführten Aktivitäten entfallenden Konsolidierungsbuchungen wurden wie in der Segmentberichterstattung vollständig den nicht fortgeführten Aktivitäten zugewiesen.
In den nicht fortgeführten Aktivitäten Breitband/IP wurde in den ersten fünf Monaten des Geschäftsjahres 2011 ein Umsatz von EUR 13,95 Mio. erzielt. Das EBITDA lag bei EUR 30,94 Mio. Darin ist vor allem der Entkonsolidierungseffekt aufgrund des Verkaufs der LambdaNet enthalten. Für das Geschäftsjahr 2012 resultierten keine Aufwendungen/Erträge mehr aus den nicht fortgeführten Aktivitäten Breitband/IP.

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Nachträgliche Kaufpreisanpassung LambdaNet
Die Vermögens- und Finanzlage der 3U HOLDING AG änderte sich im Geschäftsjahr 2012 durch die hohen Investitionen und dem Verlust des Geschäftsjahres erheblich. Im Geschäftsjahr 2012 hat der Konzern insgesamt EUR 20,55 Mio. (Vorjahr: EUR 10,67 Mio. in den fortgeführten Aktivitäten) in langfristige Vermögenswerte investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere Investitionen in den Standort in Adlebesen, die PV-Anlage in Adelebsen, den Logistikstandort in Montabaur und das Verwaltungsgebäude in Linz am Rhein.
Die Finanzmittel legt die 3U HOLDING AG ausschließlich in Tages- und kurzfristigen Festgeldanlagen bei der Baden-Württembergischen Bank, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, der Volksbank Mittelhessen und der Deutsche Bank AG an.
Gegenüber dem 31. Dezember 2011 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel zum 31. Dezember 2012 um EUR 26,62 Mio. von EUR 33,37 Mio. auf EUR 6,75 Mio. reduziert. Nach Abzug des Anteils, der durch Fremdkapital finanziert wurde, entfallen von diesem Liquiditätsrückgang EUR 19,05 Mio. auf die Investitionen in langfristige Vermögenswerte.
Die 3U HOLDING AG verfügt weiterhin über eine außerordentlich solide Eigenkapitalquote. Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote mit 82,41% trotz des deutlich geringeren Eigenkapitals nahezu unverändert gegenüber dem Vorjahr (82,49 %). Der Fremdkapitalanteil beträgt lediglich 17,59 % gegenüber 17,51 % zum Vorjahreszeitpunkt.
Neben dem Verlust des Geschäftsjahres 2012 in Höhe von EUR -10,63 Mio. (inkl. des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Verlustes) hat auch die Ausschüttung an die Aktionäre in Höhe von EUR 1,06 Mio. zur Reduzierung des Eigenkapitals beigetragen. Gegenläufig hat sich im Wesentlichen die Erhöhung der Kapitalrücklage im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2011 mit EUR 0,15 Mio. ausgewirkt.

| Überblick Bilanzpositionen | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |||
| TEUR | % | TEUR | % | ||
| Langfristige Vermögenswerte | 43.438 | 70,6 | 27.035 | 35,8 | |
| Anlagevermögen | 42.473 | 69,0 | 26.121 | 34,6 | |
| Latente Steuern | 599 | 1,0 | 352 | 0,5 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 366 | 0,6 | 562 | 0,7 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 18.122 | 29,4 | 48.444 | 64,2 | |
| Vorräte | 2.000 | 3,2 | 2.380 | 3,2 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 6.255 | 10,2 | 9.287 | 12,3 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 3.121 | 5,1 | 3.405 | 4,5 | |
| Liquide Mittel | 6.746 | 10,9 | 33.372 | 44,2 | |
| Aktiva | 61.560 | 100,0 | 75.479 | 100,0 | |
| Langfristige Passiva | 54.408 | 88,4 | 64.567 | 85,5 | |
| Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG | 52.795 | 85,8 | 63.091 | 83,6 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | -2.065 | -3,4 | -826 | -1,1 | |
| Langfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 3.678 | 6,0 | 2.302 | 3,0 | |
| Kurzfristige Passiva | 7.152 | 11,6 | 10.912 | 14,5 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.201 | 5,2 | 5.965 | 7,9 | |
| Sonstige kurzfristige Rückstellungen und Verbindlichkeiten | 3.951 | 6,4 | 4.947 | 6,6 | |
| Passiva | 61.560 | 100,0 | 75.479 | 100,0 | |
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2012 belief sich auf EUR 61,56 Mio. (Vorjahr: EUR 75,48 Mio.) und ist damit EUR 13,92 Mio. geringer als im Vorjahr. Die Ursachen für die Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2011 liegen im Wesentlichen in dem Rückgang der liquiden Mittel infolge der vorwiegenden Eigenfinanzierung der Anlageinvestitionen im Berichtsjahr.
Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 42,47 Mio. (Vorjahr: EUR 26,12 Mio.) enthält neben den immateriellen Vermögenswerten (EUR 0,84 Mio. bzw. EUR 0,82 Mio. im Vorjahr), den Sachanlagen (EUR 29,66 Mio. bzw. EUR 16,17 Mio. im Vorjahr) und den Finanzanlagen (EUR 6,86 Mio. bzw. EUR 9,13 Mio. im Vorjahr) erstmals auch Anlageimmobilien in Höhe von EUR 5,11 Mio. (Vorjahr: EUR 0,00 Mio.). Diese betreffen die zur Vermietung vorgesehenen Teile der Liegenschaften in Adelebsen und Montabaur. Die Finanzanlagen bestehen mit EUR 6,26 Mio. (Vorjahr: EUR 7,89 Mio.) aus einem Darlehen gegenüber der ehemaligen Tochtergesellschaft LambdaNet, welches jährlich in Teilbeträgen getilgt wird.
Ferner haben sich innerhalb der langfristigen Vermögenswerte die latenten Steuern insbesondere durch latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge erhöht.
Die kurzfristigen Vermögenswerte liegen zum 31. Dezember 2012 rund EUR 30 Mio. unter denen des Vorjahres. Während es im Vorjahr noch durch die liquiden Mittel dominiert wurde, beträgt der Anteil der liquiden Mittel an den kurzfristigen Vermögenswerten im Geschäftsjahr 2012 noch 36,5 % (Vorjahr: 68,9 %). Weiterer wesentlicher Bestandteil der kurzfristigen Vermögenswerte sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die gegenüber dem Vorjahr um 32,5 % auf EUR 6,27 Mio. (Vorjahr: EUR 9,29 Mio.) zurückgegangen sind.
Auf der Passivseite haben sich neben der deutlichen Verringerung des Eigenkapitals durch den Verlust des Geschäftsjahres 2012 sowie der Ausschüttung an die Aktionäre die Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen um 46,3 % auf EUR 3,20 Mio. (Vorjahr: EUR 5,97 Mio.) vermindert.
Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich durch die Aufnahme von zwei Darlehen zur Finanzierung des Standortes Montabaur (zusammen EUR 1,50 Mio.) auf EUR 3,41 Mio. (Vorjahr: EUR 2,03 Mio.).
Der Vorstand der 3U HOLDING AG beschloss am 26. Mai 2011 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung, in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00. Im November 2012 beschloss der Vorstand den Einzug dieser 3.923.770 Aktien. Da bereits zum 31. Dezember 2011 die eigenen Anteile vom Eigenkapital abgesetzt wurden, hatte dies keine quantitativen Auswirkungen auf die Gesamthöhe des Eigenkapitals.
Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR -9,69 Mio. (Vorjahr: EUR -2,96 Mio.). Wesentliche Ursache hierfür ist das negative Periodenergebnis. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist geprägt durch die Ausgaben für die Investitionen in das Sachanlagevermögen, sowie aus den Auszahlungen für den Erwerb der Anlageimmobilien. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR -17,28 Mio. (Vorjahr: EUR 12,59 Mio.) liegt um EUR 29,87 Mio. über dem des Vorjahres. Im Vorjahr waren die Investitionen ins Sachanlagevermögen durch die Desinvestitionen aus dem Verkauf der LambdaNet überkompensiert worden.
Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit EUR 0,34 Mio. (Vorjahr: EUR -5,40 Mio.) leicht positiv. Er resultiert im Wesentlichen aus dem Mittelzufluss aus der planmäßigen Darlehenstilgung durch die LambdaNet und dem Mittelabfluss aus der diesjährigen Dividendenzahlung.
Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im 3U Konzern im Berichtszeitraum jederzeit gegeben. Die Liquiditätslage stellt sich jedoch zum 31. Dezember 2012 nicht mehr so komfortabel dar. Am 28. Februar 2013 wurde ein Rahmenkreditvertrag zur Finanzierung des PV-Projektes in Adelebsen unterzeichnet. Aus diesem sollen dem Konzern bis zu EUR 14,0 Mio. zufließen. Dies wird die Liquiditätslage des Konzerns deutlich verbessern.
Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der flüssigen Mittel und ist in Anlehnung an die im Konzernabschluss dargestellte Kapitalflussrechnung (ohne Korrektur des Finanzmittelfonds) aufgestellt.
| Kapitalflussrechnung (in TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| Cashflow | -26.632 | 4.230 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | -9.692 | -2.961 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit | -17.281 | 12.588 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 341 | -5.397 | |
| Wechselkursbedingte Änderungen | 6 | 0 | |
| Konsolidierungskreisbedingte Änderungen | 0 | 0 | |
| Veränderungen der flüssigen Mittel | -26.626 | 4.230 | |
| Flüssige Mittel am Jahresanfang* | 33.372 | 29.142 | |
| Flüssige Mittel am Jahresende* | 6.746 | 33.372 | |
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Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder
in Höhe von EUR 1,5 Mio.
Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts insgesamt als nicht zufriedenstellend. Die Umsätze im Segment Telefonie konnten im Geschäftsjahr 2012 gesteigert werden. Dies konnte aber den weiteren Margenrückgang nicht bremsen. Das Segment Services und das Segment Erneuerbare Energien konnten die für das Jahr 2012 erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreichen.
Bei den Ergebniszahlen gab es deutliche Abweichungen von der ursprünglich aufgestellten Planung. In allen Segmenten blieben das Konzern-EBITDA und das Ergebnis unter den Erwartungen. In den Segmenten Telefonie und Erneuerbare Energien wurden die Ergebniserwartungen deutlich verfehlt. In diesen Segmenten hatten Änderungen in den politischen Rahmenbedingungen extreme Auswirkungen. Die TKG-Novelle führte zu stärkeren Umsatzrückgängen und Margenverlusten im Segment Telefonie als dies in der Planung seinen Niederschlag gefunden hatte. Nachdem die Einleitung der Energiewende für weiteren Optimismus in der Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien gesorgt hatte, bewirkten die gesetzgeberischen Änderungen des EEG Gegenteiliges. Insbesondere die durch die politischen Akteure hervorgerufene Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung und Ausgestaltung des EEG hat dazu geführt, dass im Geschäftsjahr keine Planungssicherheit hinsichtlich der Umsetzung von Projekten im Segment der Erneuerbaren Energien gegeben ist. Dies hat auch zur Folge, dass geplante weitere Projekte - neben dem PV-Projekt Adelebsen - nicht realisiert werden konnten.
Die Veränderungen in den Segmenten Telefonie und Erneuerbare Energien stellen den Konzern insgesamt vor eine neue Herausforderung. Um diese Herausforderungen zu bewältigen, ist es notwendig, sich in den beiden Segmenten neu auszurichten und entsprechende Anpassungen vorzunehmen.
Zu diesem Zweck hat der 3U Konzern Ende des Jahres 2012 ein Restrukturierungsprogramm eingeleitet, das im Jahr 2013 fortgesetzt wird. Durch dieses Programm soll es dem Konzern gelingen, zumindest operativ ein ausgeglichenes Ergebnis im Jahr 2013 zu erreichen.
In 2012 wurden im Konzern Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie Anlageimmobilien in Höhe von EUR 20,22 Mio. (Vorjahr: EUR 11,44 Mio. bzw. EUR 10,67 in den fortgeführten Aktivitäten) getätigt.
Im Segment Telefonie wurden EUR 0,34 Mio. (Vorjahr: EUR 0,13 Mio.) investiert. Die Investitionen in den Segmenten Services und Erneuerbare Energien betrugen EUR 0,13 Mio. resp. EUR 10,28 Mio. nach EUR 0,07 Mio. bzw. EUR 7,95 Mio. im Vergleichszeitraum 2011. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und Anlageimmobilien der Holding in Höhe von EUR 9,40 Mio. im Berichtsjahr 2012 (Vorjahr: EUR 2,51 Mio.) sind überwiegend in den Solarpark Adelebsen, in das Logistikzentrum in Montabaur und in die Gewerbeimmobilie in Adelebsen geflossen.
Für das Geschäftsjahr 2013 sind insgesamt Investitionen in Höhe von rund EUR 3,83 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 1,06 Mio. im Segment Telefonie, EUR 1,57 Mio. im Segment Services, EUR 0,32 Mio. im Segment Erneuerbare Energien und EUR 0,88 Mio. bei der Holding investiert werden.

Es sind vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 3U HOLDING AG und ihrer Beteiligungsunternehmen, die für den Unternehmenserfolg verantwortlich sind. Daher hat ihre Identifikation mit dem 3U Konzern und ihr Engagement für dessen Ziele höchste Priorität.
Der 3U Konzern beschäftigte am Bilanzstichtag 188 Mitarbeiter (Vorjahr: 151). Im Jahresdurchschnitt waren es 176 (Vorjahr: 147). Der Anstieg der Mitarbeiteranzahl in 2012 ist vor allem auf den Ausbau in den Segmenten Services und Erneuerbare Energien zurückzuführen. Damit wurde der Mitarbeiterrückgang, der mit der Nichtfortführung des Segments Breitband/IP nach dem Verkauf der Tochtergesellschaft LambdaNet zum 31. Mai 2011 einherging, mehr als kompensiert. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche:

Von den 202 Mitarbeitern (Köpfe inkl. Teilzeitkräften und Aushilfen), die insgesamt zum Bilanzstichtag im Konzern beschäftigt waren, waren 39 Personen weiblich; das entspricht einem Anteil von 19,3 %. Die Altersstruktur im Konzern ist über alle Altersstufen verteilt; 19 % der Mitarbeiter sind zwischen 20 und 30 Jahre alt, 42 % zwischen 30 und 40 Jahre alt, 31 % zwischen 40 und 50 Jahre alt und 8 % der Mitarbeiter sind über 50 Jahre. Das Durchschnittsalter im Konzern beträgt 38 Jahre.
Unsere Mitarbeiter tragen mit ihren Ideen entscheidend zu mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit bei. Deshalb wird ein kooperatives und kommunikationsförderndes Klima im Konzern begünstigt, da alle Mitarbeiter motiviert werden, Vorschläge zur Optimierung der Produkte und Arbeitsabläufe, zu Synergien und sonstigen Verbesserungen im Konzern zu machen. Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert, damit überdurchschnittliche Leistungen auch entsprechend honoriert werden können.
Wir verstehen Gesundheit nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychisches, körperliches und soziales Wohlbefinden. Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu bewahren und zu fördern, haben wir gezielt Maßnahmen im Konzern umgesetzt. So unterstützt der Konzern die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter beispielsweise von geförderten Sportangeboten, über kostenlose Grippeimpfungen bis hin zu Schulungen zur Stressprävention. Die Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit an internen und externen Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit 3U wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte im Vordergrund stehen.
Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch entsprechende Schulungsmaßnahmen erhöht. Nach 2011 nahm auch 2012 kein Mitarbeiter durch einen Unfall am Arbeitsplatz nennenswert Schaden.
Die Wahrnehmung der unternehmerischen Verantwortung ist wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie. Wir berücksichtigen systematisch die verschiedenen Belange unserer Stakeholder und verringern die Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt. Dabei suchen wir die Balance zwischen ökonomischen Zielen und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit unserem Engagement für Erneuerbare Energien investieren wir aktiv in den Umweltschutz und zeigen damit gesellschaftliches Engagement. Wir versuchen, Umweltaspekte beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen.
Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179, 133 AktG. Nach § 13 Abs. 2 der Satzung i. V. m. § 179 Abs. 2 S. 2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals.
Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften.
Am Kapital der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2012 wie folgt beteiligt:
| Name | Funktion | Stückzahl | Prozent |
| Michael Schmidt | (Vorstand) | 8.999.995 Aktien | 25,49 % |
| Andreas Odenbreit | (Vorstand) | 20.500 Aktien | 0,06 % |
| Gerd Simon | (Aufsichtsrat) | 10.000 Aktien | 0,03 % |
| Bestand eigene Aktien | 0 Aktien | 0 % |
Herr Michael Schmidt (Deutschland) hat mit Schreiben vom 28. November 2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG am 27. November 2012 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49 % (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat.
Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 27. August 2014 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 23.421.120,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage soweit der Nennbetrag der neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weder insgesamt zehn vom Hundert des am 28. August 2009 vorhandenen Grundkapitals übersteigt noch der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet; 2. sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen; 3. für Spitzenbeträge. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen.
Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 4.684.224,00, eingeteilt in bis zu 4.684.224 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. August 2010 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen.
Zum Ende des zweiten Quartals 2011 beschloss der Vorstand auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung, in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Die BankM, Repräsentanz der biw Bank für Investments und Wertpapiere wurde mit der Durchführung beauftragt. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00. Im November 2012 beschloss der Vorstand den Einzug dieser Aktien und reduzierte damit die Gesamtzahl der Stimmrechte auf 35.314.016 und das Grundkapital auf EUR 35.314.016.
Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U HOLDING AG keine Vereinbarungen.
Nach Maßgabe des § 15 a WpHG haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U HOLDING AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine entsprechenden Geschäfte gemeldet.
Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat mit Datum vom 22. März 2013 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" allgemein und dauerhaft zugänglich gemacht.
Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind.
Die Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Dabei orientiert er sich an dem am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG).
Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat vorrangig der testierte Wert der EBITDA-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten Wert bewertet; eine deutliche Verfehlung von budgetierten Umsatzzielen kann zu Abzügen führen. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage des Konzerns fest.
Darüber hinaus wurde den Vorstandsmitgliedern eine bestimmte Anzahl von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 gewährt. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des 3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern.
Seit dem Kalenderjahr 2011 gilt für die Vorstände der 3U HOLDING AG, dass ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres unter dem Vorbehalt gezahlt wird, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der EBITDA-Entwicklung des Konzerns und der Beteiligungsstruktur sowie die Motivation der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Aufsichtsrat wird die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden Jahren bewerten und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet ist. Eine von dem Vorstand zu erstattende erfolgsabhängige Vergütung ist von dem Vorstand binnen 90 Tagen nach Zugang des schriftlichen Rückforderungsverlangens des Aufsichtsrates zu zahlen.
Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des Vorstandes auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger Aktienoptionen.
Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. § 84 Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund widerrufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung.
Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen.
| Name | Fixe Vergütung | Variable Vergütung | Vergütung gesamt | |||
| in TEUR 2012 | 2011 | in TEUR 2012 | 2011 | in TEUR 2012 | 2011 | |
| Michael Schmidt (Sprecher des Vorstands) | 308 | 308 | 150 | 300 | 458 | 608 |
| Michael Göbel* (Vorstand bis 8.3.2012) | -27 | 153 | 3 | 85 | -24 | 238 |
| Andreas Odenbreit** (Vorstand seit 26.5.2011) | 157 | 65 | 48 | 17 | 205 | 82 |
| Christoph Hellrung (Vorstand seit 14.3.2012) | 130 | 0 | 18 | 0 | 148 | 0 |
| Summe | 568 | 526 | 219*** | 402 | 787 | 928 |
*
Im Jahr 2012 erfolgte eine Korrektur der Abrechnung
für das Geschäftsjahr 2011/2012 in Höhe von insgesamt TEUR 30.
**
Andreas Odenbreit erhielt in 2011 keine
Vergütung für seine Vorstandstätigkeit, sondern bezog sein Gehalt
entsprechend seinem Anstellungsvertrag. Im Jahr 2012 erhielt Herr
Odenbreit eine nachträgliche variable Vergütung in Höhe von TEUR 30.
***
In Höhe von TEUR 115 bereits in 2012 gezahlt,
der Restbetrag in Höhe von TEUR 114 ist kurzfristig fällig.
Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt.
| Name | Funktion | Aktienoptionen |
| Michael Schmidt | Vorstand | 200.000 Stück |
| Andreas Odenbreit | Vorstand | 0 Stück* |
| Christoph Hellrung | Vorstand | 0 Stück** |
*
Herr Odenbreit hat jedoch Aktienoptionen als
Angestellter der 3U HOLDING AG erhalten.
**
Herr Hellrung hat jedoch Aktienoptionen
als Vorstand der LambdaNet Communications Deutschland AG erhalten.
Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Die 3U HOLDING AG ist berechtigt, die Ausübung von Optionsrechten in dem Umfang abzulehnen, wie deren Ausübung wegen außerordentlicher, nicht vorhergesehenen Entwicklungen zu einer unverhältnismäßig hohen Vergütung des Bezugsberechtigten führen würde.
Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten wurden für die Zeit als Vorstand der Gesellschaft von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung verweisen wir auf das Kapitel "Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme".
Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen erhält.
Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00 Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft ("EBT"), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern in Konzernabschluss ("EBT") für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder EUR 25.000,00. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer.
Die Aufsichtsratsvergütungen für 2012 betrugen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 158). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Jahr 2011 eine erfolgsabhängige Vergütung gemäß § 9 Abs. 1 c der Satzung der 3U HOLDING AG in Höhe von TEUR 90. Die im Geschäftsjahr 2011 gebildete Rückstellung wurde vollständig in Anspruch genommen. Für 2012 wurde keine erfolgsabhängige Vergütung zurückgestellt.
| Name | Fixe Vergütung | Sitzungsgelder | Erfolgsabhängige Vergütung | |||
| in TEUR 2012 | 2011 | in TEUR 2012 | 2011 | in TEUR 2012 | 2011 | |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrates) | 10 | 10 | 15 | 15 | 0 | 40 |
| Gerd Simon | 8 | 8 | 15 | 15 | 0 | 30 |
| Stefan Thies | 5 | 5 | 15 | 15 | 0 | 20 |
| Summe | 23 | 23 | 45 | 45 | 0 | 90 |
| Name | Vergütung gesamt | |
| in TEUR 2012 | 2011 | |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrates) | 25 | 65 |
| Gerd Simon | 23 | 53 |
| Stefan Thies | 20 | 40 |
| Summe | 68 | 158 |
Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2012 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr: TEUR 0,7), Herr Simon in Höhe von TEUR 1,1 (Vorjahr: TEUR 1,6) und Herr Thies in Höhe von TEUR 0,3 (Vorjahr: TEUR 0,9) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten.
Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2012 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 21) erhalten.
Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 20) erhalten. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 3U TELECOM GmbH TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 12), 010017 Telecom GmbH TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) und 3U ENERGY AG (vormals 3U SOLAR Systemhandel AG) TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6).
Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt.
Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte:
Bezugsberechtigte sind:
| Gruppe 1: | Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft |
| Gruppe 2: | Mitarbeiter der Gesellschaft in Schlüsselpositionen auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG) |
| Gruppe 3: | Sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG) |
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):
| Gruppe 1: | 400.000 (von 468.422) Aktienoptionen |
| Gruppe 2: | 2.800.000 (von 2.810.535) Aktienoptionen |
| Gruppe 3: | 1.402.500 (von 1.405.267) Aktienoptionen |
| Gesamt: | 4.602.500 (von 4.684.224) Aktienoptionen |
Der Aktienoptionsplan 2011 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden.
Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar.
Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte beträgt EUR 1,00 je Aktie. Zum Zeitpunkt der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 7. Februar 2011 notierte die Aktie bei EUR 0,66; der Aufschlag belief sich demnach auf 51,5 %.
Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.
Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 4.602.500 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag 947.500 verfallen.
Aufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen. Dazu gehören zum Beispiel die Budget- und Mittelfrist-Planung, die Controllig-Reports, die Monatsabschlüsse und das Risiko- und Chancenmanagement-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sitzungen auf allen Organisationsebenen sowie eine rollierende Monatsplanung/Liquiditätsentwicklung.
Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen, an Zielsetzungen für EBITDA und an budgetierten Cashflows im Monatsvergleich für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt anhand von prozentualen Veränderungen. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen innerhalb einer Komponente werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsbereichsleitern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen.
Die 3U HOLDING AG ist eine börsennotierte Management- und Beteiligungsgesellschaft, die eine Drei-Säulen-Strategie verfolgt. Neben dem traditionellen Segment Telefonie wurden in den vergangenen Jahren die beiden Säulen Services sowie Erneuerbare Energien aufgebaut. Diese Entwicklung wird weiter vorangetrieben, so dass auch zukünftig der Investitionsfokus auf organisches Wachstum der Segmente Services und Erneuerbare Energien liegen wird.
Die innovativen Technologien sollen herausragend und überzeugend sein und einen substanziellen, zu verteidigenden Technologie- und Wettbewerbsvorteil besitzen. Sie sollen einen ausgeprägten Kundennutzen und besondere Alleinstellungsmerkmale entwickeln können und ein klar identifizierbares Marktpotenzial aufweisen.
Jedes Investment soll Aussicht auf einen überdurchschnittlichen Return on Investment bieten, der in einem vielversprechenden Verhältnis zum abgeschätzten Risiko steht und auf einem sorgfältig recherchierten und überzeugenden Business Plan basiert. Der 3U Konzern investiert vor allem in organisches Wachstum und verfolgt darüber hinaus auch eine langfristig orientierte "Buy-and-Build"-Strategie.
Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen von Risiken zugunsten des unternehmerischen Erfolges ist unumgänglich und sinnvoll. Der 3U Konzern setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und zu steuern, und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik des 3U Konzerns legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risikomanagement dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolgs und der Senkung der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen und um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt der Vorstand über ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risiko- und Chancenmanagement-System mit dem Namen "3U-RICH". Dieses konzernweite Risikomanagement- und Risikofrüherkennungssystem umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften, von denen potenzielle entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen für den Konzern ausgehen können. Daher sind die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken sowie der risikobewusste Umgang mit diesen Risiken ein zentraler Ausdruck unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem dynamischen Marktumfeld. Das "3U-RICH"-System wird den sich ändernden Rahmenbedingungen entsprechend angepasst und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z.B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden.
Das "3U-RICH"-System entspricht den gesetzlichen Anforderungen an ein Risikomanagementsystem.
Der 3U Konzern hat im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Themen Compliance, Rechnungslegungsprozess und IKS in das Risikomanagementsystem eingebunden. Dabei orientiert sich die 3U an dem international anerkannten Standard COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für angemessen hält.
Vorstand und Aufsichtsrat des 3U Konzerns verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht.
Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen. Hierbei steht ein ausgewogenes Verhältnis von Chancen und Risiken im Vordergrund.
Das vom Vorstand des 3U Konzerns für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter des Konzerns ist angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Risikoeigner. Regelmäßige Schulungen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Vorgaben und der Systematik bewusst sind.
Mit Unterstützung der professionellen Risikomanagementsoftware r2c der Schleupen AG konnten die Prozess- und Arbeitsabläufe im Risikomanagement innerhalb des Konzerns im Hinblick auf Effektivität und Effizienz des Systems weiter optimiert werden. Die Software unterstützt sowohl die Risikoeigner als auch die Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken in allen Konzerngesellschaften.
Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand des 3U Konzerns. Dieser wird mindestens monatlich durch die Risikomanager im Rahmen von standardisierten Reportings über die aktuelle Risikosituation und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhalten auch der Aufsichtsrat des 3U Konzerns und die Geschäftsführung der einzelnen Tochterunternehmen ebenfalls unmittelbar durch die Risikomanager des Konzerns dieses standardisierte monatliche Reporting. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware r2c ist der Detaillierungsgrad in der monatlichen Berichterstattung deutlich gestiegen. Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit den Risikomanagern und ggf. den Risikoeignern über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen, basierend auf veränderten Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig den Aufsichtsrat über diese Risikoentwicklung und die veranlassten Maßnahmen.
Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im "3U-RICH"-System sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien wird dem Aufsichtsrat mindestens zwei Mal jährlich im Rahmen von Konsultations- und Auditprozessen im Beisein des Risikomanagers Bericht erstattet. Dabei werden auch die Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement berücksichtigt, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. § 107 Abs. 3, S. 2 AktG systematisch ausführt.
In dem "3U-RICH"-System werden in mehreren Risikoinventuren bis hinunter auf Abteilungsebene der einzelnen Tochterunternehmen die Risiken des 3U Konzerns so vollständig wie ökonomisch sinnvoll erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen so früh wie möglich zu erkennen. Das dadurch entstandene Risikoportfolio des 3U Konzerns basiert auf der Einschätzung von möglichen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten verschiedenster Szenarien. Für die im Rahmen dieser Risikoinventur identifizierten Risiken werden Indikatoren mit Schwellenwerten festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Die ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoeigner und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen.
Darüber hinaus wird in dem Tochterunternehmen weclapp GmbH im Rahmen des Standards ISO 27001, nach dem das Unternehmen zertifiziert ist, mindestens einmal jährlich eine zusätzliche Risikoinventur mit dem Schwerpunkt der Informationssicherheit durchgeführt und daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet.
Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Segmenten genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einzelgesellschaften und aggregiert die des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten.
Die Risiken in den Segmenten Telefonie und Erneuerbare Energien waren im Berichtsjahr 2012 maßgeblich für das Risikomanagement im 3U Konzern, weil die Erwartungswerte im Hinblick auf die Schadenshöhen bei Eintritt eines Risikos in diesen beiden Segmenten deutlich über den Erwartungswerten anderer Risiken lagen. In den Risikoinventuren der schon im Vorjahr im Konzern befindlichen Gesellschaften wurden überwiegend die Risiken aus den zurückliegenden Risikoinventuren bestätigt, lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Die Variierung berücksichtigt dabei die geänderten Markt- bzw. operativen Bedingungen. Aber auch neue Risiken und Risikoszenarien wurden identifiziert und bewertet. Dazu gehören zum Beispiel die Risiken Produkt- und Beratungshaftung bei der weclapp und der Selfio und die IT-Verfügbarkeit bei der RISIMA. Durch die Fokussierung auf konzern-externe Kunden sowie die Zunahme konzern-externer Umsätze haben die weclapp und die Selfio gestiegene Risken für Produkte und Beratung. Sowohl die RISIMA als auch die weclapp haben im Bereich IT-Sicherheit und den damit verbundenen Dienstleistungen ein Risiko in der Verfügbarkeit der IT-Systeme.
In den Inventuren der neuen Konzerngesellschaften wurden gesellschaftsspezifische Risiken erstmals identifiziert und bewertet. Die anschließende Integration in das Konzernsystem und -reporting wurde vollzogen.
Es sind einzelne Risiken in allen Segmenten des Konzerns zu erkennen, deren Identifizierung, Bewertung und Steuerung über die Segmentgrenzen hinaus erforderlich waren. Dazu gehören neben operativen auch strategische Risiken. Die operativen Risiken konzentrieren sich in allen Unternehmenssegmenten auf Vertragsverpflichtungen, mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen, auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse. Die strategischen Risiken beziehen sich auf die Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen.
Jedes betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens basiert auf Verträgen u.a. mit Geschäftspartnern. Nahezu alle Teile der Organisationsstruktur im Konzern sind davon betroffen. Vertragsrisiken bestehen z. B. in der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei der Vertragsgestaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und in der Vertragsdurchsetzung mit Geschäftspartnern.
Der Konzern steuert dieses Risiko in Form eines aktiven Vertragsmanagements durch die konzerninterne Rechtsabteilung. Darüber hinaus werden bei der Auswahl von Geschäftspartnern spezifische Kriterien geprüft und bewertet. Chancen ergeben sich dabei durch das eigene eingesetzte Fachpersonal, das Verträge auch zu Gunsten der 3U gestalten kann.
Die Dienstleistungen der Segmente Telefonie und Services basieren im Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Auch im Segment Erneuerbare Energien ist der Einsatz dieser Technologien von großer Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes und die Durchführung kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet der 3U Konzern unter anderem auch dadurch, dass er das Informationssicherheitsmanagementsystem seiner Tochtergesellschaft weclapp konsequent an der ISO 27001 ausrichtet und dies im Januar 2013 durch den TÜV Süd erfolgreich zertifizieren ließ. Mit der Orientierung an international anerkannten Standards bietet sich die Chance, bestehende und potenzielle Kunden von dem dokumentierten Know-how in der 3U zu überzeugen.
In allen Unternehmensteilen des 3U Konzerns wird hoch qualifiziertes Personal benötigt. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmen könnte das Erreichen der jeweiligen Unternehmensziele gefährden. Daher wird das Personalmanagement aller Unternehmensteile zentral über die 3U HOLDING gesteuert. Entsprechend der Planung werden geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht und eingestellt bzw. bereits vorhandenes Personal über eine Nachfolgeplanung qualifiziert. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze der Mitarbeiterführung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht. Diese Maßnahmen betreffen auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter, welche aufgrund von Beteiligung und Übernahmen ihrer Gesellschaft durch die 3U neu in den Konzern integriert wurden. Nach außen repräsentiert die Unternehmenskultur die Ausrichtung auf den Kunden sowie die Glaubwürdigkeit und das Vertrauen in die Gesellschaft.
Die aufgezeigten Maßnahmen tragen dazu bei als attraktiver Arbeitgeber in der Region und darüber hinaus wahrgenommen zu werden.
Um die Konzernziele zu erreichen, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Produktivität des Konzerns abgestimmt sein. Dies gilt auch für Gesellschaften, die durch Kauf oder Beteiligung der 3U in die Konzernstrukturen integriert wurden. Der Einsatz von modernen Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden. Als Beispiel für den Stellenwert strukturierter Prozesse im 3U Konzern sei die Zertifizierung der Tochtergesellschaft EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH nach ISO 9001 im Oktober 2012 genannt.
Ein effektiver und effizienter Ablauf in allen Geschäftsprozessen vermindert auch das Risiko einer mangelnden Kundenzufriedenheit.
Das Compliance Management ist Teil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können, wurde das Compliance Management weiter optimiert, um die sich ergebenden Risiken weiter zu vermindern. Wesentliche Bestandteile des Compliance Management bilden ein Wertemanagementsystem, ein "Whistleblowing"-Prozess sowie weitere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen. Neben den allgemeinen Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Hinblick auf Regeln und Vorgaben, die einzuhalten sind, wird pro Jahr ein Regelkomplex intensiver betrachtet und zusätzliche Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen bei den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern durchgeführt. Im Berichtszeitraum war dies das Thema Datenschutz. Im Rahmen der Risikoinventuren wurden und werden alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter im Konzern über die Bedeutung dieser Maßnahmen geschult. Die Umsetzung eines Compliancemanagementsystems bietet unter anderem die Chance, als zuverlässiger und vertrauensvoller Geschäftspartner anerkannt zu werden.
Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation/IT und besonders Erneuerbare Energien werden für die gegenwärtigen Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Besonders die Diskussionen zu Beginn sowie im Verlauf des Jahres 2012 im Hinblick auf die Förderung erneuerbarer Energien haben im Markt für Verunsicherung gesorgt. Die Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können.
In diesem Segment ist der wichtigste Sektor der Call-by-Call-Markt. Ein generelles Risiko stellen dabei die vielfältigen Flatrate-Angebote dar. Die Festnetz-Flatrates machen Call-by-Call für innerdeutsche Festnetztelefonate überflüssig. Ein ähnliches Risiko besteht durch Flatrates im Mobilfunk, welche i.d.R. eine Flatrate für Mobil- und Festnetz beinhalten. Die Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk führt zu sinkenden Erträgen. Preise von Mobil zu Mobil unter Festnetzniveau stellen auch ein Risiko für das Call-by-Call-Geschäft dar. Ein weiteres Risiko besteht darüber hinaus durch die Technologie Voice over IP (VoIP), da Minutenpreise durch Flatrate-Angebote unter Druck geraten. Das novellierte Telekommunikationsgesetz, das u. a. Call-by-Call-Anbieter verpflichtet, die Minutenpreise vor jedem Gespräch mitzuteilen, zeigt ebenfalls Auswirkungen. Als Risiko ergibt sich die vollständige Kostenkontrolle für den Kunden, der dadurch den Anbieter für seine Gespräche auswählen wird, der ihm das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Die Chance besteht darin, dass alle Marktteilnehmer im Call-by-Call-Geschäft dieser Verpflichtung nachkommen müssen und die teilweise erheblichen Tarifunterschiede für den Kunden transparent werden, womit die Telefongesellschaften innerhalb der 3U HOLDING AG aufgrund ihrer fortschrittlichen technischen und betriebswirtschaftlichen Prozesse Vorteile gegenüber Mitbewerbern realisieren können. Dem erwartungsgemäßen Umsatzrückgang in der Branche begegnet das Segment Telefonie unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem und eine konsequente Ergebnisorientierung. Die Ankündigung der Deutschen Telekom die Preise zu senken, erhöht das Risiko von Umsatz- und Margenverlusten. Die Chancen in diesem Segment sind trotz sinkender Umsätze und Margen dennoch vorhanden. Mitbewerber unterliegen den gleichen Rahmenbedingungen und haben ähnliche Risiken. Die effiziente Organisationsstruktur und Erfahrung, die 3U in diesem Bereich besitzt, ist nicht bei allen Mitbewerbern in derselben Ausprägung vorhanden.
Die Gesellschaften dieses Segmentes bewegen sich in einem Sektor, der von einem starken Wettbewerb geprägt ist. Wir sehen aber ein erhebliches Marktpotenzial in den eigenentwickelten innovativen Anwendungen, die bereits erfolgreich im Konzern implementiert sind.
Die weclapp GmbH konnte ihr hohes technisches und organisatorisch-personelles Know-how im Rahmen der erfolgreichen Re-Zertifizierung durch den TÜV Süd gemäß dem internationalen Standard ISO 27001 unter Beweis stellen.
Die RISIMA Consulting GmbH hat durch Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen Corporate Governance und IT Sicherheit erste konzernexterne Umsätze realisiert.
Die 3U DYNAMICS GmbH war überwiegend in internen Aufgaben und Projekten eingebunden, so dass sich Umsätze mit Dritten nur eingeschränkt realisieren ließen.
Neben den allgemeinen Risiken im Konzern bestehen in diesem Segment gesetzliche/regulatorische Risiken sowie Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden. Der nationale und internationale Ausbau der erneuerbaren Energien wird allen Erwartungen zufolge deutlich ansteigen. Steigende Energiepreise aufgrund wachsender Nachfrage bei gleichzeitig sinkenden Ressourcen und die zunehmend sichtbar werdenden Auswirkungen des Klimawandels haben die Akzeptanz für eine verstärkte Nutzung erneuerbarer Energien in der deutschen Bevölkerung ansteigen lassen. Der 3U Konzern hat mit Tochtergesellschaften in dem Segment Erneuerbare Energien verdeutlicht, dass er an diesem Wachstum partizipieren und in diese Technologien investieren will. Die Diskussionen über die staatliche Förderung erneuerbarer Energien haben auch 2012 zur Verunsicherung der Verbraucher und Versorger und damit verbundener geringerer Planungssicherheit beigetragen. Hinzu kommen weiterhin erhebliche Überkapazitäten aus chinesischer Produktion, die zu von Marktteilnehmern als Dumpingpreise bezeichneten Preisen angeboten werden und dies bei einer stark gesunkenen Nachfrage aus den Mittelmeerstaaten. Dieser Verdrängungswettbewerb beschleunigt die aktuell stattfindende Marktkonsolidierung. Dadurch hat sich die Wettbewerbssituation weiter verschärft. Geprägt von Insolvenzen und deutlichen Produktionsanpassungen ist der Markt der Erneuerbaren Energien aktuell in einer Konsolidierungsphase. Dennoch lassen sich keine Anzeichen für einen grundsätzlichen Rückgang in der Nachfrage nach erneuerbaren Energien erkennen. Durch die Entwicklung innovativer Produkte in diesem Segment, wie beispielsweise das Konzept "Solarkraftwerk", welches auf dem Firmengelände realisiert wurde, wird der 3U Konzern die Chancen, die sich in diesem Markt bieten, ergreifen. Außerdem werden zurzeit weitere Projekte sondiert, die zwar hohe Investitionssummen mit sich bringen, aber auch eine relativ hohe Wertsicherheit bieten sollen. Die Realisierung solcher Groß-Projekte beinhaltet auch gesetzliche und regulatorische Risiken, z. B. baurechtliche Auflagen. Diesen Risiken begegnet die 3U HOLDING AG u. a. durch die Beauftragung externer Planungsbüros. Die gesellschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können.
Mit seinem Geschäftsmodell ist 3U von der sinkenden Vergütung gemäß EEG betroffen. Diesen speziellen Herausforderungen in diesem Teilbereich der Erneuerbaren Energien begegnet der 3U Konzern mit Zurückhaltung, sofern sich die Risiken nicht durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen reduzieren lassen. Eine durchgeführte Maßnahme zur Risikosteuerung/-reduzierung ist die Entscheidung des Vorstands, bis auf Weiteres den Handel mit PV-Modulen aufgrund des schlechten Chancen-/Risikoprofils einzuschränken.
Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden, wie z. B. Lieferanten- und Forderungsausfall oder Veränderungen in den Einkaufs- und Verkaufspreisen, werden durch das Lieferanten- und Forderungsmanagement gesteuert.
Die allgemeine wirtschaftliche Lage und die konjunkturelle Entwicklung haben einen erheblichen Einfluss auf das Beteiligungsgeschäft. Bei einer Verbesserung der konjunkturellen Rahmenbedingungen wird Unternehmen ein höherer Wert zugestanden. Dadurch ergeben sich verbesserte Exit-Szenarien. Bei einer Verschlechterung der konjunkturellen Rahmenbedingungen vergrößert sich die Anzahl derjenigen Unternehmen, die zu günstigen Konditionen zum Verkauf stehen. Ein Vorteil im Vergleich zu den Wettbewerbern im Markt stellt sich für 3U dadurch dar, dass Finanzierungen auf der Basis der guten Eigenkapitalquote im Zusammenhang mit einer guten Liquiditätslage zu realisieren sind.
Der 3U Konzern ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen.
Ein wesentliches Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen oder wenige wesentliche Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d.h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten.
Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht.
Der Rechnungslegungsprozess wird für alle Konzerngesellschaften weitestgehend zentral in der Finanzabteilung der Holding realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess zum ganz überwiegenden Teil einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung.
Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken, Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung unter Berücksichtigung möglicher Risiken sicherzustellen. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Dazu gehören z. B. eine Bilanzierungsrichtlinie, Kontierungsanweisungen sowie die Unterstützung durch externe Berater. Das interne Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen ("Vier-Augen-Prinzip"). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch den Bereich Risikomanagement anhand definierter Kennzahlen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab, damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die eingesetzten IT-Systeme und deren Anwendungen.
Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf ihre Auswirkungen für den 3U Konzern untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen.
Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines Risikos an dieser Stelle des Rechnungslegungsprozesses. Dieses Risiko kann verschiedener Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammenwirken von Risiko- und Compliancemanagement und internem Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig optimiert.
Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind zugeordnet und dokumentiert.
Das implementierte und kontinuierlich weiter entwickelte Risikomanagementsystem mit den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten, z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Konzernrechnungslegung dennoch nicht gewährleisten.
Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns ausgehen. Die Veränderungen in der Risiko- und Chancenentwicklung aller Segmente haben Maßnahmen seitens des Vorstandes erforderlich gemacht. So sind organisatorische Umstrukturierungen in Verbindung mit personellen Maßnahmen im Berichtsjahr beschlossen und bereits umgesetzt worden. Weitere ähnliche Maßnahmen sind auch für 2013 geplant. Das "3U-RICH"-System in Verbindung mit weiteren Planungssystemen und Reports ermöglicht das frühzeitige Erkennen von möglichen Risiken und unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen abweichen und sogar den Fortbestand des 3U Konzerns in einem überschaubaren Zeitraum gefährden könnten.
Das Segment Services expandierte Anfang 2013 durch die Gründung einer Gesellschaft in den USA. Die weclapp Inc. mit Sitz in Delaware, USA und Geschäftsstelle in San Francisco soll die Erschließung des amerikanischen Marktes vorantreiben. Die Vertriebsstrategie für USA sieht den Direktvertrieb online über www.weclapp.com und den indirekten Vertrieb über Sales & Service Partner vor.
Die EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH hat zum 24. Januar 2013 vom bisherigen Joint-Venture Partner Beijing Yongdong Brilliant Heat-pipe Solar Energy Technology Co., Ltd. alle restlichen Anteile der Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co., Ltd. übernommen. Die Gesellschaft befindet sich somit zu 100 % im Besitz der EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH.
Am 13. Februar 2013 haben die Bundesminister Rösler und Altmaier einen gemeinsamen Vorschlag zur Dämpfung der Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien vorgelegt. Darin sind sich BMU und BMWi einig, dass kurzfristig Anpassungen im EEG erforderlich sind, um die Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien zu dämpfen. Unter anderem sieht der Vorschlag keine Änderungen für PV-Anlagen vor; hier soll die Vergütung weiterhin nach dem bestehenden monatlichen atmenden Deckel abgesenkt werden. Bei Windenergieanlagen an Land, die ab dem 1. August 2013 in Betrieb genommen werden, soll die Anfangsvergütung auf 8 ct/kWh abgesenkt werden. Die Maßnahmen sollen unmittelbar durch eine Änderung des EEG umgesetzt werden, die zum 1. August 2013 in Kraft tritt. Darüber hinaus sind sich die Minister einig, dass das EEG grundlegend reformiert werden muss.
Am 18. Februar 2013 einigten sich die Gesellschafter der 3U ENERGY AG auf einen Aktienkauf- und Übertragungsvertrag. Inhalt der Vereinbarung ist der Erwerb von 12.500 Stückaktien (entspricht 25% der Aktien des Unternehmens) nebst sämtlicher Nebenrechte zu einem Kaufpreis in Höhe von insgesamt EUR 1,00 durch die 3U HOLDING AG. Damit steigt der Anteil der 3U HOLDING AG an der 3U ENERGY AG auf 99,998%.
Am 28. Februar 2013 wurde ein Rahmenkreditvertrag zur Finanzierung des PV-Projektes in Adelebsen unterzeichnet. Aus diesem sollen dem Konzern bis zu EUR 14,0 Mio. zufließen.
Aufgrund des wettbewerbsintensiven Umfelds und der Zurückhaltung der Kunden bei solarthermischen Anlagen hat sich der Vorstand der 3U HOLDING AG entschlossen, die Immowerker GmbH im ersten Quartal 2013 personell umzustrukturieren, was zu deutlich reduzierten Personalkosten in 2013 führen wird.
Die mit dem Aufsichtsrat Ende des vierten Quartals 2012 abgestimmten Restrukturierungsmaßnahmen führten im ersten Quartal 2013 zu merklichen Personalanpassungen. Über die schon beschlossenen Maßnahmen des Jahres 2012 hinaus wurden im ersten Quartal 2013 noch weitergehende Maßnahmen vereinbart. Während im Segment Services vor allem die Vertriebs- und Marketingressourcen für den Bereich Telefonie und erneuerbare Energien reduziert wurden, kam es im Segment Erneuerbare Energien zum Personalabbau im Bereich Dienstleistungen und Beratung, während der Bereich "Heizen, Kühlen & Lüften" weiter ausgebaut wurde. Am 16. März 2013 veröffentlichte die 3U HOLDING AG eine Ad hoc-Nachricht, in der sie die vorläufigen Geschäftszahlen 2012, einen aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 mit der dazugehörigen Vier-Punkte-Zielerreichungs-Strategie und den Beschluss über ein Aktienrückkaufprogramm verkündete.
Die Lage der Weltkonjunktur hat sich seit Mitte 2011 zunehmend verschlechtert. Dies machte sich, wenn auch in unterschiedlichem Ausmaß, in allen wichtigen Wirtschaftsregionen bemerkbar und ließ den Welthandel in den zurückliegenden eineinhalb Jahren kontinuierlich an Schwung verlieren. Das Nachlassen der globalen Konjunkturdynamik ist vor allem auf die gewaltigen Anpassungsprozesse zurückzuführen, die sich aktuell im Euroraum vollziehen. Sowohl die Staaten als auch die privaten Akteure haben begonnen, ihre Finanzen zu konsolidieren, was die Nachfrage schwer belastet. Hinzu kommt, dass die Sorgen um die Solvenz der Staaten und Banken in den Krisenländern des Euroraums sowie das Risiko ungeordneter Austritte aus der europäischen Währungsunion weltweit Verunsicherung schürte. Belastend wirkt zudem die Unsicherheit darüber, wie die Finanzpolitik in den USA zukünftig ausgerichtet sein wird.
Nach Auffassung des ifo-Instituts dürfte die Weltwirtschaft in 2013 zwar nicht in eine Rezession abgleiten, aber nahezu alle wichtigen fortgeschrittenen Volkswirtschaften und Schwellenländer werden voraussichtlich im Winterhalbjahr 2012/13 eine konjunkturelle Schwächephase erleben. Im Verlauf des Jahres 2013 dürfte sich die weltwirtschaftliche Expansion wieder etwas beschleunigen.
Es wird erwartet, dass die Wirtschaftsleistung des Euroraums im Winterhalbjahr sinken wird. Maßgeblich dafür sind geringere Staatsausgaben, die schlechte Arbeitsmarktsituation, die restriktiven Finanzierungsbedingungen und die Unsicherheit über den Fortgang der Eurokrise. Die privaten Haushalte dürften angesichts der Notwendigkeit, ihre Verschuldung abzubauen, ihre Ausgaben zusätzlich einschränken. In der zweiten Jahreshälfte 2013 sollte es zu einer Stabilisierung der Wirtschaftsleistung in Europa kommen; eine durchgreifende Erholung ist jedoch nicht in Sicht. Alles in allem wird das Bruttoinlandsprodukt im Euroraum um rund 0,2 % in 2013 schrumpfen. Dabei dürfte die konjunkturelle Heterogenität zwischen den einzelnen Mitgliedsstaaten weiter zunehmen. So wird das BIP in den Krisenländern weiter schrumpfen, während stabiler aufgestellte Volkswirtschaften wie z. B. Deutschland, Finnland und Österreich, nach einer merklichen Schwächephase um die Jahreswende 2012/2013, im weiteren Verlauf des Jahres 2013 den Abschwung hinter sich lassen werden.
In Deutschland hat die gesamtwirtschaftliche Produktion im Verlauf des Jahres 2012 mehr und mehr an Fahrt verloren. Die anhaltende Unsicherheit im Gefolge der europäischen Schuldenkrise hat die binnenwirtschaftlichen Auftriebskräfte spürbar gedämpft. Für das erste Quartal 2013 ist in Deutschland mit einer leichten Erholung des Bruttoinlandsprodukts um 0,2 % zu rechnen. Im weiteren Verlauf des Jahres 2013 dürfte der Aufschwung wieder einsetzen, gestützt vom privaten Konsum und Ausrüstungsinvestitionen. Im Verlauf von 2013 dürfte das reale Bruttoinlandsprodukt um rund 1,4% ansteigen. Die Zahl der Arbeitslosen wird im Verlauf des Jahres allmählich wieder sinken. Aufgrund des hohen Ausgangsniveaus ergibt sich im Jahresdurchschnitt 2013 aber ein Anstieg um 60.000 Personen. Die Arbeitslosenquote dürfte sich leicht von 6,8 % in 2012 auf 6,9 % im 2013 erhöhen. Nach einer Inflationsrate von rund 2,0 % in 2012 erwarten die ifo-Forscher, dass diese auf 1,6 % in 2013 sinken wird.
Seit dem Jahr 2005 sind die Umsätze im Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland rückläufig. Diese Entwicklung basiert auf starken Umsatzrückgängen im Festnetzbereich und moderaten Rückgängen im Mobilfunkmarkt. Damit herrscht in der Telekommunikationsbranche ein Verdrängungsmarkt, der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet ist.
Wegen der starken Schwankungen des Call-by-Call-Marktes ist eine mittelfristige Marktprognose schwierig. Wie in den Vorjahren dürfte der Markt weiter schrumpfen, auch wenn sich dieser Prozess verlangsamen dürfte. 2012 ging der relevante Markt um rund 14% zurück, während er in den Jahren zuvor um 20-30% schrumpfte. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand für die Geschäftsjahre 2013 und 2014 mit einer weiterhin rückläufigen Entwicklung analog der Marktentwicklung und insgesamt mit einer erhöhten Volatilität des relevanten Marktes.
Der 3U Konzern wird weiterhin die Strategie verfolgen, im Segment Telefonie profitable Nischen zu identifizieren und wenn möglich zu besetzen. Jedoch gestaltet sich das Marktumfeld zunehmend schwieriger, so dass in diesem Bereich weiterhin mit rückläufigen Umsätzen und damit einhergehend geringeren Erträgen zu rechnen ist.
Die Dienstleistungen des Segments Services wurden 2012 noch mehrheitlich konzernintern in Anspruch genommen; jedoch wurden auch erstmals nennenswerte externe Umsätze generiert. Der Umsatzanteil mit externen Kunden wird zukünftig weiter ausgebaut, so dass ab 2013 schon rund die Hälfte der Umsätze dieses Segments extern generiert werden. Vor allem mit den Themen Cloud Computing und IT- sowie Unternehmensberatung werden externe Kunden adressiert. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen bedarfsgerecht und flexibel in Echtzeit als Service über das Internet bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet. Im Cloud Computing fließen verschiedene technische Verbesserungsinnovationen zusammen und erzeugen das Potenzial für eine Basisinnovation im Business. Kostenreduktion, Kostenstruktur-Veränderungen und Kostenvariabilisierung, Flexibilität und vollkommen neue Geschäftsmodelle sind dafür wichtige Argumente. Es wird erwartet, dass Cloud Computing die gesamte Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihr Geschäft und somit auch die Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden nachhaltig verändern wird. Mit einer schnellen Akzeptanz von Cloud Computing in der Wirtschaft sinkt der Bedarf an technischer Infrastruktur-Expertise. Für Software-Anbieter verschiebt sich das klassische Lizenzgeschäft in Richtung "Software as a Service".
Für die Anwender hat Cloud Computing viele Vorteile. So werden z. B. aus Investitionen variable Kosten. Es wird erwartet, dass in wenigen Jahren fast alle Unternehmen Cloud Computing nutzen werden - zumindest ergänzend.
Auf dem deutschen Markt stoßen Cloud Services auf eine gewisse Skepsis. Nicht alle Angebote sind ausgereift. Es werden Fortschritte in mehreren Bereichen erforderlich sein, bevor das Delivery-Modell breit angenommen wird: Auf Fragen und Herausforderungen zu Themen wie IT-Sicherheit, Integrationsfähigkeit mit vorhandenen IT-Systemen sowie Datenschutz, Verfügbarkeit und Performanz müssen überzeugende Antworten gefunden werden, denn die Nutzer erwarten die ganzheitliche, sichere, gesetzeskonforme, performante und reibungsfreie Unterstützung ihrer Geschäftsprozesse.
IT-Outsourcing bezeichnet die Übernahme der Verantwortung für den Betrieb von IT-Systemen und des damit verbundenen IT-Managements auf partnerschaftlicher Basis und auf der Grundlage vereinbarter Leistungen und Service Level Agreements (SLA), die zumeist die Übernahme von Personal und Assets umfasst. Die Outsourcing-Leistungen können die Infrastruktur-, die Applikations- oder Anwendungs- oder die Prozessebene beinhalten.
Marktexperten bescheinigen den 3U Dienstleistungangeboten Cloud Computing, Software as a Service, IT-Services und Consulting-Dienstleistungen gute Wachstumsaussichten. Der Vorstand der 3U HOLDING AG erwartet ab 2013 stark steigende externe Umsätze, jedoch einen positiven Ergebnisbeitrag dieses Segments erst ab 2014.
Die Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor wächst nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Mit dem Segment Erneuerbare Energien nimmt der Konzern an dem voranschreitenden Wandel in der Energieerzeugung zur Nachhaltigkeit und dem Trend zum ressourcenschonenden und damit effizienteren Energieeinsatz teil. Der Konzern wird sich zukünftig noch breiter in diesem Feld aufstellen und seine Produkt- und Dienstleistungspalette kontinuierlich erweitern. Neben dem Ausbau der bereits am Markt agierenden Geschäftsfelder erscheint vor allem ein Ausbau der Planungs- und Projektentwicklungsaktivitäten aussichtsreich. Erfreulich entwickeln sich derzeit vor allem auch die Aktivitäten rund um das Thema Heizen, Kühlen und Lüften von Gebäuden. Insgesamt rechnet der Vorstand daher mit einem starken Wachstum dieses Segments und mit einem positiven Ergebnis 2013. In 2014 wird dieses Segment weiter wachsen und einen entsprechend größeren positiven Ergebnisbeitrag liefern.
Für den Konzern steht die nachhaltige operative Profitabilität in den einzelnen Segmenten im Vordergrund. Aufgrund der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung in 2012 mussten im vierten Quartal 2012 und im ersten Quartal 2013 eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt werden, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Hierzu wurden u.a. im Segment Services vor allem die Vertriebs- und Marketingressourcen für den Bereich Telefonie und erneuerbare Energien reduziert. Außerdem kam es im Segment Erneuerbare Energien zum Personalabbau im Bereich Dienstleistungen und Beratung. Ziel dieser Maßnahmen ist eine erhebliche Kostenreduktion und die Konzentration auf margenstärkere Umsätze.
Während das Segment Telefonie weiter schrumpfen wird, werden die Segmente Services und Erneuerbare Energien weiter ausgebaut. Neben dem Ausbau der Geschäftsfelder durch organisches Wachstum ermöglicht vor allem die komfortable Eigenkapitalausstattung und die damit verbundene gute Bonität des Konzerns auch anorganisches Wachstum vor allem auch des Segments Erneuerbare Energien. Der 3U Konzern verfolgt dabei die Strategie, erfolgreiche Geschäftsbereiche langfristig zu behalten, aber bei attraktiven Offerten diese auch zu veräußern.
2012 war für den 3U Konzern ein sehr schwieriges Geschäftsjahr. Es wurde sehr stark durch gesetzgeberische Maßnahmen geprägt, die zu deutlich erschwerten Rahmenbedingungen in den Segmenten Telefonie und Erneuerbare Energien führten. Der 3U Konzern hat im letzten Quartal 2012 und im ersten Quartal 2013 eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die dazu geführt haben, dass der Konzern zum Ende des ersten Quartals 2013 wieder besser aufgestellt ist und den Herausforderungen des laufenden Geschäftsjahres deutlich besser begegnen kann. Hierzu war es notwendig, sich von defizitären Geschäftsbereichen zu trennen und an einigen Stellen Personal einzusparen. Mit den schon umgesetzten bzw. geplanten Maßnahmen sollte es im Geschäftsjahr 2013 zum Turnaround bei den Ergebniszahlen kommen.
Die Prognosequalität unterliegt dem Einfluss der sehr dynamischen Entwicklung der einzelnen Geschäftsbereiche. Hinzu kommt, dass der anteilige oder vollständige Verkauf von Tochtergesellschaften zum Unternehmenszweck der 3U HOLDING AG als Beteiligungsgesellschaft gehört. Hieraus erzielte Erträge sind jedoch nur begrenzt planbar und bleiben daher bei der folgenden Prognose unberücksichtigt.
Dies vorausgeschickt, rechnet der Vorstand der 3U HOLDING AG für das Geschäftsjahr 2013 im Konzern mit Umsätzen zwischen EUR 45 Mio. und EUR 50 Mio., einem EBITDA zwischen EUR -1,0 Mio. und EUR 1,0 Mio. und einem Konzernergebnis zwischen EUR -3,0 Mio. und EUR -1,0 Mio.
Für 2014 rechnet der Vorstand mit Umsätzen zwischen EUR 50 Mio. und EUR 55 Mio., einem EBITDA zwischen EUR 2 Mio. und EUR 5 Mio. sowie einem Konzernergebnis zwischen EUR 0 Mio. und EUR 2 Mio.
Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert des 3U Konzerns für die Aktionäre, aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich in einem positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln.
Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.
Marburg, im März 2013
Der Vorstand
Michael Schmidt
Christoph Hellrung
Andreas Odenbreit
Aktiva
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Langfristige Vermögenswerte | 43.438 | 27.035 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | [2.3.7] [2.3.8] [6.1.1] | 842 | 824 |
| Sachanlagen | [2.3.9] [6.1.2] | 29.662 | 16.169 |
| Anlageimmobilien | [2.3.10] [6.1.3] | 5.109 | 0 |
| Finanzanlagen | [6.1.4] | 6.256 | 8.101 |
| Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen | [6.1.4] | 604 | 1.027 |
| Latente Steuern | [2.3.17] [6.2] | 599 | 352 |
| Sonstige langfristige Vermögenswerte | 366 | 562 | |
| Kurzfristige Vermögenswerte | 18.122 | 48.444 | |
| Vorräte | [2.3.15] [6.3] | 2.000 | 2.380 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | [2.3.12] [6.4] [6.11] | 6.255 | 9.287 |
| Sonstige kurzfristige Vermögenswerte | [6.5] | 3.121 | 3.405 |
| Liquide Mittel | [2.3.12] [6.6] [6.11] | 6.746 | 33.372 |
| Aktiva gesamt | 61.560 | 75.479 | |
|
Passiva |
|||
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Eigenkapital | [6.7] | 50.730 | 62.265 |
| Gezeichnetes Kapital (bedingtes Kapital TEUR 4.684 / 31. Dezember 2011 : TEUR 4.684) | [6.7.1] | 35.314 | 39.238 |
| Kapitalrücklage | 25.037 | 24.269 | |
| Eigene Anteile | [2.3.19] [6.7.1] | 0 | -3.301 |
| Gewinnrücklage | 692 | 692 | |
| Ausgleichsposten Währungskursdifferenzen | 2 | 1 | |
| Ergebnisvortrag | 1.132 | -24.452 | |
| Konzernergebnis | -9.382 | 26.644 | |
| Summe Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG | 52.795 | 63.091 | |
| Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | [6.7.4] | -2.065 | -826 |
| Langfristige Schulden | 3.678 | 2.302 | |
| Langfristige Rückstellungen | [2.3.16] [6.10] | 158 | 144 |
| Langfristige Finanzverbindlichkeiten | [6.8] | 3.413 | 2.026 |
| Latente Steuern | [2.3.17] [6.2] | 107 | 132 |
| Kurzfristige Schulden | 7.152 | 10.912 | |
| Kurzfristige Rückstellungen | [2.3.16] [6.10] | 528 | 971 |
| Kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten | [6.9] | 23 | 278 |
| Kurzfristige Finanzverbindlichkeiten | 13 | 0 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | [2.3.12] [6.11] | 3.201 | 5.965 |
| Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten | [2.3.12] [6.9] [6.11] | 3.387 | 3.698 |
| Passiva gesamt | 61.560 | 75.479 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang | Geschäftsjahr 1.1.-31.12.2011 | ||
| Fortgeführte Aktivitäten | Nicht fortgeführte Aktivitäten | Konzern | ||
| Umsatzerlöse | [2.3.1] [5.1] | 60.983 | 0 | 60.983 |
| Andere Erträge | [5.2] | 3.467 | 0 | 3.467 |
| Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | [5.3] | -132 | 0 | -132 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | [5.4] | 321 | 0 | 321 |
| Materialaufwand | [5.5] | -52.879 | 0 | -52.879 |
| Rohergebnis | 11.760 | 0 | 11.760 | |
| Personalaufwand | [5.6] | -12.473 | 0 | -12.473 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | [5.7] | -9.218 | 0 | -9.218 |
| EBITDA | -9.931 | 0 | -9.931 | |
| Abschreibungen | [2.3.8] [2.3.9] [5.8] | -1.302 | 0 | -1.302 |
| EBIT | -11.233 | 0 | -11.233 | |
| Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | [5.9] | 97 | 0 | 97 |
| Übriges Finanzergebnis | [2.3.4] [2.3.5] [5.9] | 324 | 0 | 324 |
| EBT | -10.812 | 0 | -10.812 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | [2.3.6] [5.10] | 182 | 0 | 182 |
| Ergebnis vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | -10.630 | 0 | -10.630 | |
| Periodenergebnis | -10.630 | 0 | -10.630 | |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -1.248 | 0 | -1.248 | |
| Davon Konzernergebnis | -9.382 | 0 | -9.382 | |
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang | Geschäftsjahr 1.1.-31.12.2011 | ||
| Fortgeführte Aktivitäten | Nicht fortgeführte Aktivitäten | Konzern | ||
| Umsatzerlöse | [2.3.1] [5.1] | 63.315 | 13.952 | 77.267 |
| Andere Erträge | [5.2] | 5.415 | 27.531 | 32.946 |
| Bestandsveränderung an fertigen und unfertigen Erzeugnissen | [5.3] | 164 | 0 | 164 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | [5.4] | 45 | 0 | 45 |
| Materialaufwand | [5.5] | -48.304 | -8.010 | -56.314 |
| Rohergebnis | 20.635 | 33.473 | 54.108 | |
| Personalaufwand | [5.6] | -9.614 | -1.415 | -11.029 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | [5.7] | -13.493 | -1.120 | -14.613 |
| EBITDA | -2.472 | 30.938 | 28.466 | |
| Abschreibungen | [2.3.8] [2.3.9] [5.8] | -787 | -2.133 | -2.920 |
| EBIT | -3.259 | 28.805 | 25.546 | |
| Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | [5.9] | 531 | 0 | 531 |
| Übriges Finanzergebnis | [2.3.4] [2.3.5] [5.9] | 672 | -429 | 243 |
| EBT | -2.056 | 28.376 | 26.320 | |
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | [2.3.6] [5.10] | -743 | -37 | -780 |
| Ergebnis vor Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter | -2.799 | 28.339 | 25.540 | |
| Periodenergebnis | -2.799 | 28.339 | 25.540 | |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -1.104 | 0 | -1.104 | |
| Davon Konzernergebnis | -1.695 | 28.339 | 26.644 | |
| 3U Konzern | Konzernanhang | Geschäftsjahr | |
| 1.1.-31.12. 2012 | 1.1.-31.12. 2011 | ||
| Anzahl der Aktien (in Stück) | |||
| Stand 1. Januar | 35.314.016 | 39.450.485 | |
| Rückkauf eigener Anteile im Januar 2011 | - | -212.699 | |
| Rückkauf eigener Anteile im Juli 2011 | - | -1.172.745 | |
| Rückkauf eigener Anteile im August 2011 | - | -1.143.583 | |
| Rückkauf eigener Anteile im September 2011 | - | -1.116.388 | |
| Rückkauf eigener Anteile im Oktober 2011 | - | -491.054 | |
| Stand 31. Dezember | 35.314.016 | 35.314.016 | |
| Anzahl der Stammaktien für das unverwässerte Ergebnis* | 35.314.016 | 35.314.016 | |
| Auswirkung der verwässernden potenziellen Stammaktien: Optionen | 0 | 3.685.000 | |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das verwässerte Ergebnis | 35.314.016 | 38.999.016 | |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten | |||
| Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) | [2.2.5] [5.11] | -0,27 | -0,05 |
| Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) | [2.2.5] [5.11] | -0,27 | -0,04 |
| Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten | |||
| Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) | [2.2.5] [5.11] | 0,00 | 0,80 |
| Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) | [2.2.5] [5.11] | 0,00 | 0,73 |
| Ergebnis je Aktie | |||
| Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) | [2.2.5] [5.11] | -0,27 | 0,75 |
| Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) | [2.2.5] [5.11] | -0,27 | 0,68 |
*
Anpassung 2011 aufgrund vereinfachter Kapitalherabsetzung
in 2012
| 3U Konzern (in TEUR) | 1.1.-31.12. 2012 | 1.1.-31.12. 2011 |
| Periodenergebnis | -10.630 | 25.540 |
| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend | -9.382 | 26.644 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -1.248 | -1.104 |
| Direkt im Eigenkapital erfasste Veränderungen | ||
| Währungskursdifferenzen | 1 | 1 |
| Veränderung des im Eigenkapital erfassten Betrags | 1 | 1 |
| Gesamtes Periodenergebnis | -10.629 | 25.541 |
| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend | -9.381 | 26.645 |
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -1.248 | -1.104 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Eigene Anteile | Gewinnrücklage | Rücklage für Währungskursdifferenzen |
| Stand 1.1.2011 | 43.598 | 23.307 | -4.142 | 1.450 | -18 |
| Umbuchung Ergebnis 2010 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2010 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalherabsetzung um 4.359.740 Stückaktien | -4.360 | 830 | 4.288 | -758 | 0 |
| Aktienoptionsplan 2011 | 0 | 132 | 0 | 0 | 0 |
| Erwerb eigener Aktien in 2011 | 0 | 0 | -3.447 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 18 |
| Stand 31.12.2011 | 39.238 | 24.269 | -3.301 | 692 | 1 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Ergebnisvortrag | Periodenergebnis der Aktionäre der 3U HOLDING AG | Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Summe Eigenkapital |
| Stand 1.1.2011 | -29.499 | 5.831 | 40.527 | -222 | 40.305 |
| Umbuchung Ergebnis 2010 | 5.831 | - 5.831 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2010 | -784 | 0 | -784 | 0 | -784 |
| Kapitalherabsetzung um 4.359.740 Stückaktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktienoptionsplan 2011 | 0 | 0 | 132 | 0 | 132 |
| Erwerb eigener Aktien in 2011 | 0 | 0 | -3.447 | 0 | -3.447 |
| Gesamtergebnis | 0 | 26.644 | 26.645 | -1.104 | 25.541 |
| Veränderungen Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 18 | 500 | 518 |
| Stand 31.12.2011 | -24.452 | 26.644 | 63.091 | -826 | 62.265 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Gezeichnetes Kapital |
Kapitalrücklage | Eigene Anteile | Gewinnrücklage | Rücklage für Währungskursdifferenzen |
| Stand 1.1.2012 | 39.238 | 24.269 | -3.301 | 692 | 1 |
| Umbuchung Ergebnis 2011 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalherabsetzung um 3.923.770 Stückaktien | -3.924 | 623 | 3.301 | 0 | 0 |
| Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Aktienoptionsprogramm 2011 | 0 | 145 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamtergebnis | 0 | 0 | 0 | 0 | 1 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Stand 31.12.2012 | 35.314 | 25.037 | 0 | 692 | 2 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Ergebnisvortrag | Periodenergebnis der Aktionäre der 3U HOLDING AG | Eigenkapital der Aktionäre der 3U HOLDING AG | Anteile nicht beherrschender Gesellschafter | Summe Eigenkapital |
| Stand 1.1.2012 | -24.452 | 26.644 | 63.091 | -826 | 62.265 |
| Umbuchung Ergebnis 2011 | 26.644 | -26.644 | 0 | 0 | 0 |
| Kapitalherabsetzung um 3.923.770 Stückaktien | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Dividendenauszahlung für das Geschäftsjahr 2011 | -1.059 | 0 | -1.059 | 0 | -1.059 |
| Aktienoptionsprogramm 2011 | 0 | 0 | 145 | 0 | 145 |
| Gesamtergebnis | 0 | -9.382 | -9.381 | -1.248 | -10.629 |
| Veränderung Konsolidierungskreis | -1 | 0 | -1 | 9 | 8 |
| Stand 31.12.2012 | 1.132 | -9.382 | 52.795 | -2.065 | 50.730 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang [Ziffer 2.2.3 und 7] | 1.1.-31.12. 2012 | 1.1.-31.12. 2011 |
| Periodenergebnis | -10.630 | 25.540 | |
| +/- Abschreibungen/Zuschreibungen auf Gegenstände des Anlagevermögens | 1.302 | 2.920 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Rückstellungen | -429 | 407 | |
| -/+ Gewinn/Verlust aus dem Abgang von Gegenständen des Anlagevermögens | 8 | -27.369 | |
| -/+ Zunahme/Abnahme der Vorräte und der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.412 | -2.680 | |
| +/- Zunahme/Abnahme der Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | -2.764 | -272 | |
| +/- Veränderung sonstige Forderungen | 953 | -1.257 | |
| +/- Veränderung sonstige Verbindlichkeiten | -311 | -889 | |
| +/- Veränderung Steuerforderungen/-schulden inkl. latente Steuern | -1.000 | 1.078 | |
| +/- Sonstige zahlungsunwirksame Veränderungen | -233 | -439 | |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit* | -9.692 | -2.961 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Sachanlagevermögens | 0 | 79 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das Sachanlagevermögen | -14.505 | -11.315 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des immateriellen Anlagevermögens | 0 | 0 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen | -296 | -121 | |
| - Auszahlungen für Investitionen in Anlageimmobilien | -5.130 | 0 | |
| + Einzahlungen aus Gewinnausschüttungen assoziierter Unternehmen | 816 | 653 | |
| - Auszahlungen aus Zugängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 0 | -2.444 | |
| + Einzahlungen aus Abgängen von Gegenständen des Finanzanlagevermögens | 1.629 | 2.000 | |
| + Einzahlungen aus dem Verkauf von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 205 | 23.699 | |
| + Einzahlungen aus dem Erwerb von konsolidierten Unternehmen und sonstigen Geschäftseinheiten | 0 | 37 | |
| Cashflow aus der Investitionstätigkeit* | -17.281 | 12.588 | |
| Übertrag | -26.973 | 9.627 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Konzernanhang [Ziffer 2.2.3 und 7] | 1.1.-31.12. 2012 | 1.1.-31.12. 2011 |
| Übertrag | -26.973 | 9.627 | |
| - Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Gesellschafter (Dividenden, Erwerb eigener Anteile, Eigenkapitalrückzahlungen, andere Ausschüttungen) | -1.059 | -4.231 | |
| + Einzahlung aus der Begebung von Anleihen und der Aufnahme von (Finanz-)Krediten | 1.512 | 0 | |
| - Auszahlungen aus der Tilgung von Anleihen und (Finanz-)Krediten | -112 | -112 | |
| - Tilgung Leasingverbindlichkeiten | 0 | -1.054 | |
| Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit* | 341 | -5.397 | |
| Summe der Cashflows | -26.632 | 4.230 | |
| +/- Wechselkursbedingte Änderungen des Finanzmittelfonds | 6 | 0 | |
| +/- Konsolidierungsbedingte Veränderungen des Finanzmittelfonds | 0 | 0 | |
| Finanzmittelfonds am Anfang der Periode | 31.872 | 27.642 | |
| Finanzmittelfonds am Ende der Periode | 5.246 | 31.872 | |
| Gesamte Veränderung des Finanzmittelfonds | -26.626 | 4.230 |
*
Davon aus nicht fortgeführten Aktivitäten:
| Cashflow (in TEUR) | Konzernanhang [Ziffer 2.2.3 und 7] | 1.1.-31.12. 2012 | 1.1.-31.12. 2011 |
| Mittelzufluss/-abfluss aus laufender Geschäftstätigkeit | 0 | 3.543 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Investitionstätigkeit | 0 | 22.939 | |
| Mittelzufluss/-abfluss aus der Finanzierungstätigkeit | 0 | -3.363 |
Die 3U HOLDING AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist die Muttergesellschaft des 3U Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 eingetragen.
Die Geschäftstätigkeit der 3U und ihrer Tochtergesellschaften umfasst die Verwaltung eigenen Vermögens, den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen im Segment Telefonie. Die Aktivitäten im Bereich Erneuerbare Energien und Dienstleistungen werden in den Segmenten Erneuerbare Energien und Services dargestellt.
Die Anschrift der Gesellschaft lautet: Frauenbergstraße 31-33, 35039 Marburg
Der Konzernabschluss umfasst die 3U HOLDING AG und deren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG wurde im Geschäftsjahr 2012 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) - den International Financial Reporting Standards (IFRS) - aufgestellt. Dabei wurden die zum 31. Dezember 2012 anzuwendenden IFRS beachtet sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Committee (IFRIC) angewendet. Der Konzernabschluss enthält alle Informationen, die gemäß den von der Europäischen Union (EU) übernommenen IFRS sowie aufgrund der zusätzlichen Anforderungen nach § 315 a Abs. 1 HGB erforderlich sind. Sofern bestimmte Verlautbarungen vorzeitig angewendet wurden, wird hierauf gesondert hingewiesen.
Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen des Eigenkapitals sowie die Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.
Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage.
Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der 3U HOLDING AG wurden gemäß § 315a HGB aufgestellt und werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht.
Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen in Tausend Euro (TEUR) und wurden auf volle TEUR gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von rund +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten.
Die deutschen Konzerngesellschaften führen ihre Bücher und Unterlagen nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die ausländischen Gesellschaften führen ihre Bücher nach den jeweiligen lokalen Bestimmungen. Diese weichen in einzelnen Aspekten von den International Financial Reporting Standards (IFRS) ab. Alle notwendigen Anpassungen, die zur Darstellung der Jahresabschlüsse per 31. Dezember 2012 nach IFRS erforderlich waren, wurden durchgeführt.
Das Geschäftsjahr der 3U HOLDING AG sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr.
3U berücksichtigte alle vom IASB herausgegebenen Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2012 in Kraft waren und in EU-Recht übernommen wurden.
Erstmalig angewendet wurde der folgende Standard:
| ― |
Änderung an IFRS 7 "Finanzinstrumente: Angaben" (1. Juli 2011)* |
Aus der Erstanwendung dieses Standards haben sich nach Einschätzung des Vorstands keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben.
Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten und in EU-Recht übernommenen Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden von 3U nicht vorzeitig angewendet:
| ― |
IFRS 10 "Consolidated Financial Statements" (1. Januar 2014)* |
| ― |
IFRS 11 "Joint Agreements" (1. Januar 2014)* |
| ― |
IFRS 12 "Disclosures of Interests in Other Entities" (1. Januar 2014)* |
| ― |
IFRS 13 "Fair Value Measurement" (1. Januar 2013)* |
| ― |
IAS 27 "Separate Financial Statements" (1. Januar 2014)* |
| ― |
IAS 28 "Investments in Associates an Joint Ventures" (1. Januar 2014)* |
| ― |
IFRIC 20 "Stripping Costs in the Production Place of a Surface Mine" (1. Januar 2013)* |
| ― |
Amendments to IAS 1, IAS 19, IAS 12, IAS 32, IFRS 1, IFRS 7, (1. Juli 2012, 1. Januar 2013 bzw. 1. Januar 2014)* |
Die einzelnen Auswirkungen der Änderungen werden von der Muttergesellschaft 3U HOLDING AG für den Konzern geprüft.
Die kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen sowie die Verlautbarungen, die noch nicht umgesetzt wurden, haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von 3U.
Der IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht, die allerdings noch nicht in EU-Recht überführt wurden.
| ― |
IFRS 9 "Financial Instruments and subsequent amendments (amendments to IFRS 9 and IFRS 7)" (1. Januar 2015)* |
| ― |
Amendments to IFRS 1, IFRS 10, IFRS 11 und IFRS 12 und IAS 27 (1. Januar 2013, 1. Januar 2014 bzw. 1. Januar 2015)* |
| ― |
Improvements to IFRSs 2009-2011 (1. Januar 2013)* |
Diese Standards und die Änderungen von Standards und Interpretationen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den 3U Konzernabschluss haben.
*
Anzuwenden für Geschäftsjahre, die an oder
ab dem angegebenen Datum beginnen
In dem für das Geschäftsjahr 2012 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der 3U HOLDING AG 25 (Vorjahr: 19) in- und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die 3U unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt.
Der Kapitalkonsolidierung liegt die Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zugrunde. Hierbei werden die Anschaffungskosten des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. An die Stelle der Anschaffungskosten treten dabei die identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie die Eventualschulden des Tochterunternehmens, die unter Beachtung der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) angesetzt werden. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den vom Mutterunternehmen übernommenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt.
Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die 3U HOLDING AG direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft eintritt. Nicht beherrschenden Gesellschaftern (non-controlling interests) zustehende Beträge werden im Eigenkapital getrennt ausgewiesen.
Die Einbeziehung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung nicht mehr gegeben ist.
Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht.
Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert.
Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens sowie anderer Ereignisse, die zu einer Entkonsolidierung führen, werden die bis dahin einbezogenen Vermögenswerte und Schulden sowie ein zugeordneter Goodwill mit dem Veräußerungserlös verrechnet.
Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die Möglichkeit der Mitwirkung an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblich Einfluss nehmen kann und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture des Konzerns darstellt.
Die Ergebnisse von assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit den historischen Anschaffungskosten bilanziert und an im Nachgang des Erwerbs entstehende Änderungen des Konzernanteils am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens angepasst sowie um Wertminderungen der einzelnen Anteile verringert. Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten eines assoziierten Unternehmens den Wert des Beteiligungsbuchwertes dieses assoziierten Unternehmens, erfasst 3U keine weiteren Verlustanteile, es sei denn 3U ist entsprechende Verpflichtungen eingegangen.
Die Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die lokale Währung des jeweiligen Landes, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat. Demgemäß werden Vermögenswerte und Schulden, die in Fremdwährung in den Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen erfolgt zu den Jahresdurchschnittskursen. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird gemäß IAS 21 als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals ausgewiesen.
In den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Buchung des Geschäftsvorfalls bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von Finanzinstrumenten sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten werden ergebniswirksam berücksichtigt.
Die Umrechnungskurse für Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar:
| Devisenmittelkurs am Bilanzstichtag (1 EUR in Fremdwährungseinheiten) | Jahresdurchschnittskurs (1 EUR in Fremdwährungseinheiten) | |||
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| Währung CHF | 1,2072 | 1,2168 | 1,2053 | 1,2331 |
| Währung CNY | 8,2207 | 8,2253 | 8,1052 | 9,0010 |
| Währung USD | 1,3194 | 1,2949 | 1,2848 | 1,3943 |
| Währung ZAR | 11,1727 | 10,5132 | 10,5511 | 10,0623 |
Im Geschäftsjahr 2012 ergaben sich im Saldo Gewinne aus Wechselkursänderungen bei Fremdwährungsgeschäften in Höhe von TEUR 293 (Vorjahr: TEUR -16). Die Erfassung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen.
Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des 3U Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit (indirekte Methode), aus dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden.
Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der liquiditätswirksame Betrag aus dem Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird als Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit erfasst. Die Summe der Cashflows aus dem Erwerb und der Veräußerung von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten wird gesondert dargestellt und als Investitionstätigkeit klassifiziert.
Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge in den Aktiva und Passiva, den Anhangsangaben und der Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Bewertung von Forderungen, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und der Bildung von Rückstellungen. Die Schätzungen des Managements beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft.
Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen.
Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Diese werden regelmäßig geprüft, um die erforderlichen Rückstellungen für wahrscheinliche Ansprüche einschließlich der geschätzten Rechtskosten zu bewerten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse.
Die 3U ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderungen überprüft. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln.
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, der jeweils den Aktionären der 3U zugerechnet werden kann, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und Vergütungspläne, die auf Wertpapieren basieren, umgewandelt bzw. ausgeübt werden.
Die Umsatzerlöse im Segment Telefonie resultieren aus der Tätigkeit als Festnetzanbieter mit eigenem Übertragungsnetz und eigener Vermittlungstechnik.
Die gegenüber Dritten erwirtschafteten Umsatzerlöse im Segment Services resultieren aus IT-Dienstleistungen, Beratungsleistungen im Bereich Marketing und Vertrieb und Beratungsleistungen im Bereich Risiko- und Geschäftsprozessmanagement.
Im Segment Erneuerbare Energien wurden die externen Umsätze mit der Vermarktung von Heiz- und Kühlsystemen, der Herstellung und dem Vertrieb von Solarröhrenkollektoren und dem Handel mit Photovoltaik-Modulen erwirtschaftet.
Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti nach Erbringung der Leistung bzw. nach Abnahme durch den Kunden erfasst und ausgewiesen.
Entgelte aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Dienstleistung vollständig erbracht wurde und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt. Erlöse, die nicht mit dem operativen Geschäft in Verbindung stehen, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen.
Die Gesamtkosten umfassen alle im Berichtsjahr angefallenen Kosten.
Forschungskosten werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam erfasst. Erst kurz vor Marktreife ist die technologische Realisierbarkeit des Produkts erreicht. In der Phase bis zur technologischen Realisierbarkeit sind die Prozesse zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen iterativ eng vernetzt. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nach dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit entstehen, sind unwesentlich. Im Geschäftsjahr 2012 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 1,2 Mio. im Konzern entstanden.
Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes abgezinst werden.
Entsprechend den Regelungen des IAS 23 werden seit dem Geschäftsjahr 2009 Zinsaufwendungen für qualifizierte Vermögenswerte, wenn deren Herstellung einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, als Teil der Herstellungskosten aktiviert.
Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Auszahlungen über die Laufzeit der finanziellen Schulden auf den Nettobuchwert dieser Schulden abgezinst werden.
Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 nach der Verbindlichkeitenmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und vom Ertrag abhängig sind. Dementsprechend werden auch Säumniszuschläge und Zinsen aus nachträglich veranlagten Steuern ab dem Zeitpunkt als Steueraufwand ausgewiesen, ab dem die Versagung der Anerkennung einer vorgenommenen steuerlichen Minderung wahrscheinlich ist.
Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzern- und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen und aus Konsolidierungsbuchungen. Aktivierter Goodwill führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz.
Die aus der Kapitalkonsolidierung abgeleiteten Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich und darüber hinaus bei Vorliegen von Anzeichen für Wertminderungen auf den wirtschaftlichen Nutzen und auf Wertminderungen überprüft (Impairment-Test) und im Falle einer eingetretenen Wertminderung auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben.
Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.
Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und Wertminderungen.
Die Abschreibungen von abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten erfolgen grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren.
Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Telekommunikationslizenzen werden über zehn Jahre abgeschrieben.
Es wird ebenfalls auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.
Sachanlagen werden gemäß IAS 16 auf Basis der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden ihre Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert und der aus einem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten und nachträglicher Anschaffungskosten sowie den Barwert von Rückbauverpflichtungen. Finanzierungskosten nach IAS 23 werden seit dem Geschäftsjahr 2009 in die Kosten der Anlagegüter einbezogen.
Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet:
| Gebäude | 25-40 Jahre |
| Energieerzeugungsanlagen | 10-20 Jahre |
| Betriebsausstattung | 4 Jahre |
| Geschäftsausstattung | 3-13 Jahre |
| Vermittlungstechnik | 5 Jahre |
| Übertragungstechnik | 5-8 Jahre |
| Mietereinbauten | Laufzeit des Mietvertrages |
Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte und Bauten werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen. Sind die Anschaffungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich - gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten - setzt 3U diese Komponenten einzeln an und schreibt diese ab.
Die Kosten für Rückbauverpflichtungen wurden mit der Entstehung der Verpflichtung bei Vertragsabschluss je Standort individuell bewertet und aktiviert; sie werden jährlich auf Aktualität überprüft und erforderlichenfalls angepasst.
Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen.
Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, werden gesondert unter den Anlageimmobilien ausgewiesen. Die Bewertung dieser als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten.
Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet:
| Gebäude | 25-40 Jahre |
Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte und Bauten werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen.
Seit dem 1. Januar 2009 werden Fremdkapitalkosten (lAS 23), die dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes direkt zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten aktiviert. Die 3U HOLDING AG bezieht Zinsen und Finanzierungskosten aus Finanzierungsleasingverhältnissen in die Fremdkapitalkosten ein. Im Geschäftsjahr 2012 waren keine Fremdkapitalkosten direkt zurechenbar.
Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als Kredite und Forderungen und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gesellschaft legt die Klassifizierung ihrer finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern über das Gesamtergebnis im Eigenkapital erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung der Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Geschäftsjahren 2011 und 2012 waren keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte im Bestand.
Abweichend hiervon wird die Beteiligung an myFairPartner Limited nicht zum Zeitwert bewertet, da dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig abgeschrieben.
Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben.
Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich der möglichen Wertminderungen bewertet, wobei das Unternehmen die Effektivzinsmethode anwendet. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst.
Der beizulegende Zeitwert von Finanzinvestitionen, die auf organisierten Märkten gehandelt werden, wird durch Bezugnahme auf den an der Börse notierten Geldkurs am Bilanzstichtag ermittelt.
In der Bilanz enthaltene sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen sonstige kurzfristige Forderungen. Die Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, soweit Risiken bereits eingetreten sind, einzelwertberichtigt.
Auf Basis einer konzerneinheitlichen Altersstrukturierung werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen.
Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursbedingte Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst.
Liquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darin enthalten sind Festgelder, die teilweise als Sicherheiten hinterlegt sind. Diese sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds und werden in der Kapitalflussrechnung herausgerechnet.
Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertminderung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u.a. eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts. Soweit Risiken bereits eingetreten sind, erfolgt eine Einzelwertberichtigung. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen - nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus - getätigt.
Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt.
Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre Verbindlichkeiten. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn 3U eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten angesetzt. In den Folgeperioden führen die in den Miet- und Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile zu einer Verminderung der Verbindlichkeit.
Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind.
Ein Leasingverhältnis wird gemäß IAS 17 als Finance Lease eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen ist daher von dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung und nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform abhängig.
Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die Abschreibung erfolgt über die Leasingvertragslaufzeit oder die kürzere Nutzungsdauer des Leasingvermögenswertes. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird innerhalb der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen gezeigt.
Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst.
Mietzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer.
3U überprüft den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit den Konzern-Bilanzierungsvorschriften. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Geschäftsgebiets, dem der Goodwill zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen des Managements verbunden. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Die Ermittlung des beizulegenden Zeitwerts abzüglich der Verkaufskosten und des Nutzungswerts basiert grundsätzlich auf folgenden Annahmen:
| Telefonie | Services | Erneuerbare Energien | |
| Risikoloser Zins | 2,25% | 2,25 % | 2,25 % |
| Marktrisikoprämie | 6,25% | 6,25 % | 6,25 % |
| Beta-Faktor | 0,44 | 0,77 | 1,10 |
| Eigenkapitalkosten | 5,00% | 7,06 % | 9,13% |
Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Goodwills haben. Das Management ist der Auffassung, dass keine nach vernünftigem Ermessen grundsätzlich mögliche Änderung einer der zur Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Geschäftsgebiets, dem der Goodwill zugeordnet ist, getroffenen Grundannahmen dazu führen könnte, dass der Buchwert den erzielbaren Betrag wesentlich übersteigt.
Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens werden zumindest an jedem Bilanzstichtag einer Überprüfung unterzogen, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands, falls vorhanden, zu bestimmen. Erzielt der Vermögenswert keine Zahlungsmittelzuflüsse, die unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags für den einzelnen Vermögenswert auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört.
Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) unter seinem Buchwert, ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Der Wertminderungsaufwand ist sofort ergebniswirksam zu erfassen. Soweit Wertaufholungen nach IAS 36 geboten sind, werden sie ergebniswirksam erfasst.
Zugeschrieben wird auf den neu festgestellten erzielbaren Betrag. Es wird jedoch höchstens bis zu dem Betrag zugeschrieben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine Abwertung stattgefunden hätte.
Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, sind zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt.
Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich im Rahmen der Einzelbewertung oder nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt.
Die Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem Ereignis der Vergangenheit besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des künftigen Mittelabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten richtet sich danach, wie der Vorstand den Ausgang des Streites aufgrund der zum Bilanzstichtag bekannten Fakten nach bestem Wissen und Gewissen beurteilt. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem voraussichtlichen auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt.
Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 ("Income Taxes") für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerbilanziellen Werten von Aktiva und Passiva und den Werten der einzelnen Bilanzposten gemäß IFRS gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Die Beurteilung und Bewertung der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen gemäß IAS 12.37 und IAS 12.56 erneut überprüft.
Latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden in dem Umfang aktiviert, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen zukünftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen wird.
Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. zukünftig anzuwenden sind. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst.
Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, soweit sie Ertragsteuern betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt, den Ausgleich seiner laufenden Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis vorzunehmen.
Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem Rückzahlungsbetrag, gegebenenfalls abgezinst, angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs bewertet.
Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Bei Rückerwerb von eigenen Aktien werden die gesamten Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einer Summe vom Eigenkapital abgezogen (one-line-adjustment).
Der Konzern gewährt dem Vorstand und den Mitarbeitern aktienkursorientierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente wird zum Zusagezeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der zum Zusagezeitpunkt bestimmte beizulegende Zeitwert der aktienkursorientierten Vergütungen durch Eigenkapitalinstrumente wird linear über die Sperrperiode bzw. Wartefrist aufwandswirksam und in der Kapitalrücklage erfasst. Dies geschieht auf der Grundlage der konzerninternen Schätzung der Aktienanzahl, die zu einer Zusatzvergütung berechtigen.
Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern seine Schätzungen bzgl. der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden. Die Auswirkungen der Schätzungsänderungen werden, sofern vorhanden, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst.
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden bisher 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben, von denen 947.500 zum Bilanzstichtag verfallen sind. Der Aktienoptionsplan hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden.
Zum 31. Dezember 2012 liegt der Aktienkurs (Basiswert der Option) mit EUR 0,51 je Aktie deutlich unterhalb des Ausübungspreises von EUR 1,00 je Aktie. Die aus der Vergangenheit abgeleitete Volatilität des Aktienkurses führt dazu, dass der beizulegende Zeitwert der Option im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktienoptionen EUR 0,17 ist.
Zum Bilanzstichtag bestehen keine weiteren Mitarbeiterbeteiligungsprogramme.
Soweit erforderlich, werden Vergleichszahlen angepasst, um die Vergleichbarkeit mit dem laufenden Jahr aufgrund von Ausweisänderungen wiederherzustellen.
Im Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochtergesellschaften:
| Firma | Sitz | Land | Gezeichnetes Kapital | Anteil der 3U HOLDING AG** | Ergebnis des Geschäftsjahres 2012*** |
| 010017 Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100% | -139.201,39 EUR |
| 3U DYNAMICS GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 60 % | -192.251,17 EUR |
| 3U Einkauf & Logistik GmbH | Montabaur | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -68.449,31 EUR |
| 3U ENERGY AG* | Marburg | Deutschland | 50.000 EUR | 74,998 % | -1.058.599,40 EUR |
| 3U MOBILE GmbH* | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | 37.901,04 EUR |
| 3U SOLAR (PTY) Ltd. | Somerset West | Südafrika | 1.000 ZAR | 100 % | -107.890,53 ZAR |
| 3U TELECOM GmbH | Marburg | Deutschland | 1.000.000 EUR | 100 % | -1.764.943,15 EUR |
| 3U TELECOM GmbH | Wien | Österreich | 250.000 EUR | 100 % | 175.136,15 EUR |
| ACARA Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -3.304,88 EUR |
| ClimaLevel Energiesysteme GmbH | Köln | Deutschland | 25.000 EUR | 75 % | 35.345,71 EUR |
| Discount Telecom S&V GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | 91.698,24 EUR |
| EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH | Dransfeld | Deutschland | 100.000 EUR | 100 % | -4.755,25 EUR |
| EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH* | Marburg | Deutschland | 26.000 EUR | 74,996 % | -1.207.795,25 EUR |
| Exacor GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -6.389,17 EUR |
| fon4U Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -26.042,12 EUR |
| Immowerker GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -536.359,25 EUR |
| LineCall Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | 270.875,44 EUR |
| OneTel Telecommunication GmbH | Marburg | Deutschland | 3.025.000 EUR | 100 % | 971.305,14 EUR |
| RISIMA Consulting GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 75 % | -11.053,11 EUR |
| Selfio GmbH | Linz am Rhein | Deutschland | 1.250.000 EUR | 60 % | -69.069,12 EUR |
| Solarpark Adelebsen GmbH* | Adelebsen | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -56.740,67 EUR |
| Triast GmbH | Kreuzlingen | Schweiz | 20.000 CHF | 100 % | -9.323,32 CHF |
| TriTelA GmbH | Wien | Österreich | 35.000 EUR | 100 % | -8.203,58 EUR |
| weclapp GmbH* | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 74,996 % | -1.884.337,82 EUR |
| Windpark DBF GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 100 % | -570,55 EUR |
*
Es bestehen Beschränkungen hinsichtlich der
Darlehenstilgung aufgrund einer Rangrücktrittsvereinbarung und/oder
einer Patronatserklärung seitens der Muttergesellschaft
**
An den Gesellschaften ist die 3U HOLDING
AG mittelbar oder unmittelbar beteiligt
***
IFRS-Ergebnis vor Ergebnisabführung
Gegenüber dem 31. Dezember 2011 haben sich folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben:
Mit Gesellschaftsvertrag vom 12. Januar 2012 wurde mit einem langjährigen Branchenexperten die ClimaLevel Energiesysteme GmbH mit Sitz in Köln gegründet. An diesem Unternehmen ist die 3U HOLDING AG zu 75 % beteiligt. Die ClimaLevel bietet ein innovatives Fußbodensystem an, das die Funktionen Heizen, Kühlen und Lüften optimal kombiniert. Die Eintragung der Gesellschaft ins Handelsregister erfolgte am 24. Januar 2012.
Am 12. Januar 2012 wurde außerdem die ACARA Telecom GmbH mit Sitz in Marburg gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen jeglicher Art. Alleinige Gesellschafterin dieser Gesellschaft ist die 3U HOLDING AG.
Mit notarieller Urkunde vom 21. Juni 2012 wurde ein Vertrag über den Verkauf sämtlicher Geschäftsanteile an der Younip Telecom GmbH geschlossen. Der Übergang der Anteile erfolgte mit Kaufpreiszahlung am 27. Juni 2012. Die Gesellschaft wurde zum 30. Juni 2012 mit einem Verlust in Höhe von TEUR 5 entkonsolidiert.
Gemäß notarieller Urkunde vom 4. Juli 2012 wurde die 3U Einkauf & Logistik GmbH mit Sitz in Montabaur gegründet. Zweck der Gesellschaft ist der Handel mit Produkten der Energie- und Wärmegewinnung/-versorgung sowie die Erbringung von Lager- und Logistikdienstleistungen. Alleinige Gesellschafterin dieser Gesellschaft ist die 3U HOLDING AG.
Am 7. August 2012 wurden mit notarieller Urkunde 5 % der Geschäftsanteile an der RISIMA Consulting GmbH veräußert. Die 3U HOLDING AG hält nach diesem Anteilsverkauf 75 % der Geschäftsanteile an der Gesellschaft.
Mit Errichtungserklärung vom 13. September 2012 wurde in Wien die TriTelA GmbH mit Sitz in Wien/Österreich gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Erbringung von Telekommunikationsdienstleistungen jeglicher Art. Alleinige Gesellschafterin dieser Gesellschaft ist die 3U HOLDING AG.
Mit der Aufgabe der Planung, Entwicklung und Projektierung von baulichen und technischen Anlagen, insbesondere Anlagen der regenerativen Energiegewinnung wurde am 7. November 2012 die EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH mit Sitz in Dransfeld gegründet. Alleinige Gesellschafterin dieser Gesellschaft ist die 3U HOLDING AG.
Ebenfalls alleinige Gesellschafterin ist die 3U HOLDING AG an der Windpark DBF GmbH. Die Gesellschaft mit Sitz in Marburg wurde mit notariellem Vertrag vom 4. Dezember 2012 gegründet. Zweck der Gesellschaft ist die Erzeugung und Veräußerung von Energie aus regenerativen Energieträgern sowie die Errichtung und der Betrieb von Anlagen zur Energiegewinnung.
Die in 2011 gegründete 3U Solar (PTY) Ltd., Johannesburg/Südafrika, wird mit Aufnahme der Geschäftstätigkeit zum 1. Januar 2012 erstmalig im Wege der Vollkonsolidierung in den Konzernabschluss einbezogen.
Aufgrund des Erwerbs sämtlicher Geschäftsanteile der Immowerker GmbH durch die 3U HOLDING AG mit Kaufvertrag vom 4. Juli 2012 von der 3U ENERGY AG wird die Gesellschaft zu 100 % in den Konzernabschluss einbezogen. Der vorher bestehende Anteil nicht beherrschender Gesellschafter in Höhe von 25 % entfällt durch die vollständige Konsolidierung.
Zum 31. Dezember 2012 werden neben der 3U HOLDING AG 25 (31. Dezember 2011: 19) in- und ausländische Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte bzw. über die Möglichkeit zur Kontrolle verfügt.
Im Rahmen der Bewertung nach der "at equity"-Methode einbezogene Unternehmen:
| Firma | Sitz | Land | Gezeichnetes Kapital | Anteil der 3U HOLDING AG | Ergebnis des Geschäftsjahres 2012 |
| Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd. | Sanhe | China | 422.535 EUR | 51% | -467.482,06 CNY |
| Spider Telecom GmbH | Marburg | Deutschland | 25.000 EUR | 50% | 783.213,46 EUR |
| Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd. | Tianjin | China | 300.000 EUR | 66,67% | -874.540,38 CNY |
Aufgrund von Regelungen im Gesellschaftsvertrag der Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd. kann die 3U trotz Mehrheit der Anteile an der Gesellschaft keinen beherrschenden Einfluss ausüben.
Ebenfalls aufgrund der Regelungen im Gesellschaftsvertrag Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd. kann die 3U trotz Mehrheit der Anteile an der Gesellschaft keinen beherrschenden Einfluss ausüben.
Mit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15% der Anteile an der myFairPartner Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB 2.0 online-Lösung. Am 15. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen. Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt werden konnte. Aufgrund fehlender Einflussmöglichkeiten auf die Gesellschaft wird diese unter den übrigen Beteiligungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben.
| Firma | Sitz | Land | Eigenkapital | Anteil der 3U HOLDING AG | Ergebnis des Geschäftsjahres 2010/2011 |
| myFairPartner Limited | London | Großbritannien | 161.855 EUR | 20 % | -210.684,00 EUR |
Mit Datum vom 31. Mai 2011 hat die 3U HOLDING AG ihren 100%igen Anteil an der Tochtergesellschaft LambdaNet Communications Deutschland AG veräußert. Mit der Veräußerung der Gesellschaft werden keine Aktivitäten in dem Segment Breitband/IP fortgeführt.
Die in den Konzernabschluss 2011 einbezogenen Ergebnisse (ohne die darauf entfallenden Konsolidierungsbuchungen) der nicht fortgeführten Aktivitäten stellten sich folgendermaßen dar:
| (In TEUR) | 1.1.2011-31.5.2011 | |
| Erträge | 14.114 | |
| Betriebliche Aufwendungen | -12.678 | |
| Zinsergebnis | -429 | |
| Gewinn/Verlust aus der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit vor Steuern | 1.007 | |
| Zurechenbarer Ertragsteueraufwand | -37 | |
| Jahresergebnis | 970 | |
| Vom Jahresergebnis sind dem Konzern zuzurechnen | 970 | |
Die Netto-Cashflows der nicht fortgeführten Aktivitäten im Jahr 2011 bis zur Beendigung der Zugehörigkeit zum Konsolidierungskreis betragen TEUR 23.119.
Aus der Entkonsolidierung der nicht fortgeführten Aktivitäten entstand im Geschäftsjahr 2011 ein Entkonsolidierungserfolg in Höhe von TEUR 27.369, der sich wie folgt ermittelt.
| (In TEUR) | 31.5.2011 | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 741 | |
| Sachanlagevermögen | 15.829 | |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen | 3.461 | |
| Sonstige Vermögenswerte | 6.839 | |
| Bankguthaben und Kassenbestand | 1.726 | |
| Vermögenswerte der nicht fortgeführten Aktivitäten | 28.596 | |
| Rückstellungen | 5.178 | |
| Leasingverbindlichkeiten | 9.679 | |
| Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen | 3.928 | |
| Sonstige Verbindlichkeiten und Rechnungsabgrenzungsposten | 11.797 | |
| Schulden des Tochterunternehmens bei Ausscheiden | 30.582 | |
| Nettovermögen des Tochterunternehmens | -1.986 | |
| Veräußerungserlös* | 25.383 | |
| Entkonsolidierungserfolg (Gewinn) | 27.369 | |
Das Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten betrug im Geschäftsjahr 2011 demnach insgesamt TEUR 28.339.
Entsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segementberichterstattung der 3U HOLDING AG auf den "Management Approach" in Bezug auf die Segment-Identifikation ab.
Die Informationen, die regelmäßig Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt werden, sind demnach als maßgeblich für die Segmentdarstellung zu betrachten.
Der internen Berichterstattung folgend weist die 3U in ihrer Segmentberichterstattung die Segmente Telefonie, Services, Erneuerbare Energien sowie zusätzlich den Bereich Holding/Konsolidierung aus.
Das Segment Telefonie, welches die Produkte Call-by-Call, Preselection, Mehrwertdienste und Terminierungsleistungen im Wholesale-Bereich umfasst, beinhaltet sämtliche Aktivitäten des ursprünglichen Basisgeschäftes Telefonie der 3U.
Das Segment Services umfasst Dienstleistungen in den Bereichen IT-Service/Systementwicklung, Vertrieb und Consulting.
Im Segment Erneuerbare Energien werden alle Aktivitäten dieses Bereiches zusammengefasst. Es besteht aus der Entwicklung, der Produktion, dem Handel und dem Betrieb von Komponenten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien sowie der Heizungs- und Lüftungstechnik.
Neben den zuvor beschriebenen Segmenten werden unter Holding/Konsolidierung sowohl die Holding-Aktivitäten inkl. der Arbeiten im Zusammenhang mit dem Aufbau des Solarkraftwerks (SKW) sowie die erforderlichen Konzernkonsolidierungsbuchungen zusammengefasst.
Der Ausweis in der Segmentberichterstattung erfolgt nach Intra-Segment-Konsolidierung, während die Inter-Segment-Konsolidierung auf der Holding-Ebene erfolgt.
Eine ausführliche Beschreibung der Segmente und ihrer Entwicklung findet sich im Konzernlagebericht unter der Darstellung des Geschäftsverlaufs.
| Segmentberichterstattung 1.1.-31.12.2012 (in TEUR) | Telefonie | Services | Erneuerbare Energien |
Zwischensumme | Holding/ Konsolidierung |
Konzern |
| Gesamter Umsatz | 55.511 | 4.914 | 30.506 | 90.931 | -4.229 | 86.702 |
| Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) | -7.860 | -230 | -17.629 | -25.719 | 0 | -25.719 |
| Segmentumsatz | 47.651 | 4.684 | 12.877 | 65.212 | -4.229 | 60.983 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 3.121 | 200 | 583 | 3.904 | -437 | 3.467 |
| Bestandsveränderung | 0 | 0 | -132 | -132 | 0 | -132 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 156 | 156 | 165 | 321 |
| Materialaufwand | -42.343 | -117 | -10.488 | -52.948 | 69 | -52.879 |
| Rohergebnis | 8.429 | 4.767 | 6 | 16.192 | 2 | 11.760 |
| Personalaufwand | -1.369 | -5.131 | -2.951 | -9.451 | -3.022 | -12.473 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -7.025 | -1.487 | -2.804 | -11.316 | 2.098 | -9.218 |
| EBITDA | 35 | -1.851 | -2.759 | -4.575 | -5.356 | -9.931 |
| Abschreibungen | -245 | -135 | -448 | -828 | -474 | -1.302 |
| EBIT | -210 | -1.986 | -3.207 | -5.403 | -5.830 | -11.233 |
| Periodenergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | -11.233 | |||||
| Finanzergebnis | 421 | |||||
| Davon: Ergebnis der "at equity" einbezogenen Unternehmen* | 97 | |||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | 182 | |||||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | -10.630 | |||||
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 0 | |||||
| Periodenergebnis | -10.630 | |||||
| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend | -9.382 | |||||
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -1.248 |
| Segmentberichterstattung 1.1.-31.12.2011 (in TEUR) | Telefonie | Services | Erneuerbare Energien |
Zwischen-
summe |
Holding/ Konsolidierung |
Konzern |
| Gesamter Umsatz | 45.003 | 4.536 | 25.319 | 58.918 | -3.573 | 71.285 |
| Innenumsatz (Intrasegmenterlöse) | -7.502 | -193 | -7.970 | 0 | -7.970 | |
| Segmentumsatz | 37.501 | 4.343 | 25.044 | 66.888 | -3.573 | 63.315 |
| Sonstige betriebliche Erträge | 2.212 | 88 | 2.407 | 4.707 | 708 | 5.415 |
| Bestandsveränderung | 0 | 0 | 164 | 164 | 0 | 164 |
| Andere aktivierte Eigenleistungen | 0 | 0 | 11 | 11 | 34 | 45 |
| Materialaufwand | -23.935 | -47 | -24.341 | -48.323 | 19 | -48.304 |
| Rohergebnis | 15.778 | 4.384 | 3.285 | 23.447 | -2.812 | 20.635 |
| Personalaufwand | -1.243 | -3.721 | -1.845 | -6.809 | -2.805 | -9.614 |
| Sonstige betriebliche Aufwendungen | -9.341 | -988 | -4.841 | -15.170 | 1.677 | -13.493 |
| EBITDA | 5.194 | -325 | -3.401 | 1.468 | -3.940 | -2.472 |
| Abschreibungen | -292 | -113 | -124 | -529 | -258 | -787 |
| EBIT | 4.902 | -438 | -3.525 | 939 | -4.198 | -3.259 |
| Periodenergebnis vor Finanzergebnis und Ertragsteuern | -3.259 | |||||
| Finanzergebnis | 1.203 | |||||
| Davon: Ergebnis der "at equity" einbezogenen Unternehmen* | 531 | |||||
| Steuern vom Einkommen und vom Ertrag | -743 | |||||
| Ergebnis aus fortgeführten Aktivitäten | -2.799 | |||||
| Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten | 28.339 | |||||
| Periodenergebnis | 25.540 | |||||
| Davon auf Aktionäre der 3U HOLDING AG entfallend | 26.644 | |||||
| Davon auf Anteile nicht beherrschender Gesellschafter entfallend | -1.104 |
Der Vorstand der 3U legt als wesentliche Erfolgsgröße für den Geschäftserfolg eines Segments die Umsatzerlöse und das konsolidierte Segmentergebnis vor Finanzierungen und Ertragsteuern fest, da diese aus seiner Sicht ausschlaggebend für den Segmenterfolg sind.
In der Spalte Konzern ist unterhalb des EBIT die Überleitung zum Konzernergebnis enthalten. Das Finanzergebnis setzt sich aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie dem Ergebnis der nach der "at equity"-Methode einbezogenen Unternehmen zusammen. Die Zinserträge resultieren aus der Anlage von liquiden Mitteln, welche nicht den Segmenten zuzuordnen sind. Die Ertragssteuern sind ebenfalls nicht im Segmentergebnis enthalten, da der Steueraufwand nur rechtlichen Einheiten zugeordnet werden kann.
Für den 3U Konzern ergaben sich folgende Cashflow-Kenngrößen (alle Beträge in TEUR):
| Cashflow-Kenngrößen 2012 (in TEUR) 1.1.-31.12.2012 | Telefonie | Services | Erneuerbare Energien |
Holding/
Konsolidierung |
Fortgeführte Aktivitäten |
Nicht fortgeführte Aktivitäten |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | -2.719 | -1.389 | 9.598 | -15.182 | -9.692 | 0 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | -336 | -124 | -10.282 | -6.539 | -17.281 | 0 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | -1.475 | 5 | 171 | 1.640 | 341 | 0 |
| Cashflow-Kenngrößen 2011 (in TEUR) 1.1.-31.12.2011 | Telefonie | Services | Erneuerbare Energien |
Holding/
Konsolidierung |
Fortgeführte Aktivitäten |
Nicht fortgeführte Aktivitäten |
| Cashflow aus operativer Geschäftstätigkeit | 284 | -1.076 | -7.074 | 1.362 | -6.504 | 3.543 |
| Cashflow aus Investitionstätigkeit | 522 | -73 | -8.370 | -2.430 | -10.351 | 22.939 |
| Cashflow aus Finanzierungstätigkeit | 328 | 1.120 | 15.706 | -19.188 | -2.034 | -3.363 |
Zum Zwecke der Überwachung der Ertragskraft und der Verteilung von Ressourcen zwischen den Segmenten beobachtet der Vorstand die Vermögenswerte, die dem einzelnen Segment zugeordnet sind. Die liquiden Mittel werden keinem Segment zugerechnet.
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 | |
| Vermögenswerte | |||
| Segment Telefonie | 9.935 | 14.613 | |
| Segment Services | 439 | 479 | |
| Segment Erneuerbare Energien | 25.720 | 14.215 | |
| Holding/Konsolidierung | 18.720 | 12.800 | |
| Summe Segmentvermögen | 54.814 | 42.107 | |
| Nicht zugeordnete Vermögenswerte | 6.746 | 33.372 | |
| Summe konsolidierte Vermögenswerte | 61.560 | 75.479 | |
| Schulden | |||
| Segment Telefonie | 1.306 | 13.477 | |
| Segment Services | 3.227 | 1.770 | |
| Segment Erneuerbare Energien | 33.702 | 19.182 | |
| Holding/Konsolidierung | -27.405 | -21.215 | |
| Summe Segmentschulden | 10.830 | 13.214 | |
| Überleitung (Eigenkapital/Anteile nicht beherrschender Gesellschafter) | 50.730 | 62.265 | |
| Summe konsolidierte Schulden/Eigenkapital | 61.560 | 75.479 | |
Bei der Segmentberichterstattung wurden die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Die Dienstleistungen zwischen den Segmenten werden marktüblich unter Beachtung des Fremdvergleichsgrundsatzes anhand von gruppenweit einheitlichen Verrechnungspreismodellen abgerechnet. Im Wesentlichen kommt die Cost-Plus-Methode zur Anwendung. Verwaltungsleistungen werden als Kostenumlage berechnet.
Langfristige Vermögenswerte sind ausschließlich im Inland gelegen.
| (In TEUR) | Abschreibungen | Investitionen | ||
| 2012 | 2011 | 2012 | 2011 | |
| Segment Telefonie | 245 | 292 | 336 | 131 |
| Segment Services | 135 | 113 | 125 | 73 |
| Segment Erneuerbare Energien | 448 | 124 | 10.282 | 7.954 |
| Holding/Konsolidierung | 474 | 258 | 9.393 | 2.508 |
| Summe | 1.302 | 787 | 20.136 | 10.666 |
| (In TEUR) | 2012 | 2011 | |
| Fortgeführte Aktivitäten | |||
| Bereiche des Segments Telefonie | |||
| Open-Call-by-Call | 11.399 | 18.044 | |
| Reg. Call-by-Call/Preselection | 522 | 754 | |
| Wholesale/Mehrwertdienste | 34.441 | 18.333 | |
| Sonstige | 1.289 | 370 | |
| Summe Segment Telefonie | 47.651 | 37.501 | |
| Bereiche des Segments Services | |||
| IT-Service/Systementwicklung | 2.025 | 2.076 | |
| Vertriebsdienstleistungen | 2.199 | 1.974 | |
| Consulting | 460 | 293 | |
| Summe Segment Services | 4.684 | 4.343 | |
| Bereiche des Segments Erneuerbare Energien | |||
| Photovoltaik | 2.632 | 19.179 | |
| Solarthermie | 3.226 | 1.994 | |
| Sonstige | 7.019 | 3.871 | |
| Summe Segment Erneuerbare Energien | 12.877 | 25.044 | |
Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment Telefonie mit dem größten Kunden einen Umsatz in Höhe von 49,9 % erzielt.
| (In TEUR) | 2012 | 2011 | |
| Fortgeführte Aktivitäten | |||
| Telefonie | 47.651 | 37.501 | |
| Davon Inland | 25.675 | 36.007 | |
| Davon Ausland | 21.976 | 1.494 | |
| Services | 4.684 | 4.343 | |
| Davon Inland | 4.262 | 4.343 | |
| Davon Ausland | 422 | 0 | |
| Erneuerbare Energien | 12.877 | 25.044 | |
| Davon Inland | 10.812 | 20.750 | |
| Davon Ausland | 2.065 | 4.294 | |
Die Zuordnung erfolgte für In- und Ausland nach dem Ort der Lieferung bzw. der sonstigen Leistung.
Die Umsätze im Ausland wurden im Wesentlichen in der Schweiz erzielt.
Die aus der Tätigkeit als Telekommunikationsanbieter erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Telekommunikationsdienstleistungen.
Die aus der Tätigkeit als Dienstleistungsanbieter im Segment Services erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Dienstleistungen.
Im Bereich der Erneuerbaren Energien werden die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb solarer Heizsysteme, aus dem Handel mit weiteren Komponenten der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern sowie aus dem Handel mit sonstigen Produkten ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Umsatzerlöse aus der Planung und Errichtung von Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien werden ebenfalls ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch die Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der jeweiligen Leistung.
Die Konzernumsatzerlöse mit Dritten setzen sich aus den Segmenten zusammen, welche in der Segmentberichterstattung dargestellt sind.
| (In TEUR) | 2012 | 2011 | |
| Fortgeführte Aktivitäten | |||
| Bereiche des Segments Telefonie | |||
| Open-Call-by-Call | 11.399 | 18.044 | |
| Reg. Call-by-Call/Preselection | 522 | 754 | |
| Wholesale/Mehrwertdienste | 34.441 | 18.333 | |
| Sonstige | 1.289 | 370 | |
| Summe Segment Telefonie | 47.651 | 37.501 | |
| Bereiche des Segments Services | |||
| IT-Service/Systementwicklung | 2.025 | 2.076 | |
| Vertriebsdienstleistungen | 2.199 | 1.974 | |
| Consulting | 460 | 293 | |
| Summe Segment Services | 4.684 | 4.343 | |
| Bereiche des Segments Erneuerbare Energien | |||
| Photovoltaik | 2.632 | 19.179 | |
| Solarthermie | 3.226 | 1.994 | |
| Sonstige | 7.019 | 3.871 | |
| Summe Segment Erneuerbare Energien | 12.877 | 25.044 | |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten | |||
| Bereich Breitband/IP* | |||
| Bandbreite/Wellenlänge | 0 | 2.834 | |
| Colocation | 0 | 2.878 | |
| InternetTransit/DSL-Gate | 0 | 2.219 | |
| DataLink/ViPNet | 0 | 6.307 | |
| Sonstige | 0 | 339 | |
| Summe nicht fortgeführte Aktivitäten | 0 | 14.577 | |
*
In 2011 für den Zeitraum 1. Januar bis 31.
Mai (Werte vor Konsolidierung)
Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment Telefonie mit dem größten Kunden einen Umsatz in Höhe von 49,9 % erzielt.
Die sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 2012 | 2011 |
| Erträge aus der Verminderung von Wertberichtigungen | 1.031 | 435 |
| Übrige betriebliche Erträge | 907 | 356 |
| Erträge aus Währungsumrechnungen | 585 | 168 |
| Sachbezüge PKW-Nutzung | 499 | 259 |
| Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen | 367 | 1.083 |
| Periodenfremde Erträge | 55 | 1.073 |
| Erträge aus abgeschriebenen Forderungen | 19 | 9 |
| Erträge aus Schadenersatzforderungen | 4 | 2.194 |
| Entkonsolidierungserfolge | 0 | 27.369 |
| Summe | 3.467 | 32.946 |
Den Erträgen aus der Verminderung von Wertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen stehen Aufwendungen aus Forderungsverlusten und aus Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber.
Die Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -132 (Vorjahr: TEUR 164) umfassen fertige und unfertige Erzeugnisse im Segment Erneuerbare Energien. Außerdem beinhalten die Bestandsveränderungen eine Abschreibung von unfertigen Erzeugnissen in Höhe von TEUR 289 (Vorjahr: TEUR 0) aus der Entwicklung des ORC-Motors. Diese Entwicklung wird im 3U Konzern nicht weiter verfolgt.
Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 321 (Vorjahr: TEUR 45) und betreffen im Wesentlichen Planungsleistungen im Bereich Erneuerbare Energien.
Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Kosten für Verbindungsleistungen und Netzwerkkosten sowie den Kosten für Rohmaterial und Handelswaren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen im Rahmen von Projektrealisierungen im Bereich Erneuerbare Energien zusammen:
| (In TEUR) | 2012 | 2011 |
| Verbindungsleistungen | 37.715 | 19.575 |
| Aufwendungen für bezogene Leistungen | 6.935 | 332 |
| Materialaufwand/Wareneinsatz Erneuerbare Energien | 4.818 | 24.009 |
| Netzwerkkosten | 2.666 | 11.439 |
| Kosten der Zusammenschaltung | 741 | 943 |
| Übriger Materialaufwand | 4 | 16 |
| Gesamt | 52.879 | 56.314 |
Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 2012 | 2011 |
| Löhne und Gehälter | 10.110 | 9.491 |
| Sozialabgaben | 1.557 | 1.303 |
| Übriger Personalaufwand | 806 | 235 |
| Gesamt | 12.473 | 11.029 |
Im übrigen Personalaufwand sind Aufwendungen für den Aktienoptionsplan 2011 in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 132) enthalten.
Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Basis: Vollzeitäquivalente) betrug:
| Segment | 2012 | 2011 | |
| Telefonie | 17 | 14 | |
| Services | 71 | 57 | |
| Erneuerbare Energien | 54 | 36 | |
| Holding | 34 | 29 | |
| Summe fortgeführte Aktivitäten | 176 | 136 | |
| Nicht fortgeführte Aktivitäten | 0 | 11 | |
| Gesamt | 176 | 147 |
Die Sozialabgaben beinhalten neben den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung und Krankenversicherung auch Aufwendungen für Ausgleichsabgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Der Aufwand für Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung betrug insgesamt TEUR 642 (Vorjahr: TEUR 475).
Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2012 wurde im 3U Konzern ein 4-Punkte-Maßnahmenplan eingeleitet, der sowohl Personalmaßnahmen als auch strategische Neuausrichtungen in einzelnen Geschäftsfeldern beinhaltet. Für die bereits eingeleiteten Personalmaßnahmen wurden Rückstellungen in Höhe von TEUR 467 (Vorjahr: TEUR 0) gebildet.
In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Posten enthalten:
| (In TEUR) | 2012 | 2011 |
| Rechts- und Beratungskosten | 1.689 | 1.328 |
| Fahrzeug- und Reisekosten | 1.281 | 921 |
| Forderungsverluste | 1.276 | 483 |
| Werbe- und Bewirtungskosten sowie Verkaufsprovisionen | 1.197 | 1.367 |
| Wertberichtigungen auf Forderungen | 767 | 5.618 |
| Mietaufwand | 424 | 700 |
| Periodenfremde Aufwendungen | 331 | 247 |
| Telefonkosten/Porto | 215 | 880 |
| Instandhaltung | 204 | 340 |
| Versicherungen | 139 | 132 |
| Übrige betriebliche Aufwendungen | 1.695 | 2.597 |
| Gesamt | 9.218 | 14.613 |
In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 292 (Vorjahr: TEUR 184) enthalten.
Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 1,2 Mio. (Vorjahr: EUR 1,4 Mio.) entstanden.
Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen TEUR 1.302 (Vorjahr: TEUR 2.920). Der Rückgang der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus dem Entfall der Abschreibungen aus den nicht fortgeführten Aktivitäten TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.834). Erhöht haben sich die Abschreibungen durch die erstmals vorgenommenen planmäßigen Abschreibungen auf das Solarkraftwerk in Marburg und den Solarpark in Adelebsen.
In diesen Posten werden Zinsen aus Kontokorrent- und Darlehenskonten sowie die Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, ausgewiesen.
| (In TEUR) | 2012 | 2011 |
| Zinsen und ähnliche Erträge | 464 | 797 |
| Zinserträge | 464 | 797 |
| Zinsaufwendungen für Finanzverbindlichkeiten | -140 | -554 |
| Zinsaufwendungen | -140 | -554 |
| Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden | 97 | 531 |
| Gesamt | 421 | 774 |
Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
| (In TEUR) | 2012 | 2011 |
| Laufende Ertragsteueraufwendungen | 90 | 443 |
| Latente Steuern | -272 | 337 |
| Gesamt | -182 | 780 |
Die 3U HOLDING AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften unterliegen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Im Geschäftsjahr 2012 galt für Gewinne ein Körperschaftsteuersatz von 15% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag. Die Gewerbeertragsteuer betrug in 2012 in Marburg ca. 13 % des Gewerbeertrages.
Der verwendete Steuersatz für die ausländischen Gesellschaften beträgt für Österreich 25 %, für die Schweiz 21 % und für die Republik Südafrika 28%.
Der Ertragsteuersatz im Konzern (Muttergesellschaft) beträgt wie im Vorjahr 28,775 % (rund 29 %).
Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 hat die 3U HOLDING AG mit der OneTel Telecommunication GmbH, der LineCall Telecom GmbH und der fon4U Telecom GmbH Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 15. November 2005 beschlossen und im Dezember 2005 im Handelsregister eingetragen.
Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit 3U TELECOM GmbH, 010017 Telecom GmbH und Discount Telecom S&V GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung wurden diese Ergebnisabführungsverträge Ende 2007 im Handelsregister eingetragen.
Die folgende Übersicht beinhaltet gemäß IAS 12.81 eine Überleitungsrechnung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei Anwendung der deutschen Steuersätze auf das ausgewiesene Jahresergebnis vor Steuern ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand in dem vorliegenden Konzernabschluss:
| 2012 TEUR |
2012 % |
2011 TEUR |
2011 % |
|
| Ergebnis vor Steuern | -10.812 | 100,0 | 26.320 | 100,0 |
| Ertragsteuersatz (28,775 %; Vorjahr: 28,775 %) | ||||
| Rechnerischer Steueraufwand/-ertrag | -3.111 | -28,8 | 7.574 | 28,8 |
| Steuerfreie Einnahmen/ nicht abziehbare Ausgaben | 30 | 0,3 | -286 | -1,1 |
| Effekte aus Wertberichtigung latenter Steuern/ Nichtansatz latenter Steuern auf Verlustvorträge | 2.871 | 26,6 | 1.509 | 5,7 |
| Effekt aus Steuersatzdifferenzen ausländischer Steuerhoheiten | -8 | -0,1 | 52 | 0,2 |
| Abweichungen aus unterschiedlichen Gewerbesteuerhebesätzen | -1 | 0,0 | 9 | 0,0 |
| Minderung des laufenden Steueraufwandes aufgrund der Nutzung bisher nicht berücksichtigter steuerlicher Verlustvorträge | 13 | 0,1 | 0 | 0,0 |
| Aperiodische Steuereffekte | 15 | 0,1 | -83 | -0,3 |
| Entkonsolidierungseffekt Segment Breitband/IP | 0 | 0,0 | -8.008 | -30,4 |
| Übrige | 9 | 0,1 | 13 | 0,0 |
| Gesamt | -182 | -1,7 | 780 | 3,0 |
Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, die jeweils den Stammaktionären der 3U HOLDING AG zugerechnet werden können, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle Aktienoptionen ausgeübt werden. Dabei erfolgte eine rückwirkende Anpassung der Anzahl der Aktien aufgrund der in 2012 durchgeführten vereinfachten Kapitalherabsetzung.
Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:
| 2012 | 2011 | ||
| Basis für das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie (auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Anteil am Konzernergebnis aus fortgeführten Aktivitäten in TEUR) | -9.382 | -1.695 | |
| Basis für das unverwässerte und verwässerte Ergebnis je Aktie (auf die Anteilseigner des Mutterunternehmens entfallender Anteil am Konzernergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten in TEUR) | 0 | 28.339 | |
| Gesamt Konzern | -9.382 | 26.644 | |
| Anzahl der Aktien (in Stück) | |||
| Stand 1. Januar | 35.314.016 | 39.450.485 | |
| Rückkauf eigener Anteile im Januar 2011 | -212.699 | ||
| Rückkauf eigener Anteile im Juli 2011 | -1.172.745 | ||
| Rückkauf eigener Anteile im August 2011 | -1.143.583 | ||
| Rückkauf eigener Anteile im September 2011 | -1.116.388 | ||
| Rückkauf eigener Anteile im Oktober 2011 | -491.054 | ||
| Stand 31. Dezember | 35.314.016 | 35.314.016 | |
| Anzahl der Stammaktien für das unverwässerte Ergebnis* | 35.314.016 | 35.314.016 | |
| Auswirkung der verwässernden potenziellen Stammaktien: Optionen | 0 | 3.685.000 | |
| Gewichteter Durchschnitt der Anzahl von Stammaktien für das verwässerte Ergebnis | 35.314.016 | 38.999.016 | |
| Ergebnis je Aktie aus fortgeführten Aktivitäten | |||
| Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) | -0,27 | -0,05 | |
| Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) | -0,27 | -0,04 | |
| Ergebnis je Aktie aus nicht fortgeführten Aktivitäten | |||
| Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) | 0,00 | 0,80 | |
| Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) | 0,00 | 0,73 | |
| Ergebnis je Aktie | |||
| Ergebnis je Aktie, unverwässert (in EUR) | -0,27 | 0,75 | |
| Ergebnis je Aktie, verwässert (in EUR) | -0,27 | 0,68 |
*
Anpassung 2011 aufgrund vereinfachter Kapitalherabsetzung
in 2012
Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres werden im Konzernanlagespiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt.
Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 672 | 654 |
| Geschäfts- oder Firmenwert | 170 | 170 |
| Gesamt | 842 | 824 |
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik.
Wir verweisen zu den Abschreibungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung.
Aus der Kaufpreisallokation im Rahmen der Sacheinlage bei der Selfio GmbH resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert, der nicht planmäßig abgeschrieben, sondern laufend überprüft wird. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter 2.3.14.
Die Buchwerte des Sachanlagevermögens sind dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen.
Die 3U hat in 2009 mit dem Bau ihrer neuen Konzernzentrale begonnen. Die Gebäude sind fertig gestellt und wurden aktiviert.
Der Solarpark in Adelebsen erzeugt seit Oktober 2012 im Regelbetrieb Strom aus erneuerbaren Energien und speist diesen in das öffentliche Stromnetz ein.
Während der Bauzeit bestand keine Fremdfinanzierung für den Solarpark.
Der Solarpark wird mit allen technischen Komponenten unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen, während das Grundstück, auf dem die Freiflächenanlage des Solarparks errichtet wurde, unter den Grundstücken und Bauten gezeigt wird.
Unter den Anlageimmobilien werden grundsätzlich die Anlageimmobilien ausgewiesen, die nicht eigenbetrieblich genutzt werden. Der 3U Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 Eigentum an zwei gemischt genutzten Immobilien erworben. Zu diesen Immobilien zählen das Logistikzentrum in Montabaur und die Gewerbeimmobilie in Adelebsen.
Die Immobilie in Montabaur wird insoweit als Anlageimmobilie ausgewiesen, wie sie nicht durch den 3U Konzern selbst als Einkauf- und Logistikzentrum genutzt wird. Für die Gewerbeimmobilie in Adelebsen wurde lediglich der Teil, auf dem die Freiflächenanlage des Solarparks errichtet wurde, nicht als Anlageimmobilie ausgewiesen. Die Gebäude und das übrige Grundstück werden unter den Anlageimmobilien gezeigt.
Die Miet- und Pachterträge aus Anlageimmobilien betrugen im Geschäftsjahr 2012 TEUR 25 (Vorjahr: TEUR 0). Operative Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2012 für die Anlageimmobilien in Höhe von TEUR 157 (Vorjahr: TEUR 0) entstanden. Davon entfallen TEUR 25 auf vermietete Anlageimmobilien und TEUR 132 auf Immobilien, mit denen während des Geschäftsjahres 2012 keine Mieteinnahmen erzielt wurden.
Für die Anlageimmobilien in Adelebsen bestand in 2012 keine Vermietung.
Die Bewertung der Anlageimmobilien erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Einzelheiten zu deren Entwicklung sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens dargestellt. Die Zeitwerte dieser Anlageimmobilien betrugen zum 31. Dezember 2012 TEUR 7.854 (Vorjahr: TEUR 0).
Die Zeitwerte wurden auf Basis der Ertragswertmethode ermittelt. Hierbei wurden folgende Annahmen getroffen:
| • Bodenwertverzinsung/Liegenschaftszinssatz | 7% |
| • Verwaltungskostenpauschale | 3% |
| • Mietausfallwagnis | 3-4% |
Nach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen:
Zum 31. Dezember 2012 wurden die Spider Telecom GmbH, Marburg, die Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd., Tianjin, China, und die Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd., Sanhe, China, nach der Equity-Methode bilanziert. Die zusammenfassenden Finanzinformationen für diese Beteiligungen stellen sich wie folgt dar:
| Spider Telecom GmbH (in TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Summe Vermögenswerte | 1.156 | 1.674 |
| Summe Schulden | 363 | 20 |
| Umsatzerlöse | 1.837 | 3.050 |
| Gewinn/Verlust nach Steuern | 768 | 1.629 |
Die Gesellschaft hat Ende 2011 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen und wurde daher im Abschluss zum 31. Dezember 2011 mit dem anteiligen Eigenkapital von TEUR 200 ausgewiesen.
| Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd. (in TEUR) | 31.12.2012 |
| Summe Vermögenswerte | 314 |
| Summe Schulden | 187 |
| Umsatzerlöse | 92 |
| Gewinn/Verlust einschließlich Verlustvortrag 2011 nach Steuern | -106 |
Die Gesellschaft hat zum 20. Juli 2012 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen.
| Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd. (in TEUR) | 31.12.2012 |
| Summe Vermögenswerte | 786 |
| Summe Schulden | 533 |
| Umsatzerlöse | 20 |
| Gewinn/Verlust nach Steuern | -57 |
Der Wertansatz für diese Gesellschaften hat sich wie folgt entwickelt:
| Wertansatz (in TEUR) | |
| Stand am 31.12.2011 | 1.027 |
| Zugang | 301 |
| Vereinnahmte Gewinnausschüttung | -821 |
| Anteiliges Jahresergebnis | 97 |
| Stand am 31.12.2012 | 604 |
Bilanzstichtag der Gesellschaften ist der 31. Dezember 2012.
Es bestehen keine Beschränkungen der Fähigkeit der Gemeinschaftsunternehmen, Finanzmittel in Form von Bardividenden oder Darlehens- oder Vorschusstilgungen an den Anteilseigner zu transferieren.
Mit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15 % der Anteile an der myFairPartner Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB 2.0 online-Lösung. Am 15. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen. Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt werden konnte. Die Bewertung erfolgte zur fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben.
Bei den Ausleihungen in Höhe von TEUR 6.256 (Vorjahr: TEUR 7.885) handelt es sich um ein Darlehen an die LambdaNet Communications Deutschland GmbH (vormals LambdaNet Communications Deutschland AG), das vereinbarungsgemäß bis zum 30. April 2016 läuft und jährlich zu tilgen ist.
Im 3U Konzern bestehen Verträge im Rahmen von Operating Leasing im Wesentlichen für Kfz-Leasing und Leasing von technischen Büroausstattungen. Die Verpflichtungen für Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 865 (Vorjahr: TEUR 772). Von diesem Betrag sind TEUR 440 (Vorjahr: TEUR 370) innerhalb eines Jahres und TEUR 425 (Vorjahr: TEUR 402) innerhalb von zwei bis vier Jahren fällig. Es bestehen keine Verlängerungs- oder Kaufoptionen.
Latente Steuern wurden unter Berücksichtigung der temporären Unterschiede nach der Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS 12 berechnet.
Die aktiven und passiven latenten Steuern setzten sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 | ||
| Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | Aktive latente Steuern | Passive latente Steuern | |
| Immaterielle Vermögenswerte | 0 | 108 | 0 | 136 |
| Sachanlagen | 0 | 7 | 0 | 291 |
| Finanzanlagen | 9 | 3 | 0 | 12 |
| Vorräte | 0 | 1 | 0 | 0 |
| Sonstige Aktiva | 0 | 0 | 31 | 0 |
| Rückstellungen | 2 | 0 | 27 | 0 |
| Verbindlichkeiten | 0 | 0 | 64 | 0 |
| Sonstige Passiva | 0 | 0 | 0 | 122 |
| Verlustvorträge | 600 | 0 | 659 | 0 |
| Zwischensumme | 611 | 119 | 780 | 560 |
| Saldierung | 12 | 12 | 428 | 428 |
| Gesamt | 599 | 107 | 352 | 132 |
Die 3U HOLDING AG nimmt die nach IAS 12 gebotene Saldierung vor, wonach Aktiv- und Passivposten aus latenten Steuern saldiert auszuweisen sind, wenn diese aufrechenbar (für das betreffende Steuersubjekt) gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 428) saldiert.
Zeitlich unbegrenzt nutzbare Verlustvorträge, für die in der Konzernbilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, betragen unter Berücksichtigung der landesrechtlichen steuerlichen Vorschriften insgesamt TEUR 20.657 (Vorjahr: TEUR 10.877) für Körperschaftsteuer bzw. TEUR 20.587 (Vorjahr: TEUR 10.782) für Gewerbesteuer und betreffen im Wesentlichen die Verlustvorträge bei den im Aufbau befindlichen Gesellschaften sowie die 3U HOLDING AG. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 111 (Vorjahr: TEUR 0) wurden aus Werthaltigkeitsgründen keine latenten Steuern aktiviert.
Die Vorräte setzten sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Roh-, Hilfs- und Betriebsstoffe | 7 | 67 |
| Unfertige Erzeugnisse | 85 | 209 |
| Fertige Erzeugnisse und Waren | 1.728 | 2.101 |
| Geleistete Anzahlungen auf Vorräte | 180 | 3 |
| Gesamt | 2.000 | 2.380 |
Mit dem Nettoveräußerungswert sind Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) angesetzt worden. Wertaufholungszuschreibungen sind weder im Jahr 2012 noch im Jahr 2011 erfolgt. Eine Sicherungsübereignung von Vorräten besteht zum Bilanzstichtag nicht.
Die im Vorjahr ausgewiesenen unfertigen Erzeugnisse wurden im Geschäftsjahr im Rahmen der Restrukturierungsmaßnahmen vollständig abgeschrieben. Die daraus resultierenden Aufwendungen werden unter den Restrukturierungsaufwendungen gezeigt.
Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Forderungen aus Lieferungen und Leistungen gegenüber Dritten | 11.608 | 17.243 |
| Wertberichtigungen | -5.353 | -7.956 |
| Gesamt | 6.255 | 9.287 |
In Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen.
Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr oder aufgrund der Mitteilung eines Inkassounternehmens uneinbringlich sind oder mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss, nimmt der Konzern eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann.
Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand bei den nicht wertberichtigten Forderungen breit ist. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist.
In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 4.944 (Vorjahr: TEUR 6.971) gegenüber Schuldnern berücksichtigt, über deren Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, die älter als ein Jahr sind bzw. mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese Salden.
Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Bankguthaben und Kassenbestände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich inklusive der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf den Vergangenheitserfahrungen des Managements und Schätzungen des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds des Unternehmens basieren. Das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln ist beschränkt, da diese in der Regel bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen hohe Kreditwürdigkeit bescheinigt haben.
Die sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Forderungen aus Steuererstattungen | 2.444 | 1.301 |
| Kautionen | 135 | 214 |
| Sonstiges | 542 | 1.796 |
| Gesamt | 3.121 | 3.311 |
In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wie folgt enthalten:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Sonstige Forderungen | 38 | 691 |
| Wertberichtigungen | -38 | -38 |
| Gesamt | 0 | 653 |
Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 8.2 verwiesen.
Der Posten Liquide Mittel beinhaltet Festgelder, Guthaben bei Banken und Kassenbestände, mit einer ursprünglichen Fälligkeit von drei Monaten oder weniger. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert.
Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 8.2 verwiesen.
Der Vorstand der 3U HOLDING AG beschloss am 26. Mai 2011 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung, in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00. Im November 2012 beschloss der Vorstand den Einzug dieser 3.923.770 Aktien.
Das begebene Grundkapital setzt sich seit dem 27. November 2012 zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Die Gesamtanzahl der sich im Umlauf befindlichen Aktien hat sich im Berichtsjahr mit der Kapitalherabsetzung geändert.
Die Gesellschaft verfügt nur über eine Klasse von Aktien. Diese gewährleisten keinen festen Gewinnanspruch. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG.
Im Rahmen der Hauptversammlung am 28. August 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. August 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 23.421.120,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.
Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 4.684.224,00. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2011 wurden bis zum 30. November 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben; zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2012 waren davon 947.500 verfallen. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer auf den Inhaber lautenden Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis von EUR 1,00. Die Ausübung der Optionsrechte kann erstmals nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren und letztmalig nach fünf Jahren seit Ausgabe der Optionsrechte erfolgen.
Die Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2012 eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 25.037 (Vorjahr: TEUR 24.269), eine Rücklage für eigene Anteile in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR -3.301) sowie eine Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 692 (Vorjahr: TEUR 692).
Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 25.037 (Vorjahr: TEUR 24.269) enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien der 3U HOLDING AG (TEUR 21.499). Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm hat in 2012 zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 132) geführt.
Die eigenen Anteile haben sich wie folgt entwickelt:
| (In TEUR) | 2012 | 2011 |
| Stand 1. Januar | 3.301 | 4.142 |
| Erwerb eigene Anteile | 0 | 3.447 |
| Kapitalherabsetzung | -3.301 | -4.288 |
| Stand 31. Dezember | 0 | 3.301 |
Gemäß Vorschlag von Vorstand und Aufsichtsrat wurde durch Beschluss der Hauptversammlung 2012 eine Dividende in Höhe von 0,03 EUR je gewinnbezugsberechtigtem Anteil für das Geschäftsjahr 2011 in 2012 ausgezahlt. Der Auszahlungsbetrag belief sich insgesamt auf TEUR 1.059. Für das Geschäftsjahr 2012 wird es aufgrund des Jahresergebnisses keinen Dividendenvorschlag geben.
Im Berichtszeitraum ist kein Aktienrückkaufprogramm durchgeführt worden.
Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte: Bezugsberechtigte sind:
| Gruppe 1: | Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft |
| Gruppe 2: | Mitarbeiter der Gesellschaft in Schlüsselpositionen auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§ 15 AktG) |
| Gruppe 3: | Sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§ 15 AktG) |
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):
| Gruppe 1: | 400.000 (von 468.422) Aktienoptionen |
| Gruppe 2: | 2.800.000 (von 2.810.535) Aktienoptionen |
| Gruppe 3: | 1.402.500 (von 1.405.267) Aktienoptionen |
| Gesamt: | 4.602.500 (von 4.684.224) Aktienoptionen |
Der Aktienoptionsplan 2011 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden.
Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar.
Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte beträgt EUR 1,00 je Aktie.
Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.
Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 4.602.500 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag 947.500 verfallen.
Verfallen sind in:
| • 2011 : | 582.500 Aktienoptionen |
| • 2012 : | 365.000 Aktienoptionen |
Die Kapitalanteile fremder Gesellschafter betragen TEUR -2.065 (Vorjahr: TEUR -826).
Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um langfristige Baudarlehen in Höhe von TEUR 3.413, die für die Finanzierung von Immobilien abgeschlossen wurden.
Ein Darlehen für den Standort Marburg valutiert mit TEUR 1.913. Der Zinssatz beträgt 3,85 % mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2029. Das Darlehen ist mit Grundschulden in Höhe von EUR 2,25 Mio. besichert.
Zwei Darlehen mit je TEUR 750 wurden zur Finanzierung des Immobilienerwerbs in Montabaur abgeschlossen. Der Zinssatz beträgt 3,25 %. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 30. Mai 2027 und sind mit Grundschulden in Höhe von je TEUR 750 besichert.
Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Belastungen auf laufenden Geschäftskonten zum Stichtag 31. Dezember 2012 in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0) sowie um einen negativen Zeitwert für Devisentermingeschäfte in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 0).
Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von EUR 1,5 Mio., die per 31. Dezember 2012 im Rahmen eines Avalkredits durch Bürgschaften in Höhe von TEUR 668 in Anspruch genommen ist. Diese Kreditlinie ist durch Hinterlegung von EUR 1,5 Mio. Festgeldern besichert.
Die sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Sozialversicherungsbeiträge | 10 | 0 |
| Sonstige Steuern | 388 | 1.309 |
| Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter | 1.348 | 633 |
| Personalverpflichtungen | 1.145 | 1.021 |
| Sonstige Verbindlichkeiten | 496 | 735 |
| Ertragsteuern | 23 | 278 |
| Gesamt | 3.410 | 3.976 |
Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter enthalten überwiegend Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen.
Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2012 | 31.12.2011 | 31.12.2011 |
| Kurzfristig | Langfristig | Kurzfristig | Langfristig | |
| Rückbauverpflichtungen | 0 | 158 | 0 | 144 |
| Prozessrisiken | 58 | 0 | 655 | 0 |
| Übrige | 470 | 0 | 316 | 0 |
| Gesamt | 528 | 158 | 971 | 144 |
Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
| (In TEUR) | Stand 1.1.2012 |
Inanspruchnahme | Auflösung | Zuführung | Stand 31.12.2012 |
| Rückbauverpflichtungen | 144 | 9 | 0 | 23 | 158 |
| Prozessrisiken | 655 | 260 | 357 | 20 | 58 |
| Übrige | 316 | 229 | 10 | 393 | 470 |
| Gesamt | 1.115 | 498 | 367 | 436 | 686 |
Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten bezüglich Carrierleistungen.
Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Gewährleistungen.
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sind langfristiger Natur und wurden gebildet für die Wiederherstellung des Urzustandes von diversen Technikstandorten.
Aufgliederung der bilanziellen Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39/IFRS 7.8
| 2012 (in TEUR) | Ausleihungen | Liquide Mittel | Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen | Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Verbindlichkeiten |
| Kredite und Forderungen | 6.256 | 6.746 | 6.255 | 2.128 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | 0 | 0 | 0 | 0 | 10.014 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden | 0 | 0 | 0 | 0 | 2 |
| Gesamt | 6.256 | 6.746 | 6.255 | 2.128 | 10.016 |
| 2011 (in TEUR) | Ausleihungen | Liquide Mittel | Forderungen aus Lieferungen u. Leistungen | Sonstige finanzielle Vermögenswerte | Verbindlichkeiten |
| Kredite und Forderungen | 7.885 | 33.372 | 9.287 | 2.619 | 0 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden | 0 | 0 | 0 | 0 | 11.966 |
| Finanzielle Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Gesamt | 7.885 | 33.372 | 9.287 | 2.619 | 11.966 |
Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen, liquiden Mitteln, von kurzfristigen Forderungen und von Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente bzw. deren marktübliche Verzinsung.
Die Verbindlichkeiten gliedern sich in langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.413 (Vorjahr: TEUR 2.026) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.601 (Vorjahr: TEUR 9.940).
Die Nettoverluste einschließlich Veränderung von Wertberichtigung aus Krediten und Forderungen betrugen TEUR 843 (Vorjahr: TEUR 5.789).
Am 31. Dezember bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Innerhalb eines Jahres | 440 | 415 |
| Zwischen ein und fünf Jahren | 425 | 441 |
| Nach fünf Jahren | 0 | 90 |
| Gesamt | 865 | 946 |
Das in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen innerhalb eines Jahres enthaltene Bestellobligo beträgt TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 411).
Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für Büroräume, Technikflächen, technische Geräte und PKWs. Die betreffenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 5 Jahren.
Für die Besicherung der eigenen Kreditlinie der 3U besteht eine Verfügungsbeschränkung in Höhe von EUR 1,5 Mio. (hinterlegte Sicherheiten).
Im Zusammenhang mit dem Abschluss zweier Leasingverträge zwischen der LambdaNet und der Südleasing GmbH hatte die 3U HOLDING AG zugunsten der Südleasing GmbH eine selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben. Gemäß Kaufvertrag vom 19. Mai 2011 zwischen der euNetworks GmbH und 3U HOLDING AG wird die euNetworks mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, dass die 3U HOLDING AG aus dieser Bürgschaft entlassen wird. Bis zum 31. Dezember 2012 wurden die Leasingverträge durch die LambdaNet aufgelöst. Mit Schreiben vom 23. Januar 2013 wurde durch die Südleasing GmbH bestätigt, dass für die 3U HOLDING AG keine Haftungen aus diesen Verträgen mehr bestehen.
Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Deshalb wurden per 31. Dezember 2012 Rückstellungen für offene Rechtsstreite in einer Gesamthöhe von TEUR 58 (Vorjahr: TEUR 655) gebildet.
Der Finanzmittelfonds setzt sich aus Festgeldern, Bankguthaben und Kassenbeständen zusammen.
| (In TEUR) | 31.12.2012 | 31.12.2011 |
| Festgelder | 1.500 | 8.522 |
| Guthaben bei Banken und Kassenbestände | 5.246 | 24.850 |
| Liquide Mittel gesamt | 6.746 | 33.372 |
| Abzüglich als Sicherheit hinterlegte Guthaben | 1.500 | 1.500 |
| Finanzmittelfonds | 5.246 | 31.872 |
Die Zahlungsströme werden unterteilt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Für die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Ermittlungsmethode gewählt.
Nach der Bereinigung um zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und unter Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals erlangte der 3U Konzern aus laufender Geschäftstätigkeit einen Finanzmittelabfluss/-zufluss in Höhe von TEUR -9.692 (Vorjahr: TEUR -2.961).
Der Cashflow der Investitionstätigkeit beträgt TEUR -17.281 (Vorjahr: TEUR 12.588) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 341 (Vorjahr: TEUR -5.397). Außerdem haben sich wechselkursbedingte Änderungen in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0) ergeben.
In Summe ergibt sich eine zahlungswirksame Finanzmittelfondsabnahme in Höhe von TEUR -26.626 (im Vorjahr Zunahme in Höhe von TEUR 4.230).
Von den zum Periodenende ausgewiesenen liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 6.746 (Vorjahr: TEUR 33.372) unterliegen insgesamt TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 1.500) einer Verfügungsbeschränkung. Diese werden offen von den liquiden Mitteln abgesetzt, so dass der Finanzmittelfonds entsprechend gemindert wird.
Den im Geschäftsjahr 2012 vereinnahmten Zinserträgen in Höhe von TEUR 470 (Vorjahr: TEUR 799) stehen Zinszahlungen in Höhe von TEUR 140 (Vorjahr: TEUR 554) gegenüber.
Dividenden wurden im Geschäftsjahr 2012 in Höhe von EUR 0,03 (Vorjahr: EUR 0,02) je Aktie an die Anteilseigner ausgezahlt/ausgeschüttet.
Für den Verkauf/Erwerb von Anteilen an Tochtergesellschaften sind dem Konzern liquide Mittel in Höhe von TEUR 199 (Vorjahr: TEUR 25.462) zugeflossen und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 1.726) abgeflossen. Die Kauf- bzw. Verkaufspreise wurden vollständig in liquiden Mitteln geleistet bzw. erhalten.
Die Finanzmittelzu- und -abflüsse setzen sich wie folgt zusammen:
| (In TEUR) | 2012 | 2011 | ||||
| Zufluss | Abfluss | Saldo | Zufluss | Abfluss | Saldo | |
| Erwerb | 0 | 0 | 0 | 37 | 0 | 37 |
| Verkauf | 205 | 0 | 205 | 25.425 | 1.726 | 23.699 |
| Gesamt | 205 | 0 | 205 | 25.462 | 1.726 | 23.736 |
In 2012 sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 817 gezahlt worden (Vorjahr: Zahlung von TEUR 443).
Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können.
Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2012 und 2011:
| 31.12.2012 | 31.12.2011 | Veränderung | |
| Eigenkapital in TEUR | 50.730 | 62.265 | -11.535 |
| Eigenkapital in % vom Gesamtkapital | 82,41 % | 82,49% | -0,08 %-Punkte |
| Fremdkapital in TEUR | 10.830 | 13.214 | -2.384 |
| Fremdkapital in % vom Gesamtkapital | 17,59% | 17,51% | +0,08 %-Punkte |
| Gesamtkapital (Eigenkapital plus Fremdkapital) in TEUR | 61.560 | 75.479 | -13.919 |
Das Eigenkapital umfasst das gesamte Kapital, die Rücklagen des Konzerns und die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten.
Der 3U Konzern ist aufgrund der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur geringen Zinsänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Im Rahmen des zunehmenden Auslandsgeschäftes ist der 3U Konzern verstärkt Währungsrisiken ausgesetzt, die einen entsprechenden Einfluss haben können. Soweit erforderlich steuert er die Risiken auch mithilfe derivativer Finanzinstrumente.
Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement eingegangen.
Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden.
Der 3U Konzern übt seine Geschäftstätigkeit überwiegend im Inland aus und fakturiert in EUR oder USD. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung haben für den Konzern jedoch an Bedeutung gewonnen, so dass grundsätzlich Fremdwährungsrisiken bestehen. Es besteht hierzu eine Richtlinie, um die Risiken z. B. durch Termingeschäfte abzusichern. Darin ist festgelegt, dass diese Geschäfte währungsbetrags- und fristkongruent abgeschlossen werden.
Zum Stichtag 31. Dezember 2012 bestanden die nachfolgenden Devisentermingeschäfte:
| Abschluss | Fälligkeit | Betrag | Währung | Marktwert |
| 30. November 2012 | 15. Januar 2013 | 100.000,00 EUR | USD | -1.906,43 EUR |
| 20. Dezember 2012 | 15. Januar 2013 | 100.000,00 EUR | USD | -20,45 EUR |
Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31. Dezember 2012 entfällt auf die Aktivitäten des Segments Telefonie und lautet wie folgt:
| Vermögen: | TEUR 145 |
| Schulden: | TEUR 21 |
Ein Kreditrisiko besteht für 3U dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur mit Schuldnern guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen.
Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen; eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt.
Die Einzelwertberichtigung überfälliger Forderungen erfolgt überwiegend in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen mit unterschiedlichen Bewertungsabschlägen, die im Wesentlichen aus den Erfolgsquoten abgeleitet werden. Forderungen, die mehr als 365 Tage überfällig sind, sind erfahrungsgemäß nicht mehr einbringlich und werden zu 100 % wertberichtigt.
Das Liquiditätsrisiko des 3U Konzerns besteht grundsätzlich darin, dass der Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Aufgrund der starken Investitionstätigkeit im Jahr 2012 und den Verlusten des Geschäftsjahres haben die Liquiditätsreserven des Konzerns deutlich abgenommen. Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Planungshorizont erstreckt sich auf ein Jahr.
Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Als Avalkredit wurden zum Bilanzstichtag TEUR 668 im Rahmen von Bankbürgschaften in Anspruch genommen. Am 28. Februar 2013 wurde zur Finanzierung des Solarparks in Adelebsen ein Rahmenkreditvertrag abgeschlossen. Das bislang noch nicht in Anspruch genommene Darlehen beträgt aus diesem Rahmenkreditvertrag EUR 14,0 Mio. Soweit sämtliche Auszahlungsvoraussetzungen - insbesondere verschiedene Sicherheitenverträge/-vereinbarungen -vorliegen, kann der 3U Konzern über diesen Betrag verfügen.
3U erwartet, dass es seine sonstigen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. Des Weiteren geht 3U davon aus, dass sich das gegenwärtige Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital durch die Aufnahme weiterer Fremdmittel zugunsten des Fremdkapitals verschieben wird.
Bei den verzinslichen Schulden der 3U sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum fair value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7.
Daher wurde auf Sensitivitätsanalysen i. S. d. IFRS 7.40 verzichtet.
Das Risiko steigender Zinsen aus Bankdarlehen wird zeitnah überwacht.
Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhalten die 3U HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten. Hierbei handelt es sich um die Spider Telecom GmbH, die Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd. und die Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd. Diese Geschäfte betreffen ausschließlich Liefer- und Leistungsbeziehungen mit diesen nahestehenden Unternehmen. Sie wurden zu Bedingungen vorgenommen, die unter den Konzernunternehmen üblich sind. Kurzfristige Forderungen zu diesen Unternehmen bestanden zum 31. Dezember 2012 in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 653) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 81 (Vorjahr: TEUR 0).
Im Geschäftsjahr 2012 resultieren aus diesen Geschäftsbeziehungen Erträge in Höhe von TEUR 507 (Vorjahr: TEUR 438) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 270 (Vorjahr: TEUR 0).
Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen wurden und zu marktüblichen Konditionen erbrachte Beratungsleistungen eines Gesellschafters einer Tochtergesellschaft. Im Geschäftsjahr 2012 betrifft dies Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 24) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 164 (Vorjahr: TEUR 18). Zum 31. Dezember 2012 bestanden kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 18) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 12 (Vorjahr: TEUR 1).
Sonstige Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden nur in unbedeutendem Umfang und ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen.
Gegenüber der myFairPartner Limited besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38), die vollständig wertberichtigt ist.
Zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
| Michael Schmidt | Lahntal Sprecher des Vorstands der 3U HOLDING AG |
| Michael Göbel | Staufenberg Vorstand der 3U HOLDING AG (bis 8. März 2012) |
| Andreas Odenbreit | Marburg Vorstand der 3U HOLDING AG (seit 14. März 2012/vom 26. Mai 2011 bis 13. März 2012 Interimsvorstand) |
| Christoph Hellrung | Hattingen Vorstand der 3U HOLDING AG (seit 14. März 2012) |
Die in 2012 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 787 (Vorjahr: TEUR 928).
In der variablen Vergütung 2012 sind 50 % der maximal möglichen variablen Vergütung für 2012 von TEUR 300 (Michael Schmidt), TEUR 7 (Michael Göbel), TEUR 35 (Andreas Odenbreit) bzw. TEUR 35 (Christoph Hellrung) enthalten. Hinzu kommt eine Prämienzahlung in Höhe von TEUR 30 (Andreas Odenbreit).
| Name | Fixe Vergütung | Variable Vergütung | Vergütung gesamt | |||
| in TEUR 2012 | 2011 | in TEUR 2012 | 2011 | in TEUR 2012 | 2011 | |
| Michael Schmidt (Sprecher des Vorstands) | 308 | 308 | 150 | 300 | 458 | 608 |
| Michael Göbel* (Vorstand bis 8.3.2012) | -27 | 153 | 3 | 85 | -24 | 238 |
| Andreas Odenbreit** (Vorstand seit 26.5.2011) | 157 | 65 | 48 | 17 | 205 | 82 |
| Christoph Hellrung (Vorstand seit 14.3.2012) | 130 | 0 | 18 | 0 | 148 | 0 |
| Summe | 568 | 526 | 219*** | 402 | 787 | 928 |
*
Im Jahr 2012 erfolgte eine Korrektur der Abrechnung
für das Geschäftsjahr 2011/2012 in Höhe von insgesamt TEUR 30.
**
Andreas Odenbreit erhielt in 2011 keine
Vergütung für seine Vorstandstätigkeit, sondern bezog sein Gehalt
entsprechend seinem Anstellungsvertrag. Im Jahr 2012 erhielt Herr
Odenbreit eine nachträgliche variable Vergütung in Höhe von TEUR 30.
***
In Höhe von TEUR 115 bereits in 2012 gezahlt,
der Restbetrag in Höhe von TEUR 114 ist kurzfristig fällig.
Im Geschäftsjahr 2011 wurden an die Mitglieder des Vorstands die nachfolgenden Aktienoptionen ausgegeben. Im Geschäftsjahr 2012 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.
| Name | Funktion | Aktienoptionen |
| Michael Schmidt | Vorstand | 200.000 Stück |
| Michael Göbel | Vorstand | 200.000 Stück* |
| Andreas Odenbreit | Vorstand | 0 Stück** |
| Christoph Hellrung | Vorstand | 0 Stück*** |
*
Am 31. Dezember 2012 verfallen.
**
Herr Odenbreit hat jedoch Aktienoptionen
als Angestellter der 3U HOLDING AG erhalten.
***
Herr Hellrung hat jedoch Aktienoptionen
als Vorstand der LambdaNet Communications Deutschland AG erhalten.
Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten bei der 3U HOLDING AG werden für die Zeit als Vorstand der Gesellschaft von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt.
Es besteht eine bislang bis zum 31. Dezember 2012 befristete, bis zum 31. Dezember 2013 prolongierte, unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael Schmidt in Höhe von TEUR 17.
Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2012 in Stück:
| Name | Funktion | Aktien Anzahl | Aktienoptionen 2012 Anzahl | Wert in EUR* |
| Michael Schmidt | Vorstand | 8.999.995 | 200.000 | 34.000 |
| Andreas Odenbreit | Vorstand | 20.500 | 200.000 | 34.000 |
| Gerd Simon | Aufsichtsrat | 10.000 | 0 | 0 |
*
Wert zum Gewährungszeitpunkt
Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Ihr Wert wird auf die Erdienungszeiträume verteilt und als Aufwand im jeweiligen Geschäftsjahr berücksichtigt.
In 2012 sind TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 132) als Personalaufwand für Aktienoptionen erfasst worden.
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr bestellt:
| Ralf Thoenes | Düsseldorf Rechtsanwalt in der Sozietät Altenburger in Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Aufsichtsratsvorsitzender der 3U ENERGY AG, Marburg |
| Gerd Simon | Bad Homburg vor der Höhe Diplom-Wirtschaftsingenieur Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der 3U HOLDING AG Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Aufsichtsratsmitglied der Elabs AG, Frankfurt am Main |
| Stefan Thies | Heinsberg Diplom-Kaufmann und Steuerberater Aufsichtsratsmitglied der 3U HOLDING AG |
Die Aufsichtsratsvergütungen für 2012 betrugen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 158). Die Mitglieder des Aufsichtsrats erhielten für das Jahr 2011 eine erfolgsabhängige Vergütung gemäß § 9 Abs. 1 c der Satzung der 3U HOLDING AG in Höhe von TEUR 90. Die im Geschäftsjahr 2011 gebildete Rückstellung wurde vollständig in Anspruch genommen. Für 2012 wurde keine erfolgsabhängige Vergütung zurückgestellt.
| Name | Fixe Vergütung | Sitzungsgelder | Erfolgsabhängige Vergütung | |||
| in TEUR 2012 | 2011 | in TEUR 2012 | 2011 | in TEUR 2012 | 2011 | |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrates) | 10 | 10 | 15 | 15 | 0 | 40 |
| Gerd Simon | 8 | 8 | 15 | 15 | 0 | 30 |
| Stefan Thies | 5 | 5 | 15 | 15 | 0 | 20 |
| Summe | 23 | 23 | 45 | 45 | 0 | 90 |
| Name | Vergütung gesamt | |
| in TEUR 2012 | 2011 | |
| Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrates) | 25 | 65 |
| Gerd Simon | 23 | 53 |
| Stefan Thies | 20 | 40 |
| Summe | 68 | 158 |
Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2012 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 0,1 (Vorjahr: TEUR 0,7), Herr Simon in Höhe von TEUR 1,1 (Vorjahr: TEUR 1,6) und Herr Thies in Höhe von TEUR 0,3 (Vorjahr: TEUR 0,9) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten.
Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2012 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 21) erhalten.
Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 20) erhalten. Diese setzen sich wie folgt zusammen: 3U TELECOM GmbH TEUR 13 (Vorjahr: TEUR 12), 010017 Telecom GmbH TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 2) und 3U ENERGY AG (vormals 3U SOLAR Systemhandel AG) TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6).
Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt.
Das Segment Services expandierte Anfang 2013 durch die Gründung einer Gesellschaft in den USA. Die weclapp Inc. mit Sitz in Delaware, USA und Geschäftsstelle in San Francisco soll die Erschließung des amerikanischen Marktes vorantreiben. Die Vertriebsstrategie für USA sieht den Direktvertrieb online über www.weclapp.com und den indirekten Vertrieb über Sales & Service Partner vor.
Die EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH hat zum 24. Januar 2013 vom bisherigen Joint-Venture Partner Beijing Yongdong Brilliant Heat-pipe Solar Energy Technology Co., Ltd. alle restlichen Anteile der Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co., Ltd. übernommen. Die Gesellschaft befindet sich somit zu 100 % im Besitz der EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH.
Am 13. Februar 2013 haben die Bundesminister Rösler und Altmaier einen gemeinsamen Vorschlag zur Dämpfung der Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien vorgelegt. Darin sind sich BMU und BMWi einig, dass kurzfristig Anpassungen im EEG erforderlich sind, um die Kosten des Ausbaus der Erneuerbaren Energien zu dämpfen. Unter anderem sieht der Vorschlag keine Änderungen für PV-Anlagen vor; hier soll die Vergütung weiterhin nach dem bestehenden monatlichen atmenden Deckel abgesenkt werden. Bei Windenergieanlagen an Land, die ab dem 1. August 2013 in Betrieb genommen werden, soll die Anfangsvergütung auf 8 ct/kWh abgesenkt werden. Die Maßnahmen sollen unmittelbar durch eine Änderung des EEG umgesetzt werden, die zum 1. August 2013 in Kraft tritt. Darüber hinaus sind sich die Minister einig, dass das EEG grundlegend reformiert werden muss.
Am 18. Februar 2013 einigten sich die Gesellschafter der 3U ENERGY AG auf einen Aktienkauf- und Übertragungsvertrag. Inhalt der Vereinbarung ist der Erwerb von 12.500 Stückaktien (entspricht 25% der Aktien des Unternehmens) nebst sämtlicher Nebenrechte zu einem Kaufpreis in Höhe von insgesamt EUR 1,00 durch die 3U HOLDING AG. Damit steigt der Anteil der 3U HOLDING AG an der 3U ENERGY AG auf 99,998%.
Am 28. Februar 2013 wurde ein Rahmenkreditvertrag zur Finanzierung des PV-Projektes in Adelebsen unterzeichnet. Aus diesem sollen dem Konzern bis zu EUR 14,0 Mio. zufließen.
Aufgrund des wettbewerbsintensiven Umfelds und der Zurückhaltung der Kunden bei solarthermischen Anlagen hat sich der Vorstand der 3U HOLDING AG entschlossen, die Immowerker GmbH im ersten Quartal 2013 personell umzustrukturieren, was zu deutlich reduzierten Personalkosten in 2013 führen wird.
Die mit dem Aufsichtsrat Ende des vierten Quartals 2012 abgestimmten Restrukturierungsmaßnahmen führten im ersten Quartal 2013 zu merklichen Personalanpassungen. Über die schon beschlossenen Maßnahmen des Jahres 2012 hinaus wurden im ersten Quartal 2013 noch weitergehende Maßnahmen vereinbart. Während im Segment Services vor allem die Vertriebs- und Marketingressourcen für den Bereich Telefonie und erneuerbare Energien reduziert wurden, kam es im Segment Erneuerbare Energien zum Personalabbau im Bereich Dienstleistungen und Beratung, während der Bereich "Heizen, Kühlen & Lüften" weiter ausgebaut wurde.
Am 16. März 2013 veröffentlichte die 3U HOLDING AG eine Ad hoc-Nachricht, in der sie die vorläufigen Geschäftszahlen 2012, einen aktualisierten Ausblick für das Geschäftsjahr 2013 mit der dazugehörigen Vier-Punkte-Zielerreichungs-Strategie und den Beschluss über ein Aktienrückkaufprogramm verkündete.
Das Honorar des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2012:
| Abschlussprüfungsleistungen | TEUR 514* | (Vorjahr: TEUR 353) |
| Andere Bestätigungsleistungen | TEUR 19 | (Vorjahr: TEUR 96) |
| Steuerberatungsleistungen | TEUR 8 | (Vorjahr: TEUR 10) |
| Sonstige Leistungen | TEUR 167 | (Vorjahr: TEUR 43) |
| Gesamt | TEUR 708 | (Vorjahr: TEUR 502) |
Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht (www.3u.net).
Herr Michael Schmidt, Flachspfuhl 11, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 28. November 2012 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland, am 27. November 2012 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49 % (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat.
Herr Roland Thieme, Alte Hute 2-4, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 4. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 des WpHG mitgeteilt, dass ihm zum 1. April 2002 insgesamt 7,68 % und damit mehr als 5 % der Stimmrechte an der 3U HOLDING AG (WKN 516790) zustehen.
Die folgenden Gesellschaften der 3U HOLDING AG nehmen Befreiungen gemäß §264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
| • 010017 Telecom GmbH, Marburg | • 3U TELECOM GmbH, Marburg | • Discount Telecom S&V GmbH, Marburg |
| • fon4U Telecom GmbH, Marburg | • LineCall Telecom GmbH, Marburg | • OneTel Telecommunication GmbH, Marburg |
Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat den Konzernabschluss am 27. März 2013 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Nach Veröffentlichung kann der Abschluss nicht mehr geändert werden.
Marburg, den 27. März 2013
Der Vorstand
Michael Schmidt
Christoph Hellrung
Andreas Odenbreit
| 3U Konzern (in TEUR) | Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 1.1.2012 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Konzernkreis- veränderungen |
Stand 31.12.2012 |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.840 | 296 | 0 | 0 | 0 | 4.136 |
| 2. Kundenstamm | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 517 | 0 | 0 | 0 | 0 | 517 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 4.357 | 296 | 0 | 0 | 0 | 4.653 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 5.337 | 3.963 | 2.450 | 0 | 0 | 11.750 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 6.096 | 6.710 | 10.583 | 0 | 0 | 23.389 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.704 | 378 | 11 | 10 | 0 | 2.083 |
| 4. Anlagen im Bau | 9.848 | 3.454 | -13.044 | 0 | 0 | 258 |
| Summe Sachanlagen | 22.985 | 14.505 | 0 | 10 | 0 | 37.480 |
| III. Anlageimmobilien | ||||||
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 0 | 5.130 | 0 | 0 | 0 | 5.130 |
| Summe Anlageimmobilien | 0 | 5.130 | 0 | 0 | 0 | 5.130 |
| Summe Anlagevermögen | 27.342 | 19.931 | 0 | 10 | 0 | 47.263 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Kumulierte Abschreibungen | |||||
| Stand 1.1.2012 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Konzernkreis- veränderungen |
Stand 31.12.2012 |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 3.186 | 278 | 0 | 0 | 0 | 3.464 |
| 2. Kundenstamm | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 347 | 0 | 0 | 0 | 0 | 347 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 3.533 | 278 | 0 | 0 | 0 | 3.811 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 352 | 270 | -10 | 0 | 0 | 612 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 5.288 | 490 | 5 | 0 | 0 | 5.783 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 1.176 | 243 | 5 | -1 | 0 | 1.423 |
| 4. Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 6.816 | 1.003 | 0 | -1 | 0 | 7.818 |
| III. Anlageimmobilien | ||||||
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 0 | 21 | 0 | 0 | 0 | 21 |
| Summe Anlageimmobilien | 0 | 21 | 0 | 0 | 0 | 21 |
| Summe Anlagevermögen | 10.349 | 1.302 | 0 | -1 | 0 | |
| 3U Konzern (in TEUR) | Buchwerte | |
| Stand
31.12.2012 |
Stand 31.12.2011 |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 672 | 654 |
| 2. Kundenstamm | 0 | 0 |
| 3. Geschäfts- oder Firmenwert | 170 | 170 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 842 | 824 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 11.137 | 4.985 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 17.607 | 808 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 660 | 528 |
| 4. Anlagen im Bau | 258 | 9.848 |
| Summe Sachanlagen | 29.662 | 16.169 |
| III. Anlageimmobilien | ||
| Als Finanzinvestitionen gehaltene Immobilien | 5.109 | 0 |
| Summe Anlageimmobilien | 5.109 | 0 |
| Summe Anlagevermögen | 16.993 | |
| 3U Konzern (in TEUR) | Historische Anschaffungs- und Herstellungskosten | |||||
| Stand 1.1.2011 |
Zugänge | Umbuchungen | Abgänge | Konzernkreis- veränderungen |
Stand 31.12.2011 |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 15.061 | 118 | 0 | 0 | -11.339 | 3.840 |
| 2. Kundenstamm | 11.031 | 0 | 0 | 0 | -11.031 | 0 |
| 3. Firmenwert | 344 | 3 | 0 | 0 | 170 | 517 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 26.436 | 121 | 0 | 0 | -22.200 | 4.357 |
| II. Sachanlagen | ||||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.135 | 1.042 | 160 | 0 | 0 | 5.337 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 125.889 | 912 | 2 | 126 | -120.581 | 6.096 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.630 | 130 | 0 | 13 | -2.043 | 1.704 |
| 4. Anlagen im Bau | 811 | 9.231 | -162 | 0 | -32 | 9.848 |
| Summe Sachanlagen | 134.465 | 11.315 | 0 | 139 | -122.656 | 22.985 |
| Summe Anlagevermögen | 160.901 | 11.436 | 0 | 139 | -144.856 | 27.342 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Kumulierte Abschreibungen | ||||
| Stand 1.1.2011 |
Zugänge | Abgänge | Konzernkreis- veränderungen |
Stand 31.12.2011 |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | |||||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 14.709 | 188 | 0 | -11.711 | 3.186 |
| 2. Kundenstamm | 10.084 | 299 | 0 | -10.383 | 0 |
| 3. Firmenwert | 344 | 3 | 0 | 0 | 347 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 25.137 | 490 | 0 | -22.094 | 3.533 |
| II. Sachanlagen | |||||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 197 | 155 | 0 | 0 | 352 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 108.056 | 2.122 | 53 | -104.837 | 5.288 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 3.040 | 153 | 7 | -2.010 | 1.176 |
| 4. Anlagen im Bau | 0 | 0 | 0 | 0 | 0 |
| Summe Sachanlagen | 111.293 | 2.430 | 60 | -106.847 | 6.816 |
| Summe Anlagevermögen | 136.430 | 2.920 | 60 | -128.941 | 10.349 |
| 3U Konzern (in TEUR) | Buchwerte | Buchwerte |
| Stand 31.12.2011 |
Stand 31.12.2010 |
|
| I. Immaterielle Vermögenswerte | ||
| 1. Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten | 654 | 352 |
| 2. Kundenstamm | 0 | 947 |
| 3. Firmenwert | 170 | 0 |
| Summe Immaterielle Vermögenswerte | 824 | 1.299 |
| II. Sachanlagen | ||
| 1. Grundstücke und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken | 4.985 | 3.938 |
| 2. Technische Anlagen und Maschinen | 808 | 17.833 |
| 3. Andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung | 528 | 590 |
| 4. Anlagen im Bau | 9.848 | 811 |
| Summe Sachanlagen | 16.169 | 23.172 |
| Summe Anlagevermögen | 16.993 | 24.471 |
Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Marburg, den 27. März 2013
Der Vorstand
Michael Schmidt
Christoph Hellrung
Andreas Odenbreit
Wir haben den von der 3U HOLDING AG, Marburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2012 bis zum 31. Dezember 2012 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach §315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Lagebericht abzugeben.
Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach §317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.
Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.
Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, den 27. März 2013
BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft
Fritz, Wirtschaftsprüfer
Theis, Wirtschaftsprüfer
| ― |
Veröffentlichung Quartalsbericht 1/2013 |
| ― |
Hauptversammlung |
| ― |
Veröffentlichung Quartalsbericht 2/2013 |
| ― |
Veröffentlichung Quartalsbericht 3/2013 |
3U HOLDING AG
Frauenbergstraße 31-33
35039 Marburg
3U HOLDING AG
Postfach 22 60
35010 Marburg
Peter Alex
Tel.: +49 (0) 6421 999-1200
Fax: +49 (0) 6421 999-1222
ir@3u.net
www.3u.net
Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cashflow wird ermittelt aus dem Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Kapitalflussrechnung).
Veränderung der flüssigen Mittel aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens (wie z.B. dem Verkauf der betrieblichen Leistungen, dem Einkauf von Material und Vorleistungen und den sonstigen operativen Auszahlungen) und aus anderen Tätigkeiten, die nicht den Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind.
Beinhaltet die Einzahlungen aus der Aufnahme bzw. die Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen, sonstigen Bankverbindlichkeiten und Zinsverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Mittelabflüsse für Dividendenzahlungen und Zu-/Abflüsse aus Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen.
Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen sowie von Tochtergesellschaften.
Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern.
Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Interest and Taxes).
Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis, Anteilen anderer Gesellschafter und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization).
Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Taxes).
Bilanzielles Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad).
Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex.
Die Kennzahl gibt den Anteil des erwirtschafteten Konzernüberschusses bzw. Konzernfehlbetrages an, der auf eine einzelne Aktie entfällt. Die Kennzahl wird errechnet, indem man das Jahresergebnis (Konzernüberschuss/-fehlbetrag) durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der sich im Handel befindlichen Stammaktien dividiert.
Sammelbegriff für die natürlichen Energievorkommen, die entweder auf permanent vorhandene oder auf sich in überschaubaren Zeiträumen von wenigen Generationen regenerierende Energieströme zurückzuführen sind. Dazu gehören: Wasserkraft (das heißt aus Lauf- und Speicherkraftwerken sowie den Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss ohne die aus Pumpspeichern mit künstlichem Zufluss gewonnene Energie), Windenergie, Solarenergie, Umgebungswärme, Biomasse und Geothermie.
Aktien im Streubesitz.
Der Begriff Holding (Kurzform für Holdinggesellschaft/Dachgesellschaft oder Holding-Organisation) umschreibt keine eigenständige Rechtsform, sondern eine in der Praxis etablierte Organisationsform der Muttergesellschaft von verbundenen Unternehmen.
International Financial Reporting Standards (Rechnungslegungsgrundsätze)
Die Kapitalflussrechnung ist der liquiditätsorientierte Teil des Rechnungswesens.
Es handelt sich hierbei um die wertmäßige Erfassung von Zahlungsströmen innerhalb eines Geschäftsjahres. Hierzu werden Einzahlungen und Auszahlungen in der jeweiligen Berichtsperiode gegenübergestellt und somit die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln erklärt.
Addition von Teilrechnungen zu einer Gesamtrechnung, z.B. von Einzelbilanzen der Konzernunternehmen zur Konzernbilanz.
Gruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzernabschluss einbezogen werden.
Künftige Steuerent- bzw. -belastungen, die entstehen, wenn Handelsbilanz- und Steuerbilanzansatz von Vermögens- und Schuldpositionen auseinanderfallen, der Unterschied sich jedoch im Zeitablauf wieder umkehrt (temporary differences). Mit dem Ansatz latenter Steuern wird der effektive, aus der Steuerbilanz resultierende Steueraufwand an das abweichende handelsrechtliche Ergebnis angepasst. Zusätzlich werden latente Steuern für die zukünftige Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verrechnung möglich ist.
Bezeichnung für den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens.
Errechnet wird sie durch die Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung liefert einen Anhaltspunkt für den Preis, der für sämtliche umlaufenden Aktien eines Unternehmens zu bezahlen bzw. zu realisieren wäre. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass größere Ankäufe/ Verkäufe einer Aktie zu tendenziell steigenden/ sinkenden Aktienkursen führen.
Solarkraftwerk
Systematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzusetzen.
3U HOLDING AG
Frauenbergstraße 31-33
35039 Marburg
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J. Laackman, PSL-Studios-Marburg (Seite 3);
Schweizer Solarpreis 2010/Solar Agentur Schweiz (Seite 14);
Shutterstock Images LLC (Seite 62);
Publitek, Inc. dba Fotosearch (Seite 140)
Interstate von Tobias Frere-Jones
(Hersteller: The Font Bureau)
CEWE COLOR AG & Co. OHG, Münster
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Printed in Germany
Dieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der 3U HOLDING AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Die Begriffe "davon ausgehen", "annehmen", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können", "planen", "projizieren", "sollte" und vergleichbare Ausdrücke dienen dazu, zukunftsbezogene Aussagen zu kennzeichnen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der 3U HOLDING AG liegen.
Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können, sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit z.B.: die Entwicklung der Nachfrage nach unseren Diensten, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisdruck, technologische Veränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der 3U HOLDING AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren.
Dieser Geschäftsbericht enthält eine Reihe von Kennzahlen, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher Vorschriften und der International Financial Reporting Standards (IFRS) sind, wie z. B. EBT, EBIT, EBITDA und EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse, bereinigte EBITDA-Marge, Investitionen (Capex). Diese Kennzahlen sind nicht als Ersatz für die Angaben der 3U HOLDING AG nach HGB oder IFRS zu verstehen. Es ist zu beachten, dass die Kennzahlen der 3U HOLDING AG, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher und IFRS-Vorschriften sind, nur bedingt mit den entsprechenden Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar sind.
| 3U HOLDING AG | ||
| Telefonie | Services | Erneuerbare Energien |
| 010017 Telecom GmbH Marburg, Deutschland | 3U DYNAMICS GmbH Marburg, Deutschland | 3U Einkauf & Logistik GmbH Montabaur, Deutschland |
| 3U MOBILE GmbH Marburg, Deutschland | myFairPartner Limited** London, Großbritannien | 3U ENERGY AG Marburg, Deutschland |
| 3U TELECOM GmbH Marburg, Deutschland | RISIMA Consulting GmbH Marburg, Deutschland | 3U SOLAR (PTY) Ltd. Somerset West, Südafrika |
| 3U TELECOM GmbH Wien, Österreich | weclapp GmbH Marburg, Deutschland | ClimaLevel Energiesysteme GmbH Köln, Deutschland |
| ACARA Telecom GmbH Marburg, Deutschland | EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH Dransfeld, Deutschland | |
| Discount Telecom S&V GmbH Marburg, Deutschland | EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH Marburg, Deutschland | |
| Exacor GmbH Marburg, Deutschland | Immowerker GmbH Marburg, Deutschland | |
| fon4U Telecom GmbH Marburg, Deutschland | Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd.* Sanhe, China | |
| LineCall Telecom GmbH Marburg, Deutschland | Selfio GmbH Linz am Rhein, Deutschland | |
| OneTel Telecommunication GmbH Marburg, Deutschland | Solarpark Adelebsen GmbH Adelebsen, Deutschland | |
| Spider Telecom GmbH* Marburg, Deutschland | Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd.* Tianjin, China | |
| Triast GmbH Kreuzlingen, Schweiz | Windpark DBF GmbH Marburg, Deutschland | |
| TriTelA GmbH Wien, Österreich | ||
*
"At equity" einbezogene Beteiligungen
**
Übrige Beteiligungen
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