![]() 3U HOLDING AGMarburgJahresabschluss 2013Geschäftsbericht 2013Konzernergebnisse im Überblick
Brief an unsere AktionäreSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,im letztjährigen Geschäftsbericht berichteten wir Ihnen, dass ein schwieriges Jahr hinter uns lag und wir ein weiteres Jahr mit vielfältigen Herausforderungen erwarten würden. Heute können wir Ihnen mitteilen, dass dies so eingetreten ist und sich die Aussichten deutlich verbessert haben. Mitte November 2012 hatten wir eine konzernübergreifende 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013 implementiert, welche kontinuierliche organisatorische, operative und strategische Maßnahmen umfasste und den Turnaround sicherstellen sollte. Heute können wir festhalten, dass alle wesentlichen Konzern-Kennzahlen (Umsatz, EBITDA und Ergebnis) im Verlauf des Jahres kontinuierlich zugelegt haben. Für diese insgesamt erfreuliche Entwicklung mussten im abgelaufenen Geschäftsjahr eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt werden, die in Teilbereichen schmerzhafte Einschnitte zur Folge hatten. Das Kostensenkungs- und Margensteigerungsprogramm im Segment Telefonie hat schon ab dem ersten Quartal 2013 zu einer deutlich erhöhten Profitabilität geführt. Kernbestandteil dieses Programms war der marktbedingte mittelfristige Umbau der Telekommunikationsnetze, welcher zu sinkenden Netzkosten führte. Außerdem konnten die Margen im Segment Telefonie im Geschäftsjahr 2013 bei rückläufigen aber segmentweit planmäßigen Umsätzen gesteigert werden. Das Kostenoptimierungs-und Effizienzsteigerungsprogramm im Segment Erneuerbare Energien führte dazu, dass wir uns von defizitären Geschäftsbereichen getrennt haben, bzw. massive Personalanpassungen vorgenommen haben. Dagegen entwickelt sich der Bereich Heizen, Kühlen und Lüften sehr erfreulich. Sowohl die Selfio GmbH als auch die ClimaLevel Energiesysteme GmbH konnten ihre Umsätze in 2013 deutlich steigern. Auch im angelaufenen Jahr ist diese dynamische Entwicklung ungebrochen, so dass wir im Segment Erneuerbare Energien mit einem Wachstum von rund 50 % rechnen. IT-Security nimmt eine zunehmend wichtigere Rolle in nahezu allen Unternehmen ein. Aufgrund dieser erhöhten Nachfrage nach IT-Security-Dienstleistungen - nicht zuletzt wegen der gestiegenen Besorgnis von Geschäftskunden vor dem Hintergrund der NSA-Ausspähaktionen - haben wir im Segment Services den Bereich Unternehmensberatung/IT-Security in den letzten Quartalen deutlich ausgebaut. Von den Personalmaßnahmen des Jahres 2013 waren vor allem auch Kapazitäten im IT-Entwicklungsbereich betroffen, die nicht mehr benötigt wurden, nachdem das Hauptprodukt, die Business Apps der weclapp Suite, weitgehend fertiggestellt worden war. Nach wie vor befinden wir uns mit unseren Cloud-Produkten in einem Megatrend. Marktexperten bescheinigen den 3U Dienstleistungsangeboten Cloud Computing und Software as a Service sehr gute Wachstumsaussichten. Das Produktportfolio der Tochtergesellschaft weclapp, bestehend aus Projektmanagement, Vertragsmanagement, Warenwirtschaft, CRM, Helpdesk, Mobile Device Management und Organizer, lässt sich perfekt miteinander kombinieren. Seit dem Ende des dritten Quartals hat die Nachfrage nach diesen Softwareprodukten ebenfalls deutlich angezogen, so dass wir eine zunehmend bessere Marktpräsenz erreichen. Auch wenn nun absehbar ist, dass wir hier unsere Ziele aus eigener Kraft erreichen können, so sind wir weiterhin offen für die Option, mit einem strategischen Partner noch schneller zu wachsen. Neues Geschäftsfeld: Angebot Data Centre Services (DCS)Auch wenn in den vergangenen Quartalen ein wichtiger Fokus unserer Anstrengungen die Optimierung der bestehenden Geschäftsfelder war, so wurden die Segmente kontinuierlich weiter entwickelt und neue Nischen besetzt. So wurde von der Tochtergesellschaft 3U TELECOM GmbH im Juli 2013 ein Rechenzentrum mit einer Fläche von ca. 1.000 m2 in Berlin und im Oktober 2013 ein Rechenzentrum mit einer Fläche von 600 m2 in Hannover übernommen. Am 4. März 2014 konnten wir mitteilen, dass die 3U HOLDING sich entschieden hat, ein Rechenzentrum inkl. zweier Gewerbeimmobilien in Hannover zu erwerben. Insgesamt umfasst das Objekt in Hannover zwei Gebäude auf einer Grundstücksfläche von insgesamt 7.345 m2 . Die Nutzfläche von 3.067 m2 des einen Gebäudes wird ausschließlich als Rechenzentrum genutzt. In dem anderen Gebäude mit 4.141 m2 Nutzfläche, das überwiegend als Büro- und Verwaltungsgebäude genutzt wird, befindet sich auch das angemietete Rechenzentrum der 3U TELECOM GmbH. Durch die redundante Vernetzung der verschiedenen Rechenzentren und intelligente Backup-Lösungen bietet 3U den Kunden mehr Schutz sowie eine höhere Ausfallsicherheit als bei einem Stand-Alone-Rechenzentrum. Durch die Integration des neuen Rechenzentrums bauen wir die übergreifende Infrastruktur für IT-Dienste und Datenübertragung weiter aus und optimieren diese. Mit dieser Übernahme erweitern wir unser Rechenzentrum-Portfolio auf vier Standorte (Berlin, Hannover, Frankfurt am Main und Marburg); ein weiterer Ausbau in den nächsten Jahren ist geplant. Damit erschließt sich 3U ein neues Geschäftsfeld, welches das traditionelle Telekommunikationsgeschäft hervorragend ergänzt. Geplanter Ausbau des Geschäftsbereichs Erneuerbare Energien-ProjekteDer Solarpark Adelebsen erzielt seit August 2012 Erträge aus der Einspeisevergütung. Darüber hinaus erhält die 3U HOLDING Mieteinahmen aus der Vermietung der Hallen- und Freiflächen. Obwohl wir mit der Entwicklung dieses Projekts sehr zufrieden sind, ist vor dem Hintergrund der aktuellen gesetzlichen Rahmenbedingungen die Realisierung eines weiteren PV-Parks unwahrscheinlich. Die Rahmenbedingungen werden in diesem Geschäftsfeld maßgeblich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bestimmt. Die Große Koalition strebt kurzfristig eine Reform an, so dass mit dem neuen EEG ein möglichst langfristiger grundlegender Ordnungsrahmen geschaffen wird, der allen Beteiligten Planungssicherheit gibt. Nach dem von Wirtschafts- und Energieminister Sigmar Gabriel im Januar 2014 vorgestellten Eckpunktepapier zur EEG-Reform weisen vor allem Windkraftprojekte an attraktiven Standorten weiterhin noch ein gutes Chancen-/Risiko-Profil aus. Deshalb hat sich die 3U HOLDING in den letzten Quartalen sehr intensiv mit Windkraft-Projekten auseinandergesetzt und mögliche Projekte identifiziert. Vor dem Hintergrund der enormen wirtschaftlichen Bedeutung eines solchen Projekts für den Konzern, werden diese mit der entsprechend notwendigen Sorgfalt geprüft. Zu welchem Zeitpunkt ein entsprechendes Projekt realisiert werden kann, lässt sich heute noch nicht prognostizieren. Wir wissen, dass wir in der Vergangenheit die Geduld unserer Aktionäre auf eine harte Probe gestellt haben. Aber wir haben den Turnaround im abgelaufenen Geschäftsjahr geschafft und sind zuversichtlich, diesen Weg fortsetzen zu können. Wir haben unseren Ankündigungen konsequent Taten folgen lassen und werden auch im laufenden Geschäftsjahr mit all unserer Energie daran arbeiten, die 3U HOLDING AG wieder erfolgreicher im Markt zu positionieren. Der Weg in eine erfolgreiche Zukunft wird nicht einfach sein und er wird Zeit brauchen. Deshalb bitten wir Sie erneut um Ihr Vertrauen und würden uns freuen, wenn Sie uns auf unserem Weg weiterhin begleiten.
Marburg, im März 2014 Ihr Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit Bericht des AufsichtsratsIm Rückblick auf ein erneut schwieriges Geschäftsjahr 2013 berichtet der Aufsichtsrat über die Schwerpunkte seiner Überwachungs- und Beratungstätigkeit hinsichtlich der wirtschaftlichen und finanziellen Situation des Konzerns und der Umsetzung der strategischen Weiterentwicklung. Beratung und Überwachung der GeschäftsführungDer Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2013 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von der Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit der Geschäftsführung überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über die für das Unternehmen relevanten Vorkommnisse und Maßnahmen unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Soweit dies nach Gesetz und Satzung erforderlich war, haben wir unser Votum abgegeben. In begründeten Fällen wurden auch außerhalb der Sitzungen Beschlüsse im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sitzungen und TeilnahmeIm Geschäftsjahr 2013 haben insgesamt acht Aufsichtsratssitzungen (18. Februar 2013, 4. März 2013 [telef.], 27. März 2013, 19. Juli 2013, 1. August 2013, 8. November 2013, 15. November 2013 [telef.] und 20. Dezember 2013) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in intensivem Kontakt und hat sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert. Schwerpunkte der Beratungen im AufsichtsratAuch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns befasst. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorstand zeitnah über einzuleitende Restrukturierungsmaßnahmen in den Tochtergesellschaften ausgetauscht und diese mit dem Vorstand kritisch erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand kontinuierlich über die beabsichtigten Maßnahmen im Zusammenhang mit dem Kostensenkungs- und Margensteigerungsprogramm im Segment Telefonie und den Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung im Bereich Erneuerbare Energien unterrichten lassen und diese mit dem Vorstand erörtert. Wesentlicher Gegenstand der Erörterungen des Aufsichtsrates mit dem Vorstand sowie der internen Diskussionen im Aufsichtsrat war dementsprechend die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie die Finanzlage des Unternehmens. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planwerten und definierten Zielen ausführlich erläutern und begründen. Im Rahmen der Erörterung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit den sich stetig verändernden Rahmenbedingungen im Segment Erneuerbare Energien sowie Services und den damit verbundenen Anpassungsmaßnahmen. Im Segment Erneuerbare Energien befasste sich der Aufsichtsrat insbesondere mit den Plänen und Maßnahmen für den Solarpark in Adelebsen, den Auf- und Ausbau neuer Geschäftsfelder vor allem im Bereich Heizen, Kühlen, Lüften und den Umbau der bestehenden Handelsaktivitäten. Im Bereich Services waren Cloud Computing, der Ausbau der IT-Consulting sowie Vertriebs- und Marketing-Aktivitäten Schwerpunkt der Beratungen. Intensiv befasste sich der Aufsichtsrat auch mit dem Segment Telefonie. Im Mittelpunkt der Erörterungen stand u.a. die Preisgestaltung durch die Deutsche Telekom, Regulierungsentscheidungen durch die Bundesnetzagentur, Chancen und Risiken im Wholesale-Bereich und die Auswirkungen der Änderung des Telekommunikationsgesetzes. Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Compliance- und Corporate-Governance-Themen, insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrates ebenso wie Personalfragen einschließlich der Anstellungsverträge des Vorstands. Das Risikomanagement des Unternehmens war Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Abschlussprüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Diese Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Corporate GovernanceAm 14. März 2014 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB ist ebenfalls dort einzusehen. Wahlen zum AufsichtsratAufgrund der unbefriedigenden wirtschaftlichen Entwicklung des 3U Konzerns stand auch der Aufsichtsrat zunehmend in der Kritik einiger Aktionäre. Vor diesem Hintergrund fasste der Aufsichtsrat die Absicht, der Gesellschaft die Vertrauensfrage auf der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 zu stellen. Um dies zu ermöglichen, hatten sämtliche Mitglieder des Aufsichtsrats gemäß § 7 Abs. 4 der Satzung gegenüber dem Vorstand die Niederlegung ihrer Ämter als Mitglieder des Aufsichtsrats unter Einhaltung der einmonatigen Kündigungsfrist mit Wirkung zum Ablauf des 29. Juni 2013 erklärt. Die Amtsniederlegung erfolgte mit dem erklärten Ziel und dem Wunsch, im Rahmen der Neuwahl das Vertrauen der Aktionäre zu erhalten und gestützt auf das Vertrauen an der Entwicklung des 3U Konzerns mitwirken zu können und zu dürfen. Entsprechend stellte sich der bisherige Aufsichtsrat, bestehend aus 1.) Herrn Rechtsanwalt Ralf Thoenes, Partner der Rechtsanwaltskanzlei Altenburger in Düsseldorf, 2.) Herrn Dipl.-Wirtsch.-Ing. Gerd Simon, selbstständiger Unternehmensberater, Bad Homburg, und 3.) Herrn Dipl.-Kfm. Stefan Thies, geschäftsführender Gesellschafter der Thies & Thies Steuerberatungsgesellschaft mbH, Heinsberg auf der Hauptversammlung vom 29. Mai 2013 zur Wahl und wurde erneut bestellt. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2013Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde durch die Hauptversammlung am 29. Mai 2013 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG und der Lagebericht sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2013 sind vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und in der Bilanzsitzung am 24. März 2014 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte für die 3U HOLDING AG und den Konzern eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2013 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstandes und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr.
Marburg, 24. März 2014 Der Aufsichtsrat Ralf Thoenes, Vorsitzender Corporate Governance BerichtDer Deutsche Corporate Governance Kodex gilt seit dem Jahr 2002. Er wurde zuletzt im Mai 2013 aktualisiert und enthält Regelungen, Empfehlungen und Anregungen für eine sachgerechte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der Kodex dient dazu, mehr Transparenz zu schaffen, um so das Vertrauen der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Die 3U HOLDING AG begrüßt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), die sowohl die Interessen der Unternehmen als auch der Anleger bzw. Investoren berücksichtigen. EntsprechenserklärungVorstand und Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG befassen sich fortlaufend mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex und haben beschlossen, den Empfehlungen weitgehend zu entsprechen. Die 3U HOLDING AG hat die vom Aktiengesetz geforderte Entsprechenserklärung zuletzt am 14. März 2014 abgegeben. Sie kann auf ihrer Internetseite (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" dauerhaft eingesehen werden. Abweichungen von den EmpfehlungenSelbstbehalt D&O-VersicherungDie D&O-Versicherung der Gesellschaft enthält keinen Selbstbehalt für den Aufsichtsrat. Die 3U HOLDING AG ist diesbezüglich der Ansicht, dass die Verantwortung und Motivation, mit denen die Mitglieder des Aufsichtsrats der Gesellschaft ihre Aufgaben wahrnehmen, durch einen solchen Selbstbehalt nicht verbessert werden können. DiversityBei der Besetzung von Führungsfunktionen orientiert sich der Vorstand an den Anforderungen der entsprechenden Funktion und sucht nach der bestmöglichen Person, die diese Anforderungen erfüllt. Stehen mehrere gleich qualifizierte Kandidatinnen oder Kandidaten zur Verfügung, achtet der Vorstand bei der Besetzung auf die Vielfalt und eine angemessene Berücksichtigung von Frauen im Unternehmen, ohne diese Kriterien zu einem vorrangigen Prinzip zu machen. VorstandsvergütungDer Aufsichtsrat hat ein Cap für an Vorstände zu zahlende Abfindungen (maximal zwei Jahresgehälter) in den Vorstandsverträgen nicht vorgesehen, da die Verträge lediglich eine begrenzte Laufzeit von drei Jahren haben. Dementsprechend ergibt sich die mit Ziffer 4.2.3 beabsichtigte Begrenzung des möglichen Abfindungsanspruches eines Vorstands bereits aus der Natur der Vorstandsverträge. Diversity von Vorstands- und AufsichtsratsmitgliedernDer Aufsichtsrat orientiert sich bei der Besetzung des Vorstands nach der Eignung und Qualifikation und sucht nach der bestmöglichen Besetzung der Vorstandspositionen. Nach Auffassung der Gesellschaft würde die vom Kodex vorgegebene besondere Gewichtung weiterer Kriterien die Auswahl möglicher Kandidatinnen oder Kandidaten für den Vorstand einschränken. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass der Vorstand derzeit nur aus drei Mitgliedern besteht. Auch bei der Besetzung des Aufsichtsrats gilt, dass Eignung, Erfahrung und Qualifikation die maßgeblichen Auswahlkriterien sind. Eine Bindung an Vorgaben hinsichtlich der zukünftigen Besetzung schränkt die Flexibilität ein, ohne dass damit anderweitige Vorteile für das Unternehmen verbunden wären. Dies gilt umso mehr, da der Aufsichtsrat ebenfalls nur aus drei Mitgliedern besteht. Erklärung zur UnternehmensführungDie aktuelle Erklärung des Vorstands der 3U HOLDING AG zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad Investor Relations/Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung allgemein und dauerhaft zugänglich. In der Erklärung werden die relevanten Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Regelungen hinaus angewendet werden, erläutert. Des Weiteren wird die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben und die Zusammensetzung und Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrats dargestellt. VergütungsberichtAusführungen zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht des Konzernlageberichts, der sowohl Teil des Konzernlageberichts als auch Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist. Die folgenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder waren zum 31. Dezember 2013 am Kapital der Gesellschaft wie folgt beteiligt:
Die nicht aufgeführten Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder waren zum 31. Dezember 2013 am Kapital der Gesellschaft nicht beteiligt. Die 3U AktieDie 3U Aktie im Überblick
Die Aktien der 3U HOLDING AG sind nennwertlose Inhaber-Stammaktien und im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Neben dem Handel in Frankfurt auf Xetra und Parkett wird die Aktie auch im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart gehandelt. Allgemeine Marktentwicklung2013 entwickelten sich die Aktienmärkte sehr heterogen. Während sich die Aktienmärkte der fortgeschrittenen Volkswirtschaften, allen voran USA, Japan und Deutschland, sehr gut entwickelten und in den USA und Deutschland historische Höchststände zu verzeichnen waren, mussten Schwellenländer vor allem in Südostasien und Südamerika deutliche Abschläge verkraften. Maßgeblich für die starken Kursanstiege ist zum einen die Niedrigzinspolitik der wichtigsten Notenbanken. Darüber hinaus hat die europäische Finanz- und Schuldenkrise aus Sicht vieler Marktteilnehmer etwas an Brisanz verloren. Konflikte in den arabischen Ländern (Syrien und Ägypten), in Südamerika (Argentinien und Brasilien) und zuletzt in der Ukraine bergen jedoch jederzeit das Risiko, die Weltwirtschaft spürbar zu belasten und tragen dazu zur Verunsicherung der Akteure an den Aktienmärkten bei. An den deutschen Aktienmärkten haben positive Wirtschaftsindikatoren wie Auftragseingänge, Geschäftsklima und Verbrauchervertrauen im Berichtszeitraum für eine positive Stimmung gesorgt. Entsprechend konnte der deutsche Aktienmarkt in der Berichtsperiode deutliche Zugewinne realisieren. Der deutsche Aktienindex DAX beendete das Jahr 2013 beim Stand von auf 9.552,16 Punkten, was einem Anstieg von rund 25 % entsprach. Entwicklung der 3U AktieDie Aktie der 3U HOLDING AG startete in das Geschäftsjahr 2013 mit einer Notiz von EUR 0,51. Nach einem kurzfristigen Anstieg bis auf EUR 0,60 Mitte Januar gab die 3U Aktie diese Kursgewinne in der Folge ab und erreichte im August ihren Jahrestiefststand. Nach einer zwischenzeitlichen Erholung zum Ende des dritten Quartals hatte sich der Kurs der Aktie zum Jahresende wieder seinen Tiefstständen genähert und notierte zum Ende des Berichtszeitraums mit EUR 0,41 nahezu 20 % unter dem Stand vom Jahresanfang. Der Prime All Share Index begann das Geschäftsjahr 2013 bei 2.852,87 Punkten und schloss bei 3.654,30 Punkten und konnte damit um rund 28 % zulegen. AktienkursPerformance der 3U Aktie* vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 im Vergleich zum Prime All Share Index![]() Quelle: EquityStory AG/Interactive Data Managed Solutions AG Aktionärsstruktur zum 31. Dezember 2013![]() Investor RelationsDer Dialog mit unseren Aktionären hat für uns einen hohen Stellenwert. Wir wollen die Bekanntheit der 3U HOLDING AG am Kapitalmarkt weiter fördern. Die 3U Aktie soll als langfristig attraktives Investment wahrgenommen werden. Wir werden die Entwicklung der Gesellschaft und unsere Strategie kontinuierlich, offen und verlässlich vermitteln, um das Vertrauen der Investoren zu gewinnen und eine faire Bewertung am Kapitalmarkt zu erreichen. Wir haben in 2013 Gelegenheiten ergriffen, bei Veranstaltungen für institutionelle Investoren sowie Privataktionäre über den Geschäftsverlauf zu informieren, über die Attraktivität unserer Aktie zu berichten und unser Unternehmen in Einzelgesprächen vorzustellen. Mit den wesentlichen Aktionären besteht ein intensiver, regelmäßiger Dialog. In den Gesprächen mit unseren Investoren wurde deutlich, dass die Entwicklung der 3U HOLDING AG mit Interesse verfolgt wird, aber weiterhin Skepsis bezüglich der zukünftigen Entwicklung des Konzerns und insbesondere den Aussichten für die Segmente Erneuerbare Energien und Services besteht. Die Liquidität der 3U Aktie blieb im Vergleich zum Vorjahr nahezu unverändert. Die Anzahl der im Tagesdurchschnitt in Frankfurt am Main gehandelten 3U Aktien lag wie schon im Vorjahr bei rund 30.000 Stück. Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat im April 2013 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden. Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 31. Dezember 2013 604.720 Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund EUR 0,45 zurückgekauft; das entspricht 1,71 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. Die 3U HOLDING AG informiert wöchentlich über den Fortschritt des Aktienrückkaufprogramms auf ihrer Webseite unter http://www.3u.net/investor-relations/die-aktie/aktienrueckkauf. KonzernlageberichtGrundlagen des KonzernsGeschäftsmodell des KonzernsDie 3U HOLDING AG ist aktuell in den Segmenten Telefonie, Erneuerbare Energien und Services tätig. Damit verfolgt die ursprünglich aus der Telekommunikationsbranche stammende, börsennotierte Management- und Beteiligungsgesellschaft das strategische Ziel, möglichst viele Dienstleistungen rund um die Infrastruktur von Gebäuden anzubieten. 1997 wurde 3U mit dem Geschäftszweck Verbindungsnetzbetreiber als 3U Telekommunikation GmbH gegründet. Schon wenige Jahre später stand fest, dass zusätzliche Geschäftsbereiche erschlossen werden sollten, um den wirtschaftlichen Erfolg langfristig zu sichern. Nach umfangreichen Analysen und Evaluierungen fiel die Entscheidung, die Segmente Services und Erneuerbare Energien durch Zukäufe und Neugründungen zu besetzen. Heute steht der 3U Konzern auf den Säulen Telefonie, Services und Erneuerbare Energien. Für die 3U HOLDING AG zählt nicht der schnelle Erfolg, sondern langfristiges, nachhaltiges Wachstum und eine daraus resultierende Wertsteigerung des Unternehmens. SteuerungssystemAufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sitzungen auf allen Organisationsebenen sowie eine rollierende Monatsplanung/Liquiditätsentwicklung. Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen, an Zielsetzungen für EBITDA und an budgetierten Cashflows für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt anhand der Grundlage der Detailplanung des ersten Planjahres. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen innerhalb einer Komponente werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsbereichsleitern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenEntwicklung des gesamtwirtschaftlichen UmfeldesDie konjunkturelle Lage in Deutschland hat sich nach der Schwächephase im vergangenen Winter im Laufe des Jahres 2013 verbessert. In einem schwierigen internationalen Umfeld hat die deutsche Wirtschaft zu einem moderaten Wachstumskurs zurückgefunden. Das Bruttoinlandsprodukt (BIP) ist nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) gegenüber dem Vorjahr um 0,4 % gestiegen. 2012 hatte der reale Zuwachs der Wirtschaftsleistung im Vorjahresvergleich noch bei 0,7 % gelegen. Allerdings dürften zahlreiche andere europäische Länder, ebenso wie die Eurozone insgesamt, auch im Jahr 2013 wieder ein schrumpfendes BIP verzeichnet haben. So geht die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose 2013 davon aus, dass das reale BIP in der Eurozone um 0,4% zurückgegangen ist. In diesem schwierigen europäischen Umfeld zeigte sich die deutsche Wirtschaft auf einem stabilen Wachstumskurs und hat sich dank robuster Auslands- und Binnennachfrage erfolgreich dem Sog der europäischen Wirtschaftskrise entzogen. Mit dem Anstieg des BIP in 2013 ist Deutschland - ähnlich wie in den Vorjahren - die Konjunkturlokomotive in Europa. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2013 von 41,8 Mio. Erwerbstätigen in Deutschland erbracht. Das waren 233.000 Personen oder 0,6 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit fiel der Anstieg der Erwerbstätigkeit im Jahr 2013 insgesamt nur noch etwa halb so hoch aus wie im Jahr 2012, als die Zahl der Erwerbstätigen noch um 456.000 Personen oder 1,1 % gewachsen war. Gleichwohl ist auch das jüngste Jahresergebnis angesichts der relativ moderaten konjunkturellen Entwicklung sehr beachtlich. Die Zahl der Erwerbstätigen erreichte 2013 im siebten Jahr in Folge einen neuen Höchststand. Der Beschäftigungszuwachs ist damit auch im Jahr 2013 stärker als der Rückgang der registrierten Arbeitslosigkeit. Die registrierte Arbeitslosigkeit hat nur geringfügig um 20.000 Personen abgenommen. Damit bleibt die Arbeitslosenquote weiter auf einem vergleichsweise niedrigen Niveau von 6,8 %. Die international vergleichbare Arbeitslosenquote nach der engeren Definition der internationalen Arbeitsorganisation (ILO) betrug 2013 4,9 %. Entwicklung des Telekommunikationsmarktes in DeutschlandDie Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2013 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahresdurchschnitt 2013 um 1,6 % unter dem Niveau des Jahres 2012. Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet waren im Jahr 2013 um 0,9 % preiswerter als 2012. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Wettbewerb bei den Komplettangeboten (Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate) zurückzuführen. Das mobile Telefonieren verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2013 im Vergleich zum Vorjahr um 2,4 %. Laut einer Studie des Verbands der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2013 ist die TK-Branche im achten Jahr in Folge geschrumpft. Umsätze mit Telekommunikationsdiensten in Deutschland sind in 2013 mit EUR 59,6 Mrd. (2012: EUR 60,2 Mrd.) um 1 % zurückgegangen. Dabei ist der Umsatz im Mobilfunkbereich um rund EUR 0,3 Mrd. auf EUR 25,1 Mrd. (+1,2%) leicht gestiegen, während der TK-Festnetzbereich um EUR 1,3 Mrd. auf EUR 29,7 Mrd. zurückgegangen ist. Die Kabelnetzbetreiber haben mit einem Plus von EUR 0,4 Mrd. und damit 9,1 % ihren Umsatz deutlich gesteigert. Ursächlich für den Anstieg im Mobilfunk ist trotz sinkender Endkundenpreise das stark steigende aus Mobilfunknetzen abgehende Datenübertragungsvolumen pro Nutzer und Monat, welches sich um 15 % auf 261 Megabyte erhöhte. Das gesamte Datenübertragungsvolumen stieg sogar um 21 %. Nachdem die TK-Festnetz-Wettbewerber der Deutschen Telekom im Jahr 2012 erstmals genauso viel Umsatz (jeweils EUR 15,5 Mrd.) verbuchen konnten, konnten sie im Jahr 2013 ihren Marktanteil in einem rückläufigen TK-Festnetzmarkt weiter ausbauen. Die alternativen TK-Anbieter verbuchen im Festnetz-Segment insgesamt ein leichtes Minus von EUR -0,3 Mrd. (-1,9 %) auf EUR 15,2 Mrd. Der Umsatz der Deutschen Telekom sinkt in diesem Bereich um EUR 1 Mrd. (6,5 %) auf EUR 14,5 Mrd. So verzeichnet die Deutsche Telekom zum Beispiel bei den Anschlüssen im Jahr 2013 schätzungsweise einen Rückgang um 0,7 Mio. Anschlüsse; nach einem Rückgang von 0,9 Mio. Anschlüssen im Vorjahr. Die Wettbewerber verlieren in einem insgesamt nur um 0,3 Mio. Anschlüsse schrumpfenden Markt bei klassischen Anschlüssen 0,2 Mio., aber können bei Anschlüssen mit TV-Breitbandkabel und entbündeltem DSL (VoIP) um 0,6 Mio. zulegen. Damit erreichen die Wettbewerber der Deutschen Telekom einen Marktanteil von rund 41,7 % (nach 40,3 % im Vorjahr). Nach Jahren rückläufiger bzw. stagnierender Investitionen in Sachanlagen erhöhten die TK-Unternehmen 2013 ihre Netzinvestitionen um EUR 0,4 Mrd. Den leicht sinkenden Gesamtumsätzen zum Trotz investieren in besonderem Maße auch die Wettbewerber in TK-Sachanlagen. Sie tragen EUR 3,4 Mrd. der insgesamt EUR 6,4 Mrd. und damit 53 % der Investitionen. Seit der Marktliberalisierung haben sie in Deutschland rund EUR 58,4 Mrd. investiert. Nach den Rückgängen in den vergangen Jahren geht der VATM davon aus, dass die Umsätze im Gesamtmarkt auch im Jahr 2014 weiter schrumpfen werden; jedoch ist nur mit einem leichten Rückgang von 1 bis 1,5 % zu rechnen. Entwicklung des Marktes für Festnetz-Telefonie in DeutschlandDurchschnittlich rund 233 Mio. Minuten täglich haben die Kunden der Wettbewerber der Deutschen Telekom 2013 vom Festnetz aus telefoniert. Der Anteil von Call-by-Call und Preselection nimmt wie in den Vorjahren weiter ab. Dennoch werden weiterhin bei 25 Mio. Minuten Tag für Tag Vorauswahl-Nummern gewählt, nach ca. 28 Mio. Minuten im Jahr 2012. Der Hauptgrund für diesen Rückgang liegt in der abnehmenden Zahl der Deutschen Telekom-Anschlüsse und der zunehmenden Anzahl der Kunden, die ein Flatrate-Angebot der Deutschen Telekom nutzen. Mit einem Rückgang um jeweils rund 3 Mio. Verbindungsminuten am Tag hat sich dieser Rückgang in den letzten 2 Jahren zwar verlangsamt, jedoch ist das Marktvolumen in den letzten Jahren dramatisch geschrumpft. Im Vergleich zum Jahr 2008 ist ein Rückgang von rund 73 % zu verzeichnen. Gesamtmarkt Wettbewerber Sprachdienste aus Festnetzen in Deutschland nach Verbindungsminuten (Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Mio. Minuten pro Tag)![]() Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen Betrachtet man jedoch nur die Festnetzanschlüsse der Deutschen Telekom ohne Flatrate-Tarif, hat sich das über Verbindungsnetzbetreiberauswahl generierte Sprachvolumen in den vergangenen Jahren bei rund 80 Minuten pro Monat und Anschluss erkennbar stabilisiert. Sprachminuten mittels Verbindungsnetzbetreiberauswahl pro Telekom-Festnetzanschluss ohne Flatrate-Tarif (Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Minuten pro Monat)![]() Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen Rund 4,1 Mio. Minuten täglich telefonieren Bürger mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten der TK-Wettbewerber. Die seit 2012 geltenden neuen Warteschleifenregelungen führen zu einer deutlichen Verschiebung der verwendeten Rufnummerngassen. Dieser Trend setzt sich auch 2013 deutlich fort. Die 0180- und 0800-Nummern erreichen - zusammengenommen - 63,5 %. Geografische Rufnummern verfügen mittlerweile über einen Marktanteil in Höhe von 26,8 %. Die übrigen Rufnummerngassen machen zusammen nur 9,7 % der Verbindungsminuten aus. Bei den Umsätzen mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten erreichen in diesem Jahr alle Wettbewerber zusammen mit 47,5 % des Gesamtumsatzes in Höhe von rund EUR 646 Mio. nicht ganz das Volumen der Umsätze der Deutschen Telekom. Umsatz mit Servicenummern![]() Quelle: DIALOG CONSULT-/VATM-Analysen und -Prognosen Dazu zählen geographische Nummern, IN-Nummern* (0137, 0180, 0700, 0800 0900, 018[2-9]) und Auskunftsnummern (118). IN- und Auskunftsnummern werden immer über den Anschlussnetzbetreiber abgerechnet und sind nicht mittels Call-by-Call oder Preselection nutzbar. Entwicklung des Marktes ServicesDas Spektrum des Produktportfolios im Dienstleistungsbereich der 3U geht von der Software-Entwicklung über Consulting-Dienstleistungen bis hin zur Entwicklung von Vertriebs- und Vermarktungsstrategien und deren Umsetzung. Zu den Consulting-Dienstleistungen gehört eine große Auswahl an Produkten und Services für ein umfassendes sowie individuelles IT-Security-Management zur Erhöhung der IT-Sicherheit in den Unternehmen. Außerdem werden die Identifikation und Bewertung von Unternehmensrisiken und den damit einhergehenden gesetzlichen Verpflichtungen (Risikomanagementsystem) sowie die Umsetzung notwendiger und sinnvoller Maßnahmen (Compliancemanagementsystem) bis hin zur Kontrolle der durchgeführten Maßnahmen (Internes Kontrollsystem) angeboten. Schwerpunkt der Software-Entwicklung sind Business Apps für die Cloud bzw. Software as a Service. Die Software wird als webbasierte und damit kostengünstige Lösung über das Internet genutzt. Damit haben Kunden jederzeit mobilen und sicheren Zugriff auf ihre geschäftsrelevanten Daten. Die Kapazitäten für die Entwicklung von Vertriebs- und Vermarktungsstrategien und deren Umsetzung wurden ausschließlich für konzerninterne Projekte eingesetzt. Während für die zukünftige Entwicklung des IT-Marktes Prognosen renommierter Forschungseinrichtungen vorliegen, fällt allein schon die Abgrenzung des Marktes für Unternehmensberatung und Vertriebs- und Vermarktungsstrategien außerordentlich schwer, was dazu führt, dass es kaum verlässliche aktuelle Daten zu diesem Markt gibt. Nach den letzten verfügbaren Angaben des Bundesverband Deutscher Unternehmensberater BDU e. V. legte der Gesamtumsatz der Branche im Jahr 2012 um 8,0 % auf EUR 22,3 Mrd. (2011: EUR 20,6 Mrd.) zu. Für 2013 blieben die Unternehmensberater weiter optimistisch und rechneten mit einem Umsatzplus von knapp 7 % wie der Marktstudie "Facts & Figures zum Beratermarkt 2012/2013" zu entnehmen ist. Nach BDU-Schätzungen bewerben sich um diesen Milliardenmarkt in Deutschland fast 15.000 Gesellschaften für Unternehmensberatung mit insgesamt 95.150 Beratern und 17.100 sonstigen Mitarbeitern. Ein halbes Prozent der Beratungsunternehmen deckt dabei allein über 43 % des Marktvolumens ab; andererseits erwirtschaften 72 % der beinahe 15.000 Unternehmen jeweils weniger als EUR 0,5 Mio. Jahresumsatz und zusammen nur gut 13 % des Marktvolumens. Wird die IT-Beratung aus dieser Gesamtsumme ausgegliedert, so kam der deutsche Markt für klassische Managementberatung mit den Themen Strategie, Organisation, Führung, Betriebswirtschaft, Logistik und Marketing in 2012 auf ein Marktvolumen von EUR 17,6 Mrd. (2011: EUR 16,0 Mrd.) aus. Der Zuwachs dieses Marktsegmentes fällt damit gegenüber 2011 mit 10 % deutlich höher aus als beim gesamten Unternehmensberatungsmarkt. IT-Sicherheit nimmt eine zunehmend wichtigere Rolle in nahezu allen Unternehmen ein. Sowohl Großunternehmen als auch kleine und mittelständische Unternehmen sind täglichen Angriffen aus dem Netz ausgesetzt, die immensen und kostspieligen Schaden anrichten können. Vor allem auch bei der Vergabe von Aufträgen bzw. Abschlüssen von Verträgen in Geschäftsbereichen wo größere Mengen an (persönlichen) Daten erhoben werden, hat die IT-Sicherheit hohe bzw. höchste Priorität. Produkte und Services sowie IT-Security-Lizenzen für ein umfassendes IT-Security-Management stoßen daher auf eine steigende Nachfrage. Nahezu jedes Unternehmen muss täglich Risiken eingehen. Einige Risiken bergen das Potenzial, den Erfolg eines Unternehmens ernsthaft zu gefährden. Dazu gehören z. B. IT-Risiken, Risiken durch Nichteinhaltung von Gesetzesvorgaben, Personalrisiken, Marktrisiken etc. Mit Hilfe eines geeigneten Risikomanagementsystems kann auf diese Risiken und Chancen jedoch adäquat reagiert werden. Deshalb ist auch in diesem Bereich mit einer dauerhaften hohen Nachfrage zu rechnen. Cloud Computing ist nach Ansicht vieler Experten einer der wichtigsten IT-Trends, wenn nicht sogar der Wichtigste. Cloud Computing ist jedoch nicht nur ein Trend, sondern es geht auch ein grundlegender Wandel in der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen damit einher. Für Privatanwender sind Dienste aus der Cloud wie E-Mail, Datenspeicher oder Online-Spiele alltäglich geworden. Unternehmen gewinnen mit Cloud-Services Flexibilität, Schnelligkeit, Qualität und Effizienz. Dieser Wandel wurde zwar durch die NSA-Affäre gebremst, aber nicht gestoppt. Dies zeigt die jüngste Studie des Cloud Monitors, die der Branchenverband BITKOM und die Wirtschaftsprüfungsgesellschaft KPMG Ende Januar 2014 veröffentlichten. Einsatz von Cloud Computing in Unternehmen steigtEnde 2013 nutzten 40% der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing. Das sind 3 Prozentpunkte mehr als im Jahr zuvor. Darüber hinaus gibt es eine große Gruppe von Interessenten: 29 % aller befragten Unternehmen planen oder diskutieren aktuell den Einsatz von Cloud-Lösungen. Für 31 % ist Cloud Computing hingegen kein Thema. Cloud Computing Nutzung im Zeitverlauf![]() Basis: Unternehmen ab 20 Mitarbeitern (2011: n = 411; 2012: n = 436; 2013: n=403) Quelle: Bitkom Research, KPMG In großen Unternehmen gehören Cloud-Lösungen zum StandardIn großen Unternehmen ab 500 Mitarbeitern gehört Cloud Computing heute zum Standard. Hier setzen bereits etwa zwei Drittel der Unternehmen Cloud-Lösungen ein. Bei den kleineren Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern liegt der Anteil der Cloud-Nutzer immerhin bei 37%. Cloud Computing Nutzer 2013 nach Unternehmensgröße![]() Basis: Unternehmen ab 20 Mitarbeitern (n=403) Quelle: Bitkom Research Nach einer Prognose von Experton für den BITKOM wird der Markt für Cloud Computing stark wachsen. Der Umsatz mit Cloud-Lösungen für Unternehmen soll im Jahr 2013 in Deutschland voraussichtlich um rund 50% auf EUR 4,6 Mrd. gestiegen sein. In den Zahlen sind Cloud-Services, Hardware sowie Beratungs- und Implementierungsleistungen enthalten. In den kommenden Jahren wird nach dieser Prognose das Wachstum mit hohen zweistelligen Raten weitergehen. Bis zum Jahr 2016 soll sich der Umsatz auf fast EUR 14 Mrd. verdreifachen. Entwicklung des Zukunftsmarktes Regenerative EnergienDie Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat weltweit eine Vorreiterrolle übernommen und sich besonders ehrgeizige Ziele bei der Vermeidung von Treibhausgasen gesetzt. Es ist das erklärte Ziel, bis zum Jahr 2050 mindestens einen Anteil von 80 % erneuerbare Energien an der Stromversorgung zu erreichen. Mit dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) wurde ein Zwischenziel definiert, nachdem der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 % und danach kontinuierlich weiter erhöht werden soll. Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland schreitet mit großen Schritten voran. Dies gilt nicht nur für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, sondern auch für die Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern. Der Anteil der erneuerbaren Energien an der Stromerzeugung in Deutschland ist im vergangenen Jahr auf den Rekordwert von 23,4 % (2012: 22,8 %) gestiegen. Während die Stromerzeugung der Photovoltaikanlagen mit einem Zuwachs von 7,3 % ein neues Hoch erreichte, ging der Anteil von Wind witterungsbedingt um 1,7% zurück. So kommt Wind auf einen Anteil an der Stromerzeugung von 7,9 % (Vorjahr: 8,1 %), Biomasse von 6,8 % (Vorjahr: 6,3 %), Photovoltaik von 4,5 % (Vorjahr: 4,2 %), Wasser von 3,4 % (Vorjahr: 3,5 %) und Siedlungsabfälle von 0,8 % (Vorjahr: 0,8 %). Das geht aus ersten Schätzungen des Bundesverbandes der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) für das Jahr 2013 hervor. Beitrag der erneuerbaren Energien zur Deckung des Stromverbrauchs Brutto-Inlandsstromverbrauch 2013 in Deutschland: 596 Mrd. kWh*![]() Quellen: BDEW, AG Energiebilanzen; Stand: 12/2013
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vorläufig, teilweise geschätzt Entwicklung der Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik (in GWh)![]() Quelle: BDEW (Stand: 12/2013)
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vorläufig, teilweise geschätzt Jedoch entwickelt sich die Branche alles andere als homogen. Einige internationale PV-Modul-Hersteller blicken auf ein erfolgreiches Geschäftsjahr 2013 zurück und sind zuversichtlich was die weitere Entwicklung angeht. In Deutschland jedoch haben die gewaltigen Überkapazitäten, die zum einen von den enormen Investitionen in Produktionsanlagen vor allem in China herrühren und zum anderen aufgrund des Nachfrageausfalls der Mittelmeerstaaten, die ihre Förderprogramme im Zuge der Staatsschuldenkrise zusammengestrichen haben, dazu geführt, dass deutsche Unternehmen, die noch vor einigen Jahren zu den Weltmarktführern gehörten, heute ums Überleben kämpfen oder diesen Kampf schon verloren haben. Auch für Projektgesellschaften, die Erneuerbare-Energien-Projekte verwirklichen, sind die Rahmenbedingungen äußerst schwierig, dies gilt sowohl für PV-Parks als auch für Windanlagenprojekte. Neben dem politischen Willen, den Anteil erneuerbarer Energien weiter zu steigern, werden die damit einhergehenden Kosten zunehmend kritischer gesehen. Daher besteht ein grundlegender Reformbedarf des Erneuerbare-Energien-Gesetzes insbesondere in puncto Kostenentwicklung. Die anstehende Reform des EEG ist damit sicherlich eine der Kernaufgaben der neuen Bundesregierung für 2014. Entwicklung des FinanzmarktesDie Inflationsrate im Euroraum lag im Jahresdurchschnitt 2013 bei rund 1,4 % p. a. und somit klar unter der von der EZB angesteuerten Richtgröße von knapp unter 2 % p. a. Der niedrigste Stand wurde im Oktober 2013 mit 0,7 % verzeichnet. Insbesondere Preisrückgänge bei Lebensmitteln und Energiepreisen waren für diese Entwicklung verantwortlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Hauptrefinanzierungssatz im abgelaufenen Jahr zwei Mal auf aktuell 0,25 %. Zum Jahresende stellte sie unveränderte oder noch tiefere Leitzinsen in Aussicht. Während die Geldmarktzinsen das ganze Jahr auf einem tiefen Niveau verharrten, stiegen die Kapitalmarktzinsen im Jahresverlauf 2013 merklich an. Beispielsweise kletterte die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe von ihrem Tief bei knapp über 1,1 % Ende April auf über 2,0 % Ende August. Die globalen etablierten Aktienmärkte konnten 2013 allesamt kräftige Kurszuwächse verbuchen. Durch die Niedrigzinspolitik der Zentralbanken waren sie das ganze Jahr hindurch unterstützt von reichlicher Liquidität. In den USA konnten sich zudem die Konjunktur-Vorlaufindikatoren zusehends verbessern, in Japan halfen die Maßnahmen von Regierung und Notenbank zur Abschwächung des Yen ganz besonders der Exportindustrie und in Europa waren das Ende der langen Rezession und das weitgehende Überwinden der Staatsschuldenkrise die Treiber hinter dem Aktienmarktaufschwung. Der Nikkei 225 Index lag zwischenzeitlich seit Jahresanfang 2013 mehr als 50 % im Plus, die US-Indizes teils über 30 % und die europäischen Indizes zwischen gut 10 % (ATX) und deutlich über 20 % (DAX). Im Gegensatz zu den Vorjahren konnten die Anstiege der Unternehmensgewinne 2013 jedoch nicht mehr mit jenen der Aktienkurse mithalten. Trotzdem liegen die Dividendenrenditen vielfach höher als die Renditen sicherer Anleihen. Der Unternehmensanleihenmarkt verzeichnete 2013 ein gutes Jahr. Es brachte für Unternehmensanleihen einmal mehr hohe Erträge, die deutlich über den Erwartungen lagen. Im High Yield Segment (Anleihen von Emittenten mit schlechterer Bonität) betrug die Performance auf Indexebene rund 7,3 %. Selbst im Investmentgrade-Segment konnten Anleger mit 2,1 % Erträge erwirtschaften, die über der Inflation lagen. Die 3U HOLDING AG blieb von den negativen Auswirkungen der Finanzkrise verschont, da sie ihre liquiden Mittel ausschließlich in festverzinsliche kurzfristige Anlagen investiert hat. Gleichzeitig führt das sehr niedrige Zinsniveau zu aktuell geringen Zinseinnahmen. Auch vor diesem Hintergrund wurden erhebliche Investitionen durch eigene Liquidität und nicht durch Fremdkapitalaufnahme finanziert. Während Unternehmen mit geringerer Bonität erhebliche Schwierigkeiten haben, Finanzierungszusagen von Banken zu erhalten, gilt dies weniger für Unternehmen mit einer guten Eigenkapitalquote wie dem 3U Konzern. Insgesamt ist die Finanzierungsbereitschaft der Banken in Deutschland jedoch weiter rückläufig bzw. mit verstärkter Risikovorsorge verbunden. 3U plant dennoch bei Investitionen in den Ausbau bestehender sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder vermehrt Fremdkapital einzusetzen. GeschäftsverlaufDie wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahrs 2013 im ÜberblickDie Entscheidungen der Bundesnetzagentur Ende 2012 zur Entgeltregulierung hat die Umsatzentwicklung im Bereich Telefonie im Geschäftsjahr 2013 negativ beeinflusst. Auch im Bereich der Erneuerbaren Energien setzten sich die negativen Einflüsse politischer Entscheidungen zu Beginn des Jahres 2013 fort. Nach den ursprünglichen Planungen der 3U HOLDING vom Jahresanfang 2012 sollte der Solarpark Adelebsen nur der erste in einer Reihe von Großprojekten im Segment Erneuerbare Energien sein, die im Jahr 2012 und in den Folgejahren verwirklicht werden sollten. Hierzu wurden sowohl mit den konzerninternen Planungskapazitäten als auch zusammen mit einem externen Partnernetzwerk mehrere entsprechende Projekte identifiziert sowie entwickelt. Die fortdauernden Änderungen der gesetzlichen Grundlagen, die insbesondere hinsichtlich der Einspeisevergütung unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Projekten haben, erschwerten eine sachgerechte und nachhaltige Planung. Als Konsequenz dieser Marktentwicklungen hatte der Vorstand Mitte November 2012 eine konzernübergreifende 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013 implementiert, welche kontinuierliche organisatorische, operative und strategische Maßnahmen umfasste. Die 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013 umfasste folgende Einzelmaßnahmen:
Die ab dem vierten Quartal 2012 in allen defizitären Unternehmensbereichen eingeleiteten bzw. umgesetzten Kostensenkungsmaßnahmen führten zu einer deutlichen Personalreduktion im Geschäftsjahr 2013. In seiner im März 2013 veröffentlichten Prognose ging der Vorstand der 3U HOLDING AG von Umsätzen zwischen EUR 45 Mio. und EUR 50 Mio., einem EBITDA zwischen EUR -1,0 und EUR 1,0 Mio. und einem Konzernergebnis zwischen EUR -3,0 und EUR -1,0 Mio aus. Für 2014 rechnete der Vorstand mit Umsätzen zwischen EUR 50 Mio. und EUR 55 Mio., einem EBITDA zwischen EUR 2 Mio. und EUR 5 Mio. sowie einem Konzernergebnis zwischen EUR 0 Mio. und EUR 2 Mio. Die 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013 sowie die Kostensenkungsmaßnahmen prägten das Geschäftsjahr 2013. Nach dem Wegfall von 25 Stellen im ersten Halbjahr 2013 wurden im dritten Quartal Maßnahmen zur Beendigung weiterer 23 Beschäftigungsverhältnisse innerhalb des Konzerns umgesetzt. Darüber hinaus verschlechterten sich die Rahmenbedingungen für die Segmente Telefonie und Erneuerbare Energien im Berichtszeitraum. Während das Segment Telefonie durch Entscheidungen der Bundesnetzagentur zur Entgeltregulierung beeinträchtigt wurde, erschweren die fortdauernden Änderungen der gesetzlichen Grundlagen, die insbesondere hinsichtlich der Einspeisevergütung unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Projekten haben, eine sachgerechte und nachhaltige Planung von EE-Projekten. Diese umfangreichen Veränderungen innerhalb des 3U Konzerns als auch der Rahmenbedingungen machten es notwendig, dass die im März 2013 abgegebene Prognose im Juli 2013 aktualisiert werden musste und eine weitere Prognoseanpassung mit der Veröffentlichung der 9-Monatszahlen 2013 erfolgte. Nachdem im Juli vor allem die Ergebnisziele nach unten angepasst wurden, mussten im November vor allem die Umsatzerwartungen reduziert werden. In dieser jüngsten Prognose rechnete der Vorstand der 3U HOLDING AG für das Geschäftsjahr 2013 im Konzern mit Umsätzen zwischen EUR 38 Mio. und EUR 40 Mio. und einem EBITDA zwischen EUR -3,5 Mio. und EUR -2,5 Mio. Für 2014 plante der Vorstand mit Umsätzen zwischen EUR 44 Mio. und EUR 49 Mio., einem EBITDA zwischen EUR -0,5 Mio. und EUR 1,5 Mio. sowie einem Konzernergebnis zwischen EUR -3,5 Mio. und EUR -1,5 Mio. TelefonieUmbau des TelekommunikationsnetzesDas Kostensenkungs- und Margensteigerungsprogramm 2013 im Segment Telefonie hat zu einer deutlich erhöhten Profitabilität geführt. Kernbestandteil dieses Programms war u. a. der Umbau des Telekommunikationsnetzes, welcher zu sinkenden Netzkosten geführt hat. Ausbau des Produkt- und Leistungsportfolios rund um RechenzentrenNachdem im Juli 2013 die Übernahme eines Rechenzentrums in Berlin veröffentlicht wurde, konnte im Oktober 2013 die Übernahme eines weiteren Rechenzentrums in Hannover bekannt gegeben werden: Die Tochtergesellschaft 3U TELECOM GmbH mit ihrem Produkt- und Leistungsportfolio 3U DCS (Data Center Services) übernahm ein Rechenzentrum, das nun ebenfalls durch eigene Mitarbeiter rund um die Uhr betreut wird. Durch die redundante Vernetzung der verschiedenen Rechenzentren und intelligente Backup-Lösungen bietet 3U DCS den Kunden mehr Schutz sowie eine höhere Ausfallsicherheit als bei einem Stand-Alone-Rechenzentrum. Mit der Integration des neuen Rechenzentrums in Hannover wird die übergreifende Infrastruktur für IT-Dienste und Datenübertragung weiter ausgebaut. Neben den bekannten Einsatzmöglichkeiten von redundanten Rechenzentren - wie Backup und Verschiebung von Überkapazitäten - lassen sich durch das ganzheitliche Angebot auch weitere Szenarien realisieren, wie z. B. die Nutzung von zwei gekoppelten TIER II Rechenzentren mit der eine Gesamtverfügbarkeit von 99,994 % erreicht wird. Gleichzeitig werden mit der Übernahme die Möglichkeiten in den Bereichen IaaS- (Infrastructure as a Service) und PaaS- (Platform as a Service) Dienstleistungen ausgebaut. Das neue Rechenzentrum gewährleistet, wie alle 3U Rechenzentren, neutrale, hochverfügbare Anbindungsmöglichkeiten an alle gängigen Telekommunikations- und IP-Netzwerke nationaler und internationaler Carrier. Angeboten werden Lösungen im Bereich Rechenzentren, Colocation, Cloud Computing, Virtualisierung, Netzübertragungsdienste sowie Gebäude- und Infrastrukturmanagement. Ergänzende Dienste aus dem Bereich Telekommunikation und Festnetztelefonie runden das Portfolio ab. Mit dieser Übernahme erweitern wir das Rechenzentrum-Portfolio auf vier Standorte (Berlin, Hannover, Frankfurt am Main und Marburg); ein weiterer Ausbau in den nächsten Jahren ist geplant. Damit erschließt sich 3U ein neues Geschäftsfeld, welches das traditionelle Telekommunikationsgeschäft sehr gut ergänzt. ServicesSteigendes Interesse für Business Apps führt zu deutlichem KundenwachstumIm Segment Services hat die Tochtergesellschaft weclapp, deren Produktportfolio Business Apps für Warenwirtschaft, CRM, Projektmanagement, Vertragsmanagement, Helpdesk, Mobile Device Management sowie Organizer umfasst, im Juli 2013 bekannt gegeben, dass neben Deutsch und Englisch ihre Produkte auch auf Französisch und Türkisch verfügbar sind. Die Besonderheit der SaaS-Software besteht darin, dass jederzeit zwischen den Sprachen hin- und hergewechselt werden kann. Nachdem die Anzahl der Kunden in den ersten drei Quartalen nur moderat gewachsen war, hat sich die Akzeptanz der Kunden für die Cloud-Lösungen der weclapp seit dem vierten Quartal 2013 stark erhöht, was durch eine hohe Wachstumsrate der Kunden belegt wird. Gleichwohl waren von den in allen Bereichen durchgeführten Personalmaßnahmen vor allem auch die Kapazitäten im IT-Entwicklungsbereich betroffen, die nicht mehr benötigt wurden, nachdem das Hauptprodukt - die Business Apps der weclapp Suite - weitgehend fertiggestellt war. RISIMA Consulting GmbH gewinnt hochkarätige PartnerIm September 2013 konnte die RISIMA eine Rahmenvereinbarung mit dem TÜV SÜD abschließen. Zukünftig wird die RISIMA vom TÜV SÜD Aufträge erhalten, in der sie als "externer Datenschutz beauftragter" tätig wird bzw. "Datenschutzprüfungen" oder "IT-Penetrationstests" vornehmen wird. Darüber hinaus konnte die RISIMA mit ihrem Beratungskonzept und hochqualifizierten Experten eine der führenden US-amerikanischen IT-Security Gesellschaften überzeugen, die RISIMA zum Partner für Deutschland auszuwählen. Um die steigenden Kundenanforderungen zu bewältigen, wurde das Beraterteam im Berichtszeitraum deutlich ausgebaut. 3U DYNAMICS GmbHDas Angebot zur Entwicklung von Vertriebs- und Vermarktungsstrategien an externe Kunden wurde zum Jahresende 2013 eingestellt, da die im Jahresverlauf 2013 deutlich reduzierten personellen Ressourcen vollständig damit beschäftigt waren, die konzerninterne Nachfrage nach ihren Leistungen zu bedienen. Zum Jahresende wechselten die verbleibenden Mitarbeiter der 3U DYNAMICS zum Teil zu den Tochtergesellschaften, für die sie in der Vergangenheit im Wesentlichen tätig waren sowie in die 3U HOLDING. Erneuerbare EnergienDynamisches Wachstum im Bereich Heizen, Kühlen, LüftenDer Online-Handel entwickelte sich sehr dynamisch. Neben einem stetig voranschreitenden Ausbau des Produktportfolios wurde auch der Service-Bereich kontinuierlich ausgeweitet. Selbst das Fernsehen wurde darauf aufmerksam. Das auf n-tv und RTL II ausgestrahlte Wissensmagazin "Welt der Wunder" zeigte im Oktober 2013 einen Beitrag zur Do-it-yourself-Verlegung von Fußbodenheizungen. Getestet wurde die Verlegung eines Fußbodenheizungs-Tackersystems anhand des Selfio Montagevideos. Das Ergebnis war eindeutig: Die Verlegung der Fußbodenheizung ist auch für Selberbauer ohne Probleme machbar und das Video erklärt alle Schritte einfach und nachvollziehbar. Auch die Nachfrage nach den ClimaLevel-Leistungen hat im Berichtsjahr deutlich zugenommen. Einen besonderen Schub erhielt diese auch durch die Nachricht, dass die ClimaLevel Energiesysteme GmbH zum Sieg des Teams Österreich beim Solar Decathlon 2013 beigetragen hatte. Ziel dieses internationalen Wettbewerbs war der Bau eines möglichst energieautarken Wohnhauses für das Leben in der Zukunft. Das Team der Technischen Universität Wien siegte in der Gesamtwertung mit seinem Design "Living Inspired by Sustainable Innovation" (LISI). Bei der Planung und Entwicklung wurde das Team Österreich von der ClimaLevel Energiesysteme GmbH unterstützt, deren gleichnamiger ClimaLevel® Multiboden HKL zum Heizen, Kühlen und Lüften in LISI zum Einsatz kam. Personalabbau in den Beteiligungsgesellschaften Immowerker, EuroSun und 3U ENERGYBei einigen Beteiligungsgesellschaften aus dem Bereich Erneuerbare Energien kam es zum Personalabbau, vor allem in den Tochtergesellschaften Immowerker GmbH, EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH und 3U ENERGY AG. Darüber hinaus konnte die EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH nicht wie geplant entwickelt werden. Die Immowerker konnte sich nicht mit ihrem Angebot zur Übernahme von Handwerksarbeiten, Montagen und Reparaturen im Bereich Heizung und Sanitär sowie in der Wartung von Solar-, Heizungs- und Lüftungsanlagen durchsetzen und fuhr ihre Geschäftstätigkeit zum Jahresende 2013 deutlich zurück. Auch die 3U ENERGY und die EuroSun mussten im abgelaufenen Geschäftsjahr ihre personellen Ressourcen an die verhaltene Nachfrage anpassen. Dies führte auch dazu, dass die chinesischen Tochtergesellschaften der EuroSun, die Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co., Ltd. und die Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd., ihre Produktion im abgelaufenen Geschäftsjahr einschränken bzw. sogar einstellen mussten und eine vollständige Einstellung dieser Produktionsstätten erwogen wird. Der Tätigkeitsschwerpunkt der 3U ENERGY soll zukünftig im Projektgeschäft liegen. SonstigesAktienrückkaufDer Vorstand der 3U HOLDING AG hat im April 2013 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden. Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 31. Dezember 2013 604.720 Aktien erworben; das entspricht 1,71 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. Rückzahlung DarlehensbetragAm 10. Juli 2013 hatte die euNetworks Managed Services GmbH (vormals LambdaNet Communications Deutschland GmbH) mitgeteilt, dass sie das zwischen ihr und der 3U HOLDING AG bestehende Darlehen vollständig tilgen will. Der Darlehensbetrag in Höhe von EUR 4,68 Mio. wurde dem Konto der 3U HOLDING AG am 16. Juli 2013 gutgeschrieben. LageErtragslageDer Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr um EUR 21,27 Mio. von EUR 60,98 Mio. auf EUR 39,71 Mio. deutlich zurückgegangen. Hierfür zeichnet vor allem der Umsatzrückgang im Segment Telefonie verantwortlich. In diesem Segment sind die Umsätze um EUR 22,12 Mio. gegenüber dem Vorjahr (Vorjahr: EUR 47,65 Mio.) zurückgegangen, während im Segment Erneuerbare Energien der Umsatz gegenüber dem Vorjahr um EUR 1,57 Mio. ausgebaut werden konnte. Trotz des Umsatzrückgangs im Segment Telefonie konnte das Ergebnis verbessert werden, da vor allem die margenschwächeren Umsätze im Bereich Wholsale/Mehrwertdienste deutlich zurückgegangen sind. Vergleicht man die Quartalsentwicklung im Geschäftsjahr 2013, so konnten die Umsatzerlöse von Quartal zu Quartal kontinuierlich gesteigert werden. Ausgehend vom Tiefpunkt im ersten Quartal 2013 mit EUR 8,54 Mio. erreichte der Konzern im vierten Quartal 2013 Umsatzerlöse in Höhe von EUR 11,07 Mio. Die Ertragslage des Geschäftsjahres 2013 wird maßgeblich durch das gegenüber dem Vorjahr höhere Rohergebnis geprägt. Insgesamt konnten sowohl die relativen als auch die absoluten Margen gegenüber dem Vorjahr gesteigert werden. Das Rohergebnis verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 11,76 Mio. um EUR 2,18 Mio. auf EUR 13,94 Mio. Das Rohergebnis beträgt damit 35,09 % der Umsatzerlöse gegenüber 19,28% im Vorjahr. Der Personalaufwand und die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit insgesamt EUR 17,02 Mio. deutlich unter dem Vorjahresniveau (Vorjahr: EUR 21,69 Mio.). In diesem Rückgang machen sich insbesondere die Kostensenkungen aus der Mitte November 2012 eingeleiteten und in 2013 umgesetzten 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013 bemerkbar. Bestandteil dieser Zielerreichungsstrategie war auch ein deutlicher Personalabbau in vielen Bereichen des 3U Konzerns. Die durchschnittliche Zahl der Mitarbeiter hat sich gegenüber dem Vorjahr um 31 Mitarbeiter verringert. Noch deutlicher fällt der Vergleich zum Bilanzstichtag mit einem Rückgang um 61 Beschäftigte gegenüber dem 31. Dezember 2012 aus. Im Zuge dieses Personalabbaus verringerten sich die Personalaufwendungen von EUR 12,47 Mio. im Vorjahr um EUR 1,80 Mio. auf EUR 10,67 Mio. in 2013. Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr deutlich verbessert. Musste im Vorjahr noch ein negatives EBITDA in Höhe von EUR -9,93 Mio. hingenommen werden, beträgt das EBITDA im Geschäftsjahr 2013 EUR -3,08 Mio. Negativ hatten sich im Geschäftsjahr 2012 auch die Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von EUR 0,76 Mio. auf das EBITDA ausgewirkt, während sich die 4-Punkte-Zielerreichungs-Strategie 2013 positiv im Geschäftsjahr 2013 niedergeschlagen hat. Besonders im Quartalsvergleich zeigt sich die kontinuierliche Verbesserung des EBITDA. Während im ersten Quartal mit EUR -1,61 Mio. noch ein deutlich negatives EBITDA erzielt wurde, lag das EBITDA im vierten Quartal mit EUR -0,24 Mio. nur noch geringfügig im negativen Bereich. Das Finanzergebnis verschlechterte sich von EUR 0,42 Mio. im Vorjahr um EUR 0,07 Mio. auf EUR 0,35 Mio. im Geschäftsjahr 2013. Dies resultiert insbesondere aus den geringeren Zinserträgen durch die vorzeitige Rückführung des an die ehemalige Tochtergesellschaft euNetworks Managed Services GmbH (vormals LambdaNet Communications Deutschland GmbH) ausgereichten Darlehens. Der Ergebnisanteil aus den "at equity" einbezogenen Unternehmen verbesserte sich dagegen gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,25 Mio. auf EUR 0,35 Mio. Die Ertragsteuern in Höhe von EUR 0,16 Mio. (Vorjahr: Steuererstattung EUR -0,18 Mio.) betrifft mit EUR 0,13 Mio. (Vorjahr: EUR 0,09 Mio.) laufende Ertragsteuern und mit EUR 0,03 Mio. (Vorjahr: EUR -0,27 Mio.) latente Steuern. In der Folge liegt das Konzernergebnis in 2013 mit EUR -4,12 Mio. um EUR 5,26 Mio. über dem Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2012 (EUR -9,38 Mio.). Damit konnte der Verlust des Geschäftsjahres 2012 in 2013 mehr als halbiert werden. Auch im Konzernergebnis schlägt sich die über die einzelnen Quartale kontinuierliche Ergebnisverbesserung nieder. Der internen Berichterstattung folgend, weist der Konzern in seiner Segmentberichterstattung die Segmente Telefonie, Services und Erneuerbare Energien sowie den Bereich Holding/Konsolidierung aus. Im Folgenden werden die Segmente mit ihren intersegmentären Umsätzen dargestellt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - soweit Organschaftsverhältnisse bestehen - vom Organträger, der 3U HOLDING AG, getragen werden. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - 3U Konzern in EUR Mio.![]()
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Nach Anteil nicht beherrschender Gesellschafter Segment TelefonieDer intensive Wettbewerb in der Telefonie setzt sich fort. Die TKG-Novelle hat einerseits zu weiteren Margenrückgängen im Segment Telefonie beigetragen, andererseits aber auch neue Chancen für die 3U eröffnet. Trotz des Umsatzrückgangs konnte das Ergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich gesteigert werden. Hierzu hat der tiefgreifende Umbau der Netzstruktur in erheblichem Umfang beigetragen. Der stärkste Umsatzrückgang resultiert aus dem margenschwachen Wholesale-Geschäft. Durch die Erhöhung der absoluten Margen in den übrigen Bereichen konnte der Umsatzrückgang insgesamt kompensiert werden, so dass sich das Rohergebnis gegenüber dem Vorjahr deutlich verbesserte. Der Umsatz im Segment sank im Berichtszeitraum gegenüber dem Vorjahr von EUR 47,65 Mio. um EUR 22,11 Mio. auf EUR 25,54 Mio. Dabei gingen die Umsätze im Bereich Wholesale/Mehrwertdienste um rund 55,7% zurück, während die übrigen Umsatzerlöse nur um rund 22,1% rückläufig waren. Der Bereich der Rechenzentrumsleistungen, mit dessen Ausbau erst im Jahr 2013 begonnen wurde, konnte im Geschäftsjahr 2013 nur geringfügig zu den Umsatzerlösen beitragen. Die Materialaufwandsquote verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr aufgrund der geringeren margenschwächeren Wholesaleumsätze von 88,86% im Jahr 2012 auf 75,97% im Berichtsjahr. Unter Berücksichtigung von sonstigen betrieblichen Aufwendungen/Erträgen und des gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,20 Mio. gestiegenen Personalaufwands ergibt sich eine Steigerung des EBITDA von EUR 0,04 Mio. im Jahr 2012 um EUR 2,38 Mio. auf EUR 2,42 Mio. im Geschäftsjahr 2013. Die Abschreibungen und das Finanzergebnis im Segment Telefonie haben sich gegenüber dem Vorjahr nur geringfügig verändert, so dass sich die positive Entwicklung des EBITDA, nur belastet durch einen höheren Steueraufwand (EUR 0,08 Mio.; im Vorjahr: Steuerertrag EUR 0,18 Mio.) im Wesentlichen unverändert im Ergebnis niederschlägt. Das Ergebnis vor Ergebnisabführung verbesserte sich gegenüber dem Vorjahr von EUR 0,04 Mio. im Vorjahr um EUR 2,13 Mio. auf EUR 2,17 Mio. im Berichtsjahr. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Segment Telefonie in EUR Mio.![]()
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Segmentergebnis vor Ergebnisabführung Segment ServicesDas Segment Services umfasst die IT-Beratung und Entwicklung, die Unternehmensberatung sowie die konzernweit für mehrere Konzerngesellschaften eingesetzten Vertriebs- und Vermarktungsressourcen. Im Geschäftsjahr 2013 wurde im Wesentlichen das Thema Cloud Computing und der Handel mit IT-Security-Lizenzen vorangetrieben. Das Rohergebnis verringerte sich mit EUR 2,66 Mio. um EUR 2,11 Mio. gegenüber dem Vorjahr. Dazu haben insbesondere die deutlich geringeren konzerninternen Umsatzerlöse beigetragen. Die in diesem Segment ausgewiesenen Umsätze des Jahres 2013 von EUR 2,34 Mio. (Vorjahr: EUR 4,68 Mio.) wurden zu rund 80% konzernintern generiert. Der gegenüber dem Vorjahr insbesondere im Bereich der internen Konzerndienstleistungen sowie im Bereich der IT-Entwicklung erfolgte Personalabbau führte zu einem Rückgang des Personalaufwands von EUR 5,13 Mio. im Jahr 2012 um EUR 1,79 Mio. auf EUR 3,34 Mio. im Berichtsjahr. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen haben sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,10 Mio. geringfügig vermindert. In diesen sind auch Aufwendungen für externe Entwicklungs- und Vertriebsressourcen enthalten. Das EBITDA lag bei EUR -2,07 Mio. (Vorjahr: EUR -1,85 Mio.). Hierzu haben insbesondere die geringeren internen Konzerndienstleistungen und die damit verbundenen geringeren Erträge beigetragen. Diese konnten durch die aufgrund der durchgeführten Personalmaßnahmen geringeren Personalaufwendungen nicht vollständig kompensiert werden. Das Ergebnis war mit EUR -1,67 Mio. (Vorjahr: EUR -1,50 Mio.) negativ. Neben den oben dargestellten Effekten ist zu berücksichtigen, dass die nicht aktivierungsfähigen Entwicklungskosten im IT-Bereich in Höhe von EUR 0,84 Mio. (Vorjahr: EUR 1,22 Mio.), die notwendig waren, um die weitere Produktentwicklung vorantreiben zu können, das Ergebnis belastet haben. Die Quartalsentwicklung zeigt jedoch im EBITDA und im Ergebnis eine kontinuierliche Verbesserung. Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2013 betrug das negative Ergebnis lediglich EUR 0,18 Mio., während das Ergebnis im ersten Quartal des Jahres 2013 noch EUR -0,53 Mio. betrug. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Segment Services in EUR Mio.![]()
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Nach Anteil nicht beherrschender Gesellschafter Segment Erneuerbare EnergienDas Segment Erneuerbare Energien ist ein stark diversifizierter Bereich. Der Handel mit solarer Systemtechnik schließt thermische Solaranlagen zur solaren Wärmeerzeugung, Regelung, Wärmespeicherung und Wärmeverteilung sowie Photovoltaik-Systeme ein. Das Leistungsspektrum reicht von Systemlösungen für Einfamilienhäuser bis hin zu solaren Großanlagen. Außerdem beinhaltet dieses Segment die Entwicklung, Produktion und den Handel von Produkten der Elektroindustrie und Umwelttechnikgütern, u. a. für thermische Solaranlagen und Anlagen zur Stromerzeugung aus Wärme. Im Segment Erneuerbare Energien konnte der Umsatz von EUR 12,88 Mio. auf EUR 14,45 Mio. gesteigert werden. Dieser Umsatzanstieg um EUR 1,57 Mio. resultiert mit EUR 3,85 Mio. aus dem Bereich Heizen, Kühlen, Lüften, während die Bereiche Solarthermie und Photovoltaik mit EUR 2,55 Mio. rückläufig waren. Zu dem Umsatzrückgang in diesen Bereichen hat die Marktverunsicherung im Zusammenhang mit der Weiterentwicklung des EEG beigetragen. Der Anteil des Bereichs Heizen, Kühlen, Lüften erwirtschaftete in 2013 rund 75,2% der Umsatzerlöse (Vorjahr: 54,5%). Das Rohergebnis im Segment Erneuerbare Energien liegt mit EUR 5,93 Mio. um EUR 2,94 Mio. über dem Vorjahresniveau. Zu diesem Rohergebnis hat der Solarpark Adelebsen mit EUR 1,70 Mio. (Vorjahr: EUR 0,29 Mio.) beigetragen. Hierbei ist zu berücksichtigen, dass rund 78% der Roherlöse aus dem Solarpark in Abhängigkeit von der Sonneneinstrahlung im zweiten und dritten Quartal angefallen sind. Der Abbau von Mitarbeitern - im Wesentlichen in nicht mehr erfolgversprechenden Bereichen des Segmentes Erneuerbare Energien - wurde durch den Aufbau von Mitarbeitern in zukunftsträchtigen Bereichen fast vollständig kompensiert. Dementsprechend verringerte sich der Personalaufwand von EUR 2,95 Mio. auf EUR 2,62 Mio. nur in geringem Umfang. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen befinden sich mit EUR 2,74 Mio. (Vorjahr: EUR 2,80 Mio.) nahezu auf Vorjahresniveau. Das EBITDA des Geschäftsjahres 2013 verbesserte sich nach einem negativen EBITDA im Vorjahr in Höhe von EUR -2,76 Mio. auf EUR 0,57 Mio. Gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,65 Mio. höhere Abschreibungen auf Sachanlagen und ein höheres negatives Finanzergebnis -beides ist insbesondere auf die planmäßigen Abschreibungen und den Finanzierungsbedarf im Solarpark Adelebsen zurückzuführen - haben dazu beigetragen, dass das Ergebnis des Segments Erneuerbare Energien mit EUR -1,28 Mio. (Vorjahr: EUR -2,94 Mio.) noch negativ ist. Außerdem hat der Steueraufwand im Segment Erneuerbare Energien, dieser beträgt im Geschäftsjahr 2013 EUR 0,15 Mio., während sich im Vorjahr noch eine Steuererstattung aufgrund der Aktivierung von latenten Steuern in Höhe von EUR 0,03 Mio. ergeben hatte, das Ergebnis belastet. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Segment Erneuerbare Energien in EUR Mio.![]()
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Nach Anteil nicht beherrschender Gesellschafter Holding/KonsolidierungUnter Holding/Konsolidierung sind sowohl die Holding-Aktivitäten als auch die erforderliche Konzernkonsolidierung zusammengefasst. Unter Holding/Konsolidierung wird im Berichtszeitraum ein Umsatz von EUR -2,62 Mio. (Vorjahr: EUR -4,23 Mio.) ausgewiesen. Dieser setzt sich aus den Umsätzen der Holding in Höhe von EUR 0,96 Mio. (Vorjahr: EUR 0,43 Mio.) und aus den Umsatzkonsolidierungen in Höhe von EUR -3,58 Mio. (Vorjahr: EUR -4,66 Mio.) zusammen. Diese Umsatzkonsolidierungen resultieren vor allem aus der Konsolidierung der intersegmentären Umsätze sowie aus der Konsolidierung konzerninterner Dienstleistungen. Das EBITDA beträgt EUR -4,01 Mio. (Vorjahr: EUR -5,36 Mio.) und wird maßgeblich durch die Personalkosten in Höhe von EUR 3,13 Mio. (Vorjahr: EUR 3,02 Mio.) und von sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen in Höhe von EUR 1,69 Mio. (Vorjahr: EUR 1,66 Mio.) beeinflusst. Bei den Personalkosten ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen und Recht als auch die des Kompetenzzentrums Erneuerbare Energien der Muttergesellschaft zugeordnet sind. Innerhalb der sonstigen betrieblichen Aufwendungen entfällt der größte Anteil der Aufwendungen auf Beratungskosten mit EUR 0,58 Mio. (Vorjahr: EUR 0,90 Mio.) und auf die Intercompany-Abrechnung von Dienstleistungen mit EUR 1,18 Mio. (Vorjahr: EUR 0,92 Mio.). Ausgehend vom EBITDA haben die gegenüber dem Vorjahr höheren Abschreibungen und ein gegenüber dem Vorjahr geringeres Finanzergebnis zu dem negativen Ergebnis von EUR -3,35 Mio. (Vorjahr: EUR -5,00 Mio.) beigetragen. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Holding/Konsolidierung in EUR Mio.![]()
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Konzernergebnis Holding/Konsolidierung vor
Ergebnisübernahme FinanzlageKapitalstrukturIm Geschäftsjahr 2013 hat der Konzern insgesamt EUR 1,54 Mio. (Vorjahr: EUR 20,14 Mio.) langfristige Vermögenswerte investiert. Die Investitionen betrafen insbesondere Investitionen in die Rechenzentren sowie in den Netzumbau im Bereich Telefonie als auch Investitionen in Grundstücke und Gebäude bei der Holding. Die Finanzmittel legt die 3U HOLDING AG ausschließlich in Tages- und kurzfristigen Festgeldanlagen bei der Baden-Württembergischen Bank, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf, der Volksbank Mittelhessen und der Deutsche Bank AG an. Gegenüber dem 31. Dezember 2012 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel zum 31. Dezember 2013 um EUR 1,27 Mio. von EUR 6,75 Mio. auf EUR 8,02 Mio. erhöht. Positiv hat sich insbesondere die vollständige Rückzahlung des an die euNetworks Managed Services GmbH (vormals LambdaNet Communications Deutschland GmbH) ausgereichten Darlehens ausgewirkt. Die 3U HOLDING AG verfügt weiterhin über eine außerordentlich solide Eigenkapitalquote. Aufgrund der gesunkenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote mit 80,13 % trotz des geringeren Eigenkapitals nur geringfügig gegenüber dem Vorjahr (82,41 %) gesunken. Der Fremdkapitalanteil beträgt lediglich 19,87 % gegenüber 17,59 % zum Vorjahreszeitpunkt. Neben dem Verlust des Geschäftsjahres 2013 in Höhe von EUR -4,87 Mio. (inkl. des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Verlustes) hat auch der Erwerb eigener Anteile im Rahmen des Aktienrückkaufprogrammes in Höhe von EUR 0,27 Mio. zur Reduzierung des Eigenkapitals beigetragen. Gegenläufig hat sich im Wesentlichen die Erhöhung der Kapitalrücklage im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2011 mit EUR 0,11 Mio. ausgewirkt. Entwicklung der Eigenkapitalquote (in %)![]() InvestitionenIn 2013 wurden im Konzern Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie Anlageimmobilien in Höhe von EUR 1,54 Mio. (Vorjahr: EUR 20,14 Mio.) getätigt. Im Segment Telefonie wurden EUR 0,79 Mio. (Vorjahr: EUR 0,34 Mio.) investiert. Die Investitionen in den Segmenten Services und Erneuerbare Energien betrugen EUR 0,07 Mio. resp. EUR 0,21 Mio. nach EUR 0,13 Mio. bzw. EUR 10,28 Mio. im Vergleichszeitraum 2012. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und Anlageimmobilien der Holding in Höhe von EUR 0,47 Mio. im Berichtsjahr 2013 (Vorjahr: EUR 9,39 Mio.) sind überwiegend in Grundstücke und Gebäude geflossen. Für das Geschäftsjahr 2014 sind insgesamt Investitionen in Höhe von rund EUR 9,65 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 1,04 Mio. im Segment Telefonie, EUR 0,01 Mio. im Segment Services, EUR 0,08 Mio. im Segment Erneuerbare Energien und EUR 8,52 Mio. bei der Holding investiert werden. Entwicklung der Investitionen in EUR Mio.![]() LiquiditätDer operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR -3,61 Mio. (Vorjahr: EUR -9,69 Mio.). Wesentliche Ursache hierfür ist das negative Periodenergebnis. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist geprägt durch Einzahlungen aus der Rückzahlung des Darlehens durch die euNetworks Managed Services GmbH (vormals LambdaNet Communications Deutschland GmbH) und durch die Auszahlungen für die Investitionen in das Sachanlagevermögen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR 5,07 Mio. (Vorjahr: EUR -17,28 Mio.) liegt um EUR 22,35 Mio. über dem des Vorjahres. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit ist mit EUR -0,20 Mio. (Vorjahr: EUR 0,34 Mio.) leicht negativ. Er resultiert im Wesentlichen aus dem Mittelabfluss aus der planmäßigen Darlehenstilgung und dem Rückkauf eigener Anteile. Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im 3U Konzern im Berichtszeitraum jederzeit gegeben und ist auch für 2014 gewährleistet. Die Liquiditätslage stellt sich zum 31. Dezember 2013 weiterhin komfortabel dar. Am 28. Februar 2013/ 15. Januar 2014 wurde ein Rahmenkreditvertrag/Kreditvertrag zur Finanzierung des PV-Projektes in Adelebsen unterzeichnet. Aus diesem sollen dem Konzern bis zu EUR 14,0 Mio. zufließen. Dies wird die Liquiditätslage des Konzerns nochmals deutlich verbessern. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der flüssigen Mittel und ist in Anlehnung an die im Konzernabschluss dargestellte Kapitalflussrechnung (ohne Korrektur des Finanzmittelfonds) aufgestellt.
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Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder
in Höhe von EUR 1,5 Mio. Vermögenslage
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2013 beträgt EUR 57,05 Mio. (Vorjahr: EUR 61,56 Mio.) und ist damit EUR 4,51 Mio. geringer als im Vorjahr. Die Ursachen für die Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2012 liegen im Wesentlichen in dem Rückgang der langfristigen Vermögenswerte und insbesondere im Rückgang der Finanzanlagen aufgrund der vorzeitigen vollständigen Darlehenstilgung durch die euNetworks Managed Services GmbH (vormals LambdaNet Communications Deutschland GmbH). Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 35,70 Mio. (Vorjahr: EUR 42,47 Mio.) enthält neben den immateriellen Vermögenswerten (EUR 0,73 Mio. bzw. EUR 0,84 Mio. im Vorjahr), den Sachanlagen (EUR 30,38 Mio. bzw. EUR 29,66 Mio. im Vorjahr) und den Finanzanlagen (EUR 0,00 Mio. bzw. EUR 6,86 Mio. im Vorjahr) Anlageimmobilien in Höhe von EUR 3,98 Mio. (Vorjahr: EUR 5,11 Mio.). Diese betreffen in 2013 ausschließlich die zur Vermietung vorgesehenen Teile der Liegenschaften in Adelebsen. Ferner haben sich innerhalb der langfristigen Vermögenswerte die latenten Steuern insbesondere durch geringere latente Steuern auf steuerliche Verlustvorträge verringert. Die kurzfristigen Vermögenswerte liegen zum 31. Dezember 2013 EUR 2,37 Mio. über denen des Vorjahres. Der Anteil der liquiden Mittel an den kurzfristigen Vermögenswerten im Geschäftsjahr 2013 beträgt 39,1 % (Vorjahr: 37,2 %). Weiterer wesentlicher Bestandteil der kurzfristigen Vermögenswerte sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die gegenüber dem Vorjahr auf EUR 7,43 Mio. (Vorjahr: EUR 6,26 Mio.) gestiegen sind. Auf der Passivseite haben sich neben der deutlichen Verringerung des Eigenkapitals im Wesentlichen durch den Verlust des Geschäftsjahres 2013 nur geringe Veränderungen ergeben. Die langfristigen Rückstellungen erhöhten sich insbesondere durch die neuen Rechenzentren in Berlin und Hannover und den damit verbundenen Rückbauverpflichtungen. Die langfristigen Finanzverbindlichkeiten erhöhten sich durch die Aufnahme eines Darlehens zur Finanzierung des Standortes in Linz am Rhein (EUR 0,3 Mio.) auf EUR 3,50 Mio. (Vorjahr: EUR 3,41 Mio.). Gesamtaussage zur wirtschaftlichen LageDer Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des Konzernlageberichts insgesamt als nicht zufriedenstellend. Das Ende des Jahres 2012 eingeleitete Restrukturierungsprogramm, das im Jahr 2013 fortgesetzt wurde, hat zu einer deutlichen Ergebnisverbesserung beigetragen. Es ist dem Konzern jedoch noch nicht gelungen, zumindest operativ ein ausgeglichenes Ergebnis im Jahr 2013 zu erreichen. Zwar ist man diesem Ziel im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2013 mit einem EBITDA von EUR -0,24 Mio. schon sehr nahe gekommen, dennoch besteht für das Gesamtjahr 2013 ein negatives EBITDA in Höhe von EUR -3,08 Mio. Die Margen im Segment Telefonie konnten im Geschäftsjahr 2013 bei rückläufigen, aber weitestgehend planmäßigen Umsätzen gesteigert werden. Aufgrund der gegenüber der Planung geringeren absoluten Marge wurde das Ergebnisziel im Segment Telefonie nicht vollständig erreicht. Das Segment Erneuerbare Energien konnte die für das Jahr 2013 erwarteten Umsatz- und Ergebnisziele nicht erreichen. Im Segment Services haben die Restrukturierungsmaßnahmen dazu geführt, dass zumindest das Ergebnisziel trotz der Verfehlung der Umsatzziele erreicht wurde. Bei den Ergebniszahlen gab es insgesamt eine deutliche Abweichung von der ursprünglich aufgestellten Planung. In allen Segmenten blieb das Konzern-EBITDA unter den Erwartungen. Im Segment Erneuerbare Energien wurden die Ergebniserwartungen deutlich verfehlt. Nachdem die Einleitung der Energiewende für weiteren Optimismus in der Entwicklung im Bereich der Erneuerbaren Energien gesorgt hatte, bewirkten die gesetzgeberischen Stillstände im Bezug auf das EEG Gegenteiliges. Insbesondere die durch die politischen Akteure hervorgerufene Unsicherheit hinsichtlich der weiteren Entwicklung und Ausgestaltung des EEG hat dazu geführt, dass im Geschäftsjahr keine Planungssicherheit hinsichtlich der Umsetzung von Projekten im Segment der Erneuerbaren Energien gegeben war. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenEs sind vor allem die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der 3U HOLDING AG und ihrer Beteiligungsunternehmen, die für den Unternehmenserfolg verantwortlich sind. Daher hat ihre Identifikation mit dem 3U Konzern und ihr Engagement für dessen Ziele höchste Priorität. Mitarbeiter*Der 3U Konzern beschäftigte am Bilanzstichtag 127 Mitarbeiter (Vorjahr: 188). Im Jahresdurchschnitt waren es 145 (Vorjahr: 176). Der Rückgang der Mitarbeiteranzahl in 2013 ist vor allem auf den Abbau in den Segment Services und bei der Holding zurückzuführen. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche: ![]() Von den 139 Beschäftigten im Konzern (inkl. Vorstand, Teilzeitkräften und Aushilfen), die insgesamt zum Bilanzstichtag (zum 31. Dezember 2012: 202) im Konzern arbeiteten, waren 30 Personen weiblich; das entspricht einem Anteil von 21,6 % (2012: 19,3 %). Die Altersstruktur im Konzern ist über alle Altersstufen verteilt: 16 % (2012: 19 %) der Mitarbeiter sind unter 30 Jahre alt, 38 % (2012: 42 %) sind zwischen 30 und 40 Jahre, 35 % (2012: 31 %) zwischen 40 und 50 Jahre alt und 11 % (2012: 8 %) der Mitarbeiter sind über 50 Jahre. Das Durchschnittsalter im Konzern beträgt 40 Jahre (2012: 38 Jahre). Unsere Mitarbeiter tragen mit ihren Ideen entscheidend zu mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit bei. Deshalb wird ein kooperatives und kommunikationsförderndes Klima im Konzern begünstigt, da alle Mitarbeiter motiviert werden, Vorschläge zur Optimierung der Produkte und Arbeitsabläufe, zu Synergien und sonstigen Verbesserungen im Konzern zu machen. Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert, damit überdurchschnittliche Leistungen auch entsprechend honoriert werden können. Gesundheit der Mitarbeiter fördernWir verstehen Gesundheit nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychisches, körperliches und soziales Wohlbefinden. Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu bewahren und zu fördern, haben wir gezielt Maßnahmen im Konzern umgesetzt. So unterstützt der Konzern die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter beispielsweise von geförderten Sportangeboten über kostenlose Grippeimpfungen bis hin zu Schulungen zur Stressprävention. Die Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit an internen und externen Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit 3U wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte im Vordergrund stehen. Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch entsprechende Schulungsmaßnahmen erhöht. Nach 2012 nahm auch 2013 kein Mitarbeiter durch einen Unfall am Arbeitsplatz nennenswert Schaden. UnternehmensverantwortungAuswirkungen unseres Geschäfts auf die UmweltDie Wahrnehmung der unternehmerischen Verantwortung ist wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie. Wir berücksichtigen systematisch die verschiedenen Belange unserer Stakeholder und verringern die Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt. Dabei suchen wir die Balance zwischen ökonomischen Zielen und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit unserem Engagement für erneuerbare Energien investieren wir aktiv in den Umweltschutz und zeigen damit gesellschaftliches Engagement. Wir versuchen, Umweltaspekte beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen. NachtragsberichtSonstigesAm 4. März 2014 veröffentlichte die 3U HOLDING AG eine Ad hoc-Mitteilung, in der sie den Kauf eines Rechenzentrums in Hannover bekannt gab. Das Gesamtobjekt in Hannover umfasst zwei Gebäude auf einer Grundstücksfläche von insgesamt 7.345 m2 . Die Nutzfläche von 3.067 m2 des einen Gebäudes wird ausschließlich als Rechenzentrum genutzt. In dem anderen Gebäude mit 4.141 m2 Nutzfläche, das überwiegend als Büro- und Verwaltungsgebäude genutzt wird, befindet sich auch das zum 1. Dezember 2013 angemietete rund 550 m2 große Rechenzentrum der 3U TELECOM GmbH. Beide Gebäude sind derzeit zu 100 % an verschiedene Parteien vermietet; mit Mietverträgen von ebenfalls unterschiedlicher Laufzeit. Derzeit werden Jahresnettokaltmieten in Höhe von rund EUR 735.000 erzielt. Für die Finanzierung der Gewerbeimmobilie liegt der 3U HOLDING AG eine verbindliche Finanzierungszusage vor. Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtRisikoberichtRisikomanagementsystemDas unternehmensinterne SteuerungssystemAufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sitzungen auf allen Organisationsebenen sowie eine rollierende Monatsplanung/Liquiditätsentwicklung. Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen, an Zielsetzungen für EBITDA und an budgetierten Cashflows für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt auf der Grundlage der Detailplanung des ersten Planjahres. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen innerhalb einer Komponente werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsbereichsleitern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen. Das Geschäftsmodell der 3U HOLDING AGDie 3U HOLDING AG ist eine börsennotierte Management- und Beteiligungsgesellschaft, die eine Drei-Säulen-Strategie verfolgt. Neben dem traditionellen Segment Telefonie wurden in den vergangenen Jahren die beiden Säulen Services sowie Erneuerbare Energien aufgebaut. Diese Entwicklung wird weiter vorangetrieben, so dass auch zukünftig der Investitionsfokus auf organischem Wachstum des Bereichs Services und organischem wie anorganischem Wachstum des Bereichs Erneuerbare Energien liegen wird. Die innovativen Technologien sollen herausragend und überzeugend sein und einen substanziellen, zu verteidigenden Technologie- und Wettbewerbsvorteil besitzen. Sie sollen einen ausgeprägten Kundennutzen und besondere Alleinstellungsmerkmale entwickeln können und ein klar identifizierbares Marktpotenzial aufweisen. Jedes Investment soll Aussicht auf einen überdurchschnittlichen Return on Investment bieten, der in einem vielversprechenden Verhältnis zum abgeschätzten Risiko steht und auf einem sorgfältig recherchierten und überzeugenden Business Plan basiert. Der 3U Konzern investiert sowohl in organisches als auch anorganisches Wachstum und verfolgt darüber hinaus auch eine langfristig orientierte "Buy-and-Build"-Strategie. Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AGUnternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen von Risiken zugunsten des unternehmerischen Erfolgs ist unumgänglich und sinnvoll. Der 3U Konzern setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und zu steuern, und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik des 3U Konzerns legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risiko- und Chancenmanagement-System der 3U HOLDING AG trägt den Namen "3U-RICH". Im Rahmen des Risikomanagements werden in den regelmäßigen Reportings durch den Risikomanager weitestgehend nur Risiken betrachtet. Chancen werden auch in den Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften identifiziert und erörtert, eine genauere Analyse und Auswertung erfolgt durch den Vorstand und die Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung. Das Risikomanagement dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolgs und der Senkung der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen und um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt der Vorstand über ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem. Dieses konzernweite Risikomanagementsystem umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften, von denen potenzielle entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen für den Konzern ausgehen können. Daher sind die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken sowie der risikobewusste Umgang mit diesen Risiken ein zentraler Ausdruck unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem dynamischen Marktumfeld. Das Risikomanagementsystem wird den sich ändernden Rahmenbedingungen entsprechend angepasst und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden. Im Zuge dieser kontinuierlichen Weiterentwicklung wurde das Risikomanagementsystem zu Beginn des Geschäftsjahres 2013 weiter verbessert. Wesentliche Änderungen betreffen dabei vor allem die geschaffene Harmonisierung der Einzelrisiken auf Ebene der einzelnen Gesellschaften. Im Hinblick auf eine optimierte Berichterstattung wurde eine Anzahl wesentlicher Risiken identifiziert, die von allen Tochtergesellschaften einheitlich reportet werden. In einzelnen Gesellschaften vorhandene spezifische Risiken werden von diesen zusätzlich bewertet. Das Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Der 3U Konzern hat im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Themen Compliance, Rechnungslegungsprozess und IKS in das Risikomanagementsystem eingebunden. Dabei orientiert sich die 3U an dem international anerkannten Standard COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für angemessen hält. Vorstand und Aufsichtsrat des 3U Konzerns verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht. Das rechnungslegungsbezogene IKS beinhaltet die Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen, um die Ordnungsmäßigkeit der Rechnungslegung sicherzustellen. Es wird kontinuierlich weiterentwickelt. Zudem verfolgt das rechnungslegungsbezogene IKS auch das Ziel, dass der Konzernabschluss der 3U HOLDING sowie der Konzernlagebericht nach den handelsrechtlichen Vorschriften aufgestellt werden. Der Bereich Finanzbuchhaltung ist primär für die Rechnungslegung und Lageberichtserstellung zuständig. Gesetze, Rechnungslegungsstandards und andere Verlautbarungen werden kontinuierlich analysiert, ob und wie weit sie relevant sind und wie sie sich auf die Rechnungslegung auswirken. Die in den Rechnungslegungsprozess einbezogenen Mitarbeiter werden dabei regelmäßig darüber informiert und geschult. Die für das rechnungslegungsbezogene IKS relevanten Anforderungen werden z.B. in der Bilanzierungsrichtlinie festgehalten. Diese bildet zusammen mit dem vor dem Bilanzstichtag aufgestellten Abschlussterminkalender, welcher die jeweiligen Verantwortlichkeiten und Termine für den Jahresabschluss regelt, die Basis für den Abschlusserstellungsprozess. Eingebettet in den Rechnungslegungsprozess sind zudem einzelne interne Kontrollen. Das rechnungslegungsbezogene IKS umfasst dabei sowohl präventive als auch aufdeckende Kontrollen; dazu zählen z.B. IT-gestützte und manuelle Abstimmungen, die Funktionstrennung, das Vier-Augen-Prinzip sowie allgemeine IT-Kontrollen wie z.B. eine fortlaufende lückenlose Vergabe von Belegnummern bei Geschäftsvorfällen. Risikomanagement-StrategieAbgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen. Verantwortungs- und ReportingkonzeptDas vom Vorstand des 3U Konzerns für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Alle Mitarbeiter des Konzerns sind angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Risikoverantwortlichen. Regelmäßige Schulungen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter der Vorgaben und der Systematik bewusst sind. Mit Unterstützung der professionellen Risikomanagementsoftware r2c der Schleupen AG konnten die Prozess- und Arbeitsabläufe im Risikomanagement innerhalb des Konzerns im Hinblick auf Effektivität und Effizienz des Systems weiter optimiert werden, insbesondere durch die zum Februar 2013 eingeführte neue Version, die eine noch bessere Handhabung bietet. Die Software unterstützt sowohl die Risikoverantwortlichen als auch den Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken in allen Konzerngesellschaften. Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand des 3U Konzerns. Dieser wird mindestens monatlich durch den Risikomanager im Rahmen von standardisierten Reportings über die aktuelle Risikosituation und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhält auch der Aufsichtsrat des 3U Konzerns unmittelbar durch den Risikomanager des Konzerns dieses standardisierte monatliche Reporting. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind verpflichtet, sich über einen Zugriff auf die Risikomanagement-Software fortlaufend über die Risikolage in ihren Gesellschaften zu informieren. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware r2c ist der Detaillierungsgrad in der monatlichen Berichterstattung deutlich gestiegen. Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit dem Risikomanager und ggf. den Risikoverantwortlichen über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen, basierend auf veränderten Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig den Aufsichtsrat über diese Risikoentwicklung und die veranlassten Maßnahmen. Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im Risikomanagementsystem sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien wird dem Aufsichtsrat mindestens zwei Mal jährlich im Rahmen von Konsultations- und Auditprozessen im Beisein des Risikomanagers Bericht erstattet. Dabei werden auch die Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement berücksichtigt, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. § 107 Abs. 3 S. 2 AktG systematisch ausführt. Methodik des Risikomanagement-SystemsIn dem Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG werden in mehreren Risikoinventuren bis hinunter auf Abteilungsebene der einzelnen Tochterunternehmen die Risiken des 3U Konzerns so vollständig wie ökonomisch sinnvoll erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen so früh wie möglich zu erkennen. Das dadurch entstandene Risikoportfolio des 3U Konzerns basiert auf der Einschätzung von möglichen Schadenshöhen und Eintrittswahrscheinlichkeiten verschiedenster Szenarien. Für die im Rahmen dieser Risikoinventur identifizierten Risiken werden Indikatoren mit Messwerten und zugehörigen Schwellenwerten festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Die ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoverantwortlichen und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen. Im Juni 2013 fand die Erstzertifizierung der Tochtergesellschaft RISIMA Consulting GmbH nach ISO 27001 statt. Auch die weclapp GmbH war bis Ende 2013 nach diesem internationalen Standard in der Informationssicherheit zertifiziert. In diesem Zusammenhang wird mindestens einmal jährlich eine zusätzliche Risikoinventur mit dem Schwerpunkt Informationssicherheit durchgeführt und daraus entsprechende Maßnahmen abgeleitet. RisikenDie wesentlichen aktuellen und zukünftigen Risiken im KonzernAus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Segmenten genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einzelgesellschaften und aggregiert die des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten. Die Risiken in den Segmenten Telefonie und Erneuerbare Energien waren im Berichtsjahr 2013 maßgeblich für das Risikomanagement im 3U Konzern, weil die Erwartungswerte im Hinblick auf die Schadenshöhen bei Eintritt eines Risikos in diesen beiden Segmenten deutlich über den Erwartungswerten anderer Risiken lagen. In den Risikoinventuren der schon im Vorjahr im Konzern befindlichen Gesellschaften wurden überwiegend die Risiken aus den zurückliegenden Risikoinventuren bestätigt, lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Die Variierung berücksichtigt dabei die geänderten Markt- bzw. operativen Bedingungen. Aber auch neue Risiken und Risikoszenarien wurden identifiziert und bewertet. Dazu gehören zum Beispiel Risiken in Bezug auf die 3U TELECOM GmbH durch die Erweiterung des Produktportfolios um Rechenzentrumsdienstleistungen. Das Risiko Preisverfall konnte dagegen im Vergleich zum Vorjahr reduziert werden, da die 3U Einkauf und Logistik GmbH den Einkauf für die Gesellschaften des Segments Erneuerbare Energien zentral steuert. Werden durch den Konzern Investitionen in neue Gesellschaften getätigt, werden diese einer Risikoinventur unterzogen, um gesellschaftsspezifische Risiken zu identifizieren und zu bewerten und anschließend in das Konzernsystem und -reporting zu integrieren. Allgemeine wirtschaftliche Risiken in allen SegmentenEs sind einzelne Risiken in allen Segmenten des Konzerns zu erkennen, deren Identifizierung, Bewertung und Steuerung über die Segmentgrenzen hinaus erforderlich waren. Dazu gehören neben operativen auch strategische Risiken. Die operativen Risiken konzentrieren sich in allen Unternehmenssegmenten auf Vertragsverpflichtungen, mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen, auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse. Die strategischen Risiken beziehen sich u.a. auf die Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Jedes betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens basiert auf Verträgen u.a. mit Geschäftspartnern. Nahezu alle Teile der Organisationsstruktur im Konzern sind davon betroffen. Vertragsrisiken bestehen z. B. in der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei der Vertragsgestaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und in der Vertragsdurchsetzung mit Geschäftspartnern. Der Konzern steuert dieses Risiko in Form eines aktiven Vertragsmanagements durch die konzerninterne Rechtsabteilung. Darüber hinaus werden bei der Auswahl von Geschäftspartnern spezifische Kriterien geprüft und bewertet. Die Dienstleistungen der Segmente Telefonie und Services basieren im Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Auch im Segment Erneuerbare Energien ist der Einsatz dieser Technologien von großer Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Durchführung kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet der 3U Konzern unter anderem auch dadurch, dass er das Informationssicherheitsmanagementsystem konsequent an der ISO 27001 ausrichtet und dies durch die Zertifizierung der weclapp bis Ende 2013 sowie durch die Erstzertifizierung der RISIMA im Juni 2013 durch den TÜV SÜD erfolgreich bestätigen ließ. Seit Mitte 2013 wird die 3U TELECOM in der IT-Administration des Konzerns durch die RISIMA unterstützt, die im Hinblick auf die stärkere Forcierung ihrer Kompetenzen im Bereich IT-Security die Rolle des zentralen IT-Dienstleisters innerhalb der 3U übernehmen soll. Im Rahmen der ISO-Zertifizierungen der weclapp und der RISIMA durch den TÜV SÜD wurde im letzten Jahr auch die 3U TELECOM zweimal als IT-Dienstleister in Teilbereichen geprüft. Des Weiteren wurde im Rahmen des Jahresabschlusses ein IT-Audit durch die Wirtschaftsprüfer durchgeführt (IDW PS 330). In allen Unternehmensteilen des 3U Konzerns wird hoch qualifiziertes Personal benötigt. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmen könnte das Erreichen der jeweiligen Unternehmensziele gefährden. Daher wird das Personalmanagement aller Unternehmensteile zentral über die 3U HOLDING gesteuert. Entsprechend der Planung werden geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht und eingestellt bzw. bereits vorhandenes Personal über eine Nachfolgeplanung qualifiziert. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze der Mitarbeiterführung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht. Diese Maßnahmen greifen auch, wenn aufgrund von Beteiligungen und Übernahme von Gesellschaften durch die 3U HOLDING Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu in den Konzern integriert werden. Kostensenkungsmaßnahmen in defizitären Unternehmensbereichen sowie ein Personalüberhang hatten in 2013 eine Personalreduktion zur Folge. Innerhalb des Segments Services ist dies insbesondere auf die Fertigstellung der Business Apps der weclapp Suite, des Hauptprodukts der weclapp, zurückzuführen, wodurch Entwicklungskapazitäten nun nicht mehr benötigt wurden. Ein durch die Umsetzung der Umstrukturierungen erhöhtes Risikopotenzial wurde berücksichtigt. Um die Konzernziele zu erreichen, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Produktivität des Konzerns abgestimmt sein. Dies gilt auch für Gesellschaften, die durch Kauf oder Beteiligung der 3U in die Konzernstrukturen integriert werden. Der Einsatz von modernen Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden. Als Beispiel für den Stellenwert strukturierter Prozesse im 3U Konzern sei die Zertifizierung der Tochtergesellschaft EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH nach ISO 9001 genannt. Ein effektiver und effizienter Ablauf in allen Geschäftsprozessen vermindert auch das Risiko einer mangelnden Kundenzufriedenheit. Compliance ManagementDas Compliance Management ist Teil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können, wurde das Compliance Management weiter optimiert, um die sich ergebenden Risiken weiter zu vermindern. Wesentliche Bestandteile des Compliance Management bilden ein Wertemanagementsystem, ein "Whistleblowing"-Prozess sowie weitere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen. Neben den allgemeinen Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Hinblick auf Regeln und Vorgaben, die einzuhalten sind, wird pro Jahr ein Regelkomplex intensiver betrachtet und zusätzliche Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen durchgeführt. Im Berichtszeitraum war dies das Thema Geschäfte mit nahestehenden Personen. Im Rahmen der Risikoinventuren wurden und werden alle Mitarbeiter im Konzern über die Bedeutung dieser Maßnahmen geschult. Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen RahmenbedingungenRisiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation/IT und besonders erneuerbare Energien werden für die gegenwärtigen Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Besonders die Diskussionen im Hinblick auf die Förderung erneuerbarer Energien haben im Markt für Verunsicherung gesorgt. Zudem wird eine sachgerechte und nachhaltige Planung von Großprojekten im Segment Erneuerbare Energien, wie der 2012 verwirklichte Solarpark Adelebsen, durch fortdauernde Änderungen der gesetzlichen Grundlagen, die insbesondere hinsichtlich der Einspeisevergütung unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Projekten haben, erschwert. Die Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können. Segment TelefonieIn diesem Segment ist der wichtigste Sektor der Call-by-Call-Markt. Ein generelles Risiko stellen dabei die vielfältigen Flatrate-Angebote dar. Die Festnetz-Flatrates machen Call-by-Call für innerdeutsche Festnetztelefonate überflüssig. Ein ähnliches Risiko besteht durch Flatrates im Mobilfunk, welche i. d. R. eine Flatrate für Mobil- und Festnetz beinhalten. Die Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk führt zu sinkenden Erträgen. Preise von Mobil zu Mobil unter Festnetzniveau stellen auch ein Risiko für das Call-by-Call-Geschäft dar. Ein weiteres Risiko besteht darüber hinaus durch die Technologie Voice over IP (VoIP), da Minutenpreise durch Flatrate-Angebote unter Druck geraten. Das novellierte Telekommunikationsgesetz, das u.a. Call-by-Call-Anbieter verpflichtet, die Minutenpreise vor jedem Gespräch mitzuteilen, zeigt ebenfalls Auswirkungen. Als Risiko ergibt sich die vollständige Kostenkontrolle für den Kunden, der dadurch den Anbieter für seine Gespräche auswählen wird, der ihm das beste Preis-Leistungs-Verhältnis bietet. Dem erwartungsgemäßen Umsatzrückgang in der Branche begegnet das Segment Telefonie unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem und eine konsequente Ergebnisorientierung. Die Ankündigung der Deutschen Telekom, die Preise zu senken, erhöht das Risiko von Umsatz- und Margenverlusten. Die Chancen in diesem Segment sind trotz sinkender Umsätze und Margen dennoch vorhanden. Mitbewerber unterliegen den gleichen Rahmenbedingungen und haben ähnliche Risiken. Segment ServicesDie Gesellschaften dieses Segmentes bewegen sich in einem Sektor, der von einem starken Wettbewerb geprägt ist. Wir sehen aber ein erhebliches Marktpotenzial in den eigenentwickelten innovativen Anwendungen, die bereits erfolgreich im Konzern implementiert sind. Die weclapp GmbH konnte ihr hohes technisches und organisatorisch-personelles Know-how im Rahmen des internationalen Standards ISO 27001 unter Beweis stellen. Auf dem deutschen Markt stoßen Cloud Services auf eine gewisse Skepsis. Nicht alle Angebote sind ausgereift. Viele Unternehmen, die sich noch nicht in der Cloud engagieren, haben Sorge vor einem unberechtigten Zugriff auf sensible Daten und Angst vor Datenverlust. Nicht zuletzt die NSA-Affäre hat dazu beigetragen, dass Cloud Computing heute kritischer gesehen wird, als noch vor einem Jahr. Nach einer Erhebung des Branchenverbands BITKOM nimmt ein Viertel der befragten Unternehmen wegen Sicherheitsbedenken keine Cloud-Dienste in Anspruch. Die zunehmend größere Sensibilisierung bzgl. Datensicherheit ist gleichzeitig sowohl ein Risiko (abnehmende Akzeptanz von Cloud-Lösungen) als auch eine große Chance (es setzen sich die Unternehmen durch, die höchstmögliche Datensicherheit gewährleisten). Die RISIMA Consulting GmbH konnte im Geschäftsjahr 2013 durch die Fokussierung auf ihre Kernkompetenzen Corporate Governance und IT-Sicherheit die konzernexternen Umsätze weiter steigern. Der Personalaufbau zum Jahresende 2013 erfolgte um starkes externes Wachstum zu generieren. Die 3U DYNAMICS GmbH war im Berichtsjahr überwiegend in internen Aufgaben und Projekten eingebunden, so dass sich Umsätze mit Dritten nur eingeschränkt realisieren ließen. Segment Erneuerbare EnergienNeben den allgemeinen Risiken im Konzern bestehen in diesem Segment gesetzliche/regulatorische Risiken sowie Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden. Die Diskussionen über die staatliche Förderung erneuerbarer Energien haben auch 2013 zur Verunsicherung der Verbraucher und Versorger und damit verbundener geringer Planungssicherheit beigetragen. Hinzu kommen weiterhin erhebliche Überkapazitäten aus chinesischer Produktion, die zu von Marktteilnehmern als Dumping bezeichneten Preisen angeboten werden, und dies bei einer stark gesunkenen Nachfrage aus den Mittelmeerstaaten. Dieser Verdrängungswettbewerb beschleunigt die aktuell stattfindende Marktkonsolidierung. Dadurch hat sich die Wettbewerbssituation weiter verschärft. Geprägt von Insolvenzen und deutlichen Produktionsanpassungen ist der Markt erneuerbarer Energien aktuell in einer Konsolidierungsphase. Durch die Entwicklung innovativer Produkte in diesem Segment, wie beispielsweise das Konzept "Solarkraftwerk", welches auf dem Firmengelände realisiert wurde, versucht der 3U Konzern die Chancen, die sich in diesem Markt bieten, konsequent zu nutzen. Gut geplante Erneuerbare Energien-Projekte erfordern zwar hohe Investitionssummen, aber bieten auch eine relativ hohe Wertsicherheit. Die Realisierung solcher Großprojekte beinhaltet auch gesetzliche und regulatorische Risiken, z. B. baurechtliche Auflagen. Diesen Risiken begegnet die 3U HOLDING AG u.a. durch die Beauftragung externer Planungsbüros. Die gesetzlichen, gesellschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können. Mit seinem Geschäftsmodell ist 3U von der sinkenden Vergütung gemäß EEG betroffen. Diesen speziellen Herausforderungen in diesem Teilbereich der Erneuerbaren Energien begegnet der 3U Konzern mit Zurückhaltung, sofern sich die Risiken nicht durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen reduzieren lassen. Eine durchgeführte Maßnahme zur Risikosteuerung/-reduzierung ist die Entscheidung des Vorstands, bis auf Weiteres den Handel mit PV-Modulen aufgrund des schlechten Chancen-/Risikoprofils einzuschränken. Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden, wie z. B. Lieferanten- und Forderungsausfall oder Veränderungen in den Einkaufs- und Verkaufspreisen, werden durch das Lieferanten- und Forderungsmanagement gesteuert, indem z.B. durch die regelmäßige Durchführung umfassender Lieferantenbeurteilungen und -bewertungen das Risikopotenzial in diesem Bereich reduziert wird. FinanzrisikenDer 3U Konzern ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen. Wesentliche Risiken betreffen die Kapitalausstattung und Finanzierungskraft, da eine geringe Eigenkapitalausstattung zu einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Gesellschaft führen kann. Ein weiteres wichtiges Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen oder wenige wesentliche Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Werden durch die 3U Auslandsgeschäfte getätigt, werden in diesem Zusammenhang Währungsrisiken einer intensiveren Betrachtung und Analyse unterzogen. Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten. Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht. Finanzinstrumente werden in der 3U HOLDING derzeit nicht verwendet. Sollten jedoch zukünftig Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden sorgfältige Risikoanalysen und -bewertungen durchgeführt, um durch adäquate Maßnahmen das Risikopotenzial zu minimieren. Gesamteinschätzung der RisikosituationVon den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns ausgehen. Die Veränderungen in der Risiko- und Chancenentwicklung aller Segmente haben Maßnahmen seitens des Vorstandes erforderlich gemacht. So wurden organisatorische Umstrukturierungen in Verbindung mit personellen Maßnahmen, die im Geschäftsjahr 2012 bereits beschlossen und eingeleitet worden waren, im Berichtsjahr fortgeführt. Unser Risikomanagementsystem in Verbindung mit weiteren Planungssystemen und Reports ermöglicht das frühzeitige Erkennen von möglichen Risiken und unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen abweichen und sogar den Fortbestand des 3U Konzerns in einem überschaubaren Zeitraum gefährden könnten. ChancenberichtIn der 3U HOLDING AG werden Chancen und Risiken systematisch identifiziert und ausgewertet. Potenzielle Chancen werden im Rahmen der Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften erörtert, um hierdurch auch potenzielle Risiken erkennen und abgrenzen zu können. Die weitergehende Analyse und Beurteilung von Chancen sowie mögliche Maßnahmen obliegen dem Vorstand und der Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie. Da Chancen auch immer mit Risiken einhergehen, ist es sinnvoll, Risiken und Chancen, wo möglich, immer gemeinsam zu betrachten, um unter einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge potenzielle Gewinnchancen bewusst und kontrolliert nutzen zu können. Im Folgenden sind die wesentlichen Chancen, die innerhalb der einzelnen Segmente identifiziert wurden, dargestellt. Segment TelefonieIn zahlreichen Prognosen der letzten Jahre wurde der massive Umsatzrückgang im Call-by-Call-Geschäft vorhergesagt. Trotzdem erwirtschaftet das Segment Telefonie der 3U HOLDING immer noch nennenswerte Umsätze und Margen. Das Telekommunikationsgesetz, das u.a. Call-by-Call-Anbieter verpflichtet, die Minutenpreise vor jedem Gespräch mitzuteilen, birgt zwar ein erhöhtes Risikopotenzial durch die daraus resultierende Möglichkeit der vollständigen Kostenkontrolle für den Kunden, dennoch eröffnen sich für das Segment Telefonie zugleich auch Chancen, da alle Marktteilnehmer im Call-by-Call-Geschäft dieser Verpflichtung nachkommen müssen und die teilweise erheblichen Tarifunterschiede für den Kunden transparent werden. In diesem Wettbewerbsumfeld können sich die effizient aufgestellten Telefoniegesellschaften der 3U HOLDING AG aufgrund weiterer Kostenoptimierungen relativ gut behaupten. Segment ServicesDie weclapp GmbH konnte durch die Fertigstellung ihres Hauptprodukts, die Business Apps der weclapp Suite, erfolgreich mit der Vermarktung des Produktes beginnen und konzernexterne Umsätze generieren. In der RISIMA Consulting GmbH sind ebenfalls große Chancen vorhanden. Im Geschäftsjahr 2013 konnten die konzernexternen Umsätze deutlich gesteigert werden. Das Produktportfolio wurde um den Bereich Lizenzhandel erweitert und personelles Know-how ausgebaut. Die Gesellschaft befindet sich zwar weiterhin in der Aufbauphase, konnte jedoch im Jahr 2013 drei große Unternehmen als Geschäftspartner gewinnen. So ist die RISIMA jetzt offiziell Kooperationspartner der TÜV SÜD Management Service GmbH, strategischer Partner des US-Unternehmens General Dynamics Fidelis sowie offizieller Partner des britischen Software-Unternehmens Workshare. Obwohl weiterhin Investitionsbedarf besteht, ist durch die Möglichkeit, sich mit diesen starken Partnern im Markt zu positionieren, von einem starken Wachstum der Gesellschaft in naher Zukunft auszugehen. Die Zertifizierung nach dem internationalen Standard ISO 27001 unterstützt den Marktauftritt der RISIMA. Dadurch eröffnen sich noch größere Chancen, bestehende und potenzielle Kunden von dem Know-how innerhalb der 3U zu überzeugen. Segment Erneuerbare EnergienDie Selfio GmbH konnte die in den letzten Jahren erreichte Position weiter ausbauen und im umkämpften Onlinehandel Marktanteile gewinnen. Dazu trugen auch die verstärkte Kooperation mit Vertriebspartnern (z. B. Amazon Marketplace) und die verbesserte Kundenfreundlichkeit bei, die sich aus einer Zusammenarbeit mit der Santander Consumer Bank (verbesserte Zahlungsmodalitäten durch attraktive Finanzierungsmöglichkeiten) ergab. Auch die hervorragenden Ergebnisse der Kundenbefragung durch Trusted Shops lassen darauf schließen, dass diese positive Entwicklung auch über das Berichtsjahr 2013 andauern wird. Die 3U Einkauf und Logistik GmbH kann durch die zentrale Steuerung des Einkaufs ein höheres Einkaufsvolumen generieren, als dies den Einzelgesellschaften möglich wäre. In der Folge lassen sich günstigere Einkaufskonditionen realisieren, welche zum positiven Ergebnis aller Gesellschaften des Segmentes Erneuerbare Energien beitragen. Die EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH richtet ihr Qualitätsmanagement weiterhin an der internationalen Norm ISO 9001 aus und konnte im Berichtsjahr ihre Prozesse und Strukturen weiterentwickeln und verbessern und damit ihre Wettbewerbsposition stärken. Die ClimaLevel Energiesysteme GmbH entwickelt und vertreibt Flächenheiz- bzw. Kühlsysteme und solarthermische Anlagen, die Qualität, Wirtschaftlichkeit und Komfort garantieren. Neben der klassischen Fußbodenheizung wird der ClimaLevel® Multiboden HKL zum Heizen, Kühlen und Lüften zunehmend wichtiger. In 2013 war die ClimaLevel mit dem Team der Technischen Universität Wien siegreich im internationalen Wettbewerb Solar Decathlon 2013 und unterstrich damit ihre Kompetenzen. Der Solarpark Adelebsen produzierte das ganze Jahr über Strom, der zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen in das öffentliche Netz eingespeist wurde. Obwohl vor allem im ersten Halbjahr die Sonneneinstrahlung deutlich unter ihrem langjährigen Mittel blieb, konnte der Solarpark trotzdem nahezu die erwartete durchschnittliche Einspeisevergütung erwirtschaften. PrognoseberichtKonjunkturausblickNach Angaben der Projektgruppe Gemeinschaftsdiagnose hat sich die Weltkonjunktur - angetrieben von den fortgeschrittenen Volkswirtschaften - in 2013 belebt. Das im ersten Halbjahr 2013 etwas erhöhte Tempo der weltwirtschaftlichen Expansion wurde in der zweiten Jahreshälfte gehalten und sollte im Jahr 2014 ansteigen. So sind die Indikatoren für die Erwartungen von Unternehmen und privaten Haushalten in fast allen fortgeschrittenen Volkswirtschaften deutlich gestiegen. Die einschlägigen Stimmungsindikatoren deuten auch auf eine allmähliche konjunkturelle Erholung im Euroraum hin. Der von der EU-Kommission berechnete Economic Sentiment Indicator hat sich seit Oktober 2012 deutlich verbessert. Ein wichtiger Grund für die Stimmungsaufhellung ist, dass die Zweifel am Zusammenhalt der Währungsunion zurückgegangen sind. Aufgrund der gesunkenen Unsicherheit dürften sich Konsum- und Investitionsbereitschaft weiter festigen. Ein starker Aufschwung ist im Euroraum jedoch nicht in Sicht. Immerhin wird die Wirtschaftsleistung in den meisten Mitgliedsländern moderat zunehmen. Für das Gesamtjahr 2013 sollte sich aufgrund der Rückgänge in den vergangenen Quartalen ein realer Produktionsrückgang im Euroraum von 0,4 % ergeben haben, für 2014 wird mit einer Zunahme von 0,9 % gerechnet, unter der Voraussetzung, dass sich die Krise im Euroraum nicht erneut verschärft. Eine tatkräftige Fortsetzung und der Erfolg der Reformbemühungen in den Krisenländern sind aber immer noch nicht gesichert. Sollte es zu einer merklichen Verlangsamung oder gar einem Scheitern der strukturellen Anpassungsprozesse in den Krisenstaaten des Euroraums kommen, so ist mit einem spürbaren Rückgang des Vertrauens zu rechnen, der auch die Konjunktur schwer belasten würde. Die deutsche Wirtschaft befindet sich am Beginn eines Aufschwungs. Die Weltwirtschaft expandiert wieder etwas kräftiger, und die Unsicherheit im Zusammenhang mit der Krise im Euroraum hat deutlich abgenommen. In diesem Umfeld kommen die günstigen binnenwirtschaftlichen Rahmenbedingungen wieder mehr zum Tragen. Insbesondere die gute Arbeitsmarktsituation und die nach wie vor ausgesprochen günstigen Finanzierungsbedingungen regen die Konjunktur an. Die führenden Wirtschaftsinstitute in Deutschland rechnen damit, dass das Bruttoinlandsprodukt im Jahr 2014 durchschnittlich um 1,8 % über dem Niveau des vergangenen Jahres liegen wird. Die Lage am Arbeitsmarkt wird sich voraussichtlich weiter verbessern. Aufgrund der hohen Zuwanderung wird die Anzahl der Beschäftigten stärker steigen als die Zahl der Arbeitslosen abnehmen wird. Die Inflationsrate, die in 2013 rund 1,6 % betragen hat, wird für 2014 mit 1,9 % prognostiziert. Ausblick TelefonieSeit dem Jahr 2005 sind die Umsätze im Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland rückläufig. Diese Entwicklung basiert auf starken Umsatzrückgängen im Festnetzbereich und moderaten Rückgängen im Mobilfunkmarkt. Damit herrscht in der Telekommunikationsbranche ein Verdrängungsmarkt, der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet ist. Staatliche Eingriffe - sowohl national als auch von der EU initiiert - wie die geforderte Kostengleichheit von Inlandsferngesprächen und EU-Auslandsgesprächen haben einen erheblichen Einfluss auf den Call-by-Call-Markt. Daher ist eine mittelfristige Marktprognose schwierig. Wie in den Vorjahren dürfte der Markt weiter schrumpfen, auch wenn sich dieser Prozess verlangsamen dürfte. 2013 ging der relevante Markt wie auch schon in 2012 um weitere rund 10 % zurück, während er in den Jahren zuvor um 15-35 % schrumpfte. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2014 mit einer weiterhin rückläufigen Entwicklung analog der Marktentwicklung und insgesamt mit einer erhöhten Volatilität des relevanten Marktes. Der 3U Konzern wird weiterhin die Strategie verfolgen, im Segment Telefonie profitable Nischen zu identifizieren und wenn möglich zu besetzen. Insbesondere das Leistungsangebot rund um Rechenzentren soll weiter ausgebaut werden und sich zu einer wichtigen Säule innerhalb des Segments Telefonie entwickeln. Das Marktumfeld bleibt weiterhin sehr umkämpft. Inwieweit die neuen Bereiche die rückläufigen Umsätze und die damit einhergehenden geringeren Erträge aus dem Call-by-Call-Geschäft kompensieren können, ist schwer zu prognostizieren. Daher rechnet der Vorstand mit einem geringen Umsatzrückgang und einem Ergebnis auf Vorjahresniveau. Ausblick ServicesDie Dienstleistungen des Segments Services wurden 2013 noch mehrheitlich konzernintern in Anspruch genommen; jedoch wurden erstmals nennenswerte externe Umsätze generiert. Der Umsatzanteil mit externen Kunden wird zukünftig weiter ausgebaut, so dass laut Planung 2014 mehr als die Hälfte der Umsätze dieses Segments extern generiert werden. Vor allem mit den Themen Cloud Computing und IT- sowie Unternehmensberatung werden externe Kunden adressiert. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen bedarfsgerecht und flexibel in Echtzeit als Service über das Internet bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet. Im Cloud Computing fließen verschiedene technische Verbesserungsinnovationen zusammen und erzeugen das Potenzial für eine Basisinnovation im Business. Kostenreduktion, Kostenstruktur-Veränderungen und Kostenvariabilisierung, Flexibilität und vollkommen neue Geschäftsmodelle sind dafür wichtige Argumente. Es wird erwartet, dass Cloud Computing die gesamte Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihr Geschäft und somit auch die Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden nachhaltig verändern wird. Mit einer schnellen Akzeptanz von Cloud Computing in der Wirtschaft sinkt der Bedarf an technischer Infrastruktur-Expertise. Für Software-Anbieter verschiebt sich das klassische Lizenzgeschäft in Richtung "Software as a Service". Für die Anwender hat Cloud Computing viele Vorteile. So werden z. B. aus Investitionen variable Kosten. Es wird erwartet, dass in wenigen Jahren fast alle Unternehmen Cloud Computing nutzen werden - zumindest ergänzend. Auf dem deutschen Markt stoßen Cloud Services auf eine gewisse Skepsis. Nicht alle Angebote sind ausgereift. Es werden Fortschritte in mehreren Bereichen erforderlich sein, bevor das Delivery-Modell breit angenommen wird. Auf Fragen und Herausforderungen zu Themen wie IT-Sicherheit, Integrationsfähigkeit mit vorhandenen IT-Systemen sowie Datenschutz, Verfügbarkeit und Performanz müssen überzeugende Antworten gefunden werden, denn die Nutzer erwarten die ganzheitliche, sichere, gesetzeskonforme, performante und reibungsfreie Unterstützung ihrer Geschäftsprozesse. Viele Unternehmen, die sich noch nicht in der Cloud engagieren, haben Sorge vor einem unberechtigten Zugriff auf sensible Daten und Angst vor Datenverlust. Nicht zuletzt die NSA-Affäre hat dazu beigetragen, dass Cloud Computing heute kritischer gesehen wird, als noch vor einem Jahr. Nach einer Erhebung des Branchenverbands BITKOM nimmt ein Viertel der befragten Unternehmen wegen Sicherheitsbedenken keine Cloud-Dienste in Anspruch. Weitere 13 % hatten konkret geplante Cloud-Projekte zurückgestellt und 11 % hatten sogar bestehende Cloud-Lösungen aufgegeben. Trotzdem wächst der Einsatz von Cloud-Lösungen in Unternehmen weiter. Die technischen und finanziellen Vorteile sind immens. Allerdings werden die Anforderungen der Unternehmen sowohl an die technische Sicherheit als auch an das rechtliche Umfeld beim Datenschutz steigen. IT-Sicherheit nimmt eine zunehmend wichtigere Rolle in nahezu allen Unternehmen ein. Sowohl Großunternehmen als auch kleine und mittelständische Unternehmen sind täglichen Angriffen aus dem Netz ausgesetzt, die immensen und kostspieligen Schaden anrichten können. Vor allem auch bei der Vergabe von Aufträgen bzw. Abschlüssen von Verträgen in Geschäftsbereichen wo größere Mengen an (persönlichen) Daten erhoben werden, hat die IT-Sicherheit hohe bzw. höchste Priorität. Produkte und Services sowie IT-Security-Lizenzen für ein umfassendes IT-Security-Management stoßen daher auf eine steigende Nachfrage. Nahezu jedes Unternehmen muss täglich Risiken eingehen. Einige Risiken bergen das Potenzial, den Erfolg eines Unternehmens ernsthaft zu gefährden. Dazu gehören z. B. IT-Risiken, Risiken durch Nichteinhaltung von Gesetzesvorgaben, Personalrisiken, Marktrisiken etc. Mit Hilfe eines geeigneten Risikomanagementsystems kann auf diese Risiken und Chancen jedoch adäquat reagiert werden. Deshalb ist auch in diesem Bereich mit einer dauerhaft hohen Nachfrage zu rechnen. Um die steigende Nachfrage und die Kundenanforderungen bewältigen zu können, hat die Tochtergesellschaft RISIMA ihr Beraterteam in den letzten Quartalen deutlich ausgebaut. Marktexperten bescheinigen den 3U Dienstleistungangeboten Cloud Computing, Software as a Service, IT-Services und Consulting-Dienstleistungen gute Wachstumsaussichten. Der Vorstand der 3U HOLDING AG erwartet ab 2014 stark steigende externe Umsätze und für 2014 ein leicht negatives Ergebnis. Positive Ergebnisse dieses Bereichs werden ab 2015 erwartet. Ausblick Erneuerbare EnergienDie Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor wächst nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Mit dem Segment Erneuerbare Energien nimmt der Konzern an dem voranschreitenden Wandel in der Energieerzeugung zur Nachhaltigkeit und dem Trend zum ressourcenschonenden und damit effizienteren Energieeinsatz teil. Der Konzern wird sich zukünftig noch breiter in diesem Feld aufstellen und seine Produkt- und Dienstleistungspalette kontinuierlich erweitern. Neben dem Ausbau der bereits am Markt agierenden Geschäftsfelder erscheint vor allem ein Ausbau der Planungs- und Projektentwicklungsaktivitäten aussichtsreich. Erfreulich entwickeln sich derzeit vor allem auch die Aktivitäten rund um das Thema Heizen, Kühlen und Lüften von Gebäuden. Darüber hinaus sollen weitere EE-Projekte realisiert werden. Die Rahmenbedingungen werden in diesem Geschäftsfeld maßgeblich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetzes (EEG) bestimmt. Die Große Koalition strebt kurzfristig eine Reform an, so dass mit dem neuen EEG ein möglichst langfristiger grundlegender Ordnungsrahmen geschaffen wird, der allen Beteiligten Planungssicherheit gibt. Je nachdem wie das EEG gestaltet wird, werden sich die Chancen-/Risiko-Profile von EE-Projekten verändern. Die Entwicklung wird von uns entsprechend aufmerksam verfolgt. Durch die bereits vorhandene Diversifikation des Segments ist die 3U aussichtsreich aufgestellt und daher rechnet der Vorstand für 2014 mit einem deutlichen Umsatzwachstum dieses Segments und mit einem geringen positiven Ergebnis. Strategische AusrichtungFür den Konzern steht die nachhaltige operative Profitabilität in den einzelnen Segmenten im Vordergrund. Aufgrund der unbefriedigenden Geschäftsentwicklung der letzten beiden Geschäftsjahre wurde eine Reihe von Maßnahmen umgesetzt, um dieser Entwicklung entgegenzuwirken. Hierzu kam es im gesamten Konzern zu Personalanpassungen; u.a. wurden in den Segmenten Services und Erneuerbare Energien vor allem die Vertriebs- und Marketingressourcen reduziert. Ziel dieser Maßnahmen war eine erhebliche Kostenreduktion und die Konzentration auf margenstärkere Umsätze. Während im Segment Telefonie die Umsätze auf dem aktuellen Niveau - u. a. durch Investitionen in Rechenzentrumskapazitäten -stabilisiert werden sollen, werden die Segmente Services und Erneuerbare Energien weiter ausgebaut. Neben dem Ausbau der Geschäftsfelder durch organisches Wachstum ermöglicht vor allem die komfortable Eigenkapitalausstattung und die damit verbundene gute Bonität des Konzerns auch anorganisches Wachstum vor allem auch des Segments Erneuerbare Energien. Der 3U Konzern verfolgt dabei die Strategie, erfolgreiche Geschäftsbereiche langfristig zu behalten, aber bei attraktiven Offerten diese auch zu veräußern. Ausblick 3U Konzern2013 war für den 3U Konzern erneut ein sehr schwieriges Geschäftsjahr. Zum einen waren es externe Faktoren, wie z. B. gesetzgeberische Maßnahmen, die zu deutlich erschwerten Rahmenbedingungen in den Segmenten Telefonie und Erneuerbare Energien führten. Zum anderen entwickelten sich einige Zielmärkte schlechter als prognostiziert. Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat eine Reihe von Maßnahmen ergriffen, die dazu geführt haben, dass der Konzern zum Ende des Geschäftsjahres wieder besser aufgestellt ist und den zahlreichen Herausforderungen besser begegnen kann. Hierzu war es notwendig, sich von defizitären Geschäftseinheiten zu trennen und die Personalstärke deutlich zu reduzieren. Die umgesetzten Maßnahmen prägen maßgeblich die Entwicklung des Geschäftsjahres 2013. Dies vorausgeschickt, rechnet der Vorstand der 3U HOLDING AG für das Geschäftsjahr 2014 im Konzern mit Umsätzen zwischen EUR 44 Mio. und EUR 49 Mio., einem EBITDA zwischen EUR -0,5 Mio. und EUR 1,5 Mio. sowie einem Konzernergebnis zwischen EUR -3,5 Mio. und EUR -1,5 Mio. Bei dieser Prognose sollte beachtet werden, dass der anteilige oder vollständige Verkauf von Tochtergesellschaften zum Unternehmenszweck der 3U HOLDING AG als Beteiligungsgesellschaft gehört und zu positiven Sondereffekten führen kann. Hieraus erzielte Erträge sind jedoch nur begrenzt planbar und bleiben daher bei der vorstehenden Prognose unberücksichtigt. Darüber hinaus plant die 3U HOLDING AG in 2014/2015 auch durch Akquisitionen anorganisch zu wachsen. Daraus resultierende Effekte bleiben in der Prognose ebenfalls unberücksichtigt. Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert des 3U Konzerns für die Aktionäre, aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich in einem positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln. Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den KonzernrechnungslegungsprozessDer Rechnungslegungsprozess wird für alle Konzerngesellschaften weitestgehend zentral in der Finanzabteilung der Holding realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung. Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken, Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung unter Berücksichtigung möglicher Risiken sicherzustellen. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Dazu gehören z. B. eine Bilanzierungsrichtlinie, Kontierungsanweisungen sowie die Unterstützung durch externe Berater. Das interne Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen ("Vier-Augen-Prinzip"). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch den Bereich Risikomanagement anhand definierter Kennzahlen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab, damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die eingesetzten IT-Systeme und deren Anwendungen. Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf ihre Auswirkungen für den 3U Konzern untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen. Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines Risikos an dieser Stelle des Rechnungslegungsprozesses. Dieses Risiko kann verschiedener Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammenwirken von Risiko- und Compliancemanagement und internem Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig optimiert. Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind zugeordnet und dokumentiert. Das implementierte und kontinuierlich weiter entwickelte Risikomanagementsystem mit den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten, z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Konzernrechnungslegung dennoch nicht gewährleisten. Übernahmerelevante AngabenÜbernahmerechtliche Angaben nach § 315 Abs.4 HGBBestellung und Abberufung des Vorstands und SatzungsänderungenDer Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179,133 AktG. Nach § 13 Abs.2 der Satzung i.V.m. § 179 Abs.2 S.2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals. Grundkapital und Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufenDas Grundkapital setzt sich zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften. Für weitergehende Informationen verweisen wir auf den Anhang unter 6.7. Am Kapital der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2013 wie folgt beteiligt:
Herr Michael Schmidt (Deutschland) hat mit Schreiben vom 28. November 2012 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG am 27. November 2012 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49 % (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat. Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 27. August 2014 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 23.421.120,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage soweit der Nennbetrag der neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, weder insgesamt zehn vom Hundert des am 28. August 2009 vorhandenen Grundkapitals übersteigt noch der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 S. 4 AktG unterschreitet; 2. sofern die Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlagen zum Erwerb von Unternehmen oder von Beteiligungen an Unternehmen erfolgen; 3. für Spitzenbeträge. Der Vorstand wird ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung festzulegen. Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 4.684.224,00, eingeteilt in bis zu 4.684.224 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. August 2010 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat im April 2013 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden. Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 31. Dezember 2013 604.720 Aktien erworben; das entspricht 1,71 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. Von Januar bis zum 14. März 2014 erfolgten weitere Rückkäufe eigener Anteile in Höhe von insgesamt 185.319 Aktien. Auch über dieses Datum hinaus werden weiterhin eigene Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworben. Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U HOLDING AG keine Vereinbarungen. AktiengeschäfteNach Maßgabe des § 15 a WpHG haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U HOLDING AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr keine entsprechenden Geschäfte gemeldet. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat mit Datum vom 14. März 2014 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad "Investor Relations/Corporate Governance" allgemein und dauerhaft zugänglich gemacht. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind. Vergütung des VorstandsDie Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Dabei orientiert er sich an dem am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat vorrangig der testierte Wert der EBITDA-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten Wert bewertet; eine deutliche Verfehlung von budgetierten Umsatzzielen kann zu Abzügen führen. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage des Konzerns fest. Darüber hinaus wurde den Vorstandsmitgliedern eine bestimmte Anzahl von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 gewährt. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des 3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern. Seit dem Kalenderjahr 2011 gilt für die Vorstände der 3U HOLDING AG, dass ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres unter dem Vorbehalt gezahlt wird, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der EBITDA-Entwicklung des Konzerns und der Beteiligungsstruktur sowie die Motivation der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Aufsichtsrat wird die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden Jahren bewerten und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet ist. Eine von dem Vorstand zu erstattende erfolgsabhängige Vergütung ist von dem Vorstand binnen 90 Tagen nach Zugang des schriftlichen Rückforderungsverlangens des Aufsichtsrates zu zahlen. Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des Vorstandes auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger Aktienoptionen. Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. § 84 Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund widerrufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung. Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen.
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Im Jahr 2012 erfolgte eine Korrektur der Abrechnung
für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von insgesamt TEUR 30. Aktienoptionsplan 2011Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt. Angaben zu Aktienoptionen zum 31. Dezember 2013 in Stück:
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Herr Odenbreit hat jedoch Aktienoptionen als
Angestellter der 3U HOLDING AG erhalten. Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Die 3U HOLDING AG ist berechtigt, die Ausübung von Optionsrechten in dem Umfang abzulehnen, wie deren Ausübung wegen außerordentlicher, nicht vorhergesehenen Entwicklungen zu einer unverhältnismäßig hohen Vergütung des Bezugsberechtigten führen würde. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten wurden für die Zeit als Vorstand der Gesellschaft von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung verweisen wir auf das Kapitel "Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme". Vergütung des AufsichtsratsDie Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen erhält. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00 Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft ("EBT"), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern in Konzernabschluss ("EBT") für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder EUR 25.000,00. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer. Die Aufsichtsratsvergütungen für 2013 betrugen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 68). Für 2013 wurde - wie für 2012 - keine erfolgsabhängige Vergütung zurückgestellt.
Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2013 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 0,9 (Vorjahr: TEUR 0,1), Herr Simon in Höhe von TEUR 1,3 (Vorjahr: TEUR 1,1) und Herr Thies in Höhe von TEUR 1,3 (Vorjahr: TEUR 0,3) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2013 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 13) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden vollständig für die 3U ENERGY AG erbracht (Vorjahr: TEUR 13 für die 3U TELECOM GmbH). Außerdem wurden durch die Thies & Thies Steuerberatungsgesellschaft mbH, deren Geschäftsführer Herr Stefan Thies ist, steuerliche Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) im Geschäftsjahr 2013 abgerechnet. Diese wurden vollständig für die 3U HOLDING AG erbracht. Konkrete Angaben über AktienoptionsprogrammeMit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt. Aktienoptionsplan 2011Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte: Bezugsberechtigte sind:
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):
Der Aktienoptionsplan 2011 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden. Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte beträgt EUR 1,00 je Aktie. Zum Zeitpunkt der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 7. Februar 2011 notierte die Aktie bei EUR 0,66; der Aufschlag belief sich demnach auf 51,5 %. Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern. Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 4.602.500 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag 1.327.500 verfallen. Verfallen sind in:
Versicherung der gesetzlichen VertreterErklärung gemäß § 37y WpHG i.V. m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHGWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im Konzernlagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Marburg, den 21. März 2014 Der Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit KonzernabschlussBilanz zum 31. Dezember 2013Aktiva
Gewinn- und Verlustrechnung
Gesamtergebnisrechnung
Eigenkapitalveränderungsrechnung
Kapitalflussrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20131 Allgemeine Angaben über den KonzernDie 3U HOLDING AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist die Muttergesellschaft des 3U Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 eingetragen. Die Geschäftstätigkeit der 3U und ihrer Tochtergesellschaften umfasst die Verwaltung eigenen Vermögens, den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen im Segment Telefonie. Die Aktivitäten im Bereich Erneuerbare Energien und Dienstleistungen werden in den Segmenten Erneuerbare Energien und Services dargestellt. Die Anschrift der Gesellschaft lautet: Frauenbergstraße 31-33, 35039 Marburg 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1 Grundsätze der RechnungslegungDer Konzernabschluss umfasst die 3U HOLDING AG und deren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG wurde im Geschäftsjahr 2013 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) - den International Financial Reporting Standards (IFRS) - aufgestellt. Dabei wurden die zum 31. Dezember 2013 anzuwendenden IFRS beachtet sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Committee (IFRIC) angewendet. Der Konzernabschluss enthält alle Informationen, die gemäß den von der Europäischen Union (EU) übernommenen IFRS sowie aufgrund der zusätzlichen Anforderungen nach § 315 a Abs. 1 HGB erforderlich sind. Sofern bestimmte Verlautbarungen vorzeitig angewendet wurden, wird hierauf gesondert hingewiesen. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen des Eigenkapitals sowie die Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Konzernabschluss und der Konzernlagebericht der 3U HOLDING AG wurden gemäß § 315a HGB aufgestellt und werden im elektronischen Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen in Tausend Euro (TEUR) und wurden auf volle TEUR gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von rund +/- einer Einheit (EUR, % usw.) auftreten. Die deutschen Konzerngesellschaften führen ihre Bücher und Unterlagen nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die ausländischen Gesellschaften führen ihre Bücher nach den jeweiligen lokalen Bestimmungen. Diese weichen in einzelnen Aspekten von den International Financial Reporting Standards (IFRS) ab. Alle notwendigen Anpassungen, die zur Darstellung der Jahresabschlüsse per 31. Dezember 2013 nach IFRS erforderlich waren, wurden durchgeführt. Das Geschäftsjahr der 3U HOLDING AG sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr. Neu angewandte Rechnungslegungsverlautbarungen3U berücksichtigte alle vom IASB herausgegebenen Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2013 in Kraft waren und in EU-Recht übernommen wurden. Erstmalig angewendet wurden die folgenden Standards:
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Anzuwenden für Geschäftsjahre, die an oder
ab dem angegebenen Datum beginnen
Aus der Erstanwendung dieser Standards haben sich nach Einschätzung des Vorstands keine wesentlichen Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben insbesondere die Änderungen an IAS 19 ergaben wegen fehlender leistungsorientierter Zusagen keine Auswirkungen. Es wurden nur einzelne Anhangsangaben ergänzt. Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten und in EU-Recht übernommenen Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden von 3U nicht vorzeitig angewendet:
Die einzelnen Auswirkungen der Änderungen werden von der Muttergesellschaft 3U HOLDING AG für den Konzern geprüft. Die kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen sowie die Verlautbarungen, die noch nicht umgesetzt wurden, haben keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von 3U. Der Konsolidierungskreis und die Einbeziehungsmethoden von assoziierten Unternehmen bzw. Gemeinschaftsunternehmen der 3U HOLDING AG werden sich nach den von der Gesellschaft vorgenommenen Untersuchungen auch durch die Anwendung dieser Standards nicht verändern. Der IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht, die allerdings noch nicht in EU-Recht überführt wurden.
Diese Standards und die Änderungen von Standards und Interpretationen werden voraussichtlich keine wesentlichen Auswirkungen auf den 3U Konzernabschluss haben.
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Anzuwenden für Geschäftsjahre, die an oder
ab dem angegebenen Datum beginnen 2.2 Grundsätze der Konsolidierung2.2.1 Konsolidierungskreis und KonsolidierungsmethodenIn dem für das Geschäftsjahr 2013 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der 3U HOLDING AG 26 (Vorjahr: 25) in- und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und bei denen die 3U HOLDING AG das Beteiligungsunternehmen beherrscht. Der Kapitalkonsolidierung liegt die Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zugrunde. Hierbei werden die Anschaffungskosten des Mutterunternehmens mit dem anteiligen Zeitwert des Eigenkapitals des Tochterunternehmens zum Erwerbszeitpunkt verrechnet. An die Stelle der Anschaffungskosten treten dabei die identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden sowie die Eventualschulden des Tochterunternehmens, die unter Beachtung der Beteiligungsquote des Mutterunternehmens mit ihren beizulegenden Zeitwerten (Fair Values) angesetzt werden. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den vom Mutterunternehmen übernommenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der identifizierten Vermögenswerte und übernommenen Schulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert angesetzt. Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die 3U HOLDING AG direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft eintritt. Nicht beherrschenden Gesellschaftern (non-controlling interests) zustehende Beträge werden im Eigenkapital getrennt ausgewiesen. Die Einbeziehung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung nicht mehr gegeben ist. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens sowie anderer Ereignisse, die zu einer Entkonsolidierung führen, werden die bis dahin einbezogenen Vermögenswerte und Schulden sowie ein zugeordneter Goodwill mit dem Veräußerungserlös verrechnet. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die Möglichkeit der Mitwirkung an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblich Einfluss nehmen kann und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Joint Venture des Konzerns darstellt. Die Ergebnisse von assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode einbezogen. Anteile an assoziierten Unternehmen werden mit den historischen Anschaffungskosten bilanziert und an im Nachgang des Erwerbs entstehende Änderungen des Konzernanteils am Reinvermögen des assoziierten Unternehmens angepasst sowie um Wertminderungen der einzelnen Anteile verringert. Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten eines assoziierten Unternehmens den Wert des Beteiligungsbuchwertes dieses assoziierten Unternehmens, erfasst 3U keine weiteren Verlustanteile, es sei denn 3U ist entsprechende Verpflichtungen eingegangen. 2.2.2 FremdwährungsumrechnungDie Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die lokale Währung des jeweiligen Landes, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat. Demgemäß werden Vermögenswerte und Schulden, die in Fremdwährung in den Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen erfolgt zu den Jahresdurchschnittskursen. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird gemäß IAS 21 als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals ausgewiesen. In den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Buchung des Geschäftsvorfalls bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -verluste aus der Bewertung von Finanzinstrumenten sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die Umrechnungskurse für Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar:
Im Geschäftsjahr 2013 ergaben sich im Saldo Verluste aus Wechselkursänderungen bei Fremdwährungsgeschäften in Höhe von TEUR 75 (Vorjahr: Gewinn TEUR 293). Die Erfassung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen. 2.2.3 KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des 3U Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit (indirekte Methode), aus dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der liquiditätswirksame Betrag aus dem Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird als Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit erfasst. Die Summe der Cashflows aus dem Erwerb und der Veräußerung von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten wird gesondert dargestellt und als Investitionstätigkeit klassifiziert. 2.2.4 Verwendung von Schätzwerten und AnnahmenDie Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge in den Aktiva und Passiva, den Anhangsangaben und der Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Bewertung von Forderungen, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und der Bildung von Rückstellungen. Die Schätzungen des Managements beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Diese werden regelmäßig geprüft, um die erforderlichen Rückstellungen für wahrscheinliche Ansprüche einschließlich der geschätzten Rechtskosten zu bewerten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Die 3U ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderungen überprüft. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. 2.2.5 Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn, der jeweils den Aktionären der 3U zugerechnet werden kann, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und Vergütungspläne, die auf Wertpapieren basieren, umgewandelt bzw. ausgeübt werden. 2.3 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung2.3.1 Grundzüge der UmsatzrealisierungDie Umsatzerlöse im Segment Telefonie resultieren aus der Tätigkeit als Festnetzanbieter mit eigenem Übertragungsnetz und eigener Vermittlungstechnik. Die gegenüber Dritten erwirtschafteten Umsatzerlöse im Segment Services resultieren aus IT-Dienstleistungen und Beratungsleistungen im Bereich Risiko- und Geschäftsprozessmanagement sowie aus dem Bereich IT-Security. Im Segment Erneuerbare Energien wurden die externen Umsätze mit der Vermarktung von Heiz- und Kühlsystemen, der Herstellung und dem Vertrieb von Solarröhrenkollektoren und dem Handel mit Photovoltaik-Modulen erwirtschaftet. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti nach Erbringung der Leistung bzw. nach Abnahme durch den Kunden erfasst und ausgewiesen. Erlöse aus der Installation von Heiz- und Kühlsystemen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad (Percentage-of-completion-Methode) vereinnahmt, da es sich aufgrund der umfangreichen Einflussmöglichkeiten auf wesentliche Bestandteile um kundenspezifische Fertigungsaufträge handelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt aktivisch unter den "Forderungen aus Fertigungsaufträgen" bzw. bei drohendem Verlust passivisch unter den "Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen". Soweit Anzahlungen die kumulierte Leistung übersteigen, erfolgt der Ausweis passivisch unter Verbindlichkeiten. Entgelte aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Dienstleistung vollständig erbracht wurde und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt. Erlöse, die nicht mit dem operativen Geschäft in Verbindung stehen, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. 2.3.2 GesamtkostenDie Gesamtkosten umfassen alle im Berichtsjahr angefallenen Kosten. 2.3.3 Forschungs- und EntwicklungskostenForschungskosten werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam erfasst. Erst kurz vor Marktreife ist die technologische Realisierbarkeit des Produkts erreicht. In der Phase bis zur technologischen Realisierbarkeit sind die Prozesse zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen iterativ eng vernetzt. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nach dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit entstehen, sind unwesentlich. Im Geschäftsjahr 2013 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 0,8 Mio. im Konzern entstanden. 2.3.4 ZinserträgeZinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes abgezinst werden. 2.3.5 ZinsaufwendungenEntsprechend den Regelungen des IAS 23 werden Zinsaufwendungen für qualifizierte Vermögenswerte, wenn deren Herstellung einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Im Geschäftsjahr 2013 haben sich keine Herstellungsvorgänge ergeben, die aufgrund ihrer Langfristigkeit zu einer Aktivierung von Zinsaufwendungen geführt haben. Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Auszahlungen über die Laufzeit der finanziellen Schulden auf den Nettobuchwert dieser Schulden abgezinst werden. 2.3.6 ErtragsteuernErtragsteuern werden gemäß IAS 12 nach der Verbindlichkeitenmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und vom Ertrag abhängig sind. Dementsprechend werden auch Säumniszuschläge und Zinsen aus nachträglich veranlagten Steuern ab dem Zeitpunkt als Steueraufwand ausgewiesen, ab dem die Versagung der Anerkennung einer vorgenommenen steuerlichen Minderung wahrscheinlich ist. Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen und aus Konsolidierungsbuchungen. Der aktivierte Goodwill führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz. 2.3.7 Geschäfts- oder FirmenwertDie aus der Kapitalkonsolidierung abgeleiteten Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich und darüber hinaus bei Vorliegen von Anzeichen für Wertminderungen auf den wirtschaftlichen Nutzen und auf Wertminderungen überprüft (Impairment-Test) und im Falle einer eingetretenen Wertminderung auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen. 2.3.8 Sonstige immaterielle VermögenswerteImmaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 ("Intangible Assets") aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und Wertminderungen. Die Abschreibungen von abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten erfolgen grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Telekommunikationslizenzen werden über zehn Jahre abgeschrieben. Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik werden über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Es wird ebenfalls auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen. 2.3.9 SachanlagenSachanlagen werden gemäß IAS 16 auf Basis der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden ihre Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert und der aus einem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten und nachträglicher Anschaffungskosten sowie den Barwert von Rückbauverpflichtungen. Finanzierungskosten nach IAS 23 werden in die Kosten der Anlagegüter einbezogen. Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet:
Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte und Bauten werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen. Sind die Anschaffungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich -gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten - setzt 3U diese Komponenten einzeln an und schreibt diese ab. Die Kosten für Rückbauverpflichtungen wurden mit der Entstehung der Verpflichtung bei Vertragsabschluss je Standort individuell bewertet und aktiviert; sie werden jährlich auf Aktualität überprüft und erforderlichenfalls angepasst. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen. 2.3.10 AnlageimmobilienImmobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, werden gesondert unter den Anlageimmobilien ausgewiesen. Die Bewertung dieser als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet:
Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte und Bauten werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. 2.3.11 FremdkapitalkostenSeit dem 1. Januar 2009 werden Fremdkapitalkosten (IAS 23), die dem Erwerb, dem Bau oder der Herstellung eines qualifizierten Vermögenswertes direkt zugeordnet werden können, als Teil der Anschaffungs-/Herstellungskosten aktiviert. Die 3U HOLDING AG bezieht Zinsen und Finanzierungskosten aus Finanzierungsleasingverhältnissen in die Fremdkapitalkosten ein. Im Geschäftsjahr 2013 waren keine Fremdkapitalkosten direkt zurechenbar. In den Geschäftsjahren 2012 und 2013 bestanden außerdem keine Finanzierungsleasingverhältnisse. 2.3.12 FinanzinstrumenteFinanzielle VermögenswerteFinanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als Kredite und Forderungen und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gesellschaft legt die Klassifizierung ihrer finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern über das Gesamtergebnis im Eigenkapital erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht wird oder an dem eine Wertminderung der Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Geschäftsjahren 2012 und 2013 waren keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte im Bestand. Abweichend hiervon wird die Beteiligung an myFairPartner Limited nicht zum Zeitwert bewertet, da dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig abgeschrieben. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten, abzüglich der möglichen Wertminderungen bewertet, wobei das Unternehmen die Effektivzinsmethode anwendet. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. In der Bilanz enthaltene sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen sonstige kurzfristige Forderungen. Die Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, soweit Risiken bereits eingetreten sind, einzelwertberichtigt. Auf Basis einer konzerneinheitlichen Altersstrukturierung werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursbedingte Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Liquide MittelLiquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darin enthalten sind Festgelder, die teilweise als Sicherheiten hinterlegt sind. Diese sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds und werden in der Kapitalflussrechnung herausgerechnet. Wertminderungen bei FinanzinstrumentenLiegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertminderung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u.a. eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Markts. Soweit Risiken bereits eingetreten sind, erfolgt eine Einzelwertberichtigung. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen - nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus - getätigt. AusbuchungDer Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Finanzielle VerbindlichkeitenDie finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre Verbindlichkeiten. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn 3U eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten angesetzt. In den Folgeperioden führen die in den Miet- und Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile zu einer Verminderung der Verbindlichkeit. Im Geschäftsjahr 2013 bestanden keine Finance-Lease-Verträge. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. 2.3.13 LeasingverhältnisseEin Leasingverhältnis wird gemäß IAS 17 als Finance Lease eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen ist daher von dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung und nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform abhängig. Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die Abschreibung erfolgt über die Leasingvertragslaufzeit oder die kürzere Nutzungsdauer des Leasingvermögenswertes. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird innerhalb der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen gezeigt. Im Geschäftsjahr 2013 bestanden keine Finance-Lease-Verträge. Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Mietzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. 2.3.14 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte3U überprüft den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit den Konzern-Bilanzierungsvorschriften. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags eines Geschäftsgebiets, dem der Goodwill zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen des Managements verbunden. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Dabei wurden Aufwendungen und Erträge, die aus Erweiterungsinvestitionen resultieren nicht berücksichtigt. Der Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) wurde im Rahmen der Anschaffung für die Geschäftseinheit des Onlineshops ermittelt. Diese Geschäftseinheit bildet zugleich die zahlungsmittelgenerierende Einheit innerhalb des Segmentes Erneuerbare Energien für die der beizulegende Zeitwert als Nutzungswert ermittelt wird. Die Ermittlung des Nutzungswerts basiert auf der Annahme eines gewichteten Kapitalkostenansatzes (WACC) von 16,8 % (Vorjahr: 12,9 %) zum Stichtag 31. Dezember 2013. Diese Prämissen sowie die zugrunde liegende Methodik können grundsätzlich einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte und letztlich auf die Höhe einer möglichen Wertminderung des Goodwills haben. Der Buchwert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit der Geschäftseinheit des Onlineshops beträgt zum 31. Dezember 2013 EUR 1,75 Mio. Darin enthalten ist der Goodwill mit EUR 0,17 Mio. Wertminderungen auf den Goodwill wurden bisher nicht erfasst. Der beizulegende Zeitwert (Nutzungswert) der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zum 31. Dezember 2013 beträgt EUR 2,16 Mio. Auch bei Änderung der zentralen Annahmen ist nach heutiger Einschätzung nicht zu erwarten, dass der Nutzungswert der zahlungsmittelgenerierenden Einheit unter dem Buchwert liegt. Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens werden zumindest an jedem Bilanzstichtag einer Überprüfung unterzogen, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands, falls vorhanden, zu bestimmen. Erzielt der Vermögenswert keine Zahlungsmittelzuflüsse, die unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags für den einzelnen Vermögenswert auf Ebene der Zahlungsmittel generierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer Zahlungsmittel generierenden Einheit) unter seinem Buchwert, ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Der Wertminderungsaufwand ist sofort ergebniswirksam zu erfassen. Soweit Wertaufholungen nach IAS 36 geboten sind, werden sie ergebniswirksam erfasst. Zugeschrieben wird auf den neu festgestellten erzielbaren Betrag. Es wird jedoch höchstens bis zu dem Betrag zugeschrieben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine Abwertung stattgefunden hätte. Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, werden grundsätzlich zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Zum 31. Dezember 2013 bestanden keine zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte. 2.3.15 VorräteVorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich im Rahmen der Einzelbewertung oder nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. 2.3.16 RückstellungenDie Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem Ereignis der Vergangenheit besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des künftigen Mittelabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten richtet sich danach, wie der Vorstand den Ausgang des Streites aufgrund der zum Bilanzstichtag bekannten Fakten nach bestem Wissen und Gewissen beurteilt. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem voraussichtlichen auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.3.17 Latente SteuernAktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 ("Income Taxes") für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerbilanziellen Werten von Aktiva und Passiva und den Werten der einzelnen Bilanzposten gemäß IFRS gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Die Beurteilung und Bewertung der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen gemäß IAS 12.37 und IAS 12.56 erneut überprüft. Latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden in dem Umfang aktiviert, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen zukünftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen wird. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. zukünftig anzuwenden sind. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, soweit sie Ertragsteuern betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt, den Ausgleich seiner laufenden Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis vorzunehmen. 2.3.18 Sonstige nicht finanzielle VerbindlichkeitenDie sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem Rückzahlungsbetrag, gegebenenfalls abgezinst, angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs bewertet. 2.3.19 Erwerb eigener AktienEigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Bei Rückerwerb von eigenen Aktien werden die gesamten Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einer Summe vom Eigenkapital abgezogen (one-line-adjustment). 2.3.20 MitarbeiterbeteiligungsprogrammDer Konzern gewährt dem Vorstand und den Mitarbeitern aktienkursorientierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente wird zum Zusagezeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der zum Zusagezeitpunkt bestimmte beizulegende Zeitwert der aktienkursorientierten Vergütungen durch Eigenkapitalinstrumente wird linear über die Sperrperiode bzw. Wartefrist aufwandswirksam und in der Kapitalrücklage erfasst. Dies geschieht auf der Grundlage der konzerninternen Schätzung der Aktienanzahl, die zu einer Zusatzvergütung berechtigen. Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern seine Schätzungen bzgl. der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden. Die Auswirkungen der Schätzungsänderungen werden, sofern vorhanden, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden bisher 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben, von denen 1.327.500 zum Bilanzstichtag verfallen sind. Der Aktienoptionsplan hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden. Zum 31. Dezember 2013 liegt der Aktienkurs (Basiswert der Option) mit EUR 0,41 je Aktie deutlich unterhalb des Ausübungspreises von EUR 1,00 je Aktie. Die aus der Vergangenheit abgeleitete Volatilität des Aktienkurses führt dazu, dass der beizulegende Zeitwert der Option im Zeitpunkt der Ausgabe der Aktienoptionen EUR 0,17 ist. Zum Bilanzstichtag bestehen keine weiteren Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. 2.3.21 VergleichszahlenSoweit erforderlich, werden Vergleichszahlen angepasst, um die Vergleichbarkeit mit dem laufenden Jahr aufgrund von Ausweisänderungen wiederherzustellen. 2.3.22 ZeitwertermittlungDer beizulegende Zeitwert wird als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts betrifft jeweils einen bestimmten Vermögenswert bzw. eine bestimmte Schuld. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts werden folglich die Merkmale des betreffenden Vermögenswerts bzw. der betreffenden Schuld berücksichtigt, die ein Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld am Bemessungsstichtag berücksichtigen würde. Solche Merkmale schließen unter anderem Folgendes ein: (a) Zustand und Standort des Vermögenswerts; und (b) Verkaufs- und Nutzungsbeschränkung bei dem Vermögenswert. Mit dem Ziel der Erhöhung der Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und den damit verbundenen Angaben wird eine Bemessungshierarchie festgelegt (sog. "Fair-Value-Hierarchie"). Diese Hierarchie teilt die in den Bewertungstechniken zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen ein. Im Rahmen der Bemessungshierarchie wird in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (nicht berichtigten) Preisen (Inputfaktoren auf Stufe 1) die höchste Priorität eingeräumt, während nicht beobachtbare Inputfaktoren die niedrigste Priorität erhalten (Inputfaktoren auf Stufe 3). Inputfaktoren auf Stufe 2 sind andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. 3 KonsolidierungskreisIm Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochtergesellschaften:
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Es bestehen Beschränkungen hinsichtlich der
Darlehenstilgung aufgrund einer Rangrücktrittsvereinbarung und/odereiner
Patronatserklärung seitens der Muttergesellschaft. Veränderungen im KonsolidierungskreisGegenüber dem 31. Dezember 2012 haben sich folgende Veränderungen im Konsolidierungskreis ergeben: Die EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH hat zum 24. Januar 2013 vom bisherigen Joint-Venture Partner Beijing Yongdong Brilliant Heat-pipe Solar Energy Technology Co., Ltd. alle restlichen Anteile der Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co., Ltd. übernommen. Die Gesellschaft befindet sich somit zu 100 % im Besitz der EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH. Die Gesellschaft wird seit Januar 2013 vollkonsolidiert. Der Fair Value der erworbenen identifizierten Vermögenswerte und Schulden betrug zum Erstkonsolidierungszeitpunkt TEUR 179. Abzüglich des Fair Value aus den schon gehaltenen Vermögenswerten und Schulden in Höhe von TEUR 119 und dem Kaufpreis für weitere 33,33% in Höhe von TEUR 56 verbleibt ein negativer Unterschiedsbetrag in Höhe von TEUR 4, der im Erstkonsolidierungszeitpunkt erfolgswirksam vereinnahmt wurde. Konzernexterne Umsätze wurden im Geschäftsjahr nicht erzielt. Das Ergebnis im Geschäftsjahr beträgt TEUR -1. Am 18. Februar 2013 einigten sich die Gesellschafter der 3U ENERGY AG auf einen Aktienkauf- und Übertragungsvertrag. Inhalt der Vereinbarung ist der Erwerb von 12.500 Stückaktien (entspricht 25 % der Aktien des Unternehmens) nebst sämtlicher Nebenrechte zu einem Kaufpreis in Höhe von insgesamt EUR 1,00 durch die 3U HOLDING AG. Damit steigt der Anteil der 3U HOLDING AG an der 3U ENERGY AG auf 99,998 %. Die Gesellschaft wird nach Aufstockung der Anteile auch weiterhin vollkonsolidiert. Zum 31. Dezember 2013 werden neben der 3U HOLDING AG 26 (31. Dezember 2012: 25) in- und ausländische Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte bzw. über die Möglichkeit zur Kontrolle verfügt. Die Anfang 2013 gegründete Gesellschaft weclapp Inc. mit Sitz in Delaware, USA wird unter den übrigen Beteiligungen ausgewiesen. Joint VenturesIm Rahmen der Bewertung nach der "at equity"-Methode einbezogene Unternehmen:
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An den Gesellschaften ist die 3U HOLDING AG
mittelbar oder unmittelbar beteiligt. Aufgrund der Regelungen im Gesellschaftsvertrag Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd. kann die 3U trotz Mehrheit der Anteile an der Gesellschaft keinen beherrschenden Einfluss ausüben. Alle wesentlichen Entscheidungen werden innerhalb des Board of Directors einstimmig gefasst. Das Board of Directors besteht aus vier Mitgliedern, wovon jeweils zwei Mitglieder durch jeden Joint Venture Partner entsendet werden. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 6.1.4 verwiesen. Übrige BeteiligungenMit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15% der Anteile an der myFairPartner Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB 2.0 online-Lösung. Am 15. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen. Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt werden konnte. Aufgrund fehlender Einflussmöglichkeiten auf die Gesellschaft wird diese unter den übrigen Beteiligungen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben. Das Segment Services expandierte Anfang 2013 durch die Gründung einer Gesellschaft in den USA. Die weclapp Inc. mit Sitz in Delaware, USA und Geschäftsstelle in San Francisco sollte die Erschließung des amerikanischen Marktes vorantreiben. Die Vertriebsstrategie für USA sah den Direktvertrieb online über www.weclapp.com und den indirekten Vertrieb über Sales & Service Partner vor. Im Rahmen der erfolgten Restrukturierung wurde die weclapp auf die Produktvermarktung im europäischen Heimatmarkt ausgerichtet. Die Vermarktung in den USA hat in der weiterentwickelten Vertriebsstrategie keine Bedeutung mehr.
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Die Gesellschaft übt keine Geschäftstätigkeit
mehr aus. 4 SegmentberichterstattungEntsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segementberichterstattung der 3U HOLDING AG auf den "Management Approach" in Bezug auf die Segment-Identifikation ab. Die Informationen, die regelmäßig Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt werden, sind demnach als maßgeblich für die Segmentdarstellung zu betrachten. Der internen Berichterstattung folgend weist die 3U in ihrer Segmentberichterstattung die Segmente Telefonie, Services, Erneuerbare Energien sowie zusätzlich den Bereich Holding/Konsolidierung aus. Das Segment Telefonie, welches die Produkte Call-by-Call, Preselection, Mehrwertdienste und Terminierungsleistungen im Wholesale-Bereich umfasst, beinhaltet sämtliche Aktivitäten des ursprünglichen Basisgeschäftes Telefonie der 3U. Das Segment Services umfasst Dienstleistungen in den Bereichen IT-Service/Systementwicklung, Vertrieb und Consulting. Im Segment Erneuerbare Energien werden alle Aktivitäten dieses Bereiches zusammengefasst. Es besteht aus der Entwicklung, der Produktion, dem Handel und dem Betrieb von Komponenten aus dem Bereich der Erneuerbaren Energien sowie der Heizungs- und Lüftungstechnik. Neben den zuvor beschriebenen Segmenten werden unter Holding/Konsolidierung sowohl die Holding-Aktivitäten als auch die erforderlichen Konzernkonsolidierungsbuchungen zusammengefasst. Der Ausweis in der Segmentberichterstattung erfolgt nach Intra-Segment-Konsolidierung, während die Inter-Segment-Konsolidierung auf der Holding-Ebene erfolgt. Eine ausführliche Beschreibung der Segmente und ihrer Entwicklung findet sich im Konzernlagebericht unter der Darstellung des Geschäftsverlaufs.
Der Vorstand der 3U legt als wesentliche Erfolgsgröße für den Geschäftserfolg eines Segments die Umsatzerlöse und das konsolidierte Segmentergebnis vor Finanzierungen und Ertragsteuern fest, da diese aus seiner Sicht ausschlaggebend für den Segmenterfolg sind. In der Spalte Konzern ist unterhalb des EBIT die Überleitung zum Konzernergebnis enthalten. Das Finanzergebnis setzt sich aus Zinserträgen und Zinsaufwendungen sowie aus den Gewinn- und Verlustanteilen an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, zusammen. Die Zinserträge resultieren aus der Anlage von liquiden Mitteln, welche nicht den Segmenten zuzuordnen sind. Die Ertragsteuern sind ebenfalls nicht im Segmentergebnis enthalten, da der Steueraufwand nur rechtlichen Einheiten zugeordnet werden kann. Für den 3U Konzern ergaben sich folgende Cashflow-Kenngrößen (alle Beträge in TEUR):
Zum Zwecke der Überwachung der Ertragskraft und der Verteilung von Ressourcen zwischen den Segmenten beobachtet der Vorstand die Vermögenswerte, die dem einzelnen Segment zugeordnet sind. Die liquiden Mittel werden keinem Segment zugerechnet.
Bei der Segmentberichterstattung wurden die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Die Dienstleistungen zwischen den Segmenten werden marktüblich unter Beachtung des Fremdvergleichsgrundsatzes anhand von gruppenweit einheitlichen Verrechnungspreismodellen abgerechnet. Im Wesentlichen kommt die Cost-Plus-Methode zur Anwendung. Verwaltungsleistungen werden als Kostenumlage berechnet. Langfristige Vermögenswerte sind in 2013 in Höhe von TEUR 69 im Ausland gelegen.
Umsatzerlöse der Hauptdienstleistungen
Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment Telefonie mit dem größten Kunden einen Umsatz in Höhe von 32,6 % erzielt. Geografische Informationen zu den Umsatzerlösen
Die Zuordnung erfolgte für In- und Ausland nach dem Ort der Lieferung bzw. der sonstigen Leistung. Die Umsätze im Ausland wurden im Wesentlichen in den im Nachfolgenden aufgeführten Ländern erzielt.
5 Angaben zur Konzern-Gewinn- und Verlustrechnung5.1 UmsatzerlöseDie aus der Tätigkeit als Telekommunikationsanbieter erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Telekommunikationsdienstleistungen. Die aus der Tätigkeit als Dienstleistungsanbieter im Segment Services erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Dienstleistungen. Im Bereich der Erneuerbaren Energien werden die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb solarer Heizsysteme, aus dem Handel mit weiteren Komponenten der Energieerzeugung aus erneuerbaren Energieträgern sowie aus dem Handel mit sonstigen Produkten ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Umsatzerlöse aus der Planung und Errichtung von Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien werden ebenfalls ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch die Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der jeweiligen Leistung. Erlöse aus der Installation von Heiz- und Klimasystemen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad vereinnahmt und als Umsatzerlöse ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Diese betreffen in 2013 Erlöse in Höhe von TEUR 4.164 (Vorjahr: TEUR 2.736). Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen TEUR 620, die kumulierten ausgewiesenen Gewinne und Verluste TEUR 268. Die Konzernumsatzerlöse mit Dritten setzen sich aus den Segmenten zusammen, welche in der Segmentberichterstattung dargestellt sind. Umsatzerlöse der Hauptdienstleistungen
Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment Telefonie mit dem größten Kunden einen Umsatz in Höhe von 32,6 % erzielt. 5.2 Sonstige betriebliche ErträgeDie sonstigen betrieblichen Erträge setzen sich wie folgt zusammen:
Den Erträgen aus der Verminderung von Wertberichtigungen und aus abgeschriebenen Forderungen stehen Aufwendungen aus Forderungsverlusten und aus Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber. 5.3 BestandsveränderungenDie Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR -38 (Vorjahr: TEUR -132) umfassen fertige und unfertige Erzeugnisse im Segment Erneuerbare Energien. 5.4 Aktivierte EigenleistungenDie aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 321) und betrafen im Vorjahr im Wesentlichen Planungsleistungen im Bereich Erneuerbare Energien. 5.5 MaterialaufwandDer Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Kosten für Verbindungsleistungen und Netzwerkkosten sowie den Kosten für Rohmaterial und Handelswaren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen im Bereich Erneuerbare Energien zusammen:
5.6 PersonalaufwandDer Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen:
Im übrigen Personalaufwand sind Aufwendungen für den Aktienoptionsplan 2011 in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 145) enthalten. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Basis: Vollzeitäquivalente) betrug:
Die Sozialabgaben beinhalten neben den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Krankenversicherung auch Aufwendungen für Ausgleichsabgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Der Aufwand für Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung betrug insgesamt TEUR 617 (Vorjahr: TEUR 642). Leistungsorientierte Pensionszusagen wurden nicht gegeben. 5.7 Sonstige betriebliche AufwendungenIn den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Posten enthalten:
In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 99 (Vorjahr: TEUR 292) enthalten. Forschungs- und Entwicklungskosten sind im Geschäftsjahr in Höhe von EUR 0,8 Mio. (Vorjahr: EUR 1,2 Mio.) entstanden. 5.8 AbschreibungenDie Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen TEUR 1.972 (Vorjahr: TEUR 1.302). Der Anstieg der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den erstmals für das gesamte Geschäftsjahr vorgenommenen planmäßigen Abschreibungen auf den Solarpark in Adelebsen. 5.9 FinanzergebnisIn diesen Posten werden Zinsen aus Kontokorrent- und Darlehenskonten sowie die Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, ausgewiesen.
5.10 Steuern vom Einkommen und vom ErtragAls Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen.
Die 3U HOLDING AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften unterliegen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Im Geschäftsjahr 2013 galt für Gewinne ein Körperschaftsteuersatz von 15% zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag. Die Gewerbeertragsteuer betrug in 2013 in Marburg ca. 13 % des Gewerbeertrages. Der verwendete Steuersatz für die ausländischen Gesellschaften beträgt für Österreich 25 %, für China 25 %, für die Schweiz 21 % und für die Republik Südafrika 28 %. Der Ertragsteuersatz im Konzern (Muttergesellschaft) beträgt wie im Vorjahr 28,775 % (rund 29 %). Die direkt im Eigenkapital erfassten Ertragsteuern betrugen im Geschäftsjahr TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 hat die 3U HOLDING AG mit der OneTel Telecommunication GmbH, der LineCall Telecom GmbH und der fon4U Telecom GmbH Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 15. November 2005 beschlossen und im Dezember 2005 im Handelsregister eingetragen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit 3U TELECOM GmbH, 010017 Telecom GmbH und Discount Telecom S&V GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung wurden diese Ergebnisabführungsverträge Ende 2007 im Handelsregister eingetragen. Die folgende Übersicht beinhaltet gemäß IAS 12.81 eine Überleitungsrechnung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei Anwendung der deutschen Steuersätze auf das ausgewiesene Jahresergebnis vor Steuern ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand in dem vorliegenden Konzernabschluss:
5.11 Ergebnis je AktieDas unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, die jeweils den Stammaktionären der 3U HOLDING AG zugerechnet werden können, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle Aktienoptionen ausgeübt werden. Dabei erfolgte eine rückwirkende Anpassung der Anzahl der Aktien aufgrund der in 2012 durchgeführten vereinfachten Kapitalherabsetzung. Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten:
Von Januar bis zum 14. März 2014 erfolgten weitere Rückkäufe eigener Anteile in Höhe von insgesamt 185.319 Aktien. Auch über dieses Datum hinaus werden weiterhin eigene Aktien im Rahmen des Aktienrückkaufprogramms erworben. 6 Angaben zur Bilanz6.1 AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres werden im Konzernanlagespiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt. 6.1.1 Immaterielle VermögenswerteDie Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik. Wir verweisen zu den Abschreibungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Aus der Kaufpreisallokation im Rahmen der Sacheinlage bei der Selfio GmbH resultiert ein Geschäfts- oder Firmenwert, der nicht planmäßig abgeschrieben, sondern laufend überprüft wird. Wir verweisen auf unsere Ausführungen unter 2.3.14. 6.1.2 SachanlagevermögenDie Buchwerte des Sachanlagevermögens sind dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen. Die 3U hat in 2009 mit dem Bau ihrer neuen Konzernzentrale begonnen. Die Gebäude sind fertig gestellt und wurden aktiviert. Der Solarpark in Adelebsen erzeugt seit Oktober 2012 im Regelbetrieb Strom aus erneuerbaren Energien und speist diesen in das öffentliche Stromnetz ein. Während der Bauzeit bestand keine Fremdfinanzierung für den Solarpark. Der Solarpark wird mit allen technischen Komponenten unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen, während das Grundstück, auf dem die Freiflächenanlage des Solarparks errichtet wurde, unter den Grundstücken und Bauten gezeigt wird. 6.1.3 AnlageimmobilienUnter den Anlageimmobilien werden grundsätzlich die Anlageimmobilien ausgewiesen, die nicht oder nur unwesentlich eigenbetrieblich genutzt werden. Der 3U Konzern hat im Geschäftsjahr 2012 Eigentum an zwei gemischt genutzten Immobilien erworben. Zu diesen Immobilien zählen das Logistikzentrum in Montabaur und die Gewerbeimmobilie in Adelebsen. Die Immobilie in Montabaur wurde im Geschäftsjahr 2012 insoweit als Anlageimmobilie ausgewiesen, wie sie nicht durch den 3U Konzern selbst als Einkauf- und Logistikzentrum genutzt wurde. Aufgrund der Ausweitung der eigenbetrieblichen Nutzung der Immobilie wird diese im Geschäftsjahr 2013 unter den Sachanlagen bilanziert. Für die Gewerbeimmobilie in Adelebsen wurde lediglich der Teil, auf dem die Freiflächenanlage des Solarparks errichtet wurde, nicht als Anlageimmobilie ausgewiesen. Die Gebäude und das übrige Grundstück werden unter den Anlageimmobilien gezeigt. Die Miet- und Pachterträge aus Anlageimmobilien betrugen im Geschäftsjahr 2013 TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 25). Operative Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2013 für die Anlageimmobilien in Höhe von TEUR 88 (Vorjahr: TEUR 157) entstanden. Davon entfallen TEUR 88 auf vermietete Anlageimmobilien und TEUR 0 auf Immobilien, mit denen während des Geschäftsjahres 2013 keine Mieteinnahmen erzielt wurden. Die Bewertung der Anlageimmobilien erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Einzelheiten zu deren Entwicklung sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens dargestellt. Die Zeitwerte dieser Anlageimmobilien betrugen zum 31. Dezember 2013 TEUR 5.160 (Vorjahr: TEUR 7.854). Im Vorjahreswert war auch die Immobilie in Montabaur enthalten. Die Zeitwerte (Fair-Value-Hierarchiestufe 3) wurden auf Basis der Ertragswertmethode durch einen unabhängigen Gutachter (Zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung) ermittelt. Hierbei wurden folgende Annahmen getroffen:
In der Zeitwertermittlung nach der Ertragswertmethode wurden, aufgrund der derzeit nicht vorliegenden Vollvermietung, Abschläge für Leerstände berücksichtigt. 6.1.4 FinanzanlagenNach der Equity-Methode bilanzierte Beteiligungen: Zum 31. Dezember 2013 wurden die Spider Telecom GmbH, Marburg und die Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd., Sanhe, China, nach der Equity-Methode bilanziert. Die zusammenfassenden Finanzinformationen für diese Beteiligungen stellen sich wie folgt dar: Spider Telecom GmbH
Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd.Die Gesellschaft hat zum 20. Juli 2012 ihren Geschäftsbetrieb aufgenommen.
Zum 31. Dezember 2012 wurde außerdem die Tianjin EuroSun Solarenergy Technology Co. Ltd., Tianjin, China, nach der Equity-Methode bilanziert. Diese wird ab dem 1. Januar 2013 als vollkonsolidiertes Unternehmen im Konzernabschluss berücksichtigt. Der Wertansatz für diese Gesellschaften hat sich wie folgt entwickelt:
Bilanzstichtag der Gesellschaften ist der 31. Dezember 2013. Es bestehen keine Beschränkungen der Fähigkeit der Gemeinschaftsunternehmen, Finanzmittel in Form von Bardividenden oder Darlehens- oder Vorschusstilgungen an den Anteilseigner zu transferieren. Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen bestehen gegenüber diesen Unternehmen nicht. Übrige BeteiligungenmyFairPartner LimitedMit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15 % der Anteile an der myFairPartner Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB 2.0 online-Lösung. Am 15. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen. Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt werden konnte. Die Bewertung erfolgte zur fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben. AusleihungenBei den Ausleihungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 6.256) handelte es sich um ein Darlehen an die LambdaNet Communications Deutschland GmbH (vormals LambdaNet Communications Deutschland AG), das vereinbarungsgemäß bis zum 30. April 2016 lief und jährlich zu tilgen war. Im Geschäftsjahr 2013 wurde dieses Darlehen vorzeitig vollständig getilgt. 6.1.5 Operating LeasingIm 3U Konzern bestehen Verträge im Rahmen von Operating Leasing im Wesentlichen für Kfz-Leasing und Leasing von technischen Büroausstattungen sowie Miete für Gebäude. Die Verpflichtungen für Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 1.751 (Vorjahr: TEUR 865). Von diesem Betrag sind TEUR 512 (Vorjahr: TEUR 440) innerhalb eines Jahres und TEUR 561 (Vorjahr: TEUR 425) innerhalb von zwei bis vier Jahren sowie TEUR 678 (Vorjahr: TEUR 0) innerhalb von fünf bis zehn Jahren fällig. Es besteht eine Verlängerungsoption im Rahmen der Gebäudemiete nach fünf Jahren für weitere fünf Jahre seitens des Mieters. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verlängerungs- oder Kaufoptionen. 6.2 Latente SteuernLatente Steuern wurden unter Berücksichtigung der temporären Unterschiede nach der Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS 12 berechnet. Die aktiven und passiven latenten Steuern setzten sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen:
Die 3U HOLDING AG nimmt die nach IAS 12 gebotene Saldierung vor, wonach Aktiv- und Passivposten aus latenten Steuern saldiert auszuweisen sind, wenn diese aufrechenbar (für das betreffende Steuersubjekt) gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 97 (Vorjahr: TEUR 12) saldiert. Zeitlich unbegrenzt nutzbare Verlustvorträge, für die in der Konzernbilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, betragen unter Berücksichtigung der landesrechtlichen steuerlichen Vorschriften insgesamt TEUR 26.137 (Vorjahr: TEUR 20.657) für Körperschaftsteuer bzw. TEUR 25.912 (Vorjahr: TEUR 20.587) für Gewerbesteuer und betreffen im Wesentlichen die Verlustvorträge bei den im Aufbau befindlichen Gesellschaften sowie die 3U HOLDING AG. Auf abzugsfähige temporäre Differenzen in Höhe von TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 111) wurden aus Werthaltigkeitsgründen keine latenten Steuern aktiviert. 6.3 VorräteDie Vorräte setzten sich wie folgt zusammen:
Mit dem Nettoveräußerungswert sind Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) angesetzt worden. Wertaufholungszuschreibungen sind weder im Jahr 2013 noch im Jahr 2012 erfolgt. Eine Sicherungsübereignung von Vorräten besteht zum Bilanzstichtag nicht. 6.4 Forderungen aus Lieferungen und LeistungenDie Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen:
In Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) betreffen die noch nicht teilabgerechneten Forderungen aus Planungsleistungen und Materialbereitstellungen für kundenspezifische Aufträge zur Installation von Heiz- und Kühlsystemen. Anzahlungen darauf wurden keine erhalten. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr oder aufgrund der Mitteilung eines Inkassounternehmens uneinbringlich sind oder mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss, nimmt der Konzern eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann. Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand bei den nicht wertberichtigten Forderungen breit ist. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist. In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 5.336 (Vorjahr: TEUR 4.944) gegenüber Schuldnern berücksichtigt, über deren Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, die älter als ein Jahr sind bzw. mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidationserlöses. Der Konzern hält keine Sicherheiten für diese Salden. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Bankguthaben und Kassenbestände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich inklusive der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf den Vergangenheitserfahrungen des Managements und Schätzungen des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds des Unternehmens basieren. Das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln ist beschränkt, da diese in der Regel bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen hohe Kreditwürdigkeit bescheinigt haben. 6.5 Sonstige kurzfristige VermögenswerteDie sonstigen kurzfristigen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen:
In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, wie folgt enthalten:
Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 8.2 verwiesen. 6.6 Liquide MittelDer Posten Liquide Mittel beinhaltet Festgelder, Guthaben bei Banken und Kassenbestände, mit einer ursprünglichen Fälligkeit von drei Monaten oder weniger. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 8.2 verwiesen. 6.7 Eigenkapital6.7.1 Gezeichnetes KapitalDas begebene Grundkapital setzt sich seit dem 27. November 2012 zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Die Gesellschaft verfügt nur über eine Klasse von Aktien. Diese gewährleisten keinen festen Gewinnanspruch. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§ 12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Der Vorstand der 3U HOLDING AG hatte am 26. Mai 2011 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00. Im November 2012 beschloss der Vorstand den Einzug dieser 3.923.770 Aktien. Genehmigtes KapitalIm Rahmen der Hauptversammlung am 28. August 2009 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 27. August 2014 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 23.421.120,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. Bedingtes KapitalDie Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 4.684.224,00. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2011 wurden bis zum 30. November 2011 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben; zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2013 waren davon 1.327.500 verfallen. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer auf den Inhaber lautenden Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis von EUR 1,00. Die Ausübung der Optionsrechte kann erstmals nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren und letztmalig nach fünf Jahren seit Ausgabe der Optionsrechte erfolgen. RücklagenDie Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2013 eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.622 (Vorjahr: TEUR 25.037) sowie eine Gewinnrücklage in Höhe von TEUR 692 (Vorjahr: TEUR 692). Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 9.622 (Vorjahr: TEUR 25.037) enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien der 3U HOLDING AG (TEUR 21.499). Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm hat in 2013 zu einer Erhöhung der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 145) geführt. Weitere Veränderungen ergaben sich aus dem Erwerb eigener Anteile in Höhe von TEUR 332 (Vorjahr: TEUR 0) und der Entnahme aus der Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 15.861 (Vorjahr: TEUR 0). Eigene AnteileDie eigenen Anteile haben sich wie folgt entwickelt:
DividendenzahlungenFür das Geschäftsjahr 2012 wurde keine Dividende beschlossen. Für das Geschäftsjahr 2013 wird es aufgrund des Konzernergebnisses ebenfalls keinen Dividendenvorschlag durch den Vorstand geben. 6.7.2 AktienrückkaufprogrammeDer Vorstand der 3U HOLDING AG hat auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10% der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden. Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 31. Dezember 2013 604.720 Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund EUR 0,45 zurückgekauft; das entspricht 1,71 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. 6.7.3 MitarbeiterbeteiligungsprogammAktienoptionsplan 2011Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte: Bezugsberechtigte sind:
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):
Der Aktienoptionsplan 2011 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden. Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte beträgt EUR 1,00 je Aktie. Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern. Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 4.602.500 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag 1.327.500 verfallen. Die Entwicklung der Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar:
6.7.4 Anteile nicht beherrschender GesellschafterDie Kapitalanteile fremder Gesellschafter betragen TEUR -1.403 (Vorjahr: TEUR -2.065). 6.8 FinanzverbindlichkeitenBei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um langfristige Baudarlehen in Höhe von TEUR 3.501, die für die Finanzierung von Immobilien abgeschlossen wurden. Ein Darlehen für den Standort Marburg valutiert mit TEUR 1.800. Der Zinssatz beträgt 3,85 % mit einer Laufzeit bis zum 30. Dezember 2029. Das Darlehen ist mit Grundschulden in Höhe von EUR 2,25 Mio. besichert. Zwei Darlehen mit je TEUR 750 wurden zur Finanzierung des Immobilienerwerbs in Montabaur abgeschlossen. Der Zinssatz beträgt 3,25 %. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 30. Mai 2027 und sind mit Grundschulden in Höhe von je TEUR 750 besichert. Die Darlehen valutieren zum 31. Dezember 2013 mit je TEUR 708. Für die Immobilie in Linz am Rhein wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 300 abgeschlossen und durch eine Grundschuld in gleicher Höhe besichert. Der Zinssatz beträgt 2,85 %. Das Darlehen valutiert mit TEUR 284 und hat eine Laufzeit bis zum 30 Oktober 2027. Bei den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich um Belastungen auf laufenden Geschäftskonten zum Stichtag 31. Dezember 2013 in Höhe von TEUR 4 (Vorjahr: TEUR 11). Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von EUR 1,5 Mio., die per 31. Dezember 2013 im Rahmen eines Avalkredits durch Bürgschaften in Höhe von TEUR 518 in Anspruch genommen ist. Diese Kreditlinie ist durch Hinterlegung von EUR 1,5 Mio. Festgeldern besichert. 6.9 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige ErtragsteuerverbindlichkeitenDie sonstigen kurzfristigen Verbindlichkeiten setzen sich wie folgt zusammen:
Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter enthalten überwiegend Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen. 6.10 RückstellungenDie Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen:
Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar:
Die Rückstellungen für Prozessrisiken betreffen im Wesentlichen Rechtsstreitigkeiten bezüglich Carrierleistungen. Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Gewährleistungen. Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sind langfristiger Natur und wurden gebildet für die Wiederherstellung des Urzustandes von diversen Technikstandorten. 6.11 Berichterstattung zu FinanzinstrumentenAufgliederung der bilanziellen Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39/IFRS 7.8
Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen, liquiden Mitteln, von kurzfristigen Forderungen und von Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente bzw. deren marktübliche Verzinsung. Das maximale Ausfallrisiko der im Vorjahr erfolgswirksam zu Zeitwerten bewerteten Verbindlichkeiten entsprach ihrem Buchwert, vertragsgemäß bei Fälligkeit war nichts an den Gläubiger zu zahlen. Der Gesamtzinsaufwand/-ertrag aus den Finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden, betrug im Geschäftsjahr 2013 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gliedern sich in langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 3.501 (Vorjahr: TEUR 3.413) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 6.313 (Vorjahr: TEUR 6.601). Die Nettoverluste aufgrund von Abwertungen wegen möglicher Ausfallrisiken einschließlich Veränderung von Wertberichtigung aus Krediten und Forderungen betrugen TEUR 510 (Vorjahr: TEUR 843). Weder bei finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, noch bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden, ergaben sich im Berichtsjahr und im Vorjahr Nettogewinne/-verluste. Es wird ebenfalls auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.12 verwiesen. Im Segment Telefonie bestehen Nettingvereinbarungen die dazu berechtigen, im Zahlungszeitpunkt finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zu saldieren. Zum 31. Dezember 2013 bestehen finanziellen Vermögenswerte in Höhe von TEUR 2.605 (Betrag nach Saldierung: TEUR 2.204) und finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 614 (Betrag nach Saldierung: TEUR 212) die einer Nettingvereinbarung unterliegen und die zum Bilanzstichtag nicht saldiert wurden. 6.12 Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle VerpflichtungenAm 31. Dezember bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen:
Das in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen innerhalb eines Jahres enthaltene Bestellobligo beträgt TEUR 66 (Vorjahr: TEUR 0). Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für Büroräume, Technikflächen, technische Geräte und PKWs. Die betreffenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 10 Jahren. Für die Besicherung der eigenen Kreditlinie der 3U besteht eine Verfügungsbeschränkung in Höhe von EUR 1,5 Mio. (hinterlegte Sicherheiten). Im Zusammenhang mit dem Abschluss zweier Leasingverträge zwischen der LambdaNet und der Südleasing GmbH hatte die 3U HOLDING AG zugunsten der Südleasing GmbH eine selbstschuldnerische Bürgschaft abgegeben. Gemäß Kaufvertrag vom 19. Mai 2011 zwischen der euNetworks GmbH und 3U HOLDING AG wird die euNetworks mit den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln versuchen, dass die 3U HOLDING AG aus dieser Bürgschaft entlassen wird. Bis zum 31. Dezember 2012 wurden die Leasingverträge durch die LambdaNet aufgelöst. Mit Schreiben vom 23. Januar 2013 wurde durch die Südleasing GmbH bestätigt, dass für die 3U HOLDING AG keine Haftungen aus diesen Verträgen mehr bestehen. 6.13 Rechtsstreitigkeiten und EventualverbindlichkeitenAus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Deshalb wurden per 31. Dezember 2013 Rückstellungen für offene Rechtsstreite in einer Gesamthöhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 58) gebildet. 7 Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds setzt sich aus Festgeldern, Bankguthaben und Kassenbeständen zusammen.
Die Zahlungsströme werden unterteilt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Für die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Ermittlungsmethode gewählt. Nach der Bereinigung um zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und unter Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals erlangte der 3U Konzern aus laufender Geschäftstätigkeit einen Finanzmittel-zufluss/-abfluss in Höhe von TEUR -3.608 (Vorjahr: TEUR -9.692). Der Cashflow der Investitionstätigkeit beträgt TEUR 5.071 (Vorjahr: TEUR -17.281) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR -199 (Vorjahr: TEUR 341). Außerdem haben sich wechselkursbedingte Änderungen in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 6) und konsolidierungsbedingte Veränderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) ergeben. In Summe ergibt sich eine zahlungswirksame Finanzmittelfondszunahme in Höhe von TEUR 1.273 (im Vorjahr Abnahme in Höhe von TEUR -26.626). Von den zum Periodenende ausgewiesenen liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 8.019 (Vorjahr: TEUR 6.746) unterliegen insgesamt TEUR 1.500 (Vorjahr: TEUR 1.500) einer Verfügungsbeschränkung. Diese werden offen von den liquiden Mitteln abgesetzt, so dass der Finanzmittelfonds entsprechend gemindert wird. Den im Geschäftsjahr 2013 vereinnahmten Zinserträgen in Höhe von TEUR 145 (Vorjahr: TEUR 470) stehen Zinszahlungen in Höhe von TEUR 148 (Vorjahr: TEUR 140) gegenüber. Dividenden wurden im Geschäftsjahr 2013 keine (Vorjahr: EUR 0,03 je Aktie) an die Anteilseigner ausgezahlt/ausgeschüttet. Für den Verkauf/Erwerb von Anteilen an Tochtergesellschaften sind dem Konzern liquide Mittel in Höhe von TEUR 26 (Vorjahr: TEUR 205) zugeflossen und TEUR 56 (Vorjahr: TEUR 0) abgeflossen. Die Kauf- bzw. Verkaufspreise wurden vollständig in liquiden Mitteln geleistet bzw. erhalten. Die Finanzmittelzu- und -abflüsse setzen sich wie folgt zusammen:
In 2013 sind Ertragsteuern in Höhe von TEUR 467 gezahlt worden (Vorjahr: Zahlung von TEUR 817). 8 Sonstige Angaben8.1 KapitalmanagementDer Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Als Zielgröße ist dabei die Eigenkapitalquote definiert. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2013 und 2012:
Das Eigenkapital umfasst das gesamte Kapital, die Rücklagen des Konzerns und die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten. 8.2 FinanzrisikenDer 3U Konzern ist aufgrund der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur geringen Zinsänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Im Rahmen des Auslandsgeschäftes ist der 3U Konzern auch Währungsrisiken ausgesetzt, die einen entsprechenden Einfluss haben können. Soweit erforderlich steuert er die Risiken auch mithilfe derivativer Finanzinstrumente. Zum 31. Dezember 2013 bestanden keine derivativen Finanzinstrumente. Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement eingegangen. FremdwährungsrisikoWährungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Der 3U Konzern übt seine Geschäftstätigkeit überwiegend im Inland aus und fakturiert in EUR oder USD. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung haben für den Konzern jedoch an Bedeutung verloren, so dass grundsätzlich nur geringe Fremdwährungsrisiken bestehen. Es besteht hierzu eine Richtlinie, um die Risiken z. B. durch Termingeschäfte abzusichern. Darin ist festgelegt, dass diese Geschäfte währungsbetrags- und fristkongruent abgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2013 bestanden keine Devisentermingeschäfte. Zum Stichtag 31. Dezember 2012 bestanden die nachfolgenden Devisentermingeschäfte:
Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31. Dezember 2013 entfällt auf die Aktivitäten der Segmente Telefonie und Erneuerbare Energien und lautet wie folgt:
AusfallrisikoEin Kreditrisiko besteht für 3U dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur mit Schuldnern guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen. Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen; eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt. Die Einzelwertberichtigung überfälliger Forderungen erfolgt überwiegend in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen mit unterschiedlichen Bewertungsabschlägen, die im Wesentlichen aus den Erfolgsquoten abgeleitet werden. Forderungen, die mehr als 365 Tage überfällig sind, sind erfahrungsgemäß nicht mehr einbringlich und werden zu 100 % wertberichtigt. Liquiditäts-/RefinanzierungsrisikoDas Liquiditätsrisiko des 3U Konzerns besteht grundsätzlich darin, dass der Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Aufgrund der starken Investitionstätigkeit im Jahr 2012 und den Verlusten des Geschäftsjahres hatten die Liquiditätsreserven des Konzerns deutlich abgenommen. Im Jahr 2013 konnten trotz der Verluste des Geschäftsjahres die Liquiditätsreserven, insbesondere aufgrund der Darlehensrückführung durch die ehemalige Tochtergesellschaft LambdaNet leicht aufgestockt werden. Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Planungshorizont erstreckt sich auf ein Jahr. Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Als Avalkredit wurden zum Bilanzstichtag TEUR 518 im Rahmen von Bankbürgschaften in Anspruch genommen. Am 28. Februar 2013 wurde zur Finanzierung des Solarparks in Adelebsen ein Rahmenkreditvertrag und am 15. Januar 2014 ein Kreditvertrag abgeschlossen. Das bislang noch nicht in Anspruch genommene Darlehen beträgt aus diesem Kreditvertrag rund EUR 14,0 Mio. 3U erwartet, dass es seine sonstigen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. Des Weiteren geht 3U davon aus, dass sich das gegenwärtige Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital durch die Aufnahme weiterer Fremdmittel zugunsten des Fremdkapitals verschieben wird. ZinsänderungsrisikoBei den verzinslichen Schulden der 3U sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Marktzinssatzänderungen würden sich hier nur dann auswirken, wenn diese Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Daher wurde auf Sensitivitätsanalysen i. S. d. IFRS 7.40 verzichtet. Das Risiko steigender Zinsen aus Bankdarlehen wird zeitnah überwacht. 8.3 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und PersonenIm Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhalten die 3U HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften Geschäftsbeziehungen zu assoziierten Unternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten. Hierbei handelt es sich um die Spider Telecom GmbH und die Sanhe EuroSolar Solar Energy Technology Ltd. Diese Geschäfte betreffen ausschließlich Liefer- und Leistungsbeziehungen mit diesen nahestehenden Unternehmen. Sie wurden zu Bedingungen vorgenommen, die unter den Konzernunternehmen vertraglich vereinbart und marktkonform sind. Hierbei kam die Kostenaufschlagsmethode zur Anwendung. Kurzfristige Forderungen zu diesen Unternehmen bestanden bei Tochtergesellschaften der 3U HOLDING AG zum 31. Dezember 2013 in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 1) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 76 (Vorjahr: TEUR 81). Bei der 3U HOLDING AG bestanden kurzfristige Forderungen zu diesen Unternehmen in Höhe von TEUR 11 (Vorjahr: TEUR 0) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2013 resultieren aus diesen Geschäftsbeziehungen bei Tochtergesellschaften der 3U HOLDING AG Erträge in Höhe von TEUR 337 (Vorjahr: TEUR 496) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 422 (Vorjahr: TEUR 270). Bei der 3U HOLDING AG betrugen diese Erträge TEUR 8 (Vorjahr: TEUR 11) und Aufwendungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen wurden und zu marktüblichen Konditionen erbrachte Beratungsleistungen. Diese Geschäfte wurden mit nahestehenden Personen/Unternehmen von Gesellschaften/Geschäftsführern von Tochtergesellschaften durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2013 betrifft dies Erträge in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 43 (Vorjahr: TEUR 164). Zum 31. Dezember 2013 bestanden kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 12). Sonstige Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden nur in unbedeutendem Umfang und ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen. Gegenüber der myFairPartner Limited besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38), die vollständig wertberichtigt ist. Außerdem bestehen Forderungen gegen einen Gesellschafter/Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 0). Zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
Die in 2013 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 840 (Vorjahr: TEUR 787). In der variablen Vergütung 2013 sind 50 % der maximal möglichen variablen Vergütung für 2013 von TEUR 300 (Michael Schmidt), TEUR 35 (Andreas Odenbreit) bzw. TEUR 35 (Christoph Hellrung) enthalten.
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Im Jahr 2012 erfolgte eine Korrektur der Abrechnung
für das Geschäftsjahr 2011 in Höhe von insgesamt TEUR 30. Im Geschäftsjahr 2011 wurden an die Mitglieder des Vorstands die nachfolgenden Aktienoptionen ausgegeben. Im Geschäftsjahr 2013 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben.
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Herr Odenbreit hat jedoch Aktienoptionen als
Angestellter der 3U HOLDING AG erhalten. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten bei der 3U HOLDING AG werden für die Zeit als Vorstand der Gesellschaft von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Es besteht eine bislang bis zum 31. Dezember 2013 befristete, bis zum 31. Dezember 2014 prolongierte, unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael Schmidt in Höhe von TEUR 17. Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2013 in Stück:
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Wert zum Gewährungszeitpunkt Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Ihr Wert wird auf die Erdienungszeiträume verteilt und als Aufwand im jeweiligen Geschäftsjahr berücksichtigt. In 2013 sind TEUR 113 (Vorjahr: TEUR 145) als Personalaufwand für Aktienoptionen erfasst worden. Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr bestellt:
Die Aufsichtsratsvergütungen für 2013 betrugen TEUR 68 (Vorjahr: TEUR 68). Für 2013 wurde - wie für 2012 - keine erfolgsabhängige Vergütung zurückgestellt.
Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2013 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 0,9 (Vorjahr: TEUR 0,1), Herr Simon in Höhe von TEUR 1,3 (Vorjahr: TEUR 1,1) und Herr Thies in Höhe von TEUR 1,3 (Vorjahr: TEUR 0,3) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2013 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 13) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden vollständig für die 3U ENERGY AG erbracht (Vorjahr: TEUR 13 für die 3U TELECOM GmbH). Außerdem wurden durch die Thies & Thies Steuerberatungsgesellschaft mbH, deren Geschäftsführer Herr Stefan Thies ist, steuerliche Beratungsleistungen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) im Geschäftsjahr 2013 abgerechnet. Diese wurden vollständig für die 3U HOLDING AG erbracht. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt. 8.4 Ereignisse nach dem BilanzstichtagAm 4. März 2014 veröffentlichte die 3U HOLDING AG eine Ad hoc-Mitteilung, in der sie den Kauf eines Rechenzentrums in Hannover bekannt gab. Das Gesamtobjekt in Hannover umfasst zwei Gebäude auf einer Grundstücksfläche von insgesamt 7.345 m2 . Die Nutzfläche von 3.067 m2 des einen Gebäudes wird ausschließlich als Rechenzentrum genutzt. In dem anderen Gebäude mit 4.141 m2 Nutzfläche, das überwiegend als Büro- und Verwaltungsgebäude genutzt wird, befindet sich auch das zum 1. Dezember 2013 angemietete rund 550 m2 große Rechenzentrum der 3U TELECOM GmbH. Beide Gebäude sind derzeit zu 100 % an verschiedene Parteien vermietet; mit Mietverträgen von ebenfalls unterschiedlicher Laufzeit. Derzeit werden Jahresnettokaltmieten in Höhe von rund EUR 735.000 erzielt. Für die Finanzierung der Gewerbeimmobilie liegt der 3U HOLDING AG eine verbindliche Finanzierungszusage vor. 8.5 Honorar des AbschlussprüfersDas Honorar des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2013:
8.6 Erklärung gemäß § 161 AktG zum Corporate Governance KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und den Aktionären dauerhaft zugänglich gemacht (www.3u.net). 8.7 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGHerr Michael Schmidt, Flachspfuhl 11, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 28. November 2012 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland, am 27. November 2012 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49% (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat. Herr Roland Thieme, Alte Hute 2-4, 35094 Lahntal, hat mit Schreiben vom 4. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 des WpHG mitgeteilt, dass ihm zum 1. April 2002 insgesamt 7,68 % und damit mehr als 5 % der Stimmrechte an der 3U HOLDING AG (WKN 516790) zustehen. Weitere AngabenDie folgenden Gesellschaften der 3U HOLDING AG nehmen Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch:
Zeitpunkt der Freigabe des Abschlusses zur VeröffentlichungDer Vorstand der 3U HOLDING AG hat den Konzernabschluss am 21. März 2014 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Nach Veröffentlichung kann der Abschluss nicht mehr geändert werden.
Marburg, den 21. März 2014 Der Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit Anlage zum Anhang: Entwicklung des Anlagevermögens 2013
Anlage zum Anhang: Entwicklung des Anlagevermögens 2012
Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der 3U HOLDING AG, Marburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2013 bis zum 31. Dezember 2013 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Konzernlagebericht nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Konzernlagebericht abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Konzernlagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Konzernlagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Konzernlageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315 a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Konzernlagebericht steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, 21. März 2014 BDO AG Fritz, Wirtschaftsprüfer Theis, Wirtschaftsprüfer Weitere InformationenFinanzkalender
KontaktHausanschrift3U HOLDING AG Frauenbergstraße 31-33 35039 Marburg Postanschrift3U HOLDING AG Postfach 22 60 35010 Marburg Investor RelationsPeter Alex Tel.: +49 (0)6421 999-1200 Fax: +49 (0)6421 999-1222 ir@3u.net www.3u.net GlossarCashflowKennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cashflow wird ermittelt aus dem Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Kapitalflussrechnung). Cashflow aus betrieblicher TätigkeitVeränderung der flüssigen Mittel aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens (wie z.B. dem Verkauf der betrieblichen Leistungen, dem Einkauf von Material und Vorleistungen und den sonstigen operativen Auszahlungen) und aus anderen Tätigkeiten, die nicht den Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind. Cashflow aus FinanzierungstätigkeitBeinhaltet die Einzahlungen aus der Aufnahme bzw. die Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen, sonstigen Bankverbindlichkeiten und Zinsverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Mittelabflüsse für Dividendenzahlungen und Zu-/Abflüsse aus Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen. Cashflow aus InvestitionstätigkeitAuszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen sowie von Tochtergesellschaften. Corporate GovernanceDer Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern. EBITErgebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Interest and Taxes). EBITDAErgebnis vor Steuern, Finanzergebnis, Anteilen anderer Gesellschafter und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). EBTErgebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Taxes). EigenkapitalquoteBilanzielles Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad). EntsprechenserklärungErklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach § 161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Ergebnis je AktieDie Kennzahl gibt den Anteil des erwirtschafteten Konzernüberschusses bzw. Konzernfehlbetrages an, der auf eine einzelne Aktie entfällt. Die Kennzahl wird errechnet, indem man das Jahresergebnis (Konzernüberschuss/-fehlbetrag) durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der sich im Handel befindlichen Stammaktien dividiert. Erneuerbare EnergienSammelbegriff für die natürlichen Energievorkommen, die entweder auf permanent vorhandene oder auf sich in überschaubaren Zeiträumen von wenigen Generationen regenerierende Energieströme zurückzuführen sind. Dazu gehören: Wasserkraft (das heißt aus Lauf- und Speicherkraftwerken sowie den Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss ohne die aus Pumpspeichern mit künstlichem Zufluss gewonnene Energie), Windenergie, Solarenergie, Umgebungswärme, Biomasse und Geothermie. Free FloatAktien im Streubesitz. HoldingDer Begriff Holding (Kurzform für Holdinggesellschaft/Dachgesellschaft oder Holding-Organisation) umschreibt keine eigenständige Rechtsform, sondern eine in der Praxis etablierte Organisationsform der Muttergesellschaft von verbundenen Unternehmen. IFRSInternational Financial Reporting Standards (Rechnungslegungsgrundsätze) KapitalflussrechnungDie Kapitalflussrechnung ist der liquiditätsorientierte Teil des Rechnungswesens. Es handelt sich hierbei um die wertmäßige Erfassung von Zahlungsströmen innerhalb eines Geschäftsjahres. Hierzu werden Einzahlungen und Auszahlungen in der jeweiligen Berichtsperiode gegenübergestellt und somit die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln erklärt. KonsolidierungAddition von Teilrechnungen zu einer Gesamtrechnung, z.B. von Einzelbilanzen der Konzernunternehmen zur Konzernbilanz. KonsolidierungskreisGruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzernabschluss einbezogen werden. Latente SteuernKünftige Steuerent- bzw. -belastungen, die entstehen, wenn Handelsbilanz- und Steuerbilanzansatz von Vermögens- und Schuldpositionen auseinanderfallen, der Unterschied sich jedoch im Zeitablauf wieder umkehrt (temporary differences). Mit dem Ansatz latenter Steuern wird der effektive, aus der Steuerbilanz resultierende Steueraufwand an das abweichende handelsrechtliche Ergebnis angepasst. Zusätzlich werden latente Steuern für die zukünftige Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verrechnung möglich ist. MarktkapitalisierungBezeichnung für den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens. Errechnet wird sie durch die Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung liefert einen Anhaltspunkt für den Preis, der für sämtliche umlaufenden Aktien eines Unternehmens zu bezahlen bzw. zu realisieren wäre. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass größere Ankäufe/ Verkäufe einer Aktie zu tendenziell steigenden/ sinkenden Aktienkursen führen. RisikomanagementSystematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzusetzen. ImpressumHerausgeber3U HOLDING AG Frauenbergstraße 31-33 35039 Marburg Fotos3U HOLDING AG (Titel) J. Laackman, PSL-Studios-Marburg (Seite 3) Shutterstock Images LLC (Seite 14) Publitek, Inc. dba Fotosearch (Seite 76, 150, 152) SchriftInterstate von Tobias Frere-Jones (Hersteller: The Font Bureau) DruckIRprint, Hamburg © 2014 3U HOLDING AG, Marburg Printed in Germany DisclaimerDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der 3U HOLDING AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Die Begriffe "davon ausgehen", "annehmen", "einschätzen", "erwarten", "beabsichtigen", "können", "planen", "projizieren", "sollte" und vergleichbare Ausdrücke dienen dazu, zukunftsbezogene Aussagen zu kennzeichnen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der 3U HOLDING AG liegen. Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können, sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit z.B.: die Entwicklung der Nachfrage nach unseren Diensten, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisdruck, technologische Veränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der 3U HOLDING AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Geschäftsbericht enthält eine Reihe von Kennzahlen, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher Vorschriften und der International Financial Reporting Standards (IFRS) sind, wie z. B. EBT, EBIT, EBITDA und EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse, bereinigte EBITDA-Marge, Investitionen (Capex). Diese Kennzahlen sind nicht als Ersatz für die Angaben der 3U HOLDING AG nach HGB oder IFRS zu verstehen. Es ist zu beachten, dass die Kennzahlen der 3U HOLDING AG, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher und IFRS-Vorschriften sind, nur bedingt mit den entsprechenden Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar sind. 3U Konzern
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"At equity" einbezogene Beteiligungen 3U HOLDING AG Postfach 22 60 35010 Marburg Tel.: +49 (0)6421 999-1200 Fax: +49 (0)6421 999-1222 ir@3u.net www.3u.net |
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