3U Holding AG

Marburg

Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

Bilanz

AKTIVA

31.12.2015 Vorjahr
EUR EUR EUR
A. ANLAGEVERMÖGEN      
I. Immaterielle Vermögensgegenstände      
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten   79.258,51 110.223,03
II. Sachanlagen      
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.760.285,29   23.311.476,09
2. technische Anlagen und Maschinen 148.885,03   157.689,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 168.844,76   128.835,06
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 210.602,10   243.360,25
    23.288.617,18 23.841.361,05
III. Finanzanlagen      
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.195.293,44   9.960.489,27
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00   3.000.000,00
3. Beteiligungen 12.501,00   12.501,00
    15.207.794,44 12.972.990,27
    38.575.670,13 36.924.574,35
B. UMLAUFVERMÖGEN      
I. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände      
1. Forderungen aus Lieferungen und Leistungen 109.265,33   50.497,40
2. Forderungen gegen verbundene Unternehmen 18.692.014,42   13.612.266,45
3. Sonstige Vermögensgegenstände 823.643,38   1.679.476,41
    19.624.923,13 15.342.240,26
II. Kassen bestand, Guthaben bei Kreditinstituten   2.014.766,04 7.542.026,87
    21.639.689,17 22.884.267,13
C. RECHNUNGSABGRENZUNGSPOSTEN   94.110,51 89.680,84
    60.309.469,81 59.898.522,32

PASSIVA

     
  31.12.2015 Vorjahr
  EUR EUR EUR
A. EIGENKAPITAL      
I. Gezeichnetes Kapital 35.314.016,00   35.314.016,00
Nennbeträge/rechnerischer Wert eigener Anteile -2.183.640,00   -1.473.025,00
Ausgegebenes Kapital   33.130.376,00 33.840.991,00
- bedingtes Kapital EUR 4.684.224,00 (Vorjahr: EUR 4.684.224,00) -      
II. Kapitalrücklage 7.357.980,58   7.357.980,58
III. Gewinnrücklagen      
Andere Gewinnrücklagen 5.698.881,57   5.450.664,74
IV. Bilanzverlust -1.633.183,10   -965.325,58
    11.423.679,05 11.843.319,74
    44.554.055,05 45.684.310,74
B. RÜCKSTELLUNGEN      
Sonstige Rückstellungen   583.911,53 705.116,78
C. VERBINDLICHKEITEN      
1. Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.292.572,48   8.793.681,26
2. Erhaltene Anzahlungen 107.500,78   93.672,97
3. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113.566,34   164.928,76
4. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen 6.542.604,38   4.339.040,96
5. Sonstige Verbindlichkeiten 115.259,25   117.770,85
- davon aus Steuern: 59.162,07 (Vorjahr: EUR 55.776,12) -   15.171.503,23 13.509.094,80
- davon im Rahmen der sozialen Sicherheit: EUR 1.700,40 (Vorjahr: EUR 0,00) -      
    60.309.469,81 59.898.522,32

Gewinn- und Verlustrechnung Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

2015 Vorjahr
EUR EUR EUR
1. Umsatzerlöse 2.334.967,14   2.148.103,03
2. Sonstige betriebliche Erträge 404.038,17   515.878,23
3. Rohergebnis   2.739.005,31 2.663.981,26
4. Personalaufwand      
a) Löhne und Gehälter 2.634.487,55   2.728.359,67
b) Soziale Abgaben und Aufwendungen für Altersversorgung und für Unterstützung 286.034,28   294.159,47
- davon für Altersversorgung EUR 1.301,25 (Vorjahr: EUR 1.688,86)   2.920.521,83 3.022.519,14
    -181.516,52 -358.537,88
5. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände des Anlagevermögens und Sachanlagen 789.461,69   719.307,09
6. Sonstige betriebliche Aufwendungen 3.038.695,11 3.828.156,80 3.167.445,84
7. Betriebsergebnis   -4.009.673,32 -4.245.290,81
8. Erträge aus Beteiligungen 1.304.383,55   1.529.936,83
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 1.304.383,55 (Vorjahr: EUR 1.529.936,83)      
9. Erträge aus Gewinnabführungsverträgen 1.834.909,05   1.501.699,50
10. Sonstige Zinsen und ähnliche Erträge 711.801,69   706.014,94
- davon aus verbundenen Unternehmen: EUR 613.510,79 (Vorjahr: EUR 661.039,64) -      
11. Abschreibungen auf Finanzanlagen 24.999,00   42.700,00
12. Zinsen und ähnliche Aufwendungen 366.075,78   328.401,72
- davon an verbundene Unternehmen: EUR 100.297,81 (Vorjahr: EUR 101.027,47) - 3.460.019,51 3.366.549,55
13. Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit   -549.653,81 -878.741,26
14. Steuern vom Einkommen und vom Ertrag 39.926,53   -1.461,91
15. Sonstige Steuern 78.277,18 118.203,71 88.046,23
16. Jahresfehlbetrag   -667.857,52 -965.325,58
17. Verlustvortrag -965.325,58   0,00
18. Ertrag aus Erwerb eigener Anteile 248.216,83   352.435,41
19. Einstellung in andere Gewinnrücklagen -248.216,83 -965.325,58 -352.435,41
20. Bilanzverlust   -1.633.183,10 -965.325,58

Anhang für das Geschäftsjahr 2015

3U Holding AG, Marburg

I. Allgemeine Angaben

Die 3U Holding AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 geführt.

Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von eigenem Vermögen, den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Erbringung von Geschäftsführungs- und Beratungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen für Tochter- und Beteiligungsunternehmen und Dritte.

Die Geschäftstätigkeit der 3U Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst die Vermögensverwaltung und die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen im Bereich Festnetztelefonie, Erneuerbare Energien sowie IT-Dienstleistung und Beratung im Bereich Services.

Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG beachtet. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt.

Der Jahresabschluss wurde unter teilweise Ergebnisverwendung gemäß § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt.

Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 264d HGB.

II. Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden

Erworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Software beträgt drei Jahre, Telekommunikationslizenzen werden über ihre Laufzeit abgeschrieben.

Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig.

Die Laufzeit, über welche die Abschreibung erfolgt, beträgt:

Jahre
Immaterielle Vermögensgegenstände 0-10
Gebäude 5-40
Technische Anlagen und Maschinen 5-30
Betriebs- und Geschäftsausstattung 1 -19

Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 3 HGB angesetzt. Bestehen die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung. Ausleihungen werden zu ihrem Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen sind bei risikobehafteten Posten gebildet worden.

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen.

Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert.

Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt.

Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt.

Zur periodengerechten Erfolgsermittlung wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet.

Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet.

III. Angaben zur Bilanz

1. Anlagevermögen

Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt. Im Sachanlagevermögen weist die Gesellschaft im Wesentlichen Geschäftsbauten aus.

2. Finanzanlagen

Neben den Anteilen an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen werden in der folgenden Tabelle auch die indirekten Beteiligungen ausgewiesen:

Eigenkapital Gesellschaftskapital Anteil am Gesellschaftskapital
in %
Ergebnis des Geschäftsjahres 2015 (im Inland vor Ergebnisabführung)
1 3U TELECOM GmbH, Marburg 1) EUR 2.052.195,28 1.000.000,00 100,00 1.127.968,26
2 010017 Telecom GmbH, Marburg 1) EUR 25.000,00 25.000,00 100,00 105.494,90
3 Spider Telecom GmbH, Marburg EUR 113.189,59 25.000,00 50,00 88.189,48
4 3U TELECOM GmbH, Wien, Österreich EUR 224.111,62 250.000,00 100,00 -25.888,38
5 Discount Telecom S&V GmbH, Marburg 1) EUR 25.000,00 25.000,00 100,00 169.966,40
6 fon4U Telecom GmbH, Marburg 1) EUR 25.000,00 25.000,00 100,00 150.084,84
7 LineCall Telecom GmbH, Marburg 1) EUR 2.962.680,90 25.000,00 100,00 281.394,65
8 OneTel Telecommunication GmbH, Marburg EUR 3.565.690,96 3.025.000,00 100,00 540.690,96
9 ACARA GmbH, Marburg EUR 18.282,03 25.000,00 100,00 -178,25
10 TriTelA GmbH, Wien, Österreich EUR 7.919,27 35.000,00 100,00 -4.863,67
11 Weclapp GmbH, Marburg EUR -5.198.632,82 625.000,00 74,9998 -620.057,39
12 Solarpark Adelebsen GmbH, Adelebsen EUR 330.444,48 25.000,00 100,00 305.444,48
13 3U Mobile GmbH, Marburg EUR 4.436,40 25.000,00 100,00 480,57
14 Exacor GmbH, Marburg EUR 163.797,03 25.000,00 100,00 88.519,72
15 Triast GmbH, Kreuzungen, Schweiz CHF -48.401,96 20.000,00 100,00 -7.698,53
16 3U Energy AG, Marburg EUR -6.616.994,79 50.000,00 99,998 -394.646,22
17 3U Euro Energy System GmbH, Marburg EUR -4.791.379,36 26.000,00 99,996 -77.397,16
18 Immowerker GmbH, Marburg EUR -873.450,88 25.000,00 100,00 -38.377,27
19 RISIMA Consulting GmbH, Marburg EUR -496.512,30 25.000,00 75,00 -44.503,40
20 3U DYNAMICS GmbH, Marburg EUR 49.452,89 25.000,00 100,00 10.672,94
21 Selfio GmbH, Linz am Rhein EUR 1.509.361,63 1.250.000,00 100,00 259.361,63
22 MyFairPartner Ltd., London, Großbritannien 2)3) EUR 161.855,00 576.092,00 20,00 -210.684,00
23 EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH, Marburg EUR 57.700,27 100.000,00 100,00 397,86
24 Windpark DBF GmbH, Marburg EUR 5.881,81 25.000,00 100,00 -498,86
25 PELIA Gebäudesysteme GmbH, Montabaur EUR 43.930,99 25.000,00 100,00 9.832,97
26 ClimaLevel Energiesysteme GmbH, Köln EUR 167.159,50 25.000,00 75,00 337.353,82
27 Calefa GmbH, Montabaur 4) EUR 23.884,23 25.000,00 100,00 -322,57
28 3U Energy PE GmbH, Kloster Lehnin 5)6) EUR 1.946.785,29 26.000,00 99,998 97.635,34
29 Windpark Langendorf GmbH & Co. KG, Elsteraue 5) EUR 1.804.762,27 50.000,00 99,998 1.372.073,96
30 Windpark Langendorf Verwaltungsgesellschaft mbH, Elsteraue 5) EUR 24.399,69 25.000,00 99,998 -1.134,26
31 Repowering Sachsen-Anhalt GmbH, Halle (Saale) 5) EUR 0,00 25.000,00 99,998 0,00
32 Märkische Windkraft 110 GmbH & Co. KG, Berlin 5) EUR -27.844,81 210.000,00 99,998 -26.365,05
33 Märkische Windkraft 112 GmbH & Co. KG, Berlin 5) EUR -8.108,86 210.000,00 99,998 -6.885,39
34 Windpark Havelland Projekt I GmbH & Co. KG, Kloster Lehnin 5) EUR 15,00 500,00 99,998 -136,80
35 Windpark Havelland Projekt II GmbH & Co. KG, Kloster Lehnin 5) EUR 309,20 500,00 99,998 -190,80
36 Windpark Merzdorfer Heide I GmbH & Co. KG, Kloster Lehnin 5) EUR -792,60 500,00 99,998 -380,40
37 Windpark Merzdorfer Heide II GmbH & Co. KG, Kloster Lehnin 5) EUR -670,00 500,00 99,998 -286,80
38 Windpark Ruppin Projekt GmbH & Co. KG, Kloster Lehnin 5) EUR -520,00 500,00 99,998 -136,80

1) Mit dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3U Holding AG. 2) Abschluss per 30.06.2011, Gesellschaft nicht aktiv. 3) Zahlen entsprechend IFRS Rechnungslegungsvorschriften. 4) Tochterunternehmen von 21. 5) Tochterunternehmen von 16. 5) Mit dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3U ENERGY AG.

An der Windkraft Lüdersdorf II GmbH & Co. OHG, Potsdam, wird über die Märkische Windkraft 110 GmbH & Co. KG, Berlin, und der Märkische Windkraft 112 GmbH & Co. KG, Berlin, ein Anteil von 39,9992 % gehalten. Da sich die Gesellschaft im Aufbau befindet, liegen keine Finanzdaten vor.

3. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände

Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig.

Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen und Forderungen gegen Unternehmen, mit denen ein Beteiligungsverhältnis besteht, werden mit gleichartigen und gleichfälligen Verbindlichkeiten der einzelnen Gesellschaften verrechnet.

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
Forderungen aus Konzernverrechnungen 885.448,53 1.231.424,26
Forderungen aus gegebenen Darlehen 28.855.860,06 23.154.472,26
Forderungen aufgrund eines Beherrschungs- und Ergebnisabführungsvertrages 456.940,79 957.604,89
Einzelwertberichtigungen auf Forderungen -11.506.234,96 -11.731.234,96
  18.692.014,42 13.612.266,45

Die Forderungen aus Konzernverrechnungen betreffen auch die Zinsabgrenzungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 824 (i. Vj. TEUR 1.679) sind im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 600 (i. Vj. TEUR 1.510) enthalten.

4. Rechnungsabgrenzungsposten

Innerhalb des zum 31.12.2015 ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungspostens ist ein Disagio in Höhe von TEUR 62 (i. Vj. TEUR 67) ausgewiesen. Das Disagio hat seinen Ursprung in dem Darlehen zur Finanzierung des Neubaus der Konzernzentrale.

5. Eigenkapital

Der Vorstand der 3U Holding AG hat im April 2013 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenenZwecken verwendet werden.

Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms insgesamt 2.183.640 Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund EUR 0,57 zurückgekauft; das entspricht 6,18 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. Der Vorstand hat am 12. November 2015 die Aussetzung des Aktienrückkaufprogramms zum 13. November 2015 beschlossen.

Das begebene Grundkapital setzt sich seit dem 27. November 2012 zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht.

Bedingtes Kapital

Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 4.684.224,00. Das bedingte Kapital dient der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2011 wurden bis zum 30. November 2011 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben; zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2015 waren davon 1.840.000 verfallen. Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer auf den Inhaber lautenden Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis von EUR 1,00. Die Ausübung der Optionsrechte kann erstmals nach Ablauf einer Sperrfrist von vier Jahren und letztmalig nach fünf Jahren seit Ausgabe der Optionsrechte erfolgen.

Rücklagen

Die Kapitalrücklage in Höhe von EUR 7.357.980,58 enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien.

Die Gewinnrücklage, EUR 5.698.881,57 (Vorjahr: EUR 5.450.664,74), enthält die Einstellung des Eigenkapitalanteils aus dem unter-pari Erwerb eigener Aktien sowie die Zuschreibung auf einen Beteiligungsbuchwert nach § 58 Abs. 2a AktG in Höhe von EUR 4.766.000,00 (Vorjahr: EUR 4.766.000,00).

Aktienoptionsplan 2011

Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte:

Bezugsberechtigte sind:

Gruppe 1: Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
Gruppe 2: Mitarbeiter der Gesellschaft in Schlüsselpositionen auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§15 AktG)
Gruppe 3: Sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§15 AktG)

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden bisher insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):

Gruppe 1: 400.000 (von 468.422) Aktienoptionen
Gruppe 2: 2.800.000 (von 2.810.535) Aktienoptionen
Gruppe 3: 1.402.500 (von 1.405.267) Aktienoptionen
Gesamt: 4.602.500 (von 4.684.224) Aktienoptionen

Der Aktienoptionsplan 2011 hat eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte können nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden.

Die Optionsrechte dürfen nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte sind nicht übertragbar.

Jedes Optionsrecht berechtigt zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte beträgt EUR 1,00 je Aktie. Zum Zeitpunkt der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 7. Februar 2011 notierte die Aktie bei EUR 0,66; der Aufschlag belief sich demnach auf 51,5%.

Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.

Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 4.602.500 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag 1.840.000 verfallen. Die restlichen Aktienoptionen sind bis zum 6. Februar 2016 nicht ausgeübt worden.

Genehmigtes Kapital

Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.062.803,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann.

Aktienrückkaufprogramm

Der Vorstand der 3U Holding AG hat im April 2013 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden.

Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden insgesamt 2.183.640 Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund EUR 0,52 zurückgekauft; das entspricht 6,18 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. Der Vorstand hat am 12. November 2015 die Aussetzung des Aktienrückkaufprogramms zum 13. November 2015 beschlossen.

Bilanzverlust

Der Bilanzverlust setzt sich wie folgt zusammen:

2015
EUR
2014
EUR
Jahresfehlbetrag -667.857,52 -965.325,58
Verlustvortrag -965.325,58 0,00
Ertrag aus Erwerb eigener Anteile 248.216,83 352.435,41
Einstellung in andere Gewinnrücklagen -248.216,83 -352.435,41
Bilanzverlust -1.633.183,10 -965.325,58

6. Rückstellungen

Die sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 275; i. Vj. TEUR 271) und Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 101; i. Vj. TEUR 10) gebildet. Die Rückstellungen für Personalkosten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme und Prämien (TEUR 110; i. Vj. TEUR 193) sowie für Resturlaub und Überstunden (TEUR 56; i. Vj. TEUR 40).

7. Verbindlichkeiten (ohne verbundene Unternehmen)

Die Verbindlichkeiten (ohne verbundene Unternehmen) setzen sich wie folgt zusammen:

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten 8.292.572,48 8.793.681,26
Erhaltene Anzahlungen 107.500,78 93.672,97
Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen 113.566,34 164.928,76
Verbindlichkeiten aus sonstigen Steuern 59.162,07 55.776,12
Verbindlichkeiten aus Sicherheitsleistungen 2.978,63 2.978,63
Verbindlichkeiten im Rahmen der sozialen Sicherheit 1.700,40 0,00
Sonstige Verbindlichkeiten 54.396,78 59.016,10
  8.631.877,48 9.170.053,84

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeiten:

Zum 31. Dezember 2015:

Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre
EUR 504.031,84 EUR 6.022.335,02 EUR 1.766.205,62

Zum 31. Dezember 2014:

Bis 1 Jahr 1 bis 5 Jahre Mehr als 5 Jahre
EUR 501.108,78 EUR 6.309.646,10 EUR 1.982.926,38

Alle übrigen Verbindlichkeiten haben wie im Vorjahr eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden in Höhe von TEUR 9.750 (i.Vj. TEUR 9.750) besichert.

Das Festgeldguthaben der 3U Holding AG ist mit EUR 1,5 Mio. als Sicherheit für eigene Kreditlinien verpfändet.

8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen

Die Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit den Forderungen der einzelnen Gesellschaften verrechnet.

31.12.2015
EUR
31.12.2014
EUR
Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung 842.604,38 69.811,49
Verbindlichkeiten aus Ergebnisübernahme 0,00 69.229,47
Verbindlichkeiten aus Darlehen 5.700.000,00 4.200.000,00
  6.542.604,38 4.339.040,96

Die Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung beinhalten auch Zinsabgrenzungen. Die Verbindlichkeiten aus Darlehen bestehen gegenüber der LineCall Telecom GmbH mit TEUR 2.700 (i. Vj. TEUR 2.200), der OneTel Telecommunication GmbH mit TEUR 2.000 (i.Vj. TEUR 2.000) sowie der 3U Telecom GmbH mit TEUR 1.000 (i.Vj. TEUR 0). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr.

9. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG

Herr Michael Schmidt, Lahntal, hat mit Schreiben vom 28. November 2012 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG, Marburg, Deutschland, am 27. November 2012 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49 % (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat.

Herr Roland Thieme, Lahntal, hat mit Schreiben vom 4. April 2002 gemäß § 41 Abs. 2 Satz 1 des WpHG mitgeteilt, dass ihm zum 1. April 2002 insgesamt 7,68% und damit mehr als 5 % der Stimmrechte an der 3U Holding AG (WKN 516790) zustehen.

Die 3U Holding AG hat gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 29. April 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0088 % (das entspricht 1.768.793 Stimmrechte) betragen hat.

Herr Matthias Zettler, Memmingen, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 7. Mai 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG am 6. Mai 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,53 % (das entspricht 1.247.076 Stimmrechten) betragen hat. 3,16 % der Stimmrechte (das entspricht 1.115.076 Stimmrechten) sind Herrn Zettler gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Herr Matthias Zettler, Memmingen, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 21. Mai 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG am 13. Mai 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 7,47 % (das entspricht 2.638.913 Stimmrechten) betragen hat. 7,10 % der Stimmrechte (das entspricht 2.506.802 Stimmrechten) sind Herrn Zettler gemäß § 22 Abs. 1 Satz 1 Nr. 6 WpHG zuzurechnen.

Herr Jürgen Beck-Bazlen, Ostfilden, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Februar 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG am 2. Februar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,028 % (das entspricht 1.069.418 Stimmrechten) betragen hat.

10. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGB

a) gegenüber Dritten

Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen für die Jahre:

2016
TEUR
2017-2020
TEUR
2021-2031
TEUR
Bestellobligo aus Baumaßnahmen 3 0 0
Leasing / Miete 95 127 0
  98 127 0

Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 1.500, die per 31. Dezember 2015 im Rahmen eines Avalkredits durch Bürgschaften in Höhe von TEUR 595 in Anspruch genommen ist. Diese Kreditlinie ist durch TEUR 1.500 Bankguthaben besichert.

b) gegenüber verbundenen Unternehmen

Es bestehen Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften 3U TELECOM GmbH, 3U Dynamics GmbH, 3U Mobile GmbH, 3U ENERGY AG, 3U Euro Energy Systems GmbH, Immowerker GmbH, RISIMA Consulting GmbH und Weclapp GmbH, die jeweils bis zum 31. März 2017 befristet sind. In den Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften garantiert die 3U Holding AG die Gesellschaften so auszustatten, dass sie ihren Verbindlichkeiten fristgerecht und vollumfänglich nachkommen können.

Mit Datum vom 28. Februar 2013 hat die 3U Holding AG zugunsten der Deutsche Kreditbank AG, Berlin, eine Rangrücktrittserklärung gegenüber der Solarpark Adelebsen GmbH abgegeben. Danach tritt die 3U Holding AG mit ihrer Forderung aus verzinslichen Darlehen gegen die Solarpark Adelebsen GmbH bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 3.000.000,00 hinter sämtliche Forderungen einschließlich Tilgung, Verzinsung und Rückzahlung im Rang hinter sämtliche Forderungen aller bestehenden und zukünftigen Gläubiger der Solarpark Adelebsen GmbH zurück. Die vorgenannte Darlehensforderung kann nur aus zukünftigen Gewinnen, einem etwaigen Liquiditätsüberschuss oder aus einem die sonstigen Verbindlichkeiten der Solarpark Adelebsen GmbH übersteigenden, freien Vermögen beglichen werden, und zwar nach Befriedigung sämtlicher Gesellschaftsgläubiger im Sinne des § 39 Abs. 2 InsO und im gleichen Rang mit den Einlagerückgewähransprüchen der 3U Holding AG gegenüber der Solarpark Adelebsen GmbH im Sinne des § 199 Satz 2 InsO. Dieser Rangrücktritt bleibt unabhängig davon wirksam, ob ein Gesellschafterwechsel bei der Solarpark Adelebsen GmbH stattfindet und in welcher Rechtsform die Solarpark Adelebsen GmbH jeweils betrieben wird.

Gemäß § 285 Nr. 27 HGB weisen wir darauf hin, dass sich diese Gesellschaften weiterhin im Auf- und Ausbau befinden sowie teilweise auch inaktiv sind, sodass wir aufgrund der aktuellen Planungen von einer Inanspruchnahme der 3U Holding AG nicht ausgehen.

IV. Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung

Umsatzerlöse

Bei den Umsatzerlösen des Berichtsjahres handelt es sich um Erträge aus Vermietung (TEUR 1.422; i.Vj. TEUR 1.178) sowie von der 3U Holding AG erbrachte Managementleistungen (TEUR 913; i.Vj. TEUR 970).

Sonstige betriebliche Erträge

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 188; i.Vj. TEUR 67) sowie Sachbezügen von Mitarbeitern (TEUR 134; i.Vj. TEUR 144) enthalten.

Abschreibungen

Die Abschreibungen beinhalten Abschreibungen auf Geschäftsbauten (TEUR 704, i. Vj. TEUR 630), sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 37, i.Vj. TEUR 37), immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 34; i. Vj. TEUR 37) sowie Fahrzeuge (TEUR 15, i.Vj. TEUR 15).

Personalaufwand

Durchschnittlich waren - ohne Vorstände - 29 Mitarbeiter (i. Vj. 30 Mitarbeiter) beschäftigt .

Sonstige betriebliche Aufwendungen

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IC-Dienstleistungen (TEUR 1.007; i.Vj. TEUR 852), Instandhaltungs- und Raumkosten (TEUR 328; i. Vj. TEUR 336), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 286; i.Vj. TEUR 273), Kfz-Kosten (TEUR 201; i. Vj. TEUR 225), Steuerliche- und Sonstige Beratungskosten (TEUR 243, i.Vj. TEUR 149), Aufsichtsratsvergütung (TEUR 171; i. Vj. TEUR 75), Kosten der Rechtsberatung (TEUR 158; i.Vj. TEUR 160), Kosten für Versicherungen (TEUR 135; i. Vj. TEUR 123), Umsatzsteuer für Vorjahre aus der Betriebsprüfung (TEUR 33; i.Vj. TEUR 13) sowie Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 25; i.Vj. TEUR 603).

Periodenfremde Erträge und Aufwendungen

Die Gesellschaft weist im Jahresabschluss 2015 periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 45 (i.Vj. TEUR 15) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 60 (i. Vj. TEUR 6) aus, diese werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst.

Zinsergebnis

Weder im aktuellen Berichtsjahr noch im Vorjahr ergaben sich Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung.

Abschreibungen auf Finanzanlagen

Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine Abschreibung auf die Beteiligung an der Immowerker GmbH in Höhe von TEUR 25 durchgeführt (i.Vj. TEUR 43 EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH).

Steuern vom Einkommen und vom Ertrag

Die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:

2015
EUR
2014
EUR
Gewerbesteuer Vorjahre 39.306,00 0,00
Kapitalertragsteuer inkl. Solidaritätszuschlag 622,25 0,00
Körperschaftsteuererstattung inkl. Solidaritätszuschlag Vorjahre -1,72 -1.461,91
Gesamt 39.926,53 -1.461,91

V. Sonstige Angaben

Aufsichtsrat

Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr bestellt:

Ralf Thoenes Düsseldorf Rechtsanwalt in der Sozietät Altenburger in Düsseldorf Aufsichtsratsvorsitzender der 3U Holding AG Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Aufsichtsratsvorsitzender der 3U ENERGY AG, Marburg
Gerd Simon Bad Homburg vor der Höhe Diplom-Wirtschaftsingenieur und Unternehmensberater Stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender der 3U Holding AG (bis 21. Mai 2015) Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Aufsichtsratsmitglied der Elabs AG, Frankfurt am Main und seit dem 11. Mai 2015 Aufsichtsratsmitglied der 3U ENERGY AG, Marburg
Stefan Thies Heinsberg Diplom-Kaufmann und Steuerberater Aufsichtsratsmitglied der 3U Holding AG und seit dem 21. Mai 2015 stellvertretender Aufsichtsratsvorsitzender
Jürgen Beck-Bazlen Ostfildern Bauphysiker Aufsichtsratsmitglied der 3U Holding AG (seit 21. Mai 2015) Weitere Aufsichtsrats- oder Beiratsmandate: Sanierungsgesellschaft Ostfildern mbH, Ostfildern

Die Aufsichtsratsvergütungen für 2015 betragen TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 68). Für 2015 wurde wurde eine erfolgsabhängige Vergütung von TEUR 92 zurückgestellt.

Name Fixe Vergütung Sitzungsgelder
in TEUR 2015 in TEUR 2014 in TEUR 2015 in TEUR 2014
Ralf Thoenes 10 10 18 15
Gerd Simon (bis 21.5.2015) 3 8 5 15
Stefan Thies 6 5 18 15
Jürgen Beck-Bazlen (seit 21.5.2015) 3 0 13 0
Summe* 23 23 53 45

* Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile

Name Erfolgsabhängige Vergütung Vergütung gesamt
in TEUR 2015 in TEUR 2014 in TEUR 2015 in TEUR 2014
Ralf Thoenes 40 0 68 25
Gerd Simon (bis 21.5.2015) 13 0 21 23
Stefan Thies 26 0 50 20
Jürgen Beck-Bazlen (seit 21.5.2015) 13 0 29 0
Summe 92 0 167 68

* Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile

Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2015 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 1,8 (Vorjahr: TEUR 0,5), Herr Simon in Höhe von TEUR 0,4 (Vorjahr: TEUR 1,7), Herr Thies in Höhe von TEUR 0,8 (Vorjahr: TEUR 0,8) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 1,3 (Vorjahr: keine) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten.

Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2015 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 6) erhalten.

Herr Simon hat im Geschäftsjahr 2015 erstmals Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 erhalten.

Es bestehen keine aktienbasierten Vergütungskomponenten für die Mitglieder des Aufsichtsrates.

Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 8) zzgl. USt. erhalten. Diese wurden mit TEUR 28 für die 3U Holding AG im Rahmen einer Due-Diligence-Prüfung im ersten Quartal und mit TEUR 12 für die 3U ENERGY AG erbracht (Vorjahr: TEUR 4 für 3U ENERGY AG und TEUR 4 für RISIMA Consulting GmbH).

Es bestehen weder von Seiten der 3U Holding AG noch von Dritten Zusagen für Pensionen, Abfindungen oder sonstige Versorgungsleistungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates.

Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt.

Vorstand

Zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:

Michael Schmidt Lahntal Sprecher des Vorstands
Christoph Hellrung Hattingen Vorstand Finanzen der 3U Holding AG
Andreas Odenbreit Marburg Vorstand Recht und Personal der 3U Holding AG

Die in 2015 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 836 (Vorjahr: TEUR 843).

Name Fixe Vergütung Variable Vergütung Vergütung gesamt
In
TEUR
In
TEUR
In
TEUR
In
TEUR
In
TEUR
In
TEUR
2015 2014 2015 2014 2015 2014
Michael Schmidt 317 334 150 150 467 484
Christoph Hellrung 164 164 18 18 182 182
Andreas Odenbreit 159 159 18 18 177 177
Summe 640 657 186* 186** 826 843

* In Höhe von TEUR 75 bereits in 2015 gezahlt, der Restbetrag in Höhe von TEUR 111 ist kurzfristig fällig. ** In Höhe von TEUR 75 in 2014 und in Höhe von TEUR 111 in 2015 gezahlt.

Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen aus der 3U Holding AG. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge für den Zeitraum der Vorstandstätigkeit gezahlt.

Es besteht eine bislang bis zum 31. Dezember 2015 befristete, bis zum 31. Dezember 2016 prolongierte, unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael Schmidt in Höhe von TEUR 17.

Es bestehen weder von Seiten der 3U Holding AG noch von Dritten Zusagen für Pensionen, Abfindungen oder sonstige Versorgungsleistungen für die Mitglieder des Vorstandes.

Aktienbesitz von Aufsichtsrat und Vorstand

Angaben zum Aktienbesitz von Aufsichtsrat und Vorstand zum 31. Dezember 2015 in Stück:

Name Funktion Aktien Anzahl
Michael Schmidt Vorstand 8.999.995
Andreas Odenbreit Vorstand 20.500
Ralf Thoenes Aufsichtsrat 25.000
Stefan Thies Aufsichtsrat 12.000
Jürgen Beck-Bazlen Aufsichtsrat 1.120.000

Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-Kodex

Der Vorstand und der Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der 3U Holding AG dauerhaft zugänglich gemacht.

Honorar des Abschlussprüfers

Die Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, erfolgen im Konzernabschluss der 3U Holding AG.

Geschäfte mit nahestehenden Personen

Im Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind.

Derivative Finanzinstrumente

Zur Absicherung von variablen Zinsen auf ein Bankdarlehen hat die Gesellschaft einen Zinsswap mit einer Laufzeit bis zum 1. Mai 2017 abgeschlossen. Durch den Abschluss des Zinsswaps wurde die variable Verzinsung eines Bankdarlehens in eine feste Verzinsung in Höhe von 1,09% p.a. transformiert. Es handelt sich um ein Mikro-Hedge mit einer hohen Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung, da die risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen. Das im Rahmen der Cashflow-Risikoabsicherung abgesicherte Grundgeschäft valutiert zum Bilanzstichtag mit EUR 5,48 Mio. (Vorjahr: EUR 5,78 Mio.). Der beizulegende Zeitwert des Zinsswaps beträgt TEUR -101 (Vorjahr: TEUR -140). Ihre jeweilige Effektivität wurde anhand der Critical Term Match Methode ermittelt. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolge dessen waren zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden.

Ergebnisverwendung

Der Bilanzverlust in Höhe von TEUR 1.633 wird auf neue Rechnung vorgetragen.

Konzernabschluss

Die 3U Holding AG, Marburg, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2015 einen Konzernabschluss nach IFRS auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.

 

Marburg, den 4. März 2016

Der Vorstand

Anhang Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015

Anlagenspiegel

Historische Anschaffungskosten
Stand 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.254.519,32 2.837,55 0,00 2.257.356,87
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 2.254.519,32 2.837,55 0,00 2.257.356,87
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 24.913.679,00 160.554,29 13.186,00 25.061.047,29
2. technische Anlagen und Maschinen 213.813,37 3.101,60 0,00 216.914,97
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 379.921,08 80.588,61 0,00 460.509,69
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 281.921,04 0,00 32.758,15 249.162,89
Sachanlagen insgesamt 25.789.334,49 244.244,50 45.944,15 25.987.634,84
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 11.013.189,27 2.459.899,35 200.096,18 13.272.992,44
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 0,00 0,00 3.000.000,00
3. Beteiligungen 223.317,96 0,00 3.750,00 219.567,96
Finanzanlagen gesamt 14.236.507,23 2.459.899,35 203.846,18 16.492.560,40
Anlagevermögen gesamt 42.280.361,04 2.706.981,40 249.790,33 44.737.552,11
Kumulierte Abschreibungen
Stand 01.01.2015
EUR
Zugänge
EUR
Abgänge
EUR
Stand 31.12.2015
EUR
Anlagevermögen        
I. Immaterielle Vermögensgegenstände        
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 2.144.296,29 33.802,07 0,00 2.178.098,36
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 2.144.296,29 33.802,07 0,00 2.178.098,36
II. Sachanlagen        
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 1.602.202,91 703.174,49 4.615,40 2.300.762,00
2. technische Anlagen und Maschinen 56.123,72 11.906,22 0,00 68.029,94
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 251.086,02 40.578,91 0,00 291.664,93
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 38.560,79 0,00 0,00 38.560,79
Sachanlagen insgesamt 1.947.973,44 755.659,62 4.615,40 2.699.017,66
III. Finanzanlagen        
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 1.052.700,00 24.999,00 0,00 1.077.699,00
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 0,00 0,00 0,00 0,00
3. Beteiligungen 210.816,96 0,00 3.750,00 207.066,96
Finanzanlagen gesamt 1.263.516,96 24.999,00 3.750,00 1.284.765,96
Anlagevermögen gesamt 5.355.786,69 814.460,69 8.365,40 6.161.881,98
Buchwert
Stand 31.12.2015
EUR
Stand Vorjahr
EUR
Anlagevermögen    
I. Immaterielle Vermögensgegenstände    
Entgeltlich erworbene Konzessionen, gewerbliche Schutzrechte und ähnliche Rechte und Werte sowie Lizenzen an solchen Rechten und Werten 79.258,51 110.223,03
Immaterielle Vermögensgegenstände gesamt 79.258,51 110.223,03
II. Sachanlagen    
1. Grundstücke, grundstücksgleiche Rechte und Bauten einschließlich der Bauten auf fremden Grundstücken 22.760.285,29 23.311.476,09
2. technische Anlagen und Maschinen 148.885,03 157.689,65
3. andere Anlagen, Betriebs- und Geschäftsausstattung 168.844,76 128.835,06
4. geleistete Anzahlungen und Anlagen im Bau 210.602,10 243.360,25
Sachanlagen insgesamt 23.288.617,18 23.841.361,05
III. Finanzanlagen    
1. Anteile an verbundenen Unternehmen 12.195.293,44 9.960.489,27
2. Ausleihungen an verbundene Unternehmen 3.000.000,00 3.000.000,00
3. Beteiligungen 12.501,00 12.501,00
Finanzanlagen gesamt 15.207.794,44 12.972.990,27
Anlagevermögen gesamt 38.575.670,13 36.924.574,35

Lagebericht 2015

3U Holding AG

Grundlagen der 3U Holding AG

Geschäftsmodell der 3U Holding AG

Die 3U Holding AG hält Beteiligungen, die 2015 in den Geschäftsbereichen Telefonie, Erneuerbare Energien und Services tätig waren.

Der Geschäftsbereich Telefonie umfasst die Aktivitäten Voice Retail, Voice Business und Data Center Services & Operation. Unter Voice Retail werden die Produkte Offenes Call-by-Call, Preselection und Callthrough angeboten. Die Produkte Voice Terminierung (Wholsale, Resale) und Mehrwertdienste werden unter Voice Business zusammengefasst. Hinter den Data Center Services & Operation stehen die Produkte Colocation, Infrastructure as a Service (laaS), TK-Dienste sowie der Betrieb von Netzen und technischen Anlagen.

Im Geschäftsbereich Erneuerbare Energien deckt die 3U Holding im Wesentlichen den Bereich Heizen, Kühlen Lüften (HKL), die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft und die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen unter Verwendung von Wind- und Sonnenenergie ab. Die Aktivitäten im Bereich HKL werden gestützt durch ein zentrales Lager- und Logistikkonzept. Neben der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung gehört zu diesem Bereich der Vertrieb von Produkten an Großhändler, Handwerker und Selberbauer. Dieser Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über eigene Onlineshops.

Der Bereich Services umfasst im Wesentlichen das Thema Cloud Computing, den Handel mit IT-Lizenzen und die Beratung zu Managementsystemen auf Basis der ISO-Norm 27001 sowie im Bereich IT-Security. Das Cloud Computing umfasst die Entwicklung, den Vertrieb und den Betrieb von cloud-basierten CRM- und ERP-Lösungen.

Im Rahmen der Neustrukturierung der IT-Organisation ist IT-Operations dem bisherigen Bereich Telefonie anstatt dem Bereich Services zugeordnet. Mit der Einstellung der betrieblichen Tätigkeit der Vertriebs- und Marketingaktivitäten für externe Kunden und der Neustrukturierung der IT-Organisation verliert der Bereich Services weiter an Bedeutung. Nachdem die Umsätze aus dem Bereich Services im Jahr 2013 nur knapp 6% der Beteiligungsumsätze ausmachten, lag der Wert bei nur noch 3% in 2014. Darüber hinaus gibt es erhebliche Schnittmengen zwischen dem Bereich Telefonie und dem darin enthaltenen Geschäftsfeld DCS und dem Bereich Services mit dem Geschäftsfeld Cloud Computing, die eine Zuordnung zu zwei verschiedenen Bereichen überholt erscheinen lassen.

Die im bisherigen Bereich Erneuerbare Energien zusammengefassten Aktivitäten kommen im Wesentlichen aus den zwei Geschäftsfeldern Erneuerbare Energien im engeren Sinn sowie dem Geschäftsfeld HKL. Beteiligungen, die in der Vergangenheit in beiden Geschäftsfeldern tätig waren und dadurch eine Klammer bildeten, haben heute keine Relevanz mehr.

Deshalb werden ab dem Geschäftsjahr 2016 die Geschäftsbereiche innerhalb der 3U Holding AG neu gegliedert. Die Bereiche Telefonie und Services wurden zum neuen Bereich ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik) zusammengefasst, während die Aktivitäten im Bereich HKL (Heizen, Kühlen, Lüften) im neuen Bereich SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) zusammengefasst werden. Im fokussierten Bereich Erneuerbare Energien verbleiben die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft sowie die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen.

Die wesentlichen Beteiligungen der 3U Holding AG

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Steuerungssystem

Aufbau und Organisation der 3U Holding AG unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sitzungen auf allen Organisationsebenen sowie eine monatliche Forecast- /Liquiditätsentwicklung.

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind das Beteiligungsergebnis, das Zinsergebnis und das Jahresergebnis. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt auf der Grundlage der Detailplanung des ersten Planjahres. Die Annahmen für die Beteiligungen werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsbereichsleitern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen.

Wirtschaftsbericht

Gesamtwirtschaftliche und branchenspezifische Rahmenbedingungen

Entwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes

Die konjunkturelle Lage in Deutschland war im Jahr 2015 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,7 % höher als im Vorjahr. Damit liegt die deutsche Wirtschaft, dank robuster Binnennachfrage und stabiler konjunktureller Lage im europäischen Vergleich voraussichtlich im Mittelfeld. Mit dem vorläufigen Ergebnis hat das deutsche BIP den soliden Wachstumskurs des Vorjahres fortgesetzt. Im Jahr 2014 hatte der reale Zuwachs der Wirtschaftsleistung bei +1,6 % gelegen, in 2013 bei +0,3 %. Eine längerfristigere Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2015 wieder über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von +1,3 % lag.

Auch für die meisten anderen europäischen Länder wird für das Jahr 2015 wieder mit einer Steigerung der Wirtschaftsleistung im Vergleich zum Vorjahr gerechnet, nachdem es in den Jahren zuvor zum Teil kräftige Rückgänge gegeben hatte. Insgesamt geht die Europäische Kommission in ihrer Herbstprognose für die gesamte EU 28 von einem Anstieg des realen BIP um 1,9 % aus, der damit geringfügig über dem deutschen Wert liegen würde. Für die 19 Länder der Eurozone rechnet sie mit einem BIP-Wachstum von +1,6 %.

Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2015 von rund 43 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 329.000 Personen oder 0,8 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit fiel der Anstieg der Erwerbstätigkeit im Jahr 2015 etwas geringer aus als im Jahr 2014, in dem die Zahl der Erwerbstätigen um 375.000 Personen oder 0,9 % gewachsen war. Eine gestiegene Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte überkompensierten negative demografische Effekte. Dabei wuchs die Zahl der Arbeitnehmer/-innen im Jahresdurchschnitt 2015 um 426.000 Personen (+1,1 %) auf 38,7 Mio.

Nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung gab es im Jahresdurchschnitt 2015 in Deutschland knapp unter 2 Mio. Erwerbslose. Das waren rund 140.000 Personen (–6,7 %) weniger als im Jahr 2014. Die Zahl der Erwerbslosen fiel damit erstmals seit der Wiedervereinigung unter die 2 Millionen-Schwelle. Die Erwerbslosenquote, definiert als der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen, sank von 4,7 % im Jahr 2014 auf 4,3 % im Jahr 2015.

Branchenspezifische Rahmenbedingungen

Die 3U Holding AG war bis zum 31.12.2015 über ihre Beteiligungen in den Geschäftsfeldern Telefonie, Services und Erneuerbare Energien tätig. Das Beteiligungsergebnis der 3U Holding AG ist maßgeblich von der Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen abhängig. Die Geschäftsentwicklung ihrer Beteiligungen ist wiederum in starkem Maße von den jeweiligen Rahmenbedingungen des relevanten Marktes abhängig.

Entwicklung des Telekommunikationsmarktes in Deutschland

Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2015 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahresdurchschnitt 2015 um 1,3 % unter dem Niveau des Jahres 2014.

Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet waren im Jahr 2015 um 0,7 % preiswerter als 2014. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Wettbewerb bei den Komplettangeboten (Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate) zurückzuführen. Das mobile Telefonieren verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2015 im Vergleich zum Vorjahr um 2,0 %.

Laut einer Studie des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2015 ist der Gesamtumsatz der TK-Dienste im Vergleich zum Vorjahr leicht rückläufig. Von den Gesamtumsätzen in Höhe von rund EUR 57,9 Mrd., die 2015 in Deutschland mit Telekommunikationsdiensten erzielt werden, entfallen EUR 33,1 Mrd. (57,2 %) auf Festnetze und EUR 24,8 Mrd. (42,8 %) auf Mobilfunknetze. Der Umsatz des Gesamtmarktes sinkt damit um EUR 0,6 Mrd. (–1,0 %). Aufgrund von Kundenabwanderungen und einem anhaltend scharfen Preiswettbewerb verliert die Deutsche Telekom und die Wettbewerber in diesem Jahr im Festnetzgeschäft EUR 0,9 Mrd., während die Kabelnetzbetreiber um EUR 0,5 Mrd. zulegen. Die Deutsche Telekom bleibt im reinen TK-Festnetzmarkt (ohne Kabelnetzbetreiber) weiterhin mit 48,7 % Umsatzanteil der marktbeherrschende Anbieter. Bezieht man die Kabelnetzbetreiber mit ein, kommt der Ex-Monopolist immer noch auf 40,5 % der im Festnetz erzielten Umsätze.

Die Sprachminuten im Mobilfunk stagnierten mit 305 Mio. Minuten pro Tag im Jahr 2015 auf Vorjahresniveau (2014: 303 Mio.). Die Entwicklung weg vom Festnetz, hin zum Mobilfunk schwächt sich damit zwar ab, jedoch wachsen sogenannte Over-The-Top-Anbieter wie Skype und WhatsApp, die keinen Anschluss vermarkten, auch im Mobilfunk stark.

Das Gesamt-Datenübertragungsvolumen im Mobilfunkbereich steigt auch in 2015 wieder deutlich an mit einem Plus in Höhe von rund 29 % auf 510 Mio. Gigabyte. Damit hat sich das Gesamtvolumen seit 2011 auf mehr als das Fünffache gesteigert. Das durchschnittliche Datenvolumen pro SIM-Karte betrug 2015 mit 377 MB pro Monat voraussichtlich 30,4 % mehr als 2014. 2011 lag dieser Wert noch bei 76 Megabyte.

Nachdem die TK-Festnetz-Wettbewerber der Deutschen Telekom im Jahr 2012 zusammengenommen erstmals genauso viel Umsatz verbuchen konnten wie der Marktführer, und bis dahin steigende Umsätze verzeichneten, mussten sie - ebenso wie die Deutsche Telekom - seitdem Umsatzrückgänge hinnehmen. Die alternativen TK-Anbieter verbuchten in 2015 im Festnetz-Segment insgesamt einen Umsatz von EUR 14,1 Mrd. (EUR –0,4 Mrd.; –2,8 %), während der Umsatz der Deutschen Telekom in diesem Bereich auf EUR 13,4 Mrd. sank (EUR –0,5 Mrd.; –3,6 %).

Die Gesamtzahl der herkömmlichen stationären Telefonanschlüsse stagnierte 2015 im Vergleich zum Vorjahr. Dabei dominiert - trotz eines leichten Rückgangs in Höhe von 0,4 Mio. Anschlüssen - die Deutsche Telekom weiterhin mit einem Marktanteil von 55 % und 20,3 Mio. Anschlüssen. Knapp zwei Drittel der Nicht-Deutsche-Telekom-Kunden beziehen 2015 ihren Sprachanschluss bei alternativen TK-Netzbetreibern (10,5 Mio.), gut ein Drittel (6,1 Mio.) bei Kabelnetzbetreibern. Der Marktanteil der Kabelnetzbetreiber wächst dabei zulasten der anderen Marktteilnehmer kontinuierlich (2015: +0,5 Mio.).

Die Höhe der Investitionen in TK-Sachanlagen stieg auch in 2015 trotz der erneut rückläufigen Umsätze insgesamt um 5,4 % an und lag bei EUR 7,8 Mrd. (2014: EUR 7,4 Mrd.). Die TK-Festnetz-Wettbewerber der Deutschen Telekom tragen mit EUR 4,2 Mrd. erneut mehr als die Hälfte (53,8 %) des Investments in 2015.

Nach den Rückgängen in den vergangen Jahren geht der VATM davon aus, dass im Jahr 2016 bei den Gesamtumsätzen im TK-Markt erneut mit einem Rückgang um schätzungsweise 1,0 % zu rechnen ist.

Entwicklung des Marktes für Festnetz-Telefonie in Deutschland

Durchschnittlich rund 208 Mio. Minuten täglich haben die Kunden der Wettbewerber der Deutschen Telekom 2015 vom Festnetz aus telefoniert. Der Anteil von Call-by-Call und Preselection nimmt wie in den Vorjahren weiter ab. Dennoch werden weiterhin bei 20 Mio. Minuten Tag für Tag Vorauswahl-Nummern gewählt, nach ca. 23 Mio. Minuten im Jahr 2014. Der Hauptgrund für diesen Rückgang liegt in der abnehmenden Zahl der Deutschen-Telekom-Anschlüsse und der zunehmenden Anzahl der Kunden, die ein Flatrate-Angebot der Deutschen Telekom nutzen.

Mit einem Rückgang um jeweils rund 3 Mio. Verbindungsminuten am Tag hat sich dieser Rückgang in den letzten 4 Jahren zwar verlangsamt, jedoch ist das Marktvolumen in den letzten Jahren dramatisch geschrumpft. Im Vergleich zum Jahr 2010 ist ein Rückgang von rund 57 % zu verzeichnen.

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Betrachtet man jedoch nur die Festnetzanschlüsse der Deutschen Telekom ohne Flatrate-Tarif, hat sich das über Verbindungsnetzbetreiberauswahl generierte Sprachvolumen in den vergangenen Jahren sogar leicht erhöht.

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Bei den Umsätzen mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten erreichen alle Wettbewerber der Deutschen Telekom zusammengenommen EUR 288 Mio. und damit 49,7 % des Gesamtumsatzes in Höhe von EUR 579 Mio. Die Umsätze mit Servicerufnummern nehmen auch 2015 ein weiteres Mal ab (–4,0%). Täglich werden rund 4,9 Mio. Minuten (2014: 5,0 Mio. Minuten) Auskunfts- und Mehrwertdiensten der Wettbewerber genutzt. Während die Nutzung der 0180-Nummerngasse weiter sinkt (–0,1 Mio. Minuten), stabilisieren sich die Zahlen für 0800- und geographische Servicerufnummern (1,8 Mio. und 2,2 Mio. Minuten). Die übrigen Rufnummerngassen machen zusammen nur 4,0 % der Verbindungsminuten aus.

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Entwicklung des Rechenzentrumsmarkts in Deutschland

Die Bedeutung von Rechenzentren für die Wirtschaft hat in der Vergangenheit stark zugenommen. Vor allem die mobile Internetnutzung ist nur durch eine leistungsfähige Rechenzentrumsinfrastruktur möglich, da viele Anwendungen und Daten nicht mehr auf den Endgeräten, sondern zentral in Rechenzentren betrieben und gespeichert werden. Zwischen 2003 und 2013 hat sich nach Prognosen des Borderstep Institutes die Zahl der Server (inklusive virtueller Server) in deutschen Rechenzentren auf knapp 4 Mio. fast vervierfacht. Im gleichen Zeitraum ist die IT-Fläche in deutschen Rechenzentren um ca. 42 % auf rund 1,8 Mio. m2 in ca. 51.100 Rechenzentren gewachsen.

Nach Schätzungen von DataCenter Dynamics (DCDi) ist die Rechenzentrumsfläche mit derzeit 2,65 Mio. m2 in Deutschland sogar noch größer. Das sind 24 % der in ganz Westeuropa angebotenen Fläche. Aktuell kann Deutschland, nicht zuletzt wegen Datensicherheitsbedenken bei angelsächsischen Anbietern, seinen Anteil weiter vergrößern. DCDi geht davon aus, dass die RZ-Flächen weiter zunehmen werden und in Deutschland 2020 bereits 3,1 Mio. m2 betragen sollen. Dies entspricht einem Wachstum von rund 4 % p.a. Colocation ist inzwischen ein wesentlicher Faktor beim Neu- und Ausbau von Rechenzentren. Insgesamt sollen die Investitionen für Colocation und Outsourcing in Deutschland von aktuell USD 2,25 Mrd. auf USD 4,6 Mrd. im Jahre 2020 steigen, ein durchschnittliches Jahreswachstum von fast 15 %. Dagegen machen sich plus 4 % p. a. für IT-Equipment und Lösungen (von USD 3,7 Mrd. auf USD 4,5 Mrd.) bescheiden aus. Die Ausgabe für RZ-Ausstattung mit sekundärem Equipment (Strom, USV, Klima und mehr) wachsen gleichzeitig um jährlich 8 % von USD 3,5 Mrd. auf USD 5,2 Mrd.

Der Rechenzentrumsmarkt ist im ständigen Wandel. Trends wie Konsolidierung von Rechenzentren, Virtualisierung und Cloud Computing oder die Zunahme der Nutzung von Colocation-Angeboten führen dazu, dass sich die Struktur der Rechenzentren verändert. Eine wesentliche Folge dieser Trends ist auch, dass immer mehr Unternehmen und andere Organisationen ihre Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) nicht mehr im eigenen Hause betreiben. Dies erhöht die Wettbewerbsintensität im Rechenzentrumsmarkt, insbesondere auch auf internationaler Ebene. Colocation-Rechenzentren stehen in einem besonders intensiven Wettbewerb. Da die Kunden kein Gebäude errichten müssen, sind sie in der Nutzung und der Standortwahl wesentlich flexibler und ihre Verhandlungsposition ist relativ gut.

Entwicklung des Marktes Services

Das Spektrum des Produktportfolios im Dienstleistungsbereich der 3U reicht von der Software-Entwicklung bis zu Consulting-Dienstleistungen. Zu den Consulting-Dienstleistungen gehört eine große Auswahl an Produkten für ein umfassendes sowie individuelles IT-Security-Management zur Erhöhung der IT-Sicherheit in den Unternehmen. Außerdem werden die Identifikation und Bewertung von Unternehmensrisiken und den damit einhergehenden gesetzlichen Verpflichtungen, Risikomanagementsysteme sowie die Umsetzung notwendiger und sinnvoller Maßnahmen (Compliancemanagementsystem) bis hin zur Kontrolle der durchgeführten Maßnahmen (internes Kontrollsystem) angeboten.

Nach den letzten verfügbaren Angaben des Bundesverbands Deutscher Unternehmensberater BDU e. V. soll der Umsatz in der deutschen Unternehmensberaterbranche im Jahr 2015 erneut gestiegen sein. Insgesamt fragten die Auftraggeber aus Industrie, Wirtschaft und Verwaltung Beratungsleistungen im Wert von rund EUR 27 Mrd. nach. Dies entspricht einem Plus von rund 7 % gegenüber dem Vorjahr (2014: EUR 25,2 Mrd.).

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Nach BDU-Schätzungen arbeiteten in Deutschland im Jahr 2015 deutlich mehr als 100.000 Unternehmensberater in mehr als 15.000 Beratungsfirmen. Insgesamt waren rund 150.000 Mitarbeiter in der Consultingbranche in Deutschland beschäftigt. IT-Sicherheit nimmt eine zunehmend wichtigere Rolle in nahezu allen Unternehmen ein. Sowohl Großunternehmen als auch kleine und mittelständische Unternehmen sind täglichen Angriffen aus dem Netz ausgesetzt, die immensen und kostspieligen Schaden anrichten können. Vor allem auch bei der Vergabe von Aufträgen bzw. Abschlüssen von Verträgen in Geschäftsbereichen, in denen größere Mengen an (persönlichen) Daten erhoben werden, hat die IT-Sicherheit hohe bzw. höchste Priorität. Produkte und Services sowie IT-Security-Lizenzen für ein umfassendes IT-Security-Management stoßen daher auf eine steigende Nachfrage. Nahezu jedes Unternehmen muss täglich Risiken eingehen. Einige Risiken bergen das Potenzial, den Erfolg eines Unternehmens ernsthaft zu gefährden. Dazu gehören z. B. IT-Risiken, Risiken durch Nichteinhaltung von Gesetzesvorgaben, Personalrisiken, Marktrisiken etc. Mit Hilfe eines geeigneten Risikomanagementsystems kann auf diese Risiken und Chancen jedoch adäquat reagiert werden. Deshalb ist auch in diesem Bereich mit einer dauerhaft hohen Nachfrage zu rechnen.

Schwerpunkt der Software-Entwicklung sind Business Apps für die Cloud bzw. Software as a Service. Die Software wird als webbasierte und damit kostengünstige Lösung über das Internet genutzt. Damit haben Kunden jederzeit mobilen und sicheren Zugriff auf ihre geschäftsrelevanten Daten.

Während für die zukünftige Entwicklung des IT-Marktes Prognosen renommierter Forschungseinrichtungen vorliegen, fällt allein schon die Abgrenzung des Marktes für Unternehmensberatung und Vertriebs- und Vermarktungsstrategien außerordentlich schwer, was dazu führt, dass es kaum verlässliche aktuelle Daten zu diesem Markt gibt. Cloud Computing ist nach Ansicht vieler Experten einer der wichtigsten IT-Trends, wenn nicht sogar der Wichtigste. Cloud Computing ist jedoch nicht nur ein Trend, sondern es geht auch ein grundlegender Wandel in der Bereitstellung und Nutzung von IT-Leistungen damit einher. Für Privatanwender sind Dienste aus der Cloud wie E-Mail, Datenspeicher oder Onlinespiele alltäglich geworden. Unternehmen gewinnen mit Cloud-Services Flexibilität, Schnelligkeit, Qualität und Effizienz.

Entwicklung des Marktes für Erneuerbare Energien in Deutschland

Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat weltweit eine Vorreiterrolle übernommen und sich besonders ehrgeizige Ziele bei der Vermeidung von Treibhausgasen gesetzt. Es ist das erklärte Ziel, bis zum Jahr 2050 mindestens einen Anteil von 80% erneuerbare Energien an der Stromversorgung zu erreichen. Mit dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz - EEG) wurde ein Zwischenziel definiert, nachdem der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 % und danach kontinuierlich weiter erhöht werden soll.

Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland schreitet mit großen Schritten voran. Dies gilt nicht nur für die Stromerzeugung aus erneuerbaren Energien, sondern auch für die Wärmebereitstellung aus erneuerbaren Energieträgern. Mit 194,1 Mrd. kWh lieferten erneuerbare Energien 30 % der deutschen Bruttostromerzeugung in 2015 (2014: 25,9 %) und bauten damit ihren Vorsprung als wichtigste Stromquelle vor der Braunkohle deutlich aus.

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Vor allem die Stromerzeugung aus Wind-Anlagen konnte ein sehr hohes Wachstum verzeichnen, während die Stromerzeugung aus Photovoltaik-Anlagen nur moderat zulegte. Die Stromerzeugung aus Wasserkraft und Biomasse dagegen stagnierte. So kommt Windstrom auf einen Anteil an der gesamten deutschen Stromerzeugung von 13,3 % (Vorjahr: 8,6 %), Biomasse (inkl. biogener Abfall) von 7,7 % (Vorjahr: 8,0 %), Photovoltaik von 6,0 % (Vorjahr: 5,8 %) und Wasser von 3,0 % (Vorjahr: 3,4 %). Das geht aus ersten Schätzungen des BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. hervor.

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Während die Potentiale bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft und Biomasse in Deutschland im Wesentlichen ausgeschöpft sind, wird die Stromerzeugung durch Sonnen- und vor allem Windenergie immer wichtiger. Dies wird sehr deutlich an dem rasanten Aufbau der entsprechenden Kapazitäten.

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Am 27. Juni 2014 beschloss der Bundestag das EEG 2014. Nach Zustimmung des Bundesrats trat es am 1. August 2014 in Kraft. Ziel ist es, die EEG-Umlage stabil zu halten und damit die Bezahlbarkeit von Strom sowie gleichzeitig die Versorgungssicherheit sicherzustellen.

Für die einzelnen Energieträger wurden Ausbaupfade festgelegt. Bei der Windenergie liegt der Zielkorridor bei einem jährlichen Nettozubau von 2.400 MW bis 2.600 MW. Werden mehr Windräder errichtet, sinken die Vergütungen entsprechend stärker („atmender Deckel“). Repowering ist hiervon ausgenommen.

Bei PV-Anlagen gilt, dass es die bisherige feste Einspeisevergütung (fixiert ab Inbetriebnahme für einen Zeitraum von 20 Jahren) ab dem 1.8.2014 nur noch für sogenannte „Kleinanlagen“ gibt. Dies sind ab 1.8.2014 alle neu installierten Anlagen bis einschließlich 500 kWp, ab dem 1.1.2016 alle Anlagen bis 100 kWp. Ab 2016 müssen dann Betreiber von PV-Anlagen ab einer Leistung von 500 kWp bzw. 100 kWp den Solarstrom direkt vermarkten. Betreiber neuer Anlagen, die ab 1.8.2014 die Schwelle von 500 kWp bzw. ab 2016 die Schwelle von 100 kWp überschreiten, müssen sich also einen Direktvermarkter suchen, der die Vermarktung des von ihnen produzierten und eingespeisten Stroms übernimmt, soweit sie den Strom nicht selbst an Endabnehmer vermarkten können. Zusätzlich zu dem Erlös aus der Vermarktung erhalten die Anlagenbetreiber künftig eine sogenannte Marktprämie. Für Bestandsanlagen ändert sich bzgl. der Einspeisevergütung nichts, es gilt Bestandsschutz und keine Verpflichtung zur Direktvermarktung. Die Stromeinspeisung wird weiterhin nach dem Fördersatz vergütet, der zum Zeitpunkt der Inbetriebnahme Gültigkeit hatte.

Die durch das EEG vorgegebenen Rahmenbedingungen führen dazu, dass die 3U Holding AG ebenso wie die meisten anderen professionellen Investoren in Deutschland sich fast vollständig aus der Finanzierung von PV-Anlagen zurückgezogen haben. Windenergieprojekte dagegen, haben zumindest bis einschließlich des Geschäftsjahres 2016 ein besseres und kalkulierbareres Chancen-/Risikoprofil aufzuweisen.

Mit dem veränderten Investitionsfokus wird die Bedeutung der durch Solarenergie erzeugten Energie für die 3U Holding AG zukünftig abnehmen, während die Bedeutung von Windenergieprojekten zunehmen wird.

Der Bereich Erneuerbare Energien umfasste bis zum 31. Dezember 2015 neben dem Engagement im Bereich der Energie-Erzeugung sowie Projektierung auch den Bereich HKL (Heizen, Kühlen, Lüften). Dieser Bereich verfügt ebenfalls über sehr gute Wachstumsaussichten, da eine Reihe von Entwicklungen sich hier positiv auswirken. Zum einen wird die Bautätigkeit auf absehbare Zeit aufgrund der niedrigen Zinsen auf einem hohen Niveau bleiben, was zu einer entsprechenden Nachfrage nach SHK-Produkten und deren Installation führt. Zum anderen ist die Steigerung der Energieeffizienz in Gebäuden eine von der Politik geforderte und vom Verbraucher befürwortete große gesellschaftliche Herausforderung. Bis 2050 soll - so die Forderung aus der Politik - der gesamte Gebäudebestand in Deutschland nahezu klimaneutral sein. Um dieses Ziel zu erreichen, werden die Ersatzinvestitionen in effizientere Anlagen und klimaschonende Maßnahmen weiter überproportional zunehmen. Eine dritte wichtige Entwicklung, von der die 3U Holding AG mit ihren Aktivitäten in diesem Bereich profitiert, ist die Entwicklung, dass, von einem sehr niedrigen Ausgangswert ausgehend, zunehmend mehr Produkte in diesem Bereich online nachgefragt werden.

Entwicklung des Finanzmarktes

Die Inflationsrate in Deutschland lag im Jahresdurchschnitt 2015 bei knapp 0,3 % (2014: 0,9 %) und somit klar unter der von der EZB angesteuerten Richtgröße von knapp unter 2 % p. a. Insbesondere die Preisrückgänge bei Energie waren für diese Entwicklung verantwortlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Hauptrefinanzierungssatz auf aktuelle 0,05 % am 10. September 2014. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe verbleibt auf sehr niedrigem Niveau. Anfang des Jahres 2015 lag die Rendite bei 0,45% um dann bis April auf den rekordtiefen Wert von 0,16 % zu fallen. Im weiteren Jahresverlauf stieg die Rendite bis Juni auf 0,83%, um dann im weiteren Jahresverlauf wieder rückläufig zu sein und zum Jahresende bei 0,59 % zu notieren.

Der Dax beendete das Börsenjahr 2015 bei einem Stand von 10.743 Punkten, was einem Zuwachs von 9,6 % seit Jahresanfang entspricht. MDax und TecDax entwickelten sich noch erheblich besser und verzeichnen Kursanstiege von 22,7 % bzw. sogar 33,5 %. Die Volatilität im Aktienmarkt war jedoch enorm hoch. So liegt im DAX beispielsweise zwischen dem Jahrestief im September 2015 bei 9.325 Punkten und dem Rekordhoch im April 2015 bei 12.390 Zählern eine Spanne von mehr als 3.000 Punkten, was einem Rückgang von knapp 25 % entspricht. Gleichwohl konnten die Aktienmärkte das vierte Jahr nacheinander einen Anstieg verzeichnen.

Gestützt wurden die Kurse wieder einmal vom günstig bereitgestellten Geld der Zentralbanken, das seit Jahren einen positiven Einfluss auf die Aktienmärkte hat. Mitte des Jahres 2015 hatten jedoch Konjunktursorgen deutliche Spuren hinterlassen. Neben den geopolitischen Spannungen bereiten den Anlegern unter anderem der anhaltende Kursrutsch an den chinesischen Börsen und der Ölpreisverfall große Sorgen.

Leistungsportfolio der 3U Holding AG

Die 3U Holding AG erbringt eine Reihe von Leistungen für Ihre Beteiligungen auf Grundlage vertraglicher Vereinbarungen zu marktüblichen Konditionen. Hierbei sind vor allem die Bereiche Finanzen/Controlling, Personalangelegenheiten, Rechtsberatung, Facility Management und Vermietung zu nennen. Die 3U Holding AG ist Vermieter der Liegenschaften am Unternehmenssitz in Marburg, in Hannover, in Adelebsen und in Montabaur.

Die Beteiligungsunternehmen der 3U Holding AG

Am Bilanzstichtag 31.12.2015 war die 3U Holding AG an folgenden Unternehmen unmittelbar beteiligt:

3U TELECOM GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 5330
Geschäftsführer: Philipp Groß, Uwe Knoke, Michael Schmidt
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 29.12.2007 durch Ausgliederung und Neugründung
Umsatz 2015: EUR 17,25 Mio. (i. Vj. EUR 24,40 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR 1,13 Mio. (i. Vj. EUR 0,54 Mio.)

3U TELECOM GmbH steht für integrierte Telekommunikations- und Rechenzentrumsdienstleistungen in Deutschland mit eigener Netzinfrastruktur und bedient die unterschiedlichen Bedürfnisse seiner Kunden. Attraktive und marktkonforme Produkte sowie eine effiziente Unternehmensorganisation stellen die Grundvoraussetzungen dar, um im Wettbewerbsumfeld zu bestehen und um profitabel arbeiten zu können. Die Basis dafür bilden die moderne, hoch performante Netzinfrastruktur, überdurchschnittliche Verfügbarkeit und exzellenter Service. Bekannt ist die 3U TELECOM GmbH durch die Netzbetreiberkennzahl 01078.

Website: www.3utelecom.de

3U TELECOM GmbH, Österreich

Sitz: Wien
Eingetragen: Handelsgericht Wien unter Firmenbuchnummer FN202682m
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Roland Thieme
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2000 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 0,31 Mio. (i. Vj. EUR 0,95 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR -0,03 Mio. (i. Vj. EUR 0,08 Mio.)

Seit dem 30.11.2000 ist 3U TELECOM GmbH als Telefongesellschaft in Österreich auf dem Markt. 3U TELECOM bietet ein landesweites Telefonangebot von hoher Qualität und guter Kapazität. Unter der Sparvorwahl 1024 bietet 3U im einfachen Call-by-Call-Verfahren und im Preselection-Verfahren Ferngespräche, internationale Gespräche und Gespräche in die Mobilfunknetze zu sehr günstigen Preisen an.

Website: www.3utelecom.at

010017 Telecom GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 4992
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Roland Thieme
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2006 durch Neugründung
Umsatz 2015: TEUR 518 (i. Vj. TEUR 458)
Ergebnis 2015: TEUR 105 (i. Vj. TEUR 99)

010 017 Telecom GmbH ist ein in 2006 neu gegründetes Telekommunikationsunternehmen. Seit Mai 2006 ist der Netzbetreiber für Sprachtelefonie mit günstigen Angeboten für das anmeldefreie Call-by-Call über die Netzkennzahl 010 017 am Markt.

Website: www.010017telecom.de

Discount Telecom S & V GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 5039
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Roland Thieme
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2006 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 0,54 Mio. (i. Vj. EUR 0,57 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR 0,17 Mio. (i. Vj. EUR 0,18 Mio.)

Discount Telecom S & V GmbH ist ein im November 2006 neu gegründetes Telekommunikationsunternehmen. Tätigkeitsschwerpunkt ist die Vermarktung der Call-by-Call-Netzkennziffer 01017.

Website: www.discount-telecom.de

Exacor GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 5861
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Philipp Groß
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: Januar 2011 durch Neugründung
Umsatz 2015: TEUR 324 (i. Vj. TEUR 325)
Ergebnis 2015: TEUR 89 (i. Vj. TEUR 70)

Die Exacor GmbH ist ein Telekommunikationsanbieter, der auf Basis einer modernen und performanten Netzinfrastruktur, Nischenmärkte im Bereich der Festnetztelefonie bedient. Tätigkeitsschwerpunkt ist die Bereitstellung von Telefon-Mehrwertdiensten jeglicher Art.

fon4U Telecom GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 4674
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Roland Thieme
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2004 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 0,47 Mio. (i. Vj. EUR 0,55 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR 0,15 Mio. (i. Vj. EUR 0,16 Mio.))

Die fon4U Telecom GmbH wurde in 2004 als Anbieter für Sprachtelefonie gegründet und ist eine 100%ige Tochtergesellschaft der 3U Holding AG. fon4U bietet anmeldefreie Call-by-Call-Dienste über die Netzkennzahl 01053 an.

Website: www.fon4U.de

LineCall Telecom GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 4676
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Roland Thieme
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2002 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 0,96 Mio. (i. Vj. EUR 1,42 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR 0,28 Mio. (i. Vj. EUR 0,52 Mio.)

Seit Anfang 2002 ist die LineCall Telecom GmbH als Telefongesellschaft für die Vermarktung von Preselection an Geschäfts- und Privatkunden in Deutschland am Markt. Seit Anfang 2008 fungiert LineCall Telecom auch erfolgreich im Call-by-Call Markt durch den Start der Netzbetreiberkennzahl 01067.

Websites: www.linecall.de / www.01067.net

OneTel Telecommunication GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 4985
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Roland Thieme
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2003 durch Akquisition
Umsatz 2015: EUR 2,30 Mio. (i. Vj. EUR 2,40 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR 0,54 Mio. (i. Vj. EUR 0,86 Mio.)

OneTel Telecommunication GmbH ist ein etabliertes Telekommunikations-Unternehmen, das seit 1999 als Netzbetreiber für Sprachtelefonie Bewegung in den Markt bringt. Zum damaligen Zeitpunkt gehörte das Unternehmen zur australischen OneTel Corp. Sydney in Australien. Die neue OneTel Telecommunication GmbH übernahm den weltweit bekannten Markennamen, die bestehenden Geschäfts- und Privatkunden sowie die eingeführte Netzbetreiberkennzahl 01086, die im Call-by-Call-Markt sehr gut positioniert ist.

Website: www.onetel.de

Spider Telecom GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 4991
Geschäftsführer: Rustam-Robert Ghadially, Michael Schmidt
Branche: Telekommunikation
Beteiligungsverhältnisse: 50% 3U Holding AG; 50% Coolcast GmbH 19.05.2009 durch Umfirmierung der 010060 Telecom GmbH und
Im Konzern seit: Veräußerung von 50% der Anteile an außenstehenden Gesellschafter
Umsatz 2015: EUR 0,89 Mio. (i. Vj. EUR 1,10 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR 0,09 Mio. (i. Vj. EUR 0,18 Mio.)

Die Spider Telecom GmbH ist eine 50%ige Beteiligungsgesellschaft der börsennotierten Management- und Beteiligungsgesellschaft 3U Holding AG. Mit diesem Joint Venture entstand im Bereich Festnetztelefonie ein Telekommunikationsnetzanbieter, der auf Basis einer modernen und performanten Netzinfrastruktur, weitere Nischenmärkte bedienen wird.

Website: www.spidertelecom.de

b) Tochter-/ Beteiligungsgesellschaften des Geschäftsbereichs Services

RISIMA Consulting GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 5681
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Stefan Schmidt
Branche: Unternehmensberatung
Beteiligungsverhältnisse: 75% 3U Holding AG, 25% Stefan Schmidt
Im Konzern seit: 2010 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 1,33 Mio. (i. Vj. EUR 1,15 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR -0,04 Mio. (i. Vj. EUR -0,26 Mio.)

Die RISIMA Consulting GmbH ist eine Unternehmensberatung, dessen Beratungsportfolio Produkte und Services für die Erhöhung der Wirtschaftlichkeit und Sicherheit der Corporate Governance- und IT-Security-Prozesse umfasst. Dabei werden die Umsetzungserfahrungen aus der 3U Holding AG berücksichtigt. Die RISIMA Consulting GmbH kann somit bewährte, effiziente und effektive Lösungen für mittelständische Unternehmen anbieten.

Website: www.risima.de

weclapp GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 5438
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Ertan Özdil
Branche: IT-Dienstleistungen
Beteiligungsverhältnisse: 74,9998% 3U Holding AG; 25,0002% Ertan Özdil
Im Konzern seit: 01.10.2008 durch Abspaltung und Neugründung
Umsatz 2015: EUR 0,55 Mio. (i. Vj. EUR 0,34 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR -0,62 Mio. (i. Vj. EUR -0,73 Mio.)

Die weclapp GmbH (weclapp) entwickelt browserbasierte und modular aufgebaute Business-Software-Anwendungen, sogenannte Business Apps, für kleine mittelständische Unternehmen, weclapp steht für „web. cloud, apps." und bietet eine Suite, mit der Unternehmen Business Software kostengünstig über das Internet nutzen und einzelne Software-Module flexibel kombinieren können. Unternehmen haben damit jederzeit mobil und sicher Zugriff auf ihre geschäftsrelevanten Daten, die weclapp in der Cloud vorhält.

Website: www.weclapp.com

c) Tochter-/ Beteiligungsgesellschaften des Geschäftsbereichs Erneuerbare Energien

3U ENERGY AG

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 5641
Vorstand: Christoph Hellrung, Michael Schmidt
Branche: Erneuerbare Energien
Beteiligungsverhältnisse: 99,998% 3U Holding AG, 0,002 % Michael Riehl
Im Konzern seit: 2009 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 0,03 Mio. (i. Vj. EUR 0,14 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR -0,39 Mio. (i. Vj. EUR -0,29 Mio.)

Die 3U ENERGY AG war ein Anbieter solarer Heiz-, Kühl- und Photovoltaiksysteme. Schwerpunkt der Tätigkeit lag in dem Handel mit Modulen und Komponenten im Bereich regenerative Energie- und Wärmegewinnung, Wärmespeicherung und -versorgung. Inzwischen hat sich die Gesellschaft auf die Planung, Projektierung sowie die Errichtung von Großanlagen aus dem Bereich Erneuerbare Energien konzentriert.

Website: www.3uenergy.de

ClimaLevel Energiesysteme GmbH

Sitz: Köln
HRB: Amtsgericht Köln unter HRB 74542
Geschäftsführer: Sven Grafe, Ingeborg Jung, Uwe Kemmer
Branche: Erneuerbare Energien
Beteiligungsverhältnisse: 75% 3U Holding AG; 25% Uwe Kemmer
Im Konzern seit: 2012 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 7,07 Mio. (i. Vj. EUR 6,29 Mio.)
Ergebnis 2015: TEUR 337 (i. Vj. TEUR -121)

Die ClimaLevel Energiesysteme GmbH vertreibt Bodensysteme zum Heizen, Kühlen, Lüften und Verkabeln. Im Zentrum der Aktivitäten steht der hochwertige Multiboden ClimaLevel, der all diese Funktionen in einem System vereint. Die Zielgruppe bilden Architekten, Projektentwickler, Fachplaner der Heizungs- und Klimabranche sowie interessierte Bauherren. Basierend auf ganzheitlichem Know-how in der Gebäudetechnik bietet ClimaLevel professionelle Unterstützung sowohl bei Neubauprojekten als auch bei der Sanierung von Immobilien an.

Webseite: www.climalevel.com

3U Euro Energy Systems GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 5714
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Stephan Schornack
Branche: Erneuerbare Energien
Beteiligungsverhältnisse: 99,996 % 3U Holding AG; 0,004 % Helmut Zangl
Im Konzern seit: 2010
Umsatz 2015: TEUR 0 (i. Vj. EUR 1,37 Mio.)
Ergebnis 2015: TEUR -77 (i. Vj. EUR -0,99 Mio.)

Die 3U Euro Energy Systems GmbH mit Sitz in Marburg produzierte thermische Solaranlagen mit Schwerpunkt Vakuumröhren-Kollektoren. Die EuroSun Vacuum-Solar-Systems GmbH war auf den Vertrieb von thermischen Solaranlagen an OEM-Kunden fokussiert. Die Gesellschaft ist zurzeit inaktiv.

Immowerker GmbH

Sitz: Marburg
HRB: Amtsgericht Marburg unter HRB 5997
Geschäftsführer: Christoph Hellrung, Michael Schmidt
Branche: Erneuerbare Energien
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2011 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 0,58 Mio. (i. Vj. EUR 0,31 Mio.))
Ergebnis 2015: EUR -0,04 Mio. (i. Vj. EUR -0,06 Mio.)

Die Immowerker GmbH ist ein klassischer Heizungsbaubetrieb mit Fokus auf solare Lösungen. Von der Planung bis zur Montage werden alle Dienstleistungen aus einer Hand angeboten.

Website: www.immowerker.de

PELIA Gebäudesysteme GmbH (vormals: 3U Einkauf & Logistik GmbH)

Sitz: Montabaur
HRB: Amtsgericht Montabaur unter HRB 23197
Geschäftsführer: Sven Grafe, Ansgar Hehl
Branche: Erneuerbare Energien
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: August 2012 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 11,68 Mio. (i. Vj. EUR 9,24 Mio.))
Ergebnis 2015: EUR 0,01 Mio. (i. Vj. EUR 0,01 Mio.)

Die PELIA Gebäudesysteme GmbH ist spezialisiert auf die Erbringung von Lager- und Logistikdienstleistungen in Bezug auf Produkte der Bereiche Heizung, Klimatisierung, Sanitär, Energie- und Wärmegewinnung, -speicherung sowie -versorgung. Ein weiterer Tätigkeitsschwerpunkt liegt im Handel mit diesen Produkten. Darüber hinaus betreibt die PELIA eine Kleinserienfertigung von kaschierter Ware.

Website: www.pelia.de

Selfio GmbH

Sitz: Linz am Rhein
HRB: Amtsgericht Montabaur unter HRB 23416
Geschäftsführer: Andre Görg, Michael Schauß, Michael Schmidt
Branche: Online-Handel im Bereich Erneuerbare Energien, Heizung, Sanitär
Beteiligungsverhältnisse: Seit 31.12.2015 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2011 durch Neugründung
Umsatz 2015: EUR 11,68 Mio. (i. Vj. EUR 9,48 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR 0,26 Mio. (i. Vj. EUR 0,22 Mio.)

Die Selfio GmbH ist ein Anbieter hochwertiger Produkte aus den Bereichen Heizung, Sanitär sowie solare Wärmegewinnung. Der Schwerpunkt ihrer Tätigkeit liegt auf dem Vertrieb von Fußbodenheizungen, solarthermischen Anlagen zur Warmwasserbereitung und Heizungsunterstützung sowie Kaminöfen, Schornsteinen und Lüftungssystemen. Die Zielgruppe bilden dabei Heimwerker und Selberbauer. Basierend auf langjähriger Erfahrung in der Heizungs- und Lüftungsindustrie bietet Selfio professionelle Unterstützung sowohl bei Neubau als auch Sanierung von Immobilien. Sämtliche Produkte werden direkt und hauptsächlich online vertrieben. Gleichzeitig bietet Selfio den Kunden umfassende Beratung und Service mit genauen Anleitungen, um ihnen das Heimwerkern zu erleichtern.

Website: www.selfio.de

Solarpark Adelebsen GmbH

Sitz: Adelebsen
HRB: Amtsgericht Göttingen unter HRB 201759
Geschäftsführer: Michael Schmidt, Roland Thieme
Branche: Erneuerbare Energien
Beteiligungsverhältnisse: 100% 3U Holding AG
Im Konzern seit: 2008
Umsatz 2015: EUR 1,90 Mio. (i. Vj. EUR 1,66 Mio.)
Ergebnis 2015: EUR 0,31 Mio. (i. Vj. EUR 0,13 Mio.)

Die Solarpark Adelebsen ist eine Projektgesellschaft, die in Adelebsen, Niedersachsen, einen Solarpark auf einer ca. 26 Hektar großen, ehemaligen Industriefläche betreibt. Der Solarpark hat eine Kapazität von rund 10 MW; verteilt auf 1 MW Dachfläche und 9 MW Freilandfläche.

Erneuerbare Energien

Windparkprojekt Lüdersdorf

Die 3U Holding AG hatte am 28. September 2015 den Verkauf von einem Windparkprojekt mit 2 Windkraftanlagen von jeweils 3,3 MW Nennleistung bekanntgegeben. Am 20. Dezember 2015 haben die Vertragsparteien festgestellt, dass es keine konsensfähige Alternative zur Rückabwicklung des Vertrags gab.

Der Kaufvertrag enthielt der Projektstruktur geschuldete Preisanpassungsregelungen und beiderseitige Rücktrittsrechte, die von unterschiedlichen Bedingungen abhingen, deren Eintritt nicht vollständig im Einflussbereich der Vertragsparteien lag. Es wurde beidseitig festgestellt, dass zum Stichtag, dem 18. Dezember 2015, einige Bedingungen nicht erfüllt waren, so dass es zum Rücktritt vom Vertrag kam.

Die Tochtergesellschaft 3U ENERGY PE GmbH wird die Errichtung des Windparks weiter vorantreiben, so dass die Inbetriebnahme unverändert im zweiten Quartal 2016 erfolgen wird.

Aufstockung der Anteile an der Selfio GmbH

Die 3U Holding AG hat mit Wirkung zum 31. Dezember 2015 die im Onlinehandel tätige Tochtergesellschaft Selfio GmbH vollständig übernommen. Der Kaufpreis für die übertragenen 40%igen Geschäftsanteile beträgt EUR 2,0 Mio. Die Kaufpreisfindung basiert auf der Grundlage einer externen Unternehmensbewertung.

Die Selfio GmbH wurde am 1. Juni 2011 durch Einbringung der Vorgängergesellschaft durch die bisherigen Mitgesellschafter mit einem Kapitalanteil in Höhe von TEUR 500 sowie durch eine Bareinlage der 3U Holding AG in Höhe von TEUR 750 gegründet und hat dementsprechend ein Stammkapital von EUR 1,25 Mio.

Die Selfio GmbH konnte ihren Umsatz im Durchschnitt um mehr als 60 % pro Jahr steigern und erzielt seit 2013 überproportional steigende positive Erträge. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurde ein Umsatz von EUR 11,7 Mio. und ein Ergebnis von fast EUR 0,3 Mio. erzielt. Die positive Geschäftsentwicklung soll, unterstütztdurch eine Sortimentsausweitung sowie durch Ansprache weiterer Kundensegmente, auch in den kommenden Jahren zu stark steigenden Umsätzen und Erträgen führen und insgesamt zu einer weiteren Wertsteigerung des Unternehmens.

Sonstiges

Aktienrückkauf

Am 12. November 2015 hat der Vorstand der 3U Holding AG beschlossen, das bis dahin verfolgte Aktienrückkaufprogramm zu unterbrechen. Der Vorstand hatte im April 2013 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 13. November 2015 2.183.640 Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund EUR 0,57 zurückgekauft; das entspricht 6,18 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. Der Vorstand behält sich vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf wieder aufzunehmen, wenn es ihm opportun erscheint. Die zurückgekauften Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden.

Ertragslage

Umsatzentwicklung

Der Gesamtumsatz der 3U Holding AG betrug in 2015 EUR 2,33 Mio. (im Vorjahr: EUR 2,15 Mio.). Die Umsätze beinhalten im Wesentlichen Managementleistungen für Tochtergesellschaften und Beteiligungen der 3U Holding AG sowie Erträge aus Vermietung und Verpachtung.

Ergebnisentwicklung

Das Jahresergebnis der 3U Holding AG hat sich im Vergleich zum Vorjahr von EUR -0,97 Mio. um EUR 0,3 Mio. auf EUR -0,67 Mio. verbessert. Ursächlich für die Ergebnisverbesserung war das um EUR 0,24 Mio. gestiegene Betriebsergebnis von EUR -4,25 Mio. im Vorjahr auf EUR -4,01 Mio.

Das EBITDA (Betriebsergebnis zzgl. Abschreibungen auf immaterielle Vermögensgegenstände und Sachanlagen) verbesserte sich ebenfalls gegenüber dem Vorjahreswert und zwar von EUR -3,53 Mio. um EUR 0,31 Mio. auf EUR -3,22 Mio.

In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Auflösung von Rückstellungen von TEUR 188 (i. Vj.: TEUR 67) sowie Sachbezügen von Mitarbeitern von TEUR 134 (i. Vj.: TEUR 144) enthalten.

Für den Vorstand und die Mitarbeiter der 3U Holding AG fiel ein Personalaufwand in Höhe von EUR 2,92 Mio. nach EUR 3,02 Mio. im Vorjahr an. Ausschlaggebend hierfür ist der etwas geringere Personalbestand im Geschäftsjahr 2015.

Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IC-Dienstleistungen (TEUR 1.007; i. Vj.: TEUR 852), Instandhaltungs- und Raumkosten (TEUR 328; i Vj.: TEUR 336), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 286; i. Vj.: TEUR 273), Kfz-Kosten (TEUR 201; i. Vj.: TEUR 225), Steuerliche- und Sonstige Beratungskosten (TEUR 243; i. Vj.: TEUR 149), Aufsichtsratsvergütung (TEUR 171; i. Vj.: TEUR 75), Kosten der Rechtsberatung (TEUR 158; i. Vj.: TEUR 160), Kosten für Versicherungen (TEUR 135; i Vj.: TEUR 123), Umsatzsteuer für Vorjahre aus der Betriebsprüfung (TEUR 33; i. Vj.: TEUR 13) sowie Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 0; i. Vj.: TEUR 603).

Das Finanzergebnis in Höhe von EUR 3,46 Mio. (i. Vj.: EUR 3,37 Mio.) resultiert aus Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von EUR 1,30 Mio. (i. Vj.: EUR 1,53 Mio.), Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen von EUR 1,83 Mio. (i. Vj.: EUR 1,50 Mio.) sowie aus einem positiven Zinsergebnis in Höhe von EUR 0,35 Mio. (i. Vj.: EUR 0,38 Mio.). Ursächlich für das Beteiligungsergebnis sind die erzielten Gewinne der Tochtergesellschaften im Geschäftsbereich Telefonie und Erneuerbare Energien. Wie im Vorjahr, sind der 3U Holding AG keine Aufwendungen aus der Verlustübernahme entstanden. Im Geschäftsjahr 2015 wurde eine außerplanmäßige Abschreibung in Höhe von TEUR 25 (i. Vj.: TEUR 43) auf eine Tochtergesellschaft im Geschäftsbereich Erneuerbare Energien vorgenommen.

Die zum Teil im Auf-/ Ausbau befindlichen Tochter-/ Beteiligungsgesellschaften haben im Geschäftsjahr 2015 primär aufgrund bestehender wirtschaftlicher Verluste bzw. bestehender Verlustvorträge noch keine Ausschüttung vorgenommen. Dazu gehören aus dem Geschäftsbereich Telefonie die ACARA Telecom GmbH, die TriTelA GmbH und die 3U Mobile GmbH, aus dem Geschäftsbereich Services, die 3U DYNAMICS GmbH, die RISIMA Consulting GmbH und die weclapp GmbH sowie aus dem Geschäftsbereich Erneuerbare Energien die 3U ENERGY AG, die 3U Euro Energy Systems GmbH, die EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH, die Windpark DBF GmbH, die Immowerker GmbH, die ClimaLevel Energiesystem GmbH.

In seiner im Lagebericht 2014 veröffentlichten Prognose ging der Vorstand der 3U Holding AG aufgrund der in den Tochtergesellschaften bestehenden Verlustvorträge von keinen Beteiligungserträgen aus dem Bereich Services und deutlich positiven Beteiligungserträgen aus den Bereichen Erneuerbare Energien und Telefonie aus. Er rechnete für 2015 mit einem Beteiligungsergebnis von rund EUR 1,0 bis 2,0 Mio., einem Zinsergebnis von rund EUR 0,5 bis 0,7 Mio. und einem Jahresergebnis von rund EUR -2,5 bis -2,0 Mio.

Vor allem aufgrund des verbesserten Finanzergebnisses fiel das Jahresergebnis mit EUR -0,67 Mio. deutlich besser aus als zu Jahresanfang geplant. Zusätzlich zu den Beteiligungsergebnissen in Höhe von EUR 3,13 Mio. erzielte die 3U Holding AG ein positives Zinsergebnis in Höhe von EUR 0,35 Mio.

Finanzlage

Die 3U Holding AG hat in 2009 erstmalig ein langfristiges Darlehen in Höhe von EUR 2,25 Mio. im Zusammenhang mit dem Neubau der Firmen-Zentrale aufgenommen. Abzüglich geleisteter Tilgungen valutiert das Darlehen zum 31.12.2015 mit EUR 1,58 Mio. Darüber hinaus hat die Gesellschaft in 2012 zwei Darlehen in einer Gesamthöhe von EUR 1,50 Mio. für den Erwerb des Grundstücks am Standort Montabaur aufgenommen. Diese beiden Darlehen haben nach den Tilgungen im Berichtsjahr einen Stand von jeweils knapp EUR 0,62 Mio. (somit insgesamt EUR 1,24 Mio.). Im März 2014 hat die 3U Holding AG eine Rechenzentrumsimmobilie inkl. zweier Gewerbeimmobilien in Hannover erworben. Der Kaufpreis wurde in Höhe von EUR 6,0 Mio. fremdfinanziert. Dieses Darlehen hat nach den Tilgungen im Berichtsjahr einen Stand von EUR 5,48 Mio. zum 31.12.2015.

Zum Bilanzstichtag hat die 3U Holding AG ihren Tochtergesellschaften zum Auf- / Ausbau ihrer Geschäftstätigkeiten kurzfristige Darlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 28,86 Mio. (im Vorjahr: EUR 23,15 Mio.) ausgereicht. Von diesen Darlehen sind zum 31.12.2015 EUR 11,51 Mio. wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2015 hat die 3U ENERGY AG ihre Finanzierung bei der 3U Holding AG um EUR 6,37 Mio. erhöht, um die Kaufpreiszahlung für die Windpark Langendorf GmbH & Co. KG sowie das Projektgeschäft der 3U Energy PE GmbH zu finanzieren.

Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel betrugen am 31. Dezember 2015 EUR 2,01 Mio. (im Vorjahr: EUR 7,54 Mio.). Insgesamt ergab sich somit eine deutliche Minderung der liquiden und liquiditätsnahen Mittel in Höhe von EUR 5,53 Mio. Das Festgeldguthaben ist – wie im Vorjahr – mit EUR 1,50 Mio. als Sicherheit für eigene Kreditlinien verpfändet. Diese sind per 31. Dezember 2015 im Rahmen eines Avalkredits in Höhe von TEUR 595 (Vorjahr: TEUR 585) in Anspruch genommen. Dadurch ergibt sich zum Bilanzstichtag auch ein deutlicher Rückgang bei der Liquidität 1. Grades (frei verfügbare liquide Mittel / kurzfristige Verbindlichkeiten und Rückstellungen) auf 6,5% (im Vorjahr: 102,0%).

Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Solarparks Adelebsen konnte am 22. Februar 2016 mit der finanzierenden Bank ein weiterer Kreditvertrag abgeschlossen werden, der dazu führt, dass das Kreditvolumen um EUR 1,0 Mio. erhöht und die bestehende Kapitaldienstreserve auf rund EUR 0,7 Mio. vermindert wird. Gleichzeitig vermindert sich das mit Rangrücktritt versehene Gesellschafterdarlehen der 3U Holding AG, welches diese der Solarpark Adelebsen GmbH als Eigenkapitalanteilersatz zur Verfügung gestellt hat, von EUR 3,0 Mio. auf EUR 2,0 Mio., so dass der 3U Holding AG aus der Tilgung des Darlehens EUR 1,0 Mio. zufließen.

Vermögenslage

Die Bilanzsumme der 3U Holding AG belief sich zum 31. Dezember 2015 auf EUR 60,31 Mio. (im Vorjahr: EUR 59,90 Mio.) und hat sich damit geringfügig um 0,7 % erhöht.

Die Finanzanlagen haben sich um EUR 2,24 Mio. auf EUR 15,21 Mio. (im Vorjahr: EUR 12,97 Mio.) insbesondere aufgrund einer Anteilsaufstockung bei der Selfio GmbH auf 100% sowie einer Kapitalerhöhung bei der Weclapp GmbH erhöht. Der Anteil an der Bilanzsumme stieg auf 25,2% (im Vorjahr: 21,7 %).

Das Umlaufvermögen inklusive Aktive Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 21,73 Mio. (im Vorjahr: EUR 22,97 Mio.) lag bei 36,1 % (im Vorjahr: 38,3 %) der Bilanzsumme. Wesentlicher Bestandteil dieses Postens sind die konzerninternen kurzfristigen Ausleihungen mit einem Buchwert in Höhe von EUR 17,35 Mio. (im Vorjahr: EUR 11,42 Mio.). Zu dieser Veränderung hat die Aufstockung des Darlehens der 3U ENERGY AG in Höhe von EUR 6,37 Mio. beigetragen. Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel sind um EUR 5,53 Mio. auf EUR 2,01 Mio. (im Vorjahr: EUR 7,54 Mio.) gesunken.

Das Eigenkapital betrug EUR 44,55 Mio. (im Vorjahr: EUR 45,68 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt im Jahr 2015 damit 73,9 % (im Vorjahr: 76,3 %).

Innerhalb der Verbindlichkeiten haben sich die Bankverbindlichkeiten aufgrund laufender Tilgungszahlungen auf EUR 8,29 Mio. (im Vorjahr: EUR 8,79 Mio.) vermindert; bei den Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen ist der Anstieg um EUR 2,22 Mio. auf EUR 6,54 Mio. auf eine Erhöhung der Darlehen von Tochtergesellschaften im Geschäftsjahr 2015 zurückzuführen.

Das für die Rechenzentrumsimmobilie aufgenommene Darlehen hat zum Bilanzstichtag einen Umfang von EUR 5,48 Mio. und eine Laufzeit bis zum 01.05.2017. Abgesichert wurde das Darlehen durch die Rechenzentrumsimmobilie selbst und vertraglich vereinbarte Covenants. In diesem Zusammenhang hat die 3U Holding AG zugesichert einen bestimmten Schuldendienstdeckungsgrad (Debt-Service-Cover-Ratio) nicht zu unterschreiten. Stichtage zur Berechnung des Schuldendienstdeckungsgrades sind der 30.06. bzw. 31.12. eines jeden Jahres auf Basis von 12 Monaten. Die Bank ist berechtigt, von dem Darlehensnehmer bankmäßige Sicherheiten nach Ihrer Wahl zu verlangen, wenn die Finanzkennzahl nicht eingehalten wird. Zur Absicherung der variablen Zinsen des Bankdarlehens hat die Gesellschaft einen Zinsswap abgeschlossen. Durch den Abschluss des Zinsswaps wurde die variable Verzinsung in eine feste Verzinsung transformiert. Es handelt sich um ein Mikro-Hedge mit einer hohen Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung, da die risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen. Ziel des Swaps ist die Absicherung gegen steigende EURIBOR-Zinsen und damit verbundene steigende Zinszahlungen. Sollten die Zinsen noch weiter fallen, besteht nicht die Möglichkeit davon zu profitieren und der Swapkurs kann fallen. Bei steigenden Zinsen entfaltet der Swap seine Absicherungsfunktion. Es handelt sich um eine bilanzielle Sicherungsmaßnahme im Jahresabschluss.

Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Situation

Insgesamt ist der Vorstand mit der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage nur eingeschränkt zufrieden. Die 3U Holding AG war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und dies ist auch für 2016 gewährleistet. Die Vermögenslage ist insbesondere aufgrund der weiterhin sehr guten EK-Quote nach wie vor als zufriedenstellend zu bezeichnen.

Mitarbeiter

Von den 32 Personen, die insgesamt zum Bilanzstichtag bei der 3U Holding AG beschäftigt waren (inkl. Vorstände, Teilzeitkräfte und Aushilfen), waren 15 Personen weiblich; das entspricht einem Anteil von 46,9 % (i. Vj.: 43,7 %). 46,9 % der Mitarbeiter sind älter als 40 Jahre alt; das Durchschnittsalter in der 3U Holding AG beträgt rund 41 Jahre.

Unsere Mitarbeiter tragen mit ihren Ideen entscheidend zu mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit bei. Deshalb wird ein kooperatives und kommunikationsförderndes Klima in der 3U Holding AG begünstigt, da alle Mitarbeiter motiviert werden, Vorschläge zur Optimierung der Produkte und Arbeitsabläufe, zu Synergien und sonstigen Verbesserungen innerhalb der 3U Holding AG zu machen. Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert, damit überdurchschnittliche Leistungen auch entsprechend honoriert werden können.

Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Voraussetzungen dafür, den Erfolg eines Unternehmens langfristig zu sichern. Verantwortungsvolle Personalentwicklung und stetige Verbesserung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Deshalb ist die nachhaltige Entwicklung und gezielte Förderung der Potenziale aller Mitarbeiter die Kernaufgabe des Personalmanagements des Unternehmens. Durch eine gezielte Personalentwicklung will die 3U Holding AG ihre Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und dadurch die Identifikation der Mitarbeiter mit ihrem Unternehmen und ihr Engagement für dessen Ziele weiter steigern.

Gesundheit der Mitarbeiter fördern

Wir verstehen Gesundheit nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychisches, körperliches und soziales Wohlbefinden. Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu bewahren und zu fördern, haben wir gezielt Maßnahmen innerhalb der 3U Holding AG umgesetzt. So unterstützt die 3U Holding AG die Gesundheitsvorsorge ihrer Mitarbeiter. Die Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit an internen und externen Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit 3U wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte im Vordergrund stehen.

Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch entsprechende Schulungsmaßnahmen erhöht. Wie schon in den Vorjahren nahm auch 2015 kein Mitarbeiter durch einen Unfall am Arbeitsplatz nennenswert Schaden.

Die Krankheitstage pro Mitarbeiter lagen in 2015 mit 6,2 Tagen weiterhin deutlich unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, der laut Statistischem Bundesamt bei 9,7 Tagen liegt.

Unternehmensverantwortung

Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt

Die Wahrnehmung der unternehmerischen Verantwortung ist wesentlicher Bestandteil unserer Strategie. Wir berücksichtigen systematisch die verschiedenen Belange unserer Stakeholder und verringern die Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt. Dabei suchen wir die Balance zwischen ökonomischen Zielen und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit unserem verstärkten Engagement für erneuerbare Energien und dem Ausbau des Bereichs HKL durch effiziente Lösungen zur Energievermeidung investieren wir aktiv in den Umweltschutz und zeigen damit gesellschaftliches Engagement. Auch in den übrigen Bereichen setzen wir verstärkt auf die Nutzung Regenerativer Energien. Wir versuchen, Umweltaspekte beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen.

Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289 a HGB

Der Vorstand der 3U Holding AG hat mit Datum vom 1. März 2016 eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite der 3U Holding AG (www.3u.net) unter Investor Relations/Corporate Governance allgemein zugänglich gemacht.

Vergütungsbericht

Der Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen der 3U Holding AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind.

Vergütung des Vorstands

Die Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Dabei orientiert er sich an dem am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG).

Alle Vorstandsmitglieder der 3U Holding AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat vorrangig der testierte Wert der EBITDA-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten Wert bewertet; eine deutliche Verfehlung von budgetierten Umsatzzielen kann zu Abzügen führen. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage der Gesellschaft fest.

Darüber hinaus wurde den Vorstandsmitgliedern eine bestimmte Anzahl von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 gewährt. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter der 3U) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern.

Seit dem Kalenderjahr 2011 gilt für die Vorstände der 3U Holding AG, dass ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres unter dem Vorbehalt gezahlt wird, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der EBITDA-Entwicklung des Konzerns sowie die Stabilität der Umsätze berücksichtigt. Der Aufsichtsrat bewertet die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden Jahren und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet ist. Eine von dem Vorstand zu erstattende erfolgsabhängige Vergütung ist von dem Vorstand binnen 90 Tagen nach Zugang des schriftlichen Rückforderungsverlangens des Aufsichtsrats zu zahlen.

Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des Vorstands auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger Aktienoptionen.

Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. § 84 Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund widerrufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung.

Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen.

Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr 2015

Gewährte Zuwendungen (in TEUR) Michael Schmidt Sprecher des Vorstands
2014 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.)
Festvergütung 300 300 300 300
Nebenleistungen 34 17 17 17
Zwischensumme 334 317 317 317
Einjährige variable Vergütung 150 150 0 300
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 484 467 317 617
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 484 467 317 617
Gewährte Zuwendungen (in TEUR) Andreas Odenbreit Vorstand
2014 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.)
Festvergütung 140 140 140 140
Nebenleistungen 19 19 19 19
Zwischensumme 159 159 159 159
Einjährige variable Vergütung 18 18 0 35
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 177 177 159 194
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 177 177 159 194
Gewährte Zuwendungen (in TEUR) Christoph Hellrung Vorstand
2014 2015 2015 (Min.) 2015 (Max.)
Festvergütung 140 140 140 140
Nebenleistungen 24 24 24 24
Zwischensumme 164 164 164 164
Einjährige variable Vergütung 18 18 0 35
Mehrjährige variable Vergütung 0 0 0 0
Summe 182 182 164 199
Versorgungsaufwand 0 0 0 0
Gesamtvergütung 182 182 164 199

Aktienoptionsplan 2011

Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt.

Angaben zu Aktienoptionen zum 31. Dezember 2015 in Stück:

Name Funktion Aktienoptionen
Michael Schmidt Sprecher des Vorstands 200.000 Stück
Andreas Odenbreit Vorstand 0 Stück*
Christoph Hellrung Vorstand 0 Stück**

* Herr Odenbreit hat jedoch Aktienoptionen als Angestellter der 3U HOLDING AG erhalten. ** Herr Hellrung hat jedoch Aktienoptionen als Vorstand der LamdaNet Communications Deutschland AG erhalten.

Die Aktienoptionen können erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Die 3U Holding ist berechtigt, die Ausübung von Optionsrechten in dem Umfang abzulehnen, wie deren Ausübung wegen außerordentlicher, nicht vorhergesehener Entwicklungen zu einer unverhältnismäßig hohen Vergütung des Bezugsberechtigten führen würde.

Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen.

Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen von der 3U Holding. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Für Komponenten mit langfristiger Anreizwirkung verweisen wir auf das Kapitel „Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme".

Vergütung des Aufsichtsrats

Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen erhält.

Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00 Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft („EBT"), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss („EBT") für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder EUR 25.000,00. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer.

Die Aufsichtsratsvergütungen für 2015 betrugen TEUR 167 (Vorjahr: TEUR 68). Für 2015 wurde eine erfolgsabhängige Vergütung in Höhe von TEUR 92 (Vorjahr: TEUR 0) zurückgestellt.

Name Fixe Vergütung
in TEUR
Sitzungsgelder
in TEUR
2015 2014 2015 2014
Ralf Thoenes (Vorsitzender des Aufsichtsrats) 10 10 18 15
Gerd Simon (bis 21.5.2015) 3 8 5 15
Stefan Thies 6 5 18 15
Jürgen Beck-Bazlen (seit 21.5.2015) 3 - 13 -
Summe* 23 23 53 45

* Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile

Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2015 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 1,8 (Vorjahr: TEUR 0,5), Herr Simon in Höhe von TEUR 0,4 (Vorjahr: TEUR 1,7), Herr Thies in Höhe von TEUR 0,8 (Vorjahr: TEUR 0,8) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 1,3 (Vorjahr: keine) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2015 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 6) erhalten.

Herr Simon hat im Geschäftsjahr 2015 erstmals Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 erhalten.

Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 40 (Vorjahr: TEUR 8) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden mit TEUR 28 für die 3U Holding AG im Rahmen einer Due-Diligence-Prüfung im ersten Quartal und mit TEUR 12 für die 3U ENERGY AG erbracht (Vorjahr: TEUR 4 für die 3U ENERGY AG und TEUR 4 für die RISIMA Consulting GmbH).

Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme

Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt.

Aktienoptionsplan 2011

Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte:

Bezugsberechtigte waren:

Gruppe 1: Mitglieder des Vorstands der Gesellschaft
Gruppe 2: Mitarbeiter der Gesellschaft in Schlüsselpositionen auf der ersten Führungsebene unterhalb des Vorstands sowie Mitglieder der Geschäftsführungen in- und ausländischer verbundener Unternehmen (§15 AktG)
Gruppe 3: Sonstige Mitarbeiter der Gesellschaft sowie Mitarbeiter der in- und ausländischen verbundenen Unternehmen (§15 AktG)

Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden bisher insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):

Gruppe 1: 400.000 (von 468.422) Aktienoptionen
Gruppe 2: 2.800.000 (von 2.810.535) Aktienoptionen
Gruppe 3: 1.402.500 (von 1.405.267) Aktienoptionen
Gesamt: 4.602.500 (von 4.684.224) Aktienoptionen

Der Aktienoptionsplan 2011 hatte eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte konnten nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden.

Die Optionsrechte durften nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte waren nicht übertragbar.

Jedes Optionsrecht berechtigte zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte betrug EUR 1,00 je Aktie. Zum Zeitpunkt der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 7. Februar 2011 notierte die Aktie bei EUR 0,66; der Aufschlag belief sich demnach auf 51,5 %.

Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien durfte der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern.

Von den im Rahmen dieses Programms ausgegebenen 4.602.500 Aktienoptionen waren zum Bilanzstichtag 1.840.000 verfallen.

Verfallen sind in:

2011: 582.500 Aktienoptionen

2012: 365.000 Aktienoptionen

2013: 380.000 Aktienoptionen

2014: 282.500 Aktienoptionen

2015: 230.000 Aktienoptionen

Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die 4.602.500 Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen.

Übernahmerechtliche Angaben nach § 289 Abs. 4 HGB

Bestellung und Abberufung des Vorstands und Satzungsänderungen

Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179, 133 AktG. Nach § 13 Abs. 2 der Satzung i. V. m. § 179 Abs. 2 S. 2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals.

Grundkapital und Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen

Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften.

Am Kapital der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2015 wie folgt beteiligt:

Name Funktion Stückzahl Prozent
Michael Schmidt Sprecher des Vorstands 8.999.995 Aktien 25,49 %
Andreas Odenbreit Vorstand 20.500 Aktien 0,06 %
Ralf Thoenes Vorsitzender des Aufsichtsrats 25.000 Aktien 0.07 %
Stefan Thies Aufsichtsrat 12.000 Aktien 0,03 %
Jürgen Beck-Bazlen Aufsichtsrat 1.120.000 Aktien 3,17 %
Bestand eigene Aktien   2.183.640 Aktien 6,18 %

Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 26. August 2019 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.062.803,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen) sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften; 2. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandelrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde; 3. für Spitzenbeträge; 4. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden, sowie Aktien, im Hinblick auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht auf Grund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4, 186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen.

Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 4.684.224,00, eingeteilt in bis zu 4.684.224 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 19. August 2010 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Von dieser Ermächtigung zur Auflage eines Aktienoptionsprogramms hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt. Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen und damit auch die Möglichkeit der Inanspruchnahme für das Bedingte Kapital I.

Der Vorstand der 3U Holding AG hatte auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Der Hauptversammlungsbeschluss ermächtigte den Vorstand innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben, den Rückkauf jederzeit auszusetzen. Aufgrund dieser Ermächtigung beschloss der Vorstand am 12. November 2015 das Aktienrückkaufprogramm am 13. November 2015 auszusetzen.

Im Rahmen dieses Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 13. November 2015 2.183.640 Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund EUR 0,57 zurückgekauft; das entspricht 6,18 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. Die zurückgekauften Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden.

Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U Holding AG keine Vereinbarungen.

Aktiengeschäfte

Nach Maßgabe des § 15a WpHG haben Personen, die bei der 3U Holding AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U Holding AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U Holding AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der Holding Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U Holding AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Geschäfte gemeldet.

Datum der Transaktion Meldepflichtiger Geschäftsart Stückzahl Kurs Gesamvolumen
27.11.2015 Jürgen Beck-Bazlen (Aufsichtsrat) Kauf 20.000 0,6300 EUR 12.600,00 EUR

Sämtliche Aktiengeschäfte wurden auf der Internetseite der 3U Holding AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Directors' Dealings" veröffentlicht.

Risikobericht

Risikomanagementsystem

Steuerungssystem

Aufbau und Organisation der 3U Holding und ihrer Tochtergesellschaften/Beteiligungen unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Uberwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Uberwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Sitzungen auf allen Organisationsebenen sowie eine rollierende Monatsplanung/Liquiditätsentwicklung.

Die finanziellen Leistungsindikatoren sind das Beteiligungsergebnis, das Zinsergebnis und das Ergebnis. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt anhand von prozentualen Veränderungen. Die Annahmen für die Beteiligungen werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen innerhalb einer Komponente werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsführern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen.

Das Geschäftsmodell der 3U Holding AG

Die 3U Holding AG ist eine börsennotierte Management- und Beteiligungsgesellschaft, die eine Drei-Säulen-Strategie verfolgt. Neben dem traditionellen Geschäftsbereich Telefonie wurden in den vergangenen Jahren die beiden Säulen Services sowie Erneuerbare Energien aufgebaut. Diese Diversifikation wird ab 2016 in den neu strukturierten Bereichen weiter vorangetrieben. Neben dem organischen Wachstum der bestehenden Geschäftsfelder wird der zukünftige Investitionsfokus vor allem auf anorganischem Wachstum im Bereich Windenergie liegen.

Jedes Investment soll Aussicht auf einen überdurchschnittlichen Return on Investment bieten, der in einem vielversprechenden Verhältnis zum abgeschätzten Risiko steht und auf einem sorgfältig recherchierten und überzeugenden Business Plan basiert.

Risikomanagementsystem der 3U Holding AG

Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen von Risiken zugunsten des unternehmerischen Erfolgs ist unumgänglich und sinnvoll. Die 3U Holding AG setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und zu steuern, und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik der 3U Holding AG legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risiko- und Chancenmanagement-System der 3U Holding AG trägt den Namen „3U-RICH". Im Rahmen des Risikomanagements werden in den regelmäßigen Reportings durch den Risikomanager in erster Linie nur Risiken betrachtet. Chancen werden insbesondere auch in den Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften identifiziert und erörtert, eine genauere Analyse und Auswertung erfolgt durch den Vorstand und die Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung.

Das Risikomanagement dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolgs und der Senkung der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen und um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt der Vorstand über ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem. Dieses konzernweite Risikomanagementsystem umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften. Daher ist die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Risiken und Chancen sowie der risikobewusste Umgang mit diesen ein zentraler Ausdruck unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem dynamischen Marktumfeld.

Das Risikomanagementsystem wird den sich ändernden Rahmenbedingungen entsprechend angepasst und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden.

Im Hinblick auf eine optimale Berichterstattung werden im Risikomanagementsystem der 3U Holding AG die wesentlichen Risiken von allen Tochtergesellschaften einheitlich reportet. Zusätzlich werden in den einzelnen Gesellschaften vorhandene spezifische Risiken von diesen bewertet. Eine im Zuge der kontinuierlichen Verbesserung geschaffene Harmonisierung der Einzelrisiken auf Ebene der Tochtergesellschaften bietet eine größtmögliche Vergleichbarkeit.

Das Risikomanagementsystem der 3U Holding AG entspricht den gesetzlichen Anforderungen.

Die 3U Holding AG hat im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Themen Compliance, Rechnungslegungsprozess und IKS in das Risikomanagementsystem eingebunden. Dabei orientiert sich die 3U Holding AG an dem international anerkannten Standard COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für angemessen hält. Vorstand und Aufsichtsrat der 3U Holding AG verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht.

Risikomanagementstrategie

Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit der 3U Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften/Beteiligungen, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen.

Verantwortungs- und Reportingkonzept

Das vom Vorstand der 3U Holding AG eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Alle Mitarbeiter der 3U Holding AG sind angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Risikoverantwortlichen. Regelmäßige Schulungen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter der Vorgaben und der Systematik bewusst sind.

Mit Unterstützung einer professionellen Risikomanagementsoftware konnten die Prozess- und Arbeitsabläufe im Risikomanagement innerhalb der 3U Holding AG im Hinblick auf Effektivität und Effizienz des Systems weiter optimiert werden. Die Software unterstützt sowohl die Risikoverantwortlichen als auch den Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken in der 3U Holding AG und allen Tochtergesellschaften.

Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand der 3U Holding AG. Dieser wird mindestens monatlich durch den Risikomanager im Rahmen von standardisierten Reportings über die aktuelle Risikosituation und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhält auch der Aufsichtsrat der 3U Holding AG unmittelbar durch den Risikomanager dieses standardisierte monatliche Reporting. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochtergesellschaften sind verpflichtet, sich über einen Zugriff auf die Risikomanagement-Software fortlaufend über die Risikolage in ihren Gesellschaften zu informieren. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware ist der Detaillierungsgrad in der monatlichen Berichterstattung deutlich gestiegen. Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit dem Risikomanager und ggf. den Risikoverantwortlichen über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen, basierend auf aktuellen Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig den Aufsichtsrat über diese Risikoentwicklung und die veranlassten Maßnahmen.

Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im Risikomanagementsystem sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien wird dem Aufsichtsrat mindestens zwei Mal jährlich im Rahmen von Konsultations- und Auditprozessen im Beisein des Risikomanagers Bericht erstattet. Dabei werden auch die Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement berücksichtigt, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. § 107 Abs. 3 S. 2 AktG systematisch ausführt.

Methodik des Risikomanagementsystems

In dem Risikomanagementsystem der 3U Holding AG/Beteiligungen werden in mehreren Risikoinventuren bis hinunter auf die Ebene der einzelnen Tochterunternehmen/Beteiligungen die Risiken und Chancen der 3U Holding AG so vollständig wie ökonomisch sinnvoll erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen so früh wie möglich zu identifizieren und aussichtsreiche Entwicklungen zu erkennen. Die dabei identifizierten Risiken und Chancen werden nach möglichen Schadenshöhen/Ergebniserwartungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet. Die Steuerung bzw. Behandlung dieser Risiken und Chancen erfolgt auf zwei Wegen.

Für die im Rahmen dieser Risikoinventur identifizierten Risiken werden Indikatoren mit Messwerten und zugehörigen Schwellenwerten festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Die ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoverantwortlichen und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen und sind Bestandteil eines monatlichen Reportings.

Chancen werden im Rahmen der jeweiligen Unternehmensstrategie gesteuert und sind noch nicht Bestandteil des monatlichen Chancen- und Risikoreportings. Die Einbindung der Chancenberichterstattung in das monatliche Reporting wurde konzeptioniert. Die Umsetzung soll 2016 erfolgen.

Im Berichtsjahr wurde die systematische Dokumentation von identifizierten Chancen aus den Risikoinventuren fortgesetzt. Obwohl Chancen untrennbar mit Risiken zusammenhängen, unterscheiden sich deren Charakteristika aber von denen der Risiken, was einen differenzierteren Umgang erforderlich macht (Chancen können sich z. B. nur dann auszahlen, wenn sie auch wahrgenommen und bewusst genutzt werden und benötigen in der Regel einen längeren Zeitraum, um sich zu entwickeln und realisieren zu lassen). Daher werden die identifizierten Chancen nicht wie die Risiken mittels der Software monatlich bewertet, sondern regelmäßig überprüft und Maßnahmen ggf. angepasst.

Risiken

Die wesentlichen aktuellen und zukünftigen Risiken der Gesellschaft

Aus der Gesamtheit der für die 3U Holding AG identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Bereichen genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Beteiligungsgesellschaften und aggregiert die der 3U Holding AG bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten.

Die Risiken in den Bereichen Telefonie und Erneuerbare Energien waren auch im Berichtsjahr 2015 diejenigen Risiken mit dem höchsten Risikopotential in Bezug auf Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dies liegt daran, dass die Erwartungswerte im Hinblick auf die Schadenshöhen bei Eintritt eines Risikos in diesen beiden Bereichen deutlich über den Erwartungswerten der Schadenshöhe bei Eintritt eines Risikos im Bereich Services oder anderer Risiken, die mittelbar oder unmittelbar auf die 3U Holding AG wirken, lagen. In den Risikoinventuren wurden überwiegend die Risiken aus den zurückliegenden Risikoinventuren bestätigt, lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Die Variierung berücksichtigt dabei die geänderten Markt- bzw. operativen Bedingungen. Aber auch neue Risiken und Risikoszenarien wurden identifiziert und bewertet. Dazu gehören zum Beispiel die Risiken, die sich aus den Projektgeschäften mit Windkraftanlagen ergeben.

Werden durch 3U Holding AG Investitionen in neue Gesellschaften getätigt, werden diese einer Risikoinventur unterzogen, um gesellschaftsspezifische Risiken zu identifizieren und zu bewerten und anschließend in das Reporting zu integrieren.

Allgemeine wirtschaftliche Risiken in den Geschäftsbereichen unserer Tochtergesellschaften

Es sind einzelne Risiken in allen Bereichen der 3U Holding AG zu erkennen, deren Identifizierung, Bewertung und Steuerung über die Bereichsgrenzen hinaus erforderlich waren. Dazu gehören neben operativen auch strategische Risiken. Die operativen Risiken konzentrieren sich in allen Unternehmensbereichen auf Vertragsverpflichtungen, mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen, auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse. Die strategischen Risiken beziehen sich u. a. auf die Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen.

Jedes betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens basiert auf Verträgen u. a. mit Geschäftspartnern. Nahezu alle Teile der Organisationsstruktur der 3U Holding AG sind davon betroffen. Vertragsrisiken bestehen z. B. in der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei der Vertragsgestaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und in der Vertragsdurchsetzung mit Geschäftspartnern.

Die 3U Holding AG steuert dieses Risiko in Form eines Vertragsmanagements durch die zentrale Rechtsabteilung. Darüber hinaus werden bei der Auswahl von Geschäftspartnern spezifische Kriterien geprüft und bewertet. Die Dienstleistungen der Bereiche Telefonie und Services basieren im Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Auch im Bereich Erneuerbare Energien ist der Einsatz dieser Technologien von großer Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebes und die Durchführung kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet die 3U Holding AG unter anderem auch dadurch, dass sich die Ausrichtung des Informationssicherheitsmanagementsystems an der ISO 27001 orientiert.

Des Weiteren wurde im Rahmen der Jahresabschlussprüfung ein IT-Audit durch den Wirtschaftsprüfer durchgeführt.

In allen Unternehmensteilen der 3U Holding AG wird hoch qualifiziertes Personal benötigt. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmensteile könnte das Erreichen der jeweiligen Unternehmensziele gefährden. Das Personalmanagement wird zentral gesteuert und entsprechend der Planung werden geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht und eingestellt bzw. bereits vorhandenes Personal über eine Nachfolgeplanung qualifiziert. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze der Mitarbeiterführung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht. Diese Maßnahmen greifen auch, wenn aufgrund von Beteiligungen und Übernahme von Gesellschaften durch die 3U Holding AG Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu integriert werden.

Um die Unternehmensziele zu erreichen, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Produktivität der Gruppe abgestimmt sein. Dies gilt auch für Gesellschaften, die durch Kauf oder Beteiligung der 3U Holding AG in die Gruppe integriert werden. Der Einsatz von modernen Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden.

Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden. Ein effektiver und effizienter Ablauf in allen Geschäftsprozessen vermindert auch das Risiko einer mangelnden Kundenzufriedenheit.

Compliancemanagement

Das Compliance Management ist Teil des 3U-Risikomanagementsystems. Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können, wurde das Compliance Management weiter optimiert, um die sich ergebenden Risiken weiter zu vermindern. Wesentliche Bestandteile des Compliancemanagement bilden ein Wertemanagementsystem, ein „Whistleblowing"-Prozess sowie weitere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen. Regelmäßig finden Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Hinblick auf einzuhaltende Regeln und Vorgaben statt.

Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen

Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation/IT und insbesondere Erneuerbare Energien werden für die gegenwärtigen Bereiche und zukünftigen Beteiligungen der 3U Holding AG auch weiterhin bestehen. Auch die Diskussionen im Hinblick auf die Förderung Erneuerbarer Energien haben im Markt für Verunsicherung gesorgt.

Im Berichtsjahr konnte die 3U Holding AG mit der Entwicklung von Windparkprojekten zwar einen wichtigen Schritt im Bereich Erneuerbare-Energien-Projekte machen, eine sachgerechte und nachhaltige Planung von Großprojekten in diesem Bereich wird jedoch durch fortdauernde Änderungen der gesetzlichen Grundlagen, die bspw. hinsichtlich der Einspeisevergütung unmittelbaren Einfluss auf die Wirtschaftlichkeit von Projekten haben, erschwert. Die Entwicklungen werden durch die 3U Holding AG intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können.

Folgende Darstellung der Risiken innerhalb der Geschäftsbereiche betrifft die dort aktiven Tochtergesellschaften (siehe „Die Beteiligungsunternehmen der 3U Holding AG"):

Risiken aus dem Bereich Telefonie

In diesem Bereich ist nach wie vor Call-by-Call ein wichtiges Produkt. Ein generelles Risiko stellen dabei die vielfältigen Flatrate-Angebote dar. Die Festnetz-Flatrates machen Call-by-Call für innerdeutsche Festnetztelefonate überflüssig. Die immer geringere Inanspruchnahme von Call-by-Call-Angeboten hat bewirkt, dass der Markt seit 2008 um ca. drei Viertel geschrumpft ist. Ein ähnliches Risiko besteht durch Flatrates im Mobilfunk, welche i. d. R. eine Flatrate für Mobil- und Festnetz beinhalten. Die Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk führt zu sinkenden Erträgen. Preise von Mobil zu Mobil unter Festnetzniveau stellen auch ein Risiko für das Call-by-Call-Geschäft dar. Ein weiteres Risiko besteht darüber hinaus durch die Technologie Voice over IP (VoIP), da Minutenpreise durch Flatrate-Angebote unter Druck geraten. Dem erwartungsgemäßen Umsatzrückgang im Call-by-Call-Markt begegnet das Segment Telefonie unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem sowie die zunehmende Fokussierung auf profitable Nischen (z. B. Rechenzentren).

Risiken aus dem Bereich Services

Die Gesellschaften dieses Bereiches bewegen sich in einem Sektor, der von einem starken Wettbewerb geprägt ist.

Die Tochtergesellschaft Weclapp GmbH operiert in einem dynamischen Marktumfeld mit innovative Lösungen. Hier besteht das Risiko, dass Anforderungen und Entwicklungen nicht rechtzeitig erkannt und umgesetzt werden. Die Weclapp beobachtet den Markt sehr genau und passt ihre Lösungen, wenn es wirtschaftlich vertretbar und angemessen ist, an. So konnte 2014 das Geschäftsmodell weiterentwickelt werden. Die Anzahl der Anwender ihrer Cloud-Produkte steigt stetig an. Hier besteht das Risiko einer fehlenden Kundenzufriedenheit insbesondere aufgrund von unterschiedlichen Erwartungen. Durch Einsatz einer regelmäßigen Qualitätsprüfung und durch engen Kontakt mit den Kunden wird diesem Risiko begegnet. Um den Risiken einer nicht-marktkonformen Produktentwicklung entgegen zu wirken, werden vermehrt Gespräche mit strategischen Partnern und Finanzinvestoren geführt, um das Wachstum und die Expansion in neue Märkte voranzutreiben.

Die hohen technischen Standards im IT-Security-Markt und die vorhandenen Wettbewerber sind Risiken für die Tochtergesellschaft RISIMA Consulting GmbH. Durch hohes technisches und organisatorischpersonelles Know-how wird diesen Risiken begegnet. Die Strategie ist in diesem Markt mit seinen vielfältigen Produkten und Dienstleistungen entscheidend, um sich als Unternehmen in einer entsprechenden Nische zu positionieren. Die RISIMA konnte im Geschäftsjahr 2015, durch die Fokussierung auf ihre Kompetenzen in den Bereichen Corporate Governance und IT Sicherheit, diese Risiken vermindern.

Risiken aus dem Bereich Erneuerbare Energien

Neben den allgemeinen Risiken bestehen in diesem Bereich gesetzliche/regulatorische Risiken sowie Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden. Die Diskussionen über die staatliche Förderung erneuerbarer Energien haben auch 2015 zur Verunsicherung der Verbraucher und Versorger und damit verbundener geringer Planungssicherheit beigetragen. Der bestehende Verdrängungswettbewerb beschleunigt die aktuell stattfindende Marktkonsolidierung. Dadurch hat sich die Wettbewerbssituation weiter verschärft. Geprägt von Insolvenzen und deutlichen Produktionsanpassungen ist der Markt Erneuerbarer Energien aktuell in einer Konsolidierungsphase. Mit der Entwicklung von Projekten im Bereich Windkraftanlagen versucht die 3U Holding AG die Chancen, die sich in diesem Markt bieten, konsequent zu nutzen. Gut geplante Erneuerbare Energien-Projekte erfordern zwar hohe Investitionssummen, bieten aber auch eine relativ hohe Wertsicherheit. Die Realisierung solcher Großprojekte beinhaltet auch gesetzliche und genehmigungsrechtliche Risiken, z. B. baurechtliche Auflagen. Diesen Risiken wird u. a. durch den Einsatz von qualifiziertem internem und externem Personal begegnet. Die gesellschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen werden intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können.

Mit ihrem Geschäftsmodell ist die 3U Holding AG über ihre Tochtergesellschaften im Bereich Erneuerbare Energien von der sinkenden Vergütung gemäß EEG betroffen. Diesen speziellen Herausforderungen in diesem Teilbereich der Erneuerbaren Energien begegnen die betroffenen Tochtergesellschaften mit besonderer Vorsicht, sofern sich die Risiken nicht durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen reduzieren lassen.

Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden, wie z. B. Lieferanten- und Forderungsausfall oder Veränderungen in den Einkaufs- und Verkaufspreisen, werden durch das Lieferanten- und Forderungsmanagement gesteuert. Zahlungsausfälle zu vermeiden, offene Forderungen an Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen möglichst ohne Ausfälle einzutreiben und die gesamten Bereiche des Kreditmanagements, des Konditionenmanagements und auch des Debitorenmanagements sind die Aufgaben des Forderungsmanagements im weitesten Sinne. Im engeren Sinne bezeichnet das Forderungsmanagement das Eintreiben offener Zahlungen aus Lieferungen, Leistungen und Krediten, die bereits in Verzug geraten sind. Das Forderungsmanagement sichtet, ordnet, registriert und organisiert die offenen Zahlungen und sorgt dafür, dass bei Zahlungsverzug der Rechnungsempfänger rechtzeitig, umfassend und wirkungsvoll an seine Vertragspflichten aus dem Abverkauf von Waren oder Leistungen erinnert wird. Im Auftrag des Rechnungsstellers übernimmt das Forderungsmanagement die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen Unternehmen und Kunden. Damit sichert ein professionelles Forderungsmanagement die fortlaufende Liquidität der Unternehmen. Durch die regelmäßige Durchführung umfassender Lieferantenbeurteilungen und -bewertungen wird das Risikopotenzial in diesem Bereich ebenfalls reduziert.

Finanzrisiken

Die 3U Holding AG ist als operierende wirtschaftliche Einheit diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen.

Wesentliche Risiken betreffen die Kapitalausstattung und Finanzierungskraft, da eine geringe Eigenkapitalausstattung zu einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Gesellschaft führen kann.

Ein weiteres wichtiges Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes unserer Grundstücksvermietung auf einen wesentlichen Mieter. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d.h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und die 3U Holding damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Hierbei ist zu beachten, dass die 3U Holding als wesentlicher Finanzierer ihrer Tochtergesellschaften fungiert. Sollte der Liquiditätsbedarf der Tochtergesellschaften weiter ansteigen könnte eine stärkere Einbindung von Kreditinstituten in Finanzierungsfragen die Folge sein.

Darüber hinaus gibt die 3U Holding AG für Tochtergesellschaften Patronatserklärungen (Liquiditätszusagen) ab, die - sollten diese eingefordert werden - das Risiko entsprechender Liquiditätsabflüsse beinhaltet. Dies könnte dann auch zu einem, unter ungünstigen Umständen sogar erheblichen, Liquiditätsrisiko bei der 3U Holding führen. Anhaltende Verluste der Tochtergesellschaften können zu weiterem Abschreibungsbedarf auf Forderungen gegen Tochtergesellschaften führen.

Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten.

Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein unternehmensweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das eigene und das operative Geschäft der Tochtergesellschaften zur Verfügung steht.

Finanzinstrumente werden in der 3U Holding AG nur zur Absicherung des Zinsänderungsrisikos eines Grundgeschäftes verwendet. Bevor Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden sorgfältige Risikoanalysen und –bewertungen durchgeführt, um durch adäquate Maßnahmen das RisikoPotential zu minimieren.

Einschätzung des Managements zur Gesamtrisikosituation

Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der 3U Holding AG ausgehen. Unsere wesentlichen Herausforderungen umfassen insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen und den intensiven Wettbewerb. Die Veränderungen in der Risikoentwicklung aller Bereiche haben Maßnahmen seitens des Vorstandes erforderlich gemacht. Unser Risikomanagementsystem in Verbindung mit weiteren Planungssystemen und Reports ermöglicht das frühzeitige Erkennen von möglichen Risiken und unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen abweichen und sogar den Fortbestand der 3U in einem überschaubaren Zeitraum gefährden könnten.

Im Geschäftsjahr 2016 werden die Tochtergesellschaften der 3U Holding AG neuen Bereichen zugeordnet. Während die Bereiche Telefonie und Services zusammengefasst werden, wird der bisherige Bereich Erneuerbare Energien in zwei Bereiche aufgeteilt. Die gesamte Risikosituation verändert sich dadurch jedoch nicht.

Chancenbericht

In der 3U Holding AG werden Chancen und Risiken systematisch identifiziert und ausgewertet. Potenzielle Chancen werden im Rahmen der Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften erörtert, um hierdurch auch potenzielle Risiken erkennen und abgrenzen zu können. Die weitergehende Analyse und Beurteilung von Chancen sowie mögliche Maßnahmen obliegen dem Vorstand und der Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie.

Da Chancen auch immer mit Risiken einhergehen, ist es sinnvoll, Risiken und Chancen, wo möglich, immer gemeinsam zu betrachten, um unter einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge potenzielle Gewinnchancen bewusst und kontrolliert nutzen zu können. Im Folgenden sind die wesentlichen Chancen, die innerhalb der einzelnen Bereiche identifiziert wurden, dargestellt.

Auch hier sollte berücksichtigt werden, dass die Tochtergesellschaften der 3U Holding AG im Geschäftsjahr 2016 neuen Bereichen zugeordnet werden. An den aktuell identifizierten Chancen ändert dies jedoch nichts.

Bereich Telefonie

Grundsätzlich gehen die Umsätze und Deckungsbeiträge im Call-by-Call-Geschäft und insgesamt im Bereich Voice Retail zurück. Zwar ist die 3U Holding AG durch ihre in diesem Bereich tätigen Tochtergesellschaften auch von dieser Entwicklung betroffen, jedoch konnten diese aufgrund ihrer Strategie aber weiterhin bedeutende Margen in diesem Bereich erzielen. Insbesondere kann durch eine hohe Prozessautomatisierung, aktives Tarifmanagement sowie Nutzung der Einkaufssynergien aus dem Bereich Voice Business der Rückgang der Margen im Call-by-Call stark verlangsamt werden.

Wenngleich davon ausgegangen werden muss, dass die Umsätze im klassischen Voice Retail Bereich auch langfristig weiter sinken werden, bergen Produkte im Bereich Data Center Services & Operation profitable Chancen für den Bereich Telefonie. In Hannover und Berlin wurden 2013 und 2014 Rechenzentren übernommen, die langfristig bedeutendes und stabiles Ertragspotential bieten.

Im Bereich Voice Business führt eine kontinuierliche Optimierung der Technologieplattform zur Kostensenkung bei gleichzeitiger Flexibilitätssteigerung. Damit besteht die Chance, die Deckungsbeiträge und die Umsätze in diesem Bereich zu steigern.

Bereich Services

Die Weclapp GmbH hat ihre Aktivitäten im Bereich Cloud Computing im Geschäftsjahr 2015 weiter ausgebaut. Die Gesellschaft konnte die Vermarktung der Business Apps der weclapp Suite vorantreiben und ihr Geschäftsmodell weiterentwickeln. Die positive Geschäftsentwicklung setzte sich fort. Mittelfristig ist von einer stetig weiter ansteigenden Nutzerzahl auszugehen. Eine Expansion in neue Märkte durch die Unterstützung strategischer Partner und Finanzinvestoren wird weiterhin angestrebt.

Die RISIMA Consulting GmbH bietet neben Consulting-Dienstleistungen auch Operations- und Administrations-Leistungen sowie den Erwerb von IT-Security-Software-Lizenzen an. Auch wenn sich die Gesellschaft weiterhin in der Aufbauphase befindet, eröffnet das sowohl in externen Kundenprojekten als auch im Einsatz für die 3U Holding AG und ihre Tochtergesellschaften erworbene Know-how gute Wachstumschancen.

Im Jahr 2015 konnten die Geschäftsbeziehungen zu den Partnerunternehmen TÜV SÜD Management Service GmbH sowie Workshare intensiviert werden. Im Rahmen der Kooperation mit TÜV SÜD vergibt dieser Unteraufträge in den Bereichen Datenschutzprüfung, externer Datenschutzbeauftragter, Penetrationstests und Schulungen. Der Markt für IT-Security-Lösungen ist sehr vielfältig. Durch die Konzentration auf wenige namenhafte Hersteller und deren Lösungen sowie die Spezialisierung auf ausgewählte Beratungsthemen hat die RISIMA Wachstumspotenzial geschaffen.

Bereich Erneuerbare Energien

Im Onlinehandel konnte die Tochtergesellschaft Selfio GmbH die in den letzten Jahren erreichte Position weiter ausbauen und zusätzliche Marktanteile gewinnen. Dazu trug auch die Erweiterung des Produktportfolios um bspw. ein vergrößertes Pumpen-Sortiment, Pelletöfen, dezentrale Lüftungsgeräte und Rohrinstallationssysteme sowie das Fußbodenheizung-Trockenestrichsystem bei. Auch die verbesserte Kundenfreundlichkeit (z. B. längere Servicezeiten und erweiterte Zahlungsmöglichkeiten) sowie die hervorragenden Kundenbewertungen über Trusted Shops eröffnen die Chance für ein überdurchschnittliches Wachstum und so darf von einer weiteren überaus positiven Entwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen werden.

Außerdem sind wir im Bereich HKL mit unserer Tochtergesellschaft PELIA Gebäudesysteme GmbH als Anbieter von Einkaufs- und Logistikdienstleistungen für die technische Gebäudeausstattung sowie als Produktions- und Handelsunternehmen für den Großhandel tätig. Das aktuelle Produktportfolio umfasst Produkte für Fußbodenheizung/Heizung, kontrollierte Wohnraumlüftung, Sanitär, Solar, Energie- und Wärmegewinnung sowie Wärmespeicherung und Wärmeversorgung. Zudem wurde im Berichtsjahr mit der Produktion kaschierter Ware, einer Grundkomponete im Bereich der Fußbodenheizung, begonnen. Mit dem Trockenestrichsystem ClimaTE 25 wird schon heute ein selbst entwickeltes Renovierungssystem, das die hohe Kompetenz der PELIA Gebäudesysteme GmbH in der Flächentemperierung unterstreicht.

Durch die zentrale Steuerung des Einkaufs wird ein höheres Einkaufsvolumen generiert, als dies den Einzelgesellschaften möglich wäre. In der Folge lassen sich günstigere Einkaufskonditionen realisieren, welche von den Tochtergesellschaften an die Kunden weitergegeben werden können und sich damit die Chance ergibt, überdurchschnittliche Marktanteile gewinnen zu können.

Darüber hinaus entwickelt und vertreibt die Tochtergesellschaft ClimaLevel Energiesysteme GmbH Flächenheiz- bzw. Kühlsysteme. Diese zeichnen sich durch hohe Verarbeitungsqualität und Komfort sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Damit entstehen positive Vermarktungsmöglichkeiten mit entsprechenden Ertragspotentialen.

Der Solarpark Adelebsen produzierte das ganze Jahr über Strom zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen. Seit August 2014 nutzt der Solarpark die Chance der gesetzlichen Förderung der Direktvermarktung und hat dazu einen Vertrag mit der E.ON Energie Deutschland GmbH abgeschlossen. Durch die Direktvermarktung des Stroms erhält der Solarpark zusätzlich eine Managementprämie je MWh und kann somit weitere Einnahmen auch in Zukunft generieren und ggf. noch ausbauen.

Ein wichtiger strategischer Meilenstein auf dem Weg zum Ausbau des Bereichs Erneuerbare Energien-Projekte war im Geschäftsjahr 2014 der Kauf einer Windpark-Projektentwicklungsgesellschaft sowie der Erwerb eines bestehenden Windparks mit 15 Windkraftanlagen. Die Windpark-Projektentwicklung umfasst ein umfangreiches Windpark-Projektportfolio. Aktuell befinden sich die Windpark-Projektentwicklungen in unterschiedlichen Stadien. Neben Veräußerungen von fertigen Windparks wird 3U aller Voraussicht nach Zusatzerträge durch den selektiven Verkauf von Projekten in früheren Projektphasen generieren. Die 3U Holding AG behält sich bei ihren Tochtergesellschaften/Beteiligungen neben den verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten von Windparkprojekten zudem die Option vor, fertiggestellte Windkraftanlagen selbst zu betreiben und somit zusätzlichen Cash-Flow zu generieren. Somit könnte sich hier ein erhebliches Gewinnpotential ergeben, sowohl aus dem Betrieb bzw. Verkauf von fertigen Windkraftanlagen als auch aus dem selektiven Verkauf von Projektentwicklungen.

Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den Rechnungslegungsprozess

Der Rechnungslegungsprozess wird für die 3U Holding AG sowie für alle Tochtergesellschaften weitestgehend zentral in der Finanzabteilung der Holding realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung.

Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken, Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung unter Berücksichtigung möglicher Risiken sicherzustellen. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Dazu gehören z. B. eine Bilanzierungsrichtlinie, Kontierungsanweisungen sowie die Unterstützung durch externe Berater. Im Berichtsjahr wurde der Rechnungslegungsprozess umfassend analysiert, weiter optimiert und auch in der Dokumentation weiterentwickelt. Das interne Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen („Vier-Augen-Prinzip"). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch das Risikomanagementteam anhand definierter Prüfroutinen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab, damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahresabschlussprüfung die eingesetzten IT-Systeme und deren Anwendungen.

Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf ihre Auswirkungen für die 3U Holding AG untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen.

Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines Risikos an dieser Stelle des Rechnungslegungsprozesses. Dieses Risiko kann verschiedener Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammenwirken von Risiko- und Compliancemanagement und internem Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig optimiert.

Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind zugeordnet und dokumentiert. Das implementierte und kontinuierlich weiter entwickelte Risikomanagementsystem mit den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten, z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Rechnungslegung dennoch nicht gewährleisten.

Nachtragsbericht

Ereignisse von besonderer Bedeutung nach Schluss des Geschäftsjahres haben sich nicht ereignet.

Prognosebericht

Konjunkturausblick

Der Internationale Währungsfonds (IWF) sieht erhebliche Risiken für die Weltwirtschaft und senkte jüngst seine Konjunkturprognose. Die Organisation erwartet zwar eine Beschleunigung von 3,1 % in 2015 über 3,4 % in 2016 bis auf 3,6 % im Jahr 2017. Die Werte für 2016 und 2017 wurden im Weltwirtschaftsbericht dabei allerdings um jeweils 0,2 Prozentpunkte gesenkt. Deutschland stemmt sich gegen diesen Trend: Hier hat der IWF seine Prognosen für dieses Jahr um 0,1 Prozentpunkte und für nächstes Jahr sogar um 0,2 Prozentpunkte aufgestockt. Der Fonds erwartet nun jeweils 1,7 % Wachstum. Damit liegt Deutschland genau auf dem Wachstumspfad, der auch für das gesamte Euro-Gebiet prognostiziert wird.

Auch in den meisten anderen fortgeschrittenen Volkswirtschaften ist die Konjunktur relativ robust. In einer Reihe von Schwellenländern hat sich hingegen die Wirtschaftslage nochmals verschlechtert. Insbesondere häufen sich Anzeichen einer Verschärfung der Probleme in China und zuletzt auch in Russland. Zudem leiden viele von Rohstoffexporten abhängige Schwellenländer unter den seit Mitte 2014 stark gefallenen Preisen für Erdöl und wichtige Industrierohstoffe. Alles in allem dürfte die Weltproduktion in 2016 jedoch um 3,4 % und im Jahr darauf um 3,6 % zunehmen.

Angesichts der insgesamt weiterhin positiven konjunkturellen Lage wird die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in 2016 um 0,6 % oder 256.000 Personen steigen, nach einer Zunahme in ähnlicher Größenordnung in 2015. Weiterhin werden zusätzliche Arbeitskräfte in hohem Maße aus der stillen Reserve und aus dem Kreis der Zuwanderer rekrutiert. Der Rückgang der Arbeitslosigkeit ist hingegen zum Erliegen gekommen. Bis Ende 2016 dürfte die Zahl der Arbeitslosen leicht zunehmen, weil in zunehmendem Maße Asylbewerber dem Arbeitsmarkt zur Verfügung stehen. Die Arbeitslosenquote dürfte leicht von 6,4 % in 2015 auf 6,5 % in 2016 steigen.

Die Inflationserwartungen der regelmäßig von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragten Ökonomen (Survey of Professional Forecasters) sind wegen des drastischen Rückgangs der Ölpreise bei der jüngsten Umfrage gesunken. Grundsätzlich rechnen sie aber weiter mit einem Anziehen der Preissteigerungsrate ab 2017. In 2016 Jahr gehen die Volkswirte von einer Jahresinflation von nur noch 0,7 % statt bislang 1,0 % aus. Auch für 2017 haben sie die Erwartung zurückgenommen, auf 1,4 % von 1,5 %.

Neue Geschäftsbereichsstruktur in 2016

Im Rahmen der Neustrukturierung der IT-Organisation und der zunehmenden Schnittmengen zwischen den bisherigen Bereichen Telefonie und Services ist es zweckmäßig, diese Bereiche zusammenzufassen und insgesamt über diese Bereiche zu berichten. Unter der Bezeichnung ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik) wird demnach zukünftig über das gesamte Leistungsportfolio, das bisher in den Bereichen Telefonie und Services enthalten war, berichtet werden.

Eine weitere wesentliche Veränderung betrifft den bisherigen Bereich Erneuerbare Energien. Die in diesem Bereich bisher zusammengefassten Aktivitäten kommen im Wesentlichen aus den zwei Geschäftsfeldern Erneuerbare Energien im engeren Sinn sowie dem Geschäftsfeld HKL (Heizen, Kühlen, Lüften). Tochtergesellschaften, die in der Vergangenheit in beiden Geschäftsfeldern tätig waren und dadurch eine Klammer bildeten, haben heute keine Relevanz mehr. Im aktuellen Bereich Erneuerbare Energien werden demnach Aktivitäten aus zwei Geschäftsbereichen zusammengefasst, die bei näherer Betrachtung nahezu keine Schnittmengen mehr aufweisen. Um die Transparenz zu erhöhen hat der Vorstand entschieden, ab dem Geschäftsjahr 2016 über den Bereich SHK separat zu berichten. Im zukünftigen Bereich Erneuerbare Energien wird dementsprechend dann nur noch über die Aktivitäten rund um die Erzeugung von erneuerbarer Energie berichtet. Im folgenden Ausblick für die Bereiche wird diese neue Struktur schon berücksichtigt.

Ausblick ITK

Seit vielen Jahren sind die Umsätze im Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland rückläufig. Diese Entwicklung basiert auf starken Umsatzrückgängen im Festnetzbereich und moderaten Rückgängen im Mobilfunkmarkt. Damit herrscht in der Telekommunikationsbranche ein Verdrängungsmarkt, der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet ist.

Staatliche Eingriffe - sowohl national als auch von der EU initiiert - haben einen erheblichen Einfluss auf den Call-by-Call-Markt. Hier ist eine mittelfristige Marktprognose sehr schwierig. Wie in den Vorjahren wird der Markt nach Prognosen des Branchenverbands VATM weiter schrumpfen. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand für das Geschäftsjahr 2016 mit einer weiterhin rückläufigen Entwicklung analog zum breiten Markt.

Auch für die Zukunft kann im Trend mit steigenden Investitionen bei Rechenzentren gerechnet werden. Die Investitionen in Rechenzentren werden nach Einschätzung von Marktforschern wie IDC, Gartner oder auch A. T. Kearney deutlich zulegen. Nach Ansicht von A. T. Kearney wird der europäische Rechenzentrumsmarkt bis 2020 um mehr als 6 % jährlich wachsen und ein Volumen von EUR 270,4 Mrd. erreichen. Diesen Markt adressiert der 3U Konzern mit seinem Leistungsportfolio DCS (Data Center Services).

Die 3U Holding AG wird weiterhin die Strategie verfolgen, mit ihren Tochtergesellschaften im Bereich Telefonie profitable Nischen zu identifizieren und wenn möglich zu besetzen. Insbesondere das Leistungsangebot rund um Rechenzentren (DCS) soll weiter ausgebaut werden und sich zu einer wichtigen Säule innerhalb des Bereichs Telefonie entwickeln. Das Marktumfeld bleibt weiterhin sehr umkämpft. Inwieweit die neuen Bereiche die rückläufigen Umsätze und die damit einhergehenden geringeren Erträge aus dem Call-by-Call-Geschäft kompensieren können, ist daher schwer zu prognostizieren.

Mit den Themen Cloud Computing sowie IT-Security- und Unternehmensberatung wird ein vielversprechender Markt adressiert. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen bedarfsgerecht und flexibel in Echtzeit als Service über das Internet bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet. Im Cloud Computing fließen verschiedene technische Verbesserungsinnovationen zusammen und erzeugen das Potenzial für eine Basisinnovation im Business. Kostenreduktion, Kostenstrukturveränderungen und Kostenvariabilisierung, Flexibilität und vollkommen neue Geschäftsmodelle sind dafür wichtige Argumente. Es wird erwartet, dass Cloud Computing die gesamte Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihr Geschäft und somit auch die Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden nachhaltig verändern wird. Mit einer schnellen Akzeptanz von Cloud Computing in der Wirtschaft sinkt der Bedarf an technischer Infrastruktur-Expertise. Für Software-Anbieter verschiebt sich das klassische Lizenzgeschäft in Richtung „Software as a Service“ (SaaS).

Für die Anwender hat Cloud Computing viele Vorteile. So werden z. B. aus Investitionen variable Kosten. Es wird erwartet, dass in wenigen Jahren fast alle Unternehmen Cloud Computing nutzen werden - zumindest ergänzend. IT-Sicherheit nimmt eine zunehmend wichtigere Rolle in nahezu allen Unternehmen ein. Sowohl Großunternehmen als auch kleine und mittelständische Unternehmen sind täglichen Angriffen aus dem Netz ausgesetzt, die immensen und kostspieligen Schaden anrichten können. Vor allem auch bei der Vergabe von Aufträgen bzw. Abschlüssen von Verträgen in Geschäftsbereichen, wo größere Mengen an (persönlichen) Daten erhoben werden, hat die IT-Sicherheit hohe bzw. höchste Priorität. Produkte und Services sowie IT-Security-Lizenzen für ein umfassendes IT-Security-Management stoßen daher auf eine steigende Nachfrage. Nahezu jedes Unternehmen muss täglich Risiken eingehen. Einige Risiken bergen das Potenzial, den Erfolg eines Unternehmens ernsthaft zu gefährden. Dazu gehören z. B. IT-Risiken, Risiken durch Nichteinhaltung von Gesetzesvorgaben, Personalrisiken, Marktrisiken etc. Mit Hilfe eines geeigneten Risikomanagementsystems kann auf diese Risiken und Chancen jedoch adäquat reagiert werden. Deshalb ist auch in diesem Bereich mit einer dauerhaft hohen Nachfrage zu rechnen. Cloud Computing, Software as a Service, Data Center Services, IT-Services und Consulting-Dienstleistungen werden von Marktexperten gute Wachstumsaussichten bescheinigt. In diesen Geschäftsfeldern erwartet der Vorstand der 3U Holding AG 2016 weiter steigende Umsätze, während die Umsätze im Geschäftsfeld Telefonie weiter zurückgehen werden. Insgesamt rechnet er in 2016 in diesem Geschäftsfeld mit einem geringeren Ergebnisbeitrag als in 2015.

Ausblick Erneuerbare Energien

Die Bedeutung der erneuerbaren Energien als Wirtschaftsfaktor wächst nicht nur in Deutschland, sondern auch weltweit. Mit dem Engagement im Bereich Erneuerbare Energien nimmt die 3U Holding AG an dem voranschreitenden Wandel in der Energieerzeugung zur Nachhaltigkeit und dem Trend zum ressourcenschonenden und damit effizienteren Energieeinsatz teil.

Die 3U Holding AG plant weitere EE-Projekte zu realisieren. Die Rahmenbedingungen werden in diesem Geschäftsfeld maßgeblich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bestimmt. Die große Koalition hatte mit der im August 2014 vorgelegten Reform des EEG die Rahmenbedingungen gesetzt, die allen Beteiligten bis Ende 2016 Planungssicherheit geben. Die 3U Holding AG konzentriert sich mit dem Ausbau ihrer Windkraftaktivitäten - dies betrifft sowohl Planung & Projektierung als auch Investitionen in Windparks und deren Betrieb - auf einen Bereich, der aktuell ein gutes Chancen-/Risiko-Profil aufweist. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich hängt von verschiedenen Faktoren ab, die heute kaum zu prognostizieren sind. Die Aktivitäten aller relevanten Marktteilnehmer werden sehr genau verfolgt und die 3U Holding AG entsprechend positioniert.

Durch die bereits vorhandenen unterschiedlichen Geschäftstätigkeiten ihrer Tochtergesellschaften/Beteiligungen ist die 3U Holding AG aussichtsreich aufgestellt und daher rechnet der Vorstand für 2016 mit einem deutlich positiven Ergebnisbeitrag dieses Bereichs.

Ausblick SHK

Erfreulich entwickeln sich weiterhin die Aktivitäten rund um das Thema Heizen, Kühlen und Lüften von Gebäuden. Eine Reihe wichtiger Einflussfaktoren haben hier einen positiven Einfluss. Zum einen bleibt die Baukonjunktur auf absehbare Zeit auf einem hohen Niveau und sorgt damit für eine steigende Nachfrage bei Neuinstallationen im Geschäftsfeld HKL. Darüber hinaus verlangt der deutsche Gesetzgeber zunehmend einen effizienteren Umgang mit Energie. Dies führt zu einer erheblichen Nachfrage nach Ersatzinvestitionen vor allem auch im Geschäftsbereich Heizung und Klimatisierung. Zu guter Letzt profitieren die Tochtergesellschaften in diesem Segment auch von der Nachfrageverschiebung Richtung Onlinehandel. Aktuell wird in Deutschland nur ein Bruchteil der Produkte aus dem HKL-Umfeld online nachgefragt. Dieser Anteil wächst jedoch mit einer Rate von knapp 30 % p. a. Mit unseren Onlinehandelsaktivitäten wollen wir schneller wachsen als der Markt.

Strategische Ausrichtung

Als Management- und Beteiligungsholding steht die nachhaltige operative Profitabilität im Vordergrund. In den letzten Jahren und vor allem auch in 2015 wurden diesbezüglich große Fortschritte erzielt.

Neben dem Ausbau der Geschäftsfelder durch organisches Wachstum ermöglicht die hohe Eigenkapitalausstattung und die damit verbundene bessere Bonität der 3U Holding AG auch anorganisches Wachstum. Die 3U Holding AG verfolgt dabei die Strategie, erfolgreiche Tochtergesellschaften langfristig zu behalten, aber bei attraktiven Offerten, diese auch zu veräußern.

Ausblick 3U Holding AG

Der in den letzten Jahren betriebene Ausbau der erfolgreichen Geschäftsfelder bei gleichzeitigem Rückbau der unter den Erwartungen gebliebenen Aktivitäten trägt langsam Früchte.

Die Planung des Vorstands sieht für 2016 positive Beteiligungserträge aus allen Geschäftsbereichen vor. Konkret rechnet der Vorstand der 3U Holding AG in 2016 mit einem Beteiligungsergebnis von rund EUR 1,0 bis EUR 2,0 Mio., einem Zinsergebnis von rund EUR 0,5 bis EUR 0,7 Mio. und einem Jahresergebnis von rund EUR -1,5 bis EUR -0,5 Mio.

Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert der 3U Holding AG für die Aktionäre aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich in einem positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln. Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können.

 

Marburg, 4.3.2016

Der Vorstand

Michael Schmidt

Christoph Hellrung

Andreas Odenbreit

Versicherung der gesetzlichen Vertreter

Bilanzeid nach § 289 Abs. 1 S. 5 HGB

Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Einzelabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird, sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.

 

Marburg, den 4.3.2016

Der Vorstand

Michael Schmidt

Christoph Hellrung

Andreas Odenbreit

Bericht des Aufsichtsrats

Sehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre,

im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2015 informieren:

Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand

Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2015 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Chancen- und Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Als Folge einer Analyse der Wertpotenziale der Konzerngeschäfte sowie der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Aufsichtsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war.

Der Aufsichtsratsvorsitzende hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert.

Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben.

Sitzungen und Teilnahme

Im Geschäftsjahr 2015 haben insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen (26. März 2015, 11. Mai 2015, 21. Mai 2015, 9. Juni 2015, 18. August 2015, 17. November 2015 und 17. Dezember 2015) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Die Mitglieder des Vorstands haben an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte.

Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst.

Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat

Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns befasst. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorstand zeitnah über einzuleitende Maßnahmen in den Tochtergesellschaften ausgetauscht und diese mit dem Vorstand kritisch erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand kontinuierlich über Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung unterrichten lassen und diese mit dem Vorstand erörtert.

Wesentlicher Gegenstand der Erörterungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie der internen Diskussionen im Aufsichtsrat war dementsprechend die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung sowie die Finanzlage des Konzerns. Wesentliche Entwicklungen in den verschiedenen Beteiligungsgesellschaften wurden dem Aufsichtsrat durch die Verantwortlichen der einzelnen Geschäftsfelder vorgestellt. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planwerten und definierten Zielen ausführlich erläutern und begründen.

Im Rahmen der Erörterung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat vor allem mit den sich stetig verändernden Rahmenbedingungen insbesondere in den Segmenten Telefonie und Erneuerbare Energien und den damit verbundenen Anpassungsmaßnahmen.

Im Mittelpunkt der Erörterungen standen u.a. die Preisgestaltung durch die Deutsche Telekom, Regulierungsentscheidungen durch die Bundesnetzagentur, Chancen und Risiken im Wholesale-Bereich sowie der Ausbau der Services rund um die Rechenzentren.

Sehr intensiv befasste sich der Aufsichtsrat im ersten Quartal mit einem für den 3U Konzern bedeutenden M&A-Prozess zum Erwerb einer wesentlichen Beteiligung im Segment Telefonie. Hier stand insbesondere der Aufsichtsratsvorsitzende im ständigen Kontakt mit dem Vorstand und lies sich über alle wesentlichen Vorgänge sehr zeitnah informieren.

Auch im Segment Erneuerbare Energien befasste sich der Aufsichtsrat mit Plänen zum Ausbau des Bereichs Windkraftprojekte. Verschiedene Optionen wurden gründlich geprüft und intensiv zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erörtert. Sowohl die Windparkprojekte die innerhalb der 3U ENERGY PE GmbH entwickelt werden, als auch der Kauf externer Windparks spielten in diesem Rahmen eine wichtige Rolle. Diskussionsschwerpunkte waren darüber hinaus der Ausbau des Geschäftsfeldes Heizen, Kühlen, Lüften (HKL) und hier insbesondere auch die Entwicklung des Onlinehandels sowie die zum Jahresende 2015 erfolgte Anteilsübernahme von den Minderheitsgesellschaftern.

Im Segment Services waren sowohl Cloud Computing als auch der IT-Lizenzhandel Schwerpunkt der Beratungen.

Gegenstand der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen, die Aussetzung des Aktienrückkaufprogramms, Compliance- und Corporate-Governance-Themen, und hier insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrats sowie Personalfragen einschließlich der Anstellungsverträge des Vorstands.

Das Risikomanagement des Unternehmens war auch, neben der Prüfung durch den Aufsichtsrat, Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Abschlussprüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Diese Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen.

Corporate Governance

Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch im Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Am 1. März 2016 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß § 161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Corporate Governance“ dauerhaft eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß § 289a HGB ist ebenfalls dort einzusehen. Darüber hinaus berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat im Corporate-Governance-Bericht und in der Erklärung zur Unternehmensführung über die Corporate Governance bei der 3U HOLDING AG.

Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2015

Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde durch die Hauptversammlung am 21. Mai 2015 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahresund Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG und der Lagebericht sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der Konzernlagebericht für das Geschäftsjahr 2015 sind vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und in der Bilanzsitzung am 18. März 2016 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie die Lageberichte für die 3U HOLDING AG und den Konzern eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2015 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt.

Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr 2015.

 

Marburg, 18. März 2016

Der Aufsichtsrat

Ralf Thoenes, Vorsitzender

Bestätigungsvermerk des Abschlussprüfers

Wir haben den Jahresabschluss - bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Lagebericht der 3U Holding AG, Marburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2015 bis zum 31. Dezember 2015 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Lagebericht nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Lagebericht abzugeben.

Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Lagebericht vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Lagebericht überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Lageberichts. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet.

Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt.

Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Lagebericht steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.

 

Essen, 4. März 2016

BDO AG
Wirtschaftsprüfungsgesellschaft

Fritz, Wirtschaftsprüfer

Barhold, Wirtschaftsprüfer