![]() 3U Holding AGMarburgJahresabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016BilanzAKTIVA
Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016Gewinn- und Verlustrechnung
Anhang für das Geschäftsjahr 20163U Holding AG, MarburgI. Allgemeine AngabenDie 3U Holding AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 geführt. Gegenstand des Unternehmens ist die Verwaltung von eigenem Vermögen, den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Erbringung von Geschäftsführungs- und Beratungsleistungen und sonstigen Dienstleistungen für Tochter- und Beteiligungsunternehmen und Dritte. Die Geschäftstätigkeit der 3U Holding AG und ihrer Tochtergesellschaften umfasst die Vermögensverwaltung und die Erbringung von Dienstleistungen im Bereich ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik), Erneuerbare Energien sowie SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik). Bei der Aufstellung des Jahresabschlusses wurden hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des HGB und des AktG beachtet. Der Jahresabschluss wurde unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Jahresabschluss wurde unter teilweise Ergebnisverwendung gemäß § 268 Abs. 1 HGB aufgestellt. Die Gesellschaft ist eine große Kapitalgesellschaft im Sinne des § 267 Abs. 3 Satz 2 HGB in Verbindung mit § 264d HGB. Änderungen aufgrund des Bilanzrichtlinie-Umsetzungsgesetz (BilRUG) wurden beachtet. Die Vergleichswerte des Jahres 2015 wurden nicht angepasst. Sofern sich Abweichungen im Vergleich zum Vorjahr durch die Anwendung des BilRUG ergeben, erfolgt bei den Erläuterungen ein gesonderter Hinweis. II. Bilanzierungs- und BewertungsmethodenErworbene immaterielle Vermögensgegenstände werden zu Anschaffungskosten aktiviert und entsprechend ihrer Nutzungsdauer um planmäßige lineare Abschreibungen vermindert. Die Nutzungsdauer für Software beträgt drei Jahre, Telekommunikationslizenzen werden über ihre Laufzeit abgeschrieben. Die Vermögensgegenstände des Sachanlagevermögens werden zu Anschaffungskosten aktiviert und nach Maßgabe der voraussichtlichen Nutzungsdauer linear abgeschrieben. Die Abschreibungen auf Zugänge des Sachanlagevermögens erfolgen zeitanteilig. Die Laufzeit, über welche die Abschreibung erfolgt, beträgt:
Geringwertige Wirtschaftsgüter werden im Jahr des Zugangs als Aufwand erfasst. Die Finanzanlagen werden zu Anschaffungskosten bzw. bei Vorliegen von voraussichtlich dauernden Wertminderungen mit dem niedrigeren beizulegenden Wert gem. § 253 Abs. 3 HGB angesetzt. Bestehen die Gründe für eine Wertminderung nicht mehr, erfolgt eine Zuschreibung. Ausleihungen werden zu ihrem Nennwert angesetzt. Wertberichtigungen sind bei risikobehafteten Posten gebildet worden. Forderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind grundsätzlich zum Nennwert bewertet. Allen risikobehafteten Posten wird durch die Bildung angemessener Einzelwertberichtigungen Rechnung getragen. Kassenbestand und Guthaben bei Kreditinstituten sind zum Nennwert bilanziert. Die sonstigen Rückstellungen berücksichtigen alle bis zur Bilanzerstellung erkennbaren Risiken und sind in Höhe des nach vernünftiger kaufmännischer Beurteilung notwendigen Erfüllungsbetrags angesetzt. Bei langfristigen Rückstellungen werden Preis- und Kostensteigerungen sowie notwendige Abzinsungen berücksichtigt. Verbindlichkeiten wurden zu ihren Erfüllungsbeträgen angesetzt. Zur periodengerechten Erfolgsermittlung wurden Rechnungsabgrenzungsposten gebildet. Latente Steuern werden für zeitliche Unterschiede zwischen den handelsbilanziellen und steuerlichen Wertansätzen von Vermögensgegenständen, Schulden und Rechnungsabgrenzungsposten ermittelt. Im Falle einer Steuerentlastung wird entsprechend dem Aktivierungswahlrecht auf die Bilanzierung verzichtet. III. Angaben zur Bilanz1. AnlagevermögenDie Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres sind im Anlagenspiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt. Im Sachanlagevermögen weist die Gesellschaft im Wesentlichen Geschäftsbauten aus. 2. FinanzanlagenNeben den Anteilen an verbundenen Unternehmen bzw. Beteiligungen werden in der folgenden Tabelle auch die indirekten Beteiligungen ausgewiesen:
1) Mit dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3U Holding AG. 2) Abschluss per 30.06.2011, Gesellschaft nicht aktiv. 3) Zahlen entsprechend IFRS Rechnungslegungsvorschriften. 4) Tochterunternehmen von 20. 5) Tochterunternehmen von 15. 6) Mit dieser Gesellschaft besteht ein Ergebnisabführungsvertrag mit der 3U ENERGY AG. 7) An der Windkraft Lüdersdorf II GmbH & Co. OHG, Potsdam, wird über die Märkische Windkraft 110 GmbH & Co. KG, Berlin, und der Märkische Windkraft 112 GmbH & Co. KG, Berlin, ein Anteil von 39,9992 % gehalten. Die angegebenen Werte betreffen den Abschluss 2015. Für das Geschäftsjahr 2016 liegen noch keine Finanzdaten vor. 3. Forderungen und sonstige VermögensgegenständeForderungen und sonstige Vermögensgegenstände sind wie im Vorjahr innerhalb eines Jahres fällig. Die Forderungen gegen verbundene Unternehmen werden mit den Verbindlichkeiten der einzelnen Gesellschaften verrechnet.
Die Forderungen aus Konzernverrechnungen betreffen auch die Zinsabgrenzungen. In den sonstigen Vermögensgegenständen in Höhe von TEUR 552 (i. Vj. TEUR 824) sind im Wesentlichen Forderungen aus Steuern in Höhe von TEUR 297 (i. Vj. TEUR 600) enthalten. 4. RechnungsabgrenzungspostenInnerhalb des zum 31.12.2016 ausgewiesenen Rechnungsabgrenzungspostens ist ein Disagio in Höhe von TEUR 58 (i. Vj. TEUR 62) ausgewiesen. Das Disagio hat seinen Ursprung in dem Darlehen zur Finanzierung des Neubaus der Konzernzentrale. 5. EigenkapitalDas begebene Grundkapital setzt sich seit dem 27. November 2012 zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Bedingtes KapitalDie Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 3.531.401,00 (Vorjahr: EUR 4.684.224,00). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 wurde das bis dahin bestehende bedingte Kapital aufgehoben. Ebenfalls mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 3.531.401,00 bedingt erhöht. Das bedingte Kapital diente der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Rahmen des Aktienoptionsprogramms 2011 wurden bis zum 30. November 2011 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben; zur Hauptversammlung am 25. Mai 2016 waren sämtliche Optionsrechte verfallen. RücklagenDie Kapitalrücklage in Höhe von EUR 7.357.980,58 enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien. Die Gewinnrücklage, EUR 7.698.881,57 (Vorjahr: EUR 5.698.881,57), enthält die Einstellung des Eigenkapitalanteils aus dem unter-pari Erwerb eigener Aktien sowie die Zuschreibung auf einen Beteiligungsbuchwert bzw. auf Ausleihungen an Beteiligungen nach § 58 Abs. 2a AktG in Höhe von EUR 6.766.000,00 (Vorjahr: EUR 4.766.000,00). Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Teilbetrag aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 2.000.000,00 gemäß § 58 Abs. 2a AktG in die Gewinnrücklage eingestellt. Aktienoptionsplan 2011Der Aktienoptionsplan 2011 hat folgende Eckpunkte: Bezugsberechtigte sind:
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden bisher insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an):
Der Aktienoptionsplan 2011 hatte eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte konnten nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden. Die Optionsrechte durften nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte waren nicht übertragbar. Jedes Optionsrecht berechtigte zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte betrug EUR 1,00 je Aktie. Zum Zeitpunkt der Auflegung des Aktienoptionsprogramms am 7. Februar 2011 notierte die Aktie bei EUR 0,66; der Aufschlag belief sich demnach auf 51,5 %. Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien darf der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern. Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen. Genehmigtes KapitalMit Beschluss der Hauptversammlung vom 27. August 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital in der Zeit bis zum 26. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats durch Ausgabe neuer auf den Inhaber lautender Stückaktien gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.062.803,00 zu erhöhen (Genehmigtes Kapital), wobei das Bezugsrecht der Aktionäre ausgeschlossen werden kann. AktienrückkaufprogrammDer Vorstand der 3U Holding AG hat im April 2013 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden. Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden insgesamt 2.183.640 Aktien zu einem Durchschnittskurs von rund EUR 0,52 zurückgekauft; das entspricht 6,18 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. Der Vorstand hat am 12. November 2015 die Aussetzung des Aktienrückkaufprogramms zum 13. November 2015 beschlossen. Bilanzgewinn/-verlust (-)Der Bilanzgewinn/-verlust (-) setzt sich wie folgt zusammen:
6. RückstellungenDie sonstigen Rückstellungen wurden im Wesentlichen für Jahresabschluss- und Prüfungskosten (TEUR 250; i. Vj. TEUR 275) und Aufsichtsratsvergütungen (TEUR 123; i. Vj. TEUR 101) gebildet. Die Rückstellungen für Personalkosten enthalten im Wesentlichen Rückstellungen für Tantieme und Prämien (TEUR 35; i. Vj. TEUR 110) sowie für Resturlaub und Überstunden (TEUR 66; i. Vj. TEUR 56). Es handelt sich jeweils um kurzfristige Rückstellungen. 7. Verbindlichkeiten (ohne verbundene Unternehmen)Die Verbindlichkeiten (ohne verbundene Unternehmen) setzen sich wie folgt zusammen:
Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten haben folgende Restlaufzeiten: Zum 31. Dezember 2016:
Zum 31. Dezember 2015:
Alle übrigen Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. Die Verbindlichkeiten gegenüber Kreditinstituten sind mit Grundschulden in Höhe von TEUR 9.750 (i.Vj. TEUR 9.750) besichert. Das Festgeldguthaben der 3U Holding AG ist mit EUR 1,5 Mio. als Sicherheit für eigene Kreditlinien verpfändet. 8. Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen UnternehmenDie Verbindlichkeiten gegenüber verbundenen Unternehmen werden mit den Forderungen der einzelnen Gesellschaften verrechnet.
Die Verbindlichkeiten aus laufender Verrechnung beinhalten auch Zinsabgrenzungen. Die Verbindlichkeiten aus Darlehen bestehen gegenüber der LineCall Telecom GmbH mit TEUR 2.700 (i. Vj. TEUR 2.700), der OneTel Telecommunication GmbH mit TEUR 2.000 (i.Vj. TEUR 2.000), der 3U Telecom GmbH mit TEUR 1.000 (i.Vj. TEUR 1.000), der Selfio GmbH TEUR 750 (i.Vj. TEUR 0) sowie der EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH TEUR 55 (i.Vj. TEUR 0). Die Verbindlichkeiten haben eine Restlaufzeit von bis zu einem Jahr. 9. Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktGHerr Michael Schmidt, Lahntal, hat mit Schreiben vom 28. November 2012 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG, Marburg, Deutschland, am 27. November 2012 die Schwelle von 25% der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49 % (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat. Die 3U Holding AG hat gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 29. April 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0088 % (das entspricht 1.768.793 Stimmrechte) betragen hat. Herr Jürgen Beck-Bazlen, Ostfilden, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Februar 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG am 2. Februar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,028 % (das entspricht 1.069.418 Stimmrechten) betragen hat. Herr Roland Thieme, Lahntal, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. November 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U Holding AG am 18. November 2016 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,95 % (das entspricht 1.748.636 Stimmrechte) betragen hat. 10. Haftungsverhältnisse nach § 251 HGB sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen nach § 285 Nr. 3a HGBa) gegenüber Dritten Die Gesellschaft hat zum Bilanzstichtag folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen für die Jahre:
Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von TEUR 1.500, die per 31. Dezember 2016 im Rahmen eines Avalkredits durch Bürgschaften in Höhe von TEUR 598 in Anspruch genommen ist. Diese Kreditlinie ist durch TEUR 1.500 Bankguthaben besichert. b) gegenüber verbundenen Unternehmen Es bestehen Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften 3U Dynamics GmbH, 3U Mobile GmbH, 3U ENERGY AG, 3U Euro Energy Systems GmbH, Immowerker GmbH, RISIMA Consulting GmbH und Weclapp GmbH, die jeweils bis zum 31. März 2018 befristet sind. In den Patronatserklärungen gegenüber den Tochtergesellschaften garantiert die 3U Holding AG die Gesellschaften so auszustatten, dass sie ihren Verbindlichkeiten fristgerecht und vollumfänglich nachkommen können. Gemäß § 285 Nr. 27 HGB weisen wir darauf hin, dass sich diese Gesellschaften weiterhin im Auf- und Ausbau befinden sowie teilweise auch inaktiv sind, sodass wir aufgrund der aktuellen Planungen von einer Inanspruchnahme der 3U Holding AG nicht ausgehen. Mit Datum vom 28. Februar 2013 hat die 3U Holding AG zugunsten der Deutsche Kreditbank AG, Berlin, eine Rangrücktrittsvereinbarung mit der Solarpark Adelebsen GmbH abgeschlossen. Danach tritt die 3U Holding AG mit ihrer Forderung aus verzinslichen Darlehen gegen die Solarpark Adelebsen GmbH bis zu einem Betrag in Höhe von EUR 3.000.000,00 hinter sämtliche Forderungen einschließlich Tilgung, Verzinsung und Rückzahlung im Rang hinter sämtliche Forderungen aller bestehenden und zukünftigen Gläubiger der Solarpark Adelebsen GmbH zurück. Die vorgenannte Darlehensforderung kann nur aus zukünftigen Gewinnen, einem etwaigen Liquiditätsüberschuss oder aus einem die sonstigen Verbindlichkeiten der Solarpark Adelebsen GmbH übersteigenden, freien Vermögen beglichen werden, und zwar nach Befriedigung sämtlicher Gesellschaftsgläubiger im Sinne des § 39 Abs. 2 InsO und im gleichen Rang mit den Einlagerückgewähransprüchen der 3U Holding AG gegenüber der Solarpark Adelebsen GmbH im Sinne des § 199 Satz 2 InsO. Dieser Rangrücktritt bleibt unabhängig davon wirksam, ob ein Gesellschafterwechsel bei der Solarpark Adelebsen GmbH stattfindet und in welcher Rechtsform die Solarpark Adelebsen GmbH jeweils betrieben wird. Mit Nachtrag zur Rangrücktrittsvereinbarung vom 22. Februar 2016 wurde der Betrag der Rangrücktrittsvereinbarung auf EUR 2.000.000,00 reduziert. IV. Angaben zur Gewinn- und VerlustrechnungUmsatzerlöseBei den Umsatzerlösen des Berichtsjahres handelt es sich um Erträge aus Vermietung (TEUR 1.508; i.Vj. TEUR 1.422), von der 3U Holding AG erbrachte Managementleistungen (TEUR 1.155; i.Vj. TEUR 913) sowie aus der Stromeinspeisung ins öffentliche Netz (TEUR 6; i.Vj. TEUR 0). Sonstige betriebliche ErträgeIn den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 5.978; i.Vj. TEUR 0), aus der Auflösung von Rückstellungen (TEUR 20; i.Vj. TEUR 188) sowie aus Sachbezügen von Mitarbeitern (TEUR 123; i.Vj. TEUR 134) enthalten. MaterialaufwandDer Materialaufwand betrifft im Wesentlichen bezogene Leistungen im Rahmen der Vermietungstätigkeit, die nach den Änderungen durch das BilRUG gesondert ausgewiesen werden. Im Vorjahr ist ein Betrag von TEUR 172 in den sonstigen betrieblichen Aufwendungen enthalten. PersonalaufwandDurchschnittlich waren - ohne Vorstände - 28 Mitarbeiter (i. Vj. 29 Mitarbeiter) beschäftigt. Dabei handelt es sich um 3 (i. Vj. 4) leitende Angestellte und 25 (i. Vj. 25) übrige Angestellte. AbschreibungenDie Abschreibungen beinhalten Abschreibungen auf Geschäftsbauten (TEUR 707, i. Vj. TEUR 704), sonstige Betriebs- und Geschäftsausstattung (TEUR 49, i.Vj. TEUR 37), Anlagen im Bau (TEUR 41; i.Vj. TEUR 0), immaterielle Vermögensgegenstände (TEUR 39; i. Vj. TEUR 34) sowie Fahrzeuge (TEUR 6, i.Vj. TEUR 15). Bei den Abschreibungen auf Anlagen im Bau handelt es sich um außerplanmäßige Abschreibungen. Sonstige betriebliche AufwendungenDie sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IC-Dienstleistungen (TEUR 802; i.Vj. TEUR 1.007), Instandhaltungs- und Raumkosten (TEUR 176; i. Vj. TEUR 328), Abschluss- und Prüfungskosten (TEUR 241; i.Vj. TEUR 286), Kfz-Kosten (TEUR 146; i. Vj. TEUR 201), Steuerliche- und Sonstige Beratungskosten (TEUR 94, i.Vj. TEUR 243), Aufsichtsratsvergütung (TEUR 170; i. Vj. TEUR 171), Kosten der Rechtsberatung (TEUR 8; i.Vj. TEUR 158), Kosten für Versicherungen (TEUR 86; i. Vj. TEUR 135), Umsatzsteuer für Vorjahre aus der Betriebsprüfung (TEUR 0; i.Vj. TEUR 33) sowie Einzelwertberichtigungen auf Forderungen gegen verbundene Unternehmen (TEUR 474; i.Vj. TEUR 25). ZinsergebnisWeder im aktuellen Berichtsjahr noch im Vorjahr ergaben sich Erträge und Aufwendungen aus der Ab- bzw. Aufzinsung. Abschreibungen auf FinanzanlagenIm Geschäftsjahr 2016 wurden Abschreibungen wegen vorübergehender Wertminderungen auf die Beteiligungen an der OneTel Telecommunication GmbH in Höhe von TEUR 1.639, an der 3U TELECOM GmbH, Wien, in Höhe von TEUR 33, an der 3U MOBILE GmbH in Höhe von TEUR 16, an der ACARA Telecom GmbH in Höhe von TEUR 7 und an der Windpark DBF GmbH in Höhe von TEUR 19 durchgeführt (i.Vj. Immowerker GmbH in Höhe von TEUR 25). Steuern vom Einkommen und vom ErtragDie Steuern vom Einkommen und vom Ertrag setzen sich wie folgt zusammen:
Periodenfremde Erträge und AufwendungenDie Gesellschaft weist im Jahresabschluss 2016 periodenfremde Erträge in Höhe von TEUR 18 (i.Vj. TEUR 45) und periodenfremde Aufwendungen in Höhe von TEUR 29 (i.Vj. TEUR 60) aus, diese werden in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen erfasst. Außergewöhnliche Erträge und AufwendungenDie Gesellschaft weist in den sonstigen betrieblichen Erträgen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von TEUR 5.978 (i.Vj. TEUR 0) als außergewöhnlichen Ertrag und in den Abschreibungen auf Finanzanlagen Abschreibungen auf Beteiligungen in Höhe von TEUR 1.733 (i.Vj. TEUR 25) als außergewöhnlichen Aufwand aus. V. Sonstige AngabenAufsichtsratZu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr sowie im Vorjahr bestellt:
Die Aufsichtsratsvergütungen für 2016 betragen TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 167). Für 2016 wurde eine erfolgsabhängige Vergütung von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 92) zurückgestellt.
Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2016 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 2,5 (Vorjahr: TEUR 1,8), Herr Simon in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0,4), Herr Thies in Höhe von TEUR 1,1 (Vorjahr: TEUR 0,8) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 2,0 (Vorjahr: TEUR 1,3) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2016 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Herr Simon hat im Geschäftsjahr 2016 Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Es bestehen keine aktienbasierten Vergütungskomponenten für die Mitglieder des Aufsichtsrates. Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Ralf Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 11,1 (Vorjahr: TEUR 40) zzgl. USt. erhalten. Diese wurden mit TEUR 10,6 für die 3U ENERGY AG und mit TEUR 0,5 für die ClimaLevel Energiesysteme GmbH erbracht (Vorjahr: TEUR 28 für 3U Holding AG und TEUR 12 für 3U ENERGY AG). Es bestehen weder von Seiten der 3U Holding AG noch von Dritten Zusagen für Pensionen, Abfindungen oder sonstige Versorgungsleistungen für die Mitglieder des Aufsichtsrates. Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt. VorstandZu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt:
Die in 2016 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 727 (Vorjahr: TEUR 836).
* In Höhe von TEUR 75 bereits in 2016 gezahlt, ein Restbetrag in Höhe von TEUR 36 ist kurzfristig fällig bzw. TEUR 25 sind zu erstatten. ** In Höhe von TEUR 75 in 2015 und in Höhe von TEUR 111 in 2016 gezahlt. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten stammen aus der 3U Holding AG. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge für den Zeitraum der Vorstandstätigkeit gezahlt. Es besteht eine bislang bis zum 31. Dezember 2016 befristete, bis zum 31. Dezember 2017 prolongierte, unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael Schmidt in Höhe von TEUR 17. Es bestehen weder von Seiten der 3U Holding AG noch von Dritten Zusagen für Pensionen, Abfindungen oder sonstige Versorgungsleistungen für die Mitglieder des Vorstandes. Aktienbesitz von Aufsichtsrat und VorstandAngaben zum Aktienbesitz von Aufsichtsrat und Vorstand zum 31. Dezember 2016 in Stück:
Erklärung gem. § 161 AktG zum Corporate-Governance-KodexDer Vorstand und der Aufsichtsrat haben eine Entsprechenserklärung nach § 161 AktG abgegeben und diese auf der Website der 3U Holding AG dauerhaft zugänglich gemacht. Honorar des AbschlussprüfersDie Angaben zum Honorar des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, erfolgen im Konzernabschluss der 3U Holding AG. Geschäfte mit nahestehenden PersonenIm Berichtsjahr gab es keine wesentlichen Geschäfte mit nahestehenden Unternehmen und Personen, die für die Beurteilung der Finanzlage notwendig sind und zu nicht marktüblichen Bedingungen zustande gekommen sind. Derivative FinanzinstrumenteZur Absicherung von variablen Zinsen auf ein Bankdarlehen hat die Gesellschaft einen Zinsswap mit einer Laufzeit bis zum 1. Mai 2017 abgeschlossen. Durch den Abschluss des Zinsswaps wurde die variable Verzinsung eines Bankdarlehens in eine feste Verzinsung in Höhe von 1,09 % p.a. transformiert. Es handelt sich um ein Mikro-Hedge mit einer hohen Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung, da die risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen. Das im Rahmen der Cashflow-Risikoabsicherung abgesicherte Grundgeschäft valutiert zum Bilanzstichtag mit EUR 5,18 Mio. (Vorjahr: EUR 5,48 Mio.). Der beizulegende Zeitwert des Zinsswaps beträgt TEUR -37 (Vorjahr: TEUR -101). Ihre jeweilige Effektivität wurde anhand der Critical Term Match Methode ermittelt. Damit wurde eine vollständige Wirksamkeit festgestellt. Infolge dessen waren zum Bilanzstichtag keine Rückstellungen für drohende Verluste aus schwebenden Geschäften zu bilden. Da die Einfrierungsmethode Anwendung findet, werden die sich ausgleichenden Wertänderungen aus dem abgesicherten Risiko nicht bilanziert. NachtragsberichtMit Datum vom 1. Februar 2017 hat die 3U Holding AG weitere 25 % der Anteile an der RISIMA Consulting GmbH zu einem Kaufpreis von EUR 1,00 erworben. Sie hält damit 100 % der Geschäftsanteile n der Gesellschaft. ErgebnisverwendungsvorschlagWir schlagen der Hauptversammlung vor den Bilanzgewinn in Höhe von EUR 633.119,83 in Höhe von EUR 331.303,76 an die gewinnbezugsberechtigten Aktionäre der 3U HOLDING AG auszuschütten und den verbleibenden Betrag in Höhe von EUR 301.816,08 auf neue Rechnung vorzutragen. KonzernabschlussDie 3U Holding AG, Marburg, stellt als Mutterunternehmen zum 31. Dezember 2016 einen Konzernabschluss nach IFRS auf, der im Bundesanzeiger veröffentlicht wird.
Marburg, den 3. März 2017 Der Vorstand Jahresabschluss für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016AnhangAnlagenspiegel
Zusammengefasster LageberichtGrundlagenGeschäftsmodellDie 3U HOLDING AG steht als operative Management- und Beteiligungsholding an der Spitze des 3U Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Festlegung der Konzernstrategie sowie die Steuerung der Entwicklung des 3U Konzerns gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling im 3U Konzern und betreibt außerdem das konzernweite Risiko- und Chancenmanagement sowie die Bereiche Recht, Investor Relations und Unternehmenskommunikation. Die 3U HOLDING AG übernimmt auch die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen oder Akquisitionen. Ihr obliegen die Personalpolitik, die Personalentwicklung und die Betreuung der obersten Führungsebene des Konzerns. Die Vorstände der 3U HOLDING AG übernehmen die operative Verantwortung in Personalunion auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften. Der ursprünglich aus der Telekommunikationsbranche stammende 3U Konzern hat sich in den zurückliegenden Geschäftsjahren deutlich weiter entwickelt. Das Kerngeschäft des Konzerns bilden seit der Neustrukturierung zum 1. Januar 2016 die Segmente ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik), Erneuerbare Energien und SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik). Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns liegt in Deutschland sowie in den europäischen Nachbarländern. Das Segment ITK umfasst die Aktivitäten Voice Retail, Voice Business und Data Center Services & Operation. Unter Voice Retail werden die Produkte offenes Call-by-Call, Preselection und Callthrough angeboten. Die Produkte Voice Terminierung (Wholesale, Resale) und Mehrwertdienste werden unter Voice Business zusammengefasst. Hinter den Data Center Services & Operation stehen die Produkte Colocation, Infrastructure as a Service (IaaS), TK-Dienste sowie der Betrieb von Netzen und technischen Anlagen. Außerdem umfasst dieses Segment die Entwicklung, den Vertrieb und Betrieb von cloud-basierten CRM- und ERP-Lösungen, den Handel mit IT-Lizenzen und die Beratung zu Managementsystemen auf Basis der ISO-Norm 27001 sowie im Bereich IT-Security. Im Segment Erneuerbare Energien deckt der 3U Konzern im Wesentlichen die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft und die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen unter Verwendung von Wind- und Sonnenenergie ab. Neben der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung gehört zu dem Segment SHK der Vertrieb von Produkten des Bereichs Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an Großhändler, Handwerker und Selberbauer. Dieser Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über konzerneigene Onlineshops. Bis zum 31. Dezember 2015 wurden die Aktivitäten des 3U Konzerns noch den Segmenten Telefonie, Erneuerbare Energien und Services zugeordnet. Im Rahmen der Neustrukturierung der IT-Organisation wurde in 2015 der Bereich IT-Operations dem bisherigen Segment Telefonie anstatt dem bisherigen Segment Services zugeordnet. Mit der Einstellung der betrieblichen Tätigkeit der Vertriebs- und Marketingaktivitäten für externe Kunden und der Neustrukturierung der IT-Organisation verlor das bisherige Segment Services weiter an Gewicht innerhalb des 3U Konzerns. Darüber hinaus gab es erhebliche Schnittmengen zwischen dem bisherigen Segment Telefonie und ihrem Geschäftsfeld DCS und dem bisherigen Segment Services mit dem Geschäftsfeld Cloud Computing, die eine Zuordnung zu zwei verschiedenen Segmenten überholt erscheinen ließen. Die im bisherigen Segment Erneuerbare Energien zusammengefassten Aktivitäten kamen im Wesentlichen aus den zwei Bereichen Erneuerbare Energien im engeren Sinn sowie dem Bereich HKL. Beteiligungen, die in der Vergangenheit in beiden Bereichen tätig waren und dadurch eine Klammer bildeten, haben heute keine Relevanz mehr. Die Aktivitäten im Bereich HKL (Heizen, Kühlen, Lüften) werden als neues Segment SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) berichtet. In dem Segment Erneuerbare Energien verbleiben die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft sowie die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen. SteuerungssystemAufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Abstimmungen zwischen Vorstand und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften sowie eine monatliche Forecast-/Liquiditätsentwicklung. Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen und an Zielsetzungen für EBITDA und Konzernergebnis für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt auf der Grundlage der Detailplanung des ersten Planjahres. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsführern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanis mus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenEntwicklung des gesamtwirtschaftlichen UmfeldesDie konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9% höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer ähnlichen Größenordnung gewachsen: 2015 um 1,7 % und 2014 um 1,6 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,4 % lag. In ihrer am 13. Februar 2017 vorgelegten Winterprognose geht die Europäische Kommission für die Jahre 2017 und 2018 von einem BIP-Wachstum im Eurogebiet von 1,6 % bzw. 1,8 % aus. In der EU insgesamt dürfte sich das BIP-Wachstum ähnlich entwickeln und wird der Prognose zufolge in 2017 wie auch im kommenden Jahr bei 1,8 % liegen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2016 von rund 43,5 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 429.000 Personen oder 1,0 % mehr als ein Jahr zuvor. Damit fiel der Anstieg der Erwerbstätigkeit im Jahr 2016 etwas höher aus als im Jahr 2015, in dem die Zahl der Erwerbstätigen um 395.000 Personen oder 0,9 % gewachsen war. Im Jahr 2016 wurde der höchste Stand für die Zahl der Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung erreicht. Eine gestiegene Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte überkompensierten negative demografische Effekte. Nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung gab es im Jahresdurchschnitt 2016 in Deutschland knapp 1,8 Mio. Erwerbslose. Das waren 160.000 Personen (–8,2 %) weniger als im Jahr 2015. Die Zahl der Erwerbslosen fiel damit auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Erwerbslosenquote, definiert als der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen, sank von 4,3 % im Jahr 2015 auf 4,0 % im Jahr 2016. Entwicklung der Rahmenbedingungen im Segment ITKDer Telekommunikationsmarkt in DeutschlandDie Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2016 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,5 % unter dem Niveau des Jahres 2015. Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet waren im Jahr 2016 um 0,6 % preiswerter als 2015. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Wettbewerb bei den Komplettangeboten (Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate) zurückzuführen. Das mobile Telefonieren verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 %. Laut einer Studie des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2016 ist der Gesamtumsatz der TK-Dienste im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Von den Gesamtumsätzen in Höhe von rund EUR 60,5 Mrd., die 2016 in Deutschland mit Telekommunikationsdiensten erzielt werden, entfallen EUR 34,1 Mrd. (56,4 %) auf Festnetze und EUR 26,4 Mrd. (43,6 %) auf die Mobilfunknetze. Der Umsatz des Gesamtmarktes stieg damit um EUR 0,5 Mrd. (+0,8 %). 2016 ist damit das zweite Jahr in Folge, in dem die Umsätze stiegen, nachdem die Umsätze in den Jahren zuvor ständig gefallen waren. Während die Deutsche Telekom im Festnetz ihren Umsatz um 4,2 % auf EUR 14,8 Mrd. und die Kabelnetzbetreiber um EUR 0,2 Mrd. auf EUR 5,4 Mrd. zulegen konnten, sank der Festnetz-Umsatz der TK-Wettbewerber um EUR 0,2 Mrd. Die Deutsche Telekom baute im reinen TK-Festnetzmarkt (ohne Kabelnetzbetreiber) mit nunmehr 51,6 % Umsatzanteil ihre Stellung als marktbeherrschender Anbieter aus. Bezieht man die Kabelnetzbetreiber mit ein, kommt der Ex-Monopolist immer noch auf 43,4 % der im Festnetz erzielten Umsätze. Bei weitgehend stabilen Gesamt-Festnetzumsätzen erhöht die Deutsche Telekom damit seit 2013 ihren Umsatzanteil zu Lasten der Wettbewerbsunternehmen. Auch 2016 investierten die Wettbewerber mehr als die Deutsche Telekom in TK-Sachanlagen. Sie trugen EUR 4,2 Mrd. der insgesamt EUR 8,1 Mrd. Die alternativen TK-Anbieter investierten dabei insbesondere in den Breitbandausbau auf dem Land. Die Sprachminuten im Mobilfunk stagnierten mit 302 Mio. Minuten pro Tag im Jahr 2016 nahezu auf Vorjahresniveau (2015: 311 Mio. Minuten pro Tag). Dabei nimmt die Zahl der Verbindungsminuten aus Mobilfunknetzen in diesem Jahr erstmals leicht ab, so dass sich auch der einst sehr starke Trend weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk insgesamt abschwächt. Die Entwicklung weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk schwächt sich damit zwar ab, jedoch wachsen sogenannte Over-The-Top-Anbieter wie Skype und WhatsApp, die keinen Anschluss vermarkten, auch im Mobilfunk stark. Diese software-basierten OTT-Telefonieanwendungen konnten 2016 die Anzahl der täglichen Verbindungsminuten auf 250 Mio. steigern, ein Plus von 19 Mio. gegenüber 2015. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten hat in 2016 44,7 % (2015: 40,0 %) des Gesamtumsatzes der Mobilfunknetzbetreiber ausgemacht. Dieser Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wuchs 2016 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,2 Mrd. Das Gesamt-Datenübertragungsvolumen im Mobilfunkbereich stieg auch in 2016 an — ein Plus in Höhe von 31 % auf 774 Mio. Gigabyte. Damit hat sich das Gesamtvolumen seit 2011 mehr als versiebenfacht. Das durchschnittliche Datenvolumen pro SIM-Karte betrug 2016 mit 510 Megabyte pro Monat 22,9 % mehr als 2015. 2011 lag dieser Wert noch bei 76 Megabyte. Nachdem bei den Gesamtumsätzen in den letzten zwei Jahren eine Stabilisierung zu verzeichnen war, geht der VATM davon aus, dass im Jahr 2017 bei den Gesamtumsätzen im TK-Markt erneut mit einem leichten Anstieg um schätzungsweise 1,5—3,0 % zu rechnen ist. Festnetz-Telefonie in Deutschland2016 telefonierten die Kunden der Wettbewerber der Deutschen Telekom durchschnittlich rund 193 Mio. Minuten täglich via Festnetz. Seit einigen Jahren nehmen die Sprachminuten, die von den Wettbewerbern vermittelt werden, kontinuierlich ab. Entsprechend ist auch der Anteil von Call-by-Call und Preselection weiter zurückgegangen. Im Jahr 2016 telefonierten die Nutzer dieser Dienste täglich ca. 13 Mio. Minuten, dies entspricht einem Sprach-Minutenvolumen von fast 7 % bei den Wettbewerbern. Die Nutzung der Sparvorwahlen in Relation zu den Telekom-Anschlüssen ohne Flatrates entspricht mit 81,9 Verbindungsminuten pro Anschluss und Monat dem Stand von 2012. Mit einem jährlichen Rückgang um jeweils rund 3,6 Mio. Verbindungsminuten am Tag hat sich dieser Rückgang in den letzten fünf Jahren zwar gegenüber dem vorangegangenen Fünfjahreszeitraum verlangsamt, jedoch entspricht das Marktvolumen nur noch einem Bruchteil früherer Jahre. ![]() Betrachtet man jedoch nur die Festnetzanschlüsse der Deutschen Telekom ohne Flatrate-Tarif, hat sich das über Verbindungsnetzbetreiberauswahl generierte Sprachvolumen in den vergangenen Jahren stabilisiert. ![]() Bei den Umsätzen mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten erreichen alle Wettbewerber der Deutschen Telekom zusammengenommen EUR 236 Mio. und damit 53,8 % des Gesamtumsatzes in Höhe von EUR 439 Mio. Die Umsätze mit Servicerufnummern nehmen damit auch 2016 ein weiteres Mal ab und zwar deutlich um 9,3 %. Diese Entwicklung ist zum einen dem zunehmenden Informationsangebot im (weitgehend kostenfreien) Internet und zum anderen der nicht mehr vorhandenen Notwendigkeit von Rufnummerngassen mit speziellen Tarifen in modernen NGN-Netzen geschuldet. Der Umsatzrückgang ergibt sich trotz der unverändert rund 5,0 Mio. Verbindungsminuten zu Auskunfts- und Mehrwertdiensten der TK-Wettbewerber. Die Nutzung von geographischen Servicerufnummern, die von den Wettbewerbern betrieben werden, wächst 2016 absolut und relativ: 2,4 Mio. Minuten täglich und damit 48 % entfallen auf sie. Die Nutzung der 0180-Nummerngasse bleibt stabil (0,8 Mio. Minuten täglich), die Zahlen für 0800-Servicerufnummern nahezu gleich (1,7 Mio. Minuten täglich). Die übrigen Rufnummerngassen machen zusammen nur 4,0% der Verbindungsminuten aus. ![]() Der Rechenzentrumsmarkt in DeutschlandDie Bedeutung von Rechenzentren für die Wirtschaft hat in der Vergangenheit stark zugenommen. Vor allem die mobile Internetnutzung ist nur durch eine leistungsfähige Rechenzentrumsinfrastruktur möglich, da viele Anwendungen und Daten nicht mehr auf den Endgeräten, sondern zentral in Rechenzentren betrieben und gespeichert werden. Deutschland gilt als der drittgrößte Rechenzentrumsmarkt weltweit und der größte in Europa. Zu den Standortvorteilen zählen Rechtssicherheit und Datenschutz, eine leistungsfähige Anbindung an Internetknoten sowie eine zuverlässige Energieversorgung. Allerdings fallen in Deutschland auch vergleichsweise hohe Kosten für Energie und Personal an, bei einem gleichzeitig spürbaren Fachkräftemangel für IT-Experten. Insgesamt ist der Markt aber auf Wachstum eingestellt: Industrieanalysten wie Gartner erwarten ein weiteres Plus für Investitionen rund um die Rechenzentren. Demnach sollen die Ausgaben in der EMEA-Region für Datacenter-Systeme im Jahr 2017 um 1,4% auf umgerechnet EUR 54,5 Mrd. wachsen. In 2016 lag das Wachstum bei 1,6 %. Bei der digitalen Transformation zeigt sich ein deutlicher Trend hin zu branchenspezifischen Clouds zur Unterstützung von Industrie-4.0-Umgebungen. Treiber hierfür sind neue digitale Geschäftsmodelle und Dienstleistungen, die auf Daten aus vernetzten Sensoren, Maschinen und Endgeräten, dem Internet der Dinge, basieren. Hierbei entsteht eine weitergehende Vernetzung von Fertigungsanlagen, öffentlichen Infrastrukturen, Verkehrssystemen oder auch Logistikketten. Unternehmen versprechen sich davon enorme Effizienzsteigerungen. Unternehmen werden im Jahr 2017 verstärkt IT-Leistungen aus der Cloud beziehen und damit das eigene Rechenzentrum erweitern. Ob nur einzelne Software-Anwendungen oder komplette Plattformen — der Trend geht hin zu einem Datacenter-as-a-Service-Modell, bei dem Unternehmen ganz unterschiedliche Services aus der Cloud beziehen und damit gezielt die bestehende IT-Landschaft ergänzen. Hier bieten sich auf den Verbrauch von Rechenleistung optimierte Opex-Modelle an. In Deutschland nutzte im Jahr 2016 knapp jedes zweite mittelständische Unternehmen bereits Anwendungen aus der Cloud, so eine Analyse von Techconsult. Bis Ende 2018 werden voraussichtlich 50 % der genutzten Softwarelösungen aus der Cloud kommen. Weiterhin zeigt eine Untersuchung von IDC, dass kleine und mittelständische Betriebe für weltweit bis zu 40 % der Public-Cloud-Ausgaben bis zum Jahr 2019 verantwortlich sein könnten. Laut Forrester Research wird der weltweite Public-Cloud-Markt im Jahr 2017 auf knapp EUR 138 Mrd. wachsen. Im Jahr 2015 lagen diese Umsätze noch bei EUR 82 Mrd. Bei der steigenden Bedeutung von Daten als Produktionsfaktor wird es für Unternehmen immer wichtiger, ausfallsichere IT-Infrastrukturen zu betreiben. Die Integration von Cloud-Ressourcen ist dafür ein wichtiges Mittel, so dass Unternehmen in 2017 einen größer werdenden Anteil ihrer IT-Investitionen für den weiteren Ausbau von Rechenzentren einsetzen werden. Der Rechenzentrumsmarkt ist im ständigen Wandel. Trends wie Konsolidierung von Rechenzentren, Virtualisierung und Cloud Computing oder die Zunahme der Nutzung von Colocation-Angeboten führen dazu, dass sich die Struktur der Rechenzentren verändert. Eine wesentliche Folge dieser Trends ist auch, dass immer mehr Unternehmen und andere Organisationen ihre Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) nicht mehr im eigenen Hause betreiben. Dies erhöht die Wettbewerbsintensität im Rechenzentrumsmarkt, insbesondere auch auf internationaler Ebene. Colocation-Rechenzentren stehen in einem besonders intensiven Wettbewerb. Da die Kunden kein Gebäude errichten müssen, sind sie in der Nutzung und der Standortwahl wesentlich flexibler und ihre Verhandlungsposition ist relativ gut. Cloud Computing in Deutschland2015 war das erste Jahr, in dem eine Mehrheit der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing eingesetzt hatte. Dies hatte eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG unter 457 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern ergeben. Demnach nutzten 54 % der Unternehmen im Jahr 2015 Cloud Computing. Im Jahr davor waren es erst 44 %. Weitere 18 % der Befragten planten oder erwogen den Einsatz. Cloud Computing ist eine Basistechnologie für die digitale Transformation. Die Technologie schafft enorme Effizienzgewinne und ist in der digitalen Wirtschaft sehr häufig die Basis neuer Geschäftsmodelle. Der starke Anstieg der Nutzung ist laut Umfrage fast ausschließlich auf kleinere und mittlere Unternehmen zurückzuführen. So stieg die Cloud-Nutzung in Unternehmen mit 100 bis 1.999 Mitarbeitern um 7 Prozentpunkte auf 62 % im Jahr 2015 und in Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sogar um 11 Prozentpunkte auf 52 %. Bei Unternehmen ab 2.000 Mitarbeitern legte die Nutzung auf vergleichsweise hohem Niveau nur um einen Prozentpunkt auf 69 % zu. Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazitäten oder Software über Datennetze. Das Datennetz kann ein unternehmens- bzw. organisationsinternes Intranet (Private Cloud Computing) oder das öffentliche Internet (Public Cloud Computing) sein. Die am weitesten verbreitete Public-Cloud-Anwendung ist laut Umfrage Büro-Software. 43 % der befragten Unternehmen nutzen über das Internet zum Beispiel Textsysteme, Tabellenkalkulation oder Programme zur Erstellung von Präsentationen. 35 % setzen sogenannte Groupware mit Funktionen wie E-Mail, Messenger oder Kalender ein, 34 % branchenspezifische Anwendungen und 30% Software für die Organisation von Arbeitsgruppen (Collaboration Tools). Immerhin 29 % nutzen spezielle Sicherheitsanwendungen unter dem Stichwort „Security as a Service“ über das Internet. Trotz des kräftigen Anstiegs bei der Public-Cloud-Nutzung sind Sicherheitsbedenken weiter das größte Hindernis für einen intensiveren Einsatz der Technologie. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen fürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten und 45 % einen Datenverlust. Das Vertrauen der Anwender in die Sicherheit der Cloud-Services ist die wichtigste Voraussetzung für eine weitere Verbreitung. Erneuerbare Energien in DeutschlandDie Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat weltweit eine Vorreiterrolle übernommen und sich besonders ehrgeizige Ziele bei der Vermeidung von Treibhausgasen gesetzt. Es ist das erklärte Ziel, bis zum Jahr 2050 mindestens einen Anteil von 80% erneuerbare Energien an der Stromversorgung zu erreichen. Mit dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz — EEG) wurde ein Zwischenziel definiert, nachdem der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 % und danach kontinuierlich weiter erhöht werden soll. Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland schreitet weiter voran, jedoch nicht mehr mit den Wachstumsraten der Vergangenheit. Für den geringen Zuwachs der Erneuerbaren Energien im Jahr 2016 verglichen mit den Vorjahren waren zum einen die stark unterdurchschnittlichen Windgeschwindigkeiten und zum anderen der verhaltene Ausbau der erneuerbaren Energien verantwortlich. Mit 191,4 Mrd. kWh lieferten erneuerbare Energien 29,5 % der deutschen Bruttostromerzeugung in 2016 (2015: 29,0 %) und bauten damit ihren Vorsprung als wichtigste Stromquelle vor der Braunkohle weiter aus. ![]() Während die Stromerzeugung aus Windanlagen insgesamt nahezu konstant im Jahresvergleich blieb, ging die Energieerzeugung im Onshore-Bereich trotz Kapazitätsausbaus um fast 6% zurück, während im Offshore-Bereich die Erzeugung um nahezu 57% anstieg. Stärkere Zuwächse verzeichnete die Energieerzeugung aus Wasserkraft, während die anderen Erzeugungsarten nahezu konstant bleiben. Insgesamt kam Windstrom auf einen Anteil an der gesamten deutschen Stromerzeugung von 12,3 % (Vorjahr: 12,2 %), Biomasse (inkl. biogener Abfall) von 8,0 % (Vorjahr: 7,8 %), Photovoltaik von 5,9 % (Vorjahr : 6,0 %) und Wasser von 3,3 % (Vorjahr: 2,9 %). Das geht aus den ersten Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor. ![]() Während die Potenziale bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft und Biomasse in Deutschland im Wesentlichen ausgeschöpft sind, wird die Stromerzeugung durch Sonnen- und vor allem Windenergie immer wichtiger. Dies wird sehr deutlich an dem Aufbau der entsprechenden Kapazitäten. ![]() Das Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 21. Juli 2014 (aktuell: EEG 2017) wurde zuletzt am 22. Dezember 2016 geändert. Ziel des Gesetzes ist es, die EEG-Umlage stabil zu halten und damit die Bezahlbarkeit von Strom sowie gleichzeitig die Versorgungs sicherheit sicherzustellen. Mit dem EEG 2017 wird die Phase der Technologieförderung mit politisch festgesetzten Preisen beendet und durch wettbewerbliche Ausschreibungen ersetzt. Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird künftig über Ausschreibungen geregelt. Damit wird die Höhe der Förderung vom Markt und nicht länger staatlich festgelegt. Das sichert den kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien und kann die Förderkosten senken, sofern es genug Wettbewerb gibt. Mit der Reform des EEG wird der Anteil von erneuerbarem Strom am Gesamtstromverbrauch weiter ausgebaut. Bis 2025 soll er bei 40–45% liegen, 2035 bei 55–60 %. Dafür wurden konkrete Ausbauziele für die einzelnen Technologien festgelegt:
Die durch das EEG vorgegebenen Rahmenbedingungen führen dazu, dass die 3U HOLDING AG ebenso wie die meisten anderen professionellen Investoren in Deutschland sich fast vollständig aus dem PV-Anlagenbau zurückgezogen haben. Windenergieprojekte sollten dagegen nach wie vor ein besseres Chancen-/Risikoprofil aufweisen. Entsprechend wird die Bedeutung der durch Solarenergie erzeugten Energie für den 3U Konzern zukünftig abnehmen, während die Bedeutung von Windenergieprojekten zunehmen wird. Entwicklung des SHK-MarktesIm deutschen SHK-Handwerk erarbeiteten im Jahr 2016 mehr als 51.000 Handwerksbetriebe mit über 365.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von EUR 41,7 Mrd. Die 24.000 Innungsbetriebe erwirtschafteten mit ihren 215.000 Beschäftigten fast zwei Drittel des Gesamtumsatzes. ![]() Die Kernthemen im SHK-Handwerk sind „Demografie“ und „Energiewende“. Konkret geht es um altersgerechtes Bauen und um effizientes Heizen. So hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit berechnet, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030 zusätzlich 2,9 Mio. altersgerechte Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund EUR 50 Mrd. benötigt werden. Das Bad ist dabei einer der Schlüsselwohnbereiche für ein selbstständiges Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden. Der Erfolg der Energiewende hängt ganz wesentlich vom Wärmemarkt und Effizienzsteigerungen bei Heizungssystemen ab. Rund zwei Drittel der Heizungsanlagen sind technisch veraltet. Würde dieser veraltete Bestand energetisch modernisiert, könnten rund 15 % des deutschen Endenergieverbrauchs eingespart werden. Die gesamte Haus- und Gebäudetechnikbranche profitiert von dem weiterhin positiven Wirtschaftswachstum und der stabilen Baukonjunktur in Deutschland. Aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Heizungen im Bestand wird der Ersatzbedarf für die Heizungswirtschaft auch in Zukunft einen Großteil der Nachfrage ausmachen. Dazu leistet auch die Klimapolitik der Bundesregierung einen wichtigen Beitrag: Seit 2014 besteht im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Heizungen. Zudem bieten die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahlreiche Programme an, die die Nutzung erneuerbarer Energien fördern und die Energieeffizienz beim Heizen steigern sollen. Damit gehen die stärksten Wachstumsimpulse weiterhin vom Sanierungs-, Kundendienst und Wartungsgeschäft in den Segmenten Bäder und Heizungen aus. Führende Marktforscher gehen davon aus, dass der Onlinehandel im SHK-Bereich weiter zunehmen wird, da die derzeit noch relativ geringe Onlinekaufaffinität auch durch den Generationenwechsel im Handwerk sich deutlich verändern wird. Entwicklung des FinanzmarktesLaut Statistischem Bundesamt erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2015 um 0,5 % im Jahresdurchschnitt 2016. Die Jahresteuerungsrate lag damit etwas höher als im Vorjahr (2015: +0,3 %), aber immer noch klar unter der von der EZB angesteuerten Richtgröße von knapp unter 2 % p. a. Insbesondere die Preisrückgänge bei Energie waren für diese Entwicklung verantwortlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Hauptrefinanzierungssatz auf den aktuellen Stand von 0,00 % am 16. März 2016. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe verbleibt auf sehr niedrigem Niveau. Anfang des Jahres 2016 lag die Rendite bei 0,59 % um dann Anfang Juli auf den rekordtiefen Wert von –0,20% zu fallen. Bis Anfang Oktober blieb die Rendite im negativen Bereich, bevor sich zum Jahresende die Kurse ein wenig erholten. Zum Jahresende notierte die zehnjährige Staatsanleihe bei 0,19 %. Der Dax beendete das Börsenjahr 2016 bei einem Stand von 11.481,06 Punkten, was einem Zuwachs von 6,9 % seit Jahresanfang entspricht. Ähnlich gut entwickelte sich der MDax, der 6,8 % zulegen konnte. Deutlich schwächer dagegen war die Kursentwicklung des TecDax. Im Jahresverlauf verlor der Index 1,0 %. Während die Kurse der größeren Unternehmen wieder einmal vom günstig bereitgestellten Geld der Zentralbanken profitierten, das seit Jahren einen positiven Einfluss auf die Aktienmärkte hat, zeigten die Investoren bei den Technologiewerten größere Skepsis bzgl. der weiteren Entwicklung. GeschäftsverlaufDie wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2016 im Überblick ITK Anhaltend hohe Marge im Telefonie-Bereich Der Call-by-Call-Markt schrumpft seit vielen Jahren und es ist damit zu rechnen, dass diese Entwicklung weiter voranschreitet. Trotzdem lassen sich im Geschäftsbereich Telefonie zwei erfreuliche Entwicklungen feststellen. Der Umsatzrückgang im Call-by-Call fiel geringer aus als im Marktdurchschnitt, da Umsatzanteile gewonnen werden konnten. Darüber hinaus konnte durch einen kontinuierlichen Optimierungsprozess die erzielte Marge gesteigert werden. Rückläufige Erträge im Call-by-Call-Geschäft können zunehmend durch Erträge aus anderen Geschäftsfeldern kompensiert werden. 2016 war das erste Geschäftsjahr, in dem die anderen Geschäftsfelder im Telefonie-Bereich einen höheren Ergebnisbeitrag lieferten als der Call-by-Call-Bereich. Auszeichnung der weclapp zum ERP-System des Jahres 2016 Im März 2016 wurde die weclapp vom Center for Enterprise Research für das ERP-System des Jahres 2016 in der Kategorie „Professional Services“ nominiert. Anfang Oktober konnte sie diesen Titel auf der IT & Business Messe in Stuttgart auch tatsächlich entgegennehmen. Die Auszeichnung wurde unter Leitung von Prof. Dr. Gronau von der Uni Potsdam durchgeführt. Zunächst hatte eine Nominierung ausgewählter ERP-Anbieter durch eine 9-köpfige Jury stattgefunden. Diese setzte sich aus Wissenschaftlern, Medienvertretern und Beratern zusammen und recherchierte sorgfältig geeignete ERP-Systeme. Bei dem Wettbewerb zum ERP-System des Jahres 2016 waren insgesamt über 100 Systeme für die Teilnahme nominiert. Für die Kunden der weclapp war diese Auszeichnung ein weiterer Beleg dafür, dass sie sich den richtigen Software-Partner ausgesucht haben. Im Anschluss an die Auszeichnung konnte ein gesteigertes Interesse potenzieller Kunden festgestellt werden. Das gesteigerte Interesse führt zu einer stetig wachsenden Kundenanzahl. Erneuerbare Energien Inbetriebnahme des ersten selbst entwickelten Windparks Mit dem Windpark Lüdersdorf II, bestehend aus zwei Windenergieanlagen, erfolgte im Mai 2016 die planmäßige Inbetriebnahme der ersten selbst entwickelten Windkraftanlagen südlich von Berlin. Die Netzzuschaltung der einen Windenergieanlage erfolgte am 10. Mai, während die andere am 13. Mai ans Netz ging. Dieses von der 3U ENERGY PE GmbH entwickelte Windparkprojekt besteht aus zwei Windenergieanlagen des Herstellers Vestas des Typs V 112 mit jeweils einer Nennleistung von 3,3 MW, einer Nabenhöhe von 119 m und einem Rotordurchmesser von 112 m. Windparkprojekt Schlenzer Ende Mai erhielt 3U die Genehmigung nach BImSchG für ihr Windparkprojekt Schlenzer. Das Fundament für die Windenergie anlagen wurde im August fertiggestellt und nach der Lieferung der Windenergieanlagen im Herbst wurden die Windenergieanlagen Ende Dezember erfolgreich aufgebaut. Die Netzeinspeisung der erzeugten Energie begann Anfang 2017. Dieses von der 3U ENERGY PE GmbH entwickelte Windparkprojekt besteht aus zwei Windenergieanlagen von General Electric mit jeweils einer Nennleistung von 2,75 MW, einer Nabenhöhe von 139 m und einem Rotordurchmesser von 120 m. Über den Verkauf des Windparks wurden mit interessierten Parteien Sondierungsgespräche geführt, die aber letztlich nicht zu einer entsprechenden Transaktion führten. Fremdfinanzierung des Windparks Schlenzer Ende des dritten Quartals flossen dem Konzern durch den Kreditvertrag zur Finanzierung des Windparks Schlenzer liquide Mittel in Höhe von EUR 9,3 Mio. zu. SHK Produktausweitung und renommierte Projekte führen zu Umsatzsteigerung Das Segment SHK profitiert von den weiterhin guten Rahmenbedingungen, die im Wesentlichen durch die rege Bauwirtschaft und die steigende Nutzung des Vertriebswegs Onlinehandel geprägt sind. Renommierte Projekte für namhafte Kunden dienen als Leuchtturmprojekte und belegen die hohe Qualität der verwendeten Systeme. Die Produktpalette im Onlinehandel wurde kontinuierlich ausgebaut und trägt neben der hohen Kundenzufriedenheit wesentlich zum Umsatzanstieg bei. Ertragslage*Konzernumsatz Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr nochmals um EUR 4,50 Mio. von EUR 48,24 Mio. auf EUR 43,74 Mio. gesunken. Rückläufig war dabei der Umsatz in den Segmenten ITK und Erneuerbare Energien, während im Segment SHK der Umsatz leicht ausgeweitet werden konnte. Im Segment ITK wurden 39,0 % (Vorjahr: 44,8 %) der Umsatzerlöse erzielt, im Segment Erneuerbare Energien waren es 11,3 % (Vorjahr: 12,3 %) und im Segment SHK 49,7 % (Vorjahr: 43,3 %). Die anderen aktivierten Eigenleistungen stehen im Zusammenhang mit der Realisierung von Windparkprojekten. Der daraus resultierende Bestandsabbau wird durch den Bestandsaufbau bei weiteren Windparkprojektentwicklungen in der Bestandsveränderung des Segments Erneuerbare Energien zwar weitestgehend aber nicht vollständig kompensiert. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Auch in Relation zum Umsatz ist der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den Segmenten leicht gesunken. Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz beträgt in den Segmenten 60,8 %, während es im Vorjahreszeitraum 62,2 % der Umsatzerlöse waren. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr deutlich geringer ausgefallen. EBITDA Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert. Betrug das EBITDA im Vorjahr EUR 4,01 Mio., konnte im Geschäftsjahr 2016 ein EBITDA in Höhe von EUR 4,70 Mio. erzielt werden. Zur Steigerung des EBITDA gegenüber dem Vorjahr haben der geringere Personalaufwand und die geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen beigetragen. Im Vorjahr hatten insbesondere höhere Aufwendungen für externe Beratungs- und Unterstützungsleistungen zu den hohen sonstigen betrieblichen Aufwendungen geführt. Ungewöhnlich schwache Windverhältnisse und unerwartete Belastungen aus einem bestehenden Rechtsstreit haben dazu geführt, dass das EBITDA im vierten Quartal gegenüber den Vorjahren zurückging und unter den Erwartungen geblieben ist. Konzernergebnis Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2016 liegt mit EUR 0,64 Mio. um EUR 1,46 Mio. über dem Konzernergebnis des Vorjahres (EUR –0,82 Mio.). Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 wurde das Konzernergebnis durch die geringeren Stromeinspeisungen und die unerwarteten Belastungen negativ beeinflusst. Es besteht weiterhin ein niedriges allgemeines Zinsniveau. Daraus resultiert auch, dass sich das Zinsniveau innerhalb des verzinslichen Fremdkapitals des 3U Konzerns in den zurückliegenden Quartalen verbessert hat. In der Folge hat sich auch das negative Finanzergebnis gegenüber dem Vergleichszeitraum trotz höherem Fremdkapital nicht wesentlich verändert. Der Steuerertrag des Geschäftsjahres 2016 belief sich auf EUR 0,59 Mio. und lag damit um EUR 1,04 Mio. über dem Niveau des Vergleichszeitraums (Steueraufwand im Vorjahr: EUR 0,45 Mio.). Einen deutlich positiven Einfluss hatte dabei die Bildung latenter Steuern aufgrund der Nutzung bestehender Verlustvorträge. * Hinweis: Bei den im Nachfolgenden dargestellten Verteilungen über die einzelnen Quartale ist zu beachten, dass die einzelnen Quartalszahlen keiner Prüfung unterlegen haben. Das den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugerechnete Ergebnis verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um EUR 0,04 Mio. Hierbei wirkten sich der Erwerb der restlichen, bis zum 31. Dezember 2015 noch nicht von 3U gehaltenen Anteile an der Selfio GmbH und der für das Geschäftsjahr 2016 vollständige Gewinnanspruch aus der RISIMA Consulting GmbH positiv aus. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - 3U Konzern in EUR Mio. ![]() Der internen Berichterstattung folgend, weist der Konzern in seiner Segmentberichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2016 die Segmente ITK, Erneuerbare Energien und SHK sowie den Bereich Holding/Konsolidierung aus. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend an die neu geordnete Segmentstruktur angepasst. Im Folgenden werden die Segmente mit ihren intersegmentären Umsätzen dargestellt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - soweit Organschaftsverhältnisse 3U HOLDING AG bestehen - vom Organträger, der 3U HOLDING AG, getragen werden. Segment ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik) Segmentumsatz Der Umsatz im Segment ITK reduzierte sich im Geschäftsjahr 2016 nochmals gegenüber dem Vorjahr von EUR 21,60 Mio. auf EUR 16,95 Mio. Der Umsatzrückgang resultiert dabei aus dem Bereich Telefonie, während in den Bereichen der cloud-basierten Lösungen der Umsatz deutlich ausgeweitet werden konnte. Auch die weitere prozentuale Margensteigerung in diesem Segment resultiert zum Teil aus dem Ausbau der Aktivitäten in den Bereichen der cloud-basierten Lösungen sowie des Handels mit IT-Lizenzen. Aber auch im Bereich Telefonie trägt die weitere Fokussierung zu einer Margensteigerung bei. Der Umsatz im Bereich Voice Retail sank aufgrund der mengen- und preisbedingten rückläufigen Entwicklung in der Festnetztelefonie von EUR 4,67 Mio. auf EUR 3,99 Mio. Die Umsätze im Bereich Voice Business Customer reduzierten sich von EUR 13,57 Mio. auf EUR 9,09 Mio. Im Bereich Data Center Services & Operation, mit dessen Ausbau erst im Jahr 2013 begonnen wurde, konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Umsatz von EUR 1,79 Mio. erzielt werden. In den Bereichen der cloud-basierten Lösungen konnte der Umsatz mit EUR 1,03 Mio. (Vorjahr: 0,55 Mio.) nahezu verdoppelt werden. EBITDA Unter Berücksichtigung der nahezu unveränderten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des gegenüber dem Vorjahr reduzierten Personalaufwands ergibt sich ein Rückgang im EBITDA von EUR 2,17 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,73 Mio. Insbesondere die gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringeren sonstigen betrieblichen Erträge (aufgrund eines Einmaleffektes im Vorjahr) aber auch unerwartete Belastungen aus einem bestehenden Rechtsstreit haben zu dem geringeren EBITDA beigetragen. Segmentergebnis Das Ergebnis des Segments ITK verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,95 Mio. um EUR 0,73 Mio. auf EUR 1,22 Mio. Insgesamt zeichnet sich das Segment ITK aber weiterhin durch einen deutlichen Ergebnisbeitrag für den 3U Konzern aus. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Segment ITK in EUR Mio. ![]() Segment Erneuerbare Energien Segmentumsatz Im Segment Erneuerbare Energien konnte der Umsatz von EUR 5,91 Mio. im Vorjahr nicht erreicht werden. Zu dem Rückgang des Umsatzes auf EUR 4,92 Mio. im Geschäftsjahr 2016 haben insbesondere geringere Einspeisevergütungen aus der Stromerzeugung des Bestandswindparks Langendorf beigetragen. Dies resultiert jedoch nicht aus einer geringeren Anlagenverfügbarkeit, sondern allein aus im gesamten Geschäftsjahr 2016 vorherrschenden geringeren Windgeschwindigkeiten am Standort. EBITDA Das EBITDA verringerte sich von EUR 3,88 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,71 Mio. im Geschäftsjahr 2016. Die geringeren Umsatzerlöse konnten durch die geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei leicht erhöhten Personalaufwendungen nicht vollständig kompensiert werden. Auch zukünftig wird es zu witterungsbedingten Schwankungen innerhalb dieses Segments kommen, da 3U sowohl mit der Stromgewinnung aus Sonnenenergie als auch mit der Stromgewinnung aus Windenergie abhängig von der tatsächlichen Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeit ist. Segmentergebnis Das Segmentergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,75 Mio. von EUR 0,47 Mio. auf EUR 1,17 Mio. erhöht. Positiv hat sich ein Effekt aus der Bildung latenter Steuern auf Verlustvorträge ausgewirkt. Durch die Nutzungsmöglichkeit von Verlustvorträgen ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein Steuerertrag von EUR 0,90 Mio. Im Vorjahreszeitraum betrug der Steueraufwand EUR 0,17 Mio. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Segment Erneuerbare Energien in EUR Mio. ![]() Segment SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) Segmentumsatz Im Segment SHK konnte der Umsatz von EUR 20,90 Mio. auf EUR 21,64 Mio. gesteigert werden. Dieser Umsatzanstieg um EUR 0,74 Mio. bzw. 3,5 % fiel geringer aus als geplant. Bei nahezu unveränderten Umsätzen im Bereich der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung konnten die Umsätze im Bereich des Handelsgeschäfts leicht, aber unter Plan ausgebaut werden. Dabei ist insgesamt die Materialaufwandsquote von 68,6 % auf 69,2 % leicht gestiegen. EBITDA Das EBITDA verbesserte sich von EUR 1,17 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,24 Mio. im Geschäftsjahr 2016. Dieser Anstieg des EBITDA unterliegt bei einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 0,18 Mio. höheren Rohergebnis dem Einfluss aus einem leicht rückläufigen Personalaufwand und einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Dieser Anstieg ist insbesondere bedingt durch einen höheren Vertriebsaufwand. Segmentergebnis Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich das Segmentergebnis um EUR 0,31 Mio. auf EUR 0,75 Mio. verbessert. Damit konnte in diesem Segment ein deutlich positives Ergebnis erreicht werden. Hierzu haben auch die milde Witterung der ersten Monate des Jahres 2016 und die insgesamt positive Entwicklung in der Baubranche beigetragen. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2016 belief sich auf EUR 0,21 Mio. und lag damit um EUR 0,02 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Das den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugerechnete Ergebnis beträgt EUR 0,10 Mio. (Vorjahr EUR 0,23 Mio.). Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — Segment SHK in EUR Mio. ![]() Holding/Konsolidierung Unter Holding/Konsolidierung sind sowohl die Holding-Aktivitäten als auch die erforderliche Konzernkonsolidierung zusammengefasst. Umsatz Unter Holding/Konsolidierung wird im Berichtszeitraum ein Umsatz von EUR 0,23 Mio. (Vorjahr: EUR –0,17 Mio.) ausgewiesen. Dieser setzt sich aus den Umsätzen der Holding in Höhe von EUR 2,28 Mio. (Vorjahr: EUR 1,85 Mio.) und aus den Umsatzkonsolidierungen in Höhe von EUR –2,05 Mio. (Vorjahr: EUR –2,02 Mio.) zusammen. Diese Umsatzkonsolidierungen resultieren vor allem aus der Konsolidierung der intersegmentären Umsätze sowie aus der Konsolidierung konzerninterner Dienstleistungen. EBITDA Das EBITDA beträgt EUR –1,99 Mio. (Vorjahr: EUR –3,21 Mio.) und wird maßgeblich durch die Personalkosten in Höhe von EUR 2,64 Mio. (Vorjahr: EUR 2,93 Mio.) und durch die sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen beeinflusst. Die Personalkosten konnten um EUR 0,29 Mio. gesenkt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen, Personal und Recht als auch konzernübergreifende Marketingressourcen der Muttergesellschaft zugeordnet sind. Ergebnis Das Ergebnis aus diesem Bereich ist für den Konzern mit EUR –2,49 Mio. negativ und bewegt sich damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR –3,68 Mio.). Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Holding/Konsolidierung in EUR Mio. ![]() FinanzlageKapitalstruktur Im Geschäftsjahr 2016 hat der Konzern Auszahlungen für Investitionen im Saldo in Höhe von EUR 10,58 Mio. (Vorjahr: EUR 14,66 Mio.) getätigt. Die Auszahlungen betrafen insbesondere Investitionen in die Rechenzentrums-, IT- und Telekommunikations-Infrastruktur und die Errichtung des Windparks Lüdersdorf. Die Finanzmittel legt die 3U HOLDING AG ausschließlich in Tages- und kurzfristigen Festgeldanlagen bei der Baden-Württembergischen Bank, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und der Deutschen Kreditbank AG an. Gegenüber dem 31. Dezember 2015 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel zum 31. Dezember 2016 um EUR 3,97 Mio. von EUR 7,70 Mio. auf EUR 11,67 Mio. erhöht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Aufbau der Vorräte im Bereich der Windparkprojekte, der im Wesentlichen durch die Aufnahme von Krediten fremdfinanziert wurde, negativ auf den Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit ausgewirkt hat. Die 3U HOLDING AG verfügt weiterhin über eine solide Eigenkapitalquote. Aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote mit 40,89 % bei gestiegener absoluter Höhe des Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahr (50,21 %) gesunken. Der Fremdkapitalanteil beträgt 59,11 % gegenüber 49,79 % zum Vorjahreszeitpunkt. Neben dem Gewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von EUR 0,69 Mio. (inkl. des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Ergebnisses) hat die Veränderung in den sonstigen Eigenkapitalpositionen zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. Gegenläufig haben sich nur die Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter ausgewirkt. Entwicklung der Eigenkapitalquote (in %) ![]() Investitionen Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Konzern Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie Anlageimmobilien in Höhe von EUR 10,85 Mio. (Vorjahr: EUR 0,92 Mio.) getätigt. Im Segment ITK wurden EUR 0,37 Mio. (Vorjahr: EUR 0,55 Mio.) investiert. Die Investitionen im Segment Erneuerbare Energien betrugen EUR 10,12 Mio. nach 0,04 Mio. im Vorjahr. Diese betreffen im Wesentlichen die Investitionen in den Windpark Lüdersdorf. Im Segment SHK bewegten sich die Investitionen mit EUR 0,08 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und Anlageimmobilien der Holding in Höhe von EUR 0,28 Mio. im Berichtsjahr 2016 (Vorjahr: EUR 0,25 Mio.) sind überwiegend in Grundstücke und Gebäude geflossen. Die Investitionen in den Windpark Lüdersdorf im Segment Erneuerbare Energien wurden im Wesentlichen durch die Aufnahme langfristiger Darlehen fremdfinanziert. Die Inbetriebnahme des Windparks Lüdersdorf mit einer elektrischen Leistung von 6,6 MW erfolgte im Mai 2016. Seit diesem Zeitpunkt speist der Windpark die erzeugte Energie in das öffentliche Stromnetz ein. Für das Geschäftsjahr 2017 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 21,07 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,32 Mio. im Segment ITK, im Segment Erneuerbare Energien EUR 20,01 Mio., im Segment SHK EUR 0,05 Mio. und EUR 0,70 Mio. bei der Holding investiert werden. Entwicklung der Investitionen in EUR Mio. ![]() Liquidität Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR –1,71 Mio. (Vorjahr: EUR 1,12 Mio.). Das positive Periodenergebnis erhöht um Abschreibungen des Geschäftsjahres wurde im Wesentlichen durch den Mittelabfluss im Zusammenhang mit dem deutlichen Aufbau der Vorräte im Rahmen der Windkraftprojektentwicklung überkompensiert. In den Vorräten haben sich insbesondere die Investitionen in den Windpark Schlenzer niedergeschlagen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist geprägt durch die Investitionen in den Windpark Lüdersdorf. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR –10,58 Mio. (Vorjahr: EUR –14,66 Mio.) liegt um EUR 3,87 Mio. über dem des Vorjahres. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat mit EUR 16,27 Mio. (Vorjahr: EUR 5,38 Mio.) zur Finanzierung der Investitionen und zum Aufbau des Vorratsvermögens beigetragen. Er resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme des Finanzkredites für den Windpark Lüdersdorf und den Windpark Schlenzer. Hinzu kommt eine weitere Fremdkapitalaufnahme für den Solarpark Adelebsen in Höhe von EUR 1,0 Mio. Gemindert wurde der Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit durch die Tilgung bestehender Darlehen. Die Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Gesellschafter betreffen im Berichtsjahr ausschließlich Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter. Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im 3U Konzern im Berichtszeitraum jederzeit gegeben und ist auch für 2017 gewährleistet. Die Liquiditätslage stellt sich zum 31. Dezember 2016 zufriedenstellend dar. Das zur Mitte des Jahres 2017 auslaufende Darlehen für die Finanzierung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover in Höhe von EUR 5,18 Mio. soll verlängert bzw. neu abgeschlossen werden. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der flüssigen Mittel und ist in Anlehnung an die im Konzernabschluss dargestellte Kapitalflussrechnung (ohne Korrektur des Finanzmittelfonds) aufgestellt.
*Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder bzw. Gelder mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 3.232 (1. Januar 2015: TEUR 2.332) *Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder bzw. Gelder mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 4.344 (31. Dezember 2015: TEUR 3.232) Vermögenslage
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2016 beträgt EUR 95,76 Mio. (Vorjahr: EUR 76,82 Mio.) und ist damit um EUR 18,94 Mio. höher als im Vorjahr. Die Ursachen für die Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2015 liegen im Wesentlichen in dem durch die Investitionen in die Windparkprojekte gestiegenen Anlage- und Vorratsvermögen. Diese Investitionen wurden durch die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens nicht kompensiert. Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 58,92 Mio. (Vorjahr: EUR 51,78 Mio.) enthält neben den immateriellen Vermögenswerten (EUR 2,31 Mio. bzw. EUR 1,53 Mio. im Vorjahr) und den Sachanlagen (EUR 48,73 Mio. bzw. EUR 42,16 Mio. im Vorjahr) auch die Anlageimmobilien in Höhe von EUR 7,72 Mio. (Vorjahr: EUR 7,90 Mio.). Diese betreffen in 2016 ebenso wie im Vorjahr die zur Vermietung vorgesehenen Teile der Liegenschaften in Adelebsen und Hannover. Die kurzfristigen Vermögenswerte liegen zum 31. Dezember 2016 mit EUR 34,08 Mio. (Vorjahr: EUR 23,34 Mio.) um EUR 10,74 Mio. über denen des Vorjahres. Der Anteil der liquiden Mittel an den kurzfristigen Vermögenswerten beträgt im Geschäftsjahr 2016 34,24 % (Vorjahr: 33,0 %). Der Anstieg der Vorräte resultiert überwiegend aus der Errichtung des Windparks Schlenzer und aus der weiteren Windparkprojektentwicklung. Weiterer wesentlicher Bestandteil der kurzfristigen Vermögenswerte sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die gegenüber dem Vorjahr auf EUR 4,71 Mio. (Vorjahr: EUR 6,91 Mio.) zurückgegangen sind. Auf der Passivseite haben sich neben der Erhöhung des Eigenkapitals wesentliche Veränderungen bei den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ergeben. Diese Veränderung resultiert aus der Fremdfinanzierung für die beiden in 2016 errichteten Windparks sowie aus der planmäßigen Fälligkeit des Darlehens für die Rechenzentrumsimmobilie in Hannover, die deshalb unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen ist. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Fremdfinanzierung des Solarparks Adelebsen durch Aufnahme eines weiteren Darlehens über TEUR 1.000 mit identischem Laufzeitende erhöht. Die Sicherung dieses Darlehens erfolgt über die für das ursprüngliche Darlehen gestellten Sicherheiten. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2016 mit TEUR 933 (Vorjahr: TEUR 0). Für die langfristige Finanzierung des Windparks Lüdersdorf wurde ein Darlehensvertrag über einen Gesamtdarlehensbetrag von EUR 8,9 Mio. abgeschlossen, der zum 31. Dezember 2016 noch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Das Darlehen valutiert am 31. Dezember 2016 mit TEUR 8.503 (Vorjahr: TEUR 0) und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2034. Es ist durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung und durch Raumsicherungsübereignung der Windenergieanlagen gesichert. Der Windpark Schlenzer wurde ebenfalls durch eine langfristige Fremdkapitalaufnahme in Höhe von insgesamt EUR 9,3 Mio. finanziert. Die Finanzierung besteht aus zwei Darlehen mit einer Laufzeit jeweils bis zum 30. September 2034. Sie sind durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung und durch Raumsicherungsübereignung der Windenergieanlagen gesichert. Die Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2016 vollständig abgerufen. Die daraus erlangten und bisher nicht verwendeten finanziellen Mittel unterliegen jedoch in Höhe von TEUR 1.229 einer Verfügungsbeschränkung und können nur in dem Rahmen eingesetzt werden, wie Abrechnungen der Lieferanten der Windparkprojektgesellschaft vorliegen. Die Darlehen valutieren am 31. Dezember 2016 mit TEUR 9.251 (Vorjahr: TEUR 0). Außerdem wurde im Rahmen der Umsatzsteuervorfinanzierung für den Windpark ein Terminkredit in Höhe von TEUR 951 mit einer Laufzeit bis zum 1. Januar 2017 abgeschlossen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und insbesondere die derzeitige Entwicklung des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts insgesamt als zufriedenstellend. Der Vorstand sieht jedoch weiterhin Potenzial, um die positive Entwicklung, die Ende 2012 begonnen hat, fortzusetzen und die Lage des Konzerns weiter zu verbessern. Im Berichtszeitraum verbesserten sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr das operative Ergebnis (EBITDA) und insbesondere das Konzernergebnis deutlich. Im Geschäftsjahr 2016 wurden jedoch die insgesamt für diesen Zeitraum gesteckten Konzernziele nicht vollständig erreicht. Dies resultiert insbesondere aus dem Segment Erneuerbare Energien. Das Segment ITK entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2016 sehr erfreulich und konnte die Planung in fast allen wesentlichen Finanzkennzahlen übertreffen. Lediglich die Umsatzerlöse lagen um rund EUR 5,0 Mio. niedriger als geplant. Gegenüber der Planung konnten das EBITDA und Ergebnis vor Ergebnisabführung um rund EUR 0,3 Mio. gesteigert werden. Der in dieser Größenordnung ungeplante Umsatzrückgang im Bereich Telefonie konnte durch die planmäßigen Zuwächse im Bereich der Cloud-Lösungen nur leicht abgemildert werden. Das Segment Erneuerbare Energien konnte die Planzahlen im Geschäftsjahr 2016 nicht erreichen. Der Umsatz fiel um rund EUR 5,1 Mio., das EBITDA um rund EUR 3,5 Mio. und das Ergebnis um rund EUR 1,2 Mio. niedriger aus als geplant. Vor allem deutlich geringere Umsätze aus der Windparkprojektentwicklung, aber auch die geringeren Einspeisevergütungen aus den Bestandsanlagen aufgrund der schlechten Windverhältnisse führten zur Planverfehlung im Segment Erneuerbare Energien. Das Segment SHK konnte nicht alle Planzahlen im Geschäftsjahr 2016 erreichen. Der Umsatz fiel um rund EUR 3,6 Mio. niedriger aus als geplant. Dies hat auch dazu geführt, dass das EBITDA-Ziel um EUR 0,2 Mio. verfehlt wurde. Steuerliche Optimierungen während des Geschäftsjahres durch den Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages haben dazu beigetragen, dass das geplante Segmentergebnis dennoch erreicht wurde. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenUnsere konzernweit gültigen finanziellen Leistungsindikatoren verwenden wir, um Ziele zu setzen, Erfolg zu messen und die variable Vergütung der Führungskräfte festzulegen. Die für uns bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das Ergebnis nach Steuern. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden von der regelmäßigen Berichterstattung nicht erfasst. Abstimmung und Steuerung erfolgen hier zwischen Vorstand und verantwortlichen Führungskräften in direkter Absprache. Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung dafür, den Erfolg eines Unternehmens langfristig zu sichern. Verantwortungsvolle Personalentwicklung und stetige Verbesserung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Deshalb ist die nachhaltige Entwicklung und gezielte Förderung der Potenziale aller Mitarbeiter die Kernaufgabe des Personalmanagements des Unternehmens. Durch eine gezielte Personalentwicklung will der Konzern seine Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und dadurch die Identifikation der Mitarbeiter mit dem 3U Konzern und ihr Engagement für dessen Ziele weiter steigern. Mitarbeiter* Der 3U Konzern beschäftigte am Bilanzstichtag 149 Mitarbeiter (Vorjahr: 150). Im Jahresdurchschnitt waren es 147 (Vorjahr: 150). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche : ![]() Von den 171 Beschäftigten (inkl. Vorstand, Teilzeitkräften und Aushilfen), die insgesamt zum Bilanzstichtag (zum 31. Dezember 2015: 165) im Konzern arbeiteten, waren 48 Personen weiblich; das entspricht einem Anteil von 28,1 % (2015: 23,0 %). Die Altersstruktur im Konzern ist über alle Altersstufen verteilt : 25 % (2015: 18 %) der Mitarbeiter sind unter 30 Jahre alt, 30 % (2015: 32 %) sind zwischen 30 und 40 Jahre alt, 30 % (2015: 32 %) zwischen 40 und 50 Jahre alt und 15 % (2015: 18 %) der Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter im Konzern beträgt 40 Jahre (2015: 40 Jahre). Unsere Mitarbeiter tragen mit ihren Ideen entscheidend zu mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit bei. Deshalb wird ein kooperatives und kommunikationsförderndes Klima im Konzern begünstigt, da alle Mitarbeiter motiviert werden, Vorschläge zur Optimierung der Produkte und Arbeitsabläufe, zu Synergien und sonstigen Verbesserungen im Konzern zu machen. Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert, damit überdurchschnittliche Leistungen auch entsprechend honoriert werden können. Gesundheit der Mitarbeiter fördern Wir verstehen Gesundheit nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychisches, körperliches und soziales Wohlbefinden. Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu bewahren und zu fördern, haben wir gezielt Maßnahmen im Konzern umgesetzt. So unterstützt der Konzern die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter. Die Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit, an internen und externen Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit 3U wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte im Vordergrund stehen. Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch entsprechende Schulungsmaßnahmen erhöht. Wie schon in den Vorjahren nahm auch im Geschäftsjahr 2016 kein Mitarbeiter durch einen Unfall am Arbeitsplatz nennenswert Schaden. Die Krankheitstage pro Mitarbeiter im 3U Konzern lagen in 2016 mit 9,5 Tagen weiterhin unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, der laut Statistischem Bundesamt (2015) bei 10,0 Tagen liegt. Unternehmensverantwortung Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt Die Wahrnehmung der unternehmerischen Verantwortung ist wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie. Wir berücksichtigen systematisch die verschiedenen Belange unserer Stakeholder und verringern die Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt. Dabei suchen wir die Balance zwischen ökonomischen Zielen und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit unserem verstärkten Engagement für erneuerbare Energien und dem Ausbau des Bereichs HKL durch effiziente Lösungen zur Energievermeidung investieren wir aktiv in den Umweltschutz und zeigen damit gesellschaftliches Engagement. Auch in den übrigen Konzernbereichen setzen wir verstärkt auf die Nutzung regenerativer Energien. Wir versuchen, Umweltaspekte beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen. 3U HOLDING AGDie 3U HOLDING AG steht als operative Management- und Beteiligungsholding an der Spitze des 3U Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Festlegung der Konzernstrategie sowie die Steuerung der Entwicklung des 3U Konzerns gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling im 3U Konzern und betreibt außerdem das konzernweite Risiko- und Chancenmanagement sowie die Bereiche Recht, Investor Relations und Unternehmenskommunikation. Die 3U HOLDING AG übernimmt auch die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen oder Akquisitionen. Ihr obliegen die Personalpolitik, die Personalentwicklung und die Betreuung der oberen Führungsebene des Konzerns. Die Vorstände der 3U HOLDING AG übernehmen die operative Verantwortung in Personalunion auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften. Die 3U HOLDING AG beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG). Sie erstellt den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Einzelabschluss der 3U HOLDING AG. In einzelnen Fällen sind bestimmte Geschäftsvorfälle im Konzernabschluss gemäß IFRS anders abgebildet worden. Analyse des Jahresabschlusses Ertragslage Der Gesamtumsatz der 3U HOLDING AG betrug in 2016 EUR 2,67 Mio. (Vorjahr: EUR 2,33 Mio.). Die Umsätze beinhalten im Wesentlichen Managementleistungen für Tochtergesellschaften und Beteiligungen der 3U HOLDING AG sowie Erträge aus Vermietung und Verpachtung. Die betrieblichen Aufwendungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Management- und Beteiligungsfunktion der Gesellschaft. Dementsprechend wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Wesentlichen durch die allgemeinen Verwaltungskosten, die sonstigen betrieblichen Erträge sowie das Finanzergebnis geprägt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 5,98 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) und aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Sachbezügen von Mitarbeitern enthalten. Für den Vorstand und die Mitarbeiter der 3U HOLDING AG fiel ein Personalaufwand in Höhe von EUR 2,64 Mio. nach EUR 2,92 Mio. im Vorjahr an. Ausschlaggebend hierfür ist die gegenüber dem Vorjahr geringere Vorstandsvergütung und der etwas geringere Personalbestand im Geschäftsjahr 2016. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IC-Dienstleistungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Instandhaltungs- und Raumkosten, Abschluss- und Prüfungskosten, Kfz-Kosten, steuerliche und sonstige Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen. Das Finanzergebnis in Höhe von EUR 1,62 Mio. (Vorjahr: EUR 3,46 Mio.) resultiert aus Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von EUR 1,21 Mio. (Vorjahr: EUR 1,30 Mio.), Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen von EUR 1,78 Mio. (Vorjahr: EUR 1,83 Mio.) sowie aus einem positiven Zinsergebnis in Höhe von EUR 0,35 Mio. (Vorjahr: EUR 0,35 Mio.). Ursächlich für das Beteiligungsergebnis sind die erzielten Gewinne der Tochtergesellschaften in den Geschäftsbereichen ITK, Erneuerbare Energien und SHK. Wie im Vorjahr sind der 3U HOLDING AG keine Aufwendungen aus der Verlustübernahme entstanden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 1,73 Mio. (Vorjahr: EUR 0,02 Mio.) auf den Beteiligungsansatz von Tochtergesellschaft im Geschäftsbereich ITK vorgenommen. Vor allem aufgrund der sonstigen betrieblichen Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigung fiel das Jahresergebnis mit EUR 4,27 Mio. deutlich besser aus, als zu Jahresanfang geplant. Dabei wurde der negative Beitrag aus der Abschreibung auf Finanzanlagen mehr als kompensiert. Das Jahresergebnis der 3U HOLDING AG hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr von EUR –0,67 Mio. um EUR 4,94 Mio. verbessert. Auch ohne die außergewöhnlichen Aufwendungen aus Abschreibungen auf Finanzanlagen und Erträgen aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen wäre das Ergebnis der 3U HOLDING AG positiv. Finanzlage Zum Bilanzstichtag hat die 3U HOLDING AG ihren Tochtergesellschaften zum Auf-/Ausbau ihrer Geschäftstätigkeiten kurzfristige Darlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 29,58 Mio. (Vorjahr: EUR 28,86 Mio.) ausgereicht. Von diesen Darlehen sind zum 31. Dezember 2016 EUR 5,96 Mio. wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Wertberichtigung auf die Forderung gegen die 3U ENERGY AG vollständig herabgesetzt. Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel betrugen am 31. Dezember 2016 EUR 2,29 Mio. (Vorjahr: EUR 2,01 Mio.). Insgesamt ergab sich eine leichte Erhöhung der liquiden und liquiditätsnahen Mittel in Höhe von EUR 0,28 Mio. Das Festgeldguthaben ist - wie im Vorjahr - mit EUR 1,50 Mio. als Sicherheit für eigene Kreditlinien verpfändet. Diese sind per 31. Dezember 2016 im Rahmen eines Avalkredits in Höhe von TEUR 598 (Vorjahr: TEUR 595) in Anspruch genommen. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Solarparks Adelebsen konnte am 22. Februar 2016 mit der finanzierenden Bank ein weiterer Kreditvertrag abgeschlossen werden, der dazu führt, dass das Kreditvolumen um EUR 1,0 Mio. erhöht und die bestehende Kapitaldienstreserve auf rund EUR 0,7 Mio. vermindert wurde. Gleichzeitig verminderte sich das mit Rangrücktritt versehene Gesellschafterdarlehen der 3U HOLDING AG, welches diese der Solarpark Adelebsen GmbH als Eigenkapitalanteilersatz zur Verfügung gestellt hat, von EUR 3,0 Mio. auf EUR 2,0 Mio., so dass der 3U HOLDING AG aus der Tilgung des Darlehens EUR 1,0 Mio. zugeflossen sind. Vermögenslage Die Bilanzsumme der 3U HOLDING AG belief sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 64,56 Mio. (Vorjahr: EUR 60,31 Mio.) und hat sich damit geringfügig um 7,0% erhöht. Die Finanzanlagen haben sich um EUR 2,77 Mio. auf EUR 12,44 Mio. (Vorjahr: EUR 15,21 Mio.) insbesondere aufgrund der Darlehensreduzierung gegenüber der Solarpark Adelebsen GmbH und der Abschreibungen auf Finanzanlagen reduziert. Der Anteil an der Bilanzsumme sank auf 19,3 % (Vorjahr: 25,2 %). Das Umlaufvermögen inklusive aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 29,29 Mio. (Vorjahr: EUR 21,73 Mio.) lag bei 45,4 % (Vorjahr: 36,1 %) der Bilanzsumme. Wesentlicher Bestandteil dieses Postens sind die konzerninternen kurzfristigen Ausleihungen mit einem Buchwert in Höhe von EUR 23,62 Mio. (Vorjahr: EUR 17,35 Mio.). Zu dieser Veränderung hat insbesondere die Herabsetzung der Wertberichtigung auf das Darlehen der 3U ENERGY AG beigetragen. Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel sind um EUR 0,28 Mio. auf EUR 2,29 Mio. (Vorjahr: EUR 2,01 Mio.) gestiegen. Das Eigenkapital betrug EUR 48,82 Mio. (Vorjahr: EUR 44,55 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt im Jahr 2016 damit 75,6 % (Vorjahr: 73,9 %). Innerhalb der Verbindlichkeiten haben sich die Bankverbindlichkeiten aufgrund laufender Tilgungszahlungen auf EUR 7,79 Mio. (Vorjahr: EUR 8,29 Mio.) vermindert. Gesamtaussage Insgesamt ist der Vorstand mit der Entwicklung in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden. Auch ohne die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen hätte die 3U HOLDING AG ein leicht positives Ergebnis erzielt. Die 3U HOLDING AG war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und dies ist auch für 2017 gewährleistet. Die Vermögenslage ist insbesondere aufgrund der weiterhin sehr guten Eigenkapitalquote nach wie vor als zufriedenstellend zu bezeichnen. NachtragsberichtIm Januar 2017 ist der Ende des Jahres 2016 fertiggestellte Windpark Schlenzer mit einer elektrischen Leistung von 5,5 MW in Betrieb genommen worden. Mit Datum vom 1. Februar 2017 hat die 3U HOLDING AG 25 % der RISIMA Consulting GmbH erworben und hält damit 100 % an der Gesellschaft. Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtRisikoberichtRisikomanagementsystem der 3U HOLDING AG Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen von Risiken zugunsten des unternehmerischen Erfolgs ist unumgänglich und sinnvoll. Der 3U Konzern setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und zu steuern, und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik des 3U Konzerns legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risiko- und Chancenmanagementsystem der 3U HOLDING AG trägt den Namen „3U-RICH“. Im Rahmen des Risikomanagements werden in den regelmäßigen Reportings durch den Risikomanager in erster Linie nur Risiken betrachtet. Chancen werden insbesondere in den Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften identifiziert und dokumentiert. Eine umfassendere Analyse und Auswertung erfolgt jedoch durch den Vorstand und die Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung. Das Risiko management dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolges und der Senkung der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen, und um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt der Vorstand über ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem. Dieses konzernweite Risikomanagementsystem umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften. Daher ist die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Chancen und Risiken sowie der risikobewusste Umgang mit diesen ein zentraler Ausdruck unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem dynamischen Marktumfeld. Das Risikomanagementsystem wird den sich ändernden Rahmenbedingungen entsprechend angepasst und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden. Im Hinblick auf eine optimale Berichterstattung werden im Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG die wesentlichen Risiken von allen Tochtergesellschaften methodisch einheitlich reportet. Zusätzlich werden in den einzelnen Gesellschaften vorhandene spezifische Risiken von diesen bewertet. Das Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Der 3U Konzern hat im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Themen Compliance, Rechnungslegungsprozess und IKS in das Risikomanagementsystem eingebunden. Dabei orientiert sich die 3U an dem international anerkannten Standard COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für angemessen hält. Vorstand und Aufsichtsrat des 3U Konzerns verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht. Risikomanagementstrategie Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen. Verantwortungs- und Reportingkonzept Das vom Vorstand des 3U Konzerns für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Alle Mitarbeiter des Konzerns sind angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Risikoverantwortlichen. Regelmäßige Schulungen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter der Vorgaben und der Systematik bewusst sind. Mit Unterstützung der professionellen Risikomanagementsoftware r2c der Schleupen AG können die Prozess- und Arbeitsabläufe im Risikomanagement innerhalb des Konzerns im Hinblick auf Effektivität und Effizienz des Systems zunehmend weiter verbessert werden. Die Software unterstützt sowohl die Risikoverantwortlichen als auch den Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken in allen Konzerngesellschaften. Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand des 3U Konzerns. Dieser wird mindestens monatlich durch den Risikomanager im Rahmen von standardisierten Reportings über die aktuelle Risikosituation und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhält auch der Aufsichtsrat des 3U Konzerns unmittelbar durch den Risikomanager des Konzerns dieses standardisierte monatliche Reporting. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind verpflichtet, sich über einen Zugriff auf die Risikomanagementsoftware fortlaufend über die Risikolage in ihren Gesellschaften zu informieren. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware ist der Detaillierungsgrad in der monatlichen Berichterstattung deutlich gestiegen. Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit dem Risikomanager und ggf. den Risikoverantwortlichen über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen, basierend auf aktuellen Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig den Aufsichtsrat über diese Risikoentwicklung und die veranlassten Maßnahmen. Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im Risikomanagementsystem sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien wird dem Aufsichtsrat mindestens zwei Mal jährlich im Rahmen von Konsultations- und Auditprozessen im Beisein des Risikomanagers Bericht erstattet. Dabei werden auch die Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement berücksichtigt, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. § 107 Abs. 3 S. 2 AktG systematisch erfüllt. Methodik des Risikomanagementsystems In dem Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG werden in Risikoinventuren teilweise bis hinunter auf Abteilungsebene der einzelnen Tochterunternehmen die Chancen und Risiken des 3U Konzerns so vollständig wie ökonomisch sinnvoll erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen so früh wie möglich zu identifizieren und aussichtsreiche Entwicklungen zu erkennen. Die dabei identifizierten Risiken und Chancen werden nach möglichen Schadenshöhen/Ergebniserwartungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet. Die Steuerung bzw. Behandlung dieser Risiken und Chancen erfolgt auf zwei Wegen. Für die im Rahmen dieser Risikoinventur identifizierten Risiken werden Indikatoren mit Messwerten und zugehörigen Schwellenwerten festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Die ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoverantwortlichen und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen und sind Bestandteil eines monatlichen Reportings. Chancen werden im Rahmen der jeweiligen Unternehmensstrategie gesteuert und sind derzeit nicht Bestandteil des laufenden Reportings. Im Berichtsjahr wurde die systematische Dokumentation von identifizierten Chancen aus den Risikoinventuren fortgesetzt. Obwohl Chancen untrennbar mit Risiken zusammenhängen, unterscheiden sich deren Charakteristika aber von denen der Risiken, was einen differenzierteren Umgang erforderlich macht (Chancen können sich z. B. nur dann auszahlen, wenn sie auch wahrgenommen und bewusst genutzt werden und benötigen in der Regel einen längeren Zeitraum, um sich zu entwickeln und realisieren zu lassen). Daher werden die identifizierten Chancen nicht wie die Risiken mittels der Software monatlich bewertet, sondern regelmäßig überprüft und Maßnahmen ggf. angepasst. Festlegung des Risikoverständnisses Das Risiko ist die Möglichkeit einer negativen Abweichung des tatsächlichen Ergebnisses vom erwarteten Ergebnis (Unternehmensziel). Hierbei besteht die Gefahr, dass unerwünschte Ereignisse eintreten (Vermögensverlust bzw. Ertragsminderung) oder die Gefahr, dass erwünschte Ereignisse nicht eintreten (verpasste Chancen). Abgrenzung der Begriffe Brutto- und Nettorisiko Die Bewertung der identifizierten Risiken im Rahmen der Risikoinventuren erfolgt über die Methodik der sogenannten Brutto-bzw. Nettorisiken. Bei der Bestimmung der Bruttorisiken werden die kompensierenden Kontrollen der Risikobegrenzung und -Steuerung zunächst nicht berücksichtigt. Als kompensierende Kontrollen werden Maßnahmen definiert, die ein Risiko vermeiden, vermindern oder verlagern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Risiken auf einem vertretbaren Niveau zu akzeptieren, sofern eine weitere Reduktion nicht wirtschaftlich ist. Eine reine Betrachtung der Bruttorisiken ist deshalb notwendig, da bei einer reinen Nettobetrachtung die Gefahr besteht, dass aktuell gut kontrollierte, bestandsgefährdende Risiken nicht fortlaufend und zeitnah überwacht werden. Dies könnte dazu führen, dass Veränderungen in den Prozessen und daraus eventuell resultierende Risiken nicht rechtzeitig erkannt werden. Basis für das operative Risikomanagement sind die verbleibenden Nettorisiken. Sie resultieren, wenn die bestehenden kompensierenden Kontrollen in der Risikobetrachtung Berücksichtigung finden. Die Bruttorisiken werden durch die internen Kontrollen zu Nettorisiken (Restrisiken) ![]() Die Risikobewertungen werden sowohl der Brutto- als auch der Nettorisiken in den Kategorien Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit mit Hilfe von Kennzahlen durchgeführt. Für die Eintrittswahrscheinlichkeit sind folgende Kennzahlen vergeben:
Die Schadenshöhen werden auf Einzelgesellschaftsebene für jede Gesellschaft individuell festgelegt. Einzelne Risiken werden auf Konzernebene aggregiert und gemäß einem Bewertungsschema kategorisiert. Die Schadenshöhen der Risiken im Konzern orientieren sich am gezeichneten Kapital 3U HOLDING AG. Die Kennzahlen werden unterschiedlichen Schadenshöhen (Auswirkungen/Schaden) zugeordnet:
Aus der Multiplikation der Kennzahlen für Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit lässt sich eine Einteilung in vier Risikoklassen ableiten. Risikoklassen ![]() Die Risikoklasse 1 ist dabei die höchste Kategorie und die sich darin befindlichen Risiken sind möglicherweise bestandsgefährdend. Alle in den Risikoinventuren identifizierten Risiken werden gesteuert. Dabei unterscheiden sich die eingesetzten Maßnahmen in Ihrem Umfang. Ausnahmen sind allerdings im Einzelfall möglich. Dies ist dann durch den Vorstand zu genehmigen. Dazu gehört beispielsweise die Herausnahme eines Risikos aus der Steuerung, wenn im Rahmen des monatlichen Reportings über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten die Bewertung in der Risikoklasse 4 liegt. Im Anschluss an die Risikoinventuren werden die ermittelten Kennzahlen in die Software übertragen. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die Kennzahlen und die Klassen anhand der quantitativen Bewertung in Schadenshöhe in Euro und Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent dargestellt. Aus der Multiplikation dieser beiden Größen ergibt sich dann ein Erwartungswert in Euro. Dieser ist wiederum übertragbar in die Darstellung der Risikoklassen. Um die Verständlichkeit zu erhöhen und die Auswirkungen besser zu erläutern, sind in der folgenden Darstellung ausgewählte wesentliche Brutto-Risiken des Konzerns auf Segment-Ebene in ihrer Netto-Betrachtung qualitativ aufgeführt.
Risiken Die wesentlichen aktuellen und zukünftigen Risiken im Konzern Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Segmenten genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einzelgesellschaften und aggregiert die des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten. Die Risiken in den Segmenten ITK und Erneuerbare Energien waren auch im Berichtsjahr 2016 diejenigen Risiken mit dem höchsten Risikopotenzial in Bezug auf Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dies liegt daran, dass die Erwartungswerte im Hinblick auf die Schadenshöhen bei Eintritt eines Risikos in diesen beiden Segmenten deutlich über den Erwartungswerten der Schadenshöhe bei Eintritt eines Risikos im Segment SHK oder anderer Risiken, die mittelbar oder unmittelbar auf den 3U Konzern wirken, lagen. In den Risikoinventuren der schon im Vorjahr im Konzern befindlichen Gesellschaften wurden überwiegend die Risiken aus den zurückliegenden Risikoinventuren bestätigt, lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Die Variierung berücksichtigt dabei die geänderten Markt- bzw. operativen Bedingungen. Aber auch neue Risiken und Risikoszenarien wurden identifiziert und bewertet. Werden durch den Konzern Investitionen in neue Gesellschaften getätigt, werden diese einer Risikoinventur unterzogen, um gesellschaftsspezifische Risiken zu identifizieren und zu bewerten und anschließend in das Konzernsystem und -reporting zu integrieren. Allgemeine wirtschaftliche Risiken in den Segmenten Es sind einzelne Risiken in allen Segmenten des Konzerns zu erkennen, deren Identifizierung, Bewertung und Steuerung über die Segmentgrenzen hinaus erforderlich waren. Dazu gehören neben operativen auch strategische Risiken. Die operativen Risiken konzentrieren sich in allen Unternehmenssegmenten auf Vertragsverpflichtungen, mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen, auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse. Die strategischen Risiken beziehen sich u.a. auf die Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Jedes betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens basiert auf Verträgen, u. a. mit Geschäftspartnern. Nahezu alle Teile der Organisationsstruktur im Konzern sind davon betroffen. Vertragsrisiken bestehen z. B. in der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei der Vertragsgestaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und in der Vertragsdurchsetzung mit Geschäftspartnern. Der Konzern steuert dieses Risiko in Form eines Vertragsmanagements durch die konzerninterne Rechtsabteilung. Darüber hinaus werden bei der Auswahl von Geschäftspartnern spezifische Kriterien geprüft und bewertet. Die Dienstleistungen der Segmente Telefonie und Services basieren im Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Auch im Segment Erneuerbare Energien ist der Einsatz dieser Technologien von großer Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Durchführung kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet der 3U Konzern unter anderem dadurch, dass sich die Ausrichtung des Informationssicherheitsmanagementsystems an der ISO 27001 orientiert. In allen Unternehmensteilen des 3U Konzerns wird hoch qualifiziertes Personal benötigt. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmen könnte das Erreichen der jeweiligen Unternehmensziele gefährden. Daher wird das Personalmanagement aller Unternehmensteile zentral über die 3U HOLDING gesteuert. Entsprechend der Planung werden geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht und eingestellt bzw. bereits vorhandenes Personal über eine Nachfolgeplanung qualifiziert. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze der Mitarbeiterführung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht. Diese Maßnahmen greifen auch, wenn aufgrund von Beteiligungen und Übernahme von Gesellschaften durch die 3U HOLDING Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu in den Konzern integriert werden. Um die Konzernziele erreichen zu können, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Produktivität des Konzerns abgestimmt sein. Dies gilt auch für Gesellschaften, die durch Kauf oder Beteiligung der 3U in die Konzernstrukturen integriert werden. Der Einsatz von modernen Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden. Ein effektiver und effizienter Ablauf in allen Geschäftsprozessen vermindert auch das Risiko einer mangelnden Kundenzufriedenheit. Compliancemanagement Das Compliancemanagement ist Teil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können und die sich ergebenden Risiken weiter zu vermindern, wurde das Compliancemanagement kontinuierlich optimiert. Wesentliche Bestandteile des Compliancemanagements bilden ein Wertemanagementsystem, ein „Whistleblowing“-Prozess sowie weitere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen. Regelmäßig finden Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Hinblick auf einzuhaltende Regeln und Vorgaben statt. Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen Risiken aus der Regulierung und Änderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation/IT und besonders Erneuerbare Energien werden für die gegenwärtigen Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Besonders die Diskussionen im Hinblick auf die Förderung erneuerbarer Energien haben im Markt für Verunsicherung gesorgt. Im Berichtsjahr konnte die 3U mit der Entwicklung von Windparkprojekten zwar einen wichtigen Schritt im Bereich Erneuerbare-Energien-Projekte machen, eine sachgerechte und nachhaltige Planung von Großprojekten in diesem Segment wird jedoch durch fortdauernde Änderungen der gesetzlichen Grundlagen, wie bspw. durch das ab 2017 eingeführte Ausschreibungsmodell, erschwert. Die Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können. Risiken aus dem Segment ITK In diesem Segment ist nach wie vor Call-by-Call ein wichtiges Produktsegment. Ein generelles Risiko stellen dabei die vielfältigen Flatrate-Angebote dar. Die Festnetz-Flatrates machen Call-by-Call für innerdeutsche Festnetztelefonate überflüssig. Die immer geringere Inanspruchnahme von Call-by-Call-Angeboten hat bewirkt, dass der Markt seit 2008 um ca. drei Viertel geschrumpft ist. Ein ähnliches Risiko besteht durch Flatrates im Mobilfunk, welche i. d.R. eine Flatrate für Mobil- und Festnetz beinhalten. Die Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk führt zu sinkenden Erträgen. Preise von Mobil zu Mobil unter Festnetzniveau stellen auch ein Risiko für das Call-by-Call-Geschäft dar. Ein weiteres Risiko besteht darüber hinaus durch die Technologie Voice over IP (VoIP), da Minutenpreise durch Flatrate-Angebote unter Druck geraten. Dem erwartungsgemäßen Umsatzrückgang im Call-by-Call-Markt begegnet das Segment ITK unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem sowie die zunehmende Fokussierung auf profitable Nischen (z. B. Rechenzentren). Die Cloud-Aktivitäten operieren in einem dynamischen Marktumfeld mit innovativen Lösungen. Hier besteht das Risiko, dass Anforderungen und Entwicklungen nicht rechtzeitig erkannt und umgesetzt werden. Daher wird der Markt sehr genau beobachtet und wenn es wirtschaftlich vertretbar und angemessen ist, werden die Lösungen entsprechend angepasst. So konnte auch 2016 das Geschäftsmodell weiterentwickelt werden. Die Anzahl der Anwender der Cloud-Produkte steigt stetig an. Hier besteht das Risiko einer fehlenden Kunden zufriedenheit insbesondere aufgrund von unterschiedlichsten Erwartungen. Durch Einsatz einer regelmäßigen Qualitätsprüfung und durch engen Kontakt mit den Kunden wird diesem Risiko begegnet. Um den Risiken einer nichtmarktkonformen Produktentwicklung entgegen zu wirken, werden vermehrt Gespräche mit strategischen Partnern und Finanzinvestoren geführt, um das Wachstum und die Expansion in neue Märkte voranzutreiben. Risiken aus dem Segment Erneuerbare Energien Neben den allgemeinen Risiken im Konzern bestehen in diesem Segment gesetzliche/regulatorische Risiken sowie Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden. Die Diskussionen über die staatliche Förderung erneuerbarer Energien haben auch 2016 zur Verunsicherung der Verbraucher und Versorger und damit verbundener geringer Planungssicherheit beigetragen. Die Unsicherheit im ab 2017 geltenden Ausschreibungsmodell im Bereich der Windkraftprojektentwicklung beschleunigt die aktuell stattfindende Marktkonsolidierung. Mit der Entwicklung von Projekten im Bereich Windkraftanlagen versucht der 3U Konzern die Chancen, die sich in diesem Markt bieten, konsequent zu nutzen. Gut geplante Erneuerbare-Energien-Projekte erfordern zwar hohe Investitionssummen, bieten aber auch eine relativ hohe Wertsicherheit. Die Realisierung solcher Großprojekte beinhaltet auch gesetzliche und genehmigungsrechtliche Risiken, z. B. baurechtliche Auflagen. Diesen Risiken begegnet die 3U HOLDING AG u. a. durch den Einsatz von qualifiziertem internem und externem Personal. Die gesellschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können. Mit seinem Geschäftsmodell war der 3U Konzern schon bisher von der sinkenden Vergütung gemäß EEG betroffen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 (EEG 2017) wurde der gesetzliche Anspruch auf eine EEG-Förderung durch ein Auktionsverfahren abgelöst. Das von der Bundesnetzagentur durchgeführte Gebotsverfahren bestimmt mit dem Zuschlag auch die konkrete Förderhöhe für die jeweilige Anlage. Das Verfahren gilt für alle Anlagen, die nach dem 1. Januar 2017 genehmigt werden. Diesen speziellen Herausforderungen in diesem Teilbereich der Erneuerbaren Energien begegnet der 3U Konzern mit besonderer Vorsicht, sofern sich die Risiken nicht durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen reduzieren lassen. Risiken aus dem Segment SHK Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden, wie z. B. Lieferanten- und Forderungsausfall oder Veränderungen in den Einkaufs- und Verkaufspreisen, werden durch das Lieferanten- und Forderungsmanagement gesteuert. Zahlungsausfälle zu vermeiden, offene Forderungen an Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen möglichst ohne Ausfälle einzutreiben und die gesamten Bereiche des Kreditmanagements, des Konditionenmanagements und auch des Debitorenmanagements sind die Aufgaben des Forderungsmanagements im weitesten Sinne. Im engeren Sinne bezeichnet das Forderungsmanagement das Eintreiben offener Zahlungen aus Lieferungen, Leistungen und Krediten, die bereits in Verzug geraten sind. Das Forderungsmanagement sichtet, ordnet, registriert und organisiert die offenen Zahlungen und sorgt dafür, dass bei Zahlungsverzug der Rechnungsempfänger rechtzeitig, umfassend und wirkungsvoll an seine Vertragspflichten aus dem Abverkauf von Waren oder Leistungen erinnert wird. Im Auftrag des Rechnungsstellers übernimmt das Forderungsmanagement die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen Unternehmen und Kunden. Damit sichert ein professionelles Forderungsmanagement die fortlaufende Liquidität der Unternehmen. Durch die regelmäßige Durchführung umfassender Lieferantenbeurteilungen und -bewertungen wird das Risikopotenzial in diesem Bereich ebenfalls reduziert. Finanzrisiken Der 3U Konzern ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen. Wesentliche Risiken betreffen bei möglicher Unterschreitung der geplanten Ergebnisse die Kapitalausstattung und Finanzierungskraft, da eine geringe Eigenkapitalausstattung zu einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Gesellschaft führen kann, dies insbesondere bei Akquisitionen und bei Abschluss von Anschluss- oder Neufinanzierungen. Ein weiteres wichtiges Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen oder wenige wesentliche Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Werden durch den 3U Konzern Auslandsgeschäfte getätigt, werden in diesem Zusammenhang Währungsrisiken einer intensiveren Betrachtung und Analyse unterzogen und - wenn ökonomisch sinnvoll - auch Kurssicherungsgeschäfte vorgenommen. Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten. Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden messbare Erfolge im Management des Ausfall- und Zinsänderungsrisikos erzielt, u.a. durch die Unterstützung externer Dienstleister und Geschäftspartner mit entsprechender Expertise. Finanzinstrumente werden im 3U Konzern nur zur Absicherung des Grundgeschäftes verwendet. Bevor Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden sorgfältige Risikoanalysen und -bewertungen durchgeführt, um durch adäquate Maßnahmen das Risikopotenzial zu minimieren. Die 3U HOLDING AG hat eine nahezu ambivalente Haltung zu dem aktuell niedrigen Zinsniveau. Auf der einen Seite ist sie davon negativ betroffen, da sie ihre liquiden Mittel ausschließlich in Sichteinlagen und festverzinslichen kurzfristigen Anlagen investiert hat und dadurch aktuell nur geringe Zinseinnahmen generiert. Gleichzeitig nutzte die 3U das niedrige Zinsniveau, um sich langfristiges Fremdkapital zu attraktiven Zinssätzen zu sichern. Da das niedrige Zinsniveau in Deutschland vorerst Bestand haben sollte, plant 3U bei zukünftigen Investitionen in den Ausbau bestehender sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder vermehrt Fremdkapital einzusetzen. Einschätzung des Managements zur Gesamtrisikosituation Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns ausgehen. Unsere wesentlichen Herausforderungen umfassen insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen und den intensiven Wettbewerb. Die Veränderungen in der Risikoentwicklung aller Segmente haben Maßnahmen seitens des Vorstands erforderlich gemacht. Unser Risikomanagementsystem in Verbindung mit weiteren Planungssystemen und Reports ermöglicht das frühzeitige Erkennen von möglichen Risiken und unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen abweichen und sogar den Fortbestand des 3U Konzerns in einem überschaubaren Zeitraum gefährden könnten. Im Geschäftsjahr 2016 hat der 3U Konzern eine neue Segmentstruktur erhalten. Während die Segmente Telefonie und Services zusammengefasst wurden, wurde das bisherige Segment Erneuerbare Energien in zwei Segmente aufgeteilt. Die gesamte Risikosituation des Konzerns hat sich dadurch jedoch nicht verändert. ChancenberichtIm 3U Konzern werden Chancen und Risiken systematisch identifiziert und ausgewertet. Potenzielle Chancen werden im Rahmen der Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften erörtert und dokumentiert, um hierdurch auch potenzielle Risiken erkennen und abgrenzen zu können. Die weitergehende Analyse und Beurteilung von Chancen sowie mögliche Maßnahmen obliegen dem Vorstand und der Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie. Da Chancen auch immer mit Risiken einhergehen, ist es sinnvoll, Risiken und Chancen, wo möglich, immer gemeinsam zu betrachten, um unter einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge potenzielle Gewinnchancen bewusst und kontrolliert nutzen zu können. Im Folgenden sind die wesentlichen Chancen, die innerhalb der einzelnen Segmente identifiziert wurden, dargestellt. Auch hierbei sollte berücksichtigt werden, dass der 3U Konzern im Geschäftsjahr 2016 eine neue Segmentstruktur erhalten hat. Segment ITK Grundsätzlich gehen die Umsätze und Deckungsbeiträge im Call-by-Call-Geschäft und insgesamt im Bereich Voice Retail zurück. Zwar ist der 3U Konzern auch von dieser Entwicklung betroffen, konnte aufgrund seiner Strategie aber weiterhin bedeutende Margen in diesem Bereich erzielen. Insbesondere kann durch eine hohe Prozessautomatisierung, aktives Tarifmanagement sowie Nutzung der Einkaufssynergien aus dem Bereich Voice Business der Rückgang der Margen im Call-by-Call-Geschäft stark verlangsamt werden. Wenngleich davon ausgegangen werden muss, dass die Umsätze im klassischen Voice-Retail-Bereich auch langfristig weiter sinken werden, bergen neue Produkte im Bereich Data Center Services & Operation profitable Chancen für das Segment ITK. Die Rechenzentren in Hannover und Berlin bieten langfristig bedeutendes und stabiles Ertragspotenzial. Im Bereich Voice Business führt eine kontinuierliche Optimierung der Technologieplattform zur Kostensenkung bei gleichzeitiger Flexibilitätssteigerung. Damit besteht die Chance, die Deckungsbeiträge und die Umsätze in diesem Bereich zu steigern. Der 3U Konzern hat seine Aktivitäten im Bereich Cloud Computing im Geschäftsjahr 2016 weiter ausgebaut und die Vermarktung der Business Apps der weclapp Suite vorangetrieben. Die positive Geschäftsentwicklung setzte sich fort. Mittelfristig ist von einer stetig weiter ansteigenden Nutzerzahl der weclapp Suite auszugehen. Eine Expansion in neue Märkte durch die Unterstützung strategischer Partner und Finanzinvestoren wird weiterhin angestrebt. Segment Erneuerbare Energien Der Solarpark Adelebsen produzierte das ganze Jahr über Strom zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen. Seit August 2014 nutzt der Solarpark die Chance der gesetzlichen Förderung der Direktvermarktung und hat dazu einen Vertrag mit der E.ON Energie Deutschland GmbH abgeschlossen. Ein wichtiger strategischer Meilenstein auf dem Weg zum Ausbau des Bereichs Erneuerbare-Energien-Projekte war im Geschäftsjahr 2014 der Kauf von Windparkprojekten sowie der Erwerb eines bestehenden Windparks mit 15 Windkraftanlagen. Die Windparkprojektentwicklung umfasst ein umfangreiches Windparkprojektportfolio. Aktuell befinden sich die Windparkprojektentwicklungen in unterschiedlichen Stadien. Neben Veräußerungen von fertigen Windparks wird 3U aller Voraussicht nach Zusatzerträge durch den selektiven Verkauf von Projekten in früheren Projektphasen generieren. Die 3U HOLDING AG behält sich neben den verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten von Windparkprojekten zudem die Option vor, fertiggestellte Windkraftanlagen selbst im Rahmen ihres Engagements im Bereich Erneuerbare Energien zu betreiben und somit zusätzlichen Cashflow zu generieren. Somit könnte sich hier ein erhebliches Gewinnpotenzial ergeben, sowohl aus dem Betrieb bzw. Verkauf von fertigen Windkraftanlagen als auch aus dem selektiven Verkauf von Projektentwicklungen. Chancen ergeben sich aus dem Ausschreibungsverfahren des EEG 2017 daraus, dass kleinere Projektentwickler die durch die notwendigen Sicherheitsleistungen zusätzlich erhöhten Vorfinanzierungskosten nicht tragen können und ansonsten lukrative Projekte günstig veräußern. Mit der Errichtung der beiden Windparks Lüdersdorf und Schlenzer hat die 3U HOLDING AG die ersten vier selbstentwickelten Windkraftanlagen errichtet. Insgesamt verfügen diese Anlagen über eine elektrische Leistung von 12,1 MW. Neben dem Eigenbetrieb der Anlagen im 3U Konzern und der Erzielung von Einspeisevergütungen gemäß EEG, besteht bei beiden Windparkprojekten die Möglichkeit der Vereinnahmung hoher einmaliger Erträge durch die geplante Veräußerung eines Windparks oder bei einer grundsätzlich möglichen Veräußerung beider Windparkprojekte. Segment SHK Im Onlinehandel konnte die in den letzten Jahren erreichte Position weiter ausgebaut und zusätzliche Marktanteile gewonnen werden. Dazu trug auch die Erweiterung des Produktportfolios um bspw. ein vergrößertes Pumpensortiment, Pelletöfen, dezentrale Lüftungsgeräte und Rohrinstallationssysteme sowie das Fußbodenheizung-Trockenestrichsystem bei. Auch die verbesserte Kundenfreundlichkeit (z. B. längere Servicezeiten und erweiterte Zahlungsmöglichkeiten) sowie die hervorragenden Kundenbewertungen über Trusted Shops eröffnen die Chance für ein überdurchschnittliches Wachstum und so darf von einer weiteren überaus positiven Entwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen werden. Außerdem sind wir im Bereich Heizen, Kühlen, Lüften (HKL) als Anbieter von Einkaufs- und Logistikdienstleistungen für die technische Gebäudeausstattung sowie als Produktions- und Handelsunternehmen für den Großhandel tätig. Das aktuelle Produktportfolio umfasst Produkte für Fußbodenheizung/Heizung, kontrollierte Wohnraumlüftung, Sanitär, Solar, Energie- und Wärmegewinnung sowie Wärmespeicherung und Wärmeversorgung. Zudem wurde im Jahr 2014 mit der Produktion kaschierter Ware, einer Grundkomponente im Bereich der Fußbodenheizung, begonnen. Mit dem Trockenestrichsystem ClimaTE 25 vertreiben wir ein im Konzern entwickeltes Renovierungssystem, das die hohe Kompetenz der 3U in der Flächentemperierung unterstreicht. Durch die zentrale Steuerung des Einkaufs können wir ein höheres Einkaufsvolumen generieren, als dies den Einzelgesellschaften möglich wäre. In der Folge lassen sich günstigere Einkaufskonditionen realisieren, welche an die Kunden weitergegeben werden können und sich damit die Chance ergibt, überdurchschnittlich Marktanteile gewinnen zu können. Darüber hinaus entwickelt und vertreibt der 3U Konzern Flächenheiz- bzw. Kühlsysteme. Diese zeichnen sich durch hohe Verarbeitungsqualität und Komfort sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Damit entstehen positive Vermarktungsmöglichkeiten mit entsprechenden Ertragspotenzialen. PrognoseberichtKonjunkturausblick Aufgrund der bestehenden Risiken dämpfte der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner jüngsten Konjunkturprognose die Aussichten für die Weltwirtschaft. Die Organisation erwartet laut des veröffentlichten World Economic Outlook zwar, dass die Weltwirtschaft in 2017 mit 3,4 % stärker wachsen wird als im Jahr zuvor (3,1 %), mittelfristig jedoch dürfte das Wachstum der Industriestaaten weiter enttäuschend ausfallen. Für die deutsche Wirtschaft äußerten sich die IWF-Experten relativ optimistisch. Sie erhöhten ihre Wachstumsprognose für 2017 von 1,2 % auf 1,4 %. Damit liegen sie auf einer Linie mit dem Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, die ebenfalls eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,4 % prognostizierten. Angesichts der insgesamt weiterhin positiven konjunkturellen Lage wird die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in 2017 um ca. 1,0 % oder 431.000 Personen steigen, nach einer Zunahme in ähnlicher Größenordnung in 2016 (524.000). Weiterhin werden zusätzliche Arbeitskräfte in hohem Maße aus der stillen Reserve und vor allem aus dem Kreis der Zuwanderer rekrutiert. Die Arbeitslosenquote dürfte trotz anhaltendem Beschäftigungsaufbau jedoch bei 6,1 % verharren, weil die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt langwierig ist. Die Inflationserwartungen der regelmäßig von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragten Ökonomen (Survey of Professional Forecasters) sind vor allem wegen des deutlichen Anstiegs des Ölpreises bei der jüngsten Umfrage gestiegen. Auch mittelfristig rechnen sie mit einem Anziehen der Preissteigerungsrate ab 2017. In 2017 gehen die Volkswirte von einer Jahresinflation von 1,4% aus. Für 2018 und 2019 rechnen sie sogar mit einer Jahresinflationsrate von 1,5 % und 1,6 %. Ausblick ITK Der Umsatz in den Wirtschaftsbereichen Informationstechnologie und Telekommunikation hat nach Berechnungen der Bitkom Research GmbH in 2016 erstmals die Marke von EUR 150 Mrd. (+1,8 %) übersprungen. Wachstumstreiber ist die Informationstechnologie, die 2016 um 3,6 % zulegen konnte. Vor allem die Geschäfte der Softwareanbieter wuchsen mit einem Plus von 6,2 % überdurchschnittlich. Die Umsätze mit IT-Services, in denen sich Aufträge aus der Digitalisierung der Unternehmen besonders stark widerspiegeln, verzeichneten einen Anstieg um 2,7 %, während IT-Hardware um 2,8 % zulegte. Umsätze mit Telekommunikationsdiensten verharrten nahezu auf dem Niveau von 2015. Während die stetig zunehmenden Datenvolumina auch zukünftig für weiteres Wachstum in der Branche sorgen werden, sind die Aussichten für den Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland verhalten. In der Telekommunikationsbranche herrscht ein Verdrängungsmarkt, der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet ist. Staatliche Eingriffe - sowohl national als auch von der EU initiiert - haben einen erheblichen Einfluss auf den für die 3U weiterhin wichtigen Call-by-Call-Markt. Hier ist eine mittelfristige Marktprognose sehr schwierig. Wie in den Vorjahren wird der Markt nach Prognosen des Branchenverbands VATM weiter schrumpfen. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand in diesem Geschäftsbereich für das Geschäftsjahr 2017 mit einer weiterhin rückläufigen Entwicklung analog zum übrigen Markt. Auch für die Zukunft kann im Trend mit steigenden Investitionen bei Rechenzentren gerechnet werden. Die Investitionen in Rechenzentren werden nach Einschätzung von Marktforschern wie IDC, Gartner oder auch A. T. Kearney deutlich zulegen. Nach Ansicht von A. T. Kearney wird der europäische Rechenzentrumsmarkt bis 2020 um mehr als 6 % jährlich wachsen und ein Volumen von EUR 270,4 Mrd. erreichen. Diesen Markt adressiert der 3U Konzern mit seinem Leistungsportfolio DCS (Data Center Services). Der 3U Konzern wird weiterhin die Strategie verfolgen, im Bereich Telefonie profitable Nischen zu identifizieren und wenn möglich zu besetzen. Insbesondere das Leistungsangebot rund um Rechenzentren soll weiter ausgebaut werden und zunehmend Bedeutung erlangen. Das Marktumfeld bleibt weiterhin sehr umkämpft. Inwieweit neue Angebote vor allem aus dem DCS-Bereich sowie auch der Terminierung und der Mehrwertdienste die rückläufigen Umsätze und die damit einhergehenden geringeren Erträge aus dem Call-by-Call- und Callthrough-Geschäft kompensieren können, ist schwer zu prognostizieren. Mit dem Thema Cloud Computing wird ein vielversprechender Markt adressiert. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen bedarfsgerecht und flexibel in Echtzeit als Service über das Internet bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet. Im Cloud Computing fließen verschiedene technische Verbesserungsinnovationen zusammen und erzeugen das Potenzial für eine Basisinnovation im Business. Kostenreduktion, Kostenstrukturveränderungen und Kostenvariabilisierung, Flexibilität und vollkommen neue Geschäftsmodelle sind dafür wichtige Argumente. Es wird erwartet, dass Cloud Computing die gesamte Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihr Geschäft und somit auch die Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden nachhaltig verändern wird. Mit einer schnellen Akzeptanz von Cloud Computing in der Wirtschaft sinkt der Bedarf an technischer Infrastruktur-Expertise. Für Software-Anbieter verschiebt sich das klassische Lizenzgeschäft in Richtung „Software as a Service“ (SaaS). Für die Anwender hat Cloud Computing viele Vorteile. So werden z. B. aus Investitionen variable Kosten. Es wird erwartet, dass in wenigen Jahren fast alle Unternehmen Cloud Computing nutzen werden - zumindest ergänzend. Cloud Computing, Software as a Service, DCS und IT-Services werden von Marktexperten gute Wachstumsaussichten bescheinigt. In diesen Geschäftsfeldern erwartet der Vorstand der 3U HOLDING AG 2017 weiter steigende Umsätze, während die Umsätze im klassischen Geschäftsfeld Telefonie weiter zurückgehen werden. Insgesamt rechnet der Vorstand im Segment ITK aufgrund der abnehmenden Bedeutung des Telefonie-Geschäfts mit einem Umsatz leicht unter Vorjahresniveau und einem entsprechend leicht geringeren EBITDA und Ergebnis. Ab 2018 sollen die neueren Geschäftsbereiche wieder für einen Umsatzanstieg im Segment ITK sorgen. Dies wird einhergehen mit einer Verbesserung der Marge. Ausblick Erneuerbare Energien Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland nimmt weiter zu — ihr Anteil lag im Jahr 2016 schon bei rund 32 % und soll mit den aktuellen politischen Maßnahmen bis zum Jahr 2025 auf etwa 40–45 % steigen. Mit dem Segment Erneuerbare Energien nimmt der Konzern an dem voranschreitenden Wandel in der Energieerzeugung zur Nachhaltigkeit und dem Trend zum ressourcenschonenden Energieeinsatz teil. Der Konzern plant weitere EE-Projekte zu realisieren. Die Rahmenbedingungen werden in diesem Geschäftsfeld maßgeblich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bestimmt. Am 13. Oktober 2016 hat der Deutsche Bundestag die EEG-Novelle 2017 beschlossen. Sie sieht im Wesentlichen eine grundsätzliche Umstellung der Fördermechanismen von festen Einspeisevergütungen pro Kilowattstunde (kWh) installierter Leistung auf ein Ausschreibungssystem vor, bei dem der Zuschlag im Rahmen eines Preiswettbewerbs ermittelt wird. Gleichzeitig soll auch der Zubau mit geplanten jährlichen Zuwachsraten gemessen in Megawatt (MW) gezielter gesteuert werden. Das Ausschreibungsverfahren betrifft grundsätzlich alle Anlagen, die nach dem 1. Januar 2017 genehmigt werden. Bei diesem neuen Verfahren werden im Rahmen einer Auktion die Einspeisevergütungen für neue Projekte marktwirtschaftlich ermittelt, die dann wie bisher für 20 Jahre als feste Einspeisetarife zugesagt werden. Im Zusammenhang mit dem neuen Ausschreibungsverfahren für Strom aus Windenergieanlagen erfahren Bürgerenergiegesellschaften gewisse Erleichterungen, die es ermöglichen sollen, dass z. B. lokale Genossenschaften und Kommunen die Energiewende mitgestalten. Voraussetzung für die Teilnahme am Ausschreibungsverfahren ist insoweit, dass die Gemeinde, in deren Gebiet ein Projekt realisiert werden soll, zu mindestens 10 % an dem Projekt beteiligt ist bzw. die Möglichkeit zur Beteiligung erhalten hat. Für die Bürgerenergiegesellschaft gilt dann unabhängig von ihrem eigenen Gebot der höchste noch bezuschlagte Wert als maßgeblich (für bis zu 6 Windenergieanlagen bzw. 18 MW Leistung). Insgesamt sollen für Windparks an Land etwa jährlich 2.800 MW ausgeschrieben werden. Der jährliche Zubau im Bereich Photovoltaik soll bei 2.500 MW pro Jahr liegen, wobei davon maximal 600 MW über große Solaranlagen realisiert werden sollen. Das Verfahren sieht insgesamt drei Stichtage für Ausschreibungsverfahren pro Jahr vor, diese sind der 1. Februar, der 1. Juni sowie der 1. Oktober. Mit dem geänderten Gesetz hält die Bundesregierung an ihren Ausbauzielen fest, will aber gleichzeitig die Kosten für die Energiewende reduzieren und stärker auf marktwirtschaftliche Anreize setzen. 3U konzentriert sich mit dem Ausbau seiner Windkraftaktivitäten - dies betrifft sowohl Planung & Projektierung als auch Investitionen in Windparks und deren Betrieb - auf einen Bereich, der aktuell ein gutes Chancen-/Risiko-Profil aufweist. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich hängt von verschiedenen Faktoren ab, die heute schwer zu prognostizieren sind. Wir verfolgen die Aktivitäten aller relevanten Marktteilnehmer sehr genau und werden uns entsprechend positionieren. Während das Projektgeschäft relativ volatil ist, werden durch die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien sehr gut planbare Umsätze und Ergebnisbeiträge erzielt. Insgesamt rechnet der Vorstand in diesem Segment für 2017 mit einem leichten Umsatzund Ergebniswachstum sowohl aufgrund größerer Erzeugungskapazitäten als auch wegen des unterdurchschnittlichen Windertrags in 2016. Zusätzliches, jedoch schlecht zu prognostizierendes Potenzial, ergibt sich aus dem Projektgeschäft. Ausblick SHK Erfreulich entwickeln sich weiterhin die Aktivitäten rund um das Thema Heizen, Kühlen und Lüften von Gebäuden. Eine Reihe wichtiger Einflussfaktoren haben hier einen positiven Einfluss. Zum einen bleibt die Baukonjunktur auf absehbare Zeit auf einem hohen Niveau und sorgt damit für eine steigende Nachfrage bei Neuinstallationen im Bereich SHK. Darüber hinaus verlangt der deutsche Gesetzgeber zunehmend einen effizienteren Umgang mit Energie. Dies führt zu einer erheblichen Nachfrage nach Ersatzinvestitionen vor allem auch im Geschäftsbereich Heizung und Klimatisierung. Zu guter Letzt profitieren wir in diesem Segment auch von der Nachfrageverschiebung Richtung Onlinehandel. Aktuell wird in Deutschland nur ein kleiner Teil der Produkte aus dem SHK-Bereich online nachgefragt. Jedoch wächst dieser Anteil sehr stark. Mit unseren Onlinehandelsaktivitäten sind wir vielversprechend aufgestellt, um von diesem Trend zu profitieren. Daher rechnet der Vorstand für 2017 mit einem erneut starken Umsatzwachstum dieser Aktivitäten und mit einem entsprechend steigenden EBITDA und Ergebnis. Ausblick 3U HOLDING AG Das Ergebnis der 3U HOLDING AG als operative Management- und Beteiligungsholding wird maßgeblich durch die Verwaltungskosten und das Finanzergebnis beeinflusst. Die Verwaltungskosten der 3U HOLDING AG sollen im Geschäftsjahr 2017 leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Finanzergebnis ist neben anfallenden Zinsaufwendungen stark abhängig von den Erträgen aus Ausschüttungen und aus Gewinnabführungsverträgen beziehungsweise Aufwendungen aus Verlustübernahmen. Insbesondere Wertansätze von Beteiligungen und Wertberichtigungen auf Ausleihungen an Tochtergesellschaften können erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis 2017 haben. Insgesamt wird beim Finanzergebnis von einer Reduzierung gegenüber einem um die Abschreibungen bereinigten Finanzergebnis des Jahres 2016 ausgegangen. Daher wird im Geschäftsjahr 2017 ein leicht negatives Ergebnis erwartet. Strategische Ausrichtung Für den Konzern steht die nachhaltige operative Profitabilität in den einzelnen Segmenten im Vordergrund. In den letzten Jahren haben wir uns kontinuierlich verbessert und gerade auch in 2016 diesbezüglich große Fortschritte erzielt. Im Segment ITK planen wir mittelfristig das aktuelle Ertragsniveau zu verteidigen. Die erwarteten Rückgänge im Geschäftsbereich Telefonie sollen durch die neueren Geschäftsfelder aufgefangen und zukünftig sogar überkompensiert werden. Im Segment SHK wollen wir vor allem aus eigener Kraft wachsen. Mit unserer innovativen Produktpalette und den wachsenden Onlinehandelsaktivitäten unterstützt durch die eigenen Logistikaktivitäten sind wir hier sehr gut aufgestellt. Unsere Strategie im Segment Erneuerbare Energien sieht grundsätzlich auch anorganisches Wachstum vor. Durch die aktuellen Marktbedingungen wird es sicherlich zu einer weiteren Konsolidierung im Markt kommen. Ob bzw. welche Chancen sich dadurch für die 3U ergeben werden, kann nicht seriös prognostiziert werden. Wir werden die Entwicklung jedoch sehr aufmerksam verfolgen. Der 3U Konzern bleibt seiner Beteiligungsstrategie treu, erfolgreiche Geschäftsteile langfristig auszubauen, bis diese zu attraktiven Konditionen veräußert werden können. Ausblick 3U Konzern Der in den letzten Jahren betriebene Ausbau der erfolgreichen Geschäftsfelder bei gleichzeitigem Rückbau der unter den Erwartungen gebliebenen Aktivitäten hat in 2016 erstmals wieder zu positiven Konzernergebnissen geführt. Die Ertragsstärke des Segments ITK und die zunehmende Bedeutung der Segmente Erneuerbare Energien und SHK stimmen den Vorstand der 3U HOLDING AG zuversichtlich, die folgend formulierten Ziele zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2017 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 21,07 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,32 Mio. im Segment ITK, im Segment Erneuerbare Energien EUR 20,01 Mio., im Segment SHK EUR 0,05 Mio. und EUR 0,70 Mio. bei der Holding investiert werden. Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet der Vorstand mit Umsätzen zwischen EUR 44 Mio. und EUR 49 Mio., einem EBITDA zwischen EUR 4,5 Mio. und EUR 6,5 Mio. sowie einem Konzernergebnis zwischen EUR 0,5 Mio. und EUR 1,5 Mio. Der anteilige oder vollständige Verkauf von Geschäftsteilen gehört zum Unternehmenszweck der 3U HOLDING AG und kann zu Sondereffekten führen. Darüber hinaus verfolgt die 3U HOLDING AG auch das Ziel, durch Akquisitionen anorganisch zu wachsen. Sich hieraus ergebende Effekte sind jedoch nur begrenzt planbar. Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert des 3U Konzerns für die Aktionäre, aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich in einem positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln. Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessDer Rechnungslegungsprozess wird für alle Konzerngesellschaften weitestgehend zentral in der Finanzabteilung der Holding realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung. Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken, Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung unter Berücksichtigung möglicher Risiken sicherzustellen. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Dazu gehören z. B. eine Bilanzierungsrichtlinie, Kontierungsanweisungen sowie die Unterstützung durch externe Berater. Im Berichtsjahr wurde der Rechnungslegungsprozess umfassend analysiert, weiter optimiert und auch in der Dokumentation weiterentwickelt. Das interne Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen („Vier-Augen-Prinzip“). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch das Risikomanagementteam anhand definierter Prüfroutinen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab, damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahres- und Konzernabschlussprüfung die eingesetzten IT-Systeme und deren Anwendungen. Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf ihre Auswirkungen für den 3U Konzern untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen. Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines Risikos an dieser Stelle des Rechnungs legungsprozesses. Dieses Risiko kann verschiedener Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammen wirken von Risiko- und Compliancemanagement und internem Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig optimiert. Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind zugeordnet und dokumentiert. Das implementierte und kontinuierlich weiter entwickelte Risikomanagementsystem mit den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten, z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Konzernrechnungslegung dennoch nicht gewährleisten. Sonstige AngabenÜbernahmerelevante AngabenÜbernahmerechtliche Angaben nach §315 Abs. 4 HGB Bestellung und Abberufung des Vorstands und Satzungsänderungen Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179, 133 AktG. Nach §13 Abs. 2 der Satzung i.V.m. §179 Abs. 2 S.2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals. Grundkapital und Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften. Für weitergehende Informationen verweisen wir auf den Anhang unter 6.7. Am Kapital der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2016 wie folgt beteiligt:
Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 26. August 2019 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.062.803,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen) sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften: 2. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandelrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde: 3. für Spitzenbeträge: 4. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2,186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5,186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht auf Grund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4,186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 3.531.401,00, eingeteilt in bis zu 3.531.401 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U HOLDING AG keine Vereinbarungen. Aktiengeschäfte Nach Maßgabe des Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) NR. 596/2014 haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U HOLDING AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Geschäfte gemeldet:
Sämtliche Aktiengeschäfte wurden auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Directors’ Dealings“ veröffentlicht. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Corporate Governance“ allgemein und dauerhaft zugänglich gemacht. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind. Vergütung des Vorstands Die Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Dabei orientiert er sich an dem am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr vorrangig der testierte Wert der EBITDA-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten Wert bewertet; eine deutliche Verfehlung von budgetierten Umsatzzielen kann zu Abzügen führen. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage des Konzerns fest. Darüber hinaus wurde den Vorstandsmitgliedern eine bestimmte Anzahl von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 gewährt. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des 3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern. Seit dem Kalenderjahr 2011 gilt für die Vorstände der 3U HOLDING AG, dass ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres unter dem Vorbehalt gezahlt wird, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der EBITDA-Entwicklung des Konzerns und der Beteiligungsstruktur sowie die Motivation der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Aufsichtsrat bewertet die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden Jahren und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet ist. Eine von dem Vorstand zu erstattende erfolgsabhängige Vergütung ist von dem Vorstand binnen 90 Tagen nach Zugang des schriftlichen Rückforderungsverlangens des Aufsichtsrats zu zahlen. Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des Vorstands auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger Aktienoptionen. Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. §84 Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund widerrufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung. Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen. Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr 2016
Zufluss für das Berichtsjahr 2016
Außerdem haben jeweils für das Vorjahr Herr Michael Schmidt TEUR 75, Herr Andreas Odenbreit TEUR 18 und Herr Christoph Hellrung TEUR 18 im Berichtsjahr und im Vorjahr als einjährige variable Vergütung erhalten. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten wurden von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Aktienoptionsplan 2011 Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt. Die Aktienoptionen konnten erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Die 3U HOLDING AG war berechtigt, die Ausübung von Optionsrechten in dem Umfang abzulehnen, wie deren Ausübung wegen außerordentlicher, nicht vorhergesehenen Entwicklungen zu einer unverhältnismäßig hohen Vergütung des Bezugsberechtigten führen würde. Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen erhält. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00 Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft („EBT“), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern in Konzernabschluss („EBT“) für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder EUR 25.000,00. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer. Die Aufsichtsratsvergütungen für 2016 betrugen TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 167). Für 2016 wurde eine erfolgs abhängige Vergütung in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 92) zurückgestellt.
*Rundungsbedingte Abweichungen in der Summenzeile Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2016 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 2,5 (Vorjahr: TEUR 1,8), Herr Simon in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0,4), Herr Thies in Höhe von TEUR 1,1 (Vorjahr: TEUR 0,8) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 2,0 (Vorjahr: TEUR 1,3) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2016 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Herr Simon hat im Geschäftsjahr 2016 Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 11,1 (Vorjahr: TEUR 40) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden mit TEUR 10,6 für die 3U ENERGY AG und mit TEUR 0,5 für die ClimaLevel Energie systeme GmbH erbracht (Vorjahr: TEUR 28 für die 3U HOLDING AG und TEUR 12 für die 3U ENERGY AG). Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme Aktuell gibt es im 3U Konzern kein aktives Aktienoptionsprogramm. Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die im Rahmen des Aktienoptionsplans ausgegebenen 4.602.500 Aktien optionen sind damit vollständig verfallen. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den Jahresabschluss — bestehend aus Bilanz, Gewinn- und Verlustrechnung sowie Anhang - unter Einbeziehung der Buchführung und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns der 3U Holding AG, Marburg, für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Buchführung und die Aufstellung von Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den deutschen handelsrechtlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegen in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Jahresabschluss unter Einbeziehung der Buchführung und über den Bericht über die Lage der Gesellschaft und Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Jahresabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Jahresabschluss unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld der Gesellschaft sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben in Buchführung, Jahresabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der angewandten Bilanzierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Jahresabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Jahresabschluss den gesetzlichen Vorschriften und den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung der Grundsätze ordnungsmäßiger Buchführung ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Jahresabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage der Gesellschaft und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, 3. März 2017 BDO AG gez. Fritz, Wirtschaftsprüfer gez. Barhold, Wirtschaftsprüfer Versicherung der gesetzlichen VertreterBilanzeid nach § 289 Abs. 1 S. 5 HGBWir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Jahresabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Gesellschaft vermittelt und im Lagebericht, der mit dem Konzerlagebericht der 3U Holding AG zusammengefasst ist, der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage der Gesellschaft so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung der Gesellschaft beschrieben sind.
Marburg, den 3. März 2017 Der Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 informieren: Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2016 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Als Folge einer Analyse der Wertpotenziale der Konzerngeschäfte sowie der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Aufsichtsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben. Sitzungen und Teilnahme Im Geschäftsjahr 2016 haben insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen (18. Februar 2016, 18. März 2016, 25. Mai 2016, 31. Mai 2016, 29. August 2016, 11. November 2016 und 15. Dezember 2016) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Die Mitglieder des Vorstands haben an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in intensivem Kontakt und hat sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns befasst. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorstand zeitnah über einzuleitende Maßnahmen in den Tochtergesellschaften ausgetauscht und diese mit dem Vorstand kritisch erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand kontinuierlich über Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung unterrichten lassen und diese mit dem Vorstand erörtert. Wesentlicher Gegenstand der Erörterungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie der internen Diskussionen im Aufsichtsrat war dementsprechend die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie die Finanzlage des Unternehmens. Wesentliche Entwicklungen in den verschiedenen Beteiligungsgesellschaften wurden dem Aufsichtsrat durch deren Geschäftsführer erörtert. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planwerten und definierten Zielen ausführlich erläutern und begründen. Im Rahmen der Erörterung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat mit den sich stetig verändernden Rahmenbedingungen für die Telefonie und Erneuerbare-Energien-Projekte und den damit verbundenen Anpassungsmaßnahmen. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen dabei u. a. die Preisgestaltung durch die Deutsche Telekom, Regulierungsentscheidungen durch die Bundesnetzagentur, Chancen und Risiken im Wholesale-Bereich sowie der Ausbau der Services rund um die Rechenzentren. Intensiv wurden ebenfalls die Entwicklungen beim Cloud Computing sowie dem IT-Lizenzhandel beraten. Im Segment Erneuerbare Energien befasste sich der Aufsichtsrat mit Plänen zum Ausbau des Bereichs Windparkprojekte. Verschiedene Optionen wurden gründlich geprüft und intensiv zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erörtert. Sowohl die Windparkprojekte, die innerhalb der 3U ENERGY PE entwickelt werden, als auch der Kauf externer Windparks spielten in diesem Rahmen eine wichtige Rolle. Diskussionsschwerpunkte waren darüber hinaus der Ausbau des Segments SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) und hier insbesondere auch die Entwicklung des Onlinehandels nach der zum Jahresende 2015 erfolgten Anteilsübernahme von den Minderheitsgesellschaftern. Gegenstände der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Compliance- und Corporate-Governance-Themen, und hier insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Neben den Personalfragen innerhalb der Konzerngesellschaften verständigte sich der Aufsichtsrat mit dem Vorstand auf die neuen, ab dem 1. Januar 2017 geltenden, Vorstandsverträge. Wie in der Vergangenheit erhalten alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG auch zukünftig ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich zu 70 % aus einem quantitativen und zu 30 % aus einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat vorrangig der testierte Wert des EBIT (Konzern) im Verhältnis zum in der Budgetplanung prognostizierten Wert („Planungstreue“) und des Weiteren der EBT-(Konzern-)Wert (operatives Ergebnis“) berücksichtigt. Im Rahmen der qualitativen Ziel erreichung bewertet der Aufsichtsrat wie bisher auch die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Das Risikomanagement des Unternehmens war auch, neben der Prüfung durch den Aufsichtsrat, Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Abschlussprüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Diese Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Corporate Governance Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch im Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Im März 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Corporate Governance“ dauerhaft eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB ist ebenfalls dort einzusehen. Darüber hinaus berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat im Corporate-Governance-Bericht und in der Erklärung zur Unternehmensführung über die Corporate Governance bei der 3U HOLDING AG. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2016 Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde durch die Hauptversammlung am 25. Mai 2016 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und in der Bilanzsitzung am 16. März 2017 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die 3U HOLDING AG eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016.
Marburg, 16. März 2017 Der Aufsichtsrat Ralf Thoenes, Vorsitzender EntsprechenserklärungEntsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der 3U HOLDING AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß §161 AktG. Aufsichtsrat und Vorstand der 3U HOLDING AG haben die vom Aktiengesetz geforderte Entsprechenserklärung im Berichtszeitraum am 1. März 2016 und zuletzt im März 2017 abgegeben. Sie kann auf ihrer Internetseite (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/ Corporate Governance“ dauerhaft eingesehen werden. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der 3U HOLDING AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß § 161 AktG.
Düsseldorf/Marburg, im März 2017 Für den Aufsichtsrat Ralf Thoenes Für den Vorstand Michael Schmidt |
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