![]() 3U Holding AGMarburgKonzernabschluss zum Geschäftsjahr vom 01.01.2016 bis zum 31.12.2016Konzernergebnisse im Überblickscroll
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Brief an unsere AktionäreSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, wir blicken auf ein relativ erfolgreiches Geschäftsjahr 2016 zurück. In den meisten unserer verschiedenen Geschäftsbereiche haben wir den positiven Trend fortsetzen können, in dem wir uns auf die aussichtsreichen Aktivitäten fokussiert haben und die Aktivitäten, die hinter unseren Erwartungen zurückblieben reduziert bzw. eingestellt haben. Die Geschäftsentwicklung in den unterschiedlichen Segmenten erwies sich als sehr heterogen. Im Segment ITK verzeichneten wir einen deutlichen Umsatzrückgang, vor allem auch im ersten Halbjahr. Seit vielen Jahren berichten wir, dass der Call-by-Call-Markt weiter schrumpft und damit zu rechnen ist, dass diese Entwicklung weiter voranschreitet. Trotzdem lassen sich im Geschäftsbereich Telefonie zwei sehr erfreuliche Entwicklungen feststellen. Der Umsatzrückgang im Callby-Call fiel geringer aus als im Marktdurchschnitt, da Umsatzanteile gewonnen werden konnten. Darüber hinaus konnte durch einen kontinuierlichen Optimierungsprozess die erzielte Marge gesteigert werden. Rückläufige Erträge im Call-by-Call-Geschäft können zunehmend durch Erträge aus anderen Geschäftsfeldern kompensiert werden. 2016 war das erste Geschäftsjahr, in dem die anderen Geschäftsfelder im Telefonie-Bereich einen höheren Ergebnisbeitrag lieferten als der Call-by-Call-Bereich. Auch in den Bereichen der cloud-basierten Lösungen sowie des Handels mit IT-Lizenzen konnte der Umsatz leicht ausgeweitet und ebenfalls die Marge erhöht werden. Im Segment Erneuerbare Energien machten wir mit unserem im Mai in Betrieb gegangenen ersten selbst entwickelten Windpark Lüdersdorf sowie der Errichtung des Windparks Schlenzer große Fortschritte. In den veröffentlichten Zahlen lässt sich dies jedoch kaum festmachen, da das abgelaufene Jahr das windärmste der letzten 15 Jahre war und in der Folge die Umsätze aus der Einspeisevergütung deutlich geringer ausfielen, als zu erwarten war. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich hängt von verschiedenen Faktoren ab, die heute schwer zu prognostizieren sind. Die Rahmenbedingungen werden in diesem Geschäftsfeld maßgeblich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bestimmt. Am 13. Oktober 2016 hat der Deutsche Bundestag die EEG-Novelle 2017 beschlossen. Sie sieht im Wesentlichen eine grundsätzliche Umstellung der Fördermechanismen von festen Einspeisevergütungen auf ein Ausschreibungssystem vor, bei dem der Zuschlag im Rahmen eines Preiswettbewerbs ermittelt wird. Wir verfolgen die Aktivitäten aller relevanten Marktteilnehmer sehr genau und werden uns entsprechend positionieren. Im Segment SHK profitieren wir von der nach wie vor robusten Baukonjunktur, die auf absehbare Zeit auf einem hohen Niveau bleiben sollte und damit für eine steigende Nachfrage bei Neuinstallationen im Bereich SHK sorgt. Mit unseren Onlinehandelsaktivitäten sind wir Nutznießer der steigenden Nachfrage über das Internet. Insgesamt sind wir sehr zuversichtlich, dass wir in diesem Segment weiterhin schneller wachsen können als der Markt. Ausblick für das laufende Geschäftsjahr Anfang Februar haben wir unsere Prognose für das laufende Geschäftsjahr veröffentlicht. Danach rechnen wir für 2017 im Konzern mit
Diese Prognose berücksichtigt die weiterhin vorhandene Unsicherheit bei den wirtschaftlichen aber vor allem auch den regulatorischen Rahmenbedingungen in den Geschäftsbereichen Telefonie und Windparkprojekte. Trotzdem gehen wir für das laufende Geschäftsjahr von weiteren Fortschritten in allen Segmenten aus und sind sehr zuversichtlich, dass wir uns bei allen wesentlichen Konzernkennzahlen im Vergleich zum Vorjahr verbessern werden. Nach dem erfreulichen Geschäftsergebnis des Jahres 2016 haben Sie als Eigentümer das Recht, am Unternehmenserfolg durch eine Dividende beteiligt zu werden. Daher haben Vorstand und Aufsichtsrat beschlossen, der Hauptversammlung im Mai 2017 vorzuschlagen, für das abgelaufene Geschäftsjahr 2016 eine Dividende in Höhe von EUR 0,01 je Stückaktie auszuschütten. Die Höhe dieser Dividende kann Sie als Aktionäre und uns mittelfristig nicht zufrieden stellen, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung, der auch unsere bilanziellen Erfordernisse berücksichtigt. Es ist erklärte Unternehmensstrategie, unsere Aktionäre am Unternehmenserfolg durch Dividendenausschüttungen angemessen zu beteiligen. Nach einigen Jahren ohne Dividenden soll mit der kommenden Ausschüttung eine neue Phase kontinuierlicher Dividendenzahlungen eingeleitet werden. Mit dem Turnaround im Geschäftsjahr 2016 haben wir einen sehr wichtigen Meilenstein erreicht. Zufrieden gestellt sind damit aber weder wir noch unsere Aktionäre. Für die Zukunft haben wir uns daher eine Menge vorgenommen. Wir wollen die 3U zu einer sowohl ertragreichen als auch wieder wachsenden Beteiligungsgesellschaft machen. Dafür haben wir eine solide Basis, auf der sich aufbauen lässt. Wir werden uns weiterhin mit aller Kraft dafür einsetzen, uns kontinuierlich zu verbessern und damit das Vertrauen unserer Aktionäre in uns sukzessive zu stärken. Wir bedanken uns für Ihre Unterstützung als Aktionäre der 3U HOLDING AG und freuen uns darauf, mit Ihnen an unserer Seite das Unternehmen weiterhin auf Erfolgskurs steuern zu können.
Marburg, im März 2017 Ihr Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit Bericht des AufsichtsratsSehr geehrte Aktionärinnen und Aktionäre, im Folgenden möchte ich Sie über die Arbeit des Aufsichtsrats im Geschäftsjahr 2016 informieren: Zusammenarbeit von Aufsichtsrat und Vorstand Der Aufsichtsrat hat auch im Geschäftsjahr 2016 die Geschäftsführung des Vorstands kontinuierlich überwacht und diesen bei der Leitung des Unternehmens regelmäßig beraten. Wir konnten uns dabei stets von deren Recht-, Zweck- und Ordnungsmäßigkeit überzeugen. Der Vorstand ist seinen Informationspflichten nachgekommen und hat uns regelmäßig, zeitnah und umfassend in schriftlicher und mündlicher Form über alle für die Gesellschaft und den Konzern relevanten Fragen der Strategie, der Planung, der Geschäftsentwicklung, der Risikolage, der Risikoentwicklung und der Compliance unterrichtet. Dies beinhaltete auch Informationen über Abweichungen der tatsächlichen Entwicklung von früher berichteten Zielen sowie Abweichungen des Geschäftsverlaufs von der Planung. Die Mitglieder des Aufsichtsrats hatten stets ausreichend Gelegenheit, sich mit den vorgelegten Berichten und Beschlussvorschlägen des Vorstands kritisch auseinanderzusetzen und eigene Anregungen einzubringen. Insbesondere haben wir alle für das Unternehmen bedeutsamen Geschäftsvorgänge auf Basis schriftlicher und mündlicher Vorstandsberichte intensiv erörtert und auf Plausibilität überprüft. Mehrfach hat sich der Aufsichtsrat ausführlich mit der Risikosituation des Unternehmens, der Liquiditätsplanung und der Eigenkapitalsituation auseinandergesetzt. Als Folge einer Analyse der Wertpotenziale der Konzerngeschäfte sowie der Chancen und Risiken strategischer Schritte wurden dem Aufsichtsrat kritische operative Themen klar und differenziert vorgelegt. Zu einzelnen Geschäftsvorgängen hat der Aufsichtsrat seine Zustimmung erteilt, soweit dies nach Gesetz, Satzung oder Geschäftsordnung für den Vorstand erforderlich war. Der Aufsichtsratsvorsitzende hat auch zwischen den Gremiensitzungen in einem engen und regelmäßigen Informations- und Gedankenaustausch mit dem Vorstand gestanden und sich über wesentliche Entwicklungen informiert. Anhaltspunkte für Interessenkonflikte von Vorstands- und Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat gegenüber unverzüglich offenzulegen sind und über die die Hauptversammlung informiert werden soll, hat es nicht gegeben. Sitzungen und Teilnahme Im Geschäftsjahr 2016 haben insgesamt sieben Aufsichtsratssitzungen (18. Februar 2016, 18. März 2016, 25. Mai 2016, 31. Mai 2016, 29. August 2016, 11. November 2016 und 15. Dezember 2016) stattgefunden, in denen der Aufsichtsrat jeweils vollzählig vertreten war. Die Mitglieder des Vorstands haben an den Aufsichtsratssitzungen teilgenommen, soweit der Aufsichtsratsvorsitzende nichts anderes bestimmt hatte. Der Aufsichtsrat besteht aus drei Mitgliedern und hat keine Ausschüsse gebildet. Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden sowohl in Sitzungen als auch im schriftlichen Umlaufverfahren gefasst. Sämtliche Beschlüsse des Aufsichtsrats wurden einstimmig gefasst. Auch außerhalb der Aufsichtsratssitzungen stand der Aufsichtsrat mit dem Vorstand in intensivem Kontakt und hat sich über den Gang der Geschäfte sowie wesentliche Ereignisse informiert. Schwerpunkte der Beratungen im Aufsichtsrat Auch im abgelaufenen Geschäftsjahr hat sich der Aufsichtsrat intensiv mit der strategischen Entwicklung und Ausrichtung des Konzerns befasst. Der Aufsichtsrat hat sich mit dem Vorstand zeitnah über einzuleitende Maßnahmen in den Tochtergesellschaften ausgetauscht und diese mit dem Vorstand kritisch erörtert. Ferner hat sich der Aufsichtsrat von dem Vorstand kontinuierlich über Maßnahmen zur Kostenoptimierung und Effizienzsteigerung unterrichten lassen und diese mit dem Vorstand erörtert. Wesentlicher Gegenstand der Erörterungen des Aufsichtsrats mit dem Vorstand sowie der internen Diskussionen im Aufsichtsrat war dementsprechend die Umsatz-, Ergebnis- und Geschäftsentwicklung des Konzerns sowie die Finanzlage des Unternehmens. Wesentliche Entwicklungen in den verschiedenen Beteiligungsgesellschaften wurden dem Aufsichtsrat durch deren Geschäftsführer erörtert. Der Aufsichtsrat ließ sich vom Vorstand insbesondere Abweichungen des Geschäftsverlaufs von den aufgestellten Planwerten und definierten Zielen ausführlich erläutern und begründen. Im Rahmen der Erörterung der strategischen Weiterentwicklung des Konzerns befasste sich der Aufsichtsrat mit den sich stetig verändernden Rahmenbedingungen für die Telefonie und Erneuerbare-Energien-Projekte und den damit verbundenen Anpassungsmaßnahmen. Im Mittelpunkt der Erörterungen standen dabei u. a. die Preisgestaltung durch die Deutsche Telekom, Regulierungsentscheidungen durch die Bundesnetzagentur, Chancen und Risiken im Wholesale-Bereich sowie der Ausbau der Services rund um die Rechenzentren. Intensiv wurden ebenfalls die Entwicklungen beim Cloud Computing sowie dem IT-Lizenzhandel beraten. Im Segment Erneuerbare Energien befasste sich der Aufsichtsrat mit Plänen zum Ausbau des Bereichs Windparkprojekte. Verschiedene Optionen wurden gründlich geprüft und intensiv zwischen Aufsichtsrat und Vorstand erörtert. Sowohl die Windparkprojekte, die innerhalb der 3U ENERGY PE entwickelt werden, als auch der Kauf externer Windparks spielten in diesem Rahmen eine wichtige Rolle. Diskussionsschwerpunkte waren darüber hinaus der Ausbau des Segments SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) und hier insbesondere auch die Entwicklung des Onlinehandels nach der zum Jahresende 2015 erfolgten Anteilsübernahme von den Minderheitsgesellschaftern. Gegenstände der Aufsichtsratssitzungen waren im Übrigen Compliance- und Corporate-Governance-Themen, und hier insbesondere die den Corporate-Governance-Grundsätzen entsprechende Effizienzprüfung des Aufsichtsrats. Neben den Personalfragen innerhalb der Konzerngesellschaften verständigte sich der Aufsichtsrat mit dem Vorstand auf die neuen, ab dem 1. Januar 2017 geltenden, Vorstandsverträge. Wie in der Vergangenheit erhalten alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG auch zukünftig ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung. Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich zu 70 % aus einem quantitativen und zu 30 % aus einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat vorrangig der testierte Wert des EBIT (Konzern) im Verhältnis zum in der Budgetplanung prognostizierten Wert („Planungstreue“) und des Weiteren der EBT-(Konzern-)Wert (operatives Ergebnis“) berücksichtigt. Im Rahmen der qualitativen Ziel erreichung bewertet der Aufsichtsrat wie bisher auch die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Das Risikomanagement des Unternehmens war auch, neben der Prüfung durch den Aufsichtsrat, Gegenstand einer Überprüfung durch die mit der Abschlussprüfung beauftragte BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen. Diese Prüfung hat bestätigt, dass der Vorstand der Gesellschaft die nach § 91 Abs. 2 AktG geforderten Maßnahmen in geeigneter Weise ergriffen hat, und dass das bestehende Überwachungssystem geeignet ist, Entwicklungen, die den Fortbestand der Gesellschaft gefährden, frühzeitig zu erkennen. Corporate Governance Die Mitglieder des Aufsichtsrats haben sich auch im Berichtsjahr mit dem Deutschen Corporate Governance Kodex beschäftigt. Im März 2017 haben Vorstand und Aufsichtsrat die Entsprechenserklärung gemäß §161 AktG abgegeben. Die Entsprechenserklärung kann auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Corporate Governance“ dauerhaft eingesehen werden. Die Erklärung zur Unternehmensführung gemäß §289a HGB ist ebenfalls dort einzusehen. Darüber hinaus berichtet der Vorstand zugleich auch für den Aufsichtsrat im Corporate-Governance-Bericht und in der Erklärung zur Unternehmensführung über die Corporate Governance bei der 3U HOLDING AG. Jahres- und Konzernabschlussprüfung 2016 Die BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft, Essen, wurde durch die Hauptversammlung am 25. Mai 2016 zum Abschlussprüfer gewählt und ist dementsprechend vom Aufsichtsrat mit der Prüfung des Jahres- und Konzernabschlusses beauftragt worden. Der vom Vorstand nach den Regeln des HGB aufgestellte Jahresabschluss der 3U HOLDING AG sowie der nach IFRS aufgestellte Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht für das Geschäftsjahr 2016 sind vom Abschlussprüfer geprüft und jeweils mit einem uneingeschränkten Bestätigungsvermerk versehen worden. Die vorgenannten Unterlagen und die Prüfungsberichte des Abschlussprüfers wurden allen Mitgliedern des Aufsichtsrats rechtzeitig zugeleitet und in der Bilanzsitzung am 16. März 2017 intensiv erörtert. Die verantwortlichen Abschlussprüfer berichteten in dieser Sitzung über die wesentlichen Ergebnisse ihrer Prüfung und standen für ergänzende Auskünfte zur Verfügung. Der Aufsichtsrat hat gemäß § 171 AktG den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG, den Konzernabschluss sowie den zusammengefassten Lagebericht für die 3U HOLDING AG eingehend geprüft und keine Einwendungen erhoben. Der Aufsichtsrat hat dem Ergebnis der Prüfung beider Abschlüsse durch den Abschlussprüfer zugestimmt und sowohl den Jahresabschluss der 3U HOLDING AG als auch den Konzernabschluss zum 31. Dezember 2016 gebilligt; der Jahresabschluss ist damit festgestellt. Der Aufsichtsrat dankt den Mitgliedern des Vorstands und allen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Konzerns für ihre Leistungen und ihr Engagement im abgelaufenen Geschäftsjahr 2016.
Marburg, 16. März 2017 Der Aufsichtsrat Ralf Thoenes, Vorsitzender Corporate Governance BerichtDer Deutsche Corporate Governance Kodex gilt seit dem Jahr 2002. Er wurde zuletzt im Februar 2017 aktualisiert und enthält Regelungen, Empfehlungen und Anregungen für eine sachgerechte und verantwortungsvolle Unternehmensführung. Der Kodex dient dazu, mehr Transparenz zu schaffen, um so das Vertrauen der Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Unternehmensführung deutscher Gesellschaften zu stärken. Die 3U HOLDING AG begrüßt die Bestimmungen des Deutschen Corporate Governance Kodex (DCGK), die sowohl die Interessen der Unternehmen als auch der Anleger bzw. Investoren berücksichtigen. Für die 3U HOLDING AG als Konzern mit einer Vielzahl von Beteiligungen ist eine gute und nachhaltige Unternehmensführung (Corporate Governance) von besonderer Bedeutung. Vorstand und Aufsichtsrat sind der Überzeugung, dass eine gute Corporate Governance, welche die Unternehmens- und branchenspezifischen Gesichtspunkte berücksichtigt, eine wichtige Grundlage für den Erfolg der 3U HOLDING AG ist. Die Umsetzung und Beachtung dieser Grundsätze wird als zentrale Führungsaufgabe verstanden. Vorstand und Aufsichtsrat haben sich auch im Geschäftsjahr 2016 intensiv mit der Corporate Governance der 3U HOLDING AG und des Konzerns sowie mit den Inhalten des Deutschen Corporate Governance Kodex befasst. Die 3U HOLDING AG hat in dem Berichtszeitraum wie in den Vorjahren mit wenigen Ausnahmen den Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex entsprochen. Entsprechenserklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der 3U HOLDING AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß §161 AktG. Aufsichtsrat und Vorstand der 3U HOLDING AG haben die vom Aktiengesetz geforderte Entsprechenserklärung im Berichtszeitraum am 1. März 2016 und zuletzt im März 2017 abgegeben. Sie kann auf ihrer Internetseite (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/ Corporate Governance“ dauerhaft eingesehen werden. Erklärung des Vorstands und des Aufsichtsrats der 3U HOLDING AG zu den Empfehlungen der „Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex“ gemäß § 161 AktG.
Düsseldorf/Marburg, im März 2017 Für den Aufsichtsrat Ralf Thoenes Für den Vorstand Michael Schmidt Weiterentwicklung der Corporate Governance Die 3U HOLDING AG entwickelt ihr Verständnis der guten und verantwortungsvollen Unternehmensführung weiter fort. Einer professionellen und effizienten Unternehmensleitung und -kontrolle im Konzern liegen Governance-, Risiko- und Compliance-Systeme zugrunde. In erster Linie müssen Risiken dort verhindert werden, wo sie entstehen können, und wenn dies nicht möglich ist, müssen sie erfasst und reduziert werden. Um dies zu gewährleisten, sind möglichst automatisierte interne Kontrollen in den Geschäftsprozessen implementiert. Da dies nicht in jedem Fall vollumfänglich realisierbar ist, muss über weitere Kontrollmaßnahmen durch das Management die Wirksamkeit des Kontrollsystems sichergestellt werden. In zweiter Linie erfolgt dies z. B. durch Richtlinien und Arbeitsanweisungen im Rahmen der Ausgestaltung des internen Kontrollsystems, des Risikomanagementsystems und des Compliancemanagementsystems. Durch eine enge Verzahnung von internem Kontrollsystem, Risikomanagementsystem und Compliancemanagementsystem wird ein möglichst hoher Wirkungsgrad bei der Vermeidung und beim Management von Risiken gewährleistet. Der Risikomanager des Konzerns überwacht durch unabhängige Prüfungen die Angemessenheit und Wirksamkeit der implementierten Prozesse und Systeme zum Risikomanagement im weitesten Sinne. Der Risikomanager berichtet direkt dem Vorstandsvorsitzenden und dem Aufsichtsrat. Das Modell wird durch die externe Überwachung des Abschlussprüfers abgerundet, der die Ergebnisse der Prüfungen durch den Risikomanager in seine Beurteilung einbezieht. Angemessenes Kontroll- und Risikomanagement Ein verantwortungsbewusster Umgang mit Risiken gehört zur Corporate Governance bei der 3U HOLDING AG. Für eine professionelle Unternehmensführung ist ein kontinuierliches und systematisches Management der unternehmerischen Chancen und Risiken von grundsätzlicher Bedeutung. Es trägt dazu bei, Risiken frühzeitig zu identifizieren, zu bewerten und durch Maßnahmen zu steuern. Der Vorstand berichtet dem Aufsichtsrat regelmäßig über die aktuelle Entwicklung der wesentlichen Konzernrisiken. Im Aufsichtsrat stehen die Überwachung der Wirksamkeit des Rechnungslegungsprozesses sowie des internen Kontroll- und Risikomanagementsystems regelmäßig im Fokus. Die 3U HOLDING AG entwickelt die einzelnen Systeme kontinuierlich weiter und passt sie sich ändernden Rahmenbedingungen an. Wesentliche Merkmale unseres Kontroll- und Risikomanagementsystems können Sie dem Chancen- und Risikobericht entnehmen. Compliance Compliance als konzernweite Maßnahmen zur Einhaltung von Recht, Gesetz und unternehmensinternen Richtlinien ist bei der 3U HOLDING AG eine wesentliche Leitungs- und Überwachungsaufgabe. Zur Einhaltung von Recht, Gesetz und internen Richtlinien gibt es ein klares Bekenntnis: Verstöße werden im Sinne von „Null Toleranz“ nicht geduldet. Sämtlichen Hinweisen auf Fehlverhalten wird nachgegangen. Ziele des Aufsichtsrats und des Vorstands hinsichtlich ihrer jeweiligen Zusammensetzung und der Zusammensetzung der Führungsebenen unterhalb des Vorstands Derzeitig besteht der Aufsichtsrat aus drei männlichen Mitgliedern. Ihre Bestellung erfolgte bis zur Beendigung der Hauptversammlung, die über die Entlastung für das Geschäftsjahr 2017 beschließt. Es war und ist aktuell weder eine Vergrößerung des Aufsichtsrats noch ein Wechsel im Aufsichtsrat geplant. Daher steht der Aufsichtsrat unverändert hinter seiner Festlegung vom 30. September 2015, dass die Zielgröße für den zu erreichenden Frauenanteil im Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG zum 30. Juni 2017 bei 0% liegt. Der Vorstand besteht derzeit aus drei männlichen Mitgliedern. Der Aufsichtsrat ist der Meinung, dass die Vorstandspositionen derzeit bestmöglich besetzt sind und eine Vergrößerung des Vorstands in Hinblick auf Unternehmensgröße und -struktur nicht angezeigt ist. Daher steht der Aufsichtsrat unverändert hinter seiner Festlegung vom 30. September 2015, dass die Zielgröße für den zu erreichenden Frauenanteil im Vorstand der 3U HOLDING AG zum 30. Juni 2017 bei 0% liegt. Zurzeit gibt es in der 3U HOLDING AG nur eine Führungsebene unterhalb des Vorstands, die gegenwärtig aus drei männlichen Mitgliedern besteht. Der Vorstand steht unverändert hinter seiner Festlegung vom 30. September 2015, dass die Zielgröße für den zu erreichenden Frauenanteil in der Führungsebene unterhalb des Vorstands zum 30. Juni 2017 bei 0% liegt. Vermeidung von Interessenkonflikten Zwischen Aufsichtsratsmitgliedern und der Gesellschaft bestanden im Berichtsjahr Berater- oder sonstige Dienstleistungs- und Werkverträge. Die Vertragsbeziehungen im Geschäftsjahr werden im Vergütungsbericht dargestellt. Interessenkonflikte von Vorstands- oder Aufsichtsratsmitgliedern, die dem Aufsichtsrat unverzüglich offenzulegen sind, traten nicht auf. Die Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen sind im Anhang des Konzernabschlusses unter 8.3 dargestellt. Meldepflichtige Wertpapiergeschäfte sowie Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat Gemäß Art. 19 MAR sind Mitglieder des Vorstands und des Aufsichtsrats oder ihnen nahestehende Personen verpflichtet, meldepflichtige Geschäfte in Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten offenzulegen, wenn der Wert der Geschäfte innerhalb eines Kalenderjahres die Summe von EUR 5.000 erreicht oder übersteigt. Im Geschäftsjahr 2016 wurden folgende Geschäfte der Gesellschaft gemeldet: scroll
Aktionäre und Hauptversammlung Die Aktionäre der 3U HOLDING AG nehmen ihre Rechte in der Hauptversammlung der Gesellschaft wahr, deren Leitung satzungsgemäß der Vorsitzende des Aufsichtsrats übernimmt. Die ordentliche Hauptversammlung findet einmal jährlich statt. Jede Aktie gewährt eine Stimme. Die Anteilseigner können ihr Stimmrecht in der Hauptversammlung entweder selbst ausüben oder durch einen Bevollmächtigten ihrer Wahl oder durch einen weisungsgebundenen Stimmrechtsvertreter der Gesellschaft ausüben lassen. Die Aktionäre haben zudem die Möglichkeit, ihre Stimmen - ohne Bevollmächtigung eines Vertreters - schriftlich durch Briefwahl abzugeben. Auf der Website der Gesellschaft stehen den Aktionären frühzeitig alle Dokumente und Informationen zur Hauptversammlung zur Verfügung. Außerdem besteht die Möglichkeit, per Infoline oder E-Mail Fragen an die Mitarbeiter der Investor-Relations-Abteilung zu richten. Transparenz durch hohe Informationsqualität Unser Dialog mit dem Kapitalmarkt folgt dem Anspruch, alle Zielgruppen umfassend, gleichberechtigt und zeitnah zu informieren und dabei bewertungsrelevante Fakten in möglichst hoher Qualität bereitzustellen. Die Präsentationen, die vor Analysten und Investoren gehalten werden, sind sehr zeitnah auf der Internetseite frei einsehbar. Dort stellt der Bereich Investor Relations auch umfangreiche Daten und Fakten zur Verfügung, die Analysten und Anleger unterstützen, unsere Geschäfte und deren Wertperspektiven besser zu verstehen und zu bewerten. Über die wiederkehrenden Termine wie das Datum der Hauptversammlung oder die Veröffentlichungstermine der Zwischenberichte unterrichten wir in einem Finanzkalender, der im Geschäftsbericht, in den Zwischenberichten sowie auf der Internetseite der Gesellschaft veröffentlicht ist. Über aktuelle Entwicklungen im Konzern informiert ebenfalls unsere Internetseite. Dort werden im Bereich Investor Relations/IR-News und Presse sämtliche Presse- und Ad-hoc-Mitteilungen der 3U HOLDING AG in deutscher und englischer Sprache publiziert. Die Satzung der Gesellschaft ist auf der Website ebenso abrufbar wie die Konzernabschlüsse, Zwischenberichte und Informationen zur Umsetzung der Empfehlungen und Anregungen des Deutschen Corporate Governance Kodex. Alle Interessierten können sich auf der Internetseite zudem in einen IR-Verteiler eintragen, der sie stets aktuell über Neuigkeiten aus dem Konzern informiert. Erklärung zur Unternehmensführung Die aktuelle Erklärung des Vorstands der 3U HOLDING AG zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB ist auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad Investor Relations/Corporate Governance/Erklärung zur Unternehmensführung allgemein und dauerhaft zugänglich. In der Erklärung werden die relevanten Unternehmensführungspraktiken, die über die gesetzlichen Regelungen hinaus angewendet werden, erläutert. Des Weiteren wird die Arbeitsweise von Vorstand und Aufsichtsrat beschrieben und die Zusammensetzung von Vorstand und Aufsichtsrats dargestellt. Vergütungsbericht Ausführungen zur Vergütung des Vorstands und des Aufsichtsrats finden sich im Vergütungsbericht des zusammengefassten Lageberichts, der sowohl Teil des zusammengefassten Lageberichts als auch Teil der Erklärung zur Unternehmensführung ist. Die folgenden Vorstands- und Aufsichtsratsmitglieder waren zum 31. Dezember 2016 am Kapital der Gesellschaft wie folgt beteiligt: scroll
Die 3U AktieDie 3U Aktie im Überblick scroll
Die Aktien der 3U HOLDING AG sind nennwertlose Inhaber-Stammaktien und im Prime Standard der Frankfurter Wertpapierbörse notiert. Neben dem Handel in Frankfurt auf Xetra und Parkett wird die Aktie auch im Freiverkehr in Berlin, Düsseldorf, München und Stuttgart und Tradegate gehandelt. Allgemeine Marktentwicklung Das Aktienjahr 2016 begann so schlecht wie seit Langem nicht mehr. Bereits nach wenigen Handelstagen mussten deutsche Aktien im Durchschnitt ein Minus von rund 11 % verzeichnen. Die Angst vor wirtschaftlichen Turbulenzen ausgehend aus China bestimmte das Geschehen. Mitte Februar wurde der Tiefpunkt an den weltweiten Aktienmärkten erreicht. Die eingeleitete Trendwende im Ölpreis beflügelte auch die Aktienkurse. Durch die anhaltende Niedrigzinspolitik aller wesentlichen Notenbanken erreichten die Anleihenkurse nie vorher gesehene Höhen, während zunehmend mehr Anleihen eine negative Verzinsung aufwiesen. Banken erhoben zum ersten Mal Strafzinsen auf hohe Einlagen. Hiervon profitierten zunehmend die Sachwerte, neben Aktien vor allem auch der Immobilienmarkt. Die überraschende Entscheidung der britischen Bürger zum Brexit hat nur wenige Tage für Unruhe an den Kapitalmärkten gesorgt, während auf die Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA schon nach wenigen Stunden mit positiven Kursen reagiert wurde. Die positive Stimmung hielt bis zum Jahresende an, so dass alle wesentlichen Aktienmärkte zum Jahresultimo Kursgewinne auswiesen. Entwicklung der 3U Aktie Die 3U Aktie schwächelte zum Jahresanfang, konnte sich aber im Verlauf des ersten Halbjahres deutlich erholen und in der zweiten Jahreshälfte das leicht erhöhte Niveau halten. Ausgehend von EUR 0,60 zum Jahresanfang legte die 3U Aktie unter nicht unerheblichen Schwankungen bis zum Ende der Berichtsperiode um EUR 0,02 zu, was einem Anstieg von 3,5% entspricht. Der Prime All Share Index entwickelte sich analog der anderen deutschen Indizes. Von dem Jahresendstand 2015 bei 4.232,17 Punkten ausgehend, fiel er bis Mitte Februar deutlich zurück, um sich danach unter hoher Volatilität wieder zu erholen. Durch einen regelrechten Schlussspurt im Dezember wurde das negative Terrain verlassen und ein Jahresendstand von 4.502,82 Punkten erreicht. Dies entspricht einem Anstieg von ca. 6,4% seit Jahresanfang. ![]() ![]() Investor Relations Der Dialog mit unseren Aktionären hat für uns einen hohen Stellenwert. Während des gesamten Geschäftsjahres steht der Bereich Investor Relations allen Kapitalmarktteilnehmern für gehaltvolle Informationen zur Verfügung und verfolgt dabei eine umfassende Kapitalmarktbetreuung, die sich an den Grundsätzen Aktualität, Kontinuität, Glaubwürdigkeit und Gleichbehandlung orientiert. Die festen Termine für die reguläre Berichterstattung setzen den Rahmen für die Kapitalmarktkommunikation. Den Jahresauftakt bildet dabei die Veröffentlichung des Konzernabschlusses für das vorangegangene Geschäftsjahr. Die wichtigsten Konzernkennzahlen des abgelaufenen Geschäftsjahres sowie eine Prognose für das Folgejahr werden gegebenenfalls im Vorwege veröffentlicht. Jeweils knapp sechs Wochen nach Quartalsende informiert die 3U HOLDING AG den Kapitalmarkt über das abgelaufene Quartal. Die zugehörigen Informationen stehen auf den Investor-Relations-Seiten der Website der 3U HOLDING AG zur Verfügung. Wir haben in 2016 diverse Gelegenheiten ergriffen, über den Geschäftsverlauf zu informieren, die Attraktivität unserer Aktie hervorzuheben und unser Unternehmen in Einzelgesprächen vorzustellen. Mit unseren Aktionären besteht ein intensiver, regelmäßiger Dialog. Die bedeutendste Aktionärsgruppe sind die Privatanleger der 3U HOLDING AG. Sie stellen die größte Zahl an Investoren. Als zentrale und praktische Anlaufstelle stehen für sie die Investor-Relations-Seiten der 3U HOLDING AG im Internet zur Verfügung. Der Internetauftritt wird laufend modernisiert und aktualisiert und bietet unter anderem Erläuterungen zur Strategie und zur Geschäftsentwicklung, alle aktuellen Publikationen sowie ein Geschäftsberichtsarchiv, das bis zur Gründung der 3U HOLDING AG im Jahr 1999 zurückreicht. Darüber hinaus besteht die Option, direkten Kontakt mit dem Bereich Investor Relations aufzunehmen. Bei der jährlichen Hauptversammlung haben alle Aktionäre die Möglichkeit, sich ein Bild von der 3U HOLDING AG zu machen und den Vorstand live zu erleben. Während der Hauptversammlung steht der Bereich Investor Relations für Gespräche mit den Anlegern vor Ort bereit. Die Liquidität der 3U Aktie hat im Vergleich zum Vorjahr weiter abgenommen. Die Anzahl der im Tagesdurchschnitt in Frankfurt am Main gehandelten 3U Aktien verringerte sich in 2016 auf knapp 12.000 Stück, nachdem im selben Zeitraum des Jahres 2015 täglich durchschnittlich rund 15.000 3U Aktien gehandelt wurden. Zusammengefasster LageberichtGrundlagenGeschäftsmodellDie 3U HOLDING AG steht als operative Management- und Beteiligungsholding an der Spitze des 3U Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Festlegung der Konzernstrategie sowie die Steuerung der Entwicklung des 3U Konzerns gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling im 3U Konzern und betreibt außerdem das konzernweite Risiko- und Chancenmanagement sowie die Bereiche Recht, Investor Relations und Unternehmenskommunikation. Die 3U HOLDING AG übernimmt auch die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen oder Akquisitionen. Ihr obliegen die Personalpolitik, die Personalentwicklung und die Betreuung der obersten Führungsebene des Konzerns. Die Vorstände der 3U HOLDING AG übernehmen die operative Verantwortung in Personalunion auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften. Der ursprünglich aus der Telekommunikationsbranche stammende 3U Konzern hat sich in den zurückliegenden Geschäftsjahren deutlich weiter entwickelt. Das Kerngeschäft des Konzerns bilden seit der Neustrukturierung zum 1. Januar 2016 die Segmente ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik), Erneuerbare Energien und SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik). Der Schwerpunkt der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns liegt in Deutschland sowie in den europäischen Nachbarländern. Das Segment ITK umfasst die Aktivitäten Voice Retail, Voice Business und Data Center Services & Operation. Unter Voice Retail werden die Produkte offenes Call-by-Call, Preselection und Callthrough angeboten. Die Produkte Voice Terminierung (Wholesale, Resale) und Mehrwertdienste werden unter Voice Business zusammengefasst. Hinter den Data Center Services & Operation stehen die Produkte Colocation, Infrastructure as a Service (IaaS), TK-Dienste sowie der Betrieb von Netzen und technischen Anlagen. Außerdem umfasst dieses Segment die Entwicklung, den Vertrieb und Betrieb von cloud-basierten CRM- und ERP-Lösungen, den Handel mit IT-Lizenzen und die Beratung zu Managementsystemen auf Basis der ISO-Norm 27001 sowie im Bereich IT-Security. Im Segment Erneuerbare Energien deckt der 3U Konzern im Wesentlichen die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft und die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen unter Verwendung von Wind- und Sonnenenergie ab. Neben der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung gehört zu dem Segment SHK der Vertrieb von Produkten des Bereichs Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an Großhändler, Handwerker und Selberbauer. Dieser Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über konzerneigene Onlineshops. Bis zum 31. Dezember 2015 wurden die Aktivitäten des 3U Konzerns noch den Segmenten Telefonie, Erneuerbare Energien und Services zugeordnet. Im Rahmen der Neustrukturierung der IT-Organisation wurde in 2015 der Bereich IT-Operations dem bisherigen Segment Telefonie anstatt dem bisherigen Segment Services zugeordnet. Mit der Einstellung der betrieblichen Tätigkeit der Vertriebs- und Marketingaktivitäten für externe Kunden und der Neustrukturierung der IT-Organisation verlor das bisherige Segment Services weiter an Gewicht innerhalb des 3U Konzerns. Darüber hinaus gab es erhebliche Schnittmengen zwischen dem bisherigen Segment Telefonie und ihrem Geschäftsfeld DCS und dem bisherigen Segment Services mit dem Geschäftsfeld Cloud Computing, die eine Zuordnung zu zwei verschiedenen Segmenten überholt erscheinen ließen. Die im bisherigen Segment Erneuerbare Energien zusammengefassten Aktivitäten kamen im Wesentlichen aus den zwei Bereichen Erneuerbare Energien im engeren Sinn sowie dem Bereich HKL. Beteiligungen, die in der Vergangenheit in beiden Bereichen tätig waren und dadurch eine Klammer bildeten, haben heute keine Relevanz mehr. Die Aktivitäten im Bereich HKL (Heizen, Kühlen, Lüften) werden als neues Segment SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) berichtet. In dem Segment Erneuerbare Energien verbleiben die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft sowie die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen. SteuerungssystemAufbau und Organisation des 3U Konzerns unterliegen einer kontinuierlichen Überprüfung und Verbesserung. Fortlaufende Anpassungen der Organisationsstrukturen gewährleisten hierbei eindeutige Zuständigkeiten. Damit werden Verantwortlichkeiten innerhalb des Überwachungs-, Planungs- und Steuerungssystems klar definiert. Das Überwachungs- und Planungssystem besteht im Wesentlichen aus dem monatlichen Management-Informations-Berichtswesen und dem Risiko-Reporting. Darüber hinaus gibt es regelmäßige Abstimmungen zwischen Vorstand und Geschäftsführern der Tochtergesellschaften sowie eine monatliche Forecast-/Liquiditätsentwicklung. Das Steuerungssystem orientiert sich an Umsatzplanungen und an Zielsetzungen für EBITDA und Konzernergebnis für die jeweils folgenden zwölf Monate. Die Planung für die beiden darauf folgenden Geschäftsjahre erfolgt anhand der Grundlage der Detailplanung des ersten Planjahres. Die Annahmen für die Umsatzplanung werden auf den jeweiligen Unternehmensebenen analysiert; auf Marktebene fließen Regulierungsvorhaben, Kapitalmarktaussichten und Branchentrends ein. Ergebnisrelevante Veränderungen werden in Form einer Sofortberichterstattung direkt zwischen Vorstand und Geschäftsführern kommuniziert. Die Organisationsstrukturen und die Elemente des Steuerungssystems bilden somit einen ganzheitlichen Mechanismus zwischen strategischen und operativen Unternehmensebenen. WirtschaftsberichtGesamtwirtschaftliche und branchenspezifische RahmenbedingungenEntwicklung des gesamtwirtschaftlichen Umfeldes Die konjunkturelle Lage in Deutschland war auch im Jahr 2016 gekennzeichnet durch ein solides und stetiges Wirtschaftswachstum. Das preisbereinigte Bruttoinlandsprodukt (BIP) war nach ersten Berechnungen des Statistischen Bundesamtes im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,9% höher als im Vorjahr. In den beiden vorangegangenen Jahren war das BIP in einer ähnlichen Größenordnung gewachsen: 2015 um 1,7% und 2014 um 1,6 %. Eine längerfristige Betrachtung zeigt, dass das Wirtschaftswachstum im Jahr 2016 einen halben Prozentpunkt über dem Durchschnittswert der letzten zehn Jahre von + 1,4 % lag. In ihrer am 13. Februar 2017 vorgelegten Winterprognose geht die Europäische Kommission für die Jahre 2017 und 2018 von einem BIP-Wachstum im Eurogebiet von 1,6 % bzw. 1,8 % aus. In der EU insgesamt dürfte sich das BIP-Wachstum ähnlich entwickeln und wird der Prognose zufolge in 2017 wie auch im kommenden Jahr bei 1,8 % liegen. Die Wirtschaftsleistung wurde im Jahresdurchschnitt 2016 von rund 43,5 Mio. Erwerbstätigen mit Arbeitsort in Deutschland erbracht. Das waren 429.000 Personen oder 1,0% mehr als ein Jahr zuvor. Damit fiel der Anstieg der Erwerbstätigkeit im Jahr 2016 etwas höher aus als im Jahr 2015, in dem die Zahl der Erwerbstätigen um 395.000 Personen oder 0,9% gewachsen war. Im Jahr 2016 wurde der höchste Stand für die Zahl der Erwerbstätigen seit der Wiedervereinigung erreicht. Eine gestiegene Erwerbsbeteiligung der inländischen Bevölkerung sowie die Zuwanderung ausländischer Arbeitskräfte überkompensierten negative demografische Effekte. Nach vorläufigen Schätzungen auf Basis der Arbeitskräfteerhebung gab es im Jahresdurchschnitt 2016 in Deutschland knapp 1,8 Mio. Erwerbslose. Das waren 160.000 Personen (–8,2 %) weniger als im Jahr 2015. Die Zahl der Erwerbslosen fiel damit auf den tiefsten Stand seit der Wiedervereinigung. Die Erwerbslosenquote, definiert als der Anteil der Erwerbslosen an der Gesamtzahl der Erwerbspersonen, sank von 4,3% im Jahr 2015 auf 4,0% im Jahr 2016. Entwicklung der Rahmenbedingungen im Segment ITK Der Telekommunikationsmarkt in Deutschland Die Preise für Telekommunikationsdienstleistungen im Festnetz, Internet und Mobilfunk haben für die privaten Haushalte in Deutschland im Jahr 2016 im Schnitt erneut unter denen des Vorjahres gelegen. Der Verbraucherpreisindex für Telekommunikationsdienstleistungen lag nach Mitteilung des Statistischen Bundesamtes (DeStatis) im Jahresdurchschnitt 2016 um 1,5 % unter dem Niveau des Jahres 2015. Telefondienstleistungen im Festnetz/Internet waren im Jahr 2016 um 0,6 % preiswerter als 2015. Dieser Rückgang ist insbesondere auf den Wettbewerb bei den Komplettangeboten (Telefon- und DSL-Anschluss, Telefon-Flatrate, Internet-Flatrate) zurückzuführen. Das mobile Telefonieren verbilligte sich im Jahresdurchschnitt 2016 im Vergleich zum Vorjahr um 2,8 %. Laut einer Studie des Verbandes der Anbieter von Telekommunikations- und Mehrwertdiensten (VATM) und Dialog Consult zum Telekommunikationsmarkt 2016 ist der Gesamtumsatz der TK-Dienste im Vergleich zum Vorjahr leicht gestiegen. Von den Gesamtumsätzen in Höhe von rund EUR 60,5 Mrd., die 2016 in Deutschland mit Telekommunikationsdiensten erzielt werden, entfallen EUR 34,1 Mrd. (56,4%) auf Festnetze und EUR 26,4 Mrd. (43,6%) auf die Mobilfunknetze. Der Umsatz des Gesamtmarktes stieg damit um EUR 0,5 Mrd. (+0,8 %). 2016 ist damit das zweite Jahr in Folge, in dem die Umsätze stiegen, nachdem die Umsätze in den Jahren zuvor ständig gefallen waren. Während die Deutsche Telekom im Festnetz ihren Umsatz um 4,2% auf EUR 14,8 Mrd. und die Kabelnetzbetreiber um EUR 0,2 Mrd. auf EUR 5,4 Mrd. zulegen konnten, sank der Festnetz-Umsatz der TK-Wettbewerber um EUR 0,2 Mrd. Die Deutsche Telekom baute im reinen TK-Festnetzmarkt (ohne Kabelnetzbetreiber) mit nunmehr 51,6 % Umsatzanteil ihre Stellung als marktbeherrschender Anbieter aus. Bezieht man die Kabelnetzbetreiber mit ein, kommt der Ex-Monopolist immer noch auf 43,4 % der im Festnetz erzielten Umsätze. Bei weitgehend stabilen Gesamt-Festnetzumsätzen erhöht die Deutsche Telekom damit seit 2013 ihren Umsatzanteil zu Lasten der Wettbewerbsunternehmen. Auch 2016 investierten die Wettbewerber mehr als die Deutsche Telekom in TK-Sachanlagen. Sie trugen EUR 4,2 Mrd. der insgesamt EUR 8,1 Mrd. Die alternativen TK-Anbieter investierten dabei insbesondere in den Breitbandausbau auf dem Land. Die Sprachminuten im Mobilfunk stagnierten mit 302 Mio. Minuten pro Tag im Jahr 2016 nahezu auf Vorjahresniveau (2015: 311 Mio. Minuten pro Tag). Dabei nimmt die Zahl der Verbindungsminuten aus Mobilfunknetzen in diesem Jahr erstmals leicht ab, so dass sich auch der einst sehr starke Trend weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk insgesamt abschwächt. Die Entwicklung weg vom Festnetz hin zum Mobilfunk schwächt sich damit zwar ab, jedoch wachsen sogenannte Over-The-Top-Anbieter wie Skype und WhatsApp, die keinen Anschluss vermarkten, auch im Mobilfunk stark. Diese software-basierten OTT-Telefonieanwendungen konnten 2016 die Anzahl der täglichen Verbindungsminuten auf 250 Mio. steigern, ein Plus von 19 Mio. gegenüber 2015. Der Umsatz mit mobilen Datendiensten hat in 2016 44,7 % (2015: 40,0 %) des Gesamtumsatzes der Mobilfunknetzbetreiber ausgemacht. Dieser Non-Voice-Anteil an den Umsätzen im Mobilfunk wuchs 2016 im Vergleich zum Vorjahr um EUR 1,2 Mrd. Das Gesamt-Datenübertragungsvolumen im Mobilfunkbereich stieg auch in 2016 an — ein Plus in Höhe von 31 % auf 774 Mio. Gigabyte. Damit hat sich das Gesamtvolumen seit 2011 mehr als versiebenfacht. Das durchschnittliche Datenvolumen pro SIM-Karte betrug 2016 mit 510 Megabyte pro Monat 22,9 % mehr als 2015. 2011 lag dieser Wert noch bei 76 Megabyte. Nachdem bei den Gesamtumsätzen in den letzten zwei Jahren eine Stabilisierung zu verzeichnen war, geht der VATM davon aus, dass im Jahr 2017 bei den Gesamtumsätzen im TK-Markt erneut mit einem leichten Anstieg um schätzungsweise 1,5-3,0 % zu rechnen ist. Festnetz-Telefonie in Deutschland 2016 telefonierten die Kunden der Wettbewerber der Deutschen Telekom durchschnittlich rund 193 Mio. Minuten täglich via Festnetz. Seit einigen Jahren nehmen die Sprachminuten, die von den Wettbewerbern vermittelt werden, kontinuierlich ab. Entsprechend ist auch der Anteil von Call-by-Call und Preselection weiter zurückgegangen. Im Jahr 2016 telefonierten die Nutzer dieser Dienste täglich ca. 13 Mio. Minuten, dies entspricht einem Sprach-Minutenvolumen von fast 7% bei den Wettbewerbern. Die Nutzung der Sparvorwahlen in Relation zu den Telekom-Anschlüssen ohne Flatrates entspricht mit 81,9 Verbindungsminuten pro Anschluss und Monat dem Stand von 2012. Mit einem jährlichen Rückgang um jeweils rund 3,6 Mio. Verbindungsminuten am Tag hat sich dieser Rückgang in den letzten fünf Jahren zwar gegenüber dem vorangegangenen Fünfjahreszeitraum verlangsamt, jedoch entspricht das Marktvolumen nur noch einem Bruchteil früherer Jahre. Gesamtmakt Wettbewerber Sprachdienste aus Festnetzen in Deutschland nach Verbindungsminuten (Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Mio. Minuten pro Tag) ![]() Betrachtet man jedoch nur die Festnetzanschlüsse der Deutschen Telekom ohne Flatrate-Tarif, hat sich das über Verbindungsnetzbetreiberauswahl generierte Sprachvolumen in den vergangenen Jahren stabilisiert. Sprachminuten mittels Verbindungsnetzbetreiberauswahl pro Telekom-Festnetzanschluss ohne Flatrate-Tarif (Gesamtmarkt inkl. Orts-, Nah-, Fern-, Auslands- und Mobilfunkverbindungen; in Minuten pro Monat) ![]() Bei den Umsätzen mit Auskunfts- und Mehrwertdiensten erreichen alle Wettbewerber der Deutschen Telekom zusammengenommen EUR 236 Mio. und damit 53,8 % des Gesamtumsatzes in Höhe von EUR 439 Mio. Die Umsätze mit Servicerufnummern nehmen damit auch 2016 ein weiteres Mal ab und zwar deutlich um 9,3 %. Diese Entwicklung ist zum einen dem zunehmenden Informationsangebot im (weitgehend kostenfreien) Internet und zum anderen der nicht mehr vorhandenen Notwendigkeit von Rufnummerngassen mit speziellen Tarifen in modernen NGN-Netzen geschuldet. Der Umsatzrückgang ergibt sich trotz der unverändert rund 5,0 Mio. Verbindungsminuten zu Auskunfts- und Mehrwertdiensten der TK-Wettbewerber. Die Nutzung von geographischen Servicerufnummern, die von den Wettbewerbern betrieben werden, wächst 2016 absolut und relativ: 2,4 Mio. Minuten täglich und damit 48 % entfallen auf sie. Die Nutzung der 0180-Nummerngasse bleibt stabil (0,8 Mio. Minuten täglich), die Zahlen für 0800-Servicerufnummern nahezu gleich (1,7 Mio. Minuten täglich). Die übrigen Rufnummerngassen machen zusammen nur 4,0% der Verbindungsminuten aus. Umsatz mit Servicenummern ![]() Der Rechenzentrumsmarkt in Deutschland Die Bedeutung von Rechenzentren für die Wirtschaft hat in der Vergangenheit stark zugenommen. Vor allem die mobile Internetnutzung ist nur durch eine leistungsfähige Rechenzentrumsinfrastruktur möglich, da viele Anwendungen und Daten nicht mehr auf den Endgeräten, sondern zentral in Rechenzentren betrieben und gespeichert werden. Deutschland gilt als der drittgrößte Rechenzentrumsmarkt weltweit und der größte in Europa. Zu den Standortvorteilen zählen Rechtssicherheit und Datenschutz, eine leistungsfähige Anbindung an Internetknoten sowie eine zuverlässige Energieversorgung. Allerdings fallen in Deutschland auch vergleichsweise hohe Kosten für Energie und Personal an, bei einem gleichzeitig spürbaren Fachkräftemangel für IT-Experten. Insgesamt ist der Markt aber auf Wachstum eingestellt: Industrieanalysten wie Gartner erwarten ein weiteres Plus für Investitionen rund um die Rechenzentren. Demnach sollen die Ausgaben in der EMEA-Region für Datacenter-Systeme im Jahr 2017 um 1,4% auf umgerechnet EUR 54,5 Mrd. wachsen. In 2016 lag das Wachstum bei 1,6 %. Bei der digitalen Transformation zeigt sich ein deutlicher Trend hin zu branchenspezifischen Clouds zur Unterstützung von Industrie-4.0-Umgebungen. Treiber hierfür sind neue digitale Geschäftsmodelle und Dienstleistungen, die auf Daten aus vernetzten Sensoren, Maschinen und Endgeräten, dem Internet der Dinge, basieren. Hierbei entsteht eine weitergehende Vernetzung von Fertigungsanlagen, öffentlichen Infrastrukturen, Verkehrssystemen oder auch Logistikketten. Unternehmen versprechen sich davon enorme Effizienzsteigerungen. Unternehmen werden im Jahr 2017 verstärkt IT-Leistungen aus der Cloud beziehen und damit das eigene Rechenzentrum erweitern. Ob nur einzelne Software-Anwendungen oder komplette Plattformen - der Trend geht hin zu einem Datacenter-as-a-Service-Modell, bei dem Unternehmen ganz unterschiedliche Services aus der Cloud beziehen und damit gezielt die bestehende IT-Landschaft ergänzen. Hier bieten sich auf den Verbrauch von Rechenleistung optimierte Opex-Modelle an. In Deutschland nutzte im Jahr 2016 knapp jedes zweite mittelständische Unternehmen bereits Anwendungen aus der Cloud, so eine Analyse von Techconsult. Bis Ende 2018 werden voraussichtlich 50 % der genutzten Softwarelösungen aus der Cloud kommen. Weiterhin zeigt eine Untersuchung von IDC, dass kleine und mittelständische Betriebe für weltweit bis zu 40 % der Public-Cloud-Ausgaben bis zum Jahr 2019 verantwortlich sein könnten. Laut Forrester Research wird der weltweite Public-Cloud-Markt im Jahr 2017 auf knapp EUR 138 Mrd. wachsen. Im Jahr 2015 lagen diese Umsätze noch bei EUR 82 Mrd. Bei der steigenden Bedeutung von Daten als Produktionsfaktor wird es für Unternehmen immer wichtiger, ausfallsichere IT-Infrastrukturen zu betreiben. Die Integration von Cloud-Ressourcen ist dafür ein wichtiges Mittel, so dass Unternehmen in 2017 einen größer werdenden Anteil ihrer IT-Investitionen für den weiteren Ausbau von Rechenzentren einsetzen werden. Der Rechenzentrumsmarkt ist im ständigen Wandel. Trends wie Konsolidierung von Rechenzentren, Virtualisierung und Cloud Computing oder die Zunahme der Nutzung von Colocation-Angeboten führen dazu, dass sich die Struktur der Rechenzentren verändert. Eine wesentliche Folge dieser Trends ist auch, dass immer mehr Unternehmen und andere Organisationen ihre Informations- und Kommunikationstechnik (IKT) nicht mehr im eigenen Hause betreiben. Dies erhöht die Wettbewerbsintensität im Rechenzentrumsmarkt, insbesondere auch auf internationaler Ebene. Colocation-Rechenzentren stehen in einem besonders intensiven Wettbewerb. Da die Kunden kein Gebäude errichten müssen, sind sie in der Nutzung und der Standortwahl wesentlich flexibler und ihre Verhandlungsposition ist relativ gut. Cloud Computing in Deutschland 2015 war das erste Jahr, in dem eine Mehrheit der Unternehmen in Deutschland Cloud Computing eingesetzt hatte. Dies hatte eine repräsentative Umfrage von Bitkom Research im Auftrag der KPMG AG unter 457 Unternehmen ab 20 Mitarbeitern ergeben. Demnach nutzten 54 % der Unternehmen im Jahr 2015 Cloud Computing. Im Jahr davor waren es erst 44 %. Weitere 18 % der Befragten planten oder erwogen den Einsatz. Cloud Computing ist eine Basistechnologie für die digitale Transformation. Die Technologie schafft enorme Effizienzgewinne und ist in der digitalen Wirtschaft sehr häufig die Basis neuer Geschäftsmodelle. Der starke Anstieg der Nutzung ist laut Umfrage fast ausschließlich auf kleinere und mittlere Unternehmen zurückzuführen. So stieg die Cloud-Nutzung in Unternehmen mit 100 bis 1.999 Mitarbeitern um 7 Prozentpunkte auf 62 % im Jahr 2015 und in Unternehmen mit 20 bis 99 Mitarbeitern sogar um 11 Prozentpunkte auf 52 %. Bei Unternehmen ab 2.000 Mitarbeitern legte die Nutzung auf vergleichsweise hohem Niveau nur um einen Prozentpunkt auf 69 % zu. Cloud Computing bezeichnet aus Sicht der Anwender die bedarfsgerechte Nutzung von IT-Leistungen wie Speicherplatz, Rechenkapazitäten oder Software über Datennetze. Das Datennetz kann ein unternehmens- bzw. organisationsinternes Intranet (Private Cloud Computing) oder das öffentliche Internet (Public Cloud Computing) sein. Die am weitesten verbreitete Public-Cloud-Anwendung ist laut Umfrage Büro-Software. 43 % der befragten Unternehmen nutzen über das Internet zum Beispiel Textsysteme, Tabellenkalkulation oder Programme zur Erstellung von Präsentationen. 35 % setzen sogenannte Groupware mit Funktionen wie E-Mail, Messenger oder Kalender ein, 34 % branchenspezifische Anwendungen und 30% Software für die Organisation von Arbeitsgruppen (Collaboration Tools). Immerhin 29 % nutzen spezielle Sicherheitsanwendungen unter dem Stichwort „Security as a Service“ über das Internet. Trotz des kräftigen Anstiegs bei der Public-Cloud-Nutzung sind Sicherheitsbedenken weiter das größte Hindernis für einen intensiveren Einsatz der Technologie. Mehr als die Hälfte der befragten Unternehmen fürchten einen unberechtigten Zugriff auf sensible Unternehmensdaten und 45 % einen Datenverlust. Das Vertrauen der Anwender in die Sicherheit der Cloud-Services ist die wichtigste Voraussetzung für eine weitere Verbreitung. Erneuerbare Energien in Deutschland Die Sicherstellung einer zuverlässigen, wirtschaftlichen und umweltverträglichen Energieversorgung ist eine der größten Herausforderungen des 21. Jahrhunderts. Deutschland hat weltweit eine Vorreiterrolle übernommen und sich besonders ehrgeizige Ziele bei der Vermeidung von Treibhausgasen gesetzt. Es ist das erklärte Ziel, bis zum Jahr 2050 mindestens einen Anteil von 80% erneuerbare Energien an der Stromversorgung zu erreichen. Mit dem Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (Erneuerbare-Energien-Gesetz — EEG) wurde ein Zwischenziel definiert, nachdem der Anteil erneuerbarer Energien an der Stromversorgung bis zum Jahr 2020 auf mindestens 35 % und danach kontinuierlich weiter erhöht werden soll. Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland schreitet weiter voran, jedoch nicht mehr mit den Wachstumsraten der Vergangenheit. Für den geringen Zuwachs der Erneuerbaren Energien im Jahr 2016 verglichen mit den Vorjahren waren zum einen die stark unterdurchschnittlichen Windgeschwindigkeiten und zum anderen der verhaltene Ausbau der erneuerbaren Energien verantwortlich. Mit 191,4 Mrd. kWh lieferten erneuerbare Energien 29,5 % der deutschen Bruttostromerzeugung in 2016 (2015: 29,0 %) und bauten damit ihren Vorsprung als wichtigste Stromquelle vor der Braunkohle weiter aus. Strommix in Deutschland im Jahr 2016 ![]() Während die Stromerzeugung aus Windanlagen insgesamt nahezu konstant im Jahresvergleich blieb, ging die Energieerzeugung im Onshore-Bereich trotz Kapazitätsausbaus um fast 6% zurück, während im Offshore-Bereich die Erzeugung um nahezu 57% anstieg. Stärkere Zuwächse verzeichnete die Energieerzeugung aus Wasserkraft, während die anderen Erzeugungsarten nahezu konstant bleiben. Insgesamt kam Windstrom auf einen Anteil an der gesamten deutschen Stromerzeugung von 12,3% (Vorjahr: 12,2 %), Biomasse (inkl. biogener Abfall) von 8,0 % (Vorjahr: 7,8 %), Photovoltaik von 5,9 % (Vorjahr: 6,0 %) und Wasser von 3,3 % (Vorjahr: 2,9 %). Das geht aus den ersten Schätzungen der Arbeitsgemeinschaft Energiebilanzen hervor. Beitrag der erneuerbaren Energien zur Deckung des Stromverbrauchs Brutto-Inlandsstromverbrauch 2016 in Deutschland: 648,2 Mrd. kWh* ![]() Während die Potenziale bei der Stromerzeugung aus Wasserkraft und Biomasse in Deutschland im Wesentlichen ausgeschöpft sind, wird die Stromerzeugung durch Sonnen- und vor allem Windenergie immer wichtiger. Dies wird sehr deutlich an dem Aufbau der entsprechenden Kapazitäten. Entwicklung der Stromerzeugung aus Wind und Photovoltaik (in GWh) ![]() Das Erneuerbare-Energien-Gesetz vom 21. Juli 2014 (aktuell: EEG 2017) wurde zuletzt am 22. Dezember 2016 geändert. Ziel des Gesetzes ist es, die EEG-Umlage stabil zu halten und damit die Bezahlbarkeit von Strom sowie gleichzeitig die Versorgungssicherheit sicherzustellen. Mit dem EEG 2017 wird die Phase der Technologieförderung mit politisch festgesetzten Preisen beendet und durch wettbewerbliche Ausschreibungen ersetzt. Die Vergütung des erneuerbaren Stroms wird künftig über Ausschreibungen geregelt. Damit wird die Höhe der Förderung vom Markt und nicht länger staatlich festgelegt. Das sichert den kontinuierlichen Ausbau der erneuerbaren Energien und kann die Förderkosten senken, sofern es genug Wettbewerb gibt. Mit der Reform des EEG wird der Anteil von erneuerbarem Strom am Gesamtstromverbrauch weiter ausgebaut. Bis 2025 soll er bei 40–45% liegen, 2035 bei 55–60 %. Dafür wurden konkrete Ausbauziele für die einzelnen Technologien festgelegt:
Die durch das EEG vorgegebenen Rahmenbedingungen führen dazu, dass die 3U HOLDING AG ebenso wie die meisten anderen professionellen Investoren in Deutschland sich fast vollständig aus dem PV-Anlagenbau zurückgezogen haben. Windenergieprojekte sollten dagegen nach wie vor ein besseres Chancen-/Risikoprofil aufweisen. Entsprechend wird die Bedeutung der durch Solarenergie erzeugten Energie für den 3U Konzern zukünftig abnehmen, während die Bedeutung von Windenergieprojekten zunehmen wird. Entwicklung des SHK-Marktes Im deutschen SHK-Handwerk erarbeiteten im Jahr 2016 mehr als 51.000 Handwerksbetriebe mit über 365.000 Mitarbeitern einen Umsatz in Höhe von EUR 41,7 Mrd. Die 24.000 Innungsbetriebe erwirtschafteten mit ihren 215.000 Beschäftigten fast zwei Drittel des Gesamtumsatzes. Beschäftigte und Umsatz im SHK-Handwerk ![]() Die Kernthemen im SHK-Handwerk sind „Demografie“ und „Energiewende“. Konkret geht es um altersgerechtes Bauen und um effizientes Heizen. So hat das Bundesministerium für Umwelt, Naturschutz, Bau und Reaktorsicherheit berechnet, dass in Deutschland bis zum Jahr 2030 zusätzlich 2,9 Mio. altersgerechte Wohnungen mit einem Investitionsvolumen von rund EUR 50 Mrd. benötigt werden. Das Bad ist dabei einer der Schlüsselwohnbereiche für ein selbstständiges Wohnen im Alter in den eigenen vier Wänden. Der Erfolg der Energiewende hängt ganz wesentlich vom Wärmemarkt und Effizienzsteigerungen bei Heizungssystemen ab. Rund zwei Drittel der Heizungsanlagen sind technisch veraltet. Würde dieser veraltete Bestand energetisch modernisiert, könnten rund 15 % des deutschen Endenergieverbrauchs eingespart werden. Die gesamte Haus- und Gebäudetechnikbranche profitiert von dem weiterhin positiven Wirtschaftswachstum und der stabilen Baukonjunktur in Deutschland. Aufgrund des hohen Durchschnittsalters der Heizungen im Bestand wird der Ersatzbedarf für die Heizungswirtschaft auch in Zukunft einen Großteil der Nachfrage ausmachen. Dazu leistet auch die Klimapolitik der Bundesregierung einen wichtigen Beitrag: Seit 2014 besteht im Rahmen der Energieeinsparverordnung (EnEV) Austauschpflicht für über 30 Jahre alte Heizungen. Zudem bieten die Kreditanstalt für Wiederaufbau (KfW) und das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) zahlreiche Programme an, die die Nutzung erneuerbarer Energien fördern und die Energieeffizienz beim Heizen steigern sollen. Damit gehen die stärksten Wachstumsimpulse weiterhin vom Sanierungs-, Kundendienst und Wartungsgeschäft in den Segmenten Bäder und Heizungen aus. Führende Marktforscher gehen davon aus, dass der Onlinehandel im SHK-Bereich weiter zunehmen wird, da die derzeit noch relativ geringe Onlinekaufaffinität auch durch den Generationenwechsel im Handwerk sich deutlich verändern wird. Entwicklung des Finanzmarktes Laut Statistischem Bundesamt erhöhten sich die Verbraucherpreise in Deutschland gegenüber 2015 um 0,5% im Jahresdurchschnitt 2016. Die Jahresteuerungsrate lag damit etwas höher als im Vorjahr (2015: +0,3 %), aber immer noch klar unter der von der EZB angesteuerten Richtgröße von knapp unter 2% p. a. Insbesondere die Preisrückgänge bei Energie waren für diese Entwicklung verantwortlich. Die Europäische Zentralbank (EZB) senkte den Hauptrefinanzierungssatz auf den aktuellen Stand von 0,00 % am 16. März 2016. Die Rendite der zehnjährigen deutschen Staatsanleihe verbleibt auf sehr niedrigem Niveau. Anfang des Jahres 2016 lag die Rendite bei 0,59 % um dann Anfang Juli auf den rekordtiefen Wert von –0,20% zu fallen. Bis Anfang Oktober blieb die Rendite im negativen Bereich, bevor sich zum Jahresende die Kurse ein wenig erholten. Zum Jahresende notierte die zehnjährige Staatsanleihe bei 0,19 %. Der Dax beendete das Börsenjahr 2016 bei einem Stand von 11.481,06 Punkten, was einem Zuwachs von 6,9% seit Jahresanfang entspricht. Ähnlich gut entwickelte sich der MDax, der 6,8 % zulegen konnte. Deutlich schwächer dagegen war die Kursentwicklung des TecDax. Im Jahresverlauf verlor der Index 1,0%. Während die Kurse der größeren Unternehmen wieder einmal vom günstig bereitgestellten Geld der Zentralbanken profitierten, das seit Jahren einen positiven Einfluss auf die Aktienmärkte hat, zeigten die Investoren bei den Technologiewerten größere Skepsis bzgl. der weiteren Entwicklung. GeschäftsverlaufDie wichtigsten Ereignisse des Geschäftsjahres 2016 im Überblick ITK Anhaltend hohe Marge im Telefonie-Bereich Der Call-by-Call-Markt schrumpft seit vielen Jahren und es ist damit zu rechnen, dass diese Entwicklung weiter voranschreitet. Trotzdem lassen sich im Geschäftsbereich Telefonie zwei erfreuliche Entwicklungen feststellen. Der Umsatzrückgang im Call-by-Call fiel geringer aus als im Marktdurchschnitt, da Umsatzanteile gewonnen werden konnten. Darüber hinaus konnte durch einen kontinuierlichen Optimierungsprozess die erzielte Marge gesteigert werden. Rückläufige Erträge im Call-by-Call-Geschäft können zunehmend durch Erträge aus anderen Geschäftsfeldern kompensiert werden. 2016 war das erste Geschäftsjahr, in dem die anderen Geschäftsfelder im Telefonie-Bereich einen höheren Ergebnisbeitrag lieferten als der Call-by-Call-Bereich. Auszeichnung der weclapp zum ERP-System des Jahres 2016 Im März 2016 wurde die weclapp vom Center for Enterprise Research für das ERP-System des Jahres 2016 in der Kategorie „Professional Services“ nominiert. Anfang Oktober konnte sie diesen Titel auf der IT & Business Messe in Stuttgart auch tatsächlich entgegennehmen. Die Auszeichnung wurde unter Leitung von Prof. Dr. Gronau von der Uni Potsdam durchgeführt. Zunächst hatte eine Nominierung ausgewählter ERP-Anbieter durch eine 9-köpfige Jury stattgefunden. Diese setzte sich aus Wissenschaftlern, Medienvertretern und Beratern zusammen und recherchierte sorgfältig geeignete ERP-Systeme. Bei dem Wettbewerb zum ERP-System des Jahres 2016 waren insgesamt über 100 Systeme für die Teilnahme nominiert. Für die Kunden der weclapp war diese Auszeichnung ein weiterer Beleg dafür, dass sie sich den richtigen Software-Partner ausgesucht haben. Im Anschluss an die Auszeichnung konnte ein gesteigertes Interesse potenzieller Kunden festgestellt werden. Das gesteigerte Interesse führt zu einer stetig wachsenden Kundenanzahl. Erneuerbare Energien Inbetriebnahme des ersten selbst entwickelten Windparks Mit dem Windpark Lüdersdorf II, bestehend aus zwei Windenergieanlagen, erfolgte im Mai 2016 die planmäßige Inbetriebnahme der ersten selbst entwickelten Windkraftanlagen südlich von Berlin. Die Netzzuschaltung der einen Windenergieanlage erfolgte am 10. Mai, während die andere am 13. Mai ans Netz ging. Dieses von der 3U ENERGY PE GmbH entwickelte Windparkprojekt besteht aus zwei Windenergieanlagen des Herstellers Vestas des Typs V 112 mit jeweils einer Nennleistung von 3,3 MW, einer Nabenhöhe von 119 m und einem Rotordurchmesser von 112 m. Windparkprojekt Schlenzer Ende Mai erhielt 3U die Genehmigung nach BImSchG für ihr Windparkprojekt Schlenzer. Das Fundament für die Windenergie anlagen wurde im August fertiggestellt und nach der Lieferung der Windenergieanlagen im Herbst wurden die Windenergieanlagen Ende Dezember erfolgreich aufgebaut. Die Netzeinspeisung der erzeugten Energie begann Anfang 2017. Dieses von der 3U ENERGY PE GmbH entwickelte Windparkprojekt besteht aus zwei Windenergieanlagen von General Electric mit jeweils einer Nennleistung von 2,75 MW, einer Nabenhöhe von 139 m und einem Rotordurchmesser von 120 m. Über den Verkauf des Windparks wurden mit interessierten Parteien Sondierungsgespräche geführt, die aber letztlich nicht zu einer entsprechenden Transaktion führten. Fremdfinanzierung des Windparks Schlenzer Ende des dritten Quartals flossen dem Konzern durch den Kreditvertrag zur Finanzierung des Windparks Schlenzer liquide Mittel in Höhe von EUR 9,3 Mio. zu. SHK Produktausweitung und renommierte Projekte führen zu Umsatzsteigerung Das Segment SHK profitiert von den weiterhin guten Rahmenbedingungen, die im Wesentlichen durch die rege Bauwirtschaft und die steigende Nutzung des Vertriebswegs Onlinehandel geprägt sind. Renommierte Projekte für namhafte Kunden dienen als Leuchtturmprojekte und belegen die hohe Qualität der verwendeten Systeme. Die Produktpalette im Onlinehandel wurde kontinuierlich ausgebaut und trägt neben der hohen Kundenzufriedenheit wesentlich zum Umsatzanstieg bei. Ertragslage*Konzernumsatz Der Konzernumsatz ist gegenüber dem Vorjahr nochmals um EUR 4,50 Mio. von EUR 48,24 Mio. auf EUR 43,74 Mio. gesunken. Rückläufig war dabei der Umsatz in den Segmenten ITK und Erneuerbare Energien, während im Segment SHK der Umsatz leicht ausgeweitet werden konnte. Im Segment ITK wurden 39,0 % (Vorjahr: 44,8 %) der Umsatzerlöse erzielt, im Segment Erneuerbare Energien waren es 11,3 % (Vorjahr: 12,3 %) und im Segment SHK 49,7 % (Vorjahr: 43,3 %). Die anderen aktivierten Eigenleistungen stehen im Zusammenhang mit der Realisierung von Windparkprojekten. Der daraus resultierende Bestandsabbau wird durch den Bestandsaufbau bei weiteren Windparkprojektentwicklungen in der Bestandsveränderung des Segments Erneuerbare Energien zwar weitestgehend aber nicht vollständig kompensiert. Der Materialaufwand hat sich im Vergleich zum Vorjahr deutlich verringert. Auch in Relation zum Umsatz ist der Materialaufwand im Vergleich zum Vorjahreszeitraum in den Segmenten leicht gesunken. Der Anteil des Materialaufwands am Umsatz beträgt in den Segmenten 60,8 %, während es im Vorjahreszeitraum 62,2 % der Umsatzerlöse waren. Die sonstigen betrieblichen Erträge sind gegenüber dem Vorjahr deutlich geringer ausgefallen. EBITDA Das EBITDA hat sich gegenüber dem Vorjahr nochmals verbessert. Betrug das EBITDA im Vorjahr EUR 4,01 Mio., konnte im Geschäftsjahr 2016 ein EBITDA in Höhe von EUR 4,70 Mio. erzielt werden. Zur Steigerung des EBITDA gegenüber dem Vorjahr haben der geringere Personalaufwand und die geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen beigetragen. Im Vorjahr hatten insbesondere höhere Aufwendungen für externe Beratungs- und Unterstützungsleistungen zu den hohen sonstigen betrieblichen Aufwendungen geführt. Ungewöhnlich schwache Windverhältnisse und unerwartete Belastungen aus einem bestehenden Rechtsstreit haben dazu geführt, dass das EBITDA im vierten Quartal gegenüber den Vorjahren zurückging und unter den Erwartungen geblieben ist. Konzernergebnis Das Konzernergebnis des Geschäftsjahres 2016 liegt mit EUR 0,64 Mio. um EUR 1,46 Mio. über dem Konzernergebnis des Vorjahres (EUR –0,82 Mio.). Im vierten Quartal des Geschäftsjahres 2016 wurde das Konzernergebnis durch die geringeren Stromeinspeisungen und die unerwarteten Belastungen negativ beeinflusst. Es besteht weiterhin ein niedriges allgemeines Zinsniveau. Daraus resultiert auch, dass sich das Zinsniveau innerhalb des verzinslichen Fremdkapitals des 3U Konzerns in den zurückliegenden Quartalen verbessert hat. In der Folge hat sich auch das negative Finanzergebnis gegenüber dem Vergleichszeitraum trotz höherem Fremdkapital nicht wesentlich verändert. Der Steuerertrag des Geschäftsjahres 2016 belief sich auf EUR 0,59 Mio. und lag damit um EUR 1,04 Mio. über dem Niveau des Vergleichszeitraums (Steueraufwand im Vorjahr: EUR 0,45 Mio.). Einen deutlich positiven Einfluss hatte dabei die Bildung latenter Steuern aufgrund der Nutzung bestehender Verlustvorträge. * Hinweis: Bei den im Nachfolgenden dargestellten Verteilungen über die einzelnen Quartale ist zu beachten, dass die einzelnen Quartalszahlen keiner Prüfung unterlegen haben. Das den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugerechnete Ergebnis verringerte sich gegenüber dem Vergleichszeitraum um EUR 0,04 Mio. Hierbei wirkten sich der Erwerb der restlichen, bis zum 31. Dezember 2015 noch nicht von 3U gehaltenen Anteile an der Selfio GmbH und der für das Geschäftsjahr 2016 vollständige Gewinnanspruch aus der RISIMA Consulting GmbH positiv aus. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - 3U Konzern in EUR Mio. ![]() Der internen Berichterstattung folgend, weist der Konzern in seiner Segmentberichterstattung ab dem Geschäftsjahr 2016 die Segmente ITK, Erneuerbare Energien und SHK sowie den Bereich Holding/Konsolidierung aus. Die Vergleichszahlen wurden entsprechend an die neu geordnete Segmentstruktur angepasst. Im Folgenden werden die Segmente mit ihren intersegmentären Umsätzen dargestellt. Darüber hinaus ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und vom Ertrag - soweit Organschaftsverhältnisse 3U HOLDING AG bestehen - vom Organträger, der 3U HOLDING AG, getragen werden. Segment ITK (Informations- und Telekommunikationstechnik) Segmentumsatz Der Umsatz im Segment ITK reduzierte sich im Geschäftsjahr 2016 nochmals gegenüber dem Vorjahr von EUR 21,60 Mio. auf EUR 16,95 Mio. Der Umsatzrückgang resultiert dabei aus dem Bereich Telefonie, während in den Bereichen der cloud-basierten Lösungen der Umsatz deutlich ausgeweitet werden konnte. Auch die weitere prozentuale Margensteigerung in diesem Segment resultiert zum Teil aus dem Ausbau der Aktivitäten in den Bereichen der cloud-basierten Lösungen sowie des Handels mit IT-Lizenzen. Aber auch im Bereich Telefonie trägt die weitere Fokussierung zu einer Margensteigerung bei. Der Umsatz im Bereich Voice Retail sank aufgrund der mengen- und preisbedingten rückläufigen Entwicklung in der Festnetztelefonie von EUR 4,67 Mio. auf EUR 3,99 Mio. Die Umsätze im Bereich Voice Business Customer reduzierten sich von EUR 13,57 Mio. auf EUR 9,09 Mio. Im Bereich Data Center Services & Operation, mit dessen Ausbau erst im Jahr 2013 begonnen wurde, konnte im Geschäftsjahr 2016 ein Umsatz von EUR 1,79 Mio. erzielt werden. In den Bereichen der cloud-basierten Lösungen konnte der Umsatz mit EUR 1,03 Mio. (Vorjahr: 0,55 Mio.) nahezu verdoppelt werden. EBITDA Unter Berücksichtigung der nahezu unveränderten sonstigen betrieblichen Aufwendungen und des gegenüber dem Vorjahr reduzierten Personalaufwands ergibt sich ein Rückgang im EBITDA von EUR 2,17 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,73 Mio. Insbesondere die gegenüber dem Vorjahreszeitraum geringeren sonstigen betrieblichen Erträge (aufgrund eines Einmaleffektes im Vorjahr) aber auch unerwartete Belastungen aus einem bestehenden Rechtsstreit haben zu dem geringeren EBITDA beigetragen. Segmentergebnis Das Ergebnis des Segments ITK verringerte sich im Geschäftsjahr 2016 gegenüber dem Vorjahr von EUR 1,95 Mio. um EUR 0,73 Mio. auf EUR 1,22 Mio. Insgesamt zeichnet sich das Segment ITK aber weiterhin durch einen deutlichen Ergebnisbeitrag für den 3U Konzern aus. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Segment ITK in EUR Mio. ![]() Segment Erneuerbare Energien Segmentumsatz Im Segment Erneuerbare Energien konnte der Umsatz von EUR 5,91 Mio. im Vorjahr nicht erreicht werden. Zu dem Rückgang des Umsatzes auf EUR 4,92 Mio. im Geschäftsjahr 2016 haben insbesondere geringere Einspeisevergütungen aus der Stromerzeugung des Bestandswindparks Langendorf beigetragen. Dies resultiert jedoch nicht aus einer geringeren Anlagenverfügbarkeit, sondern allein aus im gesamten Geschäftsjahr 2016 vorherrschenden geringeren Windgeschwindigkeiten am Standort. EBITDA Das EBITDA verringerte sich von EUR 3,88 Mio. im Vorjahr auf EUR 3,71 Mio. im Geschäftsjahr 2016. Die geringeren Umsatzerlöse konnten durch die geringeren sonstigen betrieblichen Aufwendungen bei leicht erhöhten Personalaufwendungen nicht vollständig kompensiert werden. Auch zukünftig wird es zu witterungsbedingten Schwankungen innerhalb dieses Segments kommen, da 3U sowohl mit der Stromgewinnung aus Sonnenenergie als auch mit der Stromgewinnung aus Windenergie abhängig von der tatsächlichen Sonneneinstrahlung und Windgeschwindigkeit ist. Segmentergebnis Das Segmentergebnis hat sich gegenüber dem Vorjahr um EUR 0,75 Mio. von EUR 0,47 Mio. auf EUR 1,17 Mio. erhöht. Positiv hat sich ein Effekt aus der Bildung latenter Steuern auf Verlustvorträge ausgewirkt. Durch die Nutzungsmöglichkeit von Verlustvorträgen ergab sich im Geschäftsjahr 2016 ein Steuerertrag von EUR 0,90 Mio. Im Vorjahreszeitraum betrug der Steueraufwand EUR 0,17 Mio. Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Segment Erneuerbare Energien in EUR Mio. ![]() Segment SHK (Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik) Segmentumsatz Im Segment SHK konnte der Umsatz von EUR 20,90 Mio. auf EUR 21,64 Mio. gesteigert werden. Dieser Umsatzanstieg um EUR 0,74 Mio. bzw. 3,5 % fiel geringer aus als geplant. Bei nahezu unveränderten Umsätzen im Bereich der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung konnten die Umsätze im Bereich des Handelsgeschäfts leicht, aber unter Plan ausgebaut werden. Dabei ist insgesamt die Materialaufwandsquote von 68,6 % auf 69,2 % leicht gestiegen. EBITDA Das EBITDA verbesserte sich von EUR 1,17 Mio. im Vorjahr auf EUR 1,24 Mio. im Geschäftsjahr 2016. Dieser Anstieg des EBITDA unterliegt bei einem gegenüber dem Vorjahreszeitraum um EUR 0,18 Mio. höheren Rohergebnis dem Einfluss aus einem leicht rückläufigen Personalaufwand und einem Anstieg der sonstigen betrieblichen Aufwendungen. Dieser Anstieg ist insbesondere bedingt durch einen höheren Vertriebsaufwand. Segmentergebnis Gegenüber dem Vorjahreszeitraum hat sich das Segmentergebnis um EUR 0,31 Mio. auf EUR 0,75 Mio. verbessert. Damit konnte in diesem Segment ein deutlich positives Ergebnis erreicht werden. Hierzu haben auch die milde Witterung der ersten Monate des Jahres 2016 und die insgesamt positive Entwicklung in der Baubranche beigetragen. Der Steueraufwand des Geschäftsjahres 2016 belief sich auf EUR 0,21 Mio. und lag damit um EUR 0,02 Mio. unter dem Niveau des Vorjahres. Das den Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter zugerechnete Ergebnis beträgt EUR 0,10 Mio. (Vorjahr EUR 0,23 Mio.). Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) — Segment SHK in EUR Mio. ![]() Holding/Konsolidierung Unter Holding/Konsolidierung sind sowohl die Holding-Aktivitäten als auch die erforderliche Konzernkonsolidierung zusammengefasst. Umsatz Unter Holding/Konsolidierung wird im Berichtszeitraum ein Umsatz von EUR 0,23 Mio. (Vorjahr: EUR –0,17 Mio.) ausgewiesen. Dieser setzt sich aus den Umsätzen der Holding in Höhe von EUR 2,28 Mio. (Vorjahr: EUR 1,85 Mio.) und aus den Umsatzkonsolidierungen in Höhe von EUR –2,05 Mio. (Vorjahr: EUR –2,02 Mio.) zusammen. Diese Umsatzkonsolidierungen resultieren vor allem aus der Konsolidierung der intersegmentären Umsätze sowie aus der Konsolidierung konzerninterner Dienstleistungen. EBITDA Das EBITDA beträgt EUR –1,99 Mio. (Vorjahr: EUR –3,21 Mio.) und wird maßgeblich durch die Personalkosten in Höhe von EUR 2,64 Mio. (Vorjahr: EUR 2,93 Mio.) und durch die sonstigen betrieblichen Erträge/Aufwendungen beeinflusst. Die Personalkosten konnten um EUR 0,29 Mio. gesenkt werden. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sowohl die Mitarbeiter aus dem Bereich Finanzen, Personal und Recht als auch konzernübergreifende Marketingressourcen der Muttergesellschaft zugeordnet sind. Ergebnis Das Ergebnis aus diesem Bereich ist für den Konzern mit EUR –2,49 Mio. negativ und bewegt sich damit deutlich über dem Niveau des Vorjahres (Vorjahr: EUR –3,68 Mio.). Entwicklung (Umsatz, EBITDA, Ergebnis) - Holding/Konsolidierung in EUR Mio. ![]() FinanzlageKapitalstruktur Im Geschäftsjahr 2016 hat der Konzern Auszahlungen für Investitionen im Saldo in Höhe von EUR 10,58 Mio. (Vorjahr: EUR 14,66 Mio.) getätigt. Die Auszahlungen betrafen insbesondere Investitionen in die Rechenzentrums-, IT- und Telekommunikations-Infrastruktur und die Errichtung des Windparks Lüdersdorf. Die Finanzmittel legt die 3U HOLDING AG ausschließlich in Tages- und kurzfristigen Festgeldanlagen bei der Baden-Württembergischen Bank, der Sparkasse Marburg-Biedenkopf und der Deutschen Kreditbank AG an. Gegenüber dem 31. Dezember 2015 haben sich die liquiden und liquiditätsnahen Mittel zum 31. Dezember 2016 um EUR 3,97 Mio. von EUR 7,70 Mio. auf EUR 11,67 Mio. erhöht. Dabei ist zu berücksichtigen, dass sich der Aufbau der Vorräte im Bereich der Windparkprojekte, der im Wesentlichen durch die Aufnahme von Krediten fremdfinanziert wurde, negativ auf den Cashflow aus der operativen Geschäftstätigkeit ausgewirkt hat. Die 3U HOLDING AG verfügt weiterhin über eine solide Eigenkapitalquote. Aufgrund der deutlich gestiegenen Bilanzsumme ist die Eigenkapitalquote mit 40,89 % bei gestiegener absoluter Höhe des Eigenkapitals gegenüber dem Vorjahr (50,21 %) gesunken. Der Fremdkapitalanteil beträgt 59,11 % gegenüber 49,79 % zum Vorjahreszeitpunkt. Neben dem Gewinn des Geschäftsjahres 2016 in Höhe von EUR 0,69 Mio. (inkl. des auf die nicht beherrschenden Gesellschafter entfallenden Ergebnisses) hat die Veränderung in den sonstigen Eigenkapitalpositionen zu einer Erhöhung des Eigenkapitals beigetragen. Gegenläufig haben sich nur die Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter ausgewirkt. Entwicklung der Eigenkapitalquote (in %) ![]() Investitionen Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Konzern Investitionen in das immaterielle Anlagevermögen und in Sachanlagen sowie Anlageimmobilien in Höhe von EUR 10,85 Mio. (Vorjahr: EUR 0,92 Mio.) getätigt. Im Segment ITK wurden EUR 0,37 Mio. (Vorjahr: EUR 0,55 Mio.) investiert. Die Investitionen im Segment Erneuerbare Energien betrugen EUR 10,12 Mio. nach 0,04 Mio. im Vorjahr. Diese betreffen im Wesentlichen die Investitionen in den Windpark Lüdersdorf. Im Segment SHK bewegten sich die Investitionen mit EUR 0,08 Mio. auf dem Niveau des Vorjahres. Die Investitionen in das Sachanlagevermögen und Anlageimmobilien der Holding in Höhe von EUR 0,28 Mio. im Berichtsjahr 2016 (Vorjahr: EUR 0,25 Mio.) sind überwiegend in Grundstücke und Gebäude geflossen. Die Investitionen in den Windpark Lüdersdorf im Segment Erneuerbare Energien wurden im Wesentlichen durch die Aufnahme langfristiger Darlehen fremdfinanziert. Die Inbetriebnahme des Windparks Lüdersdorf mit einer elektrischen Leistung von 6,6 MW erfolgte im Mai 2016. Seit diesem Zeitpunkt speist der Windpark die erzeugte Energie in das öffentliche Stromnetz ein. Für das Geschäftsjahr 2017 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 21,07 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,32 Mio. im Segment ITK, im Segment Erneuerbare Energien EUR 20,01 Mio., im Segment SHK EUR 0,05 Mio. und EUR 0,70 Mio. bei der Holding investiert werden. Entwicklung der Investitionen in EUR Mio. ![]() Liquidität Der operative Cashflow lag im abgelaufenen Geschäftsjahr bei EUR –1,71 Mio. (Vorjahr: EUR 1,12 Mio.). Das positive Periodenergebnis erhöht um Abschreibungen des Geschäftsjahres wurde im Wesentlichen durch den Mittelabfluss im Zusammenhang mit dem deutlichen Aufbau der Vorräte im Rahmen der Windkraftprojektentwicklung überkompensiert. In den Vorräten haben sich insbesondere die Investitionen in den Windpark Schlenzer niedergeschlagen. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit ist geprägt durch die Investitionen in den Windpark Lüdersdorf. Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit in Höhe von EUR –10,58 Mio. (Vorjahr: EUR –14,66 Mio.) liegt um EUR 3,87 Mio. über dem des Vorjahres. Der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit hat mit EUR 16,27 Mio. (Vorjahr: EUR 5,38 Mio.) zur Finanzierung der Investitionen und zum Aufbau des Vorratsvermögens beigetragen. Er resultiert im Wesentlichen aus der Aufnahme des Finanzkredites für den Windpark Lüdersdorf und den Windpark Schlenzer. Hinzu kommt eine weitere Fremdkapitalaufnahme für den Solarpark Adelebsen in Höhe von EUR 1,0 Mio. Gemindert wurde der Mittelfluss aus der Finanzierungstätigkeit durch die Tilgung bestehender Darlehen. Die Auszahlungen an Unternehmenseigner und nicht beherrschende Gesellschafter betreffen im Berichtsjahr ausschließlich Auszahlungen an nicht beherrschende Gesellschafter. Die Fähigkeit, den Zahlungsverpflichtungen nachzukommen, war im 3U Konzern im Berichtszeitraum jederzeit gegeben und ist auch für 2017 gewährleistet. Die Liquiditätslage stellt sich zum 31. Dezember 2016 zufriedenstellend dar. Das zur Mitte des Jahres 2017 auslaufende Darlehen für die Finanzierung der Rechenzentrumsimmobilie in Hannover in Höhe von EUR 5,18 Mio. soll verlängert bzw. neu abgeschlossen werden. Die nachstehende Kapitalflussrechnung zeigt die Veränderung der flüssigen Mittel und ist in Anlehnung an die im Konzernabschluss dargestellte Kapitalflussrechnung (ohne Korrektur des Finanzmittelfonds) aufgestellt. scroll
*Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder bzw. Gelder mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 3.232 (1. Januar 2015: TEUR 2.332) *Inkl. als Sicherheit hinterlegte Festgelder bzw. Gelder mit Verfügungsbeschränkungen in Höhe von TEUR 4.344 (31. Dezember 2015: TEUR 3.232) Vermögenslagescroll
Die Bilanzsumme per 31. Dezember 2016 beträgt EUR 95,76 Mio. (Vorjahr: EUR 76,82 Mio.) und ist damit um EUR 18,94 Mio. höher als im Vorjahr. Die Ursachen für die Veränderungen gegenüber dem 31. Dezember 2015 liegen im Wesentlichen in dem durch die Investitionen in die Windparkprojekte gestiegenen Anlage- und Vorratsvermögen. Diese Investitionen wurden durch die planmäßigen Abschreibungen auf Vermögenswerte des Anlagevermögens nicht kompensiert. Das Anlagevermögen in Höhe von EUR 58,92 Mio. (Vorjahr: EUR 51,78 Mio.) enthält neben den immateriellen Vermögenswerten (EUR 2,31 Mio. bzw. EUR 1,53 Mio. im Vorjahr) und den Sachanlagen (EUR 48,73 Mio. bzw. EUR 42,16 Mio. im Vorjahr) auch die Anlageimmobilien in Höhe von EUR 7,72 Mio. (Vorjahr: EUR 7,90 Mio.). Diese betreffen in 2016 ebenso wie im Vorjahr die zur Vermietung vorgesehenen Teile der Liegenschaften in Adelebsen und Hannover. Die kurzfristigen Vermögenswerte liegen zum 31. Dezember 2016 mit EUR 34,08 Mio. (Vorjahr: EUR 23,34 Mio.) um EUR 10,74 Mio. über denen des Vorjahres. Der Anteil der liquiden Mittel an den kurzfristigen Vermögenswerten beträgt im Geschäftsjahr 2016 34,24 % (Vorjahr: 33,0 %). Der Anstieg der Vorräte resultiert überwiegend aus der Errichtung des Windparks Schlenzer und aus der weiteren Windparkprojektentwicklung. Weiterer wesentlicher Bestandteil der kurzfristigen Vermögenswerte sind die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die gegenüber dem Vorjahr auf EUR 4,71 Mio. (Vorjahr: EUR 6,91 Mio.) zurückgegangen sind. Auf der Passivseite haben sich neben der Erhöhung des Eigenkapitals wesentliche Veränderungen bei den lang- und kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ergeben. Diese Veränderung resultiert aus der Fremdfinanzierung für die beiden in 2016 errichteten Windparks sowie aus der planmäßigen Fälligkeit des Darlehens für die Rechenzentrumsimmobilie in Hannover, die deshalb unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten ausgewiesen ist. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Fremdfinanzierung des Solarparks Adelebsen durch Aufnahme eines weiteren Darlehens über TEUR 1.000 mit identischem Laufzeitende erhöht. Die Sicherung dieses Darlehens erfolgt über die für das ursprüngliche Darlehen gestellten Sicherheiten. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2016 mit TEUR 933 (Vorjahr: TEUR 0). Für die langfristige Finanzierung des Windparks Lüdersdorf wurde ein Darlehensvertrag über einen Gesamtdarlehensbetrag von EUR 8,9 Mio. abgeschlossen, der zum 31. Dezember 2016 noch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Das Darlehen valutiert am 31. Dezember 2016 mit TEUR 8.503 (Vorjahr: TEUR 0) und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2034. Es ist durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung und durch Raumsicherungsübereignung der Windenergieanlagen gesichert. Der Windpark Schlenzer wurde ebenfalls durch eine langfristige Fremdkapitalaufnahme in Höhe von insgesamt EUR 9,3 Mio. finanziert. Die Finanzierung besteht aus zwei Darlehen mit einer Laufzeit jeweils bis zum 30. September 2034. Sie sind durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung und durch Raumsicherungsübereignung der Windenergieanlagen gesichert. Die Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2016 vollständig abgerufen. Die daraus erlangten und bisher nicht verwendeten finanziellen Mittel unterliegen jedoch in Höhe von TEUR 1.229 einer Verfügungsbeschränkung und können nur in dem Rahmen eingesetzt werden, wie Abrechnungen der Lieferanten der Windparkprojektgesellschaft vorliegen. Die Darlehen valutieren am 31. Dezember 2016 mit TEUR 9.251 (Vorjahr: TEUR 0). Außerdem wurde im Rahmen der Umsatzsteuervorfinanzierung für den Windpark ein Terminkredit in Höhe von TEUR 951 mit einer Laufzeit bis zum 1. Januar 2017 abgeschlossen. Gesamtaussage zur wirtschaftlichen Lage Der Vorstand beurteilt die wirtschaftliche Lage und insbesondere die derzeitige Entwicklung des Unternehmens zum Zeitpunkt der Aufstellung des zusammengefassten Lageberichts insgesamt als zufriedenstellend. Der Vorstand sieht jedoch weiterhin Potenzial, um die positive Entwicklung, die Ende 2012 begonnen hat, fortzusetzen und die Lage des Konzerns weiter zu verbessern. Im Berichtszeitraum verbesserten sich gegenüber dem vorangegangenen Geschäftsjahr das operative Ergebnis (EBITDA) und insbesondere das Konzernergebnis deutlich. Im Geschäftsjahr 2016 wurden jedoch die insgesamt für diesen Zeitraum gesteckten Konzernziele nicht vollständig erreicht. Dies resultiert insbesondere aus dem Segment Erneuerbare Energien. Das Segment ITK entwickelte sich auch im Geschäftsjahr 2016 sehr erfreulich und konnte die Planung in fast allen wesentlichen Finanzkennzahlen übertreffen. Lediglich die Umsatzerlöse lagen um rund EUR 5,0 Mio. niedriger als geplant. Gegenüber der Planung konnten das EBITDA und Ergebnis vor Ergebnisabführung um rund EUR 0,3 Mio. gesteigert werden. Der in dieser Größenordnung ungeplante Umsatzrückgang im Bereich Telefonie konnte durch die planmäßigen Zuwächse im Bereich der Cloud-Lösungen nur leicht abgemildert werden. Das Segment Erneuerbare Energien konnte die Planzahlen im Geschäftsjahr 2016 nicht erreichen. Der Umsatz fiel um rund EUR 5,1 Mio., das EBITDA um rund EUR 3,5 Mio. und das Ergebnis um rund EUR 1,2 Mio. niedriger aus als geplant. Vor allem deutlich geringere Umsätze aus der Windparkprojektentwicklung, aber auch die geringeren Einspeisevergütungen aus den Bestandsanlagen aufgrund der schlechten Windverhältnisse führten zur Planverfehlung im Segment Erneuerbare Energien. Das Segment SHK konnte nicht alle Planzahlen im Geschäftsjahr 2016 erreichen. Der Umsatz fiel um rund EUR 3,6 Mio. niedriger aus als geplant. Dies hat auch dazu geführt, dass das EBITDA-Ziel um EUR 0,2 Mio. verfehlt wurde. Steuerliche Optimierungen während des Geschäftsjahres durch den Abschluss eines Ergebnisabführungsvertrages haben dazu beigetragen, dass das geplante Segmentergebnis dennoch erreicht wurde. Finanzielle und nichtfinanzielle LeistungsindikatorenUnsere konzernweit gültigen finanziellen Leistungsindikatoren verwenden wir, um Ziele zu setzen, Erfolg zu messen und die variable Vergütung der Führungskräfte festzulegen. Die für uns bedeutsamsten finanziellen Leistungsindikatoren sind der Umsatz, das Ergebnis vor Zinsen, Steuern und Abschreibungen (EBITDA) und das Ergebnis nach Steuern. Nichtfinanzielle Leistungsindikatoren werden von der regelmäßigen Berichterstattung nicht erfasst. Abstimmung und Steuerung erfolgen hier zwischen Vorstand und verantwortlichen Führungskräften in direkter Absprache. Hochqualifizierte und motivierte Mitarbeiter sind die Voraussetzung dafür, den Erfolg eines Unternehmens langfristig zu sichern. Verantwortungsvolle Personalentwicklung und stetige Verbesserung spielen hierbei eine entscheidende Rolle. Deshalb ist die nachhaltige Entwicklung und gezielte Förderung der Potenziale aller Mitarbeiter die Kernaufgabe des Personalmanagements des Unternehmens. Durch eine gezielte Personalentwicklung will der Konzern seine Attraktivität als Arbeitgeber erhöhen und dadurch die Identifikation der Mitarbeiter mit dem 3U Konzern und ihr Engagement für dessen Ziele weiter steigern. Mitarbeiter* Der 3U Konzern beschäftigte am Bilanzstichtag 149 Mitarbeiter (Vorjahr: 150). Im Jahresdurchschnitt waren es 147 (Vorjahr: 150). Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter gliedert sich wie folgt auf die einzelnen Bereiche : ![]() Von den 171 Beschäftigten (inkl. Vorstand, Teilzeitkräften und Aushilfen), die insgesamt zum Bilanzstichtag (zum 31. Dezember 2015: 165) im Konzern arbeiteten, waren 48 Personen weiblich; das entspricht einem Anteil von 28,1 % (2015 : 23,0 %). Die Altersstruktur im Konzern ist über alle Altersstufen verteilt : 25 % (2015 : 18 %) der Mitarbeiter sind unter 30 Jahre alt, 30 % (2015: 32 %) sind zwischen 30 und 40 Jahre alt, 30 % (2015 : 32 %) zwischen 40 und 50 Jahre alt und 15 % (2015 : 18 %) der Mitarbeiter sind über 50 Jahre alt. Das Durchschnittsalter im Konzern beträgt 40 Jahre (2015 : 40 Jahre). Unsere Mitarbeiter tragen mit ihren Ideen entscheidend zu mehr Wirtschaftlichkeit und Wettbewerbsfähigkeit bei. Deshalb wird ein kooperatives und kommunikationsförderndes Klima im Konzern begünstigt, da alle Mitarbeiter motiviert werden, Vorschläge zur Optimierung der Produkte und Arbeitsabläufe, zu Synergien und sonstigen Verbesserungen im Konzern zu machen. Das Vergütungssystem ist je nach Tätigkeit in feste und variable Anteile gegliedert, damit überdurchschnittliche Leistungen auch entsprechend honoriert werden können. Gesundheit der Mitarbeiter fördern Wir verstehen Gesundheit nach der Definition der Weltgesundheitsorganisation (WHO) als psychisches, körperliches und soziales Wohlbefinden. Um die Gesundheit unserer Mitarbeiter zu bewahren und zu fördern, haben wir gezielt Maßnahmen im Konzern umgesetzt. So unterstützt der Konzern die Gesundheitsvorsorge seiner Mitarbeiter. Die Mitarbeiter haben darüber hinaus die Möglichkeit, an internen und externen Schulungs- und Fortbildungsveranstaltungen teilzunehmen. Die Verbundenheit mit 3U wird durch eine Reihe von Maßnahmen gestärkt, bei denen soziale Aspekte im Vordergrund stehen. Die Sicherheit am Arbeitsplatz wird durch entsprechende Schulungsmaßnahmen erhöht. Wie schon in den Vorjahren nahm auch im Geschäftsjahr 2016 kein Mitarbeiter durch einen Unfall am Arbeitsplatz nennenswert Schaden. Die Krankheitstage pro Mitarbeiter im 3U Konzern lagen in 2016 mit 9,5 Tagen weiterhin unter dem bundesdeutschen Durchschnitt, der laut Statistischem Bundesamt (2015) bei 10,0 Tagen liegt. Unternehmensverantwortung Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt Die Wahrnehmung der unternehmerischen Verantwortung ist wesentlicher Bestandteil unserer Konzernstrategie. Wir berücksichtigen systematisch die verschiedenen Belange unserer Stakeholder und verringern die Auswirkungen unseres Geschäfts auf die Umwelt. Dabei suchen wir die Balance zwischen ökonomischen Zielen und gesellschaftlicher Verantwortung. Mit unserem verstärkten Engagement für erneuerbare Energien und dem Ausbau des Bereichs HKL durch effiziente Lösungen zur Energievermeidung investieren wir aktiv in den Umweltschutz und zeigen damit gesellschaftliches Engagement. Auch in den übrigen Konzernbereichen setzen wir verstärkt auf die Nutzung regenerativer Energien. Wir versuchen, Umweltaspekte beim Einkauf von Produkten und Dienstleistungen zu berücksichtigen. 3U HOLDING AGDie 3U HOLDING AG steht als operative Management- und Beteiligungsholding an der Spitze des 3U Konzerns. Sie steuert und überwacht alle wesentlichen Aktivitäten innerhalb des Konzerns. Die Festlegung der Konzernstrategie sowie die Steuerung der Entwicklung des 3U Konzerns gehört zu ihren Aufgaben. Sie ist verantwortlich für das Rechnungswesen und Controlling im 3U Konzern und betreibt außerdem das konzernweite Risiko- und Chancenmanagement sowie die Bereiche Recht, Investor Relations und Unternehmenskommunikation. Die 3U HOLDING AG übernimmt auch die Allokation der finanziellen Mittel, zum Beispiel für Investitionen oder Akquisitionen. Ihr obliegen die Personalpolitik, die Personalentwicklung und die Betreuung der oberen Führungsebene des Konzerns. Die Vorstände der 3U HOLDING AG übernehmen die operative Verantwortung in Personalunion auch als Geschäftsführer von Tochtergesellschaften. Die 3U HOLDING AG beachtet bei der Aufstellung des Jahresabschlusses hinsichtlich der Bilanzierung, der Bewertung und des Ausweises die Vorschriften des Handelsgesetzbuches (HGB) und des Aktiengesetzes (AktG). Sie erstellt den Jahresabschluss unter der Annahme der Unternehmensfortführung. Die Gewinn- und Verlustrechnung wird nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Die nachfolgenden Erläuterungen beziehen sich auf den Einzelabschluss der 3U HOLDING AG. In einzelnen Fällen sind bestimmte Geschäftsvorfälle im Konzernabschluss gemäß IFRS anders abgebildet worden. Analyse des Jahresabschlusses Ertragslage Der Gesamtumsatz der 3U HOLDING AG betrug in 2016 EUR 2,67 Mio. (Vorjahr: EUR 2,33 Mio.). Die Umsätze beinhalten im Wesentlichen Managementleistungen für Tochtergesellschaften und Beteiligungen der 3U HOLDING AG sowie Erträge aus Vermietung und Verpachtung. Die betrieblichen Aufwendungen stehen insbesondere im Zusammenhang mit der Management- und Beteiligungsfunktion der Gesellschaft. Dementsprechend wird das Ergebnis der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit im Wesentlichen durch die allgemeinen Verwaltungskosten, die sonstigen betrieblichen Erträge sowie das Finanzergebnis geprägt. In den sonstigen betrieblichen Erträgen sind im Wesentlichen Erträge aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen in Höhe von EUR 5,98 Mio. (Vorjahr: EUR 0,0 Mio.) und aus der Auflösung von Rückstellungen sowie Sachbezügen von Mitarbeitern enthalten. Für den Vorstand und die Mitarbeiter der 3U HOLDING AG fiel ein Personalaufwand in Höhe von EUR 2,64 Mio. nach EUR 2,92 Mio. im Vorjahr an. Ausschlaggebend hierfür ist die gegenüber dem Vorjahr geringere Vorstandsvergütung und der etwas geringere Personalbestand im Geschäftsjahr 2016. Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen beinhalten im Wesentlichen IC-Dienstleistungen, Wertberichtigungen auf Forderungen, Instandhaltungs- und Raumkosten, Abschluss- und Prüfungskosten, Kfz-Kosten, steuerliche und sonstige Beratungskosten sowie Aufsichtsratsvergütungen. Das Finanzergebnis in Höhe von EUR 1,62 Mio. (Vorjahr: EUR 3,46 Mio.) resultiert aus Erträgen aus Beteiligungen in Höhe von EUR 1,21 Mio. (Vorjahr: EUR 1,30 Mio.), Erträgen aus Gewinnabführungsverträgen von EUR 1,78 Mio. (Vorjahr: EUR 1,83 Mio.) sowie aus einem positiven Zinsergebnis in Höhe von EUR 0,35 Mio. (Vorjahr: EUR 0,35 Mio.). Ursächlich für das Beteiligungsergebnis sind die erzielten Gewinne der Tochtergesellschaften in den Geschäftsbereichen ITK, Erneuerbare Energien und SHK. Wie im Vorjahr sind der 3U HOLDING AG keine Aufwendungen aus der Verlustübernahme entstanden. Im Geschäftsjahr 2016 wurden außerplanmäßige Abschreibungen in Höhe von EUR 1,73 Mio. (Vorjahr: EUR 0,02 Mio.) auf den Beteiligungsansatz von Tochtergesellschaft im Geschäftsbereich ITK vorgenommen. Vor allem aufgrund der sonstigen betrieblichen Erträge aus der Herabsetzung der Wertberichtigung fiel das Jahresergebnis mit EUR 4,27 Mio. deutlich besser aus, als zu Jahresanfang geplant. Dabei wurde der negative Beitrag aus der Abschreibung auf Finanzanlagen mehr als kompensiert. Das Jahresergebnis der 3U HOLDING AG hat sich damit im Vergleich zum Vorjahr von EUR –0,67 Mio. um EUR 4,94 Mio. verbessert. Auch ohne die außergewöhnlichen Aufwendungen aus Abschreibungen auf Finanzanlagen und Erträgen aus der Herabsetzung von Wertberichtigungen auf Forderungen wäre das Ergebnis der 3U HOLDING AG positiv. Finanzlage Zum Bilanzstichtag hat die 3U HOLDING AG ihren Tochtergesellschaften zum Auf-/Ausbau ihrer Geschäftstätigkeiten kurzfristige Darlehen mit einem Gesamtvolumen in Höhe von EUR 29,58 Mio. (Vorjahr: EUR 28,86 Mio.) ausgereicht. Von diesen Darlehen sind zum 31. Dezember 2016 EUR 5,96 Mio. wertberichtigt. Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Wertberichtigung auf die Forderung gegen die 3U ENERGY AG vollständig herabgesetzt. Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel betrugen am 31. Dezember 2016 EUR 2,29 Mio. (Vorjahr: EUR 2,01 Mio.). Insgesamt ergab sich eine leichte Erhöhung der liquiden und liquiditätsnahen Mittel in Höhe von EUR 0,28 Mio. Das Festgeldguthaben ist - wie im Vorjahr - mit EUR 1,50 Mio. als Sicherheit für eigene Kreditlinien verpfändet. Diese sind per 31. Dezember 2016 im Rahmen eines Avalkredits in Höhe von TEUR 598 (Vorjahr: TEUR 595) in Anspruch genommen. Aufgrund der positiven wirtschaftlichen Entwicklung des Solarparks Adelebsen konnte am 22. Februar 2016 mit der finanzierenden Bank ein weiterer Kreditvertrag abgeschlossen werden, der dazu führt, dass das Kreditvolumen um EUR 1,0 Mio. erhöht und die bestehende Kapitaldienstreserve auf rund EUR 0,7 Mio. vermindert wurde. Gleichzeitig verminderte sich das mit Rangrücktritt versehene Gesellschafterdarlehen der 3U HOLDING AG, welches diese der Solarpark Adelebsen GmbH als Eigenkapitalanteilersatz zur Verfügung gestellt hat, von EUR 3,0 Mio. auf EUR 2,0 Mio., so dass der 3U HOLDING AG aus der Tilgung des Darlehens EUR 1,0 Mio. zugeflossen sind. Vermögenslage Die Bilanzsumme der 3U HOLDING AG belief sich zum 31. Dezember 2016 auf EUR 64,56 Mio. (Vorjahr: EUR 60,31 Mio.) und hat sich damit geringfügig um 7,0% erhöht. Die Finanzanlagen haben sich um EUR 2,77 Mio. auf EUR 12,44 Mio. (Vorjahr: EUR 15,21 Mio.) insbesondere aufgrund der Darlehensreduzierung gegenüber der Solarpark Adelebsen GmbH und der Abschreibungen auf Finanzanlagen reduziert. Der Anteil an der Bilanzsumme sank auf 19,3 % (Vorjahr: 25,2 %). Das Umlaufvermögen inklusive aktiver Rechnungsabgrenzungsposten in Höhe von EUR 29,29 Mio. (Vorjahr: EUR 21,73 Mio.) lag bei 45,4 % (Vorjahr: 36,1 %) der Bilanzsumme. Wesentlicher Bestandteil dieses Postens sind die konzerninternen kurzfristigen Ausleihungen mit einem Buchwert in Höhe von EUR 23,62 Mio. (Vorjahr: EUR 17,35 Mio.). Zu dieser Veränderung hat insbesondere die Herabsetzung der Wertberichtigung auf das Darlehen der 3U ENERGY AG beigetragen. Die vorhandenen liquiden und liquiditätsnahen Mittel sind um EUR 0,28 Mio. auf EUR 2,29 Mio. (Vorjahr: EUR 2,01 Mio.) gestiegen. Das Eigenkapital betrug EUR 48,82 Mio. (Vorjahr: EUR 44,55 Mio.). Die Eigenkapitalquote beträgt im Jahr 2016 damit 75,6 % (Vorjahr: 73,9 %). Innerhalb der Verbindlichkeiten haben sich die Bankverbindlichkeiten aufgrund laufender Tilgungszahlungen auf EUR 7,79 Mio. (Vorjahr: EUR 8,29 Mio.) vermindert. Gesamtaussage Insgesamt ist der Vorstand mit der Entwicklung in der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage zufrieden. Auch ohne die außergewöhnlichen Erträge und Aufwendungen hätte die 3U HOLDING AG ein leicht positives Ergebnis erzielt. Die 3U HOLDING AG war jederzeit in der Lage, ihren finanziellen Verpflichtungen nachzukommen und dies ist auch für 2017 gewährleistet. Die Vermögenslage ist insbesondere aufgrund der weiterhin sehr guten Eigenkapitalquote nach wie vor als zufriedenstellend zu bezeichnen. NachtragsberichtIm Januar 2017 ist der Ende des Jahres 2016 fertiggestellte Windpark Schlenzer mit einer elektrischen Leistung von 5,5 MW in Betrieb genommen worden. Mit Datum vom 1. Februar 2017 hat die 3U HOLDING AG 25 % der RISIMA Consulting GmbH erworben und hält damit 100 % an der Gesellschaft. Risiko-, Chancen- und PrognoseberichtRisikoberichtRisikomanagementsystem der 3U HOLDING AG Unternehmerisches Handeln ist stets mit Risiken verbunden. Ein bewusstes Eingehen von Risiken zugunsten des unternehmerischen Erfolgs ist unumgänglich und sinnvoll. Der 3U Konzern setzt sich mit allen Risiken und Chancen systematisch auseinander und verfolgt dabei einerseits das Ziel, kontrolliert und bewusst Risiken zu erkennen und zu steuern, und andererseits die sich bietenden Chancen zu nutzen. Die Risikopolitik des 3U Konzerns legt daher das gewünschte Verhältnis zwischen Risiken und Chancen fest und ist eng verknüpft mit den strategischen Unternehmenszielen. Das Risiko- und Chancenmanagementsystem der 3U HOLDING AG trägt den Namen „3U-RICH“. Im Rahmen des Risikomanagements werden in den regelmäßigen Reportings durch den Risikomanager in erster Linie nur Risiken betrachtet. Chancen werden insbesondere in den Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften identifiziert und dokumentiert. Eine umfassendere Analyse und Auswertung erfolgt jedoch durch den Vorstand und die Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen der strategischen Unternehmensplanung. Das Risiko management dient der Sicherung der Unternehmensziele, des Unternehmenserfolges und der Senkung der Risikokosten. Um eine optimale Unternehmenssteuerung zu erzielen, und um den gesetzlichen und aufsichtsrechtlichen Anforderungen gerecht zu werden, verfügt der Vorstand über ein für die Größe der Gesellschaft angemessenes Risikomanagementsystem. Dieses konzernweite Risikomanagementsystem umfasst neben dem Mutterunternehmen auch alle Tochtergesellschaften. Daher ist die systematische Auseinandersetzung mit potenziellen Chancen und Risiken sowie der risikobewusste Umgang mit diesen ein zentraler Ausdruck unserer Zukunftssicherung und -gestaltung in diesem dynamischen Marktumfeld. Das Risikomanagementsystem wird den sich ändernden Rahmenbedingungen entsprechend angepasst und unterliegt einer kontinuierlichen Weiterentwicklung, um sicherzustellen, dass neben den internen Veränderungen auch externe Faktoren, wie z. B. Gesetzesänderungen, berücksichtigt werden. Im Hinblick auf eine optimale Berichterstattung werden im Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG die wesentlichen Risiken von allen Tochtergesellschaften methodisch einheitlich reportet. Zusätzlich werden in den einzelnen Gesellschaften vorhandene spezifische Risiken von diesen bewertet. Das Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG entspricht den gesetzlichen Anforderungen. Der 3U Konzern hat im Rahmen eines kontinuierlichen Verbesserungsprozesses die Themen Compliance, Rechnungslegungsprozess und IKS in das Risikomanagementsystem eingebunden. Dabei orientiert sich die 3U an dem international anerkannten Standard COSO ERM, soweit die Unternehmensführung die dort beschriebene Vorgehensweise für angemessen hält. Vorstand und Aufsichtsrat des 3U Konzerns verdeutlichen damit die Bedeutung der Corporate Governance, die für eine verantwortungsbewusste und auf langfristigen Unternehmenserfolg ausgerichtete Führung und Kontrolle des Unternehmens steht. Risikomanagementstrategie Abgeleitet aus den Unternehmenszielen legt der Vorstand eine Risikostrategie fest, in der die grundlegenden Rahmenbedingungen für das Risikomanagementsystem vorgegeben werden. Darauf basierend werden strategische Maßnahmen zur Zielerreichung erarbeitet und abgeleitet. Ziel ist nicht die Vermeidung aller potenziellen Risiken, sondern die Schaffung von Handlungsspielräumen unter Berücksichtigung der Risikotragfähigkeit des Konzerns, die aufgrund einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge ein bewusstes Eingehen von Risiken ermöglichen. Verantwortungs- und Reportingkonzept Das vom Vorstand des 3U Konzerns für den gesamten Konzern eingeführte Risikomanagementsystem hat sich als effizient bewährt. Alle Mitarbeiter des Konzerns sind angehalten, sich im Rahmen der ihnen übertragenen Aufgaben und Verantwortungen risikobewusst zu verhalten. Unmittelbar verantwortlich für die Früherkennung und Steuerung von Risiken sind die jeweiligen operativen Risikoverantwortlichen. Regelmäßige Schulungen tragen dazu bei, dass sich alle Mitarbeiter der Vorgaben und der Systematik bewusst sind. Mit Unterstützung der professionellen Risikomanagementsoftware r2c der Schleupen AG können die Prozess- und Arbeitsabläufe im Risikomanagement innerhalb des Konzerns im Hinblick auf Effektivität und Effizienz des Systems zunehmend weiter verbessert werden. Die Software unterstützt sowohl die Risikoverantwortlichen als auch den Risikomanager in der Bewertung und Steuerung der Risiken in allen Konzerngesellschaften. Die Gesamtverantwortung für die Funktionsfähigkeit und Effektivität des Risikomanagementsystems obliegt dem Vorstand des 3U Konzerns. Dieser wird mindestens monatlich durch den Risikomanager im Rahmen von standardisierten Reportings über die aktuelle Risikosituation und deren mögliche zukünftige Entwicklung informiert. Neben dem Vorstand erhält auch der Aufsichtsrat des 3U Konzerns unmittelbar durch den Risikomanager des Konzerns dieses standardisierte monatliche Reporting. Die Geschäftsführer der einzelnen Tochterunternehmen sind verpflichtet, sich über einen Zugriff auf die Risikomanagementsoftware fortlaufend über die Risikolage in ihren Gesellschaften zu informieren. Durch den Einsatz der Risikomanagementsoftware ist der Detaillierungsgrad in der monatlichen Berichterstattung deutlich gestiegen. Der Vorstand entscheidet nach Rücksprache mit dem Risikomanager und ggf. den Risikoverantwortlichen über die Vorlagen aus dem Risikomanagement und veranlasst erforderliche Maßnahmen, basierend auf aktuellen Risikoannahmen. Darüber hinaus informiert er regelmäßig den Aufsichtsrat über diese Risikoentwicklung und die veranlassten Maßnahmen. Über die Effizienz und Effektivität der Prozesse im Risikomanagementsystem sowie die Einhaltung der Regelungen und Richtlinien wird dem Aufsichtsrat mindestens zwei Mal jährlich im Rahmen von Konsultations- und Auditprozessen im Beisein des Risikomanagers Bericht erstattet. Dabei werden auch die Themen Rechnungslegungsprozess, IKS und Compliancemanagement berücksichtigt, so dass der Aufsichtsrat dadurch die Überwachungspflichten gem. § 107 Abs. 3 S. 2 AktG systematisch erfüllt. Methodik des Risikomanagementsystems In dem Risikomanagementsystem der 3U HOLDING AG werden in Risikoinventuren teilweise bis hinunter auf Abteilungsebene der einzelnen Tochterunternehmen die Chancen und Risiken des 3U Konzerns so vollständig wie ökonomisch sinnvoll erfasst, um entwicklungsbeeinträchtigende und bestandsgefährdende Entwicklungen so früh wie möglich zu identifizieren und aussichtsreiche Entwicklungen zu erkennen. Die dabei identifizierten Risiken und Chancen werden nach möglichen Schadenshöhen/Ergebniserwartungen und Eintrittswahrscheinlichkeiten bewertet. Die Steuerung bzw. Behandlung dieser Risiken und Chancen erfolgt auf zwei Wegen. Für die im Rahmen dieser Risikoinventur identifizierten Risiken werden Indikatoren mit Messwerten und zugehörigen Schwellenwerten festgelegt, die geeignet sind, eine Überwachung und Bewertung der Risiken zu ermöglichen. Die ständige Beobachtung und Bewertung erfolgt durch die dezentralen Risikoverantwortlichen und den zentralen Risikomanager anhand operativer und finanzieller Kennzahlen und sind Bestandteil eines monatlichen Reportings. Chancen werden im Rahmen der jeweiligen Unternehmensstrategie gesteuert und sind derzeit nicht Bestandteil des laufenden Reportings. Im Berichtsjahr wurde die systematische Dokumentation von identifizierten Chancen aus den Risikoinventuren fortgesetzt. Obwohl Chancen untrennbar mit Risiken zusammenhängen, unterscheiden sich deren Charakteristika aber von denen der Risiken, was einen differenzierteren Umgang erforderlich macht (Chancen können sich z. B. nur dann auszahlen, wenn sie auch wahrgenommen und bewusst genutzt werden und benötigen in der Regel einen längeren Zeitraum, um sich zu entwickeln und realisieren zu lassen). Daher werden die identifizierten Chancen nicht wie die Risiken mittels der Software monatlich bewertet, sondern regelmäßig überprüft und Maßnahmen ggf. angepasst. Festlegung des Risikoverständnisses Das Risiko ist die Möglichkeit einer negativen Abweichung des tatsächlichen Ergebnisses vom erwarteten Ergebnis (Unternehmensziel). Hierbei besteht die Gefahr, dass unerwünschte Ereignisse eintreten (Vermögensverlust bzw. Ertragsminderung) oder die Gefahr, dass erwünschte Ereignisse nicht eintreten (verpasste Chancen). Abgrenzung der Begriffe Brutto- und Nettorisiko Die Bewertung der identifizierten Risiken im Rahmen der Risikoinventuren erfolgt über die Methodik der sogenannten Brutto-bzw. Nettorisiken. Bei der Bestimmung der Bruttorisiken werden die kompensierenden Kontrollen der Risikobegrenzung und -Steuerung zunächst nicht berücksichtigt. Als kompensierende Kontrollen werden Maßnahmen definiert, die ein Risiko vermeiden, vermindern oder verlagern. Darüber hinaus besteht die Möglichkeit, Risiken auf einem vertretbaren Niveau zu akzeptieren, sofern eine weitere Reduktion nicht wirtschaftlich ist. Eine reine Betrachtung der Bruttorisiken ist deshalb notwendig, da bei einer reinen Nettobetrachtung die Gefahr besteht, dass aktuell gut kontrollierte, bestandsgefährdende Risiken nicht fortlaufend und zeitnah überwacht werden. Dies könnte dazu führen, dass Veränderungen in den Prozessen und daraus eventuell resultierende Risiken nicht rechtzeitig erkannt werden. Basis für das operative Risikomanagement sind die verbleibenden Nettorisiken. Sie resultieren, wenn die bestehenden kompensierenden Kontrollen in der Risikobetrachtung Berücksichtigung finden. Die Bruttorisiken werden durch die internen Kontrollen zu Nettorisiken (Restrisiken) ![]() Die Risikobewertungen werden sowohl der Brutto- als auch der Nettorisiken in den Kategorien Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit mit Hilfe von Kennzahlen durchgeführt. Für die Eintrittswahrscheinlichkeit sind folgende Kennzahlen vergeben: scroll
Die Schadenshöhen werden auf Einzelgesellschaftsebene für jede Gesellschaft individuell festgelegt. Einzelne Risiken werden auf Konzernebene aggregiert und gemäß einem Bewertungsschema kategorisiert. Die Schadenshöhen der Risiken im Konzern orientieren sich am gezeichneten Kapital 3U HOLDING AG. Die Kennzahlen werden unterschiedlichen Schadenshöhen (Auswirkungen/Schaden) zugeordnet: scroll
Aus der Multiplikation der Kennzahlen für Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit lässt sich eine Einteilung in vier Risikoklassen ableiten. Risikoklassen ![]() Die Risikoklasse 1 ist dabei die höchste Kategorie und die sich darin befindlichen Risiken sind möglicherweise bestandsgefährdend. Alle in den Risikoinventuren identifizierten Risiken werden gesteuert. Dabei unterscheiden sich die eingesetzten Maßnahmen in Ihrem Umfang. Ausnahmen sind allerdings im Einzelfall möglich. Dies ist dann durch den Vorstand zu genehmigen. Dazu gehört beispielsweise die Herausnahme eines Risikos aus der Steuerung, wenn im Rahmen des monatlichen Reportings über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten die Bewertung in der Risikoklasse 4 liegt. Im Anschluss an die Risikoinventuren werden die ermittelten Kennzahlen in die Software übertragen. Im Rahmen des monatlichen Reportings werden die Kennzahlen und die Klassen anhand der quantitativen Bewertung in Schadenshöhe in Euro und Eintrittswahrscheinlichkeit in Prozent dargestellt. Aus der Multiplikation dieser beiden Größen ergibt sich dann ein Erwartungswert in Euro. Dieser ist wiederum übertragbar in die Darstellung der Risikoklassen. Um die Verständlichkeit zu erhöhen und die Auswirkungen besser zu erläutern, sind in der folgenden Darstellung ausgewählte wesentliche Brutto-Risiken des Konzerns auf Segment-Ebene in ihrer Netto-Betrachtung qualitativ aufgeführt. scroll
Risiken Die wesentlichen aktuellen und zukünftigen Risiken im Konzern Aus der Gesamtheit der für den Konzern identifizierten Risiken werden nachfolgend die wesentlichen Risiken in den einzelnen Segmenten genannt, die aus heutiger Sicht die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage der Einzelgesellschaften und aggregiert die des 3U Konzerns bei einem potenziellen Eintritt wesentlich beeinflussen könnten. Die Risiken in den Segmenten ITK und Erneuerbare Energien waren auch im Berichtsjahr 2016 diejenigen Risiken mit dem höchsten Risikopotenzial in Bezug auf Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit. Dies liegt daran, dass die Erwartungswerte im Hinblick auf die Schadenshöhen bei Eintritt eines Risikos in diesen beiden Segmenten deutlich über den Erwartungswerten der Schadenshöhe bei Eintritt eines Risikos im Segment SHK oder anderer Risiken, die mittelbar oder unmittelbar auf den 3U Konzern wirken, lagen. In den Risikoinventuren der schon im Vorjahr im Konzern befindlichen Gesellschaften wurden überwiegend die Risiken aus den zurückliegenden Risikoinventuren bestätigt, lediglich die Ausprägung in Schadenshöhe und Eintrittswahrscheinlichkeit variiert. Die Variierung berücksichtigt dabei die geänderten Markt- bzw. operativen Bedingungen. Aber auch neue Risiken und Risikoszenarien wurden identifiziert und bewertet. Werden durch den Konzern Investitionen in neue Gesellschaften getätigt, werden diese einer Risikoinventur unterzogen, um gesellschaftsspezifische Risiken zu identifizieren und zu bewerten und anschließend in das Konzernsystem und -reporting zu integrieren. Allgemeine wirtschaftliche Risiken in den Segmenten Es sind einzelne Risiken in allen Segmenten des Konzerns zu erkennen, deren Identifizierung, Bewertung und Steuerung über die Segmentgrenzen hinaus erforderlich waren. Dazu gehören neben operativen auch strategische Risiken. Die operativen Risiken konzentrieren sich in allen Unternehmenssegmenten auf Vertragsverpflichtungen, mögliche Ausfälle und Schäden an den technischen Systemen, auf das Personal und die Aufrechterhaltung der Geschäftsprozesse. Die strategischen Risiken beziehen sich u.a. auf die Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen. Jedes betriebswirtschaftliche Handeln eines Unternehmens basiert auf Verträgen, u. a. mit Geschäftspartnern. Nahezu alle Teile der Organisationsstruktur im Konzern sind davon betroffen. Vertragsrisiken bestehen z. B. in der Einhaltung gesetzlicher Vorgaben bei der Vertragsgestaltung, der Einhaltung von Vertragsfristen und in der Vertragsdurchsetzung mit Geschäftspartnern. Der Konzern steuert dieses Risiko in Form eines Vertragsmanagements durch die konzerninterne Rechtsabteilung. Darüber hinaus werden bei der Auswahl von Geschäftspartnern spezifische Kriterien geprüft und bewertet. Die Dienstleistungen der Segmente Telefonie und Services basieren im Wesentlichen auf Softwareanwendungen sowie auf Informations- und Telekommunikationstechnologien. Auch im Segment Erneuerbare Energien ist der Einsatz dieser Technologien von großer Bedeutung. Wesentlich für die Aufrechterhaltung des Geschäftsbetriebs und die Durchführung kritischer Prozesse sind deshalb die IT-Verfügbarkeit und die IT-Infrastruktur. Entsprechende Systemredundanzen, zeitnahe Ersatzinvestitionen und regelmäßige Wartungen halten dieses Risiko auf marktüblichem Niveau. Diesen IT-Risiken begegnet der 3U Konzern unter anderem dadurch, dass sich die Ausrichtung des Informationssicherheitsmanagementsystems an der ISO 27001 orientiert. In allen Unternehmensteilen des 3U Konzerns wird hoch qualifiziertes Personal benötigt. Das Fehlen oder der Verlust von notwendigem Wissen bzw. von notwendigen Fähigkeiten und Erfahrungen innerhalb der Schlüsselpositionen dieser Unternehmen könnte das Erreichen der jeweiligen Unternehmensziele gefährden. Daher wird das Personalmanagement aller Unternehmensteile zentral über die 3U HOLDING gesteuert. Entsprechend der Planung werden geeignete Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gesucht und eingestellt bzw. bereits vorhandenes Personal über eine Nachfolgeplanung qualifiziert. Die Beachtung allgemein üblicher Grundsätze der Mitarbeiterführung bildet die Basis für ein gutes Betriebsklima. Mitarbeiterführung und Mitarbeiterentwicklung bilden die Grundlage einer positiven Unternehmenskultur. Darüber hinaus wird zum Beispiel durch ein leistungsorientiertes Vergütungssystem sowie interne und externe Schulungsmaßnahmen eine hohe Loyalität und Verbundenheit der qualifizierten Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter zum Unternehmen erreicht. Diese Maßnahmen greifen auch, wenn aufgrund von Beteiligungen und Übernahme von Gesellschaften durch die 3U HOLDING Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter neu in den Konzern integriert werden. Um die Konzernziele erreichen zu können, müssen diese mit den Geschäftsprozessen und der damit verbundenen Produktivität des Konzerns abgestimmt sein. Dies gilt auch für Gesellschaften, die durch Kauf oder Beteiligung der 3U in die Konzernstrukturen integriert werden. Der Einsatz von modernen Methoden im Qualitäts- und Prozessmanagement unterstützt die kontinuierliche Verbesserung auch in diesem Bereich. Zusätzlich muss die vertikale oder horizontale Kommunikation innerhalb des Unternehmens effizient sein und sich im Einklang mit den übertragenen Verantwortlichkeiten oder festgelegten Maßnahmen befinden. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig, auch im Rahmen des Qualitätsmanagements, überprüft und ggf. aktualisiert werden. Ein effektiver und effizienter Ablauf in allen Geschäftsprozessen vermindert auch das Risiko einer mangelnden Kundenzufriedenheit. Compliancemanagement Das Compliancemanagement ist Teil des konzernweiten Risikomanagementsystems. Um die immer anspruchsvoller werdenden Anforderungen und Erwartungen erfüllen zu können und die sich ergebenden Risiken weiter zu vermindern, wurde das Compliancemanagement kontinuierlich optimiert. Wesentliche Bestandteile des Compliancemanagements bilden ein Wertemanagementsystem, ein „Whistleblowing“-Prozess sowie weitere aufbau- und ablauforganisatorische Regelungen. Regelmäßig finden Schulungs- und Sensibilisierungsmaßnahmen im Hinblick auf einzuhaltende Regeln und Vorgaben statt. Risiken aus der Regulierung und Änderungen von gesetzlichen Rahmenbedingungen Risiken aus der Regulierung und Änderung von gesetzlichen Rahmenbedingungen in den Bereichen Telekommunikation/IT und besonders Erneuerbare Energien werden für die gegenwärtigen Segmente und zukünftigen Beteiligungen des 3U Konzerns auch weiterhin bestehen. Besonders die Diskussionen im Hinblick auf die Förderung erneuerbarer Energien haben im Markt für Verunsicherung gesorgt. Im Berichtsjahr konnte die 3U mit der Entwicklung von Windparkprojekten zwar einen wichtigen Schritt im Bereich Erneuerbare-Energien-Projekte machen, eine sachgerechte und nachhaltige Planung von Großprojekten in diesem Segment wird jedoch durch fortdauernde Änderungen der gesetzlichen Grundlagen, wie bspw. durch das ab 2017 eingeführte Ausschreibungsmodell, erschwert. Die Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können. Risiken aus dem Segment ITK In diesem Segment ist nach wie vor Call-by-Call ein wichtiges Produktsegment. Ein generelles Risiko stellen dabei die vielfältigen Flatrate-Angebote dar. Die Festnetz-Flatrates machen Call-by-Call für innerdeutsche Festnetztelefonate überflüssig. Die immer geringere Inanspruchnahme von Call-by-Call-Angeboten hat bewirkt, dass der Markt seit 2008 um ca. drei Viertel geschrumpft ist. Ein ähnliches Risiko besteht durch Flatrates im Mobilfunk, welche i. d.R. eine Flatrate für Mobil- und Festnetz beinhalten. Die Substitution des Festnetzes durch Mobilfunk führt zu sinkenden Erträgen. Preise von Mobil zu Mobil unter Festnetzniveau stellen auch ein Risiko für das Call-by-Call-Geschäft dar. Ein weiteres Risiko besteht darüber hinaus durch die Technologie Voice over IP (VoIP), da Minutenpreise durch Flatrate-Angebote unter Druck geraten. Dem erwartungsgemäßen Umsatzrückgang im Call-by-Call-Markt begegnet das Segment ITK unter anderem durch ein aktives Tarifmanagementsystem sowie die zunehmende Fokussierung auf profitable Nischen (z. B. Rechenzentren). Die Cloud-Aktivitäten operieren in einem dynamischen Marktumfeld mit innovativen Lösungen. Hier besteht das Risiko, dass Anforderungen und Entwicklungen nicht rechtzeitig erkannt und umgesetzt werden. Daher wird der Markt sehr genau beobachtet und wenn es wirtschaftlich vertretbar und angemessen ist, werden die Lösungen entsprechend angepasst. So konnte auch 2016 das Geschäftsmodell weiterentwickelt werden. Die Anzahl der Anwender der Cloud-Produkte steigt stetig an. Hier besteht das Risiko einer fehlenden Kunden zufriedenheit insbesondere aufgrund von unterschiedlichsten Erwartungen. Durch Einsatz einer regelmäßigen Qualitätsprüfung und durch engen Kontakt mit den Kunden wird diesem Risiko begegnet. Um den Risiken einer nichtmarktkonformen Produktentwicklung entgegen zu wirken, werden vermehrt Gespräche mit strategischen Partnern und Finanzinvestoren geführt, um das Wachstum und die Expansion in neue Märkte voranzutreiben. Risiken aus dem Segment Erneuerbare Energien Neben den allgemeinen Risiken im Konzern bestehen in diesem Segment gesetzliche/regulatorische Risiken sowie Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden. Die Diskussionen über die staatliche Förderung erneuerbarer Energien haben auch 2016 zur Verunsicherung der Verbraucher und Versorger und damit verbundener geringer Planungssicherheit beigetragen. Die Unsicherheit im ab 2017 geltenden Ausschreibungsmodell im Bereich der Windkraftprojektentwicklung beschleunigt die aktuell stattfindende Marktkonsolidierung. Mit der Entwicklung von Projekten im Bereich Windkraftanlagen versucht der 3U Konzern die Chancen, die sich in diesem Markt bieten, konsequent zu nutzen. Gut geplante Erneuerbare-Energien-Projekte erfordern zwar hohe Investitionssummen, bieten aber auch eine relativ hohe Wertsicherheit. Die Realisierung solcher Großprojekte beinhaltet auch gesetzliche und genehmigungsrechtliche Risiken, z. B. baurechtliche Auflagen. Diesen Risiken begegnet die 3U HOLDING AG u. a. durch den Einsatz von qualifiziertem internem und externem Personal. Die gesellschaftlichen und branchenspezifischen Entwicklungen werden durch den Konzern intensiv beobachtet, um zeitnah reagieren zu können. Mit seinem Geschäftsmodell war der 3U Konzern schon bisher von der sinkenden Vergütung gemäß EEG betroffen. Mit dem Erneuerbare-Energien-Gesetz 2017 (EEG 2017) wurde der gesetzliche Anspruch auf eine EEG-Förderung durch ein Auktionsverfahren abgelöst. Das von der Bundesnetzagentur durchgeführte Gebotsverfahren bestimmt mit dem Zuschlag auch die konkrete Förderhöhe für die jeweilige Anlage. Das Verfahren gilt für alle Anlagen, die nach dem 1. Januar 2017 genehmigt werden. Diesen speziellen Herausforderungen in diesem Teilbereich der Erneuerbaren Energien begegnet der 3U Konzern mit besonderer Vorsicht, sofern sich die Risiken nicht durch entsprechende vertragliche Vereinbarungen reduzieren lassen. Risiken aus dem Segment SHK Risiken im Umgang mit Lieferanten und Kunden, wie z. B. Lieferanten- und Forderungsausfall oder Veränderungen in den Einkaufs- und Verkaufspreisen, werden durch das Lieferanten- und Forderungsmanagement gesteuert. Zahlungsausfälle zu vermeiden, offene Forderungen an Unternehmen, Organisationen und Privatpersonen möglichst ohne Ausfälle einzutreiben und die gesamten Bereiche des Kreditmanagements, des Konditionenmanagements und auch des Debitorenmanagements sind die Aufgaben des Forderungsmanagements im weitesten Sinne. Im engeren Sinne bezeichnet das Forderungsmanagement das Eintreiben offener Zahlungen aus Lieferungen, Leistungen und Krediten, die bereits in Verzug geraten sind. Das Forderungsmanagement sichtet, ordnet, registriert und organisiert die offenen Zahlungen und sorgt dafür, dass bei Zahlungsverzug der Rechnungsempfänger rechtzeitig, umfassend und wirkungsvoll an seine Vertragspflichten aus dem Abverkauf von Waren oder Leistungen erinnert wird. Im Auftrag des Rechnungsstellers übernimmt das Forderungsmanagement die Abwicklung des Zahlungsverkehrs zwischen Unternehmen und Kunden. Damit sichert ein professionelles Forderungsmanagement die fortlaufende Liquidität der Unternehmen. Durch die regelmäßige Durchführung umfassender Lieferantenbeurteilungen und -bewertungen wird das Risikopotenzial in diesem Bereich ebenfalls reduziert. Finanzrisiken Der 3U Konzern ist als am Markt präsentes Unternehmen diversen Risiken ausgesetzt. Daher ist es ein zentrales Ziel der Unternehmensführung, die Steuerung und Verminderung von Finanzrisiken im Hinblick auf die Schaffung verlässlicher Planungen zu erreichen. Wesentliche Risiken betreffen bei möglicher Unterschreitung der geplanten Ergebnisse die Kapitalausstattung und Finanzierungskraft, da eine geringe Eigenkapitalausstattung zu einer eingeschränkten Handlungsfähigkeit der Gesellschaft führen kann, dies insbesondere bei Akquisitionen und bei Abschluss von Anschluss- oder Neufinanzierungen. Ein weiteres wichtiges Finanzrisiko ist das Risiko der Konzentration des Umsatzes auf einen oder wenige wesentliche Kunden. Dieses Risiko korreliert mit dem Ausfallrisiko, d. h. dem Risiko, dass ein Vertragspartner einer finanziellen Transaktion nicht in der Lage sein wird, seine Verpflichtungen zu erfüllen und der 3U Konzern damit finanziellen Verlusten ausgesetzt ist. Werden durch den 3U Konzern Auslandsgeschäfte getätigt, werden in diesem Zusammenhang Währungsrisiken einer intensiveren Betrachtung und Analyse unterzogen und - wenn ökonomisch sinnvoll - auch Kurssicherungsgeschäfte vorgenommen. Darüber hinaus zählen der Aktienkurs, der Einkauf, die Liquidität sowie die Markt- und Zinsänderungen zu den wesentlichen Bereichen, in denen finanzielle Risiken auftreten könnten. Dem möglichen Eintreten dieser potenziellen Risiken wird durch ein konzernweit implementiertes Forderungs- und Liquiditätsmanagement entgegengewirkt, welches sicherstellt, dass jederzeit ausreichend Liquidität für das operative Geschäft zur Verfügung steht. Im abgelaufenen Geschäftsjahr wurden messbare Erfolge im Management des Ausfall- und Zinsänderungsrisikos erzielt, u.a. durch die Unterstützung externer Dienstleister und Geschäftspartner mit entsprechender Expertise. Finanzinstrumente werden im 3U Konzern nur zur Absicherung des Grundgeschäftes verwendet. Bevor Finanzinstrumente zum Einsatz kommen, werden sorgfältige Risikoanalysen und -bewertungen durchgeführt, um durch adäquate Maßnahmen das Risikopotenzial zu minimieren. Die 3U HOLDING AG hat eine nahezu ambivalente Haltung zu dem aktuell niedrigen Zinsniveau. Auf der einen Seite ist sie davon negativ betroffen, da sie ihre liquiden Mittel ausschließlich in Sichteinlagen und festverzinslichen kurzfristigen Anlagen investiert hat und dadurch aktuell nur geringe Zinseinnahmen generiert. Gleichzeitig nutzte die 3U das niedrige Zinsniveau, um sich langfristiges Fremdkapital zu attraktiven Zinssätzen zu sichern. Da das niedrige Zinsniveau in Deutschland vorerst Bestand haben sollte, plant 3U bei zukünftigen Investitionen in den Ausbau bestehender sowie bei der Entwicklung neuer Geschäftsfelder vermehrt Fremdkapital einzusetzen. Einschätzung des Managements zur Gesamtrisikosituation Von den dargestellten wesentlichen Risiken kann heute und auch in der Zukunft potenziell eine wesentliche Beeinträchtigung der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des 3U Konzerns ausgehen. Unsere wesentlichen Herausforderungen umfassen insbesondere die regulatorischen Rahmenbedingungen und den intensiven Wettbewerb. Die Veränderungen in der Risikoentwicklung aller Segmente haben Maßnahmen seitens des Vorstands erforderlich gemacht. Unser Risikomanagementsystem in Verbindung mit weiteren Planungssystemen und Reports ermöglicht das frühzeitige Erkennen von möglichen Risiken und unterstützt in der Folge bei der Risikosteuerung. Dennoch können zukünftig aufgrund fehlerhafter Annahmen Risiken auftreten, die dann von den Unternehmenserwartungen abweichen und sogar den Fortbestand des 3U Konzerns in einem überschaubaren Zeitraum gefährden könnten. Im Geschäftsjahr 2016 hat der 3U Konzern eine neue Segmentstruktur erhalten. Während die Segmente Telefonie und Services zusammengefasst wurden, wurde das bisherige Segment Erneuerbare Energien in zwei Segmente aufgeteilt. Die gesamte Risikosituation des Konzerns hat sich dadurch jedoch nicht verändert. ChancenberichtIm 3U Konzern werden Chancen und Risiken systematisch identifiziert und ausgewertet. Potenzielle Chancen werden im Rahmen der Risikoinventuren der einzelnen Gesellschaften erörtert und dokumentiert, um hierdurch auch potenzielle Risiken erkennen und abgrenzen zu können. Die weitergehende Analyse und Beurteilung von Chancen sowie mögliche Maßnahmen obliegen dem Vorstand und der Geschäftsführung der jeweiligen Gesellschaften im Rahmen ihrer Unternehmensstrategie. Da Chancen auch immer mit Risiken einhergehen, ist es sinnvoll, Risiken und Chancen, wo möglich, immer gemeinsam zu betrachten, um unter einer umfassenden Kenntnis der Risiken und Risikozusammenhänge potenzielle Gewinnchancen bewusst und kontrolliert nutzen zu können. Im Folgenden sind die wesentlichen Chancen, die innerhalb der einzelnen Segmente identifiziert wurden, dargestellt. Auch hierbei sollte berücksichtigt werden, dass der 3U Konzern im Geschäftsjahr 2016 eine neue Segmentstruktur erhalten hat. Segment ITK Grundsätzlich gehen die Umsätze und Deckungsbeiträge im Call-by-Call-Geschäft und insgesamt im Bereich Voice Retail zurück. Zwar ist der 3U Konzern auch von dieser Entwicklung betroffen, konnte aufgrund seiner Strategie aber weiterhin bedeutende Margen in diesem Bereich erzielen. Insbesondere kann durch eine hohe Prozessautomatisierung, aktives Tarifmanagement sowie Nutzung der Einkaufssynergien aus dem Bereich Voice Business der Rückgang der Margen im Call-by-Call-Geschäft stark verlangsamt werden. Wenngleich davon ausgegangen werden muss, dass die Umsätze im klassischen Voice-Retail-Bereich auch langfristig weiter sinken werden, bergen neue Produkte im Bereich Data Center Services & Operation profitable Chancen für das Segment ITK. Die Rechenzentren in Hannover und Berlin bieten langfristig bedeutendes und stabiles Ertragspotenzial. Im Bereich Voice Business führt eine kontinuierliche Optimierung der Technologieplattform zur Kostensenkung bei gleichzeitiger Flexibilitätssteigerung. Damit besteht die Chance, die Deckungsbeiträge und die Umsätze in diesem Bereich zu steigern. Der 3U Konzern hat seine Aktivitäten im Bereich Cloud Computing im Geschäftsjahr 2016 weiter ausgebaut und die Vermarktung der Business Apps der weclapp Suite vorangetrieben. Die positive Geschäftsentwicklung setzte sich fort. Mittelfristig ist von einer stetig weiter ansteigenden Nutzerzahl der weclapp Suite auszugehen. Eine Expansion in neue Märkte durch die Unterstützung strategischer Partner und Finanzinvestoren wird weiterhin angestrebt. Im Bereich Voice Business führt eine kontinuierliche Optimierung der Technologieplattform zur Kostensenkung bei gleichzeitiger Flexibilitätssteigerung. Damit besteht die Chance, die Deckungsbeiträge und die Umsätze in diesem Bereich zu steigern. Segment Erneuerbare Energien Der Solarpark Adelebsen produzierte das ganze Jahr über Strom zu den im EEG festgelegten Vergütungssätzen. Seit August 2014 nutzt der Solarpark die Chance der gesetzlichen Förderung der Direktvermarktung und hat dazu einen Vertrag mit der E.ON Energie Deutschland GmbH abgeschlossen. Ein wichtiger strategischer Meilenstein auf dem Weg zum Ausbau des Bereichs Erneuerbare-Energien-Projekte war im Geschäftsjahr 2014 der Kauf von Windparkprojekten sowie der Erwerb eines bestehenden Windparks mit 15 Windkraftanlagen. Die Windparkprojektentwicklung umfasst ein umfangreiches Windparkprojektportfolio. Aktuell befinden sich die Windparkprojektentwicklungen in unterschiedlichen Stadien. Neben Veräußerungen von fertigen Windparks wird 3U aller Voraussicht nach Zusatzerträge durch den selektiven Verkauf von Projekten in früheren Projektphasen generieren. Die 3U HOLDING AG behält sich neben den verschiedenen Verkaufsmöglichkeiten von Windparkprojekten zudem die Option vor, fertiggestellte Windkraftanlagen selbst im Rahmen ihres Engagements im Bereich Erneuerbare Energien zu betreiben und somit zusätzlichen Cashflow zu generieren. Somit könnte sich hier ein erhebliches Gewinnpotenzial ergeben, sowohl aus dem Betrieb bzw. Verkauf von fertigen Windkraftanlagen als auch aus dem selektiven Verkauf von Projektentwicklungen. Chancen ergeben sich aus dem Ausschreibungsverfahren des EEG 2017 daraus, dass kleinere Projektentwickler die durch die notwendigen Sicherheitsleistungen zusätzlich erhöhten Vorfinanzierungskosten nicht tragen können und ansonsten lukrative Projekte günstig veräußern. Mit der Errichtung der beiden Windparks Lüdersdorf und Schlenzer hat die 3U HOLDING AG die ersten vier selbstentwickelten Windkraftanlagen errichtet. Insgesamt verfügen diese Anlagen über eine elektrische Leistung von 12,1 MW. Neben dem Eigenbetrieb der Anlagen im 3U Konzern und der Erzielung von Einspeisevergütungen gemäß EEG, besteht bei beiden Windparkprojekten die Möglichkeit der Vereinnahmung hoher einmaliger Erträge durch die geplante Veräußerung eines Windparks oder bei einer grundsätzlich möglichen Veräußerung beider Windparkprojekte. Segment SHK Im Onlinehandel konnte die in den letzten Jahren erreichte Position weiter ausgebaut und zusätzliche Marktanteile gewonnen werden. Dazu trug auch die Erweiterung des Produktportfolios um bspw. ein vergrößertes Pumpensortiment, Pelletöfen, dezentrale Lüftungsgeräte und Rohrinstallationssysteme sowie das Fußbodenheizung-Trockenestrichsystem bei. Auch die verbesserte Kundenfreundlichkeit (z. B. längere Servicezeiten und erweiterte Zahlungsmöglichkeiten) sowie die hervorragenden Kundenbewertungen über Trusted Shops eröffnen die Chance für ein überdurchschnittliches Wachstum und so darf von einer weiteren überaus positiven Entwicklung in den kommenden Jahren ausgegangen werden. Außerdem sind wir im Bereich Heizen, Kühlen, Lüften (HKL) als Anbieter von Einkaufs- und Logistikdienstleistungen für die technische Gebäudeausstattung sowie als Produktions- und Handelsunternehmen für den Großhandel tätig. Das aktuelle Produktportfolio umfasst Produkte für Fußbodenheizung/Heizung, kontrollierte Wohnraumlüftung, Sanitär, Solar, Energie- und Wärmegewinnung sowie Wärmespeicherung und Wärmeversorgung. Zudem wurde im Jahr 2014 mit der Produktion kaschierter Ware, einer Grundkomponente im Bereich der Fußbodenheizung, begonnen. Mit dem Trockenestrichsystem ClimaTE 25 vertreiben wir ein im Konzern entwickeltes Renovierungssystem, das die hohe Kompetenz der 3U in der Flächentemperierung unterstreicht. Durch die zentrale Steuerung des Einkaufs können wir ein höheres Einkaufsvolumen generieren, als dies den Einzelgesellschaften möglich wäre. In der Folge lassen sich günstigere Einkaufskonditionen realisieren, welche an die Kunden weitergegeben werden können und sich damit die Chance ergibt, überdurchschnittlich Marktanteile gewinnen zu können. Darüber hinaus entwickelt und vertreibt der 3U Konzern Flächenheiz- bzw. Kühlsysteme. Diese zeichnen sich durch hohe Verarbeitungsqualität und Komfort sowie ein gutes Preis-Leistungsverhältnis aus. Damit entstehen positive Vermarktungsmöglichkeiten mit entsprechenden Ertragspotenzialen. PrognoseberichtKonjunkturausblick Aufgrund der bestehenden Risiken dämpfte der Internationale Währungsfonds (IWF) in seiner jüngsten Konjunkturprognose die Aussichten für die Weltwirtschaft. Die Organisation erwartet laut des veröffentlichten World Economic Outlook zwar, dass die Weltwirtschaft in 2017 mit 3,4 % stärker wachsen wird als im Jahr zuvor (3,1 %), mittelfristig jedoch dürfte das Wachstum der Industriestaaten weiter enttäuschend ausfallen. Für die deutsche Wirtschaft äußerten sich die IWF-Experten relativ optimistisch. Sie erhöhten ihre Wachstumsprognose für 2017 von 1,2 % auf 1,4 %. Damit liegen sie auf einer Linie mit dem Herbstgutachten der führenden deutschen Wirtschaftsforschungsinstitute, die ebenfalls eine Zunahme des Bruttoinlandsprodukts (BIP) um 1,4 % prognostizierten. Angesichts der insgesamt weiterhin positiven konjunkturellen Lage wird die Zahl der Erwerbstätigen in Deutschland in 2017 um ca. 1,0 % oder 431.000 Personen steigen, nach einer Zunahme in ähnlicher Größenordnung in 2016 (524.000). Weiterhin werden zusätzliche Arbeitskräfte in hohem Maße aus der stillen Reserve und vor allem aus dem Kreis der Zuwanderer rekrutiert. Die Arbeitslosenquote dürfte trotz anhaltendem Beschäftigungsaufbau jedoch bei 6,1 % verharren, weil die Integration Geflüchteter in den Arbeitsmarkt langwierig ist. Die Inflationserwartungen der regelmäßig von der Europäischen Zentralbank (EZB) befragten Ökonomen (Survey of Professional Forecasters) sind vor allem wegen des deutlichen Anstiegs des Ölpreises bei der jüngsten Umfrage gestiegen. Auch mittelfristig rechnen sie mit einem Anziehen der Preissteigerungsrate ab 2017. In 2017 gehen die Volkswirte von einer Jahresinflation von 1,4% aus. Für 2018 und 2019 rechnen sie sogar mit einer Jahresinflationsrate von 1,5 % und 1,6 %. Ausblick ITK Der Umsatz in den Wirtschaftsbereichen Informationstechnologie und Telekommunikation hat nach Berechnungen der Bitkom Research GmbH in 2016 erstmals die Marke von EUR 150 Mrd. (+1,8 %) übersprungen. Wachstumstreiber ist die Informationstechnologie, die 2016 um 3,6 % zulegen konnte. Vor allem die Geschäfte der Softwareanbieter wuchsen mit einem Plus von 6,2 % überdurchschnittlich. Die Umsätze mit IT-Services, in denen sich Aufträge aus der Digitalisierung der Unternehmen besonders stark widerspiegeln, verzeichneten einen Anstieg um 2,7 %, während IT-Hardware um 2,8 % zulegte. Umsätze mit Telekommunikationsdiensten verharrten nahezu auf dem Niveau von 2015. Während die stetig zunehmenden Datenvolumina auch zukünftig für weiteres Wachstum in der Branche sorgen werden, sind die Aussichten für den Gesamtmarkt für Telekommunikationsdienste in Deutschland verhalten. In der Telekommunikationsbranche herrscht ein Verdrängungsmarkt, der von Innovationen und technischem Fortschritt geprägt wird, aber vor allem auch aufgrund der ausgeprägten Konkurrenzsituation durch weiteren Preisverfall gekennzeichnet ist. Staatliche Eingriffe - sowohl national als auch von der EU initiiert - haben einen erheblichen Einfluss auf den für die 3U weiterhin wichtigen Call-by-Call-Markt. Hier ist eine mittelfristige Marktprognose sehr schwierig. Wie in den Vorjahren wird der Markt nach Prognosen des Branchenverbands VATM weiter schrumpfen. Vor diesem Hintergrund rechnet der Vorstand in diesem Geschäftsbereich für das Geschäftsjahr 2017 mit einer weiterhin rückläufigen Entwicklung analog zum übrigen Markt. Auch für die Zukunft kann im Trend mit steigenden Investitionen bei Rechenzentren gerechnet werden. Die Investitionen in Rechenzentren werden nach Einschätzung von Marktforschern wie IDC, Gartner oder auch A. T. Kearney deutlich zulegen. Nach Ansicht von A. T. Kearney wird der europäische Rechenzentrumsmarkt bis 2020 um mehr als 6 % jährlich wachsen und ein Volumen von EUR 270,4 Mrd. erreichen. Diesen Markt adressiert der 3U Konzern mit seinem Leistungsportfolio DCS (Data Center Services). Der 3U Konzern wird weiterhin die Strategie verfolgen, im Bereich Telefonie profitable Nischen zu identifizieren und wenn möglich zu besetzen. Insbesondere das Leistungsangebot rund um Rechenzentren soll weiter ausgebaut werden und zunehmend Bedeutung erlangen. Das Marktumfeld bleibt weiterhin sehr umkämpft. Inwieweit neue Angebote vor allem aus dem DCS-Bereich sowie auch der Terminierung und der Mehrwertdienste die rückläufigen Umsätze und die damit einhergehenden geringeren Erträge aus dem Call-by-Call- und Callthrough-Geschäft kompensieren können, ist schwer zu prognostizieren. Mit dem Thema Cloud Computing wird ein vielversprechender Markt adressiert. Beim Cloud Computing werden IT-Leistungen bedarfsgerecht und flexibel in Echtzeit als Service über das Internet bereitgestellt und nach Nutzung abgerechnet. Im Cloud Computing fließen verschiedene technische Verbesserungsinnovationen zusammen und erzeugen das Potenzial für eine Basisinnovation im Business. Kostenreduktion, Kostenstrukturveränderungen und Kostenvariabilisierung, Flexibilität und vollkommen neue Geschäftsmodelle sind dafür wichtige Argumente. Es wird erwartet, dass Cloud Computing die gesamte Informationswirtschaft, ihre Technologien und ihr Geschäft und somit auch die Beziehungen zwischen Anbietern und Kunden nachhaltig verändern wird. Mit einer schnellen Akzeptanz von Cloud Computing in der Wirtschaft sinkt der Bedarf an technischer Infrastruktur-Expertise. Für Software-Anbieter verschiebt sich das klassische Lizenzgeschäft in Richtung „Software as a Service“ (SaaS). Für die Anwender hat Cloud Computing viele Vorteile. So werden z. B. aus Investitionen variable Kosten. Es wird erwartet, dass in wenigen Jahren fast alle Unternehmen Cloud Computing nutzen werden - zumindest ergänzend. Cloud Computing, Software as a Service, DCS und IT-Services werden von Marktexperten gute Wachstumsaussichten bescheinigt. In diesen Geschäftsfeldern erwartet der Vorstand der 3U HOLDING AG 2017 weiter steigende Umsätze, während die Umsätze im klassischen Geschäftsfeld Telefonie weiter zurückgehen werden. Insgesamt rechnet der Vorstand im Segment ITK aufgrund der abnehmenden Bedeutung des Telefonie-Geschäfts mit einem Umsatz leicht unter Vorjahresniveau und einem entsprechend leicht geringeren EBITDA und Ergebnis. Ab 2018 sollen die neueren Geschäftsbereiche wieder für einen Umsatzanstieg im Segment ITK sorgen. Dies wird einhergehen mit einer Verbesserung der Marge. Ausblick Erneuerbare Energien Der Ausbau der erneuerbaren Energien in Deutschland nimmt weiter zu — ihr Anteil lag im Jahr 2016 schon bei rund 32 % und soll mit den aktuellen politischen Maßnahmen bis zum Jahr 2025 auf etwa 40–45 % steigen. Mit dem Segment Erneuerbare Energien nimmt der Konzern an dem voranschreitenden Wandel in der Energieerzeugung zur Nachhaltigkeit und dem Trend zum ressourcenschonenden Energieeinsatz teil. Der Konzern plant weitere EE-Projekte zu realisieren. Die Rahmenbedingungen werden in diesem Geschäftsfeld maßgeblich durch das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) bestimmt. Am 13. Oktober 2016 hat der Deutsche Bundestag die EEG-Novelle 2017 beschlossen. Sie sieht im Wesentlichen eine grundsätzliche Umstellung der Fördermechanismen von festen Einspeisevergütungen pro Kilowattstunde (kWh) installierter Leistung auf ein Ausschreibungssystem vor, bei dem der Zuschlag im Rahmen eines Preiswettbewerbs ermittelt wird. Gleichzeitig soll auch der Zubau mit geplanten jährlichen Zuwachsraten gemessen in Megawatt (MW) gezielter gesteuert werden. Das Ausschreibungsverfahren betrifft grundsätzlich alle Anlagen, die nach dem 1. Januar 2017 genehmigt werden. Bei diesem neuen Verfahren werden im Rahmen einer Auktion die Einspeisevergütungen für neue Projekte marktwirtschaftlich ermittelt, die dann wie bisher für 20 Jahre als feste Einspeisetarife zugesagt werden. Im Zusammenhang mit dem neuen Ausschreibungsverfahren für Strom aus Windenergieanlagen erfahren Bürgerenergiegesellschaften gewisse Erleichterungen, die es ermöglichen sollen, dass z. B. lokale Genossenschaften und Kommunen die Energiewende mitgestalten. Voraussetzung für die Teilnahme am Ausschreibungsverfahren ist insoweit, dass die Gemeinde, in deren Gebiet ein Projekt realisiert werden soll, zu mindestens 10 % an dem Projekt beteiligt ist bzw. die Möglichkeit zur Beteiligung erhalten hat. Für die Bürgerenergiegesellschaft gilt dann unabhängig von ihrem eigenen Gebot der höchste noch bezuschlagte Wert als maßgeblich (für bis zu 6 Windenergieanlagen bzw. 18 MW Leistung). Insgesamt sollen für Windparks an Land etwa jährlich 2.800 MW ausgeschrieben werden. Der jährliche Zubau im Bereich Photovoltaik soll bei 2.500 MW pro Jahr liegen, wobei davon maximal 600 MW über große Solaranlagen realisiert werden sollen. Das Verfahren sieht insgesamt drei Stichtage für Ausschreibungsverfahren pro Jahr vor, diese sind der 1. Februar, der 1. Juni sowie der 1. Oktober. Mit dem geänderten Gesetz hält die Bundesregierung an ihren Ausbauzielen fest, will aber gleichzeitig die Kosten für die Energiewende reduzieren und stärker auf marktwirtschaftliche Anreize setzen. 3U konzentriert sich mit dem Ausbau seiner Windkraftaktivitäten - dies betrifft sowohl Planung & Projektierung als auch Investitionen in Windparks und deren Betrieb - auf einen Bereich, der aktuell ein gutes Chancen-/Risiko-Profil aufweist. Die weitere Entwicklung in diesem Bereich hängt von verschiedenen Faktoren ab, die heute schwer zu prognostizieren sind. Wir verfolgen die Aktivitäten aller relevanten Marktteilnehmer sehr genau und werden uns entsprechend positionieren. Während das Projektgeschäft relativ volatil ist, werden durch die Stromerzeugung aus Erneuerbaren Energien sehr gut planbare Umsätze und Ergebnisbeiträge erzielt. Insgesamt rechnet der Vorstand in diesem Segment für 2017 mit einem leichten Umsatzund Ergebniswachstum sowohl aufgrund größerer Erzeugungskapazitäten als auch wegen des unterdurchschnittlichen Windertrags in 2016. Zusätzliches, jedoch schlecht zu prognostizierendes Potenzial, ergibt sich aus dem Projektgeschäft. Ausblick SHK Erfreulich entwickeln sich weiterhin die Aktivitäten rund um das Thema Heizen, Kühlen und Lüften von Gebäuden. Eine Reihe wichtiger Einflussfaktoren haben hier einen positiven Einfluss. Zum einen bleibt die Baukonjunktur auf absehbare Zeit auf einem hohen Niveau und sorgt damit für eine steigende Nachfrage bei Neuinstallationen im Bereich SHK. Darüber hinaus verlangt der deutsche Gesetzgeber zunehmend einen effizienteren Umgang mit Energie. Dies führt zu einer erheblichen Nachfrage nach Ersatzinvestitionen vor allem auch im Geschäftsbereich Heizung und Klimatisierung. Zu guter Letzt profitieren wir in diesem Segment auch von der Nachfrageverschiebung Richtung Onlinehandel. Aktuell wird in Deutschland nur ein kleiner Teil der Produkte aus dem SHK-Bereich online nachgefragt. Jedoch wächst dieser Anteil sehr stark. Mit unseren Onlinehandelsaktivitäten sind wir vielversprechend aufgestellt, um von diesem Trend zu profitieren. Daher rechnet der Vorstand für 2017 mit einem erneut starken Umsatzwachstum dieser Aktivitäten und mit einem entsprechend steigenden EBITDA und Ergebnis. Ausblick 3U HOLDING AG Das Ergebnis der 3U HOLDING AG als operative Management- und Beteiligungsholding wird maßgeblich durch die Verwaltungskosten und das Finanzergebnis beeinflusst. Die Verwaltungskosten der 3U HOLDING AG sollen im Geschäftsjahr 2017 leicht unter dem Niveau des Vorjahres liegen. Das Finanzergebnis ist neben anfallenden Zinsaufwendungen stark abhängig von den Erträgen aus Ausschüttungen und aus Gewinnabführungsverträgen beziehungsweise Aufwendungen aus Verlustübernahmen. Insbesondere Wertansätze von Beteiligungen und Wertberichtigungen auf Ausleihungen an Tochtergesellschaften können erheblichen Einfluss auf das Jahresergebnis 2017 haben. Insgesamt wird beim Finanzergebnis von einer Reduzierung gegenüber einem um die Abschreibungen bereinigten Finanzergebnis des Jahres 2016 ausgegangen. Daher wird im Geschäftsjahr 2017 ein leicht negatives Ergebnis erwartet. Strategische Ausrichtung Für den Konzern steht die nachhaltige operative Profitabilität in den einzelnen Segmenten im Vordergrund. In den letzten Jahren haben wir uns kontinuierlich verbessert und gerade auch in 2016 diesbezüglich große Fortschritte erzielt. Im Segment ITK planen wir mittelfristig das aktuelle Ertragsniveau zu verteidigen. Die erwarteten Rückgänge im Geschäftsbereich Telefonie sollen durch die neueren Geschäftsfelder aufgefangen und zukünftig sogar überkompensiert werden. Im Segment SHK wollen wir vor allem aus eigener Kraft wachsen. Mit unserer innovativen Produktpalette und den wachsenden Onlinehandelsaktivitäten unterstützt durch die eigenen Logistikaktivitäten sind wir hier sehr gut aufgestellt. Unsere Strategie im Segment Erneuerbare Energien sieht grundsätzlich auch anorganisches Wachstum vor. Durch die aktuellen Marktbedingungen wird es sicherlich zu einer weiteren Konsolidierung im Markt kommen. Ob bzw. welche Chancen sich dadurch für die 3U ergeben werden, kann nicht seriös prognostiziert werden. Wir werden die Entwicklung jedoch sehr aufmerksam verfolgen. Der 3U Konzern bleibt seiner Beteiligungsstrategie treu, erfolgreiche Geschäftsteile langfristig auszubauen, bis diese zu attraktiven Konditionen veräußert werden können. Ausblick 3U Konzern Der in den letzten Jahren betriebene Ausbau der erfolgreichen Geschäftsfelder bei gleichzeitigem Rückbau der unter den Erwartungen gebliebenen Aktivitäten hat in 2016 erstmals wieder zu positiven Konzernergebnissen geführt. Die Ertragsstärke des Segments ITK und die zunehmende Bedeutung der Segmente Erneuerbare Energien und SHK stimmen den Vorstand der 3U HOLDING AG zuversichtlich, die folgend formulierten Ziele zu erreichen. Für das Geschäftsjahr 2017 sind Investitionen in Höhe von rund EUR 21,07 Mio. in die bestehenden Geschäftsfelder eingeplant. Hiervon werden EUR 0,32 Mio. im Segment ITK, im Segment Erneuerbare Energien EUR 20,01 Mio., im Segment SHK EUR 0,05 Mio. und EUR 0,70 Mio. bei der Holding investiert werden. Für das Geschäftsjahr 2017 rechnet der Vorstand mit Umsätzen zwischen EUR 44 Mio. und EUR 49 Mio., einem EBITDA zwischen EUR 4,5 Mio. und EUR 6,5 Mio. sowie einem Konzernergebnis zwischen EUR 0,5 Mio. und EUR 1,5 Mio. Der anteilige oder vollständige Verkauf von Geschäftsteilen gehört zum Unternehmenszweck der 3U HOLDING AG und kann zu Sondereffekten führen. Darüber hinaus verfolgt die 3U HOLDING AG auch das Ziel, durch Akquisitionen anorganisch zu wachsen. Sich hieraus ergebende Effekte sind jedoch nur begrenzt planbar. Ziel aller Aktivitäten ist es, den Wert des 3U Konzerns für die Aktionäre, aber auch für die Mitarbeiter nachhaltig zu steigern. Der Erfolg dieser Anstrengungen soll sich in einem positiven Kursverlauf der 3U Aktie widerspiegeln. Im Zusammenhang mit den hier dargestellten Einschätzungen und Erwartungen weisen wir darauf hin, dass die tatsächlichen zukünftigen Ereignisse wesentlich von den Erwartungen über die voraussichtliche Entwicklung abweichen können. Internes Kontrollsystem und Risikomanagementsystem bezogen auf den RechnungslegungsprozessDer Rechnungslegungsprozess wird für alle Konzerngesellschaften weitestgehend zentral in der Finanzabteilung der Holding realisiert. Dadurch unterliegen alle Gesellschaften im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess einer einheitlichen Prozess- und Risikobetrachtung. Das implementierte interne Kontrollsystem im Hinblick auf den Rechnungslegungsprozess soll durch geeignete Grundsätze, Verfahren und Maßnahmen die Einhaltung von Regelwerken, Vorschriften und Gesetzen gewährleisten, um die Ordnungsmäßigkeit, Verlässlichkeit und Vollständigkeit in der Rechnungslegung und Finanzberichterstattung unter Berücksichtigung möglicher Risiken sicherzustellen. Grundlagen, die dies sicherstellen sollen, bilden sowohl Arbeits- und Verfahrensanweisungen, wie auch Funktionsbeschreibungen und Richtlinien, die regelmäßig überprüft und ggf. aktualisiert werden. Dazu gehören z. B. eine Bilanzierungsrichtlinie, Kontierungsanweisungen sowie die Unterstützung durch externe Berater. Im Berichtsjahr wurde der Rechnungslegungsprozess umfassend analysiert, weiter optimiert und auch in der Dokumentation weiterentwickelt. Das interne Kontrollsystem besteht aus internen Steuerungs- und Überwachungsfunktionen, die entweder in Prozessabläufen integriert sind oder davon unabhängig durchgeführt werden. Integriert sind beispielsweise die Trennung von Verwaltungs- und Genehmigungsfunktionen auf unterschiedliche Mitarbeiter sowie klare Verantwortlichkeiten im Rahmen der regelmäßigen Prüfungen („Vier-Augen-Prinzip“). Prozessunabhängige Prüfungen und Kontrollen werden beispielsweise durch den Aufsichtsrat im Rahmen seiner Überwachungspflichten oder durch das Risikomanagementteam anhand definierter Prüfroutinen durchgeführt. Die eingesetzten Kontrollmechanismen laufen teilweise automatisiert in den eingesetzten Buchhaltungs-Softwaresystemen ab, damit die Wirtschaftlichkeit der Arbeitsabläufe nicht beeinträchtigt wird. Die eingesetzten IT-Systeme sind durch ein Berechtigungskonzept gegen unbefugte Zugriffe geschützt. Ferner überprüft der Abschlussprüfer im Rahmen der Jahres- und Konzernabschlussprüfung die eingesetzten IT-Systeme und deren Anwendungen. Neue gesetzliche Regelwerke sowie die Änderungen bestehender Regularien im Hinblick auf die Rechnungslegung und die dadurch entstehenden Risiken werden unmittelbar auf ihre Auswirkungen für den 3U Konzern untersucht, um ggf. geeignete Maßnahmen zu treffen. Die implementierten internen Kontrollen resultieren aus der Identifizierung eines Risikos an dieser Stelle des Rechnungs legungsprozesses. Dieses Risiko kann verschiedener Herkunft sein, unter anderem aufgrund gesetzlicher Vorgaben. Das Zusammen wirken von Risiko- und Compliancemanagement und internem Kontrollsystem wird im Rechnungslegungsprozess besonders deutlich und wird daher im Rahmen des kontinuierlichen Verbesserungsprozesses ständig optimiert. Die Funktionen in allen Bereichen des Rechnungslegungsprozesses sind zugeordnet und dokumentiert. Das implementierte und kontinuierlich weiter entwickelte Risikomanagementsystem mit den Komponenten Compliance und internes Kontrollsystem kann bei menschlichem Fehlverhalten, z. B. durch fehlerhafte Kontrollen oder kriminelle Handlungen durch Innentäter, eine vollständige Sicherheit und Richtigkeit der Konzernrechnungslegung dennoch nicht gewährleisten. Sonstige AngabenÜbernahmerelevante AngabenÜbernahmerechtliche Angaben nach §315 Abs. 4 HGB Bestellung und Abberufung des Vorstands und Satzungsänderungen Der Vorstand wird nach §§ 84, 85 AktG bestellt und abberufen. Änderungen der Satzung richten sich grundsätzlich nach §§ 179, 133 AktG. Nach §13 Abs. 2 der Satzung i.V.m. §179 Abs. 2 S.2 AktG werden jedoch Beschlüsse der Hauptversammlung mit einfacher Mehrheit der abgegebenen Stimmen gefasst, soweit das Gesetz nicht zwingend eine andere Mehrheit vorschreibt. Falls das Aktiengesetz außerdem zur Beschlussfassung eine Mehrheit des bei der Beschlussfassung vertretenen Grundkapitals vorschreibt, genügt, soweit gesetzlich zulässig, die einfache Mehrheit des vertretenen Kapitals. Grundkapital und Befugnisse des Vorstands, Aktien auszugeben oder zurückzukaufen Das Grundkapital setzt sich zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien. Alle Aktien gewähren die gleichen Rechte. Jede Aktie vermittelt eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil am Gewinn. Die Rechte und Pflichten aus den Aktien ergeben sich aus den gesetzlichen Vorschriften. Für weitergehende Informationen verweisen wir auf den Anhang unter 6.7. Am Kapital der Gesellschaft waren zum 31. Dezember 2016 wie folgt beteiligt: scroll
Nach § 3 Abs. 4 der Satzung ist der Vorstand ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Grundkapital bis zum 26. August 2019 einmalig oder mehrmalig um bis zu insgesamt EUR 7.062.803,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlagen durch Ausgabe von neuen, auf den Inhaber lautenden Stückaktien zu erhöhen. Der Vorstand kann mit Zustimmung des Aufsichtsrats das Bezugsrecht der Aktionäre nur in den folgenden Fällen ganz oder teilweise ausschließen: 1. bei Kapitalerhöhungen gegen Sacheinlage zur Gewährung von Aktien zum Zweck des Erwerbs von Unternehmen, Unternehmensteilen oder Beteiligungen an Unternehmen oder zum Erwerb sonstiger Vermögensgegenstände (einschließlich Forderungen Dritter gegen die Gesellschaft oder mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen) sowie zum Zweck der Ausgabe von Aktien an Arbeitnehmer der Gesellschaft und mit der Gesellschaft verbundener Unternehmen im Rahmen der gesetzlichen Vorschriften: 2. soweit dies erforderlich ist, um Inhabern der von der Gesellschaft oder ihren Tochtergesellschaften ausgegebenen Optionsscheinen und Wandelschuldverschreibungen ein Bezugsrecht auf neue Aktien in dem Umfang zu gewähren, wie es ihnen nach Ausübung des Options- bzw. Wandelrechts bzw. nach Erfüllung von Wandlungs- oder Optionspflichten zustehen würde: 3. für Spitzenbeträge: 4. bei Kapitalerhöhungen gegen Bareinlage, wenn der Ausgabebetrag der neuen Aktien den Börsenpreis der bereits börsennotierten Aktien gleicher Gattung und Ausstattung zum Zeitpunkt der endgültigen Festsetzung des Ausgabebetrags durch den Vorstand nicht wesentlich im Sinne der §§ 203 Abs. 1 und 2,186 Abs. 3 Satz 4 AktG unterschreitet und der auf die neuen Aktien, für die das Bezugsrecht ausgeschlossen wird, insgesamt entfallende anteilige Betrag des Grundkapitals 10 % des im Zeitpunkt der Ausgabe der neuen Aktien vorhandenen Grundkapitals nicht übersteigt. Auf die Höchstgrenze von 10 % des Grundkapitals werden Aktien, die während der Laufzeit des genehmigten Kapitals unter Ausschluss des Bezugsrechts der Aktionäre gemäß §§ 71 Abs. 1 Nr. 8 Satz 5,186 Abs. 3 Satz 4 AktG veräußert werden sowie Aktien, auf die ein Wandlungsrecht oder Optionsrecht oder eine Wandlungspflicht oder Optionspflicht auf Grund von Options- und/oder Wandelschuldverschreibungen besteht, die seit Erteilung dieser Ermächtigung unter Ausschluss des Bezugsrechts gem. §§ 221 Abs. 4,186 Abs. 3 Satz 4 AktG ausgegeben worden sind, angerechnet. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung einschließlich des Inhalts der Aktienrechte und der Bedingungen der Aktienausgabe festzulegen. Nach § 3 Abs. 5 der Satzung wird das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 3.531.401,00, eingeteilt in bis zu 3.531.401 Stückaktien, bedingt erhöht (Bedingtes Kapital 2016/I). Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, wie Inhaber von Optionsrechten, welche die Gesellschaft aufgrund der Ermächtigung der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 ausgegeben hat, von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Die neuen Inhaberaktien nehmen vom Beginn desjenigen Geschäftsjahres, für das bei Ausübung des Optionsrechts noch kein Beschluss der Hauptversammlung über die Verwendung des Gewinns gefasst wurde, am Gewinn teil. Der Vorstand ist ermächtigt, mit Zustimmung des Aufsichtsrats die weiteren Einzelheiten der bedingten Kapitalerhöhung und ihrer Durchführung festzusetzen. Für Mitglieder des Vorstands bestehen für den Fall eines Übernahmeangebots für die 3U HOLDING AG keine Vereinbarungen. Aktiengeschäfte Nach Maßgabe des Art. 19 der Marktmissbrauchsverordnung (EU) NR. 596/2014 haben Personen, die bei der 3U HOLDING AG Führungsaufgaben wahrnehmen, eigene Geschäfte mit Aktien der 3U HOLDING AG oder sich darauf beziehenden Finanzinstrumenten, insbesondere Derivaten, der 3U HOLDING AG und der BaFin mitzuteilen. Diese Verpflichtung obliegt auch Personen, die mit einer der vorgenannten Personen in einer engen Beziehung stehen, soweit die Gesamtsumme der Geschäfte einer Person mit Führungsaufgaben und der mit dieser Person in einer engen Beziehung stehenden Personen insgesamt einen Betrag von EUR 5.000,00 bis zum Ende des Kalenderjahres erreicht. Der 3U HOLDING AG wurden im abgelaufenen Geschäftsjahr folgende Geschäfte gemeldet: scroll
Sämtliche Aktiengeschäfte wurden auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Directors’ Dealings“ veröffentlicht. Erklärung zur Unternehmensführung (§ 289a HGB)Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben eine Erklärung zur Unternehmensführung nach § 289 a HGB abgegeben und diese auf der Internetseite der 3U HOLDING AG (www.3u.net) unter dem Pfad „Investor Relations/Corporate Governance“ allgemein und dauerhaft zugänglich gemacht. VergütungsberichtDer Vergütungsbericht fasst die Grundsätze zusammen, die für die Festlegung der Vorstands- und Aufsichtsratsvergütungen der 3U HOLDING AG zur Anwendung kommen, und erläutert die Höhe und Struktur der Vergütung. Der Vergütungsbericht wird auf der Basis der Empfehlungen des Deutschen Corporate Governance Kodex erstellt und beinhaltet ferner die Angaben, die gemäß Handelsgesetzbuch, erweitert durch das Gesetz über die Offenlegung der Vorstandsvergütungen (VorstOG), erforderlich sind. Vergütung des Vorstands Die Struktur und die Höhe der Vergütung der Vorstandsmitglieder werden vom Aufsichtsrat festgelegt und regelmäßig überprüft. Dabei orientiert er sich an dem am 5. August 2009 in Kraft getretenen Gesetz zur Angemessenheit der Vorstandsvergütung (VorstAG). Alle Vorstandsmitglieder der 3U HOLDING AG erhalten ein jährliches festes Grundgehalt (Fixum), welches in monatlichen Raten ausgezahlt wird. Daneben erhalten alle Vorstandsmitglieder eine variable erfolgsabhängige Vergütung (erfolgsbezogene Komponente). Die erfolgsabhängige Vergütung setzt sich aus einem quantitativen Teilziel und einem qualitativen Teilziel zusammen. Bei der quantitativen Teilzielerreichung wird durch den Aufsichtsrat im Berichtsjahr vorrangig der testierte Wert der EBITDA-Leistung des Konzerns im Verhältnis zu dem budgetierten Wert bewertet; eine deutliche Verfehlung von budgetierten Umsatzzielen kann zu Abzügen führen. Im Rahmen der qualitativen Zielerreichung bewertet der Aufsichtsrat die Abarbeitung prioritärer Aufgaben des Vorstands sowie die Erfüllung vom Aufsichtsrat gesetzter persönlicher Ziele des Vorstands. Der Aufsichtsrat legt jeweils zu Beginn eines Geschäftsjahres Zielvorgaben unter Berücksichtigung der Lage des Konzerns fest. Darüber hinaus wurde den Vorstandsmitgliedern eine bestimmte Anzahl von Aktienoptionen im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 gewährt. Die Gewährung von Aktienoptionen verfolgt das Ziel, den Beitrag des Vorstands (und auch der übrigen Mitarbeiter des 3U Konzerns) zur Steigerung des Unternehmenswerts zu honorieren und den langfristigen Unternehmenserfolg zu fördern. Seit dem Kalenderjahr 2011 gilt für die Vorstände der 3U HOLDING AG, dass ein Teil der erfolgsabhängigen Vergütung eines Geschäftsjahres unter dem Vorbehalt gezahlt wird, dass der Vorstand die Geschäfte der Gesellschaft auch in den auf das betreffende Geschäftsjahr folgenden zwei Geschäftsjahren nachhaltig führt. Bei der Nachhaltigkeit werden insbesondere die Stabilität der EBITDA-Entwicklung des Konzerns und der Beteiligungsstruktur sowie die Motivation der Mitarbeiter berücksichtigt. Der Aufsichtsrat bewertet die Nachhaltigkeit in den beiden auf das Geschäftsjahr folgenden Jahren und wird die unter Vorbehalt gezahlten Teilbeträge der erfolgsabhängigen Vergütung zurückfordern, wenn die Nachhaltigkeit der Unternehmensführung nicht gewährleistet ist. Eine von dem Vorstand zu erstattende erfolgsabhängige Vergütung ist von dem Vorstand binnen 90 Tagen nach Zugang des schriftlichen Rückforderungsverlangens des Aufsichtsrats zu zahlen. Der Aufsichtsrat ist im Sinne des § 87 Abs. 2 Satz 1 AktG berechtigt, die Bezüge des Vorstands auf die angemessene Höhe herabzusetzen, sofern sich die Lage der Gesellschaft nach der Festsetzung der Bezüge verschlechtert und die Weitergewährung der vereinbarten Bezüge unbillig für die Gesellschaft wäre. Dies gilt auch für die Gewährung etwaiger Aktienoptionen. Wird die Bestellung zum Vorstandsmitglied im Laufe eines Geschäftsjahres gem. §84 Abs. 3 AktG aus wichtigem Grund widerrufen, besteht für dieses Geschäftsjahr sowie für etwaig weitere Geschäftsjahre bis zur Beendigung des Anstellungsvertrages des Vorstands kein Anspruch auf eine erfolgsabhängige Vergütung. Den Vorstandsmitgliedern wurden keine Pensionszusagen gegeben. Die Vergütungen der Vorstandsmitglieder sind nachfolgend, aufgeteilt nach Fixum und erfolgsbezogenen Komponenten, individualisiert ausgewiesen. Wert der gewährten Zuwendungen für das Berichtsjahr 2016 scroll
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Zufluss für das Berichtsjahr 2016 scroll
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Außerdem haben jeweils für das Vorjahr Herr Michael Schmidt TEUR 75, Herr Andreas Odenbreit TEUR 18 und Herr Christoph Hellrung TEUR 18 im Berichtsjahr und im Vorjahr als einjährige variable Vergütung erhalten. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten wurden von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Aktienoptionsplan 2011 Mit Beschluss vom 19. August 2010 hat die Hauptversammlung ein bedingtes Kapital in Höhe von bis zu EUR 4.684.224,00 zur Ausgabe von Aktienoptionen an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter im Rahmen eines Aktienoptionsplanes geschaffen und den Vorstand entsprechend ermächtigt. Von dieser Ermächtigung hat der Vorstand am 7. Februar 2011 mit Zustimmung des Aufsichtsrats Gebrauch gemacht und einen Aktienoptionsplan 2011 aufgelegt. Die Aktienoptionen konnten erst nach Ablauf festgelegter Sperrfristen (Erdienungszeitraum) ausgeübt werden. Die 3U HOLDING AG war berechtigt, die Ausübung von Optionsrechten in dem Umfang abzulehnen, wie deren Ausübung wegen außerordentlicher, nicht vorhergesehenen Entwicklungen zu einer unverhältnismäßig hohen Vergütung des Bezugsberechtigten führen würde. Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen. Vergütung des Aufsichtsrats Die Vergütung des Aufsichtsrats ist in § 9 der Satzung der Gesellschaft festgelegt. Danach erhalten die Mitglieder des Aufsichtsrats eine feste jährliche Grundvergütung in Höhe von EUR 5.000,00, wobei der Vorsitzende des Aufsichtsrats das Doppelte und der stellvertretende Vorsitzende das Eineinhalbfache der vorgenannten Vergütungen erhält. Darüber hinaus erhält jedes Aufsichtsratsmitglied eine Tantieme in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 0,01 Dividende, die über EUR 0,05 je Stückaktie hinaus für das abgelaufene Geschäftsjahr an die Aktionäre ausgeschüttet wird sowie eine auf den langfristigen Unternehmenserfolg bezogene jährliche Vergütung in Höhe von EUR 1.000,00 je EUR 100.000,00 Ergebnis vor Steuern im Konzernabschluss der Gesellschaft („EBT“), welches das durchschnittliche Ergebnis vor Steuern in Konzernabschluss („EBT“) für die jeweils drei vorangegangenen Geschäftsjahre übersteigt. Die Gesamtvergütung beträgt jedoch höchstens für den Vorsitzenden EUR 50.000,00, für seinen Stellvertreter EUR 37.500,00 und für die übrigen Aufsichtsratsmitglieder EUR 25.000,00. Außerdem erhält jedes Aufsichtsratsmitglied für jede Aufsichtsrats- oder Ausschusssitzung, an der es teilnimmt, ein Sitzungsgeld in Höhe von EUR 2.500,00. Die Gesellschaft erstattet den Aufsichtsratsmitgliedern die auf ihre Vergütung und Auslagen anfallende Umsatzsteuer. Die Aufsichtsratsvergütungen für 2016 betrugen TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 167). Für 2016 wurde eine erfolgs abhängige Vergütung in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 92) zurückgestellt. scroll
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Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2016 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 2,5 (Vorjahr: TEUR 1,8), Herr Simon in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0,4), Herr Thies in Höhe von TEUR 1,1 (Vorjahr: TEUR 0,8) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 2,0 (Vorjahr: TEUR 1,3) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2016 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Herr Simon hat im Geschäftsjahr 2016 Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 11,1 (Vorjahr: TEUR 40) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden mit TEUR 10,6 für die 3U ENERGY AG und mit TEUR 0,5 für die ClimaLevel Energie systeme GmbH erbracht (Vorjahr: TEUR 28 für die 3U HOLDING AG und TEUR 12 für die 3U ENERGY AG). Konkrete Angaben über Aktienoptionsprogramme Aktuell gibt es im 3U Konzern kein aktives Aktienoptionsprogramm. Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die im Rahmen des Aktienoptionsplans ausgegebenen 4.602.500 Aktien optionen sind damit vollständig verfallen. Versicherung der gesetzlichen VertreterErklärung gemäß § 37y WpHG i.V. m. § 37w Abs. 2 Nr. 3 WpHG Wir versichern nach bestem Wissen, dass gemäß den anzuwendenden Rechnungslegungsgrundsätzen der Konzernabschluss ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns vermittelt und im zusammengefassten Lagebericht der Geschäftsverlauf einschließlich des Geschäftsergebnisses und die Lage des Konzerns so dargestellt sind, dass ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild vermittelt wird sowie die wesentlichen Chancen und Risiken der voraussichtlichen Entwicklung des Konzerns beschrieben sind.
Marburg, den 3. März 2017 Der Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit Konzernabschluss für das Geschäftsjahr 2016Bilanz zum 31. Dezember 20163U KonzernAktiva scroll
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Anhang für das Geschäftsjahr 20151 Allgemeine Angaben über den KonzernDie 3U HOLDING AG (nachfolgend auch als 3U oder Gesellschaft bezeichnet) mit Sitz in Marburg ist die Muttergesellschaft des 3U Konzerns und eine börsennotierte Aktiengesellschaft. Sie ist im Handelsregister des Amtsgerichts Marburg unter HRB 4680 eingetragen. Die Geschäftstätigkeit der 3U und ihrer Tochtergesellschaften umfasst die Verwaltung eigenen Vermögens, den Erwerb, die Verwaltung und die Veräußerung von Beteiligungen an in- und ausländischen Unternehmen sowie die Bereitstellung von Telekommunikationsdienstleistungen und IT-Leistungen im Segment ITK. Die Aktivitäten im Bereich Erneuerbare Energien und im Bereich Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik werden in den Segmenten Erneuerbare Energien und SHK dargestellt. Die Segmente wurden zum 1. Januar 2016 neu gegliedert. Die Darstellung der Vergleichszahlen wurde entsprechend angepasst. Die Anschrift der Gesellschaft lautet: Frauenbergstraße 31-33, 35039 Marburg. 2 Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden2.1 Grundsätze der Rechnungslegung Der Konzernabschluss umfasst die 3U HOLDING AG und deren Tochterunternehmen. Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG wurde im Geschäftsjahr 2016 in Übereinstimmung mit den Rechnungslegungsstandards des International Accounting Standards Board (IASB) - den International Financial Reporting Standards (IFRS) - aufgestellt. Dabei wurden die zum 31. Dezember 2016 anzuwendenden IFRS beachtet sowie die Interpretationen des International Financial Reporting Committee (IFRIC) angewendet. Der Konzernabschluss enthält alle Informationen, die gemäß den von der Europäischen Union (EU) übernommenen IFRS sowie aufgrund der zusätzlichen Anforderungen nach § 315a Abs. 1 HGB erforderlich sind. Sofern bestimmte Verlautbarungen vorzeitig angewendet wurden, wird hierauf gesondert hingewiesen. Beim Bilanzausweis wird zwischen lang- und kurzfristigen Vermögenswerten und Schulden unterschieden, die im Konzernanhang grundsätzlich detailliert nach ihrer Fristigkeit ausgewiesen werden. Neben der Gewinn- und Verlustrechnung, der Bilanz und der Kapitalflussrechnung werden die Veränderungen des Eigenkapitals sowie die Gesamtergebnisrechnung gezeigt. Die Gewinn- und Verlustrechnung ist nach dem Gesamtkostenverfahren aufgestellt. Der Konzernabschluss der 3U HOLDING AG vermittelt ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage. Der Konzernabschluss und der zusammengefasste Lagebericht der 3U HOLDING AG wurden gemäß §315a HGB aufgestellt und werden im Bundesanzeiger veröffentlicht. Der Konzernabschluss wurde in Euro aufgestellt. Die Betragsangaben im Konzernabschluss erfolgen in Tausend Euro (TEUR) und wurden auf volle TEUR gerundet. Aus rechentechnischen Gründen können Rundungsdifferenzen in Höhe von rund +/- einer Einheit (TEUR, % usw.) auftreten. Die deutschen Konzerngesellschaften führen ihre Bücher und Unterlagen nach den Bestimmungen der International Financial Reporting Standards (IFRS). Die ausländischen Gesellschaften führen ihre Bücher nach den jeweiligen lokalen Bestimmungen. Diese weichen in einzelnen Aspekten von den International Financial Reporting Standards (IFRS) ab. Alle notwendigen Anpassungen, die zur Darstellung der Jahresabschlüsse per 31. Dezember 2016 nach IFRS erforderlich waren, wurden durchgeführt. Das Geschäftsjahr der 3U HOLDING AG sowie aller in den Konzernabschluss einbezogenen Tochtergesellschaften entspricht dem Kalenderjahr. Der Konzernabschluss ist unter der Annahme der Unternehmensfortführung aufgestellt. Neu angewandte Rechnungslegungsverlautbarungen 3U berücksichtigte alle vom IASB herausgegebenen Standards und Interpretationen, die zum 31. Dezember 2016 in Kraft waren und in EU-Recht übernommen wurden. Erstmalig angewendet wurden die folgenden Standards:
Aus der Erstanwendung dieser Standards und Interpretationen haben sich nach Einschätzung des Vorstands keine Veränderungen der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ergeben. Die nachfolgenden vom IASB veröffentlichten und in EU-Recht übernommenen Rechnungslegungsverlautbarungen sind noch nicht verpflichtend anzuwenden und wurden von 3U nicht vorzeitig angewendet:
Die einzelnen Auswirkungen der Änderungen werden von der Muttergesellschaft 3U HOLDING AG für den Konzern geprüft. Wesentliche Veränderungen werden gegenwärtig nicht gesehen. Die kürzlich umgesetzten Rechnungslegungsverlautbarungen sowie die Verlautbarungen, die noch nicht umgesetzt wurden, haben nach den von der Gesellschaft vorgenommenen Untersuchungen keinen wesentlichen Einfluss auf den Konzernabschluss von 3U. Der IASB hat eine Reihe weiterer Verlautbarungen veröffentlicht, die allerdings noch nicht in EU-Recht überführt wurden.
Die einzelnen Auswirkungen der Änderungen werden von der Muttergesellschaft 3U HOLDING AG für den Konzern geprüft. Insbesondere bei der erstmaligen Anwendung des IFRS 16 „Leasingverhältnisse“ können sich Veränderungen ergeben, die einen deutlichen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz und Ertragslage haben. Sämtliche mögliche Leasingverhältnisse werden derzeit untersucht, um eine zutreffende Einordnung und Bewertung vornehmen zu können. Neben den Kfz-Leasingverträgen sind es insbesondere unterschiedlichste Verträge hinsichtlich der Pachten von Grundstücken im Bereich der Windparks. *Anzuwenden für Geschäftsjahre, die an oder ab dem angegebenen Datum beginnen 2.2 Grundsätze der Konsolidierung 2.2.1 Konsolidierungskreis und Konsolidierungsmethoden In dem für das Geschäftsjahr 2016 aufgestellten Konzernabschluss sind neben der 3U HOLDING AG 23 (Vorjahr: 22) in- und ausländische Tochterunternehmen einbezogen, bei denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte verfügt und bei denen die 3U HOLDING AG das Beteiligungsunternehmen beherrscht. Beherrschung durch die 3U HOLDING AG liegt nach IFRS 10 vor, wenn die folgenden Voraussetzungen kumulativ erfüllt sind:
12 (Vorjahr: 14) Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch gemeinsam von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht konsolidiert. Hierbei handelt es sich um bisher nicht oder nicht mehr aktive Gesellschaften. Sie werden zu Anschaffungskosten bewertet und innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen. Ein Unternehmenszusammenschluss liegt vor, wenn die 3U HOLDING AG die Beherrschung über ein anderes Unternehmen erlangt. Entsprechend den Regeln der IFRS liegt dem Unternehmenszusammenschluss (Kapitalkonsolidierung) die Erwerbsmethode (Neubewertungsmethode) zugrunde. Die Anschaffungskosten eines erworbenen Tochterunternehmens bemessen sich nach dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen Gegenleistung, also der Summe aus hingegebenen Vermögenswerten und übernommenen Schulden. Anschaffungsnebenkosten werden grundsätzlich als Aufwand erfasst. Die Anschaffungskosten werden auf die erworbenen Vermögenswerte, Schulden und Eventualschulden verteilt. Die ansatzfähigen Vermögenswerte und Schulden werden in voller Höhe mit ihren beizulegenden Zeitwerten bewertet. Ein Überschuss der Anschaffungskosten über den vom Mutterunternehmen übernommenen Anteil an den beizulegenden Zeitwerten der ansatzfähigen Vermögenswerten und Schulden wird als Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) angesetzt. Die Erstkonsolidierung erfolgt mit Wirkung von dem Tag an, an dem die 3U HOLDING AG direkt oder indirekt in ein Beherrschungsverhältnis gegenüber der Tochtergesellschaft eintritt. Nicht beherrschenden Gesellschaftern (non-controlling interests) zustehende Beträge werden im Eigenkapital getrennt ausgewiesen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens werden ab dem Erwerbszeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen. Erträge und Aufwendungen eines Tochterunternehmens bleiben bis zu dem Zeitpunkt in den Konzernabschluss einbezogen, an dem die Beherrschung durch das Mutterunternehmen endet. Sofern erforderlich, werden die Bilanzierungsgrundsätze von Tochterunternehmen an die konzerneinheitlichen Bilanzierungsgrundsätze der 3U HOLDING AG angepasst. Die Einbeziehung von Tochterunternehmen endet zu dem Zeitpunkt, zu dem die Beherrschung nicht mehr gegeben ist oder der Einfluss des Tochterunternehmens auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns von untergeordneter Bedeutung ist. Konzerninterne Umsätze, Aufwendungen und Erträge sowie die zwischen den konsolidierten Gesellschaften bestehenden Forderungen und Verbindlichkeiten werden eliminiert. Bei den ergebniswirksamen Konsolidierungsvorgängen werden die ertragsteuerlichen Auswirkungen berücksichtigt und latente Steuern in Ansatz gebracht. Zwischenergebnisse aus konzerninternen Lieferungen und Leistungen werden eliminiert. Transaktionen über den weiteren Kauf oder Verkauf von Eigenkapitalanteilen mit anderen Gesellschaftern, die den beherrschenden Einfluss der 3U HOLDING AG nicht berühren, führen zu keiner Veränderung des Goodwills. Die Differenz zwischen dem beizulegenden Zeitwert der übertragenen oder erhaltenen Gegenleistung und dem auf die betreffenden nicht beherrschenden Anteile entfallenden Buchwert des Eigenkapitals ist erfolgsneutral mit dem Konzerneigenkapital zu verrechnen. Bei der Veräußerung eines Tochterunternehmens sowie anderer Ereignisse, die zu einer Entkonsolidierung führen, werden die bis dahin einbezogenen Vermögenswerte und Schulden sowie ein zugeordneter Goodwill mit dem Veräußerungserlös verrechnet. IFRS11 unterscheidet grundsätzlich zwei Arten von gemeinsamen Vereinbarungen:
Ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) ist eine gemeinsame Vereinbarung, bei der die Parteien gemeinschaftliche Beherrschung ausüben und Rechte am Nettovermögen des Beteiligungsunternehmens inne haben. Eine gemeinschaftliche Tätigkeit liegt vor, wenn zwei oder mehr Unternehmen eine Vereinbarung treffen, bei der sie unmittelbar Rechte aus den Vermögenswerten und Pflichten aus den Verbindlichkeiten haben. Die Bilanzierung der Beteiligung an Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) erfolgt unter Verwendung der Equity-Methode gemäß IAS 28. Ein assoziiertes Unternehmen ist ein Unternehmen, auf welches der Konzern durch die Möglichkeit der Mitwirkung an dessen finanz- und geschäftspolitischen Entscheidungsprozessen maßgeblich Einfluss nehmen kann und das weder ein Tochterunternehmen noch ein Gemeinschaftsunternehmen (Joint Venture) des Konzerns darstellt. Die Ergebnisse zu Beteiligungen von assoziierten Unternehmen werden unter Anwendung der Equity-Methode gemäß IAS 28 einbezogen. Anteile an Gemeinschaftsunternehmen und assoziierten Unternehmen werden mit den historischen Anschaffungskosten bilanziert und an im Nachgang des Erwerbs entstehende Änderungen des Konzernanteils am Reinvermögen des Gemeinschaftsunternehmens oder assoziierten Unternehmens angepasst sowie um Wertminderungen der einzelnen Anteile verringert. Entspricht oder übersteigt der Anteil an den Verlusten eines Gemeinschaftsunternehmens bzw. eines assoziierten Unternehmens den Wert des Beteiligungsbuchwertes dieses Unternehmens, erfasst 3U keine weiteren Verlustanteile, es sei denn, 3U ist entsprechende Verpflichtungen eingegangen. 2.2.2 Fremdwährungsumrechnung Die Vermögenswerte und Schulden der einbezogenen Auslandsgesellschaften werden nach dem Konzept der funktionalen Währung in Euro umgerechnet. Die funktionale Währung der Tochtergesellschaften ist die lokale Währung des jeweiligen Landes, in dem die Gesellschaft ihren Sitz hat. Demgemäß werden Vermögenswerte und Schulden, die in Fremdwährung in den Bilanzen der ausländischen Tochtergesellschaften bilanziert werden, zu dem jeweiligen Stichtagskurs in Euro umgerechnet. Die Umrechnung der Erträge und Aufwendungen erfolgt zu den Jahresdurchschnittskursen. Der Unterschiedsbetrag, der sich aus der Bewertung des Eigenkapitals zum historischen Kurs und zum Stichtagskurs ergibt, wird gemäß IAS 21 als erfolgsneutrale Veränderung des Eigenkapitals ausgewiesen. In den Einzelabschlüssen werden Geschäftsvorfälle in fremder Währung mit dem Kurs zum Zeitpunkt der erstmaligen Buchung des Geschäftsvorfalls bewertet. Bis zum Bilanzstichtag eingetretene Kursgewinne und -Verluste aus der Bewertung von Finanzinstrumenten sowie von Zahlungsmitteln und Zahlungsmitteläquivalenten werden ergebniswirksam berücksichtigt. Die Umrechnungskurse für Fremdwährungen stellen sich wie folgt dar: scroll
Im Geschäftsjahr 2016 ergaben sich im Saldo Gewinne aus Wechselkursänderungen bei Fremdwährungsgeschäften in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: Gewinn TEUR 6). Die Erfassung innerhalb der Gewinn- und Verlustrechnung erfolgt in den sonstigen betrieblichen Erträgen bzw. Aufwendungen. 2.2.3 Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung zeigt, wie sich die Zahlungsmittel des 3U Konzerns im Laufe des Berichtsjahres durch Mittelzuflüsse und -abflüsse verändert haben. In Übereinstimmung mit IAS 7 wird zwischen Zahlungsströmen aus betrieblicher Tätigkeit (indirekte Methode), aus dem Investitionsbereich und aus dem Finanzierungsbereich unterschieden. Bei der erstmaligen Einbeziehung von Tochterunternehmen werden nur die tatsächlichen Zahlungsströme in der Kapitalflussrechnung gezeigt. Der liquiditätswirksame Betrag aus dem Kauf oder Verkauf von Unternehmen wird als Mittelabfluss/-zufluss aus der Investitionstätigkeit erfasst. Die Summe der Cashflows aus dem Erwerb und der Veräußerung von Tochterunternehmen oder sonstigen Geschäftseinheiten wird gesondert dargestellt und als Investitionstätigkeit klassifiziert. 2.2.4 Verwendung von Schätzwerten und Annahmen Die Aufstellung der Jahresabschlüsse in Übereinstimmung mit den International Financial Reporting Standards erfordert Schätzungen und Annahmen, welche die Beträge in den Aktiva und Passiva, den Anhangsangaben und der Gewinn- und Verlustrechnung beeinflussen. Hauptanwendungsbereiche für Annahmen und Schätzungen liegen in der Festlegung der Nutzungsdauer und der Restwerte von Vermögenswerten des Anlagevermögens, der Bewertung von Forderungen, der Ermittlung abgezinster Cashflows im Rahmen von Werthaltigkeitstests und der Bildung von Rückstellungen. Außerdem bestehen Schätzungsunsicherheiten im Hinblick auf den Ansatz latenter Steuern. Die Schätzungen des Managements beruhen auf Erfahrungswerten und anderen Annahmen, die unter den gegebenen Umständen als angemessen erachtet werden. Die Einschätzungen und Annahmen werden laufend überprüft. Erforderliche Anpassungen erfolgen gemäß IAS 8. Die tatsächlichen Beträge können von diesen Schätzungen und Annahmen abweichen. Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Diese werden regelmäßig geprüft, um die erforderlichen Rückstellungen für wahrscheinliche Ansprüche einschließlich der geschätzten Rechtskosten zu bewerten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Die 3U ermittelt an jedem Bilanzstichtag, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung nichtfinanzieller Vermögenswerte vorliegen. Der Geschäfts- oder Firmenwert wird mindestens einmal jährlich sowie bei Vorliegen entsprechender Anhaltspunkte auf Wertminderungen überprüft. Zur Schätzung des Nutzungswerts muss das Management die voraussichtlichen künftigen Cashflows des Vermögenswerts oder der zahlungsmittelgenerierenden Einheit schätzen und einen angemessenen Abzinsungssatz wählen, um den Barwert dieser Cashflows zu ermitteln. 2.2.5 Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn, der jeweils den Aktionären der 3U zugerechnet werden kann, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahrs ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle potenziell verwässernden Wertpapiere und Vergütungspläne, die auf Wertpapieren basieren, umgewandelt bzw. ausgeübt werden. 2.3 Grundsätze der Bilanzierung und Bewertung 2.3.1 Grundzüge der Umsatzrealisierung Die Umsatzerlöse im Segment ITK resultieren aus der Tätigkeit als Festnetzanbieter mit eigenem Übertragungsnetz und eigener Vermittlungstechnik sowie aus Leistungen im Zusammenhang mit den eigenen Rechenzentren. Außerdem umfasst dieses Segment die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb und Betrieb von cloud-basierten CRM- und ERP-Lösungen sowie aus dem IT-Lizenzhandel. Im Segment Erneuerbare Energien wurden die externen Umsätze mit der Planung und Entwicklung von Projekten im Bereich der erneuerbaren Energien sowie aus der Stromproduktion mit eigenen Anlagen erwirtschaftet. Im Segment SHK resultierten die Umsätze aus der Vermarktung von Produkten des Bereichs Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik sowie aus der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung. Die Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti nach Erbringung der Leistung bzw. nach Abnahme durch den Kunden erfasst und ausgewiesen. Umsatzerlöse im Bereich Holding/Konsolidierung werden außerdem aus der Vermietung von Immobilien erzielt. Erlöse aus der Installation von Heiz- und Kühlsystemen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad (Percentage-of-completion-Methode) vereinnahmt, da es sich aufgrund der umfangreichen Einflussmöglichkeiten auf wesentliche Bestandteile um kundenspezifische Fertigungsaufträge handelt. Der Ausweis der Aufträge erfolgt aktivisch unter den „Forderungen aus Fertigungsaufträgen“ bzw. bei drohendem Verlust passivisch unter den „Verbindlichkeiten aus Fertigungsaufträgen“. Soweit Anzahlungen die kumulierte Leistung übersteigen, erfolgt der Ausweis passivisch unter den Verbindlichkeiten. Entgelte aus Dienstleistungen werden erfasst, sobald die Dienstleistung vollständig erbracht wurde und es hinreichend wahrscheinlich ist, dass der wirtschaftliche Nutzen aus dem Geschäft dem Unternehmen zufließt. Erlöse, die nicht mit dem operativen Geschäft in Verbindung stehen, werden unter den sonstigen betrieblichen Erträgen ausgewiesen. 2.3.2 Gesamtkosten Die Gesamtkosten umfassen alle im Berichtsjahr angefallenen Kosten. 2.3.3 Forschungs- und Entwicklungskosten Forschungskosten werden bei Anfall in der Gewinn- und Verlustrechnung aufwandswirksam erfasst. Erst kurz vor Marktreife ist die technologische Realisierbarkeit des Produkts erreicht. In der Phase bis zur technologischen Realisierbarkeit sind die Prozesse zwischen Forschungs- und Entwicklungsphasen iterativ eng vernetzt. Aufwendungen für Forschung und Entwicklung, die nach dem Erreichen der technologischen Realisierbarkeit entstehen, sind unwesentlich. Im Geschäftsjahr 2016 sind Forschungs- und Entwicklungskosten in Höhe von EUR 0,4 Mio. (Vorjahr: EUR 0,5 Mio.) im Konzern entstanden. 2.3.4 Zinserträge Zinserträge werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Einzahlungen über die Laufzeit des finanziellen Vermögenswertes auf den Nettobuchwert dieses Vermögenswertes abgezinst werden. 2.3.5 Zinsaufwendungen Entsprechend den Regelungen des IAS 23 werden Zinsaufwendungen für qualifizierte Vermögenswerte, wenn deren Herstellung einen längeren Zeitraum in Anspruch nimmt, als Teil der Herstellungskosten aktiviert. Im Geschäftsjahr 2016 wurden Zinsaufwendungen in Höhe von EUR 0,1 Mio. aktiviert (Zinssatz: 1,25 bis 2,45 %). Im Vorjahr hatten sich keine Herstellungsvorgänge ergeben, die aufgrund ihrer Langfristigkeit zu einer Aktivierung von Zinsaufwendungen geführt haben. Zinsaufwendungen werden unter Anwendung der Effektivzinsmethode zum Zeitpunkt der Entstehung erfasst. Der Effektivzinssatz ist derjenige Zinssatz, mit dem die erwarteten zukünftigen Auszahlungen über die Laufzeit der finanziellen Schulden auf den Nettobuchwert dieser Schulden abgezinst werden. 2.3.6 Ertragsteuern Ertragsteuern werden gemäß IAS 12 nach der Verbindlichkeitenmethode bilanziert. Als Ertragsteuern werden die steuerlichen Aufwendungen und Erstattungen erfasst, die vom Einkommen und vom Ertrag abhängig sind. Laufende Steuern werden für die geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag zum Zeitpunkt ihrer Verursachung erfasst. Die latenten Steuern umfassen zu erwartende Steuerzahlungen oder -erstattungen aus temporären Bewertungsunterschieden zwischen der Konzernbilanz und den Steuerbilanzen sowie aus der Nutzung von Verlustvorträgen und aus Konsolidierungsbuchungen. Der aktivierte Goodwill führt nicht zu latenten Steuern. Die aktiven und passiven latenten Steuern werden mit den zukünftig gültigen Steuersätzen bewertet, wobei Steuersatzänderungen grundsätzlich erst zum Zeitpunkt des effektiven Inkrafttretens der Gesetzesänderung berücksichtigt werden. Soweit die Realisierbarkeit von aktiven latenten Steuern in Zukunft nicht hinreichend wahrscheinlich erscheint, erfolgt kein Ansatz. 2.3.7 Geschäfts- oder Firmenwert Die aus der Kapitalkonsolidierung abgeleiteten Geschäfts- oder Firmenwerte werden entsprechend IFRS 3 nicht planmäßig abgeschrieben. Bilanzierte Geschäfts- oder Firmenwerte werden einmal jährlich und darüber hinaus bei Vorliegen von Anzeichen für Wertminderungen auf den wirtschaftlichen Nutzen und auf Wertminderungen überprüft (Impairment-Test) und im Falle einer eingetretenen Wertminderung auf den erzielbaren Betrag abgeschrieben. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen. 2.3.8 Sonstige immaterielle Vermögenswerte Immaterielle Vermögenswerte werden gemäß IAS 38 („Intangible Assets“) aktiviert, wenn es wahrscheinlich ist, dass mit der Nutzung des Vermögenswertes ein zukünftiger wirtschaftlicher Vorteil verbunden ist und die Kosten des Vermögenswertes zuverlässig bestimmt werden können. Die Bewertung der immateriellen Vermögenswerte erfolgt zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger linearer Abschreibungen und Wertminderungen. Die planmäßigen Abschreibungen werden unter der Position Abschreibungen ausgewiesen. Die Abschreibungen von abnutzbaren immateriellen Vermögenswerten erfolgen grundsätzlich über eine Nutzungsdauer von drei bis fünf Jahren. Nutzungsrechte für Grundstücke, auf denen Anlagen zur Erzeugung erneuerbarer Energien errichtet wurden, werden über die vertraglich vereinbarte Nutzungszeit abgeschrieben. Die unter den immateriellen Vermögenswerten ausgewiesenen Telekommunikationslizenzen werden über zehn Jahre abgeschrieben. Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik werden über drei bis zehn Jahre abgeschrieben. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen. 2.3.9 Sachanlagen Sachanlagen werden gemäß IAS 16 auf Basis der fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten angesetzt. Wenn Sachanlagen veräußert werden oder ausscheiden, werden ihre Anschaffungskosten und kumulierten Abschreibungen aus der Bilanz eliminiert und der aus einem Verkauf resultierende Gewinn oder Verlust in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Die ursprünglichen Anschaffungs- oder Herstellungskosten von Sachanlagen umfassen den Kaufpreis einschließlich Anschaffungsnebenkosten und nachträglicher Anschaffungskosten sowie den Barwert von Rückbauverpflichtungen. Finanzierungskosten nach IAS 23 werden in die Kosten der Anlagegüter einbezogen. Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern unter Beachtung eines Restbuchwertes linear berechnet und unter der Position Abschreibungen ausgewiesen: scroll
Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Die verwendeten Nutzungsdauern und Abschreibungsmethoden werden in jeder Periode überprüft, um sicherzustellen, dass die Abschreibungsmethode und der Abschreibungszeitraum mit dem erwarteten wirtschaftlichen Nutzen aus Gegenständen des Sachanlagevermögens übereinstimmen. Sind die Anschaffungskosten von bestimmten Komponenten einer Sachanlage wesentlich -gemessen an den gesamten Anschaffungs- und Herstellungskosten - setzt 3U diese Komponenten einzeln an und schreibt diese ab. Die Kosten für Rückbauverpflichtungen wurden mit der Entstehung der Verpflichtung bei Vertragsabschluss je Standort individuell bewertet und aktiviert; sie werden jährlich auf Aktualität überprüft und erforderlichenfalls angepasst. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen. 2.3.10 Anlageimmobilien Immobilien, die zur Erzielung von Mieteinnahmen oder langfristigen Wertsteigerungen gehalten und weder in der Produktion noch für Verwaltungszwecke eingesetzt werden, werden gesondert unter den Anlageimmobilien ausgewiesen. Die Bewertung dieser als Finanzinvestitionen gehaltenen Immobilien erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- oder Herstellungskosten. Abschreibungen werden über die nachfolgenden geschätzten Nutzungsdauern linear berechnet: Gebäude 25-40 Jahre Auf Grund und Boden sowie grundstücksgleiche Rechte werden keine planmäßigen Abschreibungen vorgenommen. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.14 verwiesen. 2.3.11 Fremdkapitalkosten Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.5 verwiesen. 2.3.12 Finanzinstrumente Finanzielle Vermögenswerte Finanzielle Vermögenswerte im Sinne von IAS 39 werden als Kredite und Forderungen und als zur Veräußerung verfügbare finanzielle Vermögenswerte klassifiziert. Bei dem erstmaligen Ansatz von zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerten werden diese zu ihrem beizulegenden Zeitwert bewertet. Die Gesellschaft legt die Klassifizierung ihrer finanziellen Vermögenswerte mit dem erstmaligen Ansatz fest und überprüft diese Zuordnung am Ende eines jeden Geschäftsjahres. Nach dem erstmaligen Ansatz werden zur Veräußerung gehaltene finanzielle Vermögenswerte zum beizulegenden Zeitwert bewertet, wobei Gewinne oder Verluste erfolgsneutral unter Berücksichtigung latenter Steuern über das Gesamtergebnis im Eigenkapital erfasst werden. Zu dem Zeitpunkt, an dem die Finanzinvestition ausgebucht oder an dem eine Wertminderung der Finanzinvestition festgestellt wird, wird der zuvor im Eigenkapital erfasste kumulierte Gewinn oder Verlust erfolgswirksam in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. In den Geschäftsjahren 2015 und 2016 waren keine zur Veräußerung verfügbaren finanziellen Vermögenswerte im Bestand. Abweichend hiervon werden Beteiligungen nicht zum Zeitwert bewertet, da dieser nicht zuverlässig ermittelbar ist. Die Bilanzierung erfolgt zu fortgeführten Anschaffungskosten. Bei marktüblichen Käufen und Verkäufen von finanziellen Vermögenswerten erfolgt die Bilanzierung zum Handelstag, d. h. zu dem Tag, an dem das Unternehmen die Verpflichtung zum Kauf des Vermögenswerts eingegangen ist. Marktübliche Käufe oder Verkäufe sind Käufe oder Verkäufe von finanziellen Vermögenswerten, die die Lieferung der Vermögenswerte innerhalb eines durch Marktvorschriften oder -konventionen festgelegten Zeitraums vorschreiben. Finanzielle Vermögenswerte, die als Kredite und Forderungen klassifiziert wurden, werden zu fortgeführten Anschaffungskosten abzüglich der möglichen Wertminderungen bewertet, wobei das Unternehmen die Effektivzinsmethode anwendet. Wertminderungen von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen werden auf separaten Wertberichtigungskonten erfasst. In der Bilanz enthaltene sonstige kurzfristige finanzielle Vermögenswerte umfassen sonstige kurzfristige Forderungen. Die Vermögenswerte werden mit ihrem Nennbetrag angesetzt und, soweit Risiken bereits eingetreten sind, einzelwertberichtigt. Auf Basis einer konzerneinheitlichen Altersstrukturierung werden pauschalierte Einzelwertberichtigungen vorgenommen. Fremdwährungsforderungen werden zum Stichtagskurs umgerechnet. Wechselkursbedingte Wertänderungen werden erfolgswirksam erfasst. Liquide Mittel Liquide Mittel (Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente) umfassen alle liquiditätsnahen Vermögenswerte, die zum Zeitpunkt der Anschaffung bzw. der Anlage eine Restlaufzeit von weniger als drei Monaten haben. Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente werden zum beizulegenden Zeitwert bewertet. Darin enthalten sind Festgelder, die als Sicherheiten hinterlegt sind. Diese sind nicht Bestandteil des Finanzmittelfonds und werden in der Kapitalflussrechnung herausgerechnet. Wertminderungen bei Finanzinstrumenten Liegen bei finanziellen Vermögenswerten der Kategorien Kredite und Forderungen objektive, substanzielle Anzeichen für eine Wertminderung vor, erfolgt eine Prüfung, ob der Buchwert den Barwert der erwarteten künftigen Zahlungsmittelflüsse, die mit der aktuellen Marktrendite eines vergleichbaren finanziellen Vermögenswerts abgezinst werden, übersteigt. Sollte dies der Fall sein, wird eine Wertminderung in Höhe der Differenz vorgenommen. Hinweise auf Wertminderung sind u.a. eine wesentliche Verschlechterung der Bonität, eine besondere Vertragsverletzung, die hohe Wahrscheinlichkeit einer Insolvenz oder einer anderen Form der finanziellen Restrukturierung des Schuldners oder das Verschwinden eines aktiven Marktes. Soweit Risiken bereits eingetreten sind, erfolgt eine Einzelwertberichtigung. Bei Wegfall der Gründe für zuvor vorgenommene Wertminderungen werden entsprechende Zuschreibungen - nicht jedoch über die Anschaffungskosten hinaus - getätigt. Ausbuchung Der Konzern bucht einen finanziellen Vermögenswert nur aus, wenn die vertraglichen Rechte auf Cashflows aus einem finanziellen Vermögenswert auslaufen oder er den finanziellen Vermögenswert sowie im Wesentlichen alle mit dem Eigentum des Vermögenswerts verbundenen Risiken und Chancen auf einen Dritten überträgt. Finanzielle Verbindlichkeiten Die finanziellen Verbindlichkeiten betreffen originäre Verbindlichkeiten. Originäre Verbindlichkeiten werden in der Konzernbilanz angesetzt, wenn 3U eine vertragliche Pflicht hat, Zahlungsmittel oder andere finanzielle Vermögenswerte auf eine andere Partei zu übertragen. Der erstmalige Ansatz einer originären Verbindlichkeit erfolgt zum beizulegenden Zeitwert der erhaltenen Gegenleistung bzw. zum Wert der erhaltenen Zahlungsmittel abzüglich ggf. angefallener Transaktionskosten. Die Folgebewertung erfolgt bei den Verbindlichkeiten zu fortgeführten Anschaffungskosten unter Anwendung der Effektivzinsmethode. Verbindlichkeiten aus Finance-Lease-Verträgen werden zum Zeitpunkt des Vertragsabschlusses mit dem Barwert der Miet- bzw. Leasingraten angesetzt. In den Folgeperioden führen die in den Miet- und Leasingraten enthaltenen Tilgungsanteile zu einer Verminderung der Verbindlichkeit. Finanzielle Verbindlichkeiten werden ausgebucht, wenn die vertraglichen Verpflichtungen beglichen, aufgehoben oder ausgelaufen sind. 2.3.13 Leasingverhältnisse Ein Leasingverhältnis wird gemäß IAS17 als Finance Lease eingestuft, wenn im Wesentlichen alle mit dem Eigentum verbundenen Chancen und Risiken auf den Leasingnehmer übertragen werden. Die Klassifizierung von Leasingverhältnissen ist daher von dem wirtschaftlichen Gehalt der Vereinbarung und nicht von einer bestimmten formalen Vertragsform abhängig. Im Rahmen eines Finanzierungsleasingverhältnisses gehaltene Vermögenswerte werden erstmalig als Vermögenswerte des Konzerns zu ihrem beizulegenden Zeitwert zu Beginn des Leasingverhältnisses oder, falls dieser niedriger ist, zum Barwert der Mindestleasingzahlungen erfasst. Die Abschreibung erfolgt über die Leasingvertragslaufzeit oder die kürzere Nutzungsdauer des Leasingvermögenswertes. Die entsprechende Verbindlichkeit gegenüber dem Leasinggeber wird innerhalb der Bilanz als Verpflichtung aus Finanzierungsleasingverhältnissen gezeigt. Die Leasingzahlungen werden so in Zinsaufwendungen und Tilgung der Leasingverpflichtung aufgeteilt, dass eine konstante Verzinsung der verbleibenden Verbindlichkeit erzielt wird. Zinsaufwendungen werden direkt in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst. Mietzahlungen aus Operating Leasingverhältnissen werden als Aufwand linear über die Laufzeit des Leasingverhältnisses erfasst, es sei denn, eine andere systematische Grundlage entspricht eher dem zeitlichen Nutzenverlauf für den Leasingnehmer. 2.3.14 Wertminderung nicht finanzieller Vermögenswerte 3U überprüft den Geschäfts- oder Firmenwert (Goodwill) mindestens einmal jährlich auf mögliche Wertminderung in Übereinstimmung mit den Konzern-Bilanzierungsvorschriften. Die Bestimmung des erzielbaren Betrags einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit, der dem Goodwill zugeordnet wurde, ist mit Schätzungen des Managements verbunden. Die Gesellschaft bestimmt diese Werte mit Bewertungsmethoden, die auf diskontierten Zahlungsströmen (Cashflows) basieren. Diesen diskontierten Cashflows liegen Drei-Jahres-Prognosen zugrunde, die auf vom Management genehmigten Finanzplänen aufbauen. Die Cashflow-Prognosen berücksichtigen Erfahrungen der Vergangenheit und basieren auf der besten, vom Management vorgenommenen Einschätzung über künftige Entwicklungen. Cashflows jenseits der Planungsperiode werden ohne Wachstumsraten extrapoliert. Dabei wurden Aufwendungen und Erträge, die aus Erweiterungsinvestitionen resultieren, nicht berücksichtigt. Im Rahmen der Überprüfung auf Wertminderung wird der bei einem Unternehmenszusammenschluss erworbene Goodwill jeder einzelnen zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordnet, die voraussichtlich von den Synergien aus dem Zusammenschluss profitiert. Wertminderungen des Goodwills dürfen nicht rückgängig gemacht werden. Übersteigt die Wertminderung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit den Buchwert des ihr zugeordneten Goodwills, ist die darüber hinausgehende Wertminderung durch anteilige Minderung von Buchwerten der der zahlungsmittelgenerierenden Einheit zugeordneten Vermögenswerte zu erfassen. Die Goodwills wurden im Rahmen von Unternehmenszusammenschlüssen innerhalb der Segmente Erneuerbare Energien und SHK ermittelt. Die in Vorjahren entstandenen Goodwills sind den zahlungsmittelgenerierenden Einheiten „Onlineshop“, Projektentwicklung und Gewinnung von Windenergie zugeordnet. Sachanlagen und sonstige immaterielle Vermögenswerte des Unternehmens werden zumindest an jedem Bilanzstichtag einer Überprüfung unterzogen, um festzustellen, ob Anhaltspunkte für eine Wertminderung vorliegen. Liegen solche Anhaltspunkte vor, wird der erzielbare Betrag des Vermögenswertes ermittelt, um die Höhe des entsprechenden Wertminderungsaufwands, falls vorhanden, zu bestimmen. Erzielt der Vermögenswert keine Zahlungsmittelzuflüsse, die unabhängig von anderen Vermögenswerten sind, erfolgt die Ermittlung des erzielbaren Betrags für den einzelnen Vermögenswert auf Ebene der zahlungsmittelgenerierenden Einheit, zu der der Vermögenswert gehört. Liegt der erzielbare Betrag eines Vermögenswertes (oder einer zahlungsmittelgenerierenden Einheit) unter seinem Buchwert, ist dieser auf den erzielbaren Betrag abzuschreiben. Der Wertminderungsaufwand ist sofort ergebniswirksam zu erfassen. Soweit Wertaufholungen nach IAS 36 geboten sind, werden sie ergebniswirksam erfasst. Zugeschrieben wird auf den neu festgestellten erzielbaren Betrag. Es wird jedoch höchstens bis zu dem Betrag zugeschrieben, der sich als Buchwert ergeben würde, wenn zuvor keine Abwertung stattgefunden hätte. Langfristige Vermögenswerte, die als zur Veräußerung gehalten klassifiziert werden, werden grundsätzlich zum niedrigeren Wert aus Buchwert und beizulegendem Zeitwert abzüglich Veräußerungskosten angesetzt. Zum 31. Dezember 2016 bestanden keine zur Veräußerung gehaltene langfristige Vermögenswerte. 2.3.15 Vorräte Vorräte werden zu Anschaffungs- bzw. Herstellungskosten oder zu niedrigeren Nettoveräußerungswerten angesetzt. Die Anschaffungskosten werden grundsätzlich im Rahmen der Einzelbewertung oder nach der Durchschnittsmethode ermittelt. Die Herstellungskosten umfassen direkt zurechenbare Kosten und produktionsbezogene Material- und Fertigungsgemeinkosten sowie Abschreibungen. Bestandsrisiken, die sich durch eingeschränkte Verwertbarkeit oder eine erhebliche Lagerdauer ergeben, werden durch entsprechende Wertberichtigungen berücksichtigt. 2.3.16 Rückstellungen Die Rückstellungen werden gebildet, wenn eine rechtliche oder faktische Verpflichtung gegenüber Dritten aus einem Ereignis der Vergangenheit besteht, deren Inanspruchnahme wahrscheinlich ist und die voraussichtliche Höhe des künftigen Mittelabflusses zuverlässig geschätzt werden kann. Die Höhe der Rückstellungen für Rechtsstreitigkeiten richtet sich danach, wie der Vorstand den Ausgang des Streites aufgrund der zum Bilanzstichtag bekannten Fakten nach bestem Wissen und Gewissen beurteilt. Langfristige Rückstellungen mit einer Restlaufzeit von mehr als einem Jahr werden mit ihrem voraussichtlichen auf den Bilanzstichtag abgezinsten Erfüllungsbetrag angesetzt. 2.3.17 Latente Steuern Aktive und passive latente Steuern werden entsprechend IAS 12 („Income Taxes“) für sämtliche temporäre Differenzen zwischen den steuerbilanziellen Werten von Aktiva und Passiva und den Werten der einzelnen Bilanzposten gemäß IFRS gebildet. Latente Steueransprüche werden in dem Umfang erfasst, in dem es wahrscheinlich ist, dass ein zu versteuerndes Ergebnis zur Verfügung stehen wird, gegen das die abzugsfähige temporäre Differenz verwendet werden kann. Die Grundlage bildet dabei die aus der vom Management genehmigten Drei-Jahres-Planung abgeleitete Prognose des zu versteuernden Ergebnisses. Die Beurteilung und Bewertung der aktiven latenten Steuern wird an jedem Bilanzstichtag unter Berücksichtigung aktueller Einschätzungen gemäß IAS 12.37 und IAS 12.56 erneut überprüft. Latente Steuern auf noch nicht genutzte steuerliche Verlustvorträge werden in dem Umfang aktiviert, in dem mit hinreichender Wahrscheinlichkeit angenommen werden kann, dass das jeweilige Unternehmen zukünftig ausreichend zu versteuerndes Einkommen erzielen wird. Die latenten Steuern werden auf der Basis der Steuersätze ermittelt, die zum Realisationszeitpunkt gelten bzw. zukünftig anzuwenden sind. Latente Steuern werden als Steuerertrag oder -aufwand in der Gewinn- und Verlustrechnung erfasst, es sei denn, sie betreffen erfolgsneutral unmittelbar im Eigenkapital erfasste Posten; in diesem Fall werden die latenten Steuern erfolgsneutral im Eigenkapital erfasst. Latente Steueransprüche und Steuerschulden werden saldiert, soweit sie Ertragsteuern betreffen, die von der gleichen Steuerbehörde erhoben werden, und der Konzern beabsichtigt, den Ausgleich seiner laufenden Steueransprüche und Steuerschulden auf Nettobasis vorzunehmen. 2.3.18 Sonstige nicht finanzielle Verbindlichkeiten Die sonstigen nicht finanziellen Verbindlichkeiten umfassen Steuerverbindlichkeiten, Verbindlichkeiten gegenüber Mitarbeitern sowie übrige sonstige Verbindlichkeiten. Sie werden bei der erstmaligen Erfassung mit dem Rückzahlungsbetrag, gegebenenfalls abgezinst, angesetzt. Fremdwährungsverbindlichkeiten werden mit dem Stichtagskurs bewertet. 2.3.19 Erwerb eigener Aktien Eigene Aktien werden als Abzug vom Eigenkapital ausgewiesen. Bei Rückerwerb von eigenen Aktien werden die gesamten Anschaffungskosten der eigenen Anteile in einer Summe vom Eigenkapital abgezogen (one-line-adjustment). 2.3.20 Mitarbeiterbeteiligungsprogramm Der Konzern gewährt dem Vorstand und den Mitarbeitern aktienkursorientierte Vergütungen mit Ausgleich durch Eigenkapitalinstrumente. Die Vergütung durch Eigenkapitalinstrumente wird zum Zusagezeitpunkt mit dem beizulegenden Zeitwert bewertet. Der zum Zusagezeitpunkt bestimmte beizulegende Zeitwert der aktienkursorientierten Vergütungen durch Eigenkapitalinstrumente wird linear über die Sperrperiode bzw. Wartefrist aufwandswirksam und in der Kapitalrücklage erfasst. Dies geschieht auf der Grundlage der konzerninternen Schätzung der Aktienanzahl, die zu einer Zusatzvergütung berechtigt. Zu jedem Bilanzstichtag überprüft der Konzern seine Schätzungen bzgl. der Anzahl der Eigenkapitalinstrumente, die unverfallbar werden. Die Auswirkungen der Schätzungsänderungen werden, sofern vorhanden, über den verbleibenden Zeitraum bis zur Unverfallbarkeit erfolgswirksam erfasst. Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Der Aktienoptionsplan hatte eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte konnten nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden. Bis zum Ende der Laufzeit wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen. Zum Bilanzstichtag bestehen keine weiteren Mitarbeiterbeteiligungsprogramme. 2.3.21 Vergleichszahlen Soweit erforderlich werden Vergleichszahlen angepasst, um die Vergleichbarkeit mit dem laufenden Jahr aufgrund von Ausweisänderungen wiederherzustellen. 2.3.22 Zeitwertermittlung Der beizulegende Zeitwert wird als der Preis definiert, der in einem geordneten Geschäftsvorfall zwischen Marktteilnehmern am Bemessungsstichtag für den Verkauf eines Vermögenswerts eingenommen bzw. für die Übertragung einer Schuld gezahlt würde. Die Bemessung des beizulegenden Zeitwerts betrifft jeweils einen bestimmten Vermögenswert bzw. eine bestimmte Schuld. Bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts werden folglich die Merkmale des betreffenden Vermögenswerts bzw. der betreffenden Schuld berücksichtigt, die ein Marktteilnehmer bei der Preisbildung für den Vermögenswert bzw. die Schuld am Bemessungsstichtag berücksichtigen würde. Solche Merkmale schließen unter anderem Folgendes ein:
Mit dem Ziel der Erhöhung der Einheitlichkeit und Vergleichbarkeit bei der Bemessung des beizulegenden Zeitwerts und den damit verbundenen Angaben wird eine Bemessungshierarchie festgelegt (sog. „Fair-Value-Hierarchie“). Diese Hierarchie teilt die in den Bewertungstechniken zur Bemessung des beizulegenden Zeitwerts verwendeten Inputfaktoren in drei Stufen ein. Im Rahmen der Bemessungshierarchie wird in aktiven Märkten für identische Vermögenswerte oder Schulden notierten (nicht berichtigten) Preisen (Inputfaktoren auf Stufe 1) die höchste Priorität eingeräumt, während nicht beobachtbare Inputfaktoren die niedrigste Priorität erhalten (Inputfaktoren auf Stufe 3). Inputfaktoren auf Stufe 2 sind andere als die auf Stufe 1 genannten Marktpreisnotierungen, die für den Vermögenswert oder die Schuld entweder unmittelbar oder mittelbar zu beobachten sind. 3 KonsolidierungskreisIm Wege der Vollkonsolidierung einbezogene Tochtergesellschaften: scroll
*An den Gesellschaften ist die 3U HOLDING AG mittelbar oder unmittelbar beteiligt. **Es bestehen Beschränkungen hinsichtlich von Darlehenstilgungen bzw. Ergebnisausschüttungen aufgrund einer Patronatserklärung bzw. Rangrücktrittserklärung seitens der Muttergesellschaft oder aufgrund von Kapitaldienstbestimmungen in Darlehensverträgen. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 6.8 verwiesen. Veränderungen im Konsolidierungskreis Gegenüber dem 31. Dezember 2015 hat sich die im Nachfolgenden dargestellte Veränderung im Konsolidierungskreis ergeben. Im Zuge der Errichtung des Windparks Schlenzer in der Projektgesellschaft Windpark Havelland Projekt I GmbH & Co. KG wird diese ab dem 1. September 2016 als Tochterunternehmen in den Konsolidierungskreis einbezogen. Sowohl vor als auch seit dem Erstkonsolidierungszeitpunkt sind weder Erlöse noch Ergebnisse angefallen. Zum 31. Dezember 2016 werden neben der 3U HOLDING AG 23 (31. Dezember 2015: 22) in- und ausländische Tochtergesellschaften in den Konsolidierungskreis einbezogen, bei denen die 3U HOLDING AG unmittelbar oder mittelbar über die Mehrheit der Stimmrechte bzw. über die Möglichkeit zur Kontrolle verfügt. 12 (31. Dezember 2015: 14) Tochterunternehmen, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch gemeinsam von untergeordneter Bedeutung ist, werden nicht konsolidiert. Hierbei handelt es sich im Wesentlichen um nicht aktive Gesellschaften. Sie werden zu Anschaffungskosten abzüglich erforderlicher Wertberichtigungen bewertet und innerhalb der langfristigen Vermögenswerte ausgewiesen. Gemeinschaftsunternehmen Nach der „at equity“-Methode einbezogene Gemeinschaftsunternehmen: scroll
*An der Gesellschaft ist die 3U HOLDING AG unmittelbar beteiligt. Es wird auf die Ausführungen unter Punkt 6.1.4 verwiesen. Übrige Finanzanlagen Mit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15% der Anteile an der myFairPartner Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB-2.0-Online-Lösung. Am 15. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen. Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt werden konnte. Aufgrund fehlender Einflussmöglichkeiten auf die Gesellschaft wird diese unter den übrigen Finanzanlagen ausgewiesen. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben. Die Gesellschaft befindet sich in Liquidation. Die Windkraft Lüdersdorf II GmbH & Co. OHG ist eine Gesellschaft zur Errichtung und Unterhaltung der Infrastruktur eines Windparkprojektes mit mehreren Betreibergesellschaften. Die Gesellschaft übt keine weitere Geschäftstätigkeit aus. Die übrigen Gesellschaften üben keine bzw. noch keine wesentliche Geschäftstätigkeit aus. Der Einfluss dieser Gesellschaften auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns ist sowohl einzeln als auch gemeinsam von untergeordneter Bedeutung. scroll
*An den Gesellschaften ist die 3U HOLDING AG mittelbar oder unmittelbar beteiligt. **In Liquidation/Abschluss 30. Juni 2011 ***Jahresabschluss 2015 4 SegmentberichterstattungEntsprechend den Regeln des IFRS 8, Geschäftssegmente, stellt die Segementberichterstattung der 3U HOLDING AG auf den „Management Approach“ in Bezug auf die Segment-Identifikation ab. Die Informationen, die regelmäßig Vorstand und Aufsichtsrat zur Verfügung gestellt werden, sind demnach als maßgeblich für die Segmentdarstellung zu betrachten. Gemäß der zum 1. Januar 2016 gegenüber dem Geschäftsjahr 2015 geänderten internen Berichterstattung weist die 3U in ihrer Segmentberichterstattung die Segmente ITK, Erneuerbare Energien, SHK sowie zusätzlich den Bereich Holding/Konsolidierung aus. Das Segment ITK umfasst die Aktivitäten Voice Retail, Voice Business und Data Center Services & Operation sowie die Entwicklung, den Vertrieb und Betrieb von cloud-basierten CRM- und ERP-Lösungen, den Handel mit IT-Lizenzen und die Beratung zu Managementsystemen auf Basis der ISO-Norm 27001 sowie im Bereich IT-Security. Im Segment Erneuerbare Energien deckt der 3U Konzern im Wesentlichen die Projektentwicklung im Bereich der Windkraft und die Stromerzeugung mit eigenen Anlagen unter Verwendung von Wind- und Sonnenenergie ab. Neben der Montage von Komponenten der Gebäudeklimatisierung gehört zu dem Segment SHK der Vertrieb von Produkten des Bereichs Sanitär-, Heizungs- und Klimatechnik an Großhändler, Handwerker und Selberbauer. Dieser Vertrieb erfolgt im Wesentlichen über konzerneigene Onlineshops. Neben den zuvor beschriebenen Segmenten werden unter Holding/Konsolidierung sowohl die Holding-Aktivitäten als auch die erforderlichen Konzernkonsolidierungsbuchungen zusammengefasst. Der Ausweis in der Segmentberichterstattung erfolgt nach Intra-Segment-Konsolidierung, während die Inter-Segment-Konsolidierung auf der Holding-Ebene erfolgt. Die Darstellung der Vergleichszahlen wurde an die neue Segmentstruktur angepasst. Eine ausführliche Beschreibung der Segmente und ihrer Entwicklung findet sich im zusammengefassten Lagebericht unter der Darstellung des Geschäftsverlaufs. scroll
*Vor Ergebnisabführung **Die Buchwerte der „at equity“ bilanzierten Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2016 TEUR 15 und wurden dem Bereich Holding zugeordnet. scroll
*Vor Ergebnisabführung **Die Buchwerte der „at equity“ bilanzierten Unternehmen betrugen zum 31. Dezember 2015 TEUR 19 und wurden dem Bereich Holding zugeordnet. Der Vorstand der 3U legt als wesentliche Erfolgsgröße für den Geschäftserfolg eines Segments den Segmentumsatz mit den intersegmentären Umsätzen, das EBITDA und das Segmentergebnis vor Ergebnisabführung fest, da diese aus seiner Sicht ausschlaggebend für den Segmenterfolg sind. Dabei ist zu beachten, dass die Steuern vom Einkommen und Ertrag - soweit Organschaftsverhältnisse mit der 3U HOLDING AG bestehen - vom Organträger, der 3U HOLDING AG getragen werden. Für den 3U Konzern ergaben sich folgende Cashflow-Kenngrößen: scroll
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Zum Zwecke der Überwachung der Ertragskraft und der Verteilung von Ressourcen zwischen den Segmenten beobachtet der Vorstand die Vermögenswerte, die dem einzelnen Segment zugeordnet sind. Die liquiden Mittel werden keinem Segment zugerechnet. scroll
Bei der Segmentberichterstattung wurden die konzerneinheitlichen Bilanzierungs- und Bewertungsmethoden angewandt. Die Dienstleistungen zwischen den Segmenten werden marktüblich unter Beachtung des Fremdvergleichsgrundsatzes anhand von gruppenweit einheitlichen Verrechnungspreismodellen abgerechnet. Im Wesentlichen kommt die Cost-Plus-Methode zur Anwendung. Verwaltungsleistungen werden als Kostenumlage berechnet. Langfristige Vermögenswerte sind in 2016 in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) im Ausland gelegen. scroll
Umsatzerlöse der Hauptdienstleistungen scroll
Der 3U Konzern hat im abgelaufenen Geschäftsjahr im Segment ITK mit dem größten Kunden einen Umsatzanteil in Höhe von TEUR 5.898 bzw. 13,5 % (Vorjahr: TEUR 6.178 bzw. 12,8 %) erzielt. Geografische Informationen zu den Umsatzerlösen scroll
Die Zuordnung erfolgte für In- und Ausland nach dem Ort der Lieferung bzw. der sonstigen Leistung. Die Umsätze im Ausland wurden im Wesentlichen in den im Nachfolgenden aufgeführten Ländern erzielt. scroll
5 Angaben zur Gewinn- und Verlustrechnung5.1 Umsatzerlöse Die aus der Tätigkeit als Telekommunikationsanbieter erzielten Umsatzerlöse werden ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Telekommunikationsdienstleistungen. Die Erträge aus bereitgestellten oder gehandelten IT-Lizenzen werden im Voraus berechnet und über den Leistungszeitraum abgegrenzt. Im Segment Erneuerbare Energien erfolgt die Erfassung des Ertrages aus der Energieerzeugung und Einspeisung durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der jeweiligen Leistung. Die aus der Planung und Errichtung von Anlagen zur Energieerzeugung aus erneuerbaren Energien erzielten Umsatzerlöse werden ebenfalls ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Im Segment SHK werden die Umsatzerlöse aus dem Vertrieb von Komponenten aus dem Bereich Sanitär, Heizen und Kühlen sowie mit sonstigen Produkten ohne Umsatzsteuer und nach Abzug von gewährten Skonti ausgewiesen. Die Erfassung des Ertrages erfolgt durch Abrechnung im Anschluss an die Erbringung der Leistungen. Erlöse aus der Installation von Heiz- und Klimasystemen werden entsprechend dem Fertigstellungsgrad (Cost-to-Cost-Methode) vereinnahmt und als Umsatzerlöse ohne Umsatzsteuer ausgewiesen. Diese betreffen in 2016 Erlöse in Höhe von TEUR 6.400 (Vorjahr: TEUR 6.858). Die kumulierten Kosten der am Stichtag noch laufenden Fertigungsaufträge betragen TEUR 983 (Vorjahr: TEUR 2.910), die kumulierten ausgewiesenen Gewinne und Verluste TEUR 479 (Vorjahr: TEUR 1.169). Die Erlöse aus der Vermietung von Immobilien werden in der Regel monatlich zu Monatsbeginn vereinnahmt. Die Konzernumsatzerlöse mit Dritten setzen sich aus den Segmenten zusammen, welche in der Segmentberichterstattung dargestellt sind. Aufteilung der Umsatzerlöse scroll
5.2 Andere Erträge Die Erträge setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Den Erträgen aus der Verminderung von Wertberichtigungen stehen Aufwendungen aus Forderungsverlusten und aus Wertberichtigungen auf Forderungen gegenüber. 5.3 Bestandsveränderungen Die Bestandsveränderungen in Höhe von TEUR –794 (Vorjahr: TEUR 885) umfassen im Wesentlichen fertige und unfertige Leistungen im Segment Erneuerbare Energien. Dies betrifft insbesondere Projektentwicklungen im Bereich Windkraft. 5.4 Aktivierte Eigenleistungen Die aktivierten Eigenleistungen betragen TEUR 2.504 (Vorjahr: TEUR 14) und betreffen im Wesentlichen Eigenleistungen im Bereich Erneuerbare Energien und dort insbesondere in der Projektentwicklung. 5.5 Materialaufwand Der Materialaufwand setzt sich im Wesentlichen aus Kosten für Verbindungsleistungen und Netzwerkkosten sowie den Kosten für Rohmaterial und Handelswaren sowie Aufwendungen für bezogene Leistungen im Bereich Erneuerbare Energien zusammen: scroll
5.6 Personalaufwand Der Personalaufwand setzt sich wie folgt zusammen: scroll
Im übrigen Personalaufwand waren im Vorjahr Aufwendungen für den Aktienoptionsplan 2011 in Höhe von TEUR 9 enthalten. Die durchschnittliche Anzahl der Mitarbeiter (Basis: Kopfzahl) betrug: scroll
Die Sozialabgaben beinhalten neben den Arbeitgeberbeiträgen zur gesetzlichen Rentenversicherung, Arbeitslosenversicherung und Krankenversicherung auch Aufwendungen für Ausgleichsabgaben und Beiträge zur Berufsgenossenschaft. Der Aufwand für Arbeitgeberbeiträge zur gesetzlichen Rentenversicherung betrug insgesamt TEUR 582 (Vorjahr: TEUR 603). Leistungsorientierte Pensionszusagen wurden nicht gegeben. 5.7 Sonstige betriebliche Aufwendungen In den sonstigen betrieblichen Aufwendungen sind folgende Posten enthalten: scroll
In den übrigen betrieblichen Aufwendungen sind Aufwendungen aus Währungsumrechnungen in Höhe von TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 26) enthalten. 5.8 Abschreibungen Die Abschreibungen auf immaterielle Vermögenswerte und Sachanlagen betragen TEUR 3.650 (Vorjahr: TEUR 3.386). Der Anstieg der Abschreibungen im Vergleich zum Vorjahr resultiert im Wesentlichen aus den Abschreibungen auf den im Geschäftsjahr 2016 in Betrieb genommenen Windpark Lüdersdorf. 5.9 Finanzergebnis In diesen Posten werden Zinsen aus Kontokorrent- und Darlehenskonten sowie die Gewinn- und Verlustanteile an Unternehmen, die nach der Equity-Methode bilanziert werden, ausgewiesen. scroll
5.10 Steuern vom Einkommen und vom Ertrag Als Ertragsteuern sind sowohl die gezahlten oder geschuldeten Steuern vom Einkommen und vom Ertrag sowie die latenten Steuerabgrenzungen ausgewiesen. scroll
Die 3U HOLDING AG und ihre deutschen Tochtergesellschaften unterliegen der Körperschaftsteuer und der Gewerbesteuer. Im Geschäftsjahr 2016 galt für Gewinne ein Körperschaftsteuersatz von 15 % zuzüglich 5,5% Solidaritätszuschlag. Die Gewerbe steuer betrug in 2016 in Marburg ca. 14 % des Gewerbeertrages. Der Ertragsteuersatz im Konzern (Muttergesellschaft) beträgt 29,825 % (im Vorjahr 28,775 %). Der verwendete Steuersatz für die ausländischen Gesellschaften beträgt für Österreich 25 %. Die direkt im Eigenkapital erfassten aktiven latenten Steuern auf Sicherungsinstrumente betrugen im Geschäftsjahr TEUR 2 (Vorjahr: TEUR 29). Mit Wirkung zum 1. Januar 2005 hat die 3U HOLDING AG mit der LineCall Telecom GmbH und der fon4U Telecom GmbH Ergebnisabführungsverträge abgeschlossen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden in der außerordentlichen Hauptversammlung vom 15. November 2005 beschlossen und im Dezember 2005 im Handelsregister eingetragen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2007 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit 3U TELECOM GmbH, 010017 Telecom GmbH und Discount Telecom SSV GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung wurden diese Ergebnisabführungsverträge Ende 2007 im Handelsregister eingetragen. Die Ergebnisabführungsverträge wurden in 2014 den steuerrechtlichen Anforderungen entsprechend angepasst. Die Eintragungen im Handelsregister erfolgten Ende 2014. Mit Wirkung zum 1. Januar 2015 hat die 3U ENERGY AG als herrschendes Unternehmen mit der 3U ENERGY PE GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung der 3U ENERGY AG wurde dieser Ergebnisabführungsvertrag Ende 2015 im Handelsregister eingetragen. Mit Wirkung zum 1. Januar 2016 hat die 3U HOLDING AG als herrschendes Unternehmen mit der Selfio GmbH einen Beherrschungs- und Gewinnabführungsvertrag abgeschlossen. Nach Zustimmung der Hauptversammlung der 3U HOLDING AG wurde dieser Ergebnisabführungsvertrag Ende 2016 im Handelsregister eingetragen. Die folgende Übersicht beinhaltet gemäß IAS 12.81 eine Überleitungsrechnung zwischen dem Steueraufwand, der sich rechnerisch bei Anwendung der deutschen Steuersätze auf das ausgewiesene Jahresergebnis vor Steuern ergibt, und dem tatsächlichen Steueraufwand in dem vorliegenden Konzernabschluss: scroll
5.11 Ergebnis je Aktie Das unverwässerte Ergebnis je Aktie entspricht dem Gewinn aus fortgeführten Aktivitäten und dem Gewinn aus nicht fortgeführten Aktivitäten, die jeweils den Stammaktionären der 3U HOLDING AG zugerechnet werden können, bzw. dem Gewinn (nach Steuern), dividiert durch die gewichtete durchschnittliche Anzahl der während des Geschäftsjahres ausstehenden Aktien. Das Ergebnis je Aktie (verwässert) berechnet 3U unter der Annahme, dass alle Aktienoptionen ausgeübt werden. Die Berechnung des unverwässerten und verwässerten Ergebnisses je Aktie basiert auf den folgenden Daten: scroll
6 Angaben zur Bilanz6.1 Anlagevermögen Die Entwicklung der einzelnen Posten des Anlagevermögens sowie die Abschreibungen des laufenden Geschäftsjahres werden im Konzernanlagespiegel (Anlage zum Anhang) gesondert dargestellt. 6.1.1 Immaterielle Vermögenswerte Die Buchwerte der immateriellen Vermögenswerte setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die entgeltlich erworbenen immateriellen Vermögenswerte wurden zu Anschaffungskosten abzüglich planmäßiger Abschreibungen nach der linearen Methode bewertet. Hauptsächlich handelt es sich hierbei um Nutzungsrechte für Grundstücke und Softwarelizenzen für Übertragungs- und IT-Technik. Wir verweisen zu den Abschreibungen auf die Gewinn- und Verlustrechnung. Nutzungsrechte für Grundstücke wurden über die vertraglich geregelte Laufzeit abgeschrieben. Im Rahmen der Anschaffung der zahlungsmittelgenerierenden Einheit „Onlineshop“ wurde ein Goodwill in Höhe von TEUR 170 ermittelt. Dieser ist nach der Neustrukturierung der Segmente dem Segment SHK zugeordnet. Ebenso wurde im Rahmen der Erwerbe der Aufwind & ORBIS Havelland GmbH & Co. KG zusammen mit der Aufwind & ORBIS Havelland Verwaltungs-GmbH (nach erfolgter Anwachsung 3U ENERGY PE GmbH) ein Goodwill in Höhe von TEUR 411 sowie der Windpark Langendorf GmbH & Co. KG mit der Komplementär-GmbH zusammen mit der Repowering Sachsen-Anhalt GmbH ein Goodwill in Höhe von TEUR 22 aufgedeckt und dem Segment Erneuerbare Energien zugeordnet. Im Geschäftsjahr 2016 wurden im Rahmen der Wertminderungstests die Nutzungswerte (value in use) ermittelt, welche in sämtlichen Fällen die Buchwerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten überstiegen haben, so dass Wertminderungen auf die Goodwills im Geschäftsjahr 2016 und auch bisher nicht zu erfassen waren. Für die Berechnung der Nutzungswerte sind die wesentlichen Annahmen bei dem Onlineshop der Anstieg der Umsatzerlöse, der sich auf die Wachstumsraten der Vergangenheit sowie auf verfügbare Markstudien stützt. Die Annahme der Umsätze in der Projektentwicklung basiert auf den bisher vorliegenden Angeboten für einzelne Windparkprojekte sowie auf bekannten Angeboten anderer Projektentwickler. Außerdem wird erwartet, dass die notwendigen Genehmigungen für die geplanten Windparkprojekte erteilt werden. Die Umsätze im Windpark Langendorf wurden auf Basis der gesicherten EEG-Vergütung und einer Verfügbarkeit von mindestens 97 % ermittelt. Bei der Ermittlung der Nutzungswerte zum 31. Dezember 2016 wurde ein gewichteter Kapitalkostensatz vor Steuern (WACC) von 8,51% (Vorjahr: 9,37 %) für die zahlungsmittelgenerierende Einheit „Onlineshop“, 14,23% (Vorjahr: 12,23 %) für die Projektentwicklung (3U ENERGY PE GmbH) und 7,74 % (Vorjahr: 11,07 %) für die Gewinnung von Windenergie (Windpark Langendorf GmbH & Co. KG) herangezogen. Änderungen der zentralen Annahmen können grundsätzlich einen erheblichen Einfluss auf die jeweiligen Werte haben. Nach heutiger Einschätzung ist nicht zu erwarten, dass die Nutzungswerte der zahlungsmittelgenerierenden Einheiten unter deren Buchwerten liegen. Wir verweisen auch auf unsere Ausführungen unter 2.3.14. 6.1.2 Sachanlagevermögen Die Buchwerte des Sachanlagevermögens sind dem Konzernanlagespiegel zu entnehmen. Der im Geschäftsjahr 2016 neu errichtete Windpark Lüdersdorf wurde im Wesentlichen unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen. Die im Geschäftsjahr 2014 erworbenen Windkraftanlagen des Windparks Langendorf wurden unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen. Das damit im Zusammenhang stehende Grundstück für das Umspannwerk des Windparks Langendorf wurde unter den Grundstücken und Bauten aktiviert. Der Solarpark Adelebsen wird mit allen technischen Komponenten unter den technischen Anlagen und Maschinen ausgewiesen, während das Grundstück, auf dem die Freiflächenanlage des Solarparks errichtet wurde, unter den Grundstücken und Bauten gezeigt wird. 6.1.3 Anlageimmobilien Unter den Anlageimmobilien werden grundsätzlich die Anlageimmobilien ausgewiesen, die nicht oder nur unwesentlich eigenbetrieblich genutzt werden. Zu diesen Immobilien zählen die Rechenzentrumsimmobilie in Hannover mit ihrem nicht eigenbetrieblich genutzten Teil und die Gewerbeimmobilie in Adelebsen. Für die Gewerbeimmobilie in Adelebsen wurde lediglich der Teil, auf dem die Freiflächenanlage des Solarparks errichtet wurde, nicht als Anlageimmobilie ausgewiesen. Die Gebäude und das übrige Grundstück werden unter den Anlageimmobilien gezeigt. Die Rechenzentrumsimmobilie in Hannover, welche im Geschäftsjahr 2014 erworben wurde, besteht aus zwei Gebäuden. Das nicht eigenbetrieblich genutzte Gebäude wird unter den Anlageimmobilien ausgewiesen. Das andere Gebäude wird unter den Sachanlagen gezeigt. Die Miet- und Pachterträge aus Anlageimmobilien betrugen im Geschäftsjahr 2016 TEUR 606 (Vorjahr: TEUR 475). Operative Aufwendungen sind im Geschäftsjahr 2016 für die Anlageimmobilien in Höhe von TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 90) entstanden. Davon entfallen TEUR 94 (Vorjahr: TEUR 90) auf vermietete Anlageimmobilien und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) auf Immobilien, mit denen während des Geschäftsjahres 2016 bzw. 2015 keine Mieteinnahmen erzielt wurden. Die Bewertung der Anlageimmobilien erfolgt zu fortgeführten Anschaffungs- und Herstellungskosten. Einzelheiten sind in der Entwicklung des Konzernanlagevermögens dargestellt. Die Zeitwerte dieser Anlageimmobilien betrugen zum 31. Dezember 2016 TEUR 9.994 (Vorjahr: TEUR 9.345). Im Berichtsjahr sind nachträgliche Anschaffungskosten in Höhe von TEUR 82 (Vorjahr: TEUR 83) angefallen. Die Zeitwerte (Fair-Value-Hierarchiestufe 3) wurden auf Basis der Ertragswertmethode durch einen unabhängigen Gutachter (Zertifizierter Sachverständiger für Immobilienbewertung) ermittelt. Hierbei wurden folgende Annahmen getroffen: scroll
6.1.4 Finanzanlagen und sonstige langfristige Vermögensgegenstände Nach der Equity-Methode bilanzierte Finanzanlagen Zum 31. Dezember 2016 wurde die Spider Telecom GmbH, Marburg, nach der Equity-Methode bilanziert. Über die Spider Telecom GmbH werden wesentliche Deckungsbeiträge für den Telefonienetzbetrieb erwirtschaftet. Die zusammenfassende Finanzinformation nach IFRS für diese Beteiligung stellt sich wie folgt dar: Spider Telecom GmbH scroll
Zahlungsmittel und Zahlungsmitteläquivalente sind in den kurzfristigen Vermögenswerten in Höhe von TEUR 389 (Vorjahr: TEUR 245) enthalten. In den kurzfristigen Schulden sind Finanzverbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) enthalten. Langfristige Finanzverbindlichkeiten bestanden weder zum 31. Dezember 2016 noch zum 31. Dezember 2015. Bilanzstichtag der Gesellschaft ist der 31. Dezember 2016 bzw. der 31. Dezember 2015. Die Spider Telecom GmbH hat mit ihrem weiteren Gesellschafter einen Leistungsverrechnungsvertrag geschlossen. Im Geschäftsjahr wurden auf der Grundlage dieses Vertrages Leistungen in Höhe von TEUR 360 (Vorjahr: TEUR 390) verrechnet. Der Wertansatz für dieses nach der Equity-Methode bilanzierte Gemeinschaftsunternehmen hat sich wie folgt entwickelt: scroll
Es bestehen keine Beschränkungen der Fähigkeit des Gemeinschaftsunternehmens, Finanzmittel in Form von Bardividenden oder Darlehens- oder Vorschusstilgungen an den Anteilseigner zu transferieren. Eventualverbindlichkeiten oder Kapitalverpflichtungen bestehen gegenüber diesen Unternehmen nicht. Übrige Finanzanlagen myFairPartner Limited Mit Anteilskaufvertrag vom 7. Oktober 2009 wurden 15 % der Anteile an der myFairPartner Limited, London, erworben. myFairPartner ist ein Unternehmen mit Sitz in London im Bereich Personalvermittlung basierend auf einer WEB-2.0-Online-Lösung. Am 15. Dezember 2010 sind der 3U HOLDING AG weitere 5 % der Anteile der myFairPartner Limited zugefallen. Die Anteile waren als Sicherheit für ein Darlehen hinterlegt, welches nicht zurückgezahlt werden konnte. Die Bewertung erfolgte zu fortgeführten Anschaffungskosten. Zum 31. Dezember 2010 wurde die Beteiligung außerplanmäßig in voller Höhe abgeschrieben. Unter den übrigen Finanzanlagen wurden auch die Projekt-Vorratsgesellschaften aus dem Bereich der Windparkprojektentwicklung sowie sonstige Gesellschaften, deren Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns sowohl einzeln als auch gemeinsam von untergeordneter Bedeutung ist, ausgewiesen. Sonstige langfristige Vermögenswerte Ausleihungen Seit dem 1. Januar 2015 besteht ein Darlehensvertrag mit einer Laufzeit von 48 Monaten und einer Verzinsung in Höhe von 2,5 %. Das Darlehen ist durch Sicherungsübereignung von Anlage- und Vorratsvermögen gesichert. Der Saldo des Darlehens beträgt zum 31. Dezember 2016 TEUR 826 (Vorjahr: TEUR 859). Im Geschäftsjahr 2016 wurde der Darlehensbuchwert durch eine Wertberichtigung in Höhe von TEUR 54 an den Wert der Sicherheiten angepasst. 6.1.5 Finanzierungsleasing Im 3U Konzern bestehen Finanzierungsleasingverträge, bei denen der 3U Konzern Leasingnehmer ist, im Wesentlichen für IT-Hardware, die über eine Nutzungsdauer von fünf Jahren abgeschrieben werden. Die Nettobuchwerte der bilanzierten Vermögenswerte betragen zum Bilanzstichtag TEUR 171 (Vorjahr: TEUR 0). Die Verpflichtungen für Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 204 (Vorjahr: TEUR 0). Von diesem Betrag sind TEUR 53 (Vorjahr: TEUR 0) bis zu einem Jahr und TEUR 151 (Vorjahr: TEUR 0) länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) länger als fünf Jahren fällig. Unter Berücksichtigung eines Zinsanteils von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 0) beträgt der Barwert der Mindestleasingzahlungen TEUR 198 (Vorjahr: TEUR 0). Der Zinsanteil ist mit TEUR 3 (Vorjahr: TEUR 0) innerhalb eines Jahres fällig. 6.1.6 Operating Leasing Im 3U Konzern bestehen Verträge im Rahmen von Operating Leasing, bei denen der 3U Konzern Leasingnehmer ist, im Wesentlichen für Kfz-Leasing und Leasing von technischen Büroausstattungen sowie Miete für Gebäude und Windparkflächen. Die Verpflichtungen für Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 5.187 (Vorjahr: TEUR 2.329). Von diesem Betrag sind TEUR 770 (Vorjahr: TEUR 571) bis zu einem Jahr und TEUR 1.215 (Vorjahr: TEUR 1.066) länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren sowie TEUR 3.202 (Vorjahr: TEUR 692) länger als fünf Jahren fällig. Der Aufwand aus dem Operating Leasing beträgt im Jahr 2016 TEUR 770. Es bestehen Verlängerungsoptionen bei den Windparkflächen von fünf Jahren. Darüber hinaus bestehen keine weiteren Verlängerungs- oder Kaufoptionen. Als Leasinggeber hat der 3U Konzern Immobilienleasingverträge abgeschlossen. Die Mindestleasingzahlungen aus diesen Leasingverhältnissen betragen insgesamt TEUR 626 (Vorjahr: TEUR 616). Von diesem Betrag sind TEUR 339 (Vorjahr: TEUR 229) innerhalb eines Jahres und TEUR 287 (Vorjahr: TEUR 387) länger als ein Jahr und bis zu fünf Jahren sowie TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) länger als fünf bis zehn Jahre fällig. Es bestehen Verlängerungsoptionen im Rahmen der Gebäudemiete seitens der Mieter. 6.2 Latente Steuern Latente Steuern wurden unter Berücksichtigung der temporären Unterschiede nach der Verbindlichkeitsmethode gemäß IAS12 berechnet. Die 3U HOLDING AG nimmt die nach IAS 12 gebotene Saldierung vor, wonach Aktiv- und Passivposten aus latenten Steuern saldiert auszuweisen sind, wenn diese aufrechenbar (für das betreffende Steuersubjekt) gegenüber der gleichen Steuerbehörde bestehen. Im Berichtsjahr wurden passive latente Steuern mit aktiven latenten Steuern in Höhe von TEUR 538 (Vorjahr: TEUR 261) saldiert. Die aktiven und passiven latenten Steuern setzten sich zu den Bilanzstichtagen wie folgt zusammen: scroll
Zeitlich unbegrenzt nutzbare Verlustvorträge, für die in der Konzernbilanz kein latenter Steueranspruch angesetzt wurde, betragen unter Berücksichtigung der landesrechtlichen steuerlichen Vorschriften insgesamt TEUR 27.784 (Vorjahr: TEUR 30.412) für Körperschaftsteuer bzw. TEUR 29.291 (Vorjahr: TEUR 31.636) für Gewerbesteuer und betreffen im Wesentlichen die Verlustvorträge bei den im Aufbau befindlichen oder inaktiven Gesellschaften sowie bei der 3U HOLDING AG. Zum Bilanzstichtag bestehen steuerpflichtige temporäre Differenzen im Zusammenhang mit Tochtergesellschaften in Höhe von TEUR 184 (Vorjahr: TEUR 177), auf welche keine latenten Steuern passiviert worden sind, da weder Veräußerungen noch Gewinnausschüttungen geplant sind. 6.3 Vorräte m Organkreis der 3U ENERGY AG wurden in 2016 latente Steuern in Höhe von TEUR 878 angesetzt, deren Realisierung von künftigen zu versteuernden Ergebnissen abhängt, die höher als die Ergebniseffekte aus der Auflösung bestehender passiver latenter Steuern sind. Der Organkreis hat in 2015 ein negatives zu versteuerndes Ergebnis erzielt. Aufgrund der Änderung des Geschäftsmodells durch die Einstellung der defizitären Aktivitäten verbunden mit der Ausrichtung auf das Windparkgeschäft wurde in 2016 ein positives zu versteuerndes Ergebnis zur Körperschaftssteuer in Höhe von TEUR 3.537 (TEUR 3.918 zur Gewerbesteuer) erzielt. Aufgrund geplanter weiterer positiver Ergebnisse im Detailplanungszeitraum wurde die aktive latente Steuer als werthaltig angesehen. Die Vorräte setzten sich wie folgt zusammen: scroll
Mit dem Nettoveräußerungswert sind Vorräte in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) angesetzt worden. Zuschreibungen sind weder im Jahr 2016 noch im Jahr 2015 erfolgt. Unter den unfertigen Leistungen werden die Windparkprojektentwicklungen des Konzerns ausgewiesen. Im Rahmen der Finanzierung für den Windpark Schlenzer wurden die im Vorratsvermögen ausgewiesene Windparkprojektentwicklung sowie die entsprechenden Grundstücksrechte mit einem Buchwert von TEUR 10.008 (Vorjahr Projekt Lüdersdorf: TEUR 2.124) sicherungsübereignet. 6.4 Forderungen aus Lieferungen und Leistungen Die Forderungen aus Lieferungen und Leistungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen werden konzerneinheitlich Wertberichtigungen auf die Forderungen vorgenommen. Die Forderungen aus Fertigungsaufträgen (PoC) betreffen die noch nicht teilabgerechneten Forderungen aus Planungsleistungen und Materialbereitstellungen für kundenspezifische Aufträge zur Installation von Heiz- und Kühlsystemen. Anzahlungen darauf wurden keine erhalten. Bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr oder aufgrund der Mitteilung eines Inkassounternehmens uneinbringlich sind oder mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss, nimmt der Konzern eine Wertminderung in voller Höhe vor. Das Vorgehen ist durch Erfahrungen aus der Vergangenheit belegt, wonach bei Forderungen aus Lieferungen und Leistungen, die älter als ein Jahr sind, grundsätzlich nicht mehr mit einem Zufluss gerechnet werden kann. Bei der Bestimmung der Werthaltigkeit von Forderungen aus Lieferungen und Leistungen wird jeder Änderung der Bonität seit Einräumung des Zahlungsziels bis zum Bilanzstichtag Rechnung getragen. Es besteht keine nennenswerte Konzentration des Kreditrisikos, da der Kundenbestand bei den nicht wertberichtigten Forderungen breit ist. Entsprechend ist der Vorstand der Überzeugung, dass keine über die bereits erfassten Wertminderungen hinausgehende Risikovorsorge notwendig ist. In den Wertminderungen sind einzelwertberichtigte Forderungen aus Lieferungen und Leistungen in Höhe von TEUR 925 (Vorjahr: TEUR 1.138) gegenüber Schuldnern berücksichtigt, über deren Vermögen das Insolvenzverfahren eröffnet wurde, die älter als ein Jahr sind bzw. mit deren Ausfall mit ganz überwiegender Wahrscheinlichkeit gerechnet werden muss. Die erfasste Wertminderung resultiert aus der Differenz zwischen dem Buchwert der Forderung und dem Barwert des erwarteten Liquidations erlöses. Der Buchwert der Forderungen aus Lieferungen und Leistungen entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Die wichtigsten finanziellen Vermögenswerte des Konzerns sind Bankguthaben und Kassenbestände, Forderungen aus Lieferungen und Leistungen und sonstige Forderungen. Das Ausfallrisiko des Konzerns resultiert hauptsächlich aus den Forderungen aus Lieferungen und Leistungen. Die in der Bilanz ausgewiesenen Beträge verstehen sich inklusive der Wertberichtigung für voraussichtlich uneinbringliche Forderungen, die auf den Vergangenheitserfahrungen des Managements und Schätzungen des derzeitigen wirtschaftlichen Umfelds des Unternehmens basieren. Das Ausfallrisiko bei den liquiden Mitteln ist beschränkt, da diese in der Regel bei Banken gehalten werden, denen internationale Rating-Agenturen hohe Kreditwürdigkeit bescheinigt haben. 6.5 Sonstige kurzfristige Vermögenswerte und kurzfristige Ertragsteuerforderungen Diese setzen sich wie folgt zusammen: scroll
In den Forderungen aus Steuererstattungen sind Ertragsteuererstattungsansprüche in Höhe von TEUR 323 (Vorjahr: TEUR 486) enthalten. In den sonstigen kurzfristigen Vermögenswerten sind Forderungen gegen verbundene Unternehmen, welche nicht konsolidiert worden sind oder mit denen ein assoziiertes Beteiligungsverhältnis besteht, wie folgt enthalten: scroll
Der Buchwert der sonstigen Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 8.2 verwiesen. 6.6 Liquide Mittel Der Posten liquide Mittel beinhaltet Festgelder, Guthaben bei Banken und Kassenbestände mit einer ursprünglichen Fälligkeit von drei Monaten oder weniger. Der Buchwert dieser Vermögenswerte entspricht ihrem beizulegenden Zeitwert. Für Ausführungen zum Ausfallrisiko wird auf 8.2 verwiesen. 6.7 Eigenkapital 6.7.1 Gezeichnetes Kapital Das begebene Grundkapital setzt sich seit dem 27. November 2012 zusammen aus 35.314.016 nennwertlosen auf den Inhaber lautende Stückaktien mit einem rechnerischen Wert von EUR 1,00 je Aktie. Das gesamte Grundkapital ist voll erbracht. Die Gesellschaft verfügt nur über eine Klasse von Aktien. Diese gewährleisten keinen festen Gewinnanspruch. Jede Aktie gewährt in der Hauptversammlung eine Stimme und ist maßgebend für den Anteil der Aktionäre am Gewinn der Gesellschaft. Hiervon ausgenommen sind von der Gesellschaft gehaltene eigene Aktien, aus denen der Gesellschaft keine Rechte zustehen. Die Rechte und Pflichten der Aktionäre ergeben sich im Einzelnen aus den Regelungen des Aktiengesetzes, insbesondere aus den §§12, 53a ff., 118 ff. und 186 AktG. Der Vorstand der 3U HOLDING AG hatte am 26. Mai 2011 auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 19. August 2010 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Juli 2011 bis längstens zum 18. August 2015 bis zu 10 % der eigenen Aktien über die Börse zurückzukaufen. Das am 1. Juli 2011 begonnene Aktienrückkaufprogramm wurde am 25. Oktober 2011 beendet, nachdem insgesamt 3.923.770 Aktien erworben wurden; das entspricht knapp 10 % des Grundkapitals von EUR 39.237.786,00. Im November 2012 beschloss der Vorstand den Einzug dieser 3.923.770 Aktien. Genehmigtes Kapital Im Rahmen der Hauptversammlung am 27. August 2014 wurde der Vorstand ermächtigt, das Grundkapital bis zum 26. August 2019 mit Zustimmung des Aufsichtsrats um bis zu EUR 7.062.803,00 gegen Bar- und/oder Sacheinlage einmal oder mehrmals zu erhöhen, wobei das Bezugsrecht der Aktionäre in bestimmten Fällen ausgeschlossen werden kann. Bedingtes Kapital Die Gesellschaft verfügt über ein bedingtes Kapital in Höhe von EUR 3.531.401,00 (Vorjahr: EUR 4.684.224,00). Mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 wurde das bis dahin bestehende bedingte Kapital aufgehoben. Das bedingte Kapital diente der Gewährung von Bezugsrechten an Mitglieder des Vorstands, Führungskräfte und Mitarbeiter der Gesellschaft. Im Rahmen des Aktienoptions programms 2011 wurden bis zum 30. November 2011 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben; zur Hauptversammlung am 25. Mai 2016 waren sämtliche Optionsrechte verfallen. Ebenfalls mit Beschluss der Hauptversammlung vom 25. Mai 2016 wurde das Grundkapital der Gesellschaft um bis zu EUR 3.531.401,00 bedingt erhöht. Die bedingte Kapitalerhöhung wird nur insoweit durchgeführt, als Optionsrechte ausgegeben werden und die Bezugsberechtigten von ihrem Optionsrecht Gebrauch machen. Rücklagen Die Gesellschaft bilanziert zum 31. Dezember 2016 eine Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.345 (Vorjahr: TEUR 10.345) sowie eine Gewinnrücklage in Höhe von TEUR –719 (Vorjahr: TEUR –719). Die Kapitalrücklage in Höhe von TEUR 10.345 (Vorjahr: TEUR 10.345) enthält das Aufgeld gegenüber dem Nominalbetrag aus der Ausgabe von Aktien der 3U HOLDING AG in Höhe von TEUR 21.499 (Vorjahr: TEUR 21.499). Das Mitarbeiterbeteiligungsprogramm hat in 2016 zu keiner Erhöhung der Kapital rücklage (Vorjahr: TEUR 9) geführt. Weitere Veränderungen ergaben sich im Vorjahr aus dem Erwerb eigener Anteile in Höhe von TEUR 463 (2016 : TEUR 0). Eigene Anteile Die eigenen Anteile haben sich wie folgt entwickelt: scroll
Dividendenzahlungen Für das Geschäftsjahr 2015 wurde keine Dividende durch den Vorstand vorgeschlagen bzw. beschlossen. Für das Geschäftsjahr 2016 schlagen Vorstand und der Aufsichtsrat vor, je gewinnbezugsberechtigtem Anteil EUR 0,01 auszuschütten. Die gesamte Dividendenzahlung würde gemäß diesem Vorschlag TEUR 331 betragen. 6.7.2 Aktienrückkaufprogramme Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat auf Grundlage der durch die Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 erteilten Ermächtigung beschlossen, in der Zeit vom 1. Mai 2013 bis längstens zum 30. Mai 2017 bis zu 10 % der eigenen Aktien (bis zu Stück 3.531.401 Aktien) über die Börse zurückzukaufen. Innerhalb der Laufzeit des Aktienrückkaufprogramms behält sich der Vorstand vor, im Einklang mit den einzuhaltenden rechtlichen Vorgaben den Rückkauf jederzeit auszusetzen und wieder aufzunehmen. Auf dieser Grundlage hat der Vorstand am 12. November 2015 beschlossen, das Aktienrückkaufprogramm zu unterbrechen. Die Aktien können zu allen im Ermächtigungsbeschluss der Hauptversammlung vom 31. Mai 2012 vorgesehenen Zwecken verwendet werden. Im Rahmen des am 2. Mai 2013 begonnenen Aktienrückkaufprogramms wurden bis zum 31. Dezember 2016 2.183.640 Aktien (Vorjahr: 2.183.640 Aktien) zu einem Durchschnittskurs von knapp EUR 0,57 zurückgekauft; das entspricht 6,18 % des Grundkapitals von EUR 35.314.016,00. 6.7.3 Mitarbeiterbeteiligungsprogamm Aktienoptionsplan 2011 Der Aktienoptionsplan 2011 hatte folgende Eckpunkte: Bezugsberechtigte waren: scroll
Im Rahmen des Aktienoptionsplans 2011 wurden insgesamt 4.602.500 Aktienoptionen ausgegeben. Die Verteilung auf die einzelnen Gruppen sieht wie folgt aus (der Wert in Klammern gibt die maximal mögliche Anzahl auszugebender Aktienoptionen an): scroll
Der Aktienoptionsplan 2011 hatte eine Laufzeit von fünf Jahren. Die nicht übertragbaren Optionsrechte konnten nach Ablauf einer vierjährigen Sperrfrist frühestens ab dem 7. Februar 2015 und nur bis zum 6. Februar 2016 ausgeübt werden. Die Optionsrechte durften nur innerhalb eines Zeitraums von fünfzehn Bankarbeitstagen in Frankfurt am Main jeweils nach der Veröffentlichung des Jahresabschlusses und/oder des Konzernabschlusses, der ordentlichen Hauptversammlung oder der Veröffentlichung eines Quartalsberichts und/oder des Geschäftsberichts ausgeübt werden. Die Optionsrechte waren nicht übertragbar. Jedes Optionsrecht berechtigte zum Erwerb einer Aktie der Gesellschaft zum Ausübungspreis. Der Ausübungspreis für die Optionsrechte betrug EUR 1,00 je Aktie. Die durch die Ausübung der Aktienoptionen erhaltenen Aktien durfte der Bezugsberechtigte jeweils nur innerhalb eines Monats nach der Veröffentlichung der Quartalsberichte oder nach der Veröffentlichung der Regelpublizität veräußern. Bis zum Ende der Laufzeit des Aktienoptionsplans 2011 am 6. Februar 2016 wurden keine Optionsrechte ausgeübt. Die Aktienoptionen sind damit vollständig verfallen. Die Entwicklung der Aktienoptionen stellt sich wie folgt dar: scroll
6.7.4 Anteile nicht beherrschender Gesellschafter Die Kapitalanteile nicht beherrschender Gesellschafter betragen TEUR –1.372 (Vorjahr: TEUR –1.237). Die Kapitalanteile nicht beherrschender Gesellschafter teilen sich auf die einzelnen Konzerngesellschaften wie folgt auf: scroll
Der Anteil der nicht beherrschenden Gesellschafter bei der Selfio GmbH betrifft den Ergebnisanspruch für das Geschäftsjahr 2015. Bei den Gesellschaften mit wesentlichen Anteilen nicht beherrschender Gesellschafter ergeben sich nachfolgende Finanzkennzahlen: weclapp GmbH scroll
ClimaLevel Energiesysteme GmbH scroll
RISIMA Consulting GmbH scroll
*Vereinbarung im Rahmen des in 2017 abgeschlossenen Anteilskaufs Selfio GmbH (seit dem 31. Dezember 2015 ist die 3U HOLDING AG 100%ige Gesellschafterin) scroll
Im Geschäftsjahr 2016 wurde ein Betrag von TEUR 104 (Vorjahr: TEUR 77) an die ehemaligen nicht beherrschenden Gesellschafter ausgeschüttet und ein Betrag von TEUR 42 (Vorjahr: TEUR 0) in den Ergebnisvortrag umgebucht. 6.8 Finanzverbindlichkeiten Bei den langfristigen Finanzverbindlichkeiten handelt es sich im Wesentlichen um langfristige Bankdarlehen, die für die Finanzierung von Immobilien, Solarparks und Windparks abgeschlossen wurden. Ein Darlehen für den Standort Marburg valutiert mit TEUR 1.463 (Vorjahr: TEUR 1.575). Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2029. Das Darlehen ist mit Grundschulden in Höhe von EUR 2,25 Mio. besichert. Zwei Darlehen mit je TEUR 750 wurden zur Finanzierung des Immobilienerwerbs in Montabaur abgeschlossen. Die Darlehen haben eine Laufzeit bis zum 30. Mai 2027 und sind mit Grundschulden in Höhe von je TEUR 750 besichert. Die Darlehen valutieren zum 31. Dezember 2016 mit je TEUR 578 (Vorjahr: TEUR 621). Für die Immobilie in Linz am Rhein wurde ein Darlehen in Höhe von TEUR 300 abgeschlossen und durch eine Grundschuld in gleicher Höhe besichert. Das Darlehen valutiert mit TEUR 138 (Vorjahr: TEUR 188) und hat eine Laufzeit bis zum 30. Oktober 2027. Im Geschäftsjahr 2014 wurde die Finanzierung des Solarparks Adelebsen über TEUR 14.141 abgerufen. Das Darlehen hat eine Laufzeit von 18 Jahren und ist durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung, durch Raumsicherungsübereignung der PV-Anlage und durch Eintragung beschränkter persönlicher Dienstbarkeiten im Grundbuch gesichert. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2016 mit TEUR 11.717 (Vorjahr: TEUR 12.548). Im Geschäftsjahr 2016 wurde die Fremdfinanzierung des Solarparks durch Aufnahme eines weiteren Darlehens über TEUR 1.000 mit identischem Laufzeitende erhöht. Die Sicherung dieses Darlehens erfolgt über die für das ursprüngliche Darlehen gestellten Sicherheiten. Das Darlehen valutiert zum 31. Dezember 2016 mit TEUR 933 (Vorjahr: TEUR 0). Im Rahmen der beiden Darlehen wurde außerdem ein Guthaben in Höhe von TEUR 694 (Vorjahr: TEUR 832) auf einem Kapitaldienstreservekonto verpfändet. Der Erwerb der Immobilie in Hannover wurde durch ein Darlehen in Höhe von TEUR 6.000 finanziert. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 1. Mai 2017 und valutiert zum 31. Dezember 2016 mit TEUR 5.175 (Vorjahr: TEUR 5.475). Es ist durch Grundschulden in Höhe von TEUR 6.000 besichert. Darüber hinaus wurden die Rechte und Ansprüche aus den Miet- und Pachtverträgen für diese Immobilie abgetreten. Im Zusammenhang mit dieser Darlehensgewährung besteht eine Verpflichtung zur Einhaltung von Finanzkennzahlen (financial covenants); bei Nichteinhaltung dieser Kennzahlen hat die Bank das Recht, weitere Sicherheiten anzufordern bzw. das Darlehen zu kündigen. Die Überprüfung dieser Kennzahlen erfolgte auf 12-Monatsbasis zum 30. Juni 2016 und zum 31. Dezember 2016 und bestätigte deren Einhaltung. Als weitere Sicherheit dient das Guthaben in Höhe von TEUR 1.500, welches im Rahmen der Kreditlinie verpfändet wurde. Im Geschäftsjahr 2015 wurde die Finanzierung für den Erwerb des Windparks Langendorf in Höhe von TEUR 9.000 abgerufen. Das Darlehen hat eine Laufzeit bis zum 30. Dezember 2019 und valutiert am 31. Dezember 2016 mit TEUR 5.300 (Vorjahr: TEUR 7.150). Es ist durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung, durch Raumsicherungsübereignung der 15 Windenergieanlagen, durch Eintragung beschränkter persönlicher Dienstbarkeiten im Grundbuch und durch Eintragung einer Grundschuld in Höhe von TEUR 100 gesichert. Im Rahmen dieses Darlehens wurde außerdem ein Guthaben in Höhe von TEUR 900 auf einem Kapitaldienstreservekonto verpfändet. Für die langfristige Finanzierung des Windparks Lüdersdorf wurde ein Darlehensvertrag über einen Gesamtdarlehensbetrag von EUR 8,9 Mio. abgeschlossen, der zum 31. Dezember 2016 noch nicht vollständig ausgeschöpft wurde. Das Darlehen valutiert am 31. Dezember 2016 mit TEUR 8.503 (Vorjahr: TEUR 0) und hat eine Laufzeit bis zum 30. Juni 2034. Es ist durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung und durch Raumsicherungsübereignung der Windenergieanlagen gesichert. Der Windpark Schlenzer wurde ebenfalls durch eine langfristige Fremdkapitalaufnahme in Höhe von insgesamt EUR 9,3 Mio. finanziert. Die Finanzierung besteht aus zwei Darlehen mit einer Laufzeit jeweils bis zum 30. September 2034. Sie sind durch die Abtretung des Anspruchs aus der Stromeinspeisung und durch Raumsicherungsübereignung der Windenergieanlagen gesichert. Die Darlehen wurden im Geschäftsjahr 2016 vollständig abgerufen. Die daraus erlangten und bisher nicht verwendeten finanziellen Mittel unterliegen jedoch in Höhe von TEUR 1.229 einer Verfügungsbeschränkung und können nur in dem Rahmen eingesetzt werden, wie Abrechnungen der Lieferanten der Windparkprojektgesellschaft vorliegen. Die Darlehen valutieren am 31. Dezember 2016 mit TEUR 9.251 (Vorjahr: TEUR 0). Außerdem wurde im Rahmen der Umsatzsteuervorfinanzierung für den Windpark ein Terminkredit in Höhe von TEUR 951 mit einer Laufzeit bis zum 1. Januar 2017 abgeschlossen. Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wird der Teil der Darlehen ausgewiesen, der innerhalb eines Jahres fällig ist. Darüber hinaus besteht eine Kreditlinie in Höhe von EUR 1,5 Mio., die per 31. Dezember 2016 im Rahmen eines Avalkredits durch Bürgschaften in Höhe von TEUR 598 (Vorjahr: TEUR 595) in Anspruch genommen ist. Diese Kreditlinie ist durch Hinterlegung von EUR 1,5 Mio. Festgeldern besichert. Dieses Festgeld dient außerdem als Sicherheit für das Darlehen für die Immobilie in Hannover. Von den Darlehensverbindlichkeiten sind zum 31. Dezember fällig: scroll
Die Darlehen werden mit Zinssätzen zwischen 1,25% und 3,85 % p. a. verzinst. Unter den kurzfristigen Finanzverbindlichkeiten wird außerdem die von der EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH im Vorjahr gewährte Ausleihung in Höhe von TEUR 55 ausgewiesen. Der Vorjahreswert wurde entsprechend angepasst. In den sonstigen langfristigen Verbindlichkeiten ist erstmals auch der langfristige Anteil der Verpflichtungen aus dem IT-Lizenzhandel ausgewiesen (TEUR 220). Der Vorjahreswert (TEUR 239) wurde entsprechend angepasst. 6.9 Sonstige kurzfristige Verbindlichkeiten und kurzfristige Ertragsteuerverbindlichkeiten Diese setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Verpflichtung zur Kaufpreiszahlung betrifft den Restkaufpreis aus dem Erwerb des Windparks Langendorf sowie die Verpflichtung zur Zahlung einer nachträglichen Kaufpreisanpassung aus dem Erwerb der Windparkprojektentwicklungen. Die Fälligkeitsvoraussetzungen waren zum Bilanzstichtag 31. Dezember 2016 ebenso wie zum 31. Dezember 2015 noch nicht erfüllt. Die Rückstellungen mit Verbindlichkeitscharakter enthalten überwiegend Verpflichtungen aus ausstehenden Rechnungen. Der Vorjahreswert wurde in Höhe der Umgliederung der Ausleihung von der EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH (TEUR 55) und des langfristigen Anteils der Verpflichtungen aus dem IT-Lizenzhandel (TEUR 239) angepasst. 6.10 Rückstellungen Die Rückstellungen setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Die Entwicklung stellt sich wie folgt dar: scroll
Die Rückstellungen für Rückbauverpflichtungen sind langfristiger Natur und wurden gebildet für die Wiederherstellung des Urzustandes von diversen Technikstandorten und Windparkgrundstücken. Die übrigen Rückstellungen umfassen im Wesentlichen Rückstellungen für Jahresabschlusskosten und Gewährleistungen. 6.11 Berichterstattung zu Finanzinstrumenten Aufgliederung der bilanziellen Buchwerte nach den Bewertungskategorien des IAS 39/IFRS 7.8 scroll
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Der beizulegende Zeitwert von Ausleihungen, liquiden Mitteln, von kurzfristigen Forderungen und von Verbindlichkeiten entspricht in etwa dem Buchwert. Der Grund dafür ist vor allem die kurze Laufzeit solcher Instrumente bzw. deren marktübliche Verzinsung. Die Bewertungen zum beizulegenden Zeitwert in der Bilanz sind entsprechend einer dreistufigen Hierarchie zu klassifizieren. Die Hierarchie ergibt sich nach Art und Qualität der beizulegenden Zeitwerte (Marktpreise). Folgende Stufen existieren:
Der Zeitwert des abgeschlossenen Zinsswaps wurde wie im Vorjahr entsprechend Stufe 2 ermittelt. Die Bewertung erfolgt auf der Basis von Marktdaten am Bewertungsstichtag und unter Verwendung allgemein anerkannter Bewertungsmodelle. Für die Bewertung zum beizulegenden Zeitwert fließen bei den Zinsswaps marktbeobachtbare Zinskurven sowie Volatilitäten aktiver Märkte ein. Der Gesamtzinsaufwand/-ertrag aus den finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden, betrug im Geschäftsjahr 2016 TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Die Verbindlichkeiten gliedern sich in langfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 35.637 (Vorjahr: TEUR 25.199) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 18.260 (Vorjahr: TEUR 11.013). Die Nettoverluste aufgrund von Abwertungen wegen möglicher Ausfallrisiken einschließlich Veränderung von Wertberichtigung aus Krediten und Forderungen betrugen TEUR 272 (Vorjahr: TEUR 456). Weder bei finanziellen Verbindlichkeiten, die zu fortgeführten Anschaffungskosten bewertet werden, noch bei finanziellen Verbindlichkeiten, die erfolgswirksam zu Zeitwerten bewertet werden, ergaben sich im Berichtsjahr und im Vorjahr Nettogewinne/-verluste. Es wird ebenfalls auf die Ausführungen unter Punkt 2.3.12 verwiesen. Im Segment ITK bestehen Nettingvereinbarungen, die dazu berechtigen, zum Zahlungszeitpunkt finanzielle Vermögenswerte und finanzielle Verbindlichkeiten zu saldieren. Zum 31. Dezember 2016 bestehen finanzielle Vermögenswerte in Höhe von TEUR 821 (Vorjahr: TEUR 1.323) (Betrag nach Saldierung: TEUR 547/Vorjahr: TEUR 279) und finanzielle Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 482 (Vorjahr: TEUR 1.389) (Betrag nach Saldierung: TEUR 208/Vorjahr: TEUR 345), die einer Nettingvereinbarung unterliegen und die zum Bilanzstichtag nicht saldiert wurden. Gewährte Sicherheiten bestehen grundsätzlich für Finanzverbindlichkeiten und werden unter Punkt 6.8 erläutert. 6.12 Haftungsverhältnisse sowie sonstige finanzielle Verpflichtungen Am 31. Dezember bestehen folgende sonstige finanzielle Verpflichtungen: scroll
Das in den sonstigen finanziellen Verpflichtungen innerhalb eines Jahres enthaltene Bestellobligo beträgt TEUR 64 (Vorjahr: TEUR 6.359). Im Bestellobligo war im Vorjahr die Verpflichtung aus dem Vertrag zur Errichtung von zwei Windkraftanlagen mit dem Anlagenhersteller enthalten (Sachanlagevermögen EUR 6,4 Mio.). In diesen Verpflichtungen sind insbesondere die Verpflichtungen aus den langfristigen Grundstückspachtverträgen, die im Rahmen des Betriebs der Windparks notwendig sind, enthalten. Die übrigen finanziellen Verpflichtungen betreffen Mietverträge für Büroräume, Technikflächen, technische Geräte und PKWs. Die betreffenden Verträge haben eine Restlaufzeit von 1 bis 10 Jahren. Für die Besicherung der eigenen Kreditlinie der 3U besteht wie im Vorjahr eine Verfügungsbeschränkung in Höhe von EUR 1,5 Mio. (hinterlegte Sicherheiten). Ebenfalls bestehen Verfügungsbeschränkungen für Kapitaldienstreservekonten im Zusammenhang mit der Finanzierung des Solarparks Adelebsen in Höhe von EUR 0,69 Mio. (Vorjahr: EUR 0,83 Mio.) und für den Windpark Langendorf in Höhe von EUR 0,90 Mio. (Vorjahr: EUR 0,90 Mio.). Die 3U HOLDING AG hat zugunsten der nicht vollkonsolidierten Tochtergesellschaften 3U DYNAMICS GmbH und 3U MOBILE GmbH jeweils eine bis zum 31. März 2018 befristete Patronatserklärung abgegeben. In dieser übernimmt die 3U HOLDING AG die uneingeschränkte Verpflichtung, die Gesellschaften finanziell so auszustatten, dass sie jederzeit und vollumfänglich zur fristgemäßen Erfüllung ihrer Verpflichtungen gegenüber ihren Gläubigern in der Lage ist. 6.13 Rechtsstreitigkeiten und Eventualverbindlichkeiten Aus der Geschäftstätigkeit des 3U Konzerns resultieren verschiedene Rechtsstreitigkeiten. Im Hinblick auf die Ungewissheit über den Ausgang dieser Verfahren besteht grundsätzlich die Möglichkeit einer negativen Beeinflussung der künftigen operativen Ergebnisse. Zum 31. Dezember 2016 wurden Rückstellungen für offene Rechtsstreite in einer Gesamthöhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 13) gebildet. 7 Erläuterungen zur KapitalflussrechnungDer Finanzmittelfonds setzt sich aus Festgeldern, Bankguthaben und Kassenbeständen zusammen. scroll
Die Zahlungsströme werden unterteilt nach der laufenden Geschäftstätigkeit, Investitions- und Finanzierungstätigkeit ausgewiesen. Für die Darstellung des Cashflows aus laufender Geschäftstätigkeit wurde die indirekte Ermittlungsmethode gewählt. Nach der Bereinigung um zahlungsunwirksame Erträge und Aufwendungen (im Wesentlichen Abschreibungen) und unter Berücksichtigung der Veränderung des Working Capitals erlangte der 3U Konzern aus laufender Geschäftstätigkeit einen Finanzmittelabfluss in Höhe von TEUR –1.712 (Vorjahr: Zufluss TEUR 1.119). Der Cashflow aus der Investitionstätigkeit beträgt TEUR –10.580 (Vorjahr: TEUR –14.656) und der Cashflow aus der Finanzierungstätigkeit beträgt TEUR 16.265 (Vorjahr: TEUR 5.381). Außerdem haben sich wechselkursbedingte Änderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 12) ergeben. Die liquiden Mittel, die einer Verfügungsbeschränkung unterliegen, haben sich im Zusammenhang mit der Finanzierung des Windparks Schlenzer und des Windparks Lüdersdorf um TEUR 1.251 erhöht und durch die Finanzierungsausweitung für den Solarpark Adelebsen um TEUR 138 vermindert. In Summe ergibt sich eine zahlungswirksame Finanzmittelfondszunahme in Höhe von TEUR 2.862 (im Vorjahr: Abnahme TEUR 9.270). Von den zum Periodenende ausgewiesenen liquiden Mitteln in Höhe von TEUR 11.673 (Vorjahr: TEUR 7.698) unterliegen insgesamt TEUR 4.345 (Vorjahr: TEUR 3.232) einer Verfügungsbeschränkung. Diese werden offen von den liquiden Mitteln abgesetzt, so dass der Finanzmittelfonds entsprechend gemindert wird. Den im Geschäftsjahr 2016 vereinnahmten Zinserträgen in Höhe von TEUR 86 (Vorjahr: TEUR 45) stehen Zinszahlungen in Höhe von TEUR 1.019 (Vorjahr: TEUR 950) gegen über. Dividenden wurden im Geschäftsjahr 2016 keine (Vorjahr: keine) an die Anteilseigner der 3U HOLDING AG ausgezahlt/ausgeschüttet. Für den Verkauf/Erwerb von Anteilen an Tochtergesellschaften sind dem Konzern liquide Mittel in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 3) zugeflossen und TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 13.746) abgeflossen. Die Kauf- bzw. Verkaufspreise wurden im Vorjahr in liquiden Mitteln geleistet bzw. sind bei Fälligkeit in liquiden Mitteln zu leisten. Die Finanzmittelzu- und -abflüsse setzen sich wie folgt zusammen: scroll
Aus der Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften ergibt sich eine Veränderung des Finanzmittelfonds in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR –226). Im Rahmen der Entkonsolidierung von Tochtergesellschaften sind im Vorjahr Vermögen in Höhe von TEUR 67 (davon kurzfristig TEUR 67; lang fristig TEUR 0) und Schulden in Höhe von TEUR 34 (davon kurzfristig TEUR 34; langfristig TEUR 0) aus dem Konzern abgegangen. In 2016 sind im Saldo Ertragsteuern in Höhe von TEUR 435 gezahlt worden (Vorjahr: Erstattung von TEUR 287). 8 Sonstige Angaben8.1 Kapitalmanagement Der Konzern steuert sein Kapital mit dem Ziel, die Erträge der Unternehmensbeteiligten durch Optimierung des Verhältnisses von Eigen- zu Fremdkapital zu maximieren. Als Zielgröße ist dabei die Eigenkapitalquote definiert. Dabei wird sichergestellt, dass alle Konzernunternehmen unter der Unternehmensfortführungsprämisse operieren können. Das bilanzielle Eigenkapital und die Bilanzsumme betrugen zum 31. Dezember 2016 bzw. 2015: scroll
Das Eigenkapital umfasst das gesamte Kapital, die Rücklagen des Konzerns und die Anteile nicht beherrschender Gesellschafter. Das Fremdkapital ist definiert als lang- und kurzfristige Finanzverbindlichkeiten, Rückstellungen und übrige Verbindlichkeiten. 8.2 Finanzrisiken Der 3U Konzern ist aufgrund der gewöhnlichen Geschäftstätigkeit nur geringen Zinsänderungs- und Kreditrisiken ausgesetzt, die einen Einfluss auf die Vermögens-, Finanz- und Ertragslage haben könnten. Im Rahmen des Auslandsgeschäftes ist der 3U Konzern auch Währungsrisiken ausgesetzt, die einen entsprechenden Einfluss haben können. Soweit erforderlich steuert er die Risiken auch mithilfe derivativer Finanzinstrumente. Grundsätzlich werden jedoch nur die Risiken besichert, die Auswirkungen auf den Cashflow des Konzern haben. Derivative Finanzinstrumente werden ausschließlich als Sicherungsinstrumente abgeschlossen. Im Folgenden wird auf die einzelnen Risiken sowie das Risikomanagement eingegangen. Fremdwährungsrisiko Währungsrisiken bestehen insbesondere, wenn Forderungen, Schulden, Zahlungsmittel und geplante Transaktionen in einer anderen als in der lokalen Währung der Gesellschaft bestehen bzw. entstehen werden. Der 3U Konzern übt seine Geschäftstätigkeit überwiegend im Inland aus und fakturiert in EUR oder USD. Verbindlichkeiten aus Lieferungen und Leistungen in Fremdwährung haben für den Konzern weiter an Bedeutung verloren, so dass grundsätzlich nur geringe Fremdwährungsrisiken bestehen. Es besteht hierzu eine Richtlinie, um die Risiken z. B. durch Termingeschäfte abzusichern. Darin ist festgelegt, dass diese Geschäfte währungsbetrags- und fristkongruent abgeschlossen werden. Zum 31. Dezember 2016 bestanden wie im Vorjahr keine Devisentermingeschäfte. Der Buchwert der auf fremde Währung lautenden monetären Vermögenswerte und Schulden des Konzerns am Stichtag 31. Dezember 2016 entfällt auf die Aktivitäten des Segments ITK und lautet wie folgt: scroll
Ausfallrisiko Ein Kreditrisiko besteht für 3U dahingehend, dass der Wert der Vermögenswerte beeinträchtigt werden könnte, wenn Transaktionspartner ihren Verpflichtungen nicht nachkommen. Zur Minimierung der Kreditrisiken werden Geschäfte nur mit Schuldnern guter Bonität bzw. unter Einhaltung von vorgegebenen Risikolimits abgeschlossen. Die Ausfallrisiken bewegen sich im marktüblichen Rahmen: eine angemessene Bildung von Wertberichtigungen trägt dem Rechnung. Der Konzern ist keinen wesentlichen Ausfallrisiken einer Vertragspartei oder einer Gruppe von Vertragsparteien mit ähnlichen Merkmalen ausgesetzt. Der Konzern definiert Vertragsparteien als solche mit ähnlichen Merkmalen, wenn es sich hierbei um nahestehende Unternehmen handelt. Die Einzelwertberichtigung überfälliger Forderungen erfolgt überwiegend in Abhängigkeit von der Altersstruktur der Forderungen mit unterschiedlichen Bewertungsabschlägen, die im Wesentlichen aus den Erfolgsquoten abgeleitet werden. Forderungen, die mehr als 365 Tage überfällig sind, sind erfahrungsgemäß nicht mehr einbringlich und werden zu 100 % wertberichtigt. Liquiditäts-/Refinanzierungsrisiko Das Liquiditätsrisiko des 3U Konzerns besteht grundsätzlich darin, dass der Konzern möglicherweise seinen finanziellen Verpflichtungen nicht nachkommen kann. Aufgrund der starken Investitionstätigkeit im Jahr 2012 und den Verlusten des Geschäftsjahres hatten die Liquiditätsreserven des Konzerns deutlich abgenommen. Im Jahr 2013 konnten trotz der Verluste des Geschäftsjahres die Liquiditätsreserven, insbesondere aufgrund der Darlehensrückführung durch die ehemalige Tochtergesellschaft LambdaNet leicht aufgestockt werden. Zur Überwachung und Steuerung der Liquidität werden konzernweit Finanzplanungsinstrumente eingesetzt. Der Planungshorizont erstreckt sich auf ein Jahr. Der Konzern kann Kreditlinien in Anspruch nehmen. Als Avalkredit wurden zum Bilanzstichtag TEUR 598 (Vorjahr: TEUR 595) im Rahmen von Bankbürgschaften in Anspruch genommen. Im Zusammenhang mit der Errichtung des Windparks Lüdersdorf wurde im Geschäftsjahr 2015 ein Kreditvertrag über die Finanzierung in Höhe von EUR 8,9 Mio. abgeschlossen. 3U erwartet, dass sie ihre sonstigen Verpflichtungen aus operativen Cashflows und aus dem Zufluss der fällig werdenden finanziellen Vermögenswerte erfüllen kann. Des Weiteren geht 3U davon aus, dass sich das gegenwärtige Verhältnis des Fremdkapitals zum Eigenkapital durch die Aufnahme weiterer Fremdmittel zugunsten des Fremdkapitals verschieben wird. Zinsänderungsrisiko Bei den verzinslichen Schulden der 3U sind überwiegend Festzinsen vereinbart. Ein variabel verzinsliches Darlehen wurde aufgrund eines derivativen Finanzinstruments (Cashflow Hedge) festverzinslich. Durch den Abschluss des Zinsswaps wurde die variable Verzinsung eines Bankdarlehens in eine feste Verzinsung in Höhe von 1,09 % p. a. transformiert. Es handelt sich um ein Mikro-Hedge mit einer hohen Wirksamkeit der Sicherungsbeziehung, da die risikobestimmenden Parameter zwischen Grund- und Sicherungsgeschäft übereinstimmen (critical-term-match). Das im Rahmen der Cashflow-Risikoabsicherung abgesicherte Grundgeschäft valutiert zum Bilanzstichtag mit EUR 5,18 Mio. (Vorjahr: EUR 5,48 Mio.). Der beizulegende Zeitwert des Zinsswaps beträgt TEUR –37 (Vorjahr: TEUR –101). Marktzinsänderungen würden sich nur dann auswirken, wenn die originären Finanzinstrumente zum Fair Value bilanziert wären. Da dies nicht der Fall ist, unterliegen die Finanzinstrumente mit fester Verzinsung keinen Zinsänderungsrisiken im Sinne von IFRS 7. Daher wurde auf Sensitivitätsanalysen i. S. d. IFRS 7.40 verzichtet. Das Risiko steigender Zinsen aus Bankdarlehen wird zeitnah überwacht. 8.3 Beziehungen zu nahestehenden Unternehmen und Personen Im Rahmen der normalen Geschäftstätigkeit unterhalten die 3U HOLDING AG und ihre Tochtergesellschaften Geschäftsbeziehungen zu Gemeinschaftsunternehmen, die als nahestehende Unternehmen des Konzerns gelten. Hierbei handelt es sich um die Spider Telecom GmbH. Diese Geschäfte betreffen ausschließlich Liefer- und Leistungsbeziehungen mit diesen nahestehenden Unternehmen. Sie wurden zu Bedingungen vorgenommen, die unter den Konzernunternehmen vertraglich vereinbart und marktkonform sind. Hierbei kam die Kostenaufschlagsmethode zur Anwendung. Kurzfristige Forderungen zu diesen Unternehmen bestanden bei Tochtergesellschaften der 3U HOLDING AG zum 31. Dezember 2016 in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 71 (Vorjahr: TEUR 84). Bei der 3U HOLDING AG bestanden kurzfristige Forderungen zu diesen Unternehmen in Höhe von TEUR 1 (Vorjahr: TEUR 0) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Im Geschäftsjahr 2016 resultieren aus diesen Geschäftsbeziehungen bei Tochtergesellschaften der 3U HOLDING AG Erträge in Höhe von TEUR 446 (Vorjahr: TEUR 483) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Bei der 3U HOLDING AG betrugen diese Erträge TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 12) und Aufwendungen TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Geschäfte mit sonstigen nahestehenden Unternehmen und Personen betreffen im Wesentlichen Liefer- und Leistungsbeziehungen, die zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen wurden und zu marktüblichen Konditionen erbrachte Beratungsleistungen. Diese Geschäfte wurden mit nahestehenden Personen/Unternehmen von Gesellschaften/Geschäftsführern von Tochtergesellschaften durchgeführt. Im Geschäftsjahr 2016 betrifft dies Erträge in Höhe von TEUR 10 (Vorjahr: TEUR 16) und Aufwendungen in Höhe von TEUR 16 (Vorjahr: TEUR 14). Zum 31. Dezember 2016 bestanden kurzfristige Forderungen in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0) und kurzfristige Verbindlichkeiten in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0). Im Rahmen der Anteilsaufstockung bei der Selfio GmbH wurde im Vorjahr ein Kaufpreis an die Mitgesellschafter und ehemaligen Geschäftsführer in Höhe von EUR 2,0 Mio. gezahlt. Der Kaufpreis ist durch das Gutachten eines unabhängigen Sachverständigen belegt. Sonstige Geschäfte mit nahestehenden Personen wurden nur in unbedeutendem Umfang und ebenfalls zu marktüblichen Bedingungen vorgenommen. Die 3U HOLDING AG hat zugunsten der nicht vollkonsolidierten Tochtergesellschaften 3U DYNAMICS GmbH und 3U MOBILE GmbH jeweils eine bis zum 31. März 2018 befristete Patronatserklärung abgegeben. Gegenüber der myFairPartner Limited besteht eine Forderung in Höhe von TEUR 38 (Vorjahr: TEUR 38), die vollständig wertberichtigt ist. Von der EEPB Erneuerbare Energien Planungs- und Beratungsgesellschaft mbH hat die 3U HOLDING AG ein kurzfristiges Darlehen in Höhe von TEUR 55 (Vorjahr: TEUR 55) erhalten. Außerdem bestehen Forderungen gegen einen Gesellschafter/Geschäftsführer einer Tochtergesellschaft in Höhe von TEUR 20 (Vorjahr: TEUR 20). Zu Mitgliedern des Vorstands der Gesellschaft waren im Berichtsjahr bestellt: scroll
Die in 2016 gewährten Gesamtbezüge des Vorstands betrugen TEUR 727 (Vorjahr: TEUR 826). In der variablen Vergütung 2016 sind 16,67% bzw. 50 % der maximal möglichen variablen Vergütung für 2016 von TEUR 50 (Michael Schmidt), TEUR 18 (Andreas Odenbreit) bzw. TEUR 18 (Christoph Hellrung) enthalten. scroll
*In Höhe von TEUR 75 bereits in 2016 gezahlt, der Restbetrag in Höhe von TEUR 36 ist kurzfristig fällig bzw. TEUR 25 sind zu erstatten. **In Höhe von TEUR 75 in 2015 und in Höhe von TEUR 111 in 2016 gezahlt. Im Geschäftsjahr 2011 wurden an die Mitglieder des Vorstands Aktienoptionen ausgegeben. Diese Aktienoptionen sind im Geschäftsjahr 2016 vollständig verfallen. Im Geschäftsjahr 2016 wurden keine Aktienoptionen ausgegeben. Sämtliche Vergütungen für Vorstandstätigkeiten bei der 3U HOLDING AG werden für die Zeit als Vorstand der Gesellschaft von der 3U HOLDING AG gezahlt. Die Tochtergesellschaften haben keine Bezüge gezahlt. Es besteht eine bislang bis zum 31. Dezember 2016 befristete, bis zum 31. Dezember 2017 prolongierte, unverzinsliche Darlehensforderung gegen das Vorstandsmitglied Michael Schmidt in Höhe von TEUR 17. Angaben zum Aktienbesitz von Vorstand und Aufsichtsrat zum 31. Dezember 2016 in Stück: scroll
Zu Mitgliedern des Aufsichtsrats waren im Berichtsjahr sowie im Vorjahr bestellt: scroll
Die Aufsichtsratsvergütungen für 2016 betrugen TEUR 166 (Vorjahr: TEUR 167). Für 2016 wurde eine erfolgs abhängige Vergütung in Höhe von TEUR 90 (Vorjahr: TEUR 92) zurückgestellt. scroll
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Außerdem erhalten die Aufsichtsräte eine Erstattung ihrer Reisekosten und der sonstigen Auslagen. Im Geschäftsjahr 2016 haben Herr Thoenes in Höhe von TEUR 2,5 (Vorjahr: TEUR 1,8), Herr Simon in Höhe von TEUR 0 (Vorjahr: TEUR 0,4), Herr Thies in Höhe von TEUR 1,1 (Vorjahr: TEUR 0,8) und Herr Beck-Bazlen in Höhe von TEUR 2,0 (Vorjahr: TEUR 1,3) Erstattungen für ihre Auslagen erhalten. Herr Thoenes hat für das Geschäftsjahr 2016 außerdem Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 9 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Herr Simon hat im Geschäftsjahr 2016 Sitzungsgelder und Auslagenersatz für seine Aufsichtsratstätigkeit bei der 3U ENERGY AG in Höhe von TEUR 6 (Vorjahr: TEUR 9) erhalten. Die Rechtsanwaltssozietät Altenburger Rechtsanwälte, deren Partner der Aufsichtsratsvorsitzende Herr Thoenes ist, hat im abgelaufenen Geschäftsjahr für ihre Beratungsleistungen und Auslagenerstattungen für den 3U Konzern insgesamt TEUR 11,1 (Vorjahr: TEUR 40) zzgl. Umsatzsteuer erhalten. Diese wurden mit TEUR 10,6 für die 3U ENERGY AG und mit TEUR 0,5 für die ClimaLevel Energiesysteme GmbH erbracht (Vorjahr: TEUR 28 für die 3U HOLDING AG und TEUR 12 für die 3U ENERGY AG). Die Grundzüge des Vergütungssystems für Vorstand und Aufsichtsrat sind im Vergütungsbericht dargestellt. 8.4 Ereignisse nach dem Bilanzstichtag Im Januar 2017 ist der Ende des Jahres 2016 fertiggestellte Windpark Schlenzer mit einer elektrischen Leistung von 5,5 MW in Betrieb genommen worden. Mit Datum vom 1. Februar 2017 hat die 3U HOLDING AG weitere 25 % der RISIMA Consulting GmbH erworben und hält damit 100% an der Gesellschaft. 8.5 Honorar des Abschlussprüfers Das Honorar inkl. Nebenkosten des Abschlussprüfers BDO AG Wirtschaftsprüfungsgesellschaft beträgt für das Geschäftsjahr 2016: scroll
*Davon Nachberechnungen für Vorjahre in Höhe von TEUR 5 (Vorjahr: TEUR 0) 8.6 Erklärung gemäß §161 AktG zum Corporate Governance Kodex Der Vorstand und der Aufsichtsrat der 3U HOLDING AG haben die nach § 161 des Aktiengesetzes vorgeschriebenen Erklärungen abgegeben und dauerhaft zugänglich gemacht (www.3u.net). 8.7 Angaben gemäß § 160 Abs. 1 Nr. 8 AktG Herr Michael Schmidt, Lahntal, hat mit Schreiben vom 28. November 2012 gemäß § 21 Abs. 1 des WpHG mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland, am 27. November 2012 die Schwelle von 25 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 25,49% (das entspricht 8.999.995 Stimmrechten) betragen hat. Herr Jürgen Beck-Bazlen, Ostfildern, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 4. Februar 2015 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland am 2. Februar 2015 die Schwelle von 3 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 3,028 % (das entspricht 1.069.418 Stimmrechten) betragen hat. Die 3U HOLDING AG hat gemäß § 26 Abs. 1 Satz 2 WpHG mitgeteilt, dass ihr Anteil an eigenen Aktien am 29. April 2015 die Schwelle von 5 % der Stimmrechte überschritten hat und an diesem Tag 5,0088 % (das entspricht 1.768.793 Stimmrechten) betragen hat. Herr Roland Thieme, Lahntal, hat uns gemäß § 21 Abs. 1 WpHG am 23. November 2016 mitgeteilt, dass sein Stimmrechtsanteil an der 3U HOLDING AG, Marburg, Deutschland am 18. November 2016 die Schwelle von 5% der Stimmrechte unterschritten hat und an diesem Tag 4,95 % (das entspricht 1.748.636 Stimmrechten) betragen hat. Weitere Angaben Die folgenden Gesellschaften der 3U HOLDING AG nehmen Befreiungen gemäß § 264 Abs. 3 HGB in Anspruch: scroll
Die 3U HOLDING AG ist das oberste, beherrschende Unternehmen des 3U Konzerns. Zeitpunkt der Freigabe des Abschlusses zur Veröffentlichung Der Vorstand der 3U HOLDING AG hat den Konzernabschluss am 3. März 2017 zur Weitergabe an den Aufsichtsrat freigegeben. Der Aufsichtsrat hat die Aufgabe, den Konzernabschluss zu prüfen und zu erklären, ob er den Konzernabschluss billigt. Nach Veröffentlichung kann der Abschluss nicht mehr geändert werden.
Marburg, den 3. März 2017 Der Vorstand Michael Schmidt Christoph Hellrung Andreas Odenbreit Anlage zum Anhang: Entwicklung des Anlagevermögens 2016scroll
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Anlage zum Anhang: Entwicklung des Anlagevermögens 2015scroll
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Die Darstellung erfolgt gerundet. Hierdurch können sich in der Summenbildung Rundungsdifferenzen ergeben. Bestätigungsvermerk des AbschlussprüfersWir haben den von der 3U HOLDING AG, Marburg, aufgestellten Konzernabschluss - bestehend aus Bilanz, Gesamtergebnisrechnung, Gewinn- und Verlustrechnung, Eigenkapitalveränderungsrechnung, Kapitalflussrechnung und Anhang - sowie den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns für das Geschäftsjahr vom 1. Januar 2016 bis zum 31. Dezember 2016 geprüft. Die Aufstellung von Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns nach den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung liegt in der Verantwortung der gesetzlichen Vertreter der Gesellschaft. Unsere Aufgabe ist es, auf der Grundlage der von uns durchgeführten Prüfung eine Beurteilung über den Konzernabschluss und den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns abzugeben. Wir haben unsere Konzernabschlussprüfung nach § 317 HGB unter Beachtung der vom Institut der Wirtschaftsprüfer (IDW) festgestellten deutschen Grundsätze ordnungsmäßiger Abschlussprüfung vorgenommen. Danach ist die Prüfung so zu planen und durchzuführen, dass Unrichtigkeiten und Verstöße, die sich auf die Darstellung des durch den Konzernabschluss unter Beachtung der anzuwendenden Rechnungslegungsvorschriften und durch den Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns vermittelten Bildes der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage wesentlich auswirken, mit hinreichender Sicherheit erkannt werden. Bei der Festlegung der Prüfungshandlungen werden die Kenntnisse über die Geschäftstätigkeit und über das wirtschaftliche und rechtliche Umfeld des Konzerns sowie die Erwartungen über mögliche Fehler berücksichtigt. Im Rahmen der Prüfung werden die Wirksamkeit des rechnungslegungsbezogenen internen Kontrollsystems sowie Nachweise für die Angaben im Konzernabschluss und Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns überwiegend auf der Basis von Stichproben beurteilt. Die Prüfung umfasst die Beurteilung der Rechnungslegungsinformationen der in den Konzernabschluss einbezogenen Teilbereiche, der Abgrenzung des Konsolidierungskreises, der angewandten Bilanzierungs- und Konsolidierungsgrundsätze und der wesentlichen Einschätzungen der gesetzlichen Vertreter sowie die Würdigung der Gesamtdarstellung des Konzernabschlusses und des Berichts über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns. Wir sind der Auffassung, dass unsere Prüfung eine hinreichend sichere Grundlage für unsere Beurteilung bildet. Unsere Prüfung hat zu keinen Einwendungen geführt. Nach unserer Beurteilung aufgrund der bei der Prüfung gewonnenen Erkenntnisse entspricht der Konzernabschluss den IFRS, wie sie in der EU anzuwenden sind, und den ergänzend nach § 315a Abs. 1 HGB anzuwendenden handelsrechtlichen Vorschriften sowie den ergänzenden Bestimmungen der Satzung und vermittelt unter Beachtung dieser Vorschriften ein den tatsächlichen Verhältnissen entsprechendes Bild der Vermögens-, Finanz- und Ertragslage des Konzerns. Der Bericht über die Lage der Gesellschaft und des Konzerns steht in Einklang mit dem Konzernabschluss, entspricht den gesetzlichen Vorschriften, vermittelt insgesamt ein zutreffendes Bild von der Lage des Konzerns und stellt die Chancen und Risiken der zukünftigen Entwicklung zutreffend dar.
Essen, 3. März 2017 BDO AG Fritz Barhold, Wirtschaftsprüfer WEITERE INFORMATIONENFinanzkalender
KontaktHausanschrift 3U HOLDING AG Frauenbergstraße 31-33 35039 Marburg Deutschland Postanschrift 3U HOLDING AG Postfach 22 60 35010 Marburg Deutschland Investor Relations Peter Alex Tel.:+49 (0)6421 999-1200 Fax:+49 (0)6421 999-1222 ir@3u.net www.3u.net GlossarCashflow Kennzahl zur Beurteilung der Finanz- und Ertragskraft eines Unternehmens. Der Cashflow wird ermittelt aus dem Zufluss und Abfluss von Zahlungsmitteln und Zahlungsmittel-Äquivalenten aus der laufenden Geschäftstätigkeit (siehe Kapitalflussrechnung). Cashflow aus betrieblicher Tätigkeit Veränderung der flüssigen Mittel aus der eigentlichen Geschäftstätigkeit des Unternehmens (wie z. B. dem Verkauf der betrieblichen Leistungen, dem Einkauf von Material und Vorleistungen und den sonstigen operativen Auszahlungen) und aus anderen Tätigkeiten, die nicht den Investitions- oder Finanzierungstätigkeiten zuzuordnen sind. Cashflow aus Finanzierungstätigkeit Beinhaltet die Einzahlungen aus der Aufnahme bzw. die Auszahlungen für die Tilgung von Darlehen, sonstigen Bankverbindlichkeiten und Zinsverbindlichkeiten aus Finanzierungsleasing sowie Mittelabflüsse für Dividendenzahlungen und Zu-/Abflüsse aus Kapitalerhöhungen/-herabsetzungen. Cashflow aus Investitionstätigkeit Auszahlungen für den Erwerb bzw. Einzahlungen aus der Veräußerung von immateriellem Anlagevermögen, Sachanlagevermögen und Finanzanlagevermögen sowie von Tochtergesellschaften. Corporate Governance Der Deutsche Corporate Governance Kodex stellt wesentliche gesetzliche Vorschriften zur Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Gesellschaften (Unternehmensführung) dar und enthält international und national anerkannte Standards guter und verantwortungsvoller Unternehmensführung. Der Kodex soll das deutsche Corporate Governance System transparent und nachvollziehbar machen. Er will das Vertrauen der internationalen und nationalen Anleger, der Kunden, der Mitarbeiter und der Öffentlichkeit in die Leitung und Überwachung deutscher börsennotierter Aktiengesellschaften fördern. EBIT Ergebnis vor Steuern, Zinsergebnis und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Interest and Taxes). EBITDA Ergebnis vor Steuern, Finanzergebnis, Anteilen anderer Gesellschafter und Abschreibungen (Earnings before Interest, Taxes, Depreciation and Amortization). EBT Ergebnis vor Steuern und Anteilen anderer Gesellschafter (Earnings before Taxes). Eigenkapitalquote Bilanzielles Eigenkapital dividiert durch Bilanzsumme (je höher die Kennzahl, desto geringer der Verschuldungsgrad). Entsprechenserklärung Erklärung von Vorstand und Aufsichtsrat nach §161 AktG zur Umsetzung der Empfehlungen der Regierungskommission Deutscher Corporate Governance Kodex. Ergebnis je Aktie Die Kennzahl gibt den Anteil des erwirtschafteten Konzernüberschusses bzw. Konzernfehlbetrages an, der auf eine einzelne Aktie entfällt. Die Kennzahl wird errechnet, indem man das Jahresergebnis (Konzernüberschuss/-fehlbetrag) durch die durchschnittlich gewichtete Anzahl der sich im Handel befindlichen Stammaktien dividiert. Erneuerbare Energien Sammelbegriff für die natürlichen Energievorkommen, die entweder auf permanent vorhandene oder auf sich in überschaubaren Zeiträumen von wenigen Generationen regenerierende Energieströme zurückzuführen sind. Dazu gehören: Wasserkraft (das heißt aus Lauf- und Speicherkraftwerken sowie den Pumpspeicherkraftwerken mit natürlichem Zufluss ohne die aus Pumpspeichern mit künstlichem Zufluss gewonnene Energie), Windenergie, Solarenergie, Umgebungswärme, Biomasse und Géothermie. Free Float Aktien im Streubesitz. Holding Der Begriff Holding (Kurzform für Holdinggesellschaft/Dachgesellschaft oder Holding-Organisation) umschreibt keine eigenständige Rechtsform, sondern eine in der Praxis etablierte Organisationsform der Muttergesellschaft von verbundenen Unternehmen. IFRS International Financial Reporting Standards (Rechnungslegungsgrundsätze) Kapitalflussrechnung Die Kapitalflussrechnung ist der liquiditätsorientierte Teil des Rechnungswesens. Es handelt sich hierbei um die wertmäßige Erfassung von Zahlungsströmen innerhalb eines Geschäftsjahres. Hierzu werden Einzahlungen und Auszahlungen in der jeweiligen Berichtsperiode gegenübergestellt und somit die Veränderung des Bestands an liquiden Mitteln erklärt. Konsolidierung Addition von Teilrechnungen zu einer Gesamtrechnung, z. B. von Einzelbilanzen der Konzernunternehmen zur Konzernbilanz. Konsolidierungskreis Gruppe der Tochterunternehmen eines Konzerns, die in den Konzernabschluss einbezogen werden. Latente Steuern Künftige Steuerent- bzw. -belastungen, die entstehen, wenn Handelsbilanz- und Steuerbilanzansatz von Vermögens- und Schuldpositionen auseinanderfallen, der Unterschied sich jedoch im Zeitablauf wieder umkehrt (temporary differences). Mit dem Ansatz latenter Steuern wird der effektive, aus der Steuerbilanz resultierende Steueraufwand an das abweichende handelsrechtliche Ergebnis angepasst. Zusätzlich werden latente Steuern für die zukünftige Nutzung von steuerlichen Verlustvorträgen angesetzt, soweit mit hoher Wahrscheinlichkeit eine Verrechnung möglich ist. Marktkapitalisierung Bezeichnung für den aktuellen Börsenwert eines Unternehmens. Errechnet wird sie durch die Anzahl der Aktien multipliziert mit dem Aktienkurs. Die Marktkapitalisierung liefert einen Anhaltspunkt für den Preis, der für sämtliche umlaufenden Aktien eines Unternehmens zu bezahlen bzw. zu realisieren wäre. Dabei ist jedoch zu berücksichtigen, dass größere Ankäufe/Verkäufe einer Aktie zu tendenziell steigenden/sinkenden Aktienkursen führen. Risikomanagement Systematische Vorgehensweise, um potenzielle Risiken zu identifizieren, zu bewerten und Maßnahmen zur Risikohandhabung auszuwählen und umzusetzen. ImpressumHerausgeber 3U HOLDING AG Frauenbergstraße 31–33 35039 Marburg Deutschland Fotos 3U HOLDING AG (Titel) J. Laackman, PSL-Studios-Marburg (Seite 3) Shutterstock Images LLC (Seite 18) Publitek, Inc. dba Fotosearch (Seite 82, 162, 164) Schrift Interstate von Tobias Frere-Jones (Hersteller: The Font Bureau) Druck IRprint, Hamburg © 2017 3U HOLDING AG, Marburg Printed in Germany DisclaimerDieser Geschäftsbericht enthält zukunftsbezogene Aussagen, welche die gegenwärtigen Ansichten des Managements der 3U HOLDING AG hinsichtlich zukünftiger Ereignisse widerspiegeln. Die Begriffe „davon ausgehen“, „annehmen“, „einschätzen“, „erwarten“, „beabsichtigen“, „können“, „planen“, „projizieren“, „sollte“ und vergleichbare Ausdrücke dienen dazu, zukunftsbezogene Aussagen zu kennzeichnen. Zukunftsbezogene Aussagen basieren auf derzeit gültigen Plänen, Einschätzungen und Erwartungen. Solche Aussagen unterliegen Risiken und Unsicherheitsfaktoren, von denen die meisten schwierig einzuschätzen sind und die im Allgemeinen außerhalb der Kontrolle der 3U HOLDING AG liegen. Faktoren, die eine Abweichung bewirken oder beeinflussen können, sind ohne Anspruch auf Vollständigkeit z. B.: die Entwicklung der Nachfrage nach unseren Diensten, Wettbewerbseinflüsse, einschließlich Preisdruck, technologische Veränderungen, regulatorische Maßnahmen, Risiken bei der Integration neu erworbener Unternehmen. Sollten diese oder andere Risiken und Unsicherheitsfaktoren eintreten oder sich die den Aussagen zu Grunde liegenden Annahmen als unrichtig herausstellen, können die tatsächlichen Ergebnisse der 3U HOLDING AG wesentlich von denjenigen abweichen, die in diesen Aussagen ausgedrückt oder impliziert werden. Das Unternehmen übernimmt keine Verpflichtung solche vorausschauenden Aussagen zu aktualisieren. Dieser Geschäftsbericht enthält eine Reihe von Kennzahlen, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher Vorschriften und der International Financial Reporting Standards (IFRS) sind, wie z. B. EBT, EBIT, EBITDA und EBITDA bereinigt um Sondereinflüsse, bereinigte EBITDA-Marge, Investitionen (Capex). Diese Kennzahlen sind nicht als Ersatz für die Angaben der 3U HOLDING AG nach HGB oder IFRS zu verstehen. Es ist zu beachten, dass die Kennzahlen der 3U HOLDING AG, die nicht Bestandteil handelsrechtlicher und IFRS-Vorschriften sind, nur bedingt mit den entsprechenden Kennzahlen anderer Unternehmen vergleichbar sind. 3U Konzern*3U HOLDING AGITK010017 Telecom GmbH Marburg, Deutschland 3U TELECOM GmbH Marburg, Deutschland 3U TELECOM GmbH Wien, Österreich Discount Telecom SSV GmbH Marburg, Deutschland Exacor GmbH Marburg, Deutschland fon4U Telecom GmbH Marburg, Deutschland LineCall Telecom GmbH Marburg, Deutschland OneTel Telecommunication GmbH Marburg, Deutschland RISIMA Consulting GmbH Marburg, Deutschland weclapp GmbH Marburg, Deutschland Erneuerbare Energien3U ENERGY AG Marburg, Deutschland 3U ENERGY PE GmbH Kloster Lehnin, Deutschland 3U Euro Energy Systems GmbH Marburg, Deutschland Märkische Windkraft 110 GmbH & Co. KG Kloster Lehnin, Deutschland Repowering Sachsen-Anhalt GmbH Marburg, Deutschland Solarpark Adelebsen GmbH Adelebsen, Deutschland Windpark Havelland Projekt I GmbH & Co. KG Kloster Lehnin, Deutschland Windpark Langendorf GmbH & Co. KG Marburg,, Deutschland Windpark Langendorf Verwaltungsgesellschaft mbH Marburg,, Deutschland SHKClimaLevel Energiesysteme GmbH Köln, Deutschland Immowerker GmbH Marburg, Deutschland PELIA Gebäudesysteme GmbH Montabaur, Deutschland Selfio GmbH Linz am Rhein, Deutschland |
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